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Episode 10: Bestand ist das neue Geil! Im Gespräch mit Bestandsaktivist*innen

Bauwende Deep Dive
Bauwende Deep Dive

131 plays · Dec 24, 2023

In dieser spannenden und lebhaften Folge unterhalten wir uns mit drei  Bestandsaktivist*innen, die sich in verschiedenen Zusammenhängen für  den Erhalt von Bestandsbauten einsetzen: Andrea Bitter ist Mitglied bei den Architects 4  Future.  Die A4F haben das Abrissmoratorium, die Musterumbauordnung, und  den Abriss-Atlas Deutschland auf den Weg gebracht. Jakob Bahret, ist Kollege bei Grassinger Emrich  Architekten, betreibt einen eigenen Podcast, FOAM-Network und engagiert  sich bei der Initiative Abbrechen Abbrechen – die sich für den Erhalt  des Justizzentrums in München einsetzt. Zu guter Letzt verdanken wir Ihm  den Schnitt des Podcast Bauwende verstehen, vielen Dank dafür! Thomas Gerstmeir, Partner im Architekturbüro  gerstmeir inić kučera architekten BDA, setzt sich mit weiteren BDA  Mitgliedern für den Erhalt einer Realschule in Vilsbiburg ein, die im  Stil des Brutalismus gebaut wurde Ziel des Podcast „Bauwende verstehen“ von Hinrich und Dag ist es, Wissen und Informationen rund um die Bauwende weiterzugeben, kontrovers zu diskutieren, zu inspirieren und Akteure zu vernetzen. Die Bauwirtschaft ist Teil des Problems, sie ist verantwortlich für ca. 40% des CO2 Ausstoßes, 55% des Müllaufkommens sowie den Einsatz von zahlreichen Umweltgiften und einer enormen Flächenversiegelung. Mit unserem Podcast wollen wir daran mitwirken, dass die Bauwirtschaft zu einem Teil der Lösung wird. Die Zukunft gehört der regenerativen Architektur: Kreislauffähigkeit, Wohngesundheit, Ressourcenschonung, Klimaanpassung, Energieautarkie, eine positive CO2 Bilanz, ökonomische Leistbarkeit und der Fokus auf den Bestand sind die Ziele des neuen Bauens. Hinrich ist einer von fünf Geschäftsführern der Grassinger Emrich Architekten GmbH, die sich mitten in der Transformation von der alten Bauwelt in die neue Bauwelt befinden. Er ist „alt und naiv“ sowie bereit, alles zu hinterfragen und neues Wissen aufzusaugen. Dag ist schon immer ein „Bautechnischer Weltverbesserer“, der mit der Spreeplan UG seit vielen Jahren ausschließlich kompromisslos nachhaltige und gesunde Bauvorhaben umsetzt. Im Gespräch miteinander und mit spannenden Gästen wird die Bauwende beleuchtet und einzelne Aspekte in eigenen Episoden vertieft.

Transcript

Speaker: Bauwende verstehen, der Podcast zur Bauwende von Hinrich und Dack.

Speaker: Ja, schönen guten Abend, liebe Zuhörerinnen, zur Episode 10 mit dem Thema Bestand ist das neue geil.

Speaker: Und ich freue mich, dass ich diesmal eine ganze Reihe von Gästen begrüßen darf und natürlich auch DAK.

Speaker: Also seid gegrüßt miteinander, Andrea, Jakob, Thomas und natürlich DAK, seid gegrüßt.

Speaker: Hallo.

Speaker: Hallo.

Speaker: Ich glaube, so eine große Runde hatten wir noch nie, ist aber auch ein spannendes Thema.

Speaker: Bevor ihr euch gleich selber mal vorstellt und auch eure Anliegen kurz vorstellt, mache ich wie immer meinen kurzen Exkurs zum Thema Bitcoin.

Speaker: Und der besteht eigentlich dieses Mal nur darin, dass ich einen Hinweis geben möchte auf eine Aufzeichnung eines Bitcoins, bei dem ich jetzt zum ersten Mal selber Gast war.

Speaker: Da ging es um die Bauwende und um Bitcoin und den werde ich in den Shownotes verlinken.

Speaker: Ist wirklich eine Empfehlung für jeden, war für mich wahnsinnig spannend.

Speaker: Das ist also mit einem Mikrobiologen, einem jungen Menschen, der im Bitcoin-Space auch unterwegs ist, der für die Bitcoiners for Future unterwegs ist, also dem das Thema Klimawandel extrem am Herzen liegt.

Speaker: Und ein wahnsinnig schlauer und angenehmer Mensch.

Speaker: Und das ist wirklich auch ein aus meiner Sicht spannender Podcast geworden, der nochmal so diese Connection zwischen Bitcoin und dem Thema, mit dem wir auch zu tun haben, Bauwende, für mich zumindest immer deutlicher macht.

Speaker: Und deswegen werde ich auch immer überzeugter davon, dass wir über dieses Thema eigentlich sprechen.

Speaker: immer reden müssen.

Speaker: Das ist für mich nicht mehr nur so ein nice to have, sondern es wird immer mehr zu so einem must, dass da so viele Möglichkeiten, gerade auch für unsere Anliegen, die Bauwände drin liegen.

Speaker: Und damit will ich es auch dabei belassen.

Speaker: Und jetzt habt ihr das Wort.

Speaker: Und ich würde sagen, Ladies first, Andrea, bitte.

Speaker: Mach du doch mal den Anfang.

Speaker: Es geht um, warum ist Bestand das Neue geil, aber wer bist du überhaupt?

Speaker: Vielleicht fangen wir damit an.

Speaker: Ja, hallo in die Runde.

Speaker: Andrea Bitterweg ist mein Name.

Speaker: Ich bin Architektin und Energieberaterin, bin hier in München tätig und darf seit zwei, zweieinhalb Jahren auch bei den Architects for Future mitwirken, um dort eben die Bauwände voranzutreiben und aktiv zu sein, sowohl deutschlandweit als auch direkt in München und mich da in vielen Dingen einzumischen.

Speaker: Und beruflich gerade dabei, viele nette kleine Häuser zu sanieren und die energetisch auf Stand zu bringen und zu einem schönen Zuhause für die Bewohnerinnen zu machen.

Speaker: Und ich bin heute mit dem Anliegen hier als Vertreterin von den Architects for Future im Großen und Ganzen eigentlich für unsere Forderung Nummer zwei.

Speaker: Also wir haben zehn Forderungen aufgestellt und die Forderung Nummer zwei heißt hinterfragt abgibt es kritisch.

Speaker: Und aus dieser Forderung heraus sind auch entstanden so Dinge wie die Umbeordnung, ein Abrissroberatorium und der Abrissatlas, über den wir heute ja noch ein bisschen wahrscheinlich sprechen werden.

Speaker: Ja, super spannend.

Speaker: Da freue ich mich sehr drauf.

Speaker: Dann, ich gebe einfach mal die Reihenfolge vor.

Speaker: Jakob Barrett, vielleicht sei noch dazu gesagt, ist derjenige,

Speaker: der auch die Podcasts für uns immer schneidet.

Speaker: Vielen Dank dafür.

Speaker: Und jetzt stellst du dich auch selber mal vor und du bist ja mit diesem Thema Bestand auch ganz besonders unterwegs.

Speaker: Genau, also ich bin der Jakob.

Speaker: Ich habe an der TUM hier in München Architektur studiert und an der Polytechnik in Mailand und habe mich

Speaker: immer auch so mit der politischen Komponente von Architektur eigentlich auseinandergesetzt und habe auch meine Masterthesis über den politischen, also politische Wandel und Architektur ist einfach so ein Thema, was mich interessiert.

Speaker: Habe auch während der Studienzeit selber einen Podcast gemacht, der gerade leider nicht verfügbar ist, aber ich werde gucken, dass er wieder verfügbar ist.

Speaker: Wenn das interessiert, der kann foam.network auf Instagram folgen und dann kriegt es

Speaker: kriegt man da die Neuigkeiten, wann der wieder verfügbar ist.

Speaker: Und ich habe vor ziemlich genau einem Jahr so einen Workshop gegeben, der hieß Abrissparty crashen auf dem Freiraumforum.

Speaker: Das war so eine Zwischennutzung, die dort verschiedene Workshop-Formate angeboten hatten hier in München.

Speaker: Und darüber habe ich dann eben so ein bisschen Zugang zur Szene der Bestandsmenschen in München bekommen.

Speaker: Aber du bist ja auch mit einem ganz konkreten Projekt, glaube ich, beschäftigt gewesen.

Speaker: So habe ich das mitbekommen.

Speaker: Genau, also ich habe dann eben da die Gruppe kennengelernt, die sich für den Erhalt des Justizzentrums hier in München einsetzt und die auch unter dem Slogan Abbrechen, Abbrechen oder Justizzentrum erhalten, dann öffentlich wirksam sind.

Speaker: Das werden wir uns natürlich dann auch nochmal im Detail dann mit beschäftigen, was das eigentlich ist.

Speaker: So, Thomas Gerstmeier.

Speaker: Herzlichen Dank.

Speaker: Wir haben uns extrem gefreut.

Speaker: Du bist ja auf uns zugekommen, weil du auch unserem Podcast folgst.

Speaker: Und das ist für uns, also ich weiß nicht, wie es dir geht, aber schon ein großartiges Erlebnis, dass wir tatsächlich jetzt eben auch so Resonanz bekommen, zunehmend.

Speaker: Zunächst vereinzelt, aber es nimmt zu.

Speaker: Also durchaus positive Resonanz.

Speaker: Also da haben wir uns sehr drüber gefreut und du bist mit einem konkreten Anliegen auf uns zugekommen.

Speaker: Also stell dich doch bitte mal vor, wer du bist und auch was dein Anliegen ist.

Speaker: Ja, dann würde ich mir erst mal vorstellen.

Speaker: Mein Name ist Thomas Gerstmeier.

Speaker: Ich bin hier in München tätig und habe ja auch ein Büro.

Speaker: Gerstmeier Inic Kutscherer Architekten.

Speaker: Habe das 2001 gegründet, habe in München studiert an der TUM.

Speaker: Und ich habe es auch am Tag gerade erzählt, ich war davor Bauzeichner, habe beim Landschaftsarchitekten gearbeitet und habe mich eigentlich immer in meiner Jugend schon auf Baustellen herumgetrieben.

Speaker: Ich weiß nicht warum, aber es war so.

Speaker: Ich habe da mein Geld verdient, war eigentlich immer Handlanger dort.

Speaker: Also ich habe keine Fähigkeiten oder Fertigkeiten entwickelt, weil so ein Begriff Handlanger ist ein Begriff, oder?

Speaker: Also Hilfsarbeiter.

Speaker: Und habe das immer gemacht, um

Speaker: Wollte dann natürlich Architektur studieren, habe dann keinen Studienplatz bekommen.

Speaker: Also eine Landschaftsarchitektur wollte ich studieren und habe dann einen Studienplatz bekommen und bin dann, so wie Dacke, so nennen würde ich nur Architekt geworden.

Speaker: Und habe damals schon immer die Idee gehabt, von minimalinvasiv zu bauen und zu entwerfen.

Speaker: Also es hat mich immer schon geändert.

Speaker: fasziniert oder die ich habe mir immer die frage gestellt wenn wir da immer kies eingebaut haben wo kommt dieser ganze kies her um wie lange geht es noch gut das war 2001 oder 1995 rum dann gedacht irgendwann muss doch der kies aus sein und das war jetzt bei der vorbereitung zu dem podcast habe ich mich genau an diesen gedanken mal erinnert ja also dass wir heute versuchen müssen auch die materialien sinnvoll einzusetzen

Speaker: Bestärkt wurde ich dann mit dieser Haltung meiner Assistentenzeit beim Lehrstuhl für Umbau und Denkmalpflege beim Professor Hild von der TUM.

Speaker: Da war ich drei, vier Jahre.

Speaker: Da habe ich dann endlich verstanden, dass das auch wirklich eine Haltung sein kann.

Speaker: Der Herr Hild hat das damals ja schon sehr großartig untersucht.

Speaker: Also der hat ja damals 2015 schon Umbauordnung verlangt.

Speaker: Also der war da ganz vorne mit dabei, meines Erachtens.

Speaker: Und da habe ich das dann gelernt.

Speaker: Auch meine eigene Einstellung nicht gering zu schätzen, sondern diese Ressourcen zu schonen.

Speaker: Also alles, was wir an gebauter Umwelt haben, als Ressource zu betrachten.

Speaker: Und ich sehe die Bauwende als sehr großes Potenzial für Architekten und nicht als Belastung.

Speaker: Und auch du bist ja mit einem konkreten Anliegen auf uns gekommen.

Speaker: Das kann ich auch noch kurz erwähnen.

Speaker: Entschuldigung.

Speaker: Genau, das geht um die Realschule in Füßbüberg.

Speaker: Das ist ein Brutalismusbau, eine sogenannte Reformschule aus den späten 60er Jahren.

Speaker: Die wurden hauptsächlich in Baden-Württemberg viel gebaut oder eben auch jetzt hier in Füßbüberg.

Speaker: Das ist ja Niederbayern.

Speaker: Und der Bau stellt praktisch so im östlichen Bayern den einzigen vernünftigen Brutalismusbau dar.

Speaker: Also es ist wirklich ein schönes Haus und ist eben damals schon als Reformschule gebaut worden.

Speaker: Also das gab ja die Bildungsreform damals und dann hat man halt so Schulen entwickelt, die um eine große Aula rum sich entwickeln, wo die Klassenzimmer an diesen großen Raum anschließen, wo es dann so Ideen gab von besonders schönen Fachklassen wie der Musiksaal, der ist da traumhaft schön da drin.

Speaker: Und diese Schule sollte ursprünglich generalsaniert werden.

Speaker: Und dann ist man im Laufe eines Planungsprozesses des 2020 auf die Idee gekommen, den jetzt komplett abzureißen und durch eine komplett neue Schule zu ersetzen.

Speaker: Und da wurde ich dann 2023 im Mai, also heuer im Mai erst, mal darauf angesprochen, dass er

Speaker: von verwandten und freunden auch ehemaligen lehrer man muss dazu sagen dass ich gegenüber aufs gymnasium gegangen bin ist genau auf der anderen straßenseite und für uns war damals schon über die schule wenn man da reingekommen sind wir in die aula das war so wow also das hat man so auch als nicht architekt schon verstanden dass das jetzt nicht einfach eine bloße schachtel war sondern da steckt mehr dahinter das ist offensichtlich zu erkennen und dann habe ich mich da hat mal ein bisschen

Speaker: Ja, habe ein bisschen recherchiert und mal einen Leserbrief geschrieben und da kamen dann sehr viele positive Rückmeldungen auch aus der Bevölkerung.

Speaker: Da habe ich mir gedacht, das hätte ich jetzt nicht erwartet.

Speaker: Also eigentlich hätte ich da richtig Gegenwind erwartet.

Speaker: Aber es ist tatsächlich so, dass die Leute sich da vor Ort fragen, warum muss jetzt diese Schule plötzlich weg?

Speaker: Und dann haben wir auch noch mal mit dem BDA darüber gesprochen und dann auch mit dem

Speaker: mit dem DAM, also dem Deutschen Architekturmuseum.

Speaker: Und da habe ich dann auch gemerkt, dass die Leute da Rückenwind geben, dass der BDA genauso denkt, dass das eigentlich nicht nur Spinnerei von mir ist.

Speaker: Und daraus hat sich ein Protest entwickelt.

Speaker: Dann haben wir mal die Petition gemacht, weil wir wissen wollten, wie die Völkerung dazu steht.

Speaker: Und das hat sich jetzt alles sehr positiv entwickelt.

Speaker: Wir haben uns dazu eine...

Speaker: Aktivistengruppe.

Speaker: Das habe ich gar nicht gewusst, dass ich jetzt Aktivist bin.

Speaker: Das hast du geschrieben.

Speaker: Das finde ich sehr interessant.

Speaker: Ein ganz neuer Beruf für mich.

Speaker: Das geht wahnsinnig schnell.

Speaker: Man kommt da auch ohne weiteres nicht mehr raus.

Speaker: Das ist aber auch ganz gut so.

Speaker: Wir argumentieren da.

Speaker: Streiten finde ich immer ein bisschen ein schwieriges Wort.

Speaker: Wir argumentieren gegen diesen Abbruch und versuchen eine

Speaker: natürlich schwierig aber wir bekommen positive rückmeldung ja okay also dann haben wir mal so das setting tag jetzt würde ich auch gern dich noch mal bitten dass du noch mal vielleicht so ein generalflug zum thema bestand machst und wir haben werde auch schon darüber gesprochen aber auch noch mal so wie es aus deiner sicht das thema bestand einzuordnen auch im kontext natürlich wir reden ja über die bauwände bauwände verstehen

Speaker: Das ist der Grund, warum wir hier sitzen.

Speaker: Vielleicht machst du nochmal so einen Generalflug.

Speaker: Der Generalflug, der ist eigentlich relativ einfach, weil der Generalflug beginnt und hört eigentlich auch auf in der Ausbildung der Architekten.

Speaker: Ich habe gerade letzte Woche wieder einen Winterempfang der Stiftung Baukultur genießen dürfen, wo dann die Dekane der Hochschulen eingeladen wurden.

Speaker: Die sind mal ganz locker dann gefragt worden, naja, wie viel habt ihr denn in der Ausbildung so im Bestand?

Speaker: Und dann gibt es einen beschämten Blick nach unten und naja, so 90 Prozent.

Speaker: Und dann kommt die nächste Frage, ja, was denn konkret?

Speaker: Wir haben so zwei Module, die sind freiwillig, aber nicht verpflichtend.

Speaker: Und da behandeln wir den Bestand.

Speaker: Das heißt, man muss die eigentlich erst mal korrigieren, weil es sind dann nicht 90 Prozent Neubau, sondern es sind 99,9, wenn Sie zwei Module haben, die auch noch freiwillig sind.

Speaker: Und daraus resultierend ist es tatsächlich so, dass die ganzen Diskussionen

Speaker: ob und wie und in welcher Form man im Bestand planen kann, inwiefern das zirkulär ist, inwiefern das wirtschaftlich ist und so weiter und so weiter.

Speaker: Diese Diskussion wird fast immer von Leuten geführt, die davon keine Ahnung haben.

Speaker: Weil sie sind darauf nicht ausgebildet.

Speaker: Es gibt kaum Ausbilder in diesem Bereich.

Speaker: Es gibt so ein paar Exoten, so Architekten, die im Denkmalschutz arbeiten und dann irgendwie so Leute, die Konservatoren sind oder sowas.

Speaker: Aber im großen Stil, also Leute, die sich damit wirklich ernsthaft auseinandersetzen, das ist verschwindend wenig.

Speaker: Das muss man einfach mal ganz klar anerkennen und jeder, der auch mal irgendwie entweder selber eine Ausbildung zum Architekten genossen hat oder in der Ausbildung tätig ist und ehrlich mit sich selber und den anderen ist, der wird es bestätigen können.

Speaker: Ich habe im Studium so ein Schlüsselerlebnis gehabt.

Speaker: Ich wollte unbedingt im Bestand schon damals im Studium was machen und da sagt der

Speaker: Professor, damals ein Herr Professor Nedelkov ganz locker zu mir, ja, tolle Idee mit deinen Bestandsgeschichten, aber da fehlt doch das kreative Moment.

Speaker: Also wenn ich sowas höre, jetzt vor allen Dingen in meinem fortgeschrittenen Alter, dann weiß ich halt ganz klar, das kann nur von jemandem kommen, der es nie gemacht hat, weil die Kreativität, die erforderlich ist, aus einem Bestand was Sinnvolles zu machen,

Speaker: Die ist viel größer, als auf der grünen Wiese irgendwas neu zu machen.

Speaker: Kann ja jeder.

Speaker: Da gehört ja eigentlich nichts dazu.

Speaker: Die Rahmenbedingungen, die ich zu berücksichtigen habe im Bestand, sind ja viel komplexer und viel größer.

Speaker: Also das als Einstieg, wo eigentlich die Schwierigkeit und die Thematik ist.

Speaker: Und wenn ich jetzt noch mal ganz kurz den Bogen zur Bauwende bringen darf,

Speaker: Diese ganze Bauwende-Diskussion in Bezug auf zirkulär und ressourcensparend und energieeffizient und so weiter kann jeder gute Altbau, der mindestens 80 Jahre oder älter ist, eigentlich ad absurdum führen, weil die Dinger sind so dermaßen gut.

Speaker: In der Ressource, sie sind so gut in der Energieeffizienz, wenn man halt eine Gesamtbilanzierung macht und meistens dann auch noch, wie gesagt, wenn sie mindestens 80 Jahre alt sind, so gut in der Zirkularität, dass sie alles, was danach kommt, total schlagen.

Speaker: Das ist so, wenn man sich das wirklich genau anschaut, macht halt nur kaum jemand.

Speaker: So, diese zwei Punkte vielleicht einfach mal so als Einstieg und dann würde ich eigentlich erstmal noch gerne hören, was zu dieser Schule vielleicht noch zu sagen ist und dann dazu selber auch nochmal stellen.

Speaker: Aber ich würde tatsächlich gerne, bevor wir in diese Detailprojekte, die ich also sowohl den Justizpalast, nee, nicht Justizpalast, wie heißt das, sowohl das Justizzentrum, was ich schon auch extrem spannend finde, als auch diese Schule, über die wollen wir ja auch nochmal echt im Detail reden.

Speaker: Andrea, würde ich dich auch nochmal bitten, weil du hast ja auch den

Speaker: ich sage mal ein bisschen diese Vogelperspektive.

Speaker: Du bist zwar selber auch im Bestand tätig, also auch das interessiert uns natürlich, aber schon auch nochmal, was ist die Relevanz des Bestandes im Kontext der Bauwende?

Speaker: Ja, ich glaube, es ist ein wichtiges Thema, was viele nicht wissen oder verstehen, wo man mal erklären muss, warum kann ich nicht einfach abbrechen und neu bauen, weil wir haben ja klimafreundlichen Neubau, der auch noch gefördert wird.

Speaker: Warum regen sich das jetzt so auf und wollen alle im Bestand bauen?

Speaker: Und dafür muss man knapp zwei, drei Punkte beachten.

Speaker: Zum Beispiel sind 55 Prozent der Abfälle in Deutschland aus dem Baugewerbe.

Speaker: Und da hat mal jemand so eine lustige Rechnung gemacht und die wurde auch von der Bundesstiftung Baukultur veröffentlicht.

Speaker: Mit dem Abfall rein von der Masse her, den wir jährlich erzeugen im Bausektor oder dem Bauschutt, könnten wir von der Masse her 422.000 Wohnungen bauen.

Speaker: Also wenn man sich mal allein das vorstellt, was wir da produzieren wollen.

Speaker: Wahnsinn.

Speaker: Wir haben ein Ressourcenproblem.

Speaker: Also was Thomas meinte mit, wo kommt denn dieser ganze Schotter her?

Speaker: Wir brauchen irgendwoher Gips und Kupfer und das Holz muss auch irgendwie nachwachsen und Klimafreundlichkeit von Holz.

Speaker: Das ist auch gerade so in der Diskussion, was wir denn da tun mit Senken berechnen und so weiter.

Speaker: Das heißt, das ist ein Punkt davon.

Speaker: Dann Bestand hat schon Flächen, gewachsene Strukturen, soziale Aspekte.

Speaker: Da ist der Boden schon versiegelt und wir können wieder drauf bauen.

Speaker: Also alles Vorteile gegenüber dem Neubau.

Speaker: Kommt alles on top.

Speaker: Und wir haben da ein Riesenpotenzial in Deutschland, das wir nutzen können, für das wir keine neuen Straßen, keine neuen Kanäle, nichts bauen müssen und einfach reingehen können und das nutzen.

Speaker: Und da kommt dann dieses ganze Thema graue Energie, was Dac auch gerade schon angesprochen hat, zum Tragen.

Speaker: Es wurde alles schon mal verbaut.

Speaker: Da steckt schon Energie drin und wir können diese Strukturen für uns nutzen, um dort weiterzubauen.

Speaker: Also da würde ich auch nochmal ganz kurz daran anschließen oder auch eine Frage in eure Richtung, weil ich zugeben muss, dass ich die Zahlen nicht so ganz genau präsent habe.

Speaker: Also es gab ja jetzt diesen Aufschrei, diesen berechtigten Aufschrei auch aus der Architektenschaft bezüglich Olaf Scholz, der gesagt hat, wir bauen jetzt so wie in den 70er Jahren neue Siedlungen auf der grünen Wiese, weil wir brauchen ganz viele Wohnungen.

Speaker: Seit ich da jetzt auch seit einiger Zeit ja tiefer eingestiegen bin,

Speaker: Finde ich, sollte auch nochmal diskutieren.

Speaker: Ist das wirklich so, ja?

Speaker: Oder wenn ja, wo brauchen wir sie?

Speaker: Also da würde ich einfach gerne nochmal was dazu hören.

Speaker: Und dann auch nochmal die Dimensionen, die man sich, glaube ich, klar machen muss.

Speaker: Jakob, sofort.

Speaker: Also das wäre nochmal eine Frage.

Speaker: Also wie viele Wohnungen brauchen wir denn jetzt eigentlich pro Jahr?

Speaker: Ich komme da mal durcheinander.

Speaker: Ich höre immer zwischen 400.000.

Speaker: Ist das pro Jahr?

Speaker: Oder ist es eine Million, von denen einige reden?

Speaker: Ich habe da echt den Überblick verloren.

Speaker: Und wo kommen diese Zahlen her, die mir auch immer so ein bisschen...

Speaker: aus der Luft gegriffen manchmal erscheinen.

Speaker: Also das wäre die eine Frage.

Speaker: Und dann nochmal, wie groß ist eigentlich, also ich habe so eine Zahl in Erinnerung, dass der Neubau eigentlich nur ein Prozent sozusagen der existierenden Baumasse ausmacht.

Speaker: Ist das die Zahl, die ich richtig in Erinnerung habe?

Speaker: Also Jakob, du hast dich gemeldet und dann Andrea, würde ich dir die Frage zu machen.

Speaker: War jetzt ja diese 700.000 waren ja jetzt sehr weit in den Medien verbreitet, die angeblich fehlen an sozialen Wohnungen, also sozial geförderte Wohnungsbau.

Speaker: Und ich wollte einfach nur diesen politischen Reflex hervorheben, der bedeutet, okay, wir haben einen Mangel an sozialem Wohnraum oder an gefördertem Wohnraum oder kostengünstigem Wohnraum.

Speaker: Das heißt, wir müssen neu bauen.

Speaker: Und dieser Reflex ist einfach...

Speaker: erstmal interessant, aber auch ein Problem, weil das wird immer gleichgesetzt.

Speaker: Ein Mangel bedeutet, man muss ihn neu erstellen, aber dass wir gleichzeitig Leerstände haben, dass wir Leerstände von anderen Nutzungen haben, die man vielleicht verändern könnte und dass, wenn wir 700.000 Wohnungen neu bauen würden, wir jegliche Ziele, die wir uns gesetzt haben, was die Klimaerwärmung angeht, im Bausektor einfach komplett crashen würden.

Speaker: Also

Speaker: Das muss man sich einfach klar machen und dass da Politik auch inkonsequent ist an der Stelle in der Kommunikation, aber auch in der Entscheidungsfindung und man einfach feststellen muss, dass dieser Mangel und die Lösung überhaupt nicht verknüpft sind.

Speaker: oder die vorgeschlagene Lösung.

Speaker: Und genau da hatte ich eben auch mal an einem Positionspapier von Architects for Future mitgeschrieben, weil an dem Punkt habe ich mich so geärgert, dass ich da dann in der Öffentlichkeitsarbeit aktiv wurde und eben bei Architects for Future mitgeschrieben habe, weil ich gesagt habe, das kann doch nicht sein, dass dieser Reflex immer noch heute so kommuniziert wird und da kein Aufschrei kommt.

Speaker: Ja, Andrea, danke, ich habe gesehen, du hast dich gemeldet.

Speaker: Jetzt wollte ich auch nochmal eben, Andrea, dich dazu hören, auch gerade zu diesem Thema,

Speaker: Ich kapiere es nicht.

Speaker: Dass man da alles hört.

Speaker: 400, eine Million, wie viel sind es?

Speaker: Also von 350.000 bis 700.000 kursiert ja alles.

Speaker: Es beruht aber auf einer linearen Fortschreibung der Trends der letzten Jahre.

Speaker: Das heißt, wie viel wir tatsächlich brauchen, ist ja auch so eine Frage.

Speaker: Und das ist zum Beispiel Forderung Nummer eins von den Architects for Future.

Speaker: Überdenk mal die Bedarfe.

Speaker: Also was brauchen wir denn?

Speaker: Stichwort Rebound-Effekt.

Speaker: Wir wohnen aktuell alle

Speaker: auf 50 Quadratmeter pro Person.

Speaker: Vor einigen Jahren war das noch viel weniger.

Speaker: Unsere ganze Saniererei dämmt die Häuser besser, aber im Endeffekt verbrauchen wir nur wenig mehr Energie pro Person.

Speaker: Das heißt, wir müssen endlich anfangen, CO2 und so weiter Verbrauch pro Person rechnen und nicht pro Quadratmeter.

Speaker: Erster Punkt.

Speaker: Zweiter Punkt, es gibt von 2018 wurde das zum Beispiel mal in Hamburg angeschaut.

Speaker: Da wurden 10.000 neue Wohnungen verwendet.

Speaker: In dem Jahr sind anscheinend auch so ungefähr gleich viele Personen zugezogen.

Speaker: Wenn man sagt, im Schnitt sind es zwei Personenhaushalte, hätten wir eigentlich einen Überhang von 5.000 Wohnungen.

Speaker: Wo sind denn die bitte?

Speaker: Dann werden noch ein paar abgebrochen, aber so.

Speaker: Dann mit Thema sozialer Wohnungsbau.

Speaker: Wenn ich neu baue, sind es immer teurere Wohnungen.

Speaker: Das heißt, selbst wenn ich sozialen Wohnungsbau betreibe, ist es Stadtrandlage oder ähnliches.

Speaker: In den Innenstädten habe ich eine Gentrifizierung.

Speaker: Wenn ich dort neu baue, ist es kein sozialer Wohnungsbau.

Speaker: Und dann vertreibe ich eigentlich die Leute dort und habe keinen Wohnungsbau im niedrigen Preissegment.

Speaker: Sanierung ist dort immer besser.

Speaker: Ich erhalte die sozialen Strukturen und so weiter.

Speaker: Also das mal zum Bedarf.

Speaker: Und dann zum Thema, wo wir es denn schaffen können.

Speaker: Also es gibt zum Beispiel eine Tichelmann-Studie von 2016 und eine Studie von der TU Darmstadt 2019.

Speaker: Die haben mal geguckt, wo kann ich denn in innerstädtischen Lagen arbeiten.

Speaker: aufstocken auf Büros und so weiter.

Speaker: Und die kommen auf 2,4 Millionen Wohnungen deutschlandweit.

Speaker: Jetzt kann man wieder gucken, wie groß sind die Wohnungen.

Speaker: Aber 2,4 ist eine Ansage.

Speaker: Plus, da habe ich noch keinen Umbau eingerechnet, von Büro zu wohnen und so weiter.

Speaker: Also die Potenziale ist der totale Wahnsinn, was wir da haben.

Speaker: Und dann haben wir noch nicht von viel zu großen Einfamilienhäusern geredet.

Speaker: Nein, nein, nein.

Speaker: Ja, also da hatten Doug und wir, Entschuldige, Doug, dass ich da jetzt noch ganz kurz dazwischengebe, weil du hast es angesprochen mit den Einfamilienhäusern, dass die Diskussion hatten wir oder das Gespräch hatten wir ja schon mal.

Speaker: Wer kennt es aus dem Landkreis Dachau bei diesem Projekt Hebertshausen, in dem wir tätig sind, da hat der Bürgermeister eine Studie veranlasst für den Landkreis Dachau, der einer der am stärksten wachsenden Landkreise Deutschlands wohl ist.

Speaker: Und die haben dann eben den tatsächlichen Leerstand, also wirklich Wohnungen, die leer stehen, erfasst und dann diesen sogenannten, ich glaube, versteckten oder verborgenen Leerstand.

Speaker: Das wären zum Beispiel diese angesprochenen Einfamilienhäuser, in denen dann oftmals eine Witwe alleine auf 180 Quadratmetern lebt und eigentlich völlig überfordert ist mit der Größe dieses Hauses.

Speaker: Und naja, da könnte auch eine vierköpfige Familie leben.

Speaker: Und also die Ergebnisse waren unfassbar.

Speaker: Also alleine im Landkreis Dachau gibt es 2000 Wohnungen, die einfach leer stehen.

Speaker: Und das ist nicht der verborgene Leerstand.

Speaker: Und da wird jetzt ganz viel, da starten die jetzt ganz viel, aber Dack, du hast dich gemeldet.

Speaker: Das wollte ich nur nochmal zu diesem Thema, zu den Potenzialen des Bestandes mit einfließen lassen.

Speaker: Ja, also ich möchte ein bisschen weiter ausholen und muss ja, also ich will mich gar nicht entschuldigen, weil das ist nicht meine Art, aber ich muss meinen Standpunkt erklären.

Speaker: Er ist wie immer viel radikaler.

Speaker: Also wir können so viel reden, wie wir wollen.

Speaker: Ob wir das wollen und vielleicht mehr Wohnungen und was der Leerstand ist und so weiter und so weiter.

Speaker: Wir haben ein paar knallharte Fakten auf dem Tisch.

Speaker: Und wenn man sich diese Fakten anschaut und wirklich realisiert, was sie bedeuten, dann darf man schlichtweg nicht mehr neu bauen.

Speaker: Das ist eine ganz einfache Sache.

Speaker: Ich will es anhand ein paar ganz einfacher Beispiele mal darstellen.

Speaker: Es ist ja schön, wenn wir sagen, wir wollen so viele Quadratmeter individuell haben.

Speaker: Aber was bedeutet denn ein jeder Neubau?

Speaker: Wir reden hier über Ressourcen, wir reden über graue Energie und so weiter.

Speaker: Ich möchte mal ein bisschen einen Schritt weiter machen.

Speaker: Wie ist es denn bitte mit der Flächenversiedlung und der daraus resultierenden Reduktion der Artenvielfalt und so weiter und so weiter.

Speaker: Das Ding können wir jetzt riesig aufmachen.

Speaker: Und wenn man sich mal anschaut, was in Deutschland pro Tag an Fläche versiegelt wird, dann ist es einfach viel.

Speaker: Also die Fragestellung für mich ist eine ganz andere Frage.

Speaker: Die Aufgabe ist, Leute, macht mal Schluss.

Speaker: Es reicht.

Speaker: Es geht so nicht weiter.

Speaker: Das müsst ihr endlich mal begreifen.

Speaker: Also das ist eigentlich die für meine Arbeit entscheidende Rahmenbedingung.

Speaker: Und wenn ich die als Rahmenbedingung annehme, dann ist meine Aufgabe nicht, irgendwie den Neubau ökologisch zu gestalten oder dies oder jenes zu befriedigen oder Leuten zu sagen, ja, wir bauen hier ein paar Wohnungen oder so, sondern dann ist die Aufgabe, was kann ich oder was muss ich machen,

Speaker: um zukunftsgerecht jetzt zu arbeiten, zu planen und zu bauen.

Speaker: Und das kann kein Neubau sein.

Speaker: Das ist eine ganz einfache Geschichte, dass ich damit natürlich wieder mal unter Architekten und Planern und all den Leuten, die ihr Zeug verkaufen wollen, irgendwie...

Speaker: Eine ziemlich radikale Position habe, ist mir klar und ich werde damit auch nicht durchkommen, ist mir auch klar.

Speaker: Aber das sind die Fakten.

Speaker: Und auch ich habe Neubau gemacht und auch ich mache Neubau.

Speaker: Aber ich bin mir darüber absolut im Klaren, dass es im Sinne einer Erhaltung des Planetens ist.

Speaker: genau der falsche Weg ist.

Speaker: Und das muss man einfach mal begreifen.

Speaker: Und dann kann man sagen, okay, ich mache Neubau, tut mir leid, weil ich es jetzt mal machen muss oder machen will, aber ich weiß, es ist eigentlich Blödsinn.

Speaker: Es gibt eine wunderbare Studie, die grüne Bauindustrie, Bauinfo Consult gemacht, zusammen mit ZRS, die ich hoch schätze,

Speaker: Die weisen ganz einfach nach, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen und selbst in den aller ökologischsten Bauweisen, dem Holz-Stroh-Modul-Gebäude ohne Heizung oder was auch immer, also maximal reduziert, ist der CO2-Eintrag in die Atmosphäre schon so groß, dass es gar nicht mehr möglich ist, die Klimaziele zu erreichen.

Speaker: Also bitte, es ist eine vollkommen klare Geschichte.

Speaker: Und wenn ich mich dann irgendwie mit so einem bräsigen Landrat auseinandersetzen soll, der mir dann sagt, ja beweisen Sie mir doch mal nach, dass das billiger ist.

Speaker: Nee, mach ich nicht.

Speaker: Es reicht doch, wenn ich Ihnen nachweise, dass ich gerne so leben und arbeiten möchte, dass meine Kinder und Kindeskinder hier auch noch unterwegs sein können.

Speaker: Da ist mir der Preis doch völlig wurscht.

Speaker: Jo, also auf den Landrat kommen wir ja da nochmal zu sprechen im Zusammenhang mit der Schule in Filz-Biburg.

Speaker: Ja, Filz-Biburg, ja.

Speaker: Also ich wollte noch ergänzen zu Dark Istin, genau zu.

Speaker: Und um mal dieses, es wird wieder was verboten, vorweg zu kommen.

Speaker: Es ist nicht nur so, dass wir das nicht mehr tun sollten.

Speaker: Und ich auch dafür wäre es nicht mehr zu tun, sondern wir brauchen es einfach auch.

Speaker: Es ist nicht nötig.

Speaker: Wir haben in Deutschland so viel Ionenfläche, dass jeder 50 Quadratmeter haben könnte.

Speaker: Und wir haben ein Verteilungsproblem.

Speaker: Klar, es gibt strukturschwache Regionen, da gibt es Leerstunden, die Städte wollen alle.

Speaker: Aber wir haben auch in der Gesellschaft ein Verteilungsproblem und wir müssen nicht mehr bauen.

Speaker: Deutschland ist gebaut.

Speaker: Wir haben pro Person 190 Tonnen gebaute Masse in Deutschland.

Speaker: Also ich für mich allein habe irgendwo 190 Tonnen irgendwas Gebautes rumstehen.

Speaker: Klar, Krankenhäuser, Schulen und so weiter.

Speaker: Und da ist noch keine Infrastruktur eingerechnet.

Speaker: Das reicht uns doch, bitte.

Speaker: Sind da die Tiefgaragen mit dabei?

Speaker: Kann ich dir nochmal nachgucken.

Speaker: Ist eigentlich auch völlig egal.

Speaker: Das ist einfach zu viel.

Speaker: Guck dir mal an die Quadratmeter, die hier jeder von uns zur Verfügung hat und dann geh mal so in andere Regionen der Erde und konfrontier die mal mit solchen Quadratmeterzahlen, da wird es echt lustig.

Speaker: Mir fällt dazu auch noch eine Sache ein, die würde ich gerne einfließen lassen.

Speaker: Ich hatte ein Gespräch mit der Alexandra Niedenhoff, das ist die

Speaker: die Leiterin dieser Covo-Bau in Hebertshausen, und die startet jetzt dieses Projekt für die Aktivierung des Wohnraums in Einfamilienhäusern.

Speaker: Und da gab es auch so eine interessante soziologische Komponente, die ich jetzt nicht bestätigen kann, die ich auch spannend fand.

Speaker: Also dahinter steht diese Idee, früher haben wir für Menschen gebaut, heute bauen wir für Dinge.

Speaker: Also das heißt, wir bauen ganz viel, nur damit wir Dinge aufbewahren können.

Speaker: Und am krassesten bauen

Speaker: finde ich das ja im Kontext mit dem Auto.

Speaker: Also wenn man sich überlegt, wie gesagt, ihr kennt die Zahlen, aber ich sage sie trotzdem.

Speaker: Ein Auto, glaube ich, ich habe diese Zahl im Kopf, 45 Minuten wird es gefahren am Tag, durchschnittlich in Deutschland.

Speaker: Das heißt, den Rest der Zeit steht es rum und überlegt euch mal, was wir alles für dieses Auto bauen und nicht für Menschen.

Speaker: Ich finde es interessant, dass du wieder mal, wie das ja so viele tun, also ich bin davon auch nicht frei, ja,

Speaker: Aber immer so ein bisschen auf die anderen zeigen, diejenigen, die das Auto benutzen.

Speaker: Jetzt bist du von mir aus auch einer von denen und ich vielleicht auch.

Speaker: Aber du kannst es noch viel direkter machen.

Speaker: Du kannst es direkt den Architekten mal aufs Brot schmieren.

Speaker: Wie groß und wie viel müssen wir bauen, um diese ganze Haustechnik mit denen, die uns immer um die Ecke kommen, da unterzubringen.

Speaker: Also schon alleine, wenn du das alles einsparst.

Speaker: Also irgendwie für mich ist ja die einzig gute Haustechnik die Haustechnik, die ich nicht brauche.

Speaker: Leute, die mich kennen, die wissen das irgendwie und die wissen auch, dass wir das relativ gut schon umgesetzt haben und hinkriegen.

Speaker: Aber das ist genau das Gleiche.

Speaker: Da gibt es ein HWR, da gibt es eine Zentrale, eine Technikzentrale und weiß der Geier was für Anlagen, die Nummer eins kein Mensch braucht, Nummer zwei unheimlich teuer sind, Nummer drei dauernd kaputt sind und Nummer vier niemals die Ziele, also die energetischen Ziele erreichen, die sie immer...

Speaker: vorgeben zu erreichen, die von irgendwelchen neunmal klugen Leuten mit Softwareprogrammen irgendwie nachgewiesen worden sind.

Speaker: Also dieses Performance Gap.

Speaker: Also da gibt es eine sehr schöne Studie auch von dem Florian Nagler.

Speaker: Das ist

Speaker: Würde ich jedem Architekten oder jedem Haustechniker mal empfehlen, sich mal wirklich einfach nur anzugucken, was wird vorgerechnet, was uns die Haustechnik bringt und wie sieht es tatsächlich in der Realität aus.

Speaker: Und wenn ich das anschaue, kann ich gerne auf die Haustechnik verzichten.

Speaker: Also der Wahnsinn.

Speaker: Ich würde, Andrea, achso, Jakob, du hattest dich gemeldet.

Speaker: Andrea, ich wollte auch nochmal auf deinen Spruch dann zu sprechen kommen, den du vorher abhatten, wir darüber gesprochen.

Speaker: Ja, ich kann noch ergänzen, es sind auch die Baukosten.

Speaker: Also 10% der Baukosten einer Wohnung steckt in der Tiefgarage, also im Steuerplatz.

Speaker: 10%.

Speaker: Sagen wir das mal bitte kurz zur Bauwirtschaft, wie wir Kosten einsparen.

Speaker: So crazy, oder?

Speaker: Und das steht nur rum.

Speaker: Es steht nur rum.

Speaker: Stehzeuge sind das, keine Fahrzeuge.

Speaker: Stehzeuge, ja.

Speaker: Ich wollte nur ergänzen, dass ich ganz wichtig finde, dass man einfach Klimagedanken und soziale Punkte nicht gegeneinander ausspielt, weil das ist so ein bisschen was, was auch politisch dann oft passiert, dass man sagt, ja, aber wir brauchen ja die Wohnungen, also müssen wir bauen.

Speaker: Eben wie Andrea schon gesagt hat, wenn wir mit den gleichen Regeln weiterbauen, dann werden einfach nicht neue geförderte Wohnungen entstehen, weil gleichzeitig so viele rausfliegen und sie entstehen zusätzlich teurer und an schlechterer Stelle, weil sie aus den Zentren der Städte, also auch an der Beteiligung der sozialen Teilhabe, rausfliegen.

Speaker: Und das ist mir einfach nur wichtig, dass da nicht zwischen letztendlich sinnvoller klimatischer Wohnungen

Speaker: Aktivität und dieser sozialen Frage so entschieden werden muss, sondern eigentlich führen sie zum gleichen Ergebnis, nämlich dass, auch wenn die Wohnung nicht barrierefrei ist vielleicht und nicht den heutigen Standards entspricht, die Wohnung, die im Zentrum ist, ist immer noch die günstigere und die sinnvollere, sie zu günstigen Preisen zu vermieten und zu behalten, als außerhalb der Stadt eine neue zu bauen.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, also ich glaube, wir haben uns mal jetzt hier gerade in unserer Blase total eingegroocht.

Speaker: Wir sind uns alle einig.

Speaker: Es ist aber für mich auch wirklich immer wieder dieser Effekt, dass man ja sagen muss, es ist nicht nur eine Fehlentwicklung, sondern es ist eigentlich Wahnsinn.

Speaker: Es ist wirklich Wahnsinn.

Speaker: Und da komme ich jetzt nochmal ganz kurz, ich muss es leider machen.

Speaker: Also dieses Thema Geldsystem, bitte, bitte alle, die zuhören, beschäftigt euch damit.

Speaker: Es hat aus meiner Sicht und nicht nur aus meiner Sicht ganz viel mit dem Geldsystem zu tun.

Speaker: Ich gehe da nicht im Detail darauf ein, aber vielleicht ein Teaser, das Stichwort, was macht Inflation?

Speaker: Was bedeutet Inflation und wo treibt die uns hin?

Speaker: Aber auch politisches System, wir haben das Privileg.

Speaker: In einer Demokratie zu leben, wir dürfen alle AktivistInnen werden und wir dürfen alle Podcasts machen und unsere Meinung sagen.

Speaker: Also bin ich auch dazu gekommen.

Speaker: Also man muss auch einfach sich einmischen.

Speaker: Man muss Menschen ermöglichen, an ihnen Informationen zu kommen, um Wahlentscheidungen zu treffen.

Speaker: Und das ist einfach ein großes Interesse von mir, dass man Menschen auf diese architektonischen Themen beinhaltet.

Speaker: auch hinweist, weil sie relevant sind für uns alle.

Speaker: Und wir treffen nachher Entscheidungen, die unser Leben mitbestimmen und auch unsere Zukunftsfähigkeit.

Speaker: Und deswegen, ja, bleibt am Start.

Speaker: Okay, also jetzt haben wir mal diese Flughöre gemacht.

Speaker: Wir haben festgestellt, wir sind uns einig, es ist echt crazy, was wir machen.

Speaker: Andrea, wie hast du das formuliert?

Speaker: Neubau, sagst du mal selber.

Speaker: Es ist nicht meins, es ist von Manuel Ehlers.

Speaker: Der ist sehr engagiert.

Speaker: Der hat gesagt, bauen ist das neue Rauchen.

Speaker: Jetzt würde ich es ergänzen, vielleicht um Neubauern.

Speaker: Das ist das Neurauchen, so ein bisschen was tun sollten wir ja so mit Sanierung und so.

Speaker: Aber ich glaube, das trifft es ganz gut.

Speaker: Also nach der Flugscham werden wir vielleicht demnächst die Bauscham haben.

Speaker: Ich finde ganz klar, es ist...

Speaker: Zu harmlos.

Speaker: Der Vorteil beim Rauchen ist, dass neben den Passivrauchern, die ja eigentlich einen marginalen Teil ausmachen, das in allererster Linie selbstzerstörerisch ist.

Speaker: Und von daher ist der Spruch nicht ganz so richtig.

Speaker: Es wäre ganz schön, wenn es so wäre, weil dann würden sich alle Architekten, Planer und alle am Bau Beteiligten, die neu bauen, selber auslösen.

Speaker: von der Bildfläche entfernen.

Speaker: Aber leider ist die Auswirkung eben viel größer und sie trifft selten diejenigen, die dann dafür verantwortlich sind.

Speaker: Wie ja allgemein beim Klimawandel.

Speaker: Na klar, natürlich.

Speaker: Okay, also jetzt haben wir wieder dieses Phänomen, dass man bei dem Klima einfach häufig hat.

Speaker: Es wird irgendwie düster.

Speaker: Jetzt schauen wir mal, wir haben ja zwei Projekte.

Speaker: Jetzt reden wir doch, also wenn ihr denkt, das wäre jetzt ein guter Punkt, jetzt reden wir mal über diese zwei Projekte und wie kann man da jetzt rangehen, dass wir da Bestand retten?

Speaker: Es gibt eben diese Schule in Füßbüberg, die an sich ja eine wunderbare Schule ist, natürlich viel zu klein geworden.

Speaker: Es gibt einen riesen Zuzug im Süden des Landkreises.

Speaker: Hat natürlich ihre Schwächen.

Speaker: Alles, was man an typischen Herausforderungen bei Bestandsbauten hat, ist natürlich eine uralte Haustechnik.

Speaker: Es gibt Schadstoffe.

Speaker: Die Energiebilanz ist eine Katastrophe, wenn man das aus den 68ern kennt.

Speaker: Es gibt bereits Interim... Da würde ich gerne schon mal intervenieren, Thomas.

Speaker: Weil...

Speaker: Du betest teilweise so die Sprüche runter, die man immer als gesetzt annimmt.

Speaker: Ich fange mal bei dem Ersten an.

Speaker: Ich würde sagen, du lässt mich ausreden.

Speaker: Das wollte ich genau sagen.

Speaker: Es geht genau darum, dass es genau diese Sprüche sind, die jeder runterbetet.

Speaker: Wo wir dann festgestellt haben, wir in der Untersuchung,

Speaker: Natürlich ist es nicht zu klein geworden oder man kann erweitern, man muss sich was erfinden, man muss eine Bedarfsanalyse machen, eine Bedarfsanpassung eventuell.

Speaker: Auch die Haustechnik ist an sich nicht das Problem.

Speaker: Das waren genau diese Argumente, die kommen von den Politikern, vom Schulleiter, die auswählen.

Speaker: man tatsächlich wirklich gut widerlegen kann.

Speaker: Und wenn man die ins Verhältnis stellt,

Speaker: Aber das ist doch, damit kommen wir doch eigentlich auch auf meinen Ausgangspunkt zurück.

Speaker: Also spielen wir das Spielchen doch mal durch.

Speaker: Wir zumindest hier in unserer Runde sind uns jetzt mal einig.

Speaker: Wir sagen jetzt einfach, Neubau ist nicht möglich.

Speaker: Und wenn, dann nur unter allergrößten Schmerzen irgendwie.

Speaker: So, und dann ist die Aufgabenstellung einfach eine andere.

Speaker: Und die Aufgabenstellung muss auch entsprechend dann bei den Planern, bei den Architekten und natürlich auch,

Speaker: bei den Lehrern, bei den Rektoren und bei den Schülern implementiert werden.

Speaker: Man muss einfach sagen, wisst ihr was, Leute?

Speaker: Wenn wir jetzt hier weiterbauen oder abreißen und neu bauen, dann sieht so und so und so aus.

Speaker: Will ich jetzt nicht alles runterbeten?

Speaker: Verstehen wir alle, wissen wir, was das für Folgen hat.

Speaker: Ja, so, also die Aufgabe ist eine andere.

Speaker: Wir haben hier einen Bestand,

Speaker: Das ist total verrückt.

Speaker: Also ich fange jetzt an, einen Stahlbetonbau irgendwie zu rechtfertigen.

Speaker: Jemand, der ein erklärter Stahlbetonverachter ist irgendwie.

Speaker: Aber machen wir es mal.

Speaker: Das Ding steht ja nur da fertig.

Speaker: So, jetzt muss man sich überlegen, wie können wir mit dem Raum, der vorhanden ist, am sinnvollsten umgehen?

Speaker: Wie können wir mit der Technik, die vorhanden ist, am besten umgehen?

Speaker: Und so weiter und so weiter.

Speaker: Und das macht natürlich auch deswegen niemand, weil darauf auch niemand ausgebildet ist.

Speaker: Das ist das, was ich eingangs sagte.

Speaker: Setz dich doch mal mit einem Haustechniker hin und sag ihm, ich will jetzt mal von dir eine optimale Lösung haben, in die die Bestandsanlage maximal möglich und effizient integriert ist.

Speaker: Da wird er dir sofort sagen, wüsste ich nicht, keine Ahnung, kann ich nicht.

Speaker: Das ist eine Anlage, die ist deutlich vor meiner Zeit gewesen.

Speaker: Und dann, was sagt er dir?

Speaker: Das, was er dir sagen muss, reißen wir raus, bauen wir neu.

Speaker: Und das ist genau das Gleiche, was der Architekt sagt.

Speaker: Oder der Statiker oder sonst irgendwie was.

Speaker: Also, das ist halt eben auch, und man kann nicht davon ausgehen, dass die Vernunft das irgendwie bei den Leuten hervorruft.

Speaker: Wir müssten tatsächlich in diesem Bereich arbeiten,

Speaker: eine gesetzgebende Gewalt etablieren können, die da einfach lautet, Abriss ist verboten.

Speaker: Abriss ist verboten und wird nur...

Speaker: Im Falle einer Sondergenehmigung erlaubt.

Speaker: Genau das, was wir Ökos immer an Schwierigkeiten haben.

Speaker: Wenn ich einen Strohballenbau mache, da sagen die mir alle immer, kannst du nicht bauen, hat keine Zulassung, dies und jenes und so weiter.

Speaker: Kannst du aber machen als Genehmigung im Einzelfall.

Speaker: Jeder von euch Architekten, der sowas schon mal gemacht hat, der weiß, was das für ein Aufwand ist, was das an Arbeit, Zeit und Geld kostet.

Speaker: Und wenn wir genau das Ding umdrehen und sagen, wisst ihr was, abreißen dürft ihr nicht, ist nicht.

Speaker: Und wenn ihr abreißen wollt, dann könnt ihr das machen, aber dann kriegt ihr eine Genehmigung im Einzelfall.

Speaker: Und dann müsst ihr uns genau beweisen und nachweisen, warum das Ding abgerissen wird.

Speaker: Und da sind wir jetzt bei dem Landrat, der sich da hinsetzt und sagt, weißt mir doch mal nach.

Speaker: Nee, nee, nicht ich.

Speaker: Nicht ich weise nach, dass der Neubau,

Speaker: sinnvoll ist, sondern du weißt mir nach, dass der Abriss sinnvoll ist.

Speaker: Und schon ist das ganze Ding gekippt.

Speaker: Ich habe meinen Podcast aufgenommen über zirkuläre Materialien oder zirkuläre Bauelemente und die Logik dort fand ich ziemlich interessant, weil wegen dem Betonbau, die meinten, eigentlich ist das Kunststofffenster wertvoller als das Holzfenster, weil es hat mehr Schaden angerichtet.

Speaker: Also muss ich mit dem theoretisch noch sorgfältiger umgehen,

Speaker: Weil ich habe ja mal einen hohen Preis dafür bezahlt oder wir zahlen weiterhin als Gesellschaft oder als Menschheit und Umwelt einen hohen Preis, für dass dieses Fenster mal produziert wurde.

Speaker: Umso wertvoller ist es aus dieser Perspektive eigentlich.

Speaker: Also müsste man so gesehen den Betonbau dreimal anschauen, ob man ihn anfasst, weil er ja einfach sehr viel Schaden anrichtet in seiner Erstellung.

Speaker: Ja, ich finde, es hat auch für mich, wenn wir da, also es ist interessant, Thomas, wir kommen von diesem konkreten Projekt immer wieder zu diesen allgemeinen Themen.

Speaker: Das liegt wahrscheinlich in der Natur der Sache eines Podcasts auf.

Speaker: Ich hätte auch noch einen konkreten Vorschlag zum Schluss.

Speaker: Ich hatte ja diesen Wettbewerb verteilt.

Speaker: Ob man das nicht vielleicht als Vehikel nehmen kann, um sich mit dieser Schule auseinanderzusetzen, das würde ich aber gegen Ende eher nochmal ansprechen wollen.

Speaker: Und mich würde auch nochmal, weil, Dack, du hast es ja aufgemacht, Andrea, Architects for Future Umbauverordnung oder wie nennt es sich, beschreibt doch mal, was das ist, weil ich hatte den Eindruck, das hat vielleicht sogar was damit zu tun und ihr habt doch, bilde ich mir ein, auch eine ähnliche Forderung gestellt, oder, die in so eine Richtung geht.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also es gibt den Vorschlag für eine

Speaker: Umbauordnung.

Speaker: Also es gibt ja in jedem Bundesland eine Bauordnung und dafür gibt es von der Bauministerkonferenz eine Musterbauordnung und wir sagen halt einfach, wir hätten gerne eine Musterumbauordnung.

Speaker: Das Ganze kommt daher, dass 2021 eine Umfrage gestartet wurde, was hindert uns eigentlich daran umzubauen?

Speaker: Und dann kam ganz viel diese Antwort mit, ja, die Regelungen und die Bauordnung.

Speaker: Und da sind ja immer diese Vorschriften mit dem Schallschutz und dem Brandschutz und die Stellplätze und alles, was man so die ganze Zeit hört.

Speaker: Und dann haben wir gesagt, ja, wieder Bedarf.

Speaker: Warum muss ein Altbau genau die gleichen Anforderungen erfüllen wie ein Neubau?

Speaker: Und warum ist unsere Bauordnung auf Neubau ausgelegt und nicht auf das, was wir haben, zu nutzen?

Speaker: Weil unsere große Masse an Gebäuden ist doch da.

Speaker: Und dafür haben wir keine Bauordnung.

Speaker: sondern nur für den Neubau.

Speaker: Und daraus hat sich dann eben die Vorschläge gebildet.

Speaker: Das war schon Juli 2021 für eine Umbauordnung.

Speaker: Da gibt es sieben Änderungsvorschläge, die das Bauern im Bestand zulassen.

Speaker: Zum Beispiel eine Änderung bei der Stellplatzsatzung, aber eben auch eine Abrissgenehmigung.

Speaker: Und zwar im Sinne von

Speaker: Ich mache eine Lebenszyklusanalyse und gucke, was da drin ist.

Speaker: Und ich muss begründen, warum ich dieses Gebäude nicht stehen lassen kann, sondern warum ich das abbrechen will.

Speaker: Und nicht den Bestand umnutzen, sanieren, umbauen, was auch immer.

Speaker: Das Ganze ging ja in die Bundesbauministerkonferenz.

Speaker: Die haben das auch diskutiert.

Speaker: Und aus dem heraus ist im Herbst 2022 das sogenannte Abrissmoratorium entstanden.

Speaker: Da wird immer gesagt, jetzt wollen die Architekten uns den Abbruch verbieten.

Speaker: Nein, wir wollen nur, dass solange das noch nicht geregelt ist, nicht jeder weiterhin abreißt wie ein Wilder und dass es gewisse Regeln gibt für den Abbruch.

Speaker: Jetzt kommen die Rechtsanwälte oder welche, die meinen es seiens und kennen sich da aus und sagen, ja, aber das ist ja Eigentum.

Speaker: Wir dürfen niemanden verbieten, sein eigenes Haus abzureißen.

Speaker: Es gibt in jeder Stadt eine Baumschutzverordnung und dort wird verboten, einen Baum zu fällen, auch wenn der auf meinem privaten Grundstück steht.

Speaker: Im Sinne vom Schutz der Allgemeinheit.

Speaker: Warum darf man dann nicht sagen, du brauchst zumindest eine Genehmigung für deinen Abbruch?

Speaker: Also schon allein das Rechtliche, ich bin keine Rechtsanwältin, aber verstehe ich nicht.

Speaker: Und da gibt es genügend Hebel, das vorwärts zu bringen.

Speaker: Eben daraus das Abrissenroatorium und dann im letzten Jahr daraus auch den Abrissatlas.

Speaker: Um das mal sichtbar zu machen, die Schweizer haben es uns vorgemacht, die haben den schon viel länger und der ging jetzt dieses Jahr im Herbst online.

Speaker: Und da sind in der Zwischenzeit 919 Gebäude in Deutschland registriert, die entweder schon abgebrochen wurden oder von Abriss bedroht sind.

Speaker: Und jeder Engagierte kann den eintragen, um mal zu gucken, was denn da gerade passiert.

Speaker: Und unter anderem Phil Zbibok und auch das Justizzentrum in München sind mit drin.

Speaker: Und das ist erschreckend, was da alles drinsteht an Gebäuden, die 50 Jahre alt sind und die eine architektonische Qualität haben, wo man jetzt denkt, brechen wir ab.

Speaker: Aber das ist genau ein ziemlich interessanter Punkt, weil wir haben ja einen Schutz von Gebäuden, der nennt sich Denkmalschutz.

Speaker: Aber der greift eben nicht für genau die, die abgerissen werden.

Speaker: Also in der Masse werden ja Gebäude, die um die 50 Jahre alt sind, abgerissen.

Speaker: Und es ist schon interessant, dass da schon was überlappt.

Speaker: So die Idee von Ästhetik, die Idee von Kultur und dass sich dieser architektonische Zeitraum einfach nicht geschafft hat, bisher zumindest zu etablieren, dass er als schützenswert gilt.

Speaker: Und ich meine...

Speaker: Das ist jetzt die ästhetische und kulturelle Frage, aber auch, dass für diesen Schutz eben bisher noch keine Ideen von Nachhaltigkeit oder Klimazielen Einzug gefunden haben, ist auch bezeichnend, dass wir einfach noch bei einem Schutz von Gebäuden sind, der rein diese ästhetischen und kulturellen Fakten sozusagen betrachtet.

Speaker: Also würde ich gerne mal gerade in Bezug auf diese Realschule noch eine Anmerkung machen.

Speaker: Ich hatte ja im Vorfeld nochmal darum gebeten, dass ich nochmal ein paar Bilder kriege von der Schule, weil ich kenne sie halt nicht.

Speaker: Aber ich habe ein paar Bilder bekommen und ich habe irgendwie mitbekommen, dass der Denkmalschutz halt eben nicht diese Schule unter Denkmalschutz gestellt hat.

Speaker: Ich würde tatsächlich in diesem Bereich nochmal versuchen, massiv zu intervenieren, weil ich

Speaker: Also nochmal, ich komme jetzt in eine Situation, wo ich Stahlbetonbauten verteidige.

Speaker: Das ist eigentlich überhaupt nicht mein Thema.

Speaker: Aber nur weil ich die Dinger nicht gut finde, heißt das nicht, dass ich mich nicht trotzdem zumindest ein wenig damit auskenne.

Speaker: Und eines muss man ganz klar sagen.

Speaker: Dieses Gebäude hat eine vollständig andere Ästhetik als das, was die heutigen Stahlbetonbauten haben.

Speaker: Und das hat seinen Grund.

Speaker: Und diesen Grund sollte man aus meiner Sicht tatsächlich nochmal deutlich herausarbeiten, deutlich darlegen und nochmal massiv versuchen, das Ding unter Denkmalschutz zu stellen, weil dann brauchen wir diese ganze Diskussion hier nicht zu führen.

Speaker: Ich will mal kurz erklären, wie das ist aus meiner Sicht.

Speaker: Also Stahlbetonbauten aus den 60er Jahren zeichnen sich dadurch aus, also immer dann, wenn es um Stahlbeton, Sichtbeton sich handelt,

Speaker: dass es eine relativ kurze Phase im Bauwesen gab, wo für den Stahlbeton noch wirklich richtig ausgebildete Zimmerleute erforderlich waren, weil die haben dann da diese Schalung gebaut und zwar von Hand und die Treppen oder die Formen und so weiter von Hand ausgearbeitet und verschalt.

Speaker: Und diese Bauten zeichnen sich auch dadurch aus, dass das Innenraumerlebnis ein vollständig anderes ist, als das aus dem industriellen Stahlbetonbau mit den großen Schalplatten und den Trennölen und so weiter, weil ich nämlich Nummer eins die Arbeit sehe, Nummer zwei das Filigrane sehe, Nummer drei eine ganz andere Wertschätzung sofort habe, weil ich die Arbeit, das Filigrane und auch noch

Speaker: ein Holzprofil erkenne.

Speaker: Ein wunderbares Beispiel in Berlin ist die Philharmonie.

Speaker: Du kannst da durchgehen und hast gezogene, gebrochene, dreidimensionale Kurven im Treppenraum und so weiter, wo du denkst, meine Güte, der Zimmermann muss da ja echt gefummelt haben irgendwie.

Speaker: Und es ist an dieser Schule, ist es genau das Gleiche.

Speaker: Wenn man sich dann mal diese Säulen anschaut, die dann eine Schalung haben, wo man tatsächlich noch

Speaker: die Arbeit ablesen kann.

Speaker: Und es ist ein relativ kleiner Zeitraum gewesen, nämlich der Zeitraum, in dem man massiv angefangen hat, mit Stahlbeton zu bauen, aber die Technologie des Verschalens noch nicht so weit war.

Speaker: Was auch wieder wichtig ist, also gerade unter dem kulturellen Aspekt, der Architekt konnte sich im Entwurf auf kompetente Zimmerleute verlassen.

Speaker: die ihm dann auch die von ihm entworfenen Formen gebaut haben.

Speaker: Wie gesagt, beste Beispiel Philharmonie in Berlin.

Speaker: Das ist ja heute nicht mehr der Fall.

Speaker: Wenn ich heute einen Stahlbetonbau entwerfe, da wird mir vorher gesagt, in welchem Raster, in welchem Schema.

Speaker: Das sind entweder die Fertigteile oder das sind die vorgefertigten Schaltafeln und entsprechend sehen die Dinger aus.

Speaker: Da möchte keiner tot über den Zaun hängen, wenn er in so einem Ding da lebt irgendwie.

Speaker: Aber das ist aus meiner Sicht auf jeden Fall, wenn wir rein diese Denkmalschutzthematik betrachten, nochmal ein Aspekt, wo ich auf jeden Fall nochmal einen Versuch unternehmen würde mit einer entsprechenden Darstellung und Dokumentation und einem Nachweis über das Kulturgut als solches.

Speaker: Darf ich da kurz was sagen, Dagny?

Speaker: Du hast ja vollkommen recht.

Speaker: Das ist genau so, wie du sagst.

Speaker: Es kam dann noch ein Punkt obendrauf.

Speaker: Diese Schule wurde von einer ansässigen Firma in Vils-Bibach.

Speaker: Vils-Bibach hat damals 4000 Einwohner gehabt.

Speaker: Das war der Breiteneicher, der das damals gebaut hat.

Speaker: Das war eine ganz normale Baufirma.

Speaker: Das ist jetzt nicht nur so, dass das Produkt an sich erhaltenswert wäre oder die Schulidee, die Reformschule.

Speaker: Der Architekt hat damals sogar geschrieben, seine Schule soll gegen die Vereinsamung durch elektronische Medien arbeiten.

Speaker: Ein hochmodernes Thema.

Speaker: Lernhauskonzept.

Speaker: eigentlich umgesetzt.

Speaker: Und dann noch die Tatsache, dass es eine ganz normale, einfache Baumeisterfirma ist,

Speaker: aus Fiesbiburg gemacht hat, würde ich sagen, ist ja noch mehr ein Grund.

Speaker: Leute, das konnten wir damals.

Speaker: Das ist ja auch nicht vom Landkreis Lanz gut gebaut worden, sondern vom Landkreis Fiesbiburg, den es damals noch gab.

Speaker: Das war ja ein Mini-Landkreis.

Speaker: Ich weiß bis heute nicht, wie die das bezahlt haben.

Speaker: Also das ist wirklich ein Glücksfall.

Speaker: Den werden wir so nie mehr kriegen, unabhängig von

Speaker: Ökobilanz und den ganzen anderen Fragen, umso schwieriger ist natürlich die Haltung, die aus dem Brief von Herrn Pfeil damals kam, dass die Schule in so vielen Richtungen schon verändert wurde und deswegen nicht mehr diese Idee der Reformschule darstellt, ist natürlich, sagen wir mal,

Speaker: um es euphemistisch auszudrücken, eine nicht ganz nachvollziehbare Haltung, weil dann müsste ich auch das Akte Copalais an der Arnolfstraße vom Denkmal rausnehmen.

Speaker: Das ist in den Denkmalschutz gekommen 1950 oder wann gab es das erst mit Denkmalschutzgesetz 1960, irgendwie so, auf alle Fälle nach dem Krieg.

Speaker: Da war kein einziges Originaldach mehr drauf auf der Kiste.

Speaker: Naja, genau.

Speaker: Da muss man dann überlegen, da war nichts mehr original.

Speaker: Es wurde aufgestockt um ein Geschoss.

Speaker: Und jetzt hat man da Edelstahlspitzen drauf gemacht in den Nullerjahren.

Speaker: Jakob, du kennst es vielleicht, Andrea, und du, Hinrich, natürlich auch.

Speaker: Da am Bahnhof.

Speaker: Was bitte hat das noch in der Denkmalliste zu tun?

Speaker: Aber das ist so hoch aufgehängt.

Speaker: Also ich bin froh, dass es in der Denkmalliste drin ist, weil es ein wirklich wichtiges Aus ist, wenn auch kein besonders gutes.

Speaker: Aber das ist wahrscheinlich unglaublich schwierig, das Denkmalamt damals noch mal davon zu überzeugen.

Speaker: Also wir werden das auch weiterhin versuchen.

Speaker: Klar, das versteht kein Mensch, wirklich keiner, ist aber vom obersten Konservator so beschlossen worden.

Speaker: 20, 21 glaube ich.

Speaker: Zum Thema Denkmalschutz muss man, finde ich, schon dazu sagen, es ist ein Rettungsanker manchmal, der kann funktionieren, aber leitet eigentlich in die falsche Richtung, weil wir eigentlich...

Speaker: Also oft läuft der Vorgang so ab, es wird so ein Gebäude abgerissen werden, dann regt sich Widerstand, dann versucht man das unter Denkmalschutz zu stellen.

Speaker: Sobald das aber passiert ist, hat man wiederum auch ein Problem, weil wir eigentlich einen sehr flexiblen, sehr dynamischen Umgang mit unserem Bestand brauchen und genau den will der Denkmalschutz nicht.

Speaker: Ja, und das Missbrauchen eines Denkmalschutzes ist ja auch nicht das Richtige.

Speaker: dass man versucht, über Denkmalschutz so Sachen zu retten, solange wir das nur über den Denkmalschutz schaffen und nicht die Leute davon überzeugen können, dass es wirklich so ist, wie ihr feststellt, und der Befund ist ja allgemein gültig, das weiß man ja, das hat ja, wann war das Buch verbietet, das Bauen, das war in den Nullerjahren irgendwann.

Speaker: Wie lange wissen wir das?

Speaker: Der Befund ist klar.

Speaker: Die Frage ist für mich,

Speaker: Also ich kann jetzt nicht jede Schule retten, also das ist auch echt anstrengend, ja, also das wird Jakob bestätigen können.

Speaker: Wenn wir bei jedem, bei jeder Baumassung, bei jedem Appressor ein Bohem machen müssen, oder, ja, bis man das verhindern kann, dann wissen wir nicht, wie wir das, also ich weiß nicht, wie das geht.

Speaker: Das ist wirklich eine große, das ist die große Frage, wie schaffen wir das,

Speaker: Und da ist natürlich so ein Moratorium schon mal super.

Speaker: Also darum finde ich das alles richtig.

Speaker: Es läuft alles in die richtige Richtung.

Speaker: Ich will jetzt mal kurz, ich will mal zwei, weil das ist eine gegrenzene Frage, die ich jetzt wiederum spannend finde.

Speaker: Also nochmal zu unserem Format, das wir ja auch hier haben.

Speaker: Also Bauwende verstehen geht ja in zwei Richtungen.

Speaker: Das eine ist Know-how.

Speaker: Dass DAG so ein bisschen repräsentiert als derjenige, der sowieso nichts anderes macht seit vielen Jahren.

Speaker: Und das andere ist, wir sind so ein ganz klassisches Büro, kommen aus der alten Bauwelt, wollen in die neue Bauwelt.

Speaker: Wie machen wir das?

Speaker: Und das ist ja genau die Frage, die du gerade stellst.

Speaker: Also wie machen wir das?

Speaker: Und wie akquirieren wir solche Projekte?

Speaker: Und wie kann man das vielleicht eben auch nutzen?

Speaker: dass solche Projekte, wie kann man die selber initiieren, wenn die Bauherren nicht drauf kommen?

Speaker: Ich fände deswegen zum Beispiel auch das Spannende, mal diesen Wettbewerb von der Montag Stiftung rauszuposaunen, weil ich finde, da sollten ganz, ganz viele Büros mitmachen.

Speaker: Wir werden den in den Shownotes verlinken, wie im Übrigen auch all die anderen Themen, die jetzt hier angesprochen wurden, wie der Abriss, Atlas nennt er sich, glaube ich.

Speaker: Und dann vielleicht auch, wenn es eine kurze Beschreibung von dir noch dazu gibt.

Speaker: Also man kann da selber Projekte eintragen.

Speaker: Habe ich das richtig verstanden?

Speaker: Richtig, jeder darf.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und dann würde ich noch einen letzten Punkt ergänzen wollen.

Speaker: Also weil dieses Thema Denkmalschutz sehe ich auch so, das ist ja eine ganz bestimmte Nummer.

Speaker: Da geht es um so dieses...

Speaker: offensichtlich irgendwie geile.

Speaker: Also die Bilder von dieser Schule, die sind einfach so, dass man sagt, ey, das ist ja cool, oder?

Speaker: Aber jetzt gibt es ja auch viel Bestand, der ist eher so, wie wenn man sagt, no,

Speaker: muss ich das jetzt machen und ich weiß genau, da sind jetzt Asbest und ich weiß nicht was.

Speaker: Und auch darum geht es ja, es geht ja auch um diesen Bestand, dass wir sagen, und da fangen wir jetzt auch mehr an, wir haben so dieses Thema serielle Sanierung auch von 60er, 70er Jahre Bauten.

Speaker: Das ist eine völlig andere Nummer, wenn man durch diese Gebäude läuft und das ist für mich auch so ein Mindset-Ding.

Speaker: Also das eine ist, ich gehe auf die grüne Wiese und sage, oh geil, hier baue ich diese supergeile Architektenkiste hin.

Speaker: Und das andere ist, ich gehe in so ein 70er-Jahre-Bau und denke mir, oha, da muss ich echt anders rangehen.

Speaker: Was sagt ihr dazu?

Speaker: Andrea, du bist gleich dran.

Speaker: Also es gibt verschiedene Ebenen, die man da angreifen muss.

Speaker: Und ganz vorher an DAK angeschlossen, das Thema Zimmermannsarbeit und Schalungen.

Speaker: eine Wertschätzung für das, was damals irgendjemand gemacht hat.

Speaker: Und die Bundesstiftung Baukultur hat den Begriff goldene Energie im Verhältnis zur grauen Energie geprägt.

Speaker: Also einfach auch mal so ein bisschen Demut vor dem, was die vor uns getan haben.

Speaker: Und dass da ganz viel Gedankengut und Ideen drinstecken.

Speaker: Und nicht nur, weil es 30 Jahre alt ist oder 50 Jahre ist es schlecht und weil es 100 Jahre alt ist, muss man das wieder schützen.

Speaker: Also sonst haben die in 50 Jahren nichts mehr, was 100 Jahre alt ist.

Speaker: um das zu schützen.

Speaker: Mal das vorweg.

Speaker: Und dann andersrum, auch wenn man sich anguckt, welche tollen Ergebnisse und welche kreativen Ideen doch rauskommen, wenn man in diesem Bestand tätig ist und in der Baulücke.

Speaker: Und also das als Herausforderung zu sehen.

Speaker: Also wir Architekten, wir laufen doch durch ein Haus und denken, cool, was man da draus machen könnte und toll an der Ecke und ach spannend, was haben die sich denn dabei gedacht und wie kann ich das für mich nutzen?

Speaker: Also die Herausforderung ist viel größer und die Aufgabe ist viel spannender.

Speaker: Und das dem Bauherrn zu vermitteln.

Speaker: Also wenn ich da hinkomme und der sagt, müssen wir es jetzt abbrechen oder können wir es vielleicht sanieren und das ist so schwierig.

Speaker: Erstmal zu sagen, welche Möglichkeiten es gibt und diese Fantasie anzuregen und diese Ideen zu transportieren und einfach zu zeigen, wie gut es werden kann und nicht aufzuzählen.

Speaker: Die Haustechnik ist aber kompliziert und kriegt mir das überhaupt hin?

Speaker: Also einfach mal vorwärts zu gehen und Spaß am Umbau zu vermitteln.

Speaker: Der Bestand ist das neue Geil.

Speaker: Ja, das macht so Spaß.

Speaker: Da steckt Herzblut von den Leuten drin.

Speaker: Und wenn ich durch kleine Häuser laufe, dann sagen die mir, das hat mein Opa vor 20 Jahren die Wand verputzt und hier haben meine Kinder bla bla bla.

Speaker: Und in der Schule war ich

Speaker: und habe, keine Ahnung, meinen Abiball gefeiert.

Speaker: Also das sind doch Werte, die da drin stecken.

Speaker: Und irgendwie hört sich das so sentimental an.

Speaker: Aber ich meine, warum gehen wir denn gerne in diese alten Städte in Urlaub?

Speaker: Aber jetzt rede ich mal von dieser Ende 60er, Anfang 70er Jahressiedlung.

Speaker: Und auch da gibt es echte Qualitäten.

Speaker: Also auch da geht es echt darum, dass wir ein bisschen so ein Umpolen im Kopf haben.

Speaker: Wenn man sich einfach mal objektiv diese Wohnungen anschaut,

Speaker: dann sind die zum Teil echt geil.

Speaker: Und dann haben die auch ziemlich spannende Grünflächen drumherum.

Speaker: Natürlich bedarf es da einiger Kreativität, um das sozusagen rauszuarbeiten.

Speaker: Aber es ist nicht so, als gäbe es da keine Qualität.

Speaker: Ja, aber Not macht erfinderisch.

Speaker: Ich glaube, in allen Kulturen ist es verhaftet, dass man weiß, wenn ich irgendwie eine Einschränkung habe, dass ich dann das Denken anfange und dann eigentlich sogar was Besseres rauskriege.

Speaker: Und die Frage ist doch,

Speaker: Herr Hinrich, wenn du sagst, die Siedlung hat ihre Qualitäten, ja natürlich hat die ihre Qualitäten.

Speaker: Die Frage ist, wenn ich das Abreißen neu baue, wer beweist mir denn, dass diese Qualitäten, selbst diese wenigen Qualitäten entstehen?

Speaker: Also wenn ich mir Riemen anschaue, hat das nicht funktioniert.

Speaker: Und das ist ja auch zum Beispiel so eine Sache, was wir jetzt in der Schule herausgefunden haben.

Speaker: Dann haben sie argumentiert, ja, ist natürlich klar, ökologisch ist das nicht unbedingt der Brüller, aber wir bauen ja eine Holzschule.

Speaker: So wie lange war die Holzschule auf dem Programm?

Speaker: Bei der ersten Kostenschätzung war wieder weg.

Speaker: Weil es halt dann mehr wie 100 Millionen war.

Speaker: Jetzt bauen wir halt ein Betonraster mit irgendeiner Verkleidung.

Speaker: Das können wir uns ja vorstellen, was das ist.

Speaker: Aber allein die Betondecken, die da drin sind, das ist ja abartig.

Speaker: Und dann bauen sie es auch noch ein Stockwerk tiefer.

Speaker: Also vergraben natürlich die Hälfte, weil man halt irgendwie dreifach Turnhalle braucht.

Speaker: Ich weiß ja nicht, vielleicht braucht man das ja auch alles, keine Ahnung,

Speaker: Da kommen 18.000 Kubikmeter Erdreich raus.

Speaker: 18.000 Kubikmeter Erdreich.

Speaker: Und ich habe die Böschung noch nicht weggerechnet, weil ich zu faul war.

Speaker: Das heißt, es wären wahrscheinlich 22.000 Kubikmeter.

Speaker: Wo fahren wir das hin?

Speaker: Fahr doch mal jetzt.

Speaker: Holy Shit.

Speaker: Jetzt bist du so.

Speaker: Entschuldigung.

Speaker: Jetzt hast du gerade etwas getan, was ich mir eigentlich hier verkneifen wollte noch.

Speaker: Aber bitte ganz dringende Filmempfehlung für euch alle.

Speaker: Holy Shit, schaut es euch an.

Speaker: Ist eine sehr interessante Dokumentation über Scheiße.

Speaker: Wie gehen wir mit Toiletten, Trockentoiletten, Trenntoiletten und so weiter um?

Speaker: Ein interessantes Debüt war in Berlin jetzt gerade.

Speaker: Der Regisseur war zur Diskussion, er fragte dann unter anderem mich, ob denn was Neues war bei dem Film.

Speaker: Sag ich, nee, leider nicht, weil die Dinger haben wir in den 80ern schon in Berlin gebaut, im Frauenhaus, vier Stockwerke, Komposttoiletten.

Speaker: Aber es freut mich, dass jetzt die Generation 40 Jahre später auch begriffen hat, dass wir da jetzt ganz schnell was tun müssen.

Speaker: Und das ist so schön in diesem Film zusammengefasst.

Speaker: Das ist zu deinem Holy Shit.

Speaker: Also bitte Appell an euch und an alle, schaut euch das Ding an, um auch mal zu begreifen, was wir hier mit Wasser und Wertstoffen und Nichtwertstoffen und so weiter machen.

Speaker: Gut, aber ich wollte eigentlich was ganz anderes sagen, nämlich es geht ja um die Fragestellung, wie können wir das erreichen?

Speaker: Und ich bin ja...

Speaker: Ich bin ja ein sehr einfacher Mensch.

Speaker: Ich versuche ja alles irgendwie maximal möglich zu... Definiere einfach.

Speaker: Einfach, mit geringstem Aufwand das bestmögliche Ziel, welches ich vorher definiert habe, zu erreichen.

Speaker: Und das ist für mich einfach.

Speaker: Und ich habe ja in ganz vielen Bereichen versucht, das ja immer zu reduzieren.

Speaker: Und immer, wenn so eine Frage kommt, na ja, wie macht man denn jetzt eine Ausschreibung und so weiter, die einfachste Ausschreibung ist irgendwie...

Speaker: Es wird nur noch mit schadstofffreien Baumaterialien gearbeitet.

Speaker: Da gucken dich die Juristen an, der innen sagt, boah, das ist eine total super Idee, ist ganz klar, ganz konkret, justiziabel.

Speaker: Und der andere sagt, naja, dann können wir ja gar nicht mehr bauen.

Speaker: Beide haben recht.

Speaker: Und wenn wir jetzt in unserer Thematik hier bleiben, ist es ganz einfach für mich, weil wir waren in einer Situation, es gibt ein sehr großes, sehr berühmtes Stadion in Berlin, den Jansportpark.

Speaker: Da gab es auch wahnsinnige Bürgerinitiativen und so weiter.

Speaker: Und wir waren dann in der zweiten Stufe des Wettbewerbs.

Speaker: Wir waren die einzigen, die einzigen, die komplett den gesamten Bestand erhalten und ertüchtigt haben.

Speaker: Und wir sind natürlich rausgeflogen.

Speaker: Das ist ja völlig klar, weil wir eben nicht irgendwie ein tolles, repräsentatives, neues Ding bauen auf den Trümmern oder Ruinen der Alten.

Speaker: Logisch.

Speaker: Aber da ist mir das erste Mal klar geworden, dass es auch hier wieder ganz einfach ist.

Speaker: Wenn Besitzer, wenn Auslobende, wenn Projektentwickler, wenn öffentliche Vergabestellen nur ein einziges Bewertungskriterium für ihre Ausschreibung an die erste Stelle setzen, nämlich es gewinnt derjenige,

Speaker: der den maximalen Erhalt des Bestandes in seinen Entwurf integriert.

Speaker: Und schon hast du gewonnen.

Speaker: Wenn du das reinsetzen würdest und wenn wir die öffentlichen Ausschreibenden vielleicht mal für fünf Pfennig ernst nehmen könnten, dann würden sie es tun.

Speaker: Und dann würde sich so ein Landrat da nicht hinsetzen und mit seiner Neubauargumentation kommen, sondern nein, der würde ganz klar sagen, wir packen jetzt mal hier, was weiß ich, 15.000, 15.000 Euro an für einen Wettbewerb und schreiben das Ding aus, ganz klar und gucken uns an, wer von den hochgenialen entwerfenden Architekten hat denn eine maximal möglich kreative Idee unter maximaler Nutzung des Bestandes.

Speaker: Guter Move.

Speaker: Ich möchte jetzt noch, weil die Zeit schreitet voran und wir haben noch ein bisschen Programm vor uns.

Speaker: Jakob, ich möchte jetzt mal diesen Justiz, dass du mal die Justizzentrum erzählst.

Speaker: Das ist ja auch eine andere Zeit.

Speaker: Worum geht es da?

Speaker: Und vor allem, wie ist auch so der Stand?

Speaker: Also bei der Schule haben wir gelernt, das ist anscheinend immer noch offen.

Speaker: Thomas, habe ich das richtig gesagt?

Speaker: Das ist ziemlich offen.

Speaker: Also Gott sei Dank ist es wieder offen.

Speaker: Also das war ja schon mal eine beschlossene Sache.

Speaker: Also das ist ja

Speaker: hoffentlich ein bisschen aufgegangen, dass sich das gelohnt hat.

Speaker: Genau.

Speaker: Also beim Justizzentrum war es so, dass eben mal ein Zeitungsartikel geschrieben wurde in der SZ, wo so angedeutet wurde, dass der Freistaat überlegt, was man mit dem Grundstück machen kann.

Speaker: Also zum Gebäude, das ist eben das aktuell noch intakte und funktionierende und benutzte Justizzentrum in München, wo zum Beispiel die NSU

Speaker: Attentate, Prozesse abgehalten wurden, nur zum Thema Geschichte von dem Gebäude auch.

Speaker: Und dann hat eben eine Gruppe Menschen sich gefunden, die gesagt haben, wieso mit dem Grundstück?

Speaker: Also das Justizzentrum wird umziehen, da wird ein Neubau gerade erstellt.

Speaker: Und ja, dann wird dieses Grundstück ja sozusagen frei, aber auf dem Grundstück steht eben ein Gebäude und das ist das jetzige Justizzentrum.

Speaker: Und die Gruppe hat sich dann eben gefragt, warum man von dem Grundstück redet und nicht von dem Gebäude, was da steht und hat daraufhin eben ein Positionspapier verfasst.

Speaker: Was die Forderung enthält, dass man eben grundsätzlich gerade bei Gebäuden, wo das, was Andrea vorhin beschrieben hat, nicht relevant ist, nämlich Gebäuden, die der öffentlichen Hand gehören, also wo nicht das Privateigentumsrecht zu tragen kommt, dass gerade bei diesen Gebäuden natürlich eigentlich eine Debatte starten muss, was mit so einem Gebäude passiert, wenn es nicht mehr seiner ursprünglichen Funktionen dienen wird.

Speaker: Und das ist halt eine der Forderungen, dass wir einfach wollen, dass da eine gewisse Transparenz erstmal überhaupt hergestellt wird, weil man eigentlich diese Prozesse im Hintergrund ablaufen.

Speaker: So ein Gebäude ist da und dann ist es vielleicht nicht mehr da.

Speaker: Und wie diese Entscheidung gefällt wurde, kriegt keiner mit.

Speaker: Und da hat sich eine Gruppe teilweise...

Speaker: sehr kreativer Menschen getroffen und hat ein Video gedreht, wo 13 Eisbären um dieses Gebäude tanzen, mit einem Musikvideo eben.

Speaker: Und das ist ziemlich schnell, ziemlich gut durch die Medien gegangen.

Speaker: Und in dem Moment bin ich auch zu der Gruppe gekommen.

Speaker: Ich habe da ein bisschen Filmen geholfen.

Speaker: Und

Speaker: Das ist, glaube ich, ein Punkt, der ziemlich gut funktioniert hat, dass man einfach, die haben einfach mit guten Bildern in dem Moment gearbeitet und haben natürlich die Diskussion, wie bei Thomas auch, letztendlich an einem Objekt zwar festgemacht, aber unser grundsätzliches Ziel ist, die eben auch aufzumachen und

Speaker: allgemeine regeln dabei zu fordern wenn es also anhand dieses einen beispiels das habt ihr gut das habt ihr gut gemacht weil wir nutzen dieses beispiel auch immer also das ist tatsächlich wirklich ich muss mir gut ab und ich kann jetzt verstehen was das arbeit ist weil ihr habt so heute mal den vorteil dass es wieder ein justizzentrum werden soll sondern bei uns ist ja noch viel einfacher wir haben die schule

Speaker: mit einem unglaublich pädagogisch wertvollen Output.

Speaker: Die sind überall die Besten beim Bodenschießen und beim Bläserkreis und was weiß ich, was dieser Schulleiter alles erreicht hat.

Speaker: Und beim Justizentrum ist ja nicht einmal mehr Nutzung da.

Speaker: Ich kann das verstehen.

Speaker: Ich will mich nicht mit falschen Lorbeeren schmücken.

Speaker: Ich habe damit nur peripher was zu tun, aber ich bin ein bisschen eben kriegt mit, was die Gruppe macht und versuche mich einzubringen, soweit ich es kann.

Speaker: Aber das hat auf jeden Fall so gut funktioniert, dass wir dann geschafft haben, wirklich in allen politischen Ebenen eigentlich Gespräche führen zu können über dieses Gebäude und der Freistaat Bayern sich

Speaker: wahrscheinlich auch daraufhin schon genötigt gesehen hat, auf diese Sachen auch zu reagieren.

Speaker: Und dadurch wurde dann eine Machbarkeitsstudie veranlasst, die prüfen soll, ob in diesem Gebäude, einem Justizzentrum mit Gerichtszellen, es möglich wäre, 100 Prozent wohnen zu können.

Speaker: unterzubringen.

Speaker: Entschuldigung, ich habe gerade die Idee, Hinrich, wäre das nicht das Projekt?

Speaker: Absolut.

Speaker: Ich habe ja keine leere Schule oder kein leeres Gebäude, das ist ja funktionierende Schule.

Speaker: Aber das Justizzentrum wäre doch eigentlich genau die Schule.

Speaker: Entschuldigung.

Speaker: Entschuldigung.

Speaker: Da kommt ja vielleicht noch was.

Speaker: Genau, wir haben eben dann von dieser Machbarkeitsstudie erfahren und haben gesagt, das ist ja Quatsch, also die können das untersuchen, aber es macht weder Sinn, baulich im Erdgeschoss in Gerichtssäle Wohnungen reinzubringen, noch wird es funktionieren wahrscheinlich sinnvoll.

Speaker: Und

Speaker: Und das Thema hatten wir vorhin auch schon ein bisschen angeschnitten.

Speaker: Was bestand nämlich auch, kann es Raum bieten für Dinge, die in einem Neubau nie Platz finden würden, weil Neubau sehr spezifisch auf Bedarfe reagiert, die meistens zu Geld gemacht werden können.

Speaker: Und gerade der Bestand, das Potenzial hat, gesellschaftlichen Phänomenen oder Plattformen Raum zu bieten, die sonst keinen Raum hätten.

Speaker: Also da entsteht so eine Art Vakuum in manchen Strukturen, weil die einfach nicht so praktisch sind für andere Dinge, die Geld bringen.

Speaker: Wo Wohnen auf jeden Fall ein wichtiger Teil ist.

Speaker: Naja, auf jeden Fall haben wir an vielen Diskussionsveranstaltungen teilgenommen, umgekehrt.

Speaker: Haben auch teilweise selber welche organisiert mit dem Viertel, um eben genau da hinzugehen, um Bedarfe abzufragen und haben auch noch eine Sache gemacht.

Speaker: Es gibt ja jetzt immer schlauere KI.

Speaker: Wir haben weiterhin versucht, eben Bilder zu produzieren in die Öffentlichkeit rein, die andere Dinge versprechen, also die einfach versprechen, in dem Gebäude könnten kursieren.

Speaker: super spannende Sachen passieren.

Speaker: Die können teilweise ein bisschen utopisch sein, aber es geht einfach darum, die Kreativität anzuregen und Menschen zu zeigen, es muss gar nicht langweilig sein, was da passiert oder es kann einfach sehr viel Potenzial in diesen leeren Räumen zukünftig stattfinden.

Speaker: Und wir wollen auch, wir sehen die Möglichkeit auch, dass da Wohnen drin platziert werden kann, aber eben vielleicht nicht im Erdgeschoss so praktisch.

Speaker: Ja, und jetzt der letzte Punkt.

Speaker: Punkt, der schon passiert ist, ist, dass dann auch mit dem zuständigen Bayerischen Staatsministerium eine Besichtigung möglich war, also wo man sich das Gebäude nochmal angeschaut hat und darüber sprechen konnte.

Speaker: Und weil die Gruppe, die Initiative eben so unzufrieden mit dem Vorgehen des Freistaats ist, arbeiten wir gerade selber an einem Wettbewerb.

Speaker: Also wir versuchen, Gelder zu generieren oder zu bekommen,

Speaker: um eben Preisgelder stellen zu können, damit wir für dieses Gebäude ein Wettbewerb ausloben können.

Speaker: Das ist kein klassischer Architektenwettbewerb, sondern da geht es schon einfach auch darum, Ideen zu sammeln.

Speaker: Und da kann vielleicht die Schule von Thomas mitmachen und zu überlegen, was könnten denn in solchen Räumen für Dinge stattfinden.

Speaker: Hübsche Idee, sehr hübsche Idee.

Speaker: Plus leider, wir dürfen gar nicht mehr in die Schule rein.

Speaker: Also die Thematik ist einfach, dass wir da möglichst alle Menschen ansprechen wollen, an dem Wettbewerb teilzunehmen und wie man den dann bewertet und so weiter wird natürlich komplex.

Speaker: Da sind wir gerade dran, uns das auszudenken.

Speaker: Aber es wird auf jeden Fall, arbeiten wir daran, dass es einen Wettbewerb geben wird.

Speaker: Wir haben auch mit der ArchPlus zusammengearbeitet.

Speaker: uns beworben für ein Programm, was an dem Justizzentrum stattfinden soll und auch die Öffentlichkeit ansprechen soll.

Speaker: Also genau, wir sind da weiterhin dran.

Speaker: Und eine Sache ist mir nur wichtig, weil die vorhin auch schon kam, was ziemlich interessant ist, was ich zum Beispiel nicht wusste,

Speaker: weil das Thema Asbest ist, immer sofort, wenn es um gerade solche Gebäude geht, ganz oben in der Argumentation, wenn ich ein Gebäude abreißen will, in dem Bauteile drin sind, die verseucht sind, dann muss als allererstes dieses Gebäude von den verseuchten Bauteilen befreit werden.

Speaker: Also ich komme zurück zu dem Rohbau, den ich dann auch sanieren kann.

Speaker: Also eine Argumentation...

Speaker: Dass dort Schadstoffe drin sind, ist nie eine Argumentation für den Abriss, sondern bedeutet nur, dass man in der Vergangenheit dumm genug war, dort Schadstoffe einzubauen, die irgendwann wieder entfernt werden müssen, ob das abgerissen wird oder nicht.

Speaker: Ja, oder vielleicht sogar gebunden bleiben.

Speaker: Oder vielleicht einfach nur gebunden bleiben.

Speaker: Da sind wir dann bei dem, was DAG fordert.

Speaker: Wir machen gar nichts.

Speaker: Jetzt muss ich mal moderationsmäßig, weil wir so langsam den Sinkflug einleiten müssen.

Speaker: Aber Jakob, ich habe noch zwei Fragen dazu, weil ich finde das Projekt total geil.

Speaker: Also wir verlinken alles in den Shownotes, was du da gut verlinken kannst, was irgendwie hilfreich ist.

Speaker: Das mit dem Wettbewerb finde ich klasse, ja, also an alle da draußen.

Speaker: Wenn ihr irgendwelche Unterstützungen dabei gut gebrauchen könnt, dann kommuniziert das da vielleicht, wenn es hilft.

Speaker: Ich finde, genau diesen Punkt, den du gerade gesprochen hast, ist ein ganz wichtiger Punkt.

Speaker: Asbest ist kein Gegenargument, sondern bedeutet eigentlich nur, dass etwas freigelegt wird und für den Umbau zur Verfügung steht.

Speaker: Ja, oder dass das Abreißen extrem teuer wäre.

Speaker: Schau mal, und ob es überhaupt Schadstoffe aussondert, wie Thomas gerade meinte, ist ja die zweite Frage.

Speaker: Das ist die zweite Frage.

Speaker: Und jetzt sag nochmal, aus welcher Zeit stammt das Gebäude? 77.

Speaker: 77 Beton-Skelettbau.

Speaker: Das ist glaube ich so eine Fertigteilkonstruktion zum Teil, oder?

Speaker: An der Fassade, ja.

Speaker: Genau.

Speaker: Jetzt wollte ich nochmal, also ich sehe ja alle sind immer so dabei und haben voll Bock gleich nochmal rein zu grätschen.

Speaker: Jetzt machen wir das jetzt Leuten nochmal so langsam.

Speaker: Ich merke ja, ich finde das geil, dass es diese Dynamik hier gibt.

Speaker: Ich finde es gibt jetzt, man hat auch sehr viel Impulse jetzt für alle da draußen.

Speaker: Wie kann man da rangehen?

Speaker: Wie kann man sowas akquirieren?

Speaker: Diesen Wettbewerb von dieser Montagsstiftung, den werde ich unbedingt verlinken, weil der hat nämlich folgendes Thema.

Speaker: Die Montagsstiftung für diejenigen, die es nicht kennen, beschäftigt sich intensiv mit neuen Schulformen und das schon sehr lang.

Speaker: Also ich halte die für extrem gut und hilfreich, was das Thema Schulen angeht.

Speaker: Und jetzt haben sie so einen Wettbewerb ausgelobt.

Speaker: Ich habe ihn nicht im Detail angeschaut, aber es geht darum, man kann sich einen Bestand suchen.

Speaker: Ein leerstehendes Karstadtgebäude oder was auch immer, in dem man sich vorstellen könnte, dass man da eine Schule realisieren kann und kann da an diesem Wettbewerb teilnehmen.

Speaker: Die Konstellation genau kenne ich noch nicht, aber ich hätte...

Speaker: wahnsinnig Bock, irgend sowas auch in Kooperation mit wem auch immer zu machen.

Speaker: Ich fände das total geil.

Speaker: Leider muss man das bis zum 10.01. einreichen.

Speaker: Also es gibt ein bisschen was zu tun, aber ich würde es tatsächlich am liebsten mit euch machen.

Speaker: Das sollten wir auch hinbringen.

Speaker: Also wir sollten uns in jedem Fall unterhalten.

Speaker: Wir brauchen nur eine Immobilie.

Speaker: Ich habe verstanden, das Justizzentrum kommt dafür jetzt nicht in Frage, weil da kommt schon ein Wettbewerb.

Speaker: Aber vielleicht ist es auch da.

Speaker: Ja, der Karstadt in Land so das Pleite.

Speaker: Der Karstadt und Landshut wäre auch pleite.

Speaker: Das würde auch dann die richtigen Politiker nochmal treffen.

Speaker: Aber das ist jetzt nur eine Idee.

Speaker: Wobei, das ist Stadt, Landshut.

Speaker: Ein Böllgastgebäude.

Speaker: Also könnt ihr, also das wäre, was ich richtig cool fände, wenn ihr, also jetzt machen wir das mal hier so quasi intern, aber alle sind aufgefordert, wir verlinken diesen Wettbewerb, weil ich das einfach so eine geile Idee finde, dieses Thema Schule, was so wichtig ist, mit diesem Thema Bestand zu kombinieren.

Speaker: Also nehmt daran teil, schaut euch das an, aber auch jetzt hier in der Runde, warum sollen wir das nicht zusammen machen?

Speaker: Also wenn ihr Ideen habt, dann sollt ihr die sammeln und wer weiß, was daraus entstehen kann.

Speaker: Ich habe da total Bock, das für uns zu bewerben.

Speaker: Und jetzt machen wir die Schlussrunde und Andrea, du hast angefangen, jetzt darfst du auch anfangen mit dem Aufhören.

Speaker: Was hast du mitgenommen, was willst du noch unbedingt loswerden?

Speaker: Und auf welche Dinge willst du noch verweisen, Architect for Future, wo Menschen gucken können, wenn sie mehr wissen wollen?

Speaker: Ich knüpfe mal kurz an Jakob an.

Speaker: Der hat was Schönes gesagt.

Speaker: Und zwar, Sie wollen mit Ihrem Projekt und dem Wettbewerb alle Menschen ansprechen.

Speaker: Und wenn wir über Bestand reden, dann heißt das immer, das steht in der Struktur, in der Stadt.

Speaker: Und da gibt es Leute drumherum, wo es Bedarfe gibt.

Speaker: Und wir müssen mal gucken, was braucht denn die Stadt?

Speaker: Also unter dem Stichwort, wem gehört die Stadt?

Speaker: Und erfüllen wir die Bedarfe von InvestorInnen mit überschwitz gesagt ausländischen Rentenfonds oder erfüllen wir die Bedarfe der Menschen, die dort leben in dem Bestand?

Speaker: Und im Bestand können wir das einfach besser realisieren.

Speaker: Das ist so das, was ich da noch mitgeben will.

Speaker: Was ich heute mitgenommen habe, wir sind uns in unserer Bubble mal wieder einig und die Lösungen sind eigentlich da.

Speaker: Und ich für mich denke, wir müssen mehr begeistern und es mehr selber tun und die Möglichkeiten aufzeigen und nicht die Hindernisse.

Speaker: Für die Hindernisse gibt es Lösungen.

Speaker: Und wer sich informieren möchte, es gibt eine Homepage von Architects for Future, da sind die zehn Forderungen drauf.

Speaker: Es gibt den Abras-Atlas-Punkt, nicht dass ich es falsch sage.

Speaker: Abrissatlas.de, es gibt Abrissmoratorium.de, dort kann man sich immer noch eintragen, es gibt immer noch Menschen, die dort sich engagieren.

Speaker: Jeder Brief, jeder, der irgendwie auf dem Abrissatlas was einträgt, der trägt mit dazu bei.

Speaker: Jeder, der in seinem eigenen Haus denkt, was könnte man denn da noch machen oder irgendjemand kennt, der gerade anfängt, darüber nachzudenken, abzubrechen und mit kreativen Ideen da mit dazu kommt, hilft.

Speaker: die Bauwende in der Richtung voranzubringen.

Speaker: Wow, Thomas, ich würde gerne an DAK anknüpfen und zwar folgendermaßen oder auch an Jakob, weil du hast am Anfang gesagt, es fehlen Leute mit der richtigen Ausbildung, die nach, ich weiß nicht, wie es das ausgedrückt wird, nahem Material sind, die das alles mal gebaut haben, die das verstanden haben, die wissen, wie das geht.

Speaker: Und das will ich ein bisschen relativieren, weil auf der einen Seite gibt es natürlich so junge Leute wie Jakob, die das mit einem unglaublichen Aufwand betreiben.

Speaker: Und ich muss ganz ehrlich sagen, auch Hut ab vor der Penetranz, die da da ist und vor diesem Standing.

Speaker: Das ist ja Wahnsinn.

Speaker: Ich merke das jetzt hier bei dieser Schule und da

Speaker: Ja, das ist schon ordentlich.

Speaker: Gut, jetzt ist natürlich die Politik in Niederbayern ein bisschen rauer wie in München wahrscheinlich, aber trotzdem, sollten sind denn nicht wir beide solche Leute, ich habe es ja erklärt, ich habe auch auf der Baustelle immer meinen Hand langer gemacht,

Speaker: die da die Leute unterstützen müssen, die Jüngeren.

Speaker: Dass wir eben sagen, komm, wir können euch da helfen.

Speaker: Wir wissen, wie das geht.

Speaker: Wäre das nicht ein Eigenrisiko oder Eigenkritik vielleicht ein bisschen und natürlich auch eine Kritik an der Kollegenschaft.

Speaker: Das muss man einfach auch mal sagen.

Speaker: Dieses Mindset, was da kommt, ein Hausbild,

Speaker: Nur von der Gestaltung her oder von der Ästhetik, wo ich eh immer Probleme habe, was das eigentlich sein soll, zu bewerten, was abreißen soll, das darf an Architekten nicht passieren, meines Erachtens.

Speaker: Das geht nicht.

Speaker: Das ist wie beim Arzt, du kannst auch beim Zahnarzt nicht sagen, der Gebiss gefällt mir nicht, das muss raus.

Speaker: Ja.

Speaker: Den Spruch merke ich immer episch.

Speaker: Gut, also Doug, lass uns mal telefonieren.

Speaker: Machen wir eine kleine Schule, eine Bauschule.

Speaker: Thomas, da muss ich jetzt leider dir komplett widersprechen.

Speaker: Ich ziehe mir den Schuh nicht an, weil ich bin genau in diesem Bereich seit 30 Jahren unterwegs.

Speaker: Also ich bin Handwerker.

Speaker: Alle Handwerker, die seit 20, 25 Jahren bei uns auf dem Bau arbeiten und unsere Ideen und Projekte umsetzen, sind entweder von mir oder von uns ausgebildet worden.

Speaker: Und wir haben im letzten Jahr als Initiative der Spreeplan die Naturbauschule gegründet.

Speaker: Kannst du auch

Speaker: finden, naturbauschule.de.

Speaker: Wir haben innerhalb von zwei Monaten die Auszeichnung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der UNESCO bekommen als Bildungsinstitut für nachhaltige Entwicklung.

Speaker: Also von daher ist es auch da wieder nicht so, dass ich brauche nicht sagen, man sollte, man müsste, man könnte, sondern ich sage, lass uns einfach weiter machen.

Speaker: Okay, gut.

Speaker: D'accord.

Speaker: Bin einverstanden, bin schon still.

Speaker: Ich habe nicht gewusst, mit wem ich mich da einlasse.

Speaker: Ja.

Speaker: Okay, jetzt komm, weil wir haben hier die Zeit schon echt deutlich überschritten.

Speaker: Kurzes Schlusswort.

Speaker: Kurzes Schlusswort, ganz klar zu Jakob.

Speaker: Das erste Mal, dass ich wirklich sagen kann, Mensch, ja, genau richtig.

Speaker: Junge Menschen macht es einfach und zwar in der Konsequenz, in der Gänze.

Speaker: Hört auf, euch mit den Alten auseinanderzusetzen.

Speaker: Macht eine eigene Initiative, macht einen eigenen Wettbewerb.

Speaker: Wenn ihr keine Kohle habt, sammelt sie ein und setzt irgendein vernünftiges Jurorenteam zusammen, welches das bewertet.

Speaker: Und das ist auch irre wichtig.

Speaker: Macht bloß nicht den Fehler, solche alten Säcke wie mich in dieses Jurorenteam zu setzen.

Speaker: Setzt Leute rein mit neuen und anderen Ansätzen.

Speaker: Die alten kann man nicht gebrauchen, weil sie immer wieder nur bewerten nach dem, was sie schon immer gemacht haben, was sie können und wo sie erfolgreich waren.

Speaker: Und dann, wenn ihr dann soweit seid und dann irgendeinen Gewinner habt oder die ersten drei Gewinner, dann steht ihr da, dann könnt ihr sagen, so Leute, das ist die Möglichkeit.

Speaker: Und hier könnt ihr sehen, wie es gehen kann.

Speaker: Und nur erklärt uns mal, wieso ihr die Hütte abreißen wollt.

Speaker: und dann habt ihr eine ganz andere Position, als immer zu sagen, was die Alten machen, ist Mist.

Speaker: Nee, macht was, macht es neu, macht es besser und lasst die selber irgendwie in die Tischkante beißen.

Speaker: Jakob, Schlusswort.

Speaker: Ja, erstmal vielen Dank.

Speaker: Wie gesagt, ich bin da begrenzt aktiv selber nur, aber ich finde die Gruppe beeindruckend und versuche auch eben, wenn ich kann, daran teilzunehmen.

Speaker: Ja, ich

Speaker: Kann eben nur zustimmen.

Speaker: Ich glaube, das ist extrem wichtig, gerade wenn man eben viele Leute mitnehmen will, auch diese Ideen einfach zu kommunizieren, die man hat und dieses Potenzial zu kommunizieren.

Speaker: Und das eben ist ein, glaube ich, wirklich...

Speaker: Fähigkeit dieser Gruppe, die ziemlich gut funktioniert.

Speaker: Allein das Musikvideo, das hat einfach mit viel Humor und mit guten Bildern funktioniert und das ist schon ein Vorteil, den wir haben, dass wir eben medial und so weiter ziemlich gewandter Leute dabei haben.

Speaker: Ich finde den Satz, alle Häuser sind schön, der ist nicht neu, aber der hat bei mir schon nochmal so einen Denkanstoß gegeben.

Speaker: Ja,

Speaker: Und es gibt auch Menschen, die jetzt nicht unbedingt auf dem Laufsteg stehen, aber wer sagt, dass sie nicht schön sind?

Speaker: Es ist ein Ensemble, es ist eine Gesamtheit an Vielfalt und mit dem, was da ist, muss man einfach umgehen und arbeiten, was nicht heißt, dass man es nicht verändern darf.

Speaker: Und ich wünsche mir einfach, dass wir eben nicht in diese steife Denkmalschutzrichtung langfristig kommen, sondern in eine wirklich

Speaker: gestalterisch interessante und deswegen sehe ich mich auch nicht so schnell arbeitslos, sondern sehe da eigentlich ein Riesenpotenzial für unseren Berufsstand auch drin, dass wir einfach da sehr spannende Dinge in Räumen umsetzen können, die schon existieren.

Speaker: Und das ist eigentlich, finde ich, eine ziemlich

Speaker: weil wir vorhin so im Düstern waren, ich finde das eigentlich eine ziemlich spannende und ziemlich euphorisierende Aufgabe, die sich da auftut und hoffe, dass sie möglichst bald Realität wird und auch die Wertschätzung erfährt, dass sie in großer Masse zur Aufgabe wird.

Speaker: So, ja, sehr geil.

Speaker: Jetzt schließe ich mich auch noch ein.

Speaker: Also ich möchte, Doug, dir in einem Punkt widersprechen und das ist, dass man die alten Säcke rauslassen soll.

Speaker: Also in zehn Jahren

Speaker: sind über 50 Prozent der deutschen Bevölkerung 65 Jahre alt.

Speaker: Und wenn man die alle rauslässt, dann haben wir ein Problem.

Speaker: Aber Sie haben leider viel zu viel politische Macht.

Speaker: Das muss man schon, da würde ich dackt zustimmen.

Speaker: Sie haben leider zu viele wichtige Ämter an.

Speaker: Nein, damit, ich widerspreche dir nicht in dem Punkt, dass ich ein totaler Fan der Jugend bin und auch absolut der Meinung bin, lass die ran.

Speaker: Nur ich werde mir nicht verbieten lassen, auch noch mitzumischen, wenn ich Bock drauf habe und auch mit nachzudenken.

Speaker: Ich glaube, auch wir Alten können noch kreativ sein.

Speaker: Und wünscht mir das auch, dass wir das tun.

Speaker: Und das hat ganz viel damit zu tun, dass wir eben viel mehr als es die Jungen können, dass wir lernen müssen, umzudenken im Kopf, unser Mindset zu ändern.

Speaker: Und das steht uns eh gut an.

Speaker: Wenn wir gesund leben wollen und möglichst eigenständig, dann ist das eh unsere Hauptaufgabe, dass wir umdenken müssen.

Speaker: Also von daher...

Speaker: Ich finde das auch toll, Jakob.

Speaker: Ich finde, es gibt durchaus auch Anlass zu Optimismus.

Speaker: Also ja, es ist schwierig, sowas auszusprechen, weil wir vor gigantischen Herausforderungen stehen, völlig klar.

Speaker: Und jetzt werdet ihr mich gleich alle schlagen.

Speaker: Wir müssen uns unbedingt mit dem Thema Bitcoin dabei beschäftigen.

Speaker: Das ist wirklich so.

Speaker: Ich weiß, dass ihr es nicht glaubt, aber es hat einen riesen Vorteil.

Speaker: Es wird, wenn es denn so kommt, die These ist, es wird dem Markt Spekulation entziehen, wenn es so kommt.

Speaker: Das ist ja nur eine These.

Speaker: Und das ist ein riesen Vorteil, weil wir dann wieder Spielräume haben, weil uns dann nicht immer überall die Finanzen dazwischen grätschen.

Speaker: Und jetzt müssen wir zum Ende kommen.

Speaker: Wir haben total überzogen.

Speaker: Es hat wahnsinnig Spaß gemacht.

Speaker: Bitte schickt mir alle eure Links zu und wartet jetzt noch.

Speaker: Also ich verabschiede mich jetzt.

Speaker: Wir haben das gelernt, dass wir das immer falsch gemacht haben.

Speaker: Also wir verabschieden uns jetzt alle gemeinsam von den Zuhörenden und Zuhörern.

Speaker: Es hat mir total Spaß gemacht.

Speaker: Und ciao, auf Wiederhören.

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

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