Transcript
Speaker: Willkommen bei MitGift, dem Podcast der GIF, Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung.
Speaker: Fakten fundiert erklären, frische Fragen stellen, Forschung fördern.
Speaker: MitGift macht Komplexes verständlich, fokussiert auf das Wesentliche und geht forsch voran.
Speaker: Weil das aktuelle Problem ist ja, ChatGPT vergisst sofort alles.
Speaker: Und dann sagen sie, nähe, mit dieser Architektur wird ChatGPT sich ganz viele Sachen merken können.
Speaker: Wir sagen, Technologie ist nie ein Selbstzweck, sondern die hilft immer nur, gewisse Ziele zu erreichen, die man sich gesetzt hat im Unternehmen an sich.
Speaker: Außer Kontrolle mache ich mal ein Beispiel.
Speaker: Da gibt es ein paar Simulationen, die auch geschrieben wurden.
Speaker: Heißt, dass China und die USA sich
Speaker: einen ruinösen Wettbewerb irgendwie leisten.
Speaker: Darum, wer die schlimmste, in Anführungszeichen, also die mächtigste KI erzeugen kann, dann auch natürlich militärisch.
Speaker: Und hier ist Ihr Host, Stefan Stüdemann.
Speaker: Herzlich willkommen oder willkommen zurück zur neuen Folge von MitGIFT, dem Podcast der GIF, Gesellschaft für Mobilität und wirtschaftliche Forschung.
Speaker: Ich habe heute die große Freude und Ehre, einen Gast ankündigen zu dürfen, der, ja, ich glaube, der
Speaker: Branche sehr gut bekannt ist.
Speaker: Nichtsdestotrotz werden wir natürlich gleich nochmal auf seine Person etwas näher eingehen und vor allem auch die Themen beleuchten, die ihn mit der GIF verbinden.
Speaker: Ich bin sehr, sehr gespannt.
Speaker: Sage aber zunächst herzlich willkommen, Dr. Christoph Reutzmann.
Speaker: Hallo Christoph, grüße dich.
Speaker: Hi Stefan.
Speaker: Schön, dass du da bist.
Speaker: Freue mich sehr.
Speaker: Danke für die Einladung.
Speaker: Sehr, sehr gerne.
Speaker: Wir wollen heute ein bisschen entspannt plaudern über...
Speaker: Deine Person über die Rolle, die du seit einiger Zeit innehast bei der GIF.
Speaker: Du engagierst dich ja hier, wie genau, das werden wir gleich noch gemeinsam detailliert begutachten.
Speaker: Und ich glaube, ohne Umschweife sagen zu dürfen, dass man dich auch in der Branche relativ gut kennt.
Speaker: Du bist kein unbeschriebenes Blatt, du hast eine
Speaker: Sehr lange Historie.
Speaker: Ich würde dich dann gleich einmal bitten, kurz ein paar Stationen deiner bisherigen Laufbahn für uns darzulegen.
Speaker: Ich kenne sie, aber der ein oder andere Zuhörende da draußen vielleicht noch nicht.
Speaker: Insofern, vielleicht fangen wir mal mit deiner Person an, erzähl doch mal kurz ein paar Worte zu dir.
Speaker: Sehr gerne.
Speaker: Also ich bin Christoph Holzmann, habe eine Frau, zwei Kinder, wohne in Berlin und komme ursprünglich aus Hamburg.
Speaker: Das Thema Immobilien hat mich eigentlich schon immer umgetrieben.
Speaker: Das mache ich schon eigentlich seit dem Studium und eigentlich in jeder Station, die ich bis jetzt beruflich hatte.
Speaker: Und da haben sich so ein paar Schwerpunkte im Laufe der Zeit herauskristallisiert.
Speaker: Zum einen habe ich in der Familie eine gewisse Vorbelastung, was so Nachhaltigkeit und Umwelt angeht.
Speaker: Also meine Mutter war Mitgründerin von einer größeren internationalen Umweltorganisation, als sie nach Deutschland kam, Anfang der 80er.
Speaker: Und das beschäftigt mich auch in meinem nächsten Job, das erzähle ich gleich am Ende sozusagen als Cliffhanger.
Speaker: Und ansonsten habe ich halt viel im Bereich Kapitalmarkt gemacht und im Bereich Fondsmanagement und habe dann eben bei der Beos damals den Finanzbereich und den Fondsmanagementbereich mit aufbauen dürfen.
Speaker: Wir sind dann sehr stark gewachsen und da kam irgendwann die Frage, wir können nicht linear einfach mit den Mitarbeitern wachsen, müssen uns auch irgendwie skalieren.
Speaker: Und dann habe ich in 2015 mich eben angefangen mit Digitalisierung zu beschäftigen.
Speaker: Da ist mir dann auch gleich ein Blog in die Pfoten gekommen von Tim Urban.
Speaker: Da ging es damals schon um das Thema Superintelligence und General Intelligence.
Speaker: Und da waren damals schon die Prognosen, dass das uns wirklich kalt erwischen wird, wie sich das Ganze technologisch weiterentwickelt, weil eben an ganz vielen Sachen schon gearbeitet wird und die halt schnell vorankommen.
Speaker: Dann habe ich das in 2016 meinem Team erzählt, wo ich meinte, unsere Zeit verändert sich jetzt, wir müssen uns mitverändern.
Speaker: Und gerade das Finanzteam, die viel mit Regeln und Zahlen machen, müssen uns eben weiterentwickeln.
Speaker: Und ich habe dann damals auch nochmal studieren wollen, habe parallel Kurse im Programmieren gemacht und einfach relativ viel mitgenommen.
Speaker: Habe das Studium dann gleich wieder aufgeben müssen, als wir die Beos verkauft haben, weil das passte nicht zu meinem CFO-Job.
Speaker: Und habe es aber dann tatsächlich weiterverfolgt und jetzt auch zuletzt nochmal studieren dürfen, ein Jahr lang in den USA.
Speaker: Nach der BEOS kam dann die Union Investment.
Speaker: Da habe ich dann nochmal so richtig die strukturierte, gesamtheitliche Perspektive kennengelernt, wie man halt eben ein großes Unternehmen transformieren kann.
Speaker: Und das hat auch viel Spaß gemacht.
Speaker: Es gab ja auch ein paar dynamische Zeiten in der Zeit.
Speaker: Zuerst großer Aufbau bis 2022, dann wieder ein bisschen Seitwärtsbewegung bis Rückbau.
Speaker: Und dann habe ich gesagt, jetzt mache ich es halt wirklich nochmal.
Speaker: Setze ein Jahr aus, gehe ans MIT in den USA und studiere da eben nochmal digitale Transformationen.
Speaker: Das war dann zum Teil halt hier mit Remote und zum Teil halt vor Ort.
Speaker: Und das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.
Speaker: Da habe ich wirklich viel mitgenommen, auch von der ganzen Kultur her, von der Perspektive.
Speaker: Und das versuche ich jetzt ein bisschen eben in die GIF mitzubringen, ein bisschen auch in meinen nächsten Job mitzubringen.
Speaker: Und vielleicht da noch ganz kurz, im nächsten Job bin ich jetzt der Geschäftsführer von Undenser.
Speaker: Das ist ein Unternehmen, das ich mit in der GIF,
Speaker: getische Sanierung von Mehrfamilienhäusern beschäftigt und da ich auch noch den Technologieteil verantworte, kann ich eben auch die Technologie da einbringen.
Speaker: Das vielleicht so ganz kurz zu mir.
Speaker: Ich hoffe, es war nicht zu lang.
Speaker: Fantastisch.
Speaker: Also mir ist eben nochmal und auch schon im
Speaker: Vorbereitungsthema bewusst geworden, dass du eigentlich eine perfekte Schnittmenge für unsere GIF bist, denn du beschäftigst dich aus der Branche heraus schon sehr, sehr lange mit den relevanten Themen.
Speaker: Vielleicht ergänzend dazu bei Union Investment, du hast du COO und hast natürlich entsprechend auch die Strukturen verantwortet.
Speaker: Und dann zum MIT, da natürlich auch, ich habe da noch Fragen zu, da kommen wir gleich noch drauf.
Speaker: Aber das ist eigentlich eine tolle Kombination, also ein Stück weit ist ja was uns als GIF ausmacht, eben diese Verbindung, diese Brücke, wie wir sie nennen, zwischen Forschung, Grundlagenthematik und dann eben in die Branche reinbringen und die Branche auch weiterbringen.
Speaker: Und das personifizierst du, wenn ich das so sagen darf, mit deiner Vita tatsächlich ziemlich gut.
Speaker: Dieses Auslandsthema bzw.
Speaker: MIT in den USA ist natürlich super spannend.
Speaker: Ich meine, wer kennt MIT nicht?
Speaker: Das ist sozusagen immer das, woran man als erstes denkt, wenn man in hochkarätigen wissenschaftlichen Dimensionen denkt und dann noch drüben.
Speaker: Mich würde mal interessieren, vielleicht ganz kurz, ohne das auszudehnen, wie war denn das Erlebnis?
Speaker: Du warst ja auch, glaube ich, zwei- oder dreimal physisch drüben.
Speaker: Wie war denn so?
Speaker: Wie fühlte sich das in der aktuellen Zeit an, ohne zu politisch zu werden?
Speaker: dort drüben sozusagen dann diesen wissenschaftlichen Exkurs zu machen.
Speaker: Also ich glaube, zum einen ist es faszinierend, wenn man da studiert und wir haben jetzt ja nicht Vollzeit da studiert, aber wenn man eben mitbekommt, wie die Studenten vor Ort da reingeführt werden, dass die von vornherein ab der Woche eins darauf gedrillt werden, den Status quo in Frage zu stellen, neue Wege zu finden und Dinge anders zu machen.
Speaker: Die werden teilweise schon in den ersten Wochen mit einer Aufgabe versehen, wo sie eine Achterbahn bauen müssen aus Holz,
Speaker: die am Ende aber von den offiziellen Behörden abgenommen werden muss.
Speaker: Das heißt, sie wissen, dass sie eben da eine harte Benchmark haben.
Speaker: Die müssen auch das Geld teilweise noch mal fundraisen innerhalb kurzer Zeit.
Speaker: Das ist so ein Aspekt.
Speaker: Dann sagen sie, bitte geht nicht kellnern.
Speaker: Wir möchten, dass ihr hier gleich im Research anfangt mitzuarbeiten.
Speaker: Da zahlen wir euch auch als Uni.
Speaker: Da kriegt ihr dann praktisch ein ähnliches Gehalt.
Speaker: Aber ihr lernt dann gleich schon am Tag eins,
Speaker: Die werden in Dorms mit Leuten zusammengepackt, die ähnlich ticken wie sie, mit ähnlichen Interessen.
Speaker: Die gehen in Clubs, wo sie dann halt praktisch versuchen, das nächste E-Auto zu bauen, was dann noch einen Kilometer länger fährt als das letzte E-Auto, was in dem Club gebaut wurde und so.
Speaker: Das heißt, die werden von vornherein drauf gedrillt, was besser zu machen und irgendwie weiterzudenken.
Speaker: Und das ist total faszinierend, wenn man das sieht.
Speaker: Es gab dann auch teilweise den klischeehaften Roboterhund, der dann von Studenten auf dem Campus rumgeführt wurde und der musste dann über Stöckchen springen oder über Widerstände.
Speaker: Und damit haben sie dann halt getestet, ob sie den richtig programmiert hatten, ob der funktioniert eben.
Speaker: Und das ist schon faszinierend.
Speaker: Also sicherlich gibt es das auch hier in Deutschland, aber halt wahrscheinlich nicht so forciert, wie es glaube ich in den USA jetzt einfach vorhanden ist.
Speaker: Sehr spannend, vielen Dank.
Speaker: Hat mich sehr interessiert, wie sich das anfühlt, auch diese Unterscheidung natürlich, vielleicht in Teilen auch kulturell, aber vorher in meiner Forschungslandschaft, also schon sehr gezielt, sehr unterstützend auch.
Speaker: Und man kann sagen, wahrscheinlich auch noch ein Stück weit wirklich anders als hier.
Speaker: Mal schauen, wie weit wir da hier auch kommen oder ob sich das generell angleicht.
Speaker: Also vielleicht auch ein spannendes Thema mal für die GIF für später.
Speaker: Du warst dann an der MIT damit beschäftigt, deine KI-Skills weiterzuentwickeln, auszuentwickeln oder vielleicht kannst du dazu noch ganz kurz sagen, was war das Ziel dahinter und was bist du jetzt dann?
Speaker: Genau, das ist ein Programm, das nennt sich Chief Digital Officer.
Speaker: Das ist typischerweise in der Geschäftsführung oder im Vorstand die Person, die für digitale Transformation zuständig ist.
Speaker: Und da haben wir im Prinzip ein Jahr lang ein Projekt entwickelt, parallel, was eben alle Skills, die wir gelernt haben, abgebildet hat.
Speaker: Das war auch ganz interessant, weil wir da eine Plattform gebaut haben in meiner Gruppe, die Fake News im Bereich Healthcare, also Gesundheitswesen bekämpft.
Speaker: Das hat sich tatsächlich ein bisschen verändert, wie das von der Regierung gesehen wurde, solche Projekte.
Speaker: Das war am Anfang viel positiver als in der neuen Regierung.
Speaker: Und da hat man eben ganz viel auch am Anfang des Studiums auf sich selbst geguckt.
Speaker: Wie komme ich selbst rüber, weil ja eine digitale Transformation auch mit Widerständen umgehen muss.
Speaker: Was sind sozusagen meine Stärken an der Stelle?
Speaker: Wie kann ich auch eine Vision vermitteln, die halt funktioniert und die eben auch dann entsprechend das wiedergibt, was dieses Unternehmen halt macht.
Speaker: Dann haben wir eben viel Technologiegrundlagen gelernt, haben auch viel KI tatsächlich gelernt, also generative KI, wie man die im Unternehmen einsetzen kann, sodass sie halt eine Mehrwert schafft.
Speaker: Haben aber auch Dinge gelernt wie, wie funktionieren die Ebays der Welt, die Amazons der Welt.
Speaker: Und das ist wirklich interessant.
Speaker: Also da merkt man dann plötzlich, dass so ein Apple oder so ein Amazon, dass die eben nicht nur eine Plattform haben, sondern die haben wahrscheinlich dann inzwischen fünf oder sechs oder sieben Plattformen auf ganz verschiedenen Ebenen.
Speaker: Und wie die einen im ganzen Alltag eigentlich umgarnen, das ist schon total interessant.
Speaker: Und natürlich haben wir auch viel über Datenmanagement gelernt.
Speaker: Das ist ja auch immer wieder ein aktuelles Thema in der Immobilienbranche.
Speaker: Zu Recht, ja.
Speaker: Ist auch kein leichtes Thema, aber es ist ein wichtiges Thema.
Speaker: Sehr interessant.
Speaker: Und du hast dann mit einem Zertifikat das Ganze abgeschlossen oder was war sozusagen dann das Ergebnis?
Speaker: Das Ergebnis ist jetzt ein Blended-Zertifikat, was wir dann für ein Jahr bescheinigt kriegen.
Speaker: Wir haben noch für jeden einzelnen Kurs Unterzertifikate und das hat auf jeden Fall viel gebracht.
Speaker: Aber ich habe tatsächlich noch, das war auch ein bisschen, wenn man einmal anfängt, dann ist das manchmal so ein bisschen wie die Büchse der Pandora.
Speaker: Dann habe ich auch noch angefangen, Praktikerkurse in den USA zu belegen, wie man halt wirklich KI dann auch im Unternehmen verwendet.
Speaker: konkret anwendet und von Unternehmensberatern aus den USA, die dann erklären, was sie so im Alltag machen, natürlich anonym.
Speaker: Und genau, da kann man eigentlich fast nicht mehr aufhören zu lernen, weil das eben auch sich so schnell entwickelt.
Speaker: Und auch teilweise, wenn wir den Kurs gerade fertig hatten, hat sich schon einen Monat später die Materie wieder ein bisschen weiterentwickelt, dass man echt denkt, wow, wie passt das jetzt zu dem, was ich gerade gelernt habe und wie wirkt sich das auch im Unternehmen dann aus?
Speaker: Große Herausforderung natürlich, vor der wir alle stehen und du kriegst es natürlich dann doppelt präsentiert.
Speaker: Aber sehr interessant, du bist dann mit diesen Einrücken wieder zurückgekommen und hast gesagt, okay, jetzt frisch wieder gestärkt und gestählt und aufgerüstet mit super vielen neuen Informationen, die wir vielleicht hier noch gar nicht kennen oder nicht verfügbar hatten, rein in die Branche wieder zurück und jetzt alles aufmischen.
Speaker: Und dann bist du zur GIF gekommen und hast gesagt, Mensch,
Speaker: Lass uns doch da mal ein bisschen Bambule machen und lass uns mal das Thema digitale Transformation weiterentwickeln und tatsächlich mal auf eine gewisse Grundlage stellen.
Speaker: Da sind wir jetzt schon mittendrin im Thema, denn darüber wollen wir heute so ein bisschen diskutieren.
Speaker: Wie sieht denn da eigentlich die Arbeit aus?
Speaker: Heute sprechen wir eben genau über deine Kompetenzgruppe, die du als
Speaker: Leiter, verantwortest, digitale Transformation innerhalb der GIF, was da passiert, warum es passiert.
Speaker: Bevor wir da einsteigen, würde mich aber noch mal interessieren, wie bist du denn zu GIF eigentlich gekommen?
Speaker: Also was waren sozusagen deine ersten Bewegungspunkte und was war für dich auch der Antrieb, dich in der GIF hier zu engagieren?
Speaker: Das ist lange, lange her.
Speaker: Das fängt alles an mit Professor Schulte, bei dem ich ja promoviert habe.
Speaker: Und für den war die GIF immer eine wichtige Plattform.
Speaker: Der hat ja auch relativ viel in der Immobilienwirtschaft eben auch Grundlagenarbeit gemacht.
Speaker: Und der hat uns da ermutigt, eben uns zu beteiligen.
Speaker: Und ich habe dann in 2003 angefangen, im Arbeitskreis Risikomanagement die EAIs mitzuentwickeln, die Empfehlungen zur Analyse von Immobilienrisiken, damals unter der Leitung von Karl O. Stingel-Wagner.
Speaker: Und das war tatsächlich interessant.
Speaker: Da war ich damals der Student in dem Kreis oder damals der Doktorand und habe eben da ein bisschen reingeschnuppert.
Speaker: Danach habe ich das immer wieder begleitet, war auch irgendwie auf Veranstaltungen logischerweise, habe es dann aber tatsächlich nicht in jedem Job immer hingekriegt, dann auch da auf jeder Veranstaltung mit dabei zu sein.
Speaker: Dann hatte ich irgendwie auch lange eben eine persönliche Mitgliedschaft und dann war es so, dass die Union Investment meinte, hier werden Sie doch auch Mitglied.
Speaker: Und dann bin ich aber nach der Union Investment dann selbst wieder eingestiegen und habe eben auch gedacht, dass wir da eben noch ein paar Grundlagen schaffen können eben.
Speaker: Und da habe ich gedacht, wo kann man das am besten machen?
Speaker: Habe da auch mit verschiedenen Plattformen halt mich beschäftigt und habe gedacht, wenn irgendwer Grundlagen schaffen kann, die auch glaubwürdig dann in der Branche verbreitet werden, wie jetzt Mietflächengrundlagen, dann ist das eigentlich nur die GIF.
Speaker: Vielleicht sogar dann auch international, weil auch die Art der Organisation, die gibt es ja auch nicht überall.
Speaker: Vielleicht kann auch die GIF dann sogar mal irgendwann international Standard setzen, das wäre natürlich auch schön, ne?
Speaker: Da arbeiten wir natürlich dran und das ist auch eines der Ziele.
Speaker: Nun, Schuster, bleib bei deinen Leistungen.
Speaker: Natürlich wollen wir hier in Deutschland Standards etablieren, aber ja, ich gebe zu, die haben gewisse Strahlwirkungen und tatsächlich gibt es ja auch die Anknüpfung zum Beispiel auch zu Eris und andere Allianzen, die da geschmiedet werden.
Speaker: Natürlich gibt es dann auch in den anderen Ländern.
Speaker: in etwa Pendant-so-GIF, ich will nicht sagen das gleiche, aber ähnliche Konstruktionen, mit denen wir natürlich auch im Austausch stehen.
Speaker: Also der Wunsch ist berechtigt und wird natürlich auch gehört oder es wird versucht, diese Themen weiter zu transportieren.
Speaker: Bleiben wir mal zumindest temporär in Deutschland.
Speaker: Du bist jetzt Leiter der Kompetenzgruppe Digitale Transformation.
Speaker: Erzähl, was macht ihr da?
Speaker: Was habt ihr vor?
Speaker: Womit beschäftigt ihr euch aktuell und wo sind so die ersten Ergebnisse zu erwarten?
Speaker: Gut, du musst mir wahrscheinlich ein Zeichen geben, wenn ich zu weit aushole, aber das ist natürlich ein weites Thema.
Speaker: Also ursprünglich, wo kommt der Gedanke her?
Speaker: Der Gedanke kommt daher, dass, ich habe es ja bei der Beos erlebt und bei der Union Investment Real Estate und das gibt halt eben verschiedene Faktoren, die auf Erfolg von Digitalisierung einzahlen oder eben auf Misserfolg und die sind eben in Unternehmen unterschiedlich ausgeprägt, aber es gibt ein paar Themen, die eigentlich in jedem Unternehmen eine Rolle spielen und
Speaker: Und da muss man glaube ich dazu wissen, um das einzuschätzen, dass so 70, 80 Prozent aller Digitalisierungen nicht die Ziele erreichen, die sie erreichen sollen.
Speaker: Das ist so ein Erfahrungswert von McKinsey.
Speaker: Das gilt eigentlich für alle Arten von Transformationen.
Speaker: Da sind so 70 Prozent, bei Digitalisierung ist es höher.
Speaker: Und da gibt es dann teilweise Zahlen von bis zu 90 Prozent, aber ich glaube da 70, 80 Prozent ist keine falsche Range.
Speaker: Und dann haben wir uns jetzt eben die Frage gestellt in der GIF, wie kann man das verringern und auf welche Faktoren kommt es dabei an?
Speaker: Also wie kann ich meine Erfolgschancen erhöhen?
Speaker: Und das war auch ursprünglich der Aufhänger, dass ich eben den Antrag eingereicht habe bei der GIF.
Speaker: Da habe ich eben gesagt, wir könnten das mal eben untersuchen.
Speaker: was die Faktoren sind, wie man die Faktoren ausprägen müsste, wie man da am besten vorgeht, wie gut man auch sein muss, weil nicht alle müssen perfekt sein.
Speaker: Und das sind eben so jetzt die Erfolgsfaktoren, die wir betrachten.
Speaker: Das sind sieben Faktoren, können wir auch gerne nochmal im Detail darüber sprechen später.
Speaker: Und unser Ziel ist eben für jedes Immobilienunternehmen, also nicht nur für einen großen Konzern, sondern auch gerade für den Mittelstand,
Speaker: und auch für kleine Unternehmen das handhabbar zu machen, das Thema digitale Transformation.
Speaker: Und das ist eben wirklich bei uns auch eine Herzensangelegenheit, dass wir sagen, wir wollen, dass jeder eine Chance hat, Erfolg zu haben, weil es eben auch wichtig ist, dass dann auch die Mitarbeiter eben mit diesen ganzen Möglichkeiten mehr vertraut gemacht werden und eben auch eine Chance haben, in diesem ganzen technologischen Wandel, der einfach von der Geschwindigkeit massiv zunimmt, eben auch eine Chance haben, da mit an Bord zu sein und an Bord zu bleiben,
Speaker: Weil das natürlich für die und ihren eigenen Karriereweg, ihren Berufsweg auch wahnsinnig wichtig ist, dass sie dann eine Chance haben, im Endeffekt auf dem Laufenden zu sein.
Speaker: Von daraus haben wir hier sicherlich nicht, du sagst, man muss erst mal gucken, was man zuerst macht.
Speaker: Wir machen jetzt erst mal einen Standard und sagen, wir machen einmal eine Art Richtlinie, wie man vorgehen sollte, worauf man zu achten hat.
Speaker: Und haben aber uns schon weitere Ziele gesetzt, wo wir sagen, wir könnten dann uns noch weitere Dinge vorstellen, die dann auch so die nächste Stufe sind und die dann eben nochmal Mehrwert schaffen.
Speaker: Also auch hier erstmal sozusagen eine Grundanalyse zu machen, zu schauen, wo liegt eigentlich das Problem vor sich, auch damit empirisch und wissenschaftlich basiert zu beschäftigen.
Speaker: Ich bin sehr erstaunt über diese Zahl, gleichwohl sie mich jetzt nicht allzu sehr wundert, aber es ist ja doch erschreckend am Ende, dass 70 bis 80 Prozent sozusagen der Ausfall dann sind an der Stelle, aber es gehört wahrscheinlich auch dazu, um voranzukommen,
Speaker: Wenn ich vielleicht eine Sache eingänzen darf.
Speaker: Gerne.
Speaker: Ist ja kein Ausfall.
Speaker: Man muss mal sagen, nicht die Ziele erreichen.
Speaker: Kann man sich auch fragen, wie realistisch waren die Ziele von vornherein.
Speaker: Das ist auch einer der Faktoren, dass wir sagen, die Strategie, die man sich setzt, die ist natürlich auch ganz wichtig.
Speaker: Aber von da aus ist jetzt kein Totalausfall.
Speaker: Aber eben, wenn man sagt, wir wollen jetzt halt hier so und so viel laufenden Aufwand einsparen, so und so viel schneller werden, so und so viel besser werden, dann wurde das eben nicht erreicht.
Speaker: Kann sein, dass ein Teil davon erreicht wurde.
Speaker: Fairer Punkt.
Speaker: Und sicherlich ist es auch so, ich meine, wir haben es glaube ich alle auch schon mal erlebt, dass hin und wieder in der Strategie auch zu ambitionierte Ziele formuliert wurden und vielleicht ist ja dann künftig auch eure Richtlinie ein Stück weit dazu geeignet, realistischere Ziele anzunehmen, um sie dann auch entsprechend realisieren zu können.
Speaker: Und macht ihr das ganze Thema ja
Speaker: digital getrieben, wie ja der Name schon sagt.
Speaker: Da gibt es ja diesen inzwischen so einen sehr ausgelutschten Spruch, wenn du einen beknackten Prozess digitalisierst, hast du einen beknackten Digitalprozess.
Speaker: Ihr wollt es anders machen.
Speaker: Ihr wollt halt erst mal erheben, was macht denn Sinn, auch gerade für das ganze Thema Prozessmanagement und wie so ein Unternehmen strukturiert sein muss.
Speaker: Wie geht denn ihr da konkret vor?
Speaker: Also
Speaker: Schaut ihr euch bei verschiedenen Unternehmen sozusagen die Strukturen an und sammelt?
Speaker: Oder wie kriegt ihr das nötige Rüstzeug, um sozusagen so eine Formulierung am Ende als Grundlage auch anbieten zu können?
Speaker: Also ich glaube, da muss man einmal sehen, wer dabei ist.
Speaker: Wir sind in sehr kleiner Kreis, das haben wir auch bewusst so gewählt.
Speaker: Und im Prinzip könnte man sagen, machen wir das Projekt Richtlinie, so wie man auch ein Transformationsprojekt im Unternehmen machen würde.
Speaker: Dann wird man sich zum Beispiel für das Thema Strategie, eine Expertenstrategie holen, für das Thema Kultur, jemand, der sich mit Kultur auskennt, für das Thema Personal, jemand, der sich mit Personal auskennt und so weiter.
Speaker: Und genau so haben wir es gemacht.
Speaker: Wir haben gesagt, es gibt sieben Faktoren, die auf den Erfolg einzahlen und wir haben für jeden der Faktoren Experten an Bord.
Speaker: Dann haben wir eben noch in der Leitung, Mahmoud, Havari und mich als Leiter,
Speaker: Und wir sind eben beide schon in verschiedenen Unternehmen gewesen, haben solche Projekte geleitet, haben das eben halt im Alltag erlebt, was funktioniert, was nicht funktioniert und haben dann gleichzeitig noch Beobachter und Begleiter in die Gruppe gebracht, die halt aus Unternehmenssicht sich die Inhalte angucken, die wir erarbeiten und sagen, würde das bei mir funktionieren?
Speaker: oder würde das bei mir nicht funktionieren?
Speaker: Weil wir auch sagen, wir müssen hier das so realitätsnah wie möglich machen und darum testen wir das eben sofort intern, testen es teilweise auch extern.
Speaker: Ich bin auch mit manchen der Elemente, die wir entwickeln, auch schon bei Unternehmen außerhalb der GIF gewesen und habe gesagt, pass auf, lass uns mal zwei Stunden Zeit nehmen.
Speaker: Ich stelle dir mal was vor und sag mir mal, ob ihr das bei euch gebrauchen könntet in der Form und woran es vielleicht hängen würde.
Speaker: Also von da aus, wir versuchen das so praxisnah wie möglich zu machen,
Speaker: Und sind eigentlich schon längst über das Stadium hinaus, dass wir eben die Faktoren erforschen müssen.
Speaker: Das war eigentlich von vornherein klar, dass es eigentlich logisch, an welchen Faktoren es hängt.
Speaker: Das ist aber eben nicht allen bewusst und darum sehen wir auch da einen Auftrag, dass wir eben ein bisschen das bewusster machen, warum die einzelnen Faktoren wichtig sind.
Speaker: Warum ist Personal eine wichtige Dimension für digitale Transformation zum Beispiel?
Speaker: Oder warum sind halt Daten wichtige Transformationsdimensionen und solche Themen?
Speaker: Und das versuchen wir eben alles jetzt gerade auf eine Richtlinie zu bringen.
Speaker: Sind da gut vorangekommen, haben die wichtigsten Kapitel jetzt schon skizziert.
Speaker: Aber das ist natürlich erstmal der erste Entwurf.
Speaker: Das muss natürlich auch mit dem Vorstand abgestimmt werden.
Speaker: Events.
Speaker: Da sind wir ja mittendrin auch in der Beta-Community, wo wir sagen, dass wir auch da nochmal das mit den Praktikern, die jetzt nicht mitentwickelt haben, spiegeln.
Speaker: Und von da aus ist es eben wichtig, dass wir da, wenn auch ja Leute spontan mitmachen wollen, das haben wir jetzt am 6.11. gestartet,
Speaker: Und von da aus, da wollen wir eben ein Jahr lang miteinander eben die Richtlinie leben und auch erlebbar machen.
Speaker: Dass wir sagen, okay, wir erklären nochmal ein bisschen, was wir uns dabei gedacht haben, nehmen nochmal das Feedback auf auch.
Speaker: Das ist jetzt so, das ist ja was ein Produkt, Beta sozusagen, also eine Entwurfsversion von dem Produkt auch machen würde, dass man sagt, okay, damit gehen wir jetzt an den Markt.
Speaker: Und dann versuchen wir das nochmal zu spiegeln mit den Bedürfnissen von viel mehr Nutzern
Speaker: Und eben auch ein bisschen mehr auch da reinzuführen in das ganze Nutzen des Themas.
Speaker: Und da hoffen wir, dass wir eben da viele Leute gewinnen können, das ein bisschen auszuprobieren, für sich selbst ein bisschen auch Erfahrungen zu sammeln im Unternehmen und dann eben auch besser abzuschneiden, bessere Resultate, mehr PS auf die Straße zu kriegen und am Ende auch mehr Erfolg zu haben.
Speaker: Sehr spannend.
Speaker: Also das Thema Beta-Community verlinken wir auf jeden Fall auch nochmal in den Shownotes.
Speaker: Alle Informationen dazu, wie man sich dazu committen kann, wie man da teilnehmen kann.
Speaker: Ich halte es für ein sehr interessantes Programm und im Übrigen auch ein Novum natürlich, was wir in der GIF tatsächlich gehen.
Speaker: Üblicherweise ist es ja so, wir bauen erstmal das Thema fertig und wenn es dann glitzert und glänzt und auch praxistauglich ist, dann wird es aus der Garage gefahren.
Speaker: Hier finde ich, und das ist auch dem Thema angemessen,
Speaker: gehen wir einen etwas anderen Weg, einfach um Feedback einsammeln und auch das Thema direkt weiterqualifizieren zu können, was wichtig ist.
Speaker: Weil ich glaube, da Pflicht ist von mir bei, wir uns ja hier auch in einem Spektrum bewegen.
Speaker: Du hast es im Eingangsstatement auch schon angerissen, das Ding verändert sich in Teilen über Nacht.
Speaker: Also da passiert ganz viel, da ist eine ganz, ganz hohe Dynamik drin,
Speaker: Und dem, glaube ich, tragt ihr natürlich ein Stück weit auch Rechnung, indem ihr gerade die Impulse dann aus dem Markt und aus den Teilnehmenden aus diesem Beta-Programm auch aufnehmt und natürlich dann auch entsprechend wieder einpreist in die weitere Entwicklung.
Speaker: Und ich prognostiziere mal, das wird ja auch ein Thema sein, was als Grundlage vorliegt.
Speaker: dann sehr gut funktioniert und dann auch irgendwann veröffentlicht wird, aber was ja auch nie endet letztendlich.
Speaker: Also auch da wird ja immer wieder ein Anpassungsszenario notwendig sein und dem werdet ihr euch ja dann hoffentlich als KG letztendlich auch stellen und diesen Prozess, so hoffe ich zumindest, auch weiter begleiten, um das dann immer wieder zu adjustieren.
Speaker: Aber jetzt geht es erstmal darum, sozusagen den ersten Step zu schaffen.
Speaker: Ja.
Speaker: und entsprechend dort eine Grundlage zu legen, die dann auch, wie du es gesagt hast, für die Unternehmen interessant als Einsatzleit fand.
Speaker: Vielleicht kannst du da nochmal ein bisschen konkreter werden.
Speaker: Was ist sozusagen das Ziel mit dieser Erstveröffentlichung, die dann vielleicht im Rahmen dieses Beta-Programms noch ein bisschen qualifiziert und dann herausgegeben wird?
Speaker: Okay, genau.
Speaker: Also was wir uns überlegt haben, sind erstmal Praxisnähe.
Speaker: Also wir haben uns drei Unternehmen entworfen, einen Property Manager, einen Asset Manager und einen Fonds Manager und für die führen wir das Ganze durch.
Speaker: Im Kern ist das Wichtigste für uns die Persona Asset Management, wo wir sagen, wir haben uns da auf 15 Seiten ein Unternehmen ausdefiniert.
Speaker: Das hat halt Führungskräfte mit Namen, mit Hintergrund, mit Kenntnissen.
Speaker: Das hat irgendwie Software, die wir komplett ausdefiniert haben.
Speaker: Das hat halt alles, was man in der Realität auch im Unternehmen halt finden würde.
Speaker: Das hat halt eine Zielsetzung.
Speaker: Und dann sagen wir, wie müsste dieses Unternehmen, welche Schwierigkeiten hat dieses Unternehmen und wie müsste das weiter vorgehen?
Speaker: Also ganz praxisnah.
Speaker: Und dann haben wir uns halt überlegt, wie kann man das überhaupt messbar machen?
Speaker: Wir haben ja manchmal so ein bisschen die Herausforderung, wenn jemand sagt, wie gut bin ich in der Digitalisierung auf einer Stufe von eins bis fünf, dann sagen Leute, ich fühle mich damit ganz gut, vier.
Speaker: Jetzt haben wir aber gesagt, wir haben jetzt hier halt ein Schema entwickelt, wo wir eben auf jeder Stufe genau mit Worten definiert haben.
Speaker: Woran merkt man, dass man eine Vier ist?
Speaker: Das hilft schon mal ein bisschen mehr bei der Selbstdiagnose und auch bei der Zielfindung, dass man sagt, wie gut möchte ich eigentlich sein?
Speaker: Weil unsere Idee ist auch, man muss nicht überall nur fünf sein, das ist ja gar nicht erforderlich.
Speaker: Man muss nur gut genug sein für die eigenen Geschäftszwecke.
Speaker: Das haben wir uns eben auch gegeben und das Ganze folgt dieser Idee von einer Rakete, wir nennen das das Raketenmodell der GIF.
Speaker: Und eine Rakete hat verschiedene Düsen, die hat verschiedene Antriebskräfte und damit die geradeaus fliegt und zum Ziel kommt, müssen alle Triebwerke in einer gewissen Form ausgerichtet sein und überhaupt laufen.
Speaker: Und unsere Idee ist, wenn eben ein Triebwerk komplett ausgefallen ist und wir haben hier sieben Triebwerke, die wir betrachten, dann kommt diese Rakete wahrscheinlich irgendwo an, aber sie kommt eben nicht da an, wo sie ankommen sollte, sondern die macht eine Kurve, weil eben an irgendeiner Stelle halt der Gegenpol oder das Element fehlt, was zum Ziel führt.
Speaker: Und die sieben Dimensionen kann ich hier mal kurz durchgehen.
Speaker: Das ist einmal die Strategie.
Speaker: Jetzt kann man sagen, das klingt total intuitiv, aber uns ist eben auch wichtig, es muss eine Unternehmensstrategie geben.
Speaker: Das heißt, ich muss als Unternehmen Ziele haben, die ich verfolgen will und um die erreichen zu können, brauche ich halt verschiedene Dinge und auch Technologie.
Speaker: Aber wir sagen, Technologie ist nie ein Selbstzweck, sondern die hilft immer nur, gewisse Ziele zu erreichen, die man sich gesetzt hat im Unternehmen an sich.
Speaker: Das Strategiethema ist dann auch wichtig, wie man die halt verankert, dass man sagt, wir wollen das messbar machen, was wir mit der Digitalisierung tun.
Speaker: Das muss halt dafür gerne Kennzahlen geben, es muss dafür ein Budget geben, weil ansonsten hat man keine Ressourcen, die man ausgeben kann und so.
Speaker: Das fängt also mit solchen einfachen Faktoren an.
Speaker: Und das Zweite ist eben der Kulturfaktor, wo wir sagen, Kultur, das ist auch für viele so wenig greifbar.
Speaker: Das ist einfach die Erfahrung, dass jedes Unternehmen eine gewisse Substanz hat, einen gewissen Geist und dieser Geist möchte eigentlich typischerweise erhalten bleiben.
Speaker: Das ist auch, warum viele Leute gerne beim Unternehmen sind, die sagen, ich bin gar nicht hier, weil das Unternehmen so ist, wie es ist.
Speaker: Und wenn man jetzt diesen Geist weiterentwickelt, dann werden manche Leute nostalgisch und andere Leute gruseln sich ein bisschen.
Speaker: Darf ich überhaupt gegen den Konsens angehen?
Speaker: Und dann wird es eben schwierig.
Speaker: Und das ist halt ein Faktor, der ist für ganz viele Transformationen einfach so der Endgegner.
Speaker: Denn mit dem muss man umgehen und zwar man muss ihn weiterentwickeln.
Speaker: Man kann ihn nicht irgendwie zurückbauen oder so.
Speaker: Das geht gar nicht, weil ein Unternehmen ist, wie es ist, genauso wie ein Mensch ist, wie er ist.
Speaker: Man muss ihn weiterentwickeln und das ist eben wichtig.
Speaker: Dann gibt es Personalthemen, dass man eben, wenn man jetzt eine neue Technologie einführt, dann muss man natürlich auch Leute haben, die die verstehen und die damit umgehen können.
Speaker: Und das hat auch viel einen Auftrag von Unternehmen, die müssen dann ihre Unternehmensmitarbeiter eben auch dann schulen.
Speaker: Dann gibt es eben das Thema Prozesse, das hattest du schon erwähnt, dass eben typischerweise ein Prozess aus der alten Welt, nehmen wir mal eine ganz alte Welt mit einem Aktenordner,
Speaker: wo man sagt, ich gehe jetzt nochmal durchs Büro und mir lassen einen unterschreiben und dann machen wir eine Fotokopie und dann legen wir die eine Fotokopie in den Ordner und die andere legen wir in die Akte.
Speaker: Das ist ja ein alter Prozess.
Speaker: Und wenn ich den jetzt digitalisieren wollte, dann macht das keinen Sinn.
Speaker: Dann muss man überlegen, welche Möglichkeiten habe ich, diesen Prozess anders zu gestalten durch Technologie.
Speaker: Und das ist eben der Punkt, wo wir auch eben darauf eingehen, wo wir sagen, man hat ganz viele Chancen, neu zu denken, aber man muss eben dann auch dann Leute natürlich daran gewöhnen, dass eben alte Welt, auch da liebgewonnene Welt, auch Sachen, die man gut kann wahrscheinlich, wo man sagt, da fühle ich mich richtig, richtig sicher, dass man dann sagt, okay, und wir kriegen das auch im neuen Niveau hin, dass du dich da richtig sicher fühlst, lass dich überraschen, wir führen dich dahin, wir nehmen dich mit auf die Reise, das ist, glaube ich, auch wichtig.
Speaker: Und das Thema Daten ist, glaube ich, selbsterklärend.
Speaker: Wenn man die Daten nicht irgendwo bereithält, wo man darauf zugreifen kann, dann kann man auch damit halt nicht arbeiten.
Speaker: Das ist für KI aber noch schlimmer, weil KI eine Simulation ist.
Speaker: Sie simuliert ja ein bisschen menschliches Verhalten.
Speaker: Das macht sie auch in den Sprachmodellen.
Speaker: Und die ist ja wie ein komplett ungelernter, hochintelligenter Mitarbeiter.
Speaker: Die muss nicht nur die Daten haben, die muss auch den Kontext erklärt kriegen vom Unternehmen.
Speaker: Worum geht es bei diesem Unternehmen?
Speaker: Worum geht es bei der Arbeitsstelle?
Speaker: Worum geht es bei diesem Prozess?
Speaker: Das muss auch dokumentiert sein.
Speaker: Das heißt, man braucht dann mehr Daten, wenn man KI einsetzen will.
Speaker: Und der letzte Punkt oder der vorletzte eigentlich ist die Technologie selbst.
Speaker: Da atmen wahrscheinlich ein paar auf, weil die dachten so, okay, ich dachte, der redet gar nicht mehr über Technologie.
Speaker: Aber wir sagen, das ist ein nachgelagerter Faktor.
Speaker: Weil es eben eigentlich das Hauptproblem ist nicht die Technologie in den meisten Fällen.
Speaker: Das Hauptproblem ist eben, dass man die Organisation nicht darauf vorbereitet hat, diese Technologie einzusetzen.
Speaker: Das ist das eine und jetzt haben wir den siebten Faktor, das ist der letzte.
Speaker: Und dann ist wie bei allen Veränderungen so, man muss sie eben auch beibehalten und da haben Organisationen eine Eigenheit,
Speaker: dass sie in den ersten zwei Jahren ganz schnell wieder in alte Muster verfallen.
Speaker: Und das ist problematisch, weil eben an der Stelle auch Führungskräfte sagen, super, meine Arbeit ist getan, wir haben es eingeführt, jetzt läuft es ja.
Speaker: Und eigentlich muss man dann noch zwei Jahre an Bord bleiben und sagen, wir sind jetzt wirklich, wirklich dran und messen dann auch wahrscheinlich einmal im Quartal oder im Monat, wie viele Leute die neue Technologie nutzen, was auch ihre Erfahrungen sind.
Speaker: Also auch wieder eine Art Better-Community, dass man sagt, okay, wie können wir es noch besser machen, wie können wir es wirklich noch mehr zum Ziel kriegen.
Speaker: Und das sind so die sieben Faktoren und wenn man die nicht alle sieben beachtet, zum Beispiel einen Komplettausfall bei den Daten hat oder bei der Kultur, dann kommt man eben nicht zum Ziel, dann kommt man irgendwo hin.
Speaker: Das kann auch gut sein, aber es wird nicht das sein, was man machen wollte und damit ist man bei den 70, 80 Prozent einfach.
Speaker: Sehr spannend.
Speaker: Also diese sieben Faktoren, die am Ende alle berücksichtigt werden müssen.
Speaker: Für mich eigentlich eine interessante und auch sehr positive Nachricht ist, wie du es ja auch sagst, dass natürlich Technologie schon eine wichtige Grundlage oder ein Treiber ist, dass Technologie aber längst nicht alles ist.
Speaker: Im Gegenteil nehme deine Ausführungen, dass es in eurer Grundlage auch darum geht,
Speaker: sich mit dem Unternehmen selbst zu beschäftigen.
Speaker: Und das bedeutet ja erstmal, dass es wiederum Menschen sind, die sich damit beschäftigen.
Speaker: Und erst später die KI dazukommt oder die Technologie, es muss ja nicht gleich eine KI sein, aber Technologie grundsätzlich, die dann aber diese vorgenannten Überlegungen, diese Ausbringungen, die man selber
Speaker: dann im Rahmen eines Veränderungsprozesses eben definiert, etabliert, dann auch mitbegleitet und umsetzt.
Speaker: Aber dass es eben nicht technologieintendiert ist, was ich tue, das ist ja auch nochmal eine wichtige Erkenntnis und vielleicht ein Stück weit ja auch dann Handreichung an Menschen, wo ich gut verstehen kann, die sagen, ich will mir jetzt nicht von Technologie meinen Job streitig machen.
Speaker: Total.
Speaker: Aber am Ende ist es eben die Erkenntnis oder die Fragestellung und ich glaube, die können wir nur gemeinsam beantworten in der Zukunft.
Speaker: Was ist denn, wenn ich es nicht tue?
Speaker: Also das ist ja heutzutage eher so die Position, auf der wir uns alle befinden, zu fragen, wenn ich das nicht mache, was passiert mit mir?
Speaker: Wie lange geht das noch gut?
Speaker: Und das ist ja vielleicht auch, jetzt wo ich schon Experten hier habe, nochmal so ein bisschen...
Speaker: Das ist immer mein Thema, wie geht man damit um, wie stark involviert man sich da auch und wie sehr geht man in diese Richtung.
Speaker: Man kann es ja sehr forsch angehen, man kann es aber auch sozusagen gemütlich angehen.
Speaker: Ich glaube, du tendierst eher zu schneller, weil einfach da so viel passiert.
Speaker: Dennoch so ein bisschen ja auch die Frage, wie schätze ich das für mich selber ein?
Speaker: Man kann das ein bisschen, ich glaube, diesen Weg ausgestalten, aber ich glaube, eh nicht zu gehen, ist halt keine Option mehr.
Speaker: Es wird vielleicht noch eine Weile gut gehen, aber man ist dann halt einfach irgendwann nicht mehr kompetitiv.
Speaker: Wie sieht denn da so ein bisschen dein Zukunftsszenario aus oder dein Blick auf das Ganze, wenn wir ein paar Jahre vorausdenken,
Speaker: wie sehr wird sich denn vermutlich der Anteil von Technologie, der ja jetzt da ist und notwendig ist, aber noch nicht sozusagen Entscheidungsfunktionen hat, wie sehr wird das vielleicht noch zunehmen?
Speaker: Ist sozusagen die Paranoia vor diesen Utopien oder diesen Dystopien, die teilweise da verbreitet werden, berechtigt?
Speaker: Wie ist deine Einschätzung?
Speaker: Du hast ja nun relativ
Speaker: Tiefen Einblick auch in die technologischen Möglichkeiten.
Speaker: Wird uns sozusagen der Kollege KI irgendwann vielleicht die Kündigung auf den Tisch legen?
Speaker: Das ist jetzt noch kein Use Case, von dem ich gehört habe, aber müssen wir überlegen, wie wir uns der Sache nähern.
Speaker: Zum einen ist es so, KI ist ja nichts, was jetzt gerade vom Baum gefallen ist.
Speaker: Das gibt es seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts und das hat sich seitdem halt kontinuierlich weiterentwickelt.
Speaker: Das ist, glaube ich, ein Punkt, dass man sagt, das ist schon relativ reife Technologie, die inzwischen eben sehr, sehr schnell geworden ist, weil sie inzwischen halt alle ihre Grundlagen entwickelt hat und jetzt halt praktisch mehr skalieren kann praktisch.
Speaker: Und als solche ist sie auch nicht eine Technologie, die ganz normal ist, sondern die ist, so wird sie zumindest gesehen, eine Allzweck-Technologie oder eine Basistechnologie.
Speaker: Und die gab es in der Menschheitsgeschichte immer wieder.
Speaker: Das sind Dinge wie zum Beispiel die Schrift oder wie zum Beispiel Elektrizität, wie zum Beispiel ein Flugzeug oder eine Eisenbahn, ein Verbrennermotor, das Internet.
Speaker: Das sind alles Dinge, die waren ganz besondere Technologien, weil sie eben Gesellschaft und Wirtschaft verändern können.
Speaker: und auch schnell verändert haben, dann nicht immer schnell im Sinne von in Monaten und in Jahren,
Speaker: Aber die haben früher oder später große Veränderungen hervorgerufen.
Speaker: Jetzt mache ich mal einen Sprung.
Speaker: Ich mache mal einen Sprung zu dem, was gerade in Amerika passiert.
Speaker: Da gibt es dann große Technologiekonzerne und die stellen aktuell halt quer durch die Wirtschaft Leute ein.
Speaker: Das sind dann Chemiker, das sind Ärzte, das sind teilweise NASA-Wissenschaftler, das sind teilweise Private Equity Vice Presidents,
Speaker: Und die bestellen die nur ein, damit die der KI beibringen, den eigenen Job zu machen.
Speaker: Das heißt, der Arzt, der behandelt dann acht Stunden am Tag keinen Patienten, sondern erklärt der KI acht Stunden am Tag, was der Job ist eines Arztes.
Speaker: Und damit die KI fähig ist, diesen Job auszufüllen, in Anführungszeichen.
Speaker: Das muss man sich eben mal ein bisschen vor Augen führen, dass das eben keine Planspiele sind, sondern das sind ganz reale Dinge, die heute passieren.
Speaker: Und das passt zu der Vision von großen Technologiekonzernen, die sagen, wir wollen, dass eine KI irgendwann fähig ist, ein ganzes Unternehmen zu verstehen in der konkreten Branche, die es auch versteht und dann einsetzbar ist eben.
Speaker: Das war wieder der Punkt, wo ich meinte, die braucht gewisse Daten, um halt mehr handlungsfähig zu sein.
Speaker: Und das, was natürlich dann auch im Raum steht, ist, dass sie dann auch gewisse Funktionen von einem Arzt übernehmen kann.
Speaker: Dann wird halt ein Arzt nicht mehr alles machen, was er heute macht, sondern ein Teil wird dann eine KI eben auch übernehmen können.
Speaker: Und das ist eben in die Richtung, in die es geht.
Speaker: Und darauf müssen wir uns aus meiner Sicht einstellen, weil das sich schnell entwickelt.
Speaker: Und jetzt sagen manche, das, was jetzt mit der Veröffentlichung von GPT-5, also der neuesten Version,
Speaker: von ChatGPT passiert ist, das hätte doch viel größer sein müssen, der Sprung, uff, jetzt ist alles gut, der Sprung war gar nicht so groß, da können wir uns alle wieder hinlegen.
Speaker: Jetzt ist es aber so, dass jede einzelne Stufe von diesen KIs deutlich mächtiger ist als die Vorstufen.
Speaker: und entsprechend auch viel leistungsfähiger und entsprechend kann damit mehr gemacht werden.
Speaker: Das ist auch eine Chance und zwar eine Chance für diejenigen, die eben sich damit beschäftigen und die sagen, wir geben den Dingen mal eine Chance und machen da was.
Speaker: Und da muss ich auch mal sagen, wir sind jetzt wieder in Deutschland.
Speaker: DAX-Konzerne tun das.
Speaker: Ich habe zum Beispiel vor ein paar Monaten mit einem DAX 30 Senior Data Scientist, also einen Datenwissenschaftler, telefoniert.
Speaker: Den habe ich bei einem Podium gesehen, habe den mal kontaktiert und der hat mir erklärt, woran die arbeiten gerade.
Speaker: Und das ist tatsächlich sehr, sehr, sehr fortgeschritten.
Speaker: Die arbeiten daran an KIs, die sich selbst weiterentwickeln, die halt praktisch merken, ich habe eine gewisse Instruktion, ich soll in einer gewissen Weise arbeiten.
Speaker: Dann lassen sie die KI aber simulieren, wenn sie ganz andere Instruktionen kriegen würde, wie könnte sie dann das Ziel erreichen, was sie erreichen soll.
Speaker: Und dann geben sie der Freiraum, sich die eigenen Instruktionen selber weiterzuentwickeln.
Speaker: Das heißt, wir sind hier auch in einer Form von Autonomie angekommen, in DAX-Konzernen zumindest, wo halt eine KI sich selbstständig weiterentwickelt, um halt eine Aufgabe noch besser erledigen zu können.
Speaker: Und das sind Dinge, die passieren schon heute, die gibt es schon und wir machen uns das eben nur nicht bewusst, weil wir in der Immobilienbranche da bis jetzt nicht so viel mitgemacht haben.
Speaker: Kommen wir genau mal darauf zurück, auf die Immobilienbranche, in der wir uns ja alle tummeln und die GIF natürlich hier ihren Wirkmittelpunkt hat.
Speaker: Was bedeutet das dann jetzt für Immobilienunternehmen im weitesten Sinne?
Speaker: Wir wissen selber, dass die Materie dort ja auch sehr komplex ist und wir sehr, sehr unterschiedliche Anforderungen haben.
Speaker: Ihr habt gesagt, dass ihr mit eurer Grundlage jetzt schon mal den Assetmanager sehr stark aufgefächert habt.
Speaker: Was würde das jetzt für mich bedeuten, wenn ich heute vorhabe, mich im Asset-Management-Bereich zu bewegen?
Speaker: Ist das ein Thema, wo ich heute schon sehr stark sozusagen in den digitalen Einsatz und auch in den Einsatz von KI gehen kann, gehen muss?
Speaker: Oder ist das eine Sache, die jetzt bei uns in der Immobilienwirtschaft erst beginnt?
Speaker: Was beobachtet ihr da?
Speaker: Also ich glaube, müssen tut man im Leben gar nichts, aber es empfiehlt sich natürlich, sich damit zu beschäftigen.
Speaker: Es ist ein bisschen die Frage, wie schnell entwickelt sich alles.
Speaker: Jetzt haben wir nämlich in der Immobilienwirtschaft die Herausforderung, dass es Teile der Wertschöpfungskette gibt, die wahrscheinlich eher einen Vorteil haben aus der Digitalisierung, das kann man positiv formulieren, oder eher auch eine gewisse Neigung haben, digitalisiert zu werden.
Speaker: Und die können aber dann tatsächlich wahrscheinlich immer nur in Summe so gut sein wie das ganze System.
Speaker: Das heißt, da gibt es dann sicherlich manche Elemente, die schwieriger zu digitalisieren sind.
Speaker: Von daraus ist es jetzt nicht so, dass da ab morgen alles neu steht.
Speaker: Aber fairerweise, es gibt eben Firmen, die jetzt gerade gegründet werden, ohne da jetzt komplett zu viel zu verraten, die aber auch von maßgeblichen europäischen Immobilienkonzernen gerade finanziert werden, die darauf abzielen, gewisse Dinge in der Immobilienwirtschaft, das ist die Zielsetzung, die sie haben, zu 90 Prozent zu automatisieren.
Speaker: Das heißt, es gibt noch den Menschen, der drauf guckt, aber ganz viele der Tätigkeiten sollen nicht mehr von Menschen händisch erledigt werden, sondern die sollen automatisiert passieren.
Speaker: Die sollen dann automatisiert auch in allen Sprachen, die sagen in 100 plus Sprachen, angeboten werden und die sollen automatisiert eben auch noch günstiger angeboten werden, als sie aktuell produziert werden.
Speaker: Das ist sicherlich nichts, was jetzt nächstes Jahr fertig ist, aber das ist irgendwas ganz sicher, was in fünf Jahren spürbar ist und am Markt.
Speaker: Und das ist also ein Punkt, würde ich sagen.
Speaker: Und dann gibt es aktuell auch schon Unternehmen, die halt sagen, wir kaufen viele kleine Marktteilnehmer auf und digitalisieren die, legen KI drüber und machen da manche Prozesse eben halt größer und besser.
Speaker: Und das passiert eben auch.
Speaker: Das passiert gerade viel in der Wohnungswirtschaft schon.
Speaker: Das wird aber im Gewerbebereich auch zunehmend passieren.
Speaker: Und diese ein bisschen manchmal zu hörende Schutzbehauptung, ja, bei uns ist doch alles so, wie soll man sagen, Manufaktur.
Speaker: Das habe ich auch schon oft in Diskussionen gehört.
Speaker: Das stimmt nämlich eigentlich nicht.
Speaker: Man muss sich nämlich mal ein bisschen überlegen, was ist ein Immobilienunternehmen?
Speaker: Das ist ein Unternehmen, das hat einen Rechtsbereich, das hat einen Vertriebsbereich, das hat ein Marketing, das hat eine Finanzfunktion, das hat irgendwie ganz viele Funktionen, die es in anderen Unternehmen auch gibt.
Speaker: Und die sind
Speaker: Auch vielfach digitalisierbar.
Speaker: Das heißt, wenn ich einen Finanzbereich habe, herzlichen Glückwunsch, Sie haben Digitalisierung gewonnen.
Speaker: Wenn ich einen Rechtsbereich habe, wenn ich halt einen Salesbereich habe und von da aus, man muss immer gucken, was ist ein Immobilienunternehmen.
Speaker: Wir sind als Branche nicht isoliert.
Speaker: Wir sind eben doch in vielen Teilen digitalisierbar und das passiert eben jetzt auch schon.
Speaker: ohne jetzt das böse Wort Disruption in den Mund zu nehmen, aber du sagst, ich entnehme deinen Ausführungen, wir tun gut daran, uns viel stärker damit zu beschäftigen, als wir vielleicht in Teilen es aktuell tun.
Speaker: Da kann ja auch eure Grundlage dann wunderbar helfen, zumindest verstehe ich es so, dass das das Ziel ist.
Speaker: Vielleicht kannst du da nochmal kurz zum Zeithorizont etwas sagen, wie plant ihr da die Veröffentlichung, in welchen Steps wollt ihr da rausgehen?
Speaker: Genauso wie ich ja schon gesagt habe, wir sind da sehr gut unterwegs mit den Kernbestandteilen, diskutieren das eben gerade und planen, denke mal spätestens Ende Halbjahr 1, 2026, dann fertig zu sein mit dem ersten Wurf.
Speaker: Der wird dann auch veröffentlicht und dann würde ich sagen, machen wir vermutlich nochmal ein Jahr später eine Überarbeitung
Speaker: Und haben aber auch Überlegungen, dass wir dann nochmal mit anderen Kompetenzgruppen der GIF uns zusammenschließen, um dann mit denen enger zu kooperieren und zu überlegen, jetzt wo wir die Grundlagen haben, was heißen diese Grundlagen ganz konkret für euren Bereich, beispielsweise für Büroimmobilien oder für euren Bereich Asset Management oder so.
Speaker: Also von da aus, da werden wir sicherlich dann noch mehr Fahrt aufnehmen, insofern wir die anderen Kompetenzgruppen gewinnen können, weil bis jetzt haben die von uns natürlich nicht so viel gehört.
Speaker: Es gibt einzelne Austausche, aber das ist jetzt noch nicht so, dass wir da flächendeckend arbeiten können.
Speaker: In der GIF arbeiten wir miteinander, das ist klar und versuchen natürlich auch die Brücken zu bauen und ich gebe dir vollkommen recht, am Ende ist digitale Transformation oder das, was es ausmacht, wie man so schön sagt, eine Querschnittsfunktion und betrifft eigentlich alle Bereiche und ich glaube, wir haben jetzt mehr als ausführlich darüber gesprochen, dass es
Speaker: sinnvoll ist für jeden von uns, egal in welcher Branche man ist, aber auch in der Immobilienwirtschaft, die eben scheinbar doch nicht so nicht digitalisierbar ist, wie manche vielleicht glauben, da eher früher als später einzusteigen, mitzumachen, sich weiterzuentwickeln oder zumindest sich aufzuschlauen.
Speaker: Und das kann ja dann ein Anlass sein, sich diese, ich weiß nicht, veröffentlicht ihr es als Richtlinie oder was ist da geplant, diese Richtlinie sich dann zu Gemüte zu führen und ich sag mal, ich glaube, ihr bespielt da relativ viele Themen, die relevant sein können, wo, glaube ich, jeder was daraus entnehmen kann.
Speaker: Und sei es nur, man schaut sich die einzelnen Stufen oder Düsen der Rakete an und schaut, was davon ist für mich geeignet.
Speaker: Ich fand dieses Modell sehr greifbar, sehr sinnig.
Speaker: Und wir halten mal fest, es wird viele Bereiche geben, die sehr stark technologisiert werden in der Zukunft, die dank KI wahrscheinlich auch noch wesentlich mehr machen können, als wir uns heute überhaupt vorstellen können.
Speaker: Ich glaube, das können wir alle noch nicht, es ist auf wenige Ausnahmen.
Speaker: ein wichtiger Punkt, den man immer im Kopf behalten muss, weil diese Entwicklung ja tatsächlich sehr dynamisch und wahrscheinlich auch exponentiell erfolgen wird in der Technologie, in dem was sie kann.
Speaker: Und deswegen sollten wir natürlich eher früher als später da mit einsteigen, bevor am Ende der Zug abgefahren ist, im wahrsten Wortsinne.
Speaker: Und das wollen wir nicht, weil wir wollen ja die Branche weiterentwickeln, wir wollen ja auch
Speaker: Am Ende lieber von innen heraus und so verstehe ich euch auch als KG und uns als GIF von innen heraus aus der Branche die Impulse setzen, weil wir es zum heutigen Zeitpunkt wahrscheinlich noch besser können als Externe.
Speaker: Aber die Frage ist, wie lange noch?
Speaker: Und deswegen glaube ich, du sagst, es gibt auch Ambitionen, eben natürlich sind auch große Technologiekonzerne, sobald es ein skalierbares, anwendbares Geschäft wird, immer schnell dabei.
Speaker: Und da, glaube ich, stehen wir dann nicht mehr ganz so gut da, wenn da einer auf die Idee kommt, ich nehme mir mal jetzt ein spezielles Segment vor und gebe da mal ein bisschen Investment rein und digitalisiere es einfach.
Speaker: Also spätestens dann wird es natürlich ungemütlich, sagen wir es mal so.
Speaker: Das ist, glaube ich, gar nicht so weit weg.
Speaker: Ich habe jetzt in einem anderen Podcast einen Kommentar gehört von Sven Gabor Jansky, der ist der Zukunftsforscher.
Speaker: auch ein recht bekannter Zukunftsforscher.
Speaker: Und der hat gesagt, dass der ist in China viel aktiv, der ist auch in den USA viel aktiv, dass in China an Branchenmodellen gearbeitet wird und die sollen 2027 auf den Markt kommen.
Speaker: Keine Ahnung, ob die Immobilienbranche dabei ist, aber das sind zumindest Dinge, wo halt manche Tech-Konzerne, jetzt in diesem Fall aus China, konkret sagen, wir werden die Ersten sein, die eine KI haben, die eine ganze Branche versteht und da halt arbeiten kann.
Speaker: Und von da aus, das ist nur eine Frage der Zeit, bis irgendwann sagt, wir machen so einen großen Sektor auf wie die Immobilienbranche.
Speaker: Ich würde das unterschreiben und insofern, wir tun gut daran, uns mit eurer Richtlinie zu beschäftigen.
Speaker: Ich freue mich sehr, dass du dich bereit erklärt hast und ihr im Rahmen der Kompetenzgruppe Digitaler Transformation uns stellvertretend für die Branche damit zu beschäftigen und uns da entsprechend, glaube ich, sehr wertvolle Grundlagen liefern zu können,
Speaker: Und ihr seid ja auch angetretenes Thema dann jeweils zu modifizieren und entsprechend anzupassen.
Speaker: Auch das ist natürlich, wie du vorhin selber gesagt hast, ein wichtiger Erfolgsfaktor.
Speaker: Um wieder in der Thematik zu bleiben, ist es eben kein Sprint, sondern am Ende ein Marathon und dem muss man halt bereit sein einzugehen.
Speaker: Und der hört wahrscheinlich sogar nie auf, dieser Marathon.
Speaker: Also da steht uns eine lange Strecke bevor.
Speaker: Christoph, wir haben jetzt viel darüber gesprochen.
Speaker: Ich könnte mit dir noch stundenlang über das Thema weitersprechen.
Speaker: Wir haben uns aber darauf committet, dass wir auf jeden Fall die KGT-Digitale Transformation weiter begleiten werden, auch im Podcast.
Speaker: Und da auf jeden Fall zu gegebener Zeit ein Update machen werden, weil das Thema uns wirklich alle angeht und so existenziell werden wird, nach unserer Einschätzung,
Speaker: dass es sich lohnt und wir uns auch darauf freuen, was für Ergebnisse da in den Markt reinkommen, wie der Markt diese Ergebnisse auch antizipiert und damit umgeht.
Speaker: Auch das ist ja immer so eine Frage, nicht wahr?
Speaker: Das beste Erfolgsgeheimnis ist das, was man daraus macht.
Speaker: Und wenn man nichts daraus macht, dann wird es wahrscheinlich auch kein Erfolg.
Speaker: Insofern hoffe ich, dass wir da ein Update machen können und wir auch spannende Erkenntnisse gewinnen, wie dann am Ende auch eure Richtlinie eingesetzt wird und welche Veränderungen
Speaker: Erfolge und Ergebnisse sie auch produziert und wie wir am Ende in einiger Zeit auch mit dem Thema Technologie anders, besser umgehen, vor allem aber informierter umgehen.
Speaker: Ich glaube, das ist ein entscheidender Punkt, weil wir haben es schon so oft gehört, wir haben eigentlich alle Daten da, schon sehr, sehr lange.
Speaker: Nur wir machen halt nichts raus oder zu wenig daraus und die Erkenntnis ist nicht da.
Speaker: Die Daten sind da, aber die Erkenntnis daraus.
Speaker: Deswegen freue ich mich umso mehr, dass ihr euch dem Thema gewidmet habt.
Speaker: Ich komme jetzt mal zum Ausblick.
Speaker: Also vielleicht so zwei Themen, die noch in meinem Kopf herumschwirren.
Speaker: Das eine ist, was ich einmal meine Gäste frage, was sind denn so Themen, mit denen du dich beschäftigst?
Speaker: als Literatur beschäftigst oder als Informationsquelle, wo du deine Erkenntnisse daraus gewinnst, was du vielleicht unseren Zuhörenden teilen magst, wo sie sich auch mit dem Thema beschäftigen können, sich da richtig reinlesen und vielleicht dann auch mal am Puls der Zeit schnuppern können, was geht denn eigentlich gerade so ab?
Speaker: Hast du da was?
Speaker: Ja, auf jeden Fall.
Speaker: Das ist tatsächlich auch wieder ein bisschen eine Formatfrage, weil ich glaube, Bücher, die gibt es teilweise, aber die sind natürlich auch schnell wieder nicht mehr aktuell.
Speaker: Es gibt ein englisches Buch, das heißt Argentic Artificial Intelligence, das ist von ganz vielen Autoren zusammengeschrieben worden.
Speaker: die sich tatsächlich sehr gut auskennen, die auch schon lange an den Themen forschen.
Speaker: Das halte ich für sehr gut.
Speaker: Aber tatsächlich mit den Büchern, die sind halt wahrscheinlich schon ein Jahr später wieder nicht mehr so aktuell.
Speaker: Mit Ausnahme vielleicht von ein, zwei Büchern, die Grundlagen beschreiben.
Speaker: Ich finde es tatsächlich gut, vielen Leuten auf LinkedIn zu folgen.
Speaker: Da sind sicherlich auch viele Autoren aus dem englischen Raum.
Speaker: Aber heutzutage kann man auf LinkedIn ja auch immer die Beiträge von denen übersetzen lassen.
Speaker: Das ist ja relativ einfach.
Speaker: Da gibt es zum Beispiel Ellie K. Miller, die ist wahrscheinlich mit gefühlt 1,5 bis 1,6 Millionen Followern die größte KI-Influencerin auf LinkedIn und die hat noch auf ganz vielen anderen Plattformen Leute, die ihr folgen.
Speaker: Die ordnet immer sehr viel ein.
Speaker: Dann finde ich Tom Davenport super.
Speaker: Das ist ein Professor, der war schon an ganz vielen Unis in den USA, auch schon seit 30 Jahren oder 40 Jahren in der Forschung.
Speaker: Und der schreibt auch ganz viel aktuell, was passiert jetzt gerade.
Speaker: Der hat auch ganz viele Blogs, wo er sagt, was passiert jetzt gerade, wie müsst ihr das vorstellen, wie wirkt sich das auf ein Unternehmen aus, was ist das Problem daran, was haben wir für eine Verantwortung, was müssen wir besser machen.
Speaker: Richtig gut.
Speaker: Und wer dann halt vielleicht noch ergänzend dazu kommt, und du hast ja gesagt, wir schreiben die Links nochmal rein irgendwo, ist Ethan Mollick, das ist auch ein Professor aus den USA und der bringt oft so den Realismus rein.
Speaker: Wenn die Leute zu sehr positiv sind, dann hält er ein bisschen dagegen, aber wenn die Leute auch zu pessimistisch werden, hält er auch ein bisschen gegen und sagt, ja, man muss ja auch beachten, das ist dann so und so.
Speaker: Das hilft, glaube ich, auch.
Speaker: Und was man heutzutage auch tatsächlich gar nicht mehr so unterschätzen darf, ist, dass viele Menschen,
Speaker: Firmen forschen und das auch veröffentlichen.
Speaker: Also zum Beispiel die ganze KI, die wir heute mit ChatGPT haben, diese Art, wie das funktioniert, ist eigentlich nur möglich gewesen, weil Google sich was ausgedacht hat.
Speaker: Und Google war ein Team von acht Leuten, glaube ich.
Speaker: Die haben sich was ausgedacht, die haben die sogenannte Transformer-Architektur sich ausgedacht.
Speaker: Dadurch ist es möglich, dass das eben jetzt funktioniert.
Speaker: Google hat sich gerade wieder was ausgedacht, die sogenannte Titan-Titan-Architektur, mit der sich KI was merken kann, weil das aktuelle Problem ist ja, ChatGPT vergisst sofort alles.
Speaker: Und dann sagen sie, nee, mit dieser Architektur wird ChatGPT sich ganz viele Sachen merken können.
Speaker: Das heißt, aus diesen Unternehmen kommt viel und inzwischen auch aus Finanzunternehmen.
Speaker: BlackRock hat letztens veröffentlicht, wie sie im Wertpapierhandel mit Agenten arbeiten, also mit Programmen, die
Speaker: ohne weitere Anweisung.
Speaker: Die haben ein Ziel gekriegt, die haben Spielregeln gekriegt und dann arbeiten die.
Speaker: Und zwar in dem Fall kaufen die Wertpapiere oder sagen, welche sie kaufen wollen oder verkaufen wollen.
Speaker: Und die haben sie gezwungen, sich untereinander abzustimmen.
Speaker: Das heißt, die haben einen Mechanismus gefunden, wie diese drei Kern-KI-Assistenten oder Agenten
Speaker: zusammen dann auf ein gemeinsames Ergebnis kommen müssen.
Speaker: Und das ist auch total faszinierend, wie die das hinkriegen.
Speaker: Und wenn man das mal wirklich denkt, das heißt, KI-Systeme sind fähig, einen Konsens zu erzielen und dann zu sagen, wir wollen gemeinschaftlich das und das vorschlagen, das ist hochgradig innovativ.
Speaker: Und wenn jemand das nachlesen möchte, das Paper, also die Agenten heißen die Alpha-Agents,
Speaker: Die haben das auch wieder mit acht bis zehn Leuten publiziert und das ist auch total interessant, weil das genau zeigt, wie könnte das auch in anderen Branchen aussehen, nur dass eben andere Branchen das teilweise schon fast live nehmen und da halt ein bisschen weiter sind als wir.
Speaker: Aber das finde ich hochinteressant auf jeden Fall.
Speaker: Hört sich sehr spannend an.
Speaker: Wir werden das alles in die Shownotes mit reinpacken, damit jeder sich da ein bisschen aufschlauen kann.
Speaker: Wunderbare Überleitung zum letzten Punkt.
Speaker: Thema Konsens fand ich sehr, sehr schön, denn meine Frage lautet natürlich, wo ich dich als profunden Experten hier habe, wird dann speziell das Thema Künstliche Intelligenz, wir reden ja dann auch von einer sozusagen übergeordneten AGI, wird das Thema künftig eher Bedrohung oder eher
Speaker: ein Vorteil für uns als Menschheit sein.
Speaker: Wenn ich jetzt höre, sie ist konsensfähig, dann macht das Hoffnung.
Speaker: Aber es gibt natürlich auch Indikatoren, die sagen, es könnte auch über die Stränge schlagen.
Speaker: Wie ist da dein persönlicher Ausblick?
Speaker: Wie gehst du damit um?
Speaker: Ich glaube, da muss man unterscheiden zwischen dem Basismodell, was jetzt besteht und sich weiterentwickelt, also die Grundlagenmodelle, man nennt die auch im englischen Foundation Models, und dem, was jetzt zum Beispiel BlackRock daraus gemacht hat.
Speaker: Weil wenn man so ein Korsett um eine KI schnürt, dann kann man sicherlich in einer einzelnen Applikation sie zwingen, Sachen zu machen,
Speaker: Bei den großen Modellen hängt es immer ein bisschen davon ab, wie die Hersteller dazu stehen.
Speaker: Und davon hängt es am Ende alles ab.
Speaker: Was machen die Hersteller draus?
Speaker: Da gibt es verschiedene Theorien.
Speaker: Manche sagen, das wird alles ganz super, weil so wie die Tech-Konzerne das machen, haben wir später keine Krankheiten mehr, unendliche Rohstoffe, unendliche Energie.
Speaker: Und das wird eine ganz tolle Welt, wo es allen gut geht.
Speaker: Wo man auch denkt, okay, das ist vielleicht auch ein bisschen Interessen getrieben, das so darzustellen.
Speaker: Dann gibt es manche Leute, die auch aus der KI-Industrie kommen und teilweise da irgendwie 50 Jahre lang auch schon gearbeitet haben.
Speaker: Die sagen teilweise, das ist gerade so echt schwierig geworden, das könnte außer Kontrolle geraten.
Speaker: Außer Kontrolle mache ich mal ein Beispiel.
Speaker: Da gibt es ein paar Simulationen, die auch geschrieben wurden.
Speaker: Das heißt, dass China und die USA sich einen ruinösen Wettbewerb leisten.
Speaker: Darum, wer die schlimmste, in Anführungszeichen, also die mächtigste KI erzeugen kann, dann auch natürlich militärisch.
Speaker: Und wenn man diesen Wettlauf hat, dann werden natürlich möglichst wenig Regeln aufgestellt, um diese KI möglich zu machen.
Speaker: Und daraus kann eben eine Gefahr entstehen.
Speaker: Davor haben manche Leute Angst, weil sie sagen, wir haben da nicht genug Griff drauf.
Speaker: Und das geht sogar manchen Leuten so wie dem KI-Chef von Microsoft.
Speaker: Der hat ein Buch geschrieben, das heißt The Coming Wave, wo der halt eben auch sagt, Vorsicht an der Bordsteinkante, das, was wir hier gerade bauen, das ist anders als ganz andere Sachen.
Speaker: Das hat auch viel größere Dimensionen.
Speaker: Die sagen zum Beispiel, das wird die Medizin revolutionieren, das wird halt Nanotechnologie revolutionieren.
Speaker: Das heißt, Leute können halt dann irgendwie Dinge im Körper erschaffen, die können halt irgendwie Materialien erschaffen und zwar mit Mechanismen, die aus der KI kommen, also praktisch mit gedanklichem Verständnis.
Speaker: Und dann gibt es die Leute, die sagen, okay, das ist noch immer gut gegangen in der Vergangenheit und von da aus macht euch da keine Sorgen.
Speaker: Es wird immer neue Jobs geben und es wird halt alte Jobs geben.
Speaker: Die alten Jobs werden verschwinden und dann gibt es neue Jobs.
Speaker: Das wird nur nicht gleichzeitig passieren und dann gibt es halt vielleicht im Übergang ein bisschen Rumpelei.
Speaker: Ich persönlich glaube,
Speaker: Aus meiner Hoffnung und aus meinem Optimismus heraus, dass wir die dritte Variante kriegen.
Speaker: An die erste glaube ich nicht.
Speaker: Ich glaube, die ist einfach zu Interessen getrieben.
Speaker: Ich glaube, da wird es gute Sachen geben.
Speaker: Aber das hat natürlich auch ein bisschen mit Augenmaß zu tun.
Speaker: Und das wird sich halt zeigen.
Speaker: Da können wir zum Teil selbst darauf Einfluss nehmen, indem wir halt eben verstehen, was passiert und das für uns halt berücksichtigen im Alltag.
Speaker: Also Kopf in den Sand ist auf jeden Fall die schlechteste Idee.
Speaker: Aber das ist leider nicht in unseren Händen am Endeffekt.
Speaker: Das ist in den Händen der großen Tech-Konzerne und da muss man sich halt angucken, wie die handeln werden.
Speaker: Gut, das ist ein Plädoyer für einen bewussten Umgang damit, sich damit zu beschäftigen.
Speaker: Trotzdem ein Stück Hoffnung.
Speaker: Ich würde das jetzt mal als Ausgangsstatement so mitnehmen wollen.
Speaker: Lieber Christoph, ich danke dir herzlich für deinen Besuch heute hier im Podcast.
Speaker: Für mich war es sehr, sehr spannend, gerade sich mit diesen Zukunftsthemen zu beschäftigen, die aber jetzt schon real sind, wie wir
Speaker: von dir gehört haben und die auch in der GIF passieren, was mich persönlich sehr, sehr freut.
Speaker: Wir werden das begleiten, was da auch an Updates bei rauskommt und wir werden alle Informationen dazu auch teilen und entsprechend auch unseren Zuhörenden und auch der GIF-Mitglieder natürlich bereitstellen.
Speaker: Da freue ich mich sehr drauf und ich danke dir für deinen Besuch.
Speaker: Bis bald.
Speaker: Sehr gerne.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Das war MitGIF, der forsche Podcast der GIF.
Speaker: Jetzt abonnieren und dranbleiben!






