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Diagnose von equinem Asthma mit besonderem Focus auf Endoskopie und bronchoalveolärer Lavage

Equine Vet News
Equine Vet News

390 plays · Jan 27, 2026

Equines Asthma ist die häufigste chronische Atemwegserkrankung beim adulten Pferd. In dieser Folge widmen sich Dr. Anja Gabe und Dr. Caroline Wirth ausführlich den diagnostischen Möglichkeiten dieser Erkrankung – mit besonderem Fokus auf die bronchoalveoläre Lavage (BAL) und die Interpretation zytologischer Befunde. Im Mittelpunkt stehen auch Vorbericht und klinische Untersuchung: Weder Anamnese, Auskultation noch Klinik erlauben eine sichere Unterscheidung zwischen gesunden Pferden, Pferden mit gering- bis mittelgradigem Asthma oder hochgradigem Asthma in Remission. Der validierte HOARSI-Fragebogen ist hilfreich zur Identifikation von hochgradigem Asthma, die Aussagekraft ist bei gering- bis mittelgradige Asthma eingeschränkt. Ein Belastungstest (5min. Schritt - 5min. Trab – 5min. Galopp-Beruhigung der Atemfrequenz innerhalb von 15min.) kann bei fehlender Klinik hilfreich sein. Ausführlich diskutiert werden die Endoskopie der Atemwege, der Einfluss der Sedation auf die Kehlkopfbefundung, die Aussagekraft von Mukusmenge und -viskosität sowie die fehlende klinische Relevanz der Carina-Dicke. Ein zentraler Abschnitt der Folge behandelt die Durchführung der BAL – sowohl mit als auch ohne Endoskop – inklusive praktischer Tipps zur Probengewinnung, Aufbereitung, Versand und Interpretation. Die BAL erlaubt eine zuverlässige Phänotypisierung anhand der Zellpopulationen (neutrophil, mastozytär, eosinophil, Mischtyp). Kurzanleitung BAL unter Sedation * BAL-Katheter 300cm * 10 ml Spritze für Ballon, 60ml Spritzen, 500ml körperwarme sterile physiologische Kochsalzlösung * Xylocaingel auf die Nüsternschleimhaut auftragen * Zügiges Einführen des BAL Katheters und Inflation des Ballons * Unter leichtem Druck Instillation von 200-250ml Kochsalzlösung * Vorsichtige Aspiration zur Rückgewinnung der Spülflüssigkeit * Instillation und Rückgewinnung des zweiten Aliquotes Kochsalzlösung. * Deflation des Ballons und Entfernen des BAL-Schlauchs * Vermengung der beiden Aspirate (NICHT schütteln) Anfertigen der Ausstriche * Abfüllen des vermengten Aspirats in 5-10ml große Röhrchen * Zentrifugation für 10 min bei 300-500g * Resuspendieren des Zellpellets * Probe über den gesamten Objektträger ausstreichen (ca. 1 Tropfen/Objektträger) * zügig lufttrocknen (evtl. Fön zur Hilfe nehmen) Probe gekühlt in die Praxis  bringen oder vor Ort verarbeiten.  4 Ausstriche und 30-50ml ihrer Spüllösung zu. Bei längerer Transportzeit oder höheren Außentemperaturen hilft die Zugabe einer Formalin-oder Alkohollösung (Volumenanteil etwa 1 : 20) Im zweiten Teil der Folge werden drei aktuelle Studien detailliert vorgestellt: Associations between clinical signs, endoscopic and cytological findings in equine bronchoalveolar lavage samples (2025) Larsen et al https://doi.org/10.1111/eve.14174; Association between fungal detection, airways inflammation and diagnosis of moderate to severe asthma in horses (2025) Barbazanges et al https://doi.org/10.1111/evj.14205 ; Influence of a standardized lunging exercise test on BALF cytology in horses suffering from mild–moderate equine asthma(2025) Lendl et al https://doi.org/10.3390/ani15162428 Quellen: https://pferdepraxishofheim.com/equine-vetnews/folge-6/

Transcript

Speaker: Äquines Asthma ist die wichtigste Atemwegserkrankung beim adulten Pferd.

Speaker: Und zwei Folgen zu Klinik, Definition, Ursachen und Therapie sind ja schon veröffentlicht worden in diesem Podcast.

Speaker: Heute wollen wir uns genauer die diagnostischen Methoden für diese Erkrankung anschauen.

Speaker: Natürlich ist in dieser Hinsicht der Vorbericht von besonderer Bedeutung, aber auch die klinische und endoskopische Untersuchung.

Speaker: Ein Schwerpunkt dieser Folge ist die Durchführung der Bontio-Alveolean-Lavage und die Beurteilung der Ergebnisse der zytologischen Untersuchung der Lavage-Füssigkeit.

Speaker: Jetzt müssen die Leute, die kein Endoskop haben, nicht sofort denken, ich schalte jetzt ab, das ist ja doof, ich habe kein Endoskop, ich kann das nicht.

Speaker: Wir erklären euch wirklich, wie ihr eine BAL durchführen könnt ohne Endoskop, das geht sehr gut und die Informationen, die ihr über diese Untersuchungsmethode erlangt, sind wirklich wichtig.

Speaker: Ihr hört den Podcast Equine Bad News, in welchem aktuelle Studienerkenntnisse aus der Pferdemedizin kompakt und praxisnah vorgestellt werden.

Speaker: Ich bin Dr. Anja Gabe, Fachgeärztin für Pferde.

Speaker: Ich bin seit 25 Jahren in der Pferdepraxis unterwegs, habe auch in einigen Kliniken gearbeitet und erstelle seit 25 Jahren Kurzreviews für die Pferdeheilkunde und wähle seit 15 Jahren die entsprechenden englischsprachigen Artikel auch aus.

Speaker: In der heutigen Folge freue ich mich besonders, dass Dr. Caroline Wirth dazu gestoßen ist und würde dich bitten, dich einmal ganz kurz vorzustellen.

Speaker: Ja, danke schön.

Speaker: Hallo, mein Name ist Dr. Caroline Wirth.

Speaker: Ich habe meine allerersten Berufsschritte in der ambulanten Praxis gemacht, bin jetzt aber seit schon fast zehn Jahren in der Pferdeklinik Hochmord tätig, als Oberärztin in der inneren Medizin und in der Kolikchirurgie tätig.

Speaker: Und ja, ich bin echt gespannt, wie das heute so läuft und freue mich sehr auf unser Gespräch.

Speaker: Ja, ich auch.

Speaker: Bevor wir jetzt einsteigen, gehe ich noch einmal kurz auf die Phänotypen des Äquinen-Asthmas ein, da wir diese immer wieder erwähnen werden.

Speaker: Wir unterscheiden zum einen zwischen gering- bis mittelgradigem Asthma und hochgradigem Asthma.

Speaker: Das wird durch die klinischen Symptome eingeteilt, aber auch über die Ergebnisse der zytologischen Untersuchung der bronchoalveolären Lavage-Füssigkeit.

Speaker: Neben dieser Einteilung existiert noch eine Einteilung des Phänotyps in Bezug auf die Prozentanteile von Zellen der bronchoalveolären Lavageflüssigkeit.

Speaker: Und da gibt es einen neutrophilen Zelltyp, wo die neutrophilen überwiegen, dann einen mastozytären, einen eosinophilen und natürlich wie immer einen Mischtyp.

Speaker: Jetzt fangen wir aber an mit den Diagnosemöglichkeiten des Äquinen Asthmas.

Speaker: Und zu Beginn, das wissen wir alle, steht der Vorbericht.

Speaker: Und da haben sich Wissenschaftler was überlegt.

Speaker: Und zwar gibt es einen Fragebogen für Besitzer.

Speaker: Das ist der HORSI.

Speaker: Das ist ein validierter Fragebogen.

Speaker: Der schreibt sich H-O-A-R-S-I.

Speaker: Der berücksichtigt die Hustenfrequenz, ob Nasenausschuss auftritt, Leistungsbereitschaft.

Speaker: Er geht auch auf die Haltung ein, insbesondere auf Einstreu und die gefütterte Raufutterart.

Speaker: Wendest du den an, Caro?

Speaker: Ich muss sagen, ehrlich gesagt nicht direkt.

Speaker: Allerdings sind eigentlich alle Punkte, die in diesem Fragebogen vorkommen, oder nicht eigentlich, sie sind es, ganz fester Bestandteil jeder Anamnese bei den Atemwegspatienten, die zu uns kommen.

Speaker: Also indirekt wird er angewandt.

Speaker: So inspiriert während der Vorbereitungen könnte ich mir auch vorstellen, dass ich den jetzt mal konkret vor den Besitzern abfrage, weil er vielleicht die ein oder andere ausschweifende Besitzererzählung etwas einfacher in die essentiellen Bahnen lenkt.

Speaker: Mal gucken.

Speaker: Ja, ich fand das auch.

Speaker: Also ich habe den auch gesehen und habe gedacht, oh man, das ist ja eigentlich ganz praktisch.

Speaker: Ich stelle mich dann jetzt dann schönartig mit einem Klemmbrett vor dem Besitzer und mache meine Kreuze.

Speaker: Und dann sind vielleicht die ganzen Informationen der Besitzer etwas geregelter.

Speaker: Genau.

Speaker: Um die Wertigkeit dieses Fragebogens zu verdeutlichen, habe ich ein paar Studienergebnisse herausgesucht.

Speaker: Und zwar in der Ursprungsstudie korrelierte Horsi Grad 3 und auch Grad 4 mit der Diagnose hochgradigem Asthma.

Speaker: Also wenn praktisch mit dem Fragebogen dieser Grad rauskam, hatten die Pferde dann auch hochgradiges Asthma.

Speaker: Pferde mit einem Score von drei wiesen im Asthma-Schub, bei der Untersuchung dann auch Husten, veränderte Atemgeräusche und ein verändertes Atemmuster auf und auch eine erhöhte Mukusakkumulation in der Trachea.

Speaker: Bei Pferden mit hochgradigem Asthma in Remission und einem Score von drei aus vier wurde vermehrte Mukusakkumulation und eine erhöhte Neutrophilie in der BAL festgestellt.

Speaker: Allerdings eine Unterscheidung zwischen gesunden Pferden und Pferden mit geringes mittelgradigem Asthma ist über die Information des Horsis nicht möglich.

Speaker: Und dann sind wir ja bei der Klinik.

Speaker: Geht das über die Klinik, dass wir da eine Unterscheidung machen?

Speaker: Also um die Frage zu beantworten, würde ich erstmal allgemein was zu den Symptomen noch sagen.

Speaker: Und zwar ist ja schon so, dass Pferde mit Asthma sehr viele unterschiedliche Symptome aufweisen können.

Speaker: Das geht von Leistungsmangel über Husten, Nasenausfluss, verändertes Atemmuster bzw.

Speaker: ein veränderter Atemtyp, eine erhöhte Atemarbeit, was am Ende ja uns dann auch als Dyspnoe

Speaker: in- oder expiratorisch oder auch gemischt bekannt ist.

Speaker: Außerdem kann auskultatorisch was verändert sein, wie zum Beispiel, dass wir in Gieben hören, rasseln, manchmal auch in Knistern.

Speaker: Es ist aber trotzdem so, trotz dieser vielen Befunde, die wir haben, dass die Einteilung in die verschiedenen Phänotypen, sprich gering, mittel- oder hochgradig, rein aufgrund dieser klinischen Befunde,

Speaker: vor allem wenn man nur einen einzelnen Parameter zu Rate zieht, gar nicht möglich ist.

Speaker: Im ACVIM-Konsensusstatement von 2016, da wird als Charakteristikum für hochgradiges Asthma dennoch das Vorliegen einer Ruhe, Dyspneum, Krankheitsschub gewertet.

Speaker: Also das ist eigentlich so das essentielle Kriterium, um schweres Äquines Asthma zu diagnostizieren.

Speaker: Jetzt gibt es allerdings eine Studie von Meiseberg et al.

Speaker: von 2024.

Speaker: Und da konnte das gar nicht in allen Fällen bestätigt werden.

Speaker: Da gab es zum Beispiel ein Pferd mit wirklich zytologisch hochgradigem Äquinen-Asthma.

Speaker: Das hatte aber gar keine Dyspne.

Speaker: Ich habe manchmal das Gefühl, du hast dann irgendwas gehört, denkst, das ist jetzt so.

Speaker: Und dann kommt die nächste Studie raus und sagt, nee, das ist gar nicht so.

Speaker: Das ist doch anders und du kannst dich da gar nicht drauf verlassen.

Speaker: Es ist irgendwie manchmal etwas frustrant.

Speaker: Wenn wir im Stall sind, sind oft Befunde der gering- bis mittelgradigen erkrankten Pferde gar nicht festzustellen.

Speaker: Und dann greifen wir ja zum Stethoskop, das machen wir immer, aber dann ja besonders, dann hören wir nochmal ganz genau hin, können wir was hören, wenn wir keine Dyspno sehen.

Speaker: Wie siehst du denn die Aussagekraft dieser Auskultation?

Speaker: Also ich sehe die Auskultation ehrlich gesagt als sehr begrenzt aussagekräftig an, weil es einfach eine sehr subjektive Untersuchung ist.

Speaker: In der Studie von Greimet et al., auch aus 2024, ist erschienen im Journal of Veterinary Internal Medicine,

Speaker: Da haben die tatsächlich mal eine digitale Auskultation an elf Stellen über jeweils eine ganze Stunde gemacht.

Speaker: Das waren zwölf gesunde Pferde, zwölf mit leicht bis mittelgradigem Äquinen-Asthma, zehn Pferde mit schwerem Asthma und von diesen schweren Asthma-Pferden fünf im Schub und fünf in Remission.

Speaker: Und da war es tatsächlich so, dass die Pferde mit...

Speaker: schwerem Äquien-Asthma im Schub, Gim, Knistern und Rasseln signifikant häufiger aufwiesen als die Kontrollpferde.

Speaker: Also da war es schon verlässlich.

Speaker: Bei den Pferden mit schwerem Äquien-Asthma in Remission und bei den gering- bis mittelgradigen Äquien-Asthma-Pferden, da gab es aber keinen signifikanten Unterschied im Vergleich zu den gesunden Kontrollpferden.

Speaker: Also bei schwerem Asthma würde ich sagen, ja, kann gut korrelieren, aber bei allen anderen

Speaker: Und nach dem, was wir ja bis jetzt so besprochen haben, muss man ja sagen, dass eine Unterscheidung zwischen gesunden Pferden und Pferden mit geringem bis mittelgradigem Asthma oder hochgradigem Asthma in Remission nicht wirklich möglich ist über die klinische Untersuchung.

Speaker: Was ich noch finde, ist das Atemmuster.

Speaker: Also ich achte extrem auf das Atmungsmuster, ob da eine Bauchatmung vorhanden ist oder nicht.

Speaker: Das ist mir viel wichtiger als eine Auskultation.

Speaker: Und wenn die klinische Untersuchung wenig auffällig ist, dann lasse ich die Pferde belasten.

Speaker: Da ist eine Studie von Roeschmann et al.

Speaker: 2025 veröffentlicht worden.

Speaker: Die haben die Pferde fünf Minuten im Schritt im Trab und Galopp belastet und dann kontrolliert, wann die basale Atemfrequenz wieder erreicht wurde.

Speaker: Und bei Pferden mit Asthma dauerte das länger als 15 Minuten.

Speaker: Und das war relativ gut nachzuweisen.

Speaker: Und dieser Unterschied war wirklich signifikant zu den Kontrollpferden.

Speaker: Und das würde ich dann jetzt, nee, mache ich jetzt schon einfach mehr, dass ich die Pferde dann belasten lasse, um zu gucken, wie schnell sich die Amtfrequenz wieder beruhigt.

Speaker: Ja, finde ich auf jeden Fall auch total sinnvoll.

Speaker: Ja, ich fasse das jetzt mal zusammen.

Speaker: Also über den Horsi, das ist echt ein lustiges Wort, können wir den Verdacht hochgradiges Asthma schon aussprechen.

Speaker: Ob ein gering bis mittelgradiges Asthma vorliegt, ist nicht über einen einzelnen Faktor zu erfassen.

Speaker: Weder über den Vorbericht noch über die klinische Untersuchung einschließlich der Auskultation.

Speaker: Und es muss uns klar sein, es kann auch Asthma vorliegen, wenn kein Symptom bei der Vorstellung festzustellen ist.

Speaker: Und in diesen Fällen kann ein Belastungstest hilfreich sein.

Speaker: So, ich würde sagen, dann endoskopieren wir mal zur weiteren Klärung der Fragestellung.

Speaker: Sedierst du immer sofort oder guckst du auch mal ohne Sedation, ob das Endoskop reingeht?

Speaker: Also ich sehe die eigentlich sofort, es sei denn, im Vorbericht wurde schon gesagt, in Bewegung ist ein Atemgeräusch oder ich lasse vorlongieren und da ist ein Atemgeräusch und ich habe den Verdacht, dass ein Kehlkopf pfeifen oder eben eine andere Problematik der oberen Atemwege vorliegt.

Speaker: Aber da ist natürlich einzuwenden, das wissen wir ja, dass in der Ruheendoskopie einige pathologische Zustände der oberen Atemwege gar nicht erfasst werden können.

Speaker: Genau, also da hast du was Wichtiges angesprochen.

Speaker: Erstmal noch vorweg, wir machen es tatsächlich immer situativ, ganz in Abhängigkeit, wie kooperativ das Pferd ist, ob wir sedieren oder nicht.

Speaker: Aber jetzt nochmal kurz zu diesem Aspekt der Sedation im Zusammenhang mit der Beurteilung des Kehlkopfes.

Speaker: Ganz grundsätzlich kann man auf jeden Fall sagen, dass die Beurteilung der Beweglichkeit der Ariknorpel so oder so immer ein Stück weit subjektiv ist.

Speaker: Dann ist es aber so, dass die Sedation tatsächlich einen Einfluss auf die Beweglichkeit und auch auf die Asymmetrie des linken Ariknorpels und zwar wirklich nur des linken Ariknorpels hat.

Speaker: Das konnte man mal nachweisen.

Speaker: Das heißt, wenn man das so hört, scheint ja erstmal das Risiko da zu sein, dass man eine falsch positive Diagnose bekommt.

Speaker: Wenn man diese Diätendoskopiert.

Speaker: Ganz so einfach ist es dann aber, wie wir es so oft haben, irgendwie doch nicht.

Speaker: Es gab nämlich noch weitere Untersuchungen, wie sich Sedation, in dem Fall war es speziell Detomedin, wie sich das nerval auswirkt.

Speaker: Und dabei haben die dann festgestellt,

Speaker: Dass Detumidin gar keinen Einfluss auf die Weiterleitungsgeschwindigkeit des Nervens hat und dass die zentrale Wirkung dieses Sedativums, eigentlich die von uns sichtbare Reaktionsantwort, was wirklich Millisekunden sind, von linkem und rechten Stellknorpel gar nicht wirklich beeinflusst.

Speaker: Da haben die dann vermutet oder die These aufgestellt, dass die Pferde, die nur unter Sedierung eine reduzierte Beweglichkeit zeigen,

Speaker: dass die eigentlich schon eine geringgradig ausgeprägte Pathologie an den Nerven vorliegen haben.

Speaker: Das heißt, bleibt so ein bisschen die Diskussion offen oder die Fragestellung, ob die Befunde jetzt wirklich falsch positiv sind oder ob die einfach nur eine bereits sehr geringe Schädigung am Nerven schon sichtbar machen.

Speaker: Das ist echt spannend.

Speaker: Und zwar konnten die die größte Reproduzierbarkeit von den Befunden tatsächlich erreichen, wenn sie immer die linke Seite genommen haben.

Speaker: Also links war viel verlässlicher in der Wiederholbarkeit der Befunde als rechts.

Speaker: Und wir Rechtshänder gehen alle immer rechts rein.

Speaker: Genau.

Speaker: Ja, man kann es von rechts auch beurteilen, aber wenn man mal einen fraglichen Befund hat, sich nicht so sicher ist, es schadet sicherlich nicht, auch einfach mal die Linke nüster zu wählen und zu vergleichen.

Speaker: Ja, das finde ich echt einen guten Punkt.

Speaker: Das ist echt ein wichtiger Punkt.

Speaker: Also ich finde, wir haben ja zidiert.

Speaker: Wir haben ja auch schon festgestellt, dass wir im Rachen- und Kehlkopfbereich keine Auffälligkeiten haben.

Speaker: Und dann führen wir ja das Endoskop die Trachea entlang bis zur Aufzweigung in die beiden Hauptbräunchen.

Speaker: Und dabei beurteilen wir die Mukusansammlung und zwar die Menge und auch den Viskositätsgrad, wobei der noch subjektiver ist als die Mukusansammlung.

Speaker: Und in unterschiedlichen Studien korrelierte die Menge des Mukus mit dem Schweregrad der Erkrankung und dem Anteil der Neutrophilen.

Speaker: Es gibt ja ein Graduierungssystem von 0 bis 5, sowohl für die Akkumulation als auch für die Viskosität.

Speaker: Und bei einem Grad von 2 aus 5 bei Rennpferden und bei 3 aus 5 bei Sportpferden lag geringes mittelgradiges Asthma vor.

Speaker: Der Grad 2 entspricht größeren, aber nicht konfluierenden Schleimflocken und Grad 3 konfluierenden Schleimflocken oder solchen Straßen.

Speaker: Allerdings war bei der schon erwähnten Studie von Meisenberg et al.

Speaker: aus dem Jahr 2024 keine Unterscheidung zwischen gesunden und gering- bis mittelgradig erkrankten Pferden aufgrund der Mukusakkumulation möglich.

Speaker: Entsprechend sahen diese Autoren in Hinblick auf die Beurteilung des Schweregrads keinen Vorteil in der Endoskopie gegenüber der Graduierung der klinischen Symptome.

Speaker: Was aber eigentlich immer und in den neueren Studien auch korrelierte, war die Mukusmenge und die Neutrophilien in unteren Atemwegen in der BLF.

Speaker: Ja, und was ist eigentlich mit der Carina?

Speaker: Gibt es da Korrelationen?

Speaker: Weil bei den Befundbeschreibungen, die wir so machen, nehmen wir doch auch immer die Carina-Dicke mit auf.

Speaker: Da hattest du doch eigentlich auch was zu gefunden, oder?

Speaker: Ist das sinnvoll?

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, ich muss erst mal sagen, die Carina, ich habe meiner Kollegin von dem Podcast erzählt und die so, hä, welche Frau meinst du mit Carina?

Speaker: Also wir meinen natürlich die Aufzweigung der Trachea, das Septum und die beurteilen wir bei der endoskopischen Untersuchung ja oft, also die Dicke.

Speaker: Koch et al.

Speaker: beschrieb 2007 allerdings, dass die Dicke dieses Septums nicht mit der Mukusakkumulation oder dem neutrophilen Anteil des trachealen Sekrets korrelierte.

Speaker: Untersucht wurden 86 gesunde Pferde und gesund entsprechend des endoskopischen Befundes und des Befundes der TBS verwendet.

Speaker: Und vier Pferde mit mittelgradigem Asthma und drei mit hochgradigem Asthma.

Speaker: Und es wurde festgestellt, dass Pferde in einem Alter von größer als zehn Jahren ein Septum aufwiesen, das signifikant dicker war als bei jüngeren Pferden.

Speaker: Und es konnte kein Bezug zum Asthma festgestellt werden.

Speaker: Somit...

Speaker: ist für mich, dass eine verdickte Carina bei Pferden in einem Alter von über zehn Jahren keine Aussage in Bezug auf Asthma haben muss.

Speaker: Und man muss auch sagen, im Konsensusstatement wird eine Graduierung der Carina Dicke überhaupt nicht erwähnt.

Speaker: Ja, ist auch spannend.

Speaker: Ich stimme da total mit überein.

Speaker: Okay, dann fasse ich jetzt das einmal kurz zusammen.

Speaker: Also über die Endoskopie werden zunächst die oberen Atemwege beurteilt bei Verdacht auf eine Erkrankung im Kehlkopfbereich, gegebenenfalls zuerst ohne Sedation die Untersuchung durchzuführen.

Speaker: Die Mukusakkumulation kann, muss aber nicht mit dem Phänotyp gering bis mittelgradiges Asthma korrelieren.

Speaker: Der Grad der Mukusakkumulation korreliert mit dem Grad der Neutrophilie der BALF.

Speaker: Die Dicke der Carina gibt nicht zuverlässig Aufschluss über den Schweregrad der Erkrankung und ist einer Studie zufolge eher mit dem Alter korreliert.

Speaker: Jedem ist sicher aufgefallen, da fehlt doch noch was, wenn wir Endos kopieren.

Speaker: Ja genau, die Probennahme.

Speaker: Fangen wir mit der Entnahme des trachealen Sekrets an.

Speaker: Wie machst du das?

Speaker: Mit oder ohne Kochsatzlösung?

Speaker: Also wir machen es in der Regel ohne Kochsalzlösung, es sei denn, es findet sich so gut wie gar kein Probenmaterial in der Trachea.

Speaker: Dann nehmen wir 20 Milliliter einfach physiologische Kochsalzlösung und geben die über einen sterilen Katheter ein, aspirieren anschließend die Spülflüssigkeit wieder und dann ist aber wichtig, dass man diese Probe ähnlich wie bei der BAL abzentrifugiert.

Speaker: Was ich in fast allen Fällen mache, ist, dass wir noch eine Probe zur bakteriologischen Untersuchung entnehmen.

Speaker: Die sollte auf jeden Fall bis zur Abholung im Kühlschrank gelagert werden.

Speaker: Und was wir noch machen, ist, dass wir bei dem Probenkatheter vorne in die Spitze so circa ein Zentimeter steriles Ultraschallgel geben, damit wir die bakterielle Fehlkontamination so gering wie möglich halten, wenn wir einfach schon durch die Nüster-Nasengänge oben eingehen.

Speaker: Das ist ein toller Tipp.

Speaker: Das mache ich demnächst auch.

Speaker: Ich habe steriles Gel.

Speaker: Ich mache das demnächst auch.

Speaker: Das probiere ich aus.

Speaker: Wobei ich habe fast nie Bakterien.

Speaker: Also das muss man ganz ehrlich sagen.

Speaker: Ich mache immer eine BU und ich finde keine Bakterien, die da nicht reingehören.

Speaker: Aber naja.

Speaker: Wir haben ja jetzt schon mehrmals die Bronchioalveleire Lavage erwähnt.

Speaker: Warum machen wir denn die überhaupt, wenn es doch so einfach ist, Tracheales Sekret zu gewinnen?

Speaker: Und das können wir ja auch zytologisch untersuchen.

Speaker: Zunächst einmal ist es ja so, dass die Zellen, die wir im TBS haben, viel älter sind und auch inkomplett im Vergleich von denen aus der BAL.

Speaker: Dann ist es auch noch so, dass man seltener Mastzellen und Eosynophile im TBS findet.

Speaker: Das heißt, dass man diesen mastozitären oder Eosynophilen-Subtyp vom Äquinen Asthma ohne BAL gar nicht diagnostizieren bzw.

Speaker: unterscheiden kann.

Speaker: Und auch noch ganz wichtig, es haben mehrere Studien tatsächlich gezeigt, dass keine Korrelation zwischen den zytologischen Ergebnissen von BAL und TBS vorlag und die BAL in jedem Fall sensitiver ist.

Speaker: So, jetzt kommen wir zu der Durchführung der BAL, die ich euch nicht kurz, sondern sehr ausführlich beschreiben möchte.

Speaker: Und ein wichtiger Punkt zu Beginn, wenn ein Pferd eine erhöhte Körperinnentemperatur zeigt, wird keine BAL durchgeführt, weil wir sonst eventuell die Bakterien in der ganzen Lunge verteilen.

Speaker: Also das ist echt wichtig, kein Fieberpferd wird mittels BAL untersucht.

Speaker: Wir hatten das ja schon, ihr braucht für die Durchführung eines BAL kein Endoskop.

Speaker: Ich benutze einen Mila BAL-Katheter, den gibt es in unterschiedlichen Größen.

Speaker: Wenn ihr den neu kauft, habt ihr die passenden Aufsätze schon dabei.

Speaker: Ihr könnt die aber nachkaufen, weil ihr den desinfizieren könnt und wieder benutzen.

Speaker: Da der Katheter nicht ganz billig ist, der kostet 96 bis 99 Euro, je nachdem welche Länge.

Speaker: Witzigerweise war bei mir jetzt der längere billiger.

Speaker: Who knows, der ist drei Meter lang.

Speaker: Ich bereite, bevor ich die BAL anfange, alles vor.

Speaker: Das heißt, ich habe jetzt im Winter mehr oder weniger warme physiologische Kochsalzlösung in 60 Milliliter Spritzen.

Speaker: Dann eine 10 Milliliter Spritze mit Luft gefüllt für das Blocken des Kaffs und eventuell 20 Milliliter zweiprozentiges Nidocain.

Speaker: Da kommen wir aber nochmal dazu, ob wir das überhaupt benötigen.

Speaker: Ich sediere die Pferde immer in der Regel so in der Höhe, wie ich das benötige fürs Zähne machen, aber ich sediere die nicht so stark beim Zähne machen.

Speaker: Dann benutze ich unfassbar gerne Lidokain-Gel.

Speaker: Das schmiere ich auf die Nüstern-Schleimhaut.

Speaker: Und dann geht das Vorschieben des BAL-Schlarus immer ohne Bremse.

Speaker: Ich brauche die da nie.

Speaker: Und dann wird ganz normal der Katheter in den ventralen Nasengang vorgeführt.

Speaker: Immer weiter, bis ihr einen weichen Widerstand fühlt.

Speaker: Wenn ihr einen harten Widerstand fühlt, wisst ihr alle, wo ihr gerade gelandet seid.

Speaker: Dann gehen wir wieder zurück.

Speaker: Dann hebt ihr den Kopf hoch.

Speaker: Ich hebe mir den wirklich auf die Schulter.

Speaker: Ich bin sehr groß, dass der Hals gestreckt ist.

Speaker: Dann schiebt ihr den Schlauch weiter.

Speaker: Ihr senkt den Kopf wieder ab.

Speaker: Um zu kontrollieren, ob der BAL-Schlauch in der Trachea ist, könnt ihr die Trachea wirklich zwischen zwei Fingern nehmen und ein bisschen schütteln.

Speaker: Dann hört ihr ein Klappern.

Speaker: Dann führt ihr den Schlauch weiter, weiter, weiter, bis ihr wieder einen weichen Widerstand fühlt.

Speaker: Da fixiert ihr praktisch diesen BAL-Schlauch.

Speaker: Und jetzt wird der Kaff mit Luft aufgefüllt.

Speaker: Ich habe vorher dann ausprobiert, wie viel Luft ich da eigentlich drin haben möchte, weil es passiert super selten.

Speaker: Aber wenn der zu stark aufgepumpt ist, könnte er natürlich die Schleimhaut auch reizen.

Speaker: Bei mir ist es so, ich arbeite mit einer Helferin

Speaker: Und ich fixiere aber den Schlauch.

Speaker: Also ich behalte den Schlauch und wenn ich das mal mit einem Besitzer mache, bin ich auch diejenige, die den BAL-Katheter weiter in der Hand hält.

Speaker: Und die Flüssigkeit wird installiert durch den Helfer.

Speaker: Ihr müsst euch nicht wundern, wenn die Pferde stark husten.

Speaker: Das tun die.

Speaker: Also es gibt einen Tipp einer erfahrenen Kollegin, die lässt vorher Lidukain inhalieren.

Speaker: Dann würden die weniger husten.

Speaker: Also ich habe das jetzt noch nicht ausprobiert.

Speaker: Mit dem Lidukain ist das auch so eine Sache.

Speaker: Ich endoskopiere schon im Vorfeld und setze dann 20 ml Lidukain ab.

Speaker: Aber das geht auch ohne Lidukain.

Speaker: Also ihr könnt die BAL auch ohne Lidukain machen und in der Regel hören die auf zu husten, wenn der Kaff aufgepustet ist.

Speaker: Dann setzt ihr unter leichtem Druck die Kochsalzlösung ab.

Speaker: Jetzt kommen wir zu der Menge der Kochsalzlösung.

Speaker: In den Studien wird zweimal 250 Milliliter beschrieben.

Speaker: Es gibt aber auch die Angabe 60 Milliliter pro 100 Kilo Pferd.

Speaker: Also beim 500 Kilo Pferd zweimal 150 Milliliter.

Speaker: Jetzt kommt die Frage, warum reden wir überhaupt darüber, wie viel Milliliter?

Speaker: Die Millilitermenge hat einen Einfluss auf den Anteil der Neutrophilen.

Speaker: Also bei mehr als 500 Milliliter sinkt der Anteil und bei 250 Milliliter ist der Anteil der Neutrophilen höher.

Speaker: Allerdings ist das nicht signifikant gewesen, aber manchmal hat man ja so Ergebnisse, wo so ein Fragezeichen im Kopf ist und dann ist es vielleicht ganz schlau zu wissen, mit wie viel Milliliter habe ich eigentlich die BAL durchgeführt.

Speaker: Warum sagen wir zweimal?

Speaker: Also so, man setzt 250 Milliliter ab, dann aspiriert man die Flüssigkeit und gibt wieder 250 Milliliter ab.

Speaker: Bei der Aspiration achte ich darauf, dass das leicht geht.

Speaker: Also ich frage immer meine Hilferin,

Speaker: geht das leicht, weil eventuell kann das sein, dass der BAL-Schlauch an der Schleimhaut sich festsaugt und dann gelangen Erythrozyten eventuell in die Probe.

Speaker: Der nächste Schritt, ihr nehmt die Leerspritze, aspiriert die Luft, dass der Kaff wieder zusammengefallen ist und zieht den Schlauch zurück.

Speaker: Jetzt vermengt ihr die beiden Aspirate.

Speaker: Das ist jetzt ganz spannend, wie man das macht.

Speaker: Wir hatten im Vorfeld schon darüber gesprochen.

Speaker: Also es gibt Kliniken, die haben einen Glaszylinder mit einem Tupfer, wo sie dann die Flüssigkeit durchschütten und dann das aufteilen.

Speaker: Was aber auch geht, dass ihr die Röhrchen nehmt, 10 Milliliter Röhrchen und immer aus dem einen Probenmaterial, also von den 1, 250 Milliliter was reintun und dann die andere Hälfte mit den anderen 250 Milliliter auffüllt.

Speaker: Idealerweise sollte eine in der Außenpraxis entnommene Probe gekühlt in die Praxis gebracht werden und dort zügig bearbeitet werden.

Speaker: Und ich habe bei der Vorbereitung für diesen Podcast auch immer wieder von der Rückgewinnungsquote gelesen.

Speaker: Caro, da habe ich jetzt erstmal die Frage, erfasst du die Menge?

Speaker: Und dann hat auch eine Studie erwähnt, dass die ersten 20 Milliliter verworfen werden.

Speaker: Machst du das?

Speaker: Achtest du da drauf?

Speaker: Also das Verwerfen von den ersten 20 Milliliter, das mache ich tatsächlich nicht.

Speaker: Aber ich notiere immer, wie viel ich reingebe und wie viel ich raushole.

Speaker: Also wir nehmen immer 500 Milliliter, das heißt, das ist gesetzt.

Speaker: Aber ich schreibe immer auf, wie viel wir am Ende zurückgewonnen haben.

Speaker: Das ist für manchen jetzt vielleicht ein bisschen zu akademisch.

Speaker: Wir haben ja manchmal so nerdy Sachen hierbei.

Speaker: Aber es ist eben manchmal nicht ganz unwichtig, alle Daten zu haben.

Speaker: Und im Hinblick auf die Rückgewinnung ist bekannt,

Speaker: dass die Quote mit dem Schweregrad der Erkrankung korreliert.

Speaker: Also bei gesunden Pferden ist die Rückgewinnungsrate so ungefähr 50 Prozent und höher.

Speaker: Und bei hochgradig erkrankten Pferden, also hochgradig asthmaerkrankten Pferden, ist die niedriger.

Speaker: Ein Unterschied zwischen gesund und gering bis mittelgradig erkrankt wurde dann nicht festgestellt.

Speaker: Okay, das war jetzt der Vorgang BAL blind.

Speaker: Karo, du machst das ja mit dem Endoskop.

Speaker: Kannst du kurz beschreiben, wie ihr das macht und wie ihr die Proben in der Klinik bearbeitet?

Speaker: Ja, auf jeden Fall.

Speaker: Wir nehmen dafür das Gastroskop.

Speaker: Und ich muss sagen, grundsätzlich ist es eigentlich sehr ähnlich.

Speaker: Der größte Unterschied ist, dass wir Sicht auf die Bronchien haben und dass wir wählen können, welchen Lungenabschnitt wir beproben.

Speaker: Dann setzen wir in der Regel 40 Milliliter Lidokain an die Bifurkation ab.

Speaker: Ich mache aber auch die Erfahrung, dass auch das nicht vor einem ersten Hustenreiz schützt, ehrlich gesagt.

Speaker: Dann schieben wir das Endoskop so weit in die Bronchien vor, bis der Bronchendurchmesser einfach kleiner ist als ein Endoskop und wir nicht weiterkommen.

Speaker: Und dann geben wir über den Arbeitskanal die 500 Milliliter sterile, warme Kochsalzlösung ein und aspirieren die auch unmittelbar wieder.

Speaker: Genau, was bei uns auch ist, dass wir die Proben direkt verarbeiten und auch bei uns im Haus zytologisch beurteilen können.

Speaker: Ja, das ist ja sehr elegant.

Speaker: Den Vorteil habe ich nicht, dieser In-House-Untersuchung.

Speaker: Ich schicke die Proben ein auf die Untersuchung spezialisiertes Labor und ich nehme die Zentrifuge mit ins Auto und ich habe auch einen Föhn damit.

Speaker: Das erkläre ich gleich, warum.

Speaker: Und zentrifugiere im Stall direkt ab für 10 Minuten bei 300 bis 500 G. Dann muss das Zellpellet resuspendiert werden.

Speaker: Und ich sage es ganz ehrlich, ich kippe die Flüssigkeit ab.

Speaker: Nimmst du jetzt Pipette oder so oder kippst du auch ab?

Speaker: Nee, ich kippe auch ab.

Speaker: Also ich finde, das geht super.

Speaker: Ich habe mich beruhigt.

Speaker: Ja.

Speaker: Da bleibt eigentlich, nee, ich kippe auch ab.

Speaker: Das Zentrifugat bleibt im Röhrchen und man hat gerade so viel Flüssigkeit, dass man gut resuspendieren kann.

Speaker: Ja, ich habe echt, oh Gott, oh Gott, wenn ich das jetzt erzähle, muss ich das eigentlich abpipendieren.

Speaker: Aber dann kippen wir alle ab.

Speaker: Und dann suche ich mir im Stall irgendwo eine raue Oberfläche, streife diese Röhrchen da mehrmals drüber, dass das dann resuspensiert wird und dann kommt ein Tropfen auf den Objektträger und dann wird der ausgestrichen.

Speaker: Und ein Kommentar vom Labor zum Ausstreichen bitten, dass man das Ausstreichen nicht bis ganz zum Ende des Objektträgers macht,

Speaker: Man kann auch gerne einen Objektträger mit Matschliff nehmen und dann endet man ja automatisch.

Speaker: Dann können die das besser untersuchen.

Speaker: Dann soll zügig Luft getrocknet werden.

Speaker: Und das ist ja in der Praxis ganz wichtig, weil ich fahre ja dann weiter.

Speaker: Und dann sollen die Objektträger nicht mit den feuchten Ausstrichen schon in den Transportbehälter.

Speaker: Und dafür habe ich den Föhn mit.

Speaker: Ich föhne die.

Speaker: Und dann geht das viel, viel schneller.

Speaker: Was zu sagen ist, es geht auch ohne Zentrifuge.

Speaker: Man soll die Probe dann vier bis sechs Stunden kurz.

Speaker: kühl hinstellen und dann, da kommt die Pipette, mit einer Pipette oder Spritze und Kanüle den Bodensatz aufziehen, einen Tropfen auf den Objektträger, diesen schwenken, nicht ausstreichen und föhnen.

Speaker: Und das soll die besten Zellen machen und das probiere ich jetzt aus.

Speaker: Das habe ich nämlich noch nie so gemacht und das muss ich jetzt mal parallel machen.

Speaker: Bei dem Labor meines Vertrauens

Speaker: habe ich nachgefragt und die wünschen sich vier Ausstriche und 30 bis 50 ml Spülfüssigkeit.

Speaker: Die Spüllösung in Röhrchen ohne Zusatz, nur bei längerer Transportzeit oder höheren Außentemperaturen hilft die Zugabe einer Formalin- oder Alkohollösung in einem Volumenanteil von 1 zu 20 ungefähr.

Speaker: Und

Speaker: Und es wurde ganz deutlich die Bitte ausgesprochen, Versandcontainer für die Objektträger zu benutzen und auch für die Röhrchen bitte.

Speaker: Ich weiß, es ist jetzt unfassbar viele Infos, die ihr schon bekommen habt.

Speaker: Ich schreibe euch die Anleitung wie alle anderen Infos und auch die Quellen wie immer in die Shownotes.

Speaker: Und ihr könnt bei Equizit, ich sage es jetzt mal, das ist mein Labor, nach einem Film zur Probenaufbereitung fragen, die senden euch den zu.

Speaker: So, jetzt haben wir erfolgreich eine Probe entweder bei euch in Haus untersucht oder begonnen und ich habe sie zur Untersuchung in mein Labor geschickt.

Speaker: Okay, dann fasse ich zusammen.

Speaker: Also für die Durchführung einer BAL braucht ihr in erster Linie einen BAL-Katheter.

Speaker: Mit dem...

Speaker: Installiert ihr physiologische Kochsalzlösung in die Lunge, die Flüssigkeit wird zurückgewonnen.

Speaker: Dann wird diese Flüssigkeit zentrifugiert, ihr erhaltet ein Cell-Pellet, das wird resuspensiert, auf dem Objektträger getropft und ausgestrichen.

Speaker: Dann getrocknet, das geht schneller mit dem Föhn.

Speaker: Idealerweise versendet ihr Zellpläne,

Speaker: Vier Ausstriche und 30 Milliliter Lavage-Füssigkeit in 10 Milliliter Röhrchen ohne Zusatz, es sei denn, es ist sehr heiß oder die Röhrchen werden sehr lange transportiert.

Speaker: Die Ausstriche und Röhrchen bitte in die vorgesehenen Transportbehälter.

Speaker: Und, das haben wir jetzt ja mehrmals gehört, das kommt in den Studienergebnissen auch noch, erfasst die Rückgewinnungsrate.

Speaker: Musik

Speaker: Okay, jetzt hast du also erfolgreich die BAL-Prohmins-Labor geschickt und so die Post will, sind die dann auch angekommen.

Speaker: Und jetzt haben wir Informationen zu den Prozentzahlen für Neutrophile, für Mastzellen, für Eosinophile, für Alveolar, Makrophagen und Lymphozyten.

Speaker: Und auch Infos zu Fremdbestandteilen oder Pilzelementen.

Speaker: Jetzt ist es so, dass manchmal die Ergebnisse der zytologischen Untersuchung gar nicht unbedingt mit den klinischen Symptomen zusammenpassen.

Speaker: Das kann daran liegen, dass die Zellen grundsätzlich erstmal nur auf eine Entzündungsreaktion hindeuten.

Speaker: Und diese muss nicht unbedingt mit einer veränderten Lungenmechanik einhergehen.

Speaker: In verschiedenen Studien wurde tatsächlich keine oder nur eine schwache Korrelation zwischen den BALF-Befunden und der Lungenfunktion herausgearbeitet.

Speaker: Wenn wir uns jetzt nochmal die Meiseberg-Studie angucken, die wir schon erwähnt haben, da war es so, dass beispielsweise ein Pferd, das eine hochgradige Neutrophilie in der BAL aufwies, gar keine Dyspneu hatte.

Speaker: Also am Ende nicht wundern, wenn es zwischendurch mal nicht alles so zusammenpasst.

Speaker: Und manchmal kommt ja die Frage auf, ob und wie lange die Entzündungsreaktion in der Lunge durch die BAL besteht, weil da ist ja schon eine kleine.

Speaker: Es wurde schon festgestellt, dass eine Erhöhung der Neutrophilen und zum Teil der Makrophagen sowie Lymphozyten bis 72 Stunden nach der BAL vorliegen.

Speaker: Und in einer Studie aus dem Jahr 2024 wurden BAL-Proben dreimalig genommen, und zwar nach 48 Stunden, 72 und 96 Stunden.

Speaker: Und da zeigte sich, dass nach 72 und 96 Stunden keine relevanten Entzündungsanzeichen bei den klinisch gesunden Pferden mehr nachzuweisen waren.

Speaker: Ja, ich muss sagen, in ganz, ganz seltenen Fällen haben wir auch mal Patienten, die nach der BAL Fieber entwickeln.

Speaker: Das ist meist nicht sehr hoch, in der Regel immer unter 40.

Speaker: Daher lassen wir die gerne eine Nacht stationär bei uns, um die Temperatur zu kontrollieren.

Speaker: Und so oder so sagen wir auf jeden Fall den Besitzern, zwei Tage Ruhe.

Speaker: Also zwei Tage nicht belasten.

Speaker: Schritt führen, gar kein Problem, aber kein Training.

Speaker: Dann haben wir das Thema BAL abgeschlossen.

Speaker: Und dann gibt es ja noch die Bestimmung der arteriellen Blutgase.

Speaker: Caroline, machst du die immer oder machst du die nur in bestimmten Fällen?

Speaker: Wir machen die oder ich mache die tatsächlich immer.

Speaker: Was aber auf jeden Fall auch ist, die arteriellen Sauerstoff-Fortialdrücke bei Pferden mit Pferden.

Speaker: moderatem Äquien-Asthma oder Äquien-Asthma in Remission sind kein verlässlicher Parameter.

Speaker: Also Veränderungen sind eigentlich nur bei Pferden mit schwerem Äquien-Asthma wirklich aussagekräftig und verlässlich.

Speaker: Und wie siehst du die Allergietests für asthmaerkrankte Pferde?

Speaker: Sind die Studienergebnisse extrem widersprüchlich?

Speaker: Und eher darauf hindeutend, dass keine Methode zuverlässig ist, vor allem bei der Verwendung von Serumproben.

Speaker: Also ich benutze das gar nicht und versuche auch wirklich, meine Kunden da ein bisschen wegzubekommen.

Speaker: Ja, also ich muss sagen, ich mache es auch überhaupt nicht.

Speaker: Wie immer besprechen wir ja in diesem Podcast einzelne Studien genauer.

Speaker: Und heute beschäftigen wir uns mit Studien, welche sich befassen mit der Korrelation zwischen Klinik, BALF-Befunden und Haltung.

Speaker: Dann mit einer Untersuchung zum Einfluss der Belastung vor Entnahme der BALF.

Speaker: Und zuletzt mit der Korrelation zwischen dem Pilznachweis in dem Trachealen Sekret und der BALF und Äquim-Asthma.

Speaker: Und wir beginnen mit der Studie von Larsen, veröffentlicht in dem Jahr 2025 im Equal Veterinary Education mit dem Titel Associations between Clinical Signs, Endoscopic and Psychological Findings in Equal Bronchoalveolar Lavage Samples.

Speaker: In der Studie wurde untersucht, ob eine Korrelation zwischen den klinischen Symptomen Husten und oder Leistungseinbuße

Speaker: und dem Trachea-Mucus-Score, den zytologischen Befunden der BALF vorliegt.

Speaker: Zusätzlich wurde der Einfluss von unterschiedlichen Haltungsformen erfasst.

Speaker: Spannend, ich bin gespannt.

Speaker: Wie war die Studie aufgebaut?

Speaker: Das handelte sich um eine Querschnittsstudie über vier Jahre und für diese wurden erstmal über Fragebogeninformationen zu Haltungsformen, also ob Boxenhaltung oder Laufstall, Einstreu, Art des Raufutters, also ob trockengefüttertes Heu oder gewässertes Heu oder Heulage, sowie zu den klinischen Symptomen.

Speaker: Das wurde erstmal abgefragt bei den Besitzern.

Speaker: Dann haben die Tierärzte die Pferde standardisiert untersucht und gaben Informationen zu den endoskopisch erhobenen Befunden, insbesondere zum Mukus-Score, zu dem verwendeten Volumen für die BAL und sowie die Rückgewinnungsrate.

Speaker: Da die Besitzer jetzt vor allem Husten und Leistungsminderung beschrieben hatten, wurden die 604 Pferde basierend auf diesen klinischen Symptomen in vier Gruppen eingeteilt.

Speaker: Also

Speaker: Keine Klinik, es waren 63 Pferde, nur Leistungsminderung waren 297 Pferde, nur Husten 435 Pferde und Husten und Leistungseinschränkung waren 225 Pferde.

Speaker: Die Einteilung der Asthma-Typen erfolgte mittels der BAL-Befunde in gering bis mittelgradiges Asthma.

Speaker: Das waren 10 bis 25 Prozent Neutrophile.

Speaker: Hochgradiges Asthma, das waren über 25 Prozent Neutrophile.

Speaker: Und dann die Untertypen, also den mastocytairen Typ oder den neutrophilen Typ.

Speaker: Nochmal eingegrenzt.

Speaker: Super, sehr viele Probanden.

Speaker: Da freut sich der Statistiker.

Speaker: Konnte denn da eine Korrelation festgestellt werden?

Speaker: Bezüglich des Muko-Score zeigte sich, dass keine Korrelation zwischen dem Muko-Score und einer Leistungsminderung vorlag.

Speaker: Das ist ein bisschen neu, weil bei den Rennpferden zum Beispiel wird eine Leistungsminderung in Korrelation mit dem Mukus-Core schon festgestellt.

Speaker: Hier waren das jetzt aber vor allem Warmblüter und Isländer.

Speaker: Ob das daran lag, wurde natürlich jetzt durch diesen Studienaufbau nicht geklärt.

Speaker: Zwischen dem Mukus-Score und Leistungsminderung einhergehend mit Husten oder nur mit Husten gab es eine Korrelation.

Speaker: Dann die Korrelation zu den zytologischen Ergebnissen.

Speaker: Pferde mit normalen BAL-Befunden hatten entweder den Grad 0 oder 1.

Speaker: Pferde mit hochgradigem Asthma hatten häufiger Grad 4 oder 5 des Mukus-Score, also ein Schleimsee oder sehr viel Mukus.

Speaker: Die Ausprägung der Mukusakkumulation hatte keine Korrelation zu dem Anteil der Mastzellen.

Speaker: Und der Zellanteil der Mastzellen korrelierte auch nicht mit der Klinek.

Speaker: Hustende Pferde zeigten, das haben wir ja schon öfter gesagt, höhere neutrophilen Zellanteile.

Speaker: Okay, und jetzt hattest du ja vorhin aber noch gesagt, dass die auch die Rückgewinnungsrate mit aufgenommen haben.

Speaker: Haben die die denn auch irgendwie mit berücksichtigt in der Studie?

Speaker: Ja, das war dann wie in vorherigen Studien.

Speaker: Also gesunde Pferde wiesen eine höhere Rate auf, die lag hier bei 50 Prozent und die Pferde mit hochgradigem Asthma eine niedrigere, die lag hier bei 40 Prozent.

Speaker: Interessant war, dass in der Veröffentlichung erwähnt wurde, dass die Gabe von Butyoscopulamin vor Durchführung der BAL die Rückgewinnungsrate nicht verbessert.

Speaker: Aber es gibt eine Untersuchung, die nachgewiesen hat, dass durch die Inhalation von Salbutamol

Speaker: In einer Dosis von 100 Mikrogramm pro 100 Kilogramm, 30 Minuten vor der BAL die Rückgewinnungsrate auf 52 Prozent gesteigert hatte, im Vergleich zu 38 Prozent vorher.

Speaker: Und das ist relativ einfach, es gibt Dosie-Aerosole aus der Humanmedizin, die da verwendet werden können.

Speaker: In dieser Studie mit dem Salbutamol wurde auch erwähnt, dass dadurch das Risiko einer Bronchokonstriktion verringert wurde und auch von Husten während der Durchführung.

Speaker: Ich habe das jetzt noch nicht gemacht.

Speaker: Ich habe jetzt überlegt, wenn ich weiß, ich habe ein hochgradig asthmatisches Pferd, ob ich es dann doch mal mache, um die Rückgewinnungsrate zu steigern.

Speaker: Und Frau Kühn von Equizit empfiehlt ja die Lidokain-Inhalation, auch im Hinblick auf das Husten.

Speaker: Hast du schon mal Salbutamol oder Lidokain vor einer BAL angewendet?

Speaker: Nee, habe ich tatsächlich noch nicht gemacht bisher.

Speaker: Finde ich aber auch interessant und auf jeden Fall was, was man ausprobieren kann.

Speaker: Ja, ich fand das auch nicht uninteressant.

Speaker: Die haben ja in der Studie noch die Haltung und Fütterung beurteilt.

Speaker: Und da ergab sich, dass die Pferde mit hochgradigem Asthma zu 56 Prozent trockenes Heu erhalten hatten und Pferde mit gering bis mittelgradigem Asthma geringer, also zu 27 Prozent.

Speaker: Diese Pferde erhielten viel häufiger Heulage, zu 63 Prozent, als Pferde...

Speaker: mit hochgradigem Asthma, denen wurde Heulage nur zu 30% verfüttert.

Speaker: Dann bei der Laufstallhaltung war ein unauffälliges Ergebnis häufiger als bei Pferden in Boxenhaltung.

Speaker: Und auch das

Speaker: Die BR-11-Befunde entsprechend eines geringen bis mittelgradigen Asthma waren, trat seltener bei Pferden im Laufstall auf im Vergleich zur Boxenhaltung.

Speaker: Nur bei den hochgradigen Asthmatika, da waren mehr Pferde im Laufstall, aber das waren jetzt nur 38 Prozent im Vergleich zu 32 Prozent in der Boxenhaltung.

Speaker: Also die Haltung hatte schon einen Einfluss auf die Ausprägung des Asthmas.

Speaker: Das ist, glaube ich, auch was, was die meisten von uns erwartet hätten.

Speaker: Und wenn ich jetzt mal die Ergebnisse zusammenfasse, ist es so, die Besitzerangaben zu Husten, nicht aber die alleinige Leistungsminderung, korrelierte mit der Ausprägung der Mukus-Akkumulation und dem Grad der Neutrophilie.

Speaker: Dann war es so, dass der Anteil der Mastzellen weder mit der Ansammlung von Mukus noch mit der klinischen Symptomatik korrelierte.

Speaker: Der Mukus-Score selbst korrelierte allerdings mit dem Schweregrad des Asthmas.

Speaker: Und Pferde mit hochgradigem Asthma erhielten häufiger trockenes Heu und standen häufiger in der Box.

Speaker: So, jetzt kommen wir zu der zweiten Studie, die wurde auch im Jahr 2025 veröffentlicht, und zwar im Animals und hatte den Titel Influence of a Standardized Lunging Exercise Test on BILF Scientology.

Speaker: Ich finde ja, das hört sich an wie Scientology.

Speaker: Ich denke immer, Tom Cruise kommt um die Ecke.

Speaker: Enhorsed Suffering from Mid- und Moderate Equine Asthma ist von Lende et al.

Speaker: Und Caro, du warst ja Mitautorin.

Speaker: Was war denn das Ziel dieser Untersuchung?

Speaker: ob und wenn ja, wie sich ein standardisierter Belastungstest an der Longe auf die Zytologie in der BAL-Flüssigkeit von Pferden mit mildem bis moderatem Asthma auswirkt.

Speaker: Und unsere These war letztendlich, dass die Belastung der Patienten vor der BAL die zytologische Diagnose verbessert.

Speaker: Und wie seid ihr vorgegangen?

Speaker: Das war eine prospektive, randomisierte, nicht verblindete klinische Studie.

Speaker: Wir haben letztendlich 39 von 45 Pferden einschließen können.

Speaker: Die Pferde wurden uns alle aufgrund von Leistungsabfall oder aufgrund von geringgradeten respiratorischen Symptomen vorgestellt.

Speaker: Und wir haben diese Pferde dann in zwei Gruppen eingeteilt.

Speaker: In eine, die dem milden klinischen Phänotyp des Äquinen Asthmas entsprachen und in eine, die die Merkmale des moderaten klinischen Phänotyps aufwiesen.

Speaker: In diesen zwei Gruppen wurden dann jeweils ein Teil der Pferde ohne Belastungstest beprobt und bei dem anderen Teil wurde vor der BAL ein standardisierter Belastungstest durchgeführt.

Speaker: Nach welchen Charakteristika habt ihr in gering bis mittelgradig eingeteilt?

Speaker: Wir haben uns dann nach der Klinik gerichtet und wir sind so vorgegangen, dass alle Pferde, die keine klinischen Atemwegssymptome aufwiesen, wohl aber eine Leistungsinsuffizienz zeigten, dass wir die als milden Phänotyp klassifiziert haben und die Pferde, die geringgradige Atemwegssymptome hatten, zum Beispiel Husten, Nasenausfluss etc., die wurden dann dem moderaten Phänotyp zugeordnet.

Speaker: Okay, und ihr habt ihr ja belastet.

Speaker: Und wie gestaltete sich dieser Belastungstest?

Speaker: Die Belastung erfolgte bei uns an der Longe auf Sandboden.

Speaker: Die Pferde wurden erst zehn Minuten im Schritt warm geführt.

Speaker: Dann wurden sie zehn Minuten getrabt und fünf Minuten galoppiert.

Speaker: Anschließend hatten sie wieder zehn bis 15 Minuten Zeit zur Erholung.

Speaker: Wir haben direkt nach dem Galopp die Herzschläge gezählt und wenn die Pferde bei über 100 pro Minute lagen, haben wir die Belastung als ausreichend eingestuft.

Speaker: Dann haben wir 30 Minuten gewartet, bis wir die BAL gemacht haben.

Speaker: Wie sah es denn aus mit dem Einfluss auf die Ergebnisse, also der Einfluss der Belastung auf die Ergebnisse der zytologischen Untersuchung der BAL?

Speaker: Ja, also wie es Studien so an sich haben, waren die Ergebnisse auf jeden Fall ein bisschen anders als erwartet.

Speaker: Erstmal beim geringerade klinischen Phänotyp, da war es so, dass wir signifikant höhere Neutrophilenanteile in der BAL nach Belastungstest verglichen mit den Pferden, die vorher nicht belastet wurden, festgestellt haben.

Speaker: Und die Pferde, die einen Belastungstest hatten, bei denen war die Prävalenz, signifikant höher zytologisch moderates und schweres Äquinesasthma zu diagnostizieren als Äquinesasthma in Remission oder auch physiologisches Zellbild.

Speaker: Beim moderaten klinischen Phänotyp war es jetzt ganz anders.

Speaker: Da war es nämlich so, dass signifikant geringer neutrophilen Anteil in der Zytologie nach Belastungstest vorlag.

Speaker: Und hier lag auch eine größere Wahrscheinlichkeit vor, dass zytologisch Äquines Asthma in Remission vorzufinden war oder auch physiologische Befunde.

Speaker: Also vereinfacht zusammengefasst, bei den Pferden mit dem Millenphänotyp konnte mit Belastung signifikant häufiger die zytologische Diagnose Äquines Asthma gestellt werden.

Speaker: Jetzt bei dem moderaten Phänotypingen konnte signifikant weniger auf die zytologische Diagnose Äquines Asthma dargestellt werden.

Speaker: Also wird beim moderaten Phänotyp, zumindest in unserer Studie, die diagnostische Sensitivität durch den Belastungstest tatsächlich verringert.

Speaker: Die gerade genannten zytologischen Verhältnisse zeigen uns aber noch was auf, und zwar, dass der Phänotyp nicht unbedingt mit der zytologischen Diagnose korreliert.

Speaker: Also konnten wir auch hohe neutrophilen Anteile in der BAL bei klinisch nur mild symptomatischen Patienten feststellen und umgekehrt.

Speaker: Und ich würde sagen, das deckt sich ja auf jeden Fall mit den Ergebnissen, die wir vorher auch schon gehört haben.

Speaker: Ja, also wenn ich jetzt richtig verstehe, verbessert die Belastung vor Durchführung der BAL die Möglichkeit der Diagnose von geringgradig erkrankten Pferden, verstechtert sie aber eher bei

Speaker: Ein mittelgradiger Krankenpferd.

Speaker: Ja, kann man so auf jeden Fall sagen.

Speaker: Also unsere Studie zeigt eigentlich genau das, was man sagen muss.

Speaker: Das ist natürlich, dass man kritisch darauf gucken muss, wie das Studiendesign ist und dass im Zuge dessen auch eine Ergebnisverzerrung denkbar ist.

Speaker: Daher würden wir noch nicht so weit gehen, die Ergebnisse schon als gemeingültig und uneingeschränkt anwendbar zu beurteilen.

Speaker: Wenn man es jetzt mal in die Praxis überträgt,

Speaker: würden wir anhand dieser Ergebnisse so vorgehen, dass Pferde, die keine klinischen respiratorischen Symptome aufweisen, wohl aber vorberichtlich leistungsinsuffizient sind, dass die Belastungstests vor der BAL erhalten könnten, sollten und das sehr hilfreich sein kann, um Äquines Asthma zu diagnostizieren, was man sonst eventuell verpasst.

Speaker: Und Pferde, die aber bereits, wenn auch nur leichte, aber eben schon vorhandene klinische Atemwegssymptome aufweisen, da würden wir tatsächlich aktuell raten, eine Belastung vor der BAL nicht zu machen, einfach um das Risiko einer falsch negativen Diagnose nicht einzubinden.

Speaker: So, jetzt kommen wir zur letzten aktuellen Studie dieser Folge.

Speaker: Die ist auch aus dem Jahr 2025.

Speaker: Wurde veröffentlicht im Equine Veterinal Journal und hatte den Titel Association between Fungal Detection, Airways, Inflammation and Diagnosis of Moderate to Severe Esthma in Horses.

Speaker: Also die Studie hast du dir ja genauer angeschaut.

Speaker: Was war hier die Zielsetzung?

Speaker: Also aus vorherigen Studien ist bekannt, dass wir einen Zusammenhang zwischen dem Schweregrad der neutrophilen Entzündungsreaktion, der Atemwege bei Pferden mit schwerem Asthma haben und der Exposition gegenüber Beta-Glucan.

Speaker: Beta-Glucan gilt als Marker für Schimmel-Exposition.

Speaker: Es gab aber auch da noch eine Korrelation zur Konzentration von Schimmelsporen.

Speaker: Wir wissen alle, dass es auslösend sein kann.

Speaker: Jetzt ist aber die Frage, könnte ein Pilz nachweis in der Bronchoalvelean-Lavage-Flüssigkeit einen Hinweis auf eine Schimmelexposition in Zusammenhang mit der Entwicklung eines Äquinen Asthmas geben?

Speaker: Somit war das Ziel der Studie, verschiedene Kombinationen aus analytischen Methoden und Probenentnahmestellen in Relation zum klinischen Status zu untersuchen, natürlich im Hinblick auf Pilzelemente.

Speaker: Wie haben die denn die Studie aufgebaut bei dieser Untersuchung?

Speaker: Also die konnten Ergebnisse auswerten von 155 Pferden.

Speaker: Es handelte sich um 35 Kontrollpferde, 85 Pferde mit gering bis mittelgradigem Asthma und um 35 Pferde mit hochgradigem Asthma.

Speaker: Diese Einteilung erfolgte aufgrund der Klinik, dem MUCOS-Score und den Ergebnissen der BAL-Aktik.

Speaker: Die weiterhin erhobenen Daten umfassten Art der Einstreu, Art des Raufutters, den Trainingszustand und Leistung sowie Atemwegssymptome, einschließlich Husten, Dyspne, Nasenausfluss, Atemgeräusche in Ruhe und unter Belastung.

Speaker: Die Pferde wurden, wie schon in anderen Studien, endoskopiert und es wurden tracheale Sekretproben sowie BLF entnommen.

Speaker: Die letztere mit zwei Bolia 250 Milliliter gezielt, einmal in den rechten und einmal in den linken Bronchus.

Speaker: Und in dieser Studie habe ich jetzt das erste Mal gelesen, dass die ersten 20 Milliliter verworfen wurden.

Speaker: Die Rückgewinnungsrate wurde auch erfasst, wie immer.

Speaker: Und neben der zytologischen Untersuchung der Proben erfolgte zusätzlich eine Mykologie, eine Mikrobiologie und eine Virusbestimmung mittels PCR.

Speaker: Okay, das heißt, die Proben würden zytologisch untersucht, wie immer.

Speaker: Und zusätzlich wurde hier jetzt aber auch eine bakterielle und mykologische Kultivierung durchgeführt und sogar mittels PCR nach eventuellen Viren geschaut.

Speaker: Und standen die Ergebnisse jetzt in irgendeinem Zusammenhang mit dem Äquinen Asthma?

Speaker: Ja, also zuerst mal fand ich spannend, dass Viren öfter im Trachealen Sekret nachgewiesen wurden als in der BAL.

Speaker: Da wurde aber leider eine Diskussion nicht darauf eingegangen.

Speaker: Es gab keine Korrelation zwischen dem Nachweis von Bakterien oder Viren und dem Krankheitszustand.

Speaker: Außer der Nachweis von ERV2-Bakterien.

Speaker: gelang häufiger mit positiver Pilzkultur in der BALF.

Speaker: Das Ergebnis wurde diskutiert,

Speaker: Und da wurde die Hypothese aufgestellt, dass eventuell das Virus immunsuppressiv ist und so prädisponierend.

Speaker: Aber passt nicht so ganz, weil die Pferde hatten ja eigentlich keine Pilzerkrankung.

Speaker: Okay, was war mit den Pilzen?

Speaker: Jetzt kommen leider die vielen Prozentzahlen.

Speaker: Also mikroskopisch wiesen 75 Prozent der Proben Pilze im trachealen Sekret auf.

Speaker: In der BALF deutlich seltener zu 18 Prozent.

Speaker: Pferde mit hochgradigem Asthma zeigten im trachealen Sekret signifikant seltener Pilzelemente als die Kontrollpferde oder die Pferde mit gering bis mittelgradigem Asthma.

Speaker: Also die schwer kranken Pferde hatten 46 Prozent und die Kontrollpferde 77 Prozent und die gering bis mittelgradig erkrankten Pferde 87 Prozent.

Speaker: Und das war unabhängig, ob Sporen, Hüfen oder andere Pilzbestandteile.

Speaker: Auch in der BALF war der Nachweis von Pilzelementen bei Pferden mit hochgradigem Asthma signifikant niedriger.

Speaker: Die waren da jetzt nur zu 5,7 Prozent nachweisbar gegenüber von Pferden mit mittelgradigem Asthma zu 24 Prozent und Kontrollpferden zu 17 Prozent.

Speaker: Und auch der Anteil an den phagozytierten Pilzen in der Trachealsekretprobe war bei Pferden mit hochgradigem Asthma signifikant niedriger als bei den Kontrollpferden.

Speaker: Bei den Kontrollpferden wurden die Pilze zu 74% phagozytiert und bei den Pferden mit hochgradigem Asthma zu 38%.

Speaker: In der BLF war die Phagozytose-Rate total unabhängig vom Krankheitsstatus.

Speaker: Also hier gab es nicht diese niedrigere Signifikanz bei den hochgradig erkrankten Pferden.

Speaker: Und die mykologische Kultivierung, was hat die ergeben?

Speaker: Ja, da war auch eine Anzucht in den trachealen Sekretproben zu 82% möglich.

Speaker: Also die waren zu 82% positiv.

Speaker: Am häufigsten wurde Aspergillus angezüchtet, gefolgt von Penicillium.

Speaker: Und auch in den BALF-Proben war Aspergillus

Speaker: Am häufigsten gefolgt von Aureobasidium, welcher überhaupt nicht im Tracheasekret nachgewiesen werden konnte.

Speaker: Und hier ist ein Unterschied in Abhängigkeit von der Krankheit.

Speaker: Und zwar bei der mykologischen Untersuchung der Kutivierung.

Speaker: wiesen Pferde mit gering bis mittelgradigem Asthma signifikant öfter ein positives Ergebnis auf.

Speaker: Und zwar zu 89 Prozent im Vergleich zu den Kontrollpferden mit 68 Prozent.

Speaker: Und die Autoren meinen daher...

Speaker: dass die Exposition mit Pilzen ein Risikofaktor für die Entwicklung von Asthma sein kann, weil eben die gering- bis mittelgradig erkrankten Pferde deutlich häufiger eine positive mykologische Kultivierung hatten.

Speaker: Jetzt sagtest du ja, dass Pferde mit schwerem Äquinen-Asthma weniger Pilzelemente aufwiesen als gesunde Pferde.

Speaker: Hatten die Autoren dafür auch irgendeine Erklärung?

Speaker: Ja, die haben vermutet, das kann die Studie ja nicht nachweisen, dass die Pilzelemente eventuell aufgrund von einer Bronchokonstriktion oder Mukusansammlung weiter proximal festgehalten werden.

Speaker: Und die Haltung, hatte die einen Einfluss auf den Pilznachweis?

Speaker: Weil das ist was, was einem glaube ich als erstes in den Kopf kommt.

Speaker: Ja, das ist jetzt echt spannend.

Speaker: Überhaupt gar nicht.

Speaker: Also die Nachweiswahrscheinlichkeit von Pilzelementen korrelierte nicht signifikant mit der Haltung.

Speaker: Nicht Weide, Stall, Stroh, Späne und auch die Fütterung von trockenem Heu, gewaschenem oder bedampften Heu hatte keinen Einfluss darauf.

Speaker: Und die Klinik von den Pferden, korrelierte die mit dem Pilznachweis?

Speaker: Ja.

Speaker: Nein, also es zeigte sich keine Korrelation mit den unterschiedlichen klinischen Symptomen, außer dass bei hustenden Pferden signifikant seltener mikroskopisch Pilzelemente nachgewiesen wurden.

Speaker: Und es kommt manchmal ja zwischendurch schon auf, dass wenn Pilze in der Trachea nachgewiesen werden oder in der BLF, dass dann eine Pilztherapie erfolgen sollte.

Speaker: Und jetzt habe ich dann doch nochmal einfach ein ganz normales Buch genommen für die Innere.

Speaker: Und es ist so, dass eine primäre fungale Pneumonie eigentlich überhaupt nicht durch Aspergillus ausgelöst wird.

Speaker: Das ist Plastomyces oder Coccidiodes, ich kann die gar nicht aussprechen.

Speaker: Also es hat überhaupt nichts mit unserem Aspergylos zu tun.

Speaker: Und eine sekundäre fungale Pneumonie, da gibt es eine Aspergylose, das gibt es schon, aber das ist bei stark immunsupprimierten Pferden oder Pferden, die sehr lange Antibiotika erhalten hatten.

Speaker: Und das ist eine granulomatöse Pneumonie.

Speaker: Und jetzt ganz klassisch im Buch steht, der Nachweis von Hüfen im Lungenparenchym ist in der Lage, die definitive Diagnose zu stellen und nicht der Nachweis in der BAL oder im TBS.

Speaker: Und die Klinik geht einher mit starkem Gewichtsverlust, Anorexie, Fieber, chronischem Husten, Pleuralaugus.

Speaker: Sie ist super selten und sie ist hochgradig.

Speaker: Und die Fallberichte waren dann auch immer...

Speaker: Am Ende tot.

Speaker: Mega, Anja.

Speaker: Finde ich richtig gut, dass du das nochmal so erwähnt hast.

Speaker: Erstmal, das Buch ist immer eine gute Quelle.

Speaker: Und genau, also die Pilzerkrankung selten, wenn dann wirklich hochgradig klinische Symptome, ist auf jeden Fall ein ganz, ganz wichtiger Aspekt, weil da oft Fragen aufkommen, auch von Besitzerseite.

Speaker: Jo, also zum Pilzen, das war jetzt wirklich viel.

Speaker: Ich versuche jetzt nochmal ein paar Sachen zusammenzufassen oder auf den Punkt zu bringen.

Speaker: Einmal ist es so, dass Pilze öfter im trachealen Sekret nachgewiesen werden als in der BALF.

Speaker: Dann ist es so, dass der mikroskopische Nachweis von Pilzen, also den, den wir bei den normalen Untersuchungen erhalten, nicht mit dem Klinikstatus korreliert.

Speaker: Und Pferde mit schwerem Äquinen Asthma weisen seltener Pilze auf.

Speaker: Und der Pilznachweis gelingt besser im trachealen Sekret, egal ob mikroskopisch oder über Kultur.

Speaker: Die positive Pilzkultur, die stand signifikant in Verbindung mit gering bis mittelgradigem Äquien-Asthma.

Speaker: Auch ganz unabhängig, ob jetzt TBS oder BRF.

Speaker: Das heißt, dass die Exposition mit Pilzen als Risikofaktor für die Entwicklung von Asthma gewertet werden kann.

Speaker: Und weder Pilzwachstum, sprich Nachweis von Hüfen, noch die Phagozytose dieser stand irgendwie in Verbindung mit den klinischen Symptomen.

Speaker: Würdest du jetzt mit diesen Ergebnissen eine Mykologie anlegen lassen?

Speaker: Ehrlich gesagt, nein.

Speaker: Also es sind interessante Ergebnisse und ich bin mal gespannt, was da noch so kommt.

Speaker: Aber es würde mir jetzt erstmal keine weiteren Erkenntnisse oder Vorteile in meiner Behandlung oder Diagnose liefern.

Speaker: Im Moment, was denkst du?

Speaker: Ja.

Speaker: Nee, ich auch nicht.

Speaker: Und nur, dass mein Versuch den Besitzern, die kriegen ja dieses schriftliche Befund, dass man denen irgendwie beibringen kann, dass das keine Aussage hat.

Speaker: Jetzt mit der Haltung, das fand ich auch beeindruckend, dass das keinen Einfluss hatte.

Speaker: Und ich meine, ich hätte in einer Studie, das ist aber jetzt nicht safe, gelesen, dass

Speaker: Pilze, die vermehrt in der Trachea oder im BAL nachgewiesen worden sind, gar nicht so vermehrt im Heu vorkamen.

Speaker: Also die haben Heu untersucht und BAL.

Speaker: Und dann waren die Anteile, passten nicht.

Speaker: Also Aspergillus war mehr in der Lunge nachweisbar, in der BAL nachweisbar, aber gar nicht im Heu.

Speaker: Das war dann andersrum.

Speaker: Okay, ich weiß, ich glaube, dieser Podcast wird unfassbar lang.

Speaker: Ich versuche jetzt mal, ein bisschen noch mal grob zusammenzufassen.

Speaker: Also eine BAL zu machen ist einfach und sinnvoll.

Speaker: Husten und Mukus korreliert meistens mit dem Schweregrad der Erkrankung.

Speaker: Die Ausprägung der Kline korreliert nicht zwangsläufig mit dem Schweregrad der zytologischen Untersuchung der BALF oder den Werten der Blutgasanalyse.

Speaker: Die Belastung vor der BAL beeinflusst das zytologische Ergebnis der BALF.

Speaker: Der mikroskopische Nachweis von Pilzen, also den, den wir bei den normalen Untersuchungen erhalten, korreliert nicht mit dem Klinikstatus.

Speaker: Also du hast gesagt, der Podcast wird lang.

Speaker: Ich würde jetzt leider sagen, der Podcast wurde sehr lang.

Speaker: Ich habe gehört, am Ende der Folge gibt es immer eine kleine Geschichte.

Speaker: Es läuft nicht immer alles rund.

Speaker: Was hast du anzubieten?

Speaker: Ja, ich glaube, die Geschichten erzähle immer ich.

Speaker: Ich glaube, bei mir läuft immer öfter etwas mal nicht ganz rund.

Speaker: Das ist eine Geschichte, die ist auch schon etwas länger her.

Speaker: Und zwar war es spätabends, Nachtdienst und meine Kollegin hatte keine Nasenschlundsonde im Auto und musste zu einem 30-jährigen Isländer mit einer Schlundverstopfung, der diese übrigens nicht schon das erste Mal hatte, sondern schon drei, vier Mal.

Speaker: Und noch ein kleines Gimmick dabei,

Speaker: Die waren auch nicht mal unsere Kundin, also es war noch eine Fremdkunde.

Speaker: Klingt schon vielversprechend.

Speaker: Und ich habe dann gedacht, ach du Kacke, ach du Kacke, wenn man das jetzt so sagen kann.

Speaker: Und meine Kollegin, die Königin, sagt dann, das ist ja praktisch, können wir ja im Liegen spülen, das ist ja viel praktischer.

Speaker: Und ich habe nur gedacht, was erzählst du da, Frau?

Speaker: Aber die Kundin fand das natürlich super, dann haben wir im Liegen gespült und jetzt muss man leider sagen, wir haben gespült und gespült.

Speaker: Und da ist am Ende dann kein Futter mehr gekommen, wir sind nicht weitergekommen.

Speaker: Das Pferd war auch schon ziemlich fertig und Klinikeinweisung kam nicht in Frage und es hatte ja schon öfter eine Stundverstopfung.

Speaker: Also waren wir jetzt auch noch mit unserer Aktion nicht erfolgreich, sondern haben den Wallach euthanasiert.

Speaker: Okay, also wir beide relativ frustriert ins Auto gesetzt.

Speaker: Und wir fahren beide gleichzeitig rückwärts los.

Speaker: Und es macht Wumms.

Speaker: Und wir fahren unsere Autos gegnern.

Speaker: Also wir sind super frustriert nach Hause gefahren.

Speaker: Und dann mussten wir das ja am nächsten Morgen dem Chef beichten.

Speaker: Also sind wir dann dahin.

Speaker: Wieso ist denn deine Beule am Auto?

Speaker: Ich habe gestern Abend einen Sammeltermin mit Anja gehabt.

Speaker: Sammeltermin?

Speaker: Genau.

Speaker: Mein Gott, oh Gott, die Frauen fahren zum Sammeltermin und kommen mit zwei Beulen in ihrem Auto wieder.

Speaker: Das war meine Geschichte für diese Folge.

Speaker: Haro, ich fand es super, dass du dabei warst.

Speaker: Ich hoffe, du hast Spaß.

Speaker: Ich fand es richtig cool.

Speaker: Ich war ein bisschen aufgeregt am Anfang, aber bin froh, dass wir das so halbwegs über die Bühne gekriegt haben.

Speaker: Also vielen, vielen Dank, dass ich dabei sein durfte.

Speaker: War cool.

Speaker: Ja, wir müssen auch sagen, wir hatten diesmal echt technische Probleme.

Speaker: Also wir haben ein paar Mal rein und raus gemusst, weil im tiefen Westfalen ist das Internet nicht so gut.

Speaker: Tatsächlich im Münsterland schlechtes Internet, zumindest hier.

Speaker: Ja, ja, nicht gut.

Speaker: So, wir sind jetzt am Ende der Folge von Equine Vet News.

Speaker: Wir hoffen, dass es euch gefallen hat und dass ihr da beim nächsten Mal auch wieder reinhört.

Speaker: Und wir wünschen wie immer ruhige Dienste, kooperative Patienten.

Speaker: Bis bald.

Speaker: Tschüss.

Speaker

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