Transcript
Speaker: Diese Folge wird präsentiert von der Messe Partner Pferd in Leipzig.
Speaker: Takt und Verstand, der Islandpferde-Podcast.
Speaker: Alles rund ums Islandpferd mit Svenja und Melanie.
Speaker: Herzlich willkommen, Svenja.
Speaker: Ich wollte gerade sagen, herzlich willkommen im neuen Jahr, denn wir sind im neuen Jahr.
Speaker: Wir müssen nochmal von vorne anfangen.
Speaker: Warum?
Speaker: Wir nehmen diese Folge auf und es ist noch nicht das neue Jahr, aber die wird erst im neuen Jahr erscheinen.
Speaker: Wie verwirrend kann es sein?
Speaker: Es scheint dich auf jeden Fall sehr zu verwirren.
Speaker: Ich fände es vollkommen in Ordnung, sich auch jetzt schon ein frohes neues Jahr zu wünschen.
Speaker: Und ich freue mich drauf, wenn ich dann endlich gemeinsam mit dir in 2026 starten darf und wir Hand in Hand in den Sonnenuntergang hineinreiten.
Speaker: Gemeinsam.
Speaker: Hier im Podcast.
Speaker: In den Sonnenaufgang.
Speaker: Auch in den Sonnenaufgang.
Speaker: Als ob du so früh schon wach bist, dass du den Sonnenaufgang erlebst.
Speaker: Ich bin vielleicht noch wach.
Speaker: Okay, dann treffen wir uns am Sonnenaufgang.
Speaker: Ich stehe auf und du bist noch wach.
Speaker: Das klingt sehr gut.
Speaker: Das nennt sich Kompromiss in einer Beziehung.
Speaker: Ja, sag mal, ich dachte, es bringt Unglück, wenn man sich vorab ein gutes neues Jahr wünscht.
Speaker: Da diese Folge ja erst in der Zukunft ausgestrahlt wird, ist es in Ordnung.
Speaker: Beschließe ich jetzt einfach mal.
Speaker: Ja, das finde ich gut.
Speaker: Und du bist eh so eine Glücksfee, von daher ist es in Ordnung, was du beschließt.
Speaker: Ich bin die absolute Glücksfee.
Speaker: Ich würde mich nicht anders beschreiben.
Speaker: Das ist absolut der erste Begriff, der mir einfällt, wenn ich in den Spiegel gucke morgens, ja.
Speaker: Ich merke schon, es wird heute eine gute alberne Folge.
Speaker: Nein, heute wird keine alberne Folge, weil heute wollen wir ein ziemlich ernstes Thema besprechen.
Speaker: Aber ich finde es trotzdem schön, mit dir ein bisschen rumalbern zu dürfen und nicht immer alles so ernst nehmen zu müssen.
Speaker: An alle anderen, die jetzt auch traurig sind, dass wir wieder seriös sein müssen.
Speaker: Es gibt vielleicht ein bisschen was zum Lernen.
Speaker: Ja, vielleicht ein bisschen.
Speaker: Nein, die Folge wird cool.
Speaker: Also die Folge wird vor allen Dingen richtig spannend, weil...
Speaker: Ich habe da mit dir vorhin drüber gesprochen.
Speaker: Wir haben da so ein Thema in unserer kleinen Kiste drin.
Speaker: Und dieses Thema schlummert schon lange in dieser kleinen Kiste.
Speaker: Ich würde ja nicht mal sagen, es schlummert.
Speaker: Es ist eigentlich so ein Dauerbrenner.
Speaker: Ja, aber irgendwie, ich wollte das Thema im Podcast nicht so richtig anfassen, weil ich mir immer dachte, ich weiß nicht, das ist so viel persönliche Meinung und so wenig...
Speaker: Naja, Ahnung nicht, aber irgendwie schon auch nicht so fundiert dahinter und es gibt so viel Emotionalitäten rund um das Thema, deswegen hatte ich nicht so Lust, das anzupacken, aber jetzt tun wir es einfach mal wie ein Pflaster, reißen wir es einfach kurz und schmerzlos.
Speaker: Genau, weil wir sind ja schon in 2026, unser Thema mit der Zukunft und allem, was dazu gehört, ist immer noch aktuell.
Speaker: Und auch das Thema heute passt da mit rein, weil sich natürlich auch in Zukunft vieles ändert hier überall in der Pferdewelt.
Speaker: Und es war ein altes Thema, aber auch ein zukunftsträchtiges und ein aktuelles Thema.
Speaker: Deswegen passt das top mit rein.
Speaker: Schöner hätte ich es nicht sagen können.
Speaker: Dann würde ich mal sagen, wir lüften den Vorhang.
Speaker: Trommelwirbel.
Speaker: Heute geht es um das Scheren.
Speaker: Wir haben jetzt ziemlich viel Wind gemacht und das Thema ist jetzt nicht so spektakulär wie er war.
Speaker: Aber es ist tatsächlich ein Thema, das euch da draußen, ihr lieben Hörerinnen, mega beschäftigt.
Speaker: Wir kriegen immer so viele Fragen zum Thema Scheren.
Speaker: Und es wird einfach Zeit, ein für alle Mal da jetzt mal ein bisschen fundiertes Wissen dahinter zu packen und den Stand der Wissenschaft abzuholen und ein bisschen Emotionalität auch daraus zu nehmen, dass wir das irgendwie alle mal ein bisschen einordnen können.
Speaker: Braucht man nämlich gar nicht.
Speaker: Also es gibt ja oft in der jetzigen Welt entweder Menschen, die sagen,
Speaker: Ich schere unbedingt und es ist toll.
Speaker: Und dann gibt es die Menschen, die sagen, mein Pferd wird auf gar keinen Fall geschoren.
Speaker: Mache ich nicht.
Speaker: Und irgendwie was dazwischen gibt es wenig.
Speaker: Und dazwischen liegt auch ganz viel, wie du schon gesagt hast, Emotionen und Unsicherheiten und einfach irgendwie irgendwelche Gerüchte verbreiten, verstreuen und
Speaker: Man weiß schon überhaupt nicht mehr, was man wie glauben soll, weil jeder irgendwas anderes behauptet, irgendeinen anderen Quark erzählt.
Speaker: Das ist so ein bisschen wie so, wenn du irgendwelchen Gurus hinterherläufst, der eine erzählt das, der andere erzählt das und dann bekriegen die zwei Lager sich noch gegenseitig so.
Speaker: Das hast du jetzt sehr schön zusammengefasst und da werden einfach sehr viele Dinge, die man einzeln anschauen kann, in einen Topf geworfen und dann wird dann einfach irgendwie gesagt, ich mach das so oder ich mach das so und es gibt irgendwie immer Schwarz und Weiß und entweder man ist Tierquäler, wenn man schiert oder man ist
Speaker: Türquäler, wenn man nicht schert.
Speaker: Also du kannst es eigentlich nur falsch machen.
Speaker: Aber eigentlich ist es mega wichtig, dass wir uns diese einzelnen Ebenen anschauen.
Speaker: Also wie funktioniert das Winterfell überhaupt?
Speaker: Was bedeutet dieses Thema Stoffwechsel im Zusammenhang mit Scheren und Winterfell?
Speaker: Was hat das Ganze mit dem Klima zu tun?
Speaker: Und auch die Nutzung des Pferdes.
Speaker: Alle diese Themen muss man einzeln und gesondert anschauen und kann dann am Ende abschätzen, sollte ich mein Pferd scheren?
Speaker: Wie viel sollte ich es scheren?
Speaker: Oder lasse ich es am besten?
Speaker: Das ist eigentlich alles.
Speaker: Das ist eigentlich alles, aber da steckt einiges dahinter.
Speaker: Wie fangen wir denn am besten an?
Speaker: Ich würde mal mit irgendwie den Grundlagen vorschlagen.
Speaker: Natürlich fangen wir sehr gerne bei Adam und Eva an, beziehungsweise bei dem Fell des Pferdes.
Speaker: Unsere Islandpferde haben ja ein ganz ausgezeichnetes Winterfell.
Speaker: Wenn du das jetzt so mal von dir aus beschreiben kannst, wie findest du, unterscheidet sich so das Winterfell von einem Islandpferd zu zum Beispiel irgendeinem Araber oder einem Warmblüter?
Speaker: Also, wir haben ja am Stall sehr viele verschiedene Pferderassen und ich kann das jeden Tag beobachten.
Speaker: Einige andere Pferderassen tragen Decken, die haben natürlich erstmal nicht so ein dickes Fell.
Speaker: Wenn ich die aber jetzt mal außen vorlasse und diejenigen nehmen, die keine Decken tragen, standardmäßig ab Ende Sommer,
Speaker: Die haben eigentlich auch ein plüschiges Winterfell.
Speaker: So ein Araber hat fast kein Fell.
Speaker: Also das ist vielleicht, keine Ahnung, zwei Zentimeter lang oder so.
Speaker: Und so leicht plüschig, aber nur ganz, ganz leicht.
Speaker: Aber die Warmblüter, die haben schon auch so, lass es fünf bis sieben Zentimeter sein.
Speaker: Das ist jetzt nur meine Wahrnehmung.
Speaker: Die haben schon...
Speaker: Ein plüschiges Winterfell und die tragen zum Beispiel auch noch ihre Decken, wenn es denen richtig kalt ist, aber da muss es schon richtig kalt sein.
Speaker: Wir haben auch welche, die stehen einfach komplett ohne Decke und die haben einfach ein plüschiges Winterfell, so sagen wir unseren Breiten angepasst und die frieren damit auch nicht.
Speaker: Und dann siehst du, unsere Isländer, die sehen im Vergleich dazu neben denen einfach aus wie ein explodiertes Fellknäuel, weil die einfach so dickes Fell haben.
Speaker: Die haben ja locker das Doppelte an Fell wie eins der Warmblüter.
Speaker: Also Halas, der hat sicher zehn Zentimeter lange Haare.
Speaker: Konzert hat ein bisschen eine andere Struktur als Halasjadna, das ist auch nochmal interessant, auch da gibt es ja Unterschiede, aber die Isländer haben einfach grob gesagt doppelt so viel Fell wie so ein Warmblüter im Winter.
Speaker: Du hast jetzt gerade sehr schön zwei ganz interessante und wichtige Punkte zum Thema Winterfell angesprochen.
Speaker: Das ist einmal die Plüschigkeit und einmal die Länge des Fells.
Speaker: Und genau aus diesen zwei Komponenten setzt sich eigentlich das Winterfell zusammen.
Speaker: Es gibt das Deckhaar, das ist lange, etwas gröbere Haar.
Speaker: Und es gibt die Unterwolle.
Speaker: Die Unterwolle ist wofür zuständig?
Speaker: Du weißt es bestimmt noch.
Speaker: Fürs Wärmen.
Speaker: Das ist wie, wenn ich eine gefütterte Jacke anhabe.
Speaker: Die Fütterung da drin, wenn es Federn sind oder Synthetikfasern, was auch immer, das ist meine Unterwolle.
Speaker: Oder das Fett unter der Haut, das kommt natürlich auch noch dazu.
Speaker: Das haben die Ponys aber auch, das ist dann auch noch ein wichtiger Faktor.
Speaker: Aber darum geht es ja jetzt gerade nicht.
Speaker: Ausnahmsweise reden wir mal nicht über die Figur.
Speaker: Das Winterfell besteht eben aus diesem langen Deckhaar.
Speaker: Das ist hydrophob, also wasserabweisend in dem Fall.
Speaker: Und sorgt eben dafür, dass zum Beispiel der Regen sehr gut an dem Fell abperlen kann.
Speaker: Und die Unterwolle ist so ein bisschen kürzer und ist gekräuselt.
Speaker: Die steckt eigentlich hinter der sogenannten Wärmeleistung.
Speaker: Und das Ganze, wie das Pferd warm wird, ist...
Speaker: Es stellt sein Fell auf und dadurch entsteht ein Luftpolster um das Pferd drumherum, einfach durch das eigene Fell.
Speaker: Und dieses Luftpolster kann bis zu 50 Prozent der Körperwärme quasi am Pferd halten.
Speaker: Also leistet da wirklich wie so ein Anorak was, ja.
Speaker: Ja, und kannst es dir auch wie so eine Heizung vorstellen.
Speaker: Du hast gesagt, die Unterwalle ist kräusliger.
Speaker: Das bedeutet, die liegt natürlich nicht so glatt an und hat dadurch eine viel größere Fläche.
Speaker: Also es ist reine Physik, wie auch bei einer Heizung, größere Fläche, mehr Wärme.
Speaker: Das Coole ist, was du gerade so beschrieben hast, im Vergleich von jetzt irgendeinem typischen Warmblüter und den Islandpferden, es ist tatsächlich so, dass die Isländer eine deutlich höhere Haardichte pro Quadratzentimeter haben.
Speaker: Also die haben faktisch einfach mehr Haare.
Speaker: Das ist wirklich so.
Speaker: Sie sind nicht nur länger und insgesamt irgendwie flauschiger, sondern die haben wirklich mehr Haare.
Speaker: Wir wussten es schon immer, aber konnten es nie so ganz festlegen, oder?
Speaker: Genau, und das Ganze, wie viele Haare die haben und wie diese Haare aussehen und so weiter, das ist alles genetisch fixiert.
Speaker: Also das ist alles im Erbgut des Pferdes schon vorbestimmt und ist vielleicht auch ein wichtiger Faktor, den wir betrachten müssen.
Speaker: Pferde können nicht sagen, oh, diesen Winter, du, ich spüre das, das wird 15 Grad wärmer.
Speaker: Ich mache mal nur die Hälfte Winterfell.
Speaker: Läuft nicht so ganz.
Speaker: Also die Art des Winterfells und die Menge des Winterfells ist erstmal durch die Genetik vorbestimmt.
Speaker: Natürlich gibt es Faktoren, die das Ganze beeinflussen können und so, aber die haben erstmal in ihrer Genetik, Junge, es wird richtig kalt, mach viel Fell.
Speaker: Frage, wenn man jetzt das Pferd früh eindeckt, machen ja auch viele im Großpferdebereich, die die Pferde wirklich von Anfang an, von Herbst an, früh eindecken, damit die weniger Fell bekommen, damit es denen nicht so kalt ist.
Speaker: Das würde ja jetzt eigentlich dem, was du gerade gesagt hast, widersprechen.
Speaker: Also reell kann ich jetzt dazu keine Studie zitieren, aber ich glaube nicht, dass du die genetische Vorbestimmung wirklich
Speaker: beeinflussen kannst.
Speaker: Also ein Isländer, der jetzt, sagen wir mal, wann fangen die an mit Winterfellschieben?
Speaker: Im August eingedeckt wird oder im September?
Speaker: Ich glaube, der hätte trotzdem die gleiche Menge an Winterfell.
Speaker: Vielleicht wirkt sich das natürlich dann schon ein Stückchen weit aus, aber es gibt eine genetische Vorbestimmung und die wird auf jeden Fall einträgt.
Speaker: Das wird nicht auf einmal dann ein Isländer im Sommerfell vor dir stehen, nur weil du dir im August angefangen hast einzudecken.
Speaker: Ja, weil wenn ich mir denke, wir haben im August und im September und im Oktober, ist ja bei uns super warm.
Speaker: Und es ist ja wie eine Winterdecke.
Speaker: Also wenn die Pferde nach der Temperatur gehen würden, wie viel Fell sie bilden oder der Körper danach gehen würde, dann würden unsere Isländer nicht so viel Fell bilden, wie sie jetzt haben.
Speaker: Weil wir haben ja wirklich hohe Temperaturen bis spät im Jahr.
Speaker: Voll, voll.
Speaker: Und es ist ja auch dementsprechend gezeigt, und darüber sprechen wir nachher nochmal, dass das Ganze ja nicht von der Wärme, von der Außentemperatur unbedingt abhängt, das Thema Winterfell.
Speaker: Wir sprechen aber nachher nochmal drüber.
Speaker: Ich würde jetzt gerne eben auch mal schauen, weil wir ja schon am Anfang von dieser Podcast darüber gesprochen haben, wie diese Pferde eigentlich, diese Rasse entstanden ist, unter welchen Bedingungen die aufgewachsen sind.
Speaker: Das hat natürlich auch damals einen evolutionären Druck
Speaker: nicht nur auf die Futterverwertung zum Beispiel ausgelöst.
Speaker: Also die Pferde sind nicht nur wahnsinnig gute Futterverwerter, weil es so wenig Futter gab, sondern die haben natürlich auch ihre ganzen wetterresistenten, robusten Eigenschaften dadurch, dass sie halt auch danach selektiert wurden.
Speaker: Und ich meine, die Winter in Island sind ja mit Sicherheit jetzt keine angenehmen Winter gewesen für diese Tiere.
Speaker: Nee, haben wir ja auch schon besprochen, warum unsere Rasse gerade auch so robust ist, weil eben das klimatische Verhältnis auf Island doch relativ rau ist und da auch viel rausfordert für den Körper.
Speaker: Und deswegen kommt natürlich auch das Fell, das sich darauf angepasst hat.
Speaker: Genau, das muss man auch mit im Kopf behalten, dass natürlich die Pferde auf diese Bedingungen und auf dieses Wetter perfekt angepasst sind, weil die genau akribisch danach auch aussortiert wurden.
Speaker: Und wenn wir diese Pferde jetzt zu uns nehmen, dürfen wir das einfach nicht vergessen.
Speaker: Um das noch ein bisschen besser zu verstehen, sollten wir einmal nochmal verstehen, wie funktioniert eigentlich die Thermoregulation beim Pferd.
Speaker: Also die Wärmekontrolle sozusagen oder die Wärmesteuerung im Pferdekörper.
Speaker: Gibt es da Mechanismen zum Wärmen, Aufwärmen oder zum Abkühlen, die dir da einfallen, die man so kennt vom Pferd?
Speaker: Das kennt man sogar auch von uns Menschen teilweise.
Speaker: Ja, nur hat das da natürlich nicht so den Effekt.
Speaker: Aber zum Abkühlen hast du natürlich Schwitzen, was jeder kennt, und stärkere Atmung zum Beispiel, was damit einhergeht.
Speaker: Zum Aufwärmen, da kommt dazu das Zittern.
Speaker: Also wenn uns wirklich richtig kalt ist, zittern wir und die Pferde ja genauso.
Speaker: aber auch weniger auffällig ist, dass die Pferde zum Beispiel die Haare aufstellen können.
Speaker: Und irgendwann, wenn es denen so wirklich kühl ist, dann sehen die aus, als hätten sie in die Steckdose gefasst, so ein bisschen aufgeplüscht.
Speaker: Gibt es auch, finde ich, immer richtig süß, weil die dann immer richtig goldig aussehen und so richtig plüschig sind.
Speaker: Zum Beispiel auch bei Katzen, sieht man bei denen auch, die sind auch immer richtig aufgeplüscht.
Speaker: Mhm.
Speaker: Und wenn es wieder wärmer ist, dann legen sich die Haare wieder an, weil dann brauche ich eben diese Thermoleistung, wo du vorhin erklärt hast, mit höherer Fläche, dann brauche ich das nicht mehr, wenn es warm genug ist, dann können die die Haare wieder anlegen.
Speaker: Und das ist eins mit der stärksten Methoden, wie die sich auch wärmen können.
Speaker: Genau, das hast du sehr schön zusammengefasst.
Speaker: Wir haben eben dieses Fell und dieses Luftpolster um das Pferd drumherum als so eine Art passive Isolation.
Speaker: Und natürlich die Atemfrequenz, die ja auch sehr viel zum Beispiel Wärme ableiten kann.
Speaker: Diese Ableitung sieht man auch gerne, wenn die Pferde so hecheln.
Speaker: Vor allen Dingen Islandpferde hecheln ja ganz gerne.
Speaker: Das ist auch sehr effektiv.
Speaker: Verlassenten hat das öfters.
Speaker: Die pumpt dann so richtig.
Speaker: Und das ist nicht unbedingt, weil die nicht mehr kann, sondern einfach, weil sie auch, glaube ich, warm ist.
Speaker: Und dadurch atmen die schneller und die Atemfrequenz ist stark erhöht.
Speaker: Und so kühlen die sich auch.
Speaker: Was noch dazu kommt, ist, die Blutgefäße können sich auch verändern.
Speaker: Also wenn es dem Körper zu warm wird, dann werden auch bei uns Menschen die Blutgefäße erweitert, um einfach mehr Wärme abgeben zu können.
Speaker: Die Durchblutung wird angeregt.
Speaker: Wir pumpen mehr und schneller Blut durch unseren Körper, sodass wir einfach schneller abkühlen.
Speaker: Und genau das Gegenteil wird gemacht.
Speaker: Also unsere Blutgefäße werden schmaler und enger, wenn wir eben kalt haben, damit das Blut nicht so schnell abgekühlt wird.
Speaker: Das ist auch noch ein Mechanismus, der im Pferd stattfindet.
Speaker: Und was wir ganz oft natürlich auch sehen und wo Pferde auch sehr gut drin sind, ist, die können auch Temperatur über ihr Verhalten regulieren.
Speaker: Über das Verhalten?
Speaker: Wie meinst du das?
Speaker: Wenn denen kalt ist im Winter, dann bewegen die sich einfach mal.
Speaker: Das ist überhaupt kein Problem für die.
Speaker: Und
Speaker: Ist vielleicht für uns auch mal gut, wenn es uns im Winter kalt ist, dass wir dann einfach mal sagen, okay, wir bewegen uns mal eine Runde.
Speaker: Aber die machen das auch.
Speaker: Ah, da weiß ich nicht.
Speaker: Bin ich mir nicht so sicher, ob die Bewegung so eine gute Idee ist.
Speaker: Also vergisst man vielleicht.
Speaker: Aber die können auch einfach, wenn denen kalt ist, die frieren dann nicht und stehen erbärmlich rum und bippern, sondern dann spielen die halt wie die Wilden auf der Weide oder laufen, bewegen sich konstant.
Speaker: Das alles trägt auch dazu bei, dass die Wärme aufrechterhalten werden kann.
Speaker: Ist natürlich auch wichtig, dass sie dementsprechend auch genug Energie zuvor haben, um das dann auch alles quasi umsetzen zu können.
Speaker: Wenn die natürlich nichts zu fressen kriegen, ist es dann blöd.
Speaker: Aber das ist eigentlich schon, das Pferd ist wirklich ein Meister der Temperaturregulierung.
Speaker: Und gerade mit den kalten Temperaturen, die sie auf Island eben gegeben sind, können die Pferde ganz schön gut umgehen.
Speaker: Ja, und auch, also nicht nur die Islandpferde, auch alle anderen Pferderassen, die können schon sehr gut mit Temperaturunterschieden umgehen, auch mit Hitze und mit Kälte.
Speaker: Natürlich ist das ein bisschen rasseabhängig und wo die Züchtungen hingehen.
Speaker: Araber wird besser mit Wärme umgehen können als mit Kälte und beim Islandpferd ist das vielleicht andersrum.
Speaker: Aber man sagt ja auch, die Wohlfühltemperatur von Pferden liegt meistens zwischen 5 und 15 Grad.
Speaker: Es ist ja einiges unter unserer Wohlfühltemperatur zum Beispiel.
Speaker: Du hast es gerade in Araber und in Isländer erwähnt und ich weiß, dass du mir früher im Zuge deiner Futterberaterausbildung mal noch was vom Nord- und vom Südtyp erzählt hast.
Speaker: Das hängt ja auch damit zusammen, ne?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Das ist da so der typische Unterschied.
Speaker: Nordpferdetyp, robuster, braucht weniger Energie als jetzt so ein Südpferdetyp, ne?
Speaker: Ich fand irgendwie spannend bei unserer ganzen Debatte über das Scheren und ob man denn jetzt scheren soll und nicht und ob man jetzt eigentlich ein Türquäler ist oder ob man kein Türquäler ist, fand ich es immer wichtig zu schauen, okay, unsere Pferde sind auf Island entstanden.
Speaker: Schauen wir uns doch mal den Winter auf Island an, bevor wir anfangen, uns jetzt Gedanken darüber zu machen,
Speaker: was jetzt richtig oder falsch ist, wäre es vielleicht sinnvoll zu verstehen, wo sind diese Pferde eigentlich aufgewachsen und wohin sind sie selektiert worden?
Speaker: Weil die Winter auf Island sind ja jetzt, wenn man auf den ersten Blick guckt, ist ja eigentlich gar nicht so kalt.
Speaker: Würde man sagen, so um die Null, ne?
Speaker: Ja, meistens um die Null oder minus fünf oder aber jetzt keine minus 20, wie man vielleicht erwartet.
Speaker: Oder jetzt an Weihnachten 20 Grad plus, hast du es mitbekommen?
Speaker: Hatten die 20 Grad auf Island?
Speaker: Ja.
Speaker: Hatten die 20 Grad?
Speaker: Ja.
Speaker: Krass.
Speaker: Da war es ja bei uns, wir hatten 0 Grad.
Speaker: Ja, verkehrte Welt.
Speaker: Heftig.
Speaker: Genau, sorry, jetzt habe ich dich aber voll unterbrochen, weil es mir gerade in den Sinn kam.
Speaker: Also du hattest gesagt eben, die Temperaturen sind ja gar nicht so wild, oder?
Speaker: Nee, aber die haben ja ganz, ganz viel Wind und Sturm und auch mal, sagen wir mal, Regen, der von vorne quer kommt oder von unten.
Speaker: Und wenn du dir das Fell mal anschaust, die Fellstruktur von so einem Warmblüter und das Fell von dem Islandpferd, die Haare sind von den Islandern ja viel dicker und viel rauer, die sind ja teilweise so borstig schon.
Speaker: Und bei so einem Warmblüter sind die ja eher weich.
Speaker: Und es ist eben spannend, wenn du jetzt auf das Wetter nochmal schaust und sagst, okay, Island ist von den Temperaturen her gar nicht so wild, aber die haben ja diesen konstanten Wind.
Speaker: Es windet ja gefühlt immer auf Island und das resultiert in einem sogenannten Windchill-Effekt.
Speaker: Also eine Temperatur auf dem Thermometer
Speaker: fühlt sich kälter an durch eine gewisse Windgeschwindigkeit.
Speaker: Also irgendwie, keine Ahnung, 5 Grad Celsius sind bei 30 kmh Wind, fühlen sich an wie irgendwas unter Null.
Speaker: Also es ist einfach deutlich kälter, als es tatsächlich ist.
Speaker: Das bedeutet, der Wind hat auch einen auskühlenden Effekt und unsere Islandpferde,
Speaker: sind dafür auch selektiert worden, dass sie eben genau diese deutlich kalten Bedingungen einfach deutlich besser aushalten können.
Speaker: Ja, dass sie vor allem dem Wind standhalten können.
Speaker: Ich meine, die haben dafür natürlich auch verschiedene Strategien entwickelt, die so eine Herde dann auch anwendet, wenn es stark windig ist.
Speaker: Aber das Fell musst du ja auch erst mal mitmachen.
Speaker: Wenn du so einen Warmblüter in den Sturm stellst, dann frieren die richtig, richtig schnell.
Speaker: Voll, voll.
Speaker: Und wenn du jetzt mal diesen Winter, den isländischen Winter vergleichst, wie ist denn dein Winter so bei euch am Stall?
Speaker: Was hast du so für Temperaturen, für Wetter, wenn du jetzt mal so retrospektiv guckst, die letzten zwölf Wochen oder auch im letzten Jahr von mir aus?
Speaker: Naja, es war noch ziemlich warm.
Speaker: Ich habe lange mit Ekzem, mit Mücken noch gekämpft bis Mitte Dezember.
Speaker: Das hoffentlich nicht jedes Jahr so lange geht, aber es war ziemlich ätzend dieses Jahr.
Speaker: Und jetzt ist es seit knapp zwei Wochen knackig, kalt.
Speaker: Wir haben immer so zwischen zwei und minus zwei Grad aktuell.
Speaker: Was ich aber eine richtig coole Temperatur finde, weil die Mücken nicht mehr da sind und der Kornseid jetzt endlich keine Exemdecke mehr braucht.
Speaker: Side-Fact.
Speaker: Aber wir haben nicht viel Niederschlag gehabt.
Speaker: Es ist ziemlich trocken.
Speaker: Die Böden sind zwar ein bisschen gefroren, aber wir haben auch keinen Schnee.
Speaker: Nicht so richtig, wenn dann nur so ein
Speaker: Bisschen irgendwas, aber nicht schlimm.
Speaker: Und wir haben auch fast keinen Wind, ziemlich wenig.
Speaker: Also es sind eigentlich ganz schöne Winterbedingungen im Moment.
Speaker: Ich kann mich nicht groß beschweren und das war die letzten Jahre nicht anders.
Speaker: Da hatten wir vielleicht mal regnerische Winter, wo es viel geregnet hat bei so fünf Grad, was dann eher eklig ist.
Speaker: Und dann gab es vielleicht mal zwei Wochen, wo es mal mehr Schnee war und wo es mal permanent unter 0 Grad war.
Speaker: Aber ansonsten bewegt sich das ja schon eher so um die zwischen 5 und minus 5 Grad in so einer Range.
Speaker: Auch nachts geht es vielleicht mal an die minus 8.
Speaker: Aber wenn es mal richtig, richtig kalt ist, dann ist es nicht lang.
Speaker: Und richtig kalt ist für mich ab minus 10.
Speaker: Das haben wir zwar mal, aber das sind dann ein, zwei Wochen im Jahr.
Speaker: Meistens ist es nicht viel mehr.
Speaker: Ja, ich glaube, deine Winter und meine Winter überschneiden sich da wettertechnisch ziemlich.
Speaker: Es ist einfach um die, sagen wir mal, 5 bis 0 Grad, würde ich jetzt mal so sagen.
Speaker: Also die letzten Tage war es bei uns so zwischen 4 und minus einem Grad oder sowas.
Speaker: Und es hat nicht besonders viel Wind gegeben.
Speaker: Manchmal gibt es noch Regen dazu, aber das zeigt, dass wir hier schon einen deutlichen Unterschied haben, was die Rauheit des Klimas angeht.
Speaker: Unsere Winter sind einfach nicht so rau.
Speaker: Weil jeder, der schon mal auf Island war und vielleicht nicht jetzt gerade im Sommer, sondern zu so einer Jahreszeit, wo es ein bisschen kühler wird,
Speaker: Der hat gemerkt, wie viel Energie dem Körper entzogen wird durch diesen konstanten Wind.
Speaker: Das macht dich manchmal einfach echt fertig, weil das zieht so viel Wärme.
Speaker: Du bist konstant einfach nur dabei, deine Körpertemperatur wieder aufzuheizen.
Speaker: Und das ist eine ganz andere Wetterbedingung als das, was die Ponys bei uns haben, wo sie womöglich noch windgeschützt irgendwo stehen müssen.
Speaker: Und eigentlich recht mildere Verhältnisse haben.
Speaker: Ja, auf Island hast du ja kranke Windgeschwindigkeiten.
Speaker: Du musst ja teilweise einfach die Autotür festhalten, dass sie nicht auf- oder zuknallt.
Speaker: Und sowas habe ich bei uns sehr, sehr selten.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Gibt es mal, aber nicht so oft, das stimmt.
Speaker: Und das ist ein wichtiger Faktor oder ein wichtiger Punkt, den wir uns mal im Hinterkopf behalten sollen, wenn es um das Thema Scheren geht, weil das wird oft nicht so betrachtet.
Speaker: Es gibt immer nur Angaben zu Temperaturen, irgendwie keine Ahnung, wann Pferde wie geschoren oder eingedeckt oder was auch immer werden sollen.
Speaker: Aber ich finde, die Temperatur allein auf dem Thermometer ist gar nicht so ausschlaggebend, sondern die Rauheit des Klimas ist ganz wichtig zu verstehen und zu beobachten.
Speaker: Ja, und darauf ist ja auch das Fell praktisch ausgelegt.
Speaker: Genau, und darauf ist das Fell des Islandpferdes ausgelegt.
Speaker: Jetzt kommen wir natürlich nur dann mit dem Ganzen in die Bredouille, wenn sich das Pferd auch bewegt.
Speaker: Ich würde mal sagen, wenn die jetzt einfach nur rumstehen den ganzen Tag, dann ist es halt ein bisschen warm.
Speaker: Dann ist es halt so.
Speaker: Aber jetzt kommen wir noch und sagen, hey Pferd, du kannst dich nicht so bewegen, wie du möchtest, sondern du bewegst dich so, wie ich möchte.
Speaker: Und ich möchte, dass wir nächstes Jahr einen Halbmarathon zusammengehen.
Speaker: Warum auch immer.
Speaker: Aber dann müssen diese Tiere mit diesem Winterfell anfangen, wirklich ernsthafte Arbeit zu verrichten.
Speaker: Ja, die müssen ja Sport machen.
Speaker: Das merken wir ja genauso.
Speaker: Wenn ich meine dicke, gefütterte Winterjacke anhabe und in der Joggen gehe, ist mir nach spätestens zehn Minuten viel zu heiß.
Speaker: Absolut.
Speaker: Ich würde im Winter auch nur mit einer dünnen Jacke joggen gehen.
Speaker: Das würde ich genauso machen, weil Muskelarbeit ist ziemlich ineffizient.
Speaker: 70 bis 80 Prozent der eingesetzten Energie wird einfach als Wärme frei.
Speaker: Das ist einfach physiologisch so.
Speaker: Da brauchen wir nichts dran rütteln.
Speaker: Wir kennen es alle.
Speaker: Wenn wir uns mal bewegen und dann doch mal Sport machen, dann wird es uns relativ schnell relativ warm dabei.
Speaker: Genau das Gleiche passiert auch bei unseren Pferden.
Speaker: Wenn die Muskelarbeit verrichten, wird denen erstmal warm und dann fangen die an zu schwitzen.
Speaker: Und das steht natürlich dann in dem Moment im Kontrast zu dem Anorak, den die anhaben, nämlich ihrem Winterfell.
Speaker: Richtig.
Speaker: Und dann muss ich entweder die Jacke ausziehen oder weniger Sport machen.
Speaker: Genau, und da gab es mal eine Studie dazu, die haben Hauttemperatur, Atemfrequenz und Erholungszeiten von Pferden angeschaut, die relativ dichtes Fell haben, die geschoren waren und die nicht geschoren waren und haben sich einfach mal nur das angeschaut.
Speaker: Wie verhält sich denn das während des Sports?
Speaker: Ist nicht...
Speaker: Der ganze Lebensteil des Pferdes im Winter, ich meine, der Sport beträgt vielleicht 45 Minuten von einem Tag oder so, ist natürlich kein großer Anteil, aber die haben sich explizit mal den Sport angeschaut und die haben halt auch gesehen, dass Pferde deutlich höhere Hauttemperaturen haben, wenn sie ein komplett dichtes Fell haben.
Speaker: als die Pferde, die geschoren waren.
Speaker: Das macht Sinn.
Speaker: Also ich finde, das ist irgendwie wie selbst erklärt.
Speaker: Das ist ja der Zweck des Fels.
Speaker: Genau.
Speaker: Da müssen wir nicht weiter drüber sprechen.
Speaker: Dann hatten diese Pferde auch eine höhere Atemfrequenz, die nicht geschoren waren.
Speaker: Also die haben mehr geschnauft, haben Wärme stärker abgeführt durchs Atmen.
Speaker: Das haben wir vorhin auch schon besprochen.
Speaker: Und die hatten längere Erholungszeiten.
Speaker: Also die haben einfach auch ein bisschen länger gebraucht, bis sie wieder Ruhepuls hatten, Ruhefrequenz im Atmen und so weiter.
Speaker: Also da hat man einfach mal den Vergleich gemacht.
Speaker: Ich finde es jetzt keine wahnsinnig innovativen Erkenntnisse.
Speaker: Ich finde es relativ logisch.
Speaker: Es ist jetzt nichts Überraschendes dabei.
Speaker: Das finde ich aber wichtig, sich Gedanken zu machen, weil wir hatten auch eine Frage, hey, ab welchem Alter soll man sein Pferd scheren?
Speaker: Und ich finde, dass das Alter in dem Zusammenhang überhaupt nicht relevant ist, weil wir sprechen hier immer nur davon, dass wir ein Problem kriegen, wenn wir erhöhte Muskelarbeit von unserem Pferd wollen.
Speaker: Und ein Jungpferd macht das ja in der Regel nicht.
Speaker: Also ein Jungpferd wird ja in der Regel nicht geritten oder trainiert.
Speaker: Genau, das war dann wahrscheinlich so ein bisschen der Gedankengang, aber ich finde auch ein Reitpferd, das einfach eine Winterpause hat, kann ja auch genau so, das muss auch nicht geschoren werden, weil das kann sich ja so bewegen, wie es möchte und dann brauchen wir es nicht unbedingt scheren.
Speaker: Es geht immer nur dann ums Scheren, wenn wir auch wirklich mit den Pferden arbeiten und mit arbeiten meine ich auch wirklich
Speaker: Und anspruchsvolle Arbeit, also wirklich viel Tölt, viel Galopp, viel Trab, wirklich Bewegung, wo die Pferde auch ins Schwitzen kommen.
Speaker: Und diese Studie hat das eben nochmal gezeigt.
Speaker: Wie gesagt, ich glaube, es ist jetzt nichts besonders Überraschendes, das können wir alle beobachten, aber ich fand es einfach nochmal wichtig, das nochmal belegt zu haben in Zahlen und Fakten, ja.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und dann hast du es einfach auch wissenschaftlich nochmal überprüft letztendlich, was man zwar schon beobachtet hat, aber es steht auch nochmal schwarz auf weiß und es ist wirklich so.
Speaker: Jetzt kommt Werbung!
Speaker: Svenja, das Jahr geht zu Ende Dezember und im Dezember muss ich immer schon an den Januar denken, weil da ein großes Event ansteht, wo wir immer dabei sind.
Speaker: Ja, du willst wohl auf die Partner Pferd anspielen.
Speaker: Das ist mittlerweile ein ganz schön großes Treffen für alle, die irgendwas mit dem Pferd am Hut haben.
Speaker: Genau, die Partnerpferd findet nämlich wieder vom 15. bis 18.
Speaker: Januar in Leipzig statt und für uns ist es wieder mal ein Highlight.
Speaker: Ich freue mich diesmal besonders auf den Easy Friday, nämlich am Messefreitag, der steht ganz im Zeichen des Islandpferds und wir sind da auch mit dabei und zwar mit einem Live-Podcast.
Speaker: Ja, und der Easy Friday, der Islandpferdetag, der wächst mit dem Islandpferdedorf zusammen von Jahr zu Jahr.
Speaker: Ihr findet das Ganze in Halle 3 und es ist inzwischen richtig, was los dort.
Speaker: Vorführungen, Infos zu Zucht und Training und Finostrip wird es auch geben.
Speaker: Und überall geht es natürlich rund um das Thema Islandpferde und Tölt.
Speaker: Ich freue mich vor allem darauf, Menschen zu treffen, die wir dort jedes Jahr treffen.
Speaker: Das ist ein Ort fürs Austauschen, neue Inspirationen sammeln und zum Beispiel auch Fachvorträge anhören zu allen Themen aus dem Reitsport.
Speaker: Parallel läuft dazu aber auch noch ein Springturnier.
Speaker: Und was kann man sonst noch machen auf der Messe?
Speaker: Man kann natürlich einen Haufen Sachen shoppen und sich zum Beispiel in der Startup-Area über neue Unternehmen und Produkte informieren und vielleicht das ein oder andere entdecken, was man vorher noch nicht gekannt hat.
Speaker: Und wenn ihr jetzt auch Lust habt, uns am Freitag in Leipzig zu treffen, dann benutzt unseren Rabattcode, da bekommt ihr nämlich 50% auf die Eintrittstickets.
Speaker: Der steht in den Shownotes.
Speaker: Viel Spaß und wir freuen uns auf euch.
Speaker: Jetzt geht's weiter mit dem Podcast.
Speaker: Genau, und was natürlich bei den Pferden dann auch der Fall ist, die schwitzen einfach.
Speaker: Ist logisch, ein Pferd ist, oder wenn du im Winter anorak durch die Gegend rennst, wie so eine Irre, dann schwitzt du einfach.
Speaker: Und das ist erstmal im Prinzip eigentlich nichts Schlimmes, weil Schwitzen ist ja einfach nur runterkühlen von der Körpertemperatur.
Speaker: Das ist ja genau das, was es eigentlich auch bewirken soll.
Speaker: Es soll ja den Körper runterkühlen.
Speaker: Genau, und deswegen ist es auch, ja, sagen wir mal legitim, die Pferde auch im Winter zu reiten und die dürfen dann ja auch schwitzen.
Speaker: Jetzt kommt aber natürlich einiges dazu, wenn ich im Winter Anorak Sport mache, dann halte ich das einfach nicht lang durch, weil es mir schnell zu heiß wird oder weil ich auch einfach das nicht mehr packe von der Atmung her und wenn dann alles komplett nass und durchgeschwitzt ist, dann halte ich nicht so lang durch, wie wenn ich ein bisschen mehr ablüften kann.
Speaker: Ich glaube ja, dass du natürlich da auch einfach in so eine Überhitzung kommst und du magst ja dann auch einfach nicht.
Speaker: Also ich glaube, das macht den Pferden dann auch nicht unbedingt Spaß, wenn es ihnen dann auch noch so schwer fällt.
Speaker: Und die schwitzen natürlich extrem und das Ganze kann dann problematisch werden, es muss aber nicht, aber es kann problematisch werden, wenn eben der Fell...
Speaker: wenn der Schweiß in das Fell eingeschlossen wird zum Beispiel, dadurch, dass die eben so ein dichtes Fell haben, was auf so starken Wind ausgelegt ist und die Verdunstung vielleicht langsamer erfolgt, also die Pferde einfach sehr, sehr lange brauchen, bis sie trocknen, das kann einfach dazu führen, dass sie dann
Speaker: ja sozusagen auch ein bisschen unterkühlen, vor allen Dingen dann, wenn sie halt stillstehen.
Speaker: Also wenn man sie klatschnass einfach zurück in den Paddock stellt, wo sie nicht so viel Bewegungsradius haben und sie eben noch dieses Fell haben, was auf ganz andere Umweltfaktoren eigentlich ausgelegt ist, kann es einfach dazu kommen, dass diese Pferde dann zu kalt bekommen in dem Moment, was eigentlich vollkommen konträr zu dem ist, was wir jetzt erwarten würden, ne?
Speaker: Klar, aber das Fell ist dann verklebt und nass und verklebt und nass kann das halt auch seine Funktion nicht mehr erfüllen.
Speaker: Das kann nicht mehr abwehren gegen Wind, wissen wir ja auch, wenn wir mit nassen Haaren, das ist einfach viel unangenehmer, als mit trockenen Haaren draußen rumzulaufen.
Speaker: Es ist nicht direkt, dass wir dann krank sind oder irgendwas, aber man kann halt schneller unterkühlen und es kann einem schneller frieren.
Speaker: Und wenn du jetzt frierst und so frierend durch die Gegend läufst, was machst du denn dann automatisch?
Speaker: Ja, ich verspanne mich.
Speaker: Ich spanne meine Muskeln an.
Speaker: Genau, genau.
Speaker: Und genau das Gleiche machen die Pferde auch.
Speaker: Also es muss nicht unbedingt sein, dass die jetzt super krank werden oder irgendwas.
Speaker: Aber es kann natürlich passieren, dass die Pferde einfach Verspannungen bekommen durch dieses nasse Fell, durch diesen zu großen Kühleffekt, der nach der Arbeit entsteht, weil die einfach in einem Paddock zurückgestellt werden zum Beispiel.
Speaker: Und bei mir ist es zum Beispiel so, ich reite ja dann auch unter der Woche viel abends, wenn man arbeitet und es dunkel ist und schon auf die Nacht zu ist es ja auch nochmal kälter.
Speaker: Und dann ist es echt, ich habe auch schon mal getestet, wenn Halasjadna ungeschoren nass ist und ich stelle die dann in den Stall.
Speaker: Klar habe ich die mit Abschwitzdecke und so weiter, aber also ganz trocken kriegst du ja nicht aus, du stellst dich zwei Stunden daneben, aber das ist ja kaum umsetzbar.
Speaker: Und dann trocknen die einfach innerhalb der nächsten zwei, drei Stunden nicht.
Speaker: Und wenn ich die geschoren hinstelle, dann ist die eigentlich nach Viertelstunde Abschwitzdecke, zumindest vorne im Brustbereich und so, ist es schon wieder trocken.
Speaker: Und ansonsten dauert es zwei, drei Stunden oder noch länger, bis das Fell getrocknet ist.
Speaker: Also was man natürlich da genau betrachten muss, ist die Pferde...
Speaker: sind dann nach außen hin vielleicht noch nass, aber an der Haut sind die oft schon wieder trocken, weil natürlich die Unterwolle und die warme Schicht direkt an der Haut trocknet dann schon durch und die können schon wieder Wärmeregulation betreiben.
Speaker: Und nur die äußerste Schicht transportiert noch das Wasser ab und deswegen scheinen die Pferde dann noch nass, aber sind vielleicht sogar schon getrocknet nach einer Stunde oder so.
Speaker: Aber es ist natürlich schon interessant, du siehst genau dieser Effekt dieses Nachschwitzens wird extrem minimiert, dadurch, dass wir die Pferde halt ein bisschen scheren.
Speaker: Das ist eigentlich genau das, warum wir...
Speaker: scheren würden, würde ich mal sagen.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und das trocknet einfach alles viel schneller und dann hat man diesen Unterkühlungseffekt nicht und dieses lange, weil ich stelle mir schon vor, dass es auch ein bisschen unangenehm ist.
Speaker: Ich meine, klar, im Regen sind die auch nass äußerlich.
Speaker: Aber die sind nicht an der Haut nass.
Speaker: Und beim Schwitzen sind sie an der Haut nass.
Speaker: Das ist einfach auch nochmal ein Unterschied.
Speaker: Es kommt ja dann auch darauf an, wie viel man wegschert.
Speaker: Da gibt es ja auch ganz viele verschiedene Muster und Möglichkeiten, was man alles machen kann.
Speaker: Das kommt ja dann auch nochmal dazu.
Speaker: Aber ich würde zum Beispiel im Winter nie das ganze Pferd scheren, wenn ich nicht eindecken möchte.
Speaker: Weil das ganze Fell wegzumachen ist meistens nicht ausreichend für den Winter, sagen wir es mal so.
Speaker: Wir haben ja offen steile Pferde und wir sind ja auch so stolz auf die Robustheit unserer Rasse.
Speaker: Und wir wollen natürlich jetzt nicht unbedingt anfangen, unsere Pferde einzudecken.
Speaker: Da bin ich voll bei dir.
Speaker: Ich kann es auch einfach für mich persönlich jetzt nicht gut leisten, weil ich kann nicht zweimal oder dreimal am Tag an den Stall fahren und dann die Nachtsdecke mit so und so viel Kram und die tagsüber Decke und die Decke, wenn Sonne ist und keine Decke, weil jetzt gerade super Wetter und jetzt aber ganz schnell die Regendecke und dies und jenes.
Speaker: Ich könnte das gar nicht leisten, so korrekt einzudecken, wie du es bräuchst für ein komplett geschornes Pferd.
Speaker: Ja, an vielen Stellen gibt es Deckenservice natürlich, wo das Personal das irgendwie mit übernimmt.
Speaker: Wenn es tagsüber wärmer wird, die Pferde ausdecken, abends wieder eindecken und so.
Speaker: Aber ich will das zum Beispiel auch nicht in Anspruch nehmen.
Speaker: Mir ist das viel zu blöd, mir ist das viel zu viel Arbeit.
Speaker: Ich bin da faul.
Speaker: Außerdem habe ich im Sommer die blöde Exemdecke.
Speaker: Ich habe gar keinen Bock, im Winter nochmal mit Decken weiter rum zu hantieren.
Speaker: Außer, in Klammern, außer mit Regendecken.
Speaker: Das ist nochmal ein anderes Thema.
Speaker: Die kann man ab und an mal benutzen.
Speaker: Aber ansonsten, ich habe keinen Bock auf Eindecken.
Speaker: Bin ich voll bei dir und deswegen gibt es das schöne Phänomen der Teilschuhe.
Speaker: Nein, das ist kein Phänomen, aber wir können unsere Pferde ja auch einfach teilweise scheren.
Speaker: Wir müssen ja nicht 100% vom Pferd scheren, was übrigens auch tierschutzrelevant wäre, wenn wir 100% scheren würden, weil manche Regionen darf man nicht scheren.
Speaker: Aber wir können auch einfach sagen, okay, wir machen das Ganze punktuell.
Speaker: Wir ziehen dem Pferd vielleicht nur den Schal aus und nicht gleich den ganzen Anurag.
Speaker: Genau, und da würde ich immer strategisch an den Stellen anfangen, an denen das Pferd am meisten schwitzt beim Reiten.
Speaker: Das ist ja das, was man auch merkt, weil dort wird die Haut am stärksten gekühlt, da sind vielleicht die meisten Schweißdrüsen, wie auch immer, meistens ist das ja irgendwie Hals-Brust-Bereich irgendwo.
Speaker: Oder zum Beispiel im Bereich, wo das Pferd auch durch Mähne nochmal geschützt ist.
Speaker: Man kann zum Beispiel unter der Mähne scheren, weil da ist dann ja sozusagen fast doppelte Wärmeleistung, wenn dann nochmal Langhaar oben drüber liegt, ist da die Haut ja auch nochmal nicht direkt dem Wetter ausgesetzt.
Speaker: So kann man sich zum Beispiel auch rantasten, wenn man jetzt noch nie sein Pferd geschoren hat und das mal testen möchte, weil das Pferd arg schwitzt oder wenn man einfach das Gefühl hat, die Leistung klappt nicht so, wie man sich das vorgestellt hat oder es einfach mal probieren will, ob sich was ändert.
Speaker: Dann kann man zum Beispiel verschiedene Streifen unter der Mähne, am Mähnenkamm als allererstes mal scheren, um zu gucken, tut es dem Pferd gut oder ändert sich da was.
Speaker: Genau, deine Beobachtungen stimmen hier auch wieder mit der Wissenschaft überein, weil die Pferde wurden thermografisch mal untersucht und es wurde mal geschaut, welche Regionen sind denn wirklich die Regionen, die warm werden beim Pferd oder warm sind, auch nicht nur in der Bewegung, sondern auch im normalen Existieren, Rumstehen und Fressen.
Speaker: Und es gibt eben zwei verschiedene Änderungen,
Speaker: Zonen am Pferdekörper und von einer Zone sollten wir die Finger lassen und die andere können wir mehr oder weniger scheren, wenn wir wollen, ohne komplett die ganze Thermoregulation des Pferdes über den Haufen zu werfen.
Speaker: Ich glaube, das ist das Wichtigste.
Speaker: Wir können bestimmte Zonen nehmen, die einfach viel Wärme produzieren und da können wir Fell abnehmen, ohne dass das Pferd direkt jetzt wibbernd in der Ecke steht.
Speaker: Und du hast es gerade schon schön gesagt, es sind eben so Bereiche wie die Brust,
Speaker: oder der Bauch oder gerade der untere Halsbereich auch, also unter der Mähne natürlich der obere Halsbereich oder der untere Halsbereich, der dann in die Brust mündet.
Speaker: Es bietet sich auch an, dort zu scheren, weil das sind so eher, ja, wie kann man es nennen, Wärmezonen im Fell.
Speaker: Und dann gibt es aber noch Zonen, die sind so wie so eine Art Schutzzonen.
Speaker: Die haben eine Schutzfunktion und das ist vor allen Dingen Rücken und Gruppe, weil
Speaker: Keine Ahnung, Regen zum Beispiel trifft direkt dort auf.
Speaker: Da ist das Fell auch ein bisschen anders.
Speaker: Da siehst du, da sind mehr von diesen wasserabweisenden Haaren und da ist nicht so viel Plüsch.
Speaker: Das Plüsch haben wir wirklich vorne an der Brust.
Speaker: Hamur hat gerade ganz viel Plüsch vorne an der Brust zum Beispiel.
Speaker: Und daran siehst du so ein bisschen die Unterschiede.
Speaker: Deswegen Finger weg vom Rücken und von der Gruppe des Pferdes.
Speaker: Die fassen wir einfach gar nicht an.
Speaker: Aber wir könnten zum Starten vielleicht einfach sagen, okay, wie du so schön gesagt hast, ein Streifen unter der Mähne zum Beispiel.
Speaker: Kenne ich auch ein paar Leute, die das machen, um einfach Pilzinfektionen zu verhindern im Winter, weil da unten unter der Mähne ist ja noch wärmer und da wird es dann richtig schön feucht.
Speaker: Und da kann man dann natürlich ein bisschen helfen, dass die Haut schneller und besser durchlüftet.
Speaker: Ja, oder es hilft auch einfach beim Training.
Speaker: Also ich merke da schon auch einen Unterschied.
Speaker: Ich glaube, wenn man ein bisschen versteht, wie das Fell funktioniert und dass es so ein bisschen unterschiedliche Zonen gibt, dann weiß man auch, okay, hier kann ich eingreifen, ohne dass direkt mein Pferd total leidet.
Speaker: Und da sollte ich vielleicht besser nicht eingreifen.
Speaker: Das gibt einem schon, finde ich, eine ganz gute Richtlinie.
Speaker: Und wie ist denn das, wenn ich mich jetzt entschieden habe, ich möchte das mal probieren?
Speaker: Wann ist denn der beste Zeitpunkt zum Scheren?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also eigentlich ist es gar nicht so schwierig, weil wir uns einfach nur anschauen müssen, wann findet eigentlich der Fellwechsel statt.
Speaker: Und dementsprechend, wann der Fellwechsel stattfindet, daran können wir auch ein bisschen timen, wann wir sharen.
Speaker: Fellwechsel
Speaker: hängt vom Melatonin-Level im Pferdekörper ab.
Speaker: Und das Melatonin, das wird dann produziert, wenn kein Tageslicht da ist, beziehungsweise wenn das Tageslicht abnimmt, wird mehr Melatonin produziert.
Speaker: Das bedeutet, dann wenn es dunkler wird, produzieren die Pferde mehr Winterfell und dann wenn es wieder heller wird, dann wird wieder der Fellwechsel eingeleitet zum Sommerfell irgendwann.
Speaker: Also das bedeutet, dass wir hier einen rein hormonellen Mechanismus haben, der einfach nur durchs Tageslicht gesteuert wird.
Speaker: So unspektakulär es klingt.
Speaker: Aber biologisch gesehen wird das Pferd einfach nur durch die Tageslänge dazu bewegt.
Speaker: Okay, mach jetzt Winterfell, okay, jetzt kannst du Sommerfell machen.
Speaker: Und der richtige Zeitpunkt zum Scheren ist dann eben,
Speaker: Jetzt aus meiner Erfahrung würde ich sagen, so im Herbst, vielleicht so Oktober, weil es da bei uns einfach noch recht warm ist, die Pferde aber schon ziemlich viel Fell haben.
Speaker: Da bin ich dann meistens, jetzt bei meinen Pferden hat es sehr gut geklappt mit einer recht großzügigen Schuhe von Hals, Brust und sogar ein Stück Bauch, weil es bei uns einfach super warm ist und wir eben diese stehende Temperatur haben, wir haben nicht so viel Winde.
Speaker: Ja, und dann, wie ist es bei dir?
Speaker: Scherst du nochmal im Winter nach?
Speaker: Also ich habe das jetzt unterschiedlich in unterschiedlichen Jahren gemacht.
Speaker: Ich habe zum Beispiel schon mal Ende September, Anfang Oktober geschoren, wo es wirklich, wirklich warm war bei uns und die Pferde so geschwitzt haben, dass es echt schwierig war.
Speaker: Und dann hat das natürlich nicht gereicht mit dem Fell, was noch nachschiebt über den Winter.
Speaker: Dann habe ich meistens im Dezember oder Januar nochmal nachgeschoren, um nochmal ein bisschen Fell abzunehmen.
Speaker: Dieses Jahr habe ich es relativ lang rausgezögert, das Scheren, und ich habe es erst im November, glaube ich, gemacht.
Speaker: Anfang November, irgendwie so.
Speaker: Ich habe den Oktober noch durchgezogen, weil ich dachte, dann soll das jetzt nochmal richtig wachsen.
Speaker: Und jetzt werde ich auch nicht mehr nachscheren, höchstens dann im Frühjahr nochmal.
Speaker: Also das ist irgendwie März, April, je nachdem, wie warm es da dann ist.
Speaker: Das kann ich aber jetzt ja noch nicht voraussagen.
Speaker: Das heißt, dieses Jahr habe ich nur einmal geschoren und schere im Winter nicht nochmal nach.
Speaker: Aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, je nachdem, wie früh du auch angefangen hast.
Speaker: Ja, ja, ja, das auf jeden Fall.
Speaker: Man muss ja auch ein bisschen das Pferd beobachten.
Speaker: Ich habe tatsächlich den Stepnier schon das zweite Mal geschoren, weil er einfach so viel Fell nachgeschoben hat.
Speaker: Das war unglaublich.
Speaker: Der hat so viel Fell produziert und ich habe den geschoren.
Speaker: Ich war richtig schockiert, was da am Boden lag.
Speaker: Jetzt im Dezember schon.
Speaker: Hast du nicht mit bei ihm auch schon im September angefangen?
Speaker: Ja, ich habe bei ihm auch schon früh angefangen dieses Jahr, weil ich einfach viel scheren wollte, damit das Winterfell nicht so üppig wächst, damit es einfach ein bisschen kürzer ist, nicht ganz so viel, weil der einfach ein abartig krasses Winterfell hat.
Speaker: Das Pferd sieht aus wie ein Mammut.
Speaker: Ich denke mir, jedes Mal, der hat so viel Fell, das ist krank.
Speaker: Ja, es ist wirklich krass und er schwitzt auch einfach unfassbar viel und deswegen habe ich recht früh angefangen zu scheren, weil ich eben viel scheren wollte und da wollte ich natürlich, dass dann dementsprechend das Fell gut nachgewachsen ist, wenn es dann wirklich kalt werden sollte, dass er dann nicht eingedeckt werden muss.
Speaker: Ja, und dass er nicht mit blanker Haut dasteht, weil du scherst ja dann, weiß ich nicht, auf ein oder drei Millimeter runter und das ist dann natürlich schon ein bisschen fies, wenn es dann direkt kalt ist, aber wenn das so ein bisschen nachwächst und ein paar Zentimeter nachgewachsen sind, das ist problemlos.
Speaker: Funktioniert es ja auch wieder, ja.
Speaker: Genau, und dann habe ich jetzt eben schon wieder nachgeschoren, weil ich einfach das Gefühl hatte, es muss sein, aber ich mache im Winter dann immer eine kleinere Schuhe.
Speaker: Also die Herbstschuhe, so im September, Oktober, die ist relativ großzügig, da bin ich, taste ich mich ran, was geht und was nicht und die Schuhe im Winter, die ist dann recht klein.
Speaker: Ja, die fällt dann deutlich kleiner aus, dann mache ich nur einen schmalen Streifen am Hals, davor hatte ich den ganzen Hals geschoren, jetzt mache ich nur einen schmalen Streifen am unteren Hals und die Brust und halt die Gurtlage, weil ich es sehr angenehm finde, wenn die Pferde beim Gurten nicht die ganze Zeit das lange Winterfell in die Gurtstrupfen irgendwie verheddert kriegen.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Aber ja, da würde ich mich auch, da kann man auch gut beobachten und schauen, wie die Pferde eben Fell schieben und wie sie sich fühlen.
Speaker: Nachher werden wir das mit Sicherheit auch nochmal sagen, aber es ist halt eine sehr individuelle Sache, weil Pferde schwitzen ja zum Beispiel auch unterschiedlich stark.
Speaker: Ja, und haben eben eine unterschiedliche Fellstruktur.
Speaker: Manche haben ja viel weicheres oder dünneres Fell und die frieren dann unter Umständen auch schneller und da muss man sich wirklich ein bisschen rantasten, vielleicht über ein, zwei, drei Jahre hinweg und auch ausprobieren, was geht.
Speaker: Und auch wenn man mal zu viel geschoren hat, das Pferd stirbt davon nicht.
Speaker: Wie du vorhin gesagt hast, die können sich auch gut selber wärmen.
Speaker: Dann muss man einfach gucken, dass die genügend Futter haben und nicht zu dünn sind.
Speaker: Was ja bei unseren Wiesen, bei unserem Futter, bei unseren Islandpferden, die meisten sind ja nicht zu dünn hier.
Speaker: Ja, also man kann sich natürlich erstmal vorsichtig rantasten und vielleicht eben nur einen Streifen machen, wenn man denkt, das Pferd braucht das.
Speaker: Aber es ist auf jeden Fall so, die fallen davon nicht um.
Speaker: Ich weiß, dass es da große Kritik auch am Scheren gibt.
Speaker: Und ich würde mir gerne jetzt in den letzten Minuten auch mal die Kritik noch ein bisschen anschauen.
Speaker: Weil wir sind jetzt schon sehr pro Scheren gewesen für das gerittene und arbeitende Pferd.
Speaker: Also ernsthaft, ich würde ein Pferd, was nur auf der Wiese steht oder nur ein bisschen Schrittarbeit macht, würde ich nicht scheren.
Speaker: Also warum?
Speaker: Nee, ist unnötig.
Speaker: Aber ich würde mir jetzt gerne noch mal ein bisschen die Kritik anschauen.
Speaker: Was ist denn das, der größte Kritikpunkt oder die populärste Kritik, die du zu hören bekommst, wenn es ums Thema Scheren geht?
Speaker: Ich würde sagen, das ist der Satz, das Scheren zerstört oder greift in den Stoffwechsel des Pferdes ein, negativ.
Speaker: Verstehe ich aber nicht so.
Speaker: Also, wo greift das Scheren in den Stoffwechsel ein, Svenja?
Speaker: Kannst du mir da auf die Sprünge helfen?
Speaker: Also für diesen Punkt habe ich tatsächlich ein bisschen recherchieren müssen, weil ich habe dann auch erstmal versucht zu verstehen, okay, was wird überhaupt mit Stoffwechsel gemeint?
Speaker: Weil es gibt einen Hormonhaushalt, kommt der durcheinander?
Speaker: Oder ist der Grundstoffwechsel vom Pferd gestört?
Speaker: Also kann es irgendwie Dinge nicht mehr so gut metabolisieren zum Beispiel?
Speaker: Ist die Verdauung auf einmal eingeschränkt oder...
Speaker: ja, ist die Schilddrüsenfunktion auf einmal verändert oder ich konnte es nicht so ganz greifen, was bedeutet denn dieses zerstört den Stoffwechsel und ich meine, das Pferd, jedes Säugetier ist ja quasi ein großer Stoffwechselkreis und wenn du den zerstörst, dann zerstörst du ja das ganze Lebewesen damit.
Speaker: Also ich habe mir ein bisschen schwer getan mit der Aussage, weil es für mich so ein bisschen schwammig war und habe dann natürlich mal ein bisschen näher in die Literatur reingeschaut und was tatsächlich
Speaker: In Anführungsstrichen zerstört oder beziehungsweise gestört wird, ist die Verkaufung.
Speaker: Thermoregulation oder die Temperaturanpassung des Pferdes, daran greift man ein.
Speaker: Das ist auf jeden Fall so.
Speaker: Weil das ist ja auch die Absicht.
Speaker: Natürlich, weil wenn das Pferd kürzere Haare hat, kann es zwar die Haarwurzeln oder den Haaransatz noch aufstellen, um sich zu wärmen, aber natürlich stellt sich damit nicht mehr das lange Haar auf, weil das lange Haar an der Stelle, wo es geschworen ist, ja nicht mehr existiert, sondern das lange Haar
Speaker: Aber die Funktion an sich kommt ja von der Haut und das funktioniert ja trotzdem noch.
Speaker: Also du hast auf jeden Fall einen höheren Wärmeverlust an der Stelle, wo kein Fell mehr ist.
Speaker: Das bedeutet, das Pferd muss vielleicht durch andere Mechanismen im Körper diese Wärme wiederherstellen.
Speaker: Also es ist absolut, es ist auch wissenschaftlich seit diesem Jahr gezeigt, dass das Schieren den Energiebedarf zur Wärmeerhaltung des Pferdes erhöht.
Speaker: Das bedeutet, die müssen unter Umständen mehr fressen, um die gleiche Körpertemperatur halten zu können.
Speaker: Ja.
Speaker: Das ist das Einzige, was wissenschaftlich gezeigt ist.
Speaker: Und es macht auch total Sinn, weil genau das ist ja das, was wir bezwecken wollen mit dem Scheren, ist ja quasi ein bisschen die Wärmeleistung drumherum wegzunehmen.
Speaker: Und klar, wenn es dann kalt wird, müssen die Pferde das kompensieren.
Speaker: Und ich würde mal behaupten, die meisten Islandpferde haben genug Futter zur Verfügung, dass sie das auch über das Futter machen können.
Speaker: Meistens.
Speaker: Das ist dann ja, also bei sehr dünnen Pferden oder Pferden, die wirklich an der Grenze sind, da muss man dann entweder wirklich gucken, dass die mehr bekommen oder ein bisschen zufüttern.
Speaker: Da, wenn man auch sieht, die stehen zitternd im Paddock jetzt nicht nur mal eine halbe Stunde, sondern wirklich auch über längere Zeit, dass die richtig kalt sind, dass denen wirklich richtig kalt ist und nicht mehr...
Speaker: dass sie nicht mehr warm werden, dann muss man da natürlich eingreifen und irgendwie andere Maßnahmen ergreifen, entweder mehr Futter oder auch mal mit Decken, klar.
Speaker: Aber so prinzipiell, ich sage mal, meine Pferde hätten damit keine Probleme und wenn die mal 100 Gramm abnehmen, wäre ich eigentlich eher glücklich.
Speaker: 100 Gramm?
Speaker: Ja, 10 Kilo ist einfach so.
Speaker: Aber ich möchte natürlich nicht, dass die abnehmen, indem denen kalt ist.
Speaker: Das ist ja Schwachsinn.
Speaker: Nein, natürlich nicht.
Speaker: Aber es ist einfach so, man zerstört hier nicht den gesamten Stoffwechsel.
Speaker: Das bedeutet nicht, dass der Hormonhaushalt total durcheinandergebracht ist oder die Darmtätigkeit oder sowas, sondern du hast eine physiologische Anpassung.
Speaker: Das Pferd hat vielleicht einfach einen größeren Grundumsatz, den es an Kalorien braucht, um die gleiche Wärmeleistung
Speaker: noch bringen zu können, weil einfach weniger Fell da ist.
Speaker: Ich glaube, so kann man es ganz gut einordnen.
Speaker: Und natürlich ist alles, was wir am Pferd machen, ein Eingriff.
Speaker: Und natürlich müssen wir uns immer überlegen, ist es sinnvoll, was wir machen?
Speaker: Ja, richtig.
Speaker: Und problematisch wird das Scheren natürlich dann nur, wenn wir, wie du vorhin schon gesagt hast, zu viel abhauen.
Speaker: Das kann problematisch werden, weil dann frieren die Pferde einfach, wenn wir dann nicht eindecken zum Beispiel.
Speaker: Wir können Probleme bekommen, wenn wir einfach nicht genug füttern und die Pferde schieren.
Speaker: Das kann natürlich passieren.
Speaker: Aber ich muss sagen, meine Pferde haben jetzt die meiste Zeit recht wohlständig in den Winter gestartet.
Speaker: Also da haben wir zum Beispiel der
Speaker: Dem ist der Wohlstand auf die Figur geschrieben.
Speaker: Ich glaube, dass er das auch sehr gut energietechnisch wegstecken könnte, wenn er jetzt ein bisschen fell lassen müsste.
Speaker: Ja, so geht es bei mir auch.
Speaker: Aber natürlich ist das keine Abnehmen-Methode.
Speaker: Also das muss man schon auch klar sagen.
Speaker: Nein, aber die Ressourcen sind da, um das zu kompensieren.
Speaker: Das wollte ich damit sagen.
Speaker: Ja, und deswegen, also das ist ja jetzt keine Rocket Science.
Speaker: Ich verstehe einfach immer noch nicht, warum da so viel Emotion auch mit drin ist.
Speaker: Oder ist das einfach das Thema, dass vielleicht ein bisschen das Wissen darüber fehlt oder wissenschaftliche Fakten oder weil halt so viele Menschen so viel Meinung dazu haben können?
Speaker: Ich meine, ich habe wirklich gute Erfahrungen mit dem Scheren gemacht.
Speaker: Ich hatte noch nie das Problem, dass meine Pferde richtig gefroren haben, außer es hat mal durchgeregnet und war unter 5 Grad.
Speaker: Aber dann hätten die genauso gefroren, wenn die Fell hatten.
Speaker: Also es war zum Beispiel auch im Frühjahr oder so, wenn die ein bisschen weniger Fell haben und es dann nochmal richtig kalt ist und durchregnet.
Speaker: Und dann kann man da natürlich schon gegensteuern mit einer Regendecke oder irgendwas.
Speaker: Aber vom Scheren im Winter, ich hatte immer nur das Gefühl, dass es denen eher gut tut, dass die schneller abtrocknen, weil ich, wenn ich abends reite, ich kann die nicht trocken führen oder trocken föhnen.
Speaker: Ich habe kein Solarium, wo sie schneller drunter trocknen zum Beispiel.
Speaker: Oder ich möchte auch nicht abends bei null Grad in der Dunkelheit nochmal eine halbe Stunde länger rumstehen.
Speaker: Möchte ich nicht.
Speaker: Ist vielleicht auch ein bisschen egoistisch, aber ich finde, unsere Pferde sind eben auch in unseren Breitengraden hier und wir können nicht immer komplett nach dem Natürlichen gehen, weil wir wollen mit den Pferden ja auch trainieren.
Speaker: Die haben ja auch, sagen wir mal, eine Aufgabe hier und dann müssen wir natürlich auch dafür sorgen, dass sie diese Aufgabe lösen können.
Speaker: Wenn du das Pferd nur hast, damit es rumsteht, weil du es anschauen willst, dann brauche ich das nicht scheren.
Speaker: Oder wenn das nur auf der Wiese rumsteht und sich ein bisschen bewegt, dann ist es voll okay.
Speaker: Dann kannst du es auch selber regulieren und selber entscheiden, wie viel sich es bewegen will.
Speaker: Aber ich nutze das Pferd ja praktisch fürs Training.
Speaker: Und da kann das Pferd dann irgendwann nicht mehr selber entscheiden, willst du es jetzt oder nicht.
Speaker: Also in gewissem Maße, du weißt, was ich meine.
Speaker: Aber da, finde ich, gehört es auch zu unseren Aufgaben, für die Umstände zu sorgen, dass das Pferd eben auch gut mittrainieren kann.
Speaker: Ab dem Moment, wo wir ein Pferd, das eigentlich für eine ganz andere Klimazone gemacht ist, zu uns holen, müssen wir einfach sicherstellen, dass wir es dem Pferd so einfach wie möglich machen können.
Speaker: Ich meine, du musst dir überlegen, wie gesagt, die rauen Winter in Island, die Pferde stehen da in Wind und Wetter, können sich da frei bewegen und jetzt stehen sie bei uns bei nasskalten 2 Grad,
Speaker: Wenn es Glück gibt, mal Sonnenschein, relativ windstill in einem Pädagom haben nicht viel Bewegungsspielraum und müssen dann irgendwie mit ihrem Riesenpelz dann klarkommen.
Speaker: Ich glaube, wenn man es so sich überlegt, macht schon viel Sinn, natürlich nur im Zusammenhang mit dem Reiten, wie du gerade auch so schön gesagt hast.
Speaker: Das ist natürlich auch das, wenn wir trainieren wollen.
Speaker: müssen wir es den Pferden auch leicht machen.
Speaker: Und ich glaube, dass es gibt ein gutes Zwischending zwischen Scheren so wenig wie möglich und so viel wie nötig.
Speaker: Und ich glaube, man schafft schon den Grad zu finden zwischen ich schere ein bisschen mein Pferd, aber ich muss es nicht eindecken.
Speaker: Also ich habe keins meiner Pferde konstant eingedeckt.
Speaker: Über die Winter und hab geschoren und ich weiß, bei den Momenten, wie du schon so schön gesagt hast, wo man hätte eindecken oder wo man dann eingedeckt hat, hätte man auch ohne Schuhe eindecken müssen, weil dann waren sie einfach so nass und durch bei vier Grad und Regen, dass sie einfach irgendwann nicht mehr mögen wollten.
Speaker: Und dann...
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Weil die Frage nach, ich will mein Pferd scheren, aber ab wann muss ich eindecken, kommt ja auch ganz oft.
Speaker: Weil wenn du das Pferd natürlich ganz scherst oder dem richtig viel Fell wegnimmst, dann musst du irgendwann eindecken, das ist klar.
Speaker: Es gibt ja auch Menschen, die sagen, okay, ich mache einfach komplette Schuhe, weil mein Pferd...
Speaker: damit viel, viel besser klarkommt, hat dann aber halt permanent eine Decke an mit einer bestimmten Fütterung.
Speaker: Kann man genauso machen, wenn das deine Strategie ist für den Winter, ist das vollkommen in Ordnung.
Speaker: Man muss sich halt nur bewusst sein, da muss ich dann halt wieder mit den Decken hantieren.
Speaker: Und ich will das zum Beispiel nicht.
Speaker: Das heißt, für mich ist Schermuster maximal Hals- und Brustbereich und vielleicht ein Ticken hinter der Schulter oder von der Gurtlage, aber da auch nur so breit, wie der Gurt liegt, maximal.
Speaker: Und hinter der Schulter alles abwärts, das schere ich einfach nicht.
Speaker: Das bleibt, das ist auch nach dem Reiten nicht super nass, beziehungsweise trocknet auch relativ schnell, weil da schwitzen meine Pferde nicht so stark.
Speaker: Bei mir ist es einfach nur Hals- und Brustbereich.
Speaker: Und da musste ich bisher kältemäßig noch nie eindecken.
Speaker: Nein, ich glaube auch nicht, dass das wirklich so eine große Fläche ist, dass die das dann nicht anderweitig auch regeln könnten.
Speaker: Und man muss einfach sein Pferd beobachten und wachsam sein und schauen, was braucht es.
Speaker: Und zum Beispiel der Stepney, der ist jetzt wieder so viel frischer, seit es so kalt ist und der geschoren ist, der hat sein bestes Leben im Moment.
Speaker: Der ist so frisch und freudig und hat so viel Spaß, wo ich mir denke, ja, für ihn scheint es irgendwie das Richtige zu sein.
Speaker: Ja.
Speaker: Und vielleicht will er sich einfach nur viel bewegen, weil ihm kalt ist.
Speaker: Ah ja, natürlich, natürlich.
Speaker: Das arme Tier.
Speaker: Das arme Tier.
Speaker: Deswegen nimmt er auch gerade graduell ein bisschen zu, weil ihm so kalt ist, ja.
Speaker: Ja, das ist gut.
Speaker: Ja, für ihn ist es tatsächlich gut.
Speaker: Aktuell, weil er mir einen Ticken zu dünn geworden war, aber das lag nicht am Scheren.
Speaker: Es ging nicht linear mit dem Fellverlust, aber ich glaube tatsächlich nicht, dass es ihm kalt ist.
Speaker: Ich glaube, er hat einfach gerade eine richtig gute Zeit und er ist gerade so richtig grundvergnügt, das Pony.
Speaker: Das ist schön, das ist schön.
Speaker: Ja, wenn ihr da draußen jetzt scheren wollt oder auch nicht, sagt uns gern nochmal eure Meinung dazu.
Speaker: Wir haben versucht, das hier...
Speaker: faktisch und ein bisschen wissenschaftlich basiert aufzubauen und da ein bisschen die Emotionen auch rauszunehmen und zu erklären, was das bedeutet.
Speaker: Wenn euch das nicht ausgereicht hat, dann sagt uns gerne nochmal Bescheid.
Speaker: Wir versuchen das dann nochmal aufzuklären.
Speaker: Aber ansonsten, Svenja, haben wir jetzt schon eine gute Stunde damit verbracht.
Speaker: Nur über Pferdehaare zu reden, ja.
Speaker: Das ist intensiv.
Speaker: Also ich hoffe, es bleiben nicht mehr Fehler offener Fragen.
Speaker: Die Frage, die noch offen bleibt, ist, welches Schermuster man vielleicht anwenden möchte.
Speaker: Ich komme mir so pro Scheren vor.
Speaker: Dabei haben wir eigentlich ja wirklich nur versucht, die Fakten darzulegen.
Speaker: Aber...
Speaker: Wir kommen natürlich auch aus dem Sharelager.
Speaker: Wir sharen, deswegen sind wir natürlich auch ein bisschen meinungsbehaftet.
Speaker: Aber wenn ihr Inspiration braucht, auf der Instagram-Seite von Sportsfreund Studios gibt es eine ganz, ganz schöne Übersicht über die verschiedenen Sharemostare.
Speaker: Da kann man sich Inspiration holen.
Speaker: Da kann man ja auch, wenn man das Gefühl hat, wer braucht es, auch wirklich mit dem Kleinsten einfach mal anfangen und schauen, ob es das vielleicht schon ist.
Speaker: So sieht's aus.
Speaker: Dann schließen wir die Folge doch hier an dieser Stelle und ich wünsche dir noch einen wunderbaren Tag.
Speaker: Yes, ich freue mich auch.
Speaker: Mach's gut.


