Transcript
Speaker: Ich bin Christian Wenzel, dein Mr. Broccoli und in dieser Vegan Podcast Episode hörst du. Das heißt also, wir wollen gesund alt werden. Und jetzt nehme ich nur ein Beispiel heraus. Diejenigen, die jetzt uns dazuhören und die im Moment irgendwo zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, die entscheiden ab jetzt, ob sie mit 70, 80 Jahren Alzheimer bekommen oder nicht.
Speaker: Deinen Podcasts liefert dir wöchentlich das Beste aus den Bereichen Gesundheit, Fitness, Longevity, Kinderernährung und viel mehr. Denn hey, seien wir mal ehrlich, in den Weiten des Internets nicht im Überweg zu verlieren, fällt schon ziemlich schwer. Deshalb wollen wir mit über 1000 Episoden und 1 ,6 Millionen Downloads inspirieren, informieren und dich motivieren, das Beste aus deinem Körper und deinem Leben herauszuholen. Und nun, viel Freude mit der aktuellen Episode.
Speaker: Hallihallo und herzlich willkommen im VEGAN Podcast und vielleicht sollten wir bald sagen der VEGAN Long Jeopardy Podcast, denn heute geht es um ein weiteres Mal und diesmal mit einem Top Experten.
Speaker: nämlich Professor Aman Jensen live zugeschaltet aus Österreich von der wunderbaren Firma Samina. Heute geht es wieder um Longevity und vor allem wie der Schlaf das gesunde lange Leben beeinflusst. Und wir haben gerade schon im Vorgespräch erwähnt, dass wir heute, heutzutage die Chance haben, wirklich auch länger und gesünder zu leben. Aber wir dürfen was dafür tun.
Speaker: Was genau du dafür tun kannst und was Professor Arman Jentzen dazu auch schon für sich selber getan hat, das erfährst du heute in dieser wunderbaren Episode des Wegen Podcasts. Und jetzt sage ich erstmal hallo und wunderschönen guten Morgen, lieber Günter. Ich hoffe gut und frage, wie gut geht es dir und wie gut hast du heute geschlafen? Genau, also vielen Dank für die Einladung, Christian. Ich freue mich natürlich immer mit dir zu plaudern.
Speaker: Ja, also mein Schlaf ist im Moment super gut. Das heißt, das Wetter lässt es auch jetzt wieder viel besser zu. Die Nächte kühlen wieder ab, wir können besser schlafen. Ich bin an meinem neuen Westseller dran, der wird dann im Frühjahr herauskommen. Bin also voll beschäftigt, habe jeden Tag ein sinnerfülltes Leben, weiß, wo ich hin muss und pflege natürlich nach wie vor meinem Schlaf, meine Gesundheit.
Speaker: und darüber werden wir heute reden. Du hast es schon gesagt, wir haben es selber in der Hand. Die Menschen unterschätzen immer, wie viel sie tatsächlich selber in der Hand haben und vielleicht zum Einstieg möchte ich
Speaker: ein altes Konzept ausgraben, das heute mehr oder weniger nicht mehr sehr präsent ist, nämlich das Prinzip der Salutogenese. Man hört zwar jetzt immer wieder öfter davon, eine Zeit lang war da fast eine Totenstille und in den 60er, 70er Jahren hat ein Soziologe ein Konzept entwickelt, das sich genau mit diesem Thema beschäftigt hat, nämlich seine Kernfrage war,
Speaker: Wie entsteht Gesundheit? Also ein hochspannendes Thema und er hat dann natürlich einige Theorien aufgestellt und hat natürlich auch den Schlaf nicht vergessen. Ich habe sein Konzept und sein Modell in den letzten Jahren ein bisschen überarbeitet und erweitert, weil in den 50 Jahren ist so viel passiert mit unserer Umwelt, mit uns Menschen, mit den Krisen.
Speaker: dass das, was er damals quasi in den Fokus genommen hat, nicht auslangt. So, und wenn wir darüber nachdenken und vielleicht auch noch was interessant ist,
Speaker: Die Gesundheit, und das ist wichtig zu verstehen, das ist kein Zustand. Auch die Krankheit ist kein Zustand. Es sind beides Prozesse. Und diese Prozesse laufen jede Sekunde gegeneinander. Und manchmal ist mehr Gesundheit da und manchmal ist mehr Krankheit da. Und jetzt ist natürlich die Kunst dafür zu sorgen, dass wir mehr Gesundheit produzieren.
Speaker: Und was den Prof. Antonowsky noch interessiert hat, war natürlich die Frage, wie kommt es, dass Menschen unter gleichen Lebensbedingungen gesünder sind, quasi die Probleme, die aus der Umwelt, die psychologisch, psychisch entstehen, dass die das alles besser verkraften. Und das hat dann zur Erkenntnis geführt,
Speaker: dass diese Menschen resilienter sind. Das ist jetzt ein Wort, das wir schon besser wieder kennen, die Resilienz. Das heißt also, man könnte das ein bisschen lustig so beschreiben, ein resilienter Mensch ist ein Stehaufmännchen. Wenn da ein Lüftchen kommt, dann bläst es ihn nicht gleich um. Und wenn es ihn umbläst, dann jumpt er sofort wieder hoch und geht wieder seinen Dingen nach.
Speaker: So, und heute geht es jetzt um das Thema Langlebigkeit. Und wenn ich ein bisschen so in den Statistiken herumwühle und du weißt, ich bin auch ein Studienfreak. Ich wurde jahrelang gequält mit meinen quasi Ideen und Innovationen und jeder gefragt, wo sind die Studien?
Speaker: Und dann muss ich natürlich am Anfang die Leute enttäuschen und sagen, am Anfang ist alles Empirie, am Anfang gibt es keine Studie. Wenn du ein neues Projekt angehst, wo willst du deine Studie hernehmen? Oder wenn ich jetzt also an das Schrägschlafen denke oder an die Körperertung, mit der ich schon vor 40 Jahren begonnen habe. So, Langlebigkeit. Ja, wir wissen heute die durchschnittliche Lebensdauer.
Speaker: Bei den Männern, die liegt aktuell, also wenn wir jetzt eine deutsche Statistik hernehmen, bei 78 ,3 Jahren. Die Frauen haben in der Regel zwei, drei Jahre längere Spanne. Also irgendwo 80 ist so ein Datum auch jetzt auf die Zukunft bezogen. Das heißt also,
Speaker: Die Lebenserwartung ist im Laufe der letzten Jahrzehnte eindeutig gestiegen. Weißt du, wie viele Statistik dann davon auch kranke Jahre sind? Ich habe mal gehört, gerade wenn es dann natürlich ins ältere Semester geht. Genau, das ist genau das Thema. Jetzt kommt das Thema. Und dieses Thema, wenn wir das jetzt wirklich ganz bewusst und gezielt angehen und sagen, wie schaut eigentlich unsere Ausgangslage wirklich aus? So, und da
Speaker: Ja, da braucht es jetzt ein bisschen starke Nerven, weil da gibt es eine Studie und die zitiere ich seit diese Studie herausgekommen ist im Jahre 2015. Das war bisher die weltgrößte Studie zum Thema Wie gesund ist die Weltbevölkerung? Die Studie ist 20 Jahre gelaufen, von 1993 bis 2013.
Speaker: Es haben über 180 Länder weltweit mitgemacht. Es war die WHO dabei, es waren die üblichen Superuniversitäten, Stanford und bis hin auch zu Oxford und alle die wir kennen, die Harvard University ist im medizinischen Bereich auch ganz stark. Und 2015 wurde das Ergebnis im Lancet, Lancet ist also ein Wissenschaftsmagazin, wurde das veröffentlicht.
Speaker: Und das war einer der größten Schocks für alle, die sich mit Gesundheit beschäftigt haben, aber auch für die Medizin. Es ist herausgekommen, dass nur noch jeder zwanzigste Mensch kerngesund ist. Und wenn du jetzt ein bisschen der Kopfrechnung machst, dann merkst du, das sind magere 5%.
Speaker: Das heißt, fünf Prozent der Menschen sind kerngesund. Wie war die Definition? Hast du die kurz im Kopf? Haben die Allergien und so weiter? Es geht immer um die gleichen Sachen. Es geht natürlich immer um die Themen, an welchen Dingen die Menschen versterben.
Speaker: Und da ist natürlich nach wie vor Herz -Kreislauf, Krebserkrankungen. Die üblichen Verdächtigen, die wir seit vielen Jahren kennen, die sind ganz vorne. Und in die Richtung werden natürlich vor allem die Menschen untersucht. Wenn du eine gesunde Untersuchung machst, dann weißt du ungefähr, was auf dich zukommt. Dann werden Bluttests gemacht, dann wirst du körperlich untersucht, dann werden deine Organe
Speaker: quasi analysiert und dann werden gewisse Tests gemacht, um herauszufinden, wie ist wirklich die Ausgangslage und wie schaut das aus. Wir sehen Blutdruck und so weiter. Es ist spannend, du wirst uns bestimmt dieses Studio als Link schicken, die können wir ja gerne verlinken, vor allem für diejenigen, die da mehr wissen wollen. Genau, es geht auch um den Bodemassindex und viele andere Dinge. Das hat alles Wechselwirkungen auf die Gesundheit. Das, was man natürlich aus meiner Sicht leider zu wenig untersucht hat, ist der Schlaf. Mit dem hat man sich
Speaker: Weil der Schlaf nach wie vor in der Wissenschaft, in der Medizin unterrepräsentiert ist, hat man sich damit nicht beschäftigt. Er wird immer fälschlicherweise als so selbstverständlich genommen, oder? Ich habe daraus natürlich gleich eine Regel gemacht. Rein statistisch sind in Deutschland, und das können wir hochrechnen auf den ganzen deutschsprachigen Raum,
Speaker: bei den Erwerbstätigen über 80 Prozent Schlafgestörte. Das heißt also, die schlafen schlecht, die schlafen gestört, die schlafen zu kurz und die haben auch keinen erholsamen Schlaf mehr. Und aufgrund dieser Studie habe ich dann die Hypothese aufgestellt, wir haben nicht 80 Prozent Schlafgestörte, sondern wir haben 95 Prozent Schlafgestörte.
Speaker: Warum? Weil ich weiß, es gibt keinen gesundheitlich angeschlagenen, kranken Menschen, der gut schlafen kann. Und wenn 95 Prozent der Menschen eine und ab dem 50., 60. Leben mehrere Gesundheitsstörungen haben, dann ist für mich logisch abzuleiten, die Leute haben einen ganz gestörten Schlaf.
Speaker: Und es geht ja so weit, dass wir heute wissen, dass die Schlafstörung nicht nur ein Symptom von Gesundheitsstörungen ist, sondern dass die Schlafstörung
Speaker: eine Urursache der Krankheit ist. Das heißt, wir haben heute viele Zivilisationskrankheiten, die ursächlich mit schlechtem und zu kurzem Schlaf zusammenhängen. Eine kurze Zwischenfrage. Reden wir hauptsächlich von den Industrieländern, also hier von Westkorenen? Ja, natürlich. Die Industrieländer und dort, wo die Wirtschaft läuft, das ist einfach die Erfahrung dort, wo es prosperiert.
Speaker: Dort, wo es krägt, dort schlafen die Leute schlecht. Und nochmal ganz kurz zurück zu der Studie. Sind dann quasi auch in den anderen Ländern 95 % der Menschen mit einer Leidenschaft? Ja, in der Studie findest du eigentlich länderspezifische Hinweise.
Speaker: Die Grunderkrankungen sind natürlich verschieden. In den USA haben wir heute schon über 50 % Übergewichtige, wir haben sogar 30 -35 %
Speaker: Fettleibige Menschen oder wo eigentlich schon ins Krankhafte geht. Also je nach Land oder? Deutschland kommt direkt danach. Genau oder? Nach UK. Dann sehen wir der Halterparat, die Muskulatur, die Wirbelsäule und alle diese Sachen sind natürlich je nachdem was die Menschen machen, mehr oder weniger der Anspruch.
Speaker: Aber es ist einmal irgendwo ein Querschnitt und es ist einmal ein Hinweis, wo die Reise hingeht und wo wir stehen. Und jeder von uns, wir brauchen uns ja nur ein bisschen umhören, wir sehen es ja selber, wer ist wirklich kerngesund?
Speaker: Also ab einem gewissen Alter hat doch jeder seine Zipperlein. Die Leute schlucken Medikamente, Bluthochdruck, Cholesterinsenker, Antidepressiven oder Schlafmedikamente. Ich denke, das geht alles einher. 95 % der Menschen sind nicht mehr kerngesund. Also nehmen wir 95 % der Menschen wahrscheinlich irgendwelche Medikamente. Da reden wir jetzt wahrscheinlich nicht von Nahrungserkennung. Ja, also ich würde sie nicht so hoch ansetzen.
Speaker: Aber klar ist, die Pharmazie, oder man muss vielleicht immer ein bisschen unterscheiden, rezeptflächige Medikamente und sag ich einmal frei zugängliche Medikamente. Aber wenn wir das so sehen, dann hast du vollkommen recht oder dann nehmen ein Großteil der Leute irgendwelche Dinge ein und
Speaker: Die Bewussten, die Gesundheitsbewussten, die suchen natürlich ihr Heil in der Naturheilkunde, die suchen ihr Heil eher in der integrativen Medizin und die werden sich eher mit Nahrungsergänzungsmitteln, gesunder Ernährung und so weiter beschäftigen.
Speaker: Wir sehen jetzt bereits an diesem Punkt, ohne dass wir ganz tief einsteigen, wie man sich vorstellen kann, auf diesem Planeten lange zu leben. Automatisch funktioniert das nicht mehr. Das heißt, zumindest in den Industrienationen. Meine Botschaften betreffen in erster Linie den deutschsprachigen Raum mit 100 Millionen Einwohnern.
Speaker: Da wo wir zu Hause sind, um die Menschen wollen wir uns kümmern. Und da sehen wir... Vielleicht ein ganz kurzer Einsatz. Du hast ja auch im Vorgespräch erwähnt, dass vor 300 Jahren, 200 Jahren und so weiter die Menschen gar keine Chance hatten, so alt zu werden. Genau. Und jetzt haben wir eigentlich die Chance und vermasseln uns selber, sozusagen. Jetzt haben wir die Chance, wirklich gesund alt zu werden.
Speaker: Darum soll es ja auch heute gehen. Was sind da die Tipps? Was sind deine Ergebnisse? Nur das dürfen wir bewusst sein und das hast du jetzt super gut herausgearbeitet, dass es eben keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir jetzt die magische Pille schlucken und dann eben gesund alt sind, sondern es ist Aufwand. Wir dürfen uns dafür was tun und natürlich dürfen wir auch das Wissen haben, was du uns heute bereitstellst. Genau, genau. Und um das geht es. Und dann kehren wir noch einmal zurück zum Kollegen Antonowsky.
Speaker: Und er hat ja schon damals gesagt, du hast eigentlich 90 Prozent deiner Gesundheit selber in der Hand. Und dasselbe trifft auf den Schlaf zu. Das heißt also, wir haben selber in der Hand, wie lange wir schlafen, wann wir ins Bett gehen, wann wir raufstehen, wie unser Schlafplatz ausschaut, wie unser Schlafraum ausschaut. Das haben wir alles selber in der Hand.
Speaker: Wenn wir das allerdings der Matratzenindustrie überlassen oder im anderen Bereich der Pharmazie, dann haben wir natürlich schon von vornherein wieder schlechte Karten. Und das trifft auf alles zu. Überall dort, wo Industrialisierung dahinter steckt. Und das ist jetzt auch ein bisschen das Problem geworden der Industriemedizin. Das haben wir jetzt in der Pandemie bemerkt, obwohl wir eine hochwissenschaftliche Medizin haben.
Speaker: waren die Mittel, uns zu unterstützen, sehr bescheiden aus der Medizin. Das kann man so zusammenfassen, ohne jemanden direkt näher treten zu wollen. Das hat jeder an sich selber gespürt und schon damals haben die bewussten Menschen versucht, die Dinge selber in die Hand zu nehmen, also nicht zu delegieren.
Speaker: sondern einfach Hausverstand einschalten und darüber nachdenken, was bedeutet das, wo geht die Reise hin und was muss ich tun.
Speaker: Trantanovski hat eben gesagt, du hast deine Gesundheit selber in der Hand und hat dann einige Schlüsselfaktoren oder Säulen aufgestellt. Nachdem ich jetzt gerade an einem Buch dran bin, ist es natürlich ein wichtiges Kapitel, die Salottogenese und wie wir diese Grundsätze der Salottogenese nutzen können, um gesünder zu sein.
Speaker: Jemand, der gesund ist, hat natürlich immer die Absicht, gesund zu bleiben. Und jemand, der nicht gesund ist, hat die Absicht, wieder gesund zu werden. Das ist so mal die Geschichte. Und jetzt darüber hinaus gibt es natürlich die Idee, und diese Idee ist jetzt in den letzten zwei, drei Jahrzehnten gewachsen, dass die Menschen das Gefühl haben,
Speaker: Sie können, und manche sagen das auch ganz bewusst, älter werden. Wo ich in den 70er, 80er, 90er Jahren mein Schlafkonzept vorgestellt habe,
Speaker: ist zum Beispiel ein 70 -jähriger Mensch an meine Beratung gekommen. Der hat jetzt dann alles angeschaut und hat dann gesagt, das ist super, was Sie da machen, aber für mich lohnt sich das nicht. Ich bin schon 70 Jahre alt. Heute, wenn der 70 -Jährige kommt zu mir, dann sagt der Juhey, endlich habe ich jemanden, der sich jetzt um einen Schlaf und um meine Gesundheit kümmert, weil ich will 100 werden.
Speaker: Das heißt, die Menschen haben heute eine andere Motivation, wirklich alt zu werden. Du hast es richtig gesagt, jetzt ist die Kunst, gesund alt zu werden. Und du hast vorher auch schon etwas Richtiges gesagt. In dieser Studie ist natürlich auch herausgekommen, dass wir bereits 30 Prozent unseres Lebens mit Krankheiten und Verletzungen verbringen.
Speaker: So, das heißt also ein Drittel unseres Lebens geht unter Anführungszeichen flöten, indem wir nicht gesund sind. Und das heißt also mein Konzept der Lebensverlängerung geht eigentlich in zwei Richtungen. Ich will das bestehende Leben optimieren und da ist die Ansprache vor allem an die jungen.
Speaker: und will natürlich dann, wenn der Mensch wirklich älter ist, den Leuten Unterstützung geben, wie sie tatsächlich gesund alt werden können.
Speaker: Und jetzt rieche ich da selber in die Richtung jetzt mal allumfassend oder ist dein Fokus nach wie vor auf Schlaf, denn ich finde natürlich deine Einstellung hervorragend, wie du schon in der Einleitung erwähnt mein zukünftiger Bestseller. Also auch das ist ja quasi, finde ich, ein Bestandteil des Lebens. Du hast eine Vision, du hast einen Sinn in deinem Leben, das hast du schon erwähnt ganz am Anfang.
Speaker: Und du hast höhere Ziele und weißt genau, was eintreten wird. Das sind so zwei Goldnuggets, finde ich. Ich werde jetzt am 2. Oktober 70 und ich habe beschlossen, dass mein 71. Jahr mit dem Wissen, das ich heute habe, zu meinem erfolgreichsten Jahr wird. Das ist das, was ich machen will. Das ist auch ein wichtiger Punkt, über das werden wir dann noch reden. Die Hoffnung in die Zukunft zu haben.
Speaker: Aber das, was ich jetzt noch sagen will, ist jetzt der nächste wichtige Meilenstein. Und der ist 1998 passiert und den erzähle ich auch immer wieder. Das heißt also, Antonowsky ist für mich wichtig, die Studie Global Burn of Disease, weltgrößte Studie zu diesem Thema.
Speaker: Und jetzt kommt der Schlaf. Und 1998 ist der damals führende Schlafwissenschaftler, weltweit führende Schlafwissenschaftler in Pension gegangen und hat an der Universität emeritiert, hat also da seine Funktionen aufgegeben und hat wie üblich an der Stanford University eine Abschiedsrede gehalten.
Speaker: Und da sind jetzt auch wieder zwei Kernsätze, die mich seither begleiten. Und das war für mich ganz wichtig. Ende der 90er Jahre, da war ich mittendrin in meinen Projekten und die Leute haben immer nur geschaut und mich fragend angeschaut. Ja, so eine Art, was willst du mit dem Schlaf? Und wir schlafen doch alle. Dann ist der Professor William Sediment gekommen und hat Folgendes gesagt. Nach 40 Jahren Schlafforschung
Speaker: habe ich keinen Faktor gefunden, der einen größeren Einfluss hat auf unser Wohlbefinden und auf unsere Gesundheit als der Schlaf. Über 90 Prozent unserer Gesundheit hängen vom Schlaf an.
Speaker: So, jetzt hat sich der Kreis geschlossen. Jetzt siehst du und jetzt sehen auch die Zuhörer, dass der Schlaf, wenn es um Lebensverlängerung geht, wenn es um Aufrechterhaltung der Gesundheit, der Fitness geht, ist der wichtigste Einzelfaktor für uns Menschen.
Speaker: Es ist nicht angekommen, weder in der Medizin, noch in der Psychologie, noch in der Therapie. Der Schlaf ist nach wie vor total unterbewertet und wie ich gesagt habe, viele, viele oder zahlreiche unserer Zivilisationskrankheiten entstehen dadurch, weil die Menschen zu wenig schlafen, weil sie schlecht schlafen, weil sie sich nicht im Schlaf verholen können.
Speaker: Und jetzt kommen wir wieder zum Antonowsky. Das heißt also erste Säule Schlaf, zweite Säule Ernährung, dritte Säule Bewegung. Und das sind auch in der Zwischenzeit die drei Säulen der WHO. Die Weltgesundheitsorganisation hat also bereits vor ungefähr 20 Jahren den Schlaf neben der Ernährung und der Bewegung als dritte Säule für die Gesundheit in ihren Kodex aufgenommen.
Speaker: Das heißt, die nehmen quasi das, das sind die drei Main Pillars. Wenn man jetzt so diese Blue Zones anguckt, die ja sehr auch gerade beliebt sind, da kommt ja unter anderem auch das Thema Social und Community als sehr, sehr wichtig. Genau, das ist der nächste wichtige Punkt. In den letzten zweieinhalb Jahrzehnten in den Studien und ganz krass ist es zum Vorschein gekommen während der Pandemie, dass eben
Speaker: Ein absoluter Gesundheitsbooster sind die sozialen Kontakte. Das ist unsere Familie, das sind unsere Freunde. Das ist einfach das, was sehr nahe um uns herum existiert und mit denen wir dauernd in Kommunikation und in Interaktion sind.
Speaker: Und je freundlicher und harmonischer diese Kommunikation und Interaktion ist, umso heilvoller ist das. Das heißt also, wir Menschen scheinen irgendetwas in uns zu haben, um andere Leute gesundheitlich positiv beeinflussen zu können. So, ist nichts Neues. Wenn wir verliebt sind, wenn die Hormone hochschießen, dann fühlen wir uns natürlich tipptopp rundherum.
Speaker: Und das sind alles Beispiele, die uns zeigen, dass eben die Emotionen und in dem Fall die positiven Emotionen gesundheitsverstärker sind.
Speaker: Und jetzt kommt das nächste große Fass, mit dem ich mich auch seit über 20 Jahren beschäftige und wo in dem Buch auch eine wichtige Rolle spielt, nämlich als Unterstützung für die Menschen, weil Menschen, die ihren Schlaf verbessern wollen, die müssen sich nicht nur um ihren Schlaf kümmern, sondern die müssen sich um ihr Leben kümmern, die müssen sich um ihre Gesundheit kümmern, um ihre Fitness kümmern.
Speaker: Wenn das alles da ist, dann kommt der Schlaf viel lieber und dann wird der Schlaf auch viel besser funktionieren. Er funktioniert ja bei vielen Menschen nicht, weil alle diese Basics fehlen, die der Schlaf braucht. Und dieses nächste Modell ist das Modell der positiven Psychologie. Von Professor Martin Seligman, der hat es auch Ende der 90er Jahre dann quasi begonnen, unter die Leute zu bringen.
Speaker: Und die positive Psychologie, die beschäftigt sich eben mit dem Thema nicht wie die, sag ich mal, Schul - und Hochschulpsychologie mit den Problemen des Menschen, sondern die fokussiert sich auf die Stärken des Menschen.
Speaker: Und da gibt es eine schöne Metapher. Überall auf dieser Welt gibt es irgendwelche Klippen, wo Menschen sich bewusst zur Dose stürzen. Das heißt also, wenn jemand sich von dem Planeten verabschieden will, gibt es Orte, wo er sich hinabstürzen kann. Und in der normalen Psychologie steht der Rettungswagen unten bei der Klippe.
Speaker: Und in der positiven Psychologie steht da oben an der Klippe. Und wenn man dieses Konzept ein bisschen versteht, dann weiß man, dass man natürlich einen super Unterstützer im Leben hat. Und auch der Antonowsky sagt, Krisen und Katastrophen
Speaker: Die kann es nicht vermeiden im Leben, aber sie sind nicht das Ende. Es geht immer weiter. Und da hilft sowohl das Modell der Salatogenese als auch dieses Modell der positiven Psychologie. Also das ist jetzt nur als Tipp für jemand, der jetzt wirklich die Idee hat, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Salatogenese ist ein gutes Beispiel plus die positive Psychologie.
Speaker: Und jetzt kommen wir zu meinem Kernthema, dem Schlaf. Wenn das alles stimmt, was der William Sediment 1998 gesagt hat, dann ist vollkommen klar, müssen wir uns als Allererstes, egal wo wir stehen im Leben, egal wie gesund oder wie krank wir sind, wir müssen uns um den Schlaf kümmern.
Speaker: Und das ist meine Botschaft. Und deshalb hat sich automatisch meine Mission auf dem Planeten ergeben. Ich möchte aus jedem schlichten Schläfer einen guten machen und ich möchte aus jedem guten Schläfer einen super Schläfer machen. Das ist das, was ich jetzt seit fast 40 Jahren mache und wo ich unterstütze und wo ich jetzt mehr und mehr logischerweise Zuspruch bekomme,
Speaker: Und wo es mir auch gelingt, mehr und mehr in den Bereich der Medizin, in den Bereich der Psychologie, neuerdings sogar in die Schulen einzudringen, um die Menschen mit Informationen zu versorgen, was sie tun müssen, weil es gibt Musskriterien.
Speaker: Wenn du diese Musskriterien nicht erfüllst, dann kommt dein Schlaf nicht. Also mit dem Schlaf ist es in der Zwischenzeit genau das gleiche wie mit der Gesundheit. Die Gesundheit kommt nicht automatisch. Sondern du musst was tun und der Schlaf kommt auch nicht mehr automatisch. Die Menschen liegen stundenlang wach im Bett.
Speaker: Und das führt dazu, dass sie ein Schlafdefizit entwickeln. Das heißt also, wenn du in der Woche jede Nacht nur eine Stunde Schlaf verlierst, sind es sieben Stunden mal vier Wochen, dann hast du 30 Stunden Schlafdefizit, mal zwölf Monate, dann bist du über 400 Stunden Schlaf, die dir fehlen. Und die Schlafschulden
Speaker: Und das ist der größte Gesundheitshai, den wir kennen. Das sind Schlafschulden. Die sind viel, viel krasser als Finanzschulden. Diese Schlafschulden, die kumulieren sich auch wie ein Kredit. Irgendwann kommen die Zinsen und die Zinseszinsen dazu. Und du musst dir das so vorstellen, ich versuche es den Leuten so zu erklären. Du hast einen Rucksack und am Anfang ist der leer. Mit einem leeren Rucksack wandern,
Speaker: ist herrlich. Den spürst du nicht, oder? Da hast du keine Last und nichts. Und jetzt musst du dir vorstellen, für jede Stunde Schlaf, wo dir fehlt, kommt ein Stein in diesen Rucksack, der ein Kilo hat.
Speaker: Und es vergeht eigentlich kein ganzer Monat hast du dann schon Probleme diesen Rucksack zu tragen. Und je mehr Steine da drinnen sind, umso schwieriger wird es, dass du gesund bleibst. Es ist eigentlich langfristig gar nicht möglich. Und wenn du lang genug schlecht schläfst, dann steigt ein Risiko.
Speaker: für Herzinfarkt, um das Sechsfache, Schlaganfall, Detto, Depressionen, um das Zehnfache. Du hast ein hohes Risiko, an Diabetes zu erkranken. Also alles Dinge, die wir ja kennen, Herz -Kreislauf -Erkrankungen, nach wie vor Todesursache Nummer eins.
Speaker: hängen ursächlich mit dem Schlaf zusammen. Wenn du dann noch das Pech hast, dass du an einer Schlafapnoe leidest, das heißt, dass du in der Nacht Atemaussetzer hast und mehr oder weniger in einem Sauerstoffdefizit schläfst, dann verlierst du Jahre, dann verlierst du Lebensjahre, dann hast du keine Chance, alt zu werden. So, also man sieht jetzt schon, wo die Reise hingeht und jetzt kommt
Speaker: kommen natürlich Dinge ins Spiel und vor 40 Jahren, also Anfang der 80er Jahre, habe ich ja zwei Visionen entwickelt. Man muss sich ja vorstellen, ich habe eine psychologische Praxis gehabt und habe nach zwei Jahren festgestellt, dass alle meine Klienten und Patienten einen gemeinsamen Nenner gehabt haben. Egal welches Problem sie hatten, sie haben alle schlecht geschlafen.
Speaker: So, und das war dann für mich der Start, mich mit dem Schlaf auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken, was hat die Schlafstörung mit den Problemen von meinem Patienten oder Klienten zu tun. Und dann habe ich begonnen, den Schlaf zu optimieren.
Speaker: Am Anfang mit ganz verrückten Dingen. Ich habe die Leute geerdet im Schlaf. Da konnte damals niemand etwas anfangen mit dem Thema. Die Erdung hat man nur aus der Elektrotechnik gekannt. Man hat nicht Menschen geerdet. Man hat damals, wo ich begonnen habe, hat man den Leuten gesagt, das darfst du auf keinen Fall machen. Das ist lebensgefährlich. Man hat sich hier auch nicht ausgekannt, was es heißt, den Körper zu erben. Ich habe also festgestellt,
Speaker: dass es natürliche Einflussfaktoren gibt, die den Schlafrückzug verbessern können. Mit denen habe ich mich natürlich sehr intensiv beschäftigt. Daraus ist dann das Schlafkonzept entstanden. Und ich habe natürlich als Psychologe immer etwas im Fokus gehabt. Ich habe gewusst, wenn die Menschen etwas nicht leben, dann sind es Veränderungen.
Speaker: Die Menschen wollen sich nach Möglichkeit nicht verändern. Erst wenn sie Schmerzen haben, wenn sie einen hohen Leidensdruck haben, dann sind sie bereit und deshalb ist natürlich der Leidensdruck in einer Therapie ganz wichtig, weil wenn mein Patient einen Leidensdruck hat, dann ist er auch motiviert, den wieder loszuwerden.
Speaker: Und deshalb ist es auch bei Kindern schwierig. Kinder entwickeln nicht so einfach einen Leidensdruck, oder? Die haben dann nicht die Motivation, die Dinge von sich aus zu ändern. Da musst du dann wieder mit anderen Mitteln und Methoden arbeiten. So. Das heißt also, ich habe mich immer auch darauf fokussiert, dass zumindest am Anfang keine großen Verhaltensänderungen notwendig sind, sondern ich habe mich konzentriert auf das Gesundheitstrio, Schlafraum, Schlafplatz, Bettsystem.
Speaker: Und wir verbringen jedes Jahr, und die Leute vergessen das oder den Leuten ist das nicht bewusst, 100 volle, 120 volle Tage nur mit Schlafen pro Jahr. Das heißt, als ein Drittel des Jahres verschlafen wir. Ja, jetzt brauchen wir jetzt eigentlich auch keine großen Philosophen und Mediziner zu sein, um nicht zu erkennen, dass das ja einen Sinn haben muss.
Speaker: Ich glaube, die Natur und die Schöpfung haben wenige Dinge präsent gemacht, die können Sinn machen. Dahinter ist irgendwo ein größerer Sinn vorhanden. Also können wir davon ausgehen, dass der Schlaf natürlich einen Sinn hat. Und der William Sediment hat uns ja auch in Richtung Gesundheit signalisiert, dass ein einzig Prozent der Gesundheit vom Schlaf abhängig ist.
Speaker: Das heißt also, wir wollen gesund alt werden. Und jetzt nehme ich nur ein Beispiel heraus. Diejenigen, die jetzt uns dazuhören und die im Moment irgendwo zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, die entscheiden, da gehörst du dazu, die entscheiden ab jetzt, ob sie mit 70, 80 Jahren Alzheimer bekommen oder nicht.
Speaker: Die Alzheimerkrankheit wird zunehmen. Wir haben aktuell weltweit schon 60 -70 Millionen Alzheimerpatienten. Das ist eine der Krankheiten, die auch explodieren wird, wie viele andere, die wir kennen. Der Hintergrund ist wieder der Schlaf.
Speaker: Wer hätte gedacht, dass die Entstehung der Alzheimerkrankheit überhaupt etwas mit dem Schlaf zu tun hat? Heute wissen wir, beziehungsweise seit über zehn Jahren wissen wir, dass während dem Schlaf, und jetzt sage ich wieder, während dem gesunden guten Schlaf, sich unser Gehirn entgiftet. Ein hochkomplexer Vorgang, das heißt also man kann sich das ungefähr so vorstellen,
Speaker: Unser Gehirn schrumpft um etwa 20 Prozent. Das Gehirnwasser, dieser Likör, hat dann mehr Möglichkeiten quasi in die Zwischenräume zu kommen. Und dann entstehen sogar im Schlaf und vor allem im Tiefschlaf Druckquellen. Und diese Druckquellen sind so wie ein Kercher sozusagen und reinigen
Speaker: die Nervenbahnen und Neuronen von Plakke, das heißt also von Ablagerungen und das sind diese berühmt -berüchtigten Beta -Ammeloide, die schlussendlich die Urursache der Alzheimerkrankheit sind. Also das heißt, das ist jetzt hier wieder ein gutes Beispiel. Du kannst schon alt werden, aber wenn du mit 80 Alzheimer hast, was willst du dann? Das frage ich dich, oder?
Speaker: Dann wartest du eigentlich nur noch auf deinen Tod, oder? Oder viel ja auch nicht, weil viele das ja gar nicht realisieren, ihre Krankheit und die Dramatik ihrer Krankheit. Geht denn diese Reinigung des Gehirns in der Regel im Tiefschlaf? Wie es weitergeht erfährst du in der nächsten Episode.
Speaker: Ich hoffe, dir hat die heutige Episode gefallen. Um ja nicht die neuesten News und Trends rund um Gesundheit, vegane Annäherung und Fitness zu verpassen, schalte jeden Donnerstag und Sonntag ein. Es warten spannende Solo -Episoden und Interviews auf dich. Abonniere uns auch auf iTunes, Apple Podcasts, Spotify, Google Podcasts oder einem anderen Anbieter deiner Wahl und lass gerne eine Bewertung da. Die zugehörigen Links findest du in den Show notes.
Speaker: Teile den Podcast auch gerne mit deinen Liebsten, damit auch sie zukünftig ihrer Gesundheit wieder mehr Beachtung schenken. Vielen lieben Dank und einen wunderschönen Tag wünscht ihr das ganze Vegan Athletes und Mr. Broccoli Team. Aber Achtung, als kleiner Reminder, die Inhalte dienen lediglich rein informativen Zwecken und ersetzen keinen Arztbesuch. Solltest du körperliche Leiden haben oder an einer ernsten Krankheit leiden, wende dich bitte immer an einen Arzt.






