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#020 So bezahlst du, ohne Datenspuren zu hinterlassen

Der Privacy Podcast (by Privatopia)
Der Privacy Podcast (by Privatopia)

195 plays · Sep 15, 2026

Transcript

Speaker: Hallo und willkommen zu der Privacy Podcast, deine Quelle für Sicherheit, Privatsphäre und Anonymität mit Timo und Nio.

Speaker: Timo, wir werden jetzt endlich Commerz.

Speaker: Worüber werden wir heute sprechen?

Speaker: Das größere Thema heute ist Zahlungen.

Speaker: Also wie man am besten bezahlt und das auch so privat wie möglich macht und wo man auch aufpassen muss und welche Möglichkeiten nicht so privat sind und wie man diese dann trotzdem einigermaßen privat nutzen kann.

Speaker: Und wir schauen uns eigentlich alle Themenbereiche an.

Speaker: Also einmal Kreditkarten, Banküberweisungen, Bargeld, Gutscheine, dann auch Verkaufs.

Speaker: Gehen wir ein bisschen darauf ein mit Bitcoin und mit anderen verschiedenen Kryptowährungen, wie man damit zahlen kann und was da auch die Probleme sein können.

Speaker: Aber das wirklich nur ganz kurz, weil da gehen wir in den nächsten Folgen dann tiefer ins Datei, wenn wir eine Serie zu Bitcoin machen.

Speaker: Und dann zu guter Letzt schauen wir uns an, wie man privat investieren kann.

Speaker: Denn fast alle Anlageklassen, die mögen das oder die werden dazu gezwungen, durch die ganzen Regularien den Kunden auszuweisen und herauszufinden, wer der ist.

Speaker: Aber es gibt immer noch ein paar Optionen, sein Geld privater anzulegen.

Speaker: Damit schließen wir dann die Folge einmal ab.

Speaker: Wo wir gut anfangen können, ist das, was wahrscheinlich die allermeisten machen.

Speaker: Vielleicht nicht in unserer Audience, da kann ich mir schon vorstellen, dass Leute sehr viel Privatsphäre bewusster mit dem Geld umgehen, aber mittlerweile ist die Karte oder sogar sowas wie Google Pay oder Apple Pay das, was am meisten genutzt wird.

Speaker: Wir können es uns schon erahnen, diese Zahlweise ist natürlich alles andere als privat, wenn man sie so verwendet, wie sie einem präsentiert wird.

Speaker: Als erstes der einfachste Zugang ist von meiner Bank oder einem anderen Kreditinstitut, bekomme ich eine Karte, EC oder Kredit und diese Karte, die kann ich dann über das Gerät ziehen.

Speaker: und dann damit bezahlen.

Speaker: Und unterwegs, was passiert?

Speaker: Die ganzen Banken oder Zwischenhändler, die finden alle möglichen Daten über mich heraus und wissen dann, wo ich wann was mit welchem Betrag gekauft habe und vielleicht sogar genau, was ich da konkret auf dem Einkaufssettel stehen habe.

Speaker: Das wird eine ewige Dokumentation geben und man kann dann früher oder später auch, wenn das geliquid herausfinden, wie ich mich verhalte,

Speaker: Und da sind ja auch noch viele andere Daten dran gebunden.

Speaker: Also wo ich wann bin, kriegt man damit auch raus.

Speaker: Wenn ich auf einmal anfange, in Amerika einzukaufen vor Ort, dann weiß man, wahrscheinlich bin ich gerade nicht zu Hause.

Speaker: Und das kann auch für einen Einbrecher wieder interessant werden.

Speaker: Also viele Datenpunkte, die ich teile, wenn ich mit einer Kreditkarte oder generell einer digitalen Methode, die die meisten Menschen verwenden, in meinen Supermarkt gehe.

Speaker: Was würdest du denn sagen, Timo, lässt sich dagegen tun?

Speaker: Also wenn man vor Ort ist, die ganzen Probleme, die du ja gerade aufgezeigt hast, treten nur auf, wenn man vor Ort in einem Supermarkt oder bei der Tankstelle zum Beispiel mit einer Kreditkarte bezahlt oder über sowas wie Google Pay oder Apple Pay.

Speaker: Da ist eigentlich die beste Option Bargeld, aber da gehen wir gleich darauf ein.

Speaker: Aber ein wenig besser als mit einer direkten Kreditkarte zu zahlen, ist es über Google und Apple Pay zu machen.

Speaker: Ja, wobei, also Google und Apple, die bieten eine erhöhte Sicherheit durch Kryptografie und sie schützen auch dich und deine Daten vor den Händlern, dass die nicht alles von dir mitbekommen.

Speaker: Apple macht das sogar noch ein Stück weit besser, dass nicht die Kreditkartennummer auch übertragen wird, sondern nur ein Pseudonym davon, was auch sich bei jedem Zahlungsvorgang ändert.

Speaker: Das stimmt alles, insofern ist das ein guter Proxy, den man nehmen kann.

Speaker: Allerdings sind jetzt dafür natürlich alle Daten

Speaker: trotzdem irgendwo bei der Bank und auch bei Apple.

Speaker: Es ist so Pest und Cholera in meinem Kopf, wobei wahrscheinlich, wenn man viele verschiedene Händler oder verschiedene Märkte anzurft, ist es immer noch ein Stück besser.

Speaker: Also es geht deutlich höher in die Sicherheit und dann ein bisschen in Richtung Privatsphäre, je nachdem, gegenüber wem man privat sein möchte.

Speaker: Das Problem ist, wenn ich vor Ort bin und digital bezahle, dann habe ich immer irgendwen, der was über mich herausfindet.

Speaker: Dafür gibt es aber, wenn ich bei der Kreditkarte bleiben will, die Möglichkeit, meine Kreditkarte zu splitten.

Speaker: Also ich kann verschiedene Kreditkarten benutzen über verschiedene Banken und mittlerweile bieten auch viele moderne Banken an, dass wir extra virtuelle Kreditkarten anlegen.

Speaker: Die funktionieren dann identisch zu den physischen.

Speaker: Nur, dass ich keine physische Karte in der Hand halte, sondern diese Karte in meiner Banking-App neu generiere und die hat dann alle Daten, die ich brauche, um online einzukaufen.

Speaker: Aber ich kann diese Karte auch wieder zerstören oder schnell erneuern oder sogar bei einigen Banken wird die automatisch bei jeder Abbuchung neu generiert, sodass, wenn dann mal diese Daten geleakt werden, jemand mit dieser Karte nichts anfangen kann, weil sie gar nicht mehr existiert.

Speaker: Und weil ich über verschiedene Karten auch einkaufe, also ich habe zum Beispiel bei meiner Bank sechs virtuelle Karten aktiv, teile ich nicht immer den gleichen Datenpunkt und bin darüber nicht so leicht verfolgbar, weil es quasi sechs verschiedene Minos da draußen gibt, die einkaufen und die vielleicht nicht miteinander zusammenfügbar sind.

Speaker: Das ist auch immer noch eine nicht optimale Lösung, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung bei Online-Kaufen.

Speaker: Oder wie würdest du das machen, Timo?

Speaker: Das ist ein ziemlich guter Weg und bei vielen Anbietern, die fragen auch nach verschiedenen Daten, wenn man die Kreditkarte angibt.

Speaker: Also vor allem bei Stripe, diesen Anbieter benutzen eigentlich zurzeit 90 Prozent der verschiedenen Online-Shops.

Speaker: Da ist es so, dass zum Beispiel der Name gefragt wird, die Adresse gefragt wird und ziemlich viele persönliche Informationen.

Speaker: Und dort ist es so, dass man auch nicht immer alles angeben muss.

Speaker: Auch wenn die Felder da sind und wenn die nicht mit einem Sternchen markiert sind, müsst ihr da nichts angeben und versucht einfach auch weiterzugehen.

Speaker: weil es trotzdem Pflicht ist, da muss man dann was angeben.

Speaker: Aber man kann zum Beispiel, was ich mache, ich gebe nur meine Straße ein, die richtige Postleitzahl, aber ich lasse die Hausnummer weg.

Speaker: Und trotzdem funktioniert das alles komplett und der Anbieter Stripe kann verifizieren, dass die Karte dann auch mir gehört, dass das die richtige Adresse ist, aber trotzdem die richtige Hausnummer, die landet dann nicht bei Stripe.

Speaker: Und auch beim Namen kann man zum Beispiel nur seine Initiale nehmen oder die Namen ein wenig abkürzen.

Speaker: Dann hat man auch ein bisschen mehr Privatsphäre.

Speaker: Natürlich, wenn es dem Anbieter wirklich ernst ist, kann man dadurch trotzdem herausfinden, wer ihr seid.

Speaker: Aber dadurch hat man ein wenig mehr Privatsphäre, wenn es irgendwie zu Datenleaks kommt.

Speaker: Probiert das mal aus, als Spiel zu betrachten, ein bisschen hin und her.

Speaker: Das kostet euch eine Minute extra und dann wisst ihr, was funktioniert.

Speaker: Und ich bin immer wieder überrascht, wie wenig ich tatsächlich angeben muss, obwohl da ein Sternchen an dem Feld ist.

Speaker: Weil das, was ich da eingebe, ist eigentlich egal.

Speaker: Und es geht trotzdem.

Speaker: Arbeitet da mit Pseudonym, das ist auch nicht illegal oder so.

Speaker: Also keine Sorge.

Speaker: Ihr müsst nicht überall eure echten Identitäten angeben, es sei denn, ihr seid in irgendeiner hochoffiziellen Funktion, wo ihr gegenüber der Regierung etwas angeben müsst oder wo ihr in der Aufgabe seid, eure Identität nachzuweisen.

Speaker: Ja, da solltet ihr dann mit euren echten Daten arbeiten.

Speaker: Oder aber ihr dürft nicht so tun, als wärt ihr jemand anders.

Speaker: Also ihr könnt jetzt nicht einfach Timo Volkow überall reinschreiben und hoffen, dass das dann auf Timo zurückfällt.

Speaker: Das ist nicht erlaubt, sondern...

Speaker: Er findet Namen, die es so nicht gibt oder die ihr nicht kennt, also keine existierenden Personen mit ihren Adressdaten oder mit ihren verschiedenen Datenpunkten.

Speaker: Ein Anbieter auch für viele virtuelle Karten, also generell Neo-Banken, die bieten das ein, also zum Beispiel Revolut oder N26.

Speaker: Und ein weiterer Anbieter, den ich empfehlen kann, ist NadaNada.

Speaker: Die kann man mit Bitcoin dann auch bezahlen.

Speaker: Das heißt, wenn man mit einer Kreditkarte zahlt, wird es von einem Bitcoin-Stack abgebucht.

Speaker: Und der Vorteil ist, dass man dort auch ziemlich viele verschiedene virtuelle Karten erzeugen kann und die auch dann mit verschiedenen Säugenyhmen benutzen kann.

Speaker: Da muss man sich auch natürlich verifizieren mit einem KYC-Prozess, wie bei allen anderen Banken auch.

Speaker: Aber dort hat man ein bisschen mehr Privatsphäre gegenüber den Anbietern und Unternehmen, bei denen man bezahlt.

Speaker: Der letzte Schritt, der privateste, sind sogenannte No-KYC-Kreditkarten.

Speaker: Und die sind vor allem im Bitcoin-Bereich ziemlich beliebt oder da wird vor allem darüber ziemlich oft gesprochen, weil die bezahlt man auch immer mit Bitcoin.

Speaker: Das heißt, man schickt da ein wenig Bitcoin hin an das Unternehmen und die funktionieren dann als Debitkarte.

Speaker: Das heißt, man lädt zum Beispiel 100 Euro drauf und kann dann diese 100 Euro mit der Karte ausgeben.

Speaker: Und dort ist es so, dass die Gebühren bei diesen Karten sehr, sehr hoch sind.

Speaker: Nachdem man das Geld aufgeladen hat, gehen ein paar Prozent weg.

Speaker: Bei der Bezahlung gehen ein paar Prozent weg.

Speaker: Bei dem Wechsel von Euro zu Dollar zum Beispiel oder andersrum gehen ein paar Prozent weg.

Speaker: Ich habe mir die Anbieter alle angeschaut und meistens ist es so, dass man im Endeffekt 5 bis 10 Prozent zahlt.

Speaker: Das heißt, diese NO-KYC-Karten,

Speaker: Die sind ziemlich teuer.

Speaker: Und ein weiterer Nachteil ist, ich habe in einem 20-Podcast vor ungefähr zwei Jahren auch eine Folge dazu gemacht, zu privatem Bezahlen.

Speaker: Und da haben wir auch zwei Anbieter empfohlen.

Speaker: Und beide Anbieter haben ein Rugpull gemacht.

Speaker: Die haben das ganze Geld, das noch auf der Plattform war, einfach eingezogen und sind verschwunden, ohne dass man das Geld wiederbekommen hat.

Speaker: Diese Gefahr ist immer da bei solchen Kreditkarten, die no-QAC funktionieren, weil dahinter dann auch irgendwelche Strukturen sind in irgendwelchen anderen Ländern, die nicht so reguliert sind.

Speaker: Wenn ihr sowas benutzen wollt, seid euch klar, die Gebühren sind sehr, sehr hoch.

Speaker: Die Wahrscheinlichkeit, dass euer Geld weg ist, ist auch hoch.

Speaker: Das heißt, nie zu viel da drauf laden und auch nicht zu große Käufe damit tätigen, weil dann ja natürlich ziemlich viel Geld bei dem Unternehmen liegt.

Speaker: Und zurzeit die Karte, die am beliebtesten ist, ist Freedomia.

Speaker: Es ist jetzt keine direkte Empfehlung von uns, weil, wie gesagt, aus meiner Erfahrung machen alle solche Karten irgendwann über kurz oder lang ein Rugpull oder werden regulatorisch gezwungen, eure Identität herauszufinden und dann ist euer Geld aufgesperrt.

Speaker: Deswegen, wenn ihr es ausprobieren wollt, nur mit kleinen Summen.

Speaker: Und dann als letzte Empfehlung, was man machen kann, wenn man online irgendwas bezahlt, ist das über eine andere Person zu machen.

Speaker: Das heißt zum Beispiel, wenn ihr eine Rechnung bekommt, ist es ja eigentlich ziemlich egal, wer diese Rechnung bezahlt.

Speaker: Und was man machen kann, man kann einer anderen Person das Bargeld geben, diese Person überweist dann an das Unternehmen oder an die Person, die die Rechnung gestellt hat und dann ist alles geklärt und euer echter Name kommt nicht raus.

Speaker: Natürlich kommt der Name von der anderen Person raus, aber...

Speaker: Wir haben zumindest dadurch die Privatsphäre.

Speaker: Das kann man nicht nur mit Bargeld machen, sondern auch mit Bitcoin.

Speaker: Wenn man der Person dann Bitcoin schickt, dann muss man sich nicht mal treffen.

Speaker: Die Person hat anonyme Bitcoin bekommen.

Speaker: Das ist der Win von der Person.

Speaker: Und man hat eine Rechnung bezahlt.

Speaker: Und genau das Gleiche wieder auch an sich mit Kreditkarten gehen.

Speaker: Wenn man eine Kreditkarte von einer anderen Person sich ausleihen darf und dann damit bezahlt und dann dieser Person dann immer, wenn man bezahlt, den Gegenwert in Bitcoin schickt.

Speaker: Dann noch das ganze Thema mit Apple Pay und Google Pay.

Speaker: Bei allen, die ein Graphene OS Handy haben, also das private System, das wir empfehlen, das nur auf den Pixel Geräten läuft, bei denen ist es leider so, dass Google Pay nicht funktioniert.

Speaker: Das ist wirklich die einzige App aus meiner Erfahrung, die man auf Graphene OS nicht zum Laufen bringt.

Speaker: Das heißt, dort hat man nicht mal die Möglichkeit, über Google Pay verschiedene Karten hinzuzufügen und dann damit aufzuhalten.

Speaker: bargeldlos und auch ohne Karte, sondern nur mit dem Handy zu bezahlen.

Speaker: Und die zwei Alternativen dazu, die auch auf Graphene OS funktionieren würden, sind Banken, die in ihrer App schon diese Funktion mit eingebaut haben.

Speaker: Da weiß ich jetzt nicht genau, welche das ist.

Speaker: Da würde ich euch empfehlen, einfach bei eurer Bank zu schauen, ob es das gibt.

Speaker: Oder die zweite Variante ist, dann PayPal zu verwenden.

Speaker: Also PayPal hat seit Neuem diese Funktion Tap to Pay hinzugefügt.

Speaker: Dann kann man bei PayPal eine beliebige Bank, eine beliebige Karte hinzufügen.

Speaker: Und das funktioniert dann auch auf dem Graphene OS Handy.

Speaker: Natürlich generell PayPal ist wirklich kein guter Dienstleister, wenn es um das Thema Privatsphäre geht.

Speaker: Aber es ist so, dass falls euch diese Funktion mit Tap-to-Pay sehr wichtig ist, ist das dann die Empfehlung, wie ihr das auf dem privaten Betriebssystem machen könnt.

Speaker: Ich glaube, wenn wir uns wieder in Erinnerung rufen, dass Privatsphäre ja eine bewusste Entscheidung ist, dann stellen wir fest, wann immer ich digital mit so etwas wie Kreditkarte zahle, dann habe ich nie eine ideale Situation, wo ich alle Regler hoch auf Privatsphäre stellen kann.

Speaker: Es gibt immer irgendwas, was sich dann automatisch

Speaker: zum Nachteil auswirkt.

Speaker: Ob es jetzt die Bank ist, die da mehr weiß, der Händler, der mehr weiß, irgendein Zwischenhändler, der mehr weiß, ein Risiko, was ich gegenüber einer dritten Partei habe, die mich betrügen kann.

Speaker: Es gibt immer irgendwelche Nachteile und deshalb ist es auch so wertvoll, wenn wir uns immer wieder diese Frage stellen, was wollen wir eigentlich erreichen?

Speaker: Dann kann es sein, dass bei den Angeboten, wo wir mit Karte zahlen müssen, oder auch Paypal würde ich da auch mit reinstehen, das ist ja auch nichts anderes als eine Art Kartenzahlung mit einem spezifischen Anbieter,

Speaker: Dann müssen wir uns überlegen, was für Nachteile bin ich bereit in Kauf zu nehmen.

Speaker: Zu unserem Glück gibt es aber auch noch zwei andere Kategorien, die wir für die Bezahlung heranziehen können.

Speaker: Und die eine Kategorie davon ist das gute alte Bargeld.

Speaker: Das ist ja des deutschen Liebling auch.

Speaker: Also ich glaube, nirgendwo sonst auf der Welt wird noch so viel mit Bargeld bezahlt wie in Deutschland.

Speaker: Ich finde das gut.

Speaker: dass wir das so hochheben, auch wenn es immer mehr regulatorisch versucht wird einzudämmen.

Speaker: Die ganzen Freibeträge, mit denen man Dinge bezahlen kann, gehen runter.

Speaker: Man kann mittlerweile kein Haus mehr kaufen mit Bargeld und auch über die Grenze bekommt man nicht so viel auf einmal.

Speaker: Was man aber machen kann, ist sich einen bestimmten Stack an Bargeld zu Hause aufbewahren, dass man damit die Flexibilität hat und dann auch einkaufen gehen kann.

Speaker: Aber Bargeld ist auch nicht das Allheilmittel.

Speaker: Wenn ich zum Beispiel heute zur Bank gehe, dort 500 Euro abhebe, dann direkt danach zum Aldi nebenan gehe und dort einkaufe mit dem Bargeld, am besten noch an der Selbstbedienungskasse, dann kann es mittlerweile sehr gut sein, dass das auch nachverfolgbar wird.

Speaker: Diese Bargeldscheine, die haben ja auch eine Seriennummer und die kann man maschinell sehr gut verfolgen.

Speaker: Und wenn man dann weiß, okay, hier 10 Minuten vor diesem Aldi-Einkauf wurde von Ninos Konto dieser Schein abgeholt, dann hat wahrscheinlich auch Nino bei Aldi das und das gekauft.

Speaker: Das kann man daraus auch nachverfolgen.

Speaker: Aber Bargeld von sich ausgenommen deutlich privater und richtig eingesetzt, sogar anonym im Vergleich zu der Kartenzahlung.

Speaker: Jetzt habe ich aber Bargeld nur im physischen Bereich, wenn ich an der Kasse bezahle oder so.

Speaker: Ich kann schwierig, Timo, jetzt über unseren Podcast hier Bargeld zusenden oder auf Signal Bargeld zuschicken.

Speaker: Also digital funktioniert das nicht.

Speaker: Was kann ich aber machen, wenn ich digital einkaufen will und meinen Lebensstandard auf Bargeld umstrukturieren möchte, Timo?

Speaker: Dafür sind Gutscheine eine ziemlich gute Wahl.

Speaker: Also die ganzen Gutscheine, die an der Tankstelle, an der Supermarktkasse hängen, die kann man auch benutzen.

Speaker: Die gibt es eigentlich für jeden Dienstleister oder für jedes Unternehmen, das irgendwelche Dienstleistungen oder Waren anbietet, kann man Gutscheine benutzen, um damit zu zahlen.

Speaker: Man kauft sich den Gutschein mit Bar an der Kasse und hat den Vorteil von dem Bargeld, wenn man das eben richtig eingesetzt hat.

Speaker: und hat dann einen Gutschein, mit dem man online bezahlen kann.

Speaker: Das funktioniert sehr, sehr gut für Dienstleistungen, die nur online sind.

Speaker: Also wenn man zum Beispiel für Netflix zahlt, kann man das über einen Gutschein machen und dann ist es wirklich komplett anonym, weil die

Speaker: zwar eine Adresse wollen, aber da kann man alles Mögliche eingeben, weil ja nie Waren geliefert werden.

Speaker: Das heißt, für irgendwelche Services, die ihr online benutzt, ist das eine ziemlich gute Wahl und dann kann man den Account wirklich komplett anonym aufsetzen, mit einer anonymen E-Mail-Adresse oder mit einer Wegwerf-E-Mail-Adresse sogar und dann irgendwelchen pseudonymen Daten und dann diesen Account bezahlen mit einem Gutschein.

Speaker: Schwieriger wird es, wenn man das benutzen möchte, um etwas zu kaufen, was an euch zugesendet wird.

Speaker: Weil dann braucht natürlich das Unternehmen eine Adresse.

Speaker: Also wenn ihr jetzt bei Amazon etwas bestellen wollt, dann braucht Amazon die Adresse und hat einen Datenpunkt zu euch.

Speaker: Was man da machen kann, ist eine Postbox verwenden.

Speaker: Es gibt da zwei verschiedene Möglichkeiten.

Speaker: Also es gibt Postboxen bei der DHL.

Speaker: Da ist es so, dass ihr diese Postbox bestätigen müsst, also eure Identität.

Speaker: Das heißt, die DHL weiß dann, wer ihr seid.

Speaker: Aber man kann da auch zum Beispiel Initiale nehmen.

Speaker: Ihr bekommt einen Brief von der DHL.

Speaker: Der muss an euch zugestellt werden.

Speaker: Aber da könnt ihr sagen zum Beispiel Timo oder einfach nur T. Wolkow.

Speaker: Und dann ist es schon ein bisschen privater und dann ist das der Name, den die ganzen Unternehmen bekommen, die dann an die Postbox senden.

Speaker: Und der weitere Vorteil ist vor allem gegenüber den Unternehmen, weil die haben dann nur die Postbox und nur euren Namen.

Speaker: Das schützt vor allem die Adresse, aber nicht wirklich den Namen oder den Namen nur beschränkt.

Speaker: Eine weitere Sache, die man machen kann, ist direkt zu irgendeinem Postladen zu gehen und zu fragen, ob ihr mit einem Pseudonym bestellen könnt.

Speaker: Wenn ihr da öfter seid oder mit denen ein wenig Smalltalk macht, sind da tatsächlich ziemlich viele auch dafür bereit.

Speaker: Wenn ihr sagt zum Beispiel, ihr habt ein Buch geschrieben, das ist unter dem Pseudonym und ihr bekommt Fanpost unter dem Pseudonym, könnt ihr einmal die Geschichte erzählen und sagen, wäre es möglich, dass ich hier die Pakete bekomme.

Speaker: Manche wollen dann euren Ausweis sehen, um zumindest Verbindungen zu eurer Identität zu haben.

Speaker: Andere wollen das gar nicht und so könnt ihr dann komplett pseudonym bestellen.

Speaker: Es wird an dieser Postadresse geliefert.

Speaker: Ihr könnt es abholen und dann habt ihr komplett anonym bestellt.

Speaker: Ein Problem aber, wenn man mit einem Gutschein bezahlt und an eine pseudonyme Adresse liefert oder sogar an eine Postbox liefert, ist, dass die wirklich großen Unternehmen wie Amazon das nicht mögen.

Speaker: Weil Gutscheine, dadurch, dass sie ziemlich pseudonym oder sogar anonym verwendet werden können, werden auch ziemlich oft in Scams verwendet.

Speaker: Deswegen, immer wenn man mit einem komplett neuen Account, mit einem Gutschein bezahlt, dann noch an eine Postbox liefert, ist das Problem, dass man dann oft geflaggt wird.

Speaker: Also die Accounts, die mögen das nicht und dann entweder wird die Bestellung komplett abgebrochen oder man wird gezwungen, sich zu identifizieren.

Speaker: Also bei kleineren Anbietern ist das nicht so oft der Fall, aber vor allem bei größeren wie Amazon ist es so.

Speaker: Und was ich da empfehle, ist, einen Account langsam aufzubauen.

Speaker: Das heißt, man erstellt einen Account mit wirklich pseudonymen Daten, also mit einer ziemlich normal aussehenden E-Mail-Adresse.

Speaker: Man kann da sogar extra dafür zum Beispiel eine Gmail verwenden, hat deutlich mehr Autorität, als wenn man eine Proton-Mail-Adresse nimmt, dann irgendeinen pseudonymen Namen nehmen, dann diesen Namen auch überall bei dem Account weiterverwenden, dann diesen Namen auch bei der Postbox verwenden und dann erst mal klein anfangen.

Speaker: Das heißt, man fängt mit einem

Speaker: 10 Euro Gutschein an und kauft sich erstmal irgendwas Digitales, weil da hat Amazon sehr, sehr wenig zu verlieren, wenn ihr euch zum Beispiel einen Film kauft, den ihr einmal anschaut.

Speaker: Und dann in einem Monat könnt ihr euch was Kleines zukommen lassen.

Speaker: Eine kleine Sache für ungefähr 5 bis 10 Euro lasst ihr einmal liefern.

Speaker: Dann nach einem Monat könnt ihr ein bisschen mehr kaufen, danach einen Monat mehr und so könnt ihr den Account altern und so bekommt der Account Autorität und wird nicht direkt von Amazon gesperrt.

Speaker: Und aus meiner Erfahrung klappt das ziemlich gut im Vergleich zu ihr kauft ein 100 Euro Gutschein und wollt direkt etwas für 100 Euro komplett pseudonym kaufen.

Speaker: Ich bin sehr froh, dass du das alles dazu gesagt hast.

Speaker: Das kannte ich von Michael Bezel aus der Privacy, Security und OSINT Show.

Speaker: Den Podcast gibt es leider nicht mehr, der war richtig toll.

Speaker: Und der hat das genau so beschrieben.

Speaker: Wenn Amazon das einmal fleckt, dann kommt man da nicht mehr ran oder muss sich dann nachweisen.

Speaker: Das ist dann witzlos.

Speaker: Was ich auch noch ergänzen kann, ist, wenn so eine Postbox nicht funktioniert, weil der Anbieter, der Versandhändler sagt, nee, ich will nicht an eine Postbox schicken.

Speaker: In dem Moment, wo man halt Postnummer eingibt,

Speaker: erkennt der Händler, okay, das ist jetzt keine richtige Privatadresse.

Speaker: Was oft funktioniert hat bei mir, ist dann einfach so den letzten Buchstaben wegzulassen, also posnum me, dann einfach alles trotzdem anzugeben.

Speaker: Reicht schon, weil oft nur diese konkreten Worte komplett gefleckt sind, aber

Speaker: der Postbote das versteht, was gemeint ist und dann kommt es trotzdem an, ohne dass der Händler sich da gegen sperrt.

Speaker: Das sind alles Wiederspielereien, die man ausprobieren kann.

Speaker: Man muss wieder Dinge beachten.

Speaker: Es gibt auch immer irgendwo einen kleinen Nachteil oder eine potenzielle Gefahr.

Speaker: Also auch hier, ideal ist das alles nie, aber vielleicht an vielen Stellen schon besser als bei der digitalen Zahlung mit einer Kreditkarte.

Speaker: Gibt es denn weitere Möglichkeiten, was wir machen können?

Speaker: Ja, seit neuestem gibt es das Thema Bitcoin und andere Kryptowährungen.

Speaker: Jetzt mache ich mich unbeliebt bei den Bitcoinern, weil Bitcoin ist nicht gleich Krypto, auch wenn es technisch gesehen eine Kryptowährung ist.

Speaker: Da kommen wir nächste Folge, glaube ich, mal im Detail drauf.

Speaker: Ich bin einer von euch, bitte nicht steinigen.

Speaker: Was hat es denn damit auf sich, jetzt rein auf das Thema Bezahlen bezogen, Timo?

Speaker: Wie können wir Bitcoin da nutzen und ist Bitcoin überhaupt privat?

Speaker: Also wir werden deutlich mehr ins Detail gehen in einer der nächsten Folgen, in denen wir das ganze Bitcoin-Thema auch besprechen, auch aus Sicht aus Privatsphäre.

Speaker: Ganz kurz zusammengefasst, Bitcoin, wenn man das ganz normal verwendet, ist ziemlich öffentlich.

Speaker: Das ist auch ein Feature von Bitcoin, dadurch ist es komplett dezentral.

Speaker: Aber der Nachteil ist, wenn man bei einer Börse kauft, mit seinem echten Ausweis sich verifiziert,

Speaker: und dann über eine normale Transaktion bei einem Dienstleister bezahlt, kann die Börse das alles nachverfolgen und auch der Dienstleister kann nachverfolgen, wo die Transaktion herkommt.

Speaker: Und dagegen kann man sich schützen, indem man Second Layer verwendet bei Bitcoin.

Speaker: Wenn ihr nicht wisst, was das ist, dann geht es zur nächsten Folge.

Speaker: Und zwar zum Beispiel das Lightning-Netzwerk oder das Liquid-Netzwerk, weil beide diese Netzwerke haben deutlich höhere Privatsphäre als das On-Chain, also das Hauptnetzwerk bei Bitcoin.

Speaker: Und die meisten Anbieter, die akzeptieren auch

Speaker: Lightning vor allem.

Speaker: Also wenn man MULWAT bezahlen möchte, wenn man Proton bezahlen möchte, wobei bei Proton ist es glaube ich nur On-Chain, aber sehr, sehr viele private Dienstleister, vor allem im Privatsphäre-Bereich, die akzeptieren alle Lightning und da sollte man dessen anstelle On-Chain.

Speaker: Und natürlich ist man deutlich besser dran, wenn man auch Bitcoin anonym kauft, mit Bargeld zum Beispiel, weil dann kann man auch On-Chain-Transaktionen machen, ohne dass man das an eure Identität knüpfen kann.

Speaker: Eine weitere Kryptowährung, die ziemlich beliebt ist zum anonymen Bezahlen, ist Monero.

Speaker: Und die ist vor allem in den Privatsphäre-Communities ziemlich weit verbreitet, weil Bitcoin ist standardmäßig ziemlich transparent, Monero ist standardmäßig sehr, sehr privat und sehr anonym.

Speaker: Damit kommen andere Probleme.

Speaker: Das werden wir auch in den nächsten Folgen besprechen, aber grundsätzlich zum Zahlen ist es wirklich ideal.

Speaker: Man muss sich um nichts kümmern, man kann einfach eine Wallet installieren, Monero kaufen, zum Beispiel auch idealerweise mit Bargeld und dann das verwenden, um verschiedene Dienstleistungen, vor allem meistens im Privatsphärebereich, zu bezahlen.

Speaker: Und dann, Nino hat es ja erwähnt, es gibt noch Tausende oder Zehntausende, ich weiß nicht, wie viele es zurzeit gibt, andere Kryptowährungen.

Speaker: Und davon würde ich die Finger lassen.

Speaker: Weil sogar Bitcoin, obwohl es ziemlich transparent ist, hat es ein paar Aspekte, die eure Privatsphäre trotzdem schützen.

Speaker: Wie zum Beispiel bei jeder Transaktion, die ihr empfangt, wird eine neue Adresse generiert, standardmäßig von der Wallet.

Speaker: Und das ist bei anderen Kryptowährungen nicht der Fall.

Speaker: Vor allem, wenn man die ganz Großen anschaut, wie zum Beispiel Ethereum, Solana,

Speaker: und Polygon, also alle Netzwerke, die auf deren USDT läuft.

Speaker: Das heißt, wenn ihr mit USDT bezahlen wollt, ist es so, dass es immer nur eine Adresse gibt für euren Account und dann ist es so, dass der Käufer, wenn er euch das Geld schickt oder der Verkäufer, wenn ihr ihm das Geld schickt, ziemlich genau herausfinden kann, wie viel Geld ihr insgesamt habt und jede Transaktion in eurer Wallet herausfinden.

Speaker: Zum Beispiel, ich habe einmal USDT bekommen, weil mich wollte jemand einmal ein USDT bezahlen

Speaker: Da sage ich nicht nein.

Speaker: Und das war eine kleinere Summe von 4.000 bis 5.000 Euro Gegenwert.

Speaker: Aber als ich mir die Transaktion angeschaut habe und einmal einen Schritt nach hinten gegangen bin, habe ich gesehen, dass die Person insgesamt 600.000 auf der Wallet drauf liegen hat.

Speaker: Und ich habe gesehen, dass sie ziemlich viel handelt.

Speaker: An sich sind es dann eine Menge Datenpunkte, die man darüber herausfinden kann.

Speaker: Ich habe natürlich nicht weitergeschaut, weil es mich nicht interessiert, aber das ist eine Gefahr, die entstehen kann, wenn ihr OSDT verwendet, weil dort wird alles über einen Account gemacht und jede Transaktion kann dann vom Gegenüber angeschaut und analysiert werden.

Speaker: Tja, falls jetzt hier jemand unter den Zuhörern ist, der sich gerade sagt, verdammt, worum geht es hier gerade?

Speaker: Was ist das?

Speaker: Was ist USDT?

Speaker: Was ist Krypto?

Speaker: Was ist eine Wallet?

Speaker: Keine Sorge, wir sprechen da auch noch die kommenden Folgen drüber, dann werdet ihr das alle verstehen.

Speaker: Jetzt gerade ist nur wichtig, wenn euch das Thema Bitcoin oder generell Kryptozahlungen nicht berührt oder wenn ihr damit nichts zu tun habt, dann nicht überstürzt da reingehen.

Speaker: Da gibt es auch viele Scams, da gibt es viele Leute, die euch irgendeinen

Speaker: ja Mist erzählen, der nicht stimmt, wartet am besten ab.

Speaker: Die nächsten zwei Folgen werden wir uns dem widmen und dann werdet ihr da viel schlauer rausgehen.

Speaker: Aber auch Bitcoin oder generell solche Kryptozahlungen, ob es jetzt Monero ist oder ob wir auf dem Lightning-Netzwerk sind, das sind alles Themen, die auch einen Nachteil haben.

Speaker: Und langsam haben wir ein Bild im Kopf, okay, nichts von dem, was wir hier machen können im Bezahlsystem, ist immer ideal.

Speaker: Das ist oft so in der Privatsphäre-Welt.

Speaker: Es gibt nicht ein perfektes Tool, eine Patentlösung, sondern es gibt ganz viele Möglichkeiten und je größer unser Werkzeugkasten ist, desto besser können wir das richtige Tool herausholen in der entsprechenden Situation.

Speaker: Und eine vierte Kategorie, die uns noch eingefallen ist, ist das Thema, warum überhaupt mit Geld bezahlen?

Speaker: Wir könnten ja vielleicht mit den richtigen Menschen arbeiten,

Speaker: einen Deal machen, ein Tauschgeschäft oder eine Dienstleistung, die wir anbieten gegen ein Produkt oder gegen eine andere Dienstleistung und so können wir einander aufrechnen und dann muss gar kein Geld fließen, was irgendeine Seriennummer hat oder irgendeine digitale Spur hinterlässt.

Speaker: Das wäre jetzt die Möglichkeit, ich gebe Timo mein Pixel-Tablet mit Graphene-OS, was ich seit langem nicht mehr benutze und von Timo kriege ich dafür jede Menge Bücher, die ich verteilen kann oder so.

Speaker: Das könnten wir machen.

Speaker: Ist trotzdem ein Verkauf rechtlich gesehen.

Speaker: Also da müssten wir dann irgendwie dem Finanzamt gegenüber Sachen versteuern, wenn wir da Leistungen bekommen für andere Leistungen.

Speaker: Aber gegenüber einer Bank und gegenüber einem Tracking-System, einem Databook oder so, wären wir dort schon relativ geschützt, weil wir jetzt gar keine Spur hinterlassen, weder eine Seriennummer noch eine digitale Spur von unseren Zahlungsströmen.

Speaker: Und das wiederum, finde ich, ist...

Speaker: Schöne Sache.

Speaker: Hier ist mein Hauptnachteil allerdings, ja, find erstmal jemanden, mit dem du so ein gutes Geschäft machen kannst, der genau das braucht, was wir zu bieten haben oder dem ich auch das anbieten kann, was er braucht.

Speaker: Aber ich will das nicht unerwähnt lassen, weil auch das eine Möglichkeit ist, wieder Transaktionen von Wert zu machen, ohne dass wir uns um die Privatsphäre groß fürchten müssten.

Speaker: Ja, Timor, hast du dazu Ergänzungen?

Speaker: Nein, fand ich einen ziemlich guten Abschluss und dann können wir einmal zum nächsten Thema gehen mit Privat investieren.

Speaker: Ein kurzer Disclaimer, bevor wir mit den ganzen Investmentthemen anfangen.

Speaker: Das ist alles keine Anlageberatung.

Speaker: Wir beraten hier niemanden.

Speaker: Das ist wirklich nur unsere persönliche Meinung und sollte als Unterhaltung genossen werden.

Speaker: Denn wie vorhin erwähnt, alle großen Banken, wenn man vor allem Aktien kauft, wenn man Bitcoin kauft, da muss man sich ausweisen und dann ist eigentlich klar, dass euch das Geld gehört und das kann man ziemlich gut tracken.

Speaker: Es gibt aber ein paar Möglichkeiten, nicht viele, wie man auch anonym oder ziemlich privat, pseudonym investieren kann.

Speaker: Die allererste und die allerbekannteste sind Edelmetalle.

Speaker: Hier in Deutschland ist es so, wir sind gerade im Jahr 2026 im August,

Speaker: ist es so, dass man bis 2000 Euro noch anonym Gold für sich kaufen kann.

Speaker: Das heißt, man kann zum Beispiel eine halbe Unze kaufen, ist jetzt genau an der Grenze, oder man kann sich Gramm, Barren kaufen und so privat investieren, dann hat man das Gold.

Speaker: Wichtig ist, beim Verkaufen muss man dann seine Identität bestätigen.

Speaker: Das heißt, wenn das etwas langfristig ist oder wenn man es im Ausland wieder weiterverkaufen will, dann hat man da eine ziemlich hohe Privatsphäre und kann trotzdem sein Geld anlegen.

Speaker: In Österreich ist es glaube ich 10.000 Euro und in der Schweiz sind es 15.000 Schweizer Franken, die man benutzen kann, um goldanonym zu kaufen in einem Laden.

Speaker: Aber da bin ich nicht mir komplett sicher und es ist auch leider so, dass diese Grenzen auch immer kleiner und kleiner werden über die Zeit.

Speaker: Eine andere Option sind Sammlerstücke.

Speaker: Da gibt es alles Mögliche, von Kunst ist da ziemlich beliebt, Oldtimer leider nicht, weil bei Autos darf man auch nicht mehr mit Bargeld bezahlen.

Speaker: Aber es gibt sehr, sehr viele verschiedene Sammlerstücke, auch vor allem im Gaming-Bereich, irgendwelche Pokémon-Karten, die ziemlich viel Wert haben und die man immer noch mit Bargeld bezahlen kann.

Speaker: Und wenn man so einen Tausch macht, hat man auch eine Sache, die den Wert erhält oder sogar im Wert zuwächst und kann diese ziemlich anonym kaufen und auch meistens anonym verkaufen.

Speaker: Und dann zu guter Letzt gibt es den Punkt mit Bitcoin.

Speaker: Wenn man das richtig macht, kann man anonym mit Bargeld Bitcoin kaufen, wenn man die richtigen Personen kennt oder jemand kennt, der gerade Bitcoin verkauft.

Speaker: Und dann ist das eine sehr, sehr gute Möglichkeit, auch sein Geld komplett anonym zu kaufen.

Speaker: zu investieren, dann lässt man die Bitcoin an seine Wallet schicken und hat das ziemlich anonym.

Speaker: Und da ist der Vorteil, man bekommt die Bitcoin einfach wieder los gegen Bargeld, weil es gibt sehr, sehr viele Menschen, die gerne Bitcoin kaufen wollen.

Speaker: Das heißt, das Verkaufen ist nicht wirklich ein Problem gegen Bargeld, aber nur das Kaufen, da jemanden zu finden, das ist ein bisschen schwieriger.

Speaker: Aber da werden wir auch in den nächsten Folgen dann nochmal ein bisschen mehr ins Detail gehen, wenn es generell um das Thema Bitcoin geht.

Speaker: Schön, gut zusammengefasst alles.

Speaker: Ich habe zu jedem eine kleine Ergänzung.

Speaker: Ich glaube beim Gold, wenn wir das offiziell kaufen, gilt diese Grenze pro Transaktion.

Speaker: Also wenn ich jetzt zu Degussa gehe oder irgendeinem anderen Goldhändler und dort für 1.990 Euro einkaufe und dann einfach zum nächsten Goldhändler um die Ecke gehe, dann hat der ja keine Ahnung, dass ich gerade eben noch bei Degussa war und kann mir dann auch wieder knapp 2.000 Euro in Gold geben.

Speaker: Und dann gehe ich am übernächsten Tag wieder dahin.

Speaker: Bei den Sammlerobjekten, ja, da kommt es ja auch echt drauf an,

Speaker: Gibt es die Sammler, die da auch später noch einen Wert drin sehen?

Speaker: Wie hoch wird der Wert sein?

Speaker: Haben die vielleicht auch in Krisenzeiten andere Prioritäten als irgendwelche Sammlersachen oder Kunstobjekte oder so?

Speaker: Und wer ist mein Klientel?

Speaker: Also sind das Menschen, die keine Geldsorgen haben oder sind das Leute, die sehr schnell einbrechen würden, wenn das Geld knapp wird?

Speaker: Also da muss man sich einfach sehr stark mit auseinandersetzen und dann kann das funktionieren, aber es ist halt auch mit viel Aufwand und auch mit einer Ungewissheit verbunden, weil es immer noch andere Parteien gibt, die diese Entscheidung mittragen.

Speaker: Der Wert wird halt komplett festgelegt zwischen Angebot und Nachfrage und das können wir nicht perfekt vorher sagen.

Speaker: Zu guter Letztes mit dem Thema Bitcoin.

Speaker: Da möchte ich nochmal darauf hinweisen, das werden wir dann auch nächste Folge tiefer betrachten.

Speaker: Bitcoin ist ja nie wirklich anonym, sondern immer pseudonym und wir haben die Möglichkeit, es anonym zu machen.

Speaker: Wir hatten da mal in der ersten Folge, in der allerersten Folge darüber gesprochen, was Pseudonymität ist.

Speaker: Das ist, wenn ich einen Datenpunkt von mir hergebe, der aber nicht eindeutig auf mich zurückführbar ist, aber der dann immer wieder der gleiche Datenpunkt ist, auf Bitcoin bezogen,

Speaker: wäre das, wenn ich diese Transaktion mache, da ist halt nur eine Nummer, es ist wie ein Bankkonto, einfach wie so eine Kontonummer, kann man sich das vorstellen, da ist jetzt das Geld drauf und ich bezahle damit und die ganze Zeit über weiß man nicht, dass das Nino Lahmann war, der das gemacht hat, aber diese Kontonummer, die bleibt ja trotzdem gleich und die bleibt auch in der Zukunft gleich, wenn ich zurückblicke auf diese Transaktion.

Speaker: Und wenn ich dann irgendwann einmal in zehn Jahren zuordnbar wäre, weil ich einen Fehler mache, dann kann man auch rückwirkend trotzdem noch in alle Ewigkeit sehen, was hat Nino damals gemacht.

Speaker: Wir sehen schon wieder hier, auch beim Investieren gibt es kein ideales Szenario.

Speaker: Jeder darf sich den Gedanken machen, was will ich hier tun, was ist für meine Situation und für diesen Betrag oder für diesen Kontext sinnvoll.

Speaker: Ja, es tut mir leid, dass wir da keine so tollen Nachrichten haben, aber positiv betrachtet hilft es uns hier, nochmal motiviert zu sein, mehr zu lernen, weil wenn wir besser werden und vor allem wenn wir besser werden als die Parteien, die uns schaden wollen oder die uns tracken wollen, dann können wir dieses Spiel auch gewinnen, weil wir mit den besseren Werkzeugen, mit den besseren Waffen kämpfen.

Speaker: Ich glaube, da sind wir aber gut aufgestellt und bin gespannt, was wir dann in der nächsten Folge, der 21.

Speaker: Folge, das ist kein Zufall, ich habe dem schon entgegengefiebert, was wir dann zum Thema Bitcoin sagen werden.

Speaker: Timo, ich lasse dir mal den Abschluss und freue mich auf das nächste Thema.

Speaker: Sehr gut, dann freue ich mich auch und dann die nächsten zwei, drei Folgen gehen zu Bitcoin.

Speaker: Bis dann.

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