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Ep. 13 : Länge ist manchmal doch entscheidend - mit Ferdinand v. Three-Quarter Plate

Zero Reset - Uhrenpodcast
Zero Reset - Uhrenpodcast

368 plays · Jun 15, 2025

Transcript

Zero Reset Uhrenpodcast: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zero Reset, dem Uhren-Podcast.

Zero Reset Uhrenpodcast: Heute ist der 2.

Ferdinand: Vielen Dank.

Zero Reset Uhrenpodcast: Juni.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ihr hört die Folge am...

Zero Reset Uhrenpodcast: In 13 Tagen am 15.

Zero Reset Uhrenpodcast: Juni, sorry, oder später, jedenfalls kommt es ja am 15.

Zero Reset Uhrenpodcast: Juni hoch.

Zero Reset Uhrenpodcast: Diesmal sind Knut und ich wieder nicht alleine, sondern Knut hat einen sehr interessanten Gast dazu geholt und deswegen schmeiße ich das Mikro direkt zu unserem Gast drüber, Ferdinand.

Zero Reset Uhrenpodcast: Bevor ich anfange, meine Storys zu erzählen, die ich unbedingt erzählen möchte, stell dich doch sehr gerne mal kurz vor.

Ferdinand: Ja, Knut hat gerade gesagt, er hat nicht viel über mich finden können, weil mein Impressum nicht ganz koscher wäre im EU-Raum.

Ferdinand: Aber dadurch, dass ich in der Schweiz sitze, kommt man damit wohl noch durch.

Ferdinand: Ja, ich heiße Ferdinand Vogler, lebe seit neun Jahren circa in Bern.

Ferdinand: Bin eigentlich auch aus Deutschland, also wahrscheinlich hört man es auch am Akzent, dass da nicht so ein Sehnsang drin ist und ich kann auch einfach ganz normales Wort Deutsch.

Knud : Oh, teuflisch.

Knud : Nur ich.

Knud : Ja.

Ferdinand: Ja, ich bin ursprünglich im Allgäu aufgewachsen, aber geboren in Hamburg, habe in Berlin Kommunikationsdesign studiert, also ihr beide seid ja auch aus Berlin, glaube ich.

Zero Reset Uhrenpodcast: Nur Knut.

Zero Reset Uhrenpodcast: Voll gut.

Ferdinand: Nur du, nur du, Pat nicht.

Ferdinand: Habe da vier Jahre studiert, aber bin dann über Umwege nach Bern gekommen und hier auch geblieben und quasi direkt im Epizentrum der Uhrmacherei gelandet.

Ferdinand: Und ziemlich genau mit dem Umzug so 2015 rum ging es dann so los, dass ich...

Ferdinand: irgendwann mal so ein Freelance-Projekt gemacht hatte und dann ein bisschen mehr Geld auf dem Konto hatte und gedacht habe, ich kaufe mir jetzt mal eine mechanische Uhr, so was ordentliches und habe mich dann mal bei Junghans umgeschaut und seitdem begleiten mich Uhren und hat auch dazu geführt, dass ich irgendwann mal das Bedürfnis hatte, meine Meinung über Uhren ins Internet zu stellen und jetzt bin ich hier im Podcast und wir unterhalten uns drüber.

Ferdinand: Fühlt sich fast wie ein Taumann.

Knud : Ja, wir haben, vielen Dank, wir haben dich ja eingeladen, weil du nicht nur deine Meinung kundtust, das tun ja viele, sondern weil du mit Three-Quarter-Plate ein richtiges Magazin nochmal machst, also Texte über Uhren und zwar Long-Copy-Texte, also nicht wie das, was man sonst oft hat, dass bei Instagram jemand einfach seinen Arm zeigt und dann die Uhr mal dreht oder dass er vielleicht...

Zero Reset Uhrenpodcast: Gut, schön.

Knud : irgendwo eine Kurzkritik schreibt, sondern richtige Texte, so wie man das früher, als es noch Blogs gab, kannte.

Ferdinand: Ja.

Knud : Und das ist ja doch selten geworden.

Knud : Das finden wir interessant.

Knud : Warum du das machst, wie du das machst, wer du eigentlich bist.

Knud : Phantom Ferdinand ist ja unser Arbeitstitel, weil wir nichts über dich wissen.

Knud : Und es wird auf jeden Fall spannend, habe ich verstanden, weil du ja in die Schweiz gezogen bist, um dann als erstes die Junghands-U aus Deutschland zu kaufen.

Knud : Das heißt, du bist auf jeden Fall ein kritischer Geist.

Knud : Da bin ich gespannt.

Knud : Aber erstmal müssen wir jetzt alle durch die Feuerprobe und rausfinden, was Pat wieder erlebt hat.

Zero Reset Uhrenpodcast: Das hatte ich erlebt.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich hatte Ferdinand dich schon vorher gefragt, ob du auch einen Hund hast.

Zero Reset Uhrenpodcast: Jeder Hundehalter wird mich da wahrscheinlich verstehen.

Ferdinand: Vielen Dank.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich war mit meinem Hund Gassi und ich habe einen Cocker Spaniel, der ganz gut erzogen ist, aber es geht immer besser.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich führe ihn in der Stadt natürlich an der Leine und dann kommt mir ein aus der Haustür an der Straße, kommt mir ein Pärchen entgegen, die kommen aus ihrer Haustür.

Zero Reset Uhrenpodcast: laufen auf mich zu und sie haben ein Pomeranian.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich glaube, jemand, der Hunde kennt, weiß, was ein Pomeranian ist.

Zero Reset Uhrenpodcast: Für die, die es nicht kennen, etwas salopp ausgedrückt und etwas negativ sind es diese Chi-Chi-Hunde, diese kleinen Plüschkugeln, diese beigen Dinger, die man halt auch bei den

Knud : Ist das nicht so eine Art Pony?

Zero Reset Uhrenpodcast: klischeehaft ausgerufen, die man bei diesen entsprechenden Frauen noch immer sieht.

Zero Reset Uhrenpodcast: Diese Tiere sind meistens nicht erzogen und kläffen viel, was okay ist, wenn sie an der Leine sind.

Zero Reset Uhrenpodcast: Der Hund war nicht an der Leine und ich dachte mir, okay, das wäre der erste Hund dieser Art, den ich kennenlerne, der erzogen ist.

Zero Reset Uhrenpodcast: Aber

Zero Reset Uhrenpodcast: Wie zu erwarten, läuft der Hund auf einmal auf meinen Hund zu und fängt an zu kläffen und will dann noch zuschnappen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und in dem Moment habe ich den Hund weggetreten.

Zero Reset Uhrenpodcast: Also nicht richtig getreten, das ist halt für so ein kleines Plüschkugel-Ding, brauchst du nicht viel Kraftaufwand.

Ferdinand: Vielen Dank.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich habe ihn halt so mit der Fußspitze halt so weggestoßen, dass er aber halt was geflogen ist.

Zero Reset Uhrenpodcast: Mein Hund hat sich irgendwie geschafft, aus seinem Halsband herauszuwinden, weil ich das falsche Loch benutzt habe.

Zero Reset Uhrenpodcast: Er ist aber ganz entspannt weitergegangen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich aber hinter meinem Hund her, um ihn wieder an die Leine zu bekommen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und irgendwann höre ich so hinter mir jemanden brabbeln.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und ich drehe mich um, dann dieser Typ, der auf mich zukommt,

Zero Reset Uhrenpodcast: hast du gerade meinen Hund getreten, du kleiner Bastard?

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich so, ja, der wollte meinen Hund beißen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich bin weitergegangen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Er wieder, hast du gerade meinen Hund getreten, du kleiner Bastard?

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich so, Junge, ich bin Jurist und ich habe mehr Muckis als du.

Zero Reset Uhrenpodcast: Wenn du mich anpackst, hast du ein Riesenproblem, also lass mich einfach.

Ferdinand: Oder vielleicht ist gerade so ein Segway, Microbrands kriegen große Marken oder ich weiß es nicht.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und dann hat seine Freundin ihn dann auch so zurückgerufen und rückblickend, mega lustig, weil ich seinen Hund gerettet habe, weil hätte der Hund meinen Hund gebissen, hätte mein Hund den Hund zerfleischt, weil ich kenne meinen Hund, der ist dann sehr jezornig.

Ferdinand: Ja.

Knud : Das ist eine sowas von verwirrende Geschichte.

Knud : Es ist ja 23 Bibelgleichnisse aufeinander, aber gut, dass es gewaltlos ausgegangen ist.

Knud : Auch nicht schlecht.

Knud : Ich bin auf jeden Fall froh, dass in Berlin in der Regel nur Menschen angeleint werden, in den Clubs und so.

Zero Reset Uhrenpodcast: Die sind auf jeden Fall dann braver als Stars.

Zero Reset Uhrenpodcast: Nein, ich fand diesen Schutzinstinkt halt interessant, dass er auf mich zugelaufen kommt, obwohl er was falsch gemacht hat und er ist der, der dann böse ist.

Zero Reset Uhrenpodcast: Es ist wie wenn du, dir nimmt jemand die Vorfahrt, du hupst ihn an und er zeigt dir einen Mittelfinger, obwohl er der ist, der den Fehler gemacht hat.

Zero Reset Uhrenpodcast: Du weißt jemanden auf seinen Fehler drauf hin.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und er ist dann der, der sauer auf dich ist.

Ferdinand: Ja, jeden Tag.

Zero Reset Uhrenpodcast: Obwohl, ja.

Zero Reset Uhrenpodcast: Nein, aber das war interessant und hat mich auch ein bisschen beschäftigt.

Zero Reset Uhrenpodcast: Deswegen wollte ich das unbedingt erzählen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und weil Fadi meinte, er hat auch selbst einen Hund, kennt er vielleicht auch solche Situationen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Weil jeder, der einen Hund hat, kennt, glaube ich, sowas irgendwie.

Knud : Hm.

Zero Reset Uhrenpodcast: Jeden Tag passiert es mir zum Glück nicht, aber ja.

Knud : Schlimm.

Knud : Wollen wir trotzdem über Uhren reden?

Zero Reset Uhrenpodcast: Ach.

Knud : Ich habe keinen Hund.

Knud : Hm.

Zero Reset Uhrenpodcast: Du hast aber Kinder, das ist das Gleiche.

Zero Reset Uhrenpodcast: Bei Kindern ist das sorry.

Zero Reset Uhrenpodcast: Wenn du mit dem Hund an der Ampel stehst und dann kommt eine Mutter mit Kindern und die Kinder tatschen dann den Hund von hinten an, der Hund erschreckt sich und bellt das Kind an, kriegst du als Hundehalter Ärger.

Zero Reset Uhrenpodcast: Was hast du denn für einen bekloppten Hund?

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich so, ey, ja, sorry, dein Kind hat ja einfach einen Hund von hinten erschreckt, was erwartest du?

Zero Reset Uhrenpodcast: Ist dann auch aber dieser Schutzinstinkt, weil die Mutter natürlich Angst um ihr Kind hat, dass da was passiert, obwohl das Kind was falsch gemacht hat.

Ferdinand: Vielen Dank.

Zero Reset Uhrenpodcast: Jaja, so wärst du bestimmt auch, Knut, oder?

Zero Reset Uhrenpodcast: Du würdest dann auch den Hund wecktreten.

Knud : Das ist doch alles schon falsch, weil Kinder an der Ampel ja immer an der Hand sind.

Knud : Die dürfen ja gar nicht alleine rumstehen, die können überhaupt keine Hunde anpaddeln.

Zero Reset Uhrenpodcast: Vorbildlich, aber so sind leider nicht alle Eltern.

Zero Reset Uhrenpodcast: Aber gut.

Knud : Naja, schlimm.

Knud : Also, wir hätten jetzt wieder den angenehmen Sachen.

Knud : Wirklich gefragt, als ich dieses Magazin zur Kenntnis genommen habe, Free Quarter Plate, wie kann das sein?

Knud : Ich habe erst gedacht, dass ich beim Googlen vielleicht was Älteres gefunden habe, weil ich einfach, man findet ja öfter noch so ältere Blogs, die dann irgendwann mal gestartet wurden und dann vielleicht 2020 eingestellt und so, aber dann habe ich gesehen, das ist ja aktuell.

Knud : Und dann fand ich Ferdinand das Phantom sehr interessant und deswegen würde mich jetzt einfach mal den Mission Statement interessieren.

Knud : Ferdinand, warum hast du damit angefangen und was machst du da eigentlich?

Ferdinand: Lüften wir den Schleier und enthüllen das Phantom, so TKKG-mäßig.

Knud : Ja.

Ferdinand: Ich glaube, wie viele Sachen, ich habe mit zwölf Jahren circa meine erste Webseite gemacht.

Ferdinand: Also ich habe damals zum Nikolaus so ein Buch geschenkt bekommen, meine erste HTML-Webseite.

Ferdinand: Und habe dann wirklich im Windows-Editor, der eigentlich dafür gemacht worden ist, irgendwie Dokumente zu schreiben,

Zero Reset Uhrenpodcast: Kenn ich noch.

Ferdinand: habe ich herausgefunden, kann man auch HTML-Webseiten schreiben.

Ferdinand: Und ich habe dann vom Buch angefangen, wirklich so angefangen, HTML-Text zu schreiben und mir so meine erste Webseite zusammenzubauen.

Ferdinand: Und damals gab es dann noch so Domains, da konnte man eine kostenlose Domain bekommen.

Ferdinand: Also da gab es dann die.de.vu-Domains.

Ferdinand: Und da habe ich einen Blog gestartet namens eferdi.de.vu.

Ferdinand: Da hat man einfach noch so Werbebanner irgendwie eingeblendet bekommen, aber dann hast du halt kostenlos eine Domain bekommen, weil.de war mir zu teuer.

Ferdinand: Ich war zwölf Jahre alt.

Ferdinand: Ich habe kein Bankkonto, PayPal gab es noch nicht.

Ferdinand: Und habe dann bis heute eigentlich so...

Ferdinand: die Faszination geerntet, dass ich kann irgendetwas erstellen und das ist dann abrufbar unter einer Adresse im Internet und jede Person auf der Welt kann das sehen.

Ferdinand: Und ich finde das bis heute.

Ferdinand: Ich habe immer so kleine Projekte mal gestartet und nichts, habe wirklich mehr als fünf Besucher pro Tag gesehen oder so.

Ferdinand: Und ich habe auf meiner persönlichen Webseite, FerdinandVogler.com, habe ich irgendwann mal angeschrieben oder habe ich angefangen, so ein paar Artikel zu schreiben, häufig zu so Kaltbaden oder Mindset oder zu Themen, die mich damals einfach bewegt haben, weil meine Maxime bis heute ist, dass

Ferdinand: Im Vergleich zu jemandem, der gerade irgendwie anfängt mit einem Thema, bin ich vermutlich ein Experte, selbst wenn ich vielleicht nur ein Jahr Erfahrung habe in dem Ganzen.

Ferdinand: Und manchmal ist es gerade auch gut, irgendwie so Anfängerfragen im Internet publiziert zu haben und allgemein, wenn du auch sagst, so Independent Blogging und so weiter,

Ferdinand: Es gab so viele Blogs, wo ich froh war, dass sie existiert haben, die aussahen, als ob sie vor fünf Jahren eingestellt wurden.

Knud : Ja.

Ferdinand: Aber genau dieses Nischenproblem, sei es technisch oder was auch immer, wurde halt in diesem Blog gelöst.

Ferdinand: Und dann habe ich da eine Suche abgesetzt und habe dann genau diesen Blog gefunden, der genau mein Problem gelöst hat und fand es dann cool, dass der dann erklärt hat, wie ich jetzt bei diesem Fahrrad da irgendwie den Riemen einstellen kann oder irgendwie sowas.

Ferdinand: Und deswegen habe ich gedacht, okay, das ist ein riesen Ökosystem.

Ferdinand: Es gibt immer Freaks wie du, die sich für ein Thema interessieren.

Ferdinand: Wenn du was Interessantes hast, probiere es irgendwie zugänglich zu machen.

Ferdinand: Und ich finde auch, in dem Moment, wo ich schreibe, bilde ich mir auch eine Meinung über etwas.

Zero Reset Uhrenpodcast: Vielen Dank.

Ferdinand: Oder fange an, etwas zu recherchieren und besser zu verstehen.

Ferdinand: Und dann hat das dazu geführt, dass ich halt auf meiner persönlichen Webseite angefangen habe, so ein paar Uhrenreviews zu posten.

Ferdinand: Aber irgendwann kam dann so der Moment, wo ich dachte, ja, irgendwie im beruflichen Kontext passt das jetzt nicht so gut, wenn ich da jetzt so über Luxusuhren so Sachen schreibe.

Ferdinand: Und wenn ich jetzt da mich irgendwo bewerbe und die lesen meine Webseite und dann sieht man da,

Ferdinand: irgendwelche Luxusuhren, was hat denn das für einen Geschmack?

Ferdinand: Und habe gedacht, okay, das Ganze muss markentechnisch auf eine eigene Instanz und das braucht irgendwie einen eigenen Raum.

Ferdinand: Und dann habe ich so angefangen zu schauen, was für Namen gibt es dann so und irgendwie fand ich Three-Quarter-Plate halt ganz cool.

Ferdinand: Einerseits durch meine...

Ferdinand: durch meinen deutschen Hintergrund, dadurch, dass ich halt auch in Deutschland geboren bin und dann in der Schweiz lebe mit der ganzen Uhrmacherei.

Ferdinand: Und dadurch, dass die Dreiviertel-Platine auch viel in der deutschen Uhrmacherei zu finden ist, typische Glasfitte-Tradition, war das halt irgendwie ein schöner Name..com-Domain war noch verfügbar, sämtliche Social-Media-Namen waren noch verfügbar.

Ferdinand: Und dann habe ich da einfach mal eine Domain registriert und habe dann die Artikel,

Ferdinand: rübergezogen auf die eigene Instanz und habe dann einfach Stück für Stück da geschrieben.

Ferdinand: Und jedes Mal, wenn ich irgendeine interessante Uhren in den Händen hatte, ein paar Fotos gemacht habe, kam dann irgendwann mal so das Bedürfnis, ich stelle doch einfach mal so ein Review rein, schaue mir das Thema mal genauer an und schaue mal, was so passiert.

Ferdinand: Und das ist mit der Zeit einfach gewachsen, ohne dass ich da zu stark irgendwie was...

Ferdinand: erst erzwungen habe oder künstlich promotet habe oder Follower gekauft habe oder so.

Ferdinand: Für mich war das immer ein Passion-Projekt, ist es noch immer.

Ferdinand: Und ja, hat sich jetzt so entwickelt, dass wir uns auch kennenlernen durften und du gefragt hast, ob ich jetzt hier im Blog dabei sein möchte.

Knud : Ja, ich finde das total interessant.

Knud : Bei mir war das auch immer so, dass ich sehr gerne Blogs gelesen habe, genau aus denselben Gründen.

Knud : Mein Eindruck ist aber, dass die meisten gestorben sind und dass die Sachen entweder, also die sind ja ursprünglich meistens aus Foren gekommen, dann Blogs gewesen und dann habe ich den Eindruck, ist das Ganze entweder in Social Media gegangen oder in andere Pläne.

Ferdinand: Vielen Dank.

Knud : monetarisierbare Punkte und dadurch dann eben eingestellt worden.

Knud : Und deswegen habe ich mich dann auch gefragt, wie du es machst, dass du das weiter betreibst.

Zero Reset Uhrenpodcast: Vielen Dank.

Knud : Also hast du, willst du das immer so weitermachen, dass es einfach organisch wächst?

Knud : Oder wie machst du das?

Knud : Weil die anderen Blogs, die ich dann noch gesehen habe, die es noch gibt, ich habe da noch mal geguckt, auch für andere Themen, also interessiert mich ja vor allen Dingen für Tailoring und so, die versuchen dann immer, irgendwelche Abo-Modelle zum Beispiel noch zu schalten.

Ferdinand: Ja.

Ferdinand: Mhm.

Knud : Weil es offensichtlich so eine rote Linie gibt, so lange ist es Passion und irgendwann ist es mehr als Passion und in der UN-Szene gibt es ja auch so eine Professionalisierung, also Fratello hat ja so angefangen als Blog mal, ich weiß gar nicht wann, 2010 oder so, aber ist ja jetzt sehr erkennbar als Teil von Chrono24, etwas was dafür da ist, dass irgendwo ein geldwerter Vorteil entsteht, wie auch immer sie es machen.

Knud : Oder Monochrome ist, glaube ich, auch mal so entstanden und so weiter.

Knud : Also wie ist deine Vision und kannst du mal kurz skizzieren, wann du angefangen hast und ich weiß nicht, ob du Zahlen rauslässt, aber ob du sagen kannst, wie sich das so entwickelt hat vom Umfang her.

Ferdinand: Ja, ich weiß gar nicht, ob es so einen Moment gab, der alles verändert hat, aber es gab einen Artikel, der halt bis heute der reichweitenstärkste Artikel ist.

Ferdinand: Und zwar ist es ein Guide über die Omega Speedmaster Reduced oder Speedmaster Automatic, die wir

Ferdinand: Omega ja noch herstellt, also als Beifangprodukt, aber es gab so bis Ende der 80er Jahre bis Mitte 2010 oder irgendwie sowas, gab es die Speedmaster Reduced und da habe ich mal so ein Guide geschrieben, drei Monate recherchiert, alle möglichen Auktionsseiten abgesucht, was für Modelle es gibt, habe da

Ferdinand: Klassifikationen erstellt und mit Experten gesprochen, in Omega-Forums nachgerecherchiert und Leute gefragt.

Ferdinand: Und das ist halt so ein Guide, der bis heute halt einfach wahnsinnig viel Traffic zieht.

Ferdinand: Also ich würde sagen, 50 Prozent vom Suchmaschinen-Traffic kommt wegen diesem Artikel.

Ferdinand: Und der hat halt einfach dafür gesorgt, dass viele Leute dann auch andere Artikel auf meinem Blog entdeckt haben.

Ferdinand: Und wenn du mich fragst, soll das halt immer so organisch wachsen?

Ferdinand: Das Schöne ist, ich muss nicht damit meine Miete bezahlen, weil ich eigentlich als Produktmanager in IT arbeite für einen

Ferdinand: Auktionshaus kann man sagen.

Ferdinand: Also es gibt einen Second-Hand-Marktplatz in der Schweiz, der heißt Riccardo.

Knud : Mhm.

Knud : Mhm.

Ferdinand: Ist eigentlich ein Hamburger Unternehmen, aber war in Deutschland nie erfolgreich und ist eigentlich so Spendant zu Ebay in der Schweiz.

Ferdinand: Also Ebay hat nie wirklich Fuß gefasst und Riccardo hat heute über 5 Millionen Accounts

Ferdinand: bei etwa 9 Millionen Einwohnern ist das statistisch gesehen jeder Haushalt, der einen Riccardo-Account hat.

Ferdinand: Das heißt, da verdiene ich meine Brötchen und kann auch so meine Passion für Secondhand ausleben, sehe auch ein paar Uhren.

Ferdinand: Aber wie gesagt, mache halt den Blog so nebenbei und habe da nicht so im Kopf, wie kann ich das jetzt monetarisieren?

Ferdinand: Will ich da jetzt irgendwie Werbung schalten?

Ferdinand: Will ich da den Leuten irgendein Paid Newsletter aufzwingen oder so?

Knud : hm hm

Ferdinand: Das war nie mein Fokus und ich denke, das spüren dann halt auch manche, dass die es irgendwie authentisch finden und frisch finden und ich muss halt nicht jede Woche was raushauen, weil mein Contentplan oder so das erfordert, sondern manchmal dauert es halt auch einfach einen Monat, anderthalb, bis der Artikel fertig ist, weil ich es dann auch einfach mal

Ferdinand: ruhen lasse, weil ich nicht zufrieden bin oder noch nicht so die Story gefunden habe und das selber langweilig finde und dann muss das einfach mal fermentieren, bis es bereit ist, rausgelassen zu werden.

Zero Reset Uhrenpodcast: Merkst du da auch negatives Feedback von wegen, boah, wann kommt endlich mal wieder was Neues von dir?

Zero Reset Uhrenpodcast: Kommen mal Leute auf dich zu und sagen sowas?

Zero Reset Uhrenpodcast: Also negativ im Sinne von, dass du merkst, die warten jetzt oder wird das gut angenommen, dass du halt unregelmäßig hochlädst?

Ferdinand: Negatives Feedback kommt eigentlich nie.

Ferdinand: Vielleicht eher indirekt in dem Sinne, dass ich habe keine Ahnung, wie gewisse Algorithmen funktionieren.

Ferdinand: Und ich habe ehrlich gesagt auch Social Media so ein bisschen gelernt durch den Blog.

Ferdinand: Also wie funktioniert das?

Ferdinand: Nicht, wie mache ich jetzt Aufmerksamkeitsökonomie und wie mache ich hier Clickbait-Titel und nerve alle Leute mit irgendwelchen Oh mein Gott, Thumbnails und so.

Zero Reset Uhrenpodcast: Mhm.

Ferdinand: Aber es gibt halt schon, wenn du eine gewisse Regelmäßigkeit in deinem Postingintervall drin hast oder richtige Hashtags benutzt oder zu gewissen Zeiten postest, dass das dann halt schon auch Unterschiede ausmacht in der Reichweite.

Ferdinand: Aber ich habe zum Beispiel, sobald Instagram das Feature eingeführt hat, dass ich Likes ausblenden kann,

Ferdinand: habe ich das sofort aktiviert, weil ich nie mich schlecht fühlen wollte, weil jetzt der eine Artikel, der ewig gebraucht hat zum Publizieren, halb so viel Artikel hat wie irgendein Wristshot, der mal eben so entstanden ist.

Ferdinand: Und ich wollte halt nie irgendwie meine Bestätigung dadurch holen, sondern

Zero Reset Uhrenpodcast: verständen.

Ferdinand: Für mich ist es in dem Moment was wert, wenn mir jemand aus New York schreibt, danke für den Artikel, ich habe das noch nie so gesehen oder gelesen und du hast da eine Lücke gefüllt, die keiner bisher gemacht hat.

Ferdinand: Und ich glaube, da habe ich mit der Zeit halt auch einfach so

Knud : Vielen Dank.

Ferdinand: meine Nische gefunden, dass ich halt Uhren, die man nicht jeden Tag sieht, auf eine Art und Weise beleuchte, dass es halt nicht nach perfektionistischem Studioshooting aussieht, sondern als ob du bei einem Meetup die Uhr quasi direkt in der Hand hättest,

Ferdinand: und dann halt auch etwas entdeckst, was du vorher nicht wusstest, weil die Marken haben sehr viel zu erzählen, aber machen häufig einen sehr, sehr schlechten Job, wenn es darum geht, diese Geschichten zu erzählen oder so aufzubereiten, dass es Leute gerne lesen.

Ferdinand: Also ich finde, die Marken sind häufig in der Kommunikation auch einfach brutal schlecht, dass sie nicht wissen, was den Leuten wichtig ist.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ja.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ja, das...

Ferdinand: Und diese Lücke probiere ich halt zu füllen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Nee, finde ich richtig schön.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich kam da drauf, weil ich habe das bei uns im Podcast, also auch auf meinem Instagram-Feed manchmal gemerkt, dass Leute dann, und wenn man sich selbst betrachtet, geht mir das auch so, wenn du irgendwas hast, was du gut findest, dann, ich persönlich, giere dann so nach, wann kommt was Neues, wann kommt was Neues, sodass man schnell neuen Content haben möchte und man dann gern mal auch aus den Augen verliert, dass die Menschen, die das machen, so wie du oder auch Knud und ich, dass das halt nicht unser Hauptberuf ist, mal so gar nicht, sondern wir das halt auch so aus

Zero Reset Uhrenpodcast: Lust an der Freude machen und das dann auch mal dauern kann.

Zero Reset Uhrenpodcast: Aber wenn man die großen Dinger in Anführungszeichen, ich glaube in allen Nischen oder in allen Branchen, hauen halt täglich, wöchentlich raus.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ja.

Knud : Aber das ist ja Social Media.

Ferdinand: Häufig sind es einfach nur neu geschriebene Pressemitteilungen.

Ferdinand: Und wenn du mal in dem einen oder anderen Presseverteiler von den Marken drin bist, ja,

Knud : Greif nicht vor, da wollen wir gleich hinkommen.

Knud : Wir wollen...

Knud : Wir wollen enthüllen, aber das machen wir gleich.

Knud : Ihr habt gerade über Social Media gesprochen.

Knud : Mir ist nur wichtig zu sagen, das ist ja bei Internetseiten ein bisschen anders, weil es da auch darum geht, wie oft wird etwas referenziert.

Knud : Und da musst du nicht dauernd was Neues machen, sondern es muss vor allen Dingen sehr gut sein.

Ferdinand: Genau.

Ferdinand: Genau.

Knud : Und dann geht es ja darum, wie hoch es bei Google gerankt wird und so weiter.

Knud : Und das finde ich ist...

Knud : eigentlich schön, wenn man sich Mühe gibt, dann macht es eher Sinn, eine Internetseite zu machen, aber es ist dann eben wiederum auch ein Passion-Projekt, weil du dann zwar die richtigen Leute hast, aber das Geld kommt nicht automatisch und bei Social Media ist es umgekehrt, da kriegst du irgendwelche Leute, aber kommst schneller ans Geld, aber deswegen würde ich das jetzt gar nicht so vertiefen wollen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Das ist richtig.

Knud : Ich fand einen Punkt interessant, du hast gesagt, ich fand alles interessant, aber einen würde ich gerne weiter aufgreifen.

Knud : Du willst unterschiedliche Uhren vorstellen und sie anders ablichten und so weiter.

Knud : Und dann ist das eben anders als das, was die meisten anderen machen, Inhalte stellen.

Knud : Aber ich habe mich auch gefragt, wie kommst du denn an die Uhren?

Ferdinand: Mhm.

Knud : Weil die Hersteller, das können wir vielleicht mal gegenüberstellen, das würde ich gerne am Beispiel machen, wie machst du es?

Knud : Also welche Uhren wählst du aus?

Knud : Wie kommst du an die Uhren?

Knud : Mit wem redest du da?

Knud : Und dann können wir es kontrastieren mit, wie läuft es normalerweise?

Knud : Also was man woanders lesen kann.

Knud : Vielleicht erzählst du erst mal deins und dann tragen wir gemeinsam zusammen, was wir wissen, wie es woanders läuft, damit die Zuhörer sich eine Meinung dazu bilden können.

Ferdinand: Das Schöne ist, ich habe wenig Ahnung, wie es woanders läuft und ich bin gespannt auf die Diskrepanz, wenn ich einfach mal erzähle, wie es bei mir läuft.

Ferdinand: Du hast einen Punkt gesagt mit Sichtbarkeit bei Suchmaschinen.

Ferdinand: Also das ist zum Beispiel auch ein Punkt, den ich halt sehr wichtig finde.

Ferdinand: Wenn du mal schaust, ich bin bei weitem kein Big Shot oder irgendwie sowas.

Ferdinand: Also wenn man jetzt einfach mal bei Instagram schaut, ich habe vielleicht 800, 900 Nasen, die mir folgen, ist nichts im Vergleich zu manchen Leuten, die jeden Tag einfach einen Wristshot posten und irgendwie 10.000 Follower haben.

Ferdinand: Und ich habe lange Zeit auch gedacht, so ja, läuft nicht irgendwie so wirklich und habe trotzdem einfach immer wieder Blogartikel gepostet.

Ferdinand: Und das habe dann gesehen halt auch, dass viele Leute auf die Webseite,.com, auf die Webseite gehen und nicht auf Social Media.

Ferdinand: Also bei mir wird halt auch viel gelesen, wenn man halt auch die Verweildauer anschaut und niedrige Bounce Rate und so weiter.

Ferdinand: Aber es ist schon zu technisch.

Ferdinand: Und das Interessante für die Marken ist ja eigentlich, und das habe ich erst nach...

Ferdinand: anderthalb, zwei Jahren gecheckt, dass die mir auch gesagt haben, du kannst 100.000 Follower auf Instagram haben, wenn im Endeffekt zwei Leute die Uhr kaufen, interessiert uns eigentlich nur die Conversion Rate im Sinne von, du kannst 800 Leute haben, die dir folgen, wenn dann drei Leute die Uhr kaufen, dann ist das noch immer besser, als wenn wir die jetzt jemandem mit 100.000 Followern geben, weil du halt authentisch bist und in einer Art und Weise schreibst, was halt

Ferdinand: Genau unsere Zielgruppe irgendwie abholt und halt auch eine Nische bedient oder so.

Ferdinand: Und das habe ich dann halt so mit der Zeit gecheckt, dass obwohl ich weiterhin auch ein kleiner Nischenblock bin, dass viele Marken sich echt für diese Leute mittlerweile interessieren.

Ferdinand: Und das nicht so ist, dass man dann vor verschlossener Tür steht, sondern dass eigentlich sehr, sehr viel Offenheit da ist.

Ferdinand: Und ich weiß noch, wie ich vor drei Jahren circa zum ersten Mal bei Geneva Watch Days war.

Ferdinand: Das war der Moment, wo ich mich entschieden hatte, ich schreibe jetzt mal irgendwelche Marken an, die dort sind.

Ferdinand: Bin auf Geneva Watch Days Webseite gegangen, hab mal geguckt, welche Logos sind da so und hab einfach mal geguckt, welche Marken interessieren mich, was hab ich noch nie gesehen, was würde ich mal anschauen.

Ferdinand: Und habe dann einfach mal an die Info-Adressen geschrieben und habe mich dann so kurz vorgestellt und habe gesagt, would you have half an hour to just have a look at your collection and let me get to know your brand.

Ferdinand: Und tatsächlich ist da ziemlich viel Resonanz gekommen und

Ferdinand: Ich Hansel, der nicht mal wusste, wie genau meine Kamera funktioniert, weil ich in dem Moment mal eine ordentliche Kamera gekauft hatte, stand auf einmal im Fünf-Sterne-Hotel Borevage in Genf und habe mich noch nie so fair am Platz gefühlt.

Ferdinand: Also das war so ziemlich die Inkarnation von Imposter-Syndrom, dort in den Marmorhallen zu stehen und

Ferdinand: Ja, ich gehe dann da rein in so ein Showroom, also Geneva Watch Days, für alle, die es noch nicht kennen und mal dort waren, ist eigentlich ein relativ lockeres Event, wo Hotelzimmer von Marken gemietet werden in den großen Luxushotels am Genfersee und dort finden dann teilweise für Sammler, aber größtenteils auch für Presse-Termine statt, wo man einfach die Neuheiten vom Spätherbst anschauen kann.

Ferdinand: und ich schaue so links und rechts und dann denke ich mir so, ah, okay, da ist der Bark & Jack-Typ, da ist der Watch Advisor Alex und überall sind so diese YouTube-Leute, die ich irgendwie aus den Videos kenne und ich habe mich gefragt, was mache ich eigentlich hier?

Ferdinand: Und dann habe ich mal mit so ein paar Marken gesprochen und habe mich so vorgestellt und die wissen natürlich nicht,

Ferdinand: Was für ein Blog ist das jetzt?

Ferdinand: Wo kommst du her?

Ferdinand: Und habe dann da so erste Kontakte einfach geknüpft und habe das jetzt über die letzten Jahre aufgebaut, dass man dort so regelmäßig im Kontakt ist.

Ferdinand: Dann sehen die auch, was für Content man macht.

Ferdinand: Die schauen sich das an.

Ferdinand: Und auf einmal ist es dann halt so, dass zum Beispiel Othlans, für die habe ich letztens ein Review gemacht, eine Marke aus Schaffhausen, gehört auch zu Aschmoser und Cie.

Ferdinand: dass die mir halt einfach mal eine Tourbillon-Uhr für 50.000 Franken per Post zuschicken und sich dafür interessieren, was ich für eine Meinung über diese Uhr habe.

Ferdinand: Und so ist das eigentlich bis heute, dass ich mit Marken, die ich interessant finde, sie schreiben mich nie an, aber ich frage einfach ganz direkt, wenn ich etwas empfunden habe bei einer Uhr und eine Marke cool finde, dann sage ich so, hey,

Knud : Bis zum nächsten Mal.

Ferdinand: ich hätte mal Interesse, einen Review-Artikel über die und die Uhr zu schreiben und so und mittlerweile verlange ich auch ein bisschen Geld dafür, aber das bedeutet nicht, dass sie da irgendwie redaktionell eingreifen oder das gegenlesen wollen oder irgendwie sowas, sondern das ist dann einfach eine kleine Aufwandsentschädigung, weil was nichts kostet, ist nichts wert.

Ferdinand: Das sorgt auch einfach für ein gewisses Standing bei den Marken und da hat

Ferdinand: bisher niemand ein Problem damit gehabt.

Ferdinand: Und so entwickelt sich das eigentlich.

Ferdinand: Es ist einfach, frag nach und kenn die Leute mit Vor- und Nachname.

Ferdinand: Und die müssen dich mal persönlich kennengelernt haben und dann stehen meistens sehr, sehr viele Türen offen.

Ferdinand: Und das ist natürlich durch die Schweiz auch einfach sehr, sehr einfach, weil, also ich komme ja aus dem Kanton Bern,

Ferdinand: ist es nicht weit nach Genf, nach Lausanne ins Urmacherteil, Valet de Joux, also mit dem Auto anderthalb Stunden und dann bin ich dort.

Ferdinand: Ja.

Knud : Ja, das ist interessant.

Knud : Und ich finde es auch interessant, dass du das jetzt mit dem Geld aufgeworfen hast, dass das da nichts wert ist.

Knud : Das spricht ja auch für das Ökosystem, wie es funktioniert.

Knud : Mein Eindruck ist auch, da gibt es unterschiedliche, wir wollten das ja gegenchecken, also ich fasse jetzt einmal kurz zusammen, du hast gesagt, du interessierst dich für die Uhr, dann meldest du dich bei denen und mittlerweile nimmst du auch ein bisschen Aufwandsentschädigung, aber du machst das Ding und lässt dir da auch nichts freigeben oder so.

Ferdinand: Ja.

Ferdinand: Ja.

Ferdinand: Ja.

Knud : Und wenn wir das jetzt mal gegenchecken, was sozusagen

Knud : Sonst üblich ist, es gibt einerseits ja, sagen wir mal, diese kleineren Influencer, die machen oft Barter-Deals.

Knud : Das heißt, die sagen, ich schreibe was über deine Uhr, aber schenk sie mir.

Knud : Es wird dann nicht versteuert.

Knud : Interessante Konstruktion.

Knud : Und das sind oft die Dinge, die ich wahrnehme, die bei Instagram hoch und runter laufen, wo Leute sagen, guck mal, wie toll die Uhr ist, guck mal, wie toll die Uhr ist.

Knud : Und nächste Woche ist es dann eine andere.

Knud : Und da geht es dann auch nicht mehr in die Tiefe.

Knud : Und ich weiß nicht, was die mit diesen 500 preiswerten Uhren haben, die sie dann da immer befummeln.

Knud : Ich weiß auch nicht, ehrlich gesagt, wen das interessiert.

Knud : Dann gibt es die Magazine, Print vor allen Dingen, die wollen, dass du da Werbung schaltest oder sonst irgendwas machst, was entweder direkt Geld ist oder ein Geldwertervorteil.

Ferdinand: Ja.

Knud : Und wenn man, ich sage jetzt keine Namen, aber wenn man so eine Magazine aufmacht, sieht man das auch, ehrlich gesagt.

Knud : wie das zusammenhängt.

Knud : Man vermutet das stark und das ist sicherlich auch in anderen Branchen so, aber ich finde es bei Uhren besonders krass, weil es eben so sehr auffällig ist.

Knud : Und dann gibt es noch so Sachen, die dazwischen hängen.

Knud : Ich finde, sehr ehrlich, hat das mal RJ, der Gründer von Fratello, beschrieben.

Knud : Er hat gesagt, er sagt nicht, dass sie Journalisten sind, weil das sind sie nicht, sondern sie sind Leute, die über Uhren schreiben und sie arbeiten mit den Marken zusammen und sie haben sozusagen eine eigene Stimme, mit der sie

Ferdinand: Ja.

Knud : Dinge vorstellen, aber sie sind darauf angewiesen, dass die Marken sie zu Sachen einladen.

Knud : Und dahinter steht immer, dass richtige, in Anführungszeichen, es ist nicht wertend gemeint, Journalisten, immer darauf Wert legen würden, dass sie unabhängig sind.

Knud : Und sie reflektieren, dass sie nicht unabhängig sind.

Knud : Ich hatte da auch mal mit einem anderen Influencer so ein konstruktives Streitgespräch zu, weil der gesagt hat, er will sich das nicht verderben mit irgendwelchen Marken.

Knud : Also man wird von diesen Leuten niemals irgendwas lesen, was

Knud : ernsthaft negativ ist.

Knud : Ich finde, bei Fratello schwingt das manchmal noch so mit, wo sie sagen, hier bei der Schließer hätte man irgendwas tun können und so.

Ferdinand: Ja.

Knud : Das finde ich ist okay.

Knud : Also ich will ja jetzt auch nicht irgendwie päpstlicher sein, als es muss.

Knud : Aber es fällt schon auf, dass es nicht so richtig freie Sachen gibt.

Knud : Und natürlich müssen die auch einen bestimmten Umsatz sozusagen auch an Artikeln ja produzieren.

Knud : Du sagst ja, du machst das so, wie du da Lust drauf hast und dann kommt vielleicht auch eine Weile mal nichts und dann kommt wieder was anderes und so.

Knud : Und das fand ich interessant, als ich das bei dir gelesen habe, weil man merkt das auch, dass das so ist, finde ich.

Knud : Und es ist auch interessant bei euch, das machst du ja nicht ganz alleine, da sind noch zwei oder drei andere Zuträger, die auch ab und an mal was reinschieben.

Knud : Und ich glaube, die veröffentlichen auch viel im Urforum auf Deutsch und dann bei dir auf Englisch.

Knud : Und du machst eher so, würde ich sagen, deskriptive Texte, also was ist das, was kann das, wie funktioniert das, warum ist das besonders?

Knud : Und die haben teilweise mehr so einen Storytelling-Ansatz, was auch dazu gehört.

Zero Reset Uhrenpodcast: Wollen wir, bevor, mega interessant würde, also würde mich noch weiter aussehen, was du da dazu sagst, das Konstrukt, wie es bei dir abläuft, Ferdinand, aber bevor wir dazu kommen vielleicht, ich habe mal Marketing für so eine, du hast das gerade ein bisschen abfällig dargestellt, Knut, von wegen, du weißt gar nicht, wer dir das interessiert, wenn die in Anführungszeichen affordable watches einfach so rausgehauen werden,

Zero Reset Uhrenpodcast: Es gibt eine sehr große Zielgruppe von Menschen, die sich diese Videos und Reviews angucken.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich habe ja selbst beim Marketing indirekt für so, oder was heißt indirekt?

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich war in dem Marketing-Team von einer Brand, die das genauso gemacht hat, wie du es dargestellt hast.

Zero Reset Uhrenpodcast: Die Influencer angeschrieben, ist schon ein paar Jahre her, da waren die Influencer, die jetzt relativ viel Geld nehmen, waren damals noch umsonst oder sehr günstig.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und die haben dann die Uhr genommen und dann quasi...

Ferdinand: Okay.

Zero Reset Uhrenpodcast: das dazu erzählt.

Zero Reset Uhrenpodcast: Aber die guten Influencer haben auch damals schon gesagt, dass sie immer auch, wenn die Uhr scheiße ist, sagen sie was Schlechtes darüber.

Zero Reset Uhrenpodcast: Aber dann wurden die Influencer nicht nochmal von der Marke adressiert und sie haben keine Uhr bekommen und auch keine 200, 300 Dollar oder sowas.

Zero Reset Uhrenpodcast: Daraus

Zero Reset Uhrenpodcast: Damit erzeugst du natürlich einen kleinen Druck auf die Influencer, weil die wollen damit ihre schnelle Mark verdienen oder weil damals haben es die Jungs auf jeden Fall noch nebenberuflich gemacht.

Zero Reset Uhrenpodcast: Mittlerweile können einige das hauptberuflich von denen machen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Primär aus dem, ich denke gerade primär in den amerikanischsprachigen Raum oder englischsprachigen Raum.

Ferdinand: Vielen Dank.

Zero Reset Uhrenpodcast: Deswegen haben die sich schon überlegt, ob die die Uhr komplett zerreißen oder nicht.

Zero Reset Uhrenpodcast: Aber gerade der Markt für die Uhren von 200 bis 1000 Dollar ist viel größer als der Luxusmarkt.

Zero Reset Uhrenpodcast: Da hast du Millionen Menschen, die daran Interesse haben und sich diese YouTube-Videos und Instagram-Reals angucken.

Knud : Ich habe mich nicht darauf kapriziert, dass die unbillig sind, sondern ich habe mich darauf kapriziert, dass ich finde, dass das wertloser Content ist, wenn jemand jede Woche sagt, das ist neu, das ist toll, dann bringt das nichts, finde ich.

Zero Reset Uhrenpodcast: Für dich, aber es gibt genug Menschen, die in diesem Konsum, sagen wir mal, verfallen sind und die sich wirklich gerne im Monat zwei, drei neue Uhren für 200 bis 400 Dollar holen und die stehen da drauf, wenn du sie dann halt, das ist ein schneller neuer Content, was wir quasi vor zehn Minuten schon hatten, immer was Neues.

Ferdinand: Ja.

Zero Reset Uhrenpodcast: ist halt Social Media, hat dich im Griff, also dich persönlich, sondern allgemein, die Person und neue Uhr, die sieht aber toll aus und dem Influencer vertraue ich, so funktioniert Influencing halt, der sagt, die ist toll, die ist gut, der stellt sich schön vor, schöne Bilder kaufe ich.

Zero Reset Uhrenpodcast: That's it.

Ferdinand: Oh ja.

Ferdinand: Ja.

Knud : Aber Ferdinand macht ja was anderes mit seinen Kompagnons.

Knud : Und ich habe im Urforum auch Artikel veröffentlicht und der letzte ist ja auch Text des Jahres da geworden.

Knud : Und deswegen weiß ich, dass die Leute diese langen Texte lieben.

Knud : Und ich habe mal einen Text über Nübleau veröffentlicht, die wirklich, also Nübleau ist ja immer schon ein bisschen komisch und die war auch noch durchsichtig und mit Vollkalendermodulen.

Knud : Und die hat damals, ich glaube, 17.300 Euro gekostet.

Knud : Die war auch gar nicht billig.

Knud : Und mir haben vier Leute übers Urforum geschrieben, dass sie sie gekauft haben nach dem Text.

Knud : Also ich glaube, man darf das wirklich nicht unterschätzen.

Ferdinand: Absolut, absolut.

Zero Reset Uhrenpodcast: Bin ich voll bei euch.

Ferdinand: Und ich würde es auch nicht unterschätzen, was für eine Kraft noch das geschriebene Wort hat, auch wenn es mega oldschool klingt.

Ferdinand: Einfach klassische Blogs mit Fotoartikeln und so.

Ferdinand: Du bist vielleicht, also es ist schwierig in der Monetarisierung, also ich meine, schau nochmal jegliche Printmedien an, die irgendwann online gegangen sind, alle sind irgendwie am strugglen und keiner hat zu dem Umgang, Paywall oder nicht Paywall und

Ferdinand: Werbung im Internet allgemein dem Untergang geweiht, also zumindest was Display-Ads angeht und so.

Ferdinand: Aber ich denke, dass was du auch sagtest mit den Leuten, die bei mir noch da zusätzlich posten, das war sicherlich auch

Ferdinand: Ich wollte Leuten, dadurch, dass ich auch Kommunikationsdesign studiert habe und allgemein mich als Ästhet eigentlich betitel, mir ist Typografie wichtig, mir ist Farben wichtig, mir ist Lesefreude wichtig.

Ferdinand: Und ich finde, da gab es ein paar Leute, das waren genauso Hobbyisten wie ich, die sehr, sehr qualitativ geschrieben haben.

Knud : Hat kein Layout.

Ferdinand: Und auch tolle Fotos gemacht haben.

Knud : Zehn Fotos maximal sind möglich beim Beitrag.

Ferdinand: Aber das kam halt in einem Format daher.

Ferdinand: Also ich bin jetzt nicht am Hatten übers Urforum oder so.

Ferdinand: Aber Foren, klassische Foren sehen halt einfach aus, wie wenn ich jetzt so einen Artikel in einem WhatsApp-Chat lesen würde.

Ferdinand: Das hat keine Qualität, hat kein Layout, hat grauenhafte Typografie.

Ferdinand: Und

Ferdinand: Genau, richtig.

Ferdinand: Und dann wird das aufgesplittet und dann hat jemand nochmal zwischendrin reinkommentiert und dann kommt irgendein Rüpel-Moderator und sagt, technische Spezifikationen hinzufügen, sonst wird gelöscht.

Knud : Ja.

Ferdinand: Dann ist mal gleich zu hier.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ja.

Ferdinand: Das war dann vielleicht so mein Rant über die Moderationspraktiken, aber anderes Thema.

Ferdinand: Und ich habe dann einfach die Leute angeschrieben und namentlich sind das Marc, Andi und der Paul, den ich mittlerweile auch persönlich aus der Schweiz hier kenne.

Ferdinand: gibt es auch noch eine lustige Geschichte dazu, die gesagt haben, hey, finde ich cool, dass du das irgendwie neu layouten willst und hosten willst auf deinem Blog und dass du das da verfügbar machst.

Ferdinand: Und die haben sich fast geehrt gefühlt, was mich verwundert hat, weil ich das Gefühl habe, ich nehme mehr von ihnen, als sie mir geben.

Ferdinand: Aber sie hatten das Gefühl, ja, sie haben sich geehrt gefühlt, dass ich das da publizieren möchte und finde dann halt auch cool, dass die da so

Knud : Nein.

Ferdinand: und gleichzeitig auch Three-Quarter-Plate dann halt auch bei sich im Profil promoten oder das irgendwie schön finden, dass sie da so ein Zuhause gefunden haben für ihren Artikel.

Ferdinand: Und das hilft natürlich auch sehr, wenn jemand nach irgendwelchen Panerai-Reviews sucht oder nach Glass-Hutte-Original-Reviews, dass dann die Artikel von Marc oder von Stefan oder von Paul aussehen,

Ferdinand: mit seiner Arnold & Sonn-Uhr, dass die dann halt dort ersichtlich sind.

Ferdinand: Und das war dann halt auch meine Art und Weise, wie ich so eine gewisse Frequenz an Posts habe hinkriegen können, weil ich einfach nie in einer nennenswerten Dichte da irgendwie Artikel publizieren könnte.

Ferdinand: Ja, genau.

Knud : Und auch in der Bandbreite, weil sie ja eben Storytelling machen und du eben das Deskriptive.

Knud : Und ich finde das toll, weil du dann

Knud : deine technischen Möglichkeiten einbringst und etwas schaffst, was für die Szene wieder dann belebend ist.

Knud : Weil ich weiß auch, dass vor allen Dingen auch die Panerai-Artikel im Urforum sehr beliebt sind.

Knud : Und Panerai ist jetzt ja auch eine Marke, die gerade nicht so läuft, glaube ich, also im Verkauf an Endkunden, aber trotzdem im Herzen vieler auch mittelalter Leute ist.

Ferdinand: Ja.

Knud : Und das ist toll, wenn du dazu beiträgst, dass das eben sichtbar ist, auch wenn das in den großen Magazinen gerade nicht stattfindet.

Ferdinand: Ja, also ich sehe das dann auch so ein bisschen losgelöst von, was macht Panerai generell jetzt gerade als Markenstrategie?

Ferdinand: Also ich kenne auch die Periscope-Artikel und was Richemont mit Kaputschbarn macht und wo Abkürzungen genommen werden bei den Werken und beim Finishing und was die Preispolitik angeht.

Knud : Vielen Dank.

Ferdinand: Ist das mir alles bewusst, aber mir geht es da...

Ferdinand: bei den Artikeln, die zum Beispiel Marc geschrieben hat, einfach um die erzählerische Qualität und die Fotoqualität und es gibt weiterhin die Paneristi und die finden halt einfach die Optik von der Bügeltauchsicherung und den fetten 46mm Uhren mit Kuppelglas.

Ferdinand: Die finden das toll und die

Ferdinand: Die hole ich dann halt darüber ab, obwohl ich mir selber, kann ich ehrlich sagen, nie eine Panerei kaufen würde.

Ferdinand: Aber indirekt promote ich sie, aber einfach, weil ich den Erzählstil toll finde und genau so eine Art von Uhrenschreiberei gerne unterstützen möchte.

Zero Reset Uhrenpodcast: Finde ich schön.

Knud : Und du bildest ja auch, sagen wir mal, die goldene Zeit von Panerai ab 2014.

Knud : Und alle anderen können ja immer nur die aktuellen Modelle abbilden.

Ferdinand: Ja.

Ferdinand: Genau.

Knud : Und das ist eben vielschichtig.

Knud : Gerade bei uns finde ich das spannend.

Knud : Das hast du ja oft.

Knud : dass es eben nicht immer nur die neuesten Modelle sein müssen, sondern ganz interessante.

Knud : Und mein Steckenpferd ist ja alles, was vor Instagram war.

Knud : Also vor 2013 kennen viele gar nicht, weil es eben nicht so einfach auffindbar ist.

Ferdinand: Ja, eben.

Ferdinand: Absolut, ja.

Ferdinand: Das ist so.

Ferdinand: Und die und...

Knud : Und so ein Blog kann diese Lücke schließen.

Knud : Und mein Fetisch ist ja im Moment so Neo-Vintage, also so Sachen um 2000 rum, die eben noch nicht so riesengroß waren wie zwischendurch und völlig unbekannt und wo man absolute Schätze heben kann.

Knud : Ja, top.

Zero Reset Uhrenpodcast: Hattest du schon mal irgendwie das Gefühl, dass du keinen Bock mehr hast, das zu machen, das hinzuschmeißen?

Knud : Das...

Zero Reset Uhrenpodcast: Gab es mal so einen Moment, wo du gesagt hast, boah, nee, investiere ich zu viel Zeit, ich will nicht mehr?

Ferdinand: Gar nicht ehrlich gesagt.

Ferdinand: Dadurch, dass halt nie so ein Druck da war, du musst jetzt am Freitag das raushauen und du hast jetzt da einen Contentplan oder du musst jetzt Geld verdienen oder irgendwie sowas.

Zero Reset Uhrenpodcast: Gut.

Knud : Vielen Dank.

Ferdinand: Wenn ich da mal nicht so Lust drauf hatte oder wie gesagt...

Ferdinand: in die Uhrenreview noch nicht da war, wo ich es haben wollte, dann lasse ich mir einfach Zeit und dann sind es halt mal drei Wochen, wo einfach nichts passiert.

Zero Reset Uhrenpodcast: Vielen Dank.

Ferdinand: Aber ich denke mir dann, das ist halt wie so ein, wie eine gute Uhr auch.

Ferdinand: Im Sinne von 2020 habe ich den ersten Post mal publiziert, dann in einem Jahr vielleicht drei Posts gemacht oder irgendwie so und jetzt bin ich gerade bei einer Frequenz von

Knud : Hm.

Ferdinand: was weiß ich, vielleicht 10, 12 Artikeln pro Jahr, einmal im Monat, wenn überhaupt.

Ferdinand: Es ist nicht viel.

Ferdinand: Und ich will es jetzt auch nicht massiv steigern oder irgendwie so, sondern das, was sich gut anfühlt, dass es Spaß macht.

Ferdinand: Und ich bin auch sehr bewusst, dass

Ferdinand: viele Leute die Freude an ihrem Hobby verlieren, sobald sie es zum Beruf machen.

Ferdinand: Und manchmal ist es auch gut, wenn etwas ein Side-Project bleibt und einfach auch die Lust an Uhren einfach noch da ist.

Knud : Ja.

Zero Reset Uhrenpodcast: Mhm.

Ferdinand: Und für mich ist halt auch mega wichtig, einfach dieses

Ferdinand: Da merke ich einfach, da entwickle ich mich so langsam hin.

Ferdinand: Deswegen fand ich unser Treffen in Genf auch so cool.

Ferdinand: Knut, an dem Abend in der Bar, dort, wo wir waren, ich glaube, das war die höchste Dichte an kleinen Uhrenmarkengründern, die ich je an einem Tisch erlebt hatte.

Ferdinand: Wir hatten irgendwie vier oder fünf Leute dort, die eigene Uhrenmarken hatten.

Ferdinand: Und dort dann halt mit diesen...

Ferdinand: Ein-, zwei-Mann-, Frau-Unternehmen zu sprechen, die alles auf eine Karte setzen und da ihr eigenes Ding durchziehen mit einer Passion, die dermaßen ansteckend ist, das infiziert mich halt auch einfach wahnsinnig.

Zero Reset Uhrenpodcast: Vielen Dank.

Knud : Es ist ein bisschen...

Ferdinand: Und wenn du dann merkst, dass die haben sich so viele Gedanken gemacht über Details,

Ferdinand: aber schaffen es nicht, diese Details gut zu beleuchten, dann gehen wir mir die Alarmlampen an, im Sinne von, ich finde die Uhr cool, die haben eine coole Story, da steckt auch was dahinter, im Sinne von Werk, Design und noch Geschichte und noch eine coole Founder-Story oder so.

Ferdinand: Und das sind dann eigentlich alle drei Checkboxen, die getickt sein müssen, damit ich merke, okay, das ist jetzt etwas, was Three-Quarter-Plate beleuchten würde.

Ferdinand: Und jetzt zum Beispiel mit dem Martin, der ja

Ferdinand: Sherpa-Watches macht.

Ferdinand: Habe ich anfangs nicht wirklich einordnen können, habe ich schon mal gesehen online irgendwie, aber nachdem er da so erpicht drauf war, mir seine Uhren zu zeigen an dem Abend und dann noch seine Frau angerufen hat, der hat ja ausgestellt im Hotel d'Angleterre,

Knud : Vielen Dank.

Ferdinand: hat er gesagt, hey, kannst du noch vorbeikommen, bring meine Uhren mit, ich will die Ferdinand zeigen.

Ferdinand: Und dann hat seine Frau dann noch diesen Koffer mit 15 Scherperuhren mitgebracht, weil er mir noch die Zifferblatt-Variante und das Gehäuse-Finishing und das neue Stahlbahn zeigen wollte.

Ferdinand: Ähm,

Ferdinand: Das fand ich dann echt cool, sodass wir jetzt im Juli, August rum, müssen wir mal schauen, wollen wir auch ein Uhrenreview aufsetzen und da wird er mir halt eine Uhr zuschicken, die noch niemand gesehen hat, aber die, ja, wo ich halt ein Rendering gesehen habe und gesagt habe, hey, die ist Hammer, also das ist meine Lieblingsuhr von dir bisher und da kann ich dann auch wirklich ganz authentisch sagen, das ist eine Uhr, die würde ich mir selber kaufen und kaufe ich mir vielleicht auch sogar.

Ferdinand: Das ist nicht immer der Grund.

Knud : Das ist doch ein super... Das ist super...

Ferdinand: Also ich kaufe mir nicht alle Uhren, die ich reviewe, bei weitem nicht.

Ferdinand: Aber häufig sind das schon Uhren, dass wenn ich unbegrenzte Mittel hätte, würde ich sie kaufen.

Ferdinand: Oder es sind zumindest Uhren, die ich in einem persönlichen Gespräch dir oder im Pet bei einem Bier empfehlen würde und so verkaufe, weil ich das einfach cool finde.

Zero Reset Uhrenpodcast: Warte, Knut, dazu zu direkt, weil bei Sherpa hatte ich das Gleiche.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich habe Martin auch auf der Watchtime kennengelernt und dann sind wir ins Gespräch gekommen und ich fand es bravourös, wie er das erzählt hat über seine Uhren.

Zero Reset Uhrenpodcast: Dann waren wir frühstückt zusammen, er hat da seine Uhren mitgebracht und

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich habe dann in einem anderen Forum den höchsten Tönen von dieser Marke und von ihm gesprochen, weil ich echt fasziniert war davon und mir wurde dann davor geworfen, dass ich hier von ihm bestochen worden wäre und ich anscheinend irgendwie Schmiergeld bekommen hätte, dass ich in dem Forum diese Marke so hochjubelte, weil er totaler Schwachsinn war.

Ferdinand: Okay.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich war einfach nur echt begeistert von dem, was er macht, wie er es macht und was er erzählt hat.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und die Uhren, ja, relativ teuer, aber richtig schön und die Detailtiefe ist halt phänomenal.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und jetzt hast du mich sehr hellhörig gemacht, weil eigentlich wollte der Martin

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich habe ihm geangeboten, Bilder zu machen von der Uhr.

Zero Reset Uhrenpodcast: Von einer, wenn ich in die Berge fahre, weil Sherpa und Berge passt ja und ich gehe halt wandern und sowas und Trailrunning.

Ferdinand: Ja, ich freue mich auch.

Zero Reset Uhrenpodcast: Aber hat die Flitzpiepe Martin irgendwie verpennt?

Zero Reset Uhrenpodcast: Keine Ahnung.

Zero Reset Uhrenpodcast: Aber jetzt, wo du es erzählst, bin ich sehr gespannt auf das, was da kommt.

Knud : Ich finde, Sherpa ist ein gutes Beispiel.

Knud : Er hat ja auch mit den Leuten, die die originale kannten, zusammengearbeitet.

Knud : Wir haben bei uns in Berlin Nico aus dem Club, der hat Indica 101, die Internetseite, wo der alles zu diesen Sherpa-Uhren zusammenträgt und so weiter.

Knud : Und die haben auch miteinander gesprochen.

Knud : Das fand mich sehr beeindruckend.

Knud : Ich wollte eigentlich darauf hinaus...

Knud : wie du dann so ein Review aufsetzt, wie du das machst, weil auch da können wir das ja mal gegenstechen, wie das normalerweise ist.

Knud : Normalerweise ist es so, die Uhrenfirma macht so eine Pressemappe fertig.

Ferdinand: Vielen Dank.

Knud : Die Pressemappe hat einen Text, warum die Uhr ikonisch, legendär, klassisches Design, bezieht sich auch von vor 50 Jahren, war immer schon da und was weiß ich, was da immer drinsteht.

Knud : Das ist erkennbar gelegentlich von KI geschrieben und wenn es nicht von KI ist, ist es furchtbar oft.

Knud : Und dann machen die Fotos und die nennen die sogar selber Soldiers und das sind immer diese Frontalaufnahmen.

Knud : So Gefängnisfotos, Polizeifotos von Uhren, wo man so denkt, okay, aber die Uhr ist ja dreidimensional und das ist der Reiz und ihr habt es gerade kaputt gemacht, was ist mit euch los?

Knud : Und es steht selten irgendwas drin über die Besonderheiten der Uhr, sondern

Knud : eigentlich immer nur so Quartettkarten-mäßig was runtergerasselt.

Knud : Und wenn man mal so eine Pressemappe in die Hand bekommen hat, und das ist manchmal gar nicht so schwer, man kann die bei den Herstellern auch so als Endverbraucher sich da registrieren lassen und so weiter, dann sieht man plötzlich, wie fast alles an Watchmedia abgeschrieben ist.

Knud : Also mit leichten Veränderungen, Fotos ein bisschen umgestellt oder Texte verkürzt oder vielleicht noch eine Sache persönlich drin, aber es ist eigentlich alles der gleiche Standardkram und eben auch nicht besonders schön.

Knud : Wie machst du es?

Ferdinand: Meistens beginnt dadurch, dass... Also wenn ich mir jetzt mal vorstelle, wie...

Ferdinand: Ich habe jetzt gerade ein Beispiel da, ich habe ja vor ein paar Tagen jetzt am Wochenende eine LACO-Uhr fotografiert.

Ferdinand: Also ich habe LACO auch in Genf kennengelernt, wieder der persönliche Kontakt.

Knud : Vielen Dank.

Ferdinand: Und dort war dann halt auch der Geschäftsführer unterwegs von LACO.

Ferdinand: Und ich habe das jetzt erst herausgefunden, dass das eigentlich der Geschäftsführer war.

Ferdinand: Und das finde ich halt auch so sympathisch, wenn man die Leute dahinter dann auch merkt, mit was für einer Überzeugung die das machen, wie die das erklären, warum sie jetzt was wie designt haben.

Ferdinand: Und dann, guck mal, hast du das schon gesehen?

Ferdinand: Das haben wir jetzt genau so gefräst, weil, und da hast du mal eine Vergleichsuhr daneben und dann merkst du, ah ja, tatsächlich, die Krone lässt sich besser greifen oder die Lunette rastet anders ein, weil die da den Einrastmechanismus besonders gemacht haben oder so.

Ferdinand: Und das ist häufig der erste Kontakt, wo, wie gesagt, da muss ich dann meine Checkboxen abticken.

Ferdinand: Das ist dann einerseits das Design der Uhr, dass das Werk stimmt, dass da irgendwie noch eine Geschichte dahinter ist.

Ferdinand: Und dass es halt irgendwie so was Spezielles hat, dass für mich macht es keinen Sinn, das x-te Review von...

Ferdinand: eine Rolex Daytona zu machen, auch wenn das sicher viele Klicks gibt und vom Suchvolumen insane ist.

Ferdinand: Aber interessiert mich nicht, langweilt mich eher.

Ferdinand: Ich will das zeigen, was so ein bisschen speziell ist.

Ferdinand: Und ja, so Uhrenfans halt einfach kickt.

Ferdinand: So, dann ist es so, wenn die Uhr jetzt bei mir ankommt, also ich habe jetzt gerade die LACO Hamburg GMT da, die ja auch mit dieser DIN 8330-Norm entworfen und designt worden ist und halt auch den Spezifikationen dieser DIN-Norm entspricht, dass ich nehme die Uhr wie im Geschäft,

Ferdinand: schaue ich mir die einfach nur mal an und bediene die von oben bis unten, dass ich, so wie wenn ich mir die jetzt kaufen würde, habe ich so mein Programm, was ich da abhole, wie ich so eine Uhr evaluiere.

Ferdinand: Und dann bilde ich mir da so von dem Ersteindruck, den ich meistens vor Ort mal gemacht habe, bilde ich mir so eine zweite Meinung in den geschützten vier Wänden, wo ich nicht beobachtet werde und gucke die Uhr wirklich aus allen Blickwinkeln an, so

Ferdinand: wie wenn ich jetzt meine Kreditkarte auf den Tisch legen müsste, um mich entscheiden zu müssen, ob ich die jetzt kaufen möchte.

Ferdinand: Und dann geht es eigentlich schon los, dass ich eigentlich schaue, okay, was sagt die Marke offiziell über diese Uhr?

Ferdinand: Dann lese ich das durch.

Ferdinand: Dann lese ich häufig andere Blogartikel durch, wenn es die gibt.

Ferdinand: Und wenn es jetzt zum Beispiel so eine DIN 8330 ist, dann lese ich mir echt, ohne Scheiß, dann lese ich mir auch solche DIN-Normen durch.

Ferdinand: DIN-Normen kosten häufig auch Geld.

Ferdinand: Also da zahlt man dann gerne mal 40, 50 Euro oder irgendwie sowas dafür, dass man da halt so ein PDF runterladen darf.

Ferdinand: Aber mich interessiert dann auch ganz genau, was wurde jetzt in dieser DIN-Norm besprochen?

Ferdinand: Warum ist die überhaupt ins Leben gerufen worden?

Ferdinand: Wer steckt dahinter?

Ferdinand: Ah, okay, Sinn war da auch irgendwie im Boot.

Ferdinand: Und entdecke dann eigentlich, wie so ein Baum der Verästelung hat, sammle ich erstmal alle möglichen Themen, die irgendwie interessant sein könnten.

Ferdinand: Und was ich früher halt viel gemacht habe, ist, ich habe mir so die Struktur von vielen Blocks angeschaut, indem ich mal geschaut habe, okay, hier beschreiben Sie jetzt das Gehäuse.

Ferdinand: Jetzt kommt das Zifferblatt, jetzt kommt die Schließe, jetzt kommt irgendwie was übers Werk und dann noch der Preis und dann noch die Specs und zwischendurch hast du halt einfach die typischen Soldaten-Gefängnisbilder von der Uhr, wie du sagtest.

Ferdinand: Und das habe ich am Anfang halt auch gemacht, weil ich nicht wusste, wie ich das strukturieren soll, aber ich probiere davon,

Ferdinand: So ein bisschen wegzukommen und eher zu erklären, warum ist das jetzt so designt, was ist speziell an der Uhr, wo sind sie die extra Meile gegangen sozusagen und probiere das dann halt so ein bisschen mehr zu beleuchten und eher so ein bisschen mehr Fokus auf interessante Side-Facts zu stellen.

Ferdinand: Dass ich dann halt mehr Zeit damit verbringe, jetzt vielleicht etwas zu einem Produktionsverfahren zu erklären, anstatt jetzt zu beschreiben, was für eine Leuchtmasse da jetzt drin ist, weil das sieht man später auch in den technischen Daten.

Ferdinand: Und die Story ergibt sich eigentlich sehr explorativ, dass ich mir so Überschriften und Wissensfetzen irgendwie zusammensammle und da dann...

Ferdinand: ja, mir so mein Inhaltsverzeichnis baue und das dann halt in eine Form bringe.

Ferdinand: Also es ist sehr chaotisch und dann wird es destilliert und es findet so seine Form.

Ferdinand: Aber ich kann nie sagen, was am Anfang rauskommt, weil es wirklich hier ein kreativer Prozess ist.

Knud : Sehr gut.

Zero Reset Uhrenpodcast: Finde ich richtig gut.

Knud : Ist es auch mal schiefgegangen?

Knud : Ist es auch mal schiefgegangen?

Ferdinand: Du meinst...

Knud : Hat es nicht geklappt?

Knud : War eine Uhr furchtbar?

Knud : Oder hast du irgendwie festgestellt, sie ist doch so langweilig, da ist nichts hängen geblieben?

Zero Reset Uhrenpodcast: Wir schweigen nicht, verhindern überlegt.

Ferdinand: Ja, ich überlege.

Ferdinand: Stellt euch einfach die Aufzugsmusik vor.

Zero Reset Uhrenpodcast: Warte, in der Zeit wurde überlegt.

Zero Reset Uhrenpodcast: Okay, sorry.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ja, go on.

Ferdinand: Nee, ehrlich gesagt nicht.

Ferdinand: Das Einzige, was ich nur sagen kann, und ich bin auch ein transparenter Mensch, ich habe mal ein Review für Nevada-Grenchen gemacht, die auch sehr, sehr zugänglich sind eigentlich.

Ferdinand: Da habe ich damals direkt einfach den Gründer angeschrieben.

Ferdinand: und habe so gefragt, hey, ich finde eure Oden cool, könnte ich mal eine haben zum Anschauen, weil ich sehe sie sonst nirgendwo.

Ferdinand: Und dann haben wir das relativ schnell aufgesetzt.

Ferdinand: Aber da kam dann relativ schnell eine...

Ferdinand: Marketingverantwortliche, wo ich auch den Verdacht habe, ist, dass das so dieser typische Fall war von einer Person aus China, die sich einen westlichen Namen gibt und dann halt irgendwie Sue oder so heißt oder Lisa oder so und

Ferdinand: Die hat dann halt wirklich fast so im Tagesrhythmus mir irgendwelche Mails geschrieben im Sinne von, hello, is the review online yet?

Ferdinand: Do you have the review?

Ferdinand: Und da hat man dann halt auch gemerkt, dass die hat einfach mit einer ganz anderen PS-Zahl ihr Online-Marketing betreiben.

Ferdinand: Also Nevada Grenchen macht das sehr, sehr professionell.

Zero Reset Uhrenpodcast: Klar.

Ferdinand: Und das war so ein Moment, wo es mir so ein bisschen verleidet ist, wo ich dachte so, oh shit, ist das jetzt ein Job mit Deadlines?

Ferdinand: Ja.

Knud : Ja, für die anderen schon.

Knud : Die hat halt gedacht, du bist einer von den anderen, die das auch so machen.

Ferdinand: Ja, ja, genau.

Ferdinand: Und die hat dann wirklich so im Tagesrhythmus, wie gesagt, so gesagt, hey, when is the content there?

Ferdinand: Und das, genau, das fand ich dann so ein bisschen pushy und das hat mich so ein bisschen genervt, obwohl ich die Uhr sehr gut fand und auch fürs Geld noch immer sehr, sehr gut finde.

Knud : Ja, Strukturvertrieb.

Ferdinand: Aber jetzt...

Ferdinand: Ja, das sind Marken, die haben mir so ein bisschen ein Sprungbrett gegeben, weil ich halt Uhren reviewen konnte von denen.

Ferdinand: Aber mittlerweile bin ich da auch ein bisschen kritischer geworden, weil die Uhr ging dann halt zurück nach Hongkong.

Ferdinand: Und ich habe dann halt so ein bisschen gecheckt, wie Uhrenproduktion und...

Zero Reset Uhrenpodcast: Ja.

Ferdinand: Ja, diese ganzen Wiederbelebungen von alten Marken mit Geschichte und so weiter, wie das Business eigentlich funktioniert.

Knud : ikonisch.

Ferdinand: Und ich meine, es ist krass, einfach aus BWL-Perspektive, was die da machen, auch aus Marketing-Perspektive.

Ferdinand: Als Case Study ist das sehr, sehr interessant.

Ferdinand: Aber als Uhrenliebhaber ist es natürlich so ein bisschen seelenlos, wenn man so ein bisschen trägt, was da passiert.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ausschlachten.

Zero Reset Uhrenpodcast: Es wird halt ausgeschlachtet.

Zero Reset Uhrenpodcast: Lustigerweise, wo du gerade die Hamburg GMT meintest, die hatten, es gab diesen Podcast unter einem anderen Namen schon mal und mit einem anderen Menschen, nicht Knut, da saß dann jemand anders und da haben wir auch die Hamburg GMT gereviewt, weil wir uns über die in Uhren unterhalten haben und mein Vorgehen war eigentlich immer, also wir haben mit dem anderen Format öfter mal Uhren gereviewt.

Ferdinand: Okay.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und mein Vorgehen war genau, wie du es gemacht hast.

Zero Reset Uhrenpodcast: Das finde ich auch cool, dass man immer die Specs ganz kurz abgehandelt und dann eher, wo ist die Marke in eine extra Meide gegangen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Warum ist das Design, wie es ist?

Zero Reset Uhrenpodcast: Was gibt es denn eine Erklärung für?

Zero Reset Uhrenpodcast: Was ist der Hintergedanke daran und so weiter?

Zero Reset Uhrenpodcast: Die haben es verbal gemacht.

Zero Reset Uhrenpodcast: Du ja, schriftlich, schriftlich, das hatten wir vorhin nochmal ganz kurz, bin ich auch bei euch, dass es immer noch diesen Markt gibt von Menschen, die diesen in Anführungszeichen langen Text wollen, weil da ist halt die Liebe drin.

Zero Reset Uhrenpodcast: So sehr die, manche Designer, gerade diese Menschen, die selbst eine Uhrenmarkt gründen, wie Sherpa oder auch Sebastian zum Beispiel, da merkst du das richtig viel Liebe fürs Detail und einfach Passion und sie finden es einfach geil und geben da ihr Herzblut für.

Ferdinand: Vielen Dank.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und dann finde ich es genauso schön, wenn Menschen wie du sich die Zeit nehmen und die Ausführlichkeit und darauf dann auch eingehen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und du hast recht, viele, das oftmals sind Menschen, die halt so eine Marke gründen, sehr verkopft, weil sie halt ein Ziel haben und in ihrem Kopf ist auch alles drin, aber sie können es nicht nach außen transportieren.

Ferdinand: Ja.

Zero Reset Uhrenpodcast: Wie du meintest, die Kommunikation auf der Ebene hapert es dann halt, weil kein Mensch kann alles richtig gut.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und dann braucht es jemanden wie dich, der das richtig schön transportieren kann.

Ferdinand: Und das ist auch das, wo ich dann gemerkt habe, dass das, was ich mache, halt einen Wert hat, weil...

Ferdinand: Ja, wenn dann auf einmal eine Marke zuhört und sich dann auch zurückmeldet und wie gesagt, ich komme da mit Imposter-Syndrom rein und bin der Meinung, wer bin ich denn hier mit meinem kleinen Puppelblock da und warum sollten die überhaupt mit mir Kontakt haben?

Ferdinand: Und auf einmal kommt da was zurück und die finden das dann wirklich cool und schicken dann eine Uhr zu und so, dass ich dann gemerkt habe, okay, scheinbar ist das so eine Perspektive, die

Ferdinand: woanders nicht so aufgegriffen wird, die sicherlich auch für die Marken finanziell total attraktiv ist.

Ferdinand: Also ich weiß, was andere Blogs da verlangen oder die wollen dann irgendwelche Uhren geschenkt haben oder so.

Zero Reset Uhrenpodcast: Schlau.

Ferdinand: Ich mache das halt eher, wie gesagt, aus dem Grund nicht, um damit Geld zu verdienen, sondern einfach, weil ich Feinmechanik, weil ich Design, weil ich Geschichte, weil ich ehrliches Storytelling cool finde und der Meinung bin, dass das halt häufig einfach zu kurz kommt, weil alles, wie gesagt, auf Clickability und Engagement und so weiter ausgelegt ist und dementsprechend halt häufig

Ferdinand: ja, auf so kurze Dopaminspitzen optimiert ist.

Ferdinand: Und das finde ich ein bisschen schade, weil wir zelebrieren ja eigentlich die Langsamkeit mit Uhren, aber in der ganzen Social-Media-Welt, ja, beschleunigen wir das Ganze eigentlich nur.

Ferdinand: Und ich finde, Uhren brauchen eine gewisse, ähm,

Ferdinand: Ja, man muss das Thema gedanklich marinieren lassen.

Knud : Mhm.

Ferdinand: Dass es halt auch mal beim zweiten und dritten Mal erst funkt, wenn man die Uhr sieht.

Ferdinand: Und wenn dir dann der Geschäftsführer von der Uhr irgendetwas erzählt zum Design und das braucht halt 20 Minuten, bis der zu dem Detail kommt.

Ferdinand: Aber das ist so umwerfend, was die sich dabei gedacht haben.

Ferdinand: Und das macht kein anderer.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ja, verstehe ich.

Ferdinand: Und du denkst dir,

Ferdinand: warum erzählst du das nicht auf deiner Webseite, warum gibt es davon kein Foto, warum gibt es da kein Making-of, warum seid ihr so still?

Ferdinand: Also tue Gutes und rede drüber, aber das haben viele Marken nicht so drauf, weil sie denken, das ist ja selbstverständlich, dass wir so ein Qualitätsverständnis haben, aber häufig ist es das nicht.

Knud : Und oft ist es auch bei den Kunden, bei den Konsumenten ja gar nicht mehr da, dass sie das überhaupt verstehen.

Ferdinand: Ja.

Knud : Du merkst, finde ich, immer, dass einfach die Bildung über das Produkt immer weniger wird.

Knud : Das siehst du auch in anderen Bereichen.

Knud : Bei Anzügen zum Beispiel oder Schuhen wissen die Leute nicht mehr, wie die hergestellt werden.

Knud : Aber du siehst es doch bei Uhren, dass dann eine Zeit lang denn der Innenwinkel so in Mode war.

Ferdinand: Ja.

Knud : Dass immer in Werken die Innenwinkel gezählt wurden, um dann daran festmachen zu können, wie toll das ist.

Knud : Und zehn Jahre vorher hat man Juwelen gezählt und dann gesagt, so und so viele Steine, dann muss es ja ganz besonders toll sein.

Knud : Und da finde ich

Knud : diese Pseudo-Ahnung von Dingen.

Knud : Und es fehlt einfach an so Zwischeninstanzen, die mal erklären, wie das eigentlich richtig funktioniert.

Knud : Und ich meine damit nicht den automatischen Aufzug, sondern die Eigenheiten und die Uhr als Kulturgut sozusagen.

Knud : Und da finde ich, bist du drin.

Knud : Ich würde gerne eine Sache noch aufmachen.

Ferdinand: Vielen Dank.

Knud : Und zwar habe ich die Wahrnehmung, dass sich gerade doch wieder etwas tut, nachdem wir die Foren hatten und die Blogs und Social Media, nehme ich jetzt wahr, dass Substack

Knud : kommt.

Knud : Und du hattest da ja auch eine Erfahrung.

Knud : Wir haben ja darüber uns ausgetauscht.

Knud : Interessant ist Tony Trainer, der ja vor Houdinki geschrieben hat, der hat der ersten Blog Reescapement, der war erfolgreich, dann hat Houdinki ihn gekauft, dann war Houdinki nicht mehr erfolgreich, dann hat er sich selbstständig gemacht.

Knud : Und er ist bei Substack, das heißt, du kannst dafür, ich glaube, 10 Dollar im Monat abonnieren, was er so schreibt.

Knud : Also damit bist du wieder ganz am Anfang der ganzen Entwicklung sozusagen.

Knud : Und das wirkt auf mich so ein bisschen wie die Blogkultur von früher, nur eben mit 10-Dollar-Schranke.

Knud : Und wir haben drüber gesprochen, weil ich dich verwechselt hatte.

Knud : Ich hatte nämlich noch jemand gesehen mit Three-Quarter-Plate, der über lange Uhren geschrieben hat.

Knud : Und ich dachte, du, wer ist das?

Knud : Passt einfach so gut.

Ferdinand: Vielen Dank.

Knud : Und dann hast du den ja angeschrieben, festgestellt, das ist ein Amerikaner und er findet einfach lange Uhren gut.

Knud : Und er hat sich jetzt umbenannt in Deadbeat Seconds.

Knud : Ich finde, man kann ihn ruhig nennen, er macht das gut.

Knud : Der ist, glaube ich, eigentlich Arzt übrigens und macht das auch als Passion nebenher.

Knud : Siehst du das auch so mit Substack und wie bewertest du das?

Ferdinand: Ja, also Substack, ich meine, wenn man auch schaut, so die, also ich meine, als Produktmanager interessiere ich mich auch so für digitale Unternehmen und was machen die so und Substack ist natürlich auch auf meinem Radar so als neue Publishing-Plattform.

Ferdinand: Ist ein bisschen ähnlich wie das, was Medium.com seit Jahren probiert hat, dass die erst kostenlos waren.

Ferdinand: einfache Blogging-Plattform und jetzt haben sie ein Monetarisierungsmodell gesucht.

Ferdinand: Substack hat das ganze Iterationsgehabe abkürzen können und hat direkt gestartet mit Paywalls as a Service sozusagen.

Ferdinand: Und

Ferdinand: Ist für die Creator, glaube ich, sehr, sehr cool, weil du einfach eine einfache Plattform hast, um deine Inhalte zu verteilen.

Ferdinand: Du kannst einfach unterscheiden zwischen kostenlosen Content und Subscriber-Only-Content und so.

Ferdinand: Was ich einfach, das ist vielleicht eher aus idealistischer Perspektive, ich finde es schade, dass die Sachen halt einfach nicht durchsuchbar sind und du findest es nicht.

Knud : Guter Punkt.

Ferdinand: Und ganz, ganz viel von unserem Hobby ist ja das Recherchieren und das Eintauchen in etwas und das Konsumieren von allen Videos, die YouTube hat über diese Uhr,

Ferdinand: dass das ja eigentlich auch so 50% der Freude an der Uhr ist, so dieses anfängliche Evaluieren, will ich sie jetzt haben oder will ich sie nicht haben?

Ferdinand: Und Substack bedeutet einfach pauschal, die Inhalte findest du einfach nicht.

Ferdinand: Oder du scrollst runter und hast ein fettes Pop-Up im Gesicht, wo es dann heißt, jetzt anmelden und bitte Kreditkarte hinterlegen.

Ferdinand: Und das ist...

Ferdinand: Wie gesagt, das ist dann eher aus idealistischer Perspektive, dass ich eher der Meinung bin, ja, teile deinen Content.

Ferdinand: Aber ich weiß natürlich auch, dass das nicht funktioniert, wenn du dich selbstständig machen willst und auch halt Expertenwissen hast, dass du das dann auf diese Art und Weise teilen kannst.

Ferdinand: Und es gibt ja Leute, die mit Substack pro Monat Zehntausende verdienen und auf einmal in der Position sind, die

Ferdinand: für sie wirklich lebensverändernd ist mit ihrer Art von Journalismus, was vorher nie möglich war.

Ferdinand: Also ich sehe es eher ein bisschen negativ, weil ich eigentlich so diese Indie-Web-Bewegung sehr, sehr sympathisch finde, dass Leute halt auch nicht auf einer Plattform publizieren.

Ferdinand: Wenn Substack verkauft wird,

Ferdinand: dann ist der Inhalt online.

Ferdinand: Wenn Substack gehackt wird und die Datenbank wird geleert, sehr unwahrscheinlich, aber dann sind die Inhalte weg.

Ferdinand: Wenn Substack entscheidet, wir stellen jetzt unsere AGBs um und der Inhalt gehört uns, ja, dann ist das so.

Ferdinand: Und ich finde so dieses Own-Your-Content sehr, sehr wichtig als Leitsatz, dass du halt auch dein eigenes Hosting hast und deine eigene Webseite hast.

Zero Reset Uhrenpodcast: Klar.

Ferdinand: Und da muss man technisch ein bisschen mehr verstehen und das macht es halt auch nicht gerade zugänglicher.

Ferdinand: Aber ich finde es cool, wenn es halt einfach Leute gibt, denen die Sachen gehören.

Ferdinand: Genau wie ich meine Uhr ja auch nicht miete, sondern kaufe.

Ferdinand: Es hat einfach auch eine gewisse Qualität, auch sein eigenes Design, sein eigenes Logo, seine eigene Typografie bestimmen zu können und nicht beschränkt zu sein mit den Möglichkeiten und Features von der Plattform, wie es halt bei Substack ist.

Ferdinand: Aber wie gesagt, aus finanzieller Sicht macht es total Sinn und scheinbar haben viele Erfolg damit.

Knud : Ich finde es total spannend, weil ich jetzt auch nochmal finde, man hat dich und dein Produkt nochmal viel besser verstanden im Vergleich.

Knud : Ich finde, Vergleiche sind immer sehr hilfreich.

Knud : Finde ich gut.

Zero Reset Uhrenpodcast: Wenn ihr es noch nicht kennt, ihr könnt euch Watch Crunch mal angucken.

Zero Reset Uhrenpodcast: Das ist so das alte Instagram, gleichzeitig mit der Kombi, dass du auch Reviews schreiben kannst und dass du die durchsuchen kannst und sowas.

Zero Reset Uhrenpodcast: Dann gleicht du da natürlich auch, wie forenmäßig ein bisschen dran gebunden bist und Typografie und so weiter.

Zero Reset Uhrenpodcast: Aber es ist vielleicht auch ein interessanter Mittelweg und vielleicht auch

Knud : Es gab ja auch und gibt immer noch Fifth Wrist, die das ja auch versuchen.

Ferdinand: Ja, kenne ich auch.

Knud : Also es sind ja nicht so schöne Long-Copy-Texte, aber sie versuchen eben das selber zu machen und es ihnen gehört.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ja, WatchCrunch ist eine Plattform, wo du selbst ein Profil erzeugen kannst und dann da selbst publizieren kannst auch.

Knud : Hm.

Knud : Und jetzt bleiben wir aber bei dir.

Knud : Wenn man jetzt also sagt, wir haben das Phantom Ferdinand kennengelernt, der Schleier ist gelüftet, ist ein nettes Phantom, es macht gute Sachen und ihm gehört der Content selbst.

Knud : Wo findet man das?

Knud : Wo findet man dich?

Knud : Sag mal deine Kanäle und deine Adressen.

Ferdinand: Das ist 3QuarterPlate, einfach auf Englisch ausgeschrieben, dreiviertelplatine auf Deutsch, 3QuarterPlate.com, der gleiche Name auf Instagram, 3QuarterPlate.

Ferdinand: Aber wenn du einfach nach 3QuarterPlate suchst, schon bei Google, kommt es eigentlich ziemlich gut.

Ferdinand: zuerst.

Ferdinand: Ich wollte nie einen Namen mit Wrist Fever oder Watch Nerd oder irgendwie sowas haben.

Ferdinand: Ich fach von ihm ein bisschen komisch den Namen.

Ferdinand: Das heißt, irgendwas...

Knud : Du sprichst mit Zero Reset.

Knud : Wir verstehen das.

Knud : Ja.

Knud : Ja.

Ferdinand: Genau.

Ferdinand: Und noch ganz kurz der Fall mit dem weiteren Phantom namens Three-Quarter-Plate of Substack.

Ferdinand: Das hat sich, ich finde, sehr, sehr schön aufgelöst, weil du warst nicht der Einzige, der das verwechselt hatte, sondern ich finde, er schreibt auch guter Artikel.

Ferdinand: Ich habe nur mal so zwei Sachen durchgelesen, aber das

Knud : Er macht Service-Content, ne?

Knud : Gute lange Uhren, die man kaufen kann.

Knud : Also gebrauchte, das fand ich interessant.

Ferdinand: Ja, ja, genau.

Knud : Bei Auktionen und so.

Knud : Woran man das erkennt, man lernt was dabei.

Ferdinand: Und das hat halt einfach noch so dieses Feuer von jemandem, der hat einfach Bock hat, coole Artikel zu schreiben und seine Meinung da kundzutun.

Ferdinand: Also, fand's mega cool, aber nachdem du dann, glaube ich, die zweite Person warst, die mir dann geschrieben hat, so, hey, I loved your lange Bein-Guide und ich keine Ahnung hatte, was das war,

Ferdinand: habe ich dann den entdeckt und habe ihm dann halt so geschrieben und habe ihm das gesagt, dass ich halt da schon so einen Blog habe, der genau gleich ist.

Ferdinand: Und das eigentlich schade ist, weil das Feedback, was ihm bestimmt ist, ihn nie erreicht und die Leute mir das schicken.

Ferdinand: Und ich habe ihn gefragt, hey, hast du vielleicht einen Plan B-Namen oder irgendwie so?

Ferdinand: Weil ich meine, du hast ja gerade gestartet.

Ferdinand: Vielleicht ist es ganz cool, wenn du jetzt noch deinen Namen irgendwie änderst.

Ferdinand: Wie können wir da mit umgehen?

Ferdinand: Und der hat sich dann wirklich...

Ferdinand: wirklich sehr ausführlich entschuldigt und hat gesagt, er hat schlecht recherchiert und hat nicht gesehen, dass es schon meinen Blog gibt.

Ferdinand: Und hatte dann gesagt, kannst du mir vielleicht ein paar Wochen geben, bis ich meinen Namen ändere.

Zero Reset Uhrenpodcast: Vielen Dank.

Ferdinand: Ab dem Moment habe ich schon gedacht, das wird so ein Moment, wo er dann so die Strategie fährt im Sinne von, das ist das Internet, ich kann machen, was ich will.

Ferdinand: Aber er ist dann tatsächlich nach einem Tag auf mich zurückgekommen und hat gesagt, hey, ich habe es geändert, heißt jetzt Deadbeat Seconds.

Ferdinand: Und das fand ich einfach sehr, sehr cool, dass er da halt so nett und freundschaftlich und kollegial reagiert hat und da einfach sein gesamtes Medium umbenannt hat.

Zero Reset Uhrenpodcast: So, bevor wir jetzt hier zu Tode schweigen, Knut hat immer als Deadline, dass wir eine Stunde machen.

Ferdinand: Also das ist nicht selbstverständlich.

Ferdinand: Ja, genau, genau.

Knud : Ja, das ist, glaube ich, wirklich ein guter Mann.

Knud : Ich lese das auch total gern.

Knud : Ich glaube nicht, dass ich mir jemals eine lange kaufen wollen würde aus verschiedenen Gründen, aber ich lese es trotzdem super gern, weil er eben auch sehr schön beschreibt, woran man ein verfrüschtes Werk erkennt.

Knud : Das sind tolle Texte.

Ferdinand: Ja, finde ich auch.

Ferdinand: Auf geht's.

Ferdinand: Ich bin gespannt.

Zero Reset Uhrenpodcast: Wir sind schon drüber.

Knud : Ja, das stimmt.

Knud : Das ist einfach für einen Podcast eine gute Länge.

Knud : Es ist auch ein bisschen Long-Copy.

Knud : Ich kann auch nur sagen, ich war so angefixt in der Vorbereitung dieser Folge mit Three-Quarter-Plate, dass ich mir jetzt selber auch eine Uhr mit Three-Quarter-Plate gekauft habe.

Knud : Die kommt morgen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ich bin auch gespannt.

Zero Reset Uhrenpodcast: Ferdinand, ich danke dir sehr für deine Zeit und den Input, den du uns gegeben hast.

Zero Reset Uhrenpodcast: Es hat sehr viel Spaß gemacht, dir zuzuhören.

Zero Reset Uhrenpodcast: Und das Schlusswort gehört bei uns, wenn wir einen Gast haben, immer dem Gast.

Zero Reset Uhrenpodcast: Bitte.

Ferdinand: Oh wow, danke, dass ich dabei sein durfte.

Ferdinand: Es fühlt sich manchmal noch immer wie so ein Traum an, dass ich da einfach so mit jemandem 800, 900 Kilometer verbunden bin und über Uhren reden darf und dass sich das in dem Moment wahrscheinlich ein paar Leute anhören.

Ferdinand: wenn ihr Uhren mögt, dann checkt doch mal aus, was ich so mache und schreibt mir, was euch gefällt, was euch nicht gefällt und für mich lebt das Hobby von den Leuten, von den E-Mails, von den Instagram-Nachrichten, von den WhatsApp-Voice-Messages nachts um zwei.

Ferdinand: Ja.

Ferdinand: Ich finde es wirklich ein tolles Thema, was uns weltweit irgendwie verbindet.

Ferdinand: Und ja, macht weiter so mit dem Podcast.

Zero Reset Uhrenpodcast: Danke dir.

Ferdinand: Seitdem Knut mich da angefragt hat, bin ich auch ein Follower bei euch und höre mir das gerne an.

Zero Reset Uhrenpodcast: Uh, dankeschön.

Zero Reset Uhrenpodcast: Danke dir.

Ferdinand: Also es ist wirklich ein cooles, leicht verdauliches Format.

Ferdinand: Also Shoutout auch an ZeroReset.

Knud : Sehr gut.

Zero Reset Uhrenpodcast: Leute, schaut euch Three-Quarter-Play an und viel Spaß beim Lesen.

Knud : Tschüss.

Zero Reset Uhrenpodcast: Mir haben die Artikel auch sehr gefallen.

Zero Reset Uhrenpodcast: Danke dir, Ferdinand.

Zero Reset Uhrenpodcast: Peace.

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