Transcript
Speaker: Ich habe letzte Woche das erste Mal eine To-Do-Liste geschrieben, weil die Tasks so viel waren, dass ich tatsächlich das aufschreiben musste.
Speaker: Ich habe nie mehr als fünf Wochen Urlaub im Jahr gemacht.
Speaker: Die längste Reise, die ich bisher gemacht habe, waren vier Wochen.
Speaker: Mitte 20 hatte ich eben so eine kleine Vision.
Speaker: Ich hätte gerne eine Praxis, aber in dieser Praxis möchte ich ungern alleine arbeiten.
Speaker: Ich möchte aber keine Mitarbeiter haben, weil darum möchte ich mich nicht kümmern, sondern ich möchte frei sein.
Speaker: Ich hatte so einen kleinen 12-Quadratmeter-Raum in einer Yogaschule.
Speaker: Da habe ich meine Selbstständigkeit drin gegründet.
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu Hashtag Praxis, dem Podcast für selbstständige Therapeutinnen mit Tipps und Tricks zur erfolgreichen Praxisführung.
Speaker: In dieser Folge begrüße ich ganz herzlich bei uns Cornelius Feist, Osteopath in eigener Praxis in Hamburg.
Speaker: Cornelius ist auch Physiotherapeut und
Speaker: Movement-Lehrer und Yoga-Lehrer und selbst auch Ausbildner.
Speaker: Was ihn als Gesundheitsdienstleister beruflich bewegt, wie er zur Gründung seiner Movement-Schule gekommen ist und welche Business-Hacks ihm bisher Erfolg gebracht haben, das alles verrät er uns heute im Gespräch.
Speaker: Viel Spaß beim Zuhören!
Speaker: Cornelius, ich freue mich, dass du da bist.
Speaker: Hallo und herzlich willkommen!
Speaker: Hey, schön hier zu sein.
Speaker: Ja, danke, dass du dir die Zeit nimmst und ich würde dich gerne jetzt am Anfang auch bitten, erzähle uns ein bisschen, wer bist du und was machst du genau beruflich?
Speaker: Ja, mein Name wurde ja schon vorgestellt.
Speaker: Ich bin Cornelius Feist, komme aus Hannover in Deutschland, wohne inzwischen in Hamburg, habe eine Physiotherapieausbildung gemacht.
Speaker: Diese habe ich nur gemacht, um Osteopathie zu machen.
Speaker: Also es war sozusagen schon von vornherein der Weg ein bisschen vorgezeichnet.
Speaker: Habe diese Osteopathie-Ausbildung dann Teilzeit fünf Jahre in Hamburg gemacht, habe währenddessen als Physiotherapeut gearbeitet und habe dann in meinem dritten Jahr der Osteopathie-Ausbildung die Heilpraktiker-Zulassung parallel gemacht, um dann anzusehen,
Speaker: auch nach deutschem Maßstab juristisch korrekt in die osteopathische Tätigkeit gehen zu können ab Abschluss der Ausbildung.
Speaker: Parallel sind noch ein paar, das hattest du angesprochen, ein paar andere Begriffe,
Speaker: ja, Weiterbildungen, Projekte aus dem aktiven Bewegungsbereich und Bewusstseinsbereich dazugekommen.
Speaker: Das hat sich eher so organisch ergeben und insofern habe ich dann parallel oder kurz nach Abschluss meiner Physiotherapieausbildung auch eine Ausbildung zum Yoga-Lehrer gemacht, eine 200-Stunden-Ausbildung, die wurde dann
Speaker: noch etwas erweitert durch eine 350 Stunden Yoga- und Meditationslehrerausbildung in Hamburg.
Speaker: Das war tatsächlich auch parallel, fällt mir gerade auf, auch zur Osteopathieausbildung.
Speaker: Also es war immer bei mir viel los, was Weiterbildung betrifft.
Speaker: Da ist die berufliche Tätigkeit im Praxisalltag als Physiotherapeut war so ein bisschen Brot und Wasser und drumherum hatte ich viel Lust und Zeit, mich weiterzubilden.
Speaker: Schön, wie sich diese
Speaker: auch so wie so ein Bindeglied, die zusammenhengeneinander schön ergänzen.
Speaker: Aber du hast es am Anfang gesagt, dass du zur Osteopathie über die Physiotherapie eigentlich gekommen bist.
Speaker: Da würde mich interessieren, vielleicht noch einen Schritt tiefer zu gehen.
Speaker: War das beruflich etwas, was du schon immer machen wolltest?
Speaker: Oder was war so das Ausschlaggebende, dass du für dich gewusst hast, diesen Weg einschlagen zu können oder zu wollen?
Speaker: Ja, also es war tatsächlich so, ich hatte nach dem Abi, hatte ich mich auf Humanmedizin beworben, hätte nach einem Jahr, ich habe dann ein freiwilliges wissenschaftliches Jahr gemacht an der Medizinischen Hochschule in Hannover.
Speaker: Da gibt es nicht so viele Plätze, das ist auch, glaube ich, nur an zwei Standorten in Deutschland überhaupt gibt es das.
Speaker: Da war ich in einem Labor in der Stammzellforschung.
Speaker: Und das wäre mir danach sehr stark auf den NC angerechnet worden.
Speaker: Dann hätte ich sozusagen ein Jahr auch anfangen können mit dem Humanmedizinstudium.
Speaker: Habe dann nach einem halben Jahr in der Forschung zum einen gemerkt, dass Grundlagenforschung oder so wie Forschung strukturiert ist, dass mir das zwar thematisch oder intellektuell taugt, aber nicht so sehr von der
Speaker: und von der eigentlichen Tätigkeit.
Speaker: Und ich habe auch wiederum ein bisschen Kontakt gehabt zu Menschen, die eben am Ende von ihrem Humanmedizinstudium oder in ihrer Assistenzzeit ihre Dissertation machen und parallel dann sozusagen in der Forschung sind.
Speaker: Und ich habe dann diese Personen immer von ihren langen Diensten dann noch ins Labor kommen sehen und dann noch mal sechs Stunden da an der Dissertation forschen.
Speaker: Und ich habe mich
Speaker: Da sehr stark gefragt, ob zwar das Feld für mich passt, aber die Berufsbeschreibung, das, was da implizit erwartet wird oder ich finde, das ist ein bisschen jenseits von Menschlichkeit fast.
Speaker: Also ich finde es unfassbar, dass das System darauf basiert, dass Menschen so arbeiten müssen und dabei so viel Verantwortung tragen.
Speaker: Und da habe ich mich eben hinterfragt, ob ich mich da wirklich drin sehe, da so zu arbeiten.
Speaker: Und tatsächlich habe ich dann noch ein paar, noch mal ein, zwei Praktika gemacht, in niedergelassenen Praxen, um mir das nochmal das volle Bild anzugucken.
Speaker: Aber bin auch tatsächlich, ist mir siedentheiß eingefallen, dass meine Tante ist Osteopathin, die hat eine Praxis in Hannover,
Speaker: Und dass ich bei ihr den Alltag immer ganz anders erlebt habe.
Speaker: Also ich war meine Kindheit lang immer mal bei ihren Behandlungen, wenn es was gab, wenn irgendwie Sportverletzungen oder solche Sachen doch mal waren.
Speaker: Da gab es nie was Großes, aber hin und wieder war ich dann Behandlung und es wirkte alles immer sehr relaxed und trotzdem fokussiert.
Speaker: Aber ich konnte gar nicht greifen, wie intensiv ist so eine Ausbildung.
Speaker: Reicht mir das sozusagen von dem, weil ich wollte mich damals auch sehr fordern, hatte mich deswegen auch für Humanmedizin interessiert und
Speaker: Habe dann eben festgestellt, habe sie dann gefragt, wie wird man eigentlich Osteopath?
Speaker: Was gehört da eigentlich dazu?
Speaker: Und sie hat mir so ein paar Sachen zu lesen gegeben.
Speaker: Ich habe bei ihr dann hospitiert und da habe ich dann begriffen, dass das auch ein genauso unendliches Feld ist, der Weiterbildungsmöglichkeit, eine intensive Basisausbildung.
Speaker: Und das macht man nicht mal eben so.
Speaker: Und dann...
Speaker: Ja, war das sozusagen die Richtung und dann war es damals noch so, dass die Vollzeitstudiengänge noch, es gab zwar die ersten, aber die waren erstens noch nicht durch mit ihrer Anerkennung und zweitens, also dass es tatsächlich über eine deutsche Hochschule auch ein Abschluss ist, der dann als Master oder als Bachelor, ich glaube damals ging es sogar noch um den Bachelorstudiengang, inzwischen kannst du ja Bachelor und Master machen, der in Deutschland auch akkreditiert ist, damals war das noch nicht so.
Speaker: Und, und das war eigentlich der schwerere Teil, dass sie noch keine Lehrpraxen dran hatten.
Speaker: Das heißt, im Endeffekt hat man ein Vollzeitstudium gemacht, was nicht akkreditiert war und musste selber zusehen, wie man sich sozusagen die Praxis, das, wo es ja am Ende darum geht, weiterfühlt.
Speaker: Wo man sich dann die Patienten sucht, wie man das dann macht, das musste man ja am Ende dann im Freunde-Bekanntenkreis irgendwie in Vereinen einfach so als Übungssituation sich zusammensuchen.
Speaker: Und das hat sich für mich damals nicht so stimmig angefühlt.
Speaker: Es hat auch eine Downside gehabt.
Speaker: Ich habe dann den Weg eben über die Physiotherapie gewählt und das war auch nicht so einfach, weil mir nicht ganz klar war.
Speaker: Ich habe gedacht, naja, ich mache das dann drei Jahre und dann mache ich ja Osteopathie, aber dass ich dann drei Jahre und dann aber eigentlich fünf Jahre in einem Beruf arbeite, den ich gar nicht initial für mich gewählt habe, den lernen zu wollen, dass ich dann da doch am Ende acht Jahre drin sein werde, das
Speaker: habe ich sozusagen nicht ganz zusammengefügt und das war durchaus auch ein bisschen schmerzhaft, weil die Physiotherapie hat ihre Upseids und ihre Downsides und deswegen war ich sehr froh, als ich dann wirklich tatsächlich meine Osteopathie-Praxis gründen konnte und aus diesem System dann aussteigen konnte und den Beruf ausüben konnte, Vollzeit, den ich auch eigentlich ausüben oder lernen wollte.
Speaker: Heißt das im Umkehrschluss, dass du dich dann erst nach dem Abschluss deiner Osteopathiebildung auch tatsächlich in die hundertprozentige Selbstständigkeit begeben hast und davor parallel zur Ausbildung in einem Angestelltenverhältnis eben in der Therapie gearbeitet hast?
Speaker: Nicht ganz.
Speaker: Also ich habe mich quasi als Physiotherapeut noch teilselbstständig gemacht.
Speaker: Also ich hatte dann eine Phase, in der habe ich Selbstzahler und privat 30-70, 40-60 am Ende teilselbstständig behandelt und dann habe ich so den Switch gemacht in die volle Selbstständigkeit.
Speaker: Und habe mich dann nach Abschluss, und das war ja parallel zur Osteopathie-Ausbildung von meiner Heilpraktiker-Zulassung, das war der Moment, wo ich mich dann voll selbstständig gemacht habe mit Osteopathie-Praxis und Physiotherapie-Praxis eben als Osteopath in Ausbildung.
Speaker: Dann ist das sozusagen organisch eher so von diesen zwei Sektoren so gewachsen, sodass ich dann am Ende meiner Osteopathie-Ausbildung 100 Prozent mit gefülltem Plan dann osteopathisch tätig sein konnte und dann nicht sozusagen dann angefangen habe.
Speaker: Ich habe ja eingangs erwähnt, du
Speaker: Du bist ja neben deiner beruflichen Arbeit als Therapeut in unterschiedlichen anderen Disziplinen oder Tätigkeiten auch unterwegs.
Speaker: Da frage ich mich auch manchmal so, wie sieht denn so dein Alltag aus?
Speaker: Und kannst du so ein bisschen beschreiben, wie so eine Woche von dir aussieht, wie du deine Arbeit aufteilst oder wie du dich auch priorisierst in dieser Woche von dir?
Speaker: Ja, das ist inzwischen ganz spannend.
Speaker: Also ich habe meine Praxis ziemlich, was so das Buchhalterische, was die Terminfindung, auch Follow-up-Termine und so weiter, automatisiert eben auch durch die Hilfe von eurem Praxistool.
Speaker: Und insofern, weil ich jetzt inzwischen eben ein paar Jahre und davor auch angestellt in der Praxis im selben Stadtteil tätig bin,
Speaker: ist sozusagen die Praxis selber, ja läuft von alleine.
Speaker: Das ist sozusagen wie meine Basis.
Speaker: Ich habe nie Werbung geschaltet.
Speaker: Ich habe natürlich meine Praxis entsprechend über SEO und so weiter gut positioniert.
Speaker: Meine Lage ist gut, aber ich bin eben auch in dem Stadtteil inzwischen sehr angekommen.
Speaker: Insofern fordert das nicht so viel mein Space von mir und das ist sozusagen eine sichere Basis,
Speaker: Und in der habe ich mich auch entschieden, weil, wie du sagst, ich eben noch andere Dinge mache, das auch nur in Teilzeit sozusagen stundentechnisch betrachtet.
Speaker: Da mache ich so etwas zwischen fünf bis maximal sieben Stundentermine pro Tag mit einer Stunde Pause und alles, was drumherum dann anfällt.
Speaker: Also inzwischen würde ich mich beschreiben als
Speaker: Ich bin Osteopath in eigener Praxis.
Speaker: Ich mache ein bisschen Projektentwicklung.
Speaker: Ich habe ja die Praxis, in der ich meine Praxis habe.
Speaker: Da habe ich eine Praxisgemeinschaft gegründet.
Speaker: Das sind mehr Räume.
Speaker: Da gibt es noch ein bisschen Vermietungstätigkeit sozusagen und Raummanagement, was ich zusätzlich mache.
Speaker: Das ist auch immer wie ein kleiner Hausmeisterjob, den ich habe, weil dasselbe habe ich mit der Movement-Schule auch nochmal.
Speaker: Das ist auch ein größerer Space, wo es eben auch zum einen Vermietungstätigkeit gibt, zum anderen ein Kurssystem, was gepflegt wird und ich mache bei all diesen Sachen auch so ein Stück weit den technischen...
Speaker: Hintergrund, dass das Ganze eben läuft, dass die Integrationen funktionieren, dass das Ganze von der Positionierung auffindbar ist, gut auffindbar ist und so weiter.
Speaker: Und diese Sachen mache ich sozusagen rund um meine Praxistätigkeit, die ich eher als
Speaker: Entspannt empfinde, ein bisschen meditativ.
Speaker: Also klar, das immer so pro Stunde, eine halbe Stunde starke Interaktion im Gespräch und so weiter.
Speaker: Aber die Behandlung selber ist sehr konzentriert, sehr fokussiert, relativ ruhig.
Speaker: Natürlich kann man dabei sprechen, aber da geht es ja schon dann um die Person.
Speaker: Aber zeitgleich ist das auch irgendwie ein sehr stiller Moment irgendwie so für mich, wo ich einfach nur so tätig sein kann.
Speaker: Und so den Händen und meinem Hirn folgen kann, ohne über andere Sachen nachzudenken.
Speaker: Also es ist energieintensiv, aber auf einer Ebene auch entspannteste Teil meiner Arbeitswoche.
Speaker: Der Rest fordert zum Teil viel, viel mehr Kommunikation, Interaktion und da wird es deutlich schneller, deutlich komplizierter.
Speaker: Und insofern habe ich dann sozusagen meine Kurse, die ich selber unterrichte, habe eben das Kurussystem, was andere Menschen mit unterrichten, habe einen Partner mit der Movement Schule, also ich mache das nicht ganz alleine und muss mich aber eben auch so ein bisschen um die Praxisräume, die Praxisgemeinschaft kümmern.
Speaker: Ich höre da raus, du bist ein sehr strukturierter Mensch in deiner Arbeit.
Speaker: So nehme ich dich wahr.
Speaker: Wie würdest du dich da beschreiben?
Speaker: Was braucht es,
Speaker: hier an Eigenschaften, vielleicht Charaktereigenschaften oder was für ein Typ Match muss man denn sein, um das einfach so gut hinzubekommen?
Speaker: Ich glaube, das, was jetzt sozusagen, also wenn ich das so erzähle, dann klingt das für mich selber viel und ich kann sagen, also ich habe letzte Woche das erste Mal eine To-Do-Liste geschrieben, weil die Tasks so viel waren, dass ich tatsächlich das aufschreiben musste.
Speaker: Aber ich habe bisher das alles sozusagen
Speaker: Natürlich über einen gut geführten Kalender, also ich weiß schon wann, also Termine trage ich mir immer ein und auch immer direkt, sonst geht es unter.
Speaker: Aber sozusagen dieses, so was habe ich noch zu erledigen, das habe ich bislang eigentlich immer in meinem Kopf gehalten.
Speaker: Ich glaube, der Punkt ist, ich hatte so mit Mitte 20 hatte ich eben so eine kleine Vision, ich hätte gerne eine Praxis, aber in dieser Praxis möchte ich ungern alleine arbeiten.
Speaker: Ich möchte aber keine Mitarbeiter haben, weil darum möchte ich mich nicht kümmern, sondern ich möchte fragen,
Speaker: Ich möchte aber trotzdem Menschen begegnen, weil mir macht Zusammenarbeit Spaß.
Speaker: Und deswegen war es eigentlich klar, dass irgendwie möchte ich gerne in einer Praxisgemeinschaft sein oder eine Praxisgemeinschaft gründen, weil das erschien mir irgendwie sinnig und damit da auch ein bisschen Leben drin ist.
Speaker: Und genauso ein bisschen früher noch habe ich gedacht, Movement ist so in den Kinderschuhen und ich bin so früh mal bei etwas dabei.
Speaker: Ich glaube mega daran, dass das eine große Antwort ist, nicht für jeden, aber für einige auf so ein paar Fragen, die gerade nachdenken.
Speaker: an wenig Stellen so beantwortet werden, wo wir noch ein bisschen Mensch sein dürfen, wo wir auch ein bisschen Kind sein dürfen in Bewegung, wo Bewegung nicht wieder mit Leistung verknüpft ist, sondern wo wir Bewegungsqualität fördern können und entsprechend auch Gesundheit, aber auf eine spielerische Art und Weise, auf nicht so eine, wir müssen noch mehr leisten Art und Weise.
Speaker: Und ich hätte gerne eine Schule, aber ich weiß gar nicht, wie man da hinkommt.
Speaker: Und das war so der andere Punkt.
Speaker: Und beide Sachen sind so ein Stück weit eingetreten.
Speaker: aber auf organische Art und Weise.
Speaker: Das heißt, ich glaube, die Kompetenzen, die ich auf dem Weg erworben habe, es war halt einfach eine organische Entwicklung in die Richtung, die jetzt zu dem Endresort das hier ist, aber es ist sozusagen nicht, ich habe mir ausgedacht, das sind zwei gute Business Cases und ich mache die sozusagen.
Speaker: Sondern es ist aus deiner Leidenschaft heraus für die Sache selber und mit der Power dahinter auch was zu bewegen, höre ich heraus, entstanden.
Speaker: Ja, und auch einfach mit viel Geduld, weil solche Sachen passieren einfach nicht über Nacht.
Speaker: Keine Ahnung, in der Gesamtsumme waren das ja wahrscheinlich dann ab Abi zehn Jahre bis zur Selbstständigkeit oder so.
Speaker: Und die waren halt gefüllt von Bildung und Weiterbildung.
Speaker: Und das muss man aber dazu sagen, nicht viel Raum für zum Beispiel Reisen und so weiter.
Speaker: Das sind jetzt so einige Sachen, wo nicht alles möglich war, weil einfach
Speaker: weil die Physiotherapie so schlecht vergütet ist und ich einfach auch so viele Wochenenden in Fortbildung war, zum Teil eben zwei Sachen, eigentlich immer zwei Sachen gleichzeitig, ob das dann Osteopathie und Yoga war oder Osteopathie und die Halbpraktik war Vorbereitung, aber es war eigentlich ständig, ständig waren irgendwie Wochenenden nicht zur Verfügung und ich habe nie mehr als...
Speaker: keine Ahnung, fünf Wochen Urlaub im Jahr gemacht, irgendwie die längste Reise, die ich bisher gemacht habe, waren vier Wochen.
Speaker: Das ändert sich dieses Jahr.
Speaker: Dieses Jahr bin ich mal auf meine bisher längste Reise, bin mal sechs Wochen unterwegs im Sommer und da habe ich mich sehr, sehr lange darauf gefreut und sehr lange darauf hingearbeitet.
Speaker: Und es geht halt nicht alles und man muss sich halt überlegen, wie sehr brennt man für was und was macht man in welcher Pace.
Speaker: Und das heißt, man kann auch eine langsamere Pace wählen und das muss man nicht in zehn Jahren machen und dann macht man das vielleicht in 20, aber hat währenddessen mehr Zeit.
Speaker: Das ist genauso legitim,
Speaker: Ich hatte halt, mich haben halt die Sachen so gepackt und es hat sich die ganze Zeit so ergeben und sie haben, wie du meintest, das ist auch eine Symbiose, also die Sachen geben sich auch ein Stück weit, zumindest von der Kompetenz her, die Hand, dass ich jetzt sehr einfach da drin agieren kann und die Sachen voneinander profitieren.
Speaker: Also wenn ich zum Beispiel in unserem Movement Teacher Training arbeite,
Speaker: Wenn ich Anatomie und Physiologie unterrichte, dann ist das auf der Basis von, ich habe das schon mal in Yoga-Ausbildung gemacht, sehr einfach.
Speaker: Ich habe schon mal die Arbeit geleistet, da einen Skript zu erstellen, einen Überblick zu schaffen.
Speaker: Ich habe schon Erfahrung da drin, wie vermittelt man das an Menschen, die vielleicht gar keine Vorbildung in dem Bereich haben.
Speaker: Was kann man erwarten, was kann man nicht erwarten?
Speaker: Viele Dinge sind jetzt einfach, weil ich sie schon mal gemacht habe oder weil sie schon mal an einer anderen Stelle waren und zurückgekommen sind zu mir.
Speaker: Und ich habe das Gefühl, es bewegt sich alles nur so in Kreisen und es ist langsam größer geworden.
Speaker: Und deswegen...
Speaker: Habe ich auch immer noch den Überblick und trotzdem musste ich letzte Woche eine To-Do-Liste schreiben.
Speaker: Das heißt jetzt mit diesem, die Movement-Schule gibt es schon sieben Jahre, aber mit dem eigenen Space, den wir jetzt im Februar eröffnet haben, was einfach von der Verantwortung, auch monetär und so weiter, einfach ein größeres Erlebnis.
Speaker: etwas ist zu denken, das können wir nicht irgendwie einfach übermorgen schließen und dann passiert nichts, sondern das ist eben jetzt ein anderer Load und da merke ich direkt auch, das macht auch eine andere Notwendigkeit, die Sachen wirklich noch weiter zu durchdenken und Tasks nicht aufzuschieben, sondern man muss halt einfach auch so ein bisschen da sein und wahrscheinlich bin ich auch jetzt erst bereit, so diese Größe der Projekte auch zeitgleich zu handeln, ja.
Speaker: Man hört sehr schön raus, wie du jetzt dabei bist, auch diese Früchte zu ernten, was du in den letzten Jahren dir erarbeitet hast und gesät hast.
Speaker: Und mit diesem Full-Circle-Moment, wo ja auf Basis von deinen Weiterbildungen und sehr stark beruflicher Praxis hier du auch etwas zurückgeben kannst und etwas kreieren kannst selber, dass du in dieser Phase bist, das hört man sehr, sehr schön raus.
Speaker: Erzähl uns bitte kurz, was ist denn Movement Practice Hamburg?
Speaker: Movement ist parallel entstanden in einer Phase, in der ich auch so ins Yoga eingetaucht bin und parallel hatte mich ein Freund von mir auf so ein Internetphänomen oder diese Internetströmung, die eigentlich gar keine Internetströmung war, aber das war der einzige Ort, wo man das sehen konnte, weil es noch so klein war,
Speaker: auf Movement Culture gestoßen.
Speaker: Und dann hat er mir da so ein paar Videos von geschickt und wir haben dann einfach Sachen nachgemacht.
Speaker: Also ich habe das aber gesehen und habe gedacht, wow, das ist so, als wäre das eine Trainingssprache, etwas, was ich einfach so
Speaker: in mir immer gefühlt habe, dass eigentlich dieses spezielle sportartspezifische Training, das fühlt sich nicht 100% so nach dem an, wofür unser System eigentlich gemacht ist.
Speaker: Also wir können das, wir können echt krasse Spezialisten sein, aber
Speaker: Ich finde, der Homo Sapiens ist eher ein Generalist und auch wie wir ja evolutiv gebaut sind von den Fähigkeiten, sind wir, glaube ich, so effizient gewesen, natürlich wegen der Kooperationsfähigkeit, aber auch, weil wir...
Speaker: weil wir dieses Bewusstsein haben, verschiedene Dinge greifen zu können und auch an verschiedene Dingen dann uns entwickeln zu können.
Speaker: Und wenn wir das auf den Sport übertragen und wir irgendwie eine Einzeldisziplin nehmen, sagen wir mal wie Sperrwurf, das ist extrem spezialisiert auf diesen Skill und es ist unglaublich komplex darin, so gut zu werden, dass er so weit fliegt.
Speaker: Das heißt, der ganze Körper wird
Speaker: Und auch von der Basiskraft steckt da ja viel, viel mehr hinter, als eigentlich nur dann einen Sperr zu werfen.
Speaker: Aber trotzdem ist das Ganze ausgelegt ja relativ spitz auf einen spezifischen Task.
Speaker: Und deswegen ist das Training auch darauf ausgelegt.
Speaker: Und ich weiß nicht, ob die trainieren, auch mit beiden Seiten zu werfen.
Speaker: Aber grundsätzlich ist es so, oder das sehe ich auch bei meinen PatientInnen, so in sehr spezifischen Dingen, wo wir einhändig agieren, um...
Speaker: oder wo es zumindest ein Pattern gibt, was immer in dieselbe Richtung geht, weil wir auch nur dann so fein werden können, das so gut zu können, oder nehmen wir Golf oder so, das fordert auch einen Preis.
Speaker: Das ist eine einseitige Bewegung, oder?
Speaker: Dass die eine Seite sehr speziell beansprucht wird, aber ich in meinem Alltag im Grunde mehrere Seiten meines Körpers für meine täglichen Tasks nutze in dem Sinne.
Speaker: Exakt.
Speaker: Wir sind ja ein bisschen diese Illusion der Symmetrie.
Speaker: Wir sind ja gar nicht so symmetrisch, wie wir denken.
Speaker: Das heißt, das ist auch okay.
Speaker: Und unser Körper kann das auch, wenn das alles relativ frei funktioniert, ja gut kompensieren.
Speaker: Ich sage nicht, dass das unbedingt zu Problemen führt.
Speaker: Ich sage nur...
Speaker: Wenn ich sehr spezifisch in einer Sache sein möchte und da sehr gut drin werden möchte, dann muss ich einen sehr hohen Aufwand betreiben, um diese letzten Prozent Leistungsfähigkeit, Spezialisierung zu erreichen.
Speaker: Und die Lernkurve oder das, wie die Leistungsentwicklung ist, ist ja auch nach oben hin, nimmt die ja sogar ab.
Speaker: Das, was ich im Movement gesehen habe, dieser Generalistenansatz, sich loszusagen von, ich will diese eine Sache so gut können, wie um mich drum herum niemand anders, das ist ein Weg.
Speaker: Und
Speaker: Als ich da mehr reingegangen bin, habe ich gemerkt, wow, gewisse Dinge verschwinden, die ich vorher hatte, einfach weil ich nicht mehr dieselben Strukturen immer und immer wieder in der Form belaste, sondern weil ich meinem Körper ganz viele verschiedene Impulse zur Verfügung stelle.
Speaker: Ich habe dann in Hamburg eine Gruppe kennengelernt, beziehungsweise ich hatte in Hannover noch eine eigene Gruppe, da gab es aber noch gar keine Szene, da haben wir immer mit drei, vier Leuten trainiert.
Speaker: In Hamburg gab es schon drei, vier Gruppen, da habe ich mich dann erstmal orientiert, weil ich nicht irgendwas machen wollte, was es schon gibt.
Speaker: Und bin dann in einer Gruppe geblieben, erst mal als Teilnehmender, auch wenn ich einen Hintergrund hatte im Unterrichten, sagen wir mal als fortgeschrittener Teilnehmender.
Speaker: Und dann hat sich da erst eine Freundschaft entwickelt und dann eine Zusammenarbeit.
Speaker: Und das ist jetzt auch mein Partner, mit dem ich zusammen die Movement Schule dann gegründet habe.
Speaker: Und deswegen, was ist Movement Practice?
Speaker: Eine Schule für Bewegung, ein Ort für Bewegungsqualität und menschliche Verbindung, gemeinsames Bewegen,
Speaker: Wen sprecht ihr denn da konkret an oder was kann ich mir als Teilnehmende denn erwarten, wenn ich zu Movement Practice Hamburg dazukomme?
Speaker: Wir haben ein Kursangebot, also geführte Bewegungskurse, so wie man das vielleicht auch aus anderen Bewegungsdisziplinen kennt.
Speaker: Also man kann es sich vorstellen wie einen Yoga-Kurs, bei dem es keine Matten gibt.
Speaker: Man wird durch etwas durchgeleitet, aber wir bewegen uns nicht nur an einem Ort, sondern wir nutzen dreidimensional den Raum und die Bewegungsvielfalt ist deutlich höher.
Speaker: Das heißt, das Repertoire, aus dem wir uns bedienen, ist alles, was wir
Speaker: Bewegungsqualität fördert.
Speaker: Das kann spielerisch entlehnt sein aus dem Kampfsport, das kann entlehnt sein aus Yoga oder funktionellen Bewegungen in Richtung Mobilität oder auch funktioneller Kraft.
Speaker: Das können mal einzelne Übungen sein, um spezifische Fähigkeiten zu fördern.
Speaker: Das kann dann eine Verbindung sein in diesem, das hat man vielleicht am ehesten nochmal aus dem Movement gesehen, einfach mal so aus dem
Speaker: aus dem Animal Flow, aus der Locomotion, also organische Kraftübungen, die aber auch viel funktionelle Mobilität brauchen.
Speaker: Aber vom Level her, und das ist das Schönste eigentlich am Movement, hat man den Eindruck, das könnte sehr schwierig sein, nicht besonders niedrigschwellig, sondern sehr fordernd.
Speaker: Und ich sage nicht, dass es nicht fordernd ist, aber ich sage, es ist niedrigschwelliger als die meisten Einzidisziplinen, in denen man sozusagen nur das kann, wenn man es geübt hat.
Speaker: Und das ist so basic zum Teil, was wir machen, aber so normal eigentlich für unseren Körper, dass es vielleicht nicht direkt zugänglich ist, aber es ist nichts so Neues, dass man denkt, ich weiß gar nicht, wie ich das umsetzen soll.
Speaker: Und es ist immer der Raum da, eine eigene Variante oder in dem eigenen Körper einen Weg da drin zu finden, weswegen alle zeitgleich üben können.
Speaker: Denkst du, das ist eine Herausforderung für die Teilnehmenden eher,
Speaker: mentaler Natur, damit ich mich von Mustern, die sich so eingeprägt haben über die Jahre, loslöse und einfach mal so ein bisschen spielerisch, explorativ in diese Bewegung reingehe.
Speaker: Ist das so etwas, was Sie anbietet?
Speaker: Absolut.
Speaker: Und das ist, glaube ich, das, weswegen es dann doch für manche Menschen emotional nicht niedrigschwellig ist.
Speaker: Wenn man zu einem Fitnesskurs geht und man landet in einem Intermediate-Fitnesskurs und man ist selber aber gerade gar nicht fit und dann sagt die Person so, wir machen jetzt 20 Burpees und wir machen jetzt 15 Liegestütze und ich kann vielleicht keine einzige Liegestütze und ich weiß nicht, was ein Burpee ist, dann bin ich sozusagen raus.
Speaker: Wenn ich das jetzt übertrage, bei uns kann es sein, was von dem Körper ganz viel abfordert.
Speaker: Die lehrende Person sagt, hey, wir gehen jetzt in einen tiefen Squat und es kann mir natürlich passieren, dass der gerade von der Mobilität mir gar nicht zugänglich ist, aber das ist gar nicht schlimm.
Speaker: Und dann sagt die Person, aber es ist gar kein Problem, du kannst mit abgehobener Ferse sein, das ist auch ein Squat.
Speaker: Du kannst in der Position sein, in der du willst und du kannst dich auch mit deinen Händen unterstützen, wenn irgendwas zu viel Druck erzeugt.
Speaker: Und eine andere Person zeigt dir jetzt einen Punkt im Raum und du sollst jetzt an dem Punkt im Raum mit deiner Hand berühren.
Speaker: Und dann gibt es einen neuen Punkt und dann berührst du den anderen Punkt im Raum.
Speaker: dann schafft das ein Framing und das wird man als Übung betiteln.
Speaker: Es ist ein Stück weit mehrdimensional.
Speaker: Wir lernen ganz viel eigentlich in dieser Bewegung.
Speaker: Es ist hochkomplex, aber in der Ausführung bedarf es keiner technischen Erklärung, sondern es ist sozusagen eine Bewegungsübung mit Partner.
Speaker: Das heißt, da findet auch Interaktion statt, die nicht erst eine technische Basis oder eine
Speaker: eine Absicherung braucht, dass sich die Personen nicht verlassen, sondern du kannst es in deinem Körper einrichten, wie du es brauchst und dann kannst du daran, es ist super simpel und es ist trotzdem unglaublich effizient.
Speaker: Und so bauen wir viele Übungen auf und deswegen ist das, was wir da tun, potenziell super beneficial, nicht einfach vom Mut her zu kommen, aber für die wenigsten, die kommen ein, ich bin hier körperlich überfordert.
Speaker: Also ich halte das für weniger wahrscheinlich als in den meisten Functional-Kursen.
Speaker: Vor allem, ich kann mich auch darauf verlassen, wenn ich jetzt bei dir im Kurs bin, dass du ja auch aufgrund deiner Erfahrung aus der Therapie auch die Bewegungsmuster und auch gewisse Themen schon kennst und gut Facilitäten kannst mit diesem Schatz an Wissen, was du dir in den letzten zehn Jahren angeeignet hast.
Speaker: Also das ist auf jeden Fall etwas, wo ich sehe, das ist ein großer USP, als wenn das jemand anbietet, der nicht dieses berufliche Hintergrundwissen mitbringt, was du, was ich meine?
Speaker: Ja, das ist wahr.
Speaker: Und zum Beispiel ein Partner von mir aus der Praxisgemeinschaft Karam, mit dem ich die Austriopathie-Ausbildung gemacht habe, der ist durch mich zum Beispiel auch im Movement gelandet und unterrichtet bei uns inzwischen auch einen Kurs.
Speaker: Mein Partner Egi, der...
Speaker: hat 15 Jahre Personal-Trainings-Erfahrung oder so selbstständig und ist seit Jahren in der Movement Culture, war auch direkt bei Ido Portal, der das so ein Stück weit groß gemacht hat, war so bei den ganzen, sage ich mal, OGs der ersten Stunde, die das so entwickelt haben und
Speaker: So ist einfach auch sehr, sehr viel Erfahrung, genauso Malte, wir sind aktuell so vier Kernlehrende, der Jahre Erfahrung im Facilitaten hat und viel im Bereich Embodiment arbeitet.
Speaker: Das ist also so, wir haben so ein Spektrum und wir haben einfach unglaublich hohe Lehrqualität und Bewusstsein für Körper und auch für Unterschiedlichkeit.
Speaker: Und das ist das, was wir einladen.
Speaker: Also wer kann zu uns kommen?
Speaker: Wir sind ausgelegt auf erwachsene Menschen.
Speaker: Das heißt, wir haben aktuell keine Kinderkurse, aber das heißt nicht, dass nicht immer mal auch bei uns Kinder mitgebracht werden.
Speaker: Und das ist das Beste.
Speaker: Daran sehe ich, wie natürlich das ist.
Speaker: Die Kinder, die manchmal mitgebracht werden, die dann einfach teilnehmen an dem Kurs, die brauchen keine Erklärung dafür oder die müssen nicht spezifisch abgeholt werden, sondern die können einfach mitmachen und es funktioniert auch einfach zusammen.
Speaker: Also so
Speaker: So organisch ist das eigentlich, was wir da machen.
Speaker: Aber vom Alter her war das Höchste, was wir bisher hatten, 67.
Speaker: Aber unsere aktuellen Mitglieder sind, ich glaube, von 23 bis 58 aktuell.
Speaker: Genau.
Speaker: Und auch in unserem Teacher-Training, was ja ein Stück weit intensiver ist, was über ein Jahr geht, wo wir eine Ausbildung anbieten, da haben wir auch Personen, also da ist auch das Geld so von Anfang, Mitte 20 bis Mitte, Ende 50.
Speaker: Und das funktioniert.
Speaker: Also das funktioniert auch im Kurs.
Speaker: Das stört sich in keiner Weise.
Speaker: Es bereichert sich extrem und es ist halt auch dadurch ein Begegnungspunkt, weil wir in Interaktion sind, weil im Yoga könnte man ja sagen, findet das auch statt, aber im Yoga findet viel weniger Begegnung einfach zwischen den Menschen statt.
Speaker: Wir bewegen halt miteinander.
Speaker: Wenn man miteinander bewegt, ist es ganz normal, dass das Bonding der Austausch größer ist, dass es auch nach dem Kurs Austausch stattfindet.
Speaker: Dass Freundschaften entstehen mit 20, 30 Jahren dazwischen.
Speaker: Und ich finde das für diese Gesellschaft, auch für diese Zeit, wo dieses Mehrgenerationale verloren geht,
Speaker: Einfach unglaublich wertvoll, dass wir zusammen feiern, dass wir uns zusammen auch mal so treffen, dass da Vermittlung stattfindet und das ist super schön zu beobachten.
Speaker: Du bist ja Gründer vom Therapiezentrum Holon.
Speaker: Was war so die Entstehungsidee denn dahinter?
Speaker: Genau, ich glaube, also das ist tatsächlich etwas, was ganz organisch entstanden ist.
Speaker: Ich habe mir das zu dem Zeitpunkt nicht unbedingt ausgesucht.
Speaker: Es war nur, ich musste mir überlegen, ob ich die ganzen Räume übernehme oder ob ich selber mir was Neues suche.
Speaker: Und dann habe ich sozusagen das Ganze übernommen und ich hatte da nur einen Raum und da habe ich meine Selbstständigkeit drin gegründet.
Speaker: Ich hatte so einen kleinen 12-Quadratmeter-Raum in einer Yogaschule.
Speaker: Und die sind relativ plötzlich, mussten die leider da raus und in Hamburg ist ja so, wenn dann jemand sagt, ich muss raus und ich suche jemanden, das zu übernehmen in der Lage, dann wäre das halt ja wahrscheinlich in dem selben Monat noch passiert und ja, musste ich relativ schnell überlegen, was mache ich damit und genau.
Speaker: gibt es da Möglichkeiten und im Endeffekt habe ich dann in den Bewegungsraum Wände eingezogen, bla bla bla, das umgebaut, sodass da jetzt sozusagen vier Behandlungsräume sind insgesamt und habe dann eben Menschen gesucht, die das mit mir machen, um dann da zu bleiben.
Speaker: Das heißt, am Ende ist das...
Speaker: kein Vermietungsmodell oder das war jetzt auch kein Business Case, sondern ich wollte selber in der Lage bleiben und hatte ja auch immer Lust auf Koexistenz mit anderen TherapeutInnen und hatte Lust auf sozusagen Menschen begegnen, nicht so nur für mich alleine irgendwie meine Patienten behandeln und die Personen, die jetzt da arbeiten, sind über die Zeit gewechselt, es sind aber auch einige geblieben.
Speaker: Das ist ganz schön, dass ich so im Kern das Gefühl habe, es
Speaker: Orte brauchen immer Zeit und dann bleiben die richtigen Leute und es gibt immer Fluktuation, das gehört zum Leben dazu, aber ich habe das Gefühl, dass es aktuell sich ganz schön anfühlt und sich ganz schön strukturiert hat.
Speaker: Wenn du das jetzt so erzählst, auch mit deinem Hintergrund, wie du dich beruflich jetzt aufgebaut hast in den letzten zehn Jahren, gibt es dann immer wieder mal so einen Wendepunkt oder Dinge ändern sich oder Situationen von heute auf morgen,
Speaker: Bist du jemand, der sich auch viel Rat holt von vielleicht Berufskolleginnen oder eben von anderen aus dem Business?
Speaker: Oder bist du jemand, der sich da in ein Thema reintigert, um da die wichtigsten Sachen draus zu lernen und dann in die Praxis zu bringen?
Speaker: Oder wie reagierst du einfach auf solche Changes und was hilft dir dabei, dass du jetzt da die richtige Entscheidung triffst?
Speaker: Wenn es was zu verstehen gibt, dann arbeite ich mich da selber rein und wenn ich sozusagen einen Ratschlag brauche, dann sind es häufig eher Personen, die mir emotional nahe sind, die wissen, was ich mache, aber die irgendwie halt diese Kompetenz haben, entweder so auf einer emotionalen Ebene oder vielleicht auf einer unternehmensbasierten Ebene aufgrund ihres Hintergrunds sozusagen Dinge greifen zu können oder beides in einer Person.
Speaker: Gab es denn in den letzten zehn Jahren für dich eine Situation oder Entscheidungen, die du rückblickend anders hättest machen wollen?
Speaker: Oder bereust du etwas, sagen wir mal so?
Speaker: nur eine, nicht auf mündliche Aussagen des Finanzamts am Telefon vertrauen und auf Basis dessen Dinge strukturieren, ohne es schriftlich zu haben, das ist der einzige große Fehler, den ich mal gemacht habe.
Speaker: Das passiert auf jeden Fall nicht nochmal, weil Mitarbeitende ändern sich, Sachbearbeitende ändern sich und
Speaker: Genau, das war, glaube ich, der einzige tiefe Einschnitt, den ich mal hatte, weil das eine kleine Lawine war.
Speaker: Aber man könnte ja manchmal sagen, dass sozusagen Zusammenarbeit auf einer Vertrauensbasis, dass es sozusagen die Vertrauensbasis entzaubert, wenn man das...
Speaker: vertraglich oder auf irgendeiner Form schriftlich festhält, weil das wirkt immer so unromantisch.
Speaker: Und das muss ich sagen, hat mich jetzt bisher so geprägt, dass ich das Gefühl habe, wenn das Vertrauen eh da ist, dann ist das Schriftstück sowieso
Speaker: Aber es ist trotzdem, bietet es eine Klarheit und es macht für alle Seiten das, wie man mit schwierigen Situationen umgeht oder umgehen kann, klarer.
Speaker: Das heißt, im Ernstfall, und der mag ja ganz, ganz selten eintreten, ist es aber trotzdem für alle Seiten klar.
Speaker: Und das ist was, was sich für mich nicht mehr unromantisch anfühlt, sondern wo ich denke, okay, das ist eine Übereinkunft oder das ist auch kein Preis, die man zeigt, sondern es macht es für alle Seiten nur sicherer.
Speaker: Was ist denn deine Definition von Erfolg?
Speaker: Ich glaube, für mich fühlt sich gerade erfolgreich an, wenn ich den Zustand, der da ist oder das, was alles da ist, so navigiert habe oder so gesetzt habe, dass sich der Moment im Jetzt gut und richtig anfühlt und dass es Spaß macht, darin zu leben, zu arbeiten, zu sein und auszuhalten,
Speaker: nicht nach etwas anderem direkt zu streben, sondern einen Zustand, der sich so gut anfühlt, auch für eine Zeit zu leben und zu embracen und dann vielleicht irgendwann, wenn es sich nicht mehr stimmig anfühlt, Dinge anzupassen, zu verändern, weiterzugehen.
Speaker: Was denkst du, worauf kommt es an, um in deinem Feld besonders erfolgreich zu sein?
Speaker: Eine Basis ist die fachliche Kompetenz natürlich in dem Feld und der Spaß an dem Feld, in dem wir arbeiten.
Speaker: Weil wenn wir gute Arbeit machen, dann wird es auf eine Art auch immer funktionieren und immer interessant sein für Leute.
Speaker: Und dann, glaube ich, aktuell der zweite Punkt ist ein Setting im digitalen Feld, eine Auffindbarkeit dieser Leistung, ja, unabdingbar ist und wenn ich selber in diesem Feld die Kompetenzen oder auch vielleicht, ähm,
Speaker: speziell die Attribute nicht habe, um das selber sozusagen darzustellen, dann mir das sozusagen dazu zu holen.
Speaker: Das anders zu spielen mag auch funktionieren mit sehr guter Arbeit, aber ist im Aufbau einfach ein sehr, sehr langsamer, schwieriger Weg.
Speaker: Aber wenn es dann erstmal läuft, dann ist es halt nicht volatil, dass es auf einmal weg ist.
Speaker: Also es ist systemrelevant, das ist ein Feld, was immer Nachfrage hat und die Menschen brauchen
Speaker: Mehr Therapie, mehr Kontakt, mehr Pflege sozusagen, weil drumherum ist einfach alles sehr crazy, schnell ist und auch das, wie wir die Gesellschaft bauen und was für Werte wir leben, wo der Fokus drauf liegt, ist nicht nachhaltig und nicht auf Gesundheit ausgelegt.
Speaker: Wo kann man denn mehr Details zu dir und deinen Angeboten finden?
Speaker: auf Instagram, da heiße ich Cornelius-Modus, wie Bewegung.
Speaker: Und ansonsten auf meine Praxis ist osteopath-hamburg.com, da gibt es auch ein bisschen Hintergrund.
Speaker: Und ansonsten auf movementpractice.de ist, denke ich, aktuell das, wo am meisten Bewegung drauf ist und wo auch immer mein ganzer Hintergrund mit drin steckt.
Speaker: Super, wir verlinken alle Infos gerne in den Shownotes.
Speaker: Vielen, vielen Dank, dass du in dieser Folge zu Gast warst und deinen Weg geteilt hast.
Speaker: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Speaker: Bis zum nächsten Mal.
Speaker: Danke, hat mir sehr viel Spaß gemacht.
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