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Warum gute Gründer:innen immer wieder bei null anfangen – Philip Müller von OB7 image

Warum gute Gründer:innen immer wieder bei null anfangen – Philip Müller von OB7

S5 E8 · Work Life Challenge
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1 Plays4 seconds ago

Wie baut man mehrere erfolgreiche Startups – und warum ist der Exit trotzdem nie das eigentliche Ziel? In dieser Folge von Work Life Challenge spricht Philip Müller, Gründer von OB7 (Open Blueprint), über seine bisherigen Unternehmensgründungen, den Verkauf von Fleetbird an Wunder Mobility und warum ihn bis heute vor allem das Lösen echter Probleme antreibt.

Philip erzählt, warum er sich mit positivem Stress am wohlsten fühlt, weshalb zwischenmenschliche Konflikte ihn mehr belasten als volle To-do-Listen und wie aus seiner Erfahrung im Sharing-Markt heute Software für die Ladeinfrastruktur von morgen entsteht. Außerdem sprechen wir über Bootstrapping, Exits, White-Label-Software und die Frage, warum Gründer:innen immer wieder bereit sein müssen, bei null anzufangen.

Eine Folge über Unternehmertum, E-Mobilität, Gründermentalität und warum die nächste Idee oft spannender ist als der letzte Erfolg.

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Transcript

Einführung und Hintergrund von Philipp Müller

00:00:19
Speaker
Herzlich willkommen zurück bei Work-Life-Challenge.
00:00:22
Speaker
Wir haben den 17.
00:00:23
Speaker
Juni.
00:00:24
Speaker
Mir gegenüber sitzt wie immer Fabian Kramer, wie gewohnt.
00:00:28
Speaker
Und wir haben heute einen Gast da, auf den ich mich persönlich sehr gefreut habe die letzten Tage.
00:00:32
Speaker
Fabi, wen haben wir am Start?
00:00:35
Speaker
Ja, erstmal willkommen.
00:00:37
Speaker
Willkommen Jascha, diesmal aus Berlin.
00:00:39
Speaker
Du, wie gewohnt, in Frankfurt am Main.
00:00:43
Speaker
Ja, wir haben zu Gast den Philipp Müller.
00:00:47
Speaker
Und ganz kurz stelle ich, wie gewohnt, Philipp mal vor.
00:00:51
Speaker
Philipp, der hat 2011 bis 2014 sein Studium absolviert, sowohl BWL im Bachelor, aber auch im Master.
00:01:01
Speaker
Und an der R, würde ich mal sagen,
00:01:05
Speaker
nur für Kenner bekannte Universität, der Universität Witten.
00:01:09
Speaker
Und hat aber seit 2011 schon diverse Gründungsversuche unternommen.
00:01:14
Speaker
So wirklich ein Shoot raus wurde dann mit der Gründung von Fleetbird

Stressbewältigung und persönlicher Umgang

00:01:18
Speaker
2015 bis 2018.
00:01:18
Speaker
Das hat er dann auch erfolgreich nicht nur gebootstrapped, sondern auch verkauft an Wunder Mobility aus Hamburg.
00:01:26
Speaker
Dort war er dann auch eben für weitere drei Jahre CEO, CPO und bevor es ihn dann weitergezogen hat als Mitgründer von Nuvo, da schon Disclaimer, da hatten wir die Gründerin, die Lisa, auch schon bei uns im Podcast und seit 2022 schon parallel dazu mit an Ping angefangen als Gründer wiederum und jetzt seit 2025 eben Geschäftsführer und Gründer eben von OB7.
00:01:56
Speaker
Puh, Mensch, du gönnst dir keine Pausen, was?
00:02:02
Speaker
Ja, das stimmt.
00:02:03
Speaker
Es ist viel los gewesen in den letzten Jahren, aber auch genau das macht ja Spaß.
00:02:09
Speaker
Und da passt eigentlich nur sehr, sehr gut dazu, unsere schon altzeitsbekannte Stressfrage.
00:02:16
Speaker
Wo holen wir dich denn ab?
00:02:17
Speaker
Von der Skala von 1 bis 10?
00:02:20
Speaker
Im Moment, heute quasi.
00:02:21
Speaker
Jetzt in dem Moment?
00:02:23
Speaker
Ja, ja.
00:02:24
Speaker
Eigentlich ganz gut.
00:02:26
Speaker
Ich würde sagen so auf 7, aber ich bin so konstant, würde ich mal sagen, auf so 7 bis 8.
00:02:32
Speaker
Da fühle ich mich eigentlich ganz wohl.
00:02:35
Speaker
Also nicht zu wenig, nicht zu viel.
00:02:37
Speaker
Das ist schon okay.
00:02:38
Speaker
Ist das der berühmte Eustress?
00:02:40
Speaker
Also der positive Stress für dich?
00:02:41
Speaker
Brauchst du das?
00:02:42
Speaker
Definitiv.
00:02:43
Speaker
Ja, definitiv.
00:02:44
Speaker
Also...
00:02:45
Speaker
Ich glaube, den einzigen Stress, den ich, würde ich sagen, verspüre, ist von Menschen gemacht oftmals.
00:02:53
Speaker
Also wenn es stressig wird durch negative Interaktionen, sei es mit Geschäftspartnern oder Kollegen oder so,
00:03:04
Speaker
Das ist eigentlich das Einzige, was mich so wirklich stresst.
00:03:07
Speaker
Also so Stress aus der Sache heraus, dass ich Dinge fertig machen muss oder Kunden sachlich, fachlich Dinge haben wollen oder pushen oder

Studienzeit und erste unternehmerische Schritte

00:03:18
Speaker
so.
00:03:18
Speaker
Das ist eigentlich nicht das, was mich stresst.
00:03:20
Speaker
Das macht mich eigentlich eher happy.
00:03:21
Speaker
Ich denke, boah, cool, Montag geht es wieder los ungefähr.
00:03:25
Speaker
Das ist eher dann so der, wenn Stress sich dann so negativ durch Menschen eigentlich gepusht.
00:03:34
Speaker
Ja, gut, dass man mittlerweile nicht mehr so viele Menschen braucht zum Gründen, aber da kommen wir später auch nochmal zu.
00:03:45
Speaker
Ich würde sagen, wir fangen vorne an, oder?
00:03:47
Speaker
Lass mal bei deinem Studium, BWL-Studium, kennen wir alle, alle schon mal gehört, viele schon mal gemacht, die
00:03:58
Speaker
Die Gründungsversuche, die du so während oder nach des Studiums gemacht hast, kannst du die mal ganz kurz Revue passieren lassen?
00:04:06
Speaker
Ja, super gerne.
00:04:07
Speaker
Also vielleicht, meine Alumni werden es mir danken, aber Wittenherdecke ist eine herausragende Uni.
00:04:14
Speaker
Und ich habe mich tatsächlich auch, ich habe in der TU Dortmund angefangen und habe mich wegen des Gründens auch entschieden, nach Wittenherdecke zu gehen.
00:04:22
Speaker
der Übergang sozusagen zum Gründen war, weil du in Witten-Herdecke einfach mehr Freiheit hast und die braucht dich halt.
00:04:33
Speaker
Die Regelstudienzeit an der TU Dortmund musstest du immer so getaktet, musstest du immer nach drei Semestern die Sachen bestehen und so weiter und in Witten gab es einfach ein bisschen mehr Freiheit.
00:04:43
Speaker
Und das war mir insofern wichtig, weil 2011 ich habe Benni
00:04:49
Speaker
ich bin den Krüger kennengelernt in Berlin.
00:04:52
Speaker
Wir haben damals was für Lieferando gemacht und ich, warte mal, Lieferando hieß das?
00:04:58
Speaker
Lieferheld, so Lieferheld.
00:05:01
Speaker
Und ich war damals in Berlin bei einem Praktikum, hab den da kennengelernt und halbes Jahr später haben wir dann gegründet und haben ein Mobile Game

Erfahrungen in der Berliner Startup-Szene

00:05:10
Speaker
gemacht.
00:05:10
Speaker
Das war noch während des Studiums.
00:05:14
Speaker
Naiverweise haben wir gedacht, klar, Mobile-Game, gar kein Problem.
00:05:17
Speaker
Es war so iPhone-3, iPhone-4-Zeiten.
00:05:21
Speaker
Und wir haben dann so was wie Pokémon Go gemacht, nur als, ja, im anderen Setting.
00:05:26
Speaker
Also so was wie Siedler oder Age of Empires.
00:05:29
Speaker
Und dann Location-Based, du bist dann halt auf deiner Position, dass du dann eine Karte, einen...
00:05:36
Speaker
eine Karte gehabt und ein Dorf gegründet.
00:05:40
Speaker
Und dann hast du wie bei Siedler & Co.
00:05:41
Speaker
dann so eine Wirtschaft aufgebaut und konntest dann deine Soldaten in den Rucksack nehmen und durch die Stadt laufen und andere attacken.
00:05:48
Speaker
So, das ist so ein Location-based-Game.
00:05:51
Speaker
Ich lieb's bis heute, das Konzept.
00:05:53
Speaker
Leider sind wir nicht an den Markt gekommen, haben es einfach nicht geschafft, weil wir zu wenig Geld hatten.
00:05:59
Speaker
Und genau, das war so der erste Versuch, sag ich jetzt mal.
00:06:03
Speaker
Ich muss ganz kurz noch bei deinem Praktikum einhaken.
00:06:08
Speaker
Du bist ja ein Kind des Ruhrpots.
00:06:14
Speaker
Wie kommt es, dass du dein Praktikum in Berlin gemacht hast?
00:06:17
Speaker
Hast du bewusst nach Berliner Startups geguckt?
00:06:20
Speaker
Ja, auf jeden Fall.
00:06:27
Speaker
Ja, ich war im Auslandssemester und habe mir im Zwischenauslandssemester und dann Start an der Uni Wittenherdecke, also ich war erst in Dortmund, dann hatte ich drei Monate Zeit, bis dann im Sommersemester es wieder losging.
00:06:41
Speaker
Da habe ich gedacht, was machst du in der Zeit?
00:06:43
Speaker
Und dann bin ich im Prinzip, ich bin Weihnachten wiedergekommen und am 01.01. habe ich dann direkt in Berlin gestartet.
00:06:49
Speaker
Also alles aus den USA heraus organisiert und wollte dann unbedingt nach Berlin, weil ich dachte,
00:06:55
Speaker
Naja, während des Studiums kriegt man halt oft gesagt, oder damals, das ist ja auch schon ein paar Jährchen her, aber da ging es immer um Facebook und Google und irgendwie so die großen Erfolgsgeschichten der digitalen Kollegen aus den USA.

Entwicklung und Verkauf von Fleetbird

00:07:11
Speaker
Und alles, was in irgendeiner Form digital war, war in Berlin oder Hamburg oder in München auch noch nicht so wirklich zu dem Zeitraum und Köln auch noch nicht so wirklich.
00:07:22
Speaker
Und habe ich gesagt, okay, wenn du irgendwie so Startup-Luft mal schnuppern willst, dann halt da.
00:07:27
Speaker
Genau, das war so die Idee dahinter, da hinzugehen.
00:07:30
Speaker
Und glücklicherweise dann halt auch Benni da kennengelernt und Arthur auch als beide Co-Foundern zu der Zeit.
00:07:37
Speaker
Ja, das ist schon eine prägende Zeit.
00:07:39
Speaker
Das war schon der richtige Move.
00:07:42
Speaker
Doch, definitiv.
00:07:43
Speaker
War schon der richtige Move.
00:07:44
Speaker
Ich mein, ne, hängt halt irgendwie alles so miteinander zusammen, ne.
00:07:48
Speaker
Damals mit Benni das erste Mal gegründet, dann sind wir so ein paar Jahre, haben wir dann nichts miteinander gemacht.
00:07:54
Speaker
Und dann zu Fleetbird sind wir wieder zusammengekommen.
00:07:58
Speaker
Und haben dann, ja, letztlich Fleetbird dann auch verkauft.
00:08:03
Speaker
Und mit Benni hab ich halt dann schon, ja, quasi fünf Jahre vorher schon mal das erste Mal gegründet.
00:08:07
Speaker
Und dann halt zwischenzeitlich nichts zusammen gemacht, aber immer in Kontakt geblieben.
00:08:12
Speaker
Ja, und das Unternehmerische und warum man irgendwie auch so dranbleibt und es macht, ich habe es gestern noch zu jemandem gesagt, man startet immer von Null.
00:08:23
Speaker
Also man nimmt natürlich Erfahrung mit und kennt Dinge schon, aber die Idee, die Umsetzung, Sales, das Produkt als solches, ist immer wieder, du startest immer wieder von Null.
00:08:37
Speaker
Und Steuerberater ist immer der gleiche Quatsch oder irgendwelche bürokratischen Dinge.
00:08:42
Speaker
Aber der Rest des Company-Setups ist schon immer wieder von scratch neu und auch spannend, also das von Null auf Eins gehen eigentlich.
00:08:53
Speaker
Würdest du auch sagen, dass wenn man sich deine Vita so anschaut, waren jetzt deine ganzen Gründungen jetzt nicht länger als drei, vier, fünf Jahre dabei?
00:09:02
Speaker
Das heißt, du hast da eine gewisse, wie sagt man, Maturity erreicht mit dem Unternehmen.
00:09:09
Speaker
Reizt dich das dann gar nicht mehr?
00:09:11
Speaker
Doch schon, aber ehrlicherweise haben viele Sachen auch gar nicht funktioniert.
00:09:15
Speaker
Also letztlich haben wir einige der Dinge gestartet und dann mussten wir sie halt wieder aufhören.
00:09:20
Speaker
Also sagen wir, das, was wir als allererstes gemacht haben mit FameSet Entertainment und dem Mobile Game, das war relativ schnell wieder vorbei, so in 8,5 Jahren.
00:09:30
Speaker
Ich glaube, bei jedem VC in Berlin gepitcht, den wir so gefunden haben auf den Portalen, die es da so gab, hat einfach nicht geklappt.
00:09:40
Speaker
Und auch Unping, ein kleiner Zeitsprung, aber nach 2022, wir betreiben Unping ja auch nicht mehr aktiv weiter, also Code und Co.
00:09:53
Speaker
gibt es noch.
00:09:54
Speaker
Aber es war einfach unpassender Zeitpunkt.
00:09:58
Speaker
Die Idee war, einen Discord für B2B zu bauen, einen virtuellen Workspace, wo du gerade über Audio und Video oder vor allen Dingen Audio eigentlich kommst.
00:10:13
Speaker
und viel der realen Welt imitierst.
00:10:16
Speaker
Also anklopfen an Türen, ne, so verschiedene Dinge, die du in der Realität halt einfach hast.
00:10:22
Speaker
Du konntest so die Räume visuell vor dir sehen und hast dann gesehen, wer ist da drin, hat da jemand ein Meeting.
00:10:27
Speaker
Also wir haben versucht, viel in die Richtung zu machen.
00:10:31
Speaker
Ja, aber das war 27.
00:10:33
Speaker
Februar oder was, ein Krieg in der Ukraine gestartet.
00:10:36
Speaker
Und ich wurde im Januar, glaube ich, von über 30 VCs angesprochen, als ich gesagt habe, hey, ich mache was Neues, nachdem wir hier unseren Exit gemacht haben oder jetzt aus der Company rausgehen bei Wunder Mobility und alle so, ja, was machst du jetzt Neues und lass mal sprechen, lass mal sprechen.
00:10:56
Speaker
Wir haben ja noch alle im April gesprochen, aber alle so, boah, Philipp, momentan investieren wir nicht.
00:11:01
Speaker
Lass uns vielleicht nochmal im September sprechen.
00:11:03
Speaker
Und im September war leider das gleiche Bild, wir investieren immer noch nicht.
00:11:06
Speaker
Und es war auch ein sehr risikobehaftetes Thema, das wussten wir aber auch.
00:11:09
Speaker
Du kannst nicht irgendwie gegen Slack und Teams und sonst was angehen ohne Geld.
00:11:17
Speaker
Das funktioniert nicht.
00:11:18
Speaker
Wir haben selber sehr viel reingesteckt und haben ein funktionierendes Produkt gebaut mit Desktop-App und allem drum und dran.
00:11:24
Speaker
Aber ja, ungünstiger Zeitpunkt.
00:11:26
Speaker
So, deswegen, um zurückzukommen zu deinem Punkt.
00:11:29
Speaker
Ja, also reizen tut es mich absolut.
00:11:34
Speaker
Ich bin sehr gerne auch bei Fleetbird und danach bei Wunder Mobility, waren dann ja auch deutlich mehr Jahre in Summe, das nachher hinten raus weiterzuentwickeln, auch das Team zu skalieren.
00:11:44
Speaker
Das macht schon mega Spaß.
00:11:46
Speaker
Aber viele der Ideen haben halt auch einfach nicht länger funktioniert als zwei, drei Jahre.
00:11:53
Speaker
Apropos, was hat noch nicht funktioniert?
00:11:55
Speaker
Wir waren, glaube ich, beim Mobile Game.
00:11:57
Speaker
Kam da noch was vor, Fleetbird?
00:12:02
Speaker
Ähm... Mal kurz überlegen.
00:12:04
Speaker
Nee, es gab so ein paar Ansätze.
00:12:05
Speaker
Ich war einige Zeit bei FitX in Essen mit unterwegs als Freelancer.
00:12:13
Speaker
Und da gab's einige Ideen und Ansätze, die wir dann...
00:12:18
Speaker
Ja, verfolgen wollten.
00:12:21
Speaker
Der Jakob Fatih ist ja auch so ein unglaublich cooler, charismatischer Typ, der Gründer von FedEx, mit sehr vielen unternehmerischen Ideen auch zugelassen.
00:12:30
Speaker
Deswegen konnte man das immer ganz gut pushen, aber es hat sich da nicht so richtig was ergeben.
00:12:34
Speaker
Ich war ein-, zweimal Mitgründer von so kleineren Sachen, aber nicht operativ.
00:12:40
Speaker
Okay.
00:12:41
Speaker
Wenn man mal so direkt fragen kann, drei Jahre war Wunder, die du noch warst, immer so ein bisschen die typische Zeit eigentlich von Investing, von einem Earn-Out.
00:12:48
Speaker
War das das dann einfach, wo du gesagt hast, du machst jetzt da noch die drei Jahre und dann wieder was eigenes?
00:12:53
Speaker
Genau, nee, nee, richtig.
00:12:53
Speaker
Also es war schon die Earn-Out-Phase, wobei wir schon früher den Earn-Out komplett hatten, also nach zwei Jahren genauer gesagt.
00:13:04
Speaker
Ich glaube, das darf ich sagen.
00:13:09
Speaker
Benni ist ein kleines bisschen früher als ich rausgegangen, ich dann ein kleines bisschen später und war aber auch einfach, weil es Bock gemacht hat und weil wir dann irgendwann gesagt haben, okay, jetzt ist eigentlich aber nochmal die Zeit, nochmal was Neues zu machen.
00:13:22
Speaker
Und wir haben den Ursprungs-Deal, den wir gemacht haben mit Wunder Mobility, aber auch tatsächlich eigentlich sogar so aufgesetzt.
00:13:32
Speaker
Es wurde eine weitere GmbH noch gegründet während des Exits.
00:13:37
Speaker
Die wurde mit Kapital auch ausgestattet.
00:13:39
Speaker
Und wir hatten ursprünglich mal die Idee, dass wir selbst ins Sharing, also mit einem B2C-Produkt,
00:13:47
Speaker
einsteigen und das hat sich aber nachher nicht ergeben, haben wir dann einfach nicht gemacht, weil wir gesehen haben, es ist schon super, super schwierig und es war eigentlich so aufgesetzt, dass man auch längerfristig aus dem Konstrukt dann wieder was Neues gründet, also hätte auch noch länger funktionieren können, war dann nachher so, dass wir gesagt haben, wir machen was ganz Neues.
00:14:11
Speaker
Ja, da müssen wir dann, glaube ich, so ein bisschen von vorne aufrollen, damit die Zuhörenden das auch verstehen.
00:14:16
Speaker
Also, Fleetbird war ja die erste Sache, die wirklich richtig gut funktioniert hat.
00:14:21
Speaker
Auf jeden Fall, genau.
00:14:23
Speaker
Ja, ja, definitiv.
00:14:24
Speaker
Was war die Idee hinter Fleetbird und wie ist es dazu gekommen?
00:14:28
Speaker
Ja, gestartet hat das Ganze in Berlin.
00:14:34
Speaker
Benni hatte als Freiberufler die ersten Kontakte in Richtung Carsharing.
00:14:43
Speaker
Und Carsharing hat zu dem Zeitpunkt noch viel mit RFID-Cards funktioniert.
00:14:47
Speaker
Du hast dann so eine Karte bestellt und dann die an der Scheibe gehalten.
00:14:51
Speaker
Und dann hat sich das Auto geöffnet.
00:14:53
Speaker
Und dann hat der ein oder andere Hardware- und IoT-Hersteller dann mal gesagt so, hey,
00:14:58
Speaker
könnte man das nicht auch komplett per Handy machen, dass du keine Karten mehr brauchst und so.
00:15:04
Speaker
Und da hat Benni dann tatsächlich auch mitentwickelt, das Konzept, dass du es halt komplett remote öffnest.
00:15:10
Speaker
Und es gab dann ein Carsharing, das hieß, oh Gott, jetzt habe ich den vergessen.
00:15:17
Speaker
Car2Go.
00:15:18
Speaker
Nee, nee, nee.
00:15:21
Speaker
Ah, Benny killt mich, wenn er das hört.
00:15:24
Speaker
Fällt mir gleich bestimmt wieder ein.
00:15:25
Speaker
Da bei Auto.
00:15:26
Speaker
Nee, nee, nee, es ist... Ah, ich komm gleich drauf.
00:15:31
Speaker
Egal.
00:15:31
Speaker
Auf jeden Fall ein ganz, ganz kleines.
00:15:34
Speaker
Gab's noch nicht so super lange.
00:15:36
Speaker
Ja.
00:15:36
Speaker
Und das hat aber nicht funktioniert.
00:15:41
Speaker
Die waren mit Opel Adams unterwegs in Berlin.
00:15:44
Speaker
Und kurz danach hat sich EMI gegründet, die eMoped Sharing, die es ja bis heute auch noch gibt, in Berlin und anderen Städten.
00:15:54
Speaker
Und EMI hat halt

Akquisitionsprozess und Verhandlungsstrategien

00:15:56
Speaker
auch ein System gesucht, womit sie halt letztlich ihre Fahrzeuge managen, öffnen, schließen.
00:16:01
Speaker
Letztlich für Mopeds gab es das nur in San Francisco zu dem Zeitpunkt.
00:16:05
Speaker
auch mit anderer Hardware, also mit anderen Fahrzeugen.
00:16:09
Speaker
Und die haben dann Benny angesprochen und gefragt, hey, könnte man das nicht auch, die Software, die ihr da mal benutzt hattet, funktioniert die nicht auch bei uns, bei Rollern?
00:16:20
Speaker
Und dann kam so die Idee, vielleicht könnte das ein Software-as-a-Service-Modell sein.
00:16:26
Speaker
Und dann hat sich das tatsächlich so entwickelt, dass die Idee war, zu sagen, okay, wir machen Software, um flotten
00:16:36
Speaker
im Sharing auf die Straße zu bekommen.
00:16:38
Speaker
Der Claim war damals so, get your fleet sharing ready.
00:16:43
Speaker
Und im Endeffekt hattest du Fahrzeuge, die ausgestattet werden mussten mit IoT.
00:16:49
Speaker
Und dann brauchten sie halt eine Mobile App, um geöffnet zu werden vom Endkunden.
00:16:54
Speaker
Und du brauchst die ganze Fahrzeugverwaltung und Invoicing, Billing, also das ERP-System im Hintergrund.
00:16:59
Speaker
Und wir haben dann gesagt, okay, wir machen alles.
00:17:02
Speaker
und starten halt mit Emi.
00:17:04
Speaker
Und dann kam sehr schnell Felix aus Holland dazu, Stella aus Stuttgart, also viel Moving aus Spanien.
00:17:13
Speaker
Eigentlich alle, die in irgendeiner Form ihre Fahrzeuge sharing ready bekommen wollten.
00:17:19
Speaker
Und es war sehr viel inbound.
00:17:21
Speaker
Und da haben wir dann gemerkt, okay, wir treffen auf jeden Fall einen Nerv und konnten das Gott sei Dank auch bootstrappen.
00:17:27
Speaker
Aber was genau war die Innovation?
00:17:29
Speaker
Weil eigentlich... Also ich kenne es so, dass du, glaube ich, in der App... Du kriegst dann irgendwie einen Code, den musst du dann am Handy eingeben, oder?
00:17:36
Speaker
So ungefähr läuft's.
00:17:37
Speaker
Oder wie wird diese Connection zwischen Auto und Device hergestellt?
00:17:42
Speaker
Ach so, nee, du hast ja eine Map.
00:17:44
Speaker
Ach so, also der, der, der... Wenn du jetzt...
00:17:47
Speaker
Das kam erst mit den Kick-Scootern.
00:17:48
Speaker
Also wenn du so einen QR-Code scannst, das ist ja nur ein Deep-Link in die App rein.
00:17:52
Speaker
Also das ist ja nur eine ID des Fahrzeugs, die dann auf der Karte erkannt wird sozusagen.
00:17:58
Speaker
Ansonsten in den ersten Iterationen bist du einfach in deine App gegangen und wie bei Google Maps oder so hast du dann diese Pinne,
00:18:06
Speaker
auf der Karte gesehen, da ist ein Fahrzeug, klickst drauf und dann buchst du halt das Fahrzeug.
00:18:11
Speaker
Und in dem Fahrzeug ist eine IoT verbaut, also ein kleines elektrisches Device mit einer SIM-Karte drin und dann connectest du dich halt auf das Fahrzeug, remote, nicht übers Handy, sondern gehst halt über Server und dann letztlich auf das Fahrzeug und dann kannst du es öffnen, schließen,
00:18:31
Speaker
Genau, Alarmanlage anmachen, wenn man will, hupen.
00:18:34
Speaker
Da gibt es so verschiedene Möglichkeiten, um mit der Hardware zu interagieren.
00:18:41
Speaker
Die Innovation war letztendlich, dass es dieses ERP-System, um das zu steuern, gab es einfach nicht.
00:18:49
Speaker
Es gab einfach kein, es gab so ein paar selbstgebaute Sachen von Car2Go und so weiter, die haben da, weiß ich nicht, Millionen reingeknallt, um das selber zu bauen oder Bosch mit Coop.
00:19:00
Speaker
gab es auch, viele haben da, Sixed und und und haben viel investiert, um so eigene Systeme zu bauen, weil es das einfach nicht als Software-as-a-Service gab und die Innovation war ganz simpel, es gab es nicht als Software-as-a-Service.
00:19:13
Speaker
White Label.
00:19:17
Speaker
Okay, und das habt ihr dann
00:19:22
Speaker
Drei Jahre gemacht, bis dann irgendwann Wunder Mobility angeklopft hat.
00:19:28
Speaker
Ich habe gelesen, dass der Kontakt über LinkedIn stattgefunden hat.
00:19:31
Speaker
Stimmt das?
00:19:33
Speaker
Ja, tatsächlich.
00:19:34
Speaker
Das war super, super random.
00:19:36
Speaker
Also wir haben einen, wir haben uns im Dezember rund um Weihnachten überlegt, 2017, waren wir am Whiteboard.
00:19:47
Speaker
Wir hatten gerade im Vorgespräch kurz das Whiteboard in meinem Hintergrund hier.
00:19:52
Speaker
Wir waren am Whiteboard und ich habe so Benni aufgezeichnet, was ich denke, was die Marktgröße ist, in der wir uns befinden und wie viel Umsatz wir jetzt gerade machen.
00:20:02
Speaker
Und ich habe immer so ein Maximum gesehen, so ein Cap, wo ich dachte, darüber geht es eigentlich nicht hinaus.
00:20:09
Speaker
Weil wenn du die physischen Städte auf dieser Welt, und nehmen wir mal nur Europa, wenn du überlegst, du kannst nur in Städten Sharing machen und außerhalb bisschen schwierig, also nicht urbanen Gegenden ist Sharing einfach schwierig, also Free Floating zumindest.
00:20:24
Speaker
Und so, wie viele Einwohner hast du, wie viele Fahrzeuge könnten da reinpassen?
00:20:28
Speaker
Und dann habe ich einfach gedacht, okay, wie viel Software wird dann gebraucht?
00:20:32
Speaker
Und letztlich versucht mal so ganz simpel Milchmädchenrechnung hochzurechnen.
00:20:37
Speaker
Und dann haben wir gedacht, okay, was machen wir?
00:20:40
Speaker
Bootstrappen wir weiter, Variante 1.
00:20:43
Speaker
holen wir uns einen VC rein, Variante 2, oder verkaufen wir Variante 3.
00:20:50
Speaker
Und Variante 3 war so, ja keine Ahnung, wie sollen wir das verkaufen, wen fragen wir da überhaupt, wie macht man das, haben wir ja auch keine Ahnung von.
00:20:57
Speaker
Und dann haben wir gedacht, okay komm, lass mal ein bisschen, versuch mal ein bisschen PR zu machen.
00:21:02
Speaker
Einfach nur ein bisschen Pressearbeit und einfach mal sagen, dass wir da sind.
00:21:07
Speaker
Und dann haben wir Werkstudenten und Freelance-
00:21:12
Speaker
bei uns damals gesagt, ja, schreib mal so ein bisschen Presse-Sachen und dann gucken wir mal, was passiert.
00:21:20
Speaker
Dann haben wir das bei Gründerszene und Co.
00:21:21
Speaker
verteilt und gesagt, hier, das sind so die drei Storys, die man über uns erzählen kann, so sucht euch einer aus.
00:21:28
Speaker
Und dann waren die irgendwie, sind die so nach und nach, kamen so auf so zwei, drei Portalen, deutsche Startups, Gründerszene und Co., dieser Artikel raus.
00:21:36
Speaker
Und auf Basis dessen wurden wir von einigen angeschrieben, unter anderem bei LinkedIn von Gunnar.
00:21:43
Speaker
Also Gunnar Froh, der Gründer von Wunder Mobility.
00:21:46
Speaker
Und so, cool und so.
00:21:48
Speaker
Und Gunnars Frau kommt aus Witten und hat in Witten studiert.
00:21:52
Speaker
Und dann gab es ein bisschen die Connection irgendwie zu Witten.
00:21:55
Speaker
Und dann, es war eben Januar oder Februar.
00:22:00
Speaker
Und dann hat er ja gesagt, ja, ich bin demnächst auch mal in Witten, soll ich mal vorbeikommen?
00:22:05
Speaker
Und er war dann an einem Sonntag irgendwie bei uns im Büro, haben wir uns kennengelernt und so ging es dann los.
00:22:13
Speaker
Und im August saßen wir beim Notar.
00:22:14
Speaker
Also es ging schon relativ schnell.
00:22:16
Speaker
Aber was waren für euch dann die ausschlaggebenden Gründe zu sagen, ihr macht das?
00:22:22
Speaker
Ehrlicherweise life-changing moment, also auch finanziell betrachtet.
00:22:28
Speaker
Wir sind beide jetzt nicht aus reichen Haushalten und wir haben uns gedacht, wenn wir irgendwie zu dem Zeitpunkt, wir wussten, wir kommen so auf circa eine Million Umsatz, also ARR, am Ende des Jahres,
00:22:46
Speaker
Und da war halt einfach die Frage, versucht man das weiter zu bootstrappen, was schwierig ist in dem SaaS-Bereich einfach.
00:22:55
Speaker
Also gerade White-Label-Software ist brutal schwierig, wie ich finde.
00:23:00
Speaker
Gleiches haben wir bei OB7 ja heute.
00:23:03
Speaker
Das finde ich eine sehr schwere Art von Software bauen.
00:23:06
Speaker
Und dann hast du halt die Frage, wie viele Leute brauchst du?
00:23:12
Speaker
Kannst du das nach wie vor so günstig auch bauen?
00:23:15
Speaker
Was passiert, wenn du wächst?
00:23:16
Speaker
Brauchst du irgendwie Wachstumskapital?
00:23:19
Speaker
Und da haben wir dann einfach gesagt, wenn wir es verkaufen können zu einem ordentlichen Preis, dann wäre das einfach was, was wir schon machen würden.
00:23:27
Speaker
Und wie viele Personen haben zu dem Zeitpunkt bei euch gearbeitet?
00:23:36
Speaker
Überlegen, sieben.
00:23:40
Speaker
Sieben.
00:23:41
Speaker
Okay, bei eine Million.
00:23:42
Speaker
Also es muss ja wirklich life-changing gewesen sein, weil zu dem Zeitpunkt, ich gehe davon aus, dass ihr euch als Gründer dann auch nicht unfassbar viel Geld ausgezahlt habt in der Größe.
00:23:52
Speaker
Ja, ja.
00:23:52
Speaker
Nee.
00:23:53
Speaker
Also Benni hat teilweise von 2.000 Euro im Monat gelebt.
00:23:58
Speaker
Ich musste, ich kann das auch sagen, ich habe 48.000 Euro brutto verdient zu dem Zeitpunkt, weil ich gesagt habe, das ist das, was ich brauche.
00:24:07
Speaker
Und so...
00:24:10
Speaker
Ja, irgendwie, weiß ich, keine Ahnung, wodurch auch immer.
00:24:13
Speaker
Benni hat ein bisschen weniger Lebenshaltungskosten.
00:24:17
Speaker
Ja, genau.
00:24:18
Speaker
Ja, das ist wichtig, dass das mal erzählt wird auch.
00:24:21
Speaker
Weil ich glaube, das ist wichtig, dass das mal erzählt wird, weil viele...
00:24:26
Speaker
Also sobald du dich vorstellst als CEO oder als Geschäftsführer von irgendwas, denken ja sofort alle Leute, dass du reich bist.
00:24:34
Speaker
Ich glaube, Gründung ist in ganz vielen Fällen genau das Gegenteil, bis dann mal sowas passiert, wie es euch halt passiert ist.
00:24:43
Speaker
Also schön, glaube ich, finde ich auch die Geschichte von den Jungs aus, die das Solarauto gemacht haben.
00:24:52
Speaker
Super gehypt wurden über einen längeren Zeitraum.
00:24:56
Speaker
Und die haben irgendwie mal aufgelistet, wie viel sie verdient haben in den Jahren.
00:25:01
Speaker
Und über Gehalt wirst du mit Sicherheit nicht reich.
00:25:05
Speaker
Also definitiv nicht.
00:25:10
Speaker
Auch wenn du nachher VC-finanziert bist, nehmen wir Manuvo noch mal als Beispiel, wo nachher in einer VC-Runde waren, da hast du natürlich ein höheres Gehalt.
00:25:19
Speaker
Das waren allerdings auch Jahre später
00:25:23
Speaker
Aber da läufst du auch nicht die ganze Zeit zum Investor und sagst, jetzt hätte ich aber gerne noch mal Gehaltserhöhungen.
00:25:28
Speaker
Es gibt ja schon bestimmte Ranges, die sind auch statistisch erhoben teilweise, in welchen Ranges du dich so befindest, wenn ein Investor drin ist.
00:25:40
Speaker
Weil ab dem Zeitpunkt ist das Interesse des Investors ja auch, dass du eine gewisse finanzielle Freiheit hast,
00:25:48
Speaker
Also eben nicht noch einen Nebenjob brauchst am Wochenende und in der Disco arbeiten musst, sondern es geht ja darum, dass du den Kopf frei hast, auch finanziell, um die volle Kanne darauf zu konzentrieren, was du tust.
00:26:00
Speaker
Das ist ja der Grund, warum du ein ordentliches Gehalt auch bekommst in einem VC-Startup.
00:26:07
Speaker
Wenn du bootstraps vorher, gar keine Chance.
00:26:12
Speaker
Es macht auch gar keinen Sinn, sich selbst 120.000 Euro auszuzahlen und sich dafür niemanden weiteres leisten zu können.
00:26:22
Speaker
Wenn dein Modell funktioniert, dann zahl dir doch lieber 50.000 oder 60.000 aus, sag ich jetzt mal, und hol dir aber dann noch entweder eine weitere Person in Vollzeit oder zwei, drei Werkstudenten oder so.
00:26:38
Speaker
Also investiere das Geld lieber in mehr Personal und versuch, dich selbst zu multiplizieren sozusagen.
00:26:46
Speaker
Würdest du aber sagen, dass, weil du sagst, das ist life-changing und vorher wenig, dass es für euch auch immer ein Ziel war, sowas zu schaffen, reich zu werden?
00:26:57
Speaker
Ähm, nee, ja, weiß ich nicht.
00:27:02
Speaker
Also ich glaube, ähm,
00:27:06
Speaker
Ja, finanziell.
00:27:10
Speaker
Ich glaube, viele, jeder will ich jetzt nicht sagen, aber viele haben, glaube ich, schon auch den Gedanken, also wer hatte nicht schon mal den Gedanken, wenn ich jetzt plötzlich 10 Millionen auf dem Konto hätte, was würde ich dann damit tun oder so, so Lotto-Gewinn-mäßig.
00:27:27
Speaker
Also ich glaube, das, was es mir gegeben hat,
00:27:33
Speaker
einfach mehr Geld zu haben.
00:27:34
Speaker
Und ich denke, für Benny war es damals auch so.
00:27:37
Speaker
So Peace of Mind.
00:27:39
Speaker
Einfach manche Dinge sich da nicht mehr ganz so viel Gedanken machen zu müssen, also auf privater Ebene.
00:27:47
Speaker
Aber es ging nicht dadurch, also ich kenne viele Berliner Gründer, die so hart davon getrieben werden, den Exit zu machen, um das bei sich irgendwo hinschreiben zu können.
00:28:00
Speaker
Und ich kenne auch genügend Beispiele, die große Exits gemacht haben, aber durch ihre Vertragskonstellation und Finanzierungskonstellation mit VCs und so eigentlich viel weniger Auswirkungen haben, als man durch Presse und Co.
00:28:14
Speaker
halt denkt.
00:28:16
Speaker
Also wirklich massiv.
00:28:17
Speaker
Wo du manchmal Beispiele hast, wo du sagst, ah, okay, du konntest dir jetzt also einen Porsche kaufen, aber dann war es das halt auch, aber 50 Millionen Exit gemacht.
00:28:27
Speaker
Das ist halt schon was, was, ja.
00:28:30
Speaker
Aber ich glaube, ab dem Punkt, wo wir gemerkt haben, das funktioniert, da haben wir schon gedacht, okay, cool, was kann man da rausholen?
00:28:36
Speaker
Und das kann für uns life-changing werden.
00:28:39
Speaker
Aber wir sind so nicht gestartet.
00:28:41
Speaker
Also vorher ist erst mal immer die Intention, man will was selbstständig machen, man will schon...
00:28:47
Speaker
irgendwie auch natürlich viel Geld verdienen, aber nicht, weil ich jetzt irgendwie mir crazy Sachen leisten möchte, sondern eigentlich aus... Ich hab früher immer gesagt, weil es ja geht.
00:29:02
Speaker
Also andere können es ja irgendwie auch, dass sie sich selbstständig machen und davon leben können.
00:29:08
Speaker
Also warum können wir das nicht irgendwie auch schaffen,
00:29:12
Speaker
Und da geht es halt nicht darum, sich jedes Jahr 300.000 Euro auszuzahlen, sondern erstmal überhaupt seinen eigenen Lebensunterhalt bezahlen zu können.
00:29:20
Speaker
Und idealerweise, und das hat mir immer am meisten Spaß gemacht, halt auch Jobs zu schaffen und für andere das Gleiche zu erzeugen.
00:29:28
Speaker
Also, dass die auch happy sind mit ihrem Job, dass sie auch gut verdienen, dass man einfach Jobs erschaffen kann durch eine Idee, die man hatte.
00:29:36
Speaker
Das fand ich schon immer...
00:29:37
Speaker
sehr motivierend.
00:29:39
Speaker
Nicht jetzt Geld per se, aber natürlich, wenn du irgendwann denkst, boah krass, ich kann das hier für ein paar Millionen verkaufen, dann ja logisch, dann hast du auch nochmal ein bisschen extra Motivation, da Samstags und Sonntags ins Büro zu gehen.
00:29:50
Speaker
Wenn wir jetzt noch gerade da jetzt über das Thema sprechen, wie hat sich dein Leben nach diesem August 21, äh, 18 verändert?
00:30:07
Speaker
Ja, also wenn ich jetzt mal so auf ganz, also auf persönlicher Ebene ist auf jeden Fall ein krasser, wie soll ich beschreiben, so eine Art, also schon so eine innerliche Befreiung und Erleichterung, aber gar nicht jetzt, weil ich vorher so einen krassen Druck hatte oder so, es ist einfach so ein, ja, so dieses Peace of Mind, so bist du auf jeden Fall entspannter bei vielen Dingen, das hat es auf jeden Fall mit mir gemacht, würde ich sagen.
00:30:35
Speaker
Hast du dir was gekauft?
00:30:38
Speaker
Ja, ich hab mir was gekauft, ich hab meinen Geschwistern was gekauft, meine Eltern, also irgendwie so verteilt hab ich auch gerne und irgendwie, wenn ich meine Schwester wollte, schon immer Wale sehen in Norwegen, dann sind wir zu viert nach Norwegen geflogen und haben da Whale-Watching gemacht und so und
00:30:55
Speaker
Meine kleine Zwischwester, die war damals zu klein, aber die hat mittlerweile so ein kleines Auto bekommen, diese Mikro-Cars und so.
00:31:01
Speaker
Also so irgendwie das, so dass das da auch ein bisschen Happiness zu verteilen, das fand ich auch immer ganz cool.
00:31:08
Speaker
Hat mir auch Spaß gemacht.
00:31:10
Speaker
Aber für mich war es einfach so, weiß ich nicht, wir wollen eine Gartenhütte haben, die kostet 8000 Euro.
00:31:15
Speaker
Ja, okay, dann kaufen wir halt diese Gartenhütte.
00:31:17
Speaker
So, ne?
00:31:19
Speaker
Das war halt irgendwie so diese Befreiung von...
00:31:22
Speaker
Ich möchte Dinge kaufen und muss da nicht mehr so krass drüber nachdenken.
00:31:28
Speaker
Das fand ich extremst befreiend, weil ich so null aufgewachsen bin.
00:31:34
Speaker
Also ich bin so aufgewachsen, dass wir sehr wenig Geld hatten zwischenzeitlich auch.
00:31:43
Speaker
mit einer alleinerziehenden Mama.
00:31:47
Speaker
Und das war schon, was ich nicht so, egal von welcher Seite der Familie, aber nie so gelernt habe, dass das Geld einfach da ist.
00:31:57
Speaker
Und deswegen war das schon spannend zu sehen, was das mit mir macht.
00:32:03
Speaker
Warst du da erst vom Gefühl her erst so erfüllt?
00:32:06
Speaker
Hast du dich da erst so richtig erfüllt gefühlt?
00:32:08
Speaker
Noch mal, sorry, sag mal.
00:32:09
Speaker
Hast du dich da erst so richtig erfüllt gefühlt?
00:32:13
Speaker
Ähm, nee, das hatte ich, also, ja, nee, das nicht, aber so eine gewisse, also erfüllt im Sinne von, ich hab was erreicht, das eigentlich gar nicht so richtig.
00:32:24
Speaker
Meine Frau hat mich auch früher immer gefragt, so, bist du nicht eigentlich stolz da drauf, so, was sie so geschafft hat, ne, also im Sinne von erfüllt und stolz.
00:32:32
Speaker
Und ich habe immer gesagt nein, weil irgendwie so stolz war das bei mir nie.
00:32:37
Speaker
Also, dass ich irgendwie gedacht habe, so boah geil, das haben wir geschafft oder irgendwie so.
00:32:42
Speaker
Ich musste das teilweise auch ein bisschen lernen, stolz darauf zu sein, weil ich dieses Gefühl von Stolz, ich kann das gegenüber anderen Menschen, meinen Kindern oder meiner Frau oder meinen Geschwistern oder sowas, ich sage, boah, ich bin voll stolz auf dich, weil du das und das geschafft hast.
00:32:57
Speaker
oder das und das gemacht hast oder so.
00:32:59
Speaker
Aber bei mir selber war das irgendwie nicht so.
00:33:02
Speaker
Also es war eher so wirklich dieses Peace of Mind zu wissen, ich habe was geschafft, ja, aber es geht ja auch irgendwie weiter.
00:33:11
Speaker
Also du hörst ja nicht auf, an den Sachen zu arbeiten, die du gut findest.
00:33:15
Speaker
Also war schon auch irgendwie so, okay, what's next?
00:33:19
Speaker
Und da kam ja auch direkt das nächste Kapitel und so.
00:33:22
Speaker
Wie war das?
00:33:23
Speaker
Du bist ja dann quasi eine neue Rolle in einem größeren Konstrukt gekommen, wo du halt einfach... Also in Summe hast du dann eine kleinere Rolle.
00:33:33
Speaker
Und du hast dann auf einmal eine Menge Geld auf dem Konto.
00:33:39
Speaker
Und du bist dann da in dieser kleinen Rolle.
00:33:41
Speaker
Bist du mit derselben Motivation ab diesem Tag X an die Arbeit gegangen?
00:33:48
Speaker
Ja, safe.
00:33:49
Speaker
Eigentlich sogar noch mehr.
00:33:52
Speaker
Man muss allerdings dazu sagen, dass auch Gunnar und das ganze Management-Team von Obna Mobility, auch die Shareholder und so weiter, alle, die so involviert waren, waren und sind nach wie vor mega cool.
00:34:04
Speaker
Also es hat super Spaß gemacht, mit denen am Verhandlungstisch zu sitzen, genauso gut nachher das Ganze weiterzuführen.
00:34:11
Speaker
Es war viel Freiheit auf der einen Seite,
00:34:14
Speaker
Das war vielleicht auch eine sehr dankbare Zeit, weil sehr viel VC-Geld auch da war und geflossen ist.
00:34:20
Speaker
Und dadurch konntest du halt auch sehr, sehr viel machen als Startup.
00:34:26
Speaker
Rolle hat sich natürlich schon verändert, aber auf, ja, also erstmal alles auf eine sehr, sehr positive Art und Weise.
00:34:35
Speaker
Wir konnten sehr viel hiren, es kam dann noch der Kick-Scooter-Boom mit dazu.
00:34:42
Speaker
Also wir haben, ähm,
00:34:45
Speaker
Kurz überlegen, irgendwann im August saßen wir beim Notar und ein paar Tage danach hat Tier Mobility unterschrieben.
00:34:55
Speaker
Und auch die Kollegen, die die Tier Mobility gekauft haben, dort aus Belgien.
00:35:02
Speaker
Also das kam alles so, dieser Kick Scooter Boom kam auch nochmal genau in dem Jahr.
00:35:07
Speaker
So, wir sind wieder zurück bei Work-Life-Challenge nach einer kurzen Werbeunterbrechung.
00:35:13
Speaker
Spaß beiseite.
00:35:14
Speaker
Wir hatten technische Probleme, die es eben auch in unserem Podcast mal gibt.
00:35:18
Speaker
Auch eine Software streikt mal.
00:35:21
Speaker
Deswegen haben wir uns wieder weitergefunden, wieder eingefunden hier um den zweiten Teil mit Philipp und Jascha und eben
00:35:29
Speaker
all den Hintergründen zum Exit und so weiter reinzugehen.
00:35:33
Speaker
Ihr seht, ich bin ja auch nämlich jetzt woanders, anderen Hintergrund.
00:35:36
Speaker
Hast du jetzt auch eine Kappe?
00:35:38
Speaker
Habe jetzt auch eine Mütze auf.
00:35:39
Speaker
Also für die, die Videoverfolgung in Farbe trägt, ist auch eine Kappe.
00:35:43
Speaker
Ja, trage eine Kappe, habe einen anderen Hintergrund.
00:35:45
Speaker
Aber die Personen sind dieselben, das ist wichtig, sondern da wollen wir nicht länger Zeit verlieren und weiter einsteigen.
00:35:52
Speaker
Denn wir waren...
00:35:53
Speaker
am Verhandlungstisch gewesen von Philipp und Wunder Mobility und da gehen wir einfach mal direkt rein.
00:36:04
Speaker
Genau, was wir noch von dir wissen wollten, Philipp.
00:36:08
Speaker
Also, ja, lass uns vielleicht echt bei den Verhandlungen nochmal einsteigen, weil das war ja, denke ich auch, das ist für viele interessant, die zuhören, wie sind die Verhandlungen konkret abgelaufen zwischen Wunder und euch, auch vor dem Hintergrund, dass das ja auch
00:36:27
Speaker
wahrscheinlich der einzige Übernahmekandidat zu dem Zeitpunkt war und ihr relativ grün hinter den Ohren.
00:36:33
Speaker
Also gibt es was, was du im Nachhinein anders machen würdest?
00:36:37
Speaker
Weil wenn man jetzt böse sein will, dann kann man da ja auch schon den einen oder anderen Trick bei unerfahrenen Gründern anwenden.
00:36:48
Speaker
Ja, also es war, war genauso wie du eigentlich gesagt hast, es war der, die, die einzige Möglichkeit.
00:36:59
Speaker
Allerdings ist die aus, also anders entstanden, als man vielleicht denkt.
00:37:03
Speaker
Also wir haben, ursprünglich ist das Ganze gestartet mit einem, ja durch den, durch den Kontakt ja zwischen Gunnar und uns, dem CEO.
00:37:15
Speaker
auf eine Basis, wo wir gesagt haben, wir sind eigentlich ein kleines Team und können gute Software bauen.
00:37:21
Speaker
Und Wunder war zu dem Zeitpunkt in einem anderen Segment unterwegs, beim Carpooling, Ridehailing und so weiter.
00:37:29
Speaker
Und es gab Kundenanfragen bei Wunder in Richtung Rental Business, also quasi stationsbasierte Vermietung.
00:37:41
Speaker
Und wir haben ja Free Floating gemacht, also in einem offenen Geschäftsgebiet, wo du egal wo dein Fahrzeug abstellen konntest.
00:37:48
Speaker
Und ganz konkret hat uns Wunder gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, Dinge für sie zu bauen.
00:37:54
Speaker
Das war so der erste Aufschlag.
00:37:57
Speaker
Und dann nach ein paar Monaten haben wir halt gesagt so, ja, ist ganz cool, aber warum kauft ihr uns denn nicht einfach?
00:38:05
Speaker
Und dann, ja, im Prinzip war die Rückfrage oder die Rückantwort war eigentlich, ach so, ich hatte gar nicht gedacht, dass das eine Option für euch ist.
00:38:17
Speaker
Und dann ist es im Prinzip erstmal so entstanden, dass man darüber spricht, dass ein potenzieller Exit und ein Kauf überhaupt zur Debatte steht.
00:38:30
Speaker
Und dann in den konkreten Verhandlungen, also über...
00:38:34
Speaker
Wir haben relativ fair nach so Balte-Pilz geschaut und natürlich auch verhandelt.
00:38:42
Speaker
Und ich muss auch sagen, ich weiß gar nicht, ob ich das jemals erzählt habe, aber wir haben...
00:38:50
Speaker
Ich glaube, es war eine Woche vor Notar, hat unser damals größter Kunde gekündigt.
00:39:01
Speaker
Mit wirklich so 40 Prozent des Gesamtumsatzes zu dem Zeitpunkt.
00:39:09
Speaker
Ich weiß es noch ganz genau, das war der Geburtstag von meinem kleinen Bruder.
00:39:14
Speaker
sind in Bochum in so eine Escape Room gegangen und ich sollte mit und dann habe ich halt die E-Mail gekriegt und dachte nur so, ach du Scheiße.
00:39:21
Speaker
Habe ich in der Innenstadt, ich glaube vier Stunden lang telefoniert mit Anwälten, mit Benni, Co-Founder, mit Gunnar oder am Ende dann mit Gunnar von Wunder Mobility und habe Gunnar nur angerufen und gesagt so, du es hilft jetzt nichts, aber ich muss dir sagen, größter Gunnar hat hier gekündigt.
00:39:39
Speaker
Und er war ultra cool, er war so, ja okay, wie viel macht das aus?
00:39:44
Speaker
Ja, so und so viel.
00:39:46
Speaker
Ja okay, hm, was denkst du, wann kriegen wir das wieder rein, auch mit anderen Kunden?
00:39:50
Speaker
Ich sag so, weiß noch nicht, dann und dann.
00:39:52
Speaker
Ja okay, alles klar.
00:39:53
Speaker
Dann reduzieren wir den Preis und haben im Prinzip dann schon noch eine Preisreduktion, eine Multiple Reduktion quasi in Kauf genommen.
00:40:04
Speaker
logisch, aber die war bei weitem nicht bei 40 Prozent, also es war sehr, sehr fair und war wirklich cool und genau, also und alles, was halt so, sag ich mal, in den Verträgen drin steht, also was jetzt letztlich der konkrete Vertrag ist, ich meine, klar, da gibt es alles Mögliche, aber auch das Team rund um Wunder und auch die Anwälte, die dabei waren, waren alle sehr fair, also letztlich gibt es
00:40:32
Speaker
Klare Klauseln, aber es waren keine Drückerklauseln oder sowas.
00:40:37
Speaker
Es waren jetzt keine super harten Sachen.
00:40:40
Speaker
Wir hatten eine große Call-Option noch mit drin.
00:40:44
Speaker
Für die, die nicht wissen, was es ist, im Prinzip hat der Käufer dann die Chance, nochmal die Anteile zu kaufen.
00:40:52
Speaker
Also wir haben so 55% direkt verkauft und 45% erst zu einem späteren Zeitpunkt.
00:40:59
Speaker
Und das war so ein bisschen der Hebel, wo, sagen wir in Anführungsstrichen, auch der Druck existiert hat, dass wir natürlich wollten, dass das Ganze noch funktioniert.
00:41:09
Speaker
Wir sind ja an Bord geblieben.
00:41:11
Speaker
Wir haben das weiter noch dann auch mit größer gemacht.
00:41:15
Speaker
Und gleichzeitig war es so ein bisschen der Druck, dass auch diese Call-Option auch ausgelöst wird, damit natürlich irgendwann man auch noch den Rest verkauft, was dann ja auch gemacht wurde.
00:41:24
Speaker
Aber genau, alles andere war total fair und cool.
00:41:29
Speaker
Aber konntest du das damals auch schon, also es klingt ja alles super fair und vor allen Dingen auch super schnell, konntest du das damals richtig einschätzen?
00:41:38
Speaker
Hattet ihr Berater mit an der Seite?
00:41:40
Speaker
Also Anwalt gehe ich mal von aus, alles andere wäre wahrscheinlich grob fahrlässig, aber hattet ihr auch irgendwie eine Unternehmensberatung mit am Start?
00:41:47
Speaker
Nee, also es waren die Kollegen von Lutz und Abel aus München.
00:41:52
Speaker
Shoutout an die Guys.
00:41:55
Speaker
Mega gut, hat mir sehr viel Spaß gemacht.
00:41:58
Speaker
Und das war, ich weiß noch, im ersten Gespräch hat der Kollege da gesagt, ich bin dafür da, um euch zu sagen, was nicht in den Verträgen steht.
00:42:08
Speaker
Nicht, was drin steht.
00:42:09
Speaker
Also ich kann euch erklären, was drin steht, aber im Endeffekt geht es ein bisschen um die Lücken.
00:42:14
Speaker
die gefüllt werden müssen mit Wissen und das juristische Know-how.
00:42:19
Speaker
Ansonsten setzt du dich als Gründer ja schon sehr viel mit dem Thema auseinander und recherchierst natürlich auch sehr, sehr viel selber in der Zeit, weil du ja alles verstehen willst auch, was das bedeutet.
00:42:33
Speaker
Von daher haben wir jetzt keinen weiteren externen mit reingenommen.
00:42:39
Speaker
Okay.
00:42:40
Speaker
Und darfst du, also ihr kommuniziert ja eine niedrige zweistellige Summe, kannst du es exakter fassen?
00:42:48
Speaker
Darfst du es exakter fassen?
00:42:50
Speaker
Nee, darf ich nicht.
00:42:51
Speaker
Aber es ist wirklich sehr niedrig zweistellig.
00:42:55
Speaker
Und im Endeffekt, so die Kombination des Deals war... Also zweistelliger Millionenbereich, damit wir da... Achso, ja, ja.
00:43:01
Speaker
37 Euro.
00:43:01
Speaker
Ja.
00:43:05
Speaker
Nee, es war knapp über 10.
00:43:07
Speaker
Aber das ist, es war auch extra so gewählt aus verschiedenen Gründen.
00:43:13
Speaker
Aber wenn man sich jetzt, man kann sich das auch zurückrechnen.
00:43:16
Speaker
Wunder Mobility hat in der Finanzierungsrunde, in der sie uns quasi gekauft haben, ich glaube, es war knapp über 20 Millionen zu dem Zeitpunkt.
00:43:27
Speaker
Und wir wurden dann halt für einen Teil, oder mit einem Teil dieser Finanzierungsrunde gekauft.
00:43:33
Speaker
Also
00:43:34
Speaker
Mehr gab es ja sozusagen nicht und man wird auch nicht 50% seiner Summe dafür benutzen.
00:43:38
Speaker
Also es war schon und insofern, das war ja auch aus unserer Perspektive etwas, wo wir gesagt haben, wir werden ja auch über Zeit ausgezahlt plus die Call-Option muss ja auch noch kommen, bedeutet,
00:43:52
Speaker
Wir haben natürlich auch das Risiko gehabt, dass Wunder als Startup Geld ausgibt, keins mehr hat, vielleicht sogar insolvent Geld und deswegen die Call-Option nicht mehr ausgelöst wird.
00:44:04
Speaker
Jeder weiß, zwei Jahre lang ist so die Run-Rate normalerweise von einem Startup.
00:44:11
Speaker
Wenn ich dann keine weitere Finanzierungsrunde bekomme, dann
00:44:15
Speaker
wenn nach drei Jahren unsere Call-Option ausgelöst werden soll, muss bestenfalls eine weitere Finanzierungsrunde kommen.
00:44:20
Speaker
Das heißt, das war natürlich ein Risiko für uns, dass das nie ausgelöst wird, wenn das Hauptunternehmen, also das Hauptstartup quasi nicht funktioniert.
00:44:30
Speaker
Das war euch aber bewusst zu dem Zeitpunkt auch schon.
00:44:34
Speaker
Okay.
00:44:34
Speaker
Das war auch so die größte Überlegung, ob wir das halt machen möchten oder nicht.
00:44:39
Speaker
Gut, wenn man nur eine Möglichkeit auf dem Tisch liegen hat, dann...
00:44:45
Speaker
Ja, klar.
00:44:46
Speaker
Ich meine, wir hätten, ich hätte es schon gesagt, wir hätten verschiedene Varianten, also wir hätten jetzt weiter bootstrappen können, wir hätten vielleicht mit VC-Geld oder Krediten vielleicht sogar, wäre zu dem Zeitpunkt auch teilweise gegangen mit NRW-Krediten oder ähnliches, hätten wir schon auch noch weitermachen können.
00:45:06
Speaker
Auf anderen Wegen, aber
00:45:09
Speaker
so der Ausblick, dass es so für uns auch ein Game-Changing-Moment ist oder so ein Life-Changing-Moment ist, dann das war natürlich auch eine absolut Begründung, warum wir den Weg gehen wollten, auch dann.
00:45:21
Speaker
Und das ist dann natürlich nochmal, wenn du sagst, naja, 55% des Geldes ist so quasi eingetütet und die anderen 45% stehen noch aus oder hängen auch vom Abschneiden von Wunder ab.
00:45:33
Speaker
War das dann eher eine extrinsische Motivation als intrinsisch für die drei Jahre?
00:45:42
Speaker
Ja, also mit Sicherheit war sie sehr extrinsisch, insofern, dass sie so einen monetären Druck ausgeübt hat irgendwo.
00:45:51
Speaker
Aber es hat sich jetzt nicht im Alltag so wirklich widergespiegelt, ehrlich gesagt.
00:45:56
Speaker
Weil wir ja, ich sag mal, zu dem Zeitpunkt, wo wir am Anfang die Entscheidung getroffen haben und beim Notar waren, war uns ja sozusagen schon klar, dass wenn irgendwas schief geht, so.
00:46:06
Speaker
Das heißt, es war so ein bisschen die Hoffnung, war irgendwie und
00:46:11
Speaker
Natürlich dann auch extrinsische Motivation dadurch, aber es ist jetzt nicht so, als hätten wir alle zwei Wochen gesessen und gesagt, wir müssen jetzt hier alles dafür tun, damit das hier größer, schneller, weiter ist, damit das bloß eintritt so ungefähr.
00:46:25
Speaker
Das ist jetzt nicht.
00:46:27
Speaker
Also ganz im Gegenteil, es war sogar nachher so, dass auch aus strategischer Perspektive, wir haben nachher die Call-Option angesprochen.
00:46:36
Speaker
Und die wurde auch früher ausgelöst quasi, weil wir sie proaktiv angesprochen haben und gesagt, es hatte verschiedene Gründe.
00:46:43
Speaker
Es hatte, ja, das wird jetzt zu weit gehen, so viel Detail, aber im Endeffekt haben wir gesagt, hey, sollen wir das nicht machen?
00:46:54
Speaker
Und kam dann auch früher als gedacht dazu und es passte dann auch.
00:47:00
Speaker
Und du hast ja dann die Schäfchen im Trockenen, mehr oder weniger.
00:47:05
Speaker
Also ich gehe mal davon aus, dass dann ein siebenstelliger Betrag schon noch auf deinem Konto landet und man hat so ein bisschen, Peace of Mind hast du es genannt.
00:47:14
Speaker
Gehst du dann, bist du dann mit derselben Motivation, hast du dann mit derselben Motivation weitergearbeitet?
00:47:20
Speaker
Hat sich irgendwas verändert an deiner Arbeitsmotivation?
00:47:24
Speaker
Ich muss sagen, ich fand's krasser.
00:47:28
Speaker
Also ich war mehr motiviert noch.
00:47:30
Speaker
Also es war eine Zeit lang auf jeden Fall.
00:47:35
Speaker
Es war so ein komplett anderes Kapitel mit diesem Peace of Mind, mit der Befreiung so ein bisschen im Hintergrund.
00:47:46
Speaker
Und du konntest eigentlich nur arbeiten an etwas, was mega cool war.
00:47:53
Speaker
was mega Spaß gemacht hat, auch mit dem Team.
00:47:57
Speaker
Und das war schon cool.
00:47:58
Speaker
Also es wurde so im Laufe der Zeit dann eher, ja, hat sich das gewandelt, als dann ja letztlich das Unternehmen wird erwachsener, es sind mehr und mehr Leute da.
00:48:11
Speaker
Wir sind ja von wenig auf viele Leute, also in Dortmund als auch in Hamburg.
00:48:16
Speaker
Also das Gesamtkonstrukt ist sehr groß geworden.
00:48:20
Speaker
Dinge werden komplizierter, die Abstimmungsprozesse werden komplizierter und es war auch klar, dass wir irgendwann rausgehen.
00:48:28
Speaker
Heißt also auch die, ich sag mal die Loyalität jetzt nicht unbedingt, aber so diese, die Einstellung gegenüber uns als Gründer ist anders geworden.
00:48:38
Speaker
Also die Mitarbeiter haben dann
00:48:40
Speaker
in Anführungsstrichen, irgendwann andere Chefs gesehen, haben andere gesehen, denen sie zuarbeiten, gefallen wollen, also alles, was auch menschlich ist irgendwo, und dann rückst du so ein bisschen halt in den Hintergrund, und dann kommen vielleicht auch nochmal ein paar politische Themen dazu, was jetzt wenig der Fall war, muss ich sagen, aber trotzdem, immer kommt mal was, und dann ändert sich halt so eine Gesamtsituation over time, und dann war es jetzt vielleicht nicht mehr ganz so motivierend wie im ersten Jahr oder so, aber
00:49:10
Speaker
Insgesamt war es sogar am Anfang, würde ich sagen, noch mehr Motivation.
00:49:16
Speaker
Ab welcher Unternehmensgröße wird es für dich zu groß?
00:49:21
Speaker
Könntest du das beziffern?
00:49:23
Speaker
habe ich noch nicht erfahren, wann es zu groß wird.
00:49:25
Speaker
Also zumindest nicht als reiner Gründer.
00:49:27
Speaker
Also ich war ja dann quasi Gründer im eigenen Hause, so ein bisschen.
00:49:32
Speaker
Aber die Größe fand ich, also rein zum Steuern für mich waren es ja dann knapp 70 Leute in Dortmund.
00:49:45
Speaker
Aber weitere...
00:49:47
Speaker
Ja, so 30, 35, die ja an dem Produkt, an dem Marketing und so weiter auch mitgearbeitet haben.
00:49:53
Speaker
Sales, Marketing und Co.
00:49:54
Speaker
waren viele in Hamburg, weil wir da die Ressourcen halt von Wunder natürlich genutzt haben.
00:50:00
Speaker
Und es waren schon so um die 100 Leute, die ich jetzt nicht direkt übergestanden habe, aber die man immer miteinander so koordiniert hatte am Ende des Tages.
00:50:09
Speaker
Das fand ich noch völlig in Ordnung, muss ich sagen.
00:50:12
Speaker
Es hat sich auch sehr gut aufgeteilt in die Teams nachher, dass die sehr eigenständig weitergelaufen sind.
00:50:18
Speaker
Ich fand 70 Personen aus Product- und Engineering-Perspektive ein bisschen undankbar, weil da bist du so gerade an so einem Punkt, wo du eigentlich, ja, du willst so cross-funktionale Teams aufbauen, aber so richtig geht das nicht, weil du nicht genug hast.
00:50:35
Speaker
Du hast nicht genug Designer, du hast nicht genug Mobile, du hast nicht genug Backend, du hast von allen irgendwie zu wenig.
00:50:41
Speaker
um ja wirklich cross-funktionale Teams aufzubauen.
00:50:45
Speaker
Also war das dann plötzlich dann doch wieder so eine, entweder so eine große Truppe oder eine ganz kleine, je nach Topic.
00:50:51
Speaker
Das fand ich ein bisschen eigenartig.
00:50:52
Speaker
Da hätte ich mir, glaube ich, gewünscht, dass wir so noch auf 150 oder sowas hochgehen.
00:50:57
Speaker
Aber so, dass es für mich jetzt eine unangenehme Größe, sag ich jetzt mal, war oder ich mich da nicht mehr wohlgefühlt habe, für mich nicht.
00:51:06
Speaker
Für Benni wiederum war es schon so.
00:51:08
Speaker
Also ihm war das zu groß.
00:51:10
Speaker
Benni ist eher jemand, der geht gerne von 0 auf 1, entscheidet gerne sehr viel alleine, baut auch sehr viel gerne alleine oder in einem sehr kleinen Team halt und das war ihm dann auf jeden Fall zu viel.
00:51:23
Speaker
Zu viel People-Stuff auch dann.
00:51:26
Speaker
Ist aber dann, ihr seid gemeinsam raus?
00:51:29
Speaker
Ja, er ist ein bisschen früher raus, ja.
00:51:31
Speaker
So ein Dreivierteljahr.
00:51:32
Speaker
Ah, okay.
00:51:36
Speaker
Und stand es eigentlich mal zur Diskussion, dass ihr nach Hamburg geht auch?
00:51:40
Speaker
Ja, war mal, es war sogar monetär, wäre sogar interessant gewesen.
00:51:50
Speaker
Aber wir haben gesagt, das wollen wir aus verschiedenen Gründen nicht.
00:51:55
Speaker
Ich vor allen Dingen nicht, privat.
00:52:00
Speaker
Es gibt auch Standortvorteile im Ruhrgebiet und gerade in Dortmund auch, muss man ganz klar sagen.
00:52:04
Speaker
Also auch gehaltstechnisch, Kosten für Büros und so weiter und so fort.
00:52:10
Speaker
Aber der Wunsch von Wunder Mobility, und das ist ja danach ja auch passiert, also so knapp anderthalb, zwei Jahre, nachdem wir dann raus waren, dass dann alle Leute auch in Hamburg waren.
00:52:20
Speaker
Also es wurde dann in Dortmund auch nicht mehr gehirrt.
00:52:23
Speaker
Es wurde dann nur noch in Hamburg angestellt und auch sukzessive die Leute nach Hamburg auch mit, es sind auch Leute aus Dortmund nach Hamburg gezogen, relativ viele auch, die dann halt ein Angebot bekommen haben und gesagt haben, hey, wechsel doch die Stadt, komm zu uns ins Büro.
00:52:38
Speaker
War allerdings auch diese Mischung aus Corona-Zeit und dann wieder nicht und so.
00:52:43
Speaker
Es war ein bisschen tricky auch, diese ganze Location-Thematik.
00:52:47
Speaker
Mhm.
00:52:49
Speaker
Wenn du sagst, monetär interessant, also wirklich an Gehalt oder am Verkaufspreis?
00:52:55
Speaker
Beides.
00:52:56
Speaker
Echt?
00:52:58
Speaker
Im Endeffekt, also im Prinzip, dass man mehr entlohnt wird auf Basis von, dass man das Team auch woanders aufbaut.
00:53:07
Speaker
Das wäre jetzt ein krasses Plädoyer für das Ruhrgebiet, was du jetzt halten könntest, wenn du sagen könntest, ich habe für Dortmund auf so viel Euro verzichtet.
00:53:15
Speaker
Das könnte ich tun, ja.
00:53:18
Speaker
Mach doch mal.
00:53:19
Speaker
Nee, nee, ich sag, das muss ich mir nochmal überlegen, aber es ist schon nicht wenig.
00:53:28
Speaker
Es stand auch nicht komplett fix, es war noch Verhandlungsmasse, aber wir haben relativ früh gesagt, machen wir nicht.
00:53:35
Speaker
Wäre da so ein bisschen noch mehr Schäfchen ins Trockene gebracht?
00:53:38
Speaker
Ja, ja, das auf jeden Fall.
00:53:41
Speaker
Das ist schon gut, gut, gut, sechsstellig wahrscheinlich.
00:53:45
Speaker
Ja, das schon.
00:53:46
Speaker
Aber nicht jetzt crazy sein.
00:53:49
Speaker
Ja, aber ist schon auch irgendwie was, was man in Kauf nimmt.
00:53:53
Speaker
Nehmen wir mal an, es wäre ein Jahresgehalt gewesen eines Managers.
00:53:59
Speaker
Ich meine, es ist ja trotzdem, überlegst du.
00:54:01
Speaker
Also es ist die Frage, was hängt dahinter.
00:54:04
Speaker
Aber es waren auch zu dem Zeitpunkt zu viele Leute, also wir haben das tatsächlich wegen den Leuten gemacht,
00:54:10
Speaker
und auch wegen dem Standort als solches.
00:54:12
Speaker
Also einmal haben wir wirklich gesagt, und das war auch nachher der Grund, weswegen auch Wunder gesagt hat, okay, komm, lass das in Dortmund machen, weil es war, Büro war viel, viel, viel günstiger, alles rund um Bürofläche, Maintenance der Bürofläche, wie wir das letztlich gemanagt haben und auch Gehälter.
00:54:34
Speaker
Ganz klar, ich glaube, wenn ich mich richtig erinnere, waren es
00:54:39
Speaker
Ja, so knapp 25 bis 35 Prozent mehr Gehalt in Hamburg.
00:54:45
Speaker
Früher vergleichsweise dasselbe Talent.
00:54:48
Speaker
Genau.
00:54:50
Speaker
Und da wir ja viel aus dem Ausland geheirat haben, also fast 20 Nationen oder so,
00:54:57
Speaker
die hingekommen sind, war es auch oft so, dass man sagt, okay, in welche Stadt kommst du?
00:55:04
Speaker
Und entsprechend gibt es so einen Schlüssel, was du auch für ein Gehalt verdienst, wegen Lebensstandardkosten und so weiter, Lebenshaltungskosten.
00:55:11
Speaker
Und da konntest du schon sehr schnell sehen, dass das in Dortmund extrem viel günstiger war.
00:55:16
Speaker
Und gleichzeitig hatten wir ja auch unsere Leute, die das Kernteam dargestellt haben, wo wir gesagt haben, okay,
00:55:22
Speaker
was sollen wir jetzt, sollen wir euch den Deal auch vorschlagen oder was?
00:55:26
Speaker
Also so, dass alle irgendwie dem Kernteam das aufgebaut haben, plötzlich in eine andere Stadt sollen, müssen oder over time vielleicht rausgeworfen werden, weil du woanders hierst.
00:55:37
Speaker
Das war irgendwie auch ein unangenehmes Gefühl, hätte ich gesagt.
00:55:40
Speaker
Das war, deswegen haben wir das auch, vor allen Dingen, deswegen haben wir das auch nicht geguckt.
00:55:47
Speaker
Gibt es sowas wie eine Startup-Szene im Ruhrgebiet?
00:55:50
Speaker
Ja, schon.
00:55:51
Speaker
Also ich meine, mittlerweile würde ich sagen, sogar mehr viel organisiert.
00:56:00
Speaker
Es haben sich Dinge besser etabliert.
00:56:04
Speaker
Was ich schon immer angezettelt habe, ist so, ich habe es früher mal genannt, wir haben irgendwie keine Eier, so ein bisschen Oliver Kahn-mäßig, weil das Ruhrgebiet ist immer zu bodenständig.
00:56:19
Speaker
Wir sind immer nur so down to earth, sage ich jetzt mal.
00:56:26
Speaker
Hört sich ein bisschen bescheuern, aber ich glaube, wenn man die Leute im Ruhrgebiet kennt, weiß man und auch die, die zugezogen sind etc., sodass das Posen oder so kleine Dinge zu erzählen, die einen besser dastehen lassen oder nicht die ganze Wahrheit erzählen, um besser dazustehen und so, das sind alles keine
00:56:49
Speaker
Arten und Weisen, wie man im Ruhrgebiet kommuniziert, würde ich sagen.
00:56:52
Speaker
Oder du wirst halt direkt abgestraft von den Leuten, wenn sie das merken.
00:56:56
Speaker
Und in Berlin ist das halt geil.
00:56:58
Speaker
Also in Berlin ist halt oft so, erzähl halt, dass du den geilsten Exit gemacht hast, an wen auch immer.
00:57:06
Speaker
Und es war halt ein Fire-Sale, aber am Ende des Tages interessiert es ja keine Sau.
00:57:10
Speaker
Weil es steht halt, die GmbH wurde dann jemand anders verkauft und du hast einen Exit gemacht.
00:57:16
Speaker
Ja, für die LinkedIn-Caption reicht auf jeden Fall.
00:57:19
Speaker
Ja, und das ist, ich meine, das Verrückte ist, dass das tatsächlich so funktioniert.
00:57:26
Speaker
Also ich meine, ich habe das ja selber jetzt mit Nouveau als letztes beim eigenen Leib erfahren.
00:57:33
Speaker
So, wir haben Nouveau verkauft, so es wurde noch verkauft.
00:57:38
Speaker
Aber natürlich hat kein Investor da jetzt doch irgendwie riesig sein Geld zurückbekommen.
00:57:47
Speaker
Aber ich kann mir gar nicht vorstellen, wie viele Leute uns geschrieben haben, so wow, herzlichen Glückwunsch, dass sie das verkauft hat.
00:57:56
Speaker
Ich meine, ich kann das ja auch so ein bisschen nachvollziehen, weil bei meinem Startup war es ähnlich.
00:58:03
Speaker
Ich gehe nach wie vor auch noch einer geregelten Arbeit nach oder wieder und da kamen dann irgendwelche Berater, Finanzberater, die einem geschrieben haben, gesagt haben, hey, dein Vermögen und willst du nicht?
00:58:14
Speaker
Und ich so, wenn du wüsstest, gell, bin froh, wenn es irgendwie null auf null am Ende rauskommt.
00:58:19
Speaker
Aber das ist, ja, ich glaube,
00:58:23
Speaker
mehr Schein als sein und wie du schon sagst, das hört sich natürlich schön an, wenn man sagen kann, man hat einen Exit gemacht, aber am Ende des Tages, ja.
00:58:31
Speaker
Ja, ich finde, das ist so ein bisschen dieser, ich glaube, Kommunikationsvergleich.
00:58:35
Speaker
Im Ruhrgebiet würdest du das, mit Sicherheit gibt es auch Beispiele, aber ich sage mal, im Schnitt würdest du sagen, hör mal, alles zusammengefalten und irgendwie weiter geht's, so, ja, das nächste starten.
00:58:50
Speaker
Und vielleicht auch gar nicht groß drüber reden oder was auch immer.
00:58:53
Speaker
Einfach sagen, habe ich verkackt, muss nächstes Mal besser gehen oder hat nicht funktioniert und weiter geht's.
00:59:00
Speaker
Ich glaube aber auch, so ehrlich muss man auch sein, das gehört in der Medienwelt und in ganz vielen anderen Bereichen des Lebens,
00:59:12
Speaker
Das oft auch dazu, dass man eben nur die halbe Wahrheit erzählt, einfach nur, damit es besser aussieht.
00:59:18
Speaker
Und Externe, die sich eben nicht viel mit dir auseinandersetzen, die sehen halt dann auch nur das, was du denen erzählst oder vielleicht auch das, was sie sehen wollen.
00:59:28
Speaker
Und da ist halt so der Misserfolg oder was da vielleicht schief gelaufen ist, sind ja auch viel zu viele Details, interessiert dann auch vielleicht keinen.
00:59:35
Speaker
Deswegen so der Outcome am Ende ist dann so das, was okay ist und dastehen kann.
00:59:39
Speaker
Und wenn man dann sagt, ich habe das noch verkauft, hat eben im Kern, nicht mal zu sagen, hat im Kernmodell nicht funktioniert oder sowas, sondern wir sind dann einen anderen Weg gegangen.
00:59:49
Speaker
Wir haben das noch verkauft an ein Unternehmen, die das heute noch weiterführen.
00:59:54
Speaker
So.
00:59:55
Speaker
Und dann, wie Fabi, wie du gerade sagtest, bist du halt egal an dem Punkt, dann kommen halt die Leute auf dich zu, wer auch immer, und sagen, boah, toll, klasse, toll gemacht.
01:00:06
Speaker
Ja, kann aber vielleicht auch ein bisschen an der gesamtdeutschen Mentalität liegen, dass wir uns schwer damit tun, so Misserfolge einzubestehen, geschweige denn überhaupt zu feiern in irgendeiner Form.
01:00:19
Speaker
Das ist definitiv auch nicht der Fall.
01:00:21
Speaker
Das macht man.
01:00:22
Speaker
Also den Großteil der Leute, die ich kenne, egal ob aus meinem privaten Umfeld oder wirtschaftlich, selbst wenn die das sagen, dass sie das gut finden,
01:00:34
Speaker
meinen die das nicht.
01:00:35
Speaker
Also, oder fühlen es dann irgendwie in Wirklichkeit doch nicht.
01:00:39
Speaker
Das ist so ein bisschen dieses, oh ja, man muss ja auch mal gescheitert sein, um zu lernen.
01:00:43
Speaker
So, wie oft habe ich diesen Satz schon gelesen irgendwo in irgendwelchen Startup-Magazinen oder keine Ahnung was.
01:00:49
Speaker
Aber, ähm,
01:00:52
Speaker
Das, was man dann doch zwischen den Zeilen hört, sieht, falls Fragen bekommt, von den gleichen Leuten ist dann halt doch nicht so.
01:01:00
Speaker
Also die innere Einstellung dazu ist dann doch noch anders, würde ich sagen.
01:01:06
Speaker
So meine persönliche Wahrnehmung.
01:01:08
Speaker
Ja, es äußert sich vielleicht nach außen auch mit so einem mitleidigen Blick.
01:01:13
Speaker
Ja, das ist schön.
01:01:16
Speaker
Ach ja, machst du das nochmal?
01:01:21
Speaker
Selbst aus meiner Familie schon oft genug gehört.
01:01:23
Speaker
Willst du dir das nochmal antun?
01:01:25
Speaker
Ja, genau.
01:01:26
Speaker
Such dir doch mal was richtiges, mein Sohn.
01:01:28
Speaker
Genau, such dir doch mal einen richtigen Job.
01:01:31
Speaker
Apropos, Nouveau hast du kurz schon angesprochen.
01:01:34
Speaker
Hast du eigentlich, nachdem du bei Wunder raus bist, hast du in irgendeiner Form eine Pause eingelegt?
01:01:39
Speaker
Hättest du ja machen können.
01:01:41
Speaker
Äh, nee, wir haben direkt, Äh, Anping haben wir gegründet direkt danach, also wir haben, sind Ende des Jahres, äh, 21 rausgegangen und haben dann Anping, äh, gegründet, äh, direkt im Januar, ähm, und 2022 und da, äh,
01:01:57
Speaker
Ja, war auch super, war eine geile, eigentlich eine geile Zeit für Startup-Gründen und Fundraising auch.
01:02:05
Speaker
Und deswegen haben wir uns mit Anping so eine Virtual Coworking Space Idee, also Discord für B2B, könnte man das irgendwie kurz pitchen, aber hat halt einfach
01:02:18
Speaker
28.
01:02:19
Speaker
Februar, Ukraine-Krieg und dann war halt vorbei.
01:02:22
Speaker
Also irgendwie so ein Modell, was sowieso schon pure Software-B2B saß mit hohem Wettbewerb und wo du dich irgendwie durchsetzen musst auf Basis von einem guten Produkt, keine Chance dafür Geld zu bekommen in dem Zeitraum.
01:02:40
Speaker
Und wir wussten, wir brauchen externe Finanzierung und hatten so ein bisschen darauf gepokert auch, zu sagen, okay, wir bauen jetzt eine Basis des Products auf und dann haben wir aber, ja, wie gesagt, nach zwei, drei Anläufen des Fundraisings und alle immer nur gesagt haben, nee, nee, wir investieren dieses Jahr eigentlich gar nicht, haben wir es noch sein gelassen.
01:03:03
Speaker
Du hast aber keine Sekunde dran verschwendet, mal über eine Pause nachzudenken.
01:03:08
Speaker
Nee, dafür... Ein paar Monate reisen oder so, das machen ja viele...
01:03:14
Speaker
Ganz im Gegenteil, im Juni 2022 kam unser zweites Kind und es war irgendwie, es war voll high peak im Fundraising, bis wir dann irgendwann im September gesagt haben, okay, machen wir dann doch nicht weiter.
01:03:31
Speaker
Und da war ein Thema Pause, also in dem Zeitraum, so im Sommer 2022, habe ich die Lisa Rosa Beutigam kennengelernt.
01:03:40
Speaker
Und Lisa hat mich dann angerufen aus dem Zug, glaube ich war das, oder so, und hat gesagt so, boah, ich weiß nicht, ob ich das noch weitermache hier mit Nuvo.
01:03:50
Speaker
Und ich habe sie kurz weggelegt, habe die Jungs angeguckt, habe gesagt, wir machen Antwink nicht mehr weiter, oder?
01:03:56
Speaker
Und dann war so, hör mal, wieder Hörer an den Mund genommen und so, ja, wie sieht es aus?
01:04:04
Speaker
Sollen wir mal darüber reden, ob wir Nuvo gemeinsam weitermachen?
01:04:07
Speaker
Vielleicht ist es ja, also ich wusste natürlich schon einiges über Nuvo zu dem Zeitpunkt und was das ist.
01:04:13
Speaker
Und dann haben wir im Prinzip direkt den Übergang gemacht in Richtung,
01:04:21
Speaker
Lisa dann quasi als Co-Founder mit eingestiegen ist.
01:04:25
Speaker
Genau, richtig.
01:04:28
Speaker
Die Historie war so ein bisschen, dass die, das hat mit den originären Co-Foundern bei Nuvo nicht so richtig funktioniert.
01:04:37
Speaker
Und Lisa hat dann die Anteile komplett zurückgekauft, war dann alleine unterwegs, also einen kurzen Zeitraum.
01:04:44
Speaker
Und dann, ja, wollte sie halt eigentlich aufhören und überlegt, okay, was mache ich jetzt?
01:04:51
Speaker
Und dann haben wir gesagt, okay, lass das doch mal anders denken, haben uns dann einen Plan gemacht.
01:04:56
Speaker
Wir sind dann rein, haben einen Teil der Company halt entsprechend gekauft, zu dritt.
01:05:02
Speaker
Und haben dann alles umgekrempelt, das ganze Konzept nochmal anders gedacht, haben ein Tech neu gebaut, Tech mitgebracht.
01:05:14
Speaker
Und das war im Q3, Q4 2022.
01:05:18
Speaker
Und dann haben wir im Juni 2023 dann auch die Seed-Runde geraced.
01:05:26
Speaker
Also im Endeffekt so ein Dreivierteljahr, Umbauen, Vorbereitungszeit, Kundenthemen.
01:05:34
Speaker
Und dann im Juni 2023 hatten wir dann die Seed-Runde mit Nuvo.
01:05:40
Speaker
Was hat dich so davon, ihr habt euch dann quasi eingekauft, das war ja auch irgendwie ein anderes Metier, als in dem du bisher unterwegs warst.
01:05:48
Speaker
Was hat dich so davon überzeugt, dass du sogar Geld rein investierst?
01:05:54
Speaker
Ja, es war, also Geld war jetzt nicht viel, es war ein Nominalwert, waren die Anteile.
01:05:59
Speaker
Es war jetzt keine klassische Business Angel Bewertung oder sowas, das jetzt nicht gemacht, sondern letztlich zu Nominal rein.
01:06:11
Speaker
Und wir haben dann aber natürlich auch eine lange Zeit kein Gehalt gehabt und selber Software mitgebracht und so weiter.
01:06:19
Speaker
Also wir haben letztlich Sachwerte, wenn man so will,
01:06:22
Speaker
und Gehaltsverzicht mit reingebracht über einen gewissen Zeitraum, also mindestens schon mal dieses Dreivierteljahr.
01:06:31
Speaker
Und dann, genau, es ist ein anderes Szenario, auf jeden Fall, wie du sagtest, so ein anderes.
01:06:37
Speaker
Aber am Ende ist es, also ich würde auch nicht ausschließen, heute oder in Zukunft so was wie so ein Search Fund zu machen und zu sagen, ich suche mir einen Mittelständler und baue die irgendwie um.
01:06:51
Speaker
Oder wenn jetzt irgendein SARS-Fauner sagt, ich will nicht mal weitermachen.
01:06:55
Speaker
Ich sehe das komplett unternehmerisch.
01:06:57
Speaker
Ich habe nicht so diesen Gedanken von, das muss jetzt, ich glaube, es ist meine Idee und die mache ich jetzt groß, so nach dem Motto.
01:07:10
Speaker
Ich glaube, das gibt es in so, so wenig Fällen.
01:07:14
Speaker
Sondern du musst halt die Idee zu deinem machen.
01:07:16
Speaker
Du musst sie irgendwie adaptieren und sagen, ich mach da jetzt was draus.
01:07:20
Speaker
Und als Unternehmer muss es dir eigentlich auch fast schon egal sein.
01:07:23
Speaker
Also solange du da eine gewisse Passion für hast.
01:07:25
Speaker
Ich würde jetzt auch keine Schrauben produzieren oder so.
01:07:28
Speaker
Aber so eine gewisse Passion muss schon da sein und auch Know-how.
01:07:33
Speaker
Und dann ist es eigentlich mir erstmal egal, was das für ein Modell ist.
01:07:37
Speaker
Und so war es da halt auch.
01:07:38
Speaker
Und mit Lisa hat super gepasst.
01:07:41
Speaker
Super Spaß gemacht.
01:07:43
Speaker
Von daher war das alles, was irgendwie wichtig war zu dem Zeitpunkt.
01:07:48
Speaker
Vielleicht müssen wir die Zuhörernden ganz kurz noch abholen.
01:07:50
Speaker
Also Nouveau war ein Service, ein B2B-Service, wo Unternehmen quasi Homeoffice-Equipment ihren Mitarbeitenden zur Verfügung stellen können, so als White-Label-Lösung.
01:08:03
Speaker
Ist es so ungefähr...
01:08:05
Speaker
Ja, richtig.
01:08:05
Speaker
Also wer Jobrat kennt, so ein vergleichbares Modell.
01:08:09
Speaker
Du hast ja als Mitarbeiter Büromöbel aussuchen können.
01:08:15
Speaker
Letztlich ein Arbeitsmittel für dich zu Hause, bezahlt vom Arbeitgeber.
01:08:20
Speaker
Und nach einer gewissen Zeit, also drei Jahre, konntest du das für ein abgelundenei quasi, 50 Euro oder was, konntest du das dann übernehmen.
01:08:28
Speaker
Und dann war es halt letztlich deins.
01:08:30
Speaker
Das Modell hat aber de facto nicht funktioniert.
01:08:34
Speaker
Also da haben wir dann in 2024 gepivotet.
01:08:41
Speaker
Anfang 2024, am Ende 2024 ist eigentlich fast schon angekündigt, weil das einfach nicht funktioniert hat.
01:08:48
Speaker
Und dann haben wir das Modell umgebaut und haben gesagt, okay, wir sind einfach ein sehr, sehr moderner digitaler Fachhändler für Möbel.
01:08:59
Speaker
der das dir sehr, also top, also günstig, super Preise, super Planung, Vorbereitung, Durchsetzung von dem ganzen Büromöbel, ja, Geschäft letztlich.
01:09:14
Speaker
Aber dann, muss man ehrlicherweise sagen, waren wir einfach nicht mehr interessant für VCs.
01:09:20
Speaker
Es war einfach kein VC-Case mehr, es war dann so ein, böse gesagt, so ein Import-Export-Geschäft.
01:09:27
Speaker
Du hast irgendwo was eingekauft, hast es verkauft und dazwischen hast du halt den Prozess mega lean gemacht und wirklich richtig gut, auch für den Kunden.
01:09:35
Speaker
Deswegen haben wir auch in kurzer Zeit ganz guten Umsatz gemacht, aber es war halt trotzdem eine Mischung aus Vorfinanzierungsgeschäft mit VC-Money quasi so ein bisschen, mit sehr langen Sales-Zyklen und deswegen wurde dann auch irgendwann der Hahn abgedreht und wir konnten dann auch keine Series A oder eine C-Plus quasi mehr raisen.
01:09:56
Speaker
Wie viel hattet ihr denn das Citron da eingesammelt?
01:09:58
Speaker
2,75 oder was?
01:10:03
Speaker
Ja.
01:10:03
Speaker
Da kann man schon mal ein bisschen was mitarbeiten.
01:10:07
Speaker
Aber ist natürlich kapitalintensiv auch, ne?
01:10:09
Speaker
Das ist kapitalintensiv.
01:10:11
Speaker
Also wir haben sehr viel Vorfinanzierungsthemen gehabt.
01:10:13
Speaker
Also es war ja oft Geld einfach geblockt.
01:10:16
Speaker
Im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich sind dann schon auch Gelder geblockt.
01:10:23
Speaker
Und wenn du dann nachher deine, sag mal, 20 bis 25 Prozent deines Gesamtinvestments irgendwie immer in so Vorfinanzierungen stecken hast, das finden die Investoren dann auch nicht mehr so witzig.
01:10:37
Speaker
Und
01:10:39
Speaker
Das haben wir am Anfang beim Homeoffice-as-a-Service-Modell.
01:10:44
Speaker
Da war das einfacher, weil du hast so Einzelstücke bestellt und du musstest nichts auf Lager legen und so weiter.
01:10:51
Speaker
Die ganze Lagergeschichte war kein Problem.
01:10:54
Speaker
Aber wenn du so ein 100-Mann-Büro ausstattest, dann kaufst du halt für...
01:11:01
Speaker
bei 30 verschiedenen Herstellern für 200.000 Euro Möbel und von diesen 30 Herstellern kennst du 25 nicht und denen ist das völlig egal, ob du bei einem anderen 60 Tage Zahlungsziel hast, bei denen kriegst du keinen Zahlungsziel, da musst du Vorkasse bezahlen und das ist dann das Problem.
01:11:22
Speaker
Ja, Handel ist halt auch ein knüppelhaares Geschäft am Ende des Tages.
01:11:26
Speaker
Und hat auch aus VC-Perspektive keine Multiples.
01:11:29
Speaker
Also wenn du dir jetzt momentan die E-Commerce-Multiples anschaust, die sind ja auch nicht besonders gut.
01:11:36
Speaker
Und wenn du auch aus der Nuvo-Perspektive, aus der VC-Perspektive betrachtest, du investierst zu einem Multiple von, ich sag jetzt mal irgendwas, das sind jetzt nicht die Multiples, aber von 10,
01:11:52
Speaker
Ja und dann guckst du vom Ende her und siehst dann, ja, ich nehme mal so einen krassen Exit, der schon fast krass ist für die E-Commerce-Bubble, About You mit 1,7 Multiple, wo du schon denkst so, okay, das ist schon ein guter Exit gewesen.
01:12:11
Speaker
Und wenn du dann irgendwie in die klassischen, normalen Multiples reinschaust, die sind dann halt schlecht.
01:12:17
Speaker
Und dann ist halt plötzlich dieser SaaS-Multiple, auf den du mal investiert hast und der Ausblick, wo es hingeht für dich als Investor und dann machst du halt einfach nicht mehr mit.
01:12:24
Speaker
Aber wie war das mit dem, dieser Geschäftsmodellwechsel, der war ja dann wahrscheinlich auch in Absprache mit den Investoren.
01:12:34
Speaker
Wie fanden die das?
01:12:35
Speaker
Weil das haben die ja genau, das haben die ja auf dem Schirm, oder?
01:12:39
Speaker
Ja, also der Wechsel war eigentlich sehr gut.
01:12:45
Speaker
Also wir haben das richtig mit Bordbeschluss und so weiter dann über mehrere Meetings und Monate auch Bordbeschlüsse letztlich gemacht und gesagt, alles klar.
01:12:56
Speaker
so und so und so wollen wir das gerne ändern und umbauen.
01:13:04
Speaker
Und das war gut.
01:13:06
Speaker
Also letztlich haben sie dann auch gesehen, okay, das originäre Modell funktioniert halt so nicht.
01:13:10
Speaker
Aber das haben wir auch sehr klar auch gesagt.
01:13:14
Speaker
Also ich erinnere mich noch, dass ich da gesessen habe und gesagt habe, ich denke, dieses Modell funktioniert nicht.
01:13:20
Speaker
Und wenn du das klar aussprichst, dann was ist die Alternative?
01:13:24
Speaker
Also ich meine...
01:13:25
Speaker
dann sofort aufhören, war für keine eine Option und letztlich ein anderes Potenzial noch zu entfachen, das war schon noch eine Option und deswegen haben wir halt Vorschläge gemacht, wo wir hingehen und das wurde dann auch mitgetragen, aber dann halt auch nur bis dann am Ende des Tages auch kein Geld mehr da war und das Modell dann aber auch nicht weiter getragen wurde, weil
01:13:53
Speaker
Man hat sich dann vielleicht noch mehr Umsatz versprochen, als wir dann letztlich geliefert haben, was auch fair ist.
01:14:01
Speaker
Aber mehr ging auch ehrlicherweise kaum.
01:14:03
Speaker
Echt schwierig.
01:14:06
Speaker
Warum hat es am Ende nicht funktioniert, das Homeoffice-as-a-Service-Modell?
01:14:11
Speaker
War die Bereitschaft der Arbeitgeber nicht da?
01:14:15
Speaker
Definitiv.
01:14:16
Speaker
Ich meine, du kennst ja den Mitarbeiter-Benefits-Bereich besser als ich.
01:14:19
Speaker
Da gehe ich mal stark von aus.
01:14:23
Speaker
Aber es ist so eine Mischung aus...
01:14:27
Speaker
Es wird irgendwo als Benefit, Mitarbeitergewinnung, Mitarbeiterhaltungsmodell gesehen.
01:14:33
Speaker
Gleichzeitig hast du aber keine Regeln als Unternehmen, was Homeoffice betrifft.
01:14:39
Speaker
Also ich sage das so platt, weil das ist wirklich so.
01:14:42
Speaker
Also ich habe kein Unternehmen kennengelernt, die klare Regeln haben.
01:14:45
Speaker
Sondern es gibt immer irgendwelche Ausnahmen, Abweichungen.
01:14:50
Speaker
So der Peter, der arbeitet...
01:14:53
Speaker
Drei Tage im Homeoffice, die Petra zwei, der Hans so und so, die Marianne so und so.
01:15:00
Speaker
Der eine ist im Homeoffice, weil, weiß ich nicht, 200 Kilometer vom Headquarter entfernt.
01:15:06
Speaker
Der andere wohnt in der gleichen Straße.
01:15:09
Speaker
Gilt für die unterschiedliche Themen.
01:15:11
Speaker
So, und dann haben die ihr Headquarter oder mehrere Büros.
01:15:16
Speaker
Die kosten viel Geld, die kosten Miete, die kosten Pflege und die Arbeitsplätze als solches in dem Büro kosten auch mal 3.000 bis 5.000 Euro pro Stück.
01:15:27
Speaker
So und dann investierst du das Gleiche noch mal zu Hause, obwohl der Jascha ja zweimal da, dreimal da ist und der andere ist dann, was kriegt der andere, der viermal da und einmal da ist?
01:15:40
Speaker
Also einfach diese unterschiedlichen Problematiken.
01:15:44
Speaker
Und was auch definitiv einer der größten Probleme, die wir auch nur teilweise als Nuvo lösen konnten, es gibt kaum einen Zweitmarkt für Büromöbel.
01:15:55
Speaker
Bei Jobrad oder bei Fahrrädern gibt es das.
01:15:58
Speaker
Dann hast du Fahrräder, die werden halt einfach weiterverkauft, wenn derjenige das nicht haben möchte.
01:16:04
Speaker
Dieses Szenario gibt es aber bei Fahrrädern fast nicht.
01:16:07
Speaker
Also du willst das eigentlich immer haben, weil dein Arbeitgeber hat dir das ja bezahlt.
01:16:12
Speaker
Bei einem Schreibtisch ist es so, da hast du einen 2.500 Euro Schreibtisch da,
01:16:17
Speaker
bis vielleicht irgendwie, was willst du dann mit dem?
01:16:20
Speaker
Also willst du den wirklich haben, wenn du den Job wechselst, wenn du umziehst und so weiter?
01:16:24
Speaker
Das ist halt viel räumlich-physischer sozusagen und viel eine höhere Barriere auch für dich als Einzelperson.
01:16:33
Speaker
Was mache ich damit?
01:16:34
Speaker
Und wenn du den nicht kaufst, dann bleibt das Unternehmen letztlich zum Teil darauf sitzen, weil wir nicht für alles eine Lösung finden konnten, dass letztlich ein Zweitmarkt da ist.
01:16:47
Speaker
Ja, das ist ja dann nochmal ein ganz anderes Geschäftsmodell nebendran, auf das du ja auch erstmal Traction bekommen musst.
01:16:57
Speaker
Total, ist richtig.
01:16:59
Speaker
Also du löst plötzlich ein Problem für deine Kunden, nur damit dein originäres Modell funktioniert und machst eigentlich zweites Geschäftsmodell auf.
01:17:08
Speaker
Und de facto gibt es das auch einfach nicht.
01:17:11
Speaker
Es gibt keinen Zweitmarkt für Einzelstücke.
01:17:14
Speaker
Also wenn du 50 Stühle, 50 Tische, je mehr, je besser gebraucht.
01:17:20
Speaker
Aber so den grünen Stuhl und den schwarzen Schreibtisch in Kombination, no chance.
01:17:26
Speaker
Also an wen willst du das verkaufen?
01:17:27
Speaker
Kleinanzeigen?
01:17:29
Speaker
Geht nicht.
01:17:31
Speaker
Boah, witzigerweise, ich glaube, das hätte bei uns funktioniert, als wir ins neue Büro gezogen.
01:17:35
Speaker
Aber da habe ich dann mein Veto eingelegt.
01:17:37
Speaker
Ich wollte nicht, dass es aussieht entweder wie so ein Second-Hand-Büro oder halt wie so ein Berliner Restaurant mit unterschiedlichen Stühlen überall.
01:17:45
Speaker
Ja, ich glaube, für manche funktioniert das auch.
01:17:47
Speaker
Und es gibt auch in Holland und in Dänemark die Regel mittlerweile, dass neue Büros, ich glaube, zu 30 Prozent ausgestattet werden müssen mit Refurbished.
01:17:58
Speaker
Einfach aus CO2-Gründen und so weiter.
01:18:00
Speaker
Es gibt tolle Konzepte auch, auch die Kombination aus nachhaltigen Möbel und Second-Use und so weiter.
01:18:09
Speaker
Da gibt es schon coole Konzepte oder auch Verpflichtungen, je nach Land.
01:18:13
Speaker
Es gibt auch Händler, die kaufen in Deutschland und verkaufen nach Holland.
01:18:17
Speaker
Also kaufen extrem günstig in Deutschland und verkaufen teuer in Holland, weil es halt dann da diese Quote gibt.
01:18:23
Speaker
Und wenn du ein neues Büro eröffnen willst und so weiter.
01:18:25
Speaker
Aber das kommt auf den Zeitpunkt an.
01:18:28
Speaker
Gibt es überhaupt genügend Unternehmen, die das gerade brauchen?
01:18:31
Speaker
Deswegen war es schon ein kompliziertes Geschäftsmodell.
01:18:34
Speaker
Wir haben da coole Software gebaut, wirklich sehr, sehr coole Sachen.
01:18:38
Speaker
Die Kunden waren auch sehr happy, die uns genutzt haben.
01:18:42
Speaker
Aber am Ende waren nicht genügend Kunden da, um dann dieses Modell so weiterzuführen auf VC-Basis jetzt.
01:18:57
Speaker
Okay, und dann sind wir jetzt in der Gegenwart angekommen.
01:19:01
Speaker
Ja, genau.
01:19:03
Speaker
Der Junge wird nicht müde.
01:19:06
Speaker
Ich glaube, das ist der richtige Zeitpunkt, Fabi, für unseren Elevator-Pitch, oder?
01:19:10
Speaker
Dass du jetzt mal ganz kurz erklärst, was sie mit OB7 macht, der nächsten Gründung, und dann gehen wir drauf ein, wie das entstanden ist.
01:19:21
Speaker
Oder, Fabi, du guckst so skeptisch.
01:19:23
Speaker
Haben wir nicht den Elevator-Pitch schon gehabt?
01:19:26
Speaker
Nee, du hast den Sound abgespielt, aber ich glaube, ich habe ihn noch nicht gepitcht.
01:19:34
Speaker
Ich war jetzt gerade so ein bisschen verwirrt.
01:19:37
Speaker
Aber du, das gehört auch dazu.
01:19:44
Speaker
Zur Not pitche ich nochmal vielleicht, falls ich schon gepitcht habe und wir es jetzt alle vergessen haben.
01:19:48
Speaker
Dann schneiden wir es raus.
01:19:50
Speaker
Genau.
01:19:52
Speaker
Also ich hole jetzt mal den Aufzug.
01:19:56
Speaker
Und dann steigen wir gleich gemeinsam ein.
01:19:59
Speaker
Dann pitcht du jetzt einfach OB7 nochmal.
01:20:03
Speaker
Ja, sehr gerne.
01:20:04
Speaker
Ich mache ihn ganz kurz.
01:20:07
Speaker
OB7, gegründet von uns als Mobilitätsliebhaber eigentlich.
01:20:13
Speaker
Wir kommen ja so auf den Bereich.
01:20:15
Speaker
Und wir bauen das beste Ladeerlebnis der Stadt.
01:20:18
Speaker
Also wir wollen letztlich die Software bauen, die Endkunden benutzen können, um an Ladeinfrastruktur laden zu können.
01:20:26
Speaker
Heißt QR-Code, Zahlungsmethode, RFID-Karte davor halten, wenn du dein E-Auto oder eine App benutzen.
01:20:33
Speaker
Das kommt alles von uns.
01:20:35
Speaker
Aber White Label heißt...
01:20:38
Speaker
Der Endkunde weiß es gar nicht.
01:20:40
Speaker
Wir machen das also für einen B2B-Kunden.
01:20:43
Speaker
Und Vision ist, am liebsten hätte ich gerne in fünf Jahren, dass jeder unsere Software mal benutzt hat, aber nicht weiß, dass er uns benutzt hat.
01:20:54
Speaker
Auch selten, dass das ein Gründer sagt.
01:20:58
Speaker
Also das ist vielleicht Ruhrpott.
01:21:00
Speaker
Im Ruhrpott ist das vielleicht so, dass man auch gerne mal im Stealth-Modus bleibt.
01:21:06
Speaker
Ja, ich meine, ich könnte, wir können ja sowas wie Powered by oder so dazu schreiben und sagen hier, das ist unsere Software von uns, lieber Endkunde.
01:21:14
Speaker
Aber das ist mir egal.
01:21:16
Speaker
Also ich meine, das war früher schon im Sharing ganz cool, wenn die Leute eine Mobile App von Tier oder so aufgemacht haben und sagen, oh, cool, jetzt fahre ich mit dem Roller durch die Stadt und du sagst, ja, ja, die haben wir gebaut.
01:21:33
Speaker
Das ist auch cool.
01:21:34
Speaker
Ja.
01:21:35
Speaker
Und wie kam es jetzt zu der Gründung?
01:21:39
Speaker
Wie viele Gründungen zählst du eigentlich damit?
01:21:42
Speaker
Ne, ich habe nicht mitgezählt, ehrlich gesagt.
01:21:44
Speaker
Die müsste man mitzählen.
01:21:46
Speaker
Meine Frau sagt immer, ich muss hier mal eine Mindmap aufschreiben bei Miro oder so.
01:21:50
Speaker
Habe ich auch mal angefangen.
01:21:53
Speaker
Aber dann wieder vergessen.
01:21:55
Speaker
Also, wie ist das zustande gekommen?
01:21:58
Speaker
Also, wir haben...
01:22:00
Speaker
Schon während Nouveau-Zeiten haben witzigerweise mich alte Kunden angesprochen und gesagt, hey Leute, gibt es euch noch?
01:22:10
Speaker
Seid ihr noch im Mobilitätsbereich unterwegs?
01:22:13
Speaker
Haben gesagt, nee, machen hier gerade Nouveau.
01:22:16
Speaker
Und als dann Nouveau zu Ende gegangen ist, haben wir gesagt, okay, wir haben dann mal mit unseren alten Kunden und Webbegleitern gesprochen, weil
01:22:28
Speaker
Die Ansprechpartner, die damals Sharing gemacht haben, was ja auch Elektromobilität ist im weitesten Sinne, machen oft auch Ladeinfrastruktur.
01:22:38
Speaker
Also bei Stadtwerken oder anderen.
01:22:40
Speaker
Das sind oft die gleichen Ansprechpartner und die gleichen Teams.
01:22:44
Speaker
Und dann haben wir mit denen mal erste Gespräche geführt und gefragt, was sind denn eure Themen?
01:22:51
Speaker
Warum habt ihr denn Probleme?
01:22:52
Speaker
Warum wolltet ihr uns mal irgendwie fragen, ob wir euch helfen können?
01:22:56
Speaker
Und dann haben wir uns mal diese ganze Softwarelandschaft angeschaut.
01:23:01
Speaker
Was gibt es da eigentlich in diesem Ladeinfrastrukturbereich?
01:23:04
Speaker
Wie ist das?
01:23:06
Speaker
Wie funktioniert was miteinander?
01:23:08
Speaker
Und haben dann so unseren, ja, so im Laufe der Zeit so unseren Sweet Spot gefunden und gesagt, okay, jetzt gründen wir nochmal aus.
01:23:16
Speaker
Also im Endeffekt, wir sind mit einem Beratungsmandat gestartet bei einem Stadtwerk, bei der Stadtwerke Stuttgart.
01:23:24
Speaker
Und haben uns dadurch sehr gut in die Software einarbeiten können oder in die Softwares einarbeiten können, die es da so gibt, um Ladeinfrastruktur zu bedienen.
01:23:37
Speaker
Und haben dann so sukzessive gemerkt, hier holpert's und da funktioniert was nicht und da gefällt uns das irgendwie nicht.
01:23:43
Speaker
Und es ist ein bisschen kompliziert zu verstehen, weil das ja alles so under the hood Software ist, sag ich mal.
01:23:51
Speaker
Die siehst du als Endkunde auch eigentlich gar nicht.
01:23:57
Speaker
Aber am Ende des Tages muss die Ladesäule bedient werden aus der Ferne und muss gesteuert werden.
01:24:04
Speaker
Ein Ladevorgang mit dem Auto muss gestartet werden.
01:24:06
Speaker
Und wenn du als Kunde in Köln nach Berlin fährst, musst du ja auch dort die Ladesäule bedienen können.
01:24:17
Speaker
Mit der gleichen App, die du auch in Köln benutzt vielleicht oder mit der gleichen RFID-Karte, die du in Köln benutzt.
01:24:22
Speaker
Und das sind so, ja, dann fängt es an, sich zu vernetzen.
01:24:26
Speaker
Was benutzt der Berliner?
01:24:27
Speaker
Was benutzt der Kölner?
01:24:29
Speaker
Welche Apps kommunizieren wir miteinander?
01:24:31
Speaker
Und da gibt es eine ganze Software-Landschaft an Parteien quasi.
01:24:37
Speaker
Und das mussten wir erst mal verstehen.
01:24:40
Speaker
Was gibt es da eigentlich überhaupt?
01:24:41
Speaker
Das ist, glaube ich, auch bis heute nicht jedem klar, was es da alles so gibt.
01:24:45
Speaker
Man muss sich immer sehr stark erklären, was man eigentlich macht.
01:24:48
Speaker
Aber es gibt eine extrem coole Überschneidung zu dem, was wir früher gemacht haben in der Mobilität, im Sharing.

Gründung und Herausforderungen im Bereich Ladeinfrastruktur

01:24:55
Speaker
Und dann haben wir gesagt, okay, das schnappen wir uns.
01:24:58
Speaker
Und dann haben wir mal gegründet.
01:25:01
Speaker
Liegt das daran, dass irgendwie die Technologie so schnell so neu war, dass da jeder sein eigenes Süppchen gekocht hat eine Zeit lang?
01:25:09
Speaker
Ja.
01:25:11
Speaker
Ja, würde ich schon sagen.
01:25:11
Speaker
Also ich habe mir das immer so erklärt mit, erst mal haben sich Ingenieure überlegt, Ladesäulen auf die Straße zu bauen.
01:25:19
Speaker
Oder erst mal haben die sie gebaut.
01:25:21
Speaker
Erst mal haben die Elektrotechniker, was auch immer, Ingenieure, so eine Säule gebaut, wo du halt den Auto laden kannst.
01:25:30
Speaker
Dann musste das irgendwann in den öffentlichen Bereich rein.
01:25:33
Speaker
Mit Eichrecht und allem drum und dran.
01:25:36
Speaker
Weil letztlich ist es ja eine Steckdose in der Öffentlichkeit.
01:25:39
Speaker
Und da gibt es dann die ganzen Bundesnetzagentur, also Regularien, Ende der Energiemarkt.
01:25:45
Speaker
Das erste Mal war ich vor zwei Jahren auf der E-World in Essen, größte Messe für Energiethemen.
01:25:54
Speaker
Ich habe wirklich danach ernsthaft überlegt, ob ich so ein Wochenendstudium Energiewirtschaft machen soll, weil das ist so ein anderer Markt,
01:26:01
Speaker
Und so viele andere Themenwörter, die du noch nie gehört hast, obwohl sie witzigerweise uns alle betreffen.
01:26:08
Speaker
Wir sind zu Hause und stecken halt den Stecker in die Steckdose.
01:26:12
Speaker
Aber wir wissen darüber gar nichts.
01:26:14
Speaker
Also von Energieproduktion über Verteilung, über wie das funktioniert.
01:26:18
Speaker
Und das alles spielt so ein bisschen in dieser Ladeinfrastruktur eine Rolle, weil, wie gerade aufgehört, du stellst dann halt so eine Steckdose in den öffentlichen Raum.
01:26:26
Speaker
Und alleine wie sie bedient wird und wie der Strom fließt sozusagen, hat einen Einfluss auch auf die Software dahinter und wie die zu benutzen ist und auch auf den Endkunden am Ende des Tages, weil ja letztlich Strom auch da verkauft wird.
01:26:41
Speaker
Und die Software, die da so entstanden ist, genauso wie du sagtest, ist so ein Stückwerk gewesen,
01:26:47
Speaker
Erstmal musste die Firmware gemacht werden für diese Säulen.
01:26:51
Speaker
Dann haben die Säulen nachher ja mit, dann hast du ja 100 Säulen.
01:26:55
Speaker
Und dann hat sich jemand überlegt, wie manage ich denn diese 100 Säulen?
01:27:00
Speaker
Dann sind so Ladepunkt-Management-Systeme entstanden, die dann diese Assets anbieten.
01:27:05
Speaker
gemanagt haben und dann mussten die ja auch remote gesteuert werden können.
01:27:10
Speaker
Also wurde dann irgendwann eine SIM-Karte in die Dinger reingebaut und eine Verbindung, eine Websocket-Verbindung, wie wir hier beim Video oder Audio gerade, von der Säule zum Backend-System.
01:27:22
Speaker
Und überall in dieser Kette gibt es halt irgendwelche spezialisierten Software-Player für bestimmte Cases.
01:27:30
Speaker
Und ich könnte auch weitermachen, aber es wird wahrscheinlich dann auch die Zuhörer langweilen.
01:27:34
Speaker
Es gibt wirklich sehr viele Ketten an anderen Themen, die da eine Rolle spielen in dem Markt.
01:27:41
Speaker
Und ihr versucht, euch nicht drüber zu legen, sondern eigentlich diese Kette zu ersetzen mit eurer Lösung.
01:27:48
Speaker
Richtig.
01:27:49
Speaker
Also diese Ladepunkt-Management-Systeme, das sind so ein bisschen die...
01:27:55
Speaker
All-in-One-Systeme geworden.
01:27:57
Speaker
Also im Laufe der Zeit, die haben nicht nur die Ladepunkte gemanagt, sondern die haben auch die White-Label-Mobile-Apps gebaut für den Endkunden.
01:28:05
Speaker
Die haben diesen Zahlungsprozess mit dem QR-Code, wenn du scannst den QR-Code an der Säule und du kommst auf so eine Mobile-Website, den
01:28:15
Speaker
Prozess haben die gebaut, RFID-Kartenmanagement für Flotten, wenn jetzt so 100 Fahrer kriegen, so kleine Kärtchen, die sie dann da dran halten können und damit die Abrechnung nachher gebündelt funktioniert für das Unternehmen, solche Lösungen haben die gebaut.
01:28:29
Speaker
So, wenn man das jetzt aber mal genau betrachtet, sind diese Ladepunktmanagementsysteme, sind quasi nicht nur Ladepunktmanagementsysteme, sondern auch Abrechnungssysteme für den Endkunden.
01:28:41
Speaker
Also letztlich hast du so den Customer-Facing-Teil und den reinen Ladepunkt-Management-Teil.
01:28:46
Speaker
Und das wurde aber so verbunden.
01:28:49
Speaker
Ich sehe aber mittlerweile in den letzten ein, zwei Jahren auch immer mehr, dass das eigentlich nicht die richtige Aufteilung ist, wie Software in dem Markt funktionieren sollte, sondern weil beide Teile so groß und so individuell geworden sind, musst du sie eigentlich voneinander trennen.
01:29:05
Speaker
Den reinen Ladepunkt-Management-Teil ist für mich das eine und dann hast du den endkundenzentrierten Teil, das ist so das andere System.
01:29:13
Speaker
Und beide sind sehr, sehr groß, beide Systeme und können eigentlich auch wunderbar
01:29:17
Speaker
über standardisierte Schnittstellen, die es mittlerweile in diesem Markt gibt, auch kommunizieren.
01:29:23
Speaker
Stand heute ist es aber so, dass die Softwareplayer, die da sind, eigentlich immer nur so große Einzelsysteme sind.
01:29:29
Speaker
Und wir wollen das splitten.
01:29:31
Speaker
Wir sagen, wir trennen halt den Kundenteil.
01:29:33
Speaker
Wir, OB7, konzentrieren uns auf den Endkunden.
01:29:36
Speaker
Wir wollen die Experience richtig cool machen.
01:29:39
Speaker
und da mit dem Ladesäulenbetreiber auch mehr Umsatz bescheren.

Einsatz von KI und Effizienzsteigerung bei OB7

01:29:42
Speaker
Ist der Kunde happier, der Endkunde happy, kann er die Zahlungsmethoden, Abrechnungsmethoden benutzen, die er möchte, ist die ganze UI, UX besser, läuft das Abrechnungssystem smoother für dich, machst du am Ende des Tages mehr Marge, machst du am Ende des Tages mehr Umsatz, also hat es sich gelohnt, diese beiden Systeme zu splitten.
01:30:03
Speaker
Und da kommen wir dann ins Spiel.
01:30:06
Speaker
Wir docken uns letztlich an die Bestandssysteme an und ersetzen das, was da ist mit unseren Sachen.
01:30:15
Speaker
Und ihr seid jetzt, weil das ist ja eine große Aufgabe, glaube ich, ihr seid ein relativ kleines Team noch, wenn ich es richtig verstanden habe.
01:30:23
Speaker
Ja, wenn ich das den Leuten im Markt erzähle, denken die auch immer, ich bin ein Laberkop, ein Schwätzer.
01:30:31
Speaker
Ich war noch immer schon vor, also wir sind fünf Leute und noch zwei weitere Minijobber.
01:30:44
Speaker
Und klar, wir sind ein kleines Team, aber wir sind halt auch ein Team, was einen Großteil dieser Probleme und Herausforderungen, die diese Software mit sich bringt, haben wir ja schon mal gebaut in der Vergangenheit.
01:30:59
Speaker
Und ich würde auch relativ selbstbewusst behaupten, wir haben ja den, kannst du sagen, den Weltmarktführer gebaut im Sharing für White-Label-Software quasi, B2B-White-Label-Software.
01:31:13
Speaker
Und genau das Gleiche brauchst du jetzt auch.
01:31:17
Speaker
Das heißt, alles rund um Apps, Endkunden, Registrierung, Invoicing, Billingregeln, was auch immer.
01:31:26
Speaker
Das haben wir alles schon gemacht mit Assets, die sich bewegen, mit Autos und Co.
01:31:33
Speaker
Und jetzt haben wir Assets, die stehen.
01:31:35
Speaker
Aber...
01:31:36
Speaker
Am Ende ist es sehr, sehr vergleichbar.
01:31:38
Speaker
Deswegen sind wir als kleines Team auch super schnell, weil wir die Probleme auch sehr schnell verstehen und erkennen.
01:31:46
Speaker
Und dadurch, dass man auch AI first jetzt die Chance hatte, das komplett auch aufzusetzen, sind wir durch KI halt auch brutal schnell, muss man auch sagen.
01:31:57
Speaker
Ich sage nicht, dass andere nicht schneller geworden sind, aber wenn du halt so die Entwickler, die zuhören, die wissen halt auch, wenn du in einem Bestandsrepo, was drei Millionen Zeilen Code hast, sagst, okay, jetzt liebe AI, bauen wir alles um.
01:32:10
Speaker
Das ist halt nicht so effizient, wie wenn du halt in einem cleanen, aufgeräumten Repository starten darfst.
01:32:18
Speaker
Jetzt hast du gesagt, ihr seid fünf Leute.
01:32:20
Speaker
Wie viele virtuelle Mitarbeitende habt ihr denn?
01:32:24
Speaker
Du meinst KI?
01:32:28
Speaker
Ne, also wir haben jetzt keine Agenten, die jetzt da irgendwie selber loslaufen.
01:32:32
Speaker
Das ist schon alles von uns gesteuert, aber es sind wirklich nur fünf und keine jetzt automatisierten Robots, die laufen.
01:32:43
Speaker
Es sind ein paar Rules, ein paar Skills, die lassen wir dann manuell loslaufen, ja.
01:32:49
Speaker
Aber wahrscheinlich braucht ihr in Zukunft nicht viel mehr, ne?
01:32:52
Speaker
Durch AI.
01:32:54
Speaker
Zumindest was die Entwicklung angeht.
01:32:56
Speaker
Ich glaube, ja, das ist ein guter Punkt.
01:33:01
Speaker
Ich glaube, dass Komplexität entsteht, also KI ist
01:33:07
Speaker
vielleicht nicht unbedingt schlauer als der Mensch, aber kann halt, noch nicht, aber kann halt viel, viel mehr auf einmal machen und auf einmal verstehen.
01:33:17
Speaker
Also die Masse ist ja sozusagen das, was der, und die Geschwindigkeit ist ja das, was der Mensch ja nicht hinbekommt.
01:33:25
Speaker
Was jetzt Kreativität und Zusammenhänge und so weiter angeht, ich glaube, da sind uns alle einig, dass KI da immer noch nicht da ist oder beziehungsweise KI ist vielleicht schon da, aber du musst sie halt auch orchestrieren.
01:33:36
Speaker
Also du musst sie ja schon richtig zusammensetzen, damit sie Kontexte versteht, damit sie sich an den richtigen Dingen bedienen.
01:33:42
Speaker
Das ist ja eher ein Daten-Zulieferungs-Input-Problem als ein Output-Problem.
01:33:49
Speaker
Für dich persönlich.
01:33:52
Speaker
Und um deine Frage zu beantworten, ja, ich glaube schon, dass wir mit einem sehr, sehr kleinen Team sehr weit kommen können.
01:33:59
Speaker
Wie groß wir dann mal sein werden, weiß ich jetzt auch nicht.
01:34:02
Speaker
Aber ich denke, der riesige Vorteil ist, und das braucht auch der Markt, finde ich, ist ein Kostenvorteil am Ende des Tages.
01:34:14
Speaker
Wenn du dir unsere Konkurrenten anschaust,
01:34:17
Speaker
Die großen Player, wenn du jetzt rein mal feature-seitig das vergleichst und sagst, du hast jetzt ein riesiges Enterprise-System, was schon seit zehn Jahren existiert und du vergleichst das System, was wir jetzt neu gebaut haben,
01:34:32
Speaker
Würde ich sagen, von der Feature-Richness sind wir Pari, wenn nicht sogar noch on top.
01:34:40
Speaker
Stand heute.
01:34:41
Speaker
Also in dem Jahr haben wir auf jeden Fall überholt.
01:34:46
Speaker
Wenn wir aber vergleichen, wie viele Mitarbeiter auf der einen Seite sitzen,
01:34:51
Speaker
dann reden wir hier von, ich sag mal, einem 50 zu 1 Entwickler-Ratio.
01:35:00
Speaker
Oder vielleicht einem 25 zu 1 Product-Ratio.
01:35:06
Speaker
Also es sind schon viel, viel mehr Leute, die an den Topics arbeiten.
01:35:10
Speaker
Fairerweise muss man jetzt dazu sagen, weil die natürlich auch viel mehr Kunden haben.
01:35:13
Speaker
Mehr Kunden, gleich mehr Kommunikation, gleich...
01:35:16
Speaker
mehr Abstimmungsaufwand und so weiter, aber ich würde mal behaupten, dass wir langfristig es schon schaffen werden, zehnmal so effizient zu sein.
01:35:27
Speaker
Also in den nächsten fünf Jahren safe.
01:35:28
Speaker
Also weil du da auch diesen Vorsprung von KI, du kannst es nicht aufholen, selbst wenn du wolltest.
01:35:36
Speaker
Wir machen noch zwei schnelle Fragen, würde ich sagen, bevor wir zu Ende kommen, oder?
01:35:41
Speaker
Yes.
01:35:42
Speaker
Also eine Frage, die ich aktuell vielen Leuten stelle, die mit Technik zu tun haben, und das hast du offensichtlich, würdest du heute noch jemandem raten, Informatik zu studieren?
01:35:53
Speaker
Auf jeden Fall.
01:35:55
Speaker
Weil du verstehen musst, was die Maschine macht.
01:35:59
Speaker
Ich glaube nicht, dass ich mir angucke, was meine Freunde, Bekannten und Co.
01:36:04
Speaker
mit Open Claw und Hermes Agent und Co.
01:36:07
Speaker
anstellen.
01:36:08
Speaker
Dann willst du denen ganz schnell den Computer wegnehmen, weil du denkst so, oh mein Gott.
01:36:12
Speaker
Das ist so ein bisschen wie, weiß ich nicht, meine Mutter, die mich 20 Mal anruft und sagt, ich kann mich auf dieser Website nicht mit meinem E-Mail und meinem Passwort einloggen.
01:36:21
Speaker
Und dann frage ich, hast du da denn ein Konto?
01:36:23
Speaker
Sagt sie, ich habe das von Google benutzt.
01:36:25
Speaker
So, genau.
01:36:26
Speaker
Oder irgendwie gab es so ein schönes Bild letztens, wo jemand anderen den Link geschickt hat zu Localhost und hat gesagt, schau doch mal, wie cool ich das hier gebaut habe, dieses Dashboard.
01:36:40
Speaker
Genau.
01:36:41
Speaker
Das verstehen jetzt nur Nerds.
01:36:43
Speaker
Das verstehen jetzt nur die Nerds.
01:36:44
Speaker
Also im Prinzip für Nicht-Nerds übersetzt, auf deiner lokalen Maschine hast du etwas gemacht und willst das jetzt jemandem über WhatsApp zur Verfügung stellen.
01:36:52
Speaker
Das funktioniert natürlich nicht.
01:36:54
Speaker
Und wenn du ein Nerd-Humor verstehen willst, brauchst du das Informatikstudium.
01:37:00
Speaker
Ist ja so ein bisschen auch wie Thermomix, oder?
01:37:02
Speaker
Ja.
01:37:03
Speaker
Ja, stimmt.
01:37:05
Speaker
Würde ich mal so sagen, als Beispiel.
01:37:07
Speaker
Nur noch schlimmer eigentlich.
01:37:08
Speaker
Ja, das unterscheidet mich von Jascha auch immer.
01:37:10
Speaker
Jascha ist so Thermomix und ich bin halt noch der Connoisseur an der Stelle.
01:37:16
Speaker
Auf was bezogen?
01:37:18
Speaker
Aufs Essen natürlich.
01:37:20
Speaker
Ich besitze keinen Thermomix.
01:37:22
Speaker
Bei mir kommt kein Thermomix ins Haus.
01:37:25
Speaker
Die Parallele sehe ich als Nicht-Nerd einfach.
01:37:30
Speaker
Am Ende des Tages musst du ja wissen, was gut ist.
01:37:32
Speaker
Und wenn du das vorher nicht verstanden hast, die Materie, kannst du das ja auch nicht verstehen.
01:37:36
Speaker
Genau.
01:37:37
Speaker
Ja, ich glaube, was uns nicht wegfallen wird mit KI, ist das Orchestrieren von Architektur.
01:37:45
Speaker
Also du musst schon alleine schon aus Sicherheitsgründen, das wird nie funktionieren, dass du das ganze Potenzial des Internets sozusagen nutzen kannst.
01:37:58
Speaker
wenn du nicht KI oder die Systeme, die laufen, konfigurierst.
01:38:02
Speaker
Weil alleine aus Sicherheitsaspekten, KI kann sich nicht irgendwelche Passwörter oder was auf sich was alles selber Zugriff geben, selber erstellen.
01:38:11
Speaker
Soll es ja auch nicht.
01:38:12
Speaker
Der Mensch kann das ja auch nicht.
01:38:13
Speaker
Also entsprechend, das ist ein wichtiger Punkt.
01:38:17
Speaker
Und ganz einfach, du musst verstehen, was Input und Output erzeugen.

Persönliches Gleichgewicht und Firmenkultur

01:38:22
Speaker
Es ist so, wie wenn ich dir eine, ich kann auch nicht dir ein,
01:38:27
Speaker
ein Haus, ihr kennt doch bestimmt dieses Bild, wo so eine Schaukel und ein Baum gemalt wurde.
01:38:34
Speaker
Und dann irgendwie die unterschiedlichen Leute, die gesagt haben, so hätte ich gerne die Schaukel und den Baum.
01:38:41
Speaker
Und es sieht immer anders aus.
01:38:42
Speaker
Es ist eine super kreative Geschichte oder nur ein Strichmännchen oder was auch immer.
01:38:47
Speaker
Und das hat halt einfach damit zu tun, jeder stellt sich das anders vor.
01:38:51
Speaker
KI stellt sich das auch anders vor.
01:38:52
Speaker
Das heißt, Input ist halt nicht gleich Output, ist ja kein direkter Zusammenhang.
01:38:58
Speaker
Und deswegen glaube ich, ist der Mensch, der das versteht, was er da tut, würde ich immer noch jedem empfehlen, bitte Informatik studieren.
01:39:09
Speaker
Gut, Fabi, also, da hast du deine Empfehlung fürs Studium.
01:39:14
Speaker
Letzte Frage.
01:39:16
Speaker
Fabi, brennt dir noch eine auf den Lippen?
01:39:19
Speaker
Mir brennt es mal kein ohne den Lippen.
01:39:23
Speaker
Dann müssen wir deinen privaten Ausgleich verleihen, müssen wir noch erfahren.
01:39:27
Speaker
Also denn eins deiner Hobbys scheint ja Unternehmengründen zu sein.
01:39:32
Speaker
Was machst du sonst noch außerhalb des Jobs, um so entspannt zu sein, wie du hier gerade sitzt?
01:39:39
Speaker
Ja, ähm...
01:39:42
Speaker
Das hat auf jeden Fall ein bisschen gelitten in den letzten Jahren, das Private.
01:39:47
Speaker
Aber ich habe eine wunderbare Familie, kann viele Dinge in meiner Freizeit mit meiner Family machen.
01:39:56
Speaker
Ich spiele Paddle seit knapp anderthalb Jahren ab und zu.
01:40:01
Speaker
Macht auf jeden Fall auch Spaß.
01:40:03
Speaker
Fußball würde ich gerne mal ein bisschen mehr spielen.
01:40:06
Speaker
Aber ich versuche quasi einfach besonders viel Zeit mit den Dingen zu verbringen,
01:40:11
Speaker
wo ich Spaß dran habe, viel Family und Co.
01:40:15
Speaker
Das, was man halt nicht mehr so viel macht, vielleicht wie vor Unternehmerzeiten, wann auch immer die gewesen sind, aber halt viel, sehr viel Sport, sehr viel, weiß nicht, Filme gucken oder was auch immer, das fällt alles weg.
01:40:28
Speaker
Also das gibt es halt einfach nicht mehr.
01:40:31
Speaker
Im Vorgespräch hast du gesagt, du zockst auch gerne.
01:40:35
Speaker
Ja, habe ich die letzten drei Monate tatsächlich fast gar nicht gemacht.
01:40:39
Speaker
Aber das war es, es liegt ja so ein bisschen an, dass OB7 gerade sehr intensive Zeit ist.
01:40:46
Speaker
Aber wenn das sich mal wieder ein bisschen lichtet, dann ist das eigentlich ab 21.30 Uhr bis 0 Uhr irgendwas eigentlich immer mein Go-To.
01:40:58
Speaker
Doch Zocken ist schon immer Teil des Lebens gewesen.
01:41:04
Speaker
Vielleicht die finale Frage, was heißt OB7, wofür steht die Abkürzung?
01:41:10
Speaker
Open Blueprint.
01:41:11
Speaker
Und die 7?
01:41:13
Speaker
Die 7 ist absolut random, weil es meine Lieblingszahl ist.
01:41:18
Speaker
Aber da gleich vielleicht noch... Aber Open Blueprint war so die Grundidee, dass wir gesagt haben, wir wollen halt ein sehr offenes System ohne Vendor-Login,
01:41:30
Speaker
gestalten und so ein bisschen die Blaupause für diese Softwareindustrie oder die Softwarelandschaft einfach bauen, die aber so offen ist, dass du alles damit machen kannst und wir mit Qualität überzeugen wollen und nicht mit, wir haben sogar eine Zeit lang überlegt, ob wir Open Source alles bauen wollen, einfach nur um uns über Qualität zu unterscheiden und nicht halt über irgendwelche vertraglichen Geschichten.
01:41:59
Speaker
Aber vielleicht noch eine Sache.
01:42:00
Speaker
Mir hat mal jemand gesagt, du musst dir dringend eine bessere Geschichte überlegen, wie dieser Name entstanden ist.
01:42:05
Speaker
Und vor allen Dingen die sieben.
01:42:07
Speaker
Und dann kurz noch erzählt, was der Vorschlag dann war.
01:42:11
Speaker
Und zwar war der Vorschlag, wir hätten eine Wette gehabt, den schnellsten High Five,
01:42:19
Speaker
der Erde zu machen, hätten uns zwei Autos gemietet, uns auf einer Rennbahn gegenübergestanden, wären gegeneinander gefahren und hätten dann halt während des Fahrens den schnellsten High Five der Erde gemacht.
01:42:31
Speaker
Währenddessen habe ich mir mein Handgelenk gebrochen und es wurde mit sieben Stichen genäht.
01:42:35
Speaker
Und deswegen sieben.
01:42:39
Speaker
So die Herleitung und die Empfehlung mal von extern, warum ich die 7 nehmen sollte.
01:42:44
Speaker
Keine Ahnung, wie der auf diese Idee kam.
01:42:46
Speaker
7 wieder oft mit Märchen verbunden ist eine märchenhafte Zahl.
01:42:48
Speaker
Die 7 Geistleine, 7 Zwerge.
01:42:50
Speaker
Das stimmt auch was.
01:42:53
Speaker
Also das würde ich mir nochmal überlegen.
01:42:57
Speaker
Mein Empfehler an

Abschluss und Dankesworte

01:42:59
Speaker
dich.
01:42:59
Speaker
Ich überlege es mir auch nochmal.
01:43:02
Speaker
Ja, dann sind wir jetzt viel schlauer.
01:43:04
Speaker
Jetzt wissen wir auch, was OV7 bedeutet.
01:43:06
Speaker
Ich glaube, wir haben viel, viel super interessanter Werdegang einfach.
01:43:13
Speaker
Viel mitgenommen.
01:43:14
Speaker
Ich glaube, da können die Zuhörer dann auch viel mitnehmen.
01:43:17
Speaker
Dann bleibt uns nicht viel anderes übrig, als Danke zu sagen, Philipp.
01:43:21
Speaker
Ja, ich danke euch.
01:43:22
Speaker
Hat mir viel Spaß gemacht.
01:43:24
Speaker
Sehr, sehr offener Austausch auch.
01:43:26
Speaker
Sehr entspannt und ja, danke an euch.
01:43:29
Speaker
Sehr bodenständig.
01:43:30
Speaker
Rupert Bodenständigkeit.
01:43:32
Speaker
Ich hoffe.
01:43:33
Speaker
Macht's gut.
01:43:34
Speaker
Ciao, ciao.
01:43:34
Speaker
Ciao, ciao.