Transcript
Speaker: Willkommen hier beim Frittenfunk, oh ja, oh yeah, die Ohren spitzen, es geht gleich los, na klar, ganz ruhig, ganz locker, wir starten geschwind, der Frittenfunk läuft, also sei jetzt gespannt.
Speaker: Hallöchen, Hallihallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Frittenfunk.
Speaker: Heute haben wir uns ein Thema ausgesucht aus gegebenem Anlass, weil es ganz gut gerade passt.
Speaker: Und zwar geht es darum, kann Freundschaft ein Safe Space sein?
Speaker: Oder anders gefragt, wo endet Rücksicht und wo beginnt Selbstverleugnung?
Speaker: Und wir sprechen heute über Freundschaft im Spannungsfeld von Triggern, Erwartungen und Verletzlichkeit und beschäftigen uns ein bisschen mit der Frage, wie echte Verbindung überhaupt entstehen kann, ohne dass man sich selbst dabei verliert.
Speaker: Wie immer ist es mir ein bisschen schwergefallen, einen Mutmoment auszusuchen.
Speaker: Ich habe mich dafür entschieden, dass ich letzte Woche ein neues MS-Medikament begonnen habe.
Speaker: Und das war für mich super aufregend, weil ich wirklich seit Monaten auf diesen Moment eigentlich hinfieber.
Speaker: Und trotzdem ist es immer super aufregend.
Speaker: was Neues auszuprobieren und nicht zu wissen, wie der Körper darauf reagiert.
Speaker: Und ich hatte Maren dabei an meiner Seite als Unterstützung und dabei einfach nochmal ein kleiner Reminder, dass es genauso als Mutmoment gilt, wenn man jemanden dabei hat, der einen unterstützt.
Speaker: Einfach damit man sich wohler fühlt.
Speaker: Es ist auch mutig,
Speaker: sich einzugestehen, dass man lieber Gesellschaft dabei hätte.
Speaker: Ja, okay, es war vielleicht in sieben Sekunden vorbei und dann mussten wir noch eine Stunde im Wartezimmer sitzen, wo ich zur Beobachtung war.
Speaker: Schon allein dafür hat es sich halt gelohnt, jemanden mitzunehmen.
Speaker: Dann haben wir halt ein bisschen in der Klinik rumgekichert,
Speaker: Und es hat alles super funktioniert.
Speaker: Ich habe es mega vertragen.
Speaker: Ich war an dem Tag zwar ein bisschen schlapp, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden und freue mich auf die nächste Gabe.
Speaker: Ja, was war dein Mutmoment der Woche?
Speaker: Bei mir passt heute alles richtig gut zusammen.
Speaker: Mein Mutmoment passt auch richtig gut zur Folge.
Speaker: Ihr werdet nachher ein bisschen mehr dazu hören, aber...
Speaker: Ich habe irgendwann Nora geschrieben, wir hatten ein Gespräch und das hat mich irgendwie verletzt und dann habe ich ihr das auch geschrieben.
Speaker: Das ist deshalb was Besonderes, weil ich versuche das zwar schon immer zu machen, aber irgendwie klappt das oft nicht so gut und manchmal hat man das Gefühl, in unserer Freundschaft gelten manche Regeln anders für andere Personen.
Speaker: Hi.
Speaker: Ja, also ich sage immer zu Nora, bitte melde dich, wenn was ist.
Speaker: Erwartet von mir darauf, dass ich das wirklich mache.
Speaker: Aber ich würde es halt auch niemals machen.
Speaker: Ich arbeite daran, das zu machen, aber mir fällt es richtig schwer.
Speaker: Deswegen war das für mich auch ein großer Schritt, quasi das zu sagen, das einzugestehen.
Speaker: Auch damit Raum einzufordern, dass man quasi das Thema ist.
Speaker: Das ist für Maren sehr, sehr schwer.
Speaker: Also im Mittelpunkt stehe ich nicht so gern.
Speaker: Echt?
Speaker: Ja, kann man glaube ich so sagen.
Speaker: Ja, glaube ich kann man sagen.
Speaker: Ja, dann würde ich sagen, starten wir auch direkt rein in unser eigentliches Thema.
Speaker: Und ich würde mal damit beginnen, kurz drüber zu sprechen, was überhaupt ein Safe Space ist.
Speaker: Also für mich kommt der Begriff Safe Space auf
Speaker: ursprünglich aus einem politischen und vielleicht eher therapeutischen Kontext, gemeint ist damit eben ein Ort oder ein Mensch, bei dem man sich sicher, bei dem man sichere emotionale Bedingungen vorfindet und man muss einfach keine Angst haben, man wird nicht verurteilt, man wird nicht verletzt.
Speaker: Und klar, viele wünschen sich genau das auch in einer Freundschaft.
Speaker: Und wir haben uns aber gefragt, ob das wirklich so funktioniert oder ob es eher eine Überforderung für zwischenmenschliche Beziehungen darstellt, wenn man sowas für jemand anderen sein muss oder möchte.
Speaker: Ich finde, da kann man ganz gut einsteigen und sich die Frage stellen, was erwarten wir eigentlich von unseren Freunden oder...
Speaker: in unserem konkreten Fall jetzt, was hast du für Erwartungen an unsere Freundschaft und was habe ich für Erwartungen an unsere Freundschaft?
Speaker: Welche Werte stehen da für dich auch besonders dahinter?
Speaker: Und wir haben uns vor der Aufnahme kurz Zeit genommen und jeder hat auf einen kleinen Schmierzettel geschrieben, welche drei
Speaker: Werte wir voneinander in einer Freundschaft erwarten und haben uns noch nicht aufgedeckt, welche das sind.
Speaker: Ja.
Speaker: Magst du zuerst sagen, was deine drei sind?
Speaker: Also ich habe aufgeschrieben Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, weil Zuverlässigkeit für mich auch Loyalität bedeutet und Humor.
Speaker: Soll ich darauf weiter eingehen?
Speaker: Oder reicht dir das so?
Speaker: Ich sage mal kurz meine, dann können wir drüber reden, würde ich sagen.
Speaker: Also ich habe aufgeschrieben, Loyalität, Authentizität und Vertrauen.
Speaker: Aber als du, hast du Offenheit gesagt?
Speaker: Nee.
Speaker: Ja.
Speaker: Oh, oh.
Speaker: Mein Kopf macht wieder, was er will.
Speaker: Ah, Ehrlichkeit hast du gesagt.
Speaker: Ist mir schon auch wichtig.
Speaker: Als du es gesagt hast, habe ich gedacht, oh ja.
Speaker: Ja, ich finde, es gibt aber auch, ich glaube, bei vielen...
Speaker: also du sagst Authentizität, für mich gehört das da quasi auch mit dazu.
Speaker: Wenn man authentisch man selbst ist, dass man dann auch ehrlich zu sich und anderen ist.
Speaker: Ich finde, da ist es halt...
Speaker: Naja, Formulierungssache oder welches Wort man jetzt genau benutzt, um das zu beschreiben, was man eigentlich meint.
Speaker: Ehrlichkeit bedeutet für mich, dass du mir nicht irgendwie, dass du mir, wenn ich dir nach deiner Meinung frage, dass du mir dann auch ehrlich deine Meinung sagst.
Speaker: Weil sonst würde ich dich nicht fragen, wenn ich möchte, wenn ich von dir was Bestimmtes hören möchte, und das weißt du auch, dann sage ich dir das.
Speaker: Ja, also Nora ist manchmal so, dass sie sagt, hey Marin, kannst du mal kurz sagen, dass du stolz auf mich bist, weil ich heute...
Speaker: keine Ahnung, die Küche aufgeräumt habe.
Speaker: Und dann sage ich, Nora, ich bin richtig stolz auf dich, dass du heute die Küche aufgeräumt hast.
Speaker: Und das macht mich schon glücklich.
Speaker: Das ist für mich vollkommen in Ordnung, dass es genau so läuft, weil sie vielleicht in dem Moment nicht weiß, oder spürt sie ja nicht, dass ich das heute gerne hören würde von ihr.
Speaker: Oder oft ist es einfach so eine kleine Bestätigung, so, guck mal, ich habe
Speaker: das und jenes auf Amazon gefunden, kaufen wir das.
Speaker: Sag mir, dass du das toll findest, brauchen wir das.
Speaker: Und in der Art, wie ich das formuliere, weiß Maren schon, dass die einzige Möglichkeit ist, zu sagen, ja, wir brauchen das, das sieht super aus, toll, ja, klasse, das würde ich genau so auch machen.
Speaker: Also, und wenn ich sie aber frage nach ihrer ehrlichen Meinung oder wenn ich sie insgesamt irgendwas frage, weiß sie, dass sie ehrlich antworten muss.
Speaker: Weil es mich auch nicht, also ich möchte nicht hören, was ich eh denke.
Speaker: Oder was du denkst, was ich gern hören würde.
Speaker: Ja, das
Speaker: So ist unsere Freundschaft einfach nicht.
Speaker: Und das werdet ihr auch im Laufe der Folge merken.
Speaker: Genau das ist das, was wir nicht haben wollen.
Speaker: Dass man sich nur das erzählt oder nur das sagt, was der andere hören will.
Speaker: Irgendwie versucht sich da einen...
Speaker: Ja, in eine Schublade zu quetschen, nur um jemandem zu gefallen oder reinzupassen.
Speaker: Möglichst nichts Kontroverses sagen und unter keinen Umständen was möglicherweise Verletzliches von sich geben.
Speaker: Das sind wir nicht.
Speaker: Also ich weiß nicht, ob das schlecht ist, dass wir da nicht so vorsichtig sind, wie es vielleicht andere wollen oder brauchen würden.
Speaker: Aber ich glaube, es hat einfach auch lange gedauert, bis wir an dem Punkt waren, wo wir gesagt haben, also genau so.
Speaker: Wir haben das halt für uns rausgefunden.
Speaker: Genau, so möchten wir das.
Speaker: Und das ist auch vollkommen in Ordnung, wenn du eher jemand bist, der bestätigt werden möchte, immer in dem, was er sagt, tut.
Speaker: Wenn er was äußert, dass du immer Bestätigung brauchst, das ist auch vollkommen in Ordnung.
Speaker: Nur für uns passt es so nicht.
Speaker: Also wir, wenn ich eine Frage...
Speaker: stelle, dann möchte ich eine ehrliche Antwort.
Speaker: Genauso bekommt man aber von mir auch ehrliche Antworten, wenn man mich was fragt.
Speaker: Damit muss man auch umgehen können.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, also ich finde, ein bisschen geht es irgendwie halt auch darum, dass die andere uns aushält, selbst wenn es halt auch mal schwierig wird.
Speaker: Weil, und ich glaube, deswegen ist das vielleicht auch ein schwieriges Thema oder kontrovers, wenn wir jetzt heute darüber sprechen, aber ich glaube, wir leben in einer Zeit, in der Menschen immer bewusster mit Triggern und Grenzen umgehen und dass es manchmal auch ziemlich herausfordernd sein kann,
Speaker: sich das irgendwie alles zu merken, das alles immer zu vermeiden.
Speaker: Ist es überhaupt als Freundin meine Aufgabe, immer alles zu vermeiden, was dich triggern könnte?
Speaker: Oder darf ich dich auch mal konfrontieren oder unbequem sein?
Speaker: Und wie ihr schon ein paar Mal gehört habt, wir haben das Thema für heute gewählt, weil es in der letzten Woche auch einfach ein Beispiel aus unserer Freundschaft gab.
Speaker: Und ich musste zwar erst ein bisschen überlegen, ob ich schon bereit bin, das so offen zu teilen.
Speaker: Das könnte man vielleicht auch noch zum Mutmoment mehr oder weniger ergänzen, aber ich habe mich dafür entschieden, dass wir heute in der Folge drüber sprechen und ja, deswegen hört einfach mal ein bisschen zu und nehmt wahr, wie das bei uns vielleicht so ablaufen kann.
Speaker: Genau, ich hatte nämlich in der letzten Zeit, also die letzten Wochen, viele Gedanken zu meiner Zukunft, zu meinen Plänen, zu meinen Grenzen, weil irgendwie brauche ich das manchmal, wenn es mir gesundheitlich nicht gut geht, zu wissen, dass es aber trotzdem Sinn gibt zu leben.
Speaker: Also dass ich, keine Ahnung, ich weiß nicht, wie ich das sagen soll,
Speaker: dass es Ziele, Träume gibt, die ich trotzdem erreichen kann.
Speaker: Da habe ich mir viele Gedanken drüber gemacht und wir haben dann halt auch über Zukunftspläne gesprochen und oder beziehungsweise ich habe über Zukunftspläne gesprochen und du hast dann in dem Fall auch Bedenken geäußert.
Speaker: Ja und in deinem
Speaker: Ja, Zukunftsplanmanagement ist, glaube ich, dann wieder was aufgekommen.
Speaker: Ein einziger Satz, den ich in einem Gespräch geäußert habe, das wir, glaube ich, vor fast einem Jahr hatten.
Speaker: Also das ist bestimmt schon ein Jahr her.
Speaker: Und...
Speaker: Ich weiß, dass es dich in dem Moment, als ich es gesagt habe, nicht so sehr getriggert hat, wie es jetzt tut.
Speaker: Also ich glaube, jetzt gerade.
Speaker: Nee, das stimmt nicht.
Speaker: Okay, alles klar.
Speaker: Das ist schon seit einem Jahr in meinem Kopf rum.
Speaker: Alles klar, okay.
Speaker: Es hat viel Mut gebraucht, darüber zu sprechen.
Speaker: Ja, gut.
Speaker: Also damit ihr mal wisst, wie lange Maren das ungefähr braucht, bis sie dann mal was anspricht, was ihr unangenehm ist.
Speaker: Ich habe vor einem Jahr zu Maren gesagt, dass ich sie eher als,
Speaker: die beste Tante sehe als als Mama.
Speaker: Und ich möchte, bevor wir weiter darauf eingehen, das ein bisschen erklären und vorneweg schon mal sagen, in dieser Folge geht es nicht um Kinderwunsch, sondern den Umgang mit offener Kommunikation.
Speaker: Und als ich das gesagt habe, meine ich,
Speaker: Ich weiß, dass Maren, wenn sie jemanden liebt, alles für diese Person geben würde.
Speaker: Und das nicht nur als Floskel, ach ja, sie ist schon für dich da, wenn man sie braucht, sondern sie gibt alles, was sie hat, für diese Person.
Speaker: Und vergisst sich dabei komplett selbst.
Speaker: Und ich weiß, dass es als Mama ein Stück weit deine Aufgabe ist, dass du dein Leben anpassest, dass du mehr oder weniger für das Kind lebst, auf jeden Fall für die ersten paar Jahre.
Speaker: Ähm...
Speaker: Aber ich glaube, dass das oder meine Bedenken dabei sind, dass Maren zu viel gibt, um dem Kind das bestmögliche Leben zu erzeugen.
Speaker: geben zu können, dass ihre Gesundheit in jeglicher Hinsicht darunter leiden wird.
Speaker: Und da sie mein allerliebster Mensch auf diesem Planete ist, und jetzt kann ich mal ganz kurz so tun, als wäre ich zwölf Jahre alt, für immer sein wird, ist ihr Wohlergehen mir das Allerwichtigste.
Speaker: Und ich würde ihr Wohlergehen niemals aufs Spiel setzen wollen, dafür, dass sie ein Kind bekommt.
Speaker: Eigentlich für egal was.
Speaker: Also egal, ja.
Speaker: Es hat mit dem Thema gar nichts zu tun.
Speaker: Es hat mit dem Thema Kinderwunsch nichts zu tun.
Speaker: Einfach an sich, dass ich möchte, dass sie auf sich aufpasst.
Speaker: Und ich weiß, dass das in 98% der Zeit für sie grundsätzlich schon...
Speaker: ein Problem darstellt.
Speaker: Sie würde nie Raum einfordern, mal für sich einstehen, für sich was tun, was nur ihr gut tut, einfach nur, weil ihr Körper sagt, ich brauche das jetzt.
Speaker: Und es geht eben bei diesem Satz nicht darum, dass ich glaube, dass sie keine gute Mama wäre, sondern ich glaube, dass sie eine fantastische Mutter wäre,
Speaker: aber zu einem zu hohen Preis.
Speaker: Und deswegen habe ich das gesagt.
Speaker: Und trotzdem war das für mich halt irgendwie so ein Satz, der hängen geblieben ist.
Speaker: Ganz offensichtlich, wenn ich noch ein Jahr später drüber nachdenke.
Speaker: Wir wissen sogar beide noch, wo genau wir waren, als dieser Satz gefallen ist.
Speaker: Also wir waren im Auto und wir haben uns beide unabhängig voneinander an die
Speaker: Stelle auf der Strecke erinnert, wo wir da waren.
Speaker: Den Zusammenhang, den Kontext bringen wir nicht mehr zusammen.
Speaker: Nee, ich weiß nicht, wie wir da drauf gekommen sind, dass wir da drüber geredet haben.
Speaker: Ich weiß es auch nicht.
Speaker: Aber wir haben drüber geredet und wir wissen genau, wo das war.
Speaker: Naja, auf jeden Fall...
Speaker: bin ich jetzt aktuell da eben nochmal mehr
Speaker: dran hängen geblieben oder habe mehr drüber nachgedacht, weil ich irgendwie in letzter Zeit mir eben viele Gedanken über die Zukunft gemacht habe und mir auch viele Gedanken dazu gemacht habe, ob ich mich, was meine Zukunftspläne und Wünsche, ob das meine richtigen Wünsche sind oder ob ich, ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass ich mich in den letzten Jahren versucht habe, vor meinen richtigen Wünschen ein bisschen zu schützen, weil ich
Speaker: Also, keine Ahnung, wenn was eh schon von vornherein unrealistisch ist, dann macht es natürlich keinen Spaß, darüber nachzudenken oder gerade auch in Bezug auf die Krankheit, wenn man so sieht, welche Wünsche jetzt alle nicht mehr realistisch sind, weil es halt gesundheitlich nicht geht.
Speaker: Oder man gar nicht richtig einschätzen kann, das ist ja das Fiese eigentlich an der MS auch,
Speaker: man kann gar nicht richtig einschätzen, ob irgendwas realistisch ist, weil man halt so überhaupt gar keine Kontrolle darüber hat, wie die Zukunft aussieht.
Speaker: Und inwiefern man sich dann quasi schon vorsorglich schützen muss, dass man gar nicht erst in eine Situation kommt, wo die MS dann schlimmer wird.
Speaker: Weil wenn die MS schlimmer wird, dann bleibt sie schlimmer.
Speaker: Ja.
Speaker: Und ich bin seit zwei Jahren Single.
Speaker: Und habe quasi mit der Entscheidung, naja, mit der Trennung entschieden, es ist für mich völlig fein, allein zu sein, ich brauche niemanden, unglücklich zu sein.
Speaker: Zumindest habe ich mir das eingeredet.
Speaker: Ich wollte gerade sagen, es ist gut, dass sie gesagt hat, sie hat es entschieden, weil etwas entscheiden und die Entscheidung akzeptieren, sind zwei ganz unterschiedliche Dinge.
Speaker: Ja.
Speaker: Und
Speaker: Mit Sicherheit hat sie das entschieden, aber akzeptiert, ich glaube, da sind wir selbst zwei Jahre später noch nicht.
Speaker: Nee.
Speaker: Und das kam eben jetzt so in meinen letzten Gedanken ganz oft hoch, dass ich mir dann gedacht habe, ja, also schön, Maren, das hast du jetzt gut versucht, dir zwei Jahre lang einzureden.
Speaker: Und jetzt sind wir halt an dem Punkt, wo wir dran zweifeln, ob wir das auch glauben können, uns selber.
Speaker: Ja, und in dem Zuge hast du wieder an den einen Satz gedacht, den ich genetisch gesagt habe vor einem Jahr.
Speaker: So in einem Gespräch, einfach nur so präzis.
Speaker: fast schon nebenbei.
Speaker: Das war nicht, dass das Gespräch um diesen einen Satz damals schon ging, sondern ich habe das einfach gesagt und ich wusste schon in dem Moment damals, dass das nicht... Ich wusste das auch schon.
Speaker: Ich weiß noch, dass ich zu dir gesagt habe, ich habe was im Kopf und ich bin mir nicht sicher, ob ich es sagen kann.
Speaker: Und ich habe gesagt, doch, sag.
Speaker: Weil ich wusste, dass es was sein wird, das sie auf immer beschäftigt.
Speaker: weil ich weiß, wie viel ihr bedeutet, was ich zu sagen habe.
Speaker: Ja, eigentlich ist das halt so.
Speaker: Wenn du bei irgendwas nicht mitgehst, dann machen wir das halt nicht.
Speaker: Aber vielleicht ist es halt auch nicht immer so.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, aber mir war dann halt nochmal voll wichtig, dass wir einfach drüber sprechen, ohne Drama, ohne Rechtfertigung.
Speaker: Weil so tief im Inneren weiß ich immer bei allen Sachen, dass du, du sagst ja nie was, um mir wehzutun.
Speaker: Niemals würde die Situation entstehen.
Speaker: Und deswegen war das halt irgendwie einfach ein Punkt, der mich da in dem Moment oder mit dem Gedanken gerade mehr berührt hat, weil es gerade eh sehr lebendig ist und irgendwie einfach so ein verletzter Punkt, bei dem ich plötzlich wieder gespürt habe, dass das halt doch noch ein Thema ist oder dass ich da doch noch drüber nachdenke.
Speaker: Aber immer auch mit dem Hintergedanken, dass ich konnte mich auch nicht mehr richtig daran erinnern.
Speaker: Ich hatte irgendwie im Kopf, dass du das damals gesagt hast und ich damals im Gespräch wusste, wie du es meinst.
Speaker: Das habe ich aber in einem Jahr wieder vergessen.
Speaker: Aber ich wusste, dass du es nicht böse meinst.
Speaker: Eigentlich wusste ich, wie du es meinst, aber ich habe es wieder vergessen.
Speaker: Ich wusste immer, dass du es nicht böse meinst, dass es kein Angriff war,
Speaker: eigentlich nichts Negatives, aber ich wusste nicht mehr, dass es damit zusammenhängt, dass du sagst, du hast Angst, ich verliere mich da drin und ich priorisiere mich selber halt zu wenig.
Speaker: Und das wusste ich nicht mehr und deswegen musste ich da auch nochmal nachfragen, weil ich wusste, ich konnte es
Speaker: damals, vor einem Jahr, nachvollziehen, als du es gesagt hast und wie du es mir erklärt hast, aber es war so, zwischenzeitlich war halt wieder die Begründung, war kurz wieder verschwunden und dann, ja.
Speaker: Und dann kommt das Overthinken von Maren durch, dass dann die kleine Stimme in ihrem Kopf, die ihr dann sagt, Nora hat gesagt, du wärst keine gute Mama.
Speaker: Und dann, ja, habe ich das einfach nochmal ansprechen müssen und mir halt auch eingestehen müssen, dass das vielleicht doch gerade ein Thema ist, dass das irgendwie vielleicht doch Triggerpunkte in mir sind, dass das irgendwie auch ein Schmerz ist, vor dem ich mich versucht habe zu schützen, indem ich mir halt einreden wollte, dass das halt gar nicht so ist, dass ich das nicht brauche, dass ich allein super glücklich bin.
Speaker: Und dass es völlig okay ist, wenn die Pläne für mich nicht in Frage kommen.
Speaker: Genau.
Speaker: Und ich muss ehrlich sagen, es ist in letzter Zeit für mich, verändert sich in unserer Freundschaft sehr viel, weil wer die letzten Mutmomente, wer die Mutmomente der letzten Wochen verfolgt hat, weiß, dass Maren immer mehr
Speaker: bereit ist, sich mir gegenüber zu öffnen und von sich aus auch Dinge anzusprechen, die sie beschäftigen, die jetzt aber nicht unbedingt was mit mir zu tun haben, aber einfach generell, dass sie über Gefühle spricht und
Speaker: Ich habe das zwar in anderen Freundschaften, dass ich quasi die bin, zu der man geht, wenn man über Gefühle spricht, aber mit Maren eher weniger, weil sie an sich oft nicht benennen kann, was sie fühlt oder inwiefern sie das genau beschäftigt, betrifft.
Speaker: Und
Speaker: Ich wusste aber trotzdem, schon als ich das vor einem Jahr gesagt habe, dass es auf jeden Fall nochmal Thema wird, dass ich nochmal erklären werde, was es damit auf sich hatte, warum ich das gesagt habe, was ich damit gemeint habe und...
Speaker: Mir war das selbst schon bewusst, bevor ich es gesagt habe.
Speaker: Deswegen hast du ja gesagt, du hast was im Kopf.
Speaker: Und ich weiß nicht, ob ich es sagen kann oder nicht.
Speaker: Weil ich auch weiß, dass ich ein sehr direkter Mensch bin, aber trotzdem auch unfassbar empathisch.
Speaker: Und ich glaube schon, dass ich an sich sonst sehr vorsichtig damit bin, was ich sage, weil ich niemanden verletzen möchte.
Speaker: Es ist mir dann eher wichtig, dass die andere Person in
Speaker: ruhig auf mich zukommt und sagt, hey, du hast was gesagt, können wir darüber nochmal sprechen, anstatt dann irgendwie auf mich zuzukommen und zu sagen, du hast gesagt, ich bin keine gute Mama.
Speaker: Nee, das habe ich nicht gesagt und ich würde auf keinen Fall in der Situation, als sie mich nochmal darauf angesprochen hat, habe ich auch nicht gesagt, so war das nicht gemeint oder so, das sagen wir ja alle irgendwie gern.
Speaker: Sondern das hat mich beschäftigt, weil
Speaker: mir da auch wieder bewusst geworden ist, dass selbst wenn wir aus Fürsorge was zu jemandem sagen, dass das unfassbar schmerzhaft sein kann.
Speaker: Wenn der Satz gerade auf was trifft, das sowieso schon wund ist, wenn sie eh darüber nachdenkt, wie ihre Zukunft aussehen könnte und was ist realistisch für mich, was kann ich...
Speaker: Wie kann ich meine Pläne wirklich umsetzen?
Speaker: Und nochmal, es geht hier auch nicht um das Thema Kinderwunsch an sich, sondern einfach darum, wie wir Meinungen äußern, wie ehrlich wir miteinander sein können und wie wir dann auch damit umgehen, wenn der andere ehrlich seine Meinung äußert.
Speaker: Und das ist ja auch ein bisschen
Speaker: wir sprechen ja auch immer vorm Aufnehmen der Folge darüber, was wir sagen möchten.
Speaker: Und wir haben vorher auch schon besprochen, dass es einfach eine wahnsinnig schwierige Situation ist für den jeweils anderen, weil ich weiß, dass es in Marens Leben niemanden gibt, der so viel Macht darüber hat, sie zu verletzen, wie ich.
Speaker: Und für mich bedeutet das, dass
Speaker: das Vertrauen, das sie in mich hat und die Gefühle, die sie für mich hat, kommen einfach auch mit Verantwortung.
Speaker: Dass ich als sehr direkter, authentischer Mensch in manchen Dingen einfach auch vorsichtig sein muss oder möchte, wie ich mich äußere, wie ich mich artikuliere, was sage ich ihr alles, weil ich weiß,
Speaker: Auch wenn es nicht so gemeint ist, in den Kommunikationstheorien sagt man ja, es stimmt immer das, was ankommt beim anderen.
Speaker: Also nicht das, was gemeint ist, sondern das, was beim Empfänger oder vom Empfänger interpretiert wird.
Speaker: Und wenn sie das auffasst, als was das für sie verletzlich ist oder verletzend ist, dann ist das so, Punkt.
Speaker: Und da kann ich dann nicht einfach sagen, ja, nee, aber so war das nicht gemeint.
Speaker: Ja, Pech.
Speaker: Dann kommt es aber halt trotzdem so an.
Speaker: Oder halt kommt es vielleicht auch nur potenziell darauf an.
Speaker: Und genau da ist das Gespräch halt wichtig, das nochmal einzuordnen, weil...
Speaker: Wenn du sagst, ne, keine Ahnung, da gibt es keine Erklärung dafür, das denke ich halt einfach, das ist meine Meinung, wäre das, glaube ich, für mich auch nochmal schwerer zu akzeptieren, wie, keine Ahnung, also ich finde es logisch nachvollziehbar, wenn du es mir so sagst oder wenn wir so drüber sprechen, wie wir drüber gesprochen haben.
Speaker: Und eben nicht, ja, das ist halt meine Meinung, weil es soll ja auch nicht darum gehen, also,
Speaker: Nur wenn mich das jetzt verletzt oder verletzen könnte, heißt das ja nicht, dass du Angst haben musst, Sachen zu mir zu sagen.
Speaker: Ich will ja trotzdem, dass du mir alles sagst und dass du auch ehrlich zu mir bist.
Speaker: Also es geht nicht darum, dass du jetzt auf einmal dir Gedanken machen musst.
Speaker: Oh, was kann ich jetzt noch sagen?
Speaker: Wie trifft sie das nachher?
Speaker: Oder keine Ahnung.
Speaker: Ist das vielleicht was, das sie verletzt, über das wir dann in einem Jahr wieder sprechen müssen?
Speaker: Mhm.
Speaker: Und
Speaker: Ich glaube, was bei uns auch wichtig ist, ich weiß, oder ich weiß, dass Maren weiß, dass es möglich ist, dass wir in einem Jahr wieder genau so hier sitzen, vielleicht nicht in einer Podcast-Folge, aber vielleicht im Auto an genau demselben Punkt und sie denkt wieder dran und ich erkläre es ihr nochmal.
Speaker: Und wir haben dasselbe Gespräch nochmal in genau der gleichen Atmosphäre.
Speaker: Es ist ganz ruhig.
Speaker: ich weiß, dass es ihr schon allein schwerfällt, mich darauf anzusprechen, zuzugeben, dass sie das immer noch beschäftigt und quasi nochmal eine Erklärung dafür einfordert.
Speaker: Und ich mache nichts lieber, als genau das dann nochmal erklären, weil uns genau das die Möglichkeit gibt, überhaupt ehrlich miteinander zu sein, weil wir wissen, dass
Speaker: Der andere gibt nicht einfach irgendwas Unüberlegtes von sich, sondern überlegt sich gut vorher, gerade wenn es um Themen geht, die uns einfach nah sind.
Speaker: Genauso bei mir ist es vielleicht nicht das Thema Kinderwunsch, aber es gibt in meinem Leben andere Themen.
Speaker: Da habe ich Trigger und ich weiß, dass Maren die kennt.
Speaker: Und
Speaker: ja, wir sagen immer, wir machen uns viel über den anderen lustig oder wir necken uns gegenseitig, zum Beispiel, indem ich sage, dass Maren super alt ist, was sie natürlich nicht ist.
Speaker: Haha!
Speaker: Ja, zwar zur Feis!
Speaker: Aber das sind dann einfach Themen, da machen wir keine Witze drüber.
Speaker: Wenn ich grundsätzlich weiß, das ist ein Thema, das sie beschäftigt, dann kann ich da nicht, dann mache ich keine Witze darüber.
Speaker: So, oh mein Gott, du wirst wohl die alte Cat-Lady, die mit 60 alleine mit 17 Katzen in irgendeiner Wohnung vergammelt und als Messi endisch.
Speaker: Niemals würde ich sowas sagen, weil ich weiß, also erstens ist es nicht witzig und sowas könnte sie vielleicht zu mir sagen, weil es bei mir kein wundes Thema ist, sage ich jetzt mal.
Speaker: Und dann wäre das bei mir witzig, wenn sie sagen würde, ach, ich ende irgendwann in einem einsamen Haus mit 13 Hunden und ich habe ein Fernglas, mit dem ich meine Nachbarn drei Kilometer weg beobachte und die einzigen Personen, die ich am Tag sehe, ist der Postbote.
Speaker: Ja, dann ist es okay.
Speaker: Wenn du das denkst oder wenn du das witzig findest, das macht mir nichts aus, weil das ist für mich kein Wunderpunkt.
Speaker: Aber genau um sowas geht es auch, dass wir...
Speaker: in der Freundschaft die Trigger des anderen kennen und bei diesen Themen vorsichtig sind.
Speaker: Und besser überlegen oder einfach vorsichtiger sind in den Aussagen, die wir treffen.
Speaker: Aber natürlich muss die Freundschaft auch an einem Punkt sein, wo man bereit ist, über seine Trigger zu sprechen, das zuzugeben und bestimmt, wenn eine Freundschaft gerade am Aufkeimen ist, kommt man in verschiedene Situationen, wo ich vielleicht irgendwas sagen könnte, was dich verletzt.
Speaker: Weil ich noch nicht weiß, dass es ein Trigger für dich ist oder dass es ein sensibles Thema ist.
Speaker: Und
Speaker: das macht für mich ein Safe Space aus, dass ich weiß, wir können so viele wunderschöne Momente miteinander erleben und ich kann äußern, wenn was schwierig für mich ist, ich kann auf sie zugehen, ich muss keine Angst haben, wenn ich irgendwas anspreche, was sie vielleicht gesagt hat, was mich verletzt, dann ist das so.
Speaker: Also dann, das ist in Ordnung, wenn Maren...
Speaker: Bedenken hat bei zum Beispiel der Person, die ich date, dann kann sie das mir gegenüber äußern und ich weiß das.
Speaker: Ich wüsste es auch ganz ehrlich, ohne dass sie es mir sagt, weil dafür kenne ich sie einfach schon zu gut.
Speaker: Und ich weiß aber auch, dass alles, was danach dann folgt, also
Speaker: Das ist so ein unausgesprochenes, ja, das denke ich, aber letztendlich ist es deine Entscheidung, es ist dein Leben, du musst damit klarkommen und ich werde auch da sein, wenn es mit dem Typ nicht klappt, von dem ich von Anfang an gesagt habe, dass es nicht klappen wird.
Speaker: Und ich bin trotzdem da, wenn du heulend auf der Couch sitzt und ich bringe dir trotzdem Chips und ich bin trotzdem für dich da und höre dir zu, auch wenn ich eigentlich denke, ja, ich habe es dir gesagt.
Speaker: War ja klar.
Speaker: War ja klar, dass das so endet.
Speaker: Ich habe ja nur drauf gewartet, aber wir wissen beide, dass es auch einfach...
Speaker: Situationen oder Entscheidungen im Leben gibt, da müssen wir selber drauf kommen.
Speaker: Da bringt es nichts, wenn jemand anderes sagt, ja, du musst es so und so entscheiden.
Speaker: Wenn ich vielleicht denke, dass es keine gute Idee ist, wenn Maren eine Mama wird, dann ist das vielleicht meine Meinung.
Speaker: Und ob sie dann letztendlich eine wird, hängt aber davon nicht ab.
Speaker: Es ist letztendlich ihre Entscheidung.
Speaker: Und das ist für mich dieser...
Speaker: der Safe Space Moment, dass ich zu schätzen weiß, zum einen, wie schwer das für dich war, mich darauf anzusprechen, dass dich das noch beschäftigt und dass in dem Moment ich auch weiß, wie wichtig es ist,
Speaker: dir jetzt Raum zu geben, dir zu zeigen, dass es vollkommen in Ordnung ist, dass du dir darüber Gedanken machst, auch wenn ich es dir schon mal erklärt habe oder vielleicht schon 37 Mal erklärt habe.
Speaker: Es ist auch in Ordnung, wenn du dir ein 38.
Speaker: Mal darüber Gedanken machst und ich erkläre es dir dann nochmal super gerne, weil du mir wichtig bist und ich möchte dein Safe Space bleiben und ich möchte, dass du mir weiter vertrauen kannst und möchtest und dass du auch in Zukunft, dass ich nicht
Speaker: die ganze Zeit auf Luftpolsterfolie um dich rum tippeln muss, weil ich nicht weiß, sag ich vielleicht was, das verletzend ist, weil Maren an sich auch weiß und ich weiß, dass es in unserer Beziehung auch schon öfter schwierig war, weil meine direkte Art, mit Menschen zu kommunizieren, die ich gern hab, ist manchmal vielleicht, hm, ich will nicht sagen derb, aber
Speaker: auf den Punkt gebracht, vielleicht eher.
Speaker: Also, wenn ich Bedenken habe, dann sage ich dir die direkt und nicht irgendwie durch die Blume, sondern ich sage sie dir dann halt.
Speaker: Und ich glaube, für viele Menschen ist das anfangs ungewohnt.
Speaker: Weil es das auch so selten gibt, dass dir jemand einfach... Also, das ist auch das, was ich oft das Gefühl habe, was in Freundschaften vielleicht dann nicht so gut läuft, weil...
Speaker: wenn man einem dann sowas sagt oder sowas bespricht und der andere dann direkt sagt, ja, nee, also ich sehe das genauso wie du, mach das auf jeden Fall.
Speaker: Ja, nee, so soll das nicht sein.
Speaker: Ich will wissen, was deine Meinung ist.
Speaker: Ich will es auch wissen, auch wenn es vielleicht potenziell wehtun könnte.
Speaker: Ähm.
Speaker: Und ich will, dass du mein Safe Space bist und bleibst und ich das auch für dich sein kann.
Speaker: Und wie du vorher schon gesagt hast, da geht halt irgendwie auch Verantwortung mit einher.
Speaker: Es gibt genug Delulu-Situationen, in denen Maren mich unterstützt, wo andere Leute schon lange gesagt hätten, ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.
Speaker: Überleg dir das doch nochmal.
Speaker: Da steht sie zu 100% hinter mir, wenn sie merkt, ich mach's sowieso.
Speaker: Ich finde auch, egal wer was sagt, aber wenn der andere sich trotzdem für seinen eigenen Weg entscheidet und
Speaker: die Bedenken zwar gehört hat, aber halt einfach andere Meinung ist oder was möchte, dann heißt es ja auch nicht, zumindest heißt es das bei uns nicht, dass wir nicht hinter dem anderen stehen.
Speaker: Aber es ist in dem Moment wichtig, die Bedenken zu äußern und trotzdem zu sagen, wenn das dein Wunsch ist, wenn es das ist, was du möchtest, dann bin ich aber genauso für dich da, wie wenn ich jetzt nicht gesagt hätte, dass ich vielleicht andere Meinung bin.
Speaker: Ja.
Speaker: Und genauso bedingungslos
Speaker: wie wenn ich von Anfang an dahinter gestanden hätte.
Speaker: Ich hatte auch anfangs Bedenken, als Maren entschieden hat, sich einen Hund zuzulegen, weil ich die gleichen Bedenken hatte wie bei einem Kind.
Speaker: Und jetzt haben wir eine Familie zu viert mit sieben Pfoten.
Speaker: und ich liebe diesen Hund abgöttisch und Maren gefühlt, na, nicht mal wahrscheinlich gefühlt, aber insgesamt dieses Jahr war Maren bestimmt schon einen Monat im Krankenhaus.
Speaker: Ja, auch wenn ich von Anfangsbedenken hatte bei diesem Hund, ist für mich absolut kommentarlos
Speaker: Klar, wenn Luna jemanden braucht, der auf sie aufpasst, dann bin ich das.
Speaker: Und dann mache ich das und dann sage ich nicht jedes Mal, ja, aber ich habe dir doch gesagt, ja, hättest du mal auf mich gehört und dann müsstest du jetzt niemanden für diesen Hund suchen.
Speaker: Nee, Maren hat, ich habe meine Bedenken geäußert, Maren hat sich trotzdem dafür entschieden und dann stehe ich auch hinter ihr.
Speaker: Und dann tragen wir das gemeinsam.
Speaker: Mhm.
Speaker: So, es gibt bestimmt Menschen, die jetzt sagen würden, ja, aber das ist keine gute Idee, so soll das nicht sein und dann muss sie die Konsequenzen alleine tragen, aber so sind wir halt nicht.
Speaker: Nee, so funktioniert das bei uns nicht.
Speaker: Und ich finde, jeder von uns weiß ja auch, dass gerade Trigger oft auch nicht rational sind, ähm,
Speaker: Und ich kann halt auch einfach was sagen, uns nicht böse meinen und trotzdem löst das was in dir aus, weil es eben genau dein Träger ist oder andersrum, genauso.
Speaker: Und ich möchte aber dann nochmal sagen, also ich finde, es geht auch ein bisschen um Verantwortung.
Speaker: Also wenn ich dir was sage und es nicht böse meinen,
Speaker: und weiß, es könnte dich eventuell triggern, bin ich dann dafür verantwortlich?
Speaker: Bist du dafür verantwortlich?
Speaker: Oder gehört genau das für uns eben zu einer Freundschaft dazu und keiner beziehungsweise beide sind irgendwie gleich verantwortlich, weil man sowieso gemeinsam durchgeht durch alles, was so... Ich finde, das kommt auch ein bisschen drauf an,
Speaker: wie, also um was es geht, ob wir vorher schon mal darüber gesprochen haben, so nach dem Motto, könntest du wissen, dass das überhaupt ein Trigger für mich ist?
Speaker: Dann ist die Verantwortungsfrage eine andere, finde ich, wie wenn wir schon 30 Mal darüber gesprochen haben, dass dieses eine Thema für mich wahnsinnig schwer ist und dann machst du da einfach einen Witz drüber.
Speaker: Also das würde nicht passieren, aber...
Speaker: in der Theorie, dann wäre für mich, dann würde ich mir Gedanken machen, ob das wirklich das ist, ob diese Freundschaft mir überhaupt gut tut, wenn du weißt, was mich triggert und es ist dir egal in dem Sinn.
Speaker: Und vielleicht ist das einfach auch so ein gemeinsamer Prozess, dass man zusammen sich dafür entscheidet, der Safe Space für den anderen zu sein und
Speaker: dass das nicht bedeutet, dass man sich nie wehtut oder dass nie irgendwas wehtut, sondern dass man Raum schafft gemeinsam, dass man darüber sprechen kann, ohne Angst verurteilt zu werden oder gar verlassen zu werden, weil auch Verlassensängste oder Abandonment-Issues sind in
Speaker: unserer Freundschaft schon Thema gewesen, weil wir damit auch einfach schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Speaker: Ich glaube, jeder, der eine chronische Erkrankung hat, kennt das, dass man Angst hat, wenn man irgendwas äußert oder preisgibt, dass man dann irgendwie am Ende alleine dasteht, wenn man als zu viel, zu anstrengend, zu was auch immer hingestellt wird.
Speaker: Und ich glaube, das haben wir ganz gut hingekriegt zusammen.
Speaker: Und das ist, finde ich, ein
Speaker: ein Prozess, der auch noch nicht beendet ist.
Speaker: Also das läuft immer noch.
Speaker: Wir arbeiten da ständig dran und
Speaker: Da sind wir halt auch wieder bei unserem Lieblingsthema, was wir jede Folge sagen.
Speaker: Kommunikation.
Speaker: Das A und O. Ja, aber es ist halt irgendwie so, dadurch, dass wir da so offen drüber sprechen und auch wenn es vielleicht Zeit braucht, bis ich bereit bin, was dazu zu sagen oder mit dir drüber zu sprechen, dass wir wissen, wir können ehrlich zueinander sein und wir reden darüber und können einfach dadurch, dass wir den anderen gut kennen,
Speaker: und genau auch solche verletzlichen Seiten äußern, schaffen wir halt auch so eine ganz gute Awareness, würde ich sagen, für die Gefühle vom jeweils anderen.
Speaker: Und wir können dann halt auch in den meisten Fällen einfach bewusster reagieren und schaffen es so, die Situationen, die vermeintlich triggern könnten, einfach
Speaker: sensibel wahrzunehmen und in den Situationen sensibel zu sein.
Speaker: Und wir wollen eben genau das nicht, was finde ich öfter passiert.
Speaker: Und ich will auch mich da gar nicht rausnehmen, was mir auch schon oft passiert ist, dass Menschen einfach versuchen, sich zu verbiegen, um nicht anzuecken.
Speaker: Also ich sage jetzt lieber nicht die Wahrheit und sage lieber das, was du hören willst.
Speaker: Und genau das ist dann aber für mich kein Safe Space mehr, wenn ich mich dann für die Freundschaft verbiegen muss oder das Gefühl habe, ich muss mich in irgendeinem
Speaker: eine Rolle reinzwängen, auch wenn ich das gar nicht so fühle oder nicht bin.
Speaker: Und dabei meinen wir auch nicht diese Situation, in der ich Maren sage, was sie dann da, was sie sagen muss.
Speaker: Weil schon die Stimme, in der sie das sagt, ist nicht ihre, also ich sage, ihre richtige Stimme.
Speaker: Also da ist es einfach, wenn ich zum Beispiel Bestätigung brauche in meiner Delulu-Welt oder ich muss es einfach von jemandem hören,
Speaker: Ähm, dann geht es darum nicht, dass sie sich jetzt irgendwie verbiegt, um mir das zu sagen.
Speaker: Nora weiß auch, dass das ja nicht meine Gedanken sind, die ich in dem Moment ausspreche, sondern ich sage nur genau das, worum sie mich gebeten hat und was sie gerade hören will.
Speaker: Weil ich will nicht ihre Meinung hören, sondern hätte sie danach gefragt.
Speaker: Ich will jemanden, der mir sagt, ja, kauf das.
Speaker: Das ist eine gute Idee.
Speaker: Wenn ich ernsthaft darüber, weil eh klar ist eigentlich, dass ich es kaufe.
Speaker: Ich brauche nur noch mal jemanden, der sagt, das ist eine gute Idee.
Speaker: Und ich finde gerade an dem ganzen Gespräch merkt man irgendwie, also ein Safe Space heißt eben nicht,
Speaker: alles muss perfekt sein, ich muss perfekt sein, ich muss alles richtig machen, sondern ich darf ich sein und du auch.
Speaker: Jeder darf so sein, wie er ist, jeder darf die Wahrheit sagen.
Speaker: Dadurch, dass wir uns aber immer besser kennenlernen, weil wir über sowas reden, ist auch jeder sensibel genug, um die Träger des anderen wahrzunehmen und darauf auch einfach einzugehen.
Speaker: Zusammenfassend, ein Safe Space heißt für uns nicht, dass man alles perfekt machen muss oder perfekt sein muss und auch nicht alles richtig machen, sondern ich darf sein, wie ich bin und du darfst es auch.
Speaker: Und die drei Schlüsselwerte dabei für uns sind Selbstregulation,
Speaker: Kommunikation as always und Vertrauen, dass man einfach, ja, dass man auch selbst an sich arbeiten muss, wie man wahrnimmt oder verarbeitet, was andere sagen, dass es einfach auch bedeuten kann, das ist meine eigene Verantwortung, wie ich damit umgehe, was sie gesagt hat.
Speaker: Ich weiß, dass sie es nicht böse gemeint hat und es war an sich kein böser Kommentar oder keine böse Aussage.
Speaker: Das ist mein Trigger und es liegt genauso sehr an mir, das zu verarbeiten, wie es an ihr liegt, damit vielleicht sensibel umzugehen.
Speaker: Vielleicht ist eine Freundschaft genau dann ein Safe Space, wenn wir gemeinsam durch Unbequemes gehen.
Speaker: Nicht trotzdem, sondern wegen der Reibung.
Speaker: Wegen der Reibung entsteht Tiefe.
Speaker: Zumindest empfinde ich das in unserer Freundschaft so.
Speaker: Auf jeden Fall.
Speaker: Wahre Freundschaft kann einfach auch ein Raum sein, wo man wächst mit Triggern, Unverletzlichkeit und mit echter Nähe.
Speaker: Und das braucht auch Zeit.
Speaker: Und ich merke das auch bei uns besonders.
Speaker: dass Zeit einfach ein großer Faktor ist und Commitment, dass man dran bleibt.
Speaker: Um alles nochmal zusammenzufassen, Freundschaft als Safe Space, geht das wirklich?
Speaker: Ja, definitiv.
Speaker: Aber nicht im Sinne von, alles ist immer easy, sondern eher so, wir schaffen das gemeinsam, wir halten das gemeinsam aus.
Speaker: Und wir haben zum Schluss noch ein paar Fragen, die wir euch gerne mitgeben würden, die ihr euch selbst stellen könnt.
Speaker: Wo fühlst du dich in Freundschaften wirklich sicher?
Speaker: Wo hast du dich selbst schon mal zu sehr zurückgenommen?
Speaker: Und wie kannst du echte Verbindungen leben, ohne dich dabei zu verlieren?
Speaker: Und die Maren hat dann unser Freundschaftsdate der Woche für euch.
Speaker: Unser Highlight ist Freundschaftsdate.
Speaker: Und als Freundschaftsdate der Woche habe ich mir überlegt, wie schön es manchmal ist, wenn man einfach irgendwie ein bisschen was Belangloses macht, wie zum Beispiel in einem Malbuch irgendein Bildschirm ausmalen und nebenher einfach Zeit miteinander zu verbringen.
Speaker: Also
Speaker: Vielleicht habt ihr ja Bock, auch mal das als Freundschaftsdate für euch umzusetzen.
Speaker: Und wir haben uns noch was anderes überlegt, wie ihr uns jede Folge ein bisschen tiefer noch kennenlernen könnt, ein bisschen mehr über uns erfahren könnt und da wollen wir euch einfach ein paar Fragen beantworten.
Speaker: Dazu haben wir so Spielkarten, auf denen Fragen draufstehen, die wir uns gegenseitig stellen werden.
Speaker: Und wir haben uns mal so überlegt, dass wir jede Folge drei Fragen beantworten.
Speaker: Und dann fange ich einfach mal mit der ersten an.
Speaker: Wenn du einen Tag lang dein Leben mit jemand anderem tauschen könntest, wer wäre diese Person und warum?
Speaker: Schwer.
Speaker: Ich glaube, ich würde gern mit einem Mann tauschen.
Speaker: Ja schon, aber mit welchem?
Speaker: Also, das wäre mir, glaube ich, fast egal.
Speaker: Einfach nur, damit ich weiß, wie es sich anfühlt, ein Mann zu sein für einen Tag.
Speaker: So, stehen, pinkeln.
Speaker: Einschlafen ohne Kopfchaos.
Speaker: So einfach mal an nichts denken.
Speaker: Das stelle ich mir richtig cool vor.
Speaker: Ja.
Speaker: Also, mich würde es tatsächlich auch interessieren, einfach mal für einen Tag lang ein Mann zu sein, aber ich glaube, mich würde es auch mega interessieren, mit jemandem aus der Politik mal einen Tag
Speaker: zu tauschen oder einen Tag mal das Leben zu führen.
Speaker: Ich glaube, mir reicht es dann sofort wieder nach dem einen Tag.
Speaker: Nee, das wäre wahrscheinlich schon viel zu viel, aber interessieren würde es mich.
Speaker: Es war so klar, dass ich wieder diejenige bin, die nur an den Helikopter denkt und Maren irgendwie Politik im Kopf hat.
Speaker: Entschuldigung.
Speaker: Die nächste Frage ist, was ist deine schönste Erinnerung an einen Familienurlaub und warum?
Speaker: Mir fällt direkt was ein.
Speaker: Wir waren als Kinder immer in Italien auf ein und demselben Platz und haben da Urlaub gemacht.
Speaker: Und ich habe das voll geliebt, dass ich mit beiden Eltern quasi unterschiedlich Sachen erleben konnte.
Speaker: Mama war oft mit uns im Wasser und Papa hat ganz oft mit uns Tischkicker gespielt unten in einem kleinen Räumchen.
Speaker: Also ich fand eigentlich alle Urlaube zusammen in der Familie schön, aber das erste, was mir eingefallen ist, ist glaube ich, da waren wir, oder ne, ich war neun ungefähr.
Speaker: Ich glaube, das war in dem Jahr, als ich meine erste Kommunion hatte.
Speaker: Da waren wir auch auf einem Campingplatz in Italien.
Speaker: Ähm.
Speaker: der einen eigenen Pool hatte und ich habe mit meinem kleinen Bruder im Zelt geschlafen und meine Eltern hatten ihr eigenes Zelt und irgendwie habe ich mich da schon so ein bisschen erwachsen gefühlt und ja, das war einfach richtig schön.
Speaker: Und die letzte Frage für heute.
Speaker: Oh mein Gott, ja.
Speaker: Beschreibe den perfekten Tag mit mir.
Speaker: Also,
Speaker: Wenn es um den perfekten Tag geht, dann haben wir natürlich eigentlich nichts zu tun.
Speaker: Wir haben den ganzen Tag Zeit und Kraft, nur das zu machen, worauf wir Bock haben.
Speaker: Das heißt, wir schlafen erst mal aus.
Speaker: Gehen mit den Hunden raus.
Speaker: Frühstücken dann.
Speaker: In...
Speaker: Das endet quasi in einem Fressgelage und in einem ewig langen Gespräch, das dann nach dem Frühstück irgendwie oder nach dem Brunch oder wie auch immer dann auch noch weitergeht.
Speaker: Dann würden wir irgendein Abenteuer unternehmen mit den Hunden und uns gegen Abend noch einen Film aussuchen, den gemeinsam anschauen und mit Snacks auf dem Sofa beide einpennen.
Speaker: Ich glaube, dein Geburtstag 23...
Speaker: war für mich so das nächste an einem perfekten Tag, den wir bisher hatten.
Speaker: Weil, also das ist bei uns immer so, dass das Geburtstagskind sich aussuchen darf, was wir machen an dem Tag.
Speaker: Natürlich, nachdem wir beschlossen haben, dass wir den Tag miteinander verbringen werden.
Speaker: Und Maren hat sich da gewünscht, dass wir zusammen in die Therme gehen.
Speaker: Und Maren hat im November Geburtstag und es hat dann so ein bisschen genieselt.
Speaker: Und dann sind wir nach Überlingen an Bodensee gefahren.
Speaker: Da ist eine Terme, die direkt am See ist.
Speaker: Und in den Außenbecken hat man dann quasi die Aussicht über den See.
Speaker: Und es ist schon eine Stunde Fahrt von uns aus dahin in Dürr.
Speaker: während der wir uns natürlich auf tiefster Ebene mal wieder über irgendwelche Sachen unterhalten haben.
Speaker: Das bleibt mir auch so krass in Erinnerung, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, also wir haben da unfassbar wertvolle Gespräche geführt, an die ich jetzt auch noch viel zurückdenke.
Speaker: Und am Abend waren wir zusammen essen und dann habe ich dich wieder nach Hause gebracht.
Speaker: Das war ein sehr, sehr, sehr schöner Tag.
Speaker: Also ich fände deinen natürlich auch cool.
Speaker: Aber weil bei meiner Vorstellung für einen perfekten Tag, da geht es dann auch tatsächlich um uns.
Speaker: Und nicht so, dann müssen die Hunde wieder raus.
Speaker: So gehen wir mit den Hunden rein.
Speaker: Was für ein Abenteuer machen wir mit den Hunden, damit es denen gut geht.
Speaker: Und natürlich geht es uns dann auch gut, wenn es den Hunden gut geht.
Speaker: Aber dann geht es halt nicht um uns.
Speaker: Und ja, deswegen was, wo wir quasi nur wir zwei sind, kein Handy.
Speaker: Ja, voll schön.
Speaker: Ja, dann würde ich sagen, vielen Dank, dass ihr heute wieder dabei wart.
Speaker: Lasst uns gern wissen, wie ihr das Thema erlebt.
Speaker: Schreibt uns gern einfach.
Speaker: Und dann würde ich sagen, bis zur nächsten Folge.
Speaker: Passt gut auf euch auf und auf eure Freundschaften.
Speaker: Bis dann.
Speaker: Gruß und Kuss.
Speaker: Bye.


