Transcript
Speaker: Hallo und willkommen zu der Privacy Podcast, deine Quelle für Sicherheit, Privatsphäre und Anonymität mit Timo und Nino.
Speaker: Ich freue mich heute, Timo.
Speaker: Wir haben eins meiner Lieblingsthemen uns auserkoren für diese Folge.
Speaker: Welches ist das?
Speaker: Was haben wir vor?
Speaker: Genau, ist auch eins meiner Lieblingsthemen tatsächlich.
Speaker: Heute geht es allgemein um die digitale Kommunikation, also in den ganzen verschiedenen Bereichen, was es da alles gibt, was die Vor- und Nachteile sind und wie man auch die bisher nachteiligen Methoden der digitalen Kommunikation ein bisschen besser benutzen kann.
Speaker: Und wir fangen an, erstmal mit dem Thema, das die meisten verwenden, das ist eben SMS und dann auch die E-Mail.
Speaker: Und dann gehen wir in die bisschen besseren Alternativen, die bisschen privater und auch sicherer sind.
Speaker: Und dann geht es vor allem um Messenger, also was für Messenger es gibt.
Speaker: Da werden wir auch natürlich auf die bisschen schlechteren davon eingehen, wie WhatsApp und auch Telegram.
Speaker: Und dann auch ein paar Empfehlungen geben, was da die guten Messenger sind, auf was man achten muss und so weiter.
Speaker: Deswegen würde ich sagen, wir starten gleich.
Speaker: mit der allerersten Art der Kommunikation, die es schon ziemlich, ziemlich lange gibt.
Speaker: Das ist SMS und dann gleich machen wir weiter mit E-Mail.
Speaker: Aber erstmal zu SMS, Nino.
Speaker: Mächstest du da dazu was sagen?
Speaker: Ja, die SMS gibt es seit vielen Jahrzehnten.
Speaker: Wir kennen die als die Kurznachrichten.
Speaker: Früher musste ich noch, da erinnere ich mich noch an meiner Kindheit dran, pro SMS Geld bezahlen von meiner Prepaid-Karte.
Speaker: Das waren noch Zeiten.
Speaker: Und das ist ja heute, zumindest in den deutschsprachigen Ländern, weitestgehend nicht mehr relevant.
Speaker: Wir verwenden alle sowas wie WhatsApp, weil das halt günstiger, schneller ist und man kann auch Bilder und Emojis verschicken und so weiter.
Speaker: Die SMS ist da uninteressant.
Speaker: Aber tatsächlich, in vielen Ländern auf der Welt ist sie noch das Hauptkommunikationsmittel,
Speaker: Und leider auch, mit Abstand, schlechteste Kommunikationsmittel, weil du alles, was du sagst, das könntest du auch einfach rausrufen in der Nachbarschaft, das würden alle mitbekommen.
Speaker: Weil auch das Mobilfunknetz, über das das übertragen wird, da wird nichts verschlüsselt.
Speaker: Das ist letzten Endes alles abrufbar und wird auch durchforstet mit KI mittlerweile, wenn da die Inhalte schön ausgewertet sind.
Speaker: Es ist also ein Tool, was ja aus seiner Zeit gefallen ist.
Speaker: Eigentlich ist es sinnvoll, das gar nicht mehr zu verwenden, aber ich kenne das von mir selber.
Speaker: Erstens, eine SIM-Karte kann ich noch nicht drauf verzichten, weil ich ein paar Sachen einfach über Mobilfunknummern mache.
Speaker: Und es gibt halt auch noch viele Anbieter da draußen, die den SMS schicken wollen zur Bestätigung vom Login oder Banktransaktion oder so weiter.
Speaker: Es gibt noch vieles über SMS.
Speaker: ist es in unserer Welt noch verankert und wir sollten darüber sprechen.
Speaker: Aber wenn es jetzt darum geht, mit Freunden, Bekannten, Familien, Kollegen, wie auch immer, deinem Netzwerk zu interagieren, ist die SMS denkbar schwierig.
Speaker: Ja, ich würde sagen, Timo, du machst gleich das Nächste, weil wir haben viel vor heute und ich kann nicht so viel reden.
Speaker: Ich habe immer noch ein bisschen Heiserkeit.
Speaker: Wir waren vor ein paar Tagen noch auf der größten Bitcoin-Messe Europas und ich habe da so viel gesprochen.
Speaker: Ich schone meine Stimme etwas.
Speaker: Erzähl uns doch bitte etwas von dem Thema E-Mails.
Speaker: Genau, also zusammengefasst, SMS sollte man, wann immer es geht, nicht verwenden.
Speaker: Wir haben auch in der vorletzten Folge darüber gesprochen, was für andere Zwei-Faktor-Authentifizierungsmethoden es gibt und dass eigentlich alle anderen deutlich besser sind als SMS.
Speaker: Deswegen zusammengefasst, SMS sollte man nicht verwenden.
Speaker: Dann das nächste große Thema ist die E-Mail.
Speaker: Die verwenden wir auch alle schon.
Speaker: Je nachdem, wie alt man ist, seit Jahrzehnten gibt es die auch schon.
Speaker: Und die E-Mail ist leider auch ziemlich schlecht, wenn es um die Privatsphäre geht.
Speaker: Standardmäßig ist die E-Mail nicht Ende zu Ende verschlüsselt, die ist nur im Transit verschlüsselt.
Speaker: Also auch an sich, alles, was man über die E-Mail schickt, wenn man das nicht verschlüsselt, ist eigentlich auch ziemlich Klartext.
Speaker: Deswegen, jetzt kommen die Empfehlungen, wie man am besten mit E-Mail arbeitet, um dann trotzdem ein bisschen privater zu sein.
Speaker: Viele von uns, vor allem wenn man mit E-Mail anfängt, nimmt man einen der größten Provider.
Speaker: Also sowas wie zum Beispiel Gmail, GMX, Yahoo sind aus meiner Erfahrung die drei meistbenutzten, hier zumindest in Deutschland.
Speaker: Und die alle, die schauen sich durch die E-Mails.
Speaker: Das heißt zum Beispiel Google mit Gmail hat auch letztens die Funktion eingeführt, dass man eine KI durchs Postfach schauen lassen kann oder dass das sogar im Hintergrund passiert, um verschiedene Informationen eben rauszubekommen, um bessere Werbung zu schalten oder euch das Leben bequemer zu machen, wie das immer gesagt wird.
Speaker: Also diese drei Provider, die sind auf jeden Fall nicht so gut.
Speaker: Aber trotzdem, genauso wie bei SMS, ist es fast unmöglich, ohne E-Mail zu leben.
Speaker: Das heißt, eigentlich jeden Account, den man erstellt, da wird immer nach einer E-Mail gefragt, bis auf ein paar Ausnahmen bei Privacy-Diensten, aber E-Mail ist halt die Identifikation im Internet sozusagen.
Speaker: Viel Kommunikation über E-Mail passiert nicht mehr, also im Vergleich zur Vergangenheit.
Speaker: Also jetzt geht halt deutlich mehr über Messenger.
Speaker: Darüber werden wir auch später einmal reden.
Speaker: Aber hauptsächlich ist E-Mail jetzt eben diese Identifikation im Internet.
Speaker: Wenn man sich irgendwo anmeldet, wird alles halt eben auf diese E-Mail zurückgehen.
Speaker: Man bekommt dann diese Informationen über die Accounts, über E-Mails.
Speaker: Das heißt, es ist immer noch ein ziemlich wichtiger Grundstein.
Speaker: Und dadurch, dass es eben die Identität oder die Identifikation bereitstellt, sollte man auch
Speaker: besser darauf aufpassen, als dass viele machen.
Speaker: Deswegen die Empfehlung, die ich im Privacy-Handbuch gebe, also wenn ihr das noch nicht habt, könnt ihr das auch gerne bestellen, ist einmal einen E-Mail-Anbieter zu nehmen, der mehr auf eure Privatsphäre achtet.
Speaker: Und da gibt es eigentlich zwei Empfehlungen von uns.
Speaker: Das ist einmal Proton-Mail und einmal Tutor-Mail.
Speaker: Meine Hauptempfehlung ist Protomail, da da die Benutzeroberfläche meiner Meinung nach ein wenig einfacher ist und es deutlich einfacher ist, damit zu arbeiten.
Speaker: Das ist nur meine Erfahrung.
Speaker: Beide sind von der Privatsphäre eigentlich gleich gut.
Speaker: Und dann zur Benutzung.
Speaker: Viele haben immer nur eine E-Mail-Adresse und verwenden diese E-Mail-Adresse für alles.
Speaker: Das heißt, sie haben ihren Gmail-Account oder ihren Yahoo-Account und verwenden diese E-Mail einerseits, um sich irgendwo online anzumelden bei irgendwelchen Accounts, die sie nicht brauchen.
Speaker: Dann verwenden Sie das, um sich bei irgendwelchen Newslettern anzumelden.
Speaker: Dann verwenden Sie diesen Account noch bei irgendwelchen Bankgeschichten und haben diesen E-Mail-Account bei sehr, sehr vielen verschiedenen Diensten.
Speaker: Und das ist nicht nur ein Problem für die Privatsphäre, weil jetzt eigentlich alles eben dieser Identität, dieser E-Mail zugeordnet werden kann, sondern ist auch eben ein Sicherheitsrisiko.
Speaker: Weil jetzt weiß man, dass diese E-Mail euch gehört, weil ihr euch bei irgendeinem Account online angemeldet habt mit dieser E-Mail.
Speaker: Und genau die gleiche E-Mail, die benutzt ihr dann auch bei eben den Bankgeschichten, bei Kryptobörsen und so weiter.
Speaker: Und das ist einfach ein deutlich größerer Angriffsrektor.
Speaker: Deswegen ist unsere Empfehlung, wenn euch Privatsphäre und Sicherheit wichtig ist, mehrere verschiedene E-Mail-Adressen zu benutzen.
Speaker: Das machen nicht viele und nicht viele wissen, dass es auch überhaupt geht.
Speaker: Aber man kann zum Beispiel eine E-Mail-Adresse nehmen, wie zum Beispiel timowolkow at protomail.com.
Speaker: Das wäre jetzt meine private E-Mail-Adresse.
Speaker: Dann erstelle ich noch eine zweite, zum Beispiel wolkow.finanzen.prutomail.com und diese E-Mail, die verwende ich dann nur für Finanzen.
Speaker: Und dann kann ich eine zum Beispiel internet1234567.prutomail.com verwenden und diese E-Mail, die verwende ich dann nur für irgendwelche Online-Accounts, die dann nicht unbedingt mit meiner Identität verknüpft werden müssen und habe dadurch eine höhere Privatsphäre.
Speaker: Dann könnte man noch eine verwenden, zum Beispiel newsletter.ananas.protamail.com und dann diese E-Mail-Adresse nur für Newsletter verwenden.
Speaker: Und das kann man soweit spannen, wie man möchte.
Speaker: Im Buch habe ich auch viele verschiedene Möglichkeiten beschrieben, was für Arten von Adressen man haben kann.
Speaker: Zum Beispiel, man kann auch ein Pseudonym nehmen.
Speaker: Aber der Vorteil dadurch ist, das ist die zusammengefasst, ist, dass man pro Anwendungsgebiet dann eine extra E-Mail-Adresse hat.
Speaker: Eine zum Beispiel nur für private Kommunikation, nur mit Freunden und Familie.
Speaker: Eine für die berufliche Kommunikation.
Speaker: Eine für irgendwelche Online-Dienste.
Speaker: Eine für Finanzen.
Speaker: Und dadurch, dass man das separiert,
Speaker: hat man einerseits eine deutlich höhere Sicherheit und auch eine deutlich höhere Privatsphäre, weil nicht mehr alles an eine E-Mail-Adresse gebunden wird.
Speaker: Wunderbar, da hast du jetzt ganz, ganz viele Informationen gesagt.
Speaker: Warum Ananas, habe ich mich gerade gefragt.
Speaker: Also warum nicht, vielleicht magst du die Frucht.
Speaker: Allerdings darf man nicht mit Pizza kombinieren, habe ich gehört.
Speaker: Naja, jedenfalls, also Spaß beiseite.
Speaker: Die E-Mail als Ergänzung von meiner Seite.
Speaker: Naja, man hat das Thema Verschlüsselung heute standardmäßig in so etwas wie Thunderbird oder dem Outlook von Microsoft oder dem Apple-Mail-Programm.
Speaker: Ja, das wird standardmäßig auch empfohlen von den Providern.
Speaker: Nichtsdestotrotz, lange Zeit wurden die auch unverschlüsselt übermittelt und das kann auch jetzt noch bei den Einstellungen so sein.
Speaker: Also wenn ihr da mal nachschaut in den E-Mail-Server-Einstellungen, gibt es da verschiedene Protokolle, die angekreuzt sind oder keine Verschlüsselung.
Speaker: So oder so, E-Mail ist für sich genommen kein guter Standard, aber es ist halt ein Standard, den wir noch brauchen und wir haben auch tatsächlich noch viel Kommunikation mit E-Mail, das habe ich jetzt festgestellt in meinem familiären und privaten Umfeld, da sind mittlerweile viele auf Messenger, vor allem Signal umgestiegen.
Speaker: Aber wenn es darum geht, Dateien zu verschicken oder etwas, was vom Computer ausgeht, da werde ich noch ganz oft gefragt, kannst du mir das auch ins E-Mail schicken?
Speaker: Und dann bin ich halt in der Bredouille, weil die meisten verwenden Sie mir halt auf ihrem Handy und kennen das auch nur als Messenger auf dem Handy.
Speaker: Und dann ist halt, wenn ich was am Computer machen möchte, die E-Mail immer noch mein Zugangsbereich.
Speaker: Ja, dafür hattest du jetzt zwei Anbieter empfohlen, ProtonMail und Tutor.
Speaker: Tutor ist aus Deutschland.
Speaker: Proton ist, das kennen wir jetzt schon aus verschiedenen anderen Empfehlungen aus dem Podcast hier, ob jetzt Passportmanager oder VPN, ein Schweizer Unternehmen.
Speaker: Ich habe mich ein bisschen gewundert, dass du Proton bevorzugst.
Speaker: Das ist ja das Ökosystem, was auch ständig versucht, einem in die ganzen anderen Programme reinzunudgen, dass man dann doch Proton Unlimited sich bestellt.
Speaker: Ich bin deshalb hauptsächlich privat bei Tutor, aber ich verstehe, Proton ist sehr viel schöner, Stand heute, und es ist von der Benutzung her auch ein bisschen angenehmer.
Speaker: Tutor sieht da ein bisschen veraltet aus, ist auch langsamer, ist aber tatsächlich, das ist so wie bei den ganzen anderen Programmen auch, es gibt immer so nochmal einen besseren als Proton.
Speaker: Zum Beispiel bei Proton ist der Betreff nicht perfekt verschlüsselt.
Speaker: Problem bei der Sache ist jetzt aber...
Speaker: E-Mails sollten wir nie als privates Kommunikationsmittel verwenden, wenn es vermeidbar ist.
Speaker: Denn auch wenn Tutor und Proton richtig gute Arbeit leisten und wenn jetzt zum Beispiel Timo Proton benutzt und ich ihm mit Proton etwas schreibe, dann wird das sehr gut miteinander verschlüsselt, dass wir beide nur unsere E-Mail sehen können und Proton das nicht sehen kann und auch niemand sonst da draußen.
Speaker: Wenn jetzt aber ich von meiner Tutor-E-Mail an Timos Proton-E-Mail schreibe, dann habe ich schon wieder ein Problem.
Speaker: Dann wird nämlich das nicht standardmäßig verschlüsselt, weil die unterschiedliche Vorgehensweisen haben.
Speaker: Das kann sehr schnell komplex sein und man muss sich von beiden Seiten aus darauf einigen, dass man das verschlüsselt.
Speaker: Dann wird das Ganze sehr viel nutzerunfreundlicher.
Speaker: Deshalb ist so die Grundempfehlung, nutze andere Methoden, um privat zu kommunizieren.
Speaker: Da kommen wir aber gleich noch drauf.
Speaker: Jetzt hattest du doch was Letztes gesagt.
Speaker: Das fand ich richtig cool mit den verschiedenen
Speaker: Identitäten, also verschiedene Pseudonyme, verschiedene E-Mail-Accounts, die man verwenden kann und dann mit so fünf oder zehn Identitäten durchs Internet geht und sich dort halt was aufbaut.
Speaker: Das hat sogar richtig viele Vorteile, weil jetzt nämlich nur noch der Ananas-Timo getrackt wird oder der Finanzen-Timo.
Speaker: Das sind komplett verschiedene Persönlichkeiten, kann man sich ja auch verschiedene Nutzernamen ausdenken und so weiter.
Speaker: Da kann man Identitäten, die glaubwürdig sind, drumherum spinnen und dadurch sich verstecken oder genau das teilen, was man möchte.
Speaker: Man kann das auch noch eine ganze Ecke weiter treiben und das möchte ich betonen, dass das heutzutage sehr einfach ist, vor allem wenn man so etwas wie Proton Pass und Proton Mail zusammen verwendet.
Speaker: Das nennt sich nämlich E-Mail Aliasing.
Speaker: Heißt, ich kann einfach in der Regel, das ist dann das, was wir empfehlen, mit einem Klick im Passwortmanager kann ich sagen, für diesen Account erstelle mir nicht nur ein Passwort, sondern erstelle mir eine einzigartige E-Mail-Adresse, die ich dann auch nur hierfür verwende und dann ist sie automatisch mit dem dazugehörigen Passwort im Manager gespeichert
Speaker: Und ich kann sehen, wenn etwas reinkommt in meine Inbox, dann kommt das an diese Alias-E-Mail-Adresse.
Speaker: Für mich als Bediener von meinem E-Mail-Programm ist das dann am Ende identisch, als würde mir jeder auf meine Haupt-E-Mail-Adresse schreiben.
Speaker: Aber ich kann halt sehen, woher kommt das, an welche Adresse ging das und wenn ich darauf antworten würde, würde auch dieser Alias nur verwendet und die andere Person würde nie meine echte dahinterstehende E-Mail-Adresse mitbekommen.
Speaker: Und das ist halt besonders toll für Privatsphäre.
Speaker: Jetzt teilen wir nämlich nur noch für jeden Account eine einzigartige E-Mail-Adresse, haben dafür keinen großen Aufwand.
Speaker: In der Bedienung fühlt es sich identisch an wie mit einer einzigen E-Mail-Adresse.
Speaker: Und falls jetzt mal irgendeine von diesen E-Mails geleakt wird, falls jemand anfängt, mir Spam zu schicken auf die gleiche E-Mail-Adresse, kann ich halt sehen,
Speaker: Wo kam das her?
Speaker: Wer hat nicht gut auf meine Daten aufgepasst?
Speaker: Und dann kann ich das sehr schnell ändern, dass da kein Spam mehr ankommt und ich kann mir dann überlegen, will ich mit diesem Anbieter noch weiter arbeiten?
Speaker: Dann kann ich eine andere Alias-E-Mail schnell erstellen und wenn nicht, dann habe ich halt das Spam-Problem nicht und ich weiß, wer nicht gut auf meine Daten aufpasst.
Speaker: Also ganz, ganz viele Sachen, die man machen kann mit E-Mails.
Speaker: Und das Schöne ist, wer Twitter verwendet oder ProtonMail, der kann da sehr schnell auch reinfinden in das Thema Aliasing, weil die das anbieten.
Speaker: Gerade in den günstigen Tarifen, das sind ein paar Euro im Monat, hat man da Zugriff auf entweder unendlich oder sehr, sehr viele verschiedene E-Mail-Adressen, die man erstellen kann.
Speaker: Timo, gibt es noch Ergänzungen zum Thema E-Mail?
Speaker: Ich glaube, wir hatten noch ein, zwei Gedanken dazu, bevor wir zu dem Thema Messenger übergehen.
Speaker: Ja, du hast es gerade angesprochen.
Speaker: Also Tutamail und Protamail, die bieten beide kostenfreie E-Mail-Adressen an, aber dann kriegt man nur eine E-Mail-Adresse.
Speaker: Deswegen ist meine Empfehlung hier auch wirklich den kostenpflichtigen Plan zu nehmen.
Speaker: Der günstigste Tarif, der reicht auch komplett aus.
Speaker: Also bei Protamail kostet er, glaube ich, 3-4 Euro pro Monat.
Speaker: Und dann hat man halt direkt, kann man die Möglichkeit, oder hat man die Möglichkeit, direkt 10 E-Mail-Adressen zu erstellen.
Speaker: Und wenn man halt eben nur eine E-Mail-Adresse hat, kann man diese ganze Strategie, die ich vorhin erklärt habe, mit den verschiedenen Adressen für die verschiedenen Zwecke, kann man dann hier halt eben nicht implementieren.
Speaker: Und in der letzten Folge hatten wir das Thema Open Source und das eigentlich sehr, sehr viel, wenn es um das Thema Privatsphäre geht, auch kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.
Speaker: Aber meiner Meinung nach gibt es eigentlich nur zwei Sachen, für die man auch wirklich gern Geld ausgeben sollte.
Speaker: Und das ist der VPN.
Speaker: Und die zweite Sache ist dann eben halt ein E-Mail-Provider, sei es Proton oder Tutor.
Speaker: Das heißt, dafür finde ich persönlich lohnt es sich wirklich, das Geld aufzugeben, weil die Vorteile, die man dadurch kriegt, um Privatsphäre, Sicherheit und auch Benutzerfreundlichkeit, die lohnen sich wirklich enorm.
Speaker: Also Preis-Leistungs-Verhältnis ist da auf jeden Fall ziemlich gut.
Speaker: Genau, du hattest noch angesprochen, das mit den Aliasen, also dass man durch verschiedene Anbieter halt sich komplett zufällige E-Mail-Adressen erstellen kann pro Account.
Speaker: Das könnte man dann auch selber implementieren und das hat Vor- und Nachteile.
Speaker: Denn der Nachteil ist, wenn man jetzt einen Dienst verwendet, wie eddy.io, ist es so, dass der Dienst wieder eine gewisse Macht hat.
Speaker: Das heißt, wenn der Dienst verschwindet, verschwinden natürlich all die Aliase, die auch damit gekommen sind.
Speaker: Das heißt, die andere Alternative dazu wäre, eine Catch-all-E-Mail zu verwenden.
Speaker: Das hat aber auch ein paar Nachteile.
Speaker: Und zwar einer der größten Nachteile ist, dass man eine eigene Domain braucht.
Speaker: Das heißt, das ist ein bisschen was für Fortgeschrittene.
Speaker: Man würde sich also eine Domain kaufen, wie zum Beispiel meineemail.com.
Speaker: Die ist natürlich nicht verfügbar.
Speaker: Man nimmt irgendwas, was noch da ist.
Speaker: Und stellt es so ein, dass dann alle, egal was man vor das Ad-Zeichen schreibt, dass das dann immer ins Postfach kommt.
Speaker: Das heißt, wenn jetzt jemand schreibt Info an atmeineemail.com,
Speaker: Bekomme ich das, wenn jemand jetzt schreibt podcast.meine-email.com oder newsletter.meine-email.com, kommt es dann immer direkt ins Postfach und es passiert komplett automatisch.
Speaker: Und das wäre die andere Variante, um eben pro Dienst eine E-Mail zu haben,
Speaker: Der Nachteil ist halt eben, dass man diese eigene Domain hat und dass man, wenn verschiedene Dienste zusammenarbeiten, dass man euch dann trotzdem wiederverfolgen oder es gibt einen Wiedererkennungswert.
Speaker: Das heißt, wenn ich zum Beispiel jetzt podcast.meineemail.com nehme und newsletter.meineemail.com und der Podcast und Newsletterfirma zusammenarbeiten, wissen die aufgrund der Domain hinten, dass beides mir gehört.
Speaker: Und das ist eben bei addy.io, bei dem jedes Mal eine zufällige E-Mail-Adresse generiert wird, nicht der Fall, weil da teilen sich sehr viele verschiedene Menschen, also tausende von Menschen, die gleiche Enddomain.
Speaker: Und dann kann halt nicht auch über verschiedene Anbieter getrackt werden.
Speaker: Das Thema Domains, das wird etwas sein, was wir in den nächsten Folgen oder in späteren Folgen mindestens mal angehen sollten.
Speaker: Da geht es dann auch wieder um das Thema Eigentum, um das Thema, ist das jetzt sicherer und wenn ja, ist es auch privater?
Speaker: Geht das vielleicht gegeneinander?
Speaker: Für welche Funktionen sollte man das nutzen?
Speaker: Ich glaube, diese Catch-All-Geschichte, das hatten wir im Vorfeld auch besprochen, ich bin da wenig an freundvollen, weil wenn man eine eigene Domain hat, kann man trotzdem das für Aliasing benutzen.
Speaker: Kann man dann wunderbar in Proton einrichten, die eigene Domain damit verknüpfen oder in Tutor und hat sofort dort Zugriff auf die Aliases.
Speaker: Und dann ist der Bequemlichkeitsvorteil von der Catch-All-Adresse, also dass alle E-Mails, die auf eine bestimmte Domain enden, die einem gehört, dass die immer ankommen und man kann dann sich frei auf dem Stehgreif was Neues erfinden.
Speaker: Das ist vielleicht ein bisschen bequemer, aber dafür auch kein Spam-Schutz.
Speaker: Also dann kann jeder sich auch eine E-Mail-Adresse aussuchen mit meiner Domain und dann dorthin eine E-Mail schicken.
Speaker: Und dann habe ich wieder Probleme mit Spam-Filtern.
Speaker: Ist aber auch wieder so eine Präferenzsache und für Profis oder Fortgeschrittene ist das definitiv eine Erwähnung wert, zu sagen, wir gucken...
Speaker: unsere eigene Domain zu haben und die für die richtigen Zwecke einzusetzen, zumal auch dann das Problem nicht mehr besteht, dass Eddy den Geist aufgibt oder irgendein anderer Alias-Anbieter und ich dann auf einmal Zugriff auf diese E-Mails verliere, weil wenn ich die Domain beherrsche, dann kann ich diese E-Mails ganz schnell woanders nochmal neu einrichten, weil ich besitze ja das Hauptfundament davon und kann darauf immer neu aufbauen.
Speaker: Sind aber, wie gesagt, nicht Themen für diese Podcast-Folge, sondern jetzt geht es um den Informationsaustausch und wie man den in den Standardeinstellungen mit den einfachsten Mitteln erreichen kann, möglichst privat zu machen.
Speaker: Und da waren wir jetzt bei den SMS mit dem unsichersten Protokoll, dann die E-Mail mit dem zweitschlechtesten, wenn es um Privatsphäre geht.
Speaker: Aber es ist halt nötig und mit Tutor und ProtonMail tut man sich da sehr viele Gefallen.
Speaker: Und wenn du jetzt keine Ergänzungen hast, Timo, würde ich überleiten auf das Thema Messenger.
Speaker: Ich hätte noch eine Ergänzung.
Speaker: Und zwar, wir haben vorhin, also bei dem Thema E-Mail, haben wir über Alias gesprochen.
Speaker: Und da hatten wir zwei verschiedene Arten.
Speaker: Also einerseits hatten wir das, was ich vorgestellt habe, mit den verschiedenen E-Mail-Adressen für die verschiedenen Zwecke, wie eine für Privat, eine für Arbeit, eine für Finanzen.
Speaker: Und man hat Nino vorgestellt, Alias Dienste, bei denen man dann komplett zufällige E-Mail-Adressen für jeden Anbieter hat, die dann eben weitergeleitet wird ins Postfach.
Speaker: Und was ich da noch ergänzen würde,
Speaker: Ich würde jetzt nicht solche Aliase verwenden für irgendwelche Accounts, die einem wichtig sind.
Speaker: Das heißt, ich würde einen Alias nicht für irgendeinen Bankaccount verwenden oder für irgendeinen E-Mail-Account zum Einloggen.
Speaker: Also für Accounts, die wirklich wichtig sind, würde ich nicht so einen Alias über einen Dienst verwenden.
Speaker: Weil, wie gesagt, wenn der Dienst dann einmal weg ist, hat man da eben ein Risiko.
Speaker: Das heißt, da würde ich eher dann eine normale E-Mail-Adresse verwenden, das, was ich eben vorhin vorgestellt habe, zum Beispiel jetzt eine für die Arbeit, eine für Finanzen und die dann zu verwenden.
Speaker: Also Aliasse würde ich für Online-Accounts verwenden, bei denen es wirklich nicht schlimm ist, wenn man eben rauskommt.
Speaker: Und sonst für wichtige Accounts eben diese richtige E-Mail-Adresse.
Speaker: Und dann war es das auch mit dem E-Mail-Thema von mir.
Speaker: Und dann können wir weitermachen mit den verschiedenen Messengern.
Speaker: Also da gibt es ja ziemlich viele auf dem Markt.
Speaker: Und ein paar sind ein bisschen besser für die Privatsphäre, ein paar ein bisschen schlechter.
Speaker: Und das werden wir jetzt einmal im Detail besprechen.
Speaker: Ich musste gerade nach innen grinsen, weil ich verwende überall Aliases.
Speaker: Aber mit meiner eigenen Domäne, das negiert dann vielleicht das Problem wieder.
Speaker: Ja, meine Bank kennt meine E-Mail nicht, sondern erkennt nur die Banking-E-Mail, die ich habe und so weiter.
Speaker: Naja, ich bin ja ein Freund von Metapher.
Speaker: Man hat es mir vielleicht schon angemerkt in den letzten Folgen.
Speaker: Und ich finde, jetzt ist so ein guter Moment bei der Überleitung mal zu sagen, was ist denn ein gutes Äquivalent in der physischen Welt?
Speaker: Und ich hatte das schon mal in einer alten Podcast-Folge gesagt, E-Mails sind wie Postkarten.
Speaker: Jetzt will ich das Bild erweitern, dass wir eine Sekretärin haben.
Speaker: Und jetzt entschuldige ich bitte diese Stereotypen, aber das ist jetzt die größte Tratsch-Tante, die es gibt, diese Sekretäre.
Speaker: Und bei der SMS, da gebe ich der Sekretärin meine Postkarte und die verschickt die halt, kann die aber jederzeit lesen und erzählt dann auch jedem rum.
Speaker: Und unterwegs ist diese Postkarte halt auch für alle lesbar.
Speaker: Bei der E-Mail ist meine Sekretärin so nett und packt diese Postkarte noch in einen Umschlag.
Speaker: Das ist die Verschlüsselung im Transit, aber hat natürlich vorher die Postkarte gesehen, gelesen und dann allen davon erzählt.
Speaker: Bei Messengern ist das oft auch so.
Speaker: Also die meisten Messenger, auch die, die sich als privat verkaufen wollen, die können trotzdem deine Nachrichten sehen.
Speaker: Auf dem einen oder anderen Weg, deshalb würde ich die jetzt der Einfachheit halber auch alle mal in einem Topf werfen,
Speaker: Und da gehören so etwas wie Discord dazu, das ist sehr populär, dazu gehört Telegram, was viele denken, sei ein super anonymer Messenger, aber überhaupt nicht.
Speaker: Also Telegram ist tatsächlich standardmäßig nie verschlüsselt, also vielleicht im Transit, aber nicht Ende zu Ende, dass der Schlüssel bei dir bleibt und der...
Speaker: Anbieter hinter Telegram da nicht reingucken könnte.
Speaker: Es gibt eine Ausnahme bei Telegram, dass man, wenn man private Chats schickt untereinander, das ist aber sehr versteckt, die Funktion, das machen die aller, allerwenigsten, dann ist es verschlüsselt.
Speaker: Ansonsten ist es in Gruppenschats nie verschlüsselt und bei den normalen Chats, die man so über die App anklickt, ist es auch nicht der Fall.
Speaker: iMessage zähle ich auch in diesen Topf.
Speaker: iMessage denken viele, oh, Apple ist doch so privat.
Speaker: Oh, da machen wir auch nochmal eine Folge.
Speaker: Da habe ich viel zu meckern.
Speaker: Aber bei iMessage ist es so, ja, es ist Ende zu Ende verschlüsselt.
Speaker: Jetzt ist das Problem, nur standardmäßig hat Apple den Schlüssel genauso, nämlich durch deinen iCloud Backup.
Speaker: Und dann ist es überhaupt kein Problem, über deinen iCloud Backup auf alles zuzugreifen.
Speaker: Da gibt es dann verschiedene Sachen, die man am iPhone einstellen kann.
Speaker: Das machen aber die allerwenigsten.
Speaker: Advanced Data Protection heißt das, glaube ich, auf Englisch.
Speaker: Und dann gibt es noch den Lockdown-Mode oder so.
Speaker: Das ist aber für eine iPhone-Folge mal geeignet.
Speaker: Also standardmäßig die, ich sag mal 99 Prozent, die iMessage benutzen, die sind nicht privat.
Speaker: Da kann jederzeit Apple oder halt jemand, der bei Apple nachfragt, auf die Nachrichten zugreifen.
Speaker: Und bei iMessage ist noch das Problem, wenn ich jetzt als iPhone-Nutzer jemanden, der Android benutzt, eine
Speaker: iMessage-Nachricht schicke, dann wird das in eine SMS umgewandelt und dann habe ich wieder das Schlechteste aller Welten.
Speaker: Also iMessage ist nicht geeignet, da gibt es noch sowas wie Weiber und noch ein paar andere Sachen, also ich würde jetzt nicht die Kleinen nennen, aber so die bekanntesten, die nicht gut oder gar nicht verschlüsseln und deshalb eher so die Sekretärin sind, die den Briefumschlag verwendet, aber nicht aufhört meine
Speaker: Postkarten zu lesen und das allen zu erzählen.
Speaker: Und damit sind wir auf einem Niveau mit der E-Mail.
Speaker: Da würde ich tatsächlich gar keine großen Abstriche machen, weil man zu sehr darauf aufpassen müsste.
Speaker: Und ich möchte ja, dass es einfach ist und privat, dass es auch Freunde, die nicht so technisch affin sind, dass die das alles wunderbar benutzen können.
Speaker: Da kommen wir jetzt zu dem nächsten.
Speaker: Das ist so eine Zwischenwelt, das ist WhatsApp.
Speaker: WhatsApp verschlüsselt Ende zu Ende, aber dahinter steckt Facebook.
Speaker: Also da ist dann halt diese Sekretärin, die kann diese Postkarte nicht sehen, weil sie ihr schon in einem Briefumschlag gegeben wird, aber die macht halt alles, um an die Informationen ranzukommen und durchleuchtet das mit einer Kerze oder versucht irgendwie anhand des Gewichts des Umschlags zu erkennen, ist da viel drin, ist da Geld drin, ist da irgendeine dicke Karte drin oder mehrere Briefe.
Speaker: Und versucht anhand der Metadaten, also alles, was nicht der Text der Nachricht ist, sondern alles drumherum, die Größe der Nachricht, die versendet wird, mit wem ich was, wann schreibe, das alles zu korrelieren und damit möglichst viel über mich rauszufinden.
Speaker: Und das ist heutzutage überhaupt nicht mehr gut.
Speaker: Also da kann man auch nicht sagen, sind ja nur Metadaten.
Speaker: Ein ehemaliger Director von der CIA, der hat schon bestätigt, dass Menschen getötet werden auf Basis von Metadaten alleine, dass man gar nicht weiß, was wurde besprochen, sondern nur, aha, diese Person hat mit dieser Person diese Nachrichten dann in der Größenordnung ausgeteilt, hat dieses Netzwerk, das ist ein Terrorist, den töten wir jetzt.
Speaker: Ich hoffe nicht, dass uns das passiert, Timo.
Speaker: Wir sind da vielleicht auf der Verdachtsliste ein bisschen weiter oben als der Durchschnitt.
Speaker: Aber das ist halt ernstzunehmend das Thema.
Speaker: Und da gibt es auch eine schöne Geschichte zu.
Speaker: Also eine schöne ist die nicht, aber ich habe die gehört und fand die sehr einprägsam.
Speaker: Nämlich stellt euch vor, dass jemand, dessen Nachrichten ihr nicht sehen könnt.
Speaker: Ihr könnt also keine Daten erfassen, aber ihr könnt Metadaten erfassen.
Speaker: Und ihr findet raus, diese Person, die war jetzt in einem Schwangerschaftsforum.
Speaker: Dann hat sie eine Abteilungshotline angerufen.
Speaker: Dann hat sie sich nochmal in eine andere Schwangerschaftsberatungswebseite eingeloggt oder sie hat irgendwas mit Aids-Hilfe gegoogelt und dann befindet sie sich auf einer Brücke und ruft die Selbstmordhilfe-Hotline an.
Speaker: Das sind alles Sachen.
Speaker: Ich weiß nicht, was diese Frau gerade schreibt, was sie genau sucht, was sie eintippt in Google und so weiter.
Speaker: Aber ich habe eine ganz klare Geschichte und ich kann mir vorstellen, was hier passiert.
Speaker: Solche Sachen möchtest du vielleicht nicht, dass die über dich gesammelt werden, dass die dann auch anderen zur Verfügung stehen, dass dein Arbeitgeber, deine Liebsten oder auch völlig fremde Menschen, die dir vielleicht schaden wollen, dass die davon mitbekommen.
Speaker: Ja, das erstmal dazu, vielleicht damit, Timo, du auch wieder was reden kannst und meine Stimme ein bisschen geschont wird.
Speaker: Was ist denn so die nächste Kategorie Messenger, wo wir sogar sagen können, das empfehlen wir.
Speaker: Das ist etwas, das lohnt sich zu benutzen, auch wenn es nicht nur Vorteile hat.
Speaker: Ja, vielleicht noch zu dem Punkt von Metadaten bei WhatsApp.
Speaker: Dadurch, dass halt eben jeder oder gefühlt jeder, 95 Prozent oder sogar mehr der Weltbevölkerung WhatsApp verwendet, hat Facebook halt eben die Metadaten von genau diesem großen Anteil der Bevölkerung.
Speaker: Und wenn man die Metadaten nicht nur von einer Person hat, sondern halt von eben vielen verschiedenen und schaut, wie die miteinander interagieren, dieses ganze Netzwerk,
Speaker: Durch dieses Netzwerk und diese verschiedenen Datenpunkte, die eben nur durch diese Metadaten zusammenkommen, kann man auch dadurch halt deutlich mehr Informationen herausfinden, als wäre es nur eine Person.
Speaker: Und das ist halt auch ein Riesenproblem bei WhatsApp, dass halt eben so viel verwendet wird und so viele Menschen da einen Account haben und so viel miteinander schreiben, dass aufgrund dieses Netzwerks und einfach dieser Informationen, Metadateninformationen über so viele verschiedene Menschen, dann halt dadurch auch noch deutlich mehr rauskommen kann.
Speaker: Und vielleicht, was auch viele nicht glauben, ist, dass die SMS tatsächlich auch schlechter ist als WhatsApp.
Speaker: Also viele sagen, ich möchte weg von WhatsApp und möchte private kommunizieren.
Speaker: Und anstelle dann zu einem privaten Messenger zu wechseln, gehen die halt wieder einen Schritt zurück zu der SMS.
Speaker: Und tatsächlich ist die SMS nochmal deutlich schlechter von der Privatsphäre her.
Speaker: Das heißt...
Speaker: Die Empfehlung würde ich nicht geben, aber da wäre sogar WhatsApp die bessere Variante, als halt wieder zurückzuwechseln zur SMS.
Speaker: Vielleicht noch als kleiner Abschluss zum Punkt WhatsApp.
Speaker: Und dann kommt es jetzt zu unserer Empfehlung, was man jetzt als Messenger benutzen könnte oder was wir empfehlen.
Speaker: Und das ist jetzt nicht das allerbeste von der Privatsphäre, nicht das allerbeste von der Sicherheitssphäre, aber das ist schon ziemlich gut.
Speaker: Das ist ziemlich gut obendran.
Speaker: Aber das Problem ist, desto mehr wir halt ins Thema extreme Privatsphäre und extreme Sicherheit gehen, desto Benutzer unfreundlicher wird es.
Speaker: Und die Messenger, die leben alle aufgrund des Netzwerke-Facts.
Speaker: Das heißt, wenn es jetzt einen Messenger gibt, den aber nur eine Person benutzt, der dafür aber sehr, sehr sicher und sehr, sehr privat ist, bringt das natürlich alles nichts.
Speaker: Und wenn zehn Personen das benutzen, ist es schon ein bisschen besser, aber wirklich viel nutzen kann man den dann halt eben nicht, bis auf diese Gruppe.
Speaker: Das heißt, die Messenger, die leben allgemein davon, dass sie halt eben diesen Netzwerkeffekt haben.
Speaker: Und mit anderen Worten heißt dieser Netzwerkeffekt, dass sehr, sehr viele verschiedene Personen diesen Messenger nutzen.
Speaker: Und wie vorhin gesagt, WhatsApp hat diesen Netzwerkeffekt, weil ein Großteil der Bevölkerung halt eben WhatsApp verwendet.
Speaker: Und deswegen wird es auch so oft verwendet.
Speaker: Und dann halt bei diesen zu extremen Messengern, die benutzerunfreundlich sind, werden wir auch ein bisschen später darauf eingehen, wieso die dann aber dafür deutlich sicherer und deutlich privater sind und was für Abstriche man da machen muss.
Speaker: Die verwendet halt niemand und deswegen ist meine Empfehlung oder unsere Empfehlung, Signal zu verwenden, weil Signal verwenden schon ziemlich viele, sogar im Mainstream ist das jetzt ziemlich weit verbreitet, das heißt, der Netzwerkeffekt ist da und meine Einstellung zu den Messengern ist, ich könnte jetzt irgendwelchen Kunden, die enorme Privatsphäre haben wollen, empfehlen jetzt nur mit mir über zum Beispiel Briar oder SimpleX oder Quitch zu schreiben, aber das halt dann
Speaker: schreibe ich nur mit denen, aber nicht das ganze andere Netzwerk.
Speaker: Deswegen meine Empfehlung ist, eben Signal zu verwenden, aufgrund eben dessen, dass die Privatsphäre und Sicherheit da schon enorm gut ist, es schon sehr, sehr viele Personen verwenden und dass das eigentlich eine deutlich bessere Alternative dann zu WhatsApp wäre und dann für extreme Fälle kann man halt eben einmal weiterschauen.
Speaker: Und in die Kategorie von Signal fällt auch zum Beispiel Freema.
Speaker: Aber da bin ich kein großer Fan davon.
Speaker: Also generell, das Protokoll finde ich super.
Speaker: Die Idee finde ich auch super.
Speaker: Das Problem ist halt eben, das kostet was.
Speaker: Und ich persönlich habe damit gar kein Problem.
Speaker: Ich bin bereit, halt eben für solche Dienste Geld auszugeben.
Speaker: Aber wenn wir uns jetzt die gesamte Bevölkerung anschauen, ziemlich viele werden sich denken, ist mir jetzt zu viel, diese 3, 4 Euro auszugeben, obwohl es eigentlich komplett irrelevant ist und bei vielen keinen Unterschied macht finanziell.
Speaker: Und es ist auch nur eine einmalige Zahlung.
Speaker: Das heißt, ich habe damit gar kein Problem.
Speaker: Aber dadurch, dass viele sagen, sie wollen das nicht machen, ist halt da eben der Netzwerkeffekt auch kleiner.
Speaker: Und dann findet man da halt eben nicht so viele Personen dazu.
Speaker: Ja, also dieser Netzwerkeffekt, um das nochmal so plastisch darzustellen.
Speaker: Ein Messenger lebt davon, dass ihn viele nutzen.
Speaker: Wenn ich der Einzige bin, der einen tollen Messenger benutzt, dann bringt es nichts.
Speaker: Wenn das der allerbeste Messenger ist, ich kann mir nur selber Notizen schreiben.
Speaker: Wenn jetzt eine andere Person, zum Beispiel Timo, den gleichen Messenger benutzt, dann kann ich ihm schreiben und er mir und dann haben wir schon einen viel größeren Mehrwert, weil wir uns jetzt toll und sicher und privat austauschen können.
Speaker: Wenn jetzt aber die ganze Welt diesen Messenger nutzt, dann kann ich meine ganze Kommunikation darüber machen und mit allen alles absprechen und wir sind alle privat und sicher.
Speaker: Das wäre wunderschön.
Speaker: Für die Messenger, die das aber besonders gut machen, funktioniert das leider nicht.
Speaker: Ich habe das jetzt auch gemerkt, ich benutze tatsächlich selber wieder WhatsApp und wieder Telegram.
Speaker: Ich habe mich da eine Zeit lang von komplett distanzieren können.
Speaker: Aber in meiner Dorf-Community ist halt WhatsApp der Standard.
Speaker: Da kriege ich als Neuzuzügler auch nicht was anderes durchgesetzt.
Speaker: Das wäre wahnsinnig zu glauben.
Speaker: Und da muss ich halt entscheiden und kann dann sagen, okay, für diese Gruppe an Menschen verwende ich WhatsApp.
Speaker: Da habe ich auch das Thema Bereichsteilung wieder, dass ich sage, auf dem einen Handy kommt mir WhatsApp drauf, auf dem anderen nicht.
Speaker: Da geht dann wieder das Thema Threadmodeling los, was wir in der zweiten Folge hatten, dass wir uns bewusst werden wollen, was wollen wir und wo sind wir bereit, Kompromisse einzugehen.
Speaker: Telegram das gleiche Problem mit der Bitcoin-Community, die sich hauptsächlich über Telegram austauscht und da will ich aber Teil von sein und deshalb nutze ich diesen Messenger dann auch, aber auch wieder nur eingeschränkt.
Speaker: Und so wird es in eurer Welt auch immer aussehen.
Speaker: Es gibt Leute, die wollen halt nicht den super-duper-Ultra-Messenger benutzen und kennen das gar nicht und es ist auch unbequem.
Speaker: Und Signal hat so das Beste aus allen Welten vereint, bietet so diesen Sweetspot in der Mitte.
Speaker: Man hat nicht die allerbeste Privatsphäre, aber viel, viel besser, als wir es jetzt bei Apple, bei Facebook, bei WhatsApp und so weiter hätten.
Speaker: Und es hat diese Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, also in meinem Sekretärinnenbild würde ich jetzt die Sekretärin ersetzen mit einem Briefkasten und würde auch nur Briefe versiegeln und an andere Briefkästen senden, dass ich sicher bin, da gibt es niemanden, der da reinschaut und das allen weiter verrät.
Speaker: Da habe ich dann einen sehr guten Standard.
Speaker: Und Signal ist von allen Messhintern, die gut sind, ist es...
Speaker: der am weitesten verbreitet.
Speaker: Deshalb können wir sagen, das ist das, was empfehlenswert ist.
Speaker: Alles, was noch weiter verbreitet ist, ob das jetzt WhatsApp ist, ob das Discord ist, ob das Telegram ist, da würden wir sagen, eher Finger weg, wenn möglich.
Speaker: Ansonsten genaues Bedrohungsmodell erstellen und überlegen, mit wem will ich was teilen.
Speaker: Ja, und dann gibt es noch ein paar andere, die dort in der gleichen Liga spielen.
Speaker: Threema hatte Timo gerade super genannt, allerdings leider kostet es ein paar Euro und dann werden es wieder die meisten nicht nutzen, dann habe ich wieder das Problem mit dem Netzwerkeffekt.
Speaker: Session ist noch so ein Kandidat.
Speaker: Ich würde SimpleX auch da reinstehen.
Speaker: Du hast es gerade in eine noch höhere Kategorie gebracht.
Speaker: Vielleicht ist es auch eine Stufe drüber, aber es hat ähnliche Herausforderungen.
Speaker: Bei Signal ist zum Beispiel eine der Herausforderungen, dass man
Speaker: eine Telefonnummer braucht und die Telefonnummer ist in vielen Ländern an die eigene Identität geknüpft, wenn man sich registrieren muss dafür.
Speaker: Das ist ärgerlich.
Speaker: Signal nutzt das, um möglichst schnell sich verbreiten zu können.
Speaker: Hat ja auch gut geklappt und hat da aber einen großen Privacy-Nachteil.
Speaker: Ein paar andere, wie zum Beispiel SimpleX, nutzen das nicht, haben aber immer noch das Problem, dass sie über das Internet kommunizieren, das KI-Attacken oder Timing-Attacken, dass man genau schaut, wann wurde eine Message gesendet in der Größe, wann wurde sie auf einer anderen Seite empfangen.
Speaker: Dann kann man halt genau sehen,
Speaker: Wer schickt wem hier was?
Speaker: Also wenn man da viel Aufwand betreibt, dann ist davor auch SimpleX nicht geschützt.
Speaker: Und die, die sich dort toll herausstellen und sagen, wir haben unsere eigenen implementierten Lösungen, Threema gehört da auch zu, die funktionieren halt nicht besonders gut gegen übermächtige Gegner wie Regierungen.
Speaker: Deshalb würde ich sagen, an der Stelle, ja, Signal hat seine Flaws, aber ist von allen Faktoren, die uns wichtig sind, kann man sagen, ist es so das Beste aus allen Welten.
Speaker: Wenn man aber sagt, ich möchte jetzt tief rein und möchte wirklich, zum Beispiel, weil ich Journalist bin oder weil ich bedroht bin, was auch immer, ich möchte möglichst anonym mit anderen schreiben, dann geht es halt nicht, dass ich meine Telefonnummer hergebe und dann geht es auch nicht, dass ich irgendwie über das Internet kommuniziere, dann muss ich ins Tor-Netzwerk gehen, ins Darknet-Netzwerk.
Speaker: Und da gibt es eigentlich nur noch zwei Messenger, die das erfüllen.
Speaker: Und da hatte Timo auch schon den Namen genannt, nämlich einmal Buaya und Quatsch nenne ich das.
Speaker: Das wird C-W-T-C-H geschrieben.
Speaker: Wir schicken euch all die Infos in die Shownotes, weil das kann man sich sehr schwer merken jetzt.
Speaker: Die gehen über das Tor-Netzwerk.
Speaker: Also da hatten wir auch schon mal bei dem Thema Browsern drüber gesprochen.
Speaker: Das ist ein Netzwerk, was...
Speaker: das zielverfolgt, dich anonym zu machen und wenn man es richtig nutzt, gelingt das auch und die nutzen das halt richtig.
Speaker: Also in den Standardeinstellungen wirst du merken, das ist hässlich, ich kann hier nicht viel machen, ich kann hier Texte schreiben, ich kann nicht groß Emojis, Videos, Bilder schicken.
Speaker: Bei Briar ist es glaube ich so, dass sogar beide gleichzeitig online sein müssen, damit das funktioniert oder in einer Gruppe muss mindestens einer online sein, damit das überhaupt gesendet wird und empfangen werden kann.
Speaker: Also es ist richtig komplex, aber dafür ist es für sowas wie Aktivismus unglaublich gut geeignet, denn niemand wird merken, wer ist hier dahinter, wer schickt hier wem was.
Speaker: Und es funktioniert sogar, wenn das ganze Internet gestört wird oder ausfällt.
Speaker: Zumindest bei Baya ist es so, über Bluetooth oder über Wi-Fi kann man Nachrichten verschicken, wenn man nicht zu weit auseinander steht.
Speaker: Und das ist, denke ich, besonders toll.
Speaker: Also es verdient echt die Erwähnung.
Speaker: Aber ich glaube, wenn ich überlege, in meinem Freundeskreis würde ich feststellen, da ist vielleicht Timo noch drin und dann vielleicht noch ein, zwei andere und das war's.
Speaker: Also das funktioniert nicht für den Alltag.
Speaker: Deshalb nach wie vor Signal als Empfehlung.
Speaker: Ich kann es bei mir sagen, die meisten Leute nutzen WhatsApp.
Speaker: Ich kann sagen, hey Signal, das ist wie WhatsApp, du wirst kaum einen Unterschied mehr haben, das sieht ein bisschen schöner aus, kannst damit alles machen, was du bei WhatsApp machst und Facebook hat deine Daten nicht.
Speaker: Gut, jetzt habe ich genug geredet.
Speaker: Timo, vielleicht abschließende Worte zu den Messengern oder Ergänzungen von deiner Seite und dann könnten wir auch in das Thema Praxisempfehlung nochmal tiefer reingehen.
Speaker: Genau, ich würde einfach zwei Punkte noch von vorhin aufgreifen.
Speaker: Einerseits verwenden wir noch viele E-Mail einfach noch, um von verschiedenen Geräten eben Dateien hin und her zu schicken oder halt um verschiedene Dateien auf dem Computer auch zuzugreifen.
Speaker: Aber all diese Messenger, die wir genannt haben oder der Großteil davon, also auf jeden Fall Signal,
Speaker: hat auch eine Desktop-Version.
Speaker: Das heißt, man kann die Desktop-Version herunterladen und kann dann von seinem Waptop, von seinem Computer eben auf diesen Messenger zugreifen und muss nicht mehr das schlechtere Protokoll der E-Mail benutzen, sondern kann die bessere Möglichkeit, wie zum Beispiel das Signal verwenden.
Speaker: Und dann, du hast es angesprochen, du bist in vielen Communities drin, in der Bitcoin-Community.
Speaker: Da ist zum Beispiel Telegram sehr, sehr weit verbreitet.
Speaker: Und langsam wechseln die auch zu Signalgruppen, die Bitcoin-Community.
Speaker: Und die sind dann von der Privatsphäre deutlich besser.
Speaker: Aber was vielen nicht klar ist, auch wenn die Gruppe an sich und der Messenger, das Protokoll dahinter, ziemlich gut verschlüsselt ist, mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und ziemlich privat ist,
Speaker: Wenn die Gruppe aber trotzdem öffentlich ist und jeder in diese Gruppe reingehen darf, muss man davon ausgehen, dass diese Gruppe nicht mehr privat ist.
Speaker: Weil wenn jeder von außen einfach so mit dem Link in die Gruppe reinkommen kann, muss man davon ausgehen, dass auch irgendwer mit bösen Absichten in die Gruppe geht und dass irgendwer in der Gruppe ist, der einfach alle Nachrichten abspeichert und irgendwo ins Internet teilt.
Speaker: Das heißt, immer wenn es irgendwelche öffentlichen Chats sind, in die man per Link
Speaker: durch das Internet reinkommt, also nicht durch eine private Einladung, sondern durch eben einen öffentlichen Link, sind diese Chats, egal auf welcher Plattform die sind, nicht privat.
Speaker: Auch wenn im Hintergrund halt eben alles perfekt verschlüsselt ist, wenn jemand einfach so rein kann, muss man davon ausgehen, dass die nicht privat sind.
Speaker: Und vor allem in der Bitcoin-Community habe ich das oft gesehen, dass Leute dann eben irgendwelche Fotos von Stammtischen reinsenden, irgendwelche Fotos von Konferenzen, wo man eben das Gesicht von diesen Personen sieht.
Speaker: Und...
Speaker: Ich persönlich würde das nicht machen und ich empfehle das niemandem, weil eben dadurch, dass diese Chats komplett öffentlich sind, können diese Informationen halt eben auch in schlechte Hände gelangen.
Speaker: Das wäre jetzt mein Abschluss auch zu dem Thema Messenger, zu Gruppen und so weiter.
Speaker: Und dann die Preisdosempfehlung.
Speaker: hatten wir oder hatte ich schon angesprochen, wäre das einmal Signal zu installieren.
Speaker: Und dann, das ist die Nummer 1 Empfehlung, wenn ihr das noch nicht habt, einmal Signal zu installieren, mal auch zu schauen, wer von euren Kontakten schon auf Signal ist und dort einmal auch mit diesen zu schreiben.
Speaker: Und dann die zweite Empfehlung, die ist nicht so einfach wie das mit dem Installieren von Signal, weil das dauert 1, 2, 3, 4, 5 Minuten maximal, bis man das hat, ist eben die ganze E-Mail-Strategie umzusetzen oder einen Teil davon umzusetzen, so wie wir es schon erwähnt haben.
Speaker: Eben mit Proton-Mail oder mit Tutor-Mail, dort dann eben diese verschiedenen E-Mails für die verschiedenen Lebensbereiche, die man hat oder digitale Bereiche, die man hat.
Speaker: Dann vielleicht auch noch mit einem Alias-Service.
Speaker: Und das wäre unsere zweite Praxisempfehlung, eben dieses ganze E-Mail-Thema einmal ein wenig aufzuräumen.
Speaker: Ausgezeichnet.
Speaker: Jetzt habe ich noch eine Ergänzung zu dem Thema Signal.
Speaker: Du hast gerade was Cooles gesagt, mit dem sich selber Informationen schicken.
Speaker: Bei Signal gibt es sogar einen eigenen Kontakt, der heißt Note to Save oder Notiz an mich.
Speaker: Da kann man das genau nutzen.
Speaker: Und es hat auch den Vorteil, wenn ich mir etwas schicke, zum Beispiel ein Foto, dann werden dort automatisch die Metadaten draus gelöscht, dass man nicht mehr den Standort innerhalb des Bildes abrufen kann.
Speaker: Klar, was auf dem Bild gezeigt wird, wenn ich das in eine öffentliche Gruppe poste, dann sieht man vielleicht am Hintergrund, wo ich gerade bin.
Speaker: Aber man kann dem Bild selber aus den Metadaten nicht entnehmen, welcher Standort dahinter steckt, welcher Zeitcode und so weiter.
Speaker: Das wird von Signal entfernt.
Speaker: Das finde ich sehr schön.
Speaker: Dadurch ist die Bildqualität dann immer ein bisschen schlechter, weil dafür muss Signal das Bild ja erstmal bearbeiten und dann in der Regel auch komprimieren.
Speaker: Das ist noch so der letzte Infopunkt, beziehungsweise der vorletzte, weil was Timo gerade gesagt hat, war genau richtig.
Speaker: Wir empfehlen Signal.
Speaker: Ist einfach das, was am meisten sich durchsetzen kann in eurem Umfeld.
Speaker: Und wir empfehlen dann Proton-Mail oder Tutor mit den entsprechenden Vorkehrungen.
Speaker: Und zu schauen, kann ich jetzt auch in meinem Umfeld nutzen da vielleicht viel mehr Proton oder viel mehr Tutor, dann wäre das auch eine Möglichkeit.
Speaker: Weil wenn ich dann mal eine E-Mail in mein Umfeld schicke, dann ist es cool, wenn die den gleichen Provider haben.
Speaker: Dadurch wird es besser verschlüsselt.
Speaker: Und wenn wir jetzt Apple-Nutzer sind, dann kann ich Signal auf dem iPhone installieren.
Speaker: Ich kann auf dem MacBook die Signal-Desktop-Version installieren und auf dem iPad gibt es sogar eine extra Signal-Version für iPads.
Speaker: Die haben den Vorteil, dass die miteinander verknüffbar sind und dann alle über den gleichen Account laufen und alles, was dort ist, wird synchronisiert und das auch verschlüsselt.
Speaker: Die Desktop-Versionen von Signal sind ein bisschen kritisch, aber es ist ein Übel, was wir, glaube ich, eingehen sollten, weil auf dem Desktop ist alles andere schlechter, ob wir jetzt dann wieder zur E-Mail zurückgreifen oder so.
Speaker: Aber die Verschlüsselung auf dem Desktop, die ist nicht so gut abgesichert, weil der Schlüssel zu deinen Nachrichten, der ist bei dem Handy in einem abgesicherten Bereich und Handys sind ja grundsätzlich viel, viel besser auch nochmal verschlüsselt.
Speaker: Und beim Desktop wird diese Datei einfach gespeichert in einem Ordner und wenn da jemand drauf zugreifen kann, dann kann er mit ganz viel Aufwand auch
Speaker: in dein Signal eindringen, ist halt ärgerlich.
Speaker: Deshalb empfehlen auch einige Maxis dort, die sagen, Signal nicht auf dem Desktop installieren, für die Bequemlichkeit.
Speaker: Und wenn man denn Daten zwischen Computer und Handy austauscht, ist es aber trotzdem noch die nutzbarste Version von dem, was wir dem allgemeinen Leuten empfehlen würden.
Speaker: Wenn du jetzt Android-Nutzer bist, dann hast du einen Vorteil, nämlich alle Android-Nutzer haben Zugriff nicht nur auf Signal als App, sondern auch auf MOLI.
Speaker: MOLI ist eine Ableitung von Signal, ist ein Fork von anderen Entwicklern, die gesagt haben, wir finden Signal gut, aber wir finden da fehlen noch ein paar tolle Funktionen und die fügen wir jetzt unserem Messenger hinzu.
Speaker: Und du kannst, das ist das Schöne wieder, du kannst auch beides parallel installieren.
Speaker: Wenn wir jetzt auf dem Handy zum Beispiel zwei verschiedene Telefonnummern haben, können wir eine davon für Signal nutzen und eine dann installieren wir Molly und haben da eine andere Nummer und landen Kontakt.
Speaker: Oder wie ich das mache, ich habe mein Berufssignal auf meinem privaten Handy geklont mit Molly, weil ich auch ein privates Signal habe und dann kann ich auf dem privaten Handy trotzdem beides abrufen, ja gleichzeitig, wenn ich das möchte.
Speaker: Und ein Vorteil noch, den Molly hat, ist, also neben vielen anderen technischen Sachen, dass wenn ich bei Signal ein zweites Gerät hinzufügen will, dann geht das nur mit Signal Desktop oder Signal for iPads und dann kann ich halt nur Computer oder iPads daran anknüpfen und nicht ein zweites Handy, weil auf dem Handy will Signal immer einen neuen Account haben und der Hauptaccount sein von den ganzen Geräten, die verknüpft sind.
Speaker: Molli kann sich aber als Computer ausgeben und sagen, ich möchte gerne mit dem Signal-Account verknüpft werden und dann kannst du auf dem Handy auch einen Signal-Account nutzen, den du auf einem anderen Handy eingerichtet hast und auf beiden Handys parallel nutzen willst, wie ich das jetzt mit meinem Berufs- oder öffentlichen Handy mache, dass ich das auf dem privaten spiegeln kann, obwohl ich auf dem privaten Handy auch Signal installiert habe.
Speaker: So, jetzt genug abgenerdet, weil über Molly kann man noch viel mehr erzählen.
Speaker: Ich habe, glaube ich, alles gesagt, was mir wichtig war im Bereich Praxis.
Speaker: Signal, Protonmail und Tutor.
Speaker: Gibt es noch irgendwas anderes, was wir vergessen haben?
Speaker: Oder wollen wir zum Abschluss kommen, Timo?
Speaker: Wo wir uns auch ein, zwei Sachen vorgenommen haben.
Speaker: Nein, also wir sind durch alle Themen durchgegangen, um die Hauptthemen der digitalen Kommunikation, also E-Mail haben wir uns einmal angeschaut, Vor- und Nachteile, SMS, eigentlich nur die Nachteile angeschaut und dann halt eben bei den Messengern, was für Messenger es gibt und was dort eben die bisschen schlechteren sind und die bisschen besseren.
Speaker: Und dann jetzt, um die Folge abzuschließen, unsere erste Praxisempfehlung war ja Signal zu installieren.
Speaker: Und wir haben jetzt auch eine Signal-Gruppe gegründet.
Speaker: Und die ist halt eben komplett kostenfrei für den Austausch, für die Community und einfach zum Connecten unter anderen Leuten, denen auch Privatsphäre und Sicherheit wichtig ist.
Speaker: Und dort könnt ihr dann auch die ganze Zeit irgendwelche Fragen stellen.
Speaker: Und da packen wir den Link auch einmal in die Shownotes.
Speaker: Und dann würden wir uns natürlich freuen, wenn ihr einmal diesen Podcast abonnieren könntet und auch eine gute Bewertung dalassen.
Speaker: weil den findet man gerade noch nicht so gut, zum Beispiel bei Spotify oder bei Apple Podcasts.
Speaker: Und wenn euch der Podcast gefällt, würde es uns sehr freuen und würde es uns sehr weiterhelfen, wenn ihr da einmal eine gute Bewertung da lassen könnt.
Speaker: Und sonst von meiner Seite wäre es dann auch und dann hast du einmal diesmal das letzte Wort, Nino.
Speaker: Ich habe aber nichts mehr zu sagen.
Speaker: Es ist sehr gut ausgeführt.
Speaker: Die Signal-Gruppe, hat Timo hier gerade erwähnt, ist keine private, ist eine öffentliche Gruppe.
Speaker: Deshalb auch aufpassen, was ihr da teilt.
Speaker: Aber wenn ihr Fragen habt, wenn ihr euch austauschen wollt, wenn ihr euch vernetzen wollt, ist das so ein Community-Gedanke, den wir mal starten wollen.
Speaker: So die Privatopia-Community.
Speaker: Schauen, was draus wird.
Speaker: Link ist in den Shownotes.
Speaker: Und Bewertungen freuen uns immer.
Speaker: Wir wünschen, dass möglichst viele Menschen diesen Podcast hören.
Speaker: Das hilft weiter.
Speaker: Das hilft der ganzen Welt.
Speaker: Ich würde mich sehr freuen, wenn euch das gefallen hat.
Speaker: Einmal fünf Sterne geben oder die Best-
Speaker: Bestbewertung von der App, die ihr dafür benutzt und dann sehen wir uns in einer Woche wieder oder hören uns in einer Woche wieder.
Speaker: Bis dahin.
Speaker: Ciao.






