Einführung in den Vegan Fitness Athlete Podcast
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Speaker
Gemüse ist nichts für meine tägliche Ernährung, wo ich Energie bekomme. Weil Gemüse wurde gezüchtet, um Geld zu verdienen. Willkommen zum vegan Fitness Athlete Podcast.
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Speaker
Hier verraten vegane Lebensathleten ihre besten Erfolgstrips. Und hier ist ein Gastgeber. Er ist Spinat- und Brokkolisüchtig. Christian Wenzel.
Veganismus für eine attraktive Figur
00:00:36
Speaker
Hallo, mein Name ist Christian Wenzel, auch gerne Mr. Broccoli genannt von Christian-Wenzel.com. Sexy, schlank und definiert aussehen, eine athletische Figur haben und sich mit veganer Ernährung gesund und nachhaltig ernähren und einen Lifestyle daraus leben.
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Speaker
Darum geht es in der Vegan Fitness Athlete Podcast. Und wir sprechen hier mit den bekanntesten Persönlichkeiten im veganen Raum. Und heute haben wir wieder einen sehr tollen Gast.
Interview über die Vorteile von Sprossen für Athleten
00:01:08
Speaker
Wir sind auf der Veggie World und Frank Friedrich von Naturarten. Hallo, Esma.
00:01:13
Speaker
Hallo. Hat hier einen Stand, denn er hat ein ganz, ganz besonderes Produkt, von dem er gleich natürlich noch mehr erzählt. Und es geht bei ihm darum, wie zum Beispiel gekeimte Nahrung den Körper beeinflusst, und zwar in sehr positiver Weise beeinflusst, warum gekeimte Nahrung eigentlich die Nahrung ist, die wir auch
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Speaker
benötigen und wie du als Sportler und wie sogar Profisportler, denn die berät er, davon extrem profitieren und gegebenenfalls sogar ihre Leistung steigern.
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Speaker
Wir danken dir schon mal im Voraus dafür, dass du den Podcast hörst. Und wenn es dir nicht zu viel Aufwand ist, geh einfach in iTunes und rezensiere diesen Podcast, wenn er dir gut gefällt. Das würde uns sehr, sehr viel bringen und natürlich auch unseren Gästen. Und jetzt geht es sofort los. Frank Friedrich ist hier. Und ich will dir das jetzt einfach mal voll lassen, Frank.
00:02:11
Speaker
Du bist 50 Jahre, hast du mir im Folgespräch gesagt. Er sieht aus wie 25, das kann ich wirklich hier so bestätigen. Top Figur, top in Form, seit 4 Uhr heute früh wach. Und erzähl, was machst du?
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Speaker
Ja, wie 25 sehe ich nicht aus, wenn ich morgens in den Spiegel gucke. Aber ich bin wieder gesund und mir geht es gut und das Leben macht Spaß und das ist die Hauptsache für mich. Und da wären wir auch beim Punkt, wie ich zu der ganzen Geschichte gekommen bin. Ich war vor über 20 Jahren sehr krank gewesen, stand kurz vorm Tod, war im
Erholung von Burnout durch Lebensstiländerung
00:02:45
Speaker
Grunde in einer ganz erfolgreichen Phase im Leben, als IT-Berater hatte alles geschafft, studiert, was mir die Gesellschaft vorgibt, um erfolgreich zu sein und bin plötzlich völlig zusammengebrochen mit einem Burnout, Autoimmunerkrankungen und dachte wirklich, das war es jetzt gewesen. Kein Arzt konnte mir mehr helfen und dann habe ich das irgendwann selbst in die Hand genommen.
00:03:09
Speaker
Hab mir mein Leben angeschaut, was nicht so läuft. Bin das wie ein Ingenieur angegangen. Bin ja Diplom-Ingenieur, hab mir alles aufgeschrieben. Und Ernährung interessiert mich schon seit meinen Anfängen mit dem Sport. Also ich hab mit 14 im Fitnessstudio angefangen zu trainieren. Und damals Eiweiß-Shakes genommen, Vitamine, Aminosäuren. Und da hab ich mich schon angefangen mit Ernährung zu beschäftigen.
00:03:34
Speaker
Und nicht nur einfach zu konsumieren. Und daran hab ich mich wieder erinnert und hab mir meine Ernährung angeschaut. Und hab gesehen, die ist nicht so besonders gut. Und im Unterschied zu Diäten hab ich's so gemacht, ich hab meine Ernährung als Spiegel genutzt. Das heißt, alles, was ich bin, kann ich in dem, was ich tu, wiedersehen. Und so, wie ich gegessen hab, so war ich. Schnell, Fastfood, abends Nudeln, mit dem Bier hinterher, das hat mich glücklich gemacht.
00:04:04
Speaker
Ja, und so hat das vor über 20 Jahren angefangen, dass ich mich auf andere Weise mit Ernährung beschäftigt habe. Also ich habe dann angefangen, mich wissenschaftlich noch mal damit zu beschäftigen, ähnlich wie es Ökotrophologen machen. Das heißt, auf Inhaltsstoffe gucken, auf die klassische Sichtweise, bin aber nicht zu einer gesunden Ernährung gekommen.
00:04:29
Speaker
Und warum nicht, habe ich mich gefragt. Warum habe ich immer noch manchmal eine Erkältung oder Hirnzwicken oder Kopfschmerzen oder andere Dinge.
Instinktives Essen und natürliche Ernährung
00:04:40
Speaker
Und dann habe ich es einfach so gemacht. Ich habe die ganzen Bücher dem Regal sein lassen. Ich habe mir gedacht, wir Menschen haben uns Jahrmillionen aus der Natur ernährt. Es kann doch nicht so schwierig sein, sich gesund zu ernähren.
00:04:54
Speaker
Und dann habe ich mich auf die Wiese gesetzt. Das war Gott sei Dank Sommer. Hab gewartet, bis ich Hunger bekomme, habe angefangen zu essen. Und das kann jeder von uns. Unsere Instinkte funktionieren 100 Prozent. Wenn ich mir es vorstellen kann. Und das ist die Geschichte. Unser Leben wird durch unsere Gedanken bestimmt. Ich muss mir vorstellen können,
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Speaker
Es funktioniert. Ich kann mich aus der Natur jederzeit das ganze Jahr über ernähren. Und das konnte ich mir vorstellen, weil da war ich verrückt genug dazu, weil mir ging es einfach schlecht genug. Und wenn es dir richtig schlecht geht, dann probierst du Dinge einfach aus, ohne groß zu hinterfragen. Und ich konnte mir das vorstellen, mich aus der Natur zu ernähren und habe das einfach gemacht.
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Speaker
Ja und so kam ich auch mit den ganzen Ernährungsrichtungen in Kontakt und dann ging es los vor über 20 Jahren.
00:05:45
Speaker
Also total spannende Story. Wow, ich habe jetzt auch einiges zum ersten Mal erst gehört und das heißt, ich habe schon richtig verstanden, dass du einen krassen Burnout hattest und dich quasi mit der Ernährung, weil du dich so intensiv damit beschäftigt hast, eben auch aus diesem Burnout, aus diesem Zusammenbruch selber heraus geheilt hast. Das ist schon so richtig.
00:06:08
Speaker
Okay. Und dann bist du eben darauf gekommen, dass alles, was in Büchern steht oder vieles, was in Büchern steht, dir nicht so richtig geholfen hat und hast dir einfach die Natur angeschaut und wie haben Menschen früher gegessen und bist selber auf die Wiese gegangen und hast dann quasi dort dich von Kräutern, Blumen, Pflanzen ernährt. Erzähl uns doch mal ein bisschen, wie hat es da in den Anfängen ausgesehen?
00:06:31
Speaker
Ja, mich hat weniger interessiert, was jetzt Maria Treben vor 500 Jahren gemacht hat oder Hildegard von Bingen, sondern mich hat das hier und jetzt interessiert. Ich war sehr krank und brauchte sofort eine Lösung. Und deswegen habe ich mir die Natur angeschaut, wie würde ich mich aus der Natur ernähren? Weil unsere Gene, unser Darm, unser Kaumechanismus, alles ist immer noch daran angepasst.
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Speaker
nicht an das Supermarkt essen, an all diese modernen Dinge. An das moderne Leben sind wir überhaupt noch nicht angepasst. Das wird wahrscheinlich über die nächsten Generationen kommen. Vielleicht wächst uns eine Maushand. Ich meine, 16 Stunden habe ich am Tag vom Computer gesessen. Dafür war mein Körper nicht geschaffen und mein Geist auch nicht. Und deswegen bin ich krank geworden, habe Rückenschmerzen bekommen. Der Körper muss am Tag 3, 4, 5 Stunden bewegt werden. Dafür ist er ausgelegt für Höchstleistungen.
00:07:24
Speaker
Also das, was Spitzensportler heute an Leistung erbringen, das ist im Grunde normal für unseren Körper. Das, was ich gemacht habe als IT-Berater in einem geschlossenen Raum ohne Licht, 16 Stunden am Tag sitzen und eine Datenbank programmieren, das ist nicht normal. Und deswegen habe ich mich so weit von der Natur entfernt, dass ich krank geworden bin. Auch mit der Ernährung.
00:07:47
Speaker
Damals habe ich mich dann auf die Wiese gesetzt. Gott sei Dank, es war Sommer. Es wuchs ein Äpfel auf den Bäumen. Ich habe mich erinnert, als Kind wuchsen die in unserem Ort überall und wir haben uns als Kinder ganz normal von den Apfelbäumen ernährt. Dann habe ich einen Apfel gegessen. Dann habe ich mir die Pflanzen angeschaut, die lecker aussahen wie die Blumen, aber ich war mir unsicher.
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Speaker
weil ich kannte nicht viele davon. Und dann habe ich Gott sei Dank in der Schrot und Kerne-Anzeige von einem Naturlehrer gelesen, Naturlehrer gibt Wildkräuterkurse, gesunde, natürliche Ernährung. Und da dachte ich, wow, da rufe ich an,
Entdeckung der Vorteile von gesprossenem Essen
00:08:21
Speaker
da gehe ich hin. Dann habe ich angerufen und habe spontan eine fast vierjährige Ausbildung mit einem Naturlehrer gemacht, den ich heute noch weiterempfehle. www.naturlehrer.de Jürgen Reckenwald kann ich nur empfehlen.
00:08:38
Speaker
und habe viele Pflanzen kennengelernt, viele Prinzipien vor allen Dingen in der Natur. Aber jetzt nicht unbedingt durch den Lehrer, weil ein Lehrer kann nur Hinweise geben, sondern durch mich selbst. Ich habe ausprobiert in der Natur. Und das zeige ich Menschen, wie man 8 selbst kennenlernt.
00:08:58
Speaker
Wie man jetzt rausgehen kann, das kann jeder von uns. Wie erkenne ich, ob eine Pflanze, das interessiert ja jeden, auch wenn es kaum giftige Pflanzen gibt, wie sehe ich, ob eine Pflanze giftig ist oder nicht giftig? Was ist Nahrung für mich? Wie erkenne ich das?
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Speaker
Und das kann jeder sofort von uns machen. Ich bin nichts Besonderes. Und das zeige ich Menschen draußen. Das zeige ich ihnen mal, Kursen am Körper. Das heißt, ich führe Menschen in die Natur und zeige ihnen die Natur. Und in der Natur habe ich gewisse Prinzipien erkannt, die ich auch in den Produkten bei Naturarten umsetze. Das heißt, ich mache Produkte, wo die Naturprinzipien eins zu eins umgesetzt sind, sodass die Nahrung verdaulich ist. Wie mit dem gekeimten Samen, was du angesprochen hast.
00:09:38
Speaker
Ich habe also in der Natur gesehen, da fallen Eicheln von den Bäumen oder Maronen. So, wenn jemand meine Marone gebissen hat oder eine Eichel, der spuckt die wieder aus, das kann man überhaupt nicht essen. Die ist so hart, die hat eine harte Schale, die ist voller Gerbstoffe, die schmeckt total bitter. Und dann habe ich bei Zufall eine Eichel gebissen, die gekeimt war und eine Wurzel in den Boden gezogen hat. Und die war zuckersüß.
00:10:04
Speaker
Und da hat es bei mir im Kopf Klick gemacht. Und das sind Erlebnisse, die ich jedem nur empfehle, weil das vergisst man nicht mehr. So lernt man. Ah, Eichen, gekeimt, zuckersüß. Ich muss nur eine am Tag essen mit dem Apfel und bin voller Energie und satt. Und so kam ich zu dem Thema Gekeimen wieder.
00:10:22
Speaker
Und dann habe ich mich auch wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigt und habe versucht herauszufinden, was passiert da wissenschaftlich bei den Keimen. Und da passieren ganz spannende Dinge, die wir im Alltag umsetzen können. Zum Beispiel die wichtigsten Nährstoffe, die die meisten für die wichtigsten Nährstoffe halten, Protein, Kohlehydrate und Fett.
00:10:45
Speaker
Die werden umgewandelt, weil der kleine Embryo im Samen braucht diese, wenn er keimt, um eine neue Pflanze zu bauen. Und beim Keimen werden die Proteine, die unverdaulich sind, die Klebeeiweiße, wie Kluten, die werden abgebaut in freie Aminosäuren und einfache Eiweiße. Und die kann der Körper direkt aufnehmen. Unser Körper nimmt zu 75 Prozent Aminosäuren auf.
00:11:07
Speaker
Nicht komplexe Eiweiße, die kann er gar nicht aufnehmen. Und die meisten Eiweiße, die in der Natur so vorkommen, kann er auch nicht spalten. Beziehungsweise es kostet viel Energie und es entstehen Abfallstoffe wie Harnsäure und und und. Also nicht so Proteinstoffwechsel, das ist ein sehr komplexer Stoffwechsel mit sehr vielen Abfallprodukten. Und warum nicht die Natur das machen lassen? Durch Keimen, durch Fermentation. Und dann die richtige Nahrung aufnehmen, die ich direkt verdauen kann.
00:11:33
Speaker
Stärke wird abgebaut in einfache Zucker, die ich direkt aufnehmen kann. Fett wird abgebaut in einfache Fettsäuren, sodass ich den gekannten Samen direkt verdauen kann. Und der Vorteil dabei ist noch, dass die Inhaltsstoffe hochschießen. Vitamine schießen dreiviese um 300 Prozent hoch. Deswegen brauche ich davon auch ganz wenig. Und auch wenn die meisten sich es jetzt kaum vorstellen können, eine Eichel zum Frühstück
00:11:59
Speaker
Oder eine Marone oder es können auch Erdnüsse sein oder Wallnüsse, die jetzt viel draußen wachsen. Zusammen mit zwei Äpfeln und ich bin den ganzen Morgen barbsatt. Und voller Energie. Ich trainiere morgens zwei Stunden, ich arbeite dann vier Stunden und zwischendurch, wenn ich noch mal Hunger bekomme, esse ich vielleicht eine Banane oder eine Dattel. Das war's.
Ernährungsgewohnheiten reflektieren und verbessern
00:12:17
Speaker
Und ja, das ist so ein Prinzip umgesetzt in Ernährung. Und das Gleiche setze ich dann um auch in Nahrungsmittel. Das heißt, Schüler kamen zu mir und meinten, entwerf doch mal ein Müsli. Ich habe gesagt, Müsli habe ich noch nie gegessen, muss ich mich mal mit beschäftigen. Was ist überhaupt ein Müsli? Müsli sind hauptsächlich Samen.
00:12:41
Speaker
Samen ungekeimt, haben wir jetzt gelernt, nicht verdaulich. Das heißt, die meisten Müsli, die es auf dem Markt gibt, sind so gut wie unverdaulich. Es gab kein gut verdauliches Müsli am Markt, habe ich festgestellt. Also habe ich gekeimte Samen genommen, habe eine Müsli-Mischung gemacht und das war das erste Müsli weltweit, was überhaupt gekeimt war und was gut verdaulich war.
00:13:02
Speaker
Also das heißt, wenn ich hier mal reingehen darf, ich könnte ja stundenlang zuhören. Und ich glaube, du kannst auch stundenlang darüber sprechen. Das ist ja schon eine Art Revolution, weil du erzählst uns gerade, dass viele von uns erst mal Schmüssli zum Frühstück. Und dass das überhaupt nicht richtig verdaut werden kann oder vielleicht sogar gar nicht verdaut werden kann, dementsprechend auch die wertvollen Inhaltsstoffe daraus nicht richtig vom Körper aufgenommen werden kann.
00:13:27
Speaker
D.h. du empfiehlst quasi jedem, der weiterhin solche Sachen essen möchte und jetzt nicht zu einer gekeimten Eichel und Äpfel greifen möchte, wenn er so Müsli etc. isst oder auch andere Nahrungsmittel, dass diese dann vorher gekeimt sind einfach deshalb, weil der Körper dann direkt auf die Nährstoffe zugreifen kann, sprich Eiweiße, die eher unverdaulich sind, werden aufgespalten in Aminosäuren, die wiederum direkt vom Körper aufnehmbar sind. Ist das so richtig?
00:13:56
Speaker
Genau, genau, aus wissenschaftlicher Sicht. Obwohl die wissenschaftliche Sicht, ja, es ist gut, die mal für sich zu beurteilen, weil diese wissenschaftliche Sicht, wenn man mit führenden Forschern redet, hat sehr enge Grenzen. So ein Samen hat circa 100.000 Inhaltsstoffe vermutet. Die kennt kein Mensch alle.
00:14:19
Speaker
Wenn wir von Proteinen reden, der Laie redet von einem Protein. Der Experte sieht gleich 25 Proteinen, die verschiedene Aufgaben haben. Das Thema wird schnell sehr komplex, aber so komplex, dass ich nicht so eine gesunde Ernährung damit gefunden habe. Es ist einfach zu kompliziert, gerade für Laien. Aber das ist die Sichtweise, die wir in der Schule lernen.
00:14:44
Speaker
Wir lernen nicht unsere Instinkte einzusetzen. Aber mit den Instinkten geht es viel schneller. Ich kann mich natürlich ewig mit der Eichel beschäftigen, welche Inhaltsstoffe da drin sind. Oder ich kann einfach mal eine gekeimte essen und eine ungekeimte. Und mein Mund sagt mir sofort, oh das eine schmeckt lecker, macht mich satt und gibt mir Energie, das andere würde ich sofort ausspucken. Und diese Instinkte funktionieren. Und das zeige ich Menschen, wie diese Instinkte funktionieren.
00:15:08
Speaker
Okay, du hast ja auch im Vorgespräch gesagt, dass du auch Sportler berätst in ihrer Ernährung, also vor allem auch Leistungssportler berätst. Jetzt wissen wir ja viele, dass gerade eben auch Menschen, die in Vereinen tätig sind oder als Sportler tätig sind, die Ernährung viel zu stark vernachlässigen. Kannst du mal ein Beispiel nennen, wie du so einen vielleicht sogar Spitzen-Sportler berätst und was denn dann für Vorteile davon hat?
00:15:35
Speaker
Also ich unterscheide da wenig zwischen normalen Menschen und Spitzensportlern, weil die Grundlagen funktionieren bei beiden gleich. Also jemand kommt zu mir und sagt, er hat das und das Problem mit der Ernährung. Die meisten haben Darmprobleme, so wie ich auch hatte. Und das erste, was ich tue, ich frage mal genau nach, was er dann den Tag über so isst.
00:15:57
Speaker
Und da sind wir schon beim ersten Problem, was die meisten Menschen haben. Sie sagen mir etwas, sehr ungenau. Und ich stell fest, und Sie selbst, Sie wissen gar nicht, was Sie gegessen haben gestern. Und zu reflektieren ist ganz wichtig, das hab ich auch bei mir am Anfang gemerkt. Als ich aufgeschrieben hatte, was ich genau am Tag gegessen hatte, hab ich gemerkt, das war ja gar nicht das, was ich dachte. Ich dachte, ich ess viel mehr Obst, aber ich ess.
00:16:26
Speaker
Gar nicht so viel Obst. Ja, und diese Reflektion zeige ich den Menschen erstmal, ehe ich ihnen sage, stell jetzt auf Rohkost um, stell auf das um oder vegan ist die Lösung in deinem Leben, weil das weiß ich ja gar nicht. Ich kann ihnen nur meine Erfahrung weitergeben und das ist aber auch schon viel, weil ich mache es jetzt über 20 Jahre.
00:16:45
Speaker
Und deswegen zeige ich den Menschen, reflektier mal, besinn dich auf die Grundlagen unserer Ernährung, richtig kauen, Ruhe und Zeit nehmen und dann machst du Erfahrung und dann lernst du. Und irgendwann brauchst du auch nicht mehr Menschen wie mich zu fragen, was ist deine richtige Ernährung. Und so mache ich es auch mit den Leistungssportlern. Sie kommen zu mir, die meisten haben Magen-Darm-Probleme.
00:17:07
Speaker
durch diese, besonders Ausdauersportler, durch diese ganzen Powerbars, durch diese künstlichen Zuckerersatzstoffe, die sie zu sich nehmen. Weil der Körper ist die von Natur aus einfach nicht gewohnt. Diesen hohen Zuckeranteil. Und so kommen auch diese Allergien zustande. Das heißt, wir nehmen durch einen Energydrink immer wieder hohe Dosen Zucker zu uns. Dieser Zucker kann so schnell gar nicht aufgenommen werden, dadurch kommt Zucker in den Enddarm.
00:17:35
Speaker
Wir kauen nicht mehr richtig. Und Zucker im Enddarm, wir wissen ja alle, was dann passiert. Blehung bis hin zur Zöler-Kie. Und es ist einfach wichtig, die Menschen, ob Leistungssportler oder nicht, erstmal zu den Grundlagen zurückzubringen. Schau dir mal an, was du jetzt gerade isst, warum du es isst. Und dann mach dir Gedanken, ist es gut oder schlecht?
00:17:56
Speaker
Und zu den Sportlern kam ich die letzten zwei Jahre, wahrscheinlich auch, weil ich selbst immer viel Sport gemacht habe. Seit 20 Jahren übe ich Yoga, zwischen drei und vier Stunden am Tag.
00:18:11
Speaker
und kann gut nachvollziehen, wie Sportler denken, wie sie trainieren und kann mich dort gut einfühlen. Und die gesunde Bewegung, die man im Yoga lernt, spielt damit rein, weil eine gesunde Ernährung gehört auch immer in eine gesunde Bewegung dazu.
00:18:29
Speaker
Wenn ich müde bin, zum Beispiel, sollte ich nicht essen. Wenn ich esse, sollte ich geradeauf sitzen. Nicht krumm sitzen. Ich sollte mir Zeit und Ruhe nehmen. Und das alles habe ich im Yoga gelernt.
Bedeutung des richtigen Kauens
00:18:42
Speaker
Und das ist wichtig. Wenn ich einen Apfel nicht richtig kaue und den Hetze esse, dann kommt auch wieder Zucker in den Enddarm, der wird nicht richtig verdaut, der Apfel, und dann ist er auch nicht gesund.
00:18:52
Speaker
Und ich bekomme keine Energie. Also zeige ich Ihnen das richtige Essen zum richtigen Zeitpunkt. Gut kauen. Und da muss man auch ganz wenig essen.
00:19:03
Speaker
Und das funktioniert sehr gut. Also ich habe richtig gutes Feedback, weil es sind ganz einfache Prinzipien, die bei jedem Menschen funktionieren. Und die Sportler vergessen es einfach, weil im Leistungssport zählt extrem die Leistung. Und Leistung bekomme ich, wenn ich viel, viel trainiere. Und die meisten trainieren viel zu viel Ausdauerkraft, was auch immer, bis zur letzten Minute, anstatt sich mal Ruhe zu geben.
00:19:28
Speaker
sich mal um ihre Nährung Gedanken zu machen und die einfachen Grundlagen, die werden im Leistungssport vernachlässigt. Und damit ist viel mehr rauszuholen als mit jedem Dopingmittel, was ich kenne. Und die sind ganz überrascht, dass sie, wenn sie jetzt mal anfangen richtig zu kauen, ja nur noch zehn Prozent von dem essen müssen, was sie vorher gegessen haben.
00:19:48
Speaker
Zehn Prozent. Du hast uns gerade erzählt, solche einfachen Grundlagen, wie beispielsweise, wenn man im Stress ist oder in der Hetze ist, dann kommt Zucker in den Enddarm oder wenn ich nicht richtig kauhe, werden die Nährstoffe nicht richtig aufgenommen etc.
00:20:06
Speaker
Also das sind ja wirklich sehr einfache Grundlagen. Ich glaube, die aber 95% unter anderem auch ich nicht mehr beachten. Kannst du uns ein bisschen mehr darüber erklären, warum das so ist? Also wenn ich jetzt zum Beispiel was esse und dabei arbeite, was bestimmt viele von uns machen oder Fernseher schauen oder die Zeitung lesen,
00:20:27
Speaker
Heißt das dann, dass die Nahrung, die ich da gerade zu mir nehme, gar nicht so wertvoll ist, wie sie sein könnte, wenn ich mir Zeit dafür nehme, richtig kaue etc.? Genau. Und kannst du uns nochmal genauer erklären, warum das so ist? Also ich verstehe zum Beispiel nicht, warum, wenn ich jetzt beim Arbeiten esse, Zucker in den Enddarm kommt.
00:20:48
Speaker
Also man kann da wieder eher die wissenschaftliche Sicht anwenden, aus der da auch sehr wenig bekannt ist, aber viele interessante Dinge schon bekannt sind. Wenn der Körper unter Stress ist, sei es im Sport, bei einem Marathonlauf oder ähnlich, wenn ich programmiere, da bin ich sehr konzentriert, das ist das Gleiche, ein Marathonlauf im Gehirn.
00:21:09
Speaker
Dann bin ich darauf konzentriert und der Körper fährt die Verdauung runter. Das heißt, er ist nicht eingerichtet darauf, Nahrung zu verdauen, weil er muss sich auf diese Leistung konzentrieren.
00:21:23
Speaker
Wenn ich jetzt hingehe, nebenbei einen Apfel kauhe oder ein Brot oder auch eine ungesunde Nahrung, dann wirkt das wie Müll im Körper, das heißt wie ein Ballast. Und ich merke, ich werde müde danach. Meistens kauhe ich nicht richtig. Und im Mund passiert ganz vieles. Also im Mund wird zum einen die Nahrung ausgewählt von Natur aus. Das heißt, wenn ich lange kauhe, spüre ich, ist es giftige Nahrung von Natur aus oder ist es gute Nahrung.
00:21:52
Speaker
Manche Wildkräuter, die ich draußen esse, werden nach einer Minute bitter. Da merke ich, doch nicht so gut. Wenn ich die fast ungekaut runterschlucke, merke ich das gar nicht. Zumal der Körper, wenn er entschieden hat im Mund, ist gute Nahrung, schmeckt lecker. Also erst nur, was euch lecker schmeckt. Was nicht schmeckt, ausspucken. Das ist auch so ein Naturprinzip.
00:22:17
Speaker
Also wir wählen die Nahrung im Mund aus und sie wird vorverdauert. Und noch was ganz wichtiges. Forscher, viele mögen ja die wissenschaftliche Sicht, also Forscher haben festgestellt, dass die Rezeptoren für Geruch, Geschmack diesen Mund gibt und in der Nase überall im Körper vorgeben und dass die vorkommen und dass die miteinander kommunizieren.
00:22:37
Speaker
Innerhalb von Millisekunden ist die Information aus dem Mund, von den Geschmacksnerven im Magen, die selben Nerven und Rezeptoren, die im Magen sind und im Enddarm. Der Körper bereitet den Magen und Enddarm vor. Er schüttet Enzyme aus, die dann die Nahrung verdauen. Also das ist eine Kette, die aufeinander optimiert ist. Über Jahrmillionen hat die sich entwickelt. So, und jetzt lasse ich am Anfang einen Teil dieser Kette weg, wie das Kauen.
00:23:05
Speaker
Das kann ich nie mehr aufholen im Magen. Das heißt, ungekaut kommt so ein Apfel jetzt in den Magen. Der Magen erwartet etwas ganz anderes. Der erwartet einen vorverdauten Brei. Der erwartet zum Beispiel, dass die Stärke vielleicht gespalten ist. Der erwartet einfache Zucker. Und damit kommt er jetzt gar nicht mehr so zurecht.
00:23:25
Speaker
wie er kommen sollte. Dann kommt zu viel hinterher. Wir essen dann zu hektisch, viel zu viel. Dann öffnet er den Magen, weil er muss das irgendwie wieder loswerden. Und dann kommt das in den Darm. Und überall kommt das an Stellen, wo die Organe nicht vorbereitet sind auf diese Nahrung, die nicht verwerten können. Und so geht es bis in den Enddarm, sodass gewisse Stoffe in den Enddarm kommen und Bakterien sich freuen in den Enddarm, die da eigentlich gar nicht hingehören. Und dann gibt es Blehungen bis hin zu Blutungen. Also ich habe Zylarkie-Patienten, die haben
00:23:55
Speaker
seit einem Jahr Blut im Stuhl gehabt, ganz verzweifelt. Und durch einfache Umstellungen, richtig zu kauen, viel weniger zu essen, dadurch sind sie diese Beschwerden losgewonnen. Und ich habe zeitweise damals auf nur Obst umgestellt.
00:24:14
Speaker
Und da bin ich drauf gekommen, weil du gefragt hattest, wie ich nur noch 10 Prozent davon essen muss, was ich vorher gegessen hatte. Also als nur Obst esse, habe ich über drei Monate gemacht. Ich habe ohne Ende gegessen. Ich konnte es gar nicht lagern. Ich hatte so viele Bananen, Papayas. Zu der Zeit habe ich viele exotische Früchte gegessen zu Hause und hatte aber trotzdem immer wieder Hungergefühl zwischendurch.
00:24:37
Speaker
Und was habe ich gemacht? Ich habe angefangen, richtig zu kauen und Wildkräuter dazugenommen. Und beides hat bewirkt, dass ich nur noch 10 Prozent etwa von dem Obstessen gegessen habe und trotzdem mehr Energie hatte. Also das richtige Essen zum richtigen Zeitpunkt, richtig kauen, das wird ein kleines Wunder. Was, wenn wir uns Gedanken darüber machen, der eigentlich ganz einfach und logisch ist. Ich meine, viele dieser Grundlage lernen wir als Schüler im Biologieunterricht.
00:25:05
Speaker
Ja, jeder hat mal gesehen, was ein Samen ist. Hat das im Biologieunterricht gelernt. Das haben wir aber irgendwie vergessen im Alltag. Und der richtige Zeitpunkt richtet sich dann nach, wann du Hunger hast und nicht nach fest definierten Sachen? Oder würdest du sagen, es macht schon Sinn, vor dem Sport, nach dem Sport, frühes Mittagsabends zu essen? Erzähl noch mal ganz kurz was zum richtigen Zeitpunkt.
00:25:27
Speaker
Der richtige Zeitpunkt ist natürlich sehr intuitiv und individuell. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Das heißt, wir mögen Rituale und Gewohnheiten und dementsprechend erinnert sich mein Körper nicht, bekomme auch Hunger. Also ich frühstücke sehr gerne morgens und auch gut, esse mich richtig satt und dementsprechend, wenn ich morgens aufstehe, habe ich normalerweise auch Hunger.
00:25:48
Speaker
Das können wir aber individuell an unsere Rituale anpassen und der Körper passt sich da auch ganz gut an. Im Alltag bei uns ist das einfach umzusetzen. Bei den Leistungssportlern ist oftmals das genau der knifflige Punkt. Weil zum Beispiel Marathonläufer, wenn der jetzt kurz vor seinem Marathon sich so voll isst wie ich beim Frühstück,
00:26:11
Speaker
bekommt er mittendrin eventuell Probleme, weil er an gewisse Leistungsgrenzen rangeht, an die ich im Alltag normalerweise nicht rangehe. Da ist es wichtig, jetzt zum Beispiel beim Marathon würde ich vorher, fünf Stunden vorher oder sechs Stunden nichts essen. Also ziemlich weit vorher essen und auch meinen Darm und meinen Magen sehr gut entleeren. Das muss dann jeder optimal für sich ausprobieren im Leistungssport, andere Sportarten, da ist das nicht ganz so wichtig. Marathon, Triathlon ist schon sehr extrem.
00:26:41
Speaker
andere Sportarten wie Volleyball oder so, die haben es da wesentlich einfacher. Also mit der natürlichen Ernährung kann ich sofort Hochleistung bringen, weil die belastet den Körper nicht. Aber da wir nicht gelernt haben, auch ich heute habe immer noch Probleme mit dem Kauen, das richtig zu kauen und in Ruhe zu machen,
Intuitives Timing von Mahlzeiten
00:27:00
Speaker
muss man da jeweils an die Sportart angepasst sehen, wann man ist. Aber es ist einfacher, als man denkt. Und im Alltag bei normalen Menschen, wir tun nicht sowieso relativ einfach. Weil wir diese extremen Leistungen ja nicht ständig bringen.
00:27:16
Speaker
Du hast ja anfangs erwähnt, dass der Körper normalerweise es gewohnt ist, drei bis vier Stunden am Tag sich zu bewegen, Sport zu machen. Also so wie Leistungssportler trainieren, sind wir ursprünglich gebaut. Du hast im Vorgespräch erwähnt, dass du das auch machst, teilweise drei bis vier Stunden dich zu bewegen. Wie kann denn jetzt jemand in seinem normalen Job oder in seinem Alltag das
00:27:38
Speaker
umsetzen? Hast du da Tipps?
Integration von körperlicher Aktivität im Alltag
00:27:42
Speaker
Und fällt da auch jetzt beispielsweise so was wie Yoga dazu oder sagst du, okay, da muss man wirklich jetzt rausgehen, laufen oder Hardcore Freeletics machen oder wie auch immer? Ach, das ist gar nicht so schwierig. Es fängt wie mit allem an, wie ich es erwähnt hatte, mit einem Gedanken. Ich kann es mir vorstellen. Es ist mir jetzt wichtig. Wir tun immer das im Leben, was uns wichtig ist.
00:28:02
Speaker
Und wenn wir in unseren Spiegel gucken, sehen wir, was uns wichtig ist. Das ist dann manchmal enttäuschend, weil wir anders denken, wenn mir wichtig ist, dass ich drei Stunden Bewegung am Tag habe, dann werde ich das einrichten können. Also ich habe zum Beispiel damals als IT-Berater im Bankenbereich in Frankfurt gearbeitet, mit Anzug und Schlips, morgen um 6 Uhr auf die Arbeit gekommen.
00:28:25
Speaker
Ich kann früh aufstehen, bin ich halt eine Stunde früher aufgestanden, habe ein bisschen Yoga gemacht. Zwischendurch habe ich mir einen Meetingraum gesucht, wo ich eine halbe Stunde ein paar Liegestütze gemacht habe, Handstand. Ich hatte damals schon mit Yoga angefangen. Yoga ist halt relativ einfach, weil Yoga kann ich zu jeder Zeit und überall machen.
00:28:43
Speaker
was ich jetzt mit Badminton oder Mountainbike nicht immer machen kann. Aber auch da kann ich in der Mittagspause, während die anderen in die Kantine gegangen sind, hab ich mich aufs Mountainbike gesetzt, eine halbe Stunde oder eine Stunde. Also wenn ich will, kann ich das machen und mit meiner Ernährungsweise sowieso, weil ich viel weniger esse und ich brauch viel weniger Zeit dafür. Also viele denken immer, das ist so aufwendig. Ich bin rausgegangen, hab mir eine Handvoll Wildkräuter geschnappt, ein Apfel gegessen, das war's.
00:29:11
Speaker
So, damit hatte ich Energie. Ich muss nicht in die Kantine gehen, ich muss nicht anstehen, ich muss nicht Geld dafür ausgeben. Also es ist im Grunde viel einfacher, wenn ich mir es vorstellen kann. Und dann funktioniert das. Und ganz einfach, und heute sowieso. Also heute ist es ja viel einfacher, da es ja auch meine Berufung geworden ist. Also es ist ja mein Arbeitsablauf drin.
00:29:35
Speaker
Kannst du uns denn, sag ich mal, so einen typischen Tag von dir mal schildern? Also du sagst ja sehr, sehr oft, du nimmst dann einen Apfel und ein paar Wildkräuter oder eine gekreimte Eichel und so weiter. Dein Alltag ist ja auch total busy, also du bist ja auch sehr viel unterwegs. Also wie schaffst du es dann eben auf deine Bewegung und was isst du so während dem Tag? Einfach mal so ein Blueprint durch deinen Tag.
00:30:00
Speaker
Also es hat sich ein bisschen gegenüber früher geändert, weil ich habe jetzt eine Firma, die Produkte für Menschen entwickelt, ursprünglich für sehr kranke Menschen, wie Zöderky-Patienten, inzwischen für alle Menschen. Und ich habe mir vorgenommen, alle Produkte sind an mir getestet und wenn ich das überlebe und gesund bleibe, dann verkaufe ich die.
00:30:21
Speaker
Und ich hätte mir damals gewünscht, auch heute, dass es mehr Hersteller machen, dann wäre ich vielleicht auch nicht so krank geworden. Und wir hätten mehr gesunde Nahrungsmittel in unseren Bioläden, Supermärkten und auch Reformhäusern.
Produkttests und Ernährungsvorbild
00:30:33
Speaker
Das heißt, ich habe meine Ernährung ein bisschen umgestellt. Ich habe früher nie Müsli gegessen. Ich habe natürlich Müsli entwickelt dann irgendwann und das teste ich auch in mir. Inzwischen schmeckt mir das so gut, dass ich morgens Müsli esse.
00:30:45
Speaker
Das heißt, ich gehe morgens nicht mehr so oft raus und nehme mir die Wildkräuter, sondern ich esse im Moment ein Müsli morgens.
00:30:52
Speaker
So, wie ich es auch den Leuten empfehle. Und das ist an mir getestet und funktioniert. Das heißt, ich stehe morgens auf, je nach Jahreszeit zwischen 5 und 7 Uhr. Yoga ist so in meine Alltag übergegangen. Das heißt, wenn ich aus dem Bett aufstehe, gehe ich in eine Yoga-Haltung in den Hund. Ich strecke mich erstmal wie mein Hund, was für Tiere ganz normal ist.
00:31:15
Speaker
Wir stehen von Natur aus nicht auf und trinken eine Tasse Kaffee und essen Brötchen. Von Natur aus strecken wir uns erst mal, damit wir wach werden. Das macht jeder Hund, jede Katze und das mache ich auch morgens. Und wenn es nur eine halbe Stunde ist oder eine Viertelstunde, zehn Minuten. Und wenn es nur eine Minute ist, ist es besser, als es nicht zu machen. Das heißt, ich mache morgens mal meine Stunde Training, wenn ich aufstehe. Ich mache ein bisschen Yoga.
00:31:39
Speaker
und mache mir dann einen Frühstück, das heißt ein Müsli zum Beispiel, unser Sportler-Müsli, was ich sehr gerne esse mit Kokos und Chia, und folge bei der Nahrung, die ich mir zubereite, dem Muttermilch-Prinzip. Ich habe festgestellt, ganz einfache Prinzipien funktionieren. Und ich habe mir damals Ziele gesetzt, was soll mir Nahrung geben? Nahrung soll mir hauptsächlich Energie geben.
00:32:07
Speaker
Und Muttermilchprinzip deswegen, weil wir sind auf Muttermilch geprägt als Babys. Und als Erwachsener, wenn wir diese Nahrung beibehalten, nicht die Muttermilch jetzt, sondern die Zusammensetzung, dann bleibe ich gesund und fit und voller Energie. Und aus was besteht, jetzt stelle ich mal eine Gegenfrage, aus was besteht die Muttermilch hauptsächlich?
00:32:29
Speaker
Ich meine hauptsächlich Fett und Kohlenhydrate, also ganz wenig Protein, also so sieben Prozent, wenn ich jetzt die Makonährstoffe nehme und was da sonst drin ist, ist eine gute Frage. Also nehmen wir alle Nährstoffe, die wir kennen, zusammen, dann sind das noch nicht mal zehn Prozent.
00:32:48
Speaker
Zehn Prozent aus allen Nährstoffen, die wir kennen. Was heißt das jetzt? Also alle feste Nährstoffe. Alles, was wir so für wichtig halten. Protein. Total das Thema bei den Leistungssportlern. Protein. Aber in der Phase, wo wir am schnellsten wachsen, am meisten Protein brauchen als Babys. Die Muttermilch hat 1,5 Prozent. Okay. Ganz wenig Protein.
00:33:15
Speaker
Aber die richtigen, in der richtigen Zusammensetzung, viel Aminosäuren. Das, was die Wissenschaft darüber weiß. Also wie gesagt, die Muttermilch ist am wenigsten untersucht. Da sind so viele Rätsel und so viele Stoffe drin. Aber wenn man die alle zusammen nimmt, diese ganzen festen Stoffe, Kohlehydrate, Milchzucker, was da drin ist, Fett, Fett hat die Muttermilch ganz wenig, sind es vielleicht 10 Prozent zusammen genommen. Also was bleibt noch? Unser wichtigster Nährstoff? Wasser.
00:33:46
Speaker
Das heißt, wir Menschen haben in unserer Kultur, so wie wir uns ernähren, Wassermangel. Keiner redet über Wasser. Kann man natürlich auch nicht so leicht verkaufen. Außer Nestle, die ist teuer verkaufen.
00:33:59
Speaker
Wasser ist unser Hauptnährstoff. Das heißt, wenn ich morgens mein Müsli mache, mache ich dieselbe Zusammensetzung wie die Muttermilch. Wenn ich vier Löffel, das sind 50 Gramm Müsli-Mischung, Flocken, feste Stoffe, muss ich wieder auf die 90 Prozent Wasser kommen.
00:34:18
Speaker
Das heißt, ich mache normalerweise so einen Liter Wasser dran. Und da kann jeder frei variieren. Also man kann gekeimte Reismilch nehmen, diese Milchersatzprodukte, die wir jetzt alle kennen, Mandelmilch. Ich bringe mein Wasser hauptsächlich.
00:34:34
Speaker
durch Obst dran. Das heißt, ich trinke kaum im Alltag. Ich esse das richtige Obst. Äpfel bestehen aus über 80 Prozent Wasser. Das heißt, ich schneide mir morgens zwei Äpfel, zwei Birnen dran. Oder eine Orange im Winter viel. Und mache dann weniger Ersatzmilch dran. Und dann ist es was sehr Flüssiges. Und damit esse ich mich richtig satt. Und ein gutes Zeichen, wenn man satt ist, ist,
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Speaker
Das ist nichts Unanständiges, wenn man rübst. Also wenn man so ein Bäuerchen macht, dann ist im Grunde für mich auch so ein Zeichen, jetzt ist genug.
00:35:11
Speaker
Und da werdet ihr staunen, mit wie wenig richtig gekaut wir im ganzen Vormittag satt sind. Sollen wir jemanden versuchen, drei Äpfel gut zu kauen und zu essen? Das schafft kaum ein Mensch. Also es ist relativ wenig, was ich esse, aber das ist richtig und gut verdaulich. Das heißt, morgens esse ich so einen Müffel gemacht, dann habe ich schon eine Stunde oder zwei auch trainiert und dann fange ich an zu arbeiten.
00:35:37
Speaker
Entweder bin ich auf Reisen, habe Kundentermine oder bin im Büro, auch so wie früher, am Laptop, denke mir Konzepte aus, entwickle Nahrung, bin in der Produktion, also ganz unterschiedliche Tätigkeiten. Das war mir immer wichtig, dass ich nicht mehr an einem Platz so setze und interessante Aufgaben mir auch suche, weil das ist etwas ganz Wichtiges, was ich festgestellt habe. Und das war auch der Mangel, den ich damals hatte. Ich hatte einen Mangel an Dingen, die mich glücklich machen.
00:36:06
Speaker
Ich wollte Biologie studieren, ich wollte ins Ausland gehen, ich wollte so viele Dinge machen, ich habe nichts davon gemacht. Und ich habe gemerkt, je mehr ich diese Dinge mache, die mich glücklich machen, die ich für sinnvoll halte, umso weniger konsumiere ich auch. Umso weniger habe ich das Gefühl, ich muss jetzt noch mal Nudeln essen. Meine Freundin sagte mir, ich war immer der Nudelesser gewesen, deswegen habe ich auch Pesto entworfen.
00:36:31
Speaker
Und Nudeln waren so mein Suchtmittel, das brauchte ich abends. Damit hab ich mich satt gegessen, die haben mich glücklich gemacht. Und ich hatte ein halbes Jahr keine Nudeln mehr gegessen, mir ist das gar nicht aufgefallen. Bis mich meine Freundinnen darauf hingewiesen haben, gesagt, du isst keine Nudeln mehr. Warum? Ich hatte kein Verlangen mehr. Weil mein Alltag ist zufriedener und glücklicher geworden. Und glückliche Konsumenten, die sind gefürchtet, weil die konsumieren kaum.
00:36:55
Speaker
Das heißt, ich habe gar nicht mehr das Gefühl, so oft zu viel zu essen oder ein Suchtmittel zu nehmen. Und Sport war damals schon eine Sucht für mich gewesen, weil das war ein Ausgleich für diesen ganzen Büroalltag. Ich bin abends ins Bett mit ihm gehetzt.
00:37:08
Speaker
zwei Stunden exzessiv Sport gemacht haben oder im Studium, weil das war für mich ein Ausgleich, was mich glücklich gemacht hat. Und also das Leben verändert sich dann langsam hin zu Dingen, die mich glücklich machen. Dann habe ich hoffentlich den Vorteil, Vormittag Dinge gemacht, die mich glücklich machen und Mittags esse ich
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Speaker
Oft draußen. Wenn ich zu Hause arbeite, gehe ich raus in meinen Garten, nehme ein Apfel mit, esse ein paar Äpfel mit Mandelmoos oder Wildkräuter dazu. Ja, und das geht relativ schnell. Manchmal, wenn es schnell gehen soll, zwei, drei Bananen. Vier, fünf, sechs, sieben. So viele ihr wollt.
00:37:53
Speaker
Das war für mich eine Umstellung, weil ich wurde in meiner Kindheit auf gewisse Dinge geprägt, zum Beispiel Bananenstopfen. Und ich hatte anfangs Angst, zwei Bananen zu essen. Ich bin ein sehr ängstlicher Mensch, ich habe mich da langsam ran getastet. Und dann habe ich das ausprobiert. Warum heißt es das Bananenstopfen? Und habe mir gedacht, wie habe ich früher Bananen gegessen? Ich habe ein Käsebrötchen gegessen und zum Schluss eine Banane hinterher.
00:38:24
Speaker
Was ist jetzt das Problem? Habe ich mir gedacht. Die Banane oder das Käsebrötchen? Oder das Bier, was ich dazu getrunken habe? Mittags?
00:38:32
Speaker
Und dann habe ich alles einzeln ausprobiert und zusammen. Und da habe ich gemerkt, es ist nicht die Banane das Problem. Ich kann 20 Bananen essen, wenn ich Lust habe am Tag über. Bekomme keine Verstopfung, sondern wenn ich jetzt ein Käsebrötchen dazu esse oder irgendwelche andere Dinge kombiniere, dann macht das Käsebrötchen im Darm natürlich ein Problem, weil das ist so gut wie unverdaulich und die Banane kommt hinterher oder irgendein anderes Obst. Und dann habe ich gewisses Obst, was da mit verstopft und verklebt oder ich habe Obst, was das
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Speaker
abführen lässt. Je nachdem muss ich schnell aufs Klo, wenn ich Obst hinterher esse oder bekomme eine Verstopfung und das stopft den Darm. Also habe ich die Angst vor gewissen Obstsorten und Dingen verloren, indem ich es einfach ausprobiert habe. Und jeder kann es mal ausprobieren. Wir können so viel Bananen essen, wie wir wollen. Die verdauen sich ganz einfach.
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Speaker
Und einfach nach dem Geschmack da gehen. Wenn etwas nicht mehr schmeckt, und das merkt man bei den fetten Früchten, dann habe ich genug davon. Das merkt man, abends esse ich ganz oft fette Früchte. Oliven, Avocados. Ich mache mir auch mal so eine Art Gomerokost oder Veganekost, wie man das nennt, weil das macht einfach Spaß. Und da merke ich sofort, eine Olive zu viel und der Geschmack ändert sich im Mund. Kann jeder mal ausprobieren, das schmeckt dann einfach nicht mehr.
00:39:51
Speaker
Wenn ich gute Oliven, also nicht die gefärbten, die es da im Supermarkt gibt, die nicht reif sind, sondern wirklich reife Oliven schwarzen nehme, dann bekomme ich sofort vom Körper gezeigt Halsschluss. Auch bei Avocado kann ich nicht unendlich viel essen. Ich merke sofort im Munde, es schmeckt dann nicht mehr.
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Speaker
Ananas ist auch so ein Fall. Es wird dann auf einmal eher sauer und dann kann ich sogar Lippenbluten bekommen, weil es dann zu viel ist. Da habe ich auch schon mal so sensitives Essen gemacht.
00:40:22
Speaker
Und bei Keimlingen, bei den Kursen gibt es das sehr oft. Und das ist sehr spannend. Es funktioniert aber nur, wenn du tatsächlich nur dieses eine Lebensmittel isst. Also wenn du jetzt schon wieder hergehst und dips die Avocado irgendwo mit was anderem, dann ist dieser Mechanismus schon wieder gestört.
00:40:40
Speaker
Ja. Aber kommt drauf an, wenn du jetzt natürliche Sachen nimmst, wie zum Beispiel, ich zeig den Leuten ja, wie man ein gekeintes Mandelmus oder so was macht, das ist noch relativ nah an der natürlichen Nahrung dann. Weil in der Natur würde ich zum Apfel eventuell eine Eichel essen. Und im Mund wird das auch Mus. Und deswegen kann ich solche Sachen gut kombinieren, da funktionieren die Mechanismen noch. Bei anderen Dingen, wie du gesagt hast, funktionieren die nicht mehr. Oder bis hin zu überzüchtetem Obst. Also es gibt gewisse Melonen, wenn ich die esse, bekomme ich Durst.
00:41:10
Speaker
Obwohl da ja eigentlich 90 Prozent Wasser drin ist. Und das ist ein Zeichen, irgendwas stimmt mit diesem Obst nicht mehr. Das ist einfach zu überzüchtet. Oder Gemüse. Gemüse ist nichts für meine tägliche Ernährung, wo ich Energie bekomme. Weil Gemüse wurde gezüchtet, um Geld zu verdienen. Das kann ich teilweise gar nicht roh essen. Das muss ich kochen, damit ich sie überhaupt teilweise zu mir nehmen kann. Und das ist relativ neutral, Gemüse. Deswegen esse ich hauptsächlich Obst.
00:41:40
Speaker
Wo dann die typischen Fragen immer kommen, gerade wo wir hier auf der Veggie World sind. Die ersten drei Besucher, die am Stand waren, haben genau die Frage gestellt, ist es nicht zu viel Fructose, zu viel Säure? Und ich die Gegenfrage stelle, wie viel Säure ist dann im Apfel? Wie viel Fructose hat ein durchschnittlicher Apfel? Mal zurückgefragt wieder.
00:42:02
Speaker
Da stehe ich wahrscheinlich da und da weiß ich es nicht. Also ich kann jetzt nicht sagen, wie viel Fructose einen Durchschnitt der Apfel hat. Also wenn es richtig Äpfel sind mit viel Fructose, das was ich gelesen habe, ich habe selbst nie einen analysiert, geht es auf 6% hoch. Normale Äpfel 2-3%.
00:42:20
Speaker
Bei dem Apfel ist es auf jeden Fall auch 80-85 Prozent Wasser. Allerdings auch bei dem ganzen Gemüse, also wie du es richtig sagst, wenn ich jetzt ein Brokkoli esse, mein Lieblingsgemüse, hat der ja auch seine 70-80, wenn nicht sogar mehr Prozent Wasser. Also das heißt, wie du es richtig sagst, es sind keine Nahrungsmittel, die sättigen in dem Fall, sondern eben
00:42:43
Speaker
Aber womit kann ich jetzt Gemüse ersetzen, wenn du sagst, okay, da ist sehr oft überzüchtet und so weiter. Du würdest dann eher auf die Wildkräuter gehen, also all das, was dann quasi natürlich zu dieser Jahreszeit auch draußen wächst. Genau. Genau. Also ich esse auch Gemüse. Ich freue mich, wenn meine Freundin kocht Gemüsekurry mit Reis. Der ist da nicht gekalkt.
00:43:05
Speaker
Da kommen wir auf einen anderen Aspekt. Das ist der soziale Aspekt des Essens, den ich damals völlig unterschätzt habe. Also, sich gesund zu ernähren, ist im Grunde für jeden total einfach. Wenn er seine Instinkte benutzt und sich ein bisschen damit beschäftigt. Was schwierig in unserer Gesellschaft ist, ist anders zu sein.
Soziale Dynamik und Ernährungsumstellungen
00:43:23
Speaker
Das hat jeder von uns schon mal gemerkt. Keiner will es sein. Aber wir alle sind so ein bisschen anders auf gewisse Weise und sehr individuell. Und wenn man an seiner Ernährung was ändert,
00:43:34
Speaker
dann wird das begutachtet, weil die Ernährung ist ganz wichtig in unserer Gesellschaft. Hauptsächlich als Suchtnahrung, als Ritual. Und wenn ich jetzt nur eine Kleinigkeit anders mache, dann muss ich gut kommunizieren, damit das gut angenommen wird von meiner Umgebung. Und diesen Fehler habe ich damals gemacht. Und den machen viele Veganer, den machen viele Rohköstler. Diesen Fehler ist falsch zu kommunizieren, was ich tue.
00:43:59
Speaker
Und erst als ich angefangen habe es richtig zu kommunizieren, am Anfang mit kleinen Tricks, ich meine, für mich war Fleisch weglassen überhaupt kein Problem, weil ich bin bei meiner Oma aufgewachsen mit viel Gemüse, Kartoffeln, Reis, Suppe, ich habe nie viel Fleisch gegessen, deswegen war das für mich überhaupt kein Ding. Aber ich habe es kommuniziert, ich esse jetzt kein Fleisch mehr und keine Wurst, ich probiere das einfach mal aus.
00:44:23
Speaker
Und das hat meine Umgebung total falsch aufgenommen. Der ist gegen Fleisch, der wird krank, der hält uns jetzt einen Spiegel vor, wir essen ja noch Fleisch. Und am Anfang habe ich einen kleinen Trick benutzt, das hat mir der Arzt verschrieben. Weil wir lernen, was wir Schweiz auf Weiß lesen und was uns Autoritäten sagen, das glauben wir. So, und wenn ich sage, ich darf kein Fleisch mehr essen, weil meine Mutter ist an Krebs gestorben und der Ongologe hat gesagt, es gibt Darmkrebs und du bist vorbelastet,
00:44:51
Speaker
Dann ist das kein Thema. Dann kommen die Leute so ganz uninteressiert. Ah, du isst kein Fleisch mehr. Wie ging das so? Wenn ich jetzt sage, ich isst kein Fleisch mehr, weil ich will keine Tiere töten, was tue ich? Ich halte dem anderen einen Spiegel vor, den er nicht sehen will.
00:45:05
Speaker
Also halte ich lieber den Mund. Und als ich angefangen habe, mehr zu schweigen und einfach die Dinge zu tun und die Menschen gesehen habe, mir geht es super gut dabei. Der hat seit fünf Jahren keine Erkältung mehr. Der ist immer gut drauf. Der macht Sport trotz seiner schweren Erkrankung. Und dann kamen die Leute wieder und haben gefragt, meine eigene Familie, kannst du nicht mal einen Kurs machen? Kannst du uns das mal erklären, was du da tust? Also es kommunizieren und diese sozialen Aspekte, die sind richtig wichtig beim Essen und die gilt es immer zu beachten.
00:45:36
Speaker
Da sind wir wieder bei der Achtsamkeit. Das Leben besteht nicht hauptsächlich aus Essen. Sondern wir Menschen sind Tiere, die in einer Gemeinschaft leben. Menschen, die andere Menschen brauchen. Und das ist ganz wichtig. Und da entscheide ich heute noch, was mir wichtiger ist. Um mir ist es wichtiger, am Zumer einfach nicht über Essen nachzudenken, weil ich werde den ganzen Tag nach irgendwas gefragt, was mit Essen zu tun hat. Sondern einfach mal, wenn jemand wie meine Freundin was Leckeres kocht, mitzuessen und mir das schmecken zu lassen. Ich kau dann richtig.
00:46:08
Speaker
Und vertrag das auch relativ gut. Also ich esse jetzt kein Fleisch mehr oder sowas, was total gegen meine Prinzipien wäre, was ich nicht will. Aber geht aber noch ins Ding, das schmeckt mir nicht mehr.
00:46:20
Speaker
und macht da auch keine Dogmen draus. Und das war das, was mir am Anfang an den Ernährungsrichtungen nicht gefallen hat. Diese Dogmen, sei es bei der Rohkost oder viel bei vegan, sondern ich wollte Freiheit für mich. Ich will essen, was ich Lust habe. Und wenn ich Lust habe, Fleisch zu essen, würde ich es tun. Und wenn ich denke, Fleisch essen ist für mich sehr wichtig, um gesund zu bleiben, dann würde ich es natürlich tun, um zu überleben. Klar.
00:46:46
Speaker
Aber ich halte es nun mal nicht und das habe ich für mich herausgefunden, indem ich achtsam bin und nicht einfach irgendein Dogma gefolgt bin, sondern auf meinen Verstand und auf meinen Bauch gehört habe. Und das funktioniert für mich und das gebe ich in den Kursen weiter.
00:47:02
Speaker
Okay, das ist ja vielleicht ein ganz schöner Abschluss. Ich bin total geflecht von deinem ganzen Wissen und wir könnten sicherlich noch stundenlang erzählen. Du hast erzählt, dass du Kurse hast und du hast ja auch schon von deinen Produkten bei Naturarten erzählt. Vielleicht magst du noch ein, zwei Sätze davon erzählen, was du eben in diesen Kursen machst oder was du für Produkte hast und was jetzt jemand von dir kaufen, erwerben kann oder wie er dich kontaktieren kann.
00:47:29
Speaker
Menschen kamen vor zehn Jahren zu mir und haben gefragt, kannst du das Wissen nicht mal weitergeben? Dann habe ich mit Wildkräuterkursen angefangen, weil wenn man etwas Besonderes macht und erzählt, wird man oft darauf reduziert. Und auch wenn ich nur zwei Hände von Wildkräutern am Tag esse und das im Grunde wenig ist im Gegensatz zum Obst, bin ich der Wildkräutermann. Sie haben nach Wildkräuterkursen gefragt.
00:47:51
Speaker
Also habe ich mit Wildkräuterkursen und Yogakursen angefangen, Menschen zu zeigen, wie sie achtsam damit umgehen mit sich selbst. Im Yoga mache ich das mit ihrem eigenen Körper, also ich selbst auch. Wir machen Asanas, Atemübungen. In der Natur mache ich es mit den Pflanzen. Also ich zeige Menschen, wie sie sich natürlich bewegen können und ernähren können.
00:48:12
Speaker
Ich gebe mein Wissen weiter. In so einem Podcast kann man nicht sein ganzes Leben erzählen. Auf www.naturarten.de könnt ihr ganz viele Dinge darüber nachlesen. Dort gibt es auch die Produkte zu kaufen, die wir herstellen und ganz viele Informationen darüber.
00:48:30
Speaker
Super! Lieber Frank, ich kann das nur bestätigen. Einen Kurs habe ich mit dir noch nicht gemacht. Allerdings habe ich deine Produkte getestet und sie sind wirklich hervorragend. Gerade die Müsli haben keine Woche überlebt, glaube ich. Obwohl man ja nicht so viel davon essen muss, wie du sagst. Vier Esslöffel pro Portion.
00:48:48
Speaker
oder pro Mahlzeit reichen da völlig aus und dann ist das auch gar keine hohe Investition, weil ja immer jeder denkt, okay, so extraordinäre Ernährung, was ja eigentlich, wie du es richtig schön erzählt hast, die natürliche Ernährung ist, muss überhaupt nicht treuer sein.
00:49:04
Speaker
Es ist auf jeden Fall günstiger, wie du es richtig sagst. Vielen Dank für dein ganzes Wissen. Und wenn du, lieber Zuhörer, die Episode richtig gut fandest, dann teile unseren Podcast. Wie gesagt, rezensiere ihn. Das sind für dich ein paar Sekunden.
00:49:19
Speaker
aber für alle anderen Menschen da draußen eine wertvolle Information. Und wenn du mehr generell zu dem Podcast und den Show Notes erfahren möchtest, dort haben wir die wichtigsten Informationen noch mal zusammengefasst, dann geh auf christian-wenzel.com slash podcast und wähle dort die Episode mit Frank Friedrich aus. Dort findest du alle Links, alle Informationen und noch viel mehr.
00:49:44
Speaker
Vielen lieben Dank, dass du auch heute wieder zugehört hast. Teil der Vegan Fitness Community bist und höre auch wieder rein. Abonniere den Podcast. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Tschau.