Transcript
Speaker: Bauwende verstehen, der Podcast zur Bauwende von Hinrich und Dack.
Speaker: Jetzt geht's los.
Speaker: So, also herzlich willkommen zur Episode 8.
Speaker: zu der wir heute einen ganz besonderen Gast begrüßen dürfen.
Speaker: Nico, herzlich willkommen.
Speaker: Super, dass du mit dabei bist.
Speaker: Hallo Hinrich, hallo Dac, danke für die Einladung.
Speaker: Schönen guten Tag.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also das ist ja eine Folge, die ich schon lange angekündigt habe und auf die ich mich schon sehr lange freue, denn es geht um Bitcoin.
Speaker: Und der Nico Yilch ist dort sehr erfahren und wird sich auch gleich selber nochmal vorstellen.
Speaker: Ich glaube, das macht am meisten Sinn, dass du mal berichtest,
Speaker: Wie bist du zu diesem Thema Bitcoin gekommen und was hast du damit zu tun?
Speaker: Mein Verdacht ist ja, dass die Bauwende etwas mit Bitcoin zu tun haben könnte, dass Bitcoin die Bauwende befördern könnte und uns dabei helfen könnte, dass wir all die Dinge, die wir eigentlich immer machen wollen und an denen wir so oft scheitern, weil der Bauherr sagt,
Speaker: kostet zu viel, können wir uns nicht leisten oder weil die Industrie so gut aufgestellt ist, weil sie so viel in Marketing investieren kann, dass sich Produkte durchsetzen, die wir eigentlich nicht haben wollen und es kleinere Produkte schwer haben, dass Bitcoin uns möglicherweise dabei helfen könnte, schneller voranzukommen.
Speaker: Darüber wollen wir heute mit dir, Nico, reden und jetzt stell dich doch bitte mal vor, wer du bist und warum du mir möglicherweise dabei helfen kannst, die Baubranche zu Orange pillen.
Speaker: Und vielleicht, du musst, glaube ich, in der Baubranche wirklich ganz von vorne anfangen.
Speaker: Ich glaube, niemand weiß so genau, was das heißen soll, jemanden zu Orange pillen.
Speaker: Nico, leg mal los.
Speaker: Also, danke für das Intro und danke für die Einladung.
Speaker: Vielleicht fangen wir gleich beim Orange pillen an.
Speaker: Das ist so in der Bitcoiner Sprache, wie jede andere Gruppe oder Clique, oder wie man das auch nennen will, hat auch Bitcoin seine eigene Sprache.
Speaker: Ist das so der Ausdruck, wie bringt man jemanden Bitcoin näher?
Speaker: Orange deswegen, weil Orange ist die offizielle Bitcoin-Farbe, auch im offiziellen Bitcoin-Logo.
Speaker: Ich weiß gar nicht, wie es dazu gekommen ist.
Speaker: Das hat irgendein Designer, der das Bitcoin-Logo mal entworfen hat, entschieden, dass das jetzt Orange ist und Pillen wegen der roten und der blauen Pille von Matrix.
Speaker: Ich persönlich bin kein großer Freund eigentlich des Ausdrucks.
Speaker: Ich erkläre Bitcoin sehr gerne.
Speaker: Ich mache das, und das ist jetzt schon Teil der Vorstellung,
Speaker: Also was ich jetzt tue, ich betreibe einen Podcast mit eingeschlossenem YouTube-Kanal sozusagen oder einen YouTube-Kanal mit eingeschlossenem Podcast.
Speaker: Das kann man sehen, wenn man will.
Speaker: Und zwar, wo ich Bitcoin, aber auch andere wirtschaftliche, geopolitische und durchaus auch philosophische Lebensfragen aus einer relativ strikten Journalistensicht betrachte.
Speaker: Das ist mein Background.
Speaker: Ich bin Journalist, Finanzjournalist, habe fast zehn Jahre bei der Presse in Wien in der Wirtschaftsredaktion
Speaker: Danach war ich bei Think Tank Agenda Austria als wissenschaftlicher Mitarbeiter und dann habe ich mich eben selbstständig gemacht vor ungefähr eineinhalb Jahren mit meinem Kanal.
Speaker: Und zwar deswegen, weil da einfach meine Interessen perfekt miteinander kollidiert haben.
Speaker: Ich wollte immer Journalist werden, aber es hat nicht geheißen, dass ich jetzt Lust habe, irgendwie in einer Redaktion für jemand anderen zu arbeiten.
Speaker: Das ist zwar auch faszinierend, da habe ich viel gelernt,
Speaker: aber ich finde es halt toll, was man mit den modernen Medien heute machen kann, nicht?
Speaker: Ihr seid Architekten und ihr baut und nebenbei betreibt ihr einen Podcast, weil ihr könnt, ja, das wäre euch vor, ihr seid jetzt beide keine 22 mehr, wenn ich das richtig einschätzen kann, das heißt, ihr könnt euch erinnern an die Zeit vor dem Internet und vor den ganzen Möglichkeiten.
Speaker: Ich sage immer, da hättest du, ja, wenn ich das machen wollen würde, was ich
Speaker: Was ich jetzt tue vor 20 Jahren, hätte ich erstmal einen Fernsehsender gründen müssen und dann hätte ich mir eine Rundfunklizenz holen müssen und dann hätte ich ein paar Politiker bestechen müssen und am Schluss wäre es trotzdem eine Glückssache gewesen, ob es funktioniert hätte.
Speaker: Und jetzt geht das halt alles viel einfacher und das genieße ich sehr.
Speaker: Und Bitcoin spielt da eine sehr, sehr große Rolle, weil es halt quasi als Geld des Internets,
Speaker: einerseits technisch, aber vor allem thematisch irrsinnig viele Angriffspunkte gibt, über die man reden kann, beziehungsweise ich kenne meine Community, meine Audience sehr gut, weil eben wir dieses Bitcoin-Ding haben, das uns alle auf die eine oder andere Art miteinander verbindet, auch wenn
Speaker: die Community sehr bunt ist und die Leute, weil es eben Bitcoin, vor allem das Geld funktioniert, wirklich aus allen Ecken und Enden kommen, aus allen Altersklassen und sozialen und religiösen und nationalen Hintergründen.
Speaker: Also ich mache einen kleinen Kanal auch auf Englisch, um sozusagen die internationale Community auch ein bisschen mitzunehmen, aber in erster Linie geht es mir ums Deutsche, weil da kann ich, glaube ich, mehr beitragen als jetzt auf Englisch.
Speaker: Ja, und ich möchte euch übrigens gratulieren.
Speaker: Ihr habt mit diesem Podcast Folge 8 den wichtigsten Schritt gemacht für einen langfristig funktionierenden Podcast, weil die Statistik besagt, dass nach der siebten Folge ist Schicht im Schacht.
Speaker: Weil jeder denkt sich, er kann einen Podcast machen und die ersten fünf Folgen gehen auch leicht von der Hand, weil da weiß man schon, was man sagen will.
Speaker: Und nach fünf Folgen hat man eigentlich alles gesagt, was man sagen wollte und dann quetscht man noch zwei raus.
Speaker: Und dann gönnt man sich vor der achten Folge kurz eine Pause, die dann zu einem Sabbatical wird und dann taucht der Podcast nie wieder auf.
Speaker: Das ist so für 95 Prozent aller Podcasters Schicksal tatsächlich.
Speaker: Da gibt es Statistiken.
Speaker: Ist sehr interessant.
Speaker: Da kann ich aber wirklich ganz klar dazu sagen, also wenn dem so ist, dann ist zumindest bei mir genau das Gegenteil der Fall, weil je mehr ich das mache mit Hinrich, desto mehr muss ich sagen, ey, wir haben noch so viel vor uns.
Speaker: Ich finde, wir haben noch nicht mal richtig angefangen.
Speaker: Je mehr ich mich mit der Thematik beschäftige und je mehr ich auch draußen unterwegs bin, desto mehr merke ich, wie wichtig es ist, tatsächlich Leuten klarzumachen, wie wir bauen und warum wir so bauen und wie hoch der Einfluss eigentlich ist auf unser Wohlbefinden irgendwie.
Speaker: Und ja, also wie gesagt, ich fange gerade an.
Speaker: Spannend, aber in dem Fall habt ihr die besten Voraussetzungen, dass...
Speaker: Ja, ich bin ja... Ja, gut, okay.
Speaker: Ich wollte dich nicht unterbrechen.
Speaker: Nein, alles gut, alles gut.
Speaker: Aber ich würde tatsächlich gerne mal... Also ich glaube, ich habe das immer wieder am Anfang der Folgen geteasert, das Thema Bitcoin.
Speaker: Also wir haben über die andere Zeit... Darf ich dich unterbrechen?
Speaker: Ich würde vielleicht ganz gerne nochmal... Ich denke, ich bin ja mittlerweile dafür bekannt, dass ich unerwartete Geschichten irgendwie reinschmeiße.
Speaker: Und ich muss auch sagen, ich habe in Bezug auf Nico eine unerwartete Geschichte.
Speaker: Die würde ich gerne noch loswerden.
Speaker: Die geht relativ schnell eigentlich.
Speaker: Die Leute, die die letzte Folge gehört haben, wissen, dass ich unter anderem ein Segment meines Lebenslaufes als Wintersportler verbracht habe.
Speaker: Und es gab eine Zeit, wo ich nach Österreich gefahren bin, als Berliner in ein Hotel gekommen bin und als erstes gefragt habe, wo ist denn hier der Materiakeller, wo wir unsere Sachen reinschmeißen können und so weiter.
Speaker: Und der Hotelier sagte dann irgendwie mit einem entsprechenden österreichischen Pizztaler Gesicht dazu,
Speaker: Es ist wieder einer von diesen Deutschen, die meinen, sie wüssten, wie das hier funktioniert in den Bergen und die keine Ahnung haben.
Speaker: So haben wir uns begrüßt.
Speaker: Dann bin ich auf dem Berg, hatte meine Gruppe dabei, bin durch die Gegend gefangen.
Speaker: Da kam dieser Hotelier dazu.
Speaker: Der guckte sich das dann so ein paar Mal an und ohne irgendetwas zu sagen, fuhr er dann wieder nach Hause.
Speaker: Und als ich abends von der Piste kam,
Speaker: hatte ich einen von ihm komplett eingerichteten Raum mit Werkstatt, mit Regalen für die Ski und für die Snowboards und so weiter.
Speaker: Und er kam an und sagte, es ist das erste Mal, dass hier ein Deutscher vorbeikommt, der weiß, was er tut.
Speaker: Und ich erzähle die Story deswegen, weil dieser Hotelier hatte drei Söhne.
Speaker: Drei Söhne aus dem Piztal.
Speaker: Zwei dieser Söhne hießen Christian und Mario Neurauter.
Speaker: Und das war vor ungefähr 20 Jahren.
Speaker: Und dir, lieber Hinrich, werden diese beiden Namen überhaupt gar nichts sagen.
Speaker: Aber ich bin mir ganz sicher, dass Nico diese beiden Namen was sagen.
Speaker: Vielleicht kannst du mal einen ganz kurzen Einblick geben, was Mario und Christian Neurauter zurzeit gerade tun.
Speaker: Ich muss mich jetzt...
Speaker: sagen, dass ich mir da nicht tausend... Sind das die Segler?
Speaker: Nein, das sind die mit der Spendenplattform.
Speaker: Achso, der Christian und der Mario.
Speaker: Ich dachte mir, okay, okay, okay.
Speaker: Jetzt holt mich mal ab.
Speaker: Diesen Effekt habe ich jedes Mal.
Speaker: Das kennt immer alle.
Speaker: Spannend, spannend.
Speaker: Ich habe gewarnt, ich habe immer eine Story in der Tasche, wo ich selber oft überrascht bin, wo da die Zusammenhänge herkommen.
Speaker: Also eins nach dem anderen.
Speaker: Jetzt nur zu Mario und Christian.
Speaker: Mario und Christian habe ich in Innsbruck bei der BTC 22 kennengelernt.
Speaker: Der ist ursprünglich Tiroler natürlich, wie du richtig sagst.
Speaker: Pinster.
Speaker: Der jetzt aber in Linz lebt, deswegen habe ich diese Connection ganz schlecht hergestellt.
Speaker: Und der hat die Plattform Cryptonate gegründet, wo man mit Crypto und Bitcoin Charity-Projekte auf der ganzen Welt unterstützen kann.
Speaker: Also du kannst zum Beispiel Schildkröten retten oder Blindenprojekte in Indien unterstützen, wo auch kleine Summen, also es funktioniert.
Speaker: keine Ahnung, 20 Euro dort irgendwie einen Monat Hilfe bedeuten.
Speaker: Ein super Projekt, kann ich extrem empfehlen und würde euch auch bitten, das in die Show-Notes zu nehmen.
Speaker: Der Grund, warum ich das jetzt nicht gecheckt habe, ist, weil du hast das so groß aufgebaut, dass ich mir jetzt sicher war, dass es irgendwie ein berühmtes Sportler-Duo, die sich von dir abgesehen haben, wie man Snowboard und Skifahren lernt.
Speaker: Nee, eben gerade nicht, genau nicht.
Speaker: Und das dritte war, die Story finde ich sehr cool, die erste Reaktion, die du bekommen hast, also muss man sagen, du warst ja jetzt nicht in Österreich per se, sondern du warst in Tirol.
Speaker: Und zwar, die Tiroler sind ja dafür bekannt.
Speaker: Also wie soll ich sagen, ich bekomme dort als Wiener eine ähnlich, wenn nicht sogar eine noch ruppigeren Empfang.
Speaker: Ja, ja, aber das ist richtig, ja, das stimmt.
Speaker: Ja, ja, aber am Ende des Tages, die Geschichte ist ja eine tolle und ich glaube, der hat sozusagen die Qualität gesehen und hat sich dann auch davon überzeugen lassen.
Speaker: Und diese Spenden werden über Bitcoin in erster Linie abgewickelt oder über... Genau, genau.
Speaker: Okay.
Speaker: Die nehmen Spenden an in Bitcoin und auch in anderen Kryptowährungen.
Speaker: Warum auch in anderen Kryptowährungen?
Speaker: Weil er sagt, ja, donate your shitcoins.
Speaker: Also Bitcoin, das sind jetzt, meistens kommt ja die Frage nach Kryptowährungen.
Speaker: Es gibt ja ein Original und es gibt viele Kopien.
Speaker: Und Bitcoiner konzentrieren sich auf das Original und nennen also andere eine Shitcoin.
Speaker: Warum das so ist, das wäre ein abendfüllendes Programm.
Speaker: Aber jedenfalls, die beiden Brüder arbeiten daran, die sind selbst, wenn ich das richtig verstanden habe, Bitcoin so gut ausgestattet, dass sie jetzt nicht akut einem Broterwerb nachgehen müssen und haben geschlossen ihre Zeit eben für diese,
Speaker: Charity Arbeit zu widmen und ich meine Charity Sektor ist ja jetzt auch bekannt für viel Lugut Betrug und die wollen da eben ein bisschen Transparenz reinbringen und ich finde es sehr unterstützenswert was sie machen, weil ich habe immer schon gesagt, das ist auch wichtig aus Sicht von Bitcoin und aus Sicht von Bitcoin, dass man eben zeigt was man damit alles auch Gutes tun kann.
Speaker: Wie sie es dann konkret machen, das ist immer so eine Debatte, es gibt ein paar Bitcoiner die sagen um Gottes Willen, ihr tauscht das dann in indische Rupien und so weiter
Speaker: bevor er es den blinden Kindern gibt, aber das halte ich für totalen Unsinn, sich über sowas zu beschweren, weil am Ende des Tages geht es darum, dass das Geld bei den blinden Kindern ankommt und nicht darum, dass die Bitcoiner befriedigt werden, dass Bitcoin bis zum letzten Punkt verwendet wurde.
Speaker: Und sozusagen die Kernidee von Bitcoin ist ja ein hartes Geld, das sich nicht stark verändern lässt, das heißt aber nicht, dass man automatisch, also wie soll ich sagen,
Speaker: Ich glaube, es tut gut, die kognitive Dissonanz zwischen dem bestehenden Geldsystem, dass man nicht nur das sieht, was schlecht läuft.
Speaker: Es läuft viel schlecht, aber es gibt noch einen Grund, warum wir es trotzdem noch nutzen, auch wir noch im Alltag nutzen.
Speaker: Und das zu ignorieren, ist auch ein Fehler in meinen Augen.
Speaker: Das war bei Gold schon so.
Speaker: Ich komme auch aus der Goldback-Ecke und da habe ich auch lange gebraucht zu verstehen, dass Papiergeld und Euro auf ihre Art und Weise schon auch ihre Berechtigung haben.
Speaker: Würde ich so machen, wenn man mich zum alleinigen Diktator erklären würde, wahrscheinlich nicht, aber man muss das eben auch aus journalistischer Perspektive auch verstehen.
Speaker: die Incentives der anderen Menschen.
Speaker: Ich weiß gar nicht, wie ich jetzt da hingekommen bin.
Speaker: Also jetzt hole ich es mal wieder ab.
Speaker: Also wie immer, danke, dass du so eine Geschichte da hast und die uns gleich das Thema einführt.
Speaker: Und jetzt, Nico, jetzt will ich mal versuchen, die Frage zu formulieren.
Speaker: Wie kannst du unseren Zuhörern, Architekten, Investoren und so weiter erklären, warum Bitcoin einen Beitrag dazu leisten könnte?
Speaker: Meine These, vielleicht sagst du ja, ist gar nicht so.
Speaker: dafür leisten könnte, dass wir besser bauen, besser im Sinne von nachhaltiger bauen.
Speaker: Also ich will mal so zwei Dinge einwerfen.
Speaker: Bitcoin versteht sich ja, korrigiere mich bitte, auch so ein bisschen als ein Gegenmodell zu dem bestehenden Geldsystem, was die Bitcoiner Fiat-Geldsystem nennen, bei dem eben letztlich Geld aus dem Nichts geschaffen wird mit Folgen.
Speaker: Und die sind gerade in der Immobilienwirtschaft extrem spürbar.
Speaker: Also das ist ja unglaublich.
Speaker: Also Immobilien wurden in der Vergangenheit und werden auch immer investiert.
Speaker: Gar nicht mehr unbedingt in erster Linie gebaut, weil sie jemand braucht, also wegen ihres Nutzwertes, sondern weil die Menschen irgendwo ihr Geld unterbringen wollen, um den Wert zu erhalten, also als Wertspeicher mit fatalen Folgen.
Speaker: Also wir kennen dieses Phänomen.
Speaker: Wir tun uns mit einem Investor, mit einem Projektentwickler zusammen und bieten für ein Grundstück und der sagt, okay, ich gehe jetzt an die absolute Kante dessen, was ich seriös als seriöser Geschäftsmann noch anbieten kann und dann kommt einer und bietet das Doppelte und dann fragt man sich, wie kann das sein?
Speaker: Ich hacke da gleich ein, ja.
Speaker: Es gibt da so diese alte, ich weiß gar nicht, wer es gesagt hat, ja, Mark Twain, buy land, they're not making any more of it.
Speaker: Ja, ähm,
Speaker: Eines der negativen Effekte unseres Geldsystems, das wir heute haben, ganz grob gesagt, unser Geldsystem ist ein politisches Geldsystem.
Speaker: Das heißt, wir haben keine harten Grenzen, die diesem Geld vorgegeben sind, die unserem Geldsystem vorgegeben sind.
Speaker: Die Notenbanken können im Großen und Ganzen tun, was sie wollen, außer die
Speaker: Es entgleitet in dem Dermaßen, dass es zu so einer hohen Infektion kommt, dass die Menschen mit der Heugabel das Foyer stürmen.
Speaker: Dann wird es problematisch.
Speaker: Aber das ist auch nichts, was jetzt morgen vor der Tür steht.
Speaker: Das hat viele Effekte und hat viele positive Effekte auch.
Speaker: In einem Fiat Money oder einem derartig losgelösten Geldsystem entstehen auch viele gute Dinge, Innovationen.
Speaker: Aber es entsteht eben auch eine große Fehlallokation von Ressourcen, weil die Menschen nicht mehr wissen, was der Preis von was ist, weil das Preisgefüge permanent durch die Manipulation eigentlich, sage ich mal, der Geldmenge durcheinandergebracht wird.
Speaker: Also ich hatte jetzt vor kurzem auch bei mir im Kanal eine Folge mit dem Künstler und Computerpionier Peter Kotosek, der ist also 84 Jahre alt und der erklärt das sehr gut, dass es halt
Speaker: Wir haben uns darauf geeinigt, den Meter zu eichen und wir haben uns darauf geeinigt, den Kilo zu eichen, aber es gibt eigentlich bis heute keine Eichgröße für wirtschaftliches Tun.
Speaker: Also das Geld, das wir dafür nutzen, wenn wir...
Speaker: den Fernseher anschalten und sagen, ja, der Staat hat garantiert 2 Milliarden Euro für dieses Projekt und so weiter oder die Wirtschaft ist um so und so viel Prozent gewachsen, das BIP ist jetzt, keine Ahnung, 3,5 Billionen groß in Deutschland, das ist jetzt eine Hausnummer, die ich mir aus der Luft gegriffen habe, dann messen wir das immer in einer Messgröße, die nicht fix ist, sondern die permanent auch wiederum ihren Wert verändert und dann verändern diese Währungen ihren Wert gegenüber anderen Währungen.
Speaker: Das ist alles sehr kompliziert
Speaker: Aber die Grundidee dahinter ist eigentlich, sage ich einmal, Infektion, das heißt die permanente Abwertung der Währung langfristig gesehen.
Speaker: Also das ist ein offizielles Programm, bei 2% Infektion hast du nach 35 Jahren die Hälfte deiner Kaufkraft verloren, wenn du das Geld nicht investiert hast.
Speaker: Und da sind wir jetzt genau bei dem Punkt mit den Immobilien oder bei einem, ich habe mir drei Punkte aufgeschrieben, wo man ansetzen könnte bei Bitcoin und Immobilien.
Speaker: Und einer dieser Punkte, der eben ganz, ganz massiv ist,
Speaker: ist diese Suche nach einem Store of Value.
Speaker: Also das heißt, die Menschen suchen instinktiv in diesem System nach Alternativen zum Sparbuch oder zum Sparschwein.
Speaker: Der Mensch ist im Grunde und der deutsche Protestant ganz speziell ein Sparer.
Speaker: Die Schwaben sind davon noch eine Extremform.
Speaker: Okay.
Speaker: Der Mensch, ich hatte mal den Holger von Grossig bei mir im Podcast, das ist ein ehemaliger Profi-Skateboarder, der auch zum Verleger und dann zum Bitcoiner wurde und der hat sich ganz intensiv beschäftigt mit der Kulturgeschichte des Sparens und hat festgestellt, naja, die protestantische Arbeitstätigkeit besteht im Groben daraus, du wirst geboren, dann arbeitest du, arbeitest du, arbeitest du, steckst alles in einen Sparstrumpf, gönnst dir nie was und dann stirbst du.
Speaker: das ist so die die die der blueprint ja und und deswegen sind die deutschen glaube ich auch was bitcoin betrifft zu offen weil jetzt mit der inflation dem euro und den anderen problemen rund rundherum wird langsam klar dass das klassische geld spar modell wirklich nicht funktioniert ist das hat auch das ist schon richtig für viele greifen dazu etf's und so aber das gibt es auch noch nicht lange also diese indexfonds was aber
Speaker: Ganz tief in der Natur auch der Menschen steckt und vor allem ist das auch in Österreich ein Riesenthema und in Deutschland auch, ist eben das Immobilieninvestment, das Betongold.
Speaker: Da weiß ich, was ich habe, da wohne ich drinnen, da kann meine Enkelkinder drin wohnen oder in Extremform, ich habe sehr viel Geld und investiere sehr viel in Immobilienprojekte.
Speaker: Hat einen großen Vorteil, es steht viel Geld zur Verfügung für Immobilienprojekte.
Speaker: Das ist der große Vorteil.
Speaker: Der große Nachteil ist, dass Immobilien natürlich ultimativ auch nur dann etwas wert sind, wenn sie knapp sind und dann sind wir wieder bei Lage, Lage, Lage und das habe ich dann halt in großen Städten.
Speaker: Eine schöne Innenstadtlage kann dir dann passieren, dass dann einer kommt aus Saudi-Arabien oder aus Russland, wieder ein Extremfall, irgendein Milliardär und der kauft dann einfach eine Wohnung, aber nicht, weil er drin wohnen will und auch nicht, weil er sie vermieten will, sondern nur, weil er auf die Spekulatur, er will nur spekulieren auf die
Speaker: auf die Preissteigerung.
Speaker: Und Spekulation ist an sich nichts Schlechtes, aber dann, wenn es um eine Spekulation geht mit Dingen, die eigentlich einen praktischen Nutzen haben, das kann sein Rohstoffwerbe, das kann eben sein auch eine Wohnung, und du die quasi dann vom Markt nimmst, dann hast du schon negative Effekte.
Speaker: Deswegen hat sich langfristig in der Geschichte Gold das Geld durchgesetzt, weil aus verschiedenen Gründen, aber einer der Gründe war, dass du es eigentlich nicht wirklich brauchst,
Speaker: Oder dass du es gut ersetzen kannst in den meisten Anwendungsfällen, außer Schmuck, aber Schmuck ist auch nur eine Art des Investments, deswegen hat das ganz gut funktioniert.
Speaker: Und
Speaker: Und Bitcoin ist da deswegen eine Alternative, weil es tatsächlich eine Art reinen Wertspeicher, der auch Vorteile gegenüber einer Immobilie hat, bietet.
Speaker: Also eine Immobilie ist ja immobil und der Staat, also ultimative eine Immobilie mietest du ja nur vom Staat, egal ob du sie glaubst zu besitzen oder nicht.
Speaker: Irgendwann wird sie dir wieder weggenommen oder deine Nachfahrt.
Speaker: Bitcoin ist da anders, weil es schon die Eigentumsrechte, wenn du es richtig behandelst, auf eine technische Art und Weise schützt, wie es eigentlich vorher für Individuen nie möglich war.
Speaker: Also ich kann quasi meine Bitcoin als Information in meinem Kopf mit mir rumführen und niemand wird je herausfinden, dass die da drin sind.
Speaker: Und Bitcoin leben quasi, wenn man will, vereinfacht gesagt in der Cloud.
Speaker: Wenn ich Bitcoin besitze, ich reise nach Amerika ein,
Speaker: und die amerikanischen Zollbeamten fragen mich, ob ich etwas zu verzollen habe, ob ich die Wiesen einführe, dann kann ich sagen, nein, ich führe keine die Wiesen ein, denn die sind schon da.
Speaker: Und das ist also der eine Punkt, der bei Bitcoin ganz interessant ist, der aber auch ganz, ganz schwer zu verstehen ist, weil die Menschen sich ja einreden, dass der Wert bei den Spekulationsimmobilien eben nicht aus der Spekulation kommt, sondern weil er die Immobilie einen Nutzen hat.
Speaker: Das ist ganz, ganz schwer zu verstehen.
Speaker: Gold auch ist ja Schmuck oder kann man ja in der Industrie nutzen.
Speaker: Das ist diese Idee vom intrinsischen Wert, die eigentlich schon lange widerlegt ist, aber gerade an der Börse auch wieder verhunzt wird als Begriff.
Speaker: Also einen intrinsischen Wert kann man sich ausrechnen, wenn man sagt, okay, das ist der Umsatz, das sind die Marktaussichten, das sind die eigentlichen Dinge, bla bla bla.
Speaker: Ultimativ ist Wert,
Speaker: auch wert speicher eine rein subjektive betrachtung und wenn jetzt 20 30 40 100 millionen menschen sagen wir speichern unseren wert nicht mehr in immobilien die für uns auch nur virtuell sind sondern wir speichern unseren wert in bitcoin dann ist das halt so dann ist da der wert so also ich würde ich also um da noch mal noch mal rein zu haken also das ist diese geschichte
Speaker: dass Immobilien als Wertanlage genutzt werden und dass es möglicherweise jetzt eine Alternative gibt mit Bitcoin, die viel interessanter sein könnte.
Speaker: Was uns zwei, Doug und mich, interessiert, ist die Frage, warum kriegen wir es nicht hin oder warum stoßen wir so oft an die Grenzen, wenn es darum geht, besser zu bauen, sage ich jetzt mal, also im Sinne der Bauwende besser zu bauen, weil
Speaker: Warum kriegen wir das nicht hin?
Speaker: Und wir sagen dann immer, ja, wir stoßen da an die Grenzen des Systems, weil es ist eben nur in Anführungsstrichen Geld getrieben.
Speaker: Und ich habe ja in der Bitcoin-Community mitbekommen, dass gerade dieses Thema Nachhaltigkeit, also ich muss an diesen jungen Apfelbauern zum Beispiel denken, der irgendwie biologisch wirtschaftet und so handwerklich wirtschaftet und der sagt,
Speaker: Wenn ich mir einen Vertriebskanal über Bitcoin suche, dann kann ich diese Produkte da absetzen, während wenn ich mich in diesem normalen Fiat-Umfeld bewege, dann bin ich abhängig von Förderungen der EU.
Speaker: Das kennen wir in der Bauwirtschaft auch.
Speaker: Man wird zugeschmissen mit Förderungen, die aber absolute Fehlanreize in ganz vielen Bereichen setzen, die also eigentlich das gute Bauen gerade verhindern.
Speaker: Also vielleicht...
Speaker: Verstehst du die Frage?
Speaker: Also wir beschäftigen uns damit, wir sagen dem Bauherrn, komm, baut doch hier eine Lehmwand, baut dieses, lasst diese Technik weg, lasst jene Technik weg, dann bekommt ihr ein viel besseres Gebäude und die Antwort ist, nee, das ist uns zu teuer.
Speaker: Also vielleicht bin ich viel zu kompliziert und viel zu speziell schon geworden in meiner ersten Antwort und dann entschuldige ich mich bei allen Zuhörerinnen und Zuhörern, die jetzt noch dabei sind.
Speaker: Die Grundidee von Bitcoin ist ein hartes Geld.
Speaker: Darf ich mal ganz kurz unterbrechen?
Speaker: Es geht mir jetzt schon wieder in eine Diskussion, die aus meiner Sicht den einen der allerwichtigsten Aspekte vollkommen rauslässt.
Speaker: Wir reden über Werte, über Wertanlagen und über Spekulationen.
Speaker: Das, was du gesagt hast in Bezug auf die Immobilie, ist natürlich sehr richtig, aber das liegt im Grunde auch nur daran, dass die meisten Leute eben immer noch nicht kapiert haben, dass eine Immobilie eben auch ein dynamischer und kein statischer Wert ist.
Speaker: Das ist schade, aber das ist so.
Speaker: Worüber ich immer spreche, wenn ich über Werte rede.
Speaker: Werte sind bei mir in meiner Definition ganz sicher nicht nur monetäre Werte.
Speaker: Im Gegenteil, der monetäre Wert ist für mich eigentlich der unerheblichste.
Speaker: Aber wenn ich über Werte spreche, spreche ich immer auch über Zeit.
Speaker: Und genau das vermisse ich in allen Diskussionen.
Speaker: Es geht immer, egal ob es bei Bitcoin ist oder in den Fiat-Währungen, es geht immer um den kurzfristigen Gewinn, die maximal mögliche Abschöpfung oder Mehrung von, in dem Falle, monetärem Wert.
Speaker: Und in dem Augenblick, wo du, wie ich, nachhaltig arbeiten möchtest oder in einer zirkulären Wirtschaft, ist das,
Speaker: Der Faktor Zeit ganz erheblich.
Speaker: Ich möchte es an einem ganz einfachen Beispiel klar machen.
Speaker: Ich kann heute ein extrem nachhaltiges ökologisches Gebäude hinstellen, wo ich ganz fantastische Energiewerte, Ressourcenwerte und so weiter hinbekomme.
Speaker: Dieses Gebäude wird jedoch in seiner Gesamtbilanzierung niemals erheblich.
Speaker: einen gesunden Altbau, wie er in Wien rumsteht, wie er in Paris, in London oder in Berlin rumsteht, der da seit 120 Jahren, 150 Jahren oder 250 Jahren existent ist.
Speaker: Wenn ich die Gesamtbilanzierung nehme, graue Energie, Energie zur Produktion von Baustoffen und so weiter, dann ist es auf die Zeit gesehen eine marginale Investition und die viel größere Investition oder der viel größere Wert ist,
Speaker: generiert sich aus Nutzung, Instandhaltung, Betriebskosten und so weiter und so weiter.
Speaker: Und da wir in Systemen leben, die kurzfristige Werte optimieren oder erhöhen wollen, ist es aus meiner Sicht,
Speaker: für unsere Generation bereits komplett zu spät.
Speaker: Wir kriegen das nicht mehr in die Köpfe rein, dass es erforderlich ist, so wie das unsere Vorfahren gemacht haben, von mir aus Großeltern oder so, oder ein jeder gute Bauer, der hat sein Bauernhaus für die nächsten Generationen dahingestellt.
Speaker: Wenn wir heute über den Stahlbetonbau sprechen, dann gehen wir von einer Zeit von 30 bis 50 Jahren aus.
Speaker: Länger halten die Dinger nicht.
Speaker: Und die
Speaker: Der Amerikaner.
Speaker: Und noch kurzfristiger.
Speaker: Natürlich, genau.
Speaker: Und deswegen ist aus meiner Sicht das, was Hinrich gerade gesagt hat, das ist auch immer wieder viel zu kurz gefasst.
Speaker: Also wenn ich ein Gebäude betrachte, betrachte ich, wenn ich es tue, der Mindestzeitraum sind 50 Jahre, meistens sind es 100 oder 150 Jahre.
Speaker: Und dann ist also auch die Frage der Investition, der Werthaltigkeit und der Wertentwicklung eine ganz andere, weil in der Gesamtbetrachtung ist die Investitionssumme der Erstellung der
Speaker: Marginal.
Speaker: Was du sagst, ist total entscheidend.
Speaker: Und ich glaube, dass wir da eigentlich, also sind wir vollkommen einer Meinung und da sind auch die Bitcoiner vollkommen einer Meinung und zwar deswegen.
Speaker: Zeit und Zeitpräferenz hängen ganz stark eben mit dem Geldsystem zusammen.
Speaker: Je lockerer das Geldsystem ist, je höher die Infusion, desto schneller dein Geld in deiner Tasche den Wert verliert,
Speaker: desto kürzfristiger kannst du denken und planen.
Speaker: Das heißt, in einer Situation, wie wir sie heute haben, in Deutschland, Österreich mit 8%, 9% Influktion, gibt es schon Leute, die sagen, naja, dann gehe ich heute noch gut essen, weil es wird nächste Woche eh wieder teurer.
Speaker: Genau, ganz genau.
Speaker: Und dann hast du das in Gesellschaften, wo du schon 50, 60, 70, 100% Influktion hast, da kannst du dann überhaupt nicht mehr vernünftig in die Zukunft planen.
Speaker: Wer baut in so einem Umfeld ein Haus für 100 Jahre?
Speaker: Niemand.
Speaker: Der Gegenentwurf von dem, der extreme Gegenentwurf von dem ist tatsächlich Bitcoin.
Speaker: Du hast ein Geld, das in seiner Menge permanent begrenzt ist und zwar erstmalig in der Geschichte.
Speaker: Auch Gold war nie permanent begrenzt, sondern konntest du schon ausweiten, indem du Energie aufwendest, aber du konntest es ausweiten.
Speaker: Und hast quasi, um es vereinfacht darzustellen, eine D-Mark auf Steroiden.
Speaker: Also ein ultra hartes Geld.
Speaker: Heißt nicht, dass wir jetzt alle nur auf das umsteigen, oder hast du diese Alternative.
Speaker: Das heißt für die Leute, und das ist eine sehr, sehr, sehr, sehr kleine Gruppe von Menschen, global betrachtet, die nicht nur Bitcoin investiert sind, sondern auch in Bitcoin investiert sind, weil sie ernsthaft glauben, dass dieses Ding weiter bestehen kann.
Speaker: Und der Punkt, an dem kommst du dann an, wenn du aufhörst, wenn du wirklich aufhörst, bei Bitcoin in Euro zu denken.
Speaker: Du hörst dann auf, um Bitcoin in Euro zu denken, wenn du nicht mehr vorhast, jemals in Euro zurückzugehen.
Speaker: Du bist in diesem neuen Geldsystem drinnen.
Speaker: Du weißt doch gar nicht, was du damit machen wirst.
Speaker: Du wirst aber auch vor allem erstmal warten, weil du gehst ja davon aus, dass deine Kaufkraft steigt.
Speaker: Und in einer Welt, in der deine Kaufkraft tendenziell steigt, hast du zwei Effekte.
Speaker: Erstens, du brauchst...
Speaker: du musst nicht mehr suchen nach Geldsubstituten.
Speaker: Hayek hat gesagt, wir sollten eigentlich nicht vom Geld reden, wir sollten Geld als Adjektiv verwenden.
Speaker: Etwas ist geldig.
Speaker: Immobilien sind geldig heute, Aktien sind geldig, Pokémon-Karten sind geldig und alte Sneaker sind geldig und Kunst ist auch geldig.
Speaker: Und je schlechter das eigentliche Geld ist, desto mehr Dinge werden geldig.
Speaker: Also Gigi ist auch ein Bitcoiner, so ein Bitcoin-Philosoph, möchte man sagen.
Speaker: Der hat gesagt, wenn das Geld kaputt ist,
Speaker: wird alles zu Geld.
Speaker: Und Jeff Booth, auch einer meiner absoluten Lieblingsleute, hat gesagt, wenn du Abundance, also Überfluss im Geld, führt zu Knappheit in allen Gütern und Knappheit im Geld führt zu Überfluss in den Gütern.
Speaker: Das muss jetzt bewiesen werden, aber das ist seine Sache.
Speaker: Das heißt, du hast...
Speaker: Vom Mindset her, bei dieser winzig kleinen Gruppe von Menschen, die sagen, das Risiko gehen wir ein mit Bitcoin, weil ich habe lieber ein super hartes Geld, weil ich genau diesen, und ich habe auch dieses Mindset.
Speaker: Und dann hast du theoretisch als Bitcoiner, wirst du, wenn du sagst, ich kaufe mir jetzt ein Haus und ich baue jetzt ein Haus,
Speaker: wirst du sehr, sehr darauf achten, dass die langfristige Qualität gegeben ist.
Speaker: Sehr, sehr, weil du wirst ja nicht deine Bitcoin, von der du ausgehst, dass sie dir eigentlich in 50 Jahren 5 Häuser kaufen können, auch noch schlecht investieren.
Speaker: Und du siehst diese
Speaker: Also das Problem ist, dass sozusagen, wenn man das von außen betrachtet, ist das Ganze überlagert von dieser Spekulation und dem ganzen Krypto-Gedöns und das alles.
Speaker: Diese kleine Gruppe von Menschen, die eigentlich ihre Zeitpräferenz senkt und eigentlich wieder in die Zukunft plant, die ist kaum zu sehen.
Speaker: Aber das ist halt meine Aufgabe, für die zu sprechen oder mit denen zu sprechen und für die Content zu machen, weil das sind die, die mich faszinieren.
Speaker: Und deswegen hast du...
Speaker: Bei den Bitcoinern, die da schon angekommen sind, wirst du immer Verbündete haben, die an langfristigen Lösungen interessiert sind.
Speaker: Und dieses kurzfristige kommt eben daher, dass die Anreize so gesetzt sind durch das Geldsystem, dass wir so kurzfristig denken und handeln.
Speaker: Und es ist ganz furchtbar.
Speaker: Ich sage es immer plakativ, ja,
Speaker: Heute leben wir in einer Welt, in der wir in einem Jahr 20 Paar Schuhe kaufen.
Speaker: Und in einem theoretischen Bitcoin-Welt würden wir wieder in einer Welt leben, in der wir ein Paar Schuhe für 20 Jahre kaufen, die aber dann wirklich ihre Qualität durchhalten müssen.
Speaker: Und das ist genau, da möchte ich uns mal kurz nochmal darauf eingehen, um den Punkt, warum mich das so begeistert und wo ich den Zugang dazu sehe.
Speaker: Und warum ich glaube, dass das die Basis für so eine Bauwende sein kann,
Speaker: Also ich hatte ja diesen Vortrag von Thomas Rauch gesehen.
Speaker: Thomas Rauch hat ein Buch geschrieben, das nennt sich Material Matters und ist so einer der Päpste der Kreislaufwirtschaft, also in der Bauwirtschaft.
Speaker: Der sagt eben, wir müssen Materialien, Ressourcen in Kreisläufen führen, weil sie sind endlich und deswegen sind sie eigentlich auch unendlich wertvoll.
Speaker: Und er hat diese Geschichte erzählt von diesem Konzept Design to Fail.
Speaker: Es gibt in Amerika, irgendwo wird eine Glühbirne ausgestellt, die seit 125 Jahren leuchtet.
Speaker: Und funktioniert.
Speaker: Und offenbar hat eben vor 125 Jahren, die haben die Glühbirnenhersteller gesagt, also wir vereinbaren uns jetzt darauf, dass eine Glühbirne auf keinen Fall länger als 1000 Stunden leuchtet und wenn da jemand gegen verstößt, muss er Strafe zahlen, weil sonst können wir nicht genug Glühbirnen verkaufen.
Speaker: Und das hat ja letztlich, meine These, den Grund darin, dass man in einem Geldsystem lebt, dem man hinterher rennt, wo man Inflation ausgleichen muss, wo man irgendwo sein Geld ja wieder herkriegen muss.
Speaker: Jeder Bitcoiner würde doch eine Glühbirne kaufen, die 125 Jahre funktioniert, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: Ich glaube, in dem Fall ist das Geldsystem sogar unschuldig.
Speaker: Nicht nur jeder Bitcoiner.
Speaker: Jeder Mensch will seine Küche kaufen, die 125 Jahre funktioniert und deswegen mussten sie das machen aus ihrer Perspektive, weil sonst ihr Geschäft weggegangen wäre.
Speaker: Aber ich weiß, was du meinst.
Speaker: Aber das ist der entscheidende Punkt und das ist genau der entscheidende Punkt, warum ich bisher für mein Verständnis gegen das allgemeine Geldsystem extremste Aversionen habe, aber gegen das Bitcoin-System auch noch große Aversionen habe.
Speaker: Ich brauche, also ich, ich rede jetzt nur wirklich von mir, ja, ich brauche nichts, was meine persönlichen Werte in ein anderes System übersetzt.
Speaker: Also in ein System, ob es Geld ist oder ob es eine Bitcoin ist oder was auch immer.
Speaker: Ist mir persönlich scheißegal.
Speaker: Ich rede von einem grundsätzlich anderen Wertesystem, in welches wir uns begeben müssen.
Speaker: Und genau was Nico eben gesagt hat, der Bitcoiner kauft sich die Birne, die 125 Jahre hält, genauso wie der, der mit Euro oder Dollar bezahlt, wenn er die Möglichkeit dazu hat.
Speaker: Das liegt aber nicht am System des Bezahlens, sondern es liegt an dem individuellen Wertesystem.
Speaker: Unsere Werte sind getrieben von Gier und von Verbrauch statt Gebrauch oder zirkulär.
Speaker: Und solange wir es nicht schaffen...
Speaker: unsere individuellen Werte so weit zu verändern, dass wir keinen Müll mehr produzieren.
Speaker: Also Müll ist wieder die Natur.
Speaker: Fragt man eine Ameise oder einen Bären, ob der sich Gedanken macht über Müll.
Speaker: Alles, was die produzieren, geht zurück in den Kreislauf.
Speaker: Nur wir Menschen sind der Auffassung, dass wir mehr davon haben, dass wir unsere Gier besser befriedigen können, wenn wir alles, was diese Erde hat, verbrauchen.
Speaker: Also verbrauchen ist ja nichts anderes,
Speaker: als ein anderer Begriff für vernichten.
Speaker: Und wenn ich in der Lage bin, Werte zu schaffen, also Werte, die, Nico hat es auch gesagt, die Werte definieren sich im Wesentlichen positiv oder negativ über begrenzte Mengen, also über Quantitäten, die entweder limitiert sind oder nicht limitiert sind.
Speaker: Und wenn sie nicht limitiert sind, versucht man sie in irgendetwas zu stecken, was limitiert ist, wie eine Immobilie oder sowas.
Speaker: Ich rede nicht oder versuche mich relativ wenig an Quantitäten zu orientieren, sondern an Qualitäten.
Speaker: Und dann ist es mir vollkommen egal, was das Haus kostet, wenn ich es baue und wenn ich es errichten möchte.
Speaker: dann muss es für mich und diejenigen, die mir wichtig sind, und bei mir sind es Familie und nachfolgende Generationen und so weiter, die maximal mögliche Werthaltigkeit haben.
Speaker: Und die maximal mögliche Werthaltigkeit ist, wenn die Qualität, die Nutzungsqualität und der Wert für die Leute, die darin leben, steigt und
Speaker: Ich gehe mal davon aus, ihr werdet mir beipflichten, wenn ihr euch Immobilien anschaut, die einzigen Immobilien, die eine Lebensqualität, also einen Lebenswert mit der Zeit erhöhen, sind Altbauten.
Speaker: Wenn ich in einen Altbau gehe, der 100 Jahre alt ist, hat der einen hohen Wert.
Speaker: Wenn ich einen gehe, der 200 Jahre alt ist und der funktioniert noch, hat der eigentlich fast immer einen noch höheren Wert.
Speaker: Wenn ich in einen Neubau gehe ab den 70er Jahren, die Dinger verlieren an Wert.
Speaker: Gehe in einen 80er Jahre Bau, gehe in einen 90er Jahre Bau.
Speaker: Du gehst kotzend da wieder raus.
Speaker: Die Dinger verlieren an Wert.
Speaker: Du bist von Bitcoin total überzeugt.
Speaker: Ich weiß nicht mal, wie es funktioniert.
Speaker: Das wäre auch meine These, ja.
Speaker: 1971, oder war das?
Speaker: Ich bin doof, es ist aber nicht so schlimm, macht Freude.
Speaker: Du bist sozusagen ein Bitcoiner ohne Wallet oder ein sogenannter Precoiner.
Speaker: Aber du bist geistig, also sozusagen bei dem, wo du hin willst, schon total, das ist genau das, also was du gerade beschrieben hast, ist genau die Welt, in die Bitcoin uns potenziell führen kann.
Speaker: Ich würde sagen, der beste Vergleich, er hinkt extrem, aber der beste Vergleich historisch betrachtet ist natürlich das 19.
Speaker: Jahrhundert.
Speaker: weil wir damals einen relativ gut funktionierenden internationalen Goldstandard hatten.
Speaker: Jetzt können wir endlos darüber reden, ob das gut war oder schlecht war oder ökonomisch, aber damals war das Preislevel relativ stabil, ziemlich stabil sogar.
Speaker: Und wann wurden diese Altbauten gebaut?
Speaker: Genau in dieser Zeit.
Speaker: Niemand kann da einen genauen Zusammenhang herstellen.
Speaker: Man kann auch sagen, ja gut, damals wurden natürlich auch viele Menschen ausgebeutet und so weiter.
Speaker: Das ist alles richtig.
Speaker: Aber
Speaker: Dass du die 70er Jahre jetzt natürlich erwähnst, ist natürlich kein Zufall.
Speaker: Also wenn du genau hinsiehst, wirst du dieses Muster in allen Lebensbereichen sehen.
Speaker: In den 70er Jahren hat das angefangen zu eskalieren.
Speaker: Weil warum?
Speaker: 1971 wurde der Goldstandard endgültig begraben.
Speaker: Ich habe Holger von Grossdick auch schon vorher erwähnt, weil er mir diese faszinierende Geschichte erzählt hat von den Sparschweinen.
Speaker: Die Sparschweine, vielleicht auch noch in...
Speaker: in Deutschland sicher, also bis in die 70er Jahre, war ein Sparschwein ja noch etwas, das du kaputt gemacht hast, wenn du ans Geld wolltest.
Speaker: Da ist man mit dem Hammer rangegangen.
Speaker: Das war das ursprüngliche Modell.
Speaker: Und dann in den 70er Jahren hat man diese kleinen Plastikdinger unten eingefügt, weil die Menschen öfter an das Ersparte ran mussten, ohne es kaputt zu machen.
Speaker: Das heißt, es wurde quasi die Idee, etwas zu ersparen und dann das wurde aufgehoben, weil eben die Infektion das Geld stärker entwertet hat.
Speaker: Und was auch zum Beispiel faszinierend ist, es gibt da viele Statistiken, das sind natürlich alles Correlation is not Causation, bla bla bla, aber zum Beispiel die Literatur, die ökonomische Literatur, in denen die Wörter adjusted for inflation vorkommen, ist nach 1971 komplett explodiert, weil plötzlich wir überhaupt nicht mehr in der Lage sind, Preise über die Zeit zu vergleichen, weil das, was vor 50 Jahren noch 40 Cent gekostet hat, kostet heute, wenn wir Glück haben,
Speaker: 400 Euro.
Speaker: Und das sind die negativen Effekte dieses Geldsystems.
Speaker: Und ich frage deswegen, auch vorher erwähnt, dass die Amerikaner dann noch weniger nachhaltig bauen, weil die Amerikaner strukturell in diesem System noch stärker bevorteilt werden als wir zum Beispiel.
Speaker: Also die Deutschen, die Österreicher, wir haben noch eine gewisse Spieltheorie, weil wir haben noch etwas, an das wir uns orientieren können und das ist der Dollar.
Speaker: Der Dollar war davor an Gold gebunden, das heißt der Dollar hat sich an Gold orientiert, wir haben uns an Dollar orientiert.
Speaker: Jetzt ist der Dollar nicht mehr an Gold gebunden, das heißt wir orientieren uns an Dollar und die Amerikaner machen einfach was sie wollen.
Speaker: Und der Effekt des Ganzen ist, dass ihre Ökonomie und ihre Zeitpräferenzen halt auch schon weit weg sind von dem, was wir heute noch sehen.
Speaker: Aber wir können sie jetzt beobachten und wir beobachten es in der Gesellschaft.
Speaker: Also man erkennt es, werde ich kurz unterbrechen, man erkennt es unwahrscheinlich gut daran, wenn du mit Privatinvestoren sprichst, wenn du das im deutschsprachigen Raum machst, dann ist eines der wichtigsten Kriterien für die Kreditaufnahme,
Speaker: dass ich den noch rechtzeitig zurückzahlen kann, also rechtzeitig in meiner Lebenszeit.
Speaker: Ich würde mal sagen, Leute, ist das scheißegal.
Speaker: Also machst du das mit einem Ami, der lacht sich tot drüber.
Speaker: Der würde nicht im Traum auf die Idee kommen, den Kredit von seiner Lebenszeit abhängig zu machen.
Speaker: Der macht den nur davon abhängig, was jetzt irgendwie geht.
Speaker: Und wenn er das Haus vertickt oder in die Insolvenz geht oder was auch immer, dann ist der Kredit ein fester Bestandteil wie die Eingangstür oder sowas in der Richtung.
Speaker: Rede mal mit einem deutschen Privatinvestor und aber wirklich 99,9 Prozent, wenn du denen nicht vorrechnen kannst, dass die das Ding innerhalb ihrer erwarteten Lebenszeit zurückzahlen, sagen die, nee, dann machen die das nicht.
Speaker: Es gibt noch ganz andere Effekte, die du beobachten kannst, wie zum Beispiel die Tatsache, dass natürlich in diesem Geldsystem, das wir heute haben, de facto, weil da Dollar Leitwährung ist und alles Öl in Dollar gepreist ist, können zum Beispiel die Amerikaner Energie importieren mit frisch gedrucktem Geld.
Speaker: Das kaufen die einfach.
Speaker: Die müssen das vorher nicht erarbeiten.
Speaker: Das heißt, in Amerika fährt
Speaker: ein Typ wie ich, nicht mit einem Golf rum, ich habe einen kleinen Schummeldiesel, der fährt immer noch tausend Kilometer auf einen Tank, sie haben ihn mir zwar schlechter gemacht, vorher ist er noch weiter gefahren, aber, ja, und ein Ameriker, der verbraucht halt dann irgendwie 30 Liter, super, weil es geht, weil es geht.
Speaker: Ein anderes Beispiel, das leider sehr dramatisch ist, das mir aber auch wirklich nahe geht, ist, wie fett die Menschen geworden sind und werden.
Speaker: Es ist wirklich so, weil natürlich mit dem Fortschritt einer hohen Zeitpreferenz, einer sofortigen Bedürfnisbefriedigung und einer zunehmenden Industrialisierung der Ernährung ist der Zugang zu guter Ernährung immer teurer.
Speaker: Und es hat mich schockiert, als ich festgestellt habe, dass wir jetzt in Österreich zum Beispiel mit der letzten Inflation endgültig dort angekommen sind, wo die Amerikaner schon seit vielen Jahren sind.
Speaker: Wenn du mit einer vierköpfigen Familie essen gehen willst, ist McDonalds deine günstigste Option.
Speaker: Das war früher nicht so.
Speaker: Früher war McDonalds maximal auf einem Level mit einem normalen Restaurant.
Speaker: Es kommt aber auch noch sehr stark darauf an, wo du hinfährst.
Speaker: Also eine gute Bekannte von mir war in Albanien, war total begeistert von dem Essen, was sie da bekam, weil das irgendwie aus den lokalen Gärten oder sonst irgendwie kam.
Speaker: Die Antwort auf die Frage, warum das Essen hier so gut ist, war von einer alten albanischen Bäuerin,
Speaker: Genauso einfach wie intelligent.
Speaker: Sie sagte, wir haben noch nicht genug Geld, um uns diesen Scheiß zu leisten.
Speaker: Also ich möchte, ich möchte, ich, also ich zum Beispiel, meine Mutter hat einen kleinen Garten, 40 Minuten von Wien und da gibt es dann die Achenoa, da holst du dir dann besondere Tomatensamen ab, ja, die du jetzt nicht im Supermarkt, und ich würde im Supermarkt, ich kaufe nicht eine einzige Tomate, ich habe seit Jahren keine mehr gekauft, weil verglichen mit dem, was meine Mutter da aus dem Garten her zaubert, ist das nicht zu fressen.
Speaker: Und deswegen verzichte ich lieber in der Zeit, also im Winter, weil es eh keine Tomaten geben sollte, esse ich halt dann keine.
Speaker: Und Kroatien ist auf der anderen Seite von Albanien, ist mir dasselbe passiert mit den Tomaten.
Speaker: Also das ist natürlich, das kommt bei uns jetzt auch langsam.
Speaker: Und was auch bei uns ankommt zum Beispiel, und dann höre ich schon auf, Hinrich, was auch bei uns ankommt, ist natürlich dieses Beinau-Peletascheiße.
Speaker: die es vorher nicht gegeben hat.
Speaker: Meine Kreditkarte wird immer noch jeden Monat abbezahlt, aber das kann man inzwischen auch rollieren, so wird das die Amerikaner seit Jahrzehnten machen.
Speaker: Und Klarna hat das Ganze dann noch cool und hip und auf App gebracht.
Speaker: Und das sind natürlich alles Effekte, das sind wirklich, davon bin ich fest überzeugt, alles Effekte eines kaputten Geldsystems, die allerdings...
Speaker: bestimmte Leute schon stark bevorzugen, also vor allem diejenigen, die das entweder verstanden haben oder damit besser umgehen können.
Speaker: Das heißt, die Incentives sind nicht so gesetzt, dass alle jetzt sofort wieder ein besseres Geldsystem wollen, sondern die Incentives sind jetzt eigentlich noch so gesetzt, dass wir erstmal so weitermachen wie bisher.
Speaker: Also ich würde jetzt mal gerne einhaken, weil ich finde das ja super spannend.
Speaker: Also ich glaube genau das ist ja die Diskussion.
Speaker: Also die Frage, ob das jetzt sozusagen moralische Werte sind, die uns dazu treiben, dass wir wertvoll bauen wollen oder eben ein Geldsystem möglicherweise, die kann man ja mal dahingestellt sein lassen.
Speaker: Aber ich habe euch jetzt so verstanden oder dich zumindest, Nico, dass das Geldsystem oder ein inflationäres Geldsystem uns das Leben zumindest nicht leichter macht.
Speaker: Und dass es seit 1971 mit der Aufhebung dieses Goldstandards diese Korrelation eigentlich auf ganz vielen Ebenen gibt, im Gesundheitssektor, im Ernährungssektor und eben auch im Bausektor.
Speaker: Und jetzt würde mich mal sozusagen die umgekehrte Spekulation interessieren.
Speaker: Also wie würde denn die Bauwirtschaft in einer Bitcoin-Standardwelt funktionieren?
Speaker: Ich meine, das ist reine Spekulation, aber nur um mal so eine Vorstellung davon zu bekommen.
Speaker: Also könntest du da mal frei fabulieren oder rumspekulieren?
Speaker: Weil ich versuche mir das vorzustellen.
Speaker: Ich meine, ich glaube, ich bin, du mir sehr schwer mit diesen, mit diesen,
Speaker: hier Bitcoin-Standard-Ideen, weil das ist so weit weg und so abstrakt und so auch absolut, dass es so wahnsinnig schwer vorstellbar ist.
Speaker: Ich glaube nicht, dass wir in eine hundertprozentige Bitcoin-Welt gehen und wenn, dann werden wir das nicht mehr erleben.
Speaker: Und selbst wenn, wird es auch noch Kredit geben und es wird Geldmengenausweitung auf die eine oder andere Form geben.
Speaker: Es wird jetzt also nicht alles zu 100% auf einer Equity-Basis, aber okay.
Speaker: aber tendenziell, ja, tendenziell hast du mal, es wird halt, ich würde sagen, ich bin auch kein Bauexperte, das muss ich auch dazu sagen, aber jetzt mal so aus der Hüfte geschossen, würde ich sagen, du hast halt weniger Spekulation, du würdest in einer wirklichen fortgeschrittenen Bitcoin-Welt hättest du gar keine Spekulation mehr auf Immobilien, weil es einfach keinen Sinn hat, also zumindest keine Spekulation,
Speaker: Schon die Spekulation zu sagen, ich stelle dir jetzt ein Haus hin und hoffe, ich vermitte die Wohnungen, aber nicht eine Spekulation zu sagen, ich stelle dir jetzt ein Haus hin und verkaufe das an russische Oligarchen oder an saudische Investoren oder was auch immer.
Speaker: Weil es für mich viel mehr Sinn macht, dass ich meine Bitcoin sonst behalte, wenn ich möchte, dass sich meine Kaufkraft steigert.
Speaker: Genau, weil du einen viel besseren Store of Value hast und dasselbe würde ja auch gelten für Aktien und andere beliebte Store of Values.
Speaker: Ich meine, wir haben ja auch vorher darüber besprochen, dass die Deutschen und auch die Österreicher bis heute keine großen Investoren sind.
Speaker: Woher kommt die Idee eines breit gefächerten Aktieninvestments?
Speaker: Ist natürlich auch in den 70er Jahren aufgekommen in Amerika, weil damals bereits die Notwendigkeit da war, langfristig zu sparen wegen der Infusionen.
Speaker: Bei uns ist das aber erst in den 10er Jahren mit den ETFs gekommen und das ist jetzt sozusagen die Finanzflussschule und ich habe größten Respekt vor den Finanzflussleuten, weil die haben quasi den Deutschen mal diese Tür mal gezeigt und auch den Österreicher.
Speaker: Aber wir sind immer noch große Sparbuchssparer.
Speaker: Das heißt, du hast das mal.
Speaker: Du würdest wahrscheinlich, jetzt mal ganz extrem gedacht, wäre wahrscheinlich Mining,
Speaker: sogar schon im Bau inbegriffen.
Speaker: Also sowohl die, also wir reden ja davon, nehme ich mal stark an, einem Haus, das seine eigene Energie auch produziert.
Speaker: Dann kann ich über Mining gleich die Heizung laufen lassen.
Speaker: Plus ich produziere und kann mit dem überschüssigen Strom Geld verdienen und Kapital machen für die Instandhaltung oder was auch immer des Hauses.
Speaker: Und du hättest
Speaker: wahrscheinlich relativ auch stabile Preise für diese Immobilien.
Speaker: Das heißt, dass du nicht großartig davon ausgeht, sie würden wahrscheinlich möglicherweise sogar einen Preis verlieren in einer extremen Bitcoin-Situation mit der Zeit, so wie Autos.
Speaker: Aber das ist extrem schwer zu sagen, weil jetzt hier
Speaker: DAK hat es eh schon wunderbar erwähnt, ja, hier in Wien sind wir gesegnet mit einem traumhaften Altbaubestand.
Speaker: Ich wohne Gott sei Dank in einem Altbau und auch mein Büro hier ist ein Altbau und ich bin hier im zweiten Stock und es wird jetzt schon langsam warm, aber es ist noch immer sehr gut erträglich, obwohl es draußen 35 Grad hat, laut Apple.
Speaker: Aber Theo, was du halt nicht hättest, wären diese Immobilienpreisspekulationen, wie zum Beispiel, die das in Amerika zur Finanzkrise geführt hat oder auch in Spanien, ja.
Speaker: es gäbe halt das Kapital oder dieses Kreditgeld auch nicht, um diese Spekulationen aufzuführen.
Speaker: Also wäre dann meine These richtig oder meine Vermutung richtig, dass ein Bitcoiner dann auch viel mehr in diese Qualität, von der Duck gesprochen hat, investieren würde?
Speaker: Also in gute Wohnraumluft, in lange Haltbarkeit, in ein gutes Ambiente und so weiter.
Speaker: Das wäre doch eigentlich dann auch eine Folge, oder?
Speaker: Weil er sagt, also wenn ich jetzt schon meine Bitcoin, die
Speaker: die so wertvoll sind und eigentlich immer wertvoller werden, wenn ich die jetzt schon ausgebe, dann will ich dafür eben dieses eine Paar Schuhe haben, das 20 Jahre hält und dann auch was taugt.
Speaker: Also ja, absolut.
Speaker: Und ich glaube, was aus deiner Perspektive auch ganz wichtig ist, ist, es ist, glaube ich, vielleicht mal ganz hilfreich, irgendwie Bitcoin einfach zu vergessen.
Speaker: Also
Speaker: Du hast, Bitcoin versammelt Leute, die genauso denken wie du, wenn es darum geht, dass wir langfristiger denken sollten, dass die Tomaten wieder nach was schmecken sollten, dass die Schuhe besser produziert sein sollten.
Speaker: Und wie diese Leute dort hingekommen sind, ist ja fast zweitrangig.
Speaker: Also ja, Bitcoin ist da extrem hilfreich.
Speaker: als Koordinationsmechanismus und vor allem, weil es Anreize setzt.
Speaker: Also das ist der entscheidende Punkt, glaube ich.
Speaker: Ich glaube, man muss immer über Anreize nachdenken.
Speaker: Wenn die Anreize so gesetzt sind, dass ich unter Anführungszeichen Scheiße baue den ganzen Tag, ja, dann wird das leider Gottes passieren.
Speaker: Aber wenn die Anreize so gesetzt sind, dass ich aufstehe, vernünftig arbeiten gehe und dann auch mein Geld abspeichern kann und ich sehe das halt persönlich,
Speaker: bei den Bitcoinen, vor allem bei den Jungen, das hat auch was mit Alter zu tun, ich bin jetzt auch schon über 40, ich werde jetzt nicht mein gesamtes Geld einfach nur drauf sitzen und mir nichts gönnen, weil wozu, ja, das, wie du gesagt hast, die eigentliche, wirklich knappe Ressource ist Zeit und die kannst du weder drucken noch sonst was und irgendwann sind wir alle tot und ich habe jetzt nichts dagegen, das Leben auch zu genießen, ja, aber das heißt halt nicht, dieser permanente Konsum und dieses, ähm,
Speaker: Naja, da muss ich gleich einhaken, weil das ist natürlich das, was mich auch immer fasziniert.
Speaker: Ich werde ja in vielen Bereichen dieser ganzen Bauwende-Nachhaltigkeitsszene rumgereicht als jemand, der irgendwelche Referate, Seminare oder sonst irgendwie was machen muss oder kann und werde dann immer gefragt, warum machst du das eigentlich und du müsstest doch viel mehr und du müsstest doch den Jungen das beibringen und so weiter und ich sage mal,
Speaker: Wisst ihr was, der einzige Grund, warum ich das mache, das ist reiner Egoismus, weil wenn ich mir angucke, wo ich wohne, lebe und arbeite, hier dieses Umfeld, da ist nicht eine einzige Oberfläche nicht natürlich und warum mache ich es?
Speaker: Es ist geil, es ist einfach irre gut in so einem Gebäude zu sitzen, wo keine Klimaanlage, keine Lüftung läuft und so weiter, wir draußen 35 Grad haben und ich habe hier ein Büro mit 25 Grad, aber
Speaker: Und das ist der entscheidende Punkt und deswegen bin ich nach wie vor der Überzeugung, dass es eh alles keinen Sinn hat.
Speaker: Es ist die Minderheit.
Speaker: Es ist eine ganz kleine Minderheit und genau diese kleine Minderheit ist möglicherweise auch an Bitcoin interessiert oder so.
Speaker: Wenn ich mir anschaue, wie viele Menschen es als Minderheit,
Speaker: ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, vielleicht gottgewollt oder sonst irgendwie hinnehmen, in was für Situationen, räumlichen Situationen, Gebäudesituationen, diese Menschen leben, arbeiten, vor sich hin vegetieren, krank werden, schlechte Luft einatmen müssen, hohe Lärmbelästigung haben und so weiter, dann stehe ich immer nur da und denke, sag mal Leute, merkt ihr eigentlich noch was?
Speaker: Das kann doch nicht gut sein, das kann euch doch nicht gefallen.
Speaker: Und dann habe ich das ganz oft, dass mir Leute mich angucken und die haben ein großes Fragezeichen auf die Stirn tätowiert.
Speaker: Die wissen nicht, was ich meine.
Speaker: Das Wohlfühlen ist dann immer nur möglich außerhalb der Arbeit, wenn ich Urlaub habe oder wenn ich in die Natur gehe oder sonst irgendwie was.
Speaker: Und wenn es da zu laut ist oder wenn der Kuckuck schreit, dann gehe ich auch schon ins Hotel, wo ich mich dann beschweren kann.
Speaker: Was ich sagen will, ist, dass völlig unabhängig von allen Systemen, also Geldsystemen, ich mittlerweile in einer Situation in meinem fortgeschrittenen Alter bin, wo ich sage,
Speaker: Ich verstehe die Menschheit nicht.
Speaker: Ich verstehe die Leute nicht.
Speaker: Aber ich will sie auch gar nicht mehr verstehen.
Speaker: Wenn sie so sind, dann sind sie so.
Speaker: Und dann konzentriere ich mich auf diesen ganz kleinen Prozentsatz, die hier mal in so ein Büro kommen oder in ein Gebäude von uns und dann vielleicht auch das erste Mal überhaupt merken, dass es nämlich wirklich geil ist.
Speaker: Aber ich glaube, dass die meisten Menschen, es ist nicht, wie soll ich sagen, das ist ja nicht ihre Schuld.
Speaker: Ich rede nicht von Schuld.
Speaker: Ja, aber ich meine nur, es gibt ja Gründe dafür, warum so wenige Menschen Zeit und Energie haben, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen.
Speaker: Und viele von denen, die dann Zeit und Energie haben, die biegen auch nochmal fünfmal das falsche Rabbit Hole ab und werden von der falschen Gruppe wieder gefangen und sind dann dort beschäftigt und die fallen dir auch nicht auf.
Speaker: Also deswegen finde ich ja Bitcoin auch so stark, weil das eigentlich das erste Mal ist, dass ich auch sehe, dass Menschen auch wegen Bitcoin auch ihre Meinungen ändern und so.
Speaker: Die meisten Menschen sind, also Fiat Money oder unser jetziges Geldsystem, so wie wir es jetzt haben, ist eigentlich sozusagen...
Speaker: Es ist, wenn man so will, das perfekte ökonomische Gefängnis.
Speaker: Das ist das Hamsterrad, oder?
Speaker: Ja, das Hamsterrad.
Speaker: Das beschleunigt und wir müssen immer mitrennen, damit wir da hinterherkommen.
Speaker: Und da geht es mir wirklich, und da unterscheiden wir uns schon von der ersten Folge an, da sehe ich das wirklich anders.
Speaker: Also ich glaube, es liegt weder an der Dummheit noch an der Schlechtigkeit der Menschen.
Speaker: Und ich sehe tatsächlich...
Speaker: Nico, sag du da vielleicht auch noch mal was dazu.
Speaker: Ich sehe, seit ich mich mit diesem Bitcoin beschäftige und in dieses Rapid Hole gefallen bin, habe ich tatsächlich, denke ich manchmal, vielleicht könnte das doch die Lösung sein für so viele von diesen Themen, mit denen wir uns schon so lange rumschlagen.
Speaker: Also vielleicht ist es tatsächlich die Antwort auf genau diese Frage.
Speaker: Warum kriegen wir es nicht besser hin, obwohl wir eigentlich ja wissen, wie es geht?
Speaker: Das ist ja das Erstaunliche.
Speaker: Wir wissen es bei der Ernährung, wir wissen es bei der Gesundheit, wir wissen es beim Bauen, wie es besser geht, nur wir machen es nicht.
Speaker: Du hast doch mit dieser Aussage, Hinrich, mit dieser Aussage hast du dir doch gerade selber die Antwort gegeben.
Speaker: Du suchst nach irgendwas, egal ob es XY ist, irgendjemand, der Reden schwingt oder ob es eine Bitcoin ist, obwohl du, wie du gerade selber eben gesagt hast, doch längst weißt, wie es geht.
Speaker: Verdammt nochmal, dann mach es doch.
Speaker: Tu es doch einfach und warte nicht darauf, dass irgendein Bitcoiner ankommt oder Messias oder irgendein Guru, der dir sagt, wie es geht.
Speaker: Mach es.
Speaker: Du hast selber gesagt, du weißt, wie es geht.
Speaker: Ich weiß, wie die Techniken funktionieren, aber ich mache die Erfahrung, die du auch machst.
Speaker: Also wir haben diesen Konflikt jedes Mal.
Speaker: Also DAG ist kompromisslos und hat keinen Auftrag und ich mache Kompromisse und habe Aufträge.
Speaker: Und woran liegt das?
Speaker: Also es liegt daran, dass der Investor mir sagt, ja, diese schöne Holzwand, die müssen wir jetzt leider einsparen, weil können wir uns nicht leisten, weil die Kosten sind so gestiegen.
Speaker: Und da ist es wieder.
Speaker: Und diese Erfahrung machst du ja auch.
Speaker: Und du sagst dann eben, ich mache dieses Projekt nicht.
Speaker: Und das ist der Unterschied.
Speaker: Wir machen dieses Projekt trotzdem.
Speaker: Und deswegen interessiere ich mich für Bitcoin, weil meine Hoffnung wäre, dass in einer Welt, in der ein Geld uns nicht so unter diesen Zugzwang setzt, wir vielleicht ganz andere Möglichkeiten haben.
Speaker: Aber das würde mich mal interessieren.
Speaker: Ist das nur ein Guru, dem ich hinterherrenne, ein weiterer Guru, ein Hoffnungsträger, eine Chimäre, die mich am Ende auch wieder enttäuschen wird?
Speaker: Natürlich, weil du willst es ja nicht.
Speaker: Du brauchst ja das, was die vermeintliche Heilsrettung ist, nicht für dich.
Speaker: Du brauchst es für den Investor, damit du dann das machen kannst, was du gerne tun möchtest.
Speaker: Weil du weißt es ja schon.
Speaker: Hast ja gerade eben selber gesagt.
Speaker: Das heißt, deine Aufgabe wäre es nicht, mit dir oder mit Nico oder mit mir zu diskutieren, sondern mit deinem Investor und dem davon abzubringen, dass er aus dem Bestandssystem aussteigt und sich dann für den heilsbringenden Bitcoiner macht.
Speaker: Also grundsätzlich müssen wir davon ausgehen, dass nach einer extremen Phase des lockeren Geldes, das Pendel schwingt immer in die andere Richtung.
Speaker: Immer, immer, genau.
Speaker: Und Bitcoin kann dieser Schwung sein.
Speaker: Ob Bitcoin ultimativ dieser Schwung ist, wird die Geschichte zeigen.
Speaker: Und deswegen konzentriere ich mich auch gerne auf die Leute, die sich von Bitcoin angesprochen fühlen.
Speaker: Und manchmal in meinen Phasen, ich meine, ich mache auch viel zu Bitcoin selbst, aber mir ist schon klar, dass es keine Garantie gibt.
Speaker: Dass es keine Garantie gibt, dass Bitcoin den Erfolg hat, von dem wir hier sprechen.
Speaker: Aber ich sehe es, ich sehe es,
Speaker: bei den Menschen, mit denen ich jeden Tag zu tun habe, dass die genauso drauf sind, wie du es gerne hättest.
Speaker: Das sehe ich jeden Tag.
Speaker: Und nicht der Hinrich sollte seinen Investoren den Bitcoin beibringen, sondern du.
Speaker: Schön, weil ich ja nichts zu tun habe.
Speaker: Nee, also grundsätzlich bin ich dir natürlich unheimlich dankbar genau für diese Aussage, weil es fast in einem anderen Bereich, aber es ist fast mein Wortlaut.
Speaker: Ich sage auch, was soll ich mich mit den ganzen Idioten rumschlagen?
Speaker: Ich werde, wenn überhaupt, mich mit den Leuten auseinandersetzen, die sowieso wollen, die daran schon interessiert sind.
Speaker: Ich habe das Hinrich ein paar Mal gesagt.
Speaker: Ich rede nicht mehr.
Speaker: Dafür ist mir meine Zeit zu schade.
Speaker: Zeit ist das wertvollste Gut.
Speaker: Ich rede nicht mehr mit Leuten, die mich fragen, ob, sondern ich rede nur noch mit Leuten, die mich fragen, wie.
Speaker: Wenn jemand auf mich zukommt und fragt, du soll ich jetzt vielleicht mir mal überlegen, ob ich mich in die Bauwände integriere oder ob ich mal ein paar, sag ich, weißt du was, geh nach Hause, red mit deinen Katzen oder sonst was, lass mich in Ruhe.
Speaker: Wenn jemand zu mir kommt und sagt, ich weiß genau, dass ich das machen muss, weil es ist das Einzige, was für mich und alle anderen sinnvoll ist, kannst du mir sagen, wie?
Speaker: Dann sage ich, komm her, ich setze mich hin den ganzen Tag, 8 Stunden, 24 Stunden, monatelang und erkläre dir, wie.
Speaker: Also das ist doch die dümmste Bauernweisheit.
Speaker: Kein Bauer schmeißt seine Samen auf unfruchtbaren Felsboden.
Speaker: Also warum soll ich mit den Leuten reden, die mich fragen, ob...
Speaker: Naja, weil die Bauwende ja größer ist als nur das persönliche Umfeld, zumindest ist das mein Anspruch und weil der Hebel bei einer Wohnanlage mit 200 Wohnungen größer ist als bei einem Einfamilienhaus.
Speaker: Und genau, Hinrich, genau deswegen funktioniert es nicht, weil du diese Leute, die die 200 Wohnungen niemals überzeugen können wirst, weil du nichts zu bieten hast.
Speaker: Du hast nichts, was du ihnen zeigen kannst, wo du ihnen zeigst, so geht's.
Speaker: Und du bist in dem Augenblick, wo du nichts hast, sondern wo du ein kompromissbereiter Bestandteil des Systems bist.
Speaker: Solange bist du kein Vorbild.
Speaker: Das ist genauso wie der Kettenrauchen der Vater, der am Tisch sitzt mit seinem Sohn und sagt, Rauchen ist schädlich, lass mal bleiben.
Speaker: Haut dich hin.
Speaker: Ja, also wir werden diese Diskussion immer wieder mal führen.
Speaker: Jetzt versuche ich mal, die Kurve zurückzubekommen zum Bitcoin.
Speaker: Wir haben jetzt auch schon eine gute Stunde beieinander.
Speaker: Mich würde jetzt schon noch mal interessieren, was würdest du den Investoren insbesondere, die uns vielleicht hier auch lauschen, wie ist ein guter Zugang zu diesem Thema Bitcoin?
Speaker: Gibt es Beispiele, bei denen wir
Speaker: Immobilieninvestments in Bitcoin getätigt werden?
Speaker: Gibt es in dieser Community Menschen, die sich genau mit dieser Frage beschäftigen?
Speaker: Also wir haben jetzt zum Beispiel, also um das auch da nochmal dazu zu sagen, wir beschäftigen uns gerade mit der Frage, da gibt es auch ein paar Neuigkeiten, wir wollen so Circular Hubs entwickeln.
Speaker: Gibt es in Wien tatsächlich schon eins?
Speaker: Also das sind sozusagen so
Speaker: So Communities, die sich rund um die Wiederverwertung von Baumaterialien ansiedeln, Planungsbüros, Materialprüflabore, aber auch ausführende Firmen und Handwerk.
Speaker: Und das ist aus meiner Sicht so eine Bauaufgabe der Zukunft.
Speaker: Und das stoßen wir in München auch gerade an.
Speaker: Und da gibt es tatsächlich auch Menschen, die da richtig Bock drauf haben.
Speaker: Ich fände es wahnsinnig spannend,
Speaker: über dich vielleicht oder in der Bitcoin-Community Menschen kennenzulernen, die sagen, da habe ich Bock mitzudenken, weil ich glaube, wir brauchen für diese neue Form des Wirtschaftens in der Immobilienwirtschaft auch neue Formen, wie ich so etwas finanziere, vielleicht mit einem anderen Geld.
Speaker: Also gibt es da Menschen, die in die Richtung in der Community denken oder fällt dir da jemand ein?
Speaker: Ich habe einen ganz, ganz faszinierenden,
Speaker: Immobilienentwickler, Immobilieninvestor, der seit 2015 schon in Bitcoin ist, im Podcast, der kommt sicher bald.
Speaker: Von dem gibt es auch schon einige Folgen und der wäre so der, mit dem ich am ehesten reden würde und das ist der Leon Wankum.
Speaker: Ihr habt es vielleicht schon gehört.
Speaker: Der ist wirklich faszinierend.
Speaker: Und sonst, was Immobilien und Bitcoin betrifft, fällt mir jetzt akut nichts ein, wo jetzt schon Praxis ist.
Speaker: Es gibt...
Speaker: einen Bitcoiner in Österreich, die machen so Holzhäuser, das fällt mir noch ein, aber sonst ist akut nicht und der Leon ist deswegen faszinierend, weil er sowohl Immobilien baut, aber auch eben aus der Geldseite, vielleicht hat man die Geldseite immer im Auge natürlich, aber einfach sozusagen die Bitcoin-Theorie auch extrem tief verstanden hat und durchdrungen hat und ich habe mir nämlich sogar zwei Folgen aufgenommen und zur Immobilienfrage eine eigene,
Speaker: Die wird unter dem populistischen Titel Kauf dir nur kein Haus laufen und die kommt sicher bald, aber noch ist sie nicht im Sendeplan.
Speaker: Ja, spannend.
Speaker: Also ich würde sagen, wir nähern uns jetzt für diese Folge dem Ende, haben eine gute Stunde voll.
Speaker: Wenn du jetzt nochmal so ein Schlussplädoyer für Bitcoin in diesem Ökosystem der Immobilienwirtschaft abgeben kannst, was würdest du dann sagen?
Speaker: Ich würde sagen, wenn das, was DAX so emotional, ähm,
Speaker: vertritt, euch anspricht, dann werft doch mal einen Blick auf dieses Bitcoin-Ding und versucht mit derselben Naivität heranzugehen, mit der ihr an den ersten Internetanschluss, den ersten Streaming-Dienst, den ersten, keine Ahnung, Elektro-Auto-Modell herangegangen seid und versucht euch zu lösen von den
Speaker: den Bildern, die über die Medien verbreitet werden, über das Thema, die meistens sehr unvollständig sind, sage ich mal.
Speaker: Es ist simpel, aber nicht einfach, Bitcoin.
Speaker: Und die beste Art, es zu lernen, ist so ein bisschen wie mit E-Mail.
Speaker: Du musst es halt einfach nutzen.
Speaker: Also die Theorie alleine ist sicher zu wenig.
Speaker: und das Ironische ist so, wenn du aber in die Praxis gehst, dann bist du automatisch Bitcoiner.
Speaker: Kannst du auch nichts machen dagegen.
Speaker: Du magst vielleicht eine andere Meinung haben als die anderen Bitcoiner und ich würde auch darauf hinweisen, dass es gibt zwar eine tolle und wunderbare Community, die ich extrem schätze, aber es ist ein Phänomen, das stark auch über das hinausgeht, was wir als Community machen.
Speaker: Es gibt halt Menschen, die
Speaker: finden bei Bitcoin so faszinierend, dass sie ihr Leben rund um dieses Thema organisieren.
Speaker: Und dann gibt es andere Menschen, die sagen, Bitcoin ist super, aber ich habe schon andere Dinge in meinem Leben.
Speaker: Ich fühle mich um die und habe mein Bitcoin so nebenbei laufen.
Speaker: Aber nachdem eben diejenigen, die mit den Bitcoin-T-Shirts rumlaufen, dann auch ständig über Bitcoin reden, bekommt die Community einen gewissen Machtfaktor.
Speaker: der aber meiner Meinung nach völlig übertrieben wird, weil es natürlich auf 180 Ländern, es gibt 180 Communities, die alle unterschiedliche Herangehensweisen und Gedanken haben.
Speaker: Das heißt, es ist schon etwas, was man auch selbst für sich entdecken sollte und seine eigene Gedanken dazu entwickeln sollte.
Speaker: Ja, und am Ende des Tages...
Speaker: Was mich noch mal interessiert, die Frage muss ich noch mal stellen, hätte ich eigentlich vorher stellen sollen, weil das war ja jetzt schon so ein bisschen Schlusswortmäßig, aber ich muss die Frage noch mal stellen, weil wir sind in unseren Gesprächen, du merkst ja, wir können da auch sehr leidenschaftlich sein, haben wir diese Kapitalismus-Sozialismus-Debatte geführt.
Speaker: Und da finde ich ja Bitcoin auch total spannend.
Speaker: Was ist Bitcoin?
Speaker: Ist es Kapitalismus oder ist es irgendwie auch Sozialismus oder was ist das eigentlich?
Speaker: Wo ordnet man das da?
Speaker: Nein, es ist Kapitalismus.
Speaker: Es ist Kapitalismus.
Speaker: Aber es ist Kapitalismus zu verändern.
Speaker: Also es ist, boah.
Speaker: Weites Feld, nächste Folge, oder?
Speaker: Also es gibt eine Sache, es gibt eine Sache, die in der Praxis funktioniert,
Speaker: Der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, jetzt vergessen wir mal Bitcoin, der Kapitalismus, wie wir ihn kennen und der Sozialismus immer gemein hatten, wie wir ihn kennen, sie hatten alle ein staatliches Geldsystem in der Zentralbank in der Mitte.
Speaker: Das war die eine Sache, wo sich alle einig waren.
Speaker: Das und der Internal Combustion Engine im Grunde.
Speaker: Das heißt, egal ob du in Moskau 1960 rumläufst oder in
Speaker: oder in europa überall hat der staat das geldsystem zu 100 prozent unter kontrolle mit der kern des geldsystems dass das private bankensystem ist ein teil eines eines verteilten geldsystems wieder das wird zu kompliziert
Speaker: Und es ist natürlich, Kapitalismus und Sozialismus sind wieder so total aufgeladene Wörter.
Speaker: Ich hatte auch schon linke Bitcoiner bei mir im Podcast, die mir genau erklärt haben, wie Sozialismus in ihrem Sinne mit Bitcoin zusammenpasst.
Speaker: Ich finde, es hat mich nicht total überzeugt, aber ich kann es verstehen.
Speaker: Der Ursozialismus, wenn man ganz zurückgeht auf die Grundidee, naja, dann haben wir uns alle lieb.
Speaker: Ist im Grunde dieselbe Idee wie der Kapitalismus, wenn das Geld funktioniert und du kannst einen Deal machen, der beide Seiten glücklich macht, dann haben wir uns auch alle lieb so.
Speaker: Wenn wir jetzt das davon abhängig machen, dann können wir von mir aus gerne auch noch mal eine nächste Serie machen.
Speaker: Da werde ich dann mal erzählen, wie ich vor ungefähr 15 Jahren im Raum Belzig außerhalb von Berlin einer der Mitinitiatoren von einem ganz begrenzten Regionalgeld war.
Speaker: Das ist natürlich auch nochmal eine ganz interessante Sache, wo du Geld wirklich nur an einem begrenzten Raum hast, wo du es dann intern verwenden musst, was das infrastrukturell und vor allem auch gesellschaftlich für eine Wirkung hat.
Speaker: Also genau das Gegenteil von Bitcoin, was ja eigentlich global funktioniert, so was dann wirklich nur regional.
Speaker: Aber ich wollte nicht das Nachwort zerstören.
Speaker: Nein, es ist natürlich aus der Umgebung.
Speaker: aktuell laufenden Definition von Kapitalismus und Sozialismus, wenn wir sagen, Kapitalismus ist mehr Markt und mehr Unternehmer und so weiter, also dann ist es natürlich nicht Sozialismus, es ist natürlich Kapitalismus.
Speaker: Vor allem, weil natürlich die Technologie generell dem Individuum mehr Macht gibt gegenüber der staatlichen Gewaltdurchsübung und Bitcoin ist da ein ganz, ganz entscheidender Baustein.
Speaker: Aber
Speaker: Was es nicht ist, ist das, was in 99% der Fälle am Kapitalismus kritisiert wird, ist ja diese verrückte Spekulation, die wiederum eine Folge des kaputten Geldsystems ist.
Speaker: Also was hat Gordon Gekko gesagt in Wall Street?
Speaker: Greed is good.
Speaker: Woher kommt diese ganze Gier?
Speaker: Naja, weil jeder für sich kämpft, weil er Angst hat, weil es ist quasi wie Reise nach Jerusalem.
Speaker: Also das mit den Sesseln, mit den Stühlen, ich weiß nicht, ob man das in Deutsch rauskommt.
Speaker: Und das ist natürlich, warum ist das in den 80er Jahren raufgekommen, der Masters of the Universe und bla bla bla, weil das natürlich das lange Ende war quasi dieses Fiat-Experiment oder die erste Welle eigentlich.
Speaker: Wir sind jetzt am langen Ende und das war die erste Welle und es wird so viel zusammengeworfen, auch der sogenannte Neoliberalismus und Reagan und Thatcher waren halt
Speaker: erfüllungsgehilfen sage ich mal einer finanzialisierung des systems weil sie halt eben weil wenn das geld kaputt ist alles zu geld wird musste halt muss doch alles quasi zu geld machen das alles in einem finanzprodukt gestaltet damit das geld hin und her schwappen kann ja und und so gesehen ist bitcoin eine eine kapitalismus wäre sein soll vielleicht
Speaker: Ja, in meinen Augen, natürlich kann ich mir das jetzt so austräumen, dass es das wäre, aber ich mag halt diese großen Wörter, das sind halt grundsätzlich wahnsinnig schwierig, weil am Ende des Tages... Geht es doch nicht.
Speaker: Bitcoin... Okay, wir machen das jetzt noch kurz auf, weil es mich auch interessiert.
Speaker: In der Bauwirtschaft soll es ja Gerüchten zur Folge...
Speaker: ab und zu auch mal keine rechnung geben oder haben wir schon mal von gehört habt ihr persönlich beruflich oder sonst was jemals die erfahrung gemacht du machst es dir einfach aus oder keine ahnung ebay kleinanzeigen bei uns heißt es will haben ja die informelle wirtschaft du machst du das aus und der zeit ist alles ist okay meine erfahrungen die
Speaker: in Märkten, die nicht reguliert sind, sind eigentlich nur positiv.
Speaker: Ja?
Speaker: Wirst du jetzt nicht, keine Beschwerde.
Speaker: Jeder weiß, woran er ist und am Ende des Tages ist es eine Frage von Reputation und du wirst den nicht weiterempfehlen, den Gärtner, dem du schwarz bezahlst, nicht weiterempfehlen, wenn er deine Hecke nicht vernünftig geschnitten hat.
Speaker: Und der ist davon abhängig, dass du ihn weiterempfehlst.
Speaker: Deswegen schneidet er deine Hecke vernünftig.
Speaker: Ähm,
Speaker: Und auch wenn das jetzt natürlich ein abzulehrendes Beispiel für den meisten Fehler ist, aber das ist Bitcoin.
Speaker: Es geht auch, dieser ganze Regelwahnsinn, diese ganze Bürokratie, das geht halt auch alles beim Fenster raus.
Speaker: Weil wir werden das auch nicht lösen, indem wir noch mehr Regeln machen.
Speaker: Und indem wir nach ESG machen wir ESG++, Schrägstrich, was auch immer.
Speaker: Sondern Bitcoin eröffnet quasi wieder Raum zum Atmen,
Speaker: für die Wirtschaft und für die Menschen.
Speaker: Jetzt mal.
Speaker: Und je stärker reguliert und je kaputter das Wirtschaftssystem, in dem du bist, ist, desto wichtiger ist das.
Speaker: Deswegen ist es bei uns noch nicht so wahnsinnig wichtig, weil in 95% der Fälle funktioniert es eh noch ganz gut.
Speaker: Und das war jetzt natürlich kein Not-for-Land-Schnitt-Weiß und kein Aufruf zur Schwarzarbeit, sondern ich zahle natürlich meine Steuern brav, als recht, weil ich darüber rede.
Speaker: Aber, und auch weil in Österreich natürlich die Leistung noch einigermaßen okay ist, einigermaßen.
Speaker: Es ist natürlich viel zu hoch, die Steuer.
Speaker: Jetzt rede ich mich hier in einem Strudel.
Speaker: Aber ich wollte damit zeigen, es ist ein Kapitalismus, wo sich beide Seiten des Deals sehr bewusst sind.
Speaker: Während der Deal im heutigen sogenannten Kapitalismus oder auch im Sozialismus dem Kapitalismus
Speaker: ist meistens zum Nachteil einer Seite und die ist sich aber dessen gar nicht bewusst.
Speaker: Also ich vermute so ein bisschen, dass es mit dem zu tun hat, was du ja auch oft hast.
Speaker: Also Doug zitiert sehr oft seine Oma und die Oma hat gesagt, wie war das, wenn dir Regeln oder Gesetze nicht gefallen, dann musst du sie brechen?
Speaker: Nein, nein, die ist gar nicht von dieser subjektiven Geschichte ausgegangen.
Speaker: Wenn du sie ändern willst, wenn du Gesetze ändern willst, musst du sie brechen.
Speaker: Und es ist schon so, dass die Reglementierung im Bau ist krass.
Speaker: Also die ist wirklich so krass, dass erstens kein Mensch mehr sie versteht, dass sie zweitens sich an vielen Stellen widersprechen und dass sie das Bauen im Sinne der Qualität, von der wir reden, eigentlich in vielen Fällen unmöglich macht, wenn man sich da akribisch dran halten wird.
Speaker: Und das Ganze wird dann getoppt durch das, was du, glaube ich, immer Fehlallokationen nennst, also Gelder, die in irgendwelche...
Speaker: zum Beispiel Dämmungen gepumpt werden, die auf Basis von Industrienormen, auch so ein Lieblingswort von DAK, die eben von der Industrie gemacht werden, damit man sich Erdölplatten an die Wand hängen kann, geführt werden und damit werden dann Dinge gefördert, die es nicht besser machen und die gleichzeitig den Bau von effizienten und sinnvollen Lösungen eigentlich verhindern, weil es dafür keine Förderung gibt.
Speaker: Genau.
Speaker: Und
Speaker: Das mit den Förderungen haben wir ja überall und das fast mache ich jetzt auch nicht mehr auf.
Speaker: Okay, also Doug, magst du auch noch ein Schlusswort sagen, bevor ich dich, Nico, frage, was wir in die Shownotes schreiben sollen für die Zuhörerinnen und Zuhörer, die sich mit dem Thema Bitcoin beschäftigen wollen zum ersten Mal?
Speaker: Ja, ich möchte tatsächlich noch ein Schlusswort sagen, weil das schließt sich auch so ein bisschen an das an, was Nico gerade gesagt hat.
Speaker: Die Werte, die Definition von Werten ist für mich was wirklich anderes.
Speaker: Sie hat nichts mit Geld zu tun, sie hat nichts mit Bitcoins zu tun, überhaupt nicht.
Speaker: Und ich bin der festen Überzeugung, dass wir fast alle Werte, also auch die gesellschaftlichen Werte, die für uns mal entscheidend waren, um dahin zu kommen, wo wir sind,
Speaker: zugunsten der Gier verloren haben.
Speaker: Und deswegen funktioniert nach meiner Auffassung auch dein Beispiel mit dem Handwerker und dem Handschlag nicht mehr, weil kein Handwerker mehr oder keiner sollte und darf ich natürlich auch nicht sagen, weil ich weiß, dass es nicht stimmt, aber die meisten haben keine Handwerker Ehre mehr.
Speaker: Und wenn du den Gärtner, der die Hecke schlecht geschnitten hat, nicht weiterempfiehlst, dann juckt es ihnen herzlich wenig, weil in der aktuellen Handwerkermangelsituation hat er trotzdem noch zehn andere, für die er die Hecke schneiden kann.
Speaker: Also es ist wirklich so, dass ich der festen Überzeugung bin, wir müssen ganz klar, also auch für unser eigenes
Speaker: klingt jetzt unheimlich hochtrabend, seelenheil, unsere Werte neu oder eigentlich alt überdenken, weil es gab mal sowas.
Speaker: Es gab sowas wie eine Handwerker-Ehre.
Speaker: Es gab ein Ehrenwort und so weiter.
Speaker: Und wenn ich einem Tischler gesagt habe, bau mir diesen Tisch, dann hat er den gebaut.
Speaker: Und wenn er gekippelt hat oder wenn er auseinandergefallen ist, auch nach drei Jahren, da ist der gute alte Tischlermeister, wenn er eine Handwerker-Ehre hatte, zu mir nach Hause gekommen und hat das Ding repariert.
Speaker: Der wird heute sagen,
Speaker: Weck mich doch.
Speaker: Ich habe den Nächsten, mit dem ich hier Geld verdiene.
Speaker: Und das ist der Punkt.
Speaker: Ich fand das wirklich eine coole Folge.
Speaker: Also nochmal danke für die Einladung.
Speaker: Wir haben angefangen mit diesen Orange-Pillen.
Speaker: Der Punkt ist ja der, Doug, du hast ja vollkommen recht.
Speaker: Aber wie kriegen wir denn die Leute dorthin?
Speaker: Bildung.
Speaker: Ja, Bildung, Schmildung.
Speaker: Du wirst die Leute dorthin
Speaker: bekommen nur, indem du die Anreize änderst, indem du das System rundherum neu gestaltest und du musst dir Bitcoin vorstellen wie eine Pille, die schluckst du
Speaker: Und wenn du sie geschluckt hast, fangen deine Werte, so wie du es gerade beschrieben hast, an sich zu verschieben in Richtung dieser Welt, die du gerne hättest.
Speaker: Mit mehr Nachhaltigkeit, längerfristiger Planung, mehr Rücksicht auf Handsteigqualität, auf Reputation, einfach weg von dem Gier, Irrsinn und das Lustige ist bei Bitcoin,
Speaker: Das Lustige ist, wie fängst du es dir ein in 99,9 Prozent der Fälle, wie kommst du dazu, diese Pille im ersten Moment zu schlucken?
Speaker: Durch die Gier.
Speaker: Das heißt, der größte Nachteil des ITEM-Systems wird von Bitcoin ausgenutzt, um die Leute umzupolen, wenn du es so willst.
Speaker: Das ist schade, weil dann hat Bitcoin nicht so eine große Chance bei mir, weil ich bin nicht gierig.
Speaker: Ja, ist blöd.
Speaker: Ja, schade.
Speaker: Dann müssen wir es anders probieren.
Speaker: Selber Schuld, weil da kannst du so geile Renditen machen.
Speaker: Ja, aber bei dir, es geht ja nicht um dich.
Speaker: Für mich nur.
Speaker: Ja, aber du willst ja, dass die Leute, du willst ja, dass die Gesellschaft sich ändert.
Speaker: Du willst ja, dass sich was tut.
Speaker: Genau, wir wollen doch die Bauwende.
Speaker: Ich meine, deswegen machen wir das.
Speaker: Und ich fand das ein wahnsinnig schönes Schlusswort, Nico, weil du das hast, das nochmal super zusammengefasst.
Speaker: Ähm,
Speaker: Ich glaube auch, ja.
Speaker: Ich glaube, das ist nicht nur, weil wir jetzt sagen, wir wollen gute Menschen sein, bleibt die Tatsache bestehen, dass uns dieses Hamsterrad zu schaffen macht und ganz viel das Leben einfach schwerer macht.
Speaker: Wir scheitern ja ein ums andere Mal, zumindest ist das mein Erleben.
Speaker: Und da glaube ich wirklich, da echt eine Chance zu sehen, dass man da auch eine Community drumherum hat, die sofort weiß, was man meint.
Speaker: Also diese Qualitäten, diese Werte, von denen du sprichst, die findest du da.
Speaker: Und zwar bei den
Speaker: Man denkt immer, das gibt es doch gar nicht.
Speaker: Ich habe da irgendwie so Freaks erwartet, die nur Lambos fahren.
Speaker: Das ist so ein Running Gag mit diesem Lambos.
Speaker: Kein Mensch fährt da Lambos, sondern das sind Apfelbauern, das sind Handwerker, das sind alles.
Speaker: Aus allen Ecken und Enden kommen die.
Speaker: Völlig verschiedene Menschen.
Speaker: Das sind Menschen, die Afrika auf die Beine helfen wollen und so weiter.
Speaker: Ich kenne sie ja noch gar nicht alle.
Speaker: Ich lerne sie ja gerade erst alle kennen.
Speaker: Deswegen, Nico, nochmal die Frage, wo kann man dich treffen?
Speaker: Also ich werde ja auch auf dieser BTC 23 in Innsbruck, glaube ich, sein.
Speaker: Ich habe gesehen, du tauchst da doch durchaus häufig auf den diversen Panels auf.
Speaker: Vielleicht kannst du dazu auch noch was sagen, aber auch, wo findet man dich sonst?
Speaker: Wir werden das auch, wenn du einverstanden bist, in den Shownotes verlinken.
Speaker: Und was würdest du noch empfehlen?
Speaker: Sollte man sich unbedingt anhören, wenn man so ganz oder anlesen oder anschauen, wenn man so ganz von vorne anfängt?
Speaker: Also, mich findet man meistens einfach unter meinem Namen Nico Yilch.
Speaker: NicoYilch.com ist quasi mein Linktree.
Speaker: Das sind dann die Links zum Podcast, zum YouTube-Kanal.
Speaker: Der YouTube-Kanal heißt auch Nico Yilch.
Speaker: Der Twitter-Kanal heißt Nico Yilch.
Speaker: Der Instagram-Kanal etc.
Speaker: pp heißt alles Nico Yilch.
Speaker: Auf Instagram schreiben mir manchmal Leute und dann antworte ich ihnen acht Wochen später, weil für Instagram bin ich einfach zu alt.
Speaker: Da schaue ich gar nicht rein.
Speaker: Aber ich bin dort, also da kann man meine Videos auch finden.
Speaker: Und ja, das ist das Einfachste, mich dort zu finden.
Speaker: Und für Neuensteiger, das ist gar nicht so einfach.
Speaker: Das kommt wirklich darauf an, aus welcher Ecke man kommt, weil Bitcoin als Technologie hat extrem viele Aspekte.
Speaker: Da muss ich leider dazu raten, einfach mal ein paar Videos von meinem Podcast anzuschauen und auch zu sehen, dass die meisten meiner Gespräche eigentlich nicht viel Vorwissen voraussetzen und oft auch sich gar nicht so stark um Bitcoin selbst drehen, sondern eigentlich nur auf Basis dieser neuen sozusagen Betrachtung der Welt, die wir heute auch schon angerissen haben, einfach eine neue Form von Gesprächen führen.
Speaker: Ja, also ich kann das nur empfehlen.
Speaker: Es gibt auch Folgen, die fand ich wunderschön, habe sie aber nicht verstanden.
Speaker: Zum Beispiel die Folge mit Rahim oder die Folgen mit Harim.
Speaker: Ich liebe ihn.
Speaker: Es ist göttlich.
Speaker: Geht es ja auch um Kapitalismus und Kommunismus.
Speaker: Ganz spannende Folgen.
Speaker: Also vielen herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, da zu uns zu kommen.
Speaker: Ich fand das extrem inspirierend.
Speaker: Ich finde auch den Job, den du machst, sehr klasse.
Speaker: Vielen Dank dafür.
Speaker: Du leistest da diesem Thema Bitcoin auch im großen Dienst mit deiner charmanten Art.
Speaker: Und dieses, es ist wieder was passiert, das ist doch der Harder, oder?
Speaker: Kommt das nicht vom Josef Harder auch?
Speaker: Das ist nicht vom Harder, nein.
Speaker: Der Harder hat in den Filmen mitgespielt.
Speaker: Es ist inspiriert von, ah, jetzt hast du mich am falschen Fuß erwischt.
Speaker: Ich muss es schon sagen.
Speaker: Wolf Haas.
Speaker: Wolf Haas ist ein österreichischer Krimi-Autor.
Speaker: Und da beginnt er seine Bücher immer mit...
Speaker: mit jetzt ist wieder was passiert.
Speaker: Jetzt ist wieder was passiert.
Speaker: Und mir als Journalist ist dieser Satz immer im Kopf gewesen, weil so halb ironisch, aber halb auch als Arbeitsauftrag, weil es passiert halt ständig was.
Speaker: Ich bemühe mich aber, das auch nur dann einzusetzen, wenn wirklich was passiert ist und nicht permanent neuen Content rauszuhauen, wenn es eigentlich nichts zu sagen gibt.
Speaker: Das ist zumindest mein Versuch.
Speaker: Jo, tack, magst du dem Nico auch noch was mit auf den Weg geben?
Speaker: Achso, eine Frage habe ich noch.
Speaker: Wenn wir so ein bisschen weiter sind, dürfen wir dich dann nochmal einladen?
Speaker: Selbstverständlich, ich freue mich sehr.
Speaker: Ich bin schon gespannt, der Duck wird dann wahrscheinlich so ein Bitcoin-T-Shirt haben.
Speaker: Der ist eigentlich prädestiniert.
Speaker: Das ist alles im Hintergrund, das ist alles orange.
Speaker: Die Note läuft schon.
Speaker: Die Augen leuchten, die Laser strahlen.
Speaker: Naja, das haben schon so viele versucht.
Speaker: Die erste Tischlerei, die ich in meinem Leben hatte, die hatte ich fast vier Jahre lang.
Speaker: Und die Leute, mit denen ich dies gemacht habe, das waren alles Bagwanis, also Sanyassin, Bagwan-Anhänger, damals irgendwie in ihren roten Gewändern mit der Mala und so weiter.
Speaker: Und die haben genauso geredet wie ihr und die haben es aber auch in den vier Jahren nicht geschafft, dass ich in den roten Klamotten mit der Mala da hingekommen bin.
Speaker: Mal sehen, vielleicht bin ich jetzt alt genug, um mich dann auch irgendwelchen Massenbewegungen hinzugeben und vielleicht besitze ich dann das nächste Mal mit Bitcoin-T-Shirt hier.
Speaker: Ich kann es mir nicht vorstellen,
Speaker: Aber wir werden sehen.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Wir werden sehen.
Speaker: Erzähl doch mal ganz kurz was zu der BTC23, von der ich dann auch ein T-Shirt mitbringen werde.
Speaker: Nico, was ist das und was erwartet potenzielle Besucher da?
Speaker: Also die BTC23 ist einfach die größte deutschsprachige Bitcoin-Konferenz und wahrscheinlich auch die coolste generell in Europa.
Speaker: Es kommen ungefähr 1000 Menschen nach Innsbruck.
Speaker: Das ist also im September ungefähr in drei Wochen.
Speaker: und es ist einfach sozusagen ein wirklich, wirklich gutes Aufgebot an Speakern, aber auch eben an vielen Bitcoinern und es kommt halt dazu, dass Bitcoin ist heute immer noch ein kleines Phänomen, deswegen kommen die Leute gerne auf Konferenzen, um sich dann auch über die Erfahrungen mit anderen Bitcoinern auszutauschen.
Speaker: Es kommen wirklich im Grunde alle großen Namen aus dem Space.
Speaker: Ich tue mir da immer schwer, weil ja, wir sollen die alle nennen.
Speaker: Da kommen der Roman Reher und der Mark Friedrich
Speaker: Und ich komme auch und so, aber am Ende des Tages, diese Prominenten sind halt auch dieselben Menschen wie alle anderen.
Speaker: Vielleicht reden sie ja ein bisschen geschliffener drüber oder auch was auch immer, aber eigentlich ist es ein großes Fest, aber mit durchaus der Idee, auch kontrovers zu diskutieren und sich nicht nur gegenseitig auf die Schulter zu klopfen.
Speaker: Ja, spannend.
Speaker: Also in diesem Sinne, wenn nicht noch jemand was zu sagen hat, würde ich das jetzt an der Stelle beschließen.
Speaker: Herzlichen Dank an alle Beteiligten.
Speaker: Macht's gut.
Speaker: Ciao.


