Transcript
Speaker: Meine Fresse, was für eine Woche, ey.
Speaker: Wenn zwei ältere Damen am Kassenband vom Discounter eskalieren, ey, das kann es nicht sein.
Speaker: Was ist mit der Gesellschaft los, dass sie so durchtickt?
Speaker: Die Pottperle und Berliner Schnauze.
Speaker: Zwei Städte, zwei Meinungen, selten Einigkeit.
Speaker: Und das letzte Wort meistens umkämpft.
Speaker: Was hast du denn erlebt, sag mal?
Speaker: Das können wir gleich den Leuten mal erzählen.
Speaker: Erzähl mal, lass mal kranken.
Speaker: Also, stehst du da so beim Discounter am Kassenband und wartest, sodass du drankommst und im Band daneben steht eine Frau, die sich so ein bisschen Zeit lässt, ihre Klotten so aufs Band zu legen, weil du bist deswegen auch nicht schneller dran.
Speaker: Die Dame dahinter fängt plötzlich an, rumzustänkern und in einem Ton, so nach dem Motto, es ist schon eine Frechheit, dass ihr alle zur gleichen Zeit einkauft wie ich und dass...
Speaker: Weißt du, so kam die rüber.
Speaker: Also völlig arrogant und völlig überheblich, dass du so das Gefühl bekommen könntest, also die war schon sauer, dass sie nicht alleine im Laden war und dass die Angebote an dem Tag nicht alle für sie waren.
Speaker: Oh mein Gott, okay.
Speaker: So ein Charakter.
Speaker: Und dann hat sie die Person vor sich dann mal so blöde angemacht, hätte man auch freundlich sagen können, sie soll auch bitte endlich mal zusehen, dass sie ihre Klotten aus Einkaufsband bekommt.
Speaker: Und da sagte die andere Dame ganz freundlich, ja, aber ganz entspannt, dadurch sind sie ja auch nicht schneller dran und die hörte überhaupt nicht wieder aufzustänkern.
Speaker: Und auch die Leute hinter mir waren auch schon ganz...
Speaker: genervt und lachten auch teilweise schon über so viel Frechheit und Arroganz.
Speaker: Aber dann hat die Dame, die angepöbelt wurde, es natürlich mal richtig eskalieren lassen und hat am Ende da, wo es dann ans Bezahlen geht, normalerweise hast du ja mit Karte bitte, damit es ratzfatz geht.
Speaker: Nein, sie packte ihr Portemonnaie aus und schmisst dann das ganze Kleingeld erstmal dahin.
Speaker: Ja!
Speaker: Suchen Sie sich bitte das Passende aus.
Speaker: Scheiße!
Speaker: Fand ich richtig klasse.
Speaker: So, jetzt kommt aber der Hammer.
Speaker: Diese arrogante Trulala.
Speaker: Ich weiß ja nicht, wer sich das da im Lidl so ausgedacht hat, das so zu bauen.
Speaker: Also das muss auch so ein reiner Theoretiker gewesen sein.
Speaker: Denn
Speaker: Wenn du an der Kasse stehst, deinen Wagen füllst, dann hast du noch so ein bisschen einen kleinen Durchgang und dann kommt gleich so ein Tresen, wo du mit dem Einkaufswagen stehen kannst und alles vom Einkaufswagen in die Tasche packen kannst.
Speaker: So dieser Gang ist aber relativ schmal.
Speaker: Und da ist es besser, du hast deinen Einkaufswagen rechts stehen, du stehst links und packst dann so von der Seite ein.
Speaker: So, weil da nicht so viel Platz ist, weil sonst kommen die anderen Leute von den anderen Kassen nicht durch, die raus wollen.
Speaker: Und dann hat diese arrogante Trollala ist ja fertiggebracht.
Speaker: Wagen, sie und dann den Tresen.
Speaker: Stand also komplett im Weg.
Speaker: Fand ich schon echt ziemlich dreist und überheblich.
Speaker: Dann hat sie von mir einen Spruch reingekriegt, so nach dem Motto, so über andere meckern und selbst jetzt mitten im Weg stehen.
Speaker: Genau mein Humor.
Speaker: Dann hat sie mir irgendwas hinterher getastet, aber das heißt, mit solchen Leuten kannst du dich ja nicht einlassen, da hast du ja schon verloren.
Speaker: Aber das fand ich echt, also da dachte ich, ey, kann es nicht sein.
Speaker: Man hätte ja wirklich am Anfang ganz freundlich sagen können, Entschuldigung, könnten Sie vielleicht Ihre Ware schon mal aufs Band legen, damit es mal vorne, damit ich dann auch schon, aber gleich dieser arrogante Ton, da fragst du dich wirklich, was läuft in unserer Gesellschaft gerade falsch.
Speaker: Und apropos falsch laufen, wie sieht es denn bei dir aus, wie ist denn deine Woche gelaufen?
Speaker: Oh, also erstmal kann ich das voll unterschreiben, was du da gerade erzählt hast, es ist fürchterlich.
Speaker: Also wenn ich manchmal da im Lidl stehe, also dass sie sich teilweise nicht prügeln, gerade die Menschen, die eigentlich am meisten Zeit haben.
Speaker: Aber naja, ey scheiße Alter, wo fange ich jetzt an, Leute?
Speaker: Ich fange von gestern an.
Speaker: Am Anfang.
Speaker: Das andere, das habe ich schon ein bisschen verdaut und dann kann ich gleich in Ruhe drüber sprechen.
Speaker: Aber was gestern schon wieder passiert ist, Leute, ey, ich habe fast, also Durchbruch von Küche bis in die Hölle gehabt.
Speaker: Leute, pass auf.
Speaker: Gestern...
Speaker: lag ich schon im Bettchen, ne?
Speaker: Und ich bin auch schon immer wieder so eingenickt und in meinem Kopf war schon die ganze Zeit mein Fettsackmodus und dachte mir so, boah, du hast noch kalte Kartoffeln im Kühlschrank, ey, hättest du eigentlich richtig Bock drauf jetzt, ne?
Speaker: War ich aber zu faul für.
Speaker: Und dann habe ich gemerkt, auch mein Fenster ist noch zu im Schlafzimmer und ich kann nur mit offenem Fenster schlafen.
Speaker: Auch wenn 27 Grad Minus sind, ne?
Speaker: Aber das Ding muss offen sein.
Speaker: Tomek, jetzt pass auf.
Speaker: Und dann stehe ich auf, mache das Fenster auf und dann dachte ich mir, ach, jetzt stehst du eh, jetzt kannst du auch eben in die Küche gehen.
Speaker: Wenn wir so eine Kartoffel nehmen und höre dann schon so, kennst du dieses Geräusch, wenn du im Schrank so eine offene Nudelpackung hast und die könnte jeden Moment umkippen.
Speaker: Ich dachte jetzt schon, jetzt ist die Kartoffel, hätte sie zu dir gesprochen.
Speaker: Oh nein, so ein Geräusch war das und ich dachte mir, okay, könnte passen, weil ich hatte mir ein paar Stunden davor Edamame Spaghetti gemacht und ich sag mir, bevor die da gleich liegen und ich mach den Schrank auf und alles fällt runter, mach das Ding auf, alles akkurat steht da.
Speaker: Und ich denke mir, was ist das für ein Geräusch?
Speaker: Leute, da gucke ich da oben in die Ecke, wo der Aufhänger ist und du musst dir vorstellen, das ist ein Hängeschrank, das ist diese Breiten und die so übereinander sind, weißt du?
Speaker: Und der hing auch echt scheiße hoch.
Speaker: Da drin war ganz viel Geschirr, ganz viele Tassen, ganz viel alles und oben drauf noch Breta und Glasschüsseln und Kaffeemaschine, alles was du dir vorstellen kannst.
Speaker: Und ich sehe so, der Aufhänger hängt mit seinem allerletzten Nippel an dem Deckel von dem Schrank.
Speaker: Und ich denke mir so, oh mein Gott.
Speaker: Ich wusste nicht, was mache ich jetzt.
Speaker: Und ich natürlich in meinem Eva-Kostüm, weil ich war ja schon im Bett, lag dann, also der Walrus dann da, nackelig in der Küche.
Speaker: Eine Hand schnell den Schrank irgendwie an die Wand gedrückt, dass das nicht weiter runterzieht.
Speaker: Ich denke mir, was mache ich jetzt?
Speaker: Meine Perle am Telefon.
Speaker: Und sie so, du bleibst jetzt erstmal ganz ruhig.
Speaker: Du versuchst jetzt erstmal das Geschirr da rauszuholen.
Speaker: Und ich denke mir so, willst du mich eigentlich komplett verarschen?
Speaker: Das Ding kracht hier gleich runter, diese 7.578.000 Kubiktonnen.
Speaker: Und du sagst mir, ich soll jetzt irgendwie hier, okay.
Speaker: Ich mit einer Hand irgendwie versuche, dann den Schrank festzuhalten.
Speaker: Mit der anderen Hand, dann versuche das Geschirr da rauszupacken.
Speaker: Meinem Fuß den Auftrag gegeben, er solle doch mal bitte die Elfmeter bis ins Wohnzimmer gehen, da schnell einen Stuhl holen.
Speaker: Ey, du ahnst es nicht, ich habe gedacht, das kann alles nicht wahr sein.
Speaker: Ich hatte so Angst, dass das runterfällt, weil das immer mehr gemacht hat.
Speaker: Die andere Seite fing dann auch schon an und ich denke mir, das passiert dir gerade nicht.
Speaker: Dann habe ich das alles leergeräumt und hatte quasi dann nur noch oben das.
Speaker: Und dann habe ich es losgelassen, bin mit 720 kmh ins Wohnzimmer gerannt, habe einen Stuhl geholt, bin dann schnell da hoch, habe dann da die restlichen Sachen runtergeholt, dann mit dem einen Fuß ein Messer aus der Schublade geholt, dann fix einmal die Türen abgeschraubt, weil mit den Türen ist das Ding so scheiße schwer.
Speaker: Dann noch einen Anfall gekriegt, weil da ja dieses, dass die Türen quasi nicht von unten runterknallen, ich weiß gerade nicht, diese Hydraulik-Dingsbums, ne?
Speaker: Ja.
Speaker: Ja.
Speaker: Das versucht noch irgendwie abzumontieren, hat auch nicht funktioniert.
Speaker: Habe ich abgerissen dann irgendwann.
Speaker: Ey, das war ein Akt, Leute.
Speaker: Das war ein Akt und ich hatte nur ein Kettchen an.
Speaker: Ich denke, wird mich hier einer beobachtet.
Speaker: Und dann kannst du auch nicht nach Hilfe rufen.
Speaker: Da stehst du da erstmal.
Speaker: Hör mal.
Speaker: Ja, alles abmontiert und dann habe ich den Schrank dann irgendwann blanco runtergerissen und dann stand ich da in meinem Elend und dachte mir, das ist alles nicht passiert.
Speaker: Ey, wäre ich eine halbe Stunde später gekommen,
Speaker: Leute, ihr wisst nicht mal, es wäre alles im Arsch gewesen.
Speaker: Ob das das Geschirr gewesen wäre, der Schrank, meine Armatur, mein Ceranfeld, alles.
Speaker: Ich hätte einen Durchbruch gehabt bis unten in den Keller.
Speaker: Also, boah, ich sag euch, das war vielleicht ein Event gestern.
Speaker: Aber du hast es gemeistert.
Speaker: Ey, ja, zum Glück hab ich Fettsackmodus gehabt und bin in die Küche gegangen und wollte eine scheiß Kartoffel fressen.
Speaker: Gott sei Dank.
Speaker: Fettsackmodus?
Speaker: Ehrlich.
Speaker: Ja wirklich, boah, da steckt mir heute noch eine Knochen.
Speaker: Da hat ja quasi eine Kartoffel das Leben gerettet.
Speaker: Ja, genau, die Kartoffel war es.
Speaker: Ja, und dann meckert mal einer über die deutschen Kartoffeln.
Speaker: Siehst du?
Speaker: Es gibt keine deutschen Kartoffeln.
Speaker: Kartoffeln sind eingewandert.
Speaker: Die haben Migrationshintergrund.
Speaker: Die Kartoffeln haben Migrationshintergrund.
Speaker: Scheiße!
Speaker: Und das ist dann die Überschrift für unseren Podcast.
Speaker: Geil!
Speaker: Die Kartoffeln mit den... Geil, Tomek, ey, super.
Speaker: Scheiße, gut, ey.
Speaker: Die Kartoffeln mit Migrationshintergrund.
Speaker: Gibt es ja einigen, die das auch wieder falsch verstehen.
Speaker: Aber gut, ist in Ordnung, dürfen Sie.
Speaker: Ja, gut, aber mein Gott, interessiert mich ja nicht.
Speaker: Ey, aber das war also wirklich... Und irgendwann werden deine Arme ja so schlappt.
Speaker: Ich habe fast geheult.
Speaker: Mir tut alles weh,
Speaker: Also.
Speaker: Aber es war dein Beweis dafür, selbst ist die Frau, du hast das selbst geregelt bekommen.
Speaker: Ja, gerade so.
Speaker: Ja, und dann bin ich natürlich heute Morgen mit Kopfschmerzen.
Speaker: Und das war kein Mensch mehr, aber du hast.
Speaker: Ja, ich habe.
Speaker: Das habe ich dann gerade erst mal ganz schnell dann irgendwie versucht, alles so.
Speaker: Ich habe das auch schon mal im Bekanntenkreis erlebt.
Speaker: Schön hier in der Genossenschaft, wo wir wohnen, dann war bei einer Bekannten auch die Küche eingerichtet, schöne Ikea-Küche.
Speaker: Alles schön gemacht, Hängeschränke dran gewämpft.
Speaker: Und am nächsten Tag höre ich von einem Typen, der mitgeholfen hat,
Speaker: Ja, Schränke eingeräumt, war ja nicht gut.
Speaker: Aber dann hat es noch Trey Shepard, da haben die Dübel nicht erhalten.
Speaker: Weil auch die Häuser hier, Lost Berlin, also der Bezirk hier, also ich meine, die sind im Zweiten Weltkrieg auch so ein bisschen weggebombt worden und ist dann danach wieder aufgebaut worden.
Speaker: Wie wir alle wissen, wenn wir Deutschen etwas gut können, dann ist das teilweise Fuschen.
Speaker: Hier sind zwar schöne Wohnungen, alles wunderbar, aber teilweise mit einem Winkel oder so haben die hier auch nicht gemessen.
Speaker: Oder mit einer Wasserwaage, vielleicht gab es die damals kurz nach dem Krieg nicht.
Speaker: Ihr habt keine Ahnung.
Speaker: Und da ist dann auch der Hängeschrank mit dem gesamten Geschirr dann nachts, hat er sich dann auch von der Wand verabschiedet und das muss gescheppert haben.
Speaker: Aber das möchte ich in meiner Verteidigung, möchte ich das kurz einmal erklären.
Speaker: Hör mal, der Dübel und der Haken, der hängt immer noch scheiße in der Wand.
Speaker: Da könnte ich wahrscheinlich ein LKW dran aufhängen.
Speaker: Ja, also das habe ich gut hingekriegt.
Speaker: Aber das Holz hat irgendwann nachgegeben von dem Schrank.
Speaker: Ach, von dem der Schrank hat es sich veranschließt.
Speaker: Ja, sicher.
Speaker: Und das war dieses Knatschen.
Speaker: Dieses Holz ist dann irgendwann, der Deckel hat das nur noch irgendwie gehalten, weil der ziemlich gut befestigt war wohl, keine Ahnung.
Speaker: Ja, also war natürlich nicht meine Schuld.
Speaker: Ob das jetzt an dem Gewicht lacht, das möchte ich jetzt... Würde ich mal vermuten.
Speaker: Nein, wie kommst du da jetzt raus?
Speaker: Nachdem du da gerade erzählt hast, was da alles in dem Schrank stand, gehe ich da schwer von aus.
Speaker: Da Materialermüdung plus Gewicht und dann zack.
Speaker: Ja, zum Glück hat es nicht zack gemacht.
Speaker: Mein Gott.
Speaker: Ja, das war auf jeden Fall das Hammer, das war also gestern ein Akt.
Speaker: Da fällt mir gerade auch noch was ein.
Speaker: Aber das ist so, also komplett, da hat nichts mit Kartoffeln zu tun, hat was mit hohen Spritpreisen zu tun.
Speaker: Ich dachte letzte Woche, ich weiß, letzte Woche oder vor, ich glaube, das habt ihr im Westen gar nicht so mitgekriegt.
Speaker: Da sollte es, das halte ich fest, ein Autokorso von Brandenburg nach Berlin geben.
Speaker: Mhm.
Speaker: als Kundgebung unter anderem gegen die hohen Spritpreise.
Speaker: Ich dachte erst, okay, 1.
Speaker: April war schon, also das kann nur Fake sein, das muss irgendwie ein totaler Blutzen sein, war aber auf einer Nachrichtenseite des öffentlichen Rundfunks, also Gespräch hier in Berlin im RBB.
Speaker: Also, jetzt mal ehrlich, wie blöd kann man sein, zu sagen, wir organisieren jetzt ein Autokorso gegen die hohen Spritpreise?
Speaker: Weißt du, einmal volltanken in Brandenburg, um nach Berlin zu kommen und dann in Berlin nochmal volltanken, um zurück nach Brandenburg, wieder ins häusliche Stübchen zu kommen.
Speaker: Also auch so eine blöde Idee musst du auch erst mal kommen, oder?
Speaker: Ja, das ist schon irgendwie, das ist schon ein bisschen sehr blöd.
Speaker: Wir hätten die da jetzt, weiß ich nicht, mit...
Speaker: Fahrräder oder so, kein Plan, aber mit dem Auto?
Speaker: Mit dem ÖPNV oder so, die kommen und hätten sich dann am, ich weiß auch gar nicht, ob diese Demokundgebung überhaupt stattgefunden hat, ich glaube immer noch, das Verarsche war so doof, also so blöd kann kein Mensch sein.
Speaker: Es sei denn, sie werden alle mit Elektroautos gekommen, aber dann brauchen sie nicht über die hohen Spritpreise demonstrieren.
Speaker: Ja, das ist richtig.
Speaker: Diese neue Verschwörungstheorie, die ja schon wieder unterwegs ist, so nach dem Motto, die Spritpreise sind ja bewusst hochgehalten von unserem Staat,
Speaker: damit wir alle E-Autos kaufen.
Speaker: Also das ist im Moment, ich weiß nicht, wie... Nee, also das ist jetzt wegen E-Autos... Die sind dann eine Gehirngrippe unterwegs.
Speaker: Ja, eine Gehirngrippe.
Speaker: Ja, anders kann ich mir das alles nicht mehr erklären, weiß ich nicht.
Speaker: Läuft alles irgendwie aus dem Bruder.
Speaker: Die Gesellschaft wird immer unzufrieden, keiner lacht mehr oder nur sehr wenige.
Speaker: Irgendwie, weiß ich auch nicht, ganz komisch.
Speaker: Wie ist es bei euch ja unten in Berlin, sagt man ja immer noch zum Westen in Westdeutschland.
Speaker: Wie sieht es bei euch in Dortmund aus?
Speaker: Da alle entspannt, weil die atmen alle noch gepflegt durch die Hose.
Speaker: Weiß ich nicht.
Speaker: Also dafür bin ich, glaube ich, zu viel in der sozialen Welt da draußen.
Speaker: Also ich meide ja diese ganzen Großstädte und so sowieso.
Speaker: Also versuche ich zu meiden, weil
Speaker: Da kriege ich jedes Mal einen Schock einfach.
Speaker: Dieser ganze Stress und so ein Scheiß.
Speaker: Das nervt mich alles tierisch.
Speaker: Aber warum sind wir denn... Ich meine, gut, wir werden schlecht regiert.
Speaker: Ist völlig klar.
Speaker: Unser Obermotz da oben, der agiert ja, als wäre Deutschland ein Unternehmen.
Speaker: Und der Obermotz, der Chef, das läuft schon falsch.
Speaker: Also es wäre vielleicht besser, wenn...
Speaker: der Kanzler irgendwie mal sagen würde, wir müssen den Gürtel enger schnallen und sowas.
Speaker: Aber wie gesagt, reden kann der Mann nicht.
Speaker: Wenn irgendwo ein Fettnäpfchen steht oder sowas, er latscht rein, da ist er groß drin.
Speaker: Ja, komplett.
Speaker: Ja, aber da darfst du dich dann auch nicht wundern, was der da von sich gibt.
Speaker: Also er soll mal überlegen, wo er dann da erzählt hatte, dass er es ja gar nicht fassen konnte, dass die Deutschen durchschnittlich, was hat er gesagt?
Speaker: 14 Tage Krankenschein haben oder so, das wären ja fast zwei Wochen von 52 Wochen.
Speaker: Da denke ich mir, ja Junge, also sorry, aber erstmal denkt man an die ganzen allein erziehenden Mütter, die spielen da auch nochmal, oder auch Väter natürlich.
Speaker: Die spielen da wahnsinnig mit rein.
Speaker: Ganz klar, wenn mein Kind krank ist und ich habe niemanden, dann muss ich mir auch einen Krankenschein holen.
Speaker: Und manchmal, so habe ich es auch gemacht, ein Kinderkrankenschein lohnt sich nicht.
Speaker: Das kannst du nicht machen.
Speaker: Du kriegst nur 67 Prozent von deinem Bruttolohn.
Speaker: Da überlegst du dann, ob du dir sowas holst, ja, oder...
Speaker: Oder dir eben selber einen Krankenschein holst, was für dich selber kacke aussieht, aber dafür kriegst du dann wenigstens dein ganzes Geld.
Speaker: Und da denke ich mir auch, das kannst du irgendwie nicht sein.
Speaker: Also du wirst in Deutschland wirklich maximal bestraft, ob das von der Gesellschaft ist oder...
Speaker: von Deutschland an sich, du wirst bestraft, dass du Kinder hast.
Speaker: Das ist so.
Speaker: Ja, das finde ich ja sowieso sehr interessant.
Speaker: Auf der einen Seite brauchen wir Nachwuchs.
Speaker: Wir brauchen ja später irgendwann mal jemanden, der auch in die Rente einzahlt.
Speaker: Okay, das Ding Rente ist ja auch so gut wie durch, aber anders Thema.
Speaker: Aber es fängt ja schon dann mit den Wohnungen an.
Speaker: Es gab eine Zeit, ich weiß nicht, ob es immer noch so ist,
Speaker: in der Gesellschaft verankert.
Speaker: Wenn du mehr als zwei Kinder hast, gilt es fast schon als asozial.
Speaker: Also das war ja auch mal eine Zeit, dass du als Eltern mit mehr als zwei Kindern keine Wohnung gefunden hast, weil du da schon irgendwie, das war ja auch schon nicht gut angesehen, obwohl wir ja händeringend Nachwuchs brauchen.
Speaker: Aber was mich an unserer Politik im Moment stört, ja, Deutschland geht es im Moment nicht besonders gut wirtschaftlich.
Speaker: Und die Kommunen schon mal gar nicht.
Speaker: Aber was mich so stört, ist, ich glaube, wir würden das gewuppt bekommen als Gesellschaft, wenn wir da oben nicht jemanden hätten, der immer auf dem Volk noch rumtrampelt.
Speaker: Wir arbeiten zu wenig, wir müssen bis 70 arbeiten, wir dürfen nicht krank werden.
Speaker: Wobei das wir, er redet ja fast das voll, oder ihr, also er nimmt sich da heraus, also er kommuniziert wahnsinnig schlecht und
Speaker: Ich habe da letztens mal einen Artikel gelesen über jemanden, der sich speziell mit Kommunikation auseinandergesetzt hat und der sagte auch, Gerhard Schröder und auch Olaf Scholz waren zwar nicht besonders Schröder schon, aber der mit seiner Agenda da damals, aber der hat wenigstens immer von wir gesprochen, also er hat das Volk immer irgendwo mitgenommen und genau das passiert aktuell nicht mehr.
Speaker: Der Merz redet immer von der Deutsche und irgendwie
Speaker: hat man so das Gefühl, man ist kein einheitliches Volk mehr, sondern man ist ein Unternehmen und wir sind alle nur die Mitarbeiter und so was.
Speaker: Denn das fängt ja schon damit an, dass wenn du in Social Media rumgeisterst, dann siehst du ja eigentlich schon, wie viele Leute sich darüber aufregen, der Staat kassiert ab.
Speaker: Ja, wer ist denn der Staat?
Speaker: Also wenn der Staat abkassiert, ist das ja alles Geld, was irgendwo dem Volk wieder zugute kommen sollte.
Speaker: Aber das passiert ja irgendwie gefühlt auch nicht.
Speaker: Und deswegen läuft da im Moment gerade so schrecklich viel aus dem Ruder.
Speaker: Und...
Speaker: Auch die Wirtschaft läuft ja schon mittlerweile gegen den Kanzlersturm, weil er nichts auf die Reihe kriegt.
Speaker: Und ja, er kann nicht motivieren.
Speaker: Und wir brauchen im Moment Motivation, damit wir den Arsch wieder hochkriegen und auch selbst hochbekommen.
Speaker: Und wir auch sehen, es lohnt sich, den Arsch wieder hochzubekommen und nicht immer darauf zu gucken, der Staat muss hier, der Staat muss da und der Spritpreis ist zu hoch, der Staat muss den Deckel und senken.
Speaker: Ja, muss er.
Speaker: Irgendwas muss er sich einfallen lassen.
Speaker: Ich meine, mit diesen 1000 Euro war ein Witz, dass die Unternehmen sollten das irgendwie zahlen aus eigener Tasche und dann kommt der Bund her und sagt, ja, wir können es nicht, wir haben das Geld nicht, aber von der Wirtschaft wird das erwartet und dann wird das auch noch so schlecht kommuniziert, dass viele in den Unternehmen glauben, ja, der zahlt ja meinen Chef und der kriegt es vom Staat zurück.
Speaker: Nee, kriegt er eben nicht und das geht auch unter.
Speaker: Da läuft so viel schief und das, glaube ich, sorgt dafür, dass diese Unzufriedenheit im Volk unterwegs ist.
Speaker: Und das halte ich für sehr schwierig.
Speaker: Dieses Volk ist eigentlich traurig.
Speaker: Es ist irgendwie… Hast du dir mal so ein bisschen die Vergangenheit vom März angeguckt oder angehört?
Speaker: Ja, ich weiß ja, dass er Banker ist, als mal hier, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt.
Speaker: BlackRock oder wie das heißt, Hedgefonds-Geschichte oder was das da ist.
Speaker: Ja, der ist, also aus dem Volk kommt der nicht, soweit ich weiß.
Speaker: Nee, überhaupt nicht.
Speaker: Also...
Speaker: Aber wir hatten ja keine andere Alternative und jetzt sind wir halt an dem Punkt, selbst wenn wir jetzt auf die Straße gehen würden und würden sagen, März muss weg und wir brauchen Neuwahlen, nee, die können wir uns im Moment auch nicht leisten.
Speaker: Das ist nicht besser.
Speaker: Alles Kappers ist es.
Speaker: Aber naja.
Speaker: Und was war sonst noch so bei dir los?
Speaker: Ja, ich wollte gerade sagen, wir werden schon wieder so politisch hier.
Speaker: Ja, das fällt eigentlich gar nicht mehr so schlecht.
Speaker: Ich könnte mir vorstellen, dass es einige gibt, die das, glaube ich, auch von unseren Hörerinnen und Hörern genauso sehen und da auch der Meinung sind, es könnte eigentlich besser gehen.
Speaker: Weißt du, was das Ding ist?
Speaker: Eigentlich würde ich halt viel mehr gerne sagen wollen, aber...
Speaker: Das sind immer so Dinge, ich weiß nicht, ob... Also wenn wir wirklich zu 100% die Meinung äußern wollen würden, Tomek, die wir eigentlich äußern wollen würden, ich glaube, dann würde unser Podcast nicht lange leben.
Speaker: Also im Sinne von... Ich glaube, da würde einiges gesperrt werden.
Speaker: Das kann ich mir schon gut vorstellen.
Speaker: Ja, natürlich musst du immer irgendwo noch ein bisschen politisch korrekt bleiben, aber es ist halt eine Strömung im Volk unterwegs, die resigniert, die endlich mal was anderes will.
Speaker: Und ich glaube, und das ist das, was unsere jetzige Regierung nicht auf die Reihe kriegt und nicht sieht, ich glaube, dass dieses Volk etwas mehr...
Speaker: Zusammengehörigkeitsgefühl haben möchte, sodass wir alle irgendwo ihren Teil zur Wiedergenesung dieses Landes beitragen müssen.
Speaker: Und das schaffen wir derzeit nicht mehr.
Speaker: Und deswegen driftet diese Gesellschaft in eine Richtung ab,
Speaker: in der sie glaubt, dieses Gefühl wiederzubekommen, aber sie wird es da auch nicht bekommen.
Speaker: Das ist ein Irrglaube.
Speaker: Und da wird es dann doppelt schwer.
Speaker: Und irgendwie, wenn du deine Wähler, die du hast, sei es bei der SPD, sei es bei der CDU und CSU, wenn du die zurückbekommen willst, dann musst du dich hinsetzen und dir mal die Zeit nehmen und gucken, wie das Volk tickt und dann das Volk wieder mitnehmen.
Speaker: Und das ist
Speaker: kam weder der Klingbeil noch der Merz und ich halte die beiden, ich muss es so deutlich sagen, aktuell für zwei Totalversager und ich sehe leider auch in der demokratischen Opposition keine Politiker, die diese Lücke schließen könnten oder die besser drauf sind.
Speaker: Die sind auch im ersten Moment immer nur gegen alles.
Speaker: Es war ja letzte Woche nur diese Sparpläne, Ideen, die da mal auf den Tisch gelegt wurden und da ist das dann im Bundestag schon wieder komplett eskaliert und anstatt
Speaker: wirklich mal drüber zu gucken und vernünftig miteinander zu reden, wie man die Karre wieder aus dem Dreck zieht, wird nur gegeneinander geschossen und gegeneinander gehetzt, ohne zu sagen, okay, gucken wir mal drauf, was könnten wir machen,
Speaker: Wie kriegen wir das hin?
Speaker: Und vor allen Dingen wir.
Speaker: Wie kriegen wir das hin und wie nehmen wir das Volk mit, um da wieder auf den richtigen Weg zu nehmen?
Speaker: Das Volk, die Wirtschaft und alles.
Speaker: Und das ist das, was wir nicht können.
Speaker: Und deswegen sind das im Moment, die da das Sagen haben, komplette Totalversager.
Speaker: Und die scheinen auch Berater im Hintergrund zu haben, die, weiß ich nicht, reine Quereinsteiger waren.
Speaker: Die, weiß ich nicht, vorher auf dem Bau gearbeitet haben.
Speaker: Obwohl, die wären wahrscheinlich noch besser.
Speaker: Aber da läuft irgendwie was schief.
Speaker: Ja, das ist halt, die können das voll nicht greifen, also im Sinne von, die haben keinen Bezug mehr dazu.
Speaker: Die waren schon immer irgendwo da, wo sie dann ein bisschen mehr auch verdient haben und dann kannst du ja nur solche Aussagen treffen wie, ja, 20, 30, 40 oder 50 Euro im Monat, das muss sich dann ein Mensch leisten können, der sich auch ein Auto leistet.
Speaker: Ja, alles klar.
Speaker: Oder ich weiß nicht mehr, wo doch die Preise so hochgegangen sind im Supermarkt, wo ich weiß gar nicht mehr, wer das sagte.
Speaker: Ja, ich weiß gar nicht mehr, was ein Paket Butter kostet.
Speaker: Aber wie willst du politisch korrekt bleiben, wenn die Politik nicht korrekt ist?
Speaker: Weißt du, also irgendwann platzt einem einfach der Arsch.
Speaker: Das ist leider so, ja.
Speaker: Ich warte da nur drauf, ich warte da wirklich nur drauf, aber ich glaube, dafür sind die Deutschen noch einfach zu feige und zu, ich muss in meiner Reihe stehen bleiben.
Speaker: Was verstehst du jetzt darunter, sind die Deutschen zu feige?
Speaker: Du meinst, also jetzt kannst du zwischen uns beiden gleich mal richtig eskalieren, aber ich glaube, das glaube ich aber eher nicht, denn...
Speaker: Du willst mir doch nicht wirklich sagen, dass mal da die Alternative zu wählen ein Punkt wäre, um zu sagen, so, jetzt haben wir es den Großen da oben mal gezeigt und jetzt gucken wir mal, wie die das vier Jahre hinkriegen.
Speaker: Hä?
Speaker: Wie kommst du denn jetzt auf die Farbe Blau?
Speaker: Was war denn in deinem Kaffee drin?
Speaker: Ja.
Speaker: Nix, ich hatte heute noch keinen.
Speaker: Ja, dann trink mal wohl einen.
Speaker: Ich hatte jetzt echt gedacht, dass das jetzt von dir sowas kommt.
Speaker: Nein, ich rede von Aufständen.
Speaker: Ich rede von Schreien.
Speaker: Von sowas rede ich.
Speaker: Nicht von Blau.
Speaker: Oh, Tomek.
Speaker: Ja, aber ich glaube, wir müssen uns ja auch mal fetzen.
Speaker: Wir sind so im Hafen-Moment.
Speaker: Nein, auf gar keinen Fall.
Speaker: Aber wie gesagt, da sind wir Deutschen einfach zu.
Speaker: Wir müssen in einer Reihe stehen und auch stehen bleiben.
Speaker: In der Reihe können wir meckern.
Speaker: Wir sind hinter der Wohnungstür.
Speaker: Da nehme ich mich nicht aus.
Speaker: Wir sind hinter der Wohnungstür und in der Haustür, da haben wir eine dicke Fresse.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Aber sagen wir doch mal ehrlich, wo du das ansprichst, wir müssten wieder auf die Straße.
Speaker: Ja, bin ich ganz bei dir.
Speaker: Aber das Problem ist doch, da spreche ich jetzt mal wirklich von mir, wenn mein Nachbar geht, gehe ich auch.
Speaker: Und wenn der nicht geht, gehe ich auch nicht.
Speaker: Und wir haben ja auch keinen, der es mal großartig organisieren würde.
Speaker: Zumal das sowieso alles dann unterbunden werden würde von Polizei und etc.
Speaker: Ach, das glaube ich sehr wohl.
Speaker: Wir haben das Demonstrationsrecht, das ist ein großes Gut, das wird auch eingehalten.
Speaker: Ich habe eher eine andere Befürchtung.
Speaker: Ich glaube, wenn es, gehen wir mal ein Gewerkschaftsverfahren,
Speaker: Eine Gewerkschaft oder sonst jemand, der das wirklich schaffen würde, so eine Großdemo mal zu organisieren, bis die Landwirte hinbekommen haben.
Speaker: Aber wir haben doch gesehen, was dann relativ schnell passiert.
Speaker: Ruckzuck tauchen in dieser Versammlung rechtsradikale Flaggen auf.
Speaker: Und dann fängt die AfD an, das wieder zu instrumentalisieren.
Speaker: Wir hatten das bei der Bauerndemo, dass dann plötzlich auch rechte Strömungen sich diese Demonstrationen zunutze gemacht haben.
Speaker: Und da sehe ich die Problematik viel eher.
Speaker: Ja, wir müssen auf die Straße.
Speaker: Wir müssen unter richtig guten Argumenten sagen, Leute, ihr da im Reichstag, kriegt endlich mal euren Arsch hoch und tut was fürs Volk.
Speaker: Und nicht irgendwie nur...
Speaker: Deswegen finde ich es teilweise schon recht, wenn manche Leute sagen, ja, irgendwie ist das doch alles hier gerade eine Diktatur.
Speaker: Ja, es wird uns vorgesetzt, was wir zu sagen haben.
Speaker: Es wird uns vorgesetzt, was wir teilweise zu denken haben.
Speaker: Und dass da viele dann abgleiten und sagen, jetzt habe ich die Schnauze voll, jetzt zeige ich euch mal, wo der Hammer hängt und wähle dann eine Partei, die ich eigentlich gar nicht wählen sollte.
Speaker: Aber ich tue es trotzdem.
Speaker: Denn
Speaker: Ich glaube, besser wäre es, anstatt Protest zu wählen, wäre es wirklich besser, kollektiv hier in Berlin vom Reichstag oder Brandenburger Tor mal richtig mit 100.000 oder fast 100.000 auf die Straße zu gehen.
Speaker: Ja, genau, ja.
Speaker: Einfach ja.
Speaker: Aber das wird nicht passieren.
Speaker: Ja, wir kriegen ja auch den Klimaschutz nicht hin.
Speaker: Das ist ja so...
Speaker: Ebenfalls werden sie merken, dass man Geld nicht fressen kann.
Speaker: Was wir der jungen Generation hinterlassen, das geht nicht.
Speaker: Wir wollen ja nicht aufs Auto verzichten, siehst du, der Spritpreis muss gedeckelt werden, damit wir weiter fahren können.
Speaker: E-Auto kriegen sie auch nicht geregelt mit einer anständigen Infrastruktur, dass du das Ding geladen bekommst.
Speaker: An die Sachen trauen sie sich auch nicht ran, obwohl das Lustige ist ja, dass viele Experten ja schon viele gute Ideen hatten und haben, wie man das am besten hinkriegt, aber da wird ja nicht drauf gehört.
Speaker: Es geht immer nur um Lobbyisten, es geht immer nur ums Geld und irgendwann werden sie merken, dass man Geld nicht fressen kann.
Speaker: Ich habe bei manchen Leuten, auch aus der Industrie, nicht nur bei den Politikern,
Speaker: habe ich so echt irgendwie das Gefühl, mich betrifft es ja nicht mehr.
Speaker: Und meine Generationen, die nachkommenden Generationen sind mir scheißegal, weil kriege ich ja eh nicht mehr mit, habe ich ja schon ins Klasse gesehen.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber da sprichst du echt was an, also gerade die E-Autos und sowas alles.
Speaker: Ich saß auch schon öfters in so einem E-Auto oder so.
Speaker: Die sind ja gar nicht verkehrt an sich.
Speaker: Also ist ja auch alles okay.
Speaker: Aber...
Speaker: ich gucke mir auch voll oft so Dokus an und so ein Scheiß und wenn du dir so ein Scheiß-Auto holst, du hast ja mal immense Probleme, dein Auto dann irgendwie laden zu können.
Speaker: Ob das dann irgendwo wird angezeigt, dass du da irgendwelche Säulen hast, dann sind die da aber gar nicht und wenn die dann da stehen, dann passt das wieder nicht oder sind kaputt oder defekt oder sonst was.
Speaker: Oder es steht ein Benziner auf dem Parkplatz.
Speaker: Oder so.
Speaker: Ähm,
Speaker: Aber da überlege ich mir doch zweimal, ob ich mir so ein Auto kaufe oder so ein Auto kaufe.
Speaker: Also wenn dann mein Akku leer ist von meinem Auto und ich kann es nicht laden, ja was machst du denn da?
Speaker: Da stehst du dann da doof und wenn du wirklich nichts mehr drin hast und du kommst nicht vom Fleck, dann brauchst du da wieder ADAC, dann brauchst du da wieder dies und jenes.
Speaker: Ist doch scheiße, ist doch kacke.
Speaker: Ja, da kannst du nicht immer mit dem Benzin-Kanisser zur nächsten Tanke losen.
Speaker: So!
Speaker: Nee!
Speaker: Bin ich komplett bei dir.
Speaker: Gebe ich dir komplett recht.
Speaker: Da habe ich ja vorhin gesagt, die Infrastruktur passt nicht.
Speaker: Da kommen wir nicht auf die Reihe.
Speaker: Ja, es gab Angebote, wenn du dir ein E-Auto holst, wird dir auch eine Ladesäule vors Haus gestellt.
Speaker: Ähm...
Speaker: Wenn ich hier aus dem Fenster gucke und bin am überlegen, wenn sich da jemand ein E-Auto holt, nee, hier stehen alles Verbrenner und da kommt keiner auf die Idee, sich ein E-Auto zu holen.
Speaker: Ich wollte auch nicht, dass sie dann da irgendwo eine Ladestation hinsetzen würden, weil wir sowieso schon dank der Radwege, die sie ja neu gebaut haben, weil da ist ja auch dieser Konflikt noch hier in der Großstadt, Radfahrer gegen Autofahrer.
Speaker: Und wenn du dann jetzt eben, sind schon einige Parkplätze auch von Anwohnern hier flirten gegangen, wegen der Radweg-Situation.
Speaker: Wenn du jetzt dann noch ankommst und sagst, ja, hier musst du jetzt noch eine Ladesäule hin, ist wieder ein Parkplatz, nur für ein E-Auto.
Speaker: Aber rein theoretisch müsste es ja funktionieren, müsste ja aufgehen.
Speaker: Aber selbst da kommen wir nicht... Wir kriegen viel zu wenig in diesem Land auf die Reihe.
Speaker: Und auch wenn wir gute Ideen haben, dauert es einfach am Ende des Tages noch viel zu lange, bis es umgesetzt wird.
Speaker: Ja.
Speaker: Und war ja gut, da kommt natürlich auch dann der...
Speaker: Fachkräftemangel zum Tragen und dass manche Unternehmen gerade im Bauwesen wahrscheinlich zu wenig oder im Straßenbau zu wenig Mitarbeiter haben.
Speaker: Ich habe das ja hier mit der Baustelle gesehen.
Speaker: Da wird abgesperrt und erst sechs, fast acht Wochen später fangen sie erst mit den Bauarbeiten an, weil sie woanders erst unterwegs waren.
Speaker: Das kommt ja dann auch noch dazu.
Speaker: Und ja, wir müssen irgendwie, ist das alles irgendwie...
Speaker: Wir haben zu viele Baustellen, aber zu wenig Personal.
Speaker: Wenn ich mir teilweise dann, ich weiß gar nicht, wo genau es ist, aber China, Japan, diese Geschichten da, wenn die was anfangen, ey, hör mal, die kommen heute.
Speaker: bereiten da alles vor, dann sind die morgen da und dann hast du es nächste Woche fertig.
Speaker: Also die haben da eine Struktur in ihrem Arbeiten und also da kannst du dir als Deutscher, da kannst du dir nur was abgucken.
Speaker: Und ich weiß gar nicht, warum.
Speaker: Wir sind so festgefahren in so vielen Sachen, ey.
Speaker: Ich finde das so schlimm.
Speaker: Ehrlich.
Speaker: Ich glaube, wir sind satt.
Speaker: Wir sind, ich sag mal, jetzt ein ganz brutales Wohlstandsverwahrlost.
Speaker: Da werde ich jetzt wahrscheinlich für gevierteilt, aber
Speaker: Zur Verteidigung soll ich sagen, ich nehme mich da nicht aus, ich bin auch verwöhnt, gar keine Frage.
Speaker: Und da wird es schwer, sich umzustellen.
Speaker: Aber wir sind an einem Punkt, wo wir es müssen, wenn wir diesen Wohlstand halten wollen, werden wir es umstellen müssen.
Speaker: Und vielleicht auf das eine oder andere verzichten oder vielleicht auch mal sagen, okay, die 500 Meter zum Discounter kann ich auch mal zu Fuß gehen oder den einen Kilometer kann ich auch mal mit dem Fahrrad fahren.
Speaker: Aber wir sind halt bequem geworden und ich glaube, dass andere Länder da auch von der Mentalität her ein bisschen anders ticken.
Speaker: Ja, sowieso, klar.
Speaker: Wie gesagt, wir sind satt.
Speaker: Wir sind einfach satt, glaube ich.
Speaker: Wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir uns schön zurücklehnen wollen, aber es irgendwie nicht die Notwendigkeit verstehen.
Speaker: Ja, ich weiß gar nicht.
Speaker: Gab es irgendwann mal noch eine Zeit, wo Deutschland nicht gemeckert hat?
Speaker: Gab es das überhaupt schon mal?
Speaker: Wir meckern immer.
Speaker: Irgendwas ist immer.
Speaker: Wir sind das absolute Mecker-Volk.
Speaker: Wir können irgendwie nicht wirklich genießen.
Speaker: Wobei ich sagen muss, ich bin in den 80ern groß geworden, war ein geiles Jahrzehnt.
Speaker: Das hat Spaß gemacht.
Speaker: Da habe ich, glaube ich, nie so viel gemeckert wie heute.
Speaker: Aber ich glaube, das liegt auch irgendwann am Alter.
Speaker: Irgendwann wirst du... Und ich glaube auch daran, dass das die Reizüberflutung der medialen Berichterstattung ist.
Speaker: Früher hast du morgens am Frühstuhstisch gesessen, hast in die Tageszeitung geguckt, hast dann gesagt, guck,
Speaker: Der Karl-August von da hinten ist auch schon tot.
Speaker: Und weißt du, und so was alles.
Speaker: Oder du hast irgendwie ein bisschen Weltpolitik oder Sport gelesen.
Speaker: Das war es dann.
Speaker: Und heute kriegst du an jeder Ecke alles Mögliche.
Speaker: Irgendeiner hat ja immer ein Handy in der Hand.
Speaker: Und fotografiert oder filmt.
Speaker: Du kriegst es im Internet, über Social Media um die Ohren geknallt.
Speaker: Deswegen glaube ich, dass...
Speaker: Und im Moment prasselt so viel Negatives auf uns ein, dass wir einfach irgendwann auch vielleicht sagen, boah, ich hab keinen Bock mehr.
Speaker: Aber wo wir jetzt gerade beim Meckern sind, da hab ich, ich hab hier ja noch eine kleine Story auf Lagern, ne?
Speaker: Halt.
Speaker: Oh, paar Sub.
Speaker: Paar Sub.
Speaker: Hab ich ja einen Termin gekriegt von der Agentur für Arbeit, ne?
Speaker: So.
Speaker: Und irgendwie totales Hin und Her.
Speaker: Ich hab keine Ahnung, ich hatte erst die eine Sachbearbeiterin und
Speaker: Dann habe ich auf einmal da einen anderen Namen gelesen, ist dann jetzt ein Typis gewesen, bei dem ich war und er sagte, ja, nee, ich bin jetzt nur dafür da für Leute, die gerade aus einer längeren Weiterbildung sind und so, ne, so eine Geschichte.
Speaker: Dann hatte ich erst eine andere Sachbearbeiterin, dann wurde die auch gestrichen, jetzt habe ich da einen ganz festen anderen Typen und ach, hin und her, naja.
Speaker: war ich da beim Termin.
Speaker: Und erst mal hat es den, glaube ich, gar nicht interessiert, dass er überhaupt einen Termin hat, beziehungsweise kam gar nicht mehr klar.
Speaker: Warte ich da draußen, ich war auch alleine, alleine habe ich da gewartet und irgendwann kam ein anderer Mitarbeiter und meinte so, ja, bei wem haben Sie denn einen Termin?
Speaker: Ich sage so, hierbei her sowieso.
Speaker: Und er sagte, ja, weiß er denn schon Bescheid?
Speaker: Und ich sage, ja, also es war immer so, hier ist ein Wartebereich und ich wurde wieder reingeholt.
Speaker: Ja, klopfen Sie mal ruhig an und dann, ne, so, ja, ich klopfe an.
Speaker: Er ruft mich rein, ich sage, ja, darf ich schon mal reinkommen vielleicht?
Speaker: Und dann sehe ich schon diesen Mann in diesem Büro und ich sage dir, du hast gar keinen Tisch mehr gesehen.
Speaker: So unordentlich war das, wo ich mir schon dachte, Bruder Jakob, du bist hier gerade jemand, du hast hier also, weiß ich nicht, ob das so richtig ist, aber naja.
Speaker: Jeder hatte immer so eine kreative Phase.
Speaker: Ja, und dann habe ich mich da so hingesetzt.
Speaker: Die hat bei mir nie aufgehört.
Speaker: Ja, und dann habe ich mich da so hingesetzt.
Speaker: Ey, alter Vater.
Speaker: Und dann steht da eine Kaffeetasse, die hätte Hauptprotagonist bei Harz und Herzlich sein können.
Speaker: Alter, sowas Verschmandetes habe ich noch nie gesehen.
Speaker: Ich glaube, die stand da schon, seitdem er da arbeitet.
Speaker: Ich weiß nicht.
Speaker: Also die würde auch quasi schon alleine vom Tisch laufen.
Speaker: Ja, die arme Maus, ey, wirklich.
Speaker: Ja, und dann war da halt der Termin und dann hat er sich erstmal kurz mal eine Akte angeguckt und meinte, also hat so vor sich her die vorgelesen etwas lauter, bla bla bla bla, also hat zwei verschiedene Begriffe genannt von irgendeinem Kurs und dann SAP.
Speaker: Ja, als Social Media Managerin.
Speaker: Und ich so, hä, was haben Sie da jetzt gerade vorgelesen?
Speaker: Ja, so und so und so.
Speaker: Ich sage, ähm, nee.
Speaker: Also ich mache gerade den E-Commerce Manager und nicht den Social Media Manager, obwohl ich den gerne machen wollen würde.
Speaker: Also wenn Sie dann noch Kapazitäten haben.
Speaker: Hier bin ich.
Speaker: Und mit SAP, also das habe ich in meinem ganzen Kurs noch nicht einmal gesehen.
Speaker: Da gibt es also gar nichts, ne?
Speaker: Du musst dich ja direkt an dich denken.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Und da war er erst ein bisschen verdutzt und meinte dann so, ja, ja, das ist bestimmt irgendwie was, so eine allgemeine Weiterbildungsbezeichnung.
Speaker: Ich denke mir so, das hat nichts mit allgemeiner Bezeichnung zu tun, weil Social Media Manager und E-Commerce Manager, das sind schon ein bisschen, also kann man miteinander verknüpfen, aber so dachte ich mir, okay, da weiß schon wieder der eine nicht, was der andere macht.
Speaker: Irgendwas ist da eingetragen.
Speaker: Ich denke mir, scheißegal, Hauptsache, ich bin ja jetzt bald fertig.
Speaker: Ich habe noch gute drei Wochen und dann sage ich Adieu.
Speaker: Und ja, dann haben wir so ein bisschen...
Speaker: Na gut, da kannst du ihnen jetzt keinen Strick draus drehen, sondern das ist ja dann etwas, dass die Kommune kein Geld hat oder der will... Ja, aber es ist so ein allgemeines, es ist einfach nicht nur vom Optischen, auch vom Denken her, siehst du einfach, wie unnormal festgefahren und altmodisch die sind.
Speaker: Aber naja, dann haben wir das da alles ausgefüllt und so und haben dann versucht, Jobs für mich zu finden.
Speaker: Ja, hat natürlich richtig gut geklappt, nämlich gar nicht.
Speaker: Kannst du von der Argo oder vom Joss Center, glaube ich, derzeit nicht erwarten.
Speaker: Ich habe das gleiche Erlebnis auch gerade gehabt, aber erzähl mal weiter.
Speaker: Weil gerade so diese ganzen digitalen Sachen, das existiert ja für die gar nicht.
Speaker: Ich weiß sogar nicht, wie die mir das erlauben konnte, dass ich das mache.
Speaker: Weil die sind ja wirklich so lieber was Handfestes, weil diese ganze digitale Scheiße und so und IT, das ist ja, wie kann man nur so ungefähr.
Speaker: Dass aber die Richtung genau dahin geht, das checken die gar nicht.
Speaker: Naja, und dann hat er da irgendwie noch, vor allem, da war ich ja richtig traurig, habe ich mich ja richtig vorbereitet, habe ich meinen Lebenslauf ausgedruckt, die ganzen 407.050 Zertifikate, die ich hier gemacht habe, habe ich schon mal alle ausgedruckt und auch schon das Konzept, was ich bisher geschrieben habe, habe ich so weit ausgedruckt, dass er einfach mal gucken kann, ey, was macht die da überhaupt, dass er so ein Gefühl dafür bekommt.
Speaker: Habe ich ihm dann erklärt, auf einmal kriegt er auf seinem privaten Handy dann Anruf, hat er mich einfach unterbrochen?
Speaker: Also einfach random drangegangen, hat dann da mit dem Typen geschmackt, hat dann aufgelegt und ist dann gar nicht auf mein Gespräch wieder drauf eingegangen und hat dann da wieder auf sein Bildschirm geguckt und ja, und dann haben wir ja hier noch das und das und tipp, tipp, tipp, tipp und ich denke mir, du Penner, also weiß ich nicht und dann irgendwann ist er dann zu dem Entschluss gekommen, dass es ja noch jemand anderes gibt, der für solche Dinge wohl, der das dann eher hinkriegt, hat den dann irgendwie angerufen und
Speaker: Und dann soll ich da jetzt nächsten Monat wieder kurz vor meiner Prüfung nochmal hinlackeln, weil der ist ja dann vor Ort und dann hätten wir einen Termin zudreht.
Speaker: Ich komme mir vor, also wie so eine schwer vermittelbare, weil die da einfach nichts von weg haben.
Speaker: Aber ich kann mir das auch gut vorstellen, dass diese ganzen großen Firmen gar keinen Bock haben, mit der Agentur für Arbeit zusammenzuarbeiten, gerade in diesen IT-Berufen, weil die genau wissen, was da für Hampelmänner sind.
Speaker: Ja, das war auch schon wieder, also Zeitverschwendung as fuck, also wirklich.
Speaker: Und weißt du, ich check das voll, wenn da Menschen sind, die da einfach hingehen und sagen, mach was du willst und so mit dieser Mentalität und Einstellung.
Speaker: verstehe ich, dass sie das einfach nur runterrattern.
Speaker: Aber wenn du da jemanden hast, mir ist das bewusst, dass wenn ich da hingehe, dass ich da nicht beim ersten Termin mit meinem Wunschjob rauskomme, dass ich selber auch was dafür machen muss, müssen wir nicht drüber reden.
Speaker: Aber wenn du da jemanden hast, der Bock hat, der dir zeigt, ey hier, pass auf, ich habe mich hier vorbereitet und das mache ich und das will ich, ne,
Speaker: dann red doch nicht mit mir, als wäre ich eine Schwerbehinderte.
Speaker: Also ehrlich, hasse ich sowas wie die Pest, wenn du nicht gehört wirst, wenn du nicht wahrgenommen wirst und nicht ernst genommen wirst, flippe ich aus.
Speaker: Also finde ich ganz schlimm sowas.
Speaker: Warum sind diese Menschen so?
Speaker: Also ich habe mir wirklich vorgenommen, ich bewerte mich da, wirklich, um dem dann mal zu zeigen, wie man denn mit Menschen umgeht.
Speaker: Sag mal, geht es noch oder was?
Speaker: Riecht mich richtig auf die Scheiße.
Speaker: Ich bin ja ganz bei dir.
Speaker: Ich glaube, dass auf den Jobcentern in diesem Land irgendwo, du hast das Beispiel ja live erlebt, die nicht ammunitioniert sind und denen das auch irgendwie scheißegal ist, ob die Leute in Arbeit kommen oder nicht.
Speaker: Die warten vielleicht einfach nur darauf, dass sie dich sanktionieren können, weil irgendwann sagst, da gehe ich nicht wieder hin, bringt mir ja nichts der Termin.
Speaker: Zack, sanktioniert.
Speaker: Das ist jetzt eine pure Unterstellung, aber dass sie da hinarbeiten,
Speaker: Wir müssen die so demotivieren, dass sie zu den Terminen nicht kommen, damit wir sie sanktionieren können und somit Geld sparen können.
Speaker: Das ist eine wilde Theorie, aber klingt fast so.
Speaker: Aber meine Sachbearbeiterin hier, ich habe jetzt auch wieder eine neue, das war auch da ein Spaß.
Speaker: Die hat sich zwar Notizen gemacht, die hat sich das auch angehört, was ich da für eine Weiterbildung gemacht habe.
Speaker: Ich habe ihr auch gesagt, SAP nehmen Sie das, das Zertifikat können Sie nehmen und...
Speaker: Zwar bestanden, auch mit Auszeichnungen, so wie es da draufsteht, aber das ist nichts wert.
Speaker: Also mit Auszeichnungen bestanden, aber von Tut und Blasen keine Ahnung ist.
Speaker: Also wenn ich mich jetzt irgendwo bewerben würde, wo SAP gefragt ist und mit dem Zertifikat wäre das fast Betrug und eine Vorspielung falscher Tatsachen.
Speaker: So, Punkt.
Speaker: Dann hat die sich auch ein paar Notizen gemacht und meinte dann, ja, sie guckt sich dann nachmittags das mal an und schaut mal, was da so für mich aussuchen kann.
Speaker: Habe ich am nächsten Tag auch ein Jobangebot gekriegt, bei einer Druckerei, im Kundenservice.
Speaker: Oh.
Speaker: Kundenbetreuung, weil ich habe die Dame ja im Grunde gequatscht.
Speaker: Man wird mir ja recht geben, wenn ich eins kann, dann quatschen und reden.
Speaker: Das habe ich da auch getan.
Speaker: Und da kamen die dann wirklich auf die Idee, vor allem Englischkenntnisse sind gebraucht, dann stressresistent, strukturiertes Arbeiten, ich und strukturiert.
Speaker: Also wenn ich...
Speaker: Ich bin ein kreativer Mensch und genauso strukturiert ist auch mein Leben.
Speaker: Klappt immer irgendwie, aber manchmal ja, manchmal nein.
Speaker: Ist halt so.
Speaker: Dann kriegst du da so einen Job für einen Kundenservice, Kundensupport.
Speaker: Sie betreuen die Kunden vom ersten Kontakt bis hin zum fertigen Produkt.
Speaker: Ja genau, ich.
Speaker: Wenn mir da ein Kunde blut kommt, weil die Leute in der Druckerei Scheiße gebaut haben und ich krieg's dann ab, dann kann ich dir sagen, ist der Kunde der längsten Zeit Kunde bei dieser Druckerei gewesen.
Speaker: Ich bin mal auf die Idee gekommen.
Speaker: Da habe ich dann auch zum Schluss auch gesagt, die hat mir echt wunderbar zugehört.
Speaker: Entweder habe ich wirklich zu viel geredet, dass die wirklich overloaded war.
Speaker: Am Ende sagte sie, ja, dann sehen wir uns in acht Wochen ja wieder.
Speaker: Aber was halten Sie denn davon, wenn wir das per Video machen?
Speaker: Das halte ich eine ganze Menge von.
Speaker: Finde ich richtig gut.
Speaker: Und da komme ich dann zu einem Punkt,
Speaker: Wo ich dann jetzt gerade noch was sagen muss, also wie einfach wird es denn einem auch noch gemacht und dann gibt es wirklich nur Leute, die die Termine nicht wahrnehmen.
Speaker: Ey, einfacher geht es doch schon gar nicht mehr.
Speaker: Ich meine, ist es denn zu viel verlangt, wenn man einen Termin hat, da auch gerade mal hinzufahren?
Speaker: Ich meine, gut, es gibt Leute, ich glaube, du gehörst dazu, die dann fast eine Anreise haben, wo du schon Stulle und Kaffee mitnehmen musst, weil sonst war Hungerstor auf dem Weg zur Arge.
Speaker: Aber ich habe es relativ leicht, ich kann mit dem Fahrrad da hinfahren, mit 10 Minuten da.
Speaker: Und hier in Berlin sowieso, also du kannst die Jobcenter hier in Berlin eigentlich sehr gut erreichen, glaube ich.
Speaker: Mag sein, dass vielleicht der eine oder andere nicht so gut ist, aber dann kannst du immer noch sagen, komm, mach mal per Video.
Speaker: Also leichter geht es doch schon gar nicht mehr.
Speaker: Und trotzdem versemmelt es immer noch Leute.
Speaker: Und dann bin ich der Meinung, ja, dann kannst du auch sanktionieren.
Speaker: Und meinetwegen auch komplett.
Speaker: Denn wer wirklich einen Job haben will und aus diesem Bezug wieder raus will, der nimmt jeden Termin wahr, den er kriegen kann.
Speaker: Wenn man natürlich an so jemanden gerät wie du, an so jemanden, der sich überhaupt keinen Kopf über seinen Kunden macht,
Speaker: dann kann das nicht funktionieren.
Speaker: Weil auf der anderen Seite wird von uns Jobsuchenden ja auch erwartet, wir sollen uns mit dem Unternehmen auseinandersetzen, wo wir uns bewerben, damit wir in einem Vorstellungsgespräch auch wissen, was die da machen, was ja auch eine Selbstverständlichkeit eigentlich ist.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Hä?
Speaker: Klar.
Speaker: Also ich muss wirklich gestehen, ich weiß das nicht.
Speaker: Ich weiß nicht, wie Menschen klarkommen.
Speaker: Also klar kannst du klarkommen mit Bürgergeld.
Speaker: Logisch.
Speaker: Kannst du.
Speaker: Aber ich sag dir ganz ehrlich, ich will damit nicht klarkommen.
Speaker: Ey, wo ich jetzt meinen letzten Job hatte... Nein, aber ich hab da so diesen harten Vergleich.
Speaker: Also mein letzter Beruf, da hab ich jetzt keine Millionen verdient.
Speaker: Aber ich bin sehr, sehr gut klargekommen.
Speaker: Ich bin einkaufen gegangen und hab einfach in den Wagen gepackt.
Speaker: So, ne?
Speaker: Peng.
Speaker: Und als das von jetzt auf gleich dann so wegfiel und ich gesehen habe, ja Junge, mir haben einfach fast 1000 Euro gefehlt.
Speaker: Und ich denk mir, pfff.
Speaker: Aber es ist eine coole Lebenserfahrung, da lernst du mal mit Geld umzugehen.
Speaker: Ja, schon, schon, habe mich aber auch in eine Situation gebracht, die ich jetzt nicht unbedingt bräuchte, weißt du ja, selber auch, so.
Speaker: Weiß ich nicht, muss ich nicht haben, also ich meine, klar hätte ich jetzt auch sagen können, ich mache die Weiterbildung nicht und setze mich wieder irgendwo an eine Kasse und habe dann aber Arbeit, aber erfüllt mich das?
Speaker: Nö.
Speaker: Also ich check das schon, wenn Menschen sagen, okay, pass auf, ich habe jetzt hier ein Jahr Lücke in meinem Lebenslauf, aber die habe ich gefüllt mit, ich habe mich da weitergebildet, ich habe komplett woanders neu gestartet, weil ich sehe es bei mir selber, ich habe zwei Ausbildungen, habe ich, ich will nicht sagen verschwendet, aber ich habe es halt gemacht und sie sind für mich...
Speaker: für mein Privatleben nicht mehr umsetzbar.
Speaker: Das ist einfach so.
Speaker: Und was machst du dann?
Speaker: Willst du unglücklich jeden Tag abends vor deinem Kind stehen und dir die Tränen wegkneifen, weil du dir denkst, scheiße Alter, wie gehst du morgen auf die Spätschicht
Speaker: Oder wie gehst du Samstag arbeiten, damit du deinem Chef in den Arsch kriechen kannst, aber dein Kind steht vor dir und sagt, Mama, wann bist du mal wieder zu Hause?
Speaker: Und du dein Kind wirklich von, von, von rumreichst, damit du arbeiten gehen kannst.
Speaker: Das ist es nicht.
Speaker: Also für mich ist es das nicht.
Speaker: Und das wird es auch nie wieder sein.
Speaker: Nicht mit.
Speaker: 100 pro und deswegen, ich bin jetzt auch ein Jahr arbeitslos, ja, aber ich habe das gefüllt mit von A bis, weißt du?
Speaker: Und das sind so Sachen, das ist also völlig legitim für mich und wenn du nochmal eine neue Ausbildung startest, ja, dann machst du das mit 40 und jetzt, was dann?
Speaker: Aber du hast doch noch Jahre vor dir und wenn du dann deinen Traumjob hast,
Speaker: Ja, was willst du denn da, also da spricht für mich gar nichts dagegen, absolut nicht.
Speaker: Aber es gibt halt Menschen, wirklich, die sagen, nö, gar keinen Bock, Alter.
Speaker: Und das check ich nicht.
Speaker: Und dann am 15. oder am 10. schon kein Geld mehr haben.
Speaker: Ja, Bruder.
Speaker: Ja, bin ich ganz bei dir.
Speaker: Aber ich bin ja auch ein Vertreter dessen, der sagt, es gibt eigentlich nichts Schlimmeres.
Speaker: Und das gilt auch für einen Arbeitgeber.
Speaker: Wenn seine Arbeitnehmer sonntags abends sagen, ich muss mal um wieder in dieses scheiß Büro und ich habe da gar keinen Bock zu.
Speaker: Und wenn Arbeit unglücklich macht und dann macht Arbeit irgendwann auch krank, dann können sich Arbeitgeber...
Speaker: noch so sehr hinstellen und eine Work-Life-Balance schaffen mit Kicker, mit was weiß ich nicht alles.
Speaker: Wenn du mit deiner Arbeit, die du machst, nicht zufrieden bist und sie dich nicht ausfüllt und du dadurch für dich selbst unzufrieden wirst, für das andere Merken, mit dem kannst du ja gar nichts mehr anfangen, der ist ja nur noch schlecht gelaunt, dann musst du darüber nachdenken, ob du deinen Job wechselst.
Speaker: Und das ist auch legitim, denn es ist dein Leben.
Speaker: Du musst aus deinem Leben irgendetwas machen.
Speaker: Natürlich, wenn du in einer Partnerschaft bist, musst du immer gucken,
Speaker: Du hast ja auch eine gewisse Verantwortung und, und, und, gar keine Frage.
Speaker: Aber diese Verantwortung, ja, was bringt es, wenn du diese Verantwortung übernimmst, aber du bist permanent schlecht gelaunt und fängst dann vielleicht irgendwann im schlimmsten Fall, wenn du dazu neigst, dann an,
Speaker: dass dann die Bierkisten, erst waren es nur eine vereinzelte Bierflasche, jetzt sind es mittlerweile Bierkisten oder sowas, keine Ahnung.
Speaker: Wenn du dahin kommst, weil dich das alles nicht mehr ausfüllt und unzufrieden macht, weil du irgendwann mal falsch abgebogen bist und eine falsche Entscheidung getroffen hast und die jetzt irgendwie nicht wieder rückgängig machen kannst und das ist auch etwas,
Speaker: Ja, das ist für mich auch im Prinzip Work-Life-Balance, dass man auch da guckt, dass man gut sagt, aber da spielt ja auch schon der Arbeitsmarkt nicht mit, weil die Recruiter, wenn du dich irgendwo bewirbst, die schmeißen ja Leute in ein Büro oder in ein Unternehmen.
Speaker: Hauptsache, das, was im Lebenslauf oder im Werbungsschreiben überhaupt steht, passt irgendwie zu dem, was das Unternehmen sucht.
Speaker: Ob die Menschen zusammenarbeiten können oder zusammenpassen, wird ja auch nicht nachgeguckt.
Speaker: Und ja,
Speaker: Das ist alles im Moment irgendwie, ich bin ja Vertreter dessen, weißt du ja, habe ja schon öfter gesagt, weniger ist manchmal mehr.
Speaker: Und ich glaube, da sollten wir auch wieder hinkommen.
Speaker: Dass wir wirklich mal gepflegt durchatmen und gucken, brauchen wir das alles so extrem?
Speaker: Oder ist weniger manchmal vielleicht doch mehr und vielleicht ist weniger auch manchmal wirklich effektiver?
Speaker: als permanent.
Speaker: Du kriegst das in deiner Weiterbildung ja auch gerade mit.
Speaker: Du kannst ja bis zum Erbrechen alles analysieren und raussuchen und, und, und.
Speaker: Puh.
Speaker: Die Umsetzung sieht immer anders aus.
Speaker: Du kannst alles ausrechnen, alles ausrechnen mit irgendeiner Formel, bla bla bla, aber wie es dann wirklich, ja genau, richtig.
Speaker: Für mich ist das auch immer, oder es war schon immer so, wenn ich mir Arbeit gesucht habe, auch heute.
Speaker: Klar hat man so einen gewissen Rahmen, wo man sagt, okay, das muss ich schon verdienen, weil sonst kannst du auch bei Bürgergeld bleiben, so ungefähr.
Speaker: Aber für mich war wirklich nie das Geld der ausschlaggebende Grund, irgendwo anzufangen.
Speaker: Ich gucke mir immer an, was macht die Firma, wer ist die Firma.
Speaker: Ich gucke mir ganz viele Bewertungen dann an im Internet.
Speaker: Für mich ist wirklich das, wie ist dieses Unternehmen?
Speaker: Wie kann ich mich dabei fühlen?
Speaker: Was kann ich machen?
Speaker: Was darf ich machen?
Speaker: So.
Speaker: Und das Geld ist dann natürlich ein super geiler Bonus.
Speaker: Das ist ganz klar, logisch.
Speaker: Aber in dem Moment bist du doch eine motivierte Arbeitskraft für jeden Arbeitgeber.
Speaker: Das bin ich.
Speaker: Vielleicht hört mich ja jemand.
Speaker: Ich habe Bock zu arbeiten.
Speaker: Oh mein Gott.
Speaker: Jetzt habe ich vor lauter Freude alles umgeworfen hier.
Speaker: Meine Güte.
Speaker: Ganz nervös werde ich hier.
Speaker: Also klar, ich habe voll Bock, was zu starten.
Speaker: Aber ich muss mich mit der Firma identifizieren können.
Speaker: Ich finde das manchmal so geil.
Speaker: Und es ist aber auch zu wenig, viel zu wenig, wenn ich Stellenanzeigen lese, die so richtig diese Sprache von den Leuten von heute haben.
Speaker: Das packt mich sofort, weißt du?
Speaker: Ja, weil, nee, wirklich, Tomek, weil alles.
Speaker: Ich kann jetzt 15 Stellenanzeigen raussuchen und ich schwöre dir, das Einzige, was die verändert haben im Text, ist Unternehmensname und, ja, das war es dann, glaube ich, auch schon wieder.
Speaker: Es ist doch, du liest eine Anzeige und es ist immer dasselbe.
Speaker: Es ist immer dasselbe.
Speaker: Ob das die Benefits sind, ob das... Der Obstkorb.
Speaker: Ja, der Obstkorb, der ist ganz wichtig.
Speaker: Logisch.
Speaker: Armutszeugnis-Scheiße, wirklich.
Speaker: Ehrlich.
Speaker: Da sollten die mal...
Speaker: Das ist doch auch das Lustige.
Speaker: Das finde ich auch so paradox.
Speaker: Du als Arbeitssuchender solltest es tunig sein lassen, dann Lebenslauf mit KI zu schreiben, während aber die Unternehmen dich a mit KI aussortieren und ihre Stellenausschreibung mit KI schreiben.
Speaker: Und jetzt richtig paradox wird es, wenn in der Stellenausschreibung dann sogar noch drinsteht, ja, KI-Kenntnisse wären schon von Vorteil.
Speaker: Gut, aber ich habe KI-Kenntnisse, diese Bewerbung wurde mit KI geschrieben, zack, aussortiert.
Speaker: Ja, das... Was soll ich sagen?
Speaker: Also, wenn ich wüsste, wonach die wirklich suchen und
Speaker: Ich habe mich jetzt auch auf, am Wochenende habe ich mich jetzt auch auf ein paar Stellen beworben.
Speaker: Ich habe auch glücklicherweise ein paar hier gefunden aus meinem Dörfchen.
Speaker: Wow, surprise.
Speaker: Was ja dann auch wieder so ein Ding ist.
Speaker: Die richtig coolen Firmen, wo du dir denkst, boah, ja, Mann.
Speaker: Ey, das würde wirklich passen wie Arsch auf einmal.
Speaker: Wirklich.
Speaker: Ja, die sind dann aber 200 Kilometer weit entfernt so ungefähr.
Speaker: Weißt du?
Speaker: Das ist, es ist einfach, entweder wohnt man falsch.
Speaker: Ja, oder der Rest ist Arschritze.
Speaker: Also es ist wirklich...
Speaker: Ich glaube, das ist eine Chance aus allem momentan.
Speaker: Und ich glaube, dass die Unternehmen teilweise auch, was ich so festgestellt habe bei der Jobsuche, sie suchen die Eierlegende, wollen nicht sauber.
Speaker: Die schreiben zwar teilweise rein, weil ich wäre ja Quereinsteiger mit meinem bunten Lebenslauf.
Speaker: Aber ja, die suchen die Eiligen, Wollmichsau, 25 Jahre alt, 40 Jahre Berufserfahrung, KI-Kenntnisse.
Speaker: Dann buchhalterisch sollst du perfekt sein, keine Ahnung.
Speaker: Also es ist, sie suchen, ich weiß nicht, was sie suchen.
Speaker: Aber und ich glaube auch dadurch kommt auch unser Fachkräftemangel, weil die Leute sind da.
Speaker: Nur die Recruiter finden sie nicht, weil sie viel zu spezifisch und viel zu ins kleinste Detail suchen und dann eben halt nicht finden.
Speaker: Und ja, wenn du Ü50 bist, dann bist du sowieso schon fast weg vom Fenster, dann hast du es ja doppelt schwer, obwohl du einiges an Wissen mitbringst.
Speaker: Aber da ist ja auch wieder so ein Punkt, da könnten wir jetzt auch noch eine Stunde drüber reden.
Speaker: Wir leben ja immer mehr in einer theoretischen Welt, weil
Speaker: Die Leute, die noch wissen, wie es praktisch funktioniert, die werden ja immer weniger.
Speaker: Und die, die jetzt nachrücken, sind ja theoretisch ausgebildet worden, also mehr was die Theorie angeht.
Speaker: Und da kommen wir dann hin, dass diese Theorie in die Unternehmen gelangt und dann stellt man plötzlich fest, ja, funktioniert so ja irgendwie gar nicht, aber wer sagt uns denn jetzt, wie es praktisch denn wirklich funktioniert?
Speaker: Ist ja keiner mehr da, haben wir ja rausgeschmissen.
Speaker: oder ist da mittlerweile schon sonst wo.
Speaker: Das wirkt noch ganz fürchterlich kippen, wenn wir nicht merken, dass die Welt nicht Theorie ist, sondern da ist eine ganze Menge Praxis.
Speaker: Ja.
Speaker: Was soll ich dir dazu sagen?
Speaker: Eigentlich sagt man ja, es kann nicht schleuer werden und es kann nur bergauf gehen, aber das bezweifle ich hart.
Speaker: Das Problem ist, wir sind noch nicht ganz unten und wir haben es auch noch nicht verstanden.
Speaker: Und das Problem ist, wir haben auch keinen, der uns sagt und uns mal deutlich vor den Latz knallt mit deutlichen Worten, wie es im Moment aussieht.
Speaker: Und es wird immer noch um den heißen Brei rumgeredet und man versucht hier, man versucht da, aber man macht das im stillen Kämmerlein vor sich hin und nimmt das Volk nicht mit.
Speaker: Das hatten wir vorhin schon vor 20 Minuten.
Speaker: Und das ist der große Punkt.
Speaker: Ich glaube, dieses Volk, diese Gesellschaft würde wieder ein bisschen zufriedener werden, wenn man ihm sagen würde, pass mal auf, uns geht es im Moment gerade nicht gut und wir brauchen eure Unterstützung, denn nur mit euch kriegen wir den Arsch wieder hoch.
Speaker: Ja, dieser eine Satz, Alter, das wird so viel verändern.
Speaker: Wirklich.
Speaker: Weil, auch ich würde mich da angesprochen dann fühlen.
Speaker: Ich wüsste nicht, was ich jetzt gerade in diesem Zeitraum dann da irgendwie Unterstützendes machen könnte.
Speaker: Aber, ähm, das wäre ganz anders.
Speaker: Das wäre ganz anders.
Speaker: Die Einstellung in Deutschland wäre ganz anders, wirklich.
Speaker: Es ist, ja, Communication is key, ne?
Speaker: Also, da kommst du nicht drum rum.
Speaker: Auch als, ähm,
Speaker: Als Merzilein.
Speaker: Vielleicht sollte er da mal einen Kurs... Herr Merz, schönen guten Tag.
Speaker: Mein Name ist... Ich schlage Ihnen doch einfach mal vor.
Speaker: Was halten Sie davon?
Speaker: So einen kleinen Kurs?
Speaker: Freundschaftspreis für Sie 15.000 Euro.
Speaker: Einfach mal.
Speaker: Stunde.
Speaker: Genau, danke.
Speaker: Und dann unterhalten wir uns einfach mal so eine Woche lang und dann können Sie auch zum Folgespräch.
Speaker: Da bin ich mir sogar sehr sicher.
Speaker: Da habe ich noch so ein, zwei Kandidaten, die würde ich einfach mit ins Boot holen und dann funktioniert das auch wieder.
Speaker: Sag doch mal auf diesem komischen Sender, ich glaube mit diesen drei Buchstaben.
Speaker: Das eine ist ein R, das andere ein T und das andere ein L. Die hatten mal so eine Sendung Boss Undercover.
Speaker: Ja.
Speaker: Jau, jau, jau, jau, jau.
Speaker: Ich denke, man sollte mal vielleicht so einen Politiker wirklich, ist ja machbar, so schminken, dass ihn keiner erkennt und dann müsste man ihn mal 14 Tage ins wahre Leben schmeißen.
Speaker: Ich mache mit dir jede Wette.
Speaker: Nach drei Tagen ist er beim Arzt und lässt sich krankschreiben.
Speaker: Aber ich weiß nicht, ob du den März so ummodeln kannst, dass der nicht vom... Weißt du, wie... Du kennst doch den Film, also den neuen Film S. Nein, den kenn ich nicht.
Speaker: Och Gott, ey, mit wem unterhalte ich mich hier eigentlich jedes Mal?
Speaker: Wie, du kennst den Film nicht?
Speaker: Ich lese solche Filme nicht.
Speaker: So was lese ich lieber als Buch, Stephen King.
Speaker: Aber ich brauche solche Filme nicht.
Speaker: Ist nicht meins.
Speaker: Entschuldigung.
Speaker: Ja, dann musst du das nächste, also google das mal nachher.
Speaker: Google einfach mal S. It.
Speaker: Ja, ich weiß schon, was du sagst.
Speaker: Ich meine, ich habe damals den ersten Film, S, den von Stephen King, den habe ich, glaube ich, mal geguckt.
Speaker: Ja, auf jeden Fall sieht er so aus.
Speaker: Eins zu eins.
Speaker: Also wirklich eins zu eins.
Speaker: Er hätte das spielen können, wirklich.
Speaker: Aber ich, gehen wir mal wieder weg davon, aber ich glaube nicht, dass man den so ummodeln kann, dass keiner rafft, wer der Typ wird.
Speaker: Nimmst einen anderen Politiker.
Speaker: Wirklich mal so wirklich, ich bleibe dabei, nach zwei Tagen lassen die sich krankschreiben, weil pack doch mal so einen Politiker wirklich zum Müllabfuhr.
Speaker: In Jobs, die wirklich kaum noch einer machen will, die auch noch schlecht bezahlt werden und sowas alles, wo sie wirklich mal hart arbeiten müssen.
Speaker: Bei Volkswagen ans Band oder sonst irgendwo, irgendwie sowas.
Speaker: Oder es wäre doch mal als Reinigungskraft.
Speaker: Dass die mal wirklich sehen und vor allen Dingen dürften sie, dann müsste man denen ja auch noch die Bankkonten sperren, dass sie dann, das müssten sie wirklich vier Wochen machen, einen Monat lang und dann müssten sie auch nur dieses Geld bekommen, was man dort verdient und damit müssten sie dann mal klarkommen.
Speaker: Also wirklich so eine Learning by Doing Plattform, so eine Weiterbildung musst du als Politiker gemacht haben, um überhaupt Politiker werden zu dürfen.
Speaker: Ja, Mann.
Speaker: Ohne Scheiß.
Speaker: Wirklich.
Speaker: Also ernsthaft.
Speaker: Gehe ich voll mit dir mit.
Speaker: Die haben einfach den Bezug verloren zu allem.
Speaker: Zu allem, allem, allem.
Speaker: Ehrlich.
Speaker: Es ist immer schwierig, über etwas zu reden, von dem man keine Ahnung hat.
Speaker: Richtig.
Speaker: Richtig.
Speaker: Ja.
Speaker: Das siehst du aber auch schon in den ganz normalen Unternehmen.
Speaker: Da werden manchmal von den kleinsten Mitarbeitern irgendwelche Sachen verwendet.
Speaker: wo du dir denkst, der kann dann nur da oben gesessen haben und sich das auch einfach wieder mit einer Formel irgendwie ausgedacht haben.
Speaker: Die checken das nicht.
Speaker: Ach, Geschichten könnte ich da, lass es einfach wirklich ehrlich.
Speaker: Also es ist ja nur noch dramatisch alles.
Speaker: Kann es auch nicht mehr, echt nicht.
Speaker: Nee, aber komm, deswegen haben wir doch, ich finde es ja eine geile Sache, dass wir uns da gefunden haben und gesagt haben, komm, wir machen jetzt mal einen Podcast.
Speaker: Da haben wir Bock drauf, das machen wir und das haben wir gemacht.
Speaker: Und ich fand, das heute war wieder eine recht interessante Folge.
Speaker: Wir hatten uns wieder mal, um das mal ein bisschen klarzustellen, wer bis jetzt hin durchgehalten hat, wir haben kein Konzept.
Speaker: Wir treffen uns und dann entsteht dieser Podcast über das, was wir reden.
Speaker: Und entweder gibst du oder ich den Ton vor und dann entwickelt sich das alles.
Speaker: Und ich finde das immer spannend, was da dann am Ende nach gut einer Stunde rauskommt.
Speaker: Und heute war es mal sehr...
Speaker: Fand ich sehr politisch, was aber auch mal sein muss, weil ich glaube, da draußen haben alle die Schnauze eben ein bisschen voll.
Speaker: Und ich fand es eine interessante Geschichte, was sich da jetzt wieder so entwickelt hat und wie wir das so zustande bekommen haben.
Speaker: Ich finde es immer super.
Speaker: Und kein Konzept, kein Plan, einfach mal drauf losläuft.
Speaker: Ich finde das immer sehr interessant mit dir.
Speaker: Also ich bleibe dabei, Hammer.
Speaker: Ja, und das ist ja das so, in zwei Wochen können wir den Leuten ja schon sagen, so zwei, drei Wochen, wenn man das ein bisschen getestet und ausprobiert hat, weil wir müssen uns ja auch noch die Technik beibringen, dann, liebe Leute, habt ihr das große Pech, da müsst ihr uns auch noch sehen.
Speaker: Da freue ich mich schon richtig drauf.
Speaker: Ehrlich, Schreibtisch habe ich schon.
Speaker: Ich muss jetzt nur noch irgendwie zusehen, dass ich da dann, also ich brauche einen neuen Stuhl.
Speaker: Ich kann nicht hier immer auf meiner Kackdings, also einen Stuhl muss ich mir bestellen, safe.
Speaker: Die Kamera muss ich mir noch bestellen.
Speaker: Ja, und dann halt so ein bisschen hübsch machen die Ecke.
Speaker: Aber da kriegen wir alles hin.
Speaker: Hör mal, da bin ich ja zuversichtlich.
Speaker: Das Setup.
Speaker: Vor allen Dingen, Ausleuchten ist wichtig, habe ich mir sagen lassen.
Speaker: Ich mache mich ja zwischendurch ein bisschen schlau, wie das alles technisch funktioniert.
Speaker: Ich muss mich ja noch aufs Laufende bringen und auch mit Schnitt und das nachher alles, wie man das am besten macht.
Speaker: Wird entspannt.
Speaker: Und ja, ich denke, eins können wir unseren Leuten schon versprechen.
Speaker: Thematisch werden wir sicherlich bei der ganzen Geschichte so, wie wir es gerade machen, bleiben.
Speaker: Aber wird sicherlich auch manchmal wieder ein bisschen lustiger.
Speaker: Und vielleicht kriegen wir uns auch mal wirklich irgendwann mal in die Wolle.
Speaker: Ich wünsche es mir immer, aber ich glaube, irgendwie weiß ich auch nicht.
Speaker: Vielleicht müssen wir doch mal ein Thema aussuchen, wo wir echt kontrovers sind.
Speaker: Ja, ich wüsste nicht, welches das sein sollte.
Speaker: Aber naja, wir lassen uns einfach mal überraschen, was die Zukunft so bringt.
Speaker: Genau.
Speaker: Und ja, ich freue mich auf die nächste Folge auf jeden Fall.
Speaker: Ja, ich auch.
Speaker: Weil ich finde es geil, was wir hier gemacht haben.
Speaker: Das war das, was wir wirklich durchgezogen haben und jetzt schon bei Folge 7 sind.
Speaker: Und ich hoffe, dass wir irgendwann auch noch bei Folge 70 sind.
Speaker: Leute, wirklich, also Tomek ist ja manchmal eine süße Motte, jedes Mal, wenn wir hier aufnehmen, jedes Mal freut er sich.
Speaker: Und jedes Mal kommen dieselben Sätze, weil ich finde das toll, aber super.
Speaker: Nee, ich finde das auch geil.
Speaker: Ich finde es auch geil, wirklich, mal über solche ernsten Themen auch zu sprechen.
Speaker: Genau.
Speaker: Finde ich geil.
Speaker: Wenn man dann auch richtig schön lecker Pappmaul hat, super.
Speaker: Ja, muss ja mal raus.
Speaker: Richtig.
Speaker: Wie eine Sitzung beim Therapeuten.
Speaker: So ungefähr, ja, genau.
Speaker: Ja, Tomek, hast du noch irgendwas, was du dir von der Seele redest?
Speaker: Nein, ich bin durch für heute.
Speaker: Ich auch, sowohl als auch.
Speaker: Ich kümmere mich jetzt gleich noch um die Post-Production und dann ist es schlicht im Schacht.
Speaker: Geil, dann Montag wieder selbe Uhrzeit, sagst du, oder?
Speaker: Ja, ach so, ja, ich war jetzt gerade mal leid.
Speaker: Bin ich jetzt doch, bin ich jetzt eingeladen als Co-Dozent und dann bin ich schon erschrocken, dass ich irgendwas nicht mitbekommen habe.
Speaker: Nee, nein, das hochgeladen.
Speaker: Ja, nee, ich mach das heute noch fertig und das geht morgen um fünf Uhr wieder passend zum Frühstück raus.
Speaker: Ja, super geil.
Speaker: Supi.
Speaker: Toll, haben wir es wieder geschafft heute.
Speaker: Klasse, Sobba, da sind wir dabei.
Speaker: So, liebe Justin, dann wünsche ich dir noch einen entspannten Tag.
Speaker: Ja, Tomek, das wünsche ich dir auch.
Speaker: Und wir hören uns das mal.
Speaker: Alles gleich im Bärchen.
Speaker: Bis dahin, Leute.
Speaker: Wir hören uns.
Speaker: Tschüss, Ken.
Speaker: Raus hier jetzt.
Speaker: Bis dahin.
Speaker: Ciao, ciao.





