Transcript
Speaker: Hallo und willkommen zu der Privacy Podcast, deine Quelle für Sicherheit, Privatsphäre und Anonymität mit Timo und Nino.
Speaker: Fantastisch.
Speaker: Timo, wir gehen in die zweite Runde von unserem Privacy Podcast.
Speaker: Was haben wir uns dieses Mal vorgenommen?
Speaker: Ja, also vielleicht noch auf die letzte Folge bezogen.
Speaker: Dort haben wir uns ja genau angeschaut, was die Unterschiede sind zwischen Privatsphäre, zwischen Sicherheit und zwischen Anonymität und wie diese drei Felder miteinander mit einspielen.
Speaker: Und in dieser Folge wollen wir darauf auch aufbauen und vor allem das Thread-Model anschauen.
Speaker: Und ganz einfach gesagt beantwortet das Thread-Modell die Frage, was man schützen möchte, vor wem man sich schützen möchte und wie weit man dafür bereit ist zu gehen.
Speaker: Und um das zu erklären, ist es glaube ich am einfachsten, einfach paar Beispiele zu zeigen.
Speaker: Deswegen...
Speaker: schauen wir uns einfach verschiedene Personengruppen oder Personen an und schauen, gegen was sie sich schützen wollen und was sie machen sollten.
Speaker: Und dann im zweiten Teil schauen wir uns noch eine Matrix an, um zu sehen, wie man selber sich sein eigenes Threadmodell einmal anschauen kann und auch überlegen kann, mit was man anfängt und gegen was man sich überhaupt schützen möchte.
Speaker: Finde ich super.
Speaker: Und ich glaube, im dritten Teil haben wir dann auch noch eine konkrete Empfehlung, wenn es in die Richtung Passwortmanager geht.
Speaker: Das hatten wir ja letzte Woche angekündigt.
Speaker: Fang du doch mal bitte an mit konkreten Beispielen.
Speaker: Wie kann ich mein Bedrohungsmodell auf Deutsch im Leben bei anderen beobachten?
Speaker: Ja, also fangen wir vielleicht an mit einem der bekanntesten Beispiele und einer Personengruppe, die Privatsphäre auch ziemlich weit vorangebracht hat.
Speaker: Und das sind vor allem Journalisten.
Speaker: Die Journalisten, die wollen seine eigenen Quellen schützen.
Speaker: Und das Threadmodell vom Journalist konzentriert sich hauptsächlich darauf, den Standort, seine Kommunikation, seine Daten und seine Treffen von denen zu verbergen, die seinen Informanten schaden können.
Speaker: Das heißt, hier haben wir schon ziemlich, ziemlich viele Informationen bekommen, wen der Journalist schützen möchte, eben seine Quellen.
Speaker: Was er macht, haben wir jetzt nicht, aber das können wir ja dann später auch einmal besprechen, was man da machen könnte.
Speaker: Aber wir wissen auch, also wir wissen, wen er schützen möchte und was genau er schützen möchte.
Speaker: Oder zum Beispiel nächstes Beispiel, das ist ein Polizist und der Polizist möchte seine eigene Familie schützen von irgendwelchen Kriminellen, die es auf ihn oder die Familie abgesehen haben.
Speaker: Und sein Fokus liegt jetzt eben darauf, persönliche Informationen wie Adressen oder Daten seiner Angehörigen aus dem Internet zu entfernen, um sich vor möglichen Racheattacken zu schützen.
Speaker: Das heißt, der Polizist will sich hauptsächlich gegen Individuen schützen, die eben etwas auf ihn abgesehen haben aufgrund seiner Arbeit.
Speaker: Oder machen wir jetzt noch ein drittes Beispiel, das gibt da wirklich enorm viele.
Speaker: Zum Beispiel ein Aktivist, der in einem repressiven Staat arbeitet.
Speaker: Das geht sehr, sehr eng einher mit auch den Journalisten, weil meistens geht Aktivisten und Journalisten Hand in Hand.
Speaker: Aber die wollen vor allem Schutz vor der Regierung haben, dass die Regierung nicht unbedingt alles weiß, was man macht, um sich selber und auch seine Angehörigen zu schützen.
Speaker: Alles klar.
Speaker: Dann ist es ja recht einfach.
Speaker: Ich bin weder Polizist noch Journalist noch Aktivist.
Speaker: Dann brauche ich das doch alles nicht, oder?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also diese Beispiele, das sind wirklich ganz spezifische Nischen von Personengruppen.
Speaker: Und ich würde sagen, die meisten von uns, die jetzt auch diesen Podcast hören, die fallen eher in den Alltagsnutzer.
Speaker: Und die oder ich und du und wir alle wollen ein wenig unsere digitale Privatsphäre und Sicherheit verbessern.
Speaker: Und
Speaker: Ich weiß nicht, ob es bei dir genauso ist, aber vor allem ist das Hauptziel von irgendwelchen Privatpersonenschutz zu haben und von verschiedenen Unternehmen und Institutionen, die eine Menge persönliche Daten über uns sammeln, um allgemein im digitalen Bereich ein bisschen sicherer und auch privater unterwegs zu sein und auch Missbrauch in diesem Bereich zu vermeiden.
Speaker: Ganz genau.
Speaker: Also das Thema Threat Modeling ist jetzt mit den Beispielen, die Timo genannt hat, richtig noch mal plastisch geworden.
Speaker: Und ich glaube, wir können uns bei Aktivisten oder Journalisten, gerade in Ländern mit totalitären Regierungen, können wir uns das sehr gut verbildlichen, dass die, okay, die brauchen einen Schutz, die haben einfach bestimmte Sicherheitsbedürfnisse, die wir uns in unserem Leben gar nicht groß vorstellen, weil uns das nicht betrifft.
Speaker: Aber auf einer anderen Ebene betrifft uns das ja doch, wenn uns Wartpersonen oder vor allem Unternehmen in meinem Fall, wenn die uns aussperren wollen, wenn die alle Daten von uns lesen wollen oder natürlich, wenn uns ein Hacker angreift.
Speaker: Ich habe letzte Folge gesagt, mein Spotify-Account wurde geheckt.
Speaker: Das war so mein Hallo-Wach-Moment.
Speaker: So kann es jedem von uns passieren, dass es irgendwo im Leben einen Bereich gibt, wo wir eine Bedrohung kam um uns herum, von der wir uns schützen wollen.
Speaker: Und es ist immer besser, vorbereitet zu sein, als rückblickend zu sehen, was man falsch gemacht hat und dann den Schaden erstmal aufräumen zu müssen oder beheben zu müssen.
Speaker: Dafür ist das Thread-Modeling unglaublich gut.
Speaker: Und deshalb lass uns das in einem simple Modell vereinheitlichen.
Speaker: Da gibt es sehr viele da draußen.
Speaker: Die meisten davon funktionieren auch sehr gut.
Speaker: Aber bevor ich dir jetzt einen Dankfragekatalog gebe, lieber Zuhörer, lass uns doch einfach ein Modell, was ich besonders schön finde, gerade für den Einstieg nutzen.
Speaker: Das baut dann auch auf letzte Woche auf, nämlich Matrix von 3x3.
Speaker: Heißt, du hast links drei Zeilen und dann oben drei Spalten.
Speaker: Und die drei Zeilen sind auch genau die drei Konzepte, die wir letzte Woche schon besprochen haben.
Speaker: Sicherheit, Privatsphäre und Anonymität.
Speaker: Also ich glaube, zusammengefasst war das ganz einfach.
Speaker: Sicherheit, da geht es immer darum, mein Eigentum zu schützen vor unbefugtem Zugriff.
Speaker: Bei Privatsphäre geht es darum, zu kontrollieren, was ich mit wem teile und das dann auch machen zu können.
Speaker: Und bei der Anonymität, da geht es darum, meine Identität zu verbergen, dass jemand nicht weiß, wer ich bin.
Speaker: Diese drei Sachen, die packen wir in die Zeilen.
Speaker: Und wenn wir jetzt die Spalten uns vorstellen, die drei, dann gucken wir uns die Gefahren an.
Speaker: Vor wem möchten wir denn unsere Sicherheit, Anonymität oder Privatsphäre schützen?
Speaker: Und die drei, denke ich mal, sehr guten Schublade, die man dann nehmen kann, sind einmal Personen oder es sind die Unternehmen, die größeren Konzerne vor allem in der Tech-Welt oder es sind Regierungen.
Speaker: Da denke ich jetzt an das Finanzamt zum Beispiel.
Speaker: Das sind die Möglichkeiten, die wir haben und jetzt haben wir neun Felder vor uns.
Speaker: Was wir jetzt machen können, ist in jedem Feld überlegen, wie wichtig ist mir das?
Speaker: Ein einfaches Modell wäre, ich packe da überall eine 1, 2 oder 3 rein.
Speaker: 1 für ist mir gerade nicht wichtig und 3 für ist mir gerade sehr wichtig.
Speaker: Wenn du das nach diesem Podcast hier machen möchtest, würde ich dir empfehlen, einfach mal ein Blatt Papier zu nehmen, diese 3x3 Matrix aufzuschreiben und da deine Zahlen reinzusetzen, weil dann hilft dir das in Zukunft auch, wenn wir weitere Themen besprechen, zu überlegen, passt das gerade überhaupt in mein Bedrohungsmodell?
Speaker: Also ist das eine Sache, die ich priorisieren will?
Speaker: Wenn du alle dreien setzt, wenn du überall eine Dreireihe machst, dann wirst du ein verdammt schwieriges Leben haben in den nächsten Monaten.
Speaker: Das würde ich dir nicht empfehlen.
Speaker: Setz da wirklich gezielt deine Akzente.
Speaker: Und das kann bei jedem Menschen anders sein, auch je nach Situation, weil du hast ein anderes Umfeld als ich.
Speaker: Du hast eine andere Arbeitssituation, du hast eine andere Beziehung zu Konzernen oder zu Regierungen.
Speaker: Und deshalb wird da bei jedem wahrscheinlich etwas anderes rauskommen.
Speaker: Ja, wir können auch gerne so eine Matrix einmal verlinken in den Shownotes.
Speaker: Das heißt, wenn ihr da einmal draufklickt, könnt ihr das euch einmal anschauen und dann wisst ihr, wie das aussieht und wie man das auch ausfüllt.
Speaker: Dann ist es ein bisschen einfacher, wenn man was Visuelles auch hat.
Speaker: Du kannst sogar jetzt, wenn du deinen Podcast hörst, dann müsstest du auf dem Bild dieses Modell sehen.
Speaker: Ich habe mir nämlich vorgenommen, bei jeder Folge ein Bild dazu zu machen, was so das Hauptthema ist und wo man direkt was rausziehen kann.
Speaker: Letzte Folge haben wir auch dieses Wenn-Diagramm zu den drei Konzepten gezeigt in dem Podcast-Bild.
Speaker: Und das machen wir jetzt auch mit der Matrix.
Speaker: Wie sieht das denn aus gegenüber Personen?
Speaker: Was sind da für typische Gefahren, die da auf uns zukommen, Timo?
Speaker: Ja, also wir würden einfach jetzt Schritt für Schritt durch alle diese Felder durchgehen.
Speaker: Und vielleicht auch ein paar Beispiele nennen und auch ein Beispiel, was man dagegen machen kann.
Speaker: Also was für eine Personengruppe fällt da rein oder welche Personengruppe hat eine hohere Priorität oder auch vielleicht eine niedrige Priorität.
Speaker: Und damit ihr einfach eine Idee habt, wie genau man diese Felder ausführt.
Speaker: Deswegen, ich würde sagen, wir fangen mit der Personengruppe an und gehen jetzt durch erstmal Sicherheit, dann Privatsphäre und Analymität.
Speaker: Bei der Sicherheit, da ist vor allem dann, man möchte seine Daten schützen vor eben Privatpersonen oder auch vielleicht privaten Gruppen.
Speaker: Die würde ich auch bei Personen mit einschließen bei den Individuen.
Speaker: Und da geht es vor allem um den Schutz gegen Hacker, dass man eben seine Daten einerseits schützt, dass die Hacker nicht Zugriff darauf haben, damit man
Speaker: nicht erpresst werden kann, wenn irgendwelche falschen Informationen rauskommen oder auch zum Beispiel seine finanziellen Daten, dass eben Hacker nicht direkt in den Bankaccount oder auf die Bitcoin-Wallet Zugriff haben.
Speaker: Das heißt, bei Sicherheit ist einfach der Schutz gegen Privatpersonen und da würde ich sagen, da sollte bei eigentlich fast allen eine 3 stehen, denn wenn man
Speaker: sich nicht gegen Individuen schützen kann, dann hat eigentlich jeder Zugriff da drauf und es sind finanzielle schlechte Folgen.
Speaker: Und das ist auch das Feld, das am allereinfachsten ist, umzusetzen, weil mit einer gewissen Grundhygiene kann man da sehr, sehr schnell auch diese drei erreichen.
Speaker: Ich würde auch ergänzen, bei dem Thema Sicherheit geht es nicht unbedingt darum, dein eigenes Fort Knox aufzubauen, wo dann niemand mit einem Profi-Equipment reinkommt, sondern es ist wie mit dem Tiger im Zoo, wenn der ausbricht.
Speaker: Da musst du nicht der Schnellste sein, der vor dem Wegläuft.
Speaker: Du musst nur nicht der Langsamste sein.
Speaker: Das ist die Herausforderung, die du überwinden darfst.
Speaker: Und wenn du mit einem Passwortmanager zum Beispiel arbeitest und ein paar andere Kleinigkeiten beachtest,
Speaker: dann bist du schon als Ziel viel unattraktiver und deshalb werden die allermeisten Hacker gar nicht dich spezifisch als Ziel ausmachen, weil du einfach viel aufwendiger bist und woanders wo viel leichteres Geld zu holen ist.
Speaker: Ja, das stimmt.
Speaker: Das ist sehr schön erklärt und deswegen ist es auch so einfach, eben diese drei direkt auch in der Praxis zu erreichen.
Speaker: Also eine ziemlich gute Stufe an Sicherheit gegen eben Privatpersonen, Individuen oder auch privaten Gruppen.
Speaker: Beim Thema Privatsphäre würde ich sagen, wird oft ignoriert von Männern wie dir und mir.
Speaker: Deshalb will ich das hier extra hervorheben.
Speaker: Stalker.
Speaker: Gut, Männer haben das Problem vielleicht auch, aber Frauen glaube ich signifikant häufiger.
Speaker: Und falls du schon mal einen Fall hattest mit einem Stalker, dann ist das sehr kritisch, weil der kann über Angriffe durchs Internet viel über dich herausfinden.
Speaker: Muss aber auch nicht der Extremfall sein, kann ja auch eine ganz einfache Situation sein, dass man sagt, meine Freundesgruppen dürfen viel wissen und Kollegen sollen nicht alles wissen.
Speaker: Vielleicht erweitert da Bekanntenkreis oder Familie soll auch nicht alles wissen.
Speaker: Wir alle haben Geheimnisse vor bestimmten Personen und da fällt die Privatsphäre halt rein.
Speaker: Genau.
Speaker: Und dann vielleicht, was man machen kann in dem Feld, um sich seine Privatsphäre zu schützen gegen Privatpersonen.
Speaker: Was uns jetzt auf die Schnelle eingefallen ist, ist eben Social Media.
Speaker: Dass man sich da wirklich aktiv überlegt, was möchte ich teilen?
Speaker: Möchte ich vielleicht alles teilen oder habe ich meinen Account auf Privat und lasse eben, wie du gesagt hast, nur die Freunde einmal reinschauen, was man macht?
Speaker: Und wie vorhin in der letzten Folge erklärt, ist eben Privatsphäre die Auswahl,
Speaker: selber zu entscheiden, was man teilen möchte und was man eben nicht teilen möchte.
Speaker: Und da ist halt ein guter Punkt, bei dem man anfangen muss, Social Media, ob man da was hat, wer alles was herausfinden kann, weil das meistens die Quelle, bei der zum Beispiel die Talker immer anfangen.
Speaker: Ja, das ist wichtig.
Speaker: Die Anonymität, die ist schon wieder, da hatten wir letztes Mal drüber gesprochen, super schwierig zu erreichen.
Speaker: Anonymität ist ein Feld, was du dann fokussierst, wenn du viele Grundlagen im Bereich Sicherheit und Datenschutz schon gemacht hast, also Privatsphäre, weil
Speaker: Anonymität wird halt auch schnell durchbrochen, wenn deine Sicherheit überwunden wird oder wenn deine Privatsphäre überwunden wird.
Speaker: Musst du dir halt überlegen, ob du vor Privatpersonen besonders anonym bleiben willst.
Speaker: Ich habe da auch gar kein gutes Bild, weil das halt so schwierig zu erreichen ist.
Speaker: Mein bestes Bild ist gerade in der Videokonferenz einfach die Kamera aushaben, anderen Benutzernamen, anderen Zugang, dass zumindest die Leute, die in dem Meeting sind, gar nicht wissen, wer du bist, wenn sie dich nicht kennen oder in deiner Stimme erkennen können.
Speaker: Da kann man aber natürlich tief rein und alles Mögliche versuchen zu verstecken oder einfachste Lösung, nicht an dem Meeting teilnehmen, wenn das irgendwie möglich ist.
Speaker: Dann weiß man auf jeden Fall nicht, wer du bist.
Speaker: Genau, das hätte ich jetzt auch gesagt bei Anonymität, wenn wir das Beispiel von oben von der Privatsphäre nehmen und mit Social Media, wäre bei Anonymität eben die Auswahl, gar kein Social Media zu benutzen, weil dann kann niemand herausfinden, was man macht und hat komplette Anonymität zu Privatpersonen.
Speaker: Ich denke, das ist ein guter Überblick.
Speaker: Du kannst in jedem Feld auch tief reingehen und ich glaube, wenn wir dich jetzt die nächsten Jahre hoffentlich durch den Podcast begleiten, dann werden auch immer wieder Situationen aufkommen, die dann in den einzelnen Feldern aufpoppen und vielleicht fallen dir jetzt auch schon wieder neue Ideen ein.
Speaker: Lass uns aber der Zeit halber, weil wir ja noch einiges vorhaben, durch diese Bereiche kurz nur durchgehen und dann kommen wir zur nächsten Spalte und das sind die Unternehmen.
Speaker: Das können von mittelständischen Unternehmen bis zu deinem Arbeitgeber, aber auch die großen Tech-Konzerne da draußen alle abdecken.
Speaker: Und wie hältst du es, Timo, mit der Sicherheit gegenüber Unternehmen?
Speaker: Bei der Sicherheit ist man da meistens ziemlich gut aufgestellt, weil das ist nicht die Priorität von Unternehmen, eben die Sicherheit von den Kunden.
Speaker: zu minimieren.
Speaker: Also ein Unternehmen wird nicht ihre Kunden hacken, deswegen dieses Feld kann man eigentlich auslassen bei Unternehmen oder was würdest du dazu sagen?
Speaker: Ja, es kommt halt drauf an.
Speaker: Es gibt ja auch größere Unternehmen, die in deine Sicherheit eindringen wollen.
Speaker: Grundsätzlich hast du recht.
Speaker: Ich kann aber die Sicherheit gegenüber einem Unternehmen erhöhen, wenn ich meine Zugangsdaten doppelt absichere mit einem Passwortmanager und einem zweiten Faktor zum Beispiel.
Speaker: Das würde ich tatsächlich in die Unternehmen packen, klar, die Angreifer sind vielleicht dann Hacker, die da rein wollen, aber das Unternehmen hat ja auch ein Interesse, mich zu schützen und wenn mein Zugang besonders schwierig ist, dann kommt auch das Unternehmen da nicht rein, weil es den zweiten Faktor nicht hat.
Speaker: Okay, ja, ist ein guter Punkt.
Speaker: Wenn wir weitergehen in der Matrix und anschauen Privatsphäre und Regierungen und Unternehmen, das ist ein deutlich größeres Feld.
Speaker: Also da gibt es deutlich mehr zu machen, weil ich würde sagen, das ist auch das Feld, das mich am meisten interessiert oder auch wo ich am meisten dazu mache.
Speaker: Und das ist vor allem die Auswahl zu sagen, ich möchte jetzt nicht unbedingt, dass das Unternehmen alles weiß und da gibt es viele verschiedene Punkte, die man machen kann dafür.
Speaker: Und bei Unternehmen ist jetzt nicht unbedingt nur die großen Unternehmen wie Google und Facebook, sondern eigentlich jede Webseite, die man besucht, ist ja auch an sich ein Unternehmen.
Speaker: Und um da eben eine Privatsphäre zu sichern, gibt es verschiedene Punkte, die man machen kann.
Speaker: wie zum Beispiel ein VPN zu verwenden, dass das Unternehmen nicht unbedingt weiß, woher man kommt.
Speaker: Weil wenn man einfach ins Internet geht, kann das Unternehmen ziemlich genau sagen, wo man herkommt.
Speaker: Also zum Beispiel bei mir jetzt aus München.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, ich glaube, da sind wir uns recht ähnlich.
Speaker: Für die meisten ist Privatsphäre erstmal verbunden im Internet mit, oh, ich möchte nicht, dass Facebook alles über mich weiß oder dass Microsoft mich verfolgt oder dass Google ganz viele Daten über mich sammelt.
Speaker: Das sind immer so die ersten Kontaktpunkte.
Speaker: Ich habe da auch eine 3 stehen bei mir tatsächlich.
Speaker: Also ich glaube, das trifft auf sehr viele Menschen zu, da erstmal zu schauen, wie minimiere ich meinen Fingerabdruck, meinen ganzen Datenmüll, den ich online hinterlasse, gegenüber den Konzernen, die das dann auch gerne auswerten und tatsächlich auch weiterverkaufen.
Speaker: müssen wir uns nichts vormachen.
Speaker: Google ist jetzt kein heiliger Samariter oder auch Apple oder Microsoft oder Meta.
Speaker: Die ganzen Namen, die da auftauchen, die verdienen ordentlich an unseren Daten mit, weil unsere Daten das neue digitale Gold sind.
Speaker: Da dürfen wir uns einfach auch mal rausnehmen, dass dieses Gold, dass wir das nicht einfach freiwillig jedem vor die Füße werfen und die das dann verkaufen und uns vielleicht Schaden dadurch entsteht.
Speaker: Ja, und auch dieses Feld ist enorm wichtig.
Speaker: Man kann nämlich eine Verbindung stellen zu auch Personen und Sicherheit.
Speaker: Denn wenn eben diese Unternehmen eine Menge verschiedene Daten über uns haben und es dann zu einem Datenleck kommt, also dass einfach dann die Daten im Darknet landen, weil es irgendein Hack gab, dass irgendein Mitarbeiter irgendwas geteilt wird oder es gibt da unglaublich viele Gründe, wie es eben zu so einem Datenleck kommen kann.
Speaker: Aber wenn diese Daten dann eben bei irgendwelchen Privatpersonen, bei irgendwelchen Privatgruppen landen, dann ist das allererste Feld von der Sicherheit gegenüber Privatpersonen auch beeinflusst davon.
Speaker: Deswegen, diese zwei Punkte sind ziemlich wichtig und gehören auch zusammen.
Speaker: Nur ist eben die Frage, wie viel man machen möchte, um sich eben gegen diese Unternehmen zu schützen.
Speaker: Denke ich genauso.
Speaker: Wir haben bei Unternehmen, denke ich, eine ganz andere Kategorie, wo wir uns verteidigen dürfen und überlegen, was kann ich denn hier konkret machen?
Speaker: Und diese Dinge sind entweder auch effektiv gegen andere Gruppen oder sie haben so einen Schatten in anderen Feldern.
Speaker: Das ist
Speaker: Biasiert bei jedem Modell automatisch.
Speaker: Das ist ja eine einfache Einordnung in neuen Schubladen.
Speaker: Und wenn wir gegenüber Unternehmen privater sind, dann haben wir generell auch im Internet einen besseren Auftritt, reduzieren unsere Angriffsfläche gegenüber Hackern, sorgen dafür, dass ein Stalker nicht so einfach an uns rankommt und so weiter.
Speaker: Also wir können einfach sehr viel tun, wenn wir in einem Bereich aktiv werden.
Speaker: Ich kann mir vorstellen, für viele wird es dieser Bereich sein, also Sicherheit gegenüber Personen und Privatsphäre gegenüber Unternehmen.
Speaker: Wir können aber auch natürlich gucken, wie kann ich jetzt anonym gegenüber Unternehmen sein?
Speaker: Und da ist auch wieder die einfachste Antwort, lass den Account weg.
Speaker: Musst du denn ein Profil haben?
Speaker: Musst du irgendwo ein Amazon-Konto haben?
Speaker: Musst du dich überall zeigen oder reicht es aus, wenn du nur bei ganz, ganz wenigen Unternehmen bekannt bist und dort dann vielleicht auch nur mit Daten, die gar nicht auf dich zurückführen lassen?
Speaker: Man kann tatsächlich bei Amazon ein anonymes Konto führen, ist aber mega aufwendig, könnte aber interessant sein.
Speaker: wenn man auf alle Themen achtet und dort nie seine IP oder seine echte Hausadresse zeigt und natürlich auch nicht durch sein Verhalten besonders auffällig ist, dass man zugeordnet werden kann.
Speaker: Ja, und was ich immer empfehle, ist, sich bei Anonymität einmal zu überlegen, bei welchen Unternehmen möchte man das machen.
Speaker: Also wie du gesagt hast, die meisten wollen Amazon jetzt nicht unbedingt weglassen.
Speaker: Das heißt, bei Amazon wäre es vielleicht nur, dass man auf seine Privatsphäre enorm achtet, aber nicht auf die Anonymität.
Speaker: Aber wenn man jetzt irgendwelche Webseiten besucht, das, wie vorhin gesagt, ja auch Unternehmen sind, dass man sich da eben nicht immer einloggt, dass man alles ablehnt mit den Cookies und so weiter, dass man vielleicht den Brave-Browser verwendet, der...
Speaker: es schwerer macht, den Kunden, also den Benutzer, der die Webseite aufruft, zu tracken, also zu verfolgen oder auch sowas wie ein VPN zu verwenden.
Speaker: Das heißt, bei Unternehmen und Anonymität würde ich mir einfach überlegen, bei welchen Unternehmen macht es Sinn, bei welchen muss ich nicht zu viel investieren, um eben diese Anonymität zu haben und dann bei den anderen Unternehmen eher dann auf die Privatsphäre zu achten.
Speaker: Ich habe hier einen kurzen Gedanken.
Speaker: Ich glaube, wir haben jetzt VPN so oft genannt.
Speaker: Wollen wir das in einer der nächsten Folgen, vielleicht sogar in der nächsten, mal aufrollen, das Thema?
Speaker: Weil damit werden so viele Menschen da draußen konfrontiert.
Speaker: Bei YouTube oder bei anderen Podcasts gibt es ganz oft Werbung.
Speaker: Kauf hier diesen VPN, der macht dich total sicher im Internet.
Speaker: Und dann gibt es ganz viele Falschinformationen.
Speaker: Und in der Regel sind die VPNs, die da empfohlen werden, auch überhaupt nicht gut und wahrscheinlich sogar schädlich für dich.
Speaker: Das sollten wir definitiv zeitnah aufarbeiten.
Speaker: Lass uns jetzt zum Thema Regierungen kommen.
Speaker: Das finde ich immer spannend.
Speaker: Regierungen, ich würde sagen, das sind halt Behörden innerhalb des Regierungsapparats und da gegenüber kannst du halt überlegen, ist der Staat, ist die Polizei, ist das Finanzamt, ist irgendeine Institution von der Regierung eine Gefahr für mich und auf welcher Ebene?
Speaker: Also bedroht die meine Sicherheit?
Speaker: Ich fühle mich in Deutschland noch nicht bedroht, muss ich dazu sagen.
Speaker: Da habe ich es recht angenehm und einfach.
Speaker: Ich glaube, da sind wir weltweit auch echt noch gut aufgestellt.
Speaker: Dementsprechend ist da vielleicht nicht viel zu tun, aber angenommen, da wäre was zu tun.
Speaker: Angenommen, wir wären in einem Polizeistaat oder wir sind irgendwo im Urlaub und dort gibt es vielleicht autoritärere Regierungen, die mir schaden können, die mich einsperren können, irgendwas, was ich versehentlich falsch mache.
Speaker: Dann muss ich andere Vorkehrungen treffen, also den nächsten Urlaub nochmal gucken, was da los ist und dann kannst du dir halt auch überlegen, nehme ich dann mein Handy mit, allen möglichen Daten drauf, die mich da vielleicht verdächtig machen oder hole ich mir so ein Urlaubshandy, so ein einfaches, was dann für die ein, zwei Wochen verwendet wird.
Speaker: Das wäre so mein Gedanke dazu im digitalen Sektor.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also das mit den Regierungen ist auf jeden Fall deutlich, deutlich schwieriger.
Speaker: Und wir hatten ja vorhin schon die zwei Beispiele mit eben dem Journalisten, der vielleicht gegen die Regierung berichtet oder eben ein Aktivist in einem repressiven Staat.
Speaker: Und wir können uns ja mal die Situation von Sicherheit, Privatsphäre und Anonymität aus der Sicht sehen, also von einer Person, die in einem repressiven Staat lebt.
Speaker: und was sie da machen muss und auch wie viel Aufwand das hat und es vielleicht jetzt nicht Sinn macht für jede gleiche Person, da eine 3 reinzusetzen, weil dann natürlich der Aufwand deutlich, deutlich höher ist.
Speaker: Vielleicht können wir uns ja ein Beispiel nehmen von einer Person, die sehr, sehr gesucht wird von verschiedenen Regierungen weltweit und das ist Edward Snowden.
Speaker: Also vielleicht können wir ja mal aus seiner Sicht schauen, was er für die Sicherheit, Privatsphäre und Anonymität macht.
Speaker: Oh Gott, ja.
Speaker: Da wird es aber natürlich extrem.
Speaker: Der hat einen Staatsfeindstatus auf ganz vielen Listen und entsprechend muss er sich schützen.
Speaker: Ich glaube, das ist aber noch gute Einleitung für, was kann denn schief gehen und was wäre der Worst Case?
Speaker: Das ist immer eine Frage, die du auch im Hinterkopf haben kannst.
Speaker: Wenn jetzt meine Privatsphäre gegenüber Regierungen einbricht, was passiert mir damit?
Speaker: Bei AdBots No.n sind die Folgen da massiv, deshalb muss er da extrem drauf achten.
Speaker: Der baut die Mikrofone aus seinen Smartphones aus, der achtet darauf, dass er halt Geräte nur bei sich hat, die er braucht und dass er sich auch nur in Orten aufhält, wo er nicht so leicht zu entdecken ist.
Speaker: Der muss richtig stark darauf achten, der wird auch keinen Google-Account haben.
Speaker: Und also ihm gehen sehr viele Bequemlichkeiten des Lebens verloren.
Speaker: Und das muss er einfach machen, da hat er sich zu entschieden und er hat zum Glück das Wissen und hat uns sehr viele Informationen damals schenkt mit seinen Leaks.
Speaker: Aber er wird den Rest seines Lebens darunter zu leiden haben, dass er jetzt diese Einschränkungen hat.
Speaker: Genau.
Speaker: Vielleicht fangen wir an mit dem Punkt Sicherheit gegenüber von Regierungen im Fall von Edward Snowden oder anderen Aktivisten.
Speaker: Muss ja nicht so extrem sein.
Speaker: Und ich würde sagen, man hat eben nur die Sicherheit, wenn man sich nicht auf dem Gebiet aufhält von der Regierung, gegen die man sich schützen möchte.
Speaker: Und das macht Edward Snowden, indem er halt eben in Moskau ist.
Speaker: damit eben die amerikanische Regierung oder eben die ganzen anderen, die nach ihm schauen, keinen Zugriff auf ihn haben und so ist er eben dann sicher und kümmert sich um seine Sicherheit.
Speaker: Viel andere Optionen hat man nicht, denn wenn er in Amerika einreisen würde, ich glaube nicht, dass das gut ausgehen würde.
Speaker: Er müsste sich sehr gut verstecken.
Speaker: Er dürfte nicht.
Speaker: Also er müsste vielmehr auf seine Anonymität achten, weil das ist sein Sicherheitsschild.
Speaker: Sobald das durchbrochen wird, hat er halt keine Chance.
Speaker: Also gegen eine Übermacht an Menschen und an Konzernen und Regierungsapparaten zu agieren, ist ein bisschen witzlos.
Speaker: Da wird er sich gut überlegen, wo er sich auffällt und was er zulässt.
Speaker: Können wir ja auch nochmal bei Zeiten überlegen, wenn wir
Speaker: ein paar Monate oder Jahre im Podcast sind und jemand sagt, hier Timo, Nino, lasst uns doch mal wissen, wie man so richtig das Edward Snowden Level hochfahren kann, dann können wir da ja mal eine Sammlung machen.
Speaker: Wie ist das denn mit Privatsphäre und Anonymität im Bereich Aktivisten?
Speaker: Ja, da hast du ja schon ein paar Sachen genannt, dass eben er seine Mikrofone ausbaut oder seine Geräte fast immer nur zu Hause behält und so wenig wie möglich benutzt.
Speaker: Und generell auch hier bei Privatsphäre muss man wirklich sehr, sehr viel machen, um privat zu sein gegenüber eben Regierungen.
Speaker: Nehmen wir jetzt mal das andere Beispiel, das ich vorhin genannt habe, eben mit dem Journalist, der seine Quellen schützen möchte vor eben Regierungen.
Speaker: Da kann man eine Privatsphäre erreichen, indem man zum Beispiel einen E-Mail-Anbieter nimmt, der komplett verschlüsselt ist, also sowas wie Proton-Mail zum Beispiel.
Speaker: Und dadurch erreicht man eben die Privatsphäre, da diese E-Mails nicht so einfach vom Staat gelesen werden können.
Speaker: Oder eigentlich gar nicht, am Fall von ProtonMail, wenn eben beide Personen diese E-Mail verschlüsseln und entschlüsseln.
Speaker: Das war ein ganz wichtiger Punkt, den du noch am Ende gesagt hast, weil da ist Vorsicht geboten.
Speaker: Ich hätte eher gesagt, verwende lieber den Signal-Messenger, wann immer du kannst, weil das ist für den Endnutzer sehr einfach.
Speaker: Der benutzt den wie WhatsApp und da ist alles in den Standardeinstellungen schon gut eingerichtet.
Speaker: E-Mails sage ich immer gerne nicht, ich bin wieder der Metaphermann.
Speaker: E-Mails sind wie Postkarten, du versendest die, aber auf dem Weg kann fast jeder reingucken.
Speaker: Das ist nicht so schwer, die Sicherheit zu überwinden.
Speaker: Über E-Mail eine möglichst sichere Kommunikation zu machen ist möglich und ProtonMail ist dafür ein sehr gutes Tool, aber du musst viel beachten und wenn ich jetzt einfach nur an deine Gmail-Adresse, falls du eine hast, mit meinem ProtonMail-Account was schicke, dann hat keiner gewonnen, also dann ist das halt bei Google sofort lesbar und Google ist auch dafür bekannt, E-Mails durchzulesen und zu analysieren.
Speaker: Also da muss man halt genau wissen, was man tut.
Speaker: Aber ja, E-Mails kann man auch verschlüsseln.
Speaker: E-Mails kann man auch fast so sicher machen wie das Signal-Protokoll.
Speaker: Aber wenn du die Möglichkeit hast, zu kommunizieren über einen guten Messenger, dann mach das doch.
Speaker: Dann mach doch einfach alles mit Signal.
Speaker: Und wenn dann eine E-Mail nötig ist, dann musst du halt überlegen, kann der andere überhaupt diese Sicherheit garantieren, die ich jetzt hier vorhabe, wenn ich ihm mit Proton eine E-Mail schreibe?
Speaker: Das muss halt mit der anderen Person auch gut abgesprochen sein, weil sonst geht das Ganze auch wieder verloren.
Speaker: Aber da musste ich jetzt gerade eingreifen.
Speaker: E-Mail ist da einfach ein Beispiel, wo man tiefer rein muss.
Speaker: Leider brauchen wir die E-Mail heutzutage noch für unsere Accounts.
Speaker: Für die ganzen Gespräche mit anderen Personen oder auch mit Kollegen oder mit dem Arbeitgeber, wenn das irgendwie möglich ist, nutzt einfach Signal oder selbst WhatsApp, weil WhatsApp auch verschlüsselt wird.
Speaker: Die Nachrichten, die ich auf WhatsApp schicke, kann Facebook nicht lesen.
Speaker: Facebook weiß dann aber, wem ich wann schreibe und wie viel Text das ist oder ob ich ein Bild schicke oder ein Video, das weiß Facebook schon.
Speaker: Also generell WhatsApp ist ziemlich schlecht im Vergleich zu den anderen Messengern wie Signal, aber ist trotzdem immer noch besser als die E-Mail, was vielen Leuten nicht wirklich klar ist, denn die E-Mail ist wirklich komplett öffentlich, bei WhatsApp ist zumindest der Inhalt versteckt.
Speaker: Also wir empfehlen jetzt nicht direkt WhatsApp zu benutzen, aber wenn WhatsApp oder E-Mail die Wahl ist, die man hat, dann stimme ich da Nino auf jeden Fall zu.
Speaker: Dann würde ich sagen, um die Matrix jetzt noch abzuschließen, fangen wir an oder schließen wir ab mit Regierungen und der Anonymität.
Speaker: Wie ist das zu erreichen oder ist das überhaupt zu erreichen, Nino?
Speaker: Man könnte überlegen, dass es ja einige Gruppen da draußen gibt, selbst wenn man den Hacker selber anguckt oder eine dezentral organisierte Gruppe wie Anonymous oder so.
Speaker: Die schaffen das schon irgendwie.
Speaker: Anonym zu bleiben ist aber unglaublich schwierig.
Speaker: Und wenn ich mir angucke, alleine in Deutschland und in den allermeisten Ländern da draußen, da werde ich ja alleine schon, wenn ich irgendwo wohne, dazu aufgefordert, meinen Perso vorzuzeigen.
Speaker: Wenn ich ein Bankkonto eröffne, brauche ich einen Perso.
Speaker: Wenn ich eine Telefonnummer will, muss ich auch mich identifizieren.
Speaker: Da rauszukommen ist halt super schwierig.
Speaker: Das heißt, Anonymität würde ich sagen nahezu unmöglich oder mit sehr, sehr, sehr, sehr viel Aufwand.
Speaker: Also dieses Feld, wenn dir das sehr wichtig ist, du wirst leiden.
Speaker: Das kann ich schon mal sagen.
Speaker: Du kannst aber natürlich über das Feld der Privatsphäre viel erreichen, indem du sagst,
Speaker: okay, ich teile bewusst Daten, aber eben nicht alle.
Speaker: Und wenn ich etwas nicht teilen will, dann mache ich das halt nicht über die Kanäle, wo eine Identifikation nötig ist.
Speaker: Zum Beispiel, wenn ich bezahle, dann kann ich halt mit Bargeld bezahlen, da, wo ich halt nicht möchte, dass es nachvollziehbar ist.
Speaker: Wenn ich mit Karte zahle, kann ich davon ausgehen, okay, das weiß jetzt jeder da draußen, der es wissen möchte.
Speaker: Aber das ist ja auch wieder schön.
Speaker: Ich kann mit meiner Karte die ganzen gesunden Lebensmittel kaufen, kann meine Fitness-Membership bezahlen,
Speaker: Und wenn ich dann aber zum Beispiel Raucher wäre, dann hole ich mir halt meine Zigaretten mit Bargeld, damit das nicht die Krankenkasse mitbekommt.
Speaker: So kann man da auch ein bisschen spielen.
Speaker: Aber Anonymität, wenn wir bei dem fällt, sind, halte ich für fast ausgeschlossen für den einfachen Anwender in Deutschland, Österreich oder Schweiz oder wo wir wahrscheinlich am meisten gehört werden.
Speaker: Aber vielleicht hast du eine Idee, Timo.
Speaker: Vielleicht bist du ja sogar anonym unterwegs und niemand weiß, wer du bist.
Speaker: Vielleicht, du hast ja diese Hackergruppen genannt.
Speaker: Und was diese Hackergruppen machen, die sind nicht komplett anonym gegenüber der Regierung, denn sie haben auch normale, wahrscheinlich Mietverträge, kaufen normal ihr Essen ein und ihre Privatperson ist bekannt.
Speaker: Also man kann weiß, wer diese Personen sind.
Speaker: Was man nicht weiß, also was sie sich schützen, ist eben diese Aktivitäten, die sie im Internet machen.
Speaker: Das heißt, es gibt die Person, die Regierung weiß von der Person, aber sie weiß nicht, was diese Person im Internet macht.
Speaker: Das heißt, in dem Bereich vom Hacking zum Beispiel ist diese Person dann komplett anonym gegenüber der Regierung.
Speaker: Das heißt, es ist nicht eine vollkommene Anonymität, dass diese Person nirgends wo auftaucht, sondern einfach nur diese Verbindung zwischen eben diesen Angelegenheiten, wie zum Beispiel Hacking oder irgendwelchen Entwicklungen an Software, die die Regierung nicht mag,
Speaker: Und eben der Privatperson, die ist nicht gegeben und somit hat man eine gewisse Anonymität.
Speaker: Also es ist zwar zu erreichen, aber auch das ist mit enorm, enorm viel Aufwand verbunden und für die meisten nicht machbar.
Speaker: Weil bei jedem kleinen Fehler verliert man die Anonymität immer komplett.
Speaker: Ja, ich denke deshalb ist es auch wichtig, dass man die Priorisierung erstmal klar hat.
Speaker: Die drei Konzepte, Sicherheit, Privatsphäre und Anonymität, die bauen auch ein Stück weit aufeinander auf, weil mir bringt die beste Privatsphäre nicht, wenn meine Sicherheit so niedrig ist, dass man da einfach trotzdem reinkommt.
Speaker: Also wenn ich den Tresor offen lasse, dann ist es nicht so wichtig, dass ich da private Dokumente reinlege.
Speaker: Genauso gilt es mit der Anonymität.
Speaker: Wenn ich genug Daten teile bei Privatsphäre, dann kann man mich recht schnell identifizieren.
Speaker: So heißen, ich muss erstmal gucken, dass Sicherheit und Privatsphäre ein gewisses Minimum erreicht haben, bevor ich mich um Anonymität kümmern kann.
Speaker: Und ich glaube, für die meisten der Zuhörer ist es da einfach wertvoll, sich auch auf Sicherheit zu fokussieren.
Speaker: Es gibt auch viele Missverständnisse da draußen, deshalb versuchen wir das auch immer so ausführlich wie möglich jetzt zu beschreiben.
Speaker: Zum Beispiel das Konzept, dass das iPhone privat wäre da draußen.
Speaker: Und wenn ich jetzt mein iPhone habe, dann bin ich ja bei Privatsphäre schon gut abgedeckt.
Speaker: Lass dich mal überraschen.
Speaker: Ich denke, das werden wir auch noch besprechen in den kommenden Wochen.
Speaker: iPhones sind alles andere als privat.
Speaker: Genauso ist vielen nicht bekannt, dass dein Smartphone generell viel, viel, viel sicherer ist als dein Laptop oder dein Computer, den du zu Hause stehen hast.
Speaker: Da gibt es einfach Modelle, die im Alltag nicht bekannt sind, wo man vielleicht auch unterschiedliche Ideen hat, genauso wie mit den VPNs, die einem beworben werden, dass die irgendwie dich anonym machen würden oder so.
Speaker: Auch das ist sehr unwahrscheinlich, dass das passiert für den einfachen Endanwender.
Speaker: Wichtig ist für dich jetzt, du hast diese 3x3 Matrix und kannst dir überlegen, was ist mir denn da so das wichtigste Feld oder die wichtigsten zwei Felder vielleicht, um die ich mich jetzt als erstes kümmern will.
Speaker: Die Empfehlung, die wir, glaube ich, beide haben, ist, weil es halt aufeinander aufbaut, dein Thema Sicherheit gegenüber Personen da anzusetzen.
Speaker: Das wäre unser nächstes Thema, es sei denn, du hast noch eine Ergänzung für mich, Timo.
Speaker: Nein, wir können gerne dabei anfangen.
Speaker: Und vielleicht für die nächste Folge würde ich vorschlagen, dass wir eben dann einmal zeigen, wenn man diese Matrix eben schon hat, wie man am besten anfängt, Sachen umzusetzen und wie man sein ideales Thread-Modell eben umsetzen kann.
Speaker: Weil man könnte ja auch an sich zwei Zahlen hinschreiben.
Speaker: Einmal die Zahl, bei der man jetzt denkt, dass man ist, und dann auch die Zahl, die man erreichen möchte.
Speaker: Und das würde ich dann in der nächsten Folge durchgehen, wie man am besten eben sein ideales Thread-Modell erreichen kann.
Speaker: Und jetzt können wir einmal zu unseren Empfehlungen dieser Folge gehen.
Speaker: Und wie letzte Folge angesprochen oder du jetzt auch am Anfang, das ist dann jetzt der Passwortmanager.
Speaker: Denn der Passwortmanager, der geht direkt ins erste Feld und ist würde ich sogar sagen, eins der wichtigsten Punkte im ersten Feld der Sicherheit gegenüber eben Privatpersonen.
Speaker: Und unsere Empfehlung da ist der Bitwarden Passwort Manager.
Speaker: Wir führen auch einen Link hinzu in den Shownotes.
Speaker: Oder als zweite Wahl der Proton Pass Manager.
Speaker: Das Problem ist, dass viele Personen sehr unsichere Passwörter haben.
Speaker: Und bei unsicheren Passwörtern ist es sehr, sehr einfach in den Account reinzukommen.
Speaker: Das heißt, man möchte sich schützen, dass eben Privatpersonen oder private Gruppen eben nicht Zugriff auf die eigenen Accounts bekommen, wie du jetzt eben gesagt hast in der letzten Folge, dass du das am Anfang vor vielen Jahren mit Spotify hattest.
Speaker: Und sichere Passwörter, die sind alle ziemlich lang, denn die Länge ist der ausschlaggebende Punkt für eben die Sicherheit von Passwörtern und die sind ziemlich schwer zu merken, wenn man da auch viele unterschiedliche hat.
Speaker: Und das mit den unterschiedlichen Passwörtern ist auch ein sehr wichtiger Punkt, eben mit der Länge zusammen.
Speaker: Denn wenn man jetzt annimmt, man verwende bei jedem Account ein...
Speaker: Das gleiche Passwort, auch wenn dieses Passwort sehr, sehr sicher ist.
Speaker: Wie vorhin erwähnt, gibt es ab und zu Datenlacks und dann kommen eben diese Passwörter in irgendwelche Datenbanken im Darknet raus.
Speaker: Und wenn man überall das gleiche Passwort hat und es einen Datenlack gibt, die eben sehr, sehr oft passieren, dann sind alle Accounts, die man hat, eigentlich offen für jeden, der eben in diese Datenbank mit dem Passwort reinschauen kann.
Speaker: Deswegen ist es wichtig, lange Passwörter zu haben und auch unterschiedliche Passwörter pro Account.
Speaker: Und das ist ziemlich schwierig, wenn man versucht, sich die Passwörter selber zu merken oder auch selber zu erstellen.
Speaker: Weil aus meiner Erfahrung in meinem Kundenkreis viele Personen wissen, dass sie unterschiedliche Passwörter brauchen, aber dann ändern sie einfach nur die letzte Zahl beim Passwort.
Speaker: Und das bringt leider auch nicht so viel.
Speaker: Denn die Algorithmen, die eben durch diese Datenbanken schauen von den geleakten Passwörtern, sind ziemlich gut darin auch zu erkennen oder auch auszuprobieren, ob vielleicht am Ende was geändert worden ist oder was viele auch machen, ist eben zum Beispiel, wenn man sich jetzt bei YouTube anmeldet, packen sie hinten dran eben YOU für YouTube-Video-Anfang und das erkennen die Algorithmen ziemlich schnell.
Speaker: Das heißt, an sich ist es genauso wie ein gleiches Passwort.
Speaker: Und der Passwortmanager, der übernimmt eben diese beiden Aufgaben für einen.
Speaker: Der Passwortmanager erstellt sichere, lange und zufällige Passwörter für jede Anmeldung, die man hat.
Speaker: Das heißt, man hat dadurch sichere, zufällige und unterschiedliche Passwörter für jeden Account.
Speaker: Und die zweite Aufgabe, die der Passwortmanager übernimmt, ist eben auch diese Passwörter zu speichern.
Speaker: dass man sie sich nicht selber merken muss, dass man sie sich nicht selber aufschreiben muss manuell in ein Passwortbüchlein.
Speaker: Und dadurch hat man eben die deutlich höhere Sicherheit, weil einerseits sind die Passwörter sicher, aber ist es immer noch ziemlich einfach, sich eben anzumelden, weil der Passwortmanager diese speichert.
Speaker: Ja, danke für die Einführung.
Speaker: Ich denke, wir haben alle auch diesen Fehler schon mal gemacht am Anfang, unsere Passwörter einfach runtergetippt, uns irgendwas ausgedacht und ich habe mal irgendwo gehört, wenn du dir mehr als fünf Passwörter merken kannst, dann hast du schlechte Passwörter.
Speaker: Das ist in der Regel tatsächlich der Fall und bei der Anzahl der Accounts, wenn wir mal überlegen, wie viel wir haben, das sind ja
Speaker: in aller Regel mehr als fünf, dann werden wir gut daran tun, komplexe, einzigartige Passwörter oder auch Passphrases zu benutzen.
Speaker: Das sind Passwörter, die aber nicht aus Buchstaben und Sonderzeichen durchwürfelt bestehen, sondern die einfach simple Worte nehmen und die aneinanderreihen, dass man sich das einfach merken kann.
Speaker: Da kann man mathematisch rangehen und feststellen, oh, die sind ab einer bestimmten Wortkette genauso sicher und leichter zu merken.
Speaker: Aber da müssen wir jetzt, glaube ich, gar nicht drauf eingehen, weil der Passwortmanager, wenn der gut ist, der macht das alles für dich.
Speaker: Der erlaubt dir, in deinem Account einfach zu sagen, okay, ich speichere das Passwort oder das Passwort ist unsicher.
Speaker: Änder doch bitte das Passwort und generiert er mir ein zufälliges Passwort und ich kann auswählen, soll das jetzt ein komplexes Passwort mit Sonderzeichen sein und Zahlen und Groß-Kleinbuchstaben oder soll das eine Wortkette sein, die leichter zu lesen und auch leichter einzutippen ist, falls ich die irgendwo mal eintippen muss.
Speaker: Da hattest du jetzt Bitworden und ProtonPass genannt.
Speaker: Tatsächlich möchte ich da kurz sagen, es gibt auch andere da draußen, auch noch bessere.
Speaker: Also für jemanden, der da einfach reinschauen will, der kann KeyPass sich mal anschauen.
Speaker: Das ist ein Offline-Passwortmanager.
Speaker: Der macht es aber auch schwierig, das Ganze benutzerfreundlich zu gestalten über mehrere Geräte hinweg.
Speaker: Und da ist die Gefahr bei einem Anfänger, glaube ich, mehr der Mensch selber, der das nutzt, als dass ein Hacker den Passwortmanager aufmacht und da rankommt.
Speaker: Deshalb Bitwarden und Roton Pass sind die beiden, die besonders benutzerfreundlich sind.
Speaker: Die erfüllen all unsere Bedingungen, die wir zumindest an einem Passwortmanager haben.
Speaker: Ich benutze die beide selber, den einen für privat, den anderen für das Unternehmen.
Speaker: Bitwarden ist so mein Standardwerkzeug, wenn es darum geht, ich möchte so das Nonplusultra haben, was aber noch gut benutzerfreundlich ist und baue mir dann
Speaker: Lego-mäßig meine Burg selber auf, indem ich einen Passwortmanager von der einen Firma und dann den E-Mail-Provider woanders und dann noch meinen Kalender woanders und so weiter.
Speaker: So kannst du dann ganz, ganz viele verschiedene Anbieter nehmen.
Speaker: Das ist ja auch noch ein Sicherheitskonzept, dass ich nicht alles in einer Hand habe.
Speaker: Wenn du aber sagst, das ist mir jetzt zu kompliziert oder da weiß ich jetzt schon, dass ich dann den Überblick verliere, dann ist vielleicht Proton Pass die bessere Lösung, weil du kannst von Proton, das ist ein Unternehmen aus der Schweiz, sehr viele verschiedene Apps, die im Bereich Sicherheit und Privatsphäre aktiv sind, holen in einem Abo, dann hast du halt alles aus einer Hand, das ist ein Klumpenrisiko.
Speaker: Aber dafür hast du auch eine besonders klare Benutzerführung.
Speaker: Die haben auch gute Synergieeffekte.
Speaker: Dann kannst du halt deinen Passwortmanager, deine E-Mail, deinen Online-Speicher, deinen Kalender und so kannst du alles aus einer Hand bekommen.
Speaker: Wenn du verwöhnt bist von Apple oder Google und da gerne dich in einem Ökosystem aufhältst, dann ist das vielleicht gar nicht so schlecht, da auch zu gucken.
Speaker: Ich nutze beides, weil das eine ist für Beruf unglaublich wertvoll, dieses ganze Ökosystem.
Speaker: Und das andere ist aber privat.
Speaker: Da will ich noch mehr Individualität und vor allem möchte ich, dass nicht jeder alles von mir hat.
Speaker: Da habe ich aber auch gleich noch am Ende einen Tipp, wie du auch dafür sorgen kannst, dass selbst Bitwarden nicht alle Infos von dir hat.
Speaker: Also, dass man, wenn man sich Zugriff auf deinen Bitwarden-Account verschafft, dass man dann trotzdem nicht in deine Accounts reinkommt.
Speaker: Aber vorher vielleicht noch von dir, Timo.
Speaker: Was ist denn dein Grund, warum du Bitwarden empfiehlst oder ProtonPass als zweite Wahl?
Speaker: Genau, also ich empfehle hauptsächlich nur Bitwarden, also auch in dem Privacy-Handbuch, da ich, wie du gesagt hast, der Meinung bin, dass man ein bisschen diversifizieren soll und nicht alle Eier in einen Korb legen muss.
Speaker: Weil das ist das Problem, eben wenn man nur Proton nimmt, das ist deutlich bequemer.
Speaker: Also es gibt auch sicher Personen, denen...
Speaker: für die das Sinn machen könnte, vor allem wenn man eben, wie du gesagt hast, aus Apple oder eben dem Google-Ökosystem kommt.
Speaker: Aber ich bin der Meinung, dass man ein bisschen halt aufteilen muss, welche Unternehmen welche Daten über einen selber haben, auch wenn Proton ein privates Unternehmen ist.
Speaker: Wenn man jetzt alle Dienstleistungen von denen nimmt, wie eben die E-Mail, die Drive, also die Cloud,
Speaker: dann noch den Passwortmanager und vielleicht noch den VPN, dann ist das eben wieder ein Klumpenrisiko.
Speaker: Und das ist der Grund, wieso ich eher zu dem Bitwarden greife und eher den Bitwarden empfehle.
Speaker: Wenn das das Risiko ist, was du als Zuhörer auch siehst, dann ist auch die Empfehlung ein Bitwarden, weil Proton beim Drive zumindest, beim Onlinespeicher oder bei der E-Mail, da finde ich die nochmal besser als beim Passwortmanager.
Speaker: Das heißt, auch was die Konkurrenz angeht,
Speaker: So heißen, wenn du das Ganze streuen willst, dann kannst du ja trotzdem ein oder zwei Apps von Proton benutzen, aber dann halt nicht das ganze Ökosystem von denen und die bieten echt sehr viel an und wollen dich dann halt auch gerne dazu bewegen, alles zu nutzen von denen.
Speaker: Ist ja auch klar als Business.
Speaker: Ich denke aber, für den Anfang ist es egal, wo du dich ausprobierst.
Speaker: Du kannst beides auch einfach mal parallel installieren und schauen, was sagt dem herzu.
Speaker: Es sei denn, du weißt jetzt schon, du willst Bitford benutzen.
Speaker: Wichtig ist, die kostenlose Variante von deren Asphalt-Managern, die reicht für die allermeisten Bedürfnisse locker aus.
Speaker: Es gibt Grenzfälle, wo man überlegen kann, ein Abo abzuschließen oder auch, weil man aus Dankbarkeit ja was spenden möchte.
Speaker: Ich bin bei beiden in dem Bezahlprofil tatsächlich, aber das hat ganz spezifische Gründe und ich habe lange, lange, lange Zeit die Apps kostenlos benutzt und hatte da auch keine Einschränkungen gefühlt.
Speaker: Nur irgendwann wird es vielleicht Zeit, auch was zurückzugeben.
Speaker: Genau, da stimme ich komplett zu.
Speaker: Die kostenfreien Varianten sind komplett ausreichend für 99% der Personen.
Speaker: Aber wie gesagt, das mit den Spenden ist immer gut.
Speaker: Können wir vielleicht auch in der nächsten Folge einmal darauf eingehen.
Speaker: Aber jetzt, um abzuschließen, würde ich sagen, ich würde noch gerne deinen Tipp hören mit Bitwarden oder mit Proton Pass, was man eben machen kann, um da ein bisschen privater zu sein.
Speaker: Ja, gerne.
Speaker: Also erstmal, wir hatten letzte Folge auch schon von dem zweiten Faktor gesprochen, der dafür sorgt, dass man nicht alle Daten im Passwortmanager hat, sondern dass du mit dem zweiten Faktor, der dann zum Beispiel in einer App ist, so sechs Zahlen, die da neu generiert werden oder einen USB-Schlüssel, den du anschließt, damit kannst du deinen Account wirklich nachhaltig absichern.
Speaker: Und dann brauchst du diesen Tipp, den ich jetzt habe, auch nicht unbedingt umzusetzen, falls das bei allen deinen relevanten Accounts funktioniert,
Speaker: Der Tipp, den ich habe, der ist aber viel simpler und einfacher umzusetzen.
Speaker: Und zwar nennt sich das Salting, also das Salz hinzufügen.
Speaker: Und das Prinzip dahinter ist ganz einfach.
Speaker: Du speicherst nicht dein ganzes Passwort im Passwortmanager, sondern lässt dir quasi nur den größten Teil davon generieren und addierst dann noch ein paar Zeichen dahinterher.
Speaker: Und das kann auch was Simples sein tatsächlich.
Speaker: Also ich habe zum Beispiel bei mir eine wirklich kleine Zahl an Buchstaben, die ich immer hinten dran setze.
Speaker: Und ich mache es mir auch einfach.
Speaker: Ich mache immer die gleichen Buchstaben, damit ich mir das merken kann.
Speaker: Aber jedes Passwort ist einzigartig und hat dann am Ende noch, ich sage jetzt nicht die Zahl, aber eine kleine Zahl an Buchstaben hintendran, die BitWarn nicht kennt.
Speaker: Der Vorteil davon ist, falls jetzt jemand in mein BitWarn reinkommt, sehr hypothetisches Szenario, das sollte nicht passieren.
Speaker: Aber falls das passiert, kann er halt versuchen, sich einzuloggen und stellt fest, es funktioniert nicht und verzweifelt vielleicht daran, weil er nicht weiß, dass da noch ein paar Zeichen hintendran kommen an das Passwort.
Speaker: Der Nachteil ist, wenn ich das mache, dann füllt Bitworn ja das Feld aus oder ich kann das über Bitworn da reinkopieren, muss dann aber immer noch am Ende manuell die Zeichen eintippen auf der Tastatur und dann Enter drücken.
Speaker: Und Bitworn fragt dann auch in der Regel nach, also ich habe die Funktion dann ausgestellt, hey, dein Passwort hat sich geändert, soll ich das neue Passwort speichern?
Speaker: Das will ich ja gerade nicht, dass er dann das komplette Passwort speichert.
Speaker: Das ist wieder so ein schönes Beispiel für, du erhöhst nochmal einen Ticken deine Sicherheit, hast dafür aber weniger Bequemlichkeit.
Speaker: Und dieses Konzept ist aber für die Leute, die sich noch unsicher sind, die bisher vielleicht keinen Passwortmanager benutzt haben, ein netter Einstieg, weil dann kannst du sagen, ich vertraue, selbst Bitforn, nicht mit allen meinen Daten, weil ich mir noch nicht sicher bin, ob das der richtige Weg ist oder ich habe vielleicht noch komische Gefühle gegenüber so einem zentralen Punkt, wo alle meine Logindaten landen.
Speaker: Ich würde da tatsächlich ein wenig gegensteuern und sagen, das ist eher für fortgeschrittene Nutzer.
Speaker: Also das macht auf jeden Fall ziemlich Sinn, aber ist mit Aufwand verbunden und ist vor allem ziemlich fehleranfällig.
Speaker: Das heißt, wenn ihr jetzt noch nicht so viel gemacht habt für eure Sicherheit und Privatsphäre, würde ich eher sagen, fangt einfach an mit einem Bitwarden und dann auch mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung, die wir in der nächsten Folgen durchgehen können, weil das ist deutlich einfacher und bietet dieselbe Sicherheit.
Speaker: Und wenn ihr schon ein bisschen fortgeschrittener seid und schon seit mehreren Jahren einen Passwortmanager nutzt, dann könnt ihr die Idee von Nino eben mit diesem Zeichen hinten dran nochmal eure Sicherheit nochmal erhöhen und eure Unabhängigkeit.
Speaker: Aber generell, wenn ihr erst anfängt, würde ich sagen, ein Passwortmanager ist schon eine ziemlich große Umstellung, also zumindest aus meiner Erfahrung in meinem Kundenstand, bei dem ich eben geholfen habe, die Privatsphäre und Sicherheit zu erhöhen.
Speaker: Und eben so eine extra Funktion, die man dann selber sich noch ausdenkt, macht es nur noch ein wenig schwieriger.
Speaker: Also ich würde sagen, erstmal mit Bitward anfangen und eher für die fortgeschrittenen Nutzer, dafür ist es auf jeden Fall eine gute Variante.
Speaker: Okay, dann kommen wir nur zurück.
Speaker: Ja, es ist ein guter Punkt.
Speaker: Ich bin da auch gerne sehr extrem.
Speaker: Wenn ich was anfange, dann will ich alles Mögliche machen und übersteuere da auch gerne.
Speaker: Und das ist für den Anfänger sicher auch nicht angenehm, immer diese ganzen Quirks zu haben.
Speaker: Und das Schöne ist beim Passwortmanager, wenn du bisher noch keinen nutzt oder immer deine Passwörter manuell eintippst und dir versuchst zu merken, weil sie doch recht simpel sind, hast du jetzt einen großen Vorteil, weil wenn du Bitworn so benutzt, wie Bitworn es dir auch empfiehlt und einfach davon die Passworte generieren lässt,
Speaker: dann macht Bitwarden dein Leben sogar angenehmer.
Speaker: Weil anstatt dich bei einem Login alles erstmal selbst einzutippen, wird das automatisch ausgefüllt.
Speaker: Du musst nur noch Enter drücken oder auf Login klicken und dann bist du drin.
Speaker: Und Bitwarden schützt deine Passwörter und deine Account-Daten sehr, sehr gut, was das angeht und kann dir da einfach ein ganzes Stück Bequemlichkeit schenken, während deine Sicherheit im Vergleich zu vorher erhöht ist.
Speaker: Das finde ich immer ein schöner Effekt, gerade bei Anfängern, wenn man dann sieht, oh, die haben doch gar keinen Passwortmanager, die schreiben sich alles in einem Notizheft auf oder haben simple Passwörter, die sie dann mal mühsam eintippen.
Speaker: Dann kann ich sagen, hey, das ist viel einfacher und sicherer, wenn du das so machst.
Speaker: Und dann freuen die sich immer, dass es auf einmal viel schneller geht, wenn sie sich einloggen.
Speaker: Ich habe noch einen letzten Punkt, bevor wir fertig sind und zwar, falls du schon einen Passwortmanager hast, dann ist die Wahrscheinlichkeit doch recht hoch, dass das bei einem Unternehmen ist, was nicht besonders gut auf deine Daten aufpasst.
Speaker: Also die meisten Passwortmanager da draußen, vor allem die populären,
Speaker: Die sind in meinen Augen nicht gut und vielleicht sogar schlechter als gar keinen zu haben.
Speaker: Je nachdem, wo man guckt.
Speaker: Also LastPass ist ein sehr bekannter Name.
Speaker: Ich will jetzt nicht spezifische Firmen hier an Pranger stellen, aber die Namen, die mir sofort in den Sinn kommen, sind halt LastPass, Dashlane, NordPass und vielleicht zu einem gewissen Part auch OnePassword, wobei die deutlich besser sind als die anderen.
Speaker: Und wenn man dort ist, dann kann man sich doppelt und dreifach überlegen, will ich jetzt vielleicht auf Bit1 wechseln?
Speaker: Ich glaube, Timo und ich sagen, ja, auf jeden Fall macht das.
Speaker: Ja, das hat einfach sehr, sehr viele Vorteile, weil viele dieser Firmen schon dafür bekannt sind, dass sie nicht gut auf deine Daten aufpassen.
Speaker: Und das bringt natürlich gar nichts, wenn dein Passwortmanager auf einmal alle deine Accounts verbreitet und es äckern einfach macht, darauf zuzugreifen.
Speaker: Und die haben bisher in der Vergangenheit für mich klar bewiesen, dass die da nicht gut drauf aufpassen.
Speaker: Ja, da stimme ich nur zu.
Speaker: Und vielleicht noch mein letzter Abschlusspunkt ist, wenn ihr einen Passwortmanager macht, ihr müsst nicht alle Passwörter auf einmal ändern.
Speaker: Und das macht auch keinen Sinn, weil die Anzahl der Accounts, die man hat, ist ziemlich schwierig.
Speaker: Deswegen, was ich immer empfehle, ist, sich den Passwortmanager zu installieren, sich anzumelden.
Speaker: und dann alle neuen Accounts, die man hat, über den Passwortmanager direkt zu erstellen und alle alten Accounts, dort die Passwörter zu ändern zu einem sicheren Passwort, immer wenn man diesen Account benutzt.
Speaker: Das heißt, immer bevor ihr euch dann zum Beispiel jetzt bei YouTube einmal einloggt, kurz über Bitwarden dann das Passwort ändern und auch abspeichern.
Speaker: Und so kann man über eben eine längere Zeit alle seine Passwörter nochmal deutlich auslösen.
Speaker: das Sicherheitsniveau von denen erhöhen und hat auch nicht deutlich, hat nicht zu viel Arbeit am Anfang, wenn man jetzt alle Accounts versucht, auf einmal zu ändern.
Speaker: Finde ich gut.
Speaker: Stück für Stück, ja, entspannt.
Speaker: Das ist kein Sprint, das ist ein Marathon oder eine Reise und das wird dich den Rest deines Lebens begleiten.
Speaker: Ich glaube, es ist auch wertvoll, wenn man einmal im Jahr, würde ich sagen, das ist so ein guter Zyklus, auch mal dann wieder durch seine Accounts geht und die Passwörter ändert.
Speaker: Das muss man aber überlegen, wie man das für sich macht.
Speaker: Hauptsache ist erstmal, du hast sichere Passwörter und die sind zufällig generiert von Bitwarden und das baust du dir jetzt Stück für Stück auf.
Speaker: Letzte Frage habe ich noch an dich, Timo.
Speaker: Wie handhabst du das mit Bitwarden?
Speaker: Nutzt du die App per se auf deinem Computer oder nutzt du in deinem Webbrowser das Add-on von Bitwarden, was dann automatisch die Felder ausfüllen würde?
Speaker: Ja, also ich habe das Add-on, das automatisch dann direkt im Browser die Felder ausfüllt und wenn ich eben irgendwelche Apps, die lokal installierte sind, ausfüllen muss, dann kopiere ich das einfach raus.
Speaker: Und auf dem Handy habe ich dann die Bitwarden-App, die dann eben dann direkt alles vorschlägt.
Speaker: Genau, so handhab ich das auch.
Speaker: Ich finde das nämlich besonders bequem mit dem Browser-Add-on.
Speaker: Gibt es halt ein paar Privatsphäre-Nachteile, was dein Browser angeht, aber das ist es wert.
Speaker: Also Empfehlung ist, hol dir Bitwarden, hol dir in deinem Brave-Browser, wenn du den jetzt benutzt, hol dir da aus dem Webstore die App kostenlos als Add-on und dann kannst du immer oben rechts in deinem Brave-Browser bei Bitwarden halt sehen, okay, das ist diese Webseite, hier habe ich schon einen Account oder noch nicht und dann speicherst du.
Speaker: Gut, dann, Timo, magst du noch deine Abschlussworte sagen?
Speaker: Und dann sage ich Tschüss und dann sind wir auch fertig heute.
Speaker: Immer noch unter einer Stunde.
Speaker: Ja, also nächstes Mal, wie gesagt, würde ich dann einmal durchgehen, wie man am besten sich einmal überlegt, wie man diese Reise zu mehr Sicherheit, zu mehr Privatsphäre, zu mehr Anonymität eben in seinem eigenen Fall durchgehen kann und mit was man anfängt und wie man es am besten umsetzt.
Speaker: Also dann bis zur nächsten Folge und ciao.
Speaker: Ciao.






