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004 - Mit Fotografin und Höhlenexpertin Vivi D'Angelo

Mis en Blah
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105 plays · Jan 13, 2026

Transcript

Speaker: Warum sehen in Deutschland so viele Kochbücher so ultra ähnlich aus?

Speaker: Ich mache so eine Sache, die heißt Avokassler.

Speaker: Ja, komm her, wir sind ja auch eine Höhle.

Speaker: Peter Steiner, Art Director, Fandstein, ja, ich so, fuck.

Speaker: Nein, die Bücher sind voll schön.

Speaker: Okay, gut.

Speaker: Ich würde sagen, wir begrüßen unsere erste Gästin.

Speaker: Willkommen.

Speaker: Wir kennen dich natürlich ziemlich gut und ich speziell verfolge dich auch schon länger.

Speaker: Da gibt es die Angst, dass du alles weißt.

Speaker: Das kann natürlich sein.

Speaker: Trotzdem vielleicht eine kleine Vorstellung von dir.

Speaker: Dein Name.

Speaker: Mein Name ist Vivi D'Angelo.

Speaker: Sehr einfach auszusprechen, trotzdem mal ab es drauf.

Speaker: Ich komme ursprünglich aus Italien, also bin halbdeutscher, halbmitalienerin, wohne seit, ich glaube, inzwischen 15 Jahren oder sowas in Deutschland.

Speaker: Ich wollte eigentlich nie in Deutschland leben, aber leider hat es nicht so gut funktioniert.

Speaker: Jedenfalls, ich bin, ich sage mal, Fotografin für Lebensmittel oder halt für...

Speaker: Ich finde, Food-Fotograf ist immer so nah an nur Essen und es ist eigentlich bei mir auch viel mehr so die Sachen drumherum und davor und die Geschichten bei der Entstehung von Lebensmitteln mehr als die Gerichte selber.

Speaker: Ich finde, du fängst halt auch total gut so Emotionen und so ein, aber auch schon durch die Food-Fotos.

Speaker: Ich weiß nicht, irgendwie ist es schon auch interessant, auch Porträts von dir, irgendwie ist es halt alles einfach richtig viele Emotionen, das finde ich so toll geil.

Speaker: Das kann ich immer so schwer beurteilen von einem selber.

Speaker: Also die eigene Arbeit neutral zu sehen, geht ja fast gar nicht.

Speaker: Ich gucke dann immer mehr auf den Fehler oder was.

Speaker: Was für mich immer noch nicht stimmt so ungefähr.

Speaker: Das geht uns allen so.

Speaker: Ja, das geht uns vielleicht grundsätzlich allen Frauen.

Speaker: Kann schon so sein.

Speaker: Und ich finde aber auch, dass das gar nicht unbedingt eine negative Eigenschaft ist.

Speaker: Also natürlich kann man sich öfters mal mehr feiern, aber es ist schon noch okay, selbstkritisch zu sein.

Speaker: Ja, also man will ja auch mal irgendwie besser werden.

Speaker: Also ich bin eine sehr, sehr, sehr kritische Food-Fotografin, würde ich sagen.

Speaker: Fotografin für Lebensmittel und das, was... Nee, ich sag, glaube ich, auf meinem Insta habe ich, sie stehen Food, Culinary Places and People.

Speaker: Genau, also Essen, kulinarische Orte und Menschen.

Speaker: Das wäre die Bezeichnung der Dinge, die ich gerne fotografiere.

Speaker: Und jetzt ist in der letzten Zeit noch so ein bisschen Schreiben dazugekommen.

Speaker: Eher noch...

Speaker: Nee, nicht zackhaft, aber es dauert auch viel zu lange.

Speaker: Deswegen kann ich das nicht so oft machen.

Speaker: Aber ich schreibe auch inzwischen sehr gerne eigentlich.

Speaker: Also du bist Autorin?

Speaker: Ja, ich habe auch geschrieben.

Speaker: Wie kam das jetzt dazu?

Speaker: Also, dass das jetzt so sich dahin noch entwickelt hat?

Speaker: Weil dir einfach noch mehr Möglichkeiten, Kontext zu geben, gefehlt hat?

Speaker: Ich würde kurz da einhaken.

Speaker: Weil wir gar nicht so richtig gesagt haben, dass du jetzt zwei Kochbücher noch geschrieben hast.

Speaker: Du hast die ganze Zeit einfach die Fotos für andere produziert, für die Kochbücher anderer Menschen.

Speaker: Und dann hast du jetzt einfach zwei eigene Kochbücher noch rausgebracht, zusammen mit deinem Partner.

Speaker: Genau.

Speaker: Also jetzt dieses Jahr, 25, ist im Frühling Goldenen Zeiten erschienen, ein Buch über das Frittieren.

Speaker: Das hat irgendwie der Sparto, mein Partner, die Rezepte geschrieben und ich habe eigentlich alles, was Fließtexte, also natürlich in Abstimmung mit ihm, was jetzt inhaltlich wichtig ist, weil ich ja immer noch nicht auf der kochenden Seite bin, aber halt versucht halt die ganzen Zusammenhänge, theoretische Dinge, welches Frittierfeld, welche Raubpunkte, also alles, was irgendwie inhaltlich wichtig ist, halt in Fließtextform habe ich geschrieben und jetzt ist im Herbst

Speaker: Wurst erschienen beim Ulmer Verlag.

Speaker: Und genau da habe ich auch die Texte geschrieben.

Speaker: Und davor hatte ich aber eigentlich auch schon Teile von Büchern mitgeschrieben.

Speaker: Bei dem Pizza Napolitana Buch mit Domenico Gentile zusammen habe ich eigentlich die Interviews, die Geschichte von Pizza, also eigentlich auch beim Schreiben dann gemerkt, wie viel man eigentlich schreiben muss, wenn man dieses Produkt oder dieses Gericht wirklich erklären will.

Speaker: Und wie weit nach hinten man ausholen muss.

Speaker: Also eigentlich ist es komplett ausgeartet.

Speaker: Und noch davor bei dem Buch Bali-Buch.

Speaker: Das heißt Bali, Essen mit den Göttern.

Speaker: Und dann geht es um spirituelles Essen auf der Insel Bali mit einer ganz lieben Freundin zusammen, Antje de Vries.

Speaker: Haben wir zusammen geschrieben, genau.

Speaker: Das kenne ich ganz gut.

Speaker: Ich auch nicht.

Speaker: Sie ist aus Ostfriesland eigentlich.

Speaker: Genau, ihre Verbindung zu Bali ist eigentlich, dass sie da ganz viel gearbeitet hat, eine Zeit lang als Gastroberaterin.

Speaker: Und deswegen war viel Verbindung da und auch viel Menschen, die sie kannte, wo wir einfach in die Haushalte, also zu deren Zeremonien, zu deren, ich sag mal, taufen und...

Speaker: Zur Messe irgendwie und in den Tempel rein.

Speaker: Das war mega cool.

Speaker: Wir hatten ganz viel Zugang, den du als Touri gar nicht hast.

Speaker: Als Touri siehst du eine ganz andere Seite von Bali und da waren wir plötzlich irgendwie am Boden und haben irgendwie...

Speaker: Blut gehackt und in den Rhein mit den Einwohnern zusammen und haben irgendwie dann die Klamotte auch getragen, weil du natürlich im Tempel nur mit der Klamotte drin sein darfst.

Speaker: Und ich war immer so, dürfen wir das jetzt eigentlich?

Speaker: Aber irgendwie lächeln ja alle.

Speaker: Also es war ganz krass.

Speaker: Ich glaube, das war das Projekt, wo ich am meisten Selbstzweifel hatte im Sinne vom inhaltlich...

Speaker: Dürfen wir zwei weißen Mädels hier jetzt eigentlich abhängen und das wiedergeben?

Speaker: Und deswegen haben wir beschlossen, wir machen einfach ein Reisetagebuch draus.

Speaker: Also wirklich komplett aus unserer Sicht.

Speaker: Die Rezepte natürlich von da mitgenommen, dann so abgewandelt, dass du die Sachen auch mit den Zutaten, die du hier bekommst, kochen kannst.

Speaker: Was, glaube ich, die Balinesen auch approven würden, weil die ganz viel so westliche Sachen einfach integrieren, als wären sie schon immer da gewesen.

Speaker: Also die opfern auch eine Fanta-Dingo dann, weil es was cooles Neues ist.

Speaker: Das habe ich aber auch viel gesehen, als ich in Indonesien und auch in Thailand eigentlich genau dasselbe.

Speaker: Das finde ich so geile Bilder, das ist so ein Schrein, einfach so eine shady... Genau, und deswegen bin ich auch super entspannt mit dem, was... Ich glaube, es gibt Sachen, die sind wirklich untouchable, denke ich mal.

Speaker: Und manche sind halt, das sind Symbole, du kannst sie austauschen, denke ich jetzt mal.

Speaker: Das ist auch wieder so eine kartoffelige Ansicht.

Speaker: Genau, deswegen.

Speaker: Und das war auch schon was, wo ich geschrieben habe, aber das war wirklich so ein Tagebuch, also wirklich aus dem Bauch raus, was wir so erlebt haben.

Speaker: Und jetzt bei den zwei Büchern war es wirklich so, dass halt der komplette...

Speaker: ich sag mal, theoretische Teil wirklich meine Aufgabe war und ich hab wieder gemerkt, du hast so eine krasse Verantwortung, weil du halt denkst, packeln die jetzt die Küche ab und machen die jetzt wirklich das Mittel gegen Listerien in den Wurst oder ergiften die sich?

Speaker: Also du musst wirklich immer aufpassen, dass die halt das Buch lesen und auf keinen Kratsch kommen.

Speaker: Man muss schon noch ein bisschen die Dummheit von den Leuten auch einbereichen, oder?

Speaker: Ja, oder einfach die Unwissens.

Speaker: Also ich hab ja auch das erste Mal, wenn wir... Ja, natürlich.

Speaker: Nicht die Dummheit.

Speaker: Die sind da unkratzig.

Speaker: Nein, aber ich hab ja zum Beispiel auch, das ist witzig,

Speaker: Ich kann auch die Geschichte, wie wir zum Wursten kamen, auch nochmal ausführlich erzählen, aber basically hatten wir einen Keller, der nach einem Wurstkeller oder nach Salamikeller aussah und nicht so zu mir, können wir Würstchen reinhängen?

Speaker: Und er so, ich glaube nicht.

Speaker: Also einfach so Wurst im Keller aufhängen ist halt

Speaker: hochgradig Rimmsmittel.

Speaker: Nur weil es so aussieht.

Speaker: Aber dann haben wir halt den Weg gefunden und dann war es auch safe.

Speaker: Aber ich hatte natürlich immer das Backup, dass ich einfach ein Provisional koche.

Speaker: Da der halt gucken kann und der halt dann daran riecht, merken wird, ob es schlecht geworden ist.

Speaker: Ich traue mir selber halt leider nicht so sehr.

Speaker: Und deswegen denke ich halt, die Leserinnen und Leser wahrscheinlich auch nicht.

Speaker: Und deswegen brauchen die, glaube ich, mehr als nur ein Hint.

Speaker: Wenn da grüner Schimmel drauf ist, ist das jetzt gut oder nicht?

Speaker: Ja, aber hast du Kräuter reingemacht?

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Kräuter oder Schimmel?

Speaker: Du musst dann schon den ganzen...

Speaker: Das Spektrum der Möglichkeiten.

Speaker: Und eigentlich müsste man auch vor jedes Rezept schreiben, lies das komplett erst durch.

Speaker: Weil super oft gehen die Leute einfach hin und kochen drauf los, aber eigentlich muss man jedes Rezept erst mal komplett durchlesen, weil man gar keine Ahnung hat von dem, was man lacht.

Speaker: Ich fühle mich gerade von euch beiden sehr angesprochen, weil sowohl dieses nicht so trauen, weil ich bin, glaube ich,

Speaker: Ein bisschen zu risikofreudig, deswegen dürfte ich niemals jemandem Empfehlungen geben, wie er was konsumieren soll, weil ich meine, ja, wird ja schon nichts passieren.

Speaker: Dass ich mir noch nicht so richtig Lebensmittelvergiftung gegeben habe, ist eigentlich ein Wunder.

Speaker: Oder auch dieses erst mal durchlesen, ja, wer macht es nie?

Speaker: Ich, natürlich.

Speaker: Also das mache ich auch nicht, aber ich traue es mir auch zu, weil man ja auch dann irgendwie eine Routine hat.

Speaker: Die meisten Gerichte hat man ja auch eine Vorstellung, aber super viele Leute haben das ja nicht.

Speaker: Und das mit dem...

Speaker: Ja, ich sehe es auch ganz genauso.

Speaker: Über das Mindesthaltbarkeit, da brauchen wir gar nicht reden, dass man das die meisten Zeit ignorieren kann, wissen wir, glaube ich, alle.

Speaker: Aber so allein die Tatsache, dass ich letztes Jahr mir einfach irgendeinen Pilz reingepfiffen habe und dann einfach tagelang wirklich mir richtig reutig ging, spricht wohl auch dafür, dass ich ein bisschen zu regen soll.

Speaker: Und die haben wir nicht mehr bekommen, oder?

Speaker: Ja, doch, ich habe tatsächlich das so gekommuniziert.

Speaker: Diesen Pilz nicht essen, ganz stolz.

Speaker: Ja, nee, nicht ganz stolz.

Speaker: Ich habe einfach nur, weil da gerade diese Knollenblätterpilz-Geschichte, es gab ja letztes Jahr, wo das viel in den Medien war, wo Leute oder ganze Familien verkehrt haben, wo ein Vater mit seinen Söhnen,

Speaker: einen Knallblätterpilz zubereitet haben und alle dann wegen Nierenscheiße im Krankenhaus waren.

Speaker: Diese Knallblätterpilz-Geschichte, ich weiß nicht, also ist ja so, dass man erstmal, geht es einem wohl einen Tag oder zwölf Stunden lang richtig freudig und dann geht es einem erstmal wieder gut.

Speaker: Aber dann über die Woche fängt schleichend an sich irgendwie die Leber, Niere, ich will jetzt nichts Falsches sagen,

Speaker: irgendwas zu zersetzen und dann ist es einfach richtig lebensgefährlich.

Speaker: Und dann haben wir die Leute, ich habe gesagt, mir ging es gestern super reu, die Pilzpfanne war saugeil und irgendwie hat es sich gelohnt und so.

Speaker: Und dann habe es noch so ein bisschen ins Lächerliche gezogen.

Speaker: Und auf einmal kriege ich von allen Leuten diese Meldungen geschenkt.

Speaker: Und dann fängst du an, zu überlegen, sah der Pilz vielleicht doch so aus wie dieser?

Speaker: Und hier nochmal warnen wir an alle.

Speaker: Esst nicht einfach jeden Witz.

Speaker: Aber gut, aber ich glaube, wenn man bei Peelz nicht weiß, dass es tricky sein kann, dann ist man dumm.

Speaker: Ja, korrekt.

Speaker: Ich muss aber jetzt auch sagen, vorher war ich mit David Seitz

Speaker: Den kennst du, glaube ich?

Speaker: Ja, kennst du natürlich.

Speaker: Ja, ja, klar.

Speaker: Der ist ja ein Profi.

Speaker: Und der hat mir natürlich auch einfach gesagt, was ich essen darf und was nicht und so.

Speaker: Und dann war ich danach einmal alleine und da war auch alles cool und alles lief super und ich habe auch nur das gesammelt, was ich konnte.

Speaker: Und dann war ich mit einer richtig guten Freundin von mir und die hat gesagt, hier, das sind die ganzen Wiesenschampignons.

Speaker: Mein Papa geht ja immer sammeln.

Speaker: Und da kannst du 100% sicher sein, das sind die auf jeden Fall.

Speaker: Und ich habe auch nochmal Doublecheck gemacht mit Google, denn es funktioniert eigentlich ganz gut und habe mich da ein bisschen auf sie verlassen.

Speaker: Und dann sind wir so auseinandergegangen und ich habe gesagt, boah, wir haben jetzt super viel gesammelt, jetzt machen wir halb und halb.

Speaker: Sie so, nee, nee, ich habe eh keine Zeit, nimm du alles mit.

Speaker: Ja, und das ist bei Champignons tatsächlich auch tricky.

Speaker: Da gibt es eben welche, die sind fein.

Speaker: Und dann gibt es aber auch welche, die sind einfach unverträglich.

Speaker: Und dann gibt es ja nochmal einen Unterschied zwischen Leben.

Speaker: Also es gibt offensichtlich einen Unterschied zwischen Leben.

Speaker: Das ist gefährlich und unverträglich.

Speaker: Ja, aber das war ein viel zu langes Thema jetzt.

Speaker: Weiter zu dir.

Speaker: Ich war jetzt überrascht von den 15 Jahren.

Speaker: Dass du 15 Jahre erst in Deutschland bist.

Speaker: Ich habe irgendwie gedacht, dass du...

Speaker: Oder 12?

Speaker: Nee, dann sind es 13 Jahre, sorry.

Speaker: Aber hast du dann vorher in Italien gelebt?

Speaker: Also ich habe.

Speaker: Oder was kommt das alles?

Speaker: Ich habe in Italien, also meine Mutter war Deutsche, mein Mutter ist Italiener und ich bin in Italien geboren und ich bin dort zur Grundschule gegangen.

Speaker: Und dann war, ich glaube, zwischenzeitlich der Plan, dass meine Familie komplett nach Deutschland zieht, also meine Mutter wollte nach Deutschland ziehen.

Speaker: Und hat uns aber meinen älteren Bruder und mich schon mal so vorgeschickt auf ein deutsches Internat.

Speaker: Und da habe ich dann eigentlich, was ist denn, von der sechsten, war ich dort.

Speaker: Dann hat sich klargestellt, dass mein Vater doch nicht von Italien weg will, weil er doch irgendwie nicht so Bock hatte.

Speaker: Dann hat sich der Plan da so ein bisschen zerschlagen, aber wir sind halt trotzdem dann da gewesen.

Speaker: Also genau, da habe ich eigentlich einen Teil Schule auf Italienisch, einen Teil auf Deutsch.

Speaker: gemacht.

Speaker: Und dann habe ich aber wieder in der italienischen Schweiz studiert, Journalismus.

Speaker: Und da habe ich eigentlich mit dem Schreiben tatsächlich angefangen.

Speaker: Also dieses ganze Schreiben war schon damals da, nur halt auf Italienisch.

Speaker: Also ich habe auf Italienisch das journalistische Schreiben, sage ich mal, gelernt.

Speaker: Habe dann irgendwann gemerkt, okay, vielleicht will ich doch nicht in dieser Form.

Speaker: Also ich habe irgendwie auch damals gedacht, ich kann nur irgendwie für die Tageszeitung oder so schreiben.

Speaker: Ich glaube, nur das hatten wir so als Praktikum.

Speaker: Und deswegen war ich so, hä, ich mag das gar nicht.

Speaker: Das ist ja voll doof.

Speaker: Und dann habe ich, also immer noch in der italienischen Schweiz, in Lugano war ich,

Speaker: Kleine Stadt kennt man, glaube ich.

Speaker: Ja.

Speaker: Genau, und da gab es noch einen Master, den ich da hätte machen können in Kommunikation von Kulturherbe.

Speaker: Also eigentlich, der Plan war dann irgendwie, oder der Plan danach war dann so Exhibition Design, also Ausstellungen konzipieren, dass der Besucher praktisch so einen Part bekommt und dann so durchläuft und Zusammenhänge versteht.

Speaker: Und dann habe ich das noch gemacht und dann sollte ich für diesen Master ein Praktikum machen und habe damals gedacht, ja, wenn ich irgendwann mal arbeite, dann kann ich ja gar nicht mehr reisen.

Speaker: Ist ja voll scheiße, dann versuche ich halt dieses Praktikum woanders zu machen, also ein anderes Land.

Speaker: Und dann habe ich mir halt verschiedenste Museen angeschaut, irgendwie in den nordischen Ländern und keine Ahnung.

Speaker: Und dann bin ich auf ein Museum in Spanien gestoßen, in Granada, also Andalusien, im Süden von Spanien,

Speaker: Und die haben praktisch das Leben in Höhlen dokumentiert, weil du dort in Höhlen wohnen kannst.

Speaker: Das ist ja irre.

Speaker: Nee, ich glaube, das ist ja irre.

Speaker: Ich erzähle es eigentlich so oft, weil mich das immer noch total fasziniert.

Speaker: Und ich war so, oh geil, ich muss da umgegends hin.

Speaker: Habe da, also unter anderem halt auch da hingeschrieben und die einzige Antwort, die ich bekommen hatte, war dort.

Speaker: Mhm.

Speaker: Und dann im Nachhinein hatte ich dann herausgestellt, dass es halt ein Museum war, im Sinne von fünf Freunden, die haben sich bei einem Sucht so lang getan und haben gesagt, lass mal ein Museum machen.

Speaker: Und die Einzige mit einer Ausbildung war dann ich.

Speaker: Die da unbezahlt dann da noch.

Speaker: Und die haben mich dann einfach für drei Monate hingeholt und gesagt, ja komm her, wir sind ja auch in der Höhle, wo du wohnen kannst.

Speaker: Wir organisieren ja auch in der Höhle.

Speaker: Ja genau, und dann habe ich halt in der Höhle gewohnt, die war 1492, errichtet kann man nicht sagen, aber ausgebildet.

Speaker: abbuddelt worden.

Speaker: Also so lange gab es die schon.

Speaker: Und dann war ich da drei Monate und dann sind da irgendwie zwei Jahre rausgeworden.

Speaker: Also dann habe ich halt mir eine Masterarbeit ausgedacht, die ich da machen konnte, weil ich einfach das Gefühl hatte, ich muss hier irgendwie bleiben.

Speaker: Ich will unbedingt länger da bleiben.

Speaker: Und das Witzige war ja auch, dass ich halt Italienisch spreche und dachte, damit komme ich halt super weit.

Speaker: Und ich habe einfach nichts verstanden.

Speaker: Die haben da irgendwie so mit Händen und Füßen geprofiziert und meine ersten, ich sag mal, zweieinhalb Monate dort

Speaker: In meiner Erinnerung ist es halt ein Stummfilm.

Speaker: Also ich habe keine Wörter zu den Bildern in meinem Kopf, weil ich einfach nicht verstanden habe, was die alle geredet haben.

Speaker: Das ist ja so abgefahren.

Speaker: Aber es war halt mega witzig.

Speaker: Also ich konnte natürlich ein bisschen Englisch und so, aber ich habe dann halt irgendwie, ich habe die Webseite mit neu gestaltet, also irgendwie auf Usability getestet, also ob die Bissenkörpers, dann habe ich irgendwie, ich glaube, ultra viel übersetzt.

Speaker: Also auf Deutsch, Italienisch und Englisch, alles, was die an Texten so hatten.

Speaker: Dann habe ich Führung gegeben, also ich habe alles gemacht.

Speaker: Und dann kam so kurz vor knapp so, oh, wir müssen eigentlich unsere Objekte katalogisieren.

Speaker: Das haben wir nämlich noch nie gemacht.

Speaker: Könnten wir das machen?

Speaker: Und ich hatte noch so zwei Wochen Praktikumszeit und dann war ich eigentlich fertig.

Speaker: Und ich so, okay, jetzt tu es.

Speaker: Und dann haben wir halt irgendwie diese, es war jetzt nicht so viel, aber es waren so 600 Gegenstände.

Speaker: Ja.

Speaker: Die wir halt alle da rausholen, also aus der Höhne holen, abstauben, weil die waren halt schon seit irgendwie zehn Jahren dort und dann hatten die jemals irgendwie, das war halt kein Museum-Museum, das war halt so Sachen wie Fächer, aber halt auch Wagen, aber auch irgendwelche Geräte zum Flechten oder zum Landwirtschaft betreiben, also so ganz crazy Sachen.

Speaker: eben abfotografieren, abmessen und in so einen Katalog reinschreiben.

Speaker: Und das hat halt irgendwie echt diese ganzen zwei Wochen dann reingenommen.

Speaker: Und dann habe ich gesagt, hey, habt ihr nicht noch Aufgaben für mich?

Speaker: Ich würde so gerne länger bleiben.

Speaker: Und dann bin ich halt echt noch zwei Jahre in Granada geblieben.

Speaker: Und dann, ja, war das so ein bisschen das Ding, okay, wo arbeite ich jetzt eigentlich?

Speaker: Was werde ich?

Speaker: Was mache ich?

Speaker: Irgendwie gibt es da keinen Job in diesem Bereich, den ich da studiert habe?

Speaker: Und in Spanien war das halt alles...

Speaker: Sehr schlecht bezahlt und ich war da jetzt auch nicht gemeldet oder so.

Speaker: Ich war da und hab halt Sachen gemeldet.

Speaker: Die haben mir halt so Geld bezogen.

Speaker: Das war eigentlich so ein bisschen skurril alles.

Speaker: Und meine Eltern so, hey, willst du nicht mal gucken, ob sie einen Job in Deutschland für dich geben?

Speaker: Und ich so, ich geh niemals nach Deutschland.

Speaker: Und irgendwann hab ich gemerkt, krass, meine ganzen Freunde aus Spanien ziehen nach Deutschland, wenn sie Arbeit suchen.

Speaker: Und dann habe ich gesagt, ich gehe jetzt nach Deutschland, ich gehe nach München.

Speaker: Meine zwei Brüder haben schon in München gewohnt.

Speaker: Und ich habe dann gesagt, ich gehe dahin einen Monat und versuche und gucke.

Speaker: Und wenn es da nicht klappt, gehe ich zurück.

Speaker: Aber dann habe ich es halt versucht.

Speaker: Also ein bisschen für meine Eltern, aber ein bisschen auch für mich.

Speaker: Und dann habe ich halt ziemlich schnell geschnallt, dass das irgendwie alles schon auch gut funktioniert hier.

Speaker: Also wenn du siehst, wie es da läuft und in Italien läuft.

Speaker: Ich sage das so oft, dass wir uns beschweren über Deutschland und es gibt auch richtig viel, an das man mal ran müsste.

Speaker: Aber es gibt schon auch wirklich große Vorteile.

Speaker: Und dann habe ich auch Sachen geschnallt wie, keine Ahnung, KSK für kreative Berufe, dass du einfach unterstützt wirst, wenn du halt was Kreatives machst.

Speaker: Oder keine Ahnung, ich weiß gar nicht, ob man das kennt, wenn man nicht Fotograf ist, aber die VG Bild.

Speaker: Die haben einfach Geld dafür, dass die eigenen Bilder noch mal woanders gesehen werden.

Speaker: Nee, die kennst nicht.

Speaker: Das ist einfach für deine Bildrechte.

Speaker: Wenn dein Bild ein Buchcover wird und du eine einmalige Bezahlung bekommst.

Speaker: Aber da zahlt man wahrscheinlich auch für, oder?

Speaker: Nee, die Verlage bezahlen dafür.

Speaker: Die Verlage und die Medien.

Speaker: Die Bilder benutzen, zahlen jährliche Beträge.

Speaker: Das ist ja.

Speaker: Du kriegst einmal im Jahr so...

Speaker: Bing, Cash ist da.

Speaker: Und je nachdem, wie viel du halt gemacht hast, du musst es halt immer melden, also was du gemacht hast.

Speaker: Aber das sind halt so Sachen, wo ich denke, so, hey, wo gibt's denn sowas?

Speaker: Das ist voll geil.

Speaker: Und klar muss man sich so ein bisschen reinfuchsen, was es gibt, aber ich hab in anderen Ländern, von dem, was Kolleginnen und Kollegen sagen, so das Gefühl, du wirst ein bisschen bestraft dafür, dass du selbstständig bist.

Speaker: Dann hast du zum Beispiel so einen Fixbetrag steuern oder und hier ist es ja, okay, wenn du halt x arbeitest und x verdienst, dann zahlst du halt einen Prozentsatz davon halt steuern.

Speaker: Das ist halt so.

Speaker: Aber das ist

Speaker: ist für mich okay.

Speaker: Also dann ist es halt ein Zeichen dafür, dass es ein gutes Jahr war.

Speaker: Natürlich kann man, ich bin ja immer sehr unschlau mit meinen Betriebsausgaben.

Speaker: Ich gucke also Ende des Jahres, okay, mal darum, sollte ich noch ein bisschen oder nicht.

Speaker: Und dann, genau.

Speaker: Aber ich finde, dass man hier total gut klarkommt irgendwie,

Speaker: Ja, und mit so ein bisschen Eigenverantwortung, sich da so ein bisschen aufzuschlauen, also passieren immer trotzdem dumme Sachen, aber es ist ja halt einfach ein Berufsfeld, wo es nichts Vorgegebenes gibt und da macht man ja automatisch erstmal so ein paar Fehler, bis man es dann checkt, aber lieber hier als woanders.

Speaker: Ja, 100 Prozent.

Speaker: Genau, und deswegen bin ich dann doch geblieben.

Speaker: Ich habe jetzt noch eine Frage zu Italien.

Speaker: Wo aus Italien stammst du?

Speaker: Pisa.

Speaker: Mein Vater ist aus Ambrutzen, das ist südlich von Rom.

Speaker: Seine Familie ist aus Neapel.

Speaker: Also Dantolo ist eigentlich ein Nachname der aus Neapel und der kommt.

Speaker: Eigentlich heißt es von den Engeln, weil das oft ausgesetzte Kinder sind viele Namen mit so Engeln und Heiligen.

Speaker: Das ist alles dieses

Speaker: irgendwo ganz in der Vergangenheit kann es sein, dass es irgendwie daher kam.

Speaker: Oder, I don't know.

Speaker: Oder das ist halt eine Version, wie man diesen Namen versteht.

Speaker: Und da bin ich aufgewachsen.

Speaker: Ich habe jeden Tag den schiefen Film gesehen.

Speaker: Trotzdem freue ich mich jedes Mal über die Film.

Speaker: Sehr schön, wie das ist.

Speaker: Und alle Menschen, die irgendwie sich gegenleben und diese Bilder machen, hast du das auch schon gemacht.

Speaker: Ja, schon.

Speaker: Ich glaube, auf jeden Fall, dass jedes Mal ein Besuch da ist, muss man denken, was damit macht.

Speaker: Ich habe auch eine Folgefrage zu der

Speaker: In München, als du dann nach Deutschland gekommen bist, das war ja dann deine erste Station, warst du dann schon, also hast du dann noch im Kulturbereich geguckt, so mit Ausstellungs- oder irgendwie Kommunikation von Inhalten oder warst du dann schon in diesem, weil du von dem Katalog erzählt hast und so Fotos machen oder bist du dann schon so slightly so in diese Richtung reingerutscht oder nach was für eine Art Job oder Selbstständigkeit hast du da gesucht?

Speaker: Huh!

Speaker: Aber nicht ich, oder?

Speaker: Okay, ähm, okay, ähm, also, das ist, ja, es ist lustig, weil ich nämlich da auch wieder, das ist aber auch so ein Bescheid, ich hab dann auch da wieder gedacht, oh, wait, jetzt hab ich wieder was fertig studiert und das kann ich irgendwie jetzt auch nicht machen, also irgendwie bin ich da auch nicht bereit, also, wie sagt man denn, dass du halt dich fühlst, als könntest du das jetzt, weißt du, so kompetent.

Speaker: Und dann war ich so, oh,

Speaker: Dann habe ich jetzt nochmal einen Plan B und dann war ich so, ich habe dann in diesem Museum, stimmt, habe ich so Kuchen gebacken und so ein Kram, weil wir hatten auch, weil es war ja nicht für ein Museum, es gab im Sommer auch immer so eine Stage und dann gab es so Flamenco-Konzerte abends und so eine Bar und dann habe ich halt immer Sangria gemacht und ausgeschenkt.

Speaker: Und Kuchen.

Speaker: Es gab Kuchen und zwei Griechen.

Speaker: Und Flamenco.

Speaker: Und Ausgrabung und Höhen.

Speaker: Und Flamenco.

Speaker: Und manchmal, also es war einmal abwechselnd Flamenco-Night und Open Air Kino.

Speaker: Das war mega geil.

Speaker: Es klingt wirklich irgendwie lieb.

Speaker: Gibt es das noch?

Speaker: Nee, leider nicht mehr.

Speaker: Die haben irgendwann die, wie sagt man denn, diese Förderung

Speaker: nicht mehr bekommen und ich glaube, die haben jetzt einfach zugemacht, was ultra-tauglich ist.

Speaker: Wenn ich mich irgendwo zurück beamen könnte, mit dem Wissen von heute, ich sollte es viel mehr genießen, weil das ist auch mein nächstes Ding, dass man da mal so, ich bin Kuhne und ich komme irgendwo hin und dann, das ist so, wenn man noch so jung ist und dann später erst checkt, so wie geil es eigentlich war, dass man so wenige Verbindlichkeiten und Verantwortung hat.

Speaker: Genau, und man muss einfach nur den Kuhn machen und danach reizen und wie lustig.

Speaker: Können wir das irgendwie auf Deutschland transportieren, gibt es hier Höhlen?

Speaker: Wo wir dann Volksstanz machen können.

Speaker: Es gibt Hüllen, aber da wird Bier drin gelagert.

Speaker: What a waste.

Speaker: Naja, kommt auf das Bier drauf an.

Speaker: Ja, anyway.

Speaker: Und dann war sie das Ding, guck mal, ich back ja so gerne und koche ja so gerne, vielleicht sollte ich ein Catering machen.

Speaker: Und dann war meine Idee, vielleicht kann ich ja das machen.

Speaker: Und dann habe ich mich mit meinem sehr weisen älteren Bruder unterhalten und der so

Speaker: Warum arbeitest du nicht erstmal für ein Catering und guckst mal, wie das so ist?

Speaker: Und das war dieser Advice, das war ein Goldwerk.

Speaker: Ich habe dann einfach ein Jahr lang für so eine Personalleihfirma gearbeitet, als Servicekraft erst mal.

Speaker: Ich hatte ja keine Koch-Ausbildung, ich dachte jetzt, ich konnte.

Speaker: Dann habe ich einfach so etwas gemacht, dann habe ich gemerkt, das will ich überhaupt, also please no, ich will das absolut nicht machen, diese Mengen herstellen, diesen Stress haben, so viel am Ende wegschmeißen,

Speaker: Wir hatten auch so Sachen wie private Geburtstagsfallen von irgendwelchen super bonzigen Menschen.

Speaker: Also so Sachen, wo ich dachte, ich will doch gar nicht in diesem Bereich arbeiten.

Speaker: Und außerdem habe ich gar nicht die Kompetenz, solche Gerichte zu kreieren.

Speaker: Aber ich hatte damals schon angefangen, die Sachen, die ich gebacken und gekocht habe, zu fotografieren.

Speaker: Weil ich dachte, ich muss die ja irgendwie zeigen.

Speaker: Und so kam eigentlich dieses Fotothema.

Speaker: Zum ersten Mal eigentlich.

Speaker: Ich habe vorher überhaupt nicht fotografiert.

Speaker: Null.

Speaker: Also es gibt von 30 bis dahin eigentlich kaum Bilder, die ich gemacht habe.

Speaker: Also bis 25 habe ich nicht fotografiert.

Speaker: At all.

Speaker: Und ich habe auch immer gesagt, ich will nicht fotografieren.

Speaker: Ich habe gemalt, gebastelt, gebildhaut, alles Mögliche.

Speaker: Aber nie das machen wollen.

Speaker: Und dann habe ich eben dieses erste Jahr gekelbert.

Speaker: Mhm.

Speaker: Und dann habe ich aber parallel einfach bei so Medienagenturen geguckt, ob es da irgendwas... Weil ich dachte, es muss schon irgendwie ein bisschen mehr Gehalt drin sein.

Speaker: Ja, ich wollte mal sagen, du bist ja noch richtig beschissen bezahlt.

Speaker: Ja, wobei, das war halt das Ding.

Speaker: Ich war ja dieses Not-Löhne in Spanien.

Speaker: Was heißt Löhne, aber dieses Taschengeld.

Speaker: Ja, okay.

Speaker: So trotzdem ein Upgrade.

Speaker: Boah, 1000 Euro, voll geil.

Speaker: Also es war halt wirklich, ich habe halt mit 1000 Euro ein Trinkgeld.

Speaker: Wir sind mal ganz tiny Wohnung in München gelebt.

Speaker: Wir sprechen auch von vor 13 Jahren.

Speaker: Eigentlich war ich an der Armutsgrenze, aber ich habe es vorher gefeiert, dass ich eigentlich 1000 Euro verdiene.

Speaker: Und dann habe ich tatsächlich bei einer Stellenausschreibung gesehen, also für ein Praktikum eigentlich erst, dass sie jemanden suchen, der zwei Museumsblocks betreut bei einer Münchner Medienagentur.

Speaker: Und das war der Blog von dem Jüdischen Museum und von der Villa Stuck.

Speaker: Und das ist so eine Jugendstil-Villa von diesem Künstler.

Speaker: Und ich so, oh mein Gott, da gehe ich hin.

Speaker: Und das war auch total geil, weil ich war halt wieder mal die Einzige, die das studiert hatte, wie man Inhalte kommuniziert.

Speaker: Also ich hatte halt so eine Medienausfüllung, ich konnte eigentlich schreiben oder ich konnte vorzeigen, dass ich schreiben gelernt habe.

Speaker: Und ich kenne mich ein bisschen mit diesen ganzen Kunstthemen.

Speaker: Und dann habe ich halt ein Jahr lang für diese Agentur gearbeitet und habe da eigentlich für ganz viele verschiedene Kunden halt Inhalte gemacht.

Speaker: Also primär diese zwei Museumsblogs.

Speaker: Und das super Coole an dieser Villa Stuck war halt, dass der Museumsdirektor, der Michael Burst, der ist glaube ich immer noch da, der war so cool, weil der einfach gesagt hat, ja mach diesen Blog, du hast voll Bock, interview die Künstler.

Speaker: Ich habe dann irgendwie so, also damals so die ersten Podcasts oder halt, ich habe es glaube ich gar nicht Podcast genannt, weil ich glaube es gab, keiner Podcast, aber irgendwie so...

Speaker: Audioschnipsel, wo die halt dann irgendwie erzählt haben über Kunstwerke.

Speaker: Ja.

Speaker: Dann hab ich dann mit Gaston eine andere Sache, das war mega witzig.

Speaker: Das hieß Lautangriff.

Speaker: Dann bin ich in die Ausstellung mit so einem kleinen Recorder und hab immer gewartet, bis sich Leute über ein Kunstwerk unterhalten und wenn dann so rein sprungen, so hey, könnt ihr das nochmal erzählen?

Speaker: Und dann gab es halt so Besucher erzählen über Kunstwerke, wie sie die lesen.

Speaker: Also ich hab dann irgendwie versucht,

Speaker: mit diesen Inhalten einfach so anders zu engagen und halt zu versuchen, das so nahbar zu machen.

Speaker: Und das habe ich halt geliebt.

Speaker: Und dann hatten wir halt noch so einen Food-Kunden, also so ein kleines Bistro.

Speaker: Und ich habe ja immer noch meine kleinen Good-Fotos auf Facebook immer gestellt.

Speaker: Und dann hat das irgendwann... Ich werde das suchen.

Speaker: Hat das immer der Chef... Ich glaube, mein Profil gibt es gar nicht mehr.

Speaker: Aber es gibt, glaube ich, noch einen ganz alten Blog da.

Speaker: Also ich kann noch ein paar alte Sachen rausnehmen.

Speaker: Und jedenfalls hat der Chef das dann mitbekommen und meinte so, hey, du machst doch diese Bilder.

Speaker: Und dann ist so, ja.

Speaker: Und er so, ja, dann gehst du mal zu unserem Kunden und machst da die Bilder.

Speaker: Und ich so, what the... Also ich hatte halt noch nie ein Imposter-Syndrom.

Speaker: Voll, aber wenn ich jetzt frage, denke ich, wie konntest... Also dieser Chef, wie konnte der das halt verkaufen?

Speaker: Ich konnte es halt so in die Hose gehen können.

Speaker: Und das Witzige war, ich glaube, einer der ersten Termine dort war, ich sollte ein Bild machen von einem Gericht.

Speaker: Das sollte ausgestrahlt werden in der Werbung im Kino in Ottobrunn.

Speaker: Also in so einem...

Speaker: Aber Kinowerbung ist einfach... Aber es ist einfach so ein local, so ein tiny Kino, wo es eine Tiny-Line war.

Speaker: Und da sollten halt diese Aubergine-Röllchen, die ich graviert hatte, zehn Sekunden lang eingespielt werden.

Speaker: Ich war so aufgeregt.

Speaker: Es war so ultra exil... Vor allem, ich durfte ja nicht zeigen, dass ich aufgeregt bin, weil ich war ja der Profi, der jetzt hingeht.

Speaker: Du machst das ja die ganze Zeit.

Speaker: Genau, ich bin so gut.

Speaker: Es war dann auch ein okayes... Es war ganz nett, aber es war jetzt kein... Ja, genau.

Speaker: Das war so meine Annäherung an dieses Fischfotothema.

Speaker: Ich finde, so eine Kinowerbung ist sowas wie ein Livegold schon auch.

Speaker: Aber auch... Gleich abgetrickert.

Speaker: Ja, weil man dann so sieht...

Speaker: Was dann, gerade wenn ich mal gucke, bei unserem Dorf, also Tiny Dorfkino, was da so in einem Kinowerbung läuft, also sie hat dann irgendein Autohaus, wo so eine weiße Kartoffel drin steht und irgendwas so redet in die Kamera.

Speaker: Da merkst du auch, dass er einen ganz schmitzigen Rücken hat.

Speaker: Und einfach auch super schlecht.

Speaker: Das ist irgendwie so ein Ding zwischen, oh, ich möchte wirklich irgendwie, wenn ich es geil mache, Kinowerbung dazu von mir zu haben.

Speaker: Aber gleichzeitig auch nicht so ein bisschen.

Speaker: Aber sonst war es Video.

Speaker: Ja, ja, genau.

Speaker: Also wenn du irgendwas noch raussuchen kannst, fände ich es eigentlich ganz geil.

Speaker: Vielleicht können wir das bei... Wir haben ja auch ein Instagram-Malder.

Speaker: Das ist ein Vergleich von heute zu.

Speaker: Das ist auch richtig schlecht.

Speaker: Das ist total witzig, das sind richtig schlechte Sachen, das ist gar nicht so lange her.

Speaker: Ich habe so eine geile Lärmkurve.

Speaker: Oh mein Gott, ich finde alles, was du daran erzählst, finde ich total motivierend.

Speaker: Du bist zu selbstkritisch.

Speaker: Das hat mir schon tausendmal.

Speaker: Du machst so mega gut.

Speaker: Entschuldigung.

Speaker: Das wird schon.

Speaker: Nein, aber ja, weil man ja nur so Ausschnitte von Menschen mitbekommt, von dem, was du zum Beispiel jetzt machst und

Speaker: Ich dachte so, ja, also, ne, in meinem Kopf kommen die Leute so fertig auf die Welt und machen die Sachen einfach geil.

Speaker: Ja, ja, ja.

Speaker: Dann wäre man selber sich die ganze Zeit, ja, keine Ahnung, weißt du?

Speaker: Ich bin genau so geboren.

Speaker: Und das finde ich gerade total, oh, weiß ich nicht, das tut einem gut, sowas so zu hören, dass es ja auch vielen Leuten so ähnlich geht, weil es bei mir auch genau so war, auch so ein geisteswissenschaftliches Studium, wo man erst noch nicht weiß, was man damit machen soll und dann irgendwie bei Umwege sehr ähnlich, nur, äh,

Speaker: Ja, keine Ahnung, weil ich nicht solche Fotos mache wie du.

Speaker: Wir haben aber auch sehr lange dann brauchen, bis man wirklich aussprechen kann, okay, ich mache diesen Beruf, ich bin... Ja, was ist mein Beruf eigentlich?

Speaker: Oder auch so der Schritt von, ich mache Fotos, ich bin Fotografin, hat ultra lange gedauert.

Speaker: Und dann auch, dass es halt irgendwie mit sich bringt, dass du halt einen gescheiten Tagestatz aufrufst und nicht irgendeinen Schritt... Ey, das ist wirklich so schwer, da haben wir es auch schon oft von gehabt irgendwie.

Speaker: Und ich finde, das kann man auch gut transportieren eigentlich auf unser Leben irgendwie.

Speaker: Ich habe super oft gesagt, ja, ich koche, ich bin im Nebengewerbe, koche ich, aber habe direkt hinterher geschoben, aber ich habe es nicht gelernt.

Speaker: Ja, ich auch.

Speaker: Warum?

Speaker: Es macht überhaupt keinen Sinn.

Speaker: Warum?

Speaker: Also ich habe mit Sicherheit viel... Ich kann mir verkaufen, aber eigentlich ist es scheiße.

Speaker: Ja, ich habe... Also eigentlich ist das ein bisschen vermessert.

Speaker: Ja, schon.

Speaker: Aber ich wette, viel mehr Wissen als wahnsinnig viele gelernte Köche und Köchin.

Speaker: Und auch Handwerk.

Speaker: Und auch Handwerk, ja, weil schon so lange und man nerdet sich in Dinge rein, wenn man eine Leidenschaft einfach hat.

Speaker: Und das mache ich nicht mehr.

Speaker: Ich sage, ich bin Köchin.

Speaker: Aber das ist auch echt ein Schritt.

Speaker: Ja.

Speaker: Und deswegen finde ich das interessant, dass du das auch so sagst.

Speaker: Ja, voll.

Speaker: Und wie ging's dann bald?

Speaker: Wie ging's dann bald?

Speaker: Vielleicht spulen wir ein bisschen vor.

Speaker: Long story short, ich bin dann irgendwann von der Agentur gegangen, habe mich super schwer an Herzens von Lissavilla Stuck und diesem Blog getrennt, weil ich das geliebt habe, also dieses Künstlerteil.

Speaker: Und dann habe ich aber eigentlich...

Speaker: Also ich kann wirklich nicht mehr rekonstruieren, wie es passiert ist, dass ich mittlerweile wirklich fast nur oder eine ganz lange Zeit wirklich nur noch vom Fotografieren gelebt habe.

Speaker: Es hat sich immer wieder, also ich glaube an zwei Punkten haben sich so geile Zufälle ergeben, die einfach so der Bingo-Moment.

Speaker: Jetzt bist du drin so ungefähr.

Speaker: Die kann ich auch erzählen, die ist echt witzig.

Speaker: Also in einem Fall war es so, das ist eine ganz liebe Freundin von mir, die ich aus der Agentur kannte.

Speaker: Die hat angefangen für Verlage so Trendforschung und Zielberatungskontrolle.

Speaker: Workshops zu geben.

Speaker: Das heißt, die war dann bei Kochbuchverlagen gebucht und hat denen dann erklärt, was nächstes Jahr kommt für Themen, für Trends, für Farben, für Materialien und bla.

Speaker: Und hat dann auch viele so Moodboards erstellt, also so ein bisschen wie eine Artdirektorin.

Speaker: Und dann bei irgendeinem Buch von einem sehr großen Verlag

Speaker: Dann kam es raus, dass das Buch am Montag in Druck geht und dass das Cover, was sie hatten, nur ein Low-Res-Moot-Bild war.

Speaker: Alle dachten, dieses Bild gibt es, aber das Bild gab es gar nicht.

Speaker: Und dann haben sie gesagt, so hektisch, so weinen, wir müssen diese Bildrechte kaufen.

Speaker: Und die Fotografin, die es gemacht hat, war gerade irgendwie auf Reise.

Speaker: Also irgendwie war das so, fuck, wir haben einfach kein Cover.

Speaker: Du musst aber, wenn du einen Druck anmeldenst, musst du den ja...

Speaker: Und du willst den Vertrag nicht nennen.

Speaker: Kann man das bieten?

Speaker: Nee, ich kann den nicht nennen.

Speaker: Aber jedenfalls war das dann, genau, du hast ja, wenn du drucken willst, wenn du das verschiebst, dann ist das ja mit ganz viel Kosten verbunden.

Speaker: Das heißt, die mussten ein Bild.

Speaker: Und dann schrieb sie mir, wie wie, schaffst du es, ungefähr dieses Bild am Wochenende mit mir zu shooten?

Speaker: Und ich so, of course.

Speaker: Und sie so, wenn du das machst, bist du drin und Heldin.

Speaker: Und ich so, of course.

Speaker: Und ich wollte dann unbedingt für einen Kochbuchverlag.

Speaker: Und deswegen war das halt so, okay, ich mach das jetzt einfach mal.

Speaker: Und es war eigentlich ein Bild von einer Frau, die einfach ein riesiges Bunt Gemüse im Arm hält.

Speaker: Und dann hat sie das halt gemacht mit mir.

Speaker: Und das war das dann?

Speaker: Und dann war ich da drin und dann haben sie mich halt immer wieder gebucht.

Speaker: Also fiel halt auch mit sie, wenn ich immer wieder ins Reihen gehe, also immer gesagt hat, hey guck mal, das ist doch ein Buch, das kann ich wieder wie machen.

Speaker: Und es ist halt auch ein Verleihb, der auch sehr viele Bücher macht, deswegen konnte ich dann irgendwie auch schnell

Speaker: sehr viele Buchverträge im Jahr, was total geil war.

Speaker: Also das war dann in dem Fall wirklich, ich habe das Skript bekommen mit den Rezepten, ich muss den Foodstylisten, Stylistin finden, der das kochen konnte und dann haben wir das halt geshootet in dem Zeitrahmen.

Speaker: Hast du so einen Josh kennen wir denn?

Speaker: Nee.

Speaker: Okay.

Speaker: Der zweite super witzige Moment,

Speaker: Nee, ich muss, glaube ich, noch diese liebe Freundin erwähnen, weil die ist leider mittlerweile verstorben.

Speaker: Das ist die Justina Demboski.

Speaker: Und das ist eine Person, mit der ich super gerne dann auch Bücher gemacht habe, weil sie einfach so ein krasses Auge für Styling, für Farben, für Farbkombis.

Speaker: Also eine super kreative Person.

Speaker: Und die hat mir ganz, ganz viel mitgegeben.

Speaker: Das war total schön.

Speaker: Genau.

Speaker: Ja, und jetzt der zweite Moment, der auch wieder ein sehr toller Mensch, der einfach an mich geglaubt hat.

Speaker: Da war ich in Dänemark auf dem Food-Fotografie-Festival.

Speaker: Und zwar gibt es einen deutschen Fotografen, der in Spanien wohnt, der Günther Bär.

Speaker: Der hat es gegengerufen, dass sich alle Food-Fotografen der Welt, die wollen einmal alle zwei Jahre treffen.

Speaker: Und das gab es irgendwie zweimal in Spanien und danach wurde es...

Speaker: verlagert auf eine kleine Stadt in Dänemark, die heißt Weile, in der Nähe von Kopenhagen.

Speaker: Und dann habe ich das gesehen und war so, hey, ich muss da hinfahren, ich muss eben gucken, was die alle machen und so.

Speaker: Und habe dann gedacht, wo kann ich da günstig übernachten?

Speaker: Und irgendwie bin da entgegen Nacht so hingefahren, dass ich halt möglichst wenig Ausgaben, ich war ja halt so ganz am Anfang, und habe dann irgendwie für die erste Übernachtung keinen Platz mehr in diesem Hostel gefunden und nur noch im offiziellen Festivalhotel, was halt ultra teuer war, habe ich halt die erste Nacht dann buchen müssen, weil ich sonst irgendwie den ersten Abend verpasst hätte.

Speaker: Und dann komme ich da so an meinem Koffer

Speaker: voll fertig, weil ich halt Nachtzug gefahren bin, irgendwie im Sitzen, also voll am Arsch.

Speaker: Und dann ist halt so ein Herr, der läuft so von mir her, auch mit so einem kleinen Rollkopf, und dann läuft auf dieses Hotelzimmer und ich so, boah, ich will so schnell ins Hotelzimmer, dränge mich so vor an die Rezeption, check so vor ihm ein, und dann wartet er doch, oder dann werde ich doch erst mit ihm zusammen irgendwie zum Fahrstuhl begleitet, und dann fahre ich halt mit diesem Mann zum Fahrstuhl, und dann check ich erst, der ist Deutscher, und dann sagt er halt irgendwas, und ich antworte irgendein Bullshit, also so komplett irgendein Quatsch, weil du halt Fahrstuhl fährst, und es sind irgendwie zehn Spackwerke, und dann war das halt der Art Direkte vom Pfandschmecker.

Speaker: Oh.

Speaker: Und der hat sich einfach irgendwie über ein Gesicht gemerft.

Speaker: Nee, und dann war ja danach irgendwie der Galaabend, wo wir irgendwie so Netzwerken und Drinks und alle haben so ein Namensschild und dann trifft er mich wieder und sagt so, hey, bist du in dein Zimmer angekommen?

Speaker: Hast du mich ein bisschen ausgeruht?

Speaker: Und ich so, ja.

Speaker: Und dann gucke ich so aufs Namensschild und mich so Peter Steiner, Art Director, Fandschnecke, ich so...

Speaker: Fuck.

Speaker: Vom Falschmecker Magazin.

Speaker: Genau, vom Falschmecker Magazin.

Speaker: Und dann war ich so, shit, ey, voll.

Speaker: Also, weil, keine Ahnung, ich habe mich vorgedrängelt.

Speaker: Ich war irgendwie, da habe ich irgendwas so weirdes, also einfach so belangloses Witzchen im Aufzug.

Speaker: Und der hat sich aber irgendwie nicht gemerkt und meinte so, hey, zeig mir doch deine Arbeit.

Speaker: Und ich so,

Speaker: Not in my life.

Speaker: In meinem Kopf so, ne?

Speaker: Aber ich hatte halt meine Sachen dabei.

Speaker: Also ich hatte meine Sachen irgendwie auf meinem iPad, glaube ich, oder sowas damals.

Speaker: Außer sehen die Auberginenröllchen aus der Kino.

Speaker: Und dann, die irgendwie nicht.

Speaker: Aber man konnte sich für so Portfolio-Reviews irgendwie eintragen.

Speaker: Und dann habe ich halt so ganz spät meinen Mut zusammengefasst und war so, okay, dann gehe ich da halt hin und mache so einen Termin und dann hatte er keine Slots mehr, ne?

Speaker: Und dann kam er aber trotzdem zu mir in dem dritten Tag und meinte so, zeigst du mir jetzt deine Sachen oder nicht?

Speaker: Und ich so, wie cool.

Speaker: Und dann hat er sich wirklich alles angeschaut, eigentlich ziemlich schnell so durch und er so, hat eigentlich gar nichts gesagt und dann bin ich so, ja, ist eigentlich ganz schön.

Speaker: Und ich so, ja, genau.

Speaker: Und er so, ich ruf dich mal an, also ich im Sinne von, ja, genau.

Speaker: Und dann hat er mich wirklich, ich glaube, zwei Wochen später angerufen und

Speaker: Wir hatten eine Strecke über Italiener in Deutschland und ich sollte zu Mario Gamba, so ein Urgestein der Italiener in München so.

Speaker: Ich wusste ja nichts von dieser ganzen Sterne und Fine Dining.

Speaker: Also es war so, okay, ich gehe da halt hin und keine Ahnung, was der macht.

Speaker: Und habe dann auch gegessen und war so ultra geflasht, dass der Kellner mir immer nachschenkt und mich mir nicht selber nachschenken darf.

Speaker: Was geht hier eigentlich vor?

Speaker: Ich fand es auch ganz schlimm.

Speaker: Und dann war halt das Krasse, dass die halt unbedingt wollten, dass ich einen Spaghetti-Teller fotografiere.

Speaker: Und der fand es halt richtig scheiße, weil es einfach nur Spaghetti waren.

Speaker: Und der ist ja für seine Ravioli bekannt.

Speaker: Ich habe es überhaupt nicht verstanden.

Speaker: Ich so, hä, ist so scheißegal, mach halt die Spaghetti.

Speaker: Und dann hat er halt, glaube ich, echt, ich weiß es nicht, aber der hat mir einfach ganz viele Gerichte vorgesetzt und mir einfach im letzten, ich wusste, irgendwann ist Schluss, weil die Gäste kommen, also Mittagsservice fängt an und hat wirklich in den letzten drei Minuten mir diesen Spaghetti-Teller hingestellt, von dem ich wusste, das wollen die eigentlich haben und habe den halt super schnell irgendwie fotografiert.

Speaker: Auch da, ich hatte, glaube ich, vor fünf Jahren vielleicht angefangen zu fotografieren oder vier, also gar nicht lange her und war auch super zittrig und so.

Speaker: Also man hat, ich glaube, man hat mir schon lange gemerkt, dass ich nervös war.

Speaker: Anyway, dann im Nachhinein habe ich gecheckt, das Briefing, was mir der Peter gegeben hat, das war ein kleines mit einem Cover oder er will ein Cover damit versuchen.

Speaker: Aber ich wusste es halt damals nicht.

Speaker: Und er hat mir, glaube ich, extra nicht gesagt, weil er, glaube ich, nicht wollte, dass ich sterbe.

Speaker: Aber er hat dann wirklich mich dann später angehoben und hat gesagt, hey, das Bild ist voll toll, wir machen das Cover jetzt damit.

Speaker: Hammer.

Speaker: Und dann war es halt ein Cover vom Falschwerk.

Speaker: Und es war so heftig.

Speaker: Und das war halt so krass, weil er hat mich einfach, der kannte mich überhaupt nicht, der wusste gar nicht.

Speaker: Der hat ein bisschen Bilder gesehen, hat aber auch gewusst, ich bin super nervös.

Speaker: Und das war jetzt wann?

Speaker: Das war, das müsste ich nochmal rekonstruieren, aber wahrscheinlich 2016, 17.

Speaker: Ah ja.

Speaker: Ja, müsste ich nochmal nachschauen.

Speaker: Ja, irgendwie so.

Speaker: Und dann war ich da halt irgendwie auch drin.

Speaker: Also es war irgendwie dann... Und die machen das eigentlich auch so, wenn du mal was für die gemacht hast, dann bist du irgendwie immer wieder auch so in diesem Pool drin.

Speaker: Ja gut, wenn man dann weiß, worauf man sich verlassen kann.

Speaker: Genau, und dann guckt man halt so, wer passt zu wem.

Speaker: Also ich finde, das machen die auch super, dass sie mich immer zu Köchen checken, wo es irgendwie auch passt.

Speaker: Das ist aber ganz schön.

Speaker: Es ist auch irgendwie so, der Feinschmecker hat auch so eine bestimmte Stimmung.

Speaker: Und die hast du auch irgendwie, habe ich immer das Gefühl.

Speaker: Also das passt auch irgendwie.

Speaker: Kannst du das beschreiben?

Speaker: Was ist das gerade so?

Speaker: Moody einfach auch so.

Speaker: Okay, findest du schon?

Speaker: Find ich schon, ja.

Speaker: Okay.

Speaker: Findest du nicht?

Speaker: Ich finde, es ist ganz unterschiedlich.

Speaker: Also je nachdem, wer die Bilder macht.

Speaker: Manche Sachen sind so ganz, ganz hochglanzend und ganz geleckt und so ganz peptide und perfekt.

Speaker: Ich bin allerdings auch keine Abonnentin.

Speaker: Tatsächlich blätter ich den Pfandschmecker einmal im Jahr durch, wenn ich im Spielweg bin.

Speaker: Ach so, okay.

Speaker: Weil er da halt immer liegt, ja.

Speaker: Die haben dann immer alle da.

Speaker: Ich finde es super unterschiedlich, wer da fotografiert.

Speaker: Aber ich finde auch den Gedanken schön, dass es ja zum Koch oder zur Kirche passen kann.

Speaker: Ja, voll.

Speaker: Also natürlich muss es halt ein Level haben an Perfektion.

Speaker: Natürlich kann ich keinen Scheiß abliefern.

Speaker: Ich kann es, glaube ich, gar nicht so verorten, was jetzt der Stil ist.

Speaker: Wie würdest du denn deinen Stil beschreiben, wenn du es selber machen müsstest?

Speaker: Also wenn man so denkt, welche Köche matchen oder welche Lokale und so, wie siehst du das denn selber?

Speaker: Nee, ich glaube eher von der, von wie man als Mensch ist, würde ich jetzt sagen.

Speaker: Also ich glaube, dass ich mich eigentlich am wohlsten fühle mit entspannten Menschen.

Speaker: Also ich fühle mich eigentlich sehr, sehr wohl oder ich mag es sehr gerne.

Speaker: Jetzt losgelöst vom Feinschmecker allgemein, wenn ich irgendwo bin, wo ich das Gefühl habe,

Speaker: Das, was ich da jetzt gerade mache, bringt diesen Leuten ganz, ganz viel.

Speaker: Also typischerweise sind es echt sowas wie so Landwirte, Landwirtinnen oder irgendwie Metzger, also Leute, die eigentlich gar nicht so die Sichtbarkeit haben.

Speaker: Da habe ich das Gefühl, da habe ich so doppelt Motivation, dass die halt richtig cool rüberkommen, weil das für die jetzt echt einen Unterschied macht, dass die da jetzt zu sehen sind und wie sie jetzt zu sehen sind und wie sie rüberkommen.

Speaker: Das finde ich so schön.

Speaker: Und manchmal denke ich mir halt bei, also...

Speaker: das soll jetzt nicht doof klingen, aber bei dem Koch oder einer Köchin, die halt schon auf allen Medien waren, wo du auch weißt, okay, die haben jetzt drei Minuten, die setzen jetzt einfach ihr Mediengesicht auf, von denen sie wissen, es sieht gut aus, das ist alles fein und mehr kann man da jetzt, glaube ich, gar nicht wirklich rausholen, weil der Rahmen ist, glaube ich, nicht da in vielen Fällen, ich sage jetzt nicht immer, aber manchmal.

Speaker: Und dann denke ich, okay, das ist halt einer von x Medienbeitragungen.

Speaker: Das geht bei denen, also das ist wie so ein bisschen Daily Business.

Speaker: Und dann ist, glaube ich, auch meine Motivation, da jetzt ultra was rauszuholen, jetzt auch nicht so groß, weil ich halt auch weiß, das wird nicht funktionieren.

Speaker: Also da müsste ich, glaube ich, eine andere Nähe haben.

Speaker: Ja, verstehe ich.

Speaker: Und die hast du ja nicht, wenn du fünf Minuten Zeit hast.

Speaker: Ja, und bei den anderen ist so jetzt einmal das Spotlight, was die sonst nicht haben.

Speaker: Genau, ja, ja.

Speaker: Die haben vielleicht auch nicht so viel Zeit, aber irgendwie, ja, versuche ich dann trotzdem irgendwie, dass man was Besonderes irgendwie...

Speaker: Ich glaube, der Versuch ist ja schon so ein bisschen zu verstehen, was die machen und das wiederzugeben.

Speaker: Ich glaube, meine Lieblingsbilder sind immer noch die, wo irgendwelche Landwirte mit Matsch an den Stiefeln im Stall stehen und vielleicht ist noch Kuhscheiße irgendwo.

Speaker: Und trotzdem strahlen die so aus, diese Kraft, die sie haben.

Speaker: Das sind so Bilder, die mich voll freuen, wenn ich die schaffe.

Speaker: Das kann ich total gut verstehen.

Speaker: Die Janina glänzende Augen.

Speaker: Ja, tatsächlich.

Speaker: Ich weiß nicht,

Speaker: ob du sie kennst, aber über Bioland arbeite ich viel mit der Sonja Herpisch zusammen.

Speaker: Die ist eine Fotografin aus München und die fotografiert eben die ganzen Landwirtinnen und Landwirte für Bioland.

Speaker: Und sie fängt das auch richtig, richtig gut ein.

Speaker: Und auch dann wirklich einfach, wenn die Leute auch hands-on einfach jetzt gerade irgendwas Mistmäßiges machen oder so.

Speaker: Keine Ahnung, das finde ich auch einfach richtig cool.

Speaker: Gut, dass du das auch nochmal so sagst.

Speaker: Finde ich auch wichtig.

Speaker: Also vielleicht auch, weil man ja dann erst mitbekommt, was die jetzt eigentlich alles machen und stemmen.

Speaker: Genau.

Speaker: Wenn sie sich jetzt einfach nur...

Speaker: frisch geduscht und einparfümiert auf den Rollwein setzen.

Speaker: Das ist zwar nett, aber... Das fühlt mich dann aber auch immer interessant, weil ich eben ja auch auf die Höfe fahre und da versuche, so ein bisschen die Stimmung einzufangen.

Speaker: Denen ist es aber ja dolle wichtig, dass sie frisch und geschmiegelt sind.

Speaker: Die wollen ja gar nicht so trägt.

Speaker: Das ist schwierig, das dann irgendwie so mitzugeben, weil die schämen sich tatsächlich ja sofort.

Speaker: Ja, zum Beispiel, ich habe das ein bisschen gesehen bei den jüngeren Generationen.

Speaker: Die checken das, glaube ich, schon ein bisschen mehr.

Speaker: Oder die sind, glaube ich, entspannter, dass die halt sagen, so, ja...

Speaker: Ist aber, zum Beispiel hatte ich das mit Metzgern auch so, dass die Jüngeren irgendwie mehr so waren, so, ah, guck mal, also dass sie schon wissen, das ist derb, aber das ist halt Teil davon.

Speaker: Und die Älteren sind ja so, ach nee, lieber, gar keine Fotos.

Speaker: Also, wenn man gar nicht sieht, was wir machen, ist eigentlich besser.

Speaker: Ja, verstehe ich.

Speaker: Wo ich eigentlich denke, so, hä, aber eigentlich, also ich bin stolz auf das, was ihr macht.

Speaker: Ja.

Speaker: Soll das doch auch sein.

Speaker: Und irgendwie wollen wir das ja feiern.

Speaker: Und

Speaker: Was ist für dich das am schwierigsten zu fotografierende Essen?

Speaker: Ich glaube, alle Sachen, die so geschichtet sind, so Sandwiches.

Speaker: Geil, dass du so eine konkrete Antwort hast.

Speaker: Ja, ich habe hier immer die Frage voll durchgeholt.

Speaker: Und tatsächlich saß ich mit mir im Witzhaus und er so, ja, Sandwiches hast du doch nicht so stimmt.

Speaker: Also ich hasse sie nicht, aber es ist immer dieses Gefrickel und dann wird es doch platter und dann muss man irgendwie doch immer dieses Nullgrad, also diesen Winkel, wo du da reinguckst.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Ja, oft so mega altbacken.

Speaker: Ja, ich glaube schon, dass Top Shots die stylischeren Shots sind.

Speaker: Und sobald du so runtergehst, dann ist es dann schon sehr... Dann ist ja auch viel so eine Timing-Geschichte, gerade bei so geschmolzenem Käse oder so.

Speaker: Dann muss er ja wirklich irgendwie noch einfach geil aussehen.

Speaker: Aber dann steht es halt eine Minute und dann sieht es einfach nur noch aus.

Speaker: Ich habe mir jetzt ein Heißluftfühlen gekauft.

Speaker: Ehrlich?

Speaker: Ja.

Speaker: Du fühlst es immer so, geil.

Speaker: Ja, ich war so mal bei Arma beim Job und dann war die Fünsterlistin, hatte einen dabei.

Speaker: Ich war so, stimmt, das hat er früher auch mal gemacht, darf ich das sagen?

Speaker: Ja klar, damit lauf dir die ganzen Blitzen und Burger in der Kessel aus.

Speaker: Dann dachte ich, das ist ja gar nicht so teuer.

Speaker: Ich fahre jetzt beim Bauhaus, Frau Börgenkauf mir ein.

Speaker: Also echt so ein Glitteranzimmer?

Speaker: Ne, das sieht wirklich aus wie so ein Föhn, nur von Makita.

Speaker: Mit mehr Power oder was?

Speaker: Er kann da mit 500 Grad, dann hat er so ein Gebläse und dann kannst du halt den Käse einfach punktuell anschmelzen.

Speaker: Ich hab gar keine Ahnung.

Speaker: Richtig nice.

Speaker: Also ich hab so ein Mäse mitschreiben.

Speaker: Okay.

Speaker: Ja, aber das verstehe ich mit Sandwich.

Speaker: Ich kann mir auch kurz so vorstellen, also alle auch so gefüllte Sachen, sowas wie ein Crêpe oder sowas, weiß ich jetzt auch gar nicht.

Speaker: Ja, da hast du ja immer das Ding, ob du jetzt irgendwie aufschneidest, nicht aufschneidest, bla.

Speaker: Aber ich glaube, diese Sachen, die so mehrere Schichten, so ein bisschen, am schlimmsten ist, glaube ich, so Sandwiches, die aber nicht wirklich hoch sind.

Speaker: Ja, voll, verstehe ich.

Speaker: Okay, wenn, dann mach halt irgendwie fünf Stockwerke, dann check das auch damit.

Speaker: Aber so ein Käsetoast, ja.

Speaker: Und wenn es halt so dünn ist, dann weißt du halt nicht, okay, eigentlich...

Speaker: Wäre es von oben schöner, aber eigentlich sieht man ihn nicht rein und dann hast du so einen halben komischen Winkel dazwischen.

Speaker: Ich mag das an.

Speaker: Das verstehe ich gut.

Speaker: Witzigerweise, alles was alle sagen, so, ja, Würste sind ja bestimmt voll schwierig.

Speaker: Nein, Würste sind voll schön.

Speaker: Ich mag Wüste und all das.

Speaker: Ich bin sehr gespannt auf heute Abend.

Speaker: Ja, ich auch.

Speaker: Heute auf die Book Release Party.

Speaker: Ist es noch das?

Speaker: Oder ist es einfach nur Wurstparty zu Ehren deines Kochbuchs?

Speaker: Ja, also Sabine Eckert von der Fläscherei Eckert wollte, glaube ich, unbedingt irgendwie Wurstabend machen.

Speaker: Deswegen haben wir gesagt, wir kommen sehr gerne und machen den.

Speaker: Und sie verkauft ja auch unser Buch und hat ja auch ein Poster gemacht, wo Josch und ich drauf sind.

Speaker: Das ist so weird.

Speaker: Du hast einfach uns beide da oben hängen.

Speaker: Und darunter sind die Bücher.

Speaker: Also verkauft die ja auch.

Speaker: Ich finde das technisch irgendwie.

Speaker: Ich finde das sinnig.

Speaker: Ja, voll.

Speaker: Ich finde es ein bisschen ruhig, dass wir da so aufgehängt sind.

Speaker: Deswegen haben wir heute Abend eine lustige, kleine, aber feine Truppe.

Speaker: Ich glaube, das wird sehr lustig.

Speaker: Ich glaube, wenn es passt, erzählen wir es, müssen wir es buchen.

Speaker: Wir freuen uns, dass wir es machen.

Speaker: Wir fühlen uns auf jeden Fall ziemlich geehrt, dass wir dabei sind.

Speaker: Wir dürfen in dieser kleinen Runde.

Speaker: Sehr, sehr cool.

Speaker: Anschließend dazu gibt es Motive, die du auch gar nicht mehr sehen magst.

Speaker: Auch von deinen Kunden oder die ja dann immer wieder vorgeschlagen werden.

Speaker: Nö, eigentlich nicht.

Speaker: Ich glaube, es ist eher das Ding, dass ich es halt schön finde, wenn ich jedes, also wenn ich jetzt von Büchern spreche, wenn jedes eine eigene Bildsprache bekommen dürfte und manchmal ist einfach das Budget oder die Zeit, das Timing lässt einfach nicht zu, dass man halt das ad hoc entwickelt, aber eigentlich fände ich das schön, wenn man das könnte.

Speaker: Also das ist ein bisschen mein Idealismus, dass ich es halt so...

Speaker: Die coolen Food-Stylisten und Stylistinnen und Set-Stylistinnen, die es in Australien gibt, werden ja auch dafür bezahlt, warum können wir es hier nicht machen.

Speaker: Warum sehen in Deutschland so viele Kochbücher so ultra ähnlich aus?

Speaker: Stimmt, ja.

Speaker: Also das kann ich nicht mehr sehen.

Speaker: Das ist alles auf irgendwelchen grauen Steinen und handgemachten Tellern, die ich total schön finde, aber es sieht halt alles sehr, sehr ähnlich aus.

Speaker: Ja, da bist du ja ein bisschen rausgeschlagen dann mit dem Retro-Motto eigentlich vom ersten, also ich habe noch nicht in Wurst reingucken können, aber Goldene Zeiten ist ja deutlich retro gestylt.

Speaker: Das ist

Speaker: Also ich habe dann auch verstanden, das heißt verstanden, aber ich habe mir noch gedacht, okay, stimmt, wenn du die ganze Requisite in neutralen Farben hältst, dann ist es einfach mega einfach.

Speaker: Und wenn du halt anfängst mit, hier, guck mal, ein knallblauer Teller und hier, guck mal, eine Serviette, die irgendwie ein bisschen knallblau ist, aber auch orange.

Speaker: Und dann hast du halt irgendein Essen, was auch eine Farbe ist.

Speaker: Also eigentlich habe ich mich die ganze Zeit selber...

Speaker: Fuck, weil ich gemerkt habe, es ist so viel komplizierter.

Speaker: Man wächst mit seinen Aufgaben.

Speaker: Ja, also es hat sich halt monetär so null gelohnt, aber ich habe sechs Monate lang nur mit der Requisite verbracht und habe auch wirklich, das ist das einzige Buch, wo ich jedes Set einzeln leer fotografiert habe, um zu gucken, ob das Set funktioniert.

Speaker: Dann mit dem Jörg überlegt habe, welches Essen kommt so rein.

Speaker: Also normalerweise machst du es ja einfach andersrum.

Speaker: Ah, ihr habt das Set zuerst definiert und dann überlegt, welches Gericht reißt du?

Speaker: Also erst bin ich losgezogen.

Speaker: Ich muss auch sagen, ich dachte am Anfang,

Speaker: in meiner Unwissenheit, dass wir ganz viele gelbe Bällchen haben.

Speaker: Das ist alles so wie ein... Ja, frittiert halt, ja.

Speaker: Ich wusste überhaupt nicht.

Speaker: Die Italiener... Ja, das ist doch alles... Das ist doch das einzige gute Essen, was man... Nee, aber ich habe halt nicht geschneit, dass es ja auch Sachen gibt, die halt nicht paniert sind und Sachen, die halt dann noch ein Dread bekommen oder halt eine Suce drauf oder halt Marinate, whatever.

Speaker: Nee, Marinate ist davor, aber dass du halt auch andersfarbige, andersfamige und Sachen, die keine Panade bekommen...

Speaker: Und dass es nicht nur alles Bällchen sind, sondern vielleicht auch ganze Fische können es ja auch sein.

Speaker: Also ich bin da gar nicht so weit gekommen.

Speaker: Und witzigerweise habe ich es auch nie ausgesprochen.

Speaker: Ich habe es einfach nur angenommen und bin auf die Suche gegangen und habe gesagt, okay, jetzt müssen wir das Problem lösen.

Speaker: Wie mit ganz vielen lustigen, ultra bunten, mega krass gemusterten Tischdecken.

Speaker: Das war so mein erster Gedanke.

Speaker: Da waren wir einfach Farbe und Muster.

Speaker: Aber auch, weil ich ein paar Bilder vor Augen hatte von bestimmten Magazinen, Fotografinnen, die ich so bewundere und cool finde.

Speaker: Und ich dachte, ich würde so gerne was in die Richtung machen, wenn du einfach so ultraknallig bist.

Speaker: Könnt ihr das tolle Pip-Magazin?

Speaker: Das ist ein Magazin, das macht

Speaker: Ein italienischer Künstler, Maurizio Cattelan, das ist der, der die Banane an die Wand getapet hat.

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Der mit seinem Personal Portrait Photographer, also er ist mega schüchtern, er hat nur einen Fotografen, der produzieren darf.

Speaker: Das ist der Pierpaolo Ferrari, glaube ich.

Speaker: Die haben gesagt, let's make shit.

Speaker: Also lass irgendwas machen, was auch immer scheiße sein darf.

Speaker: Und haben so ganz crazy angefangen, so eine Fotostrecke zu machen.

Speaker: Und es sind halt so ultra wilde, bunte, absurde Bilder.

Speaker: Keine Ahnung, knallblauer Hintergrund, eine Frau mit knallroten Lippen macht den Mund auf und es kommt ein Knallinfogel raus.

Speaker: Solche Bilder.

Speaker: Oder halt auch wilde Mustern mit Schlangen und Menschen mit Schlangenköpfen.

Speaker: Also so ganz wie so ein Fiebertraum.

Speaker: Ich wollte so ein bisschen in so eine Richtung gehen und dann hab dann gedacht, okay, ich brauch Sachen mit Mustern, also alte Tischdecken, passt ja wieder in das Retro-Klingein.

Speaker: Und Retro, weil ich dachte, das Retieren ist ja so Altbutton.

Speaker: Deswegen lass uns Altbutton bleiben, aber cool.

Speaker: Und dann habe ich gemerkt, okay, wenn ich sozusagen ein Tischtuch habe, was viele Farben vereint, zum Beispiel dieses Gelb, Rot und Blau, dann brauche ich ja meine Requisiten nur in Gelb, Rot und Blau zu halten und dann hält es zusammen als Farbwelt.

Speaker: Also jedes einzelne Bild hat eine Farbwelt, die von irgendeinem Item zusammengehalten wird.

Speaker: Und dann muss aber das Essen noch dazu passen.

Speaker: Und deswegen habe ich erst angefangen, die Tischdecken zu sammeln, dann das Geschirr, was zu der jeweiligen Tischdecke passt.

Speaker: Zum Beispiel Flieder.

Speaker: Oh, wir brauchen fliederfarbene Teller.

Speaker: Gibt es ja überall.

Speaker: Ja.

Speaker: Dann hatte ich halt wirklich komplett E-Bail-Anzeigen, die 18 Secondhand-Läden, die es irgendwie zwischen Dürnberg und Fürth und Umgebung und Erlangen gibt.

Speaker: Bin auch, glaube ich, einen Tag komplett nach München, hab alle Diakonieläden auch geklappert.

Speaker: Also hab einfach so viel Zeug.

Speaker: Und dann hat es aber am Ende geklappt, dass alles irgendwie, also ich hatte dann 80 Sets für die 80.

Speaker: Und dann hab ich halt erst die Leershots und dann mit dem Josh mich hingesetzt und gesagt, hey, welches Essen kommt vorhin?

Speaker: Und das ist ganz witzig, bei ganz vielen Sachen wusste er sofort, was da reinkommt.

Speaker: Mhm.

Speaker: Und bei manchen war es okay, lass versuchen.

Speaker: Und bei manchen habe ich gemerkt, das funktioniert gar nicht.

Speaker: Und dann war Panik.

Speaker: Aber hatte er schon quasi eine Liste im Kopf von Dingen, die er bekommen hat?

Speaker: Ja, er hat die Rezepte entwickelt, während ich diese Belong Quest vor Secondhand kam.

Speaker: Wenn ich mir vorstelle, ich musste das mit meinem Mann machen.

Speaker: Wir werden nicht mehr teilen.

Speaker: Es war ja auch nicht immer smooth.

Speaker: Aber ihr seid zumindest noch heute Abend zusammen.

Speaker: Wir haben die Bedingungen erst mal erschwert und dann danach entspannt.

Speaker: Also das Wursten war dann viel entspannter.

Speaker: Aber das ist krass, dass man mit den Props anfängt.

Speaker: Aber eigentlich machst du es ja rückwärts.

Speaker: Also eigentlich hast du die Rezeptliste und suchst dann danach.

Speaker: Ja genau, aber so rum ist es ja voll, auch dann zu gucken, dass die Requisiten und so nicht das Essen überbauen.

Speaker: Ja genau, also das ist glaube ich auch ein Punkt, wo ich immer noch nicht weiß, ob es geklappt hat.

Speaker: Also ich habe auch beim Shooten immer wieder gemerkt, so boah, gibt es Essen jetzt unter oder nicht?

Speaker: Und ich habe ja jetzt, ich muss das jetzt vorsichtig formulieren, aber ich war ein bisschen traurig, aber eigentlich ist es auch sehr cool.

Speaker: Ich habe Bronze bekommen in der Fotografie beim Deutschen Kochbuchpreis.

Speaker: Ich hatte aber eigentlich gehofft, dass ich ein bisschen mehr bekomme.

Speaker: Und tatsächlich hat mich ein bisschen rausgehauen, dass eine Journalistin, die ich unfassbar schätze und sehr cool finde, also die mochte halt die Bilder so sehr nicht, dass sie mir halt 6,5 gegeben hat, als Bewertung.

Speaker: Und das hat meine Gesamtpunktzahl sehr runtergezogen.

Speaker: Und wegen 0,1 bin ich nicht selber geworden.

Speaker: Und ich glaube, das ist so witzig.

Speaker: Ich wollte ja immer polarisierende Arbeit machen.

Speaker: Und wenn ich sie dann mache, ist so, fuck, sie mochten es nicht.

Speaker: Oh nein, ich will sterben.

Speaker: Das ist halt so dumm, weil eigentlich müsste ich mich ja freuen, dass es nicht Everybody's Darling ist.

Speaker: Aber dazu muss man ja auch sagen, dass du auch schon einen goldenen... Ja, das war eine vorhörtige Rolle.

Speaker: Ich glaube, ich hätte so gerne einfach zwei Jahre hinterher.

Speaker: Verstehe ich total, aber es ist ja nicht so, als wäre es so... Aber ich habe auch gesagt, eigentlich geht es ja gar nicht.

Speaker: Und ich verstehe aber auch, ihr Hauptpunkt war, glaube ich, unter anderem...

Speaker: dass das Essen dann untergeht.

Speaker: Und das ist natürlich klar, es sind Wimmelbilder.

Speaker: Also zum Teil sind es wirklich Bilder, wo sehr viel passiert und irgendwo da drin ist das Essen.

Speaker: Aber es ist ja immer die Entscheidung, geht es ums Essen oder geht es um die Szene?

Speaker: Und in dem Fall, in diesem Buch geht es ganz oft um Szenen.

Speaker: Die Hoffnung ist, dass jedes Bild so eine Welt ist und du stellst dir eine verschiedene Party-Durum vor.

Speaker: Ich finde, das ist ja auch das Konzept von dem Buch.

Speaker: Das heißt, goldene Zeiten.

Speaker: Es geht um eine gute Zeit haben.

Speaker: Und das Gefühl hat man auch einfach, während man das Buch durchblättert.

Speaker: Also ich finde, Food-Fotos müssen mir Bock machen, das Gericht nachzukochen und dann eben auch zu essen.

Speaker: Und das kann ich haben, wenn ich denke, okay, das Gericht sieht einfach schön aus.

Speaker: Aber auch, wenn ich denke, okay, ich möchte an diesem Tisch sitzen und einfach eine gute Zeit haben.

Speaker: Und das habe ich deutlich bei diesem Buch.

Speaker: Ja, das ist cool.

Speaker: Ich meine, es geht auch um Frittieren, deswegen.

Speaker: Und auch, was auch sehr cool war, bei ganz vielen Fotos ist ein Drink dabei.

Speaker: Was in Kochbüchern ganz selten ist, weil es einfach mehr Abfuck ist.

Speaker: Du musst halt noch einen Drink parat haben.

Speaker: Aber ich dachte mir, hey, bei so Snacks, das sind ja Sachen, die du eigentlich in so einer... Egal, ob es jetzt ein Eistee ist, es ist ja auch immer... Du siehst nie, ob es jetzt alkoholisch, nicht alkoholisch ist, eigentlich auch egal.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich glaube, es sind verhältnismäßig viele Biere drin, aber die können ja auch alkoholfrei sein.

Speaker: Aber die waren auch meistens alkoholfrein, weil wir sie einfach tagsüber dann getrunken haben.

Speaker: Aber genau, weil ich halt immer dachte, das muss doch yummy sein.

Speaker: Das muss doch wirklich eine echte.

Speaker: Also ich finde immer, ich möchte ein Bild machen, wo ich mich am liebsten einfach so reinhüpfen möchte, so wie Mary Poppins.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: So reinspringen und dich dran setzen.

Speaker: Ja.

Speaker: Das muss passieren.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Hat funktioniert.

Speaker: Nice, das ist doch cool.

Speaker: Hast du jetzt schon einen Plan fürs nächste Kochbuch?

Speaker: Oder was würdest du, was ist dein Traum-Kochbuch, das du mal produzieren oder begleiten würdest?

Speaker: Traum weiß ich nicht.

Speaker: Ich glaube, Traum, ich meine, es ist ja immer noch so, dass die meisten meiner Aufträge sind ja einfach Anfragen, die ich bekomme, wo ich dann sage, ja, cool, also manchmal passt es halt überhaupt nicht und dann...

Speaker: Du suchst schon noch aus.

Speaker: Naja, wenn ich halt merke, ich werde es nicht gut machen, weil ich das nicht gut finde.

Speaker: Gut, dann kannst du ja trotzdem sein, scheiße.

Speaker: Ich muss aber doch auch in die Miete sein.

Speaker: Ja, oder ich denke mir halt, okay, dann machen wir es einfach nett und gut.

Speaker: Aber wenn ich halt auch weiß, die Erwartung ist nicht.

Speaker: Der Rahmen ist auch nicht da, um da was Kasses draus zu machen.

Speaker: Und ich sehe jetzt auch das Thema jetzt nicht als so groundbreaking, dass ich mir jetzt voll den Aufriss machen will.

Speaker: Ja, so ein Bread and Butter-

Speaker: Job zwischendurch, den man dann macht und gut macht, aber.

Speaker: Das auch, aber ja, also ich habe jetzt, ich glaube, dass der Josh so ein bisschen Sachen im Kopf hat, die rumschwirren, aber das ist noch am Entstehen.

Speaker: Ich warte, bis er sagt, er hat eine Rezeptliste und dann schauen wir.

Speaker: Und dann habe ich noch ein, ich weiß gar nicht, ob ich darüber sprechen soll, darf, I don't know.

Speaker: Das Fall hören es nicht so.

Speaker: Auf jeden Fall ist es ein Buch, wo ich viel reisen werde, wenn es klappt.

Speaker: Und viel am Meer sein werde.

Speaker: Mit der Ante, die eine meiner besten Freundinnen ist.

Speaker: Am Meer sein mit Ante.

Speaker: Das ist geil.

Speaker: Aber es ist plant-based und es ist... Ach so, ah, kein Fisch.

Speaker: Es findet aber mehr statt.

Speaker: Also wer sich das... Ja, ich glaube, es liegt.

Speaker: Es liegt auch, der hat... Ja, es ist eine pflanzenbasierte Küche aus dem Meer.

Speaker: Also wir versuchen gerade... Wir haben eigentlich schon angefangen, deswegen war ich auch letzte Woche in Norwegen, weil der Antje dort einen Seaweed-Pop-Up immer wieder macht und mit Eigen kocht.

Speaker: Ja, ich glaube, das wird im nächsten Jahr noch mal mehr Thema.

Speaker: Oder in der Zukunft, ja.

Speaker: Und es ist ja nicht nur ein Gesundheitsthema.

Speaker: Also es ist auch witzig, weil je nachdem, wie ich es erzähle, sagen die, ah ja, es ist ja voll krass, auch im Kosmetikbereich und ich so breif.

Speaker: Aber es ist ja auch ein ganz krasses Thema von wegen Meeresökologie, sagt man das.

Speaker: Also, dass die Meere gesund bleiben, müssen wir einfach ein bisschen differenzierter aus dem Meer essen und nicht immer nur den Inschel rausfischen und inzwischen alles abreißen, was drum rumwächst.

Speaker: Leider, das ist auch geil, ey.

Speaker: Genau, darum geht es auch.

Speaker: Und da sind wir gerade so ein bisschen am gucken, ob wir das, ob und wie, und dann auch wieder nach Korea und Japan und all das.

Speaker: Also das ist schon, wir planen schon groß.

Speaker: Mal gucken.

Speaker: Das wäre schon cool.

Speaker: Aber ich glaube auch, dass diese verschiedenen, es gibt ja auch viele Einrichtungen, die einfach in dieser Richtung arbeiten und forschen.

Speaker: Und vielleicht klappt es ja, dass man das irgendwie so ein bisschen mit verbinden kann.

Speaker: Verbinden kann.

Speaker: Mitfinanzieren und das dir irgendwie so ein bisschen.

Speaker: Ja, voll spannend.

Speaker: Boah, das finde ich voll interessant, wie sowas entsteht, also so Konzepte und dass man so guckt, wie man es verzahnt, dass es halt eine runde Sache wird und man nicht arm dran wird.

Speaker: Genau, und dass man halt auch die wichtigen Akteure irgendwie alle mit drin hat und irgendwie auch, also da ist glaube ich die Antje einfach super krass viel vernetzter als ich, weil die halt auch schon viel in dem Bereich gearbeitet hat und mit vielen, keine Ahnung, mit welchen Unis spricht, die halt irgendwelche eigenen untersuchen und gucken, wie man die jetzt...

Speaker: anbauen kannst.

Speaker: Da ist echt so eine Welt, also da weiß ich noch inhaltlich viel zu wenig, aber ich habe auf jeden Fall schon sehr viele, sehr coole Lichtstimmungen in Norwegen erlebt.

Speaker: Ich bin schon angefixt, schon allein vom Visuellen.

Speaker: Können wir eigentlich noch weitersprechen?

Speaker: Wie viel Zeit haben wir?

Speaker: Wir sprechen, ich habe jetzt gerade überlegt, dass wir tatsächlich nur eine Folge mit dir machen und dann das Silvester-Thema danach an der nächsten Folge machen.

Speaker: Du bist leider zu spannend.

Speaker: Was sind deine Guilty Pleasures?

Speaker: Eigentlich, das müssen wir jede Gästin, jeden Gast fragen.

Speaker: Ja, weil das das Beste ist.

Speaker: Ja, das ist schon gut, ich hätte es sehr viel.

Speaker: Ja, habe ich auch gesagt.

Speaker: Ich hab jetzt auch, als ich auf der Plant-Based-Insel in Norwegen war, gemerkt, dass ich nach dem dritten Tag starke Glüster nach Fleisch hatte.

Speaker: Aber nach einem sehr bestimmten Ding, nämlich Kassler.

Speaker: Kassler ist voll so ein Ding, wonach ich ganz auf Crave.

Speaker: Vielleicht wegen dem Salz und dem Pökel und so, oder?

Speaker: Ich hab jetzt wirklich, der Schnapp von diesem Pökel-Salz ist eigentlich ganz schlimm, weil ich hab jetzt auch darüber geschrieben, was...

Speaker: Ja, aber es kommt auch in sehr vielen Sachen vor, wo wir gar nicht denken, dass es vorkommt.

Speaker: Deswegen ist es gar nicht nur das Kassler was Schlimmes.

Speaker: Es kann auch eine Rote Bete schlimm sein, weil die das auch vom Boden aufnimmt.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Aber deswegen sollte was nicht unbedingt noch zusätzlich zuführen.

Speaker: Genau.

Speaker: Jedenfalls ist mein jetziges oder schon ganz lange Liebe, ich mache so eine Sache, die heißt Avocados.

Speaker: Das ist eine Avocadoschnitte.

Speaker: Also nimmst ein Brot, rüstest es, machst Avocado drauf.

Speaker: It's very healthy.

Speaker: Und dann kommt Kassler drauf.

Speaker: Und im besten Fall noch Burrata und so ein Chili Crisp.

Speaker: Hahaha.

Speaker: Wie viel hat man beleidigt in der Nation?

Speaker: Das ist unfassbar geil.

Speaker: Das klingt schon umfangs geil.

Speaker: Macht ja auch Sinn.

Speaker: Du hast das cremige, obwohl du bist zweimal cremig.

Speaker: Ja, aber du hast ja den Chili Crunch noch drauf.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Und das Brot russest du ja.

Speaker: Aber du musst da auch ein bisschen Säure noch rein.

Speaker: Ja, da ist es ganz geil.

Speaker: Der Josch macht so eine ganz geile Hot Sauce mit Lemonade-Chilis fermentiert.

Speaker: Und die haben so eine Zitronennote.

Speaker: Und wenn du die noch drauf machst, irgendwo zwischen der Observe und dem Kassler,

Speaker: Das ist richtig geil.

Speaker: Aber das hat ja auch gesunde Komponenten.

Speaker: Das ist nicht nur gesund.

Speaker: Das ist nicht so ganz guilty.

Speaker: Aber ich glaube meine Haupt guilty, also Gummibärchen, ganz schlimm.

Speaker: Okay, ja, ich weiß nicht, ich finde Süßigkeiten... Ich glaube, ich würde eher Zucker als... In meinem Kopf ist Zucker schlimmer als Fett, tatsächlich.

Speaker: In meinem auch.

Speaker: Mein anderer Gültifischer ist Mayo, also in any kind of... Und am besten Mayo mit irgendwelchen Hot Sauce reingeballert, also einfach spicy Mayo gemacht.

Speaker: Eigentlich kannst du mir irgendein Stück Fleisch mit Salz und Mayo geben und ich bin happy.

Speaker: Ob es jetzt in Wurstform ist oder in Kasslerform.

Speaker: Ich glaube, es ist jetzt auch nichts super ausgefallenes.

Speaker: Und ich habe mich heute auch wieder erinnert, wie gerne ich als Kind Sachen in die Mikrowelle gesteckt habe.

Speaker: Kennt ihr bestimmt, oder?

Speaker: Voll.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ich habe heute zu mir gesagt, eigentlich müssten wir uns eine Mikrowelle zulegen, um immer wieder so einen Schokokuss reinzustecken.

Speaker: Aber explodiert der nicht?

Speaker: Der wird ganz groß und dann macht er so, eigentlich ist es technisch gesehen, es ist wie ein Smao.

Speaker: Ah ja, stimmt.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Nur, dass er halt nicht smoky ist, weil er halt eine Mikrowelle macht.

Speaker: Ja, aber das mit dem Käse ist witzig, dass du sagst, weil ich habe nämlich gedacht, dass das wirklich sowas war, was nur ich gemacht habe.

Speaker: Und du hast auch ein bisschen erstaunt geguckt.

Speaker: Ich habe keine Mikrowellen-Erfahrung.

Speaker: Ja, aber bevor ich angefangen habe zu kochen, oder ja, das war so ein bisschen so ein fließender Übergang, weil ich irgendwann angefangen habe zu kochen, weil ich gedacht habe, ich kann nicht die ganze Zeit einfach nur Käse aus der Mikrowelle essen.

Speaker: Ich hatte nämlich relativ früh von zu Hause raus und hatte echt keine Kohle, aber eine Mikrowelle.

Speaker: Und Käse, zumindest dieser billige Scheibenkäse, den man auch dann irgendwann mal sich gekauft hat, der ging so und war auch was, was mich einfach immer zuverlässig glücklich gemacht hat, weil ich bin echt Käse-edikt so.

Speaker: Und wenn ich ein bisschen mehr Geld hatte, waren auch Tomaten.

Speaker: Ich dachte, er war besser an Käse.

Speaker: Nein.

Speaker: Das ist ja nur einfach eine gesunde Komponente.

Speaker: Ich habe Tomaten halbiert und dann unter diesen Scheiben Käse gelegt und dann in die Mikrowelle und habe mir das so reingetrieben.

Speaker: Wir reden aber von Brot auch da drunter?

Speaker: War bei dir Brot da drunter?

Speaker: Nee, das Brot, nee, das wird ja dann Lidschert.

Speaker: Geht ja nicht.

Speaker: Also das wird dann... Ja, weiß.

Speaker: Deswegen machst du das Brot eigentlich danach.

Speaker: Aber eigentlich, wenn du den Käse lang genug drin lässt... Ist egal, von beiden Seiten so ein Mikrowind.

Speaker: Wenn du den Käse lang genug drin lässt, dann machst du also eine Kruste.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Wenn es nicht zu viel ist, dann hast du eigentlich wie so eine Hippe aus Käse.

Speaker: Ja.

Speaker: Mit so kleinen Gendern.

Speaker: Also bei mir war es schon meistens so, dass es eigentlich nur weich war und da muss man sehr schnell essen.

Speaker: Ja, du... Wie heißt der mit der roten Wachsrinde?

Speaker: Gauder?

Speaker: Babybel oder was?

Speaker: Ja, nee, es gibt doch noch einen anderen, aber auch mit der roten.

Speaker: Vielleicht wird er auch noch einen Teil dazu verkauft, ich weiß nicht.

Speaker: Den habe ich als Kind gemacht, also der hat vor dem...

Speaker: Kein Geschmack.

Speaker: Landana?

Speaker: Egal.

Speaker: Ich werde es vielleicht researchen und nachtragen, damit ihr auch unbedingt wisst, welchen Käse ihr im Mikrorellen müsst.

Speaker: Weil das zählt schon zu, also man weiß ja nicht, vielleicht ist man irgendwann wieder arm und hat nur eine Mikrorelle im Käse und dann ist es schon besser, wenn man seinen Käse im Mikrorellen bekommt.

Speaker: Man entwickelt sich auch irgendwann wieder zurück.

Speaker: Genau.

Speaker: Man muss ja nicht immer höher, schneller und besser und kann ja auch wieder zurückzuholen.

Speaker: Tja, nee, aber deswegen habe ich irgendwann angefangen zu kochen, weil wenn man dann kreativ werden muss mit wenig Geld, dann entwickelt man andere Künste.

Speaker: Gut, das geht die Pleasure-Fahrer, wirklich auch wieder interessant.

Speaker: Ich hätte gerne noch drei Tipps für Hobby-Food-Fotografen, die man so zu Hause umsetzen kann, wenn man wirklich nichts hat außer ein Smartphone.

Speaker: Also ich glaube, ein Tipp ist immer, wenn man kann, dass man Tageslicht benutzt.

Speaker: Also die Funzel aus der Küche wird nie Essen schön aussehen lassen.

Speaker: Und so nah am Fenster sein wie möglich.

Speaker: Besser am Fenster als ganz draußen, weil am Fenster hast du immer noch eine Seite, wo Schatten ist und eine Seite, wo Licht ist.

Speaker: Das heißt, du hast einen Lichtverlauf, das heißt, du hast gleich eine Stimmung.

Speaker: Idealerweise nah ans Fenster gehen.

Speaker: Und es ist etwas, was ich sage, weil ich sehr oft sehe, dass Menschen ihr Essen fotografieren und sich so drehen, dass sie selber Schatten machen aufs Essen.

Speaker: Und ich möchte mal am liebsten hinlaufen und sagen, tsch,

Speaker: Don't you see?

Speaker: Du machst dir gerade Schatten.

Speaker: Genau.

Speaker: Bei fremden Leuten machst du nicht.

Speaker: Aber alle, die jetzt hier sind, sind ja keine fremden Leute mehr.

Speaker: Deswegen dreht euch doch so rum, dass ihr den Sachen keinen Schatten macht.

Speaker: Genau.

Speaker: Nee, und was halt auch immer vielleicht hilft, man kann ja den Winkel so ein bisschen so wählen, dass der Lichteinfall sich verändert, beziehungsweise der Linseneinfall wäre es.

Speaker: Ich finde es immer schön bei Sachen, die eine Soße haben oder die was Cremiges, also die irgendwie eine Feuchtigkeit haben.

Speaker: dass man den Glanz sieht und der hängt ja davon ab, in welchem Winkel du zum Essen stehst.

Speaker: Und da kann man ja immer so ein bisschen so ausprobieren, das Handy ein bisschen hoch und runter bewegen und gucken, wann das der Fall ist.

Speaker: Das finde ich nämlich auch einfach probieren, verschiedene Perspektiven ausprobieren und den Teller auch einfach mal ein bisschen drehen oder so.

Speaker: Das ist oft schon einfach...

Speaker: Führt halt zu Speicherproblemen auf dem Handy.

Speaker: Und das Essen ist auf jeden Fall kalt.

Speaker: Aber es würden mich Leute interessieren.

Speaker: Ich würde schon gerne noch kurz über den Spielweg sprechen, weil das ist so ein bisschen, das ist, wo wir die Überschneidung irgendwie haben.

Speaker: Ich bin halt nur über den Spielweg eigentlich auf deinen Namen gestoßen.

Speaker: Ich habe einfach gesehen, was für schöne Sachen du machst.

Speaker: Und ich liebe den Ort.

Speaker: Du ja auch.

Speaker: Also Spielweg Romantik Hotel im

Speaker: in Münstertal und auch einfach die Familie, die das Ganze auch zu so einem wunderschönen Ort macht.

Speaker: Und wie kam es denn dazu?

Speaker: Wie kamst du zum Spielweg oder wer kam auf dich?

Speaker: Also es war so, dass ich über so eine Buchanfrage, also einfach über die Anfrage, ob ich wirklich das Buch fotografieren kann, eigentlich so zusammengefasst gesagt,

Speaker: Es war aber zu einem ganz coolen Zeitpunkt.

Speaker: Das erste Wildkochbuch?

Speaker: Das erste, also das Fuchsteufelswild, genau.

Speaker: Das war aber eigentlich ein cooler Zeitpunkt, weil ich nämlich gerade in dieser, ich sag mal, Hochphase von meiner ganzen Schlachthof-Geschichte, also ich habe ja mittlerweile schon vor acht Jahren, das habe ich letztens mal mal nachgeschaut, angefangen Schlachtungen zu fotografieren.

Speaker: Mhm.

Speaker: Und deswegen gibt es eine ganze Serie von mir, die mit Schlachtungen zu tun hat.

Speaker: Also im Schlachthaus, aber auch.

Speaker: War das für das Beef-Magazin?

Speaker: Nee, das war eine komplett freie Arbeit.

Speaker: Also ich habe für Hermannsdorf so ein ganz cooler Bier-Waum auf der Nähe von München gearbeitet und habe ganz viele Teile vom Prozess der Fleischherstellung, sage ich mal, begleitet und irgendwann gemerkt, ich habe die Schlachtung nicht erlebt.

Speaker: Eigentlich wäre das ja der Punkt, der mir fehlt, um den ganzen Prozess zu haben.

Speaker: Und habe mir selber gewünscht, ich würde gerne eine Schlachtung sehen.

Speaker: Und dann kam das so, dass der Bruderhof, nämlich Sonnenhausen, ein Musikfestival gemacht hat und die haben am Anfang von diesem Festival ein Schwein geschlachtet und haben gesagt, die Schlachtung ist öffentlich, man kann zugucken und dieses Schwein wird dann verwertet während dem Festival und gegessen.

Speaker: Das war meine erste Schlachtung, die ich fotografiert habe.

Speaker: Und habe dann gemerkt, erstens, ich kann weiterhin Fleisch essen, obwohl ich es gesehen habe.

Speaker: Und mich hat es irgendwie fasziniert, dass das überhaupt nicht so krass und heftig und schockierend war, wie ich befürchtet hatte.

Speaker: Sondern, dass eigentlich sowohl ich als auch alle anwesenden Menschen schon am Anfang sehr angespannt waren.

Speaker: Aber dann im Prozess dieser Schlachtung und dann Zerlegung von so einem Oh Gott, Oh Gott, Oh Gott zu einem Oh, guck mal, wie schön, jetzt können wir das alles essen, Zustand gekommen sind.

Speaker: Und das war wie so eine fließende...

Speaker: So ein glieseler Übergang.

Speaker: Und es hat mir so einen Frieden gegeben damit, weil ich dachte so krass, wie cool, wenn du siehst, wenn jemand das macht, der das gut macht und respektvoll macht, dann ist das irgendwie richtig.

Speaker: Und dann habe ich gedacht, das wäre doch eigentlich voll schön, mehr Leuten zu zeigen.

Speaker: Also das ist halt das.

Speaker: Ich habe eine Serie darüber gemacht über Metzgerin.

Speaker: Gab es irgendwann mal eine Frau?

Speaker: Nein.

Speaker: Über Metzgerin.

Speaker: die das gut machen, weil ich denke, diese Arbeit muss man eigentlich zeigen.

Speaker: Wenn ich jetzt anfange, irgendwelche Schlachterreportagen mit irgendwelchen Horrorgeschichten zu zeigen, dann hilft es den Metzgern überhaupt nicht weiter.

Speaker: Sondern wenn man positive Beispiele zeigt, glaube ich, dass man viel mehr bewirken kann im Sinne von, guck mal, da kannst du auch kaufen und da unterstützt du richtig coole Leute, die das richtig gut machen.

Speaker: Das war mein Motivator dazu.

Speaker: Da muss man aber schon auch einfach so sagen, dass das halt Idealbeispiel ist.

Speaker: Und dass bei dem allermeisten Fleisch, das konsumiert wird, einfach ganz, ganz anders ist.

Speaker: Und da ist es halt nicht cool.

Speaker: Der Respekt muss einfach da sein und die gesamte Wertschöpfungskette muss ordentlich laufen.

Speaker: Vom Ursprung bis auf den Teller, das muss einfach alles fein sein.

Speaker: Und dann habe ich halt diese Serie angefangen.

Speaker: Ich habe dann auch in Fürstenwöburg bei einem anderen Schlachthof oder eben im Schlachthof dann auch begleitet.

Speaker: Rinder, Schafe, Scheune, genau.

Speaker: Was kann man noch tun?

Speaker: Ich habe gerade überlegt.

Speaker: Und dann habe ich das ausgestellt in München, also mit den Metzgen zusammen, die waren auch da.

Speaker: Und diese Ausstellung hieß morgens um vier Stiftes Schnitzel.

Speaker: Einfach um diese Verbindung, also einfach, mir ist das Ding dir eingefallen.

Speaker: Und der eine Metzger, der mich bei Auffahrt hat, der Thomas Wenderkamp, der war eben mit diesem Betriebsrat von diesem Schlachthof.

Speaker: dem sein Insta heißt morgens um vier.

Speaker: Und dann war ich so, okay, es ist ja alles morgens, stimmt, es ist ja alles nachts immer.

Speaker: Und dann war es aber so, das Stütze wird mir ja nicht geboren, das stimmt ja auch.

Speaker: Also das war so.

Speaker: Anyway.

Speaker: Und diese Ausstellung wurde wirklich nur in München gezeigt.

Speaker: Dann Jahre später, also letztes Jahr im Fleischer Museum in Böblingen, aber eigentlich haben die nur ein paar Leute, oder die Leute gesehen, die nach München kamen.

Speaker: Vicky Fuchs hat diese Ausstellung niemals gesehen.

Speaker: Aber sie sagt immer, sie hat gesagt, ich soll das Buch machen, weil ich diese Ausstellung gemacht habe.

Speaker: Sie kennt kein einziges Bild daraus.

Speaker: Aber... Ich habe es auch irgendwann so Jahre später gesagt, Vicky, ach, sag ich jemals ein Bild?

Speaker: Sie so, ja, ja, auf jeden Fall.

Speaker: Und ich so...

Speaker: Das kann gar nicht sein.

Speaker: Sie sieht das einfach durch.

Speaker: Ich glaube, sie hat irgendwelche Bilder im Kopf, die sie sich selber zusammenfassen hat.

Speaker: Ich werde hier, glaube ich, irgendwann so eine Privatausstellung machen, so ein Baumkino oder so.

Speaker: Aber nee, das Ding war, dass halt der Verlag, also der Südwestverlag, für den ich schon gearbeitet hatte, hat jemand gesucht, der das machen soll und wollte mich vorschlagen.

Speaker: Und Vicky hat parallel den Stefan Paul kennengelernt und hat ihn gefragt, wen könnte man denn da buchen?

Speaker: Also noch ein Kochbuchautor.

Speaker: Genau.

Speaker: Wirklich einfach Minutentakt Bücher.

Speaker: Genau, genau.

Speaker: Und auch für mich eine ganz, ganz krasse, ein bisschen wie so ein Mentor ist.

Speaker: Also Stefan ist wirklich jemand, der nicht immer, wenn ich irgendwie zu jedem Scheiß eine Frage habe.

Speaker: Stefan, kann ich dich kurz fragen?

Speaker: Also wirklich.

Speaker: Und es ist total schön, weil er mich immer eigentlich ermutigt, irgendwie aber auch knallert ist.

Speaker: Und er sagt so, nein, du musst da schon irgendwie, keine Ahnung mehr, Kohle raus.

Speaker: Also der ist dann schon immer ehrlich und ein cooler Begleiter einfach.

Speaker: Mit ihm habe ich ja auch ein paar Kopfbücher gemacht.

Speaker: Und der hat nämlich auch mich empfohlen.

Speaker: Also der Verlag hat mich empfohlen und Stefan hat mich empfohlen.

Speaker: Plus Vicky hatte diese Info von dieser Ausstellung.

Speaker: Und dann hat sie halt gesagt, let's do it.

Speaker: Und ich hatte halt eben nach dieser ganzen Schlachtgeschichte einfach total Bock mit Jagd, also ein Buch mit Jagd.

Speaker: Oder eine Jagd zu sehen.

Speaker: Und deswegen kam es halt perfekt, dass ich gesagt habe, krass, ich habe da voll Bock drauf.

Speaker: Wir sind dann den Spielweg gefahren, ich habe gerade kennengelernt.

Speaker: Fand es mega schön.

Speaker: Also der Ort ist einfach...

Speaker: Nee, das ist 2018 oder Ende 2017 wahrscheinlich gewesen.

Speaker: Weil 20 kam es raus.

Speaker: Ich wollte gerade sagen, das war nicht so Corona-mäßig.

Speaker: Aber klar, ich habe jetzt nicht dran gedacht, dass ich das vorher... Also wir haben vorher angefangen.

Speaker: Und dann war aber auch das total Schöne, also dann ging es ja auch weiter mit der ganzen Spielweg.

Speaker: Meine Spielweg-Saga ist ja sehr lang.

Speaker: Dann war ja das ganze Thema, dass ich eine Zeit lang wohnungslos war.

Speaker: Und das war genau die Corona-Zeit.

Speaker: Also ich hatte beschlossen, ich möchte genauso wie meine Freundin Antje...

Speaker: Antille de Fries immer noch die gleichen vom Balibuch und vom Seaweed-Buch.

Speaker: Die ist ja schon ganz lange Nomadin, also die hat keinen Wohnsitz.

Speaker: Ach du.

Speaker: Weil sie halt immer bei ihren Kunden unterwegs ist.

Speaker: Und dann habe ich immer gemerkt, hey, ich kann mir gerade einfach nicht mehr leisten, obwohl ich dauernd arbeite, in München eine Wohnung und ein Studio zu bezahlen.

Speaker: Ich löse jetzt einfach die Wohnung auf.

Speaker: Es ist günstiger, im Spielweg zu wohnen.

Speaker: Nee, aber warte.

Speaker: Und dann war es aber leider das Jahr, wo halt Corona... Also einen Monat später war er einfach... Musstest du irgendwo zu Hause bleiben.

Speaker: Und ich hatte aber schon... Also ich hatte ganz viele Reisen in diesem Jahr vor.

Speaker: Deswegen war ich so, ich hieß, es ist ein gutes Jahr, um das zu testen.

Speaker: Also 2020.

Speaker: Ich sollte nach Israel und keine Ahnung, was nach alles anstand.

Speaker: Und dann bin ich halt echt nach Israel geflogen für ein Buch.

Speaker: Und dann...

Speaker: Ich glaube, drei, vier Tage später war so die Impfung, okay, Lockdown und Ding.

Speaker: Also es war schon so, da kommt was, aber es war noch nicht so klar, dass es so krass wird.

Speaker: Ja.

Speaker: Und ich habe erst gedacht, vielleicht bleibe ich einfach hier.

Speaker: Und dann war ich so, nee, warte mal, wenn ich dann nicht mehr zurück kann, das ist ja voll scheiße.

Speaker: Fliege ich zurück, habe halt nur mein Studio.

Speaker: Ich glaube, Matratze habe ich reingelegt.

Speaker: Also das ist einfach, dass meine Matratze irgendwo ist, war sie halt dort.

Speaker: Und dann hat die Vicky gesagt, hey, sei doch einfach zwei Wochen alleine.

Speaker: Es gab doch diese Zeit, die man überbrücken musste, um sicher zu sein, dass man gesund ist.

Speaker: Es gab noch keine Tests im ersten Lockdown.

Speaker: Ja, stimmt.

Speaker: Und deswegen meinte sie, sei doch mal zwei Wochen einfach da.

Speaker: Und dann kommst du einfach her und suchst dir ein Zimmer aus.

Speaker: Und dann war ich halt echt, ich glaube, einen Monat.

Speaker: In welchem Zimmer hast du geschlafen?

Speaker: In der Street.

Speaker: Am Bach, oder?

Speaker: Also ne, mit Blick auf die Terrasse.

Speaker: Die erste Zeit war halt noch der Pool voll und irgendwie konnte man noch Saulo, also das war schon total geil, weil wir halt alle in Haushalt waren, deswegen haben wir halt dann trotzdem alle... Oh, das klingt mega.

Speaker: Das war total geil.

Speaker: Und wir haben dann halt gesagt, okay, dann ist halt mein Deal, dass ich halt die Bilder, die haben dann einen Onlineshop aufgebaut, dass sie halt irgendwas machen, also zu tun haben und irgendeine Einkommensform.

Speaker: Und dann haben wir halt einfach jeden Tag halt Bilder von Onlineshop und für Insta und irgendwie, wie sie jetzt Pulla machen.

Speaker: Also wir haben halt alles irgendwie vorgelegt, was man konnte.

Speaker: das war der erste Lockdown, dann war der Zwischen der Sommer und dann kam das Buch raus, Fuchster mit Wild und da habe ich eben der Wiki alle Bilder, die nicht ins Buch kamen, die halt rechtefrei waren, habe ich einfach geschenkt.

Speaker: Also sie wollte sie haben und ich so, ich kann kein Geld nehmen, das ist doof.

Speaker: Und dann meinte sie, dann komm doch eine Woche und mach Urlaub.

Speaker: Und ich so, ich war doch schon im Monat da, okay.

Speaker: Aber es war einfach geil, weil es war wieder offen, es war wieder Normalbetrieb und es war September und dann komme ich da hin und so alle, Vivi, du musst den neuen Koch kennenlernen.

Speaker: Und ich so, hä, was haben die denn alle?

Speaker: Das war der Jörg, ne?

Speaker: Und der hat dann, ja, so.

Speaker: Und ich glaube, dass es wirklich so war, ich hatte halt die Jets und sah halt so aus, wie ich aussah.

Speaker: Und der hat halt ganz viele Tattoos und keine Ahnung was.

Speaker: Ja, aber ich war kuppelt.

Speaker: Und alle so, boah, es passt so gut.

Speaker: Und ich so, pff.

Speaker: Okay, wenn ihr... Das war dann... Und der war zwischenzeitlich da, weil seine neue Stelle bei einem anderen JTA-E-Betrieb noch nicht frei war.

Speaker: Deswegen wurde der der Vicky sozusagen... Der kam dann nach Zangen in Löwen zum Weg machen.

Speaker: Genau.

Speaker: Und der sollte aber sechs Monate bei der Vicky sein, einfach als Überbrückungszeit.

Speaker: Und dann bin ich echt so... Ich kannte ja wirklich das ganze Team und dachte mir so, okay, ich weiß jetzt nicht, was die alle sagen, aber trotzdem, der ist halt der Neue, ich gehe halt hin und stelle mich vor.

Speaker: Und der Irsch hat aber, wenn er kocht, so ein Gesicht, der sieht halt aus wie, lass mich in Ruhe, don't talk to me.

Speaker: Voll!

Speaker: Und dann laufe ich immer so hin, so tralala, sehen so, erschreckt komplett, so, oh fuck, nein.

Speaker: Und laufe einfach wieder rückwärts auf der Fläche raus.

Speaker: Das ist in dieser Woche ungefähr drei oder viermal passiert.

Speaker: Und irgendwann so, okay, dann lerne ich ihn einfach nicht kennen, ist auch egal.

Speaker: Aber ich musste danach für den Feinschmeidert und Felix Schneider, damals so sein.

Speaker: Und der Josch war da gewesen als Praktikant.

Speaker: Zweimal.

Speaker: Und deswegen haben alle gesagt, sprich doch mit dem.

Speaker: Und ich so, okay, allein deswegen muss ich eigentlich mit dem sprechen, weil ich hatte halt ultra ehrfurcht, ich war mega aufgeregt.

Speaker: Und dann war es wirklich an einem der letzten Abel, wo ich da war.

Speaker: Da habe ich Abend gegessen, nehme mir mein Bierchen, laufe raus am Perso-Tisch, wo normalerweise immer alle saßen nach dem Türen.

Speaker: Aber es war irgendwie früh, es war keiner da, nur der Josch.

Speaker: Und ich laufe so hin und denke so, okay, ich kann jetzt nicht wieder rückwärts werden.

Speaker: Das geht jetzt nicht mehr.

Speaker: Und ich so...

Speaker: Hi.

Speaker: So voll mit der Gütigsten.

Speaker: Und dann war der voll nett.

Speaker: Genau.

Speaker: Und dann haben wir uns echt an dem Abend, glaube ich, bis vier Uhr morgens oder so unterhalten.

Speaker: Oh, was soll ich sagen?

Speaker: Genau.

Speaker: Und dann bin ich wieder abgereist, weil ich halt so sein musste, halt diese Reportage machen.

Speaker: Und dann dachte ich mir so, ach, das war jetzt irgendwie nett, aber ja.

Speaker: Also es war jetzt nicht so dieses voll gefunkt.

Speaker: Aber schon krass, dass wir einfach vier Stunden lang und jetzt, wo ich den erst besser kenne, also jetzt war ich fünf Jahre später, denke ich, dass er vier Stunden lang überhaupt jemand spricht.

Speaker: Das ist eigentlich voll heftig.

Speaker: Ich auch im Sinne von, dass wir halt einfach so ganz viele so Themen hatten, die einfach so, wenn es auch so absurd wird, wo du denkst, hä, haben wir jetzt gerade über...

Speaker: Hallo, ich habe dir eine Pilze gesprochen, die ich mir genommen habe, aber trotzdem habe ich darüber gesprochen.

Speaker: Und dann schrieb die wirklich, hey, du kannst übrigens wiederkommen, weil dein Zimmer ist ja nochmal frei.

Speaker: Und ich so, okay, dann komme ich wieder.

Speaker: Und dann haben wir unser erstes Date gehabt.

Speaker: Also eigentlich, nee, wir sind nach Freiburg gefahren.

Speaker: Aber genau, und dann war so, oh krass, die daten ja.

Speaker: Und wir so, ja toll.

Speaker: Ihr habt es alle gewollt und jetzt ist es weird.

Speaker: Also nee, ich glaube, es war am Anfang so überraschend für alle, aber inzwischen...

Speaker: Ja.

Speaker: Das ist ja so schön.

Speaker: Inzwischen ist es auch eine Geschichte, die ganz gerne erzählt wird.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, die Grafin und der Koch damals.

Speaker: Das finde ich aber auch wirklich cool.

Speaker: Ja, es ist schon total cute.

Speaker: Ja, es ist schon süß.

Speaker: Ja, und so war das.

Speaker: Ich bin froh, dass wir noch mal über den Spielweg gesprochen haben.

Speaker: Ja, deswegen hängt mein Herz.

Speaker: Ich habe halt in jeder Ecke vom Spielweg eine ganz emotionale oder viele emotionale Erinnerungen.

Speaker: Und auch halt, weiß ich nicht, weil ich halt auch, glaube ich, die Vicky kennengelernt habe, als, glaube ich, dieses ganze Filmding anfing.

Speaker: Und da war sie mit dem Johannes, ja, zusammen, aber jetzt auch nicht super lange schon.

Speaker: Und jetzt habe ich ja mitbekommen, irgendwie den Antrag und die Hochzeit.

Speaker: Und ich war ja auch bei dem einen dabei, weil ich das ja so unofficially und ich mache sowas eigentlich nicht.

Speaker: ich habe halt die Taufen und die Hochzeit und ich habe das halt alles fotografiert, obwohl ich das gar nicht mache normalerweise, weil die halt immer gesagt haben, okay, dann machen wir Handybilder und ich so, okay, dann komm.

Speaker: Nein, aber es ist halt einfach auch total schön, weil ich halt, ich glaube, ich könnte das nicht einfach so für Menschen, die ich nicht kenne, auch weil es jetzt nicht unbedingt, also ich selber will gar nicht heiraten zum Beispiel, das ist jetzt nicht so ein Meilenstein im Leben für mich,

Speaker: Aber halt Menschen, die ich sehr gerne habe und wo ich halt die ganze Familie so gerne habe, ist es total schön, das zu dokumentieren.

Speaker: Deswegen hängt da schon sehr mein Herz drin.

Speaker: Und auch viele Wurstbäuse gemacht, was natürlich sehr wichtig war.

Speaker: Also viel passiert einfach da.

Speaker: Cool.

Speaker: Ja, ich habe in der letzten Folge, glaube ich, schon einen Schauder oder einen Spielweg gemacht.

Speaker: Das mache ich jetzt nicht mehr.

Speaker: Aber es fehlt noch, dass wir uns mal da irgendwann treffen.

Speaker: Unbedingt, ey.

Speaker: Zufällig oder geplant.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Das ist eine sehr lange Folge.

Speaker: Da haben wir gelabert.

Speaker: Ich bin froh, dass du dich... Zurückhalten hast?

Speaker: Nein, was?

Speaker: Nein.

Speaker: Ich bin froh, dass du dich dazu bereit erklärt hast, sie zu schneiden.

Speaker: Das wird jetzt einfach so lange.

Speaker: Vielen Dank für deine Zeit.

Speaker: Das ist so super.

Speaker: Dann übergebe ich jetzt mein Gastgeschenk an euch.

Speaker: Ja!

Speaker: Das war sehr enttäusch.

Speaker: Ich weiß nicht, wie sehr es sieht.

Speaker: Zuhörerinnen erfahren dürfen, aber dieser Podcast ist sehr spontan entscheidend.

Speaker: Also kann man vielleicht mal noch sagen, weil wir in der letzten Folge haben ja gesagt, wir treffen uns eigentlich mit Anna hier heute.

Speaker: Die hatte ziemlich Hasse mit ihrer Küche.

Speaker: Kleinen Supergau.

Speaker: Kleinen Supergau mit einem Froster, der ausgefallen ist und so ein Kram.

Speaker: Und mit ihr wollten wir eigentlich über Silvester sprechen.

Speaker: Jetzt ist alles ein bisschen anders gekommen und ich bin nicht weniger froh, dass das jetzt so entstanden ist.

Speaker: Deswegen bin ich jetzt mal doll gespannt, was jetzt kommt.

Speaker: Weil ich ja dachte, es geht um Silvester und weil ich auch nur noch an eine Tankstelle fahren konnte und irgendwas finden konnte.

Speaker: Oh geil.

Speaker: Kriegen wir jetzt einen lausigen Kuchenstrauß.

Speaker: Karate.

Speaker: Siehst du?

Speaker: Das ist auch wieder so retro.

Speaker: Und es klingt wie Feuerwerk.

Speaker: It's a wrap.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Danke dir, hallo.

Speaker: Dann machen wir uns gleich auf zum Wursten und sagen Tschüss, Olivia.

Speaker: Wir sagen bis gleich.

Speaker: Bis dann.

Speaker: Bis dann.

Speaker: Bis dann.

Speaker: Tschüss.

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