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 Episode 5 - Nathanael Over image

Episode 5 - Nathanael Over

Mitgift | Der forsche Podcast der gif
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110 Plays4 months ago

In dieser Episode taucht Stefan Stüdemann gemeinsam mit Nathanael Over, engagiertem Mitglied der gif, in die Zukunft des Wohnens ein.

Gemeinsam beleuchten sie die unterschiedlichen Wohnbedürfnisse, die sich im Laufe des Lebenszyklus verändern – von jungen Familien über Singles bis hin zu Seniorinnen und Senioren. Nathanael erklärt, warum barrierefreies Wohnen im Alter nicht nur eine technische, sondern vor allem eine gesellschaftliche Herausforderung ist und welche innovativen Wohnformen diesen wandelnden Bedürfnissen gerecht werden können.

Nathanael verrät außerdem, von welcher Wohnform er selbst für seine Zukunft träumt und gibt spannende Einblicke in neue Denkansätze für zukunftsfähiges Wohnen.

Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte: Nathanael hat seine Erkenntnisse und Visionen in seinem Buch „Die WOHNWENDE" zusammengefasst. Für alle, die verstehen wollen, wie ein Zuhause für uns bezahlbar, nachhaltig und gerecht wird.

Und wer live dabei sein möchte: Das gif Fachforum „Wohnlabor 2026 – Bauen, Regeln" findet am 16.06.2026 in Berlin statt.. das ist die perfekte Gelegenheit, die Diskussion weiterzuführen!

Transcript

Einleitung und Vorstellung des Podcasts MitGift

00:00:08
Speaker
Willkommen bei MitGift, dem Podcast der GIF, Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung.
00:00:19
Speaker
Fakten fundiert erklären, frische Fragen stellen, Forschung fördern.
00:00:23
Speaker
MitGift macht Komplexes verständlich, fokussiert auf das Wesentliche und geht forsch voran.

Die Notwendigkeit der Forschung in Wohnkonzepten

00:00:34
Speaker
Und jetzt stehen wir vor diesem extremen Wandel und brauchen, glaube ich, das Forschungselement einfach, was Türen öffnet, ja wieder immer das Neue, auch verifiziert und quantifiziert.
00:00:46
Speaker
Welche Wohnkonzepte können wir da neu denken?
00:00:49
Speaker
Wir haben keine Wohnkrise, aber wir sind...
00:00:52
Speaker
Nah dran, würde ich sagen.
00:00:53
Speaker
Ich glaube, wir müssen die Komplizität des Wohnens nochmal auf uns wirken lassen.
00:00:58
Speaker
Und damit kriegen wir ein Produkt oder eine Möglichkeit, auch wieder gesellschaftsrelevant zu sein und Rendite am Ende auch zu generieren, die für den Investor interessant ist.

Einführung des Gastes Nathanael Ova

00:01:11
Speaker
Und hier ist Ihr Host, Stefan Stüdemann.
00:01:14
Speaker
Ja, herzlich willkommen oder willkommen zurück zu MitGIF, dem forschen Podcast der GIF.
00:01:19
Speaker
Ich habe heute mal wieder einen fantastischen Gast hier im Studio, freue mich sehr.
00:01:23
Speaker
Ich werde mal kurz erzählen für alle Zuhörenden da draußen, worum es uns heute interessiert.
00:01:27
Speaker
gehen wird.
00:01:27
Speaker
Wir haben einen Gast, der sowohl die GIF sehr, sehr gut kennt, als auch natürlich den Immobilienmarkt, selbstverständlich.
00:01:35
Speaker
Sonst würden wir hier wahrscheinlich kaum zusammen sitzen.
00:01:38
Speaker
Er ist sehr umtriebig.
00:01:41
Speaker
Er ist vor allem auch im Wohnbereich inzwischen sehr oder schon seit langer Zeit sehr profund unterwegs.
00:01:48
Speaker
Er ist auch inzwischen ein fantastischer Autor, eines ganz tollen Buches, welches ich auch bereits mit Wonne gelesen habe und auch
00:01:56
Speaker
meine Erkenntnisse daraus ziehen durfte.
00:01:57
Speaker
Also auch da werden wir vielleicht mal einen kleinen Einblick wagen im Laufe dieser Podcast-Episode.
00:02:02
Speaker
Wir wollen natürlich heute auch so ein bisschen verstehen, auch da wieder, wie unser Gast eigentlich zu GIF gekommen ist, was er in der GIF so gemacht hat und was es in Summe so mit dem Verein auf sich hat, welche Chancen sich daraus auch ergeben haben.

Nathanael Ovas Erfahrungen und Einstieg in den Wohnungsmarkt

00:02:16
Speaker
Darüber werde ich sprechen mit meinem heutigen Gast und er ist bei mir.
00:02:19
Speaker
Es ist Nathanael Ova von der Wohnwende.
00:02:22
Speaker
Er ist ein, ja, wie möchte ich sagen, ein alter
00:02:25
Speaker
der Hase in unserer Branche, wenn ich das mal so sagen darf, wobei wir wahrscheinlich altersmäßig nicht weit auseinander sind.
00:02:32
Speaker
Aber du bist schon sehr, sehr lange dabei.
00:02:35
Speaker
Du bist inzwischen auch schon relativ lange bei uns Mitglied.
00:02:39
Speaker
Da werden wir gleich mal drüber sprechen.
00:02:40
Speaker
Aber bevor wir das tun, würde ich gerne erst mal ein paar Worte zu dir verlegen.
00:02:44
Speaker
Ich habe dich ja eben schon
00:02:45
Speaker
angekündigt als jemand, der schon sehr lange in der Branche aktiv ist, mit einem interessanten und wichtigen und immer wichtigeren Fokus, den ihr aktuell in eurem Leistungsportfolio einnehmt.
00:02:58
Speaker
Darüber werden wir reden.
00:02:59
Speaker
Vielleicht erst mal vorab ein bisschen zu dir.
00:03:01
Speaker
Wie kam es denn dazu, dass du in die Immobilienbranche reingekommen bist und was hast du im Laufe der Zeit bis dato dort so getrieben?
00:03:09
Speaker
Erzähl doch mal ein bisschen.
00:03:10
Speaker
Ja, spannend.
00:03:11
Speaker
Ja,
00:03:13
Speaker
Also meine erste Begegnung eigentlich war, wir haben unser Einfamilienhaus gebaut, also meine Eltern vor allen Dingen, da war ich so 13, als Fertighaus mit so einem Zimmereibetrieb.
00:03:23
Speaker
Und das Faszinierende, was ich da fand, war, danach habe ich beschlossen, ich möchte gerne der Chef von der Baustelle werden.
00:03:29
Speaker
Das war dann mein großer Traum.
00:03:31
Speaker
Und dann habe ich Bauingenieurwesen studiert, habe noch Immobilienwirtschaft weiter studiert.
00:03:36
Speaker
Und habe dann erstmal ein bisschen Freizeitbilder gemacht und ein paar andere Sachen und so seit sechs Jahren mich intensiv um das Thema Wohnen und Serie des Bauen in Holz ganz stark engagiert.
00:03:45
Speaker
Und das war so das Faszinierende.
00:03:48
Speaker
Also so vom Einfamilienhaus hinzukommen, zu überlegen, wie können mehr Familienhäuser funktionieren, wie können auch neue Gemeinschaften entstehen, wie können neue Wohnformen entstehen.
00:03:55
Speaker
Das prägt so meinen Alltag.
00:03:57
Speaker
Das ganze Thema Wohnform, muss ich ehrlicherweise gestehen, habe ich auch so ein bisschen mir durch dein Buch tatsächlich angeeignet, was in der Phase wirklich hochspannend ist, das mal so ein bisschen detailliert auseinandergesetzt zu bekommen, welche Möglichkeiten sich da auch ergeben.
00:04:10
Speaker
Und ich glaube, da ging es nicht nur mir so, da ist man teilweise auch noch zu beengt in der Forschung, wie wir künftig auch unser Zusammenleben gestalten.
00:04:18
Speaker
Also da muss ich sagen, das hat mir so ein bisschen die Augen auch geöffnet.
00:04:21
Speaker
Und da bist du ja wirklich jetzt sehr, sehr stark im Thema und
00:04:26
Speaker
schaust auch auf neue Entwicklungen und auf Möglichkeiten und das geht ja letztendlich weit über das reine Wohnen hinaus.

Neue Entwicklungen im Wohnungsbau und gesellschaftliche Auswirkungen

00:04:32
Speaker
Es geht ja einfach darum, wie gestalten wir Gesellschaft zukünftig.
00:04:35
Speaker
Das hat ja einen viel, viel größeren Fokus.
00:04:38
Speaker
Das heißt, ihr seid jetzt in dem Segment, vielleicht erzählst du noch ein bisschen konkreter, was ihr gerade so wirklich en detail macht, dass die Zuhörerinnen sich da so ein kleines Gefühl von vermitteln können.
00:04:50
Speaker
Ja, wir sind gestartet so im letzten Jahr noch mal ganz bewusst mit die Wohnwende und haben uns überlegt, wie bringen wir Investoren, wie bringen wir Konzepte, wie bringen wir auch dieses Thema serielles Bauen, ob in Holzbau oder in anderen Bauweisen, zusammen, damit wir all die an diesen Schrauben, die wir momentan haben, einfach Wohnprojekte entwickelt bekommen, die die
00:05:15
Speaker
die eine gesellschaftliche Wirkung entfalten, also auf dem Mietmarkt würden Menschen Wohnraum geben als eine Intention.
00:05:23
Speaker
Auf der anderen Seite, wie bekommen wir das ganze Thema finanziert?
00:05:27
Speaker
Wer ist der Investor?
00:05:28
Speaker
Wie geschieht das ganze Thema, dass wir im Endeffekt nicht isoliert irgendwie nur bauen müssen?
00:05:33
Speaker
denken und sagen ja wir müssen nur die Baukosten senken oder wir müssen nur irgendwelche rechtlichen Rahmenbedingungen ändern, sondern ich glaube wir müssen vermehrt wohnen ganzheitlich denken, also vom Konzept am Anfang über städtebauliche Themen über Bauen natürlich über Planung, über Architektur, aber bis hin zu dem was passiert danach, wie entwickelt sich ein Quartier oder ein Campus oder ein Wohngebäude an sich, was passiert eigentlich unter den Menschen, bringen wir Menschen wieder in Beziehungen, all diese Dinge mal zu denken,
00:06:04
Speaker
Und zusammen zu puzzeln und nicht stehen zu bleiben, dass wir alles so segmentiert machen.
00:06:08
Speaker
Und das haben wir ja im Bauen selber schon hoch segmentiert.
00:06:11
Speaker
Es gibt eine Planung und dann gibt es irgendwie eine Architektur.
00:06:15
Speaker
Dann gibt es am Ende eine Werkplanung und eine Einzelvergabe vielleicht sogar.
00:06:18
Speaker
Und wir denken alles ganz auseinander dividiert.
00:06:21
Speaker
Und vielleicht müssen wir einfach wieder neu denken, das Ganze zu denken.
00:06:24
Speaker
Und das ist, glaube ich, ein ganz großer Schlüssel der nächsten Jahre.
00:06:26
Speaker
Also ein klares Plädoyer für den Blick rund umwerfen über den Tellerrand hinaus und vor allem auch an die mittel- und langfristige Wirkung dessen, was wir da am Ende des Tages schaffen, denken.
00:06:37
Speaker
Das ist ja mein Gefühl, dass das immer manchmal ein bisschen zu kurz gerät, aus verständlichen Gründen, du hast es selber erwähnt.
00:06:46
Speaker
Wir haben heutzutage die große Herausforderung, das Thema muss finanziert werden.
00:06:49
Speaker
Ich glaube, das ist eine Herausforderung.
00:06:50
Speaker
Der größten Herausforderung aktuell, die Regulatorik, da tut sich ja jetzt gerade einiges.
00:06:55
Speaker
Da kommen wir vielleicht auch nochmal kurz drauf, dass wir das streifen.
00:06:58
Speaker
Aber ich glaube schon zu fragen, wenn ich baue und viele wollen ja, also jetzt explizit den Wohnbau, wie kann ich es hinbekommen, dass es sich rechnet, weil altruistisch unterwegs sind die wenigsten und können es sich auch

Aktuelle Herausforderungen im Wohnungsbau

00:07:12
Speaker
nicht leisten.
00:07:12
Speaker
Trotzdem brauchen wir natürlich eine Menge neuer Wohnraum.
00:07:17
Speaker
Und dann aber auch so, dass es eben mittel- und langfristig funktioniert, auch unser gemeinsames Zusammenleben voranbringt und jetzt nicht nur wiederum so kurzfristige Bedarfe deckt, zu sagen, der Hauptsache, der hat erstmal ein Dach über dem Kopf.
00:07:31
Speaker
Natürlich ist es schön und Menschen, die jetzt kein Dach über dem Kopf haben, die wären, glaube ich, über jedes Dach froh.
00:07:37
Speaker
Aber bringt uns das gesellschaftlich mittel- und langfristig weiter?
00:07:41
Speaker
Vermutlich eher weniger.
00:07:42
Speaker
Das sind genau die Gedanken, die du und die ihr euch macht.
00:07:46
Speaker
um da einfach eine Perspektive reinzubringen, die auch aus meiner Sicht vielleicht noch nicht so stark vertreten ist, und dann alle Leute zusammenzubringen.
00:07:55
Speaker
Und das ist ja, glaube ich, die große Herausforderung.
00:07:57
Speaker
Wir haben ja so viele Stakeholder, Shareholder, alle möglichen Projektbeteiligten, die vielleicht auch immer noch nicht verstanden haben, dass sie alle Teil eines Prozesses sind,
00:08:10
Speaker
und alle zum Gelingen beitragen, aber eben vielleicht auch gar nicht genau wissen wie und vielleicht könnt ihr ihnen ein Stück weit dabei helfen.
00:08:18
Speaker
Ja, ich glaube, wir müssen unser Denken ändern.
00:08:20
Speaker
Also vielleicht muss man noch mal überlegen, welche Zielgruppen haben wir?
00:08:24
Speaker
Du hast es gerade gesagt, wir haben das Thema Wohnungslosigkeit, Obdachlosigkeit, wo es eigentlich eine akute Not gibt, die wir lindern müssen, wo wir massiv davor stehen.
00:08:35
Speaker
Wir sind ja in Berlin und das, was uns auf den Straßen oder unter den Brücken hier begegnet, ist ja immer wieder...
00:08:43
Speaker
Mitleids erregen würde ich sagen, also was Menschen da machen, damit sie jetzt einfach, wo übernachten sie überhaupt.
00:08:50
Speaker
Das ist ja die Extremform des Wohnens, aber zu sagen, was passiert in unserer Gesellschaft mit einer alternden Gesellschaft?
00:08:59
Speaker
Meine Eltern sind jetzt über 80 und überlegen, was machen sie denn jetzt da?
00:09:03
Speaker
Und ich muss Ihnen raten, Sie müssen jetzt barrierefrei irgendwann wohnen, weil Sie wissen nicht, an welchem Moment kommt etwas in Ihr Leben gesundheitlich, dass Sie auf einmal auf barrierefreie Wohnen angewiesen sind.
00:09:16
Speaker
Aber was machen Sie mit Ihrem Einfamilienhaus?
00:09:18
Speaker
Was machen Sie mit der Freiheit, die Sie genießen?
00:09:21
Speaker
Und in welche Beziehungen kommen sie auch wieder rein?
00:09:25
Speaker
Das nächste ist ja irgendwie, du hast dann ein Familienhaus und denkst, okay, jetzt muss ich ins Altersheim.
00:09:29
Speaker
Aber da gibt es ja irgendwie ein Leben dazwischen, bevor ich Pflegefall werde oder irgendwas, intensive Betreuung brauche.
00:09:35
Speaker
Und welche Wohnkonzepte können wir da neu denken?
00:09:38
Speaker
Menschen, die vielleicht einen Partner erlebt, verloren haben.
00:09:41
Speaker
Zu sagen, ich bin alleinstehend, aber ich möchte nicht alleine wohnen, aber ich möchte auch eine Privatsphäre haben.
00:09:47
Speaker
Was gibt es da an Möglichkeiten auch der Wohnflächenreduzierung?
00:09:50
Speaker
Das wäre ein Thema, wo wir genauso ansetzen können wie mit den Baukosten.
00:09:54
Speaker
Also wenn ich am Ende weniger Fläche habe, zahle ich halt weniger Miete.

Innovatives Denken im Bauprozess

00:09:59
Speaker
Und diese verschiedenen Punkte zu denken und ich glaube aufzubrechen von Projektentwicklung über Architektur, über das Bauunternehmen bis hin zu der Mietverwaltung oder dem Betrieb und dem Bestandshalter.
00:10:14
Speaker
diese Themen wirklich kontinuierlich miteinander zu denken.
00:10:18
Speaker
Und jetzt kommen wir nochmal das Thema serielles Bauen.
00:10:21
Speaker
Ist ja sowieso ein Thema, was ich nicht ganz am Ende erst erfinden kann, sondern das brauche ich ja in der ersten Leistungsphase vom Gedanken her.
00:10:28
Speaker
Also ich brauche einen Architekten, der am Anfang sagt, okay, das wird ein serielles Produkt.
00:10:33
Speaker
Das heißt, ich denke schon in der Produktion ganz am Anfang und nicht nur in der Ästhetik und in der städtebaulichen Entwicklung.
00:10:40
Speaker
Und das finde ich das wirklich Spannende und ich glaube, da müssen wir neu denken, auch von dem Individualismus herunterzukommen und zu sagen, was ist schön, aber was geht auch seriell und denken wir und muten wir uns das am Anfang zu, dass da jemand aus einer Baufirma vielleicht über Produktion spricht und mir reinredet in meine Ästhetik?
00:11:00
Speaker
Und ich mir das zumute und ich sage, ja, okay, ich höre das.
00:11:04
Speaker
Und es gibt vielleicht Dinge, die sind dann nicht ganz so ästhetisch, wie ich mir das als Architekt wünsche.
00:11:09
Speaker
Aber es hat am Ende einen Baukostenvorteil und ein Projekt wird realisiert, weil ich diese Themen ganz nach vorne genommen habe und gedacht habe.
00:11:17
Speaker
Es muss ja nicht hässlich sein und ich glaube, dass wir da viel erleben werden und dass viele versuchen, das umzudenken, aber dass wir noch mutiger sein müssen, unsere Barrieren und unsere Denkbarrieren da aufzugeben und zu sagen, wir haben ein gemeinsames Projekt am Ende.
00:11:31
Speaker
Es ist unser Projekt und nicht ich als Architekt stehe mit meinem Namen dafür und es ist halt mein Projekt und das muss jetzt auch so sein und ich bin der Urheber und so, sondern wir machen das zu einer Team-Challenge und sagen an allen möglichen Punkten,
00:11:45
Speaker
die wir reduzieren können, wirken sich auf die Baukosten und am Ende auf die Miethöhe auf und damit kriegen wir ein Produkt oder eine Möglichkeit auch wieder gesellschaftsrelevant zu sein und Rendite am Ende auch zu generieren, die für den Investor interessant ist.
00:11:58
Speaker
Und da gebe ich dir vollkommen recht, gerade das Thema serielles Bauen muss nicht hässlich sein.
00:12:02
Speaker
Ich würde sogar nicht mal sagen, dass es da eine gewisse Korrelation gibt.
00:12:06
Speaker
Ich habe
00:12:06
Speaker
tatsächlich mich letztens auch eines Besseren belehren lassen.
00:12:09
Speaker
Man kriegt das Thema wirklich gut hin und wenn du da drin bist in einem seriellen Bau, dann siehst du es einfach mal gar nicht.
00:12:15
Speaker
Also das kann ich aus eigener Anschauung bestätigen.
00:12:18
Speaker
Nun sind wir heute bei der GIF hier, beim GIF-Podcast und wir haben ja diese zwei Säulen bei uns, nämlich die
00:12:25
Speaker
Forschungsförderung in allen Belangen, die die Immobilienwirtschaft betrifft.
00:12:29
Speaker
Ich kann mir vorstellen, dass auch das natürlich jetzt nochmal eine extra Herausforderung ist.
00:12:34
Speaker
Da passiert ja auch viel, das wissen wir.
00:12:36
Speaker
Wir selber führen ja auch verschiedene Themen da durch.
00:12:38
Speaker
Wir werden auch dieses Jahr einiges zum Thema Wohnen machen, können wir gleich noch kurz was zu erzählen.
00:12:44
Speaker
Aber auch da noch stärker die Forschung in die Richtung, die du auch beschreibst, zu lenken.
00:12:49
Speaker
Zum Beispiel zum Thema, wie können wir da zusammen wohnen, welche Wohnformen gibt es, welche Gesellschaftsformen, wir sprechen ja von Kiezen, das Thema müssen wir wahrscheinlich auch noch weiterdenken und wo können wir

GIFs Rolle in der Wohnungsforschung

00:13:04
Speaker
dahin und natürlich auch, und ich glaube das ist auch ein großes Feld,
00:13:07
Speaker
Da gibt es auch Forschungen, weiß ich, aber die noch auszubauen, gerade im Bereich, wie wir diesen seriellen Prozess eben so ansetzen können, dass er dann auch sinnvoll für alle Beteiligten funktioniert oder so funktioniert, dass er aus dem Kosten-Nutzen-Aspekt daraus in Hinsicht auf das Endergebnis,
00:13:28
Speaker
gut ist und mindestens ausreichend, dass viele damit sich auch anfreunden können.
00:13:34
Speaker
Ich glaube, das ist doch auch nochmal ein spannendes Forschungsthema, wo ihr sicherlich auch Interesse daran habt, dass da noch mehr passiert und sicherlich das ja auch selber in irgendeiner Form auch unterstützt, oder?
00:13:46
Speaker
Ja, ich glaube, der Punkt ist, lassen wir es zu, aus den alten Mustern rauszukommen.
00:13:52
Speaker
Wir müssen ja ehrlicherweise sagen, wir haben super Jahre hinter uns, wir haben viel Geld verdient, wir hatten es nicht nötig, innovativ zu sein bzw.
00:14:00
Speaker
unsere Grenzen auch zu überwinden, sondern unsere Systeme haben funktioniert, am Ende haben alle verdient.
00:14:05
Speaker
Und damit hat keiner gesagt, wir müssen irgendwas verändern.
00:14:08
Speaker
Das haben wir in der Automobilindustrie ja genauso gehabt.
00:14:11
Speaker
Und jetzt stehen wir vor diesem extremen Wandel und brauchen, glaube ich, das Forschungselement einfach, was Türen öffnet, ja wieder immer das Neue, auch verifiziert und quantifiziert und zeigt, hey, das ist nicht nur eine Ideologie, sondern da ist was drin,
00:14:28
Speaker
Da kann man Türen öffnen, da kann man ins neue Denken reinkommen.
00:14:32
Speaker
Das, was wir früher als eine Hürde gesehen haben, ist eigentlich gar nicht so groß oder wir können darüber gehen, wir können Dinge einfach miteinander verschmelzen.
00:14:41
Speaker
Und was passiert, wenn diese Trennung, ich sag mal, des Trennungs,
00:14:49
Speaker
der auf der einen Seite Gewerke, aber auch der Planenden einfach ineinander übergeht und man das ganzheitlicher sieht.
00:14:56
Speaker
Ich glaube, das ist die Herausforderung und das passiert ja an vielen Stellen gerade und auch viele versuchen das auch.
00:15:04
Speaker
Und wir müssen da aber, glaube ich, noch mehr Bilder für finden und vor allen Dingen Projekte für finden, wo wir sagen, das sind nicht nur einzelne Leuchtturmprojekte, sondern wir kommen wirklich in diese Realität.
00:15:13
Speaker
Ja.
00:15:14
Speaker
Und das sind nicht nur die Bauunternehmen, sondern das fängt beim Bauherrn, beim Investor an, der sich sagt, okay, ich bin bereit, Innovationen zu fördern, zu finanzieren bis hin zu einem Bauunternehmen, was genauso sich in Frage zu stellen hat.
00:15:26
Speaker
Was kann ich eigentlich tun?
00:15:28
Speaker
Und wo ist das?
00:15:29
Speaker
wo habe ich eigentlich jahrelang so gehandelt, wenn wir jetzt nur über das Thema Nachtragsmanagement und so, das sind ja alles so Themen, die sich so eingeschliffen hat in eine Kultur und können wir diese Kultur aufbrechen und überlegen, was passiert, wenn ich ohne Nachträge auskomme, dann habe ich halt vorneweg, muss ich vielleicht einen ehrlichen Preis sagen, um niemanden zu näher anzutreten, aber wenn ich
00:15:53
Speaker
Da ringen ja auch viele Baujuristen mit, wie können wir das lösen?
00:15:58
Speaker
Und ich glaube, das ist richtig gut.
00:15:59
Speaker
Und wenn wir da in der Forschung einfach einen Weg aufzeigen und Sicherheiten geben, dann kriege ich das ja auch in die Umsetzung.
00:16:07
Speaker
Weil als Unternehmer brauche ich eine gewisse Sicherheit, damit ich in das Neue auch reingehe.
00:16:11
Speaker
Und gerade eine Rechtssicherheit in diesen herausfordernden Zeiten.
00:16:15
Speaker
Und das finde ich total spannend, um sowas zusammenzuführen.
00:16:18
Speaker
Das erlebe ich auch in der GFM.
00:16:19
Speaker
Events.
00:16:21
Speaker
Da kann ich an der Stelle mal eine Ankündigung machen und der eine oder andere weiß es vielleicht schon, wir haben im Vorfeld auch darüber gesprochen, wir werden uns dieses Jahr verstärkt um das Thema Wohnen kümmern.
00:16:29
Speaker
Wir haben ja bei der GIF auch über unser Mitgliedermagazin immer so zwei Schwerpunktthemen im Jahr.
00:16:35
Speaker
Das erste dieses Jahr wird tatsächlich auch das Thema Wohnen sein, da sind wir gerade dran.
00:16:39
Speaker
In dem Rahmen, auch darüber hatten wir gesprochen und wir freuen uns auch schon, dich dort vor Ort als Gast mindestens begrüßen zu können.
00:16:46
Speaker
Wir werden am 16.
00:16:47
Speaker
Juni in Berlin unser Wohnlabor durchführen, also ein Forum Wohnen mit allem, was dazugehört, in der Hoffnung, dass wir dort natürlich auch
00:16:56
Speaker
das Thema Forschung und Praxis zusammenbringen, vor allem auch die, was du schon vorhin angerissen hast, verschiedenen Projektbeteiligten, verschiedene Perspektiven zusammenbringen, um genau in diese Richtung zu gehen, neu zu denken auch.
00:17:07
Speaker
Und da gebe ich dir recht, dieses Thema Beharrungskräfte, das haben wir jetzt sehr, sehr lange in der Automobilbranche gehabt, mit nicht so guten Erfolgen, ehrlicherweise.
00:17:17
Speaker
Es gibt unterschiedliche Perspektiven, aber das ist zumindest meine.
00:17:21
Speaker
Und in der Immobilienbranche sieht es in Teilen ähnlich aus.
00:17:24
Speaker
Das heißt, da müssen wir uns ein Stück weit von frei machen.
00:17:26
Speaker
Auch da kann natürlich Forschung, da kann ein frischer Blick und einfach der Mut, auch mal alte Dinge über Bord zu werfen, helfen, Neues zu entdecken, gemeinsam auch.
00:17:38
Speaker
Auch in der Kooperation, auch da wieder.
00:17:41
Speaker
Und dann eben praxistauglich zu machen, dann sind wir wieder bei der GIF.
00:17:45
Speaker
Wie kriegen wir das Thema dann hin?
00:17:46
Speaker
Weil auch zum seriellen Bauen, das schreit ja förmlich auch nach Standards, die da etabliert werden müssen.

Zusammenarbeit zwischen Praxis und Forschung im Wohnungsbau

00:17:54
Speaker
In allen möglichen Bereichen, dass Schnittstellen passen, dass es einen kontinuierlichen Prozess gibt, dass jeder Projektbeteiligte weiß, wann was zu tun ist.
00:18:03
Speaker
Also dieses klassische Thema, der gläserne Zwilling oder der digitale Zwilling mit allem, was dazu gehört und dazu gehört auch wahnsinnig viel Grundlage.
00:18:13
Speaker
Und gleichzeitig müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht wieder zu sehr in bürokratischen Theorien ergießen, das ist klar.
00:18:22
Speaker
Aber ich glaube, da sind wir von der GIF doch weit entfernt.
00:18:26
Speaker
Die Themen, die wir dann anpacken, die sind eher praxisnah und praxisrelevant.
00:18:30
Speaker
Das führt mich jetzt so ein bisschen an der Stelle mal zu der Frage, du bist jetzt seit langer Zeit auch GIF-Mitglied und du kennst ja auch den Verband sehr, sehr gut.
00:18:39
Speaker
Erzähl doch mal aus deiner Perspektive, wie ist es denn zum ersten Date gekommen zwischen dir und der GIF?
00:18:44
Speaker
Wie ist denn das damals vonstattengegangen?
00:18:47
Speaker
Gut, die GIF habe ich in meinem Studium das erste Mal erlebt, mit Flächendefinitionen.
00:18:55
Speaker
Das war ja so der Einstieg.
00:18:56
Speaker
Unser Evergreen, natürlich.
00:18:58
Speaker
Und dann, vor einiger Zeit, kam Andrea Schulten auf mich zu und hat gesagt, hey, ich mache da eine neue Gruppe, Development und so.
00:19:09
Speaker
Und du bist mir empfohlen worden, hast dich Lust mitzumachen.
00:19:12
Speaker
Und ich habe gedacht, okay, cool, ja.
00:19:15
Speaker
Und das fand ich total spannend.
00:19:18
Speaker
Also einfach mit ganz verschiedenen Leuten, mit ganz verschiedenen Blickwinkeln, aus verschiedensten Themen, was wir vorhin hatten.
00:19:25
Speaker
Sowohl jemand, der Projektentwicklung macht, als auch das Thema Bauen bis hin zum Marketing.
00:19:29
Speaker
Also alle diese Aspekte, die wir am Ende für eine Immobilienentwicklung auch haben, das zusammenzulegen und zu diskutieren, wie funktioniert zum Beispiel seriliches Bauen, haben wir hoch und runter diskutiert, welche Kostenvorteile, welche
00:19:42
Speaker
Themen, wo stehen wir eigentlich gerade im seriellen Bau?
00:19:46
Speaker
Das ist so mein Einstieg gewesen und seitdem finde ich es total spannend und ich finde diese Mischung halt auch gut, zwischen dem du forschst, du hast Menschen, die wirklich zutiefst in der Forschung drin sind, die politizieren, wo ich sage, okay, das habe ich alles mal als Student gemacht, das ist jetzt aber nicht meine Lieblingssache, da immer mich mit den Fußnoten rumzuschlagen.
00:20:06
Speaker
Das ist irgendwie so geblieben aus den ganzen Diplomarbeiten, die man mal geschrieben hat und so.
00:20:09
Speaker
Und auf der anderen Seite sagen, wie
00:20:12
Speaker
Da geht es um reelles Umsetzen.
00:20:14
Speaker
Und du hast viele Menschen drin, die im Alltag stehen, die Büros, die Firmen leiten, die das täglich auch umsetzen.
00:20:21
Speaker
Und das zusammenzubringen, das ist eigentlich die große spannende Thematik.
00:20:25
Speaker
Und das genieße ich auch in all dem Austausch.
00:20:27
Speaker
Und zu hören, wie macht es der andere, was sieht er.
00:20:30
Speaker
Und immer diese...
00:20:32
Speaker
Dieser Perspektivwechsel, der uns manchmal ja fehlt, wenn wir dann in unserer Blase sitzen, dann wird unsere Blase ja manchmal ziemlich klein und eng, weil wir in unserem Alltagsthemen halt uns nur immer mit ganz bestimmten Dingen rumschlagen und auch keine Lust haben, irgendwie ganz groß zu denken, sondern...
00:20:48
Speaker
Unser Problem ist halt gerade da und dann bleiben wir so da drin.
00:20:50
Speaker
Und dann zu sagen, okay, ich setze mich jetzt dem aus und gucke auch, wir haben ja das Thema gerade Hochhäuser gehabt, wir haben das Thema Bewertung.
00:21:00
Speaker
Über die Dinge rauszugucken und zu sagen, hey, was macht das?
00:21:03
Speaker
Was macht KI?
00:21:04
Speaker
Was gibt es da an digitalen Themen gerade?
00:21:07
Speaker
Und das finde ich total bereichernd und das zuzulassen, sie auch die Zeit zu nehmen.
00:21:10
Speaker
Und das habe ich für mich so entschieden.
00:21:12
Speaker
Ich will das alles verstehen durch dringend zulassen, um nicht zu klein zu werden, sondern das große Ganze immer wieder zu sehen.
00:21:20
Speaker
Also letztendlich eine Mischung aus Dinge gemeinsam weiterentwickeln, den Austausch auch und natürlich auch, ich sage jetzt mal ganz salopp, den Zugriff auf die Forschung.
00:21:30
Speaker
Oder eben auch, was ich ja mal sehr, sehr gerne nochmal ins Feld führe, dass ja auch der Rückkanal super wichtig ist, aus der Praxis in die Forschung.
00:21:39
Speaker
Also auch da Indikationen zu geben, denkt mal bitte daran, in dem und dem Bereich, da sind wir noch komplett weiß, da steht noch nichts, da haben wir noch nichts.
00:21:49
Speaker
Können wir nicht da mal überlegen, was wir daraus machen?
00:21:52
Speaker
Immer wieder ein Thema bei uns, wird ja auch an uns, an den Forschern herangetragen oder eben auch an die Mitglieder unserer Geschäftsstelle und auch nochmal der Aufruf von allen da draußen, wenn ihr Themen habt, wo ihr denkt, da seid ihr gut drin und ihr habt Lust daran zu forschen, dann meldet euch bei uns, die GIF ist da jederzeit bereit, interessante Forschungsprojekte das ganze Jahr aber auch zu unterstützen.
00:22:16
Speaker
Wir gucken uns das Thema dann an und entscheiden es dann.
00:22:19
Speaker
Es geht aber relativ schnell und auch sehr unbürokratisch.
00:22:22
Speaker
Und dann kommt man da voran und das ist auch natürlich umgekehrt ein Plädoyer an dich und alle Vertreter der Praxis zu sagen, wo haben wir denn noch weiße Flecken auf der Weste?
00:22:31
Speaker
Wo brauchen wir denn noch Grundlagenforschung oder auch weitergehende Forschung, Evaluation, alles, was dazu gehört, um dann eben in der Praxis voranzukommen.
00:22:40
Speaker
Und gerade das Thema Wohnen und auch so wie du es beschreibst, das Thema Wohnen,
00:22:44
Speaker
Also das finde ich einfach den wichtigen Begriff an der Stelle, weil der so alles aussagt, wofür wir stehen, wie wir existieren am Ende des Tages, dass da natürlich auch noch sehr, sehr viel weitere Forschung gut tut.
00:23:00
Speaker
um zu schauen, wie funktioniert denn das?
00:23:02
Speaker
Weil was wir heute haben, können wir wahrscheinlich künftig nicht mehr so richtig so weiterführen.
00:23:07
Speaker
Das glaube ich ist vielen klar.
00:23:09
Speaker
Aber wie es dann weitergeht, das ist ja jetzt die große Frage und da gibt es dann eben nicht den einen Weg, sondern viele.
00:23:15
Speaker
Und dazu gehört dann auch das wieder herauszufinden, welcher war denn jetzt ein guter oder welchen Mix brauchen wir aus diesen verschiedenen Wegen, die wir da gehen.
00:23:24
Speaker
Ich glaube, da kann uns dann eben die Forschung helfen.
00:23:27
Speaker
Also da nochmal ein klares Plädoyeren, alle, die uns zuhören, meldet euch, wenn ihr in dem Segment was machen wollt oder bereits etwas tut und den Eindruck habt, ihr wollt da noch mehr machen und auch Grundlagen legen, dann sind wir als Gifter mal sehr, sehr gerne bereit, auch diese Themen aufzunehmen, uns die anzuschauen und dann natürlich auch mit der möglichen Unterstützung dort weiterzugehen und vor allem auch mit dem
00:23:49
Speaker
dann guten Gefühl, wenn das Ergebnis sinnhaft ist, natürlich das auch in die Anwendung überführt zu sehen.
00:23:55
Speaker
Ich glaube, das ist ja auch nochmal ein Punkt, worum es dann auch am Ende geht.
00:24:00
Speaker
Ich glaube, auch Forschende sind ja keine Menschen, die sagen, mir ist egal, was am Ende mit meinen Ergebnissen passiert, sondern ich möchte schon ganz gerne sehen, dass das die Menschheit auch voranbringt.
00:24:09
Speaker
Darum bin ich ja vielleicht auch
00:24:11
Speaker
Forscher oder Forscherin geworden.
00:24:12
Speaker
Ich bin jetzt selber keiner, aber ich gehe davon aus, dass es durchaus bei vielen auch ein Antrieb sein kann, also auch da eine Möglichkeit für uns Dinge zusammenzubringen und am Ende die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Nathanael Ovas Buch 'Die Wohnwende' und persönliche Geschichten

00:24:26
Speaker
Bei besser machen fällt mir vielleicht auch nochmal ein,
00:24:30
Speaker
Du hast ein schönes Buch geschrieben, was ich nenne die Wohnwende, was ich auch lesen durfte.
00:24:36
Speaker
Und wenn ich jetzt mal so eine Zwischenüberschrift dort reinschreiben würde, würde ich sagen, der Versuch, die Welt künftig besser zu machen, indem wir Menschen eine Möglichkeit geben,
00:24:53
Speaker
gut und angenehm zu leben.
00:24:57
Speaker
Und du hast da so viele Perspektiven aufgezeigt in diesem Buch, die mich wirklich fasziniert haben.
00:25:03
Speaker
Du hast aber auch vor allem Lebensschicksale dort beschrieben, du hast Menschen beschrieben, was ich unglaublich berührend fand, wie du dich dem Thema auch genähert hast.
00:25:14
Speaker
Deswegen würde ich gerne mit dir da nochmal zwei, drei Sätze darüber sprechen, was da so drin steht und was das auch wiederum für Implikationen auf unsere Perspektive jetzt speziell für das Thema Wohnen bedeutet.
00:25:28
Speaker
Ja, ich, als du vorhin auch ausgeführt hast, was muss GIF und Forschung machen?
00:25:33
Speaker
Ich glaube, wir müssen noch weitergehen als nur eine Normung oder irgendwie ein paar Vorschläge, sondern wir müssen eigentlich wieder Geschichten erzählen.
00:25:42
Speaker
Also am Ende macht unser Wohnprojekt etwas mit Menschen, die darin wohnen.
00:25:47
Speaker
Und die interessiert am Ende nicht die Excel-Tabelle und die Renditezahl darunter.
00:25:53
Speaker
Die interessiert andere Menschen und das ist auch okay, aber ich glaube, wir brauchen in den verschiedenen Bereichen wieder neue Bilder und Erzählungen.
00:26:01
Speaker
Und ich glaube, dass wir deswegen auch manchmal den Kontakt verloren haben zueinander, weil wir sitzen nicht mehr wie früher am Lagerfeuer und erzählen uns, was am Tag war, sondern am Ende vermitteln ganz oft nur noch Juristen zwischen den Parteien und die
00:26:16
Speaker
musst dich um ellenlange Stellungnahmen quälen und dieses Thema des Miteinander teilens.
00:26:24
Speaker
Und das finde ich, vielleicht ist es auch nochmal eine Anregung für die GIF Zukunft, zu sagen, wie sehen denn diese Foren des Austausches aus zwischen Forschung und Geschichte und Alltag und daraus Themen zu generieren und auch neue Narrative zu entwickeln, weil ich glaube, wir hängen ja da drin, weil wir in dieser Geschichte so groß geworden sind.
00:26:44
Speaker
Ja, also
00:26:45
Speaker
Ich hatte Mitarbeiter, die waren halt für die juristischen Sachen zuständig und die haben überall nur, wenn wir Verträge gemacht haben, ja, was kann hier passieren, was ist das Risiko da und ich habe riesige Länge Risikobewertung gekriegt und ich wollte aber eigentlich ein Projekt realisieren, ja.
00:27:00
Speaker
So, und der andere Partner macht genau das Gleiche, macht auch nur die Risikoallokation, ja, und am Ende stehen da zwei und sagen, ja, aber das Risiko ist so und so, anstatt dass sie sagen, okay, was ist das Projekt, was ist der Inhalt, was bewirken wir und was müssen wir klären und wo können wir uns in die Augen schauen und sagen, wir gehen da zusammen durch und gucken, dass es für uns alle gut ist.
00:27:20
Speaker
Und in dem Buch habe ich versucht, diese Geschichte zwischen dem, was Menschen erleben mit Wohnen, wieder nahbar zu machen, ja,
00:27:29
Speaker
Es ist kein Sachbuch, wo ich jetzt die Lösung finde, die sieben Schritte, wie wir in Zukunft erfolgreich bauen, sondern ich glaube, wir müssen die Komplexität des Wohnens nochmal auf uns wirken lassen.
00:27:42
Speaker
Wir haben das Thema Nachhaltigkeit, Ökologie, was ganz stark gekommen ist die letzten Jahre.
00:27:46
Speaker
Das hat uns viele Jahrzehnte ja überhaupt nicht interessiert, was wir gemacht haben.
00:27:50
Speaker
Es war schon ziemlich speziell, wenn du dein Ökohaus gebaut hast vor 20, 30 Jahren.
00:27:58
Speaker
Aber zu sagen, das ist ein Thema, dann haben wir das ganze Thema Baukosten, was passiert da eigentlich mit uns?
00:28:05
Speaker
Das ganze Thema Nachhaltigkeit im Thema Energienutzung, was uns ja massiv die letzten Jahre beschäftigt hat.
00:28:11
Speaker
Und dann geht es darum, was passiert mit einer Gesellschaft, die immer mehr auseinanderdriftet?
00:28:16
Speaker
Wir haben politisch immer diese Polbildung, ja,
00:28:18
Speaker
Ich merke das in den Diskussionen auch.
00:28:21
Speaker
Du liest eine Überschrift und hast schon eine Meinung dazu.
00:28:23
Speaker
Anstatt dass du sagst, okay, ich höre erst mal zu, ich verstehe das.
00:28:27
Speaker
Und wie bringen wir Menschen wieder in Beziehungen zueinander?
00:28:33
Speaker
Wir haben einfach gesellschaftliche Spannung und die brauchen aber das Gegenüber.
00:28:37
Speaker
Und wir wissen auch,
00:28:39
Speaker
über jemanden zu sprechen, der nicht da ist und den kann ich ganz schnell verurteilen.
00:28:41
Speaker
Wenn ich mich aber mit ihm als Person auseinandersetzen muss, dann verstehe ich manche Dinge, dass er gar nicht so weit weg ist vielleicht von mir oder warum denkt er so und er darf auch anders denken, aber ich brauche wieder das Miteinander.

Historische und moderne Wohnkonzepte

00:28:53
Speaker
Und ich glaube, Wohnen kann ein Ansatz sein und da kommen wir ja her.
00:28:56
Speaker
Also wenn wir überlegen, wie
00:28:58
Speaker
Wir haben auf Bauernhöfen mit mehreren Generationen gelebt früher.
00:29:01
Speaker
Wir haben Wohnformen gehabt, die sehr beziehungsorientiert waren.
00:29:05
Speaker
Wir sind sehr individualistisch geworden.
00:29:07
Speaker
Und wie können wir Dinge wieder zurückführen und trotzdem auch das Gute zu nehmen, was das Individualistische hat, aber auch das Gute zu finden, was eine gesunde Gemeinschaft hat, dass ich nicht vereinsame, wie viele Menschen leben.
00:29:20
Speaker
Und das Wohnen ist ein großer Schlüssel aus meiner Sicht, wo wir zukünftige Generationen prägen können.
00:29:26
Speaker
Wie leben sie miteinander?
00:29:28
Speaker
Und wie trainiere ich Sozialkompetenz zum Beispiel?
00:29:32
Speaker
Und versuchen diese verschiedenen Themen einfach mal zu beleuchten, ein paar Geschichten dazu erzählen und anzuregen zu diskutieren.
00:29:38
Speaker
Es ist, wie gesagt, weder wissenschaftlich fundierte Forschung, die jetzt die neuesten Erkenntnisse hat, sondern einfach das Leben reinzulassen in unsere Projekte und dem einfach Bilder zu geben.
00:29:50
Speaker
Finde ich einen sehr guten Impuls, auch gerade für unsere Foren natürlich.
00:29:53
Speaker
Wir machen das ja auch, aber es ist für uns auch nochmal Anspruch, natürlich diesen Diskussionsanteil und diesen Austausch noch weiter zu stärken.
00:30:01
Speaker
Da gebe ich dir vollkommen recht.
00:30:02
Speaker
Auch dabei entstehen natürlich auch wieder neue Ideen, die man dann ja auch im Detail vertiefen kann.
00:30:07
Speaker
Aber man muss erstmal einen Kontakt haben, man muss Ideen haben und man muss wahrscheinlich auch einfach mal Leute treffen, die man sonst nicht trifft, damit etwas entsteht.
00:30:16
Speaker
Und manchmal entsteht etwas auch nur durch Reibung.
00:30:18
Speaker
Auch das ist ja so.
00:30:20
Speaker
in der Natur gelernt und das ist bei uns Menschen auch nicht so viel anders.
00:30:24
Speaker
Ich erinnere mich an der Stelle auf deinen Ausführungen basierend daran, dass wir im letzten Jahr einen Beitrag ausgezeichnet haben.
00:30:33
Speaker
Ich bin ja auch in der Jury für den Immobilienjournalismuspreis.
00:30:39
Speaker
Der hieß, die alten raus aus dem Haus oder so ähnlich.
00:30:43
Speaker
Das war ein Fernsehbeitrag und da wurde explizit dargestellt,
00:30:48
Speaker
was es eigentlich bedeutet, dass eben Menschen älter werden, aber aus verschiedenen Gründen eben aus ihrer Wohnsituation gar nicht mehr ausziehen.
00:30:57
Speaker
Das hat finanzielle Gründe, das hat natürlich auch Gewohnheitsgründe und ähnliches.
00:31:01
Speaker
Also Gründe gibt es viele, aber Fakt ist, dass es so ist.
00:31:05
Speaker
Und da stellte sich dann im Beitrag der Redakteur oder die Redakteurin auch die Frage, wie gehen wir damit um?
00:31:11
Speaker
Und dann wurden auch Beispiele gezeigt, wo eben Menschen...
00:31:15
Speaker
sich aufgemacht haben, ihre Komfortzone verlassen wollten und gesagt haben, okay, ich gehe damit jetzt mal aktiv um und schaue mal, entweder, dass ich mich verkleinere, dass ich vielleicht eine WG gründe, dass ich mein Haus umbaue, um anderen Leuten auch an diesem Wohnraum Anteil geben zu können.
00:31:34
Speaker
Also das fand ich sehr interessant und wir fanden es in Summe in der Jury so interessant, dass wir diesen Beitrag auch ausgezeichnet haben,
00:31:41
Speaker
Da ist mir auch nochmal bewusster geworden, dass dieses Thema Wohnen eben auch ein logischerweise lebenslanges Bedürfnis ist, das ist klar, aber dass es sich vor allem auch über diese Spanne teilweise fundamental verändert und dass darauf eigentlich unser System gar nicht so sehr ausgelegt ist.
00:32:00
Speaker
Ich glaube, das ist ja auch sicherlich ein Thema, was du immer wieder ansprichst und auch siehst,
00:32:07
Speaker
dass es eben so unterschiedliche Bedarfe gibt, die sich eben auch über den Lebenszyklus verändern und dass das etwas ist, was heute noch kaum in wirklich reale Projekte eingepreist ist, wo wir wahrscheinlich hin werden müssen, um künftig eben ein Stück weit auch das Thema der Wohnungsnot zu lindern.
00:32:26
Speaker
Aber auch, wie du sagst, dieses wieder gemeinsam mehr Zeit miteinander zu verbringen, in irgendeiner Form etablieren und konstituieren, damit die Leute zumindest eine äußere Notwendigkeit haben, sich wieder zu treffen, in Zeiten von viel Homeoffice und von auch politischen kontroversen Diskussionen,
00:32:50
Speaker
Dann trifft man sich eben nicht mehr so oft wie früher und man redet vielleicht auch nicht mehr so viel oder nicht mehr über alles.
00:32:58
Speaker
Und ich glaube, das ist dann auch eine Aufgabe neuer Wohnformen, da Möglichkeiten zu schaffen und zu etablieren, wie wir dem wieder sozusagen ein Stück weit mehr Leben einhauchen können, oder?

Psychologische Aspekte des Wohnens

00:33:10
Speaker
Ja, und das Thema ist ja beim Wohnen, das ist ja nichts Rationales.
00:33:15
Speaker
Also wir können das wissenschaftlich rational ja analysieren, aber am Ende müssen wir ja verstehen, was passiert mit Menschen, die wohnen.
00:33:24
Speaker
Und wenn wir jetzt...
00:33:26
Speaker
Wenn wir die Gesellschaft gerade wahrnehmen und auch vielleicht auch uns selbst annehmen, wir haben ein ganz großes Bedürfnis nach Sicherheit.
00:33:32
Speaker
Also wir haben eigentlich Ängst vor Unsicherheit und wollen und zu Hause ist so die letzte Sicherheit.
00:33:39
Speaker
Ich kann die Tür zu machen und ich bin meiner heilen Welt hoffentlich.
00:33:44
Speaker
Aber das ist irgendwie unser Bild von zu Hause, das Warme, der Schutz und das ist natürlich hoch sensibel.
00:33:51
Speaker
Und ich glaube, wir müssen auch psychologisch angucken, was passiert denn an diesem Punkt?
00:33:55
Speaker
Welche Ängste kommen da hoch?
00:33:58
Speaker
Also ich erlebe das ja zu Hause bei meinen Eltern ganz akut, auch zwei Persönlichkeiten, die mit diesem Umbruch des Lebens, in die letzte Lebensphase zu gehen, völlig unterschiedlich umgehen.
00:34:09
Speaker
Ja, ja.
00:34:09
Speaker
Also der eine rational und schon sagt, so müssen wir es machen.
00:34:14
Speaker
Die andere sagt, also das Leben ist so schön, ich muss noch gar nichts machen.
00:34:19
Speaker
Aber da passiert ja ganz viel mit mir als Persönlichkeit.
00:34:22
Speaker
Und ich glaube, darauf sind wir nicht vorbereitet.
00:34:27
Speaker
Wir denken an dieses Thema vielleicht auch gesellschaftlich gar nicht und auf einmal stehen wir davor.
00:34:32
Speaker
Und wenn wir das früher gesehen haben, dann war das ja ein normaler Rhythmus.
00:34:35
Speaker
Okay, du bist in einer Mehrgeneration, da gibt es die Kinder, da gibt es die Großeltern, vielleicht die Urgroßeltern sogar noch auf dem Hof.
00:34:41
Speaker
Und auf einmal verändert sich das für Generation zu Generation.
00:34:43
Speaker
Aber der Rhythmus war einfach klar.
00:34:46
Speaker
Und auf einmal haben wir diesen Rhythmus, spüren wir nicht mehr.
00:34:49
Speaker
Sondern wir sitzen dann irgendwann in unserem Haus und denken...
00:34:52
Speaker
Was muss ich alles machen?
00:34:53
Speaker
Ich muss den Garten machen, muss Instandhaltung machen.
00:34:56
Speaker
Ich muss 150, 200 Quadratmeter alleine reinigen.
00:35:01
Speaker
Also da kommen ganz viele Themen in mir auf.
00:35:03
Speaker
Und dann habe ich natürlich in diesem Alter noch mehr Ängste.
00:35:06
Speaker
Was passiert als nächstes?
00:35:07
Speaker
Wo gehe ich hin?
00:35:08
Speaker
Ich ziehe mich vielleicht noch stärker zurück.
00:35:10
Speaker
Und bei dem Wohnform, glaube ich, müssen wir das Thema Angst einfach angucken.
00:35:14
Speaker
Welche Ängste stecken eigentlich dahinter vor Veränderung?
00:35:18
Speaker
Was verliere ich?
00:35:19
Speaker
Oder können wir auch gute Beispiele finden, wo ich was gewinne, wenn ich was Altes aufgebe?
00:35:24
Speaker
Und das ist, glaube ich, ein Thema, was wir als Immobilienwirtschaft denken müssen.
00:35:28
Speaker
Was erzählen wir eigentlich für neue Geschichten und sind wir mutig, neue Wohnformen auszuprobieren und nicht nur zu sagen, ja, aber das will eh keiner kaufen, das will eh keiner haben.
00:35:37
Speaker
Natürlich
00:35:38
Speaker
wenn ich was nicht kenne, dann kaufe ich das vielleicht nicht oder habe eine ganz kleine Spannung von Leuten, die das vielleicht ganz cool finden.
00:35:43
Speaker
Aber unser Auftrag, glaube ich, ist auch gesellschaftlich Einfluss zu nehmen und zu sagen, was ist gut, was sehen wir als Stärken und wie können wir Menschen Geschichten erzählen und wie können wir Projekte starten, die wirklich gesellschaftlich wirken und vielleicht nicht von Anfang an von allen gemocht werden.
00:36:00
Speaker
Lass uns mal einen Blick nach vorne werfen.
00:36:03
Speaker
Wir haben
00:36:05
Speaker
keine Wohnkrise, aber wir sind nah dran, würde ich sagen.
00:36:09
Speaker
Die Implikationen, die du auch bereits genannt hast, sind fundamentaler Natur, wenn wir das Thema nicht halbwegs zufriedenstellend lösen können.
00:36:18
Speaker
Du hast dich jetzt sehr viel mit den einzelnen Themen beschäftigt.
00:36:21
Speaker
Du hast selber auch schon gesagt, dass du in deinem Buch bewusst keine Anleitung geben kannst oder nicht willst,
00:36:28
Speaker
wie lösen wir es jetzt konkret, sondern du wolltest Angebote machen und wolltest die Perspektive erweitern, was sind denn mögliche Themen, aber du bist ja trotzdem auch Unternehmer und willst ja auch konkrete Dinge schaffen.
00:36:41
Speaker
Wenn du jetzt die nächsten fünf Jahre dir anschaust und sagst, okay, was sind jetzt unsere drei wichtigsten Themen, die wir jetzt wirklich voranbringen müssen, die wir auch voranbringen können, weil sie nicht irgendwie entstehen, sondern weil wir sie aktiv anwenden,
00:36:55
Speaker
beeinflussen können.
00:36:56
Speaker
Was wären das dann deiner Meinung nach für Themen, die wir jetzt konkret angehen können?
00:37:00
Speaker
Vielleicht nicht jetzt unbedingt politisch gesehen, weil da haben wir nur bedingt Aktien dran.
00:37:05
Speaker
Natürlich kann man darauf hinweisen, das tun wir ja auch im Rahmen der Kommunikation.
00:37:10
Speaker
Aber was können wir aus der Branche heraus tun?
00:37:13
Speaker
Was sollten wir auch tun, um dieses ganze Wohnthema in eine Richtung zu bringen, die mittelfristig wieder uns so ein bisschen in entspanntere Fahrwasser bringt?

Zukünftige Themen und regulatorische Veränderungen im Wohnungsbau

00:37:26
Speaker
Also ich glaube, dass wir Planen und Bauen neu denken müssen.
00:37:29
Speaker
Integrativer als ein Prozess nicht so aufgespaltet, sondern als etwas Gemeinschaftliches.
00:37:36
Speaker
Also von der Idee bis auf die Baustelle zu denken, in der Realisierung bis zur Mängelbeseitigung.
00:37:42
Speaker
Diesen ganzen Bereich neu zu denken.
00:37:46
Speaker
Auch welche Ansätze können wir aus anderen Branchen zum Beispiel übernehmen?
00:37:51
Speaker
Wo sind wir noch verharrend in diesen Themen?
00:37:54
Speaker
Ich glaube, das ist ein ganz großes Feld, was wir verschlafen haben, also auch als Bauwirtschaft.
00:37:58
Speaker
Und da müssen wir Gas geben.
00:37:59
Speaker
Da gibt es ja viele Ansätze, aber ich glaube, da braucht es was.
00:38:03
Speaker
Das Zweite ist, wie reduzieren wir unsere Wohnfläche pro Person?
00:38:07
Speaker
Weil das ist der größte Hebel für Nachhaltigkeit.
00:38:09
Speaker
CO2-Einsparungen, je weniger ich gebaut habe, je weniger Quadratmeter ich brauche, desto weniger CO2-Ausstoß habe ich am Ende, sowohl im Betrieb als auch im Bau.
00:38:18
Speaker
Das heißt, dieses Thema und auch in der Miete, also in der Wirtschaftlichkeit, haben wir da einen Hebel,
00:38:23
Speaker
der abgesehen von den Baukosten noch hinzukommt.
00:38:27
Speaker
Und dann, glaube ich, müssen wir schon über Rahmenbedingungen sprechen.
00:38:30
Speaker
Und wir können uns ja auch nicht ganz rausreden bei dem Thema, das ist alles nur in der Politik gewachsen.
00:38:35
Speaker
Also die DIN-Norm und all das andere Thema, da haben wir als Branche mitgewirkt.
00:38:40
Speaker
Und da haben viele viel gutes Geld mit auch verdient, dass wir solche Normen haben, die wir haben.
00:38:46
Speaker
Und hier müssen wir selber, glaube ich, bei uns selber anfassen und sagen, wo wir
00:38:51
Speaker
Wo müssen wir ansetzen?
00:38:53
Speaker
Und das Gleiche gilt ja auch in all den Dokumentationsweisen, die wir gerade diskutieren.
00:38:57
Speaker
Also wo müssen wir selber bei uns immer wieder anfangen zu reduzieren und zu sagen, sind wir noch am Kern oder blähen wir das selber so auf, weil es halt ging, weil wir halt das Geld verdient haben.
00:39:07
Speaker
Und diesen Verschlankungsprozess und diesen Fokus wiederzufinden, ich glaube, das sind die drei Themen, wo wir wirklich Gas geben müssen und sollten.
00:39:16
Speaker
Da haben wir ja gerade bei dem letzten Punkt, den du angesprochen hast, jetzt einige Themen Aussicht oder auch beschlossen, die da eine gewisse Linderung oder Erleichterung schaffen oder schaffen können.
00:39:26
Speaker
Unter anderem eben die Abkehr von bestehenden Normen, die man dort ins Felde führen kann, gewisse andere Erleichterungen, die auch im Rahmen dieses Komplexes des sogenannten Bautobus beschlossen wurden und jetzt anwendbar sind.
00:39:40
Speaker
Gib mal da noch einen kurzen Einblick oder eine Einschätzung deinerseits, wie sich das auswirken wird jetzt auf das künftige Baugeschehen und auch auf die Verfügbarkeit letztendlich von Wohnraum?
00:39:53
Speaker
Also ich glaube, es ist ein Hoffnungsblick und momentan würde ich sagen, in der Gesamtsituation ist es ja die Frage, wie wird es vor Ort umgesetzt?
00:40:04
Speaker
Wie setzen Kommunen, wie setzen der Entscheider vor Ort am Ende das um?
00:40:09
Speaker
Wie entscheiden Gemeinderäte?
00:40:12
Speaker
Wollen wir das nutzen, diese Instrumente?
00:40:14
Speaker
Setzen wir sie auch konsequent um?
00:40:16
Speaker
Und wie viel muten wir unseren Bürgern am Ende zu?
00:40:21
Speaker
Wir kennen das alle, ja, also verstehst du, wenn mein Garten am Waldrand oder am Feldrand endet, dann möchte ich nicht, dass dahinter irgendwas passiert.
00:40:29
Speaker
Und das ist aber gesellschaftlich ziemlich egoistisch, muss man zum Teil sagen, weil ich habe das Thema, aber der andere halt hat keinen Wohnraum.
00:40:36
Speaker
Also ich würde sagen, da wird ganz viel passieren, zu sagen, was finden wir in der Kommunalpolitik, wie kriegen wir das in die Umsetzung, auf was verzichten wir, wo sind wir bereit, auch in die Konfrontation zu gehen und Dinge aufzubrechen und wo sind wir mutig genug, gerade im Bereich Umnutzung, wie viel Brandschutz brauchen wir, wie viele Themen brauchen wir.
00:41:01
Speaker
Brauchen wir oder sind wir so ängstlich, dass am Ende ganz viele Projekte wieder sterben, weil irgendein Bedenkenträger sagt, naja, aber dieses Risiko müssen wir jetzt auch noch lösen und damit klappen wieder die ganzen Projekte zusammen in sich oder fallen in sich zusammen.
00:41:15
Speaker
Ich glaube, das wird das Entscheidende sein.
00:41:18
Speaker
Und wir brauchen als Immobilienwirtschaft, glaube ich, den Mut, diese Dinge anzugehen und mutig zu gestalten.
00:41:27
Speaker
Und ich glaube, wenn wir die Wirksamkeit, also die soziale, gesellschaftliche Wirksamkeit in einer guten Form auch kommunizieren und wir nicht damit immer in Verbindung gebracht haben, die bauen ja sowieso nur für ihre Rendite.
00:41:41
Speaker
Und dieses Bild haben wir ja irgendwie...
00:41:45
Speaker
verpasst bekommen und vielleicht hat es auch ein bisschen was mit der Realität zu tun, zu sagen, wie wird eine Immobilienwirtschaft noch gesellschaftlich relevanter und erzählt auch ihre Geschichten darüber, was das bewirkt.
00:41:59
Speaker
Ich glaube, damit würden wir viele gewinnen und das müssen wir, glaube ich, neu lernen, weil das haben wir an vielen Punkten verlernt als Immobilienwirtschaft.
00:42:11
Speaker
auf die Leute zugehen, zu kommunizieren und auch zu sagen, es gibt hier nicht nur die bösen Menschen, die gegen euch sind, sondern im Gegenteil, wir wollen es gemeinsam, weil ich glaube, das ist auch ein wichtiges Credo und ja, da gebe ich dir recht, da sollten wir auch künftig noch aktiver sein in der Kommunikation nach draußen und diese Dinge auch klarziehen.
00:42:33
Speaker
Ich erinnere mich an der Stelle mal,
00:42:35
Speaker
jedes Jahr aufs Neue an diese liebgewonnene Eigenschaft, dass wenn wir den Tag der Immobilienwirtschaft haben, beim Zieher, da steht immer so ein Grüppchen von Gegendemonstranten, die den ganzen Tag da mit den Trillerpfeifen stehen und ich mache mir dann immer mal
00:42:50
Speaker
die Freude und gehe da hin und gucke mir mal an, was da eigentlich für Themen bespielt werden.
00:42:55
Speaker
Die haben nur sehr bedingt etwas damit zu tun, mit diesem Kreis, der dort drin sitzt.
00:42:59
Speaker
Trotzdem ist es eben eine Frage der Kommunikation und des Austausches und vielleicht gewinnen wir den einen oder anderen auch
00:43:06
Speaker
in dem Sinne, dass wir sagen, schau mal, wir sitzen eigentlich im selben Boot und wir wollen vielleicht sogar etwas Ähnliches und können gemeinsam uns auch erreichen.
00:43:13
Speaker
Also auch da wieder natürlich eine Gemeinsamkeit schaffen, einen Austausch schaffen, bin ich absolut dafür.
00:43:21
Speaker
Das sollten wir stärken und das stärken wir unter anderem natürlich auch bei uns, über die GIF im Verband, indem wir genau solche Themen auch diskutieren, auch die Veranstaltung machen hier.
00:43:31
Speaker
Dann ist ja auch nochmal der Safestate, 16.
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Speaker
Juni in Berlin, 2026, unser Wohnlabor, wo wir hoffentlich auch die Chance haben, solche Themen zu diskutieren und natürlich auch über neue Wohnformen sprechen

Persönliche Wohnaspirationen von Nathanael Ova

00:43:46
Speaker
werden.
00:43:46
Speaker
Und jeder, der dorthin kommen möchte, ist herzlich eingeladen.
00:43:51
Speaker
Ich sage mal, Wohnen ist am Ende ein Thema, was jeden angeht, zweifelsohne.
00:43:55
Speaker
Und wie du auch sagtest, es ist auch ein sehr emotionales Thema aus dem
00:43:59
Speaker
ganz klar erkenntlichen Gründen.
00:44:00
Speaker
Du hast vorhin ein sehr schönes persönliches Beispiel dafür genannt.
00:44:05
Speaker
Was mich noch mal interessieren würde, wo wir gerade dabei sind, wie sieht denn so deine Wohnform aus, die du für dich vielleicht dir vorstellen kannst in der nächsten Zeit oder vielleicht in einer gewissen Lebensphase, wo du sagst, das ist ein Thema, habe ich mich schon mit beschäftigt oder bin ich noch dabei?
00:44:24
Speaker
Lass uns da mal dran teilhaben.
00:44:25
Speaker
Wie sieht das bei dir aus?
00:44:28
Speaker
Ich fand es spannend, was sich bei mir verändert hat in der Corona-Krise.
00:44:33
Speaker
Wir wohnen im Mehrfamilienhaus und auf einmal in dieser Phase war das Miteinander total noch mal anders.
00:44:42
Speaker
Man hat zusammen gekocht, gegrillt, man hat fast schon wieder ein eigenes Biotop.
00:44:46
Speaker
Es hat unheimlich viel miteinander gemacht und da erzählen wir auch heute noch von.
00:44:52
Speaker
Ich glaube, wir können uns gut vorstellen, meine Frau und ich zu sagen,
00:44:56
Speaker
wir wollen eigentlich nochmal mit anderen zusammenwohnen, aber es braucht einen Teil, vielleicht die Wohnung für uns, aber es braucht Flächen, wo man sich begegnet.
00:45:05
Speaker
Es braucht Dinge, die man vielleicht teilen kann.
00:45:08
Speaker
Also brauche ich meine eigene Bibliothek noch oder gibt es eine Gemeinschaftsbibliothek, sage ich mal, genauso wie über Werkzeuge, Themen zu denken, wo muss ich das alles noch selber vorhalten und was kann ich mit anderen teilen?
00:45:21
Speaker
Aber auch ganz bewusst zu sagen, mit wem möchte ich das?
00:45:23
Speaker
Ich glaube, das ist genauso wichtig und legitim.
00:45:25
Speaker
Ja,
00:45:27
Speaker
Und davon träume ich, glaube ich, nochmal so ein Projekt aufzusetzen, so ein Mehrfamilienhaus, wo ich Teil einer Gemeinschaft bin, wo es aber gewusst Flächen gibt, vielleicht auch eine Homeoffice-Area oder andere Sachen, wo man Dinge miteinander auch teilen kann.
00:45:41
Speaker
Das ist so mein Idealbild.
00:45:43
Speaker
Mal gucken, ob wir das noch hinkriegen.
00:45:45
Speaker
Und natürlich soll es aus Holz sein.
00:45:46
Speaker
Das ist ganz wichtig.
00:45:48
Speaker
Sehr spannend und vor allem bei dir ist es ja schön, du sitzt ja quasi an der Quelle, du hast die Möglichkeit, deine eigenen Ideen am Ende des Tages mehr oder weniger zu realisieren.
00:45:56
Speaker
Das macht es natürlich dann nochmal ein bisschen smarter, aber natürlich auch an diesen Ideen andere teilhaben zu lassen.
00:46:02
Speaker
Und ich glaube, das ist ja auch euer Antrieb letztendlich, in diese Richtung noch stärker in den Markt reinzuwirken und eben nicht nur die Rendite, sondern vor allem auch
00:46:13
Speaker
Aus der Überzeugung heraus, weil ihr es könnt, aber weil ihr auch wisst, wie wichtig es ist, diese Themen einfach voranzubringen.
00:46:21
Speaker
Das finde ich in Summe großartig, deswegen auch nochmal der Hinweis auf dein Buch, weil auch da finde ich, ist es sehr, sehr schön,
00:46:28
Speaker
zusammengefasst und es ist auch, man merkt, du machst es aus einer Überzeugung heraus, weil du einfach da auch was geben willst für die Gesellschaft, wo jeder sich so seinen Aspekt rauspicken kann und zum darüber nachdenken auch angeregt

Einbindung neuer Perspektiven und Schlussfolgerung

00:46:44
Speaker
wird.
00:46:44
Speaker
Und das hat es bei mir zumindest erreicht, wie du merkst.
00:46:47
Speaker
Ich bin da nach wie vor sehr euphorisch und ich wünsche mir, dass wir noch viel Zeit und Möglichkeit haben, gemeinsam dieses Wohnthema
00:46:57
Speaker
weiterzuentwickeln, in jeglicher Hinsicht kommunikativ, aber natürlich auch in den Prozessen, in die Forschung, in die Praxis, weil wir es so dringend benötigen.
00:47:07
Speaker
Führt mich zum Abschluss unserer heutigen Episode.
00:47:11
Speaker
Was ich immer gerne frage, ist, was lesen meine Gäste gerne, vor allem was das Thema wissenschaftlicher Literatur angeht.
00:47:19
Speaker
Der eine oder andere hat mich hier auch schon mit einer Romanempfehlung abgespeist.
00:47:24
Speaker
Gut, sei es dahin.
00:47:25
Speaker
Jetzt haben wir dein Buch schon benannt, die Wohnwände.
00:47:28
Speaker
Was sind dann so Themen, wo du darüber hinaus dir Anregungen holst, gerade für die Themen, die du, sagen wir mal, jetzt reflektierst und auch für deine Arbeit ja nutzt?
00:47:37
Speaker
Lass uns daran mal noch kurz teilhaben.
00:47:40
Speaker
Ja, ich finde...
00:47:41
Speaker
Also ich lese schon relativ viel, würde ich sagen, aber ich finde noch viel spannender, die Menschen zusammenzubringen.
00:47:50
Speaker
Also ich habe so einmal im Monat irgendwelche Interviews mit Studenten, die gerade Bachelorarbeit oder eine Masterarbeit schreiben.
00:47:56
Speaker
Das ist total spannend, wie eine Generation, die gerade einsteigt, in dieses Thema Fragen stellt und auch Hypothesen, wo du dann denkst so,
00:48:05
Speaker
okay, die sind noch ein bisschen weit weg von der Realität, aber sie öffnen dir auf einmal ein Thema und sagen, hey, das kann man auch ganz anders denken, als du das bisher gedacht hast.
00:48:16
Speaker
Das finde ich total spannend und ich finde diese Dialogform total gut.
00:48:20
Speaker
Also ich merke so, ja, ich kann mir ein neues Buch über alles Mögliche von Holzbau, über irgendwelche Regewerke, aber auch wissenschaftliche Entwicklungen lesen.
00:48:32
Speaker
Also
00:48:32
Speaker
vor allen Dingen Magazine und Online-Themen oder auch Podcasts.
00:48:37
Speaker
Und auf der anderen Seite dieser Austausch, die Diskussion.
00:48:41
Speaker
Also du stehst dann, keine Ahnung, vor Weihnachten stand ich mit jemandem aus einer großen Baufirma, die gerade komplett ihre Baustellen digitalisiert.
00:48:50
Speaker
Und dann sprichst du und redest mit einem, der das gerade in die Praxis umsetzt.
00:48:54
Speaker
Und
00:48:54
Speaker
Ich habe immer im Kopf, wir müssen alles digitaler machen und dann erklärt er dir, wie sie es schon machen, aber was eigentlich die Probleme sind und da nehme ich so viel mehr mit, weil mein Weltbild weiter wird und mein Verständnis für die Problematiken weiter wird und dann ist es bei mir im Kopf wie so ein Puzzlespiel, wo ich sage, aha, okay.
00:49:12
Speaker
Das könnte man so machen und das könnte man so machen.
00:49:14
Speaker
Und das finde ich eigentlich das Faszinierende.
00:49:17
Speaker
Und dann fange ich aber leider nicht an, Aufsätze zu schreiben, sehr selten, weil ich lieb's dann lieber nochmal mit anderen zu diskutieren und dem wieder zu erzählen, was man eigentlich sonst machen könnte und was er noch nicht so ganz, was ich noch bei ihm sehe.
00:49:29
Speaker
Das ist eigentlich so die Form, die ich liebe, in Kommunikation zu sein.
00:49:33
Speaker
Dann verbleiben wir mal so, dass wir dein Buch auf jeden Fall in die Shownotes mit reinpacken und natürlich dann auch, wenn es Nachfolger gibt, der sich dann mit weiteren Themen, zum Beispiel Digitalisierung auf der Baustelle beschäftigt, dann freuen wir uns wieder davon zu hören und ergänzen die Shownotes dann an der Stelle nochmal.
00:49:49
Speaker
Nathanael, es war mir eine große Freude, mit dir heute zu sprechen, in dieser Episode von unserem kleinen Podcast der GIF.
00:49:56
Speaker
Und ich denke, wir bleiben uns gewogen und sehen uns spätestens beim Wohnlabor in Berlin und ansonsten natürlich auch an anderer Stelle immer dem Wohnen verpflichtet.
00:50:07
Speaker
Und ich sage dir vielen Dank für deinen Besuch und schön, dass du hier warst.
00:50:11
Speaker
Ja, und wir gestalten mit der GIF hoffentlich die Zukunft.
00:50:14
Speaker
So soll es sein.
00:50:15
Speaker
Danke für das Schlusswort.
00:50:16
Speaker
Mach's gut.
00:50:17
Speaker
Vielen Dank.
00:50:19
Speaker
Das war MitGift, der Forsche-Podcast der GIF.
00:50:22
Speaker
Mehr Infos gibt es unter gif-ev.de.
00:50:32
Speaker
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