Zencastr
00:00:00
00:00:01
Speed1x
Format
Share
Embed
Report

Ep. 33 : Uhren und Sartorial Schnick Schnack.

Zero Reset - Uhrenpodcast
Zero Reset - Uhrenpodcast

466 plays · Mar 30, 2026

Pat und Knud sprechen mit den Hosts des Podcasts Sartorial Schnick Schnack, Felix und Philipp, darüber, was beide Hobbys verbindet: Fokus auf Handwerk und Stil, das Hobby als Reise, die Freude am Netzwerk, aber auch die Gefahr von Selbstradikalisierung kleinkarierter Keyboardwarriors.

Transcript

Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zero Reset, der Uhren-Podcast.

Speaker: Ich überlege mir jedes Mal, wie ich eine neue Folge starte.

Speaker: Das Gleiche ist, wenn ich meine Verhandlungen überlege, ich mir auch jedes Mal, währenddessen die anderen sich vorstellen, wie stelle ich mich heute vor.

Speaker: Deswegen ist das wie immer Freestyle.

Speaker: Und wir haben heute zwei Gäste, bei denen wir auch schon mal Gast waren.

Speaker: Und deswegen müssen wir, weil wir kennen euch beide, zwar so Knüffel, ich kenne die beiden, aber ihr kennt sie wahrscheinlich nicht, deswegen müsst ihr euch vorstellen.

Speaker: Es ist spät für mich, ich hatte eine scheiß Nacht und deswegen verzeiht mir, wenn meine Satzbildung nicht ganz korrekt ist.

Speaker: Bevor ich zu meinem Blabla komme, Knut, schmeiße ich das Mikro direkt zu den Gästen rüber.

Speaker: Ohne zu sagen, wer ihr seid, sagt, wer ihr seid.

Speaker: Aber du musst doch wenigstens sagen, dass es die beiden berühmten Podcaster sind von Sartorio Schnickschnack.

Speaker: wo es im Übrigen auch große Überschneidungen gibt, weil ich weiß, dass einige von den Hörern des Soutory Schnickschnacks, der berühmt ist und wir beide Hosts hier haben, auch Uhrenfreunde sind.

Speaker: Und dadurch gibt es große Überschneidungen und wir wollten sie unbedingt auch bei uns in der Show haben.

Speaker: Und heute sind sie da und wir freuen uns sehr.

Speaker: Und sie sind auch beide da in voller Schönheit.

Speaker: Und einer hat sogar, ich komme da nicht drüber weg, der hat diesen 80er-Jahre-Touch heute.

Speaker: Und es ist Felix Würfel.

Speaker: Und dann haben wir noch

Speaker: Philipp 30.

Speaker: Und jetzt bitte stellt euch nochmal vor.

Speaker: Hello, hello.

Speaker: Ja, ganz lieben Dank für die Rückrunde in eurem Podcast.

Speaker: Mein Name ist Felix.

Speaker: Für die Hörer, die mein schönes Stimmchen nicht direkt erkennen.

Speaker: Und ja, genau.

Speaker: Ich bin 50% und Co-Host von unserem liebsten Herzensprojekt Sartorial Schnickschnack.

Speaker: Und ihr wart bei uns zu Gast.

Speaker: Wir haben einen ganz, ganz fantastischen Uhrenschnack gehalten.

Speaker: Und jetzt sind wir bei euch.

Speaker: Ich freue mich, euch wiederzusehen und wiederzuhören.

Speaker: Geil, schön.

Speaker: Ja, hallo, ich bin der Philipp und bin ein bisschen aufgeregt, weil wir haben ja jetzt mittlerweile, Felix, ich weiß nicht, wir haben über 75 Folgen gemeinsam aufgenommen.

Speaker: Ich habe mit Ben Bernschneider auch schon so ein paar Podcasts aufgenommen, aber ich war noch nie so richtig Gast irgendwo.

Speaker: Deswegen ist es heute für mich eine totale Premiere und bin...

Speaker: Wahnsinnig gespannt, in welche Richtung das heute geht.

Speaker: Und mir tut es, glaube ich, ein bisschen weh und ist ein bisschen schwer, meine Moderationsrolle auch abzugeben, muss ich sagen.

Speaker: Ich kenne das.

Speaker: Das ist ein Herrenclub hier, da kann jeder mal.

Speaker: Das ist total in Ordnung.

Speaker: Und kommt erst mal an, machst dir gemütlich, nimm den Drink.

Speaker: Nimm mir die Zigarre vom Tray.

Speaker: Keine Ellbogen-Mentalität.

Speaker: Wenn Knut dir zu doof ist oder ich, dann übernimm gerne einfach das Heft und führe dann durch unseren Podcast durch.

Speaker: Also keine falsche Scheu.

Speaker: Mich, und ich denke Knut auch, wer ja es schon gesagt hat, freut uns sehr, dass ihr dabei seid bei uns.

Speaker: Da ich allgemein auch gerne mal nicht so direkt über Uhren spreche und euer Main Area of Expertise ist ja nicht Uhren, sondern allgemein Kleidung und Style.

Speaker: Und dazu zählen Uhren natürlich auch.

Speaker: Und ich werfe jetzt mal, ich fange direkt an, nee, sorry, ich fange nicht direkt an.

Speaker: Ich mache das Thema, was Knut gar nicht mag.

Speaker: Bitte, sagt doch mal den Hörern,

Speaker: Ob es irgendetwas gab in letzter Zeit, was ihr erfahren, erlebt, gegessen, geguckt, whatever habt, was ihr empfehlen könnt oder nicht empfehlen könnt.

Speaker: Ja, kann ich direkt anfangen, gerne.

Speaker: Ich war vor zwei Wochen noch in Hongkong und ganz grundlegend würde ich sagen, ist das erstmal eine Stadt, die ich jedem empfehlen kann.

Speaker: Und das passt eigentlich zu allen Fragen, die du gestellt hast.

Speaker: Da hat man was gesehen, gegessen, getrunken, Uhren hat man auch gesehen und geshoppt und anfassen können und ganz tolle Sachen sehen können.

Speaker: Und ja, da könnte man natürlich ganz granular reingehen, aber das erspare ich euch heute.

Speaker: Aber eine Sache würde ich da rausnehmen und den würde ich natürlich hier passend als Uhrenbezug nehmen.

Speaker: Es gibt so einen kleinen Stamm,

Speaker: Stall, einen kleinen Stand, nicht Stall, in Hongkong von Raymond heißt er.

Speaker: Ich glaube, es ist in Central oder Shingwan oder da an der Grenze, aber ich glaube, es ist noch Central Hongkong.

Speaker: Und der hat wunderbare Ohren.

Speaker: Es ist so ein ganz, ganz kleiner, ramschiger Stand.

Speaker: Das sieht aus, als ob ich da meine Schweinefüße kaufen kann.

Speaker: Aber man kann da wirklich ganz, ganz tolle Piagets, Vintage-Rollex kaufen.

Speaker: Und der Mann ist wahnsinnig charmant.

Speaker: Wir haben uns ganz toll ausgetobt, weil er meine

Speaker: Piaget als Gelbgold-Variante da hatte.

Speaker: Also Piaget aus den 90ern.

Speaker: Referenz 9, 1, 0, 1, 0.

Speaker: Und ja, das war ein toller Zufall.

Speaker: Er hatte die noch nie in Weißgold gesehen, ich noch nie in Gelbgold.

Speaker: Und so konnte man sich da toll austauschen.

Speaker: Und generell ist das einfach ein ganz sympathischer, toller Typ.

Speaker: Und das würde ich jedem mal an Herzen legen, wenn man nach Hongkong fährt.

Speaker: Du hast da auch eine Uhr gekauft, oder?

Speaker: Ich habe dort keine Uhr gekauft.

Speaker: Aber in Hongkong?

Speaker: In Hongkong habe ich eine Uhr gekauft, ja.

Speaker: Aber etwas Bescheideneres.

Speaker: Mit einem E-Tag-Ernst.

Speaker: Bescheiden muss nicht schlecht sein.

Speaker: Nein, das überhaupt nicht.

Speaker: Gar nicht.

Speaker: Ich war gar nicht so drauf und dran, jetzt unbedingt was zu kaufen an Uhren, obwohl ich stundenlang geguckt habe.

Speaker: Das war eher tatsächlich so die Begeisterung an Sachen, die man da sehen kann.

Speaker: Also ich habe wahnsinnig viele Clusonet-Dials zum Beispiel gesehen, was ich vorher hier in Berlin ehrlicherweise sehr selten irgendwie betrachten durfte.

Speaker: Das fand ich richtig cool.

Speaker: Viele krasse Komplikationen, 90er-Jahre-Pateks, alles, was mich so auch

Speaker: irgendwie ansprach, ich mir aber nicht leisten konnte, habe ich da gefunden.

Speaker: Und so ein kleines Urlaubsmitbringen habe ich dann auch gefunden.

Speaker: Eine 60er Jahre Tudor.

Speaker: Ja, so eine schöne, ich habe gesagt, ich hoffe, es ist nicht so explizit, wenn ich sage, es ist eine Alltagshure.

Speaker: Ist das explizit schon?

Speaker: Ja, oder?

Speaker: Ein Daily Beater, würde man sagen, glaube ich.

Speaker: Es ist eine offizielle Berufsbezeichnung, von daher, warum sollte das zu explizit sein?

Speaker: Wer Uhren im Urlaub kauft, der ist auf jeden Fall in einem Uhrenpodcast richtig.

Speaker: Was ist deine Eintrittskarte, Felix, für einen Uhrenpodcast?

Speaker: Beziehungsweise zu meiner Frage, was hast du erlebt oder schlechtes?

Speaker: Ich wollte es überspielen.

Speaker: Also ich kann mit einem kleinen Augenzwinkern und einer nachgelagerten Entschuldigung für meine, ich glaube, siebeneinhalbminütige Verspätung rein starten.

Speaker: Du kriegst nur Einzeiger, das haben wir uns schon gedacht.

Speaker: Ich weiß nicht, ob ich damit die Frage oder den Nagel der Frage auf den Kopf treffe.

Speaker: Aber ich bin ja ein großer Fan davon, seine Uhren auch zu stellen.

Speaker: Ich weiß, dass das ein absolutes Thema in der

Speaker: Uhren-Bubble oder vielleicht vor allem so Uhren-Social-Media-Bubble ist, dass Leute sagen, ich stelle meine Uhr noch nicht, aber ich wechsle so oft durch und dies und jenes.

Speaker: Erstmal wird das natürlich auch unserem Anspruch, unserer Sicht auf die Welt nicht ganz gerecht, würde ich behaupten.

Speaker: Langer Rede gar keinen Sinn.

Speaker: Ich tue das immer und ich stelle meine Uhr immer und zwar immer eine Minute vor, natürlich, wie sich das gehört.

Speaker: Anscheinend habe ich meine Uhr einen Tag zu lang rumliegen lassen, habe heute Morgen auf meine Planet Ocean gewechselt und habe mich den ganzen Tag gewundert, dass Leute mir zu meiner Meinung nach falschen Zeiten WhatsApp schreiben, sich zu falschen Zeiten beschweren, dass ich mein E-Mail-Antwortversprechen noch nicht eingelöst hätte und so on, war aber so im Tunnel.

Speaker: dass ich mich nicht als Geisterfahrer identifiziert habe, sondern in vollster Inbunds der Überzeugung war, dass die anderen mir heute alle ein bisschen auf den Sack gehen wollen.

Speaker: Und dementsprechend bin ich auch gerade einen Moment zu spät gekommen, hatte meine Uhr einfach irgendwie eine halbe Stunde vorgestellt oder sie war stehen geblieben, wie auch immer.

Speaker: Das heißt, Uhren stellen finde ich gut, Uhren nicht stellen finde ich nicht gut, aber die Mischung, nicht zu wissen, dass sie nicht gestellt ist, ist auf jeden Fall ganz großer Mist.

Speaker: Ja, kann ich leider ein Lied von singen, weil ich hatte vor ein paar Tagen, hatte ich meine Uhr irgendwie gestellt, aber ich habe sie eine Stunde zu früh gestellt.

Speaker: Und dann war ich auch, gab es zwei Situationen, wo ich ein bisschen lost war.

Speaker: Ich so, hä, was ist denn jetzt los?

Speaker: Wir haben doch erst Viertel nach zwei.

Speaker: Oder war es halt schon Viertel nach drei?

Speaker: Das ist so lustig, dass ihr das gerade erwähnt, weil mir passiert das eigentlich nie.

Speaker: Aber die besagte Piaget, die ist ein Handaufzugswerk.

Speaker: Und ich war neulich Essen in Stuttgart.

Speaker: Wir hatten den Tisch um 19 Uhr.

Speaker: meine Uhr ist um 20.15 Uhr stehen geblieben und ich habe so viel Wein getankt, dass ich, als wir um halb zwölf aus dem Restaurant rausgegangen sind und ich auf die Uhr geguckt habe, zu 100% der Überzeugung war, es ist 20.15 Uhr.

Speaker: Sehr geil.

Speaker: Sehr geil.

Speaker: Das gute Leben.

Speaker: Meine große Frage an euch beide, vielleicht für die Zuhörer, die es nicht wissen, Felix ist sehr gut und groß darin, Anzüge, Hosen, whatever zu designen, Maßschneider.

Speaker: und Philipp hat einfach ein sehr großes Herz, jetzt ganz plakativ ausgedrückt, für Style und Mode.

Speaker: Meine ganz große Frage, glaube ich, wie wichtig oder unwichtig ist eine Uhr für ein Outfit?

Speaker: Also für mich komplett essentiell.

Speaker: Also ich immer, ich trage jeden Tag eine Uhr und ich trage auch unterschiedliche Uhren zu unterschiedlichen Stimmungen und Anlässen.

Speaker: Absolut.

Speaker: Ich glaube bei Felix, ist das bei dir ähnlich, oder?

Speaker: Bei mir würde ich sagen ganz genauso.

Speaker: Mir wäre jetzt nicht als erstes das Wort essentiell eingefallen, weil irgendwie der gute Schuh, das gute Sakko, ist immer eine Frage von so einem Gesamtbild, im wahrsten Sinne des Wortes.

Speaker: Nicht nur, was man nach außen abgibt, sondern auch, wie man sich selber fühlt.

Speaker: Und ich glaube, die ganzen, vor allem hier, die Uhrenfans und Uhrenhörer, Uhrenpodcast-Zuhörer,

Speaker: werden das kennen, dass man sich ganz merkwürdig nackt fühlt, wenn man mal aus Versehen dieses eine Mal, diese zwei Male im Jahr aus irgendwelchen komischen Beweggründen morgens vergisst, seine Uhr anzuziehen, man fühlt sich ganz nackt.

Speaker: So ist das bei mir bei einer Handvoll von Dingen, nicht nur bei der Uhr, aber die Uhr reicht von Unterhosen.

Speaker: Unterhosen kann auch gut sein.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Bei dir ja auch ohne Ärmel sehe ich gerade.

Speaker: Das ist mein Sport-T-Shirt, ja.

Speaker: Da hat man aus Gründen nicht mit Bild.

Speaker: Ich frage, weil, wie ihr das richtig gesagt habt, für die Uhren-Bubble-Menschen ist es sehr wichtig.

Speaker: Wenn ich mir aber zum Beispiel die Leute bei mir auf der Arbeit angucke, die nicht so into watches sind, aber teilweise legen sie doch...

Speaker: zumindest etwas Wert auf ihr Äußeres, aber da sehe ich oftmals keine Uhr oder dass die Uhr scheinbar nicht so wichtig ist, weil sie, wenn man ganz objektiv betrachtet, gar nicht zum Outfit passt.

Speaker: Da wird dann einfach eine Uhr angezogen, weil irgendwie vielleicht man die Zeit haben möchte.

Speaker: Und euch beide hätte ich halt auch, dass ihr natürlich ein Faible für Uhren habt, aber ihr seid nicht so 100% Watchnuts wie Knut und ich und deswegen diese Frage an euch, weil ihr das vielleicht noch ein bisschen objektiver betrachten könntet.

Speaker: Ja, also bei mir würde ich sagen, die Liebe zum Handwerk bei einer Uhr, die kam ein bisschen später.

Speaker: Ich glaube, der Ursprung war tatsächlich ein...

Speaker: ein runderes Bild in meinen Outfits zu schaffen.

Speaker: Wenn ich sage, hey, ich trage heute hier ein Smoking, dann möchte ich halt auch eine entsprechende Dresswatch dazu tragen.

Speaker: Wenn ich irgendwie ein bisschen mehr rougher unterwegs bin mit einer Jeans und was weiß ich, möchte ich vielleicht auch eine etwas gröbere Uhr haben.

Speaker: So war mal so der Anfang, das als Accessoire zu sehen.

Speaker: Es hat sich dann aber schon verändert, nämlich indem man

Speaker: Zum Beispiel eine Gangreserve toll findet, indem man Komplikationen spannend findet, indem man Materialien interessanter findet, über die man vorher nicht nachgedacht hat, wie beispielsweise Weißgold oder doch nochmal in den Größen mehr variiert.

Speaker: Dieses tiefe Einsteigen kam später.

Speaker: Vorher war es tatsächlich diese Sicht als Accessoire.

Speaker: Und das ist ja wichtig beim Outfit.

Speaker: Ob es eine Brille ist, ein Goldkettchen, Fußkettchen, Nasenring oder die Uhr, ist ja Wurst.

Speaker: Aber es ist ein Accessoire, was für mich was rund macht.

Speaker: Du hast ja auch eine richtige kleine Sammlung.

Speaker: Du hast ja verschiedene Dinge.

Speaker: Jetzt weiß ich nicht, wie es bei Felix ist.

Speaker: Und ich habe eben verstanden, du hast eine Planet Ocean.

Speaker: Das ist ja eine Taucherohr und auch keine ganz kleine.

Speaker: Und ich bin jetzt davon ausgegangen, du hast den ganzen Tag in einem Geschäft für Anzüge rumgehangen.

Speaker: Da hätte ich dir jetzt gar nicht erwartet, die Taucherohr.

Speaker: Was ist da passiert?

Speaker: Sehr gute Frage.

Speaker: Mir geht das in der Sicht auf meine heiß geliebte Planet Ocean genauso.

Speaker: Du hast es charmant angesprochen, die ist relativ dick.

Speaker: Man könnte im Jahr 2026 vielleicht sogar vorsichtig das Wort klobig benutzen.

Speaker: Trotzdem bedeutet mir diese Uhr ganz viel und meine Antwort auf die vorgestellte oder vorhergestellte Frage wäre auch in diese beiden Richtungen gewesen.

Speaker: Ich habe sehr harte Gegensätze in meiner absolut kleinen, süßen Minisammlung.

Speaker: Und das ist eine ganz, ganz günstige Seiko mit einem grünen Ziffernblatt und einem mittelmäßigen Lederarmband, die für mich ganz oft ein Outfit von mir rund macht mit grünen Tesselloafern, grünen Akzenten im Outfit, einem grünen Perlenarmband, einem grün gestreiften Hemd.

Speaker: Also dann ist es wirklich richtig Teil des Outfits.

Speaker: Aber nicht alles gleichzeitig, oder?

Speaker: Ich war schon bei den grünen Tesselloafers.

Speaker: Ja, die sind ganz, ganz dunkelgrün, wie in so einem British Racing Green und dann so einem Brand, so einem Burnished-Effekt, dass es so zur Sohle hin fast schwarz wird, also würde ich sagen noch elegant.

Speaker: Schönes Golfrasengrün-Krokopregung.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Rolex-Krokopregung.

Speaker: Nee, dann ist das so ein typischer Teil des Outfits.

Speaker: An der Omega Planet Ocean, der eine oder andere wird die als die Skyfall-James-Bond-Uhr kennen oder wiedererkennen, wenn er sie googelt.

Speaker: Die anderen wissen es und da hängt ganz viele Erinnerungen dran, die gab es irgendwie zum Abitur, verbinde ich ganz, ganz viele tolle Storys mit, ein tolles Reisejahr direkt nach dem Abi, wo die komplett mitgegangen ist gegen den Rat der gesamten Familie und so.

Speaker: Deswegen wird nicht als sensible, feinfühlige, hochästhetische Vervollständigung meines Outfits eingeplant, sondern das ist mein Daily Beta.

Speaker: Und jetzt mache ich auch einen Punkt.

Speaker: Aber heute war freier Tag, a.k.a.

Speaker: Aufräumtag.

Speaker: A.k.a.

Speaker: wir bereiten den Laden für ein großes Event am Donnerstag vor.

Speaker: Das heißt, heute war den ganzen Tag Jeans, draußen Flanell-Sakko und dazu durfte es dann auch die...

Speaker: Heavy Diver sein.

Speaker: Und was kriegst du im Geschäft?

Speaker: Sonst?

Speaker: Meine Vintage Omega aus einem nicht hundertprozentig zu bestimmten Jahr.

Speaker: Ich habe die große Hoffnung, dass sie aus dem Geburtsjahr meines verstorbenen Onkels ist, nämlich 1963.

Speaker: Einiges weist darauf hin.

Speaker: Der ein oder andere Uhren-Hat hat es mir auch schon bestätigt.

Speaker: Als eine ganz, ganz minimalistische, zurückgenommene

Speaker: alte Omega, die tatsächlich trotz Minimalismus und Zurückgenommenheit Bicolor ist.

Speaker: Aber halt noch in so einem super echten, super schönen Bicolor.

Speaker: Alles, was golden aussieht, ist auch wirklich golden oder mal mindestens echt vergoldet.

Speaker: Und ja, vielleicht habe ich euch sogar schon mal ein Bild geschickt.

Speaker: Das wird...

Speaker: eventuell schon eine Seamaster gewesen sein.

Speaker: Da bin ich mir gerade gar nicht mehr so sicher.

Speaker: Seamaster gibt es schon seit 48.

Speaker: Seit 48, dann könnte das sehr gut sein.

Speaker: Die hat noch die Sekundenzeige in dieser ganz clean 6-Uhr-Position, als so ein Kreuz, was sich dreht.

Speaker: Ihr werdet mir da gleich die Fachbegriffe hoffentlich um die Ohren hauen.

Speaker: Aber eine ganz wunderschöne Uhr.

Speaker: Ich weiß nicht, ob ich euch schon mal ein Bild davon geschickt habe in vergangener Zeit.

Speaker: Für das Instagram zu der Folge.

Speaker: Das mache ich.

Speaker: So als Serie montieren mal oder vielleicht die beiden Extreme oder sowas.

Speaker: Das wäre doch schön, dass man euch da mal sieht.

Speaker: Ja, das kann ich mir gut vorstellen.

Speaker: Okay, das passt.

Speaker: Was mich ja vor allen Dingen interessiert ist, wir drehen uns ja mit unseren Hobbys immer sehr um uns selber und um unser Hobby und man neigt ja dazu, sich immer mehr zu radikalisieren.

Speaker: Das ist ja nicht nur bei Politik so im Internet, sondern auch bei Hobbys, dass je mehr man mit den Leuten rumhängt, die das auch haben, dass das immer wilder wird, was die Leute dann machen und sich da so reinziehen.

Speaker: Und jetzt gibt es ja Überschneidungen.

Speaker: Ihr interessiert euch auch für Uhren, ich interessiere mich auch für Tailoring und so.

Speaker: Und das ist ja interessant vielleicht, wenn man mal in das Hobby von dem anderen noch ein bisschen stärker reinguckt, dass man dann eine etwas kritischere Sicht da noch drauf hat, was die Radikalisierung angeht.

Speaker: Ihr habt ja auch eine Chatgruppe,

Speaker: Ich weiß nicht, wie man das richtig nennt.

Speaker: Du meinst unserem Discord?

Speaker: Ja, genau, ein Discord, also wo es so einen Austausch gibt.

Speaker: Ich habe für den Hurenkram eine WhatsApp-Gruppe, wo es einen Austausch gibt.

Speaker: Du kennst ja, du bist ja auch drin.

Speaker: Und ich habe manchmal den Eindruck, das hat so Mechanismen,

Speaker: wo man, wenn man mal drei Schritte rückwärts gehen würde und einen bisschen größeren Blick wieder hätte, so denken würde, was machen wir da eigentlich gerade?

Speaker: Oder ist das richtig, was wir tun?

Speaker: Oder auch so Sachen, wo Leute dann denken, das ist unfassbar individuell, was sie da tun.

Speaker: Aber wenn du so drei Meter daneben stehst, denkst du, Alter, das habe ich vor zehn Jahren schon gesehen.

Speaker: Das hatten wir alles schon.

Speaker: Und das ist alles...

Speaker: Alles eine Mode.

Speaker: Deswegen bin ich aus all solchen Gruppen ausgetreten.

Speaker: Du sprichst nur mit Welsen, das ist natürlich noch was anderes.

Speaker: Nein, aber vielleicht fällt euch irgendwas auf, jetzt könnt ihr mal was Kritisches über die Uhrenblase sagen.

Speaker: Habt ihr da irgendwas gemerkt, was irgendwie komisch ist?

Speaker: Ja, also ich finde bei der Uhrenbubble finde ich das manchmal ein bisschen merkwürdig, was so...

Speaker: Vielleicht fehlt mir aber das Verständnis denn dafür, was so die Komplikation und Technik über Design angeht.

Speaker: Ich meine, Design weiß ich auch, das ist eine ganz, ganz subjektive Sache und ich will auch niemanden auf den Schlips treten, weil jeder hat ja ein anderes Empfinden von Ästhetik, aber ich verstehe halt manche Sachen nicht wie so Richard Mill oder, wie heißt der, Jacob & Co.

Speaker: und sowas.

Speaker: Da denke ich mir dann halt manchmal, also wo

Speaker: Wo kommt es her?

Speaker: Ist es jetzt wirklich nur die Technik, die da begeistert?

Speaker: Wo ist denn jetzt so dieser ästhetische Blickwinkel darauf?

Speaker: Für mich.

Speaker: Ich verstehe schon, dass andere das sehen, aber für mich ist das so ein bisschen, boah, ich check's nicht.

Speaker: Ich kann das nicht betreffen, wie der Fokus zu 90 Prozent auf, ja, das ist, weil es super technisch total toll ist und 10 Prozent ist dann halt irgendwie...

Speaker: Ich glaube, du hast ja da auch zwei Marken ausgedacht, wo es gar nicht so um die Technik geht, sondern die beiden Marken leben von ihrer Marke.

Speaker: Das, was sie symbolisieren sollen.

Speaker: Jacob & Co.

Speaker: gerade irgendwie krasse Diamond-Sets teilweise, die auch wirklich sauber und schön gesetzt sind, aber verdammt laut sind halt.

Speaker: Und Rishamil ist halt

Speaker: Einfach der Name steht halt dafür mit so quasi die teuersten modernen Uhren, die es gibt.

Speaker: Aber gibt es nicht auch bei Kleidung so Olli-Garchenschick?

Speaker: Ich weiß, es gab, glaube ich, von Skabal früher so die Möglichkeit, Nadelstreifen-Tücher zu bekommen, wo man seinen Namen reinweben konnte.

Speaker: Oder irgendwelche Vicunia-Tuche, also wo es einfach nur darum geht, groß, doll, teuer zu machen.

Speaker: Finde ich aber genauso bescheuert.

Speaker: Also sehe ich jetzt genauso als unattraktiv und weiß nicht, sehe ich halt keinen Punkt drin.

Speaker: Also ich finde halt, Zurückhaltung fehlt mir in beiden Bubbles ab und zu.

Speaker: Das ist es.

Speaker: Ich glaube, das ist das, was mich auch bei Jacob & Co.

Speaker: oder dann halt den Fuck-of-Nadelstreifen von Conor McGregor ansteigt.

Speaker: Ich finde Conor McGregor ganz lustig.

Speaker: Man kann sich den mal angucken und sein irisches Proletengehabe kann man ja auch mit einer reflektierten Sichtweise dann irgendwie mal als komödiantisch empfinden.

Speaker: Alles gut.

Speaker: Aber wenn man das jetzt aus stilistischer Sicht da sieht, diesen Facklaufanzug, den er da mal hatte, das war so ein Nadelstreifen, wo dann kein Name, sondern ein Facklauf dran stand, das ist nichts für mich.

Speaker: Das finde ich total quatschig und...

Speaker: Da mag ich es dann doch lieber ein bisschen zurückhalten.

Speaker: Dann dann doch Holland & Sherry oder am Handgelenk dann halt, wenn es sportlich sein soll, eine G-Shock.

Speaker: Da bin ich voll bei dir.

Speaker: Vor allem, was ich fand, das gerade interessant, als du meintest, als du von deiner Psycho gerade gesprochen hattest, wo man es nicht ganz so teuer.

Speaker: Und ich glaube, da bist du bei Knut mit mir richtig, weil wir haben ein Herz für alle Uhren, egal wie teuer sie sind.

Speaker: Ich kenne andere Menschen und das ist auch das, was ich an der Uhrenszene oftmals negativ betrachte.

Speaker: Das habe ich in der letzten Folge, glaube ich, auch gesagt.

Speaker: Ich war am Anfang meiner Reise, war ich mit Menschen in Kontakt, die gesagt haben, das ist keine richtige Uhr, weil die Uhr nicht irgendwie mehr als 5.000 Euro kostet oder sowas.

Speaker: Solche Menschen gibt es.

Speaker: Bitte, das soll jetzt ja nicht heißen, dass meine Denkweise besser ist, nur ich persönlich finde sie für mich zu limitierend, weil es gibt genug tolle Uhren, die relativ günstig sind und sind dann halt nicht Swiss-Made oder nicht whatever, aber trotzdem...

Speaker: Können sie halt sehr schön sein, was cooles ausdrücken und auch was Besonderes sein.

Speaker: Genauso wie es ja auch bei Klamotten.

Speaker: Du kriegst Krawatten für 300 Euro, die toll sind.

Speaker: Du kriegst aber auch eine geile Krawatte vielleicht für 70 Euro, die einfach ein geiles, geiles Muster hat und trotzdem gut gemacht ist und so weiter.

Speaker: Nur weil dann halt nicht irgendwie...

Speaker: 13 Euro ist der Schritt.

Speaker: Du kannst ja auch wahrscheinlich thriften für fünf, wenn du dich auskennst.

Speaker: Es gibt so viele Sachen, die so ähnlich sind in den Hobbys.

Speaker: Nicht nur, dass 99% Männer sind, die sich damit beschäftigen, das sind beiden gleich, sondern dass es auch Sachen sind, die theoretisch ja auch gebraucht gut funktionieren können.

Speaker: Das stimmt, das ist eine gute Idee.

Speaker: Also Uhren, glaube ich, noch einfacher, weil man kann sich ständig erneuern.

Speaker: Ein Anzug ist theoretisch dann irgendwann mal verschlissen, aber es muss ja nicht so sein.

Speaker: Oder ein Mantel wird auch sehr lange halten.

Speaker: Ich kann mal ganz kurz zurückkommen auf deine Frage, Knut, nur wenn ich darf.

Speaker: Na klar, immer.

Speaker: Ich hatte da auch noch ein paar Gedanken, die ich mal einmal beim Sprechen jetzt sortieren muss.

Speaker: Du hast so ein bisschen auf diesen Unterschied und aber auch auf die Parallelen in den Bubbles hingewiesen und die gibt es auf jeden Fall.

Speaker: Und ich glaube, was der Grund war, dass ich mich damals so in meinen Co-Host und Freund Philipp so verliebt habe, war einfach der Punkt, ja, ich komme halt aus dem Job oder ich komme halt aus dieser, ich komme nicht mal aus der Bubble, aber ich komme jetzt halt aus diesem Gewerbe.

Speaker: Und der Anspruch war halt nie...

Speaker: der krasseste, nerdigste, am meisten auf wie viele Millimeter Stiche bei einem Hemd sind, auf wie viele Zentimetern Naht zugegeben, sondern immer auch die gewisse Coolness zu behalten.

Speaker: Und zwar nicht Coolness in diesem Schulhof-alten-Kindergartensinne, sondern einfach, hey, es geht ja auch darum,

Speaker: Wie locker kannst du eine Krawatte binden?

Speaker: Dieser überlaufende Begriff Sprezzatura spielt da eine Rolle.

Speaker: Oder andersrum mal gesagt, um es besser klarzumachen, du kannst halt die teuerste Krawatte kaufen, weil du die Kohle hast, vielleicht auch, weil du fleißig bist, erfolgreich bist, vielleicht weil du es geerbt hast, wie auch immer.

Speaker: Aber die 300-Euro-Krawatte macht dich nicht cool.

Speaker: Und wir betonen das gar nicht so oft bei uns im Podcast.

Speaker: Aber ich glaube, muss Philipp mich korrigieren, wenn ich da falsch liege, dass das ein Punkt ist, der uns da ganz stark verbindet.

Speaker: So, da kann halt die abgeschnittene 50-Euro-Uni-Klo-Hose natürlich dann vielleicht mit dem handgemachten Sakko und den handgemachten Knopflöchern und der Full-Canvas-Konstruktion, ähm,

Speaker: aber ein stimmiges Gesamtbild ergeben.

Speaker: Und ich habe das ab und zu mal so im Spaß formuliert.

Speaker: Es war auch viel so Gründungsmythos von Mercury, der Tailoring-Brand, die ich führe, war immer das Gründungsthema, ey, die Sachen dürfen detailliert und dürfen verliebt sein und die müssen auch topnotch Qualität haben.

Speaker: Aber am Ende musst du mit dem Ding noch auf ein Date mit deiner Traumfrau gehen können und die darf dich halt nicht als Clown wahrnehmen.

Speaker: Und egal, wie viele Detailsachen da drin sind, die müssen am Ende immer noch eine Lästigkeit und Coolness haben.

Speaker: Und letzter Gedanke, das spielt halt auch in diese Richard-Milli-Uhren-Thematik mit ein.

Speaker: Ich will niemanden schämen, der das Geld dafür hat, der da Spaß dran hat, der das irgendwie cool findet.

Speaker: Aber das ist für mich ganz individuell, so auf dem gleichen Coolness-Level,

Speaker: wie eine Apple Watch mit einem hochwertigen Armband dran.

Speaker: Weil die Frau, die ich als meine Traumfrau so auf ein Blatt Papier schreiben würde, die müsste in dieser Definition sagen, ist ja schön, wenn du dir sowas leisten kannst, legst dir ein Safe, Mausi, aber wenn ich mit dir essen gehe, zieh dir eine ordentliche Uhr an.

Speaker: Das ist ja mit dir los.

Speaker: Ganz individuell, ne?

Speaker: Ich hoffe, ich kriege jetzt ein bisschen Hate dafür, auch in der Uhrenbubble, aber ich glaube, bei euch laufe ich da ja offene Tore ein.

Speaker: Ja.

Speaker: Das muss immer ein bisschen Lässigkeit einfach behalten.

Speaker: Ja, ich glaube Lässigkeit, das ist ein gutes Stichwort, weil was ich wahrnehme, mindestens in den Internet gestützten Dingen sich auszutauschen, ist, dass das schnell so eine Dynamik bekommt, dass Leute anfangen, so Regeln zu erfinden.

Speaker: Also, dass sie sagen...

Speaker: Eine Uhr muss so und so viel Gangreserve haben oder ein Jackett sitzt nur gut, wenn das Revers zehn Zentimeter breit ist.

Speaker: Also so Dinge zu objektivieren, wo ich jetzt glaube, braucht man nicht, bringt nichts.

Speaker: Also das Jackett aus meiner Sicht muss zum Körper des Menschen passen und dann noch zum Geschmack und vielleicht noch zu der kulturellen Referenz und dann...

Speaker: Hängt er vielleicht Cary Grant nach oder den Zwinging Sixties oder ist in den 90ern hängengeblieben oder in den frühen 2000er, egal.

Speaker: Aber es sind jeweils viele Möglichkeiten, die man da anbringen kann.

Speaker: Wenn das kohärent ist, kann das gut aussehen.

Speaker: Und bei Uhren ist das ja genauso.

Speaker: Und ich nehme das eben wahr, dass diese Szenen so eine gewisse Radikalisierung haben, sich dann festzulegen und dann zu sagen, wenn die Hose nicht mindestens 21 Zentimeter Fußweite hat, dann ist es totaler Schrott.

Speaker: Ich glaube aber, diese Radikalisierung hast du in allen Bereichen.

Speaker: In der Autobubble wirst du das genauso haben.

Speaker: Da wird dir jeder sagen, ein geiler Golf-GT ist nur mit XPS oder dem und dem Motor.

Speaker: Kein Ahnung, da bin ich jetzt gar nicht so drin.

Speaker: Aber ich weiß von Freunden, dass du auch da diese radikalen Menschen hast.

Speaker: Und das sind halt

Speaker: glaube ich, Menschen allgemein, die sich sehr verrannt haben in ihrem Rabbit Hole, die ganz am Ende sind und einfach einen Tunnelblick haben und nichts drumherum mal sehen.

Speaker: Und sie haben wahrscheinlich sehr viel Ahnung von dem, was sie da machen und sie verstehen sehr viel von der Materie, sind aber betrachten ihre Meinung als zu allgemeingültig.

Speaker: Und für jeden ist seine Meinung genau die richtige im Normalfall.

Speaker: Und da möchte ich auch mal jeden darin bestärken.

Speaker: Wenn du Richard Mielkuhl findest, find's cool, feier es bitte.

Speaker: Lass ihr aber trotzdem mal einen Spruch dafür drücken.

Speaker: Genauso lasse ich mir einen Spruch dafür drücken, dass ich halt manchmal meine Garmine trage.

Speaker: Ich habe euch ja für meine Garmine einmal gezeigt, da war ich sehr sicher, dass ich von Knut einen Spruch gedrückt bekomme dafür oder irgendwie sowas.

Speaker: Ich würde immer sagen, es muss kohärent sein und so wie du aussiehst, kannst du sowas dazu passend tragen.

Speaker: Jetzt kannst du dir selber überlegen, ob das nett ist oder eine Beleidigung.

Speaker: Ich habe schon für meine Metallica Cropped-Shirts richtig viel mehr Lob bekommen als für meine Anzüge.

Speaker: Also bitte.

Speaker: Ja, du musst dir einfach die richtigen Leute... Dann würde ich mir Gedanken machen.

Speaker: Seht ihr das auch so?

Speaker: Nehmt ihr das so wahr?

Speaker: Ja, also... Also du meinst jetzt mit der Radikalisierung in der Gruppe oder mit dem, dass das Master-Shirt geiler ist als Pelz-Anzüge?

Speaker: Das...

Speaker: So ist der erste Ressourke.

Speaker: Nein, absolut.

Speaker: Und ich finde, Pat, du hattest gerade was ganz Schönes gesagt.

Speaker: Du bist so ein bisschen auf das Knowledge eingegangen und hast gesagt, da gibt es ganz viele Leute da draußen, die auch ganz, ganz viel Ahnung haben.

Speaker: Und das finde ich ganz oft auch total begeisternd,

Speaker: Aber diese viele Ahnung haben führt dann manchmal auch zu einer gewissen Arroganz oder halt Überheblichkeit, wo man halt sagt, hey, man hat jetzt seinen Standard für sich definiert und komischerweise für alle anderen da draußen halt auch.

Speaker: Knut, du hattest es als Radikalisierung bezeichnet.

Speaker: Und das finde ich ganz unsympathisch einfach.

Speaker: Ich finde das total toll, wenn Leute Ahnung von etwas haben, aber nicht differenzieren können zu...

Speaker: Ist es jetzt etwas, was mich in irgendeiner Weise intellektuell bereichert?

Speaker: Oder sehe ich das als ein Goldstandard an, was ich bei jedem erwarte und sonst abwerte, dass die anderen halt nicht die Ahnung haben oder es vielleicht auch einfach anders sehen können?

Speaker: Und das finde ich dann wahnsinnig unschön einfach und am Ende auch richtig uncool.

Speaker: Weil das Geilste ist doch eigentlich, wenn du einfach machst, worauf du Bock hast und das, was du tust,

Speaker: Im besten Fall tust du das gut, keine Frage, aber wenn du das, was du da gut tust, auch authentisch machst und auch lebst und wenn ich meinen Anzug trage, dann mache ich das voller Inbrunst und sehe die, ich trage ja oft Anzug auch, aber ich trage das dann auch in den entsprechenden Situationen.

Speaker: Ja, dann gehe ich halt was essen und dann gehe ich halt ein bisschen was besser essen oder ich gehe in eine Bar oder ich gehe ins Office, da trage ich auch einen Anzug, auch wenn es nicht bei uns verpflichtend ist.

Speaker: Aber da, wo ich es tue, tue ich das total gerne.

Speaker: Und ich fange jetzt nicht an, beispielsweise mir irgendwas auszudenken, um mir dann an einem Freitagnachmittag zwingend ein Smoking anzuziehen.

Speaker: Das funktioniert halt, finde ich, nicht so.

Speaker: Das ist unauthentisch.

Speaker: Ich finde...

Speaker: Such dir dann deine Gelegenheiten und du kannst ja auch Gelegenheiten schaffen.

Speaker: Du kannst ja auch in eine Bar gehen und sagen, ich gehe in eine edlere Cocktailbar und trage dann Smoking.

Speaker: Kannst ja machen.

Speaker: Aber ich finde, es muss halt immer irgendwie zu einem, zu seinem Lebensstil, zu der Zeit und in den Raum passen.

Speaker: Und das muss man dann halt auch ordentlich leben.

Speaker: Schönes Stichwort da, auch wieder nochmal diese Coolness, diese Lässigkeit mit reinzunehmen.

Speaker: Philipp und ich sind ja beide so ein bisschen Kulinarikmäuse, möchte ich mal sagen, und erlauben uns ja auch in unserem Manswear-Podcast, wenn wir ihn denn so labeln möchten, immer auch wieder Sternschritte da rauszugehen, so wie mit euch als Uhrengast.

Speaker: Das ist vielleicht noch was sehr naheliegendes.

Speaker: Bei dem einen oder anderen wird es dann, glaube ich, so bei einer verrückten Live-Weinverküstigung mit einem absoluten Vollexperten,

Speaker: Vielleicht schon ein bisschen zu strange.

Speaker: Aber aufgrund dieser vielen Felder, die uns begeistern, lernt man sowas eigentlich auch relativ schnell.

Speaker: Einfaches Beispiel.

Speaker: Es ist halt nicht besonders stilvoll.

Speaker: Und am Ende haben wir das auch mit in unserer Podcast-Beschreibung.

Speaker: Es ist nicht besonders stilvoll, dein 20-jähriges, hart angesoffenes, anstudiertes Weinwissen

Speaker: darin gipfeln zu lassen, einen jungen, coolen Typen, den du kennenlernt.

Speaker: Du bist 30 und lernst irgendwie auf der Pitti einen kennen, der ist 22 und sagst dem, haben wir uns gut verstanden, wir machen mal Abendessen und dem halt irgendwie den krassesten

Speaker: 1978er Barolo-Rotwein um die Ohren zu hauen, um damit halt zu zeigen, wie krass dein Weinkeller ist, wie tief du in der Materie bist und dann am besten noch 45 Minuten des Abendgesprächs damit zu verbringen, dem Gegenüber zu erklären, warum das so eine krasse Flasche Wein ist und warum das so ein Genuss ist und warum das so eine große Ehre ist, dass der den bei dir trinken darf, wenn es halt gar nicht

Speaker: zum Zielpublikum, zur Situation und zur Person passt.

Speaker: Das ist so, wie wenn ich von der Arbeit auf den Tennisplatz gehen würde, was ich nie tue, aber Philipp dann doch schon mal, um da den Leuten zu predigen, warum trägst du kurze Hose, warum hast du ein Sportshirt an, hast du noch nie eine Doku aus den 70ern gesehen, man kann sich doch auch so toll anziehen beim Sport.

Speaker: Also es ist immer eine Frage von Fingerspitzengefühl, Situation und auch dem...

Speaker: wie man mit dem eigenen Wissen und der eigenen Freude an etwas umgeht und wie unangenehm penetrant man das jemand anderem aufdrückt.

Speaker: Auch wenn das unter dem Deckmantel der Begeisterung geschieht, das macht es nicht angenehmer.

Speaker: Das kann man mal einmal entschuldigen, aber es macht es nicht angenehmer.

Speaker: Ich will mal ein Beispiel für die Uhrenblase, was du jetzt gesagt hast, kurz übersetzen.

Speaker: Das ist der Typ, der zum Treffen kommt.

Speaker: Und der eine Uhrenbox auspackt und dann hat er da alle Stahl, Nautilusse, Rolex, Daytonas und alles, was auf der Hypliste drauf ist und sagt, guck mal, was ich alles gekauft habe und ich war ganz vorne auf der Warteliste.

Speaker: Genau das.

Speaker: Und dann sagt, ich habe so einen tollen Geschmack.

Speaker: Und ich denke, alles klar, hast du.

Speaker: Zusammengefummelt alles Schema F. Und das geht auch ein bisschen in die Richtung, ihr habt jetzt sozusagen den Unsympathie-Teil davon gemacht, mir geht es auch ein bisschen darum, dass der Geschmack dann immer weiter, wie soll ich sagen, immer spitzer wird.

Speaker: Bei den Uhren kann man das sehr gut in den Verkaufs-Charts sehen, dass es immer die gleichen vier Marken sind und die werden immer größer und stärker, weil Social Media offensichtlich den Geschmack immer gleichförmiger macht.

Speaker: Da gibt es auch Bücher drüber.

Speaker: Und bei Kleidung ist es natürlich ein bisschen anders, weil Menschen unterschiedlich aussehen.

Speaker: Aber auch da habe ich den Eindruck, dass das immer stärker zusammenläuft auf immer dieselben Sachen.

Speaker: Also ich nehme, vielleicht könnt ihr mich da korrigieren, war, für mich ist das jetzt, glaube ich, das vierte Revival von Ivy Style.

Speaker: Und ich kann es langsam wirklich nicht mehr sehen, weil es echt immer dasselbe ist.

Speaker: Und ich finde es echt penetrant mittlerweile.

Speaker: Aber es wird so...

Speaker: Aus meiner Sicht sieht es ziemlich gleichgeschaltet aus und das ist so lustig, weil heutzutage die Leute einen riesigen Föhn um ihre Individualität machen, aber es ist alles dasselbe.

Speaker: Warte, warte, warte, bevor die beiden antworten, erkläre, was genau das sein soll, was du gerade skizziert hast, weil nicht jeder wird den Begriff kennen.

Speaker: Ivy Style?

Speaker: Na, ich kann kurz anfangen, so wie ich es fasse und ihr könnt das gegebenenfalls vertiefen, weil es euch vielleicht noch mehr interessiert.

Speaker: Ivy Style, so wie es heute meistens verstanden ist, ist eine Referenz auf amerikanische Collegeware der Ostküstenuniversitäten, Ivy Style, Ivy League Universitäten, die witzigerweise, wenn überhaupt, für vier Jahre existiert hat in diesem kleinen Kreis und die ist eigentlich nur berühmt geworden, weil mal ein japanisches Unternehmen, das das gerne auch haben wollte, jemanden hingeschickt hat, der das abfotografiert hat.

Speaker: Das Buch heißt Take Ivy.

Speaker: Das ist dann in Japan heiligen, reliquienartig verehrt worden und alle zehn Jahre geistet das nochmal wieder durch Amerika und es gibt dann irgendeine untote Firma wie J-Press oder sonst was, die das dann wieder aufleben lässt.

Speaker: Und es ist immer, also jemand der Laie ist, stellt sich das einfach vor wie Kennedy beim Segeln oder so.

Speaker: Ja, du meinst halt so Old Money quasi ein bisschen.

Speaker: Ja, jetzt kommt es wieder als Old Money zurück, aber es kommt alle zehn Jahre unter irgendwas zurück.

Speaker: Ja, also es ist bei der, dort ist es ja so, dass, also vor allem beim Ivy finde ich das sehr, sehr spannend.

Speaker: Es wird in der Fashion dann halt immer so radikal und nicht stilistisch, sondern wie sagt man, wenn etwas als Schaubild dient,

Speaker: Skizzen?

Speaker: Ja, Plakativ, genau.

Speaker: Ja, Plakativ ist es.

Speaker: Es wird dann halt so Plakativ wieder aufgegriffen.

Speaker: Und das macht es dann natürlich ätzend, wenn es halt der tausendste Crickets-Wetter ist mit der pinken Bermuda-Short oder irgendwas.

Speaker: Das geht ja dann schon fast eher in die Preppy-Richtung, aber das ist ja auch alles verschwimmend.

Speaker: Aber ich finde es dann trotzdem interessant, andere Brands, die es dann halt subtiler machen, die schaffen das dann auch über einen längeren Zeitraum hin, irgendwie am Leben zu erhalten, ohne es zu plakativ darzustellen.

Speaker: Also wenn man jetzt mal beispielsweise J-Press, ich meine, die sind ja auch drin verwurzelt, denen kann man das nicht vorwerfen, sage ich mal, aber mit einem Drake zum Beispiel vergleicht.

Speaker: Drake ist ja da, die machen das viel subtiler, das...

Speaker: viel mehr Referenzen noch in andere Richtungen.

Speaker: Felix benutzt so oft das schöne Wort Sternenschritt.

Speaker: Das finde ich bei der Mode und dann auch bei Brands auch so wichtig, dass auch da geguckt wird, okay, wie mache ich es nicht einfach zu?

Speaker: Weil das bedeutet ja, dass die nicht die reine Lehre vertreten, also das Gegenteil von dem, was wir vorhin als Problem gesehen hatten, dass die sagen, das muss so und so sein, sondern dass die eher Dinge miteinander vermischen.

Speaker: Also Alex war ja vor, weiß ich nicht, 15 Jahren das absolut heiße Ding, weil die angefangen haben mit diesen Lookbooks, so ein Vibe,

Speaker: zu transportieren.

Speaker: Damit sind die eigentlich groß geworden.

Speaker: Ich kenne die noch aus den 90ern, da haben die eigentlich nur Krawatten gemacht.

Speaker: Da waren die die Meister der Strickkrawatten und daraus ist dann diese ganze große Linie geworden und heutzutage kennt man sie ja nur noch dafür.

Speaker: Das ist also extrem erfolgreich.

Speaker: Das finde ich, das macht es ja lebendig, dass es sich so weiterentwickelt.

Speaker: Wenn man das jetzt auf Uhren bezieht, dann hatten wir ja zehn Jahre lang nur Retro-Uhren.

Speaker: Also das fing für den Massenmarkt an mit der Tudor Black Bay 58, die das so neu gemacht hat.

Speaker: Und dann haben alle wirklich nur noch Retro.

Speaker: Fotina Loom ist groß geworden und so weiter.

Speaker: Und du hast nur noch 60er Jahre Reissues eigentlich gehabt.

Speaker: Mode wiederholt sich halt einfach, ne?

Speaker: In allen Bereichen, sei es in der Fashion-Mode, als auch bei Designs von Uhren.

Speaker: Wenn ich mir jetzt zum Beispiel die Kids angucke, die sehen das aus wie in den 80ern, 90ern teilweise, ne?

Speaker: Ja.

Speaker: Es kommt halt dieser blöde Satz, den meine Marschen zu mir gesagt hat.

Speaker: Es kommt halt alles irgendwann wieder.

Speaker: Das sehen wir jetzt wirklich, wo wir sehen, dass sich das, was wir in der Kindheit hatten.

Speaker: Ich gucke gerne, hör mal, wer da hämmert, die alte Serie.

Speaker: Wenn du dir Tim Allen anguckst, damals, Anfang der 90er, der ist jetzt metabolisch gekleidet.

Speaker: Vor zehn Jahren zum Beispiel noch, dachtest du, wie sieht der denn aus?

Speaker: Jetzt könntest du ihn einfach hier hinstellen, diesen Charakter, und der würde aussehen wie ein Mann, der voll in der Zeit ist gerade.

Speaker: und jetzt hat sich gerade, nee, der Felix ist noch da, der war gar noch kurz weg, gut.

Speaker: Also es wiederholt sich, das gleiche ist ja bei Uhren, also bei Fashion, ne?

Speaker: Friends, ja, genauso, ne?

Speaker: Friends, wenn man Friends irgendwie in den 2010ern geguckt hat, dachte man sich, oder 2000, ja, Ende der 2010er hat man sich so, okay, was für eine Kacke, wie scheiße sieht das alles aus, alles viel zu groß, das ist ganz merkwürdig und heutzutage schaut man so, denkt sich, boah, evil nice, voll gut, natürlich.

Speaker: Wann kommen wir wieder zum Prince von Bel-Air?

Speaker: Das kann nicht mehr lange sein, so wie ich mir Patty anschaue.

Speaker: Ich erinnere mich an mein Gefühl von noch, da war ich schon vermeintlich tief drin in dieser Tailoring-Manswear-Welt.

Speaker: Aber ich glaube, allein vor fünf, sechs Jahren Casino Royale gerewatcht, um mal zu unserer Daily-Bezugsserie da zu kommen.

Speaker: Casino Royale, Bond geguckt und ich dachte so, diese Chinos.

Speaker: Ist das weit?

Speaker: Oder diese Brioni-Anzüge, zum Glück ist der auf Tom Ford gewechselt.

Speaker: Der sieht man natürlich jetzt seit 4, 5 Jahren wieder ganz anders.

Speaker: Oder seit 3, 4 Jahren wieder gänzlich anders.

Speaker: Man kann es sich viel besser angucken und kriegt eigentlich so ein bisschen Schnappatmung bei so 2015er, 2012er Ultra Slim Fit Anzügen.

Speaker: Das ist schon verrückt.

Speaker: Ich war bei Maximilian Mock und habe da so einen Anzug angezogen und ich habe mich sofort gefühlt wie Roger Moore.

Speaker: Ja.

Speaker: In James Bond 1974.

Speaker: Ist aber auch geil.

Speaker: War das dieses Club-Jackett?

Speaker: Hattest du das auf Social Media gepostet?

Speaker: Ja, die hatten so mit Pagodenschulter, also aus meiner Sicht war es eine Pagode.

Speaker: Also Rope-Schulter nennen die das.

Speaker: Ja, also der Schnitt, also Rope am Ende, aber eben so pagodenartig geformt.

Speaker: Also nicht so eine eckige Schulter, sondern so und dann so ein richtig Hourglass und ein bisschen länger und die Hose so unfassbar weit.

Speaker: Auf dem Foto sah es echt gar nicht schlecht aus, aber ich hatte es ja selber an und habe gedacht, so habe ich meine Beine noch nie gesehen, das ist unfassbar.

Speaker: Da war so viel Stoff dran.

Speaker: Ich finde es allgemein interessant, weil ich habe es jetzt bei mir persönlich mal sehr bewusst dargenommen, wie sich mein Modegeschmack, mein Style auch ein bisschen verändert hat, weil ich sonst auch ein Fan war von Ultra, also Ultra in Klammern Slim Fit Anzügen und ich habe jetzt alle meine Slim Fit Anzüge verkauft.

Speaker: Ich habe keine mehr, weil ich würde mich da nicht mehr drin wohlfühlen gerade, gar nicht.

Speaker: Ja.

Speaker: Nice.

Speaker: Du, ich habe jetzt, mir gefällt gerade, es ist eine Mehr- oder Minder-Ergänzung an dem, was du gerade sagst.

Speaker: Ich finde es erstmal gut, dass du die Slimfit-Anzüge aussortiert hast.

Speaker: Das finde ich schon mal top.

Speaker: Aber ich kann mich an eine Situation erinnern.

Speaker: Da war ihr Gast bei uns im Podcast und ich habe ganz hämisch gelacht, als du gesagt hattest, du findest Fliege besser als Krawatte.

Speaker: Du erinnerst dich vielleicht an die Situation.

Speaker: Ja, ich auch.

Speaker: Ich hoffe, du konntest danach gut schlafen trotzdem und hast es mir nicht zu übel genommen.

Speaker: Aber ich muss tatsächlich sagen, also ich bin immer noch Team Krawatte.

Speaker: Ja, aber, aber, und jetzt kommt wirklich ein dickes, fettes Aber.

Speaker: Auch abseits von Black Tie durfte ich in den letzten Wochen und Monaten ein, zwei richtig geile japanische

Speaker: Content Creator aus der sartorialen Bubble sehen, die das echt richtig gut machen, auch Fliegen zu kombinieren.

Speaker: Ich schicke dir da mal was zu, was mir sehr gut gefallen hat, weil das war wirklich für mich nochmal so eine Situation, wo ich dachte, ah, okay.

Speaker: ich moche wieder mehr Bescheidenheit, man wurde so ein bisschen gehandelt, weil es war ja wirklich schon hämisch in der Situation, muss man ja fairerweise sagen, aber man muss immer wieder sich selbst reflektieren und nach links und rechts gucken, das ist total wichtig und das wollte ich nur einmal nochmal mit einwerfen.

Speaker: Das Lachen war hämisch, aber es kam auch von Herzen, also

Speaker: Also kann man doch scheiße schön reden.

Speaker: Nein, ich habe es vollkommen verstanden und auch gar nicht missverstanden.

Speaker: Und ich bin ein Fan davon.

Speaker: Ich drücke gerne Sprüche und ich kann genauso gut Sprüche einstecken.

Speaker: Das wäre schlimm, wenn es nicht so wäre.

Speaker: Ich habe mir trotzdem auch das, was ihr gesagt habt, weil es ging in der Folge darum Krawatte versus Fliege.

Speaker: Ich habe das so ein bisschen reingebracht.

Speaker: Und danach habe ich mich selbst auch wieder ein bisschen in den Krawatten zugewandelt.

Speaker: Ich habe sie zumindest angetestet.

Speaker: Ich habe auch eine gefunden, die ich ganz cool finde, aber ich tue mich aber schwer darin, die richtige zu finden.

Speaker: Aber ich habe verstanden, das hat mir gut dargelegt, weil ich hatte ja dieses Bild dieser Versicherungsvertreter, der einfach seine rote Krawatte trägt, einfach nur diesen Vorhang, der einfach keine Message sendet.

Speaker: Und man kann mit einer Krawatte, glaube ich, eine ganz coole Message senden.

Speaker: Was ich auch gemerkt habe, als ich dann in die Philharmonie gegangen bin, im Zweireiheranzug mit Krawatte.

Speaker: Ich habe sehr viele interessierte Blicke bekommen, von Männlein als auch von Weiblein.

Speaker: Also sie fanden das ganz cool, vor allem aber auch in der Ecke, wo ich wohne.

Speaker: Felix, du wirst es kennen.

Speaker: Sieht man solche Menschen nicht ganz so oft hier in unserer Ecke von Deutschland, die etwas eleganter sind.

Speaker: Wir sind da ja quasi die Oase.

Speaker: Zum Glück nicht die Fata Morgana, aber die Manswear-Oase im Ruhrpott.

Speaker: Aber das ist auch geil.

Speaker: Ich mag das auch.

Speaker: Trotzdem von der rougheren Umgebung hier umgeben zu sein.

Speaker: Auch einen geilen Artikel neulich gelesen.

Speaker: Ich weiß nicht mehr, wie der Titel war.

Speaker: Philipp weiß das bestimmt aus dem FF.

Speaker: Irgendwie, wer in 2025 oder 2026 Krawatte trägt, ist mehr Rock'n'Roll als...

Speaker: aus irgendeinem Manswear-Blog, den du mir, glaube ich, auch öfter schickst.

Speaker: Mehr Punk.

Speaker: Ja, oder mehr Punk.

Speaker: Genau, ich glaube, wir sprachen in der letzten Folge.

Speaker: Das ist echt naheliebend.

Speaker: Das hat sich komplett gedreht, aber das wäre dann ja, wenn man sich wirklich mit der Krawatte beschäftigt, dann ist das ja auch ein Zeichen von eigenem Geschmack, dass man sich Mühe gegeben hat und das ist natürlich auch ein gewisses Risiko.

Speaker: Man kommuniziert was und viele Menschen, glaube ich, wollen das gar nicht, weil es ihnen zu gefährlich erscheint.

Speaker: Die wollen ja lieber ein T-Shirt tragen und

Speaker: oder ein Hoodie oder was auch immer, um nicht aufzufallen, weil sie gar nicht so viel Preis geben wollen.

Speaker: Dann lieber ein Logo drauf und dann ist alles kommuniziert.

Speaker: Dazu vielleicht eine Anekdote von mir.

Speaker: Wir hatten letztens von der Firma Jahresauftakt und ich war der Einzige im Anzug und dann direkt zwei Reiher, aber ich hatte keine Krawatte, weil ich wusste, das wäre zu viel gewesen.

Speaker: Tech-Firma.

Speaker: Und ich glaube, mir haben zwei, drei Leute gefragt, gehst du noch gleich zur Oper oder wir haben uns voll krass gestylt und sowas.

Speaker: Haha.

Speaker: Ja, das muss man aushalten lernen.

Speaker: Ja, easy.

Speaker: Ich meinte mal, einer muss ja wenigstens hier mit Stil auftauchen.

Speaker: Ich sehe dich aber auch total in diesem Look.

Speaker: Zwei Reiher.

Speaker: Also dieses vielleicht leicht überdurchschnittlich schicke, genau, offenes Hemd geht auch.

Speaker: Aber wenn ich mir einen Look für dich aussuchen müsste, dann wäre das so ein dunkelblauer Zweireiher.

Speaker: Vielleicht etwas gröberes Material, nicht zu businesschick, nicht zu fein gezwirnt, nicht so eine ganz glänzende, glatte Wolle, sondern so ein bisschen was gröberes.

Speaker: Und dann ein richtig schönes, hochwertiges, schlichtes T-Shirt.

Speaker: Hochgeschlossen.

Speaker: Ein richtig ordentlicher gestrickter Kragen, aber so Crewneck, natürlich nicht V-Neck.

Speaker: Und dann so ein ordentlich hochgeschlossenes Navy-T-Shirt, Ton in Ton, damit dieses Anzug-Thema, dieses Sakko-Thema gar nicht so ballert auf den ersten Blick, sondern du oben so einen Ton-Look hast und dann entweder für etwas schicker unten die passende Hose zum Anzug oder halt so eine typische, wie ich es sage,

Speaker: super oft mache, so eine Creamhose, so ein fast weiß, aber so ein milchiges Weiß und dann aber oben Tonel und trotzdem zwei Reihen mit T-Shirt.

Speaker: Finde ich auch immer einen super geilen Bruch.

Speaker: Genauso wie ich in zwei Reihen meistens offen trage, weil das ist irgendwie so ein sehr, sehr schönes Brechen von Konventionen und einfach so eine Lässigkeit in ein sehr schickes Kleidungsstück.

Speaker: Finde ich total cool.

Speaker: Mag ich auch, ja.

Speaker: Was willst du mit der machen?

Speaker: Die musste dann an dem Ring, der sonst in die Weste kam, musste den ganzen Tag so um den Finger schleudern, um da die Punkiness von einem Offen in die Zweireihe reinzubringen.

Speaker: Eine Zeit lang war es so, dass Leute mit Absicht sehr kleine Uhren getragen haben.

Speaker: Influencer, Rapper und so weiter, um so diese Männlichkeitsstereotypen zu brechen.

Speaker: Ist das schon wieder vorbei?

Speaker: Ja, ich glaube schon.

Speaker: Wir hatten jetzt eine längere Phase, wo diese Retro-Uhren drin waren und es waren oft Sport-Retro-Uhren, die eine bestimmte Größe hatten.

Speaker: Und wenn man sich das mal überlegt, wo, also der Anzug kommt ja aus, wirklich klassische Herrenkartoffe kommt ja, viele Herrensachen haben so einen militärischen Bezug, wo die abgeleistet sind.

Speaker: Bei Uhren ist es ja auch so.

Speaker: Fast alle Uhren, die irgendeine Funktion haben, haben auch immer irgendeinen, nicht nur technischen, sondern sogar militärischen Bezug.

Speaker: Darüber denkt irgendwie keiner nach, aber da ist so ein Männlichkeitssubtext irgendwie drin.

Speaker: Und die haben das dann gebrochen, Tyler the Creator und andere Gestalten, mit so kleinen, bunten, mit Steinchen besetzten Uhren, die so einen Kontrast machen sollten.

Speaker: Und das ist dann ja übergeschwappt, weil der Kapitalismus immer irgendwelche,

Speaker: welche Trends entdecken musst, die dann kapitalisiert werden und natürlich auch Händlerinteresse daran hatten und so weiter und so weiter.

Speaker: Und mein Eindruck ist, es ist schon wieder ein bisschen rückläufig, weil es auch dann ein Klischee geworden ist relativ schnell.

Speaker: Also du hast es in der GQ gelesen und dann ist es tot.

Speaker: Wilde These.

Speaker: Naja, wenn du es zu oft siehst, funktioniert es nicht mehr.

Speaker: Der Anzug ist auch nur deswegen cool, weil ihn keiner mehr trägt.

Speaker: Früher hat jeder einen getragen, da hat keiner drüber nachgedacht und jetzt ist es ein Symbol, dass du es mit Absicht tust.

Speaker: Das finde ich total interessant.

Speaker: Als ich in Japan war vor drei Jahren, das erste Mal vor vier Jahren, ist mir Anzug so obiquitär im öffentlichen Raum aufgefallen.

Speaker: Also ganz viele Leute haben Anzug getragen.

Speaker: Und das nimmt wahnsinnig viel Relevanz des Themas.

Speaker: Vor allen Dingen, weil halt, wenn jeder Anzug trägt, dann hast du da auch richtig viel Scheiße dabei.

Speaker: Weil da ist halt einfach der Anzug nur als Mittel zum Zweck, nämlich der Arbeitsanzug fürs Office.

Speaker: Und da ist halt auch, das ist das, was wir zumindest sehen, ist halt, was wir sehen, ist ja dieses Handwerk und das...

Speaker: Ja, das Hedonistische daran, nicht dieser, ich brauche jetzt einen Anzug zum Arbeiten, das hast du da halt nicht und das fand ich sehr, sehr interessant.

Speaker: Also auch da, wie du sagtest, wenn man das zu viel sieht und wenn es zu sehr vertreten ist, dann funktioniert es, glaube ich, nicht mehr im Sinne von, das ist was, was super viel Spaß macht und was irgendwie, ja, unser hedonistisches Herz antrifft.

Speaker: du siehst es in der jahr nicht aber in einem Bereich wo viele Leute noch Anzug tragen und die die keinen Bock drauf haben das ist sofort die haben immer ein viel zu hellblauen Anzug mit billigen viel zu hellbraunen Schuhen der Anzug ist ein kaltes Blau die Schuhe sind ein schreckliches nicht passendes Braun alles passt nicht und dann oft ist da noch irgendwie der Versuch weil sie glauben das wäre eine Uniform dann machen diese Sachen wie bunte Schnürsenkel rein oder so

Speaker: Ich wollte gerade sagen, aber das Blau in diesen wundervoll grässlichen Konjak-Schuhen, das passt doch dann immer meistens auch sehr gut zum Anzug.

Speaker: Warum auch immer, wer sich mal ausgedacht hat, dass in diese Konjak-Schuhe so eine Navy-farbene Schnürsenkel rein müssen.

Speaker: Welcher Verkäufer aus der Hölle hat das gemacht und sitzt der da jetzt in seinem Laden und lacht die ganze Zeit?

Speaker: Ja.

Speaker: In Hoodie und Baggy Pants und lacht den aus.

Speaker: Mit ihren Hochzeitsanzügen, wo die Frau gesagt hat, ich habe ein Kleid, du musst jetzt einen Anzug haben.

Speaker: Und dann gehen die in ein Geschäft und dann sagt der Verkäufer, natürlich haben wir einen Hochzeitsanzug, der ist ganz traditionell.

Speaker: Und du denkst, wann hat diese Tradition angefangen?

Speaker: 1972 in Trevira.

Speaker: Und dann kommt dir irgendwas an, was so Rüschen hat und mehr Knopf hat als ein Donautasch.

Speaker: Eine Präschen-Weste.

Speaker: Ja, Hesley-Weste, noch mehr Knopf rein als so ein Donaudanzschifffahrts-Kabitän.

Speaker: Und die Weste zieht der gar nicht an, weil der hat immer Hosenträger dazu.

Speaker: Aber die Frau gesagt hat, das ist eine Bahnhochzeit mit Hosenträgern und so einer Schleife.

Speaker: Geil.

Speaker: Knut, wir haben einen Begriff dafür definiert in unserem Podcast.

Speaker: Ja, Hölle.

Speaker: Ich weiß nicht, oder ich habe den da mitgebracht, ich weiß gar nicht mehr genau.

Speaker: Aber es gibt ein Wort dafür, für diesen Style, den du gerade so vortrefflich auf den Punkt gebracht hast.

Speaker: Vampirverkleidung.

Speaker: Kennt ihr diese alten Filmcover?

Speaker: Ich habe irgendein Filmcover im Kopf, wo einfach so ein Vampir auf so einem alten viktorianischen Balkon steht, mit so weißen langen Haaren.

Speaker: Und das sind diese Plastik-Vampir-Verkleidungen aus Hollywood.

Speaker: Und irgendwer dachte, die müssen weg.

Speaker: Wo bringen wir die hin?

Speaker: Nach Deutschland zum Heiraten.

Speaker: 100 Prozent.

Speaker: Und lass es aus Plastik machen.

Speaker: Das ist wichtig.

Speaker: Das sind auch genau die Leute, die bei Hochzeiten immer sagen, so, Marscherleichterung, das Schakett darf ausgezogen werden.

Speaker: Darf ich uns mal kurz an das erinnern, was wir gerade gesagt haben, von wegen, dass wir ein bisschen... Nein, nein, nein, damit hast du angefangen, dass wir uns radikalisieren, weil wir gerade sehr abgehoben über Menschen urteilen und sprechen, die einfach nicht so tief in der Materie sind.

Speaker: Ja, da hast du recht.

Speaker: Ja, doch, auf jeden Fall.

Speaker: Also dieses geringe, humorvolle Maß an Abschätzigkeit gestehe ich mir persönlich auf jeden Fall zu.

Speaker: Ich lasse ja niemanden fallen.

Speaker: Niemand, der mit dem Plan, so eine Vampirverkleidung zu kommen und bei uns in den Laden reinkommt, der wird nicht behandelt wie jemand mit einer Plastik-Kaugummi-Uhr, der in eine Rolex-Filiale geht, sondern der wird liebevoll aufgenommen.

Speaker: Und ich sehe mich da auch immer als helfende Hand und vor allem nicht als jemand, der jemandem einen reindrücken will.

Speaker: Nur das Gute ist, der Klischee Vampirverkleidungsträger hört weder euren noch unseren Podcast.

Speaker: Und die Anstrengungen werden gering sein.

Speaker: Der macht das ja auch nicht, weil er das will.

Speaker: Der freut sich da auch nicht drauf.

Speaker: Der kommt ja schon so gebückt an und denkt, ich muss das jetzt machen, weil bei einer Hochzeit ist es gesetzt.

Speaker: Und der freut sich richtig, wenn man ihm sagt, Junge,

Speaker: Du musst es nicht tun.

Speaker: Du kannst auch gut aussehen.

Speaker: Kauf dir einen schönen Anzug, den du vielleicht auch noch für irgendwas anderes benutzen kannst.

Speaker: Der kann ruhig dunkelblau sein.

Speaker: Das ist total in Ordnung.

Speaker: Und dann freuen die sich immer total.

Speaker: Und ich möchte ergänzen, ich bin ja viel mehr sauer auf die Leute, die sowas nicht mal produzieren.

Speaker: Jeder hat eine Familie zu ernähren.

Speaker: Aber wenn du das verkaufst, dann hast du die Wahl.

Speaker: Dann hast du die Wahl, einfach einen vernünftigen, teilgeklebten, vier Jahre haltenden irgendwas, bisschen Schuhewohlanzug zu verkaufen.

Speaker: Oder du hast die Wahl, dein Schaufenster für...

Speaker: für ein Klischee zu dekorieren, mit dem du die Umwelt unschöner als schöner machst.

Speaker: Und da stehe ich auch zu.

Speaker: Da bin ich auch in diesem kleinen Segment halt auch wirklich radikal.

Speaker: Und du hast die Wahl, halt einfach Leuten was anzubieten, was sie über den Tag hinaus.

Speaker: Letzter Gedanke, das kostet ja manchmal sogar so viel wie ein Anzug bei uns.

Speaker: Also dann stehen da manchmal Hochzeitsoutfit 1800 Euro.

Speaker: Aber es sind auch viele Knöpfe dran.

Speaker: Ja.

Speaker: Und die Marge, die liegt bei 99%.

Speaker: Ja, das ist Wahnsinn.

Speaker: Aber aus eurer Sicht, wie seht ihr das denn?

Speaker: Was ist bei Uhren jetzt der heiße Scheiß?

Speaker: Was nehmt ihr wahr?

Speaker: Also ich wusste nicht, dass dieser Small-Watch-Trend, dass der schon wieder tot ist.

Speaker: Er ist gerade, glaube ich, kommerziell dabei, sehr erfolgreich zu sein, aber damit ist der Trend aus meiner Sicht tot.

Speaker: Also der ist jetzt in den Massenmarkt rein diffundiert und dreht jetzt die Kassen, aber ist damit als Trend weg.

Speaker: Okay, ich finde das schon nochmal cool bei dem einen oder anderen Vertreter unserer Bubble.

Speaker: So die alte Damen, Katje Santos, so ein bisschen drüber.

Speaker: Oder die ganz kleine Damenuhr von Oma in einem coolen Goldton zu einem sehr lässig schicken Tailoring-Outfit.

Speaker: Ich kann da schon noch was mit anfangen optisch, aber ich bin auch weit entfernter von Uhrentrends.

Speaker: früh wahrzunehmen wie so ein Seismograph und dann irgendwie zu adaptieren oder zu bewerten.

Speaker: Da habe ich einfach eine kleine Spur zu weit weg.

Speaker: Also was ich wahrnehme, kann aber natürlich auch da sehr nischig sein, weil man folgt, also ich folge natürlich auch wahnsinnig vielen Uhrencreatern und Sammlern, also Uhrencontentcreatern, nicht Uhrencreatern, bei Instagram und was ich so ein bisschen wahrnehme, ist

Speaker: sind steinbesetzte Uhren.

Speaker: Vintage-Uhren, Dresswatches mit... Also Dresswatches gehen ja schon lange sehr gut.

Speaker: Ich würde mal sagen, jetzt seit so sechs, sieben Jahren.

Speaker: Aber was ich in den letzten Jahr oder letzten halben Jahr wahrgenommen habe, sind mehr Dresswatches mit Steinbesatz.

Speaker: So irgendwas zwischen 70er und früher 90er, später 80er.

Speaker: So in diesem Zeitraum.

Speaker: Das ist das, was ich gerade so ein bisschen wahrnehme.

Speaker: Da gibt es so ein paar Jungs aus New York, die man da immer mitbekommt.

Speaker: Und da in dieser, wie heißt der, Morello oder so.

Speaker: Naja, wie auch immer.

Speaker: Jedenfalls, das ist das, was mir am meisten auffällt.

Speaker: Worauf ich ehrlicherweise auch mal Bock hätte.

Speaker: Ich hätte auch Bock auf so eine miese Zuhälter-Diamanten-Klatsche am Handgelenk.

Speaker: aber kann ich mir halt nicht leisten.

Speaker: Das ist aber nur, weil du in Deutschland wohnst.

Speaker: Wenn du in New York bist, in der 47th Street, gefühlt jede zweite Uhr ist so.

Speaker: Das ist einfach da, auch dass der Markt riesig ist.

Speaker: Die haben die Dinger ohne Ende vorrätig.

Speaker: Das muss einfach in den 80ern da mal ein Quell gegeben haben.

Speaker: Und jetzt kriegst du sie halt dann da gebraucht.

Speaker: Ich glaube, in Deutschland sind die nie viel getragen worden.

Speaker: Finde ich aber schade.

Speaker: Ich finde, irgendwie hat's was.

Speaker: Ist natürlich nichts für jeden Tag und ich weiß n icht, ich würde es vielleicht auch nicht jeden Tag im Büro tragen oder so, aber ich finde es irgendwie cool.

Speaker: Ich könnte mir vorstellen, dass das ein Zeichen ist.

Speaker: Es gibt ja immer mehr junge Leute, die auch Mechanik und so weiter mögen und jetzt, wo man mittlerweile Diamanten ja auch künstlich erzeugen kann, ist es natürlich was Besonderes, so ein authentisches, altes Stück zu haben, wo klar ist, das sind auch echte Sachen und so weiter.

Speaker: Das wertet das, glaube ich, nochmal auf, ne?

Speaker: Aber nehmt ihr das auch wahr oder ist das, weil ich da so nur so zwei, drei Creator in Folge, wo es halt gehäuft vorkommt?

Speaker: Nee, das mit den Steindeils auf jeden Fall.

Speaker: Das ist der heiße Scheiß.

Speaker: Also das ist aber der heiße Scheiß insofern, dass es mittlerweile schon so angekommen ist in der Szene, dass die günstigen Marken in Anführungszeichen das jetzt in den Massenmarkt reinschmeißen.

Speaker: Wir sprechen aber nur einmal von der Seitenlinie gefragt, der, der es irgendwie so gar nicht mitverfolgt hat in letzter Zeit.

Speaker: Wir sprechen jetzt nicht von diesem Iced-Out-Trend, der so über die Hip-Hop-Szene eingesickert ist, sondern wir sprechen schon irgendwie von dezentem Besatz auf Lünette oder auf den Indizes.

Speaker: Also...

Speaker: Der Trend ist tot, Iced Out.

Speaker: Das verkauft sich nicht mehr.

Speaker: Das ist, glaube ich, vor fünf Jahren, als der krasse Hype war, da war das auch oben mit dabei.

Speaker: Mittlerweile gar nicht mehr.

Speaker: Du hast jetzt halt diese Standard-Stein-Dials, also Manachet, whatever, solche Sachen sind halt gerade sehr angesagt.

Speaker: Ich glaube, gemeint waren auch Baguette-Steine als Indizes und so.

Speaker: Beides, ja, aber beides.

Speaker: Es geht beides in die Richtung.

Speaker: Es ist beides, was ich wahrnehme.

Speaker: Sowohl Malachit und Lapis Lazuli-Dials, als aber auch auf einer Lunette kleine Diamantenbesetzungen oder als auf dem Dial die Breguet Diamanten.

Speaker: Ich glaube, die kleinen Dias hast du schon immer gehabt und wirst du immer weiter haben.

Speaker: Du wirst auch die Iced Out weiter haben, aber dieser Trend oder dieses, was sehr krass gehypt war, das Iced Out

Speaker: voll angesagt ist, das geht, glaube ich, stark zurück, weil ja, war, glaube ich, eher so 2016, 2018, 2019 der krasse Hype davon, oder?

Speaker: 2020 vielleicht noch.

Speaker: Ich habe nochmal einen ganz kurzen Callback.

Speaker: Ich weiß überhaupt nicht, auf welche Folgenlänge ihr euch immer so committet, würde aber gerne noch eine Frage stellen.

Speaker: Wir sind relativ am Anfang der Folge.

Speaker: Hattest du mir die Frage gestellt, Knut, was ich mit so einer Diver-

Speaker: im Laden mache, noch mit einem Anzug an und so.

Speaker: Das hatte ich dann erklärt, warum das heute der Brecher am Handgelenk ist.

Speaker: Dürfte ich einfach mal die Gelegenheit nutzen.

Speaker: Du kennst meine Looks.

Speaker: Ich glaube, du guckst auch ab und zu bei Instagram bei mir mal rein.

Speaker: Wenn du so aus der Hüfte mir eine Uhr basteln müsstest, also im Sinne von raussuchen, nicht selber zusammenbasteln,

Speaker: Was wäre das denn für eine?

Speaker: Und wenn das cool ist, wäre natürlich auch cool, wenn einer eine für Philipp raussucht.

Speaker: Im besten Fall eine, die wir noch nicht im Bestand haben, aber die so ein bisschen den Typen widerspiegelt.

Speaker: Also ich könnte mir bei dir gut vorstellen, dass du, wenn du jetzt schon eine Seamaster Omega hast, könnte ich mir vorstellen, wenn du noch ein bisschen was etwas Fanzigeres haben willst, eine Constellation mit Pipendial, also mit so ein paar Kanten, wo du so eine 60er Jahre Optik hast.

Speaker: Die Uhr hat ein bisschen mehr optische Präsenz, die gibt es auch in etwas größeren Größen und es gibt sie auch in Vollgold und teilweise auch mit interessanten Bändern und sie sind immer noch bezahlbar.

Speaker: Und die sind super robust, also man kann sie auch im Alltag tragen.

Speaker: Das könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass man das gut in den Alltag reinkriegt und man hat echt was Schönes und Besonderes.

Speaker: Gerade wenn man jetzt auch mit Gelbkort klarkommt, gibt es sogar ein Rosigort, meine ich.

Speaker: Das wäre was.

Speaker: Und wenn ich dich so sehe, das können ja jetzt unsere Zuhörer nicht, weil sie halt Zuhörer sind, mit einer, wie ich finde, extremen 80er-Jahre-Optik, vielleicht musst du auch mal Bicolor ausprobieren.

Speaker: Das ist Chloro 36.

Speaker: Ja, das geht auch, aber meine Lieblings-Bicolo im Moment ist allerdings zugegebenermaßen etwas seltene Omega Speedmaster-Bicolo, die hauptsächlich in Italien verkauft worden ist, von 1983 bis 1986 und das ist ein ganz scharfes Stück.

Speaker: Hatte Agnelli so eine?

Speaker: Nee, das glaube ich nicht.

Speaker: Der hatte verschiedene Uhren.

Speaker: Der wird immer mit der Pro-Prof assoziiert, aber der hat natürlich auch alle möglichen Patek-Uren und sonst was gehabt.

Speaker: Sowas nicht.

Speaker: Das ist ihm, glaube ich, zu modisch gewesen, zu stritzighaft.

Speaker: Aber die ist schon ganz geil.

Speaker: Aber so eine Baby-Pro-Prof würde ich an Felix aber auch sehen.

Speaker: Ja, das ginge natürlich auch.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Winter 36mm Explorer.

Speaker: Ich hab auch gehalten.

Speaker: Was Felix trägt.

Speaker: Schon zu seinem Typ, Mensch.

Speaker: auch gerade aber gedacht, vielleicht konsponiert das ja immer, das ist ja auch bei Anzügen so, dass es immer unterschiedliche Silhouetten gibt und im Moment sind wir ja wieder bei so eher weiteren Silhouetten.

Speaker: Also wir waren mal bei Supereng, dann waren wir bei Fitted und jetzt sind wir bei, sagen wir mal, eher fließend.

Speaker: Und da kann man entweder eine sehr kleine Uhr tragen als Kontrapunkt oder wenn ich finde, man macht es harmonisch und dann kann sie ruhig ein bisschen Volumen haben.

Speaker: Und ich finde, eine Uhr kann auch elegant sein, wenn sie groß ist.

Speaker: Sie darf nur nicht zu dick sein.

Speaker: Das finde ich der entscheidende Unterschied.

Speaker: Deswegen funktioniert ja auch, finde ich, die Bulgari Octo Finissimo ganz gut, die wie ein Teller auf dem Arm sitzt.

Speaker: Aber die könnte ich mir zum Beispiel auch sehr gut vorstellen, wenn du so einen flowy Anzug hast und dazu eine Octo Finissimo.

Speaker: Cool, danke für die super schnellen, präzisen Antworten.

Speaker: Ich bin begeistert.

Speaker: Jetzt müsst ihr natürlich eigentlich nochmal bei Philipp ran.

Speaker: Bei Philipp würde ich mir eine CQ gut vorstellen können.

Speaker: Christoph Meindach?

Speaker: Nee.

Speaker: Klasse, der Original.

Speaker: Warum?

Speaker: Ich habe von dir das Bild im Kopf gerade, wo du dein kariertes Sackwann hast, die Fliege.

Speaker: Also schick und trotzdem auch ein bisschen casual.

Speaker: Und Dresswatch hast du, glaube ich, hattest du schon.

Speaker: Und...

Speaker: Vielleicht liegt es aber daran, weil ich kein riesen Dresswatch-Fan bin und dann eher so den Kompromiss-Sucher aus einer sportlichen Uhr, die du trotzdem dressig tragen kannst.

Speaker: Und in CQ gibt es auch an einem sehr hochwertigen Stoffband zum Beispiel, was zu dem Outfit, was ich im Kopf habe, sehr gut passen würde.

Speaker: Cool.

Speaker: Ich glaube, Philipp hat ja schon aufregende Uhren.

Speaker: Der ist ja schon tief reingefallen mit der Piaget.

Speaker: Das ist ja schon ziemlich advanced.

Speaker: Aber ich könnte mir vorstellen, dass du vielleicht gut fahren könntest mit einer skelettierten Uhr, weil du dann diese Handwerksfaszination hast.

Speaker: Da guckst du da immer rauf.

Speaker: Du erkennst natürlich die Uhrzeit nicht, weil sie skelettiert.

Speaker: Aber jedes Mal denkst du, die Brücke ist ja so schön und das ist dann so wie ein handgenähtes Jackett.

Speaker: Und skelettiert ist im Moment überhaupt nicht in Mode.

Speaker: Das heißt, da kann man immer noch sehr, sehr gute Schnäppchen machen.

Speaker: Da gibt es entweder von Blompon, welche, die hat mir gerade heute einen Uhrenfreund geschrieben, der auch Hörer ist, wir sagen den Namen nicht.

Speaker: Da hatte ich ihm eine geschickt und dann aus den 90ern, dann hat er mir zurückgeschickt, die hat damals inflationsbereinigt 60.000 Euro gekostet und die würdest du heute, ich glaube sogar in Platinkhäuse, für unter 10 bekommen, unverhandelt.

Speaker: Dann vielleicht noch die Zenit DeFi für 4.000 bis 5.000, ausgelettet, modern.

Speaker: Was hat die?

Speaker: 40 Millimeter, glaube ich.

Speaker: Ja, aber die andere hat 34 und das ist halt, das ist wirklich, das machst du heute auch nicht besser.

Speaker: Heute wird es wahrscheinlich mit CNC-Maschine gemacht, damals ist es wirklich von Hand gemacht worden und das weiß keiner, das interessiert keinen.

Speaker: Das sind eigentlich die großen Schnäppchen.

Speaker: Oder auch, du hast jetzt schon eine Piaget, aber so eine Piaget-Imperador, also eine

Speaker: Im Moment sind Shaped-Uhren ja immer noch ein Thema und diese 90er und frühen 2000er Piagets hat auch keiner auf dem Zettel.

Speaker: Da gibt es auch ganz interessante Sachen, auch ewige Kalender, Vollkalender und all so ein Kram.

Speaker: Das wäre, glaube ich, auch noch was, was man machen kann, weil Philipp ist ein smarter Typ, der guckt auch, wo er was finden kann, wo er ein bisschen vor der Welle ist.

Speaker: Ja, sehr spannende Takes auf jeden Fall.

Speaker: Also alles interessant, muss ich sagen.

Speaker: Skeletiert hatten wir mal zugesprochen.

Speaker: Habe ich immer so ein bisschen ein Problem gehabt, aber jetzt habe ich so zwei, drei Modelle gesehen, die ich ganz spannend finde.

Speaker: Das dauert, bis man warm wird damit, ne?

Speaker: Ja, es ist so.

Speaker: Ich fand ja diese Miles Davis-PHD ganz geil.

Speaker: Das fand ich cool.

Speaker: Aber ja, spannend.

Speaker: So, Felix hat gerade die Zeit angeteasert.

Speaker: Ich hätte noch Bock, weiter zu quatschen, aber ich habe eine mega scheiß Nacht hinter mir.

Speaker: Jetzt haben wir hier 20 nach 10.

Speaker: Ich will ins Bett, Leute.

Speaker: Na gut, du bist freigestellt.

Speaker: Das war aber sehr lustig.

Speaker: Viel Spaß.

Speaker: Danke an euch beide, dass ihr euch die Zeit genommen habt.

Speaker: Gerne irgendwann wieder, gerne kommt ihr auch nochmal zu euch.

Speaker: Und Knut ist ja eh immer am Ende mit karg, also er hat nicht so viele Worte.

Speaker: Deswegen direkt das Take zu euch.

Speaker: Euch gehören die letzten Worte.

Speaker: Sweet, okay.

Speaker: Ja, dann vielen Dank.

Speaker: Also für mich war das eine wahnsinnig tolle neue Erfahrung, auch einfach mal die Kontrolle abzugeben und ja, einfach Gast zu sein und mitzuschnacken.

Speaker: Und ja, das war schön.

Speaker: Und ich finde es toll, dass wir auch in so einer Viererkonstellation hier so gut geklickt haben und branchenübergreifend, themenübergreifend so viele Schnittstellen, Gemeinsamkeiten und

Speaker: und ja, Ansatzpunkte gefunden haben.

Speaker: Also vielen, vielen Dank an euch beide als wunderbare Moderatoren.

Speaker: Ja, ganz lieben Dank auch von meiner Seite.

Speaker: Richtig schön.

Speaker: Haben wir Champions League gespielt.

Speaker: Hinrunde bei uns, Rückrunde bei euch.

Speaker: Einziger Fußballvergleich, den ich jemals in einem Podcast bringen werde und hat super viel Bock gemacht.

Speaker: Danke für die Gastfreundschaft und ja,

Speaker: Ich hoffe, unsere Hörer haben da gemeinsam Spaß an auch 4 Schnackern.

Speaker: Und als nächstes Mal machen wir, dass ihr uns was zum Anziehen aussucht, wo wir jetzt über eure Uhren gesprochen haben.

Speaker: Da wäre ich mich auch gespannt.

Speaker: Ich hoffe, es kommt ein Gun Club Check.

Speaker: Ja, für Pat.

Speaker: Danke euch.

Speaker: Haut rein.

Speaker: Ciao.

Speaker: Tschüss.

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Recommended