Transcript
Speaker: No Strategy, No Breakfast, der Podcast rund um Strategieentwicklung von und mit Jürgen Magetich und Karl Bredemeyer.
Speaker: Jürgen und ich sind Organisationsberater in Berlin und Wien und wir heißen euch ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge No Strategy, No Breakfast.
Speaker: Ja, hallo Karl.
Speaker: Es ist besonders schön heute.
Speaker: Ich habe ja meine andere Location getauscht hier.
Speaker: Die Location, Studio, Büro mit dem Chiemsee.
Speaker: Also wenn irgendein Vogel oder sonst was hört, der da reinzwitschert, das ist Chiemsee.
Speaker: Also die Urlaubsfolge.
Speaker: Und worum sprechen wir über Strategie.
Speaker: Karl, wen hast du denn hier in unserer Urlaubsfolge mitgebracht?
Speaker: Sind es alle, die jetzt nicht mehr oder noch nicht auf Urlaub sind, wenn sie das hören?
Speaker: Also für Jürgen ist es die Urlaubsfolge, für Markus Schneider und für mich ist es leider keine Urlaubsfolge.
Speaker: Da habe ich es schon verraten, Markus Schneider ist heute zu Gast.
Speaker: Ich freue mich sehr, wir kennen uns schon eine ganze Weile und ich freue mich sehr, dass er die Einladung in den Podcast angenommen hat.
Speaker: Markus, bitte erzähl doch mal, wer bist du und was machst du?
Speaker: Ja, also ich komme übrigens gerade aus dem Urlaub.
Speaker: Zwei Wochen Urlaub gehabt jetzt.
Speaker: Ich bin ziemlich gut entspannt.
Speaker: Ich fange jetzt wieder an.
Speaker: Ich bin Geschäftsführer der Nova Capta GmbH.
Speaker: Einer von zwei Geschäftsführern.
Speaker: Wir sind ein IT-Beratungshaus, IT-Dienstleister.
Speaker: Tätig in Deutschland, Schweiz, Österreich.
Speaker: Wir haben etwa 250 Mitarbeitende.
Speaker: Neben den drei Ländern haben wir noch einen kleinen Standort in Riga, in Nettland.
Speaker: Wir sind spezialisiert auf Microsoft-Themen, Microsoft-Produkte und führen die in größeren Unternehmen ein, integrieren die, beraten die, betreiben die, alles was dazugehört.
Speaker: Ansonsten, das mache ich jetzt so in dieser Art in etwa seit sechs, sieben Jahren.
Speaker: Ich habe ursprünglich mal angefangen 2001 als Techniker, direkt mit dem Informatikstudium, tatsächlich in einem der Vorgängerunternehmen,
Speaker: der jetzigen NovaCaptor angefangen, war aber zwischendurch auch zweimal draußen, war zwischendurch mal bei Sartorius als Vorstandsassistent, war mal bei einem Anwenderunternehmen, KWS in der IT, Teilabteilungsleiter, noch mal studiert und was man so alles macht.
Speaker: Also in Summe bin ich so 17 Jahre jetzt dabei, etwa bei diesem
Speaker: in der IT-Dienstleistungsbranche.
Speaker: Ansonsten bin ich Familienvater, habe zwei Kinder, 15.12 Uhr, spiele ein bisschen Gitarre-Hobby-mäßig.
Speaker: So weit würde ich sagen, vielleicht zu mir.
Speaker: Schön, dass du dabei bist, Markus.
Speaker: Der Grund, warum ich dich gefragt habe, ob du kommst, ist, weil ich mich, seitdem Jürgen und ich uns intensiver mit dem Thema Strategie, Strategieentwicklung auseinandersetzen habe,
Speaker: Dann irgendwann mal, dass ich zu der Frage auch kam, wie ist das denn, wenn man mit einem großen Partner wie Microsoft zusammenarbeitet, wie viel Spielraum hat man da überhaupt als Geschäftsführer von einem Beratungshaus, dass sich das nun genau auf die
Speaker: auf die Fahne schreibt.
Speaker: Das ist so die eine Richtung, in der die Gedanken da so gingen.
Speaker: Und zum anderen natürlich, da ihr ja eure Kunden da tatsächlich auch sehr, sehr nah begleitet, auch mal so ein bisschen in deinen Erfahrungskoffer zu gucken.
Speaker: Was sind so Erfolgsfaktoren für IT-Strategien?
Speaker: Was sind Dinge, die du mitbekommst, wo du sagst, ja, das hat gut funktioniert?
Speaker: Ja.
Speaker: Und das waren vielleicht andere Themen, die nicht so gut funktioniert haben.
Speaker: Also das so als Rahmensetzung für das Gespräch heute, für die Zuhörerinnen und Zuhörer.
Speaker: Ich freue mich sehr, dass du da bist.
Speaker: Und ja, lass uns vielleicht direkt rein starten, Markus.
Speaker: Mit der erstmal offenen Frage, wie würdest du euren Bewegungsspielraum beschreiben mit einem großen Partner?
Speaker: wie Microsoft, wenn es jetzt darum geht, Strategien zu entwickeln für die nächsten Jahre?
Speaker: Also das kann man sicher selber wählen, wie eng ist man an der Microsoft, wie viel lässt man zu.
Speaker: Es gibt glaube ich etwa 20.000, 30.000 Microsoft-Partner in Deutschland.
Speaker: Ein Großteil von denen ist auch noch Partner von anderen IT-Produktherstellern oder macht auch irgendwas anderes.
Speaker: Also die sind mit Sicherheit nicht alle so eng an einer Microsoft dran.
Speaker: Es ist ja auch so, dass wir Partner sind.
Speaker: Das ist kein Franchise.
Speaker: Wir sind jetzt nicht verpflichtet, bestimmte Dinge zu tun.
Speaker: Wir versuchen natürlich,
Speaker: Ja, wir wollen ja dem Kunden auch eine gewisse Kompetenz mitbringen.
Speaker: Der kauft uns ja ein, weil wir eine gewisse Kompetenz haben und unsere Kompetenz liegt eben darin, diese Microsoft-Themen, Microsoft-Produkte sehr gut zu verstehen und sehr gut einführen zu können.
Speaker: Also versuchen wir auch, in diesen Themen relativ eng mit der Microsoft zusammenzuarbeiten.
Speaker: Du hast dann
Speaker: In der Praxis sieht das so aus, Microsoft bietet verschiedene Programme an ihren Partnern, wo man teilnehmen kann, aber nicht muss.
Speaker: Wenn man teilnimmt, dann muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Speaker: Die musst du dann auch tun.
Speaker: Du musst bestimmte Mitarbeiter haben, die sich zertifizieren in bestimmten Themen.
Speaker: Du musst bestimmte Projekte mal gemacht haben, das nachweisen können.
Speaker: Das ist sozusagen das, was du dann einbringen musst.
Speaker: Aber du kannst frei entscheiden, ob du in so einem Programm mitmachst oder eben nicht.
Speaker: ob du beim nächsten Mal eben nicht mitmachst und wie du es dann wieder anders machst.
Speaker: Also du hast Spielraum und kannst überlegen, wie eng oder wie weit weg von der Microsoft du agieren willst.
Speaker: Jetzt ist es eine große Bandbreite, wo ihr euch aufstehen könnt.
Speaker: Nach welchen Prämissen richtet ihr eure eigene Strategie aus?
Speaker: Innerhalb des Spielraums, den ihr mit Microsoft als Partner habt und innerhalb des Marktes auch?
Speaker: Was sind eure Prämissen für Strategie?
Speaker: Naja, wir beobachten natürlich den Markt.
Speaker: Also zuvor erst natürlich, was machen unsere Kunden, wo sehen wir die Bedarfe unserer Kunden?
Speaker: Wir sind ja am Ende für unsere Kunden da.
Speaker: Und wo gehen die hin?
Speaker: Was gibt es für neue Technologien?
Speaker: Wo geht die Reise hin und was bietet Microsoft in dem Kontext an?
Speaker: Und dann entscheiden wir in der Regel sozusagen, ob wir diese Themen mitmachen und wie wir da reingehen.
Speaker: Und
Speaker: wie wir uns die erarbeiten und wie wir die sozusagen an den Markt bringen und zu unseren Kunden bringen können.
Speaker: Und je nachdem kann das eben sein, dass wir sagen, das ist mal ein Thema, was nicht so interessant ist, das verfolgen wir nur ein Stück weit.
Speaker: Oder das ist mal ein Thema, das halten wir für sehr relevant in unserem Markt für unsere Kunden.
Speaker: Da investieren wir rein, da setzen wir Kolleginnen drauf, die sich da einarbeiten, das ausarbeiten, die in entsprechenden Programmen dann von Microsoft teilnehmen.
Speaker: Und dann bringen wir das eben an unsere Kunden entweder alleine oder zum Teil auch zusammen mit der Microsoft.
Speaker: Das heißt, ihr seid dann aber schon das Wesentliche auch vom Pacing, dem Produktlounge, des Lebenszyklus von Microsoft geprägt.
Speaker: Also so ein bisschen, wenn Microsoft sich bewegt, bewegt ihr euch auch mit strategischen Überlegungen.
Speaker: Kann man das so sagen?
Speaker: Das ist nicht ganz falsch.
Speaker: Das ist momentan so.
Speaker: Ich war ja nicht immer Microsoft.
Speaker: Ich hatte vor, weiß ich, bis vor sechs, sieben Jahren...
Speaker: war ich in der Firma auch ein IBM-Partner, kam aber irgendwann zu so einem Punkt, wo wir gesagt haben, in den Themen, in denen wir stark sind und die unsere Kunden interessieren, da passt das nicht mehr so richtig, was die IBM da tut.
Speaker: Die hat sich da anders entwickelt und dann haben wir die Partnerschaft gewechselt, weil wir eben glauben, dass genau in den Themen Microsoft so eine Marktführerschaft und Technologieführerschaft übernommen hat.
Speaker: Und das sehen wir immer noch, dass die Microsoft in vielen Bereichen sehr, sehr stark ist und es deswegen durchaus Sinn macht, sich da so an diese Launches dran zu hängen.
Speaker: Sollte das irgendwann mal so sein, dass man sagt, es macht keinen Sinn mehr oder es ist nicht mehr so relevant, was Microsoft da produziert, könnte man sicherlich wieder einen anderen Weg gehen.
Speaker: Aber momentan in näherer Zukunft sehe ich das nicht so.
Speaker: Da versuchen wir schon relativ eng an dem zu sein, was da passiert.
Speaker: Würdest du sagen, ist es eher so, dass die Kunden euch das sagen, was sie brauchen oder müsst ihr sie fragen, in welche Richtung ihr euch da bewegen solltet?
Speaker: Also ich würde weder noch sagen.
Speaker: Ich würde sagen, im Idealfall schlagen wir den Kunden die Themen vor, die wir glauben, die vielleicht passen könnten.
Speaker: Also wo die neuen Themen kommen im Markt von Microsoft und mit unserem Verständnis für das, wo die Kunden stehen, schlagen wir im Idealfall vor und sagen hier,
Speaker: wollt ihr euch damit nicht mal beschäftigen?
Speaker: Und dann kommt man in die Diskussion.
Speaker: Also das andere wäre ja sehr reaktiv von der einen oder anderen Seite.
Speaker: Vielleicht da noch eine Frage.
Speaker: Jetzt habt ihr auf der einen Seite das Produktportfolio von Microsoft, die Programme, Produkte.
Speaker: Auf der anderen Seite bei euren Kunden, das hat vorhin gesagt Karl, IT-Strategie.
Speaker: Gibt es das noch oder sind es sozusagen Portfolio um Technologie und Stack-Entscheidungen?
Speaker: Strategie gibt es in der Form gar nicht mehr, weil alles kurzlebig ist.
Speaker: Ich glaube, dass es IT-Strategie schon noch gibt und dass das auch mehr ist als eine reine Portfolio- und Stack-Entscheidung.
Speaker: Portfolio- und Stack-Entscheidung ist sicherlich ein sehr wesentlicher Punkt von der IT-Strategie.
Speaker: Dazu kommen...
Speaker: Dann noch andere Themen wie wie stelle ich mich auf als IT-Abteilung, welche Ressourcen biete ich an intern, welche kaufe ich ein, wie mache ich den Einkauf,
Speaker: Und wie organisiere ich die Themen?
Speaker: Mache ich ein Scouting?
Speaker: Mache ich Realisierung?
Speaker: Ja, es ist noch eine ganze Menge mehr, was dazugehört.
Speaker: Und insofern gibt es, denke ich, IT-Strategie schon.
Speaker: Aber die Art, wie das betrieben wird, ist im Unternehmen sicherlich sehr unterschiedlich.
Speaker: Es gibt welche, die gehen da sehr strategisch ran, erarbeiten das sehr detailliert.
Speaker: Und manche machen es vielleicht ein bisschen einfacher.
Speaker: Da findet man ganz unterschiedliche Vorgehensweisen bei den Kunden.
Speaker: Nehmt ihr euch mit rein in die Strategie, die wir ganz ankommen?
Speaker: Denkt mal mit uns mit.
Speaker: Wir haben Folgen zum Thema Open Strategy gehabt.
Speaker: Da war das ein Thema.
Speaker: Aber geht man zu euch auch hin und sagt, wir sind an unserer IT-Strategie dran.
Speaker: Wollt ihr mal mit drauf schauen?
Speaker: Ja, zum Teil ja.
Speaker: Bei den Kunden, wo man wirklich einen guten Fit hat, ist das so und macht es auch absolut Sinn.
Speaker: Aber wir haben unterschiedlich enge Beziehungen mit unseren Kunden.
Speaker: Manche fordern uns da auch, uns da einzubringen in die IT-Strategie, vielleicht ein Stück weiter auch zu beraten, wie man das IT-Strategie-Thema überhaupt angeht.
Speaker: Wir haben aber genauso gut auch Kunden, die uns einfach für ein Projekt mal einkaufen und erstmals vielleicht nicht mehr mit uns machen wollen.
Speaker: Und dazwischen gibt es eine große Bandbreite.
Speaker: Wenn ich dich jetzt fragen würde, als Kunde, wie sollen wir es denn angehen mit unserer IT-Strategie?
Speaker: Was wäre denn dann eure Antwort?
Speaker: Habt ihr so ein Modell, wo ihr sagt, so machen wir IT-Strategie mit euch?
Speaker: Also ich würde erst mal sagen, wo steht ihr denn heute?
Speaker: Was habt ihr denn?
Speaker: Wie ist eure IT-Strategie?
Speaker: Ist die ein Stück weit dokumentiert?
Speaker: Kann man die sich anschauen?
Speaker: Wo fangen wir denn überhaupt an?
Speaker: Und dann würde ich gucken...
Speaker: Ein wichtiger Bestandteil ist immer so dieses sogenannte IT-Business-Alignment.
Speaker: Also du kannst ja nicht eine IT-Strategie sozusagen in deinem eigenen Saft nur machen.
Speaker: Du machst es ja, weil du dein Unternehmen damit unterstützen willst mit der IT.
Speaker: Und insofern musst du natürlich auch gucken, wie ist die Strategie des Unternehmens insgesamt,
Speaker: Und wie passt das zusammen oder wie kann die IT den Beitrag bringen, um die Unternehmensziele und Unternehmensstrategie zu unterstützen?
Speaker: Dann würde ich eben gucken, dass das eben nicht mehr sozusagen auf dem Papier so ist, sondern dass man in diesen IT-Strategie-Prozess,
Speaker: eben auch das Unternehmen einbindet, also die wesentlichen Fachabteilungen da auch einbindet und vor allem genau diesen Punkt auch die Stakeholder und wie läuft die Zusammenarbeit der IT mit den Fachabteilungen, da würde ich einen besonderen Fokus drauf setzen, um das zu betrachten, weil das vor allem auch Punkte sind, die vielleicht nicht immer so zuerst gedacht wird, es wird vielleicht zuerst so an dieses Text gedacht, was du eben auch gesagt hast.
Speaker: Da ist oft schon was da, aber
Speaker: manchmal was, wo man nochmal besonders drauf guckt, wenn man von draußen reingeht und da vielleicht mit einem frischen Blick drauf guckt.
Speaker: Ist das aus eurer oder aus deiner Sicht strategisch etwas, wo ihr gerne unterwegs seid und vielleicht sogar auch mehr unterwegs seid?
Speaker: Ich erinnere mich an einen Workshop, wo du mal gesagt hattest, alle wollen immer über Strategie reden, lass uns da jetzt mal über die Umsetzung sprechen.
Speaker: Ist das aber für euch als NovaCupter
Speaker: interessant, da aktiv zu sein, schon in der Entwicklung der Strategie, der IT-Strategie?
Speaker: Wir machen es zum Teil.
Speaker: Wir sind aber jetzt auch kein Haus, was nur IT-Strategieberatung macht.
Speaker: Es gibt sicherlich spezialisierte Anbieter für sowas.
Speaker: Der Mehrwert, den wir einbringen können, ist, dass wir eben auch die Realisierung tun können.
Speaker: Das kann Vor- und Nachteile haben.
Speaker: Es kann eben einen Vorteil haben, wenn du sagst, ich
Speaker: gehe in die Strategieerarbeitung rein und kann sie dann aber auch zum Teil eben auch umsetzen.
Speaker: Also dann kommen eben wirklich umsetzbare Workable Strategies raus sozusagen.
Speaker: Ähm, ähm,
Speaker: Manchmal, wenn du das trennst, kommst du vielleicht zu einem anderen Ergebnis.
Speaker: Das kann mein Vor- und mein Nachteil sein.
Speaker: Das will ich gar nicht bewerten hier.
Speaker: Also bei uns macht es sicherlich Sinn, uns einzubinden, wenn du das willst, dass du sozusagen zu einer IT-Strategie kommst, die man auch ein Stück weit umsetzen kann, wo klar ist, es ist umsetzbar, was da rauskommt.
Speaker: Ich hatte noch eine andere Frage.
Speaker: Du hattest zum Eingang, da springe ich jetzt ein bisschen, trotzdem interessiert es mich, die hattest du gesagt, dass man sich das so ein bisschen aussuchen kann als Partner der Microsoft, wie nah man an sie heranrückt.
Speaker: Ist es auch teilbar?
Speaker: Du hast gesagt, es gibt ganz, ganz viele Partner in Deutschland.
Speaker: Die Nummer habe ich gerade wieder...
Speaker: Ja, ich weiß noch nicht genau, 20.000 würde ich sagen.
Speaker: Ist es ein Ziel aus diesen 20, also jetzt für euch speziell, aus diesen 20.000 irgendwie als besonderer Partner auch irgendwie herauszustechen?
Speaker: Ist das auch ein Teil eurer Strategie?
Speaker: Ja, das haben wir uns konkret so.
Speaker: Das ist konkret das, was wir uns schon vorgenommen haben.
Speaker: Wir sind auch...
Speaker: denke ich, ein besonderer Partner.
Speaker: Wir gehören da sicherlich zu den Top 1, 2, 3 Dutzend auf jeden Fall zu, was die Durchdringung angeht, was die Breite von Portfolios angeht und was auch die Relevanz vielleicht für eine Microsoft angeht.
Speaker: Und das ist klar Teil unserer Strategie, da wirklich eng an der Microsoft dran zu sein,
Speaker: früh auch eingebunden zu werden in neue Themen, die kommen, die Möglichkeit zu haben, auch mit Produktleuten von der Microsoft darüber zu sprechen, wie was genau funktioniert und das immer als Mehrwert zu unseren Kunden zu tragen.
Speaker: Als Beispiel letztens das Thema KI ist ja total
Speaker: angesagt und da gibt es von Microsoft dieses Produkt Co-Pilot, das ist sozusagen so eine Art KI-Integration in die Microsoft-Produkte.
Speaker: Da haben wir
Speaker: sind wir eingeladen worden von Microsoft und Microsoft hat auch den Flug und alles bezahlt, nach Redmond zu fliegen, um dort einmal zu berichten, wie wir das bei unseren Kunden einführen und eben auch anzuhören, was da Neues kommt von Microsoft.
Speaker: Das kriegt nicht jeder von 20.000 Kunden und das ist dann eben der Mehrwert, den wir bringen können, wenn du eben sowas machen willst, dass wir da vielleicht ein bisschen näher dran sind als andere.
Speaker: Was waren so in deiner Erfahrung oder in eurer Erfahrung jetzt so vielleicht so die prägendsten Erlebnisse, wo du gesagt hast, okay, hier ist mal was richtig vor die Wand gefahren und warum?
Speaker: Also wenn du jetzt auf Kunden-IT-Strategien schaust und was vielleicht auch auf der anderen Seite der Skala, wo hast du gemerkt, ja hier, da haben sie sich was vorgenommen und das hat tatsächlich auch funktioniert aus den und den Gründen?
Speaker: Ja, ich will jetzt nicht konkrete Kunden... Ich muss den Namen jetzt nicht nennen.
Speaker: Was man natürlich gelegentlich feststellt, ist, dass vielleicht gar nicht so eine durchdachte Strategie da ist.
Speaker: Vielleicht ist sie manchmal auch gar nicht aufgeschrieben.
Speaker: Also es gibt vielleicht irgendwas in Köpfen.
Speaker: Aber es ist niemals formuliert worden und dadurch bleibt es ein Stück weit schwammig.
Speaker: und verändert sich jedes Mal, wenn man darüber spricht.
Speaker: Und oft, das hatte ich vorhin schon gesagt, fehlt vielleicht so ein bisschen dieses IT-Business-Alignment.
Speaker: Das ist der Punkt, wo ich, was man gelegentlich feststeht, dass man sich da ein Stück weit auseinandergelebt hat und es gar nicht so richtig mitkriegt und dann auch vielleicht gar nicht mehr so miteinander arbeitet und dadurch natürlich bestimmte Probleme entstehen.
Speaker: Das
Speaker: Das ist nicht so super selten, deswegen habe ich es vorhin auch erwähnt, das würde ich so sagen.
Speaker: Dann gibt es natürlich auch den anderen Fall, dass es wirklich explizit gut durchdachte Strategien gibt, gut abgestimmt, auch mit entsprechenden Governance Sachen hinten dran, um es umzusetzen und mit Boards, Ears Reviewen,
Speaker: und hat richtig was aufgebaut.
Speaker: Siehst du eigentlich, jetzt kommst du zu vielen Unternehmen durch, gibt es auch so Strategiemoden, also so die, ich sage jetzt mal, Standard-IT-Strategie, die kursiert Microsoft rein, Microsoft raus, Insourcing, Outsourcing, also das Thema des Jahres, findest du das wieder, oder ist das eher ein Mythos?
Speaker: Nein, nein, nein, es ist ja definitiv in IT so, dass es immer wieder diese Moden gibt, dass das
Speaker: Das ist allen klar, die da länger arbeiten und immer so diese Halbthemen gibt.
Speaker: Was weiß ich, am Anfang, also vor 10, 15 Jahren, dieses Thema Business, Process, Automation oder sowas, dann dieses Thema Digital Transformation war ja so ein paar Jahre, in den letzten Jahren immer so das Halbthema, wo man sich aufgegangen hat, jetzt ist es AI.
Speaker: Also die IT lebt ja ein Stück weit davon, dass man auch immer wieder diese Themen hat.
Speaker: Und das hat
Speaker: positive und wichtige Aspekte, aber es hat sicherlich auch mal Aspekte, dass so eine Sau durchs Dorf getrieben wird.
Speaker: Das Spannende ist ja bei der ganzen IT-Technologie eben, dass es ja solche Adoption-Kurven gibt.
Speaker: Nicht immer, wenn ein neues Thema da ist, ist es sofort überall angekommen, sondern du hast halt erstmal...
Speaker: Erstmal ein paar Leute, die sich da mit beschäftigen, die das alles für total relevant halten, aber das ist eben erstmal ein kleiner Kreis.
Speaker: Und bis es dann wirklich in der Breite angekommen ist, braucht es etwas.
Speaker: Und dazwischen gibt es auch das Tal der Tränen, dass man sagt, das war jetzt ein Hype, der nicht funktioniert hat.
Speaker: der dann aber ein bisschen später dann doch den Durchbruch schafft.
Speaker: Also das ist ganz klar, diese Technology-Adaption-Zyklen.
Speaker: Und damit diese Moden hast du immer wieder.
Speaker: Was sind denn aus deiner Sicht jetzt so die drei top strategischen Themen außerhalb von künstlicher Intelligenz, auf die man nicht vergessen sollte?
Speaker: Weil ich glaube, einfach ist es heute, was macht ihr?
Speaker: Ja, ja, wir machen jetzt da, guck.
Speaker: Go AI, egal, genau.
Speaker: Gibt es ja nebenan auch noch was, um das muss ich gerade sagen.
Speaker: Egal.
Speaker: Also wenn jetzt drei Themen mit AI, den hätte ich jetzt gesagt, AI, AI und drittens AI, aber wenn du nichts weißt außer AI, dann würde ich sagen, was noch brutal relevant ist aktuell ist Security,
Speaker: sich fit zu machen.
Speaker: Und das hat zum Teil auch was mit AI zu tun.
Speaker: Das gibt gewisse Überschneidungen, aber auch Sachen, die sich nicht überschneiden, ist auf jeden Fall ein sehr, sehr relevantes Thema gerade.
Speaker: Und
Speaker: Das dritte würde ich sagen, ist immer noch das Thema Cloud.
Speaker: Es ist jetzt nicht ganz neu, es gibt es jetzt schon ein paar Jahre, aber an Geschwindigkeit zuzunehmen über dieses Thema Cloud ist schon immer noch relevant für viele Unternehmen.
Speaker: Viele Unternehmen, am meisten würde ich sagen, sind mittlerweile in einigen Bereichen in der Cloud, haben auch vielleicht eine Cloud-Strategie, aber da ist noch viel zu tun, das ist immer noch ein sehr wesentliches Thema.
Speaker: was würdest du sagen, wie wird das Thema AI eure Arbeit verändern?
Speaker: Also wenn du jetzt in fünf Jahren NovaCaptor, AI entwickelt sich in wahnsinnigem Tempo voran, was würdest du sagen, was kommt da auf euch zu?
Speaker: Das kann man aus zwei Perspektiven betrachten.
Speaker: Einmal
Speaker: dass wir das Thema AI natürlich mitgestalten, es mit in Unternehmen einführen, begleiten, nutzbar machen, integrieren.
Speaker: Das ist natürlich der eine Aspekt.
Speaker: Der andere ist, wie betrifft es unsere eigene Arbeit?
Speaker: Und da sind natürlich so Dinge, die vielleicht...
Speaker: wie jedes Unternehmen vielleicht ein Stück weit angefangen hat zu nutzen, nutzen wir genauso.
Speaker: Zum Beispiel, wenn wir Texte formulieren, sei es für Marketingzwecke oder intern, dass man da eben AI mit reinnimmt.
Speaker: Und der wesentliche Aspekt deiner Frage geht wahrscheinlich so in unser Kern-Geschäftsmodell.
Speaker: Und da ist natürlich der Punkt,
Speaker: Wir entwickeln ja auch Software und die Softwareentwicklung wird ja auch durch AI immer weiter unterstützt.
Speaker: Und da sind schon die Fragen, gibt es eigentlich so etwas wie eine Softwareentwicklung in fünf oder zehn Jahren noch?
Speaker: Wie wird sich das verändern?
Speaker: Ich würde denken, es wird noch wichtiger werden, dass du die Anforderungen der Kunden, die Business-Anforderungen verstehst,
Speaker: besprechen kannst und Lösungen formulieren kannst.
Speaker: Es wird weniger wichtig werden, dass du die technischen Details verstehst, wie du die am Ende umsetzen musst.
Speaker: Insofern wird das für uns bedeuten, dass unsere Berater in den nächsten fünf Jahren, zehn Jahren wahrscheinlich
Speaker: etwas an technischer Tiefe verlieren können, dafür aber noch mehr an Prozesswissen, an Kundenverständnis, an Beratungsskill eigentlich auch bauen müssen.
Speaker: So würde ich es sehen.
Speaker: Das ist sicherlich ein ganz wesentlicher Aspekt unserer Entwicklung der nächsten Jahre.
Speaker: Ganz interessant, weil das eigentlich, wenn ich so auf die letzten Jahre zurückgucke, eigentlich immer das war,
Speaker: wo sich alle Agilisten einen abgebrochen haben, sozusagen zu verdeutlichen, dass man mit dem Product Owner oder ähnlich gelagerten Rollen jemanden hat, der sich genau darum kümmert, diese Anforderungen zu verstehen.
Speaker: Und jetzt, so wie du es beschreibst, wird es nochmal, finde ich, klarer, dass das jetzt einfach der nächste Job ist.
Speaker: Wo ist denn meine Gegenfrage in den Unternehmen, wenn du
Speaker: Wir sind ja auch unterwegs.
Speaker: Wo lebt man denn das so, dass man richtig den Product Owner, so wie es mal ursprünglich angedacht wurde, richtig hat und bereitstellt?
Speaker: Also wir erleben es oft, dass wir so eine Art Proxy-Product Owner auch, dass wir das ein Stück weit unterstützen, weil man in dem Kundenunternehmen vielleicht gar nicht die Zeit hat, die letzten Details dieser Rolle selber auszuüben.
Speaker: Also praktisch.
Speaker: Eher in jüngeren Unternehmen als jetzt in gesetzten Unternehmen, aber das sage ich ganz ohne Wertung, weil ich glaube, dass viele Unternehmen ihren Weg damit gefunden haben, auch mit Proxys zu arbeiten, weil die Aufgabe dahinter verstanden wird, das Kundenbedürfnis zu verstehen.
Speaker: Ja, wir sind auch mit Proxys.
Speaker: Wenn man die Zeit in Kauf nimmt, die es halt braucht, um dann die Übersetzung in die Teams zu bekommen, dann ist das völlig in Ordnung, glaube ich.
Speaker: Ich würde sagen, eher jüngere Unternehmen als jetzt die etablierten.
Speaker: Jürgen, wartest du gerade?
Speaker: Naja, das Thema, das mich da ein bisschen beschäftigt ist, was ist denn
Speaker: Aus der Ansicht für, wir waren jetzt die Kernfrage sozusagen des Business Alignment, Beziehung mit dem Business, als schon auch, würde man sagen, ist in der IT wichtig, für das normale oder für das Gesamtunternehmen ist es die Nähe zum Kunden, also es entspricht sich ja auch, wenig Orientierung an sich selbst, mehr am Außen an dem Bezug, wo ich hinliefer, wo ich Wert stiften möchte.
Speaker: Das ist so ein Thema, das ich von dir verstanden habe, Richtung IT-Strategie.
Speaker: verändert sich in der Fragestellung etwas durch die künstliche Intelligenz in deiner Sicht?
Speaker: Also wie ich zu dem Verständnis komme, wie ich die Daten dort generiere, wie ich in die Auswertung komme?
Speaker: Verändert sich was für den Strategieprozess aus deiner Sicht?
Speaker: Ja, das ist was Karolim angesprochen hat, die generelle Entwicklung,
Speaker: Und das geht ja schon seit ein paar Jahren so, dass es sozusagen stückweit weniger technisch wird und mehr wirklich aufs Verständnis der Prozesse und sowas ankommt.
Speaker: Da ist AI jetzt ein ganz wesentlicher Treiber für die nächsten Jahre, aber das hat auch vor ein paar Jahren schon angefangen.
Speaker: Cloud war schon so ein Thema, wo du, wenn du das eingeführt hast, musst du dich weniger um Infrastruktur kümmern.
Speaker: kannst dich mehr um die Inhalte, um das, was du damit machen willst, kümmern.
Speaker: Low-Code-Ansätze gehen genau in dieselbe Richtung.
Speaker: Weniger technisches Verständnis, mehr Inhalteprozesse gestalten.
Speaker: Also diese Entwicklung, die ist auch schon fünf oder zehn Jahre alt, die wird jetzt nochmal beschleunigt und die wird einfach immer wichtiger.
Speaker: Gibt es etwas, worauf du dich besonders freust, wenn du jetzt so auf die nächsten Jahre guckst?
Speaker: Du sagst ja auch, da habe ich irgendwie Lust, Teil davon zu sein.
Speaker: Oder mit der NovaCaptor Teil davon zu sein.
Speaker: Also ich finde die Zeit aktuell total spannend, mit allem, was auch vielleicht an schlechten Dingen passiert.
Speaker: Aber wir sind in einer enormen, schnellen Zeit, in der enorm viel passiert, neue Dinge entstehen, die man...
Speaker: die man aufnimmt und es wird immer agiler, nicht im Sinne jetzt agiler vorgehend, sondern im Sinne einer Schnellnehmigkeit und sich flexibler auf Dinge einzustellen.
Speaker: Das bedeutet einfach, es wird eine ganze Menge passieren.
Speaker: Platt zusammengefasst, es wird nicht langweilig werden.
Speaker: Das ist doch fast ein gutes Statement.
Speaker: Karl, es wird nicht langweilig werden.
Speaker: Ein Ding, das wir sicher mitnehmen,
Speaker: was ist dein Fazit aus unserem Gespräch sonst noch?
Speaker: Also das nehme ich sicher mit, da nehme ich dich beim Wort, Markus, es wird nicht langweilig werden.
Speaker: Da kann ich auch auf jeden Fall gut mitgehen.
Speaker: Was ich gut nachempfinden kann, ist bei der Frage, wenn jetzt um Strategiebegleitung oder Begleitung bei der Entwicklung geht,
Speaker: wenn ihr jetzt da gefragt werdet, hattest du so drei Fragen formuliert, Markus, die ihr dann stellt.
Speaker: Da kann ich einfach...
Speaker: sozusagen gut mitgehen, wo steht ihr heute, sagen nicht einfach den irgendwas hinschmeißen und sagen, das ist der Weg, sondern immer erst zu fragen, wo steht ihr heute, was sind die Themen, die euch heute bewegen.
Speaker: Das Strategie-Alignment finde ich auch einen ganz wichtigen Punkt, weil das erlebe ich tatsächlich auch immer wieder, dass CIOs oder technisch Verantwortliche
Speaker: wirklich gute Ideen haben und dann Schwierigkeiten haben, das in die Gesamtstrategie zu integrieren, aus unterschiedlichen Gründen.
Speaker: Und das Dritte, was ich mir an der Stelle notiert hatte, war das Einbinden der Fachabteilung, was du auch genannt hattest, Markus.
Speaker: Und das sozusagen auch als Brücke so ein bisschen mit dem Blick auf, was wird passieren,
Speaker: wenn künstliche Intelligenz immer mehr Raum einnimmt und immer wichtiger wird, dass es eben immer mehr darum gehen muss, zu verstehen, was der Kunde eigentlich möchte und nicht sofort irgendeine Lösung hochzuhalten, sondern erst ins Verständnis geben, bevor ich weiß, womit ich die künstliche Intelligenz eigentlich füttern kann.
Speaker: Das waren so die einen Punkte, die ich notiert hatte.
Speaker: Und das andere war, dass deine Kernthemen jetzt neben AI, da sollte man auf jeden Fall auch den Blick hinrichten, auch wenn das alles immer miteinander verzahnt sein wird in der Zukunft und
Speaker: Nach wie vor das Thema Cloud als Umgang mit Infrastruktur und das Thema Security als hochrelevant.
Speaker: Das sind so die Punkte, die ich mir hier notiert hatte.
Speaker: Hattest du da noch was ergänzen, Jürgen?
Speaker: Nee, passt sehr gut.
Speaker: Ich mag den sozusagen, man wäre ja versucht gewesen, jetzt aufgrund der Microsoft näher ein paar Fragen zu stellen zu Produkten und Dingen, die wir so verwenden, aber das hebe ich mir für den Talk nach dem Talk auf.
Speaker: Und danke Markus mal für deine Insights und deine Sicht auch zum Thema IT-Strategie und wie er das angeht und wie er euch als Unternehmen auch bewegt.
Speaker: Vielen Dank für den Beitrag und den Besuch hier bei uns.
Speaker: Ja, danke Karl, Jürgen, für das Gespräch.
Speaker: War spannend und bis demnächst.
Speaker: Bis demnächst, genau.
Speaker: Vielen Dank, Markus.
Speaker: Vielen Dank, Jürgen.
Speaker: Für euch Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn euch die Folge gefallen hat, lasst es uns gerne wissen.
Speaker: Wenn ihr Fragen habt, lasst uns die auch gerne wissen in den Kommentaren.
Speaker: Wenn ihr Gäste habt, die wir einladen sollen, dann schreibt uns auf jeden Fall gerne auch eine Mail an podcast.bm-strategy.info.
Speaker: Ansonsten bleibt mir nur.
Speaker: Jürgen, vielen Dank.
Speaker: Und Markus, dir vielen Dank und bis zum nächsten Mal.
Speaker: Ciao.
Speaker: Bis zum nächsten Mal.
Speaker: Ciao.


