Transcript
Speaker: Bauwende verstehen, der Podcast zur Bauwende von Hinrich und Dack.
Speaker: Jo, herzlich willkommen, liebe Hörerinnen, liebe Hörer, zur Episode Nummer 13.
Speaker: Heute dürfen wir den Moritz Reichert bei uns begrüßen von der Firma Lorenz Systeme.
Speaker: Da geht es um Strohmodulbau und da freue ich mich sehr auf dieses Gespräch.
Speaker: Wir hatten das Thema Stroh ja schon mal mit der Firma Icedraw und dem Marcel Burgstaller und diesmal geht es aber um die Außenwände und um das Dach.
Speaker: Bevor wir da jetzt aber gleich ins Gespräch einsteigen, wie immer mein kurzer Exkurs zum Thema Bitcoin und ich habe jetzt gerade überlegt, was könnte so der Anknüpfungspunkt sein?
Speaker: Also die These steht im Raum und ich stelle jetzt nur diese These im Raum, dass in einer Welt, in der wir einen Bitcoin-Standard hätten, die Firmen sich das schlicht und ergreifend nicht mehr leisten könnten, derartig viel Lobbyarbeit zu betreiben, dass sie die Regulierung zu ihren Gunsten beeinflussen können.
Speaker: Also darüber haben wir nämlich in vergangenen Folgen schon gesprochen, dass ja oft gute Bauprodukte Schwierigkeiten mit Zulassung haben,
Speaker: weil sie sich das vielleicht auch schlicht und ergreifend gar nicht so leisten können oder weil sie eben einfach nicht über so viel Geld verfügen wie sehr große Konzerne, die das vielleicht eben verfügbar haben, weil sie näher an der Geldquelle sitzen.
Speaker: Damit will ich es aber jetzt auch mal belasten.
Speaker: Alle Hörerinnen, die uns schon länger folgen, wissen, ich bin leidenschaftlicher Bitcoiner und fest davon überzeugt, dass Bitcoin ein Treiber der Bauwende sein kann, auch in diesem Kontext.
Speaker: Damit lassen wir es mal stehen und wir starten in das Gespräch.
Speaker: Herzlich willkommen.
Speaker: Hallo Dag, hallo Moritz.
Speaker: Ich freue mich auf das Gespräch.
Speaker: Und ja, Moritz, fangen wir gleich mit dir an.
Speaker: Wer bist du?
Speaker: Wie bist du dahin gekommen, wo du jetzt bist?
Speaker: Was hat dich dazu angetrieben?
Speaker: Wer ist die Firma Lorenz?
Speaker: Was bietet ihr an?
Speaker: Wir gehen doch mal los.
Speaker: Also, vielen Dank für die Einladung.
Speaker: Die Freude ist ganz meinerseits, dass ich heute mal hier was dazu beitragen darf.
Speaker: Wer bin ich?
Speaker: Wie kommt es dazu, dass ich das mache, was ich mache?
Speaker: Das ist natürlich, da müsste ich, da ist die Frage, wie weit soll ich da ausholen?
Speaker: Also ich hole gerne aus.
Speaker: Wir wollen ein ganz entspanntes Gespräch führen und ich finde es immer interessant, die Menschen dahinter zu kennen.
Speaker: Also insofern hole einfach aus.
Speaker: Okay, alles klar.
Speaker: Also ich heiße Moritz Reichert, bin 50 Jahre alt und bin in Karlsruhe geboren.
Speaker: Dann habe ich meine Kindheit und Jugend im Südschwarzwald verbracht und ich denke mal eine schöne, unbeschwerte Jugend da verlebt und später bin ich dann über verschiedene Etappen, also ich habe in Mannheim gelebt, mal habe da
Speaker: angefangen zu studieren und bin dann aber weitergezogen Richtung Berlin, weil da auch von mir ein guter Kumpel hingezogen ist, einfach auch deshalb.
Speaker: Und Mannheim fand ich damals auch ein bisschen zu klein.
Speaker: Und ja, so bin ich dort gelandet und dort haben wir
Speaker: Mitte der 90er Jahre habe ich dann mit meinem Kumpel aus dem Schwarzwald eine Baufirma gegründet und haben dort viel Holzbau gemacht und Altbausanierung.
Speaker: Was hast du denn studiert?
Speaker: Ich habe BWL studiert, das hatte damit aber gar nichts zu tun.
Speaker: Ich hatte BWL studiert und habe dann auch gemerkt, das ist auf jeden Fall nicht das Richtige, ich muss wieder praktisch was machen.
Speaker: Und ich hatte damals in Schwarzwald in einer Metallfachschule gelernt und dann bin ich aber zum Holzbau gekommen.
Speaker: Also mein Bruder ist Zimmermeister, mein Vater ist Architekt, wir sind schon so eine Baufirma und ich habe das dann auch quasi für mich entdeckt.
Speaker: Und ab da ging es eigentlich, mache ich seit jetzt weit über 20 Jahren Holzbau.
Speaker: Und wir hatten, wie gesagt, dort eine Firma.
Speaker: Wir haben dort Altbausanierung gemacht im Grunde.
Speaker: Da stand ja in Friedrichshain, da standen ganze Straßenzüge leer, die wurden neu saniert.
Speaker: Das haben wir immer gemacht mit verschiedenen Trupps und so.
Speaker: Das war eigentlich eine schöne Zeit dort damals.
Speaker: Und parallel dazu bin ich nach Polen aufs Land gezogen sozusagen, also von Berlin aus dann.
Speaker: hier in Niederschlesien, das ist hier im Dreiländereck, Deutschland, Polen, Tschechei in den Bergen, hatte ich mir damals so einen großen Bauernhof gekauft.
Speaker: Das gab es für unglaublich wenig Geld zu kaufen.
Speaker: Und ich habe mich hier sofort in die Gegend verliebt.
Speaker: Ich habe dann später auch gemerkt, dass meine Vorfahren väterlicherseits von hier kommen.
Speaker: Also mein Vater wurde nicht weit von hier geboren.
Speaker: Und ja, so war das.
Speaker: Und dann war hier Sommer, alles wunderbar, aber irgendwann kam dann auch der Winter.
Speaker: Und dann in so einem großen alten Bauernhaus, also das war jetzt eine Ruine, kann man sagen, da waren keine Fenster drin, da sind unten die Kühe quasi frei durchs Haus gelaufen.
Speaker: So wurde das hier betrieben seinerzeit.
Speaker: Und ja,
Speaker: Ja, dann muss man halt überlegen, was, wie kann man das, wie geht man sowas an?
Speaker: Und da kam ich dann zum Naturbau.
Speaker: Also ich bin dann das erste Mal auf so einen Lehmbaukurs vor vielen Jahren gegangen und habe dann gemerkt, okay, das ist geniales Material, mit dem kann man
Speaker: quasi nur mit Spaten bewaffnet kann man da anfangen zu bauen, weil man kann sich ein Loch in den Boden graben und dann anfangen, sein Baumaterial da zu schürfen, sozusagen.
Speaker: Und so ging das los, halt mit Lehm viel und das war eine Zeit, da wollte ich damals alles in Lehm machen und ja, dann ging das weiter, dann habe ich auch hier in der Gegend
Speaker: im Dreiländereck, also in der Lausitz, so historische Umgebindehäuser saniert.
Speaker: Das haben wir angefangen.
Speaker: Auch alles sozusagen ganz traditionell.
Speaker: Also Holz, Lehm, Stroh, natürliche Farben, Leinöl mit Ruß zum Beispiel.
Speaker: Also so ganz einfache Rezepte.
Speaker: Und ich war schon immer sehr begeistert von der
Speaker: wie man quasi mit dem Material, was man um sich herum hat, was einem die Natur bietet, kann man sehr gute, komfortable Gebäude errichten.
Speaker: Man muss nur wissen, wie.
Speaker: Und dieses Wissen ging eben verloren.
Speaker: Und
Speaker: Ich habe mich dafür begeistert und bis heute hat meine Begeisterung nicht nachgelassen.
Speaker: Ich denke, das ist das, was mich da antreibt, ständig weiterzumachen, nicht aufzugeben, weil das ist gar nicht so einfach in der momentanen Situation.
Speaker: Aber wir machen weiter und das ist auf jeden Fall wert,
Speaker: Dieses Wissen weiterzugeben, weil das tatsächlich, ich habe mir das über viele Jahre angeeignet und was ich so merke, ist es einfach auch verloren gegangen.
Speaker: Also wer jetzt heute Bauingenieur studiert, wir haben Bauingenieure angestellt, die haben mit Naturbau überhaupt nichts am Hut und kriegen das auch nicht in der...
Speaker: Universität vermittelt.
Speaker: Gibt es nicht.
Speaker: Also vielleicht jetzt langsam geht es los.
Speaker: Also du hast uns erzählt, wie so dein Werdegang ist, wie du zu deinem Hof gekommen bist und den saniert hast.
Speaker: Und jetzt würde mich interessieren, wie kam es dann zur Gründung der Firma Lorenz?
Speaker: Wie ist die Geschichte der Firma?
Speaker: Wie lange gibt es die eigentlich schon?
Speaker: Gut, okay.
Speaker: Die Firma Lorenz, die gibt es seit fünf Jahren inzwischen.
Speaker: Und die habe ich eben mit meinem Freund und inzwischen auch Geschäftspartner halt aus Schulzeiten sozusagen gegründet.
Speaker: Und das lief folgendermaßen.
Speaker: Also ich war seinerzeit in der Ukraine unterwegs, eben auch, um mir dort eine große Produktion von
Speaker: Strohholzmodulen anzuschauen und zwar war das bei bei Odessa, also bei Nikolaev da hatte ein Franzose, der Rafa Petit, der hatte dort so eine Produktion aufgebaut für meiner Meinung sehr interessante Strohholzmodule, die schon beidseitig mit Lehm verputzt sind und da war ich einige Male da in der Ukraine und
Speaker: war da richtig begeistert, dass das in so eine Richtung, in so eine industrielle Richtung ein bisschen geht.
Speaker: Also, dass man da große Elemente vorgefertigt herstellen kann und so weiter.
Speaker: Und dann habe ich eben in dem Rainer Bescheid gesagt, habe gesagt, komm, wir fahren da mal zusammen hin in die Ukraine, das musst du dir mal angucken.
Speaker: Und dann sind wir eben dort gewesen, haben uns das angeguckt und ja,
Speaker: sind dann nach vier Tagen wieder zurück geflogen und waren da wirklich begeistert und angetan.
Speaker: Wann war denn das?
Speaker: Das war 2018.
Speaker: 2018, okay.
Speaker: Also noch gar nicht so lang her, ja?
Speaker: Nein, noch gar nicht so lang her.
Speaker: Also
Speaker: Genau, Lorenz haben wir, wie gesagt, vor fünf Jahren gegründet.
Speaker: Meine andere Firma, mit der ich Strohbau mache, hier in Polen, die habe ich vor 14 Jahren gegründet.
Speaker: Also ich mache das schon eine Weile, aber Lorenz eben dann seit vor fünf Jahren.
Speaker: Und die andere Firma, die du hast, das ist auch Strohmodulbau?
Speaker: Ja, das ist auch Strohmodulbau.
Speaker: Die heißt Dobredom, also das ist eine polnische Firma, die heißt Gutes Haus, also Dobredom.
Speaker: Das liegt einfach daran, weil ich halt hier...
Speaker: lokal, also weil ich halt hier in Polen lebe und habe dann hier so ein kleines Baugeschäft gehabt, das habe ich immer noch und parallel dazu haben wir dann eben Lorenz gegründet, weil wir gesagt haben, ja gut, die Idee ist genial, so was braucht die Welt und deswegen gründen wir das und hoffen da, dass man das größer machen kann als nur so ein
Speaker: so eine kleine Ein-Mann-Bau-Bude sozusagen, die ich hier schon viele Jahre eben hatte.
Speaker: Also ich habe schon Angestellte, aber wir waren hier lokal unterwegs und haben hier Strohhäuser gebaut.
Speaker: So zwei, drei Strohhäuschen pro Jahr, im Prinzip schon zum Teil schlüsselfertig.
Speaker: Das machen wir ja heute nicht mehr mit Lorenz.
Speaker: Da fertigen wir nur noch die Bausätze sozusagen.
Speaker: Auf jeden Fall, um jetzt wieder zurückzukommen auf die Geschichte, wie das losging mit Lorenz.
Speaker: Wir sind auf dem Rückweg aus der Ukraine gekommen und haben gedacht, okay, super, das wollen wir jetzt nach Deutschland bringen.
Speaker: Am liebsten auch dieses System schon mit Putz beidseitig drauf und also schon weit vorgefertigte Elemente.
Speaker: Und dann haben wir gedacht, ja gut, wie nennen wir es?
Speaker: Also die Firma aus der Ukraine, die ist Rainbow Ecosystem, haben gemeint, das passt nicht, das können wir nicht machen.
Speaker: Wir brauchen einen anderen Namen.
Speaker: Und dann haben wir eben rumüberlegt und dann sagt der Rainer, ja gut, dein Uropa hatte doch so eine Firma schon hier damals in der Nähe, also in Niederschlesien, im heutigen Polen.
Speaker: Die haben Textilstoffe, die haben Wollstoffe hergestellt.
Speaker: Dann haben wir gesagt, dann nennen wir es Herr Lorenz, passt doch gut.
Speaker: Das ist ein Name, mit dem kann man vielleicht Qualität ein bisschen verbinden und so weiter.
Speaker: Kann man auch gut in Englisch aussprechen.
Speaker: Das machen wir.
Speaker: Und so ist es entstanden.
Speaker: Und dann sind wir nach Berlin zum DTB gegangen, Deutsches Institut für Bautechnik, und haben das begeistert vorgestellt, was wir hier Tolles mitbringen aus dem europäischen Ausland quasi.
Speaker: Dann haben die aber da schon Bedenken angemeldet, also dass das ja nicht geht.
Speaker: Das sei ein geschlossenes System, Zertifizierung, Probleme.
Speaker: Also die haben da Probleme gesehen, sehr viele.
Speaker: Und hohe Kosten und dass das alles lang geht, bis das da mal hier zum Rollen kommt.
Speaker: Und dann habe ich gesagt, ja gut, ich habe ja jetzt aber noch hier mein eigenes sozusagen System gebraucht.
Speaker: und habe dem das kurz vorgestellt, dort dem Herrn.
Speaker: Ich habe den Namen jetzt nicht mehr im Kopf.
Speaker: Und dann sagt er, ja, das könnt ihr ja machen, das ist überhaupt kein Problem.
Speaker: Und da fiel dann die Entscheidung, okay, wir machen nicht die beidseitig verputzten Elemente, sondern wir machen offene, einfach, ja, das ist Holzrahmen, das sind Holzrahmenkonstruktionen, Holzständerkonstruktionen, wo einfach Stroh reingepresst ist,
Speaker: Und das haben wir so weit entwickelt, dass das eigentlich gute Oberflächen hat, die man gut verputzen kann und so weiter.
Speaker: Eine gleichmäßige Preisdichte.
Speaker: Da hätte ich jetzt mal ein paar Fragen dazu.
Speaker: Also die erste Frage wäre, du hast berichtet, dass da erstmal Bedenken entgegen kamen.
Speaker: Also mir geht es ja so, dass ich dieses Thema, da werden wir auch nochmal eine eigene Folge drüber machen, dieses ganze Thema Regulierung, Zulassungen,
Speaker: allgemeine anerkannte Regeln der Technik und so weiter und bauaufsichtlich eingeführte Regeln, die es einzuhalten gilt, dass ich das ja bis heute nicht wirklich kapiere, wie das genau funktioniert.
Speaker: Also vom Prinzip her schon, aber was ist das Problem, wenn man so ein Produkt, wie ihr es habt, in den Markt bringen will?
Speaker: Also was für Hürden müssen da genommen werden?
Speaker: Ja, also das ist natürlich...
Speaker: Wenn man ein Bauprodukt auf den Markt bringen will, dann muss man da natürlich schon...
Speaker: gewisse Hürden nehmen, das würde ich jetzt mal so sagen.
Speaker: Und das wird einem da auch nicht leicht gemacht.
Speaker: Also wir sind da natürlich auch naiv rangegangen, haben gedacht, super, wir haben hier ein tolles Produkt, was CO2 speichert, was kompostierbar ist, was die Welt braucht.
Speaker: Da wird man doch mit offenen Armen empfangen.
Speaker: Das ist allerdings nicht der Fall, weil
Speaker: Da müssen wir, also da könnten wir jetzt lange darüber diskutieren, weil diese Bedenkenträger, die gibt es ja immer und überall und vor allem gibt es natürlich auch da eine gewisse Lobby, das muss einem absolut klar sein, also
Speaker: Man kann nicht einfach irgendwie seine eigenen Ideen verwirklichen und da sofort mit erfolgreich anmarkt.
Speaker: Das geht gar nicht.
Speaker: Also da werden auch dann jetzt wieder Bestimmungen im Holzbau verschärft.
Speaker: wo man eigentlich schon längst mal hätte sagen müssen, okay, das müssen wir jetzt eigentlich dann mal wissen, wie sowas geht.
Speaker: Da kommen jetzt wieder neue Gesetze raus, dass Holzbau nur dreigeschossig sein darf und so weiter und so fort.
Speaker: Und da fragt man sich natürlich, ja, warum kommt das?
Speaker: Weil jetzt ganz viele Holzgebäude plötzlich abbrennen und Leute umkommen oder an was liegt denn das?
Speaker: Das liegt aber meiner Meinung nach nicht daran, sondern das liegt halt einfach daran,
Speaker: dass das in so einer Form jetzt nicht unbedingt gern gesehen ist.
Speaker: Das ist schwieriger zu sagen.
Speaker: Ich würde da gerne mal ein bisschen dranbleiben.
Speaker: Es ist ja völlig klar, dass wir jetzt mal spekulieren.
Speaker: Wir wissen jetzt nicht genau, woran es wirklich liegt.
Speaker: Aber das ist ja das, worüber wir ja auch schon immer wieder reden.
Speaker: Also man fragt sich,
Speaker: Auf der einen Seite sagen alle, wir wollen deregulieren, entbürokratisieren, wir wollen das alles einfacher machen, wir erfinden sowas wie die Gebäudeklasse E, damit wir wieder alternativ bauen können und jetzt berichtest du, dass gerade genau das Gegenteil passiert.
Speaker: Also du berichtest davon, dass offenbar, also ich kannte das jetzt noch nicht.
Speaker: dass offenbar jetzt Regulierungen eingeführt werden, die einem das Leben, was das nachhaltige Bauen angeht, was den Holzbau angeht, noch schwieriger machen.
Speaker: Also jetzt würde mich schon mal interessieren, was da deine Spekulation ist.
Speaker: Warum wird sowas gemacht?
Speaker: Na ja gut, in der sächsischen Bauordnung zum Beispiel ist es jetzt so, dass man Dämmstoffe im Außenbereich, die müssen nicht brennbar, also die sollen nicht brennbar sein.
Speaker: Und was bleibt denn dann übrig?
Speaker: Also
Speaker: Das sind schon so Sachen, ich spekuliere natürlich, was ist da los?
Speaker: An was könnte es denn liegen?
Speaker: Also, das könnte tatsächlich daran liegen, dass die...
Speaker: Die Dämpfstoffindustrie sagt, wir können ja nicht alle dahergelaufenen Leute hier machen lassen, was sie wollen.
Speaker: Die können ja nicht Stroh an die Wand dübeln und das dann verputzen.
Speaker: Das brennt auch, das kann schemeln und dies und jenes.
Speaker: Und das wird einem dann nicht...
Speaker: Habe ich so den Eindruck, das wird einem dann nicht einfach gemacht.
Speaker: Also dann jetzt nochmal umgekehrt gefragt, also bei Lehm leuchtet es mir ja so ein, ja, ich kenne mich mit Sto noch zu wenig aus.
Speaker: Vielleicht kann man dazu den Eigenschaften jetzt auch nochmal was berichten.
Speaker: Dax, sag du doch bitte mal was.
Speaker: Ich kann gerne was sagen.
Speaker: Also mir liegt es auch schon wieder auf der Zunge, weil ich bin etwas erstaunt über die Vorsicht in eurer Formulierung.
Speaker: Also das liegt doch alles ganz klar auf der Hand, Anges.
Speaker: Also das, was auf der einen Seite gesagt wird, was auch vermeintlich gesellschaftlicher Konsens ist, ist genau das Gegenteil von dem, was unser Systemkonsens ist.
Speaker: Unser System ist ein linear verbrauchendes Wirtschaftswachstum.
Speaker: Und dieses System funktioniert wunderbar.
Speaker: Es befeuert sich selber.
Speaker: Und jeder, der in irgendeiner Form aus diesem System raus will, ist ein Störfaktor.
Speaker: Und das bist du, Moritz, genauso wie ich.
Speaker: So, Ende.
Speaker: Und man kann sich einfach anschauen, wie es auch in anderen Ländern funktioniert.
Speaker: Also ich meine, das komprimierte Stroh, welches innen mit Lehm und außen mit Kalk verputzt ist, nicht brennt, sondern aufgrund diverser Brandversuche, nachgewiesener Brandversuche, ein F90 hat, ist
Speaker: Das wissen wir doch alle.
Speaker: Das ist da nichts Neues.
Speaker: Aber wenn jemand wie du daherkommt und ein fertiges Strohholzmodul mit der ersten Lage Putz an den Markt bringen will, dann bringst du ein System an den Markt.
Speaker: Und zwar, und das ist dein ganz großer Fehler in dieser Systematik, du bringst ein System an den Markt,
Speaker: was fast keinen einzigen Baustoff hat, der eine Zulassung hat.
Speaker: Es gibt ja genügend Systeme.
Speaker: Guck dir einen Fertighausanbieter an, guck dir die ganzen Holzbauer an, egal wie sie da alle heißen, ob das Max-Haus ist, ob es das B&O ist oder wer auch immer, die gerade alle, also auch rund um Berlin, wie die Pilze aus dem Boden schießen.
Speaker: Die nehmen ausschließlich, also die machen auch nicht unbedingt ein fertiges System, die bieten dir aber einen unheimlich hohen Vorfertigungsgrad an aus Materialien, die jeweils zugelassen sind.
Speaker: KVH ist zugelassen, Mineralwolle ist zugelassen und eine Riegelplatte ist auch zugelassen.
Speaker: Die nehmen also das ganze Spektrum dessen, was im Bestandssystem funktioniert, setzen das zusammen, tackern das in ihren Fertigungsstraßen vor und Schluss ist.
Speaker: Und du musst eigentlich, wenn du da hinkommen willst, erstmal für alle Bestandteile, für alle Materialien, die du da drin hast, eine Zulassung erwirken.
Speaker: Ja gut.
Speaker: Das kostet Zeit und Geld und das hast du alles nicht.
Speaker: Okay, also gut.
Speaker: Danke, danke.
Speaker: Vielleicht sage ich das manchmal ein bisschen vorsichtig, allerdings beruht es schon auf einiger Erfahrung, die ich jetzt gesammelt habe.
Speaker: Und jetzt nochmal zu den Zulassungen, die haben wir ja alle.
Speaker: Wir haben ja BSH zugelassenes, da machen wir unsere 34er Wände draus.
Speaker: Dann haben wir zugelassenes Baustroh zertifiziertes, dann haben wir zertifizierte Schrauben,
Speaker: Das sind drei, sagen wir mal, Grundmaterialien, die sind alle zugelassen, zertifiziert und die setzen wir zusammen zu unseren Modulen.
Speaker: Und was du sagst mit der höheren Vorfertigung, was Holzbaubetriebe machen oder es wird wahnsinnig viel mit Holzwolle und mit Holzweichfaserplatten gearbeitet,
Speaker: was meiner Meinung nach ein gutes industrielles Produkt ist, aber das hat halt auch eine relativ schlechte EPD, also Environmental Product Declaration, da haben wir natürlich eine wesentlich bessere und das ist genau der Grund, warum wir eigentlich immer denken, ja gut, jetzt könnte es ja dann langsam mal losgehen.
Speaker: Wir sind eingeladen zu allen möglichen Veranstaltungen,
Speaker: zu irgendwelchen abendlichen Dineas, wo auch Politiker, Lokalpolitiker sind und so und alle, mit denen wir darüber reden, die finden das so wunderbar.
Speaker: Das sind überhaupt keine Fachleute vom Bau, aber die finden einfach, dass wir was Stroh, das finden die wunderbar und man wird gelobt.
Speaker: Endlich ist jemand da, der das macht.
Speaker: Ja gut, aber die bestellen ja nicht.
Speaker: Die gehen dann wieder weg und dann, ja, die haben das mal gehört, haben da ein bisschen Lob ausgesprochen, das war's.
Speaker: Also wir waren an der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises, waren wir als Finalisten dabei und so weiter und so fort, mit Film hier mit Olaf Scholz, alles wunderbar, aber es passiert dafür meiner Meinung nach zu wenig.
Speaker: Die Frage ist, liegt es an uns,
Speaker: liegt das an uns, weil wir einfach ein zu schwaches Produkt haben.
Speaker: Ich sage auch immer, also, weil ich komme aus der Praxis und ich sage auch immer zum Rainer, der ist Geschäftsführer und der kommt aus einer etwas anderen Branche, der kommt aus der Solarbranche, da läuft die Sache ein klein bisschen anders.
Speaker: Baubranche ist ja komplexer und ich sage auch immer, du, vielleicht müssen wir noch mehr bieten.
Speaker: Vor allem müssten wir am besten alles aus einer Hand bieten und so weiter und so fort.
Speaker: Und dann sagt er, ja gut, aber wir sind doch nur Baustoffhersteller.
Speaker: Aber wir sind auch nicht nur Baustoffhersteller, weil ein Baustoffhersteller, der macht meinetwegen, weiß ich, irgendeinen Ziegel oder einen E-Ton-Ziegel oder was.
Speaker: Und das ist eine Maschine, die läuft 24-7 durch und da kommt hinten das genormte Teil raus, was immer gleich ist.
Speaker: Und das machen wir nicht, weil wir bieten ja, es kann jeder Architekt zu uns kommen oder jeder Bauherr kann zu uns kommen und der kriegt quasi einen Bausatz von seinem Gebäude von uns gefertigt, das er danach zusammensetzt auf der Baustelle.
Speaker: Aber das ist noch gar kein fertiges Haus, dazu braucht es noch einen Haufen Zeug.
Speaker: Ja, aber Moritz, bleib doch mal, bleib doch mal.
Speaker: Ich warte jetzt mal drauf, dass du die Frage von Hinrich beantwortest, weil wenn du es nicht machst, dann mache ich es und dann wird es schmerzhaft.
Speaker: Also die Frage von Hinrich war, woran liegt es?
Speaker: Warum passiert es nicht?
Speaker: Und wie ist die Antwort?
Speaker: Das würde ich jetzt gerne mal von dir wissen.
Speaker: Was denkst du, wie die Antwort ist?
Speaker: Wir müssen es aus einer Hand liefern.
Speaker: Nö, dann passiert euch genau das Gleiche wie bisher.
Speaker: Soll ich dir sagen, woran es liegt?
Speaker: Ja, bitte gerne.
Speaker: Es liegt an Leuten wie Hinrich.
Speaker: Es liegt genau an den Planern, die immer wieder vor ihren Auftraggebern einbrechen.
Speaker: Wenn sie genug Rückgrat hätten, dann würden sie nämlich, wenn die Auftraggeber sagen, nö, wir machen das nicht, wir bauen so wie immer,
Speaker: Spätestens dann würden Sie als Planer sagen, nö, wir machen das nicht, weil wir werden nicht uns daran beteiligen, dass wir die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder zerstören.
Speaker: Und Sie würden nicht weiterbauen in Stahlbeton und Regips und mit Tiefgaragen und so weiter.
Speaker: Was Sie immer wieder tun, was alle Architekten tun, was alle Ingenieure tun, die sich da toll hinstellen und sagen, nö, wir sind aber nachhaltig und wir finden es ganz toll.
Speaker: Sag mir doch mal einen,
Speaker: von denen, die die großen Büros haben, die die großen Projekte machen, die genug Rückgrat haben, einfach zu sagen, nein, wir machen bei diesem Mist nicht mehr mit.
Speaker: Sie wissen alle, sie wissen alle ganz genau, wie es geht.
Speaker: Und sie wissen auch alle ganz genau, dass man es machen kann.
Speaker: Und trotzdem kommt dann immer wieder die Argumentation, ja, die Wohnungsbaugenossenschaft oder die DIN oder dieser oder jener hat uns gesagt, wir machen jetzt mal so wie immer.
Speaker: Und weil ich ja ein Büro habe mit 10, 20, 50, 100 Leuten, machen wir da jetzt mit.
Speaker: Ja, lieber Dach.
Speaker: Ja, kompromisslos ist gut, ändere ich nur auch nichts.
Speaker: Also dann baue ich halt Einfamilienhäuser oder habe keine Aufträge und komme nicht weiter.
Speaker: Unser Ziel ist es, dass wir das in unser System reinkriegen, dass wir das damit schaffen.
Speaker: Und es verändert sich auch.
Speaker: Natürlich ist das Änderungstempo.
Speaker: Ganz klar ist es langsamer, überhaupt keine Frage.
Speaker: Und da habe ich schon eine Frage.
Speaker: Also für mich sind die Hürden, klar, zum einen der Bauherr, aber nicht nur.
Speaker: Wir haben durchaus Bauherren, die sich da, glaube ich, offen für zeigen werden.
Speaker: Also wir haben gerade so eine Projektanfrage.
Speaker: Und da kommt dieses Thema alles aus einer Hand oder welches Modell könnt ihr anbieten, spielt das schon mal eine Rolle.
Speaker: Also was ich ja super interessant finde, ist die Vorfertigung.
Speaker: Also dieser Bauherr hätte wahrscheinlich am liebsten einen GU, den man dann sagt, wir planen das und dann nimmst du der GU und macht das schlüsselfertig und stellt es hin.
Speaker: Könnte so eine Variante sein.
Speaker: Aber da haben wir eben auch gelernt, diesen GU, der dann diese Qualitäten umsetzt, die wir haben wollen, den gibt es halt nicht.
Speaker: Deswegen würde mich jetzt interessieren, wie ist denn das optimale Prozedere, dass man die Vorteile, die dieses modulare Bauen oder serielle Bauen ja hat, nämlich das Tempo und die Vorfertigung, wie kriegen wir das im Zusammenspiel dann mit trotzdem Einzelgewerkvergabe hin?
Speaker: Und wie können wir diese Qualitäten, die wir haben wollen, auch tatsächlich sichern?
Speaker: Was ist da ein gutes Modell?
Speaker: Weil das ist für uns schon so ein bisschen ein Rätselraten, insbesondere auch bei größeren Bauvorhaben.
Speaker: Also beim Einfamilienhaus ist das alles gar kein Thema.
Speaker: Das ist doch ganz einfach.
Speaker: Du musst es einfach machen.
Speaker: Ich höre das schon wieder.
Speaker: Jeder spielt immer den Ball zum anderen.
Speaker: Wir haben einen Bauherrn, der ist dafür offen.
Speaker: Aber der will einen Generalübernehmer.
Speaker: Den gibt es nicht.
Speaker: Wie machen wir das?
Speaker: Also jetzt ist nicht der Bauherr schuld,
Speaker: Und jetzt ist auch nicht das DBT schuld.
Speaker: Jetzt ist die Tatsache, dass es keinen Generalübernehmer gibt schuld.
Speaker: Ich rede noch, wir reden noch gar nicht von Schuld, sondern wir reden von der Frage, wie wir es machen.
Speaker: Sag ich doch, mach es doch einfach.
Speaker: Wie willst du es einfach machen?
Speaker: Ganz einfach, wenn der Bauherr sagt, ich will das so und so haben, also er will mit Riegebsplatten oder was auch immer, sagst du, nein, mache ich nicht, ich mache es mit Strohpanel.
Speaker: Das ist doch ganz einfach.
Speaker: Aber nein, ihr lasst euch immer wieder auf die Forderungen ein, die die Forderungen des alten Systems herstellen.
Speaker: Es gibt kein richtig im Falschen.
Speaker: Das ist nicht existent.
Speaker: Und guck dir das mal an.
Speaker: Also guck dir mal die Baubranche an.
Speaker: Es gibt Leute wie Lorenz Systeme.
Speaker: Es gibt Leute wie uns.
Speaker: Es gibt Leute wie Hanfhaus oder was auch immer.
Speaker: Das sind all diejenigen, die was machen.
Speaker: Die haben was vorzuweisen.
Speaker: Die sind alle entweder schon konkursiert.
Speaker: oder sie sind kurz davor.
Speaker: Und dann gibt es solche Leute wie Gropius oder sowas, die den nachhaltigen Holzbau machen wollen.
Speaker: Die sammeln eine Riesenkohle am Risikokapitalmarkt ein.
Speaker: Die schmeißen mit ihren Millionen durch die Gegend, um irgendwelche Konzepte zu entwickeln und zu genau den Abenden zu gehen, von denen Moritz bisher gesprochen hat.
Speaker: Aber die haben noch nicht eine einzige Hütte gebaut.
Speaker: Nichts.
Speaker: Und die Leute, die dann irgendwann mal in Polen irgendeinen Bauernhof restauriert haben oder mal Stroh vom Feld geholt haben, die haben nicht die Kohle, um das Ding weiter am Laufen zu halten.
Speaker: Weil die Leute, die die Kohle haben, einfach sagen, wir machen weiter so wie bisher.
Speaker: Also, mal ganz kurz.
Speaker: Das mag schon so sein.
Speaker: Wenn man natürlich im Geld schwimmen würde, hätten wir da andere Möglichkeiten.
Speaker: Allerdings ist es auch nicht so, dass wir jetzt, wir haben jetzt, weiß ich nicht, fast eine Million Euro ausgegeben, um unsere Firma Lorenz zumindest marketingmäßig so aufzustellen, dass das
Speaker: dass das was wird und da gibt es auch Feedback.
Speaker: Wir haben ja auch Feedback.
Speaker: Nur, da müssen ganz viele Sachen parallel entwickelt werden.
Speaker: Es muss technisch geguckt werden, dafür bin ich zuständig.
Speaker: Da sehe ich auch wahnsinnig viel Luft nach oben, was man da alles machen kann, obwohl es eigentlich banal einfach ist.
Speaker: Du presst das Stroh zwischen die Holzständer und dann verputzt es.
Speaker: Und zwar auf der Baustelle.
Speaker: Du hattest, Hinrich, du hattest gefragt, ja, was müsste man denn machen, dass das was wird, ja?
Speaker: Das braucht dafür Leute, die das wollen, das ist klar.
Speaker: Und das gibt es meiner Meinung nach aber immer mehr, zumindest Leute, die sich interessieren.
Speaker: Also wir haben jetzt einen Bauträger, da bin ich mir relativ sicher, der ein absolut offenes Ohr dafür hat.
Speaker: Und dem ist halt wichtig...
Speaker: Der ist Bauträger, ja, also dem müssen wir erstmal klar machen, dass diese ganzen Gewährleistungsthemen, die ein Bauträger eben nun mal hat, da muss er safe sein, da muss er sich sicher fühlen können.
Speaker: Und dann geht es eben natürlich darum, dass dieses Gebäude effizient erstellt wird, sage ich mal.
Speaker: Und jetzt einfach mal, weil an die Zielgruppe wollt ihr euch ja auch richten.
Speaker: Ihr wollt euch ja nicht nur an die Einfamilienhausbauer richten.
Speaker: Wir wollen das jetzt so machen.
Speaker: Wir werden das auch hinkriegen.
Speaker: Ich halte das jetzt auch für absolut machbar, nur um das nochmal gesagt zu haben.
Speaker: Wir sind da dran.
Speaker: Trotzdem würde mich jetzt interessieren, wie können wir das jetzt, es muss ja auch noch ein Wettbewerb da sein.
Speaker: Das heißt, wie würdest du da jetzt vorgehen aus Sicht dieses Bauherren?
Speaker: Du meinst nicht?
Speaker: Wie würde ich vorgehen, wenn ich jetzt mit dem Bauherrn im Gespräch wäre?
Speaker: Stell dir vor, du bist dieser Bauträger, du hast noch nie mit Stroh gebaut und jetzt willst du, dass deine Hütte mal so mit Stroh gebaut wird.
Speaker: Und du willst aber trotzdem diese Sicherheiten haben, die du brauchst.
Speaker: Was sind die Sicherheiten, die du brauchst?
Speaker: Es gibt keine Sicherheiten.
Speaker: Also, halt mal, halt mal, ich finde, da sollten wir erstmal einhaken.
Speaker: Was soll dieses ewige Sicherheitsgewäsch?
Speaker: Das gibt es nicht.
Speaker: Wenn überhaupt, dann gibt es eine Versicherung, aber es gibt keine Sicherheit.
Speaker: Weil das haben wir doch nun, also entschuldige, Hinrich, aber das müsstest auch du gelernt haben in deiner Tätigkeit als Architekt.
Speaker: Es gibt keine Sicherheit.
Speaker: Und das, was dir immer erzählt wird, dass der Keller dicht ist oder die Silikonfuge nicht schimmelt oder was auch immer, ist doch alles Märchen.
Speaker: Das ist nicht der Fall und es wird auch nie der Fall sein.
Speaker: Es geht nur darum, dass es versichert ist.
Speaker: Das heißt also, du hast irgendetwas, wo du irgendeinen Vertrag hast und irgendeine Unterschrift, wo du dann darauf hoffst, dass wenn es kaputt geht, irgendjemand anders für einspringt, weil er das Risiko übernommen hat.
Speaker: Und wenn er das Risiko nicht übernehmen will...
Speaker: Na ja, ist doch so.
Speaker: Also ich meine... Also, Dag, mal ganz kurz.
Speaker: Also ich muss es jetzt einfach mal so sagen.
Speaker: Jetzt lass uns mal bitte in diesem Podcast konstruktiv bleiben.
Speaker: Es geht jetzt nicht, also mir ist deine Haltung ja klar, ich kenne sie.
Speaker: Ich kenne deine Haltung.
Speaker: Mir geht es jetzt aber um die Frage, ich will, dass dieses Haus in Stroh-Modulbau am besten gebaut wird.
Speaker: Ja, dann mach's doch.
Speaker: Welche Schritte?
Speaker: Und es ist ein Bauträger, ja?
Speaker: Und dieser Bauträger hat bestimmte Anforderungen.
Speaker: Darum geht's.
Speaker: Welche?
Speaker: Welche?
Speaker: Du kennst doch die Antworten eines Bauträgers.
Speaker: Jetzt, Buritz, du bist dran.
Speaker: Jetzt mal hier, Dark.
Speaker: Das ist ja so, was will der Mensch haben, der jetzt ein Haus baut?
Speaker: Also wenn ich jetzt ein Haus bauen würde, dann erwarte ich von dem Haus, dass ich da bis an meinem Lebensende komfortabel, schön, da riecht es gut, da ist alles wunderbar, da tropft es mir nicht durchs Dach, da will ich wohnen können.
Speaker: Ich bin inzwischen ein großer Freund von Sachen, die lange halten.
Speaker: Und so muss das gemacht sein.
Speaker: Das muss einfach sein.
Speaker: Und so was kann so ein Strohholz-Lehm-Haus mit einem keramischen Dach drauf, was gut ist.
Speaker: Das kann das.
Speaker: Das hält lange, lange, lange.
Speaker: Also das Älteste in Europa ist jetzt 102 Jahre alt und da ist noch keine Veränderung festzustellen.
Speaker: Also ich habe so einen Strohballen gesehen da in der Wand, der ist hinter so einer Glasscheibe.
Speaker: der ist 102 Jahre alt, ja, der sieht genauso aus wie meine frischen, die ich jeden Tag verarbeite.
Speaker: Da ändert sich nichts.
Speaker: Das funktioniert.
Speaker: Und das will ja der Bauherr haben.
Speaker: Der will ja was haben.
Speaker: Ich meine, wir reden hier, das finden wir jetzt alles hier los.
Speaker: Ihr redet um den heißen Brei.
Speaker: Hinrich sagt, der Bauherr hat Anforderungen.
Speaker: Ich sage, welche?
Speaker: Daraufhin sagst du, jetzt spring ich mal ein.
Speaker: Und du sagst dann, das werden wohl die Anforderungen des Bauherrn sein.
Speaker: Sag doch einfach, was die Anforderungen sind.
Speaker: Natürlich.
Speaker: Die Anforderungen eines Bauträgers, ich dachte, du kennst sie, ist, er hat fünf Jahre Gewährleistung.
Speaker: Und wir kennen das von den Bauträgern, dass die, die wollen diese fünf Jahre überstehen.
Speaker: Und es ist so, dass zehn Prozent der Käufer, die kommen innerhalb von diesen fünf Jahren und klagen, weil sie eben Geld sparen wollen.
Speaker: Und deswegen...
Speaker: muss man diese Sorge thematisieren und damit umgehen.
Speaker: Jetzt kannst du sagen, ich baue nicht für Bauträger, aber das kommt für mich nicht infrage.
Speaker: Wieso?
Speaker: Deswegen geht es darum...
Speaker: Was soll das?
Speaker: Also fünf Jahre Gewährleistung.
Speaker: Entschuldige bitte, wenn ich das nicht leisten kann als Architekt, dann kannst du vielleicht irgendwie, dann solltest du wirklich aufhören.
Speaker: Das ist doch keine Anforderung.
Speaker: Das ist eine absolute Selbstverständlichkeit.
Speaker: Wir reden hier, wie Moritz gerade gesagt hat, von 100 Jahren, 150 oder 200 Jahren und du kommst mit fünf Jahren um die Ecke.
Speaker: Was soll denn der Blödsinn?
Speaker: Ich glaube, du hast noch nie für einen Bauträger gebaut.
Speaker: Was soll denn dieser Unsinn?
Speaker: Ich kann doch fünf, also andersrum.
Speaker: Du darfst als Architekt gar nicht tätig sein, wenn du nicht in der Lage bist, eine solche Sicherheit herzustellen als Planer.
Speaker: Mir geht es darum, wir wollen über Holzstroh-Module reden und wir wollen darüber reden, wie kriegen wir sie in den Markt rein, wie nehmen wir einen Bauträger, wie nehmen wir die Kunden mit.
Speaker: Das ist beim Einfamilienhaus kein Thema, weil da habe ich einen Bauherrn, wenn er Bock drauf hat, dann kann er machen, was er will.
Speaker: Das ist beim Bauträger anders, das ist bei einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft anders und so weiter, weil die im anderen Konstrukt sind.
Speaker: Da kann ich sagen...
Speaker: ja, ich baue nicht für die, weil die wollen das nicht.
Speaker: Also das ist DAX-Methode, deswegen baut er auch nicht für die.
Speaker: Wir planen für die und wir denken darüber nach, wie bringen wir diese Themen bei den Bauherren rein?
Speaker: Mit welchen Ängsten müssen wir dort umgehen und wie können wir diesen Ängsten begegnen?
Speaker: Und deswegen hören wir jetzt mal vielleicht an dem Punkt damit auf, was für Gewährleistungsfristen die hat, sondern versuchen wir mal, das Produkt nochmal darzustellen.
Speaker: Wo sind diese Vorteile dieses Produkts?
Speaker: Wir haben das Thema Langlebigkeit besprochen, aber es geht ja auch noch, ich sage mal, Stroh.
Speaker: Berichte mal ein bisschen
Speaker: darüber, was Stroh für Vorteile mit sich bringt, auch als gutes Bauprodukt.
Speaker: Ja, ich beschäftige mich ja täglich mit Stroh und das ist, sagen wir mal so, das ist kein einfaches Bauprodukt, weil es einfach und das ist, und hier kann man wieder schön anknüpfen, zum Beispiel Holzweichfaserprodukte ist auch ein Begriff.
Speaker: Und da ist der, das ist ja auch aus natürlichem Zellstoff und so weiter, aber da ist der natürliche Zellstoff in solche Kleinteile zerlegt,
Speaker: also ganz kleine Faserstücken, dass man dann ein homogenes Produkt herstellen kann.
Speaker: Und das ist eben beim Stroh etwas anders.
Speaker: Also das ist auch, man muss sich vorstellen, da hat man Strohhalme und die werden zum Ballen gepresst.
Speaker: Das ist nicht so ein ganz homogenes Produkt und das macht es natürlich auch schwierig.
Speaker: Da braucht man viel Erfahrung, dass man sagen kann, das Stroh kann man verwenden, das Stroh kann man nicht verwenden.
Speaker: Und das Stroh an sich, das ist das Interessante daran, dass das ganz wenig Energie in der Herstellung braucht.
Speaker: Also das Stroh wächst auf dem Acker, bindet CO2 und so weiter.
Speaker: Dann wird es mit Maschinen verarbeitet, ist quasi ein Beiprodukt der Landwirtschaft.
Speaker: Und das können wir aber direkt so, wie es vom Acker kommt, können wir das direkt einsetzen.
Speaker: als Baustoff.
Speaker: Man muss wissen wie und was.
Speaker: Es gibt einige Qualitätsanforderungen, die wir haben.
Speaker: Also es muss einmal trocken sein, dann darf es nicht schimmlig sein.
Speaker: Und es muss eine gewisse Länge noch haben, der Halm.
Speaker: Einfach, dass da noch Luft drin gebunden ist.
Speaker: Dann muss es dicht verpresst sein.
Speaker: Also wir arbeiten damit 115 Kilo pro Kubikmeter.
Speaker: Und dann hat es sehr gute Dämmeigenschaften.
Speaker: Also das hat einen Lambda-Wert von 0,049.
Speaker: Das ist jetzt nicht ganz so gut wie Styropor zum Beispiel.
Speaker: Hat aber dafür andere Vorteile, und zwar sommerlichen Hitzeschutz.
Speaker: Der ist da wesentlich besser, weil das halt eine Wärmespeicherfähigkeit hat, das Stroh.
Speaker: Und dann gibt es die Phasenverschiebung, das heißt, wenn da die Hitze draufknallt, dann kommt die erst am Abend nach zwölf Stunden ins Bauwerk und schlägt nicht so schnell durch, wie zum Beispiel bei Mineralwolle oder halt Polystyrol oder so.
Speaker: Und das sind zum Beispiel die Vorteile von Stroh.
Speaker: Aber das eigentliche, also jetzt sagen wir mal die technischen Vorteile, aber das Eigentliche, was mich daran begeistert immer wieder, ist,
Speaker: Wenn ich zum Beispiel mir Nachrichten anhöre, keine Ahnung, ich mache Deutschlandfunk oder irgendwas an, da geht es entweder um Krieg oder es geht um Klimakatastrophe.
Speaker: Und da wird einem nur erzählt, wir stoßen zu viel CO2 aus, wir machen alles kaputt, es muss unbedingt anders werden, weil sonst ist jetzt bald Schicht im Schacht.
Speaker: Und darauf haben wir eine Antwort.
Speaker: Wir speichern in jedem Quadratmeter von unserem DD34 Modul 62 Kilo CO2 auf die Lebenszeit von dem Ding ein.
Speaker: Ja, ich meine, das ist das Top.
Speaker: Und genau das ist meiner Meinung nach...
Speaker: Abgesehen von den ganzen wunderbaren Eigenschaften wie diffusionsoffen, man fühlt sich da drin wohl, das ist natürlich und so weiter, ist das meiner Meinung nach der entscheidende Punkt.
Speaker: Ja, Moritz, das ist da genau der Punkt.
Speaker: Also mit Verlaub, vielleicht ist das für Leute, die hier das erste Mal hören oder so, ist das neu.
Speaker: Aber all das, was du erzählt hast, sind Grundweisheiten.
Speaker: Das weiß jeder, der mit Stroh gebaut hat.
Speaker: Und wir kommen kein Stück weiter in der Fragestellung von Hinrich.
Speaker: Wie kriege ich den Bauträger dazu?
Speaker: Und all das...
Speaker: Die Fakten, die auf dem Tisch liegen, die seit Jahrzehnten, teilweise seit Jahrhunderten nachweislich bewiesen sind und funktionieren, führen nicht dazu, dass ich den Bauträger überzeugt kriege.
Speaker: also was ist es es kann nicht das sein dass der das nicht weiß es ist ausschließlich die sache dass er leute findet die immer wieder in der alten systematik arbeiten und es ist die tatsache dass es schlichtweg nicht glaubt so wer kann daran etwas ändern es sind ausschließlich die planer wenn ich fakten auf den tisch lege die ich nachweisen kann anhand von projekten die es gibt
Speaker: Und wenn ich es nachweisen kann anhand von Studien, von nachweislich seriösen wissenschaftlichen Studien und der macht es trotzdem nicht, dann muss es einen Grund geben, warum er ihn nicht macht.
Speaker: Und das hat Hinrich bisher nicht gesagt, wie die Anforderungen sind.
Speaker: Er kam mit einer Gewährleistung von über fünf Jahre, da lache ich mich tot drüber.
Speaker: Weil wenn ich so planen würde, dass meine Sachen fünf Jahre halten würden, dann wäre ich spätestens nach fünf Jahren nicht mehr in meinem Beruf tätig.
Speaker: Also muss es was anderes sein?
Speaker: Und genau danach frage ich.
Speaker: Das ist genau der Punkt.
Speaker: Was will der von dir, was du ihm nicht geben kannst?
Speaker: Den wen fragst du jetzt?
Speaker: Ich sage jetzt mal was dazu.
Speaker: Ja, also lass mal Mose machen, dann reagiere ich da mal drauf.
Speaker: Okay, ich sage jetzt trotzdem was dafür.
Speaker: Also...
Speaker: Es ist ja nicht so, dass die Bauträger das nicht wollen.
Speaker: Wir führen hier mehrere Diskussionen mit größeren Projekten.
Speaker: Es geht um Dreigeschosser mit 15 Wohneinheiten.
Speaker: Das ist alles schon Thema.
Speaker: Dann sind es hier aus der Gegend auch
Speaker: Wohnungsbaugesellschaften, die wollen sowas haben oder die sind dafür offen.
Speaker: Und dann braucht es tatsächlich, wie du sagst, dann braucht es die Fachleute, also die Planer, die sagen, die brauchen einen gewissen Mut, weil es tatsächlich was Neues ist.
Speaker: Die müssen sagen, okay, wir machen das jetzt.
Speaker: Ich glaube, meine Erfahrung in der Baubranche, die habe ich da nicht mit den Materialien, aber eben weil ich es anders gelernt habe, weil es konventionell gebaut wird.
Speaker: Aber wenn ich historisch mir mal angucke, wie viele Tausende von Jahren die Menschen ja auch schon in Gebäuden gelebt haben, die natürlich gebaut worden sind, ja das muss doch funktionieren.
Speaker: Und genau den Mut muss man haben, dass man sagt, okay, das übersetzen wir jetzt auf sozusagen heute mit der ganzen Technologie, die wir haben, Ab und Zentrum, was weiß ich, das kann ja alles sein, da sind wir ja offen dafür.
Speaker: Und dass das richtig reibungslos läuft und man muss da auch zusammenarbeiten.
Speaker: Die Leute fragen mich auch oft als Fachmann, ich habe auch auf viele Sachen nicht wirklich eine Antwort.
Speaker: Du hast da wahrscheinlich tatsächlich mit ganz verschiedensten Materialien noch mehr Erfahrung.
Speaker: Und das geht alles, das weißt du, du traust dich da auch, aber das muss passieren, dass die Leute und uns, es muss natürlich wirklich professionell sein, das ist richtig.
Speaker: Aber du unterstützt doch meine Aussage, du hast ja eben genau das gleiche gesagt.
Speaker: Ja natürlich, ich habe ja auch nichts gegen deine Aussage.
Speaker: Also legt es an den Planern.
Speaker: Also wir müssen ja nochmal kurz, ich hole jetzt nochmal kurz ab, also wir sind ja hier in einem Podcast, Bauwende verstehen.
Speaker: Der Appell von Duck, den er immer wieder holt und der sicher auch richtig ist, ist, er sagt, Planer, kriegt den Arsch hoch, seid mutig und macht einfach.
Speaker: So weit, so gut.
Speaker: Oder geht pleite, weil ihr keine Aufträge habt.
Speaker: Das ist die Kehrseite der Medaille.
Speaker: Und er sagt, lieber pleite gehen, als an dem System mitwirken.
Speaker: So, das ist verstanden und ich habe da eine etwas andere Haltung als du.
Speaker: Also ich sage, unser Weg ist nicht so, dass wir pleite gehen, sondern wir wollen diesen Weg trotzdem schaffen.
Speaker: Du bezweifelst, dass es funktioniert.
Speaker: Ich glaube, dass es funktionieren kann, weil ich merke, dass sich da Veränderungen ergeben.
Speaker: Und es hapert bei uns überhaupt nicht daran, dass wir das machen wollen.
Speaker: Wir wollen es machen und wir haben jetzt wahrscheinlich bei einem Projekt die Chance, dass wir es machen können.
Speaker: Und die Frage, die ich jetzt stelle,
Speaker: Und da ist schon völlig klar, dass du das alles, ich bin jetzt einfach mal, merkst, ein bisschen angefressen, kann auch ruhig jeder mal hören, ja, Bauwende muss kontrovers diskutiert werden.
Speaker: Aber, Doug, wir helfen niemandem, wenn wir immer nur auf den Leuten und auf uns rumhacken, sondern es geht ja um die Frage, wie gehe ich jetzt vor?
Speaker: Und ich gebe ganz offen zu, ich habe da viele Fragen noch dazu.
Speaker: Du hast sie anscheinend alle schon gelöst, ich habe sie noch nicht alle gelöst.
Speaker: Für mich ist es,
Speaker: Ein Bauträger funktioniert anders als ein Einfamilienhäusbauer.
Speaker: Du hast in erster Linie Einfamilienhäuser in dieser Bauweise gebaut.
Speaker: Das ist eine ganz völlig andere Bauträgerschaft.
Speaker: Ein Bauträger kann man jetzt sagen, würde ich nicht unterstützen, weil gehört zum kapitalistischen System.
Speaker: Ja, dann beantwortet man aber die Frage nicht.
Speaker: Ich bin mir relativ sicher, dass wir das mit dem hinkriegen, weil ich bin fest davon überzeugt, dass diese Bauweise sehr gut funktioniert.
Speaker: Und ich glaube auch, dass sie eigentlich kein Hexenwerk ist.
Speaker: Also planerisch traue ich mir das jetzt auch alles wunderbar zu.
Speaker: Aber jetzt geht es mir darum, du sagst, Moritz, du hast mit Bauträgern in der Gegend gesprochen.
Speaker: Die sind sogar offen dafür.
Speaker: Ja, woran scheitert es dann?
Speaker: Oder funktioniert es?
Speaker: Oder machen die das?
Speaker: Also was sind die Themen, die die haben?
Speaker: Das funktioniert tatsächlich.
Speaker: Also das Witzige ist ja, wir haben jetzt gerade heute Morgen Bescheid gekriegt, dass wir jetzt
Speaker: Wirklich ein größeres Ding machen, eben so ein Dreigeschosser und ich weiß gar nicht, wie viele Wohnungen da sind.
Speaker: Das sind zwei Gebäude, da sind glaube ich über 20 Wohnungen drin.
Speaker: Ich meine, das ist schon was.
Speaker: Und sowas hatten wir bisher noch nicht.
Speaker: Und das funktioniert tatsächlich, aber das braucht schon einen Vorlauf und es braucht vor allem Holzbauer, weil es ist ja Holzbau.
Speaker: Und wenn die Holzbauer sagen, das ist für die kein Problem, Hammer im Griff, dann geht es los.
Speaker: Und dann muss man natürlich überlegen, okay, etappenweise, wie machen wir das, was kommen da für Decken rein, es muss der Brandschutz auch in der Bauzeit zum Beispiel gewährleistet sein, das wird auch gefordert.
Speaker: weil du kannst nicht offene Strohmodule quasi, du kannst dieses ganze dreigeschossene Gebäude hinstellen dann und dann brennt es irgendwie ab, weil das Stroh offen ist, sondern das muss verputzt werden vor, zu und so weiter.
Speaker: Da gibt es so gewisse Sachen.
Speaker: Es gibt gewisse Regeln, glaube ich, oder das sind noch nicht mal Regeln, aber es gibt solche gewissen Sachen, die muss man dann
Speaker: Da muss man sich dran gewöhnen, jetzt im Vergleich zum konventionellen.
Speaker: Und das ist zum Beispiel so was, dass man sagt, okay, etappenweise, wir machen zum Beispiel zwei Tage schnell mal Wände, dann müssen die Wände innerhalb von ein oder zwei Tagen mit so einem Putz versehen werden, dass da keine Gefahr besteht, dass da irgendwas brennt oder so.
Speaker: Und
Speaker: Dann ist es natürlich, das Stroh ist logischerweise feuchtigkeitsempfindlich, das heißt Feuchtigkeit in Form von hier Niederschleif und so.
Speaker: Und da ist es so, eine Wand kann aus meiner Erfahrung mal so ein Schlagregen ab, die trocknet wieder ab, aber wir stellen da zum Beispiel Dachmodule her und
Speaker: Da muss ich sagen, offene Dachmodule zu liefern, finde ich grenzwertig.
Speaker: Wir wollen in Zukunft eigentlich die geschlossenen liefern.
Speaker: Das heißt, da kann es auch mal regnen während der Montagezeit, weil das kommt vor.
Speaker: Also ich habe tatsächlich, ich baue vorgefertigte Strohhäuser, glaube ich, jetzt eben seit 14 Jahren.
Speaker: Ich habe vielleicht, weiß nicht, 25 oder 30 Stück gebaut.
Speaker: Das waren größere, kleinere, bei ganz kleinen Dingern ist es kein Problem, da zieht man schnell eine Plane drüber, aber wenn man ein größeres Gebäude hat und da kommt ein Schlagregen oder man sieht irgendwie schwarze Wolken am Horizont und das würde dann bei so offenen Modulen bedeuten, dass dann das Aus, weil wenn es da drauf regnet und die saugen sich voll, das muss man sich vorstellen,
Speaker: Also wenn die tatsächlich senkrecht stehen und da kommt mal ein Regen oder wie gesagt ein Schlagregen, das können die ab, die werden ein bisschen feucht, dann trocknen die wieder ab.
Speaker: Aber wenn so ein Dachmodul, Flachdach gibt es ja auch oder mit Dachneigung egal, wenn das von oben durchnässt wird und die Nässe geht durch das Modul, das ist...
Speaker: kann man das Ding quasi wieder mit nach Hause nehmen und wieder neu ausstopfen.
Speaker: Und das darf natürlich nicht sein, das ist ja ganz klar.
Speaker: Aber dazu muss ich sagen, das ist ja völlig normal mit vorgefertigten Pausen.
Speaker: Genau, das ist ein Thema der Vorfertigung, das man bei anderen Materialien ja Wandaufbauten auch hat.
Speaker: Jetzt würde mich auch noch mal interessieren, in welcher Konstellation, du hast jetzt von diesem Gebäude berichtet, was ihr da habt, das dreigeschossige,
Speaker: Wie ist da die Firmenkonstellation?
Speaker: Weil das nächste Thema ist ja, man braucht Firmen, die bereit sind, mit Stroh zu bauen.
Speaker: Also wie ist da eure Erfahrung?
Speaker: Wie sehr gibt es... Mit denen hatten wir tatsächlich schon mal zusammengearbeitet und die haben...
Speaker: Die haben so ein Staffelgeschoss, glaube ich, aus unseren Modulen montiert, die Zimmerei.
Speaker: Das hat eigentlich problemlos funktioniert.
Speaker: Und unsere Erfahrung ist mit den Zimmerleuten, mit den Ausführenden, dass das eigentlich schon geht.
Speaker: Da muss ich jetzt mal kurz eine Geschichte erzählen.
Speaker: Und zwar vor drei Wochen haben wir ein Haus ausgeliefert, ein kleines Einfamilienhaus, im Prinzip nur Wände.
Speaker: Und da war eine lokale Zimmereifirma, die sollte das stellen.
Speaker: Und ich habe das nur mitgekriegt, die sind da auf die Baustelle gefahren, das waren drei LKWs.
Speaker: Und da ging es schon los beim Abladen.
Speaker: Der Lkw-Fahrer hat mich über die Spedition erreicht, hat gesagt, die laden ja nicht ab, weil das geht irgendwie nicht.
Speaker: Und das ist natürlich da die Frage, was herrscht dort auf der Baustelle für ein Klima?
Speaker: Also wenn die Leute genervt sind und heute lustlos zur Arbeit kommen, morgens schon, und dann sehen sie noch einen Lkw mit Strommodulen und so, dann sagen die, ey, was ist denn das wieder für ein Scheiß?
Speaker: Und das ist natürlich auch immer die Frage, mit was für Leuten man da arbeitet.
Speaker: Weil es gibt ja tatsächlich auf dem Bau, das wissen wir alle, auch schon so ganz missmutige Gestalten.
Speaker: Und da braucht man natürlich gerade bei sowas, braucht man jemand, der sagt, okay, super, das steht ja dahinter.
Speaker: Und auch wenn jetzt mal irgendwas nicht super reibungslos geht, so wie man es immer gewöhnt ist, machen wir da trotzdem weiter.
Speaker: Und dann...
Speaker: funktioniert es relativ gut also da ist der reiner ist sogar auf die baustelle dann hingefahren und hat gefragt ja leute was ist denn los und dann hat sich herausgestellt die waren wegen irgendwas missmute keine ahnung aber das hat im prinzip gar nichts damit zu tun gehabt nur das hat sich dann so niedergeschlagen da in diesen ganzen in dieser ganzen montage aber am ende an selbst diese leute gesagt
Speaker: Lässt sich supergeil montieren, ist überhaupt kein Problem, geht total schnell.
Speaker: Also da ist ein Geschoss innerhalb von vier Stunden war das da gestellt.
Speaker: Das ist überhaupt kein Problem.
Speaker: Das heißt, die Empfehlung wäre jetzt, wenn wir jetzt so ein Bauvorhaben haben, dass man euch fragt, ob ihr da zum Beispiel Firmen kennt, mit denen ihr schon Zimmereien kennt, Holzverarbeitende Betriebe, die sowas schon gemacht haben.
Speaker: und dann muss man einfach mit denen Vorgespräche führen, oder?
Speaker: Dass sie sich auf das Material einlassen.
Speaker: Ja, das ist gut.
Speaker: Wir wollen ja auch immer wieder mit neuen Firmen zusammenarbeiten.
Speaker: Wir sind ja kein Generalunternehmer.
Speaker: Wir suchen ja auch immer wieder quasi, ob das jetzt in Süddeutschland ist oder in Norddeutschland, da musst du ja immer wieder neue Leute suchen, sozusagen.
Speaker: Aber es ist tatsächlich so, dass es für ein
Speaker: Für einen normalen Montagebetrieb, für eine normale Zimmerei ist das System so dermaßen einfach alles und selbsterklärend.
Speaker: Also die Elemente werden zusammengeschraubt und das geht wirklich einfach.
Speaker: Aber die müssen sich halt darauf einlassen und sagen, okay, jetzt machen wir halt mal was ins Stroh, gucken wir mal, wie es ist.
Speaker: Ich habe immer noch nicht den Informationsgehalt dieser Geschichte und dieser Aussage.
Speaker: Wir drehen uns im Kreis.
Speaker: Also was ist die Frage, was sind die besonderen Anforderungen des Bauauftraggebers oder des Unternehmers,
Speaker: Also Entschuldigung, Moritz, aber das, was du da erzählst, das ist immer so und das ist immer das Gleiche.
Speaker: Also bevor ich eine Zimmerei beauftrage, da hole ich mir die her ins Büro und dann gucke ich mir ihre Abundhalle an und dann rede ich mit denen und dann weiß ich, ob die das wollen oder nicht.
Speaker: Also Entschuldigung, das ist doch alles Grundweisheit.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Aber was soll es denn sonst sein?
Speaker: Es ist nichts anderes.
Speaker: Es ist genau das, was ich sage.
Speaker: Es sind die Planer, die die Verantwortung endlich mal übernehmen müssen.
Speaker: Einerseits das zu planen und andererseits das zu steuern und zu koordinieren.
Speaker: Ich habe bisher immer noch nicht, während dieser ganzen Diskussion, ich habe noch nicht gehört, was diese besondere oder die andere Anforderung eines Unternehmers oder eines Auftraggebers sein sollte, die ihn dazu bringt, so nicht zu bauen.
Speaker: Habe ich noch nicht gehört, weil alles, was wir gerade... Also zunächst mal kannst du ja die Tatsache nicht wegleugnen, dass man jetzt nicht gerade behaupten kann, der Strommodulbau hätte sich in der Masse durchgesetzt, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: Absolut.
Speaker: Also wenn das so wäre, dann säßen wir jetzt hier so.
Speaker: Das ist nicht die Frage.
Speaker: Doch, das ist die Frage, weil die Frage ist, warum ist das so und wie ändern wir das so?
Speaker: Und dass die Planer damit in der Verantwortung sind, entschuldige Dank, das ist eine Binsenweisheit.
Speaker: Ja, du hast recht.
Speaker: Genau deswegen sind wir in diesem Podcast, betreiben diesen Podcast und das ist genau das, was wir vorhaben.
Speaker: Wir wollen mit Strohmodulen zum Beispiel und auch mit anderen guten Materialien bauen.
Speaker: Also Binsenweisheit.
Speaker: Die Frage ist,
Speaker: Und woran liegt es, dass sich das nicht in dem Maße durchsetzt, wie wir uns das vorstellen?
Speaker: Also Moritz hat die Firma gegründet und hat gesagt, hey, also das ist doch das geilste Material überhaupt, denke ich auch, ja.
Speaker: Also ich meine, Stroh begeistert mich total, sonst würden wir jetzt nicht über Stroh reden.
Speaker: Ja, warum macht er das?
Speaker: es denn keiner oder so wenige?
Speaker: Woran liegt es?
Speaker: Und das hat nun mal verschiedene Gründe.
Speaker: Ich kenne deine Gründe, die Planer sind schuld.
Speaker: Ja, stimmt.
Speaker: Wir stecken alle in diesem System drin.
Speaker: Aber es hat auch damit zu tun, dass es eben nun mal, das mag man gut oder schlecht finden,
Speaker: Vorbehalte und Ängste und Sorgen gibt.
Speaker: Bei wem welche?
Speaker: Also genau, da will ich jetzt gleich mal was dazu sagen.
Speaker: Und zwar, ich habe ja nicht nur das Glück in Deutschland hier mit Bauherrschaften zu reden, sondern auch in Polen und das ist eigentlich relativ ähnlich.
Speaker: Das läuft tatsächlich so.
Speaker: Mich ruft zum Beispiel jemand an und hat gesagt, er hat im Internet gelesen, wir bauen Strohhäuser wunderbar und
Speaker: das ist so der erste Kontakt übers Telefon, da erzähle ich, was ich weiß, was wir können, was das für ein tolles Material ist, erzähle, wie viel Erfahrung wir schon haben, alles wunderbar.
Speaker: Dann sagen die, Mensch, super, das ist doch geil, so ein Haus wollen sie haben.
Speaker: Und dann geht's los.
Speaker: Dann kommen die, dann legen wir irgendwann auf und dann reden die da mit ihrer
Speaker: mit ihrem Mann, mit ihrer Frau, mit ihrer Familie, mit was weiß ich wem, die da alle drüber reden und sagen, wir wollen Stroh ausmachen, das ist so toll und so.
Speaker: Und dann sagen die, aber halt mal, das kostet so viel wie jetzt ein richtiges Haus.
Speaker: Da wollt ihr echt mit Stroh was machen?
Speaker: Das würde ich mir auch nochmal gut überlegen.
Speaker: Da gibt es auch andere Materialien, die sind zugelassen, die sind bewährt, da gibt es Erfahrungen.
Speaker: Kürzlich hatte ich sogar einen,
Speaker: Da habe ich meine Tochter zu deren Tochter gebracht, dass sie sich nachmittags treffen.
Speaker: Ganz neues Haus, alles wunderbar.
Speaker: Und dann hat er mir erzählt, ja, er hat auch überlegt, ob er vielleicht ein Holzständerhaus baut.
Speaker: Aber er hat gemeint, ja, da...
Speaker: Er will lieber nochmal irgendwie 30.000 Euro mehr ausgeben und will aber dann ein vernünftiges Haus haben.
Speaker: Das heißt, ein gemauertes mit Beton und so, weil da weiß er nicht genau.
Speaker: Und das kann auch ein Grund sein, warum das nicht in die Maße kommt.
Speaker: Aber wir brauchen ja gar nicht sozusagen die Maße.
Speaker: Es gibt ja genug Leute, die das tatsächlich wollen, weil sie das...
Speaker: kapiert haben oder weil sie das gut finden.
Speaker: Das gibt es ja.
Speaker: Wir brauchen ja nicht die Leute zu überzeugen, die jetzt in Beton und Stahl und Stein bauen wollen.
Speaker: Das glaube ich nicht.
Speaker: Es gibt ja genug, die
Speaker: strohgedämmtes haus haben wollen nur die müssen auch irgendwie richtig professionell betreut werden das ist so ja das ist die eine zielgruppe die die wollen die sind die nach den suchen wir wiederum ja haben wir jetzt wahrscheinlich ein uns interessiert ist aber schon wir dafür viel für kommunale wohnbauträger planen und bauen die auch dann der nach außen hin damit auftreten dass sie sagen also wir
Speaker: Stehen für Nachhaltigkeit.
Speaker: Und dann schlagen wir eben solche Systeme vor.
Speaker: Und dann gibt es ja eben die verschiedensten Ebenen, die zu entscheiden haben.
Speaker: Und dann stellt man eben fest, sie haben Angst vor diesem Material, weil sie es nicht kennen.
Speaker: Und das muss ja unser Job gemeinsam sein, diese Angst aus dem Weg zu räumen.
Speaker: Wenn man sich damit intensiv beschäftigt hat, dann hat man diese Angst nicht mehr.
Speaker: Geht mir mittlerweile auch so.
Speaker: Aber das geht eben nicht jedem so.
Speaker: Und dieser Podcast soll ja auch einen Beitrag dazu leisten, dass sich das ändert.
Speaker: Also deswegen, natürlich reden wir jetzt über Dinge, die dir alle bekannt sind, aber eben noch nicht allen.
Speaker: Und darum geht es ja.
Speaker: Richtig.
Speaker: Und insofern, ja.
Speaker: Also, danke, Hinrich.
Speaker: Also, und das ist da, das ist da, du,
Speaker: Du kannst nicht sagen, Planer, jetzt mach doch mal.
Speaker: Die Planer müssen das ja auch erst kennenlernen.
Speaker: Du kennst es schon lange, aber es gibt ja ganz viele, die kennen das gar nicht.
Speaker: Die wollen das, zum Beispiel Hinrich, ich weiß nicht, wie lange du dich damit beschäftigst, aber bei dir geht es ja jetzt offensichtlich los und du fühlst dich jetzt so langsam ein bisschen sicher, aber du musst ja auch erst die Sicherheit kriegen.
Speaker: Man hört ja irgendwo was an.
Speaker: Strohbau, wow, supergeil, das hört sich irgendwie gut an.
Speaker: Aber deswegen kann man ja da noch kein Haus damit planen bzw.
Speaker: bauen, obwohl du wieder sagst, das geht, weil das ist doch alles logisch.
Speaker: Aber man wurde ja jetzt die letzten 70 Jahre oder sowas in eine ganz andere Richtung geschult.
Speaker: Alle.
Speaker: Und so sieht es ja auch aus und das muss ja mal wieder, da muss ja wieder Wissen her, Erfahrung und Vertrauen da, dass es funktioniert und dafür sind wir ja da, sowas müssen wir auch machen.
Speaker: Das ist auch noch unsere Aufgabe, ja.
Speaker: Abgesehen davon, dass wir einen ökonomisch funktionierenden Betrieb hier irgendwie am Laufen haben,
Speaker: wollen müssen wir uns noch darum kümmern dass ist die leute mit kriegen dass da bildung gemacht wird ist da alles mögliche öffentlichkeitsarbeit gemacht wird und so dass das muss man alles machen aber das machen wir gerne und das ist jetzt jetzt geben wir uns auch zeitlich langsam mal in den singflug also das war ich würde hätte aber auch noch zwei fragen die ich noch loswerden will und ich komme jetzt mal ein bisschen so weg von diesem thema
Speaker: Ich weiß gar nicht, du hast die Frage immer wieder aufgeworfen, was sind die Hinderungsgründe?
Speaker: Das müssen wir diskutieren, weil offenbar gibt es Hinderungsgründe und ich glaube, sie liegen nicht nur bei den Planern, sondern sie liegen einfach daran, dass es für viele noch alles noch sehr neu ist und da einfach viel Angst im System ist, auch gerade in diesem System bauen.
Speaker: Das ist zumindest die Erfahrung, die wir machen.
Speaker: Und der müssen wir uns stellen, indem wir einfach uns gut auskennen und am besten dann auch noch Beispiele dann hoffentlich bald vorzeigen können.
Speaker: Darf ich ganz kurz mal eingrätschen?
Speaker: Wenn du mit einer neuen Software arbeiten möchtest, als Planer, was musst du tun?
Speaker: Du musst die Software kaufen und du musst dich und deine Leute qualifizieren.
Speaker: Und dafür musst du Geld und Zeit und Arbeit investieren.
Speaker: Und wenn du jetzt mal statt der Software investierst,
Speaker: einfach den Strohballenbau nimmst oder den Holz-Stroh-Modulbau als Software, dann musst du Zeit, Geld und Arbeit investieren, um dich dazu zu bringen, dass du damit arbeiten kannst.
Speaker: Und solange wie du das nicht tust, wirst du immer in dem System arbeiten, für welches du bereits Zeit, Arbeit und Geld investiert hast.
Speaker: Das ist deine Ausbildung gewesen, das ist das konventionelle Bauen gewesen und so weiter.
Speaker: Und du bist in der unheimlich glücklichen Situation, dass du Nummer eins sagst, du willst es, Nummer zwei, aufgrund deiner ganzen unterschiedlichen Aktivitäten genug Leute hättest, die es dir zeigen, beibringen könnten und die dir Beispiele sagen könnten.
Speaker: Und du tust es trotzdem nicht.
Speaker: Und das ist genau das, was alle Planer tun.
Speaker: Jetzt muss ich da einfach mal widersprechen.
Speaker: Stimmt einfach nicht.
Speaker: Punkt.
Speaker: Wir sind da dran.
Speaker: Du kennst ja die Aktivitäten auch nicht alle.
Speaker: Und wir haben da ein anderes Vorgehen.
Speaker: als du.
Speaker: Völlig klar.
Speaker: Da sind wir uns absolut einig.
Speaker: Du hast dich entschieden, dein Büro in dieser Größe zu halten.
Speaker: Wir sind da anders aufgestellt und wir gehen auch andere Wege als du.
Speaker: Da haben wir ein bisschen unterschiedliches Vorgehen.
Speaker: Wir sind aber voll dran und wir investieren da auch eine ganze Menge.
Speaker: Also das nur mal so, um das am Rande stehen zu lassen.
Speaker: Ich gebe dir vollkommen recht, wir müssen alle da rein investieren, damit es passiert.
Speaker: Aber das heißt auch, zu verstehen, wie dieser Markt funktioniert.
Speaker: Es geht nicht nur darum, dass ich dieses Strohhaus bauen kann, dafür habe ich mittlerweile überhaupt keine Angst mehr.
Speaker: Das können wir, Punkt.
Speaker: Mir geht es aber darum, dass wir... Bleibst du schuldig?
Speaker: Ja, wir sind dran.
Speaker: Ja, du bleibst uns schuldig, das ist eine Behauptung und du suchst es immer bei den anderen.
Speaker: Es ist entweder das System oder dies oder jenes.
Speaker: Wo ist das Strohhaus, von dem du sagst, das wir heute gebaut haben, das hast du gemacht.
Speaker: Wo hast du die Überzeugungskraft gegenüber deinem potenziellen Auftraggeber, dass er dir glaubt, dass er nicht nur mit jemandem redet, der sagt, ich möchte das gern.
Speaker: Warten wir es mal ab, wir sind dran.
Speaker: Entschuldige mal, das hat der Henrich ja jetzt schon oft genug gesagt, dass Sie dran sind.
Speaker: Dann kannst du natürlich immer wieder sagen, wo ist es denn?
Speaker: Da dreht sich die Diskussion im Kreis.
Speaker: Entschuldige.
Speaker: Das ist ja jetzt auch nicht unsere Aufgabe, dass wir uns die Köppe hier heiß reden.
Speaker: Wir müssen dann eh nochmal, und wir zeigen diese Folge, weil man kann es wirklich sehen, dass wir sehr kontrovers sind.
Speaker: Lass uns auch später gerne nochmal darüber reden, in welcher Form wir das so weitermachen, weil was ich auch unbedingt möchte, ich möchte, dass es ein konstruktiver Dialog ist und der uns gegenseitig bestärkt und indem wir uns fördern und wenn es nur darauf hinausläuft, frustriert zu sein und sich gegenseitig auf den Kopf zu hauen, dann ist es nicht das, was ich mit diesem Podcast bezwecke, sondern ich will
Speaker: letztlich einen Beitrag zur Bildung leisten.
Speaker: Ich will zeigen die Operation am offenen Herzen, die es bedeutet, ein Büro wie das unsere zu transformieren.
Speaker: Das ist eine Operation am offenen Herzen, an der wir dran sind und auch bleiben und auch schon Erfolge haben.
Speaker: Und es geht mir darum, solche tollen Firmen wie die Firma Lorenz bekannt zu machen, ins Gespräch zu bringen und vor allem natürlich auch mit euch zusammenzuarbeiten.
Speaker: Und das wäre jetzt noch mal so eine Frage, die ich hätte.
Speaker: Können wir dich auch mal einladen, wenn wir so ein Gespräch mit potenziellen Bauherren führen, Moritz, wo wir dieses ganze Thema Strohbau mal einmal von oben bis unten und von rechts bis links durch exerzieren und spielen.
Speaker: Können wir sowas machen?
Speaker: Ja klar, ihr könnt mich gerne einladen.
Speaker: Also ich bin...
Speaker: oft werde ich eingeladen und oft gebe ich da meinen senf dazu das ist auch alles okay aber ich will so langsam wenn wir sowas machen dass dann irgendwas auch dabei rauskommt also wenn da jetzt wirklich jemand ist der wirklich ernsthaft interessiert ist dann gerne also es schwierig ist es ist ein schwieriges thema weil es gibt ja leute die wollen sie erst mal kennenlernen wissen und die muss man überzeugen aber ich meine
Speaker: Ich glaube, du weißt schon, was ich meine.
Speaker: Ich weiß absolut, was du meinst.
Speaker: Wenn ihr ein konkretes Projekt habt und habt zum Beispiel Fragen, ich kann da schon echt viel dazu sagen und kann auf jeden Fall da auch die Bedenken nehmen, weil da haben wir jetzt genug Erfahrung gesammelt jetzt die letzten Jahre.
Speaker: Da kannst du gerne auf mich zukommen, auf jeden Fall.
Speaker: Es ist halt so, wir sind ja bei Lorenz so aufgeteilt,
Speaker: Das ist quasi Lorenz mit Sitz dein Taucher bei Leipzig.
Speaker: Die haben sich jetzt immer um die Kunden und ums Marketing und dies und jenes Kundenbetreuung gekümmert und ich bin verantwortlich für die Produktion und deswegen stand ich da jetzt schon immer im Hintergrund.
Speaker: Das hat sich in letzter Zeit leider wieder ein bisschen verändert, weil...
Speaker: Ich sage es jetzt einfach, weil wir Leute entlassen mussten, weil wir im Moment keine Aufträge haben.
Speaker: Das muss man sich mal vorstellen.
Speaker: So ein tolles Produkt.
Speaker: Wir machen jetzt gerade was, Gott sei Dank, noch für den Tag.
Speaker: Und danach haben wir dann schon wieder, es geht weiter.
Speaker: Es ist nicht so, dass wir jetzt von der Bildfläche verschwinden, aber im Moment ist es nicht einfach.
Speaker: Gut, wir sind nicht die Einzigen, das ist klar, aber so ist die Situation.
Speaker: Deswegen bin ich jetzt wieder mehr so ein bisschen so ein Allrounder bei Lorenz geworden, was ich eigentlich auch gern mag, nur ich mag inzwischen auch gern, wenn ich nicht nonstop damit beschäftigt bin.
Speaker: Na klar.
Speaker: Jetzt will ich noch eine Frage mal loswerden, die immer wieder gestellt wird, die mir auch immer wieder durch den Kopf geht.
Speaker: Ist es so, wie gesagt wird, dass Stroh eigentlich eine mehr oder weniger unendliche Ressource ist und wir im Grunde alles aus Stroh bauen könnten?
Speaker: Ich überspitze es jetzt mal.
Speaker: Oder kann ich da auch wirklich mit Materialengpässen rechnen?
Speaker: Ich weiß, ich habe mal mit der Geschäftsführerin eines großen Holzbauunternehmens gesprochen, die gesagt hat, ja, sie zögern deswegen in dem Fall diese Innenstrohwände einzusetzen, weil ihnen zugetragen wurde, dass es ein Nachschubproblem gibt, also dass sich dann mehr auf so einer lokalen Ebene abspielen kann.
Speaker: Also ganz kurz beim Stroh.
Speaker: Denke ich nicht, dass es zu Nachschubproblemen kommt, da Stroh jedes Jahr wieder anfällt, und zwar in Deutschland, 20 Millionen Tonnen pro Jahr.
Speaker: Da gibt es ganz wilde Rechnungen.
Speaker: Wenn man alles, was man baut in Deutschland mit Stroh bauen würde, würde es auch gehen.
Speaker: Es gibt brutale Mengen.
Speaker: Allerdings muss man sagen,
Speaker: Stroh wird immer mehr irgendwo auch eingesetzt.
Speaker: In der Lebensmittelindustrie, da wird es ganz fein gemahlen, irgendwie als Zuschlagstoff.
Speaker: Das ist ein bisschen irgendwie, um zu strecken.
Speaker: Und jetzt gibt es Klopapier mit Stroh und dies und jenes.
Speaker: Alle machen irgendwas mit Stroh.
Speaker: Aber was ich so sehe, wenn ich zum Beispiel jetzt unterwegs bin,
Speaker: In der Landschaft sehe ich überall noch ganz große Strohlager und die nächste Ernte steht quasi schon wieder bevor.
Speaker: Also so sieht es aus, Stroh gibt es genug.
Speaker: Wo ich eher bei unserem Bausystem auf mittelfristige Sicht sehe, dass wir sparen müssen, ist beim Holz.
Speaker: Weil Holz wird in Deutschland, soweit ich das jetzt im Kopf habe, werden 40 Millionen Kubikmeter verbaut, davon 20 Millionen eigenes Holz und 20 Millionen werden zugekauft, Kubikmeter.
Speaker: Also das sind brutale Mengen auch.
Speaker: Und man sagt ja, wenn man hört, ja, der Wald wird nachhaltig bewirtschaftet und da tut er da.
Speaker: Und das ist aber immer nur die Hälfte, die in Deutschland verbraucht wird.
Speaker: Die andere Hälfte kommt, was weiß ich, woher.
Speaker: Und da muss man schon nochmal gucken, dass man da vielleicht ein bisschen sparsam wird.
Speaker: Ansonsten würde ich jetzt sagen, an der Dämmstärke bei einer Strohwand muss man jetzt nicht sparen, weil es nicht kein Stroh gibt.
Speaker: Da gibt es andere Gründe.
Speaker: Stroh ist verfügbar.
Speaker: Was schlimm wäre, wenn es irgendwie eine totale Katastrophe gibt und passiert wieder so was wie eine kleine Eiszeit oder so was und es gibt 30 Jahre keine Sonne mehr, dann wächst nichts mehr so lange.
Speaker: Ja gut, dann haben wir vielleicht auch noch ein paar andere Themen.
Speaker: Dann haben wir auch noch andere Themen.
Speaker: Ja, damit möchte ich jetzt den Sinkflug einleiten.
Speaker: Doug, du hast das Wort.
Speaker: Wir haben uns jetzt diesmal ja mal richtig ein bisschen gezofft.
Speaker: Das interessiert mich einfach mal, wie du diesen Podcast verstehst.
Speaker: Lass das jetzt mal bitte mit einfließen.
Speaker: Mir geht es um einen konstruktiven Beitrag für die Bauwende.
Speaker: Was ist es, was dir so schlechte Laune macht?
Speaker: Bist du frustriert, ob der...
Speaker: feigen menschen die dich umgeben oder wie willst du da die richtung machen ja weil es sonst also wir es geht um konstruktiven beitrag da müssen wir uns schon einig sein deswegen stelle ich diese frage einfach ganz offen auch im podcast wir müssen das diskutieren und zu diesem thema strohbau ich bin da feuer und flamme sozusagen und habe total bock das umzusetzen und bin mir auch sicher dass relativ sicher dass es vielleicht schon bei den einem der nächsten projekte hier gelingen könnte
Speaker: und wird es dann auch noch gerne dann auch zeigen, was wir da machen werden und wie das so, was für ein tolles Material es ist.
Speaker: Also das mal vielleicht in deine Richtung, aber deswegen ganz großen herzlichen Dank, dass ihr so ein Wagnis wie so eine Firma eingeht.
Speaker: Ich finde es extrem bedauerlich, dass ihr, naja, der Markt ist insgesamt schwierig, das wird natürlich auch eine Rolle spielen.
Speaker: Ist ja klar, die Zinsen sind gestiegen, der Bau ist eingebrochen, das betrifft einfach alle, also insofern auch euch.
Speaker: Dag,
Speaker: Du hast das Wort.
Speaker: Was war jetzt die Frage?
Speaker: Das Schlusswort.
Speaker: Schlusswort?
Speaker: Ich bin einfach verwundert, ob deine Aggressivität, also das ist, bezieh mal Stellung dazu, ja?
Speaker: Also ich meine, du bist immer ein bisschen aggressiv, aber so habe ich dich jetzt im Podcast noch nicht erlebt.
Speaker: Da schwingt ja eine gewaltige Wut mit und
Speaker: Was willst du denn mit diesem Podcast bewirken?
Speaker: Ich frage jetzt einfach, weil wir sind im Podcast und du strahlst es ja aus.
Speaker: Naja, also der wesentliche Punkt ist der, dass ich versuche, das wirklich zuzuspitzen, dass es mal klar wird irgendwie.
Speaker: Also weil ich bin...
Speaker: Also Nummer eins bin ich nicht der Meinung, dass ich nicht konstruktiv bin.
Speaker: Ganz im Gegenteil.
Speaker: Ich habe genau gefragt, was die Anforderungen sind.
Speaker: Und bis auf die fünf Jahre Garantie ist die Antwort bisher nicht geliefert worden.
Speaker: Und ich sehe zunehmend, und das ist wahrscheinlich auch der Eskalationspunkt, ich sehe zunehmend, dass Leute, die etwas tun, egal ob das Lorenz ist oder ob das...
Speaker: Oder ob das Elisabeth Endres ist und so weiter.
Speaker: Da sind unheimlich viele Leute, die was getan haben.
Speaker: Da sind unheimlich viele Leute, die was gemacht haben.
Speaker: Und du sagst immer, ich würde das gerne, aber du tust das nicht.
Speaker: Oder andersrum, du bleibst tatsächlich die Aktion oder den Nachweis, bleibst du schuldig.
Speaker: Stopp, in deinen Augen mag das so sein, in meinen Augen sehe ich das anders.
Speaker: Aber fahre vor.
Speaker: Ich kann nur das sehen, was ich sehe.
Speaker: Das ist vollkommen richtig.
Speaker: Sag mir, was ich übersehen habe.
Speaker: Also wir planen und bauen mittlerweile ganz anders, als wir das noch vor fünf Jahren getan haben.
Speaker: Was heißt das?
Speaker: Das heißt, dass...
Speaker: wir auf diesem Weg Richtung Bauwende schon ein gutes Stück vorangekommen sind, aber noch lange nicht da sind, wo wir hinwollen.
Speaker: Gibt es mal was Konkretes?
Speaker: Also Wärmedämpferbundsystem kommt im Grunde in der Form nicht mehr vor.
Speaker: Wir beschäftigen uns mit diesem Thema serielle Sanierung sehr intensiv.
Speaker: Wir beschäftigen uns sehr intensiv mit dem Thema Bestand in konkreten Projekten.
Speaker: die wir auch gerade umgesetzt haben.
Speaker: Wir haben ja darüber gesprochen, das bauende Bestand ist sicherlich eines der ganz großen oder größten Themen im Zusammenhang mit der Bauwende.
Speaker: Da tut sich bei uns immer mehr, der Projektanteil von Neubau rutscht immer mehr Richtung Bestand und da verwenden wir eben zum Beispiel das Thema serielle Sanierung.
Speaker: Die ist jetzt noch nicht mit Stroh gemacht, arbeiten wir dran.
Speaker: Also insofern sind wir noch nicht da, wo wir hinkommen wollen.
Speaker: Aber das ist nur ein Beispiel.
Speaker: Darum geht es ja jetzt in diesem Podcast nicht.
Speaker: Aber ich verstehe, du sagst, die Leute reden und machen nichts.
Speaker: Das ist deine, so kommt es bei mir an, deine prinzipielle Grundhaltung.
Speaker: Unter dem Fokus kannst du natürlich nicht zufrieden sein.
Speaker: Was ich auch spannend finde, vielleicht berichtest du das nochmal kurz.
Speaker: Du warst ja bei von der Leine, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: mit dem Schellenhuber.
Speaker: Vielleicht erzähl doch mal zwei Sätze dazu.
Speaker: Ich habe ja da auch kurz mit dir gesprochen und du hast gesagt, das ist immer derselbe Scheiß.
Speaker: Ja, das ist genau das Gleiche.
Speaker: Da wird genauso viel geredet und nichts getan.
Speaker: Also ich meine, man muss sich einfach nur anhören.
Speaker: Man kann sich mal die letzten Vorträge von Schellenhuber anhören, also auch in der Thematik, die gerade Moritz gesprochen hat, so von wegen Holz, wie viel Holz ist noch da, wie müssen wir bauen und so weiter und hin und her.
Speaker: Also eigentlich können wir das auch ganz locker abkürzen.
Speaker: Also ich werde jetzt darüber nicht reden, weil das ist viel zu langatmig oder ist viel zu vielschichtig eigentlich diese Thematik.
Speaker: Das Eigentliche, worum es mir geht, ist einfach nur die Fragestellung, was glauben Leute, die in diesem Bereich tätig sind und die mir immer wieder erzählen, wir machen das Schritt für Schritt, was glauben diese Leute?
Speaker: Und da schließe ich dich mit ein, wie viel Zeit haben wir denn noch?
Speaker: Also ich bin vollkommen, also das ist tatsächlich, da hast du vollkommen recht, das ist so ein Punkt, der macht mich im Endeffekt nachher irgendwie aggressiv.
Speaker: Leute, die sagen, wir wollen das ernsthaft.
Speaker: Und ich diese Ernsthaftigkeit nicht erkennen kann, wenn das weniger als Schneckentempo ist.
Speaker: Also ich meine, wir müssen uns doch wirklich einfach nur mal umschauen, wo wir sind, was aktuell passiert, was mit dem Klima passiert, was gesellschaftlich passiert, wie die Baustellen aussehen, wie in welcher Form all diese ganzen Großbaustellen weitergemacht werden oder eben jetzt auch gerade wieder stehen bleiben und so weiter.
Speaker: Was glauben wir denn, wie lange wir noch Zeit haben, um irgendetwas so weit gerade zu biegen oder in die richtige Richtung zu kriegen, dass unsere Kinder vielleicht wenigstens noch ein bisschen was davon haben?
Speaker: Das würde mich mal interessieren.
Speaker: Was glaubst du denn, wie lange hast du Zeit, Hinrich?
Speaker: Wie lange gibst du dir oder eurem Büro, ganz konkrete Frage, wie lange gibst du dir Zeit, um das zu erreichen, was du erreichen möchtest, von dem du sagst, das ist meine Zielsetzung.
Speaker: Das würde mich echt interessieren.
Speaker: Okay.
Speaker: Ja, ich denke jetzt mal kurz darüber nach, weil es ist natürlich sozusagen die substanzielle Frage.
Speaker: Also,
Speaker: ich gebe mir die zeit die mir zur verfügung steht dafür ob ich dachte ich stehe ich stehe ich stehe jeden morgen auf versuche es gut zu machen scheitere bei ganz vielen dingen was mich sicher frustriert gehe ins bett stehe nächsten tag wieder auf und versuche es wieder gut zu machen und und dass das möglicherweise vergeblich sein kann
Speaker: Ungenommen.
Speaker: Ich bin nicht in der Lage, dieses Riesending, was da anrollt, erstens komplett zu überblicken und zweitens es tatsächlich auch zu ändern.
Speaker: Und das geht ja auch nicht anders.
Speaker: Das geht uns allen gleich.
Speaker: Das geht uns genau allen gleich.
Speaker: Ich meine, wir waren am Anfang, als wir hier gestartet sind mit Lorenz, noch die Taschen voll Geld, das wir investieren konnten, haben wir so einen Eindruck, jetzt geht es los, wir retten die Welt wunderbar und so inzwischen sind wir uns absolut sicher, wir retten die Welt nicht.
Speaker: Aber wir machen trotzdem unseren Teil und gehen jeden Morgen, stehen wir wieder auf und machen unser Zeug und fertig.
Speaker: Ich meine, du sagst immer, wie lange haben wir denn noch Zeit?
Speaker: Guck mal, ich war letzte Woche in Banja Luka und habe da Workshops gegeben an der Universität.
Speaker: Geiler Professor übrigens, der auch sich selber so ein Strohhaus gebaut hat.
Speaker: Aber dort gibt es...
Speaker: Dort ist mit Naturbau gar nichts los.
Speaker: Da wird gegossen hier acht Geschosswerke hoch und wir haben mit dem Verbundsystem drauf fertig.
Speaker: Da ziehen die Leute an.
Speaker: Die Dinger stehen sogar leer.
Speaker: Da wird sogar gebaut und da wohnt niemand drin.
Speaker: Weil es entweder ist zu teuer oder die haben dann einfach mal aufs gerade wohl drauf losgebaut, dann steht das Zeug da.
Speaker: Ich meine, in China gibt es ganze Stadtteile, die sind gebaut worden, die werden wieder abgerissen, da hat aber noch nie jemand drin gewohnt.
Speaker: Ich meine, das passiert ja auch.
Speaker: Und da sind wir, also...
Speaker: Da müssen wir auch damit irgendwie zurechtkommen und so sieht es halt global aus.
Speaker: Also ich gucke immer die Sache auch global an, nicht so über Deutschland.
Speaker: Das ist im Moment steht es Gott sei Dank, leider Gott sei Dank, sage ich jetzt mal, steht da ein bisschen still.
Speaker: Die Leute haben vielleicht auch ein bisschen Zeit nachzudenken endlich mal, weil das war ja vor Corona furchtbar.
Speaker: Da ging es ja nur noch, da wurde ja...
Speaker: Da wurde ja im Winter durchbetoniert.
Speaker: Das haben mir so Betonmischerfahrer erzählt und gesagt, das haben wir noch nicht erlebt.
Speaker: Und das ist ja Gott sei Dank jetzt wieder ein klein bisschen, hat man wieder Zeit nachzudenken und hoffentlich wird es genutzt und auch mal ein paar Sachen wieder neu zu überdenken und fertig.
Speaker: Und dann machen wir unser Tagwerk weiter und versuchen,
Speaker: da was zu machen, aber ich finde das auch, du kannst nicht sagen, wie lang noch, interessant, wie lang geht es denn noch?
Speaker: Ich kann die Frage stellen, genauso wie ich sie eben gestellt habe, ich stelle sie dir, wie ich sie jedem anderen stelle, du hast natürlich völlig recht und ich sage auch ganz klar, das Ding ist durch, wir haben gar keine Chance mehr, ich frage dich,
Speaker: Ich frage jeden Einzelnen, wie lange gibst du dir Zeit?
Speaker: Du hast ja einfach die Möglichkeit, du spielst im Spiel mit oder du lässt es.
Speaker: Und der Einzige, vor dem du dich rechtfertigen musst, ist das Gesicht, was du morgens im Spiegel siehst.
Speaker: Und wenn man Pech hat, muss man sich auch noch vor den Tag rechtfertigen.
Speaker: Du musst gar nicht.
Speaker: Meine Frau fragt mich immer, sie dachte, jetzt geht es dann bald los.
Speaker: Was ist denn jetzt?
Speaker: Du hast schon keine Zeit jetzt für die Kinder, aber über Geld gibt es auch keins.
Speaker: Was ist denn hier los?
Speaker: Kenn ich.
Speaker: Und von dem her, wie viel Zeit ich mir noch gebe, vielleicht noch 20 Jahre hoffentlich oder so, werden wir weitermachen, jeden Tag.
Speaker: Genau, also jetzt komme ich zum Schlusswort.
Speaker: Also das war eine sehr heterogene, auch teils in einer Auseinandersetzung mit dir, anstrengende Geschichte.
Speaker: Ja, es hat einen Grund, warum ich mir das gebe.
Speaker: Also es geht ja immer genau darum, sich diese Fragen so krass zu stellen, auch wenn ich da eine ganz andere Haltung habe als du.
Speaker: Insofern bin ich gespannt, wie diese Folge ankommen wird.
Speaker: Also ich bin dafür, dass wir sie in jedem Fall senden werden, auch wenn es gekracht hat.
Speaker: Gehört dazu.
Speaker: Und freue mich, Moritz, dass du dich hier zur Verfügung gestellt hast, dein tolles System vorgestellt hast.
Speaker: Ich hätte eigentlich gerne noch viel mehr darüber geredet, über dieses Stroh und was Stroh alles so leisten kann.
Speaker: Vielleicht wiederholen wir das nochmal wieder, wenn wir unser Projekt hier gebaut haben und Duck dann endlich Ruhe gibt.
Speaker: Den Proof of Work, und damit sind wir beim Thema Bitcoin, den müssen wir alle liefern.
Speaker: Bin ich vollkommen bei euch.
Speaker: Wir liefern den Proof of Work in vielen Bereichen schon, die du gar nicht alle so mitkriegst, Duck.
Speaker: Aber das Thema Stroh steht in jedem Fall absolut aus.
Speaker: Genau.
Speaker: Okay, super.
Speaker: Also vielen Dank.
Speaker: Ja, ich wollte mich noch verabschieden und wollte noch sagen, genau, gut hast du das gesagt, Proof of Work.
Speaker: Und der wird jetzt kommen, weil bisher haben alle darüber gelabert.
Speaker: Jetzt kommt dann der Proof of Work.
Speaker: Manche haben es schon versucht, zum Beispiel...
Speaker: In Berlin wurde die Kindlbrauerei da auch mit Stroh umgebaut.
Speaker: Da waren meine polnischen Kumpels dabei, die waren Handwerker dort.
Speaker: Und die haben immer gesagt, ja Mensch, mach doch das mal mit Lorenz-Modulen und so.
Speaker: Und dann haben die auch gesagt, ja, das nächste Mal machen wir es dann.
Speaker: Weil da lief auch nicht alles so ganz glatt.
Speaker: Aber das muss eben einfach professionell und sauber laufen.
Speaker: Dann sind alle zufrieden.
Speaker: Das ist mein Wort zum Abschluss.
Speaker: Und sicher gegen Regen und dies und jenes.
Speaker: Man muss immer besser werden.
Speaker: Das ist es.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ja, also wie gesagt, dafür habe ich ehrlich gesagt überhaupt keine Angst.
Speaker: Also ich meine, das ist unser täglich Brot sozusagen.
Speaker: Das können wir ja.
Speaker: Wovor ich Angst in Anführungsstrichen habe, nicht Angst.
Speaker: Ich sehe die größte Hürde da drin, die Bauherren mitzunehmen, dass sie es dann auch wirklich machen.


