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S3-13: Mit Mut zur Veränderung erfolgreich in der Gruppenpraxis (mit Franziska Sieß)

Franziska Sieß ist Physiotherapeutin und hat sich auf das CRAFTA®-Konzept für Kiefer-, Kopf- und Halsdysfunktionen spezialisiert. Wir sprechen unter anderem darüber, wie sie ihren beruflichen Schwerpunkt gefunden hat und über die Gründung ihrer eigenen "Gemeinschafts-Physiotherapie-Praxis" am Wiener Naschmarkt. Sie gibt uns ihre Erfolgstipps und erzählt von der Entstehung ihres eigenen Podcast "Hals über Kopf, der Physiopodcast". 👉 Zu den Show-Notes [https://www.appointmed.com/blog/erfolgreich-in-der-gruppenpraxis-mit-franziska-siess] Links * https://www.koerper-netzwerk.com/ * https://www.koerper-netzwerk.com/podcast/ * https://creators.spotify.com/pod/profile/hals-ueber-kopf/ * https://www.instagram.com/koerper.netzwerk.physio/

Transcript

Speaker: Damals wollte ich erst Meeresbiologie studieren, dann Fotografie, dann hatte ich Medizin im Kopf und bin schließlich bei Physiotherapie gelandet.

Speaker: Die Selbstständigkeit bin ich familiär einfach auch schon gewöhnt und hatte da auch keine Angst.

Speaker: Und wenn es nicht klappt, naja, dann stelle ich mich halt wieder an.

Speaker: Ich bin hier mit meinem Kretzel an einem Objekt vorbei gegangen und habe nur gedacht, das wird meine Praxis.

Speaker: Ich hatte damals zum Glück, als ich meine Praxis eröffnet hatte, eine Hilfe von Bekannten, die mir gesagt haben, okay, bis dann und dann muss ich so und so viele Halbtage vermieten, damit ich einfach mit der Praxis nicht ins Schleudern komme.

Speaker: Nicht so lange um den heißen Brei reden, sondern einfach machen.

Speaker: Hallo und willkommen zu Hashtag Praxis, dem Podcast für selbstständige Therapeutinnen mit Tipps und Tricks zur erfolgreichen Praxisführung.

Speaker: Unser heutiger Gast ist Franziska Sieß.

Speaker: Sie ist Physiotherapeutin in Wien und hat sich auf CRAFTA spezialisiert, Kiefer-, Kopf- und Halsdysfunktion.

Speaker: Wir sprechen unter anderem heute darüber, wie sie ihren beruflichen Schwerpunkt gefunden hat und über die Gründung ihrer eigenen Gemeinschaftsphysiotherapiepraxis am Wiener Naschmarkt.

Speaker: Franziska gibt uns ihre Erfolgstipps und erzählt von der Entstehung ihres eigenen Podcasts Hals über Kopf, der Physio-Podcast.

Speaker: Viel Spaß beim Zuhören.

Speaker: Hallo Franziska.

Speaker: Hallo liebe Adele, danke für die Einladung.

Speaker: Mal, dass ich interviewt werde und nicht umgekehrt.

Speaker: Finde ich auch sehr spannend.

Speaker: Und danke für deine liebe Einführung.

Speaker: Sehr, sehr gerne.

Speaker: Ich freue mich, dich heute dabei zu haben und dass du uns mehr über deinen Weg als Therapeutin und auch als Podcast-Host später noch erzählen wirst.

Speaker: Fangen wir doch sehr gerne gleich damit an, dass du dich in deinen Worten kurz vorstellst.

Speaker: Ja, wie schon erwähnt, mein Name ist Franziska.

Speaker: Ich bin, wie man hört, Deutsche und bin in Wien gelandet und gestrandet.

Speaker: Bin mittlerweile seit über elf Jahren in Wien.

Speaker: Davor habe ich in London gewohnt und davor in Süddeutschland, wo ich herkomme.

Speaker: Und habe jetzt seit bald fünf Jahren meine eigene Gemeinschaftspraxis eben am Naschmarkt.

Speaker: Erzähl doch mal, wie kamst du denn ursprünglich zu deinem Beruf?

Speaker: Wie hat sich das alles ergeben damals?

Speaker: Damals wollte ich eigentlich erst Meeresbiologie studieren, dann Fotografie, dann hatte ich Medizin im Kopf und bin schließlich bei Physiotherapie gelandet und habe es damals in Konstanz gemacht und bin 2007 fertig geworden.

Speaker: Und habe dann Gefallen daran gefunden und bin mittlerweile auch schon die vierte Generation.

Speaker: Und alle hatten eine eigene Praxis.

Speaker: Wie hat dich denn das Studium auf deinen Berufsalltag damals vorbereitet?

Speaker: Naja, wir hatten damals schon Praktika gehabt in verschiedenen Einrichtungen, in Kliniken, aber sowohl auch Praxen.

Speaker: Und da hatte ich dann eh schon einen Einblick und natürlich auch bei meinem Onkel in der Praxis konnte ich auch schon viel miterleben.

Speaker: Und damals war ich dann auch erst Angestellte in Deutschland in einer Praxis, bevor ich dann nach London gezogen bin.

Speaker: Wie lange hast du denn als angestellte Physiotherapeutin gearbeitet?

Speaker: Weißt du das noch?

Speaker: Boah, wie lange waren das?

Speaker: Drei Jahre vielleicht?

Speaker: Ja, ich glaube sowas.

Speaker: Ja, müsste ich nochmal in meinen Lebenslauf nachschauen.

Speaker: Ja.

Speaker: Und konntest du denn den Beruf auch in London so weiterführen wie in Deutschland?

Speaker: Ich habe erstmal meinen Master gemacht in Advanced Health Profession.

Speaker: Meine wissenschaftliche Arbeit war über den Placebo-Nocebo-Effekt.

Speaker: Dann habe ich mich danach um die Anerkennung gekümmert in London, was nicht so ganz leicht war und habe dann erst quasi als Hilfsarbeiterin im Health System dort gearbeitet und musste ziemlich lange immer wieder nachhaken, ob jetzt die Anerkennung durch ist, bis ich dann irgendwann mal herausgefunden habe, beim HPC, woran es lag.

Speaker: Und dann konnte ich als Physiotherapeutin arbeiten, aber diese Anerkennung,

Speaker: bis ich die Information hatte, warum es noch nicht durch war, war sehr mühsam.

Speaker: Also ich stand da regelmäßig dort vor der Matte und habe nachgehakt.

Speaker: Hast du durchbeißen müssen?

Speaker: Ja, ja, schon.

Speaker: Und dann habe ich dort auch schon selbstständig gearbeitet oder quasi als Locum, das ist quasi so eine Zeitarbeiterin.

Speaker: Das heißt, Firmen vermitteln ein, aber es kann gut sein, dass man an einer Stelle für zwei, drei Jahre ist oder kürzer oder länger, ja.

Speaker: Man versteht halt nur wir als Selbstständiger auch nichts, wenn man krank oder Fortbildung oder Urlaub macht.

Speaker: Das ist ein großer, großer Punkt, an dem viele vielleicht noch überlegen, bevor sie diesen Schritt wagen, tatsächlich sich selbstständig zu machen, pro und contra.

Speaker: Hast du lange überlegen müssen oder war das dann an dem Punkt für dich schon glasklar gewesen?

Speaker: Nee, ich hatte da auch nie Angst.

Speaker: Also das war, hab da nicht überlegen müssen.

Speaker: Ich bin eben, wie gesagt, mein Vater ist auch Arzt, mittlerweile in Pension und hatte auch seine eigene Praxis.

Speaker: Also die Selbstständigkeit bin ich familiär einfach auch schon gewöhnt und hatte da auch keine Angst.

Speaker: Und wenn es nicht klappt, naja, dann stelle ich mich halt wieder an.

Speaker: Was ist das Schlimmste, was passieren kann sozusagen?

Speaker: Genau.

Speaker: Wenn es nicht klappt mit der Selbstständigkeit, auch dieser Gedanke.

Speaker: sich dann wieder anzustellen, ja, also ich glaube, da müsste ich mich recht umstellen, wieder angestellt zu sein.

Speaker: Verstehe.

Speaker: Und wie ging denn dein Weg dann von London aus als Physiotherapeutin in der Selbstständigkeit weiter?

Speaker: Hast du da alleine oder schon in einer Gruppenpraxis Erfahrung gesammelt?

Speaker: Vielleicht erzählst du da mal, was der nächste Schritt war.

Speaker: Genau, also in Freiburg habe ich in der Gruppenpraxis als Angestellte gearbeitet gehabt.

Speaker: In London waren es eher so Zentren, die sehr interdisziplinär gearbeitet hatten.

Speaker: Und dann in Wien bin ich nach meiner Karenz, bin ich gleich in die Selbstständigkeit und in der Gemeinschaftspraxis im ersten Bezirk gelandet.

Speaker: Und dann im neunten Bezirk, nee, achten Bezirk, haben wir den Platz, genau, bei einer lieben Freundin.

Speaker: Und dann habe ich meine eigene Praxis eben vor fünf Jahren gegründet.

Speaker: Du hast dich aber fachlich gesehen, ja auch, von der Physiotherapie so einen Schritt sozusagen weiterentwickelt oder hast deinen Fokus noch mehr gesetzt.

Speaker: Genau, also ich habe erst dann in Wien mit der Sportphysio angefangen bei ESP.

Speaker: Und dann war ich eh schon auf Schulter spezialisiert, habe bei Endcools einige Kurse gemacht.

Speaker: Und da hat mir dann immer der Zusammenhang nach oben gefehlt.

Speaker: Also auf dem Kiefer-Kopfbereich, weil vieles hat dann einfach beim Hals aufgehört, aber nicht dann beim Kopf-Kiefer-Halsbereich.

Speaker: Und ich hatte immer das Gefühl, da gibt es auch noch einen Zusammenhang.

Speaker: Und so habe ich dann die Kraft der Ausbildung angefangen.

Speaker: Ich glaube, das war circa 2017.

Speaker: Nur ganz kurz Werbung in eigener Sache.

Speaker: Dieser Podcast wird dir präsentiert von AppointMate, der unkomplizierten Praxissoftware für Therapeutinnen.

Speaker: Mit dem Code PODCAST10 erhältst du jetzt minus 10% auf die monatliche Gebühr.

Speaker: Interessiert?

Speaker: Dann erstelle noch heute deinen Testaccount auf appointment.com.

Speaker: Und jetzt zurück zum Interview.

Speaker: Mittlerweile habe ich auch gesehen, dass du das Ziel oder verfolgst beruflich auch dahingehend Lehrende zu sein für dieses Trainingskonzept, oder?

Speaker: Hätte ich gerne.

Speaker: Ich musste jetzt dieses Jahr leider da einen Abstrich ziehen, privatlich, weil meine Kinder einfach auch mehr meine Zeit brauchen und musste meine Assistenz erstmal auf Eis legen.

Speaker: War eigentlich schon immer mein Ziel, dieses Ziel zu erreichen, aber so wie man, wenn man sich immer das Ziel setzt, immer mal wieder reflektieren muss und schauen muss, ob das passt.

Speaker: Also von daher leider momentan nicht, aber ich freue mich, dass ich jetzt

Speaker: bald auf den Sportphysiotagen einen Vortrag halten kann und einen Workshop über CMD und Sport.

Speaker: Und aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, so gesehen.

Speaker: Genau, voll, ja, definitiv.

Speaker: Aber da bleiben wir doch bei diesem Thema.

Speaker: Du meintest ja, beruflich in Wien hat sich ja nach der Karenz die Möglichkeit ergeben, oder in einer Gemeinschaftspraxis hier auch zu arbeiten.

Speaker: Ja.

Speaker: Mit wie vielen Stunden hast du da begonnen?

Speaker: Weil das stelle ich mir auch ganz spannend vor, parallel eben zum Familienleben da noch den nächsten Step auch noch dann selbstständig machen zu können.

Speaker: Wie war das denn für dich?

Speaker: Ich glaube, ich habe damals zwei oder dreieinhalb Tage angefangen.

Speaker: Dann irgendwann wurden es vier und dann habe ich irgendwann halt mehr gearbeitet und mittlerweile habe ich so circa im Schnitt 35 Patienten in der Woche.

Speaker: Also wirklich über die Jahre dann Step by Step aufbauen können.

Speaker: Genau, die Kinder sind dann auch eben größer geworden.

Speaker: Dann eigene Gemeinschaftspraxis, da muss man dann auch nochmal ein bisschen mehr reinarbeiten.

Speaker: Was war denn der Moment oder das Ausschlaggebende für dich, dass du dann gesagt hast, es ist jetzt an der Zeit, dass ich mich innerhalb einer eigenen Gruppenpraxis nochmal profiliere?

Speaker: Du meinst, dass ich mich komplett in der eigenen Gemeinschaftspraxis aufmache?

Speaker: Genau.

Speaker: Was hat dich denn dazu bewegt?

Speaker: Das ist ja auch nochmal eine ganz andere Ebene von Administration und Organisation, was man da hat.

Speaker: Ich bin hier in meinem Kretzel an einem Objekt vorbeigegangen und habe nur gedacht, das wird meine Praxis.

Speaker: Es war einfach so, wo ich gedacht habe, das könntest du eigentlich, ich konntest mir vorstellen.

Speaker: Es hat damals nicht dieses Objekt geschafft.

Speaker: Das war 2019 im Herbst, aber die Idee ist dann dort gestanden und 2020 hatte ich dann meine eigene Praxis.

Speaker: Das war das dritte Objekt, was ich dann angeschaut hatte.

Speaker: Habe dann im Dezember meinen Businessplan geschrieben und ging dann recht flott voran.

Speaker: War das auch so ein bisschen aus den Gedanken heraus, einfach mehr Entscheidungen treffen zu können oder einfach so mehr dein eigenes quasi Businessgeschick oder was du auch familiär anstrahlst?

Speaker: an Selbstständigkeitsgedanken mitbekommen hast, da mehr ausleben zu können?

Speaker: Oder warum hat es da für dich besser geklappt, als weiterhin...

Speaker: diesen Weg in einer vielleicht auch fremdadministrierten Gruppenpraxis zu arbeiten?

Speaker: Einmal schon, weil ich dann einfach meine Praxis so gestalten kann, wie ich das will.

Speaker: Wenn mich was stört, dann kann ich das ändern.

Speaker: Und wenn ich es nicht ändere, dann liegt es an mir.

Speaker: Jetzt von der Raumgestaltung oder?

Speaker: Von der Raumgestaltung, von der Raumgestaltung, von der Präsenz,

Speaker: Von dem, was ich anbiete, von der Homepage.

Speaker: Ich hatte vorher schon meinen eigenen Namen, eben Körpernetzwerk Physiotherapie und meine eigene Homepage.

Speaker: Ich habe dann im Zuge von meiner eigenen Praxis nochmal zu einem anderen Webdesigner geändert, weil eine professionelle Homepage für mich einfach wichtig ist für das Auftreten nach außen hin.

Speaker: Und hat sich einfach richtig angefühlt.

Speaker: Ich bin dann manchmal sehr recht impulsiv, wenn ich eine Idee habe.

Speaker: Und ziehe das dann einfach durch und hatte auch keine Angst und es hat sich einfach richtig angefühlt.

Speaker: Und bin da eigentlich, glaube ich, auch einfach so eine Macherin, die dann einfach loslegt.

Speaker: Und habe dadurch auch vieles gelernt.

Speaker: Wie viel Zeit braucht es denn, um die Gruppenpraxis zu organisieren, das Business auszuführen, dir neue Business-Ideen oder Netzwerkmöglichkeiten, wie zum Beispiel ein Workshop oder Vorträge vorhalten?

Speaker: Wie viel Zeit fließt wohin, würdest du jetzt sagen?

Speaker: Wie teilst du dich da auf?

Speaker: Das ist mal mehr, mal weniger.

Speaker: Ich bin eigentlich schon recht strukturiert, aber die Kreativität, da brauche ich dann einfach auch so...

Speaker: Zeit und eine Idee und dann kann ich Vollgas geben und arbeite zum Teil auch abends noch.

Speaker: Aber es gibt dann auch mal wieder Wochen, wo ich dann eher weniger arbeite.

Speaker: Aber die Organisation selber von der Praxis, finde ich, braucht nicht so viel Zeit.

Speaker: Es sind dann eher so die Ideen oder schauen, was kann man noch Neues entwickeln.

Speaker: Vorträge vorbereiten, das dauert natürlich einiges an Zeit, weil ich auch noch nicht so geübt bin in dem Bereich.

Speaker: Also es ist noch eher so ein neuer Weg für mich.

Speaker: Und das neben meinen Kindern, alleinerziehend, eigene Gemeinschaftspraxis, Sport und Freunde, ist die Zeit recht begrenzt, wo ich das dann unterkriege.

Speaker: Und da brauche ich aber auch manchmal so ein bisschen noch mehr den zeitlichen Druck, dass ich dann da noch ein bisschen Vorgas gebe.

Speaker: Ja.

Speaker: Das heißt, es gibt jetzt nicht so dezidierte Zeitfenster oder Tage in der Woche, sondern je nachdem, welches Thema jetzt gerade ansteht, ob das jetzt Business oder Kooperation oder Podcast ist, dass das quasi neben den Betreuungen deiner Patientinnen oder on top of it stattfindet.

Speaker: Habe ich das so richtig verstanden?

Speaker: Ich habe schon Dienstag, Freitag, Vormittag immer, wo ich keine Patienten sehe.

Speaker: Und dann jedes zweite Wochenende habe ich auch frei, wo ich dann auch mehr Zeit habe,

Speaker: Sachen reinzuarbeiten.

Speaker: Und Dienstag und Freitagvormittag ist schon mein Bürotag, wo ich einmal Podcasts vorbereite, Sachen nacharbeite, Organisatorisches für die Praxis mache.

Speaker: Da habe ich bis zur Mittagszeit.

Speaker: Dann sind meine Kinder dran.

Speaker: Und wenn noch mehr zu erledigen gibt, dann wird es abends gemacht.

Speaker: Hast du denn in diesen Bereichen, was wir jetzt besprochen hatten, ob das jetzt damals für den Businessplan oder für die Raumgestaltung oder für Marketingmaßnahmen, Finanzsteuerthemen, hast du da für jeden Bereich Unterstützung oder welche Bereiche lagerst du aus, welche Bereiche machst du denn selbst?

Speaker: Ich mache eigentlich recht vieles selbst.

Speaker: Natürlich habe ich eine Steuerberaterin.

Speaker: Webdesigner habe ich, wenn was eben ansteht, mit meiner Homepage.

Speaker: Sonst Instagram mache ich zum Teil hauptsächlich schon auch manche aus dem Team.

Speaker: In der letzten Zeit ist es ein bisschen eingeschlafen, weil ich einfach keine Lust hatte.

Speaker: Weil es einfach schon sehr zeitintensiv ist und vor allem, wenn man fachliche Beiträge hat,

Speaker: posten will, dann will ich auch schon, dass sie Hand und Fuß haben und dementsprechend muss man recherchieren und schauen, dass man auch auf einem aktuellen Stand ist und nicht einfach irgendwas posten.

Speaker: Da habe ich letztes Jahr auch recht viel für Kraft da gemacht, wo ich für die Konferenz viel posten musste und da habe ich einfach gemerkt, da war ich jetzt gerade so ein bisschen Insta-müde.

Speaker: Ich muss es aber bald wieder ein bisschen aufleben lassen, ja.

Speaker: Finanzen, wenn ich da Fragen habe, habe ich bekannte Freunde, wo ich nachhaken könnte, die mir helfen, hätte aber definitiv profitiert oder wäre es vielleicht immer noch davon profitieren, wenn ich mal einfach so einen Finanzkurs machen würde.

Speaker: Das ist, finde ich, das, was wir oder ich damals in meiner Ausbildung einfach nicht mitbekommen hätte und was ich auch

Speaker: Kollegen, die sich komplett mit der eigenen Praxis selbstständig machen, raten würde, einen Wirtschaftskurs, also es geht jetzt nicht unbedingt, finde ich, um die Praxisführung, weil da hat jeder ein anderes Konzept, aber vor allem eben so einen Wirtschaftskurs, wie man was vorplant macht.

Speaker: Ich hatte damals, zum Glück, als ich meine Praxis eröffnet hatte, Hilfe von Bekannten, die mir gesagt haben, okay,

Speaker: Bis dann und dann muss ich so und so viele Halbtage vermieten, damit ich einfach mit der Praxis nicht ins Schleudern komme.

Speaker: Das war schon hilfreich, aber ich selber, ich glaube, ich hätte es alleine mir jetzt nicht geschafft irgendwie.

Speaker: Also ich war froh, dass ich diese externe Hilfe hatte, sagen wir es so.

Speaker: Ja, das höre ich ganz oft auf jeden Fall, das Thema.

Speaker: Einfach dieses Wirtschaftliche am Ende des Monats, da ist ja dann trotzdem noch

Speaker: genug übrig bleibt und natürlich, wenn möglich, dann auch ins Positive, aber damit man einfach sieht, welche Tipps und Tricks es hier in diesem Finanzbereich noch gibt, um halt finanziell stabil zu bleiben.

Speaker: Genau, genau.

Speaker: Wie hat sich denn deine Idee für den Podcast entwickelt?

Speaker: Da war eigentlich ein ganz lieber Patient von mir schuld oder mit dran beteiligt.

Speaker: Der Bernhard Fuschiski, der hat auch bei mir eine Folge schon gemacht.

Speaker: Der kam zu mir auf Empfehlungen wegen der Fazialis-Parese und hat wirklich gesagt, Franzi, es fehlt einfach ein Podcast in diesem Bereich.

Speaker: Mach doch einen.

Speaker: Dann habe ich gedacht, na, das ist mir jetzt zu viel und mit allem drumherum.

Speaker: Und dann war er wegen anderem Problem noch mal bei mir und habe mich wieder darauf angesprochen.

Speaker: Was ist denn jetzt mit dem Podcast?

Speaker: Ich zeige es ja kurz, wie es funktioniert.

Speaker: Und so kam dann die Idee.

Speaker: dass ich dann die Podcast gestartet habe, aber nicht mit dem Ziel, jetzt irgendwie einen finanziellen Gewinn draus zu machen.

Speaker: Da müsste ich das viel professioneller betreiben und regelmäßigere Folgen machen.

Speaker: Mein Ziel ist ja so eine Folge pro Monat, was leider auch nicht immer hinhaut, sondern mein Ziel ist vor allem, die Bevölkerung zu erreichen, über dieses Thema zu informieren, weil ich so oft auch einfach höre,

Speaker: was in diesem Bereich wird behandelt.

Speaker: Da kann Physiotherapie was machen.

Speaker: Ich wusste gar nicht, dass man auch manuell im Kiefer behandeln kann oder bei Augenschmerzen was erreichen kann.

Speaker: Also das höre ich immer wieder.

Speaker: Und das ist mein Ziel mit dieser Podcast, diese Leute zu erreichen, die vielleicht dieses Problem haben,

Speaker: auch vielleicht noch in eine andere Richtung zu schauen, vielleicht in die Physiotherapie-Richtung.

Speaker: Ich finde es auch ganz spannend, weil du ja auch aus unterschiedlichen Bereichen auch Gäste dabei hast, wo ihr dieses Thema zusammenbringen könnt, das so diesen Schneeball-Effekt hat, wo auch eben andere aus anderen Disziplinen diese Verbindungen auch hören dürfen und eben die nicht vom Fach sind, das ist

Speaker: simpel und verständlich erklärt bekommen.

Speaker: Also von dem her ist es sehr gut auch aufbereitet und ich finde es auf jeden Fall eine schöne Idee und dranbleiben.

Speaker: Wir kennen das ja selber auch.

Speaker: Unser Ziel ist ab jetzt auch einmal pro Monat, aber wie das halt immer so ist, das muss man sich quasi dann auch strukturiert einplanen.

Speaker: Ja, ich habe eh heute Abend dann noch eine Aufnahme, die wird in Englisch sein, über Tinnitus.

Speaker: Ja, bin ich schon gespannt mit einem ganz lieben Kollegen.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, verlinken wir auf jeden Fall in den Show Notes, wo man dann mehr über dich und den Podcast auch finden kann.

Speaker: Jetzt vielleicht noch zu deiner Praxis.

Speaker: Kannst du mal kurz so ein bisschen vorstellen, wie viele Personen seid ihr denn?

Speaker: Sind das Kolleginnen, die selbstständig arbeiten?

Speaker: Sind das Angestellte von dir ungefähr?

Speaker: mit mir, wir sind zehn Physiotherapeuten, wobei eine gerade in Karenz ist.

Speaker: Ich habe keine Angestellten, es sind bei mir alle freiberuflich.

Speaker: Ich verlange auch eine Fixmiete und nicht nach Umsatz, weil Umsatz ist Graubereich und wurde mir von einem Freund, der Richter ist, empfohlen, definitiv nicht zu machen.

Speaker: Da gibt es unterschiedliche Meinungen in der Physiowelt, das weiß ich.

Speaker: Ja, aber ich

Speaker: Ich bin da lieber, da vertraue ich dann lieber und ich habe auch ehrlich gesagt nicht jeden Monat Lust, das nachzuzählen, wie viel jetzt jemand Umsatz gemacht hat.

Speaker: Und ich habe noch zwei, die keine Physiotherapeuten sind, aber die zum Beispiel Kurse bei mir geben.

Speaker: Eine, die Yoga-Kurs gibt und eine, die so Krafttraining macht und auch Kurse.

Speaker: Was sind denn die Vor- und Nachteile aus deiner Sicht für so eine Gemeinschaftspraxis?

Speaker: Also Vorteile definitiv, dass ich in einem Team arbeite, mit dem jeder unterschiedlichen Schwerpunkt hat.

Speaker: Sportphysio ist generell ein Schwerpunkt der Praxis, so wie Kopf-Kiefer-Hals-Bereich.

Speaker: Aber nicht alle Therapeuten in meiner Praxis sind in diesem Bereich spezialisiert.

Speaker: Also wir sind zu viert, weil es mir auch wichtig ist, dass wir jemanden mit einer Hüfte weiterschicken kann zu meinem Kollegen zum Beispiel.

Speaker: Oder wo ich merke,

Speaker: Füße mache ich zum Beispiel auch nicht.

Speaker: Die schicke ich dann weiter in meiner Praxis zu den Kollegen.

Speaker: Oder ein anderer Kollege von mir macht Try-Needling, wenn ich das Gefühl habe, da würde die Patientin vielleicht auch mal davon profitieren.

Speaker: Dann sage ich mal, geh mal für eine Session dort hin.

Speaker: Also dieser Austausch war mir einfach wichtig und wollte keine Einzimmerpraxis haben, wo ich nur arbeite und arbeite.

Speaker: keinen Austausch habe.

Speaker: Also das war mir recht wichtig.

Speaker: Und ich arbeite auch einfach gerne mit Kollegen und Kolleginnen zusammen, davon abgesehen.

Speaker: Nachteil sehe ich eigentlich nicht wirklich.

Speaker: Was natürlich manchmal den Druck für einen selber erhöht ist,

Speaker: dass ich natürlich immer check, sind alle voll, haben alle Patienten, dass ich versuche, die zu füttern.

Speaker: Dann gibt es Kollegen oder Kolleginnen, wo man das Gefühl, man füttert und die sind wie ein Sieb.

Speaker: Dann gibt es Kollegen und Kolleginnen, die füttert man und da hat man das Gefühl, die sind recht schnell voll.

Speaker: Und mir ist schon auch wichtig, dass ich Kollegen in meinem Team habe, die auch recht viel Erfahrung haben.

Speaker: schon im Berufsfeld, was ich auch größtenteils habe.

Speaker: Und einen Nachteil sonst nicht.

Speaker: Weil ich meine, das ist, was mir Freude und Spaß macht.

Speaker: Dass man natürlich mehr Lust, Last auf den Schultern hat und Druck, dass das alles gut läuft.

Speaker: Klar, und dass man sich mehr um Sachen kümmern muss, wenn was kaputt ist.

Speaker: Das sind natürlich mehr so Faktoren, was...

Speaker: die man dann halt noch mehr administrativ verwalten muss.

Speaker: Aber sonst so viele Nachteile sehe ich nicht, weil was einem Freude gibt, gibt einem auch Kraft.

Speaker: Angenommen, eine neue Therapeutin oder ein neuer Physiotherapeut würde sich bei dir melden und sagen, hättet ihr noch einen Platz im Team, worauf würdest du denn da speziell ankommen, was eine gute Ergänzung wäre, sowohl menschlich als auch

Speaker: vom Fachlichen her?

Speaker: Ja, also momentan bräuchte ich schon auch Unterstützung, wenn dann eher im Kopf-Kiefer-Hals-Bereich.

Speaker: Und ich würde mir die Bewerbung anschauen.

Speaker: Ich würde die Person, wenn ich das Gefühl habe, die Bewerbung ist gut, das heißt schon vielleicht Erfahrung im Berufsleben,

Speaker: Strukturierten Lebenslauf und vielleicht ein sympathisches Foto und dann telefoniert man und dann lasse ich die zum Vorstellungsgespräch kommen.

Speaker: Und da bin ich recht impulsiv.

Speaker: Also ich achte da ziemlich auf mein Bauchgefühl.

Speaker: Also es kann dann schon vorkommen während dem Vorstellungsgespräch, dass ich sage, ja passt, kannst anfangen.

Speaker: Und bis jetzt bin ich da recht gut, also da kommt wieder meine Impulsivität rüber, bis jetzt bin ich da eigentlich recht gut gefahren mit.

Speaker: Würdest du denn beruflich gesehen in den letzten Jahren seit deinem eigenen Start als Therapeutin irgendetwas rückblickend anders machen, als es bis jetzt gewesen ist?

Speaker: Also einmal würde ich so diesen Wirtschafts-Finanzkurs in dem Bereich was machen.

Speaker: Und das andere ist, dass ich manchmal sehr enthusiastisch bin und dazu neige, dann zu viel auf einmal zu machen.

Speaker: Und da ist es zum Beispiel im Herbst 2023, habe ich Social Media hochgefahren, habe noch einen Beitrag für ein Buch geschrieben, habe in diesem Jahr mit der Assistenz angefangen und meine eigene Podcast.

Speaker: Und es war einfach, also alles auf einmal einfach zu viel.

Speaker: Und ich bin dann einfach so, habe da so Freude daran und bin Energie geladen und so.

Speaker: Ich freue mich, so viele Möglichkeiten zu haben, aber muss dann halt auch manchmal einfach erkennen, dass ich mich da ein bisschen einfach zurücknehmen muss, weil dann kommt der Sport bei mir zu kurz, dann werde ich ein bisschen grantig, weil mir da ein Ausgleich nicht da ist.

Speaker: Dann meine Kinder, die kommen in ein Alter, wo sie vor allem auch die nächsten fünf, sechs Jahre viel mehr Unterstützung brauchen.

Speaker: Also mein Sohn ist in der dritten Volksschule, meine Tochter im zweiten Gymnasium.

Speaker: Das heißt, sie brauchen jetzt einfach wirklich Unterstützung und die brauchen mich.

Speaker: Und da einfach auch zu merken und zurückzublicken, dass ich mich da einfach ein bisschen manchmal selber bremsen muss, fällt mir nicht immer leicht.

Speaker: Genau, aber ich hoffe, ich lerne daraus.

Speaker: Genau, also man muss nicht gleich immer alles auf einmal machen, das will ich damit sagen, sondern wenn man Ideen hat, schön und gut und

Speaker: Ja, ich bin eine Macherin, die es gerne umsetzt, aber man muss dann auch manchmal vielleicht einfach reflektieren, ob man nicht vielleicht eins nach dem anderen machen kann und nicht gleich alles auf einmal.

Speaker: Was bedeutet denn Erfolg für dich?

Speaker: Erfolg ist für mich, wenn ich zum Beispiel ein Ziel mir setze, den Weg zu diesem Ziel, das Ziel zu erreichen.

Speaker: Aber während ich auf diesem Weg bin, auch immer wieder zu reflektieren, ist es der richtige Weg, den ich einschlage?

Speaker: Oder wie jetzt auch mit der Kraft der Assistenz leider, das erstmal auf Eis zu legen und zu merken, meine Kinder haben jetzt erstmal Vorrang, was auch nicht unbedingt passiert.

Speaker: für mich dann leicht ist, damit umzugehen.

Speaker: Aber ich denke, die Ziele müssen dann halt immer wieder neu gesteckt werden und angepasst werden.

Speaker: Aber so grob hat man ja dann schon irgendwie seinen Weg, den man verfolgt.

Speaker: Und wichtig finde ich halt dann auch,

Speaker: ein positives Mindset zu haben und wenn man was nicht so klappt, wie ich zum Beispiel gerne hätte, trotzdem dann quasi wieder aufzustehen, nach vorne zu blicken, aus den Fehlern zu lernen und mit Neuem zu reflektieren und mit neuem Elan da wieder dran zu gehen.

Speaker: Und eben das ist das Stichwort auch vielleicht jetzt zum Abschluss unserer Folge, weil es ja auch ganz, ganz wichtig ist.

Speaker: Du hattest vorhin ein paar Stichworte schon erwähnt, aber unterm Strich, was tust du denn für deine Selbstfürsorge im Alltag?

Speaker: Also regelmäßiger Sport ist definitiv für mich wichtig, weil ich kann Schlechtphysiotherapeutin sein und Sportphysiotherapeutin sein und meinen Patienten sagen, sie sollen Sport machen und ich mache es selber nicht.

Speaker: Geht für mich nicht.

Speaker: Wie schaut das bei dir konkret aus?

Speaker: Also momentan gehe ich fix zweimal in der Woche ins Fitnesscenter mit Kraft, Beweglichkeitstraining und Schwimmtraining und mache dann noch nebenbei Ausdauer wie Rennrad und Laufen.

Speaker: Dann gehe ich gerne in die Berge oder reise gerne.

Speaker: Natürlich verbringe ich gerne Zeit mit meinen Kindern.

Speaker: Will für die natürlich auch da sein, lesen, Freunde treffen.

Speaker: Wenn ich das Gefühl habe, mein mentales Setting ist nicht im Gleichgewicht,

Speaker: gerne auch Psychotherapie mal wieder ein, zwei Sessionen machen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich an mir arbeiten muss.

Speaker: Ich tanze auch gerne mal die Nacht durch.

Speaker: Also das ist für mich zwar am nächsten Tag nicht so erholsam, aber in dem Moment gibt es mir einfach auch viel Energie.

Speaker: Also viele Bereiche, wo ich meine Kraftquellen habe, die mir helfen, wieder Gas zu geben.

Speaker: Danke auch für die offenen Worte und die vielen Beispiele.

Speaker: Es ist auch ganz wichtig, dass wir auch ein Zeichen setzen, dass man gerade selbst, wenn man im Gesundheitsbereich arbeitet, ja trotzdem die eigene Gesundheit auch immer wieder vor Augen halten und priorisieren darf.

Speaker: Ja, ist definitiv wichtig, auf jeden Fall.

Speaker: Wo kann man denn mehr zu dir, zu deiner Arbeit und auch zu deinem Podcast erfahren?

Speaker: Einmal auf meiner Homepage.

Speaker: körper-netzwerks.com.

Speaker: Dann natürlich auf Instagram, körper-netzwerk.physio.

Speaker: Und natürlich meine Podcast, die ist auf YouTube, nicht auf YouTube, Entschuldigung, die ist auf Spotify zu finden.

Speaker: Die findet man auch auf meiner Homepage und die heißt eben Hals über Kopf, der Physio-Podcast, wie es schon erwähnt wurde.

Speaker: Genau, und da kommt bald die nächste Folge endlich wieder raus.

Speaker: Gibt es abschließend von deiner Seite, was du zum Thema erfolgreich als Therapeutin in der Selbstständigkeit noch loswerden möchtest, was ich vielleicht noch nicht gefragt hatte oder was dir noch als ganz, ganz wesentlich erscheint?

Speaker: Nein, ich denke, wichtig ist es einfach, ein Konzept zu haben, dass man realistisch optimistisch ist und nicht so lange um den heißen Brei reden, sondern einfach machen.

Speaker: Ich bedanke mich sehr herzlich, dass wir dich heute zu Gast haben durften, liebe Franzi.

Speaker: Und bedanke mich nochmal für deine Zeit auch hier.

Speaker: Ja, vielen, vielen lieben Dank, dass ich Gast sein durfte.

Speaker: Hat mich sehr gefreut, auch mal als Gast da zu sein und nicht umgekehrt so rum.

Speaker: Genau.

Speaker: Und wünsche noch einen ganz schönen Tag.

Speaker: Bis dahin, danke.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Danke, tschüss.

Speaker: Dieser Podcast wird präsentiert von Appointment, der unkomplizierten Praxissoftware.

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