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Episode 9 - Annika Steiner MRICS

Mitgift | Der forsche Podcast der gif
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2 Plays50 seconds ago

In dieser Episode spricht Stefan Stüdemann mit Annika Steiner MRICS, Partnerin bei Wüest Partner und Leiterin der gif Kompetenzgruppe Immobilienmarkt-Research, über die Welt der immobilienwirtschaftlichen Forschung.

Annika ist 2006 als Geographin in die Immobilienbranche eingestiegen und seit 2011 bei Wüest Partner. Seit zwei Jahren leitet sie ehrenamtlich die Kompetenzgruppe Immobilienmarkt-Research der gif – eine Rolle, in die sie nach eigener Aussage „reingeschmissen" wurde und die sie heute mit großer Begeisterung ausfüllt.

Im Gespräch geht es um die Kompetenzgruppe Research als lebendige Plattform für Austausch zwischen Maklern, Banken, Bestandshaltern und Wissenschaft, um Künstliche Intelligenz im Research, neue Wege der Bestandserhebung per Luftbildauswertung sowie um ein aktuelles Buchprojekt der Gruppe zu Marktrisikoprämien in der Immobilienbewertung.

Annika macht Lust auf mehr: Wer die gif noch nicht kennt, sollte reinschnuppern – ausdrücklich auch Berufseinsteigerinnen und Studierende sind willkommen.

Mit einer Buchempfehlung zum Schluss: „Die Wissenschaft des Erfolgs" – darüber, wie wir Menschen wirklich lernen und über uns hinauswachsen.
Termin vormerken: gif-Researchtag 2026 am 3. Dezember 2026 in Frankfurt am Main. Aktuelle Informationen und Anmeldung: gif-ev.com

Transcript

Einführung in den Podcast MitGift

00:00:08
Speaker
Willkommen bei MitGift, dem Podcast der GIF, Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung.
00:00:19
Speaker
Fakten fundiert erklären, frische Fragen stellen, Forschung fördern.
00:00:23
Speaker
MitGift macht Komplexes verständlich, fokussiert auf das Wesentliche und geht forsch voran.

Plattform für Zusammenarbeit und Diskussion

00:00:34
Speaker
Aber trotzdem dieses Gefühl, dass man ersetzt werden kann, ist schon auch vorhanden.
00:00:40
Speaker
Das Schöne an der GIF, dass sie uns eine Plattform bietet, dass wir einen Raum haben, wo wir uns treffen können und austauschen können und über aktuelle Themen reden können.
00:00:48
Speaker
Jetzt erst recht.
00:00:48
Speaker
Ja genau, jetzt erst recht.

Vorstellung von Annika Steiner und ihrer Rolle bei GIF

00:00:54
Speaker
Und hier ist Ihr Host Stefan Stüdemann.
00:00:58
Speaker
So, herzlich willkommen oder willkommen zurück zu GIF, dem Forschenden Podcast der GIF-Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung.
00:01:08
Speaker
Mit GIF heißt er genauer gesagt.
00:01:10
Speaker
Und ich habe heute wieder einen fantastischen Gast oder auch eine Gästin.
00:01:13
Speaker
Das überlasse ich wie immer, liebe Zuhörenden euch, wie ihr damit umgeht.
00:01:18
Speaker
Und ich will euch gar nicht lange auf die Folter spannen.
00:01:20
Speaker
Mein heutiger Gast ist Annika Steiner.
00:01:24
Speaker
Sie ist uns allen bekannt.
00:01:26
Speaker
Sie ist in der Branche auch sehr bekannt.
00:01:27
Speaker
Sie hat viele verschiedene Tätigkeitsfelder.
00:01:31
Speaker
Über einige oder hoffentlich alle wichtigen werden wir heute sprechen.
00:01:35
Speaker
Ich werde sie auf jeden Fall auf Herz und Nieren, was das angeht, heute hier trietzen und fragen.
00:01:40
Speaker
Und wir wollen heute viel erfahren in diesem Podcast über dich, über deine Person, über das, was du machst und natürlich auch,
00:01:47
Speaker
über deine Rolle innerhalb der GIF.
00:01:48
Speaker
Jetzt sage ich erstmal herzlich willkommen, liebe Annika.
00:01:50
Speaker
Hallo, schön, dass ich da sein darf.
00:01:52
Speaker
Ich freue mich.
00:01:53
Speaker
Ich freue mich auch und toll, dass du unserer Einladung gefolgt bist.
00:01:56
Speaker
Wir haben uns heute die Zeit genommen, um ja ein bisschen deine Person zu beleuchten und vor allem auch, deswegen sind wir hier bei dem GIF-Podcast, auch zu verstehen, was machst du eigentlich innerhalb der
00:02:09
Speaker
Der GIF, da hast du ja eine spezielle Rolle, die wir dann ein bisschen später noch beleuchten werden.

Annika Steiners Einstieg in die Immobilienbranche

00:02:14
Speaker
Ich würde gerne mal mit deiner Person anfangen und mich interessiert natürlich, auch wenn ich dich schon eine Weile kenne, dass du unseren Zuhörenden mal ein bisschen erzählst, wie bist du denn eigentlich in die Immobilienwirtschaft gestoßen?
00:02:27
Speaker
Ich weiß, du bist ja schon sehr lange bei einem durchaus namhaften Unternehmen in der Branche tätig, aber vielleicht gibt es ja auch ein Leben davor und erzähl doch mal, wie ist das so ein bisschen zustande gekommen?
00:02:37
Speaker
Ja, ein ganz kurzes Leben davor.
00:02:40
Speaker
Nein, Quatsch.
00:02:43
Speaker
Ich habe Diplomgeografie studiert hier in Berlin an der Humboldt-Uni und habe dann überlegt, also als Geograf hast du ja verschiedene Möglichkeiten und habe dann im Rahmen meiner Diplomarbeit schon den ersten Kontakt mit der Immobilienwirtschaft gehabt und
00:03:00
Speaker
Genau, das war 2006, habe ich die Böhmung gemacht und war jetzt nicht die beste Zeit für die Immobilienbranche und habe dann aber trotzdem gedacht, da möchte ich gerne arbeiten, das ist doch eine gute Idee.
00:03:11
Speaker
Jetzt erst recht.
00:03:12
Speaker
Ja genau, jetzt erst recht und habe dann bei der BWT gestartet, auch ein Immobilienwirtschaftliches Beratungsunternehmen für die Wohnungswirtschaft und habe da dann als Trainee angefangen, also verschiedene Bereiche durchlaufen, Transaktionsberatung.
00:03:26
Speaker
Research, Unternehmensplanung, alles was man so machen kann.
00:03:30
Speaker
Auch noch ein paar Kurse besucht will als Geograf.
00:03:33
Speaker
Fehlten ja so ein paar Steuerbilanzthemen und so.
00:03:36
Speaker
Hab dann da nochmal die Schulbank ein bisschen bedrückt.
00:03:39
Speaker
Genau.
00:03:39
Speaker
Und hab dann da meinen ersten Kontakt so richtig gehabt mit der Problembranche nach der Diplomarbeit und es hat Spaß gemacht.
00:03:46
Speaker
Und dann habe ich 2011 bei Wiespartner angefangen als Consultant für Research und Bewertung.
00:03:53
Speaker
Genau.
00:03:54
Speaker
Und da bin ich dann geblieben.
00:03:57
Speaker
Ja, also wir sprechen natürlich später auch noch über das Thema Loyalität in der Branche.
00:04:01
Speaker
Ich glaube, das können wir an deiner Person dann ganz gut festmachen.
00:04:04
Speaker
Was bedeutet das eigentlich und welche Vorteile hat auch eine solche Loyalität, die man einem Unternehmen entgegenbringt?

Forschung und Bewertung in der Immobilienwirtschaft

00:04:12
Speaker
Geografie ist also ein bisschen der klassische Einstieg, auch wenn man sozusagen in Richtung Research geht.
00:04:16
Speaker
Wir kennen ja nun auch einige andere Protagonisten am Markt, die sich in diesem Bereich beschäftigen.
00:04:21
Speaker
schwerpunktmäßig tummeln, die auch möglicherweise ähnliche Backgrounds haben.
00:04:26
Speaker
Also es ist eine gute Grundlage.
00:04:29
Speaker
Was war denn sozusagen dein erster Impuls, als du gesagt hast, okay, jetzt habe ich mir das Thema draufgepackt,
00:04:37
Speaker
Jetzt bin ich in der Immobilienbranche, wo sagtest du, okay, davon habe ich ja nie gehört, das ist jetzt komplett neu für mich.
00:04:45
Speaker
Da muss ich unbedingt mir mehr drauf packen.
00:04:46
Speaker
Du hast es eben schon gesagt, wirtschaftliche Themen, steuerliche Themen.
00:04:51
Speaker
Was war so dein erster Punkt, wo du dachtest, okay, Studium ist durch, aber jetzt müsste ich dann doch nochmal in andere Bereiche reinschnuppern?
00:04:58
Speaker
Ja.
00:05:01
Speaker
Also Geografie ist ja schon auch die Verknüpfung von dem Raum und was mir passiert, aber auch mit Zahlen, Daten und Fakten.
00:05:09
Speaker
Also du musst schon auch Mathe können und die Zusammenhänge erkennen in den Modellen und Prognosen machen.
00:05:15
Speaker
Und das war spannend und dann habe ich aber gemerkt, dass ja viel von dem, was wir im Research machen, ja zum Beispiel auch in der Bewertung einfließt.
00:05:23
Speaker
Und da habe ich dann aber schon nochmal gemerkt, dass ich da dann nochmal tiefer einsteigen musste, um dann wirklich auch ein Marktwertgutachten zum Beispiel zu erstellen.
00:05:32
Speaker
Das habe ich ja dann auch lange zusammen gemacht, also Bewertung und Research.
00:05:38
Speaker
Und das fand ich schon nochmal spannend, dann die Connection zu sehen.
00:05:42
Speaker
wie du halt mit dem Research, mit dem Marktdat, mit den ganzen Erhebungen, was man so weiß über die Standorte, dann auch einen Willenwert erklären kannst.
00:05:50
Speaker
Das war eigentlich schon nochmal spannend.
00:05:51
Speaker
Da war es ja im Studium, da war man ja da relativ weit weg.
00:05:55
Speaker
Das eine war sozusagen die Grundlage tatsächlich und das andere war ja deine Interpretation im weitesten Sinne.
00:06:01
Speaker
Wie bist du dann da vorgegangen?
00:06:02
Speaker
Also was waren denn so deine Helferlein

Übersetzung theoretischer Modelle in die Praxis

00:06:05
Speaker
an der Stelle?
00:06:06
Speaker
Oder hast du dich da noch weitergebildet?
00:06:07
Speaker
Was war so die Story dahinter?
00:06:11
Speaker
Nicht jetzt im Sinne von einer großen Studium neben dem Job oder so, so nicht.
00:06:17
Speaker
Viel Learning by Doing, Praxiserfahrung von den Kollegen mitlaufen, so ausgewählte Seminare mal.
00:06:27
Speaker
Genau, das war so der beste Weg, glaube ich, um da reinzukommen.
00:06:30
Speaker
Also wirklich ganz viel Praxis lesen, Gutachten lesen, warum die Ansätze so
00:06:37
Speaker
gewählt wurden oder welche Mieten jetzt die passenden für dieses Objekt sind und nicht die anderen.
00:06:42
Speaker
Und da war, glaube ich, am Anfang viel der Weg sozusagen.
00:06:49
Speaker
Der Klassiker sozusagen auf dem Weg weiterzulernen und am Ende aus der Praxis heraus einfach die Dinge zu entwickeln, was vermutlich bei uns allen irgendwann passiert.
00:07:01
Speaker
Denn für viele Dinge gibt es eben grundsätzlich vielleicht theoretische Modelle, die aber in der Praxis möglicherweise gar nicht so viel Relevanz haben oder nicht funktionieren.
00:07:10
Speaker
womit wir auch schon mittendrin sind, eigentlich beim GIF-Thema, denn das ist ja genau das, was eigentlich die GIF ja auch macht, nämlich zu versuchen, theoretische Modelle dann in die Praxis zu überführen, Dinge, die aus der Forschung kommen, aus dem Research kommen, dann auch wirklich praxisnah auszugestalten.
00:07:26
Speaker
Insofern ist das ja eigentlich dann auch für dich quasi der Weg gewesen, der schon
00:07:32
Speaker
vorgezeichnet war, genau da anzusetzen und zu sagen, okay, wie kann ich denn jetzt aus den Daten und Fakten, die ich erhebe, einen Mehrwert

Die Rolle von KI und Technologie in der Immobilienbranche

00:07:40
Speaker
generieren?
00:07:40
Speaker
Wie sieht dann aktuell so bei dir dieses Thema aus?
00:07:44
Speaker
Wir haben uns letztens auf einer Veranstaltung auch getroffen, die ihr auch durchgeführt habt.
00:07:48
Speaker
Da ging es ja auch sehr stark um das Thema KI und aktuelle Technologie.
00:07:52
Speaker
Was spielt die für eine Rolle?
00:07:53
Speaker
Was wird die für eine Rolle künftig spielen?
00:07:55
Speaker
Wir sind natürlich inzwischen eine sehr datengetriebene Technologie,
00:08:00
Speaker
Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger zugeben, aber am Ende ist doch die Erkenntnis da, ohne Daten läuft es nicht.
00:08:08
Speaker
Wie ist denn da so deine aktuelle Wahrnehmung?
00:08:10
Speaker
Also wie viel, sagen wir mal, Automatismus und KI ist dann da schon drin und wie viel ist dann immer noch das, was wir jetzt als Praxiserfahrung bezeichnen, was wir einfach, was uns dann doch vielleicht ein Stück weit noch besser macht?
00:08:23
Speaker
Ja, das ist eine gute Frage.
00:08:25
Speaker
Auch nicht so leicht zu beantworten.
00:08:27
Speaker
Ich glaube, wir befinden uns gerade an so einer Schnittstelle, sage ich jetzt mal, also an so einem Übergang.
00:08:34
Speaker
Viele wissen um die Möglichkeiten und KI und probieren auch schon Sachen aus.
00:08:38
Speaker
Aber wenn du dann ins tägliche Praxisleben schaust, glaube ich, ist es bei vielen noch...
00:08:45
Speaker
sehr am Anfang eingesetzt und viele vertrauen dann eben doch noch auf die Erfahrungswerte, auf die bewährten Prozesse, wie man vorgegangen ist, wenn man da eben diese Sicherheit hat, dass man weiß, woher die Daten sind, wie es passiert.
00:08:59
Speaker
Im Moment ist, glaube ich, noch nicht so viel Vertrauen da und
00:09:05
Speaker
Ich glaube, das ist auch das, was du dann im Research ausmachst, ist ja dann die Expertise, dein Wissen, also wirklich gute Begründung auch zu haben, warum du jetzt den Ansatz wählst, die Modelle so sind, wie sie sind.
00:09:18
Speaker
Und da ist es jetzt gerade noch für manche, glaube ich, schwerer, das mit KI jetzt einfach so zu erklären.
00:09:24
Speaker
Aber natürlich gibt es super viele schöne Machine Learning Ansätze, Modelle.
00:09:29
Speaker
Du kannst super viel machen, machen wir ja auch bei Wüst Partner, womit du schon...
00:09:34
Speaker
die Arbeit erleichtern kannst und schnelle Ergebnisse hast, über die du dann diskutieren kannst und nochmal in Frage stellen kannst.
00:09:40
Speaker
Aber ich finde so, habe ich neulich auch eine Studie gelesen nochmal von Anthropic, wo sie ausgewertet haben, wie viel tatsächlich genutzt wird und was man nutzen könnte.
00:09:49
Speaker
Und da ist ja der Anteil im Moment noch super gering.
00:09:51
Speaker
Und ich glaube, das ist was ich jetzt auch so von Kollegen und so höre, dass die noch nicht jetzt mega viel schon mit Chachibiti machen.
00:10:03
Speaker
Interessant, aber du hast es ja gesagt, woran es vermutlich liegen kann, nämlich das Thema Vertrauen und wir vertrauen am Ende dann doch immer noch eher Menschen an der Stelle, was sicherlich auch gut ist.
00:10:14
Speaker
Die Frage ist halt, ob sich dieses Verhältnis dann irgendwann mal dreht, weil wir halt möglicherweise merken, okay, die Vertrauensbasis ist so weit gediehen, dass wir einer Maschine ähnlich, auf einem ähnlichen Level vertrauen.
00:10:26
Speaker
werden wir ganz entspannt beobachten können am Markt.

Reflexion über Annika Steiners Karriere bei Wüst Partner

00:10:29
Speaker
Aktuell haben wir zum Glück noch die Situation, dass wir als Menschen doch eher der Garant dafür sind, dass vor allem auch jemand da ist, der, wie du sagst, ein Ergebnis erklären kann oder auch einfach gerade steht dafür, dass es ein Ergebnis gibt und den ich im wahrsten Wortsinne dann auch greifen kann.
00:10:46
Speaker
Ich glaube, das ist etwas, was uns ja immer noch ein Stück weit davor abschreckt, zu sehr nur noch in die Technologie zu gehen, die dann eben, ja, sagt im Zweifelsfall,
00:10:55
Speaker
Entschuldigung, du hast mir einen Auftrag gegeben, was willst du jetzt von mir?
00:10:58
Speaker
Ich bin nicht existent, ich existiere nicht physisch, also kannst du mir gar nichts.
00:11:02
Speaker
Das ist ja so ein bisschen auch die Gefahr dahinter.
00:11:05
Speaker
Das ist auch das Problem, glaube ich, dass du sie ja nicht eins zu eins immer reproduzieren kannst, jetzt alle Anfragen.
00:11:10
Speaker
Also du stellst dreimal die gleiche Frage und kriegst aber nicht unbedingt die gleiche Antwort.
00:11:14
Speaker
Das macht es, glaube ich, so ein bisschen schwierig.
00:11:17
Speaker
Und auf der anderen Seite machen wir Menschen ja natürlich auch,
00:11:20
Speaker
Fehler.
00:11:21
Speaker
Und das ist ja jetzt, also wir müssen auch kontrollieren oder ein zweiter guckt nochmal drüber oder du musst es diskutieren, weil du kannst natürlich auch was falsch machen und deswegen hat glaube ich beides seine Berechtigung.
00:11:34
Speaker
Man muss es nur entsprechend einsortieren.
00:11:37
Speaker
Man darf jetzt nicht leichtfertig einfach loslaufen und denken, das ist schon richtig und ich muss es nicht prüfen und kann es einfach so nehmen, aber das machst du ja bei deiner eigenen Arbeit auch nicht.
00:11:49
Speaker
Vermutlich wird es auch darauf hinauslaufen, dass wir so eine, ich nenne es mal, friedliche Koexistenz haben, die sich am Ende des Tages befeuert.
00:11:56
Speaker
Wir hoffen, dass es in die Richtung geht und wünschen uns das natürlich alle.
00:12:01
Speaker
Du bist jetzt relativ lange schon bei Wüß-Partner, haben wir gerade schon gehört.
00:12:05
Speaker
Dieses Jahr dann so ein kleines Jubiläum.
00:12:07
Speaker
Ja, 15 Jahre.
00:12:07
Speaker
Herzlichen Glückwunsch.
00:12:09
Speaker
Also das ist in der heutigen Zeit ja auch gar nicht mehr so ganz üblich, dass man so lange einem Unternehmen treu ist.
00:12:15
Speaker
Aber muss man auch mal herausheben an der Stelle.
00:12:17
Speaker
Das spricht ja auch ein bisschen für deinen Arbeitgeber, würde ich sagen.
00:12:21
Speaker
Du bist ja auch seit letztem Jahr Partnerin bei Wüst Partner.
00:12:24
Speaker
Insofern ist das ja auch ein gewisses Commitment an der Stelle von beiden Seiten, was natürlich immer eine tolle Sache ist.

Annika Steiners Beitrag zur Forschungsgruppe bei GIF

00:12:32
Speaker
Und jetzt bist du ja darüber hinaus auch noch in deiner Funktion bei der GIF aktiv.
00:12:37
Speaker
Das heißt, neben den 18 Stunden am Tag, die du für deinen Arbeitgeber schuftest, bist du dann auch noch ehrenamtlich unterwegs für die GIF, für unseren Verein.
00:12:50
Speaker
Und leitest dort die Kompetenzgruppe Research zusammen mit deinem Co-Leiter und uns würde natürlich interessieren, weil wir wollen ja mit diesem Podcast auch einen Blick hinter die Kulissen werfen, was passiert da eigentlich unter der Haube?
00:13:06
Speaker
Viel von den Themen, die erarbeitet werden, werden natürlich später auch publiziert und veröffentlicht.
00:13:10
Speaker
Aber es gibt eben auch, möchte ich behaupten, großen Anteil an Dingen, die einfach passieren im Hintergrund, die nach Hause nicht ganz so transparent und öffentlich sind aus verschiedenen Gründen.
00:13:22
Speaker
Und heute sind wir hier, um da so ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.
00:13:25
Speaker
Und das interessiert mich natürlich A1-Dialog.
00:13:28
Speaker
wie und wo war der erste Aufschlag oder Berührungspunkt mit der GIF.
00:13:32
Speaker
Das wäre interessant.
00:13:33
Speaker
Und dann berichte mal ein bisschen aus eurer aktuellen Arbeit aus der Kompetenzgruppe.
00:13:39
Speaker
Der erste Aufschlag mit der GIF, das ist schon länger her, das war auch mehr so ein so reingeschmissen von meinem Vorgesetzten, der eigentlich in der Kompetenzgruppe von uns der Abgesandte war und der konnte nicht und hat dann gesagt, du kannst mal da hingehen.
00:13:59
Speaker
Da war ich so, okay, gehe ich mal hin.
00:14:02
Speaker
Und dann war ich da und dachte so, OMG.
00:14:05
Speaker
Was machst du denn hier, Leute?
00:14:06
Speaker
Also es ist ja schon, das merken wir auch immer wieder und diskutieren auch immer wieder darüber, dass wir ja das Who is Who der Branche in dieser Gruppe haben, was mega cool ist, aber was natürlich für Juniors, wie ich damals war, natürlich auch so ein bisschen einschüchternd wirkt, wenn man denkt, ha, oh Gott, die herausragenden Persönlichkeiten und dann kommst du da so rein, aber war ja total super und nett und man wird ja auch super aufgenommen, machen wir ja auch.
00:14:35
Speaker
heute noch so und da war ich das erste Mal und fand es total spannend, weil das auch so dieser Austausch war mit den Experten halt aus anderen Unternehmen, das macht Spaß, neue Inputs zu kriegen hat Spaß gemacht und dann habe ich halt
00:14:50
Speaker
Später dann mit von dem Kollegen Christoph das übernommen bei uns und bin dann normales Mitglied der Kompetenzgruppe geworden.
00:15:00
Speaker
Genau.
00:15:01
Speaker
Und dann vor zwei Jahren haben Matthias und Helge ja gesagt, sie wollen die Leitung abgeben.
00:15:07
Speaker
Und dann haben Andreas, Amp und ich gesagt, na gut, wir würden das mal ausprobieren und die Leitung übernehmen.
00:15:16
Speaker
Genau.
00:15:16
Speaker
Und seitdem machen wir das.
00:15:17
Speaker
Und was machen wir da?
00:15:20
Speaker
Was ich eben schon gesagt habe, also erstmal ist das Schöne an der GIF, dass sie uns eine Plattform bietet, dass wir einen Raum haben, wo wir uns treffen können und austauschen können und über aktuelle Themen reden können.
00:15:30
Speaker
Vom Markt über die Arbeit, also wie wir arbeiten als Researcher, aber auch was macht der Markt, wo sehen wir Risiken und diese Themen.
00:15:41
Speaker
Und
00:15:42
Speaker
auch Gäste einzuladen und dann eben auch dieser informelle Austausch, der ja dann auch noch mitkommt.
00:15:48
Speaker
Also du triffst dich ja im Moment früher, du hast zusammen Mittag, kannst dann da auch nochmal so separate Themen haben und das ist, glaube ich, das, was wir wertvoll finden.
00:15:56
Speaker
Wir stehen ja als Branche und auch als Researcher vor einer großen Veränderung oder Herausforderung jetzt gerade, wie du es angesprochen hast, mit dem ganzen AI.
00:16:05
Speaker
Das treibt natürlich uns auch um.
00:16:07
Speaker
Wir haben auch immer wieder Sitzungen, wir machen...
00:16:10
Speaker
drei bis vier Sitzungen im Jahr, wo wir uns treffen mit der Gruppe, zwei in Präsenz, gern auch drei, wenn wir es schaffen, ist schon immer nochmal ein bisschen aufwendiger zu organisieren.
00:16:21
Speaker
Und dann überlegen Andreas und ich uns halt Themen im Vorfeld, fragen auch immer die Gruppe, was treibt euch um, was wollen wir nächstes Mal machen.
00:16:30
Speaker
Versuchen schon, es auf Research zu fokussieren, aber gehen auch manchmal an Randgruppen von anderen Kompetenzgruppen dran, weil die Themen sich ja schon auch zum Teil überschneiden und gucken, dass wir da auch den Austausch schaffen über die Gruppen hinweg.
00:16:43
Speaker
Und genau, die nächste Sitzung ist auch wieder so ein bisschen die Auswirkungen von AI auf den Bürobeschäftigtenmarkt oder generell auf den Arbeitsmarkt und was das vielleicht für die Immobilienbranche dann bedeutet.
00:16:56
Speaker
Da haben wir jetzt auch fünf oder sechs Referenten sogar, die Kurzimpulse geben, nochmal eingeladen.
00:17:03
Speaker
Das ist auch in Zürich die Sitzung bei uns, dann laden wir ein und dann laden wir aber auch noch
00:17:09
Speaker
Research-Experten aus der Schweiz ein, die eigentlich nicht zu der Gruppe gehören, aber um da auch nochmal den Austausch zu fördern mit den anderen Kollegen.
00:17:15
Speaker
Und das ist, glaube ich, so dieses Plattform schaffen, um sich zusammen weiterzuentwickeln.
00:17:22
Speaker
Wir haben ja auch verschiedene
00:17:24
Speaker
Also wir haben einerseits die Makler dabei, wir haben die Banken dabei, wir haben die Bestandshalter dabei und dadurch hat man ja auch verschiedene Gruppen mit ihren Perspektiven und das hilft uns dann allen in der täglichen Arbeit und dann auch wieder weiter, weil man da nochmal ein bisschen einen anderen Blickwinkel kriegen kann.
00:17:41
Speaker
Ich kann mir vorstellen, es hilft vor allem auch dabei, sozusagen den eigenen Bedarf, der ja immer relativ konkret ist, so ein bisschen zu verallgemeinern und diese etwas größere Perspektive einzunehmen, die dann ja wiederum im Umkehrschuss dazu führt, dass die Ergebnisse, die ihr diskutiert und die dann auch gemeinsam entwickelt, werden natürlich universeller auch

GIF als Plattform für Innovation und Zusammenarbeit

00:18:01
Speaker
nutzbar sind.
00:18:01
Speaker
Ich meine, das kennen wir ja alle von uns.
00:18:03
Speaker
Man hat immer einen sehr fokussierten Blick, wenn man sehr auf die eigenen Ziele und Lösungen orientiert ist, aber grundsätzlich gerade im Research-Bereich ist es ja, wie du sagst, vermutlich sehr hilfreich, wenn man da den Blick weitet und eben auch sozusagen diese über Einzeldisziplinen weg austauschenden Netzwerke jetzt im Rahmen der GIF nutzt, um da einfach nochmal zu überlegen, okay, für mich funktioniert das so, aber was brauchen der noch oder die noch?
00:18:31
Speaker
Und dann
00:18:32
Speaker
Was ich natürlich toll finde, dass ihr da auch die Möglichkeiten nutzt, Wüst ist ja ein Schweizer Unternehmen, dann natürlich auch die Grenzen zu überschreiten und da über den Tellerrand zu schauen, wobei wir natürlich dann immer noch, ich sag mal, nah am Ausland sprechen.
00:18:50
Speaker
Also die Grenzen sind da nicht so weit entfernt, aber nichtsdestotrotz, jeder Markt tickt anders und auch der Schweizer Markt ist natürlich anders als der deutsche Markt.
00:18:59
Speaker
Ich glaube, auch das hilft schon mal und das finde ich großartig, dass ihr da einfach Leute aus der Schweiz mit dazu einladet, die ihre Perspektive einbringen.
00:19:07
Speaker
Weil, wie sagte letztens ein Kollege, man geht nie dümmer da raus, als man reingegangen ist.
00:19:12
Speaker
Also das ist, glaube ich, immer wertvoll, da einen anderen Blick nochmal zu hören und dann noch einzuwerten.
00:19:20
Speaker
Das finde ich großartig.
00:19:21
Speaker
Ja, finde ich auch.
00:19:22
Speaker
Das merken wir auch, das kriegen wir auch zurückgespielt.
00:19:25
Speaker
Das ist ja schon, also wie du es ja gesagt hast, ist ja im Grunde ehrenamtlich.
00:19:29
Speaker
Man macht, also auch die Teilnehmer, die kommen, machen das ja in einer gewissen Art freiwillig.
00:19:34
Speaker
Und dann ist natürlich schon wichtig, dass du auch einen Mehrwert hast, wenn du da hingehst.
00:19:38
Speaker
Und
00:19:40
Speaker
Das versuchen wir halt in der Kompetenzgruppe eigentlich schon immer zu schaffen und das ist natürlich alleine durchs Reden, aber natürlich auch, wenn du gute Gäste einlädst und da allen nochmal Mehrwert bietest.
00:19:49
Speaker
Wir machen jetzt so dann immer Breakout-Sessions danach in kleinen Gruppen, wo dann nochmal diskutiert wird, dann werden die Ergebnisse vorgestellt in einer größeren Gruppe und wir versuchen auch,
00:20:00
Speaker
Paper zu veröffentlichen nochmal für die GIF oder Innahmen der GIF, wo wir Stellungnahmen eben zu bestimmten aktuellen Themen treffen.
00:20:06
Speaker
Wir haben ja auch unsere ganzen Veröffentlichungen mit der Büromarkterhebung und Konsensusprognose, um da auch mehr Transparenz in den Markt zu bringen, weil das ist ja natürlich klassisch unser Thema, dass wir ja nur, du hast es gesagt, Daten, wir brauchen Daten, wir müssen
00:20:20
Speaker
Und da wollen wir natürlich auch einen Beitrag leisten, das ein Stück transparenter zu machen und auch gewisse Standards zu definieren, die wir ja gegeben haben, dass dann eben Vergleichbarkeiten möglich sind, auch über die verschiedenen Marktteilnehmer hinweg und solche Themen.
00:20:36
Speaker
Und ihr seid eine Kompetenzgruppe, die allein von der Personenstärke sehr, sehr groß ist.
00:20:40
Speaker
Das heißt, da bündelt man auch wirklich viel Kompetenz.
00:20:43
Speaker
Und du hast es selber gesagt, da ist am Ende des Who's Who der Branche drin.
00:20:47
Speaker
Und ich kann es verstehen, gerade wenn man dann so neu in so eine Runde reinkommt, da hat man erstmal so ein bisschen Bewährungsängste.
00:20:52
Speaker
Es freut mich umso mehr, dass du den Eindruck wiedergibst, den ich auch habe und auch immer hatte, innerhalb der Gift, dass man wirklich mit offenen Armen empfangen wird.
00:21:02
Speaker
Und das ist vielleicht auch nochmal eine Botschaft nach
00:21:04
Speaker
draußen an unsere Zuhörenden, dass wir wirklich ein offener Verein sind, der auch von der Mitarbeit und von neuen Leuten lebt, die einfach Lust auf das Thema haben und wir immer offen dafür sind, dass sie mal da auch
00:21:20
Speaker
Mal Interesse begründet, auch mal mit dazukommen kann, mal reinhören kann.
00:21:23
Speaker
Also das sind Dinge, die immer möglich sind und natürlich ist es schön auch von dir zu hören, dass sich das innerhalb einer Gruppe auch wirklich so anfühlt und dass es auch so gelebt wird.
00:21:33
Speaker
Also das ist natürlich sehr, sehr wertvoll, weil machen wir uns nichts vor.
00:21:37
Speaker
Wir werden alle nicht jünger.
00:21:38
Speaker
Das stimmt.
00:21:40
Speaker
Und wir wollen natürlich auch, dass neue Leute reinkommen.
00:21:42
Speaker
Wir müssen ja auch neue Leute für die Themen begeistern.
00:21:46
Speaker
Also wir wollen auch in Zukunft noch, dass da ein guter Job gemacht wird in den einzelnen Disziplinen.
00:21:51
Speaker
Und es geht eben nicht, wenn wir so eine Art Kloss-Job-Mentalität an den Tag legen.
00:21:56
Speaker
Und sagen bis hierhin und nicht weiter.
00:21:57
Speaker
Ich weiß das alles, aber ich verrate es dir nicht.
00:22:00
Speaker
Genau das Gegenteil ist eigentlich der Fall.
00:22:02
Speaker
Wir wollen nach draußen.
00:22:03
Speaker
Wir wollen offen sein.
00:22:05
Speaker
Wir wollen auch die Interaktion, wir wollen nicht Durchmischung.
00:22:09
Speaker
Und dass es eben offenporig ist.
00:22:10
Speaker
Also ich glaube, das hast du sehr schön beschrieben.
00:22:13
Speaker
Es freut mich zu hören.
00:22:14
Speaker
Genau und da ist aber auch so diese, wir haben dann überlegt, dass wir ja auch in unseren Teams junge Leute haben und die dann regelmäßig mal mitbringen, auch zu so Veranstaltungen, dass wir da schon mal das schaffen, nochmal jüngere Leute auch reinzuholen oder die nicht so Senior Level haben.
00:22:32
Speaker
Und dann machen wir auch einen Austausch mit der Forschung und Lehre, dass wir immer mal wieder Studenten einladen, die eine Bachelorarbeit vorstellen zu bestimmten Themen, um da auch Connection zu haben.
00:22:42
Speaker
Oder was ich schon meinte mit den Referenten, dass wir da eben auch, Andreas und ich vor allem, aber auch unsere Kompetenzgruppenmitglieder immer Ausschau halten nach,
00:22:52
Speaker
spannenden anderen Experten, die noch nicht in unserer Gruppe sind, aber auch spannende Sachen erarbeiten, die dann einzuladen für einen Vortrag und dann auch zu zeigen, was wir in der Gruppe machen, weil ich glaube, nur davon macht es nachher am Ende den Spaß und du brauchst halt auch, wie überall, die Mischung

Nutzung von KI zur Verbesserung der Immobilienforschung

00:23:09
Speaker
macht.
00:23:09
Speaker
Wir brauchen verschiedene Level, die dann eben nochmal neue Fragen stellen, als die, wenn wir jetzt immer nur mit uns reden, wahrscheinlich dann irgendwann mal gestellt hätten.
00:23:18
Speaker
Deswegen ist es, glaube ich, schon wichtig, dass wir da immer was Neues auch haben.
00:23:21
Speaker
Und deswegen ist es mir dann cool, dass wir da auch diese Plattform haben.
00:23:26
Speaker
Das ist die Idee dahinter, genau.
00:23:27
Speaker
Und es freut mich, dass es einfach so auch funktioniert.
00:23:30
Speaker
Und ich glaube auch, dass du dann über den Namen GIF natürlich auch die Möglichkeit hast, Leute zu erreichen und vielleicht auch mal zu gewinnen für solche Treffen, die vielleicht nicht kommen würden, wenn man sie einfach so anruft oder eine E-Mail schreibt.
00:23:44
Speaker
Das auf jeden Fall, das merke ich schon auch.
00:23:45
Speaker
Wenn ich dann sage, hey, hast du nicht mal Lust, wir sind bei der GIF-Kompetenzgruppenleitung, wir wollen da dieses Thema bestimmen, willst du mal kommen?
00:23:52
Speaker
Und dann freuen sich natürlich auch alle über so eine Einladung, weil das natürlich schon auch ein Begriff ist, zur GIF zu gehen.
00:23:57
Speaker
Und das ist halt, glaube ich, das, woran wir ja dann alle zusammenarbeiten, ist ja das, bekannter und breiter zu streuen, dass da halt noch mehr einfach mitmachen, klingt ja zu komisch, aber gerne teilhaben können, weil dann bringt es uns alle weiter.
00:24:14
Speaker
Genau, und ich glaube, das ist so ein bisschen das, was man ja auch nach draußen geben kann, dieses Mitmachen.
00:24:20
Speaker
Natürlich ist es alles ehrenamtlich, das ist klar und man kann nur den Hut vor allen ziehen, die das machen, diese ehrenamtliche Arbeit, gerade wenn ihr euch natürlich auch physisch trefft, an
00:24:30
Speaker
mehreren Termine im Jahr.
00:24:32
Speaker
Das ist Aufwand, gar keine Frage.
00:24:33
Speaker
Wir haben auch alle noch ein normales Berufsleben und vermutlich hoffentlich auch noch ein Privatleben.
00:24:40
Speaker
Nichtsdestotrotz, glaube ich, merkt man ja doch, was man gemeinsam dann zusätzlich bewegen kann, weil die Kraft es entwickelt.
00:24:47
Speaker
Und da ist, glaube ich, die GIF eine ganz gute, wie du sagst, Plattform, die sowas nochmal befeuert und einfach neue Möglichkeiten auftut und vielleicht sogar auch dem einen oder anderen neue Impulse gibt, wo man sagt, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht und vielleicht auch dazu führt, dass man sich weiterentwickelt, umorientiert, was auch immer.
00:25:05
Speaker
Auch das ist ja eine Option, die damit einher schwingt.
00:25:07
Speaker
Ja, genau, glaube ich auch.
00:25:12
Speaker
Einfach dieses Offensein auch für neue Ideen und dann zusammen, ich glaube, deswegen funktioniert es vielleicht auch nur, weil du das mit dem Ehrenamtlich auch, weil du machst ja Sachen als Mensch vor allem dann, also wenn du daran Spaß hast, also dann funktioniert es ja am besten gerade so freiwillige Sachen und
00:25:33
Speaker
Also die Kollegen bei uns würden ja nicht sich einbringen und engagieren und Papers schreiben und Gruppenarbeiten übernehmen, wenn sie nicht Spaß daran hätten und auch Mehrwert sehen würden.
00:25:45
Speaker
Spaß ist natürlich immer wichtig, klar.
00:25:47
Speaker
Im Neudeutschen wird man auch viel nach dem Purpose gefragt.
00:25:52
Speaker
Ganz, ganz wichtiges Kriterium auch sozusagen bei der Talentsuche.
00:25:56
Speaker
Da würde ich jetzt mal sagen, okay, Purpose bei uns Haken dran.
00:26:01
Speaker
Impact auch Haken dran.
00:26:03
Speaker
Und wenn der Spaß noch dazu kommt, okay, ich glaube, dann haben wir sozusagen alle
00:26:06
Speaker
Alle Checkboxen.
00:26:07
Speaker
Alle Checkboxen, was ja immer wichtig ist in unserem Segment, dass alles auf Grün ist und abgehakt und dann passt die Laube.
00:26:15
Speaker
Also insofern sind wir gut dabei.

Das jährliche Research Day Event

00:26:19
Speaker
Wir haben ja auch einmal im Jahr eine Highlight-Fanstalten, die ja auch passenderweise genauso heißt wie eure Kompetenzgruppe, nämlich den Research-Tag Events, der auch einmal im Jahr stattfindet und der am Ende nochmal das
00:26:30
Speaker
ein Stück weit versucht zusammenzubringen, diese Netzwerkgedanken, neue Impulse, die wir ja vor allem aus der Forschung dann von Forschenden bekommen, von Leuten aus der Wissenschaft, aus den Unis, die wir dort ja explizit nochmal hervorheben und dann auch auszeichnen.
00:26:47
Speaker
Insofern, das ist ja auch jedes Jahr eine tolle Veranstaltung, wo am Ende das kumuliert, was übers Jahr sozusagen passiert.
00:26:55
Speaker
Und wo natürlich jetzt schon ich gerne Werbung für mache, sich diesen Termin freizuhalten.
00:27:02
Speaker
Andreas und ich durften ja dieses Jahr ein bisschen mit bei der Gestaltung des Tages.
00:27:06
Speaker
Wir haben uns sehr gefreut da und es war dann auch ein bisschen aufregend, weil wir beide so sagen, oh, was müssen wir machen?
00:27:12
Speaker
Oh Gott, okay.
00:27:13
Speaker
Na gut, aber es ist ganz cool mit dem Team von der GIF dann halt das so auszudenken und zu überlegen, was spannende Themen sein können und wie man das macht und so.
00:27:21
Speaker
Und deswegen freue ich mich auch schon sehr auf diesen Tag, der aber ja noch ein bisschen hin ist.
00:27:26
Speaker
Der ist noch ein bisschen hin.
00:27:27
Speaker
Richtig.
00:27:28
Speaker
Dieses Jahr im Dezember, letztes Jahr war es im November, dieses Jahr ein bisschen später und dann wieder in Frankfurt in diesem Jahr.
00:27:34
Speaker
Letztes Jahr war es in Berlin.
00:27:35
Speaker
Ich hatte die große Ehre, den Tag moderieren zu dürfen.
00:27:38
Speaker
Es hat mir vor allem deswegen Spaß gemacht, weil ich aus Berlin komme und insofern erstmalig und wahrscheinlich vielleicht auch letztem Malig in Berlin stattgefunden hat.
00:27:46
Speaker
Aber ich gebe zu, Frankfurt ist natürlich the place to be gerade in unserem Bereich und ich glaube, das kannst du bestätigen.
00:27:52
Speaker
Da passiert natürlich mit Abstand das meiste in unserem Segment.
00:27:55
Speaker
Merken wir auch, am einfachsten auch zu erreichen.
00:27:58
Speaker
Unsere Kompetenzgruppe trifft sich auch sehr gerne in Frankfurt, weil es für alle außer überall am einfachsten zu erreichen ist.
00:28:04
Speaker
Ich würde auch lieber öfter in Berlin, aber ja.
00:28:09
Speaker
Gut, zumindest unser Podcaststudios in Berlin.
00:28:12
Speaker
Also insofern, auch da haben wir es geschafft, da genügend Anziehungskraft zu entwickeln, dass wir immer wieder tolle Gäste haben wie dich heute.
00:28:20
Speaker
Wir wollen noch mal ein bisschen schauen, das Thema Research ist natürlich per se dazu geeignet, Dinge immer wieder fortzuführen, weiterzuentwickeln und nie stehen zu bleiben.
00:28:29
Speaker
Das liegt quasi in der DNA des Researches drin.
00:28:34
Speaker
Wo ist denn so deine...
00:28:38
Speaker
wo es dahin geht.
00:28:38
Speaker
Wir haben vorhin schon ein bisschen über diese Komplexität gesprochen, die durch AI oder KI entstanden ist, die ja doch wirklich jetzt in den letzten Monaten, kann man sagen, nochmal eine extrem neue Dynamik aufgenommen hat, einfach dadurch, dass Tools inzwischen verfügbar sind, die wirklich jeder nutzen, jeder anwenden kann, die wirklich überraschende Ergebnisse schon
00:29:01
Speaker
Also da ist ja jeden Tag irgendwas Neues, was passiert.
00:29:05
Speaker
Aber was ist denn das für eine Entwicklung?
00:29:07
Speaker
Wie fühlt denn sich das für euch an?
00:29:09
Speaker
Wie wertet ihr denn das in eurer Arbeit mit ein?
00:29:12
Speaker
Also es ist ja ein bewegliches Ziel, auf das man da zielt.
00:29:18
Speaker
Wie geht man mit sowas um, wenn man gleichzeitig, und das ist ja ein Giftthema, belastbare, konsistente und mittelfristig nutzbare Dinge erarbeiten möchte?
00:29:28
Speaker
Wie preist ihr sowas ein?
00:29:30
Speaker
Und wo ist die Idee bei dir, wo es dahin geht, auch in der Arbeit des Researches?
00:29:34
Speaker
Ja,
00:29:41
Speaker
Das ist also im Moment ist es vor allem ein gutes Werkzeug, um schon gutes Research noch besser zu machen.
00:29:50
Speaker
Die eigenen, wir sagen immer die eigenen Stärken, stärken kann man damit sehr gut.
00:29:56
Speaker
Ich glaube auch, dass es ultra wichtig ist, jetzt für uns alle möglichst dran zu bleiben an den Entwicklungen, viel auszuprobieren, zu gucken, wie weit kann man gehen, was funktioniert, was funktioniert nicht.

Balance zwischen Innovation und Grundlagenforschung

00:30:09
Speaker
Gleichzeitig aber, wie das, was du sagst, mit den belastbaren Daten und den Modellen immer noch darauf zu fokussieren und zu vertrauen, worauf es ankommt.
00:30:21
Speaker
Also was sind die wichtigen Sachen, auf die ich immer achten muss und das muss ich mit dem Excel quasi genauso anschauen, als wenn ich es jetzt in LMM reinstecke und
00:30:32
Speaker
Ich glaube, da muss man einfach neugierig bleiben, was ja per se der Researcher ist.
00:30:36
Speaker
Er ist ja neugierig, er guckt ja, denkt quer, guckt über verschiedene Sachen.
00:30:39
Speaker
Ich glaube, da kann man auch gut mal eine Diskussion mit JGBT führen.
00:30:43
Speaker
Warum, wieso wollen wir mal da lang laufen und dann funktioniert es, glaube ich, ganz gut.
00:30:48
Speaker
Wir nutzen es auch sehr viel.
00:30:50
Speaker
Da haben wir auch eine Umfrage in unserer Kompetenzgruppe gemacht.
00:30:54
Speaker
Im Moment vor allem für textliche Bearbeitung, für Übersetzungen, beim Schreiben helfen.
00:31:01
Speaker
Machine Learning machen einige, aber noch nicht viele die Modelle damit.
00:31:07
Speaker
Aber trotzdem dieses
00:31:10
Speaker
Ein Gefühl, dass man ersetzt werden kann, ist schon auch vorhanden, glaube ich.
00:31:15
Speaker
Also da haben alle jetzt schon mal so, man merkt es ja auch selber, wie schnell, könntest du ja jetzt sagen, JGBT, gib mir mal eine Standortbeschreibung für oberschöne Weide und dann hast du die, da brauchst du ja kein Researcher mehr drüber, was du früher natürlich manuell gemacht hast.
00:31:35
Speaker
Es war ja im Grunde klar, dass wir da mal hinkommen.
00:31:37
Speaker
Wir haben auch schon bei Wüßpartner schon lange so Standard-Makrolagentexte für alle Gemeinden.
00:31:41
Speaker
Da braucht keiner mehr was schreiben.
00:31:45
Speaker
Das ist auch gut, weil dann kannst du dich wieder fokussieren auf die wirklich wichtigen Sachen, wo du halt selber kreativ sein kannst, mal denken kannst und nicht mehr so diese Standardarbeiten, was ja eh begrenzt Spaß macht, zu machen.
00:31:57
Speaker
sag ich jetzt mal.
00:31:59
Speaker
Aber na klar musst du es aushalten, dass du halt mitten in so einem Wandel steckst.
00:32:02
Speaker
Und alles, also im Grunde ist ja alles möglich.
00:32:06
Speaker
Ich sage jetzt heute, das ist ein Werkzeug, um gutes Research besser zu machen, aber ich weiß nicht, ob es in drei Wochen immer noch das Werkzeug ist, weil so viel passiert.
00:32:14
Speaker
Und es kann natürlich auch wieder rückwärts gehen.
00:32:15
Speaker
Man muss sich jetzt nur überlegen, das funktioniert ja vor allem so gut,
00:32:20
Speaker
Weil viele Daten halt super gut zugänglich waren im Internet.
00:32:23
Speaker
Und wenn wir jetzt überlegen, dass auch über Google und die ganzen Homepages und so mit den Anzeigen, da wurde ja total viel passiert.
00:32:30
Speaker
Wenn das jetzt alles nicht mehr funktioniert, müssen sich die Unternehmen ja was Neues überlegen.
00:32:34
Speaker
Und dann könnte es schon sein, dass der Zugang zu Daten viel krasser limitiert wird.
00:32:38
Speaker
Und dann kann man sich auch wieder fragen, kann denn die Entwicklung noch so schnell weitergehen oder nicht?
00:32:43
Speaker
Und deswegen ist es gerade ein super Scheidepunkt.
00:32:47
Speaker
Man sieht es auch mit den Beschäftigten.
00:32:50
Speaker
Da geht es ja vor allem auch mehr, dass so einfache Sachen jetzt wegfallen, aber die neuen, die sich glaube ich daraus entwickeln, wo du eben mit AI neue Dinge entwickelst, da noch nicht richtig die Profile auch klar sind, aber die werden auch noch kommen und das ist jetzt einfach, ich glaube, man muss offen sein, Neues zu lernen und dann wird es gut.

Zukünftige technologische Fortschritte und kreative Prozesse

00:33:13
Speaker
Das finde ich erstmal sehr schön, das würde ich so stehen lassen.
00:33:16
Speaker
Aber tatsächlich, es gibt ja erste Anzeichen, dass es in die Richtung geht, dass Daten wieder bewusst verknappt werden, weil man einfach verstanden hat, wie aktuell der Hase läuft.
00:33:25
Speaker
Und es gibt ja nun diese unzähligen Geschichten, dass man eben quasi jedes Buch der Welt inzwischen Autovervollständigen lassen kann durch KI, also durch LLMs.
00:33:36
Speaker
Warum?
00:33:36
Speaker
Weil sie eben alles schon einmal verfrühstückt haben.
00:33:39
Speaker
Die spannende Frage ist, ab wann und werden wir jemals zu diesem Zeitpunkt kommen, wo eine LLM oder dahinter steckende Technologie wirklich selber auch Dinge kreieren wird, was ja aktuell nicht der Fall ist.
00:33:49
Speaker
Sondern wir reden ja immer über einen Fundus an Daten, der ausgewertet und interpretiert wird.
00:33:55
Speaker
Ein Muster, was erkennt.
00:33:56
Speaker
Und da sind wir Menschen eben dem zum Glück voraus, indem wir eigene Ideen entwickeln, die dann vielleicht am Ende des Tages heute noch den Unterschied machen.
00:34:05
Speaker
Spannend wird halt
00:34:07
Speaker
sein zu sehen, ob man vielleicht auch durch neue Technologien befeuert, wie Quantencomputing, dann wirklich mal Kreativität im wahrsten Wurzeln, Eigenkreationen sehen wird.
00:34:19
Speaker
Stand heute, zumindest meines Wissens ist es noch nicht der Fall, aber es kann ja kommen, wie du auch sagst, und dann sind wir natürlich
00:34:26
Speaker
in einer ganz anderen Position, das vielleicht eher beobachten.
00:34:29
Speaker
Und dann ist die Frage, wo geht da die Reise hin?
00:34:32
Speaker
Aber wir schweifen ein bisschen ab, es wird dann philosophisch.
00:34:34
Speaker
Genau, das ist aber immer bei dem Thema so, habe ich schon ganz aufmerksam gestellt.
00:34:37
Speaker
Man kommt ganz schnell in diese philosophische Ecke.
00:34:39
Speaker
Absolut.
00:34:40
Speaker
Automatisch.
00:34:41
Speaker
Aber ich finde auch, Philosophie und Research passen wunderbar zusammen, denn auch da muss man ab und zu mal über den Tellerrand hinaus weiterdenken und Dinge interpretieren vor allem.
00:34:50
Speaker
Und das ist ja das, was euch dann in dem Bereich ausmacht.
00:34:53
Speaker
Wo siehst du denn aktuell so Trends im Research?
00:34:56
Speaker
Was beginnt dir aktuell sehr oft?
00:34:58
Speaker
Sicherlich auch jetzt beratend in dem Einsatz von Technologie, aber darüber hinaus, was sind vielleicht auch noch so blinde Flecken auf der Landkarte im Research-Bereich, wo du sagst, oh, da hat sich bis dato kaum jemand mit beschäftigt.
00:35:11
Speaker
Wir sehen jetzt aber gerade, dass da verstärkt was passiert.
00:35:14
Speaker
Vielleicht auch natürlich nach Krisen intendiert für einzelne Asset-Klassen.
00:35:20
Speaker
Siehst du da spezielle Entwicklungen, die du vielleicht mal uns mitgeben kannst?
00:35:24
Speaker
Im Sinne von Modellen, Daten oder Markt?
00:35:29
Speaker
Zum Beispiel, also dass man sagt, man versucht neue Research-Ansätze zu wählen oder einfach Research da erst fundierter durchzuführen, wo er bis dato eben nicht so stark stattgefunden hat.
00:35:40
Speaker
Auch das ist ja ein spannendes Thema.
00:35:42
Speaker
Ich kann mir vorstellen, dass immer noch nicht alles sozusagen grundlagenbasiert existiert.
00:35:48
Speaker
Das stimmt.
00:35:49
Speaker
Man kann, glaube ich, noch viel machen.
00:35:51
Speaker
Was halt spannend ist, ist auch wieder im Zusammenhang mit neuen Technologien, wie man im Grunde Bestandserhebungen machen kann durch Luftbildauswertung, dass man darüber monitoren könnte, wie sich Städte Bautätigkeiten tatsächlich entwickeln, weil das ist ja immer noch ein Thema, was wir in Deutschland haben.

Herausforderungen bei der Datensammlung in der Immobilienbranche

00:36:10
Speaker
dass wir halt nicht eine schöne Gebäudedatenbank haben, wo man genau sieht.
00:36:15
Speaker
Anders als andere Länder.
00:36:16
Speaker
Ja, eben anders als alle anderen Länder.
00:36:18
Speaker
Das ist super schwierig.
00:36:19
Speaker
Da sind wir einerseits von der GIF, aber auch vom Ziel arbeiten wir daran, dass wir das mal vorantreiben, das Thema.
00:36:26
Speaker
Weil eigentlich spannend, dass wir an so einfachen Sachen eigentlich schon scheitern und keiner richtig schön sagen kann, was haben wir denn neben Wohngebäuden noch für einen Gebäudebestand in Deutschland.
00:36:36
Speaker
Und das sind so Themen, wo wir uns als Kompetenzgruppe natürlich auch immer den Kopf und da ist Logistik dann wieder ein Stück weit einfacher, weil da funktioniert Luftbildauswertung schon.
00:36:46
Speaker
Mit Büro kannst du es halt nicht so einfach machen und da sind wir immer noch dran zu gucken, wie kann man das erheben, wie kann man dann Monitoring machen, wenn jetzt wir das mit dem staatlichen Statistik, sage ich mal, jetzt nicht so schnell schaffen.
00:36:58
Speaker
Das ist halt schon die Frage, die alle umtreibt, gerade weil der Büromarkt ja auch
00:37:04
Speaker
in einer Beobachtung steht, nenne ich es jetzt mal.
00:37:11
Speaker
Er hat gerade eine spezielle Phrase.
00:37:13
Speaker
Ja, genau.
00:37:15
Speaker
Und das sind glaube ich so Themen, wo man hingucken muss und wir haben jetzt aber auch nochmal in der Kompetenzgruppe nochmal auch entschieden, nochmal ein Buch zu schreiben über das Immobilienmarkt Research.

Initiative zur Erstellung eines Buches über Immobilienforschung

00:37:28
Speaker
Weil ihr so viel Zeit habt alle.
00:37:29
Speaker
Ja, ich fühle mich auch wirklich fast schlecht, dass ich darüber rede, weil ich glaube ich eine von denen bin, die noch ein bisschen trödelt mit ihrem Kapitel.
00:37:37
Speaker
Aber die Idee war dahinter schon auch, dass wir nochmal sagen wollten, jetzt wo so viel Input und so viele Möglichkeiten sind, wir aber schon nochmal uns auf die Grundlagen besinnen wollen.
00:37:50
Speaker
Nochmal einmal aus unserer Sicht aufschreiben wollen, was ist ein Research, wie funktioniert es eigentlich, was braucht man alles, was gibt es für die Nutzungsklassen zu beachten und solche Sachen, also wie so ein Compendium nochmal zu schaffen.
00:38:02
Speaker
Keine Ahnung, bevor dann alle nicht mehr ein Buch zur Hand nehmen, das ist Quatsch, aber das finde ich voll spannend.
00:38:10
Speaker
Da nochmal auch wirklich so wieder nochmal ein Buch, das war auch wirklich witzig, wir haben auch ein bisschen Späße dran gemacht, wenn wir wirklich noch ein Buch schicken.
00:38:18
Speaker
heutzutage in Zeiten von AI und dann doch, doch, das ist wichtig und dann ist es auch.
00:38:23
Speaker
Und ich glaube, das ist, glaube ich, auch so dieses, es darf beides da sein.
00:38:27
Speaker
Man muss halt einfach auch so ganz schlichte Sachen, glaube ich, funktionieren auch immer noch, dass man halt mal durch den Block läuft und mit einem Stift und Papier was aufnimmt.
00:38:35
Speaker
Man darf das nicht mehr ausschließen, nur wenn man denkt, jetzt muss alles digital sein.
00:38:41
Speaker
Also man muss da, glaube ich, einfach auf dem Kopf bleiben und alte Methoden und neue Methoden kommen.
00:38:47
Speaker
Finde ich sehr schön, würde ich unterschreiben.
00:38:48
Speaker
Und es gibt ja dieses gefügelte Wort, wenn du halt einen analogen Prozess einfach nur digitalisierst, denn der war vorher schon, dann ist er danach auch genauso nur digital.
00:38:58
Speaker
Das wollen wir gerade nicht.
00:38:59
Speaker
Also was gut funktioniert und dann auch gerne eine Kombination.
00:39:03
Speaker
Und in mir findest du einen großen Verfechter der alten, traditionierten Bücher.
00:39:09
Speaker
Ich bin da ein großer Freund von.
00:39:12
Speaker
Insofern glaube ich auch daran, dass unsere Gesellschaft und auch unsere Kultur ohne Bücher auch künftig nicht funktioniert, egal welcher Couleur sie sind.
00:39:23
Speaker
Nichtsdestotrotz, ich kann den Gedankengang verstehen, es fühlt sich manchmal etwas anachronistisch an.
00:39:29
Speaker
Umgekehrt müssen wir dann einfach sagen, okay, da hat die LLM dann wieder neues Futter, wenn ihr euer Buch geschrieben habt.
00:39:35
Speaker
Also insofern, wir kommen dann nicht nur über die GIF, sondern die Allgemeinheit kommt dann über euer Buch in den Genuss.
00:39:42
Speaker
Da gibt es AGBs, die dürfen nie hochgeladen werden.
00:39:46
Speaker
Okay, das machen wir nicht, aber dann haben wir alle das Research-Wissen, was ihr jetzt vorhin... Wie ist da die Zeitplanung, wenn ich fragen darf?
00:39:54
Speaker
Was ist da so der... Wir sind in den finalen Zügen, es wird alle Kapitel jetzt eingesammelt und geschrieben und im Sommer haben wir ein Buch.
00:40:06
Speaker
Sehr schön.
00:40:07
Speaker
Wir freuen uns alle.
00:40:08
Speaker
Wir werden natürlich fleißig darüber berichten und kommunizieren über alle Kanäle, die der GIF zur Verfügung stehen, so wie immer.
00:40:14
Speaker
Weil gerade aus unserem Verein heraus Dinge nach draußen zu tragen, ist natürlich eine Herzensangelegenheit.
00:40:22
Speaker
Und wie du selber sagst, und das kann ich nur bestätigen, da ist, glaube ich, die GIF als Plattform wirklich sehr, sehr gut für geeignet.
00:40:29
Speaker
Weil die Menschen, die da zusammentreffen, und das erlebe ich jeden Tag, einfach Lust haben, die Dinge zu tun, die sie da machen und nicht gezwungen werden dazu.
00:40:38
Speaker
Und ich glaube, es macht einen entscheidenden Unterschied.
00:40:40
Speaker
Auch am Ende in der Freude und das wiederum zeigt sich im Ergebnis.
00:40:45
Speaker
Also insofern, wenn wir gerade beim Thema Buch sind und bei Lesen,
00:40:49
Speaker
Weil mir ist es ja immer so in unserem Podcast, dass ich gerne nochmal einen kleinen Takeaway bringe, der dann sich so darstellt, dass ich dich frage, was du denn Spannis in der letzten Zeit gelesen hast.

Bedeutung von Teamdynamik für Lernen und Entwicklung

00:41:04
Speaker
Und dann meine ich da nicht einen Roman oder nichts gegen Romane, aber vielleicht ein Buch oder eine Veröffentlichung oder was auch immer, wo du sagst, ach, das fand ich jetzt doch ziemlich spannend und ich könnte mir vorstellen, dass das gar nicht so allgemein bekannt ist.
00:41:21
Speaker
Hättest du da irgendwas auf Lager, wo du sagst, schaut da mal rein oder lest das mal?
00:41:26
Speaker
Das ist eine gute Frage.
00:41:28
Speaker
Könnte auch eine eigene Studie von euch sein oder von Agif oder irgendwas, wo du sagst, das hat mich überrascht.
00:41:36
Speaker
Ja, ich mache das mit meinem Team immer, in unserem Team-Meeting.
00:41:41
Speaker
Da muss eigentlich auch jeder immer dann erzählen, was hat da Spannendes gelesen, was für die anderen.
00:41:46
Speaker
Das ist total krass, wenn man dann immer merkt, Gott, ich habe so viel gelesen, aber was war jetzt nochmal das Spannendste?
00:41:52
Speaker
Weil jetzt glaube ich mittlerweile so viel ist, was man an Input kriegt.
00:41:55
Speaker
Deswegen finde ich die Frage gerade ein bisschen tschuldig.
00:41:58
Speaker
Schwierig, weil ich glaube auch, wir lesen viel, ich lese auch gerade viel, gerade Richtung AI, was da passiert, lauter Papers, alles, was man so finden kann, wo die Entwicklung gerade hingeht.
00:42:09
Speaker
Das ist aber jetzt, glaube ich, nicht so spannend.
00:42:12
Speaker
Ich bin dann auch wieder eher der Buchmensch noch.
00:42:16
Speaker
Und habe dann, das ist aber mehr ein Sachbuch.
00:42:19
Speaker
Erzähl mal ruhig.
00:42:19
Speaker
Okay, Wissenschaft des Erfolgs gelesen und das war nochmal ganz spannend.
00:42:25
Speaker
Da geht es halt darum, wie du Sachen lernen kannst und dich verbessern kannst und...
00:42:31
Speaker
Da waren halt nochmal so spannende Erkenntnisse drin, dass du halt schon im Team, das wichtig ist, im Team zu sein und dich gegenseitig anzufeuern, weil dadurch kannst du die besten Ergebnisse erzielen und über dich hinaus wachsen, wenn du es mit anderen zusammen machst.
00:42:45
Speaker
Oder auch haben sie so Leute gehabt, die Sprachen gelernt haben, die das eigentlich nicht sprachbegabt waren, aber trotzdem jetzt mega viele Sprachen können.
00:42:52
Speaker
Und da war dann halt der Effekt, dass es am besten geht, wenn du es einfach sprichst und mega viele Fehler machst.
00:42:57
Speaker
Das ist nicht so schlimm, aber dadurch lernst du halt am schnellsten.
00:43:00
Speaker
und sich nicht abschrecken zu lassen.
00:43:04
Speaker
Und das fand ich also ein mega gutes Buch, um es noch so ein bisschen zu verstehen, wie wir Menschen lernen und uns Themen erarbeiten und dass es halt nicht eigentlich so ein
00:43:15
Speaker
so Standard ist, wie du es denkst, in der Schule gelernt zu haben.
00:43:17
Speaker
Also dass es da schon noch neue Erkenntnisse gibt, die das alles ein bisschen besser noch machen oder leichter zu verstehen, wie man neue Sachen erarbeitet.
00:43:24
Speaker
Das fand ich ganz cool.
00:43:26
Speaker
Hört sich sehr interessant an.
00:43:27
Speaker
Also das Buch werden wir auf jeden Fall in den Shownotes verlinken, weil da sind wir mal sehr, sehr dankbar für, für so eine Themen.
00:43:33
Speaker
Und die müssen ja auch nicht originär was mit unserer Branche zu tun haben, aber spannend einfach Erkenntnis.
00:43:37
Speaker
Lernen ist ja unser Thema.
00:43:39
Speaker
Definitiv.
00:43:39
Speaker
Lernen ist sowieso Research, aber Lernen ist für jeden gut, würde ich jetzt mal behaupten.
00:43:45
Speaker
Vielleicht auch eine Empfehlung für unser Schulsystem, dass der ein oder andere mal reinschaut, um, wie du sagst, vielleicht auch die Grundlagen ein bisschen zu adjustieren.
00:43:53
Speaker
Ganz kurz, ganz spannend.
00:43:55
Speaker
Entschuldigung, wenn ich es noch teasern kann.
00:43:56
Speaker
Immer.
00:43:58
Speaker
Wo du das Schulsystem gesagt hast, ist nämlich spannend, dass wir das auch untersucht haben, wie die Schule uns prägt und gerade auch die Grundschule prägt.
00:44:06
Speaker
Und dass es nämlich total wichtig ist, dass du am Anfang in den Jahren immer den gleichen Lehrer behältst.
00:44:14
Speaker
In den USA haben sie wohl jedes Jahr einen anderen Lehrer gehabt und das ist nicht so gut, weil wenn du dich länger kennst, also der Lehrer das Kind länger kennt, dann stempelt er dich nicht gleich komisch ab, wenn du eine Sache jetzt mal nicht kannst, weil er weiß schon vom letzten Jahr, dass du eigentlich die anderen drei Themen total gut konntest.
00:44:32
Speaker
Und wenn du jetzt hier Probleme hast, ist er dir wohlwollender, dir das dann trotzdem beizubringen, weil er weiß, und das war ich total krass, da dachte ich so, Mann, wie krass, ja, man muss, wenn man dann anders auf den Menschen vor dir eingeht, wenn du ihn schon ein bisschen besser kennst, deswegen ist es auch wichtig, dass man in der Zusammenarbeit sich kennenlernt und weiß, was einem leicht fällt und was nicht.
00:44:52
Speaker
Da schließt sich dann wieder der Kreis zur Loyalität, nicht wahr?
00:44:57
Speaker
Und zu langfristigen Commitments, die ja auf gegenseitigem Vertrauen auch basieren.
00:45:02
Speaker
Also insofern bestätigt es dann so ein bisschen die These und ist auch sozusagen ein Vorbild für Dinge.
00:45:08
Speaker
Nicht für jeden natürlich geeignet, aber ich glaube in Summe nicht das schlechteste Modell, vermutlich.
00:45:13
Speaker
Und es klingt plausibel tatsächlich, ja.
00:45:15
Speaker
Ja, fand ich auch.
00:45:16
Speaker
Und da kommt dann wieder der Kontext ins Spiel.
00:45:21
Speaker
der eben nicht da wäre, wenn ich immer nicht oder nur geringfügig kenne.
00:45:26
Speaker
Und das ist das, glaube ich, was uns, diesen Kontextschatz, den wir haben, wir nennen es Erfahrung, der uns eben noch abhebt von den Maschinen.
00:45:34
Speaker
Noch.
00:45:36
Speaker
Ich hoffe noch eine ganze Weile.
00:45:37
Speaker
Also ich bin da eher, sagen wir mal so, ich bin offen für Neues, aber ich bin trotzdem optimistisch, dass die Welt nicht untergehen wird.
00:45:44
Speaker
Ja, das bin ich auch.
00:45:46
Speaker
Oder?
00:45:46
Speaker
Also insofern, das halten wir mal fest als Ausblick, als Perspektive.
00:45:51
Speaker
Die Zeit ist sehr schnell vergangen mit dir, liebe Annika.
00:45:54
Speaker
Ich habe mich sehr gefreut, dass du heute unser Gast warst in unserem MitGIF-Podcast in der aktuellen Episode.
00:46:00
Speaker
Und ich hoffe, wir konnten so ein kleines Schlaglicht setzen auf das Thema Research per se, vielleicht auch dem ein oder anderen ein bisschen Lust machen, da mal reinzuschauen.
00:46:08
Speaker
Gerne mal in die Gruppe kommen.
00:46:09
Speaker
Wir freuen uns.
00:46:32
Speaker
Insofern, ich danke dir vielmals für die Insights.
00:46:34
Speaker
Schön, dass ich da sein durfte.
00:46:36
Speaker
Hat mich sehr gefreut und ich würde sagen, bis bald.
00:46:38
Speaker
Bis bald.
00:46:39
Speaker
Danke.
00:46:40
Speaker
Ciao.
00:46:40
Speaker
Ciao.
00:46:41
Speaker
Das war Mitgift, der forsche Podcast der GIF.
00:46:44
Speaker
Mehr Infos gibt es unter gif-ev.de.
00:46:54
Speaker
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