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#35 - Epigentik - Wie deine Klientin heute lebt, beeinflusst noch ihre Enkel und so nimmst du durch deine Coachingarbeit Einfluss darauf.

The Embodied Coach
The Embodied Coach

88 plays · Jul 2, 2026

Transcript

Speaker: Seitdem wir durch Persönlichkeitsentwicklung immer bewusster werden, wird uns auch immer klarer, dass unsere Muster, unter denen wir häufig leiden, einen Ursprung haben.

Speaker: Ganz häufig in unserem Familiensystem oder von unseren Eltern übernommen sind und

Speaker: Deswegen haben wir im täglichen Kontakt mit unseren Klienten häufig mit Menschen zu tun, die irgendwo auch eine gewisse Angst haben, die teilweise gar nicht so klein ist, ihre Muster an ihre Kinder weiterzugeben.

Speaker: Die Epigenetik-Forschung beschäftigt sich genau mit dieser Thematik, nämlich

Speaker: wie Themen sozusagen wie vererbt werden und wie wir aber auch darauf einwirken können.

Speaker: Und als Coaches haben wir einen direkten Einfluss durch unsere Arbeit auch auf die Epigenetik unserer Klienten.

Speaker: Darum geht es heute in der Podcast-Folge, denn damit machen wir eine ganz, ganz, ganz wichtige evolutionäre und revolutionäre Arbeit.

Speaker: Du willst ein erfolgreicher Coach sein, der seine Klienten durch echte Durchbrüche und nachhaltige Transformationen führt?

Speaker: Dann bist du genau richtig hier.

Speaker: Ich bin Natascha, seit über zehn Jahren erfolgreicher Coach mit eigenem Coaching-Business und über 500 begleiteten Menschen.

Speaker: Und ich bin Lena.

Speaker: Seit über sieben Jahren begleite ich Menschen als Coach durch tiefgreifende Prozesse hin zu nachhaltigen Veränderungen.

Speaker: In diesem Podcast sprechen wir darüber, wie traumasensibles, körperzentriertes und nachhaltig wirksames Coaching wirklich funktioniert.

Speaker: Kein oberflächliches Tools-Gehabe, kein Druck, sondern Nervensystemwissen, Embodiment und eine Haltung, die den Themen deiner Klientin wirklich gerecht wird.

Speaker: Der Embodied Coach ist für Frauen wie dich.

Speaker: Mit großem Verantwortungsgefühl, mit einer Sehnsucht nach Tiefe und mit dem Wunsch, einen Unterschied in der Coaching-Branche zu machen.

Speaker: Hier bekommst du fundiertes Wissen, Insights aus unserem Coaching-Alltag und echte Inspiration für deinen Weg als Coach.

Speaker: Weil du spürst, es geht nicht um höher, schneller, weiter, sondern um echt, verbunden und tiefgreifend.

Speaker: Abonniere jetzt diesen Podcast und begleite uns auf dieser Reise.

Speaker: Zurück zum Körper, zurück zu dir und zu dem Coaching, das du dir selbst gewünscht hättest.

Speaker: Ja, auf jeden Fall ein richtig spannendes Thema, vor allen Dingen, weil neben den Personen, die wir begleiten, die Angst davor haben, dass sie Themen weitergeben, gibt es natürlich auch immer mehr Personen, die eben ihre Themen, die sie übernommen haben, auch auflösen wollen.

Speaker: Und deswegen ist es einfach wichtig, dass wir als Coaches oder Therapeuten eine Idee dazu haben, wie entsteht das eigentlich, was ist die vielleicht häufig nicht so positive Nachricht, aber auch die gute Nachricht, die wir daraus ziehen können und wie können wir Menschen darin gut begleiten, dass so diese

Speaker: transgenerational, also generationsübergreifend übernommenen Themen auch wirklich nachhaltig eine Lösung finden können.

Speaker: Man spricht ja häufig auch von diesen Cycle-Breakern, also diesen Kreislauf zu durchbrechen und was es dafür braucht, dass das möglich ist, darüber sprechen wir dann heute.

Speaker: Deswegen vielleicht gibst du am Anfang mal eine kurze Definition an,

Speaker: Was versteht man unter Epigenetik und was ist eigentlich die, in Anführungsstrichen, magische Botschaft?

Speaker: Du hast am Anfang gesagt, revolutionäre Arbeit, die wir damit machen können.

Speaker: Und ich würde dir da zustimmen.

Speaker: Aber was bedeutet das eigentlich?

Speaker: Also was hat das mit Coaching zu tun, dass wir darüber eine Idee haben sollten?

Speaker: Ja, also das Thema Gene und auch Genetik ist wichtig.

Speaker: Das ist teilweise ein sehr komplexes Thema und man kann da ganz, ganz tief reinzoomen, aber im Prinzip kann man sich das Ganze so vorstellen.

Speaker: So früher dachte man...

Speaker: die DNA bestimmt alles.

Speaker: Und es gab ein ganz, ganz großes Projekt, in dem man sich die Aufgabe gesetzt hat, das menschliche Genom entschlüsseln zu wollen.

Speaker: Und ging davon aus, dass man da hunderte, wenn nicht sogar tausende Gene finden muss, weil wir ja so ein komplexes Wesen sind.

Speaker: Und man eben schon bei zum Beispiel Pflanzen festgestellt hat, wie viele Genome

Speaker: Gene, die ungefähr haben und dann müssen wir als Menschen ja super viel Gene haben.

Speaker: Dann gab es die DNA und dann gab es die Junk, also der Abfall, der da so drum rum ist und von dem man erstmal dachte, dass der nicht so wichtig ist und man jetzt heute feststellt, die Menschen haben gar nicht so viele verschiedene Gene, lange nicht so viele, wie man eigentlich dachte.

Speaker: Man hat das entschlüsselt und stellt plötzlich fest, vielleicht ist die Junk

Speaker: Also das, was als Abfall galt, tatsächlich wichtiger und irgendwie spielt sich noch außerhalb der festgeschriebenen, in Anführungszeichen festgeschriebenen DNA etwas ab.

Speaker: Und da kommen wir zur Epigenetik.

Speaker: Also man kann sich die DNA vorstellen wie Klaviertasten und die Epigenetik bestimmt, welche Taste angeschlagen wird und welches Lied sozusagen gespielt wird.

Speaker: Und das hängt ganz, ganz, ganz stark von den Umwelteinflüssen ab.

Speaker: ganz viele verschiedene Faktoren, die auf uns als Mensch wirken, wo wir in Wechselwirkung zu unserer Außenwelt stehen und um es ganz vereinfacht zu sagen, werden dadurch eben Gene an- und ausgeschaltet.

Speaker: Das ist ein bisschen zu vereinfacht mit dem Kippschalter, weil so ist es eigentlich nicht, dass da einfach nur ein Knöpfchen gedrückt wird, aber es hilft, um das mal so ganz grob zu verstehen.

Speaker: Und es gibt eben diese verschiedenen Einflussfaktoren, die wir uns in dieser Podcast-Folge auch angucken, weil sie uns nämlich hilft zu sehen,

Speaker: dass wir gerade in der Art und Weise, wie wir als Coaches hier arbeiten und wie wir es auch in unserer Ausbildung beibringen, direkten Einfluss auf die Epigenetik nehmen.

Speaker: Nicht, weil wir irgendwelche Gene entschlüsseln und weil wir Profi für einzelne Gene und Gentests und so weiter werden, sondern durch diesen ganz einfachen Mechanismus, dass das Zusammenspiel aller Einflussfaktoren

Speaker: einen Einfluss auf die Epigenetik hat.

Speaker: Und wenn wir die Einflussfaktoren verändern oder auch wie der Mensch, der diesen ausgesetzt ist, darauf reagiert, verändern wir schon ganz, ganz viel im Ablauf des Körpers, im Ablauf des Nervensystems, im Ablauf der Zelle und dann letztendlich auch darin, wie sich die Zellen anpassen,

Speaker: Und diese Anpassungsleistung, das ist im Prinzip die Epigenetik.

Speaker: Und das ist ja eigentlich, also man erklärt das immer so, als wäre das so das Normalste der Welt, aber das ist ja eigentlich, also ich habe Biologie, Chemie und das alles, das ist wirklich gar nicht mein Bereich.

Speaker: Aber es ist eigentlich so krass spannend und auch faszinierend, was unser Körper auch in diesem Teil wieder alles so leistet.

Speaker: Also ich meine, das ist ja

Speaker: wahrscheinlich eine der hauptüberlebenssichersten Mechanismen, dass unser Körper so unfassbar anpassungsfähig ist und man darf natürlich nicht den Leidensdruck unterschätzen, den viele eben aufgrund dieser nicht ganz so dienlichen Bedingungen eben auch sind, also dass der Körper sich eben teilweise auch an

Speaker: Dinge anpasst, die gar nicht unbedingt real gefährdend sind oder vielleicht dann da auch schon Zeiten in der Vergangenheit leben, die mit unserem direkten Erleben heute nichts mehr zu tun haben.

Speaker: Aber auch hier braucht es eben mal das Rauszoomen zu schauen, wie kurz eigentlich, wenn wir jetzt mal auf die letzten drei Generationen oder wie auch immer gucken, das fühlt sich für uns im Verhältnis unseres Lebens halt lang an, aber im Verhältnis der Geschichte ist das halt nichts.

Speaker: Also

Speaker: Demnach ist es schon einfach sehr spannend und gleichzeitig brauchen wir eben ein Wissen darum, weil ansonsten verpassen wir auch eine ganz wesentliche Stellschraube, wenn es darum geht, dass die Personen, die wir begleiten, wirklich nachhaltig eine Veränderung erzielen können, weil hier natürlich sehr, sehr viele verschiedene Einflussfaktoren reinspielen von Erinnerung.

Speaker: Ernährung, Schlafverhalten, den Erfahrungen der Prägungszeit und ich würde fast sagen, vielleicht nicht unbedingt wichtiger, aber auch ein ganz, ganz großer Teil, vor allen Dingen der innerlich erlebte Stress.

Speaker: Weil wenn wir uns jetzt mal die rein äußerlichen Bedingungen anschauen, vielleicht in der aktuellen Zeit, wo sehr viel Unsicherheit finanziell, wirtschaftlich, auch was Sicherheit angeht durch Angriffe, durch Krieg und so weiter, ist es vielleicht nochmal gerade ein bisschen anders, was die Stressfaktoren auch von außen angeht.

Speaker: Aber wenn man es mal mit der Geschichte vergleicht, was vielleicht auch Generationen vor uns so an Erfahrungen gesammelt haben, sind ja die aktuellen Bedingungen, zumindest wie sie jetzt gerade noch sind,

Speaker: Relativ sicher.

Speaker: Also die meisten, die auch gerade diesen Podcast hören, haben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einen Job oder werden im Jobausfall versorgt, haben ein Dach über dem Kopf, haben genug Nahrung, haben die Möglichkeit zu schlafen, auch wenn viele oder manche auch mit Schlafproblemen zu tun haben.

Speaker: Aber so rein grundsätzlich sind schon mal erst mal die physiologischen, körperlichen Bedürfnisse abgedeckt, was ja in Generationen vor uns teilweise gar nicht der Fall war, wo schon enorme Stressspannungen eben darüber entstanden sind.

Speaker: Und viele fragen sich ja auch, wir haben darüber ja auch letzte Woche noch gesprochen, warum wir eigentlich manchmal in einem Alltag, der jetzt gar nicht so die Welt von uns fordert,

Speaker: körperliche oder auch mentale Reaktionen haben, die erstmal nicht dazu passen, was eigentlich an Anforderungen so zeitlich, stressmäßig und so weiter gerade an uns gestellt wird.

Speaker: Also das wird manchmal so merken, irgendwie reagiert mein Körper gerade so, als wäre ich in einer totalen Gefahrensituation und dabei ist eigentlich gerade alles

Speaker: Alles gut soweit.

Speaker: Und hier ist eben dieser Teil der Epigenetik ein ganz großer Einflussfaktor, weil unser Körper eben nicht nur auf das reagiert, was in der aktuellen gegenwärtigen Situation beobachtbar ist.

Speaker: Und daran basteln ja viele, wenn sie dann Klienten begleiten, ständig rum mit Ernährungsplänen und so weiter.

Speaker: sondern wir auch verstehen müssen, dass der Körper eben eine Geschichte trägt und auch noch auf Dinge reagiert mit Stressreaktionen, Angstreaktionen, Kampf- und Fluchtreaktionen, die weit in der Vergangenheit entweder unseres eigenen Lebens oder auch des Lebens der Vorgeneration quasi schon liegen.

Speaker: Und das ist einfach dann ein großer Wendepunkt, finde ich, im Coaching, wenn man diese Teile nicht nur versteht, sondern auch eine Idee kriegt, okay, und wie begleite ich das denn jetzt?

Speaker: Und darüber sprechen wir dann nachher noch mal.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Also wichtig ist halt, dass uns klar ist, dass die Informationen, die in unserem System leben, häufig ihren Ursprung in den vorangegangenen Generationen haben und dass, wie wir uns zum Beispiel heute ernähren, wie wir mit Stress umgehen, wie anpassungsfähig wir sind, wie resilient wir sind, wie wir auf die Dinge blicken,

Speaker: einen Einfluss auf unsere Enkel oder Urenkel haben wird.

Speaker: Das lässt sich nicht wegdiskutieren, das wird immer klarer.

Speaker: Ich will mal ein

Speaker: Ein Beispiel machen, wie groß dieser Impact sein kann.

Speaker: Es gab eine Studie an Heuschrecken.

Speaker: Und zwar dachte man ganz lange, es gibt zwei unterschiedliche Heuschreckenarten, Wüstenheuschrecken, um die ging es.

Speaker: Und zwar gibt es eine kleinere Art.

Speaker: Und dann gibt es die, vor denen alle Angst haben, vor diesen Heuschreckenschwärmen, die irgendwo übers Land ziehen und alles wegfressen.

Speaker: Und dann hat man aber festgestellt, dass das ein und dieselbe Art ist.

Speaker: Und man hat sich gefragt, was zu dieser Mutation führt, dass diese Heuschrecke so, so, so viel größer ist, in solchen Schwärmen

Speaker: auftaucht und alles weggrast, was sie finden kann.

Speaker: Also ich weiß gar nicht, doppelt oder dreifach so groß sind diese Heuschrecken im Verhältnis zu der anderen Ausführung, sage ich mal.

Speaker: Und dann hat man festgestellt, wenn man diese kleinen Heuschrecken, das hört sich ein bisschen irre an, aber es ist echt funny, mit einem kleinen Pinsel immer wieder an einem Oberschenkel kitzelt,

Speaker: in regelmäßigen Abständen, also nicht einmal, sondern in regelmäßigen Abständen immer wieder, dann wird die darauf folgende Generation zu diesem Riesenmutant sozusagen.

Speaker: Dann werden die

Speaker: Beine viel, viel größer, die Sprungkraft, also die können größere Strecken zurücklegen und dann ziehen die wirklich wie übers Land.

Speaker: Wohingegen die Kleine eigentlich gar nicht in diesen großen Schwärmen auftaucht und eher auch ortsgebundener ist.

Speaker: Und nur dieses Kitzeln regelmäßig mit einem Pinselchen am Oberschenkel hat zu der Mutation geführt in den nächsten Generationen.

Speaker: Und da sieht man, wie groß der Einfluss von einem kleinen Kitzel am Oberschenkel sein kann.

Speaker: Und wenn man da jetzt mal so weitergeht, ist das auch relativ logisch.

Speaker: Also die Erklärung.

Speaker: Die Idee, die man dazu hatte, ist, dass je mehr Heuschrecken auf einem Ort sind, desto mehr Berührung findet Stadt, desto weniger Bewegungsfreiheit haben die, desto weniger Platz, desto weniger Nahrung können sie finden und müssen von diesem Ort abwandern können, um dann eben andernorts Nahrung und Platz zu finden.

Speaker: Und diese Berührung auf dem Oberschenkel, die

Speaker: ist sozusagen das Signal für diese Heuschrecke, für das System, dass es zu wenig Raum gibt.

Speaker: Und um überleben zu können, damit diese Art überleben kann, muss sie sozusagen mutieren, um einen anderen Ort zum Leben finden zu können.

Speaker: Also das war die Idee dazu.

Speaker: Und so gibt es ganz, ganz viele Studien in dem Bereich, um einfach, weil man herausfinden will, wie groß ist der Einflussfaktor von der Umgebung.

Speaker: Und jetzt wäre natürlich die Anpassungsleistung, die für diese Heuschrecke total sinnvoll ist, wenn sie von einem Ort zum anderen abwandern muss, für eine Heuschrecke, die dann an einem Ort lebt, nicht mehr so sinnvoll.

Speaker: Also zum Abwandern, zum übers Land ziehen, macht es total Sinn, so riesig zu sein, aber das muss ja auch alles versorgt werden.

Speaker: Das heißt, es braucht auch Nahrung, es braucht auch Platz, wenn so eine Heuschrecke

Speaker: das Doppelte oder das Dreifache groß ist, braucht die auch mehr Platz.

Speaker: Das heißt, wenn die an einem Ort ist, braucht sie diese Größe nicht und dann ist die Anpassungserscheinung eher hinderlich.

Speaker: Und so ist das ein ganz schönes Bild, weil wir einfach auch verstehen dürfen, dass die Anpassungsleistungen, unter denen wir heute oft leiden,

Speaker: die uns Schmerzen verursachen, die wir nicht haben wollen, die Muster, die wir ablegen wollen, die wir lösen wollen, weil wir glauben nur dann richtig zu sein, wenn wir sie endlich gelöst haben, dass die einst wirklich sinnvolle Anpassungserscheinungen waren.

Speaker: Und wir eben nur darunter leiden in der Art und Weise, weil sie in der Zeit, an dem Ort mit den Gegebenheiten, in denen wir jetzt gerade sind, nicht mehr dienlich sind.

Speaker: Und

Speaker: Das ist ja dann auch der Eindruck, wenn man so diese Generationsdiskussionen sich anhört, dass dann die ältere Generation sagt, ja, ihr seid ja alle Wohlstandsverwahrlost und ihr könnt ja nichts mehr aushalten und ich weiß gar nicht, was, ihr wisst ja gar nicht, was wir alles durchmachen mussten, Hunger und so weiter.

Speaker: Und irgendwo ist das ja auch wahr, ja, also ich will mir nicht ausmalen, was meine Großeltern, meine Urgroßeltern, meine Ureoma hat zwei Kriege mitgemacht, was diese Frau erleben musste.

Speaker: was die für krasse Anpassungsleistungen erbringen musste, um das zu überleben.

Speaker: Und gleichzeitig ist natürlich diese Thematik, also wenn in den Vorgenerationen Päckchen nicht aufgemacht werden konnten, wenn Traumata nicht verarbeitet werden konnten oder jetzt

Speaker: kann man schon eher sagen, man kann es, es gibt die Angebote dazu.

Speaker: Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es diese Angebote nicht.

Speaker: Also da hat man als Frau mit einem Mann, der im Krieg gefallen ist, und Kindern, die man versorgt hatte, beim besten Willen, das glaube ich auch, nicht noch eine Therapie besuchen können.

Speaker: Zumal diese Therapien, die es damals gab, naja, hat ja auch alles Fortschritte gemacht.

Speaker: Das heißt, wir sind halt jetzt in einem Zeitalter, in dem das alles auch so krass nach oben blubbert, weil wir diese ganzen Ressourcen haben,

Speaker: eigentlich auch damit arbeiten zu können, dieses Päckchen aufmachen zu können.

Speaker: Und das ist halt einfach so wichtig, dass wir uns darüber im Klaren sind, dass diese Anpassungserscheinungen super, super, super sinnvoll sind und dafür verantwortlich, dass wir als Menschheit so viele Jahrtausende überlebt haben.

Speaker: Und es ist auch Teil der Evolution.

Speaker: Also wenn man sich fragen möchte, und deswegen sage ich das evolutionär und revolutionär, wenn man sich die Frage stellt, wie findet Evolution statt?

Speaker: Genau so.

Speaker: Also das ist nicht nur, dass plötzlich, weiß ich nicht, aus einem Affen ein Mensch wird, sondern Evolution findet genau über diese Entwicklung statt.

Speaker: Und wir sind gerade an einem Punkt von der menschlichen Evolution, wo wir zurückkommen in die

Speaker: den Kontakt mit dem Körper, Urvölker hatten das schon mal, jetzt haben wir das Industriezeitalter gehabt, wo es sehr kopflastig war, sehr denklastig war, sehr Fakten, Daten, maschinell und jetzt kommt man langsam wieder zurück und merkt, okay, wir können den Körper nicht ganz zurücklassen.

Speaker: All das ist die menschliche Entwicklung und das Leid, was da mit drin ist,

Speaker: Das ist immer ganz schwer, das auszuhalten, wenn man mittendrin steckt, aber irgendwo ist dieses Leid auch mitverantwortlich dafür, dass wir dahin gucken, wo etwas nicht mehr dient, weil es statt zu helfen wehtut und

Speaker: Und beginnen, das zu verändern.

Speaker: Und das heißt, wenn wir als Coaches mit unseren Klienten am Thema Nervensystem, Ernährung, Rückverbindung zu sich selbst, mit Körperarbeit, mit Nährstoffversorgung, mit Stressmanagement, Beziehungsdynamiken und Mustern und so weiter, wenn wir mit unseren Klienten an diesen Themen arbeiten, arbeiten wir genau,

Speaker: an den Stellschrauben, die an der Epigenetik drehen, nämlich an den Anpassungsleistungen oder auch der Anpassungsfähigkeit des einzelnen Menschen.

Speaker: Denn was wir gerade sehen, ist durchaus ganz häufig

Speaker: gibt es Schwierigkeiten mit Anpassungen.

Speaker: Also es gibt ja in der Psychologie auch die sogenannten Anpassungsstörungen, die vor allem dann auftreten, wenn es große Veränderungen in unterschiedlichen Lebensbereichen gibt.

Speaker: Also zum Beispiel eine Trennung oder eine neue Beziehung oder eine Mutterschaft oder ein neuer Job oder ein Umzug.

Speaker: Also diese großen Lebensbereiche.

Speaker: Immer wenn Veränderungen stattfinden, kleine, aber auch große, müssen wir gewisse Anpassungsleistungen bringen.

Speaker: Und weil wir aber gerade sehen, dass so viele sehr desreguliert sind, sehr ängstlich sind, sehr überlastet auch mit alten Themen, mit Themen, die immer weitergegeben wurden.

Speaker: lässt gerade auch die Anpassungsfähigkeit zu wünschen übrigens.

Speaker: Das heißt, die Menschen haben immer mehr Schwierigkeiten mit solchen Übergangsphasen, weil sie schon bevor sie in so eine Übergangsphase gehen, unter Bewältigungsstrategien wie emotionalem Essen oder zu viel Alkohol oder sonst was leiden.

Speaker: Und dann wird das natürlich in Anpassungsphasen, die zum Leben dazugehören, nicht unbedingt leichter.

Speaker: Das heißt, wir brauchen mehr Flexibilität.

Speaker: Und wir kommen aber aus einem Zeitalter, wo es sehr wichtig war, rigide durchzuziehen, um überhaupt zu überleben.

Speaker: Ja, und es ist auch, glaube ich, also es braucht eben auch bestimmte Bedingungen, die zusammenkommen, damit Anpassung auch möglich wird natürlich.

Speaker: Also nicht, dass es gefordert wird, sondern auch, dass es möglich wird und vielleicht als

Speaker: Als Ergänzungsbeispiel zu dem tierischen Beispiel, sage ich mal, gab es auch Forschungen nach diesem Dutch-Hunger-Winter, also dieser Zeit nach dem Weltkrieg, wo wirklich extreme Mangelzustände waren.

Speaker: Nicht mal unbedingt die medizinische Versorgung, aber vor allen Dingen eben

Speaker: Hungerzeiten waren und man hat dann Forschung betrieben und die Genmittelierung, also quasi die Genaktivität von den Personen, die während dieser Hungerzeiten im Mutterleib waren oder gezeugt wurden oder gerade frisch auf der Welt waren,

Speaker: Die wurden später im Leben quasi nicht besucht, aber da wurde gemessen, wie ist die Gemütellierung, wo gibt es vielleicht besondere Auffälligkeiten und welche Anpassungsleistungen in dem Fall zeigen die.

Speaker: Und da konnte eben auch herausgestellt werden,

Speaker: dass insbesondere die Gene, die für Entwicklung, Wachstum, Stoffwechsel und so weiter verantwortlich sind, signifikante, also herausstechende Unterschiede aufgewiesen haben.

Speaker: Und dann auch noch im Verhältnis dazu, in welchem Entwicklungsstand diese Erfahrung gemacht wurde.

Speaker: Das heißt, die, die das während der Zeugung bereits in der Hungerzeit erfahren haben,

Speaker: haben in anderen Bereichen, zum Beispiel Hormonsystem, Gehirnsystem und so weiter, unterschiedliche Erscheinungen als zu einem späteren Schwangerschaftsmonat beispielsweise.

Speaker: Also auch hier in Abhängigkeit davon, welche Dinge oder welche Areale gerade in der Ausprägungszeit sind.

Speaker: Und das eben auch noch Jahrzehnte später.

Speaker: Und man konnte dann herausfinden, dass die auch in Bezug auf beispielsweise Depressionen oder Angstzustände oder auch andere körperliche Thematiken, wie zum Beispiel Stoffwechselproblematiken oder Tendenz zu Übergewicht oder Darmthematiken, also alles, was so erstmal damit auch gut zusammenpassen würde, in Anführungsstrichen, aber gar nichts mit der aktuellen Lebensrealität zu tun hat,

Speaker: nachhaltig wirklich sichtbare Veränderungen mitgeführt hat.

Speaker: Und das ist das, was wir auch eben sagen oder meinen, wenn wir sagen, dass der Zustand und auch das Essverhalten teilweise sogar der Generation noch vor der Großelterngeneration tatsächlich einen Einfluss auf die Gene und auch auf das Verhalten der nachfolgenden Generationen haben.

Speaker: Und man muss sich ja auch vorstellen, das macht ja auch total Sinn.

Speaker: Also die

Speaker: Alleine aus dem Beispiel, das du eben gebracht hast.

Speaker: Es macht super viel Sinn, dass wenn eine Hungersnot-Erfahrung herrscht oder auch das, was du gerade eben gesagt hast mit der Notwendigkeit dieses rigiden Systems damals, also dass man einfach durchgezogen hat, weil es anders nicht möglich gewesen wäre.

Speaker: Es gab keine

Speaker: richtige Regenerations- und Hohephasen, weil man einfach ein Land und so weiter wieder aufbauen musste und Familien und was weiß ich nicht was.

Speaker: Das bedeutet, das macht ja total Sinn, dass dann die Information an die nachfolgende Generation weitergegeben wird.

Speaker: Bei Hunger musst du aufpassen, Versorgung ist knapp, es gibt nicht genug oder eben auch du musst durchhalten, du musst durchziehen.

Speaker: Hohephasen sind existenziell gefährlich.

Speaker: Das macht ja total Sinn.

Speaker: Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich würde in irgendeinem Randbezirk, in irgendeiner Stadt groß werden und da sind ständig irgendwelche Gewaltdelikte und Sexualdelikte und ich kriege dann eine Tochter, dann würde ich der auch tendenziell die Information mitgeben,

Speaker: pass an der und der Stelle auf, da solltest du achtsam sein, zu der und der Zeit ist es gefährlich herauszugehen, das und das schützt dich davor.

Speaker: Das macht ja total Sinn.

Speaker: Wir wollen ja, dass unsere nachfolgenden Generationen die Informationen bekommen, die uns beim Überleben geholfen haben.

Speaker: Und der einzige Nachteil in Anführungsstrichen ergibt sich eben daraus, dass diese Informationen häufig durch den schnellen Wandel der Zeit entstehen.

Speaker: gar nicht mehr zur Situation der Person passen, der wir die Informationen weitergeben.

Speaker: Also angenommen, ich bin dann halt aus dieser Stadt weg irgendwann und in irgendeinem Caf, keine Ahnung, in der Eifel, wo es diese ganzen Themen gar nicht gibt.

Speaker: Und meine Tochter hat plötzlich ständig Schiss, wenn sie...

Speaker: durch irgendeine dunkle Gasse geht, obwohl da kein Mensch wohnt und da ist auch noch nie was passiert und das Einzige, was man da antrifft, sind vielleicht Kühe oder was auch immer.

Speaker: Und jeder denkt sich so, warum reagiert die so?

Speaker: Ja, weil sie die Information zu der Zeit bekommen hat, wo es die reale Erfahrung war, dass es gefährlich ist.

Speaker: Oder dass es eben wirklich sehr knapp ist und dass Hunger eine reale Erfahrung ist und dass alles, was irgendwie an Energieversorgung, an Nahrungsversorgung da ist, auf jeden Fall angenommen und zu sich genommen werden muss, weil keine Idee davon da ist, wann das nächste Mal Nachschub da ist, wann das nächste Mal wieder in Zustand kommen kann, wo ich gut versorgt bin.

Speaker: Und wenn das dann die Kinder weitergegeben bekommen ist,

Speaker: Dann haben sie gespeichert, Versorgung ist knapp, Mangel ist real, ich muss alles einverleiben, was irgendwie da ist und wir denken uns ja, macht doch gar keinen Sinn, weil wir haben Supermärkte, die bis oben hin voll sind, wir haben Bäckereien, die bis oben hin voll sind, man muss sich nur mal die Hamsterkäufe während Corona anschauen.

Speaker: wo man gemerkt hat oder gesehen hat, wie tief die Mangel-Erfahrung da drin ist, weil die ist ja erst dadurch entstanden, dass alle dann die Hamsterkäufe gemacht haben, sonst wäre genug da gewesen.

Speaker: Also das ist eine Anpassungsleistung, die wirklich überlebensnotwendig war.

Speaker: Das dürfen wir unseren Klienten immer wieder klarmachen, weil sie das als persönliches Versagen oder Scheitern oder sehr schambehaftet sehen, weil sie es nicht verstehen können.

Speaker: verständlicherweise, weil es eben keinen wirklichen Bezug zur aktuellen Lebensrealität hat.

Speaker: Und gleichzeitig ist auch wichtig zu verstehen, es muss gar nicht unbedingt eine Hungersnot oder eine Kriegssituation oder eine schwere Missbrauchserfahrung im Familiensystem liegen, dass das weitergegeben wird, sondern es reichen eben auch,

Speaker: Stresssituationen während der Schwangerschaft oder emotionales Essen der zum Beispiel schwangeren Person oder der Eltern, muss auch nicht immer nur Mutter sein, die eben diese Informationen auch weitergeben.

Speaker: Unbewusst, ne?

Speaker: Also, als du das gerade gesagt hast, mit zum Beispiel den sexuellen Übergriffen und so weiter...

Speaker: Und das geht ja über Generationen, das ist ja nicht nur die direkte Generation, sondern da ist dann vielleicht schon die Mutter, die schon lange nicht mehr in der Situation lebt, aber trotzdem diese Angst noch in sich trägt, die Angst vor Männern und vor...

Speaker: irgendwo alleine hinzugehen.

Speaker: Und das kann ja sogar so weit führen, dass sie vielleicht auch die Hoffnung hat, unbewusst oder auch bewusst, dass sie lieber kein Mädchen bekommt, sondern besser ein Junge.

Speaker: Das heißt also, die erste Information, die einfach auch schon zu Tochter fließt, ist, du bist eigentlich so gar nicht gewollt.

Speaker: Dabei ist sie verantwortlich.

Speaker: ist sie gewollt, aber die Mutter hat einfach Angst und die Angst wäre besser handelbar, wenn es ein Junge wäre.

Speaker: Also da sind ja so viele Aspekte drin und wir können gar nicht, also wir werden immer, das kann man ganz klar sagen, weil das ist einfach der Lauf der Natur, wir können gar nicht verhindern, dass irgendetwas mitgegeben wird.

Speaker: Das, was viel, viel mehr Schmerzen auch macht, das sagen wir auch immer unseren

Speaker: Frauen im Coaching, wenn die dann eben auch schon Kinder haben.

Speaker: Ja, in einer idealen Welt räumt eine Frau, bevor sie schwanger wird, ein bisschen auf.

Speaker: In einer idealen Welt.

Speaker: Aber wir sind halt nun mal nicht in einer idealen Welt.

Speaker: Häufig werden einem die eigenen Themen auch erst durch die Kinder gespiegelt.

Speaker: Solche Sachen.

Speaker: Das heißt, es bringt gar nichts daran, sich festzubeißen und sich selbst Schuldgefühle zu machen, wenn man dann auch schon ein Kind hat.

Speaker: oder Kinder hat und da auch vielleicht schon sieht, dass man gewisse Themen weitergegeben hat, weil man darf da im Vertrauen sein, dass auch die Kinder ihre Themen vermitteln,

Speaker: aus einem Grund haben und dass sie das auch lösen können und alles, was man denen mitgeben und vorleben darf, ist, dass es gar nicht schlimm ist, sich da jemanden zur Seite zu stellen, mit dem zu arbeiten, sich Hilfe anzunehmen und dass viele Dinge einfach auch lösbar sind und die Dinge, die vielleicht nicht so lösbar sind, weil sie einfach sehr, sehr, sehr tief im System sitzen, mit denen kann man aber trotzdem besser

Speaker: zurechtkommen, mit denen kann man Erleichterung erfahren, mit denen kann man anders umgehen, auf die kann man anders drauf blicken und das fehlt natürlich gerade Menschen, die frisch zu uns ins Coaching kommen, ganz häufig, weil sie diese Erfahrungen des Erlösens noch nicht so gemacht haben und deswegen ist die Angst umso größer, oh mein Gott und was ist, wenn das jetzt mein Kind auch genauso kriegt und so weiter, ja und

Speaker: Auch die Angst, wenn man selber eben Gewichtsprobleme hat zum Beispiel und dann eben ein Mädchen im Bauch hat und dann eben die Angst hat, dass das auch später irgendwann mal dick wird und so weiter.

Speaker: Allein diese Angst führt zu einer höheren Wahrscheinlichkeit dazu, dass in irgendeiner Form etwas zu diesem Thema an das Kind weitergegeben wird.

Speaker: Wenn es diese Angst nicht gäbe, wenn es einfach eine reine Liebe wäre und die Mutter auch sich selbst annehmen könnte, auch mit der Zunahme in der Schwangerschaft und so weiter, dann würde das Thema für das Kind gar nicht so groß werden.

Speaker: Aber jetzt muss man ehrlich sagen, auch das wäre ideal.

Speaker: Nur, wir können es ja nicht einfach löschen.

Speaker: Also, das heißt, die Angst hat ja eine Ursache.

Speaker: Ich kann ja nicht der Frau einfach sagen, jetzt hat man keine Angst.

Speaker: Das ist ja auch eine Geschichte, die dahinter steckt.

Speaker: Und deswegen macht es total Sinn, damit zu arbeiten.

Speaker: Also, Angst ist kein guter Berater.

Speaker: Da solltest du nicht drauf hören.

Speaker: Ja, so, ne?

Speaker: Okay, gut dann.

Speaker: Ja, ist an sich auch so, aber was machen wir denn dann mit der Angst?

Speaker: Was machen wir denn dann mit der Angst?

Speaker: Einfach wegschieben?

Speaker: Das führt zu nur noch mehr Stress.

Speaker: Und den Stress kriegt das Kind eh mit, weil unterbewusst die Mechanismen ja trotzdem laufen, selbst wenn wir es aus dem Bewussten verbannen.

Speaker: Genau, aber das ist halt eben ganz wichtig, also was wir können müssen, auch als Coach, ist auf eine Metaperspektive rauszuzoomen und wenn wir rauszoomen, von oben drauf schauen, dann gibt es einfach gewisse Möglichkeiten.

Speaker: Naturgesetze.

Speaker: Und diese epigenetischen Dinge sind Naturgesetze.

Speaker: Daran lässt sich nichts ändern.

Speaker: Und das ist kein persönliches Versagen.

Speaker: Es ist einfach so, wie es ist.

Speaker: Punkt.

Speaker: Und jetzt müssen wir schauen, wie wir mit diesen Naturgesetzen umgehen.

Speaker: Also wie können wir uns selbst und auch anderen damit helfen?

Speaker: Und da haben wir halt ganz viele Möglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen

Speaker: Und das Allerwichtigste ist hier, ganz wichtig, es gibt nicht die eine Pille.

Speaker: Es gibt auch nicht die eine Methode.

Speaker: Da sind wir wieder bei diesem Punkt.

Speaker: Es gibt zum Beispiel Studien dazu, die sich damit beschäftigen, inwieweit zum Beispiel Tapping, also EFT, Einfluss auf die Epigenetik hat.

Speaker: Und es scheint einen Einfluss zu haben.

Speaker: Aber deswegen wird EFT alleine nicht alle Themen lösen.

Speaker: Und es muss ein ganzheitlicher Ansatz sein, der sowohl in die Breite als auch in die Tiefe geht, so wie wir das eben auch mit unseren Klienten machen, aber auch eben in der Ausbildung beibringen, weil es eben nicht nur reicht, Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen oder die Ernährung umzustellen oder ein bisschen...

Speaker: Nervensystemregulationstools zu nutzen.

Speaker: Aber vielleicht gucken wir uns einmal diese Ebenen an, die alles Einfluss auf die Epigenetik haben.

Speaker: Möchtest du dazu was sagen?

Speaker: Ja, also ich weiß jetzt natürlich nicht hundertprozentig, auf welche Ebenen du hinaus möchtest.

Speaker: Ah ja, okay.

Speaker: Ja gut, wir können ja vielleicht auch ein bisschen nach dem gehen, was wir so auch als die Wirkmechanismen in der Ausbildung quasi integriert haben, weil die bauen ja genau darauf auf.

Speaker: Also dass wir eben auf unterschiedliche Ebenen schauen müssen, damit

Speaker: alles möglichst abgedeckt ist, ohne dass es in eine Perfektion enden muss.

Speaker: Und da gibt es natürlich auf der einen Seite die Ebene der Physiologie, also der Körperlichkeit, der körperlichen Bedingungen, wo eben das, was du gerade sagst, zuzählt von der Ernährung.

Speaker: Also was führe ich meinem System auch an Energiezufuhr, an Proteinen und so weiter zu, sodass alleine auf körperlicher Ebene, zellulärer Ebene eine

Speaker: Fülle und auch Sicherheit entsteht, weil auch da weiß man ja inzwischen sehr stark, dass auch Darm und das, was an Nahrung reinkommt, einfach einen enorm hohen Zusammenhang auch mit dem psychischen Erleben hat und dass auch Depressionen, Angststörungen und so weiter hohe Korrelationen eben haben mit nicht so gut aufgebauten Darmzuständen.

Speaker: Das heißt, wir müssen schon auch auf der Ebene schauen, dass der Körper gut versorgt ist,

Speaker: Dann auf der anderen Seite Schlaf und Regeneration, also wie viel qualitativen Schlaf und Entspannungsphasen, auch unabhängig von Schlaf, hat der Körper wirklich, um auch sowohl körperlich als auch emotional die Rückstände in Anführungsstrichen des Tages und der letzten Zeit und Erfahrungen eben auch zu regulieren.

Speaker: Und dann kommen eben noch andere Faktoren auf der körperlichen Ebene dazu, wie Bewegung.

Speaker: Auch zum Beispiel das Verhältnis von wie viel Zeit verbringe ich drinnen und in künstlichen Räumen und unter künstlichem Licht und wie viel Zeit verbringe ich auch im natürlichen Licht, in der Natur, mit den Elementen, die uns eben umgeben und aus denen wir entstanden sind.

Speaker: Also solche Thematiken spielen da mit rein.

Speaker: Und gleichzeitig natürlich auch eben die emotionale Ebene, die versorgt sein muss.

Speaker: Also welche Beziehungsdynamiken habe ich eigentlich?

Speaker: Also habe ich Beziehungen, die mich eher stärken und fördern?

Speaker: Oder habe ich zum Beispiel schikanierende Erfahrungen auf der Arbeit?

Speaker: Oder habe ich die ganze Zeit keinen Bock, auf die Arbeit zu gehen, weil ich die Leute scheiße finde oder schon seit Jahren kündigen möchte?

Speaker: Bin ich in einer Beziehung, die mich nicht glücklich macht?

Speaker: Oder werde ich vielleicht schon seit Jahren betrogen und

Speaker: habe aber Angst zu gehen, weil ich abhängig bin.

Speaker: Oder betrüge ich vielleicht selber, weil ich mich nicht lösen kann und habe Schuldgefühle und so weiter.

Speaker: Welche Emotionen kann ich ausdrücken und halte ich zurück?

Speaker: Also wie ist der Nervensystemzustand aufgebaut, um dann eben auch in Wechselwirkung mit der Physiologie, also der Körperlichkeit in Kontakt, eine bestmögliche Bedingung aufzubauen, die sowohl die Bedingungen verbessert, an die ich mich anpassen kann,

Speaker: Und gleichzeitig aber auch meine Fähigkeit erhöht, weil ich die Ressourcen habe, mich auch an Dinge anzupassen, die das Leben eben mit sich bringt, die nicht so angenehm sind.

Speaker: Weil wir werden kein Leben bauen können und auch keine Ernährung und auch keine Beziehung und auch keine Freundschaft und auch keine Arbeit, die in Gänze perfekt und in Anführungsstrichen emotional anspruchslos ist, sondern das Leben wird einfach Herausforderungen stellen.

Speaker: Die Frage ist ja nur, wie gut ist

Speaker: sind meine Ressourcen aufgestellt, dass ich mich daran anpassen kann.

Speaker: Und es somit als Wachstumserfahrung sogar Vorteile für mich hat, auch evolutionär gesehen.

Speaker: Genauso wie eben beim Kind, stelle ich mir das häufig vor, mit den Wachstumsschmerzen.

Speaker: Das ist ja keine geile Zeit.

Speaker: Also ich weiß noch, gerade zum Vollmond, ich hatte so Beinschmerzen, mir konnte keiner helfen, weil es halt Wachstumsschmerzen waren, so hießen sie zumindest.

Speaker: Das Einzige, was wir tun konnten, war ein Kühlpack drauflegen und Mama ist mit mir durch das Zimmer gelaufen, wenn ich nicht schlafen konnte und hat gesagt, guck mal, die ist auch noch wach und guck mal, die ist schon schlafen gegangen und so weiter.

Speaker: Das war halt einfach eine Haushaltssache, sage ich mal und bestimmte Dinge haben es ein bisschen leichter gemacht.

Speaker: Aber wäre ich nicht gewachsen oder wären die Zähne nicht gekommen?

Speaker: Auch ein Beispiel, was einfach echt scheiße ist für alle, die es so erleben.

Speaker: Aber ohne das wären wir einfach nicht anpassungsfähig.

Speaker: Das heißt, diese Schmerzphasen im Wachstum und diese Anpassungsphasen, die uns dann aber das Überleben und auch das leichtere Überleben dann sichern,

Speaker: Die werden einfach da sein, das gehört dazu.

Speaker: Die Frage ist nur, wie sind die Bedingungen dafür aufgestellt?

Speaker: Und da können wir einen großen Einfluss drauf haben, indem wir einerseits gucken, wo sind Stressoren aus zum Beispiel vergangenen Erfahrungen oder auch Vorgenerationen,

Speaker: die im System gerade zu Unruhe, zu weniger Regeneration, zu Mängeln führen, die eigentlich gerade nicht notwendig sind, anders als damals.

Speaker: Wie sind die sozialen Strukturen aufgebaut?

Speaker: Also wo sind vielleicht Systeme, die gerade hilfreich sind?

Speaker: Wo sind Systeme, die Kräfte ziehen, auch menschlich gesehen?

Speaker: Und wie sind auch innere Antriebe in Form von Emotionen und Entscheidungen, die eben unterstützend sind oder eben blockierend.

Speaker: Und da an diesen Stellen anzusetzen und dafür muss der Körper erstmal stabilisiert werden, dass der mitkriegt, ah okay, ich habe gerade keine Hungersnot, ich muss gerade nicht ständig gehetzt und getrieben und rastlos durch die Gegend rennen, weil irgendwann mal jemand vor mir erlebt hat, dass sobald ich eine Minute Pause mache, das ganze System zusammenbrechen wird,

Speaker: Und gleichzeitig, wie kann ich erfahren, dass meine inneren Bedrohungen in Anführungsstrichen in Form von Emotionen und Gedanken und Grübelspiralen und so weiter so reguliert werden und abgelindert werden, dass ich durchatmen kann und merke, stimmt, wenn ich jetzt gerade hier in diesem Raum bin,

Speaker: dann ist da ja gar keine Gefahr mehr.

Speaker: Und dann kann ich entwickeln, was würde mir heute mehr dienen, zum Beispiel zur Regulation als damals das Essen.

Speaker: Und diese Dinge überhaupt erst erlernen.

Speaker: Aber dafür brauchst du, wie gesagt, die Körperstabilisierung, dass der Körper gut versorgt ist, dass die Kontakt- und die Beziehungsqualität zwischen dir und deinem Klienten gut ist, dass der mitkriegt im Nervensystem.

Speaker: Okay, während wir hier beide im gleichen Raum sitzen, scheint mein Coach oder Therapeut

Speaker: gerade nicht die Gefahr wahrzunehmen, die ich wahrnehme, okay, dann kann ich mich vielleicht gerade auch entspannen.

Speaker: Und so bauen wir unterschiedliche Ebenen zusammen, die eben einen positiven Einfluss dann darauf haben, in der Wechselwirkung, dass andere Tasten des Klaviers in der Metapher, die du eben genutzt hast, angeregt werden können und uns wirklich anpassungsfähiger an die aktuellen Gegebenheiten machen.

Speaker: Weil ich finde, man merkt schon, dass wir, wie du auch schon sagst,

Speaker: sehr wenig anpassungsfähig geworden sind.

Speaker: Aber eher im Sinne von... Ich habe das Gefühl, die Nervensysteme reagieren gerade extrem auf Reize, die entweder schon lange zurückliegen, in der nicht realen, unmittelbaren Welt um uns herum passieren, auch wenn sie durchaus weltlich passieren.

Speaker: Aber unser Nervensystem ist halt anders als zu Zeiten, wo wir auch diese digitalen Medien und auch die weltliche Vernetzung, also die globale Vernetzung nicht hatten,

Speaker: Wir sind ständig ja auch dabei, sich nicht nur an die Bedingungen anzupassen epigenetisch, die unmittelbar auf uns einwirken, sondern auch auf die, die zum Beispiel in Afrika und in den USA und in Kriegsgebieten und in Hungergebieten und in Erdbebengebieten und was weiß ich nicht was alles vorliegen, was nicht bedeutet, dass wir uns jetzt gar nicht damit beschäftigen können, was wir

Speaker: sonst so auf der Welt passiert, aber runtergebrochen ist unser Nervensystem nicht darauf ausgelegt, diese Masse an Informationen, an Zuständen, an auch, sage ich mal, nicht real würde ich nicht sagen, aber nicht nahen Informationen, genau richtig,

Speaker: Auch noch zu verarbeiten, das ist ja dann auch teilweise total gegensätzlich, weil die Anpassungsleistung hier in meinem Zimmer, jetzt inzwischen in Zones, wo ich ein Dach über dem Kopf habe und die letzten Tage schönes Wetter war und so weiter, fordert von mir eigentlich gar nicht so viel und ich könnte entspannen.

Speaker: wenn ich dann zu Instagram schaue und irgendwie wieder die nächsten, keine Ahnung, Amagläufe und Messerangriffe und Kriegsanschläge und was weiß ich nicht was alles mitbekomme, versucht mein System, ich merke das richtig, sich daran anzupassen.

Speaker: Also es gibt so viele

Speaker: weil unser Gehirn ja auch nicht unterscheidet zwischen, das ist gerade real in meinem persönlichen Leben und das ist gerade nicht real, zumindest für mich.

Speaker: Also komme ich mit der gleichen Ohnmacht in Kontakt, mit existenziellen Themen, die darunter wirken, ohne mich auch wirklich daran anpassen zu können, weil verändern kann ich das in dem Moment auch nicht.

Speaker: Das sind einfach so Anpassungsleistungen, die es natürlich nochmal erschweren.

Speaker: Das heißt, auch auf der Ebene zu schauen, wo sind Süchte auf emotionaler und körperlicher Ebene, die die Epigenetik quasi komplett verwirren, wie so ein komplett diffuses Klavierspiel, weil das Klavier gar nicht mehr weiß, welche Noten soll ich denn jetzt gerade eigentlich spielen und welchem Dirigenten soll ich gerade folgen.

Speaker: Dazu zählt eben auch alles rund um Social Media und auch diese Dopaminschübe, gleichzeitig aber auch Süchte nach Zucker und Fett, also alles, was eben evolutionär Sinn gemacht hat, schnell Energiezufuhr zu bekommen über zum Beispiel zuckerhaltige und fettreiche Lebensmittel, die uns heute ja auch mit psychologischen Meisterwerktricks angedreht werden, die aber wiederum auch einen Einfluss darauf haben,

Speaker: was unser Körper und unsere Psyche alles so zu verarbeiten hat und dann Informationen bekommt.

Speaker: Diese Themen müssen eigentlich alle mit berücksichtigt werden, wenn wir nachhaltig Bedingungen schaffen wollen, wo das System der Klientin oder des Klienten, egal mit welchem Thema die Person kommt, das hartnäckig ist, ob es das Essen ist oder Beziehungsängste oder Verlustängste oder Körperthemen oder wie auch immer,

Speaker: Das muss berücksichtigt werden, genauso wie eben auch die gesellschaftlichen kollektiven Einflüsse, weil das, was du eben auch gesagt hast, das mit dem Körperbild und mit der Gewichtszunahme während der Schwangerschaft und der Sorge, okay, wie wird mein Kind irgendwann aussehen und wird das in der Schule vielleicht gemobbt oder werde ich ständig auf meine Tochter gucken und mir denken, boah,

Speaker: wie toll sieht die aus und würde ich nur auch so aussehen.

Speaker: Das ist ja auch eine häufige Sorge.

Speaker: Nicht nur nicht, dass die genauso aussieht wie die Angstzustände, die man selber hat, sondern auch, okay, was ist, wenn ich auf meine Tochter schaue und die hat kein Gramm Fett gefühlt an sich oder hat dann keine Ahnung, was für eine Löwenmähne auf dem Kopf und ich bin ständig mit meinen eigenen Minderwertigkeitsgefühlen konfrontiert.

Speaker: Das sind ja auch alles Einflussfaktoren, die da reinspielen.

Speaker: Und deswegen gibt es kein Schema F, was man da draus setzen kann, genauso wie wenn man sich mal so eine Pflanze anguckt oder Pflanzenvielfalt oder auch Tiere oder was auch immer, die brauchen unterschiedliche Bedingungen für unterschiedliche Bedürfnisse.

Speaker: Du kannst dich die gleiche Pflanze, die eher ein Schattengewächs ist, die verkokelt da in der Sonne und dann fährst du...

Speaker: Wenn du die in den Schatten stellst und sagst sie dir nach drei Tagen, hier habe ich jetzt wenig Lust und wenig Zufuhr an Lebensenergie.

Speaker: Und so ist es bei Menschen eben auch.

Speaker: Man muss sich ja nur introvertierte und extrovertierte Persönlichkeiten anschauen.

Speaker: Wenn du der einen Person die Gruppendynamik und die Konzerte am Wochenende und die 20 Termine in der Woche, die die mit Energie füllen nimmst, dann kriegen die erstmal eine Krise.

Speaker: Und wenn du der gleichen Person, die sich eher in Rückzug wohlfühlst, in die gleichen Situationen reinschickst, dann brauchen sie erstmal ein Coaching, um sich daran anzupassen.

Speaker: Also wir müssen auf die Person selber gucken, wir müssen auf die körperliche Bedingungen gucken, wir müssen auch auf die körperliche Vorgeschichte gucken, was Diäten angeht, was Operationen angeht, was Krankheiten angeht, auf die Prägungen, was für Informationen hat das Kind in den ersten Beziehungserfahrungen gemacht, gab es Mobbingerfahrungen,

Speaker: Gab es Fehlgeburten, Abtreibungen, was weiß ich nicht was.

Speaker: Wir brauchen die individuelle Sichtweise, um die Person gut begleiten zu können und dafür kannst du eben keine Formel entwickeln, die auf jede Person anpassbar ist, aber man kann rausarbeiten, das haben wir auch mit der Ausbildung gemacht.

Speaker: was sind die Kategorien bzw.

Speaker: Stellschrauben, Ebenen, wie auch immer man es nennen möchte.

Speaker: Wir haben es ja die Wirkmechanismen genannt.

Speaker: Auf welche Ebenen müssen wir gucken?

Speaker: Was sind die einzelnen Unterbereiche, auf die wir schauen können?

Speaker: Wie kann ein ganzheitlicher Analyseprozess aussehen für den Körperbereich und auch für den Emotionsbereich?

Speaker: Sodass es schon grundsätzlich eine richtunggebende Struktur für uns als Coaches gibt, die aber individuell anpassbar ist

Speaker: auf eben die Person, die wir dann auch begleiten wollen.

Speaker: Und das ist das, womit ich zumindest aktuell mit Abstand am besten fahre, sage ich mal.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Und das ist halt eben auch wichtig, dass wir verstehen, wie Lena es vorhin schon gesagt hat, da geht es nicht um Perfektion.

Speaker: Und es geht auch nicht darum, den ganzen Mensch oder das ganze System zu verändern, sondern zu erkennen, wo sind die Türen oder Stellschrauben,

Speaker: an denen wir drehen können, die den größten Hebel haben.

Speaker: Weil das sollte ein Grundverständnis sein, alles hängt miteinander zusammen und steht in Wechselwirkung zueinander.

Speaker: Das bedeutet, ich muss gar nicht überall gleichzeitig sein, sondern wenn ich weiß,

Speaker: Durch die richtigen Fragen, durch den richtigen Anamnese-Prozess und natürlich auch die passende Ausbildung, die mir erlaubt, eben nicht nur an der Stellschraube Ernährung zu drehen oder an der Stellschraube Hormone zu drehen oder an der Stellschraube Darm zu drehen, sondern die mir ein ganzheitliches Portfolio an die Hand gibt, dann habe ich die Möglichkeit, an den passenden Stellschrauben zur richtigen Zeit zu drehen,

Speaker: Und dadurch, durch die Wechselwirkung, weil ja alles eh miteinander zusammenhängt, gibt es einen Ripple-Effekt.

Speaker: Und deswegen, so überfordernd wie das manchmal erstmal klingen kann, weil wir dann denken, oh Gott, das sind so viele Baustellen.

Speaker: Es sind gar nicht so viele Baustellen.

Speaker: Das ist nur für die Menschen so, die einfach nicht wissen, wo sie anfangen sollen, die keinen klaren Plan oder Prozess haben.

Speaker: Ganz, ganz viel, vielleicht einzelne Puzzleteile wissen ein bisschen aus dem Bereich, wissen ein bisschen aus dem Bereich, hier mal ein Nervensystemregulationstool, hier mal eine Atemübung, hier mal

Speaker: ein bisschen, was es so gibt an verschiedenen Methoden, die aber nicht wissen, wann sie was genau einsetzen in einem ganzheitlichen Prozess.

Speaker: Und wenn wir das genau wissen, dann sind auch Veränderungsprozesse einfach etwas, was ganz natürlich stattfindet, so wie auch die Pflanze, wenn sie denn dann das richtige Setting hat,

Speaker: ohne dass wir die ganze Zeit daneben stehen müssen und dran ziehen müssen und dir sagen müssen, jetzt mach doch mal und verändere dich doch mal und entwickle dich doch mal und ich gieße noch mal nach, obwohl die Erde immer noch nass ist und ich ertränke sie und nur damit sie schneller wächst und damit sie möglichst perfekt wird.

Speaker: Und das heißt, ich muss gar nicht daneben stehen.

Speaker: Ich kann hingehen, ich kann schauen, hat die das richtige Setting?

Speaker: was kann ich tun, hier mal ein bisschen sprühen, hier mal ein bisschen, ne, so vielleicht mal an eine andere Stelle stellen oder mal rumdrehen, dass die andere Seite auch mal Licht bekommt und dann gehe ich wieder.

Speaker: Ja, und dann

Speaker: kann das wachsen, ganz natürlich.

Speaker: Ich habe keinen Kampf als Coach oder in dem Moment als Gärtner.

Speaker: Oder ich habe keinen Kampf als Klient, weil ich das Vertrauen aufbauen kann, dass das Samenkorn, das wir da gesetzt haben, die Stellschrauben, an denen wir gedreht haben, nimm das Bild, was dir dient, ihre Wirkung entfalten werden.

Speaker: Weil Entwicklung eben nun mal ein ganz natürlicher Prozess ist, der sowieso stattfindet.

Speaker: Wir können ihn eben einfach lenken, ein Stück weit.

Speaker: Und das ist das, was wir im Coaching machen und deswegen sind wir in meinen Augen direkt an der Evolution der Menschheit gekommen.

Speaker: beteiligt.

Speaker: Das könnte man als Gottkomplex bezeichnen.

Speaker: Also wir sind ja die, die auch mit die Bedingungen schaffen und auch mit den Bedingungen arbeiten.

Speaker: Ich denke schon, dass wir auch einen Einfluss darauf haben, weil sonst wären wir auf eine Art auch sehr deterministisch unterwegs, wenn wir sagen, ja gut, wir können da jetzt auch nichts machen.

Speaker: Also ich meine schon, dass wir einen Einfluss haben.

Speaker: Sonst habe ich das auch nicht so gesagt.

Speaker: Und wir können

Speaker: Jeder einzelne Mensch und wir natürlich durch unsere Arbeit, weil wir uns nicht nur um uns kümmern, sondern auch um die Wachstumsbedingungen von anderen, können schon mit beeinflussen, in welche Richtung sich die Menschheit langfristig entwickelt.

Speaker: Welche

Speaker: welche Zivilisationskrankheiten wir entwickeln.

Speaker: Wir sehen jetzt gerade, sind psychische Erkrankungen zur Zivilisationskrankheit Nummer eins geworden, so mehr oder weniger neben Diabetes und jetzt Kreislauf und Krebs.

Speaker: Also das sind so Depressionen, Essstörungen, Depressionen.

Speaker: Die Einsamkeit kann man schon fast als Zivilisationskrankheit bezeichnen.

Speaker: Wir sind so viele Menschen auf diesem Planeten wie zumindest laut Aufzeichnungen noch nie.

Speaker: Und trotzdem haben Menschen Probleme, Beziehungspartner zu finden, in Beziehungen zu bleiben, Freundschaften aufrechtzuerhalten, tiefe Nähe zu empfinden, das Gefühl zu empfinden, angebunden zu sein, dazu zu gehören.

Speaker: Nicht isoliert zu sein.

Speaker: Viele fühlen sich isoliert.

Speaker: Das können wir alles beeinflussen durch die Arbeit, die wir machen.

Speaker: Und deswegen ist es so wichtig und so wertvoll.

Speaker: Und deswegen liegt das auch Lena und mir so am Herzen.

Speaker: weil wir den Impact seit Jahren bei unseren Klienten sehen, dass einfach auch andere Menschen so arbeiten können wie wir.

Speaker: Das war der Grund, das Grund-Why sozusagen, weshalb wir das hier gegründet haben, weil dieser Ripple-Effekt, je mehr Menschen das halt eben...

Speaker: können und begleiten, einfach so enorm groß ist.

Speaker: Und wir freuen uns natürlich von Herzen über jede, die da Teil von dieser Bewegung ist, sich die Podcasts hier anhört oder dann eben letztendlich auch mit uns in die Ausbildung startet.

Speaker: Bald führen wir wieder die Vorgespräche für die nächste Ausbildungsrunde und wir freuen uns natürlich sehr, wenn du dich einfach mal auf die Warteliste setzt.

Speaker: Dann kommst du bei uns in den E-Mail-Verteiler und wir schicken dir dann zum passenden Zeitpunkt Informationen zu.

Speaker: Und genau in dieser Ausbildung lernst du eben, was Lena eben auch schon gesagt hat, diesen Anamnese-Prozess.

Speaker: Du lernst wirklich zu erkennen, was sind da gerade Einflussfaktoren, wo sind die Türen, durch die ich gehen kann, welche Stellschrauben können wir jetzt drehen, die den größten Hebel haben.

Speaker: Wie erschaffe ich ein Setting und einen Prozess,

Speaker: in dem Veränderung ganz natürlich stattfindet, sodass du als Coach nicht ausbrennst und es für deine Klienten nicht schwerer wird als nötig.

Speaker: Durch Widerstände ist es häufig schon schwer genug zu gehen und wenn wir dann noch Räume haben, die nicht sicher genug und ganzheitlich genug aufgebaut sind,

Speaker: wo wir vielleicht mehr oder weniger auch aus Versehen an der Faltenstellschraube drehen und dann uns da Wochen und Monate abackern und sich irgendwie nichts bewegt.

Speaker: Das ist für beide Seiten frustrierend und da möchten wir dich dabei unterstützen, dass du genau weißt, wie du da ansetzen kannst.

Speaker: Und dann freuen wir uns natürlich riesig, wenn wir bald mit dir persönlich sprechen können.

Speaker: Geht mir auch so.

Speaker: Ich habe tatsächlich noch eine Sache, die ich gerne zu dem Thema sagen würde, über das wir heute gesprochen haben.

Speaker: Aus gegebenem Anlass.

Speaker: Die letzten Wochen habe ich sowas häufiger gehört.

Speaker: Wir als Coaches sind und genauso Ärzte, Therapeuten,

Speaker: und Familienmitglieder und was weiß ich nicht was, Menschen grundsätzlich sind ein großer Einflussfaktor darauf, was auch im Leben anderer Menschen passiert.

Speaker: Nicht im Sinne von, du bist verantwortlich für den anderen, aber es hat einfach einen Einfluss und ich meine damit gerade ganz

Speaker: spezifisch das Thema Placebo und Nocebo.

Speaker: Also einerseits Placebo bedeutet, dass ich eine zuversichtsspendende Art der Formulierung habe oder Aussicht gebe oder auch in der Medizin werden Placebos zum Beispiel, das sind dann wirkungslose Medikamente, die aber positiv aufgebaut sind.

Speaker: Also mit das wird gegen Kopfschmerzen helfen und man konnte eben messen, dass es dann gegen Kopfschmerzen geholfen hat, obwohl gar nicht der gleiche Wirkstoff wie bei Aspirin zum Beispiel drin war.

Speaker: Und die Person wusste das aber nicht.

Speaker: Das heißt, alleine über den Glauben, dass es dagegen wirken wird und der Schmerz weggehen wird, war die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es so war.

Speaker: Gleiches gilt auch für Nocibus.

Speaker: Das ist der gegengesetzte Aspekt.

Speaker: Also Informationen, die eher Angst schüren, Stress schürend, Hoffnungslosigkeit schürend sind.

Speaker: Und auch das hat einen Einfluss auf die Epigenetik.

Speaker: Deswegen, ich hatte nämlich letzte Woche eine Klientin,

Speaker: deren Tochter mit Panikattacken zu tun hat.

Speaker: Und das bewegt mich auf einer persönlichen Ebene, weil ich das ja kenne.

Speaker: Und da geht es momentan so semi gut, würde ich sagen.

Speaker: Und der Arzt sagt dann so, ja, das haben manche ihr Leben lang, damit müssen sie sich dann abfinden, aber man kann damit auch leben.

Speaker: Oder eine andere Klientin aus unserem Jane is Woman-Kreis, wo wir die Frauen begleiten mit emotionalem Essen, die hat ja auch gesagt, ja, da müssen sie sich einfach daran gewöhnen, ihr Körper kann halt nicht abnehmen.

Speaker: Und sowas hört man ja ständig, oder?

Speaker: Du hast ja gestern noch einen Post verfasst mit, ja, ihre Tochter ist einfach zu dumm dafür.

Speaker: Also im Prinzip eine...

Speaker: absolutistische Aussage, die auch meiner Meinung nach einfach, also das ist für mich ein Gottkomplex, weil bei der ganzen Komplexität, bei allen Möglichkeiten, die das System an Selbstheilungskräften hat und so weiter, an Fördermöglichkeiten, wer bist du das, einer anderen Person zu sagen?

Speaker: Man kennt das auch aus zum Beispiel der Krebsdiagnose, das heißt das Unheilbar, diese Diagnosenstellungen und es gibt sehr viele Beispiele, dass das nicht immer der Fall sein muss und

Speaker: Mir ist das deswegen so wichtig, weil wir einen enormen Einfluss auch mit unserer Ausstrahlung, mit unserem Wort, mit unserer Einstellung zu auch den Selbstheilungskräften und Anpassungskräften der Personen, die wir begleiten, darauf nehmen, wie gut sie sich wirklich anpassen kann, wie gut ihre Gene auf Regeneration eingestellt sind.

Speaker: Denn wir müssen uns ja nur vorstellen, vielleicht

Speaker: Kennt ihr ein oder andere das auch?

Speaker: Wir haben ein Symptom, das macht uns eh schon Sorgen.

Speaker: Dann googeln wir, ist vielleicht auch nicht der sinnvollste Weg.

Speaker: Aber Google sagt erst mal, in manchen Fällen ist das nicht so schlimm, aber kann auch eine schwerartige Krebserkrankung sein.

Speaker: Und das ganze System reagiert erst mal mit Herzklopfen, Schweißausbruch, man will erst mal zum Arzt das abklären und so weiter.

Speaker: Jetzt sagt der Arzt auch noch, ja gut, das kann ich Ihnen jetzt nicht direkt sagen, aber ja, das müssen wir auf jeden Fall abklären, weil das könnte auch was passieren.

Speaker: das könnte auch was Bösartiges sein, allein das Wort macht ja schon komplett Stress, dann kriegen Sie in vier Monaten einen Termin für die nächste Untersuchung.

Speaker: Bis dahin machen Sie sich aber mal keinen Stress, aber beobachten Sie es auf jeden Fall.

Speaker: Die Information, die ins System reingedonnert wird, ist, du bist in Lebensgefahr.

Speaker: Es wird sehr lange dauern, bis wir wirklich klären können, ob du in einer Lebensgefahr bist.

Speaker: Beobachte es auf jeden Fall, weil du musst achtsam sein, weil du bist ja permanent in Gefahr.

Speaker: Und wenn es wirklich gefährlich ist,

Speaker: Dann musst du dich aber erstmal selber halten, weil es dauert eben ein paar Monate, bis der nächste Termin frei ist.

Speaker: Das Gleiche bei emotionalen Themen.

Speaker: Wenn man sagt, ja, manche Körper sind halt so, du wirst halt nicht abnehmen.

Speaker: Oder, ja gut, manche Personen sind halt genetisch dazu veranlagt, übergewichtig zu sein.

Speaker: Oder, dass die Schilddrüse nicht ordentlich funktioniert.

Speaker: Oder, dass du eher zu Depressionen und Panikattacken neigst und so weiter.

Speaker: Damit geben wir die Information auch wie einen Samen ins System und auch die wird weiter wachsen.

Speaker: Also geht es in unserer Ausbildung nicht nur darum zu gucken, über welche Eingänge kommen wir rein, also die körperliche Ebene, die psychodynamische Ebene, die die Klientin mitbringt, sondern auch, wir nennen es Präsenz, man kann es auch Verkörperung nennen oder wie auch immer,

Speaker: unserer Rolle, die wir auch als ein Einflussfaktor darauf haben, mit welchen Bedingungen die Person gut umgehen kann und mit welchen nicht, wie ist unsere Ausstrahlung, wie ist unser Nervensystemzustand, wie sehr glauben wir eigentlich daran, dass wir hilfreich sein können, dass wir die Fähigkeit haben zu unterstützen, dass die Person gegenüber von uns alle Kräfte in sich trägt, die, wenn sie gut zusammengefügt werden, wirklich zu einer Lösung und

Speaker: Verbesserungen führen können.

Speaker: Auch das ist ein ganz entscheidender Teil, wofür dann die Selbsterfahrungsräume da sind.

Speaker: Und das war mir einfach hier nochmal an dieser Stelle wichtig, weil ich weiß, es hören auch viele Klienten und andere Personen, die wir auch kennen in unserem Podcast.

Speaker: Und ja, das ist nicht ausweglos und unheilbar und untherapierbar, nur weil eine bestimmte Person an die fachlichen und persönlichen Grenzen kommt.

Speaker: Und mit dieser Einstellung wollen wir Menschen

Speaker: begleiten und das war mir noch wichtig einmal zu teilen zu diesem Punkt, dass Epigenetik eben auch durch die Menschen beeinflusst wird, die mit der Person in Kontakt sind.

Speaker: Ja, ganz, ganz wichtig, sich das bewusst zu machen.

Speaker: Danke, Lena, für die Ergänzung.

Speaker: Danke.

Speaker: Schön.

Speaker: Dann freuen wir uns oder hoffen wir, dass wir dir mit dieser Folge wieder einen Einblick geben konnten, wie alles zusammenhängt und was du am Ende auch brauchst, um wirklich

Speaker: dann auch helfen zu können.

Speaker: Und wir freuen uns natürlich über dein Feedback.

Speaker: Schreib uns gerne einfach mal über Instagram zu dieser Podcast-Folge, was du so mitgenommen hast, was dir vielleicht auch an Erkenntnissen gekommen sind.

Speaker: Und wie gesagt, setz dich sehr gerne auf die Warteliste.

Speaker: Du findest den Link dazu unten in den Shownotes.

Speaker: Und dann freuen wir uns auf die nächste Podcast-Folge mit dir.

Speaker: Bis dann.

Speaker: Tschüss.

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