Einführung in visuelle und No-Code-Entwicklung
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Speaker
Und was ich echt spannend fand in Bezug dann eben auf Visual Coding oder No-Code-Entwicklung ist, dass dieser ganze Teil von Code Debugging komplett wegfällt. Also wenn ich wirklich die Business-Logik mir selbst sauber überlegt habe und sauber das Datenbankmodell, das hört sich jetzt auch so technisch an, aber eigentlich heißt das ja im Prinzip meine Geschäftsidee, was ich umsetzen will, wenn ich mir die sauber überlegt habe, logisch,
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Speaker
und das dann in Code gegossen habe, über eigentlich nur in dem Interface klicken, dann funktionierte das erstaunlich
Vorstellung des Podcasts und des Gastes
00:00:39
Speaker
gut. Herzlich willkommen zum Visual Makers Podcast. Ich bin Lilith. Und ich bin Alex. Und wir unterhalten uns jede Woche rund um das Thema No Code.
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Speaker
Herzlich willkommen zu einer neuen Frage vom Virtual Makers Podcast. Wir haben heute wieder einen Gast dabei, und zwar jemand, der uns schon sehr, sehr lange begleitet, quasi schon von den Anfängen, seit wir letztes Jahr gelauncht haben. Und zwar haben wir Nils Anhalt im Podcast. Er ist Gründer von GrowHuman.io, einer Plattform, die Menschen und Unternehmen dabei hilft, besser zusammenzuarbeiten. Nils, herzlich willkommen.
Nils' Hintergrund und Interesse an No-Code
00:01:20
Speaker
Ja, vielen Dank für die Einladung.
00:01:24
Speaker
Sehr, sehr gerne. Bevor wir über Grow Human gleich sprechen, erzähl doch erstmal was von dir. Wie bist du eigentlich zu NoCode gekommen? Was hast du vorher gemacht? Und wie bist du dazu gekommen, dein eigenes Unternehmen zu gründen?
00:01:38
Speaker
Ja, No Code begleitet mich schon eine Weile. Ich habe ja in einer digitalen Beratung und Agentur gearbeitet und da schaut man sich ja sehr viele Trends an, gerade auch im strategischen Bereich. Ich habe allerdings dazu, muss ich sagen, schon ganz früh im Studium mal programmiert.
00:01:57
Speaker
Ich glaube, ich habe für den WDR das erste PAP-Skript geschrieben. Da hat mir der Webmaster gesagt, willst du nicht mal PAP ausprobieren? Perl ist doch nicht so cool. PAP ist viel cooler. Und dann habe ich da etwas geschrieben. Also von daher habe ich einen gewissen Entwickler-Background. Das ist aber schon ewig
Warum No-Code spannend ist
00:02:13
Speaker
Und dann habe ich mich sehr lange mit Konzeption beschäftigt, auch dann auch mal Strategieberatung, also keine Zeile Code mehr geschrieben. Und deswegen fand ich aber gerade das Thema No-Code eigentlich so spannend, weil es mir dann auch plötzlich wieder ermöglicht, Logik, Algorithmik zu bauen, ohne dass ich mich noch irgendwie mit Syntax oder Programmiersprachen auseinandersetzen muss, weil ich das auch gar nicht kann und gar nicht will.
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Speaker
Und ja, von daher beobachte ich das schon sehr lange und habe dann eben auch in meinem Start-up mich dann entschieden, dass ich das eigentlich auch richtig nutzen
Gründung von GrowHuman.io und Workshops
00:02:48
Speaker
kann. Da kann ich gerne nochmal was mehr von erzählen jetzt. Ja, sehr gern. Das würde uns natürlich super interessieren, wie du eigentlich dazu gekommen bist, dein eigenes Unternehmen zu gründen. Was sind so die Beweggründe dahinter?
00:02:59
Speaker
lange Zeit in einer Beratung und Agentur gearbeitet. Da berät man Kunden auch immer. Gerade meine letzte Station war, dass ich einen Bereich aufgebaut habe, der wiederum Corporates hilft, eigene Start-ups aufzubauen. Das nennt man ja Company Building. Und irgendwann dachte ich mir auch, naja, eigentlich musst du es auch selbst machen. Ich bin jetzt dieses Jahr, muss ich sagen, 50 geworden. Darf man gar nicht so laut sagen.
00:03:21
Speaker
Ich dachte mir eigentlich, es ist Zeit, sein eigenes Unternehmen zu gründen. Insbesondere mit dem Thema, das ich habe. Da geht es um Asynchron-Workshops.
Asynchrone Workshops und ihre Vorteile
00:03:31
Speaker
Das ist zuerst mal ein Thema. Da fragt man sich, was das überhaupt ist. Aber ich habe beobachtet, in meiner Vergangenheit habe ich sehr viele Custom Experience Workshops, Custom Journey Workshops, Innovations-Workshops, alle möglichen Arten von Workshops gemacht.
00:03:43
Speaker
Und dabei eigentlich festgestellt, dass es doch eigentlich nicht unbedingt Gott gegeben sein muss, dass man immer nur das an einem Ort in einem Zeitabschnitt von acht Stunden oder sogar mehreren Tagen durchführt.
00:03:58
Speaker
dass doch gerade, wenn es auch um Kreationsprozesse geht, dass es doch viel nützlicher sein kann, wenn man diesen Prozess, den man sonst einfach in einem Workshop an einem Tag, an einem Ort macht, auch mal auf eine Zeitachse legt und auch mal Zeiten dazwischen hat. Das hat immer einen Vorteil, dass man auch Menschen zusammen hat, das ist ganz klar.
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Speaker
Wer sagt denn, dass das immer nur so sein soll? Und das war die Überlegung. Da hat natürlich auch jetzt Covid, muss man sagen, geholfen. Plötzlich sind alle in der Lage, fast alle in der Lage, mit Video, Audio umzugehen, also ortsunabhängig zu arbeiten, sich miteinander zu unterhalten. Und plötzlich entsteht ein riesiges Potenzial, Workshops komplett neu zu denken.
00:04:42
Speaker
Und zu überlegen, was davon, können wir asynchron machen, also auch mal nicht zusammen an einem Ort zu einem Zeitpunkt. Und was davon muss aber auch synchron sein. Und wie entsteht dann daraus ein Prozess, der letztlich eine höhere Qualität bietet, also bessere Ergebnisse erzeugt und auch besser in den Arbeitsalltag von Menschen integrierbar ist.
00:05:04
Speaker
weil mittlerweile habe ich auch bei meinen Kunden dann bemerkt, dass sie nicht mehr nur Zoom-Müde und Meeting-Müde, sondern sogar auch Workshop-Müde sind, weil sie es überhaupt nicht mehr schaffen, diese ganzen Workshops, die pro Woche da reinkommen in den Terminkalender, in irgendeiner Weise noch unterzubringen. Und dann werden Workshops halt gar nicht mehr gemacht.
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Speaker
Mein Unternehmen beschäftigt sich genau damit, wie können wir gerade auch asynchrone Möglichkeiten in unseren Arbeitsalltag einbauen und auch dazu nutzen, um komplexe Probleme zusammenzulösen, teilweise auch kreativ eben neu das anzugehen. Und das war so meine Vision und
Entwicklung von Software für asynchrone Workshops
00:05:42
Speaker
auch meine Leidenschaft.
00:05:43
Speaker
Und die habe ich dann in meinem Unternehmen umgesetzt und beschäftige mich da einerseits ja methodisch damit, aber auch mit der Überlegung, wie kann ich denn eine Software anbieten, die es ermöglicht, diese Art von Workshops, die ja dann über eine Zeit auch verteilt sind und auch örtlich verteilt sind, auch besser zu moderieren. Also Facilitation ist ja der Begriff dann so, ist der englischsprachige Zehne, nicht Moderation, sondern
00:06:09
Speaker
Facilitation, also Erleichterung eines Prozesses. Wie kann ich diesen Moderatoren, also mir selber auch und anderen dabei helfen, mit Hilfe einer Software, dass sie dann so einen Prozess auch kommunikativ steuern können. Das mache ich jetzt so seit einem Jahr, unter anderem eben auch dann mit einer Softwareplattform, die auf No-Code basiert.
00:06:29
Speaker
Kann man sich diese Workshops dann, also diese asynchronen Workshops dann trotzdem noch auf einer Zeitachse vorstellen, wie so eine Kohorte, wo es einen Anfang gibt und ein Ende, aber auf mehreren Wochen, aber trotzdem zeitlich? Oder wie kann ich mir das vorstellen?
00:06:46
Speaker
Genau. Mit einem Workshop verfolgt man ja immer irgendein Ziel. Oft ist es, ist erst mal abstrakt gesagt, ein komplexes Problemlösen. Also etwas, wo man nicht genau weiß, was dabei rauskommt. Das Marken-Innovationsproblem sein und man sagt, wie stellen wir uns auf oder wie wird eine Marketing-Kampagne aussehen.
00:07:05
Speaker
Wie werden wir unser Unternehmen verändern? Wie können wir den Kunden besser bedienen? Und das hat ja immer ein gewisses Ziel. Und das hat man ja auch bei einem normalen Workshop. Da hat man eine Agenda an Anfang und Ende. Und am Ende sollte irgendetwas dabei rauskommen, wobei man nicht weiß ganz genau, was es ist. Das ist ja gerade der Moment. Deswegen bringt man ja Leute zusammen und steckt die Köpfe zusammen. Das kann man aber natürlich auch einfach mal auf zwei oder drei Wochen strecken.
00:07:31
Speaker
Und dann heißt das ja nicht, dass man drei Wochen zusammen arbeitet Fulltime, sondern in der ersten Woche machen vielleicht alle Recherchen, auch asynchron, unabhängig voneinander. Dann treffen sie sich in kleinen Gruppen, dann kommt man auch wirklich zusammen in einer Gruppe, geht wieder auseinander, hat Ideen unter der Dusche. Die Duschen sind meistens nicht in den Workshop-Räumen so eingebaut. Und meine beste Idee
Herausforderungen und Lösungen in Workshops
00:07:54
Speaker
kommt tatsächlich.
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Speaker
unter der Dusche oder beim Joggen oder beim Rudern jetzt aktuell. Und das eben dann innerhalb dieser drei Wochen, diese einzelnen Phasen sauber im Prinzip aufeinander abgestimmt, sodass dann nach drei Wochen dann auch so ein Ergebnis rauskommt, was eine niedrigere zeitliche Belastung für jeden Teilnehmer dann eigentlich bringt und auch besser in den Arbeitsalltag einbaubar ist.
00:08:19
Speaker
Ja, ich habe letztes Jahr diverse Design Sprints mitgemacht und da ist es natürlich so, dass man sich eben als Team dann zwei Tage mehr oder weniger einschlägt, also je nachdem, was man für eine Variante an Design Sprints macht, aber du brauchst halt schon einen gewissen Zeitraum, in dem man sich ausschließlich dafür blockt und meistens sind das eben zwei Tage am Stück.
00:08:36
Speaker
Und da ist dann schon relativ schwierig, dann ein Team von fünf, sechs, sieben, acht Leuten genau an diesen Tagen eben zusammenzukriegen, gerade wenn es dann irgendwie Abteilungsleiter sind oder wie auch immer, so Entscheider, die sich dann gerade dafür dann Zeit einräumen. Das kann so ein asynchroner Workshop dann ja auf jeden Fall bewerkstelligen, dass eben die Kommunikation einfach dann über einen längeren Zeitraum
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Speaker
vielleicht auch besser ist, weil sich jeder dann nochmal Zeit nehmen kann, wie ihm das dann auch, ihr das auch passt. Gibt es da aber auch Herausforderungen, sage ich mal, dass die Leute sich dann einfach nicht dafür Zeit nehmen oder wenig Zeit dafür nehmen, weil in einem Workshop committet man sich ja wirklich so, jetzt habe ich wirklich den Tag heute nur für den Workshop und mache mir aber wirklich ausschließlich darüber Gedanken. Aber wenn ich das mitnehme nach Hause, dann habe ich noch ganz viele andere Sachen zu tun und dann geht das vielleicht auch unter.
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Speaker
Ja, total. Also du sprichst das genau an. Ich habe ja auch viele Design Sprints gemacht und da kam ja einerseits der Vorteil vom Design Sprint, aber auch eigentlich der Nachteil ist, genauso wie du das beschreibst, dieses verantwortlich fühlen, dass man jetzt eine Verbindlichkeit erzeugen, sage ich immer. Das ist tatsächlich das größte Thema, wo ich auch sehe, dass man irgendwann eine Software braucht, die das in Teilen auch automatisiert. Und da sammle ich jetzt gerade auch Erfahrungen. Man kann das schaffen.
00:09:52
Speaker
indem man zum Beispiel den Leuten, komme ja im Prinzip eigentlich auch, da ich in der Agentur gearbeitet habe, auch aus dem Marketing, indem man mit den Leuten die ganze Zeit in Kontakt bleibt. Dazu helfen dann zum Beispiel kleine E-Mails, kleine
00:10:11
Speaker
Kurznachrichten morgens, ein kurzes persönliches Video am Mittwochmorgen, wo noch mal alle vom Workshop, die dran teilnehmen an dem Prozess, eben eine kleine Nachricht bekommen, an irgendetwas daran zu denken. Teilweise auch Videos, die wirklich auf die einzelne Person halt abgestimmt sind. Also wo wirklich gesagt hat, hey Alex, super, dass du mitmachst übrigens. Morgen geht es dann weiter. Da treffen wir uns auch. Bis dahin ist es wichtig, dass du das und das machst.
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Speaker
Solche Videos nehme ich dann auch im Vorhaben auf. Manche E-Mails sind aber auch natürlich oder kleine Videos oder Erklärungen sind natürlich vorgefertigt für alle gleich. Und die genaue Abfolge von kleinen Kommunikationshappen an der richtigen Stelle sorgen dafür,
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Speaker
Wir können dafür sorgen, dass zumindest die Wahrscheinlichkeit weit aus höher ist, dass dann alle vorbereitet sind und auch alle mitmachen. Und wenn euch was Marketing Automation etwas sagt, das ist im Prinzip die Idee dahinter. Bei der Marketing Automation weiß man ja eigentlich auch ganz genau, ob die Leute auf die E-Mail geklickt haben, ob sie sich das Video angeschaut haben.
00:11:17
Speaker
Und wenn alle sich zwei Tage vor dem nächsten Termin, wo irgendetwas passiert sein muss, manchmal das Video angeguckt haben, dann weiß ich das sehr genau in meiner Software und kann natürlich auch schon vorab gegensteuern. Und dann ist auf einmal eine sehr persönliche und auch verbindliche Kommunikation möglich, die dafür sorgt, ohne dass aber der Aufwand zu groß ist. Und das ist genau das, was ich mit meiner Software mache. Also im Prinzip Marketing, Automation trifft.
00:11:48
Speaker
Moderationskommunikationsmanagement, wenn man so will.
Nutzung von Bubble.io für No-Code-Entwicklung
00:11:51
Speaker
Superspannend. Das sind ja so meine Favorite-Projekte. Möglichst automatisiert, aber auch möglichst personalisiert. Genau. Sehr, sehr cool. Im Prinzip hast du ja schon ein bisschen erklärt dann jetzt, wie Grow Human funktioniert. Kannst du das an einem Beispiel vielleicht mal nochmal erklären, wie quasi so der von Woche eins bis Woche drei das Ganze abläuft?
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Speaker
Ja, sehr gerne. Ich hatte zum Beispiel einen Asynchron-Workshops, der dauerte drei Wochen. Da ging es darum, in einem Team zu überlegen, wie können wir unsere Produktentwicklung nachhaltiger machen, also wie können wir unsere Produktentwicklung methodisch
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Speaker
im Prinzip Sachen einbauen, damit wir auch Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung immer wieder berücksichtigen. Und das war ein Prozess, eigentlich ein Design-Thinking-Prozess, muss man sagen, wo es darum ging, verschiedene Leute, die waren auch tatsächlich über die Welt verteilt, in verschiedenen Gruppen zusammenzubringen. Und die haben sich
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Speaker
vorher noch nie gesehen und haben sich auch erst wirklich nach den drei Wochen ganz am Ende in einem synchronen Meeting dann auch wirklich in der Zoom-Konferenz war das dann zusammengefunden. Vorher wurden sie aber über kleine Botschaften, über Erklärungen, ein Interviewleitfaden haben sie bekommen. Sie haben
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Speaker
ganz persönliche Videonachrichten bekommen, was sie jetzt zu welchem Zeitpunkt zu tun haben und tun sollen und sind dann im Prinzip durch diesen dreiwöchigen Prozess geführt worden, mussten dann in dieser Zeit selbst recherchieren, etwas auf dem Worldboard in dem Fall eben
00:13:30
Speaker
posten, sollten dann wieder drauf schauen, wurden aber jeden zweiten Tag im Prinzip den entsprechenden Anweisungen und auch Inspirationen dann gefüttert und bekamen dann auch zum Beispiel die Anweisungen, sich in unterschiedlichen Konstellationen zu treffen. Also, weil es bei ihr beide, Alex Lillet, diese Woche geht es darum, dass ihr euch gegenseitig interviewt. Hier ist ein Interviewleitfaden. Bitte macht das und tragt eure Ergebnisse bis Donnerstag ein.
00:13:55
Speaker
Natürlich automatisiert sagen wir dann, wann die Leute das wirklich gemacht haben, kriegt vielleicht noch mal ein Reminder, dass das dann auch wirklich passiert ist. Und dann in der nächsten Woche, jetzt schaut ihr auf alle Ergebnisse von allen, die da sich gegenseitig interviewt haben, zieht daraus Schlüsse, generiert Insights und geht in den nächsten Design-Thinking-Schritt. So kann man sich das vorstellen. Also die Leute haben sich alle miteinander unterhalten in unterschiedlichen Zweiergruppen, also doch dann irgendwo kennengelernt, auch synchron, aber insgesamt eigentlich nie in einem großen Workshop gesehen bis zum Ende.
00:14:24
Speaker
Und so kann man sich das dann vorstellen, dass so kleine, insbesondere aber auch Video-Huppen und Videoanweisungen und Erklärungen ganz wichtig sind, damit da auch eine persönliche Verbindlichkeit entsteht. Man kann das natürlich auch einfach sagen, hey, willst du einfach eine Art Jira-Ticket, kannst du den Leuten natürlich auch schicken, aber ich glaube, dass man nicht einen kreativen Prozess mit Jira-Tickets steuern kann. Dazu braucht man dann doch
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Speaker
alle Mittel der Kommunikation, in Teilen auch Neuromarketing-Ansätze, um die entsprechende Conversion zu erzeugen. In dem Fall ist die Conversion mitmachen beim Workshop und die entsprechenden Ergebnisse dann auch bereitstellen.
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Speaker
Und wie viele Leute sind in so einem Workshop? Also insgesamt? Ja, also man kann das natürlich hoch skalieren. Das ist dann gar nicht mehr so begrenzt. Ich habe aber trotzdem natürlich meistens in so einem Prozess eher so 15 bis 20 maximal. Das kommt aber auch auf das Thema an.
00:15:24
Speaker
Ich hatte auch einen Workshop, da ging es um ein Business Model Canvas von einem Führungsteam. Das waren fünf Leute aus einem Führungsteam, die sich nicht gut treffen konnten. Die haben dann parallel miteinander innerhalb von anderthalb Wochen ein Business Model Canvas ausgefüllt. Das hätten sie sonst, hätten sie das in einem Fünf-Stunden-Termin gemacht. So hatten wir nur einen Stunden-Termin am Ende gehabt. Also das war dann nur fünf. Aber potenziell kann man natürlich auch so einen Prozess dann auf 30 oder 50 Leute ausweiten.
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Speaker
beziehungsweise in dem Projekt, das ich jetzt gerade habe für einen Konzern, da sind tausend Teams parallel unterwegs, um sich als Team jeweils, das sind dann immer so zehn Personenteams, jeweils die Frage zu stellen, wie organisieren wir denn unsere Teamzusammenarbeit in der neuen hybriden Welt?
00:16:11
Speaker
Also, das ist dann das gleiche Konzept, was tausendmal durchgeführt wird, sehr stark selbst organisiert. Und da merkt man dann auch noch mal das Thema Automatisierung oder Skalierung, was dann plötzlich möglich ist. Also, in welchem Workshop würde man jemals irgendwie durchführen können überhaupt rein zeitlich und auch von den Kapazitäten, wo 10.000 Menschen mitmachen? Das geht
Balance zwischen Automatisierung und persönlichem Kontakt
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Speaker
einfach dann irgendwann gar nicht mehr mit dem klassischen Workshop-Konzept.
00:16:41
Speaker
Methodische Skalierfähigkeit und Automatisierung sei Dank, plötzlich ist das möglich und das eröffnet uns nochmal ganz neue Qualitäten. Dann kann man plötzlich auch Leute in Workshops einladen oder teilnehmen lassen, die man so nie dahin karren würde, weil die müssen ja immer arbeiten, die können ja gar nicht zu einem Workshop kommen.
00:17:00
Speaker
Und ist das Ziel damit, das dann auch komplett automatisiert zu machen, also wirklich hoch zu skalieren, dass du oder jemand von Grow Human dann gar nicht mehr mit dabei ist oder wenn dann nur in den End-Workshops oder ist es schon noch eine Hybrid-Lösung?
00:17:18
Speaker
Ja, ich bin, also ich sag immer, wenn die Singularität da ist, also wir schon uns komplett digitalisiert haben, dann ist vielleicht auch eine Automation möglich. Aber ich glaube, Workshops leben auch ganz stark davon, dass man auch eine Synchrone und auch eine menschliche Komponente dabei hat. Ich denke, also ein 50% Automatisierungsgrad ist ohne Probleme möglich. Teilweise auch 80% ist sinnvoll, aber das hängt immer vom Konzept ab. Ganz zu 100% glaube ich nicht.
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Speaker
muss auch nicht sein. Aber wenn wir allein nur 30 Prozent automatisieren können, kann das bedeuten, dass ich bei einer hohen Skalierfähigkeit tatsächlich auch an die 30 Prozent Kosten einspare. Und das ist ein hoher Faktor dann wiederum. Aber alles zwischen 30 und 80 Prozent, denke ich, ist möglich.
00:18:11
Speaker
Da würde es mich jetzt mal interessieren, also jeder Workshop ist ja irgendwie individuell. Wie kriegt man denn da Standardisierung rein?
00:18:19
Speaker
Du hattest ja gerade das Beispiel Design Sprint. Design Sprint ist eigentlich hochstandardisiert von der Vorgehensweise. Das, was individuell ist, ist das, was die Leute dann da machen. Und das, was ich ja automatisiere, ist ja eigentlich das, was hochstandardisiert ist in der Vorgehensweise. Und ich kann ja sogar, wenn ich das auf eine Zeitachse lege, dann kann ich ja sogar auch noch darauf eingehen,
00:18:47
Speaker
Genauso wie ein Workshop-Moderator merkt, das funktioniert bei denen nicht, oder die und die Ergebnisse, da müssen wir noch mal mehr nachschärfen. In der Automatisierungslösung schaue ich dann, da habe ich schon ein vorbereitetes Modul, eine Abzweigung, die kann ich jetzt starten. Das heißt, ich kann ja immer noch individuell in Teilen drauf eingehen.
00:19:05
Speaker
So wie ich das beim Designsprint mache, vielleicht dann ad hoc. Ich habe sogar jetzt mehr Zeit. Also im Designsprint muss ich sagen, so jetzt machen wir fünf Minuten Kaffeepause. Ich glaube, wir müssen unseren Workshop ein bisschen umstricken. So sage ich, oh, schau mal, da passiert was. Ach, da habe ich ja jetzt noch drei Stunden oder einen ganzen Tag für Zeit, darauf zu reagieren. Aber allen methodischen Ansätzen ist ja gemein, dass sie doch eigentlich versuchen, eine Methodik
00:19:33
Speaker
hoch gleich zu halten, weil sie sich als wertvoll und sinnvoll und nützlich erwiesen hat, aber die Ergebnisse dadurch dann vollständig anders sind.
Iterationen und Feedback im No-Code
00:19:46
Speaker
Das sind zwei unterschiedliche Arten von Individualisierung. Ja, ja, okay, verstehe. Wie hast du erste Nutzer für die Plattform gewonnen, beziehungsweise noch viel spannender, glaube ich, wie haben die ersten Nutzer auf das Produkt reagiert? Wie hast du die Idee getestet?
00:20:04
Speaker
Ja, jetzt muss man ja sehen, ich habe mir selber dann eine Automatisierungslösung jetzt mit in dem Fall Bubble I.O., also mit einer No-Code-Plattform gebaut, weil ich auch zuerst mal ausprobieren wollte, wie funktioniert das denn überhaupt? Weil das, was ich jetzt gerade beschrieben habe, das gibt es tatsächlich noch nicht. Also ich habe ja viel recherchiert, aber es existiert so in der Form noch nicht. Von daher musste ich es selbst bauen. Und ich wollte zuerst eine Marketing-Automationslösung nutzen. Dann habe ich aber gemerkt, na ja,
00:20:34
Speaker
Die ist in vielen Teilen nicht dafür geeignet, weil ich auch Leute zusammenbringen muss. Und das können Marketing-Automationslösungen nicht. Also sprich, ich muss es mir selber bauen. Und eigentlich habe ich dann zuerst bei mir selbst eine Software gebaut. Da ich aus der User Experience Ecke komme, habe ich schon ein bisschen darauf geachtet, dass ich es bedienen kann. Aber ich würde jetzt halt diese Interfaces, die ich mir da selbst gebaut habe, ehrlich gesagt auch anderen Leuten noch nicht antun wollen. Von daher wird gerade meine Software
00:21:03
Speaker
eingesetzt nur von mir selber, zwar für Kunden, aber nicht als Self-Service für andere Moderatoren. Und das, was die Kunden da sehen, also die Workshop-Teilnehmer, das sind ja kleine Videos, Texte und so Art Interaktionsstrecken, nenne ich das immer, also kleine Klickstrecken und U-Fragestrecken.
00:21:26
Speaker
Das funktioniert natürlich so gesehen ganz gut. Die sehen da auch gar nicht so viel von. Die sehen da nur kleine Kommunikations-Artefakte. Und die hintenrum, das Backend, das sehe ich zum Glück derzeit nur selber. Und das war insofern für mich auch ganz wichtig, einerseits das selbst zu bauen und dann auch relativ schnell zu iterieren. Zu sehen, was funktioniert eigentlich überhaupt. Einerseits natürlich für die Workshop-Teilnehmer, aber auch für mich, welche Funktion braucht man denn überhaupt dafür?
00:21:54
Speaker
Wer jemals schon mal eine Marketing-Automationslösung selber benutzt hat, der weiß auch, wie unterschiedliche Ansätze da sind und wie auch schwierig das teilweise ist. So eine Wenn-Dann-Beziehung in die Zukunft eigentlich zu planen, so Journeys, wie man das ja manchmal dann nennt, oder mit Tagging oder Leute werden vertaggt, Zielgruppen werden vertaggt. Das habe ich mir ja selbst im Prinzip auch gebaut.
00:22:24
Speaker
Das ist ja die große Kunst eigentlich und da übe ich selber noch gerade und versuche herauszufinden, was brauche ich denn eigentlich selber und was brauchen dann auch solche Leute wie ich.
00:22:35
Speaker
Ich muss ehrlich sagen, ich habe mir auch ein paar Funktionen gebaut wie eine super intelligente Clipboard-Funktion, wo ich dachte, das brauchst du auf jeden Fall, dann kannst du diese Sachen immer rein und raus pasten. Die habe ich nicht einmal benutzt, wo ich auch dachte, hätte ich die Entwicklern zuerst mal erklären müssen und die hätten die gebaut, dann hätte ich mich irgendwie tierisch geärgert, dass ich sie nicht selber benutze. So war es letztlich.
00:23:03
Speaker
Es hat halt vielleicht 3-4 Stunden gekostet und ich habe es halt nicht mehr benutzt. Ich werde es jetzt auch ausbauen und dann sind wieder Buttons draußen. Also das fand ich jetzt auch gerade ein ganz schönes Erlebnis. Eigentlich weiß man das als UXler, aber ich habe es an mir selber nochmal herausgefunden.
00:23:20
Speaker
So ein Docu-Tool hilft halt, das auszuprobieren und dann auch direkt zu merken, was man alles wegschmeißen muss. Und jetzt würde ich das Interface, was ich mir selber gebaut habe, oder werde ich auch und würde ich auch nochmal komplett anders bauen, also mit ehrlich gesagt noch viel weniger Flexibilität, als ich es mir selber dann eingebaut habe.
00:23:42
Speaker
was man da alles machen kann, an Personalisierung und Abhängigkeiten und Wiederverwendbarkeit von Elementen in so einem Content-Management und Kommunikations-Management
Zukunft von GrowHuman als SaaS
00:23:52
Speaker
-System. Das hat so eine hohe Komplexität, dass es teilweise, also ich schon fast nicht mehr raffe, wie ich es bediene. Und dann ist das ein guter Ansatz zu sagen, nee, du musst das vereinfachen, damit es jemand anders kann. Und das hat mir jetzt auch
00:24:05
Speaker
wird sich Bubble eigentlich ermöglicht, dass ich das innerhalb von wenigen Stundentagen einfach bauen konnte und würde sagen, das machst du jetzt komplett anders. Das schmeckt einfach weg an Funktionalität oder versteckst eigentlich die Funktionalität vor dem Nutzer. Das ist ja oft auch, das passiert im Hintergrund, aber das darf der Nutzer einfach gar nicht sehen oder sollte er gar nicht zu sehen kriegen.
00:24:29
Speaker
Aber das ist dann auch so die große Vision dahinter, also dass Nutzer das letztendlich selber bedienen können, später in einem eigenen Interface. Ja klar, klar. Also genau, also kann da ja mal ein bisschen weiter drauf eingehen, weil letztlich habe ich ja No-Code als MVP-Plattform zuerst mal im ersten Schritt genutzt und das nennt sich ja dann
00:24:50
Speaker
Ich habe das Problem schon ganz gut rausgearbeitet und es ist auch da, wenn man es erklärt.
00:25:03
Speaker
ob meine Lösung halt dafür passgenau ist. Das ist ja dann immer die Frage. Und da konnte ich jetzt gut iterieren drüber, weil das Ziel ist natürlich schon Software-as-a-Service, also eine SaaS-Plattform anzubieten. Das ist jetzt mal das Hubspot für Moderatoren, jetzt mal so gedacht. Also so eine Marketing-Automationslösung, die jeder selber benutzen kann mit einem Lizenzmodell und dadurch selbst asynchrone Workshops, so wie ich sie jetzt gerade mache, dann auch anbieten kann und durchführen kann. Und dadurch
00:25:31
Speaker
seine eigene Leistungsfähigkeit als Moderator zu skanieren. Das heißt entweder weniger Zeit in Anspruch zu nehmen durch Automatisierung und zum gleichen Preis dadurch weniger zu arbeiten oder irgendwann natürlich auch Sachen anbieten zu können, die man so gar nicht anbieten kann, weil es viel zu teuer wäre, da es auch preiswerte anzubieten.
00:25:55
Speaker
Das ist jetzt eher eine Geschäftsmodell-Fragestellung der Moderatoren oder Berater, die das dann anwenden. Aber meine Zielgruppe sind Berater, Moderatoren, Facilitators, die dann irgendwann asynchroner Workshops mit meiner Software auch teilautomatisieren können und managen können, also Kommunikationsmanagement betreiben können. Ja, okay. Und wieso gerade Bubble? Wie bist du auf Bubble aufmerksam geworden und weshalb hast du dich dafür entschieden?
00:26:22
Speaker
Ja, ich habe dann recherchiert, also eigentlich echt durch Zufall, weil ich hätte nicht gedacht, dass es so eine Software überhaupt gibt. Und dann habe ich durch Zufall das gesehen und dann habe ich mit Lilith gesprochen, die mir empfohlen wurde, weil so viele zu dem Zeitpunkt vor anderthalb Jahren, glaube ich, war das, gab es nicht in Deutschland, die sich überhaupt mit Bubble überhaupt auskannten oder
00:26:47
Speaker
Immer noch ist, glaube ich, die Szene in Deutschland gerade noch relativ überschaubar. Aber das ist für mich so ein kleiner, versteckter Juwel. Und wenn man sich dieses Software anschaut, die wurde auch jahrelang gebootstrapped von dem Gründer und dafür aber in einer sehr hohen Qualität und hat sich irgendwie eine riesige Community eigentlich gebildet. Aber alles so untergrundmäßig. Und das sieht man, finde ich, auch teilweise dem Interface ein bisschen anders. Das ist ein bisschen rough.
00:27:14
Speaker
sich ganz so schick an, aber wenn man dann auf einmal sieht, was da möglich ist und diese Community, die dahinter hängt, in diesem Forum findet man zu jeder bekloppten Frage irgendwann eine Antwort. Und da habe ich gemerkt, okay, damit kann ich es wirklich schaffen, eine
Vorteile und Grenzen von Bubble.io
00:27:31
Speaker
Automatisierungslösung selber zu bauen, weil ich finde, ihr habt jetzt gerade gehört ein bisschen, was ich da vorhabe und gemacht habe, das ist jetzt halt nicht eine Software, wo man ein Directory hat mit Angeboten von ein paar Produkten, die man auswählen kann, sondern das ist ja schon ein komplexer Prozess, dass man eine Automatisierung, also im Prinzip baue ich ein Automatisierungstool für Automatisierung, wo man selber Automatisierungsstrecken baut. Das ist jetzt nicht gerade trivial, wie ich finde.
00:27:56
Speaker
Und das können jetzt auch wenige No-Code-Tools, muss man auch dazu sagen. Das ist ja schon High-End. Aus meiner Sicht gibt es derzeit, glaube ich, immer noch nur Bubble in der Form, die das leisten könnte. Ich habe mir ein paar angeschaut, dass zumindest die Anwärter dafür sind, das auch besser zu können. Aber die müssen natürlich jetzt auch zuerst mal bei Bubble
00:28:19
Speaker
aufholen und so eine Community überhaupt sich um sich scharen und so ein Plug-in-Verzeichnis anbieten, was da bei Bubble da einfach so drin ist, teilweise kostenlos oder zu sehr wenig Kosten, ich mir da einfach irgendwas rein konfiguriere, sei es eine Texterkennung, eine SMS-Versand,
00:28:43
Speaker
ein fast gar nicht komplettes Calendly kann ich mir auch schnell einbauen, kann man sich da für 20 Euro einkaufen, dann hat man komplett so eine Funktionalität einfach in seiner Software mit drin. Das ist schon einerseits verführerisch und auch echt ein richtig großes Potenzial, gerade wenn man so Sachen ausprobieren will, wenn man MVPs baut. Das ist
00:29:06
Speaker
irre eigentlich. Also bin ich immer noch total fasziniert von. Und was ich echt spannend fand in Bezug dann eben auf Visual Coding oder No-Code-Entwicklung ist, dass dieser ganze Teil von Code Debugging
00:29:24
Speaker
komplett wegfällt. Also wenn ich wirklich die Businesslogik mir selbst sauber überlegt habe und sauber das Datenbankmodell, das hört sich jetzt auch so technisch an, aber eigentlich heißt das ja im Prinzip meine Geschäftsidee, was ich umsetzen will, wenn ich mir die sauber überlegt habe, logisch, und das dann in Code gegossen habe, über eigentlich ja nur in dem Interface klicken,
00:29:48
Speaker
dann funktionierte das erstaunlich gut. Ich war manchmal selbst erstaunt, wo ich dachte, boah, das hast du jetzt echt gebaut und das tut es einfach, das tut es die ganze Zeit. Man glaubt ja, wenn man selber was gebaut hat, das glaub ich auch, man baut was und denkt, wann kommt die Fehlermeldung, wann ruft jemand an oder man merkt, oh, tut es nicht. Und ich hatte das
00:30:09
Speaker
Keinmal. Also einmal hatte ich es. Da hatte Bubble tatsächlich Datenbankprobleme. Da dachte ich schon, jetzt ist der Zeitpunkt geworden. Jetzt tut es mein Code nicht. Und jetzt musst du da wochenlang debuggen und du wirst den Fehler nicht finden. Und es war tatsächlich einfach nur ein Datenbankproblem, was die innerhalb von einer Stunde gelöst hatten. Das waren auch alle betroffen. Und dann tat es das wieder. Und dann läuft das alles. Es funktionierte einfach alles. Also die gesamte, eigentlich mehrere Layer des Debuggings fallen einfach komplett weg.
00:30:38
Speaker
Es ist echt eine tolle Erfahrung, sagen wir mal so. Und es skaliert natürlich auch beliebig dann. Das ist ja auch irgendwo auf AWS-Servern. Ja, also das ist dann nicht der begrenzte Faktor mehr, diese Art von Skalierung.
00:30:52
Speaker
Genau, sehr cool. Cooler Erfahrungsbericht, muss ich ehrlich sagen. Ich habe auch ein paar Anläufe gebraucht, bis ich mit Bubble warm geworden bin. Aber seitdem nutze ich nichts lieber, weil einfach so viel möglich ist. Und wie du sagst, ich glaube, diese Community, die sich darum gebildet hat, ist auch ein absoluter USP, den Bubble eben hat. Bis ein anderes Tool das schafft, so eine Community um sich zu scharen, die Plugins entwickeln,
00:31:16
Speaker
das Forum befüllen mit mit verschiedensten Beiträgen, Hilfestellungen und so weiter, dass das dauert. Ja, und das hat auch bei Babel natürlich Jahre gedauert. Und genau jetzt gerade, ich glaube, Ende letzten Jahres noch eine 100 Millionen Investment Runde gefahren. Also da wird noch sicherlich einiges mehr kommen.
00:31:35
Speaker
Und vielleicht gibt es dann auch bald mal ein neues Interface im Designer. Also auf jeden Fall etwas gewöhnungsbedürftig, ein bisschen rough, wie du so schön sagst. Ja, genau. Eckig. Eckig, genau. Aber eben, mal sehen, wenn jetzt die Finanzierung da ist. Also die Preise sind ja momentan auch, wie ich finde, unschlagbar günstig aktuell noch bei Bubble. Also das ist ja unglaublich, dass man ein komplettes Geschäftsmodell da drauf aufbauen kann für teilweise 20 Dollar im Monat.
00:32:03
Speaker
Das wird sich natürlich auch ändern, wenn die Investoren jetzt, also das wird jetzt halt professionalisiert. Aber nichtsdestotrotz ist es auch noch immer okay. Man darf, glaube ich, auch sogar für die gleichen Funktionen 50 Euro bezahlen oder im Monat. Das ist immer noch okay. Ja, definitiv. Das sehe ich auch so.
00:32:20
Speaker
Genau, wie du sagst, vieles lässt sich auch mit dem Free-Tarif machen, also zumindest ausprobieren und so weiter. Und wenn man dann eine Applikation am Laufen hat für 29 Dollar oder was im Monat, ist das ja auch eine Schlagbahn. Genau, und dann lässt sich Kapazitäten zubuchen, ganz flexibel, oder man gradet halt ab, wenn man noch sowas braucht wie Backend Workflows und so was. Also genau, bist ja super flexibel.
00:32:41
Speaker
Ja, genau. Und ich fand jetzt auch sehr spannend, wie stark man eigentlich seine Applikation auch appifizieren kann. Also selbst wenn man jetzt nicht so technisch drauf ist, kann man sehr schnell, glaube ich zumindest, also glaube ich, dass auch das andere Leute können seine eigene Applikation ja auch mit APIs ausstatten.
00:33:02
Speaker
Und das zeigt für mich auch eigentlich jetzt einen ganz guten Migrationsfahrt auf. Sollte ich jetzt mich irgendwann entscheiden zu sagen, ja, komm, jetzt musst du das doch irgendwie auf eine andere Beine stellen, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ich zuerst mal viel von meinem Datenmodell im Prinzip mit Apis ausstatte und Bubble an manchen Stellen nur noch als, ja,
00:33:25
Speaker
wie soll ich sagen, Datenbanknutze oder Teile der Businesslogik von Bubble nutze und vielleicht ein Teil vom Frontend dann vielleicht auch irgendwann mit anderen Technologien umbaue. Also ich glaube, dadurch, dass das halt sehr doch robust und offen ist, gebaut ist, kann man da auch dann
00:33:43
Speaker
die Möglichkeit haben, dann auch weiter davon, also davon runterzukommen wieder irgendwann, ohne dass man aber einen harten Cut machen muss und sich nicht entscheiden muss, okay, jetzt schmeißt du alles weg und lässt es komplett neu bauen, sondern dass es da auch Fahrt gibt. Das war auch eine bewusste Entscheidung. Irgendwann dachte, wie viel Zeit willst du da noch rein investieren?
00:34:02
Speaker
Wann musst du diesen Cut machen? Und jetzt sage ich, ach, den Cut, den musst du eine Weile gar nicht machen. Und wenn er kommt, gibt es sogar einen stufenweisen Ablöseplan. Sollte er kommen.
Wann von No-Code zu traditioneller Entwicklung wechseln?
00:34:14
Speaker
Ja, da bekommt Flexibilität irgendwie auch nochmal eine ganz andere Bedeutung. Das ist echt krass. Was wäre für dich ein Punkt, um umzusteigen? Wo sind für dich die Grenzen von Bubble?
00:34:27
Speaker
Ja, also was ich schon sehe, dass es manchmal schon etwas langsam ist. Also es ist nicht der allerschnellste Server. Man kann da zwar auch noch viel optimieren, aber wenn es wirklich um richtige Geschnelligkeit geht, hat man ein Problem. Dann eine Grenze noch ist… Von was sprechen wir hier, speedmäßig?
00:34:49
Speaker
Oh, das weiß ich jetzt gerade gar nicht. Das war jetzt für mich noch nicht, aber man merkt es halt schon manchmal, dass da doch schon einiges läuft. Also das ist jetzt für meine Anwendung irrelevant, weil ich habe kein Echtzeitverhalten, aber das kann schon echt nervig werden irgendwann. Dann haben wir natürlich schon das SEO-Thema. Ich meine, das ist eine rich application. Da ist reiner JavaScript-Code.
00:35:15
Speaker
SIO-mäßig muss man vielleicht manche Sachen dann doch jetzt eher in irgendwelchen anderen Tools auslagern. Das ist auf jeden Fall ein Issue, sagen wir mal, bei Bubble, den die auch kennen. Aber ja, muss man immer sehen, wie wichtig einem SIO dann in dem Fall ist, für manche Sachen, zumindest für Marketing-Informationen oder Content-Marketing-Sachen.
00:35:34
Speaker
Ist doch die Frage, ob Bubble da das Tool für ist. Genau. Ob Bubble dann die Web-Anwendung ist quasi und dann Webflow oder andere Landing-Page-Bilder oder sowas, dann die Marketing-Website sind. Ja, genau. Das lässt sich noch ganz gut einfach rauslösen oder überhaupt nicht mit Bubble dann machen. Wobei es jetzt gerade am Anfang natürlich praktisch ist, wenn man einfach alles da drin hat.
00:36:00
Speaker
braucht man gar kein anderes Tool mehr. Was ich schon noch sehe, ist, wenn es irgendwann um die Feinheiten von User Experience geht, also gerade eine komplexe Web-Applikation, wie ich sie vorhabe, wo es dann auch teilweise wirklich auf Feinheiten ankommt, ob man das gerne bedient, ob es gut funktioniert oder nicht ganz so gut. Das sind natürlich, also ich meine, es ist halt User Experience, da geht es halt um Feinheiten irgendwann. Und da hat Babel dann doch manchmal, glaube ich,
00:36:27
Speaker
Themen, wo man dann nicht das letzte rausreizen kann. Und da könnte es dann Sinn machen, dass ich dann den ganzen Frontend Stack eigentlich austausche und dann eigentlich was auch immer dann zu dem Zeitpunkt in ist, ob das dann Vue.js immer noch react oder was auch immer dann da ist, dass man das dann sauber aufbaut. Aber wie gesagt, dann kann man immer noch das Backend lange Zeit ja durch Bubble dann auch noch laufen lassen, also viel von der Business Logik.
00:36:55
Speaker
Und dann das vielleicht auch noch ersetzen. Keine Ahnung, wann das sein soll. Warum soll man sich darüber Gedanken machen in einem Start-Up? Da stimmt wohl, ja. Wie lange hast du so gebraucht, um zu einer ersten Version zu kommen, die für dich gut funktioniert hat?
00:37:16
Speaker
Inklusive Einarbeiten in das ganze Tool waren das, glaube ich, zwei Monate, zweieinhalb. Das war so von irgendwann im Oktober.
00:37:28
Speaker
Vorletzten Jahres, Oktober, November, Dezember, also bis Dezember, Ende Dezember, da war noch Weihnachten, deswegen muss man immer gucken. Und ich hatte auch noch ein paar andere Sachen zu tun, also war jetzt nicht so, wie ich Volltime Software entwickelt habe, sondern habe nebenbei noch meine Businesspläne gemacht, das gesamte Marketingkonzept gemacht und so weiter.
00:37:44
Speaker
Man muss auch dazu sagen, als wir haben, glaube ich, im Oktober gesprochen, ich glaube, wir haben tatsächlich kurz nach meinem Jobwechsel gesprochen, und da warst du noch, also warst du noch in Ideenfindung, ne? Genau, genau. Also von daher kann man sagen, genau da, wann auch immer das war, im Oktober bis Ende Dezember hatte ich eine sehr
00:38:04
Speaker
Also eine funktionierende Version, mit der ich gearbeitet habe, mit der ich Projekte gefahren habe. Danach habe ich dann natürlich noch ein bisschen weiterentwickelt oder mache das jetzt auch noch immer, Features dazu gebaut. Man hat ja eher, das Backlog ist ja lang, aber es war eine Version, die ich schon das konnte, um solche Projekte abzuwickeln und das mit kompletter Einarbeitung in so einer Software und noch nebenbei, was man sonst noch so macht, wenn man so einen Startup kundet.
00:38:28
Speaker
Also funktioniert. Das ist heftig, die Botschaft für alle, die dazuhören. Man kann damit sehr viel in kurzer Zeit erreichen. Und das war natürlich schon dann auch schon mal Nächte bis drei Uhr morgens oder vier Uhr morgens. Aber eigentlich auch, weil es so viel Bock gemacht hat, dann am Ende auf Knöpfe zu drücken zu können und es reproduzierbar funktionen.
00:38:54
Speaker
hinzubekommen, die dann funktionierten. Das ist ja die Faszination letztlich von Programmierung. No-Code ist eigentlich ja auch nichts anderes als entwickeln, nur dass man sich halt nur auf die Logik endlich mal konzentriert. Also das, was man machen will und einfach den gesamten anderen Kram. Welcher JavaScript muss man jetzt in eine Semikolle noch setzen oder wie war der Befehl oder habe ich jetzt hier auf die Variable gehabt?
00:39:18
Speaker
dass das einfach alles wegfällt und man nur in seiner Business-Logik im Prinzip ist. Das ist ja eine Faszination, die einen dann irgendwann einnimmt. Und auch total süchtig macht, finde ich. Ich kann das so gut nachvollziehen, mit diesem bis drei, vier Uhr irgendwie da sitzen und halt einfach Sachen bauen, weil es einfach so viel Spaß macht und man dann auf einmal so denkt so,
00:39:41
Speaker
Vielleicht sollte ich mal ins Bett gehen. Ja, genau. Das muss ich ja dazu sagen. Ich meine, in der Zeit hatte ich ja dann auch Zeit. Also das ist ja mein Job dann. Das war für mich jetzt, weil ich habe ja jahrzehntelang in einem normalen Job gearbeitet, auch einen sehr anstrengenden oder sehr zeitfordernden Job. Und ja, dann kann man natürlich auch mal bis drei, vier Uhr morgens arbeiten und darf dann ja auch mal erst um neun Uhr aufstehen oder so.
00:40:06
Speaker
direkt schon wieder, dann ja wieder funktionieren.
No-Code als strategische Wahl für Startups
00:40:09
Speaker
Also ab neun Uhr Kundenanrufe haben oder Workshops. Das ist natürlich auch, also diese freie Zeiteinteilung als Start-up-Gründer ist natürlich auch sehr schön. Es ist ja egal, weil man arbeitet, Hauptsache man kommt weiter und kann dann aber auch mal morgens vielleicht auch mal einen Kaffee mehr trinken. Das stimmt, ja. Das bringt die Flexibilität mit sich, ja. Ja, cool. Was hast du so für Ressourcen genutzt, um besser im Bubble klarzukommen?
00:40:35
Speaker
auch sehr viel das forum gelesen alles da im forum googeln oder suchen das hat eigentlich am meisten geholfen sonst eigentlich noch ein paar tutorials aber gar nicht so viele ich glaube aber es hätte ja es würde vielleicht helfen da gewisse
00:40:55
Speaker
Kurse zu machen, um schneller in Sachen reinzukommen. Aber da muss ich auch sagen, ich habe jetzt so eine gewisse Erfahrung natürlich schon in solchen Sachen. Von daher fiel es mir jetzt auch nicht so schwer. Ich kann es nicht ganz genau beurteilen, wie schwer das jemand fällt, der jetzt gar keine Programmiererfahrung hat. Wobei das natürlich jetzt nichts mit Programmieren zu tun hat.
00:41:15
Speaker
Aber schon mit der Logik zu verstehen. Ich komme aus dem Bereich, ich habe gar keinen technischen Background. Die Logik zu verstehen ist das Wichtigste, damit man ins Bauen reinkommt. Demnächst könnt ihr euch auch auf etwas freuen bei uns zum Thema Bubble. Dass euch den Einstieg ein bisschen einfacher macht. Oder definitiv ein bisschen einfacher macht. Aber dazu in den nächsten Wochen tatsächlich mehr.
00:41:43
Speaker
Genau, Augen und Ohren offen halten. Ja, das ist schon ein mächtiges Ding so. Also da muss man sich auch zuerst mal zurechtfinden. Da kann so ein Einstieg wirklich nochmal helfen, dass man dann schneller einfach dann auf die Geschwindigkeit kommt oder weiß auch, was einfach alles möglich ist. Oder wo man das finden könnte, wenn man glaubt, dass es das könnte.
00:42:07
Speaker
Gibt es für dich ein oder mehrere Learnings aus deiner Arbeit mit No-Code, die du anderen Gründern mitgeben würdest? Oder was würdest du anderen Gründern empfehlen, wenn die sich mit No-Code beschäftigen wollen?
00:42:20
Speaker
Zuerst mal würde ich sagen, tatsächlich mal schauen, wie weit komme ich denn mit No-Code oder Low-Code, weil ich stand ja auch vor der Herausforderung zu überlegen, ich komme ja aus einer Agentur Beratung, ich habe ja ganze Software-Teams geleitet, also das wäre natürlich auch eine Alternative gewesen zu sagen, ich heure jetzt Leute an, sei es ein, zwei, drei Leute, entweder Offshore, Nearshore oder
00:42:41
Speaker
In Deutschland, keine Ahnung, es gibt da Leute, die werden auch immer weniger oder der Bedarf ist größer als der, der Markt es gerade decken kann. Man findet da sicherlich Menschen, die sind auch gut.
00:42:53
Speaker
Aber man steht natürlich immer vor der Herausforderung, die müssen ja gebrieft werden, die müssen ja gesagt kriegen, was sie machen sollen in irgendeiner Form. Und solange ich das am Anfang gar nicht selber genau weiß, sondern auch herausfinden muss, ist das manchmal gar nicht so einfach, das richtig zu briefen. Deswegen würde ich immer sagen, schaut doch mal, wie weit ihr mit No-Code überhaupt kommt und sei es auch nur wirklich mit ganz simplen MVPs.
00:43:17
Speaker
weil dann kann ich auch erst vielleicht ein Briefing machen für Leute, die das dann nochmal programmieren, falls ich diese Entscheidung treffen muss oder will oder kann dann irgendwann. Und das ist ja auch dann eine Kostenfrage. Also wenn ich jetzt mal überlege, das was ich da gebaut habe in der Zeit, wir wir gerade darüber gesprochen haben, ich habe jetzt meine Stunden nicht getrackt, aber in der Zeit, das hätte sicherlich
00:43:40
Speaker
egal nach welchem Kostenmodell, also mindestens 10, wahrscheinlich 50.000 Euro, irgendwas zwischen 10.000 und 50.000 Euro gekostet extern, je nachdem, was man da jetzt ansetzen will. Und das Geld muss man erst mal haben. Und müsste es dann wahrscheinlich irgendwann, dann geht es ja noch weiter, müsste dann auch irgendwann dann tatsächlich frühzeitig Kapitalgeber finden. Und das kann man sich ja mit No-Code an vielen Stellen zuerst mal sparen.
00:44:09
Speaker
Das ist das Spannendste, dass man oft in diese Falle reinkommt, dass man zuerst mal Geldgeber finden muss. Ich finde, ein Pitch für Kapitalgeber ist ein anderer Pitch als der Pitch um den Kunden.
00:44:26
Speaker
Kundenprobleme verstehen und lösen ist ein anderes Geschäft als Kapitalgeber zu überzeugen, obwohl das natürlich mit einer zusammenhängt und eigentlich sagt man den Kapitalgebern ja welches Kundenproblem man löst, aber man kann sich natürlich auch, also wenn ich nur 24 Stunden am Tag Zeit habe,
00:44:42
Speaker
kann ich natürlich 20 Stunden damit verbringen, zuerst einmal Kapitalgeber zu finden, mit ihnen in Gespräch zu kommen, den Pitch sauber vorzubereiten. Und die wollen halt noch ein paar andere Sachen wissen, auch eine Genauigkeit in die Zukunft, die man zu dem Zeitpunkt gar nicht hat. Also man beschäftigt sich jetzt mal sehr viel auch damit, sich nicht mit den Kundenproblemen zu beschäftigen, damit man Geld hat, damit man das dann wieder bauen lassen kann. Also das ist ja so ein Rattenschwanz, der dahinterhin.
00:45:10
Speaker
Und vor allem, wenn man mit No-Code baut auch, dann kann man ja auch schon, selbst wenn es ein MVP ist, mit den simpelsten Funktionen vom jeweiligen Produkt, einmal, wie du sagst, hat man das Kundenfeedback und zweitens, wenn man das dann weiterentwickelt hat, also man hat ja eine ganz andere Validierung, wenn man dann doch Kapitalgeber mit reinholen will und dann aber schon eine Traction zeigen kann und dass man wirklich ein Problem löst.
00:45:34
Speaker
Ja genau, das ist ja, also von daher würde ich ja auch, also würde ich wirklich sagen und das ist wirklich je nach Geschäftsmodell und also kann man jetzt nicht verallgemeinern, aber weil es gibt Geschäftsmodell, die kann man wahrscheinlich nicht so gut mit No-Code machen, bestimmt. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, mal mindestens einen Monat lang nur diesen Pfad zu verfolgen. Wie weit komme ich denn? Und wenn es nur darum geht, wie du sagst, dass man wenigstens irgendwas zu zeigen hat, weil man dann schon in einer anderen Position ist, um Kapital einfach zu
Demokratisierung der Technologie durch No-Code
00:46:04
Speaker
Oder man merkt, na ja, ich brauche dieses Kapital auch zuerst mal nicht, sondern kümmere mich einfach mal um meine Kundenprobleme und sorge selber für Traktionen und kann auch Bootstrappen eine Zeit lang. Und dann bin ich auch in einer anderen Position einfach wieder. Also von daher lohnt es sich egal, was man macht.
00:46:19
Speaker
würde ich sagen, ich weiß gar nicht, ob es eine Alternative gibt. Aber natürlich für manche Geschäftsmodelle braucht man vielleicht auch was ganz anderes. Ja, selbst wenn man eine E-Mail-Adresse einsammelt, um Interesse abzufragen, das kannst du ja auch mit, das hast du ja innerhalb von einer Stunde gebaut mit No-Code und so. Ja, ach schön, da geht mein Herz auf.
00:46:41
Speaker
Ja, und man muss ja auch überlegen, selbst wenn ich jetzt, ich habe vielleicht einen betriebsdurchsichtlichen Hintergrund, ich bin jetzt nicht so der Techniker, dann kann ich über No-Code zumindest so weit verstehen, was das für ein Thema ist, damit ich mit Entwicklern überhaupt sprechen kann dann später.
00:47:01
Speaker
Ich würde mal sagen, wenn ich in einem Startup gründe, was irgendwo so ein IT-Background braucht oder was dann auf Software aufsetzt, mein Geschäftsmodell zum großen Teil, dann muss ich da auch ein bisschen Verständnis für aufbauen. Also es hilft zumindest, um das auch dann einfach entweder nur Kommunikation zu betreiben, überhaupt mal mit den Menschen besser zu verstehen, wie das alles, was sie auch wissen wollen.
00:47:28
Speaker
Und letztlich baue ich ja alles darauf auf. Dann sollte ich da ein bisschen Verständnis für haben.
00:47:34
Speaker
Das ist aber auch was, was wir, also ich persönlich einmal in meiner Geschichte mit gar keinen technischen Background, aber das wir auch immer wieder in Workshops erleben, wo wir eben auch mit Unternehmen zusammenarbeiten, wo es auch um nicht-technische Teams geht, die nicht nur den Vorteil haben, dass sie, wenn sie mal ein bisschen mit No-Code in Kontakt kommen, beispielsweise Marketing-Teams ihre eigenen Landing-Pages und sowas anpassen können oder Automatisierungen sich bauen können, wie ein HR-Team oder sowas.
00:48:01
Speaker
die ja im Allgemeinen auch eher weniger technisch sind, aber dass es auch zu besseren Produkten führt tatsächlich, wenn Leute im ganzen Unternehmen verstehen, wie die Logik dahinter funktioniert. Es geht nicht darum, dass sie es alles selber bauen können oder dass sie das Produkt selber coden könnten, aber sobald sie, also No-Code gibt ja diesen technischen Zugang auf eine ganz spielerische Weise, der eben Spaß macht, der nicht dröge ist, der nicht frustrierend ist, sondern der eben diese super schnelle Erfolgsquote hat und
00:48:28
Speaker
der die Möglichkeit gibt, dass alle Menschen im Unternehmen verstehen, wie die Logik im Produkt funktioniert. Und das ist, glaube ich, ein Potenzial, was noch relativ unsichtbar ist, aber was in den nächsten paar Jahren, glaube ich, alles verändern wird in Unternehmen.
00:48:47
Speaker
Ja, total. Das ist ja dann eben dieses, einfach diese Denkweise zu verstehen und auch halbweise eben, wie du das sagst, Hürden abzubauen, Barrieren abzubauen. Weil man denkt immer, oh Gott, das ist erstens, das ist nerdig, das können nur ganz bestimmte Leute, das sind diese Typen, die da im Dunkeln sitzen und das ist auch nicht mein Ding.
00:49:05
Speaker
Und selber macht derjenige dann eventuell in Excel schon komplexere Formeln. Nutzt es, verweist wenn es. Und dann kann man sagen, hey, du programmierst gerade. Du weißt das nur gerade vielleicht gar nicht. Also du würdest dich nie so benennen. Hast da vielleicht Berührungsängste, aber du tust solche Sachen schon. Oder eben Kinder machen das, machen die ganze Zeit visuelle Programmierung mit irgendwelchen ihren Lego-Baukästen da. Da gibt es so tolle Sachen auch.
00:49:34
Speaker
programmiert man und merkt es gar nicht, dass das, das, das ist. Meine Töchter meint dann, klar, logisch, was habe ich jetzt gemacht? Was ist das Ding? Was ist das Besondere daran? Es ist ganz natürlich, dass plötzlich ganz viele Leute programmieren.
00:49:54
Speaker
Ohne dass sie es eigentlich merken, sage ich jetzt mal. Also wenn sie es an die Bewusstwerdung ist natürlich dann ja klar, ich habe jetzt programmiert, das kann man ihnen helfen, aber es ist auf jeden Fall dann komplett aus dieser Ecke raus, dass das nur ganz bestimmte Menschen können, die irgendwie komisch denken und es können sehr viele Leute.
00:50:12
Speaker
Ich weiß nicht, ob jeder dafür die Höchstaffinität hat, aber es gibt zumindest sehr viele Menschen, die zumindest einen Sinn haben für erst mal logisch strukturiertes Denken. Und alle, die das haben, die können programmieren. Kann man einfach sagen, das sind eine Menge Menschen. Ja, ja, total, würde ich genauso sagen. Und ich glaube auch, dass es sich ähnlich verhalten wird wie mit Excel-Skills oder Office-Skills oder so was. Jeder, der auf dem Lebenslauf schreibt, Excel-Skills vorhanden.
00:50:38
Speaker
Weiß man jetzt auch nicht so genau. Jeder von uns hat schon mal Excel gesehen. Nicht jeder von uns kann S-Verweis und so. Das ist aber völlig in Ordnung, weil jeder hat das Grundprinzip von Excel verstanden. Und das ist halt schon mal super viel wert, um die Potenziale davon zu erkennen. Und ich glaube, dass es darum in der Breitenmasse geht und tatsächlich auch um die Demokratisierung von Tech eben.
00:51:01
Speaker
Ja, total. Genau. Und das wird halt immer wichtiger werden. Ich hatte gerade noch die Überlegung, meine Frau ist Grundschullehrerin und auch in der Grundschule werden ja jetzt solche Sachen eingeführt, noch viel stärker, dass mit Lego und visuellen Programmieransätzen dann eben da auch Programmierung beigebracht wird.
00:51:23
Speaker
Und die Frage ist natürlich, müssen das Grundschulkinder wirklich lernen? Sollten die nicht andere Sachen zuerst mal lernen? Dann habe ich überlegt, na ja, klar, also andere Sachen sind tatsächlich, glaube ich, wichtiger. Aber es ist so fundamental für unsere Gesellschaft, dass man programmieren kann,
00:51:40
Speaker
Dass man zumindest das versteht, also diese Logik, weil sie letztlich ist das ja der Motor für einen Großteil unserer Wirtschaft, unserer Gesellschaft und wird es einfach, also es ist nicht mehr wegzudenken. Genau so wie man vielleicht grundsätzlich mal grob versteht, wie dann Elektrizität funktioniert. Was auch einfach wichtig ist, dass man es mal einmal verstanden hat, grob.
00:52:05
Speaker
ist es halt auch unabdingbar, dass man grundsätzlich mal programmieren verstanden hat. Auch dann irgendwo in diesem Alter und ganz ehrlich ist auch überhaupt gar kein Problem für, also hat auch nichts mit Jungen oder Mädchen zu tun, das können alle Geschlechter.
00:52:22
Speaker
Da könnten wir jetzt, glaube ich, auch nochmal eine ganze Podcast-Folge, ehrlich gesagt, drauf aufmachen.
Zukunftspläne und Schlussbemerkungen
00:52:28
Speaker
Bei mir ist gerade noch der Gedanke gekommen, ich glaube, ich finde es sogar super wichtig, dass auch Kinder schon verstehen, wie eine digitale Welt grundsätzlich strukturmäßig funktioniert, weil die ganzen Probleme, die wir ja gerade haben mit, also ich habe zwei kleine Brüder, deshalb ist das manchmal schon mal Thema, mit sozialen Medien und so. Ich glaube, es ist essenziell wichtig, dass Kinder auch verstehen,
00:52:51
Speaker
wie in Grundsätzen zumindest so ein Algorithmus zum Beispiel auch funktioniert, um das eventuell dann auch als Teenager beispielsweise dann auch ausklamüsern zu können, okay, wie viel lasse ich mich davon leiten und wie viel kann ich davon auch verstehen, um es dann eben auch in Kontext zu setzen. Also das hat ja Auswirkungen,
00:53:11
Speaker
Die sind aber noch viel größer, ne? Ja, total. Man wird auch von dem reinen Konsumenten und vielleicht auch so diesem Opfer, da passiert irgendwas um mich und ich kann das ja gar nicht mehr begreifen und deswegen ist alles böse und das erzeugt ja dann auch eine Ohnmacht.
00:53:28
Speaker
die auch nicht gut ist für die Menschen und die Menschheit und die Gesellschaft, da kann man in Teilen rauskommen und kann dann plötzlich bewerten, also verstehen, was bei Facebook und Instagram im Hintergrund für algorithmig abläuft. Das kann man auch Kindern tatsächlich dann vermitteln.
00:53:45
Speaker
Ein bisschen dazu, dass man grundsätzlich, also man muss ja nicht den Algorithmus verstehen, man muss auch nicht wirklich verstehen, wie künstliche Intelligenz im Hintergrund läuft, aber es gibt ja auch genügend, auch für Kinder genügend Ansätze, wie man das erstmal ausprobieren kann. Also da gibt es diese Demokratisierung, diese Macht wieder zu haben, dass ich etwas verstehe, das ist auch
00:54:08
Speaker
dringend nötig, glaube ich, für uns alle, für unsere Gesellschaft, für die Zukunft. Ja, auf jeden Fall. Absolut. Ich sage immer gerne, dass No Code dazu verhilft, zu einer lösungsorientierten Gesellschaft zu werden und nicht so sehr zu einer problemorientierten. Ach, schön. Gute Schlusswort, würde ich fast sagen. Dann lass doch mal hören, was ist bei dir so die nächsten zwölf Monate geplant?
00:54:33
Speaker
Ja, die nächsten Monate, also dieses Jahr habe ich mir tatsächlich erst mal vorgenommen, das Thema Synchrone Workshops, also eher die Methodik, gar nicht so viel mein Tool, sondern die Methodik voranzubringen. Also das war jetzt auch so ein Learning daraus, sonst hätte ich jetzt vielleicht ganz viel Zeit und Geld investiert, um meine Software perfekt zu kriegen und würde mich jetzt mit Online-Marketing beschäftigen und hätte dann aber gemerkt, oh, vielleicht automatisiere ich jetzt gerade etwas
00:54:59
Speaker
was die meisten noch gar nicht verstanden haben, dass es automatisierbar ist. Das war nämlich meine größte Erkenntnis, die ich dann in den letzten Jahren gemacht habe. Und jetzt konzentriere ich mich darauf, ihr methodisch zuerst mal Menschen beizubringen, was ist asynchrone Zusammenarbeit? Wie kann man das auch als Team hinbekommen? Wie kann ich asynchrone Moderationen machen? Wie kann ich Workshops konzipieren? Das ist eher fast schon ein klassisches Lernprodukt.
00:55:24
Speaker
auch als Asynchroner Workshop aufgesetzt und teilautomatisiert, aber letztlich ein Lernprodukt, wie man das macht. Und meine Softwareentwicklung mit NoCode habe ich jetzt ein bisschen runtergefahren zuerst mal, mache ich noch parallel, aber konzentriere mich darauf eher und lerne darüber eigentlich auch, was die Leute wissen müssen und kann dann im Ende, mehr Ende des Jahres, glaube ich, meine
00:55:46
Speaker
meine Software eigentlich auch nochmal ganz anders weiterentwickeln. Und das war etwas, fand ich echt wichtig, das Problem zuerst mal richtig zu verstehen, die Lösung zu testen und dann zu merken, was ist denn eigentlich die Lösung? Die Lösung aktuell ist noch nicht unbedingt eine Software, das wird sie sein, aber ist sie gerade nicht, sondern ihr zuerst mal den Leuten beizubringen, was Asynchron-Workshops sind.
00:56:09
Speaker
Das wird doch die nächsten Monate bestimmen und werdet da vielleicht auch noch was von sehen oder erfahren, wenn ihr mir folgt. Super gerne, auf jeden Fall. Aber wer dir noch nicht folgt, wir verlinken natürlich auch alles in den Show Notes. Aber wo kann man mehr über Grow Human und dich erfahren, wenn du gerne gefunden werden möchtest?
00:56:30
Speaker
Ja klar, also auf growhuman.io findet man mich, kann mir auch eine E-Mail schreiben, da liest man auch ein bisschen und ein paar Videos sind da auch, da kann man verstehen, wie das funktioniert. Ansonsten sehr gerne auch auf LinkedIn, da könnt ihr vielleicht in den Show Notes verlinken, mein LinkedIn-Profil, gerne connecten. Genau.
00:56:49
Speaker
Sehr cool. Und in der Community bist du auch. Und da kann man dich, glaube ich, auch erreichen. Ja, genau. Ja, für alle, die in der Visual Makers Community sind. Genau. Nils, das war eine sehr, sehr spannende Diskussion. Ich würde am liebsten noch drei Stunden weiter reden. Hat sehr viel Spaß gemacht. Vielen, vielen Dank, dass du bei uns warst.
00:57:11
Speaker
Ja, hat mir auch sehr Spaß gemacht. Eben, die Zeit geht schnell rum. Eine Stunde ist nichts. Vielen, vielen Dank, Nils. Jo, macht's gut. Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns, wenn du in der Apple Podcast App eine Bewertung für uns hinterlässt. Das hilft uns, in Zukunft besser gefunden zu werden. Und wenn du mehr über No-Code erfahren willst, dann schau doch gerne mal auf unserer Website vorbei, visualmakers.de. Ansonsten freuen wir uns, wenn du auch in der nächsten Folge wieder dabei bist.
00:57:41
Speaker
Bis zum nächsten Mal.