Zencastr
00:00:00
00:00:01
Speed1x
Format
Share
Embed
Report

Wie man ein Festival zur Marke macht – Florian Gebauer vom Open Beatz Festival

Work Life Challenge
Work Life Challenge

409 plays · Feb 10, 2026

Was kostet ein Festival mit 90.000 Besucher:innen wirklich? Wie viel Risiko steckt hinter drei Tagen Ausnahmezustand – und warum sind Hackschnitzel manchmal wichtiger als Headliner? In dieser Folge von Work Life Challenge sprechen wir mit Florian „Flo“ Gebauer, Gründer und Geschäftsführer des Open Beatz Festivals, über den Aufbau eines der bekanntesten Festivals Süddeutschlands. Flo erzählt offen, wie er mit 16 seine ersten Partys organisiert hat, warum die ersten Festivaljahre finanziell alles andere als glamourös waren und wieso das Haus seiner Eltern als Sicherheit herhalten musste. Wir sprechen über: * jahrelange Vorfinanzierung in Millionenhöhe * Stress-Peaks im Event-Business * Community-Aufbau statt reiner Headliner-Strategie * Führung von mehreren tausend Menschen auf Zeit * Fehler, die heute niemand mehr machen sollte Eine ehrliche Folge über Unternehmertum, Risiko, Verantwortung – und darüber, warum Festivals vor allem eines sind: Menschenarbeit.

Transcript

Speaker: Herzlich willkommen bei Work-Life-Challenge.

Speaker: Wir haben den 15.

Speaker: Januar 2026, das ist die erste Folge des neuen Jahres und auch das erste Mal, dass ich jetzt mit Fabi wieder reden durfte und jetzt auch wieder über eine längere Zeit reden darf.

Speaker: Aber geht ja nicht nur um dich hier, Fabi.

Speaker: Wen haben wir heute da?

Speaker: Und wie geht's dir?

Speaker: Das ist der Formal schon mal gefragt.

Speaker: Ich gebe dir ein deutsches Alles ist gut und freut mich, dich auch wiederzusehen.

Speaker: Und damit unser Wiedersehen nicht allzu einseitig wird, haben wir natürlich wieder einen Gast da.

Speaker: An der Stelle haben wir einen Namensvetter, mit dem mein Vornamen oft verwechselt wird, nämlich der Florian, nämlich der Florian Gebauer ist da.

Speaker: Das glaube ich halt nicht, aber ist egal.

Speaker: Doch, es gibt echt viele, auch gerade ältere Leute, die immer sagen, statt Fabian Florian.

Speaker: Kann ich bestätigen?

Speaker: Erst heute hat mir jemand geschrieben, hi Florian.

Speaker: Also deswegen ist es eben so.

Speaker: Bin ich gut, dass du dich hier so öffnest, Fabian.

Speaker: Ja, ist kein Problem, damit habe ich gar keine Probleme.

Speaker: Aber ob Florian bei seinen verschiedenen Abenteuer, die er in seiner Gründerlaufbahn hatte, auch Probleme hatte, würde er uns hoffentlich dann jetzt erzählen.

Speaker: Erstmal hi Florian.

Speaker: Florian oder Flo, irgendwie eine Präferenz?

Speaker: Flo passt.

Speaker: Florian sagen nur meine Eltern.

Speaker: nur mal so ein bisschen in Interviews und Beiträgen gelesen hat und mit 18 hat er seine Eventagentur Rocking High gegründet, die bis dato heute immer noch besteht oder Bestand hat.

Speaker: 2014 hat er eben das Open Beats Festival oder den Namen Open Beats von lokalen Veranstaltern gekauft.

Speaker: Damals gab es 2000 BesucherInnen und

Speaker: Daneben ist er noch in ein komplett anderes Side-Business eingestiegen.

Speaker: Da geht es um chemische Erzeugnisse.

Speaker: Thema AdBlue, Scheibenwischwasser.

Speaker: Nämlich die InnoTrade GmbH mitgegründet.

Speaker: Und hauptsächlich ist er aber unterwegs mit dem Open Beats Festival.

Speaker: Daher kennt man ihn eben auch.

Speaker: Und ihr könnt euch schon sicher vorstellen, ganz viel zu tun.

Speaker: Und daher kommt auch in diesem Jahr wieder die allberüchtigte Stressfrage.

Speaker: Auf welcher

Speaker: Skala treffen wir dich denn an von 1 bis 10, Flo.

Speaker: Heute?

Speaker: Ja.

Speaker: Heute ganz entspannt.

Speaker: Also ich habe ja, wenn du mich jetzt im Juli gefragt hättest, dann wäre es 10.

Speaker: Jetzt ist es 1.

Speaker: Wir sind ja kurz nach den Feiertagen.

Speaker: Wahrscheinlich in zwei, drei Wochen ist es dann schon wieder eher 3, 4.

Speaker: Das steigert sich dann so langsam ins Jahr hinein.

Speaker: Aber jetzt zwischen Weihnachten und Silvester, die Feiertage habe ich tatsächlich auch mal gar nichts gemacht.

Speaker: Und dementsprechend noch tiefenentspannt.

Speaker: Jetzt muss ich ja kurz einhaken, wie verhält sich denn dein Stresslevel so das Jahr über verteilt?

Speaker: Gibt es da so, wie du schon jetzt angedeutet hast, so Peaks?

Speaker: Ja, also es gibt auf jeden Fall Peaks, sag ich mal, den Juli, das ist auf jeden Fall Vollpeak, klar, also ich bin allein drei Wochen am Gelände vor Ort, ich bin auch von Aufbaubeginn bis Abbauende immer mit dabei, also ich fahre dann mal irgendwie nach dem Festival zwei, drei Tage ins Büro, mache ein bisschen Bürochaos beseitigen, aber danach bin ich auch wieder vor Ort, einfach auch, weil ich dabei sein will, nicht weil ich es unbedingt wüsste, ich habe ein gutes Team, aber ich bin natürlich

Speaker: sind von Anfang bis Ende dabei.

Speaker: August ist dann auch mal vor Verkauf wieder läuft und alles zu Ende ist, dann wird es dann auf jeden Fall wieder besser, aber ja, es ist auf jeden Fall erst mal

Speaker: Juli, August ist Stress und ansonsten gibt es im November noch so eine Hochphase, wo dann so High Season für Booking ist.

Speaker: Also wirklich die Bookings dann mal einzutüten, weil das natürlich ein sehr hart umkämpfter Markt ist.

Speaker: Da ist es nochmal stressig.

Speaker: Auch Sponsoring, Brandpartner, die das eintüten, das ist auch so November, Dezember noch so die letzten, die es vor Weihnachten will halt jeder immer noch so alles irgendwie fertig haben.

Speaker: Aber ich glaube, das ist jetzt nicht unbedingt nur in meiner Branche so, das ist in allen Branchen so.

Speaker: Aber ansonsten ist das eigentlich aufs Jahr relativ...

Speaker: weil wir machen ja auch gezielt nur ein Festival.

Speaker: Also wir machen nur Open Beats und wir konzentrieren uns auch mit dem ganzen Team gezielt nur auf Open Beats und machen nicht hier noch irgendwie eine Party und da noch irgendwie im Winter irgendwas.

Speaker: Das hatte ich früher alles.

Speaker: Ich hatte früher jede Woche irgendwelche Veranstaltungen, irgendwelche Club-Partys, irgendwelche

Speaker: Off-Locations irgendwelche, was hier, Beach-Party da, Malle-Party da, Street-Food-Festival da, Holi-Festival da und jede Woche Action und du hast halt einfach gar keinen Fokus mehr gehabt.

Speaker: Und deswegen habe ich schon vor langer Zeit gesagt, komm, wir konzentrieren uns komplett auf Open Beats, machen wir eine Sache richtig, bevor wir zehn Sachen halblebig machen, was sich auch positiv auf das Stresslevel ausgeübt hat.

Speaker: Ich finde ein bisschen Kontext, das Open Beats findet, glaube ich, standesgemäß immer so Ende Juli statt.

Speaker: Also nächstes Jahr so 26., 27. rum.

Speaker: Dieses Jahr.

Speaker: Dieses Jahr, genau.

Speaker: Das Datum noch nicht auswendig ist, immer das letzte Juli-Wochenende.

Speaker: 26.

Speaker: Juli?

Speaker: Müsste stimmen.

Speaker: Also quasi, könnten wir eigentlich auch zu meinem Geburtstag dahin, Freitag, Sascha.

Speaker: Da könnten wir einen abrocken dann hier.

Speaker: Aber hat das dann auch was zu tun mit der Energie?

Speaker: Ich meine, jetzt bist du ja 34 und als du so eingestiegen bist ins Business oder in die Industriebranche, wo du gesagt hast, ganz viele Fäden, da warst du ja noch deutlich jünger.

Speaker: Hat das auch was mit dem Alter zu tun?

Speaker: Ja.

Speaker: ich würde weniger mit der Zahl 34, ich kann es gar nicht hören, 34 jetzt irgendwie verknüpfen, sondern einfach mit der Erfahrung.

Speaker: Ich habe halt schon so viel in der Vergangenheit gemacht und ich weiß halt, was funktioniert und was funktioniert nicht.

Speaker: Und ich weiß halt auch, wie sich die Szene oder generell die Veranstaltungsbranche in den letzten Jahren

Speaker: ja, keine Ahnung, 15 Jahren, seit ich da jetzt irgendwie involviert bin, entwickelt hat.

Speaker: Es ist halt einfach nicht mehr so einfach, wie es vor 15, 20 Jahren war.

Speaker: Da hast du ein paar Plakate aufgehangen, hast dir eine Party gemacht, hast eine Anlage hingestellt, eine Bar reingestellt und hast 3000 Leute da gehabt.

Speaker: Das funktioniert heutzutage leider nicht mehr.

Speaker: Oder früher, wo Facebook-Events da so groß waren, was war das, keine Ahnung, 2012, 13, 14, da hast du ein Facebook-Event erstellt, hast ein bisschen Budget draufgegeben und dann hast du auf einmal 3000 Zusagen gehabt und hattest auch wirklich 3000 Gäste da.

Speaker: Heutzutage kannst du sowas halt nicht mehr planen.

Speaker: Gerade bei

Speaker: kleineren Veranstaltungen oder Clubveranstaltungen, wo es nicht zwingend ein Vorverkauf notwendig ist, da ist das halt alles nicht mehr, also eigentlich unmöglich.

Speaker: Also wenn du da wirklich jede Woche irgendwie eine Veranstaltung haben wirst, ist das eine Unmöglichkeit.

Speaker: Vielleicht bevor wir weiterreden, haben wir nämlich auch noch ein Format, bevor wir reinsteigen, du hast jetzt auch schon ein bisschen erzählt von Open Beats.

Speaker: Jascha, nimm doch mal kurz den Flo an die Hand.

Speaker: Ich, äh, ah, du meinst so an die Hand.

Speaker: Ich hole mal kurz den Aufzug.

Speaker: Ich glaube, das ist ein ganz passendes Format, um den Leuten vielleicht einfach mal euer Festival zu erklären.

Speaker: Wir haben einen Elevator-Pitch.

Speaker: Wir holen jetzt den Aufzug und wir gehen jetzt rein.

Speaker: Und dann erzählst du uns einfach mal ganz kurz deinen Pitch.

Speaker: Was ist das Open Beats Festival?

Speaker: Kurz zusammengefasst, maximal eine Minute.

Speaker: Ich wollte gerade fragen, wie lange fährt der Aufzug?

Speaker: Okay, Openbeats ist ein Musikfestival, drei Tage Festival, fünf Tage Camping.

Speaker: Der Fokus ist auf elektronische Musik, es beschränkt sich aber nicht auf elektronische Musik und ist auch kein reines Techno-Festival.

Speaker: In dem Namen Openbeats steht für offen, offen für alle Genres, offen für alle...

Speaker: Arten von Musik offen für alle Künstler, offen für alle Gäste und findet in Herzogenaurach bei Nürnberg statt.

Speaker: Es ist immer am letzten Juli-Wochenende.

Speaker: Wir sind mitten in der Natur, nicht auf dem Flugplatz, nicht auf einer Rennstrecke und bei uns passieren ganz viel kreative Gestaltungsarbeiten rund ums Festival drüber rum und ein sehr großes Rahmenprogramm, Aktivitätenprogramm, weg von der Musik und weg von den Künstlern, natürlich neben der Musik und den Künstlern, so ist richtig gesagt.

Speaker: So, jetzt war ich richtig unter Zeitdruck, aber ich glaube, ich habe die wichtigsten Sachen hingebracht.

Speaker: Ja, was du glaub ich, was, was glaub ich, weiß gar nicht, ob du das gesagt hast, ihr seid auch schon eines der größten Festivals in Süddeutschland, Open-Air-Festivals.

Speaker: 90.000 BesucherInnen hab ich aus dem letzten Jahr im Kopf, ist das richtig?

Speaker: Ich finde immer das nicht so geil, wenn man sich als Größte irgendwie sowas betitelt.

Speaker: Also ja, wir sind sehr groß geworden die letzten Jahre, aber es, also A, gibt es noch weitaus größere Festivals.

Speaker: B, finde ich, ist das kein Indikator für, ist das Festival gut oder ist das Festival schlecht.

Speaker: Ganz im Gegenteil.

Speaker: Ich finde so mittelgroße Festivals, wie wir es eins sind, sogar besser als die ganz großen Festivals, wo

Speaker: du von Bühne A nach Bühne B irgendwie eine dreiviertel Stunde unterwegs bist und halt dich verlierst fast schon.

Speaker: Und ja, wir sind mittelgroß, würde ich behaupten.

Speaker: Bei uns sind sehr kurze Wege, das Festivalgelände ist sehr kompakt.

Speaker: Der Campingplatz ist nah, du bist in fünf Minuten vom Campingplatz auf dem Festivalgelände, du bist in 15 Minuten vom weithesten Parkplatz am Haupteingang und das ist natürlich für ein Festival der Größenordnung schon sehr nah.

Speaker: Und ja, also größte würde ich nicht sagen.

Speaker: Ich würde sagen, ich würde auch nicht, wir sind ein bisschen, wir versuchen den Fokus ein bisschen wegzulegen von den teuersten und größten Acts der Welt.

Speaker: Natürlich haben wir gute und teure Acts, aber OpenBeats lebt nicht wegen den Acts alleine, sondern wir versuchen, dass OpenBeats einfach eine Marke für sich ist und die

Speaker: Community einfach, die Gäste, die zu uns kommen, über das ganze Jahr hinweg mitzunehmen, dass die Open Beats auch einfach fühlen und leben und nicht einfach nur kommen, weil da die größten DJs auf dem Line-Up stehen.

Speaker: Und würdest du sagen, die Leute kommen, weil ihr so ein besonderes familiäres Gefühl auch erzeugt, weil die sagen, so ein bisschen immer wieder so ein Wiedersehen, wie so ein Familientreffen jedes Jahr?

Speaker: Ja, ich glaube, das hängt mit zwei Faktoren zusammen.

Speaker: Zum einen, dass wir seit 2014, hast du es vorher gesagt, haben wir angefangen, organisch gewachsen sind.

Speaker: Also jetzt nicht irgendwie mal einen Riesensprung drin hatten, sondern wir haben immer jedes Jahr so 20, 25 Prozent Wachstum gehabt.

Speaker: Was dem Festival gut getan hat, dass einfach organisatorisch Probleme, die aufkommen, wenn du schnell groß wirst, die hatten wir nicht.

Speaker: Das hat eigentlich immer alles funktioniert und wir haben da auch immer sehr, sehr viel Wert drauf gelegt.

Speaker: Und auf der anderen Seite, und die Gäste sind halt dann quasi mit uns gewachsen, also wir haben ganz viele Leute, wo ich kenne ja mittlerweile auch viele und höre auch viel von der Community, die sagen, die gehen eigentlich nur auf Open Beats, aber das schon seit zehn Jahren.

Speaker: Das sind gar keine so typischen Festivalgänger, die im Jahr auf zehn Festivals gehen.

Speaker: Die kommen einfach zu Open Beats und das ist so ein Festival, da gehen die halt einfach immer hin.

Speaker: Und das andere, was uns glaube ich ganz stark ausmacht, ist Community Management.

Speaker: sprechen wir auch über Instagram und so weiter, schreiben wir mit jedem Gast persönlich, gehen auf jede Frage persönlich ein und wir zeigen uns halt auch über Social Media.

Speaker: Also unsere Besucher wissen, die wissen, wer steckt hinter OpenBeats.

Speaker: Nicht nur ich als Person oder Tobi, unser zweiter Geschäftsführer als Person, sondern auch das ganze andere Team wird immer wieder gezeigt und jetzt auch in unserem Podcast, den wir jetzt neu ins Leben gerufen haben,

Speaker: reden wir einfach über alle Themen, die eigentlich der normale Gast auf einem Festival nie mitbekommen würde.

Speaker: Aber wir erzählen das halt einfach alles, dass wir die Gäste mitnehmen können in alle Bereiche mit rein.

Speaker: An der Stelle ist Name-Dropping okay.

Speaker: Wie heißt der Podcast?

Speaker: Das heißt nicht, das heißt einfach Hope Reads.

Speaker: Nein, Home of Hackschnitzel.

Speaker: Und jetzt muss ich vielleicht an der Stelle kurz erklären, warum Hackschnitzel ist auch eine Heizung, oder?

Speaker: Nee.

Speaker: Ja, okay, das muss ich jetzt kurz einmal erklären.

Speaker: Hackschnitzel sind diese kleinen, gehackten Holzstämme.

Speaker: Die kann man zum Heizen nutzen in Biogasanlagen.

Speaker: Die kann man aber auch nutzen, um es auf einen nassen Festivalboden zu schmeißen, dass die Gäste nicht im Matsch stehen, sondern dass sie auf trockenem Fuß stehen.

Speaker: Und da unser Festivalgelände nicht auf einer Rennstrecke oder auf einem Militärflugplatz ist, sondern auf einer Wiesn, nur Wiesn stattfindet, haben wir natürlich, wenn es regnet, ein kleines Problem.

Speaker: Das hatten wir jetzt 2023 und 2025.

Speaker: Die anderen acht Jahre war es Gott sei Dank immer trocken, aber zweimal in zehn Jahren hat es uns leider erwischt, dass es einfach geregelt hat.

Speaker: Und dann wären die Leute im Matsch gestanden, hätten wir nicht auf dem gesamten Festivalgelände inklusive Parkplatz, inklusive Campingplatz Hackschnitzel verteilt und haben halt so das Festival gerettet.

Speaker: Und das ist bei uns so ein bisschen so, wer jetzt noch nie bei uns war, kann das nicht verstehen, aber wer bei uns war, der versteht das, dass das einfach zu Open Winst dazugehört.

Speaker: Die LKW kommen da so an Hackschnitzel?

Speaker: 2023 waren wir komplett unvorbereitet.

Speaker: Da waren es 13.000 Kubik.

Speaker: Auf einen LKW passen 50 Kubik.

Speaker: Das kannst du dir jetzt selber ausdehnen.

Speaker: Das müssten um die 300 gewesen sein.

Speaker: Letztes Jahr waren wir besser aufgestellt und haben uns besser darauf vorbereitet.

Speaker: Dann waren es nur ungefähr 100.

Speaker: Aber ja, das brauchst, ansonsten werden die Festivalbesucher halt wie bei Wacken komplett im Matsch versunken und das wollen wir nicht.

Speaker: Und kann man dann das, wenn es dann jetzt geregnet hat und es dann tief im Boden drin, kann man das dann einfach liegen lassen?

Speaker: Wie sind da die Auflagen oder sind das dann auch wieder Kosten, die dann auf euch zukommen, dass ihr das entfernen müsst?

Speaker: Ja, das sind auch wieder Kosten, die auf uns zukommen, weil das muss natürlich wieder entfernt werden.

Speaker: Das kann man auf landwirtschaftlichen Flächen, auf denen wir sind, kann man das nicht einfach liegen lassen.

Speaker: Haben wir dieses Jahr so gelöst, dass wir Vlies drunter gelegt haben und dann erst das Hakschnitzel draufgeschmissen haben, dass sich das quasi nicht mit dem Erdboden vermischt hat.

Speaker: Und dann konnten wir das Vlies danach wieder aufrollen und konnten es quasi wie so ein Backpapier zusammenrollen.

Speaker: Und dann konnten wir das quasi wieder recyceln.

Speaker: Und wir haben das Hakschnitzel jetzt tatsächlich auch noch und können das nächstes Jahr theoretisch, wenn wir es hoffentlich nicht wieder brauchen, auch wiederverwenden.

Speaker: Gibt es eine fachliche Bezeichnung für das Hackschnitzel oder das Hackschnitze?

Speaker: Ich glaube, das ist der offizielle Name dafür.

Speaker: Okay.

Speaker: Ja, wir sind aus Bayern.

Speaker: Das müssen wir nachher noch factchecken.

Speaker: Nee, nee, das ist aber.

Speaker: Ich habe mich letztens auch mit Heizung beschäftigt und da gibt es immer noch die gute alte Hackschnitzelheizung.

Speaker: Das ist quasi der

Speaker: der Vorläufer der ganzen Pelletsheizungen.

Speaker: Ich glaube, das ist der offizielle Begriff, aber kann auch sein, dass das nur in Bayern der offizielle Begriff ist.

Speaker: Wir liefern das nach.

Speaker: Da haben wir ja nicht mal was, was man in die Shownotes schreiben kann.

Speaker: Genau, deswegen heißt der Podcast Home of Hackschnitzel.

Speaker: Wir haben dann nach dem Festival auch einen Hackschnitzel-Merch gemacht und haben tatsächlich mehr Merch vom Hackschnitzel verkauft als unser eigentliches Merchandise.

Speaker: Und das gehört einfach dazu.

Speaker: Sehr gut.

Speaker: Bevor wir tiefer reingehen, ich glaube, wir müssen nochmal ganz vorne anfangen.

Speaker: Also Gründungsgeschichten interessieren uns ja hier.

Speaker: Und wie ging es los 2014 dann?

Speaker: wie ging es los mit Open Beats oder wie bin ich überhaupt erst in die Branche reingekommen?

Speaker: Okay, fangen wir da an.

Speaker: Fangen wir da an, das ist eigentlich relativ einfach.

Speaker: Ich habe während meinem Abitur sämtliche kleinen Feten, Geburtstagen, was weiß ich was irgendwie organisiert und dann auch irgendwie die Abi-Party von unserem Jahrgang und habe da halt Spaß dran gefunden, habe dann irgendwann mal mit meinem Kumpel zusammen so meine erste GbR gegründet und haben halt dann so...

Speaker: Ja, halb professionell, aber schon mit dem Interesse, damit auch Geld zu verdienen, so kleine, sag ich mal, 200, 300 Kapazitätspartys zu veranstalten.

Speaker: Hab dann nach dem Abi mit 18, das war noch mehr, das war noch mehr, mit 18 habe ich dann meine Rocking High GmbH, was du vorher gesagt hast, gegründet und hab dann angefangen mit Club-Partys, Beach-Party, Mallorca-Party, was weiß ich nicht alles.

Speaker: Dann haben wir irgendwann diesen Holy-Hype, das war glaube ich so 2011, 12, 13, diese Holy-Festivals, da habe ich ganz viele gemacht, bestimmt 30 Stück oder so über drei Jahre.

Speaker: Dann kam 2014 durch Zufall Open Beats, also ich habe dann schon immer schon die Idee gehabt, dass ich jetzt ein

Speaker: Die Club-Partys und diese Off-Location-Partys, die sind ganz nett, aber das ist jetzt auch nichts, wo ich mein Leben lang machen möchte.

Speaker: Das war natürlich schon die Idee, mal ein größeres Festival zu machen.

Speaker: Hatte auch da irgendwie schon ein paar Locations in Aussicht, aber jetzt noch nichts Konkretes.

Speaker: Und dann durch Zufall kamen wir eben auf Open Beats.

Speaker: Das Festival gab es schon, war aber eher auch so ein kleines Dorffest, nenne ich es jetzt mal.

Speaker: Die hatten irgendwie 1.500, 2.000 Besucher in 2013.

Speaker: Und da waren wir eben damals.

Speaker: Und der ehemalige Veranstalter hat dann danach uns kontaktiert und hat gesagt, er hat keine Lust mehr, er möchte das nicht mehr machen, damit es kein Geld verdient.

Speaker: Hat er auch nicht Unrecht gehabt, damit war kein Geld verdient am Anfang.

Speaker: Ob wir das denn übernehmen wollen würden?

Speaker: Und dann haben wir erst gesagt, ja nein, was wollen wir denn damit?

Speaker: Das können wir auch selber machen, das hat ja keine Substanz.

Speaker: Haben uns dann aber die Location noch mal näher angeschaut, haben mal mit dem Geländeinhaber auch gesprochen, dem das da alles gehört, die ganzen Wiesen und auch mit der Stadt und sind da über offene Türen eingerannt, was bei einer Stadt oder bei einer Behörde jetzt nicht unbedingt zu erwarten ist, dass eine Behörde sagt, sie möchten ein Festival.

Speaker: Ja, dann haben wir uns dazu entschieden, das zu kaufen und zu übernehmen, haben auch den Namen übernommen und haben es seitdem dann groß gemacht.

Speaker: Wer ist denn wir?

Speaker: Also wenn ich so die Gesellschafterliste anschaue, dann sehe ich da den Tobi, der da

Speaker: Dabei ist als Geschäftsführer auch Gesellschaftler, aber auch dann noch der Michael mit der Kingline GmbH.

Speaker: Genau, also da hat sich in den letzten 15 oder seit 2014 auch einiges geändert.

Speaker: Die einzige Konstante seit 2014 bin ich.

Speaker: In der Zwischenzeit kam die Kingline GmbH mit dem Geschäftsführer Michael mit dazu und der Tobi kam 2022 noch dazu.

Speaker: Genau, jetzt sind wir ein Dreierteam, aber war nicht von Anfang an so.

Speaker: Und lief es ab dem Zeitpunkt immer stringent?

Speaker: Gut, ich glaube, Thema Pandemie werden wir auf jeden Fall auch nochmal drüber sprechen.

Speaker: Das ist in der Branche natürlich ein riesen, riesen Ding gewesen.

Speaker: Aber so die ersten paar Jahre, lief das straight durch oder gab es auch mal Momente, wo du gedacht hast, war das jetzt eine gute Idee?

Speaker: Also das komplette Gegenteil ist der Fall.

Speaker: Also es lief alles andere als straight durch, was einfach daran lag, dass wir da sehr blauäugig auch reingegangen sind.

Speaker: Ich bin ein Typ, wenn ich eine Idee habe, ich mache mir da keinen Businessplan und ich mache mir auch keinen Gedanken über Finanzierung, kriege ich schon alles irgendwie hin.

Speaker: Das würde ich jetzt heute nicht mehr so machen mit dem Wissen der letzten Jahre.

Speaker: Aber damals war es einfach so, wir haben einfach angefangen, haben einfach gemacht und sind natürlich an allen Ecken und Enden auf die Fresse gefallen.

Speaker: Also es ging schon los, die ersten...

Speaker: Bookings, die wir dann 2014 gemacht haben, wir hatten keine Kontakte.

Speaker: Wir wurden von vorne bis hin verarscht.

Speaker: Also wir haben da viel zu viel bezahlt teilweise.

Speaker: Und wir haben im ersten Jahr, das werde ich nie vergessen, haben wir zwar Dixi-Toiletten bestellt, aber wir haben nicht bestellt, dass die auch gereinigt werden und geleert werden.

Speaker: Das ist uns halt am Samstag eingefallen, abends um 20 Uhr während der Veranstaltung, als die halt alle übergelaufen sind.

Speaker: Also das ist nur ein Beispiel.

Speaker: Und solche Probleme sind halt an allen Ecken und Enden aufgetreten.

Speaker: Wir haben Fehler ohne Ende gemacht.

Speaker: Also wenn ich mit dem Wissen von heute in 2014 wäre, dann wäre ich heute schon viel weiter, weil ich die ganzen Fehler nicht gemacht hätte.

Speaker: Aber gut, Fehler gehören dazu und wenn man sie nicht macht, kann man es nicht wissen und kann man es nicht besser machen.

Speaker: Also um deine Frage zu beantworten, nein, es lief vor weitem nicht alles glatt.

Speaker: Ja, das stelle ich mir wild vor.

Speaker: Dann heißt es dann einfach selber anpacken, oder?

Speaker: Ja, ja, ich hatte damals gar keine Mitarbeiter, wir haben alles selber gemacht.

Speaker: Also wir waren zwei Geschäftsführer und zwei Geschäftsführer-Gesellschaften.

Speaker: Wir hatten natürlich irgendwie ein paar Aushilfskräfte und so und hier mal da aber keine Festangestellten, wir haben alles selber gemacht.

Speaker: Ich habe plakatiert, ich habe Flyer ausgelegt, ich habe die Dixie-Toiletten hingestellt, ich habe die Bühne mit aufgebaut, ich habe die Bar mit aufgebaut, den Bauzaun gestellt und wir haben einfach alles selber gemacht.

Speaker: Damals ging das auch noch, das war ja um die 3.000, 4.000 Mann, was war das?

Speaker: 2014 hat man 4.000 Gäste, da ging das noch.

Speaker: Jetzt heutzutage undenkbar, dass ich das noch mit... Also ich kann, wir könnten es gar nicht leisten, als Geschäftsführer da noch mit anzupacken, weil wir müssen das große Ganze koordinieren.

Speaker: Wie viele so insgesamt über das Jahr verteilt verschiedene Mitarbeitende habt ihr denn bei euch?

Speaker: Wie viele sind denn da so im Einsatz?

Speaker: Also wenn ich jetzt die ganzen externen mitrechne, wie Security-Dienstleister, Sanitäter, Feuerwehr, Stage-Crew, Gastro und so weiter...

Speaker: Zweieinhalb, dreie Tausend würde ich jetzt mal schätzen.

Speaker: Krass.

Speaker: Und das Kernteam, das was fest?

Speaker: Fest angestellt sind wir 13 und haben natürlich hier noch so ein paar Externe, die entweder auf kurzfristige Beschäftigung arbeiten, Minijob arbeiten oder auf Rechnung arbeiten, die so einzelne Teilbereiche noch mit übernehmen, die schon irgendwie das ganze Jahr mit dran arbeiten, aber jetzt nicht Vollzeit angestellt sind.

Speaker: Also so, wenn ich die jetzt mit dazu zähle, auch wenn sie jetzt nicht Vollzeit angestellt sind, würde ich sagen so 20.

Speaker: Okay, aber gibt es dann von den externen auch Leute, die jedes Jahr wiederkommen oder sind das jedes Jahr komplett andere Menschen?

Speaker: Nein, du kannst schon sehr viel Copy-Paste machen.

Speaker: Unser Security-Dienstleister ist zum Beispiel seit 2014 der gleiche.

Speaker: Unser Technik-Dienstleister ist jetzt seit drei Jahren derselbe.

Speaker: Wasser-, Toiletten-, Sanitäre-Anlagen-Dienstleister ist auch seit drei Jahren derselbe.

Speaker: Also da gibt es schon sehr viele, die jetzt immer wieder, die schon länger dabei sind, aber du musst natürlich auch viele immer irgendwie

Speaker: aussortieren, sei es, weil es einfach ein besseres Angebot gibt, weil einfach irgendwie was dann in der Zusammenarbeit nicht funktioniert hat.

Speaker: Du musst natürlich auch dann immer Preise vergleichen und musst gezwungenermaßen einfach mal aussortieren, weil du dich ja einfach günstiger einkaufen musst.

Speaker: Aber grundsätzlich versuchen wir schon immer mit denen, wo es passt, wo es finanziell passt und auch inhaltlich passt, langfristig zusammenzuarbeiten.

Speaker: Beides ja auch, du müsstest ja einem Neuen, der da reinkommt, also zum Beispiel jetzt ein neuer Security-Dienstleister,

Speaker: Keine Schor.

Speaker: Also dem müsste ich ja alles erklären.

Speaker: Der jetzige, der kennt alle, der kennt alle Beteiligten, der kennt alle von der Feuerwehr, Sanitäter, Ordnungsamt, Landratsamt und so weiter.

Speaker: Und da habe ich gar keinen Aufwand mehr, weil das einfach Copy-Paste vom Feuer ist, außer dass wir vielleicht ein paar Securities mehr brauchen, dass wir vielleicht ein paar Positionen mehr besetzen müssen.

Speaker: Aber ansonsten ist es Copy-Paste und das macht es natürlich dann jedes Jahr deutlich einfacher.

Speaker: Da muss man nicht jedes Mal wieder neu reingehen.

Speaker: Ich schätze mir nur, also die anderen Menschen, die wir sonst hier haben, die haben in der Regel irgendwie so ein festes Team und du hast, meistens hast du ja die meiste Arbeit mit Personal, mit Menschen und mit Menschen zusammenzuarbeiten und ihr habt ja dann jedes Jahr einfach ein Vielfaches an Menschen, die trotzdem irgendwie für euch arbeiten und ihr müsst trotzdem irgendwie eine gewisse Qualität sicherstellen und ihr müsst das irgendwie streamlinen.

Speaker: stelle ich mir einfach sehr, sehr herausfordernd vor oder ist es nicht so?

Speaker: Doch.

Speaker: Also klar, wenn jetzt zweieinhalbtausend Menschen sind vor Ort, die, also A, kenne ich bei Weitem nicht alle, wie kann ich die auch nicht alle briefen, aber im Prinzip ist es so, also wir haben dann auch vor Ort ein erweitertes Kernteam, das sind ungefähr so nochmal 30 Manager-Positionen, die dann Teilbereiche übernehmen, sei es jetzt den Artist-Backstage-Bereich, sei es den Parkplatz, den Check-In,

Speaker: den Eingang und so weiter und so fort.

Speaker: Da gibt es dann noch Bereichsleiter, sage ich jetzt mal.

Speaker: Und die haben dann wiederum Personen unter sich.

Speaker: Und bei den Externen ist es so, dass wir halt einmal von den Externen, also wir haben von der Gastrofirma einen Ansprechpartner, wir haben von der Securityfirma einen Ansprechpartner, von der Stromfirma, von der Technikfirma jeweils einen Ansprechpartner.

Speaker: Und die werden halt von uns gebrieft und die müssen im besten Fall ihr Personal wieder selber briefen.

Speaker: Und klar, wir können natürlich nicht alles kontrollieren.

Speaker: Wir geben da schon sehr viel vor und leben das auch vor,

Speaker: Aber natürlich funktioniert das nie bis ins kleinste Detail.

Speaker: Wie oft kommt es vor, dass man nach dem Event nochmal nachverhandelt und sagt, ey, das war nicht zu unserer Zufriedenheit?

Speaker: Gibt es dann sowas wie ein Review, wo man sagt, sowas ist gelaufen, das war gut, das war nicht so gut?

Speaker: Wir machen eigentlich mit allen wichtigen Beteiligten, egal ob das jetzt unsere eigenen Festangestellten sind oder die erweiterten Managerkreise oder die externen Dienstleister, mit den Wichtigsten machen wir danach auf jeden Fall immer einzeln ein Gespräch.

Speaker: Was war gut, was war schlecht, was müssen wir verbessern?

Speaker: Und es gibt oft natürlich auch Punkte, die nicht funktioniert haben, wo wir dann auch mal nachfragen haben.

Speaker: Du hast ja im Vorfeld gesagt, kurz im Vorgeplänkel, Dennis, dass du ziemlich offen bist mit allem.

Speaker: Wie ist das eigentlich, wenn ich jetzt mit dem BRK, also mit dem Bayerischen Roten Kreuz zusammenarbeite, mit der Feuerwehr oder vielleicht auch mit anderen öffentlichen Dienstleistern?

Speaker: Wie läuft es da sowas mit einer Bezahlung?

Speaker: Vielleicht sind viele, die sich fragen, was kostet es denn überhaupt, wenn die dann da sind vor Ort?

Speaker: Ja, bei uns sehr angenehm, sehr human, weil die das alle auf freiwilliger Basis machen, also BRK vor allem, die machen das alles auf freiwilliger Basis, auch Feuerwehr ist halt die freiwillige Feuerwehr aus den drei umliegenden Nachbardörfern.

Speaker: Natürlich gibst du dann, im Verein waren es vorher schon trotzdem eine Summe, das ist halt dann eher eine

Speaker: Unkostenbeteiligung nenne ich es jetzt mal.

Speaker: Aber wenn wir die alle voll bezahlen müssten mit einem Stundenlohn, sage ich mal 20 Euro, kannst du ein Prostesfestival gar nicht mehr machen.

Speaker: Also ich weiß, was manche andere Festivals, die zum Beispiel in größeren Städten sind, was die für solche Dienstleistungen wie Feuerwehr oder Sanitätsdienst bezahlen, das

Speaker: Also wenn man das jetzt mal normal rechnen würde, würde uns das BRK wahrscheinlich 150.000 bis 200.000 Euro kosten, die Feuerwehr wahrscheinlich nochmal 50.000 bis 100.000 Euro.

Speaker: Dann wäre das Festimation fast nicht mehr rentabel, das bräuchte ich dann fast nicht mehr machen.

Speaker: Also wenn das nicht auf freiwilliger Basis passieren würde, also alle, die da sind, die Feuerwehrleute oder die Sanitäterinnen und Sanitäter, wenn die Geld dafür bekommen würden, würde es nicht kosten.

Speaker: Die kriegen alle nichts.

Speaker: Hoch auf das Ehrenamt.

Speaker: Auch eine Hochdabung, ja.

Speaker: Aber auch mit Ehrenamt.

Speaker: Was kostet denn, was kostet mich so ein 90.000-Personen-Festival?

Speaker: Gesamt oder jetzt nur auf die Behörden, also BRK und... Gesamt, gesamt.

Speaker: Gesamt, äh...

Speaker: Sind wir schon siebenstellig, oder?

Speaker: Jaja, wir sind jetzt ungefähr bei sieben Millionen gewesen dieses Jahr.

Speaker: Nächstes Jahr haben wir noch deutlich Budgets erhöht in einigen Bereichen.

Speaker: Gerade Booking haben wir erhöht, Marketing haben wir ein bisschen erhöht, Gestaltung haben wir erhöht, knapp acht Millionen.

Speaker: Krass, und wie viel davon ist Vorleistung?

Speaker: Weil Event-Business ist ja ganz oft, also Booking findet ja irgendwie vorher statt, ne?

Speaker: Jaja, ungefähr 70 bis 80 Prozent ist Vorleistung.

Speaker: Und wie sehr geht einem der Arsch auf Grundeis, wenn die Ticketsales nicht so laufen, wie man sich das vorstellt?

Speaker: Also mittlerweile sind wir in einer relativ komfortablen Situation, dass wir jetzt schon über die Hälfte der Tickets verkauft haben und wir aus den vergangenen Jahren wissen, wenn zum Zeitpunkt X so und so viele Tickets verkauft sind, dann wird das ungefähr in dieser Range weiterlaufen und wir wissen, also ich weiß jetzt plus minus 2000 Gäste, wo wir am Ende landen werden.

Speaker: Also wenn jetzt nichts, was gravierendes passiert, sondern wenn es normal läuft, wie jedes Jahr, dann weiß ich jetzt schon, wo wir am Ende landen werden.

Speaker: Vor fünf, sechs, sieben Jahren war das natürlich eine ganz andere Situation, da geht ja jeden Tag... Wie ist das beim ersten Festival gewesen?

Speaker: Das müsst ihr ja auch vorfinanziert haben.

Speaker: da habe ich einen Kredit bekommen.

Speaker: Als Sicherheit war das Haus von meinen Eltern hinterlegt und selbst der hat bei Weitem nicht gereicht am Ende und bin am Ende mit gut sechsstelligen Schulden dagestanden und musste erst mal mit sämtlichen Gläubigern sprechen.

Speaker: Du, lieber Gläubiger, ich kann es gerade nicht bezahlen.

Speaker: Stunde mir das bitte, zumindest für einen gewissen Zeitraum.

Speaker: Du kriegst dein Geld, ich muss es aber an anderer Stelle erst wieder verdienen.

Speaker: Dann habe ich halt wieder andere Veranstaltungen gemacht, konnte es da wieder refinanzieren und dann konnte ich die Sachen zahlen.

Speaker: Krass.

Speaker: Ja, so finanziert man kein Festival.

Speaker: Also bitte macht das nicht so.

Speaker: Jeder, der jetzt hier zuhört, das würde ich jetzt heute natürlich auch nicht mehr so machen, aber so war es halt damals.

Speaker: Eine Finanzierung habe ich nicht gehabt.

Speaker: Über die Bank konntest du es vergessen, auf regulärem Weg was zu bekommen.

Speaker: Förderung gab es keine sinnvollen und ein Investor muss natürlich auch erstmal finden, der dir mal irgendwie zwei Millionen auf die Hand gibt und sagt, jetzt mach mal.

Speaker: Dementsprechend habe ich es halt einfach gemacht und wir haben natürlich, die ersten Jahre waren mir nicht profitabel.

Speaker: Also wir haben die bis 2000...

Speaker: 19 haben wir Geld investiert und haben kein einziges Jahr Geld verdient.

Speaker: Wir haben jedes Jahr Minus gemacht, aber halt nicht Minus im Sinne von Verlust, sondern halt Minus im Sinne von in das Festival und in das Wachstum investiert.

Speaker: Also 2022 laut Unterlagen habt ihr so zum ersten Mal einen ganz guten Gewinn gemacht.

Speaker: Genau, wir haben 2022 dann zum ersten Mal Gewinn gemacht und wir haben es dieses Jahr... 2019, kam ja 2020 danach.

Speaker: Da kam 2020 danach und da waren wir dann auch endlich, also 2020 lief im Vorverkauf sehr, sehr gut und das wäre das Jahr gewesen, wo wir dann wahrscheinlich mit einem Jahr alle Altlasten aus den vorherigen Jahren weggemacht hätten und dann kam Corona, der Erfolg ist einfach nicht gerade hinaus und dementsprechend hat das ganze Prozedere nochmal ein paar Jahre länger gedauert und wir haben es tatsächlich bis dieses Jahr mal gebraucht, bis wir mal endlich alle Altlasten weg hatten.

Speaker: Ja, war jetzt ein langer Weg, zehn Festivaljahre, mit zwei Jahren Pause investiert, um jetzt endlich an dem Punkt zu sein, wo das Festival wirklich auch langfristig jetzt mal sauber dasteht.

Speaker: Auch wirtschaftlich einfach eine gute Perspektive hat.

Speaker: Also die Perspektive war immer da, sonst hätte ich nicht daran geglaubt, hätte ich dann nicht weitergemacht, aber

Speaker: Es ist nicht so, dass du ein Festival machst und im ersten Jahr verdienst du Geld.

Speaker: Die Gläubige einem so lange die Stange halten.

Speaker: Da gibt es ja auch andere Branchen, wo da schon viel früher der Gerichtsvollzieher eventuell vor der Tür steht.

Speaker: Naja, also das war jetzt ja nicht so, dass wir das irgendwie über ein halbes Jahr oder ein Jahr hinweg gestreckt haben, sondern es war vielleicht mal ein paar Wochen.

Speaker: Und also die Erfahrung habe ich gemacht, wenn du die Leute nicht, die Gläubiger nicht verarschst, sondern wenn du einfach offen mit denen redest und denen sagst, pass auf, so und so schaut es aus, du kriegst dein Geld, aber gib mir bitte ein bisschen Luft zu atmen oder du kriegst das in Raten oder so.

Speaker: Also ich habe nicht einen einzigen erlebt und das waren schon einige gerade am Anfang, die gesagt haben, nee, wir stehen jetzt darauf.

Speaker: Aber wenn du natürlich, ich habe natürlich die andere Seite mitbekommen, also ich habe ja auch schon oft irgendwie, dass ich noch oder meine Firmen oder wer auch immer noch Geld von jemandem bekommen habe, wenn die mich natürlich verarschen und mir nicht offen und ehrlich kommunizieren, dann hast du natürlich eine andere Denkweise und handelst du auch anders.

Speaker: Aber wenn du die Leute abholst, dann kannst du mit denen sprechen.

Speaker: Am Ende hat ja jeder dasselbe Interesse, jeder möchte, dass das nächste Jahr wieder stattfindet und jeder möchte nächstes Jahr dafür wieder arbeiten.

Speaker: Aber das geht natürlich nur, wenn du auch irgendwie auf einer menschlichen Ebene sinnvoll miteinander kommunizierst.

Speaker: Dazu, wie hast du Mama und Papa kommuniziert, dass ihr Haus die Sicherheit ist fürs erste Festival?

Speaker: Und wie fand ich das?

Speaker: naja, die haben, ich werde mich nicht recht erinnern, haben sie es sogar von sich aus angeboten, weil sie mitbekommen haben, dass ich es nicht finanziert bekomme, also auf regulären Weg, weil ich halt einfach ein Start-up war, keine Mittel bekommen habe.

Speaker: Und ich habe denen dann auf jeden Fall gesagt, okay, ich nehme es an und ihr kriegt es zurück.

Speaker: Und wenn ich es nicht schaffe mit dem Open Bates, dann, ihr könnt das mal verlassen, ich weiß noch nicht wie, aber ich werde es irgendwie euch zurückzahlen.

Speaker: Und wenn ich jeden Tag 20 Stunden Löhner verkaufe und Löhner mache, ich werde euch das zurückzahlen können.

Speaker: Und wie viel, also heute, ab wie viel Prozent der Ticket-Sales sagst du, sind wir jetzt safe?

Speaker: Du meinst Gesamtkontingent?

Speaker: Also wie viel Tickets musst du fürs Festival genau vom Gesamtkontingent verkauft haben, prozentual, dass du beruhigt bist?

Speaker: Beruhigt bin ich eigentlich jetzt schon, weil ich weiß, wo es hinlaufen wird, wenn nichts Gravierendes passiert.

Speaker: Break-Even ist bei 90% der Tickets.

Speaker: Also du musst 90% verkaufen und an 10% verdienst du dann Geld.

Speaker: Also das ist halt meistens, also dieses Jahr, letztes Jahr war das Mitte Juni, wo wir dann wirklich an dem Punkt waren, dass wir Break-Even hatten.

Speaker: Also wir haben quasi 11 Monate verkauft, um Break-Even zu haben und einen Monat verkauft, wo wir dann Geld verdient haben, wenn man es so sagen will.

Speaker: Dieses Jahr werden wir das deutlich früher erreichen.

Speaker: Wir sind jetzt, also

Speaker: Wenn es so weitergeht, dann werden wir wahrscheinlich Juni ausverkauft sein.

Speaker: Also heißt, wir werden vielleicht einfach Mai dann an dem Punkt sein.

Speaker: Und ja, mit der Erfahrung der letzten Jahre bin ich jetzt schon eigentlich beruhlt, weil ich, was soll jetzt groß passieren?

Speaker: Natürlich kann, du kannst jetzt irgendwelche politischen Themen, das kannst du nicht beeinflussen, wenn da irgendwie was passiert oder wenn wieder irgendwie Corona kommt, das kannst du auch nicht beeinflussen.

Speaker: Aber damit kann ich nicht planen.

Speaker: Ich plane mit einem normalen Szenario, dass das Festival normal durchgeführt werden kann und dann, warum sollte es jetzt auf einmal schlechter laufen als die Jahre zuvor?

Speaker: Nimm uns vielleicht mal ganz kurz, ah, wolltest du noch was sagen, Jascha?

Speaker: Mich würde noch interessieren, wie viel Prozent des Coverage ist denn auch so Sponsoring und Partner?

Speaker: Das wird ja nicht alles Ticketsales sein, oder?

Speaker: Wodurch ihr Geld verdient?

Speaker: Nee, Sponsoring ist heutzutage ein sehr wichtiger Punkt.

Speaker: Ohne Sponsoring braucht man meiner Meinung nach zumindest, also zumindest bei unserer Kalkulation ist es so, wenn wir kein Sponsoring hätten bräuchten, würde das Festivieren gar nicht mehr machen, weil genau das ist

Speaker: ohne Sponsoring würden wir kein Geld verdienen.

Speaker: Sponsoring ist im Prinzip, das ist unser Gewinn.

Speaker: Und das braucht es heutzutage und da gilt es halt, das habe ich auch persönlich sehr viel Zeit investiert und investiere jeden Tag sehr viel Zeit, das weiter auszubauen, das einfach gut aufzubauen und nicht nur die Partner, die Partner musst du ja erstmal akquirieren, aber du musst dann mit denen auch was Cooles machen, wo der Gast auch einen Mehrwert sieht.

Speaker: Du brauchst nicht einfach nur ein Logo auf die Bühne klatschen, das ist kein Mehrwert für den Gast.

Speaker: Du musst irgendwas Cooles vorordnen, was für den Gast dann auch ein Mehrwert ist und natürlich auch für die Brand dann ein Mehrwert ist.

Speaker: Im Prinzip, wo ich auch raus wollte, auch Thema auch für Dien, im Endeffekt kann man sich ja vorstellen, ist ja so ein Festival wie so eine Plattform von so digitalen, affinen ZuhörerInnen.

Speaker: Das heißt, ihr bietet eine Plattform und dann könnt ihr verschiedene Erlöse generieren.

Speaker: Das heißt, Sponsoring ist ein Thema, anderes Thema sind natürlich die Tickets, aber schneidet ihr auch mit, beispielsweise bei der Gastro oder bei den Drinks, was konsumiert wird und was ist da so üblich?

Speaker: an einen Schritt, was man macht.

Speaker: Also Gastro ist der zweitgrößte Umsatzpunkt.

Speaker: Erst größte ist Ticketing, dann kommt Gastro, dann kommt Sponsoring.

Speaker: Und dann gibt es natürlich noch Merchandising oder so Nebenbaustellen wie Riesenradfahrten oder Comfort, Luxus, Glamping, solche Sachen.

Speaker: Das sind jetzt aber eher

Speaker: ja, das sind Kleinigkeiten, das ist jetzt nicht so relevant, das macht den Braten nicht fett.

Speaker: Ja, Gastro haben wir bei uns, ist es so, wir machen das nicht selber, wir haben die Gastronomie verkauft, einen externen Dienstleister, wovon wir aber natürlich, also wir haben keine Kosten damit, wir haben nur einen Share quasi daraus und kriegen dann natürlich unseren Anteil.

Speaker: Wie ist das eigentlich, jetzt muss man da reingehen zum Thema Trendfragen, Gen Z oder auch Gen Alpha, es ist ja so eine Generation, also in der Generation, da wird ja weniger gesoffen, kann man so auf platt gut Deutsch sagen.

Speaker: Ist das was, was ihr merkt, dass das irgendwie zurückgeht, dass das euch dann auch schadet in dem Sinne oder gibt es da irgendwie schon Substitute, wie ihr das macht, würde mich aber mal interessieren.

Speaker: Also man merkt es, dass es zurückgeht.

Speaker: Ich glaube, ich würde bei uns jetzt nicht so deutlich, dass ich sagen würde, boah, das ist ja ein Riesenproblem, da müssen wir jetzt was machen.

Speaker: Wir haben natürlich ein bisschen was gemacht.

Speaker: Also wir haben jetzt schon nochmal ein bisschen mehr Auswahl an antialkoholischen Getränken, die wir sonst vielleicht nicht hatten, auch vielleicht mal irgendwie antialkoholische Cocktails oder so.

Speaker: Alkoholfreies Bier hat man, glaube ich, vor zwei Jahren noch nicht.

Speaker: Das haben wir jetzt erst letztes Jahr gehabt und vorletztes Jahr.

Speaker: Davor hat man, glaube ich, wenn ich mich recht erinnere, hat man nicht mal alkoholfreies Bier.

Speaker: Das sind natürlich schon Sachen, da musst du da ein bisschen reingehen, aber das haben wir jetzt bei uns noch nicht so stark gemerkt, dass das jetzt so krass zurückgeht.

Speaker: Aber ja, es ist so, dass es zurückgeht.

Speaker: Ja, einen ganz großen Cut gab es ja, glaube ich, auch im Festivalverhalten 2020 dann.

Speaker: Lass uns mal kurz die Pandemie im Schnelldurchlauf durchgehen.

Speaker: Was waren die Gedanken so 15.

Speaker: 16.

Speaker: März 2020?

Speaker: Erster Lockdown in Deutschland.

Speaker: Erster Gedanke war, das nächste Woche vorbei ist

Speaker: Zweiter Gedanke eine Woche später war, ist wohl nächste Woche doch nicht vorbei.

Speaker: Als dann wirklich der erste Lockdown auch kam und so, dann war mir relativ schnell klar, okay, das wird jetzt nicht so schnell vorbei sein.

Speaker: Ich habe dann am selben Tag noch alle Mitarbeiter gekündigt.

Speaker: musste ich ja, ich musste ja sofort irgendwie die Kosten runterkriegen, weil damals diese ganzen Hilfen, die es dann gab, dass die Lohnkosten übernommen wurden und so weiter, das gab es ja zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Speaker: Oder dass du die in die Kurzarbeit schickst oder so, gab es ja am ersten Tag auch noch nicht.

Speaker: Das kam ja dann alles erst.

Speaker: Ich habe das dann später auch alles wieder rückgängig gemacht.

Speaker: Du hast direkt alle gekündigt.

Speaker: Naja, ich habe einen Kostenapparat vom, also wir haben für, was haben wir, 2021, also für das Festival 2020, habe man vielleicht in Summe

Speaker: drei Millionen Kosten, wovon eine Million wahrscheinlich schon ausgegeben war und wir hatten einen Fixkostenapparat von 50.000 Euro und wir haben alles, was wir zu dem Zeitpunkt auf dem Konto haben, natürlich schon investiert in Marketing, in Booking und so weiter.

Speaker: Heißt, wir hatten von heute auf morgen keine Einnahmen mehr, hatten aber auch keine Reserven, weil alles ins nächste Festival schon investiert war.

Speaker: Heißt, wir waren quasi zu dem Zeitpunkt schon insolvent.

Speaker: Und dann habe ich natürlich gesagt, okay, Notbremse, ich muss jetzt die Kosten sofort auf Null fahren, habe alle Mitarbeiter gekündigt, was ich dann, glaube ich, drei, vier Wochen später wieder rückgängig gemacht habe, weil dann diese Kurzarbeit gekommen ist, wo du dann erstmal alle Lohnkosten übernommen bekommen hast.

Speaker: Aber das gab es ja nicht sofort.

Speaker: Und deswegen habe ich halt sofort erstmal gesagt, okay, ich muss jetzt erstmal die Firma vor der Insolvenz retten, also alle Mitarbeiter, tut mir leid, ihr seid jetzt gekündigt.

Speaker: Das haben die auch alle verstanden.

Speaker: Ich habe das natürlich nicht gern gemacht.

Speaker: Es war der schlimmste Tag in meinem Leben.

Speaker: Und das...

Speaker: Aber alle Mitarbeiter haben es verstanden.

Speaker: Und ich habe auch allen gesagt, sobald es hier wieder irgendwie weitergeht, dann könnt ihr alle wieder kommen.

Speaker: Aber ich weiß es gerade nicht, wann es weitergeht, wie es weitergeht.

Speaker: Ja, dann war im Prinzip...

Speaker: Zwei Wochen war Krisenmanagement, Beseitigung der schlimmsten Probleme, irgendwie Kosten so schnell wie möglich auf Null fahren, Büro gekündigt, Festnetzanschränkungen, also alles irgendwie versucht zu kündigen, was du irgendwie kündigen konntest, dass du halt einfach keine Fixkosten oder die Fixkosten runterkriegst.

Speaker: Dann habe ich das zwei Wochen lang gemacht.

Speaker: Dann war im Prinzip klar, okay, das dauert länger.

Speaker: Dann bin ich erstmal ein sehr großes Loch gefallen.

Speaker: Weil alles, was du dir jetzt in den letzten Jahren aufgebaut hast, ist ja quasi mit dem Arsch gerade umgehauen worden und du kannst nichts dagegen tun.

Speaker: In dem Loch war ich dann, glaube ich, so zwei, drei Wochen.

Speaker: Und dann habe ich gesagt, okay, also es war wirklich so, dass ich den ganzen Tag im Bett gelegen bin oder den ganzen Tag Playstation gezockt habe oder teilweise auch Spiele auf dem Handy runtergeladen habe, Spiele auf dem Handy gespielt habe, was ich noch nie habe.

Speaker: Und ich habe auch noch nie Playstation gespielt.

Speaker: Und dann irgendwann habe ich gesagt, okay, also halt, stopp, so kann es jetzt hier mal nicht weitergehen.

Speaker: Also jetzt war mal zwei, drei Wochen, okay, ganz nett, dass du mal gar nichts machen musst und den Kopf auch mal komplett ausgeschaltet hast.

Speaker: Aber jetzt müssen wir hier mal irgendwie wieder in die Kötte kommen.

Speaker: Und dann habe ich überlegt, okay, was kann ich machen, was kann ich jetzt Neues machen, was, wo ich jetzt, ich muss jetzt irgendwas machen, wo ich Geld verdienen kann, was nicht von Event abhängig ist.

Speaker: Da bin ich auf ganz viele Ideen gekommen, aber

Speaker: nichts, wo ich jetzt sage, das bringt mir was, weil alles, wo ich drauf gekommen bin, das wäre erstmal wieder damit verbunden gewesen, dass ich zwei, drei Jahre eine neue Firma aufbauen muss und erstmal zwei, drei Jahre wieder kein Geld verdienen muss.

Speaker: Also ich muss ja schnell Geld verdienen, weil ich will ja Open Beats irgendwie retten, dass das nicht insolvent geht.

Speaker: Ja, und dann war natürlich das naheliegend, okay, dann steigen wir uns ins Corona-Business ein.

Speaker: Dann haben wir mit den letzten Reserven, die ich irgendwie noch auf einmal in Konten von den verschiedenen Firmen und privat zusammengekratzt habe, haben wir einen Flieger in China an Masken gekauft, der dann viel zu spät angekommen ist.

Speaker: Und zu dem Zeitpunkt, das war dann schon Juni 20, hat keiner mehr Masken gebraucht und wir sind auf Warenwert 100.000 Euro Masken gesessen.

Speaker: Da dachte ich mir, ja, ist super, jetzt habe ich die letzten Reserven auch noch verbraten.

Speaker: Gott sei Dank kann man jetzt sagen oder auch nicht, kam dann im Herbst die nächste Welle und dann waren die auf einmal wieder Gold wert und dann so ging es dann im Herbst 20 ging es dann erst so richtig los, dass wir wirklich in diesen Corona-Handel mit allen möglichen Produkten eingestiegen sind und

Speaker: durch, ich glaube, das, was wir gut können, ist für Probleme schnell Lösungen finden, was ja bei einem Festival dauern muss.

Speaker: Das ist kein Problem, man muss sofort eine Lösung finden.

Speaker: Und dazu sind wir halt sehr schnell vorangeprescht und haben, obwohl wir aus der Materie und Medizinprodukte und so weiter gar keine Ahnung haben, haben wir da sehr schnell ein Netzwerk aufgebaut und haben dann die Ware herangekommen.

Speaker: Ja, und konnten es dann so hinkriegen, dass wir damit Geld verdient haben, obwohl natürlich ein großer Teil dann auch wieder in Open Beats geflossen ist, um das dann überhaupt vor der Insolvenz überhaupt zu retten.

Speaker: Weil hätte man das nicht gemacht, wenn man das schon lange weg hätte.

Speaker: Es gab ja auch, glaube ich, in der Zeit, so im Sommer, auch noch letzte Hoffnung bei manchen Veranstaltern, dass man Events doch irgendwie durchführen könnte.

Speaker: habt ihr direkt alles zurückerstattet an Tickets, was bis dahin verkauft wurde?

Speaker: Oder habt ihr direkt das Festival abgesagt?

Speaker: Oder habt ihr gesagt, wir hoffen einfach mal, dass es... Ja, du hast natürlich am Anfang gesagt, wir hoffen mal.

Speaker: Das hast du auch nach außen hin so kommuniziert.

Speaker: Insgesamt war mir schon klar, dass das nix wird.

Speaker: Selbst wenn da jetzt irgendwie auf einmal im Juni geheißen wird, ja, wir können veranstalten, in vier Wochen stellst du nicht so ein Festival hin, das funktioniert einfach nicht, das kriegst du gar nicht organisiert.

Speaker: Es kam ja dann Gott sei Dank relativ schnell dieses Gesetzesänderung, ich weiß gar nicht mehr, wie es genau war, dass die Tickets nicht zurückgestattet werden müssen, sondern dass die quasi als Gutschein ausgestellt werden und die können dann, also im Endeffekt hat es geheißen, das Ticket, was du jetzt für 20 gekauft hast, ist gültig für das nächste Jahr.

Speaker: Ja, ein Jahr später waren wir genauso weit, da hat es immer noch kein Festival gegeben, hat ja dann bis 22 am Ende gedauert und das Gesetz wurde dann immer wieder und immer wieder verlängert.

Speaker: Hätte es das Dienstgesetz nicht gegeben, wären alle Festivalveranstalter, alle, sofort ins Element gewesen.

Speaker: Das ist keine Chance.

Speaker: Du arbeitest ja mit dem Geld.

Speaker: Es ist ja nicht so, dass du das Geld vereinnahmst und auf ein Konto legst und dann nicht brauchst.

Speaker: Also du arbeitest, du zahlst die Löhne damit, du zahlst die Künstler damit, du bezahlst das Marketing damit.

Speaker: Das Geld wird dir ausgegeben.

Speaker: Es liegt ja nicht einfach bis zum Festival auf einem Konto.

Speaker: Und ja, das war dann zumindest kurzfristig die Rettung.

Speaker: Aber während Corona ist alles viel teurer geworden.

Speaker: Heißt, was vor Corona das gekostet hat, hat nach Corona das Doppelte gekostet.

Speaker: Heißt, unsere komplette Kostenkalkulation hat nicht mehr funktioniert.

Speaker: Wir hätten eigentlich die Tickets für einen doppelten Preis verkaufen müssen, damit es wirtschaftlich irgendwie wieder aufgeht.

Speaker: Und dementsprechend mussten wir dann auch wieder Geld reinstecken, dass wir das überhaupt irgendwie finanziert bekommen, dass wir das Festival dann in der Qualität hinstellen, wie wir es denn, wie wir es von uns erwarten und wie wir es den Gästen auch präsentieren wollen.

Speaker: War dann dieser Exkurs, kurz, sage ich mal, mal was ganz anderes zu machen, so ein bisschen auch die berühmte Eintrittskarte jetzt zum Thema InnoTrade, also zu dem Thema Scheibenwischwasser, AdBlue, wo du gemerkt hast, ah, ist irgendwie auch mal spannend, so was ganz anderes jetzt noch mitzuhaben, so ein bisschen als Backup.

Speaker: Genau, ich habe ja das, also die Corona-Produkte, Handel mit Corona-Produkten habe ich ja nicht unter dem Mantel Open Beats gemacht, weil kein Klinikum oder kein Universitätsklinikum oder kein Altenheim dieser Welt kauft von einem Festival Masken.

Speaker: Also, kann ich mir das nicht vorstellen.

Speaker: Das haben wir unter dem Mantel Spectro GmbH gemacht.

Speaker: Das ist die Arbeitsschutzfirma von meinem Schwager.

Speaker: Und unter dem Mantel habe ich das gemacht.

Speaker: Also, ich habe dann quasi in dieser Firma als Selbstständiger gearbeitet und habe das mit denen zusammen gemacht.

Speaker: Und genau daraus ist dann auch die InnoTrade GmbH entstanden.

Speaker: Wir haben nach Corona, als es dann irgendwann mal Gott sei Dank vorbei war, haben wir gesagt, ja, eigentlich haben wir sehr gut zusammengearbeitet.

Speaker: Eigentlich macht Handel ja ganz viel Spaß.

Speaker: Lass uns doch mal da irgendwie was weitermachen.

Speaker: Die Idee, dass wir was weitermachen wollen und dass wir im Handel was machen wollen, war auch relativ schnell da.

Speaker: Wir wussten nur noch nicht, was wir hatten.

Speaker: Und dann war es auch wieder zufällig so,

Speaker: macht er auch so, dass mein Vater auf mich zugekommen ist und gesagt hat, er kriegt an der Tankstelle kein AdBlue mehr und er muss jetzt AdBlue tanken, sonst kann er nicht mehr fahren.

Speaker: Da habe ich gesagt, wie, du kriegst kein AdBlue mehr.

Speaker: Da habe ich mich kurz damit beschäftigt und dann festgestellt, es gibt wirklich in ganz Deutschland eine AdBlue-Knappheit, du kriegst kein AdBlue mehr.

Speaker: Und wenn du es herkriegst, dann zu utopischen Preisen.

Speaker: Und auf dem Haltstopper.

Speaker: Die Situation kenne ich aus den letzten Jahren.

Speaker: Masken, Schnelltests waren am Anfang super knapp und super teuer.

Speaker: Und dann haben wir uns dann näher mit beschäftigt und wir haben es hinbekommen,

Speaker: AdBlue zu vernünftigen Preisen eingekauft zu bekommen und haben sofort in großen Mengen weiterverkaufen können, wo wir dachten, das kann doch gar nicht sein.

Speaker: Wenn wir das jetzt hinkriegen, es muss doch auf dem Markt irgendwie andere Player geben, dann können wir uns mit dem Markt mal ein bisschen näher beschäftigen und dieser Markt ist nicht gut besetzt gewesen, zumindest vor ein paar Jahren.

Speaker: Also da gab es einfach eine Lücke und in die Lücke sind wir rein.

Speaker: haben die Firma gegründet und haben erstmal nur Handel betrieben.

Speaker: Mittlerweile, das gibt es jetzt seit 2022, seitdem haben wir die Firma auch weiterentwickelt und mittlerweile produzieren wir auch selbst.

Speaker: Seit knapp einem Jahr haben wir eine eigene Produktionsstelle, produzieren selbst, bauen jetzt auch neu und werden da nochmal eine deutlich größere Produktion hinstellen.

Speaker: Aber ja, das hat sich, also ich sage immer, alles Schlechte hat am Ende auch irgendwie was Gutes.

Speaker: Natürlich war Corona erstmal schlecht, aber es hat sich dann während Corona auch was Gutes draus entwickelt und jetzt langfristig hat sich was Gutes draus entwickelt.

Speaker: Nämlich ich habe eine Firma mit fünf anderen Gesellschaften, die nichts mit OpenBeats zu tun haben, mit denen ich auch super zusammenarbeiten kann und habe einfach was, was losgelöst von der Eventbranche ist, was natürlich super viel nachhaltiger und viel sicherer ist als die Eventbranche.

Speaker: Die Eventbranche ist alles andere als sicher.

Speaker: Würdest du dann eher sagen, so ein bisschen jetzt, wo liegt so der Fokus, wenn du so deine Prozentpunkte verteilen müsstest?

Speaker: Ja.

Speaker: Mein Fokus liegt bei OpenBeats, weil bei Endotrade bin ich auch nur Gesellschafter und Prokurist, aber ich bin jetzt kein Geschäftsführer und ich arbeite auch nicht im Alltagsgeschäft mit.

Speaker: Also ich bringe mich da immer in vielen Themen mit ein, aber ich arbeite da jetzt nicht im Alltagsgeschäft mit.

Speaker: Ich habe nichts mit Mitarbeitern zu tun.

Speaker: Ich arbeite nicht in der Produktion irgendwie.

Speaker: Also ich bin, meine Zeit geht zu 80 Prozent in OpenBeats und zu 10 Prozent in Endotrade und zu 10 Prozent in andere.

Speaker: Neben Business, die es noch gibt.

Speaker: Wie seid ihr denn zurückgekommen 2022, als ihr dann das Festival wieder machen konntet?

Speaker: Hat man irgendwie eine Verhaltenheit gemerkt?

Speaker: Hast du das wahrgenommen?

Speaker: Also diesen ganz großen Hype, wo ich gedacht habe,

Speaker: sobald es klar ist, dass man wieder veranstalten kann, rennen dir die Gäste die Bude ein.

Speaker: Das war nicht so.

Speaker: Also es war vielleicht die ersten drei, vier Tage, war so ein bisschen Euphorie, aber dass du jetzt irgendwie mal schon 10.000 Tickets auf einmal verkauft hast und quasi ausverkaufst, weil die Leute alle wieder Bock haben rauszugehen, das war nicht so.

Speaker: Was wahrscheinlich damit zu tun hat, dass halt alles wieder auf einmal machbar war und du kannst ja auch nicht auf allen Nochzeiten gleichzeitig tanzen.

Speaker: Nee, Verhalten war es nicht.

Speaker: Es war für uns halt vor allem schwer in so kurzer Zeit, also dass wir wirklich, also wir haben im März 22 kamen wir

Speaker: behauptet, wir veranstalten, ohne dass die Politik gesagt hat, ihr dürft im Juni oder im Juli wieder veranstalten.

Speaker: Das war zu dem Zeitpunkt noch nicht sicher.

Speaker: Aber wir haben gesagt, wir müssen jetzt anfangen, müssen planen, als wenn es sicher wäre, dass wir im Juli veranstalten dürfen.

Speaker: Weil wenn wir warten, bis die Regierung sagt, wir dürfen, dann ist es zu spät.

Speaker: Weil das war nämlich dann Ende Mai oder Anfang Juni.

Speaker: Das heißt, wir hätten in fünf Wochen ein Festival hinstellen müssen.

Speaker: Das kannst du vergessen, das funktioniert nicht.

Speaker: Und deswegen haben wir auf gut Glück im März schon so geplant und so getan, als ob, dass wir dann, wenn es soweit ist, in der Hoffnung, dass es soweit ist, am Start sind.

Speaker: Und auch das ging nur, weil wir natürlich während Corona dann anderweitig Geld verdient haben, was wir darüber verlagern konnten und das Ganze überhaupt erst mal vorfinanzieren konnten.

Speaker: Weil es waren ja alle Mitarbeiter bei dir da, die musstest du dir bezahlen, du musstest wieder Geld für Marketing ausgeben, Booking, die Künstler wollen natürlich sofort alle ihr Geld haben und so weiter.

Speaker: Dienstleister wollen natürlich Anzahlungen haben, also du musstest

Speaker: Du kannst nicht sagen, ich fange jetzt mal an zu arbeiten, sondern du musst dir auch sagen, okay, ich fange jetzt an zu arbeiten und das kostet ja auch gleich wieder Geld.

Speaker: Heißt, du musst dir da schnell mal irgendwie sechsstellig, wenn nicht sogar siebenstellig, einen Puffer haben, um überhaupt anfangen zu können.

Speaker: Thema Booking, was kostet so ein, ja, wir können ja jetzt keine Namen nennen, aber was kostet so ein Top-Tier-Künstler, ein guter Künstler, Künstlerin, die oder der Publikum zieht?

Speaker: Also ich darf tatsächlich jetzt nicht sagen, Künstler XY kostet diese Gage.

Speaker: Das ist vertraglich natürlich so geregelt, dass du das nicht sagen darfst.

Speaker: Unser teuerster Act, den wir jemals gebooft haben, hat 250.000 Euro gekostet.

Speaker: Und der teuerste Act dieses Jahr kostet wieder 250.000 Euro.

Speaker: Kurze Frage, aber was beinhaltet das?

Speaker: Also ist da irgendwie...

Speaker: Also machen die da nur das Set und gehen dann wieder?

Speaker: Oder stehen die da noch für Autogrammstunde zur Verfügung?

Speaker: Oder...

Speaker: Es beinhaltet vor allem den Namen des Acts und dass du mit dem Act werben kannst.

Speaker: Das ist der Wert, warum du das Geld zahlst.

Speaker: Das, was der Act jetzt auf der Bühne macht, das technische Auflegen, das bringe ich dir eine halbe Stunde bei.

Speaker: Die meisten machen nämlich gar nichts, gerade die ganz Großen machen gar nichts, die drücken nur auf Play, ist alles vorgefertigt.

Speaker: Ist leider wirklich so.

Speaker: Die Leistung ist, du bezahlst für das Marketing, du bezahlst für den Namen, du bezahlst dafür, dass du damit werben kannst.

Speaker: Und

Speaker: im Endeffekt für eine Stunde auftritt,

Speaker: Anreisestunde, Auftritt, 30 Minuten vorher vielleicht da sein, 30 Minuten danach vielleicht nur irgendwie hier, Foto da, Interview da und wieder Abfahrt.

Speaker: Bringen die aber selbst was on top mit ein?

Speaker: Bewerben die zum Beispiel selbst das Festival?

Speaker: Bucht man sowas?

Speaker: Sehr ungern und auch nur, wenn du sehr in der Gestand nachfragst.

Speaker: Freiwillig machen es die wenigsten.

Speaker: Also das kann man nicht vertraglich mitbuchen.

Speaker: Du kannst es vertraglich schon verhandeln, aber das lassen die sich dann auch bezahlen, wenn du es am Anfang verhandelt bist.

Speaker: Ich rede immer von den ganz großen.

Speaker: Natürlich jetzt von kleineren Ex, gerade lokalen Ex, wo du auch irgendwie einen persönlichen Bezug dazu hast, da ist was anderes.

Speaker: Aber ich rede jetzt von den internationalen, teuren Headlinern.

Speaker: Was passiert denn dann, wenn jemand mal so krank ist oder so?

Speaker: Dann kriegt der ja die Kohle, schätze ich mal, oder?

Speaker: Genau, also wenn ein Künstler nicht kommen kann, weil es sein Verschulden ist, egal ob der jetzt, also wenn er jetzt krank ist, ist es trotzdem sein Verschulden.

Speaker: Wenn es nicht unser Verschulden ist, sag es mal so, dann kriegen wir das Geld zurück und müssen halt einen kurzfristigen Ersatz besorgen.

Speaker: Ja, schon krass.

Speaker: Also, wenn man sich so ein bisschen die ganzen Artists angeschaut hat über die Jahre, dann hattet ihr ja, sage ich mal, auch schon ein bisschen, ja, sag mal, berühmtere in der Branche, zumindest die 2016, 2015 schon da waren.

Speaker: Ich glaube, Fritz Kalkbrenner war, glaube ich, schon relativ früh dabei, der da dabei war.

Speaker: Und jetzt, glaube ich, dieses Jahr, ich glaube, Komnetz-Hiago, Mia Julia oder auch jetzt, glaube ich, das...

Speaker: der Techno-Name von Felix Lobrecht, Esl447 oder so, ist ja dann irgendwie schon auch, du hast ja gesagt Open Beats, auch irgendwie teilweise ein Kompromiss, weil Mia Julia zum Beispiel, die würde ich einfach nur einen Ballermann zuordnen und jetzt nicht zu so einem Festival wie Open Beats.

Speaker: Sie hat glaube ich ein, zwei so, sage ich mal, Beat Tracks, aber ich glaube, Fokus ist bei ihr doch schon Ballermann.

Speaker: Ist es dann so ein bisschen ein Kompromiss auch, den ihr da eingeht?

Speaker: Zwecks, Reichweite, Name.

Speaker: Nee, das ist einfach, dass wir offen sind für alle Genres und ich meine, ich würde jetzt nicht sagen, dass ich Malle-Fan bin oder dass ich diese Musik jeden Tag höre, trotzdem war ich schon am Ballermann und war schon im Bierkönig und war schon im Megapark und fand es auch witzig.

Speaker: Also das ist jetzt nichts, was ich mir jeden Tag anhöre und das ist auch nichts, wo ich sage, da gehe ich jetzt jede Woche in den Schlagerclub oder so, aber es ist ganz witzig und wir haben ja, Julia, jetzt zum dritten Jahr in Folge, ja,

Speaker: Das macht man nicht, weil es scheiße war.

Speaker: Natürlich hast du die, und wir haben es jetzt erst neulich wieder announced, du hast natürlich die Hate-Kommentare darunter.

Speaker: Ja gut, das ist auch Reichweite.

Speaker: Und am Ende vor Ort war es geil.

Speaker: Und bei OpenBits haben wir in Summe nächstes Jahr elf Bühnen auf dem Enfield, davon sieben eigene, offizielle und noch weitere Bühnen von verschiedenen Brandpartnern.

Speaker: Ja, du hast zehn andere Bühnen, wo du hingehen kannst, wenn es dir nicht gefällt.

Speaker: Und wir sind ja so breit aufgestellt.

Speaker: Open Beats ist kein EDM-Festival, Open Beats ist kein Techno-Festival.

Speaker: Open Beats ist ein Festival, das offene ist für fast alle Genres, mit Fokus elektronischer Musik.

Speaker: Wir haben jetzt keinen Hip-Hop bei uns, wir haben auch keinen Rock oder Heavy Metal bei uns, aber wir haben im elektronischen Musikbereich alle Genres.

Speaker: Auf der Mainstage ist typischer Big Room EDM, aber auch sehr deutsch-Ecklastig und auch ein bisschen Party, ein bisschen Malle mit rein und aber auch jetzt mit Chiaro so ein bisschen in diesen...

Speaker: Hip-Hop elektronisch angehauchten Vibe wieder mit rein.

Speaker: Also das ist ja auch schon wieder ein komplett anderes Genre.

Speaker: Passt aber da auch irgendwie hin, weil es halt einfach mal was anderes ist.

Speaker: Und ich meine, wenn es um 14 Uhr losgeht bis 2 Uhr nachts, 12 Stunden lang, wenn 12 Stunden lang dieselbe Musik läuft, ist es ja auch irgendwie langweilig.

Speaker: Wir machen da bewusst halt einfach mal was anderes rein, dass halt einfach mal ein anderer Vibe herrscht.

Speaker: Und denen, denen es nicht gefällt, die haben neun andere Hühnen, wo sie hingehen können, wo dann wieder eine andere Musik läuft.

Speaker: Und

Speaker: Ja, so ist man einfach super, super viel fertig.

Speaker: Was ist denn so, die Frage, gebe ich schon noch allen, die jetzt zuhören, was war denn bis jetzt so der überraschend angenehmste Gast, wo du sagst, boah, im Vorfeld hast du schon, I don't know, das ein oder andere Gerücht gehört und jetzt in Person und mit dem Auftritt mega positiv überrascht, mega überzeugt.

Speaker: Gast oder Künstler?

Speaker: Künstler, meinst du?

Speaker: Du hast gerade Gast gesagt, deswegen war ich

Speaker: Ja, Gast, also Küste auf Moobi.

Speaker: Nächstes Jahr, wenn Fabian Hörst kommt, es wird unangenehm.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also überraschend, ich lasse jetzt mal alle Acts, die ich irgendwie persönlich kenne, jetzt gerade so die ganzen deutschen Acts, keine Ahnung, Lischuk, Noël Holler, Fabian Farrell und wie sie alle heißen, die lasse ich jetzt mal außen vor.

Speaker: Ich nehme jetzt mal bewusst die internationaleren Namen, die kennen mich nicht, ich kenne die nicht.

Speaker: Also ich kenne die schon als Künstler, aber nicht als Person.

Speaker: Also wer super sympathisch ist und war, war Don Diablo.

Speaker: aber war jetzt nicht so, dass ich es erwartet hätte, dass er unsympathisch ist.

Speaker: Er war sympathisch, das wäre mir eher so aufgefallen.

Speaker: Aber ich erwarte, also ich könnte dir jetzt, glaube ich, viel mehr Beispiel nennen von Acts, wo ich mir dachte vor Ort, mein Gott, wie arrogant kann man sein und wie asozial kann man sich verhalten.

Speaker: Da gibt es sehr viele Acts davon.

Speaker: Da gibt es auch einige, die wir einfach auch nicht mehr buchen, weil man denkt, also komm mal, irgendwo ist es mal Feierabend, so wie du dich hier verhältst und auch teilweise Mitarbeiter, wie du mit denen umgehst vor Ort, ist nicht, du spielst bei uns nicht mehr.

Speaker: Auch wenn dann der Act, sage ich mal, gezogen hat für das Jahr, wo man sagt, boah, eigentlich war ein gutes Zupferd und so wie die Zuschauer den Act wahrgenommen haben, richtig positives Feedback, aber aufgrund des Verhaltens auch ein bisschen vielleicht Art

Speaker: weil deine Mitarbeitende ja auch auf dich raufschauen, sondern was macht denn jetzt eigentlich der Flo mit sowas?

Speaker: Lässt er das durchgehen oder ist das dann auch was für einen Hinterkopf?

Speaker: Das war eine Szene, das war ein Headliner, das war auch einer der teuersten Acts, die wir jemals hatten.

Speaker: Da hat der Tourmanager auf der Bühne, während der Hack gespielt hat, ich sage jetzt den Namen nicht, eine Mitarbeiterin von mir an den Haaren von der Bühne runtergezogen.

Speaker: Und dann habe ich auch gesagt, es stand nicht daneben, ich habe es dann nur mitgekommen und habe mir eine Videoaufnahme angeschaut, habe mir den natürlich dann danach geschnappt, habe ihn erst mal rausgeschmissen.

Speaker: Den werde ich nicht mehr buchen.

Speaker: Punkt.

Speaker: Also zumindest nicht, solange derjenige, der Tourmanager von ihm ist.

Speaker: weil der Eck an sich konnte jetzt in dem Fall nichts dafür, aber die Tourmanager sind meistens die, die sich noch viel mehr aufführen, weil die haben wahrscheinlich alle zu Hause nichts zu melden und können da immer den großen Macker raushängen lassen und können dem Festival sagen, was wir jetzt zu tun haben.

Speaker: Aber sowas, da spiele ich grundsätzlich mit.

Speaker: Also da habe ich mir mit den letzten Jahren echt ein hartes Fell angeeignet, wenn da einer meint, er muss daherkommen, muss den großen Macker und den Boss raushängen lassen, den hole ich erstmal runter.

Speaker: Und das sind auch alle, wir haben ja auch viele Mädels im Artist Backhandling gerade und die, das ist halt oft das Problem, dass die,

Speaker: nicht respektiert werden.

Speaker: Und da fahre ich halt gleich rein.

Speaker: Also ich will das sofort wissen und den schmeiße ich sofort raus.

Speaker: Ich habe letztes Jahr auch wieder eine Szene, wo eine andere Mitarbeiterin von mir auch wieder der Toolmanager von der Bühne runtergeschmissen hat, zwar nicht an den Haaren gezogen, aber trotzdem handgreiflich geworden ist und sowas, denkst du.

Speaker: Leute, was glaubt ihr eigentlich, wo ihr seid?

Speaker: Ihr seid bei uns auf dem Festival.

Speaker: Ihr kriegt da Kohle dafür, dass ihr euren Job hier macht und ihr gebt nicht unsere Mitarbeiter an.

Speaker: Punkt.

Speaker: Sowas hast du leider.

Speaker: Das gehört leider dazu.

Speaker: Ja, schade, dass sowas nicht namentlich öffentlich gemacht werden kann.

Speaker: Das darf ich jetzt an der Stelle wirklich nicht sagen, weil das... Ja, ja, ich weiß.

Speaker: Es ist halt schon irgendwie schwierig, dass es in der Entertainment-Branche einfach sagen, alles ist irgendwie gang und gäbe und keiner spricht drüber.

Speaker: Über die Person.

Speaker: Oder es braucht dann erstmal eine Netflix-Doku oder sowas.

Speaker: Kann ich jetzt wirklich nicht nachhören.

Speaker: Nee, nee, ist ja auch gar nicht die Erwartung.

Speaker: Nee, nee, gar nicht.

Speaker: Nur Side-Note an der Stelle.

Speaker: Vielleicht hört ja jemand zu, der sich mal ein bisschen besser mitnehmen kann.

Speaker: Wie...

Speaker: Wie würdest du jetzt sagen, du hast ja jetzt ein paar Jährchen mitgemacht, wie steht es, weil es sind, ihr seid noch da, es sind aber auch einige über die Wupper gegangen, wie steht es um die Festival-Szene?

Speaker: Und wie sehen die nächsten Jahre aus?

Speaker: Also um die Festival-Szene würde ich sagen, gut und schlecht.

Speaker: Gut für all diejenigen, die innovativ sind, die neue Sachen machen, die sich weiterentwickeln.

Speaker: Ich würde behaupten, da gehören wir dazu, weil wir jedes Jahr was Neues machen, sei es eine neue Bühne oder sei es uns nochmal im Genre erweitern oder auch mal Acts machen, die jetzt nicht typischerweise die letzten Jahre bei uns gespielt haben, uns im Marketing vielfältig bewegen oder gestalterisch vor Ort mehr machen und so weiter und so fort.

Speaker: Ich glaube, um die Festivals, die sich weiterentwickeln, steht es gut.

Speaker: Um die Festivals, die halt seit Jahren Copy-Paste machen und nicht an der jungen Zielgruppe dran sind, sondern einfach immer noch das Gleiche machen wie vor 10, 15 Jahren,

Speaker: kann ich mir nicht vorstellen, dass das noch lange gut geht.

Speaker: Und da gibt es ja auch schon Beispiele, wo es zu Ende geht.

Speaker: Ich habe mal, ist jetzt nicht die Top-Referenz, was Festivals angeht, du wirst bestimmt mit den Augen rollen, aber Tarek Müller hat mal gesagt, von About You, das Erlebnis ist eigentlich, zieht mittlerweile mehr als das Line-Up.

Speaker: Ja, das ist auch so.

Speaker: Ja, ist ja auch genau das, was wir versuchen zu verkörpern und was wir machen.

Speaker: Also wir machen so viele Sachen, die vor 10, 15 Jahren nichts auf einem Festival zu tun gehabt hätten.

Speaker: Beispiel, wir haben den High-Sof-Ballon, du kannst bei uns High-Sof-Ballon fahren, du kannst Riesenrad fahren, kannst Helikopter fliegen, du hast ein Badeweier, wir haben den Edeka-Supermarkt, wir haben den Biergarten auf dem Campingplatz, wir haben eine Fun-Area, wo man verschiedene Workshops machen kann, wir haben Fitnessgeräte,

Speaker: Wir haben eine Spira-Area, Looping Louis, was weiß ich nicht alles für verschiedene Fun-Aktivitäten.

Speaker: Wir haben eine Kirche, wo du heiraten kannst, wo du beichten kannst.

Speaker: Das war jetzt nur die Sache auf dem Campingplatz.

Speaker: Auf dem Infield gibt es sauviele verschiedene Bühnen.

Speaker: Wir haben Lunaria, das ist eine Area, wo du einfach mal runterkommen kannst, wo du Kopfhörer aufsetzen kannst, wo du meditieren kannst.

Speaker: Also ich könnte jetzt, glaube ich, eine halbe Stunde über unsere Seitaktivitäten sprechen, die wir machen, die eigentlich gar nichts mit einem Festival zu tun haben.

Speaker: Aber genau das ist es, was unsere Meinung auch zumindest das ausmacht, wo du dich weiterentwickeln musst und eben dich auch lösen musst von den größten Namen und von dem Line-Up, weil die kosten sehr viel Geld.

Speaker: Die lassen sich das auch jedes Jahr bezahlen.

Speaker: Die werden auch nicht günstiger, egal ob sie noch so relevant sind oder nicht.

Speaker: Die denken immer noch, dass sie die relevantesten sind.

Speaker: Und deswegen würde ich die Aussage eins zu eins unterschreiben.

Speaker: Ja, gut.

Speaker: Wie viele Menschen haben wir auf dem Open Beat Festival schon geheiratet?

Speaker: Gibt es eine Statistik?

Speaker: Letztes Jahr eine Person, das war letztes Jahr das erste Mal, dass wir es gemacht haben.

Speaker: Und die Idee ist entstanden vor zwei oder drei Jahren.

Speaker: Da hat unser Fotograf, der bei uns das Mediateam geleitet hat, am selben Tag noch eine Hochzeit fotografieren müssen.

Speaker: Und das koordiniert er auf jeden Fall.

Speaker: Hat das Brautpaar danach mitgemacht und hat Bilder bei uns und Videos bei uns mit denen auf dem Gelände gemacht.

Speaker: Und dann habe ich gesagt, hey, lass uns mal, lässt der wirklich eine Hochzeit bei uns machen.

Speaker: Und so ist die Endation.

Speaker: Also ein paar bis jetzt.

Speaker: Kommt denn auch ein Pfarrer?

Speaker: Also wenn man dann noch beichten kann?

Speaker: Wir sind Pfarrer dann.

Speaker: Wir machen das zusammen mit der Evangelischen Kirche.

Speaker: Und wir treuen die komplette Area.

Speaker: Du kannst da hingehen, irgendwie Seelsorge, wenn du einfach nur besprechen möchtest.

Speaker: Du kannst da hingehen, wenn du beichten möchtest.

Speaker: Du kannst da alles möglich machen.

Speaker: Muss man einfach mal sich ein bisschen inspirieren lassen.

Speaker: Apropos, ich nenne Fabi die ganze Zeit Fabian Hörst, der heißt ja mittlerweile Kramer.

Speaker: Ist für mich auch noch ungewohnt, sorry Fabi.

Speaker: Ist kein Problem, Jascha Kampo.

Speaker: Alles klar.

Speaker: Gut, aber wir wollen noch ganz kurz ein paar private Themen abklopfen.

Speaker: Private Themen?

Speaker: Ja, ja, ja.

Speaker: Also einmal, was mich am meisten interessiert, feierst du, kannst du das Festival genießen in irgendeiner Form?

Speaker: Selbst?

Speaker: Äh, ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Wenn alles läuft.

Speaker: Wenn du deine Tourmanager rausschmeißen musst.

Speaker: Ja gut, das sind Sachen, die sind für mich in zehn Minuten erledigt.

Speaker: Ich gehe da hin und sage ihm, du fliegst jetzt und hol mir im Zweifel noch eine Security, dann ist das Thema für mich abgehakt.

Speaker: Wenn das Wetter nicht mitspielt, das sind natürlich Sachen, die habe ich dann nicht unter Kontrolle.

Speaker: Wir hatten sie schon unter Kontrolle und vor allem mein Team hatte es unter Kontrolle, aber ich tue mir dann so schwer...

Speaker: da wirklich darauf zu vertrauen, dass die das machen, ohne dass ich die alle halbe Stunde mich darüber über den Status informiere, wie stehen wir hier, ist da Pfütze beseitigt, ist da die Einfahrt wieder offen, ist das Infield offen, können die Leute reinlaufen, haben wir ein Problem vor den Bühnen und so, da mache ich mich dann sehr gerne sehr verrückt, obwohl ich weiß, dass ich Leute habe, die sich darum kümmern und das auch können, da tue ich mir so ein bisschen schwer, aber ansonsten, wenn jetzt Normalbetrieb ist, heißt Normalbetrieb heißt eigentlich nur, wenn es nicht jetzt irgendwie wie aus Eimern regnet, drei Tage am Stück, dann ist Normalbetrieb und dann bin ich in der Regel auch entspannt.

Speaker: Ich habe auch

Speaker: Per se ist keine fixe Aufgabe während dem Festival.

Speaker: Ich habe für jeden Bereich meine Bereichsleiter, die wissen alle Bescheid und in der Regel entscheiden die auch für alle Bereiche selbst.

Speaker: Da kommt natürlich dann mal irgendwas zu mir, wenn es nichts gravierendes ist.

Speaker: Ansonsten lasse ich mich einfach treiben über das Gelände und spreche mit verschiedensten Leuten.

Speaker: Ja, ist eigentlich entspannt, weil ich keinen festen Job habe.

Speaker: Aber natürlich, ich habe auch keinen Funk.

Speaker: Also ich tue bewusst den Funk weg während dem Festival, weil dann sind die Leute hier dazu gehalten, selber Lösungen zu finden und rufen nur im schlimmsten Fall an.

Speaker: Aber ja.

Speaker: Aber trifft man dich dann auch vor der Bühne mal?

Speaker: Ja.

Speaker: Schon.

Speaker: War das so, weil du hast das ja wahrscheinlich auch irgendwie aus einer Leidenschaft gemacht.

Speaker: Das ist schon wahrscheinlich ein gutes Gefühl, einfach auf dem eigenen Festival vor einer Bühne zu stehen und zu feiern.

Speaker: Ja, also ich sage mal so, die Leidenschaft gerade zur Musik und gerade zu dieser DJ-Szene, die ist die letzten Jahre schon ein bisschen abgefallen, so ein bisschen würde ich sagen, weil ich halt einfach auch die negative Seite kenne und weil ich halt weiß, dass es in der Branche nur um Geld geht.

Speaker: Den Künstlern geht es nur um Geld.

Speaker: Ein bisschen meet your hero, ne?

Speaker: Ja, das ist ein bisschen weg, aber trotzdem, wenn du natürlich dann da reinstehst, es funktioniert alles, es ist eine geile Show, die Leute haben Spaß und...

Speaker: Klar, dann ist es natürlich schon gar nicht gut.

Speaker: Das ist doch ein bisschen, wenn man daheim so eine Hausparty schmeißt, oder?

Speaker: Wenn dann der Erste anfängt, irgendwie ins Schlafzimmer der Eltern zu kotzen, dann geht da die Stimmung auch ein bisschen Bach hier runter.

Speaker: Ja, das Problem hatte ich Gott sei Dank noch nicht, dass jemand ins Schlafzimmer der Eltern gekotzt hat, aber ja.

Speaker: Der geilste Moment ist, wenn du so mit dem Aufbau grob fertig bist zum Donnerstag, also Freitag geht das Festival los, am Donnerstag ist dann halt immer so, überall wird halt noch gewerkelt und überall sind wir hier in der Bar noch ein bisschen, da noch ein bisschen, da noch ein bisschen, aber irgendwann ist dann der Soundcheck und die Musik von der Mainstage geht an.

Speaker: Und dann ist so der Moment, okay, jetzt läuft's.

Speaker: Wenn mal die Musik läuft, dann der Rest wird dann schon.

Speaker: Ist auch unser Spruch, wird schon.

Speaker: Am Ende wird's schon irgendwie werden.

Speaker: Ich finde das fast ein gutes Schlusswort.

Speaker: Virtual.

Speaker: Oder Fabi?

Speaker: Virtual.

Speaker: Ich finde Virtual super.

Speaker: Das fasst gut zusammen.

Speaker: Aber was du vielleicht noch, eigentlich fragen wir immer nach einem Ausgleich.

Speaker: Gibt es irgendeine Art von Ausgleich noch?

Speaker: Sport, Lesen, irgendwelche

Speaker: Zocken.

Speaker: Anderen Aktivitäten.

Speaker: Also lesen würde ich jetzt da nicht zu meinen Favoriten zählen.

Speaker: Was ich tatsächlich, das ist noch so ein Corona-Überbleibsel, ist tatsächlich zocken.

Speaker: Die Playstation hat sich seit Corona nicht verabschiedet aus meinem Leben.

Speaker: Was wird so gezockt?

Speaker: Ich spiele tatsächlich seit Corona nur Call of Duty Wars.

Speaker: Also jetzt nicht so, dass ich das jetzt jeden Tag irgendwie zehn Stunden suchte, aber so in die Woche schon so drei Mal am Abend mal nach Feierabend, wenn der Laptop weg ist, dann gehe ich da einfach rein und zocke ein bisschen.

Speaker: Sport würde ich sozusagen, ja.

Speaker: Ich mache tatsächlich jeden Morgen, bevor ich irgendwie arbeiten anfange, eigentlich so direkt nach dem Aufstehen, also 15, 20 Minuten ein bisschen Workout.

Speaker: Einfach, dass du mir überhaupt irgendwas gemacht hast, weil dann sitze ich wieder den ganzen Tag im Wirr und habe mich keinen Meter bewegt.

Speaker: Ich versuche auch aktiv beim Telefonieren immer rumzulaufen.

Speaker: Dann laufe ich immer bei mir im Büro und in der Halle herum, dass ich wenigstens ein paar Schritte gesammelt habe.

Speaker: Oder gehe mal raus in den Garten oder laufe auf der Straße ein bisschen rum.

Speaker: Und ansonsten mache ich auch dreimal die Woche noch Sport.

Speaker: Am Abend noch ein bisschen.

Speaker: Das gehört, glaube ich, schon ein bisschen dazu.

Speaker: Das musst du ja auch ein bisschen machen.

Speaker: Und ansonsten, wenn ich im Urlaub bin, was?

Speaker: Und wenn es nur drei, vier Tage sind, versuche ich da, das Handy einfach wegzulassen.

Speaker: funktioniert mal mehr, mal weniger.

Speaker: Aber ich habe es jetzt so im Mittelweg gefunden, wenn es nicht funktioniert, dass ich zumindest mein E-Mail-Programm Outlook komplett lösche vom Handy.

Speaker: Ich habe gar keine Möglichkeit, auf die E-Mails zuzugreifen.

Speaker: Und WhatsApp archiviere ich alles.

Speaker: Alles, was reinkommt, was nicht privat ist, sondern was geschäftlich ist, archiviere ich einfach und lese es mir dann erst wieder durch, wenn ich vom Urlaub zurück bin.

Speaker: So einfach mal ein bisschen runterkommen und nicht immer sofort erreichbar sein.

Speaker: Vielleicht noch als letzte ergänzende Frage dazu, auch wie du eben runterkommst.

Speaker: Meinst du so ein bisschen auch der Vorteil, dass du eher ländlich unterwegs bist?

Speaker: Weil du bist ja da in Burgau, in der Gegend, so ein bisschen in der Nähe des Allgäus auch.

Speaker: Also jetzt nicht so in irgendeiner Metropole, wie oft Gründer und Gründerinnen unterwegs sind, hilft das auch.

Speaker: Ja, also ich habe schon mal in der Stadt, in Ulm habe ich mal gewohnt, das ist jetzt keine Großstadt, aber es ist zumindest mal eine Stadt, zwei, drei Jahre, glaube ich, und das hat mir nicht getaugt.

Speaker: Und hier ist es halt einfach so, du bist so ein bisschen...

Speaker: Es ist nicht so stressig.

Speaker: Also mich stresst ja schon irgendwie, wenn ich einkaufen fahre und danach keinen Parkplatz finde.

Speaker: Das stresst mich ja schon.

Speaker: Und hier kann ich ja direkt vor der Tür parken.

Speaker: Ich habe ja meinen Parkplatz, Meere sogar, habe hier Platz ohne Ende und deswegen so Stadtleben wäre nichts für mich.

Speaker: Also mich persönlich stresst es.

Speaker: Es gibt aber natürlich auch Menschen, die sagen, denen Stress Landleben und die können im Landleben jetzt anfangen.

Speaker: Für mich ist es kein Stress.

Speaker: Ganz im Gegenteil.

Speaker: Am Ende gibt es immer ein Fest, das ist unser zweiter Spruch.

Speaker: Das hängen wir immer dann auf, wenn wir beim Aufbau sind und

Speaker: Es kommen halt so 8000 Problemchen gleichzeitig, hier ein Problem, da ein Problem, da ein Problem.

Speaker: Und dann so, alles klar, jetzt muss der Spruch wieder raus, dann hängen wir den ganz groß in unser Teambüro auf und dann wissen wir, naja, okay, jetzt machen wir uns alle mal nicht verrückt, wir löschen jetzt ein Problem nach dem anderen, am Ende gibt es immer ein Fest und dann findet das Festival statt.

Speaker: So ist es.

Speaker: Das kann man sich mal mitnehmen.

Speaker: Ich notiere es mir für dieses Jahr Ende Juli.

Speaker: Notiert er soll ich.

Speaker: Also Flo, vielen, vielen Dank.

Speaker: War super interessant.

Speaker: Vielen Dank, dass ich da sein durfte.

Speaker: Ganz anders als die anderen Digital-Menschen, die wir sonst hier oft sitzen haben.

Speaker: Super interessantes Thema.

Speaker: Vielen Dank für die Einblicke und viel Erfolg.

Speaker: Und wer noch kein Ticket hat, jetzt buchen.

Speaker: Wer noch mehr Einblicke möchte, in unseren Podcast reinfolgen.

Speaker: Genau.

Speaker: Einfach Hackschnitte suchen bei Spotify wird wahrscheinlich nicht allzu viele Podcasts mit dem Namen sein.

Speaker: Einfach Hack eingeben, das kommt direkt unter gemischtes Hack.

Speaker: Das ist schlauer Move.

Speaker: War tatsächlich nicht Absicht.

Speaker: Das ist mir nur selber erst neulich aufgefallen.

Speaker: Sehr schlau.

Speaker: Oh Mann.

Speaker: Na ja, guck mal, vielleicht mal Work Hack Challenge oder sowas.

Speaker: Oder die Fest und Flauschig Work Life Challenge.

Speaker: Ja, auf jeden Fall überdenken wir das mit dem Podcast.

Speaker: Vielen Dank, Frau Moskow.

Speaker: Ciao, ciao.

Speaker: Ade.

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Recommended