Transcript
Speaker: Barfußschule Podcast.
Speaker: Gemeinsam barfuß bewegen.
Speaker: Und jetzt viel Spaß mit Pierre, Ben und Pelle.
Speaker: Nur Pelle.
Speaker: Herzlich willkommen, du da draußen in der großen weiten Welt, in der Folge 145 des Barfußschule-Podcasts.
Speaker: Und zwar heute tatsächlich nur mit mir, weil die anderen haben jetzt heute keine Zeit und morgen keine Zeit.
Speaker: Es ist zu knapp, um das noch irgendwie bis Mittwoch hinzukriegen.
Speaker: Und wenn du das hörst, ist es für möglich mindestens schon Mittwoch der...
Speaker: 26.
Speaker: 8. im Jahre 2026.
Speaker: Worum soll es heute gehen?
Speaker: Ich werde so ein bisschen erzählen, ganz klein bisschen aus meinem Schwedenurlaub und von einer anderen Neuerung, weil ich mich einer Sache verschrieben habe und darüber möchte ich ein bisschen sprechen.
Speaker: Vielleicht auch, weil du da draußen dich ja auch irgendeiner Sache verschrieben haben wollen würdest, irgendetwas vorhast in deinem Leben, was du
Speaker: noch nicht so richtig angehen kannst, vielleicht fühlst du dich zu alt, vielleicht fühlst du dich nicht reif genug.
Speaker: Ich sagte, lass die Katze kurz aus dem Sack.
Speaker: Ich habe mich für das Psychologiestudium eingeschrieben und studiere ab Oktober voraussichtlich Psychologie.
Speaker: Aber ich wollte ja zuallererst erstmal vom Urlaub erzählen, weil
Speaker: Eigentlich hätte ich den Urlaub in Bali verbracht, denn ich hatte eine Einladung nach Bali von Patrick Meiner zu seiner Hochzeit und ich bin tatsächlich, auch wenn er das jetzt nicht hört, an dieser Stelle auch immer noch traurig, dass das nicht geklappt hat.
Speaker: Das wäre für mich nur mit vier Kindern wirklich nicht finanzierbar gewesen, dort zu einer Hochzeit zu fahren.
Speaker: gar nicht finanzierbar gewesen und deshalb sind wir zu Hause geblieben.
Speaker: Der Urlaub war aber schon eingereicht, das war eigentlich alles schon geplant, sodass ich drei Wochen nicht oder vier Wochen nicht in der Psychosomantik arbeiten musste und meine Frau hatte auch Urlaub in der Zeit Ende Juli bis August und wir waren vor vier Jahren das erste Mal mit einem Wohnwagen unterwegs
Speaker: in Schweden und 2023 dann noch einmal und wir haben den Ort besucht, vor vier Jahren schon, wo meine Frau mit ihrem Ex-Mann gewohnt hat.
Speaker: Sie war ausgewandert nach Ümyo, das ist oben in Nordschweden, Mittel-Nordschweden, in Westerbotten, wenn man es genauer wissen will und dort hat sie ein Haus gehabt, da hat sie mit ihm gewohnt und
Speaker: Hat ganz viele Freunde da gehabt und ich habe halt Familie in Schweden.
Speaker: Ich habe im Süden eine Cousine und ich habe noch Onkel und Tante in Norrköping, das ist bei Stockholm und auch noch ein Cousin und der hat auch noch mal Kinder, sodass ich auch ja letztendlich die hätte besuchen können, so sollte es aber alles jetzt nicht kommen.
Speaker: Wir sind das erste Mal alle zusammengefahren.
Speaker: Ich habe ja eine große Tochter aus erster Ehe.
Speaker: Meine Frau hat eine mittlere Tochter aus erster Ehe, also auch ihre große.
Speaker: Und wir haben zwei gemeinsame Kinder.
Speaker: Und das ist eine Patchwork-Situation.
Speaker: Das ist ja immer so ein bisschen schwierig, dass man ganz schnell in so ein mein Kind, dein Kind Dynamik reinkommt.
Speaker: Und deshalb war das immer ein Hindernis, so eine lange Reise in einem Wohnwagen zu sechs zu machen.
Speaker: Und das haben wir aber dennoch dann angegangen, auch wenn alles für diese Reise danach geschrien hat, dass sie nicht stattfinden möge.
Speaker: Denn zuerst war das Auto, was auch nur noch bis August TÜV hatte, aber relativ frisch noch ist das Auto, hatte schon vor einem Monat oder zwei Monaten Kühlwasserverlust.
Speaker: Also haben wir das natürlich, bevor das ein Wohnwagen zieht, einmal machen lassen für viel Geld in der Werkstatt.
Speaker: Und die haben uns halt gesagt, ja, das müssen wir jetzt genauer angucken.
Speaker: Der Kühlwasserschlauch war undicht, aber jetzt haben wir gemerkt, die Wasserpumpe war auch noch undicht.
Speaker: Die haben das geflickt und haben gesagt, jetzt steht der Reise nichts im Wege.
Speaker: Und nachdem wir vier, fünf Tage lang den Wohnwagen gepackt haben,
Speaker: Das dauert einfach immer so lange, wenn da so viele mitfahren, Klamotten rein und so weiter.
Speaker: Sind wir dann losgefahren und sind halt erstmal nur bis Hannover gekommen, denn dann gab es eine Reifendruckwarnung für die Vorderreifen, sodass der bei 1,8 steht.
Speaker: Meine Frau wollte das aufpumpen, die hat das bisher nicht so oft gemacht.
Speaker: Und dann ist das Ventil abgebrochen und dann war in kürzester Zeit die komplette Luft aus dem Vorderreifen raus.
Speaker: Und wir hatten aber Glück, da waren zwei ADAC-Menschen, die kamen einfach angefahren und sagten, ich habe gerade Feierabend und so, habt ihr schon Hilfe?
Speaker: Ja, wir haben den ADAC schon gerufen.
Speaker: Der kam dann auch und die sagten dann, Familie mit Kindern, machen wir einfach sofort, wenn es irgendwie geht, sonst würden wir das nicht machen.
Speaker: Dann haben die das mit nach Hause genommen, den Reifen.
Speaker: in die Hauswerkstatt, haben da schnell ein neues Ventil reingemacht, aufgepumpt, wiedergebracht, haben eine Stunde gewartet.
Speaker: Aber die haben uns dann gesagt, den Reifen, den müsst ihr auf jeden Fall neu machen.
Speaker: Der hat einen Katscher mitbekommen, deshalb war das Ventil wahrscheinlich auch schon vorgebrochen.
Speaker: Und
Speaker: Die von der anderen Seite auch.
Speaker: Das müsst ihr auf jeden Fall machen, wenn ihr so eine lange Reise nach Nordschweden macht.
Speaker: Also sind wir am nächsten Tag von Hamburg nach Flensburg gefahren und haben dann da, nachdem wir da übernachtet haben, nee, wir sind abends nach Flensburg gefahren, haben da übernachtet auf einem Hof und dann sind wir morgens los und haben einen Laden besucht oder gesucht erstmal, wo wir die Reifen neu bereifen konnten, also wieder 500 Euro weg, neue Vorderreifen.
Speaker: Und dann hatten wir auch das erste Mal wieder Kühlwasserverlust, obwohl alles repariert worden war.
Speaker: Hatte ich wieder kein Kühlwasser und was passiert dann?
Speaker: Dann geht der Motor in Notlauf bei dem Ford.
Speaker: Das heißt, man kann kein Gas mehr geben.
Speaker: Man kann halt nur ganz, ganz, ganz leicht drücken, wenn man keinen Anhänger dran hat.
Speaker: Dann kommt man auch so leicht vorwärts, aber man kann eigentlich kein Gas mehr geben, weil der Motor geschützt wird.
Speaker: Und diesen Notlauf hatte ich wieder.
Speaker: Dann habe ich direkt die Werkstatt angerufen und die sagten, ja, das...
Speaker: Es könnte eine Luftblase sein, die sich da irgendwie im System noch befindet.
Speaker: Fahren Sie mal vorsichtig weiter, aber ja, das verstehe ich jetzt auch nicht, weil ja alles geht abgedichtet.
Speaker: Dann sind wir weitergefahren.
Speaker: Durch Dänemark ging dann auch problemlos und dann in Südschweden fing das Ganze wieder an.
Speaker: Da war ich aber schon tausend Kilometer von zu Hause weg und tausend Kilometer von unserem Land.
Speaker: Zielort.
Speaker: Hatte ich wieder Kühlwasser los, habe ich den wieder angerufen.
Speaker: Meinte, ja, ich weiß auch nicht, was ich jetzt sagen soll.
Speaker: Hm, komische Sache, füllen Sie mal immer wieder nach, vielleicht ist das und so weiter.
Speaker: Wir hatten insgesamt sechs Notläufe und wenn man mit so einem Wohnwagen fährt und
Speaker: man dann an dem Wohnwagen so eine Brücke hochfährt zum Beispiel, weil das insbesondere bei Steigungen passiert und dann kein Standstreifen da ist und LKWs hinter einem sind und man dann in so ein Notlaufgerät dann ganz schnell die Warnblikanlage anmacht, dann ist es schon ein bisschen gruselig.
Speaker: Man kann aber auch nicht mitten in Mittel- oder Südschweden mal eben diesen Kühlwasserproblem in der Werkstatt beheben, was alleine den Wagen abschleppen zu lassen kostet, ohne ADAC Premium-Mitgliedschaft in Schweden mal 500 bis 1000 Euro.
Speaker: Und deshalb haben wir das dann einfach gewagt und weitergefahren.
Speaker: Haben dann in Mittelschweden oder immer noch Südschweden am Wetternsee Halt wieder gemacht und haben dann da zwei Nächte übernachtet auf einem superschönen Campingplatz, der aber eine Schotterbelag hat und ich habe den...
Speaker: Anfängerfehler gemacht.
Speaker: Ich habe den Wohnwagen an der Deichsel hochgehoben und den so ganz leicht gedreht, weil ich den korrigieren wollte.
Speaker: Und vermutlich habe ich dabei den nächsten Reifen irgendwie einen mitgegeben.
Speaker: Auf jeden Fall wollten wir abfahren zwei Tage später.
Speaker: Und dann sagte meine Frau, ist der Wohnwagenreifen da hinten nicht ein bisschen arg leer?
Speaker: Und dachte ich so, oh nee, ne?
Speaker: Der Wagen steht ja auf Stützen, dann sieht man das nicht so.
Speaker: Dann habe ich die Stützen ein bisschen weggemacht und dann wurde der immer leerer.
Speaker: Der war auch komplett leer.
Speaker: Ja, und ich hatte so eine mobile Pumpe dabei, die man an Zigarettenanzünder anschließen kann.
Speaker: Hatte aber vorher nochmal angerufen in der Gegend, ob es da irgendein Reifenersatz war.
Speaker: Werkstatt gibt und die haben aber diese Reifen für den Wohnwagen nicht da gehabt.
Speaker: Da hätte ich nochmal 80 Kilometer fahren müssen.
Speaker: Also habe ich gedacht, komm, pump mal auf und zähl mal nach, wie lange dauert das jetzt, bis der Reifen leer ist.
Speaker: Und das hat so fünf Stunden gedauert, bis der von 4,5 Bar auf 2 Bar runtergegangen ist oder 1,6.
Speaker: Also habe ich gesagt, wenn ich alle zwei Stunden Luft nachpumpe, kann ich mit dem Wohnwagen gescheinlich ein bisschen weiterfahren.
Speaker: Bin natürlich sehr nervös gefahren.
Speaker: Man kann eh nur 80 fahren in Schweden mit dem Wohnwagen, dem deutschen Wohnwagen.
Speaker: Sehr nervös gefahren und habe das doch irgendwie hingekriegt, immer wieder die Luft nachzufüllen.
Speaker: Und letztendlich haben wir es dann in sechs Tagen endlich nach Ümio oben in Schweden geschafft.
Speaker: Und da haben wir dann Pannenspray in diesen Reifen gemacht, sodass wir auf der Rückfahrt tatsächlich einen haltenden Reifen hatten.
Speaker: Aber trotz alledem mussten wir alle zwei Stunden circa anhalten, sind nur 120 Kilometer weit gekommen, mit durchschnittlich 60 kmh vielleicht.
Speaker: Alle zwei Stunden anhalten, den Wagen abkühlen lassen, den Wagen trennen vom Wohnwagen, neben den Wohnwagen fahren, mit der Zigarettenanzünderpumpe die Reifen nachpumpen, warten bis das Kühlwasser erkaltet ist, Kühlwasser ein Liter fast nachfüllen und so sind wir dann gefahren, dann hatten wir Pannenspray, wie gesagt, oben in Schweden reingemacht.
Speaker: Und damit sind wir auch wieder bis nach unten gekommen.
Speaker: Allerdings ist das Auto nur bis nach Bremen gekommen, weil wir dann auch noch irgendwie so ein Rasseln gehört haben.
Speaker: Und dann kam endlich auch mal eine Fehlermeldung mit Motorkontrollleuchten.
Speaker: War es nicht so ein Schraubenschlüsselsymbol?
Speaker: Und da habe ich dann gesagt, jetzt reicht es, jetzt fahren wir nicht mehr weiter.
Speaker: Zwischendlich hatten wir schon auf ADAC Premium umgebucht und konnten dadurch den Wagen da abschleppen lassen und der wird uns jetzt nach Hause geliefert und wir konnten mit einem Mietwagen von ADAC, also wirklich ganz liebe Grüße an ADAC, die haben wirklich, muss ich echt sagen, die sind echt Retter, muss man sagen, haben wir den Wohnwagen nach Hause geschleppt.
Speaker: Jetzt muss ich erstmal ein Stück Marabou-Schokolade essen.
Speaker: Aber generell muss ich jetzt ein bisschen weniger Schokolade essen, denn in Schweden war es schon sehr süß, sehr salzig, sehr ungesund.
Speaker: Mh.
Speaker: Irgendwie so kommt das aus einer Zeit eher das ganze Essen in Schweden, was so kaloriendichter ist, süß, salzig, fettig.
Speaker: Da merkt man, dass man vielleicht früher weniger Öfen und Heizungen hatte mit den kälteren Temperaturen und so.
Speaker: Aber das Essen hat sich nicht so groß geändert.
Speaker: Der Lachs ist natürlich gesund, aber diese ganze Schokolade nicht.
Speaker: Also bin ich momentan wieder am tracken, um diese drei Kilo wieder loszuwerden.
Speaker: Das erste Kilo ist weg, weil es doch einfach ein bisschen zu viel war.
Speaker: Und das war die Pleiten und das Pech und die Pannen.
Speaker: Irgendwie haben wir aber beide gewusst, meine Frau und ich, wir müssen jetzt auch, jetzt sind wir schon unterwegs, wir müssen mal aus unserem Alltag raus, wir müssen mal aus all dem, was uns so gefangen hält, in der Kommunikation, in der Dynamik auch, so müssen wir mal raus.
Speaker: Und da ist bei mir oben, ich habe das in ein paar Reels schon auf Instagram geschrieben, ist bei mir so viel passiert oben in Schweden.
Speaker: Ich hatte so viele Kindheitserinnerungen.
Speaker: Ich hatte ein Eis gegessen.
Speaker: So ein grünes Birneneis.
Speaker: Das gab es schon, als ich klein war.
Speaker: Da habe ich noch Fotos davon, wie ich das mit meinem Bruder immer gegessen habe.
Speaker: Und dann habe ich auf einmal mitten in der Elchfarm, habe ich das gegessen, habe ich auf einmal angefangen zu weinen.
Speaker: Und die Kinder fragten so, warum weinst du denn?
Speaker: Dann habe ich gesagt, es ist nur das Eis.
Speaker: ist einfach das Eis und dieses Kleinsein und Sichersein, Geborgensein auf so einer schwedischen Wiese.
Speaker: Und dieses Gefühl von Geborgenheit hatte ich so oft in diesem Urlaub.
Speaker: Das Gefühl von, auch wenn ich manchmal ganz einsam und alleine da bin,
Speaker: Das Land ist friedlich und schadet dir nicht.
Speaker: Es ist nicht viel giftig, es ist nicht gefährlich, es gibt kaum Verkehr, die Leute fahren trotzdem langsamer, obwohl es überall 10 km weniger ist.
Speaker: In der Ortschaft 50, in anderen Teilen, wo 30 bei uns ist, ist es 20.
Speaker: Es ist einfach alles langsamer und bedächtiger und vorsichtiger.
Speaker: Und das Gefühl von, hier bist du sicher, das hatte ich einfach die ganze Zeit.
Speaker: Und ich habe mein Herz auf jeden Fall da nochmal hingehangen, auch bei den Freunden, wo wir waren.
Speaker: Und könnte mir gut vorstellen, dahin doch nochmal auszuwandern und die Barfußschule Schweden zu gründen, wenn wir nicht zwei Kinder aus Trennungszeiten hätten, die uns natürlich daran binden, in Deutschland zu bleiben, damit wir nicht die Eltern entzweien.
Speaker: Also, dass die uns nicht mehr sehen oder ihre anderen Eltern nicht mehr sehen.
Speaker: Von daher sind wir hier erstmal gebunden.
Speaker: Aber es ist so vieles da, was mich da hinzieht.
Speaker: komme mit dem Stress hier nicht mehr so gut klar.
Speaker: Habe ich dann da nochmal gemerkt oder mir wurde es da nochmal bewusster, wie sehr mich diese Alltagsstressoren wie Lärm, Licht und Wetter hier in Deutschland beeinflussen.
Speaker: So kleine Sachen, Verkehr.
Speaker: Ich kann mit diesem Autoverkehr überhaupt nichts mehr anfangen.
Speaker: So gerne ich früher Auto gefahren bin, ich kann das nicht mehr gut abhaben.
Speaker: Und
Speaker: So was wie so bei sich sein, führt mich auch zum anderen Thema, dass ich mich für das Psychologiestudium angemeldet habe und das auch kurz beschreiben möchte.
Speaker: Jetzt bin ich 51 und fange nochmal an, Psychologie zu studieren und das liegt einfach daran, dass ich, wenn man noch ein Stück Schokolade essen, das schmilzt und, ja, auf dem Podcast habe, alles nur Psyche, heißt der.
Speaker: da hätte ich gerne schon, wäre ich schon gerne ein bisschen, wie sagte das mal der Fabian Puttkamer, ein bisschen gefestigter im Diskurs, dass ich einfach ein bisschen tiefere Basis habe von Grundwissen über Psychologie, über Statistik, Messmethoden und das Ganze wissenschaftlicher angehen kann.
Speaker: Ich bin ja schon lange in dem Bereich Achtsamkeit, Coaching, habe ja eine Stress- und Mentalcoach-Ausbildung gemacht und
Speaker: Und auch noch andere Dinge, Entspannungscoaching-Sachen.
Speaker: Und möchte das Ganze aber doch irgendwie für mich einfach noch weiter erforschen und da weiter nachlesen.
Speaker: Und das ist natürlich kein Karriere-Sprungbrett, was jetzt noch irgendwie einen hochkatapultiert, wenn man so spät etwas lernt.
Speaker: Und dennoch, falls du auch irgendwie was hast, was dich gerade so
Speaker: was dich so juckt, wo du die ganze Zeit denkst, eigentlich wollte ich ja, eigentlich wollte ich ja das und das noch machen, dann frage ich dich einfach, warum machst du es nicht?
Speaker: Also wirklich, was hält dich davon ab, das zu machen?
Speaker: Finanzen, Beziehungen, manchmal darf man es sich ja auch gar nicht erlauben, weil vielleicht jemand anders erst dran ist mit irgendwas oder so, nur was hält dich davon ab?
Speaker: weil ich merke halt irgendwie, das Leben ist ja endlich, wird ja auch irgendwie klarer jetzt, wenn man so auf die, auf jeden Fall die Halbzeit überschritten ist, kommt ja jetzt irgendwie nicht der beste Teil am Ende, das Beste kommt zum Schluss, sagt man so, vielleicht in Form von Enkeln, aber ansonsten würde ich jetzt eher sagen, geht es eher so ein bisschen bergab, aber ich möchte tatsächlich am liebsten lebenslang noch neugierig sein und Interesse an der Welt haben.
Speaker: Und ich bin sehr neugierig.
Speaker: Ich muss immer alles erforschen und immer schauen, was ist da noch hinter den Begriffen, hinter dieser Welt.
Speaker: Mich interessiert das alles immer noch sehr.
Speaker: Und ich glaube einfach, selbst wenn ich das nicht zu Ende mache, das Psychologiestudium, dass mich das dennoch irgendwie weiterbringt.
Speaker: Und ich glaube, das ist auch wichtig vielleicht für dich, wenn du irgendwo irgendwas stehst, du musst die Dinge ja nicht zu Ende machen.
Speaker: Egal was du da vorhast, ob du noch einen Motorradführerschein machen willst oder einen Segelflugzeugschein oder eine Weltreise vorhattest, weil du mehr von der Welt sehen willst, dann mach das.
Speaker: Und sonst bereut man später, dass man es nicht gemacht hat.
Speaker: Aber scheitern und es nicht hinkriegen, ist nicht schlimm.
Speaker: Ich erwarte gar nicht von mir, dass ich diese Psychologie schaffe.
Speaker: Ich mache auch keine klinische Psychologie, sondern Allgemeinpsychologie.
Speaker: Das heißt, ich kann damit gar kein Psychotherapeut oder sowas werden, sondern möchte eher in den Bereich der Evolutionspsychologie gehen, da mich das Thema Evolution ja sowieso interessiert.
Speaker: Und in der Evolutionspsychologie geht es um Verhaltensweisen, die
Speaker: sich vielleicht durch unsere Anpassung an unsere Umwelt erklären lassen, warum verhalten sich Männer so, warum verhalten sich Frauen so eher, warum verhalten sich Menschen aus diesen Gebieten anders und so weiter.
Speaker: Ich glaube immer, dass wir...
Speaker: sehr auf unser Umfeld reagieren und deshalb interessiert es mich einfach, was das nicht nur körperlich mit uns gemacht hat, weil das machen wir jetzt in der Ausbildung schon immer als Thema, warum hat der Mensch sich so angepasst, wie er aussieht, sondern auch, warum verhält er sich in vielen Teilen auch noch so.
Speaker: Einfach ein mega interessantes Thema für mich.
Speaker: Wenn wir
Speaker: da den Bogen zu den Füßen schlagen möchten, ist ja ein Barfußschule-Podcast, warum tragen wir Schuhe?
Speaker: Also warum haben wir uns daran angepasst?
Speaker: Es ist klar, wir haben Schuhe zum Schutz.
Speaker: Es ist klar, wir haben die Schuhe, weil wir
Speaker: uns vor Hitze schützen möchten, vor Scherben schützen möchten.
Speaker: Ich glaube aber, zum allergrößten Teil haben wir sie immer noch an, weil sie innerhalb von kürzerer Zeit zum Modeartikel geworden sind und zu einem Artikel, der es uns erlaubt, etwas über uns zu erzählen.
Speaker: Also wenn du an ein Kleidungsstück denkst, dann an ein Gürtel, ein Hemd, eine Hose, vielleicht ein Hut, Schuhe, dann stimmst du mir ja vielleicht zu, weiß ich nicht genau, dass von all diesen genannten Anfragen,
Speaker: Kleidungsstücken, die Schuhe, das sind, wo wir am ehesten von der Identifikation sprechen können.
Speaker: Wo wir sagen können, das sind keine Schuhe, die zu mir passen.
Speaker: Früher hieß es, keine Schuhe anzuziehen ist...
Speaker: ein Zeichen von Armut gewesen und dass man einer gewissen Gesellschaft nicht angehört hat.
Speaker: Und dann gab es Schuhe, die ganz klar einer Bauernklasse oder so zugestanden haben.
Speaker: Und es gab Schuhe, die ganz klar dem Adel oder reicheren Schichten angehört haben.
Speaker: Und ich finde, dass das bei Schuhen immer noch so ist.
Speaker: Also wenn du durch die Stadt gehst und
Speaker: und schaust, welche Schuhe Menschen anhaben und wie häufig Schuhe auch neu gekauft werden, weil sie natürlich am allerersten Gebrauchsspuren zeigen, dann gibt es in der Innenstadt schon sehr viele Menschen, die sehr viel Wert auf Klamotten liegen, die sehr, sehr neue Schuhe immer anhaben, dass sie bloß nicht getragen aussehen oder so.
Speaker: Dabei wäre ja ein getragener Schuh, würde ja für ein bewegtes Leben sprechen und für Nachhaltigkeit, dass man die Sachen nicht direkt... Aber nein, es geht wirklich darum, Schuhe sollen etwas über dich erzählen und zwar deinen Status zeigen, ob du Geld hast oder nicht.
Speaker: Vielleicht ist es eine Uhr, aber es ist ja kein Kleidungsstück.
Speaker: Es ist ja ein Funktionsgegenstand, eine Uhr ähnlich wie ein Schuh.
Speaker: Ich empfinde Schuhe als Statussymbol und deshalb auch eine große Gegenwehr,
Speaker: auch ganz barfuß zu laufen.
Speaker: Es wird immer intellektualisiert, sodass man sagt, ja, die Straße ist ja dreckig und da liegen Scherben rum oder so.
Speaker: Aber der eigentliche Kern, glaube ich, ist, dass man wer sein möchte.
Speaker: Und das habe ich in Schweden, um den Bogen nach Schweden wieder zu packen, ich habe nicht ein einziges Mal geschlossene Schuhe angehabt, kein einziges Mal.
Speaker: In den ganzen dreieinhalb Wochen, und es war kalt da oben teilweise, waren es 8 Grad oder so morgens, ansonsten war es so 17, 18 Grad mittags, was angenehm war, als hier die Hitzewelle war.
Speaker: Aber ich habe fast durchgehend Flipflops angehabt, also auch nicht unbedingt Barfußschuhe, sondern muss man ja schon arbeiten im Flipflop.
Speaker: Ich hatte wirklich nur Flipflops an, bin rein und raus und ich glaube auch, dass das mich in Schweden so gegroundet, geerdet hat, dass ich die ganze Zeit mich nicht irgendwie um Schuhe oder Schuhe anziehen kümmern musste.
Speaker: Was haben jetzt die Geschichten um meinen Schwedenurlaub?
Speaker: Schokolade.
Speaker: Psychologie und die Schuhe miteinander gemeinsam.
Speaker: Ich glaube, die Gemeinsamkeit ist, dass wir uns ständig selber erzählen, wer wir sind und wo wir stehen.
Speaker: Dass wir glauben, dass wir etwas kontrollieren können.
Speaker: Ich habe das im Schwedenurlaub gemerkt, dass ich zwar einiges unternommen habe, damit das sicher ist, aber das war voll lauter Pannen.
Speaker: Irgendwann haben wir gelacht darüber, aber wir haben auch geweint deshalb, weil wir einfach immer wieder feststeckten mit kleinen Kindern, zwei Kinder.
Speaker: 7, 11 und 16 und ich habe denen gesagt, pass auf Kinder, das ist einfach alles andere als irgendwie angenehm jetzt gerade, diese Pannen, diese langen Fahrten.
Speaker: Aber wenn ihr eins von mir und Judith jetzt lernen könnt in dem Urlaub, ist es, dass es immer weitergehen wird.
Speaker: Es wird immer eine Lösung sich finden und gefunden werden.
Speaker: Und das muss nicht immer ich sein, das muss nicht immer meine Partnerin sein, manchmal sind es auch die Kinder gewesen.
Speaker: Es wird eine Lösung auftauchen, die Last von den Schultern nehmen wird und wir werden merken, wir werden aus eigener Kraft immer wieder Lösungen finden.
Speaker: Also man kann das Leben nicht kontrollieren.
Speaker: Und man kann die Geschichte, die du dir selber erzählst, die kannst du immer wieder umschreiben.
Speaker: Du kannst immer wieder neu lernen.
Speaker: Wenn ich jetzt Psychologie studieren werde, dann werde ich mich wieder ein bisschen neu erfinden.
Speaker: Und erfinden meine ich nicht damit, dass ich das konstruiere, sondern da steckt ja das Wort finden drin.
Speaker: Ich finde mich ja auch da drin wieder in diesem Hobby, Psychologie zu studieren, finde ich ein Stück mich selber und ein neues Puzzleteil, was ich noch gar nicht kannte über mich selbst.
Speaker: Und das will ich dir mitgeben, dass du auch schauen kannst,
Speaker: Wenn du was Neues anfängst, dann wirst du ein kleines Stück Puzzleteil von dir finden, auch wenn du es ablehnst dann am Ende oder so.
Speaker: Und Schuhe sind letztendlich auch etwas, was viel über uns aussagen soll und deshalb empfehle ich dir, verzichte mal eine Weile darauf und zwar aus dem genannten Grund, nicht weil du Schutz brauchst oder so, sondern
Speaker: damit du mal nackt an den Füßen bist und nicht immer was über dich erzählst, über deinen Status oder wie du dich gerade fühlst oder was repräsentiert jetzt am besten meine Stimmung.
Speaker: Nein, deine Barfüße präsentieren deinen Urgrund.
Speaker: Die repräsentieren, was du bist.
Speaker: Und deshalb, noch ist der Sommer nicht vorbei, lauf doch mal ein bisschen barfuß.
Speaker: Und wenn du da ein bisschen Inspiration finden kannst, in meinen Worten,
Speaker: dann schreib doch gerne mal auf Spotify.
Speaker: Was macht das mit dir, wenn du mehr barfuß läufst?
Speaker: Oder wo könntest du noch was finden, was du noch nicht angegangen bist und das einfach ausprobieren?
Speaker: Und wo versuchst du noch die Kontrolle zu behalten, wie ich das im Urlaub ursprünglich wollte?
Speaker: Denn ich glaube, es ist nie zu spät, nochmal komplett von vorne anzufangen oder neue Sachen von vorne anzufangen.
Speaker: Ja, mit dieser kleinen Solo-Folge hoffe ich, konnte ich ein bisschen Einblick in meinen Alltag, in meinen Urlaubsalltag geben und ein bisschen mehr Preis geben von meiner Familie zu Hause.
Speaker: Und
Speaker: Die nächste Folge wird sicherlich wieder zu zweit sein, mit Roman, Ben und oder mir.
Speaker: Vielleicht an dieser Stelle noch, wir wissen nicht, wann und ob der Pierre nochmal dazu stoßen wird.
Speaker: Der braucht weiterhin eine Auszeit von der Barfußschule, die gewähren wir ihm natürlich auch und deshalb
Speaker: ist es erstmal Ben, Roman und ich und ab und an auch der Thorsten, die ihr hier hören werdet.
Speaker: Und ich habe mich gefreut, dass ihr eingeschaltet habt und ich hoffe, wir sehen uns schon bald wieder, hören uns bald wieder.
Speaker: Und ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr mir wieder anfangt, ein bisschen zu kommentieren, ob auf YouTube oder eben bei Spotify.
Speaker: Da habt ihr Kommentarfunktionen.
Speaker: Was wünscht ihr euch für die nächste Folge?
Speaker: Das wäre noch ganz wichtig.
Speaker: Schreibt es gerne mal drunter.
Speaker: Es kann ein Gast sein, aber es kann auch ein Thema sein.
Speaker: Sonst machen wir einfach so weiter wie immer.
Speaker: Bis ganz bald.






