Einführung und Vorstellung von Vivi D'Angelo
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Speaker
Warum sehen in Deutschland so viele Kochbücher so ultra ähnlich aus?
00:00:02
Speaker
Ich mache so eine Sache, die heißt Avokassler.
00:00:04
Speaker
Ja, komm her, wir sind ja auch eine Höhle.
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Speaker
Peter Steiner, Art Director, Fandstein, ja, ich so, fuck.
00:00:08
Speaker
Nein, die Bücher sind voll schön.
00:00:27
Speaker
Ich würde sagen, wir begrüßen unsere erste Gästin.
00:00:35
Speaker
Wir kennen dich natürlich ziemlich gut und ich speziell verfolge dich auch schon länger.
00:00:40
Speaker
Da gibt es die Angst, dass du alles weißt.
00:00:42
Speaker
Das kann natürlich sein.
00:00:46
Speaker
Trotzdem vielleicht eine kleine Vorstellung von dir.
00:00:51
Speaker
Mein Name ist Vivi D'Angelo.
00:00:53
Speaker
Sehr einfach auszusprechen, trotzdem mal ab es drauf.
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Speaker
Ich komme ursprünglich aus Italien, also bin halbdeutscher, halbmitalienerin, wohne seit, ich glaube, inzwischen 15 Jahren oder sowas in Deutschland.
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Speaker
Ich wollte eigentlich nie in Deutschland leben, aber leider hat es nicht so gut funktioniert.
00:01:08
Speaker
Jedenfalls, ich bin, ich sage mal, Fotografin für Lebensmittel oder halt für...
00:01:14
Speaker
Ich finde, Food-Fotograf ist immer so nah an nur Essen und es ist eigentlich bei mir auch viel mehr so die Sachen drumherum und davor und die Geschichten bei der Entstehung von Lebensmitteln mehr als die Gerichte selber.
00:01:25
Speaker
Ich finde, du fängst halt auch total gut so Emotionen und so ein, aber auch schon durch die Food-Fotos.
00:01:31
Speaker
Ich weiß nicht, irgendwie ist es schon auch interessant, auch Porträts von dir, irgendwie ist es halt alles einfach richtig viele Emotionen, das finde ich so toll geil.
00:01:38
Speaker
Das kann ich immer so schwer beurteilen von einem selber.
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Speaker
Also die eigene Arbeit neutral zu sehen, geht ja fast gar nicht.
00:01:45
Speaker
Ich gucke dann immer mehr auf den Fehler oder was.
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Speaker
Was für mich immer noch nicht stimmt so ungefähr.
00:01:51
Speaker
Das geht uns allen so.
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Speaker
Ja, das geht uns vielleicht grundsätzlich allen Frauen.
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Speaker
Kann schon so sein.
00:01:58
Speaker
Und ich finde aber auch, dass das gar nicht unbedingt eine negative Eigenschaft ist.
00:02:02
Speaker
Also natürlich kann man sich öfters mal mehr feiern, aber es ist schon noch okay, selbstkritisch zu sein.
Selbstkritik und kreative Arbeit
00:02:09
Speaker
man will ja auch mal irgendwie besser werden.
00:02:12
Speaker
Also ich bin eine sehr, sehr, sehr kritische Food-Fotografin, würde ich sagen.
00:02:15
Speaker
Fotografin für Lebensmittel und das, was... Nee, ich sag, glaube ich, auf meinem Insta habe ich, sie stehen Food, Culinary Places and People.
00:02:22
Speaker
Genau, also Essen, kulinarische Orte und Menschen.
00:02:24
Speaker
Das wäre die Bezeichnung der Dinge, die ich gerne fotografiere.
00:02:28
Speaker
Und jetzt ist in der letzten Zeit noch so ein bisschen Schreiben dazugekommen.
00:02:33
Speaker
Nee, nicht zackhaft, aber es dauert auch viel zu lange.
00:02:35
Speaker
Deswegen kann ich das nicht so oft machen.
00:02:37
Speaker
Aber ich schreibe auch inzwischen sehr gerne eigentlich.
00:02:40
Speaker
Also du bist Autorin?
00:02:42
Speaker
Ja, ich habe auch geschrieben.
00:02:44
Speaker
Wie kam das jetzt dazu?
00:02:45
Speaker
Also, dass das jetzt so sich dahin noch entwickelt hat?
00:02:48
Speaker
Weil dir einfach noch mehr Möglichkeiten, Kontext zu geben, gefehlt hat?
00:02:51
Speaker
Ich würde kurz da einhaken.
00:02:55
Speaker
Weil wir gar nicht so richtig gesagt haben, dass du jetzt zwei Kochbücher noch geschrieben hast.
00:03:01
Speaker
Du hast die ganze Zeit einfach die Fotos für andere produziert, für die Kochbücher anderer Menschen.
Vivi's Buchprojekte und Bali-Erfahrungen
00:03:06
Speaker
Und dann hast du jetzt einfach zwei eigene Kochbücher noch rausgebracht, zusammen mit deinem Partner.
00:03:11
Speaker
Also jetzt dieses Jahr, 25, ist im Frühling Goldenen Zeiten erschienen, ein Buch über das Frittieren.
00:03:18
Speaker
Das hat irgendwie der Sparto, mein Partner, die Rezepte geschrieben und ich habe eigentlich alles, was Fließtexte, also natürlich in Abstimmung mit ihm, was jetzt inhaltlich wichtig ist, weil ich ja immer noch nicht auf der kochenden Seite bin, aber halt versucht halt die ganzen Zusammenhänge, theoretische Dinge, welches Frittierfeld, welche Raubpunkte, also alles, was irgendwie inhaltlich wichtig ist, halt in Fließtextform habe ich geschrieben und jetzt ist im Herbst
00:03:37
Speaker
Wurst erschienen beim Ulmer Verlag.
00:03:39
Speaker
Und genau da habe ich auch die Texte geschrieben.
00:03:41
Speaker
Und davor hatte ich aber eigentlich auch schon Teile von Büchern mitgeschrieben.
00:03:45
Speaker
Bei dem Pizza Napolitana Buch mit Domenico Gentile zusammen habe ich eigentlich die Interviews, die Geschichte von Pizza, also eigentlich auch beim Schreiben dann gemerkt, wie viel man eigentlich schreiben muss, wenn man dieses Produkt oder dieses Gericht wirklich erklären will.
00:03:56
Speaker
Und wie weit nach hinten man ausholen muss.
00:03:58
Speaker
Also eigentlich ist es komplett ausgeartet.
00:04:00
Speaker
Und noch davor bei dem Buch Bali-Buch.
00:04:04
Speaker
Das heißt Bali, Essen mit den Göttern.
00:04:05
Speaker
Und dann geht es um spirituelles Essen auf der Insel Bali mit einer ganz lieben Freundin zusammen, Antje de Vries.
00:04:12
Speaker
Haben wir zusammen geschrieben, genau.
00:04:13
Speaker
Das kenne ich ganz gut.
00:04:15
Speaker
Sie ist aus Ostfriesland eigentlich.
00:04:17
Speaker
Genau, ihre Verbindung zu Bali ist eigentlich, dass sie da ganz viel gearbeitet hat, eine Zeit lang als Gastroberaterin.
00:04:22
Speaker
Und deswegen war viel Verbindung da und auch viel Menschen, die sie kannte, wo wir einfach in die Haushalte, also zu deren Zeremonien, zu deren, ich sag mal, taufen und...
00:04:30
Speaker
Zur Messe irgendwie und in den Tempel rein.
00:04:32
Speaker
Das war mega cool.
00:04:34
Speaker
Wir hatten ganz viel Zugang, den du als Touri gar nicht hast.
00:04:37
Speaker
Als Touri siehst du eine ganz andere Seite von Bali und da waren wir plötzlich irgendwie am Boden und haben irgendwie...
00:04:42
Speaker
Blut gehackt und in den Rhein mit den Einwohnern zusammen und haben irgendwie dann die Klamotte auch getragen, weil du natürlich im Tempel nur mit der Klamotte drin sein darfst.
00:04:51
Speaker
Und ich war immer so, dürfen wir das jetzt eigentlich?
00:04:54
Speaker
Aber irgendwie lächeln ja alle.
00:04:55
Speaker
Also es war ganz krass.
00:04:58
Speaker
Ich glaube, das war das Projekt, wo ich am meisten Selbstzweifel hatte im Sinne vom inhaltlich...
00:05:01
Speaker
Dürfen wir zwei weißen Mädels hier jetzt eigentlich abhängen und das wiedergeben?
00:05:06
Speaker
Und deswegen haben wir beschlossen, wir machen einfach ein Reisetagebuch draus.
00:05:08
Speaker
Also wirklich komplett aus unserer Sicht.
Verantwortung und Risiken der Food-Fotografie
00:05:11
Speaker
Die Rezepte natürlich von da mitgenommen, dann so abgewandelt, dass du die Sachen auch mit den Zutaten, die du hier bekommst, kochen kannst.
00:05:16
Speaker
Was, glaube ich, die Balinesen auch approven würden, weil die ganz viel so westliche Sachen einfach integrieren, als wären sie schon immer da gewesen.
00:05:22
Speaker
Also die opfern auch eine Fanta-Dingo dann, weil es was cooles Neues ist.
00:05:26
Speaker
Das habe ich aber auch viel gesehen, als ich in Indonesien und auch in Thailand eigentlich genau dasselbe.
00:05:31
Speaker
Das finde ich so geile Bilder, das ist so ein Schrein, einfach so eine shady... Genau, und deswegen bin ich auch super entspannt mit dem, was... Ich glaube, es gibt Sachen, die sind wirklich untouchable, denke ich mal.
00:05:44
Speaker
Und manche sind halt, das sind Symbole, du kannst sie austauschen, denke ich jetzt mal.
00:05:48
Speaker
Das ist auch wieder so eine kartoffelige Ansicht.
00:05:53
Speaker
Und das war auch schon was, wo ich geschrieben habe, aber das war wirklich so ein Tagebuch, also wirklich aus dem Bauch raus, was wir so erlebt haben.
00:05:58
Speaker
Und jetzt bei den zwei Büchern war es wirklich so, dass halt der komplette...
00:06:02
Speaker
ich sag mal, theoretische Teil wirklich meine Aufgabe war und ich hab wieder gemerkt, du hast so eine krasse Verantwortung, weil du halt denkst, packeln die jetzt die Küche ab und machen die jetzt wirklich das Mittel gegen Listerien in den Wurst oder ergiften die sich?
00:06:14
Speaker
Also du musst wirklich immer aufpassen, dass die halt das Buch lesen und auf keinen Kratsch kommen.
00:06:18
Speaker
Man muss schon noch ein bisschen die Dummheit von den Leuten auch einbereichen, oder?
00:06:22
Speaker
Ja, oder einfach die Unwissens.
00:06:23
Speaker
Also ich hab ja auch das erste Mal, wenn wir... Ja, natürlich.
00:06:26
Speaker
Nicht die Dummheit.
00:06:27
Speaker
Die sind da unkratzig.
00:06:30
Speaker
Nein, aber ich hab ja zum Beispiel auch, das ist witzig,
00:06:32
Speaker
Ich kann auch die Geschichte, wie wir zum Wursten kamen, auch nochmal ausführlich erzählen, aber basically hatten wir einen Keller, der nach einem Wurstkeller oder nach Salamikeller aussah und nicht so zu mir, können wir Würstchen reinhängen?
00:06:42
Speaker
Und er so, ich glaube nicht.
00:06:44
Speaker
Also einfach so Wurst im Keller aufhängen ist halt
00:06:46
Speaker
hochgradig Rimmsmittel.
00:06:47
Speaker
Nur weil es so aussieht.
00:06:49
Speaker
Aber dann haben wir halt den Weg gefunden und dann war es auch safe.
00:06:53
Speaker
Aber ich hatte natürlich immer das Backup, dass ich einfach ein Provisional koche.
00:06:56
Speaker
Da der halt gucken kann und der halt dann daran riecht, merken wird, ob es schlecht geworden ist.
00:07:00
Speaker
Ich traue mir selber halt leider nicht so sehr.
00:07:02
Speaker
Und deswegen denke ich halt, die Leserinnen und Leser wahrscheinlich auch nicht.
00:07:04
Speaker
Und deswegen brauchen die, glaube ich, mehr als nur ein Hint.
00:07:07
Speaker
Wenn da grüner Schimmel drauf ist, ist das jetzt gut oder nicht?
00:07:09
Speaker
Ja, aber hast du Kräuter reingemacht?
00:07:11
Speaker
Kräuter oder Schimmel?
00:07:12
Speaker
Du musst dann schon den ganzen...
00:07:16
Speaker
Das Spektrum der Möglichkeiten.
00:07:18
Speaker
Und eigentlich müsste man auch vor jedes Rezept schreiben, lies das komplett erst durch.
00:07:24
Speaker
Weil super oft gehen die Leute einfach hin und kochen drauf los, aber eigentlich muss man jedes Rezept erst mal komplett durchlesen, weil man gar keine Ahnung hat von dem, was man lacht.
00:07:33
Speaker
Ich fühle mich gerade von euch beiden sehr angesprochen, weil sowohl dieses nicht so trauen, weil ich bin, glaube ich,
00:07:38
Speaker
Ein bisschen zu risikofreudig, deswegen dürfte ich niemals jemandem Empfehlungen geben, wie er was konsumieren soll, weil ich meine, ja, wird ja schon nichts passieren.
00:07:46
Speaker
Dass ich mir noch nicht so richtig Lebensmittelvergiftung gegeben habe, ist eigentlich ein Wunder.
00:07:50
Speaker
Oder auch dieses erst mal durchlesen, ja, wer macht es nie?
00:07:55
Speaker
Also das mache ich auch nicht, aber ich traue es mir auch zu, weil man ja auch dann irgendwie eine Routine hat.
00:07:59
Speaker
Die meisten Gerichte hat man ja auch eine Vorstellung, aber super viele Leute haben das ja nicht.
00:08:03
Speaker
Und das mit dem...
00:08:04
Speaker
Ja, ich sehe es auch ganz genauso.
Vivi's persönliche Reise von Italien nach Deutschland
00:08:06
Speaker
Über das Mindesthaltbarkeit, da brauchen wir gar nicht reden, dass man das die meisten Zeit ignorieren kann, wissen wir, glaube ich, alle.
00:08:13
Speaker
Aber so allein die Tatsache, dass ich letztes Jahr mir einfach irgendeinen Pilz reingepfiffen habe und dann einfach tagelang wirklich mir richtig reutig ging, spricht wohl auch dafür, dass ich ein bisschen zu regen soll.
00:08:23
Speaker
Und die haben wir nicht mehr bekommen, oder?
00:08:27
Speaker
Ja, doch, ich habe tatsächlich das so gekommuniziert.
00:08:30
Speaker
Diesen Pilz nicht essen, ganz stolz.
00:08:32
Speaker
Ja, nee, nicht ganz stolz.
00:08:33
Speaker
Ich habe einfach nur, weil da gerade diese Knollenblätterpilz-Geschichte, es gab ja letztes Jahr, wo das viel in den Medien war, wo Leute oder ganze Familien verkehrt haben, wo ein Vater mit seinen Söhnen,
00:08:46
Speaker
einen Knallblätterpilz zubereitet haben und alle dann wegen Nierenscheiße im Krankenhaus waren.
00:08:53
Speaker
Diese Knallblätterpilz-Geschichte, ich weiß nicht, also ist ja so, dass man erstmal, geht es einem wohl einen Tag oder zwölf Stunden lang richtig freudig und dann geht es einem erstmal wieder gut.
00:09:02
Speaker
Aber dann über die Woche fängt schleichend an sich irgendwie die Leber, Niere, ich will jetzt nichts Falsches sagen,
00:09:09
Speaker
irgendwas zu zersetzen und dann ist es einfach richtig lebensgefährlich.
00:09:14
Speaker
Und dann haben wir die Leute, ich habe gesagt, mir ging es gestern super reu, die Pilzpfanne war saugeil und irgendwie hat es sich gelohnt und so.
00:09:20
Speaker
Und dann habe es noch so ein bisschen ins Lächerliche gezogen.
00:09:22
Speaker
Und auf einmal kriege ich von allen Leuten diese Meldungen geschenkt.
00:09:27
Speaker
Und dann fängst du an, zu überlegen, sah der Pilz vielleicht doch so aus wie dieser?
00:09:32
Speaker
Und hier nochmal warnen wir an alle.
00:09:35
Speaker
Esst nicht einfach jeden Witz.
00:09:37
Speaker
Aber gut, aber ich glaube, wenn man bei Peelz nicht weiß, dass es tricky sein kann, dann ist man dumm.
00:09:45
Speaker
Ich muss aber jetzt auch sagen, vorher war ich mit David Seitz
00:09:51
Speaker
Den kennst du, glaube ich?
00:09:52
Speaker
Ja, kennst du natürlich.
00:09:54
Speaker
Der ist ja ein Profi.
00:09:56
Speaker
Und der hat mir natürlich auch einfach gesagt, was ich essen darf und was nicht und so.
00:09:59
Speaker
Und dann war ich danach einmal alleine und da war auch alles cool und alles lief super und ich habe auch nur das gesammelt, was ich konnte.
00:10:05
Speaker
Und dann war ich mit einer richtig guten Freundin von mir und die hat gesagt, hier, das sind die ganzen Wiesenschampignons.
00:10:10
Speaker
Mein Papa geht ja immer sammeln.
00:10:11
Speaker
Und da kannst du 100% sicher sein, das sind die auf jeden Fall.
00:10:14
Speaker
Und ich habe auch nochmal Doublecheck gemacht mit Google, denn es funktioniert eigentlich ganz gut und habe mich da ein bisschen auf sie verlassen.
00:10:22
Speaker
Und dann sind wir so auseinandergegangen und ich habe gesagt, boah, wir haben jetzt super viel gesammelt, jetzt machen wir halb und halb.
00:10:26
Speaker
Sie so, nee, nee, ich habe eh keine Zeit, nimm du alles mit.
00:10:29
Speaker
Ja, und das ist bei Champignons tatsächlich auch tricky.
00:10:34
Speaker
Da gibt es eben welche, die sind fein.
00:10:36
Speaker
Und dann gibt es aber auch welche, die sind einfach unverträglich.
00:10:38
Speaker
Und dann gibt es ja nochmal einen Unterschied zwischen Leben.
00:10:40
Speaker
Also es gibt offensichtlich einen Unterschied zwischen Leben.
00:10:42
Speaker
Das ist gefährlich und unverträglich.
00:10:45
Speaker
Ja, aber das war ein viel zu langes Thema jetzt.
00:10:51
Speaker
Ich war jetzt überrascht von den 15 Jahren.
00:10:53
Speaker
Dass du 15 Jahre erst in Deutschland bist.
00:10:55
Speaker
Ich habe irgendwie gedacht, dass du...
00:10:59
Speaker
Nee, dann sind es 13 Jahre, sorry.
00:11:01
Speaker
Aber hast du dann vorher in Italien gelebt?
00:11:06
Speaker
Oder was kommt das alles?
00:11:06
Speaker
Ich habe in Italien, also meine Mutter war Deutsche, mein Mutter ist Italiener und ich bin in Italien geboren und ich bin dort zur Grundschule gegangen.
00:11:13
Speaker
Und dann war, ich glaube, zwischenzeitlich der Plan, dass meine Familie komplett nach Deutschland zieht, also meine Mutter wollte nach Deutschland ziehen.
00:11:19
Speaker
Und hat uns aber meinen älteren Bruder und mich schon mal so vorgeschickt auf ein deutsches Internat.
00:11:23
Speaker
Und da habe ich dann eigentlich, was ist denn, von der sechsten, war ich dort.
00:11:28
Speaker
Dann hat sich klargestellt, dass mein Vater doch nicht von Italien weg will, weil er doch irgendwie nicht so Bock hatte.
00:11:34
Speaker
Dann hat sich der Plan da so ein bisschen zerschlagen, aber wir sind halt trotzdem dann da gewesen.
00:11:37
Speaker
Also genau, da habe ich eigentlich einen Teil Schule auf Italienisch, einen Teil auf Deutsch.
00:11:41
Speaker
Und dann habe ich aber wieder in der italienischen Schweiz studiert, Journalismus.
00:11:46
Speaker
Und da habe ich eigentlich mit dem Schreiben tatsächlich angefangen.
00:11:48
Speaker
Also dieses ganze Schreiben war schon damals da, nur halt auf Italienisch.
00:11:51
Speaker
Also ich habe auf Italienisch das journalistische Schreiben, sage ich mal, gelernt.
00:11:55
Speaker
Habe dann irgendwann gemerkt, okay, vielleicht will ich doch nicht in dieser Form.
00:11:58
Speaker
Also ich habe irgendwie auch damals gedacht, ich kann nur irgendwie für die Tageszeitung oder so schreiben.
00:12:02
Speaker
Ich glaube, nur das hatten wir so als Praktikum.
00:12:03
Speaker
Und deswegen war ich so, hä, ich mag das gar nicht.
00:12:05
Speaker
Das ist ja voll doof.
00:12:06
Speaker
Und dann habe ich, also immer noch in der italienischen Schweiz, in Lugano war ich,
00:12:10
Speaker
Kleine Stadt kennt man, glaube ich.
00:12:13
Speaker
Genau, und da gab es noch einen Master, den ich da hätte machen können in Kommunikation von Kulturherbe.
00:12:18
Speaker
Also eigentlich, der Plan war dann irgendwie, oder der Plan danach war dann so Exhibition Design, also Ausstellungen konzipieren, dass der Besucher praktisch so einen Part bekommt und dann so durchläuft und Zusammenhänge versteht.
00:12:29
Speaker
Und dann habe ich das noch gemacht und dann sollte ich für diesen Master ein Praktikum machen und habe damals gedacht, ja, wenn ich irgendwann mal arbeite, dann kann ich ja gar nicht mehr reisen.
00:12:37
Speaker
Ist ja voll scheiße, dann versuche ich halt dieses Praktikum woanders zu machen, also ein anderes Land.
00:12:41
Speaker
Und dann habe ich mir halt verschiedenste Museen angeschaut, irgendwie in den nordischen Ländern und keine Ahnung.
00:12:47
Speaker
Und dann bin ich auf ein Museum in Spanien gestoßen, in Granada, also Andalusien, im Süden von Spanien,
00:12:54
Speaker
Und die haben praktisch das Leben in Höhlen dokumentiert, weil du dort in Höhlen wohnen kannst.
00:13:00
Speaker
Nee, ich glaube, das ist ja irre.
00:13:01
Speaker
Ich erzähle es eigentlich so oft, weil mich das immer noch total fasziniert.
00:13:04
Speaker
Und ich war so, oh geil, ich muss da umgegends hin.
00:13:06
Speaker
Habe da, also unter anderem halt auch da hingeschrieben und die einzige Antwort, die ich bekommen hatte, war dort.
00:13:12
Speaker
Und dann im Nachhinein hatte ich dann herausgestellt, dass es halt ein Museum war, im Sinne von fünf Freunden, die haben sich bei einem Sucht so lang getan und haben gesagt, lass mal ein Museum machen.
00:13:20
Speaker
Und die Einzige mit einer Ausbildung war dann ich.
00:13:22
Speaker
Die da unbezahlt dann da noch.
00:13:24
Speaker
Und die haben mich dann einfach für drei Monate hingeholt und gesagt, ja komm her, wir sind ja auch in der Höhle, wo du wohnen kannst.
00:13:29
Speaker
Wir organisieren ja auch in der Höhle.
00:13:31
Speaker
Ja genau, und dann habe ich halt in der Höhle gewohnt, die war 1492, errichtet kann man nicht sagen, aber ausgebildet.
00:13:37
Speaker
Also so lange gab es die schon.
00:13:38
Speaker
Und dann war ich da drei Monate und dann sind da irgendwie zwei Jahre rausgeworden.
00:13:41
Speaker
Also dann habe ich halt mir eine Masterarbeit ausgedacht, die ich da machen konnte, weil ich einfach das Gefühl hatte, ich muss hier irgendwie bleiben.
00:13:46
Speaker
Ich will unbedingt länger da bleiben.
00:13:48
Speaker
Und das Witzige war ja auch, dass ich halt Italienisch spreche und dachte, damit komme ich halt super weit.
00:13:52
Speaker
Und ich habe einfach nichts verstanden.
00:13:55
Speaker
Die haben da irgendwie so mit Händen und Füßen geprofiziert und meine ersten, ich sag mal, zweieinhalb Monate dort
00:14:01
Speaker
In meiner Erinnerung ist es halt ein Stummfilm.
00:14:02
Speaker
Also ich habe keine Wörter zu den Bildern in meinem Kopf, weil ich einfach nicht verstanden habe, was die alle geredet haben.
00:14:07
Speaker
Das ist ja so abgefahren.
00:14:08
Speaker
Aber es war halt mega witzig.
00:14:09
Speaker
Also ich konnte natürlich ein bisschen Englisch und so, aber ich habe dann halt irgendwie, ich habe die Webseite mit neu gestaltet, also irgendwie auf Usability getestet, also ob die Bissenkörpers, dann habe ich irgendwie, ich glaube, ultra viel übersetzt.
00:14:20
Speaker
Also auf Deutsch, Italienisch und Englisch, alles, was die an Texten so hatten.
00:14:23
Speaker
Dann habe ich Führung gegeben, also ich habe alles gemacht.
00:14:26
Speaker
Und dann kam so kurz vor knapp so, oh, wir müssen eigentlich unsere Objekte katalogisieren.
00:14:31
Speaker
Das haben wir nämlich noch nie gemacht.
00:14:33
Speaker
Könnten wir das machen?
00:14:34
Speaker
Und ich hatte noch so zwei Wochen Praktikumszeit und dann war ich eigentlich fertig.
00:14:37
Speaker
Und ich so, okay, jetzt tu es.
00:14:38
Speaker
Und dann haben wir halt irgendwie diese, es war jetzt nicht so viel, aber es waren so 600 Gegenstände.
00:14:42
Speaker
Die wir halt alle da rausholen, also aus der Höhne holen, abstauben, weil die waren halt schon seit irgendwie zehn Jahren dort und dann hatten die jemals irgendwie, das war halt kein Museum-Museum, das war halt so Sachen wie Fächer, aber halt auch Wagen, aber auch irgendwelche Geräte zum Flechten oder zum Landwirtschaft betreiben, also so ganz crazy Sachen.
00:14:59
Speaker
eben abfotografieren, abmessen und in so einen Katalog reinschreiben.
00:15:02
Speaker
Und das hat halt irgendwie echt diese ganzen zwei Wochen dann reingenommen.
00:15:05
Speaker
Und dann habe ich gesagt, hey, habt ihr nicht noch Aufgaben für mich?
00:15:07
Speaker
Ich würde so gerne länger bleiben.
00:15:09
Speaker
Und dann bin ich halt echt noch zwei Jahre in Granada geblieben.
00:15:12
Speaker
Und dann, ja, war das so ein bisschen das Ding, okay, wo arbeite ich jetzt eigentlich?
00:15:16
Speaker
Irgendwie gibt es da keinen Job in diesem Bereich, den ich da studiert habe?
00:15:19
Speaker
Und in Spanien war das halt alles...
00:15:21
Speaker
Sehr schlecht bezahlt und ich war da jetzt auch nicht gemeldet oder so.
00:15:27
Speaker
Ich war da und hab halt Sachen gemeldet.
00:15:29
Speaker
Die haben mir halt so Geld bezogen.
00:15:31
Speaker
Das war eigentlich so ein bisschen skurril alles.
00:15:33
Speaker
Und meine Eltern so, hey, willst du nicht mal gucken, ob sie einen Job in Deutschland für dich geben?
00:15:37
Speaker
Und ich so, ich geh niemals nach Deutschland.
00:15:38
Speaker
Und irgendwann hab ich gemerkt, krass, meine ganzen Freunde aus Spanien ziehen nach Deutschland, wenn sie Arbeit suchen.
00:15:43
Speaker
Und dann habe ich gesagt, ich gehe jetzt nach Deutschland, ich gehe nach München.
00:15:47
Speaker
Meine zwei Brüder haben schon in München gewohnt.
00:15:50
Speaker
Und ich habe dann gesagt, ich gehe dahin einen Monat und versuche und gucke.
00:15:54
Speaker
Und wenn es da nicht klappt, gehe ich zurück.
00:15:56
Speaker
Aber dann habe ich es halt versucht.
00:15:57
Speaker
Also ein bisschen für meine Eltern, aber ein bisschen auch für mich.
00:15:59
Speaker
Und dann habe ich halt ziemlich schnell geschnallt, dass das irgendwie alles schon auch gut funktioniert hier.
00:16:03
Speaker
Also wenn du siehst, wie es da läuft und in Italien läuft.
00:16:06
Speaker
Ich sage das so oft, dass wir uns beschweren über Deutschland und es gibt auch richtig viel, an das man mal ran müsste.
00:16:13
Speaker
Aber es gibt schon auch wirklich große Vorteile.
00:16:18
Speaker
Und dann habe ich auch Sachen geschnallt wie, keine Ahnung, KSK für kreative Berufe, dass du einfach unterstützt wirst, wenn du halt was Kreatives machst.
00:16:25
Speaker
Oder keine Ahnung, ich weiß gar nicht, ob man das kennt, wenn man nicht Fotograf ist, aber die VG Bild.
00:16:28
Speaker
Die haben einfach Geld dafür, dass die eigenen Bilder noch mal woanders gesehen werden.
00:16:32
Speaker
Nee, die kennst nicht.
00:16:33
Speaker
Das ist einfach für deine Bildrechte.
00:16:35
Speaker
Wenn dein Bild ein Buchcover wird und du eine einmalige Bezahlung bekommst.
00:16:39
Speaker
Aber da zahlt man wahrscheinlich auch für, oder?
00:16:42
Speaker
Nee, die Verlage bezahlen dafür.
00:16:44
Speaker
Die Verlage und die Medien.
00:16:46
Speaker
Die Bilder benutzen, zahlen jährliche Beträge.
00:16:48
Speaker
Du kriegst einmal im Jahr so...
00:16:51
Speaker
Bing, Cash ist da.
00:16:52
Speaker
Und je nachdem, wie viel du halt gemacht hast, du musst es halt immer melden, also was du gemacht hast.
00:16:55
Speaker
Aber das sind halt so Sachen, wo ich denke, so, hey, wo gibt's denn sowas?
00:16:57
Speaker
Das ist voll geil.
Vivi's Karriereweg in der Food-Fotografie
00:16:59
Speaker
Und klar muss man sich so ein bisschen reinfuchsen, was es gibt, aber ich hab in anderen Ländern, von dem, was Kolleginnen und Kollegen sagen, so das Gefühl, du wirst ein bisschen bestraft dafür, dass du selbstständig bist.
00:17:07
Speaker
Dann hast du zum Beispiel so einen Fixbetrag steuern oder und hier ist es ja, okay, wenn du halt x arbeitest und x verdienst, dann zahlst du halt einen Prozentsatz davon halt steuern.
00:17:18
Speaker
ist für mich okay.
00:17:18
Speaker
Also dann ist es halt ein Zeichen dafür, dass es ein gutes Jahr war.
00:17:21
Speaker
Natürlich kann man, ich bin ja immer sehr unschlau mit meinen Betriebsausgaben.
00:17:24
Speaker
Ich gucke also Ende des Jahres, okay, mal darum, sollte ich noch ein bisschen oder nicht.
00:17:30
Speaker
Aber ich finde, dass man hier total gut klarkommt irgendwie,
00:17:33
Speaker
Ja, und mit so ein bisschen Eigenverantwortung, sich da so ein bisschen aufzuschlauen, also passieren immer trotzdem dumme Sachen, aber es ist ja halt einfach ein Berufsfeld, wo es nichts Vorgegebenes gibt und da macht man ja automatisch erstmal so ein paar Fehler, bis man es dann checkt, aber lieber hier als woanders.
00:17:51
Speaker
Genau, und deswegen bin ich dann doch geblieben.
00:17:54
Speaker
Ich habe jetzt noch eine Frage zu Italien.
00:17:57
Speaker
Wo aus Italien stammst du?
00:18:00
Speaker
Mein Vater ist aus Ambrutzen, das ist südlich von Rom.
00:18:04
Speaker
Seine Familie ist aus Neapel.
00:18:06
Speaker
Also Dantolo ist eigentlich ein Nachname der aus Neapel und der kommt.
00:18:09
Speaker
Eigentlich heißt es von den Engeln, weil das oft ausgesetzte Kinder sind viele Namen mit so Engeln und Heiligen.
00:18:15
Speaker
Das ist alles dieses
00:18:17
Speaker
irgendwo ganz in der Vergangenheit kann es sein, dass es irgendwie daher kam.
00:18:21
Speaker
Oder, I don't know.
00:18:23
Speaker
Oder das ist halt eine Version, wie man diesen Namen versteht.
00:18:25
Speaker
Und da bin ich aufgewachsen.
00:18:26
Speaker
Ich habe jeden Tag den schiefen Film gesehen.
00:18:28
Speaker
Trotzdem freue ich mich jedes Mal über die Film.
00:18:30
Speaker
Sehr schön, wie das ist.
00:18:31
Speaker
Und alle Menschen, die irgendwie sich gegenleben und diese Bilder machen, hast du das auch schon gemacht.
00:18:37
Speaker
Ich glaube, auf jeden Fall, dass jedes Mal ein Besuch da ist, muss man denken, was damit macht.
00:18:42
Speaker
Ich habe auch eine Folgefrage zu der
00:18:44
Speaker
In München, als du dann nach Deutschland gekommen bist, das war ja dann deine erste Station, warst du dann schon, also hast du dann noch im Kulturbereich geguckt, so mit Ausstellungs- oder irgendwie Kommunikation von Inhalten oder warst du dann schon in diesem, weil du von dem Katalog erzählt hast und so Fotos machen oder bist du dann schon so slightly so in diese Richtung reingerutscht oder nach was für eine Art Job oder Selbstständigkeit hast du da gesucht?
00:19:06
Speaker
Aber nicht ich, oder?
00:19:08
Speaker
Okay, ähm, okay, ähm, also, das ist, ja, es ist lustig, weil ich nämlich da auch wieder, das ist aber auch so ein Bescheid, ich hab dann auch da wieder gedacht, oh, wait, jetzt hab ich wieder was fertig studiert und das kann ich irgendwie jetzt auch nicht machen, also irgendwie bin ich da auch nicht bereit, also, wie sagt man denn, dass du halt dich fühlst, als könntest du das jetzt, weißt du, so kompetent.
00:19:25
Speaker
Und dann war ich so, oh,
00:19:27
Speaker
Dann habe ich jetzt nochmal einen Plan B und dann war ich so, ich habe dann in diesem Museum, stimmt, habe ich so Kuchen gebacken und so ein Kram, weil wir hatten auch, weil es war ja nicht für ein Museum, es gab im Sommer auch immer so eine Stage und dann gab es so Flamenco-Konzerte abends und so eine Bar und dann habe ich halt immer Sangria gemacht und ausgeschenkt.
00:19:45
Speaker
Es gab Kuchen und zwei Griechen.
00:19:49
Speaker
Und Ausgrabung und Höhen.
00:19:51
Speaker
Und manchmal, also es war einmal abwechselnd Flamenco-Night und Open Air Kino.
00:19:57
Speaker
Das war mega geil.
00:19:58
Speaker
Es klingt wirklich irgendwie lieb.
00:20:01
Speaker
Nee, leider nicht mehr.
00:20:03
Speaker
Die haben irgendwann die, wie sagt man denn, diese Förderung
00:20:07
Speaker
nicht mehr bekommen und ich glaube, die haben jetzt einfach zugemacht, was ultra-tauglich ist.
00:20:11
Speaker
Wenn ich mich irgendwo zurück beamen könnte, mit dem Wissen von heute, ich sollte es viel mehr genießen, weil das ist auch mein nächstes Ding, dass man da mal so, ich bin Kuhne und ich komme irgendwo hin und dann, das ist so, wenn man noch so jung ist und dann später erst checkt, so wie geil es eigentlich war, dass man so wenige Verbindlichkeiten und Verantwortung hat.
00:20:28
Speaker
Genau, und man muss einfach nur den Kuhn machen und danach reizen und wie lustig.
00:20:32
Speaker
Können wir das irgendwie auf Deutschland transportieren, gibt es hier Höhlen?
00:20:34
Speaker
Wo wir dann Volksstanz machen können.
00:20:38
Speaker
Es gibt Hüllen, aber da wird Bier drin gelagert.
00:20:41
Speaker
Naja, kommt auf das Bier drauf an.
00:20:47
Speaker
Und dann war sie das Ding, guck mal, ich back ja so gerne und koche ja so gerne, vielleicht sollte ich ein Catering machen.
00:20:50
Speaker
Und dann war meine Idee, vielleicht kann ich ja das machen.
00:20:54
Speaker
Und dann habe ich mich mit meinem sehr weisen älteren Bruder unterhalten und der so
00:20:58
Speaker
Warum arbeitest du nicht erstmal für ein Catering und guckst mal, wie das so ist?
00:21:00
Speaker
Und das war dieser Advice, das war ein Goldwerk.
00:21:02
Speaker
Ich habe dann einfach ein Jahr lang für so eine Personalleihfirma gearbeitet, als Servicekraft erst mal.
00:21:07
Speaker
Ich hatte ja keine Koch-Ausbildung, ich dachte jetzt, ich konnte.
00:21:09
Speaker
Dann habe ich einfach so etwas gemacht, dann habe ich gemerkt, das will ich überhaupt, also please no, ich will das absolut nicht machen, diese Mengen herstellen, diesen Stress haben, so viel am Ende wegschmeißen,
00:21:21
Speaker
Wir hatten auch so Sachen wie private Geburtstagsfallen von irgendwelchen super bonzigen Menschen.
00:21:26
Speaker
Also so Sachen, wo ich dachte, ich will doch gar nicht in diesem Bereich arbeiten.
00:21:29
Speaker
Und außerdem habe ich gar nicht die Kompetenz, solche Gerichte zu kreieren.
00:21:33
Speaker
Aber ich hatte damals schon angefangen, die Sachen, die ich gebacken und gekocht habe, zu fotografieren.
00:21:37
Speaker
Weil ich dachte, ich muss die ja irgendwie zeigen.
00:21:38
Speaker
Und so kam eigentlich dieses Fotothema.
00:21:41
Speaker
Zum ersten Mal eigentlich.
00:21:41
Speaker
Ich habe vorher überhaupt nicht fotografiert.
00:21:43
Speaker
Also es gibt von 30 bis dahin eigentlich kaum Bilder, die ich gemacht habe.
00:21:47
Speaker
Also bis 25 habe ich nicht fotografiert.
00:21:50
Speaker
Und ich habe auch immer gesagt, ich will nicht fotografieren.
00:21:52
Speaker
Ich habe gemalt, gebastelt, gebildhaut, alles Mögliche.
00:21:56
Speaker
Aber nie das machen wollen.
00:21:57
Speaker
Und dann habe ich eben dieses erste Jahr gekelbert.
00:22:01
Speaker
Und dann habe ich aber parallel einfach bei so Medienagenturen geguckt, ob es da irgendwas... Weil ich dachte, es muss schon irgendwie ein bisschen mehr Gehalt drin sein.
00:22:07
Speaker
Ja, ich wollte mal sagen, du bist ja noch richtig beschissen bezahlt.
00:22:12
Speaker
Ja, wobei, das war halt das Ding.
00:22:13
Speaker
Ich war ja dieses Not-Löhne in Spanien.
00:22:16
Speaker
Was heißt Löhne, aber dieses Taschengeld.
00:22:18
Speaker
So trotzdem ein Upgrade.
00:22:19
Speaker
Boah, 1000 Euro, voll geil.
00:22:20
Speaker
Also es war halt wirklich, ich habe halt mit 1000 Euro ein Trinkgeld.
00:22:23
Speaker
Wir sind mal ganz tiny Wohnung in München gelebt.
00:22:25
Speaker
Wir sprechen auch von vor 13 Jahren.
00:22:27
Speaker
Eigentlich war ich an der Armutsgrenze, aber ich habe es vorher gefeiert, dass ich eigentlich 1000 Euro verdiene.
00:22:31
Speaker
Und dann habe ich tatsächlich bei einer Stellenausschreibung gesehen, also für ein Praktikum eigentlich erst, dass sie jemanden suchen, der zwei Museumsblocks betreut bei einer Münchner Medienagentur.
00:22:41
Speaker
Und das war der Blog von dem Jüdischen Museum und von der Villa Stuck.
00:22:44
Speaker
Und das ist so eine Jugendstil-Villa von diesem Künstler.
00:22:47
Speaker
Und ich so, oh mein Gott, da gehe ich hin.
00:22:49
Speaker
Und das war auch total geil, weil ich war halt wieder mal die Einzige, die das studiert hatte, wie man Inhalte kommuniziert.
00:22:54
Speaker
Also ich hatte halt so eine Medienausfüllung, ich konnte eigentlich schreiben oder ich konnte vorzeigen, dass ich schreiben gelernt habe.
00:22:59
Speaker
Und ich kenne mich ein bisschen mit diesen ganzen Kunstthemen.
00:23:01
Speaker
Und dann habe ich halt ein Jahr lang für diese Agentur gearbeitet und habe da eigentlich für ganz viele verschiedene Kunden halt Inhalte gemacht.
00:23:09
Speaker
Also primär diese zwei Museumsblogs.
00:23:10
Speaker
Und das super Coole an dieser Villa Stuck war halt, dass der Museumsdirektor, der Michael Burst, der ist glaube ich immer noch da, der war so cool, weil der einfach gesagt hat, ja mach diesen Blog, du hast voll Bock, interview die Künstler.
00:23:20
Speaker
Ich habe dann irgendwie so, also damals so die ersten Podcasts oder halt, ich habe es glaube ich gar nicht Podcast genannt, weil ich glaube es gab, keiner Podcast, aber irgendwie so...
00:23:27
Speaker
Audioschnipsel, wo die halt dann irgendwie erzählt haben über Kunstwerke.
00:23:31
Speaker
Dann hab ich dann mit Gaston eine andere Sache, das war mega witzig.
00:23:33
Speaker
Das hieß Lautangriff.
00:23:35
Speaker
Dann bin ich in die Ausstellung mit so einem kleinen Recorder und hab immer gewartet, bis sich Leute über ein Kunstwerk unterhalten und wenn dann so rein sprungen, so hey, könnt ihr das nochmal erzählen?
00:23:42
Speaker
Und dann gab es halt so Besucher erzählen über Kunstwerke, wie sie die lesen.
00:23:45
Speaker
Also ich hab dann irgendwie versucht,
00:23:47
Speaker
mit diesen Inhalten einfach so anders zu engagen und halt zu versuchen, das so nahbar zu machen.
00:23:51
Speaker
Und das habe ich halt geliebt.
00:23:52
Speaker
Und dann hatten wir halt noch so einen Food-Kunden, also so ein kleines Bistro.
00:23:55
Speaker
Und ich habe ja immer noch meine kleinen Good-Fotos auf Facebook immer gestellt.
00:23:58
Speaker
Und dann hat das irgendwann... Ich werde das suchen.
00:24:00
Speaker
Hat das immer der Chef... Ich glaube, mein Profil gibt es gar nicht mehr.
00:24:03
Speaker
Aber es gibt, glaube ich, noch einen ganz alten Blog da.
00:24:05
Speaker
Also ich kann noch ein paar alte Sachen rausnehmen.
00:24:08
Speaker
Und jedenfalls hat der Chef das dann mitbekommen und meinte so, hey, du machst doch diese Bilder.
00:24:11
Speaker
Und dann ist so, ja.
00:24:12
Speaker
Und er so, ja, dann gehst du mal zu unserem Kunden und machst da die Bilder.
00:24:15
Speaker
Und ich so, what the... Also ich hatte halt noch nie ein Imposter-Syndrom.
00:24:20
Speaker
Voll, aber wenn ich jetzt frage, denke ich, wie konntest... Also dieser Chef, wie konnte der das halt verkaufen?
00:24:24
Speaker
Ich konnte es halt so in die Hose gehen können.
00:24:26
Speaker
Und das Witzige war, ich glaube, einer der ersten Termine dort war, ich sollte ein Bild machen von einem Gericht.
00:24:32
Speaker
Das sollte ausgestrahlt werden in der Werbung im Kino in Ottobrunn.
00:24:35
Speaker
Also in so einem...
00:24:37
Speaker
Aber Kinowerbung ist einfach... Aber es ist einfach so ein local, so ein tiny Kino, wo es eine Tiny-Line war.
00:24:42
Speaker
Und da sollten halt diese Aubergine-Röllchen, die ich graviert hatte, zehn Sekunden lang eingespielt werden.
00:24:47
Speaker
Ich war so aufgeregt.
00:24:48
Speaker
Es war so ultra exil... Vor allem, ich durfte ja nicht zeigen, dass ich aufgeregt bin, weil ich war ja der Profi, der jetzt hingeht.
00:24:53
Speaker
Du machst das ja die ganze Zeit.
00:24:55
Speaker
Genau, ich bin so gut.
00:24:56
Speaker
Es war dann auch ein okayes... Es war ganz nett, aber es war jetzt kein... Ja, genau.
00:25:01
Speaker
Das war so meine Annäherung an dieses Fischfotothema.
00:25:04
Speaker
Ich finde, so eine Kinowerbung ist sowas wie ein Livegold schon auch.
00:25:08
Speaker
Aber auch... Gleich abgetrickert.
00:25:10
Speaker
Ja, weil man dann so sieht...
00:25:13
Speaker
Was dann, gerade wenn ich mal gucke, bei unserem Dorf, also Tiny Dorfkino, was da so in einem Kinowerbung läuft, also sie hat dann irgendein Autohaus, wo so eine weiße Kartoffel drin steht und irgendwas so redet in die Kamera.
00:25:26
Speaker
Da merkst du auch, dass er einen ganz schmitzigen Rücken hat.
00:25:29
Speaker
Und einfach auch super schlecht.
00:25:31
Speaker
Das ist irgendwie so ein Ding zwischen, oh, ich möchte wirklich irgendwie, wenn ich es geil mache, Kinowerbung dazu von mir zu haben.
00:25:38
Speaker
Aber gleichzeitig auch nicht so ein bisschen.
00:25:40
Speaker
Aber sonst war es Video.
00:25:42
Speaker
Also wenn du irgendwas noch raussuchen kannst, fände ich es eigentlich ganz geil.
00:25:45
Speaker
Vielleicht können wir das bei... Wir haben ja auch ein Instagram-Malder.
00:25:50
Speaker
Das ist ein Vergleich von heute zu.
00:25:52
Speaker
Das ist auch richtig schlecht.
00:25:53
Speaker
Das ist total witzig, das sind richtig schlechte Sachen, das ist gar nicht so lange her.
00:25:56
Speaker
Ich habe so eine geile Lärmkurve.
00:25:58
Speaker
Oh mein Gott, ich finde alles, was du daran erzählst, finde ich total motivierend.
00:26:01
Speaker
Du bist zu selbstkritisch.
00:26:05
Speaker
Das hat mir schon tausendmal.
00:26:06
Speaker
Du machst so mega gut.
00:26:09
Speaker
Nein, aber ja, weil man ja nur so Ausschnitte von Menschen mitbekommt, von dem, was du zum Beispiel jetzt machst und
00:26:16
Speaker
Ich dachte so, ja, also, ne, in meinem Kopf kommen die Leute so fertig auf die Welt und machen die Sachen einfach geil.
00:26:21
Speaker
Dann wäre man selber sich die ganze Zeit, ja, keine Ahnung, weißt du?
00:26:24
Speaker
Ich bin genau so geboren.
00:26:26
Speaker
Und das finde ich gerade total, oh, weiß ich nicht, das tut einem gut, sowas so zu hören, dass es ja auch vielen Leuten so ähnlich geht, weil es bei mir auch genau so war, auch so ein geisteswissenschaftliches Studium, wo man erst noch nicht weiß, was man damit machen soll und dann irgendwie bei Umwege sehr ähnlich, nur, äh,
00:26:42
Speaker
Ja, keine Ahnung, weil ich nicht solche Fotos mache wie du.
00:26:46
Speaker
Wir haben aber auch sehr lange dann brauchen, bis man wirklich aussprechen kann, okay, ich mache diesen Beruf, ich bin... Ja, was ist mein Beruf eigentlich?
00:26:52
Speaker
Oder auch so der Schritt von, ich mache Fotos, ich bin Fotografin, hat ultra lange gedauert.
00:26:58
Speaker
Und dann auch, dass es halt irgendwie mit sich bringt, dass du halt einen gescheiten Tagestatz aufrufst und nicht irgendeinen Schritt... Ey, das ist wirklich so schwer, da haben wir es auch schon oft von gehabt irgendwie.
00:27:07
Speaker
Und ich finde, das kann man auch gut transportieren eigentlich auf unser Leben irgendwie.
00:27:11
Speaker
Ich habe super oft gesagt, ja, ich koche, ich bin im Nebengewerbe, koche ich, aber habe direkt hinterher geschoben, aber ich habe es nicht gelernt.
00:27:21
Speaker
Es macht überhaupt keinen Sinn.
00:27:23
Speaker
Also ich habe mit Sicherheit viel... Ich kann mir verkaufen, aber eigentlich ist es scheiße.
00:27:26
Speaker
Ja, ich habe... Also eigentlich ist das ein bisschen vermessert.
00:27:31
Speaker
Aber ich wette, viel mehr Wissen als wahnsinnig viele gelernte Köche und Köchin.
00:27:36
Speaker
Und auch Handwerk.
00:27:37
Speaker
Und auch Handwerk, ja, weil schon so lange und man nerdet sich in Dinge rein, wenn man eine Leidenschaft einfach hat.
00:27:43
Speaker
Und das mache ich nicht mehr.
00:27:44
Speaker
Ich sage, ich bin Köchin.
Fotografiestil und Storytelling in Vivi's Arbeit
00:27:49
Speaker
Und deswegen finde ich das interessant, dass du das auch so sagst.
00:27:52
Speaker
Und wie ging's dann bald?
00:27:54
Speaker
Wie ging's dann bald?
00:27:55
Speaker
Vielleicht spulen wir ein bisschen vor.
00:27:57
Speaker
Long story short, ich bin dann irgendwann von der Agentur gegangen, habe mich super schwer an Herzens von Lissavilla Stuck und diesem Blog getrennt, weil ich das geliebt habe, also dieses Künstlerteil.
00:28:05
Speaker
Und dann habe ich aber eigentlich...
00:28:09
Speaker
Also ich kann wirklich nicht mehr rekonstruieren, wie es passiert ist, dass ich mittlerweile wirklich fast nur oder eine ganz lange Zeit wirklich nur noch vom Fotografieren gelebt habe.
00:28:16
Speaker
Es hat sich immer wieder, also ich glaube an zwei Punkten haben sich so geile Zufälle ergeben, die einfach so der Bingo-Moment.
00:28:22
Speaker
Jetzt bist du drin so ungefähr.
00:28:23
Speaker
Die kann ich auch erzählen, die ist echt witzig.
00:28:25
Speaker
Also in einem Fall war es so, das ist eine ganz liebe Freundin von mir, die ich aus der Agentur kannte.
00:28:28
Speaker
Die hat angefangen für Verlage so Trendforschung und Zielberatungskontrolle.
00:28:32
Speaker
Workshops zu geben.
00:28:33
Speaker
Das heißt, die war dann bei Kochbuchverlagen gebucht und hat denen dann erklärt, was nächstes Jahr kommt für Themen, für Trends, für Farben, für Materialien und bla.
00:28:39
Speaker
Und hat dann auch viele so Moodboards erstellt, also so ein bisschen wie eine Artdirektorin.
00:28:42
Speaker
Und dann bei irgendeinem Buch von einem sehr großen Verlag
00:28:45
Speaker
Dann kam es raus, dass das Buch am Montag in Druck geht und dass das Cover, was sie hatten, nur ein Low-Res-Moot-Bild war.
00:28:53
Speaker
Alle dachten, dieses Bild gibt es, aber das Bild gab es gar nicht.
00:28:56
Speaker
Und dann haben sie gesagt, so hektisch, so weinen, wir müssen diese Bildrechte kaufen.
00:28:59
Speaker
Und die Fotografin, die es gemacht hat, war gerade irgendwie auf Reise.
00:29:01
Speaker
Also irgendwie war das so, fuck, wir haben einfach kein Cover.
00:29:03
Speaker
Du musst aber, wenn du einen Druck anmeldenst, musst du den ja...
00:29:06
Speaker
Und du willst den Vertrag nicht nennen.
00:29:08
Speaker
Kann man das bieten?
00:29:09
Speaker
Nee, ich kann den nicht nennen.
00:29:10
Speaker
Aber jedenfalls war das dann, genau, du hast ja, wenn du drucken willst, wenn du das verschiebst, dann ist das ja mit ganz viel Kosten verbunden.
00:29:16
Speaker
Das heißt, die mussten ein Bild.
00:29:18
Speaker
Und dann schrieb sie mir, wie wie, schaffst du es, ungefähr dieses Bild am Wochenende mit mir zu shooten?
00:29:23
Speaker
Und ich so, of course.
00:29:24
Speaker
Und sie so, wenn du das machst, bist du drin und Heldin.
00:29:26
Speaker
Und ich so, of course.
00:29:27
Speaker
Und ich wollte dann unbedingt für einen Kochbuchverlag.
00:29:30
Speaker
Und deswegen war das halt so, okay, ich mach das jetzt einfach mal.
00:29:32
Speaker
Und es war eigentlich ein Bild von einer Frau, die einfach ein riesiges Bunt Gemüse im Arm hält.
00:29:36
Speaker
Und dann hat sie das halt gemacht mit mir.
00:29:39
Speaker
Und das war das dann?
00:29:40
Speaker
Und dann war ich da drin und dann haben sie mich halt immer wieder gebucht.
00:29:42
Speaker
Also fiel halt auch mit sie, wenn ich immer wieder ins Reihen gehe, also immer gesagt hat, hey guck mal, das ist doch ein Buch, das kann ich wieder wie machen.
00:29:47
Speaker
Und es ist halt auch ein Verleihb, der auch sehr viele Bücher macht, deswegen konnte ich dann irgendwie auch schnell
00:29:51
Speaker
sehr viele Buchverträge im Jahr, was total geil war.
00:29:55
Speaker
Also das war dann in dem Fall wirklich, ich habe das Skript bekommen mit den Rezepten, ich muss den Foodstylisten, Stylistin finden, der das kochen konnte und dann haben wir das halt geshootet in dem Zeitrahmen.
00:30:03
Speaker
Hast du so einen Josh kennen wir denn?
00:30:10
Speaker
Der zweite super witzige Moment,
00:30:13
Speaker
Nee, ich muss, glaube ich, noch diese liebe Freundin erwähnen, weil die ist leider mittlerweile verstorben.
00:30:16
Speaker
Das ist die Justina Demboski.
00:30:17
Speaker
Und das ist eine Person, mit der ich super gerne dann auch Bücher gemacht habe, weil sie einfach so ein krasses Auge für Styling, für Farben, für Farbkombis.
00:30:25
Speaker
Also eine super kreative Person.
00:30:26
Speaker
Und die hat mir ganz, ganz viel mitgegeben.
00:30:28
Speaker
Das war total schön.
00:30:31
Speaker
Ja, und jetzt der zweite Moment, der auch wieder ein sehr toller Mensch, der einfach an mich geglaubt hat.
00:30:37
Speaker
Da war ich in Dänemark auf dem Food-Fotografie-Festival.
00:30:41
Speaker
Und zwar gibt es einen deutschen Fotografen, der in Spanien wohnt, der Günther Bär.
00:30:45
Speaker
Der hat es gegengerufen, dass sich alle Food-Fotografen der Welt, die wollen einmal alle zwei Jahre treffen.
00:30:50
Speaker
Und das gab es irgendwie zweimal in Spanien und danach wurde es...
00:30:54
Speaker
verlagert auf eine kleine Stadt in Dänemark, die heißt Weile, in der Nähe von Kopenhagen.
00:30:58
Speaker
Und dann habe ich das gesehen und war so, hey, ich muss da hinfahren, ich muss eben gucken, was die alle machen und so.
00:31:01
Speaker
Und habe dann gedacht, wo kann ich da günstig übernachten?
00:31:04
Speaker
Und irgendwie bin da entgegen Nacht so hingefahren, dass ich halt möglichst wenig Ausgaben, ich war ja halt so ganz am Anfang, und habe dann irgendwie für die erste Übernachtung keinen Platz mehr in diesem Hostel gefunden und nur noch im offiziellen Festivalhotel, was halt ultra teuer war, habe ich halt die erste Nacht dann buchen müssen, weil ich sonst irgendwie den ersten Abend verpasst hätte.
00:31:21
Speaker
Und dann komme ich da so an meinem Koffer
00:31:23
Speaker
voll fertig, weil ich halt Nachtzug gefahren bin, irgendwie im Sitzen, also voll am Arsch.
00:31:27
Speaker
Und dann ist halt so ein Herr, der läuft so von mir her, auch mit so einem kleinen Rollkopf, und dann läuft auf dieses Hotelzimmer und ich so, boah, ich will so schnell ins Hotelzimmer, dränge mich so vor an die Rezeption, check so vor ihm ein, und dann wartet er doch, oder dann werde ich doch erst mit ihm zusammen irgendwie zum Fahrstuhl begleitet, und dann fahre ich halt mit diesem Mann zum Fahrstuhl, und dann check ich erst, der ist Deutscher, und dann sagt er halt irgendwas, und ich antworte irgendein Bullshit, also so komplett irgendein Quatsch, weil du halt Fahrstuhl fährst, und es sind irgendwie zehn Spackwerke, und dann war das halt der Art Direkte vom Pfandschmecker.
00:31:55
Speaker
Und der hat sich einfach irgendwie über ein Gesicht gemerft.
00:31:57
Speaker
Nee, und dann war ja danach irgendwie der Galaabend, wo wir irgendwie so Netzwerken und Drinks und alle haben so ein Namensschild und dann trifft er mich wieder und sagt so, hey, bist du in dein Zimmer angekommen?
00:32:05
Speaker
Hast du mich ein bisschen ausgeruht?
00:32:07
Speaker
Und dann gucke ich so aufs Namensschild und mich so Peter Steiner, Art Director, Fandschnecke, ich so...
00:32:12
Speaker
Vom Falschmecker Magazin.
00:32:14
Speaker
Genau, vom Falschmecker Magazin.
00:32:15
Speaker
Und dann war ich so, shit, ey, voll.
00:32:17
Speaker
Also, weil, keine Ahnung, ich habe mich vorgedrängelt.
00:32:19
Speaker
Ich war irgendwie, da habe ich irgendwas so weirdes, also einfach so belangloses Witzchen im Aufzug.
00:32:24
Speaker
Und der hat sich aber irgendwie nicht gemerkt und meinte so, hey, zeig mir doch deine Arbeit.
00:32:30
Speaker
In meinem Kopf so, ne?
00:32:31
Speaker
Aber ich hatte halt meine Sachen dabei.
00:32:32
Speaker
Also ich hatte meine Sachen irgendwie auf meinem iPad, glaube ich, oder sowas damals.
00:32:36
Speaker
Außer sehen die Auberginenröllchen aus der Kino.
00:32:37
Speaker
Und dann, die irgendwie nicht.
00:32:40
Speaker
Aber man konnte sich für so Portfolio-Reviews irgendwie eintragen.
00:32:43
Speaker
Und dann habe ich halt so ganz spät meinen Mut zusammengefasst und war so, okay, dann gehe ich da halt hin und mache so einen Termin und dann hatte er keine Slots mehr, ne?
00:32:48
Speaker
Und dann kam er aber trotzdem zu mir in dem dritten Tag und meinte so, zeigst du mir jetzt deine Sachen oder nicht?
00:32:53
Speaker
Und ich so, wie cool.
00:32:54
Speaker
Und dann hat er sich wirklich alles angeschaut, eigentlich ziemlich schnell so durch und er so, hat eigentlich gar nichts gesagt und dann bin ich so, ja, ist eigentlich ganz schön.
00:33:01
Speaker
Und ich so, ja, genau.
00:33:04
Speaker
Und er so, ich ruf dich mal an, also ich im Sinne von, ja, genau.
00:33:09
Speaker
Und dann hat er mich wirklich, ich glaube, zwei Wochen später angerufen und
00:33:12
Speaker
Wir hatten eine Strecke über Italiener in Deutschland und ich sollte zu Mario Gamba, so ein Urgestein der Italiener in München so.
00:33:19
Speaker
Ich wusste ja nichts von dieser ganzen Sterne und Fine Dining.
00:33:22
Speaker
Also es war so, okay, ich gehe da halt hin und keine Ahnung, was der macht.
00:33:24
Speaker
Und habe dann auch gegessen und war so ultra geflasht, dass der Kellner mir immer nachschenkt und mich mir nicht selber nachschenken darf.
00:33:30
Speaker
Was geht hier eigentlich vor?
00:33:32
Speaker
Ich fand es auch ganz schlimm.
00:33:33
Speaker
Und dann war halt das Krasse, dass die halt unbedingt wollten, dass ich einen Spaghetti-Teller fotografiere.
00:33:37
Speaker
Und der fand es halt richtig scheiße, weil es einfach nur Spaghetti waren.
00:33:39
Speaker
Und der ist ja für seine Ravioli bekannt.
00:33:41
Speaker
Ich habe es überhaupt nicht verstanden.
00:33:42
Speaker
Ich so, hä, ist so scheißegal, mach halt die Spaghetti.
Herausforderungen und kreative Prozesse in der Kochbuchfotografie
00:33:44
Speaker
Und dann hat er halt, glaube ich, echt, ich weiß es nicht, aber der hat mir einfach ganz viele Gerichte vorgesetzt und mir einfach im letzten, ich wusste, irgendwann ist Schluss, weil die Gäste kommen, also Mittagsservice fängt an und hat wirklich in den letzten drei Minuten mir diesen Spaghetti-Teller hingestellt, von dem ich wusste, das wollen die eigentlich haben und habe den halt super schnell irgendwie fotografiert.
00:34:02
Speaker
Auch da, ich hatte, glaube ich, vor fünf Jahren vielleicht angefangen zu fotografieren oder vier, also gar nicht lange her und war auch super zittrig und so.
00:34:08
Speaker
Also man hat, ich glaube, man hat mir schon lange gemerkt, dass ich nervös war.
00:34:10
Speaker
Anyway, dann im Nachhinein habe ich gecheckt, das Briefing, was mir der Peter gegeben hat, das war ein kleines mit einem Cover oder er will ein Cover damit versuchen.
00:34:18
Speaker
Aber ich wusste es halt damals nicht.
00:34:19
Speaker
Und er hat mir, glaube ich, extra nicht gesagt, weil er, glaube ich, nicht wollte, dass ich sterbe.
00:34:24
Speaker
Aber er hat dann wirklich mich dann später angehoben und hat gesagt, hey, das Bild ist voll toll, wir machen das Cover jetzt damit.
00:34:29
Speaker
Und dann war es halt ein Cover vom Falschwerk.
00:34:32
Speaker
Und es war so heftig.
00:34:33
Speaker
Und das war halt so krass, weil er hat mich einfach, der kannte mich überhaupt nicht, der wusste gar nicht.
00:34:37
Speaker
Der hat ein bisschen Bilder gesehen, hat aber auch gewusst, ich bin super nervös.
00:34:40
Speaker
Und das war jetzt wann?
00:34:41
Speaker
Das war, das müsste ich nochmal rekonstruieren, aber wahrscheinlich 2016, 17.
00:34:47
Speaker
Ja, müsste ich nochmal nachschauen.
00:34:51
Speaker
Und dann war ich da halt irgendwie auch drin.
00:34:52
Speaker
Also es war irgendwie dann... Und die machen das eigentlich auch so, wenn du mal was für die gemacht hast, dann bist du irgendwie immer wieder auch so in diesem Pool drin.
00:34:58
Speaker
Ja gut, wenn man dann weiß, worauf man sich verlassen kann.
00:35:00
Speaker
Genau, und dann guckt man halt so, wer passt zu wem.
00:35:02
Speaker
Also ich finde, das machen die auch super, dass sie mich immer zu Köchen checken, wo es irgendwie auch passt.
00:35:06
Speaker
Das ist aber ganz schön.
00:35:07
Speaker
Es ist auch irgendwie so, der Feinschmecker hat auch so eine bestimmte Stimmung.
00:35:11
Speaker
Und die hast du auch irgendwie, habe ich immer das Gefühl.
00:35:14
Speaker
Also das passt auch irgendwie.
00:35:15
Speaker
Kannst du das beschreiben?
00:35:16
Speaker
Was ist das gerade so?
00:35:17
Speaker
Moody einfach auch so.
00:35:19
Speaker
Okay, findest du schon?
00:35:20
Speaker
Find ich schon, ja.
00:35:23
Speaker
Ich finde, es ist ganz unterschiedlich.
00:35:24
Speaker
Also je nachdem, wer die Bilder macht.
00:35:26
Speaker
Manche Sachen sind so ganz, ganz hochglanzend und ganz geleckt und so ganz peptide und perfekt.
00:35:30
Speaker
Ich bin allerdings auch keine Abonnentin.
00:35:32
Speaker
Tatsächlich blätter ich den Pfandschmecker einmal im Jahr durch, wenn ich im Spielweg bin.
00:35:36
Speaker
Weil er da halt immer liegt, ja.
00:35:37
Speaker
Die haben dann immer alle da.
00:35:41
Speaker
Ich finde es super unterschiedlich, wer da fotografiert.
00:35:43
Speaker
Aber ich finde auch den Gedanken schön, dass es ja zum Koch oder zur Kirche passen kann.
00:35:47
Speaker
Also natürlich muss es halt ein Level haben an Perfektion.
00:35:51
Speaker
Natürlich kann ich keinen Scheiß abliefern.
00:35:54
Speaker
Ich kann es, glaube ich, gar nicht so verorten, was jetzt der Stil ist.
00:35:57
Speaker
Wie würdest du denn deinen Stil beschreiben, wenn du es selber machen müsstest?
00:36:00
Speaker
Also wenn man so denkt, welche Köche matchen oder welche Lokale und so, wie siehst du das denn selber?
00:36:05
Speaker
Nee, ich glaube eher von der, von wie man als Mensch ist, würde ich jetzt sagen.
00:36:09
Speaker
Also ich glaube, dass ich mich eigentlich am wohlsten fühle mit entspannten Menschen.
00:36:14
Speaker
Also ich fühle mich eigentlich sehr, sehr wohl oder ich mag es sehr gerne.
00:36:19
Speaker
Jetzt losgelöst vom Feinschmecker allgemein, wenn ich irgendwo bin, wo ich das Gefühl habe,
00:36:24
Speaker
Das, was ich da jetzt gerade mache, bringt diesen Leuten ganz, ganz viel.
00:36:26
Speaker
Also typischerweise sind es echt sowas wie so Landwirte, Landwirtinnen oder irgendwie Metzger, also Leute, die eigentlich gar nicht so die Sichtbarkeit haben.
00:36:33
Speaker
Da habe ich das Gefühl, da habe ich so doppelt Motivation, dass die halt richtig cool rüberkommen, weil das für die jetzt echt einen Unterschied macht, dass die da jetzt zu sehen sind und wie sie jetzt zu sehen sind und wie sie rüberkommen.
00:36:43
Speaker
Das finde ich so schön.
00:36:43
Speaker
Und manchmal denke ich mir halt bei, also...
00:36:45
Speaker
das soll jetzt nicht doof klingen, aber bei dem Koch oder einer Köchin, die halt schon auf allen Medien waren, wo du auch weißt, okay, die haben jetzt drei Minuten, die setzen jetzt einfach ihr Mediengesicht auf, von denen sie wissen, es sieht gut aus, das ist alles fein und mehr kann man da jetzt, glaube ich, gar nicht wirklich rausholen, weil der Rahmen ist, glaube ich, nicht da in vielen Fällen, ich sage jetzt nicht immer, aber manchmal.
00:37:02
Speaker
Und dann denke ich, okay, das ist halt einer von x Medienbeitragungen.
00:37:06
Speaker
Das geht bei denen, also das ist wie so ein bisschen Daily Business.
00:37:09
Speaker
Und dann ist, glaube ich, auch meine Motivation, da jetzt ultra was rauszuholen, jetzt auch nicht so groß, weil ich halt auch weiß, das wird nicht funktionieren.
00:37:14
Speaker
Also da müsste ich, glaube ich, eine andere Nähe haben.
00:37:17
Speaker
Und die hast du ja nicht, wenn du fünf Minuten Zeit hast.
00:37:19
Speaker
Ja, und bei den anderen ist so jetzt einmal das Spotlight, was die sonst nicht haben.
00:37:25
Speaker
Die haben vielleicht auch nicht so viel Zeit, aber irgendwie, ja, versuche ich dann trotzdem irgendwie, dass man was Besonderes irgendwie...
00:37:32
Speaker
Ich glaube, der Versuch ist ja schon so ein bisschen zu verstehen, was die machen und das wiederzugeben.
00:37:38
Speaker
Ich glaube, meine Lieblingsbilder sind immer noch die, wo irgendwelche Landwirte mit Matsch an den Stiefeln im Stall stehen und vielleicht ist noch Kuhscheiße irgendwo.
00:37:45
Speaker
Und trotzdem strahlen die so aus, diese Kraft, die sie haben.
00:37:48
Speaker
Das sind so Bilder, die mich voll freuen, wenn ich die schaffe.
00:37:50
Speaker
Das kann ich total gut verstehen.
00:37:52
Speaker
Die Janina glänzende Augen.
00:37:55
Speaker
ob du sie kennst, aber über Bioland arbeite ich viel mit der Sonja Herpisch zusammen.
00:37:59
Speaker
Die ist eine Fotografin aus München und die fotografiert eben die ganzen Landwirtinnen und Landwirte für Bioland.
00:38:05
Speaker
Und sie fängt das auch richtig, richtig gut ein.
00:38:08
Speaker
Und auch dann wirklich einfach, wenn die Leute auch hands-on einfach jetzt gerade irgendwas Mistmäßiges machen oder so.
00:38:13
Speaker
Keine Ahnung, das finde ich auch einfach richtig cool.
00:38:17
Speaker
Gut, dass du das auch nochmal so sagst.
00:38:18
Speaker
Finde ich auch wichtig.
00:38:20
Speaker
Also vielleicht auch, weil man ja dann erst mitbekommt, was die jetzt eigentlich alles machen und stemmen.
00:38:24
Speaker
Wenn sie sich jetzt einfach nur...
00:38:26
Speaker
frisch geduscht und einparfümiert auf den Rollwein setzen.
00:38:28
Speaker
Das ist zwar nett, aber... Das fühlt mich dann aber auch immer interessant, weil ich eben ja auch auf die Höfe fahre und da versuche, so ein bisschen die Stimmung einzufangen.
00:38:34
Speaker
Denen ist es aber ja dolle wichtig, dass sie frisch und geschmiegelt sind.
00:38:38
Speaker
Die wollen ja gar nicht so trägt.
00:38:40
Speaker
Das ist schwierig, das dann irgendwie so mitzugeben, weil die schämen sich tatsächlich ja sofort.
00:38:44
Speaker
Ja, zum Beispiel, ich habe das ein bisschen gesehen bei den jüngeren Generationen.
00:38:47
Speaker
Die checken das, glaube ich, schon ein bisschen mehr.
00:38:49
Speaker
Oder die sind, glaube ich, entspannter, dass die halt sagen, so, ja...
00:38:52
Speaker
Ist aber, zum Beispiel hatte ich das mit Metzgern auch so, dass die Jüngeren irgendwie mehr so waren, so, ah, guck mal, also dass sie schon wissen, das ist derb, aber das ist halt Teil davon.
00:39:00
Speaker
Und die Älteren sind ja so, ach nee, lieber, gar keine Fotos.
00:39:02
Speaker
Also, wenn man gar nicht sieht, was wir machen, ist eigentlich besser.
00:39:06
Speaker
Wo ich eigentlich denke, so, hä, aber eigentlich, also ich bin stolz auf das, was ihr macht.
00:39:09
Speaker
Soll das doch auch sein.
00:39:10
Speaker
Und irgendwie wollen wir das ja feiern.
00:39:16
Speaker
Was ist für dich das am schwierigsten zu fotografierende Essen?
00:39:20
Speaker
Ich glaube, alle Sachen, die so geschichtet sind, so Sandwiches.
00:39:23
Speaker
Geil, dass du so eine konkrete Antwort hast.
00:39:25
Speaker
Ja, ich habe hier immer die Frage voll durchgeholt.
00:39:27
Speaker
Und tatsächlich saß ich mit mir im Witzhaus und er so, ja, Sandwiches hast du doch nicht so stimmt.
00:39:32
Speaker
Also ich hasse sie nicht, aber es ist immer dieses Gefrickel und dann wird es doch platter und dann muss man irgendwie doch immer dieses Nullgrad, also diesen Winkel, wo du da reinguckst.
00:39:39
Speaker
Ja, oft so mega altbacken.
00:39:41
Speaker
Ja, ich glaube schon, dass Top Shots die stylischeren Shots sind.
00:39:43
Speaker
Und sobald du so runtergehst, dann ist es dann schon sehr... Dann ist ja auch viel so eine Timing-Geschichte, gerade bei so geschmolzenem Käse oder so.
00:39:51
Speaker
Dann muss er ja wirklich irgendwie noch einfach geil aussehen.
00:39:54
Speaker
Aber dann steht es halt eine Minute und dann sieht es einfach nur noch aus.
00:39:57
Speaker
Ich habe mir jetzt ein Heißluftfühlen gekauft.
00:40:02
Speaker
Du fühlst es immer so, geil.
00:40:03
Speaker
Ja, ich war so mal bei Arma beim Job und dann war die Fünsterlistin, hatte einen dabei.
00:40:08
Speaker
Ich war so, stimmt, das hat er früher auch mal gemacht, darf ich das sagen?
00:40:11
Speaker
Ja klar, damit lauf dir die ganzen Blitzen und Burger in der Kessel aus.
00:40:14
Speaker
Dann dachte ich, das ist ja gar nicht so teuer.
00:40:16
Speaker
Ich fahre jetzt beim Bauhaus, Frau Börgenkauf mir ein.
00:40:18
Speaker
Also echt so ein Glitteranzimmer?
00:40:21
Speaker
Ne, das sieht wirklich aus wie so ein Föhn, nur von Makita.
Persönliche Vorlieben und Karriere-Reflexionen
00:40:26
Speaker
Mit mehr Power oder was?
00:40:28
Speaker
Er kann da mit 500 Grad, dann hat er so ein Gebläse und dann kannst du halt den Käse einfach punktuell anschmelzen.
00:40:34
Speaker
Ich hab gar keine Ahnung.
00:40:37
Speaker
Also ich hab so ein Mäse mitschreiben.
00:40:40
Speaker
Ja, aber das verstehe ich mit Sandwich.
00:40:42
Speaker
Ich kann mir auch kurz so vorstellen, also alle auch so gefüllte Sachen, sowas wie ein Crêpe oder sowas, weiß ich jetzt auch gar nicht.
00:40:48
Speaker
Ja, da hast du ja immer das Ding, ob du jetzt irgendwie aufschneidest, nicht aufschneidest, bla.
00:40:52
Speaker
Aber ich glaube, diese Sachen, die so mehrere Schichten, so ein bisschen, am schlimmsten ist, glaube ich, so Sandwiches, die aber nicht wirklich hoch sind.
00:40:57
Speaker
Ja, voll, verstehe ich.
00:40:58
Speaker
Okay, wenn, dann mach halt irgendwie fünf Stockwerke, dann check das auch damit.
00:41:00
Speaker
Aber so ein Käsetoast, ja.
00:41:03
Speaker
Und wenn es halt so dünn ist, dann weißt du halt nicht, okay, eigentlich...
00:41:06
Speaker
Wäre es von oben schöner, aber eigentlich sieht man ihn nicht rein und dann hast du so einen halben komischen Winkel dazwischen.
00:41:12
Speaker
Das verstehe ich gut.
00:41:15
Speaker
Witzigerweise, alles was alle sagen, so, ja, Würste sind ja bestimmt voll schwierig.
00:41:18
Speaker
Nein, Würste sind voll schön.
00:41:21
Speaker
Ich mag Wüste und all das.
00:41:23
Speaker
Ich bin sehr gespannt auf heute Abend.
00:41:27
Speaker
Heute auf die Book Release Party.
00:41:31
Speaker
Oder ist es einfach nur Wurstparty zu Ehren deines Kochbuchs?
00:41:35
Speaker
Ja, also Sabine Eckert von der Fläscherei Eckert wollte, glaube ich, unbedingt irgendwie Wurstabend machen.
00:41:39
Speaker
Deswegen haben wir gesagt, wir kommen sehr gerne und machen den.
00:41:42
Speaker
Und sie verkauft ja auch unser Buch und hat ja auch ein Poster gemacht, wo Josch und ich drauf sind.
00:41:47
Speaker
Du hast einfach uns beide da oben hängen.
00:41:49
Speaker
Und darunter sind die Bücher.
00:41:50
Speaker
Also verkauft die ja auch.
00:41:51
Speaker
Ich finde das technisch irgendwie.
00:41:54
Speaker
Ich finde das sinnig.
00:41:56
Speaker
Ich finde es ein bisschen ruhig, dass wir da so aufgehängt sind.
00:41:59
Speaker
Deswegen haben wir heute Abend eine lustige, kleine, aber feine Truppe.
00:42:02
Speaker
Ich glaube, das wird sehr lustig.
00:42:03
Speaker
Ich glaube, wenn es passt, erzählen wir es, müssen wir es buchen.
00:42:05
Speaker
Wir freuen uns, dass wir es machen.
00:42:09
Speaker
Wir fühlen uns auf jeden Fall ziemlich geehrt, dass wir dabei sind.
00:42:11
Speaker
Wir dürfen in dieser kleinen Runde.
00:42:14
Speaker
Anschließend dazu gibt es Motive, die du auch gar nicht mehr sehen magst.
00:42:18
Speaker
Auch von deinen Kunden oder die ja dann immer wieder vorgeschlagen werden.
00:42:22
Speaker
Nö, eigentlich nicht.
00:42:23
Speaker
Ich glaube, es ist eher das Ding, dass ich es halt schön finde, wenn ich jedes, also wenn ich jetzt von Büchern spreche, wenn jedes eine eigene Bildsprache bekommen dürfte und manchmal ist einfach das Budget oder die Zeit, das Timing lässt einfach nicht zu, dass man halt das ad hoc entwickelt, aber eigentlich fände ich das schön, wenn man das könnte.
00:42:37
Speaker
Also das ist ein bisschen mein Idealismus, dass ich es halt so...
00:42:40
Speaker
Die coolen Food-Stylisten und Stylistinnen und Set-Stylistinnen, die es in Australien gibt, werden ja auch dafür bezahlt, warum können wir es hier nicht machen.
00:42:47
Speaker
Warum sehen in Deutschland so viele Kochbücher so ultra ähnlich aus?
00:42:50
Speaker
Also das kann ich nicht mehr sehen.
00:42:51
Speaker
Das ist alles auf irgendwelchen grauen Steinen und handgemachten Tellern, die ich total schön finde, aber es sieht halt alles sehr, sehr ähnlich aus.
00:42:58
Speaker
Ja, da bist du ja ein bisschen rausgeschlagen dann mit dem Retro-Motto eigentlich vom ersten, also ich habe noch nicht in Wurst reingucken können, aber Goldene Zeiten ist ja deutlich retro gestylt.
00:43:10
Speaker
Also ich habe dann auch verstanden, das heißt verstanden, aber ich habe mir noch gedacht, okay, stimmt, wenn du die ganze Requisite in neutralen Farben hältst, dann ist es einfach mega einfach.
00:43:17
Speaker
Und wenn du halt anfängst mit, hier, guck mal, ein knallblauer Teller und hier, guck mal, eine Serviette, die irgendwie ein bisschen knallblau ist, aber auch orange.
00:43:23
Speaker
Und dann hast du halt irgendein Essen, was auch eine Farbe ist.
00:43:26
Speaker
Also eigentlich habe ich mich die ganze Zeit selber...
00:43:28
Speaker
Fuck, weil ich gemerkt habe, es ist so viel komplizierter.
00:43:32
Speaker
Man wächst mit seinen Aufgaben.
00:43:33
Speaker
Ja, also es hat sich halt monetär so null gelohnt, aber ich habe sechs Monate lang nur mit der Requisite verbracht und habe auch wirklich, das ist das einzige Buch, wo ich jedes Set einzeln leer fotografiert habe, um zu gucken, ob das Set funktioniert.
00:43:45
Speaker
Dann mit dem Jörg überlegt habe, welches Essen kommt so rein.
00:43:48
Speaker
Also normalerweise machst du es ja einfach andersrum.
00:43:49
Speaker
Ah, ihr habt das Set zuerst definiert und dann überlegt, welches Gericht reißt du?
00:43:53
Speaker
Also erst bin ich losgezogen.
00:43:55
Speaker
Ich muss auch sagen, ich dachte am Anfang,
00:43:57
Speaker
in meiner Unwissenheit, dass wir ganz viele gelbe Bällchen haben.
00:44:00
Speaker
Das ist alles so wie ein... Ja, frittiert halt, ja.
00:44:04
Speaker
Ich wusste überhaupt nicht.
00:44:05
Speaker
Die Italiener... Ja, das ist doch alles... Das ist doch das einzige gute Essen, was man... Nee, aber ich habe halt nicht geschneit, dass es ja auch Sachen gibt, die halt nicht paniert sind und Sachen, die halt dann noch ein Dread bekommen oder halt eine Suce drauf oder halt Marinate, whatever.
00:44:19
Speaker
Nee, Marinate ist davor, aber dass du halt auch andersfarbige, andersfamige und Sachen, die keine Panade bekommen...
00:44:24
Speaker
Und dass es nicht nur alles Bällchen sind, sondern vielleicht auch ganze Fische können es ja auch sein.
00:44:29
Speaker
Also ich bin da gar nicht so weit gekommen.
00:44:30
Speaker
Und witzigerweise habe ich es auch nie ausgesprochen.
00:44:32
Speaker
Ich habe es einfach nur angenommen und bin auf die Suche gegangen und habe gesagt, okay, jetzt müssen wir das Problem lösen.
00:44:37
Speaker
Wie mit ganz vielen lustigen, ultra bunten, mega krass gemusterten Tischdecken.
00:44:41
Speaker
Das war so mein erster Gedanke.
00:44:42
Speaker
Da waren wir einfach Farbe und Muster.
00:44:44
Speaker
Aber auch, weil ich ein paar Bilder vor Augen hatte von bestimmten Magazinen, Fotografinnen, die ich so bewundere und cool finde.
00:44:52
Speaker
Und ich dachte, ich würde so gerne was in die Richtung machen, wenn du einfach so ultraknallig bist.
00:44:55
Speaker
Könnt ihr das tolle Pip-Magazin?
00:44:57
Speaker
Das ist ein Magazin, das macht
00:44:59
Speaker
Ein italienischer Künstler, Maurizio Cattelan, das ist der, der die Banane an die Wand getapet hat.
00:45:04
Speaker
Der mit seinem Personal Portrait Photographer, also er ist mega schüchtern, er hat nur einen Fotografen, der produzieren darf.
00:45:09
Speaker
Das ist der Pierpaolo Ferrari, glaube ich.
00:45:12
Speaker
Die haben gesagt, let's make shit.
00:45:14
Speaker
Also lass irgendwas machen, was auch immer scheiße sein darf.
00:45:16
Speaker
Und haben so ganz crazy angefangen, so eine Fotostrecke zu machen.
00:45:19
Speaker
Und es sind halt so ultra wilde, bunte, absurde Bilder.
00:45:23
Speaker
Keine Ahnung, knallblauer Hintergrund, eine Frau mit knallroten Lippen macht den Mund auf und es kommt ein Knallinfogel raus.
00:45:30
Speaker
Oder halt auch wilde Mustern mit Schlangen und Menschen mit Schlangenköpfen.
00:45:33
Speaker
Also so ganz wie so ein Fiebertraum.
00:45:35
Speaker
Ich wollte so ein bisschen in so eine Richtung gehen und dann hab dann gedacht, okay, ich brauch Sachen mit Mustern, also alte Tischdecken, passt ja wieder in das Retro-Klingein.
00:45:42
Speaker
Und Retro, weil ich dachte, das Retieren ist ja so Altbutton.
00:45:44
Speaker
Deswegen lass uns Altbutton bleiben, aber cool.
00:45:47
Speaker
Und dann habe ich gemerkt, okay, wenn ich sozusagen ein Tischtuch habe, was viele Farben vereint, zum Beispiel dieses Gelb, Rot und Blau, dann brauche ich ja meine Requisiten nur in Gelb, Rot und Blau zu halten und dann hält es zusammen als Farbwelt.
00:45:57
Speaker
Also jedes einzelne Bild hat eine Farbwelt, die von irgendeinem Item zusammengehalten wird.
00:46:02
Speaker
Und dann muss aber das Essen noch dazu passen.
00:46:03
Speaker
Und deswegen habe ich erst angefangen, die Tischdecken zu sammeln, dann das Geschirr, was zu der jeweiligen Tischdecke passt.
00:46:08
Speaker
Zum Beispiel Flieder.
00:46:09
Speaker
Oh, wir brauchen fliederfarbene Teller.
00:46:11
Speaker
Gibt es ja überall.
00:46:12
Speaker
Dann hatte ich halt wirklich komplett E-Bail-Anzeigen, die 18 Secondhand-Läden, die es irgendwie zwischen Dürnberg und Fürth und Umgebung und Erlangen gibt.
00:46:20
Speaker
Bin auch, glaube ich, einen Tag komplett nach München, hab alle Diakonieläden auch geklappert.
00:46:24
Speaker
Also hab einfach so viel Zeug.
00:46:25
Speaker
Und dann hat es aber am Ende geklappt, dass alles irgendwie, also ich hatte dann 80 Sets für die 80.
00:46:30
Speaker
Und dann hab ich halt erst die Leershots und dann mit dem Josh mich hingesetzt und gesagt, hey, welches Essen kommt vorhin?
00:46:35
Speaker
Und das ist ganz witzig, bei ganz vielen Sachen wusste er sofort, was da reinkommt.
00:46:38
Speaker
Und bei manchen war es okay, lass versuchen.
00:46:40
Speaker
Und bei manchen habe ich gemerkt, das funktioniert gar nicht.
00:46:42
Speaker
Und dann war Panik.
00:46:45
Speaker
Aber hatte er schon quasi eine Liste im Kopf von Dingen, die er bekommen hat?
00:46:48
Speaker
Ja, er hat die Rezepte entwickelt, während ich diese Belong Quest vor Secondhand kam.
00:46:53
Speaker
Wenn ich mir vorstelle, ich musste das mit meinem Mann machen.
00:46:55
Speaker
Wir werden nicht mehr teilen.
00:46:58
Speaker
Es war ja auch nicht immer smooth.
00:47:00
Speaker
Aber ihr seid zumindest noch heute Abend zusammen.
00:47:03
Speaker
Wir haben die Bedingungen erst mal erschwert und dann danach entspannt.
00:47:06
Speaker
Also das Wursten war dann viel entspannter.
00:47:08
Speaker
Aber das ist krass, dass man mit den Props anfängt.
00:47:11
Speaker
Aber eigentlich machst du es ja rückwärts.
00:47:13
Speaker
Also eigentlich hast du die Rezeptliste und suchst dann danach.
00:47:15
Speaker
Ja genau, aber so rum ist es ja voll, auch dann zu gucken, dass die Requisiten und so nicht das Essen überbauen.
00:47:21
Speaker
Ja genau, also das ist glaube ich auch ein Punkt, wo ich immer noch nicht weiß, ob es geklappt hat.
00:47:25
Speaker
Also ich habe auch beim Shooten immer wieder gemerkt, so boah, gibt es Essen jetzt unter oder nicht?
00:47:29
Speaker
Und ich habe ja jetzt, ich muss das jetzt vorsichtig formulieren, aber ich war ein bisschen traurig, aber eigentlich ist es auch sehr cool.
00:47:34
Speaker
Ich habe Bronze bekommen in der Fotografie beim Deutschen Kochbuchpreis.
00:47:39
Speaker
Ich hatte aber eigentlich gehofft, dass ich ein bisschen mehr bekomme.
00:47:42
Speaker
Und tatsächlich hat mich ein bisschen rausgehauen, dass eine Journalistin, die ich unfassbar schätze und sehr cool finde, also die mochte halt die Bilder so sehr nicht, dass sie mir halt 6,5 gegeben hat, als Bewertung.
00:47:52
Speaker
Und das hat meine Gesamtpunktzahl sehr runtergezogen.
00:47:54
Speaker
Und wegen 0,1 bin ich nicht selber geworden.
00:47:57
Speaker
Und ich glaube, das ist so witzig.
00:47:59
Speaker
Ich wollte ja immer polarisierende Arbeit machen.
00:48:01
Speaker
Und wenn ich sie dann mache, ist so, fuck, sie mochten es nicht.
00:48:04
Speaker
Oh nein, ich will sterben.
00:48:05
Speaker
Das ist halt so dumm, weil eigentlich müsste ich mich ja freuen, dass es nicht Everybody's Darling ist.
00:48:09
Speaker
Aber dazu muss man ja auch sagen, dass du auch schon einen goldenen... Ja, das war eine vorhörtige Rolle.
00:48:13
Speaker
Ich glaube, ich hätte so gerne einfach zwei Jahre hinterher.
00:48:15
Speaker
Verstehe ich total, aber es ist ja nicht so, als wäre es so... Aber ich habe auch gesagt, eigentlich geht es ja gar nicht.
00:48:20
Speaker
Und ich verstehe aber auch, ihr Hauptpunkt war, glaube ich, unter anderem...
00:48:25
Speaker
dass das Essen dann untergeht.
00:48:26
Speaker
Und das ist natürlich klar, es sind Wimmelbilder.
00:48:27
Speaker
Also zum Teil sind es wirklich Bilder, wo sehr viel passiert und irgendwo da drin ist das Essen.
00:48:31
Speaker
Aber es ist ja immer die Entscheidung, geht es ums Essen oder geht es um die Szene?
00:48:35
Speaker
Und in dem Fall, in diesem Buch geht es ganz oft um Szenen.
00:48:38
Speaker
Die Hoffnung ist, dass jedes Bild so eine Welt ist und du stellst dir eine verschiedene Party-Durum vor.
00:48:43
Speaker
Ich finde, das ist ja auch das Konzept von dem Buch.
00:48:48
Speaker
Das heißt, goldene Zeiten.
00:48:49
Speaker
Es geht um eine gute Zeit haben.
00:48:51
Speaker
Und das Gefühl hat man auch einfach, während man das Buch durchblättert.
00:48:55
Speaker
Also ich finde, Food-Fotos müssen mir Bock machen, das Gericht nachzukochen und dann eben auch zu essen.
00:49:00
Speaker
Und das kann ich haben, wenn ich denke, okay, das Gericht sieht einfach schön aus.
00:49:05
Speaker
Aber auch, wenn ich denke, okay, ich möchte an diesem Tisch sitzen und einfach eine gute Zeit haben.
00:49:09
Speaker
Und das habe ich deutlich bei diesem Buch.
00:49:13
Speaker
Ich meine, es geht auch um Frittieren, deswegen.
00:49:15
Speaker
Und auch, was auch sehr cool war, bei ganz vielen Fotos ist ein Drink dabei.
00:49:18
Speaker
Was in Kochbüchern ganz selten ist, weil es einfach mehr Abfuck ist.
00:49:21
Speaker
Du musst halt noch einen Drink parat haben.
00:49:23
Speaker
Aber ich dachte mir, hey, bei so Snacks, das sind ja Sachen, die du eigentlich in so einer... Egal, ob es jetzt ein Eistee ist, es ist ja auch immer... Du siehst nie, ob es jetzt alkoholisch, nicht alkoholisch ist, eigentlich auch egal.
00:49:33
Speaker
Ich glaube, es sind verhältnismäßig viele Biere drin, aber die können ja auch alkoholfrei sein.
00:49:36
Speaker
Aber die waren auch meistens alkoholfrein, weil wir sie einfach tagsüber dann getrunken haben.
00:49:39
Speaker
Aber genau, weil ich halt immer dachte, das muss doch yummy sein.
00:49:42
Speaker
Das muss doch wirklich eine echte.
00:49:44
Speaker
Also ich finde immer, ich möchte ein Bild machen, wo ich mich am liebsten einfach so reinhüpfen möchte, so wie Mary Poppins.
00:49:50
Speaker
So reinspringen und dich dran setzen.
00:49:51
Speaker
Das muss passieren.
00:49:55
Speaker
Nice, das ist doch cool.
00:49:56
Speaker
Hast du jetzt schon einen Plan fürs nächste Kochbuch?
00:49:59
Speaker
Oder was würdest du, was ist dein Traum-Kochbuch, das du mal produzieren oder begleiten würdest?
00:50:04
Speaker
Traum weiß ich nicht.
00:50:05
Speaker
Ich glaube, Traum, ich meine, es ist ja immer noch so, dass die meisten meiner Aufträge sind ja einfach Anfragen, die ich bekomme, wo ich dann sage, ja, cool, also manchmal passt es halt überhaupt nicht und dann...
00:50:14
Speaker
Du suchst schon noch aus.
00:50:17
Speaker
Naja, wenn ich halt merke, ich werde es nicht gut machen, weil ich das nicht gut finde.
00:50:20
Speaker
Gut, dann kannst du ja trotzdem sein, scheiße.
00:50:21
Speaker
Ich muss aber doch auch in die Miete sein.
00:50:24
Speaker
Ja, oder ich denke mir halt, okay, dann machen wir es einfach nett und gut.
00:50:27
Speaker
Aber wenn ich halt auch weiß, die Erwartung ist nicht.
00:50:28
Speaker
Der Rahmen ist auch nicht da, um da was Kasses draus zu machen.
00:50:31
Speaker
Und ich sehe jetzt auch das Thema jetzt nicht als so groundbreaking, dass ich mir jetzt voll den Aufriss machen will.
00:50:35
Speaker
Ja, so ein Bread and Butter-
00:50:37
Speaker
Job zwischendurch, den man dann macht und gut macht, aber.
00:50:40
Speaker
Das auch, aber ja, also ich habe jetzt, ich glaube, dass der Josh so ein bisschen Sachen im Kopf hat, die rumschwirren, aber das ist noch am Entstehen.
00:50:49
Speaker
Ich warte, bis er sagt, er hat eine Rezeptliste und dann schauen wir.
00:50:53
Speaker
Und dann habe ich noch ein, ich weiß gar nicht, ob ich darüber sprechen soll, darf, I don't know.
00:50:57
Speaker
Das Fall hören es nicht so.
00:51:00
Speaker
Auf jeden Fall ist es ein Buch, wo ich viel reisen werde, wenn es klappt.
00:51:06
Speaker
Und viel am Meer sein werde.
00:51:09
Speaker
Mit der Ante, die eine meiner besten Freundinnen ist.
00:51:11
Speaker
Am Meer sein mit Ante.
00:51:17
Speaker
Aber es ist plant-based und es ist... Ach so, ah, kein Fisch.
00:51:20
Speaker
Es findet aber mehr statt.
00:51:21
Speaker
Also wer sich das... Ja, ich glaube, es liegt.
00:51:24
Speaker
Es liegt auch, der hat... Ja, es ist eine pflanzenbasierte Küche aus dem Meer.
00:51:27
Speaker
Also wir versuchen gerade... Wir haben eigentlich schon angefangen, deswegen war ich auch letzte Woche in Norwegen, weil der Antje dort einen Seaweed-Pop-Up immer wieder macht und mit Eigen kocht.
00:51:37
Speaker
Ja, ich glaube, das wird im nächsten Jahr noch mal mehr Thema.
00:51:40
Speaker
Oder in der Zukunft, ja.
00:51:42
Speaker
Und es ist ja nicht nur ein Gesundheitsthema.
00:51:44
Speaker
Also es ist auch witzig, weil je nachdem, wie ich es erzähle, sagen die, ah ja, es ist ja voll krass, auch im Kosmetikbereich und ich so breif.
00:51:51
Speaker
Aber es ist ja auch ein ganz krasses Thema von wegen Meeresökologie, sagt man das.
00:51:55
Speaker
Also, dass die Meere gesund bleiben, müssen wir einfach ein bisschen differenzierter aus dem Meer essen und nicht immer nur den Inschel rausfischen und inzwischen alles abreißen, was drum rumwächst.
00:52:01
Speaker
Leider, das ist auch geil, ey.
00:52:05
Speaker
Genau, darum geht es auch.
00:52:06
Speaker
Und da sind wir gerade so ein bisschen am gucken, ob wir das, ob und wie, und dann auch wieder nach Korea und Japan und all das.
00:52:12
Speaker
Also das ist schon, wir planen schon groß.
00:52:15
Speaker
Das wäre schon cool.
00:52:16
Speaker
Aber ich glaube auch, dass diese verschiedenen, es gibt ja auch viele Einrichtungen, die einfach in dieser Richtung arbeiten und forschen.
00:52:21
Speaker
Und vielleicht klappt es ja, dass man das irgendwie so ein bisschen mit verbinden kann.
00:52:25
Speaker
Mitfinanzieren und das dir irgendwie so ein bisschen.
00:52:27
Speaker
Ja, voll spannend.
00:52:28
Speaker
Boah, das finde ich voll interessant, wie sowas entsteht, also so Konzepte und dass man so guckt, wie man es verzahnt, dass es halt eine runde Sache wird und man nicht arm dran wird.
00:52:36
Speaker
Genau, und dass man halt auch die wichtigen Akteure irgendwie alle mit drin hat und irgendwie auch, also da ist glaube ich die Antje einfach super krass viel vernetzter als ich, weil die halt auch schon viel in dem Bereich gearbeitet hat und mit vielen, keine Ahnung, mit welchen Unis spricht, die halt irgendwelche eigenen untersuchen und gucken, wie man die jetzt...
00:52:54
Speaker
Da ist echt so eine Welt, also da weiß ich noch inhaltlich viel zu wenig, aber ich habe auf jeden Fall schon sehr viele, sehr coole Lichtstimmungen in Norwegen erlebt.
00:53:02
Speaker
Ich bin schon angefixt, schon allein vom Visuellen.
00:53:05
Speaker
Können wir eigentlich noch weitersprechen?
00:53:06
Speaker
Wie viel Zeit haben wir?
00:53:08
Speaker
Wir sprechen, ich habe jetzt gerade überlegt, dass wir tatsächlich nur eine Folge mit dir machen und dann das Silvester-Thema danach an der nächsten Folge machen.
00:53:15
Speaker
Du bist leider zu spannend.
00:53:16
Speaker
Was sind deine Guilty Pleasures?
00:53:18
Speaker
Eigentlich, das müssen wir jede Gästin, jeden Gast fragen.
00:53:20
Speaker
Ja, weil das das Beste ist.
00:53:22
Speaker
Ja, das ist schon gut, ich hätte es sehr viel.
00:53:24
Speaker
Ja, habe ich auch gesagt.
00:53:27
Speaker
Ich hab jetzt auch, als ich auf der Plant-Based-Insel in Norwegen war, gemerkt, dass ich nach dem dritten Tag starke Glüster nach Fleisch hatte.
00:53:41
Speaker
Aber nach einem sehr bestimmten Ding, nämlich Kassler.
00:53:44
Speaker
Kassler ist voll so ein Ding, wonach ich ganz auf Crave.
00:53:48
Speaker
Vielleicht wegen dem Salz und dem Pökel und so, oder?
00:53:50
Speaker
Ich hab jetzt wirklich, der Schnapp von diesem Pökel-Salz ist eigentlich ganz schlimm, weil ich hab jetzt auch darüber geschrieben, was...
00:53:55
Speaker
Ja, aber es kommt auch in sehr vielen Sachen vor, wo wir gar nicht denken, dass es vorkommt.
00:53:58
Speaker
Deswegen ist es gar nicht nur das Kassler was Schlimmes.
00:54:00
Speaker
Es kann auch eine Rote Bete schlimm sein, weil die das auch vom Boden aufnimmt.
00:54:04
Speaker
Aber deswegen sollte was nicht unbedingt noch zusätzlich zuführen.
00:54:08
Speaker
Jedenfalls ist mein jetziges oder schon ganz lange Liebe, ich mache so eine Sache, die heißt Avocados.
00:54:13
Speaker
Das ist eine Avocadoschnitte.
00:54:15
Speaker
Also nimmst ein Brot, rüstest es, machst Avocado drauf.
00:54:16
Speaker
It's very healthy.
00:54:17
Speaker
Und dann kommt Kassler drauf.
00:54:19
Speaker
Und im besten Fall noch Burrata und so ein Chili Crisp.
00:54:22
Speaker
Wie viel hat man beleidigt in der Nation?
00:54:26
Speaker
Das ist unfassbar geil.
00:54:27
Speaker
Das klingt schon umfangs geil.
00:54:29
Speaker
Macht ja auch Sinn.
00:54:30
Speaker
Du hast das cremige, obwohl du bist zweimal cremig.
00:54:33
Speaker
Ja, aber du hast ja den Chili Crunch noch drauf.
00:54:35
Speaker
Und das Brot russest du ja.
00:54:36
Speaker
Aber du musst da auch ein bisschen Säure noch rein.
00:54:38
Speaker
Ja, da ist es ganz geil.
00:54:39
Speaker
Der Josch macht so eine ganz geile Hot Sauce mit Lemonade-Chilis fermentiert.
00:54:43
Speaker
Und die haben so eine Zitronennote.
00:54:45
Speaker
Und wenn du die noch drauf machst, irgendwo zwischen der Observe und dem Kassler,
00:54:50
Speaker
Das ist richtig geil.
00:54:51
Speaker
Aber das hat ja auch gesunde Komponenten.
00:54:53
Speaker
Das ist nicht nur gesund.
00:54:54
Speaker
Das ist nicht so ganz guilty.
00:54:56
Speaker
Aber ich glaube meine Haupt guilty, also Gummibärchen, ganz schlimm.
00:55:02
Speaker
Okay, ja, ich weiß nicht, ich finde Süßigkeiten... Ich glaube, ich würde eher Zucker als... In meinem Kopf ist Zucker schlimmer als Fett, tatsächlich.
00:55:13
Speaker
Mein anderer Gültifischer ist Mayo, also in any kind of... Und am besten Mayo mit irgendwelchen Hot Sauce reingeballert, also einfach spicy
Spielweg Hotel und kreative Einflüsse
00:55:20
Speaker
Eigentlich kannst du mir irgendein Stück Fleisch mit Salz und Mayo geben und ich bin happy.
00:55:24
Speaker
Ob es jetzt in Wurstform ist oder in Kasslerform.
00:55:27
Speaker
Ich glaube, es ist jetzt auch nichts super ausgefallenes.
00:55:32
Speaker
Und ich habe mich heute auch wieder erinnert, wie gerne ich als Kind Sachen in die Mikrowelle gesteckt habe.
00:55:37
Speaker
Kennt ihr bestimmt, oder?
00:55:41
Speaker
Ich habe heute zu mir gesagt, eigentlich müssten wir uns eine Mikrowelle zulegen, um immer wieder so einen Schokokuss reinzustecken.
00:55:48
Speaker
Aber explodiert der nicht?
00:55:49
Speaker
Der wird ganz groß und dann macht er so, eigentlich ist es technisch gesehen, es ist wie ein Smao.
00:55:56
Speaker
Nur, dass er halt nicht smoky ist, weil er halt eine Mikrowelle macht.
00:55:59
Speaker
Ja, aber das mit dem Käse ist witzig, dass du sagst, weil ich habe nämlich gedacht, dass das wirklich sowas war, was nur ich gemacht habe.
00:56:04
Speaker
Und du hast auch ein bisschen erstaunt geguckt.
00:56:06
Speaker
Ich habe keine Mikrowellen-Erfahrung.
00:56:08
Speaker
Ja, aber bevor ich angefangen habe zu kochen, oder ja, das war so ein bisschen so ein fließender Übergang, weil ich irgendwann angefangen habe zu kochen, weil ich gedacht habe, ich kann nicht die ganze Zeit einfach nur Käse aus der Mikrowelle essen.
00:56:20
Speaker
Ich hatte nämlich relativ früh von zu Hause raus und hatte echt keine Kohle, aber eine Mikrowelle.
00:56:28
Speaker
Und Käse, zumindest dieser billige Scheibenkäse, den man auch dann irgendwann mal sich gekauft hat, der ging so und war auch was, was mich einfach immer zuverlässig glücklich gemacht hat, weil ich bin echt Käse-edikt so.
00:56:40
Speaker
Und wenn ich ein bisschen mehr Geld hatte, waren auch Tomaten.
00:56:43
Speaker
Ich dachte, er war besser an Käse.
00:56:46
Speaker
Das ist ja nur einfach eine gesunde Komponente.
00:56:50
Speaker
Ich habe Tomaten halbiert und dann unter diesen Scheiben Käse gelegt und dann in die Mikrowelle und habe mir das so reingetrieben.
00:56:57
Speaker
Wir reden aber von Brot auch da drunter?
00:57:00
Speaker
War bei dir Brot da drunter?
00:57:02
Speaker
Nee, das Brot, nee, das wird ja dann Lidschert.
00:57:04
Speaker
Also das wird dann... Ja, weiß.
00:57:07
Speaker
Deswegen machst du das Brot eigentlich danach.
00:57:10
Speaker
Aber eigentlich, wenn du den Käse lang genug drin lässt... Ist egal, von beiden Seiten so ein Mikrowind.
00:57:14
Speaker
Wenn du den Käse lang genug drin lässt, dann machst du also eine Kruste.
00:57:18
Speaker
Wenn es nicht zu viel ist, dann hast du eigentlich wie so eine Hippe aus Käse.
00:57:22
Speaker
Mit so kleinen Gendern.
00:57:24
Speaker
Also bei mir war es schon meistens so, dass es eigentlich nur weich war und da muss man sehr schnell essen.
00:57:30
Speaker
Ja, du... Wie heißt der mit der roten Wachsrinde?
00:57:36
Speaker
Ja, nee, es gibt doch noch einen anderen, aber auch mit der roten.
00:57:39
Speaker
Vielleicht wird er auch noch einen Teil dazu verkauft, ich weiß nicht.
00:57:41
Speaker
Den habe ich als Kind gemacht, also der hat vor dem...
00:57:47
Speaker
Ich werde es vielleicht researchen und nachtragen, damit ihr auch unbedingt wisst, welchen Käse ihr im Mikrorellen müsst.
00:57:53
Speaker
Weil das zählt schon zu, also man weiß ja nicht, vielleicht ist man irgendwann wieder arm und hat nur eine Mikrorelle im Käse und dann ist es schon besser, wenn man seinen Käse im Mikrorellen bekommt.
00:58:00
Speaker
Man entwickelt sich auch irgendwann wieder zurück.
00:58:02
Speaker
Man muss ja nicht immer höher, schneller und besser und kann ja auch wieder zurückzuholen.
00:58:07
Speaker
Tja, nee, aber deswegen habe ich irgendwann angefangen zu kochen, weil wenn man dann kreativ werden muss mit wenig Geld, dann entwickelt man andere Künste.
00:58:17
Speaker
Gut, das geht die Pleasure-Fahrer, wirklich auch wieder interessant.
00:58:21
Speaker
Ich hätte gerne noch drei Tipps für Hobby-Food-Fotografen, die man so zu Hause umsetzen kann, wenn man wirklich nichts hat außer ein Smartphone.
00:58:28
Speaker
Also ich glaube, ein Tipp ist immer, wenn man kann, dass man Tageslicht benutzt.
00:58:33
Speaker
Also die Funzel aus der Küche wird nie Essen schön aussehen lassen.
00:58:37
Speaker
Und so nah am Fenster sein wie möglich.
00:58:39
Speaker
Besser am Fenster als ganz draußen, weil am Fenster hast du immer noch eine Seite, wo Schatten ist und eine Seite, wo Licht ist.
00:58:44
Speaker
Das heißt, du hast einen Lichtverlauf, das heißt, du hast gleich eine Stimmung.
00:58:46
Speaker
Idealerweise nah ans Fenster gehen.
00:58:48
Speaker
Und es ist etwas, was ich sage, weil ich sehr oft sehe, dass Menschen ihr Essen fotografieren und sich so drehen, dass sie selber Schatten machen aufs Essen.
00:58:55
Speaker
Und ich möchte mal am liebsten hinlaufen und sagen, tsch,
00:58:59
Speaker
Du machst dir gerade Schatten.
00:59:00
Speaker
Bei fremden Leuten machst du nicht.
00:59:02
Speaker
Aber alle, die jetzt hier sind, sind ja keine fremden Leute mehr.
00:59:05
Speaker
Deswegen dreht euch doch so rum, dass ihr den Sachen keinen Schatten macht.
00:59:08
Speaker
Nee, und was halt auch immer vielleicht hilft, man kann ja den Winkel so ein bisschen so wählen, dass der Lichteinfall sich verändert, beziehungsweise der Linseneinfall wäre es.
00:59:16
Speaker
Ich finde es immer schön bei Sachen, die eine Soße haben oder die was Cremiges, also die irgendwie eine Feuchtigkeit haben.
00:59:21
Speaker
dass man den Glanz sieht und der hängt ja davon ab, in welchem Winkel du zum Essen stehst.
00:59:24
Speaker
Und da kann man ja immer so ein bisschen so ausprobieren, das Handy ein bisschen hoch und runter bewegen und gucken, wann das der Fall ist.
00:59:30
Speaker
Das finde ich nämlich auch einfach probieren, verschiedene Perspektiven ausprobieren und den Teller auch einfach mal ein bisschen drehen oder so.
00:59:36
Speaker
Das ist oft schon einfach...
00:59:38
Speaker
Führt halt zu Speicherproblemen auf dem Handy.
00:59:41
Speaker
Und das Essen ist auf jeden Fall kalt.
00:59:44
Speaker
Aber es würden mich Leute interessieren.
00:59:49
Speaker
Ich würde schon gerne noch kurz über den Spielweg sprechen, weil das ist so ein bisschen, das ist, wo wir die Überschneidung irgendwie haben.
00:59:54
Speaker
Ich bin halt nur über den Spielweg eigentlich auf deinen Namen gestoßen.
00:59:58
Speaker
Ich habe einfach gesehen, was für schöne Sachen du machst.
01:00:02
Speaker
Und ich liebe den Ort.
01:00:04
Speaker
Also Spielweg Romantik Hotel im
01:00:07
Speaker
in Münstertal und auch einfach die Familie, die das Ganze auch zu so einem wunderschönen Ort macht.
01:00:12
Speaker
Und wie kam es denn dazu?
01:00:13
Speaker
Wie kamst du zum Spielweg oder wer kam auf dich?
01:00:16
Speaker
Also es war so, dass ich über so eine Buchanfrage, also einfach über die Anfrage, ob ich wirklich das Buch fotografieren kann, eigentlich so zusammengefasst gesagt,
01:00:25
Speaker
Es war aber zu einem ganz coolen Zeitpunkt.
01:00:27
Speaker
Das erste Wildkochbuch?
01:00:28
Speaker
Das erste, also das Fuchsteufelswild, genau.
01:00:31
Speaker
Das war aber eigentlich ein cooler Zeitpunkt, weil ich nämlich gerade in dieser, ich sag mal, Hochphase von meiner ganzen Schlachthof-Geschichte, also ich habe ja mittlerweile schon vor acht Jahren, das habe ich letztens mal mal nachgeschaut, angefangen Schlachtungen zu fotografieren.
01:00:43
Speaker
Und deswegen gibt es eine ganze Serie von mir, die mit Schlachtungen zu tun hat.
01:00:46
Speaker
Also im Schlachthaus, aber auch.
01:00:47
Speaker
War das für das Beef-Magazin?
01:00:49
Speaker
Nee, das war eine komplett freie Arbeit.
01:00:51
Speaker
Also ich habe für Hermannsdorf so ein ganz cooler Bier-Waum auf der Nähe von München gearbeitet und habe ganz viele Teile vom Prozess der Fleischherstellung, sage ich mal, begleitet und irgendwann gemerkt, ich habe die Schlachtung nicht erlebt.
01:01:02
Speaker
Eigentlich wäre das ja der Punkt, der mir fehlt, um den ganzen Prozess zu haben.
01:01:05
Speaker
Und habe mir selber gewünscht, ich würde gerne eine Schlachtung sehen.
01:01:08
Speaker
Und dann kam das so, dass der Bruderhof, nämlich Sonnenhausen, ein Musikfestival gemacht hat und die haben am Anfang von diesem Festival ein Schwein geschlachtet und haben gesagt, die Schlachtung ist öffentlich, man kann zugucken und dieses Schwein wird dann verwertet während dem Festival und gegessen.
01:01:20
Speaker
Das war meine erste Schlachtung, die ich fotografiert habe.
01:01:23
Speaker
Und habe dann gemerkt, erstens, ich kann weiterhin Fleisch essen, obwohl ich es gesehen habe.
01:01:28
Speaker
Und mich hat es irgendwie fasziniert, dass das überhaupt nicht so krass und heftig und schockierend war, wie ich befürchtet hatte.
01:01:33
Speaker
Sondern, dass eigentlich sowohl ich als auch alle anwesenden Menschen schon am Anfang sehr angespannt waren.
01:01:38
Speaker
Aber dann im Prozess dieser Schlachtung und dann Zerlegung von so einem Oh Gott, Oh Gott, Oh Gott zu einem Oh, guck mal, wie schön, jetzt können wir das alles essen, Zustand gekommen sind.
01:01:46
Speaker
Und das war wie so eine fließende...
01:01:48
Speaker
So ein glieseler Übergang.
01:01:49
Speaker
Und es hat mir so einen Frieden gegeben damit, weil ich dachte so krass, wie cool, wenn du siehst, wenn jemand das macht, der das gut macht und respektvoll macht, dann ist das irgendwie richtig.
01:02:00
Speaker
Und dann habe ich gedacht, das wäre doch eigentlich voll schön, mehr Leuten zu zeigen.
01:02:04
Speaker
Also das ist halt das.
01:02:05
Speaker
Ich habe eine Serie darüber gemacht über Metzgerin.
01:02:07
Speaker
Gab es irgendwann mal eine Frau?
01:02:11
Speaker
die das gut machen, weil ich denke, diese Arbeit muss man eigentlich zeigen.
01:02:14
Speaker
Wenn ich jetzt anfange, irgendwelche Schlachterreportagen mit irgendwelchen Horrorgeschichten zu zeigen, dann hilft es den Metzgern überhaupt nicht weiter.
01:02:21
Speaker
Sondern wenn man positive Beispiele zeigt, glaube ich, dass man viel mehr bewirken kann im Sinne von, guck mal, da kannst du auch kaufen und da unterstützt du richtig coole Leute, die das richtig gut machen.
01:02:30
Speaker
Das war mein Motivator dazu.
01:02:31
Speaker
Da muss man aber schon auch einfach so sagen, dass das halt Idealbeispiel ist.
01:02:35
Speaker
Und dass bei dem allermeisten Fleisch, das konsumiert wird, einfach ganz, ganz anders ist.
01:02:40
Speaker
Und da ist es halt nicht cool.
01:02:43
Speaker
Der Respekt muss einfach da sein und die gesamte Wertschöpfungskette muss ordentlich laufen.
01:02:48
Speaker
Vom Ursprung bis auf den Teller, das muss einfach alles fein sein.
01:02:52
Speaker
Und dann habe ich halt diese Serie angefangen.
01:02:54
Speaker
Ich habe dann auch in Fürstenwöburg bei einem anderen Schlachthof oder eben im Schlachthof dann auch begleitet.
01:02:58
Speaker
Rinder, Schafe, Scheune, genau.
01:03:01
Speaker
Was kann man noch tun?
01:03:02
Speaker
Ich habe gerade überlegt.
01:03:04
Speaker
Und dann habe ich das ausgestellt in München, also mit den Metzgen zusammen, die waren auch da.
01:03:07
Speaker
Und diese Ausstellung hieß morgens um vier Stiftes Schnitzel.
01:03:10
Speaker
Einfach um diese Verbindung, also einfach, mir ist das Ding dir eingefallen.
01:03:14
Speaker
Und der eine Metzger, der mich bei Auffahrt hat, der Thomas Wenderkamp, der war eben mit diesem Betriebsrat von diesem Schlachthof.
01:03:18
Speaker
dem sein Insta heißt morgens um vier.
01:03:20
Speaker
Und dann war ich so, okay, es ist ja alles morgens, stimmt, es ist ja alles nachts immer.
01:03:23
Speaker
Und dann war es aber so, das Stütze wird mir ja nicht geboren, das stimmt ja auch.
01:03:28
Speaker
Und diese Ausstellung wurde wirklich nur in München gezeigt.
01:03:31
Speaker
Dann Jahre später, also letztes Jahr im Fleischer Museum in Böblingen, aber eigentlich haben die nur ein paar Leute, oder die Leute gesehen, die nach München kamen.
01:03:37
Speaker
Vicky Fuchs hat diese Ausstellung niemals gesehen.
01:03:40
Speaker
Aber sie sagt immer, sie hat gesagt, ich soll das Buch machen, weil ich diese Ausstellung gemacht habe.
01:03:45
Speaker
Sie kennt kein einziges Bild daraus.
01:03:48
Speaker
Aber... Ich habe es auch irgendwann so Jahre später gesagt, Vicky, ach, sag ich jemals ein Bild?
01:03:53
Speaker
Sie so, ja, ja, auf jeden Fall.
01:03:55
Speaker
Das kann gar nicht sein.
01:03:57
Speaker
Sie sieht das einfach durch.
01:03:58
Speaker
Ich glaube, sie hat irgendwelche Bilder im Kopf, die sie sich selber zusammenfassen hat.
01:04:02
Speaker
Ich werde hier, glaube ich, irgendwann so eine Privatausstellung machen, so ein Baumkino oder so.
01:04:06
Speaker
Aber nee, das Ding war, dass halt der Verlag, also der Südwestverlag, für den ich schon gearbeitet hatte, hat jemand gesucht, der das machen soll und wollte mich vorschlagen.
01:04:13
Speaker
Und Vicky hat parallel den Stefan Paul kennengelernt und hat ihn gefragt, wen könnte man denn da buchen?
01:04:18
Speaker
Also noch ein Kochbuchautor.
01:04:20
Speaker
Wirklich einfach Minutentakt Bücher.
01:04:23
Speaker
Und auch für mich eine ganz, ganz krasse, ein bisschen wie so ein Mentor ist.
01:04:27
Speaker
Also Stefan ist wirklich jemand, der nicht immer, wenn ich irgendwie zu jedem Scheiß eine Frage habe.
01:04:31
Speaker
Stefan, kann ich dich kurz fragen?
01:04:33
Speaker
Und es ist total schön, weil er mich immer eigentlich ermutigt, irgendwie aber auch knallert ist.
01:04:37
Speaker
Und er sagt so, nein, du musst da schon irgendwie, keine Ahnung mehr, Kohle raus.
01:04:40
Speaker
Also der ist dann schon immer ehrlich und ein cooler Begleiter einfach.
01:04:43
Speaker
Mit ihm habe ich ja auch ein paar Kopfbücher gemacht.
01:04:45
Speaker
Und der hat nämlich auch mich empfohlen.
01:04:47
Speaker
Also der Verlag hat mich empfohlen und Stefan hat mich empfohlen.
01:04:49
Speaker
Plus Vicky hatte diese Info von dieser Ausstellung.
Persönliche Geschichten und emotionale Bindungen zu Spielweg Hotel
01:04:52
Speaker
Und dann hat sie halt gesagt, let's do it.
01:04:53
Speaker
Und ich hatte halt eben nach dieser ganzen Schlachtgeschichte einfach total Bock mit Jagd, also ein Buch mit Jagd.
01:04:59
Speaker
Oder eine Jagd zu sehen.
01:05:00
Speaker
Und deswegen kam es halt perfekt, dass ich gesagt habe, krass, ich habe da voll Bock drauf.
01:05:03
Speaker
Wir sind dann den Spielweg gefahren, ich habe gerade kennengelernt.
01:05:06
Speaker
Fand es mega schön.
01:05:06
Speaker
Also der Ort ist einfach...
01:05:09
Speaker
Nee, das ist 2018 oder Ende 2017 wahrscheinlich gewesen.
01:05:14
Speaker
Weil 20 kam es raus.
01:05:15
Speaker
Ich wollte gerade sagen, das war nicht so Corona-mäßig.
01:05:18
Speaker
Aber klar, ich habe jetzt nicht dran gedacht, dass ich das vorher... Also wir haben vorher angefangen.
01:05:22
Speaker
Und dann war aber auch das total Schöne, also dann ging es ja auch weiter mit der ganzen Spielweg.
01:05:26
Speaker
Meine Spielweg-Saga ist ja sehr lang.
01:05:28
Speaker
Dann war ja das ganze Thema, dass ich eine Zeit lang wohnungslos war.
01:05:31
Speaker
Und das war genau die Corona-Zeit.
01:05:32
Speaker
Also ich hatte beschlossen, ich möchte genauso wie meine Freundin Antje...
01:05:35
Speaker
Antille de Fries immer noch die gleichen vom Balibuch und vom Seaweed-Buch.
01:05:39
Speaker
Die ist ja schon ganz lange Nomadin, also die hat keinen Wohnsitz.
01:05:43
Speaker
Weil sie halt immer bei ihren Kunden unterwegs ist.
01:05:44
Speaker
Und dann habe ich immer gemerkt, hey, ich kann mir gerade einfach nicht mehr leisten, obwohl ich dauernd arbeite, in München eine Wohnung und ein Studio zu bezahlen.
01:05:50
Speaker
Ich löse jetzt einfach die Wohnung auf.
01:05:52
Speaker
Es ist günstiger, im Spielweg zu wohnen.
01:05:55
Speaker
Und dann war es aber leider das Jahr, wo halt Corona... Also einen Monat später war er einfach... Musstest du irgendwo zu Hause bleiben.
01:06:00
Speaker
Und ich hatte aber schon... Also ich hatte ganz viele Reisen in diesem Jahr vor.
01:06:03
Speaker
Deswegen war ich so, ich hieß, es ist ein gutes Jahr, um das zu testen.
01:06:05
Speaker
Ich sollte nach Israel und keine Ahnung, was nach alles anstand.
01:06:08
Speaker
Und dann bin ich halt echt nach Israel geflogen für ein Buch.
01:06:11
Speaker
Ich glaube, drei, vier Tage später war so die Impfung, okay, Lockdown und Ding.
01:06:14
Speaker
Also es war schon so, da kommt was, aber es war noch nicht so klar, dass es so krass wird.
01:06:18
Speaker
Und ich habe erst gedacht, vielleicht bleibe ich einfach hier.
01:06:21
Speaker
Und dann war ich so, nee, warte mal, wenn ich dann nicht mehr zurück kann, das ist ja voll scheiße.
01:06:24
Speaker
Fliege ich zurück, habe halt nur mein Studio.
01:06:26
Speaker
Ich glaube, Matratze habe ich reingelegt.
01:06:27
Speaker
Also das ist einfach, dass meine Matratze irgendwo ist, war sie halt dort.
01:06:31
Speaker
Und dann hat die Vicky gesagt, hey, sei doch einfach zwei Wochen alleine.
01:06:34
Speaker
Es gab doch diese Zeit, die man überbrücken musste, um sicher zu sein, dass man gesund ist.
01:06:38
Speaker
Es gab noch keine Tests im ersten Lockdown.
01:06:40
Speaker
Und deswegen meinte sie, sei doch mal zwei Wochen einfach da.
01:06:43
Speaker
Und dann kommst du einfach her und suchst dir ein Zimmer aus.
01:06:45
Speaker
Und dann war ich halt echt, ich glaube, einen Monat.
01:06:47
Speaker
In welchem Zimmer hast du geschlafen?
01:06:53
Speaker
Also ne, mit Blick auf die Terrasse.
01:06:54
Speaker
Die erste Zeit war halt noch der Pool voll und irgendwie konnte man noch Saulo, also das war schon total geil, weil wir halt alle in Haushalt waren, deswegen haben wir halt dann trotzdem alle... Oh, das klingt mega.
01:07:03
Speaker
Das war total geil.
01:07:03
Speaker
Und wir haben dann halt gesagt, okay, dann ist halt mein Deal, dass ich halt die Bilder, die haben dann einen Onlineshop aufgebaut, dass sie halt irgendwas machen, also zu tun haben und irgendeine Einkommensform.
01:07:10
Speaker
Und dann haben wir halt einfach jeden Tag halt Bilder von Onlineshop und für Insta und irgendwie, wie sie jetzt Pulla machen.
01:07:16
Speaker
Also wir haben halt alles irgendwie vorgelegt, was man konnte.
01:07:19
Speaker
das war der erste Lockdown, dann war der Zwischen der Sommer und dann kam das Buch raus, Fuchster mit Wild und da habe ich eben der Wiki alle Bilder, die nicht ins Buch kamen, die halt rechtefrei waren, habe ich einfach geschenkt.
01:07:29
Speaker
Also sie wollte sie haben und ich so, ich kann kein Geld nehmen, das ist doof.
01:07:32
Speaker
Und dann meinte sie, dann komm doch eine Woche und mach Urlaub.
01:07:34
Speaker
Und ich so, ich war doch schon im Monat da, okay.
01:07:36
Speaker
Aber es war einfach geil, weil es war wieder offen, es war wieder Normalbetrieb und es war September und dann komme ich da hin und so alle, Vivi, du musst den neuen Koch kennenlernen.
01:07:45
Speaker
Und ich so, hä, was haben die denn alle?
01:07:47
Speaker
Das war der Jörg, ne?
01:07:48
Speaker
Und der hat dann, ja, so.
01:07:51
Speaker
Und ich glaube, dass es wirklich so war, ich hatte halt die Jets und sah halt so aus, wie ich aussah.
01:07:55
Speaker
Und der hat halt ganz viele Tattoos und keine Ahnung was.
01:07:58
Speaker
Ja, aber ich war kuppelt.
01:08:00
Speaker
Und alle so, boah, es passt so gut.
01:08:02
Speaker
Okay, wenn ihr... Das war dann... Und der war zwischenzeitlich da, weil seine neue Stelle bei einem anderen JTA-E-Betrieb noch nicht frei war.
01:08:09
Speaker
Deswegen wurde der der Vicky sozusagen... Der kam dann nach Zangen in Löwen zum Weg machen.
01:08:15
Speaker
Und der sollte aber sechs Monate bei der Vicky sein, einfach als Überbrückungszeit.
01:08:19
Speaker
Und dann bin ich echt so... Ich kannte ja wirklich das ganze Team und dachte mir so, okay, ich weiß jetzt nicht, was die alle sagen, aber trotzdem, der ist halt der Neue, ich gehe halt hin und stelle mich vor.
01:08:27
Speaker
Und der Irsch hat aber, wenn er kocht, so ein Gesicht, der sieht halt aus wie, lass mich in Ruhe, don't talk to me.
01:08:35
Speaker
Und dann laufe ich immer so hin, so tralala, sehen so, erschreckt komplett, so, oh fuck, nein.
01:08:39
Speaker
Und laufe einfach wieder rückwärts auf der Fläche raus.
01:08:42
Speaker
Das ist in dieser Woche ungefähr drei oder viermal passiert.
01:08:44
Speaker
Und irgendwann so, okay, dann lerne ich ihn einfach nicht kennen, ist auch egal.
01:08:47
Speaker
Aber ich musste danach für den Feinschmeidert und Felix Schneider, damals so sein.
01:08:52
Speaker
Und der Josch war da gewesen als Praktikant.
01:08:55
Speaker
Und deswegen haben alle gesagt, sprich doch mit dem.
01:08:56
Speaker
Und ich so, okay, allein deswegen muss ich eigentlich mit dem sprechen, weil ich hatte halt ultra ehrfurcht, ich war mega aufgeregt.
01:09:01
Speaker
Und dann war es wirklich an einem der letzten Abel, wo ich da war.
01:09:04
Speaker
Da habe ich Abend gegessen, nehme mir mein Bierchen, laufe raus am Perso-Tisch, wo normalerweise immer alle saßen nach dem Türen.
01:09:09
Speaker
Aber es war irgendwie früh, es war keiner da, nur der Josch.
01:09:11
Speaker
Und ich laufe so hin und denke so, okay, ich kann jetzt nicht wieder rückwärts werden.
01:09:14
Speaker
Das geht jetzt nicht mehr.
01:09:17
Speaker
So voll mit der Gütigsten.
01:09:19
Speaker
Und dann war der voll nett.
01:09:20
Speaker
Und dann haben wir uns echt an dem Abend, glaube ich, bis vier Uhr morgens oder so unterhalten.
01:09:24
Speaker
Oh, was soll ich sagen?
01:09:27
Speaker
Und dann bin ich wieder abgereist, weil ich halt so sein musste, halt diese Reportage machen.
01:09:31
Speaker
Und dann dachte ich mir so, ach, das war jetzt irgendwie nett, aber ja.
01:09:34
Speaker
Also es war jetzt nicht so dieses voll gefunkt.
01:09:38
Speaker
Aber schon krass, dass wir einfach vier Stunden lang und jetzt, wo ich den erst besser kenne, also jetzt war ich fünf Jahre später, denke ich, dass er vier Stunden lang überhaupt jemand spricht.
01:09:46
Speaker
Das ist eigentlich voll heftig.
01:09:48
Speaker
Ich auch im Sinne von, dass wir halt einfach so ganz viele so Themen hatten, die einfach so, wenn es auch so absurd wird, wo du denkst, hä, haben wir jetzt gerade über...
01:09:53
Speaker
Hallo, ich habe dir eine Pilze gesprochen, die ich mir genommen habe, aber trotzdem habe ich darüber gesprochen.
01:09:57
Speaker
Und dann schrieb die wirklich, hey, du kannst übrigens wiederkommen, weil dein Zimmer ist ja nochmal frei.
01:10:01
Speaker
Und ich so, okay, dann komme ich wieder.
01:10:02
Speaker
Und dann haben wir unser erstes Date gehabt.
01:10:04
Speaker
Also eigentlich, nee, wir sind nach Freiburg gefahren.
01:10:07
Speaker
Aber genau, und dann war so, oh krass, die daten ja.
01:10:10
Speaker
Und wir so, ja toll.
01:10:11
Speaker
Ihr habt es alle gewollt und jetzt ist es weird.
01:10:14
Speaker
Also nee, ich glaube, es war am Anfang so überraschend für alle, aber inzwischen...
01:10:18
Speaker
Das ist ja so schön.
01:10:19
Speaker
Inzwischen ist es auch eine Geschichte, die ganz gerne erzählt wird.
01:10:22
Speaker
Ja, die Grafin und der Koch damals.
01:10:25
Speaker
Das finde ich aber auch wirklich cool.
01:10:27
Speaker
Ja, es ist schon total cute.
01:10:27
Speaker
Ja, es ist schon süß.
01:10:29
Speaker
Ja, und so war das.
01:10:29
Speaker
Ich bin froh, dass wir noch mal über den Spielweg gesprochen haben.
01:10:32
Speaker
Ja, deswegen hängt mein Herz.
01:10:34
Speaker
Ich habe halt in jeder Ecke vom Spielweg eine ganz emotionale oder viele emotionale Erinnerungen.
01:10:38
Speaker
Und auch halt, weiß ich nicht, weil ich halt auch, glaube ich, die Vicky kennengelernt habe, als, glaube ich, dieses ganze Filmding anfing.
01:10:44
Speaker
Und da war sie mit dem Johannes, ja, zusammen, aber jetzt auch nicht super lange schon.
01:10:48
Speaker
Und jetzt habe ich ja mitbekommen, irgendwie den Antrag und die Hochzeit.
01:10:50
Speaker
Und ich war ja auch bei dem einen dabei, weil ich das ja so unofficially und ich mache sowas eigentlich nicht.
01:10:56
Speaker
ich habe halt die Taufen und die Hochzeit und ich habe das halt alles fotografiert, obwohl ich das gar nicht mache normalerweise, weil die halt immer gesagt haben, okay, dann machen wir Handybilder und ich so, okay, dann komm.
01:11:05
Speaker
Nein, aber es ist halt einfach auch total schön, weil ich halt, ich glaube, ich könnte das nicht einfach so für Menschen, die ich nicht kenne, auch weil es jetzt nicht unbedingt, also ich selber will gar nicht heiraten zum Beispiel, das ist jetzt nicht so ein Meilenstein im Leben für mich,
01:11:17
Speaker
Aber halt Menschen, die ich sehr gerne habe und wo ich halt die ganze Familie so gerne habe, ist es total schön, das zu dokumentieren.
01:11:23
Speaker
Deswegen hängt da schon sehr mein Herz drin.
01:11:26
Speaker
Und auch viele Wurstbäuse gemacht, was natürlich sehr wichtig war.
01:11:28
Speaker
Also viel passiert einfach da.
01:11:32
Speaker
Ja, ich habe in der letzten Folge, glaube ich, schon einen Schauder oder einen Spielweg gemacht.
01:11:36
Speaker
Das mache ich jetzt nicht mehr.
01:11:37
Speaker
Aber es fehlt noch, dass wir uns mal da irgendwann treffen.
01:11:40
Speaker
Zufällig oder geplant.
01:11:45
Speaker
Das ist eine sehr lange Folge.
01:11:47
Speaker
Da haben wir gelabert.
01:11:48
Speaker
Ich bin froh, dass du dich... Zurückhalten hast?
01:11:52
Speaker
Ich bin froh, dass du dich dazu bereit erklärt hast, sie zu schneiden.
01:11:56
Speaker
Das wird jetzt einfach so lange.
01:11:58
Speaker
Vielen Dank für deine Zeit.
01:12:01
Speaker
Dann übergebe ich jetzt mein Gastgeschenk an euch.
01:12:05
Speaker
Das war sehr enttäusch.
01:12:06
Speaker
Ich weiß nicht, wie sehr es sieht.
01:12:08
Speaker
Zuhörerinnen erfahren dürfen, aber dieser Podcast ist sehr spontan entscheidend.
01:12:13
Speaker
Also kann man vielleicht mal noch sagen, weil wir in der letzten Folge haben ja gesagt, wir treffen uns eigentlich mit Anna hier heute.
01:12:19
Speaker
Die hatte ziemlich Hasse mit ihrer Küche.
01:12:22
Speaker
Kleinen Supergau mit einem Froster, der ausgefallen ist und so ein Kram.
01:12:25
Speaker
Und mit ihr wollten wir eigentlich über Silvester sprechen.
01:12:27
Speaker
Jetzt ist alles ein bisschen anders gekommen und ich bin nicht weniger froh, dass das jetzt so entstanden ist.
01:12:32
Speaker
Deswegen bin ich jetzt mal doll gespannt, was jetzt kommt.
01:12:35
Speaker
Weil ich ja dachte, es geht um Silvester und weil ich auch nur noch an eine Tankstelle fahren konnte und irgendwas finden konnte.
01:12:41
Speaker
Kriegen wir jetzt einen lausigen Kuchenstrauß.
01:12:50
Speaker
Das ist auch wieder so retro.
01:12:53
Speaker
Und es klingt wie Feuerwerk.
01:13:02
Speaker
Dann machen wir uns gleich auf zum Wursten und sagen Tschüss, Olivia.
01:13:08
Speaker
Wir sagen bis gleich.