Transcript
Speaker: Bauwende verstehen, der Podcast zur Bauwende von Hinrich und Dack.
Speaker: Jetzt geht's los.
Speaker: Es läuft, sieht wunderbar aus.
Speaker: Ja, also hallo allerseits, liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer.
Speaker: Ich freue mich, dass Sie sich in der Zeit
Speaker: zur, welche ist es jetzt, die fünfte Episode, zur fünften Episode begrüßen zu dürfen.
Speaker: Und ich freue mich ganz besonders auch auf den Gast, den wir heute haben, Frau Professor Elisabeth Endres.
Speaker: Wir haben uns ja hier drauf geeinigt, wir duzen uns hier.
Speaker: Also hallo Elisabeth, herzlich willkommen.
Speaker: Hallo.
Speaker: Genau, hallo Doug, herzlich willkommen zur nächsten Episode.
Speaker: Moin.
Speaker: Moin.
Speaker: Genau.
Speaker: Und wie immer, bevor wir gleich in Medias Res gehen und über das Thema Bauwende und Low-Tech reden werden,
Speaker: erlaube ich mir wie immer diesen kurzen Exkurs zum Thema Bitcoin.
Speaker: Ihr alle habt es glaube ich mittlerweile mitbekommen, meine Leidenschaft und auch meine Überzeugung, dass das ganz viel im positiven Sinne ändern könnte, vielleicht auch die Bauwende befeuern könnte und diesmal, ich war auf einer Bitcoin-Konferenz, möchte ich so auf einen Aspekt hinweisen, also die These der Bitcoiner ist, dass es eine andere Zeitpräferenz gibt.
Speaker: Also was bedeutet das?
Speaker: Mal angenommen, ich hätte tatsächlich dieses Geldsystem Bitcoin
Speaker: das einfach immer fixiert ist auf 21 Millionen, es wird nicht mehr und deswegen steigt es im Wert, dann habe ich ja gar nicht mehr so diesen Druck, Geld permanent ausgeben zu müssen.
Speaker: Diesen Druck, den wir jetzt haben in einem Geldsystem, das halt weniger wert wird, wie wir jetzt gerade durch die starke Inflation merken.
Speaker: Das heißt, ich kann es mir leisten, mehr auf Qualität zu setzen, so nach dem Motto, gut Ding hat Weil.
Speaker: Und dabei will ich es mal bestehen lassen.
Speaker: Ich erlaube mir das immer wieder mal, das mit einfließen zu lassen.
Speaker: Keine Ahnung, ob diese These stimmt.
Speaker: Ich werde weiterberichten und jetzt steigen wir voll ein.
Speaker: Und es war eine schöne Geschichte, Elisabeth, wie ich dich getroffen habe, nämlich auf der Bau.
Speaker: Und die Bau ist ja auch im Kontext mit der Bauwende durchaus schwierig.
Speaker: In Teilen würde ich sagen, man hat nicht den Eindruck...
Speaker: dass die Botschaft angekommen ist, mir zumindest ging es so.
Speaker: Aber ich war dann total happy, als ich an diesem Stand, ich glaube, es war der Universität Berlin, oder?
Speaker: An dem euer Forschungsprojekt, und darüber werden wir heute ganz sicher noch reden, vorgestellt wurde.
Speaker: Und ich habe dich zufällig angesprochen, ob ich diesen Stuhl haben darf, damit du dich ins Leere setzt.
Speaker: Und habe dich dann gleich gefragt, nachdem du sagst, du seist die Projektleiterin, ob ich dich mit in den Podcast einladen darf.
Speaker: Du hast sofort ja gesagt, obwohl du gar nichts wusstest, mich auch nicht kanntest.
Speaker: Und jetzt wie immer, und damit übergebe ich mal gleich an dich und auch an Dack, hat sich herausgestellt, Dack und du, ihr kennt euch natürlich schon.
Speaker: Offenbar ist das, in der Szene kennt man sich.
Speaker: Aber jetzt zu dir.
Speaker: Wer bist du?
Speaker: Was machst du?
Speaker: Was hast du mit der Bauwende zu tun?
Speaker: Wie kannst du das befeuern?
Speaker: Und dann geht's los.
Speaker: Du hast das Wort.
Speaker: Okay, ja, vielen Dank erstmal und ich habe mich total gefreut und das hat ja erstmal was damit zu tun, dass ich das sehr sympathisch fand, dass du mir nicht den Stuhl hinter mir hinter weggezogen hast und deswegen war ich dir ja auch erschuldig, also von daher habe ich mich gefreut, dass du da gefragt hast.
Speaker: Und ich freue mich auch hier zu sein und umso schöner war es auch von Dagmar wieder was zu hören, weil ich diese sehr gute Erinnerung habe, wie wir vor Jahren in Berlin was anders machen wollten und es geschafft haben.
Speaker: Das ist ein großes Erfolg gewesen.
Speaker: Deswegen freut man sich natürlich immer Menschen wieder zu treffen, wo man weiß, die haben auch fürs Gleiche die Gesinnung zu merken, dass wir in vielen Dingen auch im Bauwesen und in der Gewinde anders denken.
Speaker: Ich habe Architektur studiert in Kaiserslautern und in München und eigentlich hat mich die Bauphysik und der Gebäudetechnik seinerzeit nicht so interessiert.
Speaker: Da war die Gebäudetechnik auch noch was anderes als heute.
Speaker: Und dann fehlen mir noch so ein paar Punkte und dann hieß es, nein, dann gehst du mal zum Hausladen, das ist ganz interessant in München.
Speaker: Und das ist...
Speaker: Ganz einfache sechs Credits, die kriegst du schon.
Speaker: Ich habe keine Ahnung von Haustechnik.
Speaker: Ich konnte mal ganz gut rechnen, deswegen war ich ganz gut in Haustechnik, aber fühlte mich da nicht so zu Hause.
Speaker: Dann bin ich in die Vorlesung gegangen und dann habe ich gedacht, was ist denn hier los?
Speaker: Der redet von Entwerfen bei der Haustechnik, von der Bauphysik, dass es Einfluss hat auf
Speaker: auf wie viel Technik wir brauchen, dann fand ich das sehr interessant.
Speaker: Aber die Prüfung ganz gut bestand und dann suchte er ein NIVI.
Speaker: Und so bin ich irgendwie aus dieser Architektur, von der ich total überzeugt bin, immer noch, dass ich das auch wieder studieren, in die Haustechnik gekommen.
Speaker: Weil das einfach damals in München ein großer, dieses interdisziplinäre Arbeiten, ein großer Aspekt, bei dem ich aus Kaiserslautern Anfang der 2000er noch nicht so kannte.
Speaker: Und bin dann dort eben am Lehrstuhl langer gewesen.
Speaker: Er schuf für Bauklimatik und Haustechnik.
Speaker: Und dann auch später, als er in den Ruhestand gegangen ist, bei Thomas Auer noch weitergearbeitet mit einem Forschungsprojekt.
Speaker: Ich bin peu à peu aber ins Ingenieurbürohausladen und wechselt.
Speaker: Und da sind wir auch ein interdisziplinärs Team und versuchen eben,
Speaker: zwischen Gebäudeperformance, also das Leistungsstil, das Talent unserer Architektur, wir machen selber keine Architektur im Büro, sondern arbeiten mit Büros zusammen und versuchen, die Performance des Hauses nach vorne zu bringen, die Eigenpassivität und erst im zweiten Schritt zu überlegen, welche Technik brauchen wir und seit über zehn Jahren jetzt auch ganz intensiv mit der Frage der Energieversorgung beschäftigen.
Speaker: Das sind so die drei Standbeine des Büros und
Speaker: Das macht große Freude.
Speaker: Das ist nicht immer einfach, weil der Mindset ein anderer ist zur Technik als den, den wir vielleicht vertreten im Büro.
Speaker: Das brauchen wir alles, das hinterfragen wir.
Speaker: Wir kommen eher mit der Frage, wie wenig ist genug?
Speaker: Und das ist auch etwas, das Ding braucht frei, glaube ich, dass wir auch wieder merken, was wir alles nicht brauchen.
Speaker: Vielleicht haben wir jetzt viele Jahre gewusst, was wir alles brauchen oder haben gedacht, wir wissen, was wir alles brauchen, um auch wieder dahin zu kommen, darüber zu diskutieren, was wir nicht brauchen.
Speaker: Und
Speaker: In dem Zusammenhang kenne ich DAK und da haben wir diskutiert, ob wir noch zentrale Warmwassersysteme brauchen oder das direkt mit Strom machen können.
Speaker: Bevor wir das Gespräch, da freue ich mich ja schon total drauf.
Speaker: Jetzt kompensier das nochmal.
Speaker: Du bist ja auch Professorin.
Speaker: Vielleicht erzählst du das auch.
Speaker: Genau.
Speaker: Ja, 2019 kam dann der Ruf an die TU Braunschweig.
Speaker: Damals hieß es Institut Gebäude und Solartechnik.
Speaker: Ich habe das dann umbenannt, nachdem ich hier war in Bau, Klimatik und Energie der Architektur.
Speaker: einfach um den Aspekt der Bauphysik auch darin gut abbilden zu können.
Speaker: Die Energie der Architektur ist für mich nicht eine Hokus-Pokus-Forschung, sondern wirklich
Speaker: Um deutlich zu machen, die Architektur oder das, was wir gestalten als Architektinnen und Architekten, ist verantwortlich dafür, wie viel Energie wir letztendlich brauchen, wie warm und wie kalt uns Verhäuser werden, wie viel Energie in den Materialien steckt.
Speaker: Also das Thema der grauen, goldenen Embodied-Kraben-Kraben.
Speaker: wie auch immer man das nennt, Energie und auch die Frage, wie können sie in unsere Erzeugung und in unsere Lastmanagement der Zukunft einbeziehen.
Speaker: Also die Architektur schon als wesentlicher Aspekt auch und die Verantwortung auch im Umgang mit Gebäuden nicht an die Ingenieure zu schieben, sondern schon in die Architektur die Lehre auch hinein zu schieben.
Speaker: Wow, also das, Doug, ich möchte, dass du jetzt dann auch nochmal das mit den Fragen einleitest, aber für mich ist das wirklich, ich habe ja jetzt mich da schon ein bisschen auch angefangen mit zu beschäftigen, für mich ist es echt ein bisschen mindblowing, wie anders wir, glaube ich, als konventionelle Architekten, die wir waren und wir ändern uns da gerade, denken müssen, auch gerade, also eigentlich im Umgang mit fast allem.
Speaker: Aber Doug, vielleicht kannst du auch nochmal, du kannst es immer ganz gut auf den Punkt bringen, was sind die zentralen Fragen, die du Elisabeth jetzt stellen würdest,
Speaker: Was ist anders?
Speaker: Inwiefern muss sich das Mindset von uns Planern verändern, damit wir genau diesen Weg, den Elisabeth jetzt bearbeitet und skizziert hat, gehen können?
Speaker: Und formuliere das mal in der Frage, dass wir da so in die Diskussion reinkommen.
Speaker: Das brauche ich gar nicht, weil die Fragen, die ich an Elisabeth habe, das sind eigentlich Kleinigkeiten.
Speaker: Das ist schon fast so ein persönlicher Disput irgendwie, wo wir einfach grundsätzlich...
Speaker: andere Auffassungen haben.
Speaker: Was ich viel, viel wichtiger finde, ist den Konsens, den wir beide in dem, was sie gerade beschrieben hat, haben zu betonen, weil sie hat es so ganz locker gesagt, naja, man muss den Architekten mal erklären, was sie da eigentlich machen, wenn sie entwerfen in Bezug auf Energie,
Speaker: Und da bin ich natürlich wieder noch viel gemeiner und viel fieser.
Speaker: Und ich sage einfach, Leute, ihr habt echt keine Ahnung, wenn ihr da eure Hütten plant und irgendwie Stränge da reinballert und nicht auf die Sonne achtet und nicht auf Speichermassen und nicht auf thermische Phasenverschiebungen und all so ein Zeug.
Speaker: Und das ist halt eben genau der Punkt.
Speaker: Also ich meine, ein guter Architekt, der muss sowas eigentlich mit drin haben.
Speaker: Und ein guter Entwurf hat von vornherein
Speaker: davon auch so viel berücksichtigt, dass der Haustechniker eben minimal noch zu tun hat und minimal eingreifen muss.
Speaker: Und das, was wir machen, ist einfach letztlich tatsächlich eigentlich auch so eine völlige Rücksichtslosigkeit, wenn wir hier in der selbstverliebten Arroganz als Architekten vor uns hin entwerfen und uns nicht um Statik kümmern und nicht um Haustechnik kümmern, sondern das machen dann die Fachingenieure.
Speaker: Und das sollen die dann mal wieder gerade biegen irgendwie.
Speaker: Das ist einer der vielfältigen Gründe, warum es oft diese unsäglichen Streitereien zwischen Architekten und den Ingenieuren gibt.
Speaker: Das ist das eine.
Speaker: Und das andere ist natürlich, dass, also ich erinnere mich an mein Studium, da wird dann auch Bauphysik gemacht, da wird dann auch Materialkunde gemacht und so und das sind alles so die Sachen, die sind uninteressant, das sind völlig veraltete Professoren, das wird stiefmüchterlich behandelt und all das, was man eigentlich braucht.
Speaker: um ein Gebäude so zu optimieren, dass man feuchte regulierende Baustoffe verwendet, dass man irgendwie mit Speichermassen arbeitet, die irgendwie die Temperaturanplitude innerhalb des Gebäudes runtersetzen und so weiter.
Speaker: Das kriegst du entweder gar nicht mit oder du müsstest dir selber aneignen.
Speaker: Da knüpfe ich jetzt mal an, weil das ist doch eine coole Frage, weil du bist Professorin, du lehrst.
Speaker: Also was hat sich da geändert und wie unterscheidet sich deine Lehre?
Speaker: Wie bereitest du die Planer, die Architekten auf ihr Berufsleben vor?
Speaker: Genau in dieser Hinsicht.
Speaker: Zwei Dinge.
Speaker: Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass wir in vielen Fächern, ich sage nicht in allen, es gibt auch sehr theoretische Fächer, aber dass die Architektur ein angewandtes Studium bleibt.
Speaker: Also dass Menschen den Studierenden etwas erzählen, die selber bauen und auch selbstreflektiert über ihre Gebäude sprechen.
Speaker: Also auch sagen, was hat funktioniert und was hat nicht funktioniert.
Speaker: Also deswegen sind für mich diese Themen, dass man auch aus der Praxis viele Beispiele zeigen kann und wann Entscheidungen getroffen wurden und wo auch auf die falschen Dinge aufgebaut wurde.
Speaker: Das, was Doug gerade gesagt hat, das ist natürlich da draußen schon manchmal Realität und auch eine gewisse, auch nicht nur bei den Architekten, Architekten auch ignorant, sondern insgesamt macht jeder so seinen Stiefel und macht von allem, wie ihr denkt, das Beste.
Speaker: Und ohne die Überschneidung und auch die Interaktion zwischen den Einzelnen, zwischen der Physik, zwischen der Statik, also was ja auch Physik ist, und auch der Gestalt irgendwie übereinander zu legen.
Speaker: Also das, glaube ich, kann man guten Beispielen und das kann man am besten erklären, wenn man es auch selber gemacht hat.
Speaker: Also das kann man natürlich an anderer Leute Architektur gut beschreiben, aber wenn man in so einem Prozess schon mal drin saß und in so einer Besprechung und wann dann welche Prioritäten, Verantwortung und Entscheidung getroffen wurden und vielleicht was auch gefehlt hat, um eine richtige Entscheidung zu finden,
Speaker: kann man sehr gut.
Speaker: Deswegen binde ich sehr viele Praxisbeispiele in die Lehre ein.
Speaker: Und das merke ich, dass es die Studierenden total packt.
Speaker: Also wenn man denen wirklich nicht da irgendwelche U-Werte vorbetet und G-Werte und so theoretisch und Normen.
Speaker: Normen sind in meiner Vorlesung kommen nicht vor, muss ich ehrlich sagen.
Speaker: Wie geht es darum, dass die die Prinzipien verstehen?
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Also ich entschuldige mich immer, wenn mal irgendwie so 18.017 fällt, dann merke ich so selber, jetzt muss er aufhören.
Speaker: Dann entschuldige ich mich auch für den trockenen Kram.
Speaker: Aber Spaß beiseite.
Speaker: Ich glaube, es geht darum, dass man Prinzipien erklärt.
Speaker: Und das andere ist, dass wir sehr viel versuchen, eigentlich seit ich hier bin, habe ich jedes Semester etwas gebaut mit den Studierenden.
Speaker: Und sei es nur eine Stammflebenwand oder wir waren an der Ahr gemeinsam mit Kolleginnen und haben ein Haus repariert, das von der Flutkatastrophe zerstört wurde.
Speaker: Und dieses Begreifen ist in der Architektur, denke ich, ganz entscheidend.
Speaker: Zu verstehen, wie so ein Leben funktioniert, wie der aushärtet, wie der dann die Feuchtigkeit abgibt, wie man das, eine Fußboden- oder eine Wandheizung, kein Rocket Science ist, sondern eigentlich nur ein Wasserschlauch, der irgendwie durch so eine Wand geführt wird.
Speaker: Was eine Überdeckung ist.
Speaker: Also ich glaube, das ist ganz wichtig, dass wir mit denen auch wirklich, dass sie Hand anlegen und das begreifen.
Speaker: Also das vom Hand in den Kopf und auch wieder zurück quasi dann zu sagen, was heißt das für meine Zeichnung, was heißt das?
Speaker: Und für meinen Entwurf finde ich ganz wichtig, dass es nicht so etwas Abstraktes ist.
Speaker: Wir haben hier nicht mit einer abstrakten Materie wie Astrophysiker zu tun beim Bauen, sondern wir haben mit ganz handfesten Dingen zu tun.
Speaker: Und auch die Frage, und das ist für mich ganz wichtig, auch nicht so zu tun, als ob die auch von den Aufgabenstellungen ja schon sehr viel über Bestand zu sprechen.
Speaker: Also auch heranzuleiten, das ist jetzt mein Ziel,
Speaker: Meine absolute Überzeugung, dass die Aufgabe der Architektur in Zukunft ist, sich mit dem Bestand zu beschäftigen und vielleicht auch nicht zu bauen und das eben auch in die Diskussion mit reinzunehmen und nicht zu sagen, das kann der Bestand gegenüber dem Neubau nicht, sondern erst mal zu sagen, was kann denn so ein Haus im Bestand und was kann das auch gut, was kann das vielleicht sogar besser, das, was der Dack gesagt hat, weil es nach ganz einfachen Prinzipien gebaut ist, was können wir sogar lernen von dem Bestandsgebot.
Speaker: Also dieses Sehen und Begreifen lernen ist etwas, was mir sehr wichtig ist.
Speaker: Das kann ich nur unterstreichen.
Speaker: Das ist genau das, was ich eingangs sagte.
Speaker: Der Konsens ist eigentlich viel größer als die disputierenden Fragestellungen bei uns.
Speaker: Wir machen das permanent.
Speaker: Wir versuchen selbst auch bei den Bauherren eigentlich immer Eigenleistung zu integrieren.
Speaker: Wir machen internationale Arbeitscamps, wo genau das passiert, was eben gesagt worden ist.
Speaker: Leute Stamflehmwände machen oder auch mal ein Leichtlehmwickel oder so.
Speaker: Und ich mache es tatsächlich auch bei mir im Büro.
Speaker: Also alle Mitarbeiter, wir haben gerade jetzt letzte Woche alle Architektinnen vor allen Dingen, die zwar unterschiedlich motiviert und begabt sind, aber keine handwerkliche Ausbildung haben.
Speaker: Die haben in der letzten Woche bei einem unserer Dorfentwicklungsprojekte gemeinsam
Speaker: einen Lehmdorfbackofen gebaut.
Speaker: Tolle Sache.
Speaker: Und vor allem kannst du hinterher Pizza essen aus dem Teil.
Speaker: Das ist richtig schick.
Speaker: Und du kriegst gerade dann so ein paar Sachen mit, die du theoretisch in der Form gar nicht mitkriegen kannst.
Speaker: Wie reagiert Lehm oder wie reagiert eine Speichermasse in Relation zu einem Dämmstoff, wenn du das Zeug wirklich mal in der Hand hast und aushärten lässt und damit arbeitest?
Speaker: Ich habe jetzt gerade so ein bisschen eine spannende Rolle, weil wir haben ja Zuhörer und wir sollten schauen, oder mir wäre wichtig, dass wir das so ein bisschen auch auf die Zuhörer zuschneiden.
Speaker: Ihr habt so einen großen Konsens.
Speaker: Trotzdem freue ich mich über Fragen.
Speaker: Und mir kommen ganz viele Fragen.
Speaker: Lehnbackofen, Hands-on und so weiter, finde ich alles super, finde ich alles geil.
Speaker: Jetzt sitze ich hier und da kommt ein Bauherr, zum Beispiel aus München, ein Bauträger und der hat auch Bock oder der muss vielleicht wegen ESG und so weiter nachhaltig zu bauen und dann kommen wir an und ich habe ja mittlerweile, also DAG macht bei uns auch Schulungen und da bin ich jetzt also auch schon ganz schön gebrieft in vielerlei Hinsicht und auch mit dem Hinterfragen werde ich immer besser.
Speaker: Und dann stößt man sofort an ganz viele Hürden.
Speaker: Also zum Beispiel, gerade eben hatten wir so ein Gespräch auch wieder.
Speaker: Ja, also wir müssen auch alles nach Dienen machen.
Speaker: Zum Beispiel.
Speaker: Also du entschuldigst dich, wenn du eine Dienen in den Mund nimmst.
Speaker: Finde ich spannend.
Speaker: Also das eine ist das Verstehen.
Speaker: Aber das andere ist, wie kriegen wir das im Real Life umgesetzt?
Speaker: Das ist ja die Frage, die wir als Architekturbror haben.
Speaker: Also einige Sachen werden einfacher.
Speaker: Also zum Beispiel, wir hatten ja in der letzten Episode den Muscle Burgstaller von iStraw da.
Speaker: Das Ding lässt sich mittlerweile echt gut verkaufen, weil es leuchtet jedem ein.
Speaker: Die anderen Sachen, da stößt man immer so schnell an Grenzen und das würde mich jetzt mal interessieren.
Speaker: Wie geht man, Elisabeth, mit diesen Grenzen um an diese permanenten Stoßen?
Speaker: Und das andere ist die Skalierbarkeit.
Speaker: Also haben wir auch schon häufiger darüber gesprochen.
Speaker: Klar, ich kann ein Einfamilienhaus und so weiter, da tue ich mich leichter.
Speaker: Aber wie ist es, wenn es um eine Wohnanlage mit 200 Wohnungen geht?
Speaker: Wo so ein ganz, wo ich sag mal, das ganze Konstrukt, auch das ganze Wirtschaftskonstrukt, was uns so Probleme bereitet,
Speaker: dahinter steht.
Speaker: Wie kriegen wir das da rein?
Speaker: Elisabeth, wie geht ihr sowas an?
Speaker: Ja, also die Frage, oder Schulbau ist auch so eine Frage.
Speaker: Das ist ein ganz schwieriges Thema natürlich, weil es, und da können wir, da stoßen wir auch an die Grenzen dessen, was noch was mit dem Bauen zu tun hat oder auch mit der Frage der Qualität und der Suffizienz, das übereinander zu kriegen.
Speaker: in der Gesellschaft.
Speaker: Also wenn wir nicht mehr akzeptieren, dass ein zu öffnendes Fenster eine Qualität ist oder dass wir sagen, dass wir endlich einsehen, dass wir Menschen gerne ein Fenster aufmachen und Zahlen und Fakten und richtig rechnen, nicht so stumpf da irgendwas bilanzieren, sondern wirklich richtig rechnen und aber auch ehrlich über die Konsequenzen sprechen, dann wird es schwierig.
Speaker: Also für mich ist immer...
Speaker: immer wichtig, dass man sich vereinbart, was will man eigentlich erreichen.
Speaker: Und wenn jetzt jemand kommt und sagt, aber das will ich und das denke ich, das brauche ich und das denke ich, das brauche ich und das brauche ich für die Schulbaurechtlinie, für die Wohnbaurechtlinie, das brauche ich für das Zertifizierungssystem, das brauche ich für die Energieeffizienz.
Speaker: Das sind schon so viele Anforderungen auf einmal.
Speaker: dann weiß ich gar nicht, ob man das noch hinbekommt, einfach um Low-Tech zu bauen.
Speaker: Was machst du denn dann, Elisabeth?
Speaker: Das will ich jetzt wirklich mal wissen.
Speaker: Wenn du jemanden hast, also ich meine, die meisten, die mit mir zu tun hatten, die wissen ganz genau, was ich dann mache.
Speaker: Das kann ich mir jetzt erstmal sparen, die Antwort.
Speaker: Aber was machst du denn, wenn du solche Anforderungen hast?
Speaker: Wie reagierst du denn dann?
Speaker: Also die erste Frage ist ja immer, wo konterkarieren sich zwei von den Anforderungen?
Speaker: Wenn einer Low-Tech bauen will und sagt, ich will aber ein EH40-Haus haben, dann frage ich erst mal, wie wichtig ihm das ist und ob er bauen kann ohne die Finanzierung.
Speaker: Das wäre für mich schon mal, und wie viel er bereit ist, nur von dem Finanzierungsgeld auszugeben, weil das Haus vielleicht ein bisschen teurer wird.
Speaker: Da dürfen wir aber nicht in der Leistungsphase 3 erst mit anfangen, sondern wir müssen ganz früh sagen, was heißt es?
Speaker: Sind es 10 cm mehr Dämmung?
Speaker: Ist es eine Lüftungsanlage, weil ich eine andere Energieversorgung habe?
Speaker: Und was sind wirklich Zahlen und Fakten?
Speaker: Also was kostet das und was kriege ich bei der Förderung und was würde auch passieren,
Speaker: wenn ich das gleiche Geld nehme und vielleicht ein etwas kleineres Haus baue.
Speaker: Da reden wir jetzt nicht von, dass wir viel kleiner bauen, aber die Frage, dass wir jetzt auch gerade mit den Forschungshäusern, wo wir uns getroffen haben, da haben wir uns ja ganz andere Ziele gesetzt.
Speaker: Da haben wir ja ein Haus aus Holzlehm gebaut und eins aus Ziegel und haben gesagt, kein Ventilator im Haus,
Speaker: Und 20 bis 25 Quadratmeter im Schnitt pro Person.
Speaker: Also wir haben die Wohnfläche pro Person relativ niedrig gesetzt und haben gesagt, der Grundriss muss, jedes Zimmer hat ein Fenster, um Technik zu vermeiden und das ist gar nicht so einfach.
Speaker: Aber da ging es ja nicht um eher 40 oder sowas.
Speaker: Aber letztlich ist es natürlich, da muss man auch fair sein, du weißt natürlich der Antwort aus.
Speaker: Der Antwort auf meine Frage, nämlich wie du mit einem solchen Bauern umgehst.
Speaker: Dass wir
Speaker: Und auch diejenigen, mit denen du dieses Projekt machst, die sind ja auch hinlänglich bekannt, dass wir da Konsens haben und dass das ein glückliches Zusammentreffen ist, dass der Bauherr das auch will, darüber sind wir uns im Klaren.
Speaker: Das ist aber die absolute Ausnahme.
Speaker: Und das, was für mich interessant ist, wie gehen denn Leute wie du, die ich ja sehr schätze, damit um?
Speaker: Weil ich habe allergrößte wirtschaftliche Schwierigkeiten damit.
Speaker: Weil wenn mir jemand mit diesen Anforderungen um die Ecke kommt, dann sage ich,
Speaker: Schade, ich bin nicht dein Dienstleister, weil ich mache das einfach nicht.
Speaker: Und dann sage ich eben Schluss.
Speaker: Und das führt dann dazu, dass ich bei zu vielen Leuten Schluss sagen muss und irgendwie nun mittlerweile dann auch wirklich an die Grenzen komme, dieses Büro hier aufzunehmen.
Speaker: am Leben zu halten.
Speaker: Aber das ist halt letzten Endes der ganz wichtige Aspekt.
Speaker: Wir kommen ja mit dem, was wir tun und was wir tun können, sind wir eigentlich längst da, wo wir sein müssten oder können.
Speaker: Wir kommen immer an irgendwelche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Grenzen.
Speaker: Wenn ich mit irgendjemandem darüber diskutieren muss, ob und inwiefern so eine DIN bindend ist, ist doch lächerlich.
Speaker: Eine DIN ist eine Norm.
Speaker: Das ist kein Gesetz.
Speaker: Und es ist eine Industrienorm.
Speaker: Wer verdient denn das Geld wohl an einer Industrienorm?
Speaker: Kann doch nicht so schwer sein.
Speaker: Wobei man jetzt sagen muss, ich war zum Schluss meiner Zeit in München noch am Lehrstuhl, als das Projekt einfach bauen losging von Florian Hakel und Thomas Auer.
Speaker: Und das wäre zum Beispiel so ein Beispiel für mich.
Speaker: Die reißen da keine Norm und die reißen auch kein Gesetz und haben es trotzdem geschafft, einfach eine Außenwandkonstruktion zu bauen.
Speaker: Da ist der Fokus ja eher auf diesen einschadigen Außenkonstruktionen.
Speaker: Und genauso werden die Häuser von der Stadt und Land keine Normen kratzen.
Speaker: Aber ich muss mich extrem gut ausketten, um zu sagen, was er tun muss.
Speaker: Und wir umgehen auf bauaufsichtliche Normen.
Speaker: Wenn ich ein innenliegendes Fenster plane,
Speaker: dass ich dann einen Ventilator da reinmache, das wird man bei uns im Büro auch nicht umgehen.
Speaker: Also das sind Dinge, es gibt baufsichtlich eingeführte Normen und es gibt Normen, die werden angezogen, wenn es vor Gericht kommt und dann ist es eine anerkannte Regel der Technik.
Speaker: Und nur über den zweiten Teil darf ich, deswegen, ich finde es auch immer schwierig, wenn wir so mit den Normen so, das muss ja auch mal klar sein.
Speaker: Es gibt einen ganz kleinen Teil an Normen, der eingeführt ist als bauaufsichtliche Normen, die auch Sinn machen.
Speaker: Das sind aber ganz wenige.
Speaker: Und das andere sind Empfehlungen.
Speaker: Das sind einfach Empfehlungen, die dann ein Richter, eine Richterin nimmt, wenn es zu einem Schreitfall kommt oder ein Gutachter.
Speaker: So, und das ist ja schon mal das Wichtigste.
Speaker: Über den zweiten Teil kann ich mich mit dem Bauherrn verständigen, über den ersten Teil kann ich mich eigentlich nicht verständigen, weil das oft, also dann kann man eigentlich sofort sein Büro zusperren.
Speaker: Und die machen auch tatsächlich Sinn und das sind ganz wenige.
Speaker: So, und dann gibt es natürlich die Qualitäten, was die Energieeffizienz angeht.
Speaker: Und da ist es schon so, also ich will da nicht ausweichen zu dem Thema.
Speaker: Und
Speaker: dass wir oft genug auch scheitern im Büro, das ist auch kein Geheimnis.
Speaker: Oder dass wir an einer Stadt München scheitern, die dann einfach reinschreibt, EH40 ist ja Neustadt und Veröffentliche Bauern.
Speaker: Punkt, die schreiben es rein.
Speaker: Wir haben an der Seite der GEBO-Fakt dagegen gekämpft, wirklich, weil wir es nicht für richtig halten, das so festzulegen, einen Standard festzulegen.
Speaker: Ich kenne keine andere Studie, die bewiesen hat, dass die 8% Neubau oder 15% vielleicht in München oder wieviel sind,
Speaker: dazu führen, dass diese Stadt klimaneutral wird.
Speaker: Das wird nicht dazu führen, ob wir jetzt ein EH 55 bauen oder ein EH 40.
Speaker: Und deswegen finde ich es falsch, das erstmal reinzuschreiben als Muss.
Speaker: Man könnte schreiben gesetzlicher Standard minus x Prozent und besser.
Speaker: Damit würde man der Baukultur einen großen Gefallen tun und würde auch keine Materialschlag äußern.
Speaker: Das kann ich auch dem Bauherrn so sagen.
Speaker: Wenn der aber, um sein Projekt durchzubringen,
Speaker: diesen Energiestandard braucht, dann kann ich ihm noch sagen, wenn du jetzt noch No-Tech bauen willst, dann müssen wir aber darüber reden, dass du eine ordentliche Energieversorgung hast.
Speaker: Also es gibt ja nicht nur, weil er gar nichts davon macht oder weil er sich von allem verabschiedet, nur dann kann man mit ihm bauen.
Speaker: Das glaube ich nicht.
Speaker: Es gibt schon noch innerhalb unserer gesetzlichen Anforderungen,
Speaker: Möglichkeiten einfach zu bauen.
Speaker: Da hast du recht.
Speaker: Ich möchte mal da direkt drauf eingehen, weil das ist ein Punkt, der ist für mich wirklich ganz wichtig, weil letzten Endes hast du gerade eine Situation beschrieben, an der wir jetzt in der jüngeren Vergangenheit ein paar Mal wirklich ganz bitter gescheitert sind.
Speaker: Der Punkt ist einfach der, die Leute, die für diese Vorhaben die Ausschreibung machen oder die Vergabeverfahren machen, die haben halt keine Ahnung, was ja auch in Ordnung ist.
Speaker: Wo sollen diese Leute, die eigentlich als Amtspersonen für die Ausschreibung verantwortlich sind,
Speaker: dieses Wissen von dir oder von mir oder die Erfahrung her haben und dann diese Ausschreibung machen.
Speaker: Das heißt, die nehmen da irgendwas, von dem sie der Meinung sind, das ist jetzt das Richtige und das Sinnvolle.
Speaker: Und wenn das Ding einmal dann über die Vergabestelle gelaufen ist und wenn es einmal über eine EU-Ausschreibung gelaufen ist, da kannst du nicht hinkommen und sagen, ja, das macht jetzt mal anders.
Speaker: Worauf ich hinaus will ist,
Speaker: dass diese Schwierigkeit, dass die wirklich mal vielleicht auch nochmal anders herausgearbeitet wird und anders betrachtet wird, weil wir haben nämlich, und das ist ganz lustig, wir sind bei einer Kita, bei so einer Geschichte rausgefallen, weil wir gesagt haben, nee, also es ist völliger Schwachsinn, was da in den Ausschreibungskriterien steht.
Speaker: Und die Bauamtsleiterin, die war so dankbar, dass die von uns das mal gesagt bekommen hat.
Speaker: Da sagt sie, na, wie können wir es denn ändern?
Speaker: Die hat dann tatsächlich darum gebeten, das haben wir auch gemacht, wir haben einen unserer Bauingenieure auf eine Fortbildung geschickt und zwar für offizieller Vergabeberater für öffentliche Ausschreibungsstellen.
Speaker: Da hat er eine Fortbildung gemacht und mittlerweile ist er in Berlin und vor allen Dingen im ländlichen Raum, in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und so weiter, ist er unterwegs unterwegs.
Speaker: Und da weiß dort tatsächlich die Leute, die die Ausschreibung machen, in Bezug auf die Kriterien, die in so eine Ausschreibung kommen sollen.
Speaker: Und das ist eigentlich etwas, was ja schon von Regierungsseite, schon seit es den ersten Leitfaden für nachhaltiges Bauen gab, irgendwie angestrebt worden ist.
Speaker: Es wird eben nur nicht gemacht.
Speaker: Und ich war selber erstaunt, ich habe vor zehn Jahren irgendwie mal für das Ministerium in Potsdam so eine Fortbildung gemacht, eben für diese öffentlichen Ausschreibungsstellen.
Speaker: Ich war erstaunt, wie viele Leute da also nicht nur gekommen sind, sondern auch echt interessiert waren.
Speaker: Und man muss vielleicht einfach mal, also auch bei der Kollegenschaft,
Speaker: diese Aversion versuchen abzubauen und nicht immer zu sagen, also ich meine, das ist bei mir genau das Gleiche, ich bin da auch sehr emotional, was kriegst du hier wieder für eine bescheuerte Ausschreibung, sondern vielleicht mal die Perspektive ändern und sagen, hey, die würden eigentlich gerne sich mit Leuten wie uns unterhalten, um zu wissen, wie sie besser oder anders ausschreiben können, um an das zu kommen, wo sie eigentlich hinwollen.
Speaker: Und da sind wir wieder bei genau dem gleichen Thema, womit du begonnen hast.
Speaker: Wir sind wieder bei der Interdisziplinarität.
Speaker: Also nicht irgendwie dieses Gegeneinander, sondern einfach, hey, da ist jemand, der macht irgendwas, was mir überhaupt nicht passt, was aus meiner Erfahrung völliger Blödsinn ist, kann ich ganz eindeutig sagen.
Speaker: Und da nicht gegenzuhalten, sondern hinzugehen und sagen, ey, warum machst du das?
Speaker: Und willst du mal vielleicht von mir hören, wie du es besser oder anders machen kannst?
Speaker: Und das ist eigentlich, also wenn man versuchen sollte oder versuchen würde, dafür einen Job oder eine Arbeitsbeschreibung zu machen, ich wüsste gar nicht, wie die aussehen soll.
Speaker: Und was viel wichtiger ist, ich wüsste nicht, wer oder wie der bezahlt werden soll.
Speaker: Bei uns war das jetzt ein total glücklicher Zufall, dass die Bauamtsleiterin da ganz großen Wert drauf gelegt hat.
Speaker: Und die hat dann also tatsächlich auch die Beratung, die wir für sie dann gemacht haben, für ihre Mitarbeiter, die hat die dann auch wirklich bezahlt.
Speaker: Aber...
Speaker: Das war ein Zufall.
Speaker: Wir haben das ja sogar beim Rund mitgemacht.
Speaker: Also gleich entgegne da nochmal drauf, aber ich möchte dann gleich, weil ihr seid so im Gespräch drin, da muss ich mal richtig reingrätschen bei euch.
Speaker: Ich habe da nochmal eine ganz konkrete Frage, aber jetzt entgegne erstmal darauf.
Speaker: Du hast es beim Bund mitgemacht.
Speaker: Ja, wir haben es beim Bund mitgemacht für ein Ministerium, die Ausschreibung, dann für eine nächste Ausschreibung.
Speaker: Da ist ein anderes Umdenken da und vor der ESBAU dann auch Low-Tech, schon mal zu sagen, was heißt das, dass man das mit reinnimmt.
Speaker: Und dann haben wir auch da die Entwicklung schon mitbekommen, dass das von einem zum anderen Mal schon auch mehr im Wettbewerb, Architektenwettbewerb vorgekommen ist und dass auch die Entwürfe dahingehend beim zweiten Mal schon viel genauer geprüft wurden.
Speaker: Also wenn das zu prüfen ist.
Speaker: Ich bin nicht für Checklisten prüfen, sondern für Leute wie du und ich, die dann in den Jury sind und sagen, wenn ihr das nehmt,
Speaker: dann habt ihr diese Studie vorher umsonst gemacht.
Speaker: Also klipp und klar zu sagen, diese Architektur wird nicht dahin führen, was ihr euch vorgestellt habt.
Speaker: Die können wir nehmen.
Speaker: Ich verstehe auch, der Städtebau ist vielleicht besser, um was dann immer gesprochen wird.
Speaker: Aber dieser Entwurf führt entweder zu weniger Komfort oder zu höherer Technik.
Speaker: Und Ähnliches habe ich gemacht für ein großes Schuhprojekt, ein sehr umsichtiger Bauer und das finde ich, wie gesagt, man kann auch über das Scheitern sprechen, ich würde sagen, da läuft es nicht.
Speaker: Ein umsichtiger Bauherr, der das im Wettbewerb schon gefordert hat, wo man das super vorbereitet hat, auch eine, finde ich, gute Ausdruckung dazu geschrieben hat.
Speaker: Das ist ja schon mal die halbe Miete, gute Büros ausgesucht hat, denen man das zutraut.
Speaker: Und einen Entwurf ausgesucht hat, der jetzt aus Low-Tech-Sicht vielleicht nicht 100 Punkte hatte, sondern 90.
Speaker: Aber man kann jetzt auch nicht sagen, alle Architektur dreht sich nur noch darum, sondern es geht ja auch um ein gutes Abwägen.
Speaker: Das war eines, wo man gesagt hat, das ist ein Entwurf, wo man die beste Schnittstelle findet unter pädagogischen Konzepten und allen Konzepten.
Speaker: Und jetzt, es war schon im Jurybericht steht drin, wo hinsichtlich Low-Tech das Haus bearbeitet werden müssen.
Speaker: Die haben mich dann weiter mitgenommen in die Beratung des VGVs, in die Beratung der Ausschreibung, in die Auswahl der Planer.
Speaker: Man hat sogar das so weit gedreht, dass man gesagt hat,
Speaker: Ja, Low-Tech heißt, Honorare werden vielleicht weniger.
Speaker: Das ist ja einer der großen Probleme, dass wir Ingenieure nach der Investitionssumme bezahlt werden, weil man meint, dass ein Gebäude mit viel Technik mehr Aufwand in der Planung ist als ein Gebäude mit wenig Technik.
Speaker: Es ist genau andersrum aus der Form.
Speaker: Wir müssen viel mehr zusammensitzen, wir müssen viel mehr diskutieren, auch im produktiven Streit manchmal dazu kommen.
Speaker: Wir müssen den Bauherrn, den Bauherrn beraten.
Speaker: Also es ist viel mehr Arbeitstechnik wegzulassen und wir kriegen weniger Geld.
Speaker: Also das ist ein großes Problem, das ich sehe in der Honorierung von Ingenieurleistungen.
Speaker: Das gilt auch für Architektenleistungen.
Speaker: Aber ich kann ja nur von dem reden, das ich brauche, um meine Leute zu bezahlen und die zu motivieren und einen Anreiz zu geben.
Speaker: Das hat mir in dem Wettbewerb schon ausgeklickt.
Speaker: Das hat mir in dem Wettbewerb schon gesagt, ihr kriegt eine gewisse Summe X. Auf jeden Fall.
Speaker: Also so als Ausgleich für Low-Tech.
Speaker: Und dann haben die das alle versprochen.
Speaker: Wir haben ein gutes Planerteam meiner Meinung nach ausgelöst.
Speaker: Es läuft aber nicht.
Speaker: Nach zwei Mal war schon drin, hieß es, ne, natürliche Lüftung in der Schule, da kommt erst Zoges im Winter.
Speaker: Gut, das wissen wir alle, dass wenn man im Winter das Fenster aufmacht, dass es zieht.
Speaker: Das ist die Frage der Zumutbarkeit.
Speaker: Und ob Lehrer, ob das zumutbar ist.
Speaker: Das geht ja schon los mit dem, wie viel PPM lässt man dazu, das lasse ich jetzt mal weg, aber dann ging es um die Zumutbarkeit.
Speaker: Okay, dann hat man gesagt, das ist so, das ist gesunder Menschenverstand, kann man sich noch vorstellen.
Speaker: Beim drei Schuh fixe Spätthäste, aber im Sommer kommt kein Sauerstoff mehr rein, wenn innen und außen gleiche Temperaturen sind.
Speaker: Dass wir immer einen gewissen Impuls an der Fassade haben.
Speaker: Sonst wären wir doch alle erstickt.
Speaker: Ich verstehe überhaupt nicht die Diskussion.
Speaker: Es kam jedes Mal und ich sitze wirklich nur in diesem Schuss fixen drin und das ist sehr ermüdend.
Speaker: Also wir haben keine Planungsaufgaben.
Speaker: Wir sitzen für den Bauherrn da drin und versuchen Low-Tech durchzubringen.
Speaker: Und dann kommen von der Stadt und von allen anderen andere Interessen noch mit rein.
Speaker: Das muss ich jetzt sagen, weil es meine Heimarschale ist, es ist nicht München, es ist nicht Braunschweig.
Speaker: Und das ist ermüdend und das ist ganz schwierig.
Speaker: Und ich weiß aber, wenn unser Büro da sitzen würde und von hinten zwei Personen bei uns im Büro Druck machen würden aus der Geschäftsführung, dann wären wir in dem Projekt schon weiter.
Speaker: Und ich frage mich auch, da habe ich keine Antwort darauf, wie kriegen wir dieses Mindset,
Speaker: in die Büros und in unsere Planungskultur.
Speaker: Da geht es um Planungskultur und da geht es darum, nicht mehr Dienstleister zu sein, sondern Treuhänder mit dem Geld unserer Bauherrschaften umzugehen.
Speaker: Mit dem Geld, das sie investieren und das sie auch in Zukunft zur Wartung brauchen.
Speaker: Wir sind Treuhänder und keine Dienstleister.
Speaker: Ich gebe dir gleich eine Antwort, jetzt lassen wir es mal hin.
Speaker: Also ich möchte jetzt mal einhaken, weil mir geht die ganze Zeit ganz viel durch den Kopf.
Speaker: Ich war ja gerade in diesem Jufik.
Speaker: Und da haben wir folgende, also ich finde das alles
Speaker: Super nachvollziehbar und es zeigt ja genau das Spannungsfeld auf.
Speaker: Es blendet jetzt eine Sache aus, weil die bei euch nicht vorhanden ist.
Speaker: Ihr wisst, worum es geht und wie man da rangeht.
Speaker: Wir wissen das nur bedingt.
Speaker: Wir lernen das gerade.
Speaker: Und das ist wahrscheinlich die Standardsituation bei vielen Planungsbüros, behaupte ich jetzt mal, dass wir uns da erst reindenken müssen.
Speaker: Also ich schildere mal die Situation, in der wir gerade eben in diesem Gespräch waren.
Speaker: Wir haben einen Bauherrn, der will.
Speaker: Wir haben Planer, die wollen alle.
Speaker: Und ich sage jetzt einfach mal aus offenbar Unwissenheit heraus, haben wir jetzt schon gesagt, ja, wäre doch gut, wenn es ein EH40-Haus wäre.
Speaker: Aber was will der denn?
Speaker: Du sagst, wir wollen, er will, die Planer wollen.
Speaker: Was wollt ihr denn?
Speaker: Was wollt ihr denn?
Speaker: Das frage ich mich.
Speaker: Also wir haben eigentlich so eine DAG-Position gemacht.
Speaker: Also es geht schon darum, wirklich Low-Tech zu implementieren.
Speaker: regenerative Baustoffe und so weiter und so weiter.
Speaker: Also in dem Fall, es ist ein Projekt, es ist ein Neubau, also dieses Thema, dass man in den Bestand geht, bin ich völlig d'accord, ist da aber nicht das Thema.
Speaker: Es ist Neubau, Wohnanlage, 120 Wohnungen, Kita und Gewerbe.
Speaker: Es soll ein kompletter Holzbau werden.
Speaker: Ich möchte gerne von den Materialien her das Thema Stroh mit reinbringen, Strohdämmung.
Speaker: Wir wollen schauen, dass wir auf
Speaker: also keine Unterkellerung haben und, und, und.
Speaker: Also wir spielen, wir deklinieren die gesunden Baumaterialien durch, auch im Innenraum, also die Strohtrennwände, Lehmbömerflächen, all solche Themen bringen wir rein.
Speaker: Und natürlich einen guten Energiestandard.
Speaker: Und jetzt, ich gebe es ganz offen zu, ich oute mich hier als jemand, der da anscheinend die falschen Weichenstellungen vorhatte, habe ich gesagt, ja, EH40 sollten wir doch mal untersuchen, oder?
Speaker: Ob das nicht Sinn macht, wenn man es sozusagen, du hast gerade gesagt, macht nicht immer Sinn.
Speaker: Also das wäre meine erste Frage.
Speaker: Meine zweite Frage ist,
Speaker: Wir stoßen dann ganz schnell an so eine Grenze.
Speaker: Es ging zum Beispiel um das Thema Lüftung.
Speaker: Dann habe ich gesagt, ich möchte, dass wir keine kontrollierte Wohnraumlüftung haben.
Speaker: Dann sagen die, ja, aber die DIN, wie fordert das?
Speaker: Und das sagt man dann.
Speaker: Dann ist ja die Frage, welchen DIN fordert das?
Speaker: Das fordert keine DIN.
Speaker: Das ist genau der Punkt.
Speaker: Das fordert keine DIN.
Speaker: Das steht natürlich, wenn ich da irgendwie die 1946, es ist ja nicht so, als ob ich die ganzen Dinger nicht kennen würde, dass erst mal, wir haben den TÜV Süd eingeladen, weil wir es selber irgendwann nicht mehr wussten,
Speaker: Wenn man ein dichtes Gebäude baut, muss man Fenster aufmachen.
Speaker: Wenn ich ein innenliegendes Bad habe, muss ich Luft nachströmen lassen wegen Geruch.
Speaker: Das hat aber nichts mit dieser 1946 zu tun.
Speaker: Es gibt eine bauaufsichtlich eingeführte Norm, die 18017.
Speaker: Die besagt, wenn ich ein innenliegendes Bad oder Sanitärraum habe oder eine Küche, dann muss ich so und so viel Kubikmeter nachströmen lassen.
Speaker: Das kann ich entweder machen, indem ich es mit dem Lichthalter koppel oder ich kann es machen, indem ich es im Dauerzustand nachlaufen lasse oder mitlaufen lasse.
Speaker: Und dann habe ich Undichtigkeiten im Fenster oder ich habe kontrollierte Undichtigkeiten in der Fassade.
Speaker: Fernhaft, das ist die einzige Norm und die kann ich sogar umgehen, wenn ich als Architekt ein Bad mit Fenster baue.
Speaker: Dann muss ich, wenn ich es selber benutze, demjenigen sagen, was das heißt, wie man Fenster bedient und wie man richtig lüftet, oder ich muss es beim Mietvertrag mit dazugeben.
Speaker: Oder ich kann immer noch einen kleinen Ventilator einbauen, wenn ich das will, der feuchtigesteuert ist und nur angeht, wenn jemand wochenlang nicht im Haus ist und sich aus irgendeiner Weise Feuchtigkeit in der Wohnung... Das weiß ich nicht.
Speaker: Aber das muss ja einer wissen.
Speaker: Das muss ja dein Ingenieur wissen und der muss es auch wollen.
Speaker: Und der muss es auch sagen.
Speaker: Aber jetzt folgende Situation.
Speaker: Okay, verstanden.
Speaker: Jetzt haben wir die Situation, die Seite ist schallbelastet.
Speaker: Es geht ja immer um die Schlafräume und es ist ja nicht zumutbar, dass ich ein Fenster abmache, wenn es draußen zu laut ist.
Speaker: Deswegen muss ich also das irgendwie anders sicherstellen, diesen notwendigen Luftwechsel, damit es mir eben im Schlafzimmer nicht zu feucht und nicht so stickig wird.
Speaker: Und das ist das eine, was ich verstanden habe, warum er sagt, da kommen wir vielleicht nicht dran vorbei.
Speaker: Er hat auch übrigens den TÜV Süd ins Spiel gebracht, fand ich sehr spannend.
Speaker: Ich glaube, vielleicht ist die, weil wir suchen eigentlich nach einem professionellen Schuldigen.
Speaker: Vielleicht ist das so eine Lösung.
Speaker: Aber das andere Thema war, dass der Bauherr sagt... Wer übernimmt die Verantwortung?
Speaker: Das ist die wichtigste Frage.
Speaker: Das wird der TÜV Süd auch nicht machen.
Speaker: Der wird euch auch nur sagen, was in den Regeln steht und welche einzuhalten sind und nicht.
Speaker: Aber man muss alle...
Speaker: Es gibt nichts Schlimmeres als einen schlecht beratenden Bauherrn.
Speaker: Wenn man alles auf dem Tisch legt und es kann nicht spät irgendwann sein, sondern am Anfang müssen auch alle den Mund aufmachen, auch wenn noch keine fertigen DWGs da liegen.
Speaker: sondern die Ziele müssen klar sein.
Speaker: Und wenn das Ziel Low-Tech ist und wenn das Ziel ist, Lüftung zu vermeiden im Haus, dann muss man sich überlegen, was heißt das.
Speaker: Und Lüftung zu vermeiden heißt Fenster aufmachen.
Speaker: Und ich weiß auch nicht, warum ein Schlafzimmer stickig ist.
Speaker: Entweder ich baue ein Kippfenster ein, gut, oder es erstickt auch niemand, wenn da mal nachts das Fenster zu bleibt.
Speaker: Aber das hat Konsequenzen einfach.
Speaker: Und will ich damit leben oder nicht?
Speaker: Das ist ja die große Frage.
Speaker: Es ist für mich nochmal ein ganz wichtiger Punkt, das wirklich auch nochmal klar zu machen.
Speaker: Also Hinrich, auch bei dir.
Speaker: Es gibt ja immer, also es gibt ja so zwei wesentliche Dinge, mit denen ich mich immer extrem unbeliebt mache.
Speaker: Wenn ich sage, Vertrauen gibt es in meiner Welt nicht.
Speaker: Vertrauen ist das andere Wort für, ich war zu faul zum Kontrollieren.
Speaker: Das ist das eine und das andere ist, du musst dich freimachen vom Geld.
Speaker: Aber es ist tatsächlich genau so, wenn dir da irgendeiner mit Nadine um die Ecke kommt,
Speaker: dann musst du genau das tun, was Elisabeth eben gesagt hat.
Speaker: Du musst einfach fragen, was meinst du denn eigentlich?
Speaker: Und dich nicht von solchen Schlagworten erschlagen lassen.
Speaker: Und es gilt natürlich auch genauso für dich.
Speaker: Du versteckst dich ja auch unter irgendwelchen EF-Bilden.
Speaker: sonst was Dingern, die du dann anbietest, ohne wirklich genau zu wissen, was die Konsequenz ist.
Speaker: Also Vorsicht mit solchen Geschichten und Vorsicht auch irgendwie mit den Leuten, auf die man dann hört, die vermeintliche Fachingenieure sind, gerade Haustechniker oder Elektrofritzen, die dir irgendein Zeug erzählen, was wir da unbedingt brauchen.
Speaker: Pussekuchen, warum brauchen wir das?
Speaker: Erklär es mir, sag es mir, zeig es mir.
Speaker: Wenn du es brauchst,
Speaker: gut erklären kannst und wenn es nachvollziehbar ist, bin ich der Letzte, der dagegen opponiert.
Speaker: Aber das ist ja meistens gar nicht der Fall.
Speaker: Das passiert doch gar nicht.
Speaker: Aber jetzt frage ich nochmal nach.
Speaker: Also dahinter steht doch folgende Sorge.
Speaker: Der Bauherr sagt, er will safe sein.
Speaker: Darunter verstehe ich, dass der Bauherr Angst hat, was ist sein Risiko, dass ein Mieter klagt oder ein Käufer klagt.
Speaker: Das ist das Risiko.
Speaker: Da will er safe sein.
Speaker: Wie, wie, wie und, und da fehlt mir ganz offenbar noch, ich will das lernen, das Fachknowledge.
Speaker: Ich will Low-Tech, ja.
Speaker: Die Frage an dich, Elisabeth, wären diese zwei Fragen.
Speaker: Also das eine ist, wie verhalte ich mich gegenüber dem Bauherrn, um ihm diese Angst zu nehmen?
Speaker: Was muss er tun, damit er aus dieser Angst rauskommen kann?
Speaker: Und das zweite ist, was ist eigentlich genau Low-Tech?
Speaker: Aber das, also, was war ich mal in der Reihenfolge?
Speaker: Also die Angst kann man ihnen nicht nehmen, weil die Angst kann ich ihnen nur nehmen, wenn ich in Häuser gehe und die zeige, dass es funktioniert.
Speaker: Anders kann man ihnen die Angst nicht nehmen.
Speaker: Und ob jetzt jemand eine Wohnung abkauft, die keine Lüftungsanlage hat, das ist ein Problem unserer Immobilienwirtschaft.
Speaker: Wenn nur noch technisch aufgerüstete Häuser gute Häuser sind, dann kommen wir damit nicht weit.
Speaker: Also das weiß ich jetzt nicht, ob er die Wohnung nicht vermietet kriegt oder nicht.
Speaker: Es gibt immer so Leute wie mich, die nie eine Wohnung ziehen würden mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung.
Speaker: Also ich wäre schon raus als Käufer oder Mieter, muss ich auch sagen.
Speaker: Vielleicht gibt es auch welche, die er sonst außen vor lässt.
Speaker: Aber das Risiko, er wird nie ein Haus bauen können, das für alle funktioniert, das gibt es einfach nicht.
Speaker: Wir kommen und das ist für mich ganz wichtig, gerade auch für dich, Henrich.
Speaker: Wir kommen letztlich, tut mir leid, genauso wie du auf die Bitcoin kommst, komme ich immer wieder aufs kapitalistische System.
Speaker: Ich bringe niemanden um seine Angst, die er sich einbildet.
Speaker: Wir leben in einem System, welches davon lebt, das Geschäft mit der Angst zu machen.
Speaker: Die größten Verdiener bei uns im System sind Banken und Versicherungen.
Speaker: Versicherungen versichern deine Angst.
Speaker: Wenn du Angst hast, davor zu sterben, kriegst du eine Lebensversicherung.
Speaker: Und wenn der Auftraggeber Angst hat, dass er irgendwie von einem Mieter oder einem Käufer verklagt wird, dann kriegt er irgendeine Garantie.
Speaker: Dass das alles nicht hinhaut und dass das nicht funktioniert, das sollten wir eigentlich mittlerweile alle wissen.
Speaker: Ich bin bei dir.
Speaker: Ich will bei diesem konkreten Fall bleiben.
Speaker: In dem Fall geht es nicht um einen Bauträger, der jetzt Wohnung verkauft, sondern es geht um...
Speaker: Ich glaube, ich würde jetzt, also bei uns ist es ja immer so, wir planen ja auch die Haustechnik und die Bauphysik.
Speaker: Ich würde dem einfach aufzeigen, was heißt das, wenn das Fenster nachts geschlossen bleibt, wie viel CO2 entwickelt sich da drin und das eine Vorstellung kriegt, immer einen Vergleichswert.
Speaker: Menschen können Werte nicht einordnen, wenn sie nicht wissen, wie sich das anfühlt.
Speaker: Also ich würde mal sagen, so ist es.
Speaker: Das sind 1800 ppm und so.
Speaker: Dann würde ich ihm zeigen, was passiert, wenn er das Fenster gelüftet lässt.
Speaker: Das ist doch das Gleiche wie beim Schulbau.
Speaker: Wenn ich denen sage, sie müssen das Fenster während der Stunde aufmachen, dann kann ich mir das nicht vorstellen.
Speaker: Wenn man denen sagt, dass es nach 20 Minuten, drei Minuten ist bloß fünf Grad außen, dann kann sich ein Mensch darunter was vorstellen.
Speaker: Ich glaube, es ist wichtig, dass wir mit diesen komplexen Zahlen auf menschlichen Maßstab in der Erläuterung kommen.
Speaker: Was heißt das für mich oder für meinen Mieter oder für meinen Käufer?
Speaker: Das ist wichtig.
Speaker: Das ist keine normale Leistung, dass man mal zeigt, was passiert in so einer Wohnung, was CO2 angeht.
Speaker: Das ist schon mal das eine.
Speaker: Das andere ist, dass man eben sagt, wenn du jetzt eh ein innenliegendes Bad hast, dann machen wir den Fensterfalzlüfter in das, aber wir legen jetzt nicht nach dem aus,
Speaker: Das heißt für dich, das ist eine Empfehlung in der Norm, die hintergehen wir.
Speaker: Deine Konsequenz könnte das sein.
Speaker: Mach an deinen Mietvertrag eine Klausel, wie er lüften soll und mach an deinen Verkaufsvertragsbeschreib ein, dass es nicht erfüllt ist.
Speaker: Und wenn er dann Angst hat, die nicht verkaufen zu können oder vermieten zu können, das können wir ihm über Engineering nicht leisten.
Speaker: Ja, völlig klar.
Speaker: Also ich glaube, das müssen wir auch nicht weiter vertiefen.
Speaker: Es geht letztlich um Aufklärung durch Beispiele.
Speaker: Also solche Wohnungen zeigen, finde ich eine super Idee.
Speaker: Also würde ich wahnsinnig gerne darauf zurückkommen, dass wenn, gibt es in München solche Wohnungen, wo man gut durchführen kann?
Speaker: Wahrscheinlich Florian Nagler draußen in Bad Albring, oder?
Speaker: Florian Nagler bei Aibling, aber auch die städtischen Wohnbauten in München, einige, die so gebaut sind.
Speaker: Und ich meine, es gibt ja auch die anderen, es gibt ja auch, das muss man auch sagen, gerade in München von der GEBO, faktore Studien, was die sechs Vorschulshäuser in Riemen zeigen,
Speaker: dass Menschen mit diesen, je mehr Technik drin ist, das Performance Gap steigt, von dem was man sich in der Energie erwartet hat, im Komfort, dass je mehr man einbaut, desto mehr steigt die Divergenz zwischen Ziel und Wirklichkeit.
Speaker: Zwischen die Wirklichkeit und die Realität, zwischen die Idee und die Wirklichkeit fällt da der Schatten.
Speaker: Das muss man wirklich mal ganz klipp und klar sagen.
Speaker: Oder auch die Passivhäuser, die Sie sich angeschaut haben.
Speaker: Also das ist schon ein großes Thema.
Speaker: Und die andere Frage ist ja wirklich, was können wir uns noch leisten in Zukunft und wie viel Verantwortung müssen wir auch wieder selber übernehmen für unser Raumklima?
Speaker: Ich glaube, das ist auch etwas, und nehme ich vielleicht dann auch wieder ein Kauftes, wenn ich in der Stadt lebe, ich mal ein Auto höre.
Speaker: Das ist schon ein Thema natürlich, weil es gibt auch viele Altbauten in München an Straßen, wo das überhaupt nicht in Frage gestellt wird, weil es da ist.
Speaker: Also deswegen, man kann auch in Häuser gehen, die weder Schallschutzfenster haben noch Sonstiges, wo Menschen schon sehr lange drin leben und gelernt haben, mit dem zu leben, weil sie hatten gar nicht die Wahl, sich da so bequem etwas zu suchen.
Speaker: Ja.
Speaker: Jetzt auch noch mal, wir sind ja tatsächlich bald bei 50 Minuten.
Speaker: Ich würde mich freuen, wenn wir noch ein bisschen überziehen dürfen, weil ich finde es richtig spannend.
Speaker: Wie ist das bei dir?
Speaker: Hast du noch ein bisschen?
Speaker: Ich habe noch Zeit.
Speaker: Ja, wunderbar.
Speaker: Dann stelle ich trotzdem noch mal die Frage und dann will ich euch nicht immer reingrätschen, aber das sind halt die Sachen, was ist Low-Tech?
Speaker: Was ist Low-Tech?
Speaker: Was ist Low-Tech?
Speaker: Wenn ich eine Definition hätte, wäre ich glücklich.
Speaker: Bin ich natürlich schon oft in meinem Leben gefragt worden.
Speaker: Und die Frage ist nicht, Low-Tech ist nicht No-Tech, das möchte ich auch mal sagen.
Speaker: Und Low-Tech ist auch nicht die maximale passive Aufrüstung eines Hauses mit Sensoren und Elektrotechnik, ist für mich auch nicht Low-Tech.
Speaker: Was viele unter Low-Tech verstehen mit Kamineffekten und da geht eine Klappe auf und ganz viele Fühlern im Haus, ist für mich kein Low-Tech.
Speaker: Für mich ist Low-Tech erstens, wenn wir Komponenten anbauen, was die Technik angeht, also ein System nehmen, das ganzjährig mein Haus in Schuss zu komfortablen oder zu guten raumklimatischen Verhältnissen führt, wenn ich eine Kühlung im Sommer brauche, dass ich dafür nicht ein zweites System habe oder gar ein drittes System, sondern dass ich sage, wie ist der Lastgang des Hauses und was kann dieses System
Speaker: dieses System machen.
Speaker: Für 90 Prozent der Fälle und die anderen zehn, wird es zu warm oder wird es vielleicht auch mal eine Stunde zu kalt oder ich schaue mal, wann würde es denn überhaupt 19,6 Grad werden.
Speaker: Also das ist für mich Low-Tech.
Speaker: Wenn ich ein System habe, das sehr viel kann.
Speaker: Zum Beispiel, wenn ich eine Fußbodenheizung nehme, die ich auch im Sommer zu temperieren nehme.
Speaker: Unser ganzes Büro funktioniert so im Zusammenhang mit einer Grundwasserwärmepumpe oder mit einem Wärmetauscher.
Speaker: Und
Speaker: Und für mich ist auch nicht Low-Tech, wenn ich 180 Motoren zur Nachtlüftung, Witterungs- und Einbruchsgeschützt plane, sondern da kann für mich Low-Tech auch eher sein, dass ich die Fußbodenheizung im Sommer nehme, um mit erneuerbaren Energien zu kühlen.
Speaker: Also nur mal so als Zeichen, dass es nicht darum geht, gar nichts mehr einzubauen, sondern dass es darum geht, eben mit wenigen Komponenten einen guten Komfort für die meiste Zeit im Jahr zu schaffen.
Speaker: Und auch das menschliche Nutzerverhalten mit einzubeziehen.
Speaker: Also jemandem zuzutrauen, für seine eigene CO2-Abfuhr- und Frischluftversorgung mal einen Griff in die Hand zu nehmen und Fenster aufzunehmen.
Speaker: Das ist banal, kann man meinen, aber das ist nicht, dass man das in Planungsbesprechungen immer mit großer Freude entgegennimmt, solche Veränderungen.
Speaker: Das ist für mich laut der Grund des Zusammenspiels eben, Lastgänge vom Gebäude, also Überhitzung und Auskühlung zu reduzieren über die Architektur, über Speichermas, über die Physik und in der Umgebung zu schauen, wann habe ich fluktuierende,
Speaker: Ich sitze gerade am Institut.
Speaker: ist für mich Low-Tech.
Speaker: Wir haben einen großen Raum, der große klimatische Probleme hatte vor allem Sommer, 70er Jahre.
Speaker: Hochhaus zählter Stock, kein Sonnenschutz.
Speaker: Ich habe das Institut an der Uni in Braunschweig zu einem Reallabor mit Lehm.
Speaker: Wir haben versucht, in einem Bestandsgebäude, in dem wir nicht viel machen können, durch gezielte Sätzen von Wänden zu überlegen,
Speaker: können wir diese große Fläche im Winter und im Sommer anders nutzen, indem wir gezielt Wände setzen, die unterschiedliche Räume konfigurieren, haben eine PV auf dem Dach, eine reversible Wärmepumpe und pumpen in diese aktivierten Lehmwände.
Speaker: Nur dann, wenn Strom im Netz ist, kühle und ziehen die ziemlich weit runter in der Kühle, weil der Lehm ja eine sehr sorgative Fähigkeit hat und wir eben mit dem Lehm aus diesen Stromspitzen sehr lange Energie speichern können.
Speaker: Und im Winter laden wir die auf, um zu heißen.
Speaker: Elisabeth, mal ganz kurz unterbrechen bitte.
Speaker: Lehmwände, sind das Stampflehmwände oder ist das gemauert?
Speaker: Nein, das sind zwölf unterschiedliche Systeme.
Speaker: Also es ist von Leichtbau mit Lehm-Miscantus-Platten, die durchspült sind, bis hin zu Kapillarwamatten in Strommattenlehm beworfen.
Speaker: Also wir haben von traditionellen Systemen bis hin zu Lehm-gemauerten Wänden, aber Stammfliegen haben wir nicht, weil das die Statik des Hauses nicht getragen hätte im 10.
Speaker: Stock.
Speaker: Und man muss ja auch ehrlich sagen, der Stammfläben ist zwar sehr schön, aber die wirksamen Schichten, das waren so die Voruntersuchungen, die wir gemacht haben, sind eher die ersten zwei bis drei Zentimeter.
Speaker: Aber hätten wir sonst auch einen Teil aus Stammfläben gemacht, ging jetzt aus der startlichen Christophon-Klast heraus nicht.
Speaker: Und das funktioniert super gut.
Speaker: Und die Frage ist ja, wie verteilen wir uns im Raum?
Speaker: Und dann haben wir in der Polder diese Gewächshäuser bei der IBA Thüringen in diesen Eiermannbau gestellt vor Jahren.
Speaker: Kann man ja gerade sehr schön auch besuchen zur IBA Ausstellung Thüringen.
Speaker: Und wo wir gesagt haben, ja, wenn das Haus das nicht leistet, dann stellen wir ein zweites rein und das ist im Winter.
Speaker: Das, was wir nutzen und das heizen wir ziemlich schnell mit unserer eigenen Körperwärme, mit dem Licht und mit dem Computer.
Speaker: Und solche Themen haben wir eben hier auch gemacht, dass wir sagen, wir nutzen diese Fläche im Winter und im Sommer etwas anders.
Speaker: Und im Sommer haben wir eben viel Speichermasse, speichern Stromspitzen aktiv.
Speaker: Und jetzt kann jeder sagen, ist denn das noch Low-Tech?
Speaker: Für mich ist das totale Low-Tech.
Speaker: Da jetzt mit einer Wärmepumpe, ohne irgendwelche Regelkreise, sondern einfach kaltes Wasser in diese Wände zu spülen, das ist überhaupt nichts Schwieriges.
Speaker: Und dafür aber keinen einzigen Motor an der Fassade zu haben, keinen Sensor, keinen Sonnenschutz, der einen Windrichter braucht, haben wir alles nicht.
Speaker: Ist für mich schon, oder mich im Winter in einen kleineren Raum zurückziehen zu können, der warm ist, weil die große Fläche vielleicht ein bisschen kälter ist.
Speaker: Und jemand, dem das nicht so stört, wenn es 19 Grad ist, der bleibt halt auf der Fläche sitzen.
Speaker: Das sind für mich schon Konzepte, die sind fernab von allen Komfortmodellen, die wir heute fahren.
Speaker: Aber der Mensch ist auch fernab von allen Komfortmodellen.
Speaker: Und deswegen ist es für mich wichtig, dass wir da ganz anders drüber nachdenken, messen und Erfahrungen sammeln.
Speaker: Und das ist für mich schon Low-Tech, das Zusammenspiel zwischen erneuerbaren Energien, Materialien und eben der Minimierung von Komponenten.
Speaker: In der Konstruktion, aber auch in der Technik.
Speaker: Also finde ich total gut, was du da erzählst, aber da möchte ich jetzt mal ganz frech noch ein bisschen einen draufsetzen, weil wir sind gerade dabei zu versuchen, in Sachsen-Anhalt so eine Dorfentwicklung zu machen und wir sind dabei, ähnlich wie du mit deinen ganzen Wänden und so weiter, wir sind dabei zu versuchen, eine Förderung von der Zukunft baut zu kriegen oder so.
Speaker: Aber was ich sagen wollte, also diese Kühlung, wir haben ein Konzept, wo wir, es ist noch nicht realisiert, es schwirrt im Augenblick noch in unseren Köpfen rum, wir haben da sehr viel Wasser.
Speaker: Also da sind halt die Teiche, da sind die Elbwiesen und so weiter.
Speaker: Da ist immer viel Wasser vorhanden und auch ein relativ hoher Grundwasserstand mit der entsprechenden Temperatur.
Speaker: Und unsere Idee ist einfach eine Windwasserpumpe, also möglichst direkt ohne eine Übersetzung über Strom oder sonst irgendwie was.
Speaker: Windwasserpumpe, so wie man das aus den alten Westernen kennt.
Speaker: hochpumpen in der Zisterne, sodass du letztlich den Druck, den Wasserdruck hast und wenn du es dann brauchst, lässt du es dann durch die mit Rohren versehenen Lehmwände laufen, machst einfach den Hahn auf.
Speaker: Ist letzten Endes überhaupt nichts anderes als das, was du da gerade eben erzählt hast, nur dass da eben diese ganze Stromgeschichte nochmal rausgeht, weil das funktioniert halt rein mechanisch.
Speaker: Jetzt kannst du natürlich sagen, wenn er jetzt hier mit Spielmehr das Lied vom Tod Western ankommt mit seiner Windwasserpumpe, ist es vielleicht doch ein bisschen sehr weit zurückgenommen.
Speaker: Aber ich finde es ganz reizvoll.
Speaker: Und wir sind, wie gesagt, gerade dabei, sowas zu planen oder zu konzipieren.
Speaker: Mal gucken, ob wir das hinkriegen auch noch.
Speaker: Also es ist für mich auch nicht viel anderes als ein Grundwasserbrunnen.
Speaker: Ob du die jetzt hochpumpst und dann durch Schwerkraft runterlässt,
Speaker: Der Unterschied ist der, dass wir nicht mit Strom arbeiten, sondern du hast halt wirklich... Aber irgendwann muss ja der... Also der Wind produziert ja Strom, oder?
Speaker: Nein, nein, nein, nein, eben nicht.
Speaker: Deswegen sage ich ja, das ist ja wie bei... Dafür bin ich jetzt vielleicht zu jung, Doug.
Speaker: Oh, komm, ey.
Speaker: Also...
Speaker: Ich habe keine Wester geguckt im Leben.
Speaker: Aber du kennst doch diese typischen Windwasserpumpen, die an diesen Eisenbahnlinien standen.
Speaker: Und da hast du halt keinen Strom mehr.
Speaker: Das ist rein mechanisch.
Speaker: Das Bild kriege ich jetzt nicht mehr aus dem Kopf.
Speaker: Du bist sowas von Spiel mir das Lied vom Tod.
Speaker: Ich möchte jetzt noch euren epischen Streit einmal live ausgetragen sehen.
Speaker: Also DAK ist ja ein Verfechter der Stromheizung, eingelegt als Gewebe, am besten in der Decke.
Speaker: Und er hat mir gesagt, dass ihr da ein Dissens habt.
Speaker: Und jetzt möchte ich nochmal einmal hören und sehen, wie ihr, oder habe ich was falsch gesagt?
Speaker: Nein, nicht ganz, nicht ganz.
Speaker: Und dann möchte ich euer Dissens jetzt, den Trakt mal aus.
Speaker: Ja, nicht ganz.
Speaker: Also das muss ja gar nicht unbedingt Stromheizung sein.
Speaker: Es ist zwar häufig eine Stromheizung bei uns, das ist tatsächlich so.
Speaker: Das sind einfach Glasfasermatten, Bewährungsmatten.
Speaker: die eben elektrisch aktiviert werden können.
Speaker: Nein, der große Dissens, an den ich mich erinnere, war der, ich bin ein totaler Verfechter von einer Deckenflächenheizung.
Speaker: Also wir machen seit mittlerweile, wo weiß ich, jetzt sind es schon 10, 12 Jahre.
Speaker: Wenn wir überhaupt mit einer Heizung arbeiten, was auch nicht immer der Fall ist, dann möglichst immer in die Decke.
Speaker: Und wenn die Decke nicht ausreicht, dann noch ein bisschen in die Wand.
Speaker: Was ich gar nicht möchte, ist Fußboden.
Speaker: Und Heizkörper sowieso überhaupt gar nicht.
Speaker: So, und da kann ich mich erinnern, dass Elisabeth die Idee mit der Deckenfläche ganz grausam fand, weil sie der Meinung war, da kriegst du einen heißen Kopf, kommt die Wärme von oben und will keiner haben, ist ganz unangenehm.
Speaker: Nee, das ist nicht mehr so.
Speaker: Nicht mehr so ganz so richtig wiedergegeben.
Speaker: Ich wollte gerade sagen, entweder erinnere ich mich falsch oder du hast dich vielleicht entwickelt.
Speaker: Jetzt bin ich gespannt auf deine Antwort.
Speaker: Also die Physik habe ich nicht gedreht in den letzten fünf Jahren.
Speaker: Mir ging es darum,
Speaker: Ich erinnere mich sehr gut.
Speaker: Ich weiß noch genau, in welchem Raum wir saßen.
Speaker: Mir ging es darum, in einem ersten Termin den Bauherrn gut zu beraten, dass die Vor- und die Nachteile sind.
Speaker: Und bevor ich über Last ginge, nichts weiß und ich weiß, wie warm muss die Decke sein, darüber zu diskutieren,
Speaker: ob diese Dinge an der Decke hängen müssen oder ob das ein Infrarotpanel an der Wand ist oder im Boden.
Speaker: Also mir ging es eher darum, nicht zu sagen, es ist genau die Decke.
Speaker: So wie du da jetzt reingegangen bist, war das schon so gesetzt.
Speaker: Und ich habe gesagt, wir müssen das, damit wir den Bauherrn auch gut beraten.
Speaker: Und dann kann es für mich auch ein gangbares System die Decke sein.
Speaker: Wir haben selber Deckenstrahplatten im Büro, die sind zwar Wasser geführt,
Speaker: Und es kommt ja nicht darauf an, aber zu leugnen ist ja nicht von der Wärmephysiologie des Menschen, dass wir über unseren Kopf Wärme abgeben.
Speaker: Und wenn wir jetzt in einem Altbau sind und hohe Lasten haben und viel Wärme über eine Deckenstrahlplatte abgeben müssen, dann kann das wirklich zu Unbehaltlichkeiten für Menschen, acht Stunden drunter sitze.
Speaker: Wenn wir bei heutigen Lastgängen im Raum sind, wo wir vielleicht manchmal viele Tage gar keine Heizung mehr brauchen und mit sehr niedrigen Temperaturen da reingehen,
Speaker: dann kann das durchaus für mich ein sehr gängiges Konzept sein.
Speaker: Oder eben nur mal kurz einen Booster habe, dass ich den Raum warm kriege auf einmal.
Speaker: Aber ich glaube, man muss es eben genauso ehrlich sagen, was sind die Vor- und Nachteile und in welches Haus passt es.
Speaker: Ich bin immer nicht für so generelle Lösungen für alles, sondern zu sagen, was kann das Haus leisten, was passiert da drin, sitzt da acht Stunden Kinder in der Schule drunter,
Speaker: Und jetzt zum Beispiel bei dem Gebäude von der Stadt und Land in Berlin machen wir eine Versuchswohnung auch mit der Deckenstrahlplatte und auch nicht mit einer Vollbelegung, weil wir dynamisch die Heizlast gerechnet haben und nicht statisch.
Speaker: Also wir legen das Haus nicht mehr aus, als ob es in Berlin ein ganzes Winter dunkles, minus 10 Grad ist.
Speaker: und immer die Fenster offen stehen, sondern haben so Nutzerszenarien hinterlegt und sagen, wie viel brauchen wir wirklich.
Speaker: Und wir sehen einfach, dass wir nur noch eine sehr kleine Fläche an der Decke brauchen, um das, von dem wir gerade ausgehen, zu heizen.
Speaker: Das wollen wir jetzt mal ausprobieren.
Speaker: Und auch mit unterschiedlichen Oberflächentemperaturen.
Speaker: Also ein bisschen größere Fläche mit weniger Oberflächentemperaturen hin zu sehr warmen Oberflächen, Strom direkt.
Speaker: Und ich glaube, das muss man einfach mal ausprobieren, wie sich das in einem mehrgeschossigen, geförderten Wohnungsbau darstellt.
Speaker: Es haben ja immer alle Angst, dass alle ihren Weihnachtsbaum an der Decke festmachen.
Speaker: So Argumente finde ich dann auch nicht gut.
Speaker: Vielleicht habe ich dadurch mal die Gelegenheit, dich in unsere Wohnung oder zumindest in unser Büro einzuladen.
Speaker: Also ich frage dich nicht mal oldschool nach deiner Telefonnummer.
Speaker: Ich sage, komm doch mal zu uns und probiere mal unsere Deckenflächenheizung aus.
Speaker: Aber es ist tatsächlich so und es ist ein ganz wichtiger Punkt, das will ich jetzt auch wirklich noch von dir wissen, von welchen Temperaturen redest du denn?
Speaker: Also was wir machen, also wir haben es jetzt, ich habe es halt wirklich, wir sind hier ja in einem denkmalgeschützten Altbau von 1911, da haben wir, wir machen halt eben oder wir sind bemüht immer,
Speaker: maximal große Flächen zu nehmen, die wir möglichst auch mit einer relativ hohen Speichermasse, das heißt also zwischen 4 und 5 Zentimeter Lehm, dann verputzen und aber eben mit einer relativ geringen Oberflächentemperatur.
Speaker: Also die Oberflächentemperatur ist bei uns eigentlich nie höher als 24 Grad.
Speaker: Und da ist, denke ich, auch tatsächlich nochmal ein ganz großer Unterschied, ob du jetzt wirklich mit diesen Platten, mit den Strahlern arbeitest, die ja teilweise wirklich extrem hohe Oberflächentemperaturen haben, 120 Grad oder sowas in der Richtung.
Speaker: Da würde ich dann sogar auch tatsächlich dir beipflichten.
Speaker: Also unter so einem Ding möchte ich dann auch nicht stehen, weil da kriegst du wirklich eine rote Birne irgendwie.
Speaker: Aber wie gesagt, in den Flächen oder wenn es so großflächig mit einer geringeren Temperatur und einer hohen Speichermasse fährst,
Speaker: Funktioniert es immer?
Speaker: Selbst wenn du in einem Bürogebäude bist, wo ja auch sogar ganz schnell binnen eines Tageslastgangs aus Heiz und Kühlung werden kann oder ich in den neutralen Bereich komme, kann ich es mir sogar auch gut mit Metall vorstellen.
Speaker: Aber das liegt schon in den Oberflächentemperaturen, die du gerade gesagt hast.
Speaker: Wir wissen, der Mensch hat irgendwo 30 Grad Hauttemperatur, irgendwo was zwischen 30 und 35 Grad.
Speaker: Oder zwischen 28 und 35, je nachdem, wie gut er durchblutet ist.
Speaker: Und dann sollte das auf jeden Fall drunter liegen, dass die Wärmephysiologie des Menschen noch funktioniert.
Speaker: Und wenn wir uns heutige Systemtemperaturen anschauen, wo sind wir denn?
Speaker: Wir sind bei 22 Grad, 23 Grad, 24 Grad Oberfläche, um 20 Grad zu halten, weil wir so wenig Verluste haben.
Speaker: Und deswegen ist ja auch so wichtig, dass wir auch in Schulen drüber reden, ob das jetzt im Boden, in der Decke, in der Wand ist, dass wir nicht mehr sagen, eine Fußbodenheizung oder eine Wandheizung in der Klasse, um Gottes Willen, dies zu träge.
Speaker: Wir können da fast...
Speaker: Also wir gehen ja nicht mehr mit 30 Grad da rein, um morgens 20 Grad zu haben, weil die Nacht so kalt war und das Haus so schlecht gebaut ist, sondern wir haben ja sowieso schon ganz geringe Heizlasten.
Speaker: Also heizen wir mit irgendwo 22, 23 Grad.
Speaker: Und was wir jetzt schon oft gemacht haben in Schulen, ist vereinbart haben, dass wir mit 19, 19,5 morgens starten, weil wenn die ganzen Schülerinnen kommen, wird so schnell warm im Raum, das merkt gar kein Mensch.
Speaker: Und dann ist den ganzen Tag wunderbar 21 Grad.
Speaker: Und darum geht es doch.
Speaker: Wir müssen anfangen, die Technik auch mal anders zu denken.
Speaker: Wir haben nicht mehr diese Lasten und auf der anderen Seite haben wir auch nicht mehr die Temperaturen zur Verfügung, weil wir nichts mehr verbrennen.
Speaker: Und das ist für mich so entscheidend, dass wir da von diesen Ammenmärchen runterkommen, die aus Zeiten sind.
Speaker: Auch Einzelraumregelungen in einem Haus, das super gut gedämmt ist, wird sich nicht der einzelne Raum sehr unterschiedlich verhalten.
Speaker: Vor allem, wenn die große Speicher müssen.
Speaker: Genau.
Speaker: Und das kann ich aber nicht einfach so auf den Altbau übertragen.
Speaker: Also deswegen auch diese Werkzeuge, wenn wir eben schon über die Honorarordnung gesprochen haben.
Speaker: Ich bin absolut für eine Honorarordnung.
Speaker: Aber wenn ich für eine Simulation, ich sage mal unter einem fünfstelligen Bereich, Monate betteln muss, um dem Bauherrn am Ende Geld zu sparen, dann fehlt mir auch langsam echt der Anreiz.
Speaker: Also...
Speaker: Wir hatten jetzt gerade wieder, weil wir drei Monate jede Woche dem Projektcheur erklären müssten, warum jetzt eine dynamische Simulation zum Einfachbauen wichtig ist und zum Low-Tech-Bauen.
Speaker: Dass wir das nicht weglassen können, wenn wir es nicht mit den Mitteln, die wir heute haben, kontrollieren und validieren dürfen.
Speaker: Und wir machen das ja nicht für uns, sonst soll er ein zweites System einbauen, habe ich irgendwann gesagt.
Speaker: Aber wenn er sich jetzt 8000 Euro in die Hand nehmen kann, um ein ganzes Haus, ein zweites System zu sparen, dann sind wir irgendwo ganz schlecht miteinander hier unterwegs.
Speaker: Schmeiß den Projektsteurer raus, den braucht sowieso niemand, vor allem wenn er vom Blödsinn erzählt.
Speaker: Ja, aber das ist halt so ein bisschen, was ich sage, unsere Planungskultur muss sich ändern und Ammenmärchen wie man erstickt in einer natürlich gelüfteten Klasse, das gehört in keine Planungsgespräche.
Speaker: Da werden nicht mit Zahlen und Fakten argumentiert, sondern mit irgendwelchen Emotionen und das gehört nicht ins Bauch, wenn man mich fragt.
Speaker: Ich will jetzt an der Stelle tatsächlich mal so langsam die Schlussrunde einläuten.
Speaker: Weil wir haben jetzt doch schon... Du musst auch gleich nach Hamburg.
Speaker: Und ich will dir auch gleich die Frage stellen, dürfen wir dich nochmal einladen?
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Das finde ich super.
Speaker: Und dann stelle ich dir jetzt noch eine Frage.
Speaker: Aber das machen wir dann bitte, Halt, Hinrich, das machen wir dann bitte in meinem Büro.
Speaker: Ich muss ja die Gelegenheit ja jetzt nutzen.
Speaker: Ich komme drauf zurück.
Speaker: Ja, hoffentlich, hoffentlich.
Speaker: Genau, ich habe jetzt schon noch eine Frage, die mich durchaus beschäftigt.
Speaker: Das hatten wir auch ganz am Anfang mal besprochen.
Speaker: Ihr geht jetzt ein bisschen aus dem Thema raus.
Speaker: Ich weiß auch nicht, ob sie angemessen ist.
Speaker: Ich stelle sie trotzdem.
Speaker: Und zwar ist es ja, wenn ich auf die Expo Real gehe, völlig klar, das ist eine Männerdomäne, diese ganze Geschichte.
Speaker: Und ich war bei den Architects for Future auf diesem Festival und das war eine Frauendomäne.
Speaker: Deswegen, also die Rolle der Frau bei der Bauwende aus deiner Sicht würde mich schon nochmal interessieren.
Speaker: was du dazu sagst und wie du das einordnest und wie man das vielleicht auch nutzen kann.
Speaker: Ich habe gestern irgendwo gelesen, dass Angela Merkel gesagt hat, natürlich bin ich ein Role Model und da bin ich auch stolz drauf.
Speaker: Ich war die erste Bundeskanzlerin.
Speaker: Ob ihr das immer so bewusst war, weiß ich nicht, aber mir war es nicht so bewusst, als ich diesen Weg eingeschlagen bin, den ich auch per se nicht so bewusst eingeschlagen bin.
Speaker: Ich habe immer das gemacht, was mir viel Freude macht.
Speaker: Ich glaube, wenn man was macht, was man immer 100% überzeugt ist und ich bin selber in einem alten...
Speaker: Das Bruchsteinhaus, das mit Lehm verputzt war, aufgewachsen und bei 90 Grad.
Speaker: Und ich weiß einfach, dass wir viele von den Dingen nicht brauchen, um glücklich zu sein.
Speaker: Trotzdem habe ich eine sehr glückliche Kindheit gehabt.
Speaker: Unser Glück hängt, glaube ich, an anderen Dingen.
Speaker: Da habe ich das für mich gespürt, dass dieses Thema wichtig ist.
Speaker: Aber natürlich haben mir viele geschrieben, mir war ja klar, dass du eine Professur kriegst mit dem Titel oder mit dem Thema und dann noch als Frau.
Speaker: Da könnte ein super promovierter Mann daherkommen, der hätte ja keine Chance.
Speaker: Ich finde, das ist eigentlich die falsche Diskussion, aber sie ist tatsächlich so.
Speaker: Natürlich mache ich das, was ich mache, aus Leidenschaft und nicht, weil ich eine Frau bin und wusste, dass ich damit weiterkomme.
Speaker: Aber was ich auch spüre und dann lohnt sich das auch wieder, ist in unseren Fächern wie thermische Simulationen oder die haben so viele Studentinnen, dass mich das total freut, dass die
Speaker: keine Angst mehr vor diesem Lehrstuhl, vor dem Institut, vor diesem Thema haben.
Speaker: Vielleicht, ich würde auch mal sagen, vielleicht, weil das von einer Frau geführt ist.
Speaker: Und das finde ich ganz wichtig, dass wir von diesen, und wenn ich dann sehe, wie unsere Ingenieurkollegen kämpfen und Studentinnen, da sind wir in der Architektur sowieso total begnadet.
Speaker: Also da haben wir ja mindestens Pari, wenn nicht sogar weniger Anfänger als Anfängerinnen.
Speaker: Aber dann auch noch die in die Ingenieurfächer zu bekommen, das ist glaube ich wichtig, dass eben die Angst da verloren geht.
Speaker: Aber es ist nicht, mir fällt das oft nicht auf.
Speaker: Am Montag ist mir wieder aufgefallen, da war ich in der Diskussion, da habe ich gedacht, auf einmal so nach drei Stunden bist du ja eh die einzige Frau.
Speaker: Da ist es mir mal wieder aufgefallen, aber es ist schon...
Speaker: häufig so, auch wenn ich vielleicht nicht mehr so sensibel bin.
Speaker: Aber ich glaube nicht, dass Frauen jetzt per se sensibler sind für nachhaltiges Bauen oder, so wie man früher gesagt hat, Stadtplanerinnen gibt es mehr, weil es besser mit der Familie vereinbar ist, komische Sachen.
Speaker: Es geht darum, die Dinge zu verstehen und eine Leidenschaft dazu zu entwickeln.
Speaker: Und für mich geht es wirklich auch darum,
Speaker: in der Schule und deswegen plane ich eigentlich gerne Schulen und bin gerne in der Entwicklung von Schulen, wie man auch viel mit der Montagsstiftung zusammen zu sagen, wie kriegen wir das, dass die keine Angst vor Bauphysik haben, dass das nichts Schlimmes ist und dass Architekturen nicht nur schöne Bilder sind, sondern viel mehr ist als schön, sondern eben auch das Thema der Technik da mit drin steckt, dass wir das wieder mehr implementiert kriegen, das finde ich ganz wichtig und da brauchen wir aber Schulen, die auch
Speaker: die auch interessanten Unterricht machen, was die Naturwissenschaften angeht.
Speaker: Das können wir an der Uni nicht mehr aufholen.
Speaker: Da möchte ich kurz einhaken.
Speaker: Das ist ein bisschen Werbung in eigener Sache, weil die Spreeplan hat seit geraumer Zeit eine Initiative, nämlich die Naturbauschule gegründet.
Speaker: Das ist gegründet von meiner wichtigsten und besten Mitarbeiterin, der Manuela Mattes.
Speaker: Und da machen wir genau solche Sachen.
Speaker: Die geht tatsächlich an die Grundschulen und macht für kleine grüne Baumeister die Naturbauschule.
Speaker: Und wir bekommen am 16.
Speaker: Juni da eine ganz große, eine ganz offizielle Auszeichnung.
Speaker: Ich darf noch nicht sagen, wann ja, aber wo oder was, weil wir haben eine Sperrfrist, wir dürfen es nicht öffentlich machen.
Speaker: bevor wir nicht wirklich diese Auszeichnung bekommen haben.
Speaker: Aber wenn irgendjemand für Schulen, für nachkommende Generationen Kurse haben möchte oder buchen möchte, dann kann ich das jetzt tatsächlich hier an der Stelle mal bewerben.
Speaker: Könnt ihr euch gerne anschauen, naturbauschule.de.
Speaker: Ja, sehr gut.
Speaker: Das finde ich auch, also ich finde das ja total genial, was die zwei machen.
Speaker: Deswegen packen wir das auch alles in die Shownotes, wie es so schön heißt.
Speaker: Und deswegen, Elisabeth, wäre an dich die Frage, was für Links von dir sind es wert, dass wir sie mit in die Shownotes packen?
Speaker: Also ich denke mal, diese Forschungshäuser sind super spannend.
Speaker: Aber es klang ja so, als wenn es da noch so weitere Dinge geben könnte.
Speaker: Wir können es auch so machen, dass du sie mir vielleicht einfach im Nachgang zuschickst.
Speaker: Ich überlege nochmal, aber natürlich den Schulbau Open Source-Source-System.
Speaker: Mit der Montagsstiftung, wo wir die Schulen in Weimar unter dem Aspekt Low-Tech, ganzheitliche Planung, auch unter einem Planungsprozess, wir haben Open-Source-Planung gemacht.
Speaker: Open-Source saßen alle am Tisch, es gab keinen Wettbewerb vorher, sondern wir haben gemeinsam eine Schule, haben Ziele uns festgesetzt und haben danach gestaltet.
Speaker: Finde ich ganz wichtig.
Speaker: Schubau Open Source über die Montagsstiftung.
Speaker: Dann natürlich vorbeikommen hier am Institut, sich das anschauen.
Speaker: Das Natural Lab in Berlin, Kollege Eike, Roswa Klinge natürlich wichtiger Mitstreiter.
Speaker: mit dem wir viel machen, auch Thomas Auer in München mit seinem Lehrstuhl.
Speaker: Ich suche aber auch noch mal weiter.
Speaker: Das sind alles tolle Dinge, die da gezeigt werden und gerne im Büro vorbeikommen.
Speaker: Wir sitzen in einem alten Stadel, natürlich gelüftet, mit Deckenstrahl, Peiz, im Bestand, im alten Stahl.
Speaker: Das wusste ich damals nur nicht.
Speaker: Also ich kannte das Gebäude, die Heizung wusste ich nicht, das stimmt, da hast du recht, ja.
Speaker: Also dann finde ich, ist das noch ein tolles Schlusswort.
Speaker: Schickt mir bitte diese ganzen Links zu, dann packt man das mit in die Shownotes rein.
Speaker: Mir hat es total Spaß gemacht.
Speaker: Ich finde es wahnsinnig spannend.
Speaker: Ich glaube, da gibt es einen Riesenschlüssel, auch kostentechnisch.
Speaker: Also diese Haustechnik-Kosten, die explodieren in einem Maße gerade bei unseren Projekten.
Speaker: Das ist völliger Wahnsinn.
Speaker: Also das heißt, wir werden es uns ohnehin nicht mehr leisten können, bin ich fest von überzeugt.
Speaker: Auch meine Überzeugung oder mein Glaube, dass sich das in diese Richtung vielleicht entwickeln kann und noch mehr wird.
Speaker: Und ich merke schon, ich habe viel gelernt, muss da noch viel mehr lernen, insbesondere wie kriegen wir die Bauherren mit dazu und wie lösen wir dieses Thema.
Speaker: Und darüber möchte ich nochmal in einer Folge mit euch reden.
Speaker: dieses Thema mit der Verantwortung.
Speaker: Wie kann man das umgehen?
Speaker: Wie kann man das gut umschiffen?
Speaker: Damit fangen wir aber nicht jetzt an, weil sonst haben wir noch mal zwei Stunden.
Speaker: Und wir müssen darüber reden, ob Wohlstand immer an Technik und an Geld hängt oder ob Wohlstand auch am Glück hängt einer Bevölkerung.
Speaker: Das ist auch wichtig, glaube ich.
Speaker: Und über die Ästhetik haben wir gar nicht geredet.
Speaker: Über die Ästhetik der Zukunft.
Speaker: Also du kommst in jedem Fall noch mal vorbei, wenn du das im Kopf hast.
Speaker: Mir hat das total Spaß gemacht.
Speaker: Ja, also herzlichen Dank, Doug, herzlichen Dank, Elisabeth.
Speaker: Ich finde, das war eine super spannende Folge.
Speaker: Und in diesem Sinne... Also ich möchte noch auch nochmal einen ganz ausdrücklichen Dank an Elisabeth aussprechen.
Speaker: Es gab keine Folge bisher, wo ich so wenig geredet habe wie in dieser.
Speaker: Danke sehr.
Speaker: Und das ist ein Kompliment.
Speaker: Hat mir viel Spaß gemacht.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Also dann, ciao.
Speaker: Tschüss, danke schön.


