Transcript
Speaker: Willkommen hier beim Frittenfunk.
Speaker: Oh ja!
Speaker: Die Ohren spitzen, es geht gleich los.
Speaker: Ganz ruhig, ganz locker, wir starten geschwind.
Speaker: Der Frittenfunk läuft, also sei jetzt gespannt.
Speaker: Hallihallo, Hallöchen!
Speaker: Willkommen zu einer neuen Folge vom Frittenfunk.
Speaker: Wir haben uns für diese Woche was Besonderes überlegt, weil Maren heute nicht so viel Energie hat und wir euch trotzdem eine Folge liefern wollten.
Speaker: Und wir euch auch mal zeigen wollten, wie es aussehen kann, wenn man ursprüngliche Pläne einfach anpasst, weil die Bedürfnisse von einer oder mehrerer Personen das erfordern.
Speaker: Und weil euch unsere letzte Bonus-Folge so gut gefallen hat, in der wir einfach Fragen beantwortet haben, haben wir uns überlegt, wir machen das diese Woche einfach nochmal.
Speaker: Nur dieses Mal sind bessere Audio qualitiert.
Speaker: Bevor wir aber mit den Fragen beginnen, kommt wie immer unser... Was war dein Mutmoment diese Woche, Maren?
Speaker: Ich hatte ziemlich viele Mutmomente diese Woche.
Speaker: Ich bin ready.
Speaker: Also, ich habe heute, nein, ich habe mich im Laufe der Woche dazu entschieden, eine neue Therapie zu beginnen und heute habe ich meine erste Therapiesitzung.
Speaker: Ähm.
Speaker: Und damit ich nicht wieder kneife, sage ich jetzt mal, habe ich auch direkt vorneweg gesagt, ich kann das übrigens nicht gut, immer wenn ich sage, mir geht es gut, dann ist das eigentlich eine Lüge und ähm.
Speaker: Meine Erfahrung mit Therapie war nicht ehrlich, weil ich habe nie die Mauer fallen lassen.
Speaker: brauche.
Speaker: Dass ich Klarheit brauche.
Speaker: Dass ich mich zurückziehe.
Speaker: Die Hunde kommunizieren hier auch gerade, dass sie nicht wollen, dass wir eine Podcast-Folge aufnehmen.
Speaker: Ja, was war dein Mutmoment diese Woche?
Speaker: Ich glaube, diese Woche ist es für mich wieder ein Mutmoment, den nicht so viele Leute nachvollziehen können.
Speaker: Ich habe meine Autoversicherung gekündigt.
Speaker: Was ich eigentlich schon seit zwei Jahren machen möchte, weil sie einfach viel zu teuer ist.
Speaker: Und ja, es steht noch ein Telefonat mit dem Versicherungsvertreter aus.
Speaker: Aber der erste Schritt ist getan.
Speaker: Und gerade eben habe ich dir noch was anderes erzählt und ich weiß es nicht mehr.
Speaker: Ja, ich weiß es leider auch nicht mehr.
Speaker: Weil sowas brosst nicht auf mich verlassen wollen.
Speaker: Ich habe meinen Papa um Hilfe gebeten.
Speaker: Das war für mich auch ein großer Schritt, weil eigentlich weiß ich, wie gut es mir tut, mit meinem Papa zu sprechen und seinen Rat zu hören.
Speaker: Aber manchmal ist es irgendwie doch schwer, mich zu überwinden, weil ich irgendwie ja, ich möchte Sachen alleine hinkriegen und gern ein
Speaker: verantwortungsbewusster Erwachsener sein.
Speaker: Obwohl ich mich an den meisten Tagen so fühle, als würde ich sowieso nur so tun, als wäre ich ein Erwachsener und habe absolut keine Ahnung, was ich eigentlich mache.
Speaker: Aber ja, das war für mich ein großer Schritt und hat mir auf jeden Fall sehr viel geholfen.
Speaker: Ich war sehr dankbar.
Speaker: Und ja.
Speaker: Sollen wir gleich anfangen mit unserem Fragenhakel?
Speaker: Starte los.
Speaker: Kross und knackig.
Speaker: Maren, wann fühlst du dich am allermeisten wie du
Speaker: Also mein, mein erster intuitiver Gedanke war beim Schlafen.
Speaker: Gut.
Speaker: Da fühlt man auch so besonders viel.
Speaker: Ja, gar nichts nämlich.
Speaker: Also, ne, das stimmt nicht, aber... aber... Ich würde sagen, wenn es kein...
Speaker: bin.
Speaker: Und wie sieht's bei dir aus?
Speaker: Hm.
Speaker: Wenn ich mit dir unterwegs bin und das Gefühl hab ich werde nicht gejudged für
Speaker: Egal was.
Speaker: Also ich kann einfach ganz ich selber sein und ich weiß, dass ich so akzeptiert werde, wie ich bin.
Speaker: Und wenn ich... Wenn ich über Dinge erzählen kann, die die mir viel bedeuten oder für die ich mich sehr interessiere, ähm...
Speaker: wenn ich Maren meinen... Ist ja schön, wenn die Audioqualität besser ist, aber jetzt probieren wir es nochmal ohne Hunde, weil wir vorher mit ihnen draußen waren, damit sie nicht Krach machen während der Podcastaufnahme.
Speaker: Das hat offensichtlich nicht funktioniert.
Speaker: Ja, wenn ich Maren zum Beispiel meinen Fortschritt bei meinen Malen nach Zahlenbildern zeigen kann und
Speaker: Sie freut sich darüber und... Sie ist so crazy.
Speaker: Wenn ich eine halbe Stunde so an dem Tisch sitze, dann habe ich übelst Rückenschmerzen.
Speaker: Die Malte einfach stundenlang.
Speaker: egal.
Speaker: Was war für dich signifikant oder besonders an dem...
Speaker: Timing oder an der Zeit, in der ich in dein Leben kam?
Speaker: Naja, besonders schon allein deshalb, weil wir uns in der Reha kennengelernt haben.
Speaker: Ich war mit 27 zum ersten Mal in der Reha.
Speaker: Das macht man jetzt als junger Mensch auch nicht so häufig.
Speaker: Und haben wir in der Reha ja auch mehrfach gehört.
Speaker: Ja.
Speaker: Dann
Speaker: äh, sind da lauter fremde Menschen und dann war noch irgendwie immer großes Drama mit Corona-Regelungen und ja, ich mag ja eh Menschen so sehr.
Speaker: Äh, hab ich nicht gesagt.
Speaker: Aber, ja, und dann war halt schon irgendwie, also unsere Verbindung war schon irgendwie ein bisschen special, weil dann halt auf einmal nicht, äh,
Speaker: ich mich mit überwiegend älteren Menschen unterhalten habe, die von ihren Enkeln erzählt haben und von weiß ich nicht, sondern halt auf einmal konnte ich mich dann doch wieder mit jemandem, ich sage jetzt mal in meinem Alter, auch wenn ich das natürlich nicht sagen würde, nur unterhalten konnte.
Speaker: Ich glaube, bei mir war das ähnlich.
Speaker: Du warst ja schon ein paar Wochen vor mir in der Reha.
Speaker: Das heißt, ich hatte eigentlich von Tag 1 quasi dich als Bezugsperson und musste mich nie wirklich mit den deutlich älteren Menschen auseinandersetzen.
Speaker: Aber auch für mich, ich war zu dem Zeitpunkt ein halbes Jahr schon krankgeschrieben und ich wusste, dass die Reha für mich
Speaker: mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bedeutet, dass ich auch auf dem Papier berufsunfähig sein werde.
Speaker: Und das war für mich eine super große Umstellung, weil ich halt einfach in einem Beruf gearbeitet habe, der sehr körperlich ist und zu akzeptieren, dass das halt nicht mehr möglich ist.
Speaker: Und ich war ja schon...
Speaker: naja gut, deutlich länger, ist vielleicht jetzt ein bisschen übertrieben, aber ich hatte meine Diagnose schon eine Weile vor dir und es war ganz lang alles ganz okay, von den Symptomen her zumindest.
Speaker: Und von einem auf den anderen Tag war das dann halt nicht mehr so und das war richtig schwer, das zu akzeptieren und ich wusste natürlich nicht, wie es weitergeht, was als nächstes...
Speaker: auf mich zukommt und da war das auf jeden Fall eine ganz arg große Stütze, dass ich dich quasi drei Wochen zulabern konnte.
Speaker: Ja, also, ich muss, das ist mir gerade noch so eingefallen, also ich habe ja irgendwie gedacht, ich gehe in die Reha und dann komme ich fit wie ein Turnschuh wieder nach Hause und dann ist alles easy peasy, gar kein Problem mehr.
Speaker: Ich habe irgendwie nicht gedacht, dass ich da Berufsunfähig rauslaufe.
Speaker: Ja.
Speaker: Hoppala.
Speaker: Upsi.
Speaker: Was ist eine Chance, von der du dir jetzt wünschst, dass du sie genutzt
Speaker: In vielen Beziehungen Beziehungen teile ich meine Bedürfnisse zu kommunizieren.
Speaker: Das ist deep.
Speaker: eventuell.
Speaker: Heißt nicht, dass ich das jetzt kann, aber ich versuch's zumindest.
Speaker: Puh.
Speaker: Irgendwie habe ich so das Gefühl, das hätte mir mir viel Lebenszeit aus Spaß.
Speaker: Oder viel Erfahrung.
Speaker: Enttäuschungen.
Speaker: Ja, ich finde es aber auch schwierig, es als Enttäuschung zu klassifizieren, wenn Erwartungen nicht klar kommuniziert wurden.
Speaker: Also dann enttäuscht zu sein, finde ich immer super schwierig.
Speaker: Kannst du ja schwierig finden, aber du zwar, deswegen halt trotzdem.
Speaker: Puh.
Speaker: Ich weiß nicht.
Speaker: Mir fällt auf Anhieb gerade nichts ein, also wo ich gesagt hätte, ich hatte die Chance dazu, aber hab's nicht genutzt.
Speaker: Also...
Speaker: Ich wollte nach der Ausbildung unbedingt in Amerika arbeiten.
Speaker: Das ging aus gesundheitlichen Gründen halt nicht.
Speaker: Und ich wollte nach der Ausbildung zur Bundeswehr und das ging aus gesundheitlichen Gründen nicht.
Speaker: habe.
Speaker: Ich glaube... Ich wusste nicht, dass du zur Bundeswehr wolltest.
Speaker: Also ich wollte halt in einem Bundeswehrkrankenhaus arbeiten und in mobilen OP-Einheiten mit unterwegs sein.
Speaker: Das fand ich in der Ausbildung schon super cool.
Speaker: Und wir hatten eine Ärztin, unsere damalige OP-Managerin, die hat als Anästhesistin bei der Bundeswehr gearbeitet und
Speaker: und hat uns davon halt mal erzählt in der Unterrichtseinheit und das hat mich so fasziniert, dass ich das unbedingt machen wollte und ja, dann wurde ich krank und dann ging das leider nicht mehr.
Speaker: Ich wünschte mir jetzt
Speaker: Ich finde es schwierig zu sagen, ich hatte die Chance dazu.
Speaker: Bestimmt sind viele Menschen der Meinung, ich hätte die Chance gehabt.
Speaker: Aber ich glaube, das schwierigste Thema in meinem Leben ist und bleibt auch noch eine Weile mein Studium.
Speaker: Das ich eigentlich schon vor vielen Jahren begonnen habe.
Speaker: Und durch gesundheitliche Rückschläge und einfach auch
Speaker: Die Notwendigkeit, meinen Lebensunterhalt zu verdienen, ist das immer auf der Prioritätenliste ziemlich weit nach hinten gerutscht und ich wünschte, das wäre nicht so gewesen.
Speaker: Aber durch die MS und die ADHS ist es halt immer super schwer.
Speaker: Ich will es jetzt nicht irgendwie auf meine Krankheiten schieben, aber es ist einfach mega schwer, sich eine Routine in der Hinsicht aufzubauen.
Speaker: Und weil ich jahrelang, nachdem ich den Schub hatte 2021, auch mit Fatigue wahnsinnig zu kämpfen hatte, viel mehr als jetzt,
Speaker: ging das einfach nicht, also hatte ich einfach keine Kraft, mich um mein Studium zu kümmern und je länger ich das halt auch nicht getan habe, desto schwieriger wurde es für mich immer, dann wieder neue Motivationen zu schöpfen, wieder neu anzufangen, es doch nochmal zu versuchen und
Speaker: dann auch die Kommentare auszuhalten von anderen, die dann sagen, ja gut, schaffst du eh nicht, lass es doch einfach und ja, du kriegst dann eh keine Stelle, wenn es so lange gedauert hat, bis du fertig warst und
Speaker: Und weil ich das halt im Fernstudium mache, muss ich halt alles quasi selber von zu Hause aus organisieren.
Speaker: Und da spielt Disziplin natürlich eine riesige Rolle.
Speaker: Und das ist was, das ich in meinem Leben noch nie gut konnte.
Speaker: Finde ich nicht, aber ich weiß, dass du das denkst.
Speaker: Es ist auf jeden Fall für mich mega schwer, weil mir das eigentlich wirklich viel bedeutet, was mir keiner glaubt, weil ich eben noch so viel vor mir habe, weil es dann halt einfach immer viele Stimmen gibt, die dann sagen, ja gut, wenn es dir wichtig wäre, dann hättest du dich mehr darum gekümmert, aber in den letzten Jahren mussten mir andere Dinge einfach wichtiger sein.
Speaker: Ähm...
Speaker: um meine Gesundheit zu schützen, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren, weil ich keine Erwerbsminderungsrente bekomme, weil ich zu jung bin, weil ich keine Unterstützung vom Staat bekomme.
Speaker: Ja, das ist für mich auf jeden Fall ein sehr, sehr...
Speaker: sensibles Thema und es ist für mich auch hart, darauf angesprochen zu werden.
Speaker: Ich verstehe das Interesse der Menschen, vor allem, weil ich halt auch schon so lange Studentin bin, aber es ist eigentlich was, über das ich nicht gerne spreche und auch nie so wirklich weiß, was ich sagen soll.
Speaker: Ja.
Speaker: Sollte halt eigentlich einfach niemand kommentieren, der nicht
Speaker: in deinen Schuhen läuft.
Speaker: Ja, und weiß, was halt so abgeht und es tut halt unfassbar weh, wenn Leute dann sagen, ja, du bist einfach zu faul oder du kriegst es nie hin oder ja.
Speaker: Genau, das war ein langer Exkurs für eine Frage.
Speaker: Das war jetzt nicht so knackig, aber gut.
Speaker: Ähm,
Speaker: Welchen Ratschlag würdest du deinen Teenager Kindern geben über
Speaker: Lass es einfach.
Speaker: Lass es.
Speaker: Keine Ahnung.
Speaker: Also ganz ehrlich, ich hab das... Also ich bin ja jetzt seit... seit... Seit zwei Jahren.
Speaker: Und...
Speaker: Ich habe keine Ahnung, was in den Jahren davor passiert ist, wo ich in einer Beziehung war, aber irgendwie... Ich weiß nicht, was abgeht.
Speaker: Ich verstehe das nicht.
Speaker: Ich... also... Also ich... Ich auch nicht.
Speaker: Ich bin... bin... noch nicht allzu lang Single-ish.
Speaker: Ähm...
Speaker: Aber... Aber... also ich glaube... ich glaube nicht, dass es was ist, was Teenager hören wollen würden, aber... genieß einfach die Zeit.
Speaker: Also sammel einfach schöne Momente mit Menschen, die dir wichtig sind und nimm es vielleicht nicht allzu ernst.
Speaker: Also es ist... Es fühlt sich in dem Moment an, als würde die Welt untergehen.
Speaker: Ich weiß das, wenn irgendwie Teenagerliebe, Teenagerliebe zerbricht und... Aber... Aber... Gib dir einfach die Chance, glücklich zu sein.
Speaker: Lass Gefühle zu.
Speaker: Es ist vollkommen in Ordnung.
Speaker: Du musst auf dein Herz hören.
Speaker: Ich glaube, ich könnte keinen guten Rat geben, aber ich glaube, ich würde sagen, stehe für das ein, was du willst und lass dich nicht auf weniger ein.
Speaker: Aber überleg dir gut, was du haben willst, wie du behandelt werden möchtest und
Speaker: akzeptieren nichts weniger als das.
Speaker: Du verdienst es, gut behandelt zu werden.
Speaker: Das würde ich aber auch meiner Freundin sagen, das würde ich jedem sagen.
Speaker: Du verdienst es, gut behandelt zu werden und musst dir nichts gefallen lassen, wo du dich nicht wohlfühlst und vor allem schon gar nicht zu irgendwas überreden oder unter Druck setzen lassen, irgendwas zu tun, womit du dich nicht gut fühlst.
Speaker: Du bist niemandem irgendwas schuldig, wie nur dir selber.
Speaker: Und... Ja.
Speaker: In der nächsten Frage geht es um um Schmerzen des anderen.
Speaker: Füßig oder mental?
Speaker: Ganz egal.
Speaker: Was hat dem anderen in seinem Leben...
Speaker: quasi.
Speaker: Nutze den Moment jetzt, um zu teilen, wie du verstehst, was mich besonders geprägt hat auf einer negativen Hinsicht.
Speaker: Ich glaube, ich kann da auch schon mit da anfangen und ich glaube, was das Schlimmste, was für Maren in ihrem Leben passiert ist,
Speaker: weil mit Abstand ist, ihren Papa zu verlieren, als sie 17 Jahre alt war.
Speaker: Und ich weiß, dass es auch 13 Jahre später ihr noch ganz arg wehtut und dass sie ganz viel an ihren Papa denkt und dass sie sich in ganz, ganz vielen Situationen wünscht, mit ihm sprechen zu können, seinen Rat einzuholen, einfach, dass er miterleben kann, zu was für einem
Speaker: wundervollen Mensch sie herangewachsen ist.
Speaker: Nee, gewachsen bin ich nicht wirklich viel.
Speaker: Und ich glaube, es ist nicht nur die Abwesenheit von ihrem Papa, sondern auch alles, was danach kam, was das mit sich gebracht hat, was so unfassbar schwer ist.
Speaker: Und das ist auch ein ganz großer Grund,
Speaker: warum ich denke, dass Maren eine der stärksten Persönlichkeiten ist, die ich in meinem Leben jemals kennengelernt habe.
Speaker: Weil ich es unfassbar beeindruckend finde, wie sie alles, was... alle Steine, die ihr das Leben in den Weg gelegt hat, einfach in ihren Rucksack gepackt hat und gesagt hat, ja, alles klar, gut, dann nehmen wir dich halt auch noch mit, kein Problem.
Speaker: Ähm, es muss ja irgendwie weitergehen.
Speaker: ich glaube, es gibt niemand in deinem Leben, der so viel über dich weiß wie ich.
Speaker: Und manchmal würde ich mir wünschen, dass du mehr Menschen daran teilhaben lassen würdest.
Speaker: Und ich finde das so beeindruckend und so stark, dass du das alles quasi gemeistert hast und
Speaker: mit niemandem darüber sprichst.
Speaker: Also du gehst nicht irgendwie hausieren mit allem, was du in deinem Leben erreicht hast, sondern das ist alles ganz leise und humble, wie du einfach durchs Leben gehst und alles annimmst, was dir über den Weg kommt und
Speaker: Ich sag's nochmal, Maren ist eine der intelligentesten Menschen, die ich kenne und jemals kennengelernt hab.
Speaker: Und das wird sie niemals von sich behaupten, weil sie niemals was Positives über sich zu erzählen weiß.
Speaker: Und Und was ich mit am krassesten finde, ist die...
Speaker: Empathie und Liebe, die sie anderen Menschen gegenüber aufbringen kann, die ihr wichtig sind, obwohl sie in ihrem Leben schon so absolut bescheiden behandelt wurde.
Speaker: Und in all dem hat sie sich ihr eigenes Leben aufgebaut, hat ihren Master gemacht.
Speaker: Es gibt einfach, ich könnte eine komplette Folge machen mit Dingen, die ich an dieser Person beeindruckend finde.
Speaker: Und ich hätte immer noch nicht alles erzählt.
Speaker: Und ich bin so unfassbar stolz, wie du jeden Tag den Schmerz mit dir trägst und dich trotzdem nicht unterkriegen lässt.
Speaker: Jetzt bin ich auch nicht.
Speaker: Und am Heulen.
Speaker: Und am Heulen ist sie auch noch.
Speaker: Ähm... Also... Also, ich glaub, äh... Kross und knackig ist hier heute irgendwie gar nichts!
Speaker: Ja gut, ähm... Ups.
Speaker: Zumindest war das die Idee, wie gut es klappt, ja...
Speaker: Müssen wir uns ja nächstes Mal Fragen überlegen, wie trinkst du lieber Cola oder Fondant?
Speaker: Also Maren trinkt dann liebsten Spezi, Paulana Spezi.
Speaker: Ja, das ist richtig.
Speaker: Also, ich wollte sagen, ich der größte Schmerz Schmerz ist, ähm,
Speaker: dass dir das Gefühl gegeben wurde, dass du ein absolut besonderer und toller Mensch bist, was du auch auf jeden Fall bist, in meinen Augen.
Speaker: Was andere denken, es interessiert uns auch nicht.
Speaker: Und dass du trotzdem
Speaker: nicht die erste Wahl, das klingt so blöd, aber dass das Commitment dann trotz, also ich kann es nicht nachvollziehen, wie man ja offensichtlich genug Empathie haben kann oder genug, genug, weiß ich nicht was, emotionale Intelligenz, um dir jeden Tag zu sagen, wie besonders du bist und was für ein toller Mensch du bist und dann aber zu sagen, ja, aber, also
Speaker: Das ist ja alles schön, aber so das Commitment, das gehe ich halt trotzdem nicht ein.
Speaker: Die Worte und die Taten, die so im Alltag passieren, dann so im Gegensatz dazu stehen, dass man halt doch kein Commitment eingehen kann will.
Speaker: Das ist was, mit dem ich nicht gut umgehen kann.
Speaker: wenn Worten und Taten nicht übereinstimmen.
Speaker: Ich kann mit viel, viel, viel umgehen, auch wenn du mir was Negatives sagst oder, äh, keine Ahnung, sagst, hey, das, nee, das, ich will es nicht aus dem und dem Grund, keine Ahnung.
Speaker: Ich kann mit viel Schmerz umgehen, womit ich nicht umgehen, nicht gut umgehen kann, ist, wenn du mir ein gutes Gefühl gibst,
Speaker: Mit Worten, die dann aber wo nichts dahinter steckt quasi.
Speaker: Ja.
Speaker: Also was Nora gemeint hat, und ich glaube, das kann ich ganz gut erklären, wenn sie sagt, es ist mir egal, ob jemand was Negatives sagt oder so.
Speaker: Also, dass sie mit viel Schmerz umgehen kann.
Speaker: Ich kann Nora sagen, ich kenne mich heute richtig auf die Nerven oder weiß ich nicht.
Speaker: du bist anstrengend, was weiß ich, irgend sowas könnte ich sagen, du würdest sagen, ja.
Speaker: Wann hattest du das Gefühl, dass wir in sync miteinander sind?
Speaker: Also, dass wir uns so richtig verstehen?
Speaker: Also, mehr als nur, ich weiß, wie sie sich gerade fühlt,
Speaker: auf einer anderen Ebene, würde ich jetzt mal sagen.
Speaker: Und wie hast du das Gefühl, dass es unsere, unseren Alltag beeinflusst hat?
Speaker: Oder hast du das Gefühl, dass es unseren Alltag beeinflusst hat?
Speaker: Mhm.
Speaker: Total.
Speaker: facetimen.
Speaker: Und ich kann mich noch erinnern, dass mein
Speaker: Ex-Freund damals öfter nach Hause gekommen ist und so war, er telefoniert immer noch mit Nora, wie viele Stunden telefoniert ihr schon?
Speaker: Ja.
Speaker: Ja,
Speaker: Und das hat, finde ich, schon großen Einfluss gehabt, weil ich davor halt so richtig oft das Gefühl hatte, niemand in meinem Alter hat
Speaker: tagsüber Zeit, weil alle beim Arbeiten sind und jeder hat so seine, weiß nicht, seinen Alltag, seine Probleme und irgendwie hat dann ziemlich gefunkt.
Speaker: Zwischen und... Pass auf, so kommen Gerüchte.
Speaker: Ja.
Speaker: Redet, was ihr wollt.
Speaker: Das interessiert uns nicht.
Speaker: Naja.
Speaker: Ich glaube, also ich kann mich nicht an einen bestimmten Moment erinnern, wo ich sagen würde, da ist mir das aufgefallen, aber aber ich weiß, dass es einen Moment gab.
Speaker: Ich weiß nicht mehr genau, um was es ging oder was sie da gesagt hat, aber irgendwas ist passiert und Maren wusste ganz genau, wie ich mich jetzt fühle, warum das für mich ein Problem ist.
Speaker: was jetzt durch meinen Kopf geht und und ich glaube, ich habe mich in meinem Leben noch nie so wertgeschätzt gefühlt.
Speaker: Ich weiß nicht, ob das das richtige Wort ist, aber da habe ich verstanden, wie viel Energie sie schon da reingesteckt hat, quasi mich zu verstehen und wie viel Zeit wir schon, auch wenn das am Anfang ja hauptsächlich digital war,
Speaker: miteinander verbracht haben, dass sie in Situationen, und da möchte ich nochmal betonen, wie unfassbar unterschiedlich wir Situationen wahrnehmen, interpretieren und wie wir mit Dingen umgehen, ist ganz arg unterschiedlich und trotzdem weiß sie ganz genau in jeder Situation, wie es mir geht, was das mit mir macht und mittlerweile auch genau, was ich brauche,
Speaker: um mich irgendwie besser zu fühlen oder selbst wenn das nur ist, dass sie weiß, dass es nichts gibt, was sie tun kann.
Speaker: Das macht mich wahnsinnig.
Speaker: Ja, was für Maren am allerschwersten ist, zu akzeptieren.
Speaker: da war das irgendwie so ein It's a forever kind of
Speaker: Ist so.
Speaker: Viel zu den Gerüchten.
Speaker: Welchen wahllosen Act of Kindness, keine Ahnung, wie ich das auf Deutsch sagen soll, also irgendjemand hat mal was Nettes für dich gemacht, gemacht, an welchen dieser Acts erinnerst du dich noch?
Speaker: Also mich kann man schon mit so richtig winzigen Dingen irgendwie super glücklich machen.
Speaker: So, keine Ahnung, du gibst mir deinen Parkzettel, weil du noch eine Dreiviertelstunde oder so, keine Ahnung, Parkzeit übrig hast und damit ich mir keinen holen muss, gibst mir deinen Parkzettel.
Speaker: Also das ist mir schon mehrmals passiert.
Speaker: Sowas finde ich unfassbar süß.
Speaker: weil es einfach viel zu viele Menschen gibt, die das nicht machen würden.
Speaker: Also ich habe glaube ich noch eine Sache, aber ich weiß nicht, ob ich das erzählen kann, ohne dass ich dann absolut gebasht werde.
Speaker: Oh je!
Speaker: Ich habe in der Grundschule, das war so ein Trauma für meine Mom, ich habe in der Grundschule den Bus nach Hause verpasst.
Speaker: Und dann ist eine Frau auf mich zugekommen und hat mir gesagt, sie kennt meine Mama und ich darf bei ihr zu Hause anrufen.
Speaker: Ich habe meine Babyhasen angucken.
Speaker: Ich habe Süßigkeiten im Auto.
Speaker: Und ich habe direkt neben der Schule gewohnt und ich war schon immer irgendwie so...
Speaker: ja, ich weiß auch nicht, naiv, gutgläubig, dass ich da überhaupt kein Problem darin gesehen habe, mit dieser Frau mitzugehen.
Speaker: Also, was ich aber halt an der Situation toll fand, ist, dass sie sich um mich gekümmert hat.
Speaker: Und turns out, sie kennt meine Mama wirklich.
Speaker: Und sie hat nicht versucht, mich zu kidnappen, sondern sie hat mich wirklich mit nach Hause genommen und ich konnte meiner Mama anrufen.
Speaker: Und meine Mama hat mich dann abgeholt.
Speaker: mitzugehen.
Speaker: Ob ich das wirklich verinnerlicht habe?
Speaker: Wahrscheinlich nicht.
Speaker: Aber...
Speaker: weiß.
Speaker: Auch die Frau, die angehalten hat, als ich meinen Autounfall hatte und sich um mich gekümmert hat.
Speaker: Ich habe keine Ahnung, ich bin gerade richtig blank im Kopf.
Speaker: Nein.
Speaker: Mir fällt aber, also mir fällt nicht ein Grad auf die Schnelle, was du mir mal erzählt hast, was irgendwie besonders süß war oder so.
Speaker: Mhm.
Speaker: Ich, Ja doch, mir fallen zwei Sachen ein.
Speaker: Als...
Speaker: Mein Papa gestorben ist, da habe ich gerade meinen Realschulabschluss gemacht gehabt und ich habe dann einen Brief bekommen von meiner ehemaligen Rallye-Lehrerin, Rallye-Lehrerin, die sich richtig Mühe gegeben hat und mir einen richtig lieben Brief geschrieben hat, über den ich mich arg gefreut habe.
Speaker: Was war jetzt das andere wieder?
Speaker: Mann, mein Kopf ist grad so schlimm.
Speaker: Heute Morgen bei meiner Therapiesitzung hat er mir auch eine Frage gestellt und mitten in meiner Antwort wusste ich nicht mehr, was die Frage ist.
Speaker: Ja gut, ähm, ups.
Speaker: Ah ja, ich ähm.
Speaker: Hm.
Speaker: Als Papa krank war und mein Bruder und ich noch zu Hause waren, da waren wir beide noch minderjährig, niemand von uns konnte Auto fahren, aber es gab jemand ganz liebes, der sich immer darum gekümmert hat, dass wir irgendwie was zum Einkaufen kommen, dass wir alles haben, was wir
Speaker: Ja.
Speaker: Das ist auch richtig süß.
Speaker: bin ich auch immer noch sehr dankbar.
Speaker: Beschreibe einen Moment, der dir dabei geholfen hat, an Liebe zu glauben.
Speaker: Unsere Freundschaft?
Speaker: Ja, ist so.
Speaker: Also wir würden da jetzt auch verschiedene
Speaker: Momente einfallen, wo ich sagen würde, das... Also... Jetzt hast du mir erst letztens wieder eingeprügelt.
Speaker: Hast du damals eine beste Freundin gesucht?
Speaker: Nein, hast du sie trotzdem einfach gefunden?
Speaker: Ja.
Speaker: Also warum sollte das auch nicht bei der Liebe mal irgendwann klappen?
Speaker: Eben.
Speaker: Ich glaube da dran auch.
Speaker: Du hast, das war absolut nicht geplant, dass wir uns treffen oder also, dass wir zueinander finden.
Speaker: Und es war auch nicht einfach, so wie Liebe in Filmen immer beschrieben wird, dass man sich einfach findet und dann passt einfach immer alles.
Speaker: Also ich glaube da nicht dran in Freundschaften und ich glaube auch nicht in der Beziehung dran.
Speaker: Aber ich glaube, dass...
Speaker: es für jeden diesen Menschen gibt, der der den Willen in dir weckt, dich weiterzuentwickeln und mit jemandem zusammen an dem Team zu arbeiten.
Speaker: Zusammenzuwachsen.
Speaker: Und ich weiß, dass es den Menschen gibt, der für den Rest seines Lebens jeden Tag aufwachen wird und sagt, ja,
Speaker: Das ist die, die ich
Speaker: Ich will machen und die bedeutet mir alles.
Speaker: Es ist mir kackegal, dass die krank ist.
Speaker: Es ist mir kackegal, dass sie behindert ist.
Speaker: Es ist mir kackegal, dass sie sich keine drei Sätze merken kann für nicht mal zwei Minuten.
Speaker: Ich liebe die genauso, wie sie ist.
Speaker: Und dass auch ich sowas verdiene, ist...
Speaker: wird mir in Momenten bewusst, wie letztes Jahr, als ich im Krankenhaus war und schon wochenlang vorher richtig, richtig krank war.
Speaker: Und Maren war jeden Tag da, hat sich um mich gekümmert.
Speaker: Es stand außer Frage, dass sie diejenige ist, die sich um Hiro kümmern wird, wenn ich im Krankenhaus bin.
Speaker: Dieses Selbstverständliche und auch das Bedingungslose, das wir in unserer Freundschaft haben, ist glaube ich, was, an das ich erst richtig glaub, seit wir befreundet sind.
Speaker: Dass das auch in der Liebe geht.
Speaker: Mhm.
Speaker: Gewünscht hab ich mir das schon immer, aber... Ja, wenn nicht.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Ganz offensichtlich, wenn man sich heutzutage mal in einem Datingpool befunden hat, dann...
Speaker: Da streifelt man daran, dass Menschen an sowas glauben, aber gut.
Speaker: Ich glaube, gewünscht haben sich das schon
Speaker: Es kommt noch mal zu einer richtig diebe Frage.
Speaker: Willst du noch eine diebe Frage?
Speaker: Wenn du einen Teil, wenn du... Oh Gott, jetzt fange ich gleich an zu heulen....ein Teil von einer verstorbenen Person in dir behalten könntest,
Speaker: Ich würde sagen Menschen auf Augenhöhe begegnen.
Speaker: Von meinem Papa natürlich.
Speaker: Ja.
Speaker: fünf Jahren, über fünf Jahren, ist mein bester Freund verstorben.
Speaker: ich hätte die Fähigkeit ich glaube viele würden behaupten ich hab das er ist jedem mit so viel
Speaker: Gutmütigkeit und Freude gegenübergetreten, was mich immer wahnsinnig beeindruckt hat, weil auch er in seinem Leben durch ganz, ganz viel Kackmomente gehen musste.
Speaker: Und trotzdem hatte man das Gefühl, er kommt in den Raum und die Sonne geht auf.
Speaker: Und ich glaube, das ist auch
Speaker: das was er in den Menschen, denen er begegnet ist, hinterlassen hat.
Speaker: Voll schön.
Speaker: Was ist?
Speaker: Was ist ein kürzliches Wagnis oder Sprung ins Ungewisse, das sich für dich ausgezahlt oder gelohnt hat?
Speaker: Was machst du so drängig?
Speaker: Oh Gott, ich muss gerade an was denken.
Speaker: Ich würde sagen, nicht einzuknicken, einzuknicken, wenn es um meine Bedürfnisse geht.
Speaker: Und als als letzte Frage Frage Welcher Satz fühlt sich immer gut an, wenn du ihn
Speaker: Keine Ahnung
Speaker: Ich glaube, weil Angst in meinem Leben leider ein ganz großes Thema ist, finde das unfassbar toll, wenn mir jemand sagt, dass er sich was getraut hat wegen mir oder dass ich ihn dazu inspiriert habe, sich was zu trauen.
Speaker: Ob sich das ausgezahlt hat oder nicht, das sei mir dahingestellt.
Speaker: Aber einfach allein die Tatsache, dass dass jemand irgendwas, was ich mache, anguckt und sagt, ja, das kann ich auch, ist für mich richtig schön.
Speaker: Ja.
Speaker: Das ist doch ein schöner Abschluss.
Speaker: Ja.
Speaker: Und...
Speaker: Zum Schluss haben wir dann noch unser Freundschaftsdate der Woche.
Speaker: Wir haben uns diese Woche für ein Museumsroulette entschieden.
Speaker: ihr geht zusammen ins nächstbeste Museum, egal ob das jetzt Kunst, Naturkunde oder irgendein kurioses Spezialmuseum ist, also Maren und ich waren schon in einem Brotmuseum, also ganz egal, und ihr kommentiert die Ausstellung auf eure ganz eigene Art.
Speaker: Und, ja, ich liebe Museen eigentlich so und ich gehe viel zu wenig.
Speaker: Das machen wir.
Speaker: Richtig cool.
Speaker: Wir hoffen, dass ihr ein bisschen was mitnehmen konntet und vielleicht haben euch die Fragen inspiriert, über die Dinge selber mal nachzudenken.
Speaker: Und ansonsten war es das für heute von uns.
Speaker: Wir hoffen, ihr habt eine wunderschöne Woche.
Speaker: Und wir hoffen, dass wir uns das nächste Mal wiedersehen.
Speaker: Bis dahin.
Speaker: Groß und Kuss.


