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Kinder & Smartphone-Gefahren: Digitale Medienerziehung mit Daniel Wolff | Teil 2 image

Kinder & Smartphone-Gefahren: Digitale Medienerziehung mit Daniel Wolff | Teil 2

S1 E4 · Aktiv gegen Mediensucht: Der Podcast
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93 Plays1 year ago

Digitaltrainer und SPIEGEL-Bestseller-Autor Daniel Wolff deckt auf, was Kinder wirklich auf ihren Smartphones erleben!In dieser tiefgründigen Episode sprechen wir mit Daniel Wolff, Digitaltrainer und Autor des Bestsellers "Allein mit dem Handy". Er gibt erschreckende Einblicke in die versteckte digitale Welt von Kindern und Jugendlichen – von nächtlicher Nutzung über manipulative App-Designs bis hin zu den perfiden Strategien der Aufmerksamkeitsökonomie.

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Transcript

Die unsichtbaren Herausforderungen für Kinder im Internet

00:00:00
Speaker
Weil nur die Kinder wissen, was sie gesehen haben.
00:00:03
Speaker
Und die Plattformen, aber die sagen es uns nicht.
00:00:08
Speaker
Ein Stück weit ist leider vor allem alle Apps mit Verticals sind zur Falle geworden für Kinder.
00:00:17
Speaker
Leider.
00:00:18
Speaker
Die werden da reingezogen.
00:00:20
Speaker
Und kurz später erfahren sie was, wo sie nicht mit ihren Eltern sich trauen zu reden und dann fühlen sie sich schuldig und irgendwann gewöhnen sie sich dran, merken alle, die anderen gucken auch alle nicht.
00:00:30
Speaker
Und dann findet unter der Oberfläche eine extreme Abhärtung und Verhärtung und Verrohung statt, die wir dann später immer merken.
00:00:37
Speaker
Immer wenn die Kinder irgendwas im Internet aussehen,
00:00:42
Speaker
Auch im Klassenchat dann.
00:00:43
Speaker
Da werden Sachen gepostet, die finden die Kinder harmlos und die Lehrkräfte oder Eltern werden die einmal reinschauen, was postet ihr denn da?
00:00:49
Speaker
Und die Kinder sagen alle, ist doch harmlos.
00:00:52
Speaker
Verstehen überhaupt gar nicht die Aufregung.
00:00:54
Speaker
Und die Erwachsenen wollen die Polizei rufen.
00:00:57
Speaker
Weil dadurch hat sich so ein unterschiedlicher Maßstab entwickelt.

Generationskonflikte in der Wahrnehmung von Online-Inhalten

00:01:03
Speaker
Ich nenne den für Krassizität.
00:01:05
Speaker
Was krass ist und was nicht.
00:01:07
Speaker
Und
00:01:08
Speaker
Oder da habe ich ein ganz lustiges Beispiel.
00:01:10
Speaker
Ich war neulich in einer Schule.
00:01:12
Speaker
Da gab es zum Thema Cybermobbing und da gab es in der Schule, ich schaue immer nach, vorher auf Instagram, gibt es von dieser Schule eine, früher war es ein Beichtstuhl, jetzt ist es eine Meme-Page.
00:01:24
Speaker
Also irgendwo ein öffentliches Instagram-Account, wo man dann eben irgendwas über die Schule schreibt, herzieht.
00:01:30
Speaker
So eine Art Klowand.
00:01:32
Speaker
An der Klowand stehen ja auch immer nicht nur nette Sachen.
00:01:35
Speaker
Gibt es da was Lustiges oder was Krasses?
00:01:37
Speaker
Und manche Schulen haben das öffentlich, manche haben es auch, weiß nicht, ob sie es haben, weil es unter den Schülern dann geht, unter einem anderen Namen oder nicht öffentlich.
00:01:45
Speaker
Und an dieser Schule schaue ich nach und mir fällt sofort ins Gesicht, also ich erkenne sofort, da gibt es einen Arschbilder-Account.
00:01:53
Speaker
Was denn öffentlich?
00:01:56
Speaker
Öffentlicher Arschbilder-Account, also Arschbilder-Schulname.
00:01:59
Speaker
Und dann gucke ich da rein, sieht man lauter Lehrkräfte,
00:02:03
Speaker
Von hinten, mit Klamotten.
00:02:05
Speaker
Also eigentlich nichts Schlimmes.
00:02:06
Speaker
Einfach im Unterricht, einer beugt sich runter zum Korrigieren oder um eine Kreide aufzuheben, irgendeiner macht heimlich ein Foto.
00:02:13
Speaker
Und da gab es halt 32 Lehrkräfte-Hinterteile zu sehen auf Instagram.
00:02:19
Speaker
Die Kinder finden es absolut harmlos.
00:02:23
Speaker
Aber raten Sie mal, wie die Lehrkräfte reagiert.
00:02:25
Speaker
Die waren also absolut entsetzt.
00:02:28
Speaker
Wahnsinn.
00:02:29
Speaker
Und es waren nur männliche Hinterteile.
00:02:31
Speaker
Dann gab es noch kurz eine Diskussion, ob das sexistisch ist oder nicht.
00:02:36
Speaker
Aber ist auch egal.
00:02:37
Speaker
Ich war froh.
00:02:38
Speaker
Und das Irrste war dann, die Lehrkräfte wollten dann sofort zur Polizei.
00:02:43
Speaker
Und da habe ich gesagt, warten Sie noch, warten Sie.
00:02:44
Speaker
Ich bin ja den ganzen Tag da.
00:02:47
Speaker
Dann haben wir darüber gesprochen.
00:02:49
Speaker
Und dann ist dieser...
00:02:54
Speaker
Account noch während der Workshops gelöscht wurde.
00:02:59
Speaker
In einer Schule mit Handyverbot übrigens.
00:03:01
Speaker
Das heißt, irgendeiner hat dann doch schnell weg damit, hat es quasi noch schnell gelöscht und das war auch für alle Seiten die beste Lösung, weil im Prinzip sowas wollen wir ja nicht unbedingt der Polizei zumuten.
00:03:13
Speaker
Das ist ja auch was, wo die Polizei dann wieder sagt, wir haben echt Schlimmeres zu tun oder Wichtiges und
00:03:20
Speaker
Aber ich finde, ich könnte hundert Geschichten darüber erzählen, wie Kinder und Jugendliche Sachen harmlos finden, die Erwachsene für schräglich den Untergang der Welt, des armen Landes halten oder unserer Kultur, weil die Erfahrungswerte so extrem unterschiedlich sind.
00:03:37
Speaker
Um ein wenig des Teufels Anwalt zu spielen.
00:03:40
Speaker
Ja, bitte.
00:03:41
Speaker
Oft in verschiedenen Generationen passiert ja so ein Inflexionspunkt, wo es einen Unterschied gibt zwischen den Generationen zuvor und danach.
00:03:49
Speaker
Hier mitunter natürlich auch.
00:03:51
Speaker
Was, wenn diese Desensibilisierung zu solchen Inhalten vielleicht einfach, ja, es wird passieren und es passiert.
00:04:00
Speaker
Was ist unbedingt das wirklich Böse daran, wenn es einfach etwas anderes ist, als was wir kennen?
00:04:08
Speaker
Ja, also sagen wir so, ich meine, das ist eine gute Frage.
00:04:15
Speaker
Ich meine, Zeiten ändern sich, Geschmäcker ändern sich, unsere Kultur ändert sich.
00:04:22
Speaker
Aber ich kann sagen, es gibt manche Inhalte, die sind so abartig, dass ich inzwischen selbst als Erwachsener, ich brauche Supervision.

Traumatisierende Inhalte und deren Auswirkungen auf Kinder

00:04:33
Speaker
Ich kann nicht mehr aushalten,
00:04:37
Speaker
habe ich gemerkt, auf Dauer, was Kinder mir erzählen.
00:04:39
Speaker
Das ist zu schlimm.
00:04:41
Speaker
Und ich könnte jetzt da auch wirklich ins Detail gehen.
00:04:43
Speaker
Es ist unfassbar.
00:04:46
Speaker
Es gibt Kinder, die kommen zu mir und sagen, Herr Wolf, ich möchte Ihnen gerne was erzählen, aber ich weiß nicht, ob Sie das aushalten.
00:04:53
Speaker
Und die haben recht.
00:04:55
Speaker
Also das ist nicht, weil ich ein extrem sensibler Mensch bin.
00:04:57
Speaker
Ich glaube, ich bin ganz normal, so veranlagt.
00:04:59
Speaker
Aber ich gebe Ihnen ein Beispiel.
00:05:04
Speaker
Am 26.
00:05:04
Speaker
Februar 2025 gab es mehrere Stunden lang auf Instagram eine Fehlfunktion.
00:05:10
Speaker
Angeblich.
00:05:12
Speaker
Mehrere Stunden lang wurden allen Leuten, die zu der Zeit Reels angeschaut haben,
00:05:18
Speaker
die Videos angezeigt, die normalerweise vom Content-Moderationsteam aussortiert werden.
00:05:23
Speaker
Sogenannte Gore-Videos.
00:05:26
Speaker
Also Videos wie echte Videos mit aller brutalsten Inhalt.
00:05:31
Speaker
Zum Beispiel jemand schießt sich den Kopf weg.
00:05:33
Speaker
Man sieht, wie der Kopf wegfliegt.
00:05:36
Speaker
Jemand wird gehäutet in einem mexikanischen Kartell, gefoltert.
00:05:39
Speaker
Jemand
00:05:40
Speaker
Und dann gab es auch noch ein Video.
00:05:42
Speaker
Es kamen also hunderte Horrorvideos hintereinander.
00:05:45
Speaker
Alle sensibel gekennzeichnet, aber eben so viele, dass man im Prinzip zu der Zeit, wenn man da gerade zufällig online war.
00:05:52
Speaker
Das hat es noch nie gegeben vor.
00:05:53
Speaker
Ist sicher auch nicht typisch.
00:05:56
Speaker
Aber das passieren kann alleine.
00:05:59
Speaker
Ist ja schon eigentlich unglaublich.
00:06:01
Speaker
Und sogar junge Erwachsene waren da traumatisiert.
00:06:04
Speaker
Und es gab besonders ein Video,
00:06:07
Speaker
dass sich sehr viele Kinder merken mussten oder nicht mehr vergessen konnten, nämlich das Elefantenvideo.
00:06:13
Speaker
Und das ist ein Video offensichtlich aus Indien oder Südostasien, wo ein Elefant
00:06:20
Speaker
einen Wärter oder so ähnlich oder einen Menschen, der da quasi daneben steht und nichts Bitteres ahnt, auf eine Weise plötzlich angreift und umbringt, wie es nur ein Elefant kann.
00:06:32
Speaker
Also das ist, wenn man das sieht, dann wird man es nie vergessen.
00:06:40
Speaker
Und wenn es Zehnjährige sehen, dann ist ein Teil ihrer Kindheit vorbei.
00:06:46
Speaker
Und es sind Zehnjährige auf Instagram.
00:06:50
Speaker
Und das kann nicht sein.
00:06:51
Speaker
Also das ist für mich, das ist etwas, Neta hat sich nicht mehr entschuldigt.
00:06:57
Speaker
Eigentlich müsste Meta weltweit ausspielen.
00:06:59
Speaker
Entschuldigung, wir hatten drei Stunden neulich einen richtigen Laps.
00:07:02
Speaker
Wir haben Scheiße gebaut.
00:07:04
Speaker
Wir haben blöderweise eine unbekannte Anzahl auch von Kindern und Jugendlichen traumatisiert und sogar jungen Erwachsenen.
00:07:10
Speaker
Deshalb tut es uns leid.
00:07:11
Speaker
Wir haben Fehler gemacht.
00:07:12
Speaker
Nichts.
00:07:13
Speaker
Einfach nichts.
00:07:14
Speaker
Was ist passiert?
00:07:15
Speaker
Es gab eine ganz kleine Meldung im Spiegel.
00:07:17
Speaker
Sonst nichts.
00:07:18
Speaker
Die Welt dreht sich weiter.
00:07:20
Speaker
Die Erwachsenenwelt und die Kinderwelt ist komplett hermetisch abgeriegelt.
00:07:25
Speaker
Weil die Kinder, die was Schlimmes erleben, natürlich, dass sie ihren Eltern nicht sagen.
00:07:28
Speaker
Aber das weiß ich auch nur durch meinen großen Sohn.
00:07:31
Speaker
Der ist 23, der kann mir alles erzählen, weil er weiß, ich werde ihn nie wieder sein Smartphone wegnehmen.
00:07:36
Speaker
Und er hat gesagt, bei ihm alle seine Freunde haben das mitbekommen und es war absolut furchtbar.
00:07:40
Speaker
Und am nächsten Tag bin ich in der Schule hier in München.
00:07:44
Speaker
Und dann habe ich gedacht, was ist mit den Kindern los?
00:07:46
Speaker
Ich habe es zuerst nicht gewusst.
00:07:49
Speaker
Das hat gedauert bis zum nächsten Tag abends, bis ich das erfahren habe, weil es ja auch was Neues ist, das hat es vorher noch nie gegeben.
00:07:54
Speaker
Und die Kinder waren extrem nervös, extrem sensibel.
00:07:57
Speaker
Ich konnte meine Geschichte von Georgie in einer fünften Klasse nicht zu Ende erzählen, was sehr selten ist.
00:08:04
Speaker
Hören Sie auf!
00:08:06
Speaker
Dann wusste ich schon, irgendwas ist los, ich weiß nicht was.
00:08:09
Speaker
Und dann kamen zwei Mädchen noch und die meinten unter üblicher Weise, wenn ihr etwas Schlimmes seht, in den allermeisten Fällen ist es nicht echt.
00:08:20
Speaker
Das sind Pixel oder Ketchup und Gummi.
00:08:24
Speaker
Und dann schauen die mich so an und sagen, das war echt.
00:08:30
Speaker
Und dann stellt sich dann quasi, das muss man ja erstmal verstehen, dass es so eine weltweite Fehlfunktion auf Instagram überhaupt geben kann.
00:08:35
Speaker
Das war noch nie so.
00:08:37
Speaker
Und dann gab es auf TikTok die ganzen Reacts.
00:08:41
Speaker
Dadurch konnte man das überhaupt nachvollziehen, weil die Leute haben sich gefilmt, wie sie Instagram Reels schauen, wie sie schockiert werden und das wiederum bei TikTok hochgeladen.
00:08:50
Speaker
Dadurch konnte man ganz gut sehen, was da passiert war.
00:08:54
Speaker
Aber ich möchte nur dazu sagen, egal wie sich unsere gesellschaftlichen Normen ändern, es gibt Inhalte, die sind für Kinder massiv schädlich.
00:09:04
Speaker
Ich bin kein Traumatherapeut.
00:09:06
Speaker
Ich weiß aber, ich habe Kinder ab und zu, die weinen.
00:09:10
Speaker
Nur aus Erinnerung.
00:09:12
Speaker
Und es trifft auch größer.
00:09:14
Speaker
Also ich hatte mal ein 15-jähriges Mädchen, 8.
00:09:17
Speaker
Klasse,
00:09:19
Speaker
Die kam dann vor zu mir auf die Bühne in der Pause und meinte, sie hätte mal gesehen auf Instagram, als sie in der fünften war, also ein paar Jahre vorher, auch so ein Video, das war dann so abgesoftet, sensibler Inhalt.
00:09:31
Speaker
Und natürlich hat sie draufgeklickt, wie alle, fast immer.
00:09:35
Speaker
Und dann sieht sie eine Babymaus.
00:09:41
Speaker
Und dann kommt ein Mensch und beißt ihr den Kopf ab.
00:09:45
Speaker
Und das war für sie in diesem Moment das Gute.
00:09:50
Speaker
was sie sich jemals vorstellen konnte.
00:09:52
Speaker
Und sie hat sich dann auf der Bühne bei mir so stark, sie ist in Tränen ausgebrochen, sie ist zusammengebrochen, ich konnte, ich darf sie als Mann ja nicht berühren, hat mir wirklich unendlich leid getan.
00:10:03
Speaker
Dieses arme Mädchen trägt das Dreierer mit sich rum, hat nie mit ihren Eltern darüber geredet, aus Scham, aus Schande, auch weil sie dachte, sie hätte selbst was falsch gemacht.
00:10:13
Speaker
Und
00:10:15
Speaker
Das war für sie der Moment.
00:10:17
Speaker
Nahezu alle Jugendlichen wissen noch die eine Szene, wo sie mal was mega Krasses gesehen haben.
00:10:25
Speaker
Und die Erwachsenen wissen es nicht.
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Speaker
Haben keine Ahnung, was es so etwas gibt.
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Speaker
Und ich könnte tausend solche Geschichten jetzt hintereinander weg erzählen.
00:10:31
Speaker
Hintereinander weg.
00:10:32
Speaker
Auch aus Grundschulen.
00:10:34
Speaker
Und das ist das, wo ich dann sozusagen, wenn auch in der Diskussion mit Medienpädagogen, die dann sagen, ja, aller Mist, der will ein Buch verkaufen.
00:10:41
Speaker
Dann sage ich, bitte kommt mit.
00:10:42
Speaker
Kommt einfach mit.
00:10:44
Speaker
Kommt mit.
00:10:45
Speaker
Ich hatte neulich einen Reporter von der Süddeutschen Zeitung, der hat auch gesagt, er hat das Buch gelesen, er will mal wissen, wie das da so im Unterricht echt ist.
00:10:55
Speaker
Und dann kam er mit und am Schluss meinte, sie haben untertrieben.
00:11:00
Speaker
Das war noch krasser, als was im Buch steht.
00:11:03
Speaker
Ich sage, ja, stimmt, wir sind noch hier an einer ziemlich krassen Schule.
00:11:06
Speaker
Das haben sie sich aber ausgesucht, nicht ich.
00:11:09
Speaker
Und tatsächlich, da war dann auch ein Vierklassler, der hat eine Mitschülerin festgehalten und ihr den vorne quasi einfach ins Gesicht gedrückt.
00:11:20
Speaker
Die konnte sich nicht wehren und hat auch, der hat gar kein Handy.
00:11:25
Speaker
Und auch das ist was, was wir ja gar nicht bedenken.
00:11:28
Speaker
Auch Kinder, die keine Smartphones haben, sehen heute Inhalte ab 16 oder ab 18 auf dem Schulhof hinterm Baum.
00:11:34
Speaker
Die gucken TikTok, die dies haben.
00:11:39
Speaker
Es gibt auch in manchen Gesellschaften die Vorstellung, gerade die männlichen Kinder müssen ein bisschen abhärten.
00:11:46
Speaker
So was gibt es.
00:11:49
Speaker
Und
00:11:51
Speaker
Ich glaube nicht, dass das richtig ist.
00:11:53
Speaker
Ich glaube, das ist massiv fundamental falsch.
00:11:56
Speaker
Ich glaube, dass wenn ein Kind 10 und 12 ist und schon irgendwelche Enthauptungen gesehen hat, glaube ich, dass dieses Kind Gefahr läuft, sein Urvertrauen zu verlieren in die Welt, eine Hoffnung in einer guten Welt zu legen.
00:12:11
Speaker
Und das geht Kindern zu früh oft schon verloren, weil die Kindheit ist zu früh zu Ende.
00:12:18
Speaker
Und natürlich gibt es in der Erwachsenenwelt viele Menschen, die können das nicht glauben.
00:12:24
Speaker
Und sie wollen es nicht glauben, weil das würde bedeuten, ich habe vielleicht einen Fehler gemacht bei meiner Kindererziehung, oh Gott.
00:12:29
Speaker
Und das bedeutet in Zukunft, ich muss mich viel mehr um meine Kinder kümmern.
00:12:32
Speaker
Ich darf ihnen weniger digitale Geräte geben, gerade wenn sie allein sind, was auch so praktisch ist.
00:12:38
Speaker
Das ist das Umständnis.
00:12:39
Speaker
Nee, mir ist lieber, wenn der nicht recht hat.
00:12:43
Speaker
Deshalb will ich was anderes glauben.
00:12:45
Speaker
Mein Kind macht sowas.
00:12:48
Speaker
Ich kann mir Ignoranz auch, Ignoranz ist eine Entscheidung.
00:12:52
Speaker
Manche entscheiden sich dazu.
00:12:54
Speaker
Ich will es gar nicht wissen.
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Speaker
Ich bin eh abgehängt, ich habe davon keine Ahnung.
00:12:58
Speaker
Und ich sage aber, hey, liebe Eltern, das ist keine Entschuldigung mehr.
00:13:03
Speaker
Wenn ihr keine Ahnung habt, dann gebt eurem Kind bitte kein Smartphone.
00:13:06
Speaker
Oder so spät ihr könnt.
00:13:07
Speaker
Aber doch nicht einfach so.
00:13:10
Speaker
Und dann zu sagen, ich habe nur Nokia, das ist nicht okay.
00:13:14
Speaker
Ich glaube, wir müssen begreifen, da kann viel schief gehen.
00:13:17
Speaker
Und das ist schneller zerstört als aufgebaut.
00:13:19
Speaker
Das ist einfach so.
00:13:20
Speaker
Deshalb sind die Risiken, was wir bei Kindern ganz besonders hinschauen,
00:13:24
Speaker
Und bei Erwachsenen, ich sage es nochmal, dieselben Apps, YouTube, auch TikTok, TikTok, klassisches Beispiel.
00:13:33
Speaker
Wenn ich 100 Eltern frage, kennt ihr TikTok, melden sich alle.
00:13:36
Speaker
Dann sage ich, wer von euch hat schon mal 3 Stunden am Stück TikTok geschaut?
00:13:40
Speaker
wenn Sie sich unter Lachen und Abdanken vielleicht zwei, dann sage ich, von euch hier können nur zwei TikTok.
00:13:47
Speaker
Der Rest hat keine Ahnung.
00:13:49
Speaker
Weil wenn Sie drei Stunden schauen, dann merkt der Algorithmus schon, wer Sie sind, wofür Sie sich interessieren und fängt schon an, sich auf Sie einzuschießen.
00:13:57
Speaker
Weil bei TikTok sieht jeder was anderes, was komplett anderes.
00:14:01
Speaker
Die Kinder wissen das.
00:14:02
Speaker
Zeig mir dein TikTok und ich sage dir, wer du bist.
00:14:05
Speaker
Die Erwachsenen denken, alle sehen das, was ich sehe.
00:14:08
Speaker
Das ist wie im Fernsehen.
00:14:10
Speaker
Das ist Quatsch.
00:14:12
Speaker
Ich habe mal in England einen Vortrag gesehen eines Polizisten und der meinte dann, da haben auch die besorgten Eltern ihn gefragt, wie das denn jetzt ist mit diesem TikTok.
00:14:22
Speaker
Und da sagt er, TikTok ist unglaublich, nur halbnackte Mädchen.
00:14:29
Speaker
Nur Tangas und Mikrobikinis und wippende Hüften.
00:14:33
Speaker
Unglaublich.
00:14:34
Speaker
Eine reine Porno-App.
00:14:35
Speaker
Hätte er das in Deutschland oder auch in England vor einer 8.
00:14:37
Speaker
Klasse gesagt, die hätten sich alle kaputt gelacht.
00:14:39
Speaker
Weil die genau wissen, was da los war.
00:14:42
Speaker
Der Algorithmus lernt einen besser kennen, als man das selber merkt.
00:14:46
Speaker
Und ich selbst auch.
00:14:47
Speaker
Als ich mein Buch geschrieben habe, ich musste TikTok deinstallieren.
00:14:52
Speaker
Ich, der sehr, sehr genau, zumindest halbwegs richtig gut weiß, was da so abgeht und wie Addictive und Persevasive Design funktioniert, für mich zum Beispiel verwandelt sich TikTok sehr schnell in eine gigantisch gute KI-Informationsmaschine.
00:15:10
Speaker
Also neueste Videos, die neuesten Tools von jungen, enthusiastischen Menschen aufbereitet.
00:15:15
Speaker
Hier, guck mal da und da.
00:15:16
Speaker
Und seit gestern gibt es das.
00:15:17
Speaker
Das wird alles ändern.
00:15:18
Speaker
Und jetzt hier KI, KI, KI.
00:15:20
Speaker
Das ist für mich so aufregend.
00:15:22
Speaker
dass ich nicht wegschauen kann.
00:15:24
Speaker
Und deshalb musste ich TikTok löschen.
00:15:28
Speaker
Als erwachsener Mensch, der sich quasi seit Jahren mit nichts anderem beschäftigt, als mit quasi Medienerziehung.
00:15:36
Speaker
Und deshalb verstehe ich die Kinder auch gut.
00:15:40
Speaker
Und ich finde, wir dürfen sie nicht allein lassen.
00:15:42
Speaker
Wir müssen sie aufklären.
00:15:44
Speaker
Eltern müssen verstehen, dass die Übergabe des Smartphones ein lebensverändernder Moment ist, auf den ich mich als Eltern
00:15:52
Speaker
Wochen oder Monate vorbereiten muss.
00:15:54
Speaker
Weil sonst kann ich, wenn ich nichts darüber weiß, kann ich mein Kind weder vorbereiten noch begleiten.
00:15:58
Speaker
Ich weiß gar nichts.
00:16:00
Speaker
Deshalb ein Buch lesen wäre eine gute Idee.
00:16:02
Speaker
Es gibt tolle Bücher, nicht nur meins.
00:16:04
Speaker
Es ist alles da.
00:16:05
Speaker
Es fehlt nur die Motivation bis jetzt.
00:16:09
Speaker
Und vor allem die Erkenntnis, wie wichtig dieser Teil der Erziehung geworden ist.
00:16:15
Speaker
Und ich behaupte, dass Medienerziehung inzwischen
00:16:19
Speaker
einer der wichtigsten Beile der Erziehung geworden ist, wenn nicht sogar der wichtigste in einer digitalen Welt.
00:16:26
Speaker
Und ich glaube nicht, dass Eltern sich daraus reden können mit, da kenne ich mich nie aus.
00:16:30
Speaker
Das reicht nicht.
00:16:31
Speaker
Wenn ich mich nicht auskenne, muss ich ein Smartphone so lange es geht verzögern.
00:16:36
Speaker
Und es geht nicht lange, weil der Gruppendruck so groß ist.

Der Einfluss von Smartphones in Schulen

00:16:40
Speaker
Deshalb brauchen wir auch in unserer Gesellschaft mehr Verständnis dafür,
00:16:45
Speaker
alle miteinander, dass wir, also wir befürworten zum Beispiel in den Grundschulen, machen wir so eine Aktion, die heißt, wir bitten die Schulleitung, jetzt sind bald die Einschreibungen fürs nächste Jahr, dass wir dann sagen, liebe Schulleitung, wollt ihr nicht so ein kleines Kästchen machen auf eurem Anmeldebogen?
00:16:59
Speaker
Ich bin interessiert an der Bildung einer smartphonefreien Grundschulklasse, in der alle Eltern sich freiwillig bereit erklären, ihrem Kind während der Grundschulzeit noch kein eigenes Smartphone zur Verfügung zu stellen.
00:17:12
Speaker
Punkt.
00:17:13
Speaker
Alles freiwillig, kein Verbot oder irgendwas Böses, sondern einfach nur freiwillig.
00:17:18
Speaker
Das wird sehr, sehr gerne angenommen, weil die Erwachsenen wollen das natürlich.
00:17:23
Speaker
Zumindest viele.
00:17:25
Speaker
Manche haben es schon gegeben, für die es dann schon zu spät im Kindergarten.
00:17:27
Speaker
Aber viele Erwachsene wollen das und auch die Kinder wollen es, weil sie wollen nicht der eine.
00:17:31
Speaker
Sie wollen ja nur, das Wichtigste für die Kinder ist, dass alle gleich behandelt werden.
00:17:35
Speaker
Und wenn jetzt keiner eins hat in der Klasse, ist das auch nicht so schlimm.
00:17:39
Speaker
So, und das, die Lehrkräfte wollen unbedingt diese Klasse haben.
00:17:43
Speaker
Oder beziehungsweise fürchten sich vor der anderen Klasse, wo dann alle mit Smartphone drin sind.
00:17:49
Speaker
Aber wir halten das für einen guten Punkt.
00:17:51
Speaker
Einschulung in die erste Klasse.
00:17:53
Speaker
Und in den weiterführenden Schulen machen wir zurzeit oder bereiten wir so eine Aktion vor, die heißt, wir wissen noch nicht genau, wie die heißen wird,
00:17:59
Speaker
raus und aus oder kein Bildschirm im Bett oder mal gucken, was wir da noch uns ausdenken, weil wir wollen in den weiterführenden Schulen, dass die, halten wir sehr viel davon und wollen die Schulleitungen überreden, dass sie gleich bei der ersten Veranstaltung für die Eltern Folgendes klar machen.
00:18:14
Speaker
Hört mal zu, liebe Eltern, Mediation mega wichtig.
00:18:17
Speaker
Wir wissen, es gibt Eltern, die finden das, die haben das verstanden.
00:18:21
Speaker
Es gibt auch Eltern, die haben das nicht verstanden.
00:18:22
Speaker
An jeder Schule, wir gehören dazu.
00:18:25
Speaker
Eine einzige Sache, merkt euch bitte alle,
00:18:29
Speaker
Kein Smartphone in.
00:18:34
Speaker
Nur dann kann euer Kind sein schulisches Potential überhaupt annähernd irgendwie ausschöpfen.
00:18:39
Speaker
Nur dann können wir ihm was beibringen.
00:18:41
Speaker
Weil Kinder, die ein Zwarton im Bett haben, können schlafen weniger und schlafen schlechter.
00:18:45
Speaker
Und das geht nicht.
00:18:46
Speaker
Und deshalb bitte große Aktionen raus und aus mit Informationen für die Schüler, Informationen für die Lehrkräfte, Informationen für die Eltern.
00:18:53
Speaker
Und das ist jetzt gerade, was wir dieses Jahr den weiterführenden Schulen anbieten, weil wir glauben, wenn man nur eine Sache mitnimmt, eine einzige,
00:19:02
Speaker
dann ist es kein Smartphone im Bett.
00:19:03
Speaker
Das ist für uns das Wichtigste.
00:19:05
Speaker
Weil aus unserer Erfahrung heraus passieren da einfach die schlimmsten Sachen.
00:19:10
Speaker
Die passieren nicht in der Schule.
00:19:12
Speaker
In der Schule kann es mal passieren, dass einer unter der Bank halt ein Browser-Game spielt oder er geht aufs Klo und schaut TikToks.
00:19:17
Speaker
Das sind aber nur 2% der Nutzungszeit.
00:19:20
Speaker
Die Katastrophen
00:19:22
Speaker
Die passieren nachts heimlich im Bett oder nachmittags, wenn die Eltern nicht da sind.
00:19:26
Speaker
Dann passieren die Schwimmdinge, dann passieren die Schattenseiten, dann passieren die Cyber-Grooming-Versuche oder dass die Kinder eben sich vielleicht auch mal etwas intensiver mit Pornografie auseinandersetzen, weil eben keiner da ist.
00:19:40
Speaker
Das passiert nicht in der Schule.
00:19:42
Speaker
Und deshalb müssen wir, natürlich können wir aber die Eltern nicht allein lassen.
00:19:46
Speaker
Die Schulen müssen
00:19:47
Speaker
Manche Eltern sind einfach nicht in der Lage, haben das Wissen nicht, kennen die Sprache nicht.
00:19:53
Speaker
Es gibt tausend Gründe oder sind erschöpft.
00:19:55
Speaker
Man kann nicht erwarten, dass alle Eltern ihre Kinder vorbereiten.
00:19:59
Speaker
Deshalb müssen wir natürlich auch die Kinder schützen, deren Eltern dazu nicht in der Lage sind oder nicht im Willen sind.
00:20:04
Speaker
Und deshalb brauchen wir auch die Schulen.
00:20:06
Speaker
Leider noch eine Erziehungsaufgabe mehr, die auf die Schulen auch noch übergeht.
00:20:13
Speaker
Wobei die sich sehr schwer tun, weil manche müssen ja jetzt ihren Kindern Tablets geben.
00:20:18
Speaker
Jetzt kommt nämlich der Spaß und die kriegen nicht genügend Unterstützung für vernünftiges Mobile Device Management.
00:20:25
Speaker
Sprich, die Schule bestimmt, welche Apps da drauf sind.
00:20:28
Speaker
Und die Schule schaltet aus, dass das in der Nacht überhaupt angeht.
00:20:32
Speaker
Weil wenn ich das nicht mache,
00:20:34
Speaker
Dann gebe ich den Kindern noch ein zweites Suchtmittel mit nach Hause, bitteschön.
00:20:39
Speaker
Und die Eltern noch weniger überblickt.
00:20:40
Speaker
Das ist kontraproduktiv.
00:20:42
Speaker
Wir brauchen schon, also ist meine Meinung, ich glaube nicht, dass digitale Medien in der Bildung gar keinen Platz haben.
00:20:50
Speaker
Ich glaube, bei den Größeren ist es sehr, sehr sinnvoll.
00:20:53
Speaker
Wir müssen Medienerziehung immer haben.
00:20:57
Speaker
auch aber nicht unbedingt mit Geräten, auf denen Apps drauf sind, mit Addictive oder Persuasive Design, weil die sind zu wirkungsvoll.
00:21:06
Speaker
Die Kinder können sich in der Schule nicht mehr konzentrieren.
00:21:09
Speaker
Und wenn die weg sind, reden sie mehr miteinander und die Stimmung ist viel besser und die schulischen Leistungen steigen, weil die Kinder sich konzentrieren können.
00:21:19
Speaker
Ganz einfach.
00:21:20
Speaker
Das heißt, ich brauche nicht unbedingt Smartphones zum Lernen.
00:21:22
Speaker
Und auch das ist unter Medienpädagogen krass umstritten.
00:21:25
Speaker
Es gibt welche, die sagen, das ist Unsinn, man darf die nicht verbieten, Handytresore, ihr spinnt wohl, lasst uns mal über wichtigere Dinge reden.
00:21:33
Speaker
Ich glaube nicht, dass es viel wichtigere Dinge gibt, weil ehrlich gesagt,
00:21:41
Speaker
28 Smartphones im Raum, die sind nie alle ausgeschaltet, die sind fast alle an, aber leise gestellt.
00:21:48
Speaker
Also vibriert es doch immer wieder da, mal da, mal da und jedes Mal, wenn es vibriert, ist nachgewiesen.
00:21:55
Speaker
Stört es die Konzentration massiv, genauso die ganzen Smartwatches, auch meiner Hinsicht nach keine gute Idee in den Grundschulen.
00:22:02
Speaker
Es ist zwar besser als ein Smartphone, aber ehrlich gesagt, das Beste für Grundschulkinder ist einfach ein sogenanntes Feature-Phone, ein Tastentelefon für 20 Euro.
00:22:13
Speaker
Dann können die mal telefonieren.
00:22:15
Speaker
Da habe ich keine Suchtgefahr.
00:22:16
Speaker
Snake haben die drauf manchmal noch, die Nokia-Dinger.
00:22:19
Speaker
Aber ich werde nicht süchtig.
00:22:21
Speaker
Ich werde nicht von Pädokriminellen angesprochen.
00:22:23
Speaker
Ich sehe keinen Horror.
00:22:24
Speaker
Ich sehe keine Hardcore-Pornografie.
00:22:26
Speaker
Für Kinder in der Grundschule ist meiner Meinung nach ein ganz normales Tastentelefon.
00:22:31
Speaker
Die absolut richtige Lösung.
00:22:33
Speaker
Ehrlich gesagt in 5 und 6 auch.
00:22:37
Speaker
Und dann kann ich im Prinzip eigentlich drüber reden.
00:22:40
Speaker
Ich weiß aber, dass das weltfremd ist.
00:22:42
Speaker
Deshalb werde ich auch nie Eltern kritisieren, die das getan haben.
00:22:45
Speaker
Ich habe es ja früher auch gemacht.
00:22:47
Speaker
Deshalb weise ich nur darauf hin.
00:22:49
Speaker
Ich glaube, dass die meisten Eltern ohne Gruppendruck ihrem Kind so mit 14 eins geben werden.
00:22:54
Speaker
Weil aber alle haben schon alles.
00:22:56
Speaker
Nur ich, nicht Papa.
00:22:58
Speaker
Funktioniert.
00:23:00
Speaker
geben es halt viele schon sehr, sehr viel früher.
00:23:01
Speaker
Und das, glaube ich, sollten wir nicht mehr tun.
00:23:04
Speaker
Deshalb gebe ich auch Eltern einen Tipp, wie sie mit anderen Eltern ins Gespräch kommen, dass sie zum Beispiel, wenn immer sie können, hilft Humor, nicht so eng sehen, niemandem was vorschreiben und, sehr, sehr wichtig, Fehler zu geben.
00:23:21
Speaker
Fehler oder Unsicherheiten einfach offen sagen.
00:23:23
Speaker
Weil das, keiner weiß, wie es perfekt geht.
00:23:27
Speaker
Aber das bricht das Eis bei anderen Eltern.
00:23:30
Speaker
Man kommt plötzlich ins Gespräch und wenn ich dann feststelle, ich bin ein bisschen vorsichtig, mein Kind soll ein bisschen später eins kriegen, dann das Beste, was ich meinem Kind den Gefallen tun kann, ist, dass ich
00:23:41
Speaker
mit den Eltern seiner besten Freundin rede und sagt, hey, hört mal zu, die hängen die ganze Zeit zusammen, wollen wir zusammen das vielleicht sogar entschließen, weil sobald eine von den beiden eins hat, gucken sie eh beide den ganzen Tag in dieses Gerät.
00:23:54
Speaker
Was sagt ihr denn?
00:23:55
Speaker
Weil ich habe die Erfahrung gemacht, bei Kindern, die später eins bekommen haben, die finden es tausendmal leichter, wenn ihr bester Freund einfach in dem Moment, wo nach der Schule alle
00:24:05
Speaker
sich das Smartphone ins Gesicht schweißen, wenn sie da nicht alleine sind.
00:24:08
Speaker
Wenn sie da eine Person haben, mit der sie weiterreden können, ist alles halb so schlimm.
00:24:12
Speaker
Deshalb müssen wir lernen als Erwachsene, dass wenn wir warten bis nach der 5. müssen wir, glaube ich, das Beste, was wir tun können, auch am wenigsten Druck von den Kindern kommt, wenn wir einen Buddy finden.
00:24:27
Speaker
Einen wirklich jemanden, wo ich weiß, die verstehen sich gut,
00:24:31
Speaker
Und die können in diesem Moment connecten, wo alle anderen, wie die Roboter, quasi eben sofort Brawl Stars spielen.
00:24:39
Speaker
Und ich glaube, das ist eigentlich ganz logisch.
00:24:42
Speaker
Man muss halt nur vorher drüber nachdenken.
00:24:44
Speaker
Und was oft passiert ist,
00:24:49
Speaker
Oder vielleicht die Oma schenkt es auch unreflektiert.
00:24:51
Speaker
Irgendwie soll sie auch wissen.
00:24:53
Speaker
Und dann hat es plötzlich und dann ist es passiert.
00:24:56
Speaker
Also man muss vorher nachdenken.
00:24:58
Speaker
Und je schlauer man sich macht als der Elternteil vor der Smartphone-Übergabe,
00:25:04
Speaker
desto besser kommt man durch diese Jahre durch, durch die ungefähr fünf, sechs sehr kritischen Jahre zwischen zehn und sechzehn.
00:25:11
Speaker
Und wenn die Kinder dann sechzehn sind, sehen sie auf Deutsch raus, weil sechzehn ist das neue achzehn.
00:25:17
Speaker
In den sechzehn oder in den siebzehnjährigen kann ich heute nicht mehr sagen, du, ich hab dir eingestellt, du darfst nur drei Stunden oder das ist lächerlich, der
00:25:24
Speaker
der hackt die Eltern aber weg oder kauft sich ein zweites heimlich.
00:25:28
Speaker
Das kann man vergessen.
00:25:29
Speaker
Das heißt Medienerziehung findet statt in der Praxis am allermeisten natürlich

Spiele und deren psychologische Auswirkungen auf Kinder

00:25:38
Speaker
hoffentlich in diesen kritischen Jahren zwischen 10 und 15 de facto.
00:25:44
Speaker
Ich glaube, wir müssen wesentlich früher anfangen, aber ohne die Geräte erst mal.
00:25:50
Speaker
Oder ohne Geräte mit
00:25:53
Speaker
Suchterzeugen im Design.
00:25:54
Speaker
Weil das ist das große Handicap, dass wir nicht verstehen, wie raffiniert die Algorithmen inzwischen sind.
00:26:02
Speaker
Das ist auch was, wo wir auch Spiele, das ist genau das Gleiche.
00:26:06
Speaker
Ein modernes Handyspiel.
00:26:10
Speaker
Ich meine, auch hier, dieser Verein ist gegründet worden, quasi, soweit ich das beurteilen kann, vor allem, da ging es um Computerspiele im weitesten Sinne.
00:26:23
Speaker
Aber jetzt haben wir Mobile Games.
00:26:26
Speaker
Und das ist was, wo wir, unsere Genre-Zone auch sagt, ja, mei, das ist ein kleiner Mantschgerl da aus so kleinen Bildschirmen.
00:26:31
Speaker
Wird schon nicht so schlimm sein.
00:26:32
Speaker
Ich glaube es überhaupt nicht.
00:26:34
Speaker
Ich glaube, dass wir eine völlig deregulierte Industrie haben, die jeden Psychotrick, jeden, das weiß man auch, das arbeiten dort Kinderpsychologen teilweise, um die Designs noch weiter zu verfeinern.
00:26:47
Speaker
Es gibt auch zum Beispiel, auch das finde ich unglaublich krass, also für mich eines der beängstigsten TikTok-Challenges, war so ungefähr vor zwei Jahren, da hat man Folgendes gemacht, ein Baby, das weint,
00:27:03
Speaker
Und dann hält irgendein Mensch ein Smartphone dem Baby vor das Gesicht, wo der Jingle von Kokumellen läuft.
00:27:11
Speaker
Und die Babys... Das bedeutet, die sind schon konditioniert.
00:27:21
Speaker
Oh Gott, das ist für mich... Das sind Babys.
00:27:27
Speaker
Die New York Times hat aufgedeckt, dass sie bei Coco Mellon im Hauptquartier in London, da haben die einen Forschen mit kleinen Kindern, in dem sie einen Testraum gemacht haben mit einem großen Bildschirm, auf dem läuft Coco Mellon und ein kleiner daneben, also ein weniger großer daneben, den haben die getauft, das Distractor Trunk.
00:27:50
Speaker
Der Ablenkungsbildschirm.
00:27:51
Speaker
Und da läuft was, da haben sie dann was ganz Normales, ein Glas Wasser wird eingegossen, was harmlos ist, was nicht fiepsig ist, nicht bunt ist, nicht extrem schnell geschnitten ist.
00:28:05
Speaker
Wenn jetzt das Kind in diesem Raum an irgendeiner bestimmten Stelle des Videos mit seinem Blick darüber wandert, dann wissen die, ah, an der Stelle sind wir nicht aggressiv genug.
00:28:16
Speaker
Die forschen.
00:28:19
Speaker
Das halte ich für unethisch, ich halte es für falsch, ich halte es für abartig.
00:28:28
Speaker
Also Content attraktiver machen, ja, ist ja in Ordnung, aber doch nicht bei Kleinkindern.
00:28:32
Speaker
Jetzt irgendwann ist da eine Grenze erreicht und die wird ständig überschritten.
00:28:37
Speaker
Und Spiele sind da leider auch ein Einfallstor geworden.
00:28:41
Speaker
Keiner der aus der Erwachsenen-Generation, selbst aus der Computerspiel-Generation, hat wirklich ein eigenes Verständnis dafür, welche Faszination Brawl Stars zum Beispiel haben kann.
00:28:50
Speaker
Das kann ich nur nachempfinden, wenn ich selbst richtig viel spiele, sonst geht es nicht.
00:28:56
Speaker
Und auch da, die Kinder kommen immer sofort zu mir.
00:28:59
Speaker
Wie viele Trophäen haben Sie?
00:29:00
Speaker
Herr Wolfers, das ist Ihr bester Brawler.
00:29:02
Speaker
Und dann muss ich, ich will Sie nicht anlügen, dann sage ich in der Regel, hey, pass auf, ich bin scheiße.
00:29:09
Speaker
Ich habe nur 700 Trophäen, ich habe nur 12 Brawler und mein bester heißt Frank.
00:29:14
Speaker
echt so schlecht.
00:29:16
Speaker
Ich habe 21.000 Trophäen.
00:29:17
Speaker
Ich habe 24.000 Trophäen.
00:29:18
Speaker
Dann sage ich, okay, ja, weißt du was, aber ich glaube, ich bin der beste über 50er Brawl Stars Spieler, den ich kenne.
00:29:25
Speaker
Ich bin der einzige über 50er Brawl Stars Spieler, den ich kenne.
00:29:29
Speaker
Okay, das ist dann irgendwie akzeptiert, in meiner Liga.
00:29:32
Speaker
Das ist halt eine andere Liga, aber immerhin kennt er das Spiel.
00:29:36
Speaker
Darum geht's.
00:29:39
Speaker
Und auch dann, Brawl Stars ist ein
00:29:45
Speaker
Kosmos.
00:29:48
Speaker
Genau wie viele Computerspiele ja schon seit jeher.
00:29:50
Speaker
Es ist eine eigene Welt und zwar auch da, die Eltern unterschätzen massiv den sozialen Aspekt.
00:29:58
Speaker
Die großen Spiele sind sehr soziale Spiele, wo die Kinder miteinander spielen.
00:30:01
Speaker
Heute kann jeder 5-Jährige mit seinem Nachbarn über das Internet spielen.
00:30:05
Speaker
Und dann macht Zocken noch tausendmal mehr Spaß.
00:30:08
Speaker
Und das wissen natürlich die Firmen.
00:30:09
Speaker
Und sie nutzen mehr und mehr aus den Wunsch nach Anerkennung, den wir alle in uns tragen.
00:30:15
Speaker
Er wird aber perfektioniert, auch
00:30:18
Speaker
bei der Monetarisierung.
00:30:19
Speaker
Sprich, die Kinder können sich heute, und auch dieser Effekt ist der Erwachsenenwelt völlig verschlossen, die Anerkennung ihrer Mitschüler kaufen.
00:30:28
Speaker
Ich gehe in den Supermarkt, kaufe mir eine Gutscheinkarte, Rubel ist frei, kaufe mir ein neues Kind und bin am nächsten Tag der King, weil die alle schon zu Hause nachts, abends sehen, was ich für einen tollen Skin habe.
00:30:37
Speaker
Ich komme am nächsten Tag an die Schule und bin der König.
00:30:40
Speaker
Und die Eltern wissen gar nicht, warum die Kinder die ganze Zeit Geld haben wollen für die Gutscheinkarten.
00:30:46
Speaker
Ich habe an nahezu jede Grundschule einzelne Kinder dabei mit mehr als 100, 200, 300 Euro im dreistelligen Bereich.
00:30:54
Speaker
In der fünften macht es einen großen Sprung und ich habe in jeder Jahrgangsstufe 1, 2, 3 sogenannte Wale, also mit über 1000 Euro.
00:31:05
Speaker
Und es geht dann schnell weiter.
00:31:07
Speaker
Es geht noch weiter nach oben.
00:31:08
Speaker
Siebte, achte Klasse sind es mehrere tausend Euro.
00:31:11
Speaker
Die Kinder wissen in der Regel auch, wer schon wie viel so ungefähr ausgegeben hat.
00:31:14
Speaker
Ich sage dann immer, hört man zu, Namen sind mir völlig egal.
00:31:16
Speaker
Ich will gar keine Namen wissen.
00:31:18
Speaker
Sagt mir nur ein paar Summen.
00:31:21
Speaker
Die brauche ich dann nämlich um abends
00:31:24
Speaker
beim Elternabend zu sagen, die Kinder wollen nämlich nicht wissen, oder die Eltern wollen nicht wissen, was irgendeine Studie ergeben hat in Deutschland 2022, sondern wenn ich sage, heute hier an dieser Schule, in diesem Jahr gab es vier Schüler, die schon über 1000 Euro ausgeben.
00:31:40
Speaker
Plötzlich,
00:31:41
Speaker
ist die Unmittelbarkeit gegeben.
00:31:43
Speaker
Und deshalb, so arbeiten wir, deshalb kommen die Eltern immer am Schluss.
00:31:47
Speaker
Weil dann haben wir quasi maximal, können wir dann im Bild vermitteln, natürlich immer anonym.
00:31:54
Speaker
Und dass die Eltern so ein bisschen sinkend im Zaunfall kriegen, den einen oder anderen.
00:31:59
Speaker
Und sich der Wichtigkeit, der Aufgabe bewusst werden.
00:32:03
Speaker
Darum geht es ja mal.
00:32:03
Speaker
Und wenn die dann zu Hause sitzen, und dann können sie ja ihre Kinder fragen, stimmt das?
00:32:09
Speaker
Das ist wichtig auch.
00:32:10
Speaker
Wenn die nämlich nicht daneben sitzen, dann kann ich ja irgendwas erzählen.
00:32:13
Speaker
Wer weiß, ob der da nicht ein bisschen übertreibt.
00:32:16
Speaker
Ich glaube, deine Worte finden sehr starken Anklang bei einer bestimmten Demografie.
00:32:20
Speaker
Aber ganz am Anfang unseres Interviews hast du auch erwähnt, wie du bemerkt hast, dass vor allem auch Förderzentren ein größeres Problem haben.
00:32:28
Speaker
Jetzt da schleicht mir fast... Mit der Schule.
00:32:31
Speaker
Das schleicht mir fast schon der Gedanke des sozioökonomischen Aspekts des Ganzen.
00:32:35
Speaker
Siehst du da auch eine soziale Ungleichheit?
00:32:38
Speaker
Ja.
00:32:41
Speaker
Ganz einfach, Kinder, deren Eltern sie weniger unterstützen, kriegen weniger Medienerziehung.
00:32:49
Speaker
Sind Alleingelassene, kriegen in der Regel eher mehr Mediennutzen als weniger.
00:32:54
Speaker
Und vor allem unreguliert, völlig.
00:32:57
Speaker
Keine Kinderschutz-Software.
00:32:59
Speaker
Das geht hin bis zu, also was ich mal hatte zum Beispiel, ist eine Drittklässlerin, die dann, die haben TikTok-Accounts mit mehreren tausend Followern, wo sie Tanzvideos machen.
00:33:11
Speaker
Und die Kommentare mag man gar nicht lesen.
00:33:12
Speaker
Das riecht so pädophil, dass man auf 1000 Meter entfernt dieses Account nicht haben will.
00:33:18
Speaker
Und dann sage ich, sag mal, wie sind es deine Eltern?
00:33:22
Speaker
Und sie, ja, meine Mama hält die Kamera.
00:33:26
Speaker
Und das passiert schon eher in Familien, die nicht so gut bemittelt sind.
00:33:31
Speaker
Das muss man ganz offen sagen.
00:33:32
Speaker
Es ist auch, wenn man so möchte, ein Statussymbol dort oft.
00:33:39
Speaker
Es gibt Schulen in München und in Nürnberg, in manchen Stadtteilen, da kriegt man zur Einschulung ins Smartphone zur ersten Klasse.
00:33:51
Speaker
Das ist so.
00:33:54
Speaker
Aber es gibt auf der anderen Seite der Skala auch wieder eine große Wohlstandsverwahrlosung.
00:33:59
Speaker
Ich habe auch dann die ganz, wenn ich in Grünwald irgendwo bin oder in Säulen oder im Lehel,
00:34:05
Speaker
Dann haben die Kinder halt irgendwie einen iPhone 16 schon in der Grundschule und haben damit aber auch sehr, sehr viel Zeit, weil beide Eltern arbeiten als Rechtsanwalt und Zahnärztin.
00:34:15
Speaker
Und da ist es nicht unbedingt besser.
00:34:19
Speaker
Nur tendenziell dieses Unbekümmerte einfach so mal hier, da, nimm, nimm, viel Spaß.
00:34:26
Speaker
Das ist ein Problem, das ist auf den Mittelschulen besonders groß.
00:34:30
Speaker
Und ich behaupte, ich habe schon persönlich auch einen privaten Umkreis, man merkt sogar, dass einige Kinder, die sehr früh sehr, sehr viel an digitalen Medien hängen, dass sie ihr schulisches Potenzial gar nicht aus ausnutzen.
00:34:45
Speaker
Also die gehen dann ab, die gehen auch vom Gymnasium ab wegen Brawl Stars und die Eltern denken, ja, der fühlt sich nicht so wohl.
00:34:53
Speaker
für den ist die Schule eine einzige Unterbrechung von Brawl Stars spielen.
00:34:57
Speaker
Und dann ist mir auch egal, auf welche Schule ich gehe.
00:35:00
Speaker
Ich streng mich auch nicht an, weil Unterricht ist immer lange nicht so aufregend, wie das, was ich sonst in meiner Freizeit erlebt habe und macht.
00:35:08
Speaker
Also die Schule spielt keine Rolle mehr.
00:35:10
Speaker
Und die Eltern sind so blind, dass sie dann sagen, ja, nee, der geht jetzt auf die Realschule oder geht von der Realschule auf die Mittelschule, weil, naja, der hat schlimme Lehrer.
00:35:21
Speaker
Quatsch, der hat 41.000 Trophäen bei Bronsters.
00:35:23
Speaker
Das heißt, der hat zwei Mannjahre Arbeit da reingesteckt in der fünften, sechsten Klasse.
00:35:28
Speaker
Hallo.
00:35:30
Speaker
Das ist tatsächlich eine unglaubliche... Und die Kinder haben gar nichts dagegen.
00:35:35
Speaker
Völlig wurscht.
00:35:36
Speaker
Hauptsache, sie können Bronsters spielen.
00:35:37
Speaker
Die Schule ist wurscht.
00:35:39
Speaker
Und da müssen wir uns auch Gedanken machen.
00:35:43
Speaker
Es ist einfach extrem attraktiv.
00:35:46
Speaker
Und nichts auf der Welt kann da noch mithalten.
00:35:49
Speaker
Das ist tatsächlich so.
00:35:50
Speaker
Und deshalb ist alles andere langweilig.
00:35:52
Speaker
Und nicht, das ist aber nicht, weil die Schüler irgendwie anspruchsvoll oder verzogen sind, sondern weil sie einfach Kinder sind.
00:35:59
Speaker
Und weil sie sich verhandeln.
00:36:00
Speaker
Gehen nochmal einen Spaß und den kriegen sie heute.
00:36:04
Speaker
en masse.
00:36:05
Speaker
Und dann sogar noch eben gerne und zwar schon so sehr früh teilweise.
00:36:09
Speaker
So früh.
00:36:10
Speaker
Manche Kinder wissen nicht, wie lange sie schon ein Smartphone haben.
00:36:13
Speaker
Die wissen es nicht.
00:36:15
Speaker
Kindergarten, glaube ich.
00:36:18
Speaker
Die kriegen es, bevor sie lesen können.
00:36:21
Speaker
Das sind wenige

Digitale Grenzen und die Rolle der Eltern

00:36:23
Speaker
natürlich.
00:36:23
Speaker
Und auf dem Land, wenn ich jetzt in Niederbayern irgendwo weiter auf dem Land bin oder in Oberbayern, ich kann
00:36:34
Speaker
Da ist es tendenziell eher selten, aber auch da gibt es immer einzelne, die dann schon so sind.
00:36:42
Speaker
Und ich frage immer, also die Frage, wer von euch hat ein Smartphone im Kindergarten, stelle ich immer.
00:36:48
Speaker
Und in der Hälfte der Jahrgänge, die ich so habe, meldet sich dann auch immer.
00:36:53
Speaker
Und das ist auch den meisten nicht bekannt.
00:36:54
Speaker
Das heißt, wenn es an die weiterführenden Schulen geht, viele denken, da geht es los mit dem Smartphone oder nichts.
00:36:59
Speaker
Manche haben schon jahrelang.
00:37:01
Speaker
Oder haben ihre Tablets im Bett.
00:37:02
Speaker
Das geht genauso.
00:37:03
Speaker
Tablet kann alles, was ein Smartphone kann, außer telefonieren.
00:37:05
Speaker
Telefonieren tun sie eh nicht.
00:37:08
Speaker
Ein Tablet hat den einzigen Nachteil, dass ich das so schlecht mit aufs Klo nehmen kann.
00:37:11
Speaker
Und das könnten die Eltern sehen, bevor ich absperre.
00:37:16
Speaker
Ansonsten sind Tablets nicht viel anders.
00:37:19
Speaker
Und auch da gibt es ein Problem, weil...
00:37:22
Speaker
In vielen Familien seit Corona gibt es viel zu viele Tablets und die veralten auch technisch nicht so schnell.
00:37:28
Speaker
Der private Tabletbesatz ist sehr hoch in den Grundschulen.
00:37:33
Speaker
Und auch da kann man TikTok schauen.
00:37:38
Speaker
Also ich persönlich denke, wir müssen massiv schauen, dass wir den Konsum runterbringen.
00:37:43
Speaker
Das ist viel zu viel und dass wir die produktive und kreative Nutzung nach oben bringen.
00:37:48
Speaker
Und das ist anstrengend.
00:37:49
Speaker
Da muss ich qualifiziert sein als Lehrer oder als Elternteil.
00:37:54
Speaker
Und jetzt kommt der Clou, kann ich auch selbst in der Zeit, in der ich mit meinem Kind etwas Produktives mache, nicht selbst konformieren?
00:38:02
Speaker
Dann wird es plötzlich schwer.
00:38:03
Speaker
Ich habe aber keine Lust.
00:38:04
Speaker
Ich bin aber irgendwie fertig.
00:38:05
Speaker
Man wird selber ein bisschen mich beriedeln lassen.
00:38:08
Speaker
Ja, ich habe Verständnis dafür.
00:38:13
Speaker
Leider, allerdings kenne ich die Kehrseiten und ich habe mich da halt nur entschlossen, da hinzuschauen.
00:38:20
Speaker
Jetzt, was, wenn der Zug schon abgefahren ist?
00:38:23
Speaker
Mir war nicht bewusst, dass das so einen großen Impact hat.
00:38:26
Speaker
Mein Kind hat schon ein Handy.
00:38:28
Speaker
Du sprichst von all diesen traumatischen Sachen.
00:38:30
Speaker
Ja, dann sage ich, hört mal zu, dann das Einzige, was ihr da noch machen könnt, ist, weil ihr habt die wichtigen, die guten Dinge verpasst oder die besten Gelegenheiten.
00:38:39
Speaker
Euer Kind wird jede Art von Einschränkung als Strafe sehen.
00:38:43
Speaker
Wird sich mit Händen und Füßen wehren, wird euch bescheißen, was geht.
00:38:46
Speaker
Und weil es es als unfair empfindet.
00:38:49
Speaker
Warum darf ich als 13-Jähriger nicht was, was ich mit 11 schon durfte?
00:38:52
Speaker
Meine Noten sind doch gut, Papa.
00:38:54
Speaker
Und diese Logik ist erstmal nicht zu... Da kann man nicht widersprechen.
00:39:00
Speaker
Das heißt, da muss ich erstmal einen Fehler eingestehen als Elternteil oder beide.
00:39:05
Speaker
Und dann, wenn nichts mehr sonst geht, eine Regel kann ich immer noch durchhalten und das ist meine Lieblingsregel.
00:39:11
Speaker
Man kauft eine Familienladestation.
00:39:13
Speaker
Da gehen alle Handys und Tablets der ganzen Familie rein und sagt, hör zu, wir schlafen alle mit Smartphone besser.
00:39:21
Speaker
Es geht nicht, wir können nicht so weitermachen, wir schlafen zu kurz, wir schlafen zu wenig und hey, ihr wisst wie ich, nass laufen die krassen Sachen.
00:39:28
Speaker
Deshalb ab jetzt für alle, inklusive beide Eltern, die Zähneputzen, Zähneputzen.
00:39:35
Speaker
Regel am Abend tut keiner mehr nach dem Zähneputzen noch digitale Medien nutzen, weil die dann da reinkommen.
00:39:41
Speaker
Und da bleiben sie bis in der Früh nach dem Zähneputzen.
00:39:44
Speaker
Dann brauchen wir vielleicht noch ein paar Wecker.
00:39:47
Speaker
Aber es gibt Superwecker, es gibt Fortnitewecker, Robloxwecker, was weiß ich, Minecraftwecker.
00:39:53
Speaker
Und auch für die Erwachsenen findet sich da was.
00:39:55
Speaker
Und es gibt auch, sage ich dann sogar, es gibt einen, so einen Schreiner, in Österreich ein Schreiner, glaube ich, der heißt Orchkatzel.
00:40:02
Speaker
Und die machen so Designer-Ladestationen.
00:40:05
Speaker
Also richtig toll, schauen gut aus.
00:40:07
Speaker
Die sind zwar sautoll, die kostet 200 Euro, aber ich sage selbst das,
00:40:12
Speaker
Ein iPhone kostet 500 oder 1000.
00:40:15
Speaker
Das ist die beste technische Investition, die ihr machen könnt.
00:40:17
Speaker
Schaut sogar gut aus, riecht nach Zählernholz und ihr könnt sogar gerne rein, schaut ästhetisch aus.
00:40:24
Speaker
Und dann können alle ins Bett gehen.
00:40:27
Speaker
Und warum funktioniert es?
00:40:28
Speaker
Ganz einfach.
00:40:30
Speaker
Die Kinder stehen nämlich nachts auf, gehen aufs Klo und luren mal darüber.
00:40:35
Speaker
Und wenn dann das Smartphone der Eltern nicht da drin ist,
00:40:39
Speaker
dann werden die Kinder ihre gesamte Jugend schlechter schlafen und kürzer machen.
00:40:43
Speaker
Wenn die Eltern es schaffen, selbst dieses Mini-Mini-Mini-Mini-Opfer zu bringen, nachts ein Smartphone, was übrigens auch für Eltern gut ist.
00:40:51
Speaker
Ja, das wissen die auch alle.
00:40:54
Speaker
Ehrlich gesagt, das ist für Eltern super.
00:40:59
Speaker
Kein Smartphone im Bett.
00:41:00
Speaker
Ja,
00:41:02
Speaker
Alle schlafen besser.
00:41:03
Speaker
Aber es funktioniert, weil die Kinder nämlich nachschauen können, ob die Eltern sich, ob sie es ernst meinen, ob sie sich wirklich an die Regeln halten.
00:41:09
Speaker
Und wenn sie es nicht tun, werden es die Kinder nicht lernen.
00:41:12
Speaker
Und deshalb Familienladegerät.
00:41:14
Speaker
Ganz praktische Sache kann jeder umsetzen,
00:41:17
Speaker
Und natürlich können die Kinder dann mal nachts um zwei sich hinschleichen und kurz im Klassenchat schauen und wieder hintun.
00:41:23
Speaker
Aber auf Strecke gesehen machen die das nicht.
00:41:25
Speaker
Viel zu anstrengend, viel zu nervig.
00:41:27
Speaker
Und sie wissen, ihre Eltern halten sich auch nicht dran und sie unterhalten sich damit den Eltern.
00:41:31
Speaker
Das ist schlecht für euch.
00:41:32
Speaker
Ich erlaube euch das nicht.
00:41:33
Speaker
Diese Regel, die kann ich auch im Nachhinein noch umsetzen.
00:41:36
Speaker
Und es wird natürlich Kämpfe geben.
00:41:38
Speaker
Klar.
00:41:39
Speaker
Wenn mein Kind schon fünf Jahre lang nachts im Internet ist und plötzlich nicht mehr darf, dann muss ich tatsächlich mal mich auf die Hinterbeine stellen.
00:41:45
Speaker
Und dann sage ich den Eltern, hört mal zu, ihr seid nicht die Freunde eurer Kinder.
00:41:50
Speaker
Ihr seid die Eltern.
00:41:52
Speaker
Kennt ihr das?
00:41:53
Speaker
Ein Nein mit Liebe?
00:41:56
Speaker
Eure Kinder müssen ganz genau wissen, warum.
00:41:57
Speaker
Und die müssen wissen, dass ihr für sie kämpft.
00:42:01
Speaker
Und ich kann das sagen als Vater von zwei Kindern, die schon erwachsen sind.
00:42:05
Speaker
Meine Tochter hat inzwischen Psychologie fertig studiert und sagt mir sehr genau, auch kann aus Spaß natürlich mir sehr genau sagen, was an meiner Erziehung gut war und was nicht.
00:42:14
Speaker
Und sie, sagen wir es mal so,
00:42:19
Speaker
Als Vater von zwei erwachsenen Kindern kann ich schon sagen, später werden die einen nicht beurteilen danach, ob man effiziente Maßnahmen getroffen hat oder Erziehungsmaßnahmen, sondern ob man in der krassen Zeit bis gleich Pubertät, ob man dann mit dem Herzen auf der Seite der Kinder war, ob man für sie gekämpft hat oder gegen sie.
00:42:40
Speaker
Und ich glaube, dieser Kampf lohnt sich, den müssen wir alle kämpfen.
00:42:45
Speaker
Und wenn wir unsere Kinder ein bisschen entsuchten wollen,
00:42:48
Speaker
dann müssen wir es erstens uns selbst entsuchten, sonst geht es gar nicht, sonst wird unser Kind rebellieren bis zum Mond.
00:42:54
Speaker
Das müssen wir beide Eltern hinbringen.
00:42:57
Speaker
Sonst brauchen wir nicht anfangen.
00:42:59
Speaker
Und wenn wir das schaffen, dann können wir unser Kind zumindest mal Schritt für Schritt, deshalb zuerst nachts, das ist wie gesagt für mich die wichtigste, wichtigste Maßnahme, und das kann jeder erziehen, gerät physikalisch aus dem Zimmer, was übrigens nicht reicht, denken manche IT-Väter gerne, ich programmiere die Schritts-Buchs, ich mache einfach so ein WLAN aus nachts.
00:43:22
Speaker
Das ist ja nicht schlecht, aber es reicht nicht, weil die Kinder haben einfach
00:43:27
Speaker
Während der Zeit, wo sie Zugriff haben, kann ich mir bei Netflix acht Stunden Walking Dead runterladen.
00:43:32
Speaker
Oder die Nachbarn haben auch WLAN.
00:43:34
Speaker
Oder ich habe sowieso einen Mobilfunkvertrag.
00:43:36
Speaker
Oder manche Spiele laufen ohne Werbung besser.
00:43:40
Speaker
Und wenn die kein Internet haben, dann können die die Werbung nicht nachziehen.
00:43:43
Speaker
Also freuen die sich.
00:43:46
Speaker
Das geht nicht.
00:43:47
Speaker
Das Gerät muss physikalisch.
00:43:51
Speaker
aus dem Zimmer, und zwar alle.
00:43:52
Speaker
Das Tablet, das Smartphone und die Nintendo Switch.
00:43:56
Speaker
Manche berichten, dass sie sogar zwei oder drei Geräte im Bett haben.
00:44:01
Speaker
Und ich glaube, wie gesagt, ich habe oft Eltern da, die sagen, ja, wissen Sie, am Samstag wollte ich, dass er aufhört mit Fortnite nach acht Stunden, aber er hört nicht auf.
00:44:13
Speaker
Was soll ich denn da machen?
00:44:16
Speaker
Ja, wo ist da der Fehler?
00:44:18
Speaker
Ist es Fortnite?
00:44:19
Speaker
Ist es der Sohn?
00:44:19
Speaker
Oder vielleicht dann doch?
00:44:22
Speaker
Eltern, die denken, sie sind Freunde ihres Kindes oder einfach so wenig Durchsetzungsvermögen haben, dass sie es nicht schaffen, ihren Kindern ein Nein abzuringen.
00:44:31
Speaker
Und das ist natürlich ein Problem, das geht weit über die Medienerziehung hinaus.
00:44:35
Speaker
Das ist in allen Lebensbereichen.
00:44:37
Speaker
Aber ich versuche das den Eltern so zu erklären wie, ihr werdet
00:44:43
Speaker
Also das Thema Vertrauen.
00:44:45
Speaker
Wissen Sie Herr Wolf, ich vertraue meinem Kind.
00:44:48
Speaker
Wenn ich ihm da so Regeln mache, dann heißt es ja, ich vertraue ihm nicht.
00:44:51
Speaker
Das heißt, ich verbiete ihm was und Verbot ist doch immer so was.
00:44:55
Speaker
Verbote sind scheiße.
00:44:59
Speaker
Dann sage ich, ja, wissen Sie, Erziehung ist Verbote und Gebote.
00:45:07
Speaker
Ich bin froh, dass wir ein Autofahrverbot für Kinder haben.
00:45:13
Speaker
Ich bin auch froh, dass wir ein Mordverbot haben.
00:45:16
Speaker
Verbote sind sinnvoll.
00:45:17
Speaker
Und natürlich können sie umgangen werden.
00:45:19
Speaker
Aber deshalb sind sie trotzdem sinnvoll.
00:45:20
Speaker
Und da sind sie keine Allheilmittel.
00:45:22
Speaker
Auch das nicht.
00:45:23
Speaker
Aber sie können ergänzen.
00:45:24
Speaker
Sie können ergänzen, was wir wollen.
00:45:27
Speaker
Das gibt es in allen anderen Bereichen auch.
00:45:28
Speaker
Das sind völlig undiskutabel.
00:45:31
Speaker
Und wir können nicht so tun, nur weil wir jetzt, es gibt auch dann Medienpädagogen, die sagen, das ist Adultismus.
00:45:38
Speaker
Wenn ich sage, du darfst das nicht.
00:45:39
Speaker
Du darfst das nicht auf Instagram.
00:45:41
Speaker
Adultismus.
00:45:43
Speaker
Da werden Kinder indiskriminiert, weil sie Kinder sind.
00:45:46
Speaker
Ja, Gott.
00:45:49
Speaker
Das sind auch dieselben, die sagen, ja, wir haben Recht auf Teilhabe.
00:45:53
Speaker
Recht auf Teilhabe, die Kinderrechtskonvention.
00:45:56
Speaker
Dann sage ich, ja, natürlich Recht auf Teilhabe.
00:45:58
Speaker
Das haben wir aber erreicht.
00:46:00
Speaker
Haben die auch Recht auf Teilhabe an Horror, Cyber-Grooving und extremer Pornografie?
00:46:05
Speaker
Wirklich?
00:46:06
Speaker
Ist das so?
00:46:07
Speaker
Ist das okay?
00:46:10
Speaker
Also, die meisten sind sich...
00:46:15
Speaker
Einfach über das Ausmaß nicht bewusst.
00:46:17
Speaker
Sie denken, das wird schon gut gehen.
00:46:19
Speaker
Mein Kind, ja, da gibt es schon ein paar schlimme Sachen, aber wir hatten auch ein Playboy.
00:46:22
Speaker
Und wir hatten auch mal einen ganz schlimmen Film gesehen.
00:46:26
Speaker
Ja, das ist aber kein Vergleich.
00:46:29
Speaker
Und das müssen wir, glaube ich, transportieren.
00:46:31
Speaker
Und wir müssen transportieren, dass heutige Apps einfach designed sind, um sich zu machen.
00:46:38
Speaker
Und das natürlich, das hervorragend funktioniert.
00:46:40
Speaker
Man braucht nur anschauen, wer sind die größten Firmen der Welt geworden?
00:46:45
Speaker
Google ist 2,5 Billionen wert.
00:46:48
Speaker
Billionen.
00:46:49
Speaker
Apple 3,5.
00:46:50
Speaker
Meta 1,5.
00:46:52
Speaker
Billionen.
00:46:54
Speaker
Und das sage ich Eltern auch gerne, die gesamte deutsche Autoindustrie ist 200 Milliarden wert.
00:47:01
Speaker
Also Google alleine ist zwölfmal Mehrwert als BMW, Mercedes, Porsche und BMW zusammen.
00:47:06
Speaker
Und Volkswagen.
00:47:08
Speaker
Hallo?
00:47:09
Speaker
Weil die Kinder der Welt inzwischen, und wir alle, so viel auf unser Smartphone schauen, wir produzieren damit hunderte Milliarden.
00:47:18
Speaker
Es gibt kein Gratis-App.
00:47:21
Speaker
Jede App, die wir benutzen, für die wir nicht zahlen, bezahlen wir mit unserer Zeit oder unseren Daten.
00:47:26
Speaker
Und meistens beides.
00:47:28
Speaker
Es gibt nichts umsonst.
00:47:30
Speaker
Und den ganzen Spaß, den die Kinder haben, holen sich die Firmen zurück.
00:47:34
Speaker
Durch Werbung und oder deren Daten.
00:47:37
Speaker
Es ist kein digitales Paradies.
00:47:40
Speaker
Und im Internet sind die Kinder in einem Ozean.
00:47:45
Speaker
Der ist groß und da gibt es auch große Gefahren, die die Eltern nicht kennen, weil sie in ihrer Kindheit diesen Ozean nicht besegelt haben.
00:47:55
Speaker
brauchen mehr Unterstützung durch die Eltern.
00:47:57
Speaker
Vor allem.
00:47:58
Speaker
Aber auch durch die Schulen.
00:47:59
Speaker
Wir brauchen alles auf einmal, glaube ich.
00:48:01
Speaker
Wir brauchen mehr Medienerziehung.
00:48:03
Speaker
Wir brauchen mehr auch Regulierung, glaube ich.
00:48:06
Speaker
Ich glaube, dass der Staat seinem Schutzanspruch nicht gerecht wird.
00:48:08
Speaker
Der Staat muss Kinder schützen.
00:48:11
Speaker
Macht er nicht.
00:48:13
Speaker
Es gibt keinen Jugendschutz im Internet und erst recht keinen Kinderschutz.
00:48:17
Speaker
Das gibt es nicht.
00:48:18
Speaker
Und da müssen wir mal ehrlich sein zu uns selber.
00:48:21
Speaker
Und heute habe ich auf dem Weg hierher, gab es eine Veranstaltung von der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendschutz und die haben einfach gemeint, das ist nicht verhältnismäßig.
00:48:33
Speaker
Es ist auch schwierig.
00:48:35
Speaker
Das Internet kinderfreundlich zu machen würde bedeuten, dass alle Erwachsene sich ständig ausweisen müssen, dass sie erwachsen sind.
00:48:41
Speaker
Ist das verhältnismäßig?
00:48:44
Speaker
Ich glaube, das Wertvollste, was wir haben als Gesellschaft, sind unsere Kinder.
00:48:48
Speaker
Und das haben wir nicht.
00:48:51
Speaker
Wir sind aber eine Gesellschaft, die inzwischen altert.
00:48:57
Speaker
Wir entscheiden nicht für unsere Kinder, ganz offensichtlich.
00:48:59
Speaker
Wir interessieren uns dafür nicht.
00:49:00
Speaker
Kinder haben keine Lobby.
00:49:02
Speaker
Und ich möchte mich dafür einsetzen, dass das sich ein bisschen ändert.
00:49:05
Speaker
Weil ich glaube, auch als Gesellschaft stehen wir dafür, Zerreifproben, wenn wir lauter Kinder haben, die nicht mehr an das Gute auf der Welt glauben.
00:49:13
Speaker
Alles geht zu Schanden, Klimawandel ist schon schwer genug und dann kommt noch das und...
00:49:18
Speaker
Und Menschen bringen sich um die ganze Zeit in dem, was ich gesehen habe und die Erwachsenen reden mit mir darüber nicht.
00:49:26
Speaker
Sie sagen mir das gar nicht.
00:49:28
Speaker
Also sind sie entweder inkompetent oder sie interessieren sich nicht für das, was ich sehe.
00:49:32
Speaker
Beides ist schlecht.
00:49:35
Speaker
Ich habe Angst, dass viele einfach irgendwann die Flinte ins Korn schmeißen und sagen, oh, Gemeinsinn hat keinen Sinn.
00:49:45
Speaker
Man weiß, weltweit steigt die Anzahl oder die Heftigkeit auch von psychischen Erkrankungen.
00:49:55
Speaker
Und die Erwachsenen streiten immer noch rum, ist es wegen, weil besser diagnostiziert wird.
00:50:01
Speaker
Aber jeder weiß, und das gibt es auch, dieses Buch von Jonathan Haidt, ich persönlich denke, ich habe noch nie ein Buch gelesen, wo ich so oft gesagt habe,
00:50:11
Speaker
Ja, das deckt sich mit allem, was ich in der Arbeit erlebe, in der Arbeit mit Jugendlichen und Kindern.
00:50:18
Speaker
Und deshalb, die Wissenschaft mag streiten.
00:50:22
Speaker
Aber ich bin ja vor der Wissenschaft.
00:50:25
Speaker
Ich bin vorne dran.
00:50:27
Speaker
Ich kann auch nur Gefühle wiedergeben.
00:50:29
Speaker
Das ist ja auch mein Nachteil.
00:50:30
Speaker
Ich kann nichts alles unbedingt verifizieren.
00:50:34
Speaker
Aber ich habe inzwischen ein ganz gutes Gefühl dafür, was so los ist.
00:50:38
Speaker
Und auch wenn was Neues kommt, kriege ich es relativ schnell mit.
00:50:41
Speaker
Weil die Kinder eben gerne darüber reden eigentlich.
00:50:44
Speaker
Ja, und in diesem Sinne bleibt es spannend.
00:50:46
Speaker
Und wir werden alles reinhauen.
00:50:49
Speaker
was wir haben.
00:50:50
Speaker
Wir sind inzwischen neun Digital-Trainer und ich finde es super, wir werden auch noch ein paar mehr werden.
00:50:56
Speaker
Und ich glaube, wir können ein bisschen was schaffen, gemeinsam eben.
00:51:02
Speaker
Und die Eltern sollen nicht den Mut verlieren.
00:51:05
Speaker
Also wenn wir krasse Sachen und Beispiele bringen, sind einige natürlich zu Recht entsetzt.
00:51:10
Speaker
Aber ich hoffe, wir wollen natürlich wachrütteln.
00:51:12
Speaker
Und wir wollen die Eltern aber nicht irgendwie für Zweifel zurücklassen, sondern eigentlich eher
00:51:18
Speaker
eine Aufbruchstimmung am Schluss der Erzeugung und sagen, hört mal zu, ihr könnt ganz konkret das und das und das und das machen.

Zukünftige Normen im Umgang mit digitalen Medien

00:51:24
Speaker
Familienlade geht, mediennutzungsvertrag.de, schaut euch diese Website an, schaut euch dieses Buch an, schaut euch das an, macht bitte die und die Regeln, macht die und die Zeiten und seid euch bewusst, spielt selber Brawl Stars, wenn ihr eure Kinds Brawl Stars spielt,
00:51:37
Speaker
Geht auf Instagram, postet einen Post, wartet auf den ersten Like.
00:51:41
Speaker
Eure Tochter wird euch auch aus Mitleid eingeben.
00:51:45
Speaker
Dann könnt ihr es wieder löschen.
00:51:46
Speaker
Aber ihr wisst, wie sich das anfühlt.
00:51:48
Speaker
Kümmert euch um eure Kinder.
00:51:52
Speaker
Ich habe das Gefühl, dass einige Eltern und Kinder, die bei uns dabei waren, das
00:52:00
Speaker
Tatsächlich ist es resoniert und manchmal kriege ich auch drei Jahre später eine E-Mail, danke für den Tipp mit dem Familienladegerät, es hat geklappt.
00:52:09
Speaker
Das finde ich schön.
00:52:12
Speaker
Und mich freut auch immer, wenn ich an die Schule komme und es melden sich nur wenige bei, wer hat ein Smartphone im Bett, regelmäßig.
00:52:18
Speaker
Das freut mich ganz persönlich.
00:52:21
Speaker
Und ich denke mir, hey, wenn nur ein einziges Kind was mitnimmt von so einem Tag, dann hat es sich schon wieder eigentlich gelingt.
00:52:27
Speaker
Hey Daniel, ich glaube, ich spreche für alle, dass deine Worte zugleich zerstörerisch sind, emotional, aber auch hoffnungsvoll.
00:52:35
Speaker
Ja, ich möchte aufbauen am Schluss.
00:52:37
Speaker
Ja, natürlich.
00:52:38
Speaker
Aber erstmal wachrütteln und vielleicht so ein gewisser Leidensdruck schafft ja dann auch hoffentlich einen Handlungswillen oder einen Verhinderungsgedanken, wo wir dann merken, ja, da müssen wir was tun.
00:52:48
Speaker
Und in diesem Sinne...
00:52:52
Speaker
Let's go.
00:52:52
Speaker
Schlussendlich, was würdest du sagen, wo siehst du unsere Situation in zehn Jahren?
00:52:59
Speaker
Also ich hoffe, dass wir in zehn Jahren in einer Welt leben, wo wir uns mit Schaudern zurück daran erinnern, wie wir auf die Idee kommen konnten, achtjährigen Smartphones zu geben.
00:53:10
Speaker
Dass wir sagen, oh Gott, zum Glück haben wir da noch mehr aufgehört.
00:53:13
Speaker
Also das war so, es war so offensichtlich falsch, krank und naiv, schräg schlicht dumm.
00:53:22
Speaker
Ich hoffe das.
00:53:24
Speaker
Es kann auch ganz anders gehen.
00:53:25
Speaker
KI kommt jetzt.
00:53:26
Speaker
Das heißt, KI wird alles verändern.
00:53:29
Speaker
KI, wir werden in zehn Jahren Maschinen haben, die schlauer sind als Menschen.
00:53:33
Speaker
Vielleicht schon in fünf.
00:53:34
Speaker
Wir werden Roboter haben, die schlauer sind als Menschen, die rumlaufen in der Wohnung.
00:53:39
Speaker
Das heißt, die Zukunft ist... Also auf zehn Jahre kann ich mich gar nicht mehr... Das ist das Jahr 2035.
00:53:44
Speaker
Man mag keine Voraussagen mehr irgendwie wagen.
00:53:54
Speaker
Sagen wir es mal so.
00:53:54
Speaker
Aber ich hoffe, dass wir rückwirkend diese extrem frühe Vergabe von Digitalgeräten an Kinder unvorbereitet und unbeaufsichtigt, dass wir damit aufhören.
00:54:08
Speaker
Das hoffe ich und das wünsche ich mir.
00:54:10
Speaker
Ich tue alles dafür, dass es so wird und dass wir in dem Sinne eine bessere Chance haben, unsere Kinder, gesunde Kinder und auch glückliche Kinder für die Zukunft eben fit zu machen.
00:54:25
Speaker
Genau, das wird das Wichtigste sein.
00:54:26
Speaker
Ansonsten kann ich wegen KI, ich glaube, wir erreichen dieses Jahr AGI.
00:54:30
Speaker
Also, dass die KI so schlau wird wie der Mensch, wird dieses Jahr passieren.
00:54:35
Speaker
Und alles, was auch dann passiert, weil das kann man skalieren, ist unbekannt.
00:54:40
Speaker
Aber jetzt komme ich zu sehr ins KI-Philosophie.
00:54:43
Speaker
Im reinen Bereich der Medienentwicklung hoffe ich,
00:54:48
Speaker
dass wir es schaffen als Gesellschaft festzustellen, dass es nicht in Ordnung ist, Kindern in der Grundschule ein Smartphone zu geben, weil zu viel schief geht, weil ich kann es nicht begleiten, ich müsste eigentlich jedes Mal dabei sein.
00:55:00
Speaker
Das haut nicht hin.
00:55:02
Speaker
Und deshalb, ich glaube weniger an die Politik.
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Speaker
Auch nach dem, was ich heute gehört habe, so was Altersverifizierung im Internet, das wird nicht kommen.
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Speaker
Weil es zu kompliziert, dann Europarecht schlägt deutsches Recht und die Amerikaner betrachten sowieso jede Art von Regulierung als wirtschaftlichen Angriff inzwischen.
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Speaker
Das heißt, wir werden das wahrscheinlich nicht durchsetzen können.
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Speaker
Deshalb brauchen wir eine gesellschaftliche Norm, dass wir Kindern generell Smartphones erst ein bisschen später zur Verfügung stehen.
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Speaker
Ich finde 14 ideal, das wird aber nicht durchsetzbar sein.
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Speaker
12 finde ich auch schon gut.
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Speaker
Alles ist besser, so wie es jetzt ist.
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Speaker
Selbst wenn wir sagen ab 10, fände ich schon gut.
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Speaker
Hauptsache nicht, das heißt nicht, dass ab 10 okay ist, aber unter 10 halte ich es leider für potenziell katastrophal.
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Speaker
Und diese Katastrophen,
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Speaker
Die müssen wir publik machen.
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Speaker
Das ist einfach auch Sucht.
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Speaker
Wenn zum Beispiel in der fünften Klasse sagen, zuverlässig, 20% der Kinder, sie sind süchtig.
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Speaker
Zuverlässig, egal wo ich hinkomme.
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Speaker
Das ist ungefähr so die Ratio.
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Speaker
Aber auch lachen drüber.
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Speaker
Sagen wir, ja, ich schon, ich schon, du auch, Luca.
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Speaker
Und ich glaube, das macht mir so ein bisschen Angst.
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Speaker
Ich persönlich habe zwar mehr Angst vor den, oder ich mache mir mehr Sorgen vor den Inhalten als vor den Zeiten, muss ich sagen.
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Speaker
Die Zeiten sind auch enorm und da geht viel schief.
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Speaker
Aber die Inhalte sind der Elternwelt nicht bekannt.
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Speaker
Und jedes Mal, wenn ich mit Lehrkräften am Nachmittag die Videos gucke, die die Kinder vorher beschrieben haben,
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Speaker
ändert sich deren Meinung um 180 Grad.
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Speaker
Die sagen alle nachher, dann erkenne ich erst, was auf dem Spiel steht.
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Speaker
Wenn ich das mal sehe, wenn ich nicht darüber rede, Pennywise, sondern Pennywise sehe, wie er diesem armen Jungen den Arm abbeißt.
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Speaker
Das ist nämlich eine Szene, die ist zwei Buchstaben weg.
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Speaker
Ich gebe ein E und S.
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Speaker
und gehe aufs Suchen.
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Speaker
Schon habe ich es.
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Speaker
Und das kann nicht sein.
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Speaker
Ich glaube, da müssen wir uns auch als Europäer ein bisschen etablieren.
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Speaker
Oder, wie sagt man, etablieren ist falsch, ein bisschen einfach auf die Hinterbeine stellen.
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Speaker
In Amerika gibt es andere Vorstellungen, welcher Grad an Gewalt
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Speaker
in Ordnung ist für Kinder.
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Speaker
Und ich glaube, da sollten wir nochmal nachdenken, ob wir amerikanische Maßstäbe auch hier gut finden oder nicht.
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Speaker
Dein Buch allein mit dem Handy ist für kurze Maschinen.
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Speaker
An wen ist es gerichtet?
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Speaker
Es ist ein Buch, mit dem es ist für Eltern.
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Speaker
Für Eltern von Kindern mit Smartphones, also für alle Eltern.
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Speaker
Am liebsten aber für Eltern, deren Kinder noch keine Smartphones haben, weil es ist ein Buch, mit dem man sich vorbereiten kann.
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Speaker
Und sagen wir so, Kinder, wenn das sehen, werden sehr schnell neugierig.
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Speaker
Oh, das ist spannend.
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Speaker
Oh, alleine.
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Speaker
Was passiert da?
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Speaker
Und dann gucken sie rein und dann sehen sie auch so ein paar Screenshots.
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Speaker
Was weiß ich zum Beispiel.
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Speaker
Ich habe irgendwo einen Screenshot von Skibbidi Toilet.
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Speaker
Skibbidi Toilet.
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Speaker
Das finden alle Kinder immer sofort.
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Speaker
Die blättern dann so drauf und dann gibt es Skibbidi Toilet.
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Speaker
Das ist was, was normal nur Kinder kennen.
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Speaker
Skibbidi Toilet ist also ein...
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Speaker
Ja, das ist so ein Webvideo mit so Köpfen, die aus Toiletten rauskommen.
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Speaker
So was erzählt man bei den Eltern nicht, wenn man so was sieht.
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Speaker
Das war mal so ein kurzeiliger Hype.
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Speaker
Also werden die Kinder neugierig.
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Speaker
Ich glaube, es ist aber auf gar keinen Fall ein Buch für Kinder.
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Speaker
Wenn aber die Kinder schon ein Smartphone haben,
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Speaker
dann sollten Sie es lesen dürfen, weil alles, was drin steht, kann Kindern jederzeit passieren, die im Internet sind.
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Speaker
Auch wenn die Sachen zu hart sind.
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Speaker
Aber so ist es nun mal.
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Speaker
Und ich glaube ganz fest daran, dass wir lieber vorher mit unseren Kindern darüber reden, auch wenn die Themen noch so hart sind.
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Speaker
Und wenn ich mit meinen Kindern nicht darüber reden will, weil sie noch zu jung sind, dann habe ich eigentlich auch ein Gespür dafür, dann sind sie auch noch zu jung für ein Smartphone.
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Speaker
Das ist nämlich eine ganz gute Frage.
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Speaker
Auch ab wann will ich meinem Kind...
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Speaker
Pornografie zumuten oder extreme Gewalt.
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Speaker
Oder traue ich mich meinem Kind folgenden Satz zu sagen, hey, egal was im Internet passiert, du kannst mit allem zu mir kommen, ich nehme dir das Smartphone nicht weg.
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Speaker
Wie alt soll mein Kind sein?
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Speaker
Wenn man darüber mal nachdenkt, ladet man normalerweise ein bisschen weiter oben.
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Speaker
in der Jahresskala, aber das ist individuell.
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Speaker
Ich glaube, wir sollten ein bisschen später anfangen, ein bisschen besser vorbereitet.
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Speaker
Und dann ist die Welt auch nicht mehr so die große Katastrophe.
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Speaker
Dann bin ich sofort dabei, alles dafür zu tun, dass wir produktiv und kreativ in die Gänge kommen.
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Speaker
Wenn die Kinder geschützt sind, go.
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Speaker
Weil dann können wir uns produktiv und mit KI beschäftigen und mit allem, was zu tun hat.
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Speaker
Diese Seite, die sollen wir auf gar keinen Fall weglassen.
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Speaker
Also ich bin niemand, der sagt, Technologie ist per se schlecht.
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Speaker
Gar nicht.
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Speaker
Im Gegenteil, es kommt darauf an, was wir damit machen.
01:00:15
Speaker
Es ist ein Werkzeug.
01:00:17
Speaker
Aber ob für unsere Kinder mehr Chancen oder Risiken im Internet warten, das hängt davon ab, wie wir sie vorbereiten oder beklären.
01:00:26
Speaker
Daniel Wolf, vielen lieben Dank.
01:00:28
Speaker
Das hat mir sehr viel Spaß gemacht.
01:00:29
Speaker
Dankeschön.
01:00:32
Speaker
Ciao.