Einführung und Hintergrund von Dr. Daniela Holzboer
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Speaker
Willkommen beim Aktiv gegen Mediensucht Podcast.
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Speaker
Unser heutiger Gast ist Dr. Daniela Holzboer, die noch unter ihrem Mädchennamen Dr. Daniela Otto schreibt.
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Speaker
Heute sprechen wir gemeinsam über Digital Detox.
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Speaker
Na dann, Daniela, du hast einen Hintergrund in der Literaturwissenschaft.
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Speaker
Wie sah dein Weg zur Digital Detox-Expertin aus?
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Speaker
Und was war der Moment für dich, in dem du erkannt hast, dass digitale Entgiftung so ein Thema ist, mit dem du dich intensiver beschäftigen möchtest?
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Speaker
Ich komme tatsächlich aus der Literaturwissenschaft und mein Doktorvater war aber immer schon sehr medienwissenschaftlich orientiert.
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Also das heißt, ich habe jetzt nicht nur Goethe, Faust, Thomas Mann und was weiß ich was gelernt, sondern da waren Medien immer schon einfach im Fokus.
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Speaker
Und so war er dann auch ganz offen für meine Doktorarbeit.
Inspiration und Doktorarbeit über digitale Vernetzung
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Da war nämlich das Thema Vernetzung.
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Tatsächlich auch über einen Film.
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Also inspiriert war ich damals von Avatar.
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Speaker
Also es ist auch schon so lange her jetzt.
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Speaker
Aber damals kam also Avatar in die Kinos und der Film war ja ein unglaublicher Erfolg.
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Speaker
Und da war ja dann dieser 3D-Effekt und ich weiß nicht, ob du den damals im Kino gesehen hast.
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Speaker
Also auf jeden Fall war das ja schon ziemlich beeindruckend, dass man da...
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Speaker
sitzt und vor allem schweben dann die Glühwürmchen und so weiter und so fort.
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Speaker
Und es war ja dann der erfolgreichste Film aller Zeiten.
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Speaker
Und ich habe mir die Frage gestellt, warum?
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Speaker
Warum war der jetzt so erfolgreich?
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Speaker
Also der muss ja dann einen Nerv der Zeit getroffen haben.
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Speaker
Und unterm Strich ist ja Avatar eine unglaubliche Vernetzungsmetapher.
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Speaker
Du hast zwar ein wunderschönes Naturbild, da ist dieser utopische Planet Pandora, wo eben alle per so ein Wurzelnetzwerk miteinander verbunden sind und diese, na wie heißen sie, dieses Volk kann sich ja eben entdecken.
Erfahrung eines Digital Detox auf einer Ranch
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wirklich unmittelbar da andocken an dieses Gesamtnetzwerk und war aber einfach eine riesige Internetmetapher.
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Speaker
Und das war also der Einstieg für meine Doktorarbeit und diese Forschungsfrage war dann, woher kommt die Sehnsucht nach Vernetzung?
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Speaker
Weil offensichtlich dieser Film ja dann sowas gedriggert hat in uns,
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Speaker
dass wir uns da alle so hingewünscht haben.
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Speaker
Jeder wollte da irgendwie nach Pandora und oh, es ist schön.
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Speaker
Und wie gesagt, das ist eigentlich eine riesige Internetmetapher.
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Speaker
Und dann habe ich mich also mit der Frage beschäftigt, woher kommt die Sehnsucht nach Vernetzung?
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Speaker
Und ja, war da drei Jahre lang also intensiv in dieser Materie drinnen.
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Speaker
wie das Schicksal eben manchmal so will, ironischerweise, als ich dann fertig war mit der Doktorarbeit und also tatsächlich eine Antwort gefunden hatte auf diese Frage, wollte ich mich erholen und bin in die USA geflogen auf eine Ranch.
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Speaker
Klingt erst mal super schön.
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Speaker
Und also ich bin da gelandet und nach so einer Doktorarbeit muss man dazu sagen, man ist jetzt irgendwie...
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Speaker
Nicht so mega relaxed, sondern du bist schon echt mit den Nerven.
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Speaker
Es ist schon anstrengend auch die Zeit.
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Speaker
Also okay, also ich war da ein bisschen mit dünnen Nerven unterwegs.
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Speaker
Und dann bin ich da gelandet.
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Speaker
Okay, und ich war da auch alleine.
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Speaker
Und dann bin ich da abgeholt worden.
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Speaker
Also von dieser Familie, die waren sehr nett.
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Speaker
Und er war schon mit Kauberhut und allem.
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Speaker
Also sehr, sehr typisch.
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Speaker
Und wir sind dann erstmal, das ist kein Witz, also ich glaube, wir sind drei Stunden nochmal mit dem Auto gefahren.
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Speaker
Und dann nochmal so 45 Minuten Schotterpiste.
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Speaker
Und dann kamen wir an.
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Speaker
Also in the middle of nowhere.
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Speaker
Und diese Ranch war echt richtig schön, aber ich hatte überhaupt kein Netz.
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Speaker
Überhaupt kein Netz.
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Speaker
Also ich komme da an und es war dann ja auch noch abends, es war nachts.
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Speaker
Und in dieser Ranch, ja, und dann war da, also ich komme da rein und dann war da also so ein riesengeschossener Bär auch noch.
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Speaker
Also das ist halt, wie du dir halt so eine stereotypische Ranch vorstellst mit Gewein und was weiß ich.
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Speaker
Okay, wow, und ich stehe da und
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Speaker
Ich denke mir so, wow, was mache ich jetzt?
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Speaker
Also ich hatte, das war so, ich bin quasi nach der Doktorarbeit, wo ich mich so intensiv mit Vernetzung befasst hatte, durchaus auch kritisch und ex negativ.
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Speaker
Also es ist nicht so, dass ich da total drauf war und das alles toll fand und so oder mich selber als süchtig bezeichnet hätte.
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Speaker
Aber ich komme da an und ich habe überhaupt kein Netz und es ist mitten in der Nacht und ich habe echt Panik gehabt.
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Speaker
Und ich bin also in mein erstes unfreiwilliges, muss ich betonen, weil das macht einen Riesenunterschied, in mein unfreiwilliges Digital Detox Bootcamp gestartet.
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Speaker
Und das war heftig und ich habe da Emotionen durchlebt, die ich nicht erwartet hätte.
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Speaker
Also wie gesagt, erst mal diese Panik.
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Speaker
Normalerweise, du kommst irgendwo an, wir kennen das ja gar nicht mehr.
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Speaker
Du hast immer dein Handy und kannst immer kurz Bescheid geben.
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Speaker
Ich bin gut angekommen.
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Speaker
Also alleine das Wissen, dass ich mich melden könnte, ist ja schon total beruhigend.
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Speaker
Und das war einfach alles weg.
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Speaker
Und das dann zwei Wochen lang.
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Speaker
Also das war ehrlich gesagt ziemlich uncool.
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Speaker
Mich hat das sehr...
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Speaker
wach gemacht, weil ich gemerkt habe, krass, also das ist ein Existenzgefühl, was wir verloren haben, dass man einfach ohne Handy ist,
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Speaker
dass man da ist, dass Dinge passieren.
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Speaker
Und ich meine, weißt du, mir ist ja dann auch nichts anderes übrig geblieben.
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Speaker
Also ich hatte kein Handy, ich war da, der Rückflug waren zwei Wochen so, okay, was machst du?
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Speaker
Und dann ist natürlich was passiert.
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Speaker
Also ich habe da so unterschiedliche Stufen durchlaufen, wie gesagt, von Verzweiflung, von super genervt, von Ängsten.
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Speaker
Und dann habe ich halt irgendwann gesagt, nach zwei Tagen, ja mein Gott, das ist jetzt so.
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Speaker
Kannst du ja nichts machen.
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Speaker
Ich lasse mich jetzt darauf ein.
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Speaker
Und das war so dieser Moment, wo sich das dann alles verändert hat und wo es einfach super schön geworden ist.
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Speaker
Und ich eine Erfahrung gemacht habe, die für mich existenziell war, weil ich so präsent geworden bin.
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Speaker
Wie gesagt, das war eine wunderschöne Ranch.
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Speaker
Es gab da auch einen Moment, den weiß ich noch ganz genau, weil ich saß dann da auf so einem Heuballen und dann kam so ein freilaufendes Fohlen zu mir.
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Speaker
Also wie gesagt, es war so süß und diese weiche Fohlenschnauze und es war so echt.
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Speaker
Und ich habe mich so angekommen gefühlt.
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Speaker
Und dieses Erlebnis, dass wir wieder ganz im Hier und Jetzt sind...
Erstes Buch und gesellschaftliche Relevanz von Digital Detox
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Speaker
Das wollte ich irgendwie weitergeben.
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Speaker
Das war so meine Initialzündung dann für mein erstes Buch, also als ich dann zurückgekommen bin, weil ich mir gedacht habe, Mensch, also du hast jetzt deine Doktorarbeit, du hast ja viel theoretisches Wissen, aber wie kannst du jetzt damit Leuten helfen?
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Speaker
Ja, deine Doktorarbeit liest no one.
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Speaker
Die ist ja ganz nett zu haben, aber die liest einfach keiner und ich wollte dann einfach Menschen helfen und
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Speaker
Gar nicht mit einem erhobenen Zeigefinger, sondern wirklich eine Einladung rausschicken an alle Menschen, die irgendwie spüren, Mensch, okay, ich will was ändern, ich weiß nicht genau wie.
00:06:58
Speaker
Und den Menschen so eine Anleitung zu geben, schau mal, du kannst es auch.
00:07:03
Speaker
Du kannst es auch wieder zurückfinden in so einen Zustand, wo du dich getragen auch irgendwie fühlst.
00:07:10
Speaker
geborgen fühlst, ohne ständig online sein zu müssen, weil das haben wir einfach verloren.
00:07:16
Speaker
Und so bin ich dann dazugekommen, ja, und dann entstand eben mein erstes Sachbuch, und das ist so witzig, weil es war damals wirklich das erste in Deutschland zu dem Thema.
00:07:25
Speaker
Das erste deutschsprachige Buch zum Thema Digital Detox, und jetzt natürlich, viele Jahre später, stehen wir ganz woanders, und ja, der Begriff ist schon etwas präsenter jetzt, ja.
00:07:36
Speaker
Ich kann mir gut vorstellen, bevor du das Buch geschrieben hast, dass du selber noch ein bisschen eine Reise für dich durchgeführt nach deiner Arizona-Reise.
00:07:45
Speaker
Was war für dich so eine Sache, wo du gemerkt hast, oh wow, ich hätte nicht gedacht, dass das eine Schwierigkeit ist oder das...
00:07:54
Speaker
Ich glaube, viel ist eine Verlage des Bewusstseins.
00:08:00
Speaker
Wir unterlegen so vielen Zwängen, die natürlich einerseits von außen an uns herangetragen werden, die wir aber selber auch irgendwie annehmen und kultivieren.
00:08:10
Speaker
Also was vielen Leuten ja beim Abschalten schwerfällt, ist der Gedanke, oh, jetzt das andere erwarten, dass ich antworte, dass andere erwarten, dass ich online dies oder das tue.
00:08:24
Speaker
Und da ist es schon schwierig, in so eine total starke innere Haltung wiederzukommen, in eine Autonomie und vielleicht auch ein bisschen, wie soll ich sagen, man ist ja der Fisch, der gegen den Strom schwimmt und das muss man manchmal auch aushalten können.
00:08:40
Speaker
Also für mich persönlich wirklich schwer ist mir das noch nie gefallen, tatsächlich das Abschalten, muss ich sagen, weil es mich, also ich kann mich noch super gut erinnern, wann ich mein erstes Handy hatte, das war so, boah,
00:08:53
Speaker
Aber das waren natürlich diese, weißt du, diese normalen.
00:09:00
Speaker
Und es ist natürlich schon ein ganz anderes Kaliber, aber mich hat das damals auch schon eher gestresst und ich habe das damals auch schon sehr gerne mal abgeschaltet, weil ich glaube, das ist wie wenn du so den Aggregatszustand wechselst.
00:09:11
Speaker
Also das Handy ausschalten bedeutet ja wirklich auch Frieden.
00:09:16
Speaker
Weil da kommt dann keiner mehr durch.
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Speaker
Insofern, insgesamt hatte ich jetzt nie das Gefühl, dass ich da so gegen massive Widerstände stoße, sondern dass es schon quasi eine in mir angelegte Sehnsucht irgendwo ist.
00:09:29
Speaker
Ich bin ein sehr meditativer Typ zum Beispiel, ja.
00:09:32
Speaker
Und ich bin sehr sensibel und mir wird es dann auch einfach oft zu viel.
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Speaker
Und weißt du, das vergessen wir auch.
00:09:42
Speaker
wie viel uns da flutet, also wie viel auf uns einstürzt.
00:09:48
Speaker
Also ich habe eine kleine Tochter zu Hause und bei so einem kleinen Kind, ja, das ist ja am Anfang so, die sind fix und fertig am Abend oder weinen auch manchmal, weil ihnen einfach alles zu viel wird.
00:09:58
Speaker
Und wir denken dann vielleicht als Erwachsene, hey, Moment mal, wir haben doch eigentlich gar nichts gemacht heute.
00:10:03
Speaker
Aber dass so normale Alltagseindrücke eigentlich für ein menschliches Hirn auch schon jede Menge sind, das haben wir zum Beispiel total...
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Speaker
Wie hat die akademische Welt auf deine Bücher reagiert?
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Speaker
Waren alle begeistert.
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Speaker
Nein, ja, das ist ja quasi Sachbuch, ja, insofern, da bist du dann so in der hardcore akademischen Welt nicht vertreten, aber es hat schon eine starke Resonanz gefunden.
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Speaker
Also ich freue mich wirklich, wirklich, ich sage jetzt mal über einen Achtungserfolg, du musst ja immer unterscheiden, ich meine, Bücher verkaufen ist ein schwieriges Business,
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Speaker
A-Verlage haben es heute auch schwer.
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Speaker
Aber es gibt natürlich zum einen diese Bestseller, wer das schafft, Hut ab, super Glückwunsch.
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Speaker
Aber es gibt eben auch Bücher, und da zähle ich jetzt meine Bücher zum Glück schon dazu, die einfach eine gewisse Debatte anstoßen und die immer wieder gefragt werden.
00:11:10
Speaker
Also es gibt gerade in letzter Zeit, jetzt vor Ostern,
00:11:14
Speaker
waren wirklich sehr viele Anfragen, Stichwort digitales Fasten, weil es überhaupt nicht aus der Zeit ist, sondern weil das Thema zwingender und zwingender und zwingender wird.
00:11:24
Speaker
Also, wie gesagt, als das erste Buch erschien, ich meine, da wussten Leute noch gar nicht so, was ist denn das überhaupt?
00:11:31
Speaker
Klar, Detox irgendwie und im Beauty- und Wellnessbereich, aber das ist jetzt schon toll, da hat sich viel geändert und insofern ist das ein Thema, was einfach sehr relevant ist, natürlich immer
00:11:44
Speaker
Ein großer Bereich natürlich Eltern, die da verzweifeln.
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Speaker
Das ist eben vor allem auch für Erwachsene.
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Speaker
Also da müssen wir ansetzen bei uns.
Empathie und soziale Fähigkeiten in der digitalen Welt
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Speaker
Also es ist einfach ein relevantes Thema und diese Relevanz durfte ich schon zum Glück immer spüren.
00:11:56
Speaker
Dich interessieren Achtsamkeit und Selbstfürsorge?
00:11:59
Speaker
Dann sind die Selbsthilfegruppen des Aktiv gegen Mediensucht e.V.
00:12:03
Speaker
vielleicht nicht ganz schlecht für dich.
00:12:05
Speaker
Schauen wir unsere Webseite nach.
00:12:08
Speaker
Du hast ja auch gemerkt, wie Avatar zum Beispiel den gesellschaftlichen Nerv getroffen hat.
00:12:13
Speaker
Wie hast du gemerkt, dass Digital Detox heute jetzt den gesellschaftlichen Nerv trifft?
00:12:19
Speaker
Man spürt es immer wieder, weil viele Leute auf mich zukommen und, also oder beziehungsweise anders gesagt, also ich kenne niemanden, der nicht gestresst ist vom Handy.
00:12:33
Speaker
Und so viele Leute sagen mir, Mensch, Daniela,
00:12:39
Speaker
Diese kleinen Tipps, die du mir jetzt gesagt hast, dass die schon so einen riesen Unterschied gemacht haben.
00:12:45
Speaker
Und ich glaube einfach, also ich habe manchmal das Gefühl, wir werden doch alle irgendwie wahnsinnig.
00:12:48
Speaker
Also gerade die Technik, und ich bin überhaupt nicht technikfeindlich, das will ich überhaupt nicht sagen.
00:12:52
Speaker
Und Digitalisierung ist ja auch immer so ein politisches Schlachtwort, oder Schlachtwort oder Schlachterbuch.
00:13:00
Speaker
Und den finde ich aber sehr unreflektiert.
00:13:03
Speaker
Wenn du nicht Digitalisierung schreist, dann bist du sozusagen der Dinosaurier von gestern.
00:13:09
Speaker
Und das meine ich nicht.
00:13:11
Speaker
Also ich glaube, Technik ist völlig legitim.
00:13:14
Speaker
Digitalisierung ist völlig legitim.
00:13:16
Speaker
Nur sie muss funktionieren, sie muss reibungslos und sie muss stressfrei sein.
00:13:20
Speaker
Also viel Spaß, wenn du mal so einen 80-seitigen Online-Antrag fürs Elterngeld ausfüllen sollst.
00:13:27
Speaker
Ich meine, es ist völlig abstrus.
00:13:30
Speaker
So viele Sachen klappen einfach noch nicht.
00:13:33
Speaker
Und insofern glaube ich, wir stehen ja
00:13:36
Speaker
an so einem Umbruch.
00:13:37
Speaker
Wir sind ja so eine Zeit, an so einer Schwelle.
00:13:41
Speaker
So eine Literatur, um da mal auf mein Home-Turf zu kommen, sind Figuren, die an der Schwelle stehen, immer total interessant.
00:13:49
Speaker
Die sind super schwierig zu analysieren, weil die nicht so leicht greifbar sind.
00:13:55
Speaker
Es gibt zum Beispiel auch manchmal Figuren, die stehen dann zum Beispiel am Fenster.
00:13:59
Speaker
Das ist sozusagen die Figur, die zwischen...
00:14:02
Speaker
Haus und Garten oder der Freiheit steht oder an der Treppe, das sind oft Figuren, die dann sozusagen nicht im Gesellschaftskreis integriert sind, aber sozusagen beobachten.
00:14:12
Speaker
Also Schwellenfiguren sind spannend, aber schwierig zu greifen und eine Herausforderung.
00:14:17
Speaker
Und wir stehen ja total an der Schwelle.
00:14:22
Speaker
Das ist noch nicht so lange her, da gab es keine Smartphones und das überrollt uns.
00:14:28
Speaker
Und bis da mal diese komplette digitale Transformation komplett durch ist, bis sie aber sich auch wieder beruhigt hat, das wird noch dauern.
00:14:37
Speaker
Also in den Medienwissenschaften spricht man immer vom Schock der neuen Medien und jedes neue Medium hat uns erst mal gestresst und herausgefordert.
00:14:45
Speaker
Sei das der Fernseher, auch das Radio oder überleg mal das normale Telefon, also das normale Festnetztelefon.
00:14:51
Speaker
Das ist ja total spooky.
00:14:52
Speaker
Also du nimmst da den Hörer ab und hörst auf einmal eine Stimme.
00:14:58
Speaker
Weißt du, so, wenn man jetzt... Paranormal.
00:15:00
Speaker
Es ist paranormal, genau.
00:15:02
Speaker
Es hat was Magisches übrigens auch.
00:15:04
Speaker
Also das dürfen wir auch nicht vergessen, dass digitale Medien natürlich irgendwie einen gewissen Zauber auch haben.
00:15:09
Speaker
Sowas wie, ich denke an dich und ich mache das sichtbar, weil die SMS aufploppt.
00:15:15
Speaker
Also das ist schon sehr vielschichtig und es geht schon eben mehr über dieses normale...
00:15:23
Speaker
Entertainment hinaus, also man muss da schon mal ein bisschen genau hinspüren.
00:15:28
Speaker
Aber trotzdem, also diese Transformation, die ist noch nicht vorbei und so lange sind wir da auch noch irgendwie überfordert und gleichzeitig, wie gesagt, ist es auch noch zu, ist unser Verhältnis zu digitalen Medien auch noch viel zu aufgeregt.
00:15:45
Speaker
Heute, als der Fernseher zum Beispiel neu war, da lief der vielleicht im Hintergrund oder so, aber niemand hat jetzt normalerweise mehr zu Hause den normalen Fernseherlauf.
00:15:55
Speaker
Und das ist jetzt bei uns, finde ich, kulturell nicht usus.
00:15:58
Speaker
Und ich wünsche mir das einfach mal wieder von Smartphones, ich wünsche mir das von Smartwatches, von allen digitalen Geräten, dass sie mal einfach nur existieren können,
00:16:09
Speaker
Und dass sie uns nicht stressen, so wie uns jetzt das Festnetztelefon, wenn es das überhaupt noch gibt, oder der normale Fernseher nicht stresst.
00:16:16
Speaker
Also dieses Verhältnis muss einfach normalisierend werden und abkühlen.
00:16:22
Speaker
Findest du, die Durchschnittsperson unterschätzt den gesellschaftlichen Zwang des Ganzen?
00:16:30
Speaker
Ich finde, man steht eigentlich total unter Zwang, also weil ja auch, also ich denke auch gerade alte Leute werden wirklich abgehängt, oder?
00:16:38
Speaker
Also für uns ist es ja vielleicht normal, dass du da in einer Supermarktkasse dein Handy hinhältst und zahlst, aber für ältere Menschen ist das schon ein Riesenstress auch.
00:16:46
Speaker
Also ich glaube auch da ist ein bisschen, ja.
00:16:52
Speaker
Findest du, dass es auch ein bisschen den Redefluss verändert hat?
00:16:57
Speaker
Ich muss sagen, es gibt ja schon Studien, die auch bemerkt haben, dass wenn nur ein Handy auf dem Tisch liegt, dass das schon einen Effekt hat.
00:17:06
Speaker
Ich habe hier das Handy liegen, nur für die Uhrzeit.
00:17:09
Speaker
Und ich merke auch irgendwie, subconsciously, passiert etwas dort.
00:17:14
Speaker
Da sprichst du etwas total Wichtiges an.
00:17:16
Speaker
Also das stimmt, man hat es festgestellt, dass ab dem Moment, wo ein Smartphone auf dem Tisch liegt, die Gesprächsqualität sich verändert, weil buchstäblich was dazwischen funkt und unsere Aufmerksamkeit abgezogen wird.
00:17:30
Speaker
Und jetzt ist es so, Digital Detox erhöht eben auch unsere Empathiefähigkeit und in der Psychologie spricht man von Schwingungsfähigkeit.
00:17:40
Speaker
Das heißt, empathisch, also emotional mit jemandem mitschwingen.
00:17:45
Speaker
Also ich meine zum Beispiel, du erzählst was und du bist begeistert und ich bin mitbegeistert.
00:17:49
Speaker
Du erzählst was Trauriges und ich schwinge damit und fühle das nach.
00:17:53
Speaker
Das ist so der Kitt, der zwei Menschen bondet.
00:17:58
Speaker
Oder wir können auch anders sagen, so die magische Brücke zwischen zwei Gehirnen.
00:18:01
Speaker
Weil eigentlich sind unsere Gehirne isoliert.
00:18:05
Speaker
Die sind ausgelöst.
00:18:05
Speaker
Also ich kann nicht denken, weiß nicht, was du denkst, du weißt eigentlich nicht, was ich denke, trotzdem, okay, wir machen uns immer irgendwelche Ideen, aber das ist erstmal so, unser Bewusstsein ist abgeschlossen, aber trotzdem ist unser Gehirn ein soziales Organ und möchte mit einem anderen Verbindungen aufbauen.
00:18:23
Speaker
Und das, wie fühlen wir mit anderen Menschen mit?
00:18:27
Speaker
Das ist doch die sogenannten Spiegelneurone, also das sind Nervenzellen in unserem Gehirn, die feuern, wenn sie die Handlung eines anderen beobachten.
00:18:36
Speaker
Und ich mache jetzt mal ein simples Beispiel.
00:18:38
Speaker
Jemand schneidet sich in den Finger, man sieht das und man zuckt selber zusammen.
00:18:42
Speaker
Oder die Braut geht zum Altar und einem selber kommuniziert.
00:18:44
Speaker
Tränen, das ist ein schönes Beispiel.
00:18:47
Speaker
Das sind die Spiegelneuronen.
00:18:48
Speaker
Und die kann man trainieren.
00:18:49
Speaker
Also Empathie ist trainierbar.
00:18:53
Speaker
Das heißt, wenn ich mich besonders intensiv auf andere einlasse, wenn ich das oft einübe, wenn ich eben oft ungestörte Gespräche habe...
00:19:03
Speaker
dann übe ich das eine, driniere ich das, dann baue ich meine Empathiefähigkeit aus.
00:19:11
Speaker
Es ist aber so, dafür muss ich schon wirklich ungestört sein.
00:19:15
Speaker
Und diese modernen Gespräche, ich meine, wir kennen das alle, wir kennen das alle.
00:19:18
Speaker
Das ist, wohin du gehst, zack, bumm, das Handy auf den Tisch.
00:19:23
Speaker
Wir, und da finde ich immer so das Stichwort,
00:19:27
Speaker
Und ja, Selbstverletzung ist da vielleicht schon ein bisschen zu hart, aber was ich sagen möchte ist, wir nehmen uns so viel weg.
00:19:33
Speaker
Wir nehmen uns so viel an Glück weg dadurch.
00:19:36
Speaker
Wir nehmen uns so viel an Schönheit des Lebens weg, weil was macht das Leben lebenswert?
00:19:43
Speaker
Also ich finde, wenn ich zum Beispiel abends im Bett liege und mir überlege, Mensch, was war heute schön?
00:19:47
Speaker
dann sind es doch immer Momente, wo man einem Mensch mal ganz nah war, oder?
00:19:52
Speaker
Wo man das Gefühl hatte, so jetzt, jetzt hat es Klick gemacht, jetzt war meine Seele ganz nah an der anderen Seele.
00:19:58
Speaker
Und das ist wunderschön und ich verstehe einfach nicht, wieso wir das immer so kaputt machen müssen, weil
00:20:06
Speaker
Wir können das, aber wie gesagt, dafür muss man natürlich das Handy auch mal weglegen.
00:20:11
Speaker
Und das finde ich so schade, weil wir haben so eine Unkultur entwickelt, so eine Smartphone-Unkultur.
00:20:17
Speaker
Und ich würde mir eben da auch wieder wünschen, weißt du, dass es einfach das Normale ist, dass das Handy nicht auf den Tisch liegt.
00:20:25
Speaker
Du sagst ja, Digital Detox kann helfen, die Empathiefähigkeit zu steigern.
00:20:28
Speaker
Das inszeniert ja das Gegenteil, das vermindert.
00:20:32
Speaker
Würdest du sagen, nur das gestörte Wesen unseres Gesprächs schadet meiner Empathiefähigkeit?
00:20:40
Speaker
Oder auch der alleinige Nutzen?
00:20:42
Speaker
Also wenn ich einfach alleine bin, selbstständig, zu Hause, ich bin auf dem Handy den ganzen Tag und dann gehe ich ungestört mit anderen Leuten rum, habe ich dann trotzdem Schäden in diesem Bereich?
00:20:52
Speaker
Ja, es ist einfach faktisch so, dass Smartphones unser Gehirn verändern oder beziehungsweise die Smartphone-Nutzung natürlich.
00:20:59
Speaker
Und unser Gehirn ist neuroplastisch.
00:21:02
Speaker
Das heißt, es passt sich eben unsere Nutzungsweise an.
00:21:06
Speaker
Das ist total spannend, weil so lernen wir natürlich auch.
00:21:08
Speaker
Aber so sehr lernen wir auch Dinge.
00:21:11
Speaker
Also was das Gehirn angeht, heißt es immer so use it or lose it.
00:21:14
Speaker
Also wenn du nicht mehr denkst, sondern immer nur googelst, dann wird es auch irgendwann schwieriger mit der Intelligenz.
00:21:23
Speaker
Das heißt, also Smartphones verändern das Gehirn und wenn ich jetzt die ganze Zeit scrolle und nehme mal, wo sind die vielen Leute, natürlich auf Social Media, ja, da baust du sozusagen dein Gehirn schon um und zwar durchaus auf eine negative Weise, denn schauen wir uns mal so ein soziales Netzwerk an.
Bedürfnis nach sozialen Netzwerken und deren Verzerrung
00:21:43
Speaker
Also erstmal, was zieht uns da hinein?
00:21:45
Speaker
Das ist erstmal was Urmenschliches.
00:21:48
Speaker
Der Mensch per se ist ein Vernetzungswesen, ein Homo connectus, weil, überleg mal, wir kommen auf die Welt und hätten hier kein soziales Netz, was uns auffängt, was uns verbringt,
00:22:02
Speaker
nähert, was uns Fürsorge schenkt, dann werden wir tot.
00:22:06
Speaker
Wir sind keine Tiere, die sofort autonom schwimmen, fliegen, was weiß ich was können, laufen können.
00:22:13
Speaker
Das heißt, wir sind auf soziale Netzwerke angewiesen, auf echte soziale Netzwerke.
00:22:18
Speaker
Es ist in unserer DNA verwurzelt, dass wir das brauchen.
00:22:22
Speaker
Und früher gab es natürlich, es gab die Großfamilie, ja, keine Ahnung, da hat dann die Oma aufgepasst und die Tante war auch noch um die Ecke und so weiter und so fort.
00:22:31
Speaker
Es gab Religionsgemeinschaften, die intakt waren.
00:22:34
Speaker
Und das kann man alles auch kritisch sehen, weil das natürlich auch irgendwie einengen kann.
00:22:38
Speaker
Und wir alle kennen, glaube ich, die Nachteile von einem kleinen Dorf, wo jeder weiß, was andere macht.
00:22:43
Speaker
Aber trotzdem, es gab eben noch das Gefühl, eingeflochten zu sein in einem größeren Netz.
00:22:51
Speaker
Und im Zuge der Moderne, musst du dir vorstellen...
00:22:55
Speaker
finden Individualisierungsschübe statt.
00:22:58
Speaker
Also die ganze Moderne ist eine Individualisierungsdynamik.
00:23:05
Speaker
Ehen werden instabiler.
00:23:08
Speaker
Man zieht vom Land immer mehr in die Städte, wo man dann am Ende so als Single in der Großstadt ist und irgendwie auch so ein bisschen lost und wieder große Liebe sucht und dann doch nicht findet.
00:23:21
Speaker
Und Kinder werden weniger, also Paare bekommen, nicht mehr so viele Kinder.
00:23:28
Speaker
Religionsgemeinschaften zerbrechen und so weiter und so fort.
00:23:32
Speaker
Und jetzt entsteht natürlich eine emotionale Leerstelle, weil du als Freund,
00:23:37
Speaker
DNA-definiertes Vernetzungswesen, entkommst diesem Ursog nicht.
00:23:43
Speaker
Und jetzt kommen da diese modernen Netzwerke, die sind quasi so
00:23:47
Speaker
Eine uralte Idee in neuem Gewand.
00:23:50
Speaker
Die sagen, hey, lock dich ein und du bist nicht allein.
00:23:53
Speaker
Und das ist schon ein ziemlich starkes Versprechen in einer Welt, in einer modernen Welt, wo wir uns alle immer mehr verloren fühlen, wenn wir mal ehrlich sind und jeder irgendwie nicht mehr so ganz glücklich ist.
00:24:07
Speaker
Das ist erstmal so dieser Sog.
00:24:08
Speaker
Und das ist ja auch eigentlich erstmal was Schönes und eigentlich erstmal was Gutes, dass man sagt, okay, komm, lock dich ein, da gibt es Gleichgesinnte.
00:24:18
Speaker
Dann ist es aber so, dass dort eine Dynamik entsteht, die nicht mehr heilsam ist, sondern im Gegenteil, die durchaus toxisch sein kann.
00:24:28
Speaker
Denn diese ganzen Algorithmen sind natürlich so ausgelegt, dass du
00:24:32
Speaker
Aufmerksamkeit bekommst, wenn du tolle Sachen postest.
00:24:35
Speaker
Und das regert natürlich wieder so ein anderes Bedürfnis eines Menschen, dieses Bedürfnis nach Aufmerksamkeit.
00:24:41
Speaker
Und da passiert jetzt eben was.
00:24:44
Speaker
Du wirst süchtig nach dieser Aufmerksamkeit, nach diesen Klicks, nach diesen Likes.
00:24:48
Speaker
Du brauchst, in deinem Gehirn wird Dopamin ausgeschüttet.
00:24:52
Speaker
Das fühlt sich super gut an.
00:24:54
Speaker
Also da kommt auch keiner dagegen an.
00:24:55
Speaker
Das soll auch gar kein Vorwurf sein.
00:24:56
Speaker
Also ich glaube, jeder findet das toll, wenn da, hey, Applaus, Applaus, ja.
00:25:00
Speaker
Aber das Problem ist, man möchte das wieder und wieder fühlen.
00:25:03
Speaker
Man muss es steigern und 100 Follower reichen nicht mehr, sondern da brauchst du 200, 300.000.
00:25:09
Speaker
Also wir kennen das.
00:25:10
Speaker
Und wir werden schon immer mehr zu so, ja,
00:25:16
Speaker
zu Individuen, die immer so ihr Ego pushen müssen.
00:25:19
Speaker
Und das ist das Gegenteil von Nächstenliebe.
00:25:22
Speaker
Niemand geht auf Instagram und sagt, hey, Moment mal, wie kann ich eigentlich jetzt anderen helfen?
00:25:27
Speaker
Wie kann ich jetzt da einen Beitrag leisten?
00:25:29
Speaker
Wie kann ich mal schauen, dass da ein bisschen mehr...
00:25:33
Speaker
Empathie entsteht, sondern die allermeisten gehen auf Instagram, weil sie sagen, hey, here I am.
00:25:38
Speaker
Ja, und schaut mich an.
00:25:40
Speaker
Und deswegen nochmal, um auf deine Frage zurückzukommen, weiter Bogen.
00:25:44
Speaker
Ja, du veränderst dein Gehirn und das fällt dir dann schon schwieriger im echten Leben.
00:25:48
Speaker
Es fällt dir auch schwieriger im echten Leben dann wahrscheinlich beziehungsfähig zu sein, wenn du zum Beispiel ständig auf Tinder unterwegs bist.
00:25:53
Speaker
Und das ist ja das Gleiche.
00:25:54
Speaker
Du swipest, du bekommst
00:25:56
Speaker
Bestätigung, zack, zack, zack, du wirst auch weniger konfliktfähig.
00:25:59
Speaker
Ja, auch das stellt man fest bei den ganzen Leuten oder bei vielen Menschen, dass sie einfach das gar nicht mehr aushalten, im echten Leben einen Konflikt auszutragen.
00:26:09
Speaker
Ich meine, überleg mal, ja, hast du irgendwas unangenehm, dann schickst du schnell eine SMS und irgendwie noch ein Smiley dahinter.
00:26:14
Speaker
Wer ruft denn noch an und wer sagt, lass uns doch mal wirklich hinsetzen und sprechen, ja?
00:26:19
Speaker
Also entweder du tauchst dann komplett ab.
00:26:21
Speaker
Oder wie gesagt, du umgehst es mit tausend Voicemails und was weiß ich.
00:26:25
Speaker
Das ist diese totale Paradoxie, dass wir einerseits einen Terror des permanenten Kontakts haben und zugespampt werden mit Nachrichten und Voicemails und bla bla bla.
00:26:36
Speaker
Aber der echte Kontakt, der wird weniger.
00:26:38
Speaker
Da haben wir fast Angst davor, weil der natürlich intensiver ist und der natürlich viel mehr...
00:26:45
Speaker
Skills verlangen, aber das ist so wichtig, dass du, weißt du, du kannst deinem Chef ja auch nicht so, du, wie wär's mit ein bisschen mehr Gehalt, smiley, smiley, also, machst du ja auch nicht, wir müssen fähig sein, von Angesicht zu Angesicht Gespräche zu führen und das muss man üben und ja, man kann es verlernen.
00:27:04
Speaker
Ich fand deine historische Perspektive auf die zunehmende Individualisierung in der Geschichte sehr interessant.
00:27:11
Speaker
Und da würde ich dich fragen, findest du, dass das Ganze der sozialen Medien dann eigentlich nur eine prädestinierte Rückkehr in den Kollektivismus ist?
00:27:21
Speaker
Und indem du sagst, eben wie du sagst, lock dich ein und du bist nicht allein.
00:27:25
Speaker
Und indem du sagst, lock dich aus für Digital Detox, komme ich wieder ins Alleinsein rein.
00:27:31
Speaker
Ja, das ist spannend, was du da sagst, weil da ist an beiden was dran.
00:27:37
Speaker
Also, wenn ich mich aus... Also, es gibt ja diesen Claim, disconnect to reconnect.
00:27:43
Speaker
Und ich glaube, der stimmt schon.
00:27:45
Speaker
Also, dass ich mich auslogge und...
00:27:50
Speaker
Irgendwie, ich sage jetzt mal, in den Wald gehe und mich wieder spüre und auf einmal wieder das Vogelzwitschern höre, was ich ja sonst überhaupt nicht mehr wahrnehme.
00:28:00
Speaker
Also wir werden ja auch irgendwie so taub, ja.
00:28:02
Speaker
Wir verlieren ja schon sehr viel Feinfühligkeit.
00:28:06
Speaker
Und ich glaube schon, dass es ein Abschied ist.
00:28:09
Speaker
von dieser Massenkonnektivität.
00:28:13
Speaker
Und ich glaube, die bringt auch niemandem was.
00:28:15
Speaker
Also es ist ja wahnsinnig anstrengend, so viele Kontakte zu pflegen.
00:28:21
Speaker
Also wie willst du es machen?
00:28:22
Speaker
Du kannst es nicht.
00:28:23
Speaker
Du kannst nicht 100 Leute permanent gleichzeitig glücklich machen, jeden Tag schreiben.
00:28:29
Speaker
Also das ist schon die Rückkehr auch wieder zu weniger Kontakten, die aber dafür intensiv...
00:28:36
Speaker
Und ein wirklich toller Roman.
00:28:53
Speaker
Und mein bester Freund, der ist wie ich Literaturwissenschaftler, also der hat schon Ahnung, wie man Bücher analysiert, aber der meinte mal zu mir, Daniela, ey, um was geht es denn jetzt eigentlich in dem Gatsby?
00:29:03
Speaker
Und das war überhaupt nicht naiv formuliert, sondern es war so klug, weil es geht ja dann ganz viel und um die Liebe und um Party und Stil.
00:29:11
Speaker
Aber es geht vor allem um eins, wer ist am Ende wirklich da, wenn die Party vorbei ist und wenn die Lichter ausgehen?
00:29:21
Speaker
Ich glaube, das ist schon eine Frage, die wir uns stellen müssen.
00:29:24
Speaker
Also wir haben super viele Follower und was weiß ich was, aber wenn man krank ist und wer kommt dann ans Krankenbett?
00:29:30
Speaker
Wer hält die Hand?
00:29:33
Speaker
Und um die Leute geht es.
00:29:34
Speaker
Und ich bedauere so sehr diese Trivialisierung des Lebens, diese Profanisierung des Lebens.
00:29:42
Speaker
Das ist sicherlich jetzt auch, da bin ich sicherlich auch sehr emotionalisiert, seitdem ich Mama geworden bin, weil
00:29:51
Speaker
mir das doch auch nochmal das Wunder des Lebens ganz anders offenbart hat.
00:29:55
Speaker
Weißt du, es ist immer so, das ist nicht selbstverständlich, dass wir unser Leben haben, ist nicht selbstverständlich, dass wir gesund sind, dass wir da sein dürfen,
00:30:08
Speaker
Und das finde ich so schade.
00:30:09
Speaker
Wir verschenken wirklich unser Leben, unsere Lebenszeit an Bildschirme.
00:30:17
Speaker
Und ich bin sicherlich niemand, glaube ich, es gibt nicht die perfekte Mutter.
00:30:22
Speaker
Ich versuche das so gut zu machen, wie ich kann.
00:30:25
Speaker
Und ich habe auch Fehler gemacht, weil man es nicht besser weiß und so weiter.
00:30:27
Speaker
Aber ich glaube, einen Fehler habe ich nicht gemacht.
00:30:30
Speaker
Die Kindheit meiner Tochter hat
00:30:35
Speaker
Und weißt du, das ist so, die sitzt da, gerade jetzt, also jetzt ist sie ja bald eineinhalb, aber gerade auch am Anfang, sie hat nur geschaut.
00:30:45
Speaker
Die hat nur geschaut.
00:30:47
Speaker
Oh, und da war wieder irgendwas.
00:30:48
Speaker
Oder auch jetzt, weißt du, wir gehen spazieren und dann sieht sie Hunde und ist begeistert.
00:30:52
Speaker
Und wir haben es verlernt,
00:30:56
Speaker
zu staunen über die kleinen Dinge.
00:30:58
Speaker
Und ich wünsche mir halt so sehr, dass uns mal wieder bewusst wird, okay, Moment mal, hinter dir, also, weiß nicht, vielleicht muss man dafür auch ein bisschen eine spirituelle Ader haben, aber selbst wenn man jetzt nicht gläubig ist im klassischen Sinne, dass uns schon mal wieder bewusst wird, Moment mal, hinter jedem Lebewesen steht doch irgendwie ein göttlicher Funke und ein Ja.
00:31:19
Speaker
Und dann machen wir sowas Banales wie YouTube und TikTok, ja.
00:31:25
Speaker
Klar, man kann nicht immer mit dem, muss nicht immer mit dem Schlimmsten konfrontiert werden, damit man so eine Art Erweckungserlebnis hat, das meine ich nicht.
00:31:35
Speaker
Ich wünsche jetzt niemandem, dass er da jetzt krank wird oder sonst was, sondern im Gegenteil, ich wünsche mir eigentlich, dass man das erkennt, bevor es zu spät ist.
00:31:44
Speaker
Jetzt mit dem Beispiel von Great Gatsby.
00:31:46
Speaker
Das grüne Licht auf der anderen Seite des Ufers, wenn das jetzt so das schöne, digital freie Leben ist, wie komme ich auf die andere Seite des Ufers?
00:31:57
Speaker
Viele Sachen, die du sagst, ich persönlich bin ein sehr großer, affiner Waldgänger, ich sammle Pilze, Drachen steigen lassen, wenn es windig ist, solche Dinge.
00:32:07
Speaker
Aber vor allem in meiner Generation, glaube ich, sind...
00:32:10
Speaker
schon normale Sachen wie in den Wald spazieren gehen, ziemlich esoterisch.
00:32:15
Speaker
Das klingt nach purer Hippie-Esoterik.
00:32:18
Speaker
Wenn du barfuß bist, vor allem.
00:32:22
Speaker
Also wie kommen wir...
00:32:26
Speaker
mit diesen neuen gesellschaftlichen Normen um.
00:32:28
Speaker
Ja, ein total wichtiger Punkt.
00:32:31
Speaker
Wie komme ich zu diesem grünen Licht?
00:32:34
Speaker
Das muss auch gar kein komplett digital freies Leben sein, aber es muss eben eins sein, in Harmonie und Balance.
Schritte und Werkzeuge für Digital Detox
00:32:40
Speaker
Das ist mir ganz wichtig.
00:32:42
Speaker
Also ich sage immer,
00:32:43
Speaker
Bewusst online ist das neue offline, dass man eben einfach ein Bewusstsein dafür entwickelt, ein Gespür dafür entwickelt, so wie ich ja auch dann irgendwie vielleicht mal ein Bewusstsein für eine gesunde Ernährung entwickle und irgendwie merke, das fünfte Red Bull ist vielleicht nicht so gut.
00:33:01
Speaker
Wie komme ich da hin?
00:33:02
Speaker
Also, das ist eben das Tolle.
00:33:04
Speaker
Digital Detox ist da wirklich die Methode der Wahl.
00:33:08
Speaker
Jeder kann das anwenden.
00:33:10
Speaker
Es ist einfach, es funktioniert, es geht schon in kleinen Schritten und ist sozusagen peu a peu steigerbar.
00:33:18
Speaker
Also je nachdem, ich kann mich da richtig entlanghangeln.
00:33:24
Speaker
Das Erste ist eben, dass ich mir mal klar mache,
00:33:30
Speaker
mir meiner eigenen Mediennutzung überhaupt bewusst werde, weil ganz viele wissen das ja gar nicht.
00:33:34
Speaker
Das ist so, wie wenn du dir denkst, oh, also eine Bikinifigur ist irgendwie nicht so toll, aber du weißt gar nicht, was du den ganzen Tag nicht reinschaufelst, ja.
00:33:43
Speaker
Wenn du dir einmal klar machst, oh, ich mache hier eine Braline und da ein Schoko-Cappuccino und am Ende habe ich dann so einen ganzen Kühlschrank leer gegessen, ja, so, nur als Vergleich.
00:33:54
Speaker
Also damit geht es erstmal los, in die Selbstbeobachtung gehen, ja.
00:33:58
Speaker
sich selbst wahrnehmen, sich auch mal wieder zu spüren, mal das Handy auszumachen und auch da mal reinzuspüren, was halte ich da jetzt eigentlich nicht aus, weil schau, es ist ja schon so, wir fluten uns mit diesem digitalen Lärm und wenn ich den mal ausschalte, dann wird die Seele ganz schön laut.
00:34:17
Speaker
Deswegen, wenn du sagst, du gehst in den Wald und das klingt dann esoterisch, da ist schon ein bisschen was dran, wenn man unter Esoterik oder Spiritualität versteht, dass einfach mal die Seele wieder durchkommt.
00:34:28
Speaker
Weißt du, das ist so einfach.
00:34:30
Speaker
Oh, ich habe einen blöden Gedanken.
00:34:31
Speaker
Zack, ich google mal schnell was.
00:34:33
Speaker
Und oh, meine Seele will mir was sagen.
00:34:35
Speaker
Ach nee, das ist mir jetzt zu anstrengend.
00:34:37
Speaker
Wir sind halt in so einer Ablenkungsgesellschaft und das sind Ablenkungstools letztendlich solche Handys.
00:34:45
Speaker
beginnt tatsächlich mal mit dieser Reflexion, aber dann ist es schon wichtig, also es gibt einfach
00:34:53
Speaker
auch da nochmal bei Digital Detox eben diese zwei Wege.
00:34:55
Speaker
Also einmal ist es die Selbstbeobachtung, das neue Bewusstsein zu erkennen, was steht eigentlich wirklich hinter meinem Drang.
00:35:02
Speaker
Das sind ja oft Sehnsüchte, unerfüllte Wünsche und so weiter und so fort.
00:35:09
Speaker
Aber dann kann ich da auch ganz methodisch vorgehen, ganz technisch sogar.
00:35:12
Speaker
Ich kann feste Rituale einbauen, weil so viele sind ja auch irgendwie strukturlos.
00:35:17
Speaker
Aber wenn ich zum Beispiel sage, okay, Moment mal,
00:35:19
Speaker
Ich ziehe wieder heilsame Rituale durch den Tag ein.
00:35:22
Speaker
Ich starte offline.
00:35:25
Speaker
Ich mache die Mittagspause offline.
00:35:27
Speaker
Ich bin abends eine Stunde vorm Zu-Bett-Gehen offline.
00:35:29
Speaker
Habe ich schon mal drei Blöcke, wo ich mal ein bisschen runterfahren kann.
00:35:32
Speaker
Ich kann App-Limits setzen.
00:35:34
Speaker
Ich kann mich von Newslettern abmelden.
00:35:37
Speaker
Also so Digital Decluttering.
00:35:38
Speaker
Da gibt es dann wirklich ganz viele Punkte.
00:35:41
Speaker
Und ich bin auch immer so ein Fan von digitalen Intervallfasten, wo man einfach sagt,
00:35:48
Speaker
wo man wieder mal wegkommt von diesem immer so ein bisschen online sein.
00:35:51
Speaker
Das ist so wie digitale Snacken oder wie Snacken, weißt du, das ist so anstrengend.
00:35:54
Speaker
Ich arbeite jetzt, bumm, ohne SMS und ich bin wieder draus.
00:35:57
Speaker
Sondern dass man sagt, okay, Moment mal, ich bin jetzt 20 Minuten gezielt online, checke schnell alles, dann bin ich drei Stunden offline, arbeite meine Dinge ab, fokussiere mich wieder, dann bin ich wieder eine halbe Stunde von mir aus online.
00:36:10
Speaker
Und es geht, es zieht eine Struktur ein und schon bin ich einfach nicht mehr so permanent gestresst.
00:36:19
Speaker
Ich finde das sehr interessant, wie du nicht nur die Symptome angehst, sondern auch das unterliegende Problem, nämlich von der emotionalen Instabilität, die oft dadurch kommt.
00:36:30
Speaker
Vor kurzem war ich in der U-Bahn und ich hatte mein Handy nicht dabei, weil ich mal ein bisschen handyfrei durch die U-Bahn gehen wollte.
00:36:37
Speaker
Und ja, meine Gedanken sind rumgeschweift und sofort irgendwas Negatives kam.
00:36:43
Speaker
instinktiv, wirklich das reptile Hirn in mir, die erste Sache, die ich getan habe, ist meine Hand zum rechten Oberschenkel, um das Handy zu zücken.
00:36:53
Speaker
Und als ich da nichts gespürt habe, habe ich ein bisschen realisiert, wow, okay, was habe ich da gerade gemacht?
00:37:00
Speaker
Aber es ist dann schon, die restliche Reise ist dann ein bisschen hart.
00:37:04
Speaker
Wie, ja, was würdest du Leuten raten, die gar nicht mit dem umkommen können?
00:37:11
Speaker
Ja, das ist letztendlich Gedankenmanagement und das ist super fies.
00:37:15
Speaker
Also das ist wirklich hart, wenn man sich mal überlegt, wie viele idiotische Gedanken man am Tag hat und ich nehme mich da nicht aus.
00:37:25
Speaker
Gehirn ist auch irgendwie wie so eine Waschmaschine im Schleudergang oft.
00:37:29
Speaker
Aber auch da, also es ist normal und da ist Achtsamkeit, glaube ich, so das Mittel der Wahl.
00:37:34
Speaker
Also ich glaube, Achtsamkeit, ich finde eigentlich das englische Wort Mindfulness besser.
00:37:39
Speaker
Also Achtsamkeit finde ich, whatever.
00:37:41
Speaker
Wir machen jetzt keine Begriffsdiskussion, das wäre jetzt wieder so typisch germanistisch.
00:37:45
Speaker
Aber sagen wir mal Achtsamkeit.
00:37:48
Speaker
Ich glaube, was total hilft, das erstmal zu sagen, es ist okay.
00:37:51
Speaker
Und es ist normal, dass man solche Gedanken hat.
00:37:54
Speaker
Und in der Achtsamkeit, ich bin ein Riesenfan von Meditation, ich meditiere seit so vielen Jahren und jeden Tag, das ist mir wirklich total wichtig.
00:38:05
Speaker
Und da hat man immer dieses Bild, Gedanken sind wie Wolken und die ziehen vorbei.
00:38:10
Speaker
Und super schön finde ich auch das Bild von dem Indianer, der am Fluss sitzt, einfach nur da sitzt und
00:38:19
Speaker
Irgendwann kommt dann schon der Fisch, den man sozusagen packen kann, wenn was Gutes kommt.
00:38:27
Speaker
Und ich glaube auch, das haben wir verlernt, dass wir uns die paar Augenblicke schenken,
00:38:35
Speaker
dass es vorbeizieht.
00:38:37
Speaker
Und es ist anstrengend.
00:38:38
Speaker
Auch Meditation ist übrigens anstrengend.
00:38:40
Speaker
Beziehungsweise am Anfang vor allem.
00:38:42
Speaker
Also man denkt ja immer so, oh cool, ein bisschen meditieren, super easy und danach bin ich entspannt.
00:38:47
Speaker
Also es ist schon auch Übungssache.
00:38:49
Speaker
Auch da, ich habe ja gesagt, das Gehirn ist neuroplastisch.
00:38:51
Speaker
Also du musst quasi auch erstmal in deinem Gehirn, ich sage jetzt mal diese
00:38:55
Speaker
Bahnen bauen, diese Netzwerke, damit du in diesen Meditationszustand kommst.
00:39:02
Speaker
Es ist ja nicht nur Augen zu und da sitzen.
00:39:05
Speaker
Das halten ja viele nicht mehr aus.
00:39:07
Speaker
Mein Mittel der Wahl ist tatsächlich Meditation.
00:39:09
Speaker
Ich finde es super schade, dass das bei uns im Kulturkreis gar nicht verankert ist.
00:39:13
Speaker
Ich glaube, dass man auch Meditation völlig losgelöst von irgendwelchen spirituellen
00:39:19
Speaker
Hintergründen praktizieren kann und einüben kann.
00:39:22
Speaker
Ich glaube, dass Meditation ein perfektes Tool für Psychohygiene ist.
00:39:27
Speaker
Genau für sowas, dass es eigentlich jeder irgendwie können sollte, dass es vielleicht auch in der Schule vermittelt werden sollte, weil es uns einfach hilft, unseren Geist zu fokussieren,
00:39:37
Speaker
Es ist eigentlich, weißt du, das ist so das Gegenmittel zum Scrollen.
00:39:41
Speaker
Also beim Scrollen bist du nur am Hin- und Herspringen und hier und bei der Meditation fokussierst du dich.
00:39:46
Speaker
Und dieser Moment in der U-Bahn, den du jetzt schilderst und den wir
Achtsamkeit und das Gehirn als Alternative zu digitalem Konsum
00:39:50
Speaker
alle kennen, den wir alle kennen und der so nahbar ist und so menschlich, dass wir einfach sagen, okay, das ist in Ordnung, das darf jetzt sein, der Gedanke zieht vorbei, es wird ein Neuer kommen.
00:40:03
Speaker
der anstrengendere Weg ist, weil es ist mir schon klar, dass mal kurz gucken, was auch mal legitim ist.
00:40:09
Speaker
Ja, ich will auch gar nicht sagen, dass ich das noch nie gemacht hätte.
00:40:13
Speaker
Ja, ja, also, aber insgesamt, dass man sich einfach wieder mal klar macht, es gibt in uns selbst angelegte Fähigkeiten.
00:40:22
Speaker
Unser Gehirn ist so ein Wunder.
00:40:24
Speaker
Unser Gehirn ist so genial.
00:40:26
Speaker
Wir haben 90 Milliarden Nervenzellen, die sind unendlich mal miteinander verknüpft.
00:40:30
Speaker
Das können wir uns gar nicht vorstellen.
00:40:32
Speaker
Und dass wir unser Gehirn einfach mal wieder, dass wir dem auch vertrauen und sagen, ja, da gibt es auch Wege raus.
00:40:38
Speaker
Und wie gesagt, Achtsamkeit ist da wirklich ein sehr guter Weg.
00:40:41
Speaker
Hast du Rückmeldungen zu diesen Strategien und Bewältigungsmethoden, die du in deinen Büchern schilderst?
00:40:47
Speaker
Ja, also ganz Liebe auch.
00:40:49
Speaker
Also für mich immer besonders anrührend, wenn mir jemand schreibt, dass das Buch oder eines der Bücher wirklich so geholfen hat, das Leben wieder zu strukturieren oder
00:41:02
Speaker
Also weißt du, für mich ist es so, wenn irgendjemand sagt, du, ich hatte heute dank deiner Methode, also die habe ich ja nicht gepachtet, aber dieser Methode,
00:41:16
Speaker
Erlebnisse, die sich unvergesslich in mein Herz eingeschrieben haben, dann habe ich das Gefühl, dann hat sich schon alles gelohnt.
00:41:24
Speaker
Und so ein Schriftsteller-Dasein ist ja jetzt nicht so unmühsam, um aus den Nähkästchen zu plaudern.
00:41:31
Speaker
Also da gibt es ja andere Methoden, um schneller reich zu werden, aber um das geht es nicht.
00:41:34
Speaker
Sondern dann habe ich das Gefühl, okay, dann war es das schon wert.
00:41:40
Speaker
Weil ich denke mir schon immer, wenn wir zurückschauen, schauen,
00:41:46
Speaker
an was werden wir uns denn da erinnern?
00:41:50
Speaker
Und das meinte ich eben vorhin schon auch, weißt du, da wird man ja nicht da sitzen und sagen, wow, auf TikTok, das war alles so Bombe.
00:41:57
Speaker
Sondern man wird doch wahrscheinlich sich erinnern, wie man Menschen in den Arm genommen hat, die man liebt, ein gemeinsames Lachen oder...
00:42:09
Speaker
Und das sind ja auch manchmal die Anstrengungen darin.
00:42:11
Speaker
Also wie gesagt, mit meiner Tochter, das sind so die Tage, so ist es ja nicht.
00:42:16
Speaker
Aber die zaubert mir einfach so oft ein Lächeln ins Gesicht und dieses Lachen.
00:42:21
Speaker
Weißt du, das ist so schön.
00:42:23
Speaker
Und da Menschen ein bisschen ein lebenswerteres Leben schenken zu dürfen, das ist für mich ein super Geschenk, ja.
00:42:32
Speaker
Merkst du da einen Unterschied bezüglich der Demografie des Alters, mit wem du sprichst?
Unterschiede in Alter und Geschlecht bei Digital Detox
00:42:37
Speaker
Weil zum Beispiel, wenn du mit einer 60-jährigen Person sprichst, da kannst du ja mehr über die Rückkehr ins Normalsein sprechen.
00:42:45
Speaker
Aber wenn du vielleicht mit einem 15-Jährigen oder 20-Jährigen, dann das Normalsein ist ja schon das Digitale.
00:42:52
Speaker
Du verkaufst eine ganz neue Weltanschauung.
00:42:55
Speaker
Nächste da noch was?
00:43:12
Speaker
Ja, das Thema Selbstfürsorge, denen insgesamt ein bisschen näher ist und ich da schon wahrnehme, dass die total offen sind für das Thema.
00:43:22
Speaker
Bei Männern habe ich das Gefühl, da sind viele doch noch so in diesem Habitus, dass auch erreichbar sein und busy, busy, busy und so und viel arbeiten.
00:43:33
Speaker
Obwohl auch da, dass trotzdem viele, also
00:43:38
Speaker
Die, die es dann mal machen, die sind auch super happy und sagen, ja, das war schon toll, war echt cool.
00:43:44
Speaker
Aber ja, es gibt einen riesen Altersunterschied.
00:43:46
Speaker
Ich habe einmal einen, ich habe schon viele Vorträge gehalten, aber eben mal einen.
00:43:51
Speaker
Und da war das Publikum echt ein bisschen älter.
00:43:55
Speaker
Oh, das war wirklich schwierig.
00:43:57
Speaker
Das wusste ich davor nicht.
00:43:59
Speaker
Und also, die haben mich alle angeschaut.
00:44:03
Speaker
So digitaler Stress.
00:44:06
Speaker
Wirklich schwierig.
00:44:06
Speaker
Ich meine, ich habe sehr viel gelernt durch diesen Vortrag.
00:44:11
Speaker
Und es waren auch ein paar Junge da, die sind mir dann sozusagen zur Seite gesprungen und haben gesagt, ja, ja, das stimmt schon, was sie da sagt.
00:44:16
Speaker
Aber ja, das ist wirklich ein Generationenunterschied.
00:44:21
Speaker
Und bei Jungen, ich habe auch manchmal so von Studentenanfragen...
00:44:30
Speaker
Ja, das ist einfach, Kinder und Smartphones, das ist natürlich so ein Riesenfass, ja.
00:44:38
Speaker
Ich weiß nicht, ob wir das jetzt aufmachen wollen.
00:44:40
Speaker
Aber ich habe das Gefühl, so vereinzelnd gibt es da schon auch eine gewisse Awareness und ich hoffe natürlich, dass da...
00:44:49
Speaker
nicht zu viel Schmarrn angestellt wird, auch in den Schulen.
00:44:51
Speaker
Also es gibt ja schon Tablet-Klassen und was weiß ich, was alles.
00:44:54
Speaker
Also das ist schwierig.
00:44:57
Speaker
Was ich als Mitglied der männlichen Sphäre selber oft auch mitkriege, und da kann ich mich auch vielleicht ein bisschen damit identifizieren, was du sagst, trotz des großen Willens in eine ein bisschen digital freiere Welt einzutauchen,
00:45:13
Speaker
kommt die Welt und zwingt dich wieder rein.
Kulturelle Normen und digitale Kommunikation am Arbeitsplatz
00:45:16
Speaker
Also wie du schon vorhin gesagt hast mit dem Chef.
00:45:19
Speaker
Ich kann ja zum Beispiel nicht leicht ihm sagen, hey, bin jetzt nicht mehr erreichbar, smiley smiley und jetzt ist mir egal.
00:45:26
Speaker
So wie kann man mit dieser auch der beruflichen Welt umgehen, die immer jetzt nicht nur, ja jetzt ist 18 Uhr, ich habe aus, sondern du bist immer Mitarbeiter, du bist immer das.
00:45:39
Speaker
Wir brauchen eine neue Kultur diesbezüglich.
00:45:44
Speaker
Und da merkt man eben auch noch, das meinte ich mit dieser Schwelle und mit diesem Umbruch, dass es einfach noch gar nicht zu Ende definiert alles.
00:45:51
Speaker
Also mein Lieblingsvergleich ist da eigentlich auch das Rauchverbot.
00:45:56
Speaker
Also ich kenne das noch, dass es das nicht gab.
00:46:00
Speaker
Und du bist also ins Café gegangen und ein einziger hat geraucht und...
00:46:04
Speaker
das ganze Café war irgendwie zugequalmt und du musstest die Klamotten waschen und so weiter und so fort und gesund war es überhaupt nicht, ja.
00:46:14
Speaker
Und heute ist es undenkbar.
00:46:16
Speaker
Also, kann man sich gar nicht mehr vorstellen.
00:46:18
Speaker
Ja, ich meine, klar, dann gehen die vor die Tür in Rauchen, ja.
00:46:21
Speaker
Oder auch im Club, boah, das war so ätzend.
00:46:26
Speaker
Also meine armen Lungen, wenn ich da zurückdenke.
00:46:29
Speaker
Und das ist genau das, was du sagst, dass man heute auch noch so viel Unklarheit hat.
00:46:34
Speaker
Ich glaube, es muss sich da schon insgesamt kulturell, arbeitskulturell was einpendeln.
00:46:44
Speaker
Es gibt auch das Recht auf Unerreichbarkeit und natürlich muss man da differenzieren.
00:46:50
Speaker
Also bist du jetzt ein Arzt, der irgendwie erreichbar sein muss aus unterschiedlichen Gründen.
00:46:56
Speaker
Das ist natürlich was anderes, wie wenn du jetzt deine Schicht bei XYZ beendet hast.
00:47:03
Speaker
Und das fällt auch vielen schwer, es fällt auch super vielen Männern schwer gerade, zum Beispiel im Urlaub dann komplett abzuschalten.
00:47:11
Speaker
Mir haben das auch schon viele erzählt, dass sie dann doch lieber mal kurz in die Mails schauen, weil sie dann wissen, okay, es war nichts, aber gleichzeitig, du kannst den Spieß auch umdrehen.
00:47:20
Speaker
Also du schaust rein und dein ganzer Urlaub ist kaputt, weil du wieder siehst, was da passiert.
00:47:26
Speaker
schiefgelaufen ist.
00:47:27
Speaker
Also es ist ein Riesenthema.
00:47:28
Speaker
Auch da, glaube ich, braucht man sehr viel Selbstbewusstsein insgesamt.
00:47:32
Speaker
Also man ist kein schlechterer Mitarbeiter, wenn man einfach ganz klar definiert oder weiß, okay, ich bin jetzt zu Hause, der Laptop ist aus, der Rechner ist aus.
00:47:45
Speaker
Aber was du eben ansprichst, ist eine Grauzone, von der ich hoffe, dass sie vorbeigeht.
00:47:52
Speaker
Ich bin jetzt ein Zuschauer hier, Zuhörer, und bin super interessiert.
00:47:56
Speaker
Gibt es so einen Diätplan für den Detox-Shake, den ich anfangen kann zu probieren?
00:48:04
Speaker
Ja, du meinst so wie ich sozusagen Step by Step.
00:48:08
Speaker
Also erstmal finde ich es schon auch wichtig, dass man sich so das Digital Detox Starter Kit zulegt.
00:48:14
Speaker
Dazu zählen eine normale Uhr.
00:48:18
Speaker
Weil wie oft schauen wir nur aufs Handy?
00:48:20
Speaker
Weil wir wissen immer, wie spät das ist.
00:48:21
Speaker
Und wie schnell sind wir dann wieder drin?
00:48:26
Speaker
Und eben aus dieser, mal kurz schauen, werden eben schnell 20 Minuten oder noch länger.
00:48:30
Speaker
Ganz wichtig, ein normaler Wecker.
00:48:34
Speaker
Rat mal, wie viele Menschen den Tag mit dem Griff zum Handy beginnen?
00:48:45
Speaker
Da darf man ruhig der eine sein, der das nicht macht.
00:48:48
Speaker
Und das ist wirklich, ein normaler Wecker verändert wirklich das Leben.
00:48:54
Speaker
Weil du machst auch dein Handy eben nachts ganz aus.
00:48:57
Speaker
Und auch das spürt er mal hin, diesen Unterschied.
00:48:59
Speaker
Es macht einen Unterschied, ob ich das Handy in Flugmodus mache, was ja auch schon nicht schlecht ist, aber mach es ganz aus.
00:49:06
Speaker
Du spürst wirklich, also ich kann gar nicht schlafen, wenn das Handy an ist.
00:49:11
Speaker
Ich kann es wirklich nicht.
00:49:14
Speaker
Also ein normaler Wecker, damit du offline in den Tag starten kannst.
00:49:19
Speaker
Super, super wichtig.
00:49:21
Speaker
Wenn du die zwei Sachen hast, gut, normale Kamera, das ist inzwischen fast ein bisschen mühsam, weil die Kameras sind echt gut, ja, das lasse ich jetzt mal weg.
00:49:30
Speaker
Aber die zwei Sachen sind zum Beispiel schon mal total wichtig.
00:49:34
Speaker
Dann, wie ich vorhin schon mal erwähnt habe, wirklich versuchen, morgens die erste Stunde offline zu sein.
00:49:39
Speaker
Einfach deswegen, weil das ist so eine Zeit, die uns selber gehört.
00:49:44
Speaker
Und wie gesagt, wir verpassen nichts.
00:49:46
Speaker
Also es ist wieder diese Mindset-Sache.
00:49:49
Speaker
Also ob wir jetzt eine Stunde später die erste Mail bekommen oder die ersten News lesen, das ist völlig egal.
00:49:55
Speaker
Und dann, was man wirklich auch gut machen kann, ist, dass man sich App-Limit setzt.
00:50:03
Speaker
Also, dass man einfach erstmal überhaupt seine Bildschirmzeit anschaut.
00:50:07
Speaker
Die liegt ja im Schnitt am Smartphone schon bei knapp vier Stunden ab.
00:50:12
Speaker
Am Tag, das ist natürlich schon eine Menge.
00:50:14
Speaker
Alle Bildschirme zusammengenommen sind es aber oft schon zehn Stunden am Tag.
00:50:17
Speaker
Das ist einfach viel, viel, viel Zeit.
00:50:20
Speaker
Und deswegen sind auch erstmal ganz viele überfordert, wenn sie so komplett abschalten, weil ein Tag war.
00:50:24
Speaker
Überleg mal, du hast auf einmal zehn Stunden und dann denkst du so, uh, was mache ich jetzt?
00:50:29
Speaker
Das heißt, Digital Detox muss man auch gut planen.
00:50:33
Speaker
Aber mal in die Einstellungen gehen, sich mal überlegen, wow, wie läppern sich denn meine Stunden zusammen?
00:50:40
Speaker
Und natürlich gibt es dann Qualitätsunterschied auch.
00:50:43
Speaker
Ja, höre ich jetzt in die Hörbuch, während ich bügele, ist natürlich was anderes, als wenn ich da in die zwei Stunden nur...
00:50:51
Speaker
Genau, also ich würde App-Limits auf jeden Fall setzen, damit man nicht ohne Ende auf Social Media ist.
00:50:58
Speaker
Also 20 Minuten reichen da auch am Tag.
00:51:02
Speaker
Und so kann man sich dann eben mal überlegen, ich würde mir im Arbeitsalltag, das ist auch ein guter Tipp, um da ein bisschen ungestört zu sein,
00:51:13
Speaker
wirklich selbst sogenannte Flow-Zeiten blockieren.
00:51:17
Speaker
Also die meistens, wenn man ein Team hat, dann, oder auch wenn man nur für sich arbeitet, also dass man wirklich mal sagt, okay, zwei Stunden bin ich komplett offline.
00:51:27
Speaker
Ich kann mir da zum Beispiel selber einen Termin in den Kalender stellen, damit die anderen das sehen.
00:51:31
Speaker
Und es ist deswegen so wichtig, so essentiell wichtig, weil es gibt die sogenannte Flow-Theory, die besagt, dass man mindestens 15 Minuten braucht, um in einen Zustand der tiefen Konzentration zu kommen.
00:51:43
Speaker
dann bin ich glücklich, dann gehe ich ganz in einer Tätigkeit auf.
00:51:50
Speaker
Und ich bin quasi in dem idealen Zustand.
00:51:53
Speaker
Ich schaffe etwas, aber ich bin nicht überanstrengend und ich bin auch nicht unterfordert.
Fokuszeit und Produktivität ohne Unterbrechungen
00:51:57
Speaker
Das nennt sich also Flow.
00:52:00
Speaker
Und wenn ich in dem Flow bin, dann kann ich wirklich was reißen.
00:52:04
Speaker
Aber man fällt aber so schnell aus diesem Flow wieder raus.
00:52:06
Speaker
Also so eine SMS und du bist wieder draußen und es dauert dann wieder 15 Minuten.
00:52:09
Speaker
Also das ist so wichtig für jeden, der zuhört.
00:52:13
Speaker
Egal bei was, also auch beim Lesen, wirklich einfach mal sich wieder sagen, okay, diese eine Stunde, da kommt gar nichts rein, da ist mein Handy aus, da sind die E-Mails aus, ja.
00:52:22
Speaker
Und die Welt wird schon nicht untergehen.
00:52:23
Speaker
Also auch da wieder diese Mindset-Sache.
00:52:26
Speaker
Boah, also jeder ist ersetzbar.
00:52:28
Speaker
Ich meine, jetzt ist der Papst gerade gestorben und ich glaube schon, dass wir uns einig sein können, es gibt kaum höhere Ämter auf diesem Planeten, ob man jetzt katholisch ist oder nicht.
00:52:39
Speaker
Das ist schon ein ziemlich hochqualifizierter Job.
00:52:43
Speaker
Und selbst er wird durch einen Nachfolger ersetzt werden.
00:52:47
Speaker
Und jeder ist ersetzbar, außer im Privatleben.
00:52:52
Speaker
Das ist dieser riesige Unterschied.
00:52:53
Speaker
Schau, US-Präsidenten, Bundespräsidenten und so weiter und so fort.
00:52:57
Speaker
Jeder ist ersetzbar, aber du als Privatleben,
00:53:01
Speaker
Du als Einzelner in deinem Privatleben bist es eben nicht.
00:53:04
Speaker
Für deine Familie gibt es dich nur einmal und du wirst geliebt.
00:53:07
Speaker
Also auch da wieder diese Mindset-Sache, man verpasst nichts.
00:53:11
Speaker
Das ist zum Beispiel ein ganz wichtiger Punkt auch.
00:53:14
Speaker
Ja, und dann kann man, also ohne Ende, es gibt ganz viele Tipps, aber einen, den ich noch ganz wichtig finde, ist auch für Social Media, dass man einfach mal wieder hinspürt,
00:53:25
Speaker
welcher Account tut mir denn gut und welcher nicht gut.
00:53:27
Speaker
Also Stichwort Selbstfürsorge, weil wir dürfen das.
00:53:31
Speaker
Wir dürfen hinspüren und sagen, okay, Moment, ich finde zwar Person XY irgendwie toll und schaue das gerne an und das hat für mich vielleicht einen ästhetischen Mehrwert, aber ich fühle mich nicht gut danach.
00:53:44
Speaker
Also, dass man wirklich mal wieder sagt, okay,
00:53:48
Speaker
mein Gefühl, meine psychischen Bedürfnisse nehme ich wahr und dann handle ich entsprechend.
00:53:56
Speaker
Ich finde das sehr interessant mit dem Flow.
00:53:57
Speaker
Wenn du sagst, dass es nur eine SMS reicht, um dich rauszubringen und dann braucht es wieder 15 Minuten, dann, ich meine, jeder kriegt irgendwas in 15 Minuten immer wieder.
00:54:06
Speaker
Das heißt, du weißt gar nicht, wie ein Flow sich anfühlt.
00:54:10
Speaker
Und das ist so schade, weil das ist ja auch so schön.
00:54:14
Speaker
Schau, wie oft sind wir gestresst jetzt vom Job und gerade auch das Thema New Work ist super wichtig und auf einmal in der Pandemie und alle waren im Homeoffice und völlig überfordert und wie macht man das und diese Umstellung und dann waren die E-Mails da und irgendwie Chats und man wusste gar nicht mehr, wie ist denn da die Hierarchie überhaupt, was ist jetzt das Wichtigste.
00:54:34
Speaker
Und das ist so schade, weil der Arbeitsstress, der ja nicht gering ist bei den meisten, der lässt sich gerade durch so eine gezielte
00:54:43
Speaker
ja, Entschlackung wieder oder doch so eine gezielte Fokussierung lösen.
00:54:50
Speaker
Und das Absurde ist ja auch, dass das Thema Multitasking, das funktioniert einfach nicht.
00:54:58
Speaker
Also es ist nachgewiesen, dass es nicht funktioniert.
00:55:00
Speaker
Du machst die Dinge überhaupt nicht gleichzeitig, sondern du machst sie schlechter und sie dauern am Ende länger.
00:55:05
Speaker
Also eins nach dem anderen, eins nach dem anderen.
00:55:09
Speaker
Du hast auch von den Tools gesprochen vorhin, die auf dem Handy sind für Tracking und App Limits.
00:55:14
Speaker
iOS hat ja Screen Time, Google hat Digital Health.
00:55:18
Speaker
Da muss ich auch denken dran, gestern habe ich eine Vodafone Werbung im Fernsehen gesehen, immer vermerkt gibt es das, wo sie darüber sprechen, geh doch weg vom Handy und genieß dein Leben.
00:55:29
Speaker
Und es ist schon ein bisschen ironisch, natürlich, von solchen Filmen das zu hören.
00:55:33
Speaker
Findest du, das ist alles ernst?
00:55:35
Speaker
Findest du, das ist PR?
00:55:36
Speaker
Kann es uns helfen, diese Tools und Tracking?
00:55:39
Speaker
Oder siehst du das auch ein bisschen so zynisch?
00:55:42
Speaker
Also, das weiß ich jetzt tatsächlich auch aus erster Hand.
00:55:46
Speaker
Die Mobilfunkhersteller, es gibt da welche, die umdenken.
00:55:52
Speaker
Es kommt und ich bin dankbar dafür.
00:55:55
Speaker
Ich habe da auch schon Gespräche geführt mit entsprechenden Leuten.
00:56:00
Speaker
Das klingt sehr ernst.
00:56:02
Speaker
Das klingt für mich auch authentisch.
00:56:05
Speaker
Ich kann jetzt nicht für alle sprechen, aber es ist zumindest gut zu beobachten, dass da ein Bewusstsein entsteht.
00:56:15
Speaker
was überhaupt ja nicht ausschließt, dass die deswegen weniger Geräte verkaufen, im Gegenteil.
00:56:20
Speaker
Also weißt du, das ist ja, und ich finde das so gut, weil ich überhaupt nicht in dieses Bashing fallen will, ja, die böse Technik und so weiter, sondern es ist einfach so, wenn man sich so die Fakten anschaut, also da haben wir die moderne Welt,
00:56:36
Speaker
Jeder braucht offensichtlich ein Smartphone, sonst
Ausgewogener Medienkonsum und Lebenssinn hinterfragen
00:56:39
Speaker
wird er abgehängt.
00:56:39
Speaker
Das ist schwierig.
00:56:42
Speaker
So was ist jetzt die Lösung, damit nicht alle total verrückt werden.
00:56:45
Speaker
Das wäre ja wirklich, dass ein Angebot entsteht, das eben gesünder ist.
00:56:52
Speaker
Und ich finde das total super.
00:56:55
Speaker
Also auch da wieder den Vergleich zum Essen.
00:56:58
Speaker
Also natürlich wird jetzt auch der Markt geflutet von viel gesünderen Sachen, weil auf einmal irgendwie so dieser ganze Health-Boom ist, ja, oder Stichwort vegan.
00:57:05
Speaker
Ich meine, vor ein paar Jahren hat keiner vegan gegessen.
00:57:08
Speaker
Auf einmal ist es ja auch ein Riesenmarkt, ähm,
00:57:11
Speaker
Und deswegen, ich halte das für eine gute Entwicklung.
00:57:16
Speaker
Ich hoffe, dass das noch viel, viel stärker kommt.
00:57:21
Speaker
Also dass es einfach vielleicht integriert ist, dass es selbstverständlich ist, dass auch vielleicht der Händeste,
00:57:28
Speaker
das Smartphone, also wenn ich mein Smartphone ja aufmache, dann kommt dann guten Morgen und bla bla bla.
00:57:32
Speaker
Ich meine, da können ja auch Nachrichten kommen.
00:57:36
Speaker
Musst du jetzt wirklich, also jetzt mal in die Tüte, denk einmal noch mal kurz nach, bevor du mich in die Hand nimmst.
00:57:42
Speaker
Also das ist ja sowieso einer meiner allerliebligen Tipps, dieses Stichwort Achtzehnkeit, dass man einmal einen Atemzug innehält, bevor man sein Handy in die Hand nimmt.
00:57:51
Speaker
Weißt du, diesen einen Atemzug, den haben wir doch Zeit, oder?
00:57:57
Speaker
kann ich nicht einmal und dann merke ich schon, nee, eigentlich nicht.
00:58:03
Speaker
Vorhin hast du das auf dem Handy-Scroll ein bisschen verglichen mit dem Rauchen.
00:58:07
Speaker
Würdest du dann aber nicht die Technik-Industrie mit der Tabak-Industrie ein bisschen vergleichen, die auch Smoking Kills auf ihrer Packung packen?
00:58:16
Speaker
Ja, aber es ist eigentlich, glaube ich, schon ein legitimer Vergleich auf eine Art, gell?
00:58:22
Speaker
Ich müsste es komplett zu Ende denken.
00:58:25
Speaker
Also ein bisschen was ist da, glaube ich, schon dran.
00:58:29
Speaker
Also ich meine, diese Technikindustrie, überall wo Geld dahinter steht, da ist man natürlich als Konsument auch ein bisschen machtlos.
00:58:39
Speaker
Aber ich glaube, man darf auch die Hoffnung nicht aufgeben, dass es das Gute gibt und dass diese Entwicklungen zumindest da sind.
00:58:49
Speaker
Letztendlich richtet sich das Angebot natürlich an der Nachfrage.
00:58:55
Speaker
Wenn solche Geräte überhaupt nicht gekauft werden, dann wird es wieder schwierig.
00:58:58
Speaker
Aber wenn doch die User merken, das ist doch was Sinnvolles, dann kann sich das durchaus durchsetzen.
00:59:06
Speaker
Bevor wir deine zwei Bücher vorstellen, die du hier heute mitgebracht hast, wenn es eine Sache gibt, die ein Zuhörer oder eine Zuhörerin von heute mitnehmen sollte oder kann oder muss, dann was wäre es?
00:59:18
Speaker
Dass sich jeder mal die Frage stellt, ob man wirklich auf der Welt ist, um sein Leben am Handy zu verbringen.
00:59:26
Speaker
Zwei Bücher hast du hier.
00:59:28
Speaker
Um was gehen die Bücher und an wen sind sie gerichtet?
00:59:32
Speaker
Genau, das ist das Erste.
00:59:33
Speaker
Noch unter meinem Mädchennamen.
00:59:36
Speaker
So, darf ich das einfach mal in die Kamera halten?
00:59:38
Speaker
Genau, es heißt Digital Detox, die ideale Anleitung für eine gesunde Smartphone-Nutzung.
00:59:45
Speaker
Das war das erste Mal, die erste Auflage war 2016.
00:59:50
Speaker
Genau, das ist schon die zweite Auflage.
00:59:54
Speaker
Das ist ein Buch, das richtet sich tatsächlich für alle und es ist so ein Galopp durch alle Lebensbereiche.
01:00:01
Speaker
Also Familie, Alltag, Beziehungen, Job, was haben wir denn noch alles?
01:00:09
Speaker
Es geht um Social Media, um Instagram, Netflix.
01:00:13
Speaker
Also wirklich einmal alles durch.
01:00:15
Speaker
Auch Thema Kommunikation.
01:00:16
Speaker
Es erklärt aber auch, warum wir einfach alle am Handy hängen.
01:00:22
Speaker
Oder ich habe auch das Thema Herr oder Knecht.
01:00:24
Speaker
Also warum wir Technologien, warum Technologien uns zu Dienste sein sollen und warum nicht.
01:00:30
Speaker
Es ist ein klassischer Ratgeber mit wirklich ganz vielen Tipps und auch Challenges.
01:00:36
Speaker
Man kann auch mal sich
01:00:38
Speaker
Challenging, das haben wir auch vergessen.
01:00:39
Speaker
Es macht auch Spaß, auch gemeinsam, genau.
01:00:42
Speaker
Also das ist das erste Buch.
01:00:46
Speaker
Und das ist das zweite, Digital Detox für die Seele.
01:00:52
Speaker
mit Achtsamkeitsübungen bewusst online gehen.
01:00:55
Speaker
Und das richtet sich mehr an eine Zielgruppe, die sich für das Thema Achtsamkeit interessiert, die jetzt nicht nur Tipp 1, 2, 3 möchte, sondern die da wirklich eine kleine Seelenreise machen möchte.
01:01:08
Speaker
Es ist eine Einladung, wieder sich selber zu spüren.
01:01:11
Speaker
Es ist, wie gesagt, auch mit sehr vielen praktischen Übungen, die aber mehr in Richtung Achtsamkeit gehen.
01:01:16
Speaker
Es sind natürlich auch viele Hintergründe, die
01:01:21
Speaker
Was da auch so ein wichtiger Punkt ist, ist das Thema Selbstfürsorge.
01:01:26
Speaker
Also dass man wirklich sagt, okay Mensch, es geht doch um dich.
01:01:30
Speaker
Und das Thema Präsenz.
01:01:31
Speaker
Also dass wir einfach wirklich in eine, ja, in eines hier und jetzt wieder zurückkommen und präsenz werden.
01:01:37
Speaker
Und ich glaube, wenn man das wieder schafft, dann hätte man so viel gewonnen im Leben.
01:01:42
Speaker
Daniela, vielen, vielen lieben Dank.
01:01:44
Speaker
Ich habe das so genossen.
01:01:45
Speaker
Danke aus tiefstem Herzen.
01:01:47
Speaker
Ich sage danke, danke.