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Special zu Folge 10 #Perspektivwechsel: Digitale Denkmaltechnologie und Virtual Reality

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Speaker: Artistocast, der Podcast zur digitalen Kunstgeschichte.

Speaker: In der letzten Folge ging es um Virtual Reality.

Speaker: Da habe ich mit Stefan Hoppe und Matteo Borioni über die Erfahrungen und Herausforderungen aus der Sicht der Kunstgeschichte gesprochen, wenn es um VR geht.

Speaker: Im Gespräch mit den beiden Kunsthistorikern ist dabei ein Name besonders häufig gefallen.

Speaker: Mona Hess.

Speaker: Sie ist Lehrstuhlinhaberin für den Lehrstuhl Digitale Denkmalteknologien.

Speaker: Wie ist denn Ihre Perspektive eigentlich auf das Thema Virtual Reality und Kunstgeschichte?

Speaker: Hallo Mona, schön, dass du da bist.

Speaker: Wir haben deinen Namen schon sehr oft gehört, aber dich noch nicht.

Speaker: Also eine Frage, der Lehrstuhl Digitale Denkmalttechnologien an der Universität Bamberg, der ist ja einzigartig in Deutschland.

Speaker: Wie kommt es dazu?

Speaker: Ja, hallo.

Speaker: Ich bin sehr erfreut, dass ich mich dazu auch äußern kann, wie es dazu gekommen ist, denn es ist eine Fortsetzung eigentlich auch von meiner eigenen Entwicklung und Tätigkeit innerhalb

Speaker: der Denkmalpflege und der größeren Gemeinschaft der Digital Heritage.

Speaker: Und zwar kam es deswegen dazu, weil sich die Universität Bamberg zusammen mit der Hochschule beworben hat für ein spezielles Programm, digitaler Campus.

Speaker: Denn es wurde in Bayern erkannt, dass eine größere Expertise im Bereich der Informatik in der Zusammenarbeit auch von Universitäten und Hochschulen geschaffen werden muss.

Speaker: Dann gab es eine Bewerbung,

Speaker: mit dem Thema digitale Denkmale-Technologien die Integration von Digitalisierung in der Denkmalpflege weiter treiben sollte.

Speaker: Das wurde gewonnen, also der neue Studiengang konnte eingerichtet werden.

Speaker: Und deswegen ist das Ganze entstanden aus der schon sehr erfolgreichen Zusammenarbeit von der Denkmalpflege mit Bauforschung, Restaurierungswissenschaften in Bamberg und Architekturingenieurwesen in Coburg.

Speaker: Und es entsprach diesem Muster, angewandte Fähigkeiten mit vielleicht theoretischem Hintergrund zu hinterlegen und interdisziplinär zu arbeiten.

Speaker: Jetzt bist du keine klassische Geisteswissenschaftlerin.

Speaker: Also wie ist denn dein Werdegang eigentlich?

Speaker: Ja, ich durfte Architektur studieren, habe mich dafür begeistert, auch bei einem Aufenthalt in Italien mit der Architekturgeschichte und habe also abgeschlossen als Diplomingenieurin der Architektur an der TU München und habe mich dann durch eine Tätigkeit in einem Büro, das sich mit historischer Architektur beschäftigt hat, wirklich begeistert.

Speaker: fasziniert gefühlt und wollte das Ganze nochmal professionalisieren, habe deswegen einen Master of Arts in Denkmalpflege in Bamberg studiert und nach einer weiteren Tätigkeit in der Forschung, die sich auch mit Datenbanken auseinandergesetzt hat, georäumlichen Datenbanken im Ausland, habe ich dann eine Doktorarbeit in der Geomatik gemacht, also Geomatic Engineering, das ist die georäumliche Forschung

Speaker: Aufnahme und Nachbearbeitung von Daten, also 3D-Scanning und habe dort diese Tätigkeit im Rahmen von einer Museumstätigkeit durchgeführt, also auch hier interdisziplinär.

Speaker: Und dann gab es eben diese Stelle in Bamberg, die wie gerufen kam, um alle diese Fähigkeiten unter einem Hut ausüben zu können und nutzen zu können,

Speaker: Bis hin zum Handzeichnen jetzt.

Speaker: Also ich durfte alle Fähigkeiten, die ich je erwerben konnte, hier jetzt in das Studium mit einbringen.

Speaker: Das klingt ja wie eine absolute Traumstelle.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Also was ich da schon raushöre ist, dass man, um in diesem Bereich arbeiten zu können, ein unglaubliches Potpourri an Fähigkeiten haben muss.

Speaker: Jetzt liegt es oft in der Geschichte der Sache.

Speaker: Oft gab es noch keine digitalen Studiengänge, also digital Schrägstrich, Kunstgeschichte, Denkmartechnologie und so weiter.

Speaker: Die Werdegänge, die man oft sieht, sind sehr, sehr individuell.

Speaker: Kann man das aber jetzt mittlerweile auch konkret lernen, also sich gleich schon von Anfang an spezialisieren auf digital Schrägstrich, diese Fähigkeiten?

Speaker: Ja, ich denke, man hat immer ein Grundstudium.

Speaker: Ein Grundstudium

Speaker: Zum Beispiel Archäologie, Architektur, Geografie, in dem man die Fähigkeiten des Faches lernt.

Speaker: Und dann gibt es eben diese übergreifenden Studiengänge, in denen man die Digitalisierung nochmal vertieft.

Speaker: Wobei aber eben auch in allen Fächern die Digitalisierung ja schon mit angelegt ist.

Speaker: Also jetzt gibt es immer mehr Tools.

Speaker: Also es ist äußerst selten, dass die Architekten nur mit der Hand zeichnen noch.

Speaker: Also das wird gelernt.

Speaker: Und auch hier in der Denkmalpflege wird das Handzeichnen auf säurefreiem Papier mit Bleistift, meistens bei 5 Grad in einem Gebäude ohne Fenster, wird geleert, damit man das versteht, um was es geht beim verformungsgerechten Aufmaß.

Speaker: Aber dann wird schon ganz offensichtlich, dass es hier eine Digitalisierung benötigt, weil die Auswertungen sehr gut sind.

Speaker: Ich denke, man sollte...

Speaker: die Digitalisierung vielleicht im Nachgang zu einer grundständigen Ausbildung angehen.

Speaker: Jetzt ist dein Lehrstuhl angegliedert am Institut für Archäologie, Denkmalwissenschaft und Kunstgeschichte.

Speaker: Da liegt ja das Interdisziplinäre schon gleich auf der Hand.

Speaker: Ist das nur eine Herausforderung oder auch Spaß, in all diesen Bereichen mit reinzugehen?

Speaker: Das ist eine große Freude.

Speaker: Also es ist tatsächlich sehr kreativ, die Dinge, bei denen man mitwirken kann,

Speaker: Und die Zusammenarbeit ist sehr produktiv und ist alles sehr optimistisch.

Speaker: Also ich habe mich da sehr aufgenommen gefühlt, an der richtigen Stelle auch gefühlt.

Speaker: Es ist im Grunde ein technologischer Lehrstuhl an der Fakultät der Geisteswissenschaften in diesem spezifischen Institut.

Speaker: Und es ist auch innerhalb der Abteilung Denkmal, würde ich es jetzt mal nennen,

Speaker: Die hieß vorher Denkmalkunde, dann wurde es Denkmalpflege und jetzt durch auch die Ausweitung innerhalb der Abteilung auf die naturwissenschaftlichen Untersuchungen unter Digitalisierung heißt das Ganze Denkmalwissenschaften und ist es.

Speaker: jetzt größer in sich interdisziplinärer angelegt.

Speaker: Der Grund, warum ich heute nochmal mit dir sprechen wollte, war, dass ich in der letzten Folge mit Stefan Hoppe und Matteo Burioni über Virtual Reality in der Kunstgeschichte gesprochen habe.

Speaker: Und sie haben von ihrem Projekt Digitalen Korpus der barocken Deckenmalerei gesprochen.

Speaker: Dein Name ist dann oft gefallen, wenn es um die Erfassung von Deckensystemen, von Räumen ging im Zusammenhang mit dem Scan-Verfahren.

Speaker: Was sind so die Momente der Kooperation?

Speaker: Also wie sieht es aus, wenn ihr da zusammenarbeitet?

Speaker: Ja, man nimmt sich etwas vor.

Speaker: Vielleicht haben die Kunstgeschichten eine spezifische Frage oder Vorstellung über ein spezielles Objekt.

Speaker: Also wenn wir da jetzt von Ansbach sprechen, das ist eine Residenz, die ist gerade eingerüstet und haben eine Idee.

Speaker: Und die Idee muss in irgendeiner Form umgesetzt werden und es gibt spezielle Fragen und haben die Hoffnung, dass eben durch die Anwendung der Technologien diese Fragen beantwortet werden können.

Speaker: Und für uns ist es eine Herausforderung, weil sehr oft gibt es eben technische Anwendungen, die man hat, die man zum Beispiel angekauft hat, irgendwelche Scanner und dann ist es im Grunde eine Lösung, die nach einer Frage sucht.

Speaker: Und manchmal können wir die Fragen der Kunstgeschichtler so beantworten, aber manchmal ist es nicht möglich, weil wir was Neues schaffen müssen, um die Fragen zu beantworten.

Speaker: Und das Ganze schaut dann erst mal so aus, dass man gemeinsam zum Ort geht, auf das Grüst steigt, sich das anschaut, sich die Theorien und Hypothesen mit anhört und dann auch von meiner Seite her, von unserer Seite her sagt, ja, das können wir machen.

Speaker: Wir können das mal jetzt als Testfall bezeichnen.

Speaker: zeigen und dann schauen wir uns das gemeinsam an und dann wird drauf geschaut und sagt, das trifft es noch nicht und dann muss man weiter verfeinern und muss sich eben auch Entwicklungen vornehmen, die man innerhalb eines Projektes gemeinsam beschreitet, einen gemeinsamen Weg geht.

Speaker: Und welche Formen dann der Erfassung oder welche Techniken der Erfassung sind denn dann in diesem Potpourri mit drin?

Speaker: Oder in welche Bandbreite von Techniken kann man sich das vorstellen?

Speaker: Also geht es hier nur um, ich fotografiere Dinge ab und mache dann eine fotogrammetrische Auswertung.

Speaker: Scannt ihr viel oder rekonstruiert ihr?

Speaker: Hier darf ich dir einen kurzen Crashkurs geben in die bildgebenden Verfahren.

Speaker: Also aus technischer Sicht gesehen, was wir betreiben, ist sogenanntes Reality Capture.

Speaker: Wir nehmen die Realität auf und zwar in einem sehr großen Qualitätsgrad beziehungsweise in einem Qualitätsgrad, der angefragt wird, um hier spezielle Dinge zu beantworten.

Speaker: Also Reality Capture, die Aufnahme, im Grunde das, was das verformungsgerechte Aufmaß ist, beschäftigt sich mit den

Speaker: vorhandenen Materialitäten des Objektes und die optische berührungsfreie Aufnahme wird angestrebt.

Speaker: Das heißt, wir nehmen keine Proben im ersten Instanz und wir befestigen nichts, was auch zum Beispiel nicht mehr abzulösen ist, sondern wir nutzen jetzt aktive und passive Sensoren,

Speaker: Also aktive Sensoren sind Sensoren, die einen Laserstrahl oder andere Dinge imitieren oder passive Sensoren, das sind alle Kameras im Grunde, um dann diese Wirklichkeit aufzunehmen.

Speaker: Die Optimierung dieser Aufnahme erfolgt auch in Kombination.

Speaker: Also zum Beispiel ein Laserscan der gesamten Räumlichkeit kann sehr gut sein, um sich zu orientieren, wie der Raum aufgebaut ist.

Speaker: Der Laserscan besteht aus mehreren Positionen.

Speaker: kann ergänzt werden durch einen Detailscan, also strukturiertes Licht von speziellen Dekorformen.

Speaker: Also in dem Fall, im Beispiel der Ansbacher Decke in der Residenz ist es aufgebrachter Stuck und kann zusätzlich noch kombiniert werden mit einer fotogrammetrischen Aufnahme.

Speaker: Das heißt, viele sich überlappende Fotos, die durch eine Korrelation der Oberflächen mit großer Überlappung werden die aufgenommen, dann werden die Dinge korreliert.

Speaker: Und es gibt dann verschiedene Abfolgen.

Speaker: Ich nenne jetzt mal Bündelblockausgleichung.

Speaker: Das ist eine sehr mathematische Angelegenheit, die jetzt schon automatisch passiert in den Programmen, um die Positionen der Kamera zur Decke festzulegen, die dann wiederum, wenn sie festgelegt sind, die Oberfläche berechnen können.

Speaker: Also wir haben hier sehr viel Erfahrung.

Speaker: Diese ganzen Dinge auch sehr spezifisch, also mit hohem Qualitätsgrad,

Speaker: damit was Gutes rauskommt am Schluss.

Speaker: Und das ist der erste Schritt.

Speaker: Der zweite Schritt, wenn du sagst, das ist der erste Schritt, heißt auch der zweite Schritt, da steckt wohl noch ziemlich viel Nachbearbeitung drin.

Speaker: Ja, man sagt im Grunde, ein Tag auf der Baustelle bedeutet zehn Tage im Büro.

Speaker: Ja, also es ist die Vorstellung gegeben, dass jemand dorthin geht, wir nehmen was auf und Sekunden später kann man das in virtueller Realität sehen.

Speaker: Dem ist nicht so.

Speaker: Sondern wir nehmen etwas auf und

Speaker: haben dann normalerweise eine sehr große Rohdatenmenge, die in großen Bearbeitungsschritten, die auch vorgegeben sind zum Teil, immer weiter reduziert wird, aber nicht zu stark reduziert werden darf.

Speaker: Also es gibt quasi, erstmal bringt man die Rohdaten auf seinen Server, Backup immer sehr wichtig und bearbeitet sie dort, mathematische Kontrolle, Qualitätskontrolle wird angewendet,

Speaker: Und dann wird das Ganze, also jetzt im Fall der Fotogrammetrie, umgearbeitet von den Rohdaten, Punktwolke auf vielleicht ein Oberflächenmodell, ein Mesh.

Speaker: Und das ist ja dann schon nicht mehr die originale Datenhaltung.

Speaker: Es ist schon archivwürdig, aber es ist nicht mehr die archivalische Aufnahme.

Speaker: Eine Form der Interpretation der Messdaten.

Speaker: Richtig.

Speaker: Hier hat eine Interpolation stattgefunden.

Speaker: Aus 24 Millionen Punkte nach eine Million Dreiecke.

Speaker: Irgendwas ist dazwischen verloren gegangen.

Speaker: Und hier gibt es Geometrie und Farbe, die miteinander abgestimmt werden müssen.

Speaker: Hier gibt es Farbabgleiche, die gemacht werden müssen.

Speaker: Und dann ganz am Schluss, ja, so am Tag 11, wenn man dann die Daten nachbearbeitet hat, beschäftigt man sich mit den sogenannten Derivaten, den Ableitungen, den Dingen, die man vielleicht der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen will und die man auf Sketchfab oder auf einem anderen Video.

Speaker: 3D-Repositorium hochlädt und die man irgendwie mit Metadaten annotieren will.

Speaker: Jetzt habt ihr, auf eurer Homepage habe ich das gesehen, viele Forschungsprojekte, die in ganz unterschiedliche Themenbereiche reingehen.

Speaker: Da ist die Bandbreite groß von Smart Cities über alte nubische Tempel, die Universität Bamberg.

Speaker: Jetzt haben wir die Residenz in Ansbach mit den barocken Schnörkeln an der Decke.

Speaker: Ist es aus deiner Perspektive egal, was ihr erfasst oder haben die Dinge auch jeweils ihre eigenen technischen Herausforderungen?

Speaker: Ich bin eigentlich agnostisch, was ich scanne.

Speaker: Ja, es ist mir egal.

Speaker: Aber es muss natürlich für mich einen Zusammenhang mit der Denkmalpflege, der Architektur, der Geschichte, materielles Erbe sein, Kulturgut sein und Architektur sein oder Denkmal oder Grabung.

Speaker: Das ist normalerweise mein Thema, die eben zu erfassen sind mit diesen Technologien, die sich auch sicherlich ändern werden im Laufe der Zeit.

Speaker: Da wird sich alle fünf Jahre was Neues ergeben.

Speaker: Die Bandbreite ist tatsächlich sehr groß und die Spezialisierung findet statt.

Speaker: Also jüdische Friedhöfe sind gerade mein Thema auch sehr.

Speaker: Und für jedes Thema und für jeden Typus Objekt entwickelt man eigentlich eine angepasste Verfahrensweise, wie man diese Dinge aufnimmt.

Speaker: Und dann einspielt in weitere Forschungsfragen, die man damit beantwortet und die oftmals den Arbeitsablauf betreffen, methodologisch sind, die Integration der Technologie in bestehende Verfahren betrifft.

Speaker: Ansonsten ist es mir egal, ob ich am Nordpol scanne, ob ich ein Kanu oder Boot scanne.

Speaker: oder ob es ein ägyptischer Skarabeus ist.

Speaker: Jetzt hast du dich spezialisiert auf diese Reality Capture als Verfahren, das Erfassen von den bestehenden Objekten.

Speaker: Es gibt ja auch andere Schulen bei der Erstellung von 3D-Modellen, die die 3D-Rekonstruktion wählen, also das Aufbauen aufgrund von Plänen, von Maßstäben, von vor Ort gemessenem.

Speaker: Was für Ziele hat denn dieses Verfahren oder wann kommt das zum Einsatz?

Speaker: Diese Verfahren kommen meist zum Einsatz, wenn wir die Bauwerke nicht mehr haben oder wenn Elemente verloren gegangen sind, die diese Bauwerke einst hatten.

Speaker: Und natürlich kann man auch Reality Capture mit einer solchen digitalen Rekonstruktion kombinieren.

Speaker: Also ich persönlich sage virtuell nur dann, wenn sie im Headset landet und ich mich drin immersiv bewegen kann.

Speaker: Also mit den digitalen Rekonstruktionen kann ich Hypothesen testen und kann mit gewissen Graden der Wahrscheinlichkeit

Speaker: diese Hypothesen auch visualisieren.

Speaker: Das ist meiner Meinung nach die Aufgabe dieser digitalen Rekonstruktionen.

Speaker: Und ich kann zum Beispiel aus Plänen eine Räumlichkeit entstehen lassen, die wir so vorher nicht gesehen haben.

Speaker: Und ich kann hier ganz deutlich testen, ob die Pläne, die ein Baumeister erstellt hat, auch funktionieren oder ob sich dann noch Dinge geändert haben.

Speaker: Ich kann das Ganze dann vielleicht in der Kombination mit Reality Capture auch vergleichen.

Speaker: Was war der Plan?

Speaker: Und was hat er tatsächlich gemacht?

Speaker: Was wurde denn tatsächlich gebaut?

Speaker: Oder wurde das Treppenhaus einfach 180 Grad gedreht oder 90 Grad gedreht?

Speaker: Oder was ist das Verhältnis von Plan eben zur Realität?

Speaker: Was besonders wichtig ist für mich in dieser Art von digitaler Rekonstruktion, ist die klare Einteilung und Deklaration, was Hypothese ist.

Speaker: Und diese Hypothesen und diese Entscheidungen, die getroffen werden,

Speaker: Beider Modellierung sollten nach der Charter von London, die schon 2006 geschrieben wurde, auch deutlich aufgeschrieben werden.

Speaker: Es sollte also für alle zugänglich sein, welche Entscheidungen der, ich würde es mal sagen, 3D-Künstler vorgenommen hat.

Speaker: Und tatsächlich sprachst du von einer spezifischen Schule.

Speaker: Und es stimmt, dass wir hier in Bamberg eben eher auf der Schiene der Reality-Capture sind, aber auch eben Visualisierungen dieser

Speaker: Ich würde mal sagen 3D-Modellierung anwenden, aber spezifisch für Holzkonstruktionen.

Speaker: Wie ist ein Dachwerk aufgebaut?

Speaker: Wenn man das Ganze sieht als grafisches Werkzeug, dann sind diese Visualisierungen auch in 3D und auch von Null auf modelliert, aber stellen vielleicht auch eine reale Situation dar.

Speaker: Gibt es denn bei den vielen Sachen, die du schon begleitet hast, auch Lieblingsprojekte?

Speaker: Ja, wahrscheinlich die ersten Projekte, die ich mitgemacht habe, zum Beispiel ein Kanu aus den Salomoneninseln im British Museum.

Speaker: Die spektakuläre Geschichte, als ich eben meine Randbedingungen mitgeteilt habe dem British Museum.

Speaker: Ja, ich brauche ungefähr einen Meter Platz, um das gesamte Objekt zu machen.

Speaker: Und sie dann den halben Raum ausräumen mussten, in dem ich vorher nicht war, weil drei Kanus übereinander standen und sehr viele weitere Objekte in dem Raum standen und sie mir also wirklich den Gefallen getan haben, dass sie das freimachen konnten.

Speaker: Und das Schöne daran war dann diese Zeit in dem Archivraum des British Museum und in der Zusammenarbeit mit den Anthropologen aus Bergen-Norwegen,

Speaker: die eben dort eine spezielle ozeanische Forschung betrieben haben und die dann eben auch aus der Solomonen-Community jemanden eingeladen haben, um sie zu interviewen.

Speaker: Und sie hat eben diese Symbole, die dort eingeprägt waren, auf dem Kanu wiedererkannt und hat sozusagen die Interpretation des Bootes gebracht.

Speaker: Als Mitglied dieser, ich darf es so auf Englisch sagen, Source-Community, also als ihr Ursprungsland,

Speaker: hat sie sich dort dem Boot eben auch angenähert und konnte da ein ganz anderes Verhältnis dazu zeigen, als ich das hatte, als diejenige, die das aufgenommen hat.

Speaker: Und das hat mich natürlich jetzt dieser ganzen Thematik auch deutlich näher gebracht.

Speaker: Ja, ein tolles Projekt.

Speaker: Und es zeigt ja auch nochmal mehr, was für eine Chance hinter dem Erfassen von Objekten steckt.

Speaker: Also bisher haben wir, es sind so viele Dinge, die auch in Depots liegen, gerade auch in ethnologischen Sammlungen, die maximal vielleicht fotografiert sind, mit Glück sogar Farb fotografiert.

Speaker: Aber sehr häufig hat man ja irgendwelche kleinen Schwarz-Weiß-Abbildungen.

Speaker: Und man kommt an diese Objekte auch nicht ran.

Speaker: Manches ist zu fragil, um aus dem Depot zu holen.

Speaker: Also so eine dreidimensionale Erfassung von Objekten oder auch von unglaublich komplexen Räumen sorgt ja auch dafür, Objekte, Dinge, Räume, Architekturen nochmal auf eine ganz andere Art und Weise zu sehen.

Speaker: Also mehr, als man vielleicht auch vor Ort sehen könnte.

Speaker: Weil so nah kommt man ja auch den Ausstellungsstücken gar nicht, dass man da richtig auch ins Detail gehen kann.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Im Fall des Bootes war das Boot in Stücken, also das Boot an sich die Hauptstelle,

Speaker: Die Konstruktion war vorhanden, aber es war eben vorne Bug und hinten Heck abgeschnitten, weil sonst hätte es nicht ins Depot gepasst.

Speaker: Und es hat eben eine Entscheidung gegeben in den 90er Jahren, dass das jetzt nicht mehr in die Ausstellung gebracht werden konnte.

Speaker: Deswegen hat man es jetzt ins Depot geräumt und damit war es weg.

Speaker: Und es gab eben keine kompletten Aufnahmen, wie es vorher in der Ausstellung stand.

Speaker: Das hat also jetzt die Möglichkeit gegeben, diese einzelnen gescannten Stücke wieder zu rekonstruieren und sich hier auch Gedanken zu machen über eine digitale Repatriierung.

Speaker: Schwieriges Thema insgesamt.

Speaker: Das würde, glaube ich, womöglich sehr weitgehend, das zu diskutieren.

Speaker: Aber man hat das Ganze dann eben auch gezeigt vor Ort als letzte repräsentative Ausformung eines Baus eines solchen Kanus.

Speaker: Oder ich war involviert in das Scannen einer Höhle mit prähistorischen Wandritzungen oder Malereien, die geschlossen war für die Öffentlichkeit.

Speaker: Die konnte dann auch visualisiert werden und erfahren werden und weitere Forschung daran betrieben werden.

Speaker: Jetzt erklärt sich natürlich aus kulturhistorischer Sicht und aus gesellschaftlicher Sicht da der absolute Nutzen da drin.

Speaker: Also wir brauchen die digitalen Zwillinge auch als andere Art und Weise, auch Kultur und Kunstwerke zu bewahren.

Speaker: Das ist ja auch die Aufgabe von Museen, nicht nur die haptischen Sachen zu bewahren, sondern vielleicht auch, sehr sicher, auch die digitalen Zwillinge.

Speaker: Und die Forschung und die Projekte, die du machst, sind also ein großer Gewinn für die Kulturgeschichte.

Speaker: Aber jetzt mal andersrum gefragt, was springt denn für dich eigentlich oder für dein Fach Digitale Denkmalteknologie heraus, wenn du Kooperationen mit der Kunstgeschichte machst?

Speaker: Du hast schon gesagt, dass es eigentlich egal ist, ob ich eine barocke Deckenanlage mache oder etwas anderes.

Speaker: Der Arbeitsprozess, das Verfahren ändert sich.

Speaker: Aber welche Form von Kooperationspartner seid ihr dann in solchen Momenten?

Speaker: Seid ihr Dienstleister oder ist da auch ein epistemischer Erkenntnisgewinn?

Speaker: dabei, wenn ihr Kooperationen eingeht?

Speaker: Wir wollen natürlich eine Erkenntnis gewinnen.

Speaker: Also wir werden auch immer schauen, dass diese Fragen in gewisser Weise grob mit meinen Forschungsinteressen übereinstimmen, wenn wir mit einer Vereinbarung vorangehen.

Speaker: Und in dem Fall der Deckenmalereien haben wir hier einen Prototypen entwickelt für die automatische fotogrammetrische Erfassung.

Speaker: Wir nennen ihn Chappie.

Speaker: Cultural Heritage Automated Photogrammetric Imaging.

Speaker: Chappie, der Typ, geht also immer mit, wenn wir ihn brauchen, für automatisierte Aufnahmen mit großer Regelmäßigkeit.

Speaker: Und das sind eben solche großen Räume und Festsäle.

Speaker: Und diese Anwendung haben wir eben programmiert.

Speaker: Der Code liegt also auch vor für andere Anwendungen mit einem Art Streckenzähler, der dann irgendwie spezifisch auch auslöst die Kamera.

Speaker: Und bei der letzten Konferenz, auf der wir waren, wurde das sehr positiv aufgenommen und wurde dann zum Beispiel für die Aufnahme von Urban Street Art gegründet.

Speaker: abgewandelt, die vom Fahrrad aus gemacht werden könnte.

Speaker: So kann man das dann sozusagen weitergeben und weiter zu der digitalen Dokumentation von ganz anderen Sachthemen noch dienlich sein.

Speaker: Also mir ist wichtig, hier auch transferierbare Arbeitsabläufe zu generieren und die Zusammenarbeit dann mit den fachspezifischen Vertretern führt zu neuen Erkenntnissen.

Speaker: Dazu möchte ich beitragen.

Speaker: Ja, und auf den ersten Blick denkt man natürlich, okay, barocke Deckenmalerei hat mit Urban Street Art wenig zu tun.

Speaker: Aber auf der anderen Seite sind es auch monumentale Wandgestaltungen in sehr komplexen Architekturen, teils, teils.

Speaker: Also so weit ist es dann doch nicht voneinander weg.

Speaker: Was ist denn für dich aus der aktuellen Forschung heraus die nächste Herausforderung, die angegangen werden muss?

Speaker: Gibt es bei den Scan-Verfahren da technisch

Speaker: eine ähnliche Entwicklungsgeschwindigkeit, wie man es teilweise bei der künstlichen Intelligenz beobachtet?

Speaker: Oder sind die großen Sachen schon passiert?

Speaker: Also die Sensoren sind schon hervorragend, die Geräte sind schon hervorragend oder gibt es da auch so den nächsten Entwicklungssprung, auf den du wartest?

Speaker: Also hier wurde ich schon ein paar Mal überrascht und so lange bin ich jetzt eigentlich auch nicht dabei, im Gegensatz zu anderen Leuten.

Speaker: Also schon einige Zeit, aber

Speaker: Was man eben sieht, ist, dass sich ungefähr alle fünf Jahre nochmal ein neuer Sensor einstellt mit grundsätzlich neuen Möglichkeiten, dass die Datenaufnahme in der Kapazität sich multipliziert.

Speaker: Das, was aufgenommen wird, gleichzeitige Anzahl von Punkten wird immer mehr.

Speaker: Dass die Sensoren immer kleiner werden.

Speaker: Das heißt, ich kann im Grunde jetzt den einen Scanner schon in die Jackentasche stecken.

Speaker: Dass die Bedienungsfragen

Speaker: die Benutzerfreundlichkeit der Oberflächen immer größer wird, allerdings auch manchmal von einem, ja, für uns ist es dann das Abrufen der Lizenz, da muss man doch mal den Hotspot des Telefons bemühen, wenn man irgendwo steht, wenn ein Tablet angeschaltet werden muss.

Speaker: Also manchmal ist man schon auch abhängig von dieser Netzzugänglichkeit.

Speaker: Also das ist alles schon bereits passiert.

Speaker: Und diese Dinge integrieren jetzt im Grunde online, also real-time Nutzung von künstlicher Intelligenz und der Anwendung von Algorithmen.

Speaker: Also ich musste früher und zum Teil jetzt noch mit spezifischen Geräten immer auch noch die Ausrichtung der Scans zueinander, die sogenannte Registrierung, erst machen, wenn ich zurück bin am Platz.

Speaker: Und jetzt kann ich das Ganze schon entweder auf dem Tablet machen oder der Scanner hat eingebaut Kameras, die sofort den Slam anwenden.

Speaker: Self-Localizing and Mapping.

Speaker: Der macht schon seine Registrierung, während ich ihn so auf der Schulter von einem Standort zum nächsten trage.

Speaker: Und ich denke hier, die Integration von künstlicher Intelligenz wird immer mehr online und realtime stattfinden.

Speaker: Ich denke aber, dass der Innovationszyklus der künstlichen Intelligenz im Moment höher ist als die Ausprägung.

Speaker: der Umsetzung für Geräte in diesen optischen und bildgebenden Verfahren.

Speaker: Und du hattest jetzt auch schon angesprochen, dass die Daten auch mehr werden, also schneller erfassen und mehr Daten.

Speaker: Das ist natürlich die Grundlage, um diese hochauflösenden, sehr qualitätvollen virtuellen Rekonstruktionen von Räumen, von komplexen Architekturen oder auch von Objekten zu haben.

Speaker: Was passiert denn dann?

Speaker: Habt ihr sicher bei euch in zwei, drei Servern doppelt gebackupt, aber wie geht man dann eigentlich danach damit um?

Speaker: Sehr gute Frage.

Speaker: Die Langzeiterhaltung der Daten ist eine große Frage, auch dass man diese proprietären Formate später mal öffnen kann.

Speaker: Die muss man eigentlich auch schon direkt exportieren in übertragbaren Formaten, die jetzt gerade im Moment standardisiert sind.

Speaker: Ja, ich habe sehr viele Server.

Speaker: Ich glaube, das Rechenzentrum laste ich zur Hälfte aus mit meinem Lehrstuhl, das Rechenzentrum der Uni Bamberg.

Speaker: Und die liegen jetzt erstmal auf dem Server.

Speaker: Und tatsächlich, diese praktische Anwendung der Annotation und der Beschreibung der Metadaten ist mühsam und muss gemacht werden, damit eine Wiederauffindbarkeit gegeben ist.

Speaker: Wir haben eine spezifische Ordnerstruktur und Namenskonventionen, die wir hier anwenden und immer auch

Speaker: eigentlich auch durchsetzen, wenn wir mit Projektpartnern arbeiten, damit wir selber die Dinge wiederfinden.

Speaker: Und mit dem anderen müssen wir noch etwas arbeiten.

Speaker: Wir wollen das Ganze aber natürlich auch an die Frauen und an den Mann bringen.

Speaker: Und da gibt es eben Repositorien, wo man das Ganze hochladen kann.

Speaker: Das machen wir jetzt zunehmend.

Speaker: Bei zum Beispiel einem verlorenen Denkmal haben wir spezifische Datensätze hochgeladen ins Repositorium.

Speaker: Da gibt es dann eine Digital Object Identifier.

Speaker: Und dann können die Daten auch weiterverwendet werden.

Speaker: von Menschen, die vielleicht sich weiter vertiefen wollen in das Thema.

Speaker: Allerdings muss dann schon zu dem Zeitpunkt, wo man das nach außen freigibt, das Ganze sehr kuratiert sein, sehr geordnet sein und beträgt nur einen Prozentsatz, kleinen Prozentsatz der Daten, die man ursprünglich mal als Rohdaten hatte.

Speaker: Ich denke, das ist noch eine offene Frage.

Speaker: Das wird in jedem Büro und in jedem Lehrstuhl anders sein und ist wichtig.

Speaker: Also da suchen wir noch nach praktikablen Lösungen, die schnell implementierbar sind und die vielleicht auch automatisch die Daten annotieren.

Speaker: Ich hatte auch mit NFDI for Culture mal drüber gesprochen, eben im Rahmen der Folge, die ich mit Heike Messe mal aufgezeichnet hatte.

Speaker: Also da ging es um eben 3D-Rekonstruktion, weil sie in ihrer Doktorarbeit eben auch erforscht hat, dass es einfach so viele Projekte gibt, die nicht mehr zur Verfügung stehen.

Speaker: Die liegen dann im

Speaker: Auf CDs, in Disketten, auf irgendwelchen Festplatten, in Kellern, da es noch keine Möglichkeit gibt.

Speaker: Und ich sehe hier so eine gewisse Diskrepanz, weil auf der einen Seite wird gefordert, dass immer mehr Kulturgeschichte, 3D erfasst wird, mit welcher Technik auch immer.

Speaker: Und auf der anderen Seite gibt es aber anscheinend noch nicht die Lösung, Repositorien oder auch nur einheitliche Viewer zu haben, dass man mit den Sachen arbeiten kann.

Speaker: Gibt es nicht, stimme ich zu.

Speaker: Das ist ein Forschungsgegenstand und wir warten drauf und NFDI kommt wie gerufen, um womöglich hier infrastrukturelle Lösungen anzubieten.

Speaker: Mit den ganzen Schritten, die da passieren bei der Erfassung und der Auswertung bis hin auch zur Kuratierung von Daten, bis hin auch zur Archivierung und dann auch Bereitstellung, wenn Anfragen kommen, können wir mit euren Daten arbeiten.

Speaker: Das heißt ja auch, dass man das sicherlich nicht alleine machen kann.

Speaker: Du brauchst einen großen Personenstand, der ähnliche Kompetenzen hat wie du.

Speaker: Wie findet man diese Leute?

Speaker: Ja, diese Leute sind ein neues Berufsprofil, die man ausbilden muss.

Speaker: Diese Leute gibt es noch nicht in großer Zahl an der Schnittstelle zwischen der Technologie und Kompetenz im Verständnis von materiellen und immateriellen Kulturerbe zum Beispiel und Informatik.

Speaker: Das sind Leute, die wir eigentlich zunehmend brauchen und ich sehe auch immer mehr Stellen auf dem Markt in verschiedenen Kulturinstitutionen und Sammlungen, die genau diese Menschen suchen, die du gerade ansprichst.

Speaker: Und hier können wir natürlich auch dazu beitragen, diese Menschen auszubilden in dem Studiengang, den wir als Master of Science digitale Denkmalteknologien anbieten und wird als STEM-

Speaker: Oder als MINT auf Deutsch fachgesehen, also als Teil des Ingenieurwesens.

Speaker: Da es eine spezifische Ausrichtung hat, auch mit informatischen Elementen.

Speaker: Die Leute sollen selber Plugins schreiben können.

Speaker: Die sollen selber umgehen können mit den grafischen Produkten und der Medieninformatik.

Speaker: Die sollen aber auch auf der anderen Seite Kompetenzen haben in den

Speaker: Denkmal, Verständnisentwicklung der Kultur, Umgang mit Objekten und auch ingenieurtechnischen Themen, die sehr oft angefragt werden.

Speaker: Wie gehe ich denn jetzt um mit meinem Haus, was einen großen Riss hier zeigt?

Speaker: Oder wie gehe ich denn um mit meinem Bau, der Probleme hat mit den klimatischen Auswirkungen, jetzt Klimawandel oder Klimawandel?

Speaker: insgesamt Probleme hat, weil er nicht entsprechend so gebaut ist, dass man ein gutes Wohnklima hat.

Speaker: Diese Dinge werden alle zusammengefasst erstmalig in dem Studiengang.

Speaker: den wir anbieten.

Speaker: Und ich hätte auch nicht so viele Ausbildungen und unterschiedliche Wege gehen müssen, verschlungene Wege, um quasi an der Stelle anzukommen, an der ich bin, hätte es immer schon den Studiengang gegeben.

Speaker: Ja, so ist es ja bei vielen Lebensläufen.

Speaker: Die, die mit den besonderen Qualifikationen laufen, halt nochmal eine Ehrenrunde.

Speaker: Das kennt man in der digitalen Kunstgeschichte, in Digital Humanities, eigentlich bei allen, wenn man sich so die Lebensläufe anschaut.

Speaker: Ist denn der Studiengang voraussetzungsfrei?

Speaker: Also kann ich da auch als Kunsthistorikerin reingehen oder brauche ich schon ein Informatikstudium?

Speaker: Der Studiengang ist für eine sehr heterogene Gruppe ausgelegt und auch speziell auf Wunsch meines Vorredners Stefan Hoppe haben wir uns angeschaut, inwieweit Kunstgeschichte da reinkommen können oder spezielle Voraussetzungen brauchen.

Speaker: Und natürlich kannst du auch in dem Studiengang dich bewerben und einschreiben,

Speaker: Du musst nur eine gewisse Liebe haben für die Digitalität, würde ich sagen, und die anwenden wollen.

Speaker: Aber der Studiengang nimmt auch auf.

Speaker: Ingenieure, Geografen, Vorstudium Informatik, Vorstudium Archäologie.

Speaker: Archäologie jetzt auch immer mehr im Bereich der bildgebenden Verfahren und Fernerkundung tätig.

Speaker: Was haben wir noch?

Speaker: Innenarchitektur, Architektur.

Speaker: Also wenn man auf unsere Webseite schaut, sieht man, dass schon 30 Studiengänge sind.

Speaker: aufgenommen werden und im Zweifelsfall können wir mit einem Motivationsschreiben auch entscheiden, ob der Studiengang

Speaker: der vorangegangen ist, entsprechend aufnahmefähig ist.

Speaker: Dann hoffe ich, dass ganz viele jetzt reinschnuppern und vielleicht dann in den Wahlbereichen sich das eine oder andere mit reinlegen, dass man sich qualifiziert für den Masterstudiengang.

Speaker: Weil ich glaube, also das, was du erzählst und das, was ich auch von euch verfolge, an Arbeit mangelt es euch nicht.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Danke dir, Mona, für die andere Perspektive.

Speaker: Jetzt auch nochmal den technischen Blick auf das Erfassen von Kunstwerken, von Räumen, von Decken.

Speaker: Also eben die Perspektive der digitalen Denkmalteknologie auf das Virtuelle in der Kunstgeschichte.

Speaker: Ganz herzlichen Dank, dass du mich eingeladen hast.

Speaker: Wir haben uns nun in dieser Folge an der Schnittstelle von Ingenieurswissenschaften, Informatik, Naturwissenschaften, Materialwissenschaften und Kunstgeschichte die technische Perspektive auf das Erfassen von Kulturgütern angesehen.

Speaker: Im Gespräch mit Mona Hess ist dabei deutlich geworden, wie hoch der Bedarf an Personen ist und in Zukunft sein wird, die genau in diesem Zwischenbereich,

Speaker: also zwischen den Fächern, Kompetenzen besitzen.

Speaker: Genügend Kunstwerke und Architekturen gibt es auf der Welt, die noch darauf warten, digital, dreidimensional und mit allen ihren Metadaten erfasst zu werden.

Speaker: Diese Folge war auch ein kleines Experiment und fällt in der Staffel ein wenig aus der Reihe.

Speaker: Lasst es mich wissen, wie euch der Perspektivwechsel als Ergänzung zur letzten Folge gefallen hat.

Speaker: Das geht über die Kommentarfunktion im Blog, auf ArtHistorikum, per Mail oder über die diversen Social Media Kanäle.

Speaker: Ich freue mich auf eure Rückmeldung.

Speaker: Diese Folge wurde von Jacqueline Klosig-Eckert produziert im Auftrag des Arbeitskreises Digitale Kunstgeschichte.

Speaker: Unterstützt wird sie dabei von der Redaktion der Arbeitskreismitglieder Peter Bell, Lisa Diekmann, Peggy Große, Waltraud von Pippich und Holger Siemann.

Speaker: Finanziert wird AdHistocast, der Podcast zur digitalen Kunstgeschichte von NFDI for Culture, dem Konsortium in der nationalen Forschungsdateninfrastruktur, das sich mit Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern befasst.

Speaker: Unterstützt wird AdHistocast durch den Deutschen Verband für Kunstgeschichte.

Speaker: Du hast noch eine Frage oder Anregungen?

Speaker: Kontaktiere uns einfach unter podcast.digitale-kunstgeschichte.de

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