Transcript
Speaker: Artistocast, der Podcast zur digitalen Kunstgeschichte.
Speaker: Sammlungsdigitalisierung ist jetzt kein neues Thema.
Speaker: Das machen Museen schon eine Weile.
Speaker: Dabei fing das mit der Digitalisierung ziemlich unspektakulär an.
Speaker: Wer erinnert sich nicht an C.D.
Speaker: Roms aus Museumsshops, auf die eine Handvoll pixeliger Meisterwerke gepresst war?
Speaker: Zumindest war ich damals ziemlich stolz auf meine DVD mit den Hauptwerken aus dem Louvre.
Speaker: Hinter den Kulissen stellte man gleichzeitig Schritt für Schritt die täglichen Aufgaben der Sammlungsverwaltung um.
Speaker: Angefangen mit Lochkarten zogen später selbstentwickelte oder zugekaufte Datenmanagementsysteme in die Museen ein.
Speaker: Wer es sich leisten konnte, richtete eine Digitalisierungsabteilung ein.
Speaker: Die Objekte wollten schließlich digital erfasst, gesichert und verwaltet werden.
Speaker: Während ich noch 2012 für eine Arbeit die digitalen Bilder auf CD-ROM geschickt bekommen habe oder ich 2018 für meine Dissertation einen USB-Stick einschicken musste, bieten viele Institutionen heute einen kostenfreien Download hochauflösender Bilder an, mit strukturierten Metadaten und freien Lizenzen.
Speaker: Doch das ist noch lange nicht überall so.
Speaker: Seit den Anfangstagen ist viel passiert, sowohl für NutzerInnen als auch für die Museen selbst.
Speaker: Heute erwartet man von mittelgroßen Häusern ganz selbstverständlich zumindest einen gut gepflegten Objektkatalog und oft sogar deutlich tiefere Informationen zu den Werken.
Speaker: Gleichzeitig steigen auch die Ansprüche der Museen selbst an das, was Digitalisierungsabteilungen leisten sollen.
Speaker: Doch wie steht es heute um die Sammlungsdigitalisierung?
Speaker: Sind alle Sammlungen tatsächlich so zugänglich wie gewünscht?
Speaker: Oder schlummert da noch vieles im Depot und wartet auf die richtige Infrastruktur und eine transparente Strategie?
Speaker: Und was passiert eigentlich, wenn die Erwartungen der NutzerInnen, intern und extern, auf die Realität eines Museums treffen, in dem analoge, menschliche und digitale Prozesse noch nicht immer reibungslos ineinandergreifen?
Speaker: Über diese Fragen spreche ich heute mit meinen Gästen Antje Schmidt und Georg Hohmann.
Speaker: Dr. Antje Schmidt ist Kunsthistorikerin und Leiterin des Bereichs Digitale Strategie und Projekte am MK&G, dem Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg.
Speaker: Georg Hohmann ist Leiter der Abteilung Deutsches Museum Digital des Deutschen Museums in München und studierter Kunsthistoriker und Informatiker.
Speaker: Hallo ihr beide, schön, dass ihr da seid, um über dieses komplexe Thema Sammlungsdigitalisierung mit mir zu sprechen.
Speaker: Hallo.
Speaker: Ich fange jetzt einfach mal ganz plakativ an.
Speaker: Wenn man an Sammlungsdigitalisierung im Museum denkt, kommt oft so ein Bild von zwei Mitarbeiterinnen in weißen Handschuhen.
Speaker: Die stehen an ihrem Scanner oder mit großen Fotoapparaten vor Objekten, scannen sie, fotografieren sie.
Speaker: Stimmt dieses Bild oder was gehört denn eigentlich zu so einer Sammlungsdigitalisierung dazu?
Speaker: Vielleicht fangen wir einfach mal an.
Speaker: Ja, Georg, gerne.
Speaker: Ich denke...
Speaker: Im Prinzip stimmt das Bild schon noch.
Speaker: Also das ist vielleicht ein bisschen ein plakatives Beispiel.
Speaker: Im Grunde geht es natürlich darum, Objekte, die in den Museen stehen und vor allen Dingen in den Depots stehen, eben digital zu erfassen.
Speaker: Dafür muss man sie eben meistens erheben sozusagen, entweder aus den Vitrinen rausholen, aus den Standpunkten rausholen oder aus den Depots, aus den Regalen herholen.
Speaker: Meistens nochmal reinigen, nochmal schauen, ob da irgendwelche Beschädigungen dran sind und dann halt eine digitale Aufnahme.
Speaker: Die klassische Digitalisierung, was man darunter versteht, ist immer noch bei uns ein Teil der Arbeit tatsächlich.
Speaker: Weil wie in vielen Museen ist natürlich das, was wir ausgestellt haben, ein Bruchteil von dem, was wir haben.
Speaker: Wir haben allein in München acht Depotflächen, die doch noch nicht komplett erfasst sind.
Speaker: Und also die Arbeit geht uns nicht aus in dem Bereich.
Speaker: Aber mit dem Fotografieren alleine ist es ja dann auch nicht getan.
Speaker: Also was ist denn der nächste Schritt, wenn die digitale Aufnahme da ist?
Speaker: Ja, ich meine, das mit dem Digitalisieren oder die digitale Aufnahme ist ja nur der Teil davon, der plakativste Teil sozusagen davon.
Speaker: Und ist im Grunde auch in dieser Art und Weise überhaupt erst im Workflow drin, seit es überhaupt digitale Bilder überhaupt gibt, wenn man so ein bisschen in die Geschichte schaut.
Speaker: Natürlich gab es vorher auch Fototheken und solche Sachen, aber diese Art von, dass ich ein Objekt nehme und eine digitale Aufnahme mache, ist eben noch gar nicht so alt.
Speaker: Das zugehört natürlich, dass ich überhaupt weiß, was ich da digitalisiere.
Speaker: Also schlicht also diese digitale Dokumentation ist eigentlich fast der größte und arbeitsintensivste Teil dieser ganzen Digitalisierung.
Speaker: Also dass ich überhaupt weiß, was sind das für Objekte, sind die inventarisiert, wie kann ich rangehen, was sind das für Werte und ich brauche auch die Informationen, um die Wichtigkeit auch von Objekten zu beurteilen zu können.
Speaker: Also auch die Frage der Strategie, wo fange ich an zu digitalisieren und wo höre ich dann auf?
Speaker: Strategie ist ein wichtiges Stichwort.
Speaker: Jetzt sagst du so Sammlungsdigitalisierung im Sinne von, ich erstelle digitale Abbildung, ist jetzt noch nicht so alt.
Speaker: Was ist denn da in den letzten Jahren passiert?
Speaker: Haben sich die Strategien zur Digitalisierung von Museumssammlungen, wie haben sich die entwickelt?
Speaker: Also angefangen von, wir machen jetzt nicht nur Fotos, die wir ausdrucken oder entwickeln, so war es ja eigentlich ursprünglich, oder Klaas Dias.
Speaker: Wir machen jetzt das digitale Bild.
Speaker: Antje?
Speaker: Ja, also was ich vielleicht noch ergänzen würde im Hinblick auf die Ausführungen von Georg ist, dass wir ja, wenn wir jetzt an Strategie denken, auch nochmal einen holistischeren Blick auf Digitalisierung vielleicht haben.
Speaker: Und das beginnt eigentlich ja in dem Moment, wo ein Objekt in das Museum gelangt.
Speaker: Also das ist unsere Auffassung am K&G, dass eigentlich ja dieses Thema digitales Kuratieren dann schon beginnt.
Speaker: Also eigentlich damit, dass ich Verträge abschließen muss und klären muss, ob es überhaupt möglich ist und angebracht erscheint, das Objekt ja zu digitalisieren, dass ich klären muss, ob ich nachher befugt bin.
Speaker: dieses zu veröffentlichen und zu verbreiten in bestimmten Fällen.
Speaker: Und insofern ist das natürlich ein ganz umfangreicher Aspekt, der da in den Blick genommen wird, wenn wir über Strategien nachdenken und
Speaker: Das vielleicht auch noch mitgegeben, dass sich das ja immer auch verändert und anpasst ganz stark.
Speaker: Also diese Idee davon, okay, wir haben jetzt einmal eine Digitalisierungsstrategie erschaffen und dann bleibt das für alle Zeiten so.
Speaker: Ich glaube, das ist vor allen Dingen etwas, was sich ja auch verändert hat und dass man sich eigentlich immer auf Dinge von außen auch einstellt, also dass sich Technologien verändern müssen.
Speaker: dass sich Ansprüche verändern, NutzerInnenverhalten ändert.
Speaker: Wie haben sich denn jetzt diese Strategien im Vergleich jetzt vor 10 oder 20 Jahren geändert?
Speaker: Ich kann mich noch erinnern an große Digitalisierungsprojekte, da wurde erstmal alles erfasst.
Speaker: Und danach wurde sich Gedanken darüber gemacht, ob man das veröffentlichen kann oder nicht.
Speaker: So wie du jetzt sprichst, hat sich das schon mal geändert.
Speaker: Ja, also dass man vor allen Dingen nicht per se digitalisiert, sondern immer mit einem Use Case.
Speaker: Also ich habe mich jetzt gefragt mit diesem Zeitfenster 10 bis 15 Jahre.
Speaker: Also das ist etwas, was wir schon auch vor 10 Jahren hatten, würde ich sagen, dass man jedenfalls im K&G diesen Anspruch dann schon den Kontext im Hinblick auch auf die Zielgruppe auch zu klären.
Speaker: Also dass das ganz, ganz wichtiger ist, auch eben in der Festlegung von Strategien.
Speaker: Vielleicht, wenn man das sozusagen abgrenzen will, ist, was sich geändert hat, auf jeden Fall dieses Bewusstsein, dass es eben nicht nur für interne Zwecke auf jeden Fall ist, also dass es überhaupt andere Ansprüche und Anforderungen gibt als des eigenen Blicks auf die Dinge.
Speaker: Und was sich noch geändert hat, ist eben ja auch diese Anspruchshaltung auch der Öffentlichkeit, auch der Nachnutzung.
Speaker: Da würde ich ja ganz gerne einhaken.
Speaker: Das ist natürlich vollkommen richtig, was Antje sagt, dass eigentlich heutzutage das ganzheitlich gesehen werden muss.
Speaker: Also im Grunde ist das Ziel unserer Arbeit auch an den Museen ist ja, dass wir die ganzen digitalen Prozesse, die Museen sowieso machen, das Inventarisieren, das Ausstellen und so weiter, sowieso digital unterfüttern.
Speaker: Das heißt, im Idealfall ist das, was wir tun, müsste eigentlich aufgelöst werden und das Museum ist schlicht dann ein digitales Museum, weil eben die ganzen Schritte automatisiert sozusagen gemacht werden.
Speaker: Und das ist auch der größte Unterschied gegenüber früher.
Speaker: Früher war es eben oft Projekte.
Speaker: Da gab es dann das Museum und ein Digitalisierungsprojekt und das war nicht so ganz verzahnt.
Speaker: Und eigentlich ist unser Bestreben oder mein Bestreben auch, das mehr viel stärker zu verzahnen und in die Prozesse in die Museen einfließen zu lassen, digitale Prozesse überhaupt zu etablieren.
Speaker: Ich denke, das ist auch der große Unterschied.
Speaker: Die Zielgruppe auch, die Zielgruppendiskussion, im Grunde ist das auch etwas, was sich in den letzten Jahren erst geändert hat.
Speaker: Also die Zielgruppe früher, also zu meiner Sicht, frühere Digitalisierung war eigentlich immer das Museum selbst.
Speaker: Also man wollte einfach seine Dinge erfassen, man wollte sie digital am Schreibtisch haben, am Bildschirm sehen, dann kam also auch der Wunsch dazu, ach, ich will nicht nur die Texte lesen, die Metallbücher digital haben, sondern ich will auch die Bilder zu sehen.
Speaker: Also auch das ist der Wunsch, überhaupt erst mal das Museum quasi auch digital vor sich zu haben.
Speaker: Das war
Speaker: Die ist oder ist auch noch lange Zeit, die Zielsetzung, die existiert auch weiterhin.
Speaker: Also bei uns ganz klar ist, wie die einfach die Arbeit der Kuratoren erleichtern damit, wenn wir digitalisieren.
Speaker: Was natürlich jetzt in den letzten Jahren auch dank solcher Bestrebungen wie im Open Access, gerade die Berliner Erklärung, dann auch die...
Speaker: Creative Commons Lizenzen, die eine große Rolle gespielt haben, den Blick dazu geführt haben, was macht man eigentlich dann mit diesen Digitalisaten und digitalen Ergebnissen, mit den digitalen Forschungsdaten als Museum?
Speaker: Also wie kann man dann neue Zielgruppen auch erreichen damit oder wie kann man auch damit nach außen gehen?
Speaker: Das ist also, glaube ich, jetzt sind gerade die Diskussionen da.
Speaker: In vielen Bereichen ist die Diskussion schon längst gelaufen, sage ich mal, in Museen.
Speaker: Fängt man so langsam damit an.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja genau, also das würde ich auch nochmal ergänzen, also dieses Bewusstsein, dass das eben ein ganz, ganz großer Schatz ist, den man dann damit eigentlich erstellt und auch etwas, was eine zweite Sammlung eigentlich ist.
Speaker: Also dieses Bewusstsein dafür, dass es nicht etwas ist, was nur...
Speaker: sage ich mal, Dienstleistung oder ein Workflow ermöglicht, sondern etwas, was man eigentlich ja auch als eine zweite Sammlung verstehen kann.
Speaker: Und das Problem, was ich dabei sehe und was wir auch merken bei uns im Museum, ist, dass es aber
Speaker: es trotzdem immer so getan wird, als ob das etwas ist, was nur Dinge erleichtert und günstiger macht.
Speaker: Und was man ja nicht vergessen darf, ist, wenn man dann so eine zweite digitale Sammlung aufbaut, dass man dafür genauso Personal braucht, dass es genauso zeitintensiv ist, die zu pflegen, in manchen Fällen vielleicht sogar zeitintensiver.
Speaker: Und das Bewusstsein, das hat sich noch nicht durchgesetzt.
Speaker: Wir sollen diese
Speaker: Dinge und Prozesse dann on top erledigen zu den Aufgaben, die ja natürlich weiterhin bestehen, wie die Pflege der Sammlung und der Erhalt der Sammlung.
Speaker: Welche Rolle spielen dann, das deutet sich ja jetzt im Prinzip bei dir schon an, auch technische Infrastruktur und Personalressourcen, um diese Ziele umzusetzen?
Speaker: Also wenn man wirklich sagt, ich möchte, dass meine Sammlung
Speaker: öffentlich, frei zur Verfügung steht und nicht nur im Sinne von Bild und Metadaten, sondern vielleicht noch dazu mit Mehrwert, mit der Möglichkeit in die Tiefe zu gehen, Informationstiefe zu haben, vielleicht sogar Hintergrundliteratur verfügbar zu haben.
Speaker: Wie gelingt das?
Speaker: Also was für technische Infrastrukturen oder Personalressourcen stecken da dahinter, also sind auch nicht sichtbar hinter so einer Homepage?
Speaker: Also das ist, wenn ich da weitermachen darf, Georg, das ist natürlich ganz zentral für diese Ansprüche.
Speaker: Und ich glaube, was sich so auseinanderentwickelt hat, wenn ich damit gleich mal starten darf, ist der Anspruch an das, was wir eigentlich leisten wollen und bereitstellen wollen.
Speaker: Also auch intern, wenn ich mit KuratorInnen spreche, was da die Anspruchshaltung ist, wie wir auftreten wollen, was wir vermitteln wollen, genau was du gerade gesagt hast, wie gehe ich in die Tiefe, wie kann ich wirklich eine Tiefenerschließung von einem Objekt ermöglichen.
Speaker: Und auf der anderen Seite der Realität, dass wir bis heute zum Beispiel keine einzige
Speaker: feste Stelle überhaupt für Sammlungsdokumentation bei uns im Museum haben.
Speaker: Das ist da so eine Schere, die auseinanderklafft und man jetzt aber Beispiele sieht auch von großen anderen Museen, wo das wunderbar zu funktionieren scheint und wo man...
Speaker: Zehntausende, Hunderttausende Objekte digitalisiert hat und man denkt sich, ja, warum haben wir das denn nicht und warum ist das denn nicht alles so tiefenerschlossen?
Speaker: Und da muss man sagen, weil es einfach eine Mammutaufgabe ist und die ist nicht entsprechend personell ausgestattet.
Speaker: Auf der einen Seite und auf der anderen Seite ist es auch so, dass wir nicht davon ausgehen können, dass das in der nächsten Zeit passieren wird und wir deswegen umdenken müssen, was die Rollen in unseren Museen angeht.
Speaker: wir andere Aufgaben werden übernehmen müssen, als das vielleicht ursprünglich, ja, worauf das ursprünglich begrenzt war, zum Beispiel als Kuratorin, dass ich dann nicht davon ausgehen kann, dass wir Personal bekommen, was dann, oder eine digitale Abteilung, die dann schon irgendwie das digitalisieren wird, sondern man muss sich eben selber damit auseinandersetzen, gerade wenn es um dann
Speaker: fachliche Erschließungen geht, denn da sind ja dann auch die ExpertInnen in den einzelnen Fachdisziplinen gefragt.
Speaker: Gerade wenn es ja auch um so eine Überarbeitung des Ganzen geht, also auch nochmal um so einen Vergleich zu früher zu kriegen.
Speaker: Bei diesen Digitalisierungskampagnen vor 10, 15 oder 20 Jahren war das ja so eine Retro-Digitalisierung.
Speaker: Man hat einfach mal möglichst schnell, möglichst viel manchmal gemacht, wenn es jetzt nicht projektgebunden war und mit einer Forschung verbunden war.
Speaker: Und so kenne ich es zumindest von vielen Kommilitonen, da setzt man halt dann irgendwelche Hilfskräfte dran, ein paar SHKs, die Inventarkarten abschreiben, wenn sie die Schrift lesen können.
Speaker: Also das ist auch so ein Vorurteil oder vielleicht noch so ein kleiner Einblick, den ich manchmal hatte.
Speaker: Es gibt natürlich auch Projekte, die Digitalisierung mit sehr großem Forschungsaufwand begleitet haben und die Objekte wirklich tiefen erforscht haben, nochmal neu und das dann online gestellt haben.
Speaker: Also hier gibt es ja auch so eine ganz große Diskrepanz von, wie aktuell ist das Wissen, das in so eine Online-Darstellung reinfließt.
Speaker: Das ist im Grunde ähnlich das, was ich vorhin auch versucht habe auszudrücken, dass ja eigentlich die Digitalisierung oft als Begriff für das steht, was die Museen sowieso machen müssen.
Speaker: Und viele Museen waren auf dieser Stelle schlicht auch nicht gut entwickelt.
Speaker: Also wir reden ja eigentlich von einer Deinventarisierung, einer Digitalisierung, einer Dokumentation der Sammlung.
Speaker: Und wenn man manchmal sieht, dass sogar heutzutage noch Museen hingehen und ihre Inventarbücher digitalisieren, weil sie das Einzige sind, wo sie ihre Sammlung verzeichnet haben, das sagt ja schon viel aus, auch über diese Wertschätzung dieser Tätigkeit eines Museums.
Speaker: Dinge zu ordnen, Dinge zu kategorisieren und Dinge zu beschreiben und irgendwie auch Transparenz zu machen.
Speaker: Was hat man da eigentlich in seiner Sammlung und warum hat man das denn gesammelt auch?
Speaker: Und die Digitalisierung potenziert das sogar sozusagen nochmal.
Speaker: Wir legen eigentlich ständig den Finger in die Wunde und sagen, da sind aber Lücken.
Speaker: Und gerade das Digitale ist ja wunderbar dazu geeignet, in Listen und Statistiken und Auswertungen immer wieder zu zeigen, oh, da fehlt aber eine ganze Menge oder da fehlen Texte, da fehlen Beschreibungen oder ganze Sammlungsbestände sind noch nicht erfasst.
Speaker: Das wird sofort sichtbar und das ist eigentlich im Museumsgefüge immer noch ein Problem und ich kann das nur unterschreiben, was auch Antje gesagt hat, dass diese
Speaker: dass die Änderungen der Tätigkeiten in Museen, dass sich die nicht mitgeändert haben.
Speaker: Und zwar seit den letzten 30, 40, 50 Jahren nicht, muss man dazu sagen.
Speaker: Das ist immer noch ein bisschen so dem Geist, der edle Kurator, der quasi schön geistig über seine Sammlungsinhalte spricht.
Speaker: Das ist immer noch das Ideal im Museum.
Speaker: Die muss es vielleicht auch noch geben, ganz, ganz keine Frage, aber es muss auch noch andere Leute geben.
Speaker: Und das ist eine Frage auch der Relevanz.
Speaker: Also die Frage ist in der heutigen Zeit, ich sage es immer so gerne, wir reden ja immer von der digitalen Gesellschaft.
Speaker: Wir sind ja alle längst digital.
Speaker: Es gibt ja nicht mal die normale Gesellschaft, die digitale Gesellschaft.
Speaker: Wir sind alle digital.
Speaker: Das heißt, Museen müssen sich schon seit Jahrzehnten eigentlich damit auseinandersetzen, wie sie in dieser Gesellschaft eigentlich eine Relevanz erzeugen und auch vielleicht auch noch ausbauen können.
Speaker: Und da ist die Digitalisierung halt genau der Schlüssel dazu.
Speaker: Das muss halt nur noch in den Köpfen auch ankommen.
Speaker: Wenn du jetzt Öffentlichkeit sagst, und wir hatten jetzt auch schon ein paar Mal über Zielgruppen gesprochen.
Speaker: Also es ist ja nicht so, dass man es mit einer Zielgruppe zu tun hat, weil Museen als öffentliche Institutionen ja eigentlich den Anspruch haben, alle zu erreichen.
Speaker: Wie geht man damit um?
Speaker: Also von welchen Zielgruppen müssen wir eigentlich reden?
Speaker: Also gibt es da, weiß man, welche Personengruppe welche Ansprüche hat?
Speaker: Also es ist...
Speaker: Die Beobachtung ist genau richtig.
Speaker: Wir haben auch diverse Workshops im Haus gehabt mit Persona-Entwicklungen, wer der typische Museumsbesucher ist.
Speaker: Und im Grunde geht es wirklich darum, wir wollen eigentlich alle ansprechen.
Speaker: Vom Enkel bis zum Kreis sozusagen.
Speaker: Die sollen alle eine Museumserfahrung hier vor Ort auch haben dürfen wollen.
Speaker: Und eigentlich auch das Digitale.
Speaker: Die breite Öffentlichkeit ist quasi unsere Zielgruppe.
Speaker: Natürlich kann man, wenn man die Besucherstatistiken sich anschaut und Analysen sich anschaut, kann man bestimmte Zielgruppen stärker ausmachen.
Speaker: Klassischerweise sind in Museen, ich sage mal so, die späten Teens und ersten Twents, die sind quasi die da.
Speaker: Also da ist eine große Lücke in vielen Museen.
Speaker: Die kommen halt nicht, die sind mit anderen Dingen beschäftigt, mit Arbeitssuche, mit Arbeitsfinden, mit Familiengründen.
Speaker: Die gehen halt fast nicht in Museen.
Speaker: Das ist aber fast üblich sozusagen.
Speaker: Da kann man auch gezielt dran dagegen steuern.
Speaker: Aber im Grunde ist es genau das, was man eigentlich alle ansprechen will.
Speaker: Was bei uns noch dazu kommt, ist, ich muss immer dazu sagen, ich rede von der Observat-Interaktion, ich kriege große Museums, weil wir haben manche Probleme, die da nicht ganz so, aber wir haben natürlich auch noch diesen Forschungsanspruch, weil wir ein Forschungsmuseum sind in der Leibniz-Gemeinschaft und wir haben als große Zielgruppe auch die Forschenden, bei Evolution als primäre Zielgruppe, muss man das so sagen.
Speaker: Also ich glaube, das ist meine Erfahrung, Lift Experience und auch nach dem, was wir in Projekten erforscht haben, wissen wir ja viel zu wenig über unsere digitalen Projekte.
Speaker: wenn wir da jetzt mal das nochmal trennen wollen.
Speaker: Vielleicht lassen wir das auch lieber.
Speaker: Wir wissen also viel zu wenig über unsere Zielgruppen in dem Bereich jedenfalls.
Speaker: Und da ist natürlich dann auch eine Kompetenzbildung notwendig oder eben personelle Ressourcen, um das auch zu
Speaker: überhaupt sinnhaft ausarbeiten zu können.
Speaker: Da gibt es ja einige Initiativen in Museen, zum Beispiel im Landesmuseum Württemberg mit Christian Gries.
Speaker: Die setzen ja ganz stark darauf, auch die Zielgruppen weiter auszudifferenzieren.
Speaker: Und aus anderen Ländern kennen wir das auch, wenn wir überlegen, welchen Impact solche
Speaker: ja, digitalen Initiativen überhaupt haben, wenn wir da nach Neuseeland gucken.
Speaker: Teepapa Museum hat auch da Impact-Modelle entwickelt, um das überhaupt wirklich abbildbar zu machen.
Speaker: Und ich glaube, das ist auch noch ein Desiderat in den deutschen Museen, würde ich mal meinen.
Speaker: da nochmal gezielter sich Gedanken zu machen, um was es da eigentlich geht und wie wir auch auf den Weg uns machen können.
Speaker: Und dass es vielleicht nicht nur darum geht, Daten auszuwerten, anonym, sondern auch mit Menschen zu sprechen.
Speaker: Also wir haben gerade ein Projekt abgeschlossen, Neo Collections hieß das, von der Kulturstiftung des Bundes gefördert, wo wir uns da auch gezielt mit auseinandergesetzt haben,
Speaker: Man kann ja auch, also Users sind auch Menschen, ja, also mit denen kann man auch sprechen und vielleicht braucht man dazu gar nicht dann immer bestimmte Datenkompetenzen auf allen Ebenen, sondern vielleicht kann man auch einfach nur sich zusammensetzen, so haben wir das gemacht, mit KuratorInnen und anderen Menschen.
Speaker: Museumsmitarbeitenden und dann haben wir Leute eingeladen, von denen wir wussten, dass die unsere digitalen Sammlungen nutzen und mit denen gesprochen, was deren Arbeit ist, was machen die, wie nutzen die die Sammlungen und ich glaube, da kann man schon ansetzen, also ich würde das sozusagen dann nochmal davon auch abkoppeln, dass wir immer mehr grundsätzlich an
Speaker: ganz spezialisierten Ressourcen brauchen und Personal, weil wir werden das sonst nicht schaffen können.
Speaker: Das ist aber eine Frage der Strategie.
Speaker: Wo will man eigentlich dahin?
Speaker: Weil das, was ich vorhin gesagt habe, das digitale Bieter sind natürlich wunderbar an, weil es eben messbar ist.
Speaker: Man redet dann auch als öffentliche Einrichtung oder als Kultureinrichtung schnell die Falle, wie so ein kommerzielles Unternehmen zu denken.
Speaker: Wir müssen mehr Benutzer, heißt mehr Eintrittsgelder und so weiter.
Speaker: Ich
Speaker: Als Beispiel gerade, die das auch sehr extrem machen, auch im digitalen Bereich, ist ja das Reichsmuseum in Amsterdam, die eben auch mit dem Reichsstudio immer wieder neue Iterationen machen, weil die dann richtig analysieren, wer sind die Besucher und haben ganze Teams haben, zu kommen, wie wird das genutzt, wer klickt wann wo und so weiter und daraufhin das Umwandeln, um mehr Besucher dann wiederum ins Museum zu bekommen, also die Conversion-Rate sozusagen hinzubekommen.
Speaker: Das machen Museen.
Speaker: Die Frage ist, will man da hin als Museum, auch als deutsche Kulturenrichtung, oder will man das nicht?
Speaker: Aber das ist natürlich bei all diesen Punkten immer eine Frage von der Professionalisierung.
Speaker: Also ich kann das unterstreichen, wenn man denn wirklich...
Speaker: wirklich wissen will, also wenn man eine breite Analyse machen will, wer die digitalen Nutzer sind, dann braucht man halt auch ein entsprechendes Team und ein gewisses Know-how, um eben diese Web-Auswertung auch wirklich professionell zu machen.
Speaker: Da reicht es eben nicht mal eben in, ich sage mal, Matomo oder solchen geigenen Tools mal zu gucken, wer hat mich dann angeklickt.
Speaker: Also das reicht halt nicht.
Speaker: Auch dieses Anspruchsdenken natürlich.
Speaker: Da ist auch immer aus dem Haus heraus, wo gefragt wird, ja, wie viele Besuche, werde ich immer noch gefragt, wie viele Besuche habt ihr denn?
Speaker: Und dann sage ich immer, ja, weiß ich nicht, was wollen sie wissen?
Speaker: Die Visits, die Klicks, was wollen sie denn hören?
Speaker: Die Verwaltzeiten und da wird man schon, das ist einfach nicht so einfach in der Diskussion unterzubringen.
Speaker: Ja, diese Metrifizierung sagt ja auch am Ende nicht viel aus über die Art und Weise des Umgangs.
Speaker: Nee, auch keine Qualitätsmerkmal.
Speaker: Man muss da wirklich von qualitativ bis quantitativ alles durchexerzieren, was man im Methodenkanon so hat, um wirklich herauszufinden, was die Leute da machen und was sie da wollen.
Speaker: Ich kenne ein schönes Beispiel aus unserer alten Webseite.
Speaker: Wir haben einen Relaunch gemacht vor ein paar Jahren und davor, weil es so eine typische Webseite, die über Jahrzehnte gewachsen war.
Speaker: Und überall wurde noch was drangebaut und so.
Speaker: Und als wir dann den Relaunch gemacht haben, kam auch die Firma, die da war.
Speaker: Die hat halt immer eine Analyse gemacht, was sind denn die beliebtesten Inhalte sind.
Speaker: Und Alain und ich dachte, unsere Musiksammlung ist so toll und unsere Kraftmaschinen sind so toll.
Speaker: Und der beliebteste Inhalt war eine Animation auf einer uralten Kinderseite, die längst vergessen war, von einer Dampfmaschine.
Speaker: Das war das meistgeklickte animierte GIF in unserem ganzen Webangebot, weil das wohl in Schulen benutzt worden ist.
Speaker: Also die liebten diese Animation.
Speaker: Und dann, das war so ein schöner Effekt, weil dann die ganze Kuratoren-Schafter saß und sagte, oh, damit haben wir nicht gerechnet.
Speaker: Aber jetzt haben wir ja diese Perspektive und ich möchte da auch nochmal weiter drin bleiben, praktisch eine Strategie für eine Sammlungsdigitalisierung, auch ein Verzahnen von Objektdigitalisierung und genereller Strategie im Museum, im Haus, was auch Kommunikation angeht, was Außenwirkung angeht.
Speaker: Das alles ist ja jetzt unter diesem Begriff Museumsdigitalisierung irgendwie zu fassen.
Speaker: Was ist denn noch der Wunsch für ein Haus selber oder auch der, was sollte der Wunsch sein für ein Haus selber, das auf eine möglichst professionelle Art und Weise zu machen?
Speaker: Also kann man dann wirklich herausfinden, warum die Leute kommen oder nicht kommen?
Speaker: Kann man wirklich herausfinden, wo man Flaschenhälse hat im Haus?
Speaker: Kann man das auch als Analyse für ein Haus selbst verwenden?
Speaker: Also ich glaube, grundsätzlich kann man Dinge so aufsetzen, dass man auch eben datenbasiert bessere Entscheidungen treffen kann.
Speaker: Aber die Frage ist, wenn man diese Daten hat und die auch entsprechend auswerten kann, kann man daraufhin agieren?
Speaker: Und das bezweifle ich, dass wir in der Lage sind, ihnen zu tun.
Speaker: großen Maßstab jedenfalls uns daran anzupassen und wie Georg das ja auch schon angedeutet hat, ist das überhaupt wünschenswert?
Speaker: Also ist das genau etwas, was sozusagen ja auch so einem Thema folgt, wie jetzt auf anderer Ebene große Blockbuster-Ausstellung, ist das immer das einzige
Speaker: Ziel, wo wir hinwollen.
Speaker: Also natürlich muss man sich bei Digitalisierung einen gewissen Impact vorstellen oder auch nachweisen können, weil sonst ist das einfach ja auch sehr aufwendig und teuer, dies zu tun.
Speaker: Und zum Beispiel diese Überzeugung, dass man alles immer in der bestmöglichen Qualität, neuesten Technologie digitalisiert, das ist ja auch etwas, was man infrage stellen kann.
Speaker: Weil wenn es dafür dann eben keine relevante Nutzung in einer bestimmten Zeit gibt oder die in Aussicht steht, dann ist ja vielleicht dann zu einem späteren Zeitpunkt das Ganze schon wieder überholt.
Speaker: Und ich glaube, das ist was, was man...
Speaker: Also dass immer alles sozusagen langfristig so vorgehalten ist, das ist ja utopisch.
Speaker: Also wenn wir sozusagen einmal durch sind, mit neuesten Technologien etwas zu entwickeln, dann können wir ja wieder von vorne anfangen.
Speaker: Also da sind wir dann ja noch nicht mal.
Speaker: Ich kenne das mit Druckgrafik.
Speaker: Am Anfang hat man ja oft nur abfotografiert.
Speaker: Und ganz ehrlich, für mich als Forscherin reicht das einfach schon zu sehen, lohnt es sich für mich da hinzufahren ans Haus oder nicht, um mir die Grafik dann im Original anzuschauen.
Speaker: Manche Häuser bieten aber auch hochauflösende Streiflichtscans schon von Grafiken an, wo ich fast schon in die Papierstruktur eintauchen kann.
Speaker: Trotzdem muss ich ans Haus fahren und mir die Grafik nochmal selbst angucken.
Speaker: Aber ja, die Bereitstellung von solchen hochauflösenden Sachen kostet ja auch Serverkapazität.
Speaker: Das ist nicht von der Hand zu weisen, dass es hier auch um finanzielle Sachen geht.
Speaker: Ja, und auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit ist das ein ganz wichtiges Thema, denke ich.
Speaker: Wenn wir jetzt darüber sprechen, dass wir Impact von Digitalisierung messen wollen, dann geht es natürlich nicht nur darüber, dass wir Daten auswerten, sondern auch darüber, dass wir bestimmte interessante Storys sammeln darüber, wie die Digitalisat und unsere Daten genutzt werden.
Speaker: Und da gibt es bei uns ein ganz interessantes Beispiel dazu, dass die Bestseller-Autorin Berit Glanz
Speaker: in ihrem Roman Pixel-Tänzer auch sich auf Objekte aus dem Museum bezieht, und zwar die sogenannten Tanzmasken von Lavinia Schulz und Walter Holt.
Speaker: Und die hat sie entdeckt darüber, dass wir eben 2015 unsere Sammlung online gestellt haben und auch als Open Access-Tänzer
Speaker: frei nachnutzbar gemacht haben, in den Fällen, wo das möglich war, wo die Objekte gemeinfrei waren.
Speaker: Und die waren dann sehr verbreitet, auch im Internet.
Speaker: Und da ist sie darauf gestoßen und so auf die Sammlung gelangt und hat dann weiter recherchiert und die Geschichte so interessant gefunden, die sich um diese Tanzmasken dreht, dass sie da auf dieser Basis einen Bestseller-Roman geschrieben hat und
Speaker: Das sind natürlich so Dinge, die wir mit reinen Datenauswertungen nicht erfassen können, dass sich eben dadurch neues Kulturgut auch schaffen lässt.
Speaker: Jetzt sind diese Tanzmasken ja am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg mit eines der Hauptwerke.
Speaker: Das ist ja auch so eine ganz außergewöhnliche Objektgruppe.
Speaker: Dass man die dann digital erfasst, ist ja irgendwie klar.
Speaker: Wie war das denn mit diesen Sammlungskampagnen bisher?
Speaker: Wie hat man sowas eigentlich finanziert bekommen?
Speaker: Weil es aus der Außenperspektive ist, dass man erstmal das inventarisiert hatte oder digitalisiert hatte, das am bedeutendsten ist.
Speaker: Und die Bedeutung hat das Museum festgeschrieben.
Speaker: Da gab es da auch andere Vorgaben.
Speaker: Ja, also bei uns, wenn ich da kurz weitermachen darf am MK&G, ist es tatsächlich so, dass die größte oder langfristigste Digitalisierungskampagne, die wir bisher gesehen haben, eine ist, die von ganz anderen Voraussetzungen ausgeht, nämlich davon, die Sammlung zu erfassen mit dem Ziel, sie zu bewerten.
Speaker: Das kennen wir ja auch aus anderen Bundesländern und Ländern.
Speaker: Da sind natürlich dann die Maßgaben andere, als wenn ich jetzt forschungsgeleitetes Interesse habe.
Speaker: Und letztlich ist es natürlich dann aber die Frage, versuche ich nicht auch mit einer Digitalisierung, die gefördert wird von einer Finanzbehörde, weil die eben diese Zahlen braucht, gleichzeitig auch andere Interessen von zum Beispiel Forschenden zu
Speaker: denen zu begegnen und die zu erfüllen.
Speaker: Jetzt gehen wir mal von dem Punkt aus.
Speaker: Ein Haus hat sich entschieden, mit einer ordentlichen Digitalstrategie auch die komplette Sammlung zu digitalisieren.
Speaker: Die Sachen werden bereitgestellt nach dem neuesten technischen Standard.
Speaker: Also hochauflösende Abbildungen, Triple IF, dass man das alles schön vergleichen kann.
Speaker: Am besten offene Lizenzen, Creative Commons oder komplett gemeinfrei.
Speaker: Vielleicht sogar noch mit einer schönen Beschreibung, am besten noch mehrsprachig, Literaturangaben, Hinweis zu, wer hat die Metadaten aufgefasst, welche Version der Metadaten sind das.
Speaker: Also das ist ja irgendwie so der …
Speaker: Wo ist das?
Speaker: Möchte ich gerne sehen.
Speaker: Aber das ist aus der ForscherInnen-Perspektive, aus der digitalen Kunstgeschichte, so mein Idealanspruch, was ich gerne hätte.
Speaker: Oder vielleicht auch die Ziele, wo man gerne hin möchte mit dem eigenen Haus.
Speaker: Was dann?
Speaker: Selbst wenn man sich da beste Mühe gegeben hat.
Speaker: Das werden wir ja nicht erleben.
Speaker: Also Georg und ich nicht mehr.
Speaker: Das kann ich jetzt mit Sicherheit sagen, dass das...
Speaker: relativ ausgeschlossen sein wird.
Speaker: Und ich glaube, von diesem Universal-Idealanspruch sollten wir uns auch schleunigst verabschieden.
Speaker: Weil wir sonst dann die Chancen, die genau diese Dinge bieten, die nicht auf diesem perfektionistischen Anspruch beruhen, dass wir die nicht sehen, die Chancen.
Speaker: So ein bisschen muss ich leider widersprechen.
Speaker: Ja, hilfreich.
Speaker: Ja, ich meine, das liegt natürlich auch auf eine tolle Sache, weil wenn wir immer über die Museen reden, die gibt es ja so gar nicht.
Speaker: Da sind ja dann wirklich kleine, große und auch unsere beiden Häuser zu vergleichen, das ist schon fast unmöglich.
Speaker: Und wir fanden da schon eine andere Strategie, sage ich mal.
Speaker: Also ich will es nicht so in blumigen Worten ausdrücken, wie Herr Schenova es letztens getan hat, aber wir sind im Grunde schon beim Post-Digitalen seitangekommen.
Speaker: Also wir haben bei uns im Haus jetzt nach zehn Jahren alle Objekte, die wir haben, digital erfasst.
Speaker: Also wir haben alles dabei.
Speaker: Es ist noch nicht alles online, aber
Speaker: Das nicht, aber intern sind wir durch eigentlich.
Speaker: Wir sind da durch.
Speaker: Wir können natürlich noch alles mögliche machen, 3D-Digitalisierung noch ein bisschen was machen, auch 3D-Scans machen und so weiter.
Speaker: Aber eigentlich, wenn es um die eigentliche Erschließung, Erfassung geht, sind wir da soweit durch, was die Objektsammlung angeht.
Speaker: Und dann ist hier eben die Frage, was macht man eigentlich damit und was ist die Verfügbarkeit?
Speaker: Und ich glaube, ein wichtiger Punkt ist einfach auch überhaupt,
Speaker: Der rührt so ein bisschen an der Kernfrage von Museen, weil warum sammeln denn Museen überhaupt?
Speaker: Und wie sammeln sie?
Speaker: Und Digitalisierung ist quasi das Mittel der Wahl, um diese Dinge schlicht sichtbar zu machen.
Speaker: Also wir haben ja gerade von den Highlights gesprochen.
Speaker: Natürlich haben wir auch angefangen mit den Highlights, weil immer das ist ein bisschen auch so öffentlichkeitsarbeitsgetrieben, sage ich mal, weil jeder, der dann irgendwie Deutsche Museum googelt, der muss natürlich irgendwie...
Speaker: die Tante Ju sehen oder eine große Dampfmaschine sehen.
Speaker: Das wäre auch schon klar.
Speaker: Viel interessanter sind aber die Sachen, die man eben nicht sieht, gerade die, die in der zweiten, dritten Reihe sind.
Speaker: Und ich finde es eigentlich ganz schön, wir sind gerade dabei, auch unsere Archivbestände sehr stark online zu stellen.
Speaker: Und da haben wir eigentlich fast den meisten Feedback auch wieder, wo wir wieder auf den Thema der Nutzer kommen.
Speaker: dass dann Leute überhaupt erst mal sehen, was haben die denn eigentlich alles da und was ist da von Interesse.
Speaker: Und wir genau jetzt so langsam, wo es so langsam anfängt, dass wir auch diese Feedback-Schleife bekommen, die ja auch auf dem Citizen Science läuft, den man auch forcieren könnte, aber wo dann Leute kommen und sagen, ich kenne den auf dem Bild, der ich da gefunden habe.
Speaker: Ich kann was zu diesem Brief sagen.
Speaker: Ach, ihr habt diesen Nachlass, da komme ich doch mal vorbei.
Speaker: Also genau das passiert jetzt vermehrt, sagen wir mal, je mehr wir online haben und je mehr wir auch die Dinge online haben, die eben nicht jeder sofort mit dem Deutschen Museum jetzt assoziieren würde.
Speaker: Das macht es eigentlich ganz spannend.
Speaker: Zum Beispiel unsere Gemäldesammlung, die ist online jetzt zum Beispiel.
Speaker: Und vorher wusste kaum einer, dass wir Gemälde haben.
Speaker: Das sind solche Sachen, die einfach interessant sind und ich glaube auch, Museum gut anstehen, da rauszukommen aus dieser Nische quasi.
Speaker: Weil wenn man natürlich jetzt zu einem Punkt kommen will, sozusagen diese Fragen, das interessiert ja keinen online.
Speaker: Da kann man sich auch fragen, warum sammelt man das dann?
Speaker: Das ist schon immer sehr radikal gesprochen, aber ich sage ja vorhin schon, die Digitalisierung piekst immer überall im Museum in diese wunden Punkte rein.
Speaker: Und das wollen viele Leute immer nicht hören.
Speaker: Genau, aber Georg, du wirst ja jetzt mir doch zustimmen, wenn ich jetzt das natürlich zugespitzt habe, aber im Hinblick darauf, was Jacqueline gerade als Anspruch formuliert hat, das wird ja, also wenn ihr das alles nach diesen Standards schon habt, dann wunderbar.
Speaker: Es geht in die Richtung, klar, aber das ist natürlich nie perfekt, das ist nie wie beendet und da kann man natürlich auch ganz viel aus dem Nähkästchen plaudern, warum die Dinge nicht so sind, wie sie sind.
Speaker: eigentlich wünschenswert werden.
Speaker: Wir sind alle durch die Erfahrung gegangen und Diskussionen um, jeder Datensatz ist wie ein Aufsatz, der muss dann erst mal redigiert werden.
Speaker: Und wenn ich dann gesagt habe, ihr wollt jetzt also 180.000 Aufsätze schreiben, dann viel Spaß damit.
Speaker: Und da muss man wirklich auch, das geht also wirklich so um die, auch wieder da um die Prozesse und um die Haltung des Ganzen gegenüber natürlich.
Speaker: Und es geht ja auch dann auch an die Frage, was für einen Sammlungsumfang hat man überhaupt?
Speaker: Also wir wissen es nicht ungefähr, wahrscheinlich 600.000 Objekte.
Speaker: Und ich finde, man darf und muss da schon die Frage stellen, wie sinnhaft das dann ist, das alles in gleicher, höchster Qualität zu digitalisieren.
Speaker: Wenn wir eben abwägen müssen, dass wir nicht...
Speaker: unendlich Zeit und personelle und finanzielle Ressourcen haben.
Speaker: Das ist ja genau dann die Frage einer Digitalisierungsstrategie.
Speaker: Was priorisieren wir dann?
Speaker: Und was wir ja nicht vergessen dürfen, Georg, du hast es schon gesagt, es ist dann etwas, was ermöglicht auch Citizen Science, aber
Speaker: Wir stecken halt auch dann sehr viel Zeit und Energie rein in ja letztlich auch eine bestimmte Sichtweise und das ist die, die aus den Museen selber kommt.
Speaker: Und das gilt es ja auch heutzutage zu hinterfragen.
Speaker: Ist das überhaupt zeitgemäß?
Speaker: Ist das, was ich gesammelt habe, vielleicht auch in kolonialen Kontexten,
Speaker: Etwas, was ich dann heute nur aus der eurozentrischen Perspektive beschreibbar machen kann oder muss ich da nicht auch ganz stark umdenken und das nochmal alles überarbeiten und anpassen.
Speaker: Ja, was gerade natürlich auch kulturhistorische Museen oder die ehemaligen Völkerkundemuseen, wie sie früher noch hießen oder manche heißen ja sogar noch so, natürlich um einiges mehr trifft.
Speaker: Ich hatte mal bei einer Tagung dieses Objekte im Netz einen Vortrag gehört.
Speaker: Da ging es eben um eine Fotosammlung mit Fotografien aus der Kolonialzeit.
Speaker: Und das war so eine Zäsur innerhalb dieser Tagung.
Speaker: Also man hat bis dahin die ganze Zeit darüber gesprochen, wie offen und wie frei und wie gemeinfrei die Lizenzen waren.
Speaker: Und dann kam eben dann diese Fallstudie von dieser Sammlung, von dieser Fotografiesammlung.
Speaker: Und es wurde klar,
Speaker: gemeinfrei und öffentlich ist vielleicht bei manchen Aufnahmen, bei manchen Objekten doch nicht der oberste Standard, das oberste Ziel, weil viele von diesen Fotografien dann im rechten Spektrum für Meme-Produktion genutzt wurden.
Speaker: Und auch denkt, okay, wenn etwas online verfügbar stellen, bedeutet eine Sichtbarkeit, eine Sichtbarkeit, die aber auch genutzt werden kann für Dinge, die man nicht haben möchte.
Speaker: Die sind ja dann frei, die sind
Speaker: draußen im Kosmos des Digitalen.
Speaker: Genau, also ich meine, das sind natürlich dann nochmal zwei unterschiedliche Ebenen, würde ich sagen.
Speaker: Und zwar ist das eine, dürfen wir darüber bestimmen, wie etwas genutzt wird, wenn es eben nach grundsätzlichen rechtlichen Maßstäben frei bereitzustellen wäre.
Speaker: Welche anderen Grundsätze müssen da aber noch gelten?
Speaker: Ja.
Speaker: Und gerade im Sinne von Moral Rights und das, was du jetzt aber geschildert hast, etwas, was nochmal in anderen Kontexten als wie das Wollen genutzt wird, das finde ich eine schwierige Sache, das sozusagen auch in der Verantwortung der Museen zu überlassen, das zu entscheiden, weil das können wir nicht.
Speaker: Aber das andere, was wir können, ist natürlich dann einer Frage zu begegnen nach, ist überhaupt die Digitalisierung eines Objekts wünschenswert?
Speaker: Und ich kann da vielleicht auch nochmal ein konkretes Beispiel geben.
Speaker: Und zwar ist das von den Benin-Bronzen.
Speaker: Die hat es auch im Museum für Kunst und Gewerbe gegeben.
Speaker: Und
Speaker: Und mittlerweile wurden sie abgegeben an das Mark in Hamburg.
Speaker: Die Frage, die wir uns dann aber in dem Zusammenhang gestellt haben, ist, dass wir sie seinerzeit, als wir eben eine Open Access Policy auch umgesetzt haben und das ja jetzt auch europäische,
Speaker: Rechtsprechung ist, dass wir diese dann gemäß dieser Policies die Digitalisate auch gemeinfrei bereitgestellt haben und dann im Nachhinein stellte sich erst raus, es handelt sich um Raubkunst.
Speaker: Und was machen wir jetzt mit den digitalen Surrogaten, die wir gemeinfrei bereitgestellt haben oder die gemeinfrei gelten in unserem Rechtssystem?
Speaker: Weil man ja auch Creative Commons Lizenzen nicht mehr zurücknehmen kann.
Speaker: Also einmal gegeben sind sie da.
Speaker: Richtig, genau.
Speaker: Und jetzt ist die Frage, wie geht man damit jetzt um?
Speaker: Weil wenn wir sagen, das ist jetzt etwas, was die Herkunftsgesellschaft ja entscheiden muss, wie dann auch die digitalen Surrogate eben genutzt werden muss,
Speaker: Das ist ein Riesenthema, digitale Restitution, dem wir uns auch noch werden widmen müssen.
Speaker: weil es eben nicht damit getan ist, zu sagen, also wie das ja auch der Savasar-Report gefordert hat, dass man sagt, okay, wir stellen das alles Open Access bereit, weil das ist ja dann auch wieder eine Bevormundung der eigentlichen Herkunftsgesellschaften im Hinblick auf die Entscheidung darüber, ob ich das überhaupt machen will.
Speaker: Vielleicht möchte ich das ja auch selber noch kommerziell nutzen, eine Abbildung von einem
Speaker: Objekt zum Beispiel.
Speaker: Und was war die Lösung in dem Fall?
Speaker: Wir haben dafür keine Lösung und es ist auch die Frage auch der Digitalisate nur insofern geklärt, als dass man gesagt hat, man übergibt natürlich auch die entsprechenden Daten und Informationen dann weiter, aber trotzdem können wir ja eben diese Publikation nicht zurücknehmen und
Speaker: Das wäre natürlich auch problematisch, damit man ja auch noch weiter die Geschichte der Objekte zurückverfolgen kann.
Speaker: Also dass wir überhaupt den Nachweis haben, das ist im Museum für Kunst und Gewerbe gewesen und ist...
Speaker: das kann man nicht einfach löschen.
Speaker: Aber da gibt es ja auch, denke ich, auf nationaler Ebene müsste man sich der Herausforderung stellen.
Speaker: Ich glaube nicht, dass das Museen einzeln klären können.
Speaker: Ja, national und sogar international.
Speaker: Genau.
Speaker: Weil das eine ist ja dann die
Speaker: die digitale Abbildung, also das Surrogat.
Speaker: Und das andere betrifft ja auch Metadaten.
Speaker: Also wir hatten ja jetzt in den letzten Jahren auch ganz viele Fälle, angefangen beim Reichsmuseum hier in Deutschland, beim SKD, andere Häuser haben das auch gemacht, die Objektbeschreibungen, Titel überarbeitet haben, weil man eben gemerkt hat, aus einer ersten Kampagne, da hat man halt was abgeschrieben, was nicht mehr zeitgemäß ist, was beleidigend ist, was rassistisch ist in den Begrifflichkeiten.
Speaker: Und das sind ja aber auch Entscheidungen, die überregional getroffen werden.
Speaker: Also es gibt bei der Europäaner dieses Projekt, die Bias, in dem beleidigende rassistische Begriffe und alles, was in diesem Spektrum passiert, markiert werden.
Speaker: Und mit so einem Pop-up-Kommentar, warum das ein markierter Begriff ist.
Speaker: Also das ist so eine Lösung, die ich kenne.
Speaker: Aber um das positiv zu fassen, ist so genau das, dass solche Diskussionen überhaupt existieren, ist eine Digitalisierung zu verdanken.
Speaker: Also wir können ja nicht sagen, das sind die Probleme, die gab es ja vorher hinter verschlossenen Türen sozusagen und hat sich auch keiner drum gekümmert.
Speaker: Wir haben bei uns auch diese Diskussion als Beispiel nur gedacht.
Speaker: Wir haben Schiffsmodelle digitalisiert zum Beispiel und dann wurden die Texte abgeschrieben, die in Metrien waren.
Speaker: Und die bestimmte Leute im Haus sind komplett entsetzt, was denn da so für Texte waren.
Speaker: Das sei ja alles vollkommen falsch.
Speaker: Und da haben wir gesagt, das sind die Texte, die ihr öffentlich seit Jahrzehnten ausstellt bei uns.
Speaker: Das sind genau die
Speaker: Und das ist so ein positiver Effekt, weil das ist ja Digitalisierung eben eine vertiefte Beschäftigung mit den Sammlungen, mit den Sammlungszusammenhängen, mit den Objekten nochmal neu wieder sich das anzugucken, auch vielleicht auch nochmal neue Sichtweisen eben zu erzeugen.
Speaker: Und das ist eben etwas, was Digitalisierung ganz stark fördert.
Speaker: Ich finde das eigentlich eine sehr positive Entwicklung, wo wir gerade sagen, was bringt das eigentlich alles?
Speaker: Genau diese Diskussion, auch die Diskussion nicht eben im kleinen stillen Kämmerlein vor Ort zu sehen, sondern eben im besten Fall international.
Speaker: Genau, und das ist ja das Thema mit den Leerstellen, dass ja genau dieses Sichtbarmachen auch von den Leerstellen auch eine ganz, ganz große Chance eben bietet, Sammlungsgeschichten zu verfolgen oder eben Collections as Data als Ganzes zu begreifen.
Speaker: Eine Möglichkeit, die wir ja vorher so nicht gehabt hatten.
Speaker: Oder überhaupt Probleme aufzudecken, auch nochmal auf einer
Speaker: anderen Ebene, was zum Beispiel ja auch, ja, das betrifft auch das, was du gerade gesagt hast, Georg, aber auch diese Sensibilität für Veränderung von Sprache sichtbar zu machen und dass man das ja auch dann auch wiederum als eine Geschichte einer Institution selbst begreifen kann.
Speaker: Das setzt natürlich voraus, dass man sich auch seine Selbstermächtigung natürlich des Ganzen macht.
Speaker: Man muss natürlich eine sehr
Speaker: als Museum insgesamt eine starke Haltung dazu haben und dem sich dem auch bewusst machen wollen.
Speaker: Das sind halt viele Haushalte auch nicht bereit zu.
Speaker: Und am Ende des Tages natürlich klar, jetzt sind ja gerade zwei Leute vor dir, die das quasi in der Personalunion machen.
Speaker: Also das, was jetzt auch Antje sagt, was ich jetzt sage, ist im Grunde
Speaker: Die Fragen, die kommen am Ende, kommen die dann zu mir.
Speaker: Ich soll es dann ethisch beurteilen, ich soll es technisch beurteilen, ich soll es irgendwie nach Rechtslage beurteilen, ich soll die Infrastrukturen bauen, ich soll die Prozesse bauen.
Speaker: Das ist eigentlich etwas, da auch wieder die personellen Lehrstellen, das müsste auf mehrere Schultern verteilt werden in Museen, um eben genau diese Haltung zu kriegen.
Speaker: die Museum eigentlich nach außen immer tragen möchte.
Speaker: Ja, wir sind jetzt jemand, wir haben verlässliche Informationen, wir wollen uns diesem Dialog stellen, aber es sind keine Menschen da, die diesen Dialog führen können, außer so ein paar wenigen Indianern, die da rumlaufen.
Speaker: Und wie behilft man sich dann?
Speaker: Also gibt es da einen aktiven Austausch?
Speaker: Klar, also es gibt einen aktiven Austausch unter uns tatsächlich.
Speaker: Die paar Leute in Deutschland, die sich auf der Ebene mit den Sammlungen beschäftigen, in der Digitalisierung unterwegs sind,
Speaker: Wir kennen uns alle untereinander.
Speaker: Das ist schon mal etwas.
Speaker: Und es ist ein stetiges Tropfen auf den Stein, zu den Museen zu sagen, zu den Entscheidern zu sagen, Leute, das ist wichtig.
Speaker: Das ist heutzutage, da komme ich auf die Frage der Relevanz.
Speaker: Das ist ein wichtiger Baustein der Relevanz vom Museum im digitalen Zeitalter.
Speaker: Das kann ich nicht ausdrücken.
Speaker: Also das ist...
Speaker: Und das müssen Leute halt sehen, dass es jenseits von, ich mache eine fancy Öffentlichkeitsarbeit, ich lasse einen Minister mit der VR-Brille fotografieren, dass das eben wichtig ist.
Speaker: Das passiert in München natürlich öfter.
Speaker: Jetzt steht ihr da in Personalunion als EinzelkämpferInnen.
Speaker: An anderen Häusern sind das vielleicht sogar nur halbe Personen, die ähnliche Aufgaben machen müssen oder Gleiches.
Speaker: Wie ist es dann so im Arbeitsalltag?
Speaker: Welche Erwartungen werden aus dem Haus oder auch von außen an einen selber und an das Aufgabengebiet herangetragen, das man aber vielleicht gar nicht so stark priorisieren würde oder machen möchte?
Speaker: Beziehungsweise andersrum, was sind für euch gerade die Dinge, die priorisiert werden sollten,
Speaker: Etwas, was, finde ich, da sehr stark herangetragen wird und nicht nur in den Häusern selber.
Speaker: Und das ist etwas, was ich als Veränderung sehe.
Speaker: Georg, weiß ich nicht, ob du mir da zustimmst, ist tatsächlich, dass auch dieser Anspruch erhoben wird mit der Sammlungsdigitalisierung.
Speaker: diesen vollumfänglichen Transformationsprozess zu gestalten.
Speaker: Und das ist halt natürlich etwas, was nicht allein daraus kommen kann, sondern das ist eine ganzheitliche Aufgabe für das gesamte Museum.
Speaker: Und das empfinde ich schon als etwas, was sehr häufig damit verbunden wird, mit Digitalisierung.
Speaker: Und damit meine ich jetzt nicht nur Objektdigitalisierung, sondern auch insgesamt Digitalization.
Speaker: Und ja,
Speaker: Das ist halt spannend, dass wir da früher eigentlich waren, ja okay, es geht um die Erschließung.
Speaker: Und ich glaube, dahin müssen wir eigentlich auch wieder zurückgehen, dass wir nicht von Digitalisierung überhaupt sprechen, sondern von Sammlungserschließung.
Speaker: Und das wird halt mit digitalen Methoden und Tools gebraucht.
Speaker: Und das bedingt dann natürlich auch so Ansprüche, also dass man eben vielleicht sich auf Grundlagen halt besinnt.
Speaker: Also was ist dann eben eine wichtige und gute Infrastruktur, mit der wir halt langfristig arbeiten können?
Speaker: Wollen wir ein Shiny Digital Toy bauen, was in einer Ausstellung vielleicht spannend ist für eine bestimmte NutzerInnengruppe?
Speaker: Oder wollen wir...
Speaker: langfristig und nachhaltig Umsetzungen schaffen, wo wir dann zum Beispiel Sammlungsbestände sichtbar machen, die sonst nie ans Licht kommen.
Speaker: Das würde ich priorisieren und das tun wir zum Glück auch in einigen Projekten.
Speaker: So eine interaktive Ausstellungsstation ist natürlich für die Außenwirkung her spannender, als zu sagen, wir haben ein neues Museumsdatenmanagementsystem, bei dem wir nicht mehr abhängig sind von einem Konzern, sondern selbstbestimmt für die Zukunft hinaus tragbar sind.
Speaker: Also es ist ja keine Pressemeldung wert.
Speaker: Es muss halt nicht entweder oder sein.
Speaker: Also ich glaube, dass man das auch zusammendenken kann.
Speaker: Und wir haben da tatsächlich ein schönes Beispiel, wo wir
Speaker: ein Tool entwickelt haben im Zuge eines Data Exploration Sprints, wo wir andere eingeladen haben, in dem Fall CoderInnen, DokumentationsspezialistInnen, ResearcherInnen und DesignerInnen, um mit allen Sammlungsdaten, die in unserem Sammlungsmanagementsystem sind und auch darüber hinaus,
Speaker: zu arbeiten, die Lehrstellen anzugucken und in einem fünftägigen Sprint neue Ideen zu entwickeln für eigeninteressengeleitete Fragen.
Speaker: Und da ist ein ganz tolles Tool daraus entstanden.
Speaker: was Sammlungsbestände sichtbar macht, die nicht ausgestellt werden können.
Speaker: Das heißt, Explorer gibt es auch Info bei uns auf der Webseite und auf unserem Blog zum Ornament Explorer, wo wir einfach dann über 12.000 Objekte, die mit dem Begriff Ornament getaggt sind, mithilfe von
Speaker: visueller Ähnlichkeit anzeigbar machen und wo man dann nebenbei eben die strategische Implikation oder die strategische Entscheidung treffen konnte, dass wir viel mehr als wir gedacht haben publizieren können, weil wir gemerkt haben, ach ja, die Digitalisate funktionieren ja super, auch jetzt in der Ausstellung, das kann man ganz wunderbar nutzen, da können wir auch mehr publizieren, als wir gedacht haben und
Speaker: So wenig aussagekräftig sind jetzt die paar Daten, die wir dazu gesammelt haben, gar nicht.
Speaker: Und wir können ja auch darauf hinweisen, dass es eben unter Umständen noch weiterer Forschung bedarf.
Speaker: Das ist etwas, was wir durchaus offenlegen können und dass wir eben nicht alles schon ganz optimal erschlossen haben.
Speaker: Also auch ganz klar offen damit umgehen, dass so eine Dokumentation auch immer in einer Zeit passiert ist und auch natürlich, weil Wissen nie endet, auch immer überarbeitet werden muss.
Speaker: Aber die Frage richte ich dann auch nochmal an dich, Georg.
Speaker: Du kommst doch nicht drum rum.
Speaker: Was sind die Sachen, die du immer machen solltest, aber Dinge, die du eher priorisieren würdest?
Speaker: Ja, da schlagen Sie ein bisschen zwei Seelen in meiner Brust.
Speaker: Natürlich, ich bin ein großer Freund von guten Prozessen und guten Strukturen, guten Infrastrukturen.
Speaker: Also das ist
Speaker: schon das A und O und auch da sehe ich immer noch bei uns auch Verbesserungspotenzial, was diese ganze Sache geht.
Speaker: Wo speichern wir die Daten?
Speaker: Wie halten wir sie vor?
Speaker: Wie sind Backup-Strategien, IT-Notfalllösungen und diese ganzen Sachen, die treiben mich schon so ein bisschen um und ich bin auch ein großer Freund davon, die Prozesse zu optimieren, was dann oft nicht an der Technik scheitert, sondern eher an den Menschen, die mit der Technik arbeiten.
Speaker: Aber das ist quasi eine ewige Baustelle eigentlich, sodass es in vielen Unternehmen einfach die
Speaker: Und das spielt ein bisschen mit der Rolle, die auch gerade Anja gesprochen hat.
Speaker: Natürlich ist immer die Idee, mit der Digitalisierung, mit der Technik wird dann alles besser automatisch.
Speaker: Und das ist halt genau das, was eben nicht passiert.
Speaker: Und die Ansprüche, die da kommen, wenn man die Frage nochmal aufnehmen kann, sind natürlich genau das.
Speaker: Ich sage, ich werde auf wahrgenommen, als Digitalisierer auf wahrgenommen, als jemand, der macht das halt mit der Technik und dann kann man einen Wunsch äußern und dann passiert das einfach so.
Speaker: Weil dann drückt man ein paar Knöpfe und dann passiert das dann.
Speaker: Und den Zahlen muss man ganz schnell immer ganz oft ziehen.
Speaker: Also ich weiß nicht, wie oft ich in meinem Leben schon auf virtuelle Ausstellungen angesprochen worden bin.
Speaker: Und wenn man dann mal fragt, was meinst du denn eigentlich genau mit Wirtel-Ausstellen, geht es darum, auf der HTML-Seite ein paar Bilderchen zu zeigen oder worüber reden wir da eigentlich.
Speaker: Wenn dann so Wunschdenken kommen wie, ja, natürlich kommt dann immer das Digital von solche Sachen.
Speaker: Vom Städel.
Speaker: Vom Städel, genau.
Speaker: Und dann hängt man mal ein Preisschild dran, was die dafür bezahlt haben für diese Sachen.
Speaker: Dann werden die Gesichter oft bleich.
Speaker: Aber die Erwartungshaltung ist natürlich da.
Speaker: Wir haben jetzt die ganzen Digitalisate-Ausstellen.
Speaker: Und dann drückt der Georg auf den Knopf und ich habe jetzt auf einmal ein 3D um mich herum fliegendes Digitalisat von irgendwas.
Speaker: Also da ist wirklich die Erwartungshaltung immer sehr extrem.
Speaker: Und man merkt aber auch, wie begrenzt dieser Dialog dann auch von der anderen Seite sozusagen manchmal ist, weil die virtuelle Ausstellung ist zwar schön und gut, auch ein Tool zu haben in der Ausstellung ist ganz schön und gut, aber wenn man mich fragen würde, was würde ich Wert drauf legen, ist eben genau, diese mit den Daten jetzt zu arbeiten auch.
Speaker: Wir haben ja gerade
Speaker: das Thema KI ja nur ganz kurz angesprochen, aber auch die Potenziale, die in KI und in der Vernetzung von Daten stehen, zur Datenanreicherung, genau diese Lehrstellen eben auch zu schließen mit technischen Hilfsmitteln, nicht nur zu sagen, wir fragen Leute, sondern auch zu sagen, was sind denn die Daten da draußen, dass wir die nutzen für unsere Sammlung und eben gemeinsam international eben diese Daten vernetzen und da Mehrwerte zu generieren, dass wir so ein Steckenpferd machen würden und diese Durchdringung von Ausstellungen, also wir haben das ja immer so,
Speaker: seit fast 15 Jahren oder 10 Jahren, ist immer von der App die Rede.
Speaker: Ich brauche eine App für Museum.
Speaker: Wie sieht die denn aus?
Speaker: Ich habe eine App.
Speaker: Im schlimmsten Fall habe ich noch eine Nummer, die ich eintippe, 5-7 und sehe dann, aha, das ist eine Ming-Vase.
Speaker: Und die ist dann dieselbe Vase, die ich in der Ausstellung sehe.
Speaker: Aber das ist natürlich heutzutage vollkommen...
Speaker: veraltet eigentlich und ich würde gerne mal auch als Museum ein bisschen davor kommen, also eigentlich Dinge ausprobieren, die noch nicht umgesetzt sind, eben sowas wie Augmented Reality-Lösung in den Museen, sowas wie Special Audio-Führung und die Durchdringung von digitalen Instrumenten, von Augmented Reality-Brillen, von Hörgeräten, von allen möglichen Sachen, mit dem Ausstellungsbesuch auch vor Ort zu verheiraten.
Speaker: Das finde ich irgendwie eine spannende Geschichte.
Speaker: Da könnte man, glaube ich, auch viel mehr technische Transzendenzen, auch diese Durchdringung zwischen den
Speaker: echten Nutzern, zwischen den Besuchern im Haus und den digitalen Benutzern irgendwie noch viel stärker forcieren und beiführen, wenn man sich da in die Richtung mehr erforschen würde.
Speaker: Das würde ich gerne machen.
Speaker: Ja, so könnte man ja auch wirklich auf viel mehr unterschiedliche Zielgruppen zugehen, als es mit dem Audio-Guide in acht Sprachen, alle kriegen den gleichen, nicht möglich ist bisher.
Speaker: Ja.
Speaker: Also es gibt viel zu tun, aber es ist ja auch schon viel passiert.
Speaker: Also wenn ich mir überlege, der Anfang mit kleinen pixeligen grauen Bildchen und irgendwie Basisdaten wie Künstlerin, Künstler, Jahreszahl und Ort bis hin jetzt zu digitalisierten Sammlungen, die
Speaker: so viel bereitstellen, die zur Forschung inspirieren, zur Literatur inspirieren.
Speaker: Das Reichsstudio in Amsterdam zeigt sich auch ganz gut, dass auch DesignerInnen und Schulklassen inspiriert sein können, Neues zu schaffen aus den alten Sachen, die wir da online stellen.
Speaker: Dann ist doch schon einiges passiert in den letzten 10 und 15 Jahren.
Speaker: Wahrscheinlich, wenn man dann so mittendrin steckt und immer wieder die gleichen Anfragen bekommt, fühlt sich das vielleicht nicht immer so an, aber aus der Außenperspektive für mich ist da wirklich viel passiert.
Speaker: Glaubt ihr, dass da im Museumskontext auch angekommen ist, dass es ein Muss ist oder hat man immer noch so ein Nee, braucht man nicht?
Speaker: Die Beobachtung, die ich im Moment führe, ist, wir hatten mit der Corona-Pandemie ziemliches Hoch an digitaler Kultur.
Speaker: Da wurde ja auch gefördert ohne Ende und es war überall wichtig, eine Webseite zu haben.
Speaker: Was ich vorher nie gedacht habe, wir haben einen virtuellen Rundgang unseres Hauses, also
Speaker: Wer sich noch so nennt, früher Apple Quicktime, da gab es auch schon mal so Ansätze vor 25 Jahren.
Speaker: Und das war vorhin so ein Liebhaberprojekt und das war eines der meistbesuchten Angebote während Corona.
Speaker: Also die Leute haben es geliebt, virtuell durch unser Museum zu laufen, warum auch immer.
Speaker: Das konnte man halt nicht feststellen, warum, aber das war halt der meistgeklickten Angebot.
Speaker: Naja, und danach ist, jetzt hat man gerade wieder so einen Trend und das spielt auch so ein bisschen auch die Rolle, was eigentlich vorhin gerade geduldet hat, dieses so ein bisschen ein, vielleicht so ein konservativer Ruck, der so ein bisschen durchgeht durch die Kulturlandschaft, dass immer mehr jetzt die Frage gestellt ist, brauchen wir das denn wirklich alles?
Speaker: Was sind eigentlich unsere Kernaufgaben?
Speaker: Und die Kernaufgaben sind dann halt wieder, ich bin der Kurator, der sich ruhig mit der Sammlung beschäftigt und dieses ganze Digitale ist ja eigentlich nur Störgeräusch dabei.
Speaker: das mich eigentlich eher daran behindert, meine eigentliche Arbeit zu tun.
Speaker: Also das ist eine Meinung oder eine Grundhaltung, die mir jetzt wieder mehr begegnet tatsächlich, noch häufiger als früher vor Corona tatsächlich.
Speaker: Also das stimmt nicht ein bisschen bedenklich, muss ich sagen, insgesamt, aber so ist es halt.
Speaker: Ja, also ich habe einerseits auch die Bedenken, die Georg gerade geäußert hat, also dieses Thema eben durch die Zwänge, denen wir auch ausgesetzt sind, dass eben das Profil letztlich auch von Stellen und Stellenanzahlen sich nicht verändert hat.
Speaker: Ja, in den letzten, was hatten wir jetzt gesagt, eigentlich so einen Zeitraum ja auch,
Speaker: eher so 30, 40 Jahren, dass sich dadurch dann natürlich Fragen ergeben, auch dass Digitalisierung überhaupt nochmal in den Blick genommen wird als etwas, was neu vielleicht und anders bewertet wird.
Speaker: Aber ich bin tatsächlich ganz froh, dass bei uns am Haus es auch
Speaker: die das große Potenzial, was wir dadurch haben, sehr, sehr wohl erkennen.
Speaker: Und wir haben dazu auch einen sehr schönen Film mit dem Filmemacher Deler Youssef gemacht.
Speaker: Der ist unserer Kuratorin der Ostasien-Sammlung Wiebke Schrape gefolgt und hat ihre Arbeit dokumentiert.
Speaker: Und sie beschreibt in dem Film auch ganz wunderbar,
Speaker: ihre Auffassung eigentlich von dem digitalen Kuratieren.
Speaker: Und dass tatsächlich Digitalisierung etwas ist, was ganz zentral ist, um die Herausforderungen, denen wir begegnen, auch die zu lösen damit.
Speaker: Das ist nur ein Ansatz und Tools, um das sozusagen zu tun.
Speaker: Aber wir haben dadurch halt ganz, ganz wesentlich andere Möglichkeiten.
Speaker: Und ich glaube, das große Potenzial ist eben das der Vernetzung.
Speaker: Das ist ja jetzt in allen Dingen, die wir angesprochen haben, durchgeklungen.
Speaker: Also einerseits...
Speaker: Vernetzung durch Bereitstellung und Sichtbarmachung, dann Vernetzung untereinander in Fachcommunities, so wie wir das ja jetzt hier auch gerade machen und auch Vernetzung mit Herkunftsgesellschaften, mit anderen Communities, mit Citizen Science Interessierten und
Speaker: Ich glaube, wenn wir uns darauf fokussieren, was dafür der Mehrwert ist, dann wird das immer ein positives Ergebnis und eine positive Zukunft haben.
Speaker: Eigentlich wollte ich mit den beiden nur über die Digitalisierung von Sammlungen sprechen.
Speaker: Aber am Ende ging es plötzlich um viel mehr, nämlich darum, wie Digitalisierung das Museum als Ganzes verändert.
Speaker: Es geht eben nicht nur darum, ein paar pixellige Bilder online zu stellen, sondern um einen ganzen Kulturwandel hinter den Kulissen.
Speaker: Neue digitale Arbeitsweisen brauchen neue Strukturen, neues Denken und vor allem Klarheit darüber, was überhaupt wichtig ist und was nicht.
Speaker: Dafür müssen wir sehen offen sein, auch mal externe ins Boot holen und zwar nicht nur für die nächste hübsche App, sondern auch, um nachhaltige, funktionierende Strukturen zu schaffen.
Speaker: Digitalisierung heißt eben auch, ehrlich über Prioritäten zu sprechen und gemeinsam herauszufinden, welche Lücken man schließen muss und welche man offen lassen kann.
Speaker: Denn am Ende bleibt eine Erkenntnis.
Speaker: Neue Technik allein verändert kein Museum.
Speaker: Das tun immer noch die Menschen.
Speaker: Diese Folge von Artistocast, der Podcast für digitale Kunstgeschichte, wurde von Jacqueline Klusig-Eckert produziert, im Auftrag des Arbeitskreises Digitale Kunstgeschichte.
Speaker: Unterstützt wird sie durch die Redaktion der Arbeitskreismitglieder Peter Bell, Lisa Diekmann, Peggy Große, Waltraud von Pippich und Holger Simon.
Speaker: Finanziert wird der Podcast von NFDI for Culture, dem Konsortium für Forschungsdateninfrastrukturen, das sich mit materiellen und immateriellen Kulturgütern beschäftigt.
Speaker: Unterstützt wird Artistocast zudem vom Deutschen Verband für Kunstgeschichte und vom Verband DHD Digital Humanities im deutschsprachigen Raum.
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Speaker: Du hast eine Frage, Feedback und Anregung?
Speaker: Schreib mir auf Social Media oder per Mail an podcast.digitale-kunstgeschichte.de Ich freue mich, von dir zu hören.
Speaker: Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge von Artistocast.





