Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Zero Reset der Uhren-Podcast.
Speaker: Ich gucke an das Unterkind von Knut Frederik Andresen.
Speaker: Ich weiß nicht, ob es einen zweiten Namen ist, ich habe mir jetzt einen ausgedacht.
Speaker: Es ist zum ersten Mal, ich mag es eigentlich nicht, wenn Menschen über das Wetter sprechen, aber bei der Aufnahme ist es zum ersten Mal dieses Jahr, dass es gefühlt Sommer wird, so richtig.
Speaker: Und ich merke, dass mir das gut tut.
Speaker: Wie sieht es bei dir aus, Frederik?
Speaker: Mir geht es immer gut.
Speaker: Das ist nicht wetterabhängig.
Speaker: Mach dich frei von Konventionen.
Speaker: Mein Körper gibt mir das Gefühl.
Speaker: Es ist nicht so, dass ich sage, ich muss dann gute Laune haben.
Speaker: Ich merke, dass ich alt werde.
Speaker: Ich bekomme durch Blutungsstörungen in meinen Fingern.
Speaker: Die sind schlimmer, wenn es kalt ist.
Speaker: Oh Gott.
Speaker: Du bist voll körperfixiert.
Speaker: Mach dich frei davon.
Speaker: Wenn ich könnte.
Speaker: Aber zweitnah machst du nicht, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: Nee, ich habe nur eine Silbe im Vornamen und das war alles, was meine Eltern mir geben konnten.
Speaker: Ich habe nicht geerbt und auch nur einen kurzen Namen.
Speaker: Kann ja manchmal auch reichen, kann ja manchmal auch reichen.
Speaker: Okay, ich meinte gerade, dass du mich führen wirst durch diese Folge, auch wenn ich so ein bisschen der Ideengeber für die Folge war.
Speaker: Aber ich lasse mich von dir führen, also führe mich, Knut.
Speaker: Ja, vielleicht gehen wir erstmal darauf ein, wie du die Idee entwickelt hast, ohne dass wir zwingend Namen nennen müssen.
Speaker: Und zwar geht es um die Royal Pop.
Speaker: Und eigentlich hatte ich den Impuls, dass wir dazu nichts machen, weil wirklich jeder und auch der Hund von jedem schon was dazu gesagt hat und oft auch dasselbe.
Speaker: Und warum muss man das denn auch noch machen?
Speaker: Und ich hasse es auch, wenn man
Speaker: so aufspringt auf das Agenda-Setting von anderen, speziell wenn das so mechanisch zusammengestoppelt ist.
Speaker: Aber ich fand deinen Punkt valide.
Speaker: Du hast gesagt, es ist so viel Schmuddelkram unterwegs dazu und das regt dich auf und man muss da was machen.
Speaker: Und dann habe ich gedacht, ja, aber nicht, indem man auf die Leute reagiert, die Schmuddelkram machen, sondern indem man einfach vielleicht was selber anbietet, was nachgedacht ist und nicht so aufgeregt ist.
Speaker: Okay, nachdenken ist nicht meine Stärke, aber du hast nachgedacht für uns.
Speaker: Wegen Schmuddelkram.
Speaker: Ich persönlich habe gesehen, dass die Thematik ein bisschen ausgenutzt wird, auch in andere Bereiche, die nichts mit Uhren zu tun haben.
Speaker: Und wenn dann manche Leute zwei verschiedene, ich nenne es mal Influencer-Accounts haben, die in verschiedene Richtungen gehen, das versuchen zu verknüpfen, fand ich sehr komisch.
Speaker: Und ja, man hat die Geschehnisse gesehen, die vor dem Laden passiert sind, aber das dann für sich zu instrumentalisieren, finde ich schwach und komisch.
Speaker: Nicht passend, gerade nicht mit Uhren und das dann in eine andere Richtung zu lenken.
Speaker: Da darf aber jeder selber denken, was er möchte, da möchte ich keinem was vorschreiben.
Speaker: Aber vielleicht überdenkt man mal, welchen Uhren-Influencer man sich anhört und welchen nicht.
Speaker: So viel dazu vielleicht von mir.
Speaker: Mensch, da war es ja auch schon richtig nachdenklich.
Speaker: Gut, fangen wir an.
Speaker: Was ist interessant daran?
Speaker: Wir haben hier eine Collabo, so eine typische High-Low-Geschichte, also eine Marke, die sehr teuer ist, von vielen Menschen gewollt wird, AP, und eine Marke, die nicht teuer ist, erklärtermaßen, und die man normalerweise, wenn es nicht gerade die Moonswatch ist oder eben diese, einfach in der Boutique kaufen kann.
Speaker: Und ich habe überlegt, vielleicht gucken wir uns mal an,
Speaker: was die einzelnen Collabo-Partner davon haben, weil das ist ja das Interessante an Collabos, dass es zwei unterschiedliche Parteien sind und dass die auch unterschiedliche Dinge einbringen und auch unterschiedlichen Nutzen davon haben.
Speaker: Und dann können wir mal darüber ein bisschen beraten.
Speaker: Ich habe auch gedacht, es ist nicht verkehrt, dass wir es jetzt mit ein bisschen Abstand machen.
Speaker: Das heißt, alle konnten mal ein bisschen runterschalten und ein bisschen drüber nachdenken und das mal sacken lassen, weil ich habe auch viel einfach Quatschinformationen dazu gelesen.
Speaker: Auch so Sachen, die wirklich, ich will die gar nicht wiederholen, weil das so offensichtlicher Quatsch war, aber es wurde alles bereitwillig immer weiter verbreitet von Leuten, weil halt alle so aufgeregt waren.
Speaker: Und jetzt glaube ich, wir sind alle nicht mehr so aufgeregt.
Speaker: So, fangen wir mit AP an.
Speaker: Womit starten wir?
Speaker: Wir starten mit der Royal Oak.
Speaker: Wenn wir uns das mal angucken und wir gucken nicht nur auf heute, sondern wir gucken überhaupt auf die Royal Oak, dann ist das erstmal ein 70er Jahre Design.
Speaker: Das ist am Anfang nicht sehr gut gelaufen, dann im Laufe der 70er Jahre in Mode gekommen.
Speaker: Dann ist es in den 80ern wieder aus der Mode gerutscht, sodass das zu einer, sagen wir mal, Operuhr geworden ist.
Speaker: Man hat gesagt, das ist die Mode von vor zehn Jahren gewesen, hat keine Sau mehr interessiert.
Speaker: Und man sieht es daran, dass Anfang der 90er Jahre dann die Royal Oak Offshore kam, weil Odomar Piguet es nötig hatte, eben was anderes zu machen.
Speaker: Und die Royal Oak Offshore ist ja praktisch das Gegenteil von der Royal Oak.
Speaker: Also sie ist nicht extra flach und elegant, sondern sie ist klopsig und bunt.
Speaker: Und daran, finde ich, erkennt man, dass beides eigentlich Zeitgeistuhren sind.
Speaker: Die eine eben 70er Jahre Zeitgeist, die andere 90er Jahre Zeitgeist.
Speaker: Dann ist es wieder um beide stiller geworden und die neue Relevanz ist, würde ich sagen, ungefähr Mitte der 2010er Jahre wiedergekommen.
Speaker: Jetzt gehen wir in den Bereich der Thesen.
Speaker: Ich denke, es ist wegen Social Media, weil die Leute angefangen haben, sehr viele Uhren Social Media zu machen und weil das vorteilhaft ist mit Uhren, die sehr leicht zu erkennen sind, dass du sie auf dem Handy gleich erkennen kannst und eine Uhr, die nicht rund ist, sondern achteckig und so Schrauben hat, das erkennt man eben.
Speaker: Also sie ist, sagen wir mal, besonders Instagrammable.
Speaker: Und das hat, glaube ich, mit dem wiederentdeckten Marken-Image-Standard zugeführt, dass es für viele Leute plötzlich interessant wurde, sich damit zu beschäftigen.
Speaker: Das heißt, wir haben so eine dritte Konjunktur der Uhr dann gehabt.
Speaker: So, und dann hat sich die Uhr ja auch verändert über die Zeit.
Speaker: Also sie ist in den 70ern beworben worden mit der Unique Selling Proposition, sie sei aus Stahl, also keine Golduhr.
Speaker: Damals waren ja Golduhren der Maßstab für eine gute Uhr, sondern sie sei aus Stahl und besonders kunstvoll und ungewöhnlich und die teuerste Stahluhr.
Speaker: Wo ich finde, dass auch schon so ein bisschen das Prollige an der Uhr auch damals schon mit drin war.
Speaker: Klar.
Speaker: So und das ist in den 70ern ja echt aber ein Acid gewesen, weil in der Tat erstens hat das kaum einer gemacht und es war eine Umwertung, also Stahl als Material aufzusetzen und es war damals auch technisch interessant, weil damals Stahl so zu bearbeiten auch anspruchsvoll gewesen ist.
Speaker: Nur ist das natürlich heute nicht mehr so.
Speaker: Jetzt kann jeder chinesische Klonhersteller auch ein
Speaker: Royal Oak Band machen, das ist keine große Sache mehr, es gibt mittlerweile CNC Maschinen, die sowas gut können und so weiter und so weiter.
Speaker: Das heißt, dieses sagen wir mal handwerkliche Moment daran ist weggefallen, das ist kein USB mehr.
Speaker: So und AP hat was gemacht?
Speaker: Sie haben versucht, die Uhr noch stärker kulturell aufzuladen.
Speaker: Das heißt, sie haben versucht, kulturelle Relevanz zu erzielen mit Tastemakern wie Rappern.
Speaker: Es gibt diese Course Collaboration zum Beispiel, es gibt Marvel und so weiter.
Speaker: Ich glaube, jeder hat da so ein Bild von diesen besonders ausgefallenen Konstruktionen.
Speaker: Wenn man ein bisschen böswillig sein will, könnte man sagen, dass Audemar Piguet da mit Hübleau kopiert hat.
Speaker: Die haben ja auch zum Beispiel mit Nespresso mal eine Uhr gemacht und auch bei Ublo finde ich es total krass, dass sie einerseits so, ich will nicht präulich sagen, aber also mit Fußball sagen, dass sie was sehr bodenständiges haben und dann andererseits irgendwelche total abgefahrenen Künstler, die glaube ich nur Leute kennen, die wirklich auch in dieser Kunstszene unterwegs sind.
Speaker: Also es hat eine riesen Bandbreite bei Ublo.
Speaker: Bei AP war das ein bisschen stärker zugespitzt, aber es ist ähnliche Masche und wenn man...
Speaker: noch weiter geht, kann man eigentlich sagen, dass sie nicht nur Ublo kopiert haben, sondern Ublo hat ja wiederum Swatch kopiert, weil Swatch hat schon in den 90ern diese Kollaborationen mit Künstlern gemacht.
Speaker: Die hatten Keith Haring und so weiter und so weiter.
Speaker: Das heißt, das ist eigentlich nur auf die Spitze getrieben und war auch bei AP nur damals oder jetzt, ich weiß nicht, seit fünf Jahren vielleicht so, ein Aufreger, weil du dieses High-Low-Element hast.
Speaker: Dass du also eine eigentlich teure, aufwendige Uhr mit so
Speaker: Zeitgeist Sachen auflädst, wie man das vielleicht sonst mit Sneakers machen würde.
Speaker: Also Dinge, die man nach zwei Jahren wieder wegschmeißen würde.
Speaker: So.
Speaker: Ich habe dann auch in diesem Podcast immer gesagt, dass ich nicht weiß, wie AP damit noch weitermachen will, weil du kannst natürlich, wenn du schon Marvel gemacht haben, was willst du danach noch machen?
Speaker: Das war schon das Maximum und dann bunt und verrückt und komisch.
Speaker: Und insofern finde ich, ist das eigentlich ein logischer Schritt, jetzt eine Kollabo mit Swatch zu machen, weil das einerseits
Speaker: weil Swatch das immer schon gemacht hat, sowas.
Speaker: Und zum anderen, weil für AP dieses High-Loading damit noch mal krasser ist und vielleicht, dass für AP auch das Feld wieder öffnet, dass sie ein bisschen davon wegkommen, noch einen Rapper zu gewinnen und noch einen Künstler, der besonders krass ist.
Speaker: Sondern mit der Swatch ist noch mal das Kategorial ein bisschen was anderes, weil das jetzt eben plötzlich eine Plastikohre ist, dass du sozusagen das Element gewechselt hast.
Speaker: Und das macht es dann für AP vielleicht einfacher, wieder neue Wege zu gehen.
Speaker: Zudem finde ich es interessant, weil sie sich eben von diesem Stahlfinish-Ding lösen, sondern jetzt ist es bei dieser Collebo total egal, wie das Finish ist, denn es ist eine Plastikruhe.
Speaker: Das heißt, das, was die Royal Open ausgemacht hat, dass sie eine besonders kunstvolle Stahluhr ist, das ist egal.
Speaker: Es sind am Ende jetzt nur noch die acht Ecken und die ausgerichteten Schrauben übrig geblieben.
Speaker: Und vielleicht noch diese Tapesserie, die du aber auch schon lange...
Speaker: maschinell machen kannst und die ja auch bei AP ich glaube bei den meisten Mustern mittlerweile ja auch einfach gestempelt ist also das ist schon industriell auch bei den Anführungszeichen guten APs so das heißt im Ergebnis hast du aber einen ganz interessanten Effekt dass die Royal Oak damit gar nicht mehr eigentlich also die Royal Pop ist gar keine Uhr mehr als Kategorie sondern es ist eine popkulturelle Referenz nur noch das heißt
Speaker: Du brauchst auch die Uhr an sich nicht mehr mit einer besonderen Qualität, sondern du brauchst eigentlich nur noch das Zeichen dieser Uhr, also diese acht Ecken und die Schrauben.
Speaker: Und das kannst du, kannst wahrscheinlich auch eine Briefmarke machen, Hauptsache sie ist achteckig und hat acht Schrauben obendrauf abgebildet.
Speaker: Und mich hat das sehr erinnert, und jetzt gehen wir in den Bereich der Kunst, an Andy Warhol, der ja teure Kunst in seiner Factory als Fabrik gemacht hat, einfach durch Drucken.
Speaker: Und die war dann trotzdem teuer.
Speaker: Das heißt, auch seine richtige Kunst ist ja erstmal eine Leinwand und Farbe, also vom Material her nicht viel wert, aber der Künstler bringt etwas ein, das kann auch nicht jeder und dadurch wird sie wie arztvoll.
Speaker: Oder du machst es wie Andy Warhol und druckst es einfach oder lässt es auch von Dritten machen.
Speaker: Und so ist es hier bei dieser Royal Pop meiner Sicht aus auch, dass sie einfach nur
Speaker: ein kulturelles Signal senden und jemand anders setzt es billig um und es ist dann trotzdem plötzlich für Leute erstrebenswert.
Speaker: Und das erinnert mich auch ein bisschen daran, dass ohne Ende Leute zum Beispiel diese Klimposter zu Hause haben mit irgendwelchen küssenden Leuten oder eine Mona Lisa aufs Klo hängen oder beim Zahnarzt irgendein Monet-Ding hängt mit so pointillistischen Dingen.
Speaker: Aber das Interessante ist,
Speaker: Du hast es überall, es ist allgegenwärtig in billiger Form und die Originale sind aber dadurch noch wertvoller und teurer geworden.
Speaker: Die werden natürlich nicht gehandelt, weil die schon in Museen sind, deswegen weiß man es nicht, aber es sind Dinge, die für die Menschheit relevant sind und sie werden eigentlich nur noch relevanter, je mehr billige Poster auf WG-Klos hängen.
Speaker: Verstehst du?
Speaker: Ist so.
Speaker: Ja, du verstehe ich komplett, lass mich da kurz einhangen.
Speaker: Also erstmal, ich kann dir komplett folgen und ich finde deine Gedanken mega und
Speaker: Auf der Arbeit würde ich sagen, du hast dich sehr gut vorbereitet.
Speaker: Hier im Podcast sage ich dir das auch.
Speaker: Vor allem macht es mega Sinn.
Speaker: Und das ist eine Ebene, glaube ich, die viele Menschen nicht sehen.
Speaker: Ich war, zu dem Thema habe ich mich, ich habe gedacht, ich schaue mal in Foren rein.
Speaker: Und natürlich liest man da, was die alten weißen Männer schreiben.
Speaker: Und ich denke, hier kann man alte weiße Männer sagen, weil ich glaube, ein Prozent der Forenmitglieder in Uhrenforen sind Frauen.
Speaker: Deswegen sind das meistens Männer.
Speaker: Und meistens sind sie über 50.
Speaker: Und dann so ein klassischer Satz war halt immer, exklusive Marke oder mal Piqué verwässert.
Speaker: Jetzt kaufe ich mir die nicht mehr.
Speaker: Oh nein, was soll der Scheiß?
Speaker: Und jetzt begräbt sich oder mal selbst und sowas.
Speaker: Aber das sind halt Dinge, die viel zu kurz gedacht sind.
Speaker: Im ersten Moment, denke ich, kann man das verstehen.
Speaker: Viele Sammler denken sich eben genau das Gegenteil von dem, was du gesagt hast.
Speaker: Oh mein Gott, jetzt macht die Marke sich billig.
Speaker: Aber nee, es passiert genau das Gegenteil.
Speaker: Weil du eröffnest dir einen krassen Massenmarkt.
Speaker: Ja, dieser Massenmarkt kann dich, also dich, die Marke nicht kaufen, das Produkt nicht kaufen, weil sie das Geld dafür nicht haben und vielleicht auch, weil das bei deinen Bilderbeispielen gibt es halt auch einfach nicht so viele Bilder, deswegen kann es niemals einen Massenmarkt dafür geben.
Speaker: Und bei der Odomar ist es zum Beispiel auch so, wenn man mit deiner Eingangsfrage auch ein bisschen das verknüpft, was haben die Marken davon?
Speaker: Bei Odomar ist es für mich ganz klar, dass sie das junge Publikum für die Marke interessieren.
Speaker: 20- bis 25-Jährige haben im Normalfall, außer sie haben vor fünf Jahren in Krypto investiert, obwohl sie es nicht durften,
Speaker: Nicht das Geld, um sich eine, oder vielleicht um sich Geld, egal.
Speaker: Im Normalfall hat dieser Mensch mit 20 bis 25 Jahren nicht das Geld, sich eine Uhr für 20, 30, 40.000 Euro zu kaufen.
Speaker: Aber durch diese Royal Pop bekommt er Bock auf diese Uhr und hat vielleicht ein Ziel, das zu sparen.
Speaker: Und dann sehr langfristig gedacht, in 10 Jahren vielleicht, hat er das Geld und dann hat...
Speaker: hat die Marke neue Kunden.
Speaker: Und das, was du gerade gesagt hast, auch schon.
Speaker: Man kann, glaube ich, blöd sagen, dass Oda Mar immer so ein bisschen von den großen Marken
Speaker: übro zähle ich jetzt noch nicht dazu, so eine rebellische Marke war, wegen dieser krassen Collapse, die sie gemacht haben.
Speaker: Und vielleicht auch dieses, die einen sagen, Gold ist der Standard, wir sagen, Stahl ist der Standard und wir sind genauso toll.
Speaker: Was ja in der heutigen Zeit sehr anders gedacht wird, dass ja Gold momentan zumindest sehr gehypt ist und eher über Stahluhren
Speaker: über Stahluhren bezogen wird.
Speaker: Und wie du gesagt hast, Marvel-Kollaps, die Hip-Hop-Kollaps, Sportler-Celebrities ist das AP ja sehr groß und wir haben uns ja selbst auch schon darüber enthalten und gesagt, dass wir eher glauben, dass das ein bisschen zu Ende geht mit den Rappern und so weiter, dass das ausgelutscht ist.
Speaker: Und ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht,
Speaker: dass sie diesen Schritt mit Swatch gehen.
Speaker: Ich hatte eher auch drei Fragezeichen.
Speaker: Was machen sie?
Speaker: Besinnen sie sich einfach wieder auf das Traditionelle zurück und weg von den Rappern und den krassen Marvel-Dingern.
Speaker: Und deswegen habe ich auch in den Foren geschrieben, ich finde den Schritt, auch wenn ich die Uhr mir, glaube ich, nicht kaufen werde, mega interessant und mega gut, was sie gemacht haben.
Speaker: Ich bin noch nicht ganz fertig.
Speaker: Lass mich noch kurz weitermachen.
Speaker: Nee, es ist ja alles gut.
Speaker: Auch, dass wir mal so ein Recap gleich gemacht haben.
Speaker: Was ich interessant finde, ist zum einen, also bei den Rappern ist es ja an eine Person gebunden.
Speaker: Der Rapper, irgendwann ist die Karriere zu Ende.
Speaker: Selbst die Rolling Stones werden irgendwann ihre Karriere beenden.
Speaker: Das heißt, auch der Schritt zu Marvel war schon klug, weil Marvel gibt es seit was weiß ich, 30er Jahre oder so, das wird länger geben, weil es ist ja auch schon eine Kunstfigur.
Speaker: Aber das mit der Swatch ist noch besser, weil das dann komplett entkoppelt ist.
Speaker: Das ist sozusagen jetzt im Archiv der Gesellschaft, weil das jetzt einfach die Awareness hat bei so vielen Leuten, die sich auch gar nicht für normale Ohren interessieren, sondern es ist jetzt ein popkulturelles Phänomen und ich glaube, dass die
Speaker: Die Brand Royal Oak, also nicht AP, aber Royal Oak, die ist dadurch ins kulturelle Gedächtnis der Gesellschaft gewandert.
Speaker: Die ist da jetzt für immer drin.
Speaker: Die ist sozusagen wie die Mona Lisa.
Speaker: Das ist jetzt eine Referenz.
Speaker: Wenn du jemanden fragst, sagt man Kunstwerk, wird er sagen Mona Lisa.
Speaker: Oder wenn eine ältere Frau ist und romantisch, dann wird er Klimt sagen.
Speaker: Und auf diesem Niveau ist jetzt die Royal Oak.
Speaker: Das finde ich total interessant.
Speaker: Das heißt aber, dass der Wert der echten Royal Oak dadurch nochmal exponentiell steigt, so wie bei der Kunst, wie ich das vorhin gesagt habe, weil je mehr Leute davon wissen und es für relevant halten,
Speaker: desto bedeutender werden diese Uhren.
Speaker: Und es gibt ja im Gegensatz zu Mona Lisa Royal Oaks dann doch relativ viele unterm Strich.
Speaker: Und die sind jetzt alle plötzlich sozusagen die Mona Lisa der Uhrenwelt, weil jeder Hans Wurst weiß, was das ist.
Speaker: Sogar über die Leute, die sich dafür interessiert haben.
Speaker: Das ist der erste Effekt.
Speaker: Und der zweite ist, es geht jetzt nur noch um dieses kulturelle Signal.
Speaker: Also diese acht Ecken und die Schrauben und vielleicht noch die Tapisserie.
Speaker: Das heißt, sie müssen eigentlich gar keine richtige Uhr mehr bauen können.
Speaker: Sie muss nicht mehr extra flach sein, sie muss keine Autorologie haben, sie muss keine Innenwinkel haben, sie muss keinen ewigen Kalender haben.
Speaker: Es ist völlig egal mittlerweile.
Speaker: Du kannst es einfach, wie du eine Mona Lisa drucken kannst, als Plakat, so kannst du jetzt auch eine Royal Oak drucken.
Speaker: Das ist smart.
Speaker: Und dann gibt es noch einen Nebeneffekt, der ist, glaube ich, völlig unterbelichtet in der Debatte.
Speaker: AP hat ja gesagt, dass sie das Geld, was damit eingenommen wird, spenden wollen.
Speaker: Wenn man jetzt guckt, wo sie es hinspenden, dann spenden sie es an sich selbst, also an ihre eigene Stiftung.
Speaker: Das finde ich schon mal einen lustigen Funfact.
Speaker: Aber diese Stiftung hat zumindest als Teilaspekt ja, dass sie den Nachwuchs für Urmacherkunst sichert.
Speaker: Und das finde ich interessant.
Speaker: Du verkaufst also, ich überspitze jetzt stark, ein Stück Plastik, was maschinell zusammengefummelt wurde in der Fabrik.
Speaker: Das ist ja das System 51-Werk.
Speaker: Und mit dem Geld, was du damit machst, sicherst du etwas, was im normalen Verständnis eigentlich kaputt gehen würde durch den Massenkonsum.
Speaker: Und du hast aber jetzt eine Situation, dass der Massenkonsum von Plunder,
Speaker: sozusagen sicher dass das gute Zeug weiter gibt weil das Problem in der Urindustrie ist ja dass du bestimmte Skaleneffekte brauchst damit es sich lohnt so eine Handwerker auszubilden damit es sich lohnt die vorzuhalten und es ist ja jetzt schon so dass hinter den Kulissen viele Marken Dinge gar nicht mehr selber machen sondern an spezielle Leute weggehen zum Beispiel auch AP
Speaker: macht ja Sachen mit Philippe Navelle, der auch eine eigene Uhrenfirma hat, die machen dann Komplikationen für die, weil es sich selbst für AP schon nicht mehr lohnt, alles vorzuhalten, was man eigentlich den Leuten verkauft, weil der Markt für richtig aufwendige Uhren eigentlich sehr klein ist.
Speaker: Wir haben das ja schon bei Patek besprochen, dass das, was man mit Patek verbindet, eigentlich nur einen kleinen Prozentsatz ausmacht von dem, was die eigentlich herstellen und dass der Markt auch noch nie groß war.
Speaker: Wir wissen ja bei
Speaker: Vintage und Neo-Vintage-Uhren, wie wenig ewige Kalender eigentlich wirklich gebaut worden sind.
Speaker: Das war also noch nie eine große Szene.
Speaker: Und jetzt könnte man denken, das stirbt also aus.
Speaker: Aber durch diese Plastikuhr wird es weiter am Leben erhalten.
Speaker: Das finde ich auch interessant.
Speaker: Und das ist ein bisschen, also meine These war ja immer, dass du in der Swatch Group so eine Umverteilung hast, also dass mit jeder Tissot PRX, die verkauft wird, irgendwie auch eine Breguet quer subventioniert wird, weil die eben noch viel Handarbeit haben an den Uhren.
Speaker: Und AP konnte das nicht haben, weil AP ja nur AP ist.
Speaker: Aber mit dieser Swatch Collabo haben die einen ähnlichen Effekt, dass sie also umschichten.
Speaker: Dass der Maschenmarkt die Spitze mitfinanziert.
Speaker: Verstanden.
Speaker: Stößt ja ein bisschen in die gleiche Richtung, die ich gerade auch meinte, dass man sich die Kundschaft für morgen, dass man langfristig denkt.
Speaker: Weil dadurch, dass du das Geld in deine Stiftung in Anführungszeichen fließen lässt und die Uhrmacher schließen,
Speaker: Damit subventionierst, drücken wir es mal so aus, investierst du in das Morgen.
Speaker: Genauso wie die Bekanntmachung der Marke, weil alles, was du gesagt hast, dass diese Marke im Gedächtnis bleibt, gerade das Modell, ja, wann...
Speaker: Also eigentlich war es eine mega günstige Publicity für sie, weil wenn du auf einschlägige Internetseiten gegangen bist, die eigentlich Nachrichten zeigen, hattest du da Ausführungen, ja, die waren negativ behaftet, vermeintlich, dass sich Leute vor irgendwelchen Läden anstellen, dass es zu Tumulten kommt auf der ganzen Welt, weil sie diese Uhr haben wollen.
Speaker: Dann wurde der Name der Marke genannt.
Speaker: Und so bleibst du drin.
Speaker: Plus, du erreichst auch Menschen, eben wie wir es gesagt haben schon, die nicht die Mittel haben, sich das Original in Anführungszeichen zu kaufen, sich aber jetzt diese Marke holen, diese Uhr holen.
Speaker: Also da hat Oda Mar aus markentechnischer Sicht und auch Erhaltung des Brands, also jetzt nicht nur des Namens, sondern eben dadurch, dass du Geld in deine Uhrmacher fließen lassen kannst, haben sie eigentlich alles richtig gemacht.
Speaker: Ja, ich versuche übrigens, die Dramaturgie so zu machen, dass ich die steilen Thesen immer noch ein bisschen steiler mache.
Speaker: Also bis jetzt findest du es ja alles ganz gut.
Speaker: Das heißt, ich lege noch einen drauf.
Speaker: Ich behaupte jetzt, dass der eigentliche Teil mit dem großen Vorteil dieser Kollabo auf das Watch ist.
Speaker: Klar, also natürlich sind die der größere Nutznießer.
Speaker: Oder Mare bekommt...
Speaker: keinen direkten Einfluss, weil das ist alles eher langfristig für Swatch.
Speaker: Ich glaube mittlerweile, ich weiß es nicht, ich kenne die Zahlen nicht, aber es sieht ein bisschen so aus, als würde Swatch halt sehr auf das Ding getrimmt werden.
Speaker: Du hast die Moon Swatch, dann hast du die Blanc-Pan-Collab, jetzt hast du Oromar, dass Swatch in diese Richtung gedrückt wird, dass sie
Speaker: Sie haben eine neue Nische entwickelt und entdeckt und machen sich da jetzt breit.
Speaker: Ja, also neu ist es insofern nicht, weil Collabos haben die eben immer schon gemacht.
Speaker: Auch in den 90ern hatten sie ja dieses Kithering und so weiter.
Speaker: Warte, warte, ja sorry, ich meinte mit neu, dass sie Luxusmarken, also nicht nur Collabs mit irgendwelchen Künstlern und sonst was, sondern wirklich, dass sie Luxusuhrenmarken mit einer günstigen Uhrenmarke verbinden.
Speaker: Und das ist neu.
Speaker: Ja, und das ist, glaube ich, der eigentliche Punkt.
Speaker: Und jetzt bin ich wieder bei meinem Kunstbeispiel.
Speaker: Wenn man mal drüber nachdenkt, was passiert ist, dann ist es doch so, dass diese Uhr dinglich eine Swatch-Uhr ist, also System 51, eine Art veredeltes Plastik, Swatch.
Speaker: Aber Swatch hat es geschafft, nur den Design-Code einer berühmtesten Uhren zu nehmen und einer der teuersten Uhrenmarken und dann mit in der Substanz Plastik durchzuführen.
Speaker: das zu mischen und dadurch ist aber AP nochmal wertvoller geworden.
Speaker: Also die Marke AP und zwar durch Swatch.
Speaker: Also Swatch hat etwas Billiges entwickelt, was am Ende beide wertvoller macht.
Speaker: Und das ist, also man kann sozusagen aus Dreck Gold machen.
Speaker: Und das ist eine kulturelle Leistung, eine Verwandlung, Transformation und das kann nur Swatch.
Speaker: Es gibt auch keinen Wettbewerber, der das kann.
Speaker: Und das, was ich interessant finde, ist, dass Swatch ja auch nicht kopiert, sondern immer eine kulturelle Transferleistung erbringt.
Speaker: Also sie haben eben nicht einfach eine Kopie der Royal Oak gemacht, die dann für billig im Plastik hergestellt wird, sondern sie haben diese Idee der Pendant Watch nochmal eingebracht.
Speaker: Sie hatten ja früher auch schon so Taschenuhren und all so ein Kram, das gab es bei Swatch schon.
Speaker: Aber sie haben vor allen Dingen, glaube ich, das auch übersetzt.
Speaker: weil sie verstanden haben, dass Uhren für diese Art der Zielgruppe ja gar keinen, also nicht den Nutzwert Uhr bieten, sondern sind ein Accessoire.
Speaker: Und wenn du gerade auch Frauen mit reinnimmst, dann machst du ein Accessoire, was du an Gegenstände rantüllen kannst.
Speaker: Und die Idee ist ja, dass du es zum Beispiel an deine MS-Handtasche ranmachst, damit du einerseits signalisieren kannst, ich habe eine MS-Handtasche, ich bin super rich, aber ich bin auch noch super individuell, weil ich habe jetzt diese bunte Swords auch noch da dran.
Speaker: So wie in Labubu oder so.
Speaker: Das war auch ja eine Idee, die man öfter gelesen hat.
Speaker: Und ich finde, da ist was dran.
Speaker: Und das ist großartig, dass Swords jetzt dadurch mehr bietet für AP als Cores oder Marvel.
Speaker: Ja, aber, warte, ein kleines Aber, beziehungsweise ein Zusatz.
Speaker: Ich sehe jetzt schon ganz viele Strap-Hersteller, die noch in diesem Monat, spätestens im Juni, Straps rausbringen werden, dass du diese Uhr, egal ob sie die Kronen auf 12 oder auf 3 Uhr hat, ans Handgelenk packen kannst.
Speaker: Also, das wird auch kommen.
Speaker: Ja, das wird mit Sicherheit kommen und ich glaube, ehrlich gesagt, das haben die sich auch schon überlegt, weil das das auch nochmal stärker macht, weil das alles unbezahlter Noise ist, den du kriegst.
Speaker: Immer noch mehr Bass.
Speaker: Das sind einfach Schockwellen, die schon mitgeplant sind.
Speaker: Ja, es ist waffiniert.
Speaker: Sie wären dumm, wenn sie das nicht eingeplant hätten, dass es irgendwelche Strap-Hersteller geben wird, die das machen würden.
Speaker: glaube ich schon, dass das Marketing-Design-Team das auf dem Schirm gehabt haben.
Speaker: Also AP hat jetzt die Royal Oak als Marke noch stärker gemacht.
Speaker: Nicht AP, aber Royal Oak als Marke.
Speaker: Viel relevanter, ist eine kulturelle Relevanz jetzt.
Speaker: So wie die Mona Lisa im Kunstbuch ist, so wird die Royal Oak jetzt für immer das Referenzding sein.
Speaker: Im Moment sagen ja die Leute, meine Submariner ist die Uhr, die jeder kennt und so die Uhr, das Uhrmeter muss nach Braunschweig.
Speaker: Vielleicht wird das jetzt die Royal Oak dadurch.
Speaker: Aber Swatch ist kein normaler Collabo-Partner, sondern Swatch ist eine Plattform für Marken, die Disruption machen kann.
Speaker: Und das ist, glaube ich, das eigentliche Ding.
Speaker: Und deswegen ist Swatch noch der größere Nutznießer.
Speaker: Und nicht nur im Sinne von, dass sie sehr viele Uhren verkaufen werden, die in der Herstellung, was weiß ich, 1,20 Euro kosten und jetzt 400 im Verkauf, sondern auch, dass sie, Swatch, als Marke wieder relevant sind und dass jetzt eigentlich jeder diese Art machen muss und er muss es mit Swatch machen, weil niemand sonst das bieten kann.
Speaker: Das ist genial.
Speaker: So, und jetzt bin ich noch steiler in der These, weil eine Collabo besteht nie aus zwei Partnern, sondern es ist immer noch ein dritter, nämlich... Der Kunde.
Speaker: Richtig.
Speaker: Und irgendwie ist der die ganze Zeit ausgeblendet worden, das wundert mich, weil eigentlich muss man jetzt mal überlegen, wenn das so ist, wie wir es jetzt besprochen haben, was sagt das eigentlich über uns als Konsumenten aus?
Speaker: Gehen wir mal vom Sichtbaren aus.
Speaker: Also wir haben erstmal die Schlangen vor den Boutiquen gesehen.
Speaker: Jetzt kann man sich fragen, wer ist das?
Speaker: Ist das der traurige dritte Stand im Kapitalismus, der leicht zu beeindrucken ist, weil er denkt, er kauft hier Luxus und er kauft Luxus, wenn er was hat, was die anderen nicht haben und es ist am Ende auch scheißegal, was es ist.
Speaker: Es kann halt auch ein Haufen Plastik sein, Hauptsache hinter ihm stehen mehr Leute in der Schlange als vor ihm und dann ist er glücklich.
Speaker: Bestimmt teilweise.
Speaker: Oder ist es, also sagt was über den Kapitalismus auch aus, oder auch Kapitalismus interessant, sind es Leute, die wirklich, was weiß ich, für 1000 Euro zwei Nächte irgendwo rumstehen und dann diesen Resale Value einsacken, was dann aber ja ein Tagessatz von 500 Euro wäre.
Speaker: Auch das gibt es.
Speaker: Damit finanzieren, dass einige wenige wieder Uhrmacher haben, die ihnen die guten Roll-Ocs zusammenfummeln können.
Speaker: Das finde ich interessant.
Speaker: Und wenn man jetzt mit dem Kunstbeispiel macht, nehmen wir mal so ein bisschen komische Kunst.
Speaker: Also Joseph Beuys, auch in jedem Schulbuch drin, kennt jeder.
Speaker: Hast du mal die Kunst von Joseph Beuys angeguckt?
Speaker: Ja, aber ich glaube jetzt nicht ganz, also auf jeden Fall, ich kenne den Namen, ich habe auch schon was gesehen, aber nicht ganz bewusst von ihm an.
Speaker: Also ich habe es geguckt, aber nicht ganz bewusst.
Speaker: Jetzt gucke ich mir Joseph Beuys an, aber ja.
Speaker: Ja, das finde ich interessant, weil Joseph Beuys ist ein Name, mit dem fast jeder was anfangen kann.
Speaker: Wenn man sich das aber anguckt, dann ist er zum Beispiel berühmt für Kunst aus Fett.
Speaker: So, da wird jetzt der normale Nicht-Kunstkenner sich da vorstellen und sagen, was soll das?
Speaker: Ein riesiger Fettberg.
Speaker: Jemand, der sich mit Kunst beschäftigt, wird sagen, naja, das muss so sein, weil Josef Beuys im Zweiten Weltkrieg mit seiner Messerschmitt 109 irgendwo über Russland abgestürzt ist und dann haben ihn irgendwelche Menschen, die in Jurten wohnen, in Fett eingewickelt und er hat überlebt und dadurch, durch dieses Einschneiderlebnis, hat er danach Fettkunst gemacht.
Speaker: Wenn du die Geschichte kennst und interessant findest,
Speaker: Ob es Sinn macht, weiß ich nicht, aber es ist auf jeden Fall eine schöne Geschichte und sie ist super originell und dadurch wird irgendwas daraus.
Speaker: Nun ist es aber so, dass ja kein normaler Mensch, also in Anführungszeichen ein durchschnittlicher Mensch würde sich das kaufen und trotzdem ist das im Museum ausgestellt und das Museum wird von Steuern bezahlt.
Speaker: Das heißt, du hast ein ganz spezielles Produkt, was eigentlich, sagen wir mal, vielleicht 5% der Leute interessiert, aber 100% zahlen es.
Speaker: Übersteuern.
Speaker: So, und das hast du hier eigentlich auch, dass diese ganzen Leute, die da in der Schlange stehen und diesen Firlefanz mitmachen, eigentlich für die 5% das machen.
Speaker: Das finde ich interessant.
Speaker: Und dann hast du die, die die niedrigste Tätigkeit machen, die sich verprügeln lassen und am Ende einen schrottigen, plumpen Plastik kaufen, machen das für die anderen und nicht nur wegen der Ohrmacher, sondern am Ende ja auch, weil die Leute, die wenigen, die wirklich eine Royal Oak haben, die wird dann ja auch wertvoller,
Speaker: Das heißt, auch das ist, finde ich, interessant im Kapitalismus so, wenn du Firmenanteile hältst und die Leute kaufen und machen und tun und du sitzt zu Hause und sackst einfach deinen Anteil am Gewinn ein.
Speaker: So ist das jetzt auch bei den Leuten, die die Royal Oak haben.
Speaker: Die sacken jetzt den Mehrwert ein, dass die anderen dieses Tupperbu veranstalten.
Speaker: Sehen aber viele, ja, stimmt dazu, sehen aber viele Leute derer, wenn man die Foren so durchliest, der Leute nicht, die eine Railroad zu Hause haben und am Arm tragen, weil sie zu kurz denken.
Speaker: Ja, ich denke, es ist aber der Effekt, der kommen wird.
Speaker: Bin ich bei dir, bin ich komplett bei dir, aber es wird halt noch nicht gesehen.
Speaker: Ich glaube, du hast, warte, erst mal die Menschen, die davorstehen, ich glaube, du hast da alles.
Speaker: Du hast da den Uhrensammler, der sagt, boah, geil, ich will dieses Ding haben, weil ich es sammeln will.
Speaker: Du hast den, der den
Speaker: Quick Win haben will, der sagt, ich kann dir das Ding für 400 kaufen und ich kann es dann direkt wieder für 800 verkaufen und du hast einfach den, der sagt, oh, ich kann endlich mir ein bisschen vermeintliches Luxus an irgendeine Tasche dranklemmen.
Speaker: Also ich glaube, du hast da alle Leute vertreten in der Gruppe, die davor stehen und da randalieren oder nicht randalieren, wie auch immer.
Speaker: Ja, aber interessant ist doch, dass die Nutznießer eigentlich die sind, die nicht da sind, nämlich die, die schon eine echte Royal Oak haben oder vielleicht eine kaufen werden.
Speaker: Das sind die Eigentlichen.
Speaker: Die sind unsichtbar sozusagen, ganz vorne an der Schlange dran.
Speaker: Und das ist der Punkt, den ich eigentlich am interessantesten fand.
Speaker: Jetzt muss man überlegen, wer steht eigentlich nicht in der Schlange?
Speaker: Also die Leute, die einfach in die Royal O, in die Boutique reingehen, in die AP-Boutique und die Royal O kaufen, die stehen natürlich nicht in der Schlange.
Speaker: Nee, die werden wahrscheinlich auch so bekommen.
Speaker: Genau.
Speaker: Geschenkt bekommen.
Speaker: Ja, und jetzt ist aber die Frage, muss man da jetzt ein Snob sein und sagen, die anderen sind eben der dritte Stand und die sind alle dumm und das sind die Lemminge, die den anderen nutzen und ich frage mich,
Speaker: die diese Royal Oak natürlich jetzt aber die echte gekauft haben oder kaufen werden, tun die das nicht auch, weil sie es so geil finden, dass die anderen Leute in der Schlange stehen für etwas und sie können die dann haben.
Speaker: Und ist das denn nicht auch ein bisschen traurig für diese Leute und ist das denn nicht auch...
Speaker: interessant, dass das so ein selbstreferenzielles System ist, also dass der Mensch nicht etwas tut, weil er direkt daraus Freude hat, sondern er muss sehen, dass andere Leute das haben wollen oder leiden oder was und dann hat es erst einen Wert für ihn.
Speaker: Okay, wir reden sehr philosophisch und sehr sozialpsychologisch.
Speaker: Ich stimme dir dem, was du sagst, zu.
Speaker: Ich denke aber, ich bin mir sehr sicher, dass das sehr viel davon läuft unterbewusst in uns ab.
Speaker: Das merken wir nicht, dass wir das tun.
Speaker: Und ich denke, es gibt genug Menschen, die sagen, nein, deswegen mache ich das nicht.
Speaker: Aber eigentlich machen sie es genau deswegen, nur sie wissen es nicht.
Speaker: So ticken wir einfach, weil wir so, gerade der Kapitalismus, jetzt ganz großes Wort oben drüber und ich finde ihn gar nicht schlimm, hat uns aber so sehr sozial und kulturell geprägt über die Jahrzehnte, Jahrhunderte, dass genau solche Sachen in uns drin sind.
Speaker: Plus ist auch viel Biologie mit drin, einfach biologische Prozesse und ganz stumpfe Triebe, dass wir natürlich cooler und uns toll finden, wenn wir ein Gut haben, was andere nicht bekommen oder dass wir etwas leichter bekommen, dass wir
Speaker: einen besseren Zugang zu etwas haben oder privilegierter sind.
Speaker: Jetzt einfach nur Buzzwords reingeschmissen, aber ich denke, du verstehst mich und ihr versteht mich.
Speaker: Das spielt da alles, was du sagst, spielt da auf jeden Fall mit rein, aber das ist eine sehr tiefe Ebene und auf der einen Seite frage ich mich,
Speaker: Haben sich die Leute, die das Produkt an den Start gemacht haben, haben die so tief echt gedacht?
Speaker: Oder ist es einfach nur, dass quasi was rauspurzelt, wenn man halt so ein Produkt in den Markt schmeißt und einfach dann der Mensch das tut, was der Mensch tut?
Speaker: Also was die bei Swatch gedacht haben, weiß ich nicht, weil die konnten nur gewinnen mit dem Projekt.
Speaker: Das ist praktisch egal, was die gedacht haben.
Speaker: Entscheidend ist eigentlich nur, was die bei AP gedacht haben.
Speaker: Und da weiß man ja, dass der Herr Ben Amiers, der das vorher gemacht hat, und wir gehen mal davon ein, dass es noch zu seiner Zeit eingestellt worden ist, dass der auch Swatch-Sammler war.
Speaker: Und der hat ja sowieso im Prinzip, wie ich vorhin ausgeführt hatte, im Prinzip eine Idee von Swatch, die der Nybloge übernommen hat, auch nochmal übernommen.
Speaker: Also ich sehe da einen Zusammenhang.
Speaker: Und er muss ja gedacht haben, dass seine Marke dadurch wertvoller wird, weil einfach sozusagen sich die Schlange noch weiter verlängert und noch mehr Leute in der Schlange stehen.
Speaker: Und das passt auch zu dem Bild, finde ich.
Speaker: Wir hatten uns ja gefragt, warum AP einen Stand auf der Watches & Wonders macht, obwohl sie ja nur Boutiquen haben und eigentlich ist es eine Retailermesse.
Speaker: Und dann habe ich ja erzählt, dass der Stand daraus bestand, dass er im Prinzip keine Schaufenster hatte, sondern eine harte Wand und eine harte Tür und dass sie ein eigenes System hatten, um Schlangen zu erzeugen davor.
Speaker: Also für mich besteht die Marke AP nicht mehr darin, Uhren zu produzieren, sondern es geht nur noch darum, Schlangen zu produzieren und Begehrlichkeiten damit zu wecken.
Speaker: Und klar, das ist nur menschlich, es ist auch sogar vorkapitalistisch.
Speaker: Es gibt, was weiß ich, Soziologen wie Norbert Elias, die haben ja auch das höfische System analysiert und du hast immer, wenn Menschen zusammenkommen,
Speaker: ein System, wo es Hierarchien gibt und die Hierarchien werden mit Symbolen ausgedrückt.
Speaker: Deswegen hat der Kaffee nicht auch einen Hermelinmantel und so weiter.
Speaker: Früher ist das ja auch festgelegt worden, wer Schnabelschuhe tragen darf und wer welche Art von Pelz tragen darf.
Speaker: Selbst in der Schule ist es so, dass nur der Direktor mit der einen Farbe Tinte unterschreibt und so weiter.
Speaker: Das gibt es überall und du hast es jetzt hier auch.
Speaker: Ich frage mich nur, wenn wir jetzt zum Fazit kommen, was können wir daraus lernen?
Speaker: Also ich finde, man kann daraus lernen, erstens,
Speaker: Die Uhr ist schon lange keine Uhr mehr, ist klar.
Speaker: Es gibt keine Toolwatches mehr.
Speaker: Es ist...
Speaker: Aber mittlerweile nicht nur mehr Schmuck und Accessoire, sondern ich glaube, es ist ein kulturelles Referenzprojekt und so ein Hierarchisierungsding, womit du Tribalismus hast, Gruppen zusammenfindest und so weiter.
Speaker: So, dann glaube ich, ist es jetzt literally ein Anhänger geworden.
Speaker: Also es ist, diese Uhr ist ein Anhänger, so wie jede Uhr irgendwie auch ein Anhänger ist, aber diese ist literally ein Anhänger.
Speaker: Das ist vielleicht ein Turning Point, aber das können wir in zehn Jahren mal gucken.
Speaker: Dann finde ich, kann man sehen, das eigentlich interessant an der Kollabo ist Swatch, weil die können keinen Fehler mehr machen, finde ich interessant.
Speaker: Das ist eine Position, die dem Kapitalismus viel wert ist.
Speaker: Und dann, was sagt das über uns aus als Szene?
Speaker: Und da habe ich mich gefragt, vielleicht verabschieden wir uns jetzt alle mal davon, Klimt-Poster aufs Klo zu hängen.
Speaker: Und wir können alle keinen echten Klimt kaufen, oder ich vermute, die meisten unserer Hörer können keinen Klimt kaufen.
Speaker: Aber vielleicht suchen wir dann echte Sachen.
Speaker: Ich sehe schon einen Trend, dass viele Leute entweder independent kaufen, weil sie dann eben sehen, wer das macht und mit ihnen interagieren können.
Speaker: Leute, die nicht so viel Geld haben, kaufen oft Microbrands, weil du da auch mit den Leuten interagieren kannst und den Gründer kennenlernen kannst und so weiter.
Speaker: Und das ist für mich ein Zeichen, dass die Leute was Echtes haben wollen.
Speaker: Und einen echten Austausch und darüber die Relevanz ziehen und nicht über acht Ecken und Schrauben, die jeder erkennt.
Speaker: Und ich könnte mir vorstellen, dass das der gesündere Weg für alle ist, da muss man sich zumindest nicht hauen.
Speaker: Ja, schöne Worte.
Speaker: Ich würde gerne noch die Perspektive einbringen, nochmal zu vermeintlichen Risiken, dass du Sammler hast von Odomar, die sagen, oh mein Gott, jetzt läuft jeder Hans Franz mit einer 400-Euro-Uhr rum, die meine Royal Oak Siolette hat und währenddessen ich hier 60, 100, whatever, 1000 Euro ausgegeben habe.
Speaker: Und dadurch verwässert sich mein Produkt am Handgelenk.
Speaker: Erstens, das, was du gesagt hast mit, dadurch steigert es den Wert sogar.
Speaker: Zweitens, bestes Beispiel, guck dir die Speedmaster oder auch Blancpain an.
Speaker: Dadurch hat keine der beiden Originaluhren, nenne ich es jetzt mal, irgendwie einen Wert verloren.
Speaker: Ich empfinde sogar genau das, was du gesagt hast, dass die Speedmaster dadurch sogar noch bekannter geworden ist.
Speaker: Vom Blancpain bin ich zu weit weg.
Speaker: Also bei der Speedmaster, kurzer Einschub, sagen Leute, die es wissen müssen und die Kontakt zur Omega haben, dass sich die Verkäufe verdoppelt haben, der richtige Speedmaster in der Zeit.
Speaker: Und da ist aber der Unterschied, du kannst ja kaufen.
Speaker: Du kannst ja jederzeit in eine Boutique gehen und den Speedmaster kaufen.
Speaker: Insofern finde ich das gar nicht zynisch.
Speaker: Hier ist es ja insofern zynisch, weil du kannst die Uhr nicht kaufen, auf die referenziert wird.
Speaker: Ja, wobei, okay, ich glaube mittlerweile ist die Verfügbarkeit etwas besser geworden, aber ich meine noch, dass AP 50.000 im Jahr herstellt und da ist das Maximum erreicht und ich glaube, so viel mehr wollen sie gar nicht machen, weil dann hätten sie eher das Problem, dass sie ihre Marke verwässern würden und nicht durch so eine Plastikuhr.
Speaker: Bei Blompen, gerade bin ich zu weit weg, habe ich eher das Gefühl, dass diese Collab wirklich nur für Watch and to the Justin gemacht wurde, weil Blompen zu unbekannt war im Allgemeinen, aber vielleicht liege ich da auch komplett falsch, dafür bin ich zu weit weg von der Marke, weil sie mich nie so richtig gecatcht hat.
Speaker: Aber man sieht halt, Beispiel Speedmaster ist ein Erfolg für Omega als auch für Swatch und das Gleiche, bin ich mir sicher, wird bei der Royal Pop passieren, wenn nicht sogar in einem noch größeren Ausmaß.
Speaker: Gerade die Absätze, vor allem, wenn diese Straps, die jetzt gerade aufkommen, wenn die massenmarktauglich werden, also jetzt gerade sind das ja Straphersteller,
Speaker: die man eigentlich nur kennt, wenn du im Uhrengame drin bist, weil das so Strap-Hersteller sind, die für die Speedmaster oder für die teuren Uhren halt so extra Straps basteln, die ein bisschen günstiger sind als die Originalen von den Marken, aber vielleicht von der Qualität her sogar besser.
Speaker: Aber wenn du das in den Massenmarkt bekommst,
Speaker: Also wenn das Publikum wird, dass es da einen Hersteller gibt, die dir diese Uhr für 50 Dollar, Euro extra nochmal dir einen Strap dazu gibt, dass du sie am Handgelenk tragen kannst, dann wird das Ding nochmal größer und dann hat das noch einen größeren Effekt für Swatch als auch für...
Speaker: Also ich sehe eigentlich gar keine Risiken da dran, weil die fünf Menschen, die dann sagen, oh mein Gott, jetzt gibt es eine Plastik-Ufer-Mein-Uhr, ich trage sie nicht mehr, ich verkaufe sie, ich kaufe nie wieder bei Odermar, dafür kommen 50 Leute, die erst recht bei Odermar dann kaufen.
Speaker: Deswegen sehe ich gar kein Risiko dafür, die Marken, sondern echt nur positive Skalierungseffekte.
Speaker: Ja, das einzige Risiko, was ich sehe, ist, dass du jetzt jungen Leuten, die vielleicht noch leicht zu beeindrucken sind, vermittelst, dass bei einer Uhr es nur darauf ankommt, dass sie schnell erkennbar ist.
Speaker: Und das ist eigentlich schade, weil wir, die wahrscheinlich auch die Hörer dieses Podcasts, ja Uhren aus ganz verschiedenen Gründen gut finden und viele haben damit zu tun, dass sie eben so...
Speaker: tolle Schriftfonds haben, dass sie tolle Werke haben, interessante Zifferblätter, Gehäuse, was auch immer.
Speaker: Und das ist ja eigentlich das Gegenteil, dass man da das Detail sucht und das auch vielleicht den individuelleren Zugang.
Speaker: Ich war gerade diese Woche bei Gégère LeCoutre und hatte diesen Duometre-Chronographen
Speaker: Mal zum Rumspielen.
Speaker: Hab da auch ein Video gemacht, schon live.
Speaker: Und das fand ich wieder faszinierend, einfach, dass in einer Uhr so verschiedene Ebenen von Zeit abgebildet sind.
Speaker: Also du hast einen Chrono, dann hast du so eine Sekunde für Drillante, ein Sechstel Sekunde und dann hast du aber auch die Mondphase und dadurch, finde ich, durch die Staffelung wird dieses am Ende ja auch kulturelle Konstrukt Zeit nochmal anders sichtbar.
Speaker: So war es.
Speaker: Ich verstehe dich.
Speaker: Ich verstehe
Speaker: okay, ich verstehe dich, du bist sehr romantisierend, das meine ich nicht negativ, das ist schön.
Speaker: Dann geht dir die Hose auf, ne?
Speaker: Ja, dann geht mir die Hose auf.
Speaker: Das Problem daran ist, da geht sehr wenigen Menschen die Hose bei auf, weil die meisten Menschen eben genauso denken, wie du, was du gerade als negativ dargestellt hast.
Speaker: Das ist eigentlich nur um, hey, erkenn bitte, dass ich diese Uhr am Handgelenk trage.
Speaker: Darum geht es halt leider den meisten Menschen, dieses Romantisierende.
Speaker: Das ist halt für die Nerds und Geeks, die wir sind.
Speaker: Und wir sind wichtig für
Speaker: viele Marken, aber für diese Marken, die in den Weltmarkt hineindrängen, da sind wir relativ unbedeutend für, was den Absatz und den Erhalt der Marke anbelangt.
Speaker: Wenn wir wegfallen, ist das Oda mal relativ egal.
Speaker: Hm.
Speaker: Das merken die nicht in ihren Zahlen, würde ich jetzt mal sagen.
Speaker: Belehrt mich eines Besseren, bitte, immer.
Speaker: Aber ich sage, wir sind für viele Marken wichtig und für viele Marken essentiell, aber für solche Marken wie Rolex oder mal Patek, bla bla bla, sind wir nicht mehr relevant.
Speaker: Aber dann sind wir wieder bei so einer Frage zum Kapitalismus.
Speaker: Geht es nur darum, erstmal diesen Absatz zu machen oder geht es auch darum,
Speaker: Du brauchst ja eine kulturelle Echokammer, in der Dinge stattfinden, damit sie überhaupt erst attraktiv werden.
Speaker: Der Absatz, also das Kaufen, das ist ja am Ende eines Entscheidungsprozesses.
Speaker: Und ich glaube, du brauchst auch Leute, die vorangehen und die Dinge entdecken und machen.
Speaker: Und vielleicht sind wir sozusagen die Gentrifizierer.
Speaker: So wie Gentrifizierer in komische Stadtteile ziehen, weil es da bunt und laut ist und interessantes Essen gibt und dann steigen die Mieten, weil alle Leute erkennen, dass es attraktiv ist.
Speaker: So sind wir ja auch ein bisschen mit Uhrenmodellen und Uhrenmarken und so weiter.
Speaker: Wir entdecken Dinge, erzählen ganz vielen, warum das so toll ist und dann werden die ja zum Teil auch gekauft und dann nachgebaut und so weiter.
Speaker: Deswegen werden ja jetzt so Uhren wieder kleiner, weil Leute ständig darüber rumschwadroniert haben, dass das so schön ist.
Speaker: Ja, also komplett richtig meine Meinung, was du sagst.
Speaker: Jetzt das Aber dazu.
Speaker: Die Marken, die ich gerade benannt habe, da haben wir diesen Effekt, diese Gentifizierer haben ihren Job schon getan.
Speaker: Die Marken sind schon da, wo sie sind.
Speaker: Also zumindest sagen wir mal, kurz bis mittelfristig würde der Wegfall von uns denen nicht wehtun.
Speaker: Vielleicht irgendwann, wenn der Markt sich komplett shiftet, dann.
Speaker: Aber aktuell, ich denke mal, auf eine Sicht von ein bis fünf Jahren mindestens, wäre der Wegfall von uns für diese Marken nicht spürbar.
Speaker: Aber ich kann auch komplett falsch liegen.
Speaker: Schreibt es in die Kommentare.
Speaker: Das kann man die Leute catchen.
Speaker: Okay.
Speaker: Kurzes Recap.
Speaker: Oder mal mega Erfolg, vor allem langfristig.
Speaker: Sie schaffen es, laut unserer Ausführung, ihr Produkt, ihr Produkt Royal Oak, sehr tief in der Gesellschaft zu verankern.
Speaker: Das ist Richtung neuer Goldstandard für, das ist eine Uhr, die muss so und so aussehen, gedrückt werden kann.
Speaker: Wir denken, dass
Speaker: der Wert der Marke und gerade der Royal Oaks, der richtigen in Anführungszeichen, dadurch in der nächsten Zeit signifikant steigern kann, siehe Beispiel auch
Speaker: Omega, dass das keinen Abbruch getan hat, sondern der Marke Omega sehr geholfen hat.
Speaker: Und das Gleiche wird sehr wahrscheinlich auch hier passieren.
Speaker: Und ein paar philosophische Fragen zum Nachdenken aufgeworfen, die ich jetzt nicht wieder rekapitulieren möchte.
Speaker: Passt so?
Speaker: Ja, das ist gut.
Speaker: Und wir freuen uns auch tatsächlich dann über alle Kritik, die uns über Instagram oder sonst wo erreicht.
Speaker: Das ist immer spannend zu hören, was angekommen ist, was nicht angekommen ist.
Speaker: Immer gerne.
Speaker: Wollen wir alles wissen.
Speaker: Immer gerne.
Speaker: Haut rein.
Speaker: Peace.

