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#36 - Wieso du in deinem Job bleibst, obwohl er sich sinnlos anfühlt und dich unglücklich macht image

#36 - Wieso du in deinem Job bleibst, obwohl er sich sinnlos anfühlt und dich unglücklich macht

S1 E36 · The Embodied Coach
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31 Plays16 days ago

Du wachst morgens auf und spürst: Dieser Job nimmt dir mehr Leben, als er dir gibt.
Wenn deine Klientin keine Lust auf Bewegung hat, dann geht es oft nicht um Disziplin, sondern um ein Nervensystem, das längst im Überlebensmodus ist.

In dieser Folge sprechen wir darüber, warum so viele Frauen innerlich längst gekündigt haben, aber trotzdem feststecken. Du erfährst, was existenzielle Ängste, alte Beziehungsmuster und Selbstzweifel mit deinem Wunsch nach einem erfüllten Coaching Business zu tun haben und warum der nächste Schritt oft kleiner ist, als dein Kopf glaubt.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Du funktionierst, verdienst Geld, hältst durch, aber innerlich ist da längst eine leise Stimme, die sagt: „Das kann doch nicht alles gewesen sein.“

Natascha und Lena sprechen darüber, warum so viele Frauen in Jobs feststecken, die sie nicht erfüllen, obwohl sie sich nach Tiefe, Sinn und echter Wirksamkeit sehnen. Es geht um existenzielle Ängste, alte Versorgungswunden, Selbstzweifel, Imposter-Gefühle und die Frage, warum der Schritt ins eigene Coaching Business oft nicht nur strategisch, sondern vor allem körperlich und emotional herausfordernd ist.

Wenn deine Klientin keine Lust auf Bewegung hat, dann steckt darunter manchmal dieselbe Dynamik: Nicht Faulheit, sondern ein Nervensystem, das Schutz sucht. Genau hier beginnt traumasensibles Coaching. In dieser Folge verbinden wir Embodiment Coaching, somatisches Coaching, Ernährung & Coaching und die Frage, wie du dein Nervensystem regulieren kannst, um nachhaltige Entscheidungen zu treffen.

Du bekommst Einblicke in die Realität hinter einer Coaching Ausbildung, in Coaching bei emotionalem Essverhalten und in den Aufbau eines Business, das nicht aus Druck entsteht, sondern aus innerer Sicherheit. Besonders wertvoll ist diese Folge, wenn du dich fragst: „Wie baue ich mein Coaching Business erfolgreich auf?“ oder nach einer traumasensiblen Coaching Ausbildung für Frauen suchst.

Denn traumasensibles Coaching für Coaches und Therapeutinnen bedeutet nicht nur, andere zu begleiten, sondern auch dich selbst auf deinem Weg ernst zu nehmen.

Wenn du spürst, dass du nicht einfach nur oberflächlich Symptome coachen, sondern wirklich zu nachhaltigen Durchbrüchen begleiten willst: Trag dich jetzt auf die Warteliste für die Psychosoma Nutrition Coach Ausbildung ein. Für ein Coaching, das Tiefe hat. Und dich wirklich trägt: 👉🏻 Zur Warteliste & Webseite (Wir schicken dir den Link zu unserem Kalender per Mail zu, sobald wir Vorgespräche für die nächste Runde führen.)

Hier gehts zum Identitätstypentest: https://natascha-wilms.com/identtyp/

Folge uns auf Instagram @‌psychosoma-nutrition-institute, für Impulse, die dein Nervensystem nähren und deinen Weg als Coach begleiten.

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Transcript

Unzufriedenheit im Job und der Weg zum Coaching

00:00:00
Speaker
Vielleicht kennst du das auch, wenn du morgens aufwachst, deine Augen öffnest und dir schon so denkst, boah, es ist so sinnlos jetzt aufzustehen und wieder diesen Job zu machen, der mich eigentlich überhaupt nicht erfüllt.
00:00:12
Speaker
Viele Menschen haben innerlich schon Schluss gemacht mit ihrem Job, aber hängen wie so fest, weil sie einfach...
00:00:20
Speaker
nicht wissen, wie sie oder sich auch nicht zutrauen, wie sie ein Leben leben können, indem sie wirklich einen erfüllten, sinnerfüllten Job machen können.
00:00:29
Speaker
Und darüber sprechen wir heute hier, denn vielleicht denkst du auch genau deshalb darüber nach, als Coach tätig zu werden, weil du was Sinnvolles machen möchtest.
00:00:37
Speaker
Und wir freuen uns sehr, dich heute auch in unsere persönlichen Geschichten mit diesem Thema zu nehmen, denn auch wir haben diese Momente erlebt, in denen wir festgesteckt haben.
00:00:52
Speaker
Du willst ein erfolgreicher Coach sein, der seine Klienten durch echte Durchbrüche und nachhaltige Transformationen führt?
00:00:58
Speaker
Dann bist du genau richtig hier.
00:01:01
Speaker
Ich bin Natascha, seit über zehn Jahren erfolgreicher Coach mit eigenem Coaching-Business und über 500 begleiteten Menschen.
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Speaker
Und ich bin Lena.
00:01:08
Speaker
Seit über sieben Jahren begleite ich Menschen als Coach durch tiefgreifende Prozesse hin zu nachhaltigen Veränderungen.
00:01:14
Speaker
In diesem Podcast sprechen wir darüber, wie traumasensibles, körperzentriertes und nachhaltig wirksames Coaching wirklich funktioniert.
00:01:21
Speaker
Kein oberflächliches Tools-Gehabe, kein Druck, sondern Nervensystemwissen, Embodiment und eine Haltung, die den Themen deiner Klientin wirklich gerecht wird.

Einführung in den 'Embodied Coach' für Frauen

00:01:29
Speaker
Der Embodied Coach ist für Frauen wie dich.
00:01:31
Speaker
Mit großem Verantwortungsgefühl, mit einer Sehnsucht nach Tiefe und mit dem Wunsch, einen Unterschied in der Coaching-Branche zu machen.
00:01:38
Speaker
Hier bekommst du fundiertes Wissen, Insights aus unserem Coaching-Alltag und echte Inspiration für deinen Weg als Coach.
00:01:45
Speaker
Weil du spürst, es geht nicht um höher, schneller, weiter, sondern um echt, verbunden und tiefgreifend.
00:01:51
Speaker
Abonniere jetzt diesen Podcast und begleite uns auf dieser Reise.
00:01:55
Speaker
Zurück zum Körper, zurück zu dir und zu dem Coaching, das du dir selbst gewünscht hättest.
00:02:07
Speaker
Du hast uns immer wieder begegnet in unserer täglichen Arbeit mit unseren Coaches, was wir aber auch schon selbst total erlebt haben und was wir natürlich auch von voll vielen unserer Coach-Auszubildenden hören, ist halt dieses Thema, wenn man so feststeckt in so einem Job, den man irgendwie...
00:02:26
Speaker
Ja, wo man sich irgendwie fühlt, jetzt würde man jeden Tag was tun, was einen nicht erfüllt, was sich irgendwie sinnlos anfühlt.
00:02:33
Speaker
Hat man innerlich schon irgendwie Schluss gemacht, aber irgendwie schafft man diesen Schritt da auch nicht raus.
00:02:41
Speaker
Vielleicht auch aus Angst, dass das, was man gerne machen würde, nicht funktionieren wird, dass man das nicht schafft.
00:02:47
Speaker
Und ja, wir nehmen euch auf jeden Fall heute mal so ein bisschen mit auch,
00:02:53
Speaker
in unserem Prozess, die Geschichte, die wir so durchlebt haben.
00:02:59
Speaker
Das kann, glaube ich, ganz gut helfen und inspirieren und einfach auch zeigen, dass so ein Unternehmen, wie wir es jetzt hier aufgebaut haben, auch nicht ohne Widerstände einfach so da ist, weil man sieht ja ganz häufig so das Endergebnis beziehungsweise, ja,
00:03:15
Speaker
Man orientiert sich häufig an Menschen, die schon irgendwie da sind, wo man gerne hin möchte und bekommt sehr schnell das Gefühl, dass das alles einfach so da war und dass dieser ganze Weg, dieser Prozess, bis man überhaupt auch so diese Person vielleicht entdeckt hat und an der sich orientiert oder so, den kriegt man so häufig gar nicht mit.

Karriere im Konflikt mit persönlichen Träumen

00:03:37
Speaker
Und was da so im Hintergrund abläuft, bis man so auch sich aus einem Job befreien kann,
00:03:45
Speaker
der einen super belastet oder der einen auch unglücklich macht, total stresst und indem man unerfüllt ist.
00:03:54
Speaker
Ja, das ist, glaube ich, ein super wichtiges Thema.
00:03:57
Speaker
Und ich hatte gerade diese Woche, wir waren mit Freunden essen und auf dem Heimweg im Auto haben wir uns so unterhalten.
00:04:05
Speaker
Und der Freund von einer Freundin hat so erzählt, dass er irgendwie schon seit seiner Jugend den Traum hatte, Pilot zu werden.
00:04:15
Speaker
dass er dann auch in einer Pilotenausbildung, da gibt es keine staatliche Ausbildung dazu, man muss das dann irgendwo machen und dass er dann sehr früh einfach das schon gemacht hat und er nichts anderes gelernt hat und seitdem das macht und super happy damit ist und jeden Tag einfach Freude daran hat.
00:04:35
Speaker
Und dann haben wir auch so drüber gesprochen, wie...
00:04:39
Speaker
dass das halt überhaupt nicht die Regel ist.
00:04:41
Speaker
Also dass es eigentlich die Regel ist, dass Menschen jeden Tag einen Job machen, einfach nur um irgendwie Geld zu verdienen, um über die Runden zu kommen.
00:04:49
Speaker
Häufig einen Job machen, weil sie glauben, sie müssen den machen.
00:04:53
Speaker
Vielleicht auch irgendwie aus Statusgründen.
00:04:56
Speaker
Also ich habe schon so oft erlebt, dass
00:04:58
Speaker
ich mit Frauen im Coaching auch gearbeitet haben, die haben dann Jura studiert, weil schon die Eltern Jura studiert haben oder haben dann Medizin studiert, weil das irgendwie auch ein Stück weit einen gewissen Status bringt.
00:05:12
Speaker
Und dann so mittendrin merkt man dann, okay,
00:05:16
Speaker
Das macht mich eigentlich, es zerstört mich eigentlich, weil es nicht wirklich mir entspricht.
00:05:21
Speaker
Und dann ist es ganz häufig, fühlt es sich sehr schwer an, da wieder rauszukommen und überhaupt erst mal das zu finden für das, was man eigentlich hier ist oder was man bewegen möchte in dieser Welt.
00:05:33
Speaker
Und ja, ich glaube, es ist ein sehr, sehr wichtiges Thema.
00:05:37
Speaker
Ich freue mich sehr, was wir beide so machen.
00:05:40
Speaker
mit euch da draußen heute so erarbeiten oder besprechen können.
00:05:45
Speaker
Deswegen stellt uns gerne Fragen auch unten in den Kommentaren.

Einfluss sozialer Medien und familiärer Erwartungen auf die Berufswahl

00:05:49
Speaker
Wir wollen so transparent wie möglich sein.
00:05:51
Speaker
Wenn du dir den Podcast nachträglich anhörst, kannst du uns natürlich auch zu jeder Zeit einfach schreiben über unseren Instagram-Account psychosomarnutritioninstitute.de.
00:06:00
Speaker
Uns ist der Austausch da super wichtig, dass wir einfach von euch auch mal so ein bisschen mitbekommen, was für Fragen habt ihr, wo hängt ihr gerade fest und dann freuen wir uns natürlich auch, das hier aufzugreifen.
00:06:13
Speaker
Ja, ich glaube auch, dass das Thema wichtig ist, weil es so normal ist.
00:06:18
Speaker
Also es ist eigentlich ein sehr belastendes Thema und auch ein sehr, ich würde sagen, lebensenergieziehendes Thema, aber es ist auf eine Art normal,
00:06:29
Speaker
weil es einfach so viele Menschen teilen.
00:06:30
Speaker
Also es gibt schon einige Personen, die ich kenne, die ihren Job auch gerne machen, aber die Regel ist tendenziell,
00:06:38
Speaker
Ja, man muss halt irgendwo sein Geld verdienen und es ist, glaube ich, auch ein Trugschluss, darüber können wir auch sprechen, dass selbst wenn man macht, was einem Spaß macht, dann ist man auch nicht jeden Morgen top motiviert und denkt sich, boah, ich habe das beste Leben, sondern auch da gibt es ja Tage, wo, also wir sprechen da ja auch gelegentlich drüber, wo man morgens eben keine Lust hat oder fahrt.
00:07:01
Speaker
wo man auch mal am liebsten Urlaub hätte und so weiter.
00:07:03
Speaker
Das bleibt ja auf eine Art bestehen, was ja auch vollkommen in Ordnung ist.
00:07:07
Speaker
Nur dieses Grundgefühl, was da drunter mitschwingt, das ist einfach ein ganz anderes.
00:07:11
Speaker
Und wir schauen einmal darauf, wie kommt es eigentlich dazu, dass wir in diesen Strukturen so feststecken.
00:07:19
Speaker
Ich würde auch gern was dazu sagen, wie eben dieses Beziehungsverhältnis zur Arbeit, auch mit der Mutterwunde oder der Beziehungswunde frühkindlich oder in
00:07:29
Speaker
jüngster Kindheit zusammenhängen kann, muss nicht zwingend, aber ist halt häufig schon mal die erste Grundlage, weshalb wir auch vielleicht in Situationen oder Beziehungen oder Lebenssituationen stecken bleiben, aus denen wir uns eigentlich lösen wollen, dann aber sehr starke existenzielle Ängste entwickeln, wenn es darum geht, dann tatsächlich eine, also diese Beziehung zu beenden.
00:07:51
Speaker
Das kann man natürlich genauso auf Partnerschaften anwenden, aber genau, also ich glaube, das ist
00:07:56
Speaker
könnte sehr spannend sein, diese Perspektive darauf zu sehen, weil viele ja auch damit selbst zweifelnd in Kontakt kommen, zu sagen, wieso schaffe ich es nicht und ich will schon so lange gehen und die Leute, die nerven mich einfach nur noch und
00:08:08
Speaker
ich freue mich einfach nur noch auf den Urlaub und im Urlaub bin ich dann krank, weil ich einfach vorher die ganze Zeit mich so bearbeitet habe und wieso schaffe ich es nicht eigentlich trotzdem einfach, vor allen Dingen nicht, wenn ich dann bei Social Media sehe, dass jeder inzwischen ein Social Media Business hat und ein erfolgreiches Coaching und alles in ganz Sinn erfüllt und reisen ständig durch die Gegend und gehen in ihrer Freizeit mittags dann schon baden und so, das ist ja auch nicht die Realität, also
00:08:34
Speaker
Da können wir vielleicht heute mal so ein bisschen mit aufräumen, sag ich mal.
00:08:39
Speaker
Ja, voll, auf jeden Fall.
00:08:42
Speaker
Also ich glaube, wir haben gerade aktuell einfach ein riesiges Problem in unserer Gesellschaft, weil wir so gependelt sind von einem Extrem ins andere.
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Speaker
Also früher war es halt so, da hatte man nicht viel Wahlmöglichkeiten.
00:08:56
Speaker
Wenn ich mir so meine Großeltern anschaue oder
00:08:59
Speaker
vielleicht sogar auch noch meine Mutter, also da war nichts mit online so, online arbeiten oder so, da hast du halt geguckt, was gibt es in der Region.
00:09:11
Speaker
Es hatte sogar, also früher hat dann irgendwie mein Opa erzählt, dann bist du halt auch mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren, also müsste das irgendwie auch mit dem Fahrrad erreichbar sein.
00:09:19
Speaker
Das heißt, du warst halt so krass ortsgebunden,
00:09:23
Speaker
Und konntest eigentlich auch nur bei den Firmen, die irgendwie ansässig waren, eine Lehre machen, irgendwo im Handwerk vielleicht.
00:09:31
Speaker
Oder bist dann halt irgendwie in eine fremde Stadt gegangen zum Studieren, aber das war ja nicht die Regel.
00:09:37
Speaker
So, und...
00:09:39
Speaker
Das heißt, eigentlich sind wir von einem sehr eingeschränkten, du machst halt das, was zur Verfügung steht, weil irgendwas musst du machen.
00:09:49
Speaker
Wir haben uns zu einer Gesellschaft entwickelt, in der uns suggeriert wird, erstmal können wir alles machen und alles sein, was wir sein wollen und was wir machen wollen.

Innere Klarheit für die richtige Karrierewahl

00:10:03
Speaker
dass das nicht ganz so wahr ist, aber teilweise schon.
00:10:06
Speaker
Da können wir auch gleich nochmal drüber sprechen, dass man es ein bisschen differenziert betrachten muss, weil natürlich hat nicht jeder alle Möglichkeiten und muss sich die vielleicht auch nochmal anders erarbeiten, um Möglichkeiten zu schaffen.
00:10:21
Speaker
Aber trotzdem ist es halt auch so ein bisschen so,
00:10:25
Speaker
dass dieses, je mehr Freiheit ich im Außen habe, desto klarer muss ich eigentlich innerlich sein, wer bin ich eigentlich und was möchte ich machen.
00:10:36
Speaker
Weil ich eben im Außen nicht mehr eingeschränkt werde und die Wahlmöglichkeit habe, aber wer die Wahl hat, hat die Wahl, sagt man ja so schön.
00:10:45
Speaker
Und jetzt trifft diese Wahlmöglichkeit häufig aber auch völlig selbstentfremdete Menschen, die gelernt haben, dass sie in dieser Gesellschaft oder auch für die Eltern oder Bezugspersonen oder auf eine gewisse Art und Weise zu sein haben, um Anerkennung zu bekommen, um Liebe zu bekommen, um Versorgung zu bekommen.
00:11:03
Speaker
Und man wächst ja auch in diese Strukturen so rein.
00:11:07
Speaker
Also es ist ja häufig auch nicht mal...
00:11:10
Speaker
So, dass man sich dann früh die Frage stellt, was will ich eigentlich, wenn man auch schon sehr früh Erwartungen spürt.
00:11:21
Speaker
Also ich nehme mal ein Beispiel, ich habe meine Frau begleitet im Coaching, die ist mit einem kranken Papa aufgewachsen und hat sehr früh die Erwartungen gespürt, wenn sie mal Ärztin ist, dann findet sie eine Lösung für dieses Problem.
00:11:37
Speaker
Problem.
00:11:38
Speaker
Und es wurde tatsächlich teilweise auch ausgesprochen.
00:11:41
Speaker
Und dann war halt ganz klar, sie studiert Medizin und sie wird irgendwann, wird sie ihrem Papa helfen können.
00:11:48
Speaker
Das war so der unterbewusste Mechanismus, der da so drinsteckt.
00:11:51
Speaker
Und dann irgendwie Jahre später nach dem Studium fand sie sich halt vor in einem total toxischen Arbeitsumfeld, im Krankenhaus, in dem sie ständig über ihre Grenzen gehen musste, ums Überleben gekämpft hat, Kinder zu Hause hatte, ein Partner zu Hause hatte, ein Haus zu Hause hatte und
00:12:07
Speaker
gefühlt alles hatte, was sie sich so irgendwann mal vorgestellt hat.
00:12:10
Speaker
Ein Studium, einen angesehenen Beruf, ein Partner, Kinder, ein Zuhause, ein wunderschönes Zuhause mit einem Garten, mit vielen Tieren.
00:12:20
Speaker
Und trotzdem war sie völlig fertig und total unglücklich und hat mit emotionalem Essen gekämpft und allem Möglichen.
00:12:27
Speaker
Und dann wachst du natürlich irgendwann auf und dann stellst du halt fest,
00:12:33
Speaker
eigentlich kam das gar nicht aus mir heraus.
00:12:37
Speaker
Und das ist gerade, glaube ich, die Schwierigkeit, die wir haben.
00:12:41
Speaker
Weil wenn ich mich an nichts habe, woran ich mich innerlich orientieren kann, dann orientiere ich mich sehr stark an die Erwartungen der Gesellschaft oder an den Erwartungen und auch Begrenzungen der Bezugspersonen.
00:12:56
Speaker
Und übernehmen natürlich auch ganz stark die Ängste.
00:13:00
Speaker
Also das war zum Beispiel auch bei mir so, dass ich mich habe gar nicht getraut zu wagen, zu träumen, dass es irgendwie anders für mich möglich ist.
00:13:10
Speaker
Also ich habe ja auch ganz früh...
00:13:15
Speaker
bei meiner Mutter im Beautysalon die Lehre angefangen.
00:13:22
Speaker
Und da war irgendwie so ein, da war natürlich auch die Dynamik da, da zu bleiben zu müssen, auch für die Mama mitzusorgen und so weiter.
00:13:31
Speaker
Das war dann auch noch verstrickt, weil ich dann auch noch im Familienunternehmen war.
00:13:36
Speaker
Aber so überhaupt,
00:13:38
Speaker
das Vertrauen darin zu haben, das geht auch anders für mich und ich kann auch nochmal, auch wenn ich schon eine Ausbildung gemacht habe, einen anderen Weg einschlagen und nein, es ist kein Versagen, dass man nicht bei dem bleibt, was man ursprünglich gelernt hat.
00:13:55
Speaker
Also das muss man erstmal aufmachen, auch in sich, öffnen und
00:14:00
Speaker
Das hat mich persönlich mit krassen Ängsten in Kontakt gebracht.
00:14:04
Speaker
Und das waren nicht nur meine eigenen.
00:14:06
Speaker
Das waren auch die Ängste von meinem Umfeld, die ich einfach sehr tief in mir integriert hatte.
00:14:13
Speaker
Von wegen, die Welt da draußen ist gefährlich.
00:14:15
Speaker
Für mich ist nur so und so viel möglich.
00:14:18
Speaker
Für alle anderen geht das, nur für mich nicht.
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Speaker
Da musste ich schon echt mit mir sitzen.
00:14:26
Speaker
Also das...
00:14:29
Speaker
Weißt, wie diese Entscheidung war von, ich beende jetzt diesen Berufsweg nach zehn Jahren, obwohl ich eigentlich nach dem zweiten Lehrjahr schon wusste, das will ich nicht ewig machen.
00:14:42
Speaker
Ich beende das jetzt und ich gehe voll rein in das, was ich wirklich fühle, nämlich mein Coaching-Business.
00:14:50
Speaker
Boah, da habe ich bestimmt drei Wochen, ich weiß nicht, ich kann mich erinnern an Spaziergänge, wo ich echt gedacht habe, ich werde nicht mehr.
00:14:58
Speaker
Ich will einfach nur raus aus meiner Haut und raus aus dieser Situation, weil es so eng wurde.
00:15:04
Speaker
Es war wirklich wie so eine Geburt und die war nicht nur angenehm.
00:15:08
Speaker
Es war auch scheißeng und ich dachte mir so, oh mein Gott, ich konnte nicht zurück.
00:15:13
Speaker
Ich konnte aber auch teilweise nicht vor, weil einfach die Angst so groß war, was kommt, was mich dann erwartet.
00:15:20
Speaker
Und im Endeffekt bin ich so froh.
00:15:22
Speaker
Ich bin so froh, dass ich diesen Prozess durchgemacht habe, keinen Rückzieher gemacht habe.
00:15:29
Speaker
Ja, genau.
00:15:30
Speaker
Aber das ist, glaube ich, so die Situation, in der viele sind und viele auch stecken bleiben.

Übergang zu einem erfüllenderen Beruf

00:15:35
Speaker
Ja, glaube ich auch.
00:15:38
Speaker
Ich glaube, dass dieser Aufwachmoment für viele mit der schlimmste Moment ist, weil es natürlich leichter ist, in so einem
00:15:48
Speaker
... oder auch in einem Job zu sein oder in einem Leben zu leben, wo die, ich nenne es mal Abwehrstrategien, noch groß genug sind, das Gefühl zu haben, das entsteht aus mir heraus.
00:15:58
Speaker
Wenn dann der Moment kommt, wo dieses Gefühl kommt von, boah, eigentlich ist das gar nicht meins und vielleicht habe ich das immer nur gemacht, weil jemand anderes wollte, dass ich das mache, dann
00:16:09
Speaker
und habe gleichzeitig aber keinen Referenzwert in mir, der mich zu etwas hinführt, dass ich sage, ich wollte jetzt immer schon das machen und jetzt ist endlich der Zellpunkt gekommen, sondern es ist wie so eine gähnende Lehre von, okay, aber was ist dann die Alternative für mich?
00:16:25
Speaker
Ist das, glaube ich, für viele ein noch qualvollerer Moment, weil eben
00:16:32
Speaker
neben dem Aufwachmoment noch keine Lösung da ist.
00:16:35
Speaker
Und für viele ist diese Zeit, bis dann sich was Neues auftut und sich innerlich auch dann etwas dahin bewegt, rauszufinden, was wird mir denn gerechter und was wäre denn am ehesten das, was ich machen möchte und was kann ich tun, um die Ängste, die mich davon abhalten, zu lösen.
00:16:51
Speaker
Dieser Weg, der dauert ja dann auch noch mal,
00:16:53
Speaker
bei vielen Monaten bis vielleicht sogar Jahre.
00:16:56
Speaker
Und das sind natürlich dann nochmal Phasen, die einerseits zwar mehr Energie bereitstellen, weil eine andere Motivation da ist, auf der anderen Seite aber auch enorm viel Energie zieht durch die Ängste und häufig ja auch schon zu einem Zeitpunkt kommt, wo Energie schon fast gar nicht mehr da ist und der Körper sagt so, jetzt kann ich aber nicht mehr.
00:17:13
Speaker
Und das ist natürlich einfach, das darf man nicht unterschätzen und ich glaube auch, dass
00:17:18
Speaker
Da Menschen generell sehr unterschiedlich sind, also ich glaube, wir beide, wir sprechen ja auch regelmäßig drüber, sind da ja auch sehr unterschiedlich.
00:17:26
Speaker
Also bei mir war es sowohl bei Beziehungen als auch bei Jobs immer so.
00:17:31
Speaker
Am besten gehen konnte ich, wenn es eine Sicherheit gab, dass danach nicht eine schwarze Leere, ein großes Loch kommt, sondern...
00:17:39
Speaker
dass danach schon etwas in Aussicht ist, was mich definitiv nicht existenziell betreffen wird.
00:17:47
Speaker
Ob das dann der schönste, der tollste Job ist, den ich mir vorstelle, war mir dann ehrlich gesagt erst mal egal.
00:17:53
Speaker
Mir ging es erst mal darum, Gott sei Dank, dann kann ich zumindest wieder was tun.
00:17:58
Speaker
Also für mich war die schlimmste Zeit die Arbeitslosigkeit.
00:18:01
Speaker
Viele haben gesagt, Lena, du hast so viel gearbeitet, mach doch mal, dann nimm dir doch die Zeit.
00:18:06
Speaker
Entspann dich doch mal dabei.
00:18:08
Speaker
Du hast da ja auch reingezahlt und ich habe ja auch dann noch die Klienten weitergeführt von dem Job davor und ich hatte gar nicht so viel Freizeit, aber dieses Gefühl von, ich weiß nicht, was kommt jetzt danach und was tut sich auf und was für einen Job muss ich vielleicht nachher annehmen und auch dieses Gefühl, ich hatte auch so ein Schuldgefühl, nicht mal dem System gegenüber oder dem Staat gegenüber oder wie auch immer, sondern eher so,
00:18:36
Speaker
Ich habe mich so nutzlos gefühlt.
00:18:38
Speaker
Also am Wochenende gar kein Problem, aber wenn die anderen gearbeitet haben und ich hatte keinen festen Job, dann dachte ich mir so, ey,
00:18:46
Speaker
was mache ich ja eigentlich die ganze Zeit und es kann doch nicht sein, dass ich keine Zusage bekomme für einen Job.
00:18:52
Speaker
Ich bin motiviert, ich bin sympathisch, ich kann doch was, also wo ist das Problem?
00:18:56
Speaker
Das hat voll viel mit meinem Selbstwert gemacht.
00:18:58
Speaker
Und dann kam ja irgendwann dann, hat sich ja dann das Jobangebot aufgetan, noch bevor wir zusammengearbeitet haben näher.
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Speaker
Und ich wusste ab dem ersten Moment, dass das nicht der Job ist, der mich glücklich machen wird.
00:19:11
Speaker
Aber er war besser, als nichts zu haben.
00:19:14
Speaker
Ich wusste, dass ich damit natürlich auch mehr verdienen werde als in der Arbeitslosigkeit.
00:19:19
Speaker
Und ich konnte auch das machen, was ich wollte, in Anführungsstrichen.
00:19:22
Speaker
Also ich konnte trotzdem coachen und Menschen begleiten, was schon mal cool war.
00:19:26
Speaker
Und in dem Bereich auch gar nicht so häufig vorkommt, gerade nicht in Anstellungsverhältnissen.
00:19:31
Speaker
Und das war dann wiederum auch der andere Teil, der mich lange Zeit davor abgehalten hat, dann quasi zu gehen, weil ich so dachte, ja, okay, Lena, aber...
00:19:40
Speaker
Du kannst machen, was du gern machst, du wirst gut bezahlt und so schlimm ist es doch auch nicht und so weiter.
00:19:46
Speaker
Also es waren ganz viele Dinge, die sich davor geschoben haben über den Impuls, der eigentlich...
00:19:53
Speaker
ich würde sagen, so ein halbes Jahr, bevor ich dann final gekündigt habe, schon da war und gesagt habe, boah, eigentlich willst du es gar nicht mehr machen und du willst nicht ständig per Telegram verfügbar sein und irgendwie ist das auch nicht die Art von Coaching, die du machen möchtest und du musst sauviel zurückhalten, um das zu machen, was du da machst, weil einfach das andere Spektrum anwissen und so weiter einfach nicht gefragt war, was ja gar nicht schlimm ist, aber es passte dann einfach nicht und
00:20:20
Speaker
Deswegen kann ich jeden nachvollziehen, der lange in so Situationen stecken bleibt.
00:20:23
Speaker
Ich kann aber auch sehr gut das Gefühl nachvollziehen, was das einem körperlich und emotional abverlangt, es trotzdem zu tun, insbesondere wenn man nicht auf die Lösung zurückgreifen möchte, sich einfach krank zu schreiben, weil das war für mich damals ehrlicherweise keine Option, weil ich wollte diesen Stempel von ich bin zu krank zum Arbeiten nicht haben, weil das stimmte auch nicht.
00:20:46
Speaker
Und das war dann nochmal schwieriger, weil ich innerlich ja wusste, ja, das baue ich mir gerade auch selber.
00:20:50
Speaker
Ich bin dafür auch mitverantwortlich.
00:20:53
Speaker
Und ich hatte gleichzeitig nicht den Mut, rauszugehen.
00:20:57
Speaker
Und ich glaube, so geht es ganz vielen.
00:20:59
Speaker
Und für viele hängt ja auch nochmal mehr dran, weil ich sage mal, ich bin jetzt, also ich bin zwar in einer Partnerschaft,
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Speaker
Mein Partner verdient aber auch sein Geld.
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Speaker
Ja, wir müssen auch eine Wohnung bezahlen und den Hund und die Miete und so weiter.
00:21:13
Speaker
Es ist jetzt nicht so, dass wir keine Ausgaben hätten.
00:21:15
Speaker
Aber wenn ich mir vorstelle, ich hätte jetzt noch Kinder oder vielleicht jemand, der pflegebedürftig ist oder bei meinem Partner würde es gerade so kriseln, dass das auch nicht abfangen könnte, was dann wegfällt, sind dann natürlich nochmal auch die äußeren Faktoren,
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Speaker
noch mal bedrohlicher, wenn es darum geht, ich kündige jetzt und gucke mal, was kommt oder nehme mir mal eine Auszeit oder baue mir mal was, was ich gerne machen möchte.
00:21:40
Speaker
Teilweise real und manchmal aber auch nur gefühlt.
00:21:43
Speaker
Ja, voll.
00:21:46
Speaker
Es ist natürlich trotzdem so, dass wir ganz häufig mit so krassen existenziellen Ängsten zu tun haben, die in unserem System eigentlich gar nicht rational sind, weil wir doch in irgendeiner Form irgendwie
00:22:01
Speaker
aufgefangen werden und zumindest droht uns eigentlich keine wirkliche existenzielle Gefahr im Sinne von wir verhungern dann oder wir haben kein Dach mehr über dem Kopf, sondern tatsächlich ist es ja mehr eigentlich ein Statusverlust, dass man dann vielleicht das Haus wieder verkaufen muss und in eine kleine Wohnung ziehen muss oder dass man, das haben wir teilweise auch gemacht, dass neuere Auto verkauft und sich mal so eine Schrottkarre für ein Jahr hinstellt.
00:22:28
Speaker
Also dass
00:22:30
Speaker
Und das ist ja nicht immer wirklich so, dass es dann echt existenziell schwierig wird und man dann irgendwie verhungern würde.
00:22:39
Speaker
Das heißt, gerade wir hier in unserer Gesellschaft haben schon ein sehr gutes Sicherheitsnetz und gleichzeitig aber trotzdem eben mit diesen irrationalen, häufig auch transgenerationalen Ängsten,
00:22:53
Speaker
die irgendwo tatsächlich aus einer Zeit stammen, wo es echt existenziell war, weil es nicht genug zu essen gab oder oder, ja, was dann irgendwie über die Ahnenlinie epigenetisch und so weiter in uns reingeflossen ist.
00:23:09
Speaker
Und ja, es gibt so viel dazu zu sagen.
00:23:13
Speaker
Ich hatte gerade so den Gedanken, als du es auch so erzählt hast,
00:23:18
Speaker
Ich habe gestern Abend noch ein Gespräch mit einer Freundin beim Essen gehabt und da ging es eben auch darum, sie arbeitet für ein relativ großes Unternehmen.

Systemische und persönliche Barrieren bei der Karriereveränderung

00:23:28
Speaker
Und
00:23:31
Speaker
Da wird dann irgendwie auch so gemessen, wie anpassungsfähig sind die Mitarbeiter, wie anpassungsfähig sind die Führungspersonen und so weiter.
00:23:39
Speaker
Und ich saß halt dann da und habe zu ihr gesagt, ich glaube, ich wäre für so einen Job überhaupt gar nicht anpassungsfähig genug.
00:23:45
Speaker
Und dann habe ich aber, nachdem ich das so ausgesprochen habe, habe ich mir so gedacht, nee, ich bin eigentlich schon verdammt anpassungsfähig, wenn ich mir so mein Leben mal angucke.
00:23:56
Speaker
Und gleichzeitig gibt es aber einen ganz, ganz großen inneren Widerstand in mir, mich einem kranken System anpassen zu müssen.
00:24:05
Speaker
Und ich finde es eigentlich äußerst gesund, wenn man so eine innere, klare Grenze dafür hat, in welchen Schuh lasse ich mich pressen und ab wann passt es einfach für mich nicht mehr.
00:24:18
Speaker
Weil ab wann wird denn Anpassungsfähigkeit einfach nur eine ungesunde Unterwürfigkeit, um einfach aus existenziellen Ängsten heraus in einem kranken System zu bestehen?
00:24:32
Speaker
Und ich finde es immer wieder erschreckend, egal ob ich mit unseren Klienten darüber spreche und mit unseren Auszubildenden hier oder auch wie gesagt im privaten Bereich, wie viel Gaslighting einfach auch betrieben wird.
00:24:44
Speaker
Dass den Leuten dann gesagt wird, sie sind nicht anpassungsfähig genug, dass ihnen gesagt wird, sie sind zu sensibel, sie sind zu emotional, sie müssen das mehr an sich abprallen lassen.
00:24:53
Speaker
Und so erwartet wird, dass wir einfach wie kleine Maschinen funktionieren und diese Menschlichkeit abschalten, einfach um in diesen kranken Systemen bestehen zu können.
00:25:02
Speaker
Da ist ja auch die Frage, wollen wir das überhaupt noch?
00:25:06
Speaker
Und da kann ich einfach nur sagen, es war noch nie so einfach wie jetzt, sich etwas aufzubauen,
00:25:22
Speaker
wo man sich eben nicht mehr in so einen Schuh reindrücken muss.
00:25:25
Speaker
Und natürlich fällt das nicht vom Himmel, aber das war auch immer so mein Mantra.
00:25:32
Speaker
Ich sehe ja, dass es auch bei anderen funktioniert.
00:25:35
Speaker
Und es gibt Menschen,
00:25:37
Speaker
die mir das auch beibringen können.
00:25:40
Speaker
Aber welche Denkweise und welche Sichtweise muss ich denn erstmal entwickeln, damit das für mich auch möglich wird?
00:25:47
Speaker
Weil der Punkt ist halt, wir werden dazu nicht erzogen.
00:25:50
Speaker
Wir werden dazu nicht erzogen, das System in Frage zu stellen.
00:25:54
Speaker
Wir werden nicht dazu erzogen, selbstständig zu denken und in die hundertprozentige Selbstverantwortung zu gehen.
00:26:01
Speaker
Alleine wie man schon sieht, wie das Schulsystem funktioniert, dieses Top-Down, also ich sag dir, wie du zur Lösung findest.
00:26:08
Speaker
Wenn du die falsche Formel bei Mathe nimmst, dann ist egal, ob die Lösung richtig ist, du kriegst einen Punktabzug.
00:26:15
Speaker
Das heißt, wir werden ja schon darauf erzogen und konditioniert,
00:26:20
Speaker
dass wir schön brav diesen Vorgaben folgen und ganz, ganz viel auch die Kreativität, Lösungsorientiertheit, aus Fehlern zu lernen, statt Fehler zu vermeiden, aus Angst eine schlechte Note zu bekommen oder zu bestraft zu werden.
00:26:37
Speaker
Also wir müssen uns irgendwie umkonditionieren, weil alles, was wir in diesem System lernen, ist eigentlich dafür gemacht, dass wir schön fleißig wie kleine Ameisen
00:26:48
Speaker
Arbeiter, ja, unseren Job machen, nicht hinterfragen, das System so wie es ist akzeptieren und ja, das Leben ist halt kein Ponyhof, man muss halt eine Arbeit machen, besser als gar nichts, wie dein Satz eben war, ne?
00:27:03
Speaker
Und wir werden halt nicht dazu erzogen, uns sozusagen unser eigenes System zu bauen, weil das wäre halt auch, wenn man auf der Metaebene guckt, nicht gesund für dieses...
00:27:16
Speaker
System, wie es gerade funktioniert.
00:27:19
Speaker
So gesehen aber natürlich, dass das gerade auch passiert.
00:27:22
Speaker
Immer mehr junge Menschen sagen, ich gehe, ich mache das hier nicht mehr mit.
00:27:27
Speaker
Wir sehen auch gerade einfach an den Krankschreibungen auch, so die Hauptgründe, warum Menschen sich krankschreiben lassen, sind Depressionen, Erschöpfungssymptome.
00:27:38
Speaker
Wir sehen das Aufkommen von Autoimmunerkrankungen, wo sich einfach
00:27:44
Speaker
wo diese Gifte immer wieder geschluckt werden und das System sich gegen sich selbst richtet, nur um im Außen irgendwie noch zu funktionieren.
00:27:54
Speaker
Und das sind halt gerade die Gründe, warum Menschen krank werden.
00:27:58
Speaker
Und das System bricht gerade so ein bisschen in sich zusammen.
00:28:02
Speaker
Jetzt versucht man es irgendwie mit neuen Krankschreibungsregeln und so weiter hinzubekommen, dass jetzt Leute, die sich wegen einem Tag schreien,
00:28:10
Speaker
krankschreiben lassen, weil sie vielleicht aus Grund von Depressionen nicht aus dem Bett kommen, müssen sich jetzt zum Arzt schleppen.
00:28:16
Speaker
Also es ist völlig irre, weil man irgendwie versucht, dieses kranke System noch aufrechtzuerhalten.
00:28:21
Speaker
Und man merkt ja, dass Menschen sich entweder bewusst dagegen wehren, dass sie sagen, ich steige da aus, ich verlasse das Land oder ich gründe meine eigene Sache und
00:28:31
Speaker
Ich habe so mein eigenes System, das haben wir ja hier auch, wir haben so unser eigenes System innerhalb dieses Systems und wir sind noch ein bisschen angelehnt daran, aber trotzdem haben wir viel mehr Freiheiten, uns darin auch auszudrücken und zu verwirklichen und
00:28:46
Speaker
Und wie Lena so vorhin auch sagte, natürlich gibt es Tage, wo man auch mal keine Lust hat oder wo man auch Sachen machen muss, ich sage mal sowas wie die Steuererklärung oder die Buchhaltung.
00:28:57
Speaker
Die würde ich jetzt nicht machen, wenn ich sie mir aussuchen müsste.
00:29:01
Speaker
Aber wenn das der Preis ist, den ich zahlen muss, damit ich dann an anderer Stelle mehr Freiheiten habe,
00:29:08
Speaker
mich eben nicht mehr in so kranke Systeme unterdrücken muss, wie ich es jetzt eben gestern im Gespräch auch so mitbekommen habe, dann, hey, dann zahle ich den gerne.
00:29:18
Speaker
Dann habe ich auch mal einen Tag miese Laune, weil ich jetzt irgendwie mit dem Steuerberater ein Meeting habe oder so, ja, aber das ist halt der Punkt, ne, und
00:29:29
Speaker
dieses, ja, oder wir haben halt dann auch dieses, dass sich der Körper von Menschen wehrt.
00:29:36
Speaker
Also es ist gar nicht mal
00:29:38
Speaker
dass es total abgespalten ist, also dass dann irgendwie gedacht wird, ja, ich weiß gar nicht, was los ist, ich könnte doch glücklich sein, es ist doch alles da, jetzt habe ich den Job, ich habe das Studium, ich habe das und das gemacht und jetzt geht es mir aber so.
00:29:52
Speaker
Ich verstehe es einfach nicht.
00:29:54
Speaker
Also mein Körper macht schlapp, ich bin ständig erschöpft, ich habe Muskelschmerzen, ich esse emotional, ich watche,
00:30:03
Speaker
Und ständig gebe ich mein ganzes Geld, was ich mir mit meinem eigentlich guten Job verdiene, wieder für Konsum aus, für teure Urlaube, weil ich glaube, ich brauche das, um irgendwie wenigstens was Lebenswertes und Schönes in meinem Leben zu haben.
00:30:18
Speaker
Da sieht man diesen Rattenschwanz.
00:30:21
Speaker
Also so.
00:30:24
Speaker
Ja, so ging es mir ja auch.
00:30:26
Speaker
Also ich war ja auch ganz lange so, ich glaube, ich muss das so machen und mein Körper hat irgendwann halt einfach gesagt, nö.
00:30:32
Speaker
Dann kannst du jetzt nicht mehr aufstehen.
00:30:38
Speaker
Pech.
00:30:39
Speaker
Ja, und ich glaube, der Teil, der da zusätzlich mit rein spielt, weil es gibt ja schon auch in Unternehmen immer mehr Bestrebungen, wie es dann wirklich umgesetzt wird oder nicht, das kann ich zu schlecht einschätzen, aber
00:30:52
Speaker
Es gibt schon, glaube ich, ein gewisses Bewusstwerden dafür, dass Menschen eben keine Maschinen sind, wobei wir uns auch nicht, also wir brauchen auch nicht die Augen davor zu verschließen, wie einfach Menschen immer mehr durch Maschinen ersetzt werden und das auch selber mitproduzieren.
00:31:08
Speaker
Aber
00:31:09
Speaker
Ich sage mal, ich glaube, der Teil, der eben noch mit dazu kommt, selbst wenn man jetzt einer Arbeit nachgeht, darüber haben wir uns ja auch unterhalten.
00:31:16
Speaker
Wir machen ja beide jetzt einen Job, den wir sehr gerne machen.
00:31:19
Speaker
Wir haben eine Arbeitseinteilung, eine Zeiteinplanung, ein persönliches Verhältnis, wo wir ja beide sagen,
00:31:26
Speaker
Ich will gerade nichts anderes machen.
00:31:28
Speaker
Und trotzdem sind da ja Tage, wo es uns nicht gut geht, wo unser Körper reagiert, wo wir emotional reagieren, wo wir uns hinschmeißen würden und so weiter.
00:31:37
Speaker
Und ich glaube, das ist eben der andere Teil, den wir auch nicht vergessen dürfen, neben dem System.
00:31:43
Speaker
Wir bilden das System alle ja auch mit.
00:31:45
Speaker
Das heißt, so ein krankes System in Anführungsstrichen, egal in welche Ebene oder Branche wir jetzt gucken, sei es im Bereich Gesundheits- oder Krankheitswesen, sei es im Bereich Arbeitswesen, sei es im Bereich Partnerschaft und so weiter, das bilden wir mit.
00:32:03
Speaker
Wenn wir grenzsetzende, gesund-aggressive Personen wären, die schon deutlich früher alle gesagt hätten, das mache ich nicht mit, dafür lasse ich mich, also darauf lasse ich mich nicht ein und dafür lasse ich mich nicht benutzen, dass das so möglich ist, dann würde sich ein anderes System entwickeln.
00:32:20
Speaker
Das ist keine Schuldzuweisung, aber es ist eben auch Teil unserer Verantwortung, weil nur bis zu einem gewissen Grad kann sowas funktionieren, wenn genug Menschen sagen würden, ja, mit mir funktioniert es aber nicht mehr.
00:32:30
Speaker
Jetzt sieht man das nach und nach darüber, dass wir es einfach bis zu einem Maß getrieben haben gesellschaftlich, dass es einfach wirtschaftlich und auch einfach rational nicht mehr tragbar

Rolle des Coachings im Berufsleben

00:32:42
Speaker
ist.
00:32:42
Speaker
Also auch das mit diesem neuen Krankschreibungsgesetz, dazu muss ich ja gar nicht so viel sagen, das ist ja komplett irre für die Menschen, die sowohl auf der Seite der Betroffenen sind, die dann keine Ahnung, eine Erkältung haben oder eine Migräneattacke oder eben
00:32:55
Speaker
ein Tag ist, den nicht gut geht und sich dann da hinschleppen müssen in Wartezimmer mit Leuten, die dann wirklich irgendeinen Infekt haben und sich dann was nach Hause mitnehmen und dann quasi wirklich krank sind.
00:33:04
Speaker
Ja, das Baller, Baller.
00:33:05
Speaker
Also wirklich.
00:33:06
Speaker
Ja, und auch für die Ärzte.
00:33:09
Speaker
Also wirklich, ich habe einen Post gesehen, wo jemand geschrieben hat, die können uns nur hassen, sowohl die Ärzte als auch uns Menschen.
00:33:14
Speaker
Und ich sehe es ein bisschen so, weil die Ärzte haben ja eh schon keine Zeit.
00:33:18
Speaker
Du bist da eher quasi schon in diesem Froh, wenn du...
00:33:21
Speaker
sehr schnell dein Symptom nennen kannst, dass sie sehr schnell dir eine Medikation geben können und du schnell wieder weg bist.
00:33:27
Speaker
Und jetzt muss man noch wegen jeder Scheiße dann dahin und sich krank schreiben lassen.
00:33:30
Speaker
Aber das heißt, das System bricht jetzt alleine dadurch immer mehr, dass Menschen wegbrechen.
00:33:36
Speaker
Aber in einer Welt, wie sie schön wäre, müsste es nicht bis zu diesem extremen Ausmaß kommen, wo Menschen in Zustände kommen, wo der ganze Körper und alles sagt, ich kann nicht mehr.
00:33:49
Speaker
Und das ist ja auch der...
00:33:51
Speaker
Der schönste Teil, wie ich finde, an Coaching, anders als bei Therapie, das ist der größte Unterschied für mich persönlich.
00:33:58
Speaker
Ich wollte ja immer Therapeutin werden und bin jetzt sehr dankbar, dass ich es nicht geworden bin, weil ich glaube, das wäre für mich nicht gut gewesen, mich den ganzen Tag mit so diesen sehr, sehr, sehr, sehr schweren Symptomatiken zu beschäftigen.
00:34:14
Speaker
Beziehungsweise mit klinischen Symptomatiken und Themen, weil ich glaube, mit schweren Themen sind wir jeden Tag in Kontakt.
00:34:21
Speaker
Aber der Unterschied ist für mich, ich habe nicht, nachdem ich den PC schließe oder nachdem ich die Praxis schließe, das Gefühl, ich mache mir jetzt gerade wirklich Sorgen, was passiert die nächsten zwei, drei Stunden, wenn die Person jetzt wieder alleine ist.
00:34:34
Speaker
Und das ist ein ganz, ganz großer Zugewinn für mich, weil dann sonst dieser Retter-Teil käme und dieses Nachgrübeln, was ist jetzt, wie stabil ist die Person?
00:34:43
Speaker
Das heißt, es wäre eigentlich viel schöner, wenn wir Möglichkeiten hätten, schon präventiv danach zu schauen und
00:34:51
Speaker
Man muss auch sagen, diese Möglichkeiten gibt es.
00:34:53
Speaker
Das heißt, da sehe ich auch eben die Rolle von Coaching, wenn Menschen beginnen zu merken, irgendwas ist gerade in mir, was so nicht weitermachen möchte, egal ob das Thema Partnerschaft, Job, Wohnort, was auch immer es betrifft.
00:35:09
Speaker
Essverhalten, damit Arbeit mir auch viel, ich meine, das baut sich ja häufig aus verschiedensten Kontexten auch, aber trotzdem, dann zu entscheiden, okay, bevor wirklich alles in so ein Crash-Out geht, also wo es wirklich nicht mehr anders geht, schaue ich danach,
00:35:25
Speaker
Was hindert mich gerade daran, den nächsten Schritt zu gehen?
00:35:27
Speaker
Welche Themen sind damit verbunden, die wir häufig überhaupt nicht mitbekommen können, alleine, weil wir einfach das Wissen nicht haben?
00:35:35
Speaker
Es ist so, als würdest du zu einem Arzt gehen oder Heilpraktiker und hast ein Symptom beispielsweise in der...
00:35:43
Speaker
Keine Ahnung, in der Leber oder was auch immer.
00:35:45
Speaker
Und die können dir erstmal runterdeklinieren, dass das gar nicht das Problem der Leber ist, sondern dass du an ganz anderen Stellen im System einen Mangel hast.
00:35:52
Speaker
Oder das machen wir auch jeden Tag mit Menschen, die dann mit dem Gewicht kommen und erstmal aufgeklärt werden müssen.
00:35:59
Speaker
Was liegt da eigentlich hinter dem Gewicht und welche Dynamiken spielen damit zusammen, was jemand, der sich damit nicht beschäftigt, einfach nicht wissen kann?
00:36:08
Speaker
Und so ist es eben in diesen psychischen Bereichen auch.
00:36:10
Speaker
Wir denken dann, wir sind einfach zu undiszipliniert oder wir schlafen zu wenig oder...
00:36:18
Speaker
Oder wir strengen uns nicht genug an oder wir sind nicht resilient genug.
00:36:21
Speaker
Also machen wir ein Resilienztraining, sodass unsere Widerstandskraft noch mehr erhöht wird.
00:36:25
Speaker
Das heißt, wir können uns noch mehr anpassen und uns selber weniger mitbekommen.
00:36:31
Speaker
Und das sind eben die Themen, die wir sehen.
00:36:34
Speaker
Und wenn wir uns dann damit beschäftigen, was versuchen wir da eigentlich gerade wirklich innerlich zu lösen, wenn wir aus einer Beziehung oder aus einem Essverhalten oder aus einem Job rausgehen wollen, dann kriegen die Menschen plötzlich wieder ein ganz anderes Mitgefühl für sich, weil sie mitbekommen, aha, okay,
00:36:49
Speaker
es ist gar nicht nur, weil ich jetzt nicht dazu in der Lage bin, acht Stunden zu arbeiten oder weil ich mal nicht Nein gesagt habe, weil auch das ist jetzt erstmal nicht das Riesenproblem, sondern innerlich versuche ich ein altes Thema, ein altes Muster, eine alte Beziehungserfahrung zu lösen, für die mir damals die Fähigkeiten fehlten, das zu klären, weil ich einfach noch nicht die Kapazitäten hatte.
00:37:15
Speaker
Und das erleben wir jeden Tag.
00:37:17
Speaker
Wir hatten eine letzte Klientin
00:37:20
Speaker
Die hat mit Präsentationsangst zu tun und hat sich dann an dem Tag, also hat eine Präsentation gehalten und war super aufgeregt, hat das aber sehr gut gemeistert und die Frau an ihrer Seite, beziehungsweise die Kollegin an ihrer Seite, hat dann später bei einer öffentlichen Rede dann erzählt, wie aufgeregt sie war und dass sie ja beruhigt werden musste und so weiter.
00:37:42
Speaker
Und das war für sie ein enormes
00:37:45
Speaker
Eine sehr schmerzliche Erfahrung auch mit starken Schamgefühlen verbunden.
00:37:50
Speaker
Und neben dem, dass die meisten sagen würden, ja, das ist ja auch verständlich, weil es fühlt sich nicht so angenehm an, liegt da trotzdem noch etwas anderes drunter, weil diese Demütigungserfahrung mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit,
00:38:03
Speaker
nicht das erste Mal gemacht wurde, sondern wahrscheinlich schon sehr, sehr viel früher von Menschen, wo es wirklich existenziell, da kommen wir zu den existenziellen Ängsten, wo es existenziell wichtig für uns war, dass wir anerkannt werden, dass wir geliebt werden, dass wir uns so verhalten, dass wir versorgt werden und das kindliche System würde alles dafür tun, um das zu bekommen, weil alles andere bedeuten würde, ich bin wirklich
00:38:27
Speaker
emotional und körperlich in akuter Gefahr.
00:38:30
Speaker
Und diese Dynamiken, die ziehen sich dann später in andere Beziehungs- und Versorgungsstrukturen, die wir auch in Jobs haben, weil wenn wir mal ehrlich sind,
00:38:40
Speaker
auf eine Art sind wir immer abhängig davon, versorgt zu sein.
00:38:44
Speaker
Also auch wir können uns ja nicht davon ganz frei sprechen.
00:38:47
Speaker
Wir sind darin schon freier, wenn wir selbstständig sind, aber wir sind trotzdem abhängig davon, dass jemand anderes bereit ist, zu sagen, das, was ich da bekomme, ist es mir wert, dafür Geld auszugeben oder andere Formen von Energie zu investieren.
00:39:00
Speaker
Wenn wir arbeitslos werden, sind wir davon abhängig, dass die Systemgelder, sage ich mal, hoch genug sind, dass wir versorgt werden.
00:39:07
Speaker
Und wenn wir in einer Anstellung sind,
00:39:09
Speaker
sind wir auch davon abhängig, dass das Unternehmen läuft und dass unsere Arbeit gut genug wertschätzt wird, dass wir da versorgt werden.
00:39:16
Speaker
Also es ist immer auch ein Versorgungsthema drin.
00:39:18
Speaker
Es ist immer auch ein Wertthema drin.
00:39:21
Speaker
Also bin ich es wert?
00:39:23
Speaker
Und wie viel bin ich dem Gegenüber wert für das, was ich reinbringe?
00:39:27
Speaker
Und dadurch eben auch existenzielle Ängste, weil wer versorgt mich denn dann, wenn das nicht mehr mein Arbeitgeber macht oder wenn ich mal sage, nein, ich mache die Überstunden nicht und damit die Gefahr eben eingehe, dass ich den Job nicht mehr erhalten kann.
00:39:41
Speaker
Und da kommen wir dann eben zu diesen kindlichen Themen, den Entwicklungsthemen, die da drin sind, also Wertigkeit, Anerkennung, versorgt werden, dass die existenziellen Bedürfnisse abgesichert sind, die wir mit Geld ja eben nun mal zahlen, also
00:39:57
Speaker
Essen, also Wasser kann man vielleicht noch irgendwie so beziehen, aber auch nicht, wenn du gar kein Geld hast, das wäre sehr, sehr schwierig.
00:40:05
Speaker
Ein Dach über dem Kopf, also alles, was erstmal so eine Grundsicherheit gibt von, okay, ich sterbe zumindest jetzt gerade erstmal nicht körperlich.
00:40:14
Speaker
ist auf eine Art ja abhängig von dem Job.
00:40:16
Speaker
Zumindest wird uns das ja auch von klein auf suggeriert, dass es so ist.
00:40:21
Speaker
Und das gibt plötzlich ein ganz anderes Verständnis dafür, warum Menschen so lange in diesen Kontexten verharren und auch wirklich mit sehr, sehr starken Gesundheitseinbußen bereit sind zu zahlen, teilweise sogar bewusst in der Entscheidung

Mythen über beruflichen Erfolg und persönliche Erfüllung

00:40:35
Speaker
zu sagen, okay,
00:40:36
Speaker
dann lasse ich mich lieber irgendwann krankschreiben, als jetzt zu kündigen und dann kriege ich noch eine Sperrfrist beim Arbeitsamt oder wie auch immer, weil da einfach ganz, ganz, ganz, ganz andere, viel tiefere Themen drinstecken, die wir dann eben lösen können, wenn wir den Blick darauf werfen, was ist da gerade eigentlich los, wenn eine Frau, sagen wir mal Mitte 50, die zwei oder drei Kinder hat, schon mehrere Jobwechsel durch, schon mehrere Kinder,
00:41:04
Speaker
Schicksalsschläge durch, also die ja auch wirklich viel Lebenserfahrung und auch ein Kraftpotenzial hat, Dinge zu erleben, es trotzdem auch in diesem Mal wieder so schwer hat, obwohl sie weiß, die letzten Male, was immer gut für mich ist, zu tun.
00:41:18
Speaker
Und das ist eben der...
00:41:20
Speaker
der Ansatz, der dann eben ganz, ganz häufig fehlt und die Menschen auch alleine lässt, wenn sie sich dann vor allen Dingen, da kommt Social Media dann wieder mit rein, den ganzen Tag zugeballert werden mit, du willst frei und ortsunabhängig arbeiten.
00:41:34
Speaker
Es war noch nie so leicht, ein Millionen-Business monatlich, keine Ahnung, sechsstellige Umsätze zu machen.
00:41:40
Speaker
Wenn du immer noch in deinem Job festhängst, dann machst du den und den Fehler oder dann hast du das und das Mindset-Problem.
00:41:46
Speaker
Dann muss ich sagen, da kriege ich die Krise, wenn ich das höre.
00:41:49
Speaker
Weil erstens stimmt es nicht, es ist unrealistisch, so baut sich kein Business auf.
00:41:54
Speaker
Und zweitens übersieht es einfach auch die Lebensrealität und auch die psychischen Dynamiken, die eben in den Menschen dahinter wirken, weshalb sie sehr wohl gute Gründe haben,
00:42:04
Speaker
in diesem System festhängen zu bleiben, auch wenn es keine gesunden und funktionalen Gründe sind.
00:42:08
Speaker
Aber sie sind trotzdem subjektiv betrachtet richtig und gut.
00:42:13
Speaker
Und es wäre hilfreich, wenn sie Hilfe bekommen würden, dass sie mehr aus sich heraus entscheiden können.
00:42:19
Speaker
Ja, ich glaube, man muss da einfach wirklich diese zwei Seiten sehen.
00:42:23
Speaker
Also auf der einen Seite wirklich dieses, die Möglichkeiten sind da,
00:42:28
Speaker
Also das ist gar nicht mal gelogen.
00:42:30
Speaker
Sie sind ja da, anders als, sag ich mal, jetzt noch zu Zeiten, wo es noch kein Internet gab oder so, ne?
00:42:37
Speaker
Und gleichzeitig müssen aber auch die inneren Möglichkeiten vorhanden sein.
00:42:43
Speaker
Und das ist eigentlich häufig eben, wie du es eben auch schon sagst, die größere Herausforderung.
00:42:50
Speaker
Weil, und deswegen arbeiten wir ja auch genau so auch mit unseren Coaches oder wir bilden ja auch unsere Psychosoma Nutrition Coaches genauso aus, dass wir eben gucken, was müssen wir von außen reingeben, um
00:43:05
Speaker
die Möglichkeiten zu schaffen, das System zu stärken, aber auch, wo müssen wir innerlich hingucken, wo braucht es Support, wo braucht es eine Auflösung von irgendwelchen unaufgelösten, unverarbeiteten Beziehungsdynamiken, die uns klein halten und so weiter, weil, wie du es eben gesagt hast, wir reproduzieren
00:43:27
Speaker
also das sind ja häufig nicht nur Muster in Beziehungen zu unserem Partner oder zu Freunden, sondern es sind auch Muster in Beziehungen zu Geld, es sind Muster in Beziehungen zum Job, zum Arbeitskollegen, zum Chef.
00:43:39
Speaker
Wenn ich, ich sage mal, einmal ist keinmal, zweimal ist Zufall und dreimal ist ein Muster.
00:43:44
Speaker
Wenn ich jedes Mal
00:43:47
Speaker
immer wieder in einem Job lande, in dem ich von meinen Kollegen gemobbt werde oder hintergangen werde oder wo ich nicht gewertschätzt werde, wo ich einen Chef habe oder eine Chefin, die mich gaslightet, die mich klein macht, die mir meine Bedürfnisse abspricht, wo ich ein Gefühl von Sinnlosigkeit erlebe oder ein Gefühl von Überforderung oder auch Unterforderung.
00:44:11
Speaker
Wenn mir das immer wieder passiert, dann ist es irgendwo ein inneres Muster.
00:44:16
Speaker
Ich
00:44:17
Speaker
ich agiere darin immer wieder etwas aus.
00:44:20
Speaker
Ich sage mal so, es war auch kein Zufall, dass ich damals, obwohl ich das voll hätte tun können, ich wollte eigentlich ursprünglich mal Psychologie studieren, warum ich dann in
00:44:34
Speaker
die Ausbildung zu meiner Mutter in den Familienbetrieb gegangen bin.
00:44:37
Speaker
Und warum ich dort, obwohl ich nach dem zweiten Lehrjahr wusste, ich würde es nicht ewig machen, geblieben bin.
00:44:43
Speaker
Und habe das noch 10, 11 Jahre weitergemacht.
00:44:45
Speaker
Es ist kein Zufall, dass ich dabei Symptome erlebt habe, wie Hautausschläge, dauerhafte Müdigkeit, ständige Überforderung, ständig das Gefühl, keine Zeit zu haben, nicht ausreichend versorgt zu sein.
00:44:57
Speaker
Es ist kein Zufall, dass ich in dieser Zeit
00:45:02
Speaker
dauerhaft von einem Mindestlohn gelebt habe und von der Hand in den Mund, weil die Bedingungen unter meiner Mutter oder in dem System meiner Mutter zu arbeiten einfach reinszeniert hat, was ich schon als Kind erlebt habe.
00:45:20
Speaker
Es ist nicht genug Zeit für mich da, es ist nicht genug Zeit.
00:45:25
Speaker
Geld, also im Sinne von Versorgung für mich da, nicht mal, weil sie das vielleicht gar nicht geben will, sondern weil sie diese Ressourcen gar nicht zur Verfügung hat, sie mir zur Verfügung zu stellen.
00:45:36
Speaker
Und damit habe ich natürlich was reinszeniert, weil ich habe mich ja entschieden, die Ausbildung da zu machen.
00:45:42
Speaker
Ich habe mich entschieden, nach dem zweiten Lehrjahr noch dort zu bleiben, obwohl ich schon gespürt habe, das ist es nicht.
00:45:48
Speaker
Ich habe mich irgendwie unbewusst entschieden, so lange zu warten, bis ich nicht mehr aufstehen konnte und meinen Körper komplett rebelliert habe.
00:45:57
Speaker
Und das ist natürlich keine bewusste Entscheidung.
00:46:00
Speaker
Es ist auch klar, das ist jetzt nicht so, ja, ich entscheide mich jetzt bewusst in diesem Mangel zu bleiben, sondern es gibt einen Teil in mir ganz tief unbewusst und deswegen hat es auch gar nichts mit Schuld in dem Sinne zu tun.
00:46:13
Speaker
Es ist einfach dieses Muster.
00:46:15
Speaker
Und deswegen muss ich mich halt fragen, wo muss ich innerlich hinschauen und deswegen machen wir das ja auch mit unseren Auszubildenden, dass wir eben auch diese Selbsterfahrungsräume haben.
00:46:27
Speaker
Wo es eben ganz, ganz viel auch darum geht, werde ich überhaupt Kunden anziehen?
00:46:33
Speaker
Werden die bei mir kaufen?
00:46:34
Speaker
Warum sollten die bei mir kaufen?
00:46:36
Speaker
Also all diese Ängste, ja, genau.
00:46:39
Speaker
Kann ich das aushalten?
00:46:41
Speaker
Oder habe ich innerlich vielleicht in mir ganz tief drin einen Teil, der sagt, ach, es ist eigentlich viel besser, wenn ihr bei allen anderen kauft, weil bei mir, ich kann das eigentlich gar nicht wirklich.
00:46:51
Speaker
Also dieses Imposter.
00:46:53
Speaker
Und das ist halt was, was mir häufig bei,
00:46:57
Speaker
also was mir eigentlich immer bei Coaching-Ausbildungen oder auch bei Business-Coachings oder auch Coachings fürs Marketing oder so fehlt.
00:47:05
Speaker
Dieser Teil wird nicht abgeholt und dann hat man natürlich dieses Jahr, okay, 95 Prozent
00:47:12
Speaker
Der des Erfolgs ist andersrum 5 Prozent von den Unternehmen, die gegründet werden, sind erfolgreich, 95 Prozent nicht oder 95 Prozent von dem, was wir machen, wird unbewusst gesteuert.
00:47:28
Speaker
Und ich sehe das auch so, dass der Erfolg, den wir haben, hauptsächlich davon abhängig ist, was sich unbewusst bei uns abspielt.
00:47:37
Speaker
Weil wir, wenn wir diese unbewussten Blockaden haben, nicht auf das zugreifen können, was uns vielleicht sogar zur Verfügung stehen würde oder was wir für uns möglich machen könnten, wenn wir es wollten.
00:47:47
Speaker
Also warum schleicht jemand zum Beispiel anderthalb Jahre um unsere Ausbildung rum oder auch um unser Coaching rum,
00:47:55
Speaker
spürt innerlich unbewusst irgendwie schon, das kann mir helfen, das zieht mich immer wieder an, ich bleibe da immer wieder dran hängen, greift aber nicht zu.
00:48:03
Speaker
Warum?
00:48:04
Speaker
Warum ist das so?
00:48:05
Speaker
Ja, weil da unbewusst irgendein Mechanismus ist, der einen wieder zurück in dieses alte Muster zieht.
00:48:11
Speaker
Und die Frage ist halt immer, wie viel Schmerz muss ich ertragen,
00:48:19
Speaker
bis sozusagen der Schmerz in der alten Welt zu bleiben größer ist als die Angst vor dem, was mich dann erwartet.
00:48:27
Speaker
Oder bekomme ich den Shift vorher hin und erlaube mir mal eine Vision aufzubauen, was würde für mich möglich, dass die
00:48:35
Speaker
dass der Schmerz nicht unbedingt größer werden muss, da wo ich jetzt gerade bin, aber es sich trotzdem geiler anfühlen würde, auf der anderen Seite

Überwindung von Blockaden für beruflichen Erfolg

00:48:44
Speaker
zu sein.
00:48:44
Speaker
Also da haben wir einmal diese Weg-von-Motivation, also dieses, jetzt tut es hier gerade so verdammt weh, jetzt muss ich hier raus, komme, was wolle.
00:48:55
Speaker
Und diesen Punkt erreicht auch nicht jeder in seinem Leben.
00:48:58
Speaker
Also es sind viele Menschen, die
00:49:01
Speaker
Tag ein, Tag aus, Jahrzehnte lang einen Job machen oder an einer Bewältigungsstrategie wie emotionales Essen leiden und eben nie so richtig an diesen Schmerzpunkt kommen, jetzt muss ich was verändern.
00:49:17
Speaker
Das ist manchmal fast noch dramatischer, weil damit geht manchmal ein ganzes Leben ins Land, ohne dass wirklich sich was verändert.
00:49:30
Speaker
Genau, irgendwas muss passieren.
00:49:31
Speaker
Also entweder muss der Schmerz so groß werden, dass ich sage, okay, ich greife wirklich zu und nutze die Möglichkeiten, die sich mir zeigen.
00:49:40
Speaker
Ich erkenne sie vor allen Dingen erstmal auch als Möglichkeiten.
00:49:46
Speaker
Oder wie gesagt, ich muss mich wirklich mal hinsetzen und mir erlauben zu träumen.
00:49:52
Speaker
eine Vision aufzubauen.
00:49:54
Speaker
Wie könnte das sein, wenn es für mich wirklich möglich ist, dass ich nicht mehr den ganzen Tag mit meinen Gedankenkreisen rund ums Essen beschäftigt bin?
00:50:03
Speaker
Oder wie wird mein Leben sein, wenn ich wirklich eine glückliche Partnerschaft führe und nicht immer wieder in toxische Beziehungsmuster rutsche?
00:50:12
Speaker
Wie wird mein Leben sein, wenn ich wirklich einen Job mache, der mich mit Sinn erfüllt und
00:50:17
Speaker
Das muss ich mir erst mal erlauben.
00:50:19
Speaker
Und da stelle ich immer wieder fest, dass viele Menschen sich gar nicht vorstellen können.
00:50:27
Speaker
Ja, und da sind wir ja wieder bei dem unbewussten Muster.
00:50:30
Speaker
Es gibt einfach keinen Zugang zu einer inneren Quelle, die sagt, natürlich kann das möglich sein.
00:50:37
Speaker
Also ich bin jetzt kein Fan davon, von jeder kann alles sein.
00:50:39
Speaker
Also ich glaube, ich bin Astronaut und ich werde auch wahrscheinlich kein Tiefseetaucher.
00:50:44
Speaker
Es wäre vielleicht noch realistischer, das noch zu lernen als jetzt Astronaut oder wie auch immer, aber ich bin auch ein Fan davon zu erkennen, man hat bestimmte Fähigkeiten, man hat bestimmte Grenzen, das ist auch hilfreich, weil sonst wird es ja alles noch überfordernder.
00:50:55
Speaker
Aber viele haben gar nicht diesen Zugang zu der Quelle, die sagen könnte, ich kann es mir einfach mal vorstellen und also dass überhaupt der Zugang zur Vorstellung da ist und wenn der da ist, dass dann nicht direkt der Schmerz kriegt, der sagt, ja, vorstellen kann ich mir das, wie schön das wäre, aber
00:51:13
Speaker
Für mich ist es nicht möglich.
00:51:14
Speaker
Also nicht für mich, das ist das, was du eben gesagt hast.
00:51:17
Speaker
Na klar, für alle anderen geht das, aber für mich gibt es das dieser Welt nicht.
00:51:21
Speaker
Und deswegen glaube ich, verwehren sich das viele überhaupt zu träumen und viele nutzen es auch als Kompensation zu träumen und fliehen sich quasi zum Beispiel in Manifestationen und Tagträume und so weiter, oder auch Social Media und gucken sich da dann die Leben von anderen an,
00:51:39
Speaker
um dann quasi stellvertretend in Fantasiewelten das zu erleben, wo das System innerlich sagt, aber hier in diesem Körper, in diesen Umgebungen,
00:51:50
Speaker
in dir selbst wird das nicht möglich sein.
00:51:52
Speaker
Und das ist, glaube ich, eben genau der Knackpunkt, von dem wir eben gesprochen haben.
00:51:58
Speaker
Da müsste man ansetzen, um mal zu schauen, wo ist eigentlich dieser Teil entstanden, der wie magnetisch diesen Mangel oder auch das anzieht, was sagt.
00:52:06
Speaker
Also das, was du gesagt hast, Gaslighting.
00:52:09
Speaker
Es kann ja sogar sein, dass man total tolle Menschen um sich herum hat und trotzdem innerlich die ganze Zeit spürt,
00:52:16
Speaker
egal wie toll alles um mich rum ist, ich fühle mich trotzdem elend, ich habe trotzdem keine Energie, mein Nervensystem spinnt trotzdem die ganze Zeit rum und da zu gucken, was bräuchte es oder was darf noch gelöst werden, dass Raum entsteht,
00:52:31
Speaker
Für neue Antwortpunkte.
00:52:34
Speaker
Und dann ist das mit dieser Vorstellung eben mega toll, weil ich meine, es gibt ja so viel Forschung inzwischen dazu, dass unsere Vorstellungskraft, das innere Bilder, dass die Emotionen, die damit verbunden sind, enorme innere Antriebe freisetzt, aber auch eben quantenphysikalisch wirklich Wirkung erzeugt, also das Energie Materie schafft.
00:52:53
Speaker
Nur, das kann auch eine Überkompensation sein, dann manifestieren sich alle ganz, ganz tolle Sachen und dann kommt genau der Punkt, den du genannt hast, innerlich sagt man, ach du Scheiße, das kann ich gar nicht halten, oh mein Gott, nee, das geht nicht.
00:53:05
Speaker
Und dann braucht man einen riesengroßen Palast, ein riesengroßes Traumschloss auf ein Fundament, was irgendwo gefühlt sich anfühlt, als wäre das irgendwie so ein morsches,
00:53:17
Speaker
Morsches Baumhaus irgendwo in so einem tiefen, dunklen Wald, wo ständig gewittert und bei jedem Blitz alles einstürzen könnte und darauf manifestieren sie sich einfach die größte Fülle und Leichtigkeit und Freude der Welt.
00:53:30
Speaker
Das funktioniert einfach nicht und führt halt auch nicht selten in sehr starke spirituelle Krisen, wenn man dann halt auch das...
00:53:36
Speaker
Ja.
00:53:54
Speaker
Und dadurch baut sich der Stress immer weiter auf.
00:53:58
Speaker
Das ist halt das Problem, wenn man das Unterbewusstsein nicht mitnimmt.
00:54:02
Speaker
Also du manifestierst halt nicht das, was du dir wünschst, sondern erst mal vor allem das, was du fühlst.
00:54:09
Speaker
Und weil du ja nach deinen Gefühlen auch handelst, wenn dein Blick auf die Welt ständig verschleiert ist von unangenehmen, unaufgelösten Themen, dann blickst du auch durch diesen Schleier.
00:54:21
Speaker
Und selbst wenn du dir das dann mal kurz in der Manifestationsübung vorstellst, löst es halt noch nicht auf, wie du eigentlich geprägt wurdest und welche Geschichten sich unbewusst noch abspielen.
00:54:33
Speaker
Und das ist halt auch der Punkt.
00:54:34
Speaker
Also man muss auch Stück für Stück, ich musste gerade so schmunzeln, als du das erzählt hast, weil es erinnert mich so ein bisschen an mich, als ich so, man muss überlegen, als ich damals bei meiner Mutter im Familienbetrieb gearbeitet habe,
00:54:51
Speaker
Da habe ich von 1.000 Euro im Monat gelebt.
00:54:54
Speaker
Und ich weiß, als ich damals mein erstes Business-Coaching gemacht habe, hat mich der Coach gefragt, was möchtest du denn gerne verdienen im Monat?
00:55:06
Speaker
Was müsstest du denn so an Umsatz machen?
00:55:08
Speaker
Und ich habe dann so, weiß ich noch, so ganz klein laut, ja, so 2.000 Euro wären echt schön.
00:55:14
Speaker
Es war dann immerhin das Doppelte von dem, was ich halt so hatte.
00:55:18
Speaker
Ja, sowas.
00:55:19
Speaker
Und ich hätte mir gar nicht erlaubt, überhaupt darüber nachzudenken, dass da auch mehr gehen würde.
00:55:27
Speaker
Und realistisch gesehen, gut, jetzt hat sich auch das alles nochmal, jetzt war das nochmal sechs Jahre weiter, hat sich das sowieso auch alles nochmal verändert, was man heute so zum Leben braucht.
00:55:41
Speaker
Gerade wenn man auch irgendwie noch für die Altersvorsorge vorsorgen möchte und so weiter.
00:55:46
Speaker
Aber
00:55:48
Speaker
Also ich hätte gar nicht gewagt auszusprechen, ah ja, vielleicht wären auch 5.000 Euro schön oder 10.000 Euro schön, weil...
00:55:57
Speaker
einfach die Angst, enttäuscht zu werden, so, so groß war, dass ich das gar nicht hätte ausbrechen wollen.
00:56:06
Speaker
Und das ist so, das sage ich auch ganz häufig zu unseren Klienten, eigentlich innerlich weißt du häufig schon, was du willst, du traust dich nur nicht, das zuzulassen, weil du eben nicht diesen Zugang zu der Quelle hast, wie du es eben so schön gesagt hast, die sagt, ja, das ist auch für dich möglich, warum soll es nicht für dich möglich sein?
00:56:26
Speaker
Und
00:56:28
Speaker
Das ist so spannend, weil wenn ich jetzt darauf blicke, sechs Jahre weiter mit einem Unternehmen, ich nehme jetzt einfach mal Zahlen, weil man sich da ganz gut festhalten kann.
00:56:41
Speaker
Die Tage habe ich mit unseren Auszubildenden zusammengesessen und wir haben über das Thema Angebotsgestaltung gesprochen.
00:56:47
Speaker
Wir haben darüber gesprochen, dass man natürlich die Menschen, die man begleitet, auch erst mal kennenlernen muss und mal schauen muss.
00:56:53
Speaker
dass das, wie wir es heute machen, ja auch daraus entstanden ist, dass wir immer ganz genau zugehört haben, dass wir ganz nah an unseren Klienten dran waren.
00:57:02
Speaker
Ich gehört habe, was sagen die immer wieder für Sätze, welche Sätze, welche Ängste wiederholen sich immer wieder, welches Feedback bekommen wir immer wieder, was funktioniert gut, was brauchen die mehr, was suchen die da draußen und bekommen es bei den anderen Angeboten nie, wo ist die Lücke?
00:57:19
Speaker
Und da muss man natürlich ganz, ganz genau zuhören,
00:57:23
Speaker
Und bevor man irgendwie in die Breite geht und sagt, ich biete jetzt vielleicht auch ein Gruppenprogramm an oder Gruppenräume oder oder, muss ich ja erst noch wissen, was wird denn überhaupt gebraucht.
00:57:37
Speaker
Und jetzt ist der Punkt, da wurde ich dann gefragt, wie viele Klienten sollte ich denn so eins zu eins begleitet haben, damit ich ein gutes Gefühl dafür bekomme, was so ein Angebot wäre, mit dem ich dann auch in die Breite gehen kann.
00:57:51
Speaker
Und dann habe ich halt auch gesagt, also du machst ja normalerweise auch keine Studie mit fünf Leuten.
00:57:59
Speaker
Also da brauchst du schon mal ein paar.
00:58:01
Speaker
Und bevor ich aus dem Reihen eins zu eins in die Gruppe, also wir machen ja jetzt so ein Hybrid-Coaching, also wir arbeiten.
00:58:09
Speaker
begleiten individuell, eins zu eins, aber wir mischen das eben mit Gruppenräumen.
00:58:14
Speaker
Bevor ich das gemacht habe, hatte ich halt auch mal so 150 oder 200 eins zu eins Klienten.
00:58:21
Speaker
Als ich diese Zahl ausgesprochen habe und dann die Gesichter auf der anderen Seite gesehen habe, wie die Augenbrauen hochgingen und so, weißt du, so unvorstellbar gerade so für die andere Seite, die gerade angefangen hat, dachte ich mir so,
00:58:38
Speaker
oh ja, das ist schon ganz schön viel.
00:58:41
Speaker
Und hätte ich mir im Leben nicht vorstellen können oder gewagt zu träumen.
00:58:46
Speaker
Und heute sitze ich wie selbstverständlich da und kann sagen, ich habe schon über 600 Menschen begleitet mit meiner Arbeit.
00:58:56
Speaker
600 Menschen.
00:58:57
Speaker
Und wenn ich mich jetzt nach oben vergleiche und sehe vielleicht...
00:59:01
Speaker
Coaches, die, weiß ich nicht, haben schon 6000 begleitet, dann wirkt natürlich 600 wenig.
00:59:09
Speaker
So, aber das ist ja immer so ein bisschen dieses Problem, dass wir haben, wir vergleichen uns sehr schnell nach oben.
00:59:17
Speaker
Und wir vergleichen uns ja nicht nach unten.
00:59:20
Speaker
Und Zahlen sind dann so, das verschiebt sich alles.
00:59:24
Speaker
Und mein Nervensystem wäre wahrscheinlich eskaliert, wenn mir jemand gesagt hat, du wirst in sechs Jahren mal 600 Menschen begleitet haben.
00:59:32
Speaker
Dann hätte ich wahrscheinlich gedacht, mein Gott, also wie?
00:59:35
Speaker
Also wie 600 tiefe emotionale Prozesse und Menschen mit Geschichten und so weiter.
00:59:42
Speaker
krass, wow, ja, irgendwie geil, aber irgendwie wäre da auch ein Teil in mir gewesen, als ich so gedacht hätte, oh mein Gott, maximale Überforderung, ne, und dasselbe auch mit Umsatz, ja, wo ich so kleiner Tasche mit, ich will so 2000 Euro im Monat, das wäre so ganz gut,
01:00:00
Speaker
die jetzt auf ihre Zahlen schaut und sich so denkt, nach sechs Jahren haben wir gerade letzte Woche die Millionenumsatz geschafft.

Wachstum im Coaching-Geschäft und persönliche Entwicklung

01:00:09
Speaker
Und ich gucke auf diese Zahl und es ist toll, aber da hätte ich wahrscheinlich Schnappatmung bekommen am Anfang.
01:00:19
Speaker
Und das ist halt einfach der Punkt.
01:00:22
Speaker
Unser Nervensystem muss sich daran natürlich auch erst mal gewöhnen.
01:00:27
Speaker
So, mir jetzt heute vorzustellen, ich mache in einem Jahr einen Millionen Umsatz oder habe in einem Jahr 500 Menschen begleitet, kann am Anfang maximal überfordernd sein.
01:00:39
Speaker
Gerade wenn ich eigentlich in einer Situation festhänge, in der ich in meinem Job gerade vorgehe,
01:00:46
Speaker
viel Sinnlosigkeit erfahre, mich sehr erschöpft fühle und überhaupt erstmal an dem Punkt bin, darüber nachzudenken, ob es für mich möglich ist, vielleicht wirklich jetzt mal meinen Job hinter mich zu lassen und mal was zu machen, was mich erfüllt.
01:01:02
Speaker
Und dabei auch versorgt zu sein und nicht ausgebrannt zu werden.
01:01:06
Speaker
Das ist nicht nur ein strategisches Thema, es ist auch ein strategisches Thema.
01:01:11
Speaker
Deswegen sprechen wir in der Ausbildung natürlich auch viel über dieses Thema Angebotserstellung und wie mache ich das dann konkret.
01:01:18
Speaker
Aber es ist auch ein emotionales Thema.
01:01:21
Speaker
Darf ich mich von dem Alten lösen?
01:01:23
Speaker
Kann ich die Nervensystemkapazität Stück für Stück aufbauen, mich auf dieses Neue einzulassen?
01:01:32
Speaker
Und dann wachsen wir auch da rein.
01:01:35
Speaker
Und es ist natürlich optimal, wenn man dabei von Menschen begleitet ist, die diesen Weg schon gegangen sind, die einen da auch ganzheitlich dann dabei begleiten können und eben nicht nur mit Strategie um die Ecke kommen oder nur mit mach einfach, wonach du dich fühlst.
01:01:54
Speaker
Ja, weil das ist ja...
01:01:55
Speaker
Das, was wir gerade auch in der Coaching-Branche sehen, dass es diese zwei Lager gibt.
01:01:59
Speaker
Die einen, die sagen, du brauchst eine Strategie, du brauchst eine Content-Strategie, du brauchst eine Funnel-Strategie, du brauchst keine Ahnung was, eine Marketing-Strategie.
01:02:07
Speaker
Und dann gibt es die, die sagen, ach, pappalapap-Strategie, das zählt gerade für Frauen nicht, wir müssen das ganz intuitiv machen und nur flowy und immer nur nach Gefühl.
01:02:18
Speaker
Und beides ist ein bisschen wahr und alleine für sich stehend ist es halt völlig...
01:02:25
Speaker
Also ein völliger Irrglaube.
01:02:27
Speaker
Wir brauchen das beides.
01:02:29
Speaker
Wir brauchen die Strategie, das sagte ich zu unseren Auszubildenden in den Tagen auch, wir brauchen die Strategie als das Flussbett.
01:02:36
Speaker
Und dann brauchen wir natürlich den Fluss, die Intuition, gerade wir als Frauen.
01:02:40
Speaker
Also dass der Fluss, der sozusagen geführt von den strategischen Strukturen fließen kann, in den wir uns auch hineingeben und hingeben können und wissen,
01:02:52
Speaker
Ich kann mich da jetzt aber auch hingeben, weil ich Strukturen gebaut habe, die mich auch auffangen.
01:02:58
Speaker
Wenn ich mich einfach so hingebe, mache ich nur wieder die Erfahrung, dass ich die Kontrolle verliere und dass es nicht funktioniert.
01:03:04
Speaker
Und wenn ich aber einfach nur mit Struktur und Kopf drangehe, mache ich wieder die Erfahrung, dass das alles ein Kampf ist und dass das gar nicht mir entspricht.
01:03:12
Speaker
Wenn ich das beides miteinander verbinde, dann kann mein Nervensystem auch lernen, es anzunehmen.
01:03:19
Speaker
Ich kann Strukturen schaffen, die mich versorgen und die mir Sicherheit geben.
01:03:23
Speaker
Und ich kann lernen, mich da rein zu entspannen.
01:03:26
Speaker
Und das ist ein stetiger Prozess, den auch Lena und ich hier immer weiter, weil das auch ganz viel Loslösen von alten,
01:03:36
Speaker
Identitätsmustern und Strukturen von alten Geschichten von einem Familiensystem, was das zum Beispiel auch immer anders gemacht hat.
01:03:46
Speaker
Also ich komme aus einem Familiensystem mit selbstständigen Handwerkern.
01:03:49
Speaker
Da ist, ne, schaffe, schaffe, Häusle bauen und den ganzen Tag, hier, ne, jede Minute, die ich nicht arbeite, geht mir Geld verloren, ja.
01:04:00
Speaker
So Dienstleistung, Hands-on, ja, also da muss man präsent sein und körperlich auch richtig was reingeben.
01:04:07
Speaker
Und das schon über Generationen, also schon meine Uroma kommt aus einem Familienbetrieb, einer Metzgerei und so weiter.
01:04:18
Speaker
Das steckt auch epigenetisch in meinem System.
01:04:23
Speaker
Und da zu lernen, sich von zu lösen und das Nervensystem daran zu gewöhnen, dass das eben doch möglich ist und sich zu erlauben,
01:04:33
Speaker
zu träumen, aber auch Schritt für Schritt zu gehen, also den großen Traum vielleicht mal runterzubrechen.
01:04:39
Speaker
Das möchte ich gerne auch an der Stelle mal als Einladung aussprechen.
01:04:42
Speaker
Also wenn du nicht diese Ängste hättest, die dir gerade sagen, es ist für mich nicht möglich und du würdest dich jetzt mal hinsetzen, vielleicht machst du es echt mal, nimmst dir ein Blatt Papier oder ich habe mir dann so ein extra Büchlein dafür angeschafft
01:04:56
Speaker
Und erlaub es dir einfach mal darüber nachzudenken, was dir entsprechen würde und wie du gerne arbeiten würdest.
01:05:06
Speaker
Was dich mit Sinn erfüllen würde.
01:05:10
Speaker
Dann kannst du schauen, was kommt dabei raus und kannst überlegen, was würde mich jetzt dabei unterstützen, Stück für Stück der Mensch zu werden.
01:05:21
Speaker
Die emotionalen und strategischen Menschen,
01:05:27
Speaker
Handwerk sozusagen zu entwickeln, dahin zu kommen.
01:05:32
Speaker
So habe ich das für mich auch immer gemacht und habe immer geguckt und super viele Fehler dabei gemacht, super viel Lehrgeld auch bezahlt, weil von dieser Millionen Euro Umsatz ist nicht viel übrig geblieben.
01:05:45
Speaker
In den letzten Jahren habe ich sozusagen ausgelernt, aber ich habe in den ersten Jahren so viel Lehrgeld bezahlt, weil ich auch in Sachen rein investiert habe, die einfach völliger Bullshit waren, wirklich auch in hohen fünfstelligen Beträgen, mich da teilweise auch echt verirrt habe, aber wie gesagt auch ganz, ganz viel gelernt habe.
01:06:09
Speaker
Und das ist ja mitunter auch ein Grund, warum wir das hier machen, weil wir gesagt haben, wir wollen eben einen einfacheren Weg für die Menschen, die diesen Weg gehen wollen, wo sie jemanden an der Hand haben, der für sie diese ganzen Fehler schon gemacht hat und ihnen sagen kann, was macht Sinn und was macht keinen Sinn.
01:06:24
Speaker
Und dann wird es einfach deutlich, deutlich leichter, das dann auch zu verwirklichen, was da vielleicht gerade an Ziel da ist.
01:06:34
Speaker
Ja, und vielleicht auch das, was du eben gesagt hast, mit dem von 1.000 Euro auf 2.000 hast du dir das gewünscht und dass du dir gar nicht erlaubt hättest, auch größer zu denken.
01:06:45
Speaker
Ich glaube, auch diesen Schritt sich zu erlauben, ist extrem wichtig, weil viele erst mal Ziele setzen und
01:06:53
Speaker
die für eine bestimmte Zeitspanne unrealistisch sind.
01:06:57
Speaker
Das heißt, man muss natürlich auch bedenken, dass wenn du jetzt, also klar, du hättest natürlich den Job wechseln können und vielleicht hättest du ein gigantisches Angebot irgendwo bekommen und hättest plötzlich das Vierfache verdient.
01:07:05
Speaker
Das wäre ja durchaus möglich.
01:07:07
Speaker
Aber wenn ich jetzt auch auf die Frauen schaue, die mit starkem Übergewicht zu tun haben oder so, es gibt zwar Hilfsmittel, die meiner Meinung nach nicht so eine große Hilfe sind, aber
01:07:17
Speaker
Es gibt Möglichkeiten, schnell viel abzunehmen, sagen wir es mal so.
01:07:20
Speaker
Das heißt, komplett unrealistisch ist es nicht.

Kleine Schritte und realistische Ziele im Berufsleben

01:07:23
Speaker
Aber wenn wir wirklich darauf schauen, was langfristig, nachhaltig, gesundheitsfördernd ist, worum es uns jetzt erstmal geht, egal ob wir jetzt auf den Job gucken oder auf das Essverhalten, dann sind manche Ziele für bestimmte Zeitspannen unrealistisch.
01:07:39
Speaker
Und
01:07:40
Speaker
Viele sehen, sage ich mal, das Ende des Weges und gucken die ganze Zeit dahin.
01:07:45
Speaker
Und weil das so weit weg scheint, ist das,
01:07:49
Speaker
an dem Punkt, wo ich jetzt gerade auf diesem Weg stehe, schon eine Enttäuschung, eine Desillusionierung, eine Frustration, schon eine Wut, schon eine Trauer da, schon ein Schuldgefühl, schon ein Schamgefühl, weil das werde ich ja niemals schaffen.
01:08:01
Speaker
Weil es nicht in Relation zu dem steht, was jetzt auch die nächsten Wochen und Monate vielleicht erreichbar ist.
01:08:07
Speaker
Und dann zu schauen, okay, von 1000 auf 2000 ist eine Verdopplung.
01:08:13
Speaker
Das ist in Relation zu dem, was man verdienen kann, wenig.
01:08:17
Speaker
Aber in Relation zu dem, was da war, ist es das Doppelte, also viel.
01:08:21
Speaker
Das heißt, allein dafür muss das Nervensystem schon eine Kapazität aufbauen von, ja, ich darf das annehmen.
01:08:28
Speaker
Das ist ja auch ein großes Thema.
01:08:29
Speaker
Ich darf das annehmen.
01:08:30
Speaker
Ja, ich bin das wert.
01:08:32
Speaker
Ja, ich darf selbstständig autonom werden, um die Schritte zu gehen, die es braucht, um noch mehr Fülle aus der Welt zu bekommen.
01:08:40
Speaker
Und wenn dann die 2000 erreicht sind, fühlt sich das im Verhältnis zu den 1000,
01:08:45
Speaker
für die allermeisten erst mal wieder gar nichts mehr bedeutend an, weil wir eben darauf trainiert sind, wieder nur auf das lang ersehnte Ziel hinzuschauen.
01:08:52
Speaker
Und wir sollten immer wieder auch zurückgucken, dass wir gerade verdoppelt haben, wo wir gestartet sind, wo wir dachten, 2000 ist unrealistisch.
01:09:00
Speaker
Und so baut sich das langsam auf.
01:09:02
Speaker
Das ist so, als würde ein sabberndes, schreiendes, nicht sprechen können das Kind direkt in die Buchhaltung wollen.
01:09:10
Speaker
Ich glaube, das würden viele Kinder nicht wollen, aber sagen wir mal direkt in den Kletterwald und dann quasi mit 30-Jährigen da rumklettern.
01:09:19
Speaker
Wenn wir darauf trainiert wären, nur daran zu denken, dann würden wir überhaupt nicht anfangen, erst mal zu krabbeln, vielleicht mal ein Wort auszusprechen, was kein Wort ist.
01:09:28
Speaker
Und dann irgendwann uns aufs Fahrrad trauen, erst mal 30 Mal umzukippen und bevor wir dann irgendwann sagen, ja, wie, du kannst kein Fahrrad fahren, das ist doch voll einfach, ich bringe es dir mal eben schnell bei.
01:09:39
Speaker
Und das ist eben auch ein Punkt, der viele sehr, sehr lange zurückhält, weil einerseits haben sie häufig den fehlenden Zugang zu eben diesem Teil, der überhaupt träumt.
01:09:51
Speaker
Und wenn sie den Zugang finden, dann bauen sie sich häufig ein Bild auf, was sehr weit von dem entfernt ist, wo sie gerade sind, weil eben dieser große Schmerz dazu kommt, weil sie häufig nicht an einem Punkt starten, wo sie noch Energie haben,
01:10:04
Speaker
Und die Kapazitäten, die Ressourcen, die dazu gebraucht würden, um sich weiterzuentwickeln oder in eine andere Richtung zu entwickeln, sondern häufig im Prinzip sich bis an einen Punkt runterschrauben, was Energie und vielleicht teilweise auch Rücklagen und so weiter angeht und vielleicht auch die Gesundheit oder auch das Gewicht, je nachdem.
01:10:23
Speaker
sodass die Diskrepanz zum Ziel immer größer wird und die Ressourcen immer weniger werden und dadurch erhöht sich für viele das Gefühl, ja, also jetzt ist es wirklich nicht mehr schaffbar.
01:10:36
Speaker
Also ja, vielleicht wäre es vor ein paar Monaten noch gegangen, als ich noch nicht im Burnout war oder als ich noch nicht die und die Gewichtsgrenze überschritten habe, aber jetzt ist es nicht mehr möglich.
01:10:46
Speaker
Deswegen...
01:10:47
Speaker
wäre schon auch meine Empfehlung und wir tendieren beide ja auch dazu, wir sind ja auch eher leistungsbezogene Systeme, sage ich mal, aber auch mal zu schauen, okay, was ist der nächstmögliche kleine Schritt von mir aus, der aber schon ein Schritt näher an dem ist, was ich mir vorstelle,
01:11:08
Speaker
als an dem Punkt, wo ich gerade bin.
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Speaker
Und für manche ist es, erstmal einfach nur das aufzuschreiben, was du gerade gesagt hast.
01:11:15
Speaker
Für manche ist es, erstmal nach Stellen zu gucken.
01:11:19
Speaker
Also wie ist der Markt gerade überhaupt?
01:11:21
Speaker
Oder wenn man umziehen möchte, wie sind denn die Wohnungspreise?
01:11:24
Speaker
Dass man überhaupt mal Informationen bekommt, ein realistisches Bild entwickeln kann.
01:11:29
Speaker
dass man, wenn zum Beispiel der Wunsch da ist, in bestimmten Bereichen zu arbeiten, beispielsweise auch im Coaching, mal zu schauen, was gibt es denn auf dem Markt und was würde mich denn erstmal anziehen, ohne dass daraus sofort eine Entscheidung, eine Buchung oder das größte Coaching-Business entstehen muss.
01:11:46
Speaker
Also was wäre der nächste kleinstmögliche Schritt für mich, der gerade mit meinen Ressourcen, mit meinen Erfahrungen, mit meinem Nervensystem möglich ist,
01:11:54
Speaker
sodass ich ein bisschen angefüttert werde, dass ich ein bisschen neue Energie bekomme durch das, was ich eigentlich in meinem Leben haben möchte, ohne sofort erschlagen zu werden von einem Bild oder von einem Zielzustand, der gerade nicht realistisch ist, wenn mir jemand Kinderloses beispielsweise erzählt, dass er ortsunabhängig ist, ständig durch die Gegend reist, die geilsten Hotels bucht,
01:12:17
Speaker
keiner mitbekommt, dass die meisten sich das teilweise gar nicht leisten können und dann, weil, also habe ich schon dollste Geschichten gehört, auch von einer Klientin, dass die dann einfach sich in irgendein Haus quasi über dann eine Kooperation oder wie auch eingecheckt haben, in der Zeit das Auto von denen geliehen haben, damit gepost haben, aber am Ende dann die Miete nicht zahlen konnten oder so, also man nicht in die große Social-Media-Blase zu gucken, wo wir einfach auch für dumm verkauft werden häufig und
01:12:46
Speaker
wo viele Leute so viel Geld haben, weil andere Menschen so viel Geld für deren Traum bezahlen, sondern dass wir mal gucken, was ist in unserem Setting mit den Rahmenbedingungen, die ich gerade in meinem Leben habe, mit den Ressourcen, die da sind.
01:12:58
Speaker
Was kann ich gerade tun?
01:13:00
Speaker
Wer kann mich unterstützen?
01:13:02
Speaker
Was hindert mich gerade wirklich daran, wenn ich mal nach innen schaue?
01:13:05
Speaker
Und wer könnte mir auch dabei helfen, das zu lösen?
01:13:09
Speaker
Und dann gibt es die Schritte dahin.
01:13:11
Speaker
Es ist genauso, wie wenn ich vor einem Berg stehe und ich gucke nur zur Bergspitze und sehe einfach ach,
01:13:15
Speaker
Scheiße, das ist so weit weg, ich kann auch nicht mal erkennen, wo die Bergspitze ist.
01:13:19
Speaker
Und mit jedem Schritt, den ich gehe, kommt diese Spitze näher.

Unvorhersehbarkeit und Ausdauer auf dem Karriereweg

01:13:22
Speaker
Ich merke auf dem Weg, wow, hier ist es ja auch richtig schön und diese Blumen hätte ich gar nicht gesehen, wäre ich direkt da hochgeflogen oder wie auch immer.
01:13:32
Speaker
Und irgendwann komme ich dem Ziel immer näher und stehe dann oben und denke mir so,
01:13:36
Speaker
Ich weiß selber gar nicht, wie ich das geschafft habe, dahin zu kommen.
01:13:39
Speaker
Das ist ja häufig auch so ein Gefühl.
01:13:42
Speaker
Ich hatte ja vorgestern diese Story gepostet mit
01:13:46
Speaker
in Pico de Aero in Madeira.
01:13:48
Speaker
Und damals, das war mein absolutes Traumbild, irgendwann mal auf so einem Berg zu stehen, weil das komplett unrealistisch für mich gewesen wäre.
01:13:57
Speaker
Und es war auch anders, als ich es mir ausgemalt habe, weil ich war, obwohl ich da oben stand, jetzt nicht 100 Prozent frei von Ängsten oder anderen Thematiken.
01:14:06
Speaker
Aber ich konnte auch nicht sagen, was ist denn genau passiert, dass ich da jetzt stehe.
01:14:11
Speaker
Aber es sind eben diese kleinen Schritte gewesen, die durchaus auch schmerzhaft waren,
01:14:16
Speaker
Entscheidungen, die schmerzhaft waren, die einem viel abverlangt haben, Begegnungen, die einen unterstützt haben.
01:14:22
Speaker
Und so findet sich das dann eben häufig.
01:14:25
Speaker
Auf dem Weg.
01:14:27
Speaker
Genau, auf dem Weg.
01:14:28
Speaker
Der Weg entsteht, wenn man ihm geht.
01:14:30
Speaker
Und deswegen ist häufig der erste Schritt der wichtigste.
01:14:33
Speaker
Und dafür braucht man meistens am meisten Energie, weil es eben aus einem Zustand heraus ist, wo der erste Schritt sich schon fast unrealistisch anfühlt.
01:14:42
Speaker
Ja, absolut.
01:14:43
Speaker
Und das, was ich einfach auch mitgeben kann, ist wirklich dieses, du musst einfach diese Erfahrung machen, um überhaupt zu dieser Person zu werden.
01:14:55
Speaker
Und das ist auch etwas, was
01:15:01
Speaker
Wenn wir so festhängen in so einem Zustand, über den wir eben auch gesprochen haben, ob das jetzt eine Beziehung ist, die wir vielleicht eigentlich beenden müssen oder wo wir was verändern müssen oder eben auch im Berufsbereich.
01:15:14
Speaker
Wir merken schon, da ruft uns was auf der anderen Seite, aber irgendwie hängen wir da noch fest.
01:15:19
Speaker
Dann kann ich nur sagen, es geht auch darum, sich diese Erfahrungen zu erlauben.
01:15:25
Speaker
Also die Erfahrung, man sagt ja auch so schön, der Weg ist das Ziel und da steckt so viel Wahrheit drin.
01:15:31
Speaker
Häufig haben wir gar kein Gefühl dafür, was dieser Spruch eigentlich bedeutet.
01:15:36
Speaker
Weil dieser Weg, nehmen wir das Bild mit dem Berg, es kommt gar nicht darauf an, auf dieser Bergspitze zu stehen, sondern es kommt darauf an, wer du wirst auf dem Weg dorthin.
01:15:50
Speaker
Und das ist genauso, egal welche Ziele wir nehmen, ob ein intuitives Essverhalten mit einem Gewicht, mit dem wir uns wohlfühlen, ob eine gesunde, liebevolle Partnerschaft, in der wir uns feilen lassen können, eine erfüllende Sexualität oder auch ein erfüllendes Business mit so und so viel begleiteten Klienten oder vielleicht tatsächlich auch mit einem gewissen Umsatz, ja.
01:16:18
Speaker
Das darf nämlich auch sein.
01:16:20
Speaker
Das ist auch etwas, was ich zum Beispiel lernen durfte, diese Angst davor zu verlieren.
01:16:25
Speaker
Dass es auch in Ordnung ist, wenn man Menschen helfen möchte, gleichzeitig aber auch finanziell nicht nur überleben zu können, sondern auch ein schönes Leben führen zu können.
01:16:34
Speaker
Und dass das nichts mit Gier oder so zu tun hat, sondern dass das beides miteinander vereinbar ist.
01:16:41
Speaker
Und dann kommt es eben nicht auf dieses Ziel an, sechsstelliges Unternehmen oder so und so viel begleitete Klienten oder was auch immer, sondern die Frage ist, wer wirst du auf dem Weg dorthin?
01:16:57
Speaker
Welche Erfahrungen machst du Schritt für Schritt für Schritt?
01:17:01
Speaker
Und sich diese Erfahrung zu erlauben, formt eine neue Identität.
01:17:07
Speaker
Und das ist die größte Blockade, dass sich Menschen Erfahrungen nicht erlauben und deswegen dann einfach hängen bleiben in Situationen, in denen sie unglücklich sind.
01:17:19
Speaker
Sie machen jeden Tag die Erfahrung, unglücklich zu sein mit dem, was sie gerade erleben.
01:17:25
Speaker
Sie erlauben sich aber auch nicht die Erfahrung,
01:17:31
Speaker
mit den nächsten Schritten zu machen und die Möglichkeit, darin eben Erfüllung zu finden.
01:17:37
Speaker
Und das ist natürlich auch ein Ressourcenmangel.
01:17:40
Speaker
Das ist manchmal auch ein Bewusstseinsthema.
01:17:43
Speaker
Deswegen formen wir ja hier jetzt gerade ein bisschen ein neues Bewusstsein.
01:17:47
Speaker
Das können ja dann schon echte Schritte sein, sich so einen Podcast hier anzuhören, sich mit unserem Content zum Beispiel zu beschäftigen und
01:17:55
Speaker
Das sind ja auch schon Schritte.
01:17:56
Speaker
Mit jedem Mal, wenn du hier was von uns liest, wenn du mit uns interagierst, wenn du den Podcast anhörst, machst du ja schon eine Erfahrung.
01:18:05
Speaker
Aber die darf natürlich nicht stellvertretend genutzt werden für echte Handlungen dann auch, die...
01:18:13
Speaker
die uns dann wieder neue Erfahrungen erlauben.
01:18:16
Speaker
Und deswegen sind Erfahrungsräume so wichtig.
01:18:18
Speaker
Deswegen ist es eben nicht nur aus Qualitätsgründen so wichtig, dass wir auch, wenn wir uns für eine Coaching-Ausbildung entscheiden, einen Raum besuchen, der eben nicht nur über ein Wochenendseminar abläuft, sondern in dem wir auch wirklich diese Erfahrung machen können, dass sich die Identität auch ausformen kann, wirklich ein guter Coach zu sein, der das alles halten kann und nicht nur das theoretisch gelernt zu haben,
01:18:42
Speaker
Also deswegen sind die Räume, die wir haben, egal ob die Coaching-Räume oder auch die Ausbildungsräume, sind immer Erfahrungsräume, wo du mit Haut und Haaren und nicht nur hier rational erfährst und diese Identität formst, sodass es irgendwann ganz klar ist, dass du da oben auf der Bergspitze stehst.
01:19:05
Speaker
Und dann eben die logische Konsequenz war und nicht das eigentliche Ziel.
01:19:18
Speaker
Ja, ihr Lieben, ich glaube, jetzt waren wir wieder eine Stunde zwanzig.
01:19:23
Speaker
Wir wollten eigentlich unter einer Stunde bleiben, aber ich hoffe, wir konnten euch ganz, ganz viel mitgeben.
01:19:28
Speaker
Wenn ihr Fragen habt, wenn ihr
01:19:31
Speaker
Impulse habt.
01:19:32
Speaker
Wenn ihr euch ein Thema wünscht, dann schreibt uns bitte unbedingt.
01:19:37
Speaker
Und natürlich für alle die, die sich irgendwie von uns begleiten lassen wollen, mit emotionalem Essen könnt ihr gerne über Chainedness Woman schreiben oder euch da einfach einen Termin buchen zum Vorgespräch.
01:19:48
Speaker
Und im November startet eben wieder die nächste Ausbildungsrunde zum Psychosoma Nutrition Coach.
01:19:54
Speaker
Da gerne einfach mal über unsere Instagram-Seite auf
01:20:00
Speaker
unsere Webseite gehen.
01:20:01
Speaker
Ihr könnt euch da gerne auf die Warteliste eintragen.
01:20:03
Speaker
Wir führen da auch kostenlose Vorgespräche, um eben gemeinsam mit euch zu gucken, ist das der nächste Schritt.
01:20:09
Speaker
Und ja, ist das etwas, was euch näher dazu führt, jeden Tag einen sinnerfüllten Job zu machen, ein sinnerfülltes Leben zu leben?
01:20:19
Speaker
Das gucken wir uns gemeinsam in den Vorgesprächen an und da freuen wir uns natürlich sehr, bald persönlich mit dir zu sprechen.
01:20:27
Speaker
Das waren schöne Abschlussworte, würde ich sagen.
01:20:29
Speaker
Sehr gut, perfekt.
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Speaker
Also dann bis zum nächsten Mal.
01:20:33
Speaker
Ciao.