Transcript
Speaker: Die meisten Coaches bekommen gar nicht mit, dass die Menschen so begleiten, wie Ärzte es tun, wenn sie einem Patienten bei jedem Symptom einfach Ibuprofen oder Antibiotikum verschreiben.
Speaker: Und das meine ich gar nicht anklagend.
Speaker: Und trotzdem ist uns aufgefallen, dass in der Coaching-Szene die ganze Zeit Nervensystem-Tools
Speaker: Emotionsregulationstools usw.
Speaker: verkauft werden als ganzheitliche Lösung, als tiefgreifende Transformation.
Speaker: Und wir beäugen das sehr, sehr kritisch, denn wir möchten Menschen dahin begleiten, dass sie nicht ständig an sich herum regulieren, an sich herum arbeiten müssen.
Speaker: Du willst ein erfolgreicher Coach sein, der seine Klienten durch echte Durchbrüche und nachhaltige Transformationen führt?
Speaker: Dann bist du genau richtig hier.
Speaker: Ich bin Natascha, seit über zehn Jahren erfolgreicher Coach mit eigenem Coaching-Business und über 500 begleiteten Menschen.
Speaker: Und ich bin Lena.
Speaker: Seit über sieben Jahren begleite ich Menschen als Coach durch tiefgreifende Prozesse hin zu nachhaltigen Veränderungen.
Speaker: In diesem Podcast sprechen wir darüber, wie traumasensibles, körperzentriertes und nachhaltig wirksames Coaching wirklich funktioniert.
Speaker: Kein oberflächliches Tools-Gehabe, kein Druck,
Speaker: sondern Nervensystemwissen, Embodiment und eine Haltung, die den Themen deiner Klientin wirklich gerecht wird.
Speaker: Der Embodied Coach ist für Frauen wie dich.
Speaker: Mit großem Verantwortungsgefühl, mit einer Sehnsucht nach Tiefe und mit dem Wunsch, einen Unterschied in der Coachingbranche zu machen.
Speaker: Hier bekommst du fundiertes Wissen, Insights aus unserem Coaching-Alltag und echte Inspiration für deinen Weg als Coach.
Speaker: Weil du spürst, es geht nicht um höher, schneller, weiter, sondern um echt, verbunden und tiefgreifend.
Speaker: Abonniere jetzt diesen Podcast und begleite uns auf dieser Reise.
Speaker: Zurück zum Körper, zurück zu dir und zu dem Coaching, das du dir selbst gewünscht hättest.
Speaker: Ich meine, wir haben es ja jetzt auch bei Channess Woman gesehen, das mit dem Post, wo wir jetzt auch die Tools rausgeschickt haben, was das einfach für eine unglaubliche Menge an Menschen angesprochen hat.
Speaker: Und deswegen, wir haben gar nicht grundsätzlich was dagegen.
Speaker: Uns ist aber wichtig, einen Blick darauf zu werfen, dass es eben nicht nur darum gehen kann,
Speaker: dass wir ständig irgendwelche Nervensystemregulationen umsetzen müssen, ständig irgendwelche Ernährungslisten brauchen, um Gesundheit zu erhalten und so weiter, sondern was es wirklich braucht, dass wir eben nicht ständig uns regulieren müssen, dass wir nicht ständig in Disbalancen sind, wo wir auf alles Mögliche achten müssen und ganz viele Tools und Übungen brauchen, sondern was es braucht, dass es eigentlich eher die Ausnahme ist für Akutsituationen, um sich dann zu regulieren, aber die grundsätzliche Basis erst mal herzustellen,
Speaker: entspannt ist, eher gesund ist, in Anführungsstrichen in einem sicheren Nervensystemzustand.
Speaker: Ja, das ist ganz wichtig, denn ich sehe das ja auch bei uns im Coaching mit unseren Frauen zum Thema emotionalem Essen.
Speaker: Ich war ja selber auch lange betroffen und ich sage mal, solche Bewältigungsstrategien, zu denen greifen wir ja vor allen Dingen, wenn wir irgendwie ein überreiztes Nervensystem haben und wir nicht mehr wissen,
Speaker: Oder unser Nervensystem einfach sich nicht anders zu helfen weiß und wir dann irgendwie die Spannung abbauen müssen, indem wir uns mit Netflix betäuben, indem wir uns mit Essen betäuben, indem wir uns mit Alkohol betäuben, indem wir irgendwie mit Shopping, obwohl wir eigentlich wissen, das brauchen wir jetzt eigentlich nicht wirklich oder man spannen uns auch ein.
Speaker: Wir brauchen das ja, um diese Leere zu füllen, weil wir das Gefühl nicht aushalten können.
Speaker: Und das heißt...
Speaker: Wir haben das ganz häufig auch am Telefon, das hat Jan die Tage auch erzählt, dass Betroffene sich dann melden und sagen, ich hätte gerne irgendwie einen Tipp, ein Tool, eine Idee, wie ich in dem Moment das unterbrechen kann, wie ich in dem Moment mich davon abhalten kann, nicht emotional zu essen und diesem Essdruck nachzugeben.
Speaker: Bei anderen Bewältigungsstrategien zum Beispiel dann nicht...
Speaker: dem nachzugehen, jetzt doch noch ein Glas mehr zu trinken oder nicht dem nachzugehen, jetzt doch wieder den Einkaufswagen voll zu machen oder auch dem nicht nachzugehen, dem Mann wieder zu schreiben, mit dem man eigentlich eine nicht so gute Beziehung gerade führt und wo man sehr missbräuchlich behandelt wird.
Speaker: Das sind ja alles irgendwo auch Bewältigungsstrategien.
Speaker: Da konsumieren wir Essen, wir konsumieren Alkohol, wir konsumieren manchmal auch Menschen.
Speaker: Damit wir dem nicht mehr nachgehen müssen – und das sind ja auch die Gründe, weshalb Menschen zu Coaching kommen – müssen wir natürlich lernen, unsere Nervensysteme irgendwo zu regulieren.
Speaker: Und da können solche Tools auch wertvoll sein, wie Lena schon sagt, in Akutsituationen.
Speaker: Kann das helfen, diesem Impuls vielleicht doch nochmal von der Schippe zu springen?
Speaker: Unser Ziel in unserer Arbeit, und so sehen wir Coaching auch, ist eigentlich...
Speaker: Menschen dahin zu bringen, dass sie erst gar nicht mehr in diese druckvolle Situation kommen.
Speaker: Und das können Nervensystem-Tools nicht erreichen.
Speaker: Und wir können lernen, die einzusetzen, zum Beispiel für Situationen, wo man merkt, okay, heute bin ich total angespannt oder es gab eine Situation und jetzt weiß ich, dieses Ausschütteln, Auszittern, vielleicht auch rausschreien oder so, hilft das besser zu verarbeiten.
Speaker: Dafür ist das super.
Speaker: Aber ich bin ganz ehrlich, ich esse ja jetzt seit Jahren nicht mehr emotional und ich muss mich nicht mit irgendwelchen Tools regulieren.
Speaker: Ich mache es einfach nicht mehr.
Speaker: Das heißt nicht, dass ich nie Bewältigungsstrategien habe, aber die sind nicht in der Ausprägung, dass sie langfristig in
Speaker: irgendeine Richtung für mich ungesund werden oder dass ich da gar nicht mehr reingreifen kann und ich in so einer Art Sucht lande.
Speaker: Und das ist eben der Unterschied, wo wir differenzieren müssen.
Speaker: Es kann nicht sein, dass wir – das ist vielleicht die gesündere Variante – dass wir emotionales Essen dann mit Schütteln, Klopfen und Atmen ersetzen.
Speaker: Optimalzustand wäre ja – und das ist ja auch der Wunsch, den zumindest unsere Klienten haben, wenn sie zu uns kommen.
Speaker: Ich weiß nicht, wie es anderen Coaches da draußen geht, aber eigentlich ist ja der tiefer liegende Wunsch, das nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, sondern dass das einfach automatisch funktioniert.
Speaker: Und dafür brauchen wir halt nochmal auch einen anderen Ansatz.
Speaker: Da können wir nicht ohne Ende Regulationstools rausschicken.
Speaker: rausgeben und auch einfach, ich sage mal, regelmäßig innerhalb von Coachings mit unseren Klienten Ernährungspläne zu schreiben, Check-ups zu machen, Regulations-Sessions zu machen, Co-Regulation zu machen, entlastet innerhalb des Coachings-Prozesses.
Speaker: Und ja, das kann auch zu einer Regeneration und einem Reset im Nervensystem führen, aber das wird halt, wenn wir dann nicht tiefer gehen,
Speaker: dazu führen, dass das Coaching nicht nachhaltig zur Veränderung führen kann.
Speaker: Und dann muss man sich halt die Frage stellen, was man als Coach machen möchte.
Speaker: Und auch als Klienten muss man sich die Frage stellen, was möchte ich, was erwarte ich mir von einem Coaching?
Speaker: Möchte ich, dass das Coaching, dass die Person, die mit mir ins Coaching geht, wirklich auch in der Lage ist, mir zu helfen,
Speaker: in mein Nervensystem neue Regulationsmechanismen zu integrieren, die wirklich fest da sitzen, ohne dass ich da ständig dran denken muss?
Speaker: Oder möchte ich einfach, dass jetzt jemand mal mit mir eine Regulation macht und ein bisschen entlastet sein, aber nach dem Coaching halt wieder zurückfallen?
Speaker: Also ich denke, die Antwort ist eigentlich klar.
Speaker: Für Coaches ist es ja eigentlich auch so, also ich glaube, jeder
Speaker: Jeder Coach da draußen, der Menschen wirklich nachhaltig helfen will, macht die Arbeit ja auch aus so einem höheren oder auch tieferen Sinn heraus.
Speaker: Das heißt, niemand möchte einfach eine Arbeit machen, wo er merkt, ah ja, cool, die Ergebnisse sind innerhalb des Coachings super und danach fallen die Leute wieder zurück.
Speaker: Und damit, ganz kurz noch, damit will ich nicht sagen, dass
Speaker: sich bestimmte Muster immer mal wieder im Leben zeigen.
Speaker: Die Frage ist immer nur, das tut es auch bei unseren Klienten, die Frage ist immer nur, wie doll kommt das dann zurück?
Speaker: Ist ein Bewusstsein dafür da?
Speaker: Ist die Möglichkeit da, das wahrzunehmen und da reinzugreifen und zu sagen, ich gehe dem jetzt nicht nach, sondern ich weiß mir anders zu helfen?
Speaker: Das sind normale Entwicklungszyklen, dass immer mal wieder was zurückkommt.
Speaker: Aber es geht um dieses Grundsätzlich, da hat sich echt was gelöst.
Speaker: Und ich glaube, dafür geht jeder Coach los.
Speaker: Und deswegen müssen wir eben schauen, wo wir uns Coaches mit Tools ablenken, statt wirklich in der Tiefe auch etwas in Lösungen zu bringen.
Speaker: Ja, und ich glaube, das ist eben häufig auch der Fallstrick in Anführungsstrichen, dass viele Klienten erstmal danach fragen, nach Tipps und Tools und Übungen und Ansätzen, die erstmal eine Akutlinderung herbeiführen können, weil der Leidensstruck eben so hoch ist und weil viele...
Speaker: gar nicht mehr daran glauben, dass es möglich ist, einen anderen Zustand als grundsätzliche, man nennt es ja Baseline oder Grundlage, sage ich mal, in sich zu spüren und deswegen schon das höchste Ziel in Anführungsstrichen ist, zumindest Ideen zu haben, was kann ich dann stattdessen tun, um mich in diesem Moment zu regulieren.
Speaker: Und wenn wir als Coaches dann keine Idee dazu haben,
Speaker: dass es einen viel tieferen Ansatz gibt an der Wurzel in gewisser Weise und was wir auch tun können, um das zu erreichen, dann bedienen wir zwar den Wunsch, den geäußerten Wunsch der Klienten,
Speaker: Aber nur, weil wir nicht verstanden haben, dass dahinter ein ganz anderer Wunsch ist, den die Person sich selber überhaupt gar nicht mehr erlaubt oder gar nicht mehr zugänglich ist, weil viele Personen einfach auch schon so unfassbar viel versucht haben, um das zu lösen.
Speaker: Und weil es sich nicht gelöst hat, weil es eben häufig nicht an der Wurzel gelöst wurde, ist dann die Idee, okay, dann brauche ich jetzt zumindest was, was mir in dem Moment hilft.
Speaker: Und so sehe ich auch diese Emotionsregulationstechniken oder Ausdrucksübungen oder Nervensystemarbeiten und Breathwork und so weiter, mit denen wir ja durchaus auch sehr viel arbeiten.
Speaker: Aber für mich ist das eher eine Brücke oder auch man könnte es Krücke nennen,
Speaker: Weil wir müssen ja verstehen, dass wenn die Personen ins Coaching kommen, eine gewisse Disbalance da haben.
Speaker: Ganz egal, mit welchem Thema wir arbeiten.
Speaker: Das heißt, sie haben einen Leidensdruck, die haben eine emotionale Instabilität, sage ich mal, je nachdem wie intensiv.
Speaker: Aber auf jeden Fall geht es ihnen nicht so gut, dass sie gerade...
Speaker: nicht lieber am See liegen zum Beispiel als sich mit dem Thema zu beschäftigen.
Speaker: Das heißt, sie kommen in einer gewissen Disbalance und sie haben gleichzeitig Bewältigungsstrategien durch Prägungen, durch Entwicklungen usw.
Speaker: gelernt, die ihnen in diesen Momenten scheinbar Abhilfe schaffen, wie beispielsweise emotionales Essen, Netflix, Beziehungen konsumieren, Handy und was weiß ich nicht was alles.
Speaker: Und die erstmal Erleichterung schaffen und danach zu mehr Instabilität führen.
Speaker: Also quasi wie ein sich immer wieder wiederholender Teufelskreis.
Speaker: Und wenn wir jetzt ins Coaching gehen und an der Wurzel ansetzen, dann berühren wir natürlich immer auch die schmerzlichen Verletzungen, die dazu geführt haben, dass wir die Bewältigungsstrategien überhaupt erst unbewusst nutzen.
Speaker: Und an dieser Stelle...
Speaker: Muss nicht, aber an dieser Stelle wäre es hilfreich, eine Idee reinzugeben, die hilft, diesen Teufelskreis in Akutsituationen erstmal zu unterbrechen und zu überbrücken.
Speaker: Das heißt, statt dann zum Handy zu greifen, statt zum Essen zu greifen, statt zu bedanken,
Speaker: Beziehungen zugreifen, die mir nicht gut tun, habe ich dann erstmal eine Idee, okay, wenn ich an den Schmerzpunkt komme, bewusst oder unbewusst, kann ich jetzt eher atmen, kann ich mich jetzt ausschütteln, kann ich Embodiment machen, kann ich Ausdruck machen über die Stimme beispielsweise.
Speaker: Und darüber lernt das Nervensystem schon mal im Coaching, aber dann auch eben zu Hause, ah, okay, es scheint also tatsächlich andere Wege zu geben, um mich zu regulieren.
Speaker: Und das ist erstmal ein ganz, ganz wichtiger und auch sehr erleichternder und sehr zuversichtsschenkender Wandel, sage ich mal.
Speaker: Eine sehr, sehr wichtige Veränderung, weil es natürlich sehr unangenehm ist, wenn durch die Arbeit mit den tiefer liegenden, schmerzlichen Erfahrungen, sage ich mal,
Speaker: Wenn da keine neue Idee für Regulation ist, greifen wir natürlich umso stärker zu den nicht so funktionalen Bewältigungsstrategien.
Speaker: Das heißt, dafür ist das total super und auch für ganz natürliche Phasen im Leben, wo das Leben einfach mal sehr herausfordernd ist, auch mal unsere Ressourcen übersteigt, ist es toll, das zu können und zu wissen, was kann ich dann tun, wie kann ich mir Abhilfe verschaffen.
Speaker: Wenn wir da aber stehen bleiben, dann hat sich im Prinzip die eine Abwehrstrategie durch eine funktionalere auch Abwehrstrategie ersetzt.
Speaker: Wir haben aber den Teufelskreis nicht beendet.
Speaker: Der läuft weiter.
Speaker: Das ist eben die Ebene, die, ich nenne es mal wirklich ganzheitliches Coaching, das an der Ursache ansetzen möchte, dann eine Ebene tiefer, auf eine Schicht tiefer, sage ich mal, gehen muss, um zu gucken, wo ist eigentlich der Motor oder die Quelle, dass dieser Teufelskreis eigentlich die ganze Zeit läuft.
Speaker: Weshalb ist ein Nervensystem denn eigentlich chronisch in der Disregulation?
Speaker: Weshalb kann sich ein Körper und Verspannungen und so weiter denn nicht entspannen und erholen, selbst wenn ich im Urlaub bin oder eigentlich gar nicht so viel Zeitdruck habe?
Speaker: Weshalb habe ich denn ständig das Gefühl, zu etwas greifen zu müssen, weil ich etwas anderes nicht fühlen möchte?
Speaker: Und das ist der entscheidende Punkt, an dem es anzusetzen gilt, weil erst dann haben wir im Prinzip eine Beruhigung auf einer Ebene, die eigentlich zum Schmerz führt.
Speaker: Und dann können diese Tools immer noch total hilfreich sein und toll sein, aber wir brauchen sie nicht mehr ständig.
Speaker: Wir müssen nicht mehr jeden Tag ein Bodyment machen und jeden Morgen und jeden Abend eine Visualisierung und eine Atemsession und am besten noch Ausdruck und so weiter.
Speaker: Weil die Quelle, die die ganze Zeit wie dieses, ich nenne es mal,
Speaker: Stellen wir uns vor, wir hätten wie eine Quelle, die sprudelt die ganze Zeit und ich kann natürlich jetzt mit einem Aufwandbecken die ganze Zeit das Wasser da wegkippen und das macht deutlich mehr Sinn, als es mit einem kleinen Teelöffel zu machen.
Speaker: So ein Teelöffel wäre jetzt zum Beispiel emotionales Essen oder die weniger funktionaleren Strategien.
Speaker: Die Nervensystemarbeit wäre zum Beispiel eine große Wanne, mit der ich deutlich mehr Wasser funktionaler wegschaffen kann, ohne so viel Energieaufwand.
Speaker: aber keiner hat doch Lust, sein Leben zu verbringen, an einer Quelle stehen, mit einer riesen Schüssel und die ganze Zeit Wasser wegzuschaufeln.
Speaker: Also wäre es ja hilfreich zu gucken, okay, was bringt diese Quelle die ganze Zeit zum Sprudeln und was können wir tun, dass sich das beruhigt, sodass wir gar nicht die ganze Zeit mit dieser scheiß Wanne da rumstehen müssen.
Speaker: Und so kann man es eben auf die emotionalen Themen, auf die Psyche auch übertragen, dass wir schauen wollen, wo liegt denn die Quelle, die
Speaker: dieses ständigen Teufelskreis, wo ist dieser Schmerz ursprünglich mal entstanden, welche Emotionen durften mal nicht gefühlt werden, sodass es eben gar nicht mehr die ganzen Techniken braucht, mit denen wir auch den ganzen Tag füllen könnten.
Speaker: Es gibt so viele Tools, wir könnten 24 Stunden nichts anderes tun, als irgendwelche Nervensystem-Tools auszuprobieren.
Speaker: Und das ist ja auch die Erfahrung, die viele dann machen, die dann sagen, ja okay, jetzt schüttle ich mich schon, jetzt atme ich schon, jetzt versuche ich die Gefühle wirklich auch mehr zuzulassen,
Speaker: Aber das ist ein ganz schönes Bild mit dieser Quelle und da sprudelt die ganze Zeit das Wasser raus und jetzt muss man sich mal überlegen,
Speaker: Wir haben irgendwann angefangen, das Wasser zum Problem zu machen.
Speaker: Nehmen wir jetzt mal an, das Wasser steht stellvertretend für das emotionale Essen oder auch stellvertretend für ein dysreguliertes Nervensystem oder stellvertretend für ungefühlte Emotionen.
Speaker: Dann haben wir
Speaker: gelernt, dass Wasser, also MS-Verhalten, Disregulation, Emotionen als das Problem zu sehen, das wir abwehren müssen oder das wir lösen müssen.
Speaker: Und wir sind da wunderbar abgelenkt davon, dass es eigentlich eine Quelle dafür gibt, dass das Nervensystem desreguliert ist, dass wir emotional essen oder andere Bewältigungsstrategien fahren.
Speaker: Oder auch für die Emotionen gibt es ja eine Quelle.
Speaker: Man ist jetzt schon so weit, dass man so langsam dahin kommt durch die ganze Aufklärung und durch den ganzen Content, den es jetzt zu Nervensystemen gibt, dahin zu gehen, okay, der Fokus verschiebt sich jetzt von, ich habe eigentlich gar kein Problem mit meinem Essverhalten, ich habe eigentlich gar kein Problem mit Shopping, ich habe eigentlich kein Problem mit keine Ahnung was, sondern
Speaker: Ich habe eigentlich ein Problem mit einem desregulierten Nervensystem.
Speaker: Das sind so mehrere Schichten.
Speaker: Also ganz oben ist halt diese Schicht, okay, die Bewältigungsstrategie.
Speaker: Wo Menschen glauben, ja, ich habe ein Gewichtsproblem, Essverhaltensproblem, Shoppingproblem und so weiter.
Speaker: Jetzt kommen wir langsam dahin, dass sich das Ganze so ein bisschen verschiebt in die nächsttiefere Schicht.
Speaker: Dass Menschen anfangen zu erkennen, okay, unter diesem Essverhalten, unter diesem Stressverhalten, unter all den Bewältigungsstrategien liegt also ein dysreguliertes Nervensystem.
Speaker: Aber das ist nur die nächste tiefe Geschichte.
Speaker: Jetzt muss man aber noch tiefer gehen.
Speaker: Man muss sich die Frage stellen, was liegt denn unter dem desregulierten Nervensystem?
Speaker: Also was desreguliert denn die ganze Zeit das Nervensystem?
Speaker: In einem anderen Bild gesprochen.
Speaker: Du kannst dauernd Brände löschen.
Speaker: Und das wird super anstrengend sein und du wirst es irgendwie hinbekommen, weil da gibt es Feuerlöcher und alles Mögliche.
Speaker: Du kannst dir aber auch die Frage stellen, was verursacht denn dauerhaft die Brände?
Speaker: Das heißt, ich muss also noch eine Schicht tiefer gehen.
Speaker: Und das ist am Ende des Tages die Aufgabe von uns Coaches oder auch Therapeuten, weil natürlich in einem
Speaker: Als Betroffener kann man das häufig nicht erkennen, weil sich da einfach das Muster dazwischen schiebt.
Speaker: Also man muss einfach verstehen, dass wir ja irgendwann mal, wenn wir zu dieser Quelle zurückkommen, die ursächlich für unsere Herausforderung ist,
Speaker: die konnten wir ja nicht bewältigen.
Speaker: Das war emotional zu aufwühlend.
Speaker: Wir hatten in dem Alter, in dem wir das vielleicht integriert haben, wo das entstanden ist, die Bewältigungsstrategien, die Ressourcen dafür gar nicht, das zu regulieren, damit gesund umzugehen.
Speaker: Vielleicht ist das ja sogar auch noch nicht mal ein Thema, was wir selbst in unserem Leben erlebt haben, sondern das ist in uns reingeflossen durch Oma, Opa, Mama, Papa, also irgendwelche ungelösten Konflikte und Traumata in der Armenlinie.
Speaker: Und die fließen dann manchmal schon im Mutterleib in uns hinein, weil die Mutter in dauerhaften Stresszuständen ist oder oder.
Speaker: Das ist manchmal in unser System geflossen, da konnten wir noch gar nicht aktiv darüber nachdenken, was wir da gerade fühlen oder welche Erfahrungen da gerade stattfinden.
Speaker: Das bedeutet, es ist im Körpergedächtnis gespeichert.
Speaker: Und da müssen wir eigentlich am Ende des Tages hin, also in diese tieferen Schichten.
Speaker: Dieses Muster haben wir uns aber gebaut, weil wir nicht anders damit umgehen konnten.
Speaker: Und als betroffene Person, die da ein Thema hat, ein Muster hat, was sie lösen will, ist es teilweise fast gar nicht möglich, dahin zu blicken, weil sich das ja mit Absicht oder unbewusst mit Absicht so gebaut hat, dass sie gar nicht sehen kann und nicht mehr spüren kann, was da eigentlich darunter liegt.
Speaker: Das ist ja so Genius, wie unsere Psyche funktioniert.
Speaker: Ich hatte das letztens mit einer Metapher, das ist so, wie wenn du einen Schlüssel versteckst und den selbst nicht mehr findest, weil du so geniale Verstecke hast.
Speaker: Und so genial ist unsere Psyche eben auch.
Speaker: können wir natürlich Nervensystemregulationstools rausgeben, wie wir das die Tage jetzt auch gemacht haben.
Speaker: Wir müssen aber trotzdem weiterhin darüber aufklären, dass das alleine nicht die Lösung ist, auch wenn das viele Leute nicht hören wollen, weil sie dann denken, naja, die will mir ja nur was verkaufen und tralala.
Speaker: Das sind dann die Abwehrmechanismen, die dürfen wir bei den Menschen lassen.
Speaker: Weil ich persönlich, also für mich gab es damals nichts Schlimmeres als das Gefühl zu haben, ich mache hier und mache hier und mache hier und mache hier.
Speaker: Ich mache ja jetzt schon hier schon in Therapie.
Speaker: Ich habe ja jetzt schon dies.
Speaker: Und trotzdem löst es sich nicht.
Speaker: Und dann tut es gut, wenn jemand diesen Beisatz,
Speaker: Nur beiläufig erwähnt, wenn du damit nicht weiterkommst, dann liegt das nicht an dir, sondern dann liegt es an der Begrenzung dieser Tools oder dieser Methode.
Speaker: Und es gibt halt einfach einen Punkt, an dem man alleine nicht mehr weiterkommt, weil man
Speaker: weil man in einen Beziehungsraum gehen muss.
Speaker: Weil man sich ja auch selber vermeidet.
Speaker: Man vermeidet sich selbst.
Speaker: Richtig.
Speaker: Und dann können wir und dürfen wir auch davon weggehen,
Speaker: Das eine ist eine sehr maskuline, und das hat nichts mit Männern zu tun, sondern einfach mit der Young-Energie, also eine sehr maskuline Energie, wenn es darum geht, für Probleme Lösungen zu finden.
Speaker: Mit Strukturen, mit Plänen, mit Strategien.
Speaker: Und Strukturen und Pläne und Strategien stehen immer für sich.
Speaker: Also so ein Ernährungsplan zum Beispiel, der steht immer für sich.
Speaker: Der stellt aber nicht in Frage, in welcher Beziehung die Person, die diesen Ernährungsplan praktiziert, zu anderen Dingen steht.
Speaker: Da geht es nur darum, da ist der Plan, halte dich dran.
Speaker: Aber der Lebenskontext, das Stresslevel, die emotionalen Themen, die darunter liegen, die im Alltag immer wieder aktiviert werden, diesen Beziehungskontext, diese Wechselwirkung erfasst so einen Ernährungsplan gar nicht.
Speaker: Genauso auch so eine, weiß ich nicht, hatte ich jetzt die Tage, ja, meine Garmin, die sagt mir, ich habe einen Verbrauch von so und so viel.
Speaker: Ja, das sind Formeln.
Speaker: Ja, maskuline Energie, das sind Formeln.
Speaker: Genauso wie auch, du machst jetzt jeden Tag zehn Minuten die und die und die Nervensystemregulationsübung.
Speaker: Das sind erstmal alles Strategien.
Speaker: Und wenn wir die nicht eingebettet bekommen oder verbunden bekommen mit der femininen Energie, also
Speaker: diesem Fluss der Emotionen, dem Kontext zu erkennen, wie steht das in Beziehung, wie steht die Person in Beziehung, was machen eigentlich diese ganzen Beziehungsfelder mit der Person und wie reagiert die darauf?
Speaker: Das ist ja das, was wir auch in unserer Coachausbildung beibringen, wo wir selbst Menschen mit langjähriger Erfahrung im Therapie- und Coachingbereich haben, die sagen, ich habe das so noch nie gesehen.
Speaker: weil wir in den Formalausbildungen und auch in den meisten Coaching-Ausbildungen sehr, also entweder es wird sehr strategisch
Speaker: drangegangen, also maskuline Energie, oder es wird die maskuline Energie voll ausgeblendet.
Speaker: Nein, wir können das alles intuitiv.
Speaker: Aber dann fehlt die maskuline Energie als Rahmung und es fehlt die feminine Energie für das vernetzte Denken, wie alles in Beziehung miteinander steht und auch den Flow darin.
Speaker: Und das ist dann das, wo wir sehen, dass Menschen ganz mechanisch auch Nervensystemregulationstools abarbeiten, weil die Übung macht man jetzt genau so und so und so.
Speaker: Und dann muss man sich da und da und daran halten.
Speaker: Und ich mache das, um zu.
Speaker: Also ich mache das, um mein Wutgefühl wegzubekommen, um mein Engelgefühl wegzubekommen.
Speaker: Das ist eine sehr geradlinige Energie und Denkweise.
Speaker: Und wir müssen anfangen, wenn wir das Thema lösen wollen, diese Denkweise zu lösen.
Speaker: Weil es nicht darum geht, etwas zu leisten.
Speaker: Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem wir dem Körper und dem Nervensystem uns als Menschen die Möglichkeit geben, wieder in uns hineinzusinken.
Speaker: Und das erst einmal wahrzunehmen und dann auch zu regulieren und zu lösen, was in uns lebt.
Speaker: ohne Probleme an die Quelle des Ganzen.
Speaker: Und das ist in meinen Augen ein ganz, ganz großes Thema, weil wir halt nicht dazu erzogen werden, also A, es ist eine Vermeidungsstrategie, die kollektiv ist, B, wird es weiter aufrechterhalten, weil wir auch nicht so erzogen werden, so zu denken.
Speaker: Wir sehen das Essverhalten als das Problem und wir fangen an, gegen das Essverhalten zu kämpfen.
Speaker: um es wegzumachen oder andere Bewältigungsstrategien.
Speaker: Wir nehmen das mal als Stellvertreter für alle anderen Bewältigungsstrategien auch.
Speaker: Und das sieht man ja auch in der klassischen Therapie, so Verhaltenstherapie, ist ganz häufig, okay, Wunschzustand gesund, Istzustand krank.
Speaker: Und jetzt müssen wir alles dafür tun, dass die Person wieder funktioniert.
Speaker: Und das ist diese sehr maskuline Denkweise.
Speaker: Bloß ein Gesundheitssystem, was völlig überlastet ist, wo die Therapeuten eigentlich auch nur funktionieren und einen Termin nach dem anderen abarbeiten, dann noch vorarbeiten, dokumentieren und so weiter, nacharbeiten und dokumentieren, weil die Krankenkassen das so brauchen.
Speaker: Das heißt, es gibt dann nicht mehr diesen Raum für diese feminine Energie und das ist Teil des Problems.
Speaker: Weil die feminine Energie geht halt nicht gegen, die fließt mit.
Speaker: Und das haben wir verlernt und das ist der Grund für ganz, ganz viele Themen, die dann nicht gelöst werden können, weil wir gegen das Thema, gegen das vermeintliche Problem gehen.
Speaker: Aber es ist gar nicht das Problem.
Speaker: Wir haben es irgendwann zum Problem gemacht.
Speaker: Das Essverhalten ist nicht das Problem.
Speaker: Das haben wir zum Problem gemacht.
Speaker: Genauso wie auch die toxische Beziehung nicht das Problem ist.
Speaker: Das haben wir zum Problem gemacht, um uns von was anderem abzulenken.
Speaker: Ja, und es ist vor allen Dingen auch immer der Kampf gegen was.
Speaker: Und Kampf kostet immer sehr viel.
Speaker: Also egal, es kostet Energie, es kostet emotionales Gleichgewicht.
Speaker: Wenn wir dann auch noch uns selber als Gegner haben, kann es ja nur Zweifel in dem Fall geben.
Speaker: Und Kampf wegen E-Bersucht.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Aber ich sage mal, wenn ich jetzt jemand anderes kämpfe, habe ich im Zweifel noch den Vorteil, sage ich mal, dass ich stärker sein könnte.
Speaker: Das wird zwar auch Wunden in mir hinterlassen und ich stecke auch ein paar Schläge ein, vielleicht ein schlechtes Gewissen und so.
Speaker: Aber wenn ich dann auch noch mein eigener Gegner bin, dann ist es im Prinzip beides in einer Fläche.
Speaker: Und ich glaube, dass ein ganz großes Problem in diesem ganzen Bereich ist, sowohl aus Klientenperspektive als auch aus Coachperspektive, Therapeutenperspektive, dass wir versuchen, das, was eigentlich das Problem ist, mit den gleichen Mitteln zu bekämpfen, wie du schon gesagt hast.
Speaker: Das ist ein bisschen so...
Speaker: Die Menschen stehen unter einem enormen Anspruch, sich selbst zu kontrollieren, die eigenen Emotionen zu kontrollieren, den Körper zu kontrollieren und so weiter, haben Symptome, die sie darauf nicht zurückführen, aber die ganz häufig eben darauf zurückzuführen sind, dass sie sich permanent die ganze Zeit zurückhalten, zusammenreißen und kontrollieren und disziplinieren, gehen dann in Begleitung und im schlechtesten Fall gehen sowohl Klient als auch Therapeut und Coach davon aus, dass sie sich
Speaker: Okay, dann brauchen wir nur noch mehr Kontrolle.
Speaker: Dann gibt es einen neuen Plan, dann gibt es einen neuen Funktionsrahmen, dann gibt es eine neue Tracking-App, dann gibt es eine neue Uhr, die dir sagt, wie du geschlafen hast.
Speaker: Du musst gar nicht mehr selber nachfühlen, habe ich gut geschlafen, fühle ich mich gerade mit meinem Herzschlag verbunden oder nicht.
Speaker: Das muss ich gar nicht mehr selber erfühlen, weil das kann alles was anderes für mich übernehmen.
Speaker: Alles, was kontrolliert und gerahmt ist, da haben wir eben wieder die Überbetonung dieser maskulinenergie.
Speaker: Und wir versuchen das Gleiche mit Gleichem zu
Speaker: Das bedeutet, ich möchte ein Feuer löschen und statt dass ich gucke, was könnte ein Feuer löschen, gebe ich noch mehr Feuer rein.
Speaker: Das würde niemand machen, weil man weiß, das ist Quatsch, weil es entzündet noch mehr Brände.
Speaker: Aber so gehen wir häufig in Therapie und in Coaching mit diesen Themen um, weil wir auf einer bestimmten Ebene auch als Coaches und Therapeuten gar nicht so selten selbst eine Emotionsvermeidung haben.
Speaker: Das sind häufig sehr emotionsvermeidende Räume.
Speaker: Wir sehen es ja auch gerade mit unseren Auszubildenden.
Speaker: Ich hatte vorletzte oder letzte Woche ja dann den Mittwochscall und da haben wir dann Supervision gemacht zu Fallklienten, die die gerade als Testklienten begleiten.
Speaker: Und dann ging es um das Thema Wut und dass der Klient so emotionsvermeidend ist, was das Thema Wut angeht.
Speaker: Und egal, was sie macht, irgendwie sagt er immer, nee, ich bin jetzt schon gar nicht mehr wütend und so weiter.
Speaker: Also quasi der Klassiker.
Speaker: Und dann habe ich ihr gesagt, okay, im Zweifel, gerade wenn der live kommt, dann machst du es einfach vor.
Speaker: Dass der eine Fläche bekommt, wo er sehen kann, ah, das geht und wo er erstaunt ist, dass das aus so einem, ich nenne es mal Frauenkörper rauskommt.
Speaker: Weil es macht einen Unterschied, ob, sage ich mal,
Speaker: in Anführungsstrichen, eine kleine, süßlich aussehende Frau, eine solche Kraft freisetzt, die ja häufig uns auch abtrainiert wird, oder eben nicht.
Speaker: Und dann hat sie gesagt, nee, also das kann ich nicht.
Speaker: Dann würde ich im Erdboden versinken, das könnte ich nicht.
Speaker: Aber wie soll es dann der Klient trainieren?
Speaker: Genau.
Speaker: In dem Moment.
Speaker: Und das hat sie auch total gut annehmen können.
Speaker: Und gleichzeitig ist es aber häufig das, was da drunter fließt.
Speaker: Der Kärz checkt das ab.
Speaker: Genau.
Speaker: Unbewusst checkt der ab.
Speaker: Du schämst dich doch selbst für die Wut.
Speaker: Warum soll ich mich denn jetzt hier entblößen?
Speaker: Wenn du ja selbst ein Schamthema hast.
Speaker: Unbewusst.
Speaker: Unten drunter.
Speaker: Total unbewusst.
Speaker: Aber das mal übersetzt.
Speaker: Absolut.
Speaker: Macht ja auch total Sinn.
Speaker: Also würde ich auch nicht machen.
Speaker: Ich würde mir dann auch denken, okay, erstens kann die Person scheinbar selber nicht ausdrücken und zweitens im Zweifel auch nicht halten.
Speaker: Was passiert denn, wenn ich es dann ausdrücke?
Speaker: Und das macht es eben dann zu unbewussten Emotionsvermeidungsräumen, wo häufig das, was eigentlich
Speaker: eine Lösung reingeben würde, ohne dass man es weiß, unbewusst verhindert wird und zwar von beiden, weil wir als Therapeuten und Coaches genauso wie auch Ärzte selbstverständlich mit den gleichen Themen in Kontakt sind.
Speaker: Wir sind auch mit Ängsten in Kontakt, wir sind auch geprägt, wir sind auch sozialisiert, wir haben auch bestimmte Vorerfahrungen mit bestimmten Emotionen.
Speaker: Ärzte haben auch Angst vor dem Sterben, haben auch Angst vor Krankheit, haben auch schwere Verluste hinter sich und so weiter.
Speaker: Wir sind halt Menschen.
Speaker: Und je unbewusster wir darin noch sind, desto größer wird eben das Potenzial, ohne dass man es mitbekommt, das zu vermeiden, was Lösungen bringen könnte.
Speaker: Und dann arbeiten wir lieber mit noch mehr Kontrolle, mit noch mehr Plänen, weil, und da kommt jetzt dann auch der andere Teil mit rein,
Speaker: Weil wir selbst als Coaches häufig auch Angst haben, die Kontrolle zu verlieren.
Speaker: Was passiert denn, wenn eine Klientin mit dem Ursprungsschmerz wieder in Kontakt kommt?
Speaker: Was ist denn, wenn da was hochkommt, was vielleicht therapeutisch behandelt werden muss, in Anführungsstrichen langfristig gesehen?
Speaker: Was passiert denn, wenn da eine Emotion fließt und ich weiß in dem Moment erstmal nicht, was kann ich jetzt gerade tun?
Speaker: Das heißt, was passiert denn in mir, wenn das Maskuline, das Gerahmte, das Strukturelle, das Kontrollierte mich gerade auch nicht mehr schützen kann, weil meine Prozessverläufe eben nicht mehr auf jeden Einzelnen gleich anpassbar sind, sondern ich auch darauf vertrauen muss, das im Kontakt und im Gefühl umsetzen zu können.
Speaker: Und das ist häufig das, was auch viele Therapeuten und Coaches dann vermeiden und auch am Anfang viele Frauen, die wir begleitet haben und ich kenne das von mir selber auch, mit meiner größten Angst war, dass ich dachte, okay, was ist denn, wenn ich dann jemanden retraumatisiere oder was ist denn, wenn da ein Thema hochkommt oder was Missbräuchliches oder so, wo ich nicht zu ausgebildet bin, das zu begleiten.
Speaker: Also habe ich mich eher an den Sachen entlanggehangelt, die erstmal Sicherheit gegeben haben, die aber eben auch immer schön vermieden haben, dass es mal auf eine tiefere Ebene gehen kann, die wirklich auch mal herausfordert, wie gehe ich jetzt gerade damit um.
Speaker: Und da ist es ganz, ganz wichtig natürlich dann auch zu wissen, was mache ich in dem Moment und deswegen...
Speaker: Also da braucht es dann eben auch wieder eine Rahmenung, aber eine anpassbare Rahmenung, die auf das Thema eingehen kann, die auf die Emotionen eingehen kann, die auf die Beziehung eingehen kann, die jetzt gerade da ist.
Speaker: Und das ist so gesehen das Zusammenfügen dieser beiden Energien, die es braucht, um wirklich ganzheitlich eine Lösung reinzubekommen.
Speaker: Weil häufig ist die feminine Seite gerade im Weiblichen sowieso schon sehr geblockt.
Speaker: Und dann blocken wir sie in gewisser Weise noch mehr.
Speaker: Die wird noch mehr zur Seite geschoben.
Speaker: Und dementsprechend werden häufig auch die Symptome langfristig mehr, weil dieser Teil, der löst sich ja nicht einfach auf, sondern der ruft ja schon länger danach, mal wieder in Sichtbarkeit zu gelangen.
Speaker: Das heißt, manchmal helfen wir der Klientin mehr bei der Vermeidung als bei der Lösung, und zwar ohne es zu wissen.
Speaker: Und das macht dann so einen Prozess für beide frustrierend, weil das ist halt einfach...
Speaker: Selten die Absicht, dass sich Themen nicht wirklich lösen, dass es dann für einen kurzen Moment deutlich besser wird und zwei Wochen später ist das Thema genau gleich wieder da.
Speaker: Es ist kein angenehmes Gefühl, sich zu fragen, was denkt die Klientin denn jetzt eigentlich über meine Begleitung, kann ich das gut genug und warum löst sich das denn nicht, hätte ich vielleicht doch was anderes lernen sollen und so weiter.
Speaker: Und häufig ist es gar nicht so eine große Wissenschaft in Anführungsstrichen, sondern ein ganz großer Teil ist neben dem zu wissen, dass es tiefere Ursachen gibt.
Speaker: Im zweiten Schritt zu wissen, okay, wie kann ich die Person denn dahin führen, dass wir an der Quelle, sage ich mal, arbeiten.
Speaker: Und auf der anderen Seite ein super oft unterschätzter Faktor, ich selbst im Kontakt mit meinem Nervensystem, mit meinem Körper, mit meinen Emotionen, mit meiner Kontaktfähigkeit, mit der Fähigkeit, das auszuhalten.
Speaker: Auch mal einen stillen Moment auszuhalten, wo ich nicht sofort schalte und weiß, was mache ich jetzt als nächstes.
Speaker: in ein Coaching reinzugehen und eine Grundidee zu haben, was könnten wir heute machen und das alles wieder über Bord zu werfen, weil sich was ganz anderes auftut und sich darin trotzdem sicher zu fühlen, weil wir die Grundlagen von Psyche, Körperlichkeit und emotionalen Prozessen
Speaker: haben.
Speaker: Und das Schöne daran ist ja, dass das ja möglich ist.
Speaker: Es ist möglich, diese Ebenen zusammenzubringen, nur es wird halt in vielen, gerade akademischen Ausbildungen, staatlichen Ausbildungen, gar nicht vermittelt, weil es einfach eigentlich eher von der Person selbst ferngehalten wird.
Speaker: In der normalen Coaching-Ausbildung nicht.
Speaker: Da hast du einen besseren Blick, weil ich halt Glück hatte, sage ich mal.
Speaker: Aber ich sage mal so, die
Speaker: die klassischen Coaching-Ausbildungen sind, was die Verkörperungsebene angeht, weil das ist so auch das zeitintensivste und anstrengendste auch für die Coaches, nicht so gut gerüstet.
Speaker: Mit Verkörperung meine ich nicht, dass wir selbst auch, immer wenn wir desreguliert sind, unsere Nervensystemtools anwenden.
Speaker: Sondern ich meine mit Verkörperung wirklich auch, dass ich nicht mehr zusammenzucke, wenn da mal jemand laut mit einer Emotion rauskommt.
Speaker: Und das ist nichts, was ich unterdrücken kann, sondern das muss integriert sein.
Speaker: Das heißt, ich kann mir das jetzt vornehmen, dann zucke ich halt nicht mehr zusammen und dann sitze ich halt so da und sage, ja, ja, ja, ist schon okay, dann machst du es raus.
Speaker: Aber das ist nicht das, was ich meine.
Speaker: Ich meine, ich sitze ruhig und locker da, wenn jemand wirklich mal mit der Wut um die Ecke kommt, die da in ihm lebt.
Speaker: Da meine ich nicht, dass wir jemanden da katharsismäßig ohne Ende reindrücken, sodass er dann am Ende noch desregulierter da sitzt.
Speaker: Auch das ist meiner Meinung nach eine Methode und ein Ergebnis von Menschen, die
Speaker: eben nicht in der Verkörperung sind, die Leute da enorm reindrücken und dann desreguliert damit zurücklassen, die eben auch noch nicht zu Ende prozessiert haben, wie mit so einer Emotion innerlich wirklich umgegangen werden muss, damit das hilft, statt dass man da einfach nur in die Emotion reinpresst.
Speaker: Und dann stehen die Leute da und haben jetzt halt mal
Speaker: geschrien, wie in vielen Breathwork und Retreats aktuell, und können das aber überhaupt gar nicht verdauen oder verarbeiten, weil das nicht zu Ende gebracht wird, weil das Endziel war, einfach nur in die Emotion rein.
Speaker: Also das meine ich damit auch nicht, aber das ist halt wirklich der Punkt.
Speaker: Dieser Verkörperungsprozess bedarf
Speaker: dass wir uns als Coaches, und ich meine, wir sind Menschen auf irgendeiner Ebene, vermeiden wir auch gewisse Themen bei uns selbst.
Speaker: Das ist normal.
Speaker: Aber ich...
Speaker: Ich muss aus ihrer Selbstvermeidung raus.
Speaker: Das heißt also, unsere Coaching-Ausbildung ist natürlich auch ein Raum, in dem wir die Coaches auch durch ihre eigenen Prozesse oder mit ihren eigenen Themen wirklich in Kontakt bringen.
Speaker: Und damit meine ich nicht nur rational, dass sie ihre
Speaker: ihre Themen selbst durchrationalisiert und analysiert haben, sondern auch emotional.
Speaker: Weil nur mit dem Kontakt und der Erfahrung im Kontakt mit diesen Emotionszuständen kann sich wirklich tief in mir integrieren, dass das sicher ist.
Speaker: Und dann kommt wirklich kein Schreckmoment mehr, wenn mein Gegenüber wirklich mal was rauslässt.
Speaker: Zumal man auch sagen muss, wie Lena das eben schön beschrieben hat, sie lassen es halt auch häufig erst raus und zu, wenn deren Nervensystem unterbewusst gecheckt hat, die kann das auch halten.
Speaker: Vorher blockt dann häufig der Coaching oder auch der Therapieprozess schon ab.
Speaker: Das sind dann die Themen,
Speaker: man sich dann immer weiter im Kreis dreht.
Speaker: Und da hat den Spruch, hattest du einmal gesagt, Unbewusstes erkennt Unbewusstes fehlerlos.
Speaker: Da können wir auf der Ebene nichts mehr faken und nichts mehr schummeln.
Speaker: Und müssen wir auch nicht.
Speaker: Ich meine, man kann ja auch ganz bewusst sagen, ich bin halt der Coach für entlastende Arbeit.
Speaker: Ich bin halt der Coach für, es ist okay, wenn die danach wieder in ihre Wuster fallen.
Speaker: Muss ja jeder für sich selbst beantworten, wie er als Coach wirken möchte.
Speaker: Hat ja auch jeder eine andere Aufgabe.
Speaker: Die großen Coaches oder Influencer haben vielleicht eher die Aufgabe, eine Brücke zu bauen, einen Zugang zu schaffen zu dem Thema generell.
Speaker: Die haben dann vielleicht nicht die Aufgabe in dieser Welt, den Leuten dann wirklich auch bei der tiefen Lösung dafür zu helfen.
Speaker: Müsste man dann vielleicht einfach nur kommunizieren.
Speaker: Du kannst mit mir bis zu einem gewissen Punkt und dann such dir jemanden, der da nochmal anders mit dir arbeitet.
Speaker: Das ist ja auch vollkommen in Ordnung.
Speaker: Aber wenn ich wirklich den Anspruch habe, besser zu werden als Coach, wenn ich Coachsein verkörpern möchte, wenn ich Transformation verkörpern möchte, will ich ja Transformation auch irgendwo verkaufen.
Speaker: Ich möchte ja, dass andere Menschen auch transformieren, sich verändern können zu dem Zustand, in dem sie sich wirklich glücklich und gesund fühlen.
Speaker: dann kann ich mich halt nicht selbst vermeiden.
Speaker: Und dann kann ich auch nicht stellvertretend, um meine Themen nicht anzugucken zu müssen, die ganze Zeit an anderen Leuten rumdoktoren.
Speaker: Also das ist halt dann dieser Retterkomplex und den haben wir.
Speaker: Ist auch gar nicht schlimm, weil das total unbewusst ist.
Speaker: Den haben wir häufig auch bei uns in den Ausbildungsräumen, wo wir merken, okay, da sind immer Anteile dabei, die bei sich nicht hingucken wollen, dass
Speaker: Probleme aber trotzdem lösen wollen und das halt dann statt bei sich zu lösen versuchen bei anderen zu lösen.
Speaker: Sie können es ja auch bei anderen lösen wollen, aber zuerst mal müssen sie schon auch bei sich hinschauen wollen.
Speaker: Sonst bist du, wenn du diesen Willen nicht hast, das heißt nicht, dass du das noch nicht machst, aber wenn du den Willen nicht hast, das so zu praktizieren als Berufsethos, dann bist du kein
Speaker: guter Coach.
Speaker: Und dann wirst du auch kein guter Coach.
Speaker: Und dann solltest du vielleicht auch kein Coach werden.
Speaker: Also das habe ich eine ganz klare Haltung zu.
Speaker: Ja, ich bin da ganz bei dir und ich glaube auch, dass es für die Coach-Seite einfach auch sehr, sehr anstrengend wird, weil diese ständige Selbstvermeidung, Emotionsvermeidung kostet natürlich sau viel Energie.
Speaker: Du brennst aus.
Speaker: Genau, weil irgendwie... Du wirst da ausbrennen, ja.
Speaker: Du sitzt ja in jedem Coaching und hoffst insgeheim unbewusst, dass bestimmte Themen einfach unberührt bleiben.
Speaker: Und so geht es dann im Prinzip beiden gleich.
Speaker: Beide tanzen in gewisser Weise wie auf Eierschalen und hoffen, dass jetzt keiner auf die Idee kommt, zum Beispiel an das Thema Wut ranzugehen, an das Thema tiefere Verletzungen ranzugehen.
Speaker: Und somit kann man sich eben auch in der Vermeidung
Speaker: gegenseitig bestärken, sage ich mal.
Speaker: Und man darf gleichzeitig sehen, dass es auch ein Entwicklungsprozess ist, dass es auch hier kein Ausschalter ist und plötzlich bin ich weniger emotionsvermeidend.
Speaker: Ich weiß noch, wie das bei mir war.
Speaker: Also angefangen mit Coaching habe ich auch, da habe ich bestimmte Emotionen und Themen unbewusst sowas von vermieden, auch bei mir selber.
Speaker: Das ist normal, glaube ich, am Anfang.
Speaker: Ja, genau, das meine ich.
Speaker: Also ich glaube auch, dass das total normal ist.
Speaker: Und dann weiß ich ja noch, dass ich dann die Ausbildung da in Hamburg machen wollte.
Speaker: Und dann habe ich erfahren, dass die da mit Ausdruck arbeiten.
Speaker: Und dann habe ich erst mal gesagt, dann überlege ich mir, ob ich diese Ausbildung machen möchte.
Speaker: Weil ich kann mir nicht vorstellen, vor Menschen zu brüllen und in den Ausdruck zu gehen.
Speaker: Das war für mich echt ein riesengroßes Problem.
Speaker: Und dann bin ich da eben zu meiner Therapeutin, Coachin, wie auch immer gegangen, die die Ausbildung bei ihm ja auch vor einigen Jahren gemacht hat.
Speaker: Und es war eine so krasse Erfahrung zu merken, wie geblockt das in mir war.
Speaker: Und ich hätte das niemals mit einem Klienten gemacht.
Speaker: Wie auch?
Speaker: Ich wollte das nicht.
Speaker: Ich wollte das nicht selber vormachen.
Speaker: Das wäre meine größte Sorge bei dem Thema gewesen.
Speaker: Und...
Speaker: Erst durch die eigenen Prozesse konnte sich das lösen, aber das war bei Scott nicht immer angenehm und auch nicht einfach.
Speaker: Und je mehr sich das in mir gelöst hat, desto mehr konnte ich einen ganz anderen Zugang dazu entwickeln.
Speaker: Und so ist das ja genauso auch bei anderen Themen.
Speaker: Wenn Personen sich auf Themen spezialisieren, die sie selber dann...
Speaker: in sich tragen, zum Beispiel immer ungesunde Beziehungsmuster und dann möchten sie Menschen in gesündere Beziehungen begleiten oder ein großes Problem, Grenzen zu setzen und dann arbeiten sie mit im Coaching damit, dass Frauen mehr Grenzen setzen oder auch Männer oder auch emotionales Essen und dann arbeiten sie mit ganz vielen Menschen, die das auch haben.
Speaker: Die Idee dahinter ist nachvollziehbar, weil uns die Themen vor allen Dingen natürlich anziehen,
Speaker: die wir in uns selber auch auf eine Art tragen und es deswegen überhaupt so eine Art Anziehungspole geben kann.
Speaker: Aber diese Pole müssen in uns selber so integriert und verarbeitet sein, damit wir jemand anderes nicht unbewusst stellvertretend unsere Themen heilen lassen wollen.
Speaker: Wir erklären dann jemandem, wie sie Grenzen setzen sollen und dass das ganz wichtig ist und dass man eine toxische Beziehung beendet.
Speaker: Und kriegen das aber selber nicht hin.
Speaker: Und das ist sowohl für den Klienten scheiße, weil der unbewusst natürlich mitkriegt, die fürchten das selber total.
Speaker: Und für den Kultus ist es auch blöd, wenn die Klientin dann irgendwann sagt, ja, ich habe es jetzt übrigens geschafft und vielen Dank und so weiter.
Speaker: Und du sitzt da selber und merkst, warum kriege ich das denn eigentlich nicht hin und ich werde jedes Mal getriggert damit.
Speaker: Ja, total.
Speaker: Also das ständig regulieren zu müssen, auch dieses Gefühl, dann nicht authentisch zu sein und so weiter.
Speaker: Und bitte, ich will das auch nochmal sagen, ich begleite ja heute auch Frauen mit emotionalen Essensthemen und hatte das Thema selbst.
Speaker: Das ist nicht das Problem.
Speaker: Aber zu Zeiten, als das bei mir akut war und ich das so noch praktiziert habe,
Speaker: habe ich halt normale Ernährungsberatung gemacht.
Speaker: Ernährungspläne, Lebensmittellisten, der Klassiker, wie man halt am Anfang erst mal als Ernährungsberater arbeitet.
Speaker: Und ich habe mich da rein entwickelt.
Speaker: Und so kann man sich rein entwickeln, wenn man den Wunsch hat, Menschen damit irgendwann zu begleiten, wenn man selber weiß, wie das ist, wie man darin gelitten hat, dann ist das fein.
Speaker: Aber
Speaker: Ich finde es teilweise gefährlich, wenn man selber mitten in einer posttraumatischen Belastungsstörung ist und jetzt Menschen begleiten will, die traumatische Erfahrungen gemacht haben.
Speaker: Das gehört sowieso in die Traumatherapie, mal abgesehen davon.
Speaker: Solche Sachen sind halt einfach, oder was ich auch ganz viel sehe, so ich war mal in einer Beziehung mit einem Narzissten und jetzt kläre ich über Narzissten auf und jetzt coache ich Frauen, die auch immer in einer Beziehung zu Narzissten sind.
Speaker: Und da schwingt dann häufig aber auch so ein ungelöster Männerhass noch die ganze Zeit mit rein.
Speaker: Und da sieht man dann, okay, das Thema ist halt für die Person noch gar nicht gelöst.
Speaker: Oder auch Bindungsängstler.
Speaker: Ja, da wird dann auf Bindungsängstler geschossen, was das für schlimme Menschen oder für schlimme Männer sind.
Speaker: Und dann denke ich mir halt so, jo, du hast irgendwie anscheinend das Thema für dich noch nicht gelöst, weil
Speaker: In dem Bindungsängstler sitzt halt auch ein verletztes Kind, was erstmal Verständnis braucht und Sicherheit braucht, damit es diese Vermeidungstendenzen auch auflösen kann.
Speaker: Und da hilft es halt nichts, wie mit einem Zeigefinger, mit einem Ermahnenden, wie so eine Mutter oder so, dann da zu stehen und zu sagen, ja, aber du, du, du, weißt du, was du mit dem Verhalten anrichtest.
Speaker: Ja.
Speaker: Dann sieht man einfach, das ist nicht gelöst, das Thema für die betreffende Person.
Speaker: Und die sollte das dann vielleicht auch nicht begleiten oder zum Thema machen, erst mal, bis sie das für sich selber aufgearbeitet hat.
Speaker: Oder ich sage mal klassisch im Business-Coaching.
Speaker: Also ich bringe dich jetzt zum Millionen-Business und habe halt selber keins.
Speaker: Da kann man ein bisschen besser greifen.
Speaker: Natürlich darfst du Business-Beratung machen, aber dann vielleicht halt einfach nicht fürs Millionen-Business, sondern...
Speaker: für ein Business, was ein bisschen kleiner spielt, bevor du das so selber erstmal dahin kommst.
Speaker: Ja, es ist halt eine große Selbsttäuschung, die einfach nicht zu Glück führen kann, für beide nicht.
Speaker: Ich würde gerne eine Sache kurz sagen, die mir gerade so spontan kam, als du das mit dem Bindungsängstler gesagt hast, weil ich glaube, dass das
Speaker: bei diesem Thema Kontrolle auch eine ganz große Verknüpfung hat, die, glaube ich, oft nicht so bekannt ist oder uns nicht so bewusst ist.
Speaker: Weil es ist ja eine Wertungsfrage.
Speaker: Es gibt in dieser Bindungsstil-Diskussion, nenne ich es mal, oder Thematik ja eine ganz starke Bewertung, dass Bindungsängstler, also die, ich nenne es mal, überkompensierten Unabhängigen,
Speaker: deutlich schädlicher sind als beispielsweise die ängstlich Klammernden, die Verlustängstler.
Speaker: Und das ist ja in gewisser Weise eine schon sehr, sehr starke Wertung, denn es wird sich ja selten gefragt, was hinterlässt das in einem Menschen, wenn das Gegenüber ständig in der Abhängigkeit, ständig in der Bedürftigkeit, ständig im Klammern ist.
Speaker: Wenn man Vermeider fragen würde, dann würde man einen ähnlich großen Leidensdruck damit erleben, aufgrund frühkindlicher Erfahrungen, wie wenn wir ängstlich-klammernde Fragen, wie es für sie ist, ständig durch vermeidende Tendenzen alleingelassen zu werden.
Speaker: Das heißt, der Schmerz, je nachdem, wen wir fragen, ist gleich, auch wenn es im Erleben unterschiedlich wahrgenommen wird, weil die Vermeider häufig ja deutlich mehr abgespalten oder emotionsvermeidend sind als die Bindungsvermeidung.
Speaker: die Verlustängstlichen, also die Ängstlichkeiten an den Bildungsstilen.
Speaker: Und so ist es häufig eben auch in der Coaching-Arbeit, dass wir, glaube ich, unbewusst eine ganz, ganz große Prägung darauf haben, wirklich in der tieferen Schicht, nicht das, was uns heute so vermittelt wird mit, wir wollen alle selbstständig und unabhängig sein, sondern wir haben, glaube ich, eine größere
Speaker: eine kollektive Thematik damit, dass die meisten von uns in der Entwicklungsphase, wo es um Trennung, um Abschied, um Selbstständigkeit geht, nie wirklich gegangen sind.
Speaker: Das heißt, wir sind zwar Erwachsener geworden und wir können auch unser eigenes Leben einigermaßen führen, aber innerlich sind sowohl viele Männer als auch viele Frauen noch kindlich gebunden geblieben.
Speaker: und sind nie wirklich erwachsen und selbstständig und unabhängig geworden.
Speaker: Das heißt, sie haben ein ganz, ganz großes Sicherheitsgefühl dadurch, von außen Kontrolle, Strukturen, Regeln, Vorgaben vorgegeben zu bekommen.
Speaker: Und sobald das wegbricht, fallen sie in gewisser Weise in eine große gähnende Lehre von, okay, wer bin ich dann jetzt, was mache ich dann jetzt und was aus mir heraus kann mir dann Sicherheit schenken, weil dieser Prozess häufig unbewusst nie abgeschlossen wurde.
Speaker: Und so erleben wir das ja auch häufig, wenn wir dann nach Tipps, nach Regulationstechniken und so weiter gefragt werden, nach Plänen gefragt werden und wir sagen, das ist gerade nicht die Lösung.
Speaker: Du kriegst von uns eine Übersicht, was du machen kannst.
Speaker: Du kriegst von uns auch Informationsmaterialien.
Speaker: Aber der eigentliche Prozess, der geht über Kontrolle hinaus, der geht in eine ganz andere Schicht.
Speaker: Und das ist häufig der Bereich, der dann zu Angst führt.
Speaker: Zu Gott, dann weiß ich aber doch gar nicht, was kommt.
Speaker: Und ja, aber womit arbeiten wir denn dann?
Speaker: Oder ja, irgendwie habe ich das Gefühl, ich komme dann ja gar nicht weiter, weil dann weiß ich ja gar nicht, was ich jetzt als nächsten Schritt tun soll.
Speaker: Und darin zeigt sich das eben ganz, ganz häufig, dass es eine Vermeidung oder auch eine Negativbewertung davon gibt, wirklich erwachsen
Speaker: eigenständig, eigenverantwortlich zu sein.
Speaker: Und das wird dann überkompensiert mit diesem ganzen, ich brauche niemanden und ich mache alles alleine und ich bin abhängig von niemandem.
Speaker: Und wenn man dann aber näher reinschaut, dann stimmt das nicht.
Speaker: Es gibt dann halt eine Abhängigkeitsverschiebung auf zum Beispiel Essen, Zigaretten,
Speaker: Netflix, Social Media oder was auch immer.
Speaker: Also es ist dann von Menschen unabhängiger geworden, wird aber auf einer anderen Ebene ausagiert.
Speaker: Das heißt, wir dürfen Menschen wieder darin unterstützen, an eigentlich diesem Entwicklungspunkt, der mit dem dritten, vierten Lebensjahr eigentlich beginnen würde oder abgeschlossen würde,
Speaker: aus der Symbiose, aus der wirklichen Abhängigkeit heraus in ein eigenständiges Ich, das sich selber mitbekommt, das sich selber fühlen kann, das den eigenen Körper wahrnehmen kann, das eine eigene Meinung entwickeln kann, das eine eigene Grenze entwickeln kann, darin nachträglich zu begleiten, sodass die Person aus sich heraus sich selbst mitbekommt, den eigenen Körper mitbekommen kann,
Speaker: auch eigene Sättigungs-Hungersignale und so weiter mitbekommen kann und daraus dann eine Handlung ableiten kann, wie zum Beispiel eine Grenzsetzung ist, ein Nein sagen, eine Trennung oder was auch immer.
Speaker: Und das passiert eben häufig nicht.
Speaker: Und das wird über Pläne und über Strukturen und über das ständige Konsumieren eines Coaches oder eines Therapeuten, wird das einfach vermieden aus guten emotionalen Gründen, die aber nicht zu einer Lösung führen können.
Speaker: Und wenn wir das im Coaching-Prozess übergehen, in Anführungsstrichen, dann machen wir die Klienten auf eine unbewusste Art und Weise abhängig von uns, von unseren Tools, von bestimmten Apps, die dann Regulationsangebote haben und so weiter.
Speaker: Und dann ist es am Ende nicht wirklich was anderes, als wären wir im medizinischen Bereich und würden für jedes Symptom der Ibuprofen verschrieben haben, sage ich mal.
Speaker: Und wenn wir dann merken, okay, Ibu hat vielleicht doch einige Nebenwirkungen, dann nehme ich jetzt halt ein weniger nebenwirkungsvolles Medikament und verschreibe das was bei allem.
Speaker: Aber die Ursache des Schmerzes ist halt nicht behandelt.
Speaker: Genau, die Ursache ist nicht behandelt worden.
Speaker: Und dann haben wir auch da irgendwann eine Abhängigkeit.
Speaker: Das ist im Gesundheitssystem oder im medizinischen System, sage ich mal, weil mit Gesundheit hat das ja auch in vielen Bereichen nicht so viel zu tun, ist es dann auch nichts anderes mehr.
Speaker: Also damals war die Lösung für alles Diät oder Medikamente oder was auch immer.
Speaker: Jetzt ist die neue Lösung Nervensystemarbeit und Ernährung.
Speaker: Embodiment und Breastwork und sowas zu machen und weil trotzdem die Erfahrung bei ganz vielen eben ist, dass es nichts nachhaltig richtig löst, auch wenn es durchaus das Leben einfacher machen kann.
Speaker: Also es ist deutlich angenehmer, weil das Nervensystem zumindest akut Entspannungszustände erreichen kann oder so.
Speaker: zumindest mal eine funktionale Regulation erlebt, die wirklich auch Spannung lösen kann.
Speaker: Ich möchte das gar nicht so schlecht reden.
Speaker: Nur gleichzeitig, es führt nicht zu einer nachhaltigen Lösung.
Speaker: Und das sieht man ja eben auch an den immer weiter steigenden Symptomatiken, psychischen Erkrankungen.
Speaker: Auch daran, dass jetzt gerade zum Beispiel die Abnehmenspritze oder die Abnehmfille eine so große Beliebtheit hat.
Speaker: Das bedeutet, dass
Speaker: dass das Thema durch alles, was davor versucht wurde, scheinbar nicht gelöst wurde.
Speaker: Und das ist einfach eine wirklich starke Leitspirale, wo ich auch uns Coaches oder Therapeuten ein bisschen auch in der Verantwortung sehe.
Speaker: Nicht im Sinne von, ich muss jedes Thema für den anderen lösen.
Speaker: Aber den Menschen immer wieder darin zu bestärken, ohne es zu wollen, in der eigenen Abhängigkeitsspirale und der eigenen Selbstvermeidungsspirale,
Speaker: verfehlt dann echt das Ziel und hat dann auch zur Konsequenz, dass vieles im Coaching-Bereich als deutlich, deutlich weniger professionell abgetan wird, als es auch sein kann.
Speaker: Es gibt so viele inzwischen auch Reality-Stars und große Influencer, die dann irgendein Thema spannend finden und dazu dann Coach werden.
Speaker: Selber gar nicht im Ansatz gelöst, aber es ist dann einfach eine gute Einnahmequelle.
Speaker: Es werden ein paar Impulse rausgegeben.
Speaker: Das kann dann als Coaching ja auch betitelt werden, ist ja rechtlich in Ordnung.
Speaker: Aber es lenkt einfach davon ab, was für eine tiefgreifende Veränderungsarbeit wirklich als Potenzial dahinter liegt.
Speaker: Und das leider muss man dann auf der anderen Seite auch wieder sagen,
Speaker: wenn wir jetzt von diesen klassischen Qualifikationsanalysebögen bewertet würden, würde man wahrscheinlich auch sagen, dass wir nicht gut coachen.
Speaker: Oder dass wir nicht professionell coachen.
Speaker: Das ist ja dann der andere Punkt.
Speaker: Wir müssen eigentlich eine andere Kategorisierung finden.
Speaker: Woran bewerte ich, ob mich eine Person gut begleiten kann?
Speaker: Für mich habe ich einfach herausgefunden, für mich ist eines der Hauptfaktoren, neben dem Wissen,
Speaker: was auch wichtig ist und dass jemand eine Ahnung hat.
Speaker: Aber ich möchte von jemandem begleitet werden, bei dem ich spüre, dass der selber genauso tief gegangen ist, wie er mich jetzt führen möchte.
Speaker: Und so ist es auch mein Anspruch an mich, dass ich nachvollziehen möchte, wie sich das anfühlt, einen Widerstand zu haben, Wut auszudrücken beispielsweise oder an eine schmerzliche Verletzung zu gehen oder eine Beziehung zu beenden.
Speaker: Ich muss nicht alles auch erlebt haben, was die Klientin oder der Klient erlebt.
Speaker: Aber ich brauche ein Gefühl dazu, wie sich das anfühlt, sich darin verloren zu fühlen, Widerstände zu haben, zu merken, wo titscht das System immer wieder weg, ohne dass man es vielleicht bewusst mitbekommt.
Speaker: Und wie fühlt es sich aber auch an, wenn ich durch den Prozess durchgegangen bin und danach wirklich spüre,
Speaker: Es hat sich jetzt nachhaltig was gelöst, auch wenn ich trotzdem noch nicht themenlos bin und wahrscheinlich auch nie sein werde.
Speaker: Und dann kann ich mich als Coach auch viel mehr entspannen, weil ich weiß, was soll mir denn passieren?
Speaker: Ich weiß ja, wie es sich anfühlt und ich weiß im Zweifel auch, was ich tun kann.
Speaker: Und deswegen ist es bei uns ja diese starke Kombination aus Selbsterfahrungsräumen.
Speaker: aber eben auch aus professionellem Wissen, aus Prozessverläufen, die dann eben auch die Rahmung schaffen und gleichzeitig aber auch eben der Erfahrung, wie fühle ich mich eigentlich, wer bin ich eigentlich als Coach, bin ich wirklich schon Coach oder versuche ich einer zu sein und versuche es wie so eine Art,
Speaker: ich nenne es mal, Kostüm dann anzuziehen, weil ich es noch gar nicht ganz sein kann, weil ich es selber noch vermeide.
Speaker: Und dann können wir wirklich zu, ich nenne es mal, Gesundheitsbegleitern werden auf emotionaler und auch auf körperlicher Ebene, weil wir eben an der Wurzel des Themas arbeiten.
Speaker: Ja, und nicht nur Gesundheitsbegleitern, sondern wirklich so das Thema, große Thema obendrüber.
Speaker: Also zumindest für mich häufig, ich möchte Menschen in so eine echte Selbstermächtigung und Selbstbestimmung und Freiheit führen.
Speaker: Ja, das sind dann die unterschiedlichen Bedürfnisse.
Speaker: Genau, das sind die unterschiedlichen Bedürfnisse, die darin liegen.
Speaker: Aber das ist so dieses, also...
Speaker: sich in diesem sowieso kranken, überlasteten, überforderten System, egal wo wir hingucken, da gut durchnavigieren zu können.
Speaker: Und auch wenn man sich jetzt die ganze KI-Bewegung anguckt, wir müssen echt bei uns sein.
Speaker: Wir müssen wirklich bei uns sein, wenn wir das schaffen wollen, sozusagen in diesem immer
Speaker: kränkeren System, das immer mehr Druck aufbaut, mit all den Falschinformationen von Deepfakes über Fake News.
Speaker: Wir müssen bei uns sein.
Speaker: Ich muss ein Gefühl für mich haben, um wirklich spüren zu können, dass es eine Wahrheit ist, die ich annehmen kann und möchte, dass es nicht eine Wahrheit ist, dass ich mich nicht selbst verliere in diesem ganzen Kladderadatsch.
Speaker: Weil das wird ja noch mehr.
Speaker: Die meisten Menschen sind sowieso schon völlig von sich weggeführt und auch
Speaker: Total selbst entfremdet.
Speaker: Und jetzt strömen noch mehr Informationen auf uns ein, die dann teilweise auch noch gefakt werden von KIs und so weiter.
Speaker: Jetzt wird es im Gesundheitssystem noch schwieriger, da überhaupt gut behandelt zu werden.
Speaker: Das ist ja sowieso schon die ganze Zeit schwierig.
Speaker: Ich frage mich, wie schwierig es noch werden soll.
Speaker: Also wie überlastet die Ärzte noch sein sollen und die Krankenhäuser und keine Ahnung was.
Speaker: Das heißt, Gesundheit...
Speaker: ein Gefühl für sich selbst, die Fähigkeit sich selbst helfen zu können, die Möglichkeiten wirklich in die Schöpferkopf zu kommen und innerhalb der Lücken dieses Systems etwas Gutes für sich zu schaffen, eine gute Resilienz zu haben auf der einen Seite, aber eben auch nicht in dieser Resilienz zu verhärten, sondern auch zu erkennen, ab wann ist das nicht mehr Resilienz, ab wann ist das Selbstaufgabe, also ab wann unterdrücke ich mich so sehr in zum Beispiel einen Job,
Speaker: dass das eine gesunde Abwehrreaktion ist, ein Burnout zu bekommen, weil es einfach eine ungesunde Struktur ist, in der ich versuche, resilient zu bleiben.
Speaker: Dafür brauche ich ein Gefühl für mich.
Speaker: Ich muss in meinem Körper sein.
Speaker: Das ist nie, nie, nie wichtiger gewesen.
Speaker: Und es wird noch wichtiger werden.
Speaker: Und das ist, wie gesagt, das Ziel, was wir hier haben, dass wir Coaches raus in die Welt bringen, die diese Räume schaffen, in denen das eben möglich wird, optimalerweise bevor Menschen krank werden, bevor sie wirklich richtig pathologisch auch Süchte entwickeln und so weiter.
Speaker: Weil der Leidensdruck ist ja vorher schon groß genug.
Speaker: Es ist ja nicht umsonst so, dass Menschen
Speaker: zu Ärzten rennen, denen es nicht gut geht und die keine Diagnosen bekommen, weil sie im klassischen Sinne nicht krank sind.
Speaker: Aber ihnen geht es halt trotzdem nicht gut.
Speaker: Und dafür sind wir als Coaches da.
Speaker: Und die Menschen, die werden aber irgendwann krank sein.
Speaker: Die werden irgendwann auch noch reinschwappen in dieses sowieso schon völlig überlastete Gesundheitssystem.
Speaker: Deswegen, es wird so gebraucht und Coaches werden so gebraucht und es wird das Coaching auch
Speaker: Also es kann nicht sein, dass man nach einer Regulation des Coaching-Marktes ruft, um dann den Coaching-Markt und die Coaches so zu reglementieren, wie man das aktuell mit Ärzten und Therapeuten im Gesundheitssystem macht.
Speaker: Weil dann ist die Chance, die Coaching hat, auf eine andere Art und Weise zu helfen, fatal.
Speaker: Es ist schon gut und wichtig und auch eine Chance, dass wir gerade die Möglichkeit haben, es anders zu machen, weil es auf der einen Seite nicht zu stark reglementiert ist.
Speaker: Es hat natürlich seine Schattenseiten, weil dadurch sind da draußen auch viele Coaches, die vielleicht wirklich nicht mal beabsichtigt Schaden anzusehen.
Speaker: Anrichten.
Speaker: Anrichten, ja.
Speaker: Und deswegen ist ja unsere Antwort auch die Psychosoma Nutrition Coach Ausbildung.
Speaker: Ich kann nicht über Dinge nachdenken, die mir nicht bewusst sind, das ist klar.
Speaker: Ich kann auch Dinge nicht wahrnehmen, für die ich gerade die Wahrnehmungsspanne überhaupt nicht habe.
Speaker: Pro Sekunde, habe ich irgendwie gelesen, gab es in der Studie, nehmen wir ungefähr 10 Millionen Sinnesreize auf.
Speaker: Ja, so.
Speaker: Da muss man sich überlegen, wie viel Leben, wie viel Erfahrung, wie viel Wahrnehmungsraum eigentlich an uns vorbeigeht.
Speaker: Und dann ist noch der individuelle Filter drauf, der uns gewisse Dinge nicht spüren lassen und sehen lassen will.
Speaker: Und wir als Coaches haben die Möglichkeit, mit den Menschen zu arbeiten, dass sich dieser Filter verändert, dass sie sich anders wahrnehmen, dass von diesen zehn Millionen Sehneseindrücken die wichtigen Eindrücke, die gespürt werden müssen, um etwas verändern zu können, ankommen.
Speaker: Und dafür braucht es einen Raum mit einer Person, die diesen Raum auch halten kann, die das nicht nur hier verstanden hat, sondern auch im Körper.
Speaker: Und dafür stehen wir und wir freuen uns natürlich über jeden, der Teil dieser Bewegung wird und Teil dieser wachsenden Gemeinschaft hier von Menschen, die sagen,
Speaker: Ich sehe das Potenzial, ich sehe auch die Schattenseiten, ich spüre einfach, dass das etwas ist, was mich zieht und ich möchte das gerne lernen, ich möchte das wirklich verkörpern lernen und möchte da einfach auch eine Gegenbewegung starten und dieses Potenzial von Coaching raus in die Welt bringen.
Speaker: Ja, das ist ein guter Abschlusswort, würde ich sagen.
Speaker: Wir freuen uns natürlich sehr über eure Feedbacks, über eure Fragen, eure Themenwünsche zu Podcasts oder Lives.
Speaker: Und wenn ihr mehr erfahren möchtet, im November startet die nächste Ausbildungsrunde.
Speaker: Könnt ihr gerne über den Link in unserer Bio einfach gehen oder hier einfach PNC, also PNC, kommentieren.
Speaker: Und dann schicken wir euch alle weiteren Infos und könnt ihr euch auf die Barterliste setzen für die nächste Ausbildungsrunde.
Speaker: Wir führen dann auch Vorgespräche, also gerne einfach dann auch mal so einen Connection Call mit uns buchen, dass wir gemeinsam herausfinden können, wo du gerade stehst, ob du ganz am Anfang stehst, noch gar nie eine Coachausbildung gemacht hast oder ob du schon super viele Zertifikate gesammelt hast, dass wir einfach gucken können, wo stehst du gerade und ist das gerade das Richtige für dich, wie können wir dich unterstützen, nicht nur ein guter Coach zu werden, sondern daraus dann wirklich auch ein tragfähiges Business zu machen, dass dich dann auch...
Speaker: nähren kann.
Speaker: Nur wenn man ein guter Coach ist, ist man noch kein guter Unternehmer.
Speaker: Das heißt, den Part decken wir auch mit ab.
Speaker: Also trau dich darüber, einfach mal mit uns zu sprechen.
Speaker: Du findest die Links unten in den Show Notes, wenn du den Podcast anhörst.
Speaker: Oder dann in unserer Bio auf Instagram.
Speaker: Gut, darf ich sagen?
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Bis zum nächsten Mal.
Speaker: Tschau.


