Transcript
Speaker: Hallo und willkommen zu der Privacy Podcast.
Speaker: Deine Quelle für Sicherheit, Privatsphäre und Anonymität mit Timo und Nino.
Speaker: Heute reden wir über ein kontroverses Thema.
Speaker: Zumindest kenne ich niemanden, der nicht schon irgendeine Horror-Story kennt, wo etwas schief gelaufen ist.
Speaker: Aber trotzdem ist es unglaublich wichtig, dass wir das mal in den richtigen Kontext rücken.
Speaker: Ja, Timo, was ist das für ein Thema?
Speaker: Ja, heute geht es generell um das Thema Updates in allen verschiedenen Bereichen.
Speaker: Also wir schauen uns an, wie sollte man mit Hardware umgehen, dann
Speaker: mit den Software-Systemen, also wenn man irgendwelche Betriebssysteme hat, Windows, Mac OS, Linux, Android, iOS und dann auch spezifischer bei GrapheneOS, auf was man da achten muss.
Speaker: Dann auch generell mit der Software, die man hat, also mit den Apps, die man installiert hat, auf dem Handy wie auch auf dem Computer und generell, wann man diese Updates machen sollte.
Speaker: Und dann gehen wir noch auf ein paar Beispiele ein, was schief gehen kann, zum Beispiel mit dem BTC Pay Server.
Speaker: Letzte Woche war das, glaube ich, oder dieses Wochenende.
Speaker: Und dann auch, was sonst noch falsch gehen kann, wenn wir zum Beispiel Zwecke anschauen oder wenn irgendwelche automatischen Neustarts kommen, wie bei Windows zum Beispiel und wie man diesen ganzen Fehlern umgehen kann.
Speaker: Ich würde gerne einleiten mit so einer kleinen Metapher auf das Leben, weil Updates, die passieren ja ständig, wenn wir es mal in diesem Modell betrachten.
Speaker: Unser Leben ist ständig von neuen Informationen gesegnet, sage ich einfach mal, dass wir neues Wissen uns aneignen, neue Ideen bekommen.
Speaker: Auch unsere Werte ändern sich über die Zeit und unsere Überzeugungen.
Speaker: Es wäre zumindest schlecht, wenn ich jetzt noch mit dem Betriebssystem und den Patches von 2005 oder so...
Speaker: belastet wäre.
Speaker: Da war ich noch mit roten Haaren unterwegs und hatte ganz andere politische Ansichten.
Speaker: Und wenn sich das nicht ändert, wenn wir also nie unsere Überzeugung erzielen, dann wäre das, glaube ich, kritisch fürs Leben.
Speaker: Dann hätten wir uns nicht so gut im Griff und würden nicht erfolgreich sein.
Speaker: Gleichzeitig ist unsere Biologie ständig am Wandel.
Speaker: Ja, unsere Zellen erneuern sich ständig.
Speaker: Es gibt ständig Updates in unserem Körper.
Speaker: Und unsere Gesellschaft ändert sich ja auch von den Werten, von den Gesetzen, von den Regierungssystemen und so weiter.
Speaker: Also im Leben sind wir ständig von Updates umgeben und Veränderung ist oft etwas Gutes.
Speaker: Aber im Leben ist es auch so.
Speaker: Es kommt darauf an, wie wir damit umgehen.
Speaker: Es gibt einen zu früh und es gibt einen zu spät.
Speaker: Zu spät, wenn ich immer noch auf dem Stand von vor 20 Jahren bin in meinem Kopf.
Speaker: zu früh, wenn ich sofort alle Überzeugungen, die da von außen auf mich reinkommen, übernehme und dann versuche, alles neu auszurichten, dann bin ich auch überfordert.
Speaker: Und im System ist das nicht anders.
Speaker: Also wenn wir uns anschauen, wie unsere Hardware, das ist ja so die erste große Kategorie, wie wir damit umgehen, dann kenne ich einfach viele Menschen, die sind eher so in der Kategorie, ich warte zu lange, weil die noch mit Smartphones rumlaufen, die schon lange keine Updates mehr bekommen.
Speaker: Also ich hätte gerne noch
Speaker: Mein altes Pixel 3a, weil das war ein tolles, charmantes, kleines, mobiles Smartphone, was von der Leistung her immer noch locker ausreichen würde.
Speaker: Aber es wird halt seit vielen Jahren nicht mehr unterstützt und es ist ein Sicherheitsrisiko, das nochmal ins Internet anzuschließen.
Speaker: Und deshalb hardware-technisch ist es sinnvoll, die Geräte nur so lange zu verwenden, wie sie Updates erfahren, gerade wenn sie mobil sind und uns geklaut werden können.
Speaker: Zumindest ist das meine Ansicht.
Speaker: Wie siehst du das, Timo?
Speaker: Das sieht man auch ziemlich gut immer auf den Webseiten von den verschiedenen Anbietern oder zum Beispiel bei den Google Pixel Handys, habe ich das auch im Buch beschrieben.
Speaker: Es steht immer ganz genaues Datum, wann eben diese Updates aufhören, also wie lange der Hersteller des Geräts mit Updates unterstützt.
Speaker: Und wenn deshalb ausläuft, sollte man langsam oder besser schnell zu einer neueren Hardware wechseln.
Speaker: Aber meistens jetzt bei den neueren Handys, bei den neueren Computern.
Speaker: Ich glaube, bei den Pixelgeräten sind es jetzt ab dem Google Pixel 8 insgesamt 8 Jahre, die unterstützt werden.
Speaker: Das heißt, auch diese Geräte, die kann man ziemlich lange benutzen.
Speaker: Nino hat mir gerade eine 7 gezeigt, also es sind 7 und nicht 8 Jahre.
Speaker: Aber es ist trotzdem eine ziemlich lange Zeit im Vergleich zu den vorherigen Geräten, die, glaube ich, nur 5 Jahre unterstützt haben.
Speaker: Aber bei der Hardware muss man darauf aufpassen, dass es wirklich Hardware-Updates sind.
Speaker: Weil zum Beispiel es gab jetzt den Umstieg von Windows 10 auf Windows 11.
Speaker: Und bei sehr, sehr vielen Geräten hat Microsoft gesagt, das Gerät ist zu alt, zu schlecht für Windows 11.
Speaker: Und das fällt nicht in die Kategorie von Hardware.
Speaker: Denn dort versucht einfach Windows euch oder Microsoft versucht euch auf das neue Windows zu bringen und versucht euch noch eine neue Hardware anzudrehen, weil sie damit natürlich nochmal deutlich mehr Gewinn machen.
Speaker: Und obwohl Microsoft sagt, dass euer Gerät jetzt zu alt ist für die neue Version von Windows, ist es so, dass die Hardware meistens trotzdem noch komplett intakt ist.
Speaker: Das heißt, wenn ihr so eine Meldung bekommen habt,
Speaker: wäre die Option zum Beispiel Linux drauf zu spielen.
Speaker: Und wenn die Hardware noch immer die Patches bekommt, und bei sehr, sehr vielen Geräten war das der Fall, und Linux mit einer Ubuntu-Version oder Mint-Version immer noch die Updates bekommt, dann ist es trotzdem noch eine sehr gute Wahl, dieses Gerät weiter zu benutzen.
Speaker: Und man muss es nicht direkt wegwerfen und man muss nicht direkt einen komplett neuen Computer kaufen.
Speaker: Also bei Hardware muss man wirklich darauf achten, dass es nicht von dem Unternehmen kommt, dass das Betriebssystem drauf geht, sondern von dem Unternehmen kommt, dass die Hardware wirklich herstellt.
Speaker: Ja, ich würde eine Sache ergänzen bei Windows 11.
Speaker: Ich bin völlig bei dir, dass Microsoft auch gierig ist und dass das sicher auch eine relevante Bedeutung hat.
Speaker: Wir wollen dir neue Hardware verkaufen.
Speaker: Man kann es aber auch technisch begründen, dass die Sicherheitsarchitektur angepasst wurde.
Speaker: Wie geschickt die das gemacht haben, ist auch wieder streitbar, aber es gibt ein paar Chips, die nicht unterstützt werden, wo Windows 11 sagt, die wollen wir als Basis haben und ältere Hardware, also zu dem Zeitpunkt, als das rauskam, waren das zwei Jahre alte Hardware tatsächlich schon teilweise.
Speaker: Das war sehr neu.
Speaker: Die wurde dann als nicht kompatibel angezeigt, obwohl man sie locker verwenden konnte und da ist Microsoft dann auch zurückgefahren und hat dann Windows 11 da doch erlaubt, aber halt unter...
Speaker: Ja, unter geringeren Sicherheitsstandards.
Speaker: Ich bin sowieso kein Fan von Microsoft und Windows im Bereich Sicherheit, aber da kommen wir sicher noch, wenn wir auf die Systeme eingehen.
Speaker: Ja, hast du noch was, Timo?
Speaker: Ne, zur Hardware wäre das alles, was wichtig ist.
Speaker: Einfach darauf achten, dass man das Gerät so lange benutzt, wie der Hersteller auch dann die Updates für das Gerät wie Firmware, Bias und so weiter rauslässt.
Speaker: Als nächstes schauen wir uns einmal die Desktop-Systeme an.
Speaker: Das ist ein ziemlich großer Punkt.
Speaker: Ich würde sagen, wir fangen an mit den unpopulären Betriebssystemen aus unserer Sicht, also Windows und macOS.
Speaker: Und dann gehen wir ein bisschen spezifischer zu Linux, was es da für verschiedene Optionen gibt.
Speaker: Und unter Linux gibt es ja sehr, sehr viele Distributionen, also Unterkategorien von Linux, ganz einfach gesagt.
Speaker: Und die haben auch unterschiedliche Methoden, Updates zu machen.
Speaker: Aber erstmal würde ich sagen, fangen wir an mit Windows und mit macOS.
Speaker: Ja, mit den unpopulären Systemen.
Speaker: Linux ist so bei 10% Marktanteil, was unglaublich hoch ist.
Speaker: Die Tendenz ist steigend.
Speaker: Aber wir empfehlen ja Linux und wir nutzen auch fast ausschließlich Linux.
Speaker: Und wer bei uns in Beratung geht oder wem wir Geräte einrichten, der kommt da auch nicht drum rum, mit Linux zu arbeiten.
Speaker: Das hat auch viele, viele Gründe.
Speaker: Eine Sache, die ich sagen muss, ist bei Microsoft und bei Windows, ich finde diese Update-Politik sehr seltsam.
Speaker: Man kann sie erklären, weil das ein Riesenkonzern ist, der sehr komplex ist, der sehr alte Hardware unterstützt in irgendeiner Form oder Betriebssysteme noch hat, die in Benutzung sind, ist sehr fragmentiert, der Markt.
Speaker: Aber Windows hat zum Beispiel einen Patch-Day, einmal im Monat, der zweite Dienstag ist es im Moment,
Speaker: Und dort kommen dann die großen Systemupdates, aber auch diverse Sicherheitsupdates in einem großen Paket mit der Idee, dort können wir dann alle gleichzeitig updaten und dann kümmern wir uns um die Leute und die Businesses, die können sich darauf einstellen.
Speaker: Aber das hat natürlich auch viele Konsequenzen, die uns nicht gefallen.
Speaker: Also wenn eine Sicherheitslücke entdeckt wird,
Speaker: dann kann es passieren, dass Microsoft das kurzfristig patcht, aber in aller Regel warten die bis zum nächsten Monat, dem zweiten Dienstag und dort ist natürlich dann viel Gefahr im Raum, dass diese Sicherheitslücke ausgenutzt wird.
Speaker: Da gibt es auch diverse Geschichten, wo ein Patch gemeldet wurde und Microsoft gesagt hat, ja, das schaffen wir jetzt nicht mehr, deshalb dauert das noch einen Monat länger und das ist halt kein verantwortungsbewusstes Verhalten.
Speaker: Aber bei Windows ist es so, dass die Standardeinstellungen immer schon so gewesen sind, oder zumindest in den letzten Jahren schon lange so gewesen sind, dass die Updates automatisch heruntergeladen und installiert werden, die, die als stabil gelten.
Speaker: Wenn man frühere Updates haben will, wenn man an Beta-Versionen teilnehmen will, dann kann man das in den Optionen einstellen.
Speaker: Und man kann auch einstellen, dass man Updates pausiert, wenn man gerade der Meinung ist, ich brauche keine Updates oder ich möchte jetzt gerade wirklich darauf verzichten, dass im Hintergrund Updates heruntergeladen und installiert werden.
Speaker: Aber auch das kann man nicht als Anwender ewig hinauszögern.
Speaker: Irgendwann zwingt einen Microsoft dazu, das Update herunterzuladen und zu installieren und dann beim Neustart wird es dann auch vollständig installiert.
Speaker: Und da gibt es ja auch diverse Geschichten.
Speaker: Windows startet auf einmal neu und nichts funktioniert mehr und man muss ewig warten, bis die Updates installiert werden.
Speaker: Ja, das gibt es und da ist die Frage, wie kann man damit umgehen.
Speaker: Früher haben die noch ein ganz anderes System gehabt, da werde ich jetzt aber nicht groß drauf eingehen, wenn man das wissen will, gerne in der Signal-Gruppe fragen.
Speaker: Das war noch seltsamer, wie die damit umgegangen sind.
Speaker: Grundsätzlich für einen Windows-Nutzer, der kompletter Amateur ist, ist das nicht verkehrt zu sagen, ich lasse es in den Standereinstellungen und Microsoft macht die Updates, die es für richtig hält, im Hintergrund.
Speaker: Aber man hat halt auch leider kaum Einstellungsmöglichkeiten.
Speaker: macOS ist da schon ein bisschen freier, die benachrichtigen dich in der Regel und sagen, soll ich das jetzt runterladen, soll ich das jetzt installieren, willst du jetzt neu starten und man kann das auch da automatisieren, aber standardmäßig sind nur die Sicherheitsupdates automatisiert und die größeren Updates, die werden dann immer manuell bestätigt.
Speaker: Aber auch da kann ich nicht viel ändern.
Speaker: Und wenn wir dann zu Linux gucken, das ist ja unser System der Wahl, dort wird uns die volle Kontrolle und Verantwortung auch gegeben.
Speaker: Ich mag das ja sehr gerne, wenn man die letzten Folgen gehört hat, ist das ein gutes Modell in meiner Welt.
Speaker: Und in der Regel ist es so, dass Sicherheitsupdates automatisch installiert werden.
Speaker: Finde ich auch gut.
Speaker: Und in den meisten Systemen zumindest, in denen, die wir empfehlen,
Speaker: Aber man kann es halt auch ausschalten, man kann es sukzessive anschalten, man kann es für bestimmte Apps anschalten oder für bestimmte Paketquellen, also woher die Software kommt.
Speaker: Und man kann auch alles durchautomatisieren mit ein paar wenigen Klicks, dass man sagt, hey, gib mir immer die aktuellste Software und die aktuellen Betriebssystem-Updates, damit ich auf dem aktuellen Stand bin.
Speaker: Und wenn ich neu starte, kann man sogar auswählen, soll das jetzt ein normaler Neustart sein oder soll das ein Neustart sein, der das System updatet.
Speaker: Man kann sehr viel einstellen bei Linux und das ist schön und da werden wir sicher auch, wenn wir auf unsere Setups gehen, eine Empfehlung geben können.
Speaker: Ich war nicht gerade, irgendwas wollte ich noch sagen, aber ich glaube, das wirst du mir vielleicht abnehmen, Timo.
Speaker: Sonst, wenn es mir einfällt, reiche ich es nach.
Speaker: Ja, bei Linux gibt es ja verschiedene Distributionen und wir empfehlen wirklich Anfängerdistributionen.
Speaker: Damit ist sehr, sehr einfach zu arbeiten.
Speaker: Die sind ziemlich nutzerfreundlich und wenn man die aufsetzt, dann funktioniert alles mehr oder weniger.
Speaker: Aber es gibt auch noch eine andere Art von Distributionen und das sind die sogenannten Rolling Releases.
Speaker: Und wie der Name sagt, da sind die Updates dann die ganze Zeit.
Speaker: Also im Vergleich zu den Distributionen, die wir empfehlen mit Ubuntu und Mint, das sind sogenannte Long-Term Support Versionen.
Speaker: Da kommt einmal eine Version raus von Ubuntu, zum Beispiel 24.04 oder 26.04, die ist jetzt ein bisschen neuer und dann wird da nicht viel dran geändert.
Speaker: Also von der Oberfläche gibt es keine großen Veränderungen und man kann damit ziemlich gut arbeiten, ohne dass man irgendwelche Unterschiede merkt.
Speaker: Natürlich kommen die ganzen Sicherheitsupdates.
Speaker: Aber für den Nutzer, die sehen ja nicht wirklich viel, wenn irgendwas im Hintergrund gepatcht wird.
Speaker: Von der Oberfläche bleibt alles ziemlich ähnlich.
Speaker: Das heißt, bei einer Long-Term-Support-Version oder Fixed-Release-Distro, nennt man das auch, ist es so, man kann sich vorstellen, es gibt die Version 1 von diesem Betriebssystem, dann gibt es die Version 2 von diesem Betriebssystem, Version 3 und jede dieser Versionen kann man wirklich über mehrere Jahre haben und kann die dann updaten, wenn man möchte.
Speaker: Das heißt, man hat hier deutlich mehr Spielraum.
Speaker: Aus meiner Erfahrung, in meinem Kundenkreis,
Speaker: Fast alle Kunden, die bevorzugen eben genau diese Variante, weil bei einer neuen Version ist es meistens so, dass sich dann irgendwas verändert, dass dann die Einstellungen nicht unten links zu finden sind, sondern unten rechts und die meisten mögen es nicht.
Speaker: Deswegen für solche Typen von Personen macht eine LTS-Version am meisten Sinn, weil da sich von der Oberfläche am wenigsten verändert.
Speaker: Dann gibt es aber die zweite Gruppe von Personen, die es sehr mag, die neuesten Updates zu haben, das allerneueste.
Speaker: Und da macht eine Rolling Release Distribution am meisten Sinn.
Speaker: Die allerbekannteste hier ist Arch Linux.
Speaker: Und da ist es wirklich so, dass wenn ein Update rauskommt, direkt alles geupdatet wird.
Speaker: Das heißt auch, es kann passieren, dass von einem Tag auf den anderen, dass der ganze Desktop komplett anders aussieht.
Speaker: dass zum Beispiel im Hintergrund der Kernel upgedatet wird.
Speaker: Und das heißt, der Vorteil ist, dass auch dadurch, dass die neuen Updates deutlich schneller beupdatet werden, ist es so, dass auch neuere Hardware schneller mit diesem System funktioniert.
Speaker: Aber das Problem ist, wenn die ganze Zeit die Updates kommen, kann es gut passieren, dass dann irgendwas am ersten Tag nicht optimal funktioniert.
Speaker: Und deswegen in der Vergangenheit war es so, dass Arch deswegen ziemlich unstabil angesehen worden ist.
Speaker: Jetzt ist aber auch so, dass Rolling Releases
Speaker: eigentlich auch als stabil angesehen werden und das ist auch gut etabliert in der Community.
Speaker: Ich glaube, da steche ich mir in den Besten, wenn wir da noch tiefer reingehen bei Arsch.
Speaker: Aber du hast gerade etwas genannt, was genau dem Punkt entspricht, den ich noch nennen wollte, nämlich mit den Long-Term-Releases.
Speaker: Also wenn ihr Updates automatisiert, das passiert nie über verschiedene Systemversionen.
Speaker: Das kann man sich vorstellen wie von Windows 10 auf Windows 11 oder so.
Speaker: Da werdet ihr immer gefragt und das könnt ihr auch überlegen, wollt ihr das dann machen oder wollt ihr noch warten?
Speaker: Timo hat es gerade gesagt, ich fasse es nochmal kurz zusammen,
Speaker: Bei den Linux-Versionen, die wir empfehlen, weil ich glaube, sonst wird das hier zu umfangreich und auch zu verwirrend.
Speaker: Es gibt da wirklich ganz, ganz viele Modelle und da ist für jeden was dabei.
Speaker: Aber bei den Versionen, die wir empfehlen, ist es so, dass alle halbe Jahr quasi eine neue Version, die auch viel verändern kann, rauskommt.
Speaker: Die wird dann aber nur neun Monate unterstützt.
Speaker: Es sei denn, sie ist eine von diesen LTS, Long Term Support Versionen, die sind alle zwei Jahre.
Speaker: Also alle vier Versionssprünge passiert halt eine Version, die dann längere Zeit unterstützt wird und das ist auch das, was wir immer nutzen.
Speaker: Diese Version wird für fünf Jahre tatsächlich upgedatet.
Speaker: Man kann das aber auch noch, wenn man ein Unternehmen ist oder wenn man Geld ausgeben möchte, verlängern auf zehn Jahre oder sogar eingeschränkt 15 Jahre.
Speaker: Das macht aber wenig Sinn, weil innerhalb von fünf Jahren ändert sich so viel und nach zwei Jahren ist ja auch schon eine nächste längere unterstützte Version.
Speaker: Deshalb ist so alle zwei Jahre updaten oder alle vier Jahre upzudaten empfehlenswert.
Speaker: Dadurch habt ihr bei den Systemen immer eine sehr stabile Umgebung, die sich auch von dem Aussehen und von der Bedienung nicht groß ändert.
Speaker: Und wenn ihr dann mal auf eine neuere von diesen Langzeitversionen upgradet, dann kann es sein, dass sich das auch von der Bedienung her stark ändert.
Speaker: Ubuntu ist dafür populär.
Speaker: Die nehmen immer neue Ansätze, sind da auch sehr innovativ teilweise oder haben neue Ideen, die dann auch richtig cool sind oder manchmal doch kontrovers.
Speaker: Bei Linux Mint habe ich den Eindruck, die sehen immer noch genauso aus wie vor 15 Jahren.
Speaker: Da muss wirklich ganz, ganz grundsätzlich was passieren in der Technikwelt, dass die sagen, jetzt machen wir einen Sprung, der sich anders anfühlt als das, was du vorher benutzt hast bei uns.
Speaker: Ja, aber wir werden auch noch eine Serie machen zu Linux.
Speaker: Ich glaube, in zwei Wochen war das geplant.
Speaker: Das heißt, dann geht es dann nochmal ins Detail, welche Distributionen wir empfehlen, was genau die Unterschiede sind und wie man das dann am besten aufsetzt.
Speaker: Aber Grenne für die Updates, die meisten passieren da automatisch im Hintergrund für die Software und die ganzen Sicherheitspatches und ab und zu sollte man dann auf eine größere Version updaten.
Speaker: Dann der nächste große Themenpunkt wären die Smartphone-Systeme.
Speaker: Da ist es auch ziemlich ähnlich und bei den meisten Smartphones ist es so, dass die Updates da auch komplett automatisch passieren.
Speaker: Auch die Updates für größere Versionen.
Speaker: Also wenn man zum Beispiel jetzt sich Android anschaut, ist es so, dass die Updates von Android 16 auf Android 17, wie jetzt vor kurzer Zeit, dann auch ziemlich automatisch passieren und da hat man nicht so viele Optionen, da auszuwählen, welche man verwenden möchte.
Speaker: Das heißt, bei Android, man kann
Speaker: Das ungefähr sagen, ist es eher mehr wie ein Rolling Release, weil da hat man nicht wirklich die Option, auf ein älteres Android zurückzugehen.
Speaker: Oder wenn man das macht, ist es mit Sicherheitsproblemen verbunden.
Speaker: Ich finde das auch manchmal doof, wenn also von 15 auf 16 war so ein neues Design da, was mir überhaupt nicht geschmeckt hat.
Speaker: Da muss ich erst mal gucken und mich dran gewöhnen.
Speaker: Aber es ergibt aus technischer Sicht und Sicherheitsperspektive absolut Sinn zu sagen, wir zwingen quasi jeden, der ein aktuelles Gerät verwendet, auch die aktuellsten Updates zu haben, weil das auch viele Sicherheitsvorteile hat.
Speaker: Wir empfehlen ja, einen Google Pixel mit Graphene OS zu benutzen, aber um das auch kurz abzudecken, iPhones und jedes Android-System sind da sehr ähnlich.
Speaker: Apps werden automatisch upgedatet im Hintergrund, standardmäßig, und die Systeme machen auch ständig Updates automatisiert und geben einem dann vielleicht noch den Hinweis, hey, ich möchte hier ein Systemupdate machen, bist du damit einverstanden?
Speaker: Oder ich habe jetzt ein Systemupdate gemacht, du müsstest neu starten, wollen wir das jetzt machen?
Speaker: Auch da kann man ein bisschen was verändern, aber in der Regel ist das nicht annähernd so einstellbar wie bei Linux.
Speaker: Was wir aber haben bei Android-Systemen, was Hardware und die Betriebssysteme angeht, wie die miteinander arbeiten, haben wir ein sehr gutes Sicherheitskonzept.
Speaker: Das ist auch viel besser als das, was wir aus der Box herausbekommen, wenn wir ein Windows-Laptop haben oder ein macOS, MacBook oder auch ein Linux-Laptop.
Speaker: Da muss man sehr genau hinschauen und das einrichten, wenn man da die Sicherheit hochfahren will auf einen
Speaker: Ja, noch nicht mal vergleichbares Level.
Speaker: GrapheneOS und Pixel-Geräte, die sind da out of the box, wenn man das installiert hat.
Speaker: Echt genial.
Speaker: Also da könnte ich jetzt richtig abnöden, mache ich nicht, sonst dauert das wieder zu lange.
Speaker: Ich habe es bei mir aber tatsächlich schon so eingestellt, dass die Updates automatisch auch über das Mobilfunknetz runtergeladen werden, dass sie, sobald mein Handy mal inaktiv ist, ein paar Stunden, also das Display aus ist und ich das nicht benutze, dann startet der auch neu, nachdem er es installiert hat.
Speaker: Und das heißt, sobald ich aufwache zum Beispiel, weiß ich, ich habe die aktuellste Version.
Speaker: Und ich hatte damit auch bis auf ein paar optische Sachen nie ein Problem, dass etwas nicht mehr funktioniert hat.
Speaker: Das ist von Sicherheitskonzept her, denke ich, die beste Variante.
Speaker: Oder wie hältst du es damit, Timo?
Speaker: Also ich empfehle generell immer die Standardeinstellungen zu nehmen bei eigentlich allen Updates, sei es jetzt Linux, Windows, macOS oder bei den Smartphone-Systemen.
Speaker: Und wie vorhin gesagt, bei den Smartphone-Systemen ist meistens so, dass das Update automatisch heruntergeladen wird, dann meistens auch direkt schon installiert wird und dann muss man manuell auswählen, wann man das Handy neu starten möchte oder man kann das auch nach hinten verschieben, wenn man gerade viel am Handy arbeitet bzw.
Speaker: viel am Computer arbeitet.
Speaker: Und ich mache das auch genau so.
Speaker: Ich empfehle das so.
Speaker: Ich habe da...
Speaker: Die Standardeinstellungen, ich habe das nicht komplett automatisiert wie Nino, weil damit können andere Probleme aufkommen.
Speaker: Kannst du ja kurz dazu dann was sagen.
Speaker: Aber ich mache es so, immer nachdem ich mit dem Computer gearbeitet habe und ein größeres Update installiert worden ist, das ein Neustart verlangt, starte ich den Computer eben danach neu.
Speaker: Probleme können immer mit Veränderungen kommen und wenn ein Update passiert, dann verändert sich ja was.
Speaker: Wenn ihr einen guten Grund habt, ein Update nicht zu fahren, weil irgendwas Wichtiges passiert, gerade bei euch oder weil ihr euch begründete Sorgen macht, dann werdet ihr das wissen.
Speaker: Insofern lohnt es sich, wie Timo auch sagt, Standardeinstellungen und dann auch Updates zeitnah zu installieren.
Speaker: Zu den Ausnahmen kommen wir nach hinten raus noch.
Speaker: Die zwei Sorgen, die sich viele Menschen machen in meinem Umfeld, ist einmal beim Smartphone der Alarm, dass viele Menschen ihren Smartphone als Wecker verwenden und dann sagen, wenn jetzt das Handy sich über Nacht automatisiert, updatet und neu startet, dann klingelt mein Alarm nicht.
Speaker: Und das stimmt tatsächlich.
Speaker: Das stimmt vor allem dann, wenn man jetzt auf Guffino es schaut, wenn man dort mehrere Nutzerprofile benutzt und den Alarm in einem Nutzerprofil und nicht im Haupt-Owner-Profil.
Speaker: Also wer ihm das was sagt, der weiß jetzt, wovon ich spreche.
Speaker: Wer ihm das nicht sagt, der ist sowieso im Owner-Profil.
Speaker: Ja, der...
Speaker: Der hat diese Sorge nicht, denn ein Alarm, den ich im Owner-Profil habe, da wo die meisten Menschen sind, der funktioniert auch nach einem Neustart, der wird übernommen, dafür muss man das Handy nicht sperren, aber wen das Sorgen bereitet, der kann ja dann trotzdem das manuell lassen, sollte dann aber auch zeitnah sich diesen Reboot-Button drücken, dann wenn das Handy mal neu starten kann und dann auch für eine halbe Stunde vielleicht ein bisschen wärmer wird oder langsamer ist oder mehr Batterie verbraucht, wenn sich alles nach dem Update neu einrichtet, das sollte man dabei auch bedenken.
Speaker: Der zweite Grund, warum sich Leute Sorgen machen, ist, dass es wichtige Ereignisse gibt in ihrem Leben, einen Geschäftstermin oder eine wichtige Konferenz, bei der sie dabei sein müssen.
Speaker: Und jetzt ein Update zu starten, könnte ja dafür sorgen, dass das System dann nicht mehr so gut funktioniert oder diese Software auf einmal nicht mehr startet oder so.
Speaker: Und dann hat man Panik, weil da muss man irgendwie ein Technikproblem lösen innerhalb von fünf Minuten, sonst verpasst man irgendwie eine tolle Gelegenheit oder ein wichtiges Ereignis.
Speaker: Und da bin ich auch dabei zu sagen, wenn du weißt, dass du jetzt was anstehen hast, du hast ein Update vor einer Woche oder gestern oder so gefahren und jetzt funktioniert gerade alles, dann mach die Updates in einem ruhigen Moment, wo du einfach weißt, jetzt kann ich auch, wenn etwas schief geht, mich darum kümmern, das Problem zu lösen oder wenn ich mich nicht darum kümmere, dann ist es nicht so schlimm, weil ich habe jetzt in der nahen Zukunft nichts Wichtiges, wofür ich unbedingt dieses System oder diese App brauche.
Speaker: Und Stichwort GrapheneOS noch an der Stelle, bevor wir dann in unsere persönliche Situation gehen und dann auch die diversen Ausnahmen oder Beispiele nennen.
Speaker: Bei GrapheneOS ist ein besonders cooles Feature, was viele glaube ich nicht kennen, selbst die die GrapheneOS nutzen,
Speaker: dass man in den Einstellungen auch einen Release-Channel einstellen kann, der einem früher die Sicherheitsupdates gibt als alle anderen.
Speaker: Google verwahrt bestimmte Sicherheitsupdates auch Monate bis in die Zukunft auf, weil sie im Moment nicht gebraucht werden oder weil sie noch nicht für alle, auch alte Geräte, funktionieren.
Speaker: Bei Pixelgeräten ist das aber kein Problem und Gefinus hat sich entschieden, diese Option einfach anzubieten, zu sagen, die aktuellsten Sicherheitsupdates, die Google erst in ein paar Monaten rausbringt, kannst du jetzt schon installieren und ich hatte damit noch nie Probleme gehabt.
Speaker: Wir sind jetzt im August 2026, mein Sicherheitsupdate-Patch ist Januar 2027, also fünf Monate in der Zukunft.
Speaker: Und das gibt natürlich nochmal ein ganz anderes Level an Sicherheit auf Graphi-Noise-Geräten und das kann man, glaube ich, auch nirgendwo machen.
Speaker: Die Hersteller könnten das für sich entscheiden zu nutzen, das macht aber keiner.
Speaker: Und deshalb ist es so, dass man bei Graphi-Noise da sogar Sicherheitspatches hat, die alle anderen noch Monate in die Zukunft nicht bekommen.
Speaker: Das finde ich besonders cool.
Speaker: Auch wieder ein guter Grund, Graphi-Noise zu nutzen.
Speaker: Ja Timo, falls du keine Ergänzung hast, erzähl uns doch mal ein bisschen mehr im Detail, was du bei deinem System machst.
Speaker: Eigentlich nutzt du ja nur einen Laptop und ein Smartphone, soweit ich weiß, und einen Server.
Speaker: Wie hältst du es damit in Updates?
Speaker: Ja genau, also auf dem Laptop und auf dem Handy, auf dem Pixel-Handy, da mache ich das nach den Standorteinstellungen.
Speaker: Dort kommt dann ab und zu eine Benachrichtigung und sagt, jetzt muss das System neu gestartet werden und dann starte ich es auch neu.
Speaker: Bei den Servern, das ist eine ganz bisschen kompliziertere Geschichte, deswegen würde ich da nicht darauf eingehen.
Speaker: Ich würde aber vorschlagen, dass wir in Zukunft auch eine Folge machen eben zu Self-Hosting, also wenn man eben einen eigenen Server zu Hause hat, auf was man da achten muss, wie man das aufsetzt.
Speaker: Und da würde ich dann tiefer ins Detail gehen mit den Updates, weil ich glaube, das interessiert nur eine ganz kleine Gruppe an Personen und würde den Rahmen hier auch komplett sprengen.
Speaker: Aber zusammengefasst, wir sind ja durch die ganzen Systeme gegangen, Desktop-Systeme,
Speaker: Smartphone-Systeme und die Apps.
Speaker: Kurz gesagt, einfach nur damit das klar ist, wir empfehlen die Updates so früh wie es geht zu machen.
Speaker: Weil auch aus meiner Erfahrung in meinem Kundenstamm ist es so, dass viele dann auch erstmal mich fragen, muss ich diese Updates machen, vor allem wenn wir einen Folgetermin haben oder ist es jetzt sicher diese Updates zu machen?
Speaker: Zusammengefasst ist es wirklich wichtig die Updates zu machen und so früh wie möglich.
Speaker: Das heißt immer wenn eben eine Benachrichtigung kommt, dass ihr das System neu starten sollt oder dass ihr ein Update machen sollt, am besten immer gleich die Updates machen.
Speaker: Tatsächlich fällt mir auch auf, dass die meisten Menschen sehr bequem werden und wenn sie dann sich denken, oh, ich mache hier meine Updates lieber manuell, weil dann habe ich die Kontrolle darüber, dass das dann in der Regel nicht passiert, weil es gibt nie den guten Zeitpunkt, wo man sich mal in Ruhe hinsetzt und seine Updates durchliest und dann gewissenhaft macht.
Speaker: Und dann ist es halt auch ein größeres Risiko, das Update manuell zu machen und zu vergessen, als es zu automatisieren und vielleicht ein Problem zu bekommen.
Speaker: Deshalb entweder, wie Timo sagt, die Standardeinstellungen, die einem dann noch ein gewisses Maß an Flexibilität geben, dass man einfach Benachrichtigungen bekommt, jetzt neu starten.
Speaker: Dann kann man sich dabei toll fühlen, dass man sagt, ja, ich klicke einfach ja, wenn das kommt.
Speaker: Oder ich habe halt jetzt ein sehr begründetes Szenario, um nein zu klicken.
Speaker: Oder man automatisiert es komplett durch.
Speaker: Und wenn man weiß, ich habe jetzt eine Ausnahmesituation, dann macht man dieses Update nicht oder pausiert es.
Speaker: Das geht ja auch.
Speaker: Ja, Timo, was wollen wir als Detailinformationen noch rausgeben heute?
Speaker: Vielleicht gibt es ja den Spruch mit Updates, man sollte die nie zu schnell machen, weil es gibt dann die Gefahr der Supply Chain Attacken, also dass ein Unternehmen zum Beispiel gehackt wird.
Speaker: Wir machen jetzt ein ganz einfaches Beispiel.
Speaker: Windows wird gehackt.
Speaker: Es wird ein Update rausgebracht von Windows, dass ein Virus auf eurem Computer installiert.
Speaker: Bei Windows wird es wahrscheinlich nicht passieren, aber bei kleineren Softwares
Speaker: ist es schon mal häufiger der Fall gewesen.
Speaker: Und das kann halt passieren, wenn man zu schnell Updates macht.
Speaker: Aber das passiert sehr, sehr selten.
Speaker: Und wenn sowas passiert, dann ist es auch meistens in den News, weil es eben nur so eine seltene Geschichte ist.
Speaker: Das größere Problem ist, wenn man die Updates zu schnell macht, dass da Bugs und Fehler auftreten können.
Speaker: Vor allem, wenn man eine Software nimmt, die eher eine nischige Software ist, die nur von einem Entwickler zum Beispiel entwickelt wird, der nicht so viele Tests macht.
Speaker: Wenn man dort direkt das Update macht, kann es halt eben passieren, dass die App dann nicht funktioniert.
Speaker: oder dass ein Fehler aufkommt.
Speaker: Auf der anderen Seite, wenn man zu langsam ist, wenn ein Update mal draußen ist, ein Sicherheits-Update.
Speaker: ist es so, dass die Sicherheitslücke dann komplett öffentlich bekannt ist.
Speaker: Weil natürlich, wenn diese Sicherheitslücke gepatcht wird, also gelöst wird, wird es öffentlich gemacht in den Release Notes.
Speaker: Und dann ist es so, wenn man das Update zu langsam macht, ist das eine offene Sicherheitslücke, die der ganzen Welt bekannt ist und ein großes Sicherheitsrisiko.
Speaker: Das heißt, wenn man zu langsam macht, ist die Gefahr deutlich höher, dass dann gar nichts mehr funktioniert, weil man komplett gehackt worden ist, als...
Speaker: das nicht zu schnell machen und es dann ein Bug oder Fehler aufkommt.
Speaker: Deswegen, wie vorhin gesagt, wir empfehlen, die Updates so früh wie möglich zu machen.
Speaker: Und es gibt diese sogenannte Zero-Day-Attacken.
Speaker: Das sind Schwachstellen, die aus dem Nichts gefunden worden sind, die noch niemand kannte.
Speaker: Und da ist wirklich sehr, sehr wichtig, ein Update direkt zu machen, vor allem, wenn man irgendwelche sensiblen Systeme hat.
Speaker: Wir hatten das jetzt dieses Wochenende mit BTC Pay.
Speaker: Das ist einfach eine Software, die benutzt wird, um Bitcoin-Zahlungen zu akzeptieren.
Speaker: Zum Beispiel unser Member Club, der läuft darüber.
Speaker: Das heißt, wenn man dort mit Bitcoin zahlen möchte, läuft es über meinen eigenen BTC Pay Server.
Speaker: Dort gab es richtig eine kritische Schwachstelle.
Speaker: Die wurde gefunden von einem Team, das Schwachstellen gesucht hat, aktiv.
Speaker: Und dann gab es ziemlich schnell ein Sicherheitsupdate.
Speaker: Aber durch dieses Sicherheitsupdate war dann allen klar, es gibt diese Schwachstelle.
Speaker: Und wenn man dann das Update nicht schnell genug gemacht hat, bei dieser kritischen Infrastruktur, ist dazu gekommen, dass manche BTC Pay Server, also speziell die Lightning Notes dahinter,
Speaker: Also eine spezielle Art von Bitcoin, ganz einfach gesagt, für die nicht wissen, was Bitcoin ist.
Speaker: Die wurden dann komplett leer geräumt und es war wirklich auch ein kleinerer Skandal in der Szene.
Speaker: Dort war es wirklich wichtig, dass man ein Update sehr schnell macht, vor allem bei kritischen Infrastrukturprojekten.
Speaker: Andererseits ist es so, wenn man was nicht so Kritisches hat, wenn man zum Beispiel ein Gerät hat, das komplett offline ist, dann muss man nicht unbedingt die Updates machen, direkt, oder man muss sie gar nicht machen.
Speaker: Nino hat vorhin das Beispiel, oder als ich mit Nino gesprochen habe, hat er das Beispiel gemacht bei verschiedenen Fabriken.
Speaker: Denn verschiedene Maschinen, die laufen auch auf sehr, sehr alten Systemen, aber dadurch, dass die Maschinen nie mit dem Internet verbunden sind und dass man diese Maschinen nicht so einfach klauen kann, ist es nicht wirklich ein Problem, wenn man die Updates nicht macht.
Speaker: Denn wenn niemand darauf Zugriff hat, ist es auch kein Problem, dass es da Schwachstellen gibt.
Speaker: Oder zum Beispiel ein Kunde von mir, der hat noch einen Laptop mit Windows 7, aber der benutzt den komplett offline.
Speaker: Der mag die Benutzeroberfläche sehr, mag die ganzen neueren Windows-Systeme nicht und deswegen ist das sozusagen sein Zweitlaptop und er arbeitet wirklich nur mit den Office-Systemen dort.
Speaker: Und meiner Meinung nach ist es auch kein großes Problem, dort keine Updates zu machen.
Speaker: An sich ist Windows 7 wirklich sehr, sehr schlecht von der Sicherheit, weil eben keine Sicherheitsupdates kommen.
Speaker: Aber wenn man das komplett offline lässt, den Computer nur zu Hause damit arbeitet, ist es kein...
Speaker: Zu schlimmes Ding, die Updates nicht zu machen.
Speaker: Wichtig an der Stelle bei mobilen Geräten, wenn das jetzt auf dem Laptop ist, den er ständig unterwegs hat und den hat er nicht extra abgesichert mit einer Festplattenverschlüsselung zum Beispiel, wäre das ein Problem.
Speaker: Aber das hat Timo sicher mit ihm besprochen.
Speaker: Und die fixen Geräte, wie jetzt Industrieanlagen, die man nicht einfach so aus der Hosentasche klaut,
Speaker: Da gibt es übrigens eine tolle Jobgelegenheit für alle, die sich da spezialisieren.
Speaker: Was gibt es echte Industrieanlagen?
Speaker: Die laufen noch auf DOS oder Windows 95, weil die halt nur einfache Sachen machen.
Speaker: Und da ist es für das Unternehmen viel teurer, die Maschinen abzustellen und dann Millionen an Umsätzen zu verlieren, weil die Maschinen erstmal wieder hochgefahren werden müssen.
Speaker: Und wenn dann aber die Systeme mal ausgetauscht werden müssen, die Hardware oder neu eingerichtet werden müssen oder Einstellungen variieren, dann brauchen die halt einen Experten.
Speaker: Also wer da sich auskennt, kann da sehr gute Gehälter bekommen, dadurch, dass er für solche Anlagen uralte Systeme weiter betreut.
Speaker: Ansonsten ist mir noch eingefallen, wenn wir noch mal kurz überlegen, wie ist denn so ein Update-Prozess im Alltag?
Speaker: Bei Windows ist es in der Regel noch so, dass wir ja.exe, also Excel-Dateien runtergeladen haben und die installiert haben.
Speaker: Und diese Apps, die haben dann alle ihre eigenen Hintergrundprozesse, die dann schauen, bei jedem Neustart habe ich ein Update und dir dann anbieten, soll ich das Update installieren, das ist oft nervig.
Speaker: Da ist halt auch ein guter Grund, weg von zu gehen.
Speaker: Es gibt da zwar Lösungen für, aber wie gesagt, Windows oder macOS, wenn euch Privatsphäre und Sicherheit wichtig ist, sind so Systeme, die gar nicht für euch gedacht sind von der Grundstruktur.
Speaker: Bei Linux habe ich dieses Problem nicht, weil da wird alles sehr zentralisiert aus bestimmten Quellen installiert und dann kann ich das auch mit einem Klick updaten.
Speaker: oder automatisieren.
Speaker: Und wir haben jetzt die ganze Zeit über Sicherheit gesprochen, weil Sicherheit die Grundlage ist.
Speaker: Das ist das Fundament von allem.
Speaker: Es bringt ja nichts, wenn wir ganz viel Privatsphäre oder Anonymität bearbeiten.
Speaker: Und dann haben wir aber so eine geringe Sicherheit, dass das schnell durchbrochen wird.
Speaker: Aber sobald die Sicherheit gegeben ist, können wir mal über die Privatsphäre und Updates reden.
Speaker: Und da ist es gerade bei solchen Systemen wie Windows oder macOS oder auch iOS passiert,
Speaker: oder eindeutig, das Standardmäßige, dass die Privatsphäre immer weiter eingeschränkt wird mit Updates.
Speaker: Also da kann es sein, wir haben Windows versucht, komplett privat einzurichten, haben die KI-Copilot ausgestellt, haben ganz viele Telemetriesachen, die versucht werden, an Microsoft geschickt zu werden, ausgestellt.
Speaker: Dann kommt ein Update und heimlich und leise, ohne dass uns das gesagt wird, wird all das wieder angestellt mit dem nächsten Update.
Speaker: Und dann ist wieder das System nicht privat, in Anführungszeichen, wie wir es eingerichtet haben.
Speaker: Das muss man auch beachten.
Speaker: Das haben wir zum Glück nicht unter Linux das Problem oder Graphino ist.
Speaker: Aber wer damals auf Android 15, glaube ich, upgedatet hat, der hat auf einmal eine KI im System gehabt, wenn das Smartphone schnell genug war.
Speaker: Die hat extrem in die Privatsphäre eingegriffen.
Speaker: Und bei Apple war das nicht anders.
Speaker: Also dieses Problem der Privatsphäre, das kommt mit Updates, wenn man sich einem Hersteller oder einem Lieferanten von diesen Updates hingibt, der dort auch Genshin-Luder treibt mit euch.
Speaker: Das will ich nicht unerwähnt lassen, trotzdem Updates sind wichtig und relevant und wenn ihr die Systeme nutzt, die wir eh 24-7 bei uns haben, dann werdet ihr dieses Problem nicht bekommen, aber für Windows, macOS, iOS, Standard-Android ist einen Gedanken wert auch zu überlegen.
Speaker: Wenn ich ein Update mache, habe ich dann die Zeit, mich damit auseinanderzusetzen, ob das etwas mit meinen Einstellungen macht, die ich dann ändern muss, damit ich wieder die Privatsphäre habe, die ich haben möchte.
Speaker: Ja, aber das ist kein Grund, die Updates nicht zu machen.
Speaker: Das hat Nina jetzt vergessen zu sagen.
Speaker: Also man sollte trotzdem die Updates machen, weil Sicherheit ist wirklich deutlich wichtiger als Privatsphäre.
Speaker: Weil wenn die Haustür komplett offen ist, bringt es nicht, dass ihr zu Hause überhaupt Vorhänge vor euren Fenstern habt, wenn jeder rein spazieren kann.
Speaker: Das heißt, Sicherheit sollte immer an erster Stelle stellen.
Speaker: Das heißt, die Updates solltet ihr machen.
Speaker: Aber es soll euch halt klar sein, mit jedem neuen Update kann es dazu kommen, dass eure Privatsphäre dann deutlich schlechter ist.
Speaker: Unsere Empfehlung ist, so andere Systeme zu wechseln, die eben auf Privatsphäre sich fokussieren.
Speaker: Und wenn man ein System verwendet, das öffentlich sagt, Privatsphäre ist nicht wirklich wichtig, dann muss es einem halt eben klar sein.
Speaker: Demo hat es in zwei Sätzen gesagt, was ich in fünf nicht geschafft habe.
Speaker: Also genau das.
Speaker: Sicherheit geht vor, macht eure Updates und habt dann hoffentlich die Zeit, die Einstellung zu überprüfen, falls ihr auf solchen toxischen Systemen noch unterwegs seid.
Speaker: Genau.
Speaker: Dann würde ich sagen, wir haben alles für die Folge.
Speaker: Wir haben uns Hardware angeschaut, Betriebssysteme, Software.
Speaker: Wir empfehlen, ich sage es jetzt zum zehnten Mal, die Updates so früh wie möglich zu machen, wenn eine Benachrichtigung kommt, das System so früh wie möglich auch neu zu starten, damit die ganzen Sicherheitslücken bei eurem System gepatcht sind und nur wirklich die Updates nach hinten verschieben, wenn ihr einen gewissen Grund habt oder wenn ihr genau wisst, dass ihr nicht eine neuere Softwareversion haben wollt, weil es wirklich größere Änderungen dort gibt.
Speaker: Ja, endlich mal wieder eine Folge, wo wir uns so einig sind und nicht komplett verschiedene Ansätze haben, die aber auch beide natürlich legitim wären.
Speaker: Insofern sind wir durch.
Speaker: Vielen Dank euch fürs Zuhören.
Speaker: Wenn euch das Ganze hier begeistert und ihr mehr wollt, dann haben wir ja unsere kostenlose Signalgruppe.
Speaker: Da könnt ihr Fragen stellen, euch an Diskussionen beteiligen.
Speaker: Links findet ihr alle in den Shownotes.
Speaker: Wenn ihr sagt, oh, diese Folge oder auch eine ältere Folge, da habt ihr mal was gesagt, ich finde das jetzt nicht mehr so gut.
Speaker: Ihr könnt unseren Newsletter abonnieren.
Speaker: Dort bekommt ihr immer eine umfassende Zusammenfassung der Folge.
Speaker: Da kann man das nochmal in Ruhe nachlesen oder dann auch eine KI mitfüttern, wenn man das möchte, um sich Fragen beantworten zu lassen.
Speaker: Was haben die Jungs da gesagt zu diesem Thema?
Speaker: Ihr könnt uns gerne eine gute Bewertung da lassen auf eurer Podcast-App.
Speaker: Das hilft natürlich, dass der Algorithmus unseren Podcast pusht und wir mehr überlegen.
Speaker: Ohren finden, die das dann hören können und dieses Privatsphäre-Thema einfach weiter in die Welt verbreitet wird.
Speaker: Also würdet ihr uns unglaublich weiterhelfen.
Speaker: Und wenn ihr uns darüber hinaus unterstützen wollt, dann gibt es unseren Privatopia-Member-Club.
Speaker: Da könnt ihr uns finanziell ein bisschen unterstützen und bekommt ein paar Goodies, dass ihr nochmal eine extra Stigma-Gruppe habt und regelmäßige Live-Calls dort, wo ihr uns dann auch direkt fragen könnt.
Speaker: Das ist wie unser Patreon quasi, nur dass wir nicht diesen Service nutzen, der auch nicht privat ist, sondern dass wir das selbst eingerichtet haben, sodass du deine Daten nicht rausgeben musst, sondern das einfach anonym bezahlen kannst und ohne, dass du uns irgendwelche Identifikatoren geben musst.
Speaker: Wir freuen uns auf die nächste Folge.
Speaker: Jetzt geht es beim nächsten Thema um digitalen Minimalismus und dann steigen wir, wenn wir uns nicht das noch anders überlegen oder irgendwas Wichtiges passiert, voll und ganz in die Linux-Welt ein, weil ihr euch das gewünscht habt in der Umfrage, in der
Speaker: Community.
Speaker: Also ihr habt auch einen Einfluss darauf, was wir machen, weil wir wollen natürlich euch bedienen und eure aktuellen Situationen und da freuen wir uns drauf.
Speaker: Bis dahin, sag ich schon mal, macht's gut und Timo, du hast das letzte Wort oder die letzten paar Worte von mir aus.
Speaker: Alles Gute.
Speaker: Ciao.
Speaker: Ja, bis zum nächsten Mal.
Speaker: Ciao, ciao.






