Transcript
Speaker: So, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Podcasts Ganz Entspannt.
Speaker: Und heute ist fast genau sechs Monate her, da haben wir hier auch gesessen und haben damals einen Podcast aufgezeichnet.
Speaker: Begrüße liebe Michi Enzinger wieder bei mir.
Speaker: Vielen Dank, Jan.
Speaker: Jetzt habe ich ein halbes Jahr warten dürfen drauf.
Speaker: Jetzt war vor Freude.
Speaker: Ja, total.
Speaker: Es ist aber krass, wie schnell die Zeit vergeht.
Speaker: Richtig.
Speaker: Ja, vor einem halben Jahr, nach Dezember, genau, da war es ganz kurz bei mir vor dem Neuseeland-Urlaub.
Speaker: Das war der Tag, wo ich mir in meinen Geschäftswagen einen Schaden reingefahren habe.
Speaker: Ja, korrekt.
Speaker: Ich kann mich noch erinnern.
Speaker: Dann haben wir uns noch gemeinsam angeguckt.
Speaker: Da war ich schon sehr, sehr...
Speaker: durch den Wind an diesem Tag irgendwie mit allem drum und dran.
Speaker: Da habe ich dir sogar vergessen, Wasser hinzustellen zum Trinken.
Speaker: War auch gar keine Zeit und auch die Zeit ist so schnell verrannt.
Speaker: Heute hat Michi aber Kaffee und Wasser.
Speaker: Also es gibt Beweismittel, dass ich heute daran gedacht habe.
Speaker: Michi, wir haben uns jetzt vorher
Speaker: Gedanken gemacht drüber, was wir so darüber besprechen.
Speaker: Also du kannst ja im Prinzip ja von alles abdecken, von Themen.
Speaker: Das ist ja Wahnsinn.
Speaker: Und wir haben vor zwei Tagen gesprochen, also es ist noch gar nicht so lange her, dass wir darüber über das Thema gesprochen haben.
Speaker: Und da hast du das Thema Visionen angesprochen und auch Werte, also was sich ja auch gerade aktuell in deiner Situation, die sich ja doch krass entwickelt, beschäftigt.
Speaker: Beim Thema Visionen, das kennen ja viele Zuhörer vielleicht auch, kommt ja erstmal einem dieser Spruch, das Zitat von unserem Altbundeskanzler Helmut Schmidt in Erinnerung.
Speaker: Der hat mal gesagt, wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.
Speaker: Das war Nummer 1.
Speaker: Dann habe ich mir gedacht, naja, okay, das ist schon sehr negativ.
Speaker: Wir werden heute ja schon mal darüber sprechen, ob das stimmt, ob jetzt jemand, der zuhört und Visionen hat, zum Arzt gehen sollte oder ob es Sprichwörter gibt, Sprichworte gibt, je nachdem.
Speaker: Jetzt muss ich gucken, ob es ein Duden richtig ist mit Sprichwörtern oder Sprichworte.
Speaker: Gibt es auch
Speaker: eher Sprichwörter, die zum Positiven ausgelegt werden können bei Visionen.
Speaker: Da habe ich mir ein japanisches Sprichwort ausgesucht und das heißt, es ist Englisch, das werden die meisten hinbekommen.
Speaker: Vision without action is a daydream and action without vision is a nightmare.
Speaker: Da nickt sie schon, das habe ich mir schon gedacht tatsächlich.
Speaker: Und in der Vorbereitung sind mir dann eigentlich zentrale Fragen aufgefallen, die ich glaube jeder da draußen sich stellen kann.
Speaker: Und sollte.
Speaker: Wenn er auf dem Weg ist, irgendwas zu verwirklichen.
Speaker: Und wir werden gleich mit dem ersten Block rein starten, aber zentralen Fragen sind erstmal, was ist unser Traum?
Speaker: Also das beschreibt ihr ein Stück weit die Vision, wo wir hingehen.
Speaker: Dann wäre das, wie setzen wir diesen Traum um oder wie erreichen wir diesen Traum?
Speaker: Also es wäre dann eher so eine Mission, auf der wir uns befinden, mit der Umsetzung.
Speaker: Und
Speaker: Dann die Frage, und das ist halt für viele auch wichtig, damit man im moralischen Einklang mit seinem Gewissen lebt, wofür stehen wir denn dabei?
Speaker: Also was sind meine Werte, an denen ich mich wirklich auch dann orientiere auf der Mission?
Speaker: So.
Speaker: Und
Speaker: Jetzt habe ich schon genug geredet, sehr lange, ich glaube jetzt schon fast drei Minuten, im ersten Themenblock, so Thema Visionen, also was ist unser Traum?
Speaker: Und da übergebe ich dir jetzt mal das Wort mit einem Zitat aus deinem LinkedIn-Profil, das ich gestern natürlich pflichtgemäß gestalkt habe bei meiner Vorbereitung.
Speaker: Da steht, mit einer klaren Vision habe ich mich aus einem Tief herausgearbeitet und mein Unternehmen neu ausgerichtet.
Speaker: Jetzt bist du dran.
Speaker: Was steckt dahinter, Michi?
Speaker: Was steckt dahinter?
Speaker: Eine ganz schöne Menge, ne?
Speaker: Danke, dass du dir überhaupt viel Mühe gemacht hast, auch dieses Zitat aus meinem Profil rauszuziehen.
Speaker: Das trifft nämlich wirklich ziemlich auf den Punkt.
Speaker: Im Prinzip ist eins, was mir schon aufgefallen ist in meinem Leben oder auch in vieler jetzt, weil wir ziehen ja uns gegenseitig immer an, die gerade sehr viel in Bewegung sind, dass wir immer lernen müssen durch Schmerz, was eigentlich schade ist.
Speaker: Und da bin ich jetzt schon einen Schritt weiter.
Speaker: Klar hatte ich damals einen Riesenschmerz, weil ich aus einem Tiefpunkt mich rausziehen musste, aber dieser Tiefpunkt war damals das Beste, was mir hat passieren können, weil seither ich darüber Kenntnis habe, dass ich ein Leben verfolgt habe, wo ich eigentlich mich so weiterentwickelt habe, aber das nicht mehr reflektiert habe.
Speaker: Und wichtig ist dann, es nur zu erkennen und dann sich auch diese zweite Chance zu ergreifen und auch wahrzunehmen, um dann das Leben in mehr Klarheit zu verfolgen, auf was kommt es denn eigentlich an?
Speaker: Und da sind wir nämlich auch schon bei der Frage, wenn man mal ganz tief am Boden liegt, hat man nicht mehr viel zu verlieren.
Speaker: Ja.
Speaker: Und das ist natürlich dann auch eine Chance, sich nochmal neu auszurichten, zu hinterfragen, naja, was macht mir eigentlich Spaß?
Speaker: Wofür stehe ich eigentlich?
Speaker: Und warum ist es eigentlich überhaupt zu diesem Zeitpunkt gekommen, dass ich jetzt mich in einem Zustand befinde, wo es mir nicht gut geht?
Speaker: Und das ist dann ganz spannend, wenn man sich dann selbst die Zeit gibt, das zu reflektieren,
Speaker: Jeder macht es auf unterschiedliche Art und Weise.
Speaker: Viele gehen auf Weltreise.
Speaker: Ich persönlich habe mir immer ein halbes Jahr auf den Campingplatz zurückgezogen.
Speaker: Ganz spannend, in der Winterzeit total bescheuert eigentlich.
Speaker: Ja, es ist eben das Sein.
Speaker: Ja, sehr minimalistisch quasi im Bus gepennt und habe aber auch festgestellt, dass man gar nicht so viel braucht im Leben.
Speaker: Das war schon die wichtige Erkenntnis überhaupt, dass man sich mit wenigen Dingen auch zufrieden geben kann.
Speaker: Und wenn man mal so ein bisschen ballastfrei ist, warum auch immer ich das getan habe, das haben wir letztes Mal ja auch schon ein bisschen besprochen, aber einfach mal so ballastfrei sich zu reflektieren, warum bin ich da jetzt angekommen, zu hinterfragen, was muss jetzt eigentlich auch kommen, damit du wieder glücklich bist und vor allem, dass du wieder den nächsten Schritt gehst und nicht in dieser Versenkung bleibst, war das schon sehr, sehr aufregend zu erfahren, dass eigentlich du selbst verantwortlich bist
Speaker: das Glücklichsein.
Speaker: Und heutzutage haben wir ja die tolle Situation, dass wir so viele Möglichkeiten haben, die zum einen natürlich überfordern, aber auch zum anderen uns alles ermöglicht.
Speaker: Nur wir greifen oft nicht danach.
Speaker: Und das liegt halt viel daran, dass wir Angst haben, dass wir gewisse Sicherheiten auch erstmal loswerden müssen, im Kopf, im Kopf loswerden müssen.
Speaker: Das ist schon eine Challenge für einen selber.
Speaker: Das haben wir wieder beim Board-Challenge.
Speaker: Das
Speaker: Richtig, genau, ja, stimmt.
Speaker: Da einfach mal zu sagen, du, scheiß drauf, wir probieren es einfach aus.
Speaker: Es geht einfach nur darum, es mal auszuprobieren und dann kommt es Step by Step.
Speaker: Und so bin ich halt dann auch schon in die richtige Richtung gegangen, was ich einfach mal gemacht habe und mich auch reflektiert habe, worauf kommt es denn jetzt in meinem Leben an?
Speaker: Was kann ich gut?
Speaker: Wo sind meine Talente?
Speaker: Für was stehe ich?
Speaker: Und dann, wenn man sich diese Frage dann mal beantwortet hat, dann folgt schon der nächste Schritt, weil man bewegt sich darauf hin.
Speaker: Jetzt haben ja hoffentlich viele diesen Podcast im Dezember schon angehört, die zwei Folgen, die doch eine Stunde gut lang waren, aber ganz viel Input hatten und ganz viel Inhalt hatten.
Speaker: Aber vielleicht umschreibt nochmal ganz kurz so ein bisschen das Tief.
Speaker: Also wo warst du da?
Speaker: Also an welchem Punkt...
Speaker: Hast gemerkt, damit muss ich was ändern, sonst geht es dir in die Hose.
Speaker: Ja, okay, ja, mache ich gerne.
Speaker: Also es war damals so, dass ich eigentlich für mich alles erreicht habe.
Speaker: Ich wollte Karriere machen bei Porsche und den habe ich auch gemacht und war super stolz auf mich, gar keine Frage.
Speaker: Aber da war immer so, ja, was ist jetzt die nächste Herausforderung, ne?
Speaker: Und ja, irgendwie nach zwei Jahren, wenn man dann so seinen Posten dann irgendwie hatte, dann stellt man sich schon immer die Frage, so jetzt spielt es sich gerade wieder in den Alltag ein.
Speaker: Da war ich nicht der Typ zu, das einfach so dabei zu belassen, sondern ich wollte immer mehr.
Speaker: Und ich wollte auch weiterkommen und höher kommen.
Speaker: Und irgendwann aber war dann der Zeitpunkt für mich gekommen, dass ich gemerkt habe, so jetzt habe ich eigentlich meine Karriere erreicht und das war schon recht früh in meinem Alter.
Speaker: Und als ich das dann sozusagen realisiert habe, dass ich eigentlich bei der Karriere angekommen bin, habe ich festgestellt, dass ich selbst gar nicht mir ein neues Ziel gesteckt habe.
Speaker: Und dann ging es halt so ins Leere hinein.
Speaker: Naja, was könnte mich denn jetzt noch erfüllen?
Speaker: Ich habe halt in der Firma selbst halt geguckt, rechts, links, was könnte da mir noch Spaß machen?
Speaker: Was wäre noch eine neue Herausforderung?
Speaker: Höher wollte ich nicht mehr, weil ich habe es ja erreicht für mich persönlich.
Speaker: Ja.
Speaker: Es ging dann zwar nochmal höher, aber das war nicht mehr entscheidend und habe halt festgestellt, naja, das irgendwie, nee.
Speaker: Aber Porsche ist irgendwie alles und in einer anderen Firma willst du eigentlich gar nicht mehr arbeiten, zumal es als Frau, das ist ja auch immer ein guter Punkt, als Frau immer echt schwierig ist, in der Männerdomäne sich auch durchzusetzen.
Speaker: Ich hatte keinen Bock mehr auf diesen Kampf.
Speaker: Und naja, dann blieb eigentlich nur noch die einzig wahre eigene Entscheidung, sich selbstständig zu machen.
Speaker: Das habe ich dann auch nebenberuflich umgesetzt.
Speaker: Und auch mir die Frage zu beantworten, ist denn die Selbstständigkeit überhaupt meins?
Speaker: Jetzt bin ich ständig irgendwas hinterhergerannt mit der Suche, erfüllt mich das?
Speaker: Und irgendwie bin ich da zwar höher und weiter gekommen, aber dennoch war ich immer irgendwie dann doch zu unzufrieden, wenn ich angekommen bin.
Speaker: Naja, und die Selbstständigkeit ist ja jetzt was, was ich bisher noch nie erlebt habe.
Speaker: Bin ich dann ein Workaholic noch viel schlimmer?
Speaker: Und das bin ich, da stehe ich auch zu.
Speaker: Und ich bin leidenschaftlich arbeiten gewesen und hatte auch meine Freizeit auch bestimmt.
Speaker: Das war auch meins.
Speaker: Aber man kann sich auch kaputt machen.
Speaker: Und in der Selbstständigkeit, naja, da steckt es ja schon drin, selbstverständlich.
Speaker: Selbstverständlich, richtig.
Speaker: Und dann wollte ich halt wirklich für mich persönlich erstmal klären,
Speaker: mache ich mir da was vor, mache ich mich noch mehr kaputt, weil eigentlich will ich ja mein Leben so ein bisschen leben und ich habe ja jetzt Klarheit bekommen, was heißt denn jetzt eigentlich für mich die nächsten Schritte und das war aber super schnell geklärt, also ich habe mich dann selbstständig gemacht, hatte den Mut, dann habe ich gesagt, so, jetzt, ich mache mich selbstständig und habe super schnell herausgefunden, dass das voll meins ist, weil ich war, die tolle Erfahrung war, ähm,
Speaker: Ich habe so schnell erfahren, dass ich eine gewisse Ruhe habe, die ich vorher noch nie erlebt habe.
Speaker: Also als Selbstständiger hast du ja mit sämtlichen Problemen zu tun.
Speaker: Und ich hatte da auch das Talent, wirklich jede Panne anzuziehen.
Speaker: Aber ich sehe darin auch wieder das Positive, weil jede Panne, die ich mitgenommen habe, hat mich noch viel stärker gemacht und vor allem ruhiger.
Speaker: Ruhiger im Sinne, ja gut, dann kommt erst mal A und nach A kommt B. Und ich kann ja selber entscheiden, wie schnell ich es mache und wie dringlich es ist.
Speaker: Und wenn ich es jetzt heute nicht geklärt habe, dann gibt es morgen auch noch einen Tag.
Speaker: Und das hätte ich nie von mir erwartet als Workaholic, dass ich da mal irgendwas sage, nee, heute nicht.
Speaker: Morgen ist auch noch ein Tag.
Speaker: Step by Step.
Speaker: Step by Step, ja.
Speaker: Und das war eine superschöne Erfahrung, mit der ich nicht gerechnet habe.
Speaker: Ja, das kann ich nachvollziehen.
Speaker: Also die Gedanken hatte ich ja früher auch schon, das ist ja immer Selbstständigkeit.
Speaker: Und ich bin ja jetzt auch nicht unbedingt jemand, der in Verdacht steht, zu wenig nachzudenken.
Speaker: Das ist ja...
Speaker: sagt, okay, ich mache jetzt und dann denke ich nicht darüber nach, was ich mache, sondern jedes Szenario vorher, ja, dreitausendmal ausgemalt, was passieren könnte.
Speaker: Ganz viel Energie reingesteckt in sowas.
Speaker: Von daher kann ich die Gedanken nachvollziehen und sozusagen, okay, wie ist es denn, wenn man eh schon diverse Tendenzen hat, man kennt es aus seinem Arbeitsumfeld, dieses ständige Durchpowern, aber umso schöner ist es dann, wenn man dabei ist, dann mal eine andere Erfahrung, eine andere Seite an sich entdeckt tatsächlich.
Speaker: Damit habe ich auch nicht gerechnet.
Speaker: Wir hatten so im Vorgespräch schon ein Stück weit dieses, okay, wie haben sich denn Visionen entwickelt?
Speaker: Also
Speaker: es ist ja bei niemandem ja ein Stein gemeißelt.
Speaker: Also die Visionen, die man früher mal hatte, muss nicht unbedingt mit dem übereinstimmen, die man jetzt hat.
Speaker: Die entwickeln sich an der Zeit ja auch ein Stück weit.
Speaker: Oder man erreicht die eine Vision und sagt, okay, jetzt geht es in die nächste rein.
Speaker: Wie unterscheiden sich denn die Visionen von dir früher zu denen, die du jetzt hast, du verfolgst?
Speaker: Und wirst du jemals aufhören?
Speaker: Würdest du jemanden stoppen damit?
Speaker: Ich glaube, die letzte Frage beantworte ich gleich sofort.
Speaker: Nein, ich werde nie stoppen.
Speaker: Jetzt muss man eher schon aufpassen, dass ich wirklich Step-by-Step vorgehe und mich nicht, weil der Tag hat nur 24 Stunden und ich hätte gern viel, viel mehr Stunden, aber ist leider nicht möglich.
Speaker: Ja, das Step by Step und die Vision.
Speaker: Ich kann von mir aus sagen, Porsche war für mich die krasse Vision ever.
Speaker: Die hat mich von klein auf angetrieben, das bis dahin zu schaffen, um da auch meine Führungsposition anzunehmen, was ich geschafft habe.
Speaker: Aber hier sehen wir ja schon ganz gut, das habe ich erreicht.
Speaker: Und dann war diese Vision sozusagen haken dran.
Speaker: Und dann ist halt die Frage, jetzt ist die Vision erreicht, wie soll es denn weitergehen?
Speaker: Und heute weiß ich, dass ich ständig reflektieren sollte.
Speaker: Gut ausgedachtes Wort, sollte, nicht müssen.
Speaker: um sich zu hinterfragen, wie verändert man sich.
Speaker: Weil wir haben ja Lebensumstände.
Speaker: Wir machen Erfahrungen.
Speaker: Und aufgrund der Erfahrungen und Ereignisse verändern wir uns auch.
Speaker: Und wenn wir das nicht regelmäßig reflektieren, dann kann es sein, dass wir wieder eine Vision anvisieren, die vielleicht sich schon verändert hat und die gar nicht mehr das Ziel eigentlich ist, was du dir eigentlich vor einem Jahr schon ausgemalt hast.
Speaker: So war es ja bei mir mit Porsche.
Speaker: Ich habe irgendwie verpasst, dass ich mich so verändert habe, dass eine andere Vision eigentlich viel wichtiger für mich wäre.
Speaker: Und war aber so auf mein Ziel hin fixiert, dass ich es verpasst habe, selbst zu realisieren.
Speaker: Da gibt es noch viele andere Dinge, die mich eigentlich antreiben.
Speaker: Und dass Geld nicht immer alles ist.
Speaker: Es ist zwar schön, es sich zu haben,
Speaker: Aber was nützt mir denn ein Geld auf dem Konto, wenn ich unzufrieden bin und wenn ich Tag ein, Tag aus mich in die Arbeit schleppe und alles nur noch anstrengend und schwer ist und auch die Sippschaft um einen ist nur noch belastend für einen, dann kann man sich schon mal die Frage stellen, ob vielleicht der Tausende mehr auf dem Konto, das war jetzt...
Speaker: Für viele viel Geld, aber ich will nur damit sagen, dass es manchmal vielleicht auch gar nicht so wichtig ist, das Geld auf dem Konto so dermaßen zu haben.
Speaker: sondern einfach mal zu reflektieren, was brauche ich eigentlich wirklich im Monat?
Speaker: Also was muss ich haben, um über die Runden zu kommen?
Speaker: Und auch da das mal wieder zu spiegeln, was brauchst du denn wirklich?
Speaker: War für mich auch schon mal sehr krass, dass ich mir auch selber die Frage gestellt habe, braucht es das alles?
Speaker: Und dann habe ich halt ausgesiebt, brauche ich nicht mehr.
Speaker: Dann habe ich auch schon reduziert meine Kosten im Monat.
Speaker: Gar nicht, weil es jetzt unbedingt sein musste, weil ich ja noch bevor schon gearbeitet habe, sondern einfach, weil es echt nicht sein muss.
Speaker: Und dann hat man ja eine ganz gute Ausgangsbasis.
Speaker: Und das ist jetzt erstmal so der erste Step, zu sagen, okay, ich brauche vielleicht gar nicht diese Kohle.
Speaker: Ich kann mir auch einen anderen Job ermöglichen, der mir vielleicht viel mehr Bereicherung gibt oder eben auch eine eigene Selbstständigkeit aufbauen, wie in meinem Fall.
Speaker: Okay, jetzt... Hast du schon wieder zu viel geredet?
Speaker: Nein, nein, gar nicht.
Speaker: Ich habe einen Gedanken gehabt, tatsächlich.
Speaker: weil du das Thema Reflexion angesprochen hast, könnte sagen, okay, man darf sich reflektieren, man sollte und muss nicht, man darf, durchaus gerne.
Speaker: Ich habe sich durch meinen Gedanken gehabt an meine Ratschovergangenheit und dann den Wechsel davon, dass es auch lange gebraucht hat.
Speaker: Muss man zum Mörder werden?
Speaker: Also muss man einen Teil von sich selbst
Speaker: einen Teil der Identität selber killen.
Speaker: Bei sowas.
Speaker: Also weil, ich habe das irgendwann mal in irgendeinem Podcast oder irgendeinem Instagram-Beitrag mal gehabt, so dieses, ich habe mal irgendwann das gesagt, man muss auch mal ein Stück weit etwas von sich selber killen.
Speaker: Also irgendwie ein Stück der Persönlichkeit, weil es dann ja noch...
Speaker: zu einem gehört.
Speaker: Das Streben dann zu Porsche und dann Karriere zu machen und das zu erreichen.
Speaker: Bei mir war es das Thema Radsport als so identitätsstiftender Sport, aber zu erkennen irgendwann, okay, ich brauche es nicht mehr.
Speaker: Was mache ich hier eigentlich?
Speaker: Aber muss man dann immer ein Stück weit was von sich selbst auch killen?
Speaker: Also ja, erst dachte ich so, als Mord kam, dachte ich mir so, ui, was ist das für eine Frage?
Speaker: Das ist der Cliffhanger hier an dem Podcast.
Speaker: Bei Jan ist es immer spannend, was da alles so rumkommt aus den Gedanken.
Speaker: Ich glaube, killen würde ich es gar nicht mal so betiteln, weil wir verändern uns ja.
Speaker: Das heißt, wir killen ja nichts.
Speaker: Sondern das, was wir vorher irgendwie anvisiert haben, ist jetzt nicht gekillt, sondern wir verändern uns in andere Dinge spielende
Speaker: Bessere oder eine größere Rolle für dich.
Speaker: Das eine Kapitel ist abgeschlossen.
Speaker: Dann hängen wir uns in die Ahnengalerie.
Speaker: Dann hängen wir uns in unserem Leben selber in die Ahnengalerie.
Speaker: Möglich, so kannst du es jetzt ausdrücken.
Speaker: Ich versuche es zu sagen, nach seinem Etapfen zu finden dafür.
Speaker: Ne, würde ich gar nicht mal so behaupten.
Speaker: Also ich würde sagen, Porsche ist immer noch in meinem Herzen und ich rede auch immer noch super gerne und das ist auch ein Teil von mir und das will ich gar nicht abhaken oder killen in mir.
Speaker: Es hat mich zu dem Menschen gemacht, der hat mich geprägt und ich bin nur jetzt anders erfolgreich und das ist halt wichtig, aber Porsche wird jetzt im Teil noch in mir sein und
Speaker: rede auch unheimlich gerne und ich habe noch viele Freunde auch in dem Umkreis und ich will das auch gar nicht wegdenken.
Speaker: Ich habe mich nur ein Stück weit so verändert, dass ich halt sage, ich brauche jetzt Porsche nicht mehr als Karriere, sondern ich bin meine eigene Karriere.
Speaker: Das stimmt.
Speaker: Und vielleicht kann man es auch so betiteln, dass man, wenn man sich selbst mal so reflektiert, wenn es jetzt darum geht, naja, was ist denn jetzt eine neue Vision, weil ich hatte ja Spielwiese, also musste mich ja neu finden.
Speaker: worauf kommt es denn eigentlich an im Leben?
Speaker: War halt ganz klar auch zu sehen, dass Visionen sich verändern können, dass man sich so verändern kann und dass das, was dir vorher wichtig war, gar nicht mehr so wichtig ist, weil ob du es erreicht hast oder nicht, aber einfach die Erkenntnis,
Speaker: ja, gewisse Dinge auch reflektiert, auch aus der Kindheit heraus, mal rauszufinden, was hat dich denn eigentlich jetzt zu diesem Werdegang getrieben?
Speaker: Und wenn du das so ein bisschen auflöst, weil du ja sowieso in dich gehst und versuchst zu klären, warum bist du jetzt an dem Punkt angekommen, wird dir auch viel klar, warum du getrieben warst.
Speaker: Und ich glaube, ich würde es eher da jetzt am Schöpfe packen, wenn wir schon bei der Metapher sind,
Speaker: wenn wir erkennen, warum wir zu dem Menschen geworden sind und nicht glücklich sind, nur vermeintlich, wenn wir das erkennen, dann wollen wir es nicht mehr.
Speaker: Und da stirbt dann der Teil aus, da gebe ich dir recht, aber das, was negativ in dir ist,
Speaker: Also das, was dich belastet hat, das dich angetrieben hat.
Speaker: Also eine Kindheit zu haben, wo du immer das Gefühl hast, du musst besser sein, du bist nichts wert.
Speaker: Einfach mal benannt.
Speaker: Das treibt einen an.
Speaker: Ja, ich will es dir jetzt beweisen.
Speaker: Vielleicht macht es das damit ein bisschen klarer.
Speaker: Also gehst du den Weg.
Speaker: Ja, ich will es jetzt allen beweisen.
Speaker: Und irgendwann stellst du dir aber die Frage, hey, musst du das noch?
Speaker: Weil du bist ja erwachsen und
Speaker: Eigentlich brauche ich niemandem was beweisen.
Speaker: Das ist vielleicht jetzt auch schon ein Punkt, der bei mir auch war, warum ich überhaupt so einen Karriereweg gehen wollte.
Speaker: Getrieben von, ich muss was erreichen, was zu sein.
Speaker: Aber das ist nicht so.
Speaker: Nee, man ist immer schon ausreichend genug, wie man gerade ist tatsächlich.
Speaker: Und von daher kann man schon sagen, dass es etwas ist, was in dir killt, aber eigentlich ist es ja positiv, weil du es realisiert hast, dass du in was getrieben bist, was dir aber eigentlich nicht gut tut.
Speaker: Ich finde es heute noch ziemlich sogar verfrägt.
Speaker: Ich meine, du hast ja schon gesprochen gerade, warum bin ich so?
Speaker: Warum habe ich einen Antrieb?
Speaker: Das ist ja dann auch dieses Thema innere Kind, innere Kindtheorie.
Speaker: Aber ich finde halt auch, dass generell heute man von vielem getrieben sein kann.
Speaker: Also über Social Media, über LinkedIn, über die Stimmung von anderen, zu sagen, okay, das ist erstrebenswert zu verfolgen jetzt zum Beispiel.
Speaker: Oder man sieht immer schöne Bilder, das Thema FOMO, Fear of Missing Out.
Speaker: Okay, wenn ich jetzt nicht da bin,
Speaker: dann bin ich out.
Speaker: Bin nicht gerade in Kontakt zu Leuten, nur weil ich vielleicht jetzt nicht bei dem Event bin oder da bin oder da bei dem Event bin.
Speaker: Und ich gab einfach dieses Gefühl,
Speaker: dass man vielleicht nicht ausreichend ist, kann man heute schneller kriegen als früher.
Speaker: Definitiv.
Speaker: Ja klar.
Speaker: Das ist auch wieder diese Überforderung.
Speaker: Worauf kommt es an im Leben?
Speaker: Aber letztendlich ist es immer wichtig, sich zu reflektieren, brauche ich jetzt dieses Event, um jemand zu sein?
Speaker: Eigentlich ja nicht.
Speaker: Man sollte es eher anders sehen, nämlich das Event, um Netzwerkkontakte zu schließen, um tolle Geschichten zu hören, auch selber Geschichten erzählen zu dürfen.
Speaker: Das ist aber ein anderer Antrieb in einem selber, als wie ich gehe da hin, um gesehen zu werden.
Speaker: Von daher muss man sich immer so selber die Frage stellen, braucht es das wirklich für mich persönlich oder lasse ich mich von anderen diktieren?
Speaker: Und das ist, glaube ich, jetzt heute ein wesentlicher Punkt, wo wir super viel abgelenkt werden und wir müssen da überall sein.
Speaker: Aber letztendlich muss man sich nur die Frage stellen, hilft es mir in irgendeiner Form weiter, vor allem wieder, um auf unsere Punkte zu kommen, in meiner Vision?
Speaker: Ist das jetzt wirklich das, was mich weiterbringt, um mich dann letztendlich zu meiner Vision hinzubringen?
Speaker: Klar, wenn man jetzt selber nur nicht die Frage gestellt hat, was ist denn eigentlich meine Vision?
Speaker: Das ist schon mal der erste Schritt zu hinterfragen.
Speaker: Was könnte denn meine Vision sein?
Speaker: Und dann hat man schnell die Frage beantwortet, wo muss ich sein?
Speaker: Also in dem Fall müssen, positiv benannt.
Speaker: Was zahlt in meine Vision ein?
Speaker: Und dann ist schnell klar, wo muss ich sein und wo nicht.
Speaker: Das ist richtig.
Speaker: Also Vision muss klar sein.
Speaker: Deswegen war es ja so, wie das ist die erste Frage.
Speaker: Also wohin?
Speaker: Geber denn?
Speaker: War das unser Traum am Ende?
Speaker: Ich hatte vorhin noch mal ganz kurz einen Gedanken.
Speaker: Ich glaube, Verbindung würde uns einfach besser tun mit anderen Menschen.
Speaker: Also diese Offenheit zu sagen, ich weiß gerade nicht, ob das der richtige Weg ist oder ich weiß gerade nicht, was meine Mission ist, diese Offenheit zu sagen, weil oft ja auf sozialen Medien oft so ein bisschen dieses Fake it, it, it, make it, da sieht ja alles gut aus und die wissen ja alle, wo sie hinlaufen und keine Ahnung.
Speaker: Wenn du aber wirklich da mal offen sprichst, glaube ich, geht es vielen Menschen so, dass die lost sind und nicht wissen, okay, wohin geht der, wo ist der meine Vision?
Speaker: Aber alle tun so, als ob sie es am Volk kommen.
Speaker: Okay, ist alles.
Speaker: Und da gibt es ein Lied, ich weiß gerade nicht mehr, wie das Lied heißt, das muss ich in die Show-Notes mit reinpacken.
Speaker: Da geht es genau darum, dass man halt, man hat gedacht, okay, ich bin jetzt am Fliegen, aber eigentlich klebe ich am Boden, dass ich gerade nicht da bin, wo ich sein will und
Speaker: Das schöne Lied ist aber dieses, naja, es geht aber allen so.
Speaker: Tatsächlich, ja.
Speaker: Diese Woche war ich ja mit zwei Dozenten, Dozenten von uns auf der Learn-Tech-Cards-Ruhen, da haben wir das Thema mit Menschlichkeit gehabt und die Martina Maciejewski möchte ich dann auch im Podcast dann im Juni aufnehmen.
Speaker: Das wird auf jeden Fall eine Frage sein, wie dieses Projekt gelaufen ist, dass sie auch jetzt gerade sehr...
Speaker: viel analog auch macht, aber sehr auf Menschlichkeit achtet und sich verbindet.
Speaker: Und ich glaube, durch die Gespräche einfach so wahnsinnig viel sich aufklärt oder inspiriert wurde am Ende.
Speaker: Ja, der Austausch untereinander macht vieles einfacher.
Speaker: Und wenn man keinen Austausch herstellen kann, dann ist die Frage, ist das Netzwerk um einen rum der richtige?
Speaker: Richtig, ja.
Speaker: Also man erfährt natürlich, wenn man sich verändert oder versucht jetzt mal aus der Situation, weil man erkennt, okay, eigentlich ganz cool Visionen zu haben.
Speaker: Ich weiß zwar noch gar nicht, wie ich da hinkomme.
Speaker: Aber ich unterhalte mich mal mit Leuten, wenn da jetzt keiner ist, mit dem man sich unterhalten kann, ist schon mal der erste Fokus.
Speaker: Welches Netzwerk sollte ich mir schaffen, um mich darüber zu unterhalten?
Speaker: Es ist wichtig, sich darüber zu unterhalten und auszutauschen.
Speaker: Und eins ist sicher, auch auf meinem Weg war es so, es kommen und gehen Leute.
Speaker: Und erstmal gehen natürlich Leute, weil in der Blase, wo ich mich vorher befunden habe, da ging es halt rein um Porsche, Automobilbranche.
Speaker: Noch schneller und die PLS-Zahl.
Speaker: Und da ist schon ganz klar, dass auch ihre Welt ist noch in meinem Freundeskreis.
Speaker: Nur ich breche gerade aus deren Welt aus.
Speaker: Und wenn die jetzt sich damit nicht identifizieren können, dass ich sage, ich habe Bock auf etwas anderes, ist für mich nachvollziehbar und sollte auch okay sein.
Speaker: Wenn du dann keinen Gesprächsstoff mehr hast, dann ist es halt so, dann muss man auch mal ziehen lassen.
Speaker: Aber dadurch, dass man sich ja unterhält und dann auch dieses neue Glück oder den neuen Weg teilt, bekommt man wieder ganz neue Verbindungen, mit denen man sich auch austauscht.
Speaker: Und das Interessante ist, meistens zieht man ja immer die Leute um sich herum an, die genau in der gleichen Bewegung sind.
Speaker: Und wir profitieren voneinander extrem, weil einer hat die Erfahrung, der andere hat die Erfahrung.
Speaker: Und wenn du dann Schritt für Schritt weiterkommst, dann kommen wieder neue Leute in deiner Blase hinein.
Speaker: Und das ist so super spannend, wie du weiterkommst und wie das alles wächst.
Speaker: Und wie viele Leute du automatisch dann auch kennenlernst.
Speaker: Da braucht man sich gar keine Gedanken machen, weil für dich dann selber ja auch klar ist, wo gehe ich denn hin zum Netzwerken.
Speaker: Ja, das ist wirklich, wirklich wahr.
Speaker: Also komplett.
Speaker: Verbindung.
Speaker: Verbindet.
Speaker: Und öffnet aber auch...
Speaker: den Kopf, das Mindset, ich mag das Wort Mindset erst nie ganz so gerne, weil es Mindset immer durch, es kursiert ja durch alle Medien durch, aber es öffnet einfach das Bewusstsein ein Stück weit auch, was andere Menschen durchlebt haben.
Speaker: Und das wirkt inspirierend am Ende.
Speaker: Und man weiß, okay, man ist halt nicht alleine in dem, was man gerade durchmacht.
Speaker: Nee, erstens das und zweitens, ich habe mit dem neulich gesprochen, kontaktiere den doch mal.
Speaker: Und so geht es Step by Step weiter und es ist immens, wie groß dann plötzlich dein Umfeld wieder wird, was am Anfang vielleicht, wenn du dich gerade veränderst, so klein wirkt.
Speaker: Ja, richtig.
Speaker: Dann wird die Blase so groß und so vielfältig vor allem.
Speaker: Das ist schön jetzt auch, weil ich noch...
Speaker: Freunde habe von Porsche, mich da noch unterhalten darf über die alte Welt, weil die mit begleiten darf, was jetzt bei denen alles so in ihrer Challenge da gerade zu meistern ist, aber gleichzeitig auch eben meine Vision weiter erzählen kann und da vorwärts kommen und das halt eben auch durch das Netzwerk, weil man sich unterhält darüber.
Speaker: Das ist schon spannend.
Speaker: Sag mal, gab es bei dir denn so ein Aha-
Speaker: Moment, gab es einen Aha-Moment, einen Wendepunkt oder war das irgendwie ein schleichender, kontinuierlicher Prozess?
Speaker: Gibt ja wahrscheinlich von bis alle Möglichkeiten, wie man die Vision irgendwie anpasst, wie man eine Vision neu erkennt.
Speaker: Wie war das bei dir jetzt?
Speaker: Gab es einen Moment?
Speaker: Gab es den Wendepunkt?
Speaker: Glaubst du, es wird weitere Wendepunkte geben oder wird es eher so jetzt mit dem neuen Bewusstsein ein sehr stabile, aber sich kontinuierlich entwickelnder Prozess werden in zu neuen Visionen, wenn du mal diverse Dinge erreicht hast oder wenn du auf der Straße bist zu einer Vision, da sagen, ich biege jetzt einfach mal einen Umweg ab oder fahre halt in Leipzig raus statt in Berlin.
Speaker: Okay, ja, klar, kann man auch machen.
Speaker: Auch schön, in Leipzig.
Speaker: Ja, so sieht man dann auch wieder neue Orte.
Speaker: Ich kann alles mit Ja unterstreichen.
Speaker: Aber gehen wir mal genauer drauf ein.
Speaker: Ja, klar, ich habe vorher schon, oder wir haben schon darüber gesprochen, der Wendepunkt war natürlich, als ich auf dem Boden war, wo ich es dann realisiert habe, wo ich für mich wusste, okay, so kann es nicht mehr weitergehen.
Speaker: Und seither kommen immer wieder Wendepunkte, die sind nicht mehr so extrem.
Speaker: Wendepunkte in dem Sinne, weil man sich immer wieder reflektieren sollte, wenn man so auf dem Weg seiner Vision ist,
Speaker: ist es noch, die Vision, habe ich noch den Fokus, weil es kommt so viel Neues auf dich rein.
Speaker: Das ist wie so ein Küken, das gerade schlüpft.
Speaker: Es prasselt so viel Neues auf dich ein.
Speaker: Du dachtest eigentlich schon, du hast viel erlebt, du hast viel durchgemacht, aber das sind jetzt ganz neue Erfahrungen und die sind mega spannend und da kann man sich auch mal ganz schnell verzetteln.
Speaker: Deswegen ist immer wieder wichtig auch zu reflektieren, ist es noch mal eine Vision?
Speaker: Habe ich vielleicht schon eine weitere Vision?
Speaker: Und
Speaker: die eine Vision hat mich schon da in die Richtung geschubst, die notwendig war, damit ich überhaupt den Schritt gehe oder das Wagnis.
Speaker: Und deswegen haben wir immer wieder entscheidende Wendepunkte, die sind nur nicht mehr so gravierend.
Speaker: Außer wir stellen fest, okay,
Speaker: so wie ich mir das vorgestellt habe, das ist jetzt doch nicht das, so wie ich es mir vorgestellt habe, dann würde ich sagen, biegt man wieder komplett ab, aber dann halt nicht unbewusst, sondern bewusst und das ist der Unterschied.
Speaker: Also für mich war der Wendepunkt auf jeden Fall, als ich mich entschieden habe, okay, ich brauche eine Veränderung, ich möchte mich selbstständig machen, ist nur noch die Frage, ist es meins?
Speaker: Und als ich das beantwortet habe, kam dieser Aha-Effekt voll meins.
Speaker: Ich
Speaker: will gar nicht mehr ins Arbeitsverhältnis mehr zurück.
Speaker: Meine Vision ist sozusagen, viel Gutes zu tun, meine Visionen anzupacken und das war dann halt klar, dass ich bei Forscher kündigen muss, weil es bremst mich einfach nur aus, das Arbeitsverhältnis und ich will einfach nur 100% ich sein und meine Visionen anwesieren und da der Tag ja nur 24 Stunden hat, der eh viel zu kurz ist.
Speaker: Definitiv immer, klar.
Speaker: Und schlafen muss man auch noch.
Speaker: Es ist einfach mega cool zu sagen, ich gehe jetzt zu 100% meinen Weg und von daher will ich gar nicht mehr zurück.
Speaker: Das heißt, im Prinzip hat sich jetzt deine, wenn ich sage, Entwicklung, aber deine Sicht auf Änderungen in dem, wo du hin willst, sich verändert.
Speaker: Weil mir kam eben so der Gedanke, dass es Menschen gibt,
Speaker: Oder es gibt manchmal, ich nehme mal das Beispiel, wo war das denn?
Speaker: Also es gibt die Legende um Steve Jobs, der dann gesagt hat, okay, wir sind jetzt dann jahrelang, haben wir da Geld reingesteckt in die Entwicklung, wir müssen das machen, sonst gehen wir pleite.
Speaker: Lieber jagen wir unsere eigene Firma selber in die Luft, als andere es machen.
Speaker: Ich würde sagen, bewundere schon Menschen, die sagen können, okay,
Speaker: ohne dass ein Tief kommt, irgendwie irgendeine negative Entwicklung zu sagen, ne, also irgendwie, das ist besser.
Speaker: Also das wird zukunftsträchtiger sein.
Speaker: Also diese...
Speaker: Diese Fähigkeit zu sagen, ich habe jetzt, das ist ja manchmal so, Menschen bleiben ja sehr, sehr lange bei einer Sache, weil sie glauben, sie haben ja so wahnsinnig viel Aufwand reingesteckt.
Speaker: Egal bei was, jetzt habe ich schon so lange, jetzt ziehe ich halt durch.
Speaker: Es kann manchmal funktionieren, dass dann nur vielleicht der letzte Step fehlt, um erfolgreich zu sein.
Speaker: Aber manchmal ist es halt besser zu sagen, okay,
Speaker: Ich erkenne es jetzt, ich muss jetzt ab jetzt meinen Fokus auf eine andere Sache richten, weil das für mich zukunftsträchtig ist.
Speaker: Würdest du sagen, dass du die Entwicklung gemacht hast, dass du jetzt nicht mehr dieses Tief brauchst, dass du sagst, ich muss am Boden liegen, damit sich etwas ändert, sondern einfach, ich kann jetzt sagen, der Weg ist besser.
Speaker: Definitiv.
Speaker: Ich brauche kein Tief mehr.
Speaker: Und ich will es auch nicht mehr haben.
Speaker: Das wäre so sehr satt und mal so christlich veranlagt.
Speaker: Aber sollte es doch wieder zu dem Punkt kommen, weiß ich halt, ich habe es schon einmal geschafft, also schaffe ich es auch ein zweites Mal.
Speaker: Und dadurch, dass ich aber regelmäßig reflektiere, bin ich noch auf dem Weg, macht mich das glücklich.
Speaker: Das ist auch was, was ich mitgeben möchte.
Speaker: Das sollte man regelmäßig machen, wenn man sich auf dem Weg der Wagnis begibt.
Speaker: dann kann man gar nicht mehr so tief fallen und man braucht auch den Schmerzpunkt nicht mehr.
Speaker: Es gibt immer wieder Situationen, wo man nochmal innehält, wo vielleicht mal Planlosigkeit auch da ist, wo man sich eben die Frage stellt, boah, jetzt habe ich echt viel Geld und viel Zeit investiert, aber eigentlich weiß ich innerlich, ich sollte das eigentlich nicht mehr weiter verfolgen, der Zustand kommt immer.
Speaker: Also ich glaube, viele, die schon lange selbstständig sind, haben schon
Speaker: die Erfahrung mal gemacht, irgendwo zu scheitern, aber sind dennoch irgendwann erfolgreich geworden.
Speaker: Richtig, ja.
Speaker: Die Fälle hatten wir ja ganz viel, die geben ja nie auf.
Speaker: Ja, und es braucht manchmal auch eben so einen Aufklatscher, ja, um dann in anderen Sachen erfolgreich zu sein.
Speaker: Muss nicht so sein.
Speaker: Und ich hoffe, das werde ich auch nie erleben.
Speaker: Ich bin erfolgreich in dem, was ich gerade tue.
Speaker: Nichtsdestotrotz, dadurch, dass ich ja regelmäßig auch reflektiere, wo stehe ich denn gerade?
Speaker: Habe ich noch den Fokus?
Speaker: Ist es noch meine Vision oder hat sich die schon verändert?
Speaker: kann mir das eigentlich gar nicht mehr so dramatisch passieren.
Speaker: Und es erfordert aber immer den Mut zu haben, wenn man merkt, okay, ich habe mich jetzt verändert oder die Marktlage gibt es gerade nicht hier, die Entscheidung zu treffen, okay, bevor ich jetzt noch mehr Geld rein in den Sand versetze und zum Scheitern verurteilt bin, macht es doch eigentlich Sinn, rein logisch und auch das Herz wird es dir beantworten.
Speaker: das als Kapitel abzuhaken, weil die Erfahrung nimmst du ja mit.
Speaker: Also wir machen ja nichts, ohne Erfahrung daraus zu ziehen.
Speaker: nehme ich die neue Erkenntnis mit und presche da, umso mehr mit Energie wieder durch.
Speaker: Weil es zieht uns runter, wenn wir merken, okay, das ist ein Fass ohne Boden.
Speaker: Dann einfach sein lassen.
Speaker: Vielleicht dann halt noch klären, wie kann man es minimal auf dem Boden klatschend realisieren oder zu Ende bringen.
Speaker: Schon nochmal wichtig, aber dann halt auch den Mut wieder zu haben, zu sagen,
Speaker: Nee, das war super.
Speaker: Ich war erfolgreich bis zum heutigen Punkt für mich persönlich, weil ich das, das, das gelernt habe.
Speaker: Aber jetzt ist was Neues.
Speaker: Und ich muss was Neues geben.
Speaker: Das Thema Scheitern oder Fehler machen ist ja schon sehr deutsch geprägt.
Speaker: Man sagt ja immer von Amerikanern so diese Fuck-up-Geschichten und du fällst auf den Boden und dann machst du weiter.
Speaker: Ja.
Speaker: Roger Federer.
Speaker: Roger?
Speaker: Roger.
Speaker: Roger Federer.
Speaker: Roger Federer.
Speaker: Egal, jeder kennt ihn.
Speaker: Den erfolgreichsten Tennisspieler ist er der erfolgreichste wahrscheinlich.
Speaker: Aber ist er der erfolgreichste?
Speaker: Weiß ich gar nicht.
Speaker: Rafa Nadal?
Speaker: Ja, ich bin.
Speaker: Tennis ist ganz schlecht.
Speaker: Der hat mal, ich glaube, das war irgendeine Verabschiedung auf irgendeiner Uni.
Speaker: Oder war das in der Schweiz sogar.
Speaker: Der gemeint, der hat irgendwie die meisten Spiele gewonnen als Tennisspieler oder hat einen Prozentsatz seiner Spiele gewonnen.
Speaker: Rekordspiele gewonnen, egal.
Speaker: Er hat aber gesagt...
Speaker: Sein Schnitt der gewonnenen Spiele war irgendwo bei 53%, 52%.
Speaker: Also von allen Sätzen, die er gespielt hat, hat er 53% gewonnen, aber 47% verloren.
Speaker: Oder Michael Jordan, der immer gesagt hat, naja, okay, bei dem einen Wurf, den ich gemacht habe, dafür waren halt 10.000 andere daneben.
Speaker: Und ich glaube, da gehört der Blick halt verändern tatsächlich.
Speaker: Ich glaube, wenn wir keine Fehler machen, dann lerne man nicht raus.
Speaker: Wir sind sogar wichtig, dass wir Fehler machen.
Speaker: Weil das ist der Wachstum, der in uns dann entsteht.
Speaker: Wer Fehler macht, lernt daraus.
Speaker: Und wenn wir keine Fehler machen, dann sind wir ja meistens immer in unserer vertrauten Umgebung.
Speaker: Und wenn jemand ausbrechen will, mehr erfahren will, mehr vom Leben haben will, dann braucht es einfach Fehler, um dazuzulernen.
Speaker: Es ist natürlich immer abzuwägen, wie schlimm sind die Fehler.
Speaker: Aber letztendlich kann ich schon sagen, alle Fehler, die mir in meinem Leben passiert sind, haben mich immer weitergebracht, wenn ich reflektiert habe, warum es an mir passiert.
Speaker: Und wie sorge ich dafür, dass das nicht mehr passiert.
Speaker: Und dann haben wir ja schon einen Prozess der Besserung.
Speaker: und der Veränderung.
Speaker: Und Vision ist ja eigentlich auch spannend, die kann man selber ändern.
Speaker: Also ob eine Vision fehlerhaft ist oder nicht, die hat man selber in der Hand.
Speaker: Das ist das Schöne.
Speaker: Das kommt ja nicht auf den anderen, ob es jetzt richtig ist oder falsch war, sondern ich kann halt verändern, so wie ich es halt brauche.
Speaker: Wir haben ja in der Vorbesprechung ja schon gesagt, ich weiß schon ein bisschen länger, dass du ja deinen Retreat planst.
Speaker: Dieses Jahr zum ersten Mal.
Speaker: Und da kommen ja jetzt sicher Menschen hin, die sagen,
Speaker: Version oder ich suche meine Vision gerade.
Speaker: Wie würdest du jetzt auf jemanden eingehen, der sagt, Michi, ich habe keine Vision.
Speaker: Ich brauche aber, ich will aber eine, ich brauche eine.
Speaker: Ich möchte eine Vision haben.
Speaker: Ich weiß aber nicht, wie ich starten soll, weil ich vielleicht
Speaker: Angst hat, da kommt nichts oder ich muss mich zu viel verändern vielleicht.
Speaker: Also wie kommen denn Menschen zu einer Vision?
Speaker: Also steht man da nachts auf und sagt, ich habe eine Vision gehabt.
Speaker: Dann soll man gleich zum Arzt gehen.
Speaker: Ich glaube, dann ist der Arzt, glaube ich, ganz wichtig, wenn man irgendwas sieht die ganze Zeit.
Speaker: Aber wie kommen denn Menschen zu einer Vision und sagen, geil, jetzt habe ich meine Offenbarung gehabt und da bin ich hinten.
Speaker: Ja, spannend ist, es kommt immer auf die Person auch drauf an.
Speaker: Aber wenn wir selber mal in so einem Zustand sind, dass wir keine Vision haben, warte ich auch, dann dauert es erstmal ein bisschen.
Speaker: Weil dann muss man sich ja erstmal frei machen von allem, das einen quält, keine Vision zu sehen.
Speaker: Dann heißt es ja auch erstmal Ballast abwerfen, Vorurteile von dir wegnehmen, dass du überhaupt mal frei bist zu sagen, so, jetzt habe ich ein weißes Blatt Papier und wie schreibe ich das voll?
Speaker: Ich glaube, jedem fällt es einfach mal runterzuschreiben, was einem Spaß macht, was einem gefällt, was einem wichtig ist.
Speaker: Das ist schon mal der erste Schritt, überhaupt mal aufzuschreiben und das wirklich wahrzunehmen.
Speaker: Also wir haben ja alles immer im Kopf.
Speaker: Nur wer schreibt, der bleibt.
Speaker: Das stimmt.
Speaker: Und wenn man sich mal so sortiert und mal selber auch quasi runterschreibt, was einem Spaß macht, dann ist schon der nächste Step zu sagen, naja, was gäbe es denn, weil wir haben ja wirklich so viele Möglichkeiten, was gäbe es denn, um das zu realisieren, was jetzt da auf meinem Blatt Papier steht?
Speaker: Bei dem einen oder anderen ist es dann schon rausgekommen, dass er ein Sabbatical macht um eine Weltreise.
Speaker: Mal so einfach als Beispiel, was wunderschön ist.
Speaker: Und wenn er es dann gemacht hat, die Weltreise, wird wahrscheinlich wieder was Neues auf dem Zettel stehen.
Speaker: Und so geht man ja seine Visionen eigentlich Step-by-Step schon in die richtige Richtung.
Speaker: Um eine Vision wirklich für sich selber hinzubekommen, ist es halt wichtig, sich treu zu sein, sich nichts vorzumachen und sich nicht abschrecken zu lassen, dass da vielleicht erstmal was auf dem Papier steht, wo du sagst, ja, damit verdiene ich kein Geld.
Speaker: Ist mir nicht selber so gegangen.
Speaker: Wenn du mir denkst, oh je.
Speaker: Ich würde jetzt am liebsten sagen, oh fuck.
Speaker: Was hast du getan?
Speaker: Okay, so wird das nichts mit mir.
Speaker: Aber ich habe mich mal davon losgemacht, von dem, ich muss damit Geld verdienen, weil das ist schon wieder so ein krasser Zwang.
Speaker: Und dann habe ich einfach weiter eruiert, naja,
Speaker: Wie kann ich denn damit trotzdem Geld verdienen?
Speaker: Und dann kam es.
Speaker: Aber das bedeutet halt einfach Geduld mit einem selber, Zeit, sich einfach auch, wir hatten es vorher auch im Vorgespräch, einfach mal eine halbe Stunde am Tag hinzusetzen.
Speaker: Mal hinzusetzen jetzt für mich persönlich mit Musik.
Speaker: Bei dir ist es einfach mal beim Spazierengehen ohne Handy, ist mal ganz wichtig, dass man nicht irgendwie von Medien oder vom Handy ständig abgelenkt wird.
Speaker: Ja.
Speaker: Weil wenn wir ehrlich sind, wenn das Handy bei uns in der Nähe ist, wir schauen ständig unbewusst auch drauf und sind abgelenkt.
Speaker: Also wir können immer am besten arbeiten, wenn wir einfach mal nur mit uns selbst sind und wenn wir uns selbst nicht ertragen, dann versuche ich irgendeine Version rauszukriegen, wie beispielsweise Musik zu hören, um mal so nicht in diese Vorurteile einer selbst reinzukommen.
Speaker: Und sich einfach mal Zeit für sich zu nehmen und einfach zu träumen.
Speaker: Träume hat eigentlich jeder und wer sie nicht mehr hat, der hat sie untervergraben.
Speaker: Stimmt.
Speaker: Und wenn man mal anfängt zu träumen, dann kommt das irgendwann.
Speaker: Man sieht irgendwann seine Vision.
Speaker: Bei dem einen geht es schneller, bei dem anderen dauert es länger.
Speaker: Also ich war jetzt die Kategorie, ich muss ziemlich viel über Last abwerfen und viel in meinem Leben quasi verändern, um überhaupt die Vision zu bekommen.
Speaker: Und mittlerweile ist es so, dann war es so schockierend, was für eine Vision ich habe.
Speaker: Und dann war dir schon eine komplette Überforderung.
Speaker: Und ich sage, boah, das ist ja ein Lebensprojekt.
Speaker: So reicht das überhaupt noch mit meinen jetzt bald 44 Jahren?
Speaker: Ja, so gefühlt so, das ist eine never ending story.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber ich habe es angenommen.
Speaker: Und das ist mal wichtig, es einfach anzunehmen.
Speaker: Und jetzt ist es so schön, mit kleinen Meilensteinen, Step-by-Step von der Vision so nahe zu kommen, was ich vor ein paar Jahren einfach auch noch nicht gesehen habe.
Speaker: Ich dachte, das ist so weit weg.
Speaker: Und ich werde das nie erreichen, weil das Projekt ist so viel mit Geld dahinter zu...
Speaker: Ich sage, wie soll ich denn das erreichen?
Speaker: Aber ich weiß, dass ich es erreiche.
Speaker: Und dazu gehe ich halt Step by Step.
Speaker: Und es ist so krass, wie plötzlich aus dieser, es ist so weit weg, so nah rückt.
Speaker: Und das ist das Schöne eben.
Speaker: Und das Spannende ist auch für mich gewesen, mal diese große Visionen anzuvisieren, dass ich mittlerweile schon wieder drei, vier Visionen weiter bin.
Speaker: Und das ist halt eben wichtig, auch wieder zu reflektieren, bin ich noch auf dem richtigen Weg oder was zahlt denn in die Vision ein, weil man entwickelt sich weiter.
Speaker: Und weil wir auch mal die Frage hatten, ist eine Vision eine, die
Speaker: dann mal ist, wenn sie ist.
Speaker: Kann ich beantworten, bei mir ist sie es nicht.
Speaker: Also sie verändert sich immer wieder ein Stück weit, aber auf dem Weg, wenn ich mir treu bleibe, ist ja alles immer für diese Vision einzahlend.
Speaker: Und die Vision, die du vielleicht jetzt hast, ist die nächste dann auch wieder, weil du bist ja auf dem Pfad.
Speaker: Und wir gehen immer nicht den direktsten Weg, sondern wir nehmen immer Abzweige, die notwendig sind.
Speaker: Und ich weiß, dass ich diese große Vision anvisieren werde, sie auch erreichen werde, aber dann bin ich schon wieder weiter mit meinen Visionen.
Speaker: Und das ist das Spannende.
Speaker: Aber es hält einen auf Trab.
Speaker: Und das Schöne daran, die Erfahrung auch zu machen, wenn man mal auf dem Weg seiner Vision ist.
Speaker: Früher war es immer so, dass ich unheimlich schwer aufgestanden bin.
Speaker: Oder nicht ins Bett gehen wollte, weil dann war ja schon wieder der nächste Tag.
Speaker: Und das war was, was ich nie wieder haben will.
Speaker: Heute ist es so, okay, ich muss ins Bett, weil ich bin müde.
Speaker: Und ich freue mich so mega auf den nächsten Tag und bin froh, wenn ich wieder aufwache.
Speaker: Das ist schön.
Speaker: Und das ist eine tolle Erfahrung, am nächsten Morgen aufzuwachen und sagen, geil, neuer Tag, neues Glück, es geht weiter.
Speaker: Und es ist fast schon Strafe, ins Bett gehen zu müssen.
Speaker: Aber irgendwann geht es halt einfach nicht mehr, wenn man echt auch ausgepowert ist.
Speaker: Aber es ist einfach eine ganz andere Lebensqualität, wieder aufzustehen, worauf man Bock hat.
Speaker: Wo man seine Vision wieder anvisieren kann und die auch verfolgen kann.
Speaker: Das war ein sehr positives Leuchtturm-Meispiel.
Speaker: In der Gesellschaft, wo, glaube ich, viele sagen, boah,
Speaker: neuer Tag beginnt.
Speaker: Wann ist Wochenende?
Speaker: Wann ist Samstag?
Speaker: Und ich glaube einfach, da ist einfach die Zeit für zu kurz, dass man so lebt.
Speaker: Ja, ich war ja selber in der Blase.
Speaker: Und auch viel zu lang.
Speaker: Also man könnte mal sagen, warum hast du es nicht früher gemerkt?
Speaker: Aber es ist einfach so.
Speaker: Ich kann das ja nicht zurückdrehen.
Speaker: Und die Jahre, die ich in dieser Blase auch drin war, waren ja auch gut, weil die haben mich jetzt zu diesem Menschen gemacht, der ich heute bin.
Speaker: Also ich möchte gar nicht sagen, hätte ich mal früher erkannt.
Speaker: Es ist ja jetzt eine zweite Chance.
Speaker: Und ich weiß, dass ich einfach alt werden werde, weil ich ja jetzt quasi mein Leben so führe, dass ich glücklich bin.
Speaker: Und das vergessen wir oft immer, dass wir uns ja oftmals so ein schweres Leben selber antun, weil wir denken, wir müssen dieses Geld verdienen, wir müssen dieses Image haben.
Speaker: Mein Nachbar hat auch die dickeste Karre, also muss ich noch besser sein.
Speaker: Das ist totaler Quatsch, weil wenn du mal selber quasi glücklich bist in dir, ist es scheißegal, Entschuldigung, der Ausdruck.
Speaker: Egal, was für ein Auto vor der Tür steht.
Speaker: Weil wenn du mit dir im Reinen wirst, dann brauchst du nicht die dicke Karre vor der Haustür stehen.
Speaker: Es gibt welche, die haben das Bedürfnis, eine große Karre vor der Haustür stehen zu haben.
Speaker: Dann ist das auch in Ordnung.
Speaker: Aber dann wissen sie es auch, für was sie es tun.
Speaker: Aber dann hoffentlich auch mit...
Speaker: Lebensfreude.
Speaker: Also wieder Spaß an dem Ganzen.
Speaker: Und wenn das gegeben ist, dann darf es auch die dickste Karre vor der Haustür sein.
Speaker: Aber ich glaube, heutzutage haben wir ein ganz großes Problem, dass wir einfach nur noch vor uns hinlaufen.
Speaker: Und ich würde mal sagen, nicht Samstag, sondern sogar, oh geil, heute ist wieder Freitag.
Speaker: Am Samstag erholen wir uns von der Arbeit.
Speaker: Dann ist schon wieder Sonntag und wir denken schon wieder an Montag.
Speaker: So ist es mir ergangen.
Speaker: Das heißt, meine Wochenenden waren auch nicht wirklich geil.
Speaker: Weil ich ja schon wieder gedanklich in der Woche drauf war und irgendwie geht so das Leben an dir vorbei.
Speaker: Und das ist schade, weil wir haben ja eigentlich nur das eine.
Speaker: Zumindest denke ich.
Speaker: Wir denken andere auch anders drüber.
Speaker: Aber wir werden es sehen.
Speaker: Ich kann es aber heute jetzt nicht beantworten.
Speaker: Ich bin eine Ameise.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Dann ist es auch okay, aber dann haben wir ganz andere Herausforderungen.
Speaker: Aber zumindest, wir haben das eine.
Speaker: Und das sollten wir doch so gut, wie wir können, gestalten und auch genießen und nicht diesen Rhythmus verfolgen.
Speaker: Oh shit.
Speaker: Definitiv.
Speaker: Schon wieder Montag.
Speaker: Ich glaube, das resoniert wahrscheinlich mit sehr vielen, die zuhören.
Speaker: Ich meine, fand es schon mal spannend in Neuseeland, diese vier Wochen einfach mal, wenn du
Speaker: einfach so ganz, ganz viel Natur halt erlebst und dann auch diese Ruhe hast, auch dann sagst du, okay, wenn ich heute dahin Bock habe zu gehen, dann gehe ich dahin und wenn ich dahin gehe, dann gehe ich dahin und wenn ich mit jemandem spreche, mir meines und wenn nicht, dann ist mir auch egal.
Speaker: Und das fand ich spannend, weil es dich so...
Speaker: total ruhig macht.
Speaker: Geerdet hat.
Speaker: Du kommst halt runter, du denkst nicht darüber nach.
Speaker: Okay, was machst du jetzt morgen?
Speaker: Jetzt bin ich ja schon jemand, der sehr gerne ins Fitnessstudio geht.
Speaker: Ich war kein einziges Mal in vier Wochen.
Speaker: Aber es war auch kein Problem.
Speaker: An dem Tag bin ich jeweils 14.000 Schritte gegangen oder 20.000 Schritte.
Speaker: Und auch das Lebensgefühl der Neuseeländer, wobei sehr viele sagen, die
Speaker: amerikanisch, also eher so ein bisschen englisch geprägten Länder sind eh sehr locker und sehr freundlich, wobei das kannst du auch dann Italien sagen oder Spanien, eher so einen entspannten Umgang.
Speaker: Das hat dann schon auch Eindruck hinterlassen, dann auch zu überlegen halt, also... Muss das jetzt sein?
Speaker: Ja.
Speaker: Genau, oder das ist hier auch schön.
Speaker: Ja, kann ich einfach hier in die Höhle gehen und einfach verstecken vor der Immigration zum Beispiel.
Speaker: Schwierig.
Speaker: Von daher, glaube ich, wird es einige resonieren, die jetzt deine Worte halt gehört haben.
Speaker: Ich hoffe.
Speaker: Und wenn man vielleicht jetzt erstmal überfordert ist mit den Worten, naja, eigentlich habe ich auch so ein Leben, aber ich weiß einfach nicht wie, dann denkt an das weiße Blatt Papier und schreibt einfach mal auf, was macht euch Spaß, was erfüllt euch.
Speaker: Und dann halt auch den Mut zu haben.
Speaker: Er steckt ja alles in uns.
Speaker: Wir sind selbst für uns verantwortlich.
Speaker: Es sind keine außenrum.
Speaker: Und wenn wir unglücklich sind, können nur wir es ändern, nicht die anderen.
Speaker: Das ist halt, den Schritt muss man gehen.
Speaker: Dass man sagt, okay, ich bin für mein Leben verantwortlich, ich will es ändern, also mache ich es.
Speaker: Und jetzt nur noch die Frage, wie.
Speaker: Aber das ist schon der erste Schritt.
Speaker: Das ist richtig.
Speaker: Dazu Vera Birkenbiel.
Speaker: mein Ruh in Frieden, leider schon verstorben vor 13 Jahren, glaube ich, die hat ja auch immer diese Metapher von der Tiefe des Bewussten und Unbewussten gesprochen, dass wir ja eigentlich nur Millimeter in unserem Bewussten erleben, aber Kilometer im Unterbewussten haben.
Speaker: Aber für das Unterbewusste braucht man dann einfach
Speaker: die Ruhe.
Speaker: Man muss einfach auch mal sich nicht irgendwie ablenken lassen von irgendwelchen Medien und dann muss man wirklich so einfach mal Stille ertragen.
Speaker: Das kann sehr anstrengend sein.
Speaker: Ja, es ist eine Challenge.
Speaker: Und wenn man sie vielleicht gerade nicht so erträgt, wenn man Kopfkino hat und man macht dann hilft auch vielleicht die Musik, die einen beruhigt.
Speaker: Was mir jetzt da gerade dabei gekommen ist, ist
Speaker: Wenn man selber nicht weiß, was man tun soll, jetzt fehlt vielleicht auch der Mut, auch die Zwang, zu Hause auch das Geld nach Hause zu bringen, das haben ja auch ganz viele.
Speaker: Aber was ist vielleicht eine Möglichkeit, trotzdem schon besser daraus auszubrechen?
Speaker: Sich ein Stück weit rauszunehmen, zu sagen, okay, ich habe jetzt erstmal diesen Job, der macht mich zwar nicht glücklich, aber wie kann ich dann für mich sorgen?
Speaker: Also sich quasi mehr das, was einem gut tut, wieder zurückholt.
Speaker: Und oft haben wir halt überhaupt keine Energie mehr.
Speaker: Und das ist aber wichtig, mal so zu reflektieren, wie kriege ich dann wieder Energie?
Speaker: Und das Leben bestimmt halt meiste Zeit halt die Arbeit.
Speaker: Und deswegen ist es halt auch wichtig, da zu reflektieren, braucht es denn dann die 40-Stunden-Woche?
Speaker: Tut es vielleicht auch eine 35-Stunden-Stunden-Stunden-In-der-Woche?
Speaker: Sorry, Knoten im Kopf.
Speaker: Hab ich ständig.
Speaker: Aber vielleicht ein bisschen mehr Lebenszeit.
Speaker: Vielleicht kann man sich ja auch so ein bisschen rantasten, wenn man seine Sicherheiten nicht aufgeben muss.
Speaker: Es muss ja nicht immer gleich die volle Situation sein.
Speaker: Oder
Speaker: mache ich Sport, fange da wieder ein.
Speaker: Wenn man aber so ausgelaugt ist, dann hat man ja oft nicht die Möglichkeiten oder sagt, man ist einfach nur noch froh auf dem Sofa zu sitzen.
Speaker: Aber dann ist die Frage, wie kann man sich trotzdem ein bisschen Glück herbeiführen?
Speaker: Ja, das ist wichtig.
Speaker: Und so fängt man halt in kleinen Schritten an.
Speaker: Und das, glaube ich, kann jeder.
Speaker: Sich mal an der Nase zu packen, so, okay, ich bin total unzufrieden, aber was muss ich denn, oder was kann ich denn in der Situation machen, was mir so wieder ein bisschen mehr Lebensglück gibt?
Speaker: Vielleicht ist es auch einfach nur das Puzzeln am Abend.
Speaker: Richtig.
Speaker: Das beruhigt einen ja auch, bringt einen zum Nachdenken.
Speaker: Wäre jetzt vielleicht auch eine Möglichkeit, um die halbe Stunde zu haben.
Speaker: Und sich Zeit zu nehmen,
Speaker: wie geht es einem eigentlich und was könnte man verändern?
Speaker: Das ist hochindividuell, definitiv.
Speaker: Die meinen, taugt es, aber das ist ein guter Punkt.
Speaker: Also alle könnten anfangen.
Speaker: Okay, jetzt habe ich meine Vision.
Speaker: Jetzt muss ich mich hier auf eine Mission begeben.
Speaker: Nicht missionieren, das ist was anderes.
Speaker: Das machen uns meine Religion meistens immer ganz gerne, die katholischen Vorhörungen.
Speaker: Aber jetzt hatten wir zu Beginn dieses japanische Sprichwort.
Speaker: Dieses, okay, Vision without action is a daydream.
Speaker: So, jetzt haben wir eine Vision.
Speaker: Jetzt sitzen wir die ganze Zeit irgendwo am PC oder am Arbeiten und sagen, okay, ich habe eine Vision.
Speaker: Ich tagträume die ganze Zeit.
Speaker: Und jetzt heißt es aber, wenn wir aber jetzt dann keine Aktion halt machen, also keine Taten umsetzen, dann wird es zum Albtraum.
Speaker: Weil ich habe ja eine Vision.
Speaker: Also ich habe ja eine Sehnsucht nach irgendwas anderem.
Speaker: Aber mach es halt nicht, dann lebe ich ja ständig in einem Albtraum drin, gefühlt.
Speaker: Vielleicht kenne es hier, so diesen Albtraum, wenn man vor irgendeinem Killer wegrennt oder vor irgendwas und wird ganz langsam tatsächlich.
Speaker: Genau sowas wahrscheinlich.
Speaker: Das stelle ich mir sowas vor.
Speaker: Ähm...
Speaker: Hast du das jemals in deiner Karriere mal gespürt oder erlebt?
Speaker: So dieses, okay, wahrscheinlich ja.
Speaker: Bei der Frage kommt ja gerade, wahrscheinlich würdest du ja sagen.
Speaker: Aber...
Speaker: merkst, du tust was, bist aber führungslos komplett.
Speaker: Und das war Teil 1 der Podcast-Folge mit Michi Ensinger vom Traum zur Tat, wie Visionen uns den Weg zeigen.
Speaker: Und nächste Woche in Teil 2 geht es darum,
Speaker: Wie man die Visionen sichtbar machen kann, also zum Beispiel mit Tools, Retreats und freien Räumen für sich selber.
Speaker: Wir sprechen darüber, wie man die ersten kleinen Schritte gehen kann, wie man Gewohnheiten durchbrechen, wie man ins Handeln kommen kann.
Speaker: Und auch wenn man seine Mission evaluieren kann mit Reflexion, mit Wirkungskontrolle und den eigenen Werten als Rahmen für Entscheidungen.
Speaker: Vielen Dank fürs Zuhören und bis nächste Woche.


