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S3-15: Erfolgreich als Schlafcoach (mit Astrid Steindl)

Astrid ist MedUni Wien-zertifizierte Schlafcoach speziell für Babies, Kleinkinder und Kinder. Sie setzt sich seit Jahren sehr intensiv mit den Themen "Schlaf" und "Chronobiologie" auseinander, begleitet Jungfamilien, und bietet spezielle Trainings hierzu an. Astrid erzählt uns heute mehr über ihren Berufsweg, den Arbeitsalltag als selbstständige Coach und ihr Erfolgsrezept für ein nachhaltiges Business. 👉 Zu den Show-Notes [https://www.appointmed.com/blog/erfolgreich-als-schlafcoach-ueber-schlaf-familie-selbststaendigkeit-mit-astrid-steindl] Links * https://www.kinderschlaf.at [https://www.kinderschlaf.at/]

Transcript

Speaker: Also das war jetzt nicht so, ich überlege mir Coach zu werden und jetzt werde ich es.

Speaker: Naja, da gibt es ja eh schlafmedizinisch einige Themen.

Speaker: Schau dir das doch mal an.

Speaker: Das Problem ist im Moment, dass es so viele unterschiedliche und gegenläufige Informationen gibt.

Speaker: Einfach zu wissen, wie pflege ich den Schlaf meiner Kinder und um das geht es mir eigentlich.

Speaker: Das ist jetzt kein Hard-Fact-Business, was ich habe, sondern mir geht es darum, dass die Eltern eine ruhigere Schlafsituation haben.

Speaker: Ich mache jetzt auch nicht den Job, um Erfolg zu haben, sondern vielleicht echt ein bisschen so meine Berufung einfach geworden.

Speaker: Hallo und willkommen zu Hashtag Praxis, dem Podcast für selbstständige Therapeutinnen mit Tipps und Tricks zur erfolgreichen Praxisführung.

Speaker: Ich begrüße heute Astrid Steinl in dieser Folge.

Speaker: Astrid ist MedUni Wien zertifizierte Schlafcoach, speziell für Babys, Kleinkinder und Schulkinder.

Speaker: Sie setzt sich seit Jahren sehr intensiv mit den Themen Schlaf,

Speaker: und Chronobiologie auseinander, begleitet Jungfamilien und bietet ganz spezielle Trainings auch hierzu an.

Speaker: Astrid erzählt uns heute mehr über ihren eigenen Berufsweg, den Arbeitsalltag als selbstständiger Coach und ihr Erfolgsrezept für ein nachhaltiges Business.

Speaker: Viel Spaß beim Zuhören.

Speaker: Hallo Astrid, schön, dass du da bist.

Speaker: Hallo, danke für die Einladung.

Speaker: Freut mich.

Speaker: Ja, möchtest du gerne am Anfang so ein bisschen erzählen, wer du bist und was du beruflich machst?

Speaker: Ich glaube, du hast das eh schon alles gut zusammengefasst.

Speaker: Ich bin eigentlich über meinen Kindern zu dem Job gekommen.

Speaker: Das heißt, mein ältester Sohn ist jetzt gerade gestern 18 geworden, also mittlerweile wirklich schon lange her.

Speaker: Und seit circa 16 Jahren ist es so, dass ich mich immer mehr mit dem Thema befasst habe, das heißt viel gelesen habe, dann immer weiter in das Thema reingestolpert bin.

Speaker: Ich habe dann vor circa zehn Jahren den MedUni-Lehrgang begonnen zu machen und auch absolviert.

Speaker: Und seitdem begleite ich oder unterstütze ich Eltern bei allen Themen rund ums Schlafen.

Speaker: Sei es entweder in der Neugeborenenzeit, wo es ein bisschen um die Entwicklung der Schlafregulation geht oder auch bei Themen, wenn Schlafschwierigkeiten schon da sind, ganz bunt gemischt.

Speaker: Wenn dich jemand gefragt hätte vor mehreren Jahren oder in der Schulzeit, ob du dir vorgestellt hättest, dass du einmal diesen Beruf ausübst, was hättest du denn gedacht oder gesagt?

Speaker: Nein, hätte ich mir wirklich nicht gedacht.

Speaker: Da wäre ich wahrscheinlich in eine andere Richtung, hätte ich mir zugeschrieben.

Speaker: Mein allererster Berufswunsch war, Gärtnerin zu werden.

Speaker: Mein zweiter Berufswunsch war dann, Schneiderin zu werden.

Speaker: Und habe dann auch die allererste Ursprungsausbildung in der Schule, ging in die Richtung.

Speaker: Und dann ging es in die betriebswirtschaftliche Richtung, in die Personalentwicklung.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und jetzt bin ich eigentlich bei einem sehr...

Speaker: schönen oder auch manchmal sehr schwierigen Thema gelandet, aber ein Thema, das so ein bisschen unsere Urwesen ja betrifft und wir eigentlich in der heutigen Zeit leider so diese ursprüngliche oder unser modernes Leben uns gar nicht mehr diese ursprünglichen Formen mehr so zulässt.

Speaker: Wir haben alle relativ wenig Zeit zum Schlafen und es geht sehr viel zu Lasten des Schlafs.

Speaker: Gerade bei eben Schulkindern oder Kindern erlebt man das noch viel, viel stärker, dass der Tag so vollgepackt ist mit Sachen, dass halt

Speaker: Schlaf irgendwo ganz weit weg rutscht und das ist sehr schade.

Speaker: Ja, da können wir gerne noch später ein bisschen intensiver auch in das Thema eintauchen, wenn wir dann auch speziell darüber sprechen, wie du Familien mit den Themen aushilfst.

Speaker: Aber gab es für dich persönlich eben vor ein paar Jahren, als du zuerst mit diesem Thema dich vertraut gemacht hast, so ein Schlüsselerlebnis, das dich geprägt hat und dich geleitet hat, in diese Richtung mehr machen zu wollen schlussendlich?

Speaker: zwei Themen waren es.

Speaker: Einerseits wirklich sehr starke Schlafschwierigkeiten bei meinem Erstgeborenen damals, als der Zweite auf der Welt gekommen ist.

Speaker: Das heißt, ich war schwanger zum Zweiten, der war der erste eineinhalb Jahre, da haben die Schlafschwierigkeiten ein bisschen begonnen und dann, wie der Zweite auf der Welt war, da war es wirklich so, dass er oft zwei, drei Stunden wach war in der Nacht und dann war das Baby auch schon da und ich war viel

Speaker: doch auf mich alleine gestellt und das war dann schon sehr mühsam.

Speaker: Und so bin ich reingekippt in das Thema und habe dann viel angefangen zu lesen und ein guter Freund damals hat gerade Medizin studiert und hat irgendwie erwähnt, so nebenbei, naja, da gibt es ja eh schlafmedizinisch einige Themen, schau dir das doch mal an.

Speaker: Und der hat mir dann so die erste Literatur besorgt und dann bin ich darauf gekommen, hoppala, eigentlich gibt es wirklich Sachen, die einen gut weiterhelfen können.

Speaker: Nur halt,

Speaker: auf ganz vielen unterschiedlichen Stellen ganz verteilt und so bin ich reingekommen.

Speaker: Auf deinen eigenen Bedarf sozusagen.

Speaker: Und dann hat es aber gedauert, bis ich das dann wirklich so für professioneller gemacht habe.

Speaker: Wie kann ich mir das dann vorstellen, nachdem du diese leidenschaftliche Thema aufgegriffen hast, wie hat sich dann der Weg zu dir als selbstständiger Coach dann Schritt für Schritt so ergeben?

Speaker: Also es war ein langsamer Weg, würde ich sagen.

Speaker: Also das war jetzt nicht so, ich überlege mir Coach zu werden und jetzt werde ich es, sondern eher zuerst einmal eine doch lange Zeit der Ausbildung im Sinne von, dass ich viele Kongresse besucht habe und Seminare.

Speaker: Das hat sich sicher über ein paar Jahre gezogen, bis ich dann einmal die ersten Gespräche geführt habe.

Speaker: Und begonnen habe ich damals in Mütterstudio Tull mit den ersten Vorträgen und Workshops.

Speaker: Vor Corona, muss man sagen, war das auch so ein bisschen der Hauptfokus, wirklich die Workshops und Seminare.

Speaker: Und durch Corona ist es dann eigentlich stark so in das Einzeltraining, Einzelsetting gegangen.

Speaker: Also da muss man sagen, da hat sich dadurch viel verändert.

Speaker: Und anfänglich waren es in der Woche vielleicht ein, zwei Termine und dann ist es schrittweise ein bisschen mehr geworden.

Speaker: Und es war mir schon auch wichtig, immer auch für die Kinder noch da sein zu können,

Speaker: was in meinem Fall durch die Selbstständigkeit ganz gut gegangen ist, weil ich es mir dann auch einteilen habe können.

Speaker: Und ich glaube, das schätzen die Kinder auch heute noch, dass ich dann auch mal von zu Hause aus arbeiten kann und halt versuche auch Mama zu sein.

Speaker: Ich bin dann öfters gefragt worden, das ist so mein Beruf und anfangs habe ich schon noch viel gesagt, na eigentlich bin ich auch beruflich Mama.

Speaker: Jetzt würde ich sagen, ich bin so beides.

Speaker: Als Selbstständige kommen ja dann noch andere Themen hinzu, nicht nur der fachliche Bereich, wo man sich ja schon eingedigert hat und die Ausbildungen gemacht hat und viel gelesen hat und schon die praktikable Erfahrung mitbringt, sondern da kommen ja auch gewisse andere Themen wie Steuern oder eben Marketing, Finanzthemen etc.

Speaker: mit dabei.

Speaker: Wie ging es dir mit diesen Themen jetzt in deiner neuen Rolle als Selbstständiger Coach?

Speaker: Ich habe mir dann relativ bald einen Steuerberater gesucht.

Speaker: Also ich glaube, durch meine wirtschaftliche Ausbildungen waren mir schon klar, okay, gewisse Themen kommen da.

Speaker: Also da habe ich sicher von denen profitiert.

Speaker: Ich habe anfangs mit Excel gearbeitet, die ganze Klienten-Patienten-Verwaltung.

Speaker: Das war dann schon ein bisschen mühsam.

Speaker: Und als ich dann so ein bisschen auf Appointment gestoßen bin, war das schon zuerst, okay, mache ich das?

Speaker: Soll ich das wirklich?

Speaker: Und ich muss hinterher sagen, das war schon eine große Erleichterung.

Speaker: Wirklich, zu sagen, ich habe da alles drinnen und Ding.

Speaker: Also ich bin jetzt nicht der Typ, der Marketing macht, weil es da ja schon um das Leidwesen der Familien geht.

Speaker: Also das ist jetzt ja nichts, wo man sagt, das ist etwas, wo man macht drei, vier Termine und alles ist dann gut, sondern das ist ja wirklich ein Prozess und die Arbeit der Eltern.

Speaker: Und darum Marketing an sich habe ich jetzt so nicht forciert.

Speaker: Woher hast du denn so deine ersten Klientinnen und die Familien gefunden, die dich gefunden haben, besser gesagt, um ihnen zu helfen?

Speaker: Wie hat sich denn das ergeben?

Speaker: Das war eigentlich vieles dann eigentlich Mund-zu-Mund-Propaganda.

Speaker: Also ich habe anfänglich ein paar Folder gemacht und die ausgelegt im Mütterstudio und...

Speaker: Also bei den Kinderärzten herum.

Speaker: Und dadurch, dass das jetzt sehr langsam angelaufen ist, waren das halt einmal ein paar Klienten und sind dann sukzessive mehr geworden.

Speaker: Und es ist natürlich so, in diesem Bereich, in dem ich bin, ist Werbung für ein Produkt oder Werbung für etwas zu machen nicht das, was vorrangig sein sollte.

Speaker: Kannst du uns skizzieren, wie so dein Alltag aussieht, wie man sich so eine Woche bei dir vorstellen kann, wie du dich strukturierst, wie du deine Arbeitspakete, sage ich jetzt einmal, oder auf der einen Seite deine Beratung und auf der anderen Seite Admin-Themen und dann aber auch noch Work-Life-Balance mit hinein schoklieren kannst?

Speaker: Wie sieht denn das bei dir aus?

Speaker: Also einerseits die Terminverwaltung mache ich über ein gesondertes Modul, weil ich eben dadurch, dass ich in der Kinderarztpraxis bin, dort auch eingebunden bin.

Speaker: Das heißt, ich habe da leider ein bisschen Parallele, die ich teilweise administrieren muss, regelmäßig die E-Mails, WhatsApp zu beantworten, Termine auszuschicken, Terminrückbestätigungen zu bekommen, dann einstieg,

Speaker: Einmal im Monat über Appointment dann zum Beispiel die Rechnungsverwaltung, die super funktioniert.

Speaker: Das heißt, wirklich durchzuschauen, sind die Dinge bezahlt worden, was steht noch aus.

Speaker: Das heißt, die Einpflege der Daten passiert sowieso beim Gespräch selber dann, die Rechnung, die Administration auch.

Speaker: Und bei der Buchhaltung ziehe ich dann eigentlich die Umsatzlisten aus dem System und das kann ich dann auch direkt weitergehen an die Steuerberatung und die Verknüpfung mit der Registrierkasse ist natürlich super fein auch.

Speaker: Das heißt, da wird dann schon viel Arbeit abgenommen.

Speaker: Was ich auch mache, ist die ganze Abwicklung oder Dokumentation, so muss man eigentlich sagen.

Speaker: Das heißt, was sind Schlaf-Ach-Protokolle, was sind zusätzliche Informationen, die man hinterlegen kann, das ist schon super.

Speaker: Dass man das relativ einfach und schnell gleich direkt zum Klienten dazu speichern kann, ist fein.

Speaker: Nimmst du dir da jeden Tag ein bisschen Zeit für die Administration oder gibt es Tage, wo du sagst, ja, weiß ich nicht, zum Beispiel Montag und Dienstag habe ich wirklich reinen Beratungstermin und mache dafür Mittwoch die Admin und Donnerstag habe ich einen freien Tag oder wie sieht da die Woche bei dir aus?

Speaker: Meistens ist Montag noch ein bisschen der Familientag.

Speaker: Das ist der einzige Tag, wo mein Mann und ich gemeinsam zu Hause sind.

Speaker: Am Dienstag bin ich dann im Mütterstudio eingeteilt.

Speaker: Mittwoch sind dann Online-Termine und am Nachmittag ein bisschen Administration.

Speaker: Donnerstag ist dann die Administration und am Freitag bin ich dann immer in Wien in der Praxis auch.

Speaker: So ist das grob strukturiert und manchmal natürlich muss man ein bisschen hin und her schiften, wenn dringende Termine doch irgendwie mal auf einen Donnerstag passieren sollen, dann fahre ich auch auf einen Donnerstag ins Mütterstudio.

Speaker: Also da versuche ich mich schon auch nach den Familien zu richten, weil die ja oft mit Geschwister, Kindern oder Partnern beim Termin mit dabei sind, oft die schwierigeren Sachen zu koordinieren haben.

Speaker: Siehst du da bessere Erfolge, ob deine Beratungen natürlich vor Ort oder im Online-Setting oder als Hausbesuch oder in der Praxis stattfinden?

Speaker: Welches Medium dient wofür am besten in deiner Arbeit?

Speaker: Also bei den ganz Kleinen, wo man es ja sagt, so von 0 bis 0,

Speaker: fünf, sechs Monate, ist oft schon im Face-to-Face, ergeben sich oft Situationen, wo man im Online-Setting das nicht so sehen würde oder nicht so eingehen würde.

Speaker: Weil auffällt, weiß ich nicht, die Flasche

Speaker: es rinnt zu viel raus oder so.

Speaker: Und das sieht man dann face-to-face, aber im Zoom nicht so.

Speaker: Dann würde man vielleicht das Thema gar nicht so ansprechen.

Speaker: Und dann kann man das besser erklären.

Speaker: Der generelle Inhalt des Gesprächs, das heißt das Schlaf-Educationsgespräch, ist eigentlich das Gleiche.

Speaker: Egal ob jetzt online oder face-to-face.

Speaker: Die grundlegenden Informationen.

Speaker: Erfolg ist jetzt wieder so eine Sache, das den Eltern zu vermitteln und dass die

Speaker: auch die Dinge dann anwenden können, sollten wir in beiden gut gelingen.

Speaker: Egal ob jetzt face-to-face oder online.

Speaker: Es ist halt manchmal ein Entfernungsproblem.

Speaker: Das heißt, deswegen ist das online ganz gut, weil ich doch auch viele aus Kärnten oder Salzburg oder teilweise auch Deutschland habe.

Speaker: Deswegen ist es eigentlich ein sehr feines Tool, das online.

Speaker: Das Face-to-Face ist halt gerade bei den Jüngeren ganz gut.

Speaker: Bei den älteren Kindern, wo Schlafschwierigkeiten sind, ist es wirklich egal, ob jetzt online oder Face-to-Face.

Speaker: Weil da geht es wirklich um die

Speaker: einzelnen Punkte der Schlafhygiene, was kann ich wo Schritt für Schritt angehen, damit sich das Schlafverhalten dann langsam verbessert.

Speaker: Nur ganz kurz Werbung in eigener Sache.

Speaker: Dieser Podcast wird dir präsentiert von AppointMate, der unkomplizierten Praxissoftware für Therapeutinnen.

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Speaker: Interessiert?

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Speaker: Und jetzt zurück zum Interview.

Speaker: Das Thema an sich ja Schlaf, Edukation, das ist etwas, was einem jetzt tagtäglich, sage ich jetzt einmal, wenn man nicht mit dem Thema direkt zu tun hat, ja nicht so oft unterkommt und noch, oder ich habe das Gefühl, dass die Awareness dazu noch kommt, immer stärker natürlich, aber es ist noch nicht so präsent da, wie man sich das vielleicht wünschen würde.

Speaker: Wie siehst du das eigentlich bei deinen Klientinnen?

Speaker: Wie viel ist da tatsächlich noch zu tun?

Speaker: Reden wir hier von den Basics oder geht es da wirklich dann spezieller um die Themen?

Speaker: Ich habe jetzt ein

Speaker: ein Thema mit meinem Kleinkind und brauche Hilfe.

Speaker: Das Problem ist im Moment, dass es so viele unterschiedliche und gegenläufige Informationen gibt.

Speaker: Dass gerade beim Babyschlaf ganz große Unterschiede in Vermittlungsansätzen da sind und dass die Eltern oft ein bisschen hin- und hergerissen sind oder eben auch schon einen sehr langen Weg haben, hinter sich haben, schon extrem vieles ausprobiert haben.

Speaker: Wo aber oft so diese drei, vier ganz grundlegenden Sachen aber nicht bedacht wurden oder eben nicht hinterfragt worden sind teilweise und deswegen halt auch die Veränderung noch nicht passiert ist.

Speaker: Das ist leider halt ein Bereich, wo es den Eltern echt nicht leicht gemacht wird im Moment.

Speaker: Und wie siehst du da deine Rolle als Coach?

Speaker: Wie tief gehst du dann in die Hilfestellung hinein?

Speaker: Hilfst du den Eltern quasi sich selber zu helfen oder wie kann man sich so eine Beratung bei dir vorstellen?

Speaker: Im Grunde kann man es vielleicht ein bisschen vergleichen mit einer Stillberatung.

Speaker: Im Sinne von, es geht um Basiswissen rund um das Thema Stillen bei der Stillberatung und bei mir geht es rund ums Basiswissen um das Thema Schlafen.

Speaker: Das heißt, was braucht es allalong für eine gute Schlaffachentwicklung?

Speaker: Und das ganze Wissen darüber sollte im Normalfall im ersten eineinhalb Stunden Gespräch abgedeckt sein.

Speaker: Das ist halt am Anfang echt viel.

Speaker: Also das ist schon recht voll, das Gespräch.

Speaker: Darum gibt es dann noch einmal ein Folgetelefonat nach dem Gespräch, um noch einmal zurückzufragen, welche Fragen sind noch offen, wo haben sich vielleicht jetzt Themen ergeben oder was haben wir im Erstgespräch jetzt nicht so detailliert behandeln können oder besprechen können.

Speaker: Und dann danach ist es unterschiedlicher.

Speaker: Entweder man hat noch einen Folgetermin online oder Face-to-Face oder es bendelt sich ganz gut ein.

Speaker: Das kommt ein bisschen auf den Grad der Schwierigkeiten drauf an.

Speaker: Das heißt, ich habe dann viele, die eigentlich nach dem Erstgespräch sagen, hat sich super eingependelt, passt gut und die melden sich dann nach einem Jahr wieder, wenn sich zum Beispiel der Mittagsschlaf verändert oder so und der wegfällt und da dann Fragen dazu auftauchen.

Speaker: Wenn du rückblickend über die letzten Jahre deiner Arbeit reflektierst, fällt dir da vielleicht ein Zitat von einer Familie oder von Eltern ein, die dann nochmal sehr, sehr schön dir zeigen, wie wertvoll einfach so eine Beratung ist.

Speaker: Ich meine, unlängst hat meine Mama geschrieben, wir haben es geschafft in der Nacht, dass es viel ruhiger ist und wir hätten das ohne dich nicht geschafft.

Speaker: Das sind schon sehr schöne Momente, wenn man sowas zurückgemeldet kriegt.

Speaker: Oder es war das Licht der Gamechanger oder es war das der Gamechanger, solche Sachen.

Speaker: Man darf nicht vergessen, das ist jetzt nicht ein Produkt oder irgendwas, wo man sagt, so und das mache ich jetzt und dann ist alles erledigt.

Speaker: Sondern es soll ja auch einfach ein Hilfswerkzeug für die Familien sein, das Schritt für Schritt in ihren Alltag einzuarbeiten und zu implementieren.

Speaker: Deswegen habe ich jetzt auch keine Rückmeldungen auf meiner Homepage drauf, im Sinne von, es funktioniert das alles so toll, weil das im Grunde Erfolgsversprechen sind, die aber familiär ganz unterschiedlich sind.

Speaker: Und darum geht es nicht, sondern es geht mir darum, dass die Leute wissen, wie kann ich den Schlaf meiner Kinder pflegen.

Speaker: Und ich muss jetzt ehrlicherweise gestehen, das Wort Schlaf pflegen ist jetzt ein bisschen geklaut von Professor Högl, die Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Schlafmedizin ist.

Speaker: Und ich finde diesen Begriff so schön, einfach zu wissen, wie pflege ich den Schlaf meiner Kinder und um das geht es mir eigentlich.

Speaker: Und nicht darum zu sagen, so jetzt haben wir es super geschafft mit dir und mit Tod hat das Kind jetzt durchgeschlafen und jetzt können wir es abhaken, sondern mehr ihnen zu sagen, okay, Schlaf ist ein wertvolles Gut, wie kann ich das im Alltag gut integrieren und was gehört dazu, damit er gut eingebettet ist.

Speaker: Und

Speaker: Da gibt es eben gerade so viele unterschiedliche Ansätze, die ja für die eine oder andere Familie vielleicht auch gut passen.

Speaker: Nur generell schlafhygienisch gibt es halt Themen für die innere Uhr, die wichtig sind, damit halt gerade wenn ich ein Kind habe, das vielleicht sich schwerer tut rund um den Schlafen, der braucht vielleicht dieses ganze Setup mit der Schlafhygiene viel besser und klarer als wie ein anderes Kind.

Speaker: Und da können selbst Geschwisterkinder total unterschiedlich sein.

Speaker: Was denkst du denn, um deinen Beruf ausüben zu können, jetzt abgesehen von der fachlichen Qualifikation, was sind denn so Eigenschaften oder Skills, die es mitzunehmen braucht, wenn man so etwas machen möchte, wie du es jetzt ausübst?

Speaker: zuhören können, gut sondieren können, was sind so Schwerpunkte aus der Schlafeducation, was wird gebraucht, weil es sind verschiedene Abschnitte, wo die Abschnitte unterschiedlich wichtig für unterschiedliche Familien sind.

Speaker: Das heißt, nicht jeder braucht jedes Thema, sondern jeder hat seine eigenen Schwerpunkte dann.

Speaker: nicht zu werten, weil, so wie es bei mir selber auch war, man rutscht in eine Situation rein und weiß dann einfach nicht, wie kann ich da wieder rausrudern.

Speaker: Und da finde ich es einfach schade, dass so dieses Wissen, wie kann ich mir selber da raushelfen, das ist halt nicht da.

Speaker: Ich glaube jetzt nicht, dass man so ganz spezielle persönliche Eigenschaften braucht, sondern eher so dieses gerne mit Eltern,

Speaker: reden, weil es sind ja oft schwierige Situationen, wo die Eltern dann auch drinnen sind.

Speaker: Auf der einen Seite viel Feingefühl und auch für diese Themen einfach zu brennen und sie selber wertzuschätzen und wie du das auch machst, so einen schönen Beitrag dazu leisten zu können.

Speaker: Was bedeutet denn für dich Erfolg?

Speaker: Ich tue mir mit der Frage wirklich ein bisschen schwer, weil das ist jetzt kein Hard-Fact-Business, was ich habe, sondern eher so

Speaker: Mir geht es darum, dass die Eltern

Speaker: eine ruhigere Schlafsituation haben.

Speaker: Und ich kann jetzt nicht sagen, wenn die jetzt super perfekt durchschlaft oder irgendwas, dann war das mein Erfolg.

Speaker: Würde ich nie so sehen.

Speaker: Aber im Grunde ist es der Erfolg der Eltern.

Speaker: Das heißt, wenn die Eltern erholsamere Nächte haben, dann müssten wir es eigentlich sagen, das ist ihr Erfolg.

Speaker: Sie sagen ja dann auch oft, das hätten wir ohne dich nicht geschafft.

Speaker: Aber im Grunde liefere ich nur ein bisschen die Unterstützung.

Speaker: Die Umsetzung machen sie selber.

Speaker: Und dann ist das als deren Erfolg zu sehen.

Speaker: Und das ist auch dann wirklich Arbeit, die sie da leisten.

Speaker: Weil

Speaker: immer den Tagesrhythmus im Auge zu behalten, Einschlafhilfe umzustellen.

Speaker: Das ist wirklich schon echt, verlangt eines sich am Tun, am Dranbleiben.

Speaker: Aber auch liebevoller Fürsorge da zu sein fürs Kind, auch wenn dann vielleicht einmal die Nacht nicht so gut war.

Speaker: Ich mache jetzt auch nicht den Job, um Erfolg zu hauten, sondern ist vielleicht echt ein bisschen so meine Berufung einfach geworden.

Speaker: Klingt vielleicht komisch, aber...

Speaker: Wie wichtig ist denn dir das Networking oder das Netzwerken mit anderen Fachkolleginnen und Kollegen?

Speaker: Weil ich kann mir vorstellen, als selbstständiger Coach hat man ja auch nicht jeden Tag diesen fachlichen Austausch, den man halt in einem Angestelltenverhältnis zum Beispiel hat.

Speaker: Das ist schon wichtig, vor allem der Austausch auch zu anderen Fachgruppen hin, zur Arbeit.

Speaker: Sei es Hebamme, Stillberatung, Ologopäden.

Speaker: Also das ist schon etwas, was ich sehr schätze in der Kinderarztpraxis Schumanngasse, was dort sehr fein ist.

Speaker: Auch weiterzugeben dann oder zuzuziehen.

Speaker: Auch mal eben der Kinderarzt oder der HNO-Arzt, wenn es ums Schnarchen geht oder Zungenruhelage.

Speaker: Das ist super fein und Gott sei Dank dort wirklich dann über die Jahre hinweg super entstanden.

Speaker: Und für die Kleinen ist es sicher auch in Mütterstudien gut.

Speaker: Wir haben ja sehr viel darüber gesprochen, dass du unterschiedliche Tätigkeiten im Alltag jonglierst und in unterschiedlichen Rollen tätig bist.

Speaker: Aber was tust denn du für deine eigene Selbstfürsorge oder Schlafhygiene oder einfach darum, deine Batterien aufzufüllen für den Alltag?

Speaker: Einmal in der Woche Sport.

Speaker: Ist jetzt nicht zu überdrüber, aber immerhin.

Speaker: Hin und wieder mit dem Fahrrad fahren.

Speaker: Viel im Garten sein.

Speaker: Das ist schon etwas, was mir viel Kraft gibt.

Speaker: Zeit zu haben, mal wirklich eine Dreiviertelstunde oder Stunde mal mit den Kindern einfach nur zu reden und zu sagen, okay, wir haben jetzt gerade gegessen, aber jetzt bleiben wir noch sitzen und wir plaudern ungestört.

Speaker: Das ist in dem Alter, in dem Teenageralter echt gar nicht leicht, das dann hinzukriegen.

Speaker: Aber das muss ich sagen, genieße ich sehr, wenn ich dann

Speaker: zwischen meinen drei großen Buben sitzen und ich denke, cool, dass man dann auch schon so tolle Gespräche führen kann.

Speaker: Für die Pflege, Schlafhygiene versuche ich sehr pünktlich schlafen zu gehen.

Speaker: Also da bin ich mit meinen Söhnen auch noch relativ streng, was sie nicht immer so gerne haben, aber ist so.

Speaker: Und mit mir selber auch recht streng.

Speaker: Einfach

Speaker: dem Schlaf die Chance zu geben, ausreichend Platz in unserem Tag zu finden.

Speaker: So muss man sagen.

Speaker: Wir können bis Halleluja auf sein, wir können bis Halleluja irgendein Hobby betreiben und nichts limitiert uns mehr.

Speaker: Das ist für die Kinder auch nicht einfach, aus der Impulskontrolle heraus zu sagen, jetzt habe ich genug, ich drehe das Handy ab.

Speaker: Da bin ich schon sicher sehr

Speaker: immer noch stark begleitend, auch bei meinen Großen dran.

Speaker: Und bei mir selber halt auch, zu sagen, okay, das Handy wird am Abend nicht mehr aufgedreht, wird weggetan.

Speaker: Oder nein, ich check jetzt nicht die E-Mails noch einmal um neun.

Speaker: Das ist dann wirklich aus.

Speaker: Ich glaube, davon kann jeder von uns auf eine Art und Weise profitieren und schön, dass man sich das nochmal so in Erinnerung rufen kann hier.

Speaker: Gibt es denn jetzt etwas, was du rückblickend vielleicht hättest anders machen wollen, wenn du die Möglichkeit gehabt hättest?

Speaker: Das ist jetzt nicht so explizit in meinem Kopf, wo ich sage, man,

Speaker: vielleicht zu Corona-Zeiten ein bisschen gelassener zu sein.

Speaker: Das war, glaube ich, schon eine sehr herausfordernde Zeit, was schulisch anbelangt, aber auch beruflich, dann die ganze Umstellung, da das alles ein bisschen gelassener zu sehen.

Speaker: Ist ja auch ein Learning.

Speaker: Ja, und Gott sei Dank abgehakt.

Speaker: So ist es.

Speaker: Astrid, wo kann man denn mehr über dich und deine Arbeit erfahren?

Speaker: Ja, ich habe eine Homepage, also das Kinderschlaf.at.

Speaker: Da sind viele Informationen drauf, rund um das Thema Schlafhygiene, Chronobiologie, um auch den Eltern so ein bisschen vorab Hilfeleistung zu geben, weil das heißt, um einmal zu sehen, was ist wichtig fürs Schlafen.

Speaker: Auch Schlaffachprotokolle sind oben, die man ausfüllen kann.

Speaker: Und ansonsten führe ich eben Gespräche in der Kinderarztpraxis Schumengasse, das heißt auch dort auf der Homepage oder im Mütterstudio.

Speaker: Gerade für die jungen Mütter ist die Stillgruppe, die es dort gibt, beziehungsweise die Babycare-Gruppe auf alle Sachen.

Speaker: Das werden wir sehr gerne verlinken, damit man dich auch gut findet.

Speaker: Möchtest du abschließend noch etwas loswerden, was ich vielleicht nicht gefragt habe oder was dir vielleicht noch am Herzen liegt an dieser Stelle?

Speaker: Eigentlich danke nur für das tolle Interview.

Speaker: Danke für die Chance, ein bisschen von mir zu erzählt.

Speaker: Und ja, ich bin froh, dass da mit Appointments so eine gute Zusammenarbeit ist.

Speaker: Auch was so kurzfristige Spezialanfragen anbelangt mit, ich brauche Hilfe, ich finde irgendwas nicht.

Speaker: Oder auch dieses selber personalisieren zu können, selber Felder einzufügen in den Bogen, den man da hat.

Speaker: Das ist schon eine tolle Sache und da bin ich froh, dass ich immer...

Speaker: sehr schnell dann Unterstützung habe.

Speaker: Danke auch an der Stelle.

Speaker: Schön zu hören.

Speaker: Ich danke dir für das tolle Feedback und auch, dass du heute zu Gast warst und ein bisschen über deinen Hintergrund und deinen Weg und die schönen Erfolge und Herausforderungen aber auch so ehrlich mit uns geteilt hast und mit unseren Hörerinnen und Hörern.

Speaker: Vielen Dank, dass du da warst.

Speaker: Danke.

Speaker: Dieser Podcast wird präsentiert von Appointment, der unkomplizierten Praxissoftware.

Speaker: Um dich voll auf deine Patientinnen und Patienten konzentrieren zu können, brauchst du einen freien Kopf.

Speaker: Mit Appointment verwaltest du deine Termine, Dokumentationen und Rechnungen im Handumdrehen.

Speaker: Das bedeutet weniger Stress mit Administration und mehr Zeit für deine Patientinnen und Patienten.

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