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Wie man eine Zahnarztpraxis auf 3.500 m² skaliert – Stefan Helka von Denta1 Clinic

Work Life Challenge
Work Life Challenge

32 plays · Aug 17, 2026

Was passiert, wenn aus einem Zahnarzt plötzlich ein Unternehmer wird? Stefan Helka, CEO von Denta1 Clinic und Denta 1 Media, erzählt in dieser Folge von Work Life Challenge, wie aus einer klassischen Zahnarztpraxis ein Unternehmen mit 135 Mitarbeitenden und einer 3.500 Quadratmeter großen Klinik wurde. Dabei spricht Stefan offen über seinen Weg vom Oralchirurgen zum Unternehmer, über Persönlichkeitsentwicklung und die Frage, was ihn eigentlich antreibt. Er erklärt, warum fachlich gut zu sein allein nicht reicht, wie Marketing zum Wachstumstreiber wurde und warum er irgendwann merkte, dass er selbst zum Flaschenhals seines Unternehmens geworden war. Außerdem geht es um Führung, Recruiting und Unternehmenskultur: Warum teilt Stefan Unternehmenszahlen mit seinem Team? Wie funktioniert ein Bonus, der an gemeinsame Ziele gekoppelt ist? Und weshalb können transparente KPIs und eine klare Kultur dabei helfen, die richtigen Menschen zu gewinnen und zu halten? Eine Folge über Unternehmertum, persönliches Wachstum, Führung und die Frage, wie man ein Unternehmen aufbaut, das langfristig skalieren kann.

Transcript

Speaker: Willkommen zurück bei eurem Lieblings-Podcast, Work-Life-Challenge.

Speaker: Gegenüber virtuell sitzen wir wieder der famose Jascha Sombruzki.

Speaker: Frisch zurück vom Zahnarztbesuch, deswegen sind die Zähne auch so strahlend.

Speaker: Heute ist der 10.

Speaker: Juli und Jascha, was überlebt den Zahnarztbesuch, den alljährlichen Zahnarztbesuch?

Speaker: Ja gut, relativ simpel überlebt, würde ich sagen, weil du hast mich im Vorgespräch gar nicht ausreden lassen.

Speaker: Ja, ich hatte einen Zahnarzttermin vorher, aber habe ihn nicht wahrgenommen, weil ich 40 Minuten gewartet habe und dann habe ich gesagt, ich muss jetzt zum Podcast.

Speaker: Das heißt, ja, keinen Schmerz erfahren, außer halt, was die User Experience angeht.

Speaker: Ja, aber ich bin entspannt soweit, nächster Termin kommt und dann sehen wir weiter.

Speaker: Warum wir jetzt vielleicht über deinen Zahnarzt gesprochen haben, hat vielleicht auch ein kleiner Wink auf unseren Gast, den wir heute dabei haben.

Speaker: Genau, wir haben heute Stefan Helker da und ich würde sagen, wir springen direkt in den Werdegang, weil Stefan hat was Vernünftiges gelernt und das ist selten bei uns im Podcast.

Speaker: Stefan hat ein Zahnmedizinstudium abgeschlossen.

Speaker: 2008, war dann 2009 offiziell Zahnarzt und hat dann erst mal in der Praxis seiner Mama gearbeitet und 2017 ein eigenes Implantatzentrum gegründet.

Speaker: 2019, als wäre das nicht genug, nochmal eine Firma gegründet mit seiner Frau zusammen, ImplantCheck, was ein Kostenrechner für Zahnimplantate ist.

Speaker: Und 2021 angefangen, einfach eine riesengroße Zahnklinik zu bauen, die DentaOne-Klinik.

Speaker: Das ist, glaube ich, auch in der Herne, oder?

Speaker: Bin ich da richtig, Stefan?

Speaker: Genau.

Speaker: Und ja, seit 2024 hat die DentaOne-Klinik geöffnet auf 3.500 Quadratmetern, was schon krass ist, finde ich einfach.

Speaker: Bevor wir da näher drauf eingehen, Stefan, was ist dein aktuelles Stresslevel auf einer Skala von 1 bis 10?

Speaker: Das reale oder das gefühlte?

Speaker: Erstmal cool, dass ich da sein darf.

Speaker: Danke für die coole Intro.

Speaker: Also mein Stresslevel ist immer relativ hoch, aber es fühlt sich nie so an.

Speaker: Also von außen denken die Leute immer, ich breche gleich zusammen.

Speaker: Ich glaube, das ist immer so eine Frage, ist es Eustress, also guter Stress oder ist es halt Distress, wo du wirklich dann an äußeren Anforderungen im weitesten Sinne zerbrichst oder wo du denkst, okay, ich kann nicht mehr.

Speaker: Und ich habe halt immer super viel Eustress, weil ich einfach immer Bock auf irgendwelche Projekte habe und egal, was es ist, das hat dann irgendwann angefangen mit der Zahnmedizin, dann irgendwann ging es dann so ein bisschen ins Marketing, jetzt geht es dann so viel um das Thema Software, AI und Agentic Use Cases und so und ich habe immer das Gefühl,

Speaker: Es gibt zu wenig Zeit, um die ganzen Sachen umzusetzen, auf die man richtig Bock hat.

Speaker: Und da muss man sich fast eher so ein bisschen disziplinieren, echt abends ins Bett zu gehen, damit man morgens irgendwie so einigermaßen ausgeschlafen ist.

Speaker: Viele fragen sich immer, schlafe ich nur vier Stunden oder so?

Speaker: Nee, nicht ganz, aber so mehr als sechs wären es dann halt meistens auch nicht im Schnitt.

Speaker: Und deswegen ist mein Stresslevel gefühlt immer in Ordnung so.

Speaker: Aber es ist nie langweilig.

Speaker: Wollen wir es mal so definieren?

Speaker: Jetzt hast du aber keine Zahl auf den Punkt genannt.

Speaker: Ja, dann sag ich mal, lass es mal eine 7 von 10 sein, würde ich sagen.

Speaker: Also es ist schon immer ein bisschen angespannt, aber ich fühle mich jetzt nicht so, dass ich sage, boah, morgen Urlaub, sondern eigentlich eher, boah, morgen weitermachen.

Speaker: Und jetzt haben wir im Vorgespräch so ein bisschen gequatscht.

Speaker: Ich vermute, was deine Antwort ist, aber wenn ich dich heute fragen würde, bist du Zahnarzt oder Unternehmer, was würdest du antworten?

Speaker: Also auch hier kann man nicht so ganz entdifferenzieren.

Speaker: Also natürlich bin ich eher Unternehmer als Zahnarzt, das muss man schon sagen.

Speaker: Trotzdem ist natürlich der zahnmedizinische Beruf weiterhin Teil meines Lebens und es

Speaker: Es gibt da kein Weiß und kein Schwarz, sondern es ist immer eine Grauschattierung.

Speaker: Und ich befinde mich, würde ich sagen, so ungefähr 60 bis 70 Prozent in der Unternehmerrolle meiner Zeit.

Speaker: Und ich würde sagen, so 30 Prozent in der Fachkraftrolle.

Speaker: Also ich behandle noch so 25 Stunden in der Woche.

Speaker: Und dann bin ich auch Vollzahnarzt, beziehungsweise eigentlich bin ich Oralschirurg.

Speaker: Also ich habe nach der Zahnmedizin noch vier Jahre ein oralschirurgisches Weiterbildungsstudium gemacht.

Speaker: Ich war parallel dann aber, wie du richtig gesagt hast, schon in der Praxis meiner Mutter in Teilzeit und bin dann 2014 Vollzeit in die Praxis und dann je größer du wirst, also am Anfang hatten wir fünf Mitarbeitende und je mehr du Mitarbeitende hast, umso größer wird die Rolle des CEOs oder auch eine managende Rolle, das finde ich ist ja nochmal so ein Zwischending zwischen Fachkraft und Unternehmer, also zu sagen, okay, wann bist du Führungskraft, wann bist du Fachkraft, wann bist du wirklich strategisch als CEO unterwegs und

Speaker: Dann wird das immer mehr.

Speaker: Und irgendwann kannst du entweder sagen, ich hole mir die Leute rein und bin weiter Zahnarzt und habe dann einen Geschäftsführer drin, der den ganzen Drösel für mich macht.

Speaker: Oder du reduzierst deine Fachkraftrolle und gehst dann mehr in die anderen Bereiche, wenn dir das Spaß macht.

Speaker: Und rein theoretisch würde ich gerne eigentlich 100% Unternehmer sein.

Speaker: Aber ich glaube, es ist auch wichtig, dass man immer noch mit seinem Produkt, wenn man jetzt Zahnmedizin als Produkt nimmt,

Speaker: immer noch ein bisschen verbunden ist und dann ein bisschen mitreden kann, weil wir sind ein People-Business und wenn ich Leuten erzählen soll, wie sie ihre Sachen machen sollen und ich bin selber gar nicht mehr tätig, irgendwann verliert man dann so auch so ein bisschen seine Credibility.

Speaker: Ein sehr intimes People-Business auch.

Speaker: Voll.

Speaker: Wann hast du deine letzte Wurzelbehandlung gemacht?

Speaker: Das ist in der Tat schon ziemlich lange her, weil ich wirklich als Chirurg fast nur noch tätig bin.

Speaker: Also ich mache eigentlich fast nur noch Implantologie.

Speaker: Ich bin damit auch bekannt geworden.

Speaker: Wir haben einen großen YouTube-Kanal aufgebaut und habe dann Leuten über Implantologie was erzählt.

Speaker: Und seitdem kommen die Leute halt aus ganz Europa reingeflogen.

Speaker: Und dementsprechend mache ich, wenn ich Zahnmedizin mache, eigentlich fast nur noch Implantologie, also Implantate setzen.

Speaker: Und bei ausgewählten Patienten mache ich dann auch noch die Versorgung, weil das ist natürlich schön, das Endergebnis dann zu sehen.

Speaker: Aber häufig gebe ich dann auch selbst schon den Zahnersatz auf den Implantaten an meine angestellten Zahnärzte und an meine guten Prothetika ab, sodass ich eigentlich nur noch Löcher in Köpfe bohre.

Speaker: Einfach mal bildlich zu sein.

Speaker: Im Endeffekt mache ich ja nichts anderes.

Speaker: Ich mache einen Schnitt, mache auf, mache ein Loch in den Kopf und dann mache ich eine Schraube rein und dann nehme ich wieder zu.

Speaker: Und dann warten wir ein paar Monate und irgendwann kann man dann Zähne drauf machen.

Speaker: Das ist das Erfolgsrezept.

Speaker: So, können wir einen Schritt machen.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Das Problem ist, du musst die Leute dazu bringen, dass sie dann auch kommen, weil euch schüttelt es jetzt schon.

Speaker: Und dann in der Kommunikation so stark zu sein, den Leuten die Angst zu nehmen, zu sagen, hey, komm zu uns, bei uns wirst du abgeholt.

Speaker: Du warst ja schon gerade bei diesem Thema Patient Experience oder User Experience.

Speaker: Das ist auch ein ganz großer Teil unseres Konzeptes, zumindest seit wir die Klinik aufgemacht haben.

Speaker: Unser Motto ist Zahnmedizin neu erleben.

Speaker: Also wir wollen, dass es sich bei uns so gar nicht wie bei Zahnarzt anfühlt, sondern du kommst bei uns rein, es ist eher so ein bisschen Hotelflair, ein bisschen Wellness, es ist nicht alles so weiß und steril und so.

Speaker: sondern bei uns gibt es dann warme Erdtöne, es gibt eine Beduftung, es wird am Empfang auf Augenhöhe begegnet, all solche Geschichten.

Speaker: Du kannst bei uns übernachten, wenn du von weiter weg kommst.

Speaker: Und das sind so die Sachen, die man halt realisieren kann, wenn man halt auf 3500 Quadratmetern macht, anstatt vorher auf 190.

Speaker: Aber wie wird es aufgenommen, sage ich mal, wenn ich mir jetzt diese typische deutsche Klientelkundschaft anschaue, jenseits der 50, sind die dann nicht vielleicht eher sogar skeptisch?

Speaker: Voll.

Speaker: Also definitiv ist unser Konzept kein Konzept, was für jeden gut ist.

Speaker: Also wenn du jetzt hier, es gibt ja auch Leute, die wollen das, dass dann so ein Typ im Kittel reinkommt mit einem Stethoskop am besten um den Hals.

Speaker: Okay, jetzt beim Zahnarzt vielleicht nicht, aber um einfach mal so ein Bild aufzumachen.

Speaker: Und das sind wir gar nicht.

Speaker: Bei uns ist halt eher so ein bisschen dieser progressive Workflow, dass die Ärzte auch ein bisschen, wir duzen jetzt unsere Patienten nicht, aber es fühlt sich so ein bisschen so an, wie unter Freunden.

Speaker: Was nicht heißen soll, dass die Qualität darunter leidet, aber es kann natürlich sein, dass jemand, der so 65 oder 60 ist, sagt, ich brauche so eine autoritäre Arztpersönlichkeit und ich will auch nicht in so einem großen offenen Warten sitzen, wo man sich einen Espresso oder einen Cappuccino ziehen kann, sondern ich will mein kleines Zimmer, wo man da sitzt und ich noch die Gala oder die...

Speaker: Bild der Frau oder sowas, keine Ahnung, ich kenne die ganzen Handschriften nicht, lesen kann und dann ist das total fein, weil letztendlich findet eine Marktsegmentierung über das Angebot statt und wir sagen relativ laut, wer wir sind und ich glaube, dass niemand sich bei uns verirrt, der nicht weiß, was ihn erwartet, außer er sieht das Gebäude und spaziert einfach mal rein.

Speaker: Und damit segmentieren wir automatisch unsere Patientenklientel.

Speaker: Also bei uns gibt es wenig Patienten, die das, was wir anbieten, nicht zu schätzen wissen.

Speaker: Sagen wir es mal so.

Speaker: Und dementsprechend sind wir nicht die Praxis für jeden, sondern für den, der sagt, ich habe keinen Bock mehr auf diesen Eugenolgeruch, ich möchte ein bisschen mehr auf Augenhöhe, ich möchte vielleicht auch ein bisschen mehr aufgeklärt werden, ich möchte, dass mit mir geredet wird und nicht einfach Kopf nach unten und Mund auf und behandelt wird.

Speaker: Und wir glauben daran, dass das das Konzept der Zukunft ist und dass das für viele gut ist, aber mir ist vollkommen klar, dass wir damit auch ein paar Leute abstoßen.

Speaker: Vielleicht da einfach noch eine Frage, ich meine, es steckt ja dann offensichtlich wesentlich mehr Aufwand hinein.

Speaker: Am Ende des Tages, wenn ich jetzt Kassenpatient bin, wie vielleicht allermeisten in Deutschland, kann ich da überhaupt denn zu euch kommen?

Speaker: Auf jeden Fall.

Speaker: Also ich meine, wir sind in Herne.

Speaker: Herne ist jetzt nicht bekannt als reichste Stadt Deutschlands, sondern wir sind in dieser Tabelle, die jedes Jahr rauskommt.

Speaker: Da sind 401 Städte und Kreise.

Speaker: Da sind wir immer ganz knapp nicht unter den Top 5.

Speaker: Da sind wir meistens immer so auf Platz 396 von 401.

Speaker: Das heißt, die Klinik steht jetzt hier nicht gerade in München.

Speaker: Und das bedeutet natürlich, dass wir ganz viele Patienten auch aus diesem Einzugsgebiet Ruhrgebiet haben.

Speaker: Also das ganze Ruhrgebiet ist ja, was die Kaufkrafttabelle anbelangt, nicht gerade grün, sondern eher rot.

Speaker: Und dennoch gibt es dann Patienten, die sagen, ich komme hier hin und wir, also wir sind jetzt nicht Lamborghini oder Porsche, wir sind vielleicht

Speaker: eher so zu vergleichen mit Mercedes oder BMW.

Speaker: Wir haben einen gewissen Mindeststandard.

Speaker: Also du kommst jetzt unter der A-Klasse bieten wir nichts an.

Speaker: Das ist aber nichts, was sich nicht ein Normalverdienender irgendwie leisten kann.

Speaker: Wir erwarten ein paar Basics bei uns, die vielleicht bei einem Zahnarzt, der auf dem Land, sag ich mal, mit dem Finger noch die Füllung in den Zahn drückt, dann vielleicht nicht unbedingt Pflicht sind, weil wir möchten mit unserem Konzept für einen gewissen Mindeststandard stehen.

Speaker: Aber grundsätzlich, wir haben neun oder zehn Prozent nur Privatpatienten und 90 Prozent unserer Patienten sind Kassenpatienten, die häufig aber gerne bereit sind, für eine gute Zahnmedizin auch was zuzuzahlen.

Speaker: Du hast eben gesagt, ja, unsere Klinik ist nicht was für jeden, aber es muss ja eigentlich fast für jede und jeden sein, weil sonst kriegst du auch einfach diese schiere Fläche gar nicht gefüllt, oder?

Speaker: Ja, also wir stoßen nicht aus der Zeit ab.

Speaker: Also wir wachsen sehr stark.

Speaker: Wir haben ja diesen Sprung von 200 Quadratmetern auf, von den 3500 sind nicht alles Klinikfläche.

Speaker: Wir haben ja noch ein paar Nebenunternehmungen.

Speaker: Vielleicht kommen wir da ja gleich irgendwann nochmal dran vorbei.

Speaker: Aber so ungefähr...

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Wir haben ja auch teilweise Fläche, die ist jetzt nicht eins zu eins produktiv.

Speaker: Wir haben unten halt, wie gesagt, dieses riesengroße Warten, was man auch umfunktionieren kann für Seminare und Events.

Speaker: Wir haben unten ein Fitnessstudio auf 100 Quadratmetern für Mitarbeitende.

Speaker: Also das sind so Sachen, die dann teilweise eher auf das Thema Kultur und Mitarbeiterbindung und sowas einzahlen.

Speaker: Trotzdem haben wir natürlich über 30 Behandlungszimmer.

Speaker: So eine normale Praxis hat in der Regel drei oder vier, manchmal fünf.

Speaker: Wenn es eine große Praxis ist, sechs oder sieben.

Speaker: Bei uns sind es dann irgendwie in der Vollausbaustufe 34.

Speaker: Ich glaube, 23 oder 24 haben wir mittlerweile ausgebaut.

Speaker: Und wir haben gestartet, als wir reingegangen sind, mit 25 Leuten.

Speaker: Jetzt sind wir mittlerweile 90.

Speaker: Und ich würde sagen, wir haben jetzt noch ungefähr 2x, die wir füllen könnten.

Speaker: Also man könnte jetzt sagen, dass wir so bei gut 50% Auslastung sind nach 2 Jahren.

Speaker: Ganz am Anfang waren wir bei 20% Auslastung.

Speaker: Also wir sind auf einem sehr guten Weg, auf einer strahlenden Trajektur hier, aber wir sind natürlich noch nicht voll.

Speaker: Aber das war ja auch Sinn und Zweck der Sache, dass wir

Speaker: so skalieren können, dass wir sicher sein können, okay, wir können jetzt erstmal auch ein paar Jahre wachsen.

Speaker: Und das war ja so ein bisschen auch das, was ein bisschen mutiger ist, als es vielleicht jetzt so ein normaler Gründer jetzt machen würde, dass wir sagen, okay, wir denken halt mal in 10x und auch auf einem Timeframe von nicht zwei Jahren, sondern auf einem Timeframe von zehn Jahren.

Speaker: Und dem sind wir jetzt eigentlich sogar voraus.

Speaker: Also wenn das jetzt so weiterläuft und wir wachsen mit der gleichen Geschwindigkeit,

Speaker: dann ist in zwei oder drei Jahren das Ding hier komplett voll.

Speaker: Man merkt schon, du redest nicht wie der typische Zahnarzt.

Speaker: Ich kann das auch sagen.

Speaker: Ich sollte jetzt den letzten Zuhörenden bewusst geworden sein.

Speaker: Ich kann das eigentlich bei irgendeinem VC-Panel und würde irgendwelchen Leuten zuhören.

Speaker: Ich bin ja auch mit solchen Leuten unterwegs die ganze Zeit.

Speaker: Also mein Austausch findet ja nicht unter Zahnärzten statt, weil das, was wir machen, das ist so ein bisschen Frontier-Work.

Speaker: Das ist so ganz anders gedacht, Zahnmedizin auch als Unternehmen zu sehen.

Speaker: Also eigentlich steht in der Praxis schon der Kunde irgendwie oder der Patient im Fokus, aber nicht so systematisch, sondern...

Speaker: Der normale Zahnarzt versucht einfach jeden Kunden irgendwie nett zu behandeln, aber macht sich keine Gedanken über die Systeme dahinter und über die Standardisierung dahinter und das muss man dann irgendwann machen in der Größe, weil der Kostenapparat einem ansonsten einfach wegläuft.

Speaker: Also Personalkostenquote in den Zahnarztpraxen ist so die Nummer 1 Geschichte, aber

Speaker: Material, jetzt natürlich Mieteabschreibung, das sind alles Dinge, die müssen ja auch irgendwie wieder reinkommen und da muss man sich schon sehr genau Gedanken machen darüber, wie man, ich nenne es jetzt mal Growth Engineering betreibt und sich dann nicht pleite wächst.

Speaker: Wann genau ist das denn passiert?

Speaker: Dieser Shift oder was vom Mindset her?

Speaker: Ja, also wir müssen auf jeden Fall nochmal kurz deinen Werdegang so durchexerzieren, wie wir jetzt dahin gekommen sind, wo du jetzt bist.

Speaker: Und gab es irgendwo, weil es war ja eigentlich, kann es ja auch vorgezeichnet sein, dass du der klassische Dorfzahnarzt bist, der so die Praxis von der Mama übernimmt und dann ist auch gut.

Speaker: Aber irgendwo muss es doch einen Punkt gegeben haben, wo du gedacht hast, ja, jetzt werde ich halt Unternehmer.

Speaker: Ja, also das werde ich ganz oft gefragt und ich muss sagen, es ist eher ein Prozess gewesen, der aber in einer bestimmten Zeitphase meines Lebens schneller abgelaufen ist als davor.

Speaker: Das heißt, es gab dann irgendwann mehrere akzelerierende Elemente in meinem Leben, die dazu geführt haben, dass ich einfach meine Prioritäten verschoben habe.

Speaker: Und eins davon war ganz, ganz sicher, dass ich mich angefangen habe, mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung so ein bisschen auseinanderzusetzen.

Speaker: Ich habe schon immer gerne gelesen, also auch als Kind schon, aber dann kommst du irgendwann in diese, ich sag mal, Akademikerschiene rein, wo du dann sehr in so einem System bist.

Speaker: Dann bist du im Studium, dann liest du deine Fachbücher, da denkst du dann jetzt noch nicht an Unternehmertum oder an Persönlichkeitsentwicklung viel, obwohl das jetzt heute natürlich viel einfacher ist als vor 20 Jahren.

Speaker: Heute wird man ja zugebombt mit dem Scheiß im weitesten Sinne.

Speaker: Also man muss ja eher jetzt filtern, was lasse ich in meinem Gehirn.

Speaker: Vor 20 Jahren war es eher so, wo kriege ich die Informationen überhaupt her, die dieses Wissen beinhalten.

Speaker: Also ein kleiner Side-Note, die Leute können sich halt glücklich schätzen, in was für Zeiten man lebt, weil man eigentlich jede Information, die man braucht, um erfolgreich zu werden, überall finden kann.

Speaker: Man muss nur gucken, dass man den Rest ausblendet.

Speaker: Also ausblenden ist der neue Skill.

Speaker: Aber es war dann so, dass ich 2014 ja die Praxis übernommen habe und dann war ich ja auch als Chirurg und ich wollte Implantate setzen.

Speaker: Die Praxis war aber eine rein zahnärztliche Praxis und das hat dann in mir so einen Frust ausgelöst, warum setze ich denn jetzt hier nicht tausend Implantate im Jahr?

Speaker: Ich bin doch so ein toller Implantologe, ich habe in der Klinik gelernt und dann musste ich lernen, nee, das funktioniert nicht so, gut sein alleine reicht nicht, du musst den Leuten auch erzählen können, dass du gut bist und du musst

Speaker: Das war so der erste Punkt, wo ich mich angefangen habe, mit einem Teil des Unternehmertums, nämlich mit Marketing zu beschäftigen.

Speaker: Ich habe dann meine ersten Gehversuche mit Google Ads gemacht oder damals noch Google AdWords und dann mit Content Marketing.

Speaker: Das hat dann dazu geführt, dass wir gewachsen sind.

Speaker: Und das Wachstum hat dann einen neuen Schmerz ausgelöst, dass ich gemerkt habe, okay, du bist eigentlich vom Skillset her gar nicht so richtig gerüstet für das, was jetzt hier kommt, nämlich Leute zu koordinieren, also Führung im weitesten Sinne, dann das Thema Recruiting, wir brauchten dann ja auch mehr Leute, weil mehr Nachfrage.

Speaker: Und so habe ich das eigentlich dann gemerkt, dass ich eigentlich dumm bin.

Speaker: Ich bin eigentlich ein dummer Akademiker und habe dann angefangen, Bücher in diesem Bereich zu lesen,

Speaker: bin dann auf ein paar Seminare gefahren, von Tony Robbins über verschiedene Vertriebsseminare und dann war so ein bisschen die Büchse der Pandora geöffnet.

Speaker: Dann merkst du eigentlich, dass der größere Hebel jetzt nicht ist, sein fachliches Wissen von 96 von 100 auf 99 von 100 zu bringen, sondern erstmal die ganzen Engpässe zu lösen, die du hast, weil du einfach der Flaschenhals deines eigenen Unternehmens bist.

Speaker: Und dann kommst du in so ein Self-Improvement und dann

Speaker: dann ist das Teil deines Lebens plötzlich.

Speaker: Und deswegen, es war kein einzelnes Event, sondern es waren so viele kleine schmerzhafte Stiche, die gekommen sind, weil ich einfach nicht die Tools hatte in meinem Skillset, in meinem Mindset, um die gut zu lösen.

Speaker: Und dann habe ich das einfach angegangen, nach und nach.

Speaker: Und das fing so 2016 ungefähr an.

Speaker: Um vielleicht da kurz einzusteigen, du hast gerade eben gesagt, heutzutage gibt es alles da draußen, quasi einen Bruchteil der Sekunde erreichbar, um erfolgreich zu sein.

Speaker: Jetzt klingt es so, man müsste das tun, was du tust, um erfolgreich zu sein oder sagen, so könnte ich bin erfolgreich.

Speaker: Was ist denn für dich erfolgreich sein?

Speaker: Also erfolgreich, das muss jeder für sich definieren.

Speaker: Für mich ist Erfolg, dass ich auf einer regelmäßigen Basis, also everyday, die Dinge tue, die ich liebe und die Ziele erreiche, die ich mir gesetzt habe und hoffentlich die Emotionen auf dem Weg und beim Erreichen der Ziele fühle, die ich gerne fühlen möchte.

Speaker: Das heißt, du musst dir eigentlich erstmal innen drin definieren, was will ich denn eigentlich?

Speaker: Also nicht nur erreichen am Endpunkt, sondern...

Speaker: was bedeutet für mich denn glücklich sein oder zufrieden sein?

Speaker: Glücklich sein ist ein sehr unrealistisches Ziel, weil unser Gehirn nicht darauf ausgerichtet ist, glücklich zu sein, sondern es geht dann mehr um Erfüllung und Zufriedenheit und Progress.

Speaker: Und wenn es bei mir vorwärts geht, wenn ich Befriedigung fühle an jedem Tag, weil ich weiß, ich arbeite an den richtigen Dingen und das gelingt, das ist für mich Erfolg.

Speaker: Findest du auch ab und zu mal die Pause-Taste?

Speaker: Wenn ich das möchte, finde ich die, aber ich suche die selten.

Speaker: Also, weil ich das einfach, ich habe diesen Bedarf nicht.

Speaker: Das ist immer, Leute fragen, warum machst du denn nicht mal Pause?

Speaker: Du musst dich doch mal erholen.

Speaker: Ich sage so, warum?

Speaker: Wenn ich keinen Bedarf nach Erholung verspüre,

Speaker: dann brauche ich es nicht.

Speaker: Und wenn ich es verspüren würde, würde ich meinen, dann würde ich auf die Pause-Taste drücken.

Speaker: Die Frage ist, wie oft musst du auf die Pause-Taste drücken, damit du glücklich bist?

Speaker: Und es gibt Menschen, die müssen das ziemlich oft machen und es gibt Menschen, die müssen das nicht so oft machen, um das gleiche Glücksgefühl oder das gleiche Erholungsgefühl zu haben.

Speaker: Ich glaube, das hängt auch ein bisschen damit zusammen, wie happy bist du denn wirklich mit dem, was du machst?

Speaker: Weil ich glaube, dass wenn du happy bist mit dem, was du machst,

Speaker: Warum solltest du dann damit aufhören?

Speaker: Weil körperliche Anstrengung ist es nicht.

Speaker: Also guck dir Leute an, die vor Olympia trainieren, die sind körperlich am Limit und sind trotzdem glücklich und happy.

Speaker: Also es ist nicht das Körperliche, sondern es ist schon das Mentale, was dann bedingt, ob du glücklich bist oder nicht und ob du dich überfordert fühlst oder ob du frustriert bist, weil vielleicht in deinem Leben Sachen passieren, die du wirklich nicht willst, aber von denen du jetzt denkst, dass du sie machen musst, weil du in ein Commitment eingegangen bist.

Speaker: Um noch mal kurz die Geschichte durchzugehen.

Speaker: Du hast ja jetzt schon einfach...

Speaker: Du hast ja angefangen mit was, womit du glücklich bist als reiner Mediziner.

Speaker: Und dann hast du wahrscheinlich ganz viele Dinge entdeckt, die dich auch noch glücklich machen, richtig?

Speaker: Also es war ja nicht einfach so, ich folge dem, was mich glücklich macht oder was ich gerne tue und ziehe das auf dem geraden Weg durch, sondern es sind ja ganz viele verschiedene Bereiche dazugekommen.

Speaker: Gibt es so Sachen, die du auf dem Weg entdeckt hast, die du vielleicht noch lieber machst als Zahnmedizin?

Speaker: Absolut.

Speaker: Also letztendlich, ich glaube, am Anfang eines Lebens generell, du wirst geboren, dann hast du da dein Thema Ausbildung und du musst erstmal grundsätzlich lernen, überhaupt in der Welt klarzukommen, im weitesten Sinne.

Speaker: Das ist dann Schule, Erziehung und irgendwann kommst du so als 18-Jähriger irgendwie aus diesem System raus und dann wirst du gefragt, was willst du tun mit deinem Leben?

Speaker: Und ich glaube schon, dass man am Anfang ein paar Dinge tun muss, um erstmal überhaupt zu finden, was man tun will.

Speaker: Also follow your passion, finde ich, ist einer der schlimmsten Advices, die man geben kann, weil Passion entsteht erst, wenn du gut wirst.

Speaker: Also wie kannst du leidenschaftlich bei irgendwas sein, wovon du gar keine Ahnung hast?

Speaker: Das heißt, ich habe ganz viele meiner Leidenschaften entdeckt durch Zufall,

Speaker: habe ich ein, zwei Mal, dreimal gemacht, dann so irgendwie gemerkt, boah, irgendwie liegt ja das, irgendwie ist das cool, aber so richtig cool.

Speaker: Sport.

Speaker: Ich war früher zum Beispiel, es war mir nie so wichtig, als ich noch so 16, 18 war.

Speaker: Da habe ich aber gemerkt, das bringt mir total was.

Speaker: Und es wird immer besser, je besser meine Ergebnisse waren.

Speaker: Das war so ein Self-Improving Loop, würde ich sagen.

Speaker: Oder eben das Thema Marketing.

Speaker: Also Marketing ist jetzt kein, was ist Marketing für ein Skill?

Speaker: Marketing ist ja eine Ansammlung von Skills.

Speaker: Aber so das Feld.

Speaker: Einfach anderen Leuten

Speaker: Dinge nahe zu bringen und auch das Thema erklären.

Speaker: Ich mache super gerne Content, weil ich einfach irgendwie ein Bedürfnis habe, mein Wissen zu teilen.

Speaker: Ich habe auch vorhin das Bedürfnis, Wissen mir reinzuziehen.

Speaker: Also ich bin so ein Connector-Mensch, ich bin relativ extrovertiert.

Speaker: Und Content ist meine Art und Weise, das nach draußen zu transportieren.

Speaker: Aber je besser du darin wirst, umso mehr Spaß macht das natürlich.

Speaker: Weil das erste, zweite, dritte Mal, wo du vor der Kamera bist, das ist so ein bisschen so, boah, ich will das jetzt lernen.

Speaker: Aber da muss man eben durch diese Talphase irgendwie durch.

Speaker: Und das machen viele, je älter sie werden, nicht mehr so oft.

Speaker: Weil sie jetzt so in ihrer Komfortzone sind und sagen, ja, ich kann ja diese eine Sache, das reicht.

Speaker: Und das ist ein großer Fehler meines Erachtens.

Speaker: Man sollte sein Leben lang gucken, was gibt es links und rechts, weil sich ja auch

Speaker: ganz viele Dinge, vor zehn Jahren gab es keine KI, dann konntest du dich damit auch nicht beschäftigen, aber jetzt gibt es das und jetzt solltest du dich damit beschäftigen, also einmal natürlich, weil es für dein Business wichtig ist, aber vielleicht, weil du damit Sachen entdeckst, die du geil findest und plötzlich Dinge tun kannst, die vorher nicht möglich waren.

Speaker: Und das ist so, auf dem Weg wirst du immer besser und du baust Skillsets auf, die dich dann enablen, neue Sachen auch zu machen.

Speaker: Also wenn du sagen willst, ich will CFO werden,

Speaker: Ja, dann musst du aber erstmal anfangen, rechnen zu lernen.

Speaker: Und dann, wenn du rechnen kannst, dann musst du lernen, ein bisschen Buchhaltung zu machen.

Speaker: Und wenn du Buchhaltung kannst, dann musst du lernen, vielleicht ein bisschen Führung zu betreiben und Leadership zu machen.

Speaker: Und wenn du das kannst, dann kannst du lernen, was es braucht, um CFO zu sein.

Speaker: Das heißt, es ist so ein Skill-Stacking, meines Erachtens.

Speaker: Und Zahmedizin ist ja dieser erste Skill, den du fachlich lernst, um überhaupt erstmal in dieses Spiel reinzukommen und

Speaker: der enabelt dich dann, ein bisschen Geld zu verdienen und das Geld, das enabelt dich dann vielleicht ein bisschen deiner Zeit nicht mehr in Zahnmedizin zu stecken, sondern in andere Skills und dann durch das Skills-Stacking wirst du halt immer wertvoller und kannst halt immer mehr Mehrwert für dich und dein Leben und dein Unternehmen halt bringen.

Speaker: Vielleicht da nochmal eine bisschen persönlichere Frage an der Stelle.

Speaker: Wir sind ja auch bei Work-Life-Challenge und du hast gesagt, du hast das Thema Persönlichkeitsentwicklung für dich entdeckt und hat dazu geführt, wo du jetzt heute auch bist.

Speaker: Wenn man jetzt ein bisschen kritisch drauf gehen würde, könnte man dich auch fragen, was treibt dich denn?

Speaker: Warum bist du denn so getrieben?

Speaker: Weil es klingt ja schon so, es muss immer besser werden, besser werden, Sport wurde ich besser, das hat mich motiviert, besser zu werden etc.

Speaker: Auch selber jetzt im Unternehmen, alles größer, weiter, schneller.

Speaker: Was lässt dich so antreiben?

Speaker: Also es gibt ja verschiedene Antreiber.

Speaker: Schmerz ist sicherlich einer.

Speaker: Mit dem hat das auch viel angefangen, weil ich schon immer wollte, dass ich unabhängig bin und dass ich nicht so abhängig bin von anderen.

Speaker: Das ist dann irgendwann mal aber nicht mehr so das Thema,

Speaker: Weil irgendwann merkst du, okay, jetzt hast du so mehr oder weniger alles bisher irgendwie safe und dann findest du halt neue Antreiber.

Speaker: Das eine, was mich extrem antreibt, ist dieses Thema Wachstum und Progress.

Speaker: Also, dass man wirklich guckt, was geht denn und welcher Mensch werde ich denn auf dem Weg hin zu meinen Zielen.

Speaker: Und das ist total interessant, weil du einfach...

Speaker: auch neue Leute kennenlernst auf dem Weg und natürlich mit anderen Menschen interagierst, die auf einem anderen Level sind.

Speaker: Und das macht extrem viel Spaß, also das erfüllt mich sehr.

Speaker: Ich weiß mittlerweile, dass es mir mehr Spaß macht mit Menschen, anderen Unternehmern, anderen Menschen, die was bewegen und die Impact generieren in ihrer Umgebung oder in der Gesellschaft.

Speaker: Das erfüllt mich total.

Speaker: Das ist jetzt so ein etwas Higher-Level-Antreiber.

Speaker: Natürlich

Speaker: hast du immer noch so ein bisschen diese Bedürfnisse nach Anerkennung und nach Sicherheit.

Speaker: Die sind aber mittlerweile nicht mehr so dominant, wie das in meinen 20ern noch war.

Speaker: Trotzdem darf man die nicht ignorieren.

Speaker: Also ich glaube, es gibt bei wenigen Menschen diesen einen Antreiber.

Speaker: Gibt es bestimmt, ja, ich habe einen Herzinfarkt gehabt, also muss ich jetzt irgendwie fit werden.

Speaker: Oder ich will meine Kinder nicht enttäuschen.

Speaker: Oder Angst ist ja auch ein starker Antreiber.

Speaker: Das ist es jetzt bei mir nicht.

Speaker: Es ist eher hinzu.

Speaker: Aber das ist so die Antwort, die ich geben kann.

Speaker: Ich kann nicht diesen einen Antreiber, was treibt dich an, nennen, sondern ich weiß genau, welche Dinge ich im Leben sehen, fühlen und erreichen will.

Speaker: Und das ist für mich Antrieb genug, zu sagen, ich versuche das für mich persönlich zu realisieren.

Speaker: Hängt es denn auch so ein bisschen viel mit, weil du vorhin schon gesagt hast, in der Jugend war der Sport nicht so wichtig, auch viel mit deiner Kindheit und Jugend zusammen, was du vielleicht erlebt hast durch deine Mama in der Praxis, die Möglichkeiten etc.

Speaker: Inwiefern hat dich das geprägt?

Speaker: Ja, also hat mich auf jeden Fall geprägt, im Positiven und im Negativen.

Speaker: Ich meine, alle Menschen, die in der frühen Lebzeit sehr viel Einfluss auf dich haben.

Speaker: Ich meine, Einfluss bedeutet, wer kontrolliert die Ressourcen, die du brauchst, um zu überleben?

Speaker: Und das sind in den ersten, sagen wir mal, vielleicht zwölf bis 18 Jahren definitiv auch die Eltern.

Speaker: Und die Erziehung prägt einen dann natürlich schon.

Speaker: Was möchte ich dann später für mein Leben?

Speaker: Wie möchte ich das auch weitergeben?

Speaker: Und da waren auch schon ein paar autoritäre Sachen dabei, die ich jetzt so nicht mehr teile, wo ich gesagt habe, da entscheide ich mich aktiv dagegen.

Speaker: Das ist jetzt nicht so, dass ich jetzt eine üble Kindheit hatte, gar nicht.

Speaker: Also das soll jetzt nicht danach klingen.

Speaker: Trotzdem glaube ich, dass viele dann sagen, ich möchte das für mich anders handeln.

Speaker: Wir haben jetzt keine Kinder, sehr bewusst, das hat damit aber gar nichts zu tun.

Speaker: Und dann in der Praxis natürlich das Thema, wie wird Führung betrieben und wie wird generell das zahnmedizinische Fach betrieben.

Speaker: Und da habe ich für mich damals auch entschieden, das war mir zu autoritär, wie meine Mutter das geführt hat oder es war mir zu sehr auf sie fokussiert.

Speaker: Ich war dann schon immer so in die Richtung unterwegs, ey, lass uns irgendwie...

Speaker: ein bisschen so diesen Startup-Charakter reinbringen in die Zahnerspraxis und alle arbeiten an einem coolen Ziel und wir nehmen die auch mit.

Speaker: Also wir teilen alle Zahlen mit allen Leuten und wir sind da sehr, sehr transparent, weil ich glaube, dass nur dann eine Kultur entstehen kann, wo Leute wirklich sich mit was identifizieren und das Why dahinter kennen.

Speaker: Teil dir auch die Erfolge, wenn du ein besonders gutes Zahnarztpraxisjahr hast, dass dann auch mal nicht nur geklatscht wird, sondern auch andere Art von Beteiligung?

Speaker: Klar, also wir haben kein Weihnachtsgeld, sondern bei uns gibt es einen Bonus, der sich an den wichtigsten Zielen des Jahres orientiert.

Speaker: Und das finde ich auch ganz, ganz wichtig, dass Menschen, und wenn wir die Ziele nicht erreichen, dann gibt es halt auch gar nichts.

Speaker: Also das haben wir auch schon gehabt.

Speaker: Und wenn wir die Ziele erreichen, dann gibt es halt deutlich mehr als woanders.

Speaker: Und so setzt man sich halt gemeinsam in ein Boot und das zählt natürlich auch die Leute an, die sagen, okay, das finde ich cool, damit identifiziere ich mich.

Speaker: Ich will lieber am Erfolg beteiligt sein und am Misserfolg, anstatt dass es immer so ist, als wäre ich gar nicht da.

Speaker: Immer das Gleiche verdienen, egal wie meine Leistung ist.

Speaker: Das ist halt das typische C-Player-Verhalten und deswegen haben wir auch richtig gute Leute und deswegen kriegen wir auch

Speaker: wirklich richtig gute Leute und auch viele Leute.

Speaker: Also wir hatten letztes Jahr, ich glaube, 1700 Bewerbungen.

Speaker: Das ist für ein, ich sage mal, für eine Gesundheitseinrichtung im weitesten Sinne, Fachkräftemangel ist grüßen, absolut ungewöhnlich.

Speaker: Und ja, also wir beteiligen auf jeden Fall die Leute an den Erfolgen und messen sie regelmäßig und haben Live-Dashboards, wo die Leute ihre eigenen KPIs bis auf Einzelbehandlerebene oder bis auf Einzelerbringerebene sehen können.

Speaker: weil ich das super wichtig finde.

Speaker: Das wäre aber wahrscheinlich auch eine gesunde Fluktuation, sag ich mal, wenn du das Thema A, B, C-Player ansprichst, dass sie da auch regelmäßig aussortieren.

Speaker: Ja, also ich würde jetzt nicht sagen, dass das jetzt ist wie in so krassen Vertriebsunternehmen, wo eine Fluktuation von 30 bis 50 Prozent irgendwie die Regel ist, aber natürlich verirrt sich auch einmal hier und da mal eine Persönlichkeit zu uns, die denkt, okay, ich will einfach beim Zahnarzt arbeiten,

Speaker: Das Schöne ist aber, dass das Team mittlerweile so stark ist, zumindest in den meisten Abteilungen, dass diese Leute relativ schnell identifiziert werden und das Team, die mehr oder weniger schon so ein bisschen wie so eine Zelle, die nicht reinkommt in die schon bestehende Amöbe, dass die da irgendwann dann wieder sagt, okay, dann schwimme ich woanders hin.

Speaker: Ich würde jetzt aber nicht sagen, dass wir eine sehr hohe Fluktuation haben.

Speaker: Also ich würde sagen, die ist gesund.

Speaker: Ich kenne den Wert jetzt nicht auswendig, ich glaube, der liegt irgendwo so zwischen 15 und 20 Prozent auf ein Jahr gerechnet.

Speaker: Man muss ja dann auch gucken, was ist Fluktuation gewollt und was ist Fluktuation ungewollt.

Speaker: Wir unterscheiden das sehr stark.

Speaker: Wenn jemand schwanger wird oder wegzieht, dann nehmen wir das nicht in die Fluktuation mit rein.

Speaker: Und dann ist noch der Unterschied, kündigen wir die Person oder kündigt die Person bei uns?

Speaker: Das sind zwei verschiedene Arten von

Speaker: Fluktuation, also wenn A-Player geht, obwohl wir den behalten wollen, dann bewerten wir das als eigene Fluktuation und wenn wir uns von jemandem trennen, obwohl derjenige bleiben will, dann ist das genau das Gegenteil davon, dann ist das dieses Aussortieren, was du gerade gemeint hast.

Speaker: Aber ja, wie setzt man denn Anreize in dem Beruf?

Speaker: Also, weil ich kenne das ja nur aus einer Digitalwirtschaftsbrille.

Speaker: So, bei uns kommen die Leute rein, wann sie wollen.

Speaker: Wenn sie mal keinen Bock mehr haben nach sechs Stunden, dann gehen sie.

Speaker: So, das geht ja beim Arzt nicht.

Speaker: Also, du kannst ja nicht sagen, ich sage alle Termine ab.

Speaker: Ich habe jetzt gerade Bauchschmerzen.

Speaker: Geht ja nicht.

Speaker: Also das muss man jetzt natürlich nach den Rollen unterscheiden, die wir im Unternehmen haben.

Speaker: Wir haben ja auch Rollen.

Speaker: Ja, ich meine die klassischen Arztrollen.

Speaker: Okay, also am Patienten, also alles drumherum.

Speaker: Abrechnung theoretisch remote, full remote auch möglich, haben wir auch Leute, weil die besten Leute wollen full remote teilweise arbeiten und die besten Leute können das auch und gerade die Abrechnung ist auch sehr gut messbar.

Speaker: Wo es dann schwierig wird, sind so Remote-Stellen, wo der Output nicht so wirklich eins zu eins messbar ist, da sind wir immer ein bisschen vorsichtiger und versuchen die Leute schon reinzuholen und dann gibt es natürlich das, wo wir

Speaker: Fulltime am Stuhl, das ist natürlich dann, brauchst du andere Benefits.

Speaker: Also wir haben zum Beispiel, womit kriegen wir die Leute?

Speaker: Das eine ist natürlich im Schichtsystem.

Speaker: Kriegen wir einige Leute, die wir sonst nicht kriegen, weil in vielen Praxen machst du gezwungenermaßen mittags zwei Stunden Pause.

Speaker: Das ist eigentlich für den Tag eine Katastrophe.

Speaker: Und die Leute, die einmal im Schichtsystem gearbeitet haben und jetzt so flexibel sind, dass sie es können, die finden es mega, weil die sind nach siebeneinhalb Stunden durch und haben den ganzen Tag

Speaker: frei.

Speaker: Dann haben wir unten unser Fitnessstudio, was die Leute komplett benutzen können.

Speaker: Wir bezahlen Essen.

Speaker: Ihr hattet sogar den Gründer Fuji, ne?

Speaker: Hattet ihr zu Gast bei euch im Podcast.

Speaker: Das ist ein cooles System, ein cooler Benefit.

Speaker: Wir haben eine psychologische Plattform, wo man

Speaker: Wo man sich dann, Open Up heißt die, wo man sich beraten lassen kann, wenn man irgendwelche psychologischen Probleme hat.

Speaker: Wir haben, und das ist, glaube ich, ein softer Faktor, wir haben eigentlich sogar ein harter Faktor, wir haben ein Karrieresystem, was relativ transparent ist.

Speaker: Also die meisten Praxen sind Maske Hals und Karrieremöglichkeiten sind erstens intransparent und zweitens

Speaker: haben die gar keins, also nicht gut strukturiert.

Speaker: Das geht auch ja bei einer kleinen Praxis vielleicht nicht so.

Speaker: Und wenn du bei uns anfängst, dann hast du immer die Möglichkeit, auch in eine Teamleiterposition zumindest mal irgendwann zu kommen oder vielleicht sogar irgendwann ins Management reingezogen zu werden.

Speaker: Und davon haben wir einige Erfolgsstories mittlerweile über die letzten zehn Jahre, wo Leute, die an meinem Empfang angefangen haben, heute das HR leiten mit über 100 Leuten.

Speaker: Also ich glaube, diese Kultur, und das schaffen wir auch gut nach draußen zu transportieren, ist der Magnet, wo die Leute sagen, okay, ich bewerbe mich da.

Speaker: Und was auch noch dazu kommt, ist, dass viele, also

Speaker: Ich will jetzt nicht Unrecht tun, anderen Kollegen gegenüber, aber es herrscht in vielen Praxen schon noch so die Stimmung, der Chef ist ziemlich autoritär und wenn nicht gespurt wird, dann wird mit dem Haken nach der ZFA geworfen, also der Assistenz.

Speaker: Und das ist bei uns mal schon mal so gar nicht.

Speaker: Also ich glaube, viele kommen auch, weil sie sagen, die haben Bock auf eine große Praxis, auf eine geile Kultur, auf gemeinsame Events, auf Austausch, auch kollegial.

Speaker: Gerade Ärzte, die sind dann in so einer kleinen Praxis vielleicht der Einzige neben dem Chef.

Speaker: Und verkümmern dann da, weil sie erstens, sag ich mal, den Schrott abkriegen und zweitens es keine richtige Education in der Praxis gibt.

Speaker: Ich sag immer, wir sind ein bisschen wie eine Uniklinik, nur in cool, sodass sich die Leute halt untereinander austauschen können.

Speaker: Und das ist so in der Summe, glaube ich, unser USP, dass wir all diese Sachen bieten können, die es woanders vielleicht dann nicht in der Art und Weise gibt.

Speaker: Jetzt bist du ja jemand, der viel liest und sich viel Inspiration auch einholt.

Speaker: Du hast es ja gerade eben auch schon genannt, Tony Robbins etc.

Speaker: Kam diese Idee, den unternehmerischen Ansatz für so eine Zahnklinik bzw.

Speaker: so einen hippen Zahnklinik-Ansatz zu machen?

Speaker: Hast du das vorher schon irgendwo gesehen in den USA etc.?

Speaker: Und hast gedacht, boah geil, so stelle ich mir das auch vor.

Speaker: Mh, jein.

Speaker: Also ich habe schon angefangen so ein bisschen zu überlegen, wie können wir das denn für uns anders machen.

Speaker: Das kam erst von einem sehr fachlichen Ansatz, also deswegen hieß das erste, was nicht Zahnarztpraxis Dr. Helga hieß, auch Implantatzentrum Herne.

Speaker: Da merkt man schon so ein bisschen so den Vibe, das geht so in Richtung, hey, wir sind die Experten für Implantate.

Speaker: Da habe ich aber schon auch in die Richtung gedacht, okay, wie schaffen wir das denn, kommunikativ den Patienten voll gut abzuholen und den total gut aufzuklären.

Speaker: Das ist aber immer noch ein bisschen von der fachlichen Seite her.

Speaker: Als dann klar war, wir wollen das größer machen, weil die Nachfrage so hoch war,

Speaker: Da habe ich dann gewusst, das wird nicht reichen, allein nur gute Implantate zu setzen auf so einem großen Konstrukt, sondern da habe ich mich dann mit den breiteren Themen befasst.

Speaker: Also vor allem mit diesem Thema Patient Journey im weitesten Sinne, weil das ist ja das, was der Patient am Ende zu sehen bekommt und zu spüren bekommt.

Speaker: Aber dann habe ich mich natürlich auch mit diesen ganzen Systemen befasst.

Speaker: Und das kam so im Zuge der Planung, als wir wussten, okay, jetzt wird es größer.

Speaker: Und da wusste ich,

Speaker: das jetzige Level wird nicht reichen, wir müssen besser werden.

Speaker: Und dann habe ich mich damit sehr aktiv befasst und dazu haben dann auch diese, also Tony Robbins bin ich in die USA geflogen, haben Date with Destiny und solche Geschichten alles gemacht, also das volle Programm.

Speaker: Einfach, weil ich wusste, es fängt mit dem Mindset auch an.

Speaker: Also diese ganzen Skillsets, die man sich drauflädt, also

Speaker: jetzt vielleicht gutes Marketing machen zu können, ein gutes Recruiting machen zu können, eine gute Führungskraft zu werden, das fängt ja mit deinen Glaubenssätzen an.

Speaker: Wer bin ich?

Speaker: Wofür stehe ich?

Speaker: Und wer möchte ich sein?

Speaker: Und warum ist das wichtig am Ende?

Speaker: Das war so die Grundlage.

Speaker: Und dann habe ich mir angefangen, diese Unternehmer-Sets draufzuladen.

Speaker: Wenn man sagt, Zahnarzt ist ein

Speaker: 100 Meter Lauf, dann ist ja Unternehmertum eher der Zehnkampf.

Speaker: 100 Meter Lauf musst du dann immer noch können, aber da musst du vielleicht keine 9,6 mehr laufen wie Eugene Bolt, sondern du gewinnst den Zehnkampf, weil du in acht anderen Disziplinen nicht der schlechteste bist oder da im oberen Mittelfeld oder im oberen Drittel halt mitspielst.

Speaker: Und wie kommt man auf die Idee, eine 3500 Quadratmeter große Klinik zu bauen?

Speaker: Also gab es da eine Gelegenheit oder war das schon immer der Plan?

Speaker: Weil so ein Bauvorhaben, ihr habt es ja gebaut, ne?

Speaker: Ja, wir haben das gebaut selber, ja.

Speaker: Große, große, große Entscheidung.

Speaker: Auch eine riskante Entscheidung wahrscheinlich.

Speaker: Ja, und auch riskanter, als man das damals so gedacht hat, weil wir haben das geplant vor Corona und vor dem Ukraine-Krieg und die Baukosten sind dann während der Bauphase abgelöst.

Speaker: von, kalkuliert 12 Millionen auf entspannte 20 angestiegen und das Ganze musste dann auch teilweise nachfinanziert und teilweise aus dem eigenen auch mit nachgeschossen werden, also die Jahre 21.

Speaker: Erstmal.

Speaker: Genau.

Speaker: Dennoch hat das alles dann nicht gereicht, weil es einfach extrem viel teurer geworden ist und nicht, weil wir jetzt irgendwie goldene Wasserhähne montiert haben.

Speaker: Die waren vorher schon eingeplant.

Speaker: Ein Spaß.

Speaker: Also wir haben die Planung eigentlich auch so eins zu eins durchgezogen.

Speaker: Es ist aber viel teurer geworden.

Speaker: Und letztendlich gab es natürlich eine Gelegenheit.

Speaker: Also ja, wir haben gesucht nach viel größer.

Speaker: Und viel größer war damals so...

Speaker: 1500 bis 2000 Quadratmeter.

Speaker: Das war so die Planung, wo wir gesagt haben, was wollen wir umsetzen?

Speaker: Was brauchen wir dafür?

Speaker: Und im Nachgang ist es super, dass es so groß geworden ist, weil wir sind jetzt schon wieder fast zu klein geplant.

Speaker: Aber dann gab es eine Immobilie hier direkt in Herne, sehr exponiert gegenüber vom Rathaus, wo ich jetzt auch drin sitze.

Speaker: Und das war ein altes Sozialkaufhaus aus den 80er Jahren.

Speaker: Und das ist teilweise, wo die Fenster schon nicht mehr so richtig drin waren, so mit Scheibenrissen und so ein alter Betonbau.

Speaker: Und dann wird gesagt, ja, das ist jetzt aber im Angebot.

Speaker: Und dann musst du überlegen, so, okay, wie weit reicht meine Fantasie, mein Selbstbewusstsein und mein gefühltes Skillset aus, um das dann realisieren zu können?

Speaker: Und dann

Speaker: hast du so einen inneren Dialog über mehrere Monate eigentlich, plus Architekten, die dir so eine Entwurfsplanung machen und je konkreter das wird, umso konkreter wird natürlich auch der Plan, wie man das umsetzen könnte.

Speaker: Dann ist der jetzt schon verloren, oder?

Speaker: Dann ist die Entscheidung schon getroffen.

Speaker: Ja, aber das kann ja auch dazu führen, dass dein Konfidenzlevel entweder geht in die Richtung hoch oder es geht runter.

Speaker: Runter geht es, glaube ich, wenn dann relativ schnell.

Speaker: Also, dass du sagst, okay, das ist die Planung, das wird das kosten und dann, glaube ich, kannst du relativ schnell sagen, nee, ist zu groß.

Speaker: sobald du anfängst, dir Geschichten zu erzählen, warum das klappen wird, ich glaube, dann hast du recht, dann verkaufst du dir das dann im Nachgang auch selber, das ist, glaube ich, auch der Unternehmeroptimismus und so war es dann auch.

Speaker: Je konkreter das wurde, wir haben natürlich Wege gefunden, diese zusätzlichen 1.500, 2.000 Quadratmeter mit Sinnen zu füllen und mit Fantasie, dass das klappen wird und so ist es dann ja auch gekommen.

Speaker: Also dann planst du

Speaker: nochmal anders.

Speaker: Das Gym ist dazugekommen in der Planung.

Speaker: Das war in der ursprünglichen Planung natürlich nicht mit drin.

Speaker: Das Studio, wo ich jetzt hier drin sitze, ist in der Planung dazugekommen, war nicht mit drin.

Speaker: Unsere private Wohnung, wo wir gesagt haben, komm, da müssen wir nicht irgendwann nochmal ein Haus bauen, das frühstücken wir mit der Immobilie auch noch gleich mit ab.

Speaker: Und dann am Ende triffst du eine Entscheidung und sagst, alles klar, let's go.

Speaker: Also du wohnst in der Praxis?

Speaker: Ja, letztendlich schon.

Speaker: Also ich habe eigentlich Eat, Sleep, Rave, Repeat.

Speaker: Nein, ich habe Eat, Sleep, Workout, Repeat.

Speaker: Also ich habe immer morgens aufstehen, einen runterfahren in die Praxis, dann noch einen runterfahren im Keller ins Gym, dann fahre ich wieder ganz hoch, esse was, schlafe und dann geht es wieder diesen...

Speaker: diesen Zucklos und manchmal muss ich das Gebäude eine Woche nicht verlassen, weil ich eigentlich alles hier habe, was ich brauche.

Speaker: Wir haben ja noch eine Ästhetik dann unten, das heißt, da ist noch ein Massagestuhl drin, dann haben wir eine coole Terrasse.

Speaker: Also ich habe den Lebensmittelpunkt im wahrsten Sinne des Wortes jetzt in dieses Gebäude gelegt hierher.

Speaker: Schon mal bereut?

Speaker: Also es ist ja sehr nah einfach.

Speaker: Ja, voll, aber es ist ein eigenes Stockwerk.

Speaker: Also ein eigenes Stockwerk ist schon wichtig.

Speaker: Ich glaube, wenn das jetzt so zwei Türen nebeneinander wären, ich glaube, dann wäre es ein bisschen krasser.

Speaker: Ich bin aber auch nicht so der Typ, der super viel Privatsphäre braucht.

Speaker: Bevor der Podcast hier war, gerade noch mein Videograf.

Speaker: Dann haben wir bei mir im Wohnzimmer Videos gedreht.

Speaker: Nachher kommt dann für ein informelles Meeting auf der Terrasse noch jemand hoch.

Speaker: die Leute wissen schon, was geht und was geht nicht.

Speaker: Also wenn du gut Grenzen setzen kannst und sagst, ich bin jetzt hier privat, jetzt nicht stören, dann funktioniert das.

Speaker: Und wenn du es im Kopf auch trennen kannst, ist das auch in Ordnung.

Speaker: Aber du musst das können.

Speaker: Wenn du das nicht kannst, dann ist es natürlich ein Albtraum.

Speaker: Das heißt, du führst auch Mitarbeitergespräche auf der privaten Terrasse.

Speaker: Ja, nicht mit den normalen Mitarbeitenden, aber meinen CFO, den ich privat auch noch gut kenne oder meine persönliche Assistentin.

Speaker: Ja, da setze ich mich dann lieber oben auf die Terrasse und führe das Gespräch, als dass ich mich in den Konfi setze.

Speaker: Lass uns mal über Marketing sprechen, weil du hast gesagt, das ist so der Hebel gewesen.

Speaker: Ab dann ging es bergauf, als ihr angefangen habt mit Content-Marketing.

Speaker: Wie genau ist das passiert und wann hast du gemerkt, es funktioniert?

Speaker: Es ist passiert, als ich, es gibt so eine Story, ich habe einen Einruf bekommen von Google, dachte ich zumindest, die gesagt haben, hey, sie werden ja gar nicht in Herne für das Wort Implantate und Zahnarzt gefunden.

Speaker: Und ich dann so, jo, das ist scheiße.

Speaker: Was kann man denn da machen?

Speaker: So ein bisschen, also da war ich wirklich noch richtig greenhornig.

Speaker: Und dann war das natürlich nicht Google, sondern eine Agentur, die Google Ads gemacht hat.

Speaker: Und da habe ich da relativ viel Geld drin versenkt für relativ wenig Impact.

Speaker: Und das hat mich dann so sauer gemacht, dass ich gesagt habe, das Thema Marktdingen... Das hätte original meine Mutter sein können.

Speaker: Google hat angerufen, die haben gesagt, das soll man machen.

Speaker: Und dann war ich so sauer auf mich selber, dass ich gesagt habe, Alter, wie konntest du so naiv sein?

Speaker: Du hast es nicht mal nachgeprüft.

Speaker: Ich meine, heute auch einfacher, aber hätte man damals auch nachprüfen können.

Speaker: Ich habe dann irgendwie 20.000, 30.000 Euro da reingesammelt.

Speaker: Das war damals richtig viel Geld für mich.

Speaker: Und dann habe ich gesagt, das Marketingthema gibst du nie wieder aus der Hand und habe mich dann angefangen, erstmal über Google Ads ein bisschen schlau zu machen.

Speaker: Und dann kommst du aber automatisch so ein bisschen in dieses Thema Marketing rein, dann liest du ein paar Sachen und dann organisches Content-Marketing und ich war schon immer relativ extrovertiert, hast du gesagt, eigentlich die Praxis muss auch irgendwie auf Social Media präsent sein.

Speaker: Und dann haben wir unseren Umbau den ersten gemacht, von drei auf fünf Zimmer, das war noch so ein ganz kleiner Step, den haben wir jetzt ein bisschen übersprungen.

Speaker: Das war dieser Sprung von der Praxis Dr. Helker zum Implantatszentrum Herne.

Speaker: Da haben wir...

Speaker: zum ersten Mal ein Logo gemacht, ein cooles, da haben wir zum ersten Mal so ein bisschen auch den Innenausbau so ein bisschen Brand-CI-mäßig gemacht, Corporate Identity und Corporate Design und damit einhergehend habe ich gesagt, das müssen wir jetzt zeigen, weil wir haben jetzt was cooles Neues, was auch zeigenswert ist.

Speaker: Die Praxis vorher konnte man nicht so gut zeigen.

Speaker: So und dann haben wir das auf Facebook so ein bisschen begleitet, diesen Umbau und das wurde sehr gut angenommen und dann waren Kommentare darunter,

Speaker: Und da habe ich gesagt, cool, das funktioniert ja echt besser, als ich dachte und habe dann irgendwann auch mal fachlichen Content angefangen zu posten, das fanden die Leute dann auch gut und dann waren die ersten Leute dann plötzlich in der Praxis, wo ich gefragt habe, wie haben sie uns gefunden und dann war es mal nicht persönliche Empfehlung, sondern Facebook.

Speaker: Und da wusste ich dann, okay, wenn das jetzt mit diesem hemmsärmeligen Ansatz schon so gut funktioniert, wie krass wäre das denn, wenn wir das professionell machen.

Speaker: So, und dann habe ich dann angefangen, mich mit dem Thema ein bisschen mehr zu befassen.

Speaker: Dann haben wir ein bisschen mehr an den Fotos gemacht, ein bisschen an den Texten gefeilt.

Speaker: Irgendwann habe ich dann angefangen, Videos aufzunehmen.

Speaker: Und dann hat sich das, wie bei den anderen Sachen, auch einfach beschleunigt.

Speaker: Und YouTube 2018 war dann so der absolute Durchbruch.

Speaker: Da habe ich dann Alex, meinen Co-Founder der Media, kennengelernt.

Speaker: Und der hat damals schon Videos für andere Zahnärzte gemacht.

Speaker: So habe ich ihn kennengelernt.

Speaker: Und er hat gesagt, du, Stefan, was du da machst, ist scheiße.

Speaker: Ich so, okay,

Speaker: Ähm, wie, warum scheiße?

Speaker: Ja, guck dir das Licht an, guck dir das Setup an.

Speaker: Ähm, ich komm jetzt mal zu dir, wir machen mal ein Video und, äh,

Speaker: berechnet ihr nichts und dann stellen wir das online.

Speaker: Und das hat dann deutlich besser funktioniert und daraus ist dann letztendlich Geschichte geworden mit dem YouTube-Kanal, der ja mittlerweile der größte Kanal über Zahnmedizin im Dachraum ist, mit 130.000 Abonnenten.

Speaker: Da ist die silberne Plakette im Hintergrund übrigens, die man sieht, die YouTube-Plakette.

Speaker: Vielleicht sieht man das in einem Clip.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und das war crazy dann plötzlich.

Speaker: Da ist es richtig explodiert.

Speaker: Das war wie so ein Knick in der... Also es ist die ganze Zeit schon so ein bisschen gewachsen.

Speaker: So 10, 15, 20 Prozent im Jahr.

Speaker: Und dann als YouTube dazukam, ja, das war für mich der absolute... Also wenn es so einen Moment gab, wo ich erkannt habe, okay, du musst was ändern im Leben, dann war es das.

Speaker: Und da sind wir dann relativ auch all in gegangen.

Speaker: Dann kamen eine Zeit lang vier, fünf Videos pro Woche...

Speaker: Und dann waren die Leute aus der Schweiz, aus England, aus München, aus Berlin da.

Speaker: Und das hat so mein ganzes, das hat mein Glaubenssatzsystem echt erschüttert.

Speaker: Damals, wo ich dachte, okay, wie krass ist es, wie viel Vertrauen kann man online aufbauen, dass Leute 2000 Kilometer oder noch krasser, wir haben eine Patientin, die war mittlerweile 70 Mal da aus Österreich, die fährt immer 1000 Kilometer hin, 1000 zurück.

Speaker: Also sie ist mittlerweile 140.000 Kilometer gefahren zum Zahnarzt.

Speaker: Sie kommt für eine normale Zahnreinigung.

Speaker: Nur weil sie das Vertrauen online gefasst hat.

Speaker: Für die ist dann das Zimmer auch.

Speaker: Für die ist dann auch das Zimmer reserviert immer.

Speaker: Da entstehen dann teilweise auch Freundschaften, muss man ehrlich sagen.

Speaker: Eine von unseren Patienten macht jetzt mittlerweile auf 600 Euro Basis Community Management, weil die sich mittlerweile besser mit den zahnmedizinischen Themen auskennt, als so mancher Zahnarzt, weil die jedes Video geguckt hat.

Speaker: Und das sind ja mittlerweile 1700 auf YouTube.

Speaker: Und die liest mittlerweile nur noch zahnmedizinische Bücher und ist mittlerweile selber eine halbe Ärztin.

Speaker: Also das ist total krass.

Speaker: Wie sieht denn heute so die YouTube-Routine aus?

Speaker: Gibt es irgendwelche Tipps, die du Zuhörenden mitgeben kannst?

Speaker: Außer natürlich Kontinuität.

Speaker: Ja, also die Frage ist natürlich, also bei Organic Content ist ja mittlerweile so ein bisschen das Thema, welche Plattformen du überhaupt bespielst und vor allem mit welchem Content.

Speaker: Wir sind ja weg von Social Media.

Speaker: Wir sind ja eigentlich in Interest Media.

Speaker: Das bedeutet nicht mehr, deine Follower sind entscheidend und was du dir so aufgebaut hast, sondern der Algorithmus bewertet jedes Video mehr oder weniger einzeln.

Speaker: Und wenn die Watchtime halt stimmt und das Engagement, dann wird dieses Video viral gebracht.

Speaker: Das fing mit TikTok damals an.

Speaker: Und das bedeutet letztendlich, du musst für jedes Content-Piece, was du online bringst, eigentlich dir die Frage stellen, was hat derjenige davon, das anzugucken?

Speaker: Warum sollte der das angucken?

Speaker: Hat das News-Value?

Speaker: Hat das Entertainment-Value?

Speaker: Hat das Educational-Value?

Speaker: Oder am besten alle drei?

Speaker: Und dann zu überlegen, wie kann ich das dann formatisieren und strategisieren.

Speaker: Das heißt, wie baue ich daraus Formate und dann gucke ich, wo passt denn dieses Format am besten hin.

Speaker: Und wenn ich merke, mein Format ist total gut geeignet für Instagram, weil es irgendwie immer nur zwei Minuten sind und Reels bis drei Minuten total abgehen, dann mach das.

Speaker: Dann versuch nicht irgendwie YouTube zu forcieren und brich dir einen in einem 13-Minuten-Video-Querformat ab, wo du kompetest mit richtig krassen Leuten, die ein krasses Setup haben.

Speaker: Also ich würde mittlerweile jedem eher raten, fang erstmal mit...

Speaker: Low-Quality, Talking-Head und das ist ja momentan sowieso sehr en vogue damit an und dann guckst du, was funktioniert davon, welche Themen funktionieren und die, die gut funktionieren, daraus baust du Formate und dann kannst du die immer noch in Higher-Quality machen mit Einblendungen und dann vielleicht auch irgendwann im Querformat, aber YouTube ist für mich mittlerweile eher so Königsdisziplin und auch kein Einsteiger-Format.

Speaker: Weil du musst halt wirklich vor der Kamera auch einfach besser sein.

Speaker: Und deswegen, ich würde erst mit TikTok, Instagram anfangen und dann zu gucken, mache ich YouTube auch noch, aber dann musst du andere Formate bauen.

Speaker: Und dann ist es auch aufwendig, YouTube einmal die Woche ein Video aufzunehmen, ist für viele Inhaber.

Speaker: schon Stress, weil du musst es halt vorbereiten.

Speaker: Du kannst natürlich mittlerweile mit KI viel machen, aber letztendlich, die Leute hassen es, generischen Content anzuschauen.

Speaker: Deswegen, entweder bist du so gut mit KI, dass es nicht mehr nach generisch aussieht, oder du machst halt deine Hausaufgaben und baust halt relevanten Content.

Speaker: Also meine YouTube-Strategie ist mittlerweile wirklich alle zwei Wochen, wenn überhaupt noch ein Video, weil wir leben mittlerweile mehr von Instagram und von LinkedIn und von TikTok, ehrlicherweise, weil unsere Contents dafür besser geeignet sind.

Speaker: Und ich mache mittlerweile auch nicht mehr den meisten Content selbst, sondern zum Glück haben wir mittlerweile richtig coole Ärzte, richtig coole ZFAs, die selber zu kleinen Subbrands geworden sind, weil aus unternehmerischer Sicht ist es nicht besonders schlau, das ganze Unternehmen von meinem Gesicht abhängig zu machen.

Speaker: Vielleicht eingehend... Ja, du darfst, komm.

Speaker: Aus der Brille kurze Frage, wie oft machst du Urlaub?

Speaker: Einmal die Woche?

Speaker: Also ich habe jetzt übernächste Woche eine Woche Urlaub.

Speaker: Ich sag mal auf absoluten Tage im Jahr.

Speaker: Ich denke nicht in so, das ist für mich ein abstraktes Konstrukt, ehrlicherweise.

Speaker: Ich würde sagen, nichts arbeiten, null, vielleicht eins oder zwei.

Speaker: Workation, relativ viel, also mit relativ viel meine ich wahrscheinlich so 20 bis 30 Tage in der Woche, wo ich dann, also Beispiel, ich habe jetzt nächste Woche, habe ich eine Woche Urlaub.

Speaker: Wir fahren auf dem Festival Tomorrowland drei Tage.

Speaker: Und selbst da, wenn ich auf dem Festival will, schreibe ich mindestens vier, fünf, acht Voicemails an irgendjemanden in meinem Unternehmen, weil es irgendwie wichtig ist oder weil ich gerade Bock drauf habe.

Speaker: Also es ist ein 10,90 Tag.

Speaker: Also dann zählen wir den als 0,9 pro Tag.

Speaker: Danach fahren wir in ein Wellnesshotel für drei Tage, um uns von dem Festival zu erholen.

Speaker: Aber da sitze ich bestimmt drei oder vier Stunden am Laptop und mache

Speaker: die kreative Arbeit, für die ich hier keinen Kopf habe.

Speaker: Und dann gehe ich aber zwischendrin in die Sauna oder gehe geil essen mit meiner Frau und dann setze ich mich abends nochmal eine halbe Stunde mit einem guten Buch, was ich fürs Business relevant finde, hin und lese das Abend ganz in Ruhe.

Speaker: Also das ist für mich Urlaub.

Speaker: Aber die meisten Leute würden sagen, hey, warum machst du denn jetzt im Urlaub noch was?

Speaker: Weil ich Bock drauf habe.

Speaker: Und dann habe ich natürlich noch dieses Thema so Workation.

Speaker: Das heißt, ich bin viel als Referent auch gebucht.

Speaker: Letztes Jahr waren wir in Vegas.

Speaker: Sieben Tage.

Speaker: Davon waren natürlich nur drei Tage Vortrag.

Speaker: Aber da triffst du voll viele interessante Businessleute und gehst mit denen essen und quatscht über die Zukunft und was man für Projekte machen könnte.

Speaker: Und dann gehst du ins Casino und zockst da drei Stunden.

Speaker: Deswegen, ich finde so ganze Tage oder Wochen als Urlaub zu bezeichnen immer schwer.

Speaker: Sondern ich finde es viel wichtiger, dass du an jedem Tag geile Inseln hast, wo du Sachen machst, die deinen Kopf halt freikriegen.

Speaker: Also ich mache bestimmt 30 Tage Urlaub, aber nicht 30 Tage Zero und dann, keine Ahnung, 300 Tage arbeiten, sondern ich versuche das eher so in die Tage einzuweben und habe dann natürlich Environments, wo das dann anders geschifftet ist, als wenn ich jetzt hier in der Klinik bin, wo dann mal die Hälfte des Tages Urlaub ist oder vielleicht sogar 80 Prozent.

Speaker: Mhm.

Speaker: Was du jetzt gerade eben gesagt hast, dass du nicht so abhängig sein willst nur von deinem, sage ich mal, Gesicht in der Firma, sondern dass du auch quasi Subbrands aufbauen willst.

Speaker: Greifst du ein bisschen vor, ihr seid ja, wie wir sagen, gegründet, ja schon so wie so eine Riesenholding, da gehört ja viel dazu.

Speaker: Verschiedene Subunternehmen, du hast die Medien angesprochen, ihr habt noch einen Arm, der heißt Education, der beschäftigt sich mit Software, da können wir vielleicht gleich nochmal drüber sprechen.

Speaker: Was mich aber interessiert ist, so ein bisschen,

Speaker: Was ist denn so der, um denklich zu bleiben, der Longshot?

Speaker: Was hast du denn vor insgesamt?

Speaker: Ist es dann in den fünf Jahren doch vielleicht Glory-mäßig alles zu verkaufen oder sagst du, ey, bis ich sterbe, bleibe ich da in meinem Schloss in Herne, dann kriegt mich keiner mehr weg und dann ist auch die Frage, was passiert denn danach mit der Firma, was soll denn danach passieren?

Speaker: Ja, sehr gute Frage, finde ich.

Speaker: Ich habe keinen konkreten Plan, irgendwas zu verkaufen, weil ich bin so von Natur aus einfach ein Builder und ich fände es, glaube ich, richtig schlimm, jetzt das zu verkaufen und einfach, ganz ehrlich, wenn mir jetzt jemand kommt und 20 Millionen bietet, ich glaube, ich würde es nicht verkaufen.

Speaker: Ehrlich nicht.

Speaker: Also ich meine, jeder hat seinen Preis.

Speaker: Wenn jemand mit 300 Millionen kommt, würde ich es auf jeden Fall verkaufen.

Speaker: Also unrealistisch.

Speaker: Aber wenn jemand jetzt mit einem fairen oder Overfair-Value-Preis käme,

Speaker: ich würde es glaube ich nicht verkaufen, also da müsste schon irgendwie so eine unreasonable high number stehen, weil einfach, weil es bockt und ich dann nicht wüsste, was machst du denn jetzt mit dem ganzen Geld, dann würde ich wahrscheinlich wieder ein Business gründen und warum soll ich denn dann das überhaupt machen, wenn ich sowieso wieder ein Business mit dem Geld gründe und jetzt ein Business habe, was gut funktioniert und mir Spaß macht.

Speaker: Allerdings ist es natürlich so, also der Longshot ist so ein bisschen den Impact in der Zahnmedizin zu machen und zwar über die Behandlung hinaus.

Speaker: Ich glaube, dadurch, dass wir jetzt mittlerweile auch viele Zahnärzte als Kunden haben und nicht nur Marketingleistungen anbieten, sondern momentan gehen wir so mehr auch in dieses Thema Consulting und vor allem auch so Deep Educational Content.

Speaker: Also wir haben jetzt so etwas wie eine Mastermind, die jetzt kommt, wo wir Zahnärzte über zwei Jahre unternehmerisch betreuen.

Speaker: Wir haben jetzt eine

Speaker: eine sehr deep Masterclass dieses Jahr schon, wo nur zehn Leute kommen, die dann aber wirklich so ein bisschen Einsicht in unsere Playbooks bekommen und wir bauen halt Software in dem Bereich.

Speaker: Das heißt, wir versuchen schon so ein bisschen diese ganzen Bereiche abzudecken und Zahnmedizin, so wie sie jetzt immer noch, sag ich mal, in 90 Prozent der Fälle wahrgenommen wird, dieses angestaubte Business so ein bisschen zu transformieren und ich finde es cool, dass wir da in der Wahrnehmung mittlerweile auch einer der Player sind, die

Speaker: die genannt werden.

Speaker: Wenn es darum geht, nenn mal irgendwie fünf Unternehmen, die einen echten Unterschied in der Zahnmedizin in Deutschland machen, dann würde bestimmt mittlerweile in vielen in der Top 5 auch die Denta One halt vorkommen.

Speaker: Und wenn wir das weiter ausbauen können und dieses Ökosystem Denta One

Speaker: Also einmal Patient Journey, geile Behandlung, Zahnmedizin neu erleben, aber auf der anderen Seite Zahnärzte dazu befähigen, bessere Unternehmer zu werden, auch sowas ähnliches aufzubauen für sich, ein cooles Netzwerk aufzubauen, wenn das so in zehn Jahren der Fall ist und wir können sagen, wir haben, keine Ahnung, eine halbe Million Patienten behandelt, wir haben aber auch 5000 Zahnärzte zu besseren Unternehmern gemacht.

Speaker: dann ist das für mich ein Ziel, was es wert ist, verfolgt zu werden.

Speaker: Ob dann in zehn Jahren irgendjemand kommt und da einen Pricetag dran pinnt und sagt, du Stefan, ey, cool, dass du es bis hierhin gebracht hast, kannst auch noch ein paar Jahre mitmachen und dann kommst du irgendwie ins Earn-Out und dann gucken wir mal weiter,

Speaker: Boah, halte ich für unwahrscheinlich, weil ich bin jetzt Anfang 40 oder vielleicht auch schon Mitte 40.

Speaker: Ich glaube, dass ich eher so ein Typ bin, der vielleicht dann eher so Leute mit reinholt und sagt, hey, hast du Bock, bei dem Unternehmen mitzumachen als Gesellschafter und Geschäftsführer?

Speaker: Ich bleibe aber zumindest mal im Board oder als Advisor mit dabei.

Speaker: Das halte ich für eine wahrscheinlichere Variante, weil ich...

Speaker: echt daran glaube, dass man echt so ein Purpose im Leben braucht und die besten Sachen, die baust du nicht in fünf Jahren, die baust du also nicht mal in zehn Jahren und das ist ja ungefähr der Zeithorizont, mit dem ich jetzt dabei bin, 2014, jetzt ist es 26, zwölf Jahre, okay.

Speaker: Die geilen Sachen baust du in einem Vierteljahrhundert oder in 30 Jahren auf, weil du einfach so gut in diesem Spiel wirst und ich bin jetzt gerade erst so an dem Punkt, wo ich sage, ich bin so gut in dem Spiel, dass ich jetzt eigentlich erst die Sachen bauen kann, die man hätte ja theoretisch auch vor fünf Jahren schon bauen können und das dauert.

Speaker: Achtung, Top-Überleitung, du warst doch mal in einem anderen Spiel sehr gut.

Speaker: Das müssen wir gerade noch machen, weil du wurdest mir persönlich angepriesen als früherer Poker-Profi und ich habe nichts gefunden.

Speaker: Wann genau ist das passiert?

Speaker: Wann war das?

Speaker: Das war 2007 bis 2013.

Speaker: Du hast nichts gefunden, weil ich Online-Poker-Profi war.

Speaker: Ich habe nie irgendwelche Live-Cash-Games, wo du bei der WSOP oder so oder bei der European Poker-Tour oder so am Tisch sitzt und dann im Fernsehen oder sowas zu sehen bist.

Speaker: Ich habe aber durchaus um ähnliche Beträge online gespielt.

Speaker: Also es ist so...

Speaker: 2007, glaube ich, kam ja der Kinofilm Casino Royale raus.

Speaker: Den habe ich im Kino gesehen.

Speaker: Also wirklich so, echt so ein bisschen so, ja, die Story hätte sich doch ausgedacht.

Speaker: Den Film gesehen, am Ende gibt es diese Poker-Story, wo er dann gegen den Bösewicht dann da mit Assen oder sowas gewinnt.

Speaker: Und der Tenor ist ja so ein bisschen von dem Film am Ende, Poker ist kein Glück, sondern ein Zahlenspiel.

Speaker: Und ich war immer schon kompletter Zahlen-Nerd.

Speaker: Also ich habe schon mit zwei multiplizieren können und

Speaker: Mit vier bin ich über den Schuhlauf gegangen, wo andere Fußball gespielt haben.

Speaker: Mit sechs bin ich dann multipliziert im Kopf und die Lehrer haben mich schon ein bisschen für Gaga erklärt.

Speaker: Also das war schon immer so mein Ding.

Speaker: Und dann dachte ich so, boah, geil, ein Spiel, bei dem man Geld verdienen kann, wo es um Zahlen geht und wo Mathe hilft, das probierst du doch mal aus.

Speaker: Und dann habe ich das gemacht.

Speaker: Und das hat dann auch ganz gut geklappt.

Speaker: Und dann habe ich eigentlich so meinen...

Speaker: nicht mein erstes Geld, sondern mein erstes richtiges Geld habe ich mit Online-Poker verdient.

Speaker: Also da waren dann teilweise Monate dabei, wo du dann 20.000, 30.000 Euro netto nach Hause gegangen bist.

Speaker: Und wenn du das dann über so zwei, drei Jahre machst, dann hast du plötzlich so Geld auf dem Konto, wo du denkst, wo ist das denn jetzt hergekommen?

Speaker: Also davon habe ich mehr oder weniger auch meine erste Praxis gekauft und mein erstes

Speaker: cooles Auto.

Speaker: Und das hat mir dann auch viel gebracht, weil Poker ist natürlich ein Spiel der schnellen Entscheidungen und ein Spiel der Varianz.

Speaker: Und Varianz, also das ist wirklich krass.

Speaker: Im Unternehmertum musst du mit Varianz umgehen können.

Speaker: Das heißt, du kannst alles richtig machen,

Speaker: Zum Beispiel, du machst einen geilen Bau und dann hittet halt ein Black Swan Event wie die Corona-Krise und dann musst du damit umgehen, dass plötzlich sieben Millionen mehr finanziert werden müssen.

Speaker: Und wenn du dann nicht die Resilienz hast, mit Swings umzugehen, und das ist im Poker extrem krass, du kannst teilweise 2.000, 3.000 Hände spielen, also über ein, zwei Wochen, drei Wochen, und du bist im Minus, obwohl du eigentlich super gespielt hast.

Speaker: Und das härtet dich extrem ab.

Speaker: Du musst trotzdem gute Entscheidungen treffen, du musst sie trotzdem schnell treffen, du musst sie...

Speaker: für viel Geld treffen und davon profitiere ich jetzt, würde ich sagen, schon sehr, weil ich will nicht sagen, dass deine Risikoaffinität dadurch hochgeht, aber deine Risikotoleranz geht auf jeden Fall hoch, weil du denkst dir so, die Scheiße habe ich schon gesehen, das bügelt sich schon wieder aus und das ist für alle Unternehmer, also pokern, so mal ein bisschen mit Geld, aber dann professionell, das schult schon diesen Muskel extrem.

Speaker: Damit haben wir auch die Frage nach der Parallel geklärt in einem.

Speaker: Mit Blick auf die Zeit haben wir nicht mehr, Fabi, gibt es noch eine Frage, die dir auf der Zunge brennt?

Speaker: Ich hätte noch eine.

Speaker: Wenn du Freunde zu Gast hast oder wenn du dich mit Freunden triffst, triffst du dich dann immer bei dir zu Hause?

Speaker: Ja.

Speaker: Nein, also schon ab und zu, weil wir haben natürlich auch eine coole Wohnung und man kann auf der Terrasse auch viel machen mit Whirlpool und so.

Speaker: Jetzt im Sommer bietet sich das halt häufig mal an.

Speaker: Aber nein, wir fahren auch zu anderen Freunden.

Speaker: Das Krasse ist, dass sich das Thema Freunde sehr gewandelt hat.

Speaker: Meine Freunde sind mittlerweile gar nicht mehr so lokal,

Speaker: Sondern dadurch, dass wir zum Beispiel, ne, Tomorrowland, kennen wir mittlerweile da super viele Leute, wir kriegen immer Tickets und sind dann da auch in speziellen Bereichen, wo nicht jeder reinkommt, da lernst du dann wieder ganz andere Leute kennen und die sind dann aber nicht bei dir ein Herr, ne, sondern die sind dann ein bisschen globaler verstreut, ne, und jetzt zum Beispiel im September fliegen wir nach Ibiza, da hat jemand ein relativ großes Haus,

Speaker: Und da sind wir dann eingeladen.

Speaker: Das heißt, dieses Thema Freunde besuchen ist mittlerweile nicht mehr so wie früher.

Speaker: Ey, lass mal zwei Stunden zum Fußball gucken treffen, sondern wann besuchst du uns mal in München?

Speaker: Wann besuchst du uns mal auf Ibiza?

Speaker: Und dann, das ist zwar nicht so oft, aber dann dafür sehr immersiv und das ist dann geil.

Speaker: Auf Oktoberfest sind wir jetzt wieder eingeladen von Leuten, die wir kennengelernt haben, die dort Beziehungen haben und das ist schon sehr, sehr cool.

Speaker: Und lokal würde ich sagen, die Freunde, die wir haben, ja, ich würde sagen 80, 20.

Speaker: Also wir laden schon oft ein, aber wir gehen auch mal woanders hin.

Speaker: Fabi, irgendwas geht gerade in deinem Gesicht vor.

Speaker: Wolltest du doch noch was?

Speaker: Nee, ich habe nur gerade im Hintergrund ein Kleinkind, was durch die Wohnung schreit.

Speaker: Ich hoffe, es hört man nicht.

Speaker: Das ist ein Schwerbegriff.

Speaker: Aber das gehört dazu.

Speaker: So ist das.

Speaker: Das ist der Titel der Sendung.

Speaker: Eine...

Speaker: Zwei zahnarztspezifische Fragen, die vielleicht für Zuhörer noch interessant ist.

Speaker: Gibt es so einen Top-Mythos, der falsch ist?

Speaker: Ja, voll viele.

Speaker: Was glaubst du, wie viele Videos ich über Mythen in der Zahnmedizin schon gemacht habe?

Speaker: Lass mal überlegen.

Speaker: Also,

Speaker: Nehmen wir mal Top 3.

Speaker: Bleaching, also heute noch drüber gesprochen, die Leute denken immer, Bleaching macht die Zähne kaputt.

Speaker: Und das ist halt einfach Bullshit.

Speaker: Die Leute denken, durch das Bleaching wird irgendwie die Schmelzstruktur angegriffen und die sind danach porös.

Speaker: Das ist halt völliger Unsinn.

Speaker: Das heißt, Bleaching schädigt die Zähne nicht.

Speaker: Ich glaube, die Leute denken das, weil die Zähne danach überempfindlich sind.

Speaker: Die sind aber überempfindlich, weil die austrocknen.

Speaker: Und dann hast du eine Überempfindlichkeit, bis die wieder Wasser gezogen haben.

Speaker: Und dann denken die Leute, weil das weh tut, ist das schädlich.

Speaker: Das ist aber Quatsch.

Speaker: Letztendlich werden nur ein paar Schwefelbrücken aufgebrochen und die Schmelzstruktur bleibt genauso, wie sie ist.

Speaker: Das heißt, Leute, wenn ihr hellere Zähne haben wollt, könnt ihr zum Bleaching gehen.

Speaker: Ihr müsst nur bereit sein, zwei Tage zu leiden danach, weil es überempfindlich ist.

Speaker: Und Blitze reinschießen.

Speaker: Zweiter Mythos ist meines Erachtens, und da wird gerade sehr viel dafür getan, dass die professionelle Zahnreinigung Geldmacherei ist.

Speaker: Das ist auch kompletter Unsinn.

Speaker: Der Mythos ist ja Zahnstein entfernen reich, da haben wir uns ja gerade auch noch drüber unterhalten.

Speaker: Zahnsteine zu entfernen beim Zahnarzt hat überhaupt nichts mit einer professionellen Zahnreinigung zu tun.

Speaker: Das heißt, wenn du Risikofaktoren hast, wie Rauchen oder in der Familie ist Parodontitis oder du hast irgendwelche Medikamente, die du nimmst, die das Immunsystem zum Beispiel regulieren, besonders dann, oder wenn du Implantate hast oder Kronen und Brücken, die, sag ich mal, andere Randspalten haben als ein gesunder Zahn, dann solltest du definitiv ein- bis zweimal im Jahr zu professionellen Zahnreinigungen gehen, weil das deine Versicherung ist, dass deine Zähne mit 80 auch noch fest im Knochen stehen.

Speaker: Das ist das Zweite.

Speaker: Und das Dritte, dass Karies durch Zucker per se entsteht.

Speaker: Das ist Quatsch.

Speaker: Zucker ist nur der Nährboden für die Bakterien.

Speaker: Das heißt, nicht Zucker per se ist schädlich, sondern wenn du die Zähne nicht richtig pflegst, dass der Zucker dann durch die Bakterien besser verarbeitet werden kann.

Speaker: Das heißt, wenn ihr regelmäßig die Zähne putzt,

Speaker: und dafür sorgt, dass in den Zwischenräumen und auf den Glattflächen keine Plagg sich anlagert, dann könnt ihr auch Zucker und Süßkram essen, dann wird gar nichts passieren.

Speaker: Ihr könnt auch gar keinen Zucker essen, putzt euch nie die Zähne, geht die Zähne trotzdem kaputt.

Speaker: Und die Leute denken immer, wenn ich Zucker esse, geht die Zähne kaputt.

Speaker: Das ist Quatsch.

Speaker: Was ist noch der Mythos Nummer 4?

Speaker: Fluorid ist eigentlich auch gerade...

Speaker: Wenn ihr Kommentare unter eurem Video haben wollt, dann mache ich jetzt den Fluorid-Mythos noch auf, dass Fluorid giftig ist.

Speaker: Es ist einfach auch Quatsch.

Speaker: Also die Leute verwechseln Fluor, das Element Fluor in der Tabelle der Elemente, eins zu eins zu finden, das ist hochgiftig, mit Fluorid.

Speaker: So, Fluorid ist ein sehr wichtiger Bestandteil unseres Trinkwassers und einiger Lebensmittel, zum Beispiel Salz.

Speaker: und sorgt dafür, dass der Zahnschmelz gehärtet wird.

Speaker: Und da gibt es sehr belastbare Studien darüber, dass das auch funktioniert und dass Menschen, die fluoridiert das Trinkwasser haben, zum Beispiel, deutlich weniger Karies bekommen.

Speaker: Jetzt ist Fluorid in ganz hohen Mengen auch giftig, aber das ist Salz auch und Wasser auch.

Speaker: Das heißt, man muss das natürlich alles immer Paracelsus, die Dosis macht das Gift, aber der Nutzen von Fluorid ist deutlich höher als die negativen Effekte.

Speaker: Okay, dann zuletzt ärgert man dich manchmal als Zahnarzt, judgt man, denkt man manchmal, Alter, ja natürlich, du warst jetzt seit drei Jahren nicht mehr hier, natürlich ist es so.

Speaker: Du meinst, ob ich die Leute judge oder andersrum?

Speaker: Gar nicht, das ist so einer der Sachen, die uns, glaube ich, hoffentlich auch von den anderen Praxen unterscheidet.

Speaker: dass wir nicht da sind zum Judgen, sondern wir sind da zum Helfen.

Speaker: Im Endeffekt kommt jeder mit seinem Päckchen zu uns und jeder, der nach 20 Jahren, und das haben wir sehr oft, weil wir natürlich über unser Marketing sehr schwere Fälle anziehen, also wir sind Sammelbecken für echt komplexe Sachen, wo andere Zahnärzte aufgegeben haben, fangen wir halt häufig an.

Speaker: Und das sind teilweise auch Sachen, die natürlich passiert sind, weil in der Kindheit irgendeine Scheiße passiert ist und derjenige dann so viel Angst gehabt hat, dass er 20 Jahre nicht zum Zahnarzt gegangen ist, bis es dann gar nicht mehr geht oder bis im Leben ein Ereignis passiert wie, weiß ich nicht, meine Kinder haben mich gefragt, warum ich schwarze Zähne habe oder ja, so Sachen.

Speaker: Okay, man darf nicht lachen, sorry.

Speaker: Warum hat der Papa so schwarze Zähne?

Speaker: Ja, weil der nicht zum Zahnarzt gegangen ist.

Speaker: Und dann kommt der Papa zum Zahnarzt, weil er das für seine Kinder macht und nicht für sich selber.

Speaker: Wir machen ja häufig Sachen eher für andere als für uns selbst.

Speaker: Aber dafür sind wir nicht da.

Speaker: Wir sind nicht zum Judgen da, sondern ab jetzt, da wo der Patient kommt,

Speaker: zu gucken, was können wir tun, um wieder Lebensqualität herzustellen und wieder dafür zu sorgen, dass derjenige sich traut, teilweise vor die Tür zu gehen oder zu lächeln.

Speaker: Und das ist ja ein Geschenk, das wir bekommen, dass wir so Leuten helfen dürfen.

Speaker: Also das ist so der Teil meines Ichs, der immer noch Zahnmedizin liebt, nämlich jemanden, der am Boden ist, mit neuen Zähnen häufig ein neues Leben zu schenken.

Speaker: Und

Speaker: Das ist schon geil, wenn du so ein Jahr zusammen mit jemandem gegangen bist.

Speaker: Wir haben ganz viele Videos.

Speaker: Also wenn ihr Bock habt, geht mal auf unseren YouTube-Kanal an die Hörer und guckt euch mal.

Speaker: Ich glaube, das ist so ein Video von vor zwei Monaten oder so.

Speaker: Da haben wir einen Patienten mal so richtig krass begleitet.

Speaker: Ist so ein bisschen im Netflix-Loku-Stil.

Speaker: Und der erzählt dann, was das für den bedeutet.

Speaker: Und total emotional.

Speaker: Und mittlerweile ist das so fast wie ein Freund für uns geworden, weil wir diese emotionale Geschichte miteinander durchgemacht haben.

Speaker: Und das ist das Schöne bei uns am Beruf, dass wir Menschen echt teilweise einen großen Impact im Leben bringen können und jeder, der dann anfängt als Zahnarzt jemanden schlecht zu machen, zu judgen, runter zu machen, der hat meines Erachtens leider den falschen Beruf gewählt.

Speaker: Okay.

Speaker: Aufmerksame Zuhörende werden bemerkt haben, dass wir heute keinen Elevator-Pitch gemacht haben.

Speaker: Aber ich glaube, wir haben ein sehr, sehr gutes Bild bekommen von der Denta One.

Speaker: Aufzug ist kaputt.

Speaker: Ja, der bleibt heute mal stehen.

Speaker: Er ist in den Treppen gelaufen.

Speaker: War heute bei meinem Zahnarzt übrigens auch so.

Speaker: War im Überfluss noch der Aufzug kaputt.

Speaker: Sechster Stock.

Speaker: Also dann schaltet ihr aber jetzt auch nicht.

Speaker: Und guckt einfach auf www.denta1.de und schaut uns einfach mal an und guckt mal, wie Zahnmedizin im 21.

Speaker: Jahrhundert so aussehen kann.

Speaker: Und für die Unternehmerischen unter euch, schaut euch auf norddelta oder openregister.de die Firmenstruktur an, dann seht ihr mal, was auch Unternehmertum im Gesundheitseinrichtung möglich ist, weil...

Speaker: Wobei das Ziel nicht ein kann, möglichst viele GmbHs zu gründen, das war teilweise halt eine Notwendigkeit.

Speaker: Also ich hätte alles am liebsten in einer GmbH und könnte alles links und rechts verschieben, wie ich wollte.

Speaker: Jetzt müssen wir irgendwie immer mit irgendwelchen Gesellschafterdarlehen arbeiten und jede kleine Ausschüttung muss irgendwie... Das ist schon auch nicht geil, aber manchmal sind die Bedingungen so, dass du verschiedene Interessen ja irgendwie in eine GmbH packen musst und dann, ja, das ist...

Speaker: Das ist so ein Ritt auf der Rasierklinge.

Speaker: Möglichst wenig GmbHs, aber so viele wie notwendig.

Speaker: Oder GbRs oder was auch immer.

Speaker: Oder UGs, wie auch immer.

Speaker: Ja, soll kein GmbH-Maxing, soll keine Kenngröße sein.

Speaker: Okay, ja, also wir haben ein super Bild von DentaOne bekommen, wir haben ein sehr, sehr gutes Bild von dir bekommen, glaube ich.

Speaker: War viel Spannendes dabei.

Speaker: Vielen Dank, Stefan.

Speaker: Ja, fand ich auch.

Speaker: War cool, hat Spaß gemacht.

Speaker: Vielen, vielen Dank.

Speaker: Alright.

Speaker: Ciao, ciao.

Speaker: Tschüssi.

Speaker: Ciao.

Speaker

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