Transcript
Speaker: Na bünd!
Speaker: Wie schaut's aus, Justin?
Speaker: Hallöchen, Tomek.
Speaker: Was geht ab?
Speaker: Boah, bisschen warm heute, wa?
Speaker: Heute bist du wirklich zu spät.
Speaker: Wo warst du?
Speaker: Ich hab auf dich gewartet.
Speaker: Äh, hatten wir schon wieder Zeitumstellung?
Speaker: Wir treffen uns immer um 13 Uhr.
Speaker: Also ich weiß ja nicht, mit wem ich sonst immer Podcast gemacht habe, aber meistens habe ich Punkt halb eins eine Mail bekommen, dat und dat, die Einladung ist raus, los geht's.
Speaker: Ja, die Einladung ist raus, aber das heißt ja noch lange nicht, dass wir dann auch schon loslegen.
Speaker: Also entschuldigen wir mal bitte, es ist außerdem warm in Berlin zumindest, ja, nee.
Speaker: Wir haben nur 21 Grad draußen.
Speaker: Draußen ist angenehm.
Speaker: Hier im Büro sind 28 Grad.
Speaker: Boah, nee.
Speaker: Also Wetter, weiß ich nicht.
Speaker: Lass mich mal da hinten gucken.
Speaker: Nee, ist grau draußen.
Speaker: Also irgendwie das Wetter weiß nicht so richtig, was es macht.
Speaker: Das stimme ich zu.
Speaker: Boah, also gestern?
Speaker: Nee, wann war das denn?
Speaker: Vorgestern oder was?
Speaker: Vor drei Tagen?
Speaker: Irgendwann jetzt die letzten Tage.
Speaker: War ja super krasses Gewitter hier bei uns.
Speaker: Und heute Nacht bin ich ja auch wachgemacht worden vom lieben Wettergott, weil sie gegrummelt hat und dann scheint auf einmal wieder die Sonne, dann sind es 40 Grad, dann regnet es wieder, dann sind es wieder minus 40 Grad.
Speaker: Ja, mindestens.
Speaker: Und da wird man nicht krank, ne?
Speaker: Ja, aber das Lustige ist ja, du beklagst dich jetzt so rum, ich kann das jetzt genau andersrum erzählen, dieses Wetterradar, also hier von der Wetter-App, hatten wir auch ein Regengebiet drauf, haben dann, wann war das, Donnerstag oder Freitag, es ging dann bei euch ab, Nordrhein-Westfalen und alles, was über Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt auf dem Weg nach Berlin ist, das kackt unterwegs ab.
Speaker: Wir hatten da ein Riesenregenband noch drauf, haben dann auch hier, wir Laubenpieper, haben dann auch gesagt, ach komm, Wässern brauchst du heute Abend nicht, soll heute Nacht noch ordentlich schütten.
Speaker: Ja, scheiße, wa?
Speaker: Nichts runtergekommen.
Speaker: Ist echt ein Witz.
Speaker: Also, das hier ist eine trockene Gegend.
Speaker: Ich weiß nicht.
Speaker: Manchmal habe ich auch so das Gefühl, wenn ich aufs Wetterradar gucke, so Regen macht so ein, weißt du, so ein Regengebiet teilt sich dann auf.
Speaker: So richtig schön um Berlin drumherum.
Speaker: So nach dem Motto, ihr seid so lost.
Speaker: Bei euch muss es nicht mal regnen.
Speaker: Und wir sind wirklich lost.
Speaker: Aber dazu gleich noch was.
Speaker: Also, das ist, äh... Oh.
Speaker: Ja.
Speaker: Hast du wieder was zu erzählen heute?
Speaker: Ja, also, das war lustig.
Speaker: Also, letzte Woche nach unserem Podcast.
Speaker: Mhm.
Speaker: Dann verlasse ich das Büro hier gut gelaunt Richtung Kleingarten und dazu muss ich ja durch so einen Park durch, das ist so ein Kleingarten.
Speaker: Alles schön und gut und man glaubt es ja nicht, wir haben auch so die einen oder andere Krähe hier rumfliegen und davon in diesem Jahr echt viel.
Speaker: Und Krähen, wer sich so ein bisschen mit Biologie auskennt…
Speaker: Ich hätte jetzt bei einer gesagt, mit der Vögelei, das kann ich so nicht sagen.
Speaker: Und mit der Vogelfeld, die sich auskennt, der wird wissen, dass Krähen auch Singvögel und sowas gerne in ihrer Nahrungskette haben.
Speaker: Und wir haben dieses Jahr wirklich wenig Meisen, wenig Spatzen.
Speaker: Und der Typ im Park meinte so, die Krähen füttern zu müssen.
Speaker: Und das fand ich jetzt gar nicht so lustig und habe ihn ganz freundlich mit einem Lächeln im Gesicht darauf angesprochen und habe gesagt, guter Mann, Krähen zu füttern, das ist keine gute Idee, ist das nicht, wäre schön, wenn er es lassen würde.
Speaker: Und das hätte ich besser nicht gemacht.
Speaker: Oh mein Gott, hast du jetzt ein blaues Auge?
Speaker: Also, nee, komm, viel wilder.
Speaker: Also seit dem Tag bin ich echt überlegen, ist die Welt vielleicht doch eine Scheibe?
Speaker: Ist das alles, was wir um uns herum haben, überhaupt nicht wahr?
Speaker: Der hat mich zugetextet mit Sachen.
Speaker: Der Schärfste war, wenn ein Hubschrauber gerade nach oben fliegt,
Speaker: Und dort kurz stehen bleibt und wieder runterkommt, hat die Erde in der Zeit eine Drehung um 1000 Kilometer gemacht.
Speaker: Das heißt, wenn er gerade hochfliegt und wieder runterkommt, kommt er an 1000 Kilometer entfernten Ort wieder runter.
Speaker: Und da dachte ich auch, okay, welche Tablette hat der heute Morgen nicht genommen?
Speaker: Hä?
Speaker: Und dann ging es auch los.
Speaker: Ja, die Erde ist ja nicht rund.
Speaker: Oh nein, wirklich?
Speaker: Ich habe gesagt, pass mal auf, Kollege, ich spendiere jetzt eine Schiffsreise rund um die Welt.
Speaker: Wenn du irgendwo in deinem Universum ans Ende der Welt kommst, fällst du ja mit dem Schiff nach unten.
Speaker: Du kannst ja nicht und da hinten wieder hoch und dann wieder rum.
Speaker: Also es wäre ja eckig.
Speaker: Nein, so würde er das ja nicht meinen.
Speaker: Sondern die Erde ist ja mehr wie ein Football.
Speaker: Also so eiförmig.
Speaker: Ich so, okay, jetzt ist es gut hier.
Speaker: Und der wollte mich nicht wieder laufen lassen.
Speaker: Der dachte, das kann es nicht sein.
Speaker: Wir sind lost hier in Berlin.
Speaker: Hier läuft alle drum.
Speaker: Ja gut, also das, ja, aber das darf dich dann auch wirklich nicht wundern, wenn du nach Berlin ziehst, ne?
Speaker: Alter, tut mir ja leid, aber... Das war nicht immer so.
Speaker: Da hab ich aber, eigentlich ist das richtig, guck mal, super, also wir beide, wir passen ja echt wie Arsch auf einmal, ne?
Speaker: Ich hab nämlich eigentlich ein Thema auf dem Herzen, ne?
Speaker: Was ich gerne heute mal hier in diese kleine schnurkelige Runde mit einführen würde.
Speaker: Das ist aber lustig, hast du dir vorhin gesagt, Tomek, haben wir ein Thema?
Speaker: Tomek, nö.
Speaker: Ja, ich wollte dir wissen, ich habe sogar zwei Themen, hätte ich sogar.
Speaker: Kann ich dazu auch was sagen oder gibt das nur Körper?
Speaker: Nee, da bitte ich drum, dass du da deine Meinung auch zu vertrittst.
Speaker: Weil das hat für mich, also ich saß ja heute auf Toilette, ne?
Speaker: Oh nee!
Speaker: Dann habe ich da mal so ein bisschen drüber nachgedacht, wie denn, also dieses Thema, was ich gleich in den Raum werfen werde, wo denn das so am meisten verbreiteten ist und...
Speaker: Was jetzt?
Speaker: Verdauung?
Speaker: Nein, mein Gott.
Speaker: Ich hoffe, die haben wir alle vernünftig.
Speaker: Nein, die einen mehr, die anderen weniger.
Speaker: Welches Thema ich heute gerne reinwerfen würde, wäre Gendern und Homosexualität in Kitas oder Grundschulen.
Speaker: Und du meinst, ähnlich dazu habe ich eine Meinung?
Speaker: Hast du keine Meinung dazu?
Speaker: Nein.
Speaker: Jetzt so spontan, überfährst du mich jetzt komplett?
Speaker: Ehrlich?
Speaker: Ja, nee, ich denke schon, dass ich deine Meinung habe.
Speaker: Also das Gendern finde ich generell, also da sollte man mich für kennen.
Speaker: Gendern halte ich für Vergewaltigung der deutschen Sprache, Punkt.
Speaker: Mhm.
Speaker: Weil, ja, das ist... Ich glaube, nee, muss ich anders sagen.
Speaker: Ich glaube, Gendern ist eigentlich so weit okay.
Speaker: Wenn man es uns nicht so aufs Auge gedrückt hätte, ihr müsst jetzt.
Speaker: Sondern wenn man das einfach hätte sauber einfließen lassen und hätte gesagt so...
Speaker: Könnte er machen, müsst ihr aber nicht nach der Art.
Speaker: Und ich glaube, dann hätte sich die Bevölkerung wesentlich weniger aufgeregt, sondern hätte sich das einfach irgendwie so gesellschaftlich ergeben, dass man so spricht oder eben nicht spricht.
Speaker: Also wenn man in der Wirtschaft sagt, der Markt regelt alles, dann hätte das auch die Gesellschaft geregelt.
Speaker: Aber da ist uns das komplett aufs Auge gedrückt worden und ihr habt das zu machen.
Speaker: Und warum bringst du mich immer in die Richtung, wo ich dann wieder politisch werde?
Speaker: Das finde ich gut.
Speaker: Ja.
Speaker: Nee, geht... Weil dann nahm das Übel nämlich unter anderem auch seinen Anfang, glaub ich.
Speaker: Das ist meine Meinung.
Speaker: So, und jetzt, wie kommst du mit Gendern auf Kita?
Speaker: Also das Gendern finde ich noch nicht mal so das Dramatische.
Speaker: Gendern, gendern.
Speaker: Ist doch Ralle, ist doch, wir wissen alle, mein Gott.
Speaker: Ja, was ist denn nun richtig?
Speaker: Gendern oder gendern?
Speaker: Also da müssen wir uns jetzt schon eidig werden.
Speaker: Also Gender ist ja ein englisches Wort.
Speaker: Ja eben, und wo leben wir?
Speaker: Oh mein Gott, und jetzt?
Speaker: Und wo leben wir?
Speaker: Oh mein Gott, lass die Hand unten, ey.
Speaker: Was?
Speaker: Lass die Hand bloß unten.
Speaker: Also entschuldigen mal bitte, jeder der mich kennt, der weiß, welchen Standpunkt ich gegenüber den Blauen habe.
Speaker: Ja, ich weiß doch.
Speaker: Die müssen vom Wahlzettel, Punkt.
Speaker: So, weiter.
Speaker: Ja, mein Gott.
Speaker: Also, ich, wie ja jetzt mittlerweile, glaube ich, jeder weiß, bin ich ja eine Frau, die auf Frau steht.
Speaker: So, peng.
Speaker: Das bedeutet, ich glaube, viele würden jetzt erstmal denken, jo, die Alte befürwortet das ja voll, dass in Kitas oder in Grundschulen schon den Kindern das so dermaßen aufs Auge gedrückt wird oder...
Speaker: muss, wie auch immer, dass die gar keine Zeit mehr eigentlich dafür haben, wirklich Schule zu machen.
Speaker: Denn es wird ja heute schon gar nicht mehr gefragt, ey, was willst du später eigentlich mal werden, wenn du groß bist, sondern die fragen dich ja eher, wonach fühlst du dich?
Speaker: Ähm, was möchtest du später geschlechtlich sein?
Speaker: Moment, dass ich dazwischengrätsche.
Speaker: Aber was willst du später einmal werden?
Speaker: Richtet sich das jetzt, gerade, wo du von Gendern, Schrägstrich Gendern sprichst?
Speaker: Ist das so, was möchtest du später mal werden?
Speaker: Männlein, Weiblein oder divers?
Speaker: Oder was meinst du jetzt?
Speaker: Ja, früher wurdest du gefragt, was möchtest du später mal werden, wenn du groß bist?
Speaker: Sprich, Feuerwehrmann, Polizist, ne?
Speaker: So ein Gedöns so.
Speaker: Und heute wirst du gefragt, was möchtest du später mal werden, wenn du groß bist?
Speaker: Ein feuerlöschender Mensch.
Speaker: Oh, Tommy.
Speaker: Ja, was?
Speaker: Ja, ja, genau.
Speaker: Jedenfalls finde ich, sind das Themen, die ich so überhaupt gar nicht begrüße, muss ich wirklich sagen.
Speaker: Ja, aber damit gibst du mir doch recht.
Speaker: Ja, natürlich gebe ich jeder recht.
Speaker: Selbstverständlich gebe ich jeder recht.
Speaker: Und es war, glaube ich,
Speaker: jetzt muss ich lügen, Kacke.
Speaker: Ich habe das heute Morgen noch gelesen.
Speaker: Ich glaube, es war in Berlin, da gab es Neunklässler, die nannten sich Muttheater oder so.
Speaker: Und die haben dann kleineren Kindern
Speaker: Die haben dann wohl versucht aufzuklären oder so.
Speaker: Und haben dann wirklich pornografisches Material mitgenommen, wo... Stimmt, habe ich auch gelesen.
Speaker: Ja, siehst du, wo dann... Wie umschreibe ich das jetzt?
Speaker: Also da waren zwei Männer auf diesem Bild zu sehen und die haben dann... Liebe gemacht.... gewisse Sachen im Hals gehabt von einem anderen.
Speaker: So ungefähr.
Speaker: Sie haben sich lieb gehabt.
Speaker: Ja, ja, ganz doll lieb gehabt.
Speaker: Und...
Speaker: Wäre ich eine Mutter gewesen?
Speaker: Von irgendeinem Kind dort, was das sich ansehen musste?
Speaker: Was meinst du eigentlich, was denn in der Schule los gewesen wäre?
Speaker: Also... Du hättest gejubelt, du hättest gesagt, cool, super.
Speaker: Aber wie ich gejubelt hätte, im Handstand hätte ich gejubelt, ja.
Speaker: Richtig, richtig geil hätte ich das gefunden.
Speaker: Du bist ja auch eine aufgeklärte Persönlichkeit.
Speaker: Genau.
Speaker: Quasi eine Stil-Icon.
Speaker: Richtig, ja.
Speaker: Weiter.
Speaker: Nein, ich finde, das ist ein ganz, ganz schwieriges und schon fast schlimmes Thema, muss ich wirklich sagen.
Speaker: Gehe mit dir komplett recht.
Speaker: Also das ist, ich weiß gar nicht, war das auch in Berlin, wo die da im Kindergarten diesen Extraraum hatten, wo dann irgendwelche Menschen zum Kuscheln hinkamen und so ein Scheiß?
Speaker: Das ist, ja natürlich, sowas kann es neu in Berlin geben.
Speaker: Ja, gab es auch hier.
Speaker: Ja, stimmt.
Speaker: Also, ich finde es... Sind für mich eine geile Stadt.
Speaker: Ja, ihr seid ratenscharf.
Speaker: Und trotzdem so weltoffen.
Speaker: Ja, richtig geil seid ihr.
Speaker: Also ich finde das natürlich wichtig, dass Kinder wissen, dass es sehr wohl Menschen gibt.
Speaker: So wie ich zum Beispiel.
Speaker: Das war im Kindergarten nie ein Problem.
Speaker: Wenn ich damals mit meiner Ex-Partnerin mein Kind dann vom Kindergarten abgeholt habe, das war ganz normal, dass dann da zwei Frauen waren.
Speaker: Ja, das sollte 2026 auch so sein.
Speaker: Das ist ja auch völlig in Ordnung.
Speaker: Aber ich finde es nicht richtig, dass es Kindern aufgezwungen wird, sich zu entscheiden, sag mal, da packe ich mir eine Birne, ob das ein Männlein oder Weiblein ist.
Speaker: Also ich mache da wirklich einen Unterschied zwischen, welche Sexualität habe ich, welche Vorlieben habe ich, wie auch immer, und welches Geschlecht habe ich.
Speaker: Weil für mich ist es einfach nun mal Fakt, dass es Männlein und Weiblein gibt.
Speaker: Das ist für mich so.
Speaker: Wenn da jetzt jemand sich dazu entscheidet, in einem gewissen Alter zu sagen, ey, ich fühle mich gar nicht wohl in meinem Körper, dann go for it und dann operiere dich und dann ist das okay und dann sehe ich dich auch super gerne als Mann an, wenn du denn dann da fertig bist.
Speaker: Nö.
Speaker: Also ja, aber nicht so einfach.
Speaker: Ich glaube, ich meine, Gott sei Dank ist es auch nicht so.
Speaker: Also ich denke ja, ich finde es zum Beispiel schlimm, wenn ein Mann feststellt, ich kann dazu auch gleich eine Geschichte erzählen aus dem wahren Leben.
Speaker: Ich finde es zum Beispiel schlimm, wenn ein Mann sagt, also bitte jetzt nicht falsch verstehen, vielleicht drücke ich mich jetzt auch falsch aus, aber vielleicht merkt man gleich, wo ich hin will.
Speaker: Also sagen wir es anders.
Speaker: Es muss schlimm sein, wenn du als Mann feststellst, dass du eher als Frau bist.
Speaker: Also wenn du eigentlich eine Frau bist, aber ein Männerkörper, das stelle ich mir wahnsinnig schwierig für.
Speaker: Andersrum natürlich auch.
Speaker: Und weil du, wenn du das schon relativ früh merkst, sagen wir mal so im pubertären Alter, oder wenn es die Anzeichen auch schon früher gibt, und wenn du dann irgendwie intolerante Eltern hast, die das versuchen auszutreiben, das stelle ich mir wahnsinnig schlimm vor.
Speaker: Das hinterlässt dann auch psychologisch sicherlich Spuren,
Speaker: Ich denke aber, oder was heißt ich denke aber, sondern ich bin der Meinung, du brauchst dann ganz dringend psychologische Hilfe, die dich dann auch berät, also wirklich auch feststellt und sagt, okay, da ist wirklich eine Frau in einem Männerkörper oder ein Mann in einem Frauenkörper.
Speaker: Und da müssen wir ja erst mal psychologisch das betreuen und gucken.
Speaker: Und dann natürlich, wenn das wirklich so ist und ich nur eine Mode erscheine, denn da gibt es ja auch einige Flachpfeifen, die das für sich erkannt haben und das dann irgendwie zu Nutzen wissen.
Speaker: Aber dann sollte wirklich eine Operation stattfinden, eine Umgestaltung stattfinden und die sollte auch gefälligst von der Krankenkasse übernommen werden.
Speaker: Also da gibt es für mich persönlich eigentlich keine zwei Meinungen.
Speaker: Wenn das wirklich feststeht, dass es wirklich so ist, dann machen.
Speaker: Aber psychologisch betreut, denn da steckt ordentlich was dahinter.
Speaker: Die Gesellschaft muss dazu natürlich auch wesentlich offener werden.
Speaker: Und andersrum kann das aber auch nach hinten losgehen.
Speaker: Ich habe im Bekanntenkreis
Speaker: jemanden, die arbeitet, hat mit einer Person zusammengearbeitet, wo genau das passiert ist.
Speaker: Sie hat sich mehr als Frau gefühlt, also der Mann hat sich mehr als Frau gefühlt und ist dann natürlich auch schon als Frau aufgetreten, hat sich so als Frau gekleidet, war aber noch nicht umoperiert.
Speaker: Hat das dann irgendwann machen lassen,
Speaker: Und das ist komplett nach hinten losgegangen.
Speaker: Die Person ist heute mit sich unzufrieden, ist nicht glücklich und ist auch optisch nicht mehr so gepflegt wie früher.
Speaker: Und da kann auch irgendetwas schiefgehen.
Speaker: Das ist auch wieder so ein Bereich, wo es kein Schwarz-Weiß gibt, sondern das ist auch ein extremer Graubereich.
Speaker: der wirklich psychologische Betreuung braucht.
Speaker: Und da, ja, unsere deutschen Psychologen, manche sind gut, manche sind Flachpfeifen, wissen wir alle, dass manche Leute werden vor Gericht freigesprochen, weil sie ein psychologisches Gutachten bekommen haben und hinten zwei Tage später
Speaker: Sonst sind sie dann doch wieder straflich.
Speaker: Deswegen traue ich unserem Psychologen momentan nicht ganz so über den Weg.
Speaker: Also weiß ich nicht, ist schwierig.
Speaker: Aber es ist, wie gesagt, wenn es feststeht, dass du im falschen Körper geboren wurdest, dann definitiv OP.
Speaker: Check ich.
Speaker: Unterschreibe ich sofort.
Speaker: Genau so.
Speaker: Aber ich finde es einfach nicht richtig, dass es den kleinen Kindern schon so auferzwungen wird.
Speaker: Dass es da Eltern gibt, da habe ich heute noch so eine lustige Doku angeschnitten.
Speaker: Du weißt doch, kannst du gleich weiterzählen, aber du weißt doch, wo auch der Rassismus anfängt.
Speaker: Der fängt nicht bei den Kindern an, sondern der fängt bei den Eltern an.
Speaker: Kinder sind völlig frei.
Speaker: Die anderen Kinder sind völlig frei.
Speaker: Die Eltern versauen es.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Da denke ich an mich zum Beispiel.
Speaker: Ich habe früher auch mit Hans und Franz zusammen gespielt.
Speaker: Da wusste ich gar nicht, dass der eine das ist und der andere jenes ist.
Speaker: Das hat uns doch nicht interessiert früher.
Speaker: Wenn du Kind bist, ist dir das scheißegal.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Aber weh, dann kamen die Eltern um die Ecke.
Speaker: Oh, du bist schlechter Umgang und hier und da und jenes.
Speaker: Und nee, mit dem darfst du nicht spielen.
Speaker: Hä, bist du Panne?
Speaker: Ja.
Speaker: Also, ähm, ja, was wollte ich denn jetzt sagen, Kerl?
Speaker: Ach ja.
Speaker: Du warst bei einer Doku.
Speaker: Genau, so eine witzige Doku.
Speaker: Auch natürlich Berlin, Eltern aus Berlin.
Speaker: Und, ähm,
Speaker: Die haben das Kind halt auch so erzogen, dass es, ja, halt quasi ohne Geschlecht dann irgendwie halt so groß wird.
Speaker: Und dann fragen sie das Kind, wollen wir denn uns heute mal mit Pronomen vorstellen und so.
Speaker: Und es ist, ja, es ist, ich finde es einfach nur schlimm.
Speaker: Ich finde es super schlimm.
Speaker: Und...
Speaker: Das ist das, was wir letztens auch hatten, dieses, wenn man alles einem so dermaßen aufs Auge drückt, da sind wir eigentlich alle selber schuld, dass wir uns diese ganzen Fortschritte selber versauen, die wir uns ja irgendwie dann doch erarbeitet haben.
Speaker: Weil die Menschen werden, also die akzeptieren mittlerweile viel weniger, weil einem das so vor die Füße geworfen wird und du musst, musst, musst.
Speaker: Und das finde ich überhaupt nicht richtig.
Speaker: Wie wäre es denn mal, mit dem Gedanken zu spielen?
Speaker: Weil das habe ich, also ich selber, habe das noch nicht wahrnehmen dürfen.
Speaker: Warum gibt man denn vielleicht nicht auch mal wirklich besonderen Kindern, sprich Behinderten, Schwerbehinderten,
Speaker: Kindern die Plattform, wo man sagt, dass man das mit in die Kitas nimmt und das mit in die Grundschulen nimmt, dass kleine Kinder von Anfang an wissen, dass solche besonderen Kinder eben nicht irgendwie komisch sind oder wie auch immer.
Speaker: Wie geht man mit solchen Kindern um?
Speaker: Zum Beispiel auch auf dem Schulhof.
Speaker: Das sind so Sachen.
Speaker: Da habe ich witzigerweise heute auch noch so einen Aufruf gestartet, ob es da irgendwelche mutigen Eltern gibt, die mit mir darüber quatschen wollen.
Speaker: Weil das ist etwas, das finde ich viel wichtiger, wie oft sehe ich das, es reicht ja schon eine Gehbehinderung und schon ist das Kind ja völlig außen vor irgendwie, nur weil es anders läuft.
Speaker: Es ist aber sonst, das Kind kann trotz alledem alles mitmachen, vielleicht kann es nicht so gut rennen wie du, aber es kann mit dir zusammen über den Schulhof laufen, weißt du?
Speaker: Schulhaufen fand ich gut.
Speaker: Habe ich Schulhaufen gesagt?
Speaker: Du wolltest Schulhaufen sagen.
Speaker: Ja, Schulhaufen, das ist aber auch manchmal, ist gar nicht so verkehrt, Schulhaufen.
Speaker: Ja, passt auf, ich finde den Gedanken gut.
Speaker: Also nicht den Schulhaufen, sondern den du da gerade von dir gibst.
Speaker: Das sind so Sachen, da denke ich mir, man nimmt doch mal sowas mit, das hat dann auch wenigstens einen Sinn, weil das kann wirklich jeden treffen, das ist nichts Auferzwungenes, sondern das kann bei jeder Schwangerschaft, kann dir der Arzt sagen, ey,
Speaker: Frau So und So, Herr So und So, so sieht es aus, das und das könnte sie erwarten mit ihrem Kind.
Speaker: So, jetzt kurze Frage.
Speaker: Da grätsche ich mal gerade dazwischen, weil das nämlich auch ein interessanter Punkt ist.
Speaker: Du bist schwanger, gehst zum Arzt und der Arzt sagt, passen Sie auf, Ihr Kind wird mal Down-Syndrom oder sonst irgendwas haben.
Speaker: Ja.
Speaker: So, wie, jetzt ganz gefährliche These, nicht meine persönliche, sondern mal die These.
Speaker: Was machst du dann als Elternteil?
Speaker: Wie weit denkst du?
Speaker: Denkst du egoistisch und sagst, das Kind will ich auf jeden Fall behalten, ich will es fliegen.
Speaker: Du denkst, ich habe bewusst gesagt egoistisch, du denkst in dem Moment egoistisch.
Speaker: Du nimmst das Kind, du hast es ja lieb und, und, und.
Speaker: Aber was tust du diesem Kind in einer Gesellschaft, die wir haben, an, langfristig?
Speaker: Du weißt auch, ich meine, Down-Syndrom ist noch relativ harmlos, damit kannst du heutzutage Gott sei Dank sehr gut leben als Mensch.
Speaker: Aber lass das mal ein bisschen schlimmer sein.
Speaker: In einer gehbehindert und noch was, ich weiß nicht, was es da für Krankheiten alles gibt,
Speaker: Was tust du diesem Kind und späteren Menschen eigentlich an?
Speaker: Denn irgendwann wirst du dich um dieses Kind nicht mehr kümmern können, weil du ja auch älter wirst und es dann nicht mehr pflegen können.
Speaker: Du entlässt es in eine Welt, die, und damit schließt sich der Kreis zu dem, was du gerade gesagt hast, in einer nicht gerade behindertenfreundlichen Welt.
Speaker: Was wäre da also, und jetzt kommt die Provokation, wäre es nicht,
Speaker: der bessere Gedanke zu sagen, okay, wenn dieses Kind so krank ist, dann stimme ich einer Abtreibung zu.
Speaker: Also das ist jetzt bewusst provokant.
Speaker: Ich will noch mal deutlich sagen, das ist nicht meine Meinung, sondern es ist bewusst jetzt die Provokation.
Speaker: Um so drüber nachzudenken, ob es nicht besser wäre,
Speaker: dann einer Abtreibung zuzustimmen.
Speaker: Das ist eine These.
Speaker: Da kann ich dir gerne meine Meinung zu nennen.
Speaker: Also wenn jetzt der Arzt mir sagen würde, Frau Sowieso, ihr Kind wird Down-Syndrom haben, dann sehe ich für mich überhaupt gar kein Hindernis, dieses Kind auszutragen.
Speaker: Weil Down-Syndrom, also das sind Menschen, ich glaube...
Speaker: Entschuldigung, ich wollte damit diese Menschen nicht verurteilen oder sonst irgendwas.
Speaker: Nein, nein, nein.
Speaker: Nicht falsch verstehen, bitte.
Speaker: Nein, aber ich habe auch schon häufig Menschen kennengelernt, die Down-Syndrom haben.
Speaker: Und ich glaube schon fast, dass das die einzigsten Menschen sind auf diesem Planeten, die wirklich ehrliche Liebe haben und ehrliche Gefühle zeigen.
Speaker: Und das sind ganz fabelhafte Menschen.
Speaker: Ja.
Speaker: War vielleicht nicht das beste Beispiel.
Speaker: Nein, aber wir reden darüber.
Speaker: Aber, jetzt kommt das Aber, weil diese Menschen kannst du sehr wohl dann auch ins normale Leben lassen.
Speaker: Integrieren.
Speaker: Ja, du weißt mal, ich meine, ja.
Speaker: Integrieren war das Wort, das Gesuchte, glaube ich.
Speaker: Und würde jetzt aber der Frauenarzt mir sagen...
Speaker: Ihr Kind wird hundertprozentig wirklich schwerstbehindert, geistig, wie auch immer, körperlich.
Speaker: Ja, das ist das bessere Beispiel, ja.
Speaker: So, dann, und das spreche ich auch nur für mich, würde diese Schwangerschaft nicht zu Ende bringen, weil …
Speaker: Natürlich am Anfang, das Kind ist klein und da ist das alles nicht so dramatisch im Sinne von der Pflege her.
Speaker: Aber irgendwann, wie du ja auch schon sagtest, werde ich älter.
Speaker: Und wenn ich mir jetzt vorstelle, ob das jetzt eine Frau dann später ist oder ein Mann, diese Person wird größer, wird schwerer, wird...
Speaker: kann sich mehr... Das klingt so bescheuert, wenn ich das jetzt sage, aber das ist halt nun mal dann... Realität.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, wie soll ich das denn erklären?
Speaker: Mein Gott, aber...
Speaker: Ich weiß, wo du hin willst.
Speaker: Mir fehlen die Worte dafür gerade so ein bisschen.
Speaker: Man kann es ganz brutal runterdrücken.
Speaker: Dieses Kind wird in einem Erwachsenenalter ein Problemfall, ein Pflegefall, wenn es ganz hart auf hart kommt.
Speaker: So brutal muss man das, glaube ich, mal runterdrücken.
Speaker: Und wir müssen entsprechende Hilfe in Anspruch nehmen.
Speaker: Dieses Kind wird, oder dieser erwachsene Mensch wird dann irgendwann in der Pflege landen.
Speaker: weil es nicht anders geht.
Speaker: Da ist es ja, wo ich vorhin sagte, ist das nicht doch ein wenig egoistisch, wenn man ein solches Kind, wenn man es im Vorfeld weiß, austrägt.
Speaker: Und das ist nicht meine persönliche Meinung, weil ich weiß, das ist ein wahnsinnig schweres Thema und ein Thema, wo es viele, viele Meinungen gibt.
Speaker: Vielleicht wird es in den Kommentaren da eine Debatte darüber geben.
Speaker: Wäre sicherlich spannend zu sehen, wenn man endlich was anderes...
Speaker: Wobei ich aber auch glaube, dass das dann wieder in die rechte Ecke gedrängt wird, leider Gottes.
Speaker: Aber es ist einfach, ja, es ist ein wahnsinnig schwieriges Thema.
Speaker: Und ja, ich glaube, da gibt es kein richtig oder falsch.
Speaker: Ich würde es auch für mich viel schlimmer finden, wenn ich sagen würde, ja, okay, jetzt bin ich aber schon in Woche sowieso.
Speaker: Und jetzt muss ich, weil ich muss halt einfach, weil ich habe das Kind in mir und das wäre total...
Speaker: verkehrt, wenn ich diese Schwangerschaft abbrechen würde.
Speaker: Aber wenn ich ja von mir aus, ja, ich Justine weiß, jetzt auch wo ich hier sitze, ich weiß, dass ich es einfach nicht könnte, emotional, körperlich.
Speaker: Ich könnte es nicht.
Speaker: Ich würde mich dermaßen kaputt machen und ich würde diesem Kind nicht gerecht werden.
Speaker: Und ich würde es auch, und da rede ich auch wieder nur für mich, nicht richtig finden, das Kind auszutragen und dann einfach abzugeben, weil, ne, so...
Speaker: Aber es ist doch dein Körper und es ist dein Leben und es ist deine freie Entscheidung.
Speaker: So sollte es sein.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Klar, selbstverständlich.
Speaker: Und dabei bleibe ich auch.
Speaker: Der Körper gehört dir.
Speaker: Ja, logisch.
Speaker: So logisch ist das in der Gesellschaft nicht.
Speaker: Ja, ich weiß.
Speaker: Aber ja, also...
Speaker: Ich würde es nicht machen.
Speaker: Ich könnte es auch nicht machen.
Speaker: Und das wäre falsch, das zu tun in meinem Namen, in meiner Person, das Kind nur auszutragen, weil ich muss und es dann aber vielleicht falsch zu behandeln oder ihm nicht gerecht zu werden, nur weil die Gesellschaft es mir so vorschreibt.
Speaker: Das wäre für mich der ganz falsche Ansatz.
Speaker: Also absolut.
Speaker: Deswegen habe ich ja vorhin gesagt, also jede Frau sollte das Recht haben, dass es eine Beratung vielleicht geben sollte, eine neutrale, fände ich vielleicht gar nicht so schlecht, wo man sich vielleicht auch Hilfe suchen kann und eine entsprechende Beratung bekommt, um seine Entscheidung entweder zu überdenken oder auch zu festigen.
Speaker: Also wirklich eine ganz neutrale Beratung und dann seine Entscheidung zu treffen.
Speaker: Und die sollte man auch respektieren oder die sollte von der Gesellschaft respektiert werden.
Speaker: Und ich glaube, da hat unsere Gesellschaft im Moment ein Riesenproblem, erst recht, was Respekt angeht.
Speaker: Also da tun wir uns im Moment nicht.
Speaker: Ach, du wirst doch immer schief angeguckt.
Speaker: Wenn du ein Lebewesen abtreibst, aus welchen Gründen auch immer, das weiß doch keine Sau, wieso das jetzt gerade so passiert.
Speaker: Oder ob du mit einem behinderten Kind über die Straße läufst, da kriegst du auch schiefe Blicke.
Speaker: Das kommt noch dazu, dann wird es doch richtig pervers, oder?
Speaker: Auf der einen Seite wird diskutiert, nee, Abtreibung geht vorher nicht, aber wir...
Speaker: Guck ihn nicht blöd an, wenn du dich doch entschieden hast, so ein Kind auszutragen und großzuziehen.
Speaker: Wie krank kann er sein?
Speaker: Da wird dir teilweise schon vorgeworfen, was hat die Alte für Drogen genommen?
Speaker: Oder so eine Geschichte, wie kann es sein, dass das Kind behindert zur Welt kommt?
Speaker: Was hat die Alte gemacht?
Speaker: Ja, wenn in der Schwangerschaft geraucht.
Speaker: Und Alkohol getrunken.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Das ist traurig.
Speaker: Ja, es ist schlimm, dass man da... Aber ein spannendes Thema.
Speaker: Das ist ein sehr introverses Thema.
Speaker: Ich hoffe auch wirklich so sehr, dass sich da jemand meldet, die halt ein besonderes Kind haben.
Speaker: Weil du kannst niemals... Du kannst so viel lesen.
Speaker: Du kannst dir so viele Filme angucken.
Speaker: Aber niemals wirst du halt so viel lernen von jemandem, der selber betroffen ist.
Speaker: Richtig.
Speaker: Und ich hoffe, da meldet sich jemand, der einfach mal so einen kleinen Einblick geben kann.
Speaker: In diese Welt, weil ich sage dir, wie es ist, ich selber, ich habe da nichts, also ich wüsste nicht, also es ist schwer, das weiß ich, es ist super schwer.
Speaker: Erziehung an sich, ein Kind großziehen in dieser Welt ist an sich schon schwer.
Speaker: Ja klar, logisch, aber wenn ich jetzt an mein Kind denke.
Speaker: der beschäftigt sich selber und der zieht sich selber an und der macht sich selber essen.
Speaker: Aber wenn du halt eben ein Kind hast mit besonderen Bedürfnissen, das ist ja eine Lebensaufgabe für immer und ewig.
Speaker: Also was das mit einem selbst macht, wie ist es in Deutschland, ein behindertes Kind zu haben?
Speaker: Wie ist es in den Schulen, ein behindertes Kind zu haben?
Speaker: Das sind Sachen, oh, ba-la-da-da-da-da-da-da-da.
Speaker: Die interessieren mich wahnsinnig, weil das ist ein Thema, wovon ich am wenigsten weiß.
Speaker: Es ist auch ein sehr interessantes Thema, gerade in einem noch Wirtschaftsland wie Deutschland, dem es noch relativ gut geht, im Vergleich zu anderen Ländern.
Speaker: Wir versuchen gerade, behindertengerechter zu werden.
Speaker: Es scheitert leider an vielen, auch oftmals an Kleinigkeiten, dass das funktioniert.
Speaker: Hier in Berlin sehe ich es ganz deutlich.
Speaker: Da werden mir wahrscheinlich auch viele Berliner, die im Rollstuhl sitzen oder auf dem Fahrstuhl angewiesen sind und mit dem öffentlichen Fahren sicherlich recht geben.
Speaker: Manche Fahrstühle, wenn du da reinkommst und die Tür aufgeht, dann bist du schon satt.
Speaker: Da stinkt es nach Kot, da stinkt es nach Purin.
Speaker: Oder gerade im Winter liegt da noch einer drin, der da übernachtet.
Speaker: Das kommt noch gerade dazu, dann gerade mit Rollstuhl, da wo du hin willst, gibt es plötzlich Treppen statt einer Auffahrt und wenn es eine Auffahrt gibt, ist sie vielleicht noch zu schmal oder zu steil.
Speaker: Da macht man sich gar keine Gedanken darüber, null.
Speaker: Also wie oft fahre ich mit dem Zug, wirklich.
Speaker: Manchmal jedes zweite Wochenende sitze ich irgendwo in irgendeiner Bahn und fahre irgendwo hin.
Speaker: Aber da macht man sich doch gar keinen Kopf drüber.
Speaker: Wenn du da nur noch zwei Minuten Umstiegszeit hast, dann rennst du schnell die Treppen hoch und dann ist das gut.
Speaker: Aber wenn du da dann in deinem Rollstuhl gefangen bist oder vielleicht auch gehbehindert bist, das reicht ja auch schon.
Speaker: Und du kannst die Treppen nicht steigen.
Speaker: Und du hast da keinen fucking Fahrstuhl.
Speaker: Ich habe eine ganz liebe Bekannte, dessen Mama saß vor eurem Rollstuhl und die wollten nach...
Speaker: weiß ich jetzt nicht, irgendwo weiter weg in den Urlaub auf jeden Fall.
Speaker: Und da mussten die wirklich erstmal in die komplett andere Richtung fahren, weil dieser Bahnhof in der anderen Richtung hatte gar nicht diese Barrierefreiheit.
Speaker: Das heißt, die mussten erst in die andere Richtung mit dem Zug, dass sie dann da reinkommen, überhaupt irgendwie mit dem Rollstuhl auch nur einen Meter weiter kommen.
Speaker: Das sind so Sachen, also, hä?
Speaker: Ja, was für uns selbstverständlich ist, ist für manche Menschen wirklich eine extreme Herausforderung.
Speaker: Da macht man sich keine Birne drum.
Speaker: Nee.
Speaker: Null.
Speaker: Und da sollte sich eigentlich jeder eine Birne drüber machen, denn im Rollstuhl kann man schneller landen als einem.
Speaker: Oh ja.
Speaker: Gerade viele Motorradfahrer werden es wissen, wie schnell das gehen kann, wenn sie denn einen Crash überleben.
Speaker: Hier hat es vor ein paar Tagen auch wieder schwer geknallt, aber da ist der Motorradfahrer schuld gewesen, ist gegen einen Feuerwehrwagen geknallt, der mit Blaulicht und Martinshorn wohl kreuzig gefahren ist.
Speaker: Aber der Motorradfahrer meinte, nee, ich schaff das noch.
Speaker: Nee, hast du nicht geschafft.
Speaker: Ja, Schadung im Motorradfahrer, aber ist halt so, passiert.
Speaker: Aber selbst auch im Sport kann das sehr schnell passieren, dass du gerade in meinem Sport, aus dem ich komme, Motocross-Sport damals, gibt es auch einige, die dann im Rollstuhl gelangen sind.
Speaker: Da gibt es einen, ich weiß jetzt gerade den Namen nicht, der hat es wirklich geschafft, sitzt auch im Rollstuhl, der hat es aber wirklich geschafft, der hat sich das verabschiedet.
Speaker: felsenfest vorgenommen, ich fahre nochmal Motocross.
Speaker: Der hat das wirklich geschafft, der hat sein Bike so umbauen lassen, dass er es wirklich geschafft hat, damit wirklich nochmal eine Runde zu drehen.
Speaker: Dieser Biss und dieser Ehrgeiz, der da war, das bewundere ich so, was der gemacht hat.
Speaker: Und das ist bei meinem
Speaker: Dortmunder Heilenkross hat der wirklich mit dem Bike noch zwei Rücken gedreht und das Publikum ist ausgerastet.
Speaker: Das fand ich richtig toll.
Speaker: Aber ja, das ist, wie gesagt, im Rollstuhl kannst du schneller landen, als du glaubst.
Speaker: Ja, wie hieß denn noch der eine, der bei Wetten, dass du über die Autos oder was springen wollte?
Speaker: Und dann gab es auch den Unfall da in dem Studio und seitdem ist er auch im Rollstuhl.
Speaker: Ja, ich weiß, wie du meinst.
Speaker: Aber den Namen, leider Gottes komme ich jetzt auch nicht auf den Namen, aber ich weiß, wie du meinst.
Speaker: Ja, Rucki Zucki geht das.
Speaker: Und das ist auch nicht nur mit Rollstuhl, sondern... Blindheit, aber Blinden ist genauso schlimm.
Speaker: Kann ja auch durch eine Krankheit passieren.
Speaker: Logisch, klar.
Speaker: Taub werden.
Speaker: Oder gehörlos.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Es geht ja nicht nur immer um den Rollstuhl.
Speaker: Da reichen ja andere Sachen genauso, die dich schwerstbehindern.
Speaker: Ja, es geht ja auch nicht darum, dass du von Geburt an mit einer Behinderung zur Welt kommst.
Speaker: Das kann dich später mit einer Krankheit erwischen.
Speaker: Eben.
Speaker: durch einen Unfall erwischen und deswegen sollten wir mal alle drüber nachdenken, wie gut es uns geht, dass wir gesund sind, aber immer mit dem Bewusstsein, es kann sich jeden Tag ändern und deswegen sollten wir zusehen, dass wir es wirklich hinbekommen und gerade von den Verantwortlichen eine wirklich barrierefreie Welt draußen.
Speaker: Wir kriegen eher eine Barrierewelt im Internet hin, als eine Barrierewelt da draußen.
Speaker: Scheiße, ja, wirklich.
Speaker: Das weiß ich auch noch, das ist auch schon Jahre her.
Speaker: Ich meine gut, das ist natürlich dann auch dem Wetter ein bisschen zu schulden gewesen, aber da war ein alter Mann im Rollstuhl auf der anderen Straßenseite und den habe ich gesehen.
Speaker: Und er kam und kam nicht rüber, weil nirgendwo, also entweder war der Schnee so dämlich an die Seite geschoben, dass du da nicht mehr runterkamst, wo der Bordstein eben abgesenkt war.
Speaker: Oder der Bordstein war einfach Arschritze zu hoch.
Speaker: Und ich bin mit dem Meter und Meter und Meter dann gefahren.
Speaker: Ich habe ihn dann geschoben, bis ich da irgendwo mal mit ihm über die Straße kam,
Speaker: Ja, um ihn dann wieder Meter für Meter für Meter nach hinten zu rollen, damit er da hinkommt, wo er eigentlich hin wollte.
Speaker: Und das war ein Umweg von einer Dreiviertelstunde.
Speaker: Überleg dir das mal.
Speaker: Wir wären einfach nur über den Schneehaufen gestolpert, wären rübergegangen und das wäre eine Sache von 20 Sekunden gewesen.
Speaker: Und auch das, das sind Sachen, da macht sich keiner einen Kopf rüber.
Speaker: Also die wenigsten zumindest nicht.
Speaker: Zum Beispiel, ich weiß nicht, ob du diese Rillen auf der Straße kennst, gibt es ja auf den Bürgersteigen, das sind diese schwarzen Dinger, die so erhoben sind.
Speaker: Das ist ja für, du hast ja auch einen Bahnsteig, das ist ja für Blinde, dass die mit ihrem Stock wissen, da ist der Bahnsteig, weiter geht nicht.
Speaker: So, was passiert aber im Winter, wenn Schnee liegt?
Speaker: Dann ist nämlich dieser Streifen zugeschneit und weg.
Speaker: Dann ist die Orientierung für die Blinden auch weg.
Speaker: Das ist mit was die sich so auseinandersetzen müssen, um ihren täglichen Tagesablauf organisieren zu müssen.
Speaker: Das ist schon echt, da sind wir wieder Respekt, alle Achtung.
Speaker: Also wirklich, wenn ich mir jetzt überlege, ich meine klar, hier mein Bahnhof, das ist ein Gleis.
Speaker: Da kannst du nur das Richtige finden.
Speaker: Aber ich stelle mir jetzt vor, ich fahre jetzt
Speaker: Ich war auch schon oft in Hamburg, aber der ist ja riesig.
Speaker: Und ich laufe jetzt mal mit Augen zu durch diesen Bahnhof und ich habe keine Leitstreifen.
Speaker: Versetze ich mal in die Lage, wie...
Speaker: Also wie viel Kraft du da brauchst, dass du da irgendwo, natürlich gibt es auch nette Menschen und die helfen dir dann gewiss.
Speaker: Ja, und dann stehst du an den Bahndamm oder irgendwo, wo du gar nicht hin wolltest, weil sie dich verarscht haben.
Speaker: Ja, da hast du recht.
Speaker: Auch die Affen gibt es leider auch.
Speaker: Aber sich das einfach nur mal vorzustellen, wie viel Kraft du da mental auch brauchst, so einen dummen Tag einfach irgendwie dann
Speaker: Ja, zu überstehen, zu meistern, wie auch immer.
Speaker: Wie viel Ausbildung steckt dahinter?
Speaker: ist heftig, das ist wirklich heftig.
Speaker: Und dann wirst du auch noch angepumpt, wenn irgendwie ein, wie nennen sich denn die Hunde?
Speaker: Blindenhunde.
Speaker: Blindenhunde, klar.
Speaker: Und dann gibt es ja auch noch so, auf Englisch heißt es Service Dogs, wie heißen die denn?
Speaker: Ja, Service Dogs.
Speaker: Ja, ne?
Speaker: Die sind very necessary für solche Menschen einfach, ja.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Und dann wird gesagt, nö, der Hund darf hier nicht rein und der Hund so und der Hund dies und
Speaker: Da wird es dann ja auch wieder gesellschaftlich schwierig, weil wenn du dann ins Restaurant gehst, brauchst du diesen Hund ja und eigentlich darfst du ja mit Hund oder sollst du nicht mit Hund ins Restaurant.
Speaker: Aber dann gibt es wirklich Dumpfbacken, die Hundebesitzer sind und sagen, der darf doch mit seinem Hund hier auch rein, warum darf ich das nicht?
Speaker: Weil dein Köter scheiße ist, deswegen.
Speaker: Weil dein Köter die ganze Zeit rumkläfft und an den Stuhlbeinen vom Restaurant hier pisst, deswegen.
Speaker: Ja, anstatt zu fragen, warum darf der Hund da rein und dann
Speaker: zu sagen, wenn der Restaurantbesitzer sagt, weil das ein Servicehund ist oder weil die Person blind ist und diesen Hund benötigt.
Speaker: Dann müsstest du als Hundebesitzer einfach sagen, okay, verstehe ich.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Akzeptiere ich.
Speaker: Aber das tut unsere Gesellschaft leider teilweise nicht mehr.
Speaker: Nein, das juckt die alle nicht.
Speaker: Auch wenn du, wie oft sehe, wie, oh, da können die sich ja aufregen, wie oft ich das am Bahnhof sehe, wenn erblindete Menschen dann mit ihrem Stücklein
Speaker: da auf diesem Rubbelasphalt dann da ihren Weg entlang laufen und die Leute, die stehen da halt einfach auf dem, manche wissen es auch nicht, okay, aber wenn ich sehe, ich werde irgendwie mit dem Stock, habe ich da irgendwie am Fuß auf einmal, weil ich Idiot auf diesem Streifen stehe und ich behindere gerade diesen Menschen auf seinem Wege, dann ich sehe das, dann entschuldige ich mich, ja, weil ich bin zu doof dafür gewesen, aber da gibt es dann Menschen, die pumpen die Menschen an, ey, hallo, geht's noch?
Speaker: Ja, unsere Gesellschaft weiß nicht, wann das angefangen hat.
Speaker: Wir sind eklig, wir sind einfach nur widerlich, wirklich.
Speaker: Teilweise echt irgendwie entgleist.
Speaker: Aber maximal.
Speaker: Ich weiß nicht, wo die Hälfte der Menschheit rechts abgebogen ist, aber... Der war gut.
Speaker: Ja.
Speaker: Rechts abgebogen war gut.
Speaker: Ja, das ist teilweise wirklich schlimm.
Speaker: Und ich war ja aus Recherchezwecken in der letzten Woche auch viel im Internet unterwegs, auch viel auf Social Media.
Speaker: Und ich glaube...
Speaker: Die dümmste Erfindung, die wir machen konnten, war Social Media, war das Internet.
Speaker: Denn da entlädt sich jeglicher Frust.
Speaker: Und ich glaube auch, das wird, es ist jetzt keine Verschwörungstheorie, aber ich glaube, das wird auch bewusst aus manchen Ecken gesteuert.
Speaker: Das mache ich jetzt nicht an irgendeiner Partei oder sowas fest, sondern ich glaube, dass gewisse Kräfte auf diesem Planeten ein Interesse daran haben, dass gewisse Gesellschaften eskalieren und auseinandergehen.
Speaker: Ich glaube auch, dass viele Typen in den Kommentarspalten, das sind Bots, das sind keine richtigen Menschen, sondern die zielen wirklich darauf ab, dass die Gesellschaft entgleist und dass man sich da zofft und streitet.
Speaker: Deswegen glaube ich, dass...
Speaker: in der Gesellschaft genau da den Bach runtergegangen ist durch diese gezielte Steuerung, weil wir das alles nicht mehr, weil wir da nicht mehr differenzieren können.
Speaker: Ja gut, aber das war mir nicht das.
Speaker: Auch nicht verstehen, dass manche Leute bewusst manche Nachrichten beenden,
Speaker: provozierend aufsetzen, um eine Diskussion darunter zu bekommen.
Speaker: Dann antwortet ja auch jeder.
Speaker: Und dadurch wird dieser Post natürlich von den Algorithmen der jeweiligen Plattformen besser bewertet und bekommt eine höhere Aussagekraft.
Speaker: Und schon kommt das ganze Ding ins Rollen.
Speaker: Das halte ich für wahnsinnig gefährlich.
Speaker: Deswegen X, formerly known as Twitter und Facebook,
Speaker: TikTok wird es wahrscheinlich auch noch so enden, sind gefährliche Plattformen.
Speaker: Meinungsbildende Plattformen, wo du Meinung steuern kannst.
Speaker: Ich glaube, dass wir über Social Media sehr stark, also wenn irgendwo eine Gehirnwäsche stattfindet, dann da.
Speaker: Nicht von der Politik, sondern auf Social Media.
Speaker: Ja, also gerade auch so TikTok, weil das sind meistens so ein paar Sekundenclips, wo dann einfach alles aus dem Kontext gerissen wird.
Speaker: Ganz dummes Beispiel, vielleicht kennt jemand den Gastronom Redo, ich weiß nicht, ob du den kennst, diesen Glatzkopf.
Speaker: Auf jeden Fall habe ich eine halbe Stunde vorher so einen kurzen Clip gesehen.
Speaker: Der hat ja weiß Gott wie viele Restaurants in Deutschland.
Speaker: Und da hat eine Mitarbeiterin ihn angerufen und meinte so, ey Chef, yo, heute ist es voll warm und so, könnte ich mit Minirock arbeiten?
Speaker: Und
Speaker: Er meinte dann so, weil er war auf dem Weg in dieses Restaurant, dass er schauen möchte, also sie sollte bitte einen längeren Rock mitbringen, weil wenn das eine zu knappe Geschichte ist, dann funktioniert es halt einfach nicht.
Speaker: Also wenn es kein Minirock, sondern ein breiter Gürtel ist.
Speaker: So richtig, check ich voll.
Speaker: Also ich würde jetzt auch nicht von jemandem bedient werden wollen, wo man die linke und die rechte Arschbacke so halb sieht.
Speaker: Das ist einfach so, weil will ich nicht.
Speaker: Du bist auf Augenhöhe mit mir, habe ich keinen Bock drauf.
Speaker: Und
Speaker: Eine halbe Stunde später kommt dann der nächste Clip und dann war er im Restaurant und dann wurde das aber so gedreht, weil sie hatte von sich aus dann schon den längeren Rock angezogen, weil sie selbst gemerkt hat, dass der andere zu kurz war.
Speaker: Und dann wurde das aber so gedreht, dass er ihr vorgeworfen hat, dass ihr Rock zu lang ist und der ist eben kurz genug.
Speaker: Ja, nicht kurz genug.
Speaker: Nein, nicht lang genug.
Speaker: Ja, hä?
Speaker: Nee.
Speaker: Maximale Verwirrung.
Speaker: Mein Gott, ihm wurde vorgeworfen, dass der Rock ihm nicht kurz genug ist.
Speaker: So, doch, das ist richtig.
Speaker: Ach genau andersrum.
Speaker: Ja, weil sie hat ja von vor... Ich hätte jetzt gedacht, ich wäre jetzt auf die Spießigkeit gegangen, dass er gesagt hat, der Rock ist zu kurz, du musst was längst.
Speaker: Also, dass er hier diktiert hätte, wie lange der Rock zu sein hat.
Speaker: Nee.
Speaker: Noch schlimmer, so rum.
Speaker: Ja, das wurde dann... Also, Sexismus wurde ihm vorgeworfen.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Das wurde dann so geschnitten, dass man nur das sieht, aber dass sie ihn vorher angerufen hat, um zu fragen, darf ich?
Speaker: Und dann hat sie es aber für sich selbst entschlossen.
Speaker: Das wurde dann wieder nicht gezeigt.
Speaker: Und das sind so Sachen, das ist gefährlich.
Speaker: Ich meine, das ist jetzt ein ganz dummes Beispiel.
Speaker: Nö, das ist genau das, du hast ja den richtigen Begriff schon genannt, aus dem Kontext gerissen.
Speaker: Ja.
Speaker: Und das ist das, was im Internet tagtäglich passiert.
Speaker: Du kriegst nur die Headline mit und den Kontext mit,
Speaker: in welchem Kontext und Zusammenhang diese Headline steht, das musst du erst lesen und da hat keiner mehr Zeit und Bock zu.
Speaker: Und schon wird sich eine Meinung gebildet, die überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat.
Speaker: Und der Nächste haut dann wieder raus, guck hier, der hat wieder das und das gesagt.
Speaker: Warum er das aber gesagt hat, das wird weggelassen.
Speaker: Genau, ja.
Speaker: Und das ist was sehr, sehr Gefährliches.
Speaker: Ja, das ist.
Speaker: Weil du dann schnell angeprangert wirst und auf der Straße angepöbelt wirst, obwohl das halt überhaupt gar nicht der Realität entspricht.
Speaker: Richtig.
Speaker: Genau.
Speaker: Und da entgleist unsere Gesellschaft meines Erachtens nach komplett.
Speaker: Ja, ich weiß gar nicht.
Speaker: Aber die Anfänge waren nicht erst, das fing nicht erst mit Social Media an.
Speaker: Also die Anfänge.
Speaker: Nee, nee, nee.
Speaker: Wer meinen aktuellen Podcast hört, da geht es nämlich auch darum, die Entgleisung, glaube ich, die gesellschaftliche, wann das angefangen hat, das war schon viel früher.
Speaker: Das war schon...
Speaker: Ja, ganz extrem wurde es meines Erachtens nach, ist auch Thema in dem Podcast in der Folge, das Geiseldrama in Gladbeck damals.
Speaker: Das war ja auch krass, ne?
Speaker: Da habe ich mir die Doku auch reingezogen.
Speaker: Das ist ja mal wohl heftig.
Speaker: Ja.
Speaker: Wie einfach das ging.
Speaker: Das Eier.
Speaker: Aber viel schlimmer war ja die Arbeit der Medien damals.
Speaker: Hans Meiser, der mal locker da den Geiselnehmer angerufen hat im Bus und das live in den Nachrichten war.
Speaker: Und ich werde auch dieses Bild nicht vergessen, diese Sendung, wo der eine Geiselnehmer Knarre in der Hand, tätowierte Arm, Kippe im Maul und ganz großkotzig da mit den Journalisten gesprochen hat.
Speaker: Das war echt heavy.
Speaker: Und ich stelle mir aber ernst, ich meine, danach gab es ja, der Pressekodex hat sich dann nachher geändert und sowas sollte es ja danach nie mehr geben, aber sagen wir doch mal ehrlich, wenn heute jemand im Bus sitzt, jemand im Geiseldrama, was wird der machen, wenn der ein Handy hat?
Speaker: Der wird sofort dieses Handy anschmeißen
Speaker: und dieses Video aufzeichnen und dann, wenn er das Handy nicht von den Geiselnehmern abgenommen bekommt, wird das sofort an irgendeine Bild-Zeitung oder sonst irgendwo verschicken, wahrscheinlich mit dem Satz, was ist es euch wirtschaftlich wert, dass ihr diese Exklusiv-Nachricht kriegt.
Speaker: Und dann wird man bei der Bild-Zeitung wahrscheinlich im Kampf um Klicks
Speaker: und Reichweite gut überlegen, machen wir es oder machen wir es nicht.
Speaker: Wir haben es ja nicht gemacht, sondern wir haben es nur veröffentlicht.
Speaker: Sie werden es machen.
Speaker: Deswegen glaube ich, dass wir heutzutage dank Internet wieder an so einem Punkt wären, wo sowas passieren würde.
Speaker: Weil jeder irgendwo immer mit der Kamera, mit dem Handy draufhält.
Speaker: Boah, ich finde, ich war jetzt gerade mit den Gedanken ganz woanders.
Speaker: Aber wie gut kennst du dich mit dieser Story aus?
Speaker: Gladbeck?
Speaker: Ja?
Speaker: Ja, so ein bisschen.
Speaker: Kommt drauf an, was du jetzt willst.
Speaker: Also, ich würde das ja schon interessant finden, wenn wir dieses Thema mal zerpflücken und da mal so eine eigene Podcast-Dings drüber machen.
Speaker: Wäre interessant, wenn wir dann auch die Kurve zu heute kriegen, wie die Medien heute arbeiten.
Speaker: Finde ich richtig geil, wenn wir diese Geschichte mal aufrollen.
Speaker: Was da alles auch schief ging.
Speaker: Weil ich habe mir diese Doku, das war auch schon wieder lange her, mal angeguckt und ich denke mir, das kann gar nicht wahr sein.
Speaker: Das kann nur gestellt sein, was die da machen.
Speaker: Das würde heute nie wieder, also hä?
Speaker: Wie geht das?
Speaker: Du bist ja auch in einem Alter, du hast das live ja gar nicht mitbekommen.
Speaker: Nein, natürlich nicht.
Speaker: Ich aber.
Speaker: Aber da waren ja viele Live-Aufnahmen dieser Dokumentation.
Speaker: Ja, ich hab's ja live im Fernsehen.
Speaker: Ich hab's ja live mitbekommen.
Speaker: Ich bin ja Zeitzeuge, wenn du so willst.
Speaker: Geil!
Speaker: Hä?
Speaker: Tomek, das machen wir.
Speaker: Also ich war nicht live dabei, ich war nicht in Gladbeck, aber ich hab die Berichterstattung im TV mitbekommen.
Speaker: Ich hab auch das Interview von Hans Meiser gesehen auf RTL+.
Speaker: Mhm.
Speaker: Also das war schon, das hast du aber als TV-Zuschauer auch gar nicht in dem Moment gar nicht hinterfragt.
Speaker: Also zumindest nicht, ältere Leute werden das wahrscheinlich wirklich gemacht haben.
Speaker: Aber ich als junger Mensch habe das auch nicht hinterfragt, sondern ich habe das aufgenommen und wahrgenommen.
Speaker: Und wirklich Gedanken habe ich mir darüber erst später gemacht, was da damals passiert ist, was da abgegangen ist.
Speaker: Und da ich ja auch so eine leichte journalistische Ader habe, muss ich sagen, das hatte mit Journalismus ungekehrt.
Speaker: Überhaupt nichts zu tun.
Speaker: Das war Sensationsgier.
Speaker: Damals fing das Privatfernsehen schon an, die brauchten Aufmerksamkeit und da spielt vieles rein.
Speaker: Wenn man sich auf das Thema einlässt, das ist ja.
Speaker: Da gab es auch noch, jetzt weiß ich gar nicht, war das in Amerika oder war das in Deutschland?
Speaker: Da gab es auch so einen Mörder, der hat ganz viele, ich glaube sogar, waren es junge Männer oder Frauen, Menschen umgebracht auf jeden Fall und hat die überall verbuddelt und versteckt.
Speaker: Und dann hat der sogar irgendwann mit der Polizei zusammenge... Also die wussten, das ist der Mörder, der wurde auch verklagt deswegen.
Speaker: Bist du sicher, dass das eine Dokue war oder war das irgendwie eine Serie auf Netflix?
Speaker: Ja, aber das...
Speaker: Und hat den dann versucht zu zeigen immer, wo dann irgendwo die Leichen sind.
Speaker: Und die saßen da wirklich, haben miteinander gelacht und Kaffee getrunken und Kippchen geraucht und so einen Scheiß.
Speaker: Und da gab es immer ein bestimmtes Getränk, was er dann immer haben wollte.
Speaker: Und das sah so aus, als wäre er der Oberkommissar.
Speaker: Dabei war er der Mörder.
Speaker: Und der hatte aber einfach mit der Polizei so...
Speaker: feucht-fröhlich würde ich schon fast sagen, zusammengearbeitet, dachte ich mir auch so, ey, jo, hallo, geht's noch?
Speaker: Ja, da bist du aber, ja, es ist auch wieder so zweiseitig.
Speaker: Auf der einen Seite, ähm, kenne ich es auch aus dem Bekanntenkreis, äh, damals bei mir nach
Speaker: Aber in meinem Familienkreis gab es mal eine Person, die hat in einer Steuerfahndung gearbeitet.
Speaker: Und es gab mal, lass den Namen jetzt mal weg, einen sehr prominenten Steuerhinterzieher.
Speaker: Und die hat damals auch erzählt, der ist mit Kaffeekuchen, der ist so gut behandelt worden, damit du halt ihn dahin bringst, dass du die Informationen bekommst, die du haben willst, die ihn dann am Endeffekt oder im Endeffekt an die Wand nageln.
Speaker: Und so bist du natürlich als Ermittler.
Speaker: Du willst ja den Fall aufklären.
Speaker: Du willst ja auch den Familienangehörigen ja auch, ja,
Speaker: die Möglichkeit geben, abzuschließen und das alles.
Speaker: Und dann bist du irgendwo als Ermittler vielleicht auch gezwungen an einem Punkt, diesem Täter auch in irgendeiner Form entgegenzukommen, um ans Ziel zu kommen.
Speaker: Und da wird es dann schwierig.
Speaker: Kommst du mit Gewalt weiter, wenn du sagst, pass mal auf, entweder sagst du mir jetzt, wo die Leichen liegen oder du hast, wenn du morgen früh aufwachst, drei Daumen weniger.
Speaker: Das ist auch schwierig.
Speaker: Und deswegen glaube ich auch, bei solchen Sachen gibt es kein Schwarz und Weiß.
Speaker: Und wenn man sich so eine Doku anguckt, sollte man die
Speaker: mit zwei Augen sehen und nicht nur mit einem.
Speaker: Natürlich schafft das ganz schnell eine Emotion, wo du sagst, wie können die den so behandeln?
Speaker: Das ist ein Dreckschwein, der hat Menschen umgebracht.
Speaker: Aber auf der anderen Seite musst du auch die Ermittler so ein bisschen hinterfragen.
Speaker: Ja, das Wie ist immer sehr interessant dabei, wie man etwas macht.
Speaker: Man kann es natürlich auch übertreiben, aber die Ermittler sind natürlich an dieser Person näher dran als das Kamerateam.
Speaker: Und deswegen ist das immer, glaube ich, eine Frage, ja, wie interpretiert man das als Zuschauer?
Speaker: Nee, fand ich Arschritze.
Speaker: Ja, darfst du.
Speaker: Dein gutes Recht.
Speaker: Ja, also, nein, ich fand das einfach so gruselig.
Speaker: Ist es auch.
Speaker: Weil der hat die wirklich eiskalt ermordet.
Speaker: Und dann haben die da, also, weiß ich nicht, also...
Speaker: Ermittler zu sein ist immer schwer.
Speaker: Du kannst es da niemandem recht machen.
Speaker: Du musst da eine Linie fahren, du musst gucken, du musst auch in gewisser Weise Psychologe sein, um zu sehen, wie tickt dieser Mensch und wie kann ich in seine Psyche eintauchen, um an die Antworten zu kommen, die ich haben will, um ihn am Ende des Tages dann auch in die Kammer zu bekommen, wo wir sein...
Speaker: Leben ein Ende bereiten.
Speaker: Ich bin kein Freund der Todesstrafe, bei Weitem nicht.
Speaker: Man hat auf der einen Seite, niemand hat das Recht, jemandem das Leben zu nehmen.
Speaker: Also wenn wir sagen, wir verurteilen jemanden zum Tode, der auch jemanden getötet hat, dann sind wir ja nichts besser.
Speaker: Das hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun.
Speaker: Wegsperren, Schlüssel wegschmeißen, ist das schon besser.
Speaker: Das hast du ganz krass gesehen.
Speaker: Also ich glaube, lebenslang im Knast in so einer kleinen Zelle und mit nur ein-, zweimal Hofgang am Tag ist wesentlich schlimmer, als wenn man ihm dann sagt, okay, du hast nur zehn Jahre und dann ist eh Schluss.
Speaker: Weil es ist dann ja auch irgendwo eine Befreiung für den Täter selbst, bis zum Lebensende.
Speaker: Kommt ja auch noch voll drauf an, in welchem Land sitzt du.
Speaker: Also ich glaube, in Deutschland ist es schon fast so, das ist ein Hotel, so ungefähr.
Speaker: Also das hat für mich, ja du, ey, nee, für mich hat das in Deutschland nichts mit Strafe zu tun.
Speaker: Auf keinen Fall.
Speaker: Jein, jein.
Speaker: Nee, nee.
Speaker: Du musst dir auch mal überlegen, schön, dass wir endlich mal unterschiedliche Meinungen sind, super.
Speaker: Nein, du musst dir auch mal überlegen, wenn du Straftäter, so schwierig wie das da auch wieder ist, und da kommen wir auch wieder hin, dass die psychologische Betreuung da wahrscheinlich nicht so gut ist, aus Kostengründen.
Speaker: Aber du musst dir mal überlegen, wir müssen den Knast ja auch wieder leer kriegen.
Speaker: Und wir müssen ja auch zusehen, dass er nicht so schnell wieder voll wird.
Speaker: Das läuft zwar im Moment komplett aus dem Ruder, das funktioniert nicht wirklich.
Speaker: Aber rein theoretisch müsstest du es so hinbekommen, dass Leute sagen, in Knast, nie wieder und sowas alles.
Speaker: Aber es ist leider in unserem Knast leider so, dass du da noch eher ausgebildet wirst, wiederzukommen, als dem Ganzen fern zu bleiben.
Speaker: Deswegen glaube ich, dass unser Justizum, das ist das...
Speaker: fängt bei der Rechtsprechung an und hört in einer Justizvollzugsanstalt irgendwo auf.
Speaker: Ja, wir sollten es denen nicht zu gut gehen lassen, gar keine Frage, aber wir müssten sie auch so gut wieder hinkriegen, dass sie in der Gesellschaft wieder ankommen und nicht gleich wieder straffällig werden.
Speaker: Also das ist, weil dann ist es ja, und da sind wir glaube ich leider, so eine Endlosspirale.
Speaker: Und wenn die sich im Knast wohlfühlen, ja, dann kommen sie wieder.
Speaker: Aber es muss auch so sein, dass sie irgendwo auch nicht das Bedürfnis haben, wiederzukommen.
Speaker: Wir müssen da irgendwo, ja...
Speaker: Also, weiß ich nicht.
Speaker: Eine gesunde Linie finden.
Speaker: Auf der einen Seite Abschreckung, auf der anderen Seite aber auch nicht Ausbildung und auf der anderen Seite auch nicht, war schon ganz interessant, musste für die, was ich da gemacht habe, nur zwei Jahre absitzen, dann kann ich das jetzt nochmal versuchen, dann muss ich nur wieder zwei Jahre, ich zeig da mal ein bisschen Reue.
Speaker: beim Richter und bei der Staatsanwaltschaft heult er ein bisschen rum und der Psychologe wird dann auch schon sagen, ja, war in Ordnung, der zeigt wirklich echte Reue und wenn ich dann nach zwei Jahren aus dem Knast komme, dann zeige ich euch einen Stinkefinger und sage, bis nächste Woche bin ich wieder da.
Speaker: Ja, das ist es doch, also viele juckt das doch auch gar nicht, die wissen, okay, ich baue jetzt mal ohne Scheiß, jetzt mal, wenn du jetzt richtig abgewichst und richtig schlau bist und du gehst irgendwo hin, wo du weißt, da gibt es richtig viele Taler, okay?
Speaker: Also Clan-Kriminalität.
Speaker: ob das jetzt klar ist oder ob ich jetzt alleine mit einer Strumpfose beim Kopf... Ich kann jetzt nur für Berlin sprechen.
Speaker: Ich weiß, wie es in Berlin ist.
Speaker: Da zählt es zum guten Ruf, wenn du in dieser ganzen Klientel im Knast warst, weil du wirst im Knast als junger Mensch noch ausgebildet.
Speaker: Und es ist teilweise für die jungen Menschen...
Speaker: Die gehen freiwillig für jemanden in den Knast, der die Tat begangen hat, weil sie wissen, es ist für sie in ihrer Vita, in dieser ganzen Bubble ganz gut.
Speaker: Und sie treffen dann im Knast auf gewisse Leute, da werden sie dann noch weiter ausgebildet, kommen aus dem Knast wieder raus und werden, wenn sie wieder draußen sind, gefeiert.
Speaker: Kriegen dann wahrscheinlich noch ein paar Taler dafür, dass sie im Knast waren.
Speaker: Und da sie im realen Leben wahrscheinlich keine Perspektive haben, diese jungen Menschen,
Speaker: widmen sie sich natürlich der Kleinkriminalität.
Speaker: Ist gutes Geschäft, dicke Karre fahren, immer Knete auf der Kante.
Speaker: Ja, aber das ist doch, überleg mir, das ist doch halt voll schlau, wenn ich, da bist du auch so ein Profi, wie meine beste Freundin im Unterbrechen ist, fürchterlich.
Speaker: Ich, ne?
Speaker: Aber dass du mich mit deiner besten Freundin vergleichst, finde ich schön, danke.
Speaker: Grüße gehen nach Hause.
Speaker: Was ich jetzt sagen wollte, genau, du bist so pfiffig und du gehst irgendwo hin, wo du weißt, da kannst du viele Bündel rausholen und du bist vielleicht noch so schlau und hast das so durchplant, dass du weißt, du hast zu 100 Prozent ein Versteck, so, wo du es bunkern kannst und keine Sau kommt auf die Idee, da nachzugucken.
Speaker: Dann kommst du nach ein paar Jahren wieder raus und
Speaker: Da hast du ausgesorgt dann für ein bisschen dumm in einer warmen Zelle sitzen, für, ich kriege jeden Tag dreimal meine Mahlzeiten, für dies, für das, für jenes, so, also...
Speaker: Das ist mir schon klar, dass viele da eine saftige Brust... Funktioniert das denn wirklich oder ist das so ein Crime-Märchen?
Speaker: Funktioniert das wirklich angenommen, ich räume eine Bank aus, verstecke das Geld, wahrscheinlich so interessant auf einer Baustelle, die dann abgerissen wird oder das Geld dann einbetoniert wird, keine Ahnung, oder es findet jemand anders, auch Abschlusskarte gezogen.
Speaker: Aber angenommen, ich verstecke das Geld so gut, dass ich es...
Speaker: Ich zeige dann im Prozess Reue, tut mir leid.
Speaker: Gut, Geld sage ich, gut, funktioniert ja nicht.
Speaker: Reue zeigen funktioniert in dem Moment nicht, wenn ich sage, wo das Geld geblieben ist.
Speaker: Ja, zieh das durch, aber wirst du wirklich danach nicht doch noch überwacht, um das Geld wieder zu besorgen?
Speaker: Ich meine, die Geldscheine sind ja nummeriert.
Speaker: Die sind ja gekennzeichnet.
Speaker: Und wenn ich die jetzt irgendwo ausgebe,
Speaker: Ich weiß nicht, ob die... Nee, kann ja für ein und die gleiche Tat nicht zweimal eingebunkert werden.
Speaker: Es ist schade, ich habe da so eine ganz tolle, sichere Quelle, die auch so wertvolle Geschichten hätte, aber die kann ich leider nicht mit einladen, weil sonst würde ich diesen Menschen Hops nehmen.
Speaker: Aber... Wieso?
Speaker: Machst du Audio und dann verzerrst du die Stimme, lässt sich alles machen.
Speaker: Technisch kriegt keiner mit, wer es war.
Speaker: Ach nee, das Blöde.
Speaker: Außer ich.
Speaker: Und da kommen dann die Millionen für mich weg.
Speaker: Nee, also es gibt Menschen, die sind natürlich doof kriminell, aber es gibt Menschen, die sind, ja, das ist so.
Speaker: Ja, ist so.
Speaker: Die sind dann aber vom allerfeinsten.
Speaker: Und glaub mal, ja nicht, dass auch da sichere Quelle, dass die Rechtsanwälte, dass die eine reine Weste haben, was ich da schon so gehört und gesehen habe, das ist kind of crazy.
Speaker: Also...
Speaker: Weiß ich nicht, weiß ich nicht.
Speaker: Ja, ich glaube aber, du kannst für eine und dieselbe Straftat nicht zweimal vor Gericht gestellt werden.
Speaker: Wenn du einmal davor gesessen hast.
Speaker: Das weiß ich nicht, aber das könnte ich mir jetzt auch nicht vorstellen.
Speaker: Wenn ich jetzt Person X überfallen habe und ich gehe dafür in den Bau, könnte ich mir nicht vorstellen, dass ich nochmal für Person X in den Bau gehe für dieselbe Sache.
Speaker: Was meinst du das?
Speaker: Ja, zum Beispiel.
Speaker: Also ich habe jetzt angenommen, ich würde jetzt jemanden erpressen, der zahlt sein, so wie Dagobert damals.
Speaker: der erpresst, kriegt die Kohle, versteckt die, keiner findet sie, nur ich weiß, also nur Dagobert weiß, wo sie ist oder der Erpresser weiß, wo sie ist, setzt dann, wird erwischt, sagt aber nicht, wo die Knete ist und kommt dann wieder aus dem Knast raus und holt sich dann die Knete.
Speaker: Ich glaube, wenn du mit der Knete nochmal erwischt wirst oder sowas, dann bist du nochmal dran.
Speaker: Weil ich kann mir nicht vorstellen, dass das so einfach ist.
Speaker: Das glaube ich nicht.
Speaker: Das würde ja Tür und Tür öffnen.
Speaker: Wie gesagt, aber da musst du halt wieder schlau sein.
Speaker: Wie machst du es?
Speaker: Du bist ja nicht alleine.
Speaker: Du kennst ja Menschen, die Menschen kennen, die dann dieses Geld irgendwo unterbringen.
Speaker: Oh, oh, oh.
Speaker: Da würde ich mich definitiv nicht drauf verlassen.
Speaker: Bei Geld ist sich jeder selbst der Nächste.
Speaker: Also eine solche Freundschaft angenommen, du hast irgendwo eine Million liegen und du sagst einem Kumpel, wo das Geld liegt, nee.
Speaker: Der haut mit der Knete ab und du sitzt im Knast und kommst aus dem Knast raus und Geld ist weg.
Speaker: Nee, das würde ich keinem anvertrauen.
Speaker: Ja, doch, auch das gibt es, aber es gibt auch genauso die andere Seite.
Speaker: Aber zu 100 Prozent, also selbstverständlich sogar.
Speaker: Solche loyalen Menschen gibt es?
Speaker: Ja, doch, gibt es, ja.
Speaker: Aber das sind dann halt diese...
Speaker: Ja, also ich habe jetzt selber keine Tränen unterm Auge tätowiert, aber doch, klar, safe, gibt es das.
Speaker: Tränen unterm Auge, okay, lässt tief blicken.
Speaker: Es gibt zwar nicht dieses, du machst das umsonst für mich, sondern du kriegst dann auch deine 200 Riesen dafür, ne, so.
Speaker: Aber, ach, was, ach Tomek, ey, was meinst du, was da eigentlich so alles los ist?
Speaker: Aber ich kann diese Geschichten halt leider nicht erzählen, weil...
Speaker: Ich fühle mich so, die Leute denken jetzt bestimmt noch, was ist das für eine... Erst alles anreißen und dann das Maul nicht aufkriegen.
Speaker: Aber das ist halt die fucking Realität, Mann.
Speaker: Das ist halt so.
Speaker: Was soll ich dir denn sagen?
Speaker: Dass unsere Justiz ein Problem hat, das wissen noch alle klar denkenden Menschen.
Speaker: Ja, auch das.
Speaker: Das fängt mit Psychologen an, die Straftäter ein gutes Zeugnis ausstellen und hintenrum auf die Schnauze fallen.
Speaker: Also die Psychologen, weil sie dann sagen, man kann sich halt mal irren.
Speaker: Dann gibt es...
Speaker: Straftäter, für die ist Knast, vor allem Osteuropäer, wenn die in Deutschland in den Knast gehen, für die ist das wirklich Urlaub.
Speaker: Als wenn sie in Russland im Knast wären, da ist das zum Beispiel ganz anders.
Speaker: Für die ist ein deutscher Knast natürlich irgendwo Urlaub.
Speaker: Das ziehen die mit einer Arschbacke runter und ja, es ist nicht einfach.
Speaker: Da gibt's auch nicht nur schwarz und weiß.
Speaker: Und dann gibt's einige, die wirklich unter Knast leiden.
Speaker: Und da schmeißen wir fast so Schwerkriminelle mit Leichtkriminellen zusammen.
Speaker: Und dann kann's nur schwierig werden.
Speaker: Ja.
Speaker: Drogen kriegst du ja auch mit einer Drohne locker in den Knast.
Speaker: Einfach drüberfliegen, freuen lassen, Schutt ist.
Speaker: Weißt du, was auch da sind, manche Beamte, die lassen sich so leicht schmieren, das ist, ach, das sehen die dann nicht, wenn du da was unter Eier geklemmt hast oder so, das übersehen die dann mal ganz schnell, also, mh, mh, mh, mh.
Speaker: Spannendes Thema, durfte aber nicht.
Speaker: Nee, durfte mir nicht.
Speaker: Ich bin auch auf deine Podcast-Folge für deinen Solo-Podcast gespannt.
Speaker: True Crime aus dem Pott.
Speaker: Ja, Mann.
Speaker: Da hättest du bloß die Umfrage nicht gestartet, wa?
Speaker: Da bin ich ja noch ein bisschen am Rätseln, wie mache ich das überhaupt, dass ich da eine halbe Stunde vollkriege?
Speaker: Ich lese euch einfach eine Geschichte vor, Leute.
Speaker: Fertig bin ich noch damit am Abfahrt.
Speaker: Nee, mal gucken.
Speaker: Das sind aber so Themen, das eigentlich interessiert mich das auch schon echt krass.
Speaker: Deswegen würde ich auch voll gerne mit dir diese Geiselkacke aus Gladbeck machen.
Speaker: Ist keine Kacke, ist ernst.
Speaker: Ja, Entschuldigung.
Speaker: Das erharmlost man nicht.
Speaker: Meine Güte noch einmal, ey.
Speaker: Nee, das können wir gerne machen.
Speaker: Das ist cool.
Speaker: Würde ich gut finden.
Speaker: Jetzt haben wir schon wieder eine Stunde voll.
Speaker: Ja, und dafür, dass wir überhaupt kein Thema und keinen Dunst hatten.
Speaker: Hatten wir fünf auf einmal.
Speaker: Richtig gut.
Speaker: Ich fand das mit das, was du aufs Tablett gebracht hast mit Abtreiben, blablabla, fand ich ganz gut.
Speaker: Ich fand nur erstaunlich, dass du dabei auf den Toilettengang da drauf gekommen bist.
Speaker: Nee, mein Gott, da kam ich über die Städte, wo wird das viel publiziert, weißt du?
Speaker: Und dann kommt man halt immer Berlin.
Speaker: Ja, da kommt meistens Berlin.
Speaker: Berlin ist halt eine Stadt, die ist auf der einen Seite extrem spießig, auf der anderen Seite sehr tolerant und sehr weltoffen.
Speaker: Aber du triffst auch dadurch, dass natürlich viele Leute hierherziehen.
Speaker: Ich bin ja auch hierhergezogen und...
Speaker: Bin ich weltoffen?
Speaker: Ja, in Teilen ja.
Speaker: Bin ich spießig, in Teilen auch.
Speaker: Also ich bin einmal quer durch die Waschmaschine gezogen, wenn du so willst.
Speaker: Aber in manchen Sachen finde ich Weltoffenheit ganz gut.
Speaker: Wo man wirklich viel drüber nachdenken soll.
Speaker: Auf der anderen Seite sage ich aber auch, Leute, manche Sachen gehen mir einfach, da geht ihr einfach ein Stück, schießt ihr über das Ziel hinaus.
Speaker: Also Toleranz, ja, auf jeden Fall, gar keine Frage.
Speaker: Aber man kann auch zu tolerant sein.
Speaker: Und man kann auch...
Speaker: Ja, dann ufert das nachher in Anbieterei aus, die die Gegenseite oder die andere Seite eigentlich gar nicht will und schafft damit wieder nur unnütze Probleme.
Speaker: Könnte ich jetzt auch, wenn Billy Irish oder Eilish, wie so heißt, da geht die Diskussion ja auch schon wieder los.
Speaker: Menschen sind ja eigentlich keine Fleischfresser.
Speaker: Da wird ja schon wieder, da wirst du schon, da gibt es auch wieder nur zwei Welten, entweder die Veganer-Vegetarier und die Fleischfresser.
Speaker: Und dann drückt er der eine...
Speaker: seine Meinung auf, die nur richtig ist.
Speaker: Das Lustige war in den Kommentaren, der Mensch ist ja von der Genetik her überhaupt kein Fleischfresser.
Speaker: Da dachte ich, okay, unsere Vorfahren sind mit einer Keule durch die Gegend gelaufen, weil sie Gänseblümchen erschlagen wollten oder was.
Speaker: Ja, und meine Backenzähne habe ich dann auch für Löwenzahn.
Speaker: Ja, und die Reiszähne, genau.
Speaker: Aber da siehst du auch, da geht es schon wieder los.
Speaker: Da hast du wieder nur zwei Meinungen und die prügeln aufeinander ein.
Speaker: Nur weil eine prominente Sängerin das rausgekloppt hat.
Speaker: Ja, klar.
Speaker: Die Meinung darf sie natürlich gerne haben.
Speaker: Gar keine Frage.
Speaker: Darf sie auch äußern.
Speaker: Ich kenne ja auch, meine Garten-Nachbarin ist auch Vegetarin und die sammelt jedes hier einen Löwenzahn.
Speaker: Darf sie auch.
Speaker: Ist ein netter Mensch, lieber Mensch, aber die würde nie auf die Idee kommen und sagen, schmeißt du schon wieder deinen Grill an und nimm das Fleisch da runter, bist ein Mörder.
Speaker: Würde die nie sagen.
Speaker: Und das ist auch der richtige Weg eigentlich.
Speaker: Ja, finde ich auch.
Speaker: Einfach mal entspannter durch die Hose atmen.
Speaker: So richtig.
Speaker: Ja, Tomek, Mensch.
Speaker: Haben wir das schon wieder Ende gefunden hier.
Speaker: Ja, und war wieder mal ein... War mir wieder mal ein Fest.
Speaker: War mir wieder mal ein Fest, mit dir zu quatschen.
Speaker: War schön.
Speaker: Und wir haben ein schönes Thema gefunden.
Speaker: Wir haben es einfach drauf, Tomek.
Speaker: Das muss die Welt nur noch erfahren.
Speaker: Ja, ach komm, ey, wir sind schon, hör mal bei 34 Follower, ne?
Speaker: Ey, da kann man jetzt auch einfach nicht meckern.
Speaker: Nein, kann man nicht meckern.
Speaker: Wir müssen jetzt noch zwei Nullen dahinter und ich bin zufrieden.
Speaker: Aber das wird ja bald passieren, du hast ja schon deine erste Interviewanfrage gekriegt.
Speaker: Aber Mann, der hat noch nicht geantwortet.
Speaker: Ich habe jetzt auf beide oder von beiden E-Mail-Adressen geantwortet, aber es kam noch nichts zurück, Mann.
Speaker: Der soll sich melden.
Speaker: Tja, vielleicht hat er den Podcast, vielleicht war er ja von deinen Bildern im Internet so angetan, die da überall unterwegs sind, weil er war ja Volontär, also glaube ich, noch ein etwas jüngerer Mensch, also wahrscheinlich so deine Altersgruppe und hat gesagt, boah, ratten scharf die Olle.
Speaker: Oh ja.
Speaker: Da baue ich mal Kontakt auf den Kern.
Speaker: Oh, Tomek, oh, schlimm bist du, ey.
Speaker: Und dann hat er erfahren, du bist vom anderen Ufer.
Speaker: Und dann war Schluss.
Speaker: Ja.
Speaker: So, jetzt haben wir mal ein bisschen getriggert.
Speaker: Mal sehen, wenn er das jetzt hört, was er macht.
Speaker: Schöne Grüße an dieser Stelle.
Speaker: Schicke ich ihm gleich.
Speaker: Ja, gut, Leute.
Speaker: Sorge genug der Rede heute.
Speaker: Ich muss ja jetzt auch, Leute, ich muss offline, ich lege auf jetzt hier, ich kann auch nicht mehr heute.
Speaker: Nee, ich muss auch draußen.
Speaker: Ich muss mich jetzt draußen abkühlen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.
Speaker: Ja, finde ich klasse.
Speaker: Ja, subi.
Speaker: Ja, Freunde.
Speaker: Machen wir das so und wir hören uns dann auf jeden Fall wieder nächste Woche, Leute.
Speaker: Nächste Woche Sonntag bzw.
Speaker: Montag auf diesem Sender.
Speaker: Richtig.
Speaker: Leute, mach's jutt und kommt nicht unter die Räder.
Speaker: Bleibt sauber.
Speaker: Alles klar.
Speaker: Leute, wir sehen uns.
Speaker: Bis dahin.
Speaker: Tschüsschen aus Nüsschen.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Ciao, ciao.





