Zencastr
00:00:00
00:00:01
Speed1x
Format
Share
Embed
Report

Wie Roboter den Mittelstand retten – Mladen Milicevic von Unchained Robotics

Work Life Challenge
Work Life Challenge

118 plays · Sep 15, 2025

Wie gelingt es einem Gründer aus Ostwestfalen, die deutsche Industrie ins Roboterzeitalter zu bringen? Mladen Milicevic hat nach seinem Studium in Paderborn Unchained Robotics gegründet – einen Marktplatz und Lösungsanbieter für Robotik, der inzwischen international expandiert. Im Gespräch erzählt Mladen, warum immer noch über 70 % der deutschen Fabriken ohne Roboter arbeiten, was er aus seiner Zeit in China gelernt hat und weshalb der Mittelstand dringend umdenken muss. Wir sprechen über German Angst, Mitarbeiter-Sabotage von Robotern, fehlende Ausbildungswege – und warum er trotzdem optimistisch auf die Zukunft schaut. Außerdem erfährst du, wie Mladen und sein Team ein Betriebssystem für Roboter entwickelt haben, welche Rolle Politik und Unternehmertum bei der Transformation spielen und wie man mit Mut und Pragmatismus aus Paderborn heraus globale Märkte erobert.

Transcript

Speaker: Herzlich willkommen zurück bei Work-Life-Challenge.

Speaker: Wir haben den 11.

Speaker: September.

Speaker: Ich habe extra die Zukunft Personalmesse heute früher abgebrochen, um mich mit Fabi zu treffen.

Speaker: Ne, Spaß.

Speaker: Also Fabi, wir haben natürlich wegen unseres Gastes zurückgekommen.

Speaker: Wie geht es dir und wen haben wir heute da, Fabi?

Speaker: Ja, ich dachte auch schon, also das hört sich nicht richtig an, was du da sagst.

Speaker: Die Begründung klingt ein bisschen billig.

Speaker: Aber jetzt natürlich mit unserem Gast, mit dem Laden, der heute da ist, macht es natürlich auch Sinn.

Speaker: Denn wir haben heute den Laden Milicevic zu Gast bei uns im Podcast.

Speaker: Und ich kann schon vorwegnehmen, aus keiner Startup-Hochburg, sondern wir kommen quasi aus den Tiefen Deutschlands zu uns.

Speaker: Nämlich auch ein Ort, der kürzlich...

Speaker: ja, für Schlagzeilen gesorgt hat, weil jetzt eine neue regionale Airline gewisse Orte wieder anfliegt, nämlich aus der Nähe von Paderborn.

Speaker: Und ja, wir haben Laden Milicevic eben da im Laden.

Speaker: Wir machen es bei uns immer so.

Speaker: Erstmal herzlich willkommen an der Stelle.

Speaker: Und wir stellen immer noch mal ganz kurz den Werdegang vor, damit unsere Zuhörerinnen auch eben wissen, wer bei uns eben zu Gast ist.

Speaker: Ich gehe da einfach mal ganz entspannt und schnell im Schnelldurchlauf durch.

Speaker: Und zwar am Laden, du hast den Master gemacht an der Uni Paderborn im Industrial Engineering, quasi grob an der Uni gewesen von 2012 bis 2019.

Speaker: Warst dann zwischendurch auch währenddessen Werkstudent bei einerseits Diebold Nixdorf, aber auch bei Unity Business Consulting, wovon du dann auch ein halbes Jahr in China warst.

Speaker: Was für dich gefällt?

Speaker: kommen wir vielleicht auch später darauf zurück, eine doch wichtige Erfahrung war und hast dann quasi mit Ende des Masterstudiums direkt gegründet, nämlich Unchained Robotics.

Speaker: Und jetzt sitzt du hier in Deutschlands bekanntestem Startup-Podcast.

Speaker: Und wie immer haben wir eine Art Einstiegsfrage vorbereitet, nämlich die bekannte Stressfrage.

Speaker: Mit welchem Stresslevel erreichen wir dich denn heute von der Skala von 1 bis 10?

Speaker: Eins ist mega entspannt und zehn ist eben das Gegenteil.

Speaker: Ja, erstmal vielen Dank, dass ich da sein darf und mit euch da so drüber schnacken darf.

Speaker: Und vielen Dank für die Einleitung.

Speaker: Stresslevel, naja, als Gründer, glaube ich, hat man so ein kontinuierliches Level, aber ich würde heute sagen, es ist eine sechs.

Speaker: Ich bin relativ entspannt im Vergleich.

Speaker: Das freut uns natürlich zu hören.

Speaker: Das ist eine gute Grundlage für den Podcast, weil meistens ist unsere Erfahrung, das, was unsere Gäste dann eben erzählen, wird es dann immer noch mal ein bisschen entspannter danach.

Speaker: Also quasi eine kleine Erholungskur.

Speaker: Also wir haben auch uns im Vorfeld natürlich mit dir beschäftigt und so ein bisschen eine Anschluss, eine lockere Einstiegsfrage in dem Podcast ist, was ist denn deine Lieblings-Lego-Figur?

Speaker: Meine Lieblings-Lego-Figur ist wahrscheinlich so aus der Marvel-Reihe, so ein kleiner Spider-Man.

Speaker: Dazu habe ich aber auch eine kleine Geschichte, wenn ihr die hören wollt.

Speaker: Gerne, vielleicht kurz zum Kontext.

Speaker: Warum frage ich das?

Speaker: Weil du in einem Interview mal erzählt hast, dass du mit 14 einen ersten Lego-Roboter gebaut hast.

Speaker: Deswegen dachte ich, wenn er das gemacht hat, dann ist er wahrscheinlich sehr tief im Lego-Game drin und wird bestimmt eine Lieblingsfigur haben.

Speaker: Aber dann nimm uns doch gerne mal mit.

Speaker: Nee, ja, das ist schon richtig mit dem Lego-Roboter.

Speaker: Zum Teil Lego, später dann auch Fischertech und andere Themen.

Speaker: Aber ein Thema, was wir gesehen haben, relativ früh in der Reise bei Unchained, war auch, wie zum Beispiel so

Speaker: Päckchen verpackt werden, wo Überraschungspakete quasi auf so ein Magazin geklebt werden.

Speaker: Also wenn ihr mal so ein Magazin gekauft habt, so ein Kindermagazin, dann steht da so irgendwie dein Lego Überraschungspaket drauf, eine x-beliebige Figur,

Speaker: dann wird die tatsächlich manuell verpackt.

Speaker: Das ist etwas, was wir hier bei uns in der Gegend von Ostwestfalen gesehen haben, wo ihr euch vorstellen müsst, dass so irgendwie mehrere Personen in Reihe nebeneinander vor einem Förderband stehen und nur eine Aufgabe haben, nämlich ein Lego-Bauteil auf dieses Förderband zu legen oder zu werfen.

Speaker: Also es gibt eine Person, die ist zuständig für den Kopf, andere für den Körper, andere für die Beine und so weiter.

Speaker: Ja.

Speaker: Und darunter war halt so ein Lego Spider-Man, der dann auch immer verpackt wurde.

Speaker: Und deswegen habe ich mal gerade den Spider-Man ausgewählt.

Speaker: Also unglaublich, was man so zum Teil manuell macht hier in Deutschland und deswegen die kleine Geschichte so dazu.

Speaker: Ganz gute Überleitung, weil du, ich meine, in einem Marketing-Claim sagt dir, dass 80 Prozent der deutschen Firmen immer noch keine Roboter nutzen, der deutschen Fabriken.

Speaker: Ich glaube, das hat sich mittlerweile ein bisschen gebessert, meine ich, aber war dann auch dieser Punkt, war das schon ein Anstoßpunkt, diese Beobachtung?

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Also ich glaube, das erste Mal, dass wir so Zahlen hatten, war so 2019, Statistisches Bundesamt tatsächlich hat eine Erhebung gemacht.

Speaker: Da waren es noch knapp 85 Prozent, die keinen einzigen Roboter hatten, egal ob das dann quasi ein stationärer Roboter ist oder irgendwie so ein fahrender Roboter.

Speaker: Und dann über die letzten Jahre wurde das immer mal wieder irgendwie von BCG oder wem auch immer irgendwie bestätigt.

Speaker: Also wenn wir 80 Prozent sagen, dann fühlen wir uns da relativ sicher, wenn es 75 mittlerweile sind, ist es gut für uns alle, aber viel weiter vorne sind wir da leider nicht.

Speaker: Und das ist halt die Beobachtung, die wir so über Zeit gemacht haben, dass einfach Industrie 4.0 als Schlagwort einfach kaum in den Fabriken Deutschlands stattfindet.

Speaker: Es war immer irgendwie eine gute Story, die erzählt wurde.

Speaker: Aber wenn du vor allem in den breiten Mittelstand reingehst, hast du dich echt zum Teil in den Kopf gefasst und dich gefragt, wie, wieso, ja, wieso machen wir das eigentlich heute noch so?

Speaker: Und es ist kein Wunder, dass wir dann alle darunter leiden und uns fragen, wo wir noch ein paar mehr Fachkräfte herbekommen, weil zum Teil Fachkräfte gar nicht Fachkräftearbeit machen, sondern Fachkräfte.

Speaker: Und irgendwie Hauptsache ein Arm kann sich bewegen.

Speaker: Das ist halt einfach etwas, wo wir glauben, was nicht notwendig ist.

Speaker: Und das war halt auch der Anstoß generell, sich da noch tiefer und noch mehr mit der Robotik auseinanderzusetzen und zu schauen, wie wir dem breiten Mittelstand helfen können.

Speaker: Sollen wir vielleicht kurz mal in die Gründungsgeschichte dann auch konkret reingehen?

Speaker: Also der Tag, wenn es den Tag gab, selbst wo du gesagt hast, ey, müssen wir machen, du hast ja auch Mitgründer, wie ist der Stein ins Rollen gekommen?

Speaker: Ja, ihr habt das ja eben schon ganz gut zusammengefasst.

Speaker: Also was vielleicht sonst noch so nicht aus dem Lebenslauf immer ganz ersichtlich ist, ist, dass ich neben dem Studium schon parallel so als Freelancer gearbeitet habe, also so eine kleine Selbstständigkeit mir aufgebaut habe, wo ich wirklich in diesen unterschiedlichen Fabriken unterwegs war und Prozesse optimiert habe.

Speaker: Ihr habt dann Nixdorf genannt, ihr habt dann auch die Aktivität mit Unity genannt, aber es waren auch ein paar andere Fabriken, wo ich so unterwegs sein durfte.

Speaker: Und als ich dann in China war und gesehen habe, wie pragmatisch die Chinesen automatisieren und wie weit sie uns voraus sind, habe ich mich ernsthaft gefragt, was wir tun müssen, um dem breiten Mittelstand in Deutschland und Europa irgendwie dabei zu helfen, den passenden Roboter zu suchen, zu finden und zu integrieren.

Speaker: Das waren eigentlich irgendwie so immer die Fragen.

Speaker: Also wie können wir das alles beschleunigen?

Speaker: Was sind gerade eigentlich so die Hemmnisse?

Speaker: Und habe aus China heraus angefangen,

Speaker: Konzepte mir zu überlegen und zu schauen, was können wir eigentlich machen.

Speaker: Damals noch sehr stark die Hypothese, dass es eigentlich an Software und Technologie scheitert, warum Robotik noch nicht so großflächig integriert ist in Deutschland und quasi mit dem Hintergrund zu sagen, wir bringen Robotern das Sehen bei, eine gewisse Intelligenz zu entwickeln und dabei zu helfen, einfach zu automatisieren.

Speaker: bin ich gestartet mit ein paar Uni-Kollegen.

Speaker: Damals haben wir einfach Konzept-Paper, Pitch-Decks, wie auch immer gebaut und haben relativ schnell sehr gutes Feedback erhalten aus der Industrie.

Speaker: Und ich war drauf und dran, quasi meine Aktivität in China abzubrechen und direkt wieder zurück nach Deutschland zu fliegen.

Speaker: weil ich das Gefühl hatte, da bewegt sich schon so viel.

Speaker: Ich muss jetzt eigentlich direkt loslegen.

Speaker: Hat sich dann aber doch so ergeben, dass ich erst mal meine Zeit in China fertiggebracht habe und auch erst mal ein neues Fahrzeug in Start of Production gebracht habe und dann quasi zurückgekommen bin und erst mal weiterentwickelt und geforscht habe mit dem Team, bevor wir wirklich richtig sagen konnten, dass wir Robotern das Sehen beibringen können.

Speaker: Aber wenn du mich fragen würdest, was war der Tag, dann würde ich sagen, es war irgendwo 2018, als ich da in China saß und irgendwie das ganze Feedback zurückbekommen habe aus der Industrie und dachte, jo, da müssen wir was tun.

Speaker: Und dann hat es aber leider noch bis Ende 2019 gedauert, bis wir dann wirklich so weit waren, dass wir gesagt haben, wir gründen jetzt Unchained Robotics.

Speaker: Und es hat einfach viel damit zu tun, dass wir Softwareentwicklung betrieben haben, erstmal Dinge ausprobiert haben und auch sehr, sehr viele Interviews führen mussten, bevor wir entschieden haben, was konkret denn dann das Produkt wird.

Speaker: Ja, und da hat sich dann wahrscheinlich auch rausgestellt, so einfach, wie du dir das damals gedacht hast, ist es wahrscheinlich nicht.

Speaker: Und vielleicht sind auch die Anforderungen in Deutschland ein bisschen anders, als du sie in China gesehen hast.

Speaker: Und was ist es am Ende geworden?

Speaker: Oder warte, bevor du das beantwortest, vielleicht ist das der richtige Punkt, dass wir unseren Elevator-Pitch mit einbauen.

Speaker: Weil dann kannst du jetzt einfach mal für alle Zuhörenden, ich hole kurz den Elevator, dann kannst du für alle Zuhörenden quasi mal wie auf einer Messe pitchen, was Unchained Robotics heute macht.

Speaker: Die Tür müsste jetzt gleich zugehen und dann darfst du jetzt loslegen.

Speaker: Ja, sehr gut.

Speaker: Mit Unchained Robotics helfen wir Fabriken weltweit, den passenden Roboter zu suchen, zu finden und zu integrieren.

Speaker: Das machen wir mit Unchained Robotics.de als erster Marktplatz, der voller Transparenz und Durchsichtigkeit bringt und mit dem Malocha Bot, der das Logistikverpacken, Palettieren so einfach möglich macht wie die Smartphone-Bedienung.

Speaker: Und mit dem Maloch-Robot kannst du quasi innerhalb von wenigen Wochen loslegen und deine Logistikprozesse automatisieren.

Speaker: Das machst du, indem du quasi Roboter und Software alles aus einer Hand von Unchained Robotics bekommst und wir dir mit einem Leasingangebot ab 2100 Euro ermöglichen, das Ganze umzusetzen und sind dafür dein Ansprechpartner.

Speaker: Okay, sehr gut.

Speaker: Das heißt, ich suche bei euch, aber ich finde eigentlich immer den Malocha-Bot richtig.

Speaker: Genau, der Malocha-Bot ist quasi das Lego-Konzept für die Fabriken, wo du dir dann die unterschiedlichen Roboterarten dann so zusammenwählen kannst, dass du auch für deine individuellen Logistikprozesse die beste Kombination findest.

Speaker: Das ist eigentlich der wesentliche Punkt.

Speaker: Jetzt mal ganz kurz eine Frage aus Marketinggründen.

Speaker: Malorabot international, da gibt es doch bestimmt ein paar Stolperer, oder?

Speaker: Die über den Arm stolpern.

Speaker: Genau, man muss halt irgendwie für seine Hauptkundengruppe erstmal den Namen wählen und das war zu dem Zeitpunkt sehr stark Industriebereich Deutschland.

Speaker: Für die Internationalisierung haben wir eine andere Marke angemeldet, die heißt Workabotic, der Workaholic Robot.

Speaker: Das behält weiterhin so ein Spiel bei, aber ist ein bisschen international einfacher nutzbar.

Speaker: Und habt ihr direkt angefangen quasi den Roboter zu bauen oder was waren die allerersten Schritte von Unchained Robotics?

Speaker: Nee, wir haben nicht angefangen, Roboter zu bauen.

Speaker: Natürlich kommst du sehr stark aus dieser Startup-Denke und willst erstmal nur ein Software-as-a-Service-Business-Model aufbauen, weil alles andere ist ja nicht richtig skalierbar und nervt nur.

Speaker: So denkt man ja dann irgendwie anfangs.

Speaker: Und haben quasi mit dem Ziel, Robotern das Sehen beizubringen, angefangen, einen Teil, einen Skill eines Roboters zu entwickeln,

Speaker: der Software-only ist.

Speaker: Und was wir über Zeit gemerkt haben, durch all die Gespräche, Zugang zu den Fabriken, nach hunderten von Interviews eigentlich, dass du Software und Hardware kaum trennen kannst.

Speaker: Du kannst kaum die Software für einen Roboter entwickeln und dann glauben, dass alle anderen Menschen dieser Welt das direkt installieren wie eine App und es wird schon alles laufen.

Speaker: weil es ein grundlegendes Problem gibt in der Robotik.

Speaker: Und das grundlegende Problem in der Robotik ist, dass es kein Betriebssystem gibt.

Speaker: Es gibt kein einheitliches Betriebssystem, auf dem du einfach was runterladen, installieren kannst, sondern es ist alles immer custom programmed.

Speaker: Das heißt, es ist immer eine If-This-Then-That-Programmierung, die bedeutet,

Speaker: Wenn der Sensor A ein Signal gibt, dann muss der Roboter irgendwie zur Position A fahren.

Speaker: Und das wird immer ganz individuell gemacht, so wie es quasi Anfang der 2000er noch für Online-Shops jeder einzelne Button selbst programmiert wurde und die Anbindung zum ERP und CRM und vielleicht wurde das CRM sogar nochmal selbst entwickelt.

Speaker: So wird das aktuell quasi in der Robotik gemacht.

Speaker: Der Roboterarm wird einzeln programmiert, ein Förderband wird einzeln programmiert, ein Greifer wird einzeln programmiert, die Kamera wird einzeln programmiert.

Speaker: Und das mussten wir uns über Zeit erarbeiten.

Speaker: Gewisse Dinge nimmt man so als Status Quo gegeben in der Industrie und wir kommen von außen und sagen, dass das so nicht funktionieren kann.

Speaker: Und das haben sich vielleicht auch schon vier, fünf andere gedacht.

Speaker: haben aber festgestellt, dass dieser Software-Only-Approach einfach nicht funktioniert.

Speaker: Und deswegen mussten wir den Weg gehen und sagen, wir entwickeln das Betriebssystem, das nennen wir Luna, was dann quasi auf Hardware läuft, nämlich dem Malochabot, also als Gesamtkonzept, wo ein Roboter mit Greifer, Kamera und so weiter alles auf einer Software-Plattform zusammenkommt.

Speaker: sodass du jetzt mal endlich an dem Punkt bist, dass du sowas wie ein Smartphone hast, auf dem du dann die unterschiedlichen Apps aufrufen kannst und die einzelnen Programmabläufe dann aufrufen kannst, ohne dass du immer wieder neu programmieren musst.

Speaker: Und das war ein langer Weg und wir sind lange noch nicht da angekommen, wo du gesamtheitlich mit einem Betriebssystem sein möchtest.

Speaker: Aber für den Bereich der Logistik, fürs Pick and Pack funktioniert das schon sehr gut.

Speaker: Aber Luna funktioniert dann erstmal nur auf eurem Roboter, richtig?

Speaker: Oder ist das Ziel, ein ganzheitliches Betriebssystem vielleicht auch mal für andere Roboter, also ähnlich wie so ein Lizenzmodell aufzubauen?

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also wenn wir das den Malocha-Bot nennen, dann ist der Malocha-Bot für uns das Konzept, und jetzt mache ich eine Analogie auf zum Laptop vielleicht, das ist ein bisschen einfacher sich vorzustellen.

Speaker: Der Roboterarm da drin ist sowas wie eine Festplatte.

Speaker: Und der Roboterarm, da gibt es sehr bekannte Marken, eine ehemals deutsche Marke ist zum Beispiel KUKA.

Speaker: Vielleicht sagt das dem einen oder anderen Zuhörer was.

Speaker: Und da sind wir herstellerunabhängig.

Speaker: Also wir entwickeln keinen eigenen Roboterarm.

Speaker: Das, was wir machen, ist das Gesamtsystem, also den Laptop.

Speaker: Nämlich alles andere, was dazukommen muss, damit dieser Laptop funktioniert, mit dieser Festplatte, die man so kennt.

Speaker: Das entwickeln wir.

Speaker: Und deswegen ist quasi auch die Software in der Lage, neben KUKA auch mit anderen Marken zu arbeiten, wie zum Beispiel ABB oder Fanuc oder andere Unternehmen, die zum Beispiel Börsen gelistet sind und zu den Top 5 Herstellern der Welt gehören.

Speaker: Also da sind wir schon auf dem Weg.

Speaker: Das heißt, wenn ihr bei Unchained Robotics was kauft und bestellt, dann bekommt ihr eigentlich den Industrielaptop, bei dem viele unterschiedliche Robotermarken mit integriert sind, sodass du dann quasi deine Apps oder deine Anwendungen darauf laufen lassen kannst und quasi deine Arbeitsergebnisse damit erstellen kannst.

Speaker: Mhm.

Speaker: Und ich habe

Speaker: Ich glaube, im Handelsblatt habe ich es gelesen.

Speaker: Ihr seid ja trotz allem noch recht jung und jetzt hat, glaube ich, das Handelsblatt das Jahr 25 als Jahr der Robotik ausgerufen.

Speaker: Wie groß ist der Druck, den ihr gerade spürt?

Speaker: Wir gehen jetzt aufs Ende 25 zu.

Speaker: Würdest du sagen, ja, das war so dieses Jahr und wie viel habt ihr dazu beigetragen, zum Jahr der Robotik?

Speaker: Ja, wir sind noch sehr jung.

Speaker: Wir sind vergleichsweise, glaube ich, auch noch sehr klein, muss man natürlich so sagen.

Speaker: Also wenn jetzt irgendwie dieses Jahr 25.000, 26.000 Roboter installiert werden in Deutschland, dann machen wir da sicherlich noch nicht die 10 Prozent davon.

Speaker: Aber das ist der Weg, wo wir hinwollen.

Speaker: Ich würde sagen, es ist das Jahr der Robotik.

Speaker: Wir sehen es bei sehr, sehr vielen Unternehmen, die sich einfach echt strategisch sehr viele Gedanken dazu gemacht haben, wie viele Roboter sie bald, wie viel bei sich in den Fabriken haben wollen.

Speaker: Man sieht richtig, dass die Unternehmen so einen Kickstart hinlegen.

Speaker: Und dass wir zum Teil mit Unternehmen sprechen, die sagen, wir haben eine ganze Mission, die rufen wir jetzt für die nächsten zwei, drei Jahre aus und es müssen in den nächsten zwei Jahren 500 oder 1000 Roboter bei uns in den Fabriken stehen, wo wir heute erstmal nur 50 haben.

Speaker: Also du siehst, dass da große Ambitionen sind und du siehst, dass die Firmen sich richtig darauf vorbereiten, jetzt alles ans Laufen zu kriegen.

Speaker: merkst du oder ist das dein Eindruck, den du aus Deutschland hast oder ist das eher so ein globaler Eindruck?

Speaker: Ich habe hier in Deutschland öfters noch das Gefühl, dass wir vielleicht auch so ein bisschen Angst davor noch haben.

Speaker: Es sind sehr, sehr viele deutsche Unternehmen, die sich so intensiv die Gedanken dazu machen.

Speaker: Ich habe das Gefühl, dass da so ein Aha-Moment da war, vor allem so zu Beginn des Jahres.

Speaker: Und wir sehen das aber immer noch, dass das große...

Speaker: Momentum eher auch wieder von sehr großen Unternehmen dann auch mitgefahren wird.

Speaker: Unternehmen, die multinational corporate sind, die irgendwie 100 oder was auch immer Standorte haben, die das halt dann großflächig global denken und nicht nur für Deutschland denken.

Speaker: Da sehen wir die meiste Bewegung drin.

Speaker: Der kleinere Mittelstand, der hat tatsächlich eher damit zu kämpfen, gerade wie die Gesamtstimmung ist, wie die Gesamtsituation in Deutschland ist, also was die Marktlage und Verkaufslage angeht und wo man eher sich fragt, okay, wie gehen wir die nächsten zwei Jahre hier durch ohne große Schäden?

Speaker: Die sind natürlich sehr, sehr abgelenkt, würde ich behaupten.

Speaker: Aber international oder wenn man global betrachtet, steht auch Deutschland eigentlich gar nicht so schlecht da.

Speaker: Also nach Zahlen von 2023, die uns zur Verfügung stehen, machen wir dann den vierten Platz.

Speaker: Also hinter Südkorea, Singapur und China.

Speaker: In der Roboterdichte, ne?

Speaker: Ja.

Speaker: Und dann aber nochmal der Vergleich auch dazu, wie groß der Abstand dann wieder per se zu China ist, also was die Roboterdichte angeht.

Speaker: Und was man sagen muss, ist einfach, das ist eine Berechnung, die sagt, wie viele Roboter pro Arbeitstätigen in Deutschland haben wir denn da eigentlich?

Speaker: Ja.

Speaker: Und da wäre für mich grundsätzlich die Frage, warum müssen wir denn Roboter pro Arbeitstätigen vergleichen?

Speaker: Also ist das immer ein 1 zu 1 Vergleich?

Speaker: Aus Erfahrung ehrlicherweise häufig gar nicht.

Speaker: Du kannst nicht einen Roboter mit einem FTE vergleichen so ungefähr, sondern du brauchst da vielleicht sogar zwei, drei manchmal, um die ganzen Themen abzufangen.

Speaker: Und drittens, wo sammelt sich das denn alles?

Speaker: Und das sammelt sich alles in der Automobilindustrie.

Speaker: Die Automobilindustrie und vielleicht Zulieferer Tier 1, Tier 2, die sind da vielleicht ganz gut unterwegs, aber alles außerhalb davon.

Speaker: Sehr schwierig.

Speaker: So von daher, wenn man das so als Maßstab nimmt, ist halt einfach so grundsätzlich die Frage, ist da nicht grundsätzlich einfach mehr Luft nach oben?

Speaker: Und ich würde immer sagen, ja, weil wir einfach sehr, sehr viele manuelle Tätigkeiten sehen, die kaum einer machen möchte.

Speaker: Also das ist ja eigentlich der schlimmere Faktor.

Speaker: die möchte kaum einer machen.

Speaker: Und dann haben wir Studien von StepStone und wem auch immer, dass wir in 2030, alleine in 2030, 3,7 Millionen Menschen fehlen.

Speaker: Also es fehlen 3,7 Millionen Menschen als Arbeitskräfte im Jobmarkt, um irgendwie alles zu erfüllen, was wir tun müssen, um irgendwie hier wirtschaftlich voranzukommen.

Speaker: Und das sind alles so Indizien für uns, wo wir sagen, ja, da geht mehr.

Speaker: Ja, aber gerade da, das ist ja so ein bisschen paradox, dass wir sagen, eigentlich haben wir auf gewisse Tätigkeiten keine Lust.

Speaker: Auf der anderen Seite existiert aber auch ein bisschen Angst davor, ersetzt zu werden in diesen Tätigkeiten, auf die wir eigentlich keine Lust haben.

Speaker: Nimmst du das auch in den Gesprächen mit?

Speaker: Ich habe rausgehört, ihr seid viel im Mittelstand unterwegs.

Speaker: Hört man das raus aus den Gesprächen?

Speaker: Das hört man raus aus den Gesprächen, das sieht man sogar zum Teil tatsächlich, wie die Roboter später behandelt werden.

Speaker: Wir haben zum Glück noch nicht so viele und so schlechte Erfahrungen gemacht, aber wir haben tatsächlich auch schon von Kunden mitbekommen, die mal Roboter installiert haben, wo man dann gemerkt hat, dass die Mitarbeiter den Roboter sabotieren.

Speaker: Also die werfen dann irgendwie...

Speaker: Ich sag mal Müll in die Roboterzelle rein oder machen extra Dinge, damit der Roboter in den Crash fährt oder einen Fehler hat, damit man sich später beschweren kann und sagen kann, Mensch, ja, habe ich doch gesagt, der Roboter ist nix.

Speaker: Das gibt es tatsächlich zum Teil, ja.

Speaker: Und es liegt natürlich sehr viel daran, dass die Leute in den Fabriken,

Speaker: Angst haben, dass sie als nächstes dran sind.

Speaker: Und da machen zum Teil die Unternehmen einfach keinen guten Job, weitere Perspektiven aufzuzeigen.

Speaker: Wie könnte denn aus deiner Sicht denn sowas lauten?

Speaker: Zu sagen, hey, quasi den Mitarbeitenden da die Angst zu nehmen.

Speaker: Ich finde ein ganz tolles Beispiel ist zum Beispiel, und das mache ich mal wirklich ganz pragmatisch, kleineres Unternehmen, Firma Baum Zersparnungstechnik, ist öffentlich, dass es ein Kunde ist, hat auch ein Testimonial gemacht.

Speaker: Und was ich da ganz toll finde, ist, die haben einen Maschinenbediener, der zum Beispiel Metallbauteile fertigen soll, also CNC-Bestinne.

Speaker: Maschinen, die dann irgendwie mit so einem Metallbauteil bestückt werden, dann arbeitet die Maschine und dann nimmt man wieder dieses Bauteil raus.

Speaker: Und diesem Bediener hat man die Perspektive gegeben zu sagen, neben dieser CNC-Maschine, wie man die einstellt, wie man diese bedient, geben wir dir jetzt die Perspektive, dass du auch in Zukunft weißt, wie man einen Roboter bedient und wie man mit einem Roboter die ganzen Sachen macht.

Speaker: Und wir holen den Roboter dazu, der dich ergänzt und der dir quasi wieder Freiraum schafft, dass du andere Aufgaben machst.

Speaker: Plus du lernst, wie man den Roboter nutzt, wie man damit umgeht und kannst das als Zusatzqualifikation mitnehmen.

Speaker: Also man hat ihn ganz aktiv eingebunden, man hat es als Entwicklungsmöglichkeit dargestellt und konnte quasi dadurch zusätzliche Aufgaben hinzugeben, plus nochmal ein weiteres Upskilling quasi anbieten.

Speaker: Und das sehen wir auch in anderen Unternehmen, dass sie das ähnlich angehen und sagen, über einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess sich Vorschläge einholen, welche Aufgaben sollten wir hier eigentlich in diesen Firmen automatisieren, wo habt ihr quasi Vorschläge, dass wir da euch Entlastung geben.

Speaker: Und wie können wir euch quasi dann damit einbinden, dass ihr entsprechend ein Upskilling noch bekommt und ihr dann auch der Bediener seid und dass ihr dann auch entsprechend wisst, was man als Roboter tun muss, damit der dann ständig läuft.

Speaker: Und das ist, glaube ich, schon so eine Kombination, die man stärker,

Speaker: vorantreiben sollte.

Speaker: Das heißt aber auch natürlich, es kann nicht jeder ein Roboter Bediener werden.

Speaker: Ist auch klar.

Speaker: Und dass man da auch nochmal andere Perspektiven haben muss, ist mir auch bewusst.

Speaker: Aber ich glaube, ein Großteil der Leute kriegt man dazu schon dazu auch, dass sie diese Aufgaben mit übernehmen und dass sie das auch als Mehrwert sehen.

Speaker: Begleitet ihr Unternehmen dann auch aktiv bei dieser Umstellung?

Speaker: Weil ich glaube, ja, du musst ja, Führungskräfte und Fachkräfte müssen einfach ganz anders agieren und sind vielleicht gar nicht bereit für diesen Change, für diesen Wandel, der da kommt.

Speaker: Weil du musst ja auch gerade als Führungskraft auf einmal kümmerst du dich nicht mehr nur um Menschen, sondern du musst quasi auch Maschinen führen.

Speaker: Und seid ihr da beratend auch dabei?

Speaker: Bietet ihr das als Dienstleistung an?

Speaker: Jein, also was wir nicht machen, ist tatsächlich dann irgendwie so ein Programm aufsetzen und wie Unternehmensberater dann da dran gehen und irgendwie einen Change-Management-Prozess irgendwie mitzuführen und da dann vielleicht noch so Trainings und so mitzumachen, das tun wir nicht.

Speaker: Was wir aber machen, ist, wir sind schon sehr aktiv in dem Gesamtprozess als Partner mit dem Unternehmen zusammen, um

Speaker: Und haben dann entsprechend Schulungspakete, um die Leute auszubilden, wie sie dann entsprechend den Malocha-Bot benutzen, wie sie den warten, wie sie dann quasi auch sich um den kümmern können.

Speaker: Aber was wir nicht machen, sind dann halt so, ich sag mal, klassische Beratungsthemen drumherum.

Speaker: Das bieten wir nicht an.

Speaker: Und jetzt mal abgesehen von menschlichen Hürden, die vielleicht ein bisschen im Wege stehen könnten oder die Entwicklung bremsen könnten, was sind sonst so die größten Herausforderungen für Unchained Robotics?

Speaker: Die größten Herausforderungen?

Speaker: Also, wenn man jetzt mal so gerade kurzfristig denkt...

Speaker: Ist glaube ich schon so, dadurch, dass wir aus Deutschland sind, in Deutschland viel gemacht haben, glaube ich schon so, die aktuelle Marktlage und auch die Wirtschaftssituation, der Ausblick irgendwie, ist schon etwas, was trotzdem sehr schwer macht.

Speaker: Und wenn man so ein bisschen mittelfristiger schaut, dann ist es tatsächlich die

Speaker: Technische Umsetzungsgeschwindigkeit, ja, also einen Roboter können wir technisch sehr gut aufstellen in wenigen Wochen, machen den an, der kann theoretisch funktionieren, es braucht aber häufig Zuarbeit von den Kunden, die dann vielleicht nochmal Prozesse umstellen, neue Dinge mit einführen, vielleicht was am Produkt verändern etc.

Speaker: pp.,

Speaker: Und da hakt es tatsächlich so eine Umsetzungsgeschwindigkeit bei den Unternehmen.

Speaker: Es gibt wenige, die sich auf die Flagge schreiben, sie wollen 500 Roboter integrieren.

Speaker: Es gibt eher mehr, die sich auf die Flagge setzen, dass sie 10 Roboter integrieren wollen.

Speaker: Und weil es halt einfach noch nicht die Geschwindigkeit bekommt, die es braucht, ist es, glaube ich, schon so eine der Sachen, die uns am meisten beschäftigt.

Speaker: Aber was denkst du, was ist der Grund, warum...

Speaker: Du, irgendwie, also wenn wir so Industrie 4.0, habe ich am Anfang angesprochen, ich dachte immer, deutsche Fabriken sind weiter und die haben tatsächlich auch einfach

Speaker: Nicht nur Angst, wir haben ja gerade, German Angst ist ja so ein Thema, was sich so gerade eben durchgezogen hat im Sinne von Mitarbeiter haben Angst, ihren Job zu verlieren.

Speaker: German Angst ist aber auch, ich habe hier eine neue Technologie, mit der ich mich noch gar nicht so gut auskenne, weil das gerade erst mein erster, zweiter, dritter Roboter ist und ich bin mir noch gar nicht sicher, ob ich das dann alles im Griff habe, wenn ich dann 10, 20, 30 hier habe.

Speaker: Und wie ich dann damit umgehe und wie ich dann entsprechend genug Kapazitäten habe, sicherzustellen, dass jede Maschine hier läuft.

Speaker: Und das ist so, da glaube ich schon, dass sich die Unternehmen selbst mehr Know-how, mehr Ressourcen und mehr Kapazitäten vermitteln.

Speaker: mitbringen müssen, um das tatsächlich gut umzusetzen.

Speaker: Also ähnlich, die Situation ist ähnlich wie in der IT damals.

Speaker: Mein Gefühl, ich war ja selber dann zu jung, um das alles zu sehen.

Speaker: Ich kenne es ja nur aus Erzählungen, wenn es dann so...

Speaker: Ende der 90er Jahre, da war ich gerade vielleicht irgendwie sechs, sieben Jahre alt.

Speaker: Aber du hattest halt immer einen IT-Dienstleister für alles.

Speaker: Du hattest gar kein internes eigenes Know-how dafür aufgebaut.

Speaker: Du hattest noch nicht die Kapazitäten dazu.

Speaker: Du hast ja immer jemanden gehabt, der für dich einen Rechner zusammen konfiguriert hat, installiert hat und dann Trainings gegeben hat.

Speaker: Und heute hast du eine eigene IT-Abteilung mit Ticketservice und Handys, ein Laptop nach dem anderen aus.

Speaker: Und diesen Gap, also diesen Weg aufzubauen, dass du in Zukunft quasi den einen Roboter nach dem anderen rausgeben kannst, das ist, glaube ich, so das, wo wir uns noch hinbewegen müssen.

Speaker: Das ist sehr, sehr viel Know-how, was gerade in Deutschland noch fehlt.

Speaker: Ist es aber dann auch eher ein strukturelles Problem, dass man auch sagt, okay, man müsste vielleicht Ausbildungsberufe viel mehr in diese Richtung fördern oder überhaupt ins Leben rufen, damit man da einfach gewappnet ist für?

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Also wenn wir uns ein Beispiel an, also jetzt nehmen wir mal einfach China als Beispiel, vielleicht sogar als Vorbild.

Speaker: Heute ist China so weit, dass sie knapp das 20-fache an Robotern pro Jahr installieren, als wir hier in Deutschland.

Speaker: Und das haben sie wie gemacht?

Speaker: Sie haben in den letzten zehn Jahren, hatten sie ja die große Agenda ausgerufen, Made in China 2025.

Speaker: Und was gehörte dazu?

Speaker: Ein klarer Ausbildungsplan, dass man Robotertechniker ausbildet.

Speaker: Das gehörte quasi in den Studiengängen dazu, dass immer mehr Robotik und Softwareentwicklung dazu genommen wurde, stark fokussiert wurde.

Speaker: Und dann wurde es natürlich wirtschaftlich subventioniert, dass dann auch immer mehr Roboter installiert wurden.

Speaker: Und ich sag mal, frühe Fehler, die man gemacht hat, dass sie nicht allzu teuer waren und dementsprechend eine gute Lernkurve bekommen konnte.

Speaker: Das war ein ganz klares strategisches Investment, was sie ums 20-fache nach vorne gebracht hat.

Speaker: Und wenn du es auf Deutschland projizieren willst, dann willst du natürlich jetzt nicht irgendwie diktatorisch das haben, dass da irgendwie einer sagt, so machen wir das.

Speaker: Aber es fehlt strukturell an Talent, es fehlt strukturell an Know-how, es fehlt strukturell auch an Kapazitäten.

Speaker: Und es fehlt auch an Möglichkeiten, mal Fehler zu machen, zu lernen und selber als Fabrik dann irgendwie agil voranzukommen.

Speaker: Fehlt dir da als, sage ich mal, Unternehmer in dem Segment vielleicht auch so ein bisschen die Sicherheit seitens der Politik, seitens der Regierung zu sagen, hey, das ist so ein bisschen so ein grober Plan, nicht, dass es irgendwie vorgegeben ist, eins zu eins, aber so ein bisschen diese Sicherheit, die sich nicht mehr verwendet.

Speaker: Mit beispielsweise gewissen Förderungen, Subventionen in dieserlei Hinsicht, um auch dem Mittelstand letztendlich die Gewissheit zu geben oder diese German Angst zu nehmen.

Speaker: Ja, also wir müssen für uns entscheiden, sind wir auch Industrienation, sind wir eine Maschinenbaunation, sind wir...

Speaker: Ein Exportweltmeister und sind wir jemanden, der dann auch ganz klar Know-how in diesem Bereich hat?

Speaker: Und diese ganzen Begriffe, die ich da vorher genannt habe, die wurden in der Vergangenheit genutzt, um zu beschreiben, wie toll irgendwie alles in Deutschland ist.

Speaker: Aber wenn man das so tatsächlich langfristig weiterführen möchte und irgendwie Klarheit haben möchte...

Speaker: dann muss man das auch für die Zukunft so ausstellen und das bedeutet auch, diese Programme aufbauen, ja, also dann entsprechend in der Bildung da rein zu investieren, andererseits aber auch Programme aufbauen, dass das Unternehmen die Möglichkeit haben, über Innovationsgutscheine oder was auch immer es ja auch gerade schon gibt, das einfach viel mehr nutzen zu können.

Speaker: Ein paar Schritte gibt es in die Richtung und ich glaube, es wird auch mehr, aber es braucht schon eine klare Linie, das würde ich schon behaupten.

Speaker: Habt ihr denn...

Speaker: Weil am Ende gelangen wir dann, wie irgendwie sehr relativ oft in diesem Podcast, in der Politik an.

Speaker: Habt ihr in irgendeiner Form schon ein Draht in die Politik?

Speaker: Beschäftigt ihr euch mit, das ist ja dann auch ein bisschen Lobbyarbeit?

Speaker: Ja, teils, teils.

Speaker: Also wir sind da schon mit, zumindest hier NRW-seitig sind wir da auf jeden Fall vernetzt.

Speaker: Bundesweit würde ich jetzt behaupten, geht da noch mehr.

Speaker: Wir sind aber auch in den Verbänden unterwegs, Verband Deutscher Maschinenanlagenbau etc., wo man dann entsprechend die Paper und Positionierung irgendwie mitgibt.

Speaker: die dann in den Bundestag reingehen.

Speaker: Also da engagieren wir uns auch, weil wir auch als quasi die Jungen in diesem Markt auch irgendwie so ein bisschen zeigen können, was so aus China und USA an Technologie schon Fortschritt da ist.

Speaker: Ich will aber auch nicht sagen, dass jetzt hier die Politik alles irgendwie retten und nach vorne bringen wird.

Speaker: Am Ende des Tages liegt es an den Unternehmern in Deutschland.

Speaker: Also wir haben den allerersten Roboter installiert, weil ein Unternehmer gesehen hat, dass er irgendwie Vertrauen in uns haben kann und dass er das gerne ausprobieren möchte und muss, weil er eine moderne neue Fabrik aufbauen möchte.

Speaker: Und diesen Mut, den kriegst du nur von den Unternehmern und das ist ein wesentlicher Bestandteil gewesen, dass Unchained überhaupt gegründet wird und ich glaube auch, dass die Unternehmer in Deutschland auch mehr Mut fassen müssen, jetzt in die Zukunft zu investieren und nicht irgendwie versuchen dürfen, ihren Status Quo zu verwalten.

Speaker: Und zu sagen, wir müssen jetzt immer gerade hier irgendwie nur den Sparkurs fahren und gar nichts machen, damit wir hier irgendwie über die Runden kommen.

Speaker: Da kann Politik ein bisschen helfen, indem man so ein bisschen irgendwie wirtschaftlichen Aufschwung durch Konjunkturpakete da irgendwie macht.

Speaker: Aber grundsätzlich, glaube ich, brauchen wir Unternehmermut mehr und mehr wieder hier in Deutschland.

Speaker: Könnte der fehlende Mut der UnternehmerInnen in Deutschland dazu führen, dass ihr mutig genug werdet, um euch mehr aufs Ausland zu konzentrieren?

Speaker: Ja, das ist tatsächlich sogar schon eins der Ergebnisse.

Speaker: Also das ist so.

Speaker: Also wir arbeiten jetzt viel mit diesen Multinationals und die sind nicht alle unbedingt hier aus Deutschland.

Speaker: Und die ziehen uns auch ganz aktiv zum Beispiel mit den USA und sagen, ganz einfache Aussage, ich habe gerade das Budget in Deutschland nicht und auch nicht irgendwie in Frankreich.

Speaker: aber ich habe das Budget in den USA, weil die gerade in Investitionslaune sind, statt dass wir irgendwie zwei, drei Roboter hier machen, lass uns mal 25 in die USA installieren und zusehen, dass es da drüben läuft.

Speaker: Und das ist halt natürlich dann schon ein ganz, ganz anderer Weg und das bewegt uns als Unchained schon.

Speaker: Und ich würde jetzt nicht sagen, dass wir jetzt per se immer unbedingt in die USA jetzt so früh drängen wollten, aber wir werden gerade dort hingezogen.

Speaker: Könnt ihr das denn auch liefern?

Speaker: Also ich frage mich generell, wo werden diese Roboter produziert?

Speaker: Wie kommen sie an den Standort und wie schnell geht das?

Speaker: Ja, also produziert, also Endmontage ist hier bei uns in Paderborn quasi das Automation Valley von Deutschland.

Speaker: Keiner will es so wirklich aussprechen und wir sind schlecht im Standortmarketing, aber dazu kommen wir gleich.

Speaker: Bei Paderborn müssen wir auch noch sprechen, ja.

Speaker: Das wird alles hier fertiggestellt.

Speaker: Und dann haben wir den Kunden, der dann sagt, ganz ehrlich, wir wissen, dass ihr klein seid, wir wissen, ihr habt noch nicht die Strukturen.

Speaker: Wir holen einfach den Roboter bei euch ab.

Speaker: Wir machen die ganze Zollabwicklung.

Speaker: Wir kümmern uns darum, dass alles drüben in den USA ankommt.

Speaker: Ihr müsst uns nur dabei helfen, per Remote-Schalte oder dass jemand mit dazu rüberkommt, dass das ganze Ding in den USA ins Laufen kommt.

Speaker: Und eins unserer Wertversprechen ist natürlich, dass die Software so einfach ist, dass die Leute das selber hinbekommen.

Speaker: Und sie vertrauen uns da auch in dem Bereich und das haben wir auch zusammen hinbekommen und das werden wir auch für andere Kunden hinbekommen, das quasi aus Deutschland in die USA zu shippen.

Speaker: Aber es braucht halt schon diese Unternehmen, die dann auch sagen, wir wollen jetzt auch wirklich strategisch investieren, wir wollen auch was tun, um da irgendwie voranzukommen.

Speaker: Wie viele Roboter könnt ihr produzieren?

Speaker: Wenn jetzt ein ganz großer Auftrag kommt, dann braucht ihr, um irgendwie 100 Roboter abzuliefern.

Speaker: Jetzt kommen wir zu dem Eingangsstatement, dass man ja eigentlich nur SaaS machen möchte, weil das besser skalierbar ist.

Speaker: Ja, klar, es gibt immer irgendwie physische Grenzen, bis so eine Halle dann irgendwie hier komplett voll ist und so.

Speaker: Aber grundsätzlich haben wir im letzten Jahr zum Beispiel 100 Roboter deployed oder knapp über 100 Roboter deployed.

Speaker: Wir wollen uns dieses Jahr verdoppeln.

Speaker: Und haben so eine Kapazität aufgebaut, dass wir auch mit dem Vierfachen und Fünffachen weiter vorangehen können.

Speaker: Also das ist ja das Gute daran, wenn man Venture Capital ein Stück weit mitnimmt, kann man strategisch schon mal vorinvestieren für die Wachstumskurven, die man sich so vornimmt.

Speaker: Und klar, wenn jetzt einer ankommt und sagt, ich brauche dieses Jahr 1000 Roboter von dir, dann würde man natürlich schon hart schlucken.

Speaker: Und sagen, mal schauen, wie wir das so hinkriegen, zu welcher Zeit und welcher Qualität.

Speaker: Aber das gehört dann halt quasi mit dazu.

Speaker: Wenn du so ein Robotik-Unternehmen, einen europäischen Champion vielleicht auch irgendwie aufbauen willst, musst du auch sehr viel in Vorleistung gehen.

Speaker: Das bedeutet auch, dass es Kapital braucht.

Speaker: Wie viel Geld habt ihr bisher eingesammelt?

Speaker: Und wie macht man das aus Port-A-Born raus?

Speaker: Jetzt in Summe sind es, glaube ich, knapp 17,5 Millionen Euro, die wir so in drei Runden eingesammelt haben.

Speaker: Die letzte haben wir noch in diesem Jahr angekündigt gehabt, das waren knapp 8,5 Millionen Euro.

Speaker: Es klingt immer nach sehr viel Geld, ist es auch absolut im Vergleich, aber in der Robotik sogar noch sehr moderat.

Speaker: Es gibt, glaube ich, einen Wettbewerber bei euch aus Deutschland, die haben dreistellig schon eingesammelt.

Speaker: Genau, also je nachdem, also habe ich auch gar kein Thema mit Neura Robotics oder Robco.

Speaker: Das sind Unternehmen, die einzelne Roboterarme entwickeln, ja, wo wir sagen, da sind wir herrschelungabhängig, das heißt auch unsere Software kann auf so einem Neura Roboter laufen, da sind wir eher partnerschaftlich, als dass es Wettbewerb ist, also von daher ist das alles super und alles cool.

Speaker: Wo ich aber drauf hinaus will, genau.

Speaker: Also wir arbeiten sehr kapitaleffizient.

Speaker: Es ist uns extrem wichtig, dass wir quasi wissen, wenn wir den 1 Euro einsetzen, kriegen wir auch 3, 4, 5 Euro wieder raus und versuchen da quasi nicht zu früh zu viel zu raisen, sondern eher dann mit einem Order-Backlog und wie auch immer zu arbeiten und mit Kunden zu arbeiten.

Speaker: Jetzt, wenn wir schon über das Raisen sprechen, also wenn man sich bei euch mal so ein bisschen die Gesellschafterliste anschaut, dann ist es ja schon ein gutes Potpourri.

Speaker: Das ist ja

Speaker: Viele dabei, es wird natürlich auch gepoolt am Ende, aber was sind so die einzelnen Angels, Investoren, stärkentechnisch?

Speaker: Weil die Liste war, da musste man ein Bildschirm rauszoomen, damit ich die Liste abfotografieren konnte für die Vorbereitung.

Speaker: Wie kamst du dazu?

Speaker: War das am Anfang wenige, die erstmal an euch geglaubt haben, privat und dann immer mehr?

Speaker: Oder...

Speaker: Für uns war das Netzwerk schon wichtig.

Speaker: Also wir empfinden es gar nicht als zu viel, sondern was wir hier gemacht haben, vor allem die Stärke aus Westfalen, haben wir so Kollegen aus dem Kreis irgendwie Schüttflix oder Hagedorn, also mit Christian Hülsewig,

Speaker: Jemand mit an Bord.

Speaker: Wir haben aber auch Leute aus der Industrie.

Speaker: Also wir haben sehr starken Maschinenbau hier in Nordwestfalen, wo wir Leute rausgeholt haben, die mit zum Beispiel Liebold-Nixdorf CTO waren und Milliardenkonzernen geführt haben und aufgebaut haben über lange Zeit.

Speaker: Also für uns war es einfach extrem wichtig, dieses lokale Netzwerk hier mitzunehmen und die Stärke dieser ganzen Region mitzunehmen.

Speaker: Das würde ich schon sagen.

Speaker: Und auf der VC-Seite ist es eher so, dass wir anfangs mit Family Offices gearbeitet haben.

Speaker: Also das war auch für uns sehr wichtig zu sagen, lass uns nicht sofort VC-Money nehmen.

Speaker: Die Erwartung schüren, dass wir jetzt gerade von 1 auf 10 wachsen, sondern lassen uns mit einem Family Office arbeiten, was uns auch die Zeit gibt, eine gewisse Entwicklung zu machen, die Software zu entwickeln, die Technologie zu entwickeln und nicht sofort irgendwie alles sprunghaft wachsen zu lassen.

Speaker: Das war ein wichtiger Mix für uns ganz am Anfang.

Speaker: Jetzt ist aber auch so, dass ihr, sage ich mal, du und dein Mitgründer jetzt aber auch nicht mehr das Ruder in der Hand habt, wenn man sich das so anschaut.

Speaker: Also Series A, jetzt hat man als Gründer natürlich nicht mehr die 50 Prozent oder mehr, sondern es ist weniger.

Speaker: Alles was, ändert das was ein bisschen vom Drive her, vom Umsetzungscharakter bei euch?

Speaker: Absolut gar nicht, weil es einfach auf zwei Themen ankommt.

Speaker: Ich glaube, es ist immer noch eine Frage, wie man die Verträge strukturiert und wie da so die Entscheidungen getroffen werden.

Speaker: Das hat nicht immer was damit zu tun, wie viele Anteile man hat, sondern es hat auch etwas damit zu tun, welche Gewichtungen man wem gibt.

Speaker: Und wenn man das ordentlich miteinander bespricht, dann ist es auch für uns Gründer sehr gut,

Speaker: Auf der anderen Seite wissen alle Venture-Capital-Geber, dass Gründer nicht unterinzentiviert sein dürfen und dass es auch für die Folgerunden in Richtung Series B oder C dann auch entsprechend noch Themen gibt.

Speaker: Und dafür gibt es auch andere Regelungen, die man jetzt nicht sofort im Cap-Table dann auch da sieht.

Speaker: Also von daher kann ich nicht sagen, dass hier irgendwie ein halber Prozent Drive verloren gegangen ist, sondern eher immer mehr dazu kommt.

Speaker: Okay, um jetzt mal zum Paderborn-Punkt zu kommen.

Speaker: Glaubst du, der Standort an sich hat es schwieriger gemacht?

Speaker: Oder würdest du vielleicht lieber in Berlin sitzen?

Speaker: Glaubst du, es wäre einfacher?

Speaker: Auf gar keinen Fall.

Speaker: Gar keinen Fall, Berlin.

Speaker: Paderborn hat eine ganz große Besonderheit.

Speaker: Wir haben einige Hidden Champions in der Region, Milliardenunternehmen, die in der Infrastruktur der Automatisierung arbeiten.

Speaker: Also quasi Siemens kennt sehr viele Firmen.

Speaker: Beckhoff kennt keiner.

Speaker: Beckhoff ist aber quasi der große Challenger von Siemens mit fantastischer Entwicklung, super Netzwerk, sehr, sehr stark engagiert hier in der Forschung und Entwicklung.

Speaker: Und dann gibt es ganz viele andere Unternehmen wie Phoenix, Contact, Weidmüller.

Speaker: Ich brauche sie gar nicht alle nennen, weil sie eh ein Champions sind und den Hörern vermutlich eh nicht viel hilft.

Speaker: Aber was haben die alle gemeinsam?

Speaker: Die sind sehr offen in der gemeinsamen Entwicklung, Forschung und Entwicklung.

Speaker: Und es hat sich alles am Fraunhofer gebündelt, wo mein Mitgründer Kevin herkommt und wo ich auch einen engen Draht so hatte.

Speaker: Und wir konnten sehr, sehr viel daraus mitnehmen.

Speaker: Wir konnten hier einen besonderen Pool an Talenten finden, die alle sehr stark fokussiert sind auf Industrial Software.

Speaker: Und die auch verstehen, wie Software mit Hardware zusammen funktioniert.

Speaker: Und ich glaube, um Unchained Robotics aufzubauen, um das aus dem Boden zu stampfen, hätte es maximal irgendwie noch neben Paderborn noch München gegeben, wo man das hätte machen können.

Speaker: Paderborn aber mit dem großen Vorteil keine Ablenkung, Kapitaleffizienz und quasi Leute, die einfach Bock haben auf ein Startup und nicht von vielen anderen Startups irgendwie umworben werden, weil wir hier vielleicht mit eines der wenigen Startups sind, die dann entsprechend den Sog auch aufbauen können.

Speaker: Und dementsprechend war das, glaube ich, eine sehr, sehr gute Grundlage, um das tatsächlich hier aufzubauen.

Speaker: Okay, also hat eigentlich auch ein bisschen der Standort zur Idee vielleicht auch beigetragen.

Speaker: Absolut, ja.

Speaker: Also durch das Netzwerk, durch die Leute.

Speaker: Und letzter Punkt, die Unternehmer, also die Region ist ja schon wirtschaftsstark mit sehr viel Mittelstand und wo du halt einen sehr schnellen, sehr guten Draht zu den einzelnen Unternehmerfamilien auch aufbauen konntest, die dann auch entsprechend den Mut hatten, die ersten Roboter zu installieren, weil das, was du im Deep Tech oder im Hardware-Bereich brauchst, ist leichter,

Speaker: Erfahrungen in der Fabrik.

Speaker: Es bringt dir nichts, etwas fürs Labor zu entwickeln, im Labor zu testen und zu sagen, wir können jetzt hier irgendwie fancy AI auf Roboter laufen lassen.

Speaker: Das Ganze muss sich in der Fabrik beweisen und das konnten wir von dem ersten Tag an machen und das ist, glaube ich, ein riesen, riesen Vorteil, wenn du dann auch kapitaleffizient wachsen willst.

Speaker: Aber nimm uns doch nochmal mit zum Thema Finanzierungsrunde auch vielleicht für die, die gerade auch zuhören, die jetzt so wie du, ein Mitgründer, ihr hattet ja jetzt keine krasse Berufserfahrung vorher, das waren ja werkstudierende Tätigkeiten, ihr kamen beide jetzt auch nicht mit einem krassen Netzwerk, kommen wir vielleicht auch noch später zu deinem familiären Hintergrund dazu, sondern wie kommt man dann dazu, wenn man eigentlich ja nichts hat in der Hinsicht, wie kommt man dann trotzdem dazu, Millionen Investments zu bekommen, wie

Speaker: Wie entwickelt sich sowas?

Speaker: Ja, spannende Frage.

Speaker: Für mich hat sich das Anfang, dass wir losgelegt sind, gar nicht wie so ein Nachteil angefühlt, weil ich vermutlich auch gar nicht die andere Seite kannte, wie es ist, wenn man Netzwerk hat.

Speaker: Ich wusste seit dem ersten Tag, wir müssen einfach jede Chance nutzen zu pitchen, um irgendwen kennenzulernen.

Speaker: Und das, was du machst, ist natürlich dann irgendwie aus diesem Startup-Netzwerk heraus hier in Paderborn erstmal überall zu pitchen und dann überregional und dann fährst du halt quer durch Deutschland mit einem kleinen Roboter, damit du allen Leuten zeigen kannst, dass der Roboter irgendwie sehen kann und greifen kann und dass es irgendwie super easy funktioniert.

Speaker: Also haben wir uns dann auch sehr hemdsärmelig damals mit sehr wenig Geld und Roboter auf so ein paar Bretter und auf den Tisch geschraubt,

Speaker: Und haben denen dann beigebracht, wie er dann irgendwie Objekte erkennt und Kaffee kocht und was nicht alles, um das halt möglichst nahbar und einfach zu machen.

Speaker: Und sind von einem Event zum anderen und haben gepitcht, ja.

Speaker: Und auch wenn das alles noch scheiße aussah und viel Fantasie brauchte, dass das wirklich in den Fabriken laufen kann, musst du halt rausgehen und pitchen, pitchen, pitchen, damit du dir das Netzwerk aufbauen kannst.

Speaker: So war es, glaube ich, am Ende des Tages.

Speaker: Wer bei euch hat denn die Hardskills mitgebracht?

Speaker: Also bist du selbst auch techy?

Speaker: Wenn du Kevin, meinen Mitgründer, fragst, dann würde er immer sagen, er ist der echte Ingenieur von uns beiden.

Speaker: Kevin ist derjenige, der am Fraunhofer und auch schon anders seine eigenen Roboter, also echte Roboter gebaut hat.

Speaker: Also keine Lego-Roboter.

Speaker: Keine Lego-Roboter, bei dem hat das dann wirklich funktioniert und eigene Software dann auch mitentwickelt hat und auch, genau, also der war quasi schon immer in der Welt zwischen Regelungstechnik, Mechatronik, Hardware, Software ganz tief zu Hause.

Speaker: Der konnte schrauben und programmieren, das war natürlich ein Riesenvorteil.

Speaker: Und wie viele Menschen seid ihr heute bei Unchained?

Speaker: Heute sind wir knapp über 60, die bei Unchained arbeiten.

Speaker: Genau, ein Großteil davon hier tatsächlich in Paderborn, ein Großteil tatsächlich auch hier aus der Region und dann zum Teil irgendwie was Softwareentwicklung angeht oder auch Vertrieb in Deutschland verteilt.

Speaker: Okay.

Speaker: Wir müssen nochmal über deinen Werdegang sprechen, wie Fabio auch kurz angerissen hat.

Speaker: Du bist der Erste aus deiner Familie, der Abitur gemacht hat.

Speaker: Glückwunsch erstmal dazu.

Speaker: Wie einfach oder schwer hattest du es, auch den Weg in das Studium zu finden hier in Deutschland?

Speaker: Ja, genau, zum Hintergrund, also ich bin quasi dann in dritter Generation in Deutschland, wobei meine Mutter hier geboren wurde und bis zur vierten Klasse aufgewachsen ist, aber dann doch wieder in die Heimat gehen musste, also ehemaliger Jugoslawien, Serbien.

Speaker: Und dann irgendwie mit 18, 19 wieder nach Deutschland gekommen ist.

Speaker: Ich kenne ja den Vergleich nicht.

Speaker: Für mich war das halt immer schon durchbeißen, machen und tun und zusehen, dass man irgendwie das bestmögliche Ergebnis immer rausholt.

Speaker: Dementsprechend kann ich nicht sagen, ob ich sehr viel schwerer hatte oder nicht schwerer hatte.

Speaker: Aber es ist halt am Ende des Tages so, dass wenn andere Personen irgendwie in einem Netzwerk hatten und gesagt haben, ich brauche ein Praktikum, dann waren sie sehr schnell im Praktikum, während ich quasi jede einzelne Bewerbung rausgeschickt habe und versucht habe, irgendwie mich durchzubeißen, dann mal was zu kriegen als junger Abiturient, um mal überhaupt herauszufinden, was kann ich denn dann irgendwann in der Zukunft machen?

Speaker: hatten es vielleicht die anderen ein bisschen einfacher.

Speaker: Aber ich glaube, das ist kein großer Nachteil, sondern eher nochmal ein Vorteil geworden, wenn man dann entsprechend weiß, was man tun muss, um dann irgendwie voranzukommen.

Speaker: Was haben dir deine Eltern mitgegeben?

Speaker: Die sind ja, glaube ich, wenn ich es richtig verstanden habe, hier nach Deutschland geflüchtet.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also die Familie, also wir hatten zum Glück den Vorteil, dass wir schon Familie hier hatten und es hat sich dann quasi auch der Krieg in Ex-Jugoslawien angebahnt und dementsprechend haben die entschieden, dass die dann quasi nach Deutschland gehen wollen.

Speaker: Sie mussten nicht unter einem Flüchtlingsstatus dann hier leben, weil wir schon hier Familie hatten und daher ging das relativ schnell alles mit den Genehmigungen und Ummelden und so weiter.

Speaker: Aber was die einem mitgegeben haben, war glaube ich, dass einfach mit sehr viel harter Arbeit auch sehr viel erreicht werden kann.

Speaker: Also ich kann mich nicht daran erinnern, dass mein Vater in der Woche irgendwie früh zu Hause war.

Speaker: Der hat neben seinem normalen Job dann immer einen Nebenjob gemacht, um dann quasi nochmal zusätzlich Geld mit reinzuholen.

Speaker: Und Kinderbetreuung hat auch irgendwie ganz anders stattgefunden bei uns.

Speaker: Irgendwie Oma, Opa, Nachbarn, Tanten, Onkel, keine Ahnung, wo ich alles war, vor dem Kindergarten, nach dem Kindergarten.

Speaker: das hat man halt alles gemeinsam in einer großen Familie geregelt und ich glaube, wenn es die zwei Punkte sind, dann ist es quasi hart arbeiten, dann kann man auch viel erreichen und zweitens irgendwie im familiären Zusammenhalt kann man sich dann gegenseitig sehr gut ergänzen und unterstützen und dann kann man auch sehr viel gemeinsam erreichen, also Teamwork und das wären so glaube ich die zwei Punkte, die man so nennen kann.

Speaker: Ist es denn auch was, was du sagst, das fließt auch direkt in die Unternehmenskultur rein bei Unchained Robotics?

Speaker: Vielleicht das familiäre, dass du aber auch erwartest, hey, wir können auch feiern, aber es darf auch jeder Gas geben.

Speaker: Spiegelt sich das dann wieder auch?

Speaker: Sind es Werte, die für dich dann auch wichtig sind?

Speaker: Ja, 100 Prozent.

Speaker: Also wir haben da irgendwie so Werte für uns definiert, sind in jedem Onboarding immer wieder in der Diskussion, auf jedem All-Hands ist mir extrem wichtig, dass wir auch Werte und Kultur hier irgendwie gemeinsam diskutieren und Achievements steht ganz oben.

Speaker: Also jeden Tag sollte man einen Sieg nach Hause holen und für sich wissen, was ist das Ziel, was man braucht, um dann entsprechend den Sieg auch zu haben.

Speaker: das ganz vorne und im zweiten Schritt Teamwork, deswegen, das waren auch gerade die zwei Punkte, die ich genannt habe, Teamwork, es geht nur zusammen, wir brauchen keine Arschlöcher, die irgendwie ihr eigenes Ding machen, sondern wir müssen das irgendwie gemeinsam wuppen und wir müssen dann zusehen, dass wir den Sieg nach Hause holen.

Speaker: Das sind so zwei von fünf Werten, die wir so klar definiert haben, wo wir auch wirklich jedes Mal darauf schauen, dass das mit eingehalten wird.

Speaker: So, Punkt, ja.

Speaker: Jetzt bist du ja auch noch, sage ich mal, relativ jung.

Speaker: Trotzdem jetzt auch, wenn man schaut, woher du kommst und was du jetzt auch alles erreicht hast und wo ich steht mit Unchained Robotics und wo es vielleicht auch hingehen kann, bist du manchmal so ein bisschen an einem Punkt, so am Selbstzweifeln, so dieses klassische Imposter-Syndrom, wo du sagst, boah, kann ich denn das überhaupt alles, was in der Zukunft auf mich zukommt?

Speaker: Ja, ich glaube, das Imposter ist ja sehr bekannt und ich glaube, da kann man sich irgendwie nicht von ausnehmen.

Speaker: Das hat man sehr regelmäßig.

Speaker: Und ich glaube auch dieser Punkt, aber andersrum auch wieder zu sagen, ist auch der Punkt da in Richtung Zufriedenheit oder auch zu sagen, man ist schon stolz auf das, was man erreicht hat, würde ich auch sagen, nee, da ist man noch nicht, weil man halt einfach diesen Haufen an Themen sieht,

Speaker: die man unbedingt noch erreichen möchte und wofür man quasi jeden Tag irgendwie aufsteht und da hinkommen möchte, dass man eigentlich vergisst, was man schon so alles gemacht hat.

Speaker: Also ich glaube, das ist eine Mischung aus diesen beiden Themen, die einen tatsächlich regelmäßig begleiten.

Speaker: Und da bin ich aber, glaube ich, sicher nicht als Gründer allein.

Speaker: Das kennt ihr sicherlich auch.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, kann man unterschreiben.

Speaker: Jetzt bist du ja seit 2014, glaube ich, schon Mitglied bei Tour Hearts, das ist eine Community.

Speaker: Hat dir das während deines Werdegangs, also kannst du es vielleicht kurz umreißen, was diese Community macht und hat es dir geholfen persönlich?

Speaker: Ja, es ist 2024.

Speaker: Es ist noch nicht so lange.

Speaker: Aber genau, ich bin da aktiv.

Speaker: Alles gut.

Speaker: Man kann sich mal vertippen.

Speaker: Die 1 und 2 ist sehr nah auf der Tastatur nebeneinander.

Speaker: Es ist spannend.

Speaker: Es ist ein Herzensthema, einfach weil ich sage, man

Speaker: Ich persönlich hatte vielleicht einfach jetzt auch an gewissen Punkten einfach Glück und vielleicht war ich zur richtigen Zeit ein richtiger Ort in Paderborn, dass da irgendwie so ein Gründungsnetzwerk und so weiter alles aufgebaut wurde.

Speaker: Es gibt viele, viele andere, die nach Deutschland kommen, die sich gerade irgendwie gerade in erster Generation ihr Leben aufbauen, die noch kein Netzwerk haben, die noch niemanden kennen, die vielleicht auch noch nicht wissen, wo es hingeht.

Speaker: Und da bin ich gerne auch als Mentor oder als Unterstützer mit dabei und vernetze mich da auch gerne.

Speaker: Persönlich freue ich mich natürlich auch drauf, wenn ich von jemandem irgendwie lernen kann und das irgendwie mitnehmen kann.

Speaker: Aber in erster Linie ging es mir schon immer darum zu sagen, wenn ich helfen kann, helfe ich gerne.

Speaker: Und das ist einer der Gründe gewesen, warum ich da jetzt mit dazugegangen bin.

Speaker: Genauso wie auch Gründen ohne Grenzen.

Speaker: Aber auch dafür zu sorgen, dass wir einfach mehr Vielfalt und mehr Innovation ins Gründungsökosystem bekommen über Leute, die sonst nicht die Grundvoraussetzungen dafür hatten, vielleicht auch selber zu gründen oder vielleicht auch Angst haben, das zu tun, weil sie vielleicht noch nicht ein Polster haben, auf das sie weich landen.

Speaker: Hattest du auf deinem Weg Mentoren, also Personen, die dich hochgezogen, unterstützt haben?

Speaker: Ja, glücklicherweise wirklich, das sind dann halt auch die Business Angels, die dann da mit ins Spiel kommen, die man einfach früh kennengelernt hat und die immer für ein offenes Ohr hatten.

Speaker: Da hat es gar keine Rolle gespielt, wie viele andere Menschen du kennst oder was du schon alles vorher gemacht hast, sondern die haben gesehen, dass du den Drive hast, dass du Bock hast, dass du auch vielleicht ein bisschen Know-how hast, um das auch umzusetzen.

Speaker: Und die waren dann direkt für einen da.

Speaker: Und das war wirklich schon sehr, sehr gut, dass wir das hier so auch in diesem Ökosystem bekommen konnten.

Speaker: Würdest du sagen, es war für dich ein Vorteil, dass du vorher nicht Vollzeit gearbeitet hast?

Speaker: Weil wir hatten tatsächlich im letzten Podcast in der Folge, hatten wir einen Gast, der meinte, es ist eigentlich wichtig für ihn gewesen, essentiell, dass man vorher gearbeitet hat.

Speaker: Es gibt einen gewissen Edge,

Speaker: Ja, habe ich schon mehrfach drüber nachgedacht.

Speaker: Ich würde behaupten, es ist ein Vorteil, dass ich nicht Vollzeit gearbeitet habe.

Speaker: Aus mehreren Gründen.

Speaker: Ich glaube, erstens, man macht, also es hat auch riesen Nachteile, man macht jede Menge Fehler, die man vielleicht hätte vermeiden können, wenn man schon mal vorher richtig gearbeitet hat, in Anführungsstrichen.

Speaker: Aber auf der anderen Seite geht man sehr lösungsorientiert, sehr offen an die Themen dran und nimmt sicherlich auch den einen oder anderen Schmerzpunkt nochmal intensiver mit und ist da weniger frustriert als jemand, der es vielleicht schon mal in Vollzeit gemacht hat, weil man...

Speaker: weil es einfach zur Lernkurve dazugehört und weil man vielleicht da auch einfach ein bisschen resilienter ist, weil man eh nicht viel anderes gemütliches Environment gewohnt war.

Speaker: Also das ist schon etwas, wo ich sage, als Gründer, der vielleicht mit wenig Geld irgendwie loslegt und wenig Möglichkeiten hat,

Speaker: nimmt man das halt mal eher mit und versucht sich da irgendwie durchzustruggeln und durchzuarbeiten als vielleicht jemand, der vorher schon viel anderes an Luxus hatte, wie so ein regelmäßiges Gehalt.

Speaker: Das ist, genau, ich glaube, das ist schon einer der Vorteile gewesen am Anfang.

Speaker: Und die Erfahrung kann man sich dazuholen, wenn man merkt, dass es erfolgreich und es geht, dann kann man halt ganz gezielt irgendwie Leute mit Berufserfahrung dazuholen, die einem dann irgendwie dabei helfen, die anderen Strukturen und so mit aufzubauen.

Speaker: Aber wenn du innovativ, wenn du kreativ sein willst, wenn du tausend Sachen ausprobieren willst, weil du 999 Mal falsch liegen musst, bevor du das Richtige herausfindest, weil du in diesem Deep-Tech-Bereich irgendwie bist, dann ist es vielleicht auch mal ganz gut, wenn du ganz naiv an diese Themen drangehen kannst.

Speaker: Lass uns doch mal zum Abschluss über den Mensch im Laden reden.

Speaker: Spielst du noch Lego?

Speaker: Nein, tatsächlich nicht.

Speaker: Ich bin nicht so im Lego-Game drin, wie ihr es vielleicht erwartet hättet.

Speaker: Wir hatten jetzt ganz viele Folgefragen vorbereitet.

Speaker: Aufsuchen auf Lego.

Speaker: Ja, aber den müssen wir dann wohl einem anderen Gast stellen.

Speaker: Alle löschen.

Speaker: Was machst du denn sonst, abgesehen von der Arbeit, um dich runterzubringen?

Speaker: Ähm...

Speaker: Ich mache gar nicht so viel anderes, weil mir das Arbeiten wirklich sehr viel Spaß macht.

Speaker: Aber wenn ich eine Sache nennen müsste, dann bin ich sehr großer Fußballfanatiker.

Speaker: Also ich bin auch quasi mit einem Großvater aufgewachsen, der irgendwie nachmittags auf Eurosport die Wiederholung der WM 1970 oder so sich angeguckt hat, weil einfach Fußball... War aber auch geil.

Speaker: Also die Sendungen, die waren schon, da habe ich als Kind auch ab und zu geschaut.

Speaker: Das ist schon...

Speaker: Genau.

Speaker: Also Fußball ist für mich irgendwie ganz, ganz oben.

Speaker: Also supporten hier natürlich den SC Paderborn, aber auch selber Borussia Dortmund.

Speaker: Selber als Kind, Jugendlicher, junger Erwachsener sehr, sehr viel gespielt, spiele aktuell nicht mehr.

Speaker: Aber wenn ich eine Sache mir aussuchen könnte, die ich neu hinzufüge in meiner Freizeit, dann wäre es wahrscheinlich Fußballspielen.

Speaker: Das ist tatsächlich auch wirklich so ein Wermutstropfen, finde ich, als Gründer.

Speaker: Weil zum Fußballspielen musst du ja in einem Verein meistens beitreten und du hast die Verpflichtung, regelmäßig beim Training zu sein und so.

Speaker: Also ich persönlich kriege es einfach nicht auf die Reihe und ich weiß nicht, ob das jemals möglich sein wird, regelmäßig zu einer festen Uhrzeit zu einem Hobby zu gehen.

Speaker: Ja, und zusätzlich diese, also erstens willst du, also ich bin natürlich wieder so ein leistungsorientierter, erfolgsorientierter Mensch.

Speaker: Ich habe eine Zeit lang in der dritten Mannschaft eines Dorfvereins gespielt und es hat mich genervt.

Speaker: dass die Leute sonntags irgendwie noch mit einem Kater gekommen sind und dass du dann irgendwie voll einen auf den Deckel bekommst und dich dann eigentlich da hinstellst und dich fragst, was mache ich hier eigentlich, weil jetzt wurden mich schon wieder 4-0 weggeputzt, das macht gar keinen Spaß.

Speaker: Also das ist natürlich dann irgendwie das andere Thema.

Speaker: Vielleicht hast du da auch die Resilienz dann her, die es braucht, um als Gründer erfolgreich zu werden.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Kipp vielleicht, ne?

Speaker: Aber was man vielleicht noch hinzugefügt hat, jetzt zuletzt war tatsächlich doch auch Paddle oder wie es die Spanisch sprechenden aussprechen, Paddel.

Speaker: Das kann man dann mal sich schnell anschließen.

Speaker: Man hat eine relativ schnelle Lernkurve und kann sich irgendwie ein bisschen mitbewegen, wenn die Sonne auch scheint.

Speaker: Also, dass etwas, was neu dazugekommen ist, das kann ich zumindest mal sagen, ja.

Speaker: Ja, es verzeiht auch Fehler.

Speaker: Es ist nicht so technikbestrafend wie vielleicht Tennis.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Massenkompatibel.

Speaker: Aber ist es dann dein Ziel, irgendwann wieder im Verein Fußball zu spielen?

Speaker: Kann man sich drauf freuen?

Speaker: Ja, vielleicht, aber ich glaube eher noch, wenn ich das Ziel formulieren würde, würde ich sagen, tatsächlich sogar irgendwie die Zeit dafür zu gewinnen, so einen Trainerschein zu machen und dann auch irgendwie Trainer werden.

Speaker: Also ich war auch einer der Jugendlichen, die Fußballmanager rauf und runter gespielt haben.

Speaker: Ich glaube, das war meine Vorbereitung irgendwie fürs Management später.

Speaker: Was war dein größter Erfolg als Fußballmanager?

Speaker: Worauf bist du heute noch so ein bisschen stolz?

Speaker: Ach, also ich glaube, dass ich durchgehalten habe irgendwie, das war Fußballmanager 13 und ich war glaube ich im Jahr 2057 mit Borussia Dortmund, habe das Triple gewonnen zum x-ten Mal hintereinander, ich weiß es nicht mehr.

Speaker: Also ich habe schon mit einem Kumpel getroffen, freitags nach der Schule und statt irgendwie wie viele andere unterwegs zu sein,

Speaker: hat jeder seinen eigenen Laptop aufgemacht und parallel sein Fußballmanagerspiel angemacht.

Speaker: Also so nerdy waren wir unterwegs.

Speaker: Also das ist schon, da muss man schon sagen, das ist... Passion damals auch wieder.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ich habe es auch gemacht, aber es ist für mich schwer nachzuvollziehen, wenn man in Jahren angelangt ist, die einfach keinen Bezug mehr haben zur Gegenwart, wenn dann einfach nur noch so gewürfelte, so Jerry Müllers und so, gewürfelte Spielernamen da unterwegs sind.

Speaker: Das ist für mich schwer nachzuvollziehen, aber auf eine gewährte Art vielleicht bewundernswert.

Speaker: Ich nehme es mal als Kompliment, danke.

Speaker: Aber kleiner Tipp, was ich mir immer überlegt habe, hat bis heute nicht geklappt, um die Fußballpassion wieder aufleben zu lassen, einfach irgendwann so viel fußballbegeisterte Menschen in der eigenen Firma zu haben, dass man einen regelmäßigen Termin mit der Firma einrichtet.

Speaker: Da sind wir gerade dran.

Speaker: Genau, sehr gut.

Speaker: Also wir haben eine eigene Kick-Tipp-Runde und haben dann quasi erstmal die ganze Bundesliga-Saison letztes Jahr getippt.

Speaker: Hab dann festgestellt, wenn man das mit 20 Euro Einsatz macht und dann auch irgendwie als Gründer und Geschäftsführer diese Runde gewinnt, kriegt man auch wieder irgendwie Kohle, die man von den Mitarbeitern einsagt.

Speaker: Dann dachte ich, ach, scheiße, jetzt mach ich unbeliebt.

Speaker: dann macht man da eine schöne Grillrunde draus und hat irgendwie alle gemeinsam ein bisschen über Fußball geredet und jetzt sind wir dran, irgendwie mal zu sagen, komm, wir gehen jetzt auch selber eine Runde kicken, weil nur tippen macht ja halb so viel Spaß, wenn man vielleicht sogar selber kicken kann.

Speaker: Ja, gut.

Speaker: Weiß ich gar nicht, Fabi, hast du noch was?

Speaker: Ich habe so viele Fußballfragen haben wir jetzt beantwortet.

Speaker: Vielleicht, wenn wir schon in der Vergangenheit sind oder auch schon im Hypothetischen, wenn du jetzt nicht Unchained Robotics aufgebaut hättest, was würdest du jetzt wahrscheinlich machen?

Speaker: Wahrscheinlich irgendwie Marketing bei einem Fußballverein sein, ja.

Speaker: Wenn wir gerade schon so da sind, vermutlich irgendwie so in die Richtung oder Partnerschaften aufbauen oder vielleicht sogar irgendwie im Management, Richtung Management im Fußball entwickeln.

Speaker: Also auf jeden Fall wäre ich so in der Sportrichtung unterwegs gewesen.

Speaker: Vielleicht ist ja auch ein Ziel, irgendwann mal, wenn ihr groß genug seid, Hauptsponsor beim SC Paderborn.

Speaker: Du, für eine Bandwerbung hat es bisher gereicht, ja.

Speaker: Macht ihr schon.

Speaker: Genau, für die lokale Präsenz, genau, aber wer weiß.

Speaker: Bringt das denn was?

Speaker: Habt ihr das dann gemerkt?

Speaker: Gab es da Leads, die dann reinkamen?

Speaker: Quatsch.

Speaker: Sales überhaupt nicht, nein, nein, Sales überhaupt nicht.

Speaker: Aber tatsächlich für Employer Branding beziehungsweise Recruiting, also das wurde dann schon sehr häufig genannt, dass man uns irgendwie aus diesem Umfeld kennt,

Speaker: Und dass wir hier dann irgendwie lokal, weil wir halt auch so industrienah sind und vielleicht einen bestimmten Typ Menschen dann auch zum Teil ansprechen, wurde das schon ein paar Mal als Referenz genannt.

Speaker: Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass das der Riesenhebel war.

Speaker: Steht es im Kontaktformular, wenn man bei euch Kunde werden will?

Speaker: Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?

Speaker: Im Kontaktformular nicht, aber im Recruiting ist es eine der Fragen, woher kennt ihr uns denn und wie habt ihr euch mit uns beschäftigt und so.

Speaker: Und dann wurde tatsächlich Fußball das ein oder andere Mal genannt.

Speaker: Ja, dann lohnt sich das ja vielleicht auch.

Speaker: Und je nachdem, wenn die Entwicklungen gegenläufig sind, eure und die vom SC Paderborn, vielleicht trifft man sich dann irgendwann in der Mitte, sodass der Hauptsponsor auch affordable ist.

Speaker: Du, also bei Fußballmanager war ich auch schon mal Besitzer des SC Paderborn, also von daher...

Speaker: Okay, Zukunftsvision, Mädchen vom SC Paderborn.

Speaker: Ja, dann sprechen wir auf jeden Fall nochmal, würde ich sagen.

Speaker: Dann machen wir auf jeden Fall eine zweite Folge.

Speaker: Okay, die Bar ist high.

Speaker: Ja, ich sehe schon.

Speaker: Ja gut, da sind schon Leute, die wollen jetzt Bürgermeister von Köln werden.

Speaker: Das ist alles möglich.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Dann vielen Dank für deine Zeit.

Speaker: Hat sehr viel Spaß gemacht, viel gelernt wieder.

Speaker: Und wir hören uns dann irgendwann auf dem Weg zum Mitzeln.

Speaker: Ich danke euch, ihr seid herzlich eingeladen, mal hier in Paderborn ins Stadion zu kommen.

Speaker: Sehr gerne.

Speaker: Das machen wir.

Speaker: Das ist festgehalten, wir haben es jetzt on tape.

Speaker: Wir machen das.

Speaker: Sehr gerne.

Speaker: Schön mal in die Ultras, da rein.

Speaker: Ja, auf unsere Südtribüne.

Speaker: Sehr gerne.

Speaker: Dann sehen wir uns auf der Süd.

Speaker: Bis dann.

Speaker: Macht's gut.

Speaker: Ciao, ciao.

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Recommended