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#24 Open Strategy in der Praxis. Unser Gast: Felix Langenmayr.

No Strategy - No Breakfast
No Strategy - No Breakfast

84 plays · Mar 19, 2025

"Von Open Strategy hab ich am Küchentisch mitbekommen. Das musste ich einfach ausprobieren!" Ab wann spricht man von einem offenen Strategieprozess? Wie unterscheidet sich Open Strategy von anderen partizipativen Strategieentwicklungsansätzen? Und wie macht man einen solchen Prozess der Geschäftsführung schmackhaft? Nachdem wir im vergangenen Jahr schon die Chance hatten, mit Theresa Langenmayr über wissenschaftliche Perspektiven auf Open Strategy Prozesse zu sprechen, gibt uns Felix nun wertvolle Einblicke in die Praxis. Wir sprechen mit Felix über den Strategieenwicklungsprozess bei der reichweitenstärksten Schweizer Zeitung - 20 Minuten.  Ein wichtiges Ergebnis schon einmal vorweg: wenn man einmal in einem offenen Prozess gearbeitet hat, arbeitet man auch in geschlossenen Prozessen anders - einfach weil man weiß, was so ein Strategieprozess bei den Mitarbeitenden auslösen kann. Mehr über 20 Minuten und schweizer Medienlandschaft erfahrt ihr hier: www.20minuten.ch www.tx.group

Transcript

Speaker: No Strategy, No Breakfast, der Podcast rund um Strategieentwicklung von und mit Jürgen Magetich und Karl Bredemeier.

Speaker: Jürgen und ich sind Organisationsberater in Berlin und Wien und wir heißen euch ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge No Strategy, No Breakfast.

Speaker: Ja, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von No Strategy, No Breakfast.

Speaker: Dieses Mal zu Gast ist Felix Langmeier.

Speaker: Felix, schön, dass du da bist.

Speaker: Sag uns doch mal, wer du bist und was du machst.

Speaker: Danke Karl, freut mich heute hier zu sein.

Speaker: Ich bin Felix Langmeier, ich bin im CEO-Office von 20 Minuten hier in Zürich, in der Schweiz.

Speaker: 20 Minuten ist die größte, die reichweitenstärkste Zeitung, Medienmarke der Schweiz, werbefinanziert, als Pendler-Medium gestartet und ist jetzt sozusagen an den Tram-Stationen, aber auch digital überall verfügbar.

Speaker: Genau, und ich war zuvor sechs Jahre in der Unternehmensentwicklung beim Mutterkonzern der 20 Minuten der TX Group, dort im Bereich interne Unternehmensberatung tätig und habe zuvor ein Doktorat gemacht an der Universität Zürich im Bereich Organisation und Management.

Speaker: Ja, cool.

Speaker: Vielen Dank für diejenigen von euch, die sich jetzt vielleicht fragen, Langmeier, Langmeier kennen wir doch irgendwoher.

Speaker: Genau, wir hatten Theresa Langmeier zu Gast und haben uns da vor allen Dingen die wissenschaftliche Seite oder die wissenschaftliche Perspektive auf Open Strategy als Strategieentwicklungsformat angeschaut.

Speaker: Und witzigerweise und vielleicht nicht ganz zufällig ist Felix sozusagen auf der praktischen Seite von Open Strategy angekommen.

Speaker: Und die Idee war einfach zu gucken, ob wir nicht beide für diesen Podcast gewinnen können und einladen können.

Speaker: Und es haben beide zugesagt.

Speaker: Darüber freuen wir uns sehr.

Speaker: Und da schließt sich dann auch die erste Frage für mich an.

Speaker: Was war der Moment, wo du gemerkt hast, also ich weiß auch, dass ihr bei 20 Minuten einen Open-Strategy-Prozess warst,

Speaker: durchgeführt habt oder noch dabei seid, das weiß ich nicht, da bin ich gespannt.

Speaker: Was war der Moment, wo du gesagt hast, ja, das ist was, was ich gerne ausprobieren möchte?

Speaker: Genau, das entstand eigentlich am Küchentisch mehr oder weniger.

Speaker: Also wenn man einen Partner hat, der sich in der Wissenschaft befindet, dann übernimmt das auch das eigene Leben, weil das natürlich ständig Thema ist.

Speaker: Man tauscht sich aus über die aktuelle Forschung.

Speaker: Und ja, so habe ich das mitbekommen.

Speaker: OpenStrategy wurde sozusagen zum Thema meiner Frau in der Wissenschaft und ich habe mich dann zwangsläufig damit auch auseinandergesetzt.

Speaker: Fand es aber extrem spannend.

Speaker: Aufgrund meines Backgrounds war ich natürlich auch sehr offen, was neue Managementforschung angeht und Strategieforschung angeht.

Speaker: Und habe das auch so ein bisschen in mich aufgesogen und dann auch im Rahmen von, wir hatten damals immer so Sessions in unserer Abteilung, wo man ja wie so neue Ideen auch präsentiert, was man so mitbekommen hat aus der Strategieforschung.

Speaker: Wir haben die alle möglichen klassischen Modelle dann aufgezeigt und ich habe dann sozusagen Open Strategy mitgebracht als Thema und waren auch dann alle recht begeistert, weil sie es auch noch nicht kannten oder auch für sie neu war.

Speaker: Und es gab dann aber wie so keine Möglichkeit, dem Zeitpunkt das irgendwie mal wirklich umsetzen zu können.

Speaker: Das hat dann noch ein, zwei Jahre gedauert.

Speaker: Aber dann kam das auf mich zu.

Speaker: Es gab ein Projekt eben bei 20 Minuten, wo der damalige CEO gesagt hat, er würde gerne einen Strategieprozess mit uns durchführen.

Speaker: Und dann habe ich gedacht, jetzt oder nie, das muss ich jetzt pitchen und habe dann in der Geschäftsleitungssitzung gepitcht, ob sie nicht einen offenen Strategieprozess machen möchten.

Speaker: Ich habe das irgendwie durchgeführt.

Speaker: Wo kommt Strategieforschung her?

Speaker: Wo geht sie hin?

Speaker: Und aufgezeigt, dass das wirklich Potenzial hat.

Speaker: Ich wusste auch zu dem Zeitpunkt, dass es für den damaligen CEO ein Thema war, dass er immer wieder mit der Frage konfrontiert wurde oder kritischen Frage konfrontiert wurde, dass man keine Strategie hätte.

Speaker: Ich glaube, das ist etwas, was ganz viele Unternehmen haben oder ganz viele Unternehmen,

Speaker: Mitarbeiter haben, dass sie das Gefühl haben, mein Unternehmen hat keine Strategie, wo geht die Reise hin?

Speaker: Und das war bei 20 Minuten sehr ähnlich und dadurch hatte ich dann gute Argumentationslinien zu sagen, hey, das ist genau das Wichtige für euch, damit könnt ihr genau diese Frage aushebeln und eure Mitarbeiter an Bord holen.

Speaker: Und im Anschluss danach wird es schwerfallen zu sagen, wir haben keine Strategie, weil alle Mitarbeiter ja beteiligt waren am Strategieprozess.

Speaker: Das hat die Geschäftsleitung dann sehr ähnlich gesehen.

Speaker: Die waren dann recht angetan von der Idee, das so zu machen.

Speaker: Und ja, das ist so die Geschichte, wie der offene Strategieprozess zu 20 Minuten kommt.

Speaker: Vielleicht auch willkommen von meiner Seite.

Speaker: An der Stelle eine Frage, was ist denn der offene Strategieprozess, Open Strategy?

Speaker: Jetzt sagst du, okay, keine Strategie, heißt, na dann machen wir eine.

Speaker: Das muss noch nicht zwangsläufig zur Open Strategy führen.

Speaker: Welche Argumente stecken da drin und was ist es denn, wenn man es noch nicht kennt?

Speaker: Genau, also offener Strategieprozess.

Speaker: Wir haben es damals so definiert, dass wir gesagt haben, wenn Mitarbeiter dort in dem Strategieprozess teilhaben und mitentscheiden und mitsprechen können, die ansonsten nicht Teil dieses Strategieprozesses sind.

Speaker: Also alle, die nicht zum Topmanagement gehören, zur Geschäftsleitung gehören.

Speaker: Zuvor war der Strategieprozess immer Teil der Geschäftsleitung.

Speaker: Hauptsächlich der CEOs, plus wahrscheinlich war ich dabei, aber ich nehme an, dass auch externe Berater hier und da mal mit dabei waren, um bestimmte Themen aufgearbeitet zu haben.

Speaker: Und wir wollten das wie so aufbrechen und sagen, okay, jetzt der Strategieprozess, dort involvieren wir jetzt zu einem gewissen Grad, da können wir gleich noch drauf zu sprechen kommen, die Mitarbeiter.

Speaker: Es war damals so, dass wir jetzt nicht, ich habe verschiedene Optionen damals mitgenommen, sozusagen eine Light, eine Mittel- und eine Heavy-Variante an Offenheit.

Speaker: Die Heavy-Variante ist es dann nicht geworden, dass wir gesagt haben, okay, wirklich alle an Bord von allen Hierarchie-Ebenen.

Speaker: Es wurde dann so eine Mittelvariante.

Speaker: Wir haben dann gesagt, okay, die Geschäftsleitung darf jeweils eine Person definieren und das darf...

Speaker: Und soll sogar jemand sein, der jetzt nicht direkt schon mit derjenigen Person zusammenarbeitet aus der Geschäftsleitung, sondern jemand sein, von dem er glaubt, dass er wirklich einen Mehrwert bringt in diesen Strategieprozess oder Strategieprozess von profitieren kann.

Speaker: Das war dann auch sehr divers.

Speaker: Also die Gruppe war sehr divers, was die Hierarchie-Level angeht, auf die

Speaker: Und das war ein Piller sozusagen.

Speaker: Das andere war, dass wir sehr offen kommuniziert haben.

Speaker: Also wir haben vor dem Strategieprozess kommuniziert, dass wir jetzt einen Strategieprozess machen.

Speaker: Also im Rahmen von Townhouse-Sitzungen und dann eingemacht während des Prozesses, wo wir berichtet haben, wo stehen wir aktuell und am Ende dann, als der Prozess abgeschlossen war, haben wir dann nochmal eine Townhouse-Sitzung gemacht mit allen Mitarbeitern.

Speaker: Gleichzeitig haben wir in Vorbereitung auf den allerersten Strategie-Workshop Umfragen gemacht an alle Mitarbeiter.

Speaker: Wir haben sie gefragt, wie sehen sie aktuell beispielsweise Markttrends, was betut sich da gerade aktuell im Medienmarkt,

Speaker: Wir haben sie gefragt, was sind die Stärken und Schwächen von 20 Minuten.

Speaker: Also versucht so wie so eine SWOT-Analyse von den Mitarbeitern zu machen.

Speaker: Die haben wir dann auch in den Strategie-Workshop mitgebracht.

Speaker: Also wir hatten dann im Strategie-Workshop eine SWOT der Mitarbeiter.

Speaker: Kannst du ganz kurz einordnen, wie viele Mitarbeitende es da sind bei euch?

Speaker: Welche Größeordnung sind wir da?

Speaker: Das sind circa 200 Menschen.

Speaker: 200 Menschen, okay.

Speaker: Die in dem Prozess beteiligt waren.

Speaker: Genau, ja.

Speaker: Das ist schon eine Größe.

Speaker: Also offen ist Strategie im Sinne Teilnehmerkreis, das Zweite, was ich verstanden habe, die Kommunikation ist auch offen über den Prozess, also es ist nicht dann Verlautbarungskommunikation, sondern tatsächlich vorneweg, wir werden das machen im Prozess, da stehen wir.

Speaker: Gibt es einen Unterschied zu dem, was man so landläufig als Partizipation sieht,

Speaker: oder partizipative Prozesse bezeichnen würde?

Speaker: Oder würde ich sagen, Open Strategy ist ein Format oder ist das gleiche?

Speaker: Ich würde sagen, ich glaube, ich bin jetzt nicht im Detail, was die partizipativen Prozesse angeht, drin oder wie das definiert wird.

Speaker: Aber ich würde sagen, der Moment, wo man wirklich dezidiert diesen Strategieprozess öffnet, der ja sonst eben hierarchisch sehr weit oben angesiedelt ist,

Speaker: Sobald man das öffnet, würde ich persönlich jetzt von einem offenen Strategieprozess sprechen.

Speaker: Das unterscheidet sich wahrscheinlich nochmal von dem, wie es wissenschaftlich abgegrenzt wird.

Speaker: Aber für uns in der Praxis war das sozusagen der am besten feasible, am besten beschreibbar und auch der größte Unterschied fürs Management.

Speaker: Also das war der Moment, wo er für sie offen wird, der Prozess.

Speaker: Und ja, ich weiß nicht, wie siehst du das?

Speaker: Die Unterscheidung zwischen partizipativen und Open Strategy?

Speaker: Das Open, das, was ich gelesen habe, ist das, was mich am meisten reizt, so weit zu eröffnen, dass er bis in die Kunden reingeht.

Speaker: Das kommt aber mehr aus der Theorie oder so.

Speaker: Das fände ich am spannendsten.

Speaker: Das Partizipative inkludiert sozusagen die Mitarbeiterschaft mehr oder weniger, so wie ihr das auch habt.

Speaker: Aber vielleicht ist die Unterscheidung auch nicht so wichtig.

Speaker: Der andere Punkt, den du angesprochen hast, ist schon interessanter.

Speaker: Jetzt ist der Medienmarkt auch kein nicht kompetitiver.

Speaker: Das heißt, da geht es in der Strategie auch immer um, wie mache ich es, wie hole ich einen Wettbewerbsvorteil raus, wann teile ich denn welchen Teil meines Secret-Source mit dem Unternehmen, dem eigenen, wann wird es transparent sichtbar für draußen, wie handhabt ihr oder habt ihr das gehandhabt in dem Prozess,

Speaker: War das offen auch im Sinne, es gibt keine Geheimnisse?

Speaker: Gab es Bereiche, die sozusagen, geht ja auch oft um Zahlen, mal um Struktur, dann in der Folge solche Themen.

Speaker: Wie habt ihr das gehandhabt?

Speaker: Ja, also man muss dazu sagen, du hast es ja auch einleitend beschrieben, der Medienmarkt ist sozusagen dem permanenten Wandel ausgesetzt und dem permanenten Druck ausgesetzt, sich anpassen zu müssen.

Speaker: Die Unternehmen müssen sich definitiv permanent anpassen.

Speaker: Ich glaube, der Medienmarkt ist dahingehend sehr kompetitiv und gleichzeitig auch sehr, wie soll man sagen, man tauscht sich auch über die Unternehmensgrenzen miteinander aus.

Speaker: Ich glaube, man würde jetzt nicht geheime Projekte verraten, wenn man weiß, okay, man startet ein neues Produkt und so weiter, aber sozusagen die

Speaker: Die Probleme, die alle haben, sind wie so die gleichen.

Speaker: Also es gibt dann beispielsweise der Werbemarkt ist im Einbruch.

Speaker: Die großen Digitalkonzerne aus dem Silicon Valley nehmen die Werbeeinnahmen weg.

Speaker: Das ist sozusagen was, was wie so alle Medienunternehmen als Problem definieren.

Speaker: Und wie man damit umgeht, da versuchen auch alle an einem Strang zu ziehen.

Speaker: Also es gibt ja auch Initiativen in der Schweiz, die sich...

Speaker: wo sich die Medienunternehmen zusammengetan haben.

Speaker: Sie haben eine Login-Allianz gegründet, wo alle Medienunternehmen in der Schweiz größtenteils mitmachen und versuchen, sozusagen Daten zu sammeln und zu sharen.

Speaker: Das heißt, man hat dahingehend auch nicht so die Angst, auch Sachen nach außen zu tragen, sei es denn aber natürlich irgendwie kleinteiligere Problemstellungen oder Lösungsansätze oder Initiativen, die man definiert hat.

Speaker: Da ist man natürlich dann schon sehr vorsichtig, teilt natürlich nicht jedes Detail.

Speaker: Und im Rahmen des Prozesses, würde ich sagen, hatten wir jetzt

Speaker: bis zum Schluss jetzt nicht irgendwie auf Produktebene Strategie definiert, sondern eher auf Initiativen-Ebene.

Speaker: Und das war dann auch was, wo man ein bisschen High-Level dann kommuniziert hat, sodass man nicht direkte Schlüsse draufziehen konnte, was könnte da jetzt letztlich für ein Produkt oder sowas dabei rauskommen.

Speaker: Genau, also das war in dem Sinne kein Problem.

Speaker: Ja.

Speaker: Wie ist denn das?

Speaker: Ich würde gerne nochmal zu dem Moment zurück, als du dann das Okay bekommen hast.

Speaker: Du hast die mittelschwere Variante gepitcht und dafür gab es dann das Okay.

Speaker: Wusstest du dann auch, wie das Ganze jetzt vonstatten gehen wird oder war das dann...

Speaker: Weiß ich nicht, hast du dann wieder zurück zum Küchentisch oder so?

Speaker: Teresa, guck mal, ich darf schrecklich, muss das jetzt machen, um Gottes Willen.

Speaker: Wie bist du dann vorgegangen?

Speaker: Wie hast du diesen Prozess konstruiert sozusagen?

Speaker: Ja, man muss sagen, also zu dem Zeitpunkt, wo ich es gepitcht habe, war es eigentlich auch schon, mir war es wie schon klar, wie das dann laufen muss und sollte.

Speaker: Es war, ich habe nichts gepitcht, was ich dann danach erst noch irgendwie konstruieren musste.

Speaker: Es war klar, dass wir diese Workshops haben.

Speaker: Es war klar, dass wir offen kommunizieren.

Speaker: Es war klar, dass wir diese Umfragen machen, um die Mitarbeiter an Bord zu holen.

Speaker: Klar, man musste noch Detailfragen klären, wie im Detail die Umfrage aussieht, welche Fragen man da abholen möchte.

Speaker: Man musste noch mal klären, in welchen Abständen man sich trifft.

Speaker: Man muss dazu aber auch sagen, wir hatten dann ein doppeltes, dreifaches Problem.

Speaker: Wir sind dann mitten in die Corona-Pandemie reingerutscht.

Speaker: Und wir mussten dann zeitgleich noch zu dem, was wir eh schon uns eine Herausforderung gesetzt hatten, das offen zu machen, mussten wir das Ganze dann noch in den digitalen Raum holen und waren dadurch doppelt gefordert.

Speaker: Hattest du ein Team, ein Kernteam, mit dem du das zusammen stemmen konntest oder musstest du das alles irgendwie alleine machen?

Speaker: Genau, ich habe das damals alleine gemacht, sozusagen die Begleitung des Prozesses im engen Austausch mit dem Management natürlich und wir haben noch Praktikanten, die da mitarbeiten, stark involviert gewesen sind, aber größtenteils lag das bei mir.

Speaker: Eine Frage, die mir oft dazugelegt hat.

Speaker: Wir hatten jetzt gerade beim Anfang des Prozesses, zeitlich sind wir schon fast am Ende unseres Gesprächs.

Speaker: Ich habe es angekündigt.

Speaker: Du hast im Pitch Versprechen gegeben, im Sinne...

Speaker: Gefühlt keine Strategie etc.

Speaker: Das kann der Open-Strategy-Prozess lösen.

Speaker: Welche Versprechen hast du gegeben, die erfüllt worden sind, letzten Endes, die du erfüllen konntest und wo würdest du sagen, das muss man beim nächsten Mal dann daran arbeiten, dass das auch erfüllt wird?

Speaker: Was ich versprochen hatte war, dass wir, und das war mein Hauptversprechen, dass danach alle wissen, wir haben eine Strategie und die Strategie auch kennen und die Strategie tragen werden.

Speaker: Das war ja auch der Buy-in und das, denke ich, haben wir auch erfüllt, die Herausforderung.

Speaker: Und das war, glaube ich, das Wichtigste an der Stelle.

Speaker: Ich glaube, wir haben nichts versprochen, was wir wieso nicht halten konnten, behaupte ich jetzt mal.

Speaker: Da müsste man die Gegenseite mal fragen.

Speaker: Okay, Karl, wir machen ein Survey bei 20 Minuten in der Schweiz.

Speaker: Gucken wir mal die Zugtickets.

Speaker: Ja, gut.

Speaker: Cool.

Speaker: Weil du jetzt gerade sagtest, oder anders, wo seid ihr im Prozess?

Speaker: Ist der abgeschlossen oder wie ist es mit der Umsetzung?

Speaker: Es gibt ja häufig dieses Thema, Strategie generieren, das können vielleicht sogar mehr Leute, als man glaubt.

Speaker: Aber der Kern ist ja eigentlich auch die Umsetzung.

Speaker: Wo würdest du sagen, steht ihr da oder vor welchen Herausforderungen steht ihr da aktuell?

Speaker: Der Prozess, als ich den damals begleitet habe, war ich ja als Berater vor Ort, als interner Berater.

Speaker: Ich bin dann klassisch auch nach dem Prozess, nach dem Generierungsprozess der Strategie auch wieder raus und habe dann sozusagen den Prozess verlassen.

Speaker: Soweit ich weiß, wurden die meisten Initiativen auch umgesetzt.

Speaker: Es gab die eine oder andere, die auch nicht umgesetzt wurden.

Speaker: Das ist, glaube ich, aber auch normal.

Speaker: Was ich weiß, dass der Prozess dann schon auch wieder geschlossen wurde.

Speaker: Es war dann sozusagen in der Implementierung kein offener Prozess mehr.

Speaker: Ich glaube, das hat auch praktische Gründe.

Speaker: Ich glaube, irgendwann kommt auch so eine Organisation ein bisschen im Maximum an Verarbeitungskapazitäten, dass man ja irgendwie immer, wenn man immer alle mit reinholt, ist es auch schwierig, dann wirklich vorwärts zu kommen, wenn man auch an die Umsetzung geht.

Speaker: Da könnte man nochmal drüber nachdenken.

Speaker: Das sind für mich so die offenen Fragen, die ich da mitgenommen habe.

Speaker: Wie könnte man so den Implementierungsprozess noch offener gestalten?

Speaker: Ja, aber ansonsten waren wir da eigentlich weitgehend zufrieden.

Speaker: Ja, wenn du jetzt nochmal zurückschaust, gibt es ja bestimmte Dinge, wo du sagst, ja, das hat sich auf jeden Fall gelohnt, das war gut, dass wir das genauso gemacht haben.

Speaker: Könntest du einmal sagen, was das war und vielleicht auch, was Dinge waren, wo du sagst, das würde ich beim nächsten Mal versuchen zu verändern oder anzupassen?

Speaker: Ich glaube, gut war das Management abzuholen mit diesen verschiedenen Optionen, die man anbietet, also dass man jetzt sich nicht davon leiten lässt, man muss den extrem offenen Ansatz wählen.

Speaker: Ich glaube, da hätten wir damals nicht den Bein bekommen, das doch auch so umzusetzen.

Speaker: Ich glaube, man muss einfach einen Weg oder eine Offenheit finden, die für das Unternehmen, fürs Management, für Organisationen,

Speaker: gangbar ist und sollte das die Organisation auch nicht überfordern bei so einem offenen Prozess.

Speaker: Das muss man auch, glaube ich, auch wie so lernen, mit der Offenheit auch umgehen zu können.

Speaker: Ich denke, dass wir beim nächsten Mal durchaus offener rangehen können an so einen Prozess, auch mit Lesern zu sprechen und Leserinnen zu sprechen.

Speaker: Es wäre mit Sicherheit, was man machen müsste und die in den Prozess mit reinzuholen.

Speaker: Ansonsten, ja, ich glaube, man darf es nicht unterschätzen, wie aufwendig so ein Prozess ist.

Speaker: Also von der Komplexität, vom Arbeitsaufwand für alle Beteiligten ist es doch intensiver.

Speaker: Weil wenn er offen ist, muss man natürlich auch anders vorbereiten, anders agieren, anders die Kommunikation auch führen, wie wenn man das geschlossen macht.

Speaker: Das muss man sich im Vorfeld bewusst sein.

Speaker: Und da würde ich dann eben darauf achten, dass man auch wirklich genügend Ressourcen zur Verfügung hat und nicht nur drei, vier Projekte nebendran am Laufen hat, sondern dass man da wirklich fokussiert ist.

Speaker: Vielleicht auch mit einer externen Beratung zu arbeiten, die den Prozess begleitet, die dann wirklich den Fokus darauf legen kann.

Speaker: Und ja, ich denke, das sind so die Hauptpunkte.

Speaker: Cool.

Speaker: Genau, ich gucke wieder zu Jürgen.

Speaker: Jürgen guckt auf die Uhr.

Speaker: Ja, ich muss die Rolle des Termgepers machen.

Speaker: Es ist wie immer.

Speaker: Fragen hätte ich noch ein paar.

Speaker: Ein Fazit vielleicht von dir.

Speaker: Den Abschluss miteinander.

Speaker: Von mir oder von Felix?

Speaker: Auch von dir, Karl.

Speaker: Okay.

Speaker: Also für mich die Bestätigung jetzt auch nochmal für das Gespräch, was wir ja auch mit Theresa hatten, dass man einfach Menschen in so einen Prozess involviert, die man normalerweise nicht fragen würde, dass das einen riesigen Unterschied macht.

Speaker: Natürlich verbunden immer mit der Frage, kann so eine Organisation mit diesem neuen, mit diesem Unterschied auch tatsächlich umgehen in der Kommunikation, dass das häufig unterschätzt wird.

Speaker: Ich finde total spannend die Idee.

Speaker: in so drei Intensivitätsstufen auf das Management zuzugehen und zu sagen, pass mal auf, Open Strategy gibt es ein leicht, mittel und schwer.

Speaker: Pick one.

Speaker: Ich glaube, dass das die Entscheidung auf jeden Fall, sich überhaupt zu öffnen, definitiv erleichtert.

Speaker: Und wie immer auch so ein bisschen noch die

Speaker: Die offene Frage, wie kann man es in der Implementierung vielleicht auch öffnen?

Speaker: Also das ist ja auch etwas, was uns immer wieder begegnet und an welchen Stellen muss man vielleicht auch einfach mal zumachen und sagen, wir wollen jetzt die Komplexität nicht erhöhen, sondern auch einen Schritt nach vorne kommen.

Speaker: Das waren so meine drei Takeaways aus dem Gespräch.

Speaker: Felix, vielleicht von dir noch ein Abschlussstatement.

Speaker: Was ist noch unbedingt zu sagen und hinzuzufügen?

Speaker: Also ich würde sagen, man muss es einfach ausprobieren.

Speaker: Ich habe das ja dann wie so am Küchentisch, wie einleitend gesagt, wie so mitbekommen, dass es das gibt und miterlebt und versucht mich da immer weiter reinzudenken in die Thematik.

Speaker: Es ist aber dann doch ganz anders, wenn man es wirklich macht und versucht.

Speaker: Und das würde ich jedem nahelegen, der die Möglichkeit hat, in so einen Prozess mal reinzugehen.

Speaker: Es verändert viel.

Speaker: Mit einem ist, auch wenn man danach vielleicht nicht mehr offen arbeitet, arbeitet man trotzdem anders in einem geschlossenen Prozess, wenn man einmal in offener gemacht hat, weil man viel mehr versteht, was so ein Strategieprozess auch mit Mitarbeitern macht und was er auslöst bei Mitarbeitern.

Speaker: Ich denke, das war das größte Learning eigentlich für mich.

Speaker: Und ja, ich würde mich natürlich freuen, wenn es mal wieder die Möglichkeit gibt, einen offenen Prozess durchzuführen.

Speaker: Der Fun-Faktor ist auf jeden Fall höher.

Speaker: Es ist intensiver und gleichzeitig auch, ja, also ich glaube, zielorientierter häufig, weil man eben ja auch mit...

Speaker: mit zeitlichen Ressourcen von anderen Menschen umgeht, noch mit mehr Ressourcen umgeht und die muss man entsprechend planen und einsetzen und das hilft dann auch, so einen Prozess auch wirklich stringent durchzuziehen.

Speaker: Ja.

Speaker: Das war jetzt noch eine Sache, die mir auch tatsächlich noch aufgefallen ist, dass dieses, wir haben keine Strategie, also wenn das das Thema ist in der Organisation, dann ist Open Strategy auf jeden Fall eine sehr gute Lösung, weil die Ausrede gibt es dann nicht mehr, ob das, was dann an Strategie tatsächlich formuliert ist, jedem gefällt, steht auf dem anderen Blatt, aber man kann zumindest nicht mehr sagen, dass es keine gibt.

Speaker: Das fand ich auch noch sehr spannend, ja.

Speaker: Fein.

Speaker: Felix, vielen Dank für deinen Einsatz in die Open Strategy.

Speaker: Karl, danke für die vielen Fragen.

Speaker: Wie continue im nächsten Mal?

Speaker: Felix, vielleicht dürfen wir dich nochmal einladen in der Fortsetzung.

Speaker: Wenn es dann um die Implementierung geht, dann machen wir eine Folge Implementing nach dem Open Strategy Prozess.

Speaker: Ja, an alle Hörer, danke fürs Dabeisein.

Speaker: Wenn ihr Anregungen habt zu Gästen, die ihr gerne hören wollt oder Themen, über die wir sprechen sollten, dann gerne eine E-Mail an podcast.bm-strategy.info.

Speaker: Diesmal habe ich es richtig gesagt.

Speaker: Kein Fehler.

Speaker: podcast.bm-strategy.info.

Speaker: Am Schluss.

Speaker: Bis zum nächsten Mal.

Speaker: Felix, vielen Dank und viel Erfolg bei der Umsetzung eurer Strategie.

Speaker: Danke euch.

Speaker: Danke, Felix.

Speaker: Untertitelung des ZDF, 2020

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