Transcript
Speaker: Herzlich willkommen zurück bei Work-Life-Challenge.
Speaker: Wir haben den 17.
Speaker: Juni.
Speaker: Mir gegenüber sitzt wie immer Fabian Kramer, wie gewohnt.
Speaker: Und wir haben heute einen Gast da, auf den ich mich persönlich sehr gefreut habe die letzten Tage.
Speaker: Fabi, wen haben wir am Start?
Speaker: Ja, erstmal willkommen.
Speaker: Willkommen Jascha, diesmal aus Berlin.
Speaker: Du, wie gewohnt, in Frankfurt am Main.
Speaker: Ja, wir haben zu Gast den Philipp Müller.
Speaker: Und ganz kurz stelle ich, wie gewohnt, Philipp mal vor.
Speaker: Philipp, der hat 2011 bis 2014 sein Studium absolviert, sowohl BWL im Bachelor, aber auch im Master.
Speaker: Und an der R, würde ich mal sagen,
Speaker: nur für Kenner bekannte Universität, der Universität Witten.
Speaker: Und hat aber seit 2011 schon diverse Gründungsversuche unternommen.
Speaker: So wirklich ein Shoot raus wurde dann mit der Gründung von Fleetbird 2015 bis 2018.
Speaker: Das hat er dann auch erfolgreich nicht nur gebootstrapped, sondern auch verkauft an Wunder Mobility aus Hamburg.
Speaker: Dort war er dann auch eben für weitere drei Jahre CEO, CPO und bevor es ihn dann weitergezogen hat als Mitgründer von Nuvo, da schon Disclaimer, da hatten wir die Gründerin, die Lisa, auch schon bei uns im Podcast und seit 2022 schon parallel dazu mit an Ping angefangen als Gründer wiederum und jetzt seit 2025 eben Geschäftsführer und Gründer eben von OB7.
Speaker: Puh, Mensch, du gönnst dir keine Pausen, was?
Speaker: Ja, das stimmt.
Speaker: Es ist viel los gewesen in den letzten Jahren, aber auch genau das macht ja Spaß.
Speaker: Und da passt eigentlich nur sehr, sehr gut dazu, unsere schon altzeitsbekannte Stressfrage.
Speaker: Wo holen wir dich denn ab?
Speaker: Von der Skala von 1 bis 10?
Speaker: Im Moment, heute quasi.
Speaker: Jetzt in dem Moment?
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Eigentlich ganz gut.
Speaker: Ich würde sagen so auf 7, aber ich bin so konstant, würde ich mal sagen, auf so 7 bis 8.
Speaker: Da fühle ich mich eigentlich ganz wohl.
Speaker: Also nicht zu wenig, nicht zu viel.
Speaker: Das ist schon okay.
Speaker: Ist das der berühmte Eustress?
Speaker: Also der positive Stress für dich?
Speaker: Brauchst du das?
Speaker: Definitiv.
Speaker: Ja, definitiv.
Speaker: Also...
Speaker: Ich glaube, den einzigen Stress, den ich, würde ich sagen, verspüre, ist von Menschen gemacht oftmals.
Speaker: Also wenn es stressig wird durch negative Interaktionen, sei es mit Geschäftspartnern oder Kollegen oder so,
Speaker: Das ist eigentlich das Einzige, was mich so wirklich stresst.
Speaker: Also so Stress aus der Sache heraus, dass ich Dinge fertig machen muss oder Kunden sachlich, fachlich Dinge haben wollen oder pushen oder so.
Speaker: Das ist eigentlich nicht das, was mich stresst.
Speaker: Das macht mich eigentlich eher happy.
Speaker: Ich denke, boah, cool, Montag geht es wieder los ungefähr.
Speaker: Das ist eher dann so der, wenn Stress sich dann so negativ durch Menschen eigentlich gepusht.
Speaker: Ja, gut, dass man mittlerweile nicht mehr so viele Menschen braucht zum Gründen, aber da kommen wir später auch nochmal zu.
Speaker: Ich würde sagen, wir fangen vorne an, oder?
Speaker: Lass mal bei deinem Studium, BWL-Studium, kennen wir alle, alle schon mal gehört, viele schon mal gemacht, die
Speaker: Die Gründungsversuche, die du so während oder nach des Studiums gemacht hast, kannst du die mal ganz kurz Revue passieren lassen?
Speaker: Ja, super gerne.
Speaker: Also vielleicht, meine Alumni werden es mir danken, aber Wittenherdecke ist eine herausragende Uni.
Speaker: Und ich habe mich tatsächlich auch, ich habe in der TU Dortmund angefangen und habe mich wegen des Gründens auch entschieden, nach Wittenherdecke zu gehen.
Speaker: der Übergang sozusagen zum Gründen war, weil du in Witten-Herdecke einfach mehr Freiheit hast und die braucht dich halt.
Speaker: Die Regelstudienzeit an der TU Dortmund musstest du immer so getaktet, musstest du immer nach drei Semestern die Sachen bestehen und so weiter und in Witten gab es einfach ein bisschen mehr Freiheit.
Speaker: Und das war mir insofern wichtig, weil 2011 ich habe Benni
Speaker: ich bin den Krüger kennengelernt in Berlin.
Speaker: Wir haben damals was für Lieferando gemacht und ich, warte mal, Lieferando hieß das?
Speaker: Lieferheld, so Lieferheld.
Speaker: Und ich war damals in Berlin bei einem Praktikum, hab den da kennengelernt und halbes Jahr später haben wir dann gegründet und haben ein Mobile Game gemacht.
Speaker: Das war noch während des Studiums.
Speaker: Naiverweise haben wir gedacht, klar, Mobile-Game, gar kein Problem.
Speaker: Es war so iPhone-3, iPhone-4-Zeiten.
Speaker: Und wir haben dann so was wie Pokémon Go gemacht, nur als, ja, im anderen Setting.
Speaker: Also so was wie Siedler oder Age of Empires.
Speaker: Und dann Location-Based, du bist dann halt auf deiner Position, dass du dann eine Karte, einen...
Speaker: eine Karte gehabt und ein Dorf gegründet.
Speaker: Und dann hast du wie bei Siedler & Co.
Speaker: dann so eine Wirtschaft aufgebaut und konntest dann deine Soldaten in den Rucksack nehmen und durch die Stadt laufen und andere attacken.
Speaker: So, das ist so ein Location-based-Game.
Speaker: Ich lieb's bis heute, das Konzept.
Speaker: Leider sind wir nicht an den Markt gekommen, haben es einfach nicht geschafft, weil wir zu wenig Geld hatten.
Speaker: Und genau, das war so der erste Versuch, sag ich jetzt mal.
Speaker: Ich muss ganz kurz noch bei deinem Praktikum einhaken.
Speaker: Du bist ja ein Kind des Ruhrpots.
Speaker: Wie kommt es, dass du dein Praktikum in Berlin gemacht hast?
Speaker: Hast du bewusst nach Berliner Startups geguckt?
Speaker: Ja, auf jeden Fall.
Speaker: Ja, ich war im Auslandssemester und habe mir im Zwischenauslandssemester und dann Start an der Uni Wittenherdecke, also ich war erst in Dortmund, dann hatte ich drei Monate Zeit, bis dann im Sommersemester es wieder losging.
Speaker: Da habe ich gedacht, was machst du in der Zeit?
Speaker: Und dann bin ich im Prinzip, ich bin Weihnachten wiedergekommen und am 01.01. habe ich dann direkt in Berlin gestartet.
Speaker: Also alles aus den USA heraus organisiert und wollte dann unbedingt nach Berlin, weil ich dachte,
Speaker: Naja, während des Studiums kriegt man halt oft gesagt, oder damals, das ist ja auch schon ein paar Jährchen her, aber da ging es immer um Facebook und Google und irgendwie so die großen Erfolgsgeschichten der digitalen Kollegen aus den USA.
Speaker: Und alles, was in irgendeiner Form digital war, war in Berlin oder Hamburg oder in München auch noch nicht so wirklich zu dem Zeitraum und Köln auch noch nicht so wirklich.
Speaker: Und habe ich gesagt, okay, wenn du irgendwie so Startup-Luft mal schnuppern willst, dann halt da.
Speaker: Genau, das war so die Idee dahinter, da hinzugehen.
Speaker: Und glücklicherweise dann halt auch Benni da kennengelernt und Arthur auch als beide Co-Foundern zu der Zeit.
Speaker: Ja, das ist schon eine prägende Zeit.
Speaker: Das war schon der richtige Move.
Speaker: Doch, definitiv.
Speaker: War schon der richtige Move.
Speaker: Ich mein, ne, hängt halt irgendwie alles so miteinander zusammen, ne.
Speaker: Damals mit Benni das erste Mal gegründet, dann sind wir so ein paar Jahre, haben wir dann nichts miteinander gemacht.
Speaker: Und dann zu Fleetbird sind wir wieder zusammengekommen.
Speaker: Und haben dann, ja, letztlich Fleetbird dann auch verkauft.
Speaker: Und mit Benni hab ich halt dann schon, ja, quasi fünf Jahre vorher schon mal das erste Mal gegründet.
Speaker: Und dann halt zwischenzeitlich nichts zusammen gemacht, aber immer in Kontakt geblieben.
Speaker: Ja, und das Unternehmerische und warum man irgendwie auch so dranbleibt und es macht, ich habe es gestern noch zu jemandem gesagt, man startet immer von Null.
Speaker: Also man nimmt natürlich Erfahrung mit und kennt Dinge schon, aber die Idee, die Umsetzung, Sales, das Produkt als solches, ist immer wieder, du startest immer wieder von Null.
Speaker: Und Steuerberater ist immer der gleiche Quatsch oder irgendwelche bürokratischen Dinge.
Speaker: Aber der Rest des Company-Setups ist schon immer wieder von scratch neu und auch spannend, also das von Null auf Eins gehen eigentlich.
Speaker: Würdest du auch sagen, dass wenn man sich deine Vita so anschaut, waren jetzt deine ganzen Gründungen jetzt nicht länger als drei, vier, fünf Jahre dabei?
Speaker: Das heißt, du hast da eine gewisse, wie sagt man, Maturity erreicht mit dem Unternehmen.
Speaker: Reizt dich das dann gar nicht mehr?
Speaker: Doch schon, aber ehrlicherweise haben viele Sachen auch gar nicht funktioniert.
Speaker: Also letztlich haben wir einige der Dinge gestartet und dann mussten wir sie halt wieder aufhören.
Speaker: Also sagen wir, das, was wir als allererstes gemacht haben mit FameSet Entertainment und dem Mobile Game, das war relativ schnell wieder vorbei, so in 8,5 Jahren.
Speaker: Ich glaube, bei jedem VC in Berlin gepitcht, den wir so gefunden haben auf den Portalen, die es da so gab, hat einfach nicht geklappt.
Speaker: Und auch Unping, ein kleiner Zeitsprung, aber nach 2022, wir betreiben Unping ja auch nicht mehr aktiv weiter, also Code und Co.
Speaker: gibt es noch.
Speaker: Aber es war einfach unpassender Zeitpunkt.
Speaker: Die Idee war, einen Discord für B2B zu bauen, einen virtuellen Workspace, wo du gerade über Audio und Video oder vor allen Dingen Audio eigentlich kommst.
Speaker: und viel der realen Welt imitierst.
Speaker: Also anklopfen an Türen, ne, so verschiedene Dinge, die du in der Realität halt einfach hast.
Speaker: Du konntest so die Räume visuell vor dir sehen und hast dann gesehen, wer ist da drin, hat da jemand ein Meeting.
Speaker: Also wir haben versucht, viel in die Richtung zu machen.
Speaker: Ja, aber das war 27.
Speaker: Februar oder was, ein Krieg in der Ukraine gestartet.
Speaker: Und ich wurde im Januar, glaube ich, von über 30 VCs angesprochen, als ich gesagt habe, hey, ich mache was Neues, nachdem wir hier unseren Exit gemacht haben oder jetzt aus der Company rausgehen bei Wunder Mobility und alle so, ja, was machst du jetzt Neues und lass mal sprechen, lass mal sprechen.
Speaker: Wir haben ja noch alle im April gesprochen, aber alle so, boah, Philipp, momentan investieren wir nicht.
Speaker: Lass uns vielleicht nochmal im September sprechen.
Speaker: Und im September war leider das gleiche Bild, wir investieren immer noch nicht.
Speaker: Und es war auch ein sehr risikobehaftetes Thema, das wussten wir aber auch.
Speaker: Du kannst nicht irgendwie gegen Slack und Teams und sonst was angehen ohne Geld.
Speaker: Das funktioniert nicht.
Speaker: Wir haben selber sehr viel reingesteckt und haben ein funktionierendes Produkt gebaut mit Desktop-App und allem drum und dran.
Speaker: Aber ja, ungünstiger Zeitpunkt.
Speaker: So, deswegen, um zurückzukommen zu deinem Punkt.
Speaker: Ja, also reizen tut es mich absolut.
Speaker: Ich bin sehr gerne auch bei Fleetbird und danach bei Wunder Mobility, waren dann ja auch deutlich mehr Jahre in Summe, das nachher hinten raus weiterzuentwickeln, auch das Team zu skalieren.
Speaker: Das macht schon mega Spaß.
Speaker: Aber viele der Ideen haben halt auch einfach nicht länger funktioniert als zwei, drei Jahre.
Speaker: Apropos, was hat noch nicht funktioniert?
Speaker: Wir waren, glaube ich, beim Mobile Game.
Speaker: Kam da noch was vor, Fleetbird?
Speaker: Ähm... Mal kurz überlegen.
Speaker: Nee, es gab so ein paar Ansätze.
Speaker: Ich war einige Zeit bei FitX in Essen mit unterwegs als Freelancer.
Speaker: Und da gab's einige Ideen und Ansätze, die wir dann...
Speaker: Ja, verfolgen wollten.
Speaker: Der Jakob Fatih ist ja auch so ein unglaublich cooler, charismatischer Typ, der Gründer von FedEx, mit sehr vielen unternehmerischen Ideen auch zugelassen.
Speaker: Deswegen konnte man das immer ganz gut pushen, aber es hat sich da nicht so richtig was ergeben.
Speaker: Ich war ein-, zweimal Mitgründer von so kleineren Sachen, aber nicht operativ.
Speaker: Okay.
Speaker: Wenn man mal so direkt fragen kann, drei Jahre war Wunder, die du noch warst, immer so ein bisschen die typische Zeit eigentlich von Investing, von einem Earn-Out.
Speaker: War das das dann einfach, wo du gesagt hast, du machst jetzt da noch die drei Jahre und dann wieder was eigenes?
Speaker: Genau, nee, nee, richtig.
Speaker: Also es war schon die Earn-Out-Phase, wobei wir schon früher den Earn-Out komplett hatten, also nach zwei Jahren genauer gesagt.
Speaker: Ich glaube, das darf ich sagen.
Speaker: Benni ist ein kleines bisschen früher als ich rausgegangen, ich dann ein kleines bisschen später und war aber auch einfach, weil es Bock gemacht hat und weil wir dann irgendwann gesagt haben, okay, jetzt ist eigentlich aber nochmal die Zeit, nochmal was Neues zu machen.
Speaker: Und wir haben den Ursprungs-Deal, den wir gemacht haben mit Wunder Mobility, aber auch tatsächlich eigentlich sogar so aufgesetzt.
Speaker: Es wurde eine weitere GmbH noch gegründet während des Exits.
Speaker: Die wurde mit Kapital auch ausgestattet.
Speaker: Und wir hatten ursprünglich mal die Idee, dass wir selbst ins Sharing, also mit einem B2C-Produkt,
Speaker: einsteigen und das hat sich aber nachher nicht ergeben, haben wir dann einfach nicht gemacht, weil wir gesehen haben, es ist schon super, super schwierig und es war eigentlich so aufgesetzt, dass man auch längerfristig aus dem Konstrukt dann wieder was Neues gründet, also hätte auch noch länger funktionieren können, war dann nachher so, dass wir gesagt haben, wir machen was ganz Neues.
Speaker: Ja, da müssen wir dann, glaube ich, so ein bisschen von vorne aufrollen, damit die Zuhörenden das auch verstehen.
Speaker: Also, Fleetbird war ja die erste Sache, die wirklich richtig gut funktioniert hat.
Speaker: Auf jeden Fall, genau.
Speaker: Ja, ja, definitiv.
Speaker: Was war die Idee hinter Fleetbird und wie ist es dazu gekommen?
Speaker: Ja, gestartet hat das Ganze in Berlin.
Speaker: Benni hatte als Freiberufler die ersten Kontakte in Richtung Carsharing.
Speaker: Und Carsharing hat zu dem Zeitpunkt noch viel mit RFID-Cards funktioniert.
Speaker: Du hast dann so eine Karte bestellt und dann die an der Scheibe gehalten.
Speaker: Und dann hat sich das Auto geöffnet.
Speaker: Und dann hat der ein oder andere Hardware- und IoT-Hersteller dann mal gesagt so, hey,
Speaker: könnte man das nicht auch komplett per Handy machen, dass du keine Karten mehr brauchst und so.
Speaker: Und da hat Benni dann tatsächlich auch mitentwickelt, das Konzept, dass du es halt komplett remote öffnest.
Speaker: Und es gab dann ein Carsharing, das hieß, oh Gott, jetzt habe ich den vergessen.
Speaker: Car2Go.
Speaker: Nee, nee, nee.
Speaker: Ah, Benny killt mich, wenn er das hört.
Speaker: Fällt mir gleich bestimmt wieder ein.
Speaker: Da bei Auto.
Speaker: Nee, nee, nee, es ist... Ah, ich komm gleich drauf.
Speaker: Egal.
Speaker: Auf jeden Fall ein ganz, ganz kleines.
Speaker: Gab's noch nicht so super lange.
Speaker: Ja.
Speaker: Und das hat aber nicht funktioniert.
Speaker: Die waren mit Opel Adams unterwegs in Berlin.
Speaker: Und kurz danach hat sich EMI gegründet, die eMoped Sharing, die es ja bis heute auch noch gibt, in Berlin und anderen Städten.
Speaker: Und EMI hat halt auch ein System gesucht, womit sie halt letztlich ihre Fahrzeuge managen, öffnen, schließen.
Speaker: Letztlich für Mopeds gab es das nur in San Francisco zu dem Zeitpunkt.
Speaker: auch mit anderer Hardware, also mit anderen Fahrzeugen.
Speaker: Und die haben dann Benny angesprochen und gefragt, hey, könnte man das nicht auch, die Software, die ihr da mal benutzt hattet, funktioniert die nicht auch bei uns, bei Rollern?
Speaker: Und dann kam so die Idee, vielleicht könnte das ein Software-as-a-Service-Modell sein.
Speaker: Und dann hat sich das tatsächlich so entwickelt, dass die Idee war, zu sagen, okay, wir machen Software, um flotten
Speaker: im Sharing auf die Straße zu bekommen.
Speaker: Der Claim war damals so, get your fleet sharing ready.
Speaker: Und im Endeffekt hattest du Fahrzeuge, die ausgestattet werden mussten mit IoT.
Speaker: Und dann brauchten sie halt eine Mobile App, um geöffnet zu werden vom Endkunden.
Speaker: Und du brauchst die ganze Fahrzeugverwaltung und Invoicing, Billing, also das ERP-System im Hintergrund.
Speaker: Und wir haben dann gesagt, okay, wir machen alles.
Speaker: und starten halt mit Emi.
Speaker: Und dann kam sehr schnell Felix aus Holland dazu, Stella aus Stuttgart, also viel Moving aus Spanien.
Speaker: Eigentlich alle, die in irgendeiner Form ihre Fahrzeuge sharing ready bekommen wollten.
Speaker: Und es war sehr viel inbound.
Speaker: Und da haben wir dann gemerkt, okay, wir treffen auf jeden Fall einen Nerv und konnten das Gott sei Dank auch bootstrappen.
Speaker: Aber was genau war die Innovation?
Speaker: Weil eigentlich... Also ich kenne es so, dass du, glaube ich, in der App... Du kriegst dann irgendwie einen Code, den musst du dann am Handy eingeben, oder?
Speaker: So ungefähr läuft's.
Speaker: Oder wie wird diese Connection zwischen Auto und Device hergestellt?
Speaker: Ach so, nee, du hast ja eine Map.
Speaker: Ach so, also der, der, der... Wenn du jetzt...
Speaker: Das kam erst mit den Kick-Scootern.
Speaker: Also wenn du so einen QR-Code scannst, das ist ja nur ein Deep-Link in die App rein.
Speaker: Also das ist ja nur eine ID des Fahrzeugs, die dann auf der Karte erkannt wird sozusagen.
Speaker: Ansonsten in den ersten Iterationen bist du einfach in deine App gegangen und wie bei Google Maps oder so hast du dann diese Pinne,
Speaker: auf der Karte gesehen, da ist ein Fahrzeug, klickst drauf und dann buchst du halt das Fahrzeug.
Speaker: Und in dem Fahrzeug ist eine IoT verbaut, also ein kleines elektrisches Device mit einer SIM-Karte drin und dann connectest du dich halt auf das Fahrzeug, remote, nicht übers Handy, sondern gehst halt über Server und dann letztlich auf das Fahrzeug und dann kannst du es öffnen, schließen,
Speaker: Genau, Alarmanlage anmachen, wenn man will, hupen.
Speaker: Da gibt es so verschiedene Möglichkeiten, um mit der Hardware zu interagieren.
Speaker: Die Innovation war letztendlich, dass es dieses ERP-System, um das zu steuern, gab es einfach nicht.
Speaker: Es gab einfach kein, es gab so ein paar selbstgebaute Sachen von Car2Go und so weiter, die haben da, weiß ich nicht, Millionen reingeknallt, um das selber zu bauen oder Bosch mit Coop.
Speaker: gab es auch, viele haben da, Sixed und und und haben viel investiert, um so eigene Systeme zu bauen, weil es das einfach nicht als Software-as-a-Service gab und die Innovation war ganz simpel, es gab es nicht als Software-as-a-Service.
Speaker: White Label.
Speaker: Okay, und das habt ihr dann
Speaker: Drei Jahre gemacht, bis dann irgendwann Wunder Mobility angeklopft hat.
Speaker: Ich habe gelesen, dass der Kontakt über LinkedIn stattgefunden hat.
Speaker: Stimmt das?
Speaker: Ja, tatsächlich.
Speaker: Das war super, super random.
Speaker: Also wir haben einen, wir haben uns im Dezember rund um Weihnachten überlegt, 2017, waren wir am Whiteboard.
Speaker: Wir hatten gerade im Vorgespräch kurz das Whiteboard in meinem Hintergrund hier.
Speaker: Wir waren am Whiteboard und ich habe so Benni aufgezeichnet, was ich denke, was die Marktgröße ist, in der wir uns befinden und wie viel Umsatz wir jetzt gerade machen.
Speaker: Und ich habe immer so ein Maximum gesehen, so ein Cap, wo ich dachte, darüber geht es eigentlich nicht hinaus.
Speaker: Weil wenn du die physischen Städte auf dieser Welt, und nehmen wir mal nur Europa, wenn du überlegst, du kannst nur in Städten Sharing machen und außerhalb bisschen schwierig, also nicht urbanen Gegenden ist Sharing einfach schwierig, also Free Floating zumindest.
Speaker: Und so, wie viele Einwohner hast du, wie viele Fahrzeuge könnten da reinpassen?
Speaker: Und dann habe ich einfach gedacht, okay, wie viel Software wird dann gebraucht?
Speaker: Und letztlich versucht mal so ganz simpel Milchmädchenrechnung hochzurechnen.
Speaker: Und dann haben wir gedacht, okay, was machen wir?
Speaker: Bootstrappen wir weiter, Variante 1.
Speaker: holen wir uns einen VC rein, Variante 2, oder verkaufen wir Variante 3.
Speaker: Und Variante 3 war so, ja keine Ahnung, wie sollen wir das verkaufen, wen fragen wir da überhaupt, wie macht man das, haben wir ja auch keine Ahnung von.
Speaker: Und dann haben wir gedacht, okay komm, lass mal ein bisschen, versuch mal ein bisschen PR zu machen.
Speaker: Einfach nur ein bisschen Pressearbeit und einfach mal sagen, dass wir da sind.
Speaker: Und dann haben wir Werkstudenten und Freelance-
Speaker: bei uns damals gesagt, ja, schreib mal so ein bisschen Presse-Sachen und dann gucken wir mal, was passiert.
Speaker: Dann haben wir das bei Gründerszene und Co.
Speaker: verteilt und gesagt, hier, das sind so die drei Storys, die man über uns erzählen kann, so sucht euch einer aus.
Speaker: Und dann waren die irgendwie, sind die so nach und nach, kamen so auf so zwei, drei Portalen, deutsche Startups, Gründerszene und Co., dieser Artikel raus.
Speaker: Und auf Basis dessen wurden wir von einigen angeschrieben, unter anderem bei LinkedIn von Gunnar.
Speaker: Also Gunnar Froh, der Gründer von Wunder Mobility.
Speaker: Und so, cool und so.
Speaker: Und Gunnars Frau kommt aus Witten und hat in Witten studiert.
Speaker: Und dann gab es ein bisschen die Connection irgendwie zu Witten.
Speaker: Und dann, es war eben Januar oder Februar.
Speaker: Und dann hat er ja gesagt, ja, ich bin demnächst auch mal in Witten, soll ich mal vorbeikommen?
Speaker: Und er war dann an einem Sonntag irgendwie bei uns im Büro, haben wir uns kennengelernt und so ging es dann los.
Speaker: Und im August saßen wir beim Notar.
Speaker: Also es ging schon relativ schnell.
Speaker: Aber was waren für euch dann die ausschlaggebenden Gründe zu sagen, ihr macht das?
Speaker: Ehrlicherweise life-changing moment, also auch finanziell betrachtet.
Speaker: Wir sind beide jetzt nicht aus reichen Haushalten und wir haben uns gedacht, wenn wir irgendwie zu dem Zeitpunkt, wir wussten, wir kommen so auf circa eine Million Umsatz, also ARR, am Ende des Jahres,
Speaker: Und da war halt einfach die Frage, versucht man das weiter zu bootstrappen, was schwierig ist in dem SaaS-Bereich einfach.
Speaker: Also gerade White-Label-Software ist brutal schwierig, wie ich finde.
Speaker: Gleiches haben wir bei OB7 ja heute.
Speaker: Das finde ich eine sehr schwere Art von Software bauen.
Speaker: Und dann hast du halt die Frage, wie viele Leute brauchst du?
Speaker: Kannst du das nach wie vor so günstig auch bauen?
Speaker: Was passiert, wenn du wächst?
Speaker: Brauchst du irgendwie Wachstumskapital?
Speaker: Und da haben wir dann einfach gesagt, wenn wir es verkaufen können zu einem ordentlichen Preis, dann wäre das einfach was, was wir schon machen würden.
Speaker: Und wie viele Personen haben zu dem Zeitpunkt bei euch gearbeitet?
Speaker: Überlegen, sieben.
Speaker: Sieben.
Speaker: Okay, bei eine Million.
Speaker: Also es muss ja wirklich life-changing gewesen sein, weil zu dem Zeitpunkt, ich gehe davon aus, dass ihr euch als Gründer dann auch nicht unfassbar viel Geld ausgezahlt habt in der Größe.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Nee.
Speaker: Also Benni hat teilweise von 2.000 Euro im Monat gelebt.
Speaker: Ich musste, ich kann das auch sagen, ich habe 48.000 Euro brutto verdient zu dem Zeitpunkt, weil ich gesagt habe, das ist das, was ich brauche.
Speaker: Und so...
Speaker: Ja, irgendwie, weiß ich, keine Ahnung, wodurch auch immer.
Speaker: Benni hat ein bisschen weniger Lebenshaltungskosten.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ja, das ist wichtig, dass das mal erzählt wird auch.
Speaker: Weil ich glaube, das ist wichtig, dass das mal erzählt wird, weil viele...
Speaker: Also sobald du dich vorstellst als CEO oder als Geschäftsführer von irgendwas, denken ja sofort alle Leute, dass du reich bist.
Speaker: Ich glaube, Gründung ist in ganz vielen Fällen genau das Gegenteil, bis dann mal sowas passiert, wie es euch halt passiert ist.
Speaker: Also schön, glaube ich, finde ich auch die Geschichte von den Jungs aus, die das Solarauto gemacht haben.
Speaker: Super gehypt wurden über einen längeren Zeitraum.
Speaker: Und die haben irgendwie mal aufgelistet, wie viel sie verdient haben in den Jahren.
Speaker: Und über Gehalt wirst du mit Sicherheit nicht reich.
Speaker: Also definitiv nicht.
Speaker: Auch wenn du nachher VC-finanziert bist, nehmen wir Manuvo noch mal als Beispiel, wo nachher in einer VC-Runde waren, da hast du natürlich ein höheres Gehalt.
Speaker: Das waren allerdings auch Jahre später
Speaker: Aber da läufst du auch nicht die ganze Zeit zum Investor und sagst, jetzt hätte ich aber gerne noch mal Gehaltserhöhungen.
Speaker: Es gibt ja schon bestimmte Ranges, die sind auch statistisch erhoben teilweise, in welchen Ranges du dich so befindest, wenn ein Investor drin ist.
Speaker: Weil ab dem Zeitpunkt ist das Interesse des Investors ja auch, dass du eine gewisse finanzielle Freiheit hast,
Speaker: Also eben nicht noch einen Nebenjob brauchst am Wochenende und in der Disco arbeiten musst, sondern es geht ja darum, dass du den Kopf frei hast, auch finanziell, um die volle Kanne darauf zu konzentrieren, was du tust.
Speaker: Das ist ja der Grund, warum du ein ordentliches Gehalt auch bekommst in einem VC-Startup.
Speaker: Wenn du bootstraps vorher, gar keine Chance.
Speaker: Es macht auch gar keinen Sinn, sich selbst 120.000 Euro auszuzahlen und sich dafür niemanden weiteres leisten zu können.
Speaker: Wenn dein Modell funktioniert, dann zahl dir doch lieber 50.000 oder 60.000 aus, sag ich jetzt mal, und hol dir aber dann noch entweder eine weitere Person in Vollzeit oder zwei, drei Werkstudenten oder so.
Speaker: Also investiere das Geld lieber in mehr Personal und versuch, dich selbst zu multiplizieren sozusagen.
Speaker: Würdest du aber sagen, dass, weil du sagst, das ist life-changing und vorher wenig, dass es für euch auch immer ein Ziel war, sowas zu schaffen, reich zu werden?
Speaker: Ähm, nee, ja, weiß ich nicht.
Speaker: Also ich glaube, ähm,
Speaker: Ja, finanziell.
Speaker: Ich glaube, viele, jeder will ich jetzt nicht sagen, aber viele haben, glaube ich, schon auch den Gedanken, also wer hatte nicht schon mal den Gedanken, wenn ich jetzt plötzlich 10 Millionen auf dem Konto hätte, was würde ich dann damit tun oder so, so Lotto-Gewinn-mäßig.
Speaker: Also ich glaube, das, was es mir gegeben hat,
Speaker: einfach mehr Geld zu haben.
Speaker: Und ich denke, für Benny war es damals auch so.
Speaker: So Peace of Mind.
Speaker: Einfach manche Dinge sich da nicht mehr ganz so viel Gedanken machen zu müssen, also auf privater Ebene.
Speaker: Aber es ging nicht dadurch, also ich kenne viele Berliner Gründer, die so hart davon getrieben werden, den Exit zu machen, um das bei sich irgendwo hinschreiben zu können.
Speaker: Und ich kenne auch genügend Beispiele, die große Exits gemacht haben, aber durch ihre Vertragskonstellation und Finanzierungskonstellation mit VCs und so eigentlich viel weniger Auswirkungen haben, als man durch Presse und Co.
Speaker: halt denkt.
Speaker: Also wirklich massiv.
Speaker: Wo du manchmal Beispiele hast, wo du sagst, ah, okay, du konntest dir jetzt also einen Porsche kaufen, aber dann war es das halt auch, aber 50 Millionen Exit gemacht.
Speaker: Das ist halt schon was, was, ja.
Speaker: Aber ich glaube, ab dem Punkt, wo wir gemerkt haben, das funktioniert, da haben wir schon gedacht, okay, cool, was kann man da rausholen?
Speaker: Und das kann für uns life-changing werden.
Speaker: Aber wir sind so nicht gestartet.
Speaker: Also vorher ist erst mal immer die Intention, man will was selbstständig machen, man will schon...
Speaker: irgendwie auch natürlich viel Geld verdienen, aber nicht, weil ich jetzt irgendwie mir crazy Sachen leisten möchte, sondern eigentlich aus... Ich hab früher immer gesagt, weil es ja geht.
Speaker: Also andere können es ja irgendwie auch, dass sie sich selbstständig machen und davon leben können.
Speaker: Also warum können wir das nicht irgendwie auch schaffen,
Speaker: Und da geht es halt nicht darum, sich jedes Jahr 300.000 Euro auszuzahlen, sondern erstmal überhaupt seinen eigenen Lebensunterhalt bezahlen zu können.
Speaker: Und idealerweise, und das hat mir immer am meisten Spaß gemacht, halt auch Jobs zu schaffen und für andere das Gleiche zu erzeugen.
Speaker: Also, dass die auch happy sind mit ihrem Job, dass sie auch gut verdienen, dass man einfach Jobs erschaffen kann durch eine Idee, die man hatte.
Speaker: Das fand ich schon immer...
Speaker: sehr motivierend.
Speaker: Nicht jetzt Geld per se, aber natürlich, wenn du irgendwann denkst, boah krass, ich kann das hier für ein paar Millionen verkaufen, dann ja logisch, dann hast du auch nochmal ein bisschen extra Motivation, da Samstags und Sonntags ins Büro zu gehen.
Speaker: Wenn wir jetzt noch gerade da jetzt über das Thema sprechen, wie hat sich dein Leben nach diesem August 21, äh, 18 verändert?
Speaker: Ja, also wenn ich jetzt mal so auf ganz, also auf persönlicher Ebene ist auf jeden Fall ein krasser, wie soll ich beschreiben, so eine Art, also schon so eine innerliche Befreiung und Erleichterung, aber gar nicht jetzt, weil ich vorher so einen krassen Druck hatte oder so, es ist einfach so ein, ja, so dieses Peace of Mind, so bist du auf jeden Fall entspannter bei vielen Dingen, das hat es auf jeden Fall mit mir gemacht, würde ich sagen.
Speaker: Hast du dir was gekauft?
Speaker: Ja, ich hab mir was gekauft, ich hab meinen Geschwistern was gekauft, meine Eltern, also irgendwie so verteilt hab ich auch gerne und irgendwie, wenn ich meine Schwester wollte, schon immer Wale sehen in Norwegen, dann sind wir zu viert nach Norwegen geflogen und haben da Whale-Watching gemacht und so und
Speaker: Meine kleine Zwischwester, die war damals zu klein, aber die hat mittlerweile so ein kleines Auto bekommen, diese Mikro-Cars und so.
Speaker: Also so irgendwie das, so dass das da auch ein bisschen Happiness zu verteilen, das fand ich auch immer ganz cool.
Speaker: Hat mir auch Spaß gemacht.
Speaker: Aber für mich war es einfach so, weiß ich nicht, wir wollen eine Gartenhütte haben, die kostet 8000 Euro.
Speaker: Ja, okay, dann kaufen wir halt diese Gartenhütte.
Speaker: So, ne?
Speaker: Das war halt irgendwie so diese Befreiung von...
Speaker: Ich möchte Dinge kaufen und muss da nicht mehr so krass drüber nachdenken.
Speaker: Das fand ich extremst befreiend, weil ich so null aufgewachsen bin.
Speaker: Also ich bin so aufgewachsen, dass wir sehr wenig Geld hatten zwischenzeitlich auch.
Speaker: mit einer alleinerziehenden Mama.
Speaker: Und das war schon, was ich nicht so, egal von welcher Seite der Familie, aber nie so gelernt habe, dass das Geld einfach da ist.
Speaker: Und deswegen war das schon spannend zu sehen, was das mit mir macht.
Speaker: Warst du da erst vom Gefühl her erst so erfüllt?
Speaker: Hast du dich da erst so richtig erfüllt gefühlt?
Speaker: Noch mal, sorry, sag mal.
Speaker: Hast du dich da erst so richtig erfüllt gefühlt?
Speaker: Ähm, nee, das hatte ich, also, ja, nee, das nicht, aber so eine gewisse, also erfüllt im Sinne von, ich hab was erreicht, das eigentlich gar nicht so richtig.
Speaker: Meine Frau hat mich auch früher immer gefragt, so, bist du nicht eigentlich stolz da drauf, so, was sie so geschafft hat, ne, also im Sinne von erfüllt und stolz.
Speaker: Und ich habe immer gesagt nein, weil irgendwie so stolz war das bei mir nie.
Speaker: Also, dass ich irgendwie gedacht habe, so boah geil, das haben wir geschafft oder irgendwie so.
Speaker: Ich musste das teilweise auch ein bisschen lernen, stolz darauf zu sein, weil ich dieses Gefühl von Stolz, ich kann das gegenüber anderen Menschen, meinen Kindern oder meiner Frau oder meinen Geschwistern oder sowas, ich sage, boah, ich bin voll stolz auf dich, weil du das und das geschafft hast.
Speaker: oder das und das gemacht hast oder so.
Speaker: Aber bei mir selber war das irgendwie nicht so.
Speaker: Also es war eher so wirklich dieses Peace of Mind zu wissen, ich habe was geschafft, ja, aber es geht ja auch irgendwie weiter.
Speaker: Also du hörst ja nicht auf, an den Sachen zu arbeiten, die du gut findest.
Speaker: Also war schon auch irgendwie so, okay, what's next?
Speaker: Und da kam ja auch direkt das nächste Kapitel und so.
Speaker: Wie war das?
Speaker: Du bist ja dann quasi eine neue Rolle in einem größeren Konstrukt gekommen, wo du halt einfach... Also in Summe hast du dann eine kleinere Rolle.
Speaker: Und du hast dann auf einmal eine Menge Geld auf dem Konto.
Speaker: Und du bist dann da in dieser kleinen Rolle.
Speaker: Bist du mit derselben Motivation ab diesem Tag X an die Arbeit gegangen?
Speaker: Ja, safe.
Speaker: Eigentlich sogar noch mehr.
Speaker: Man muss allerdings dazu sagen, dass auch Gunnar und das ganze Management-Team von Obna Mobility, auch die Shareholder und so weiter, alle, die so involviert waren, waren und sind nach wie vor mega cool.
Speaker: Also es hat super Spaß gemacht, mit denen am Verhandlungstisch zu sitzen, genauso gut nachher das Ganze weiterzuführen.
Speaker: Es war viel Freiheit auf der einen Seite,
Speaker: Das war vielleicht auch eine sehr dankbare Zeit, weil sehr viel VC-Geld auch da war und geflossen ist.
Speaker: Und dadurch konntest du halt auch sehr, sehr viel machen als Startup.
Speaker: Rolle hat sich natürlich schon verändert, aber auf, ja, also erstmal alles auf eine sehr, sehr positive Art und Weise.
Speaker: Wir konnten sehr viel hiren, es kam dann noch der Kick-Scooter-Boom mit dazu.
Speaker: Also wir haben, ähm,
Speaker: Kurz überlegen, irgendwann im August saßen wir beim Notar und ein paar Tage danach hat Tier Mobility unterschrieben.
Speaker: Und auch die Kollegen, die die Tier Mobility gekauft haben, dort aus Belgien.
Speaker: Also das kam alles so, dieser Kick Scooter Boom kam auch nochmal genau in dem Jahr.
Speaker: So, wir sind wieder zurück bei Work-Life-Challenge nach einer kurzen Werbeunterbrechung.
Speaker: Spaß beiseite.
Speaker: Wir hatten technische Probleme, die es eben auch in unserem Podcast mal gibt.
Speaker: Auch eine Software streikt mal.
Speaker: Deswegen haben wir uns wieder weitergefunden, wieder eingefunden hier um den zweiten Teil mit Philipp und Jascha und eben
Speaker: all den Hintergründen zum Exit und so weiter reinzugehen.
Speaker: Ihr seht, ich bin ja auch nämlich jetzt woanders, anderen Hintergrund.
Speaker: Hast du jetzt auch eine Kappe?
Speaker: Habe jetzt auch eine Mütze auf.
Speaker: Also für die, die Videoverfolgung in Farbe trägt, ist auch eine Kappe.
Speaker: Ja, trage eine Kappe, habe einen anderen Hintergrund.
Speaker: Aber die Personen sind dieselben, das ist wichtig, sondern da wollen wir nicht länger Zeit verlieren und weiter einsteigen.
Speaker: Denn wir waren...
Speaker: am Verhandlungstisch gewesen von Philipp und Wunder Mobility und da gehen wir einfach mal direkt rein.
Speaker: Genau, was wir noch von dir wissen wollten, Philipp.
Speaker: Also, ja, lass uns vielleicht echt bei den Verhandlungen nochmal einsteigen, weil das war ja, denke ich auch, das ist für viele interessant, die zuhören, wie sind die Verhandlungen konkret abgelaufen zwischen Wunder und euch, auch vor dem Hintergrund, dass das ja auch
Speaker: wahrscheinlich der einzige Übernahmekandidat zu dem Zeitpunkt war und ihr relativ grün hinter den Ohren.
Speaker: Also gibt es was, was du im Nachhinein anders machen würdest?
Speaker: Weil wenn man jetzt böse sein will, dann kann man da ja auch schon den einen oder anderen Trick bei unerfahrenen Gründern anwenden.
Speaker: Ja, also es war, war genauso wie du eigentlich gesagt hast, es war der, die, die einzige Möglichkeit.
Speaker: Allerdings ist die aus, also anders entstanden, als man vielleicht denkt.
Speaker: Also wir haben, ursprünglich ist das Ganze gestartet mit einem, ja durch den, durch den Kontakt ja zwischen Gunnar und uns, dem CEO.
Speaker: auf eine Basis, wo wir gesagt haben, wir sind eigentlich ein kleines Team und können gute Software bauen.
Speaker: Und Wunder war zu dem Zeitpunkt in einem anderen Segment unterwegs, beim Carpooling, Ridehailing und so weiter.
Speaker: Und es gab Kundenanfragen bei Wunder in Richtung Rental Business, also quasi stationsbasierte Vermietung.
Speaker: Und wir haben ja Free Floating gemacht, also in einem offenen Geschäftsgebiet, wo du egal wo dein Fahrzeug abstellen konntest.
Speaker: Und ganz konkret hat uns Wunder gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, Dinge für sie zu bauen.
Speaker: Das war so der erste Aufschlag.
Speaker: Und dann nach ein paar Monaten haben wir halt gesagt so, ja, ist ganz cool, aber warum kauft ihr uns denn nicht einfach?
Speaker: Und dann, ja, im Prinzip war die Rückfrage oder die Rückantwort war eigentlich, ach so, ich hatte gar nicht gedacht, dass das eine Option für euch ist.
Speaker: Und dann ist es im Prinzip erstmal so entstanden, dass man darüber spricht, dass ein potenzieller Exit und ein Kauf überhaupt zur Debatte steht.
Speaker: Und dann in den konkreten Verhandlungen, also über...
Speaker: Wir haben relativ fair nach so Balte-Pilz geschaut und natürlich auch verhandelt.
Speaker: Und ich muss auch sagen, ich weiß gar nicht, ob ich das jemals erzählt habe, aber wir haben...
Speaker: Ich glaube, es war eine Woche vor Notar, hat unser damals größter Kunde gekündigt.
Speaker: Mit wirklich so 40 Prozent des Gesamtumsatzes zu dem Zeitpunkt.
Speaker: Ich weiß es noch ganz genau, das war der Geburtstag von meinem kleinen Bruder.
Speaker: sind in Bochum in so eine Escape Room gegangen und ich sollte mit und dann habe ich halt die E-Mail gekriegt und dachte nur so, ach du Scheiße.
Speaker: Habe ich in der Innenstadt, ich glaube vier Stunden lang telefoniert mit Anwälten, mit Benni, Co-Founder, mit Gunnar oder am Ende dann mit Gunnar von Wunder Mobility und habe Gunnar nur angerufen und gesagt so, du es hilft jetzt nichts, aber ich muss dir sagen, größter Gunnar hat hier gekündigt.
Speaker: Und er war ultra cool, er war so, ja okay, wie viel macht das aus?
Speaker: Ja, so und so viel.
Speaker: Ja okay, hm, was denkst du, wann kriegen wir das wieder rein, auch mit anderen Kunden?
Speaker: Ich sag so, weiß noch nicht, dann und dann.
Speaker: Ja okay, alles klar.
Speaker: Dann reduzieren wir den Preis und haben im Prinzip dann schon noch eine Preisreduktion, eine Multiple Reduktion quasi in Kauf genommen.
Speaker: logisch, aber die war bei weitem nicht bei 40 Prozent, also es war sehr, sehr fair und war wirklich cool und genau, also und alles, was halt so, sag ich mal, in den Verträgen drin steht, also was jetzt letztlich der konkrete Vertrag ist, ich meine, klar, da gibt es alles Mögliche, aber auch das Team rund um Wunder und auch die Anwälte, die dabei waren, waren alle sehr fair, also letztlich gibt es
Speaker: Klare Klauseln, aber es waren keine Drückerklauseln oder sowas.
Speaker: Es waren jetzt keine super harten Sachen.
Speaker: Wir hatten eine große Call-Option noch mit drin.
Speaker: Für die, die nicht wissen, was es ist, im Prinzip hat der Käufer dann die Chance, nochmal die Anteile zu kaufen.
Speaker: Also wir haben so 55% direkt verkauft und 45% erst zu einem späteren Zeitpunkt.
Speaker: Und das war so ein bisschen der Hebel, wo, sagen wir in Anführungsstrichen, auch der Druck existiert hat, dass wir natürlich wollten, dass das Ganze noch funktioniert.
Speaker: Wir sind ja an Bord geblieben.
Speaker: Wir haben das weiter noch dann auch mit größer gemacht.
Speaker: Und gleichzeitig war es so ein bisschen der Druck, dass auch diese Call-Option auch ausgelöst wird, damit natürlich irgendwann man auch noch den Rest verkauft, was dann ja auch gemacht wurde.
Speaker: Aber genau, alles andere war total fair und cool.
Speaker: Aber konntest du das damals auch schon, also es klingt ja alles super fair und vor allen Dingen auch super schnell, konntest du das damals richtig einschätzen?
Speaker: Hattet ihr Berater mit an der Seite?
Speaker: Also Anwalt gehe ich mal von aus, alles andere wäre wahrscheinlich grob fahrlässig, aber hattet ihr auch irgendwie eine Unternehmensberatung mit am Start?
Speaker: Nee, also es waren die Kollegen von Lutz und Abel aus München.
Speaker: Shoutout an die Guys.
Speaker: Mega gut, hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Speaker: Und das war, ich weiß noch, im ersten Gespräch hat der Kollege da gesagt, ich bin dafür da, um euch zu sagen, was nicht in den Verträgen steht.
Speaker: Nicht, was drin steht.
Speaker: Also ich kann euch erklären, was drin steht, aber im Endeffekt geht es ein bisschen um die Lücken.
Speaker: die gefüllt werden müssen mit Wissen und das juristische Know-how.
Speaker: Ansonsten setzt du dich als Gründer ja schon sehr viel mit dem Thema auseinander und recherchierst natürlich auch sehr, sehr viel selber in der Zeit, weil du ja alles verstehen willst auch, was das bedeutet.
Speaker: Von daher haben wir jetzt keinen weiteren externen mit reingenommen.
Speaker: Okay.
Speaker: Und darfst du, also ihr kommuniziert ja eine niedrige zweistellige Summe, kannst du es exakter fassen?
Speaker: Darfst du es exakter fassen?
Speaker: Nee, darf ich nicht.
Speaker: Aber es ist wirklich sehr niedrig zweistellig.
Speaker: Und im Endeffekt, so die Kombination des Deals war... Also zweistelliger Millionenbereich, damit wir da... Achso, ja, ja.
Speaker: 37 Euro.
Speaker: Ja.
Speaker: Nee, es war knapp über 10.
Speaker: Aber das ist, es war auch extra so gewählt aus verschiedenen Gründen.
Speaker: Aber wenn man sich jetzt, man kann sich das auch zurückrechnen.
Speaker: Wunder Mobility hat in der Finanzierungsrunde, in der sie uns quasi gekauft haben, ich glaube, es war knapp über 20 Millionen zu dem Zeitpunkt.
Speaker: Und wir wurden dann halt für einen Teil, oder mit einem Teil dieser Finanzierungsrunde gekauft.
Speaker: Also
Speaker: Mehr gab es ja sozusagen nicht und man wird auch nicht 50% seiner Summe dafür benutzen.
Speaker: Also es war schon und insofern, das war ja auch aus unserer Perspektive etwas, wo wir gesagt haben, wir werden ja auch über Zeit ausgezahlt plus die Call-Option muss ja auch noch kommen, bedeutet,
Speaker: Wir haben natürlich auch das Risiko gehabt, dass Wunder als Startup Geld ausgibt, keins mehr hat, vielleicht sogar insolvent Geld und deswegen die Call-Option nicht mehr ausgelöst wird.
Speaker: Jeder weiß, zwei Jahre lang ist so die Run-Rate normalerweise von einem Startup.
Speaker: Wenn ich dann keine weitere Finanzierungsrunde bekomme, dann
Speaker: wenn nach drei Jahren unsere Call-Option ausgelöst werden soll, muss bestenfalls eine weitere Finanzierungsrunde kommen.
Speaker: Das heißt, das war natürlich ein Risiko für uns, dass das nie ausgelöst wird, wenn das Hauptunternehmen, also das Hauptstartup quasi nicht funktioniert.
Speaker: Das war euch aber bewusst zu dem Zeitpunkt auch schon.
Speaker: Okay.
Speaker: Das war auch so die größte Überlegung, ob wir das halt machen möchten oder nicht.
Speaker: Gut, wenn man nur eine Möglichkeit auf dem Tisch liegen hat, dann...
Speaker: Ja, klar.
Speaker: Ich meine, wir hätten, ich hätte es schon gesagt, wir hätten verschiedene Varianten, also wir hätten jetzt weiter bootstrappen können, wir hätten vielleicht mit VC-Geld oder Krediten vielleicht sogar, wäre zu dem Zeitpunkt auch teilweise gegangen mit NRW-Krediten oder ähnliches, hätten wir schon auch noch weitermachen können.
Speaker: Auf anderen Wegen, aber
Speaker: so der Ausblick, dass es so für uns auch ein Game-Changing-Moment ist oder so ein Life-Changing-Moment ist, dann das war natürlich auch eine absolut Begründung, warum wir den Weg gehen wollten, auch dann.
Speaker: Und das ist dann natürlich nochmal, wenn du sagst, naja, 55% des Geldes ist so quasi eingetütet und die anderen 45% stehen noch aus oder hängen auch vom Abschneiden von Wunder ab.
Speaker: War das dann eher eine extrinsische Motivation als intrinsisch für die drei Jahre?
Speaker: Ja, also mit Sicherheit war sie sehr extrinsisch, insofern, dass sie so einen monetären Druck ausgeübt hat irgendwo.
Speaker: Aber es hat sich jetzt nicht im Alltag so wirklich widergespiegelt, ehrlich gesagt.
Speaker: Weil wir ja, ich sag mal, zu dem Zeitpunkt, wo wir am Anfang die Entscheidung getroffen haben und beim Notar waren, war uns ja sozusagen schon klar, dass wenn irgendwas schief geht, so.
Speaker: Das heißt, es war so ein bisschen die Hoffnung, war irgendwie und
Speaker: Natürlich dann auch extrinsische Motivation dadurch, aber es ist jetzt nicht so, als hätten wir alle zwei Wochen gesessen und gesagt, wir müssen jetzt hier alles dafür tun, damit das hier größer, schneller, weiter ist, damit das bloß eintritt so ungefähr.
Speaker: Das ist jetzt nicht.
Speaker: Also ganz im Gegenteil, es war sogar nachher so, dass auch aus strategischer Perspektive, wir haben nachher die Call-Option angesprochen.
Speaker: Und die wurde auch früher ausgelöst quasi, weil wir sie proaktiv angesprochen haben und gesagt, es hatte verschiedene Gründe.
Speaker: Es hatte, ja, das wird jetzt zu weit gehen, so viel Detail, aber im Endeffekt haben wir gesagt, hey, sollen wir das nicht machen?
Speaker: Und kam dann auch früher als gedacht dazu und es passte dann auch.
Speaker: Und du hast ja dann die Schäfchen im Trockenen, mehr oder weniger.
Speaker: Also ich gehe mal davon aus, dass dann ein siebenstelliger Betrag schon noch auf deinem Konto landet und man hat so ein bisschen, Peace of Mind hast du es genannt.
Speaker: Gehst du dann, bist du dann mit derselben Motivation, hast du dann mit derselben Motivation weitergearbeitet?
Speaker: Hat sich irgendwas verändert an deiner Arbeitsmotivation?
Speaker: Ich muss sagen, ich fand's krasser.
Speaker: Also ich war mehr motiviert noch.
Speaker: Also es war eine Zeit lang auf jeden Fall.
Speaker: Es war so ein komplett anderes Kapitel mit diesem Peace of Mind, mit der Befreiung so ein bisschen im Hintergrund.
Speaker: Und du konntest eigentlich nur arbeiten an etwas, was mega cool war.
Speaker: was mega Spaß gemacht hat, auch mit dem Team.
Speaker: Und das war schon cool.
Speaker: Also es wurde so im Laufe der Zeit dann eher, ja, hat sich das gewandelt, als dann ja letztlich das Unternehmen wird erwachsener, es sind mehr und mehr Leute da.
Speaker: Wir sind ja von wenig auf viele Leute, also in Dortmund als auch in Hamburg.
Speaker: Also das Gesamtkonstrukt ist sehr groß geworden.
Speaker: Dinge werden komplizierter, die Abstimmungsprozesse werden komplizierter und es war auch klar, dass wir irgendwann rausgehen.
Speaker: Heißt also auch die, ich sag mal die Loyalität jetzt nicht unbedingt, aber so diese, die Einstellung gegenüber uns als Gründer ist anders geworden.
Speaker: Also die Mitarbeiter haben dann
Speaker: in Anführungsstrichen, irgendwann andere Chefs gesehen, haben andere gesehen, denen sie zuarbeiten, gefallen wollen, also alles, was auch menschlich ist irgendwo, und dann rückst du so ein bisschen halt in den Hintergrund, und dann kommen vielleicht auch nochmal ein paar politische Themen dazu, was jetzt wenig der Fall war, muss ich sagen, aber trotzdem, immer kommt mal was, und dann ändert sich halt so eine Gesamtsituation over time, und dann war es jetzt vielleicht nicht mehr ganz so motivierend wie im ersten Jahr oder so, aber
Speaker: Insgesamt war es sogar am Anfang, würde ich sagen, noch mehr Motivation.
Speaker: Ab welcher Unternehmensgröße wird es für dich zu groß?
Speaker: Könntest du das beziffern?
Speaker: habe ich noch nicht erfahren, wann es zu groß wird.
Speaker: Also zumindest nicht als reiner Gründer.
Speaker: Also ich war ja dann quasi Gründer im eigenen Hause, so ein bisschen.
Speaker: Aber die Größe fand ich, also rein zum Steuern für mich waren es ja dann knapp 70 Leute in Dortmund.
Speaker: Aber weitere...
Speaker: Ja, so 30, 35, die ja an dem Produkt, an dem Marketing und so weiter auch mitgearbeitet haben.
Speaker: Sales, Marketing und Co.
Speaker: waren viele in Hamburg, weil wir da die Ressourcen halt von Wunder natürlich genutzt haben.
Speaker: Und es waren schon so um die 100 Leute, die ich jetzt nicht direkt übergestanden habe, aber die man immer miteinander so koordiniert hatte am Ende des Tages.
Speaker: Das fand ich noch völlig in Ordnung, muss ich sagen.
Speaker: Es hat sich auch sehr gut aufgeteilt in die Teams nachher, dass die sehr eigenständig weitergelaufen sind.
Speaker: Ich fand 70 Personen aus Product- und Engineering-Perspektive ein bisschen undankbar, weil da bist du so gerade an so einem Punkt, wo du eigentlich, ja, du willst so cross-funktionale Teams aufbauen, aber so richtig geht das nicht, weil du nicht genug hast.
Speaker: Du hast nicht genug Designer, du hast nicht genug Mobile, du hast nicht genug Backend, du hast von allen irgendwie zu wenig.
Speaker: um ja wirklich cross-funktionale Teams aufzubauen.
Speaker: Also war das dann plötzlich dann doch wieder so eine, entweder so eine große Truppe oder eine ganz kleine, je nach Topic.
Speaker: Das fand ich ein bisschen eigenartig.
Speaker: Da hätte ich mir, glaube ich, gewünscht, dass wir so noch auf 150 oder sowas hochgehen.
Speaker: Aber so, dass es für mich jetzt eine unangenehme Größe, sag ich jetzt mal, war oder ich mich da nicht mehr wohlgefühlt habe, für mich nicht.
Speaker: Für Benni wiederum war es schon so.
Speaker: Also ihm war das zu groß.
Speaker: Benni ist eher jemand, der geht gerne von 0 auf 1, entscheidet gerne sehr viel alleine, baut auch sehr viel gerne alleine oder in einem sehr kleinen Team halt und das war ihm dann auf jeden Fall zu viel.
Speaker: Zu viel People-Stuff auch dann.
Speaker: Ist aber dann, ihr seid gemeinsam raus?
Speaker: Ja, er ist ein bisschen früher raus, ja.
Speaker: So ein Dreivierteljahr.
Speaker: Ah, okay.
Speaker: Und stand es eigentlich mal zur Diskussion, dass ihr nach Hamburg geht auch?
Speaker: Ja, war mal, es war sogar monetär, wäre sogar interessant gewesen.
Speaker: Aber wir haben gesagt, das wollen wir aus verschiedenen Gründen nicht.
Speaker: Ich vor allen Dingen nicht, privat.
Speaker: Es gibt auch Standortvorteile im Ruhrgebiet und gerade in Dortmund auch, muss man ganz klar sagen.
Speaker: Also auch gehaltstechnisch, Kosten für Büros und so weiter und so fort.
Speaker: Aber der Wunsch von Wunder Mobility, und das ist ja danach ja auch passiert, also so knapp anderthalb, zwei Jahre, nachdem wir dann raus waren, dass dann alle Leute auch in Hamburg waren.
Speaker: Also es wurde dann in Dortmund auch nicht mehr gehirrt.
Speaker: Es wurde dann nur noch in Hamburg angestellt und auch sukzessive die Leute nach Hamburg auch mit, es sind auch Leute aus Dortmund nach Hamburg gezogen, relativ viele auch, die dann halt ein Angebot bekommen haben und gesagt haben, hey, wechsel doch die Stadt, komm zu uns ins Büro.
Speaker: War allerdings auch diese Mischung aus Corona-Zeit und dann wieder nicht und so.
Speaker: Es war ein bisschen tricky auch, diese ganze Location-Thematik.
Speaker: Mhm.
Speaker: Wenn du sagst, monetär interessant, also wirklich an Gehalt oder am Verkaufspreis?
Speaker: Beides.
Speaker: Echt?
Speaker: Im Endeffekt, also im Prinzip, dass man mehr entlohnt wird auf Basis von, dass man das Team auch woanders aufbaut.
Speaker: Das wäre jetzt ein krasses Plädoyer für das Ruhrgebiet, was du jetzt halten könntest, wenn du sagen könntest, ich habe für Dortmund auf so viel Euro verzichtet.
Speaker: Das könnte ich tun, ja.
Speaker: Mach doch mal.
Speaker: Nee, nee, ich sag, das muss ich mir nochmal überlegen, aber es ist schon nicht wenig.
Speaker: Es stand auch nicht komplett fix, es war noch Verhandlungsmasse, aber wir haben relativ früh gesagt, machen wir nicht.
Speaker: Wäre da so ein bisschen noch mehr Schäfchen ins Trockene gebracht?
Speaker: Ja, ja, das auf jeden Fall.
Speaker: Das ist schon gut, gut, gut, sechsstellig wahrscheinlich.
Speaker: Ja, das schon.
Speaker: Aber nicht jetzt crazy sein.
Speaker: Ja, aber ist schon auch irgendwie was, was man in Kauf nimmt.
Speaker: Nehmen wir mal an, es wäre ein Jahresgehalt gewesen eines Managers.
Speaker: Ich meine, es ist ja trotzdem, überlegst du.
Speaker: Also es ist die Frage, was hängt dahinter.
Speaker: Aber es waren auch zu dem Zeitpunkt zu viele Leute, also wir haben das tatsächlich wegen den Leuten gemacht,
Speaker: und auch wegen dem Standort als solches.
Speaker: Also einmal haben wir wirklich gesagt, und das war auch nachher der Grund, weswegen auch Wunder gesagt hat, okay, komm, lass das in Dortmund machen, weil es war, Büro war viel, viel, viel günstiger, alles rund um Bürofläche, Maintenance der Bürofläche, wie wir das letztlich gemanagt haben und auch Gehälter.
Speaker: Ganz klar, ich glaube, wenn ich mich richtig erinnere, waren es
Speaker: Ja, so knapp 25 bis 35 Prozent mehr Gehalt in Hamburg.
Speaker: Früher vergleichsweise dasselbe Talent.
Speaker: Genau.
Speaker: Und da wir ja viel aus dem Ausland geheirat haben, also fast 20 Nationen oder so,
Speaker: die hingekommen sind, war es auch oft so, dass man sagt, okay, in welche Stadt kommst du?
Speaker: Und entsprechend gibt es so einen Schlüssel, was du auch für ein Gehalt verdienst, wegen Lebensstandardkosten und so weiter, Lebenshaltungskosten.
Speaker: Und da konntest du schon sehr schnell sehen, dass das in Dortmund extrem viel günstiger war.
Speaker: Und gleichzeitig hatten wir ja auch unsere Leute, die das Kernteam dargestellt haben, wo wir gesagt haben, okay,
Speaker: was sollen wir jetzt, sollen wir euch den Deal auch vorschlagen oder was?
Speaker: Also so, dass alle irgendwie dem Kernteam das aufgebaut haben, plötzlich in eine andere Stadt sollen, müssen oder over time vielleicht rausgeworfen werden, weil du woanders hierst.
Speaker: Das war irgendwie auch ein unangenehmes Gefühl, hätte ich gesagt.
Speaker: Das war, deswegen haben wir das auch, vor allen Dingen, deswegen haben wir das auch nicht geguckt.
Speaker: Gibt es sowas wie eine Startup-Szene im Ruhrgebiet?
Speaker: Ja, schon.
Speaker: Also ich meine, mittlerweile würde ich sagen, sogar mehr viel organisiert.
Speaker: Es haben sich Dinge besser etabliert.
Speaker: Was ich schon immer angezettelt habe, ist so, ich habe es früher mal genannt, wir haben irgendwie keine Eier, so ein bisschen Oliver Kahn-mäßig, weil das Ruhrgebiet ist immer zu bodenständig.
Speaker: Wir sind immer nur so down to earth, sage ich jetzt mal.
Speaker: Hört sich ein bisschen bescheuern, aber ich glaube, wenn man die Leute im Ruhrgebiet kennt, weiß man und auch die, die zugezogen sind etc., sodass das Posen oder so kleine Dinge zu erzählen, die einen besser dastehen lassen oder nicht die ganze Wahrheit erzählen, um besser dazustehen und so, das sind alles keine
Speaker: Arten und Weisen, wie man im Ruhrgebiet kommuniziert, würde ich sagen.
Speaker: Oder du wirst halt direkt abgestraft von den Leuten, wenn sie das merken.
Speaker: Und in Berlin ist das halt geil.
Speaker: Also in Berlin ist halt oft so, erzähl halt, dass du den geilsten Exit gemacht hast, an wen auch immer.
Speaker: Und es war halt ein Fire-Sale, aber am Ende des Tages interessiert es ja keine Sau.
Speaker: Weil es steht halt, die GmbH wurde dann jemand anders verkauft und du hast einen Exit gemacht.
Speaker: Ja, für die LinkedIn-Caption reicht auf jeden Fall.
Speaker: Ja, und das ist, ich meine, das Verrückte ist, dass das tatsächlich so funktioniert.
Speaker: Also ich meine, ich habe das ja selber jetzt mit Nouveau als letztes beim eigenen Leib erfahren.
Speaker: So, wir haben Nouveau verkauft, so es wurde noch verkauft.
Speaker: Aber natürlich hat kein Investor da jetzt doch irgendwie riesig sein Geld zurückbekommen.
Speaker: Aber ich kann mir gar nicht vorstellen, wie viele Leute uns geschrieben haben, so wow, herzlichen Glückwunsch, dass sie das verkauft hat.
Speaker: Ich meine, ich kann das ja auch so ein bisschen nachvollziehen, weil bei meinem Startup war es ähnlich.
Speaker: Ich gehe nach wie vor auch noch einer geregelten Arbeit nach oder wieder und da kamen dann irgendwelche Berater, Finanzberater, die einem geschrieben haben, gesagt haben, hey, dein Vermögen und willst du nicht?
Speaker: Und ich so, wenn du wüsstest, gell, bin froh, wenn es irgendwie null auf null am Ende rauskommt.
Speaker: Aber das ist, ja, ich glaube,
Speaker: mehr Schein als sein und wie du schon sagst, das hört sich natürlich schön an, wenn man sagen kann, man hat einen Exit gemacht, aber am Ende des Tages, ja.
Speaker: Ja, ich finde, das ist so ein bisschen dieser, ich glaube, Kommunikationsvergleich.
Speaker: Im Ruhrgebiet würdest du das, mit Sicherheit gibt es auch Beispiele, aber ich sage mal, im Schnitt würdest du sagen, hör mal, alles zusammengefalten und irgendwie weiter geht's, so, ja, das nächste starten.
Speaker: Und vielleicht auch gar nicht groß drüber reden oder was auch immer.
Speaker: Einfach sagen, habe ich verkackt, muss nächstes Mal besser gehen oder hat nicht funktioniert und weiter geht's.
Speaker: Ich glaube aber auch, so ehrlich muss man auch sein, das gehört in der Medienwelt und in ganz vielen anderen Bereichen des Lebens,
Speaker: Das oft auch dazu, dass man eben nur die halbe Wahrheit erzählt, einfach nur, damit es besser aussieht.
Speaker: Und Externe, die sich eben nicht viel mit dir auseinandersetzen, die sehen halt dann auch nur das, was du denen erzählst oder vielleicht auch das, was sie sehen wollen.
Speaker: Und da ist halt so der Misserfolg oder was da vielleicht schief gelaufen ist, sind ja auch viel zu viele Details, interessiert dann auch vielleicht keinen.
Speaker: Deswegen so der Outcome am Ende ist dann so das, was okay ist und dastehen kann.
Speaker: Und wenn man dann sagt, ich habe das noch verkauft, hat eben im Kern, nicht mal zu sagen, hat im Kernmodell nicht funktioniert oder sowas, sondern wir sind dann einen anderen Weg gegangen.
Speaker: Wir haben das noch verkauft an ein Unternehmen, die das heute noch weiterführen.
Speaker: So.
Speaker: Und dann, wie Fabi, wie du gerade sagtest, bist du halt egal an dem Punkt, dann kommen halt die Leute auf dich zu, wer auch immer, und sagen, boah, toll, klasse, toll gemacht.
Speaker: Ja, kann aber vielleicht auch ein bisschen an der gesamtdeutschen Mentalität liegen, dass wir uns schwer damit tun, so Misserfolge einzubestehen, geschweige denn überhaupt zu feiern in irgendeiner Form.
Speaker: Das ist definitiv auch nicht der Fall.
Speaker: Das macht man.
Speaker: Also den Großteil der Leute, die ich kenne, egal ob aus meinem privaten Umfeld oder wirtschaftlich, selbst wenn die das sagen, dass sie das gut finden,
Speaker: meinen die das nicht.
Speaker: Also, oder fühlen es dann irgendwie in Wirklichkeit doch nicht.
Speaker: Das ist so ein bisschen dieses, oh ja, man muss ja auch mal gescheitert sein, um zu lernen.
Speaker: So, wie oft habe ich diesen Satz schon gelesen irgendwo in irgendwelchen Startup-Magazinen oder keine Ahnung was.
Speaker: Aber, ähm,
Speaker: Das, was man dann doch zwischen den Zeilen hört, sieht, falls Fragen bekommt, von den gleichen Leuten ist dann halt doch nicht so.
Speaker: Also die innere Einstellung dazu ist dann doch noch anders, würde ich sagen.
Speaker: So meine persönliche Wahrnehmung.
Speaker: Ja, es äußert sich vielleicht nach außen auch mit so einem mitleidigen Blick.
Speaker: Ja, das ist schön.
Speaker: Ach ja, machst du das nochmal?
Speaker: Selbst aus meiner Familie schon oft genug gehört.
Speaker: Willst du dir das nochmal antun?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Such dir doch mal was richtiges, mein Sohn.
Speaker: Genau, such dir doch mal einen richtigen Job.
Speaker: Apropos, Nouveau hast du kurz schon angesprochen.
Speaker: Hast du eigentlich, nachdem du bei Wunder raus bist, hast du in irgendeiner Form eine Pause eingelegt?
Speaker: Hättest du ja machen können.
Speaker: Äh, nee, wir haben direkt, Äh, Anping haben wir gegründet direkt danach, also wir haben, sind Ende des Jahres, äh, 21 rausgegangen und haben dann Anping, äh, gegründet, äh, direkt im Januar, ähm, und 2022 und da, äh,
Speaker: Ja, war auch super, war eine geile, eigentlich eine geile Zeit für Startup-Gründen und Fundraising auch.
Speaker: Und deswegen haben wir uns mit Anping so eine Virtual Coworking Space Idee, also Discord für B2B, könnte man das irgendwie kurz pitchen, aber hat halt einfach
Speaker: 28.
Speaker: Februar, Ukraine-Krieg und dann war halt vorbei.
Speaker: Also irgendwie so ein Modell, was sowieso schon pure Software-B2B saß mit hohem Wettbewerb und wo du dich irgendwie durchsetzen musst auf Basis von einem guten Produkt, keine Chance dafür Geld zu bekommen in dem Zeitraum.
Speaker: Und wir wussten, wir brauchen externe Finanzierung und hatten so ein bisschen darauf gepokert auch, zu sagen, okay, wir bauen jetzt eine Basis des Products auf und dann haben wir aber, ja, wie gesagt, nach zwei, drei Anläufen des Fundraisings und alle immer nur gesagt haben, nee, nee, wir investieren dieses Jahr eigentlich gar nicht, haben wir es noch sein gelassen.
Speaker: Du hast aber keine Sekunde dran verschwendet, mal über eine Pause nachzudenken.
Speaker: Nee, dafür... Ein paar Monate reisen oder so, das machen ja viele...
Speaker: Ganz im Gegenteil, im Juni 2022 kam unser zweites Kind und es war irgendwie, es war voll high peak im Fundraising, bis wir dann irgendwann im September gesagt haben, okay, machen wir dann doch nicht weiter.
Speaker: Und da war ein Thema Pause, also in dem Zeitraum, so im Sommer 2022, habe ich die Lisa Rosa Beutigam kennengelernt.
Speaker: Und Lisa hat mich dann angerufen aus dem Zug, glaube ich war das, oder so, und hat gesagt so, boah, ich weiß nicht, ob ich das noch weitermache hier mit Nuvo.
Speaker: Und ich habe sie kurz weggelegt, habe die Jungs angeguckt, habe gesagt, wir machen Antwink nicht mehr weiter, oder?
Speaker: Und dann war so, hör mal, wieder Hörer an den Mund genommen und so, ja, wie sieht es aus?
Speaker: Sollen wir mal darüber reden, ob wir Nuvo gemeinsam weitermachen?
Speaker: Vielleicht ist es ja, also ich wusste natürlich schon einiges über Nuvo zu dem Zeitpunkt und was das ist.
Speaker: Und dann haben wir im Prinzip direkt den Übergang gemacht in Richtung,
Speaker: Lisa dann quasi als Co-Founder mit eingestiegen ist.
Speaker: Genau, richtig.
Speaker: Die Historie war so ein bisschen, dass die, das hat mit den originären Co-Foundern bei Nuvo nicht so richtig funktioniert.
Speaker: Und Lisa hat dann die Anteile komplett zurückgekauft, war dann alleine unterwegs, also einen kurzen Zeitraum.
Speaker: Und dann, ja, wollte sie halt eigentlich aufhören und überlegt, okay, was mache ich jetzt?
Speaker: Und dann haben wir gesagt, okay, lass das doch mal anders denken, haben uns dann einen Plan gemacht.
Speaker: Wir sind dann rein, haben einen Teil der Company halt entsprechend gekauft, zu dritt.
Speaker: Und haben dann alles umgekrempelt, das ganze Konzept nochmal anders gedacht, haben ein Tech neu gebaut, Tech mitgebracht.
Speaker: Und das war im Q3, Q4 2022.
Speaker: Und dann haben wir im Juni 2023 dann auch die Seed-Runde geraced.
Speaker: Also im Endeffekt so ein Dreivierteljahr, Umbauen, Vorbereitungszeit, Kundenthemen.
Speaker: Und dann im Juni 2023 hatten wir dann die Seed-Runde mit Nuvo.
Speaker: Was hat dich so davon, ihr habt euch dann quasi eingekauft, das war ja auch irgendwie ein anderes Metier, als in dem du bisher unterwegs warst.
Speaker: Was hat dich so davon überzeugt, dass du sogar Geld rein investierst?
Speaker: Ja, es war, also Geld war jetzt nicht viel, es war ein Nominalwert, waren die Anteile.
Speaker: Es war jetzt keine klassische Business Angel Bewertung oder sowas, das jetzt nicht gemacht, sondern letztlich zu Nominal rein.
Speaker: Und wir haben dann aber natürlich auch eine lange Zeit kein Gehalt gehabt und selber Software mitgebracht und so weiter.
Speaker: Also wir haben letztlich Sachwerte, wenn man so will,
Speaker: und Gehaltsverzicht mit reingebracht über einen gewissen Zeitraum, also mindestens schon mal dieses Dreivierteljahr.
Speaker: Und dann, genau, es ist ein anderes Szenario, auf jeden Fall, wie du sagtest, so ein anderes.
Speaker: Aber am Ende ist es, also ich würde auch nicht ausschließen, heute oder in Zukunft so was wie so ein Search Fund zu machen und zu sagen, ich suche mir einen Mittelständler und baue die irgendwie um.
Speaker: Oder wenn jetzt irgendein SARS-Fauner sagt, ich will nicht mal weitermachen.
Speaker: Ich sehe das komplett unternehmerisch.
Speaker: Ich habe nicht so diesen Gedanken von, das muss jetzt, ich glaube, es ist meine Idee und die mache ich jetzt groß, so nach dem Motto.
Speaker: Ich glaube, das gibt es in so, so wenig Fällen.
Speaker: Sondern du musst halt die Idee zu deinem machen.
Speaker: Du musst sie irgendwie adaptieren und sagen, ich mach da jetzt was draus.
Speaker: Und als Unternehmer muss es dir eigentlich auch fast schon egal sein.
Speaker: Also solange du da eine gewisse Passion für hast.
Speaker: Ich würde jetzt auch keine Schrauben produzieren oder so.
Speaker: Aber so eine gewisse Passion muss schon da sein und auch Know-how.
Speaker: Und dann ist es eigentlich mir erstmal egal, was das für ein Modell ist.
Speaker: Und so war es da halt auch.
Speaker: Und mit Lisa hat super gepasst.
Speaker: Super Spaß gemacht.
Speaker: Von daher war das alles, was irgendwie wichtig war zu dem Zeitpunkt.
Speaker: Vielleicht müssen wir die Zuhörernden ganz kurz noch abholen.
Speaker: Also Nouveau war ein Service, ein B2B-Service, wo Unternehmen quasi Homeoffice-Equipment ihren Mitarbeitenden zur Verfügung stellen können, so als White-Label-Lösung.
Speaker: Ist es so ungefähr...
Speaker: Ja, richtig.
Speaker: Also wer Jobrat kennt, so ein vergleichbares Modell.
Speaker: Du hast ja als Mitarbeiter Büromöbel aussuchen können.
Speaker: Letztlich ein Arbeitsmittel für dich zu Hause, bezahlt vom Arbeitgeber.
Speaker: Und nach einer gewissen Zeit, also drei Jahre, konntest du das für ein abgelundenei quasi, 50 Euro oder was, konntest du das dann übernehmen.
Speaker: Und dann war es halt letztlich deins.
Speaker: Das Modell hat aber de facto nicht funktioniert.
Speaker: Also da haben wir dann in 2024 gepivotet.
Speaker: Anfang 2024, am Ende 2024 ist eigentlich fast schon angekündigt, weil das einfach nicht funktioniert hat.
Speaker: Und dann haben wir das Modell umgebaut und haben gesagt, okay, wir sind einfach ein sehr, sehr moderner digitaler Fachhändler für Möbel.
Speaker: der das dir sehr, also top, also günstig, super Preise, super Planung, Vorbereitung, Durchsetzung von dem ganzen Büromöbel, ja, Geschäft letztlich.
Speaker: Aber dann, muss man ehrlicherweise sagen, waren wir einfach nicht mehr interessant für VCs.
Speaker: Es war einfach kein VC-Case mehr, es war dann so ein, böse gesagt, so ein Import-Export-Geschäft.
Speaker: Du hast irgendwo was eingekauft, hast es verkauft und dazwischen hast du halt den Prozess mega lean gemacht und wirklich richtig gut, auch für den Kunden.
Speaker: Deswegen haben wir auch in kurzer Zeit ganz guten Umsatz gemacht, aber es war halt trotzdem eine Mischung aus Vorfinanzierungsgeschäft mit VC-Money quasi so ein bisschen, mit sehr langen Sales-Zyklen und deswegen wurde dann auch irgendwann der Hahn abgedreht und wir konnten dann auch keine Series A oder eine C-Plus quasi mehr raisen.
Speaker: Wie viel hattet ihr denn das Citron da eingesammelt?
Speaker: 2,75 oder was?
Speaker: Ja.
Speaker: Da kann man schon mal ein bisschen was mitarbeiten.
Speaker: Aber ist natürlich kapitalintensiv auch, ne?
Speaker: Das ist kapitalintensiv.
Speaker: Also wir haben sehr viel Vorfinanzierungsthemen gehabt.
Speaker: Also es war ja oft Geld einfach geblockt.
Speaker: Im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich sind dann schon auch Gelder geblockt.
Speaker: Und wenn du dann nachher deine, sag mal, 20 bis 25 Prozent deines Gesamtinvestments irgendwie immer in so Vorfinanzierungen stecken hast, das finden die Investoren dann auch nicht mehr so witzig.
Speaker: Und
Speaker: Das haben wir am Anfang beim Homeoffice-as-a-Service-Modell.
Speaker: Da war das einfacher, weil du hast so Einzelstücke bestellt und du musstest nichts auf Lager legen und so weiter.
Speaker: Die ganze Lagergeschichte war kein Problem.
Speaker: Aber wenn du so ein 100-Mann-Büro ausstattest, dann kaufst du halt für...
Speaker: bei 30 verschiedenen Herstellern für 200.000 Euro Möbel und von diesen 30 Herstellern kennst du 25 nicht und denen ist das völlig egal, ob du bei einem anderen 60 Tage Zahlungsziel hast, bei denen kriegst du keinen Zahlungsziel, da musst du Vorkasse bezahlen und das ist dann das Problem.
Speaker: Ja, Handel ist halt auch ein knüppelhaares Geschäft am Ende des Tages.
Speaker: Und hat auch aus VC-Perspektive keine Multiples.
Speaker: Also wenn du dir jetzt momentan die E-Commerce-Multiples anschaust, die sind ja auch nicht besonders gut.
Speaker: Und wenn du auch aus der Nuvo-Perspektive, aus der VC-Perspektive betrachtest, du investierst zu einem Multiple von, ich sag jetzt mal irgendwas, das sind jetzt nicht die Multiples, aber von 10,
Speaker: Ja und dann guckst du vom Ende her und siehst dann, ja, ich nehme mal so einen krassen Exit, der schon fast krass ist für die E-Commerce-Bubble, About You mit 1,7 Multiple, wo du schon denkst so, okay, das ist schon ein guter Exit gewesen.
Speaker: Und wenn du dann irgendwie in die klassischen, normalen Multiples reinschaust, die sind dann halt schlecht.
Speaker: Und dann ist halt plötzlich dieser SaaS-Multiple, auf den du mal investiert hast und der Ausblick, wo es hingeht für dich als Investor und dann machst du halt einfach nicht mehr mit.
Speaker: Aber wie war das mit dem, dieser Geschäftsmodellwechsel, der war ja dann wahrscheinlich auch in Absprache mit den Investoren.
Speaker: Wie fanden die das?
Speaker: Weil das haben die ja genau, das haben die ja auf dem Schirm, oder?
Speaker: Ja, also der Wechsel war eigentlich sehr gut.
Speaker: Also wir haben das richtig mit Bordbeschluss und so weiter dann über mehrere Meetings und Monate auch Bordbeschlüsse letztlich gemacht und gesagt, alles klar.
Speaker: so und so und so wollen wir das gerne ändern und umbauen.
Speaker: Und das war gut.
Speaker: Also letztlich haben sie dann auch gesehen, okay, das originäre Modell funktioniert halt so nicht.
Speaker: Aber das haben wir auch sehr klar auch gesagt.
Speaker: Also ich erinnere mich noch, dass ich da gesessen habe und gesagt habe, ich denke, dieses Modell funktioniert nicht.
Speaker: Und wenn du das klar aussprichst, dann was ist die Alternative?
Speaker: Also ich meine...
Speaker: dann sofort aufhören, war für keine eine Option und letztlich ein anderes Potenzial noch zu entfachen, das war schon noch eine Option und deswegen haben wir halt Vorschläge gemacht, wo wir hingehen und das wurde dann auch mitgetragen, aber dann halt auch nur bis dann am Ende des Tages auch kein Geld mehr da war und das Modell dann aber auch nicht weiter getragen wurde, weil
Speaker: Man hat sich dann vielleicht noch mehr Umsatz versprochen, als wir dann letztlich geliefert haben, was auch fair ist.
Speaker: Aber mehr ging auch ehrlicherweise kaum.
Speaker: Echt schwierig.
Speaker: Warum hat es am Ende nicht funktioniert, das Homeoffice-as-a-Service-Modell?
Speaker: War die Bereitschaft der Arbeitgeber nicht da?
Speaker: Definitiv.
Speaker: Ich meine, du kennst ja den Mitarbeiter-Benefits-Bereich besser als ich.
Speaker: Da gehe ich mal stark von aus.
Speaker: Aber es ist so eine Mischung aus...
Speaker: Es wird irgendwo als Benefit, Mitarbeitergewinnung, Mitarbeiterhaltungsmodell gesehen.
Speaker: Gleichzeitig hast du aber keine Regeln als Unternehmen, was Homeoffice betrifft.
Speaker: Also ich sage das so platt, weil das ist wirklich so.
Speaker: Also ich habe kein Unternehmen kennengelernt, die klare Regeln haben.
Speaker: Sondern es gibt immer irgendwelche Ausnahmen, Abweichungen.
Speaker: So der Peter, der arbeitet...
Speaker: Drei Tage im Homeoffice, die Petra zwei, der Hans so und so, die Marianne so und so.
Speaker: Der eine ist im Homeoffice, weil, weiß ich nicht, 200 Kilometer vom Headquarter entfernt.
Speaker: Der andere wohnt in der gleichen Straße.
Speaker: Gilt für die unterschiedliche Themen.
Speaker: So, und dann haben die ihr Headquarter oder mehrere Büros.
Speaker: Die kosten viel Geld, die kosten Miete, die kosten Pflege und die Arbeitsplätze als solches in dem Büro kosten auch mal 3.000 bis 5.000 Euro pro Stück.
Speaker: So und dann investierst du das Gleiche noch mal zu Hause, obwohl der Jascha ja zweimal da, dreimal da ist und der andere ist dann, was kriegt der andere, der viermal da und einmal da ist?
Speaker: Also einfach diese unterschiedlichen Problematiken.
Speaker: Und was auch definitiv einer der größten Probleme, die wir auch nur teilweise als Nuvo lösen konnten, es gibt kaum einen Zweitmarkt für Büromöbel.
Speaker: Bei Jobrad oder bei Fahrrädern gibt es das.
Speaker: Dann hast du Fahrräder, die werden halt einfach weiterverkauft, wenn derjenige das nicht haben möchte.
Speaker: Dieses Szenario gibt es aber bei Fahrrädern fast nicht.
Speaker: Also du willst das eigentlich immer haben, weil dein Arbeitgeber hat dir das ja bezahlt.
Speaker: Bei einem Schreibtisch ist es so, da hast du einen 2.500 Euro Schreibtisch da,
Speaker: bis vielleicht irgendwie, was willst du dann mit dem?
Speaker: Also willst du den wirklich haben, wenn du den Job wechselst, wenn du umziehst und so weiter?
Speaker: Das ist halt viel räumlich-physischer sozusagen und viel eine höhere Barriere auch für dich als Einzelperson.
Speaker: Was mache ich damit?
Speaker: Und wenn du den nicht kaufst, dann bleibt das Unternehmen letztlich zum Teil darauf sitzen, weil wir nicht für alles eine Lösung finden konnten, dass letztlich ein Zweitmarkt da ist.
Speaker: Ja, das ist ja dann nochmal ein ganz anderes Geschäftsmodell nebendran, auf das du ja auch erstmal Traction bekommen musst.
Speaker: Total, ist richtig.
Speaker: Also du löst plötzlich ein Problem für deine Kunden, nur damit dein originäres Modell funktioniert und machst eigentlich zweites Geschäftsmodell auf.
Speaker: Und de facto gibt es das auch einfach nicht.
Speaker: Es gibt keinen Zweitmarkt für Einzelstücke.
Speaker: Also wenn du 50 Stühle, 50 Tische, je mehr, je besser gebraucht.
Speaker: Aber so den grünen Stuhl und den schwarzen Schreibtisch in Kombination, no chance.
Speaker: Also an wen willst du das verkaufen?
Speaker: Kleinanzeigen?
Speaker: Geht nicht.
Speaker: Boah, witzigerweise, ich glaube, das hätte bei uns funktioniert, als wir ins neue Büro gezogen.
Speaker: Aber da habe ich dann mein Veto eingelegt.
Speaker: Ich wollte nicht, dass es aussieht entweder wie so ein Second-Hand-Büro oder halt wie so ein Berliner Restaurant mit unterschiedlichen Stühlen überall.
Speaker: Ja, ich glaube, für manche funktioniert das auch.
Speaker: Und es gibt auch in Holland und in Dänemark die Regel mittlerweile, dass neue Büros, ich glaube, zu 30 Prozent ausgestattet werden müssen mit Refurbished.
Speaker: Einfach aus CO2-Gründen und so weiter.
Speaker: Es gibt tolle Konzepte auch, auch die Kombination aus nachhaltigen Möbel und Second-Use und so weiter.
Speaker: Da gibt es schon coole Konzepte oder auch Verpflichtungen, je nach Land.
Speaker: Es gibt auch Händler, die kaufen in Deutschland und verkaufen nach Holland.
Speaker: Also kaufen extrem günstig in Deutschland und verkaufen teuer in Holland, weil es halt dann da diese Quote gibt.
Speaker: Und wenn du ein neues Büro eröffnen willst und so weiter.
Speaker: Aber das kommt auf den Zeitpunkt an.
Speaker: Gibt es überhaupt genügend Unternehmen, die das gerade brauchen?
Speaker: Deswegen war es schon ein kompliziertes Geschäftsmodell.
Speaker: Wir haben da coole Software gebaut, wirklich sehr, sehr coole Sachen.
Speaker: Die Kunden waren auch sehr happy, die uns genutzt haben.
Speaker: Aber am Ende waren nicht genügend Kunden da, um dann dieses Modell so weiterzuführen auf VC-Basis jetzt.
Speaker: Okay, und dann sind wir jetzt in der Gegenwart angekommen.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Der Junge wird nicht müde.
Speaker: Ich glaube, das ist der richtige Zeitpunkt, Fabi, für unseren Elevator-Pitch, oder?
Speaker: Dass du jetzt mal ganz kurz erklärst, was sie mit OB7 macht, der nächsten Gründung, und dann gehen wir drauf ein, wie das entstanden ist.
Speaker: Oder, Fabi, du guckst so skeptisch.
Speaker: Haben wir nicht den Elevator-Pitch schon gehabt?
Speaker: Nee, du hast den Sound abgespielt, aber ich glaube, ich habe ihn noch nicht gepitcht.
Speaker: Ich war jetzt gerade so ein bisschen verwirrt.
Speaker: Aber du, das gehört auch dazu.
Speaker: Zur Not pitche ich nochmal vielleicht, falls ich schon gepitcht habe und wir es jetzt alle vergessen haben.
Speaker: Dann schneiden wir es raus.
Speaker: Genau.
Speaker: Also ich hole jetzt mal den Aufzug.
Speaker: Und dann steigen wir gleich gemeinsam ein.
Speaker: Dann pitcht du jetzt einfach OB7 nochmal.
Speaker: Ja, sehr gerne.
Speaker: Ich mache ihn ganz kurz.
Speaker: OB7, gegründet von uns als Mobilitätsliebhaber eigentlich.
Speaker: Wir kommen ja so auf den Bereich.
Speaker: Und wir bauen das beste Ladeerlebnis der Stadt.
Speaker: Also wir wollen letztlich die Software bauen, die Endkunden benutzen können, um an Ladeinfrastruktur laden zu können.
Speaker: Heißt QR-Code, Zahlungsmethode, RFID-Karte davor halten, wenn du dein E-Auto oder eine App benutzen.
Speaker: Das kommt alles von uns.
Speaker: Aber White Label heißt...
Speaker: Der Endkunde weiß es gar nicht.
Speaker: Wir machen das also für einen B2B-Kunden.
Speaker: Und Vision ist, am liebsten hätte ich gerne in fünf Jahren, dass jeder unsere Software mal benutzt hat, aber nicht weiß, dass er uns benutzt hat.
Speaker: Auch selten, dass das ein Gründer sagt.
Speaker: Also das ist vielleicht Ruhrpott.
Speaker: Im Ruhrpott ist das vielleicht so, dass man auch gerne mal im Stealth-Modus bleibt.
Speaker: Ja, ich meine, ich könnte, wir können ja sowas wie Powered by oder so dazu schreiben und sagen hier, das ist unsere Software von uns, lieber Endkunde.
Speaker: Aber das ist mir egal.
Speaker: Also ich meine, das war früher schon im Sharing ganz cool, wenn die Leute eine Mobile App von Tier oder so aufgemacht haben und sagen, oh, cool, jetzt fahre ich mit dem Roller durch die Stadt und du sagst, ja, ja, die haben wir gebaut.
Speaker: Das ist auch cool.
Speaker: Ja.
Speaker: Und wie kam es jetzt zu der Gründung?
Speaker: Wie viele Gründungen zählst du eigentlich damit?
Speaker: Ne, ich habe nicht mitgezählt, ehrlich gesagt.
Speaker: Die müsste man mitzählen.
Speaker: Meine Frau sagt immer, ich muss hier mal eine Mindmap aufschreiben bei Miro oder so.
Speaker: Habe ich auch mal angefangen.
Speaker: Aber dann wieder vergessen.
Speaker: Also, wie ist das zustande gekommen?
Speaker: Also, wir haben...
Speaker: Schon während Nouveau-Zeiten haben witzigerweise mich alte Kunden angesprochen und gesagt, hey Leute, gibt es euch noch?
Speaker: Seid ihr noch im Mobilitätsbereich unterwegs?
Speaker: Haben gesagt, nee, machen hier gerade Nouveau.
Speaker: Und als dann Nouveau zu Ende gegangen ist, haben wir gesagt, okay, wir haben dann mal mit unseren alten Kunden und Webbegleitern gesprochen, weil
Speaker: Die Ansprechpartner, die damals Sharing gemacht haben, was ja auch Elektromobilität ist im weitesten Sinne, machen oft auch Ladeinfrastruktur.
Speaker: Also bei Stadtwerken oder anderen.
Speaker: Das sind oft die gleichen Ansprechpartner und die gleichen Teams.
Speaker: Und dann haben wir mit denen mal erste Gespräche geführt und gefragt, was sind denn eure Themen?
Speaker: Warum habt ihr denn Probleme?
Speaker: Warum wolltet ihr uns mal irgendwie fragen, ob wir euch helfen können?
Speaker: Und dann haben wir uns mal diese ganze Softwarelandschaft angeschaut.
Speaker: Was gibt es da eigentlich in diesem Ladeinfrastrukturbereich?
Speaker: Wie ist das?
Speaker: Wie funktioniert was miteinander?
Speaker: Und haben dann so unseren, ja, so im Laufe der Zeit so unseren Sweet Spot gefunden und gesagt, okay, jetzt gründen wir nochmal aus.
Speaker: Also im Endeffekt, wir sind mit einem Beratungsmandat gestartet bei einem Stadtwerk, bei der Stadtwerke Stuttgart.
Speaker: Und haben uns dadurch sehr gut in die Software einarbeiten können oder in die Softwares einarbeiten können, die es da so gibt, um Ladeinfrastruktur zu bedienen.
Speaker: Und haben dann so sukzessive gemerkt, hier holpert's und da funktioniert was nicht und da gefällt uns das irgendwie nicht.
Speaker: Und es ist ein bisschen kompliziert zu verstehen, weil das ja alles so under the hood Software ist, sag ich mal.
Speaker: Die siehst du als Endkunde auch eigentlich gar nicht.
Speaker: Aber am Ende des Tages muss die Ladesäule bedient werden aus der Ferne und muss gesteuert werden.
Speaker: Ein Ladevorgang mit dem Auto muss gestartet werden.
Speaker: Und wenn du als Kunde in Köln nach Berlin fährst, musst du ja auch dort die Ladesäule bedienen können.
Speaker: Mit der gleichen App, die du auch in Köln benutzt vielleicht oder mit der gleichen RFID-Karte, die du in Köln benutzt.
Speaker: Und das sind so, ja, dann fängt es an, sich zu vernetzen.
Speaker: Was benutzt der Berliner?
Speaker: Was benutzt der Kölner?
Speaker: Welche Apps kommunizieren wir miteinander?
Speaker: Und da gibt es eine ganze Software-Landschaft an Parteien quasi.
Speaker: Und das mussten wir erst mal verstehen.
Speaker: Was gibt es da eigentlich überhaupt?
Speaker: Das ist, glaube ich, auch bis heute nicht jedem klar, was es da alles so gibt.
Speaker: Man muss sich immer sehr stark erklären, was man eigentlich macht.
Speaker: Aber es gibt eine extrem coole Überschneidung zu dem, was wir früher gemacht haben in der Mobilität, im Sharing.
Speaker: Und dann haben wir gesagt, okay, das schnappen wir uns.
Speaker: Und dann haben wir mal gegründet.
Speaker: Liegt das daran, dass irgendwie die Technologie so schnell so neu war, dass da jeder sein eigenes Süppchen gekocht hat eine Zeit lang?
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, würde ich schon sagen.
Speaker: Also ich habe mir das immer so erklärt mit, erst mal haben sich Ingenieure überlegt, Ladesäulen auf die Straße zu bauen.
Speaker: Oder erst mal haben die sie gebaut.
Speaker: Erst mal haben die Elektrotechniker, was auch immer, Ingenieure, so eine Säule gebaut, wo du halt den Auto laden kannst.
Speaker: Dann musste das irgendwann in den öffentlichen Bereich rein.
Speaker: Mit Eichrecht und allem drum und dran.
Speaker: Weil letztlich ist es ja eine Steckdose in der Öffentlichkeit.
Speaker: Und da gibt es dann die ganzen Bundesnetzagentur, also Regularien, Ende der Energiemarkt.
Speaker: Das erste Mal war ich vor zwei Jahren auf der E-World in Essen, größte Messe für Energiethemen.
Speaker: Ich habe wirklich danach ernsthaft überlegt, ob ich so ein Wochenendstudium Energiewirtschaft machen soll, weil das ist so ein anderer Markt,
Speaker: Und so viele andere Themenwörter, die du noch nie gehört hast, obwohl sie witzigerweise uns alle betreffen.
Speaker: Wir sind zu Hause und stecken halt den Stecker in die Steckdose.
Speaker: Aber wir wissen darüber gar nichts.
Speaker: Also von Energieproduktion über Verteilung, über wie das funktioniert.
Speaker: Und das alles spielt so ein bisschen in dieser Ladeinfrastruktur eine Rolle, weil, wie gerade aufgehört, du stellst dann halt so eine Steckdose in den öffentlichen Raum.
Speaker: Und alleine wie sie bedient wird und wie der Strom fließt sozusagen, hat einen Einfluss auch auf die Software dahinter und wie die zu benutzen ist und auch auf den Endkunden am Ende des Tages, weil ja letztlich Strom auch da verkauft wird.
Speaker: Und die Software, die da so entstanden ist, genauso wie du sagtest, ist so ein Stückwerk gewesen,
Speaker: Erstmal musste die Firmware gemacht werden für diese Säulen.
Speaker: Dann haben die Säulen nachher ja mit, dann hast du ja 100 Säulen.
Speaker: Und dann hat sich jemand überlegt, wie manage ich denn diese 100 Säulen?
Speaker: Dann sind so Ladepunkt-Management-Systeme entstanden, die dann diese Assets anbieten.
Speaker: gemanagt haben und dann mussten die ja auch remote gesteuert werden können.
Speaker: Also wurde dann irgendwann eine SIM-Karte in die Dinger reingebaut und eine Verbindung, eine Websocket-Verbindung, wie wir hier beim Video oder Audio gerade, von der Säule zum Backend-System.
Speaker: Und überall in dieser Kette gibt es halt irgendwelche spezialisierten Software-Player für bestimmte Cases.
Speaker: Und ich könnte auch weitermachen, aber es wird wahrscheinlich dann auch die Zuhörer langweilen.
Speaker: Es gibt wirklich sehr viele Ketten an anderen Themen, die da eine Rolle spielen in dem Markt.
Speaker: Und ihr versucht, euch nicht drüber zu legen, sondern eigentlich diese Kette zu ersetzen mit eurer Lösung.
Speaker: Richtig.
Speaker: Also diese Ladepunkt-Management-Systeme, das sind so ein bisschen die...
Speaker: All-in-One-Systeme geworden.
Speaker: Also im Laufe der Zeit, die haben nicht nur die Ladepunkte gemanagt, sondern die haben auch die White-Label-Mobile-Apps gebaut für den Endkunden.
Speaker: Die haben diesen Zahlungsprozess mit dem QR-Code, wenn du scannst den QR-Code an der Säule und du kommst auf so eine Mobile-Website, den
Speaker: Prozess haben die gebaut, RFID-Kartenmanagement für Flotten, wenn jetzt so 100 Fahrer kriegen, so kleine Kärtchen, die sie dann da dran halten können und damit die Abrechnung nachher gebündelt funktioniert für das Unternehmen, solche Lösungen haben die gebaut.
Speaker: So, wenn man das jetzt aber mal genau betrachtet, sind diese Ladepunktmanagementsysteme, sind quasi nicht nur Ladepunktmanagementsysteme, sondern auch Abrechnungssysteme für den Endkunden.
Speaker: Also letztlich hast du so den Customer-Facing-Teil und den reinen Ladepunkt-Management-Teil.
Speaker: Und das wurde aber so verbunden.
Speaker: Ich sehe aber mittlerweile in den letzten ein, zwei Jahren auch immer mehr, dass das eigentlich nicht die richtige Aufteilung ist, wie Software in dem Markt funktionieren sollte, sondern weil beide Teile so groß und so individuell geworden sind, musst du sie eigentlich voneinander trennen.
Speaker: Den reinen Ladepunkt-Management-Teil ist für mich das eine und dann hast du den endkundenzentrierten Teil, das ist so das andere System.
Speaker: Und beide sind sehr, sehr groß, beide Systeme und können eigentlich auch wunderbar
Speaker: über standardisierte Schnittstellen, die es mittlerweile in diesem Markt gibt, auch kommunizieren.
Speaker: Stand heute ist es aber so, dass die Softwareplayer, die da sind, eigentlich immer nur so große Einzelsysteme sind.
Speaker: Und wir wollen das splitten.
Speaker: Wir sagen, wir trennen halt den Kundenteil.
Speaker: Wir, OB7, konzentrieren uns auf den Endkunden.
Speaker: Wir wollen die Experience richtig cool machen.
Speaker: und da mit dem Ladesäulenbetreiber auch mehr Umsatz bescheren.
Speaker: Ist der Kunde happier, der Endkunde happy, kann er die Zahlungsmethoden, Abrechnungsmethoden benutzen, die er möchte, ist die ganze UI, UX besser, läuft das Abrechnungssystem smoother für dich, machst du am Ende des Tages mehr Marge, machst du am Ende des Tages mehr Umsatz, also hat es sich gelohnt, diese beiden Systeme zu splitten.
Speaker: Und da kommen wir dann ins Spiel.
Speaker: Wir docken uns letztlich an die Bestandssysteme an und ersetzen das, was da ist mit unseren Sachen.
Speaker: Und ihr seid jetzt, weil das ist ja eine große Aufgabe, glaube ich, ihr seid ein relativ kleines Team noch, wenn ich es richtig verstanden habe.
Speaker: Ja, wenn ich das den Leuten im Markt erzähle, denken die auch immer, ich bin ein Laberkop, ein Schwätzer.
Speaker: Ich war noch immer schon vor, also wir sind fünf Leute und noch zwei weitere Minijobber.
Speaker: Und klar, wir sind ein kleines Team, aber wir sind halt auch ein Team, was einen Großteil dieser Probleme und Herausforderungen, die diese Software mit sich bringt, haben wir ja schon mal gebaut in der Vergangenheit.
Speaker: Und ich würde auch relativ selbstbewusst behaupten, wir haben ja den, kannst du sagen, den Weltmarktführer gebaut im Sharing für White-Label-Software quasi, B2B-White-Label-Software.
Speaker: Und genau das Gleiche brauchst du jetzt auch.
Speaker: Das heißt, alles rund um Apps, Endkunden, Registrierung, Invoicing, Billingregeln, was auch immer.
Speaker: Das haben wir alles schon gemacht mit Assets, die sich bewegen, mit Autos und Co.
Speaker: Und jetzt haben wir Assets, die stehen.
Speaker: Aber...
Speaker: Am Ende ist es sehr, sehr vergleichbar.
Speaker: Deswegen sind wir als kleines Team auch super schnell, weil wir die Probleme auch sehr schnell verstehen und erkennen.
Speaker: Und dadurch, dass man auch AI first jetzt die Chance hatte, das komplett auch aufzusetzen, sind wir durch KI halt auch brutal schnell, muss man auch sagen.
Speaker: Ich sage nicht, dass andere nicht schneller geworden sind, aber wenn du halt so die Entwickler, die zuhören, die wissen halt auch, wenn du in einem Bestandsrepo, was drei Millionen Zeilen Code hast, sagst, okay, jetzt liebe AI, bauen wir alles um.
Speaker: Das ist halt nicht so effizient, wie wenn du halt in einem cleanen, aufgeräumten Repository starten darfst.
Speaker: Jetzt hast du gesagt, ihr seid fünf Leute.
Speaker: Wie viele virtuelle Mitarbeitende habt ihr denn?
Speaker: Du meinst KI?
Speaker: Ne, also wir haben jetzt keine Agenten, die jetzt da irgendwie selber loslaufen.
Speaker: Das ist schon alles von uns gesteuert, aber es sind wirklich nur fünf und keine jetzt automatisierten Robots, die laufen.
Speaker: Es sind ein paar Rules, ein paar Skills, die lassen wir dann manuell loslaufen, ja.
Speaker: Aber wahrscheinlich braucht ihr in Zukunft nicht viel mehr, ne?
Speaker: Durch AI.
Speaker: Zumindest was die Entwicklung angeht.
Speaker: Ich glaube, ja, das ist ein guter Punkt.
Speaker: Ich glaube, dass Komplexität entsteht, also KI ist
Speaker: vielleicht nicht unbedingt schlauer als der Mensch, aber kann halt, noch nicht, aber kann halt viel, viel mehr auf einmal machen und auf einmal verstehen.
Speaker: Also die Masse ist ja sozusagen das, was der, und die Geschwindigkeit ist ja das, was der Mensch ja nicht hinbekommt.
Speaker: Was jetzt Kreativität und Zusammenhänge und so weiter angeht, ich glaube, da sind uns alle einig, dass KI da immer noch nicht da ist oder beziehungsweise KI ist vielleicht schon da, aber du musst sie halt auch orchestrieren.
Speaker: Also du musst sie ja schon richtig zusammensetzen, damit sie Kontexte versteht, damit sie sich an den richtigen Dingen bedienen.
Speaker: Das ist ja eher ein Daten-Zulieferungs-Input-Problem als ein Output-Problem.
Speaker: Für dich persönlich.
Speaker: Und um deine Frage zu beantworten, ja, ich glaube schon, dass wir mit einem sehr, sehr kleinen Team sehr weit kommen können.
Speaker: Wie groß wir dann mal sein werden, weiß ich jetzt auch nicht.
Speaker: Aber ich denke, der riesige Vorteil ist, und das braucht auch der Markt, finde ich, ist ein Kostenvorteil am Ende des Tages.
Speaker: Wenn du dir unsere Konkurrenten anschaust,
Speaker: Die großen Player, wenn du jetzt rein mal feature-seitig das vergleichst und sagst, du hast jetzt ein riesiges Enterprise-System, was schon seit zehn Jahren existiert und du vergleichst das System, was wir jetzt neu gebaut haben,
Speaker: Würde ich sagen, von der Feature-Richness sind wir Pari, wenn nicht sogar noch on top.
Speaker: Stand heute.
Speaker: Also in dem Jahr haben wir auf jeden Fall überholt.
Speaker: Wenn wir aber vergleichen, wie viele Mitarbeiter auf der einen Seite sitzen,
Speaker: dann reden wir hier von, ich sag mal, einem 50 zu 1 Entwickler-Ratio.
Speaker: Oder vielleicht einem 25 zu 1 Product-Ratio.
Speaker: Also es sind schon viel, viel mehr Leute, die an den Topics arbeiten.
Speaker: Fairerweise muss man jetzt dazu sagen, weil die natürlich auch viel mehr Kunden haben.
Speaker: Mehr Kunden, gleich mehr Kommunikation, gleich...
Speaker: mehr Abstimmungsaufwand und so weiter, aber ich würde mal behaupten, dass wir langfristig es schon schaffen werden, zehnmal so effizient zu sein.
Speaker: Also in den nächsten fünf Jahren safe.
Speaker: Also weil du da auch diesen Vorsprung von KI, du kannst es nicht aufholen, selbst wenn du wolltest.
Speaker: Wir machen noch zwei schnelle Fragen, würde ich sagen, bevor wir zu Ende kommen, oder?
Speaker: Yes.
Speaker: Also eine Frage, die ich aktuell vielen Leuten stelle, die mit Technik zu tun haben, und das hast du offensichtlich, würdest du heute noch jemandem raten, Informatik zu studieren?
Speaker: Auf jeden Fall.
Speaker: Weil du verstehen musst, was die Maschine macht.
Speaker: Ich glaube nicht, dass ich mir angucke, was meine Freunde, Bekannten und Co.
Speaker: mit Open Claw und Hermes Agent und Co.
Speaker: anstellen.
Speaker: Dann willst du denen ganz schnell den Computer wegnehmen, weil du denkst so, oh mein Gott.
Speaker: Das ist so ein bisschen wie, weiß ich nicht, meine Mutter, die mich 20 Mal anruft und sagt, ich kann mich auf dieser Website nicht mit meinem E-Mail und meinem Passwort einloggen.
Speaker: Und dann frage ich, hast du da denn ein Konto?
Speaker: Sagt sie, ich habe das von Google benutzt.
Speaker: So, genau.
Speaker: Oder irgendwie gab es so ein schönes Bild letztens, wo jemand anderen den Link geschickt hat zu Localhost und hat gesagt, schau doch mal, wie cool ich das hier gebaut habe, dieses Dashboard.
Speaker: Genau.
Speaker: Das verstehen jetzt nur Nerds.
Speaker: Das verstehen jetzt nur die Nerds.
Speaker: Also im Prinzip für Nicht-Nerds übersetzt, auf deiner lokalen Maschine hast du etwas gemacht und willst das jetzt jemandem über WhatsApp zur Verfügung stellen.
Speaker: Das funktioniert natürlich nicht.
Speaker: Und wenn du ein Nerd-Humor verstehen willst, brauchst du das Informatikstudium.
Speaker: Ist ja so ein bisschen auch wie Thermomix, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, stimmt.
Speaker: Würde ich mal so sagen, als Beispiel.
Speaker: Nur noch schlimmer eigentlich.
Speaker: Ja, das unterscheidet mich von Jascha auch immer.
Speaker: Jascha ist so Thermomix und ich bin halt noch der Connoisseur an der Stelle.
Speaker: Auf was bezogen?
Speaker: Aufs Essen natürlich.
Speaker: Ich besitze keinen Thermomix.
Speaker: Bei mir kommt kein Thermomix ins Haus.
Speaker: Die Parallele sehe ich als Nicht-Nerd einfach.
Speaker: Am Ende des Tages musst du ja wissen, was gut ist.
Speaker: Und wenn du das vorher nicht verstanden hast, die Materie, kannst du das ja auch nicht verstehen.
Speaker: Genau.
Speaker: Ja, ich glaube, was uns nicht wegfallen wird mit KI, ist das Orchestrieren von Architektur.
Speaker: Also du musst schon alleine schon aus Sicherheitsgründen, das wird nie funktionieren, dass du das ganze Potenzial des Internets sozusagen nutzen kannst.
Speaker: wenn du nicht KI oder die Systeme, die laufen, konfigurierst.
Speaker: Weil alleine aus Sicherheitsaspekten, KI kann sich nicht irgendwelche Passwörter oder was auf sich was alles selber Zugriff geben, selber erstellen.
Speaker: Soll es ja auch nicht.
Speaker: Der Mensch kann das ja auch nicht.
Speaker: Also entsprechend, das ist ein wichtiger Punkt.
Speaker: Und ganz einfach, du musst verstehen, was Input und Output erzeugen.
Speaker: Es ist so, wie wenn ich dir eine, ich kann auch nicht dir ein,
Speaker: ein Haus, ihr kennt doch bestimmt dieses Bild, wo so eine Schaukel und ein Baum gemalt wurde.
Speaker: Und dann irgendwie die unterschiedlichen Leute, die gesagt haben, so hätte ich gerne die Schaukel und den Baum.
Speaker: Und es sieht immer anders aus.
Speaker: Es ist eine super kreative Geschichte oder nur ein Strichmännchen oder was auch immer.
Speaker: Und das hat halt einfach damit zu tun, jeder stellt sich das anders vor.
Speaker: KI stellt sich das auch anders vor.
Speaker: Das heißt, Input ist halt nicht gleich Output, ist ja kein direkter Zusammenhang.
Speaker: Und deswegen glaube ich, ist der Mensch, der das versteht, was er da tut, würde ich immer noch jedem empfehlen, bitte Informatik studieren.
Speaker: Gut, Fabi, also, da hast du deine Empfehlung fürs Studium.
Speaker: Letzte Frage.
Speaker: Fabi, brennt dir noch eine auf den Lippen?
Speaker: Mir brennt es mal kein ohne den Lippen.
Speaker: Dann müssen wir deinen privaten Ausgleich verleihen, müssen wir noch erfahren.
Speaker: Also denn eins deiner Hobbys scheint ja Unternehmengründen zu sein.
Speaker: Was machst du sonst noch außerhalb des Jobs, um so entspannt zu sein, wie du hier gerade sitzt?
Speaker: Ja, ähm...
Speaker: Das hat auf jeden Fall ein bisschen gelitten in den letzten Jahren, das Private.
Speaker: Aber ich habe eine wunderbare Familie, kann viele Dinge in meiner Freizeit mit meiner Family machen.
Speaker: Ich spiele Paddle seit knapp anderthalb Jahren ab und zu.
Speaker: Macht auf jeden Fall auch Spaß.
Speaker: Fußball würde ich gerne mal ein bisschen mehr spielen.
Speaker: Aber ich versuche quasi einfach besonders viel Zeit mit den Dingen zu verbringen,
Speaker: wo ich Spaß dran habe, viel Family und Co.
Speaker: Das, was man halt nicht mehr so viel macht, vielleicht wie vor Unternehmerzeiten, wann auch immer die gewesen sind, aber halt viel, sehr viel Sport, sehr viel, weiß nicht, Filme gucken oder was auch immer, das fällt alles weg.
Speaker: Also das gibt es halt einfach nicht mehr.
Speaker: Im Vorgespräch hast du gesagt, du zockst auch gerne.
Speaker: Ja, habe ich die letzten drei Monate tatsächlich fast gar nicht gemacht.
Speaker: Aber das war es, es liegt ja so ein bisschen an, dass OB7 gerade sehr intensive Zeit ist.
Speaker: Aber wenn das sich mal wieder ein bisschen lichtet, dann ist das eigentlich ab 21.30 Uhr bis 0 Uhr irgendwas eigentlich immer mein Go-To.
Speaker: Doch Zocken ist schon immer Teil des Lebens gewesen.
Speaker: Vielleicht die finale Frage, was heißt OB7, wofür steht die Abkürzung?
Speaker: Open Blueprint.
Speaker: Und die 7?
Speaker: Die 7 ist absolut random, weil es meine Lieblingszahl ist.
Speaker: Aber da gleich vielleicht noch... Aber Open Blueprint war so die Grundidee, dass wir gesagt haben, wir wollen halt ein sehr offenes System ohne Vendor-Login,
Speaker: gestalten und so ein bisschen die Blaupause für diese Softwareindustrie oder die Softwarelandschaft einfach bauen, die aber so offen ist, dass du alles damit machen kannst und wir mit Qualität überzeugen wollen und nicht mit, wir haben sogar eine Zeit lang überlegt, ob wir Open Source alles bauen wollen, einfach nur um uns über Qualität zu unterscheiden und nicht halt über irgendwelche vertraglichen Geschichten.
Speaker: Aber vielleicht noch eine Sache.
Speaker: Mir hat mal jemand gesagt, du musst dir dringend eine bessere Geschichte überlegen, wie dieser Name entstanden ist.
Speaker: Und vor allen Dingen die sieben.
Speaker: Und dann kurz noch erzählt, was der Vorschlag dann war.
Speaker: Und zwar war der Vorschlag, wir hätten eine Wette gehabt, den schnellsten High Five,
Speaker: der Erde zu machen, hätten uns zwei Autos gemietet, uns auf einer Rennbahn gegenübergestanden, wären gegeneinander gefahren und hätten dann halt während des Fahrens den schnellsten High Five der Erde gemacht.
Speaker: Währenddessen habe ich mir mein Handgelenk gebrochen und es wurde mit sieben Stichen genäht.
Speaker: Und deswegen sieben.
Speaker: So die Herleitung und die Empfehlung mal von extern, warum ich die 7 nehmen sollte.
Speaker: Keine Ahnung, wie der auf diese Idee kam.
Speaker: 7 wieder oft mit Märchen verbunden ist eine märchenhafte Zahl.
Speaker: Die 7 Geistleine, 7 Zwerge.
Speaker: Das stimmt auch was.
Speaker: Also das würde ich mir nochmal überlegen.
Speaker: Mein Empfehler an dich.
Speaker: Ich überlege es mir auch nochmal.
Speaker: Ja, dann sind wir jetzt viel schlauer.
Speaker: Jetzt wissen wir auch, was OV7 bedeutet.
Speaker: Ich glaube, wir haben viel, viel super interessanter Werdegang einfach.
Speaker: Viel mitgenommen.
Speaker: Ich glaube, da können die Zuhörer dann auch viel mitnehmen.
Speaker: Dann bleibt uns nicht viel anderes übrig, als Danke zu sagen, Philipp.
Speaker: Ja, ich danke euch.
Speaker: Hat mir viel Spaß gemacht.
Speaker: Sehr, sehr offener Austausch auch.
Speaker: Sehr entspannt und ja, danke an euch.
Speaker: Sehr bodenständig.
Speaker: Rupert Bodenständigkeit.
Speaker: Ich hoffe.
Speaker: Macht's gut.
Speaker: Ciao, ciao.
Speaker: Ciao, ciao.






