Transcript
Speaker: Die Puttperle und Berliner Schnauze.
Speaker: Der Podcast mit Justine Hausenpott und Tomek aus Berlin.
Speaker: Mensch, Justine, auch schon da?
Speaker: Wir haben uns auf 13 Uhr fachbilliert.
Speaker: Das ist schon kurz nach drei.
Speaker: Wo gammelst du denn immer rum, dass du nie pünktlich bist?
Speaker: Das kann es doch nicht sein.
Speaker: Ja, Tomek, was meinst du eigentlich?
Speaker: Wenn ich nicht mit dir Podcast mache, wo könnte ich stecken?
Speaker: Die Dicke musste sich noch kurz was ganz fix in den Hals schieben.
Speaker: Also erstmal die Dicke.
Speaker: Also da frage ich mich, wer ist die Dicke?
Speaker: Und zum anderen war das eine super Einleitung, denn es geht heute so ein bisschen ums Essen.
Speaker: Zu viel, zu wenig, an falscher Stelle, das falsche Zeug, zur falschen Zeit.
Speaker: Und ja, das Thema haben wir uns heute mal ausgedacht, da wollten wir mal ein bisschen drüber reden.
Speaker: Stine meinte ja letztens Fresssucht und Spindeldürr.
Speaker: Aber...
Speaker: Ich hör bei dir immer raus, dass du von dir selber immer sagst, die Dicke.
Speaker: Das finde ich total bescheuert, denn du bist nicht dick.
Speaker: Okay, fangen wir mal an.
Speaker: Fangen wir mal ganz entspannt an.
Speaker: Also erstmal ganz zum Anfang, also absolutes Trigger-Thema.
Speaker: Das könnte viele wirklich irgendwie aus irgendwas nochmal rein raus, wie auch immer, links, rechts reißen.
Speaker: Also wir möchten heute, wie Tomek schon sagte, über Fresssucht und Bulimie sprechen.
Speaker: Wobei ich kenne mich da eher mit Fresssucht aus als jetzt mit Bulimie vielleicht.
Speaker: Aber trotz alledem sind das ganz ganz ernste Themen.
Speaker: Ja, wo fängt man denn jetzt da an?
Speaker: Was ich immer so spannend finde, Entschuldigung, wenn ich da gerade reingrätsche.
Speaker: Das hast du in der letzten Podcast-Folge auch schon irgendwie mal gesagt, das war es.
Speaker: Ich finde das immer total bescheuert.
Speaker: Und da fängt es nämlich schon an.
Speaker: Da würde ich nämlich jetzt gerade mal ansetzen.
Speaker: Das ist, glaube ich, immer die Schwierigkeit, wenn Menschen, das betrifft ja leider Gottes immer irgendwie Frauen, da komme ich aber später, glaube ich, noch zu, oder wir,
Speaker: wenn Frauen abgenommen haben, vielleicht auch mit medizinischer Hilfe, mit was weiß ich, dass man hier, wie heißt das Ding, Bauchband da oder irgendwie sowas, und dann abgenommen haben, dass dann aber im Kopf immer noch dieser Gedanke bei manchen ist, ich bin immer noch dick.
Speaker: Und das könnte zu einer Gefahr werden, dass dann immer mehr abgenommen wird und dann sind wir nämlich ganz schnell beim Thema Bulimie.
Speaker: Ja, also ich würde gerne, also ich bin halt ein super geiles Beispiel tatsächlich dafür, würde ich jetzt einfach mal frech behaupten.
Speaker: Ich selber bin schon immer...
Speaker: übergewichtig, seitdem ich denken kann.
Speaker: Also woher kommt sowas?
Speaker: Das ist ja jetzt kein Geheimnis.
Speaker: Ja klar, logisch aus der Kindheit.
Speaker: Viel bei Oma und Opa dann gewesen damals und so und dann hier ist doch noch das oder nimm nochmal das Stückchen Kuchen mit nach Hause und dann hat es aber gar nicht bis nach Hause geschafft, sondern hat mir das dann von dem einen Haus zu der anderen Wohnung schnell in die Kiemen geschoben.
Speaker: Und total Banane einfach.
Speaker: Und es gab mal, man versucht ja immer, also jeder, jeder Dicke da draußen, der mir sagt, ach, ich fühle mich wohl.
Speaker: Oder lüg dir nicht selber in die Tasche.
Speaker: Das tust du nämlich nicht.
Speaker: Also vielleicht bist du jetzt noch irgendwo, ich sag jetzt mal, gesund im Sinne von, du hast noch keinen Bluthochdruck, du hast noch keinen Diabetes oder dies und jenes.
Speaker: Aber es fängt in deinem Kopf schon an und das ist Fakt.
Speaker: Ja, wer setzt dir das denn aber in den Kopf?
Speaker: Und da kommt es ja wieder.
Speaker: Wo ist denn...
Speaker: Wer setzt denn die Grenzen, wann ist ein Mensch dick und wann ist ein Mensch fett und wann ist ein Mensch dünn?
Speaker: Das ist doch irgendwo muss das doch dieses Denken oder dieses Bild, was man im Kopf hat, dieses Schönheitsideal, genau.
Speaker: Wo kommt denn das weg?
Speaker: Sagen wir es mal so, es betrifft ja in den meisten Fällen Frauen.
Speaker: Also ich wüsste jetzt keinen, auch nicht in meiner Bekanntschaft, Mann, der sagt, ich bin jetzt auf Diät und ich muss jetzt hier so aussehen und so.
Speaker: Es betrifft ja leider Gottes immer Frauen und liegt es daran, dass uns Männern ein Schönheitsideal verpasst wurde, unter den Frauen leiden?
Speaker: Boah, ich weiß, also ich kenne auch einige Männer, die übergewichtig sind und die auch von sich selbst aus sagen, ey yo, ich muss was ändern.
Speaker: Aber wo ich zum Beispiel immer und immer gemerkt habe, dass ich zu groß bin, kein, ich sage jetzt mal normalgewichtiger, was ist normalgewichtig?
Speaker: Aber für mich ist normalgewichtig...
Speaker: Weiß ich nicht.
Speaker: Du bist 1,80 und wiegst 85 Kilo oder whatever.
Speaker: Ja, also so diese, ist aber egal.
Speaker: Bodybuilder-Index.
Speaker: Ja, ist er auch.
Speaker: Ja, den kannst du sowieso in den Müll werfen, weil wenn er ein Bodybuilder sein ausrechnet, der ist auch angeblich zu übergewichtig.
Speaker: Ja, das ist ja total Banane.
Speaker: Naja, auf jeden Fall, wo ich das halt immer und immer gemerkt habe, ist kein dünner Mensch macht sich darum Gedanken, okay, ich gehe jetzt was mit meinen Freunden essen, passe ich in den Stuhl da rein, ich sehe das schon, der hat Lehen.
Speaker: Okay, wir sind jetzt im Freizeitpark, wir wollen einen schönen Tag haben.
Speaker: Passe ich da...
Speaker: in die Achterbahn.
Speaker: Ja, solche Dinge einfach.
Speaker: Da macht sich kein Mensch drum Gedanken.
Speaker: Wie oft war das, dass ich mit Normalgewichtigen unterwegs war?
Speaker: Wir sind dann irgendwo hingegangen, was essen, was trinken, was auch immer.
Speaker: Und dann wollten die natürlich bei schönem Wetter draußen sitzen und ich stehe dann da und sage, ja Leute, tut mir leid, aber ich passe nicht in diese scheiß Stühle rein.
Speaker: Wir müssen rein.
Speaker: So, weißt du?
Speaker: Und das sind Sachen... Das ist bitter.
Speaker: Ja, und da denkt keiner dran.
Speaker: Weißt du?
Speaker: Und das sind so Sachen...
Speaker: Das macht dich richtig fertig, wenn du nicht in einen scheiß Stuhl passt.
Speaker: Das kann aber auch mal ganz schnell dann zu Depressionen führen, oder?
Speaker: Ja, was meinst du denn eigentlich?
Speaker: Das ist ja mal ganz klar.
Speaker: Und ja, irgendwann war für mich dann so der Punkt, ich hatte mal, also es gab eine Zeit in meinem Leben, da wurde mir mal ganz, ganz doll das Herz gebrochen.
Speaker: Von so einem Schwachmaten.
Speaker: Und das ist mir wirklich so auf den Magen gegangen, dass ich eine Magenschleimhautentzündung dadurch hatte.
Speaker: Und ich konnte nichts in mich behalten.
Speaker: Also weder vorne, hinten, links, rechts.
Speaker: Gar nichts.
Speaker: Und da habe ich tatsächlich die ersten 20 Kilo dadurch abgenommen.
Speaker: Und da dachte ich mir so, ey, scheiße.
Speaker: Irgendwie funktioniert es ja doch abzunehmen.
Speaker: Auch wenn es jetzt dadurch passiert ist.
Speaker: Aber dein Körper ist in der Lage.
Speaker: Und da habe ich dann einmal angefangen, okay...
Speaker: Dann habe ich ein bisschen durchgezogen mit Sport und hier und da.
Speaker: Und dann fing das aber an, ich habe viel Dulcolax genommen, also Abführmittel, einfach nur um die Waage auszutricksen.
Speaker: Dann fing ich irgendwann an mit dem Gedanke, also ich habe es nicht getan, aber der Gedanke war sehr, sehr groß, wie wäre das, sich den Finger in den Hals zu schieben.
Speaker: Und dann habe ich auch die nächsten 20 Kilo abgenommen, sprich insgesamt 40 und der Gedanke wurde immer größer und größer und ich bin dann in eine ganz andere Richtung gefallen.
Speaker: Also ich war nicht untergewichtig, um Gottes Willen, aber im Kopf war ich so besessen davon dann abzunehmen,
Speaker: dass ich hätte alles, ich hätte alles gemacht, alles.
Speaker: Und was mich gerettet hat, war mein Sohnemann, weil der war dann auf einmal in mir.
Speaker: Und als ich dann schwanger war, habe ich natürlich alles sein gelassen.
Speaker: Also ich konnte auch gar nicht, also ich war ja...
Speaker: Der Inbegriff von Schwangersein.
Speaker: Hab dann aber auch in der Schwangerschaft wieder 45 fucking Kilo zugenommen und war danach wieder ein Schlachtschiff.
Speaker: So, okay.
Speaker: Ja, und dann hat sich das irgendwie so durchgezogen und dann hat man da mal 10 Kilo abgenommen.
Speaker: Dann hat man da mal 20 Kilo abgenommen.
Speaker: Aber das war immer dieses Jojo, man kennt's.
Speaker: Und irgendwann bist du so verzweifelt und bist so viel am Wein, weil dein Kind wird groß, du hast einen Jungen und der möchte auf den Spielplatz und der möchte mit dir spielen.
Speaker: Und Mama kann nicht mit dir spielen, weil Mama ist zu fett.
Speaker: Okay?
Speaker: Das können wir einfach mal genau so sagen.
Speaker: Ich habe fast 160 Kilo gewogen.
Speaker: Oh.
Speaker: Ja, auf 1,74 Meter.
Speaker: Ich war ein Brummer.
Speaker: Ich habe aus Arsch, aus Beine und aus Oberarme bestanden.
Speaker: Später hat sich dann auch irgendwann herausgeschlossen, dass ich halt Lipödem habe.
Speaker: Ich weiß nicht, ob du die Krankheit jetzt kennst, aber das ist diese Fettverteilungsstörung.
Speaker: Das ist dieses typische...
Speaker: Frauenbild, sag ich jetzt mal, also diese Sanduhrform.
Speaker: Dicke Popo, dicke Schenkel und eben die Oberarme.
Speaker: Und da kannst du so viel abnehmen, wie du willst, das verschwindet nicht einfach so.
Speaker: Und irgendwann bist du so verzweifelt und du weißt einfach nicht mehr weiter.
Speaker: Und dann dachte ich mir, okay, dann googelst du, dann fängst du an.
Speaker: Und dann habe ich irgendwo in der Türkei eine Klinik gefunden, habe mit denen noch telefoniert und alles, Termin wegen Schlauchmarken.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und weil ich einfach dachte zu dem Zeitpunkt, ey, in Deutschland ist das so schwierig, da irgendwie dran zu kommen.
Speaker: Und da hast du keine Nerven dafür, weil irgendwann nimmst du den allerletzten Strohhalm, den du findest.
Speaker: Und da ging es dann auch wirklich schon ums Flügebuchen, ja.
Speaker: Und dann habe ich das erst meiner besten Freundin und meiner Tante erzählt und die haben mir beide den Kopf gewaschen und meinten, ob ich eigentlich komplett bescheuert bin, ne.
Speaker: dass das hier in Deutschland, ja, und da bin ich auch super dankbar drüber, weil ich hätte es getan.
Speaker: Ich wäre in die Türkei geflogen, im Hochsommer hätte ich mich operieren lassen und dann nach drei, vier Tagen zurück nach Deutschland.
Speaker: Total bescheuert.
Speaker: Das wäre komplett nach hinten losgegangen.
Speaker: Maximal.
Speaker: Aber übernimmt das nicht, wenn du mit deinem Hausarzt sprichst, nicht mittlerweile dann doch die Krankenkasse, wenn du, also auch, dass du in Deutschland operiert wirst, wenn du mit der Argumentation Psyche kommst, dass du das...
Speaker: Ich sage es mal ganz extrem, dass du fast mit dem, na gut, dann weisen sie sich erst wieder in die Klinik ein, um dich von den Suizidgedanken vielleicht wegzubekommen.
Speaker: Aber Lipodem, wird das nicht mittlerweile doch auch schon von der Kasse übernommen?
Speaker: Ja, das ist, also mittlerweile gibt es da so eine Regelung, ja, aber es ist natürlich jetzt nicht auch so ein Ding, wo du sagst, ich gehe zum Hautarzt oder zum Hautarzt.
Speaker: Bei mir hat das früher der Hautarzt festgestellt.
Speaker: Da dachte ich auch erst, du Penner.
Speaker: Also ich bin da eigentlich hingegangen wegen was ganz anderem.
Speaker: Und dann hat er mich angeguckt und hat gesagt, ja...
Speaker: also durch Sport kriegst du das nicht weg, dann musst du dir aber das wegschneiden lassen, Fett absaugen lassen.
Speaker: Und ich denke mir so, du Arschloch.
Speaker: Ohne mir aber zu sagen, was er eigentlich meint.
Speaker: Er meinte einfach nur so, ja, das kriegst du sowieso nicht hin mit Sport, weil du hast keine Disziplin, lass dich mal lieber operieren, du faulerschwein.
Speaker: So kam das rüber, weißt du?
Speaker: Aber kam das wirklich so rüber oder kam das... Gut, man kann es jetzt natürlich auch nach dem, was du so offen jetzt sagst, auch so interpretieren, dass du es so interpretieren wolltest.
Speaker: Nein, nein.
Speaker: Also jeder, der mich kennt, weiß, woher ich komme und weiß, welchen Hautarzt ich meine.
Speaker: Er ist sehr, sehr ehrlich, sehr, sehr direkt, aber auch sehr, also fachlich ist er wohl ein Toparzt, soweit wie ich weiß.
Speaker: Aber das saß erst mal natürlich.
Speaker: Und hätte er mir gesagt, ey Mädel, guck mal, ich nehme mal an, du hast das und das, da müssen wir mal irgendwie schauen, dann wäre das ja was anderes gewesen.
Speaker: Okay, aber der Spruch, der hat schon echt gesessen.
Speaker: Ja, und
Speaker: Dann war das da und wie gesagt, dann hat meine besten Freundin und meine Tante mir den Kopf gewaschen, bla bla bla und dann habe ich, weil ich habe noch eine andere gute Freundin, die wollte das auch mal machen mit der Magen-OP und so, dann meinte sie so, ey, ruf doch da einfach mal an.
Speaker: Dann habe ich da angerufen, hier in Deutschland halt.
Speaker: Die Klinik war in Oda ist in Hamm.
Speaker: Und habe da angerufen und zwei Wochen später habe ich den Termin bekommen.
Speaker: Und ich sagte, ich würde niemals Werbung für so eine OP machen.
Speaker: Im Leben nicht.
Speaker: Aber ich weiß, wie es ist.
Speaker: Irgendwann bist du da und du musst dir eingestehen, dass du es selber nicht schaffst.
Speaker: Entweder bleibst du so fett oder du wirst noch übergewichtiger.
Speaker: Irgendwann gibt es kein Zurück mehr.
Speaker: Und da müssen wir uns nichts vormachen.
Speaker: Und ich weiß, wie es ist, wenn du endlich mal Licht am Tunnel siehst.
Speaker: Nach dem Gespräch bin ich erstmal in Tränen ausgebrochen, weil ich mir dachte, scheiße, okay, jetzt, weil diese Klinik ist nicht nur dafür da, dass du da hingehst und sagst, ah ja, mi, mi, mi und ein bisschen Ernährungsberatung, sondern du gehst da hin und du weißt, am Ende,
Speaker: wirst du operiert.
Speaker: Und das ist halt wichtig, das in Deutschland zu machen, weil du eben mindestens diese sechs Monate Betreuung hast.
Speaker: Du musst etliche Untersuchungen machen.
Speaker: Du sprichst mit Psychiatern und, und, und.
Speaker: Also du lässt dich nicht einfach random auf den Tisch knallen und dann operieren lassen.
Speaker: Also es ist im Prinzip keine Schönheits-OP, sondern es ist schon ein wirklich ernsthafter Eingriff.
Speaker: Absolut.
Speaker: Also Adipositas ist auch seit Jahren Schlagmilchtod eine anerkannte Krankheit.
Speaker: Deswegen wird es auch
Speaker: von den Krankenkassen übernommen.
Speaker: Es gibt super geile Krankenhäuser, die das richtig, richtig gut machen und ich hatte Glück und war in einer davon.
Speaker: Was danach war, natürlich, erst hat man es bereut, ich habe so viel geheult, weil ich in meinem Leben nicht gedacht hatte, dass der Kopfhunger so, also wirklich so ein Stein in den Weg legen kann.
Speaker: Ich sag's dir, ich bin wach geworden von der OP und ich hab nur meinen Mund feucht gemacht mit Wasser und hab das dann geschluckt und das tat schon weh, das kannst du dir nicht vorstellen.
Speaker: Die OP an sich hab ich nicht vertragen, also die Narkose und so weiter.
Speaker: Also dieses ganze Prozedere, das hing mir richtig in den Knochen und ich sagte, er hätte mir da einer ein Brötchen hingelegt mit Motarelle, der hab ich jetzt gefressen und wenn ich dann nachher in der Notaufnahme gelandet wäre.
Speaker: Wirklich, weil du ja von jetzt auf gleich
Speaker: einen derartigen Entzug hast, ich habe hier fast eine Woche nichts gegessen, also wirklich nur flüssige Shakes, trinken ist auch ganz, ganz schlimm.
Speaker: Als ich dann zu Hause war nach einer Woche, habe ich in einer Woche 10 Kilo verloren, 10 Kilo.
Speaker: Du kannst dir gar nicht vorstellen, mein Kreislauf, der war noch im Krankenhaus, der hat schon auf mich gewartet eigentlich.
Speaker: Der hat gedacht, die Alte kommt sowieso gleich wieder.
Speaker: Also das ist eine Experience, also das darf man niemals vergessen, was das für OPs sind.
Speaker: Es wird dir ein Stück Organ amputiert.
Speaker: Das darf man nie vergessen, was man daraus macht.
Speaker: Das ist kein Wunderheilmittel.
Speaker: Klar, am Anfang purzeln die Kilos, logisch.
Speaker: Aber irgendwann bleibst du stehen und du musst diese OP als Werkzeug nutzen und niemals als Lösung.
Speaker: Und das vergessen viele.
Speaker: Und dann stopfen die trotzdem in sich rein und denken, ach ja, werde ich jetzt eine geschmolzene Milchkartafel nehmen, die hat ja auch irgendwie nur 80 Gramm und so viel passt ja dann auch in meinen Magen, das wird schon passen.
Speaker: Nee, du musst trotzdem auf deine Kalorien achten.
Speaker: Also...
Speaker: Das ist ein Thema, da muss man sich, wenn man das vorhat, muss man sich da wirklich wahnsinnig mit beschäftigen und auch wirklich mit dem Kopf beschäftigen und nicht einfach sagen, ach ja, ich mache das jetzt alles mit, damit ich da in einem halben Jahr dann da liegen kann, sondern überlegt euch das wirklich 15 Mal.
Speaker: Du sprichst da sehr offen und ehrlich drüber.
Speaker: Ja, klar.
Speaker: Das finde ich Respekt.
Speaker: Falls so war.
Speaker: Respekt und es ist vielleicht auch ganz nützlich, dass...
Speaker: Ja, gerade in der heutigen Zeit, wo es ja viele vorgemacht kriegen, hier ein German ist next top model, hier muss es schlank sein, da muss es schlank sein, dass nicht manche Leute da auf die Idee kommen, ja, ich lasse mir da operativ was wegnehmen und so was, dann bin ich dünn und bleibe ich dünn.
Speaker: So wie du das jetzt gesagt hast, ist das ja auch ein...
Speaker: Ja, ein sehr, sehr starker Prozess, den man dadurch lebt.
Speaker: Und ja, ich finde es gut, dass du darauf hinweist, dass man da wirklich sich Gedanken drüber machen soll.
Speaker: Das Problem ist ja, was wir da draußen haben, das betrifft ja mittlerweile, da sind wir dann auch bei den Jungs, viele Kinder.
Speaker: Du hast es ja auch vorhin angesprochen.
Speaker: Ich bin bei den Großeltern, hier mal ein Leckerli und da vielleicht noch ein Stück und so was.
Speaker: Da kommt es ja auch durch.
Speaker: Und wir leben ja heute in einer Gesellschaft, wo die Kids ja auch immer übergewichtiger werden.
Speaker: Die Schulen sind im Sportunterricht ja teilweise schon...
Speaker: Die Kinder kriegen keine Rolle vorwärts mehr hin.
Speaker: Aber ich denke, das ist auch so ein gesellschaftliches Ding, weil da können die Kinder ja gar nicht mal was für.
Speaker: Weil ich glaube, sie werden von ihren Eltern, nicht von allen, Gottes Willen, aber von einigen, wenn sie aus der Schule kommen, steht da eine Tüte Chips und Toze Cola und die Playstation ist fast schon an.
Speaker: Und dann sitzen die Kids da vor der Playstation, hauen sich da, wer weiß was, hinter die Binde und denen fehlt dann die Bewegung.
Speaker: Und werden dann natürlich dick.
Speaker: Und was dann noch dazu kommt, sie werden es ja nicht bewusst, sondern sie werden ja dick erzogen.
Speaker: Und werden dann natürlich, wenn es blöd läuft, in der Schule auch noch gehänselt.
Speaker: Und das zieht ja auch noch einen riesen Rattenschwanz nach sich.
Speaker: Und da finde ich, denke ich, es muss auch irgendwo mal eine Aufklärung stattfinden, was gesunde Ernährung angeht und wie man das auch...
Speaker: werden sicherlich dann einige sagen, ja, gesunde Ernährung kostet aber auch einen Haufen Geld, kann man sich nicht unbedingt leisten, ja, so eine Dose Cola und eine Tüte Chips oder der Döner gerade kostet auch eine Menge Geld.
Speaker: Ich denke, es ist verdammt wichtig, bei den Kindern darauf zu achten, dass sie von Anfang an sich gesund ernähren.
Speaker: Denn, ähm,
Speaker: Man tut den Kindern damit wirklich keinen Gefallen, nur weil man sich das Elternteil vielleicht selber leicht macht.
Speaker: Manche Kids lieben das auch, sich einfach nur vor die Playstation zu setzen, gar nichts mehr zu tun und hau rein, was da kommt an Kalorie und ist dann auch schwierig.
Speaker: Dann gibt es aber auch Menschen, die von Hause aus schlank sind.
Speaker: Ich habe das selbst persönlich erlebt.
Speaker: Meine...
Speaker: ich sage mal meine erste große Liebe, die war ziemlich schlank, also die war gärtenschlank und dann kam mal ein Punkt, wo sie sich die Weißhalszähne operativ entfernen lassen wollte und ist damit auch ins Krankenhaus, weil Zahnarzt hat gesagt, soll raus und ist auch raus.
Speaker: Und dann nimmt mich, als ich dann zu Besuch war, weil sie dann auch ein paar Tage bleiben musste, nimmt mich der Krankenschwester zur Seite und sagt zu mir, ihre Freundin, ich habe da eine Telefonnummer, wenn sie Probleme hat, kann sie da gerne anrufen und
Speaker: Und dann mal drüber reden.
Speaker: Worum geht es?
Speaker: Ja, es fällt dir in der Sinne.
Speaker: Verdammt schlank.
Speaker: Ja, aber die ist, die kann essen, die konnte wahrscheinlich heute noch verdammt gut kochen.
Speaker: Und ich habe nie erlebt, dass sie nach dem Essen aufs Klo gerannt ist und das wieder ausgekotzt hat.
Speaker: Also solche Menschen gibt es ja auch, die genau das andere Problem haben, dass sie einfach zu dünn sind, obwohl da gar nichts hinter steckt.
Speaker: Die werden dann aber auch schnell in eine Schublade gepackt.
Speaker: Wo dann gesagt wird, guck mal, die Magersüchtige, obwohl die da eigentlich gar nichts für kann.
Speaker: Und das ist dann der zweite Punkt.
Speaker: Wir in der Gesellschaft sind ja auch so drauf, guck mal, die fette Tonne da, die frisst doch bestimmt, bis der Arzt kommt.
Speaker: Nee, auch nicht immer.
Speaker: Da steckt auch manchmal wirklich vielleicht eine Stoffwechselerkrankung hinter.
Speaker: Oder eine Schilddrüse, Fehlfunktion, nennen wir es mal so, bevor ich da was Falsches sage.
Speaker: Und da kommt vieles zusammen.
Speaker: Und auch diese Menschen leiden, die fühlen sich selbst nicht wohl und können auch Diäten machen, wie sie wollen.
Speaker: Das greift auch alles nicht.
Speaker: Und dann kommt noch die Gesellschaft, die sie, ich weiß nicht, mal so ächtet, weil sie dick sind.
Speaker: Weil wir hinterfragen ja nicht mehr, sondern wir haben dieses Schönheitsideal, was uns von der Modewelt, von Germany's Next Topmodel und was weiß ich nicht alles da ist, so auf die Glocke gebunden wird.
Speaker: So haben Frauen halt auszusehen.
Speaker: Gut, Männer ist es mittlerweile ja auch so, dass Frauen auch ein gewisses Männerbild haben.
Speaker: Sixpack und was weiß ich nicht alles.
Speaker: Also setzt die männliche Welt ja mittlerweile auch unter Druck.
Speaker: Und es ist schwierig.
Speaker: Und ich finde es klasse, wie offen du da gerade drüber geredet hast.
Speaker: Denn das würden, glaube ich, nur die wenigsten machen.
Speaker: Und ich denke, es ist wichtig, auch darüber zu reden, um auch klarzumachen, dick sein ist nicht gleich dick sein.
Speaker: Und ich finde auch dieses TV-Konzept, biggest loser ist das, glaube ich, finde ich unmöglich.
Speaker: Ich glaube, da werden dicke Menschen einfach nur zur Schau gestellt.
Speaker: Und das gehört einfach raus aus dem TV, ist es, glaube ich, mittlerweile auch.
Speaker: Weil ich finde das unmöglich.
Speaker: Das ist, wo du jetzt das gerade ansprichst, das hatte ich gar nicht mehr im Kopf, aber das ist etwas und ich weiß auch gar nicht, was den Menschen da geboten wird, dass sie das mitmachen.
Speaker: Also ich kann halt nur mit einem dicken Kopf denken, also würde mich jetzt so eine...
Speaker: eine Firma anschreiben und sagen, ey, pass auf, wir haben hier eine TV-Sendung, so und so sieht das aus, jeder von euch da draußen kennt die ja mit Sicherheit.
Speaker: Und dann würde ich mir erstmal denken, hm, okay, vielleicht gar nicht so schlecht, weil da muss ich ja, da bin ich ja im Fernsehen, da bin ich mit anderen übergewichtigen Menschen, weißt du?
Speaker: Das wäre so vielleicht das Einzige, wo ich mir denke, vielleicht klappt das ja dann, weil die sehen mich ja alle und wenn ich dann nicht abnehme, dann bin ich ja wirklich ein Loser und weißt du?
Speaker: Aber...
Speaker: Ich halte das TV-Format für gefährlich, weil das ist eine Zerschaustellung.
Speaker: Und das ist kein Sendeformat, wo man sagen würde, das soll motivieren oder soll zum Abnehmen motivieren.
Speaker: Nee, das ist eine Zerschaustellung.
Speaker: Das ist grausam.
Speaker: Das finde ich unmöglich.
Speaker: Ja, ich würde es jetzt auch gar nicht gut heißen.
Speaker: Ich meine jetzt einfach, ich versuche mich gerade in die Situation zu packen von den Menschen, die dort mitmachen.
Speaker: Warum die mitmachen.
Speaker: Weißt du, weil ich finde das...
Speaker: genauso Germany's Next Top Model, wie du auch schon gesagt hast, ist genau dasselbe, nur eben andersrum.
Speaker: Da muss man sich mal, da muss man mal hinter die Kulissen gucken.
Speaker: Da gibt es so viele Dokus, wie diese Frauen dann sich Watte reintun, damit der Magen irgendwie gefüllt ist.
Speaker: Ist das nicht Wahnsinn, was wir mit unserem Körper eigentlich machen?
Speaker: Also klar, wer sagt, wer ist dick, wer ist dünn?
Speaker: Es ist immer so lange okay, wie du auch...
Speaker: wie zu sagen, gesund bist, also irgendwann funktioniert es nicht mehr, wenn du zu dick bist, dann kannst du dich nicht bewegen, dann kannst du dich nicht pflegen, dann bist du unhygienisch, du stinkst, alles, das ist so.
Speaker: Andersrum genauso, wenn du zu dünn bist, irgendwann kriegst du Dekubitus, nur weil du auf der Couch liest, weil deine Knochen durchdrücken, weißt du, wie ich meine?
Speaker: Und ich finde das ganz, ganz schwierig, ich finde das ganz, ganz schwierig auch,
Speaker: Ah, der Kopf, der Kopf ist das einfach, der Kopf jedes Mal, wenn ich mir jetzt gerade, also ich kann nichts von Bulimie großartig erzählen, weil ich musste das noch nicht erleben.
Speaker: Das ist ganz schlimm.
Speaker: Da hat das Internet ja auch so beigetragen.
Speaker: Es gab ja diese total bekloppten Challenges auf TikTok oder wo das war.
Speaker: wo sich die jungen Mädels runtergehungert haben.
Speaker: Und es ging teilweise, dass sogar einige, die daran teilgenommen haben, mittlerweile verstorben sind.
Speaker: Da fragt man sich auch, wie krank im Kopf muss man sein, um so eine Challenge überhaupt zu starten?
Speaker: Und wenn du diese Bilder siehst, diese Menschen leiden, wenn sie immer dünn werden.
Speaker: Aber es ist dieser Knacks im Kopf, diese Endlosschleife.
Speaker: Wenn du ein Kilo geschafft hast, geht auch noch mehr.
Speaker: Und dann...
Speaker: Die sehen sich ja auch im Spiegel und das ist das Interessante.
Speaker: Sie können dadurch nicht aufhören, es reicht immer noch nicht und die hungern sich wirklich runter bis auf die Knochen.
Speaker: Und sie merken auch, dass sie nicht mehr können, aber trotzdem sagt der Kopf, nee, du bist immer noch zu sehen und teilweise auch dann auf Social Media in den Kommentaren.
Speaker: Da machen sich ja einige wirklich dann Spaß draus und sagen, nö, weißt du was, du bist immer noch zu fett.
Speaker: Und dann geht's los, dann wird noch weiter runtergehungert.
Speaker: Und sowas gehört einfach verboten.
Speaker: Und deswegen sage ich ja mittlerweile auch, wenn solche Dinge im Netz auftauchen, ja, da sollte man wirklich drüber nachdenken, ob man Social Media nicht wirklich erst ab 16 freigibt.
Speaker: Wobei, auch dann geht's noch schief.
Speaker: Aber das sind Bilder, wenn man sich das anguckt, wenn ein Mensch wirklich an Bulimie leidet.
Speaker: Aha.
Speaker: Das sind, ich weiß nicht, wer im Geschichtsunterricht mal aufgepasst hat und noch das Dritte Reich hatte und KZs und hat diese Bilder noch vor Augen von den runtergehangen.
Speaker: Genau das ist Bulimie.
Speaker: Und diese Menschen, die daran leiden, die brauchen Hilfe.
Speaker: Da nützt es nichts zu sagen, du musst mal wieder ein bisschen was essen.
Speaker: Das funktioniert da nicht mehr.
Speaker: Sie brauchen Menschen, die an Bulimie leiden und aus dieser
Speaker: Todesspirale raus wollen, die brauchen psychologische und ernährungstechnische Hilfe, denn die müssen ganz, ganz leicht von unten wieder aufgebaut werden.
Speaker: Und das dauert.
Speaker: Und das ist auch ein sehr langer psychologischer Prozess.
Speaker: Denn du bist ja im Prinzip, so wie ich dich kennengelernt habe, ja auch ähnlich, dass du ja auch immer noch sagst, nur andersrum eben, ich bin immer noch zu dick, weil du dich noch dick vor Augen hast.
Speaker: Du bist es aber nicht mehr.
Speaker: Du bist es aber nicht mehr und das musst du für dich verinnerlichen und du musst an einen Punkt kommen, wo du sagst, ja, jetzt bin ich mit meinem Körper zufrieden.
Speaker: Und das kannst du auch sein.
Speaker: Du bist nicht mehr an dem Punkt, wo du nicht mehr in den Stuhl passt.
Speaker: Du hast sehr, sehr, sehr viel erreicht in dem Kampf, den du da geführt hast.
Speaker: Und das musst du auch sehen.
Speaker: Und ich gehe mal davon aus, ich kenne deinen Freundeskreis nicht, aber ich denke mal, dass gerade deine beste Freundin
Speaker: dich darin auch bestätigt und dir auch sagt, nee, du bist nicht mehr dick, wie du mal warst.
Speaker: Du bist kein Walross mehr.
Speaker: Sondern du bist auf einem guten Weg, du hast sehr viel bis hierhin geschafft und du bist auch charakterlich stark genug, auf diesem Level zu bleiben.
Speaker: Aber du musst aufhören, dich selbst immer noch dick zu sehen.
Speaker: Und vor allem solche blöden Sprüche wie, ach, das Walross, wie in dem letzten Podcast, das Walross musst du noch den Wandstrang festhalten.
Speaker: Nee, das ist Schwachsinn.
Speaker: Du bist kein Walross.
Speaker: Mein Gott, also man muss ja auch nicht immer alles auf die Waage legen.
Speaker: Nein, das hat ja nichts mit auf die Waage legen zu tun.
Speaker: Nur wenn ich so mitbekomme, wenn einer, der so viel abgenommen hat, sich immer noch so bezeichnet, dann ist nach meinem Dafürhalten im Kopf irgendwo noch was drin, was den Erfolg noch nicht so richtig verarbeitet oder nicht so richtig sieht.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Und das kann ich dir auch sagen und das wird auch immer so bleiben.
Speaker: Das kann ich dir aber versprechen.
Speaker: Und da bin ich nicht die Einzige, weil wenn du ein Mensch bist, der schon immer... Ich weiß nicht, wie ich aussehe, wenn ich schlank bin.
Speaker: Ich weiß nicht, wie ich aussehe, wenn ich 75 Kilo wiege.
Speaker: Das tue ich noch lange nicht.
Speaker: Also das darf man ja nicht vergessen.
Speaker: Ich bin immer noch, ob man das hören will oder nicht.
Speaker: Und manchmal macht mich das so sauer.
Speaker: Weil manche Menschen wollen das einfach so kleinreden.
Speaker: Aber das macht es noch schlimmer.
Speaker: Ich bin immer noch übergewichtig.
Speaker: Und das ist Fakt.
Speaker: So, peng.
Speaker: Ob man das jetzt...
Speaker: Ja, aber übergewichtig und übergewichtig sind ja zwei Paar Schuhe.
Speaker: Denn übergewichtig kann man ja auch schon mit 5 Kilo sein.
Speaker: Über Normalgewicht, was man sagt.
Speaker: Ja, wir reden jetzt hier nicht von 5 Kilo, das kannst du mir aber glauben.
Speaker: Nein, aber wenn du schon immer und immer dick warst, okay, und wir müssen uns nichts vormachen, also bei 160 Kilo, ich habe jetzt knapp 50 abgenommen, die Haut, die hängt, die verabschiedet sich aber sowas von überall.
Speaker: Außer, also mein Bauch,
Speaker: Ich habe schon immer eine schmale Taille gehabt, aber hier Oberschenkel und Arme und so.
Speaker: Und dann guckst du dich in den Spiegel an und vielleicht ist es dann irgendwo auch natürlich viel Haut und so, aber es ist halt auch immer noch mit Speck gefüllt und hier und da.
Speaker: Und ich bin derzeit noch nicht in der Lage, nicht diese 160 Kilo Frau zu sehen.
Speaker: Weißt du, ich sehe sie immer noch.
Speaker: Ob man das will oder nicht.
Speaker: Wenn jemand von mir Fotos macht, von der Ferne, ja, leck mich am Schlüpper.
Speaker: Ich könnte drei Tage heulen, weil ich das so schlimm finde, was ich da sehe.
Speaker: Kannst du dir das vorstellen?
Speaker: Doch, das ist Fakt.
Speaker: Das ist leider so.
Speaker: Ja, was soll ich dir da sagen?
Speaker: Ich verstehe das natürlich, das, was du sagst.
Speaker: Ich check das.
Speaker: Ich sehe das auch, zum Beispiel, wenn ich jetzt Fotos sehe von vor der OP.
Speaker: Ja.
Speaker: dann sehe ich das schon, okay, krass, also Justine, da stelle ich mal jetzt nicht so an, wie du jetzt aussiehst, ne, aber das verdrängt man irgendwann, ne, die ersten 20... Aber wenn du jetzt mit deinen Freunden essen gehst, passt du in den Stuhl?
Speaker: Ja, da passe ich locker in den Stuhl, also, da kann ich... Natürlich, das sind so Sachen, klar, daran merkst du das, logisch, ne, als ich das erste Mal draußen essen war, ähm,
Speaker: noch damals mit meiner Ex-Partnerin, wo wir das erste Mal zusammen essen waren und ich habe in so einen Stuhl gepasst.
Speaker: Ich habe gedacht, oh mein Gott, ich bin die Tollste.
Speaker: Wow, ich passe in einen scheiß Stuhl.
Speaker: Weißt du?
Speaker: Das sind so Erfolgserlebnisse.
Speaker: Aber irgendwann geht das Gewicht dann auch einfach nicht runter und dann stagnierst du.
Speaker: Dann stagnierst du für Monate.
Speaker: Und irgendwann ist dieses Bild, was du in deinem Spiegel siehst, wieder der Normalzustand.
Speaker: Weil die ersten Kilo...
Speaker: Die sind gepurzelt und ich habe das immer mehr gemerkt.
Speaker: Irgendwann war ich duschen und dann beim Duschen, logischerweise, packt man sich an und dann habe ich auf einmal einen Hüftknochen gemerkt und ich denke mir so, huch, ich habe eine Hüfte, scheiße geil.
Speaker: Oder bei Fotos, hier, wie heißt das, Schlüsselbein, ich habe ein Schlüsselbein, so Sachen, weißt du, oder ich kann endlich mal mein Beinchen übereinander schlagen, wenn ich irgendwo sitze.
Speaker: Das konnte ich früher nicht, mir wäre erstmal jegliche Hose gerissen und jegliche Blutgefäße in mein Bein, so, weißt du.
Speaker: Das sind Sachen, klar, daran merkst du das und das ist auch super.
Speaker: Aber es ist schwierig, wenn du irgendwann auf einem Plateau stehen bleibst und das ist der Normalzustand, wenn ich jetzt wieder 5 Kilo abnehmen würde, dann würde ich mich wahrscheinlich wieder freuen und mir wieder denken, oh mein Gott, ich wiege gerade nur 45 Kilo, was natürlich auch nicht der Fall ist, aber was soll ich dir sagen, ey, der Kopf, der spielt dir...
Speaker: Ganz viele, ganz, ganz viele Streiche.
Speaker: Da habe ich schon wieder das nächste Thema für irgendwann Podcast.
Speaker: Angstzustände und Partikattacken.
Speaker: Kann ich auch ein Lädchen von singen?
Speaker: Ja, da bin ich auch dabei.
Speaker: Da gibt es auch was durchaus in meinem Leben.
Speaker: Guck, siehste, geil.
Speaker: Super mit euch hier.
Speaker: Klasse.
Speaker: Aber ich finde es gut, dass wir mal jetzt heute über ein wirklich ernstes Thema geredet haben, denn das betrifft da draußen immer mehr Menschen.
Speaker: Egal in welche Richtung, ob dünn oder dick.
Speaker: Ja, ich kann nur Behauptungen stellen.
Speaker: Klar gibt es ganz viele Schicksalsschläge, die dazu führen, aber ich kenne halt auch ganz viele Leute, bei denen es halt eben aus der Kindheit stammt.
Speaker: Also ich habe irgendwann so ein Fressneid entwickelt einfach.
Speaker: Und habe alles in mich reingepumpt, was nicht bei drei irgendwie auch nur ansatzweise auf dem Baum war.
Speaker: Und ich habe wirklich aus Langeweile gefressen.
Speaker: Und ich glaube, gerade so diese typischen Schlüsselkinder.
Speaker: Mama, Papa, alle sind zu arbeiten, man ist viel alleine.
Speaker: Da ist es dann, man macht sich da schnell die Packung auf, man macht sich schnell die Packung auf, damit das Kind halt dann irgendwie was zu essen hat.
Speaker: Und da fängt das schon an, auf den Grundschulen.
Speaker: Du meinst ja wohl nicht, dass die Grundschule gesund kocht.
Speaker: Das glaubst du ja wohl nicht.
Speaker: Leider nicht.
Speaker: Da fängt es ja auch so ein Punkt.
Speaker: Schule und Deutschland, das geht ja mittlerweile sowieso nicht mehr zusammen.
Speaker: Oder Bildung und Deutschland, da geht ja auch so viel schief.
Speaker: Wobei man immer sagen muss, manche Schulen machen sich da schon den Kopf, dass es gesunde Schulessen gibt.
Speaker: Das kostet nur leider auch ein bisschen was, aber...
Speaker: Ja, da will der Staat ja dann auch nicht ran und da vielleicht eventuell großartig was zuschießen, obwohl es eigentlich so wichtig wäre, denn, oder auch die Krankenkassen, sagen wir es mal so, denn wenn man da schon anfängt, Kinder gesund zu ernähren, kann es ja auch durchaus sein, dass es die Krankenkasse später entlastet, weil diese Kinder durch Übergewicht nicht irgendwie krank werden.
Speaker: Und solche Sachen oder später irgendwann krank werden.
Speaker: Da gehört so viel dazu und das wäre an vielen Punkten auch relativ einfach zu machen.
Speaker: Kostet zwar ein bisschen was, aber irgendwie passiert da in Deutschland nicht wirklich was.
Speaker: Wo du gerade Schulessen sagst, ich kann mich noch an meine Zeit erinnern.
Speaker: Ich kann für mich sagen, ich habe das, das ist das große, gut jetzt im Alter, ich bin ja schon ein paar Tage älter als du, habe ich ein kleines Bäuchlein eingesetzt, aber das ist so, das liegt eher dann, sag ich ganz ehrlich, an der fehlenden Bewegung in den letzten Monaten.
Speaker: Ist nach dem Winter immer so.
Speaker: Da, vor allem, wenn man am Schreibtisch sitzt, wissen viele unserer Hörerinnen und Hörer wahrscheinlich auch, dass, dann wird sie auch schwierig, wenn die Bewegung fehlt.
Speaker: Wo war ich stehen geblieben?
Speaker: Achso, innerhalb meiner Kindheit.
Speaker: Also ich bin knapp 1,80 groß und wiege 80 Kilo.
Speaker: Also das ist, denke ich mal, kann ich noch vertreten.
Speaker: Also es passt.
Speaker: Aber als Kind...
Speaker: In der Schulzeit, wir hatten in unserer Schule, in der weiterführenden Schule, so ab der fünften Klasse, war das ja so in Nordrhein-Westfalen, da ist ja damals nach der vierten Klasse gewechselt, hatten wir einen Schulkomplex, da gab es zwei Cafeterien.
Speaker: Ist doch die Mehrzahl, oder?
Speaker: Ist doch egal.
Speaker: Da konntest du nachmittags, in einer großen Pause, konntest du hin, konntest dir bald holen.
Speaker: Snickers, Nappos,
Speaker: so eine kleine Tüte Chips und sowas alles, das haben wir gemacht.
Speaker: Das haben wir uns geholt und das nenne ich denn mal wirklich, das war denn mal grundlegend falsch.
Speaker: Aber da ist auch nicht großartig dran gearbeitet worden.
Speaker: Ich glaube, nach einer Zeit hat man dann vielleicht auch gemerkt, das ist nicht die beste Idee, die Kids da schon so mit Süßigkeiten zuzuknallen.
Speaker: Aber das ist ja nicht erst ein Problem, was wir jetzt haben.
Speaker: Und jetzt müssen wir langsam in den Schulen, wo es auch wirklich Mittag, zur Mittagszeit Essen gibt, da müssen wir hinkommen, dass an diesen Schulen eine gesunde und ausgewogene Ernährung stattfindet.
Speaker: Und unser Problem ist ja auch, dass wir durch eine hohe Zahl von Bürgergeldempfängerinnen und Empfängern ja auch es nicht hinbekommen, dass diese Kinder oder auch die Eltern,
Speaker: Nicht nur die Kinder, auch die Eltern sich gesund ernähren, weil gesunde Ernährung ist leider Gottes teuer.
Speaker: Denn wenn du jeden Tag dir Gemüse, frisches Gemüse und frisches Obst holen willst und musst, dann geht das ins Geld.
Speaker: Das kannst du als Bürgergeldempfänger nicht stemmen.
Speaker: Das heißt, du landest da irgendwo schnell auch bei Fertiggerichten und sowas alles.
Speaker: Und
Speaker: So gesehen ist Übergewichtigkeit auch ein gesellschaftliches Problem, denke ich.
Speaker: Also ein sozialgesellschaftliches Problem.
Speaker: Maximum.
Speaker: Natürlich, klar.
Speaker: Also man darf natürlich aber auch nicht nur, also ich sage ja, Kindheit ist ein ganz, ganz großes Thema.
Speaker: Ja, da fängt das übel an.
Speaker: Ja, jegliches Übel fängt dort an.
Speaker: Aber für viele Menschen, ob das jetzt bei Fresssucht ist oder bei Bulimie oder auch andere schlimme Dinge, häufig ist es ja für diesen Menschen, der daran leidet, auch eine Art, wie sagt man, Bestrafung irgendwo.
Speaker: Also wenn sie mit irgendwas so unzufrieden sind oder...
Speaker: Ich habe jetzt gerade kein Beispiel, also bei mir war es jetzt nicht so, aber ich kenne Menschen, bei denen ist es so, die zum Beispiel, weiß ich nicht, die haben einen Korb gekriegt oder so.
Speaker: Und weil die wissen, die sind so übergewichtig und keiner will sie und keiner dies, schaufeln die sich dann...
Speaker: so viel Essen rein, dass es wirklich weh tut.
Speaker: Weißt du, dass es wirklich weh tut.
Speaker: Ich weiß jetzt gar nicht.
Speaker: Fressen bis zum Erbrechen.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ich weiß gerade nicht, ob das jetzt dafür der richtige Begriff ist.
Speaker: Nein, sicherlich nicht.
Speaker: Aber das, worauf ich hinaus wollte, ist, was du jetzt gerade richtig sagst, aus Frust, wirklich aus Frustenttäuschung haut man sich den Schokoriegel oder den 500 Milligramm Pott oder Liter Pott Eis dann noch rein, abends um zwölf.
Speaker: Ja, es gibt ja diesen Begriff...
Speaker: Binge oder Binge-Eating?
Speaker: Ich weiß nicht, kennst du das?
Speaker: Ja, ja, das ist ja irgendwie, genau, Betroffene essen oft bis zu einem unangenehmen Füllgefühl.
Speaker: Ja, ja, ja, genau, richtig.
Speaker: Das ist halt, ja, genau.
Speaker: Ah, du recherchierst gerade live.
Speaker: Ja, weil mir gerade dieser Name einfiel und ich wollte jetzt nicht was Falsches behaupten und bevor ich da jetzt einen Quatsch erzähle, habe ich bestimmt schon genug heute, aber das ist der Begriff, glaube ich, dafür, ja, ja.
Speaker: Ja, das ist schon... Ich finde es ja auch immer interessant, wenn da so diese Hollywood-Herzschmerzfilme laufen und so das Mädel hat irgendwie Liebeskummer und setzt sich dann mit einem dicken Eisbott auf die Couch.
Speaker: Da sitzt dann auch meistens irgendwie ein gärtenschlanges Mädel und schaucht sich dieses Eis rein.
Speaker: So, und das ist aber nicht die Realität.
Speaker: Und...
Speaker: Manche verfallen dem Alkohol oder Drogen.
Speaker: Keine Ahnung.
Speaker: Und manche fangen dann wirklich an, an zu essen.
Speaker: Und versuchen... Und das ist ja auch etwas, was ich sehr interessant finde.
Speaker: Da gibt es ja wirklich...
Speaker: Ja, wenn es dir schlecht geht, musst du Schokolade essen.
Speaker: Und dann gibt es auch noch Studien, Schokolade entfacht im Hirn irgendwelche Glücksgefühle.
Speaker: Das heißt, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Speaker: Da sagt eine Studie, dir geht es schlecht, schaufel dir Schoki rein, dann geht es dir wieder besser.
Speaker: Wie bescheuert muss man sein, um dann auf der anderen Seite wieder zu sagen, ja, jetzt musst du die Schoki, aber die da reingeschaufelt, das wäre loswerden.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Ja, aber eine Sache, das klingt jetzt vielleicht total widersprüchlich und bescheuert und da ecke ich bestimmt jetzt bei irgendjemanden an, der sich denkt, ja, ja, das nimmst du als Ausrede, aber das ist nicht so.
Speaker: Also in einer Sache bin ich meinem Übergewicht sehr, sehr dankbar in meiner Jugend.
Speaker: Und das ist tatsächlich so.
Speaker: Aufgrund meines Übergewichtes war ich früher gar nicht so beliebt bei den Männern.
Speaker: Das kann man ja einfach mal so sagen.
Speaker: Also alle meine Freunde damals, die ich hatte...
Speaker: Die sahen super aus.
Speaker: Wirklich, das waren superschöne Frauen.
Speaker: Schlank und die konnten alles anziehen.
Speaker: Und das, was man so kennt mit 16, 17, 18, 19, 20 von mir aus.
Speaker: Und...
Speaker: Ich glaube wirklich, und das meine ich wirklich ernst, hätte ich auch so ausgesehen, weil ich weiß genau, was meine Mädels früher gemacht haben.
Speaker: Die haben natürlich auch einen Kerl nach dem anderen da irgendwie am Start gehabt und so, was ich nie toll fand.
Speaker: Ich fand das immer schlimm, ich fand das immer schlimm.
Speaker: Aber ich glaube, ich fand das schlimm, weil ich selber nicht in der Situation sein konnte.
Speaker: Und wäre ich genauso gewesen wie die, vom Optischen her,
Speaker: wäre ich auch höchstwahrscheinlich so gewesen mit den Männern damals.
Speaker: Und das ist etwas, da denke ich mir so, ja, Gott sei Dank, weil man reift natürlich auch mit dem Alter und man denkt sich dann, okay, das war genau richtig so, weil...
Speaker: Irgendwann hat man dann verstanden, warum das so sein musste.
Speaker: Ich habe auch ganz viele dumme Sachen in der Familie, die andere Familienmitglieder machen.
Speaker: Meistens ist es ja so, mit denen du abhängst oder wo du groß wirst, da wirst du genauso Pustekuchen.
Speaker: Bei mir war es zum Glück Gott sei Dank genau andersrum in jeglichen Situationen.
Speaker: Und ich weiß, was das alles für einen Wert hat.
Speaker: Ich weiß, was, auch wenn ich immer sage, ich bin so dick, aber ich weiß, was mein Körper für einen Wert hat und ich weiß, was dein Körper für einen Wert hat und jeder andere Körper.
Speaker: Für mich ist das was Magisches, was Gigantisches, wenn ich jemanden kennenlerne und man kommt sich das erstmal näher und sowas alles.
Speaker: Das hat für mich
Speaker: so viel Bedeutung.
Speaker: Liebe hat so viel Bedeutung für mich.
Speaker: Wenn ich geliebt werde, wenn ich lieben darf.
Speaker: Du nimmst halt nicht alles mit, was bei drei auf dem Baum ist.
Speaker: Auf gar keinen Fall.
Speaker: Finde ich ganz schlimm.
Speaker: Und das ist das lustige, Leute, das ist einfach, und das ist das Witzigste.
Speaker: Die Männer, die früher gesagt haben, oh ne, die fette Alter, seh mal zu, ne?
Speaker: was glaubst du, heute schreiben die dich an, hey, wie geht's denn?
Speaker: Und so, hast du nicht mal Bock, einen Kaffee trinken zu gehen oder so?
Speaker: Das ist doch eine geile Bestätigung.
Speaker: Und dann zu sagen, Alter, kannst du nicht mal.
Speaker: Ja, weil früher... Ja, natürlich, weil früher war es dieses unter den Kumpels, oh nee, wie kannst du eine Dicke daten und so, weißt du?
Speaker: Und heutzutage wollen die nämlich die, ja, weißt du schon, was die mit den Dicken machen wollen, weißt du?
Speaker: Oder mit den kurvigen Frauen, nimm es mal kurvig.
Speaker: Weil das ist das, auf was die...
Speaker: was viele Männer Bock haben, weißt du?
Speaker: Und das ist nämlich genau das Ding, dieses Soziale, die Gesellschaft, vorne rum, vor der Familie, vor dem Chef und ich nehme die hübsche Schlanke mit zum Geschäftsessen und so, aber hintenrum der kurvigen Frau dann schreiben, ey, wie wäre es am Wochenende, da hast du nicht Bock, weißt du?
Speaker: Das ist so.
Speaker: Und das ist mir schon so oft aufgefallen und das habe ich selber schon so oft erlebt und da kann auch keiner sagen, nee, ist nicht so peng.
Speaker: Ganz einfach.
Speaker: Okay, dann sage ich jetzt mal nichts.
Speaker: Dann sage ich jetzt mal nichts.
Speaker: Ja, es ist, ja, die Männerwelt ist schon kaputt.
Speaker: Ihr seid alle fertig.
Speaker: Aber die Frauenwelt auch, die hat auch teilweise fertig.
Speaker: Weiber sind auch schlimm, ja.
Speaker: Ja, weil ich kriege das ja innerhalb der Familie mit, da ist ja auch ein Junge, jetzt 22 mittlerweile, aber da habe ich auch das so mitgekriegt, die Pubertät und sowas alles, unter welchem Druck
Speaker: diese junge Generation eigentlich mittlerweile steht, welches Schönheitsideal es da gibt, egal ob Männern oder Weiblein.
Speaker: Jungs müssen dann, ich glaube mittlerweile ändert sich's wieder, aber Jungs müssen ein Sixpack haben, die müssen gepflegt sein.
Speaker: Also damals, Beckham hat mal diesen Begriff metrosexuell geprägt damals.
Speaker: Ich meine, es ist ja kein Problem, wenn Männer sich pflegen, tue ich ja auch.
Speaker: Aber das Schlimme ist, dass du, ein gepflegter Mann wird relativ schnell als schwul gesehen, obwohl er es vielleicht gar nicht ist.
Speaker: Nur weil er sich pflegt und sowas alles, weil er auf sich selber achtet.
Speaker: Aber auch das ist ja etwas, weil er es muss, weil die Frauenwelt gerne solche Männer hätte.
Speaker: Also es gibt, wir sind mittlerweile an einem Punkt, wo die Frauenwelt Ansprüche an die Männerwelt stellt und die Männerwelt Ansprüche an die Frauenwelt stellt.
Speaker: Wie alle irgendwie auszusehen haben und, und, und, und.
Speaker: Wenn das naturgewollt ist, fände ich das ja geil, weil dann sterben wir nämlich irgendwann mal aus, weil beide Seiten irgendwie das Schönheits-Egel nicht mehr erfüllt.
Speaker: Also pflanzen wir uns auch nicht mehr fort und weg sind wir.
Speaker: Passt also auch.
Speaker: Aber ich finde es erschreckend.
Speaker: Was ist dünn, was ist dick?
Speaker: Das muss jeder für sich selber beurteilen.
Speaker: Und auf was er steht und was er gut findet.
Speaker: Ja, das...
Speaker: Ich fand das damals zum Beispiel, ich mag eigentlich die Musik von Marius Müller-Westerlagen, außer ein Lied.
Speaker: Das war dicke.
Speaker: Das fand ich nicht in Ordnung.
Speaker: Mit dem Satz, dicke schwitzen wie die Schweine.
Speaker: Und das alles, das, ich weiß nicht, wie Marius Müller-Westerlagen heute.
Speaker: Bei Marius muss man, ich meine, er ist jetzt auch in einem gewissen Alter.
Speaker: Da würde ich fast sagen, als Mann, du hast auch Untergewichtsprobleme.
Speaker: Du bist als Mann ein bisschen zu dünn.
Speaker: weiß ich nicht, keine Ahnung, aber dieses Lied von Marius ging eigentlich gar nicht.
Speaker: Ich glaube, das bringt er heute auch nicht mehr.
Speaker: Also, erstmal, wenn ich dazu mal kurz was sagen darf.
Speaker: Ich glaube, das hat, also für mich hat das ja null damit zu tun, wie ich 250 Kilo, wie ich 65 oder sonst was.
Speaker: Du kannst in der Lage sein, dich zu waschen.
Speaker: Ich kann dir sagen, auch wenn wir 40 Grad früher hatten, als ich noch meine Kilos hatte, ich, also,
Speaker: gestunken habe ich nie und das kriegt jeder hin.
Speaker: Aber das ist ja auch nichts.
Speaker: Also Pharma in Berlin, ÖPNV, da stinken im Sommer alle.
Speaker: Schweine.
Speaker: Ja, aber manchmal kannst du auch teilweise gar nichts dafür, weil irgendwo Dio versagt oder Hydrofugal.
Speaker: Dieser Podcast ist nicht werbefinanziert, das ist mir gerade eingefallen.
Speaker: Ja, man kann sich pflegen natürlich und man kann auch darauf achten, dass man nicht müffelt.
Speaker: Aber ich habe schon Leute erlebt, gut gepflegt,
Speaker: Und dann heben sie den Arm, nicht zum Große, sondern um sich oben an einer Hältestänge festzuhalten und denkst, Alter, das kann nicht sein.
Speaker: Geht nicht.
Speaker: Gar nicht.
Speaker: Also das finde ich auch ganz schlimm.
Speaker: Aber was ich noch kurz sagen wollte zu der Männerwelt mit, was hast du gerade gesagt, wie hast du das genannt?
Speaker: Mitrosexuell.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also, ich glaube, es kommt auch immer ein bisschen darauf an, wo du herkommst.
Speaker: Ich hier aus meinem Dörfchen kenne zum Beispiel keine Frau, die sagen würde, also, als ich damals noch auf Männer gestanden habe, ich fand das todeschlimm, wenn die sich die Brust rasiert haben.
Speaker: Wenn die, für mich darf ein Mann
Speaker: Haarig sein.
Speaker: Peng.
Speaker: Für mich darf auch ein Mann, doch, was ja natürlich, hä?
Speaker: Das ist doch gerade, also das ist das, was für mich, also körperlich auch so ein bisschen, jetzt mal abgesehen von den Geschlechtsteilen, aber ein Mann hat Haare für mich.
Speaker: Geschlechtsteile grassiert.
Speaker: Autsch.
Speaker: Den kleinen Pickel hoch.
Speaker: Das sind Sachen, ich finde das schlimm.
Speaker: Warum zupfst du dir die Augenbrauen, Kollege?
Speaker: So, du... Ich kann jetzt Sachen sagen, aber dann wären wir wahrscheinlich wieder... Dann kriegen wir uns wirklich gleich mal das erste Mal in die Haare.
Speaker: Denn jetzt oute ich mich mal.
Speaker: Ja, ich zupfe.
Speaker: Ja, ich rasiere mir die Brust.
Speaker: Was?
Speaker: Ja, und auch die Achselhaare.
Speaker: Weg.
Speaker: Ja gut, Achselhaare check ich im Sommer voll.
Speaker: Aber alles andere kannst du von mir aus trimmen, Alter, juckt mich doch nicht.
Speaker: Hä?
Speaker: Was?
Speaker: Also ich finde das ja auch immer ganz schlimm.
Speaker: Es gibt Beziehungen, die sagen, du musst jeden Tag kahl sein wie sonst was.
Speaker: Bin ich ein Mensch oder ein Roboter oder was?
Speaker: Bist du eine Panne oder was?
Speaker: Nein, Kaja nicht.
Speaker: Aber nein, also ich finde es für mich persönlich selber nicht schön.
Speaker: Also muss weg.
Speaker: Ich finde es zum Beispiel auch bei Männern, wenn die Behaarung schon auf der Schulter anfängt und sich über den gesamten Rücken zieht, finde ich nicht schön.
Speaker: Ah ja, okay, das nehme ich zurück.
Speaker: Also Bacho, liebe Grüße, rasiert mal die Schultern.
Speaker: Also das finde ich auch, das ist so ein Ding, boah nee, also da kann ja eben keiner was dafür.
Speaker: Und, surprise, ich überrasche jetzt die ganze Menschheit da draußen.
Speaker: Bitte haltet euch fest, aber auch Frauen haben Haare.
Speaker: Nein.
Speaker: Doch, auch an manchen Gründen, wo man sich denkt, was meinst du eigentlich, ich muss dreimal eine Woche meinen Darmbart zupfen, sonst sehe ich aus wie ein Johannes.
Speaker: Ja, was meinst du denn?
Speaker: Hä, klar, natürlich.
Speaker: Ja, das war das, was es gibt, ja.
Speaker: Ja, es gibt Sachen, die gibt es gar nicht, aber sie existieren tatsächlich.
Speaker: Aber ja, das ist halt die Gesellschaft alles, das, was uns vorgelebt wird, wie wir zu sein haben, was wir auf gar keinen Fall, da muss ich noch eine Sache erzählen, bam, vielleicht hörst du sogar, du kleiner Penner.
Speaker: Also...
Speaker: Jetzt hör mir zu.
Speaker: Nein, da bin ich fast, da habe ich gedacht, hör mal, das konnte jetzt nicht wahr sein.
Speaker: Wäre ich nicht so übergewichtig, wäre ich nämlich hinterhergerannt, du Affe.
Speaker: Pass auf, da bin ich mit meiner Partnerin und mit meinem Sohnemann.
Speaker: Ich glaube, den haben wir gerade von der Schule abgeholt und dann laufen wir durch so einen Park.
Speaker: Und da kommt doch tatsächlich, und ich weiß genau, wer herkommt.
Speaker: Ihr seid nämlich gerade vom See gekommen, weiß ich genau, am Campingplatz.
Speaker: Dann fahren die an uns vorbei, Frau und Mann und auch beide, ich würde jetzt sagen Mitte 60, irgendwie so.
Speaker: Aber er auch, also Wohlstandspocke des Grauens, glatze drei Haare auf dem Kopf und dann wirklich eine Pocke auf dem Fahrrad vor sich her treten.
Speaker: Da sagt der doch wirklich zu meiner Dame, jetzt weiß ich nicht mehr den genauen Wortlaut, aber die könnte Sport auch mal ganz gut tun oder fress nicht so viel.
Speaker: Der kannte uns nicht, wir kannten ihn nicht, gar nichts.
Speaker: Der ist einfach so random an uns vorbeigefahren und hat das gesagt.
Speaker: Und ich denk mir so, was, was, was ist hier passiert?
Speaker: Wie bitte?
Speaker: Das hast du jetzt nicht gesagt.
Speaker: Und dann dahinter kam dann ein anderer Mann und meinte so, ja, ja, voller Affe und sie und da und...
Speaker: Der drückt öfters durch Sprüche und hast nicht gesehen, der hat wieder getankt.
Speaker: Aber wie kannst du, wie kannst du, es gibt Menschen, die sind so zerbrechlich.
Speaker: Ich habe echt die Schlau-Line-Synapsen gekriegt, also wirklich.
Speaker: Also es gibt Menschen, die sind so zerbrechlich, die wären jetzt wahrscheinlich nach Hause gegangen und hätten sich irgendwas angetan, weil die dachten, jetzt hat mir schon wieder einer bestätigt.
Speaker: Weißt du, wie ich meine?
Speaker: Wie kannst du dir die Frechheit rausnehmen, du hässliches Wesen, und sowas von dir geben?
Speaker: Wer bist du?
Speaker: Wer bist du?
Speaker: Also da war ich... Nee, das geht gar nicht, das ist ein absolutes No-Go.
Speaker: Nee, da kriege ich schon wieder ein bisschen Puls, wenn wir euch drüber nachdenken.
Speaker: Jetzt hat er hier wieder so Aussprecher, hör mal.
Speaker: Also das ist ja... Also hör mal, das wird mir in 3000 Jahren nicht einfallen.
Speaker: Also ich hab dich jetzt selber hässliche Affe genannt, aber du bist hässlich, weil dein Charakter ist eklig.
Speaker: Ja, aber das ist glaube ich, dass manche Menschen, die im Oberstübchen ein bisschen dünn gestrickt sind, wo, was weiß ich, bei der Hirnentwicklung die eine oder andere Masche fallen gelassen wurde, dass die, ja, weiß ich auch nicht,
Speaker: fällt einem nichts so ein.
Speaker: Also das ist, das muss so, das sind Menschen, die mit sich, der Welt und allem drum und dran komplett unzufrieden sind und die sich dann wahrscheinlich auch diese ganze Hartz-IV-TV-Geschichte angucken, nur um zu sehen, auch Gott sei Dank gibt es noch Menschen, denen es schlechter geht als mir.
Speaker: Oh mein Gott, das ist jetzt schlimm, weil du weißt ja, ich lass ja immer irgendwas laufen, damit mein PC nicht einfach rausgeht random und links hab ich hart und herzlich laufen gerade.
Speaker: Das ist natürlich jetzt, naja, okay.
Speaker: Aber das ist nur, weil damit mein Laptop natürlich nicht ausgeht.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Und guck mal, da fällt mir direkt ein neues Thema ein, weil wegen Äußeres und so, Rassismus.
Speaker: Auch ich als weiße Frau, da hab ich ein ganz heißes Thema zu.
Speaker: Weil die Leute, die mich kennen, die wissen, welche Wurzeln der Vater vor meinem Kind hat und so weiter.
Speaker: Mit dem Mann war ich auch einige Jahre zusammen.
Speaker: Auch da, und da kann ich, hör mal, da kann ich aber ganz viel belegen, weil es sagt ja immer jeder Deutscher, nee, ist nicht so, ist wohl so.
Speaker: Jaja, warte mal, hör mal, da schreibe ich mir das mal auf.
Speaker: Nächstes Thema sage ich euch, pass auf.
Speaker: Rassismus ist wirklich, was ich sehr spannend fand, aber dann...
Speaker: Ich rät schon mal gerade ein bisschen ab.
Speaker: Wir hatten ja hier bei uns im Kleingartenverein am Freitag Saisoneröffnung.
Speaker: Das war ganz interessant und ich fand es auch sehr interessant, was für Gespräche man aktuell führt, wenn so zwei, drei Bier getrunken wurden.
Speaker: Das war schon sehr spannend und ich kann eigentlich nur sagen, was ich sehr spannend fand, ist, dass diese Themen eigentlich weder rechts noch links waren, sondern eigentlich eher Mitte rechts oder Mitte links.
Speaker: Aber man ganz schnell feststellt, dieses Mitte links und Mitte rechts gibt es eigentlich leider Gottes gar nicht mehr, obwohl wir es gerade aktuell sehr dringend bräuchten.
Speaker: Denn wenn ich höre, dass es da ein Wohnkomplex gibt, so mit Hochhäusern und sowas alles, wo sich mittlerweile viele Rumänen niedergelassen haben und die sich komplett daneben benehmen.
Speaker: Die schmeißen den Müll aus dem Fenster, die machen nachts ihre Musik, wer weiß wie laut, die kümmern sich um Integration, dass sie sich in dieses Land integrieren wollen.
Speaker: So überhaupt nicht, sondern sie ziehen ihr eigenes Ding durch.
Speaker: Und wenn du dann als Deutscher sagst, nee, das geht mit denen überhaupt nicht und genau das ist das Stadtbild, dann bist du eigentlich rechts, obwohl das Mitte rechts ist, denn es ist ein ganz normales Thema.
Speaker: Aber viel spannender fand ich einen Kollegen, der meinte, der fragte mich, wie nennt man eine dunkelhäutige Pilotin?
Speaker: Da würde ich schon Schuhe ausziehen, Patsch.
Speaker: Nein, Moment, das war jetzt nicht so rassistisch gemeint, sondern es war wirklich die Lerngrade in einem Lehrgang, wie man richtig kommuniziert und sich ausdrückt.
Speaker: Das war also schon mit Hintergrund, bevor man es falsch versteht.
Speaker: Der fragte mich, wie nennt man eine farbige Pilotin?
Speaker: Da sagte ich so, People of Color Pilotin, weiß ich nicht.
Speaker: Und da sagte ich, siehste, jetzt bist du schon in die Falle getreten.
Speaker: Nein, die nennt man einfach Pilotin.
Speaker: Alleine, dass du nachdenkst, ob eine farbige Pilotin anders betitelt wird, ist schon falsch.
Speaker: Ah, okay, checke.
Speaker: Sondern es ist einfach eine Pilotin.
Speaker: Da hat die Hautfarbe überhaupt nicht zu suchen.
Speaker: Aber alleine, wie nennt man, dass man dir einen Gedankenprozess einsetzt, wenn dich jemand fragt, wie nennt man eine farbige Pilotin?
Speaker: Zeit schon, du denkst in die falsche Richtung.
Speaker: weil die meisten sprüche halt die gehen in der ganz anderen richtung ja das war aber hatte aber nichts damit zu tun sondern darauf den frage also den den man fragt schon richtig vor die wand laufen zu lassen weil er nicht denkt ohne das böse gemeint zu haben weil ich habe dann auch gesagt ja okay people of color eine ahnung pilote nennt man einfach pilote spielt ja auch keine rolle ja okay ja check ich dann schon ja
Speaker: Ja, okay, was soll ich da jetzt so sagen?
Speaker: Das war ganz interessant.
Speaker: Das war schon spannend.
Speaker: Also ich habe tolle Gespräche da geführt und ja, war interessant, was da im Moment so für eine Stimmung im Volk unterwegs ist.
Speaker: Ja, oh, ist ein heißes Thema.
Speaker: Ja, das war auch nur so am Rande zum Thema, wenn du sagst, wir wollen mal eine Folge zum Thema Rassismus machen.
Speaker: Denn Rassismus, ich glaube, der Begriff Rassismus wird extrem überstrapaziert.
Speaker: Oh ja, oh ja.
Speaker: Und viele vergessen ja, dass unterhalb von verschiedenen Nationen, und da rede ich jetzt einfach mal, ich werfe jetzt einfach mal eine Nation in den Raum, weil sie mir gerade einfällt, weiß ich nicht, libanesisch, marokkanisch und eben dann afrikanisch, also im Sinne von dunkelhäutig.
Speaker: Was meinst du eigentlich, was unter diesen Menschen für Rassismus stattfindet, obwohl die eigentlich im
Speaker: irgendwo im selben Boot stecken.
Speaker: Also was heißt im selben Boot stecken?
Speaker: Aber die wohnen auch als, also es sind beides, Mann, es kann alles nur falsch sein, was ich sage, aber ihr wisst, was ich meine.
Speaker: Soll ich mal richtig was falsch sagen?
Speaker: Ich hole dich mal aus der Richtung raus mit richtig falsch sagen.
Speaker: Ja, bitte.
Speaker: Wenn du von Afrikanern und so was sprichst und dann sagst im falschen Boot sitzen.
Speaker: Ich wusste es in der Sekunde, wo ich es ausgesprochen habe, verdammte Scheiße, Mann.
Speaker: Aber, ach Mann.
Speaker: Man muss ja auch mal ein bisschen über die Spitze ein bisschen lachen können.
Speaker: Ja.
Speaker: Wir wissen ja alle, was du meinst.
Speaker: Aber es geht nicht immer nur, was ich sagen will, es geht nicht immer nur um Deutsch und, ne, so, sondern, oder Engländer.
Speaker: Ja, was meinst du eigentlich, Engländer?
Speaker: Die sind ja ganz schön crazy, ne?
Speaker: Engländer, hör mal weg, hop.
Speaker: Nein, also Rassismus gibt es überall.
Speaker: Der Rassismus ist überall zu Hause.
Speaker: Aber da wollen wir heute nicht mehr drüber sprechen.
Speaker: Also wir reißen das Thema mal an.
Speaker: Rassismus kommt in einer der nächsten Folgen und ich finde es gut, dass wir uns so ein bisschen jetzt auch den ernsten Themen widmen, denn ich glaube, wir beide haben auch nicht was auf der Pfanne, dass wir darüber auch gut reden können und
Speaker: Ja, ich habe da auch gar kein Problem mit.
Speaker: Und ich sehe gerade, oh mein Gott, das war ja für mich jetzt die schnellste Stunde in meinem Leben.
Speaker: Wir haben jetzt eine Stunde gequasselt?
Speaker: Wann?
Speaker: Gerade eben, den letzten 56 Minuten.
Speaker: Habe ich dir jetzt ein fettes Kottel an der Backe gequatscht, wa?
Speaker: Geil, viel gut, ey.
Speaker: Richtig gut.
Speaker: Mit dem Kottel sind wir dann schon wieder bei dem Essen.
Speaker: Nein, ich fand dieses Thema heute sehr, sehr wichtig und da muss man auch mal drüber reden.
Speaker: Und alle, die es betrifft, die irgendwo Probleme damit haben, es gibt Hilfe.
Speaker: Guckt im Internet nach, egal ob ihr daran und darunter leidet, dass ihr immer weniger esst.
Speaker: Also in Sachen Bulimie, lasst euch helfen.
Speaker: Es gibt Helfestellungen, die stehen euch zur Seite, auch in die andere Richtung.
Speaker: Oder hat schon jemand Hunger im Hintergrund?
Speaker: Ja, das ist der Podcast-Kater hier.
Speaker: Dem ist wieder viel spät, haben wir es denn?
Speaker: Ja, 14 Uhr, da fängt der meistens schon wieder an.
Speaker: Mach mir den Bauch voll.
Speaker: Und ja, das ist aber so.
Speaker: Aber wie gesagt, holt euch bitte, bitte, bitte Hilfe, bevor es zu spät ist.
Speaker: Und glaubt nicht alles, was da draußen geschrieben steht.
Speaker: Und macht bitte nicht bei so einem Scheiß mit, wenn es wieder auf TikTok oder sonst irgendwie heißt, so hunger dich bis in die Kiste, bis du, was weiß ich.
Speaker: Nein, das ist nichts, wofür es, ist nichts Erstrebenswertes.
Speaker: 100 pro.
Speaker: Es gibt Hilfetelefone, nutzt sie und holt euch psychologische Hilfe, sprecht mit euren Freundinnen oder Freunden und macht diesen ganzen Scheiß nicht mit.
Speaker: Das ist so, was mir wichtig ist zu sagen.
Speaker: Ja, also das Leben ist, manchmal ist es, ja, manchmal scheint einem das Leben zu dunkel, aber ihr kriegt das hin und ihr könnt euch euer, das ist wichtig, dieses Wort, das möchte ich unterschreiben, euer Leben wunderschön machen und es ist,
Speaker: keine Scham, sich Hilfe zu holen und sich helfen zu lassen.
Speaker: Es ist eher ein Zeichen von Stärke.
Speaker: Aber zu 300 Prozent.
Speaker: Es ist kein Zeichen von Schwäche, es ist ein Zeichen von Stärke.
Speaker: Richtig.
Speaker: Alles das, was du auch gesagt hast.
Speaker: 100 Punkten.
Speaker: Definitiv.
Speaker: Und bevor das so ausartet, dass Gedankengänge kommen, ich bin nichts mehr wert und ich habe auf diesem Planeten nichts mehr zu suchen,
Speaker: Nein, ihr habt auf diesem Planeten etwas zu suchen, ihr habt einen Wert und den lasst euch bitte nicht nehmen.
Speaker: Und wenn solche Gedanken bei euch aufkommen, auch da gibt es Hilfetelefone, nutzt sie.
Speaker: Nutzt sie und es ist euer Leben, macht das Beste draus und lasst euch nicht von niemandem was vorschreiben.
Speaker: Absolut.
Speaker: Das wäre so mein Wort zum Sommer.
Speaker: So, und jetzt muss ich irgendwie mal raus, weil wir haben ja heute in Berlin, lass mich gerade aus dem Monitor gucken, 28 Grad.
Speaker: Wir haben hier wirklich seit zwei Tagen Hochsommer.
Speaker: Ich muss jetzt gleich mal ein bisschen raus.
Speaker: Ja, aber ganz wacker.
Speaker: Bei uns ist seit gestern Abend Gewitter und Regen richtig schön.
Speaker: Ich muss gleich los auf dem Fahrrad raus, mein Kind wegbringen.
Speaker: Da freue ich mich.
Speaker: Das kommt auf uns noch zu.
Speaker: Das schicken wir uns aus dem Westen da gleich in den nächsten Tagen rüber.
Speaker: Denn das Paradox ist, Mittwoch sollen wir angeblich hier in Berlin nur noch 8 Grad haben.
Speaker: Ja, wir auch.
Speaker: Hä?
Speaker: Wie geht das immer?
Speaker: Mein Gott.
Speaker: It's magic.
Speaker: Da ist Timmy der Buckelwahl dran schuld.
Speaker: Die Strömung funktioniert jetzt wieder.
Speaker: Der Niño oder so hat keine Ahnung.
Speaker: Nee, aber...
Speaker: Nee, fand's gut.
Speaker: Hatte mir Spaß, mir zuzuhören.
Speaker: Also ich finde es immer erstaunlich, wie offen und ehrlich du redest und das da nicht hinterm größten Respekt.
Speaker: Finde ich ganz toll.
Speaker: Und ich glaube, das gibt auch vielen unserer Hörerinnen und Hörern auch ein bisschen Kraft.
Speaker: Ich hoffe es.
Speaker: Und wenn sich da, wenn ich dich unterbreche, wenn sich irgendeiner angesprochen fühlt, ihr könnt dem Account hier natürlich gerne schreiben oder die meisten, die diesem Account folgen, die kennen auch mich so und dann könnt ihr mir privat schreiben.
Speaker: Da kann man dann bestimmt irgendwie irgendwo mal, manchmal hilft auch einfach nur quatschen, Leute.
Speaker: Einfach mal miteinander reden und dann sieht die Welt manchmal schon ganz anders aus.
Speaker: Ich bin kein Arzt, ich bin kein Psychologe und das würde ich mir auch nie mutmaßen, aber manchmal reicht es,
Speaker: mit jemandem zu quatschen, der genau dasselbe durchgemacht hat.
Speaker: Punkt.
Speaker: Richtig, richtig, genau.
Speaker: Ich finde es gut, dass du das jetzt gerade gesagt hast.
Speaker: Und das, liebe Freundinnen und Freunde, soll es dann für heute auch gewesen sein.
Speaker: Wir hören uns dann wahrscheinlich in der nächsten Woche wieder.
Speaker: Und es würde mich freuen, wenn unsere Zuschauer weiter wächst.
Speaker: Und, das möchte ich jetzt auch noch sagen,
Speaker: Ihr werdet die Podperle dann auch in absehbarer Zeit auch mal dann zu Gesicht bekommen, weil unser Podcast wird es, unser Podcast wird es dann demnächst auch in optischer Variante geben.
Speaker: Mhm, wichtig und richtig.
Speaker: YouTube, ne?
Speaker: Wir heißen überall auf jeglichen Plattformen könnt ihr uns finden.
Speaker: Ähm, außer auf, ne, das kann ich jetzt nicht sagen.
Speaker: X an und hört mit Amster auf.
Speaker: Ähm, einfach unseren Namen überall reinschreiben, überall abonnieren, alles machen und tun und weiterleiten und ihr kennt das Prozedere.
Speaker: Ne?
Speaker: Dann könnt ihr...
Speaker: süßen Mäuse uns auch endlich mal in Farbe genießen.
Speaker: Ob ihr es wollt oder nicht, ihr kriegt uns aufs Auge gedrückt.
Speaker: Oh mein Gott, die Katze rastet aus.
Speaker: Los, Tomek, schnell!
Speaker: Hilfe!
Speaker: In diesem Sinne, bevor ich gleich zerfleischt werde von unserem Stubenkater.
Speaker: Ich wünsche euch eine traumhafte Zeit.
Speaker: Wir hören uns nächste Woche wieder.
Speaker: Tomek, bis dahin, Leute.
Speaker: Bis dahin.
Speaker: Tschüsschen.
Speaker: Ciao, ciao.
Speaker: Macht's gut.
Speaker: Bis zum nächsten Mal.





