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Zukunft ist kein Schicksal

ATHEMfrequenz
ATHEMfrequenz

18 plays · Sep 17, 2026

Transcript

Speaker: Aloha und herzlich willkommen bei Atemfrequenz.

Speaker: Dein Podcast, wenn es um Human Intelligence geht.

Speaker: Ich bin Karin von Atem.

Speaker: Und gemeinsam mit euch begrüße ich jede Woche einen Gast zu dem Thema Human Intelligence.

Speaker: Der Podcast soll euch Inspiration und Motivation geben,

Speaker: Vor allem in Zeiten von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung.

Speaker: Wir gehen gemeinsam mit der Frage auf den Grund,

Speaker: Wo wir Menschen in der Welt noch Platz haben?

Speaker: und welche Kompetenzen wir dafür brauchen.

Speaker: Es geht los. Viel Spaß mit der heutigen Folge.

Speaker: Achtung!

Speaker: Zukunftslust

Speaker: Kann ansteckend sein.

Speaker: Und damit herzlich willkommen, lieber Tobias.

Speaker: Schön, dass ich da sein darf. Danke für die Einladung, Karin. Ja, sehr gerne. Ich freue mich sehr auf diese Folge. Aber bevor wir reingehen, stell dich doch mal kurz vor. Wer bist du und was machst du?

Speaker: Okay, ich bin der Tobias Leisgang aus Bamberg. Was mache ich? Ist gar nicht mehr so einfach zu beantworten oft. Grundsätzlich arbeite ich in der Beratung, berate mittelständische Unternehmen. Ich sage immer, ich bin Zukunftsgestalter, da können die Leute immer nichts mit anfangen.

Speaker: Deswegen mache ich jetzt einfach mal drei Beispiele. Das könnte zum Beispiel sein, die haben ein Produkt und sagen, wir müssen dieses Produkt in die Zukunft bringen. Wir brauchen ein neues oder wir müssen es ein bisschen verändern. Dann kommen so Innovationsfragen, dann bin ich so ein bisschen Kontext -Innovationsberatung unterwegs. Manchmal ist es gleich ein ganzes Geschäftsmodell, wo jemand sagt, man trägt ein Geschäftsmodell nicht mehr, dann entwickeln wir ein neues Geschäftsmodell.

Speaker: Und manchmal bin ich auch in Nachhaltigkeitsfragen unterwegs, was ja auch Zukunftsfähigkeit bedeutet. Wie mache ich meine Lieferkette ein Stück weit nachhaltiger, robuster, resilienter? Das sind so typische Fragen, die es dann gibt. Und es kann ein Projekt sein. Manchmal ist es auch irgendwie Begleit uns mal für zwei Tage Workshop. Manchmal ist es auch ein Impulsvortrag. Was bringt die Zukunft zu?

Speaker: Mhm.

Speaker: Ich habe gesehen, du kommst schon so aus der klassischen...

Speaker: Anstellung, sage ich jetzt mal, Ingenieurjob habe ich gesehen und dann auch lange in Unternehmen gearbeitet. Wie kam es dazu, dass du gesagt hast, ja, ich gehe da jetzt raus?

Speaker: Und vor allem, ich beschäftige mich auch so mit diesem Thema Zukunft. Ich war auch auf deiner Homepage und da stellst du ja auch so ein paar Fragen. Und das finde ich super spannend, weil es doch ein...

Speaker: Vielleicht anderer Ansatz ist, den andere vielleicht gehen. Du schaust dir so direkt nach vorne.

Speaker: Und wie kam es dazu? Wie hast du gemerkt, ich muss mich selbstständig machen? Also ich bin so ein kunterbunder Hund, kann man sagen. Es gibt einen Begriff dafür, Scanner -Persönlichkeit oder andere sagen Multi -Potential -Light, super schwieriger Begriff. Also Menschen mit vielfältigen Interessen. Mich treibt die Neugier sehr an und irgendwann habe ich aber für mich mal festgestellt, so dieses nach vorne denken, die Zukunft gestalten, das ist irgendwie so der...

Speaker: Der gemeinsame Nenner. Den Ingenieur hast du genannt. Ich bin so von meiner klassischen Ausbildung Ingenieur der Elektrotechnik. So dieses neugierige, forschende, irgendwie an Hightech entwickeln. Ich habe Chipentwicklung gemacht. Was ist so der nächste Chip, der da rauskommt? Wie kann man neue Technologien nutzen, neue Produkte definiert? Ich war in der Automobilbranche und habe da Technologien gescoutet für einen Automobilzulieferer. Also dieses Zukunftsthema.

Speaker: war eigentlich schon immer drin, aber das war für mich nie so der gemeinsame Nenner. Das hat irgendwie erst später...

Speaker: Klick gemacht. Hab dann nochmal ein Studium angefangen, berufsbegleitend. Masterstudiengang Zukunftsdesign.

Speaker: Weil das einfach so ganz gut dazu gepasst hat und ich glaube, das war so der letzte Anstoß zu sagen, hey, ich will das nicht nur für ein Unternehmen machen.

Speaker: Ich will da mehrere Unternehmen parallel beraten. Ich will da einfach so die Vielfalt, die ich liebe, auch zum Beruf machen. Und dann war es irgendwann gar keine Frage mehr, in eine Selbstständigkeit quasi zu gehen oder das weiter auszubauen. Und jetzt heute zu 100 Prozent.

Speaker: selbstständig unterwegs zu sein.

Speaker: Ja, sehr cool, sehr spannend. Da hast du schon eine Sache angesprochen, Zukunftsdesign.

Speaker: Ich habe schon mal...

Speaker: Bei einer Veranstaltung habe ich einen Workshop mitgemacht, da ging es eben auch um dieses Thema Zukunftsdesign.

Speaker: unglaublich spannend. Ich hatte davor irgendwie noch nie Berührungspunkte damit. Vielleicht erzählst du uns mal, was das

Speaker: Also was macht man da? Und wir steigen ja dann auch gleich, weil wir haben ja vorher auch gesprochen, in ein Thema ein, wo wir das vielleicht auch mal so ein bisschen erleben können, was Zukunftsdesign eigentlich bedeutet. Genau, also Zukunftsdesign oder man könnte es, wenn man es übersetzt, auch Zukunftsgestaltung dazu sagen. Da denken viele jetzt zuerst an Design. Ich mache irgendwie...

Speaker: Design irgendwie ein Poster oder ich gestalte irgendwas Künstlerisches. Aber da ist der Gestaltungsbegriff eigentlich so ein bisschen breiter.

Speaker: Das Studium, quasi die Ausbildung dazu, lehrt einen in unterschiedlichen Disziplinen. Das ist Innovationsmanagement, Kreativmethoden, wie sieht so ein Design -Thinking -Prozess aus, wie kann ich nutzerzentriert Bedürfnisse von der Zielgruppe erfassen und quasi die in Prototypen umwandeln. Da ist ein Stück weit Organisationsentwicklung drin, Change -Management, Veränderung, Transformation, aber auch Kommunikation.

Speaker: Also das ist sehr breit und interdisziplinär und das soll einem quasi all das Handwerkszeug in die Hand geben, um quasi eine mögliche Zukunft oder eine wünschenswerte Zukunft gestalten. Meistens im organisationalen Kontext, das kann ein Unternehmen sein, das kann eine Kommune sein, aber man kann das natürlich auch auf sich persönlich anwenden und ich nutze es auch für mich persönlich. Ich frage mich nicht, Mensch, was könnte die Zukunft bringen?

Speaker: sondern ich frage mich eigentlich eher, Mensch, was wäre denn für mich so eine wünschenswerte Zukunft? Also wenn ich mir die Zukunft vorstelle,

Speaker: Wie schaut die für mich irgendwie cool aus? Also was wäre so eine super coole Zukunft für mich? Und überlege mir dann, wie kann ich das Realität machen?

Speaker: Weil es gibt auch so ein schönes Zitat, das heißt, ich weiß gar nicht mehr von wem das war, der beste Weg die Zukunft vorherzusagen ist sie zu gestalten.

Speaker: Ja, das kenne ich. Ich weiß aber auch nicht, von wem es war.

Speaker: Wenn du jetzt so an die Zukunft denkst, wir haben ja da vorher auch schon mal darüber gesprochen, wie könnte denn unsere Zukunft aussehen? Wir sind ja jetzt gerade eben in so einem...

Speaker: Ich sage mal, Zeitalter, wo sehr, sehr viel passiert. Wir haben die KI. Aber nicht nur die KI. Wir stellen ja schon auch gesellschaftlich fest, wir entwickeln uns als Gesellschaft innerhalb von Deutschland auch so ein bisschen auseinander. Wir spalten uns. Und das kann man jetzt politisch sehen, dass wir uns spalten. Aber auch das Thema...

Speaker: Wir haben...

Speaker: eine große Unterschicht, eine große Oberschicht, wo ist die Mittelschicht, also wir bilden schon so Pole und so Lager und dann kommt jetzt noch die KI, die uns...

Speaker: Vielleicht machen es auch die Medien, aber vielen Menschen macht die KI ja auch schon unfassbare Angst. Und wenn man jetzt so ein bisschen in die Zukunft blickt und du hast vielleicht auch schon mal reingedacht, wie...

Speaker: Wie können wir uns die Zukunft vielleicht sogar vorstellen?

Speaker: Ja, also ich gehe vielleicht nochmal einen Schritt zurück und führe hier so ein kleines Modell ein. Das ist das sogenannte Futures Cone. Also man sieht, das hat alles schöne englische Namen. Man kann sich das vorstellen, Cone, wie so eine Eistüte. Und stell dir vor, unten der unterste Punkt von dieser Eistüte ist quasi nur ein Punkt. Dann geht es nach oben, wird es immer so ein bisschen breiter, wo dann oben die Eiskugel.

Speaker: Und so kann man sich das Thema Zukunft auch vorstellen. Die Gegenwart heute ist quasi so dieser ein Punkt, da weiß jeder, wie sieht die aus.

Speaker: Und dann, je weiter du in die Zukunft gehst, desto größer wird dieser Möglichkeitsraum. Und da spricht man von den möglichen Zukunften, also was könnte quasi alles vorstellbar im Rahmen der Physik möglich sein. Dann gibt es wahrscheinlich ihre Zukunft, wo man sagt, okay, das ist heute schon absehbar, das wird sich so weiterentwickeln, das machen die Leute heute schon so.

Speaker: Und dann gibt es halt Dinge, die eher am Rand von diesem Trichter liegen, wo man dann quasi sagt, okay, das klingt irgendwie total abgefahren. Aber es ist grundsätzlich mein Bereich des Möglichen.

Speaker: Mhm.

Speaker: Genau, also es gibt diese wahrscheinlichen Zukunfte, wenn man sagt, so wird es sich wahrscheinlich ändern. Es gibt diese möglichen, die vielleicht so ein bisschen verrückter sind, die in den Randbereichen liegen.

Speaker: Und dann kann man sich überlegen, okay, und was davon ist wünschenswert? Manche Leute sagen auch Utopie dazu. Und man kann sagen, okay, das ist zwar eine Möglichkeit, wie das aussehen könnte.

Speaker: Aber wenn ich das schon höre, gruselt es mich schon. Und um Gottes Willen, wenn das so kommt, dann das wäre ja absolut schlimm. Endzeit -Szenario, da spricht man dann oft auch von einer Dystopie.

Speaker: Was oft so das Prinzip von so den typischen Science -Fiction -Filmen, die sind oft Dystopie, weil irgendwas Schlimmes passiert. Terminator, die Roboter übernehmen oder die KI übernimmt, die Menschen siechen irgendwie dahin, also ganz schlimm. Und da gibt es vielleicht so nach dem klassischen Hollywood -Geschichten -Erzählthema, gibt es einen Helden, der uns dann quasi aus dieser Dystopie, aus den Fängen der Aliens oder der KI oder den Robotern befreit. Ja, genau.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Das ist spannend. Aber wir haben uns jetzt vorgenommen, wir spielen da mal so ein paar Szenarien durch. Genau.

Speaker: Wie können wir das machen?

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Also wenn wir jetzt mal die KI zum Beispiel anschauen, also wir haben jetzt die KI.

Speaker: Muss jetzt nicht hauptsächlich um die KI gehen.

Speaker: Aber wir könnten ja auch sagen, wie sieht denn jetzt zum Beispiel die Zukunft der Arbeit aus?

Speaker: Sollen wir da jetzt mal von unten nach oben starten, also von der Utopie zur Dystopie oder sollen wir sagen, wir machen einfach mal ganz wild und sagen, wie könnte das aussehen? Genau, wir können mal so vier Szenarien aufmachen. Es gibt so eine Szenariotechnik, da hast du zwei Achsen. Auf der einen Achse hast du quasi halt eine Variable, die sich ändern kann. Auf der anderen Achse hast du eine andere Variable, die sich ändern kann. Wenn man jetzt mal sagt, die Arbeitswelt im Zeitalter der KI wäre so das, was wir betrachten und beleuchten wollen, da können wir jetzt mal versuchen, vier so Szenarien.

Speaker: zu skizzieren. Jetzt können wir sagen, quasi so diese eine Variable ist, wie viel KI wird eingesetzt. Da wäre jetzt so das Extrem, es wird alles nur noch quasi mit KI gemacht oder von der KI gemacht und quasi so die andere Achse wäre quasi 0 ,0 KI.

Speaker: Ein Satz.

Speaker: Also das könnte so eine Variable sein. Und jetzt können wir uns nochmal überlegen, was könnte so eine andere Variable sein? Vielleicht fällt da irgendwas ein.

Speaker: Naja, wahrscheinlich so der Mittelweg.

Speaker: Da, wo es sinnvoll ist.

Speaker: KI?

Speaker: Und da, wo wir sagen, naja...

Speaker: Da wollen wir vielleicht auch noch Menschen.

Speaker: haben

Speaker: Zum Beispiel in der Erziehung.

Speaker: von Kindern oder in der Betreuung von Pflegebedürftigen oder wie auch immer, wo wir sagen, hey, das wollen wir auch aus vielleicht ethischen Gründen gar keiner KI oder einem Roboter übergeben. So, das wäre vielleicht die Mitte.

Speaker: Okay, dann wäre das vielleicht so, ja die andere Achse könnte vielleicht, du hast jetzt Ethik genannt, eine sehr...

Speaker: nachhaltige, ethische, der Menschen zentriert, wäre vielleicht so dieses eine extrem und das andere wäre vielleicht sehr Technologie zentriert. Und jetzt können wir quasi aus diesen unterschiedlichen Achsen vier Kombinationen machen. Die eine wäre quasi die

Speaker: Zukunft.

Speaker: Es gibt nur noch KI und es ist total technologiezentriert, also der Mensch verliert eigentlich so an Bedeutung. Dann kann man dem Szenario noch so einen schönen Namen geben, so einen sprechenden Namen und das können wir mal überlegen und so ein bisschen skizzieren, wie würde das aussehen. Die Aufgaben werden nur noch von KI übernommen und wir sind total...

Speaker: Technologie zentriert und der Mensch rückt in den Hintergrund.

Speaker: Also das könnte ja eigentlich bedeuten...

Speaker: Wenn ich das jetzt positiv sehe.

Speaker: dass wir Menschen nicht mehr arbeiten müssen. Also wir müssen ja eigentlich gar nichts mehr machen. Sondern wir können eigentlich...

Speaker: Nur noch.

Speaker: Ähm...

Speaker: Ja.

Speaker: Nix machen.

Speaker: Die Frage ist, was bedeutet nichts machen? Genau. Was mache ich denn dann? Was machen wir dann noch? Was mache ich eigentlich dann noch? Das ist ja eine gute Frage, weil ich glaube, wenn ich mich jetzt nur auf den Sofa setzen würde.

Speaker: Da würde ich ja auch nicht glücklich werden. Da wäre mir ja wahrscheinlich langweilig. Aber vielleicht könnte ich dann nur meinen Leidenschaften nachgehen.

Speaker: Okay, also das wäre jetzt mal so ein Szenario. Das wäre jetzt ein positiver Denkweise. Genau, das Szenario ist so diese Arbeit, diese klassische Arbeit, wie wir uns vorstellen. Ich gehe irgendwo in ein Büro, nehme jetzt mal einen Bürojob, mache da was im Büro, muss irgendwas in eine Excel -Tabelle eintragen, ich muss einen Social -Media -Beitrag machen. All diese Arbeiten übernimmt zu 100 % quasi eine KI und wir machen nur noch die Dinge, die quasi unsere Hobbys.

Speaker: sind.

Speaker: Genau, also das wäre quasi so ein... Schwimmen, ja.

Speaker: Ein mögliches Szenario.

Speaker: Genau, was man sich da quasi vorstellen könnte. Gar nicht so schlecht. Genau, jetzt kann man sagen, okay, die KI, jetzt hast du das mit diesen Leidenschaften genannt, die KI übernimmt auch Aufgaben, die quasi unsere leiten.

Speaker: Wir stellen uns eine Zukunft vor. Die KI macht schon diese ganzen anderen Dinge.

Speaker: Und

Speaker: Die übernimmt jetzt aber auch die Leidenschafts.

Speaker: Aufgaben, weil wir sind in diesem technologieorientierten Szenario und Unternehmen, die KI bereitstellen, sagen, ja jetzt habe ich Geschäft mit diesen ganzen anderen Aufgaben gemacht. Ich habe quasi alle ersetzt, die Excel -Tabellen befüllen, die Social -Media -Beiträge planen. Wir wollen aber unser Geschäftsmodell erweitern und die KI macht jetzt auch das Bildmalen, was du quasi in deiner Freizeit.

Speaker: Mach's.

Speaker: Genau, das wäre jetzt quasi so das nächste Szenario, was man draufsattelt. So, und dann fragen wir uns jetzt natürlich, okay, was bleibt jetzt noch übrig? Eigentlich nur noch der Körper.

Speaker: Weil ich muss jetzt ja auch nicht mehr denken.

Speaker: Wahrscheinlich muss ich auch nicht mehr essen.

Speaker: Ich muss also auch nicht mehr laufen.

Speaker: Mhm.

Speaker: Ich muss...

Speaker: keine Hobbys mehr machen, sondern ich bin wahrscheinlich dann so ein...

Speaker: Eine menschliche Hülle, aber ein perfekter Roboter.

Speaker: So, der perfekte Tagesablauf ist das quasi. Ich stehe zur perfekten Uhrzeit auf, esse das perfekte Essen.

Speaker: Was ich mir ja auch gar nicht selber machen muss.

Speaker: Ja.

Speaker: Ist alles schon bestellt. Ist alles schon auf meinen Körper, auf mein System. Du hast heute Morgen Bock auf eine super Bowl. Und damit die auch möglichst gesund ist, wird die natürlich auch komplett, das ist die perfekt auf dich abgestimmte Rezeptur. Dein Nährstoffhaushalt ist quasi vermessen worden von irgendeiner smarten Technologie. Und du musst da auch keine Entscheidung treffen. Diese Entscheidung wird ja komplett abgenommen. Macht ja jemand anders. Genau.

Speaker: Genau, also das wäre so dieses...

Speaker: Zweites Szenario, was wir jetzt mal und du sagst schon, das ist eine Dystopie?

Speaker: Für mich ist es eine Dystopie. Darf ich dann eigentlich selber entscheiden, ob es eine Dystopie ist oder nicht? Also dürftest du jetzt sagen, nee, das ist für mich eine Utopie? Ja, das kann man durchaus machen, dass das für jemand eine Dystopie und für einen anderen eine Utopie ist. Ich behaupte ja immer, in jeder Utopie kann auch eine Dystopie stecken, weil irgendwas übertrieben wurde. Das ist ja oft so ein Idealzustand, den man gar nicht erreicht. Und ich sage auch, in jeder Dystopie steckt auch so ein Fünkchen Utopie manchmal drin, weil man sagt, okay,

Speaker: Da gibt es vielleicht jemanden, der sich gegen irgendeine Ungerechtigkeit in dieser Dystopie wendet und das verheißt Hoffnung oder das motiviert Leute. Er war ja jetzt zum Beispiel schon...

Speaker: viele Leute vielleicht motivieren würde, ist, wenn ich jetzt sage, okay, da ist ein Chip.

Speaker: in mir eingepflanzt, der mir dann sagt, okay, du brauchst heute mehr Eisen.

Speaker: Magnesium, dann geht ein bisschen nach unten. Also für viele Leute wäre das ja schon auch so, dass sie vielleicht auch für Leistungssportler erinnern, die sagen, ja, für mich wäre das schon cool, wenn ich da morgens aufstehe und mein Körper sagt, ja, okay, du hast jetzt einigermaßen gut geschlafen. Jetzt wäre es ganz gut, wenn du das trinken würdest und dann das machen würdest und das machen würdest. So, das würde ja dieses Thema, diese ganze Industrie.

Speaker: Ähm.

Speaker: Diese Lebensmittel - und Nahrungsergänzungsmittelindustrie, die boomt ja richtig, weil die Leute sich ja selber optimieren wollen. Also ich glaube...

Speaker: Der Teil, das könnte man auch jetzt schon zu einem Business machen. Ja.

Speaker: Würde ich behaupten.

Speaker: So und das wäre jetzt, das könnte so was utopisches in dieser dystopischen

Speaker: Gesamtszenario sein, wo man sagt, okay, grundsätzlich, es ist ja für die Gesundheit gut.

Speaker: was da drin steckt.

Speaker: Aber ich mag vielleicht nicht diesen Aspekt.

Speaker: dass meine Gesundheitsdaten irgendwie bei einem Technologiekonzern landen, wo ich komplett gläsern bin und ich dann auch nicht mehr autonom entscheiden kann, weil irgendjemand anders entscheidet.

Speaker: Vielleicht entscheidet dann irgendwann auch der Chip, was ich nehme. Vielleicht ist es dann nicht nur so ein Chip, sondern...

Speaker: Ich muss mich gar nicht mehr damit beschäftigen, sondern ich stecke dann einfach nur an einem Automaten, der steckt das hier einfach nur in meinen Arm und dann kommt jeden Morgen eine Infusion und ich weiß gar nicht, was passiert.

Speaker: Die Bowl nimmst du gar nicht über den Mund quasi zu dir, sondern dieser Nährstoffmixte eigentlich in dieser Bowl, weil die KI sagt, das ist eine völlige Verschwendung. Dass du kaust.

Speaker: dass du da quasi das in Form von Lebensmitteln, und das ist ja total unnachhaltig, die Beeren, die du da drin hast, irgendwie um die halbe Welt fliegen zu lassen. Also ich mixe das irgendwie synthetisch zusammen und das kriegst du dann intravenös quasi diesen Nährstoff. Vielleicht auch eine Zeitverschwendung. Wenn ich jetzt das, muss ich ja zubereiten, brauche ja vielleicht eine halbe Stunde oder jemand anders. Es geht ja viel schneller, wenn ich das gemischt nehme. Genau.

Speaker: Also jetzt siehst du, wir haben so ein Szenario, das nimmt jetzt so ein bisschen Farbe langsam an, wir kommen zu Fragestellungen, wir denken das so ein bisschen weiter und dann kann man jetzt quasi für diese beiden Szenarien, die man jetzt gerade schon mal skizziert hat, man kann das in Bildern quasi darstellen, man könnte jetzt, wir arbeiten manchmal, um das so ein bisschen greifbar zu machen, damit, dass wir sagen, wir gestalten das Cover von einer Zeitung oder von einem Magazin.

Speaker: Oder wir gestalten ein Artefakt aus dieser Zukunft, um das einfach greifbar zu machen. Das könnte jetzt zum Beispiel der Chip sein oder das könnte diese Infusionspumpe sein, die quasi die Nährstoffe, die quasi so die Nährstoffaufnahme über den Mund ersetzt hat. Jetzt haben wir aber noch die andere Seite. Vielleicht schauen wir uns die nochmal an. Das wäre noch die Seite, dass wir sagen, es gibt gar keine KI, weil wir haben festgestellt, dass es eigentlich Schwachsinn ist. Das brauchen wir nicht.

Speaker: Ja.

Speaker: Das könnte zum Beispiel so ein Szenario sein, die KI, das war mal eine kurze Zeit, jeder fand es cool, aber wir haben gesagt, das könnte auch ganz gefährlich sein und wir haben es abgeschaltet. Wir haben es vernichtet, keine Ahnung, jegliche Bauanleitungen für quasi Large Language Modelle, das wurde alles vernichtet. Dieses Wissen wurde, so wie bei Men in Black, wurde quasi aus unserer kollektiven Erinnerung gelöscht. Oh ja, es wird einfach gelöscht aus unserer Erinnerung. Ich habe mir nämlich gerade die Frage gestellt,

Speaker: Okay, die KI verschwindet. Verschwindet dann auch Social Media und verschwindet dann vielleicht auch das Internet?

Speaker: Weil wozu brauchen wir denn das eigentlich dann?

Speaker: Gut.

Speaker: Wir hatten das Internet natürlich schon früher, aber die KI gibt es ja auch schon. Also jetzt wird sie halt so gehypt, aber eigentlich gab es die KI ja schon immer und wir haben die KI ja schon viel, viel früher genutzt, als wir noch gar nicht so richtig wussten, dass das eine KI ist.

Speaker: Ähm.

Speaker: Ist die Frage, verbannen wir dann das Internet auch?

Speaker: Genau, also jetzt hast du quasi, ich habe vorhin das mit diesen unterschiedlichen Variablen, jetzt haben wir zum Beispiel diese Variable soziale Medien.

Speaker: Ja.

Speaker: So, und jetzt könntest du sagen, okay, ich schaue mir jetzt mal diesen Aspekt soziale Medien an. Wir sind in diesem Szenario, die KI ist quasi...

Speaker: Die gibt es nicht mehr. Die haben wir gesagt, das drehen wir wieder zurück. Brauchen wir nicht.

Speaker: Und schauen uns aber mal soziale Medien an. Jetzt gibt es ja da auch wieder unterschiedliche Szenarien. Es könnte ja trotzdem sein.

Speaker: dass quasi bei diesen sozialen Medien, du hast vorher Demokratie, Polarisierung angesprochen, dass auch ohne KI die Polarisierung immer weiter fortschreitet.

Speaker: weil keine KI irgendwelche Beiträge prüft.

Speaker: und algorithmisch.

Speaker: dass die sozialen Medien zu einem viel, viel, viel schlimmeren Ort

Speaker: werden, weil wir uns da einfach noch mehr die Köpfe einhauen. Unsere Beiträge sind zwar nicht KI generiert,

Speaker: Aber...

Speaker: Das wird trotzdem so eine Welt, wo man sagt, okay, es gibt zwar keine KI mehr,

Speaker: Aber trotzdem soziale Medien, ganz fies. Funktioniert nicht.

Speaker: Gegenseitiger Hass, beleidigende Kommentare und so weiter und so fort. Ja, das verstehe ich.

Speaker: Ja.

Speaker: Die Frage wäre aber ja auch, wie komme ich denn überhaupt an neue Accounts?

Speaker: Weil mir schlägt es ja dann gar nichts mehr vor.

Speaker: Ich müsste ja dann über mein Netzwerk, so wie wir uns jetzt nicht über die KI kennengelernt haben, sondern weil jemand gesagt hat, hey, kennst du den Tobias? So würde das ja dann wahrscheinlich auch laufen. Das ist ja dann die Frage, hat dann so ein Hass überhaupt die Möglichkeit, sich so krass auszubreiten?

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Weil wir stellen ja auch fest, dass du dieser Internet hast oder diese, wenn ich jetzt einen bösen Kommentar schreibe, das mache ich ja in der Regel nicht unter meinem Klarnamen bei meiner besten Freundin, sondern bei irgendwelchen wildfremden Menschen im Internet, die mich halt in irgendeiner Art und Weise nerven oder triggern oder wie auch immer. Und da denke ich mir, da haue ich jetzt mal einen rein und in der Regel auch ja mit einem Fake -Account. Wie komme ich überhaupt da dran? Das wäre ja dann die Frage.

Speaker: Wie spielt es mir denn die anderen überhaupt aus?

Speaker: Ja, könnte man sich, also

Speaker: Könnte eine mögliche Zukunft sein, dass quasi Accounts nur noch, also dass du deine Follower oder Menschen, mit denen du vernetzt bist, dass das nur noch über persönliche Empfehlungen geht?

Speaker: keine Ahnung, stell dir vor.

Speaker: um quasi einen Account zu deinem Netzwerk hinzuzufügen, ist die Bedingung, ihr müsst euch einmal im Real Life persönlich getroffen haben. Das wäre schön.

Speaker: Genau. Und du hast dann den QR -Code und erst dann bist du quasi auf diesem sozialen Medium.

Speaker: Vernetzt.

Speaker: So und dann sagst du, ja habe ich schon mal persönlich kennengelernt, also dadurch sinkt aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich dem mal irgendwie einen richtig blöden, fiesen...

Speaker: Bruch.

Speaker: Ja. Drücke.

Speaker: Das stimmt. Würde aber allerdings auch bedeuten, diese Zukunft, wenn man das jetzt mal weiterspinnt, ich könnte jetzt nicht mit Menschen, keine Ahnung, in Australien vernetzt sein. Außer ich war da.

Speaker: Genau, außer ich war zufällig da. Also das würde natürlich auch...

Speaker: heißen.

Speaker: Perspektiven von Menschen, die vielleicht einem komplett anderen Kulturkreis angehören, würden jetzt nicht mehr in quasi mein Leben so leicht kommen, weil ich halt nicht irgendwie das Insta -Reel sehe aus einem komplett anderen Lebensrealität, Tagesablauf.

Speaker: Und würde vielleicht auch wieder dafür sorgen, dass unsere Perspektivenvielfalt so ein bisschen darunter leidet, weil man halt so unter unseresgleichen.

Speaker: Ja, das stimmt, das wäre vielleicht eine Gefahr. Andererseits denke ich mir, es ist vielleicht auch gar nicht mal so schlecht, sich wieder mal mehr auf sich selber zu besinnen, so auf sein eigenes.

Speaker: Oft, dass wir das voranbringen, dass wir nicht sagen, okay, ja, was machen wir halt natürlich gerne. Ja, Deutschland, der Standort wird teuer. Wir verlagern alle Produktionsstätten irgendwie ins Ausland und versuchen uns nochmal zu optimieren. Alles muss billiger werden. Der Mensch ist quasi nichts mehr wert, weil wenn wir ihn halt nicht mehr brauchen, dann schmeißen wir ihn raus. Könnte auch eine Chance sein, dass wir sagen, ja, wir besinnen uns wieder mehr auf die Menschen, die wir kennen, auf das Umfeld, auf die Region. Ich versuche mir wieder mehr Leute zu suchen.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: die bei mir arbeiten, die vielleicht auch dann zu mir in mein Büro kommen oder in meine Produktionsstätte und wir

Speaker: generieren wieder so ein bisschen mehr Power aus der eigenen Kapazität, aus dem eigenen Potenzial.

Speaker: Genau, also das könnte ja quasi dieses eine Szenario sein. Die KI verliert an Bedeutung. Wir haben jetzt ein ganz extremes aufgemacht, wo wir sagen, okay, die KI wird komplett abgeschaltet, sogar aus unserer Erinnerung gelöscht, dass keine auf die Idee kommen, mal wieder sowas irgendwie neu zu erfinden.

Speaker: Aber nehmen wir mal ein weniger Radikales und sagen, okay, die KI verliert wieder an Bedeutung, die Leute sind ein bisschen müde geworden, dieser Anfangshype ist vorüber. Das war ganz nett damit zu spielen, aber irgendwie sagt man, naja, eine Welt nur noch mit KI, das ist irgendwie auch nicht unser...

Speaker: Der Mensch gewinnt wieder mehr an Bedeutung. Das könnte jetzt so ein mögliches Szenario sein.

Speaker: sein, was wir jetzt mal aufgemacht haben. Es geht dann wieder mehr in die Mitte. Ich sehe bei dir die Augen schon so ein bisschen leuchten. Das wäre für dich eher Utopie. Das gefällt dir so ein bisschen besser. Ja, das gefällt mir schon viel, viel besser.

Speaker: Also es würde mir schon viel, viel besser gefallen, wenn wir wieder mehr den Mensch und die menschliche Kompetenz und auch den Wert von Verbindung.

Speaker: in den Fokus rücken würden. Also echter Verbindung von Menschen zueinander. Genau. Und jetzt sind wir an dem Punkt angekommen, in so einem Prozess, wo ich dann sage, okay, Zukunftsgestaltung. Jetzt haben wir mal unterschiedliche Zukunfte quasi skizziert. Also diese Eistüte, du erinnerst dich? Ja. Wir haben quasi mal, was da oben so im Rand alles möglich ist, haben wir jetzt quasi mal aufskizziert. Bei manchen sagt man, ja, das klingt total unrealistisch.

Speaker: Aber nur weil es unrealistisch klingt, heißt nicht, dass es nicht möglich sein kann? Ja, ja.

Speaker: Und du hast jetzt für dich so aus diesen unterschiedlichen Szenarien Dinge, die du quasi rauspickst, wo du sagst, das wäre schon wünschenswert. Also das würde mir schon gefallen, wenn es so wäre.

Speaker: Ja.

Speaker: Und jetzt kann man quasi hergehen und kann sagen, okay, das ist meine wünschenswerte Zukunft. Also ein bisschen von hier, ein bisschen von da, ein bisschen von da. Und dann kann man sich überlegen, okay, von dieser Zukunft, die es noch nicht gibt.

Speaker: Oder die noch so eine Weile weg ist. Was kann ich heute tun, um mich quasi dieser möglichen oder dieser wünschenswerten Zukunft so ein Stück näher zu bringen?

Speaker: Du könntest zum Beispiel sagen bei dem Thema...

Speaker: Social Media, bevor ich auf LinkedIn irgendjemand eine Anfrage schicke. Ich versuche die Leute immer persönlich

Speaker: Ich versuche rauszufinden, wo kann ich die treffen, wo kommen die her. Ich schaue, okay, der Tobias, der ist ab und zu mal mit einer Bettina Schlüter unterwegs. Meine Kollegin, ach, die arbeitet da zufällig im...

Speaker: Im Atem.

Speaker: bei euch und würde es dann Bettina ansprechen und sagen, Mensch, mit dem Tobias würde ich mich gerne vernetzen, aber ich habe mir so dieses Prinzip auferlegt, ich will die Leute erstmal im Real Life treffen.

Speaker: Wann kommt denn der mal wieder? Mit dem würde ich gerne mal ein paar Worte wechseln, bevor wir uns auf LinkedIn.

Speaker: vernetzen.

Speaker: Ja, genau, das könnte ein mögliches Szenario sein.

Speaker: Genau. Und dann machst du das, weil das ist ja jetzt nichts, was du nicht machen könntest. Das ist ein bisschen Aufwand, vielleicht ein bisschen Verhaltensänderung und sprichst darüber. Und jemand anderes sagt, Mensch, das ist aber cool.

Speaker: Das ist eine richtig, richtig gute Idee. Ich könnte das auch mal machen. Da gibt es vielleicht eine zweite Person, die sagt, Mensch, ich mache das in Zukunft auch so.

Speaker: Und da wird plötzlich so eine Zukunftsrealität, weil es immer mehr Menschen gibt, die sowas nachahmenswertes...

Speaker: auch so machen. Und so

Speaker: gestaltet man Zukunft. So machen wir das auch mit Unternehmen und Organisationen. Wir suchen die Leute, die Bock auf so eine wünschenswerte Zukunft haben. Wir versuchen herauszufinden, was so ein gemeinsamer Nenner für so eine wünschenswerte Zukunft ist.

Speaker: Und fängt dann an, wirklich ins Tun zu kommen, ins Machen. Was ist so ein erster Prototyp? Was ist so ein erster Schritt?

Speaker: und versucht darüber quasi die Zukunft ins...

Speaker: In die Gegenwart.

Speaker: zu bringen und die schon anfangen zu lassen.

Speaker: Ja, finde ich sehr, sehr spannend, weil ich kann mir vorstellen, wenn du so einen Prozess mit einem Unternehmen machst, also wahrscheinlich sind...

Speaker: Ich habe tausend Fragen, aber das ist vielleicht auch was, was wir im Nachgang noch klären können.

Speaker: Weil ich glaube, viele haben auch ein bisschen...

Speaker: Ich will nicht sagen.

Speaker: aber schon zu haben Vorbehalte, wenn du sagst, ja, wir machen da mal so Zukunftsszenarien auf. Wir spinnen da jetzt einfach rum und dann nehmen wir uns das raus, was wir haben wollen. Das klingt ja auch so ein bisschen so nach Hokuspokus vielleicht oder nach so ein bisschen, naja, aber von was reden die denn? Das kennen wir. Ich bin ja auch im Bereich der Organisationsentwicklung unterwegs. Es klingt dann so ein bisschen nach Wünsch dir was Zukunft. Aber trotzdem.

Speaker: Das hat man ja jetzt auch super leicht gesehen.

Speaker: Das ist...

Speaker: dass wir uns da ja Dinge rausnehmen können. Zum Beispiel könnten wir jetzt auch, wir haben das ja jetzt nur ganz, ganz kurz einmal gemacht.

Speaker: Aber ich kann mir ja jetzt auch zum Beispiel rausnehmen, wie sieht denn überhaupt die Zukunft der Arbeit für mich aus, als Organisation oder als Mensch und das ist ja auch das, wo ich sage, da arbeiten wir ja mit dem Podcast auch hin zu sagen, wir wollen den Mensch mehr in den Fokus stellen oder auch in der Arbeit bei Atem und in der Akademie zu sagen.

Speaker: Der Mensch braucht einen anderen Stellenwert bei euch im Unternehmen wieder. Und der Mensch an sich in der Gesellschaft braucht auch wieder einen anderen Stellenwert. Wir brauchen wieder mehr Verbindung zueinander. Wir müssen aufhören, uns immer nur...

Speaker: zu schreiben, sondern vielleicht rufen wir uns öfters an. Das ist ja eigentlich schon der erste Step.

Speaker: für mehr Verbindung ist zu sagen, ich ruf mal an.

Speaker: Oder ich treffe mich viel, viel mehr wieder im richtigen Leben und komme weg von dem Homeoffice -Remote -Arbeiten, sondern wir schaffen wieder mehr persönliche Begegnungsstätten. Das ist ja so ein bisschen meine Passion.

Speaker: Vielleicht auch Mission, wo ich sage, das kann ich ja dann aus dem, was wir gerade gemacht haben, auch ableiten sozusagen.

Speaker: Um auf deine Frage einzugehen, wo du sagst, okay, welche Vorbehalte oder welche Hürden gibt es da? Ich meine, die erste große Hürde ist...

Speaker: überhaupt mal aus dem Tagesgeschäft quasi auszubrechen und zu sagen, ich nehme mal die Zeit, mich mit der Zukunft der Organisation zu beschäftigen. Das passiert typischerweise oft vielleicht mal in so einem Strategieprozess am Anfang des Jahres, wo man sich vielleicht zu Ziele setzt.

Speaker: Aber das passiert nicht so oft, dass man sich mit der Zukunft beschäftigt, weil das Tagesgeschäft halt immer sehr...

Speaker: Es gibt immer...

Speaker: Und wie du sagst, es ist ein bisschen Spielerei.

Speaker: Und erstmal kommt vielleicht weniger konkretes, also da ist weniger Belohnung drin, als wie das Tagesgeschäftsproblem, was ich gerade gelöst habe. Das ist so eine Hürde. Dann die andere ist so dieses Rum.

Speaker: Spinnen.

Speaker: Das haben wir irgendwie über die Jahre so abtrainiert bekommen. In der Schule, keine Ahnung,

Speaker: du bist doch ein Träumer, das ist doch überhaupt nicht realistisch, weil ja jetzt da schon Dinge dabei waren, wo Leute vielleicht sagen, ja, aber jetzt bitte seid mir nicht böse, das ist doch total unrealistisch. Ja, die Wahrscheinlichkeit ist vielleicht nicht hoch, aber trotzdem ist es eine mögliche

Speaker: die es gibt. Also die ist nicht grundsätzlich mal...

Speaker: Und das ist so ein bisschen eine Barriere zu sagen, ich beschäftige mich mit Dingen.

Speaker: Wo man sagt, ist das realistisch? Nicht. Ist das wahrscheinlich? Ja, nein. Also so aus unserem rationalen Denken, das ist tatsächlich so eine Barriere.

Speaker: Und auch so ein bisschen die psychologische Sicherheit kommt mit rein. Also sich zu trauen und zu sagen,

Speaker: Ich hau da jetzt einfach mal einen raus, wie ich es jetzt gemacht habe, wo ich sage, okay, vielleicht machen wir es wie bei Man in Black und löschen da unsere kollektive Erinnerung. Manche würden dann sagen, also sowas würde ich nie äußern, weil...

Speaker: Was denken denn die Leute von mir?

Speaker: Ich denke, die Leute jetzt von dem Tobias Leisgang, also der hat da ein bisschen ganz sauber irgendwie im Kopf. Der will uns alle verrückt machen. Genau, der erzählt da irgendwie einen völligen Hokuspokus. Und das ist schon eine Barriere, die Leute da hinzubringen, zu sagen, okay, wir spinnen jetzt einfach mal.

Speaker: Brumm.

Speaker: Und gleichzeitig hilft es aber, sich damit zu beschäftigen und auf so mögliche Zukunft vorzubereiten. Weil wenn es denn mal in so eine Richtung geht, dann kann ich sagen, da habe ich mir schon mal Gedanken drüber gemacht.

Speaker: Wir wissen schon als Organisation, wollen wir das, wollen wir es nicht. Oder was davon wollen wir und was wollen wir davon nicht. Ja, weil du beschäftigst dich ja dann schon eher mit realistischen Szenarien. Genau. Als Organisation. Du gehst natürlich vielleicht rein und sagst, okay, was wäre wenn und dann schau mal und das wäre doch total verrückt. Und dann aber auch mit etwas, wo du sagst, okay, das ist total realistisch.

Speaker: dann verfolgst du ja eher die, wo du sagst, okay, ist diese vier Möglichkeiten, so könnte unser Geschäft in den nächsten Jahren auch aussehen.

Speaker: Und was davon ist für uns aktuell, nach der aktuellen Situation etwas, wo wir sagen, danach wollen wir jetzt erstmal greifen?

Speaker: Aber ich weiß halt dann, wenn das andere kommt, habe ich vielleicht auch schon mal drei Schritte weiter gedacht. Ich meine, das ist ja im Grunde genommen auch das, was uns in so einer Pandemie...

Speaker: geholfen hätte, hätten wir es vielleicht einmal vorher durchgedacht, dass es hätte passieren können, dann wäre es, glaube ich, leichter gewesen. Absolut. Und es gibt es. Es gibt es, ja. Es hat mir jemand auch erzählt, dass man

Speaker: so Szenarien durchgedacht hat und dann sich für die Pandemie nicht entschieden hat, sondern was anderes durchdacht hat. Aber ich habe das nur irgendwo mal gelesen. Genau, aber es gibt Forschung dazu, wenn du das tust, reagierst du quasi, wenn so ein Ereignis eintritt.

Speaker: Hast du weniger Angst, du bist resilienter, du bist da, weil du sagst,

Speaker: Das ist jetzt nicht komplett...

Speaker: komplett neu. Ich habe zumindest sowas schon mal durchdacht.

Speaker: Auch, also selbst wenn wir die allerschlimmsten Dystopien und Horrorszenarien durchspielen, es nimmt trotzdem, also es war schon immer so, dass es der Zukunft so ein bisschen den Schrecken genommen hat, weil die Leute dann danach sagen.

Speaker: Naja, wir haben ja schon mal ein paar Dinge durch. Also so viel Angst vor der Zukunft habe ich nicht mehr, weil wenn das passiert, wir haben zumindest mal zwei, drei grobe Ideen, was wir tun können oder wie wir es jetzt vorher hatten. Das ist zwar eine Dystopie, aber da gibt es so ein Element, was gar nicht so schlecht ist. Also das wäre sogar gut, wenn das kommt und das andere...

Speaker: Naja, wir haben ja die Möglichkeit, also wie man jetzt vorhin gesagt hat, da merken die Leute plötzlich, ja stimmt, also wir hätten ja eigentlich die Möglichkeit, das Zeug abzuschalten auch. Wenn wir alle kollektiv sagen, das ist überhaupt keine wünschenswerte Zukunft, hätten wir ja quasi die Möglichkeit, das abzuschalten. Na klar.

Speaker: Und ich glaube, das mache ich eigentlich für mich selber auch so im Kleinen ganz oft, wenn ich bei so Situationen, bei Unwegsamkeiten, dann denke ich auch so den Best - und den Worst -Case durch. Das ist im Grunde genommen ja das Gleiche. Weil du dann genau weißt, wenn mir das jetzt passiert, dann weiß ich, was ich vielleicht mache oder wie ich damit umgehe. Und ich denke, im privaten Kontext muss man das...

Speaker: Vielleicht nicht so intensiv machen, kann man vielleicht auch machen, wenn man jetzt super ängstlich oder so.

Speaker: ein ängstlicher Typ ist, kann man sowas vielleicht auch mal durchdenken, wenn es einem Sicherheit gibt. Aber vor allem in beruflichen Situationen. Also wenn man jetzt zum Beispiel sagt, ich muss auf eine Bühne, dann kann man ja auch mal die schlimmsten Szenarien einmal durchdenken. Zum Beispiel, ich habe ein Blackout. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Was mache ich dann? Nehme ich mir jemanden mit, der dann irgendwie auf die Bühne kommt und mich kurz runterholt? Wie finde ich wieder zurück zum Beispiel? Und das kann mir auf jeden Fall super gut helfen.

Speaker: damit auch umgehen zu können.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Also wir haben jetzt schon mal alle Szenarien durchgemacht, also die wir jetzt gerade eben uns vorgestellt haben. Dann hast du gesagt, okay, ich picke mir das raus, wo ich sage, das wäre für mich schön. Genau, wünschenswerte Zukunft ist der Begriff. Genau, wünschenswerte Zukunft. Was du dann ja machst, also wenn ich das jetzt nur für mich mache, aber auch für eine Organisation, was ist so der nächste Step noch? Was kommt dann noch?

Speaker: Genau, der nächste Step wäre jetzt quasi, okay, wie kann ich in der Umsetzung?

Speaker: Also was sind quasi die nächsten Schritte, um dieser wünschenswerten Zukunft näher zu kommen? Was muss ich tun? Was sind Aktionen? Was ist vielleicht das Produkt, was das unterstützen würde? Ich habe am Anfang gesagt, ich arbeite oft im Produktkontext. Ich habe von den Artefakten erzählt. Ich habe vielleicht dieses Artefakt.

Speaker: gebaut im Rahmen eines Workshops und dann gehe ich raus.

Speaker: Und dann zeigst du zum Beispiel den Kunden, um zu überprüfen.

Speaker: Ist es wirklich auch für meine Kunden zum Beispiel?

Speaker: wünschenswert und dann kann ich wieder nachjustieren.

Speaker: Dann ist es immer so ein iterativer Prozess, wo ich sage, ein Teil der Organisation macht sich da schon mal auf den Weg, gestaltet diese neue Zukunft.

Speaker: Es kann auch ein neuer Prozess sein, gestalte diesen neuen Prozess, dann überprüfe ich nochmal, passt es, ist es wirklich so wünschenswert, wie gedacht, hat es vielleicht doch Begleiterscheinungen.

Speaker: Und dann kann ich wieder anpassen und dann komme ich quasi so schrittweise in eine Umsetzung. Genau, da können Methoden wie Design Thinking, Prototyping, also all die Themen so aus einem Innovationsmanagement, aber auch aus der Organisationsentwicklung, Change Management Transformation, all das sind so Werkzeuge, die in der Umsetzung der Realisierung von einer wünschenswerten Zukunft helfen.

Speaker: Mhm.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Wir sind schon fast am Ende.

Speaker: Hast du noch irgendwas, wo du sagst, das möchte ich am Ende noch mitgeben? Es gibt bestimmt viele Menschen, die sagen, ich habe echt ein bisschen...

Speaker: Angst oder...

Speaker: Sorgen, wenn ich in die Zukunft blicke. Wie ist es bei dir? Hast du da für uns vielleicht einen Tipp?

Speaker: wie wir da

Speaker: Vielleicht auch positiv.

Speaker: reingehen können, das Thema Zukunft.

Speaker: Also...

Speaker: Ich habe es ja vorher gesagt, wenn man sich damit beschäftigt, ja, das kann auf den ersten Blick so ein bisschen befremdlich sein. Ich kann nur jeden dazu einladen, sich mit dem Thema Zukunft zu beschäftigen.

Speaker: da mal zu irgendeinem Event hingehen. Ab und zu machen wir so Future Walks, wo wir quasi zu Fuß in die Zukunft reisen, um uns sowas vorzustellen.

Speaker: Und da gerne mal mitzumachen und ich kann versprechen, dass...

Speaker: da verliert die Zukunft, die Angst vor der Zukunft, verliert da wirklich so ein bisschen an

Speaker: an Schrecken, weil man sich eben die Dinge vorstellen kann.

Speaker: und so ein bisschen in die Zukunft reingespürt.

Speaker: Hat.

Speaker: Genau, das ist so meine Empfehlung.

Speaker: Und grundsätzlich kann ich sagen, auch auf dieses KI -Thema, vielen Menschen macht das Angst und die sagen, okay, wir leben in einer Zeit.

Speaker: Polykrisen ist so ein Stichwort.

Speaker: Gefahr durch KI, Herausforderungen. Ich sage immer, wenn man mal quasi die Chancen in all dem sieht, dann lebt man eigentlich in einer Zeit, wo es so viele Möglichkeiten gibt, quasi so eine Zukunft zu gestalten, wo wir die Werkzeuge haben, wo wir einfach Möglichkeiten haben, die Menschen vor 50 Jahren nicht hatten.

Speaker: Bei vielen Themen ist es so, dass sich Dinge einfach verbessert haben. Die erscheinen uns manchmal so, okay, wir haben da Probleme, aber wenn wir das mal so in dem Langzeit...

Speaker: ist es bei vielen Themen ist die Welt eine bessere geworden, wie sie noch vor 20, 30, 40, 50 Jahren waren. Und das ist für mich auch was, wo ich sage, das spendet total viel Zuversicht, weil die Welt an vielen Stellen eher besser als schlechter geworden ist. Wir blenden halt nur die negativen Effekte, wenn man in der Rückschau...

Speaker: Also das ist so ein bisschen der Rückschaufehler und deswegen erscheint uns manchmal so das Zurückliegende, die Vergangenheit.

Speaker: besser als das bis heute in der Gegenwart oder in der möglichen Zukunft ist. Aber das ist eigentlich nur so ein bisschen was, was unser Gehirn uns vorgaukelt. Wenn wir da mal ehrlich und rational drauf schauen, dann...

Speaker: Ist die heutige Zeit eigentlich...

Speaker: Besser als je zuvor. Wir haben mehr Möglichkeiten als je zuvor. Wir waren bei ganz vielen Themen.

Speaker: gute Fortschritte gemacht. Absolut.

Speaker: Absolut.

Speaker: Deswegen...

Speaker: Ein guter Abschluss, positiv bleiben. Genau, seid zuversichtlich.

Speaker: Ihr habt alle Möglichkeiten, da was Gutes zu gestalten.

Speaker: Vielen, vielen Dank für deine Zeit und die tolle Folge.

Speaker: Super.

Speaker: Gerne. Danke für die Einladung.

Speaker: Wie stehst du zu diesem Thema?

Speaker: Schreib's uns gerne in die Kommentare.

Speaker: Ich hoffe, du konntest was für dich mitnehmen und vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem unserer Workshops.

Speaker: Bis zum nächsten Mal, deine Karin.

Speaker: Bis zum nächsten Mal.

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