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Feng Shui im Kleiderschrank: Wenn Kleidung nicht verkleidet, sondern stärkt

Unfolding Space - Unboxing Lives mit Feng Shui
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332 Plays1 month ago

Was passiert, wenn wir Kleidung nicht länger nur als etwas betrachten, das wir anziehen, sondern als etwas, das uns täglich beeinflusst?

In dieser Episode spreche ich mit Julia über die tiefe Verbindung zwischen Kleidung, Wirkung und innerer Ausrichtung und darüber, warum sie selbst sagt, dass sie im Grunde Feng Shui im Kleiderschrank macht.

Es geht um das Gefühl, vor einem vollen Schrank zu stehen und trotzdem nichts anzuziehen zu haben, um Trends, die uns von außen definieren wollen, um Materialien, Qualität, Passform und die Frage, warum echter Stil nicht beim Kaufen beginnt, sondern beim bewussten Hinsehen.

Eine inspirierende Folge für alle, die spüren, dass sie sich nicht länger verkleiden, sondern wirklich kleiden möchten.

Deine Verbindung zu Julia:

  • Website: www.themunichstylist.com 
  • Folge Julia auf Instagram: @themunichstylist
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Transcript

Einführung: Authentizität in der Mode

00:00:00
Speaker
Weil dann geht es ums Kleiden und nicht ums Verkleiden.
00:00:03
Speaker
Und ganz viele Erkrankheiten.
00:00:05
Speaker
Der ganze Kleiderschrank ist voll und ich habe nichts anzuziehen.
00:00:08
Speaker
Denn was ist, wenn wir Trends hinterherjagen?
00:00:11
Speaker
Da jagen wir was her, was von außen an uns getragen wird.
00:00:16
Speaker
Und es sollte ja so sein, dass wir das kaufen, was wir innerlich fühlen.
00:00:20
Speaker
Da hängt ja so viel zusammen.
00:00:22
Speaker
Wer bin ich?
00:00:23
Speaker
Was ist authentisch?
00:00:24
Speaker
Ich traue mich zu mir zu stehen und das durch die Kleidung auszudrücken.
00:00:28
Speaker
Das sind alles Muskeln, die wir üben dürfen.
00:00:30
Speaker
Wenn du Trends hinterherläufst, bist du nie genug, weil die Trends sagen dir das Ja.
00:00:35
Speaker
Wenn du denen jetzt nicht mitmachst, dann bist du aus dem Fashion Game raus.
00:00:39
Speaker
Wenn du das jetzt nicht hast, das brauchst du, weil das ist jetzt in und das ist jetzt out.
00:00:43
Speaker
Das, was du hast, ist out.
00:00:45
Speaker
Sprich, das, was du hast, ist nicht mehr gut genug.
00:00:48
Speaker
Ja, was ja der Schlüssel ist auch, um die Menge schon von vornherein zu reduzieren.
00:00:53
Speaker
Sie haben ja gesagt, das Bewusste, wenn ich weiß, was ich will, wie ich mich fühlen will, wenn ich das als Entscheidungsgrundlage habe und damit einkaufen gehe, dann habe ich einen anderen Output.

Vorstellung des Podcasts und der Gastrednerin Julia

00:01:03
Speaker
Hallo und herzlich willkommen bei Unfolding Space Unboxing Lives, dem Podcast, der Unternehmertum, Lifestyle und Feng Shui verbindet.
00:01:11
Speaker
Mein Name ist Daniela Schaponitsch, ich bin Unternehmerin und Feng Shui-Meisterin und liebe es, über die Grenzen des Normalen hinauszudenken.
00:01:18
Speaker
Feng Shui ist hierfür die perfekte Unterstützung, obwohl es in der Gesellschaft weit unterschätzt wird.
00:01:24
Speaker
Und ich finde, es ist an der Zeit, das zu ändern.
00:01:27
Speaker
Bei Unfolding Space entdecken wir gemeinsam, wie du die Power von Feng Shui nutzt, um dein Leben, deinen Lifestyle und dein Unternehmen zu transformieren.
00:01:35
Speaker
Freue dich auf inspirierende Gespräche und Interviews, die dir helfen, dein volles Potenzial zu entfalten.
00:01:41
Speaker
Bereit?
00:01:42
Speaker
Dann lass uns beginnen.
00:01:46
Speaker
Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe vom Unfolding Space Unboxing Lives Podcast.
00:01:51
Speaker
Ich freue mich heute riesig, dass du heute wieder dabei bist und ich freue mich unglaublich auf meinen Gast heute, die Julia.
00:01:58
Speaker
Und Julia und ich haben uns letztes Jahr im September kennengelernt, als wir beim großartigen Wiesnumzug, auf den ich mich ja Wochen gefreut habe und dann auch Wochen danach darüber gesprochen habe, nebeneinander saßen.
00:02:09
Speaker
Und erst dachte ich, ach Zufall und dann siehe da, nein, überhaupt gar kein Zufall.
00:02:14
Speaker
Weil wir haben jetzt schon in unseren Begegnungen dazwischen, aber jetzt gerade im Vorgespräch, auch wieder so viele Parallelen zwischen ihrer Arbeit gesehen und dem Fing-Shui an sich.
00:02:24
Speaker
Aber ich möchte nicht vorgreifen, sondern Julia direkt bitten, dich vorzustellen, Julia.
00:02:31
Speaker
Schön, dass ich dir bin.
00:02:32
Speaker
Vielen Dank für die Einladung.
00:02:34
Speaker
Und ich glaube auch nicht an Zufälle.
00:02:36
Speaker
Beziehungsweise wenn Zufall, dann fällt einem das zu, was gerade sein soll.
00:02:42
Speaker
Und ich habe mich vorher noch gar nicht so sehr mit Feng Shui beschäftigt, bevor ich dich getroffen habe.
00:02:47
Speaker
Und du hast mir aber gerade in unserem Vorgespräch bestätigt, ich mache ja Feng Shui im Kleiderschrank.
00:02:53
Speaker
Und da komme ich jetzt gleich zu mir.

Julias Werdegang und Beratungsansatz

00:02:55
Speaker
Ich beschäftige mich mein ganzes Leben lang schon mit Bekleidung, mit der Mode und habe sehr lange in der Industrie gearbeitet, also auf der Seite, dass ich produziert habe, dass ich entwickelt habe, das Design genommen habe und daraus ein passendes Kleidungsstück entwickelt und produziert habe.
00:03:14
Speaker
Und bin jetzt dazu übergegangen, mein ganzes Wissen sozusagen mit
00:03:21
Speaker
Menschen direkt in der Beratung zu teilen.
00:03:24
Speaker
Das heißt, zu Menschen in den Kleiderschrank zu gehen und dafür zu sorgen, dass man ganz genau weiß, was man tragen möchte, warum man was tragen möchte, wie man wirken möchte, wie man sich fühlen möchte und wie man möchte, dass andere einen wahrnehmen.
00:03:43
Speaker
Und das mit dem, was schon im Kleiderschrank ist.
00:03:47
Speaker
Ja, das ist so großartig, weil ich habe eben vorhin gesagt, wow, du hast jetzt gerade Feng Shui beschrieben.
00:03:55
Speaker
Also genau diese Übereinstimmung, also im Feng Shui sind es die Räume in der Übereinstimmung mit dem Menschen, mit der Ausrichtung, dem Ziel, wie möchte ich mich fühlen, wer möchte ich sein und so weiter, dass das sich Räume spiegeln und du machst es mit der Kleidung und die Kleidung ist natürlich viel näher am Menschen und der Mensch trägt ja die Kleidung.
00:04:14
Speaker
Die ganze Zeit, also in den Räumen ist es ja mehr für uns, das, was wir sehen, der Eindruck von außen nach innen.
00:04:20
Speaker
Aber die Kleidung bringt ja noch dieses von innen nach außen.

Einfluss von Kleidung auf Selbst- und Fremdwahrnehmung

00:04:24
Speaker
Wie trage ich meinen Körper in den Alltag hinein?
00:04:28
Speaker
Genau das hat nämlich zwei Seiten.
00:04:31
Speaker
Die eine Seite ist, was ziehen wir an und wie fühlen wir uns da drin?
00:04:35
Speaker
Und die andere Seite ist, wie wirken wir auf andere?
00:04:38
Speaker
Denn wir wirken ja immer.
00:04:40
Speaker
Also ich sage immer, wir können gar nicht nicht wirken.
00:04:43
Speaker
Und dann ist es ja gut, wenn wir so wirken, wie wir das bewusst wollen.
00:04:47
Speaker
Und dafür müssen wir ja erstmal wissen, wie möchten wir eigentlich wirken und uns dessen bewusst sein.
00:04:52
Speaker
Also das ist wirklich eine Sache, die ganz bei uns anfängt und erstmal noch gar nichts mit Kleidung zu tun hat.
00:05:00
Speaker
Richtig, richtig.
00:05:01
Speaker
Und das mit aufzugreifen in diesem Prozess, in den du mit den Menschen gehst, das ist so wichtig.
00:05:07
Speaker
Und ich kann gar nicht anders als immer wieder, also diese Parallele fasziniert mich.
00:05:12
Speaker
Deswegen sitzen wir wahrscheinlich auch in diesem Gespräch zusammen, weil das ist ja auch das Feng Shui.
00:05:17
Speaker
Ja, man kann es umsetzen.
00:05:18
Speaker
Ich kann bei Amazon sagen, Feng Shui Hilfsmittel für so und so.
00:05:21
Speaker
Und dann bestelle ich mir einen Korb und verteile das zu Hause.
00:05:25
Speaker
Und vielleicht ist es wahrscheinlich gar nicht in meinem Stil.
00:05:28
Speaker
Es ist nicht authentisch.
00:05:29
Speaker
Ich kann mich nicht damit identifizieren.
00:05:31
Speaker
Aber es hängt halt da, weil das Feng Shui so sagt.
00:05:35
Speaker
Ich greife mal vor, ich stelle mal eine Behauptung, Vermutung auf, dass wenn Modetrends, ich weiß nicht, wie viele Kollektionen es im Jahr gibt, also vier bestimmt nicht mehr, sondern acht, sechs, zwölf, wie auch immer,
00:05:45
Speaker
Und ich laufe mit jedem Trend rum und ich hinterfrage gar nicht, ob das meins ist, also gar nicht mal mir steht, sondern ob das sich richtig anfühlt und so weiter.
00:05:54
Speaker
Aber es ist ja im Trend, also bestelle ich eine Runde und mache meinen Kladderschrank voll, oder?
00:06:01
Speaker
Ja, genau, so ist es.
00:06:03
Speaker
Und da entsteht dann ganz schnell auch das Gefühl,
00:06:06
Speaker
Der ganze Kleiderschrank ist voll und ich habe nichts anzuziehen.
00:06:09
Speaker
Denn was ist, wenn wir Trends hinterherjagen?
00:06:12
Speaker
Da jagen wir was her, was von außen an uns getragen wird.
00:06:16
Speaker
Und es sollte ja so sein, dass wir das kaufen, was wir innerlich fühlen.
00:06:22
Speaker
Aber es ist ja

Bewusstsein für Kleiderschranknutzung fördern

00:06:23
Speaker
so, man lernt es nicht in der Schule, man lernt es oft auch nicht zu Hause, man zieht sich halt an, weil man halt was zum Anziehen braucht.
00:06:31
Speaker
Ja.
00:06:32
Speaker
Und niemand, der sich dann nicht wirklich damit beschäftigt, weil es ihn interessiert oder weil er ein Fäbel dafür hat, setzt sich wirklich hin und sagt, warum ziehe ich eigentlich das an, was ich anziehe?
00:06:47
Speaker
Und es ist so, also das sind Statistiken, wir nutzen aktiv nur 30 Prozent dessen, was in unseren Schränken ist.
00:06:56
Speaker
Das andere nutzen wir gar nicht aus vielen Gründen, weil es vielleicht zu einer anderen Saison gehört, aber meistens, weil wir gar nicht wissen, dass wir es überhaupt haben.
00:07:06
Speaker
Und sollten wir wissen, dass wir es haben, weil wir uns irgendwie nicht gut drin fühlen.
00:07:11
Speaker
Und das kann ja ganz, ganz viele Gründe haben.
00:07:14
Speaker
Das kann die Passform sein, das kann die Qualität sein, das kann sein, dass es irgendwie so ein Wow-Teil ist, wozu wir überhaupt keine Gelegenheit haben, das zu tragen, weil unser Alltag ganz anders ist.
00:07:26
Speaker
Also es kann ganz viele Gründe haben.
00:07:29
Speaker
Und da kann man mal selber anfangen bei sich, sich zu fragen, die Sachen, die ich immer anhabe, sind ja meistens immer die gleichen.
00:07:38
Speaker
Ja, ist so.
00:07:39
Speaker
Ja, ist so.
00:07:42
Speaker
Was haben die, das mich so gut fühlen lässt, das ich so gerne mag, das mich so wohlfühlen lässt?
00:07:50
Speaker
Ja, das ist richtig.
00:07:52
Speaker
Ich meine, ich dachte so an Pareto, 80 Prozent der Zeit tragen wir 20 Prozent unserer Kleidung und dann entsprechend halt umgekehrt.
00:08:02
Speaker
Und was du auch gesagt hast, es geht ja gar nicht darum, schneller, höher, weiter, alles mitzumachen, sondern...
00:08:10
Speaker
Ich finde das so super, ja genau.
00:08:12
Speaker
Das ist quasi das erste Teaching, was du den Zuhörern jetzt mitgeben kannst, ist zu fragen, hey, das, wozu ich gerne hingreife, was ist es, wieso?

Komfort und Vertrauen durch bewusste Kleiderwahl stärken

00:08:22
Speaker
Das machen wir ja auch nicht.
00:08:24
Speaker
Ganz bewusst mal hingucken und da kommt die Frage mit rein, wie möchte ich mich fühlen?
00:08:30
Speaker
Und wie schaffen diese Sachen, die ich immer anziehe, dass ich mich so fühle?
00:08:35
Speaker
Und das ist ganz oft jetzt im beruflichen Kontext, dass ich mich sicher fühle, dass ich mich unangreifbar fühle, dass auch nichts zwickt, also dass es bequem ist.
00:08:45
Speaker
Dass ich aber trotzdem irgendwie aufrecht laufe und da kann ein kleiner Absatz schon die Lösung sein, da können ein paar Schulterpolster die Lösung sein.
00:08:53
Speaker
Das ist zum Beispiel ganz unglaublich, was es ausmacht in der Haltung, dass wir gerade dastehen, wenn wir ganz kleine Schulterpolster einfach benutzen.
00:09:04
Speaker
Ich sehe das immer, ich gebe ja auch Workshops, so Styling-Workshops und da kommen immer einige und nehmen ihre Sachen mit, die sie gerne tragen würden, aber nicht tragen und fragen dann, woran liegt es?
00:09:13
Speaker
Warum trage ich das nicht?
00:09:14
Speaker
Was kann ich machen, damit ich es wieder trage?
00:09:17
Speaker
Und das ist so lustig, bei einigen Sicht ist sofort, da muss ein Schulterpolster rein.
00:09:23
Speaker
Dann lege ich die Schulterpolster rein und alle anderen so, weil, was ist passiert?
00:09:29
Speaker
Sie hat sich automatisch aufgerichtet und war automatisch selbstsicherer, mehr im Raum, präsenter.
00:09:36
Speaker
Also das sind ja oft so die Sachen, die wir eigentlich wollen.
00:09:40
Speaker
Und das kann uns Kleidung geben.
00:09:43
Speaker
Ja, das ist total.
00:09:44
Speaker
Ich habe jetzt, wenn du erzählt hast, ich habe in meinem Leben, ich glaube, dreimal einen Anzug angehabt.
00:09:48
Speaker
Und das war, als ich dachte, ich muss mich bewerben.
00:09:51
Speaker
Und ich habe natürlich...
00:09:54
Speaker
Auf anderen Gründen kann die Stellen nicht bekommen.
00:09:57
Speaker
Aber ich habe mich so unwohl gefühlt in diesen Anzügen.
00:10:01
Speaker
Und dann habe ich gesagt, ich kann einfach unmöglich irgendwas machen, wo ich einen Anzug tragen muss.
00:10:05
Speaker
Ich kann einfach nicht.
00:10:06
Speaker
Und heute, wenn ich zu Kunden gehe, ich habe nie Anzüge, ob es Unternehmenskunden sind.
00:10:11
Speaker
Es ist nicht mein Ding.
00:10:12
Speaker
Und wenn jemand einfach einen Schulberater oder wie auch immer im Anzug erwartet, dann bin ich definitiv nicht die richtige Person dafür, weil ich kann da gar nicht wirken.
00:10:21
Speaker
Nee, das bist nicht du.
00:10:22
Speaker
Dann ist es nicht authentisch und es fühlt sich nicht authentisch an und dann bist du ja automatisch auch nicht im Flow.
00:10:27
Speaker
Richtig.
00:10:28
Speaker
Und du kannst ja nur in deiner Kraft sein, in deiner vollen Kraft, wo du wirklich in Balance in dir bist, wenn du dich absolut wohl und vor allem sicher fühlst.
00:10:37
Speaker
Es geht ja auch ganz viel um Sicherheit.
00:10:39
Speaker
Richtig, richtig.
00:10:41
Speaker
Ich liebe das.
00:10:41
Speaker
Mein Herz geht so auf.
00:10:42
Speaker
Ich kann das überhaupt gar nicht bescheißen.
00:10:46
Speaker
Wir haben ja beide nicht gesehen, wohin dieses Gespräch führt.
00:10:48
Speaker
Wir haben nur gewusst, da ist was.
00:10:50
Speaker
Da ist so eine große Synchronicität und Überlappung zwischen dem, was wir machen.
00:10:55
Speaker
Und letztendlich der gemeinsame Nenner, Julia, das, was ich gerade fühle, ist, dass die Philosophie hinter der Arbeit die gleiche ist.
00:11:03
Speaker
Weil es eben nicht nur um das geht, was man außen sieht.
00:11:07
Speaker
Richtig, ganz genau.
00:11:08
Speaker
Also bei mir geht es nicht nur um Kleidung, bei dir geht es nicht nur um Räume, sondern es geht um die Synergien und das, was die Kleidung oder die Räume mit uns machen.
00:11:18
Speaker
Also das ist ja ständig so ein Spiegel eigentlich.
00:11:21
Speaker
Ja.
00:11:22
Speaker
Ja, es geht um den Menschen.
00:11:23
Speaker
Man ist ja kein Kleiderbügel, sondern man ist ein Mensch, der fühlt die Kleidung.
00:11:30
Speaker
Ich weiß, wenn ich Kleidung einkaufen gehe, dann schaue ich gar nicht.
00:11:34
Speaker
Ich gehe einfach nur und taste die Materialien ab.
00:11:38
Speaker
Und wenn es quetscht, schaue ich überhaupt gar nicht hin.
00:11:42
Speaker
Und das habe ich auch von deinem, deswegen mag ich deinen Instagram-Kanal so, weil du das so schön erklärst.
00:11:47
Speaker
Also ich schaue mir jedes Reel an und denke mir so, wow, sie hat gerade ein einfaches T-Shirt erklärt.
00:11:54
Speaker
Wie cool ist das denn?
00:11:56
Speaker
Ja, und dann kannst du es so tragen und so tragen und so.
00:11:58
Speaker
Und denke ich mir, wow, ja.
00:12:00
Speaker
Also magst du da ein bisschen drüber erzählen?
00:12:02
Speaker
Ja, gerade jetzt, wenn du den T-Shirt-Post ansprichst, das ging da ums perfekte T-Shirt, das es ja so eigentlich gar nicht geben kann, ja.
00:12:11
Speaker
Weil so wie es keinen perfekten Partner gibt, ist es jeder so individuell, dass jeder was anderes von einem T-Shirt erwartet.
00:12:21
Speaker
Da habe ich einfach mal nur so die Unterschiede, auf was kann man denn eigentlich achten bei einem T-Shirt.
00:12:26
Speaker
Und was mir ganz, ganz wichtig ist in meiner Arbeit, ist eine Aufklärung über Materialien und über Verarbeitung und über Passform.
00:12:36
Speaker
Denn ganz oft, also nicht ganz oft, sondern eigentlich immer,
00:12:40
Speaker
ist das viel, viel, viel wichtiger als ein Trend oder als ein bestimmtes Design.
00:12:47
Speaker
Also wenn wir ein Naturmaterial tragen,
00:12:52
Speaker
Dann ist es erst mal viel atmungsaktiver.
00:12:55
Speaker
Dann schwitzen wir da nicht so drin.
00:12:59
Speaker
Dann ist es was, also Wolle zum Beispiel, was Feuchtigkeit reguliert.
00:13:03
Speaker
Also das sind einfach unglaublich wunderschöne Materialien, die uns richtig wohlfühlen lassen.
00:13:11
Speaker
Und in der Bekleidungskrise ist ja in den letzten 50 Jahren einfach eine Tendenz zu immer mehr Synthetikfasern hin.

Materialwahl: Umwelt- und Komfortaspekte

00:13:21
Speaker
Und mittlerweile werden 70 Prozent aller Textilien aus Synthetikfasern verwendet.
00:13:26
Speaker
Einfach, weil es viel schneller ist.
00:13:29
Speaker
Es ist ja erdölbasiert.
00:13:30
Speaker
Also ich muss das nur chemisch umwandeln und schon kommt ein Faden raus, ein Endlosfaden, den ich dann auf sehr viele Arten und Weisen, Verweben, Verstricken, Verarbeiten kann.
00:13:41
Speaker
Und das ist natürlich sehr billig.
00:13:44
Speaker
Und sehr schnell.
00:13:45
Speaker
Und die Massen, die ja produziert werden auf unserer Erde, könnten wir mit Naturmaterialien überhaupt, das ginge nicht.
00:13:54
Speaker
Weil die kommen von Tieren, die müssen geschoren werden, da muss auf Tierwohl geachtet werden.
00:13:59
Speaker
Sowas ist mir auch total wichtig, weil ich ganz fest glaube und denke, dass ich das auch spüre,
00:14:07
Speaker
dass energetisch das Leid mitkommt.
00:14:09
Speaker
Und ich möchte nichts anziehen, wo ein Tier wahnsinnige Qualen hatte.
00:14:16
Speaker
Wenn ich da nur kurz eingreifen darf, im Feng Shui heißt es ja auch keine Tierfälle auf dem Boden.
00:14:22
Speaker
Ah, interessant.
00:14:45
Speaker
Und da geht es dann auch darum, dass, also wenn ich weiß, dass für Baumwolle, die nicht biologisch angebaut wird, die unter ganz viel Einsatz von Pestiziden gewonnen wird, wo zum Teil Leute barfuß durch die Felder stapfen und da diese Pestizide drauf und die dann drei Tage später sehr krank sind und auch sterben, also das passiert alles.
00:15:07
Speaker
So was möchte ich nicht tragen, wenn ich nicht muss.
00:15:11
Speaker
Ja, genau.
00:15:12
Speaker
Wenn ich nicht muss, ist ein wichtiger Punkt.
00:15:15
Speaker
Ja, manche haben keine andere Chance.
00:15:17
Speaker
Man bekommt auch nicht immer alles Secondhand.
00:15:19
Speaker
Ich meine, Secondhand ist, was jetzt Gesundheit angeht, natürlich super gesund, weil gerade bei Baumwolle wahnsinnig viel schon rausgewaschen wurde.
00:15:28
Speaker
Also gerade bei Babykleidung oder Kinderkleidung ist das eigentlich das Beste, was man machen kann.
00:15:34
Speaker
Ja, dass man gebrauchte Sachen, die schon tausendmal gewaschen wurden, da ist nichts mehr drin.
00:15:40
Speaker
Okay, das lebe der Flohmarkt.
00:15:43
Speaker
Ich meine, wie viele Seiten ich der Flohmarkt nicht verbracht habe.
00:15:45
Speaker
Oh mein Gott, als die Kinder klein waren.
00:15:47
Speaker
Ja, aber auf was ich eigentlich raus wollte, ist wirklich darauf achten, was sind das für Materialien?
00:15:57
Speaker
Oder zum Beispiel, jetzt gibt es ja gerade so wunderschöne Leinen oder Leinen-Mix-Anzüge.
00:16:02
Speaker
Habe ich gestern einen zum Beispiel beim Großen Schweden gesehen und dachte mir, Wahnsinn, für das Geld, so einen Leinenanzug, schau rein.
00:16:10
Speaker
Dann ist das Futter aus 100% Polyester.
00:16:13
Speaker
Da habe ich so eine leichte, wunderschöne Faser, die atmungsaktiv ist, die kühlt und dann haue ich dann Plastikfutter rein.
00:16:25
Speaker
was genau das Gegenteil bewirkt.
00:16:27
Speaker
So was kann man dann nicht kaufen, weil das bringt ja nichts.
00:16:30
Speaker
Dann habe ich nur die Nachteile von Leinen, nämlich dass es viel knittert und die Nachteile von Polyester, nämlich dass ich furchtbar schwitze.
00:16:40
Speaker
Das ist keine gute Situation.
00:16:45
Speaker
Nee, überhaupt nicht.
00:16:46
Speaker
Und ich meine, du hast vorhin gesagt, weil man es geht und was man machen kann.
00:16:52
Speaker
Und ich weiß nicht, wer mir das letztens gesagt hat, haben wir uns auch über das Thema Kleidung unterhalten.
00:16:57
Speaker
Ich habe ein paar Syntetik-Dinger in meinem Kleiderschrank, aber ich habe die Lust gewählt.
00:17:02
Speaker
Und ich will die haben.
00:17:03
Speaker
Und es ist mein Konkromess an die Welt.
00:17:05
Speaker
Also es geht nicht darum, genau wie im Fingenschuh.
00:17:07
Speaker
Es gibt kein 100% Fingenschuh.
00:17:08
Speaker
Wir wollen jetzt ja auch keine heiligen Scheine verteilen oder keine Ahnung.
00:17:12
Speaker
Aber da irgendwie, ich glaube, es ist dieses, jeder Kleine, dieser Butterfly-Effekt.
00:17:19
Speaker
Ja, ich entscheide mich für mehr Naturmaterial oder für mehr Bewusstsein.
00:17:23
Speaker
Wir kommen ja noch zu dem Thema Bewusster Kleiderschrank.
00:17:26
Speaker
Das steht ja noch aus, was ja das Ausmisten dann reduziert und Zeit spart.
00:17:29
Speaker
Also das ist ja auch nachhaltig in der
00:17:31
Speaker
in der ganzen Kette.
00:17:33
Speaker
Aber dass ich dann einfach bewusst sage, okay, ein Schritt mehr zur Natürlichkeit, ein Schritt mehr zum Bewusstsein und allein und dann dieser Gedanke, ja, was kann ich schon bewirken, dass man das eigentlich aus dem Kopf rausnimmt, weil wenn jeder eine Sache verändert, dann ist es ja so ein Effekt, der sich zusammenaddiert.
00:17:55
Speaker
Ja, und man muss das nicht mal für etwas tun.
00:18:00
Speaker
Man sollte einfach mal gucken, wieso mache ich das?
00:18:05
Speaker
Wieso möchte ich zum Beispiel jetzt, dass das eine Synthetikfaser ist?
00:18:10
Speaker
Da habe ich ja Gründe dafür.
00:18:11
Speaker
Das kann sein, dass es haltbar sein muss, dass es nicht knittert, dass ich es nicht bügeln muss, dass es irgendwie sehr unkompliziert in der Pflege ist.
00:18:20
Speaker
Dann habe ich ja ein Warum.
00:18:21
Speaker
Warum?
00:18:22
Speaker
Und sobald ich ein Warum für etwas habe, kann ich eine viel bewusstere, achtsamere Entscheidung treffen.
00:18:29
Speaker
Und dann sind es so Sachen, für die ich mich bewusst entschieden habe.
00:18:32
Speaker
Ja.
00:18:33
Speaker
Aber erst mal vorher angucken und dann wirklich die Fragen stellen.
00:18:38
Speaker
Warum möchte ich das?
00:18:39
Speaker
Warum fühle ich das?
00:18:41
Speaker
Und warum das andere vielleicht nicht?
00:18:44
Speaker
Ja, ja, total interessant.
00:18:46
Speaker
Wow, okay.
00:18:47
Speaker
Okay, also das bringt uns jetzt zum nächsten Thema, zum Thema die Menge an Dinge, die wir nicht nur haben, sondern ständig nachkaufen, weil
00:18:57
Speaker
eines der häufigsten Themen in der Ausmistwelt ist, Ausmisten im Kleiderschrank, gefolgt von der Küche und Kinderzimmer und dann Büro und so weiter.
00:19:05
Speaker
Aber der Kleiderschrank des Ausmisten, das ist quasi immer top, top, top.

Minimalismus: Bewusster Einkauf und Reduktion von Unordnung

00:19:13
Speaker
Und ich sage immer, wenn ich zum Thema Ausmisten spreche, habe ich gesagt, wir müssen am Zufluss was machen.
00:19:18
Speaker
Weil ansonsten kommen wir nicht raus aus der Geschichte.
00:19:21
Speaker
Du bist, ich meine...
00:19:23
Speaker
Immer nur am Ausmisten, das kann es doch nicht sein.
00:19:25
Speaker
Und da kommst du dann wieder ins Spiel mit deiner Philosophie der Wahl.
00:19:30
Speaker
Und was lasse ich in meinen Kleiderschrank?
00:19:34
Speaker
Genau.
00:19:36
Speaker
Also mir ist halt wichtig, dass man ganz am Anfang, also man muss einen langen Fragebogen bei mir ausfüllen.
00:19:43
Speaker
Und in dem Fragebogen setzt man sich schon mal ganz bewusst auf,
00:19:48
Speaker
mit seinem Kaufverhalten, mit dem, wie ich wirken möchte.
00:19:52
Speaker
Also wirklich mit allem, was mit Kleidung zu tun hat, auseinander.
00:19:57
Speaker
Mir gibt es natürlich jetzt als Beraterin einen sehr guten Einblick und eine gute Einstellung auf die Kundin, weil ich mich da ja
00:20:05
Speaker
Also ich schaue nicht nur den Schrank an, ich gucke mir die Ganzheit an, ich gucke mir die Kundin an, ich gucke mir das Leben von ihr an und ich schaue mir, oder auch Kundinnen, also ich mache nicht nur Frauen, aber meistens kommen Frauen zu mir, die haben einfach mehr Pain Points, glaube ich, weil sie einfach viel mehr Kleidung im Schrank haben.
00:20:26
Speaker
Aber ich gucke mir das ja erst mal vorher ganzheitlich an.
00:20:28
Speaker
Und diejenige, die mich zur Hilfe gebeten hat, kann sich dann schon mal Fragen stellen, die sie sich vorher in diesem Zusammenhang noch überhaupt nie gestellt hat.
00:20:39
Speaker
Ja, ja.
00:21:02
Speaker
Aber die Sachen, und das sind ja 60, 70 Prozent, die eben nicht immer getragen werden, zu denen es Fragen gibt, die kommen alle mal auf den Tisch.
00:21:11
Speaker
Und dann wird eben geguckt, warum werden die nicht getragen?
00:21:16
Speaker
Und was könnte man denn da, und da ist mein nachhaltiger Ansatz, was könnte man denn machen, damit man sie wieder integrieren kann, damit man die aktivieren kann?
00:21:24
Speaker
Und das ist ganz oft die Passform.
00:21:26
Speaker
Das sind Ideen, wie man was neu kombiniert.
00:21:29
Speaker
Und das ist wirklich der Satz, den höre ich am allerhäufigsten.
00:21:33
Speaker
Das hätte ich ja so nie kombiniert, aber es sieht ja so toll aus.
00:21:37
Speaker
Ja, das glaube ich aufs Wort.
00:21:39
Speaker
Ja, ja.
00:21:40
Speaker
Ja, ja, Wahnsinn.
00:21:43
Speaker
Und okay, das heißt, wir haben einmal diesen bewussten Ansatz, also den Kleiderschrank quasi zu, also ihnen das, was ich habe, mit dem umzugehen.
00:21:53
Speaker
Und dann haben wir ja auch noch das, okay, Einkaufsverhalten.
00:21:56
Speaker
halten, was ja der Schlüssel ist auch, um die Menge schon von vornherein zu reduzieren.
00:22:01
Speaker
Da haben wir gesagt, das Bewusste, wenn ich weiß, was ich will, wie ich mich fühlen will, wenn ich das als Entscheidungsgrundlage habe und damit einkaufen gehe, dann habe ich einen anderen Output.
00:22:11
Speaker
Aber ich würde dich bitten, mal kurz zum Thema Markenkleidung zu sprechen.
00:22:15
Speaker
Also wir müssen keine Marken nennen, ist ja auch total unerheblich, aber dieser Trend, der
00:22:21
Speaker
immer eine Marke zu tragen, ist schwierig, weil unter anderem, was ich im Ausbildungsprozess sehe, ist, das war aber so teuer.
00:22:31
Speaker
Ich mag es nicht, ich will es nicht, also bei mir dann eher im räumlichen Möbel, wie auch immer, aber es ist so teuer, ich kann es jetzt nicht weggeben.
00:22:40
Speaker
Das hat ja auch was mit Trend zu tun und was damit zu tun, dass man selbst das Gefühl hat, man müsste mit Kleidung einen Status haben.
00:22:52
Speaker
Oder man ist selbst nicht gut genug und deswegen kauft man Markenkleidung, um irgendwie nach außen besser zu sein.
00:22:59
Speaker
Und das ist ja das, was ich meine mit dem, wir machen uns erstmal klar, wie möchtest du wirken.
00:23:08
Speaker
Und meiner Erfahrung nach braucht es dazu keine Marke, sondern dazu braucht es gute Qualität und eine gute Passform.
00:23:16
Speaker
Weil alleine eine gute Qualität und eine gute Passform wirkt und es wirkt hochwertig.
00:23:23
Speaker
Darin fühlt man sich selbstbewusst, weil es einfach passt, weil man nicht über die Kleidung nachdenken muss.
00:23:29
Speaker
Und ich muss dann auch nicht irgendeine Designertasche am Handgelenk spazieren tragen und sagen, guck mal, die macht mich jetzt besser, sondern ich fühle mich ja schon so genug.
00:23:43
Speaker
Und das ist es, warum sich manche in ganz teuren Sachen nicht wohlfühlen, weil was in der Bekleidung ja schon passiert, ist, dass Marketing unglaublich
00:23:53
Speaker
teuer geworden ist.
00:23:55
Speaker
Also, weiß ich nicht, irgendeine Designermarke gibt so unglaublich viel Geld für Marketing aus, da bleibt fürs Produkt oft gar nicht mehr so viel übrig.
00:24:06
Speaker
Und Hauptsache, dieses teuer, vermarktete und gut aufgebaute Label ist dann gut zu sehen.
00:24:13
Speaker
Da macht es dann gar nichts, wenn die eigentlich billig verarbeitet ist und die Qualität jetzt auch nicht so toll ist.
00:24:19
Speaker
Ja, ja.
00:24:20
Speaker
Und es kommen ja immer mehr so Skandale raus, wo dann Taschen, die für 3.000 Euro verkauft werden, in der Produktion ein paar 50 Euro gekostet haben.
00:24:31
Speaker
Und dann noch von illegalen Asiaten in Italien produziert wurden.
00:24:36
Speaker
Sowas kommt immer mehr raus.
00:24:38
Speaker
Und warum gibt man so viel Geld für so ein Label aus?
00:24:42
Speaker
Weil man nach außen mit einem großen Namen zeigen möchte, ich gehöre dazu.
00:24:47
Speaker
Ja, und da war ein Reel, wo du ein Shirt analysiert hast, mikroskopisch fast schon, mit der Webart.
00:24:53
Speaker
Und ich dachte mir, was?
00:24:57
Speaker
Und das ist ja auch das Marketing.
00:24:58
Speaker
Ich komme ja auch aus dem Marketing.
00:25:01
Speaker
Die Marke steht für hohe Qualität, Branding.
00:25:05
Speaker
Also würde ich im Leben nicht darauf kommen, mir die Nahten anzuschauen.
00:25:11
Speaker
Ja, nicht mal im Leben.
00:25:38
Speaker
Aber der Unterschied im T-Shirt-Preis waren 120 Euro, glaube ich.
00:25:44
Speaker
Und zwar 120 Euro für das Logo, also dafür, dass man Werbung für die Firma trägt.
00:25:50
Speaker
Und zwar sehr offensichtliche Werbung.
00:25:52
Speaker
Über die ganze Brust.
00:25:53
Speaker
Ja, Wahnsinn.
00:25:54
Speaker
Ja.
00:26:00
Speaker
Und man sieht es ja, es war ja auch die letzten Jahre dieser sogenannte Quiet-Luxury-Trend.
00:26:07
Speaker
Und so diese wirklich hochwertigen, wirklich teuren Marken, die haben ja oft kein sichtbares Logo.
00:26:14
Speaker
Richtig.
00:26:15
Speaker
Weil...
00:26:16
Speaker
Und da kommt es wieder, was ich immer predige und das muss nicht teuer sein.

Qualität und Passform über Markenpriorisieren

00:26:20
Speaker
Es gibt auch wirklich günstige Sachen, die eine ganz gute Qualität haben, aber man muss sie suchen wie die Stecknadel im Heuhaufen.
00:26:27
Speaker
Es kommt auf die Qualität an, es kommt auf die Zusammenstellung an, auch wie man was kombiniert und es kommt auf die Passform an.
00:26:35
Speaker
Und es kommt darauf an, dass wir uns drin gut fühlen.
00:26:39
Speaker
Ja, und da hat man direkt dann, ich meine, diesen Ansatz zu verfolgen, spart einfach Zeit am Ende, weil zum Ausmisten und Aufräumen und Auswählen hat man nie Zeit und diesen morgens vom Kleiderschrank zu sehen und zu sagen, was ziehe ich denn heute an?
00:26:59
Speaker
Das ist das Schlimmste, was man sieht.
00:27:02
Speaker
Oder das dann abends vorzubereiten oder was auch immer.
00:27:04
Speaker
Aber es ist ein Zeitfresser.
00:27:06
Speaker
Und dann muss ich das ja auch noch pflegen.
00:27:08
Speaker
Ich muss Schränke dazu kaufen.
00:27:09
Speaker
Ich muss dann Sommer-Winterkleidung wechseln.
00:27:11
Speaker
Ich meine, das ist ja Wahnsinn.
00:27:14
Speaker
Also mein Kleiderschrank, wer den sieht, das ist ein Meter.
00:27:19
Speaker
Oh wow, toll.
00:27:21
Speaker
Also ich bin so ein Lieblingsträger, wenn ich.
00:27:26
Speaker
Also ein Meter und wenn ich jetzt Wechsel mache, ich habe nicht viel Kleidung.
00:27:33
Speaker
Ja, das kriege ich persönlich nicht hin, muss ich sagen, weil ich habe ja wirklich sehr viele Jahre hinter mir, die ich in der Industrie war und habe unglaublich schöne Sachen mir angesammelt, viele Sachen auch selbst genäht.
00:27:49
Speaker
Aus wirklich tollen Stoffen.
00:27:51
Speaker
Damals gab es ja die ganzen Designer-Stoff-Verkäufe noch von Marken, die hier in Deutschland produziert haben.
00:27:59
Speaker
Ich schätze das sehr wert und ich kann das nicht weggeben.
00:28:02
Speaker
Auch weil ich einfach stundenlang dran saß und mir das zum Teil selber genäht habe.
00:28:07
Speaker
Aber, und da wollte ich nochmal was sagen zum Neukauf, ich habe 2023 ein No-Buy-Year gehabt, das heißt, ich habe nichts Neues an Kleidung für mich selber gekauft, nichts.

Erfahrung eines Kaufverzichtsjahrs und Kreativität

00:28:22
Speaker
Und ich dachte, ich schaffe das nicht.
00:28:26
Speaker
Und es war so einfach.
00:28:28
Speaker
Es war so einfach.
00:28:29
Speaker
Und noch was, es war das kreativste Stylingjahr, das ich in meinem Leben hatte.
00:28:36
Speaker
Und ich habe nur aus dem geschöpft, was in meinem Kleiderschrank war.
00:28:39
Speaker
Das ist zugegebenermaßen vielleicht überdurchschnittlich viel und mehr als jemand hat, der jetzt nicht in der Industrie arbeitet und sich so viel mit Mode auseinandersetzt.
00:28:50
Speaker
Aber das Prinzip ist bei jedem anwendbar.
00:28:54
Speaker
Wir haben alle viel mehr, als wir brauchen.
00:28:57
Speaker
Und wenn wir wirklich mal sagen, da kommt jetzt nichts dazu, sondern wir nutzen einfach das, was da ist, weil wir können jetzt im Moment nicht anders.
00:29:06
Speaker
Es ist jetzt so eine Gegebenheit und wir können nicht anders und wir nutzen jetzt das, was da ist.
00:29:11
Speaker
Ich habe nicht mal alles genutzt, was da ist, aber ich habe
00:29:17
Speaker
Ich würde mal sagen, ich habe 80 Prozent von dem genutzt, was da ist und mir wirklich bewusst gemacht, was ich da alles habe, was da an Wert ist.
00:29:27
Speaker
Und dass ich viel individueller mich kleide, als wenn ich jetzt gucke, was gibt es ein neues?
00:29:34
Speaker
Ach, da ist ein neuer Schnitt, da ist irgendwie ein neuer Trend, den brauche ich irgendwie auch noch.
00:29:39
Speaker
Ich bin viel mehr zu mir gekommen und habe es ausgedrückt, was...
00:29:44
Speaker
was wirklich mein Stil ist.
00:29:46
Speaker
Ja, das ist so cool.
00:29:48
Speaker
Also das, ich meine, man muss es nicht gleich auf ein Jahr machen.
00:29:51
Speaker
Ich meine, je nachdem, wie viel man hat.
00:29:55
Speaker
Und wenn ich jetzt jeden Monat Kleidung kaufe, dann ist es vielleicht drei Monate.
00:30:00
Speaker
Wenn ich einmal, also zweimal im Jahr, ich keine Ahnung, das kann ja jeder für sich auswählen.
00:30:05
Speaker
Und vor allem, wie viel Geld man dann auch einfach spart.
00:30:08
Speaker
Das ist unglaublich.
00:30:09
Speaker
Und wie viel Zeit.
00:30:11
Speaker
Ich kaufe ja nicht einfach irgendwas.
00:30:13
Speaker
Ich durchforste ja dann online die Online-Shops und befasse mich dann mit neuen Trends und gucke, was andere anhaben.
00:30:23
Speaker
Ich lese die Newsletter zum Teil.
00:30:25
Speaker
Ich habe alles abbestellt, habe mich da auch nicht mehr informiert, also wirklich so die Ausseinflüsse aufs Minimum beschränkt und mich wirklich, es war so nach innen gehen.
00:30:39
Speaker
Und es war nicht nur für meine Kleidung oder mein Verhältnis zu meiner Kleidung und meinem Kaufverhalten sehr heilsam, sondern es hat mich auf so ein neues Level gebracht und mich viel selbstbewusster gemacht.
00:30:53
Speaker
Ich habe ja eigentlich alles und was ich habe, ist so toll.
00:30:56
Speaker
Oft gibt es die Qualität gar nicht mehr oder ich möchte sie mir auch gar nicht mehr leisten von dem, was ich eigentlich schon habe.
00:31:03
Speaker
Ja, und vor allem geht es raus aus dem Mangel.
00:31:06
Speaker
Ja.
00:31:08
Speaker
Ich habe schon so viel.
00:31:11
Speaker
Moment mal, anstatt immer nach außen nach außen zu suchen und zu schauen, was brauche ich noch?
00:31:16
Speaker
Moment mal, was habe ich denn alles schon?
00:31:17
Speaker
Das ist ein ganz, ganz guter Punkt.
00:31:20
Speaker
Weil wenn du Trends hinterherläufst, bist du nie genug, weil die Trends sagen dir das ja.
00:31:25
Speaker
Wenn du den jetzt nicht mitmachst, dann bist du aus dem Fashion Game raus.
00:31:30
Speaker
Das brauchst du, weil das ist jetzt in und das ist jetzt out.
00:31:33
Speaker
Das, was du hast, ist out.
00:31:35
Speaker
Sprich, das, was du hast, ist nicht mehr gut genug.
00:31:38
Speaker
Und wenn du das abschaltest, dieses ganze Geräusch da um dich herum abschaltest und mal guckst, was habe ich eigentlich, da kommt eine Wertschätzung, die glaubt man gar nicht.
00:31:49
Speaker
Und die Wertschätzung ist auch so eine Dankbarkeit.
00:31:52
Speaker
Und Dankbarkeit ist ja wirklich so das Ding, was Fülle generiert.
00:31:58
Speaker
Also ich war unglaublich dankbar für diese unglaublich schönen Kleidungsstücke, die ich in meinem Leben ansammeln durfte.
00:32:08
Speaker
Ja, also ich meine, das ist mit ein Grund.
00:32:11
Speaker
Ich meine, das Marketing, egal ob Kleidung, Küchenutensilien, Einrichtung, Deko, whatever, ist der Grund, warum Ausmisten...
00:32:23
Speaker
immer ähnlich.
00:32:24
Speaker
Also ich bin in diesem Berufsfeld seit gut 20 Jahren.
00:32:27
Speaker
Einer meiner Lehrerinnen ist Karen Kingston.
00:32:30
Speaker
Ja, sie war der Ausmissguru überhaupt.
00:32:34
Speaker
Jetzt ist Marie Kondo und keine Ahnung, also meine, ich habe die Generation davor noch.
00:32:40
Speaker
Und es ist immer und in 20 Jahren wird es jemand anders geben, der einen neuen Aufräumtrend findet und ich weiß nicht, wie man was faltet und keine Ahnung wie.
00:32:49
Speaker
Aber es hört nie auf, weil
00:32:52
Speaker
immer mit dem gleichen Tool gearbeitet wird, dass es nicht reicht.
00:32:58
Speaker
Eben, ja.
00:32:59
Speaker
Dabei verstopfen wir ja alles.
00:33:02
Speaker
Und einen Schrank müssen wir jeden Tag aufmachen.
00:33:05
Speaker
Da müssen wir jeden Tag reingucken.
00:33:07
Speaker
Und dann übermannt die meisten so ein Ohnmachtsgefühl.
00:33:11
Speaker
Eigentlich möchte man die Schranktür wieder zumachen und lass mich in Ruhe.
00:33:14
Speaker
Aber ich muss ja jeden Tag reingucken.
00:33:16
Speaker
Und dann greift man halt zu dem, was so oben auf dem Stapel ist und was man so immer kennt.
00:33:21
Speaker
Aber es ist wirklich wie so...
00:33:23
Speaker
Wie so ein Frühjahrsputz.
00:33:25
Speaker
Das tut so wahnsinnig gut, wenn man das auch mal alles ausräumt und Klarheit hat und wirklich weiß, was man da drin hat.
00:33:33
Speaker
Und wenn man nicht alles gleich ausmisten möchte, das ist völlig in Ordnung.
00:33:36
Speaker
Also ich für mich mache es so, dass ich so einen aktiven Schrank habe und alles, was ich gerade nicht trage, aber was ich nicht hergeben möchte, ist sozusagen archiviert auf dem Dachboden.
00:33:50
Speaker
Und
00:33:51
Speaker
Das stimmt schon, wenn man viel hat, dann haben dich die Sachen.
00:33:55
Speaker
Also was du hast, das hat dich.
00:33:59
Speaker
Es ist wirklich so.
00:34:00
Speaker
Und es ist, je mehr du hast, und dessen muss man sich schon bewusst sein, desto mehr Arbeit hat man damit.
00:34:05
Speaker
Desto mehr Last muss man handeln irgendwie.
00:34:09
Speaker
Und wenn einem das sehr schwer fällt, dann würde ich wirklich auch dazu raten, ausmisten und dann nicht aber dazukaufen.
00:34:16
Speaker
Nicht für jedes ausgemistete Teil wieder was Neues, sondern wirklich reduzieren,
00:34:22
Speaker
sodass ich vielleicht 30% von dem, was ich habe und davon 100% trage.
00:34:28
Speaker
Ja, also nicht dieses, es gibt ja so einen Ausmistipp, eins geht, eins kommt.
00:34:32
Speaker
Genau, bin ich überhaupt kein Fan.
00:34:35
Speaker
Also...
00:34:40
Speaker
Ja, ich meine, ich gehe jetzt von mir aus, ich bin viel im Homeoffice, ich habe mich noch nie in einem Jogginganzug, ich besitze gar keinen Jogginganzug, ich kann mich erinnern, als ich schwanger war und dann danach habe ich gesagt, ich kaufe, nein, ich brauche etwas, dass ich meinen Körper immer noch fühle, dass ich
00:34:58
Speaker
Also ich brauche irgendeine Begrenzung, aber im Körper nicht etwas, was mit mir wachsen kann, in welche Richtung.
00:35:03
Speaker
Also ich besitze heute noch, ich habe nie einen Jogginganzug besessen.
00:35:06
Speaker
Also ich ziehe mich jedes Mal an und auch schön an, wenn ich mich an meinen Arbeitsplatz setze, ob Homeoffice oder nicht.
00:35:12
Speaker
Ich glaube, aber es ist auch ein ganz anderes Spiel, wenn jemand jeden Tag ins Büro geht und dann jeden Tag eine andere... Aber da kommt es ja
00:35:21
Speaker
Auch unter anderem, man braucht mehr Teile, also mit einem Meter Schrank kommt man da nicht aus, aber da geht es ja auch, anstatt immer neu zu kaufen, auch zu kombinieren und anders zu kombinieren und sich zu trauen, anders, also authentischer letztendlich zu sein.
00:35:37
Speaker
Genau.
00:35:38
Speaker
Und was wir vor allem immer nicht vergessen dürfen, meistens sieht man ja nur unser Oberteil.
00:35:42
Speaker
Das ist das, was man so bewusst wahrnimmt.
00:35:45
Speaker
Und deswegen kann man schon mal so grob über den Daumen gepeilt sagen, ich brauche dreimal so viele Oberteile wie Unterteile.
00:35:54
Speaker
Ja, man braucht nicht so viel Hosenröcke, sonst irgendwie was, sondern oben ist das, wo man viel mehr schwitzt, dass man täglich wechseln muss und so.
00:36:03
Speaker
Eine Jeans kann ich doch vier, fünf Mal anhaben.
00:36:05
Speaker
Oder eine Hose.
00:36:07
Speaker
Oder eine Wolle, eine Anzughose, die wird ja auch nicht schmutzig oder sowas.
00:36:11
Speaker
Die kann ich zum Auslüften raushängen und muss die gar nicht so oft waschen, reinigen oder sonst was.
00:36:17
Speaker
Und vom rein Visuellen her, wir nehmen ja immer das wahr, was jemand oben trägt.
00:36:23
Speaker
Gerade auch viel im Homeoffice, wenn wir in Videokonferenzen sind, da sieht ja niemand, so das Unterteil, sieht man ja immer das Oberteil.
00:36:32
Speaker
Dann was zum Beispiel Schmuck ausmacht.
00:36:35
Speaker
Ich bin auch ein großer Fan von so Statement-Schmuck und es muss kein Echt-Schmuck oder irgendwas total Kostbares sein oder von Tüchern, einfach von Accessoires, die...
00:36:45
Speaker
Also man könnte eigentlich jeden Tag so das gleiche Oberteil und Unterteil tragen und dann wirklich alles immer nur mit Accessoires machen.
00:36:52
Speaker
Und der Betrachter, der führt ja keine Strichliste.
00:36:56
Speaker
Ach, das hat sie jetzt gestern schon angehabt.
00:36:58
Speaker
Wir sind nicht bei den Oscars.
00:37:01
Speaker
Das Kleid wurde vor fünf Jahren schon einmal getragen.
00:37:04
Speaker
Genau.
00:37:04
Speaker
Und der nimmt ja wahr, dich in deiner Gesamtheit und da machen Accessoires und so kleine Gestaltungselemente unglaublich viel aus.
00:37:16
Speaker
Das ist so spannend.
00:37:17
Speaker
Ich glaube, wir könnten endlos drüber sprechen, liebe Julia.
00:37:21
Speaker
Aber ich glaube, wir haben auch nicht nur so Tipps, was mache ich, sondern dieses Nach-Innen-Kehren.
00:37:29
Speaker
Ich persönlich finde es so schön hier in den Raum gegeben oder transportiert, dass man einfach mehr zu sich steht, auch bei der Kleidung.
00:37:40
Speaker
Gerade bei der Kleidung.
00:37:43
Speaker
Weil dann geht es ums Kleiden und nicht ums Verkleiden.
00:37:46
Speaker
Und ganz viele eher kleiden sich.
00:37:48
Speaker
Und es ist wirklich, eigentlich ist alles gesagt mit, es sollte von innen rauskommen, nicht von außen an uns ran.
00:37:58
Speaker
Ja, ja.
00:37:59
Speaker
Wow.
00:38:00
Speaker
Man sollte sich kleiden und nicht verkleiden.
00:38:02
Speaker
Ich glaube, das ist das Zitat dieses Podcasts.
00:38:06
Speaker
Also dieser Episode.
00:38:07
Speaker
Ja, weil Trends verkleiden halt oft.
00:38:10
Speaker
Richtig.
00:38:11
Speaker
Und wir fühlen es dann nicht.
00:38:13
Speaker
Ja, ja, ja.
00:38:15
Speaker
Liebe Julia, wenn jemand sagt, das, was Julia macht, das ist so cool.
00:38:18
Speaker
Also Instagram-Account sowieso, den verlinken wir direkt.
00:38:24
Speaker
Aber wie kann man sich das vorstellen?
00:38:26
Speaker
Also du hast vorhin gesagt, du machst Workshops, du machst 1 zu 1 Beratung.
00:38:30
Speaker
Erzähl mal ein bisschen über deinen Berufsalltag oder wie du Menschen hilfst.
00:38:34
Speaker
Also mein Hauptservice, sage ich mal, das, was wirklich, wo ich denke, das bringt am allermeisten, das ist so ein sogenannter Schrankcheck.
00:38:44
Speaker
Und es funktioniert so, dass man bei mir so ein kostenloses 15-minütiges Kennenlerngespräch über die Webseite buchen kann.
00:38:52
Speaker
Und da stellen wir fest, passen wir zueinander überhaupt?
00:38:57
Speaker
Biete ich überhaupt was an, was gewünscht wird?
00:39:01
Speaker
Wenn jemand nur seine Garderobe auf den neuesten Trend ausrichten möchte, dann ist das fein, aber nicht mit mir.
00:39:07
Speaker
Also da bin ich einfach nicht die Richtige dafür.
00:39:11
Speaker
Und dann, ja, dann...
00:39:14
Speaker
Wenn man sich dann dafür entscheidet, dass das gut passt, kommt der Fragebogen und dann wird erstmal so eine Vorarbeit, muss die Kundin erstmal eine Vorarbeit machen und sich wirklich da intensiv damit beschäftigen, mir auch Fotos schicken, in denen sie sich wohlfühlt und auch so Stilinspirationen.
00:39:33
Speaker
Denn es geht oft wirklich darum, dass ein Blick von außen drauf schaut.
00:39:38
Speaker
Also selbst wenn sie jemand trendmäßig total informiert ist, modemäßig ein gutes Gefühl hat und sowas, die Außenperspektive hat man selber nie.
00:39:48
Speaker
Es geht mir genauso.
00:39:49
Speaker
Mir tut es auch gut, wenn mal eine Kollegin bei mir drauf schaut.
00:39:55
Speaker
Und dann haben wir entweder online oder ich komme dann in den Schrank diesen Termin.
00:40:03
Speaker
Und da habe ich schon eine ganz klare Vision des Deals und den gehe ich erst mal dann durch zusammen mit der Kundin und dann erarbeiten wir, ob das passt.
00:40:15
Speaker
Und wir arbeiten so lange dran, bis sie sagt, ja, das bin ich.
00:40:20
Speaker
Und dann erst gehen wir in den Schrank.
00:40:24
Speaker
Und da zeigt sie mir dann alles, wo sie Fragezeichen hat, was sie nicht trägt, wie man was kombinieren kann, auch ob ihr was steht, ob die Farbe irgendwie was ist für sie.
00:40:37
Speaker
Also wirklich alles, was da so an Fragen kommt, wird da besprochen.
00:40:41
Speaker
Und dann wird von jedem Outfit ein Foto gemacht.
00:40:46
Speaker
Und das bekommt man dann eben wie in so einer Art Lookbook, so eine...
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Bildergalerie und viele pinnen sich das dann ausgedruckt an die Innenseite des Schrankes, sodass man halt wirklich Looks hat, auf die man zurückgreifen kann, wenn es mal schnell gehen muss.
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Die sind dann oft nach Anlass, je nachdem, was die Fragestellung des Schrankchecks war, geordnet.
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Und ja, weil wenn ich rausgehe aus der Tür, habe ich alles wieder vergessen und die Kunden auch.
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Speaker
Weil wir stylen zum Teil so viele Outfits, man kann sich nicht an alles erinnern und dazu sind die Fotos ganz unerlässlich.
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Man kann sich auch auf dem Handy einen Ordner machen, wo man die dann hofflistet und
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Eigentlich ist so den eigenen Stil zu finden und den dann wirklich konsequent zu tragen, wie so das Trainieren von einem Muskel.
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Speaker
Das ist nicht was, wo ich sage, das musst du jetzt so und so und so machen, sondern das erarbeiten wir zusammen und ich gebe eigentlich nur so Impulse an die Hand.
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wie man es umsetzen kann.
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Speaker
Und dann ist der eigene Stil eine bewusste Entwicklung, weil jeder Mensch entwickelt sich jeden Tag ein Stück weiter und genauso ist es mit Stil.
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Speaker
Der bleibt ja nicht fest.
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Aber ich bin so eine Begleitung und eine Impulsgeberin und ich kann erst mal so die Langlaufläupe spuren und dann kann man da mal rein und irgendwann schafft man es dann selber.
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Speaker
Ja, genau.
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Speaker
Ja, ich meine, all das, was wir gesagt haben, da hängt ja so viel zusammen.
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Speaker
Wer bin ich?
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Speaker
Was ist authentisch?
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Speaker
Ich traue mich, zu mir zu stehen und das durch die Kleidung auszudrücken.
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Speaker
Ich meine, das sind alles Muskeln, die wir üben dürfen.
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Speaker
Genau.
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Speaker
Und dann eben auch so wirklich die praktischen Umsetzungswerkzeuge.
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Speaker
Wie kann ich das machen?
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Speaker
Ja, weil das ist ja die Herausforderung letztendlich.
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Man sieht das und dann schaut man in den Kleiderschrank und denkt sich, eigentlich habe ich alles, was auf dem Bild ist, auch im Kleiderschrank, aber ich
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irgendwie kriege ich mich so hin.
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Speaker
Ja, und bei mir sieht es nicht so aus.
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Speaker
Ich habe jetzt hier dieses Pinterest-Bild und ich ziehe es genauso an.
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Speaker
Und warum sieht es jetzt an mir nicht so aus?
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Speaker
Und da kommen wir dann halt auf ein Fachgebiet.
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Speaker
Und das muss man lernen.
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Also ich habe ja gelernt, wie man Schnitte konstruiert.
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Speaker
Ich weiß, wie man beim Körper eine Balance herstellt.
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Also das sind dann so Sachen, da braucht es dann einen Profi, der dann einfach umsetzt und weiß,
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wo man ansetzen kann und was da noch fehlt.
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Aber es ist total interessant, weil ich habe oft in den Beratungen, bekomme ich Bilder von Kunden aus den Wohnzeitschriften.
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Speaker
So hätte ich es gerne und das und das und das.
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Speaker
Dann sage ich, das sind aufgestylte Räume, das sind keine Lebensräume.
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Speaker
Und sie wollen es nicht so haben, glauben sie mir.
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Also ich bin jetzt kein Designer in dem Sinne, mein Gebiet ist ein anderes, aber meistens passt es nicht im wahrsten Sinne des Wortes.
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Ja, ja.
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Aber oft, also so ist es bei mir, bekommt man schon den Vibe, der einfach transportiert wird und der demjenigen dann so gut gefällt, umgesetzt in den persönlichen Stil.
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Speaker
Also das schafft man schon.
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Speaker
Aber was halt wichtig ist, ist, dass es ins Leben passt.
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Speaker
Also oft sehe ich ja zum Beispiel auch eine ganz große...
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einen ganz großen Platz im Schrank, der so für Abend- und Anlassgarderobe ist.
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Und dann hat derjenige aber überhaupt gar nicht mehr so viele Anlässe in seinem Leben, sondern hat halt einen Berufsalltag, vielleicht noch Kinder.
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Speaker
Also das stimmt so überhaupt nicht überein.
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Speaker
Das ist sowieso ein Tipp, den ich jedem geben würde.
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Speaker
Es gibt mittlerweile so tolle Mietplattformen für
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Speaker
teure, hochwertige Anlassgarderobe.
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Speaker
Sowas würde ich mir nie wieder kaufen.
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Speaker
Ich habe es früher auch gekauft.
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Speaker
Ich würde es mir nicht mehr kaufen.
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Speaker
In Amerika gab es ja dieses Project Runway oder so irgendwie, wo man sich Kleidung mieten konnte.
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Speaker
Ja, genau.
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Speaker
Gerade so Sachen, die man so für einen Anlass braucht.
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Speaker
Mhm.
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Speaker
Ach, wie spannend.
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Speaker
Wow.
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Speaker
Oh mein Gott.
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Speaker
Was für ein großartiges Gespräch.
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Speaker
So viele Parallelen und einfach auch der nächste Schritt.
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Speaker
Und ich habe ja dieses Jahr gesagt, der Podcast, ich möchte nicht, dass er sich nur noch um Feng Shui dreht, weil wir sind so viele.
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Speaker
Und Unfolding Space ist ja, wir haben jetzt auch einen anderen Raum entfaltet, der für den, wo der Mensch auch im Mittelpunkt steht und auch wahnsinnig wichtig ist.
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Speaker
Und ich bin dir so dankbar, liebe Julia, dass du dir Zeit genommen hast, heute
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Speaker
bei mir dabei zu sein und deine Weisheit zu teilen.
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Speaker
Also von ganzem Herzen vielen Dank.
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Speaker
Sehr, sehr gerne und vielen, vielen Dank, dass ich meinen Beruf, meine Berufung und das, was ich so in die Welt trage, da teilen

Abschluss und Aufruf zum Teilen der Botschaft

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Speaker
durfte.
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Speaker
Vielen Dank.
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Speaker
Und für mich war es total spannend, diese Parallelen zu entdecken und auch zu sehen, dass ich auch einen Teil Feng Shui mache, ohne es zu wissen.
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Speaker
Ja, absolut, absolut.
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Speaker
Wahnsinn.
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Speaker
Und das haben wir gar nicht kommen sehen.
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Speaker
Das ist das Spannende an der ganzen Geschichte.
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Speaker
Ja, total.
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Speaker
Ja, und an alle Zuhörer und Zuhörerinnen heute, danke, dass ihr da wart, dass ihr dabei wart.
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Speaker
Und eine Bitte habe ich heute, und zwar, wenn ihr denkt, wow, das ist eine Folge, die würde dieser und jeder Person so gut tun, die ich kenne, leitet sie einfach weiter.
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Speaker
Es ist ein Klick und den macht jemand glücklich damit.
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Speaker
Und ihr macht auch uns glücklich damit, weil wir wissen, dass unsere Botschaft zu den Menschen kommt, zu noch mehr Menschen kommt, als wir in der ersten Instanz erreichen.
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Speaker
In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Tag oder Abend oder Nachmittag, je nachdem, wo du dich befindest und freue mich, wenn du beim nächsten Mal wieder dabei bist.