Transcript
Speaker: Bauwende Verstehen, der Podcast zur Bauwende von Hinrich und Dack.
Speaker: So, herzlich willkommen zur Episode 13 von Bauwende Verstehen, heute mit ganz besonderen Gästen.
Speaker: Heute sind da mit dabei Vera Starker und Daniel Böpple und natürlich Duck.
Speaker: Hallo in die Runde.
Speaker: Seid gegrüßt.
Speaker: Hey.
Speaker: Genau.
Speaker: Und bevor wir jetzt gleich einsteigen in ein sehr spannendes Thema, wie kommen wir in die Puschen im Kontext mit der Bauwende, möchte ich wie immer einen kurzen Exkurs zum Thema Bitcoin machen und dann noch drei Worte zu dieser besonderen Episode verlieren.
Speaker: Und ich habe mir Gedanken gemacht, also was könnte jetzt, was könnte bei dieser Episode eine gute Überleitung zum Thema sein?
Speaker: Also wir werden heute darüber sprechen, welches Mindset brauchen wir?
Speaker: Wie müssen wir uns als Büros aufstellen, um die Bauwende auch wirklich umsetzen zu können?
Speaker: Und da gibt es zwei tolle Bücher, die Vera Starke unter anderen, unter vielen anderen geschrieben hat, die ich jedem ans Herz lege.
Speaker: Ich bin ein totaler Fan.
Speaker: Das eine nennt sich Mut zur Zuversicht.
Speaker: Und das andere nennt sich New Work in der Architektur.
Speaker: Und wir hatten vor zwei Folgen das Thema, welche Organisationsformen braucht die Bauwende.
Speaker: Und das hat eben ganz viel mit diesem Thema New Work zu tun.
Speaker: Und da möchte ich so ein paar Begriffe, die mir aufgefallen sind, einfach rausgreifen und die Überleitung zu Bitcoin machen.
Speaker: Und ein wesentlicher Begriff, der mir aufgefallen ist, wir brauchen Strukturen, in denen wir selbstverantwortlich, selbstbestimmt arbeiten können.
Speaker: Und damit bin ich bei Bitcoin.
Speaker: Bitcoin ist aus meiner Sicht das Geldsystem, das die Selbstverantwortung und die Eigenverantwortung im Kontext mit Wirtschaften und dem Geldsystem fördert.
Speaker: Und ich möchte jetzt nochmal zusammenfassend darstellen.
Speaker: weil es wird nämlich heute auch die vorerst letzte Folge der ersten Staffel sein.
Speaker: Wir werden dann in Klausur gehen und darüber nachdenken, in welcher Form wir das weiter fortsetzen können und welchen Mehrwert wir weiterhin den Zuhörerinnen bieten können.
Speaker: Wir wissen es noch nicht genau.
Speaker: Wir denken darüber nach.
Speaker: Deswegen werde ich auch noch mal eine kurze Zusammenfassung machen, was Bitcoin eigentlich aus meiner Sicht mit der Bauwende zu tun haben könnte und fünf Thesen formulieren.
Speaker: Also die erste These ist, Bitcoin...
Speaker: könnte ein zutiefst demokratisches, demokratiebeförderndes Geldsystem sein.
Speaker: Die zweite These, Bitcoin fördert die Energiewende.
Speaker: Die dritte These, Bitcoin ist das Geldsystem für die Kreislaufwirtschaft.
Speaker: Die Grundlage nicht nur für die Bauwende, sondern für die gesamte Wirtschaft vielleicht.
Speaker: Und Bitcoin befördert Freiheit und Selbstverantwortung.
Speaker: Ich weiß gar nicht, ob es fünf Thesen schon waren.
Speaker: Dabei will ich es jetzt mal belassen.
Speaker: Ein weiterer Grund, warum ich das hier mit reingebracht habe, ist, dass in diesem neuen Kontext ist mir bei New Work in der Architektur auch in Erinnerung geblieben, dass eins der ganz wichtigen Dinge, die wir alle lernen müssen, um unsere Probleme zu meistern, der Perspektivwechsel ist.
Speaker: Und das funktioniert am besten in großen Teams und in Strukturen, die sowas fördern.
Speaker: Und viele Menschen haben ein bisschen Angst vor Bitcoin, kann ich nachvollziehen.
Speaker: Es gab viel schlechte Berichterstattung darüber, aber es ist zumindest eine extrem spannende Perspektive, egal was man davon hält.
Speaker: Und ich fordere jeden auf, diese Perspektive einmal einzunehmen, indem man sich damit beschäftigt und zu gucken, was das auch für die Bauwende vielleicht bedeuten könnte.
Speaker: So, das war mein Intro dazu.
Speaker: Und jetzt, liebe Vera...
Speaker: Wer bist du?
Speaker: Welchen Weg bist du gegangen?
Speaker: Was hast du möglicherweise auch mit der Bauwende zu tun und mit Architektur?
Speaker: Du hast es Wort.
Speaker: Ich danke dir recht herzlich auch für die Einladung an euch beide.
Speaker: Mein Kopf rattert jetzt gerade, weil ich über deine Thesen nachdenke.
Speaker: Und ich glaube, das ist das, was mich so ein bisschen auszeichnet.
Speaker: Ich will immer alles verstehen.
Speaker: Und deswegen würde ich wahrscheinlich als erstes jetzt sagen, gibt es ein Buch zu dem, was du da sagst, um mich belesen zu können?
Speaker: Ich komme eigentlich aus der Rechtsanwaltschaft.
Speaker: Also ich habe große Fusionen gemacht, bin Rechtsanwältin und habe dann aber gemerkt, dass es viel spannender ist, mit Menschen zu arbeiten, als mit Paragrafen quasi.
Speaker: Habe dann ein MBA in systemische Organisationsentwicklung gemacht, habe ganz viele Coaching-Ausbildungen und all das gemacht und habe dann nochmal Wirtschaftspsychologie studiert.
Speaker: Würde eigentlich auch gerne Anthropologie nochmal studieren, falls mein Mann zuhört.
Speaker: Das ist ein Aushandlungsprozess.
Speaker: Ich schreibe einfach die Bücher zu den Themen, von denen ich glaube, dass sie Impulse bringen könnten, damit wir in genau den von dir benannten Perspektivwechsel kommen.
Speaker: Ich beschäftige mich sehr viel mit Hirnforschung, mit Transformation, dazu forsche ich auch viel.
Speaker: Und für mich ist immer die Frage nicht, warum kriegen wir es nicht hin, sondern für mich ist die Frage, was muss passieren damit?
Speaker: Wo kommt die Energie her?
Speaker: Haben wir ein attraktives Ziel?
Speaker: Und genau, das sind die Dinge, die mich beschäftigen.
Speaker: Und ich begleite nach wie vor Organisationen und Veränderungsprozessen.
Speaker: Wir haben jetzt in einem Architekturbüro konzentriertes Arbeiten eingeführt.
Speaker: Wahnsinnig spannend, was da alles passiert ist.
Speaker: Ich glaube an die Selbstverantwortung.
Speaker: Ich komme aus der Psychologie, da muss man das wahrscheinlich.
Speaker: Und wie bin ich zur Bauwende gekommen?
Speaker: Ich habe eine Reihe aufgesetzt, wo New Work spezifisch formuliert wird.
Speaker: Wir haben angefangen im Krankenhaus, also Gesundheitswesen.
Speaker: Dann in der Industrie und das dritte war die Architektur, weil ich ein Stück von der Systemrelevanz ausgegangen bin.
Speaker: Und für mich ist die Architektur in erheblichem Maße Systemrelevanz nicht nur für die Frage der CO2-Minimierung, sondern auch für die Frage, wie wollen wir leben?
Speaker: Also wie kann auch Architektur eine verbindende Gesellschaft wieder fördern und nicht eine trennende?
Speaker: Und das sind Fragen, die mich sehr interessieren.
Speaker: Und da finde ich, hat die Architektur
Speaker: erheblich viele Möglichkeiten und Antworten, vor allen Dingen, wenn sie transdisziplinär arbeitet.
Speaker: Ja, deswegen bin ich jetzt heute hier quasi.
Speaker: Ja, super.
Speaker: Also du hast ja schon ganz viel angeteasert, über das wir dann noch reden werden.
Speaker: Vielen Dank dafür.
Speaker: Und jetzt Daniel Böble, bitte ich dich, dass du dich nochmal vorstellst und auch, wie bist du eigentlich dazu gekommen?
Speaker: Du hast Duck kennengelernt, so viel weiß ich, dass du heute hier mit am Tisch sitzt oder am virtuellen Tisch sitzt, worüber ich mich sehr freue.
Speaker: Herzlich willkommen, Daniel.
Speaker: Ja, hallo.
Speaker: Danke nochmal für die Einladung.
Speaker: Ich bin freischaffender Architekt.
Speaker: Seit 2011 habe ich mich selbstständig gemacht, betreibe so ein Ein-Mann-Büro und arbeite so projektweise mit anderen Architekten zusammen und mache Projekte in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern vorrangig.
Speaker: Seit letztem Jahr bin ich bei Architects for Future aktiv.
Speaker: Und habe mit den For-Futures-Leuten eine Art Petition oder einen Vorstoß erarbeitet, der sich an die Architektenkammern richtet.
Speaker: Und in diesem Zusammenhang haben wir nach Mitstreitern gesucht in den jeweiligen Bundesländern.
Speaker: Und so bin ich mit DAG bekannt geworden und hatte einmal DAG um Unterstützung gebeten.
Speaker: Und wir haben uns dann weiter darüber ausgetauscht, was es mit dieser Initiative genau auf sich hat.
Speaker: Da geht es um die Berufsordnung der Kammern, also letztlich die Idee, wie können die Kammern oder die Kammerverwaltung, sag ich mal, die eigene Wirkmacht erzielen.
Speaker: einsetzen, um das Kollegium in die Lage zu versetzen, die Bauwende aktiv mitzugestalten, indem wir uns sozusagen selbst regulieren.
Speaker: Das war im Groben die Idee dieser Initiative und aktuell sind wir in dem Stand, dass wir diese in den verschiedenen Bundesländern, also in den Länderkammern vorstellen.
Speaker: Genau, noch mal ganz kurz zu Architects for Future.
Speaker: Das ist ja ein Verein, der wurde 2019 gegründet.
Speaker: setzt sich zusammen aus ca.
Speaker: 50 Ortsgruppen.
Speaker: Eine Ortsgruppe davon leite ich hier in Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern.
Speaker: Und es gibt ca.
Speaker: 500 aktive Mitglieder in diesem Verein.
Speaker: Und unterschiedliche Projekte wurden seit 2019 auf den Weg gebracht.
Speaker: Bekannt sind vielleicht diese Petition zur Bauwende jetzt.
Speaker: Verschiedene Bauwende-Festivals wurden ins Leben gerufen.
Speaker: Und ansonsten betreiben wir Lobbyarbeit,
Speaker: Hinblick auf die Umbauordnung, die Musterbauordnung und nehmen an Podiumsdiskussionen oder auch an zum Beispiel bei Juries für Architekturpreise teil und versuchen dort, die Kriterien der Bauwende zu thematisieren und in den Vordergrund zu stellen.
Speaker: Ja, super.
Speaker: Spannend.
Speaker: Vielen Dank, Daniel.
Speaker: Doug, jetzt würde ich dich mal bitten, dass du vielleicht mal so deine Eröffnung machst zum Thema, wie kommen wir in die Puschen und dass wir uns vielleicht auch nochmal, wir drei, uns darauf verständigen, wovon reden wir denn überhaupt, wenn wir von Bauwende reden.
Speaker: Das ist natürlich ein Riesenthema, über das wir ja die ganze Zeit reden.
Speaker: Insofern ist es wahrscheinlich gar nicht so einfach, das in wenige Worte zu fassen.
Speaker: Aber Doug, du hast das Wort.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Ja, das überfordert mich ja jetzt schon wieder fast, weil ich gehe mal davon aus, die meisten oder viele haben schon viel von dem gehört, was ich sozusagen habe.
Speaker: Für mich ist eines in den letzten Wochen an Erkenntnis, vor allem nach unserer letzten Folge, ganz stark dazugekommen.
Speaker: Und zwar die Erkenntnis, dass wenn ich mitmache bei dem, was im Augenblick etabliert ist,
Speaker: dann bin ich einer, der im System funktioniert.
Speaker: Und damit befeuere ich das bestehende System.
Speaker: Und wenn ich das nicht möchte, habe ich nur zwei Möglichkeiten.
Speaker: Entweder ich höre komplett auf, mache gar nichts mehr, oder ich mache in dem Rahmen, der mir möglich ist, das Gegenteil von dem, was die meisten machen.
Speaker: Beides ist etwas,
Speaker: was mich immer, und ich merke es, ganz deutlich aktuell an den wirtschaftlichen Ruin oder an die Grenze bringt.
Speaker: Tatsächlich aber ist meine alte Erfahrung, die ich mal gemacht habe in Änderungsprojekten des Braunkohlebaus, eine Geschichte, die ist ganz genauso.
Speaker: Als jemand, der Braunkohle fördert, habe ich nur zwei Möglichkeiten.
Speaker: Ich höre entweder auf mit dem Job oder ich mache genau das Gegenteil.
Speaker: In dem Augenblick, wo ich damit nur noch so ein bisschen weitermache, mache ich eben damit weiter und bin im wesentlichen Teil mit dafür verantwortlich und funktioniere im System.
Speaker: Und das ist tatsächlich etwas, was für mich jetzt erst in der jüngeren Vergangenheit so ganz klar geworden ist.
Speaker: Und das ist auch genau der Punkt, warum ich ganz klar sage,
Speaker: Entweder gar nicht oder das, was geht, aber nicht in dem, was etabliert ist.
Speaker: Also ich finde, das ist ein super Auftakt.
Speaker: Es beschreibt nämlich auch, bevor ich jetzt einmal die Worte an euch, Daniel und Vera, übergebe, es beschreibt so die Konfliktlinie, entlang der wir uns eigentlich durch alle Folgen bislang bewegt haben.
Speaker: Also ich denke, die Haltung von DAK ist klar.
Speaker: Und jetzt versuche ich mal meine zu formulieren.
Speaker: Also ich habe es mal adaptiv genannt.
Speaker: Du sagst, das würde gar nicht gehen.
Speaker: Also ich bin ja Geschäftsführer mit anderen Geschäftsführern eines Büros mit circa 35 Kolleginnen.
Speaker: Wir kommen aus der ganz konventionellen Bauwelt und wir wollen Vorreiter der Bauwende werden, was ich mich schon manchmal gar nicht mehr auszusprechen traue, weil wir sehr, sehr weit davon entfernt sind.
Speaker: Vor allem, wenn man sich mit DAG viel unterhält, weiß man das.
Speaker: Nichtsdestotrotz habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir den Wandel im System hinbekommen müssen, dürfen, sollen, wollen.
Speaker: Und das ist meine Zielsetzung.
Speaker: Und ich habe da die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Speaker: Und diese beiden Haltungen, die knallen aufeinander.
Speaker: Und deswegen seid ihr auch so ein bisschen da, weil wir einfach andere Perspektiven mal auf diese Sicht brauchen.
Speaker: Wir drehen uns da aus meiner Sicht so ein bisschen im Kreis.
Speaker: Und mit diesem würde ich gerne mal an dich, Vera, übergeben.
Speaker: Ist für dich so dieses Bild klar, worüber wir reden?
Speaker: Wie würdest du jetzt in das Thema da einsteigen?
Speaker: Also wir stehen vor dieser riesen Herausforderung.
Speaker: Also ich finde es interessant, weil die Grundlogik ist ja, wenn ihr anfangt, euch quasi Kybernetik zweiter Ordnung selber zu beobachten in dem, was ihr tut,
Speaker: Ich finde es interessant, wenn ihr jetzt anfangen würdet, sehr viel Aufmerksamkeit darauf zu verwenden, euch zu beobachten und eure Beiträge zu messen, dann würdet ihr die Aufmerksamkeit eigentlich vom richtigen Thema ablenken.
Speaker: Und man kann sich sehr viel darüber streiten, was ist der richtige Beitrag und wie viel darf man und wie viel muss man und wie viel soll man.
Speaker: Ich gucke eher, also auch ein rausgehendes, aus systemischer Sicht ein systemstabilisierender Akt.
Speaker: Weil ich nehme quasi die Kraft, die da ist, die in die andere Richtung zeigt, raus aus dem System und damit stabilisiere ich das alte System.
Speaker: Jetzt nur aus systemtheoretischer Sicht.
Speaker: Und meine Haltung dazu ist, Beiträge dürfen unterschiedlich sein.
Speaker: Was für mich nur wichtig ist, ist das Bemühen ein glaubwürdiges.
Speaker: Und wird ein Unterschied gemacht.
Speaker: Also strecken die Leute sich.
Speaker: Und manche strecken sich weit, so wie so ein Duck, und manche strecken sich ein bisschen.
Speaker: Aber vielleicht können auch die gar nicht mehr.
Speaker: Und ich würde eher sagen, das ist in Ordnung, dass unterschiedliche Intensitäten und auch unterschiedliche Konsequenzen gelebt werden.
Speaker: Es muss nur ein Unterschied zum bisherigen sein.
Speaker: Das wäre für mich der Maßstab.
Speaker: Und eben der Appell, gar nicht so doll drauf zu gucken, wer macht wie viel, weil das zieht ganz schön viel Energie ab, weil wir dann permanent im Vergleich sind.
Speaker: Ja, das bin ich entschuldige, wenn ich da jetzt schon mal so einfach drauf reagiere.
Speaker: Das spricht so ein bisschen das aus, was ich empfinde und was mir bei dem so wichtig ist.
Speaker: Wir wollen ja Menschen gewinnen.
Speaker: Also wir wollen ja für das Handeln, jetzt können wir da noch drüber sprechen, haben wir ja auch schon oft drüber gesprochen, worum geht es genau.
Speaker: Aber wir wollen ja die Menschen dafür gewinnen, aus dem Puschen zu kommen, sich aus der Komfortzone heraus zu bewegen, in ihrer Arbeit, in ihren Büros und gemeinsam weiterzukommen.
Speaker: Deswegen spricht mir das so aus dem Herzen.
Speaker: Aber, Dack.
Speaker: Dazu würde ich gerne... Also, ich kann jetzt natürlich nur einen Eindruck vermitteln.
Speaker: Ich weiß leider nicht, ob die Zahlen, die wahrscheinlich vorliegen, digital, meinem Eindruck entsprechen.
Speaker: Wenn es dir darum geht, möglichst viele Menschen zu erreichen...
Speaker: dann ist in der letzten Folge, die ja sicherlich ziemlich konfrontativ war, genau das am erfolgreichsten gewesen.
Speaker: Weil ich habe noch nie so viele Rückmeldungen und vor allen Dingen auch ausschließlich begeisterte Rückmeldungen bekommen.
Speaker: Und wenn es darum geht, in die Breite zu gehen oder Leute mitzuziehen,
Speaker: dann ist es vielleicht ganz interessant für die Leute, die potenziell in diese Richtung gehen möchten, wenn sich zwei so Hampelmänner wie Hinrich und Duck digital die Köpfe einschlagen irgendwie.
Speaker: Weil tatsächlich habe ich zumindest, ich weiß nicht Hinrich, ob es bei dir genauso ist oder so, ich habe nie, auch nur im Ansatz, so viele und vor allen Dingen ausschließlich positive Bewertungen für diese Anwendung,
Speaker: letzte Folge erhalten.
Speaker: Und zwar denke ich auch ganz klar aus dem Grund, weil es halt eben ganz viele Leute gibt, die in deiner oder meiner oder in unserer Position sind.
Speaker: Also auf der einen Seite sagen oder glauben sagen zu müssen, ich muss den Laden ja am Laufen halten.
Speaker: Das ist meine Verantwortung als Geschäftsführer, weil ich 10, 20, 30 Leute habe.
Speaker: Und in dieser Verantwortung versuche ich,
Speaker: im Bestandssystem weiterzuarbeiten, aber im Grunde sind ganz viele Aspekte, von denen die DAG gesagt hat, da recht, ich kann es nur nicht umsetzen und endlich sagt es mal einer und endlich sagt es mal einer auch ohne Rücksicht auf Verluste und da muss ich natürlich auch sagen und das sage ich mit allerhöchster Hochachtung dir gegenüber,
Speaker: Wie du das aushältst, also ich hätte in vielen Situationen wahrscheinlich nach drei Minuten gesagt, also mit so einem Hampelmann will ich nicht mehr reden irgendwie.
Speaker: Aber du bist jetzt mit der 13.
Speaker: Folge dabei und jedes Mal anderthalb Stunden.
Speaker: Hochachtung dafür, Henrich, ganz klar.
Speaker: Danke dafür.
Speaker: Daniel, was fällt dir dazu ein?
Speaker: Ich war bei einem Vortrag von der letzten Generation von nicht allzu langer Zeit.
Speaker: Nicht um mich da jetzt zu engagieren, sondern einfach mal zu hören, was deren Standpunkte sind.
Speaker: Die haben es ja geschafft, regelmäßig in den letzten beiden Jahren in die Medien zu geraten und das Thema der Klimakatastrophe quasi auf das Tableau der großen Öffentlichkeitsmedien zu bringen.
Speaker: Und sie hatten erklärt, dass ihre Strategie darin besteht, eine gewisse Taktung reinzubringen,
Speaker: in die Medien, um darüber zu berichten.
Speaker: Das fand ich schon mal einen interessanten Ansatz.
Speaker: Das ist ja auch ein bisschen der Sinn eines Podcasts, dass man halt versucht, eine größere Menge zu erreichen mit den eigenen Anliegen.
Speaker: Ein anderer Inhalt des Vortrags war, dass 20 Prozent des Wandels, der erforderlich ist, durch individuelles Verhalten, Verhaltensänderung möglich sein kann und 60 Prozent nur durch systemisches Ändern, also durch Änderung der Systeme, der vorhandenen Strukturen.
Speaker: Und darum ist mir durchaus bewusst, dass ich befinde mich selbst in einem Transformationsprozess, also ich transformiere mich seit zwei, drei Jahren quasi selbst, um
Speaker: ein Büro zu betreiben, was sich ökologisch oder nachhaltig oder Zukunftsgewand nennen kann.
Speaker: Mir ist aber auch bewusst, dass das ein Tropfen auf den heißen Stein ist und dass man, wenn man so wie DAK und vielleicht eine Handvoll andere Büros in Deutschland, die sich tatsächlich ökologisches Büro, Architekturbüro nennen können, dass die immer so ein Exotendasein fristen.
Speaker: Ich habe da Vorachtung, aber es wird nicht dazu führen, dass die Bauwende gelingt.
Speaker: Darum bin ich der Meinung, dass wir eigentlich auf diese anderen 60 Prozent, die systemische Änderung, also 60 Prozent des Impacts oder der Möglichkeiten ausschöpfen müssten, indem wir das System als solches ändern.
Speaker: Und darum hatte ich den Weg für mich eingeschlagen, in der Architektenkammer als solche aktiv zu werden, mich dort in die
Speaker: Vertreterversammlung wählen zu lassen und dort Themen anzusprechen und Entscheidungen herbeizuführen.
Speaker: Also das ist meine persönliche Überzeugung, dass es tatsächlich, wenn es um das große Ganze, um die Bauwende geht, dass diese gelingt, müssen wir, sag ich mal, an unsere Berufsordnung ran.
Speaker: Wir müssen an die Bauordnung ran, wir müssen an das Architektengesetz ran, wir müssen an das Baugesetzbuch ran.
Speaker: Und darauf zählt mein Streben ab.
Speaker: Superspannend.
Speaker: Wir haben ja jetzt ein paar verschiedene Ansätze schon mal formuliert.
Speaker: Ich würde dem gerne noch einen weiteren Ansatz hinzufügen.
Speaker: Der fängt vielleicht erstmal mit einer Frage an, die nicht jedem sofort erschließt.
Speaker: Wisst ihr, weiß jemand von euch, wie hoch der Anteil der weltweiten Investitionen für regenerative Energien im Vergleich zur fossilen Energieindustrie ist?
Speaker: Wissen tue ich es nicht.
Speaker: Vom Schätzen her würde ich sagen 0,1%.
Speaker: Er ist dieses Jahr doppelt so hoch wie die Investition in fossile Energien.
Speaker: Also was will ich damit sagen?
Speaker: Unsere Wahrnehmung, wir müssen unsere Wahrnehmung schulen.
Speaker: Ich glaube nämlich, dass wir manchmal Dinge übersehen.
Speaker: Aber darum geht es ja, das ist auch, Vera, ich würde dich gerade jetzt nochmal dazu hören.
Speaker: Ich vermute, dass bei dir die Zahlenräder laufen, weil ich...
Speaker: Sag doch mal was dazu.
Speaker: Ich würde gerne zu Daniel noch direkt was sagen, ganz kurz.
Speaker: Äh,
Speaker: Also ich finde es genauso und es ist natürlich auch genau das, was ich mache.
Speaker: Im Augenblick sind wir viel mehr engagiert im Bereich deutscher Administration.
Speaker: Wir sind viel mehr engagiert im Bereich der ganzen Juristerei, weil wir die ganzen vertraglichen Grundlagen nicht haben, die wir brauchen.
Speaker: Und bei den Versicherungen.
Speaker: Tatsache aber ist für mich zumindest, für mich ganz persönlich, ich rede nicht mit jemandem, der Jurist ist oder der Beamter ist oder auch der Versicherer ist.
Speaker: Wenn ich nicht die Möglichkeit habe, ihm zu zeigen, anhand von realen Projekten, dass es geht.
Speaker: Und dass seine ganzen Regularien in Form von Gesetzen, Versicherungspolizen oder Ausführungsanordnungen in Ausschreibungen und so weiter absurd sind, weil sie nicht den von mir oder von uns gebauten Realitäten entsprechen.
Speaker: Und ich kann es beweisen.
Speaker: Und es ist mir völlig egal, ob es ein lächerlicher Wintergartenanbau ist oder ob es eine Quartiersentwicklung ist.
Speaker: Aber ich muss, um genau diese Leute mitzukriegen,
Speaker: muss ich den Beweis antreten und den Beweis trete ich nicht an, indem ich sage, ich bin Geschäftsführer eines großen Architekturbüros, was seit fünf Jahren versucht, sich auf den Weg der Bauwände zu begeben und vielleicht ein ganz kleines bisschen geschafft hat.
Speaker: Da lachen die mich aus.
Speaker: Da sagen sie nämlich genau das, was sie immer sagen, naja, zeigen sie uns doch erstmal, dass das geht mit diesen komischen Strohwänden und so weiter.
Speaker: Und das, genau da, Hinrich, genau da liegt unser großer Unterschied.
Speaker: Die Tatsache, dass wir klein machen, ist nicht deswegen, weil wir es wollen, sondern es ist deswegen, weil es die einzige Chance ist, zumindest für uns, einen Bereich zu finden, wo wir das beweisen können.
Speaker: Und ich bin im Augenblick gerade ganz groß dabei, zu versuchen, an die großen Investoren oder die größeren zu kommen, die immer interessiert dazuhören, weil sie ganz klar sagen, hey, ihr habt da ja schon Beispiele, kriegen wir das auch größer.
Speaker: Und deswegen ganz klare Aussage von mir, Daniel hat völlig recht, wir müssen an die Systeme gehen, wir müssen an die Strukturen gehen, aber...
Speaker: Wem hören die Leute, die da verantwortlich sind, zu?
Speaker: Hören Sie demjenigen zu, der sagt, ich möchte jetzt mal was ändern?
Speaker: Oder hören Sie demjenigen zu, der Ihnen sagt, ich möchte mal was ändern und wie es geht, kann ich euch da und da und da zeigen, muss man nur ein bisschen größer aufblasen.
Speaker: Vera.
Speaker: Also da wären wir unter Umständen schon wieder am Beginn einer vergleichenden Situation.
Speaker: Was ist das, was hilft?
Speaker: Und ich denke da gar nicht im Entweder-oder, sondern ich glaube, dass wir eben sowohl als auch denken müssen.
Speaker: Und wir reden hier nicht nur von Haltungsveränderungen.
Speaker: Und das ist das, was du, Daniel, ja auch versuchst zu sagen.
Speaker: Wir brauchen eine strukturelle Veränderung.
Speaker: Und das ist egal, in welcher sozialen, in welchem sozialen Umwelt, ob das Wirtschaftsorganisationen sind, gemeinnützige Organisationen, ob das Gesellschaften sind.
Speaker: Wenn wir etwas verändern wollen, brauchen wir Haltungsveränderungen, aber immer auch strukturelle Veränderungen.
Speaker: Weil sonst ist es schön, dass wir darüber reden.
Speaker: Und wann kommen wir in diese Logik rein?
Speaker: Und da kommen die guten Beispiele, die du gerade genannt hast, die Cases.
Speaker: Das zeigen, dass es funktioniert.
Speaker: Wir sind ja in einer völlig absurden Situation im Moment.
Speaker: Also wir haben ein altes Haus saniert, ein 30er-Jahre-Haus, und haben jetzt eine PV-Anlage und unsere Wallbox für das E-Auto.
Speaker: Wir haben sogar ein Lastenfahrrad.
Speaker: Und wir waren ein Kulturschock für diese Berliner Umgebung, in der wir wohnen.
Speaker: Weil das für die alle linksgrün versifft war.
Speaker: Ich sage es mal in aller Deutlichkeit.
Speaker: Und wir haben uns ein bisschen darauf vorbereitet.
Speaker: Und dann haben die gesagt, ja, aber das ist ja, und Herr Habeck, und es wurde sehr schnell politisch und sehr schnell empört.
Speaker: Und dann habe ich einfach mal meine Stromrechnung rausgezogen und habe gesagt, null.
Speaker: Im Winter null wegen Brennstoffzelle, im Sommer null wegen Solar.
Speaker: Und dann haben sie gesagt, aha, das funktioniert ja.
Speaker: Ja, es funktioniert.
Speaker: Und nächstes Jahr kommt die Wärmepumpe noch dazu, da bauen wir es noch hybrid.
Speaker: Das heißt, in dem Augenblick, wo ich zeigen konnte, was ist die Auswirkung?
Speaker: Das heißt, ich bin über die Hürde gekommen, über den Sinn einer PV-Anlage zu diskutieren.
Speaker: Ich bin über die Hürde gekommen, über den Sinn einer Brennstoffzelle zu diskutieren und habe die Wirkung gezeigt.
Speaker: Und in dem Augenblick können wir dialogisch anknüpfen.
Speaker: Insofern brauchen wir die gute Beispiele und das war auch ein Teil des Buches, dass wir gesucht haben, Leute, die sich genau damit befassen, mit dem, womit ihr euch befasst.
Speaker: Der Thomas Auer, der zum Beispiel sagt, wir werden das nicht nur technisch lösen, sondern wir müssen das auch über die Art des Bauens lösen und er dazu forscht, eine alte Schulgebäude und was die da alles erforschen, was das für Potenziale bietet.
Speaker: Es sind so viel mehr Menschen, die schon auf dem Weg sind.
Speaker: Wir sehen sie nur nicht.
Speaker: Weil die Lobby der Bauindustrie ist zu vergleichen mit der Lobby der Fossilindustrie.
Speaker: Das ist same, same.
Speaker: Und die sind einfach lauter, die sind präsenter.
Speaker: Die haben null Interesse an dieser Wende.
Speaker: Null.
Speaker: Das heißt, wenn wir in meinem Verständnis in die Kooperation gehen müssen, aus den unterschiedlichsten Perspektiven, der eine bringt das bei, der andere geht auf Vorschriften-Ebene, der dritte geht, der Olaf Gravath, der die Europäische Bürgerinitiative gegründet hat,
Speaker: dass quasi Bauen im Bestand systemisch angereizt wird.
Speaker: Wenn wir in eine kooperative Ebene gehen würden, dann hätten wir eine echte Chance gegen die Bauindustrie, die, wie gesagt, wenig Interesse daran hat, ebenso wie die Fossilindustrie kein Interesse an der Energiewende hat.
Speaker: Und da dürfen wir uns nicht auseinanderlegen und sagen, dein Beitrag ist aber besser als meiner oder deiner ist kleiner oder größer, dann machen wir nichts anderes mehr.
Speaker: Das ist echt genau der Punkt, den ich versucht habe zu artikulieren und den ich auch nicht in so gute Worte fassen konnte, wie Vera das jetzt gesagt hat.
Speaker: Wir sollten unsere Kräfte auf das fokussieren, worum es geht.
Speaker: Und ja, wir gehen unterschiedliche Tempi, wir sind unterschiedliche Charaktere.
Speaker: Das ist vielleicht manchmal doof, aber insgesamt vielleicht sogar notwendig, weil niemand von uns kann ja diese ganzen vielen verschiedenen Perspektiven einnehmen.
Speaker: Also deswegen...
Speaker: Vera, da würde ich jetzt gerne noch einmal nachfragen.
Speaker: Also du formulierst das ja in diesem New Work für die Architektur.
Speaker: Wenn du jetzt so die drei Grundvoraussetzungen formulieren würdest aus diesem Buch, ich sage jetzt drei, weil ich irgendeine Zahl sage, können auch vier sein oder zwei oder fünf, die es braucht, damit wir uns da, was sind die Grundqualifikationen, um diese Kooperation und auch diesen Mindsetwechsel auf die Reihe zu kriegen?
Speaker: Also ich würde sagen, das fängt erst mal mit Interesse an.
Speaker: Weil wir brauchen transdisziplinären Dialog.
Speaker: Also ihr habt keine Psychologie oder keine Soziologie studiert.
Speaker: Das heißt, wenn wir über soziale Kipppunkte sprechen wollen, also wann verändern sich soziale Systeme, dann wäre gut, wenn wir miteinander reden.
Speaker: Die ganzen Themen, die du bespielst, fachlich, die neuen Materialien etc.,
Speaker: Da schüttelt der schon im Kopf, kannst ja gleich was zu sagen.
Speaker: Es gibt Menschen, die beschäftigen sich mit neuer Materialität.
Speaker: Die sind Experten da drin und Expertinnen.
Speaker: Mit denen muss man sich unterhalten, damit man inspiriert wird, damit man versteht, wir müssen in den Dialog kommen.
Speaker: Das ist der Anfang von allem.
Speaker: Und deswegen versuche ich auch immer in die Abrüstung zu gehen, weil wenn wir in dieser...
Speaker: ja in eher dieser kritischen Miteinander, dieser kritischen Kultur, sind ja auch der Abwertung und des Vergleichs, dann wechseln wir in unserem Gehirn das Areal.
Speaker: Und wir entfernen uns von unseren fachlichen Kompetenzen.
Speaker: Weil da, wo quasi die emotionale Bewertung stattfindet, da haben wir nicht unsere, ja, da haben wir nicht die fachlichen Kompetenzen.
Speaker: Wir sehen das, ich möchte das mit der letzten Generation nochmal kurz aufnehmen.
Speaker: Also ich warte ja quasi seit ungefähr zwei Jahren auf meine Anhörung, weil ich ja finanzielle Fördererin der letzten Generation bin, seit Beginn an, und mich darauf fast freue, dass ich deswegen irgendwie vorgeladen werde, als Unterstützerin einer kriminellen Vereinigung, weil ich aus meiner Sicht das juristisch anders würdige, aber das, was die gemacht haben, die haben ja so gestört, die haben ja so gestört, dass keiner mehr weggucken konnte.
Speaker: Aber was ist passiert auf der anderen Seite?
Speaker: Ein völlig absurdes Kriminalisieren, ein völlig absurdes Abwerten bis hin zu des LKWs, die Menschen, die da gesessen haben, angefangen haben zu überfahren.
Speaker: Das muss man sich wirklich, ich weiß nicht, ob ihr die Videos kennt.
Speaker: Klar.
Speaker: Aber die haben mit einem riesen LKW angefangen, diesen Mensch wegzuschieben.
Speaker: Und ich würde sagen, das war schon lebensbedrohlich.
Speaker: Was ist passiert?
Speaker: Der LKW-Fahrer hat seinen Job verloren.
Speaker: Dann gab es ein Crowdfunding für ihn.
Speaker: Der hat mehr verdient, als er vorher hatte.
Speaker: So, mit diesen Absurditäten müssen wir uns ja auseinandersetzen.
Speaker: Und die Frage ist, wie kommen wir da hin?
Speaker: Wie kommen wir in den Dialog?
Speaker: Das ist für mich der Anfang von allem.
Speaker: Und dafür brauchen wir nicht alle, aber mindestens ein Viertel der Gesellschaft.
Speaker: So, und da...
Speaker: Das kriegen wir nicht hin, wenn wir in Gegnerschaft sind.
Speaker: Das kriegen wir nicht hin, wenn wir in Abwertung sind.
Speaker: Okay, also wir haben ja diesen Podcast ohne Videoaufzeichnung.
Speaker: Also wenn ihr jetzt die Videoaufzeichnung sehen würdet, dann würdet ihr sehen, dass Doug auf dem Stuhl auf und ab hüpft, weil er was sagen möchte.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Also erstmal möchte ich die Aufrüstung als allgemeine Beschreibung in Bezug auf meine Person weit von mir weisen.
Speaker: Genau das Gegenteil ist der Fall.
Speaker: Ich möchte vielleicht noch ein bisschen was differenzieren.
Speaker: Wenn ich Hinrich angehe, dann ist es zumindest in unserem Verhältnis eine Form der Wertschätzung, weil Leute, die mir egal sind, mit denen unterhalte ich mich nicht mal.
Speaker: Und wenn ich ihm sage, dass er verdammt noch mal mehr tun soll, dann mache ich das nur deswegen, weil ich der Meinung bin, er kann es und er hat also auch die Möglichkeit dazu.
Speaker: Ansonsten würde ich das gar nicht machen.
Speaker: Das ist der erste Punkt.
Speaker: Der zweite Punkt ist der,
Speaker: Ich muss wirklich ganz klar sagen, du hast da völlig recht.
Speaker: Aber das sind aus meiner Sicht, entschuldige diese Arroganz, aber das sind Grundweisheiten.
Speaker: Das ist eines der Gründe, warum wir von der Spreeplan die Naturbauschule gegründet haben.
Speaker: Wir gehen an Schulen, wir gehen an Universitäten, wir gehen in Kammern.
Speaker: Wir machen das alles ehrenamtlich.
Speaker: Wir kriegen nicht mal unsere Fahrkosten ersetzt.
Speaker: wenn wir den Leuten versuchen zu erklären, wie man bauen kann und wie man sich darin wohlfühlen kann.
Speaker: Und der nächste Punkt ist der, ich mache hier Tagesfortbildung in diesem Büro, in einem zirkulär sanierten, denkmalgeschützten Gebäude.
Speaker: Und zwar nicht für Hans und Franz, sondern für die Berliner Immobilienmanagement, für die Berlinovo, für die Dena und so weiter.
Speaker: Alles Leute, die auf der einen Seite wollen, auf der anderen Seite an den Hebeln sitzen, Riesenprojekte haben, die hier drin sind, total begeistert sind von dem, was geht.
Speaker: Und von dem, was sie hier fühlen und erleben, weil hier ist nämlich so saniert.
Speaker: Das ist genau diese Stromrechnung, von der du sprichst.
Speaker: Die kommen hier rein, merken, was mit ihnen passiert ist und können es überhaupt nicht fassen, dass hier kein Riegebs an der Wand steht, sondern ein Strohpanel, was mit Lehm vollgeschmiert ist.
Speaker: Und diese Leute sind hier in den ganzen acht Stunden hellauf begeistert,
Speaker: und gehen raus und machen genauso weiter wie vorher.
Speaker: Und das ist genau der Punkt, wo ich dir ganz klar sagen muss,
Speaker: Da bin ich am Ende.
Speaker: Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll.
Speaker: Ich lege meine Grinsemaske auf, versuche zu kommunizieren, zeige, was geht, kriege allerhöchste Wertschätzung und die gehen raus und funktionieren im System, weil sie gesetzliche Vorgaben haben, weil sie Ausschreibungsvorgaben haben, weil sie Baustoffe haben, die zugelassen sind, andere, die nicht zugelassen sind.
Speaker: Und einfach nur zu sagen, das wäre die Baulobby, das ist mir viel zu einfach, weil die Baulobby hat ihre Arbeit vor 15 oder 20 Jahren getan.
Speaker: Das ist nämlich längst vorbei.
Speaker: Das System funktioniert in sich.
Speaker: Und die müssen gar nichts mehr machen.
Speaker: Okay, jetzt würde ich, also da, Vera, du möchtest gar darauf reagieren, dann reagier mal drauf, bevor Daniel, du dann mal da drauf gehst.
Speaker: Ja, es ist eine, also,
Speaker: für mich eine Fantasie von linearer Kausalität, zu sagen, guck mal, wir machen das und dann passiert aber nicht das.
Speaker: So funktioniert Veränderung ja nicht.
Speaker: Veränderung funktioniert in asynchronen Zyklen.
Speaker: Das heißt, ich mache hier was und vielleicht ganz woanders passiert deswegen etwas.
Speaker: Das ist der systemische Gedanke, Schmetterlingsflügelschlag, der ganz woanders etwas auslöst.
Speaker: Und deswegen die wirkliche Wirksamkeit von dem, was ihr tut, die kennt ihr ja nicht.
Speaker: Weil die lässt sich jetzt nicht ablesen an denen, die da waren, weil das wäre eine linearkausale Fantasie.
Speaker: Und deswegen würde ich sagen, woran würde man denn Wirksamkeit anders messen können?
Speaker: Und da müssen wir ganz andere Parameter aufmachen, systemische Parameter.
Speaker: Und das ist anstrengend.
Speaker: Zum Beispiel?
Speaker: Also was wäre das denn?
Speaker: Naja, man könnte zum Beispiel mal messen, wie viel Bauvorhaben nach anderen Standards durchgeführt werden.
Speaker: Und zwar im Jahr 23, im Jahr 24, im Jahr 25.
Speaker: Ich weiß nicht, ob es dazu Zahlen gibt, aber da würde man zum Beispiel sehen, verändert sich an diesen Parametern was?
Speaker: Oder auch qualitative, inwieweit werden eigentlich diese Diskussionen mittlerweile mehr und mehr geführt?
Speaker: Inwieweit finden sie statt auf den öffentlichen Bühnen?
Speaker: Bewegt sich da was?
Speaker: Verändert sich da was?
Speaker: Also quantitative und qualitative Perspektiven aufzumachen.
Speaker: Ich habe für das Buch Mut zur Zuversicht extrem viele Studien gelesen und auch dieses sehr wertvolle Buch von dem Hans Rosling, Factfulness, hinzugezogen.
Speaker: Ein ganz, ganz, ganz großartiges Buch, was belegt, dass wir tendenziell immer auf das Negative gucken und das, was sich bewegt, oftmals überhaupt nicht wahrnehmen.
Speaker: Und er hat es belegt mit Studien.
Speaker: Und ich glaube, dass es in diesem Fall jetzt genauso ist, dass es nicht schnell genug geht.
Speaker: Kann ich verstehen.
Speaker: Ich bin auch ein ungeduldiger Mensch.
Speaker: Und dass ganz viele Chancen verpasst wurden, kann ich auch verstehen.
Speaker: Ist auch nicht gerade meine Stärke, das auszuhalten.
Speaker: Aber wir müssen doch mal wirklich gucken, was sich bewegt.
Speaker: Messbar, nicht Bauchgefühl und nicht linear, sondern im System.
Speaker: Und jetzt komme ich nochmal zurück.
Speaker: Jetzt komme ich nochmal ganz kurz zurück auf meine Frage, die ich vorhin gestellt habe, die du mit 0,2 beantwortet hast.
Speaker: Und ich habe die Quelle nicht überprüft.
Speaker: Es ist eine Quelle, die ich aus LinkedIn vorhin gesehen habe.
Speaker: Weltweit sind die Investitionen im Jahre 2024 in regenerative Energien doppelt so hoch wie die in fossile Energien.
Speaker: Das hätte ich nie, aber auch nie nur ansatzweise geglaubt.
Speaker: Das glaube ich auch nicht.
Speaker: Solange ich die Quelle nicht weiß, halte ich das für ein absolutes Märchen.
Speaker: Ich habe das noch geöffnet und schicke das nachher weiter.
Speaker: Aber nochmal, und jetzt Daniel, du hörst uns ja jetzt schon eine Weile zu.
Speaker: Was fällt dir dazu ein?
Speaker: Ja, also für mich stellen sich zwei Fragen.
Speaker: Also jetzt eine wissenschaftliche Studie dazu finden zu wollen, wo Daten darüber gesammelt wurden, was in der Realität jetzt in den letzten Jahren errichtet wurde, was ist davon Bauwende-konform und was nicht und gibt es da eine Tendenz?
Speaker: Ich denke mal, das kann man wissenschaftlich untersuchen, aber uns fehlt jetzt die Quelle, um das zu vertiefen.
Speaker: Wenn man jetzt sehenden Auges über die Landen fährt oder einfach nur mal von Hamburg mit dem Zug in Berlin reinfährt und man sieht das Europaviertel, dann sieht man ja zahlreiche mehrstöckige Gebäude in Massivbauweise mit Aluminiumfassaden, mit einem ganzen Geschoss nur allein für Haustechnik.
Speaker: Und wenn ich über die Dörfer fahre, sehe ich auch Einfamilienhäuser in Massivbauweise.
Speaker: Und wenn ich in den Speckgürtel einer mittelgroßen Stadt fahre,
Speaker: wie Schwerin mich umschau, sehe ich auch zu 95 Prozent Häuser in Massivbauweise, die alle, sage ich mal, ein Riesenvolumen an Luft beheizen für vier Nutzer und wenn die Kinder ausziehen, für zwei Nutzer.
Speaker: Das alles entspricht nicht der Bauwende.
Speaker: Also ich finde, man kann durchaus statuieren, dass es
Speaker: dass die Bauwende da draußen tatsächlich nicht stattfindet.
Speaker: Und das Thema Bauwende ist ja auch nicht erst seit letztem Jahr auf dem Tisch, sondern um die, sag ich mal, die Klimakatastrophe und auch die Erkenntnisse, wie wir eigentlich planen und bauen sollten.
Speaker: Das ist ja alles ein alter Hut.
Speaker: Das wurde mir bereits im ersten Semester 2004 im Studium einmal erzählt.
Speaker: Also das ist alles nichts Neues.
Speaker: Und seitdem ist...
Speaker: In der gebauten Realität hat keine Transformation stattgefunden.
Speaker: Das ist einfach ein Fakt, würde ich mal sagen, ohne es jetzt dafür eine Studie vorlegen zu können.
Speaker: Aber, Inrich, du siehst es bei dir im Büro, was ihr baut.
Speaker: Ich sehe es bei mir, was ich gebaut habe und die Transformation des Weiteraufsichtwarten.
Speaker: Eine zweite Frage.
Speaker: Sie macht es.
Speaker: Mein zweiter Punkt ist das, was Vera meinte.
Speaker: Sie sprach von einem Dialogbeginn, der ja vonnöten sei, um so eine, sag ich mal so flächendeckend eine Veränderung herbeizuführen.
Speaker: Und da hätte ich mich gefragt, was das für ein Forum sein könnte, auf dem dieser Dialog stattfindet.
Speaker: Wenn ich kurz dazwischenhaken darf und dann Vera, bist du dran.
Speaker: Ich wollte nochmal kurz auch wieder das Stichwort Wahrnehmung.
Speaker: Also
Speaker: Ich stimme zu, die Bauwende ist also, muss man schon sehr bemüht sein, um sie zu erkennen.
Speaker: Aber es ist ja natürlich auch das, was man draußen gebaut sieht.
Speaker: Das sind ja die Sachen, die in der Vergangenheit geplant wurden.
Speaker: Also ich stimme euch komplett zu.
Speaker: Also ich würde auch nicht sagen, sie ist nicht da.
Speaker: Sie ist gar nicht da.
Speaker: Das würde ich nicht sagen.
Speaker: Also das merken wir zum Beispiel in den Anfragen der Projekte, die wir haben.
Speaker: Das Thema Bestandserhalt ist mittlerweile Standard.
Speaker: Also wir haben zunehmend viel mit genossenschaftlichem Wohnungsbau zu tun.
Speaker: Da geht es immer um Bestandserhalt.
Speaker: Ein Riesenthema ja bei der Bauwende und zweifelhaft.
Speaker: Es geht immer mehr um das Thema Low-Tech und zwar auch wirtschaftlich getrieben.
Speaker: Also die Infrarotheizung, die habe ich noch lange nicht abgeschrieben.
Speaker: Also es ist hier so ein Dauerbrenner, so ein interner.
Speaker: Beschäftigen wir uns intensivst mit.
Speaker: Kann ich dir viele neue Forschungsstudien und Ergebnisse der letzten 30 Jahre zukommen lassen?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Das vertiefern wir jetzt nicht.
Speaker: Da hatten wir so einen kleinen internen Eklat, der aber mehr mit Kommunikation als mit Inhalt zu tun hat.
Speaker: Aber das ist ein anderes Thema.
Speaker: Das wollte ich jetzt nur kurz einflechten.
Speaker: Vera?
Speaker: Also Veränderungen, systemische Veränderungen ist das Ergebnis von Unterschiedsbildung.
Speaker: Wenn ich keinen Unterschied mache, kriege ich keine Veränderung.
Speaker: Und der Unterschied muss eine Relevanz haben, also ein Unterschied, der einen Unterschied macht.
Speaker: Wenn ich aber nur ein Bauchgefühl habe und deswegen immer mein Plädoyer, sich auch mit den Zahlen zu beschäftigen, weil Bauchgefühl ist immer geprägt von unserer Wahrnehmung.
Speaker: Unser Gehirn, wenn ich was dreimal erlebe, dann sucht unser Gehirn, also beim vierten Mal erwartet es, dass das kommt und beim fünften Mal suchen wir, dass wir bestätigt werden in unserer Annahme.
Speaker: Also renne ich durch die Gegend und sage,
Speaker: jetzt meist mal extrem, die Bauwende gibt es nicht, die findet nicht statt und bestärke mich vielleicht noch darüber in dieser Annahme, dass ich mit zwei, drei Leuten darüber spreche, die auch sagen, stimmt.
Speaker: Dann prägt es meine Wahrnehmung, wie mein Gehirn, also wie ich quasi durch die Welt gucke.
Speaker: Das heißt, ich erwarte weiter bestätigende Fakten für diese Annahme.
Speaker: Confirmation Bias heißt das.
Speaker: Und beim fünften Mal fange ich sogar an, diese bestätigende Information zu suchen.
Speaker: Und wenn man das versteht, dass unser Gehirn so funktioniert, ist der einzige Weg daraus, auf Zahlen zu gehen.
Speaker: Weil wir dann aus dieser Bauchgefühls- und Wahrnehmungsverengungsgeschichte rauskommen.
Speaker: So, das ist der erste Punkt.
Speaker: Der zweite ist, ein Unterschied machen heißt, wo muss das denn eigentlich dialogisch behandelt werden?
Speaker: Ich würde sagen, überall.
Speaker: Ich war am Freitag auf einem Panel, da ging es darum, von der Theorie der Transformation in den Alltag quasi reinzukommen.
Speaker: Und da saß auch jemand auf dem Panel eine Ausgründung, die haben sich das Thema auch, die haben gesagt, sie bauen gar nichts mehr, ohne dass sie diesen Ansprüchen, die sich selber gesetzt haben, genügt haben.
Speaker: Und dann war das so interessant, da habe ich denen gefragt, was sind denn eure Ansprüche, was ist denn für euch die Bauwende?
Speaker: Und innerhalb von zehn Minuten war klar, dass wir 150 unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen im Kopf hatten, was Bauwende ist.
Speaker: Das heißt, wenn wir noch nicht mal wissen, was wir eigentlich im Kollektiv erreichen wollen,
Speaker: und wie viel ausreicht, dann ist es sehr, sehr unwahrscheinlich, dass wir uns unsere Energie zusammenbringen können, um auf dieses Ziel hinzuarbeiten.
Speaker: Das heißt, ich würde immer noch einen Schritt zurückgehen und sagen, im Dialog müsste definitorische Arbeit werden.
Speaker: Was ist das denn eigentlich?
Speaker: Haben wir ein gleiches Bild davon?
Speaker: Und das erlebe ich zumindest als Außenstehende nicht, weil ich habe für das Buch sehr viele Menschen interviewt und gesprochen und habe immer die gleichen Fragen gestellt und unterschiedliche Antworten gekriegt.
Speaker: Spannend, spannend.
Speaker: Naja, alle haben natürlich sofort gesagt, ja, wichtig, gar keine Frage, haben aber sehr unterschiedliche Zieldefinitionen genannt.
Speaker: Spannend.
Speaker: Also dazu muss ich ganz klar was sagen, weil das ist doch genau das Thema, die Definition.
Speaker: Wer setzt wann wo die Definition an?
Speaker: Und genau da hängt es doch schon.
Speaker: Alle Leute, die bauwendemäßig unterwegs sind, hypen Cradle to Cradle.
Speaker: Technische Kreisläufe.
Speaker: Entschuldigung, aber für mich gibt es technische Kreisläufe nicht.
Speaker: Wenn mir ein Unternehmer sagt, er nimmt sein Zeug zurück, ist es kein Kreislauf, sondern es ist eine Garantie.
Speaker: die nicht mehr existiert, wenn es das Unternehmen nicht gibt.
Speaker: Und Bauwände oder was wird uns als nachhaltig verkauft?
Speaker: Ich war beim Innovations Day, jetzt von der Dena.
Speaker: Da wird uns erzählt, dass es unheimlich zirkulär wäre, wenn wir im Holzbau unterwegs sind.
Speaker: Und was werden da für Holzbauprodukte vorgestellt?
Speaker: Cross-Laminated Timber, OSB-Platten und so weiter und so weiter.
Speaker: Und warum wird es als Bauwände definiert?
Speaker: Weil diejenigen, die damit arbeiten, die Hersteller, die Planer und die Investoren, sicherstellen wollen und sicherstellen müssen, dass sie ganz entspannt in ihrem Sessel sitzen und genau so weitermachen können wie bisher.
Speaker: Und wenn es dann eben nicht möglich ist, irgendwie nachhaltige Bauprodukte zu finden, dann werden die halt eben, die es nicht sind, als solche definiert.
Speaker: Und genau so lange kommen wir da nicht weiter.
Speaker: Und du wirst es nicht schaffen, in diesem Szenario, in diesem System, wie es aktuell etabliert ist, überhaupt irgendwie Gremien dazu zu bringen, dass die wirklich eine Nachhaltigkeitsdefinition machen.
Speaker: Die Einzige, die es da gibt, sind die 17 Kriterien von der UNESCO.
Speaker: Das ist Nummer eins.
Speaker: Und Nummer zwei, was ganz wichtig ist, und dagegen verwahre ich mich auch, also weil ich suche nicht nach den nicht vorhandenen Menschen.
Speaker: Projekten der Bauwende, sondern ich suche seit 30 Jahren nach genau den Gegenbeispielen.
Speaker: Und Vera, ich muss dir ganz klar sagen, es ist so.
Speaker: Es passiert nichts.
Speaker: Geh durch die Straßen, nimm dir einen Block.
Speaker: Es ist egal, ob es London, Bukarest, Berlin oder sonst irgendwo ist.
Speaker: Und nimm dir einen Block und schreib auf, wie viele Baustellen da sind und dann schreib einfach auf, wie viel ist Stahlbeton.
Speaker: Und wie viel ist irgendwie nachhaltig?
Speaker: Oder die Planer.
Speaker: Hinrich, überleg dir doch einfach mal, wo kriegst du die Materialien her, die du brauchst, um nachhaltig zu bauen?
Speaker: Dann wirst du ganz schnell sehen oder geht allesamt durchs Bauhaus und guckt an, was es dort für Materialien gibt und stellt euch einfach mal die Frage, wie viel gibt es denn eigentlich?
Speaker: Und um Zahlen zu nennen, die Firma Claytech baut Lehmbauplatten als Alternative zu Riehgipsplatten.
Speaker: Und wenn man nur Claytech und Knauf vergleicht, nur diese beiden, dann ist die Tagesproduktion von Knauf bei Riegebsplatten so groß wie die Jahresproduktion von Claytech.
Speaker: Das sind Zahlen, das sind Fakten.
Speaker: Und es gibt da draußen schlichtweg keine Bauwände.
Speaker: Wenn du das bisschen, was da passiert,
Speaker: als nicht existent definierst.
Speaker: Das ist genauso wie alkoholfreies Bier, das hat auch noch 0,03% Alkohol drin oder so.
Speaker: Und wir haben hier vielleicht 0,03% Bauwende oder zirkulär oder nachhaltig, aber nicht mehr.
Speaker: Sucht doch mal.
Speaker: Ich habe mit der Senatsverwaltung versucht, eine Studie zu machen, wie viel der öffentlichen Bauten sind denn wirklich nachhaltig.
Speaker: Keins.
Speaker: Nicht ein einziges.
Speaker: Und das seit 30 Jahren.
Speaker: Und seit 20 Jahren gibt es den Leitfaden für nachhaltiges Bauen von der Bundesregierung.
Speaker: Den gibt es.
Speaker: Wie lange soll der noch dialogisiert oder kommuniziert werden?
Speaker: Also stopp, kurz stopp.
Speaker: Also die Botschaft ist verstanden.
Speaker: Warum wir heute hier sind, und das ist Vera, da würde mich jetzt schon deine Entgegnung interessieren.
Speaker: Wir sind ja, und das ist auch genau der Grund, warum ich ein neues Format brauche.
Speaker: Die Botschaft ist verstanden.
Speaker: Wir haben ein Problem.
Speaker: Das ist, glaube ich, allen bewusst.
Speaker: Ich würde es dennoch mal in Zweifel ziehen, aber das machen wir nicht jetzt, dass die Wahrnehmung, ich bleibe dabei, dass man unterschiedlich auf Dinge schauen kann.
Speaker: Aber Vera, jetzt würde mich deine Reaktion darauf mal interessieren.
Speaker: Also als ich jetzt zugehört habe, also A sehe ich gar keinen Widerspruch vom Prinzip her.
Speaker: Wir haben eine unterschiedliche Wahrnehmung und ich sehe da gar keinen Widerspruch.
Speaker: Der Punkt ist nur, ich höre dir zu und in meinem Kopf kommt der Gedanke, alles scheiße deiner Elli.
Speaker: Weil was macht das mit Menschen, wenn sie die ganze Zeit hören, was nicht geht, was nicht funktioniert?
Speaker: Das kann von A bis Z komplett richtig sein.
Speaker: Aber ist das der Weg, die Menschen zu gewinnen, die wir gewinnen müssen?
Speaker: Und das stelle ich sehr in Frage.
Speaker: Dass es das auch braucht, die klare Kante, gar keine Frage.
Speaker: Aber klare Kante ist wirklich einfach nicht der einzige Weg, um soziale Dynamiken zu entzünden.
Speaker: Wir brauchen von klare Kante bis Dialog alles.
Speaker: Okay, ich nehme die klare Kante.
Speaker: Ja, das ist auch ganz wunderbar.
Speaker: Aber ich... Das geht ja gar nicht anders.
Speaker: Täusch dich nicht, Hinrich.
Speaker: Täusch dich nicht, ich kann auch anders.
Speaker: Ich mache Dialog.
Speaker: Nein, das ist ja wichtig.
Speaker: Der Punkt ist der, wir sind wieder im Vergleich.
Speaker: Was ist das Richtigere?
Speaker: Habe ich nie gesagt, wirst du von mir nie hören.
Speaker: Es wäre auf jeden Fall für unser Gespräch hilfreich, wenn du nicht alles, was ich sage, auf dich beziehst.
Speaker: Weil das ist alles nicht per se auf dich bezogen, sondern auf Dynamiken.
Speaker: Ich gucke auf Systeme.
Speaker: Und die Frage, was braucht das System jetzt, um in eine Bewegung zu kommen, ist größer als die Frage, was passiert bei Knauf und bei, keine Ahnung, wie sie heißen.
Speaker: Sondern das ist die Frage, wie funktioniert die Ansprache.
Speaker: Wir haben hier in Berlin vom Bundeskanzleramt, ich weiß gar nicht, wo das war,
Speaker: in irgendeinem Ministerium jemanden gehabt, der sich fast tot gehungert hat.
Speaker: Der gesagt hat, ich mache einen Hungerstreik, bis ihr ehrlich seid.
Speaker: Der Typ ist fast gestorben.
Speaker: Er hat jetzt aufgehört, weil er wäre sonst gestorben.
Speaker: Wen hat es interessiert?
Speaker: Keine Sau.
Speaker: Und das müssen wir doch mal festhalten.
Speaker: Was sind unsere Rückschlüsse daraus,
Speaker: auf die Dynamik von Veränderung.
Speaker: Das ist das, was mich interessiert.
Speaker: Was beobachten wir und was sind unsere Rückschlüsse?
Speaker: Und wenn wir immer den Weg des Dramas gehen, und das haben wir beim Club of Rome gesehen, ich meine, das ist alles nichts Neues.
Speaker: Alles, was wir hier besprechen, wusste man vor 40 Jahren schon.
Speaker: Das heißt, wie gehen wir damit um, dass die Erkenntnis alleine und auch die Dringlichkeit alleine nicht in die Veränderung führen.
Speaker: Und das ist eine mechanistische Vorstellung von Veränderung.
Speaker: Ich muss es nur dringlich genug machen und dann gehen die Menschen in die Veränderung.
Speaker: Es stimmt nicht, sondern wir brauchen ein Add-on.
Speaker: Und jetzt ist die Frage, was ist das Add-on?
Speaker: Und in meinem Verständnis von Veränderung ist das Add-on das positive Bild von dem, wie es sein könnte.
Speaker: Und bei dem ganzen Klimathema sind so viele negative Assoziationen drin, dass
Speaker: Und auch von Verzicht, von Untergang, von all dem.
Speaker: Wir haben kein gutes, breit gesellschaftlich etabliertes Bild von einem nachhaltigen Leben.
Speaker: Wir haben es nicht.
Speaker: Was ist die Folge daraus?
Speaker: Dass die Leute in die Vermeidung gehen.
Speaker: Die gießen weiter ihren Garten mit Trinkwasser, weil sie sich abwenden.
Speaker: Und das ist in Studien gefasst.
Speaker: Und jetzt ist doch der Weg, wie können wir die gewinnen?
Speaker: Auf jeden Fall nicht durch noch mehr Drama.
Speaker: Dann gießen die nochmal doppelt ihren Rasen mit Trinkwasser.
Speaker: Und die Dynamiken, mit denen müssen wir uns doch auseinandersetzen.
Speaker: Da gibt es kein richtig, kein falsch, sondern immer ein, wir beobachten und wir ziehen Rückschlüsse.
Speaker: Wir versuchen neue Wege zu führen und zu nutzen und gucken, passiert Veränderung im System.
Speaker: Und für diese Veränderung brauchen wir diese Veränderung,
Speaker: funktionierenden Dinge, das sind die Diamanten der Veränderung, die den Leuten Mut machen und sagen, schau, da geht's.
Speaker: Und davon brauchen wir viele.
Speaker: Und wir haben nicht, wir sind in der Öffentlichkeit haben wir zehn Diamanten vielleicht und hunderttausend Dramen.
Speaker: Und dieses Verhältnis müssen wir verändern.
Speaker: Ja, danke dafür, Vera.
Speaker: Du sprichst mir aus der Seele.
Speaker: Daniel, du hast dich gemeldet.
Speaker: Ja, ich verstehe das.
Speaker: Ich verstehe den Vortrag von Vera so, dass es nach dem Credo ablaufen sollte, dass wir alle mitnehmen.
Speaker: Und es ein Stück weit so zu verstehen, also ich verstehe es so, dass wir diejenigen sind mit der tollen Erkenntnis und es nun an uns liegt, die Bösen da mit dem Trinkwasser im Garten eines Besseren zu belehren.
Speaker: Das war ein fundamentales Missverständnis, glaube ich.
Speaker: Darf ich direkt rein?
Speaker: Ich versuche es gerne nochmal anders.
Speaker: Aber ich stelle wirklich eine Frage auf eine andere Flughöhe.
Speaker: Wenn wir doch alle das Thema von oben betrachten.
Speaker: Und wir geben was rein ins System.
Speaker: Wir geben das Drama rein.
Speaker: Was passiert dann dynamisch?
Speaker: Wir geben gute Beispiele rein.
Speaker: Was passiert dynamisch?
Speaker: Was sind die wirksamen Wege?
Speaker: Das ist die Frage, die wir uns stellen sollten.
Speaker: Und nicht eine Abwertung.
Speaker: Die Abwendung der Leute von dem Thema ist in Studien gemessen.
Speaker: Die Abwendung von der Politik und die Abwendung vom Thema Nachhaltigkeit.
Speaker: Die sagen alle, der Ukraine-Krieg ist viel schlimmer als die Klimakrise.
Speaker: Da gibt es ein ganz klares Ranking.
Speaker: Das hat doch nichts mit Logik zu tun, sondern was mit Psychologik.
Speaker: Ja, ich habe diesen Zoom-Out, den du hier vollziehst, den du von oben herab schaust und sagst, also bildlich gesprochen von oben herab schaust und schaust,
Speaker: Was sind so die psychologischen Mechanismen, die dazu führen, dass sich die Leute abwenden?
Speaker: Das habe ich verstanden.
Speaker: Nur die sich anschließende Frage ist ja, was sind dann geeignete Mittel?
Speaker: Und du hattest jetzt zum Beispiel gesagt, das ist der Dialog.
Speaker: Es ist die, also da hast du da beispielsweise eine Panel-Diskussion genannt.
Speaker: Aber ich frage mich, zu diesen Panel-Diskussionen gehen dann die üblichen Verdächtigen.
Speaker: Es gibt, also es gibt,
Speaker: Ich frage mich so ein bisschen, ob das nicht doch am Ende, sag ich mal, wir selbst sind, also wenn man jetzt die Architekten, ihre Architektenschaft begreift als Berufsgruppe, ob wir uns nicht selbst fragen sollten, wir haben ja die Kammern, wir sind ja eine Berufsgruppe, die das Privileg hat, sich selbst verwalten zu können und wir haben diese Kammern gebildet und das ist bereits ein Forum oder eine Plattform, auf der wir uns austauschen können, an der wir Beschlüsse fassen können.
Speaker: Und die Frage ist ja, ob das nicht eine geeignete Plattform ist, um dieses komplette Thema zu behandeln.
Speaker: Nochmal, auch.
Speaker: Ich versuche die ganze Zeit ein Plädoyer für das Sowohl-als-auch.
Speaker: Für die Vielzahl, oder?
Speaker: Für die Vielzahl.
Speaker: Wir brauchen einen strukturellen Angang und da sind die Kammern unerlässlich.
Speaker: Unerlässlich.
Speaker: Wir brauchen aber auch einen Bürgerdialog.
Speaker: Wir brauchen diese ganzen Kongresse zum Thema Bau.
Speaker: Brauchen wir auch.
Speaker: Ich bin nicht bei, das ist besser als das, sondern ich bin bei, all das brauchen wir.
Speaker: Und die Kammern sind aber die einzigen neben der Politik, die strukturelle Veränderungen herbeiführen können.
Speaker: Und deswegen sind sie genauso wie die Politik hochrelevant für die Veränderung.
Speaker: Und das ist aber nicht das Einzige.
Speaker: Und dafür ist das andere nicht weniger wert.
Speaker: Also es entspannt sich ja, wenn wir mal auf unseren Dialog von oben gucken, so eine ganz interessante Dynamik von, also wie ich das hier erlebe zumindest, sagen wir es mal so,
Speaker: von fast einem, von fast einem, so einer gegenläufigen Dynamik.
Speaker: Ja, aber.
Speaker: Ich bin gar nicht bei ja, aber.
Speaker: Ich bin bei, ihr beide bildet zwei sehr wichtige Pole ab.
Speaker: Es sind aber nicht die einzigen.
Speaker: Und dass die Menschen gewonnen werden müssen und die Frage, was mit was denn dann, mit Dialog, sie brauchen positive Bilder.
Speaker: Wir haben einen immensen Sicherheitsverlust.
Speaker: Der Megatrend Sicherheit heißt im Moment ein Auseinanderfallen von Sicherheit, die da ist und erlebter Unsicherheit.
Speaker: Massiv erlebte Unsicherheit von den Menschen.
Speaker: Dann fragt man sich, wie kriegen wir die Menschen wieder stabilisiert?
Speaker: Und genau da kommen die Parteien mit ihren Retro-Ideen, was zu der absurden Folge führt, dass die Leute es als stabilisierend erleben, wenn jemand sagt, wir werden wieder Atomkraftwerke bauen.
Speaker: Das sind Phänomene, die müssen wir uns doch angucken.
Speaker: Dass Menschen sich psychisch stabiler fühlen, weil ein Politiker sagt, wir werden Atomkraftwerke bauen.
Speaker: Das ist so weit entfernt von der Faktenlage da draußen, wie wir gar nicht weiter entfernt sein können.
Speaker: Das heißt, wie gewinnen wir die Leute über die Alternative zum Atomkraftwerk?
Speaker: Und das, was wir anbieten, ist ein breiter Front Drama.
Speaker: Und das ist einfach aus meiner Sicht nur ein Teil der Medaille.
Speaker: Klare Kante,
Speaker: regulatorischer Angang, dialogischer Angang, aber eben die positiven Beispiele müssen Schule machen.
Speaker: Es muss mehr werden und wir müssen das breiter streuen.
Speaker: Und vielleicht sogar auch, und das eine sind die positiven Beispiele, die als Nachweis dienen, dass es geht.
Speaker: Aber dann gibt es vielleicht auch noch die positiven Beispiele, die Bilder, die wir malen von unserer Zukunft.
Speaker: Also ich habe ja, also ich weiß nicht, das ist jetzt auch nur eine gefühlte Wahrnehmung, aber ich fände ja auch mal eine Studie interessant, gibt es mehr Dystopien als positive Utopien?
Speaker: Also mir will das so scheinen, als ob es so wäre.
Speaker: Wir brauchen viel mehr positive Utopien, aus meiner Sicht.
Speaker: Also ein Bild, wie wollen wir eigentlich leben?
Speaker: Wie stellen wir uns unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt denn vor?
Speaker: Wie schaut das denn konkret aus, wenn eine ganze Stadt nachhaltig gebaut ist?
Speaker: Was heißt denn das konkret?
Speaker: Und ich bin ja optimistischer als ihr.
Speaker: Also ich meine, Optimismus ist vielleicht das falsche Wort.
Speaker: Zuversicht, passt besser.
Speaker: Hast du das gut gelesen?
Speaker: Ja.
Speaker: Was ist der Unterschied zwischen Zuversicht und Optimismus?
Speaker: Das vielleicht an der Stelle mal, lass das doch mal einfließen.
Speaker: Optimismus ist, wird schon gut gehen.
Speaker: Und in Anbetracht der Faktenlage, was die Studien anbetrifft, kann man nicht mehr optimistisch sein und sagen, wird schon gut gehen, weil das ist ein bisschen so eine Auslagerung.
Speaker: von der Selbstverantwortung hin zu irgendjemand wird es richten.
Speaker: Und das wird nicht passieren.
Speaker: Und wir haben aus unserer Sicht das Zuversicht definiert als einen klaren Blick auf die Herausforderungen.
Speaker: Und die sind groß, aber sich konsequent Handlungsspielräume zu erarbeiten.
Speaker: Weil die Empörung und der Ärger, die kosten uns so unglaublich viel Energie.
Speaker: Also wenn man einfach guckt, was passiert im Gehirn, wenn wir in Ärger und Empörung sind, wie weit entfernen wir uns von unseren kognitiven Lösungskompetenzen, dann ist das einfach nicht der Weg, diesen Marathon gut zu bestehen.
Speaker: Also Zuversicht, klarer Blick auf die Herausforderung.
Speaker: Und die, ich sag mal, die sind groß.
Speaker: Und deswegen haben wir das Buch auch Mut zur Zuversicht genannt, weil da kannst du Schiss kriegen, wenn du dir anguckst.
Speaker: Alleine die Klimastudien.
Speaker: Deswegen brauchen wir Mut, um trotzdem im Handeln zu bleiben.
Speaker: Um dran zu bleiben, uns nicht entmutigen zu lassen.
Speaker: Weil die Alternative ist nämlich auf dem Sofa sitzen und sagen, nichts funktioniert.
Speaker: Und das macht viele, viele, viele Menschen ohnmächtig.
Speaker: Und Ohnmacht ist das, was wir Menschen rein aus psychologischer Perspektive am allerschlechtesten ertragen.
Speaker: Wenn wir das Gefühl haben, wir können nichts tun.
Speaker: Und deswegen brauchen wir diesen...
Speaker: Für mich ist es ja im Übrigen auch der größte Fehler, wenn man den Leuten ständig vorrechnet, dass es egal ist, ob sie selber ihr Haus anders gestalten, dass es egal ist, ob sie selber einen Baum pflanzen.
Speaker: Also wenn diese eigenen Handlungsbeiträge so runtergemacht werden.
Speaker: Wenn man sagt, das muss nur immer systemisch und du kleine Puppi-Kram hier, du kannst überhaupt nichts verändern.
Speaker: Wir nehmen den Menschen die Selbstwirksamkeit.
Speaker: Und wir haben die Mathematik nicht verstanden.
Speaker: Weil wenn wir über Hunderttausende sprechen, dann haben wir sehr volle Effekte.
Speaker: Und insofern ist diese Entmutigung, ist, glaube ich, die größte Herausforderung unserer Zeit, die Leute wieder ins Handeln zu bringen.
Speaker: Und wenn es auch die kleinen Beiträge sind.
Speaker: Und wenn wir das abwerten, dann gehen die wieder aufs Sofa und sagen, alles scheiße, deine Elli.
Speaker: Ja, also
Speaker: Ich bin der festen Überzeugung, dass dem genauso ist.
Speaker: Also wir brauchen die gar nicht entmutigen.
Speaker: Das ist halt eben sowieso so.
Speaker: Also ich bin erstaunt.
Speaker: Was glaubst du denn, wie viel Zeit noch ist und was wir noch machen können?
Speaker: Also ich möchte erstmal, erstmal möchte ich eins klarstellen.
Speaker: Also ich bin auch der Überzeugung, dass diese Horrorszenarien wenig bringen.
Speaker: Und das, was ich hier teilweise erzähle oder was ich in dieser digitalen Welt mache, das sind vielleicht 0,1 Prozent von dem, was ich tue.
Speaker: Und ich bin auch der Meinung, dass diese Dialognummern und diese Panels und so weiter, ich mache das seit ein paar Jahrzehnten, überhaupt gar nichts bringen.
Speaker: Da ist ein Austausch von einer gegenseitigen Beweihräucherung, wie weit man schon kommt, aber es passiert nichts.
Speaker: Und das Einzige, was letzten Endes wirksam ist, ist das, was ich selber tue.
Speaker: Da bin ich genau bei Daniel.
Speaker: Und das ist einer der Gründe, warum 99,9 Prozent meines Daseins auf dieser Erde sind.
Speaker: die Zielrichtung haben, das zu tun, was mir gut tut.
Speaker: Und ich fühle mich einfach viel besser und fühle wohler in solchen Gebäuden, die entweder von mir oder von uns geplant sind oder für andere Leute, die das wollen.
Speaker: Ändert nichts an der Tatsache, dass ich mir einfach aufgrund, also und da rede ich ganz klar, Vera, von Fakten, in die Geschichte gucke und ich gucke mir Gesellschaften an und ich gucke mir Veränderungsprozesse an und kann ganz klar sagen,
Speaker: dass es immer wieder nicht möglich ist, die breite Masse in eine Eigenverantwortlichkeit und in eine Selbstwirksamkeit zu bringen.
Speaker: Das ist zum Beispiel einer der Gründe, warum ich der Überzeugung bin, dass Demokratie ist ein überholtes Modell.
Speaker: Dafür müssten die Leute, dafür hätten wir bereits vor 10, 15, 20 Jahren viel mehr Zeit, Energie und Aufwand in Bildung stecken müssen.
Speaker: Haben wir nicht getan.
Speaker: Also wo soll die Selbstverantwortung herkommen, wenn du sie den Menschen gibst oder wenn sie sie umsetzen wollten oder sollten?
Speaker: Sie landet da, wo wir im Augenblick die Wahlergebnisse sehen können, nämlich in der Verachtung der Fakten.
Speaker: Ja, das ist ja meine Kernthese, deswegen habe ich New York in der Architektur geschrieben, weil meine Kernhypothese dahinter ist, ich kann nicht in einem hierarchischen Gehorsammacht-Freisystem agieren und gleichzeitig...
Speaker: selbstverantwortlich agieren.
Speaker: Also wenn ich mich gar nicht traue, was Kritisches zu sagen, weil ich nicht weiß, wie mein Meisterdenkerchef darüber denkt, dann ist es unwahrscheinlich, dass ich in die Selbstverantwortung gehe und dass ich auch zur Veränderung wirklich beitrage.
Speaker: Architektur wird ja im Büro gemacht und deswegen ist auch die Arbeit zu verändern, Eigenverantwortung, Selbstverantwortung in der Arbeit deutlich zu stärken,
Speaker: für mich einer dieser weiteren Wege, nicht der einzige, sondern einer auf dieser Perlenkette, die wir hier gerade aufschnüren, zu sagen, ein weiterer Weg dahin, weil selbstbestimmte Menschen sind ganz anders zur Transformation in der Lage, als welche, die in der Hierarchie funktionieren.
Speaker: Die Verantwortung abgeben nach oben.
Speaker: Die haben gefühlt aus der Käfighaltung kommen.
Speaker: Ich habe meine Architekturbüros oder meine Architekturfirmen, die ich hatte oder die Firma seit 30 Jahren genauso organisiert, mit dem Ergebnis, dass es in diesen 30 Jahren genau eine einzige Person gab, die genau in dieser Eigenverantwortung dabei geblieben ist.
Speaker: Und die anderen haben alle...
Speaker: früher oder später gesagt, nö, wir wollen gerne größer, anders und so bauen wie die anderen und entsprechende Geld verdienen und sind aus dieser eigenverantwortlichen Option ausgestiegen, um in hierarchisch strukturierte Bauunternehmen zu kommen.
Speaker: Da würde mich ja, Vera, da würde mich ja mal deine Erfahrung interessieren, weil du hast das Buch ja zusammengeschrieben mit, ich glaube, wie heißt sie?
Speaker: Jette Hopp.
Speaker: Sie ist, glaube ich, Geschäftsführerin bei Snowheader, oder?
Speaker: Genau.
Speaker: Und die, vielleicht kannst du da mal ein paar Worte zu verlieren, weil dieses Thema, also ich teile deine Meinung oder ich habe es ja noch nicht ausprobiert, aber es erscheint mir einfach plausibel.
Speaker: Wir versuchen diesen Weg zu gehen, sind aber auch noch nicht da.
Speaker: Wir starten jetzt einen Prozess.
Speaker: Also wir werden tatsächlich mit nonkonformen
Speaker: Die waren ja auch bei uns im Podcast jetzt ein Prozess starten, wo es genau darum geht, letztlich, ich nenne es jetzt mal New Work, mir gibt es wahrscheinlich viele Begriffe dafür, aber in so eine Richtung uns zu entwickeln, weil ich fest davon überzeugt bin, dass das die Grundlage dafür ist, dass man das als Büro überhaupt leisten kann, was wir vorhaben.
Speaker: Eben weil mir das plausibel erscheint, dass Transformation für jemanden nur möglich ist, wenn er selbstwirksam ist, wenn er seine eigenen Ideen entfalten kann.
Speaker: Und das ist ja doch ein weltweit bekanntes Büro.
Speaker: Vielleicht kannst du da nochmal drei Worte berichten.
Speaker: Also die arbeiten schon sehr stark nach ihrer skandinavischen oder norwegischen Kultur.
Speaker: Die haben noch nie eine Hierarchie gebildet.
Speaker: sondern sie waren von vornherein eine Art Kollektiv, weil sie aber gesagt haben, dass sie beobachten, wie das in den Meisterdenkerbüros ist.
Speaker: Und sie haben sich aktiv damit auseinandergesetzt und gefragt, wollen wir das so?
Speaker: Und sind sehr schnell zu der Idee gekommen, zu sagen, nein, das wollen wir nicht.
Speaker: Wir wollen nicht in einer kreativen Hierarchie arbeiten.
Speaker: Weil wir haben es ja in Deutschland mit drei Hierarchien zu tun.
Speaker: Wir haben eine formale Hierarchie, wir haben eine kreative Hierarchie und wir haben eine Führungshierarchie an der Backe, in den allermeisten Büros.
Speaker: Und davon sind die relativ frei.
Speaker: Und für die zum Beispiel ist das sehr selbstverständlich, auch permanent an der Arbeit zu arbeiten.
Speaker: Die durchdringen das Thema Nachhaltigkeit sehr.
Speaker: Jetzt kann man natürlich sagen, ja, aber jetzt kann man die Gebäude auseinandernehmen und sagen, vor zehn Jahren haben sie das gebaut und das gebaut.
Speaker: Das kann sein, aber ich erlebe es sehr authentisch, so dieses Powerhouse, was die gemacht haben.
Speaker: Die beschäftigen sich damit, beschäftigen sich fachlich damit.
Speaker: Und es gibt auch, sie haben sich selber Ziele gesetzt.
Speaker: Und ich erlebe das authentisch, weil sie, ja, für mich sind die eine lernende Organisation.
Speaker: Ein Thema kommt, sie beschäftigen sich mit dem Thema und sie fangen an, sich auf das Thema einzustellen und sich dafür auch zu verändern.
Speaker: Die haben einen ganz hohen Veränderungsindex.
Speaker: Und das ist das Gegenteil von dem, was wir in Deutschland haben, an ganz vielen sozialen Organisationen, wo wir die hierarchisch aufgebaut sind, haben wir einen sehr niedrigen Veränderungsindex.
Speaker: Und man muss sich das so vorstellen, Menschen arbeiten ja nicht nur, also wir sind nicht nur Routinewesen.
Speaker: 80, 90 Prozent unseres Alltags werden wir über Routine gesteuert.
Speaker: Das heißt, übers Zwischenhirn, nicht über den Präfrontalkortex.
Speaker: Und wir bilden Muster auch in Gruppen.
Speaker: Das heißt, wenn du ein Büro als Organisation, als soziales System siehst, dann bilden sie Muster über die Kommunikation.
Speaker: So, wenn ich das jetzt verändern, muss ich anfangen, Unterschiede zu machen.
Speaker: Und da helfen euch jetzt nonkonform oder wer auch immer dabei, anzufangen, miteinander im Diskurs Unterschiede zu machen.
Speaker: Weil wenn ihr schon keine Unterschiede miteinander im Diskurs macht, dann ist es unwahrscheinlich, dass ihr im Miteinanderarbeiten neue Ergebnisse produziert.
Speaker: Wir haben den Zusammenhang von dem, wie machen wir es miteinander und was ist der Output?
Speaker: Ich kann ja nicht sagen, ich mache alles wie bisher, ich erwarte aber ein anderes Ergebnis.
Speaker: Deswegen müssen wir auf die Art, wie wir miteinander arbeiten, wir müssen diese auch unangenehmen Themen auf den Tisch bringen, von Macht, von Hierarchie, von all diesen Perspektiven, um ein anderes Ergebnis im Arbeiten zu erzielen.
Speaker: Ja, das schafft man extrem passiv.
Speaker: Was ich auch wichtig finde, das habe ich versucht eingangs zu sagen, bei diesem Jeder hat einen Beitrag.
Speaker: Ich würde immer erwarten von meinem Gegenüber, dass es ambitioniert ist.
Speaker: Also was ich nicht akzeptieren würde, ist, wenn jemand, weil Dack, du hast gefragt, was ich glaube, wie viel Zeit wir noch haben.
Speaker: Ich glaube, nicht viel Zeit.
Speaker: Ich komme aus einem Haushalt.
Speaker: Mein Vater hat in den 70er, 80er Jahren einen Wasserstoffmotor entwickelt.
Speaker: Das Auto ist gefahren.
Speaker: Sie haben ihn ausgelacht bei BMW.
Speaker: Wir haben in den 70ern schon mit Regenwasser die Toilette bedient.
Speaker: Wir haben eine Rückgewinnungsanlage.
Speaker: Er hat Solar selber gebaut.
Speaker: Ich komme aus diesem Haushalt, wo eine Nockenwelle auf dem Küchentisch lag und nicht eine Obstschale.
Speaker: Das heißt, ich bin sehr sensibel für dieses Thema und ich würde von jedem meinem Gegenüber erwarten, dass er oder sie ambitioniert ist.
Speaker: Aber ich bin halt nicht die Person, die sagt, wie das Ambitionsniveau sein muss.
Speaker: Weil ich würde eher sagen, jeder Beitrag zählt, wenn es ambitioniert ist.
Speaker: Und da können manche ein Paket mehr vertragen und manche ein kleineres Paket.
Speaker: Also ich persönlich fühle mich so ein bisschen gelähmt durch diese Meta-Ebene, die Vera hier einnimmt permanent.
Speaker: Weil das sind so ein bisschen Allgemeinplätze, die hier besetzt werden.
Speaker: Das ist...
Speaker: Natürlich lieben wir alle unsere Demokratie und natürlich wissen wir, dass ein hierarchieloses Arbeiten zu mehr Effektivität führt.
Speaker: Aber ich glaube, die Hörer dieses Podcasts möchten doch eigentlich von uns auch Antworten hören, wie denn jetzt konkret die Schritte, welches jetzt die konkreten Schritte sind, wie jetzt die Bauwende gelingen kann.
Speaker: Und ja, es ist eine Perlenkette von vielen verschiedenen Maßnahmen.
Speaker: Dem stimme ich auch zu.
Speaker: Und ich stimme auch dem zu, dass wir diesen Defetismus überwinden müssen.
Speaker: Was ist Defizitismus?
Speaker: Naja, die sich dem ergeben, dass es jetzt zu spät sei, beispielsweise mit der Klimakatastrophe und man würde sich jetzt noch eine gute Zeit machen.
Speaker: Also diese Machtlosigkeit, die man dem gegenüber verspürt und sich dann damit gewisserweise einrichtet, es etwas bequemer macht.
Speaker: Man sagt, okay, ich kann es sowieso nicht mehr ändern.
Speaker: Was bringt es noch?
Speaker: Was kann ich überhaupt noch bewirken?
Speaker: Man tut am Ende gar nichts.
Speaker: Das müsste natürlich überwunden werden.
Speaker: Aber ich finde schon, dass wir den Zuhörern auch ein paar Sachen an die Hand geben sollten, was eigentlich jetzt der Architekt, die Architektin, der Bauingenieur, die Bauingenieurin eigentlich nachdenkt.
Speaker: morgen am Arbeitsplatz tun können oder was wir in unserem Verein oder mit unseren Nachbarn eigentlich besprechen sollten.
Speaker: Da knüpfe ich jetzt gleich mal an.
Speaker: Also wir haben ja, das ist ja jetzt die Folge 13, wir haben jetzt zwölf Folgen hinter uns, da haben wir ja
Speaker: Zum Thema Stroh, zum Thema Low-Tech, zum Thema, was verstehen wir zwei unter Bauwende, zum Thema vom Fundament bis zum Dach, haben wir ja alles mal durchgesprochen.
Speaker: Also ich habe jetzt, ich fühle mich jetzt ziemlich gut gerüstet, habe ich zum Teil auch vorher schon, aber jetzt echt, also ich, zack, ja, ich lege sofort los.
Speaker: Und jetzt kommt wieder das, was Doug überhaupt nicht hören will.
Speaker: Er hat ja recht.
Speaker: Also jetzt kommt etwas, wo ich Verantwortung delegiere.
Speaker: Also zunächst mal ganz klar, ich bin dafür verantwortlich, was ich tue.
Speaker: Also ich mag Eigenverantwortung und ich will mich auch nicht aus der Verantwortung stehlen.
Speaker: Trotzdem stehe ich als Büro vor ein paar Herausforderungen.
Speaker: Eine Herausforderung sind 35 Menschen, die versorgt sein wollen.
Speaker: Das ist eine von vielen.
Speaker: Und die nächste Herausforderung ist, ich stehe vor einem Bauherrn, der mit einem großen Auftrag winkt.
Speaker: Und so, wie gewinne ich ihn jetzt?
Speaker: Das sind doch die Herausforderungen.
Speaker: Also ich mittlerweile und das versuchen dafür und das kann ich jetzt und da möchte ich gerne anknüpfen.
Speaker: Das ist eine weitere Perle auf dieser Kette.
Speaker: Die kleinen Schritte, für mich zählen sie.
Speaker: Ja, also die
Speaker: Wir haben mittlerweile uns hier, wir haben ein Team Zero aufgebaut, die sich nur damit beschäftigen, also sowohl inhaltlich als auch kommunikativ.
Speaker: Welche Ziele setzen wir uns bei einem Projekt?
Speaker: Was wollen wir immer reinbringen?
Speaker: Wir bringen mittlerweile bei jedem Bauvorhaben die Strohwand rein.
Speaker: Das ist schon quasi Standard.
Speaker: Und so entwickeln wir auch für uns neue Standards.
Speaker: Wir sagen aber nicht, lieber Bauherr, ihr wollt die jetzt nicht, deswegen geben wir den Auftrag ab.
Speaker: Das ist auch ein Teil der Wahrheit.
Speaker: Also wir kommen aber... Wie oft habt ihr sie denn schon umgesetzt?
Speaker: Also die Dinger sind jetzt in der Planung.
Speaker: Also Neubohnen ist ein Projekt, da kommen Strohwände rein.
Speaker: Du weißt, ein gemeinsames Projekt, an dem wir gearbeitet haben, die verkaufen gerade keine Wohnungen.
Speaker: Du kennst die Herausforderungen selber.
Speaker: Wir haben ja jetzt letzte Woche mit Firma Lorenz gesprochen.
Speaker: Die haben gerade totale Flaute.
Speaker: Selbstverständlich sind die auch von der Immobilienwirtschaft betroffen.
Speaker: Es ist ja nicht so, als wäre das so, als würde jeder sofort Juhu schreien.
Speaker: Das weißt du auch.
Speaker: Das war auch nicht meine Frage.
Speaker: Danach habe ich nicht gefragt, weil diese Antworten kenne ich.
Speaker: Die Antwort auf meine Frage kenne ich nicht.
Speaker: Wie viel ist umgesetzt?
Speaker: Also das ist ja eine Frage deiner.
Speaker: Ich habe natürlich immer den kleinen Duck im Kopf, der das bewertet.
Speaker: Und den will ich ehrlich gesagt einmal raushaben.
Speaker: Das ist dein, ich habe nicht bewertet.
Speaker: Der Anteil an Holz, den wir verbauen, ist fulminant gestiegen.
Speaker: Ich habe keine Zahlen.
Speaker: Aber wir bauen praktisch kein Bauvorhaben mehr, in dem nicht Holz ein Thema ist.
Speaker: Holz ist ja nicht per se gut, damit holst du Wälder ab.
Speaker: Das ist der kleine Duck, den ich jetzt gerade im Kopf hatte, von dem ich genau wusste, dass er das sagen würde.
Speaker: Das ist ja der nächste Punkt.
Speaker: Egal, was wir machen, dafür bist du ja gut.
Speaker: Und die Vera hat es ja auch schon vorweggenommen.
Speaker: Wenn du dir jetzt No-Hatter-Gebäude anschauen würdest, dann würdest du die auch zerlegen.
Speaker: Und darin bist du auch richtig gut.
Speaker: Und dem müssen wir uns ja auch stellen.
Speaker: Weil wenn wir nur mal einen Leimholzbinder haben, dann ist das kein Holz per se, sondern dann ist das Sondermüll.
Speaker: Das ist ein Teil der Wahrheit.
Speaker: Und diesen Teil der Wahrheit haben wir natürlich überall.
Speaker: Aber als ich dich gefragt habe, wie hoch der Anteil an Investitionen in regenerative Energien ist, hast du 0,2 geschätzt.
Speaker: Und ich habe diese andere Zahl, ich habe die Quellen verweist, den schicke ich dir noch.
Speaker: Da gibt es manchmal auch verschobene Wahrnehmungen.
Speaker: Egal, wo ich reinfasse, so kommt es mir vor, tun sich ja neue Themen auf.
Speaker: Das ist so ein Rabbit Hole, von dem die Bitcoiner immer sprechen.
Speaker: Ich fange an, mich mit Holz zu beschäftigen und stelle fest, Holz allein ist natürlich überhaupt gar nicht nachhaltig.
Speaker: Da geht es ja erst los.
Speaker: Holz ist ein knapper Rohstoff und nachhaltiges Holz erst recht.
Speaker: Und das begegnet uns ja, egal wo wir reinbohren.
Speaker: Deswegen, es geht um diese Haltung, um das Dranbleiben, um das Positive Dranbleiben, morgens aufstehen und sich sagen, was kann ich heute für Abenteuer in meinem Büro erleben.
Speaker: Das klingt doch anders, als zu sagen, oh Gott, wo haut mir jetzt der Dack wieder eine über die Rübe, weil ich was falsch mache.
Speaker: Ich hau nicht über die Rübe, ich zeige es doch überall.
Speaker: Also, wenn man jetzt auf euer Büro guckt, um es mal praktisch zu machen, und Daniel, ich bin ein bisschen anderer Ansicht, ich finde, wir müssen den Leuten gerade zumuten, ein bisschen Wissen aufzubauen.
Speaker: wie Veränderung geht.
Speaker: Und als Systemtheoretikerin kann man das nicht in drei Worten tun.
Speaker: Und ich finde, das dürfen wir Menschen, die ambitioniert sind zu verändern, wirklich zumuten, dass sie anfangen, sich mit Veränderung auch zu befassen.
Speaker: Wenn wir den Zoom mal machen wollen in deinem Büro, Hinrich, wäre das zu sagen, dass wirklich in jedem Projekt ihr alle, und war wirklich sehr ambitioniert,
Speaker: alle Handlungsräume checkt, die es gibt.
Speaker: Und das würde ich erwarten.
Speaker: Kann man nicht finanzieren.
Speaker: Ja, ich höre weiter, ich möchte zu Ende hören.
Speaker: Das ist für mich ein total spannender Punkt.
Speaker: Naja, erstmal würde ich sagen, das ist ja zweistufig.
Speaker: Das Erste ist ja zu sagen, was sind die Handlungsräume, die wir haben.
Speaker: Und zwar einmal in Richtung Material, also in diese ganzen fachlichen Themen.
Speaker: aber auch in Richtung Bauherrn-Gewinnung.
Speaker: Inwieweit können wir den gewinnen?
Speaker: Wer von uns wäre die beste Person, mit dem wie zu reden?
Speaker: Was ist eigentlich seine Motivation?
Speaker: Wie könnten wir den, also auch diese taktisch-kommunikativen Aspekte auszuloten, um das Gegenüber zu gewinnen?
Speaker: Mehrwertargumentation etc.
Speaker: pp.
Speaker: Und das eben nicht, also die Art, wie ihr arbeitet, wie ihr an den Projekten arbeitet, zu verändern und zu sagen, es geht auch da zu streiten bitte, es geht ja gar nicht darum, nicht zu streiten.
Speaker: Aber wenn man abends in den Spiegel guckt und sagt, wir haben alles rausgeholt, was geht, dann würde ich sagen, ist das ein positiver Beitrag.
Speaker: Und dann würde ich auch immer sagen, es ist ein Beitrag, auf den man auch stolz sein kann.
Speaker: Und da sind wir unterschiedlicher Meinung.
Speaker: Absolut.
Speaker: Zu sagen, wenn das bestimmtes Niveau nicht erreicht, dann ist es quasi nichts wert in puncto Bauwende und das sehe ich anders, weil ich, wenn wir szenarisch drauf gucken, da zoome ich wieder ein bisschen raus, wir die Leute nicht Selbstwirksamkeit entwickeln lassen in dem Thema, werden sie sich aufs Sofa setzen und dann ist ganz, ganz sicher, dass wir untergehen.
Speaker: Und zwar wirklich ganz, ganz sicher.
Speaker: Genau.
Speaker: Wir müssen nämlich die Folgen auch unserer Kommunikation abschätzen.
Speaker: Also Kommunikation, bestärkende Kommunikation ist ein Teil, ist eine Perle auf der Perlenkette zur Bauwende.
Speaker: Also ein Beispiel, ich zitiere es jetzt einfach mal, ohne da zu sehr ins Detail zu gehen.
Speaker: Aber wir hatten einen kleinen Eklat.
Speaker: Ich gehe jetzt mal nicht auf die Firma ein.
Speaker: Da gab es einen Post von Duck bei einer Firma, den wir eigentlich zum Podcast einladen wollten.
Speaker: die echt aus meiner Sicht ein geiles Produkt herstellen.
Speaker: Natürlich kann man da wahrscheinlich einiges in Frage stellen.
Speaker: Und daraufhin hat er mich geblockt erst mal.
Speaker: Das konnte ich dann aufklären.
Speaker: Also mich ja, obwohl ich ja jetzt gar nichts mit Duck außer dem Podcast zu tun habe.
Speaker: Und worauf ich hinaus will ist, da gibt es eine Firma, die ein geiles Produkt macht.
Speaker: Und dann wird über eine Sache gestritten und auseinandergesetzt, die in sich ja, du magst ja recht gehabt haben, aber nichts damit zu tun, mit dem Produkt zunächst mal zu tun hat,
Speaker: Du hast ja jemanden vergrault.
Speaker: Und ich möchte keine Menschen vergraulen, die sich auf den Weg gemacht haben, ambitioniert, da bin ich bei dir, Vera, authentisch, ambitioniert, sondern ich möchte sie darin bestärken.
Speaker: Das ist mein Wunsch.
Speaker: dann tut es mir leid, ganz klar.
Speaker: Egal, ich wollte es jetzt auch nicht zu sehr vertiefen.
Speaker: Ich wollte nur eigentlich, wie kriegen wir jetzt die Kurve wieder?
Speaker: Also wir waren bei diesem Thema, wir sind übrigens jetzt dabei, den Sinkflug einzuleiten.
Speaker: Also wir haben jetzt noch 13 Minuten, so habe ich es verstanden.
Speaker: Deswegen leite ich den jetzt mal langsam ein.
Speaker: Unser Thema heute ist, wie kommen wir in die Puschen?
Speaker: Was müssen wir als Planer, die wir selbstverständlich in der Verantwortung sind, wir haben eine große Verantwortung, das übrigens schreibst du, Vera, ja auch in deinem Buch New Work in der Architektur, dass die Architektur systemrelevant ist, was ich übrigens einen schönen Gedanken finde und den ich unterstreiche.
Speaker: Machen wir mal die Runde.
Speaker: Daniel, was gibst du jetzt den Hörerinnen und Hörern mit auf den Weg?
Speaker: Wie kommen wir aus dem Puschen?
Speaker: Du hast das Thema Regulierung, das du mit auf den Weg bringen willst.
Speaker: Was sind für dich auch in deinem eigenen Büro die konkreten Ansätze?
Speaker: In meinem eigenen Büro, was ja nur aus meiner Person besteht, ist das jetzt nicht ganz so kompliziert.
Speaker: Aber was ich mir wünschen würde, wäre, dass nicht nur die Büroinhaber oder Inhaberinnen eine Transformation anstoßen, sondern dass tatsächlich jede einzelne angestellte Person
Speaker: sich morgen, wenn es dann wieder losgeht im Büro, im Architekturbüro, fragt, ob das, was dort geplant wird, den Kriterien der Bauwende entspricht.
Speaker: Und wenn es das nicht tut, gilt es, das im Büro anzusprechen, dort zu thematisieren und gegebenenfalls zu verweigern oder zu verweigern.
Speaker: Besserungsvorschläge zu unterbreiten.
Speaker: Also ich halte es für unausweichlich, dass es in jedem einzelnen Büro in Deutschland eine breite Debatte darüber entsteht, um tatsächlich schnell voranzukommen.
Speaker: Denn was bei all diesen Transformationsprozessen leider ein großer Nachteil ist und auch bei diesen Bildungsprozessen und bei den Prozessen der Bildung von Eigenverantwortlichkeit, das ist halt Sachen, die sich über Jahre hinziehen.
Speaker: Und diese Jahre,
Speaker: in denen das hätte passieren sollen, die liegen leider hinter uns.
Speaker: Deswegen denke ich, wir sind bereits an dem Punkt, an dem das zählt, was morgen, übermorgen, nächste Woche in den Büros passiert.
Speaker: Weil das ist auch etwas, was ich bei diesem Vortrag der letzten Generation gelernt habe.
Speaker: Das CO2, was heute ausgestoßen wird, wird erst in zehn Jahren in der Atmosphäre wirksam.
Speaker: Also entbreitet dann die volle Wirksamkeit.
Speaker: Deswegen ist es absolut entscheidend, was wir in diesem Jahr und im nächsten Jahr und übernächsten Jahr tun.
Speaker: Okay, Doug.
Speaker: Nö, lass mal erst mal Vera, bitte.
Speaker: Okay.
Speaker: Ich schließe mich Daniel an.
Speaker: Das ist das, was auf Büroebene aus meiner Sicht genau das Richtige ist.
Speaker: Und in dem Kontext idealerweise auch mal zu gucken, reicht die psychologische Sicherheit im Team eigentlich, um das mal in aller Offenheit auch
Speaker: zu diskutieren, dass das Ambitionsniveau nicht hoch genug ist.
Speaker: Ich würde darüber hinaus aber sagen, wir sind ja eigentlich hier zu viert ein ganz gutes Abbild von dem, was da draußen passiert.
Speaker: Sind wir zueinander gekommen?
Speaker: Nein, sind wir nicht.
Speaker: Waren Abwertungen drin?
Speaker: Ja, waren es.
Speaker: Und das ist aus meiner Sicht einfach nicht der Weg.
Speaker: Ich glaube, wer das hier hört, zu sagen, wäre mein Impuls, immer zu sagen, raus aus der Abwerterei und raus aus der Bewerterei,
Speaker: weil das führt nicht zueinander.
Speaker: Und das wäre jetzt eher auf dynamischer Ebene, also kommunikativ-dynamischer Ebene.
Speaker: Mein Hinweis aber ansonsten, das, was Daniel für das Büro gesagt hat, finde ich genau richtig.
Speaker: Ja, also ich habe wieder gehört, was nicht geht.
Speaker: Also die Abwertung geht nicht, das Vergleichen geht nicht und so weiter.
Speaker: Ich finde es ja eigentlich immer besser zu erfahren, was geht.
Speaker: Da sind tatsächlich alle vier bisher die Antwort schuldig geblieben, nach meiner Überzeugung.
Speaker: Und wenn die Ursprungsfrage, die du gestellt hast, nochmal die war, wie sollte, nee Quatsch, die Daniel gestellt hat, wie könnte oder sollte man seine Arbeit in den Planungsbüros strukturieren oder was sollte man tun?
Speaker: Also
Speaker: Ich habe das eigentlich in einer ganz einfachen Form.
Speaker: Wenn wir von zirkulärem Bauen ausgehen, dann gibt es eigentlich sechs Phasen.
Speaker: Rohstoffgewinnung, Produktion, Bauphase, Nutzung, Instandhaltung, Rückbau und Recycling.
Speaker: Und das, womit sich die Architekten beschäftigen, sind Planung und Bauphase.
Speaker: Also vielleicht ein oder zwei Phasen von insgesamt sechs.
Speaker: Und wenn ich bei jedem Strich, den ich mache oder jedem Detail, was ich mir ausdenke oder zeichne, die anderen Phasen alle außer Acht lasse, heißt es letztendlich, dass ich mit dem, was ich tue, dafür keine Verantwortung übernehme und diese Verantwortung anderen überlasse.
Speaker: Und wenn ich das ändern möchte, dann muss ich in jedem, was ich tue, für alle sechs Phasen die Verantwortung übernehmen.
Speaker: meine Planung und meine Materialien, meine Details und so weiter auf die Verwendbarkeit innerhalb dieses Kreislaufes prüfen.
Speaker: Gut, dann würde ich jetzt mal tatsächlich zum Schlusswort übergehen.
Speaker: Da könnt ihr auch gerne auch nochmal darauf reagieren, wenn ihr wollt.
Speaker: Ich versuche jetzt mal zusammenzufassen, was ich mitgenommen habe heute.
Speaker: Es ist ja jetzt die letzte Folge, ich sage jetzt mal einer Staffel.
Speaker: Schauen wir mal, ob wir ein Format finden, in dem es weitergeht.
Speaker: Und ich möchte mich vor allem auch mal bei allen Zuhörerinnen bedanken, die uns ja zum Teil doch sehr treu folgen, höre ich immer wieder.
Speaker: Insofern blutet mir auch das Herz, dass es jetzt erst mal einen Stopp bekommt.
Speaker: Ich empfinde es auch für mich aus genau den Themen, die jetzt genannt worden sind und die thematisiert worden sind,
Speaker: als notwendig.
Speaker: Also ich will mal so die Bestandteile, die ich jetzt verstanden habe, nennen.
Speaker: Also das eine ist die Konsequenz, die Ehrlichkeit.
Speaker: Die ist erforderlich.
Speaker: Ohne die geht es gar nicht.
Speaker: Also wir müssen hingucken.
Speaker: Und wir müssen uns auch dem stellen, was wir verbrechen oder verbrochen haben und was wir falsch machen.
Speaker: Das alleine reicht aber nicht.
Speaker: Für mich ist so ein Stichwort, ein schönes Bild, die Ambition.
Speaker: Also wenn wir starten und was vorhaben, dann bitte ambitioniert.
Speaker: Und dann aber nicht werten, nicht vergleichen, sondern immer mit großem Wohlwollen auf Menschen zugehen, die ambitioniert sind, die etwas wollen und offen zu sein für die ganze Vielfalt der Perspektiven, die wir brauchen.
Speaker: Das klingt alles nach großen Allgemeinplätzen, das ist mir bewusst, nur wir stellen ja fest, mit dem Konkreten alleine funktioniert es eben auch nicht.
Speaker: Und wir müssen uns die Zeit nehmen, diese übergeordneten Mechanismen, diese andere Flughöhe einzunehmen und sie zu verstehen und sie dann auch zu leben.
Speaker: Also sich im Büro, und konkret bedeutet das für mich genau das, was du gesagt hast, im Büro sich in Teams hinzusetzen, sich wirklich zu überlegen, was können wir bei jedem Projekt, was wollen wir da machen, was ist unsere absolute Herausforderung.
Speaker: das Beste des Besten.
Speaker: Und dann darunter zu leiden, das ist ein Leidensprozess, zu gucken, was können wir wirklich dann rüber retten und Strategien zu entwickeln, wie
Speaker: Gewinnen wir die Bauherren und sich in Netzwerken, in transdisziplinierenden Netzwerken, das ist für mich auch ein ganz wichtiges Thema.
Speaker: Wir dürfen nicht nur in unserer eigenen, deswegen fand ich das als sehr, sehr wohltuend, heute eine andere Disziplin auch mit dabei zu haben.
Speaker: Also dieses nicht nur in unserem eigenen Genre-Denken, sondern wie gewinnen wir einen Bauherren?
Speaker: Wie tickt sein Gehirn?
Speaker: Wie können wir mit dir, Vera, so einen Bauherren-Termin mal vorbereiten, dass wir den optimal abholen oder mit wem auch immer?
Speaker: Dass der am Ende sagt, ich kann eigentlich gar nicht anders als mit Stroh bauen zum Beispiel.
Speaker: Also das sind so, ich glaube, da ist noch viel, viel möglich und viel, viel drin.
Speaker: Und last but not least Perspektivenwechsel.
Speaker: Also ich komme nochmal auf das Ja.
Speaker: Also Vera, es gibt ein tolles Buch, das schicke ich dir im Anschluss, zum Beispiel die Orangene Pille von Jona Mangold, einem Zeitredakteur, der zum Bitcoiner mutiert ist.
Speaker: Es ist ein gutes Einstiegsbuch und es gibt unfassbar viele Podcasts, aber die werde ich dir nicht alle schicken.
Speaker: Das Interessante an der Bitcoin-Perspektive ist der Perspektivenwechsel.
Speaker: Ihr müsst es nicht mögen, aber ihr müsst es verstehen.
Speaker: Und wenn ihr es versteht, dann könnt ihr gar nicht anders, als es zu mögen, wäre meine These, aber das kann man ja dann sehen.
Speaker: Genau, also und jetzt würde ich trotzdem nochmal jeden von euch bitten, nochmal so ein positives Schlusswort, ja, wirklich mit dem Tenor nochmal ein Shoutout für die Bauwende zu machen.
Speaker: Von jedem von euch.
Speaker: Und ich möchte mich auch bei jedem von euch nochmal explizit bedanken.
Speaker: Und ich hoffe, dass wir uns in der einen oder anderen Konstellation auch podcastmäßig, wo auch immer, wieder begegnen werden und dann Schritte weiter sein werden.
Speaker: Also, Wehrmacht anfangen.
Speaker: Daniel.
Speaker: Ja, mein Appell wäre, dass...
Speaker: alle Zuhörenden und auch, aber auch vor allem alle Tätigen in unserer Berufschaft, bei den Architekten und Bauingenieuren, ja das Thema der Eigenverantwortung nochmal reflektieren und eben nicht abwarten, dass Politik uns einschränkt.
Speaker: Also das ist das, was mir öfters begegnet, das Argument, das ist ja schön und gut, ich kann das alles machen.
Speaker: Aber da soll doch erst mal von der Ampel oder der Nachfolgeregierung die notwendigen Gesetzesvorschläge im Parlament unterbreitet werden und dann warten wir mal ab.
Speaker: Und ich habe das Gefühl, dass es auch so eine Komfortzone ist, weil man genau weiß, dass das, was in den Parlamenten entschieden wird, letztlich ein Kompromiss ist.
Speaker: Das wird nicht allzu sehr wehtun und das wird sich noch Jahre hinziehen.
Speaker: Also das ist eine schöne Position.
Speaker: Wir müssen einen Blick auf die Uhr haben.
Speaker: Entschuldige, Daniel, aber verstanden.
Speaker: Eigenverantwortung.
Speaker: Wer mag von euch zuerst?
Speaker: Ja, schließe ich mich an.
Speaker: Eigenverantwortung, also Auslagern von Verantwortung ist vorbei.
Speaker: Also jeder muss seinen Beitrag leisten und den ambitioniert.
Speaker: Geht im Team übrigens leichter.
Speaker: Also wenn man ein Teil der vielen ist, wenn man sich da zusammentut, dann ist es meistens für Menschen leichter.
Speaker: Danke.
Speaker: Ja, ich gehe weiter.
Speaker: Eigenverantwortung reicht mir nicht.
Speaker: Also Eigenverantwortung auch im Handeln und in der daraus resultierenden Konsequenz.
Speaker: Das heißt, wer Gesetze ändern will, muss sie erst brechen.
Speaker: Wir haben ein riesenhaftes Werk an Regeln, Regularien, Vorschriften und so weiter, die in einem ganz großen Teil existieren.
Speaker: nachweislich rückständig sind und zerstörerisch sind.
Speaker: HAI sei da mal als ein Beispiel genannt.
Speaker: Und ich muss, wenn ich eigenverantwortlich handeln will, genug Kraft und Stärke haben, gegen diese Regeln zu verstoßen, weil sonst bin ich in diesem System gefangen.


