Transcript
Speaker: Willkommen zurück bei Work-Life-Challenge.
Speaker: Es ist heute, muss ich selber schauen, der 8.
Speaker: Mai 2025.
Speaker: Man kann schon bald wieder mit der Silvesterplanung anfangen, Jascha.
Speaker: Mir gegenüber virtuell sitzt Jascha Kampo und wieder einmal sind wir nicht alleine, aber dazu hat Jascha gleich mehr Informationen bereit.
Speaker: Jascha, freut mich mal wieder, dich zu sehen.
Speaker: Ja, ebenso.
Speaker: Es ist, glaube ich, echt schon lange her seit der letzten Folge.
Speaker: Wurde Zeit, dass wir mal wieder einen Gast gefunden haben, der uns beide sehr interessiert und unsere Zuhörenden wahrscheinlich auch.
Speaker: Heute geht es um ein Herzensthema, glaube ich, auch für dich, sowohl für Fabian als auch für mich.
Speaker: Es geht um Kaffee heute, zu großen Teilen.
Speaker: Wir haben heute Dominik Meier da von Next Level Coffee.
Speaker: Und wie immer werde ich mal ganz kurz durch seinen Lebenslauf gehen, bevor wir dann in die Tiefe gehen.
Speaker: Also Master in Tübingen gemacht, International Economics, also BWL im weitesten Sinne.
Speaker: Dann sehr lange bei Tata Interactive Systems, zuletzt als Head of Business Development, bis 2017 war das der Fall und seit 2017 und bis heute auch noch bei Orange Hills, ist eine Beratung, wenn ich es richtig verstanden habe, als Partner und
Speaker: Und ja, 2021 hat er Next Level Coffee mitgegründet und das ist der Punkt, wo wir jetzt gerade sind.
Speaker: Dazu muss man sagen, du hast glaube ich noch unzählige Professuren an ganz vielen Unis.
Speaker: Da war ich sehr beeindruckt, als ich das gesehen habe.
Speaker: Müssen wir gleich mal in Erfahrung bringen, wie das alles machbar ist.
Speaker: Ja, hi Dominik.
Speaker: Hallo Fabi, hallo Jascha, danke, dass ich da sein darf.
Speaker: Total spannend bei unseren Herzensthemen hier rund um Work Life auf der anderen Seite, auf der anderen Seite aber auch Innovation, Kaffee, Unternehmertum.
Speaker: Ich freue mich total drauf.
Speaker: Und vielleicht kurz zur, muss ich als Disclaimer gleich dazu sagen, also ich war bis 2021, wenn ich es richtig weiß, bei Orange Hills, dort aktiv und bin dann nach der Gründung oder mit der Gründung von NUNK aber auf 100% bei NUNK und Next Level Coffee.
Speaker: Ah, das ist gut, da musst du vielleicht dein LinkedIn aktualisieren.
Speaker: Da gibt es auch gratis LinkedIn-Beratung bei uns.
Speaker: Ja, die gibt es auch immer mit dazu.
Speaker: Wir starten immer rein mit unserer Stressfrage.
Speaker: Du wirkst auf mich sehr entspannt, aber auf einer Skala von 1 bis 10, wie sieht dein aktuelles Stresslevel aus?
Speaker: Kann man das in der Zahl nennen?
Speaker: Hier muss man sogar.
Speaker: Hier muss man sogar.
Speaker: Du, so sieben bis acht, glaube ich, also wenn zehn hoch ist, weil einfach sehr viel passiert, was intensiv ist, weil sehr viel drumherum passiert, weil man im Aufbau von so einer Firma, glaube ich, selten unter fünf rutscht.
Speaker: Ist aber auch nicht zehn.
Speaker: Das ist...
Speaker: So ist es nicht, aber es ist intensiv, es passiert sehr viel an sehr vielen Fronten, da können wir gleich drüber sprechen.
Speaker: Für mich ist aber ganz wichtig, das ist ein selbstgewollter und auch persönlich gemachter Stress in dem Sinne.
Speaker: Das heißt, ich sehe das als einen Leistungsverstärker an der Stelle schon sehr stark an, weil einfach das ja auch dann Urgency hervorruft und einfach dir auch erlaubt, die Dinge mit Fokus und mit Intention zügig voranzubringen.
Speaker: Also wenn es sehr starker, wie sagt man so schön, Distress und kein Eustress wäre, dann würde ich mir versuchen, andere Dinge zu suchen und vermutlich auch nicht im Podcast sitzen.
Speaker: Okay, und das müssen wir jetzt fragen.
Speaker: Wie viel Kaffee hast du heute schon getrunken und wie viel trinkst du so am Tag in der Regel?
Speaker: Ich trinke so drei mit Koffein und dann ab 14, 15 Uhr schwacke ich auf Endkoffein hinüber.
Speaker: Heute ist drei Espresso, die habe ich heute getrunken.
Speaker: Drei verschiedene.
Speaker: Ich hatte heute Morgen einen und dann zwei hier im Büro gerade.
Speaker: Und hat sich dein Kaffeetrinkverhalten geändert?
Speaker: Also jetzt natürlich durch die Gründung von Next Level Coffee, aber davor hattest du vorher schon irgendwie einen Bezug dazu?
Speaker: Ja, ich liebe Kaffee.
Speaker: Mein Dad war mein Superheld und ich habe immer gedacht, der hat so viel Kaffee getrunken, das ist jetzt das Superhelden-Getränk.
Speaker: So war meine Beziehung, wie ich zum Kaffee damals gekommen bin.
Speaker: Wann war deine erste Tasse Kaffee?
Speaker: Boah, ich glaube... Acht?
Speaker: Ja, so um den Dreh.
Speaker: Wahrscheinlich noch am Start irgendwann.
Speaker: Bestimmt mal früher genippt, aber dann so richtig getrunken.
Speaker: Wahrscheinlich um den Dreh rum.
Speaker: Aber so mit 14, 15 hat man glaube ich damals, da gab es ja diese großen Latte-Macchiato-Gläse und hat man angefangen irgendwie...
Speaker: viel mehr Kaffee zu trinken und mittlerweile ist es ein wirklicher, nicht nur Berufsinhalt, aber wirklich auch Genuss geworden.
Speaker: Also ich trinke sehr, sehr gerne Kaffee, probiere auch ganz, ganz viel aus und ja, schon immer ein Genussmoment.
Speaker: Wie kam es denn jetzt in deinem Werdegang?
Speaker: Du warst ja oft auch eher beratend tätig.
Speaker: Wie kam es zu dem Punkt, dass du gesagt hast, jetzt mache ich mal halt richtig was?
Speaker: Also es ist ja auch ein Hardware-Produkt, also wirklich was kreieren.
Speaker: Wie kam es dazu?
Speaker: Gute Frage, wenn man da so zurückschaut.
Speaker: Also vielleicht kurz der Kontext für alle, die es jetzt nicht irgendwie gegoogelt haben oder recherchiert haben.
Speaker: Wir machen ja NUNC.
Speaker: Stopp!
Speaker: Moment, da haben wir bei uns ein Format, lieber Dominik.
Speaker: Da muss ich kurz unterbrechen.
Speaker: Bei uns gibt es den berühmten Aufzug oder den Elevator-Pitch.
Speaker: Dann würde ich einfach mal bitten, Jascha, holst du doch mal geschwind den Aufzug.
Speaker: Ich hole den Aufzug.
Speaker: Jascha ist unser Aufzug-Boy.
Speaker: Und da gehst du jetzt mal rein, Dominik, und die Tür geht jetzt gleich zu.
Speaker: Und dann hast du kurz 30 bis 60 Sekunden, um einfach mal Nunk zu pitchen, vorzustellen.
Speaker: Und ja, in diesem Sinne, Abfahrt.
Speaker: Sind wir schon drin, ab geht's, jetzt kein Paus, ins nächste Level des Cafés.
Speaker: Die meisten oder viele von euch, die zuhören, trinken vermutlich gerne Kaffee.
Speaker: Die 9 von 10 erwachsen in Deutschland jeden Tag.
Speaker: Und da gibt es aber einen großen Genussgaben zwischen dem, was man zu Hause normalerweise bekommt in die Tasse und von dem, was man bei seinem Lieblingscafé trinkt.
Speaker: Und vor allem daran, dass da sehr viel Technologie und Technik hervor werden muss.
Speaker: Und mit NUNK haben wir uns zum Ziel gesetzt, diesen Genussgaben zugänglich zu machen, sprich richtig guten Kaffee wie ein Lieblingskaffee mit Geling-Garantie in die Tasse zu kriegen.
Speaker: Das heißt, du kannst bei NUNK jetzt jeden beliebigen Kaffee aus deinem Lieblingskaffee oder deinen eigenen oder unsere Kaffees in die NUNK geben.
Speaker: Das ist so eine Maschine mit ganzen Bohnen.
Speaker: Und die NUNK stellt sich perfekt auf deinen Kaffee ein und bereitet dir immer den optimalen Espresso, Cappuccino, Flat White und so weiter deines Lieblingsgeschmacks zu.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Und wenn ich es richtig gesehen habe, ist das Produkt an sich seit 2025
Speaker: erst auf dem Markt.
Speaker: Die Gründung hat aber schon deutlich früher stattgefunden.
Speaker: Genau, wir haben 2021 gegründet.
Speaker: Ich nehme euch da mal ganz kurz mit.
Speaker: Wir sind drei Gründer, Marius, Markus und ich.
Speaker: Marius ist Luft- und Raumfahrtingenieur vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum, hat dann bei der NASA Ames gearbeitet, hat promoviert in dem Bereich Materialwissenschaften und ist dann später Data Scientist geworden, bevor er mit NUNC gearbeitet hat.
Speaker: Also kommt sehr stark aus der Technik und Technologie.
Speaker: Markus ist ein
Speaker: wenn man so möchte, Medizintechniker gewesen und hat viele, viele Jahre dadurch sein Leben in der Medizintechnik in Südamerika verbracht, in Brasilien.
Speaker: Von dort aus Südamerika die Märkte aufgebaut und Produkte entwickelt und hat dort eigentlich seine Liebe und Leidenschaft zum Kaffee kennengelernt.
Speaker: Also wenn Marius der Tech-Nerd ist, ist er eher der Coffee-Nerd und ich bin wahrscheinlich eher der Kunden- und Unternehmertum-Innovations-Nerd, deswegen auch vorher die Stationen, die du aufgezählt hast.
Speaker: Ich durfte sehr viele Jahre, und jetzt mache ich die Brücke zu deiner vorigen Frage, ich durfte sehr viele Jahre zuerst mit Tata und dann mit Orange Hills Geschäftsmodelle und Innovationen mit und für andere Kunden entwickeln, für andere Branchen, von Haushaltsgeräten über Smart Wearables, die man kennt, aber auch Digitalisierung von Medizintechnik-Themen.
Speaker: Ganz, ganz unterschiedlich.
Speaker: Und da lernt man eigentlich vor allem eins, nämlich so Pattern Recognition, sage ich gerne dazu.
Speaker: sprich das Entdecken und Verstehen von Mustern, die in Märkten passieren, wie Technologie Märkte verändert, wie Technologie vielleicht auch Kundenverhalten oder Kundenwünsche verändert.
Speaker: Und als Marius, Markus und ich uns 2020, 19, 20, das war das Silvester, getroffen haben, haben wir uns an Silvester kennengelernt und hatten irgendwann Anfang 2020 gemerkt, so krass, wir lieben alle Kaffee, haben alle so eine Siebträgermaschine zu Hause,
Speaker: Aber wenn wir ganz ehrlich sind, diese Branche ist so groß, es sind so viele Multi-Milliarden-Unternehmen drin, aber so richtig den Kunde ins Zentrum gestellt, hat eigentlich noch keiner.
Speaker: Also so richtig mal ein Produkt und ein Erlebnis, warum kriegen wir das eigentlich nicht in die Tasse?
Speaker: Also warum ist das denn so schwer, richtig guten Kaffee in die Tasse zu kriegen?
Speaker: Und wenn man sich das mal dann, ich spiele mal kurz vor, anschaut, dann haben wir gesagt, okay, da müssten wir eigentlich eine Firma draus bauen, weil wir haben das wollen.
Speaker: Wir sehen so viele Leute drum und drum, die dann eine Siebträgermaschine oder sich eine Espressomaschine zulegen und maximal frustriert sind, weil sie es nicht hinbekommen oder nur jeder dritte Shot gelingt oder die Aufheizzeit sind 20 Minuten.
Speaker: Und dann sind wir rausgegangen und haben mit Hunderten von Menschen wirklich ganz, ganz tiefe Interviews geführt und waren auch in den Fabriken teilweise von den Herstellern und haben uns das angeschaut und festgestellt,
Speaker: Die haben uns alle gesagt, es geht nicht, was wir bauen wollen.
Speaker: Also diese Gelegen-Garantie, diesen Genuss wirklich in die Tasse zu kriegen, weil es halt nicht geht.
Speaker: Dann haben wir gefragt, ja, warum denn nicht?
Speaker: Und da war die Antwort immer, ja, die Hardware ist halt limitiert.
Speaker: Und wenn ihr jetzt vorher so nochmal zurückspult, Marius, Markus und ich kommen ja gar nicht aus der Hardware-Klassischen, sondern wir haben halt darüber über Software, über Daten, über Nutzer nachgedacht und haben uns überlegt,
Speaker: Ja, aber das kann man ja bestimmt lösen.
Speaker: Und dann sind wir mutig, vielleicht auch ein bisschen naiv, dann an das Thema rangegangen und haben 2021 Next Level Coffee dann gegründet und haben dann das, was ihr jetzt hinter mir seht oder auch, wenn ihr zuhört, im Podcast auf der Webseite dann finden würdet, gebaut, in die Welt gebracht und dann vier Jahre, gute vier Jahre später dann auch auf den Markt gebracht.
Speaker: Genau.
Speaker: Wir haben vier Jahre entwickelt auch.
Speaker: Ja.
Speaker: Teilweise haben so Hardware-Teile bei uns 120 Iterationen
Speaker: Teilweise stecken da Millionen in Einzelbauteilen drin, um das wirklich so hinzubekommen.
Speaker: Es gibt ja einen Grund, warum es 60 Jahre nicht gebaut wurde.
Speaker: Es ist kein dünnes Brett gewesen, das zu durchbauen.
Speaker: Ja, aber ich finde, die Coffee-Nerds aus meinem Umfeld...
Speaker: die feiern das ja eigentlich auch, dass das eine halbe Stunde aufheizt, dass ich das andauernd mit einem Pinselchen so reinigen muss und dass ich auch eine Stunde lang einstellen muss, bis der Kaffee perfekt gelingt.
Speaker: Und es ist also...
Speaker: Würdest du behaupten, das ist die Zielgruppe?
Speaker: Also die Zielgruppe weiß es einfach nicht besser oder ist es wirklich schon so drin in den Leuten, dass sie einfach dieses nostalgische lieben, weil je teurer so eine Siebträgermaschine, desto weniger kann die ja in der Regel.
Speaker: Das ist ein schönes Bild, was du da gerade aufmachst, Jascha.
Speaker: Also, ich bin ja selber aus der Zielgruppe.
Speaker: Ich habe ja selber genau so über zehn Jahre meinen Kaffee zubereitet, aber mit einem hohen Frustrationspotenzial, auch mit einer hohen Lernkurve, mit sehr viel Leidenschaft, mit sehr viel Detailverliebtheit, mit sehr viel Technik.
Speaker: Ich kann euch aber eine Geschichte erzählen, die mir meine Frau, sie trinkt übrigens nur, also trinkt nur Dekaff, den Kaffee, ihn verträgt sie nicht, trinkt aber sehr gerne Kaffee.
Speaker: Jetzt habe ich da eine zweite Mühle irgendwann nebendran gestellt.
Speaker: Oder halt eine Kapselmaschine rausgeholt, wenn jemand Dekaf trinken wollte.
Speaker: Es war mir nicht möglich, zwei Bohnen nacheinander quasi zuzubereiten.
Speaker: Das kennt ihr wahrscheinlich, und dann einzustellen sauber, weil das dauert einfach.
Speaker: Das ist einfach sehr komplex.
Speaker: Und sie hat mir neulich mal gestanden, dass wenn...
Speaker: Ich weiß gar nicht, ob sie zuhört dann, aber wenn ich weg war, also auf Geschäftsreise zum Beispiel oder am Wochenende nicht da war oder so und jemand zu uns kam und Kaffee wollte, dann hat sie das schon bedienen können, aber es war immer eigentlich eine Frustration.
Speaker: Also meistens kam kein guter Kaffee raus, dann war der zu, weiß ich nicht, zu lang, zu kurz, nicht durchgeflossen.
Speaker: Eigentlich hat sie mit der ja gar keine Freundschaft geschlossen mit unserer Kaffeemaschine.
Speaker: Und manchmal hat andere Leute, Gäste bei uns, haben das überhaupt nicht benutzt.
Speaker: Die haben einfach nicht übernachtet, haben morgens keinen Kaffee gemacht, bis ich wach war.
Speaker: Und ich habe gesagt, das ist irgendwie auch unfair, oder?
Speaker: Und so ein Gerät hat zu Hause, was am Ende des Tages halt ein, zwei Leute nur benutzen können.
Speaker: Also das ist so, wie du richtig sagst, das hat eigentlich für Profis gemacht.
Speaker: Und da kommt die Welt auch her.
Speaker: Also es gibt eine Gastrowelt und für die Gastro ist kleiner gemacht worden und so stehen die Maschinen jetzt teilweise zu Hause.
Speaker: Aber
Speaker: Unser Ansatz war oder ist nach wie vor mein Nunc, Kaffee zugänglich zu machen.
Speaker: Und diese Welt, von der du gerade sprichst, die Siebträgerwelt, das sind so 4 bis 5 Prozent des Kaffeemarktes.
Speaker: Die anderen 95, 96 Prozent trinken ganz anders ihren Kaffee, würden aber in großen Teilen gerne so Kaffee trinken, weil Kaffee hat eine Einbahnstraße im Geschmack.
Speaker: Sprich, wenn du einmal sehr guten Espresso bei jemandem hattest, dann weißt du, wie der schmeckt.
Speaker: Und da würdest du, viele Leute wollen dann auch gerne so Kaffee trinken, kriegen es aber alleine nicht hin.
Speaker: Was wir mit NUNC gemacht haben, ist im Grunde das zugänglich gemacht, indem wir ein Consumer Electronics Produkt rausgebaut haben.
Speaker: Also ein Produkt, was, wenn du möchtest, jeder bedienen kann.
Speaker: Würdet ihr dann eher sagen, ihr seid dann eher Tech-Company, Consumer Electronics-Company oder Kaffee-Company oder Design-Company, wenn ihr euch stempeln lassen müsstet?
Speaker: Das muss man gar nicht so trennen.
Speaker: Das ist eine sehr gute Frage.
Speaker: Das muss man nicht trennen aus meiner Sicht.
Speaker: Das ist alles zusammen und das ist eine Coffee-Tech-Company am Schluss.
Speaker: Am Schluss sind wir eine Kunde im Zentrum Coffee-Tech-Company.
Speaker: Maybe vielleicht auch noch AI-driven.
Speaker: Kannst du auch noch mit rein irgendwie?
Speaker: Ja, das fällt für mich sehr stark unter das Tech-Thema.
Speaker: Also Tech fängt an, weil wir designen unsere eigenen Chips, die PCBs, die Printed Circuit Boards, also Nunc hat eigen Chips-Design.
Speaker: Wir sind reingegangen bis ins App-Design, ins User-Experience-Design, ins Produkt-Design, also das Industrial-Design des Produkts.
Speaker: Aber bis auch auf die Cloud, bis auf die Anbindungen, du kannst demnächst Smart Devices wie eine Whoop oder so Sachen anbinden an den Whoop bis hin zur AI, also sprich, wir haben 250.000 Kaffeeshots gemacht, sensorisch vermessen, daraus einen Algorithmus gebaut und der Algorithmus erlaubt jetzt eine Geling-Garantie für Kaffee, hat auch noch nie jemand gemacht, also da haben wir quasi die Kaffee-Welt einmal vermessen.
Speaker: Einmal hops genommen auch.
Speaker: Aber es ist nicht so trennbar, weil du so fragst, es ist nicht so trennbar, Fabi, das ist so, es ist eine Firma, die einen Kunden ins Zentrum stellt und Gelingengarantie ermöglicht.
Speaker: Und dazu gehört eben alles, was du gerade sagst, stark designgetrieben und produktgetrieben, stark AI und datengetrieben und natürlich Kaffee.
Speaker: Klar, wir haben Baristas, Barista Champions bei uns im Team, den holländischen Barista Champion, den zweifachen, die vierfache deutsche Barista Meisterin bei uns im Team.
Speaker: Das ist einfach...
Speaker: Innovationen steht, glaube ich, nicht in den Silos, sondern immer an diesen Schnittstellen.
Speaker: Also wenn sich jetzt Design, Kaffee und Technik dann umarmen, zum Beispiel.
Speaker: Was machen denn diese Barista-Champions da bei euch?
Speaker: Also die sind fest angesteppt bei euch und dann machen die den ganzen Tag Kaffee?
Speaker: Genau, also es gibt ganz unterschiedliche Dinge.
Speaker: Einerseits
Speaker: ist es ganz wichtig, in so eine Produktentwicklung und auch so eine Weiterentwicklung des Produkts Kaffee-Wissen einfließen zu lassen.
Speaker: Also sensorisches Wissen, Zubereitungswissen, Rezeptwissen.
Speaker: Wenn wir jetzt zum Beispiel Kaffee-Temperatur steuern können, ist es total wichtig zu verstehen, was das wirklich macht.
Speaker: Und da gibt es wie so ausgebildetes Formuliers im Café auch, Cube Grader nennt man die, davon haben wir mehrere angestellt bei uns.
Speaker: Einerseits leiten die zum Beispiel den Kaffee-Einkauf, also den Grünbohnen-Einkauf, unsere Rösterei, die Entwicklung der Geschmackssorten, das ist so die eine Ebene, die andere Ebene ist natürlich auch die Maschinen-Co-Entwicklung.
Speaker: Zu sagen, hey, das muss sich aber auch wie ein Profigerät anfühlen und wenn jemand halt 30, 20 Jahre Profigeräte mitentwickelt und gebaut hat, weiß er auch, wie sich ein Profigerät anfühlt versus ein Heimgerät.
Speaker: Und natürlich, klar, wir haben in Berlin zum Beispiel ein Studio, wo Nicole Battefeld sitzt,
Speaker: Eine der renommiertesten deutschen Baristas, die bei uns im Team jetzt ist, seit mehreren Jahren und Nicole ist dort auch im Studio und macht auch von Latteartkurs bis über Roadshow und Menschen eben nun und das Kaffeeerlebnis jetzt zugänglich machen, weil du kannst jetzt halt deinen Kaffee trinken wie Nicole, ne?
Speaker: Ja, jetzt mal ein bisschen hinter den, würde ich mal sagen, kapitalistischen Vorhang zu blicken.
Speaker: Das hast du gesagt, ich habe 2021 da gegründet und eigene Chips baut ihr, also mega innovativ, mega Innovation, aber Innovation heißt ja meistens auch oft viel Investment.
Speaker: Ich nehme an, ihr habt jetzt nicht im Lotto gewonnen vorher.
Speaker: Wie habt ihr das denn bis dato finanziert?
Speaker: Ja, sehr gute Frage.
Speaker: Also das kostet schon 2,50 Mark, sage ich immer.
Speaker: Vor allem, wenn man natürlich, wie ihr es richtig sagt, so mehrere geleimte Bretter bohren muss.
Speaker: Wir haben jetzt ja nicht eine App entwickelt.
Speaker: oder einen KI-Algorithmus für Kaffee oder mal eine Mühle, sondern das gesamte Ökosystem aus, von der Farm bis in die Tasse.
Speaker: Und dazu brauchst du schon A, tolle Menschen, großartige Menschen und B, natürlich auch Kapital.
Speaker: Und NUNC ist mit großartigen Menschen finanziert worden, also Menschen aus der Kaffee- und Genussbranche auf der einen Seite und auf der anderen Seite Menschen, die aus dem Tech, Hightech-Bereich kommen, wo es rund um AI und Tech geht.
Speaker: Sehr divers das Setup an den Investoren.
Speaker: Nunke ist ja eine Tochter der Next Level Coffee GmbH.
Speaker: Und da sind ja wiederum kein Prominenteste, der mir aufgefallen ist, waren René Adler, ehemaliger Fußball-Nationalspieler.
Speaker: Nee, der ist nicht dabei, aber ein anderer Torwart aus Frankfurt.
Speaker: Da steht aber in der Gesellschaftsliste drin.
Speaker: Kevin Trapp meinst du?
Speaker: Nein, du meintest Kevin Trapp, ja.
Speaker: Ah ja, Kevin Trapp, sorry.
Speaker: Jetzt ist es rausgekommen.
Speaker: Oh wow, da ist Kevin Trapp jetzt bestimmt beleidigt.
Speaker: So, genau, also das heißt, die haben ja dann von Anfang an, wie überzeugt man dann solche Leute?
Speaker: Sind es dann auch eben, wie du sagst, tolle Menschen und die glauben einfach dran und...
Speaker: Ich glaube, hinterher ist es total einfach zu erzählen, die Geschichte.
Speaker: Aber die Vision von Nunk war von Anfang an, wir bauen jetzt mal zehn Jahre, also kein Spaß, wir haben uns von Anfang an, Marius, Markus und ich, komm mit dir zu sagen, zehn Jahre mit unseren Partnerinnen auch.
Speaker: Wir bauen jetzt mal zehn Jahre ein Unternehmen, was eine Branche verändert, wo es mehrere Multi-Billion-Dollar-Brands gibt.
Speaker: So Nespresso, acht, neun Milliarden, andere Hersteller, so Jura, Miele und so weiter.
Speaker: Machen alle so roundabout eine Milliarde oder mehr Umsatz.
Speaker: Das sind also wirklich große Player in dem Spiel und trotzdem gibt es diese Innovationen und dieses Produkt, was wir wollten und was wir glaubten, was der Markt braucht, gab es nicht.
Speaker: Und dann sind wir los und das ist natürlich schon, da musst du schon Leute auch wirklich mit einer großen Vision überzeugen, weil das muss ja schon recht groß werden, damit du auch Kapital entsprechend einsammeln kannst.
Speaker: Also du kannst jetzt nicht einfach nur eine Maschinenfirma bauen, die halt eine Kaffeemaschine baut, die ein bisschen besser ist und irgendwie 5000 Stück im Jahr verkauft.
Speaker: Damit wäre das nicht gerechtfertigt, den Aufwand, den wir betreiben.
Speaker: Und ich glaube, jeder Investor bei uns und jeder Mensch, wir nennen die gerne Friends of Nunc, also jeder, der bei uns mit früh auf die Reise oder spät auf die Reise gekommen ist, hat ein anderes Interesse.
Speaker: Die einen kommen da aus einer Lifestyle-Design-Sicht drauf und sagen, Mensch, sowas braucht man eigentlich aus Design- und Lifestyle-Sicht.
Speaker: Jemand anders kommt drauf und sagt, Mensch, der Kaffeemarkt ist so groß.
Speaker: Ich habe selber schon ein großes Unternehmen im Kaffeemarkt aufgebaut.
Speaker: Da glaube ich total dran, dass sie das hinkriegen, wenn man das so denkt und macht.
Speaker: Und dann gibt es wiederum andere, die kommen stärker aus dem Haushaltsgeräte-Bereich oder aus dem Bereich.
Speaker: Die schauen da vielleicht eher drauf und sagen, Mensch, wenn es Haushaltsgeräte
Speaker: Geräteinnovationen geben muss mit AI und sehr kundenzentriert, dann lass uns doch auf ein Schnellboot setzen, was sowas wirklich auch umsetzen kann, anders als das jetzt vielleicht ein größerer Konzern umsetzen könnte und lass uns mit denen zusammen einen Weg gehen und lernen.
Speaker: Also habt ihr sehr gut recherchiert, wird man selten im Podcast gefragt, von daher danke euch und ich glaube, das Wichtigste dabei, was dir alle vereint ist, die haben alles Interesse,
Speaker: Also erstmal großartige Menschen und wir haben alle das Interesse, groß und langfristig zu denken.
Speaker: Also wir haben niemanden bei uns an Bord, egal von A bis Z, wenn man da durchgeht, der jetzt irgendwie morgen einen Exit möchte oder sowas, sondern wir schauen sehr langfristig drauf, weil man braucht geduldiges Kapital, auch geduldige Menschen, um ein großes Rad dann zu drehen.
Speaker: Was habt ihr denen denn gesagt, wie lange ihr braucht, bis die Maschine auf dem Markt ist?
Speaker: Seid ihr jetzt da im Plan?
Speaker: Nee, sind wir nicht.
Speaker: Also das dauert tatsächlich länger und kostet auch mehr, als man denkt, weil es Innovation ist.
Speaker: Ich habe ja früher bei der Firma, die du vorher nanntest, in München, Innovationsmanagementsysteme aufgebaut und sehr stark auch Neuentwicklungen begleitet.
Speaker: Und was wir für eine
Speaker: Vielleicht für alle, die jetzt zuhören, was wir für so eine Misconception in Deutschland eigentlich vor allem haben, ist, dass alles so nach Plan laufen muss.
Speaker: Also wenn jemand was hochgradig Innovatives macht, also nochmal, anders einkaufen Kaffee, anders rösten, dieses Produkt komplett neu denken, neue Chip-Entwicklung teilweise machen, AI machen, User Experience machen,
Speaker: Es sind so viele Layer, selbst wenn da neun von zehn richtig laufen, kann es sein, du bist nicht mehr im Zeitplan und dann kommen noch globale Supply Chains dazu und Technologieoffenheit und so weiter.
Speaker: Also da kommen sehr viele Dinge dazu,
Speaker: die Unsicherheitsfaktoren in so einer Reise sind.
Speaker: Und wir neigen in Deutschland sehr stark dazu zu sagen, wenn jetzt was ein Jahr oder ein halbes Jahr länger dauert, dann ist es gescheitert oder schlecht.
Speaker: Aber Innovation ist halt unter Unsicherheit.
Speaker: Innovation ist immer das Reduzieren von Unsicherheiten, ob es der Kunde will, ob es technisch funktioniert und ob es irgendwie ökonomisch funktioniert.
Speaker: in der frühen Stadium.
Speaker: Und wir hätten uns, glaube ich, wenn du mich gefragt hättest, vor fünf Jahren, als wir gegründet haben, wie lange dauert das, dann hätte ich dir wahrscheinlich ziemlich bold gesagt, naja, so eine Kaffeemaschinenentwicklung dauert nochmal sieben Jahre, wir kriegen es in der Hälfte hin, dreieinhalb.
Speaker: So habe ich mal so gesagt.
Speaker: Und dann ist mir aber irgendwann zwischendurch aufgefallen und uns klar geworden, hey, wir entwickeln ja gar keine Kaffeemaschine, wir innovieren ja das gesamte Ökosystem von A bis Z.
Speaker: Und haben auch gemerkt, dass wir in der Branche an Grenzen stoßen.
Speaker: Technologiegrenzen, an Hardware-Grenzen, deswegen eigene Entwicklung von Themen, Aufbau von Themen, wo wir dachten, das braucht man gar nicht, das wird schon irgendwo zukaufbar sein.
Speaker: Haben uns auch Leute gesagt, dass das zukaufbar ist, war es aber nicht.
Speaker: Man muss es halt selber entwickeln.
Speaker: Und so kommst du dann an den Punkt, wo wir jetzt nach, ja, wie lange haben wir gebraucht?
Speaker: Gute vier Jahre anstatt drei eigentlich dann auf den Markt gegangen sind.
Speaker: Doch, das ist doch noch schnell.
Speaker: Aber jetzt haben sie doch erst im Herbst, oder?
Speaker: Jetzt...
Speaker: kommt sie dann, oder?
Speaker: Was ich auf der Webseite gesehen habe.
Speaker: Die Nub ist seit Sommer 2025 verfügbar, steht auch schon in 100 Pauscheiben, ist tausendfach vorbestellt und wenn du jetzt vorbestellst, sind wir nicht imstande, dir morgen eine hinzustellen, weil einfach die Kapazität der Fabrik nicht ausreicht für das, was gerade bestellt ist.
Speaker: Wir skalieren jetzt auch die Fabrik und das entsprechende Thema hoch.
Speaker: Wo steht die besagte Fabrik?
Speaker: Wir haben ganz ursprünglich mal angefangen in Holland in so einer Art Garage zu manufaktieren.
Speaker: Also die erste kleine Minifabrik stand bei mir im Wohnzimmer.
Speaker: Die zweite stand dann in einer größeren Garage, wenn du so willst, in Holland.
Speaker: An der deutschen Grenze.
Speaker: Die dritte, wo wir bis vor kurzem hauptsächlich produziert haben, stand in der Schweiz bei einem Medizintechnikhersteller.
Speaker: Und jetzt kann ich schon vorweg sagen, weiß nicht, wann der Podcast ausgestrahlt wird, aber jetzt im Mai haben wir gerade das nächste Level eingeläutet und haben in Süddeutschland, südlich zwischen Stuttgart und Bodensee
Speaker: eine weitere Assembly Line und weitere Fabrik, wenn du es möchtest, aufgebaut, wo dann auch Kapazitäten sind, die uns durchaus die nächsten Jahre tragen.
Speaker: Also wirklich phasenweise.
Speaker: Du fängst klein an vom Wohnzimmer schrauben, dann machst du mal eine Fabrik, die kann 1000, dann machst du eine, die kann 10.000 und dann fängst du an, noch deutlich größer zu werden.
Speaker: Wenn ich mir das so vorstelle, du sagst, ihr greift ja quasi da verschiedene Legacy-Player an.
Speaker: Du hast vorhin gesagt Nespresso, Jura oder auch irgendwie die ganzen Röstereien und Kaffeebohnen.
Speaker: Habt ihr da schon irgendwie in der Form Resonanz, dass die euch so ein bisschen auf dem Schirm haben?
Speaker: Ja, mit Sicherheit.
Speaker: Also
Speaker: Ja, kurze Antwort ist ja.
Speaker: Ich glaube aber, dass wir, und das ist nochmal wichtig zu deiner Frage, weil du gerade gesagt hast, angreifen und so.
Speaker: Ich glaube, die Kaffeewelt ist so eine Welt, die ist einfach riesengroß.
Speaker: Und ich hoffe, dass wir als Pioniere, wir sind ja noch super klein, dass wir als Pioniere damit eigentlich Impulse auch geben können, der Branche zu sagen, hey, denk doch stark über den Kunden nach, denk über Experiences nach, denk darüber nach, dass es um Genuss und Geschmack geht und nicht ums Einstellen.
Speaker: Also die Branche befindet sich eigentlich da, wo so eine Spiegelreflex-Kamera-Branche sich mal befunden hat.
Speaker: Es ist schon gut, dass es Spiegelreflex-Kameras gibt.
Speaker: Ich habe selber eine und benutze die auch sehr, sehr gerne.
Speaker: Aber wenn ich mich halt dann mit den Parametern für Blende oder Belichtungszeit oder ISO die ganze Zeit beschäftige, anstatt auf das Motiv mich konzentriere, dann sind wir da, wo die Kaffeewelt heute ist.
Speaker: Das heißt, es geht, wenn du guten Kaffee willst, sehr stark ums Einstellen, ums Ausnerden, ums Abwiegen, ums...
Speaker: Malgrad, dokumentieren in Excel und so weiter und wir bringen die Branche jetzt eigentlich in einem Hub über diesen Genussgraben und sagen, musst du alles gar nicht machen, konzentriere dich doch mal drauf, richtig guten Kaffee in die Tasse zu kriegen.
Speaker: Also mach doch einfach ein Bild von der Packung, der Nung Barista stellt es für dich ein, du kannst sogar noch mit der Nung reden und sagen, hey, pass auf, ich hätte den gerne ein bisschen dunkler, ein bisschen fruchtiger, ein bisschen länger gezogen, ein bisschen wärmer, wie auch immer und kannst aber trotzdem noch, deswegen Next Level Coffee, trotzdem noch jeden einzelnen Parameter ansteuern.
Speaker: Wir erleben in unseren Daten, dass das kein Mensch macht.
Speaker: Zumindest nicht Montag bis Freitag, Samstag, Sonntag ab und zu.
Speaker: Aber warum brauche ich denn eine Nunk, wenn es auch einen sehr guten Vollautomaten gibt?
Speaker: Also ich denke jetzt ein bisschen an die Zielgruppe meiner Eltern.
Speaker: Oh wow, da würden sich einige Leute offended fühlen jetzt.
Speaker: Nein, aber ich rede jetzt über meine Eltern und die sind auch so Ende 50, Anfang 60 und weiß ich, die suchen auch eine neue Kaffeemaschine.
Speaker: Meine Mutter ist so eine Siebträger, zu komplex.
Speaker: Mein Vater hätte schon irgendwie Lust drauf und wahrscheinlich läuft sie auf irgendwie so eine Vollautomatengeschichte raus.
Speaker: Da kann ich ja auch alles einstellen, eine Latte Macchiato und Flat White, wie auch immer und so.
Speaker: Also liebe Eltern vom Fabi, ich lade euch ganz herzlich ein, um vorbeizukommen und euch das mal anzuschauen.
Speaker: Das war die erste Einladung.
Speaker: Das muss man erleben.
Speaker: Also deine Frage ist total berechtigt, weil eine Kaffeemaschine oder der Zugang zu Kaffee ist immer ein Upgrade-Produkt.
Speaker: Die meisten Leute haben vorher schon irgendwas.
Speaker: Die kommen aus der Kapsel- oder Pad-Welt oder sie kommen von mir aus aus der Vollautomaten-Welt, wie du es jetzt gerade beschreibst.
Speaker: Und jeder sucht was Unterschiedliches.
Speaker: Was bei der NUNC, jetzt als Beispiel, weil du ja fragtest, eigentlich die meisten Leute sehr schätzen, ist, dass sie auf dem Geschmacksniveau halt bei einem Top-Siebträger liegt.
Speaker: Also du wirst in einem Blindtest, das bestätigen alle und das wirst du auch selber merken, es gibt so eine Einbahnstraße im Geschmack.
Speaker: Der Kaffee schmeckt anders, wenn der aus einer Espresso-Zubereitung kommt, wie wenn er aus dem Vollautomaten kommt.
Speaker: Das Zweite, was die Leute lieben, ist halt, dass sie das aber nicht einstellen müssen.
Speaker: Also das ist nicht nur die Geschmacksqualität oder das Design-Supprodukt, sondern sie müssen es auch gar nicht einstellen.
Speaker: Das heißt, ihnen gelingt jeder Shot perfekt, weil das ist häufig die Hürde, um beim Siebträger anzukommen, weil du halt eben nicht zum Barista werden willst.
Speaker: Wie du sagst, dein Papa ist wahrscheinlich eher so einer, der würde, wenn er jetzt dürfte, sich einen Siebträger einstellen.
Speaker: So ein Nerd, leider boxig reinzufuchsen.
Speaker: Dann wäre deine Mama aber halt außen vor.
Speaker: Dann würde sie irgendwann mal keinen Kaffee mehr, dann würde man sagen, komm, mach du den für mich.
Speaker: so, weil dein Papa wahrscheinlich Lust auf Technik hat und weil er vermutlich auch so eigentlich sagt, hey, ich will mich auch reinhören, ich will das auch verstehen, ich will auch Kaffee-Extraktion verstehen und so und das geht ja mit der Nunk, aber deine Mama kriegt den auch hin oder alle, die kommen und, und das ist das Interessanteste, was wir erleben, wir erleben, dass in Haushalten drei bis vier verschiedene Sorten Kaffees getrunken werden.
Speaker: Also Nunk-Kunden trinken nicht einen Kaffee, sondern sie trinken drei bis vier verschiedene am Tag, weil du eben super schnell die Sorten wechseln kannst.
Speaker: Du kannst einfach von einer auf die andere Sorte super schnell wechseln.
Speaker: Ich habe das
Speaker: Ich habe hier einen guten Show mal vorbereitet hier.
Speaker: Du hast hier so Hopper, so kleine und hast dann halt mehrere Hopper.
Speaker: Und diese Hopper, die enthalten hier ganze Bohnen, frische Bohnen, haben hier einen NFC-Tag drauf.
Speaker: Wenn ich den dann reinstecke und dann drauf packe auf die Nunc, dann erkennt die den Kaffee.
Speaker: stellt sich perfekt darauf ein.
Speaker: Das heißt, bei uns zu Hause zum Beispiel trinkt meine Frau den Decaf, hat ihren Hopper, ich habe einen dunklen morgens, nachmittags einen fruchtdicken und am Nachmittag spätant trinke ich ab 16 Uhr ungefähr auch nur Decaf.
Speaker: Und so ändert sich das Nutzerverhalten.
Speaker: Das ist so das Zweite.
Speaker: Und dann halt perfekter Milchschäum.
Speaker: Ich glaube, viele Leute...
Speaker: Finden es toll, dass sie eben tollen Milchschaum kriegen, Latteart machen können damit und vor allem halt die Reinigung.
Speaker: Ich glaube, so ein Siebträger, wenn der Dreck anfällt, der fällt ja außen an.
Speaker: Bei einem Vollautomaten fällt er halt häufig leider sehr, sehr stark innen an und sieht man nicht und dann entsprechend sieht er auch aus nach einer gewissen Zeit.
Speaker: Aber hey, das Schöne ist, das ist ein Erlebnisprodukt und ist ja auch nicht so, dass jetzt jeder einen Mund kauft.
Speaker: Das ist ja das Coole.
Speaker: Der Markt ist ja riesengroß und wir erleben aber schon, dass die Leute sagen, das ist was anderes.
Speaker: Das ist irgendwie...
Speaker: ist das nächste Level, das ist die neue Ära im Café.
Speaker: Da funktioniert das perfekt, das taugt mir gut.
Speaker: Was wir jetzt elegant umschifft haben, das ganze Thema Finanzierung.
Speaker: Also du hast geredet von einer Fabrik oder Assembly Line.
Speaker: Das ist halt alles super kapitalintensiv.
Speaker: Kannst du es irgendwie beziffern?
Speaker: Wie viel Kapital ist notwendig, um dieses Produkt jetzt wirklich auch zur Marktreife zu bringen?
Speaker: Ja.
Speaker: Also das Produkt ist marktreif, deswegen kann ich dir eine sehr genaue Zahl nennen, die ich aber nicht nennen werde, natürlich.
Speaker: Aber ihr könnt euch eine Vorstellung machen, wenn, das ist im Handelsblatt so veröffentlicht worden von beispielsweise, nehmen wir mal den Thermomix-Vorwerk.
Speaker: Dort hat der CEO, war es glaube ich, gesagt, dass es über 150 Millionen gekostet hat, ein Facelift, also sprich die nächste Generation des Thermomix zu bauen.
Speaker: Also um euch mal eine Dimension zu geben und das kriegst du natürlich aber als junges Unternehmen gar nicht, so viel Geld und so viel Zeit und so weiter.
Speaker: Und wir haben ja nicht einen Facelift oder eine neue Produktgeneration gebaut, sondern alles.
Speaker: Vom ersten CRM-System über den ersten Barista gehirat, den ersten Store, die erste AI, die erste Maschine, das erste Tool.
Speaker: Also wir haben alles von vorne, die Brand, alles ganz, ganz neu aufgebaut und da liegt man dann wahrscheinlich so irgendwo zwischen 10 und 20 Prozent dessen, was dann so jemand braucht.
Speaker: Genau, Kapital.
Speaker: Das macht man aber schon.
Speaker: Also es wird schwierig, glaube ich, komplexe Ökosysteme aus Hardware, Software, Daten und KI mit gut wirklich, so dass sie wirklich GDPR-konform für zigtausende Menschen wirklich zu Hause stehen dürfen mit allen Tests, CE-Zertifizierung, was dazugehört.
Speaker: Sowas wird deutlich achtstellig irgendwann.
Speaker: Ja, okay, also deutlicher zweistelliger Millionenbereich.
Speaker: Und ihr seid ja, hat da einer von euch schon Gründungserfahrungen oder kommt ihr alle aus Angestelltenverhältnissen?
Speaker: Weil ich überlege mir, du musst dir ja auch, um an so viel Geld zu kommen, eine gewisse Reputation eigentlich aufbauen in diesem ganzen InvestorInnen-Kosmos.
Speaker: Wie habt ihr die ganze Kohle aufgetrieben?
Speaker: Voll schön.
Speaker: Also das passiert ja nicht alles auf einmal, sondern meistens in Phasen und man startet erst mal klein und baut eigentlich, und das wäre vielleicht der Tipp für alle, die zuhören, baut Conviction auf.
Speaker: Also die ersten Beträge, die nicht unheblich sind, da kaufen manche vielleicht ein Haus von oder so, haben wir privat und persönlich reingesteckt aus unseren vorigen Jobs, weil wir waren ja Angestellte.
Speaker: oder entsprechend unterwegs in der Industrie, um einfach mal die Conviction aufzubauen, zum Beispiel Prototypen zuerst zu bauen, also physische, mechanische Prototypen, dass es wirklich überhaupt mal funktionieren kann, dass wir auch dran glauben.
Speaker: Und auch so diese Design-Prototypen so.
Speaker: Das war so die erste Phase.
Speaker: Und dann geht man genau mit der großen Vision und sagt, guck mal, da gibt es Milliarden-Dollar-Player.
Speaker: Wir könnten auch so einer werden.
Speaker: Ich verkürze es jetzt bewusst sehr.
Speaker: Und so ist unsere Reise dahin, aber da braucht es Kapital für, geht man dann zu den ersten Menschen und Geldgebern, teilweise aus der, die das schon mal ähnlich gemacht haben, aus der Kaffeeindustrie oder aus dem Venture-Bereich.
Speaker: Genau, und dann brauchst du natürlich neben der größeren Vision und Story schon auch die Glaubwürdigkeit.
Speaker: Und da hatten wir eben zuerst drin investiert, zu sagen,
Speaker: lass uns das einfach mal auf den Tisch stellen.
Speaker: Lass uns mal auf den Tisch stellen, ein ganz konkretes Produkt, was schon funktioniert.
Speaker: Und jetzt braucht es aber natürlich Zeit und Geld, um das in die Industrialisierung zu bringen.
Speaker: Und das Schöne war, dass dieses Produkt, was du erst am Tisch fand, schon überzeugend war von der Vision von dem Produkt, sodass wir dann damit schon die ersten Gelder einsammeln konnten.
Speaker: Also seid ihr auch wirklich mit der Kaffeemaschine zu Pitches?
Speaker: Immer.
Speaker: Ich mache keinen Pitch ohne Kaffeemaschine.
Speaker: Ich würde nie, wenn du ein Produkt hast, zeig das Produkt.
Speaker: Ich würde nie einen Pitch machen, einfach nur über das Internet oder über den PowerPoint, weil das stärkste Argument ist ja, wenn jemand versteht, wie ein Produkt tatsächlich funktioniert und was es mit dir selber macht, wenn du es benutzt.
Speaker: Ja, definitiv.
Speaker: Okay, also habt ihr sukzessive einfach eure Glaubwürdigkeit aufgebaut, dann habt ihr einen Prototypen, Prototyp hat Leute überzeugt und Fundraising machst hauptsächlich du?
Speaker: Ich glaube, da gehört immer ein Team dazu, aber die meisten Investoren werden voraussichtlich mich sehen in dem Prozess ziemlich früh, genau.
Speaker: Und das ist ja jetzt die erste richtige Gründung.
Speaker: Gibt es irgendwas, was sind so, gab es so Aha-Momente oder Sachen, wo du gedacht hast, das ist ja komplett anders, als ich mir das vorgestellt habe?
Speaker: Wow, okay, wo fange ich an?
Speaker: Ganz, ganz viele, also in alle Richtungen.
Speaker: Was wäre denn das Spannendste?
Speaker: Ich glaube, das Spannendste ist eigentlich, dass eine Gründung immer, ich fange mal so an, weil das ja auch gut zu unserem Podcast-Motto hier, glaube ich, passt, was das mit dir selber macht.
Speaker: Also die meisten, ich glaube, das Spannendste ist, was du als Gründer auf der Reise erlebst.
Speaker: Wir haben zu uns gesagt, das ist eine Reise und wir müssen so schnell wie möglich besser werden, die ganze Zeit.
Speaker: Das heißt, wir haben als Gründer zum Beispiel mehrere Check-ins pro Woche, aber einmal im Monat setzen wir uns den ganzen Tag hin und reden zum Beispiel zu dritt als Gründer immer noch nach fünf Jahren, einmal im Monat, Founder Day, reden wir über erstmal, wie geht es uns?
Speaker: Wie geht es uns auf der Reise?
Speaker: Werden unsere Ziele gerade erfüllt?
Speaker: Sind wir persönlich irgendwie da, wo wir sein müssten?
Speaker: Passt die Seele irgendwie zu dem, was da gerade passiert?
Speaker: Also das klingt jetzt alles soft, aber das ist das Härteste, was du machen kannst.
Speaker: Wenn du nämlich als Mensch dich abgehängt fühlst, kannst du gar kein guter Unternehmer sein.
Speaker: Passt in den Beziehungen, passt es persönlich, passt es nicht gerade unternehmerisch?
Speaker: Sind wir gerade gut miteinander als Gründerteam oder sind wir gerade irgendwie dysfunktional?
Speaker: Diese Themen einmal im Monat zu reflektieren und dann natürlich auch auf die KPIs, auf die Dashboards, auf die unternehmerischen Themen draufzuschauen,
Speaker: Alles klar, aber das ist der Standard.
Speaker: Das Wichtigere war, wir müssen gesund und in der Weiterentwicklung bleiben.
Speaker: Dann kann das auch funktionieren.
Speaker: Deswegen glaube ich, die größte Erkenntnis für mich auf der unternehmerischen Reise ist, dass es eigentlich immer eine Reise mit dir selber ist.
Speaker: Unternehmertum kommt ja von Unternehmen und nicht von Unterlassen.
Speaker: Und du nimmst so viel und das macht auch was mit dir.
Speaker: Und das heißt, am Schluss sagen wir immer, die Firma bei NUNK ist alle drei Monate anders, also neuer und besser.
Speaker: Und du musst deswegen auch alle drei Monate besser sein.
Speaker: Das heißt, diese Arbeit an dir selber alle zu allen Zeiten, das habe ich, ich glaube nicht, dass ich es unterschätzt habe, aber das ist mir immer bewusster geworden, dass das das eigentliche Kern von Unternehmertum ist.
Speaker: Machen.
Speaker: aber besser werden die ganze Zeit.
Speaker: Nicht stehen bleiben, nicht irgendwie denken.
Speaker: Also eigentlich muss ich darüber lachen, wie ich vor sechs Monaten über ein Thema nachgedacht habe.
Speaker: Hast du ein Beispiel?
Speaker: Ganz, ganz viele.
Speaker: Von Führung, wie man mit Mitarbeitern zusammen umgeht, wie man Visionsbilder setzt, solche Themen.
Speaker: Oder ganz konkret, dass man einfach denkt, hey, es gibt Hardwarehersteller, die einem zuliefern und das wird schon so sein, dass wenn die Weltmarktführer sind, dass die das auch hinkriegen.
Speaker: Da stellst du fest, die kriegen das nicht hin.
Speaker: Und dann denkst du so, was machen wir jetzt?
Speaker: Jetzt haben wir mit fünf gesprochen.
Speaker: Einer ist Weltmarktführer, einer ist Zweiter und die kriegen das beide nicht hin.
Speaker: Das brauchen wir aber.
Speaker: Oh, das müssen wir selber machen.
Speaker: Da musst du halt selber Weltmarktführer werden.
Speaker: Also nicht umsatzseitig, aber technologisch oder im Pioniertum.
Speaker: Und das merkt man schon, dass man da oft an seine Grenzen kommt und dann hat man Annahmen über die Welt.
Speaker: Anderes Beispiel, was mich total überrascht hat, was ihr zum Thema Kundengruppe zum Beispiel angesprochen habt.
Speaker: Ich habe ein sehr gutes unternehmerisches Bauchgefühl, glaube ich, um das mal so zu nennen, die Intuition.
Speaker: Und meine Intuition war, dass wir sehr viele von diesen Siebträgernutzern und wirklich so, die wollen ganz hohe Kaffeequalität Nutzern als erstes zu uns zu bekommen.
Speaker: Ich dachte, Mensch, das wird doch eine Zielgruppe sein, so die, die sonst so eine ECM und so weiter gekauft hätten.
Speaker: Die werden doch alle zu uns kommen.
Speaker: Und dann haben wir mal in die Daten geschaut und mit den Menschen gesprochen, die zu NUNK kommen.
Speaker: Und zu einem überwiegenden Teil sind das Menschen, die eigentlich aus der Kapsel oder ganz anderen Welt kommen.
Speaker: Also wir haben was gebaut, wo meine unternehmerische Intuition eigentlich fast falsch war.
Speaker: Wir holen die Leute viel, viel früher ab.
Speaker: Also es gibt viel, viel mehr Menschen, die eine Kapselmaschine haben oder einen günstigen Vollautomaten, die sofort zu NUNK kommen, weil sie sagen, okay, das ist ja der best product in the category.
Speaker: Und vielleicht auch sogar the last product in the category, weil es wird ja immer besser.
Speaker: Das Produkt bleibt ja nicht stehen.
Speaker: Das wird ja durch die OBD-E-Updates immer besser.
Speaker: Finde ich cool.
Speaker: Das dachte ich tatsächlich nicht.
Speaker: Da war meine unternehmerische Intuition irgendwie nicht richtig.
Speaker: Und so lernst du die ganze Zeit, aber dazu brauchst du Reflektion.
Speaker: Weil Lernen kommt ja von der Reflektion, nicht vom im Moment sein.
Speaker: Also kann ja viel machen, aber wenn ich nicht reflektiere darüber, wie es war, was mit mir gemacht hat und warum ich vielleicht so oder so reagiert habe, dann wird es schwierig.
Speaker: Ich finde es in der Hinsicht noch spannend, wenn wir schon gerade so ein bisschen beim Persönlichen sind, auch aus eigener Erfahrung.
Speaker: Du hast ja selber gesagt, man verändert sich ja auch selber.
Speaker: Man lernt über sich selber Neues dazu.
Speaker: Wie erleben sich denn deine Mitmenschen, Familie, enge Freunde, die dir nahestehen heute im Gegensatz zu Vorn und Kündigung?
Speaker: boah, da müssen wir die jetzt fragen, gell?
Speaker: Das ist schwierig.
Speaker: Man kriegt doch immer ab und zu mal so ein bisschen so Kommentare, wo man sagt, Mensch, so erfüllt habe ich dich noch nie erlebt oder wie du brennst, dieses Feuer.
Speaker: Ich war zum Beispiel, als Beispiel nur, damit du vielleicht die Frage und die Antwort weißt, meine Frau hat damals zu mir gesagt, sie hat gemeint, sie weiß nie, ob sie jemals einen Job finden wird, der sie so erfüllen wird, wie sie das bei mir sieht, bei meiner Gründung.
Speaker: Weiß nicht, ob das...
Speaker: Sowas kriegt man ja dann mal mitgeteilt, sage ich mal.
Speaker: Jetzt aber dir auch was in der Richtung.
Speaker: Glückwunsch dazu, wenn man sowas findet, glaube ich, was einem so... Ich glaube schon, dass man das merkt, dass man merkt, dass die Leute sehen, okay, der hat echt Funkeln in den Augen, wenn er über das Thema spricht oder der hat die Faszination und die Leidenschaft, die ihn halt auch nach fünf Jahren jeden Tag dahin bringen.
Speaker: Das ist schon so.
Speaker: Das kriege ich schon oft zu hören.
Speaker: Und ich glaube, dass die Leute schon auch erkennen, dass man sehr stark greift über so einen Prozess.
Speaker: Also sehr stark zu sich selber findet, sehr stark auch irgendwie reflektiert wird, demütig auch wird.
Speaker: Also ich glaube, das ist vielleicht ein hoher Begriff, aber schon eine Sache, die ich merke, dass ich extrem demütig geworden bin gegenüber vielem, gegenüber was gute Beziehungen anbelangt, demütig gegenüber, wenn jemand einfach eine richtig gute Arbeit macht.
Speaker: Ganz große Demut davor, weil es gibt einfach Leute, die einfach nicht jeden Tag eine sehr gute Arbeit machen.
Speaker: Und ich glaube, dass man das aber noch viel mehr zu schätzen weiß, was gute Beziehungen sind, noch viel mehr zu schätzen weiß, was gute Arbeit ist, viel mehr zu schätzen weiß, was eine große Vision auch betreiben kann.
Speaker: Ich glaube, das ist so das wichtigste Wort.
Speaker: Ich glaube, die erleben mich schon ein bisschen demütiger noch, bisschen gereifter in dem Bereich.
Speaker: Wenn ich es richtig eben gehört hatte, habt ihr auch vor der Gründung alle drei mit euren Partnerinnen gesprochen?
Speaker: Wie erkläre ich meiner Partnerin, dass ich jetzt meinen Job aufgebe und ein Unternehmen gründe, was dann wahrscheinlich erst in fünf, sechs, sieben Jahren Geld abwirft?
Speaker: Wie erklärt man das?
Speaker: Wie ist dieses Gespräch abgelaufen?
Speaker: Ich glaube, wenn du, das ist das Schöne, wenn du eine Lebenspartnerin hast, einen Partner hast, der dein größter Fan ist, unabhängig davon, was du machst, aber halt sieht, dass da Funkel in den Augen ist und dass da Begeisterung und
Speaker: und ein Zug da ist, der dich einfach zieht, dass du das nicht aus einem rein kommerziellen Interesse oder aus einem sehr singulär gelagerten Interesse, sondern aus wirklich aus Leidenschaft und Erfüllung einer Mission, einer Vision nach gehst.
Speaker: Ich glaube, dann ist es auch schwer, solche Leute a. aufzuhalten, wenn die das wirklich wollen.
Speaker: Das ist das Schöne.
Speaker: Aber b. ist dann natürlich toll, wenn du die Unterstützung erfährst.
Speaker: Das war dann bei uns schon so, dass man sagt, hey, ihr müsst das machen.
Speaker: Also das ist so, ihr habt das so, ihr brennt da so dafür, ihr seid so gut auch in dem, was ihr tut.
Speaker: Ihr müsst es zumindest mal probieren, weil das Schöne ist ja,
Speaker: Heute bin ich auch gefragt worden, war das denn mutig?
Speaker: War das denn jetzt mutig, da so eine Firma zu gründen?
Speaker: Ja, vielleicht naiv, aber mutig, weiß ich nicht.
Speaker: Was kann denn passieren?
Speaker: Am Schluss machst du es dann und wenn es nicht klappt, dann bist du ja normalerweise gut ausgebildet und auch hast ein Netzwerk, bist erfahren, da kriegst du auch was anderes.
Speaker: Also das, was du vorher gemacht hast, könntest du hinterher auch wieder machen.
Speaker: Aber das eben nicht zu probieren, ich glaube, das wäre, das ist eigentlich das viel Schlimmere.
Speaker: Also wenn du so einen Drive hast, wenn du spürst, da ist was, ich will das unbedingt machen,
Speaker: What's the worst that can happen?
Speaker: So, und das muss man natürlich abwägen, auch mit der Partnerin, dem Partner und auch sicherlich mit den finanziellen Umständen und so weiter, aber es ist halt auch keine, es ist halt auch keine, es ist auch nicht eindimensional.
Speaker: Also ökonomisch kommst du als Unternehmer mit einer ganz geringen Wahrscheinlichkeit nur wieder dahin, wo du als Festangestellter kommst.
Speaker: Also die Exit-Größen, diese Overnight-Success-Stories, Billionaire, Unicorn und so weiter, das sind ja ganz andere Geschichten.
Speaker: Da gibt es ja ganz, ganz wenige.
Speaker: Im Verhältnis zu dem, was alles gegründet wird, deswegen muss man schon realistisch im Erwartungswert bleiben, aber was aufzubauen, wo du jeden Tag hingehst, großartige Menschen zusammenbringst, eine Vision, Leute hinter versammelst, wenn das deine Motivation und dein Antrieb ist, ich glaube, dann gibt es nichts Schöneres als Gründen und Unternehmertum.
Speaker: So hart es dann ist, aber ich würde es nicht missen wollen.
Speaker: Ja, das klingt so.
Speaker: Man hört es auf jeden Fall raus bei dir.
Speaker: Was mich persönlich noch interessiert, wie werde ich Professor an fünf verschiedenen Unis?
Speaker: Sehr gut, dass du das nochmal fragst.
Speaker: Ich bin nicht Professor an verschiedenen Unis, sondern Adjunct-Professor.
Speaker: Das heißt, du bist Teil der Faculty.
Speaker: Also du darfst dort unterrichten, du darfst dort Vorlesungen halten, auch Prüfungen abnehmen, aber du hast keinen Professorentitel.
Speaker: Es war wirklich wichtig, dass du trennest, dass mir hier in Deutschland noch Titelhamsterei unterstellt wird oder sowas.
Speaker: Aber du darfst da unterrichten.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Als Dozent quasi.
Speaker: So sehe ich das auch.
Speaker: Also es ist ein großes Privileg.
Speaker: Das ist mal das Erste, weil gutes Geld verdient man damit nicht.
Speaker: Für alle, die so eine Karriere anstreben im Unterrichten.
Speaker: Zumindest ist mir das bisher vergönnt geblieben, damit großes Geld zu verdienen, sondern es ist eher so, ich habe mir immer gewünscht, eigentlich Menschen vor mir stehen zu haben, im Studium auch schon.
Speaker: Ich habe ja in Tübingen, dann in Stellenbosch, Südafrika studiert, dann in Berkeley noch ein bisschen was gemacht, in Kalifornien und immer wieder gemerkt,
Speaker: immer wenn da ein Anker, eine Lehrperson oder jemand war, der irgendwie aus der Praxis und aus der Theorie mir die Dinge zusammenführen konnte und der hat mich gezogen und begeistert, da war ich hin und weg.
Speaker: Da habe ich an den Lippen gehangen und fand es einfach toll.
Speaker: Und dann gab es Vorlesungen, wo ich eine Frage gestellt habe, wir sind hier in der Vorlesung, nicht in einer Fragestunde.
Speaker: Das war dann nicht so cool.
Speaker: Und dann habe ich mir gedacht, okay, eigentlich müsste man das doch, wenn man das so, und dann habe ich gedacht, wenn ich irgendwann mal eingeladen werde, in der Uni irgendwas zu machen, egal, und wenn es den Hofkehren ist, dann mache ich das, weil ich will was zurückgeben.
Speaker: Und als ich damals bei Tata war, hatte ich die große Chance, den Bereich der Hochschulen mitzugestalten.
Speaker: Also da hat man quasi Flugsimulatoren für Manager, also Business Simulations gebaut und die haben wir auch an Hochschulen gebracht und dann gab es so Train-the-Trainer, also man hat quasi Professoren geschult, wie sie ihren Studierenden mit ihren Studierenden in so modellbasierte Simulationen gehen können.
Speaker: Modell lernen.
Speaker: Ich habe dann damals die Simulationsentwicklung mitgemacht und aber auch das entsprechende Überbringen dann in die, so und dann haben die Profs und gesagt, hey, du machst es so cool hier, da reicht das 20 oder 21, du machst es so cool hier mit dem Erklären, wie die Simulation so funktioniert, mit dem ganzen Betriebsstab zusammenhängen und mit der Didaktik und Pädagogik, willst du nicht aber mit mir die Vorlesung halten?
Speaker: Dann habe ich an so einer dualen Hochschule, da war ich glaube ich 20 oder 21, meine erste Vorlesung gehalten, in Ravensburg oder Stuttgart, bei uns in der Gegend.
Speaker: Ich habe mit diesem Professor damals die erste Vorlesung halten dürfen und das hat irgendwie so gut funktioniert, dass du danach dann in eine andere Vorlesung noch eingeladen wurdest, dann an eine andere Uni, eine andere Hochschule.
Speaker: Mittlerweile habe ich das wirklich große dankbare Privileg mit Executive MBAs und MBAs wirklich unterrichten zu dürfen mit ganz großartigen Menschen.
Speaker: in Reutlingen und Mainz und anderen Universitäten, auch im Ausland, wo du dann einfach eingeladen wirst.
Speaker: Aber das ist wirklich, Hofkehren zuerst, first give und dann givers get lucky.
Speaker: Wie oft machst du das dann?
Speaker: Also wie oft hältst du konkret im Jahr so eine Vorlesung?
Speaker: Aktuell mache ich das in zwei oder drei Vorlesungen im Jahr an verschiedenen Hochschulen.
Speaker: Entrepreneurship oder Innovationsmanagement meistens.
Speaker: Das macht total viel Spaß, aber mehr ist tatsächlich auch gerade nicht drin.
Speaker: Also ich würde das gerne noch mehr machen, weil es einfach wirklich rewarding ist und weil ich glaube auch, dass das vielen Menschen irgendwie Spaß macht.
Speaker: Also sagen die zumindest immer, auch wenn ich nicht im Raum bin.
Speaker: Ich mache das wirklich, wirklich gerne, auch mit vielen Praxisbeispielen aus der Beratungszeit noch und auch jetzt.
Speaker: Immer so Cases auch, die bauen dann auch wirklich ihre eigenen Unternehmen auf in der Vorlesung, zum Beispiel mittlerweile mit AI ist ja total cool, da kommen die rein, haben noch nie was von Unternehmertum gehört und nach
Speaker: Nach so zwei Wochenenden gehen die eigentlich raus und haben eine eigene Firma mit Umsatz gebaut und angemeldet und total... Also das merken die schon, dass da was geht, das richtige Unternehmertum auch machen.
Speaker: Und haben aber trotzdem die Theorie dazu gelernt, dass sie das halt übersetzen können und nicht nur einmal gemacht haben, also mit den Basics dahinter.
Speaker: Ich habe das früher tatsächlich sehr, sehr viel gemacht.
Speaker: Also früher habe ich noch viel mehr unterrichtet.
Speaker: Das heißt, ich hatte Jahre, da habe ich zwei Wochenenden mit Freunden gehabt und den Rest habe ich unterrichtet.
Speaker: Das ist nicht mehr so.
Speaker: Sowas hat man auch Commitment.
Speaker: Aber auch da wieder Leidenschaft.
Speaker: Also man merkt, wenn du eine große Leidenschaft für etwas entwickelst, dann bist du auf jeden Fall da hinterher.
Speaker: Was jetzt, glaube ich, noch viele auch wahrscheinlich draußen interessiert ist, wenn man sein Hobby zum Beruf macht, ob es Sport ist oder was auch immer, bei dir in dem Fall jetzt Kaffee, was du ja privat gern getrunken hast,
Speaker: wenn du jetzt irgendwo in Italien im Urlaub bist, einen Espresso getrinkst, denkst du da automatisch an deine Arbeit?
Speaker: Kannst du überhaupt noch entspannt Kaffee trinken oder bist du direkt im Arbeitsmodus?
Speaker: Das ist voll schön eigentlich, gerade jetzt bei dem Kaffeethema.
Speaker: dass man da gar nicht so sehr über die Arbeit nachdenkt, sondern einfach Genuss geblieben ist.
Speaker: Also auch jede Tasse, die ich bei der Arbeit trinke, ist immer so dieses bewusste Ritual.
Speaker: Also mein Dad ist vor, jetzt sind es glaube ich 15 Jahre mittlerweile verstorben.
Speaker: Ich habe euch ja gesagt, er war mein Superhero, weil er sehr viel Kaffee getrunken hat.
Speaker: Ich dachte, das ist so.
Speaker: Auf der Maschine bei Nung steht hinten bis heute noch drauf, the coffee from this machine is for superheroes like you.
Speaker: und ich denke dann eigentlich immer ganz gerne eher so an ihn als jetzt an die Arbeit oder an die Zeit, die wir zusammen hatten und deswegen ist für mich Kaffee weiterhin ein persönlicher Genussmoment und kein, also direkt mit Arbeit verbunden, aber ich glaube schon und so realistisch darf man auch sein,
Speaker: Ich hatte diese Woche die Chance, den Whoop-Gründer kennenzulernen, den Will Ahmed, und habe mit ihm da kurz drüber gesprochen.
Speaker: Oh, wow.
Speaker: Diese Vision und diese Faszination von, was es auch braucht, irgendwie über eine Dekade Hardware auch zu bauen, weil das Hardware ist so hart, das ist echt was anderes, wie eine App bauen mittlerweile.
Speaker: Wir bauen ja beides, Hardware, App, AI und Co.
Speaker: Und der hat auch schon gesagt, du musst dir halt auch eingestehen, dass es dann nicht, you can have it all in life, but not at the same time.
Speaker: Und sich auch einzugestehen, dass wenn du halt unternehmerisch ein großes Rad, eine große Reise drehen möchtest, dass du dann nicht alles gleichzeitig haben kannst im Leben.
Speaker: Das funktioniert einfach nicht.
Speaker: Und auch, ich glaube, der Versuch ist zum Scheitern verurteilt.
Speaker: Also auch allen im Umfeld klarzumachen, hey, das ist jetzt meine Leidenschaft für die nächsten zehn Jahre.
Speaker: Ich will das einfach machen.
Speaker: Ich habe mich dem verschrieben.
Speaker: Ich werde dafür sorgen, dass ich balanciert bleibe.
Speaker: Also sprich, Freunde, Familie und Co.
Speaker: nicht die ganze Zeit unter den Tisch fallen lasse, sondern versuche da eine realistische Erwartung an mich und auch an das Thema zu haben, aber trotzdem die wichtigen Menschen im Leben eng zu begleiten, kurz dran zu denken, unter der Woche und so weiter.
Speaker: Gelingt mir das immer, mit Sicherheit nicht, gelingt mir das immer besser?
Speaker: Ah, ja, das gelingt schon immer besser.
Speaker: Aber es ist schon
Speaker: Also ich glaube, das Wichtige ist, als Unternehmer, das kannst du dir abschminken, da abzuschalten.
Speaker: Das brauchst du auch gar nicht, weil das ist ja, das ist dieses Blending, was passiert, dass du das auch nicht als Druck verspürst, in der Sauna oder beim Joggen über das Thema mal nachzudenken, weil da hast du den Freiraum und plötzlich passiert so ein Heureka-Moment, dass ich da noch nicht so drüber nachgedacht habe.
Speaker: Dass ich da noch nicht drüber nachgedacht habe.
Speaker: So cool und das kommt meistens halt in den Momenten der Entspannung, nicht der Anspannung.
Speaker: Und deswegen glaube ich, dass man, wenn man das hart versucht zu trennen, was viele sicherlich tun, da habe ich eine eigene Meinung, das ist ja, da darf ja jeder seine eigene Meinung haben.
Speaker: Bei mir funktioniert das nicht.
Speaker: Bei mir funktioniert es am besten, wenn es Zeiten von Einatmen und von Ausatmen gibt.
Speaker: Also Zeiten mit Genuss und Freunden und Handy aus- und einfach nachdenken und da sein.
Speaker: Und dann wieder Momente, wo du dich einfach 14, 16 Stunden am Tag einer Sache verschreibst.
Speaker: Und ich glaube, jeder, der was anderes erzählt und ein großartiges Unternehmen aufgebaut hat, der hat echt viel Glück gehabt.
Speaker: Aber ich glaube, es ist einfach freaking hard work.
Speaker: Was sind denn so die Ausatmemmente?
Speaker: Also gibt es noch andere Ventile?
Speaker: Du hast von einem Stresslevel von so sieben bis acht gesprochen.
Speaker: Wie hältst du denn das gesund, sagen wir so?
Speaker: Ja, und was ist gesund?
Speaker: Also das ist immer so die Frage.
Speaker: Wenn du in deinem Eustress bist und wirklich viel bewegen darfst, viel anschieben darfst, ist ja auch sehr erfüllt.
Speaker: Kann vielleicht der Puls höher sein oder der Blutdruck, aber es ist extrem erfüllend.
Speaker: Und ich habe noch keinen biologischen Zusammenhang erschlossen, was es ist.
Speaker: Ich habe tatsächlich das große Glück, fünf Jahre, ich glaube, keinen einzigen Krankheitstag gehabt zu haben in der unternehmerischen Reise.
Speaker: Und das heißt ja dann, einerseits hat man vielleicht ein gutes Immunsystem, auf der anderen Seite ist man aber auch,
Speaker: vielleicht dann in der Schwingung so, dass man ein- und ausatmend in den richtigen Modus setzt.
Speaker: Das ist mein großes Glück, dass es so ist, bin ich sehr dankbar für und hoffe, dass es auch so bleibt, aber da gehört Sport dazu sicherlich, da gehört dazu,
Speaker: Ich sage euch was, was ich selber nicht gut einhalte, genug schlafen und auch ausreichend schlafen.
Speaker: Aber ich habe zum Beispiel so einen Lifehack, ich mache Power Naps.
Speaker: Also ich mache wirklich, wenn es geht, ein Porn.
Speaker: Trotz des hohen Koffein-Konsums.
Speaker: Ja, das klingt aber sehr gut.
Speaker: Du kannst einfach ein Espresso trinken, dann wird deine Blutgefäße, also deine Blutgefäße werden erstmal entspannt und dann wieder angespannt.
Speaker: Das heißt, die ersten 15 Minuten nach dem Espresso ist perfekt für ein Power Nap.
Speaker: Ah, das habe ich auch mal gehört.
Speaker: Sofort Powernap machen und dann wieder so eine alte Navy Seel.
Speaker: Das ist ja merkwürdig.
Speaker: Und das Koffein wirkt dann direkt, wenn du nämlich aufgewachtst.
Speaker: Das kriegst du dann quasi wach nach 10 Minuten.
Speaker: Das ist perfekt.
Speaker: Also das ist der kleine Nepuccino.
Speaker: So etwas mache ich gerne.
Speaker: Und ansonsten wirklich, ich bin ein sehr geselliger Mensch, der einfach gerne mit Freunden, Familie und Co.
Speaker: zusammen ist und ziehe meine Energie aus dem und aus tatsächlich Sport.
Speaker: Also wandern, Mountainbiken, hier auf dem See, irgendwie im See schwimmen bei uns am Bodensee und so.
Speaker: Hast du das über die fünf Jahre auch immer konsequent hinbekommen oder gab es auch Zeiten, wo du dich komplett reingestürzt hast?
Speaker: Ich sage, es geht immer besser.
Speaker: Aber ich stütze mich immer rein.
Speaker: Also ich mache nichts halb.
Speaker: Es gibt bei mir im Leben, glaube ich, weder in Beziehungen noch in anderen Dingen Dinge, die ich halb mache, sonst kommitte ich mich nicht dazu.
Speaker: Ich glaube, das ist ein ganz wichtiges Thema.
Speaker: Viele Leute committen sich zu sehr vielen Dingen und machen sie dann halb.
Speaker: Und ich versuche, wenn ich Dinge zusage, ich sage wenige Dinge zu, aber die ich zusage, mache ich dann voll und ganz und mit Leidenschaft und Faszination.
Speaker: Und nun ist das Hauptthema neben den stabilen Beziehungen, die man mit Faszination und Leidenschaft macht.
Speaker: Und dann sollte man es ganz tun.
Speaker: Und dann gucke ich auch nicht auf die Uhr.
Speaker: Ich bin auch kein Input- oder Output-Mensch, sondern Outcome-Mensch.
Speaker: Also ich schaue nicht auf Input oder Output, sondern ich schaue auf den Outcome.
Speaker: Also was kommt am Schluss bei raus?
Speaker: Und wenn am Schluss...
Speaker: was auf dem Tisch steht oder was entwickelt worden ist oder was entsteht, was irgendwie einzigartig ist und das ist nun geworden dankenswerterweise, vielleicht sogar für Fabis Eltern dann irgendwann.
Speaker: Das ist großartig, da freue ich mich total drüber und wenn dann neben dem großartigen Outcome auch noch der persönliche Outcome entstanden ist, nämlich lernen, wachsen und sich weiterentwickeln, dann
Speaker: kann man viele Haken dran machen.
Speaker: Aber wie gesagt, das ist eine Reise und es ist sicherlich auch eine Achterbahn.
Speaker: Das heißt, für alle, die zuhören, wenn es Tage gibt, wo es sich einfach richtig komisch oder schlecht anfühlt, auch wenn man einfach unter Wasser ist oder überwältigt ist, ich glaube, das ist a normal und b bei mir auch häufig der Fall.
Speaker: Ja, das kann ich selbst nur bestätigen.
Speaker: Ja, cool.
Speaker: Ich glaube, am Ende der Nepocchino ist wirklich nochmal so ein kleiner Geheimtipp, den einige mitnehmen können.
Speaker: Habe ich so auch noch nie gehört.
Speaker: Weil ich schaffe keine Powernaps eigentlich.
Speaker: Ich schaffe das nicht.
Speaker: Ich kann das nicht.
Speaker: Vielleicht probiere ich es mal mit einfach einem Espresso vorm Schlaf gehen.
Speaker: Vielen Dank, Dominik.
Speaker: Ich würde nicht vorm Schlafen schlafen gehen.
Speaker: Ja, ja, nee, nee, nee.
Speaker: Nicht vorm Schlafen schlafen gehen.
Speaker: 16 Uhr Decaf.
Speaker: Nein, total schön.
Speaker: Danke euch für diesen schönen Austausch.
Speaker: Mich würde noch interessieren, was wäre denn, glaubst du, noch so eine Frage, die du dich nicht getraut hast zu fragen hier im Podcast?
Speaker: So eine, wo du sagst, das wäre vielleicht ein bisschen zu weit gegangen.
Speaker: Dann wäre jetzt eine gute Chance noch.
Speaker: Boah, eigentlich gibt es da kein Visier.
Speaker: Oh, eine Sache, die du wahrscheinlich nicht sagen darfst.
Speaker: Wir haben über Finanzierung gesprochen.
Speaker: Wie viel gehört euch so noch an der Firma?
Speaker: Ja, oh, das ist wirklich so eine Off-Record-Frage, gell?
Speaker: Und sind wir trotzdem on record?
Speaker: Wir sind auch on record.
Speaker: Ja, also ich glaube, es ist ganz wichtig, dass du als Firma vor allem die Governance so gestaltest, also sprich dann nicht nur die Eigentumsverhältnisse, sondern auch das, dass du als Gründer oder in dem Fall Geschäftsführung und Gründer die Entscheidungsmöglichkeiten hast, zusammen mit den Aufsichtsräten oder was auch immer Beiräten, die dann im Unternehmen auch in den großen Gesellschaften sind.
Speaker: Und das ist bei uns der Fall.
Speaker: Das heißt,
Speaker: Wir haben zu dritt die Mehrheit im Unternehmen, wenn man so möchte.
Speaker: Also sprich sind so, dass wir die wesentlichen Entscheidungen immer im Einklang mit allen, die beteiligt sind, aber auch weitestgehend selber steuern und gestalten dürfen.
Speaker: Das war mir wichtig oder das bleibt wichtig.
Speaker: Weil ich glaube, sonst, wenn du dann zum Spielball von anderen wirst, ist das gefährlich.
Speaker: Und dann kannst du auch nochmal nicht mehr die Vision so durchsetzen.
Speaker: Aber Marius, Markus und ich sind weiterhin die größten Anteilseigner einzeln und zusammen an der Firma.
Speaker: Und dann vielleicht noch für alle Gründerinnen und Gründer, du hast auch eine UG gegründet, die Kinimod UG, das, was lustigerweise einfach dein Name rückwärts ist.
Speaker: Oh, Jascha, du bist einer der Ersten, die das erkannt hat.
Speaker: Echt?
Speaker: Ich habe ein Lundfoto, das heißt, ich beginne with the end in mind, also vom Ende her denken.
Speaker: Und als wir NUNK aufgestellt haben, haben wir mal einen Zeitungsartikel geschrieben, was passiert mit NUNK in zehn Jahren.
Speaker: Und haben den abgeheftet und allen Mitarbeitern vorgelegt und haben auch so ein Visionsbild gebaut, wie nun in fünf und zehn Jahren aussieht.
Speaker: Also ich bin immer ein großer Freund davon, Begin with the End in Mind.
Speaker: Deswegen heißt es Kinimode, genau.
Speaker: Ich dachte, das war einfach, weil halt kein anderer Name frei war.
Speaker: Ich kenne das auch von befreundeten Dominiks.
Speaker: Mir kam das sehr bekannt vor Kinimode und dann dachte ich, das kennst du irgendwoher, weil irgendein Account oder so von einem Freund hieß dann auch einfach Kinimode.
Speaker: wo es dann einfach der Vorname rückwärts war.
Speaker: Aber es hat sogar einen Sinn, okay.
Speaker: Oh, und du musst noch, genau, also wofür genau ist die UG da?
Speaker: Liegen da deine Anteile drin?
Speaker: Genau, genau.
Speaker: Die UG, da liegen 100% der Anteile drin.
Speaker: Bei uns drei Gründern auch.
Speaker: Es gibt ja in Deutschland dieses Konstrukt, dass wenn du private Anteile hältst und es zu irgendwelchen Ausschüttungen kommt, ich bin kein Steuerprofi, aber ich glaube, das ist so der Konsens dahinter, dann hast du eine sofortige private Versteuerung auf diese Ausschüttungen.
Speaker: Also das kann ein Secondary oder ein Exit sein oder was auch immer, ein Teilverkauf, Ganzverkauf.
Speaker: Das heißt, das fällt sofort mit deinem privaten, wenn du so willst, Spitzensteuersatz dann meistens an.
Speaker: Und wenn du es in die UG ausschüttest, hast du das Geld in der UG, dann hast du einen Besteuerungsteil für Kapital und so weiter in der UG-Seite, aber hast im Moment des Secondaries oder Exit-Events nicht sofort die Besteuerung auf deinem Privatvermögen und auf dem gesamten, sondern nur einen Teil davon, das sind wesentlich weniger, das sind dann anstatt
Speaker: x 40 irgendwas Prozent bist du dann halt eher bei unter 10 und kannst dann mit dem Geld entweder dort weiterarbeiten, weiterinvestieren oder entsprechende Ausschüttungen dann nach deinem Gusto gestalten.
Speaker: Also wie gesagt, keine steuerlichen Tipps bitte, nur so als, das macht total Sinn, gerade wenn man Anteile an der GmbH hält als Gründer, das nicht privat zu halten.
Speaker: Ja, weil das ist ein Bild, das siehst du sehr, sehr oft in Gesellschaftsstrukturen, dass da irgendwo noch eine UG ist.
Speaker: Das ist, glaube ich, für viele interessant, was das für einen Zweck hat.
Speaker: Und da müssen wir das letzte Namensthema noch klären.
Speaker: Das haben wir nämlich komplett vergessen.
Speaker: Wofür steht NUNC eigentlich?
Speaker: Oh, sehr schön.
Speaker: NUNC ist Latein.
Speaker: Ich hatte kein Latein, aber NUNC ist Latein und steht für jetzt, im Moment.
Speaker: Ah, ja, siehst du, ich hatte Latein und mir ist nicht aufgefallen.
Speaker: Ist auch schon ein bisschen her.
Speaker: Ist auch schon ein bisschen her, man spricht es nicht so oft.
Speaker: Ah ja, schön.
Speaker: Ist ja easy.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Ich glaube, das sind dann wirklich alle Fragen jetzt gewesen, die ich noch auf meiner Liste hatte.
Speaker: Vielen Dank für die Offenheit, Dominik.
Speaker: Und wir müssen auf jeden Fall mal bei euch vorbeikommen und das Ding ausprobieren.
Speaker: Ich glaube, Fabis Eltern kommen bestimmt auch vorbei, wenn die Fabi mal wieder besuchen in München.
Speaker: Ähm,
Speaker: Ja, dann werden wir deinen Weg, euren Weg, ganz gespannt weiter begleiten und vielleicht hört man sich ja nochmal.
Speaker: Sehr schön, Jascha.
Speaker: Vielen lieben Dank.
Speaker: Ihr wart top vorbereitet.
Speaker: Ich glaube, es gab noch keinen Podcast, in dem ich über Investoren gefragt wurde.
Speaker: In der Maistraße 25 in München kann man es sich anschauen.
Speaker: Ansonsten in Berlin in der Invalidenstraße, Ecke Ackerstraße.
Speaker: In Mitte kann man es sich auch anschauen.
Speaker: Und ansonsten bei uns hier am Bodensee.
Speaker: Das heißt, für alle, die jetzt irgendwie Lust drauf bekommen haben, rennt hin, beziehungsweise macht euch einen Termin, schaut zu, dass ihr den Jungen mal ausprobiert.
Speaker: Das hat total Spaß gemacht mit euch.
Speaker: Danke vielmals.
Speaker: Ich auch.
Speaker: Mach's gut, Dominik.
Speaker: Bis dann.
Speaker: Ciao.
Speaker: Ciao, ciao.






