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#3 Wenn Nähe schwierig wird – und trotzdem wichtig bleibt

FrittenFunk
FrittenFunk

59 plays · May 28, 2025

Transcript

Speaker: Willkommen hier beim Frittenfunk, oh ja!

Speaker: Oh yeah!

Speaker: Die Ohren spitzen, es geht gleich los.

Speaker: Na klar!

Speaker: Ganz ruhig, ganz locker, wir starten geschwind.

Speaker: Der Frittenfunk läuft, also sei jetzt gespannt.

Speaker: Hallöchen ihr lieben Kartoffelherzen!

Speaker: Hallo ihr Lieben!

Speaker: Herzlich willkommen zur Folge 3 vom Frittenfunk.

Speaker: Und heute ist die Stimmung bei uns schon so ein bisschen gedrückt, weil wir schon viel über dieses Thema, um was es heute geht, unterhalten haben, bevor wir angefangen haben aufzunehmen.

Speaker: Wir möchten heute ein bisschen darüber sprechen, wie man damit umgeht, wenn es in Freundschaften schwer wird, wenn es einer Person in der Freundschaft aus irgendwelchen Gründen nicht gut geht,

Speaker: und wie man damit umgehen kann.

Speaker: Und erzählen euch auch Geschichten darüber, wenn Freundschaften das nicht überleben, wenn es einem nicht gut geht.

Speaker: Bevor wir aber da richtig eintauchen, möchten wir mit euch den Mutmoment der Woche teilen und ich würde Maren einladen, damit anzufangen.

Speaker: Ja, gerne.

Speaker: Also mein Mutmoment der Woche war, dass ich...

Speaker: nach einer Verabredung gefragt wurde und nicht abgesagt habe, weil ich einfach keine Lust hatte.

Speaker: Und genau das habe ich auch gesagt.

Speaker: Darauf bin ich richtig stolz.

Speaker: Ich finde das richtig toll und ich glaube, es braucht wirklich viel Mut, sich nicht irgendwie eine kleine Lüge einfallen zu lassen, warum man nicht kann, sondern einfach zu sagen, und das ist auch vollkommen in Ordnung, heute habe ich einfach keine Kappa, ich möchte einfach nicht...

Speaker: Ein anderes Mal wieder gerne, aber heute nicht.

Speaker: Ich habe zwar Zeit, aber keinen Bock.

Speaker: Mein Mutmoment der Woche war zwar nicht in Bezug auf Freundschaften, aber ich habe es letzte Woche geschafft mit viel Zuspruch von Maren, dass ich nicht mitfühlend und entgegenkommend bin zu jemandem, der mich sehr verletzt hat.

Speaker: Und

Speaker: Ich bin leider ein Mensch, der sehr, sehr viel für Menschen tut, auch wenn ich schlecht behandelt werde von den Menschen.

Speaker: Daran möchte ich arbeiten.

Speaker: Ja, daran arbeiten wir.

Speaker: Und letzte Woche habe ich den ersten Schritt gemacht und darauf bin ich sehr stolz.

Speaker: Und ich bin richtig stolz auf dich.

Speaker: Es wurde Zeit, aber ich bin richtig stolz auf dich.

Speaker: Wir haben uns entschieden, dass wir...

Speaker: Hiro schnuppert am Mikrofon.

Speaker: Wir haben heute, sitzen wir zum ersten Mal auf der Couch zum Aufnehmen.

Speaker: Und da sind die Hunde natürlich mittendrin statt nur dabei.

Speaker: Und dann muss Hiro auch mal gucken, in was wir da so reinquatschen.

Speaker: Vielleicht kann man das ja essen.

Speaker: Futter gab es schließlich auch noch nicht und es ist schon nach 18 Uhr.

Speaker: Es ist schon nach 18 Uhr, Himmel.

Speaker: Also Hiro fliegt jetzt dann gleich vom Fleisch.

Speaker: Wir haben uns entschieden, dass wir gegenseitig von unseren Hardships erzählen.

Speaker: Also, dass ich erzähle, wie ich damit umgegangen bin, als es Maren nicht gut ging und andersrum.

Speaker: Und ich würde auch hier Maren einladen, damit anzufangen.

Speaker: Also an eine Zeit erinnere ich mich besonders...

Speaker: In einer Zeit erinnere ich mich besonders und zwar war das letztes Jahr so im April rum.

Speaker: Da ging es dir psychisch nicht so gut und letztes Jahr oder vorletztes Jahr?

Speaker: Ja, das war wohl vorletztes Jahr.

Speaker: Da ging es dir psychisch nicht so gut und du warst in einer

Speaker: Psychischen Tagesklinik, sagt man das so?

Speaker: Psychiatrische Tagesklinik.

Speaker: Psychiatrische Tagesklinik.

Speaker: Und ich weiß nicht mehr, wie lange ich hier war, aber ich war, also ich war nicht die ganze Zeit bei dir zu Besuch, während du in der Tagesklinik warst, aber ich war auf jeden Fall eine Woche hier, während du in der Tagesklinik warst.

Speaker: Und...

Speaker: da ging es dir natürlich einfach nicht gut, deswegen warst du ja auch dort und das war schon eine echt harte und herausfordernde Zeit.

Speaker: Ich weiß nicht, ich finde das auch schon nicht einfach, wenn man für jemand anderes da sein will und auch ist und aber gleichzeitig auch auf eigene Bedürfnisse hören sollte.

Speaker: Ja.

Speaker: Das war eine harte Zeit.

Speaker: Was hat die Zeit für dich besonders hart gemacht?

Speaker: Also was waren Dinge, wo du gesagt hast, ich weiß nicht weiter, ich bin überfordert oder wie hast du dich da gefühlt?

Speaker: Ich weiß, dass es ganz schlimm für mich war, also gefühlt bist du jeden Tag ausgewacht und du hast gesagt, du hast keinen Bock und ähm

Speaker: Ja, irgendwie hat dir einfach so der Antrieb gefehlt.

Speaker: Und ich habe versucht, mein Bestes zu geben, um da zu sein, aber das war in dem Moment nicht alles, was du gebraucht hast, kann man das so sagen?

Speaker: Ja.

Speaker: Und es hat auf jeden Fall nicht dazu beigetragen, dass es dir besser ging, nur weil ich da war.

Speaker: Ja, ich weiß, was du meinst.

Speaker: Und es ist, es war, ich glaube, das war eine oder mitunter die schwerste Zeit meines Lebens in den Wochen, weil die auch unfassbar viel getriggert haben.

Speaker: Ich will immer, ich möchte nicht gern Trauma sagen, aber also Situationen aus der Schulzeit, an die ich denken musste, die mich unfassbar verletzt haben, mit denen ich damals nicht richtig umgegangen bin oder verarbeitet habe.

Speaker: Und das kam alles hoch und ich war wirklich richtig, richtig schlimm depressiv.

Speaker: Und ich glaube, jeder, der mich kennt, weiß, dass das eigentlich nicht meiner normalen Natur entspricht,

Speaker: antriebslos und traurig zu sein.

Speaker: Und ich glaube, ein großes Problem in der Situation war auch einfach, dass ich selbst nicht wusste oder formulieren konnte, was es ist, das ich brauche.

Speaker: Also normalerweise, wenn ich mich zum Beispiel wegen der MS nicht gut fühle, kann ich ziemlich genau sagen, mit was man mir jetzt gut tun könnte, ob das jetzt Gespräche sind, zuhören oder ob ich irgendwie was brauche, eine Wärmflasche oder sowas.

Speaker: aber ich konnte zu der Zeit einfach nichts dazu sagen.

Speaker: Und ich habe immer eine Funktion, ich weiß gar nicht, ob man das so nennt, funktionale Depression, also ich kann zumindest, oder high functional depression, ich kann wirken wie ein normaler Mensch oder wie ein gesunder Mensch und bin es eigentlich nicht.

Speaker: Und

Speaker: ich kann diese Maske draußen dann tragen und zu Hause dann nicht.

Speaker: Und Maren war halt immer zu Hause und ich glaube,

Speaker: Also Marens extremste Love Language ist Acts of Kindness.

Speaker: Also sie zeigt ihre Liebe, indem sie Dinge für andere tut oder irgendwie was bastelt oder einfach physisch was macht.

Speaker: Und es gab einfach zu der Zeit absolut nichts, was man hätte tun können, damit es mir besser geht.

Speaker: Und das war für mich superschwer zum Aushalten, dass es so ist.

Speaker: Und für die Menschen in meinem Umfeld genauso.

Speaker: Ich war irgendwie, gefühlt war ich nur ranzig zu allen, hab insgesamt wenig gesprochen und wusste nicht so richtig, was gut für mich ist.

Speaker: Und ich glaube, das war richtig hart.

Speaker: Und ich hab's vorher schon zu ihr gesagt, ich bin unfassbar stolz, wie krass sie

Speaker: in der Zeit auch über sich hinausgewachsen ist, in Bezug darauf, wie sie sich um andere Menschen kümmert, weil das eigentlich so gar nicht ihre Art ist, irgendwie Ratschläge zu geben oder einfach nur zuhören und akzeptieren, dass man nichts tun kann, weil ich weiß, dass sie das auch schnell frustriert, wenn sie nichts tun kann, aber es gibt einfach Zeiten, da muss man einfach akzeptieren, dass es gerade scheiße ist

Speaker: Und das Wichtigste oder das Einzige, was ich in der Zeit noch hingekriegt habe, war, sie immer wieder daran zu erinnern, dass sie nichts damit zu tun hat, dass es mir schlecht geht.

Speaker: Und dass sich das auch nicht auf uns auswirkt oder auf die Gefühle, die ich für sie habe.

Speaker: Ich hatte einen unglaublich geringen...

Speaker: Wunsch, weiterzuleben, würde ich jetzt mal sagen, ganz lieb formuliert.

Speaker: Und ich glaube, wenn man sowas kommuniziert, ist das für das Umfeld immer ein richtig krasser Schlag, weil man als Umfeldperson, als Angehörige das Gefühl hat, man tut irgendwie nicht genug.

Speaker: Oder man ist nicht genug, um die Person glücklich zu machen.

Speaker: Und

Speaker: jeder, der schon mal eine richtig schwere Depression hatte, weiß, das hat damit absolut nichts zu tun.

Speaker: Das Umfeld kann sich so toll dir gegenüber verhalten, wie nur irgend möglich, aber in meinem Kopf ist trotzdem eine Stimme, die sagt, nee, eigentlich habe ich auf den ganzen Scheiß keinen Bock mehr, lass einfach gehen.

Speaker: Und das war schon richtig heftig.

Speaker: Und ich glaube, da war das einfach so ein Aussitzen.

Speaker: Ja.

Speaker: Es war auch, also ich fand es, es gab richtig viele Punkte, warum ich die Situation schwer fand.

Speaker: Irgendwie zum einen, weil...

Speaker: du den ganzen Tag auch weg warst.

Speaker: Das heißt, ich war auch den ganzen Tag quasi allein bei dir zu Hause.

Speaker: Dein damaliger Freund hat zwar im Büro gearbeitet, aber ich habe eh immer versucht, mich zu verstecken und bloß nicht rauszugehen.

Speaker: Die Wohnzimmertür nur zu öffnen, wenn quasi niemand... Geräusche macht im Flur.

Speaker: Ja.

Speaker: Also ich habe quasi viel Zeit bei dir zu Hause auch alleine verbracht, hatte viel Zeit mit meinen eigenen Gedanken, habe ja viel überlegt, was ich für dich tun kann, aber wie du gerade schon gesagt hast, es gibt halt manchmal einfach nichts, was man tun kann und das war für mich auch...

Speaker: ziemlich frustrierend.

Speaker: Vor allem, weil ich mich auch noch daran erinnere, dass du Geburtstag hattest in der Zeit und ich habe mir richtig Mühe gegeben, dir einen schönen Tag zu machen, aber...

Speaker: Ja, weil ich konnte einfach in der Zeit auch keine ehrliche Freude empfinden.

Speaker: Und das tat mir auch in der Zeit so unfassbar leid, weil ich weiß, wie viel Mühe sie sich gegeben hat, Luftballons in der Wohnung aufzuhängen und mir die Geschenke zu machen.

Speaker: Und ich habe es nicht mal richtig geschafft, wach zu bleiben.

Speaker: Ich konnte mich nicht freuen.

Speaker: Und...

Speaker: ich weiß, dass sie weiß, dass ich das wertschätze, was sie alles tut, aber ich konnte es in dem Moment einfach nicht zeigen und auch nicht kommunizieren und da war einfach von ihr so viel Verständnis gefragt, das nicht selbstverständlich ist, dass sie dann nicht irgendwie traurig ist oder sauer auf mich, weil ich mich nicht angemessen gefreut habe oder ich weiß nicht, wie ich das sonst sagen soll, ich

Speaker: Ich habe mich auch nicht überschwänglich bedankt dafür, was sie getan hat.

Speaker: Es ging einfach zu der Zeit nicht.

Speaker: Es ging nicht.

Speaker: Ich wollte so unbedingt, aber es ging nicht.

Speaker: Das ist auch die Zeit, wo ich in der ersten Folge schon angesprochen habe, dass ich weiß nicht, was heute wäre oder ob es noch ein Heute gäbe, wenn Maren zu der Zeit nicht gewesen wäre.

Speaker: Weil, ob es jetzt um Selbstverletzung ging oder was auch immer, schon allein ihre Präsenz zu spüren, immer, war unfassbar viel wert.

Speaker: Sie hat nicht viel gesagt oder mich ständig irgendwie zugelabert, was kann ich für dich tun, sondern es war ein stilles Akzeptieren, dass die Zeit gerade einfach scheiße ist und wir sie zusammen überstehen irgendwie.

Speaker: Aber dieser

Speaker: dieser Halt, den sie mir gegeben hat in der Zeit, einfach weil sie nicht gegangen ist.

Speaker: Also ich hätte so verstanden, wenn sie einfach gesagt hätte, ich habe auf den Scheiß keinen Bock und du hast dich nicht über mein Geschenk gefreut und jetzt bin ich wieder nach Hause und du bist so schlecht gelaunt die ganze Zeit.

Speaker: Gar nicht.

Speaker: Da kam, da war das einfach ein, ja, ich verstehe, im Moment ist es absolut scheiße,

Speaker: Aber wir stehen das zusammen durch.

Speaker: Und ich glaube, das war einfach, das war Gold wert in der Zeit, weil es halt außer Präsenz zeigen nichts anderes gegeben hat, was man hätte tun können.

Speaker: Wir haben eigentlich ganz viel Zeit damit verbracht und haben einfach nur eine von unseren Komfort-Serien durchzusuchten.

Speaker: haben wenig geredet, haben viel gesnackt und viel Serie geguckt.

Speaker: Ich habe mich so ein bisschen gefühlt, als würde sie auf mich aufpassen, obwohl sie ja aktiv nicht wirklich was getan hat.

Speaker: Aber es war trotzdem wie so ein Beschützer, der aber nicht irgendwie bemutternd oder sowas wird.

Speaker: Und

Speaker: egal was auch in der Zeit dann auch war, hat Maren auch immer alles akzeptiert, was ich gesagt oder getan habe.

Speaker: Also es war kein, du darfst das und das nicht machen und sie bezieht Dinge nie auf sich.

Speaker: Das war mir auch unglaublich wichtig.

Speaker: Also sie hat nie, ich glaube, es ist super toxisch, wenn man sowas sagt wie, ja, du kannst dich nicht selbst verletzen, du kannst mir das nicht antun oder...

Speaker: du darfst dieses und jenes nicht machen, weil ich mich sonst schlecht fühle, sowas würde sie nie machen, also so eine Art, ich weiß nicht, ein schlechtes Gewissen machen, weil in so einer schweren Depression hat man nicht die Möglichkeit, sowas mit einzubeziehen.

Speaker: Das spielt in dem Moment keine Rolle.

Speaker: Das hätte mir einfach nur ein super schlechtes Gefühl gemacht, also dass es mir noch schlechter geht, obwohl ich weiß, dass ich das gar nicht beeinflussen kann.

Speaker: Sonst wäre das so easy, wenn man wüsste, ja, ich habe ja Support, also dann brauche ich ja keine Depressionen haben.

Speaker: Ja, und ich gehe jeden Tag raus an die frische Luft, ja, dann brauche ich ja keine Depressionen haben.

Speaker: Cool.

Speaker: Und ich weiß auch, also, ob das jetzt einen richtigen Auslöser gab für die Depression in der Zeit, kann ich mich gerade gar nicht mehr richtig daran erinnern.

Speaker: Aber jetzt ist es auch schon wieder zwei Jahre her, ich kann das kaum fassen.

Speaker: Mhm.

Speaker: Und trotzdem sind auch, obwohl wir das zusammen geschafft haben, sind auch immer noch Tage, an denen es dir psychisch nicht gut geht, richtig schwer für mich.

Speaker: Ja, weil, und mittlerweile, also ich glaube, das können wir ganz gut, dass wir kommunizieren können, dass einfach gerade ein schlechter Tag ist oder dass schlechte Tage sind.

Speaker: Im Moment geht es mir psychisch auch überhaupt nicht gut.

Speaker: Und

Speaker: Ich weiß aber, dass wir uns mittlerweile so gut kennen, dass sie das nicht auf sich bezieht.

Speaker: Also ich erinnere sie zwar immer mal wieder dran, bei uns ist alles in Ordnung.

Speaker: Mir geht es gerade einfach nicht gut, aber du hast nichts damit zu tun.

Speaker: Und selbst wenn einer von uns sagt, ich brauche Zeit für mich oder ich brauche Abstand, was glaube ich noch niemand von uns jemals gesagt hat, dann gibt es so kleine Gesten, wie dass wir uns Reels auf Instagram schicken oder ein Ich-hab-dich-lieb-Nachricht oder ich denke gerade an dich.

Speaker: Also das ist immer so ein

Speaker: so eine kleine Erinnerung daran, dass wir, egal was es ist, was wir gerade durchmachen, nicht alleine machen.

Speaker: Und das ist unfassbar viel wert.

Speaker: Und ich finde auch, da gibt es, wir sind keine Menschen, die dann sagen, ja okay, dir geht es gerade schlecht, melde dich, wenn was ist.

Speaker: Oder wenn ich dir was tun kann.

Speaker: Weil das ist einfach, also das so funktioniert unserer Meinung nach Freundschaft einfach nicht.

Speaker: Ja, weil es auch einfach für, egal wer gerade in der Situation steckt, zu schwierig ist, dann, wenn man gerade schon, sage ich mal, in so einem Loch ist, dann zu sagen, hey, ich brauche gerade Hilfe oder ich brauche jemanden zum Reden, sondern da muss in unserer Freundschaft doch mehr aktiv vom anderen kommen.

Speaker: Und wir haben das vorher auch besprochen, wir schulden uns an sich nichts, aber Zuneigung hat auch Verantwortung.

Speaker: Und wir haben uns dafür entschieden, dass wir füreinander da sind.

Speaker: Und deswegen müssen wir, also wollen wir mit dem anderen ja auch durch schwere Zeiten gehen.

Speaker: Und ich möchte ihr helfen, aber ich muss auch lernen zu akzeptieren, wenn sie mir sagt, es gibt nichts, was ich tun kann.

Speaker: Und in der Zeit sind Freundschaften vielleicht nicht immer 50-50.

Speaker: Dann muss vielleicht der eine mal ein bisschen mehr tun, dass das halt noch alles am Laufen bleibt, damit sich das nicht verliert, weil einfach gerade eine schlechte Phase ist.

Speaker: Vor mittlerweile anderthalb Jahren, über anderthalb Jahre, hat sich Maren von ihrem langjährigen Freund getrennt und ist zu mir in meine Stadt gezogen.

Speaker: Und ich glaube, das war nicht unbedingt für unsere Freundschaft, aber für sie einfach eine riesen Umstellung.

Speaker: Dann kam damit natürlich mit dem emotionalen Stress eine Verschlechterung der MS und

Speaker: Das war für mich auch sehr, sehr schwer, ihr irgendwie gerecht werden zu wollen, weil ich alles, alles, alles für sie tun wollte, damit sie weiß, sie ist jetzt wieder an einem sicheren neuen Zuhause und weil ich auch weiß, dass sie Angst hatte, dass dann unsere Freundschaft kaputt geht in der Zeit, wo sie dann hier wohnt und dann ist sie hier alleine und kennt niemanden.

Speaker: Und da musste ich auch sehr darauf achten, was Maren einfach braucht in solchen Zeiten.

Speaker: Und da ist es meistens auch einfach Präsenz gewesen, ihr zu zeigen, dass sie durch das alles nicht alleine muss und dass auch eine Wohnung einzurichten, jeder von euch, der schon mal umgezogen ist, weiß das, ist unfassbar viel Stress.

Speaker: Und...

Speaker: Wir haben zusammen Küche geplant, Wände gestrichen und......und Umzüge sind für mich irgendwie eh so ein rotes Tuch, weil ich bin, glaube ich, in meinem Leben jetzt schon neunmal umgezogen.

Speaker: Äh... Ja, war irgendwie nicht der Plan, dass ich nochmal so schnell umziehe.

Speaker: Ja.

Speaker: Und wir mussten auch einfach lernen in der Zeit,

Speaker: wirklich schonungslos ehrlich miteinander zu sein.

Speaker: Also wir sind, glaube ich, beide, Maren noch krasser als ich, heftige People-Pleaser.

Speaker: Und wenn Maren zum Beispiel weiß, ich würde ihr gern helfen und wäre gern dort und würde XY für sie gern machen, aber sie schafft es heute einfach nicht, dann muss sie mir sagen können, das brauche ich heute nicht, das will ich heute nicht.

Speaker: Ja.

Speaker: Das war hart.

Speaker: Für uns beide.

Speaker: Und ich muss dann auch einfach akzeptieren können, dass sie heute dann Abstand braucht oder Ruhe braucht.

Speaker: Und in einer Trennung hat man vielleicht Redebedarf, aber ganz viel davon ist auch einfach

Speaker: mit sich selbst klarzukommen, auf das neue Leben klarzukommen.

Speaker: Und da ist es nicht immer hilfreich, jemanden bei sich zu haben.

Speaker: Und es war ja dann auch relativ plötzlich so, dass wir auf einmal extrem viel mehr Zeit miteinander verbracht haben als zuvor, also zumindest in Person.

Speaker: Wir haben davor schon richtig viel gefacetimt eigentlich immer den ganzen Tag.

Speaker: Man hat uns quasi nie ohne den anderen an der Strippe angetroffen, aber es ist halt schon nochmal was ganz anderes und die ersten Monate bin ich auch einfach bei euch im Wohnzimmer eingezogen.

Speaker: Und wir waren halt auf einmal, haben im selben Haushalt gelebt, haben jede Sekunde miteinander verbracht, was richtig schön ist, aber einfach auch eine Umstellung und ja, auch anstrengend sein kann.

Speaker: Ja, weil ich dann natürlich, also ich hatte zwar noch nie so wirklich das Gefühl, ich muss Maren irgendwie bespaßen, aber ich wollte ihr natürlich trotzdem zeigen, dass ich da bin und ich muss auch ehrlich sagen, dass in der Zeit wahrscheinlich andere Freundschaften gelitten haben, also Freundschaften zu anderen Personen, weil ich gemerkt habe, dass

Speaker: sie der Mensch ist, bei dem ich am aktivsten was helfen kann.

Speaker: Also ich hatte mehrere Freunde, die zu der Zeit vielleicht durch eine schwere Zeit gegangen sind.

Speaker: die aber zum Beispiel Abstand gebraucht hätten oder gebraucht haben.

Speaker: Und Maren hat meine Präsenz gebraucht.

Speaker: Und da musste ich priorisieren und dann Abstriche machen, weil ich als Person ja auch Bedürfnisse habe und krank bin und nicht so viel leisten kann.

Speaker: Aber das war quasi die Baustelle, in Anführungszeichen, bei der ich am meisten...

Speaker: dabei helfen konnte, sie wieder zu richten und habe dann all meine Energie da reingesteckt.

Speaker: Ja, das erinnert mich gerade übel an ein Foto, das wir auf einer Wohnungsbesichtigung gemacht haben, wo du aussiehst wie die Bauaufsicht mit deiner gelben Warnwäsche.

Speaker: Wir sind zu sämtlichen Wohnungsbesichtigungen zusammengegangen.

Speaker: Ich habe Maren dann dabei geholfen, Ärzte hier zu finden und

Speaker: Das war so das, was ich halt tun konnte, um ihr das ein bisschen zu erleichtern.

Speaker: Sie hatte schon genug mit der Trennung und einfach der Umstellung an sich zu kämpfen und dann auch mit der Verschlechterung der MS.

Speaker: Das waren so simple Dinge, die ihr aber super schwer gefallen sind, die ich dann einfach übernommen habe.

Speaker: Ja.

Speaker: Und das war gar nicht groß, da wurde nicht groß gefragt, ja, kannst du?

Speaker: Sondern für mich war das einfach klar, wenn sie hierher kommt, dann, also ich

Speaker: wenn ich mir überlege, wie gut ich mich hier auskenne für die Zeit, die ich schon hier lebe, das ist ziemlich traurig, aber trotzdem kenne ich mich besser aus als sie und konnte ihr natürlich dann Hilfestellung geben für die Dinge, die dann einfach anstehen, wenn man chronisch krank ist und verschiedene Ärzte braucht und was man wie wo machen muss.

Speaker: Das war auch einfach Gold wert, das hätte ich in der Zeit...

Speaker: auch einfach nicht hinbekommen, mich darauf zu konzentrieren, dann wären halt wahrscheinlich Arzttermine immer nach hinten rausgeschoben worden oder ja, also war auf jeden Fall Gold wert in der Situation.

Speaker: Und auch bei

Speaker: Ich glaube, bei Rückschlägen, was die Krankheit angeht und zum Beispiel schlechte MRT-Berichte oder, keine Ahnung, einer von uns wird geghostet von einem Typen, den wir eigentlich gut fanden oder...

Speaker: sowas hat auch, da ist der wichtigste Punkt, den ich mir aufgeschrieben habe und der sich wahrscheinlich durch jede Folge ziehen wird, ist Kommunikation.

Speaker: Das ist einfach immer so wichtig und Kommunikation hat uns in so vielen Situationen, finde ich, den Arsch gerettet und wenn wir da nicht offen und ehrlich und vielleicht auch hart, weil die Wahrheit halt manchmal hart ist, miteinander kommuniziert hätten, dann

Speaker: bin ich nicht sicher, ob wir noch befreundet wären.

Speaker: Ja, weil mit der Kommunikation, also es reicht nicht nur zu reden, sondern auch zu verstehen, zu akzeptieren, was der andere sagt und Grenzen einzuhalten.

Speaker: Also wenn wir sagen, das und das möchte ich nicht oder können wir da nochmal drüber reden oder wenn das und das passiert, dann brauche ich dieses und jenes, dann kann ich nicht einfach selber entscheiden.

Speaker: Ja, aber ich glaube, das würdet ihr anders besser tun.

Speaker: Weil das vielleicht für mich besser wäre in der Situation.

Speaker: Muss ich aber akzeptieren, dass Maren einfach ein anderer Mensch ist, mit anderen Bedürfnissen und anderen Grenzen.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Und irgendwie war das aber bei uns

Speaker: auch immer so, dass wir das gut geschafft haben, darüber zu kommunizieren und dann aber auch, ja, weiß ich nicht, ich hatte immer das Gefühl, dass so ein

Speaker: ist alles selbstverständlich für den anderen.

Speaker: Also es gab nie so Bedingungen in der Freundschaft oder, wie du vorher auch schon gesagt hast, es muss nicht immer 50-50 sein.

Speaker: Egal.

Speaker: Ich weiß, wenn es mir schlecht geht und ich Hilfe brauche, dann bist du für mich da und du weißt, wenn es dir schlecht geht und du Hilfe brauchst, bin ich für dich da.

Speaker: Und...

Speaker: wenn es uns beiden schlecht geht, zum gleichen Zeitpunkt, dann versuchen wir trotzdem so viel wie möglich zu tun, um

Speaker: dem anderen auch gerecht zu werden.

Speaker: Und wir versuchen, wir sind nicht ganz so gut darin, aber wenn es dem anderen schlecht geht und wir uns um den anderen kümmern, zum Beispiel als Maren war dieses Jahr schon zweimal im Krankenhaus und für mich ist das dann selbstverständlich und da hat sie mich gar nicht danach gefragt, sondern ich weiß, wenn Maren ins Krankenhaus muss, dann passe ich in der Zeit auf ihren Hund auf.

Speaker: kümmere mich vielleicht um bürokratische Dinge, die in der Zeit anfallen, wenn irgendwelche Briefe abgeschickt werden müssen oder irgendjemand Rückmeldung braucht Dinge, die sie einfach nicht erledigen kann, die übernehme ich dann einfach.

Speaker: Und danach muss sie mich nicht fragen, sondern ich weiß das einfach.

Speaker: Ich war letztes Jahr im Krankenhaus, eine Woche lang.

Speaker: Es hat sich schon ein paar Wochen vorher angebahnt, aber der tatsächliche Krankenhausaufenthalt kam dann doch irgendwie überraschend.

Speaker: Und da war ich auch schon nicht mehr mit meinem Freund zusammen und

Speaker: Ich habe hier sonst niemand, also meine Familie wohnt zu weit weg, als dass die jetzt hätten Hiro übernehmen können für die Zeit.

Speaker: Und ich wusste, der ist gut aufgehoben, weil Maren sich drum kümmert.

Speaker: Egal wie es ihr geht, sie würde alles tun, damit Hiro in der Zeit die Zeit seines Lebens hat.

Speaker: Ja.

Speaker: Hat auf jeden Fall viele Snacks bekommen.

Speaker: So viel kann ich euch verraten.

Speaker: Also jeder, der Hiro kennt, weiß, das ist quasi der Schlüssel zu seinem Herzen.

Speaker: Snacks und Kuscheleinheiten und dann ist Shiro schon super glücklich.

Speaker: Und das war einfach so viel wert, dass ich weiß, das ist gut versorgt.

Speaker: Das wäre für mich die größte Sorge gewesen.

Speaker: Und ich hätte mich gar nicht wirklich darauf konzentrieren können, dass es mir besser geht.

Speaker: wenn ich die ganze Zeit Sorge hätte müssen.

Speaker: Was passiert mit meinem Hund?

Speaker: Muss irgendwie was erledigt werden?

Speaker: Ich weiß, Maren hat den Plan.

Speaker: Wahrscheinlich geht es ihr die Woche danach ziemlich scheiße, weil es für sie natürlich auch eine Umstellung war.

Speaker: Zu der Zeit hatte sie noch keinen Hund.

Speaker: Und trotzdem war das einfach selbstverständlich.

Speaker: Ja, und genauso halt andersrum in der Zeit, wo ich jetzt im Krankenhaus war.

Speaker: Also, das hat in beide Richtungen so funktioniert, keine Ahnung.

Speaker: Jeder hat dem anderen Sachen von zu Hause gebracht, weil...

Speaker: nicht alles dabei war oder halt man gar nicht damit gerechnet hat, überhaupt bleiben zu müssen, es zu spontan war, dann, keine Ahnung, es konnte sein, dass man irgendwie drei Tage hintereinander nochmal zum anderen in die Wohnung gefahren ist und einfach Sachen geholt hat, besucht haben wir uns auch jeden Tag.

Speaker: Ja.

Speaker: Das ist halt auch quasi, ähm,

Speaker: einen Löffelschlucker, sag ich jetzt mal, den wir normalerweise in unserem Alltag nicht haben.

Speaker: Und natürlich, abgesehen von dem emotionalen Stress, dass der andere einfach im Krankenhaus ist und wir uns Sorgen machen.

Speaker: Ja, total.

Speaker: Und ich glaube, für mich die wichtigsten Dinge sind Kommunikation und Akzeptanz von Grenzen und auch einfach immer wieder die Erinnerung, dass

Speaker: wenn es mir schlecht geht, hat es nichts mit Maren zu tun.

Speaker: Und das ist auch einfach Vertrauen, das wir uns dann entgegenbringen müssen, dass wir diesen Satz nicht auch noch hinterfragen.

Speaker: Hat sie das jetzt nur gesagt, damit ich mich besser fühle?

Speaker: Nein.

Speaker: Wenn es mir schlecht ginge und sie der Grund wäre, dann würde ich ihr das sagen.

Speaker: Dann müsste ich ihr das sagen.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber das ist auch voll wichtig, dass das so ist.

Speaker: Ja.

Speaker: Und auch einfach zu sagen, hey, ich brauche heute, ich brauche dich heute bei mir, ich will aber nicht sprechen, ich brauche heute Ablenkung, alles was ich brauche heute ist ein Emoji, hier ist einfach nur mein Lebenszeichen, aber lass mich heute in Ruhe.

Speaker: Es gab auch vorher viele Zeiten, jetzt gerade wie wir vorher auch besprochen haben, wo es dir vielleicht psychisch nicht so gut ging und dann aber trotzdem unsere Kommunikation aus wir senden dem anderen Reels besteht und auch, also da ging es ja nicht um irgendwie traurige Sachen, sondern es waren dann schon echt witzige Reels immer, was vielleicht auch so gar nicht zur Situation passt, aber genau das war halt das, was wir in dem Moment gebraucht haben und dem anderen geben konnten.

Speaker: Ja, wir haben uns auch überlegt, wie Freundschaften sind oder sein müssten, die nicht überleben, wenn schwere Zeiten passieren.

Speaker: Zum Beispiel durch Überforderung, wenn im Leben des anderen was passiert, mit dem man nicht klarkommt oder bei dem man vielleicht nicht weiß, was man dann sagen soll oder tun soll.

Speaker: Und dann traut man sich vielleicht nicht zu fragen oder traut der Antwort nicht richtig.

Speaker: Ich glaube, dass es schnell passiert und viele mit chronischen Erkrankungen werden das kennen.

Speaker: Ich habe auch...

Speaker: einige Freunde nach der Diagnose verloren, die einfach irgendwie nicht mehr wussten, wie man sich mir gegenüber verhält und haben auch nicht gefragt.

Speaker: Und ja, irgendwann ist es dann Ghosting durch Überforderung.

Speaker: Oder einfach, dass man Missverständnisse nicht aufklärt,

Speaker: nicht drüber redet.

Speaker: Ich erinnere mich auch dran, bei mir sind einige Freundschaften im Leben kaputt gegangen oder haben einfach geendet.

Speaker: Nicht, weil es irgendwie Streit gab, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass schon immer mein Leben anders läuft, wie das von einem normalen Kind, Jugendlichen, jungen Erwachsenen,

Speaker: Verwachsenen, alte Frau.

Speaker: Ja, das ist schon normal.

Speaker: Ja, und es hat aber halt irgendwie einfach oft nicht, hat meine Lebenssituation nicht zu der von Gleichaltrigen gepasst.

Speaker: Und ja, wie du schon gesagt hast, dann ist es halt oft so, dass andere nicht wissen, was sie sagen sollen, sie aber auch nicht fragen.

Speaker: Ja, das ist einfach

Speaker: schwierige Zeiten sind für eine Freundschaft und es halt früher, sage ich jetzt mal, waren wir vielleicht auch nicht so reif wie jetzt unsere Freunde von damals auch nicht.

Speaker: Ähm...

Speaker: Ich kann mich zum Beispiel daran erinnern, dass ich einige Freundschaften, ähm, nicht verloren habe, dass einige Freundschaften es nicht überlebt haben in der Zeit, als mein Papa gestorben ist, ähm, oder auch in der Zeit danach.

Speaker: Bei mir war es oft so, dass ganz viele Freundschaften einfach neue Lebensumstände nicht überlebt haben.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich glaube, stark unterschiedliche Lebensumstände sind auch für eine Freundschaft schwierig.

Speaker: Also ich glaube, wenn man das Gefühl hat, man kann nicht irgendwie relaten zu dem, was der andere gerade durchmacht, ist es sehr, sehr schwer, wenn man sich nicht aktiv damit beschäftigt, wie man mit dem anderen redet.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Also so, ja, ich kann es nur nochmal sagen, Kommunikation ist einfach das Wichtigste.

Speaker: Auch wenn es unangenehm ist und manchmal sehr viel Mut fordert, ist es einfach notwendig.

Speaker: Ja, und auch, also zum einen ist es notwendig, den Mut aufzubringen und vom anderen aber auch das zu hören,

Speaker: es aufzunehmen, es nicht in den falschen Hals zu kriegen oder so, sondern einfach auch da gut kommunizieren und Situationen so annehmen, wie sie sind.

Speaker: Und ich glaube, es ist auch wichtig, wenn man merkt, dass man der Einzige ist, der gewillt ist, das alles zu tun, zu kommunizieren und an der Beziehung zu arbeiten, dass man auch einfach loslassen kann oder sollte,

Speaker: wenn man merkt, dass die andere Person dazu nicht bereit ist.

Speaker: Ja, und dann heißt es ja nicht, dass man irgendwie im Streit auseinander gehen muss, sondern es kann auch einfach heißen, wir hatten eine gute Zeit miteinander, aber jetzt ist halt vielleicht gerade nicht mehr so und man entfernt sich ein bisschen.

Speaker: Vielleicht findet man ja an irgendeinem Punkt im Leben wieder zueinander, aber für den Moment halt nicht.

Speaker: Dann ist das Leben ein bisschen wie eine Zugfahrt und manche Freunde bleiben bis zum Ende und manche steigen halt irgendwo aus.

Speaker: Genau.

Speaker: Und dann würde ich sagen, schließen wir unser Hauptthema für heute ab, wie man damit umgeht, wenn es schwierig wird.

Speaker: Und ich glaube, wir haben oft genug gesagt, was unsere Hauptpunkte sind, die wir für wichtig empfinden.

Speaker: Und zum Abschluss möchten wir auch heute wieder das Freundschaftsdate der Woche mit euch teilen.

Speaker: Unser Highlight ist Freundschaftsdate.

Speaker: Und das hat Nore heute für euch vorbereitet.

Speaker: Und heute ist es der Anti-Small-Talk-Spaziergang.

Speaker: Ähm...

Speaker: Und wir stellen uns das so vor, dass ihr eine halbe Stunde miteinander spazieren geht, macht aber so eine Art Spiel draus.

Speaker: Es gibt keinen Smalltalk.

Speaker: Kein Smalltalk ist erlaubt.

Speaker: Und stattdessen könnt ihr euch drei Fragen überlegen, die ihr in der Zeit beantwortet, um euch besser kennenzulernen oder die Bindung zu stärken.

Speaker: Zum Beispiel, wann hast du das letzte Mal geweint und warum?

Speaker: Oder wenn dein Körper eine Playlist wäre.

Speaker: Welcher Song wäre er gerade?

Speaker: Wenn ihr noch mehr Inspiration braucht für solche tiefgründigen Fragen, könnt ihr uns auch gerne schreiben.

Speaker: Wir schicken euch noch ein paar zu.

Speaker: Dann könnt ihr euren Anti-Smalltalk-Spaziergang richtig gut umsetzen.

Speaker: Und ansonsten war es das von uns für heute.

Speaker: Halt, stopp.

Speaker: Ich möchte noch was wissen.

Speaker: Welches Lied wärst du gerade?

Speaker: Ich kann ja schon mal sagen, ich wäre glaube ich gerade I'm Just a Kid von Simple Bland.

Speaker

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