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Wie man ein Festival zur Marke macht – Florian Gebauer vom Open Beatz Festival

S5 E6 · Work Life Challenge
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156 Plays1 month ago

Was kostet ein Festival mit 90.000 Besucher:innen wirklich? Wie viel Risiko steckt hinter drei Tagen Ausnahmezustand – und warum sind Hackschnitzel manchmal wichtiger als Headliner?

In dieser Folge von Work Life Challenge sprechen wir mit Florian „Flo“ Gebauer, Gründer und Geschäftsführer des Open Beatz Festivals, über den Aufbau eines der bekanntesten Festivals Süddeutschlands. Flo erzählt offen, wie er mit 16 seine ersten Partys organisiert hat, warum die ersten Festivaljahre finanziell alles andere als glamourös waren und wieso das Haus seiner Eltern als Sicherheit herhalten musste.

Wir sprechen über:

  • jahrelange Vorfinanzierung in Millionenhöhe
  • Stress-Peaks im Event-Business
  • Community-Aufbau statt reiner Headliner-Strategie
  • Führung von mehreren tausend Menschen auf Zeit
  • Fehler, die heute niemand mehr machen sollte

Eine ehrliche Folge über Unternehmertum, Risiko, Verantwortung – und darüber, warum Festivals vor allem eines sind: Menschenarbeit.

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Transcript

Einleitung und Begrüßung

00:00:19
Speaker
Herzlich willkommen bei Work-Life-Challenge.
00:00:22
Speaker
Wir haben den 15.
00:00:24
Speaker
Januar 2026, das ist die erste Folge des neuen Jahres und auch das erste Mal, dass ich jetzt mit Fabi wieder reden durfte und jetzt auch wieder über eine längere Zeit reden darf.
00:00:34
Speaker
Aber geht ja nicht nur um dich hier, Fabi.
00:00:37
Speaker
Wen haben wir heute da?
00:00:39
Speaker
Und wie geht's dir?
00:00:39
Speaker
Das ist der Formal schon mal gefragt.
00:00:42
Speaker
Ich gebe dir ein deutsches Alles ist gut und freut mich, dich auch wiederzusehen.
00:00:48
Speaker
Und damit unser Wiedersehen nicht allzu einseitig wird, haben wir natürlich wieder einen Gast da.

Vorstellung von Florian Gebauer

00:00:55
Speaker
An der Stelle haben wir einen Namensvetter, mit dem mein Vornamen oft verwechselt wird, nämlich der Florian, nämlich der Florian Gebauer ist da.
00:01:02
Speaker
Das glaube ich halt nicht, aber ist egal.
00:01:04
Speaker
Doch, es gibt echt viele, auch gerade ältere Leute, die immer sagen, statt Fabian Florian.
00:01:08
Speaker
Kann ich bestätigen?
00:01:11
Speaker
Erst heute hat mir jemand geschrieben, hi Florian.
00:01:13
Speaker
Also deswegen ist es eben so.
00:01:16
Speaker
Bin ich gut, dass du dich hier so öffnest, Fabian.
00:01:18
Speaker
Ja, ist kein Problem, damit habe ich gar keine Probleme.
00:01:21
Speaker
Aber ob Florian bei seinen verschiedenen Abenteuer, die er in seiner Gründerlaufbahn hatte, auch Probleme hatte, würde er uns hoffentlich dann jetzt erzählen.
00:01:32
Speaker
Erstmal hi Florian.
00:01:34
Speaker
Florian oder Flo, irgendwie eine Präferenz?
00:01:37
Speaker
Flo passt.
00:01:38
Speaker
Florian sagen nur meine Eltern.

Florians Weg zur Eventagentur

00:02:00
Speaker
nur mal so ein bisschen in Interviews und Beiträgen gelesen hat und mit 18 hat er seine Eventagentur Rocking High gegründet, die bis dato heute immer noch besteht oder Bestand hat.
00:02:11
Speaker
2014 hat er eben das Open Beats Festival oder den Namen Open Beats von lokalen Veranstaltern gekauft.
00:02:18
Speaker
Damals gab es 2000 BesucherInnen und
00:02:23
Speaker
Daneben ist er noch in ein komplett anderes Side-Business eingestiegen.
00:02:26
Speaker
Da geht es um chemische Erzeugnisse.
00:02:28
Speaker
Thema AdBlue, Scheibenwischwasser.
00:02:31
Speaker
Nämlich die InnoTrade GmbH mitgegründet.
00:02:34
Speaker
Und hauptsächlich ist er aber unterwegs mit dem Open Beats Festival.
00:02:38
Speaker
Daher kennt man ihn eben auch.
00:02:40
Speaker
Und ihr könnt euch schon sicher vorstellen, ganz viel zu tun.
00:02:45
Speaker
Und daher kommt auch in diesem Jahr wieder die allberüchtigte Stressfrage.
00:02:51
Speaker
Auf welcher
00:02:52
Speaker
Skala treffen wir dich denn an von 1 bis 10, Flo.
00:02:56
Speaker
Heute?
00:02:57
Speaker
Ja.
00:02:58
Speaker
Heute ganz entspannt.
00:02:59
Speaker
Also ich habe ja, wenn du mich jetzt im Juli gefragt hättest, dann wäre es 10.
00:03:04
Speaker
Jetzt ist es 1.
00:03:06
Speaker
Wir sind ja kurz nach den Feiertagen.
00:03:08
Speaker
Wahrscheinlich in zwei, drei Wochen ist es dann schon wieder eher 3, 4.
00:03:11
Speaker
Das steigert sich dann so langsam ins Jahr hinein.
00:03:13
Speaker
Aber jetzt zwischen Weihnachten und Silvester, die Feiertage habe ich tatsächlich auch mal gar nichts gemacht.
00:03:17
Speaker
Und dementsprechend noch tiefenentspannt.

Stresslevel im Festivaljahr

00:03:20
Speaker
Jetzt muss ich ja kurz einhaken, wie verhält sich denn dein Stresslevel so das Jahr über verteilt?
00:03:25
Speaker
Gibt es da so, wie du schon jetzt angedeutet hast, so Peaks?
00:03:29
Speaker
Ja, also es gibt auf jeden Fall Peaks, sag ich mal, den Juli, das ist auf jeden Fall Vollpeak, klar, also ich bin allein drei Wochen am Gelände vor Ort, ich bin auch von Aufbaubeginn bis Abbauende immer mit dabei, also ich fahre dann mal irgendwie nach dem Festival zwei, drei Tage ins Büro, mache ein bisschen Bürochaos beseitigen, aber danach bin ich auch wieder vor Ort, einfach auch, weil ich dabei sein will, nicht weil ich es unbedingt wüsste, ich habe ein gutes Team, aber ich bin natürlich
00:03:50
Speaker
sind von Anfang bis Ende dabei.
00:03:51
Speaker
August ist dann auch mal vor Verkauf wieder läuft und alles zu Ende ist, dann wird es dann auf jeden Fall wieder besser, aber ja, es ist auf jeden Fall erst mal
00:04:01
Speaker
Juli, August ist Stress und ansonsten gibt es im November noch so eine Hochphase, wo dann so High Season für Booking ist.
00:04:08
Speaker
Also wirklich die Bookings dann mal einzutüten, weil das natürlich ein sehr hart umkämpfter Markt ist.
00:04:12
Speaker
Da ist es nochmal stressig.
00:04:14
Speaker
Auch Sponsoring, Brandpartner, die das eintüten, das ist auch so November, Dezember noch so die letzten, die es vor Weihnachten will halt jeder immer noch so alles irgendwie fertig haben.
00:04:21
Speaker
Aber ich glaube, das ist jetzt nicht unbedingt nur in meiner Branche so, das ist in allen Branchen so.
00:04:24
Speaker
Aber ansonsten ist das eigentlich aufs Jahr relativ...
00:04:29
Speaker
weil wir machen ja auch gezielt nur ein Festival.
00:04:31
Speaker
Also wir machen nur Open Beats und wir konzentrieren uns auch mit dem ganzen Team gezielt nur auf Open Beats und machen nicht hier noch irgendwie eine Party und da noch irgendwie im Winter irgendwas.

Fokus auf Open Beats Festival

00:04:40
Speaker
Das hatte ich früher alles.
00:04:41
Speaker
Ich hatte früher jede Woche irgendwelche Veranstaltungen, irgendwelche Club-Partys, irgendwelche
00:04:45
Speaker
Off-Locations irgendwelche, was hier, Beach-Party da, Malle-Party da, Street-Food-Festival da, Holi-Festival da und jede Woche Action und du hast halt einfach gar keinen Fokus mehr gehabt.
00:04:54
Speaker
Und deswegen habe ich schon vor langer Zeit gesagt, komm, wir konzentrieren uns komplett auf Open Beats, machen wir eine Sache richtig, bevor wir zehn Sachen halblebig machen, was sich auch positiv auf das Stresslevel ausgeübt hat.
00:05:04
Speaker
Ich finde ein bisschen Kontext, das Open Beats findet, glaube ich, standesgemäß immer so Ende Juli statt.
00:05:11
Speaker
Also nächstes Jahr so 26., 27. rum.
00:05:13
Speaker
Dieses Jahr.
00:05:16
Speaker
Dieses Jahr, genau.
00:05:17
Speaker
Das Datum noch nicht auswendig ist, immer das letzte Juli-Wochenende.
00:05:22
Speaker
26.
00:05:22
Speaker
Juli?
00:05:23
Speaker
Müsste stimmen.
00:05:24
Speaker
Also quasi, könnten wir eigentlich auch zu meinem Geburtstag dahin, Freitag, Sascha.
00:05:27
Speaker
Da könnten wir einen abrocken dann hier.
00:05:32
Speaker
Aber hat das dann auch was zu tun mit der Energie?
00:05:34
Speaker
Ich meine, jetzt bist du ja 34 und als du so eingestiegen bist ins Business oder in die Industriebranche, wo du gesagt hast, ganz viele Fäden, da warst du ja noch deutlich jünger.
00:05:43
Speaker
Hat das auch was mit dem Alter zu tun?
00:05:47
Speaker
Ja.
00:05:49
Speaker
ich würde weniger mit der Zahl 34, ich kann es gar nicht hören, 34 jetzt irgendwie verknüpfen, sondern einfach mit der Erfahrung.
00:05:56
Speaker
Ich habe halt schon so viel in der Vergangenheit gemacht und ich weiß halt, was funktioniert und was funktioniert nicht.
00:06:02
Speaker
Und ich weiß halt auch, wie sich die Szene oder generell die Veranstaltungsbranche in den letzten Jahren
00:06:07
Speaker
ja, keine Ahnung, 15 Jahren, seit ich da jetzt irgendwie involviert bin, entwickelt hat.
00:06:13
Speaker
Es ist halt einfach nicht mehr so einfach, wie es vor 15, 20 Jahren war.
00:06:16
Speaker
Da hast du ein paar Plakate aufgehangen, hast dir eine Party gemacht, hast eine Anlage hingestellt, eine Bar reingestellt und hast 3000 Leute da gehabt.
00:06:22
Speaker
Das funktioniert heutzutage leider nicht mehr.
00:06:25
Speaker
Oder früher, wo Facebook-Events da so groß waren, was war das, keine Ahnung, 2012, 13, 14, da hast du ein Facebook-Event erstellt, hast ein bisschen Budget draufgegeben und dann hast du auf einmal 3000 Zusagen gehabt und hattest auch wirklich 3000 Gäste da.
00:06:37
Speaker
Heutzutage kannst du sowas halt nicht mehr planen.
00:06:38
Speaker
Gerade bei
00:06:40
Speaker
kleineren Veranstaltungen oder Clubveranstaltungen, wo es nicht zwingend ein Vorverkauf notwendig ist, da ist das halt alles nicht mehr, also eigentlich unmöglich.
00:06:48
Speaker
Also wenn du da wirklich jede Woche irgendwie eine Veranstaltung haben wirst, ist das eine Unmöglichkeit.
00:06:54
Speaker
Vielleicht bevor wir weiterreden, haben wir nämlich auch noch ein Format, bevor wir reinsteigen, du hast jetzt auch schon ein bisschen erzählt von Open Beats.
00:07:02
Speaker
Jascha, nimm doch mal kurz den Flo an die Hand.
00:07:05
Speaker
Ich, äh, ah, du meinst so an die Hand.
00:07:09
Speaker
Ich hole mal kurz den Aufzug.
00:07:11
Speaker
Ich glaube, das ist ein ganz passendes Format, um den Leuten vielleicht einfach mal euer Festival

Pitch für Open Beats Festival

00:07:17
Speaker
zu erklären.
00:07:17
Speaker
Wir haben einen Elevator-Pitch.
00:07:19
Speaker
Wir holen jetzt den Aufzug und wir gehen jetzt rein.
00:07:21
Speaker
Und dann erzählst du uns einfach mal ganz kurz deinen Pitch.
00:07:25
Speaker
Was ist das Open Beats Festival?
00:07:27
Speaker
Kurz zusammengefasst, maximal eine Minute.
00:07:30
Speaker
Ich wollte gerade fragen, wie lange fährt der Aufzug?
00:07:33
Speaker
Okay, Openbeats ist ein Musikfestival, drei Tage Festival, fünf Tage Camping.
00:07:39
Speaker
Der Fokus ist auf elektronische Musik, es beschränkt sich aber nicht auf elektronische Musik und ist auch kein reines Techno-Festival.
00:07:48
Speaker
In dem Namen Openbeats steht für offen, offen für alle Genres, offen für alle...
00:07:53
Speaker
Arten von Musik offen für alle Künstler, offen für alle Gäste und findet in Herzogenaurach bei Nürnberg statt.
00:08:00
Speaker
Es ist immer am letzten Juli-Wochenende.
00:08:06
Speaker
Wir sind mitten in der Natur, nicht auf dem Flugplatz, nicht auf einer Rennstrecke und bei uns passieren ganz viel kreative Gestaltungsarbeiten rund ums Festival drüber rum und ein sehr großes Rahmenprogramm, Aktivitätenprogramm, weg von der Musik und weg von den Künstlern, natürlich neben der Musik und den Künstlern, so ist richtig gesagt.
00:08:22
Speaker
So, jetzt war ich richtig unter Zeitdruck, aber ich glaube, ich habe die wichtigsten Sachen hingebracht.
00:08:27
Speaker
Ja, was du glaub ich, was, was glaub ich, weiß gar nicht, ob du das gesagt hast, ihr seid auch schon eines der größten Festivals in Süddeutschland, Open-Air-Festivals.

Festivalwachstum und Community-Management

00:08:37
Speaker
90.000 BesucherInnen hab ich aus dem letzten Jahr im Kopf, ist das richtig?
00:08:42
Speaker
Ich finde immer das nicht so geil, wenn man sich als Größte irgendwie sowas betitelt.
00:08:46
Speaker
Also ja, wir sind sehr groß geworden die letzten Jahre, aber es, also A, gibt es noch weitaus größere Festivals.
00:08:52
Speaker
B, finde ich, ist das kein Indikator für, ist das Festival gut oder ist das Festival schlecht.
00:08:56
Speaker
Ganz im Gegenteil.
00:08:57
Speaker
Ich finde so mittelgroße Festivals, wie wir es eins sind, sogar besser als die ganz großen Festivals, wo
00:09:02
Speaker
du von Bühne A nach Bühne B irgendwie eine dreiviertel Stunde unterwegs bist und halt dich verlierst fast schon.
00:09:09
Speaker
Und ja, wir sind mittelgroß, würde ich behaupten.
00:09:12
Speaker
Bei uns sind sehr kurze Wege, das Festivalgelände ist sehr kompakt.
00:09:16
Speaker
Der Campingplatz ist nah, du bist in fünf Minuten vom Campingplatz auf dem Festivalgelände, du bist in 15 Minuten vom weithesten Parkplatz am Haupteingang und das ist natürlich für ein Festival der Größenordnung schon sehr nah.
00:09:28
Speaker
Und ja, also größte würde ich nicht sagen.
00:09:31
Speaker
Ich würde sagen, ich würde auch nicht, wir sind ein bisschen, wir versuchen den Fokus ein bisschen wegzulegen von den teuersten und größten Acts der Welt.
00:09:40
Speaker
Natürlich haben wir gute und teure Acts, aber OpenBeats lebt nicht wegen den Acts alleine, sondern wir versuchen, dass OpenBeats einfach eine Marke für sich ist und die
00:09:51
Speaker
Community einfach, die Gäste, die zu uns kommen, über das ganze Jahr hinweg mitzunehmen, dass die Open Beats auch einfach fühlen und leben und nicht einfach nur kommen, weil da die größten DJs auf dem Line-Up stehen.
00:10:01
Speaker
Und würdest du sagen, die Leute kommen, weil ihr so ein besonderes familiäres Gefühl auch erzeugt, weil die sagen, so ein bisschen immer wieder so ein Wiedersehen, wie so ein Familientreffen jedes Jahr?
00:10:10
Speaker
Ja, ich glaube, das hängt mit zwei Faktoren zusammen.
00:10:13
Speaker
Zum einen, dass wir seit 2014, hast du es vorher gesagt, haben wir angefangen, organisch gewachsen sind.
00:10:19
Speaker
Also jetzt nicht irgendwie mal einen Riesensprung drin hatten, sondern wir haben immer jedes Jahr so 20, 25 Prozent Wachstum gehabt.
00:10:25
Speaker
Was dem Festival gut getan hat, dass einfach organisatorisch Probleme, die aufkommen, wenn du schnell groß wirst, die hatten wir nicht.
00:10:31
Speaker
Das hat eigentlich immer alles funktioniert und wir haben da auch immer sehr, sehr viel Wert drauf gelegt.
00:10:36
Speaker
Und auf der anderen Seite, und die Gäste sind halt dann quasi mit uns gewachsen, also wir haben ganz viele Leute, wo ich kenne ja mittlerweile auch viele und höre auch viel von der Community, die sagen, die gehen eigentlich nur auf Open Beats, aber das schon seit zehn Jahren.
00:10:47
Speaker
Das sind gar keine so typischen Festivalgänger, die im Jahr auf zehn Festivals gehen.
00:10:50
Speaker
Die kommen einfach zu Open Beats und das ist so ein Festival, da gehen die halt einfach immer hin.
00:10:54
Speaker
Und das andere, was uns glaube ich ganz stark ausmacht, ist Community Management.
00:11:00
Speaker
sprechen wir auch über Instagram und so weiter, schreiben wir mit jedem Gast persönlich, gehen auf jede Frage persönlich ein und wir zeigen uns halt auch über Social Media.
00:11:08
Speaker
Also unsere Besucher wissen, die wissen, wer steckt hinter OpenBeats.
00:11:12
Speaker
Nicht nur ich als Person oder Tobi, unser zweiter Geschäftsführer als Person, sondern auch das ganze andere Team wird immer wieder gezeigt und jetzt auch in unserem Podcast, den wir jetzt neu ins Leben gerufen haben,
00:11:23
Speaker
reden wir einfach über alle Themen, die eigentlich der normale Gast auf einem Festival nie mitbekommen würde.
00:11:27
Speaker
Aber wir erzählen das halt einfach alles, dass wir die Gäste mitnehmen können in alle Bereiche mit rein.
00:11:32
Speaker
An der Stelle ist Name-Dropping okay.
00:11:34
Speaker
Wie heißt der Podcast?
00:11:35
Speaker
Das heißt nicht, das heißt einfach Hope Reads.
00:11:37
Speaker
Nein, Home of Hackschnitzel.
00:11:39
Speaker
Und jetzt muss ich vielleicht an der Stelle kurz erklären, warum Hackschnitzel ist auch eine Heizung, oder?
00:11:44
Speaker
Nee.
00:11:45
Speaker
Ja, okay, das muss ich jetzt kurz einmal erklären.
00:11:47
Speaker
Hackschnitzel sind diese kleinen, gehackten Holzstämme.
00:11:51
Speaker
Die kann man zum Heizen nutzen in Biogasanlagen.
00:11:54
Speaker
Die kann man aber auch nutzen, um es auf einen nassen Festivalboden zu schmeißen, dass die Gäste nicht im Matsch stehen, sondern dass sie auf trockenem Fuß stehen.
00:12:00
Speaker
Und da unser Festivalgelände nicht auf einer Rennstrecke oder auf einem Militärflugplatz ist, sondern auf einer Wiesn, nur Wiesn stattfindet, haben wir natürlich, wenn es regnet, ein kleines Problem.
00:12:11
Speaker
Das hatten wir jetzt 2023 und 2025.
00:12:14
Speaker
Die anderen acht Jahre war es Gott sei Dank immer trocken, aber zweimal in zehn Jahren hat es uns leider erwischt, dass es einfach geregelt hat.
00:12:20
Speaker
Und dann wären die Leute im Matsch gestanden, hätten wir nicht auf dem gesamten Festivalgelände inklusive Parkplatz, inklusive Campingplatz Hackschnitzel verteilt und haben halt so das Festival gerettet.
00:12:29
Speaker
Und das ist bei uns so ein bisschen so, wer jetzt noch nie bei uns war, kann das nicht verstehen, aber wer bei uns war, der versteht das, dass das einfach zu Open Winst dazugehört.
00:12:37
Speaker
Die LKW kommen da so an Hackschnitzel?
00:12:42
Speaker
2023 waren wir komplett unvorbereitet.
00:12:45
Speaker
Da waren es 13.000 Kubik.
00:12:48
Speaker
Auf einen LKW passen 50 Kubik.
00:12:51
Speaker
Das kannst du dir jetzt selber ausdehnen.
00:12:53
Speaker
Das müssten um die 300 gewesen sein.
00:12:55
Speaker
Letztes Jahr waren wir besser aufgestellt und haben uns besser darauf vorbereitet.
00:12:59
Speaker
Dann waren es nur ungefähr 100.
00:13:02
Speaker
Aber ja, das brauchst, ansonsten werden die Festivalbesucher halt wie bei Wacken komplett im Matsch versunken und das wollen wir nicht.
00:13:10
Speaker
Und kann man dann das, wenn es dann jetzt geregnet hat und es dann tief im Boden drin, kann man das dann einfach liegen lassen?
00:13:15
Speaker
Wie sind da die Auflagen oder sind das dann auch wieder Kosten, die dann auf euch zukommen, dass ihr das entfernen müsst?
00:13:20
Speaker
Ja, das sind auch wieder Kosten, die auf uns zukommen, weil das muss natürlich wieder entfernt werden.
00:13:23
Speaker
Das kann man auf landwirtschaftlichen Flächen, auf denen wir sind, kann man das nicht einfach liegen lassen.
00:13:27
Speaker
Haben wir dieses Jahr so gelöst, dass wir Vlies drunter gelegt haben und dann erst das Hakschnitzel draufgeschmissen haben, dass sich das quasi nicht mit dem Erdboden vermischt hat.
00:13:35
Speaker
Und dann konnten wir das Vlies danach wieder aufrollen und konnten es quasi wie so ein Backpapier zusammenrollen.
00:13:39
Speaker
Und dann konnten wir das quasi wieder recyceln.
00:13:41
Speaker
Und wir haben das Hakschnitzel jetzt tatsächlich auch noch und können das nächstes Jahr theoretisch, wenn wir es hoffentlich nicht wieder brauchen, auch wiederverwenden.
00:13:48
Speaker
Gibt es eine fachliche Bezeichnung für das Hackschnitzel oder das Hackschnitze?
00:13:53
Speaker
Ich glaube, das ist der offizielle Name dafür.
00:13:58
Speaker
Okay.
00:13:58
Speaker
Ja, wir sind aus Bayern.
00:13:59
Speaker
Das müssen wir nachher noch factchecken.
00:14:01
Speaker
Nee, nee, das ist aber.
00:14:02
Speaker
Ich habe mich letztens auch mit Heizung beschäftigt und da gibt es immer noch die gute alte Hackschnitzelheizung.
00:14:06
Speaker
Das ist quasi der
00:14:08
Speaker
der Vorläufer der ganzen Pelletsheizungen.
00:14:11
Speaker
Ich glaube, das ist der offizielle Begriff, aber kann auch sein, dass das nur in Bayern der offizielle Begriff ist.
00:14:16
Speaker
Wir liefern das nach.
00:14:18
Speaker
Da haben wir ja nicht mal was, was man in die Shownotes schreiben kann.
00:14:21
Speaker
Genau, deswegen heißt der Podcast Home of Hackschnitzel.
00:14:24
Speaker
Wir haben dann nach dem Festival auch einen Hackschnitzel-Merch gemacht und haben tatsächlich mehr Merch vom Hackschnitzel verkauft als unser eigentliches Merchandise.
00:14:31
Speaker
Und das gehört einfach dazu.
00:14:35
Speaker
Sehr gut.
00:14:37
Speaker
Bevor wir tiefer reingehen, ich glaube, wir müssen nochmal ganz vorne

Anfänge in der Eventorganisation

00:14:41
Speaker
anfangen.
00:14:41
Speaker
Also Gründungsgeschichten interessieren uns ja hier.
00:14:46
Speaker
Und wie ging es los 2014 dann?
00:14:52
Speaker
wie ging es los mit Open Beats oder wie bin ich überhaupt erst in die Branche reingekommen?
00:14:56
Speaker
Okay, fangen wir da an.
00:14:59
Speaker
Fangen wir da an, das ist eigentlich relativ einfach.
00:15:01
Speaker
Ich habe während meinem Abitur sämtliche kleinen Feten, Geburtstagen, was weiß ich was irgendwie organisiert und dann auch irgendwie die Abi-Party von unserem Jahrgang und habe da halt Spaß dran gefunden, habe dann irgendwann mal mit meinem Kumpel zusammen so meine erste GbR gegründet und haben halt dann so...
00:15:18
Speaker
Ja, halb professionell, aber schon mit dem Interesse, damit auch Geld zu verdienen, so kleine, sag ich mal, 200, 300 Kapazitätspartys zu veranstalten.
00:15:27
Speaker
Hab dann nach dem Abi mit 18, das war noch mehr, das war noch mehr, mit 18 habe ich dann meine Rocking High GmbH, was du vorher gesagt hast, gegründet und hab dann angefangen mit Club-Partys, Beach-Party, Mallorca-Party, was weiß ich nicht alles.
00:15:40
Speaker
Dann haben wir irgendwann diesen Holy-Hype, das war glaube ich so 2011, 12, 13, diese Holy-Festivals, da habe ich ganz viele gemacht, bestimmt 30 Stück oder so über drei Jahre.
00:15:54
Speaker
Dann kam 2014 durch Zufall Open Beats, also ich habe dann schon immer schon die Idee gehabt, dass ich jetzt ein
00:16:01
Speaker
Die Club-Partys und diese Off-Location-Partys, die sind ganz nett, aber das ist jetzt auch nichts, wo ich mein Leben lang machen möchte.
00:16:08
Speaker
Das war natürlich schon die Idee, mal ein größeres Festival zu machen.
00:16:11
Speaker
Hatte auch da irgendwie schon ein paar Locations in Aussicht, aber jetzt noch nichts Konkretes.
00:16:13
Speaker
Und dann durch Zufall kamen wir eben auf Open Beats.
00:16:16
Speaker
Das Festival gab es schon, war aber eher auch so ein kleines Dorffest, nenne ich es jetzt mal.
00:16:20
Speaker
Die hatten irgendwie 1.500, 2.000 Besucher in 2013.
00:16:24
Speaker
Und da waren wir eben damals.
00:16:26
Speaker
Und der ehemalige Veranstalter hat dann danach uns kontaktiert und hat gesagt, er hat keine Lust mehr, er möchte das nicht mehr machen, damit es kein Geld verdient.
00:16:32
Speaker
Hat er auch nicht Unrecht gehabt, damit war kein Geld verdient am Anfang.
00:16:35
Speaker
Ob wir das denn übernehmen wollen würden?
00:16:37
Speaker
Und dann haben wir erst gesagt, ja nein, was wollen wir denn damit?
00:16:38
Speaker
Das können wir auch selber machen, das hat ja keine Substanz.
00:16:41
Speaker
Haben uns dann aber die Location noch mal näher angeschaut, haben mal mit dem Geländeinhaber auch gesprochen, dem das da alles gehört, die ganzen Wiesen und auch mit der Stadt und sind da über offene Türen eingerannt, was bei einer Stadt oder bei einer Behörde jetzt nicht unbedingt zu erwarten ist, dass eine Behörde sagt, sie möchten ein Festival.
00:16:57
Speaker
Ja, dann haben wir uns dazu entschieden, das zu kaufen und zu übernehmen, haben auch den Namen übernommen und haben es seitdem dann groß gemacht.
00:17:06
Speaker
Wer ist denn wir?
00:17:07
Speaker
Also wenn ich so die Gesellschafterliste anschaue, dann sehe ich da den Tobi, der da
00:17:11
Speaker
Dabei ist als Geschäftsführer auch Gesellschaftler, aber auch dann noch der Michael mit der Kingline GmbH.
00:17:18
Speaker
Genau, also da hat sich in den letzten 15 oder seit 2014 auch einiges geändert.
00:17:25
Speaker
Die einzige Konstante seit 2014 bin ich.
00:17:27
Speaker
In der Zwischenzeit kam die Kingline GmbH mit dem Geschäftsführer Michael mit dazu und der Tobi kam 2022 noch dazu.
00:17:37
Speaker
Genau, jetzt sind wir ein Dreierteam, aber war nicht von Anfang an so.
00:17:45
Speaker
Und lief es ab dem Zeitpunkt immer stringent?
00:17:49
Speaker
Gut, ich glaube, Thema Pandemie werden wir auf jeden Fall auch nochmal drüber sprechen.
00:17:53
Speaker
Das ist in der Branche natürlich ein riesen, riesen Ding gewesen.
00:17:57
Speaker
Aber so die ersten paar Jahre, lief das straight durch oder gab es auch mal Momente, wo du gedacht hast, war das jetzt eine gute Idee?
00:18:08
Speaker
Also das komplette Gegenteil ist der Fall.
00:18:10
Speaker
Also es lief alles andere als straight durch, was einfach daran lag, dass wir da sehr blauäugig auch reingegangen sind.
00:18:18
Speaker
Ich bin ein Typ, wenn ich eine Idee habe, ich mache mir da keinen Businessplan und ich mache mir auch keinen Gedanken über Finanzierung, kriege ich schon alles irgendwie hin.
00:18:26
Speaker
Das würde ich jetzt heute nicht mehr so machen mit dem Wissen der letzten Jahre.
00:18:29
Speaker
Aber damals war es einfach so, wir haben einfach angefangen, haben einfach gemacht und sind natürlich an allen Ecken und Enden auf die Fresse gefallen.
00:18:34
Speaker
Also es ging schon los, die ersten...
00:18:37
Speaker
Bookings, die wir dann 2014 gemacht haben, wir hatten keine Kontakte.
00:18:40
Speaker
Wir wurden von vorne bis hin verarscht.
00:18:41
Speaker
Also wir haben da viel zu viel bezahlt teilweise.
00:18:44
Speaker
Und wir haben im ersten Jahr, das werde ich nie vergessen, haben wir zwar Dixi-Toiletten bestellt, aber wir haben nicht bestellt, dass die auch gereinigt werden und geleert werden.
00:18:52
Speaker
Das ist uns halt am Samstag eingefallen, abends um 20 Uhr während der Veranstaltung, als die halt alle übergelaufen sind.
00:18:57
Speaker
Also das ist nur ein Beispiel.
00:18:58
Speaker
Und solche Probleme sind halt an allen Ecken und Enden aufgetreten.
00:19:02
Speaker
Wir haben Fehler ohne Ende gemacht.
00:19:03
Speaker
Also wenn ich mit dem Wissen von heute in 2014 wäre, dann wäre ich heute schon viel weiter, weil ich die ganzen Fehler nicht gemacht hätte.
00:19:10
Speaker
Aber gut, Fehler gehören dazu und wenn man sie nicht macht, kann man es nicht wissen und kann man es nicht besser machen.
00:19:15
Speaker
Also um deine Frage zu beantworten, nein, es lief vor weitem nicht alles glatt.
00:19:19
Speaker
Ja, das stelle ich mir wild vor.
00:19:20
Speaker
Dann heißt es dann einfach selber anpacken, oder?
00:19:23
Speaker
Ja, ja, ich hatte damals gar keine Mitarbeiter, wir haben alles selber gemacht.
00:19:26
Speaker
Also wir waren zwei Geschäftsführer und zwei Geschäftsführer-Gesellschaften.
00:19:29
Speaker
Wir hatten natürlich irgendwie ein paar Aushilfskräfte und so und hier mal da aber keine Festangestellten, wir haben alles selber gemacht.
00:19:33
Speaker
Ich habe plakatiert, ich habe Flyer ausgelegt, ich habe die Dixie-Toiletten hingestellt, ich habe die Bühne mit aufgebaut, ich habe die Bar mit aufgebaut, den Bauzaun gestellt und wir haben einfach alles selber gemacht.
00:19:42
Speaker
Damals ging das auch noch, das war ja um die 3.000, 4.000 Mann, was war das?
00:19:45
Speaker
2014 hat man 4.000 Gäste, da ging das noch.
00:19:47
Speaker
Jetzt heutzutage undenkbar, dass ich das noch mit... Also ich kann, wir könnten es gar nicht leisten, als Geschäftsführer da noch mit anzupacken, weil wir müssen das große Ganze koordinieren.
00:19:56
Speaker
Wie viele so insgesamt über das Jahr verteilt verschiedene Mitarbeitende habt ihr denn bei euch?
00:20:01
Speaker
Wie viele sind denn da so im Einsatz?
00:20:04
Speaker
Also wenn ich jetzt die ganzen externen mitrechne, wie Security-Dienstleister, Sanitäter, Feuerwehr, Stage-Crew, Gastro und so weiter...
00:20:16
Speaker
Zweieinhalb, dreie Tausend würde ich jetzt mal schätzen.
00:20:18
Speaker
Krass.
00:20:19
Speaker
Und das Kernteam, das was fest?

Mitarbeiterstruktur beim Festival

00:20:22
Speaker
Fest angestellt sind wir 13 und haben natürlich hier noch so ein paar Externe, die entweder auf kurzfristige Beschäftigung arbeiten, Minijob arbeiten oder auf Rechnung arbeiten, die so einzelne Teilbereiche noch mit übernehmen, die schon irgendwie das ganze Jahr mit dran arbeiten, aber jetzt nicht Vollzeit angestellt sind.
00:20:40
Speaker
Also so, wenn ich die jetzt mit dazu zähle, auch wenn sie jetzt nicht Vollzeit angestellt sind, würde ich sagen so 20.
00:20:46
Speaker
Okay, aber gibt es dann von den externen auch Leute, die jedes Jahr wiederkommen oder sind das jedes Jahr komplett andere Menschen?
00:20:52
Speaker
Nein, du kannst schon sehr viel Copy-Paste machen.
00:20:55
Speaker
Unser Security-Dienstleister ist zum Beispiel seit 2014 der gleiche.
00:20:58
Speaker
Unser Technik-Dienstleister ist jetzt seit drei Jahren derselbe.
00:21:04
Speaker
Wasser-, Toiletten-, Sanitäre-Anlagen-Dienstleister ist auch seit drei Jahren derselbe.
00:21:07
Speaker
Also da gibt es schon sehr viele, die jetzt immer wieder, die schon länger dabei sind, aber du musst natürlich auch viele immer irgendwie
00:21:14
Speaker
aussortieren, sei es, weil es einfach ein besseres Angebot gibt, weil einfach irgendwie was dann in der Zusammenarbeit nicht funktioniert hat.
00:21:18
Speaker
Du musst natürlich auch dann immer Preise vergleichen und musst gezwungenermaßen einfach mal aussortieren, weil du dich ja einfach günstiger einkaufen musst.
00:21:26
Speaker
Aber grundsätzlich versuchen wir schon immer mit denen, wo es passt, wo es finanziell passt und auch inhaltlich passt, langfristig zusammenzuarbeiten.
00:21:33
Speaker
Beides ja auch, du müsstest ja einem Neuen, der da reinkommt, also zum Beispiel jetzt ein neuer Security-Dienstleister,
00:21:38
Speaker
Keine Schor.
00:21:38
Speaker
Also dem müsste ich ja alles erklären.
00:21:40
Speaker
Der jetzige, der kennt alle, der kennt alle Beteiligten, der kennt alle von der Feuerwehr, Sanitäter, Ordnungsamt, Landratsamt und so weiter.
00:21:47
Speaker
Und da habe ich gar keinen Aufwand mehr, weil das einfach Copy-Paste vom Feuer ist, außer dass wir vielleicht ein paar Securities mehr brauchen, dass wir vielleicht ein paar Positionen mehr besetzen müssen.
00:21:54
Speaker
Aber ansonsten ist es Copy-Paste und das macht es natürlich dann jedes Jahr deutlich einfacher.
00:21:57
Speaker
Da muss man nicht jedes Mal wieder neu reingehen.
00:22:00
Speaker
Ich schätze mir nur, also die anderen Menschen, die wir sonst hier haben, die haben in der Regel irgendwie so ein festes Team und du hast, meistens hast du ja die meiste Arbeit mit Personal, mit Menschen und mit Menschen zusammenzuarbeiten und ihr habt ja dann jedes Jahr einfach ein Vielfaches an Menschen, die trotzdem irgendwie für euch arbeiten und ihr müsst trotzdem irgendwie eine gewisse Qualität sicherstellen und ihr müsst das irgendwie streamlinen.
00:22:28
Speaker
stelle ich mir einfach sehr, sehr herausfordernd vor oder ist es nicht so?
00:22:32
Speaker
Doch.
00:22:34
Speaker
Also klar, wenn jetzt zweieinhalbtausend Menschen sind vor Ort, die, also A, kenne ich bei Weitem nicht alle, wie kann ich die auch nicht alle briefen, aber im Prinzip ist es so, also wir haben dann auch vor Ort ein erweitertes Kernteam, das sind ungefähr so nochmal 30 Manager-Positionen, die dann Teilbereiche übernehmen, sei es jetzt den Artist-Backstage-Bereich, sei es den Parkplatz, den Check-In,
00:22:56
Speaker
den Eingang und so weiter und so fort.
00:22:57
Speaker
Da gibt es dann noch Bereichsleiter, sage ich jetzt mal.
00:23:00
Speaker
Und die haben dann wiederum Personen unter sich.
00:23:03
Speaker
Und bei den Externen ist es so, dass wir halt einmal von den Externen, also wir haben von der Gastrofirma einen Ansprechpartner, wir haben von der Securityfirma einen Ansprechpartner, von der Stromfirma, von der Technikfirma jeweils einen Ansprechpartner.
00:23:12
Speaker
Und die werden halt von uns gebrieft und die müssen im besten Fall ihr Personal wieder selber briefen.
00:23:17
Speaker
Und klar, wir können natürlich nicht alles kontrollieren.
00:23:19
Speaker
Wir geben da schon sehr viel vor und leben das auch vor,
00:23:23
Speaker
Aber natürlich funktioniert das nie bis ins kleinste Detail.
00:23:26
Speaker
Wie oft kommt es vor, dass man nach dem Event nochmal nachverhandelt und sagt, ey, das war nicht zu unserer Zufriedenheit?
00:23:36
Speaker
Gibt es dann sowas wie ein Review, wo man sagt, sowas ist gelaufen, das war gut, das war nicht so gut?
00:23:41
Speaker
Wir machen eigentlich mit allen wichtigen Beteiligten, egal ob das jetzt unsere eigenen Festangestellten sind oder die erweiterten Managerkreise oder die externen Dienstleister, mit den Wichtigsten machen wir danach auf jeden Fall immer einzeln ein Gespräch.
00:23:57
Speaker
Was war gut, was war schlecht, was müssen wir verbessern?
00:23:59
Speaker
Und es gibt oft natürlich auch Punkte, die nicht funktioniert haben, wo wir dann auch mal nachfragen haben.
00:24:03
Speaker
Du hast ja im Vorfeld gesagt, kurz im Vorgeplänkel, Dennis, dass du ziemlich offen bist mit allem.
00:24:09
Speaker
Wie ist das eigentlich, wenn ich jetzt mit dem BRK, also mit dem Bayerischen Roten Kreuz zusammenarbeite, mit der Feuerwehr oder vielleicht auch mit anderen öffentlichen Dienstleistern?
00:24:19
Speaker
Wie läuft es da sowas mit einer Bezahlung?
00:24:21
Speaker
Vielleicht sind viele, die sich fragen, was kostet es denn überhaupt, wenn die dann da sind vor Ort?
00:24:27
Speaker
Ja, bei uns sehr angenehm, sehr human, weil die das alle auf freiwilliger Basis machen, also BRK vor allem, die machen das alles auf freiwilliger Basis, auch Feuerwehr ist halt die freiwillige Feuerwehr aus den drei umliegenden Nachbardörfern.
00:24:42
Speaker
Natürlich gibst du dann, im Verein waren es vorher schon trotzdem eine Summe, das ist halt dann eher eine
00:24:47
Speaker
Unkostenbeteiligung nenne ich es jetzt mal.
00:24:50
Speaker
Aber wenn wir die alle voll bezahlen müssten mit einem Stundenlohn, sage ich mal 20 Euro, kannst du ein Prostesfestival gar nicht mehr machen.
00:24:58
Speaker
Also ich weiß, was manche andere Festivals, die zum Beispiel in größeren Städten sind, was die für solche Dienstleistungen wie Feuerwehr oder Sanitätsdienst bezahlen, das
00:25:08
Speaker
Also wenn man das jetzt mal normal rechnen würde, würde uns das BRK wahrscheinlich 150.000 bis 200.000 Euro kosten, die Feuerwehr wahrscheinlich nochmal 50.000 bis 100.000 Euro.
00:25:18
Speaker
Dann wäre das Festimation fast nicht mehr rentabel, das bräuchte ich dann fast nicht mehr machen.
00:25:23
Speaker
Also wenn das nicht auf freiwilliger Basis passieren würde, also alle, die da sind, die Feuerwehrleute oder die Sanitäterinnen und Sanitäter, wenn die Geld dafür bekommen würden, würde es nicht kosten.
00:25:33
Speaker
Die kriegen alle nichts.
00:25:34
Speaker
Hoch auf das Ehrenamt.
00:25:36
Speaker
Auch eine Hochdabung, ja.
00:25:38
Speaker
Aber auch mit Ehrenamt.
00:25:39
Speaker
Was kostet denn, was kostet mich so ein 90.000-Personen-Festival?

Finanzen und Sponsoring

00:25:44
Speaker
Gesamt oder jetzt nur auf die Behörden, also BRK und... Gesamt, gesamt.
00:25:49
Speaker
Gesamt, äh...
00:25:53
Speaker
Sind wir schon siebenstellig, oder?
00:25:55
Speaker
Jaja, wir sind jetzt ungefähr bei sieben Millionen gewesen dieses Jahr.
00:25:59
Speaker
Nächstes Jahr haben wir noch deutlich Budgets erhöht in einigen Bereichen.
00:26:03
Speaker
Gerade Booking haben wir erhöht, Marketing haben wir ein bisschen erhöht, Gestaltung haben wir erhöht, knapp acht Millionen.
00:26:10
Speaker
Krass, und wie viel davon ist Vorleistung?
00:26:12
Speaker
Weil Event-Business ist ja ganz oft, also Booking findet ja irgendwie vorher statt, ne?
00:26:16
Speaker
Jaja, ungefähr 70 bis 80 Prozent ist Vorleistung.
00:26:24
Speaker
Und wie sehr geht einem der Arsch auf Grundeis, wenn die Ticketsales nicht so laufen, wie man sich das vorstellt?
00:26:32
Speaker
Also mittlerweile sind wir in einer relativ komfortablen Situation, dass wir jetzt schon über die Hälfte der Tickets verkauft haben und wir aus den vergangenen Jahren wissen, wenn zum Zeitpunkt X so und so viele Tickets verkauft sind, dann wird das ungefähr in dieser Range weiterlaufen und wir wissen, also ich weiß jetzt plus minus 2000 Gäste, wo wir am Ende landen werden.
00:26:48
Speaker
Also wenn jetzt nichts, was gravierendes passiert, sondern wenn es normal läuft, wie jedes Jahr, dann weiß ich jetzt schon, wo wir am Ende landen werden.
00:26:55
Speaker
Vor fünf, sechs, sieben Jahren war das natürlich eine ganz andere Situation, da geht ja jeden Tag... Wie ist das beim ersten Festival gewesen?
00:27:00
Speaker
Das müsst ihr ja auch vorfinanziert haben.
00:27:03
Speaker
da habe ich einen Kredit bekommen.
00:27:06
Speaker
Als Sicherheit war das Haus von meinen Eltern hinterlegt und selbst der hat bei Weitem nicht gereicht am Ende und bin am Ende mit gut sechsstelligen Schulden dagestanden und musste erst mal mit sämtlichen Gläubigern sprechen.
00:27:22
Speaker
Du, lieber Gläubiger, ich kann es gerade nicht bezahlen.
00:27:24
Speaker
Stunde mir das bitte, zumindest für einen gewissen Zeitraum.
00:27:26
Speaker
Du kriegst dein Geld, ich muss es aber an anderer Stelle erst wieder verdienen.
00:27:29
Speaker
Dann habe ich halt wieder andere Veranstaltungen gemacht, konnte es da wieder refinanzieren und dann konnte ich die Sachen zahlen.
00:27:33
Speaker
Krass.
00:27:34
Speaker
Ja, so finanziert man kein Festival.
00:27:35
Speaker
Also bitte macht das nicht so.
00:27:36
Speaker
Jeder, der jetzt hier zuhört, das würde ich jetzt heute natürlich auch nicht mehr so machen, aber so war es halt damals.
00:27:41
Speaker
Eine Finanzierung habe ich nicht gehabt.
00:27:42
Speaker
Über die Bank konntest du es vergessen, auf regulärem Weg was zu bekommen.
00:27:45
Speaker
Förderung gab es keine sinnvollen und ein Investor muss natürlich auch erstmal finden, der dir mal irgendwie zwei Millionen auf die Hand gibt und sagt, jetzt mach mal.
00:27:51
Speaker
Dementsprechend habe ich es halt einfach gemacht und wir haben natürlich, die ersten Jahre waren mir nicht profitabel.
00:27:55
Speaker
Also wir haben die bis 2000...
00:27:59
Speaker
19 haben wir Geld investiert und haben kein einziges Jahr Geld verdient.
00:28:03
Speaker
Wir haben jedes Jahr Minus gemacht, aber halt nicht Minus im Sinne von Verlust, sondern halt Minus im Sinne von in das Festival und in das Wachstum investiert.
00:28:11
Speaker
Also 2022 laut Unterlagen habt ihr so zum ersten Mal einen ganz guten Gewinn gemacht.
00:28:17
Speaker
Genau, wir haben 2022 dann zum ersten Mal Gewinn gemacht und wir haben es dieses Jahr... 2019, kam ja 2020 danach.
00:28:24
Speaker
Da kam 2020 danach und da waren wir dann auch endlich, also 2020 lief im Vorverkauf sehr, sehr gut und das wäre das Jahr gewesen, wo wir dann wahrscheinlich mit einem Jahr alle Altlasten aus den vorherigen Jahren weggemacht hätten und dann kam Corona, der Erfolg ist einfach nicht gerade hinaus und dementsprechend hat das ganze Prozedere nochmal ein paar Jahre länger gedauert und wir haben es tatsächlich bis dieses Jahr mal gebraucht, bis wir mal endlich alle Altlasten weg hatten.
00:28:46
Speaker
Ja, war jetzt ein langer Weg, zehn Festivaljahre, mit zwei Jahren Pause investiert, um jetzt endlich an dem Punkt zu sein, wo das Festival wirklich auch langfristig jetzt mal sauber dasteht.

Pandemie-Auswirkungen auf das Festival

00:28:59
Speaker
Auch wirtschaftlich einfach eine gute Perspektive hat.
00:29:01
Speaker
Also die Perspektive war immer da, sonst hätte ich nicht daran geglaubt, hätte ich dann nicht weitergemacht, aber
00:29:06
Speaker
Es ist nicht so, dass du ein Festival machst und im ersten Jahr verdienst du Geld.
00:29:10
Speaker
Die Gläubige einem so lange die Stange halten.
00:29:12
Speaker
Da gibt es ja auch andere Branchen, wo da schon viel früher der Gerichtsvollzieher eventuell vor der Tür steht.
00:29:19
Speaker
Naja, also das war jetzt ja nicht so, dass wir das irgendwie über ein halbes Jahr oder ein Jahr hinweg gestreckt haben, sondern es war vielleicht mal ein paar Wochen.
00:29:25
Speaker
Und also die Erfahrung habe ich gemacht, wenn du die Leute nicht, die Gläubiger nicht verarschst, sondern wenn du einfach offen mit denen redest und denen sagst, pass auf, so und so schaut es aus, du kriegst dein Geld, aber gib mir bitte ein bisschen Luft zu atmen oder du kriegst das in Raten oder so.
00:29:40
Speaker
Also ich habe nicht einen einzigen erlebt und das waren schon einige gerade am Anfang, die gesagt haben, nee, wir stehen jetzt darauf.
00:29:47
Speaker
Aber wenn du natürlich, ich habe natürlich die andere Seite mitbekommen, also ich habe ja auch schon oft irgendwie, dass ich noch oder meine Firmen oder wer auch immer noch Geld von jemandem bekommen habe, wenn die mich natürlich verarschen und mir nicht offen und ehrlich kommunizieren, dann hast du natürlich eine andere Denkweise und handelst du auch anders.
00:30:00
Speaker
Aber wenn du die Leute abholst, dann kannst du mit denen sprechen.
00:30:03
Speaker
Am Ende hat ja jeder dasselbe Interesse, jeder möchte, dass das nächste Jahr wieder stattfindet und jeder möchte nächstes Jahr dafür wieder arbeiten.
00:30:08
Speaker
Aber das geht natürlich nur, wenn du auch irgendwie auf einer menschlichen Ebene sinnvoll miteinander kommunizierst.
00:30:13
Speaker
Dazu, wie hast du Mama und Papa kommuniziert, dass ihr Haus die Sicherheit ist fürs erste Festival?
00:30:20
Speaker
Und wie fand ich das?
00:30:23
Speaker
naja, die haben, ich werde mich nicht recht erinnern, haben sie es sogar von sich aus angeboten, weil sie mitbekommen haben, dass ich es nicht finanziert bekomme, also auf regulären Weg, weil ich halt einfach ein Start-up war, keine Mittel bekommen habe.
00:30:35
Speaker
Und ich habe denen dann auf jeden Fall gesagt, okay, ich nehme es an und ihr kriegt es zurück.
00:30:39
Speaker
Und wenn ich es nicht schaffe mit dem Open Bates, dann, ihr könnt das mal verlassen, ich weiß noch nicht wie, aber ich werde es irgendwie euch zurückzahlen.
00:30:46
Speaker
Und wenn ich jeden Tag 20 Stunden Löhner verkaufe und Löhner mache, ich werde euch das zurückzahlen können.
00:30:53
Speaker
Und wie viel, also heute, ab wie viel Prozent der Ticket-Sales sagst du, sind wir jetzt safe?
00:31:02
Speaker
Du meinst Gesamtkontingent?
00:31:04
Speaker
Also wie viel Tickets musst du fürs Festival genau vom Gesamtkontingent verkauft haben, prozentual, dass du beruhigt bist?
00:31:14
Speaker
Beruhigt bin ich eigentlich jetzt schon, weil ich weiß, wo es hinlaufen wird, wenn nichts Gravierendes passiert.
00:31:21
Speaker
Break-Even ist bei 90% der Tickets.
00:31:23
Speaker
Also du musst 90% verkaufen und an 10% verdienst du dann Geld.
00:31:27
Speaker
Also das ist halt meistens, also dieses Jahr, letztes Jahr war das Mitte Juni, wo wir dann wirklich an dem Punkt waren, dass wir Break-Even hatten.
00:31:34
Speaker
Also wir haben quasi 11 Monate verkauft, um Break-Even zu haben und einen Monat verkauft, wo wir dann Geld verdient haben, wenn man es so sagen will.
00:31:40
Speaker
Dieses Jahr werden wir das deutlich früher erreichen.
00:31:42
Speaker
Wir sind jetzt, also
00:31:43
Speaker
Wenn es so weitergeht, dann werden wir wahrscheinlich Juni ausverkauft sein.
00:31:47
Speaker
Also heißt, wir werden vielleicht einfach Mai dann an dem Punkt sein.
00:31:50
Speaker
Und ja, mit der Erfahrung der letzten Jahre bin ich jetzt schon eigentlich beruhlt, weil ich, was soll jetzt groß passieren?
00:31:55
Speaker
Natürlich kann, du kannst jetzt irgendwelche politischen Themen, das kannst du nicht beeinflussen, wenn da irgendwie was passiert oder wenn wieder irgendwie Corona kommt, das kannst du auch nicht beeinflussen.
00:32:04
Speaker
Aber damit kann ich nicht planen.
00:32:05
Speaker
Ich plane mit einem normalen Szenario, dass das Festival normal durchgeführt werden kann und dann, warum sollte es jetzt auf einmal schlechter laufen als die Jahre zuvor?
00:32:13
Speaker
Nimm uns vielleicht mal ganz kurz, ah, wolltest du noch was sagen, Jascha?
00:32:16
Speaker
Mich würde noch interessieren, wie viel Prozent des Coverage ist denn auch so Sponsoring und Partner?
00:32:23
Speaker
Das wird ja nicht alles Ticketsales sein, oder?
00:32:25
Speaker
Wodurch ihr Geld verdient?
00:32:26
Speaker
Nee, Sponsoring ist heutzutage ein sehr wichtiger Punkt.
00:32:31
Speaker
Ohne Sponsoring braucht man meiner Meinung nach zumindest, also zumindest bei unserer Kalkulation ist es so, wenn wir kein Sponsoring hätten bräuchten, würde das Festivieren gar nicht mehr machen, weil genau das ist
00:32:40
Speaker
ohne Sponsoring würden wir kein Geld verdienen.
00:32:42
Speaker
Sponsoring ist im Prinzip, das ist unser Gewinn.
00:32:45
Speaker
Und das braucht es heutzutage und da gilt es halt, das habe ich auch persönlich sehr viel Zeit investiert und investiere jeden Tag sehr viel Zeit, das weiter auszubauen, das einfach gut aufzubauen und nicht nur die Partner, die Partner musst du ja erstmal akquirieren, aber du musst dann mit denen auch was Cooles machen, wo der Gast auch einen Mehrwert sieht.
00:33:00
Speaker
Du brauchst nicht einfach nur ein Logo auf die Bühne klatschen, das ist kein Mehrwert für den Gast.
00:33:04
Speaker
Du musst irgendwas Cooles vorordnen, was für den Gast dann auch ein Mehrwert ist und natürlich auch für die Brand dann ein Mehrwert ist.
00:33:10
Speaker
Im Prinzip, wo ich auch raus wollte, auch Thema auch für Dien, im Endeffekt kann man sich ja vorstellen, ist ja so ein Festival wie so eine Plattform von so digitalen, affinen ZuhörerInnen.
00:33:23
Speaker
Das heißt, ihr bietet eine Plattform und dann könnt ihr verschiedene Erlöse generieren.
00:33:26
Speaker
Das heißt, Sponsoring ist ein Thema, anderes Thema sind natürlich die Tickets, aber schneidet ihr auch mit, beispielsweise bei der Gastro oder bei den Drinks, was konsumiert wird und was ist da so üblich?
00:33:38
Speaker
an einen Schritt, was man macht.
00:33:41
Speaker
Also Gastro ist der zweitgrößte Umsatzpunkt.
00:33:45
Speaker
Erst größte ist Ticketing, dann kommt Gastro, dann kommt Sponsoring.
00:33:47
Speaker
Und dann gibt es natürlich noch Merchandising oder so Nebenbaustellen wie Riesenradfahrten oder Comfort, Luxus, Glamping, solche Sachen.
00:33:56
Speaker
Das sind jetzt aber eher
00:33:57
Speaker
ja, das sind Kleinigkeiten, das ist jetzt nicht so relevant, das macht den Braten nicht fett.
00:34:02
Speaker
Ja, Gastro haben wir bei uns, ist es so, wir machen das nicht selber, wir haben die Gastronomie verkauft, einen externen Dienstleister, wovon wir aber natürlich, also wir haben keine Kosten damit, wir haben nur einen Share quasi daraus und kriegen dann natürlich unseren Anteil.
00:34:15
Speaker
Wie ist das eigentlich, jetzt muss man da reingehen zum Thema Trendfragen, Gen Z oder auch Gen Alpha, es ist ja so eine Generation, also in der Generation, da wird ja weniger gesoffen, kann man so auf platt gut Deutsch sagen.
00:34:29
Speaker
Ist das was, was ihr merkt, dass das irgendwie zurückgeht, dass das euch dann auch schadet in dem Sinne oder gibt es da irgendwie schon Substitute, wie ihr das macht, würde mich aber mal interessieren.
00:34:42
Speaker
Also man merkt es, dass es zurückgeht.
00:34:45
Speaker
Ich glaube, ich würde bei uns jetzt nicht so deutlich, dass ich sagen würde, boah, das ist ja ein Riesenproblem, da müssen wir jetzt was machen.
00:34:50
Speaker
Wir haben natürlich ein bisschen was gemacht.
00:34:51
Speaker
Also wir haben jetzt schon nochmal ein bisschen mehr Auswahl an antialkoholischen Getränken, die wir sonst vielleicht nicht hatten, auch vielleicht mal irgendwie antialkoholische Cocktails oder so.
00:35:00
Speaker
Alkoholfreies Bier hat man, glaube ich, vor zwei Jahren noch nicht.
00:35:02
Speaker
Das haben wir jetzt erst letztes Jahr gehabt und vorletztes Jahr.
00:35:04
Speaker
Davor hat man, glaube ich, wenn ich mich recht erinnere, hat man nicht mal alkoholfreies Bier.
00:35:08
Speaker
Das sind natürlich schon Sachen, da musst du da ein bisschen reingehen, aber das haben wir jetzt bei uns noch nicht so stark gemerkt, dass das jetzt so krass zurückgeht.
00:35:14
Speaker
Aber ja, es ist so, dass es zurückgeht.
00:35:17
Speaker
Ja, einen ganz großen Cut gab es ja, glaube ich, auch im Festivalverhalten 2020 dann.
00:35:24
Speaker
Lass uns mal kurz die Pandemie im Schnelldurchlauf durchgehen.
00:35:32
Speaker
Was waren die Gedanken so 15.
00:35:34
Speaker
16.
00:35:34
Speaker
März 2020?
00:35:34
Speaker
Erster Lockdown in Deutschland.
00:35:42
Speaker
Erster Gedanke war, das nächste Woche vorbei ist
00:35:47
Speaker
Zweiter Gedanke eine Woche später war, ist wohl nächste Woche doch nicht vorbei.
00:35:53
Speaker
Als dann wirklich der erste Lockdown auch kam und so, dann war mir relativ schnell klar, okay, das wird jetzt nicht so schnell vorbei sein.
00:36:00
Speaker
Ich habe dann am selben Tag noch alle Mitarbeiter gekündigt.
00:36:04
Speaker
musste ich ja, ich musste ja sofort irgendwie die Kosten runterkriegen, weil damals diese ganzen Hilfen, die es dann gab, dass die Lohnkosten übernommen wurden und so weiter, das gab es ja zu dem Zeitpunkt noch nicht.
00:36:12
Speaker
Oder dass du die in die Kurzarbeit schickst oder so, gab es ja am ersten Tag auch noch nicht.
00:36:17
Speaker
Das kam ja dann alles erst.
00:36:18
Speaker
Ich habe das dann später auch alles wieder rückgängig gemacht.
00:36:20
Speaker
Du hast direkt alle gekündigt.
00:36:22
Speaker
Naja, ich habe einen Kostenapparat vom, also wir haben für, was haben wir, 2021, also für das Festival 2020, habe man vielleicht in Summe
00:36:32
Speaker
drei Millionen Kosten, wovon eine Million wahrscheinlich schon ausgegeben war und wir hatten einen Fixkostenapparat von 50.000 Euro und wir haben alles, was wir zu dem Zeitpunkt auf dem Konto haben, natürlich schon investiert in Marketing, in Booking und so weiter.
00:36:42
Speaker
Heißt, wir hatten von heute auf morgen keine Einnahmen mehr, hatten aber auch keine Reserven, weil alles ins nächste Festival schon investiert war.
00:36:48
Speaker
Heißt, wir waren quasi zu dem Zeitpunkt schon insolvent.
00:36:53
Speaker
Und dann habe ich natürlich gesagt, okay, Notbremse, ich muss jetzt die Kosten sofort auf Null fahren, habe alle Mitarbeiter gekündigt, was ich dann, glaube ich, drei, vier Wochen später wieder rückgängig gemacht habe, weil dann diese Kurzarbeit gekommen ist, wo du dann erstmal alle Lohnkosten übernommen bekommen hast.
00:37:05
Speaker
Aber das gab es ja nicht sofort.
00:37:07
Speaker
Und deswegen habe ich halt sofort erstmal gesagt, okay, ich muss jetzt erstmal die Firma vor der Insolvenz retten, also alle Mitarbeiter, tut mir leid, ihr seid jetzt gekündigt.
00:37:12
Speaker
Das haben die auch alle verstanden.
00:37:13
Speaker
Ich habe das natürlich nicht gern gemacht.
00:37:15
Speaker
Es war der schlimmste Tag in meinem Leben.
00:37:18
Speaker
Und das...
00:37:19
Speaker
Aber alle Mitarbeiter haben es verstanden.
00:37:20
Speaker
Und ich habe auch allen gesagt, sobald es hier wieder irgendwie weitergeht, dann könnt ihr alle wieder kommen.
00:37:24
Speaker
Aber ich weiß es gerade nicht, wann es weitergeht, wie es weitergeht.
00:37:28
Speaker
Ja, dann war im Prinzip...
00:37:30
Speaker
Zwei Wochen war Krisenmanagement, Beseitigung der schlimmsten Probleme, irgendwie Kosten so schnell wie möglich auf Null fahren, Büro gekündigt, Festnetzanschränkungen, also alles irgendwie versucht zu kündigen, was du irgendwie kündigen konntest, dass du halt einfach keine Fixkosten oder die Fixkosten runterkriegst.
00:37:47
Speaker
Dann habe ich das zwei Wochen lang gemacht.
00:37:49
Speaker
Dann war im Prinzip klar, okay, das dauert länger.
00:37:52
Speaker
Dann bin ich erstmal ein sehr großes Loch gefallen.
00:37:54
Speaker
Weil alles, was du dir jetzt in den letzten Jahren aufgebaut hast, ist ja quasi mit dem Arsch gerade umgehauen worden und du kannst nichts dagegen tun.
00:38:02
Speaker
In dem Loch war ich dann, glaube ich, so zwei, drei Wochen.
00:38:05
Speaker
Und dann habe ich gesagt, okay, also es war wirklich so, dass ich den ganzen Tag im Bett gelegen bin oder den ganzen Tag Playstation gezockt habe oder teilweise auch Spiele auf dem Handy runtergeladen habe, Spiele auf dem Handy gespielt habe, was ich noch nie habe.
00:38:15
Speaker
Und ich habe auch noch nie Playstation gespielt.
00:38:17
Speaker
Und dann irgendwann habe ich gesagt, okay, also halt, stopp, so kann es jetzt hier mal nicht weitergehen.
00:38:22
Speaker
Also jetzt war mal zwei, drei Wochen, okay, ganz nett, dass du mal gar nichts machen musst und den Kopf auch mal komplett ausgeschaltet hast.
00:38:26
Speaker
Aber jetzt müssen wir hier mal irgendwie wieder in die Kötte kommen.
00:38:29
Speaker
Und dann habe ich überlegt, okay, was kann ich machen, was kann ich jetzt Neues machen, was, wo ich jetzt, ich muss jetzt irgendwas machen, wo ich Geld verdienen kann, was nicht von Event abhängig ist.
00:38:41
Speaker
Da bin ich auf ganz viele Ideen gekommen, aber
00:38:46
Speaker
nichts, wo ich jetzt sage, das bringt mir was, weil alles, wo ich drauf gekommen bin, das wäre erstmal wieder damit verbunden gewesen, dass ich zwei, drei Jahre eine neue Firma aufbauen muss und erstmal zwei, drei Jahre wieder kein Geld verdienen muss.
00:38:54
Speaker
Also ich muss ja schnell Geld verdienen, weil ich will ja Open Beats irgendwie retten, dass das nicht insolvent geht.

Pivot zu InnoTrade GmbH

00:39:01
Speaker
Ja, und dann war natürlich das naheliegend, okay, dann steigen wir uns ins Corona-Business ein.
00:39:05
Speaker
Dann haben wir mit den letzten Reserven, die ich irgendwie noch auf einmal in Konten von den verschiedenen Firmen und privat zusammengekratzt habe, haben wir einen Flieger in China an Masken gekauft, der dann viel zu spät angekommen ist.
00:39:17
Speaker
Und zu dem Zeitpunkt, das war dann schon Juni 20, hat keiner mehr Masken gebraucht und wir sind auf Warenwert 100.000 Euro Masken gesessen.
00:39:24
Speaker
Da dachte ich mir, ja, ist super, jetzt habe ich die letzten Reserven auch noch verbraten.
00:39:29
Speaker
Gott sei Dank kann man jetzt sagen oder auch nicht, kam dann im Herbst die nächste Welle und dann waren die auf einmal wieder Gold wert und dann so ging es dann im Herbst 20 ging es dann erst so richtig los, dass wir wirklich in diesen Corona-Handel mit allen möglichen Produkten eingestiegen sind und
00:39:43
Speaker
durch, ich glaube, das, was wir gut können, ist für Probleme schnell Lösungen finden, was ja bei einem Festival dauern muss.
00:39:49
Speaker
Das ist kein Problem, man muss sofort eine Lösung finden.
00:39:51
Speaker
Und dazu sind wir halt sehr schnell vorangeprescht und haben, obwohl wir aus der Materie und Medizinprodukte und so weiter gar keine Ahnung haben, haben wir da sehr schnell ein Netzwerk aufgebaut und haben dann die Ware herangekommen.
00:40:00
Speaker
Ja, und konnten es dann so hinkriegen, dass wir damit Geld verdient haben, obwohl natürlich ein großer Teil dann auch wieder in Open Beats geflossen ist, um das dann überhaupt vor der Insolvenz überhaupt zu retten.
00:40:10
Speaker
Weil hätte man das nicht gemacht, wenn man das schon lange weg hätte.
00:40:12
Speaker
Es gab ja auch, glaube ich, in der Zeit, so im Sommer, auch noch letzte Hoffnung bei manchen Veranstaltern, dass man Events doch irgendwie durchführen könnte.
00:40:21
Speaker
habt ihr direkt alles zurückerstattet an Tickets, was bis dahin verkauft wurde?
00:40:28
Speaker
Oder habt ihr direkt das Festival abgesagt?
00:40:30
Speaker
Oder habt ihr gesagt, wir hoffen einfach mal, dass es... Ja, du hast natürlich am Anfang gesagt, wir hoffen mal.
00:40:36
Speaker
Das hast du auch nach außen hin so kommuniziert.
00:40:39
Speaker
Insgesamt war mir schon klar, dass das nix wird.
00:40:40
Speaker
Selbst wenn da jetzt irgendwie auf einmal im Juni geheißen wird, ja, wir können veranstalten, in vier Wochen stellst du nicht so ein Festival hin, das funktioniert einfach nicht, das kriegst du gar nicht organisiert.
00:40:47
Speaker
Es kam ja dann Gott sei Dank relativ schnell dieses Gesetzesänderung, ich weiß gar nicht mehr, wie es genau war, dass die Tickets nicht zurückgestattet werden müssen, sondern dass die quasi als Gutschein ausgestellt werden und die können dann, also im Endeffekt hat es geheißen, das Ticket, was du jetzt für 20 gekauft hast, ist gültig für das nächste Jahr.
00:41:06
Speaker
Ja, ein Jahr später waren wir genauso weit, da hat es immer noch kein Festival gegeben, hat ja dann bis 22 am Ende gedauert und das Gesetz wurde dann immer wieder und immer wieder verlängert.
00:41:14
Speaker
Hätte es das Dienstgesetz nicht gegeben, wären alle Festivalveranstalter, alle, sofort ins Element gewesen.
00:41:19
Speaker
Das ist keine Chance.
00:41:20
Speaker
Du arbeitest ja mit dem Geld.
00:41:21
Speaker
Es ist ja nicht so, dass du das Geld vereinnahmst und auf ein Konto legst und dann nicht brauchst.
00:41:25
Speaker
Also du arbeitest, du zahlst die Löhne damit, du zahlst die Künstler damit, du bezahlst das Marketing damit.
00:41:28
Speaker
Das Geld wird dir ausgegeben.
00:41:29
Speaker
Es liegt ja nicht einfach bis zum Festival auf einem Konto.
00:41:31
Speaker
Und ja, das war dann zumindest kurzfristig die Rettung.
00:41:35
Speaker
Aber während Corona ist alles viel teurer geworden.
00:41:38
Speaker
Heißt, was vor Corona das gekostet hat, hat nach Corona das Doppelte gekostet.
00:41:42
Speaker
Heißt, unsere komplette Kostenkalkulation hat nicht mehr funktioniert.
00:41:45
Speaker
Wir hätten eigentlich die Tickets für einen doppelten Preis verkaufen müssen, damit es wirtschaftlich irgendwie wieder aufgeht.
00:41:49
Speaker
Und dementsprechend mussten wir dann auch wieder Geld reinstecken, dass wir das überhaupt irgendwie finanziert bekommen, dass wir das Festival dann in der Qualität hinstellen, wie wir es denn, wie wir es von uns erwarten und wie wir es den Gästen auch präsentieren wollen.
00:42:00
Speaker
War dann dieser Exkurs, kurz, sage ich mal, mal was ganz anderes zu machen, so ein bisschen auch die berühmte Eintrittskarte jetzt zum Thema InnoTrade, also zu dem Thema Scheibenwischwasser, AdBlue, wo du gemerkt hast, ah, ist irgendwie auch mal spannend, so was ganz anderes jetzt noch mitzuhaben, so ein bisschen als Backup.
00:42:19
Speaker
Genau, ich habe ja das, also die Corona-Produkte, Handel mit Corona-Produkten habe ich ja nicht unter dem Mantel Open Beats gemacht, weil kein Klinikum oder kein Universitätsklinikum oder kein Altenheim dieser Welt kauft von einem Festival Masken.
00:42:33
Speaker
Also, kann ich mir das nicht vorstellen.
00:42:36
Speaker
Das haben wir unter dem Mantel Spectro GmbH gemacht.
00:42:38
Speaker
Das ist die Arbeitsschutzfirma von meinem Schwager.
00:42:41
Speaker
Und unter dem Mantel habe ich das gemacht.
00:42:42
Speaker
Also, ich habe dann quasi in dieser Firma als Selbstständiger gearbeitet und habe das mit denen zusammen gemacht.
00:42:48
Speaker
Und genau daraus ist dann auch die InnoTrade GmbH entstanden.
00:42:52
Speaker
Wir haben nach Corona, als es dann irgendwann mal Gott sei Dank vorbei war, haben wir gesagt, ja, eigentlich haben wir sehr gut zusammengearbeitet.
00:42:58
Speaker
Eigentlich macht Handel ja ganz viel Spaß.
00:42:59
Speaker
Lass uns doch mal da irgendwie was weitermachen.
00:43:02
Speaker
Die Idee, dass wir was weitermachen wollen und dass wir im Handel was machen wollen, war auch relativ schnell da.
00:43:06
Speaker
Wir wussten nur noch nicht, was wir hatten.
00:43:08
Speaker
Und dann war es auch wieder zufällig so,
00:43:10
Speaker
macht er auch so, dass mein Vater auf mich zugekommen ist und gesagt hat, er kriegt an der Tankstelle kein AdBlue mehr und er muss jetzt AdBlue tanken, sonst kann er nicht mehr fahren.
00:43:16
Speaker
Da habe ich gesagt, wie, du kriegst kein AdBlue mehr.
00:43:18
Speaker
Da habe ich mich kurz damit beschäftigt und dann festgestellt, es gibt wirklich in ganz Deutschland eine AdBlue-Knappheit, du kriegst kein AdBlue mehr.
00:43:23
Speaker
Und wenn du es herkriegst, dann zu utopischen Preisen.
00:43:25
Speaker
Und auf dem Haltstopper.
00:43:26
Speaker
Die Situation kenne ich aus den letzten Jahren.
00:43:28
Speaker
Masken, Schnelltests waren am Anfang super knapp und super teuer.
00:43:32
Speaker
Und dann haben wir uns dann näher mit beschäftigt und wir haben es hinbekommen,
00:43:37
Speaker
AdBlue zu vernünftigen Preisen eingekauft zu bekommen und haben sofort in großen Mengen weiterverkaufen können, wo wir dachten, das kann doch gar nicht sein.
00:43:44
Speaker
Wenn wir das jetzt hinkriegen, es muss doch auf dem Markt irgendwie andere Player geben, dann können wir uns mit dem Markt mal ein bisschen näher beschäftigen und dieser Markt ist nicht gut besetzt gewesen, zumindest vor ein paar Jahren.
00:43:53
Speaker
Also da gab es einfach eine Lücke und in die Lücke sind wir rein.
00:43:58
Speaker
haben die Firma gegründet und haben erstmal nur Handel betrieben.
00:44:00
Speaker
Mittlerweile, das gibt es jetzt seit 2022, seitdem haben wir die Firma auch weiterentwickelt und mittlerweile produzieren wir auch selbst.
00:44:08
Speaker
Seit knapp einem Jahr haben wir eine eigene Produktionsstelle, produzieren selbst, bauen jetzt auch neu und werden da nochmal eine deutlich größere Produktion hinstellen.
00:44:15
Speaker
Aber ja, das hat sich, also ich sage immer, alles Schlechte hat am Ende auch irgendwie was Gutes.
00:44:20
Speaker
Natürlich war Corona erstmal schlecht, aber es hat sich dann während Corona auch was Gutes draus entwickelt und jetzt langfristig hat sich was Gutes draus entwickelt.
00:44:25
Speaker
Nämlich ich habe eine Firma mit fünf anderen Gesellschaften, die nichts mit OpenBeats zu tun haben, mit denen ich auch super zusammenarbeiten kann und habe einfach was, was losgelöst von der Eventbranche ist, was natürlich super viel nachhaltiger und viel sicherer ist als die Eventbranche.
00:44:37
Speaker
Die Eventbranche ist alles andere als sicher.
00:44:39
Speaker
Würdest du dann eher sagen, so ein bisschen jetzt, wo liegt so der Fokus, wenn du so deine Prozentpunkte verteilen müsstest?

Festival-Erholung nach der Pandemie

00:44:50
Speaker
Ja.
00:44:52
Speaker
Mein Fokus liegt bei OpenBeats, weil bei Endotrade bin ich auch nur Gesellschafter und Prokurist, aber ich bin jetzt kein Geschäftsführer und ich arbeite auch nicht im Alltagsgeschäft mit.
00:44:59
Speaker
Also ich bringe mich da immer in vielen Themen mit ein, aber ich arbeite da jetzt nicht im Alltagsgeschäft mit.
00:45:05
Speaker
Ich habe nichts mit Mitarbeitern zu tun.
00:45:07
Speaker
Ich arbeite nicht in der Produktion irgendwie.
00:45:09
Speaker
Also ich bin, meine Zeit geht zu 80 Prozent in OpenBeats und zu 10 Prozent in Endotrade und zu 10 Prozent in andere.
00:45:16
Speaker
Neben Business, die es noch gibt.
00:45:21
Speaker
Wie seid ihr denn zurückgekommen 2022, als ihr dann das Festival wieder machen konntet?
00:45:27
Speaker
Hat man irgendwie eine Verhaltenheit gemerkt?
00:45:31
Speaker
Hast du das wahrgenommen?
00:45:33
Speaker
Also diesen ganz großen Hype, wo ich gedacht habe,
00:45:36
Speaker
sobald es klar ist, dass man wieder veranstalten kann, rennen dir die Gäste die Bude ein.
00:45:40
Speaker
Das war nicht so.
00:45:42
Speaker
Also es war vielleicht die ersten drei, vier Tage, war so ein bisschen Euphorie, aber dass du jetzt irgendwie mal schon 10.000 Tickets auf einmal verkauft hast und quasi ausverkaufst, weil die Leute alle wieder Bock haben rauszugehen, das war nicht so.
00:45:50
Speaker
Was wahrscheinlich damit zu tun hat, dass halt alles wieder auf einmal machbar war und du kannst ja auch nicht auf allen Nochzeiten gleichzeitig tanzen.
00:45:58
Speaker
Nee, Verhalten war es nicht.
00:45:59
Speaker
Es war für uns halt vor allem schwer in so kurzer Zeit, also dass wir wirklich, also wir haben im März 22 kamen wir
00:46:07
Speaker
behauptet, wir veranstalten, ohne dass die Politik gesagt hat, ihr dürft im Juni oder im Juli wieder veranstalten.
00:46:14
Speaker
Das war zu dem Zeitpunkt noch nicht sicher.
00:46:15
Speaker
Aber wir haben gesagt, wir müssen jetzt anfangen, müssen planen, als wenn es sicher wäre, dass wir im Juli veranstalten dürfen.
00:46:20
Speaker
Weil wenn wir warten, bis die Regierung sagt, wir dürfen, dann ist es zu spät.
00:46:24
Speaker
Weil das war nämlich dann Ende Mai oder Anfang Juni.
00:46:27
Speaker
Das heißt, wir hätten in fünf Wochen ein Festival hinstellen müssen.
00:46:29
Speaker
Das kannst du vergessen, das funktioniert nicht.
00:46:31
Speaker
Und deswegen haben wir auf gut Glück im März schon so geplant und so getan, als ob, dass wir dann, wenn es soweit ist, in der Hoffnung, dass es soweit ist, am Start sind.
00:46:38
Speaker
Und auch das ging nur, weil wir natürlich während Corona dann anderweitig Geld verdient haben, was wir darüber verlagern konnten und das Ganze überhaupt erst mal vorfinanzieren konnten.
00:46:46
Speaker
Weil es waren ja alle Mitarbeiter bei dir da, die musstest du dir bezahlen, du musstest wieder Geld für Marketing ausgeben, Booking, die Künstler wollen natürlich sofort alle ihr Geld haben und so weiter.
00:46:53
Speaker
Dienstleister wollen natürlich Anzahlungen haben, also du musstest
00:46:55
Speaker
Du kannst nicht sagen, ich fange jetzt mal an zu arbeiten, sondern du musst dir auch sagen, okay, ich fange jetzt an zu arbeiten und das kostet ja auch gleich wieder Geld.
00:47:00
Speaker
Heißt, du musst dir da schnell mal irgendwie sechsstellig, wenn nicht sogar siebenstellig, einen Puffer haben, um überhaupt anfangen zu können.
00:47:06
Speaker
Thema Booking, was kostet so ein, ja, wir können ja jetzt keine Namen nennen, aber was kostet so ein Top-Tier-Künstler, ein guter Künstler, Künstlerin, die oder der Publikum zieht?

Kosten für Künstlerbuchungen

00:47:23
Speaker
Also ich darf tatsächlich jetzt nicht sagen, Künstler XY kostet diese Gage.
00:47:27
Speaker
Das ist vertraglich natürlich so geregelt, dass du das nicht sagen darfst.
00:47:31
Speaker
Unser teuerster Act, den wir jemals gebooft haben, hat 250.000 Euro gekostet.
00:47:37
Speaker
Und der teuerste Act dieses Jahr kostet wieder 250.000 Euro.
00:47:40
Speaker
Kurze Frage, aber was beinhaltet das?
00:47:43
Speaker
Also ist da irgendwie...
00:47:46
Speaker
Also machen die da nur das Set und gehen dann wieder?
00:47:49
Speaker
Oder stehen die da noch für Autogrammstunde zur Verfügung?
00:47:52
Speaker
Oder...
00:47:54
Speaker
Es beinhaltet vor allem den Namen des Acts und dass du mit dem Act werben kannst.
00:47:57
Speaker
Das ist der Wert, warum du das Geld zahlst.
00:48:00
Speaker
Das, was der Act jetzt auf der Bühne macht, das technische Auflegen, das bringe ich dir eine halbe Stunde bei.
00:48:06
Speaker
Die meisten machen nämlich gar nichts, gerade die ganz Großen machen gar nichts, die drücken nur auf Play, ist alles vorgefertigt.
00:48:13
Speaker
Ist leider wirklich so.
00:48:16
Speaker
Die Leistung ist, du bezahlst für das Marketing, du bezahlst für den Namen, du bezahlst dafür, dass du damit werben kannst.
00:48:23
Speaker
Und
00:48:25
Speaker
im Endeffekt für eine Stunde auftritt,
00:48:27
Speaker
Anreisestunde, Auftritt, 30 Minuten vorher vielleicht da sein, 30 Minuten danach vielleicht nur irgendwie hier, Foto da, Interview da und wieder Abfahrt.
00:48:36
Speaker
Bringen die aber selbst was on top mit ein?
00:48:39
Speaker
Bewerben die zum Beispiel selbst das Festival?
00:48:41
Speaker
Bucht man sowas?
00:48:42
Speaker
Sehr ungern und auch nur, wenn du sehr in der Gestand nachfragst.
00:48:45
Speaker
Freiwillig machen es die wenigsten.
00:48:47
Speaker
Also das kann man nicht vertraglich mitbuchen.
00:48:48
Speaker
Du kannst es vertraglich schon verhandeln, aber das lassen die sich dann auch bezahlen, wenn du es am Anfang verhandelt bist.
00:48:58
Speaker
Ich rede immer von den ganz großen.
00:49:00
Speaker
Natürlich jetzt von kleineren Ex, gerade lokalen Ex, wo du auch irgendwie einen persönlichen Bezug dazu hast, da ist was anderes.
00:49:04
Speaker
Aber ich rede jetzt von den internationalen, teuren Headlinern.
00:49:07
Speaker
Was passiert denn dann, wenn jemand mal so krank ist oder so?
00:49:12
Speaker
Dann kriegt der ja die Kohle, schätze ich mal, oder?
00:49:15
Speaker
Genau, also wenn ein Künstler nicht kommen kann, weil es sein Verschulden ist, egal ob der jetzt, also wenn er jetzt krank ist, ist es trotzdem sein Verschulden.
00:49:21
Speaker
Wenn es nicht unser Verschulden ist, sag es mal so, dann kriegen wir das Geld zurück und müssen halt einen kurzfristigen Ersatz besorgen.
00:49:30
Speaker
Ja, schon krass.
00:49:32
Speaker
Also, wenn man sich so ein bisschen die ganzen Artists angeschaut hat über die Jahre, dann hattet ihr ja, sage ich mal, auch schon ein bisschen, ja, sag mal, berühmtere in der Branche, zumindest die 2016, 2015 schon da waren.
00:49:47
Speaker
Ich glaube, Fritz Kalkbrenner war, glaube ich, schon relativ früh dabei, der da dabei war.
00:49:52
Speaker
Und jetzt, glaube ich, dieses Jahr, ich glaube, Komnetz-Hiago, Mia Julia oder auch jetzt, glaube ich, das...
00:50:00
Speaker
der Techno-Name von Felix Lobrecht, Esl447 oder so, ist ja dann irgendwie schon auch, du hast ja gesagt Open Beats, auch irgendwie teilweise ein Kompromiss, weil Mia Julia zum Beispiel, die würde ich einfach nur einen Ballermann zuordnen und jetzt nicht zu so einem Festival wie Open Beats.
00:50:20
Speaker
Sie hat glaube ich ein, zwei so, sage ich mal, Beat Tracks, aber ich glaube, Fokus ist bei ihr doch schon Ballermann.
00:50:27
Speaker
Ist es dann so ein bisschen ein Kompromiss auch, den ihr da eingeht?
00:50:29
Speaker
Zwecks, Reichweite, Name.
00:50:32
Speaker
Nee, das ist einfach, dass wir offen sind für alle Genres und ich meine, ich würde jetzt nicht sagen, dass ich Malle-Fan bin oder dass ich diese Musik jeden Tag höre, trotzdem war ich schon am Ballermann und war schon im Bierkönig und war schon im Megapark und fand es auch witzig.
00:50:43
Speaker
Also das ist jetzt nichts, was ich mir jeden Tag anhöre und das ist auch nichts, wo ich sage, da gehe ich jetzt jede Woche in den Schlagerclub oder so, aber es ist ganz witzig und wir haben ja, Julia, jetzt zum dritten Jahr in Folge, ja,
00:50:53
Speaker
Das macht man nicht, weil es scheiße war.
00:50:55
Speaker
Natürlich hast du die, und wir haben es jetzt erst neulich wieder announced, du hast natürlich die Hate-Kommentare darunter.
00:51:01
Speaker
Ja gut, das ist auch Reichweite.
00:51:03
Speaker
Und am Ende vor Ort war es geil.
00:51:05
Speaker
Und bei OpenBits haben wir in Summe nächstes Jahr elf Bühnen auf dem Enfield, davon sieben eigene, offizielle und noch weitere Bühnen von verschiedenen Brandpartnern.
00:51:14
Speaker
Ja, du hast zehn andere Bühnen, wo du hingehen kannst, wenn es dir nicht gefällt.
00:51:17
Speaker
Und wir sind ja so breit aufgestellt.
00:51:19
Speaker
Open Beats ist kein EDM-Festival, Open Beats ist kein Techno-Festival.
00:51:23
Speaker
Open Beats ist ein Festival, das offene ist für fast alle Genres, mit Fokus elektronischer Musik.
00:51:30
Speaker
Wir haben jetzt keinen Hip-Hop bei uns, wir haben auch keinen Rock oder Heavy Metal bei uns, aber wir haben im elektronischen Musikbereich alle Genres.
00:51:36
Speaker
Auf der Mainstage ist typischer Big Room EDM, aber auch sehr deutsch-Ecklastig und auch ein bisschen Party, ein bisschen Malle mit rein und aber auch jetzt mit Chiaro so ein bisschen in diesen...
00:51:49
Speaker
Hip-Hop elektronisch angehauchten Vibe wieder mit rein.
00:51:52
Speaker
Also das ist ja auch schon wieder ein komplett anderes Genre.
00:51:55
Speaker
Passt aber da auch irgendwie hin, weil es halt einfach mal was anderes ist.
00:51:58
Speaker
Und ich meine, wenn es um 14 Uhr losgeht bis 2 Uhr nachts, 12 Stunden lang, wenn 12 Stunden lang dieselbe Musik läuft, ist es ja auch irgendwie langweilig.
00:52:06
Speaker
Wir machen da bewusst halt einfach mal was anderes rein, dass halt einfach mal ein anderer Vibe herrscht.
00:52:11
Speaker
Und denen, denen es nicht gefällt, die haben neun andere Hühnen, wo sie hingehen können, wo dann wieder eine andere Musik läuft.
00:52:16
Speaker
Und
00:52:16
Speaker
Ja, so ist man einfach super, super viel fertig.
00:52:20
Speaker
Was ist denn so, die Frage, gebe ich schon noch allen, die jetzt zuhören, was war denn bis jetzt so der überraschend angenehmste Gast, wo du sagst, boah, im Vorfeld hast du schon, I don't know, das ein oder andere Gerücht gehört und jetzt in Person und mit dem Auftritt mega positiv überrascht, mega überzeugt.
00:52:39
Speaker
Gast oder Künstler?
00:52:42
Speaker
Künstler, meinst du?
00:52:44
Speaker
Du hast gerade Gast gesagt, deswegen war ich
00:52:46
Speaker
Ja, Gast, also Küste auf Moobi.
00:52:48
Speaker
Nächstes Jahr, wenn Fabian Hörst kommt, es wird unangenehm.
00:52:52
Speaker
Ja, genau.
00:52:55
Speaker
Also überraschend, ich lasse jetzt mal alle Acts, die ich irgendwie persönlich kenne, jetzt gerade so die ganzen deutschen Acts, keine Ahnung, Lischuk, Noël Holler, Fabian Farrell und wie sie alle heißen, die lasse ich jetzt mal außen vor.
00:53:06
Speaker
Ich nehme jetzt mal bewusst die internationaleren Namen, die kennen mich nicht, ich kenne die nicht.
00:53:12
Speaker
Also ich kenne die schon als Künstler, aber nicht als Person.
00:53:16
Speaker
Also wer super sympathisch ist und war, war Don Diablo.
00:53:21
Speaker
aber war jetzt nicht so, dass ich es erwartet hätte, dass er unsympathisch ist.
00:53:24
Speaker
Er war sympathisch, das wäre mir eher so aufgefallen.
00:53:27
Speaker
Aber ich erwarte, also ich könnte dir jetzt, glaube ich, viel mehr Beispiel nennen von Acts, wo ich mir dachte vor Ort, mein Gott, wie arrogant kann man sein und wie asozial kann man sich verhalten.
00:53:35
Speaker
Da gibt es sehr viele Acts davon.
00:53:38
Speaker
Da gibt es auch einige, die wir einfach auch nicht mehr buchen, weil man denkt, also komm mal, irgendwo ist es mal Feierabend, so wie du dich hier verhältst und auch teilweise Mitarbeiter, wie du mit denen umgehst vor Ort, ist nicht, du spielst bei uns nicht mehr.
00:53:52
Speaker
Auch wenn dann der Act, sage ich mal, gezogen hat für das Jahr, wo man sagt, boah, eigentlich war ein gutes Zupferd und so wie die Zuschauer den Act wahrgenommen haben, richtig positives Feedback, aber aufgrund des Verhaltens auch ein bisschen vielleicht Art
00:54:08
Speaker
weil deine Mitarbeitende ja auch auf dich raufschauen, sondern was macht denn jetzt eigentlich der Flo mit sowas?
00:54:13
Speaker
Lässt er das durchgehen oder ist das dann auch was für einen Hinterkopf?
00:54:16
Speaker
Das war eine Szene, das war ein Headliner, das war auch einer der teuersten Acts, die wir jemals hatten.
00:54:20
Speaker
Da hat der Tourmanager auf der Bühne, während der Hack gespielt hat, ich sage jetzt den Namen nicht, eine Mitarbeiterin von mir an den Haaren von der Bühne runtergezogen.
00:54:30
Speaker
Und dann habe ich auch gesagt, es stand nicht daneben, ich habe es dann nur mitgekommen und habe mir eine Videoaufnahme angeschaut, habe mir den natürlich dann danach geschnappt, habe ihn erst mal rausgeschmissen.
00:54:41
Speaker
Den werde ich nicht mehr buchen.
00:54:43
Speaker
Punkt.
00:54:43
Speaker
Also zumindest nicht, solange derjenige, der Tourmanager von ihm ist.
00:54:46
Speaker
weil der Eck an sich konnte jetzt in dem Fall nichts dafür, aber die Tourmanager sind meistens die, die sich noch viel mehr aufführen, weil die haben wahrscheinlich alle zu Hause nichts zu melden und können da immer den großen Macker raushängen lassen und können dem Festival sagen, was wir jetzt zu tun haben.
00:54:58
Speaker
Aber sowas, da spiele ich grundsätzlich mit.
00:55:00
Speaker
Also da habe ich mir mit den letzten Jahren echt ein hartes Fell angeeignet, wenn da einer meint, er muss daherkommen, muss den großen Macker und den Boss raushängen lassen, den hole ich erstmal runter.
00:55:08
Speaker
Und das sind auch alle, wir haben ja auch viele Mädels im Artist Backhandling gerade und die, das ist halt oft das Problem, dass die,
00:55:16
Speaker
nicht respektiert werden.
00:55:17
Speaker
Und da fahre ich halt gleich rein.
00:55:19
Speaker
Also ich will das sofort wissen und den schmeiße ich sofort raus.
00:55:22
Speaker
Ich habe letztes Jahr auch wieder eine Szene, wo eine andere Mitarbeiterin von mir auch wieder der Toolmanager von der Bühne runtergeschmissen hat, zwar nicht an den Haaren gezogen, aber trotzdem handgreiflich geworden ist und sowas, denkst du.
00:55:32
Speaker
Leute, was glaubt ihr eigentlich, wo ihr seid?
00:55:34
Speaker
Ihr seid bei uns auf dem Festival.
00:55:35
Speaker
Ihr kriegt da Kohle dafür, dass ihr euren Job hier macht und ihr gebt nicht unsere Mitarbeiter an.
00:55:39
Speaker
Punkt.
00:55:41
Speaker
Sowas hast du leider.
00:55:41
Speaker
Das gehört leider dazu.
00:55:44
Speaker
Ja, schade, dass sowas nicht namentlich öffentlich gemacht werden kann.
00:55:49
Speaker
Das darf ich jetzt an der Stelle wirklich nicht sagen, weil das... Ja, ja, ich weiß.
00:55:53
Speaker
Es ist halt schon irgendwie schwierig, dass es in der Entertainment-Branche einfach sagen, alles ist irgendwie gang und gäbe und keiner spricht drüber.
00:56:07
Speaker
Über die Person.
00:56:09
Speaker
Oder es braucht dann erstmal eine Netflix-Doku oder sowas.
00:56:14
Speaker
Kann ich jetzt wirklich nicht nachhören.
00:56:15
Speaker
Nee, nee, ist ja auch gar nicht die Erwartung.
00:56:17
Speaker
Nee, nee, gar nicht.
00:56:18
Speaker
Nur Side-Note an der Stelle.
00:56:21
Speaker
Vielleicht hört ja jemand zu, der sich mal ein bisschen besser mitnehmen kann.
00:56:23
Speaker
Wie...
00:56:28
Speaker
Wie würdest du jetzt sagen, du hast ja jetzt ein paar Jährchen mitgemacht, wie steht es, weil es sind, ihr seid noch da, es sind aber auch einige über die Wupper gegangen, wie steht es um die Festival-Szene?

Innovative Erlebnisse statt große Namen

00:56:42
Speaker
Und wie sehen die nächsten Jahre aus?
00:56:46
Speaker
Also um die Festival-Szene würde ich sagen, gut und schlecht.
00:56:52
Speaker
Gut für all diejenigen, die innovativ sind, die neue Sachen machen, die sich weiterentwickeln.
00:56:58
Speaker
Ich würde behaupten, da gehören wir dazu, weil wir jedes Jahr was Neues machen, sei es eine neue Bühne oder sei es uns nochmal im Genre erweitern oder auch mal Acts machen, die jetzt nicht typischerweise die letzten Jahre bei uns gespielt haben, uns im Marketing vielfältig bewegen oder gestalterisch vor Ort mehr machen und so weiter und so fort.
00:57:12
Speaker
Ich glaube, um die Festivals, die sich weiterentwickeln, steht es gut.
00:57:15
Speaker
Um die Festivals, die halt seit Jahren Copy-Paste machen und nicht an der jungen Zielgruppe dran sind, sondern einfach immer noch das Gleiche machen wie vor 10, 15 Jahren,
00:57:27
Speaker
kann ich mir nicht vorstellen, dass das noch lange gut geht.
00:57:30
Speaker
Und da gibt es ja auch schon Beispiele, wo es zu Ende geht.
00:57:33
Speaker
Ich habe mal, ist jetzt nicht die Top-Referenz, was Festivals angeht, du wirst bestimmt mit den Augen rollen, aber Tarek Müller hat mal gesagt, von About You, das Erlebnis ist eigentlich, zieht mittlerweile mehr als das Line-Up.
00:57:49
Speaker
Ja, das ist auch so.
00:57:51
Speaker
Ja, ist ja auch genau das, was wir versuchen zu verkörpern und was wir machen.
00:57:54
Speaker
Also wir machen so viele Sachen, die vor 10, 15 Jahren nichts auf einem Festival zu tun gehabt hätten.
00:58:03
Speaker
Beispiel, wir haben den High-Sof-Ballon, du kannst bei uns High-Sof-Ballon fahren, du kannst Riesenrad fahren, kannst Helikopter fliegen, du hast ein Badeweier, wir haben den Edeka-Supermarkt, wir haben den Biergarten auf dem Campingplatz, wir haben eine Fun-Area, wo man verschiedene Workshops machen kann, wir haben Fitnessgeräte,
00:58:19
Speaker
Wir haben eine Spira-Area, Looping Louis, was weiß ich nicht alles für verschiedene Fun-Aktivitäten.
00:58:26
Speaker
Wir haben eine Kirche, wo du heiraten kannst, wo du beichten kannst.
00:58:30
Speaker
Das war jetzt nur die Sache auf dem Campingplatz.
00:58:32
Speaker
Auf dem Infield gibt es sauviele verschiedene Bühnen.
00:58:35
Speaker
Wir haben Lunaria, das ist eine Area, wo du einfach mal runterkommen kannst, wo du Kopfhörer aufsetzen kannst, wo du meditieren kannst.
00:58:40
Speaker
Also ich könnte jetzt, glaube ich, eine halbe Stunde über unsere Seitaktivitäten sprechen, die wir machen, die eigentlich gar nichts mit einem Festival zu tun haben.
00:58:46
Speaker
Aber genau das ist es, was unsere Meinung auch zumindest das ausmacht, wo du dich weiterentwickeln musst und eben dich auch lösen musst von den größten Namen und von dem Line-Up, weil die kosten sehr viel Geld.
00:58:57
Speaker
Die lassen sich das auch jedes Jahr bezahlen.
00:59:00
Speaker
Die werden auch nicht günstiger, egal ob sie noch so relevant sind oder nicht.
00:59:04
Speaker
Die denken immer noch, dass sie die relevantesten sind.
00:59:06
Speaker
Und deswegen würde ich die Aussage eins zu eins unterschreiben.
00:59:09
Speaker
Ja, gut.
00:59:11
Speaker
Wie viele Menschen haben wir auf dem Open Beat Festival schon geheiratet?
00:59:15
Speaker
Gibt es eine Statistik?
00:59:17
Speaker
Letztes Jahr eine Person, das war letztes Jahr das erste Mal, dass wir es gemacht haben.
00:59:20
Speaker
Und die Idee ist entstanden vor zwei oder drei Jahren.
00:59:22
Speaker
Da hat unser Fotograf, der bei uns das Mediateam geleitet hat, am selben Tag noch eine Hochzeit fotografieren müssen.
00:59:30
Speaker
Und das koordiniert er auf jeden Fall.
00:59:32
Speaker
Hat das Brautpaar danach mitgemacht und hat Bilder bei uns und Videos bei uns mit denen auf dem Gelände gemacht.
00:59:36
Speaker
Und dann habe ich gesagt, hey, lass uns mal, lässt der wirklich eine Hochzeit bei uns machen.
00:59:38
Speaker
Und so ist die Endation.
00:59:39
Speaker
Also ein paar bis jetzt.
00:59:42
Speaker
Kommt denn auch ein Pfarrer?
00:59:43
Speaker
Also wenn man dann noch beichten kann?
00:59:45
Speaker
Wir sind Pfarrer dann.
00:59:46
Speaker
Wir machen das zusammen mit der Evangelischen Kirche.
00:59:50
Speaker
Und wir treuen die komplette Area.
00:59:52
Speaker
Du kannst da hingehen, irgendwie Seelsorge, wenn du einfach nur besprechen möchtest.
00:59:56
Speaker
Du kannst da hingehen, wenn du beichten möchtest.
00:59:58
Speaker
Du kannst da alles möglich machen.
00:59:59
Speaker
Muss man einfach mal sich ein bisschen inspirieren lassen.
01:00:04
Speaker
Apropos, ich nenne Fabi die ganze Zeit Fabian Hörst, der heißt ja mittlerweile Kramer.
01:00:08
Speaker
Ist für mich auch noch ungewohnt, sorry Fabi.
01:00:11
Speaker
Ist kein Problem, Jascha Kampo.
01:00:15
Speaker
Alles klar.
01:00:15
Speaker
Gut, aber wir wollen noch ganz kurz ein paar private Themen abklopfen.
01:00:19
Speaker
Private Themen?
01:00:21
Speaker
Ja, ja, ja.
01:00:23
Speaker
Also einmal, was mich am meisten interessiert, feierst du, kannst du das Festival genießen in irgendeiner Form?
01:00:29
Speaker
Selbst?
01:00:29
Speaker
Äh, ja.
01:00:30
Speaker
Ja.
01:00:33
Speaker
Wenn alles läuft.
01:00:36
Speaker
Wenn du deine Tourmanager rausschmeißen musst.
01:00:38
Speaker
Ja gut, das sind Sachen, die sind für mich in zehn Minuten erledigt.
01:00:42
Speaker
Ich gehe da hin und sage ihm, du fliegst jetzt und hol mir im Zweifel noch eine Security, dann ist das Thema für mich abgehakt.
01:00:49
Speaker
Wenn das Wetter nicht mitspielt, das sind natürlich Sachen, die habe ich dann nicht unter Kontrolle.
01:00:54
Speaker
Wir hatten sie schon unter Kontrolle und vor allem mein Team hatte es unter Kontrolle, aber ich tue mir dann so schwer...
01:01:00
Speaker
da wirklich darauf zu vertrauen, dass die das machen, ohne dass ich die alle halbe Stunde mich darüber über den Status informiere, wie stehen wir hier, ist da Pfütze beseitigt, ist da die Einfahrt wieder offen, ist das Infield offen, können die Leute reinlaufen, haben wir ein Problem vor den Bühnen und so, da mache ich mich dann sehr gerne sehr verrückt, obwohl ich weiß, dass ich Leute habe, die sich darum kümmern und das auch können, da tue ich mir so ein bisschen schwer, aber ansonsten, wenn jetzt Normalbetrieb ist, heißt Normalbetrieb heißt eigentlich nur, wenn es nicht jetzt irgendwie wie aus Eimern regnet, drei Tage am Stück, dann ist Normalbetrieb und dann bin ich in der Regel auch entspannt.
01:01:29
Speaker
Ich habe auch
01:01:30
Speaker
Per se ist keine fixe Aufgabe während dem Festival.
01:01:32
Speaker
Ich habe für jeden Bereich meine Bereichsleiter, die wissen alle Bescheid und in der Regel entscheiden die auch für alle Bereiche selbst.
01:01:39
Speaker
Da kommt natürlich dann mal irgendwas zu mir, wenn es nichts gravierendes ist.
01:01:42
Speaker
Ansonsten lasse ich mich einfach treiben über das Gelände und spreche mit verschiedensten Leuten.
01:01:47
Speaker
Ja, ist eigentlich entspannt, weil ich keinen festen Job habe.
01:01:50
Speaker
Aber natürlich, ich habe auch keinen Funk.
01:01:52
Speaker
Also ich tue bewusst den Funk weg während dem Festival, weil dann sind die Leute hier dazu gehalten, selber Lösungen zu finden und rufen nur im schlimmsten Fall an.
01:02:00
Speaker
Aber ja.
01:02:01
Speaker
Aber trifft man dich dann auch vor der Bühne mal?
01:02:08
Speaker
Ja.
01:02:08
Speaker
Schon.
01:02:08
Speaker
War das so, weil du hast das ja wahrscheinlich auch irgendwie aus einer Leidenschaft gemacht.
01:02:12
Speaker
Das ist schon wahrscheinlich ein gutes Gefühl, einfach auf dem eigenen Festival vor einer Bühne zu stehen und zu feiern.
01:02:20
Speaker
Ja, also ich sage mal so, die Leidenschaft gerade zur Musik und gerade zu dieser DJ-Szene, die ist die letzten Jahre schon ein bisschen abgefallen, so ein bisschen würde ich sagen, weil ich halt einfach auch die negative Seite kenne und weil ich halt weiß, dass es in der Branche nur um Geld geht.
01:02:36
Speaker
Den Künstlern geht es nur um Geld.
01:02:37
Speaker
Ein bisschen meet your hero, ne?
01:02:40
Speaker
Ja, das ist ein bisschen weg, aber trotzdem, wenn du natürlich dann da reinstehst, es funktioniert alles, es ist eine geile Show, die Leute haben Spaß und...
01:02:47
Speaker
Klar, dann ist es natürlich schon gar nicht gut.
01:02:48
Speaker
Das ist doch ein bisschen, wenn man daheim so eine Hausparty schmeißt, oder?
01:02:51
Speaker
Wenn dann der Erste anfängt, irgendwie ins Schlafzimmer der Eltern zu kotzen, dann geht da die Stimmung auch ein bisschen Bach hier runter.
01:03:02
Speaker
Ja, das Problem hatte ich Gott sei Dank noch nicht, dass jemand ins Schlafzimmer der Eltern gekotzt hat, aber ja.
01:03:08
Speaker
Der geilste Moment ist, wenn du so mit dem Aufbau grob fertig bist zum Donnerstag, also Freitag geht das Festival los, am Donnerstag ist dann halt immer so, überall wird halt noch gewerkelt und überall sind wir hier in der Bar noch ein bisschen, da noch ein bisschen, da noch ein bisschen, aber irgendwann ist dann der Soundcheck und die Musik von der Mainstage geht an.
01:03:22
Speaker
Und dann ist so der Moment, okay, jetzt läuft's.
01:03:25
Speaker
Wenn mal die Musik läuft, dann der Rest wird dann schon.
01:03:28
Speaker
Ist auch unser Spruch, wird schon.
01:03:30
Speaker
Am Ende wird's schon irgendwie werden.
01:03:33
Speaker
Ich finde das fast ein gutes Schlusswort.
01:03:36
Speaker
Virtual.
01:03:37
Speaker
Oder Fabi?
01:03:38
Speaker
Virtual.
01:03:39
Speaker
Ich finde Virtual super.
01:03:41
Speaker
Das fasst gut zusammen.
01:03:44
Speaker
Aber was du vielleicht noch, eigentlich fragen wir immer nach einem Ausgleich.
01:03:48
Speaker
Gibt es irgendeine Art von Ausgleich noch?
01:03:50
Speaker
Sport, Lesen, irgendwelche
01:03:53
Speaker
Zocken.
01:03:54
Speaker
Anderen Aktivitäten.
01:03:55
Speaker
Also lesen würde ich jetzt da nicht zu meinen Favoriten zählen.
01:04:00
Speaker
Was ich tatsächlich, das ist noch so ein Corona-Überbleibsel, ist tatsächlich zocken.
01:04:04
Speaker
Die Playstation hat sich seit Corona nicht verabschiedet aus meinem Leben.
01:04:06
Speaker
Was wird so gezockt?
01:04:10
Speaker
Ich spiele tatsächlich seit Corona nur Call of Duty Wars.
01:04:13
Speaker
Also jetzt nicht so, dass ich das jetzt jeden Tag irgendwie zehn Stunden suchte, aber so in die Woche schon so drei Mal am Abend mal nach Feierabend, wenn der Laptop weg ist, dann gehe ich da einfach rein und zocke ein bisschen.
01:04:23
Speaker
Sport würde ich sozusagen, ja.
01:04:25
Speaker
Ich mache tatsächlich jeden Morgen, bevor ich irgendwie arbeiten anfange, eigentlich so direkt nach dem Aufstehen, also 15, 20 Minuten ein bisschen Workout.
01:04:31
Speaker
Einfach, dass du mir überhaupt irgendwas gemacht hast, weil dann sitze ich wieder den ganzen Tag im Wirr und habe mich keinen Meter bewegt.
01:04:35
Speaker
Ich versuche auch aktiv beim Telefonieren immer rumzulaufen.
01:04:37
Speaker
Dann laufe ich immer bei mir im Büro und in der Halle herum, dass ich wenigstens ein paar Schritte gesammelt habe.
01:04:40
Speaker
Oder gehe mal raus in den Garten oder laufe auf der Straße ein bisschen rum.
01:04:44
Speaker
Und ansonsten mache ich auch dreimal die Woche noch Sport.
01:04:47
Speaker
Am Abend noch ein bisschen.
01:04:48
Speaker
Das gehört, glaube ich, schon ein bisschen dazu.
01:04:50
Speaker
Das musst du ja auch ein bisschen machen.

Stressbewältigung und Balance

01:04:52
Speaker
Und ansonsten, wenn ich im Urlaub bin, was?
01:04:56
Speaker
Und wenn es nur drei, vier Tage sind, versuche ich da, das Handy einfach wegzulassen.
01:04:59
Speaker
funktioniert mal mehr, mal weniger.
01:05:02
Speaker
Aber ich habe es jetzt so im Mittelweg gefunden, wenn es nicht funktioniert, dass ich zumindest mein E-Mail-Programm Outlook komplett lösche vom Handy.
01:05:10
Speaker
Ich habe gar keine Möglichkeit, auf die E-Mails zuzugreifen.
01:05:13
Speaker
Und WhatsApp archiviere ich alles.
01:05:15
Speaker
Alles, was reinkommt, was nicht privat ist, sondern was geschäftlich ist, archiviere ich einfach und lese es mir dann erst wieder durch, wenn ich vom Urlaub zurück bin.
01:05:22
Speaker
So einfach mal ein bisschen runterkommen und nicht immer sofort erreichbar sein.
01:05:25
Speaker
Vielleicht noch als letzte ergänzende Frage dazu, auch wie du eben runterkommst.
01:05:28
Speaker
Meinst du so ein bisschen auch der Vorteil, dass du eher ländlich unterwegs bist?
01:05:32
Speaker
Weil du bist ja da in Burgau, in der Gegend, so ein bisschen in der Nähe des Allgäus auch.
01:05:40
Speaker
Also jetzt nicht so in irgendeiner Metropole, wie oft Gründer und Gründerinnen unterwegs sind, hilft das auch.
01:05:47
Speaker
Ja, also ich habe schon mal in der Stadt, in Ulm habe ich mal gewohnt, das ist jetzt keine Großstadt, aber es ist zumindest mal eine Stadt, zwei, drei Jahre, glaube ich, und das hat mir nicht getaugt.
01:05:56
Speaker
Und hier ist es halt einfach so, du bist so ein bisschen...
01:06:00
Speaker
Es ist nicht so stressig.
01:06:01
Speaker
Also mich stresst ja schon irgendwie, wenn ich einkaufen fahre und danach keinen Parkplatz finde.
01:06:05
Speaker
Das stresst mich ja schon.
01:06:07
Speaker
Und hier kann ich ja direkt vor der Tür parken.
01:06:08
Speaker
Ich habe ja meinen Parkplatz, Meere sogar, habe hier Platz ohne Ende und deswegen so Stadtleben wäre nichts für mich.
01:06:13
Speaker
Also mich persönlich stresst es.
01:06:15
Speaker
Es gibt aber natürlich auch Menschen, die sagen, denen Stress Landleben und die können im Landleben jetzt anfangen.
01:06:22
Speaker
Für mich ist es kein Stress.
01:06:23
Speaker
Ganz im Gegenteil.
01:06:28
Speaker
Am Ende gibt es immer ein Fest, das ist unser zweiter Spruch.
01:06:33
Speaker
Das hängen wir immer dann auf, wenn wir beim Aufbau sind und
01:06:36
Speaker
Es kommen halt so 8000 Problemchen gleichzeitig, hier ein Problem, da ein Problem, da ein Problem.
01:06:41
Speaker
Und dann so, alles klar, jetzt muss der Spruch wieder raus, dann hängen wir den ganz groß in unser Teambüro auf und dann wissen wir, naja, okay, jetzt machen wir uns alle mal nicht verrückt, wir löschen jetzt ein Problem nach dem anderen, am Ende gibt es immer ein Fest und dann findet das Festival statt.
01:06:54
Speaker
So ist es.
01:06:56
Speaker
Das kann man sich mal mitnehmen.
01:07:00
Speaker
Ich notiere es mir für dieses Jahr Ende Juli.
01:07:03
Speaker
Notiert er soll ich.
01:07:06
Speaker
Also Flo, vielen, vielen Dank.
01:07:07
Speaker
War super interessant.
01:07:09
Speaker
Vielen Dank, dass ich da sein durfte.
01:07:11
Speaker
Ganz anders als die anderen Digital-Menschen, die wir sonst hier oft sitzen haben.
01:07:19
Speaker
Super interessantes Thema.
01:07:20
Speaker
Vielen Dank für die Einblicke und viel

Ticketbuchung und Podcast-Werbung

01:07:23
Speaker
Erfolg.
01:07:23
Speaker
Und wer noch kein Ticket hat, jetzt buchen.
01:07:28
Speaker
Wer noch mehr Einblicke möchte, in unseren Podcast reinfolgen.
01:07:32
Speaker
Genau.
01:07:33
Speaker
Einfach Hackschnitte suchen bei Spotify wird wahrscheinlich nicht allzu viele Podcasts mit dem Namen sein.
01:07:39
Speaker
Einfach Hack eingeben, das kommt direkt unter gemischtes Hack.
01:07:43
Speaker
Das ist schlauer Move.
01:07:43
Speaker
War tatsächlich nicht Absicht.

Podcast-Strategien und Abschied

01:07:46
Speaker
Das ist mir nur selber erst neulich aufgefallen.
01:07:48
Speaker
Sehr schlau.
01:07:50
Speaker
Oh Mann.
01:07:51
Speaker
Na ja, guck mal, vielleicht mal Work Hack Challenge oder sowas.
01:07:57
Speaker
Oder die Fest und Flauschig Work Life Challenge.
01:08:00
Speaker
Ja, auf jeden Fall überdenken wir das mit dem Podcast.
01:08:03
Speaker
Vielen Dank, Frau Moskow.
01:08:04
Speaker
Ciao, ciao.
01:08:05
Speaker
Ade.