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#148 Langsamkeit als Trainingstool

Barfuss Schule Podcast
Barfuss Schule Podcast

56 plays · Sep 9, 2026

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Per-Olof Waßen: Pelle und...

Toto: To -to.

Per-Olof Waßen: Ja.

Per-Olof Waßen: Mit Toto und...

Per-Olof Waßen: Zwar direkt.

Per-Olof Waßen: Den zweiten Tag in Folge ein Podcast. Das heißt, wir hatten...

Per-Olof Waßen: Gestern am Dienstag den ersten...

Per-Olof Waßen: Podcast in Denglish.

Per-Olof Waßen: Mit Ben, mir und der lieben Jana. Ich hoffe, ihr habt euch das schon angehört. Lasst uns gerne mal was dazu hören zu unserem Englisch -Podcast.

Per-Olof Waßen: Heute mit dir.

Per-Olof Waßen: Toto?

Per-Olof Waßen: Thorsten Weber.

Per-Olof Waßen: Und mit euch da draußen, die ihr häufig... Häufig.

Per-Olof Waßen: Heute...

Per-Olof Waßen: Hoffentlich.

Per-Olof Waßen: um

Per-Olof Waßen: Up!

Per-Olof Waßen: 18 .30 Uhr, was rede ich eigentlich heute? Ich bin ja total durcheinander, ich habe heute Nachtdienst gehabt. 18 .30 Uhr hören könnt.

Per-Olof Waßen: Und es soll heute um das Thema...

Per-Olof Waßen: Langsamkeit als...

Per-Olof Waßen: Trainingstool gehen.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Und...

Per-Olof Waßen: Dafür habe ich mir den

Per-Olof Waßen: Thorsten als Gesprächspartner ausgesucht,

Per-Olof Waßen: Denn Thorsten und ich haben schon viel...

Per-Olof Waßen: Langsamkeit als Trainingstool benutzt.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Das einfach, weil wir aus dem Aikido -Verein, im gleichen Fall Aikido -Verein kommen.

Per-Olof Waßen: was so japanische Kampfkunst ist und ich den Thorsten einfach am längsten kenne.

Per-Olof Waßen: und seine

Per-Olof Waßen: von dem Barfußschule -Team und ich seine Lebensgeschichte jetzt schon auch einfach so ein bisschen mitgekriegt habe.

Per-Olof Waßen: Wie?

Per-Olof Waßen: Gut.

Per-Olof Waßen: Dinge.

Per-Olof Waßen: Weile.

Per-Olof Waßen: brauchen.

Per-Olof Waßen: Und da wollte ich mit Torsten über sprechen, aber erstmal herzlich willkommen ihr da draußen und herzlich willkommen lieber...

Per-Olof Waßen: Thorsten

Toto: Hallo, hallo nach da draußen, hallo Pelle. Vielen Dank für die Einladung mal wieder.

Per-Olof Waßen: Ja.

Per-Olof Waßen: Das ist jetzt schon wieder eine Weile her, der letzte Podcast. Ich glaube, nach Stufe 3 gab es einen.

Toto: Genau, da haben wir...

Toto: ein Recap gemacht.

Toto: mit wo man

Toto: Genau.

Toto: Das war auch ein Kampf.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Toto: Ja.

Per-Olof Waßen: Das war ein Kampf technischer Art, oder?

Toto: Ja.

Toto: Ja, ja.

Per-Olof Waßen: Ja, so ist es.

Toto: Aber wir haben es gut hingekriegt.

Per-Olof Waßen: Du bist ja auch unser Techniker. Thorsten Weber, formerly known as der Hausmeister der Barfußschule, das ist aber nicht mehr zutreffend. Thorsten, der war anfangs auch insbesondere mit seinen IT -Kenntnissen vonnöten, denn Thorsten ist Fachinformatiker und wahrscheinlich mittlerweile mehr.

Per-Olof Waßen: Und da können wir aber gleich noch drüber reden.

Per-Olof Waßen: aber auch Ausbildungsleiter der Stufe 3 in der

Per-Olof Waßen: Barfußschule Stufe 3 ist unsere Outdoor -

Per-Olof Waßen: Und...

Per-Olof Waßen: Wie sagt man?

Per-Olof Waßen: vielleicht ein bisschen auch Selbstbegegnungsausbildung.

Per-Olof Waßen: In der Barfußschule findet in der Schweiz auch wieder statt, 2027, in einem Tipi -Dorf abseits...

Per-Olof Waßen: Großer...

Per-Olof Waßen: Ballungszentren.

Per-Olof Waßen: Da kommst du ganz zu dir und zu den Gleichgesinnten.

Per-Olof Waßen: Von daher merkt euch das schon mal vor.

Per-Olof Waßen: Warum?

Per-Olof Waßen: Langsamkeit heute das Thema sein soll.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Was ist denn, ich frage erstmal eine Frage, die ich mir gar nicht aufgeschrieben habe.

Per-Olof Waßen: habe sondern

Per-Olof Waßen: Was bedeutet ganz persönlich Langsamkeit, Thorsten?

Per-Olof Waßen: Für dich, was ist Langsamkeit überhaupt?

Toto: Vielen Dank.

Toto: Da habe ich die letzten Tage auch ein bisschen drüber nachgedacht.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Langsamkeit ist für mich erstmal...

Toto: Sachen...

Toto: eben nicht schnell zu machen, sondern lang, langsam. Das ist so ein bisschen der Wortstamm.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Toto: Und das bedeutet halt auch...

Toto: Entschleunigung, raus aus der...

Toto: Raus aus der Hektik.

Toto: Wir sind ja heute...

Toto: in so einer

Toto: Vielen Dank.

Toto: Ja.

Toto: im Industriezeitalter, im digitalisierten Zeitalter.

Toto: Vielen Dank.

Toto: großen Informationsfluten ausgesetzt. Wir haben hektische Alltage und müssen immer

Toto: viel und am besten gestern abliefern.

Toto: Ich glaube, das gilt nicht nur für den Bereich IT, sondern für viele andere.

Per-Olof Waßen: Ja.

Toto: Bereiche auch.

Toto: Und...

Toto: Da braucht es dann hin und wieder auch einfach mal Entschleunigung.

Toto: Also Langsamkeit.

Toto: Amen.

Toto: damit sie wieder bei mir ankommen kann.

Per-Olof Waßen: Mh.

Per-Olof Waßen: Also...

Per-Olof Waßen: Du hast es jetzt schon in den Vergleich gesetzt. Ich wollte auch sagen, Langsamkeit ist erstmal ein Konstrukt.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Das ist ein Modell, was beschreiben soll, dass wir uns...

Per-Olof Waßen: dass wir die Geschwindigkeit einer Sache

Per-Olof Waßen: Oder die Zeit einer Sache ein...

Per-Olof Waßen: teilen und zwar in Relation zu irgendetwas anderes und das ist immer individuell.

Per-Olof Waßen: Also...

Per-Olof Waßen: dass ich

Per-Olof Waßen: Etwas ist nicht per se langsam.

Per-Olof Waßen: Weil eine Schnecke ist zwar...

Per-Olof Waßen: langsam

Per-Olof Waßen: Aber es gibt auch Tiere, die bewegen sich gar nicht. Oder ein Seestern wird wahrscheinlich sagen, ist das ein Raser zu einer Schnecke? Ist ja so. Es ist relativ.

Toto: Ja.

Per-Olof Waßen: Es gibt irgendwo einen...

Per-Olof Waßen: Ein Punkt, wo wir in verschiedensten Sachen einschätzen, wie ist etwas normal, wie ist es schneller als normal und wie ist es langsamer.

Per-Olof Waßen: Aber es ist immer individuell und dadurch ergeben sich auch, glaube ich, im Alltag sehr viele Konflikte, weil wir Tempo...

Per-Olof Waßen: Geschwindigkeit.

Per-Olof Waßen: unterschiedlich bewerten.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Gibt es Sachen?

Per-Olof Waßen: Wo du sagen würdest, Thorsten, die kann man sogar nur über Langsamkeit.

Per-Olof Waßen: Lern!

Per-Olof Waßen: zum Lernprozess.

Toto: Ja.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Alles, was mit Bewegung zu tun hat.

Toto: fällt mir das ad hoc ein. Also wenn ich eine Bewegung...

Per-Olof Waßen: Mhm.

Toto: noch gar nicht kann oder kenne.

Toto: Vielen Dank.

Toto: und versuche die zu machen oder zu kopieren.

Toto: Ähm...

Toto: Danke.

Toto: auch gleich das Tempo anzunehmen, dann kriege ich es vielleicht irgendwie hin.

Toto: Aber...

Toto: Ich werde ziemlich in ihrer...

Toto: ich sage jetzt mal Anführungszeichen Präzision erfassen.

Toto: Und in ihrer Genauigkeit.

Toto: Und dann brauche ich auch einfach...

Toto: Vielen Dank.

Toto: Langsamkeit.

Toto: Diese Bewegungen.

Toto: einzustudieren.

Toto: und üben zu können.

Toto: einzuprogrammieren.

Per-Olof Waßen: Genau. Ich habe das beim Aikido, was wir zusammen praktiziert haben, also für alle, die das nicht kennen, Aikido ist so eine betont pazifistische

Per-Olof Waßen: Ähm.

Per-Olof Waßen: defensive Kampfkunst, wo es mehr darum geht, so Angriffe durchzuleiten, umzuleiten und gemeinsam zu bewegen.

Per-Olof Waßen: Und da gehört, wie beim Judo und bei ein paar anderen, nicht so vielen Kampfkünsten, insbesondere die Roll.

Per-Olof Waßen: und Fallschule dazu.

Per-Olof Waßen: Das heißt...

Per-Olof Waßen: Verletzungsarm abzurollen, wenn man

Per-Olof Waßen: Geworfen, geschleudert.

Per-Olof Waßen: dass man da über einen Arm abrollt und über die Schulter abrollt. Das ist eine Bewegung.

Per-Olof Waßen: die ist unmöglich zu verlangsamen.

Per-Olof Waßen: Also ich kann das sehr, sehr, sehr schlecht.

Per-Olof Waßen: den Rollvorgang wirklich

Per-Olof Waßen: Abkürzen.

Per-Olof Waßen: Und deshalb muss man manchmal diese Bewegung zerlegen. Deshalb übt man sie dann erstmal aus den Knien heraus und kriecht ganz, ganz, ganz langsam durch den...

Per-Olof Waßen: mit dem einen Arm durch den anderen Arm und legt die Schulter ab und versucht dann den Rollprozess um

Per-Olof Waßen: extrem zu verlangsamen, um

Per-Olof Waßen: Ja, so Patterns im Kleinhirn abzurufen vielleicht oder den Rücken an bestimmten Stellen zu spüren, um das dann wieder später übertragen zu können auf eine dynamische, schnelle Rolle, sodass der Körper sich daran erinnert, vielleicht welche Stellen muss ich wann anspannen und weich machen.

Per-Olof Waßen: Hast du das auch so verstanden oder wie würdest du es sagen?

Toto: Da bin ich genau bei dir. Also gerade Rollenfallschuhe, da hört es nicht auf. Aber da ist es, glaube ich, mit am wichtigsten, weil das ist das, was uns vor Verletzungen schützt.

Toto: Und genau die sogenannte kleine Rolle, also alles aus den Knien.

Toto: wirklich...

Toto: Vielen Dank.

Toto: Millimeter genau und ganz, ganz langsam zu üben, dass ich wirklich mitkriege.

Toto: Wo habe ich wann Kontakt?

Toto: Vielen Dank.

Toto: Angefangen bei den Fingerspitzen über die arme Schulter.

Toto: Rücken.

Toto: Vielen Dank.

Toto: und dann nachher auch wieder...

Toto: auf die Beine.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Toto: für die Bewegung.

Toto: dass ich die Bewegung bekomme.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Was für ein Benefit da noch oben drauf kommt tatsächlich, ist ja nachher

Toto: das Training der Muskeln. Dadurch, dass ich die Übung langsam mache, teilweise schon fast statisch.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Toto: habe ich ja dann auch noch.

Toto: Muskeltraining an diversen

Toto: Kormuskeln, die

Per-Olof Waßen: Ja, super wichtig.

Toto: ja auch einfach halten müssen.

Per-Olof Waßen: Genau, so Haltemuskeln. Jetzt, wenn wir den Übertrag machen, wir sind ja nicht der Aikido -Podcast.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Ja.

Per-Olof Waßen: Und dennoch haben wir aber, ja, aber dennoch werden wir das heute ein paar Mal ranziehen, machen wir ja sonst auch nicht so oft, sind wir natürlich ein Lauf -Podcast. Fällt dir was ein, wo wir beim Laufen, weil wir haben das gleiche Problem.

Toto: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: also wenn ich laufe

Per-Olof Waßen: Dann brauche ich ja die Elastizität.

Per-Olof Waßen: Ich brauche dieses, habt ihr ja von uns schon häufiger gehört, eine gewisse Frequenz, wie ich laufe und dieses Abtitschen vom Boden, also diese Federung, die wir haben wollen, die kann ich ja, wenn ich sie verlangsame, nur zerstören.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Wenn ich da so besonders langsam laufe und...

Per-Olof Waßen: große oder langsame Schritte mache, dann werde ich nicht viel Effizienz spüren im Körper.

Per-Olof Waßen: Hast du für dich einen Plan oder eine Idee schon, wo wir das dann da verlangsamt haben? In welchen Übungen kann man das oder kann man es vereinfachen, die Übung?

Toto: Wo wir es tatsächlich...

Toto: ganz gerne benutzt haben. Da muss ich an die ersten Workshops, die ich mit dir gemacht habe, zurückdenken.

Toto: waren Drills.

Toto: Tatsächlich.

Per-Olof Waßen: Ja.

Toto: Der Hamstring -Drill, also das Anziehen der Ferse an den Po.

Toto: den Leuten auch einfach zu zeigen, da geht das Bein lang. Also wir haben es ja dann die Verse

Toto: am anderen Bein langgeführt hin zur Po -Backe.

Toto: um eben zu zeigen, ihr sollt nicht nach hinten austreten, sondern ihr sollt das Bein gerade hochziehen. Und das haben die Leute ja auch ein paar Mal üben lassen.

Per-Olof Waßen: Mh.

Toto: einfach damit sie diesen Bewegungsablauf reinbekommen und nachher auch

Toto: im Laufen bzw. beim Ausführen des Drills, der ja dann per se etwas schneller ist.

Toto: auch besser abrufen zu können.

Per-Olof Waßen: Und das ist eigentlich das perfekte Beispiel. Das hätte ich gar nicht im Kopf gehabt.

Per-Olof Waßen: Da hast du völlig recht.

Per-Olof Waßen: Ähm.

Per-Olof Waßen: Es ist oft so,

Per-Olof Waßen: dass wir Kunden haben, dass wir Leute in Ausbildung haben.

Per-Olof Waßen: die eben eine Bewegung, so wie sie später ausgeführt ist, schnell ausgeführt, direkt auch übernehmen wollen. Und das ist auch richtig so, weil man die nur schnell ausführen kann.

Per-Olof Waßen: Aber...

Per-Olof Waßen: man kann dann kaum in die einzelsequenzen reinschauen

Per-Olof Waßen: ob irgendwo sich ein Fehler einschleicht und dann kann es eben...

Per-Olof Waßen: notwendig sein, diese Bewegung zu zerlegen in ihre Einzelbestandteile. Und wenn es eben nur das Beinheben ist oder nur die Armbewegung, dass man sagt, pass auf, ich habe gesehen, dein linker Arm bewegt sich ganz anders wie dein rechter. Wir machen mal nur die Arme gerade oder nur den einen Arm.

Per-Olof Waßen: kann man natürlich auch wenn man es langsam dann macht

Per-Olof Waßen: spüren, wo plötzlich Veränderung möglich ist oder wo vielleicht auch ein Fehler vorliegt.

Per-Olof Waßen: Das finde ich, kann man tatsächlich fast nur über die Langsamkeit erreichen.

Per-Olof Waßen: ist langsam

Per-Olof Waßen: Manchmal sogar der schnellere Weg, Thorsten.

Toto: Ja, auf jeden Fall.

Toto: Ähm...

Toto: Genau.

Toto: weil du dann einfach

Toto: Vielen Dank.

Toto: Ich fange anders an. Ich glaube, Albert Einstein hat es gesagt. Wenn ich fünf Minuten Zeit habe, um eine Sache, die ich noch nie gemacht habe, zu machen, nehme ich mir vier Minuten Zeit zum Planen und eine Minute für die Ausführung oder so ähnliches.

Per-Olof Waßen: Ja, ja.

Per-Olof Waßen: sind.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Das heißt, sich da auch einfach...

Toto: Gedanken zu machen.

Toto: Und...

Toto: Erst mal zu gucken, wo will ich überhaupt hin?

Toto: So, ne?

Toto: Und...

Toto: Dann nachher mit dem...

Toto: Wenn wir das jetzt auf dieses Zitat nehmen, ich habe den Plan, ich weiß...

Toto: kennen die einzelnen kleinen Schritte und kann die dann in dieser einen Minute...

Toto: einfach ausführen.

Toto: Und ich glaube, genau das ist...

Toto: kann auch mit der Langsamkeit kommen.

Toto: ähm

Toto: Ja.

Toto: Einfach.

Toto: In der Langsamkeit.

Toto: Erstmal...

Toto: die Zeit nimmst zum Planen, um dann nachher Schritt für Schritt einfach auch

Toto: zum Ziel hin.

Toto: hinzuarbeiten.

Per-Olof Waßen: Genau.

Per-Olof Waßen: Wenn wir das auch...

Per-Olof Waßen: Wenn wir die Planung...

Per-Olof Waßen: ist die eine Sache, aber auch in der Durchführung, wenn wir

Per-Olof Waßen: uns einen Halbmarathon vornehmen.

Per-Olof Waßen: Und...

Per-Olof Waßen: Wir haben ein halbes Jahr Zeit.

Per-Olof Waßen: Und ich starte schnell.

Per-Olof Waßen: dann werde ich langsam

Per-Olof Waßen: Äh...

Per-Olof Waßen: schwächer werden.

Per-Olof Waßen: Wenn ich aber langsam starte, werde ich schnell stärker werden.

Per-Olof Waßen: Also ich habe...

Toto: Das stimmt.

Per-Olof Waßen: Ich habe das immer wieder erlebt, dass Menschen sagen, okay, Halbmarathon.

Per-Olof Waßen: Vielleicht in drei Monaten, also jetzt...

Per-Olof Waßen: Mal vorausgesetzt, der Fuß ist schon eingestellt und so weiter. Aber einfach vom Trainingspensum her, die laufen direkt mit 5 -6 Kilometern los. Bei mir ist jedes...

Per-Olof Waßen: Jeder wieder anfangen. Ich habe immer mal zwei, drei Wochen Pause auch.

Per-Olof Waßen: wieder anfangen sind immer

Per-Olof Waßen: 1 ,5 km

Per-Olof Waßen: Und dann nach Hause.

Per-Olof Waßen: und sagen, es ist okay.

Per-Olof Waßen: Es fühlt sich sehr weit weg an vom Halbmarathon.

Toto: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Aber es ist okay.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Der nächste Lauf ist schon zweieinhalb, dann ist irgendwann drei, dann kommt vier und dann ist...

Per-Olof Waßen: der erste 7 kilometer lauf nicht fern

Per-Olof Waßen: Dann kommt der erste Zehner.

Per-Olof Waßen: und

Per-Olof Waßen: Was passiert in dieser Zeit, in der man diese langsamen Prozesse, also da geht es jetzt nicht um die Geschwindigkeit der Bewegung, aber das

Per-Olof Waßen: periodisch oder kontinuierlich gesehen, ist das ja ein langsamer Aufbau.

Per-Olof Waßen: Und...

Per-Olof Waßen: Das sorgt dafür, dass...

Per-Olof Waßen: In der Langsamkeit, wie du es vorhin auch schon bei den Kornmuskeln gesagt hast, in der Langsamkeit der Trainingssteuerung

Per-Olof Waßen: Findet ihr trotzdem Training statt?

Per-Olof Waßen: Und das summiert sich einfach unglaublich schnell. Also langsame Prozesse machen häufig...

Per-Olof Waßen: hohe Konsistenz oder hohe Kontinuität und dadurch

Per-Olof Waßen: einfach Masse.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Und wenn ich langsam und langsam

Per-Olof Waßen: einen stein nach dem anderen

Per-Olof Waßen: Baue, wird da eine Mauer draus und die Energie geht nicht weg und dann wird die größer und größer.

Per-Olof Waßen: Da ist einfach...

Per-Olof Waßen: Häufig ein schnelleres Ergebnis am Ende doch da, weil ich einfach keinen Abbruch habe, keine Verletzung habe, keine Überforderung, Lustlosigkeit kommt rein. Ich bleibe in dieser Leistungsfähigkeit drin.

Per-Olof Waßen: Bei der Trainingssteuerung würde ich sagen...

Per-Olof Waßen: für die Langsamkeit

Per-Olof Waßen: Immer.

Per-Olof Waßen: Am Ende.

Per-Olof Waßen: zu

Per-Olof Waßen: einem

Per-Olof Waßen: Ja, schnelleren Weg ist ein Paradox jetzt, aber zu einem...

Per-Olof Waßen: besseren Ergebnis in jedem Fall.

Toto: Ja, genau, weil einfach die, wie du schon gesagt hast, Konsistenz und Kontinuität da ist. Also immer wieder, immer wieder, immer wieder.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Toto: die Trainingseffekte.

Toto: stellen sich ein und bauen aufeinander auf am Ende.

Toto: Interessant.

Toto: Das ist ja...

Toto: Vielen Dank.

Toto: weniger Abbrüche habe, sondern wirklich

Toto: Kontinuität drin.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Körper da auch besser adaptieren am Ende.

Per-Olof Waßen: Ich frage mich immer, warum überhaupt irgendwas passieren muss. Das frage ich mich wirklich manchmal.

Per-Olof Waßen: Ich denke halt immer so, warum überhaupt?

Per-Olof Waßen: irgendeinen Prozess angehen. Ich verstehe das schon, wir müssen uns bewegen. Das ist unser...

Per-Olof Waßen: unser Los.

Per-Olof Waßen: als

Per-Olof Waßen: Tiere?

Per-Olof Waßen: Im Gegenteil zu den Pflanzen ist unser ganzes Nervensystem darauf ausgelegt,

Per-Olof Waßen: in die Reaktion und die Reaktion auf unsere Umweltbedingungen durch Bewegung zu reagieren.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Dafür sind unsere Gehirne gemacht worden.

Per-Olof Waßen: als allererste Instanz um.

Per-Olof Waßen: uns zu bewegen aus einer Temperatur aus einer

Per-Olof Waßen: mechanischen Reizungen irgendwohin.

Per-Olof Waßen: Selbst die Einzeller.

Per-Olof Waßen: Einzelne nicht, die haben ja kein Gehirn, aber kleinere Organismen.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Und trotzdem frage ich mich manchmal...

Per-Olof Waßen: Wenn wir überlegen, etwas langsam oder schnell zu machen, ich denke mir, warum machen wir so viel?

Per-Olof Waßen: Was würde denn passieren, wenn wir einfach stehenbleiben und so gar nichts tun?

Per-Olof Waßen: Wie schnell würde die Welt, wie würde das alles kollabieren?

Per-Olof Waßen: Ich habe das Gefühl, das, was wir machen wollen, soll immer nur der Verbesserung dienen.

Per-Olof Waßen: Es soll immer der Verbesserung des Ist -Zustandes dienen. Wenn wir das jetzt nicht fertig haben, dann haben wir das nicht und deshalb ist es dann nicht besser.

Per-Olof Waßen: Aber warum ist nicht einfach auch alles gut wie es ist?

Per-Olof Waßen: So.

Per-Olof Waßen: Das ist jetzt eine philosophische Frage.

Toto: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Also warum können wir nicht einfach stehen bleiben, wo wir sind? Nicht mehr weitermachen, keinen Fortschritt mehr. Es bleibt alles, wie es ist.

Per-Olof Waßen: Hast du eine Idee?

Per-Olof Waßen: Warum Fortschritt?

Per-Olof Waßen: So zwingend...

Per-Olof Waßen: Nötig ist, ohne kapitalistisch zu sein, einfach nur, warum ist es nötig, dass wir fortschreiten.

Toto: Vielleicht.

Toto: Auch.

Toto: Und das ist jetzt das erste Beispiel, das mir einfällt, weil...

Toto: sich das außen auch immer wieder ändert.

Toto: Vielen Dank.

Toto: und ähm

Toto: Vielen Dank.

Toto: du, wie du ja gerade eben schon gesagt hast, auch darauf reagieren musst.

Toto: Äh...

Toto: RUMME

Toto: Tschüss.

Toto: abgehängt zu werden oder im schlimmsten Fall vielleicht auch

Toto: Wenn man es auf...

Toto: Sicherheit bezieht, vielleicht auch dein Leben zu riskieren.

Toto: Also...

Toto: Vielen Dank.

Toto: Also musst du im Prozess in die Bewegung kommen.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Ja, hast du halt die negativen Konsequenzen am Ende.

Toto: Was mir da jetzt einfällt, ist grundsätzlich erstmal Veränderung.

Toto: Ne.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Genau.

Toto: Erzwungene Veränderung von außen.

Toto: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Und die ist wahrscheinlich, danke für den Hinweis, ist wahrscheinlich vor allen Dingen rein physikalischer Natur und nicht biologischer.

Per-Olof Waßen: Denn wenn wir uns jetzt einigen würden mit allen anderen Tieren, so ab jetzt bleiben wir alles stehen.

Per-Olof Waßen: So.

Per-Olof Waßen: Die Hypothese ist wichtig für mich. Also wir bleiben alle stehen, keiner greift mehr irgendwen an. Wir bleiben einfach stehen und das Essen wächst uns in den Mund und das Wasser kommt von oben und so weiter. Wir bleiben einfach alle stehen. Dann lässt sich eins nicht verhindern und zwar Jahreszeiten.

Per-Olof Waßen: Nacht und Tag und Kälte und Wärme und so weiter. Und darauf reagieren wir. Und dadurch kommen wir in Bewegung. Wenn wir in Bewegung kommen, verbrauchen wir Energie. Wenn wir Energie verbrauchen, müssen wir neue Energie ranschaffen. Also brauchen wir...

Per-Olof Waßen: Also geht es am Ende um Energie.

Per-Olof Waßen: für Bewegung.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Und wenn man das verstanden hat...

Per-Olof Waßen: dass diese ganze Existenz

Per-Olof Waßen: aller Lebewesen um

Per-Olof Waßen: Energiegewinnung für Bewegung, für die Einstellung auf etwas, ich sag mal, Planetares.

Per-Olof Waßen: universell ist wirklich

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Wenn sich alles darum dreht.

Per-Olof Waßen: dann ist es wichtig zu wissen, warum wir joggen müssen.

Per-Olof Waßen: Einfach weil der Organismus komplett darauf ausgelegt ist.

Per-Olof Waßen: in eine deutliche Bewegung zu kommen und nicht in Lethargie zu kommen, weil wenn wir einfach stillstehen würden, wie du es genau gesagt hast,

Per-Olof Waßen: Dann werden die, die sich...

Per-Olof Waßen: an den planetaren und universellen natürlichen Rhythmus.

Per-Olof Waßen: die sich da einfügen, die werden uns konsumieren.

Per-Olof Waßen: Auf die eine oder andere Art.

Toto: Ja, das ist genau...

Toto: Genau.

Toto: Das finde ich einen wichtigen Hinweis. Lethargie, also wenn du in der Lethargie bist oder im Stillstand.

Toto: Vielen Dank.

Toto: droht dir wahrscheinlich am Ende auch die Depression und damit halt auch der...

Toto: Äh.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Verfall.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Ich glaube, es ist ja mittlerweile auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass die...

Toto: Besten...

Toto: Prozesse oder Denkprozesse auch immer

Toto: in der Bewegung passieren. Viele Dichter und Denker

Toto: hatten ihre besten Einfälle und Ideen irgendwie.

Toto: beim Gehen oder in der Bewegung, beim Spazieren.

Per-Olof Waßen: Hm.

Toto: Also da wächst ja auch was und da merkt man halt auch, dass irgendwie...

Toto: Gerade der Mensch, die Körper...

Toto: Vielen Dank.

Toto: Ja auch.

Toto: irgendwo auf Bewegung angewiesen ist.

Toto: um vielleicht auch kognitive Prozesse.

Toto: Mh.

Toto: weiter voranzutreiben.

Per-Olof Waßen: Ja.

Per-Olof Waßen: Was hat denn die...

Per-Olof Waßen: Atmung

Per-Olof Waßen: Eine...

Per-Olof Waßen: Bewegung.

Per-Olof Waßen: in unserem Körper, auch durch einen Muskel erzeugt, durch das Zwerchfell.

Per-Olof Waßen: durch.

Per-Olof Waßen: beteiligte Muskulatur, wie die Rippenmuskulatur.

Per-Olof Waßen: Ähm.

Per-Olof Waßen: Was hat das mit...

Per-Olof Waßen: mit Langsamkeit zu tun.

Per-Olof Waßen: und so eine innere Ruhe, die wir dadurch erzeugen.

Per-Olof Waßen: Wie es das bei dir?

Per-Olof Waßen: Achtest du da drauf?

Toto: Vielen Dank.

Toto: Hin und wieder, vor allen Dingen, wenn ich gestresst bin. Ich glaube, da sind wir dann auch beim Thema.

Toto: Langsame Atmung bedeutet halt einfach auch...

Toto: glaube ich, gerade für den Körper.

Toto: Sicherheit und Ruhe. Also ich bin safe.

Toto: Und...

Toto: Vielen Dank.

Toto: Das, was ich

Toto: für mich gelernt habe in den letzten zehn Jahren.

Toto: mit dem Barfußball auf einem Thema Bewegung beschäftigt habe, ist,

Toto: Vielen Dank.

Toto: Der Stress.

Toto: der von außen oder auch von innen kommt, macht sich in der Atmung immer auch in schneller, flacher Atmung bemerkbar.

Per-Olof Waßen: Mh.

Toto: Und wenn ich zur Ruhe kommen will, muss ich halt wirklich...

Toto: Vielen Dank.

Toto: Extrem langsam und tief atmen.

Toto: Und auch wirklich die...

Toto: komplette Muskulatur irgendwie.

Toto: Und gerade auch das Zwerchfell.

Toto: mitnutzen, um halt auch irgendwie

Toto: Vielen Dank.

Toto: Die vagale Stimulation irgendwie wieder.

Toto: Ja.

Toto: also das Nervensystem zu regulieren.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Per-Olof Waßen: Kommen.

Per-Olof Waßen: das auch benutzen.

Per-Olof Waßen: Also kann man, du sagst es eigentlich, man kann es eigentlich benutzen, die Atmung, um aus diesem Hamsterrad von schneller

Per-Olof Waßen: weiter.

Per-Olof Waßen: Höher.

Per-Olof Waßen: Tschüss.

Per-Olof Waßen: Zügig rauszukommen, oder?

Toto: Kann man, genau. Ich glaube, man muss reflektiert genug sein, um zu merken, ich bin gerade gestresst und ich brauche jetzt gerade Ruhe.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Vielen Dank.

Toto: auch die Möglichkeit haben, sich die Zeit gerade zu nehmen.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Aber die hat man ja eigentlich schon fast bei jedem Toilettengang gesagt, sag ich jetzt mal.

Per-Olof Waßen: Ja.

Toto: Vielen Dank.

Toto: auch da dann einfach mal durchzatmen und vielleicht auch einfach

Toto: mal wieder ruhiger zu atmen.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Ob die Toilette olfaktorisch da jetzt der richtige Platz ist, weiß ich nicht, aber es wäre eine Möglichkeit zum Beispiel.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Toto: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Ja.

Per-Olof Waßen: Ich glaube...

Per-Olof Waßen: Ich glaube, so wie die Küche einer der sozialsten Plätze häufig ist, Partys und so weiter, weiß man, die spielen sich sehr viel in der Küche ab. Das sind Leute, die eher stehen, sich bewegen, reden.

Per-Olof Waßen: Essen, trinken, so ist die Toilette ein Zufluchtsort.

Per-Olof Waßen: Für...

Per-Olof Waßen: Einsamkeit.

Per-Olof Waßen: Im positiven Sinne Einsamkeit, statt Zweisamkeit, Dreisamkeit, Viersamkeit.

Per-Olof Waßen: Kann ich da ganz schnell sagen.

Per-Olof Waßen: Ich brauche eine Atempause, auch wenn es vielleicht für die Atmung...

Per-Olof Waßen: der eher nicht so geeigneter Ort zu sein scheint.

Per-Olof Waßen: Da kann ich dir total zustimmen.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Würdest du sagen...

Per-Olof Waßen: Die Veränderung, die du in den letzten...

Per-Olof Waßen: 15 Jahren gemacht hast, seit ich dich kenne.

Per-Olof Waßen: Wir kennen uns seit 2011, glaube ich, würde ich sagen.

Toto: 2012.

Per-Olof Waßen: Also...

Per-Olof Waßen: 2012 hast du im Aikido angefangen? Okay.

Toto: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Ähm.

Per-Olof Waßen: Wie?

Per-Olof Waßen: War deine Veränderung...

Per-Olof Waßen: rückwirkend, die du jetzt so gemacht hast. War die schnell?

Per-Olof Waßen: Oder langsam.

Toto: Nö, das war schon ein Prozess, also ein langsamer Prozess.

Toto: ging nicht so schnell, also auch die einzelnen.

Toto: zwischen steps

Toto: waren eher...

Toto: Vielen Dank.

Toto: Langsame Schritte.

Toto: Weil...

Toto: Ähm...

Toto: Wie der...

Toto: die passiert ist, vorher auch irgendwie...

Toto: Impulse gebraucht hat.

Toto: Die auch erst mit der...

Per-Olof Waßen: Hm.

Toto: mit der Zeit gekommen sind.

Toto: schon

Toto: Ja.

Toto: ein langwieriger Prozess und ich glaube, ich bin immer noch nicht fertig.

Toto: Das war's.

Per-Olof Waßen: Das wäre ja auch schwierig, weil dann würden wir ja, wenn wir das Gefühl hätten, wir wären fertig.

Toto: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: würden wir in die Lethargie kommen und in die Depression, weil dann wäre die Aufgabe weg.

Per-Olof Waßen: Irgend so ein Task muss aufrechterhalten.

Per-Olof Waßen: bleiben. Deshalb sind Ziele ja auch irgendwie wichtig.

Per-Olof Waßen: Wenn ich das mal für die Zuhörer so, wenn ich zwei Bilder geben darf von damals zu heute.

Per-Olof Waßen: Bleibt bei mir das Bild.

Per-Olof Waßen: dass du

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Gerade relativ kurz nachdem wir uns kennengelernt haben, warst du geschieden.

Per-Olof Waßen: oder getrennt, also eine persönliche Beziehungskrise plus mit dem Job, das war nicht mehr so dein Ding.

Per-Olof Waßen: Finanziell war es schwierig.

Per-Olof Waßen: Ähm...

Per-Olof Waßen: Du hast wie gesagt Elektriker gelernt, glaube ich, und hast dann auch im Einzelhandel gearbeitet.

Per-Olof Waßen: Hast aber gesagt, ich will jetzt was mit Computern machen, hast dann dich für Fachinformatik entschieden.

Per-Olof Waßen: hast diverse Sachen hinter dir.

Per-Olof Waßen: hinter dich gebracht hat, auch schon mal Therapie in Anspruch genommen. Das sage ich jetzt.

Per-Olof Waßen: Musst du mir sagen, dass das in Ordnung ist.

Per-Olof Waßen: Bis zum nächsten Mal.

Per-Olof Waßen: Therapie ist immer gut, Leute.

Per-Olof Waßen: Ernsthaft?

Per-Olof Waßen: Und jetzt bist du...

Per-Olof Waßen: Wildnispädagoge, systemischer Coach.

Per-Olof Waßen: Fachinformatiker in einer Führungsposition.

Per-Olof Waßen: Ist das richtig, Führungsposition, kann man sagen, oder? Fachinformatiker in der Führungsposition in einem Unternehmen.

Per-Olof Waßen: Du bist ...

Per-Olof Waßen: verheiratet?

Per-Olof Waßen: Und du hast einen Hund.

Toto: Wieder, ja.

Toto: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: und du lebst in einem Eigenheim.

Per-Olof Waßen: Und das ist einfach, das ist komplett...

Per-Olof Waßen: komplett...

Per-Olof Waßen: woanders gelandet.

Per-Olof Waßen: Und wie hat man denn diese langsamen Steps gemacht? Also ich kann dir nur sagen, ich habe immer beobachtet,

Per-Olof Waßen: Du hast immer erst mal Ja zu allem gesagt. Ich probiere es aus.

Per-Olof Waßen: So, das weiß ich.

Per-Olof Waßen: Wer hat dir das beigebracht?

Toto: Das ist eine gute Frage.

Toto: Ähm.

Toto: Ich glaube, auch das war ein Prozess und das ist gewachsen.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Und das war, glaube ich, auch eine

Toto: Eine Erkenntnis aus der Therapie. Vor der Therapie war ich so nicht drauf. Da war ich, glaube ich, auch eher...

Toto: Vielen Dank.

Toto: Das haben wir schon immer so gemacht. Das lassen wir so.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Genau, und ich habe verstanden.

Toto: Ich bin derjenige, der was ändern muss, damit es besser wird.

Toto: Und...

Toto: Das war so der Startpunkt.

Toto: zu sehen, okay,

Toto: Wenn ich will, dass es besser wird, muss ich Sachen ändern.

Toto: So, und ich...

Toto: muss

Toto: nicht.

Toto: Leiden.

Toto: Um...

Toto: damit es besser wird. Wenn ich sage, ich muss nicht leiden,

Toto: Vielen Dank.

Toto: Dann...

Toto: beziehe ich das jetzt einfach erstmal auf die Jobsituation. Ich habe gemerkt, nach der Therapie

Per-Olof Waßen: Ja.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Der Einzelhandel ist es nicht mehr für mich. Ich komme mir körperlich einfach an meine Grenzen.

Toto: schadet mir auch körperlich.

Toto: Ähm.

Toto: Und wenn ich da bleiben würde...

Toto: würde es nicht lange dauern, ich müsste wieder in Therapie. So, da hatte ich keinen Bock drauf. Also musste ich was ändern.

Per-Olof Waßen: Mhm.

Toto: Und das war so.

Toto: Ich habe in der Therapie verstanden.

Toto: muss mir Zeit für mich nehmen.

Toto: und was tun.

Toto: Die erste Idee war, wieder ins Rettungsschwimmen zu gehen. Das habe ich dann gelassen.

Toto: Vielen Dank.

Toto: habe mir dann einfach nochmal andere Sportarten angeguckt und überlegt, was wollte ich früher als Kind machen, was hat mich interessiert.

Toto: Und dann bin ich ganz schnell wieder aufs Aikido gekommen.

Toto: großer Steven Seagal -Fan gewesen damals und hatte immer Interesse irgendwie.

Toto: Kampfkunst zu lernen und Aikido war eine der Kampfkunsten, die mich am meisten interessiert haben.

Toto: Und dann habe ich damit angefangen.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Das war für mich der Pool.

Toto: Ähm...

Toto: zu sagen, das ist mein Ausgleich für das, was

Toto: Vielen Dank.

Toto: beruflich und privat einfach Stress.

Toto: auslöst

Toto: Das ist meine Me -Time.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Also auch einfach...

Toto: Sachen versuchen.

Toto: und ähm

Toto: ausprobieren.

Toto: Man kann nur wissen, was zu einem

Toto: Passt, wenn man es ausprobiert.

Toto: Und ob es für mich das Richtige ist, kann ich nur sehen, wenn ich es ausprobiere.

Toto: Und wenn es nicht das Richtige ist...

Toto: findet sich was anderes.

Per-Olof Waßen: Und dann hast du erstmal eine Weiterbildung, Quatsch, eine Umschulung gemacht zum Fachinformatiker. Sowas dauert ja auch drei Jahre.

Per-Olof Waßen: wenn man darauf

Per-Olof Waßen: vor zwei.

Toto: Zeit.

Per-Olof Waßen: Wenn man da vorher drauf guckt und sagt, jetzt muss ich nochmal lernen und so weiter, zwei Jahre.

Per-Olof Waßen: ist erstmal eine ganze Weile.

Per-Olof Waßen: Aber...

Per-Olof Waßen: Ist ja längst vorbei.

Per-Olof Waßen: Und...

Per-Olof Waßen: War ein kleiner Baustein eigentlich nur.

Toto: Genau, das war

Toto: Genau, ein kleiner Baustein, das war

Toto: Auch so der...

Toto: Da...

Toto: Das Fundament am Ende. Also damit habe ich wieder ein neues Fundament gelegt.

Toto: Ich konnte darauf wieder aufbauen.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Ich weiß noch, nach der Umschulung hatte ich ein bisschen Probleme, in einen Job zu kommen. Da hatte ich auch ein bisschen Glück.

Toto: sodass ich einen Fuß in den Jobmarkt gekriegt habe mit Hilfe von einem alten Schulfreund. Da bin ich heute noch dankbar für.

Toto: Und...

Toto: Das war einfach der Eintritt wieder ins Jobleben, so in ein geregeltes Leben. Ich hatte wieder ein festes Einkommen.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Vielen Dank.

Toto: konnte

Toto: meine finanzielle Situation wieder gerade biegen.

Toto: Vielen Dank.

Toto: gucken, dass es da auch wieder aufwärts geht.

Toto: Das hat ein...

Toto: Alles wieder.

Toto: auf die umliegenden Systeme eingezahlt am Ende.

Per-Olof Waßen: Mh.

Per-Olof Waßen: Und ...

Per-Olof Waßen: Dieser Freund.

Per-Olof Waßen: Ähm.

Per-Olof Waßen: War das ein guter Freund?

Per-Olof Waßen: Und dann...

Toto: Das war ein alter Schulfreund.

Toto: Wir haben uns auch irgendwie 20 Jahre nicht gesehen, hatten nur wenig Kontakt und der Kontakt.

Toto: kam nachher über Xing zustande, weil wir da einfach vernetzt gewesen sind.

Per-Olof Waßen: Aber habt ihr euch vorher gut verstanden?

Toto: Vielen Dank.

Toto: Ja, ja, also wir waren jetzt nicht verfeindet oder sowas. Also wir hatten guten Kontakt. Wir waren auch zusammen.

Per-Olof Waßen: Ja.

Toto: 1995 auf einem Schüleraustausch in Israel. Also es war schon auch ein guter Kontakt da.

Per-Olof Waßen: Dann war es ja gar kein Glück.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Vielleicht bin ich auch einfach gut im Kopf geblieben, das kann natürlich auch sein.

Per-Olof Waßen: Genau, also ich will nur sagen, Glück.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Hm.

Per-Olof Waßen: Glück zu haben.

Per-Olof Waßen: Ist eine schöne Sache.

Per-Olof Waßen: Aber auf Glück.

Per-Olof Waßen: können wir nicht hoffen.

Per-Olof Waßen: Und auch nicht zählen, können immer vom guten...

Per-Olof Waßen: vom Besten ausgehen und mit einem positiven

Per-Olof Waßen: Mindset vorangehen, es wird schon alles gut gehen.

Per-Olof Waßen: Wird es aber nicht immer.

Per-Olof Waßen: zumindest in dem Moment nicht.

Per-Olof Waßen: Und ich glaube, das ist einfach auch ein Ergebnis aus...

Per-Olof Waßen: Beziehungen und

Per-Olof Waßen: Ja, und sich auf den Weg machen, dass sich die Wege immer mehr auftun. Ich kenne das ja auch. Ich habe ein ähnliches Erlebnis gehabt wie du. Dieses Festhängen in dieser Krankenpflege damals und in so einem total ätzenden Arbeitsverhältnis, was auch krank gemacht hat, auch wirklich.

Per-Olof Waßen: immer wieder krank, immer wieder nur erkältet und wahrscheinlich mit MRSA im Bett gelegen und das gar nicht gewusst.

Per-Olof Waßen: diesen Krankenhauskeimen und dann irgendwann gesagt, ich mache mich jetzt auf den Weg.

Per-Olof Waßen: Und er war überhaupt nicht...

Per-Olof Waßen: reich an Angeboten. Ernährungsberater -Ausbildung gemacht dann von da aus. Aber ich habe mich auf den Weg gemacht.

Per-Olof Waßen: Und am Anfang wirkte der lang.

Per-Olof Waßen: So, was mache ich jetzt mit der Ausbildung? Dann mache ich halt noch eine. Es wirkte lang und erst in den...

Per-Olof Waßen: rückschau ist es jetzt so dass ich sagen kann auch

Per-Olof Waßen: Hast ganz schön viel gemacht in den Jahren, aber...

Per-Olof Waßen: Es haben sich unglaublich viele Netzwerke...

Per-Olof Waßen: Kontakte aufgetan und immer mehr und immer mehr, weil

Per-Olof Waßen: Weil man irgendwann der Typ war, der auf dem Weg ist.

Per-Olof Waßen: Und andere merken, dass das der Typ, der unterwegs ist und nicht der...

Per-Olof Waßen: Wenn man irgendwo angekommen ist, braucht einen ja auch keiner.

Per-Olof Waßen: Also...

Per-Olof Waßen: dann ist ja irgendwo, der ist schon versorgt, der macht sein Ding und

Per-Olof Waßen: Aber wenn man auf dem Weg ist, dann kommen andere, die auch auf dem Weg sind.

Per-Olof Waßen: Ja.

Per-Olof Waßen: Wenn du...

Per-Olof Waßen: mal so barfußschule -technisch gedacht.

Per-Olof Waßen: jemandem

Per-Olof Waßen: etwas auf den Weg geben wollen, würde es der

Per-Olof Waßen: gerade erst angefangen hat, der vielleicht noch nicht so lange dabei ist, vielleicht auch ein Jahr erst und der vielleicht noch Problemchen hat mit dem Fuß, mit dem Knie, mit der Hüfte, mit...

Per-Olof Waßen: Ob das überhaupt die richtige Entscheidung war, Barfußschuhe zu tragen oder Barfuß zu gehen, was würdest du dem?

Per-Olof Waßen: denjenigen,

Per-Olof Waßen: mitgeben.

Toto: Ja, geh langsam dran. Also genau, das gibt dir Zeit.

Toto: Nicht lass dir Zeit, sondern gib dir Zeit.

Toto: und gibt vor allen Dingen auch dem Körper Zeit.

Toto: Das ist ja...

Toto: Etwas, das wir auch immer wieder

Toto: Vielen Dank.

Toto: mitgeben

Toto: Vielen Dank.

Toto: Muskeln.

Toto: adaptieren sehr schnell.

Toto: Vieles drumherum eben nicht.

Toto: Die brauchen ein bisschen länger.

Toto: Und das braucht Zeit. Und deswegen kann ich hier und da natürlich auch gerne mal zwicken.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Und das...

Toto: das Training der

Toto: der Muskulaturen.

Toto: Gerade auch in den Füßen, wenn da lange nichts gewesen ist, das braucht halt auch seine Zeit.

Per-Olof Waßen: Hm.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Gib dir die Zeit und...

Toto: Warte einfach noch ab.

Toto: Die Ergebnisse werden sich einstellen.

Per-Olof Waßen: Ja.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Über kurz oder lang.

Toto: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: In einem Jahr

Per-Olof Waßen: Etwas weniger als ein Jahr ist die nächste Stufe 3 Ausbildung.

Per-Olof Waßen: Was schenkst du den Leuten, die da hinkommen?

Per-Olof Waßen: Was haben die zu erwarten als Geschenk?

Per-Olof Waßen: Ich meine jetzt nicht irgendeine Wurzel, sondern

Per-Olof Waßen: Für ihr Leben.

Toto: Ja.

Per-Olof Waßen: Was kann man da in Langsamkeit erfahren?

Toto: Jede Menge tatsächlich. Also die ganzen drei Tage sind am Ende langsam.

Toto: So, also...

Toto: Allein dadurch, dass wir in den Bergen sind.

Toto: ist da nicht so viel so schnell.

Toto: Wir sind...

Toto: abgekapselt, es gibt nämlich keinen Strom.

Toto: Also muss man sich da auch ein bisschen organisieren.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Du kommst da auch einfach wieder zu dir.

Toto: Mein Geschenk ist...

Toto: und Ruhe.

Toto: Viele kleine...

Toto: Übung, die ich mit einbaue, die auch einfach wieder

Toto: Ähm.

Toto: Ja.

Toto: Druck, Speed, Stress rausnehmen.

Toto: und dir die Möglichkeit geben, bei dir anzukommen.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Und einfach mal...

Toto: aus dem

Toto: Hamsterrad für

Toto: drei, dreieinhalb Tage auszusteigen.

Per-Olof Waßen: Super.

Per-Olof Waßen: Ich habe gerade so ein Bild gehabt.

Per-Olof Waßen: Weil du sagst, wir haben da auch keinen Strom.

Per-Olof Waßen: Dann steht man auch nicht mehr so unter Strom.

Toto: So sieht's aus.

Toto: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Ist schon so, oder? Sobald wir mit Elektronik und Geräten und Verbundenheit und mit, dann kommt die Schnelligkeit schon über die Elektrizität.

Per-Olof Waßen: einfach ganz von alleine zu uns und wenn die fehlt

Per-Olof Waßen: Feuer machen, Wärme erzeugen und so ist auch etwas, was eher...

Per-Olof Waßen: sich die Zeit nimmt, die es braucht. Also ein Feuer kann schon schnell sein, haben wir gesehen dieses Jahr.

Per-Olof Waßen: Ähm...

Toto: Ja.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: und schnell um sich greifen aber

Per-Olof Waßen: Es ist erstmal auch ein langsamer Prozess.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Toto: Der Entstehungsprozess kann langsam sein, genau.

Per-Olof Waßen: Herr Thorsten.

Per-Olof Waßen: You know...

Per-Olof Waßen: Ganz lieben Dank.

Per-Olof Waßen: Für diesen kleinen Exkurs, warum Langsamkeit so wichtig sein sollte

Per-Olof Waßen: Ich werde heute den Tag auch langsam verbringen. Ich habe heute keinen Nachtdienst und werde einfach jetzt langsam...

Per-Olof Waßen: eine Monotasking -Tour machen.

Per-Olof Waßen: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen: Wo ich einfach jede Sache versuche...

Per-Olof Waßen: Aufmerksamkeit zu schenken.

Per-Olof Waßen: Du da draußen, ich hoffe, du konntest was mit der Folge anfangen und hast vielleicht selber ein bisschen nachgedacht, wo bist du heute so schnell unterwegs?

Per-Olof Waßen: Und...

Per-Olof Waßen: Danke dir, dass du eingeschaltet hast. Zwei Tage in Folge, Podcast Barfußschule. Wir wollen jetzt nicht dein Wohnzimmer oder dein Auto so sehr besetzen, deshalb gibt es erst nächste Woche die nächste Folge. Und ja, Thorsten, ganz lieben Dank dir und auch dir eine schöne Fortsetzung deines Tages.

Per-Olof Waßen: War schön, dass du da warst.

Toto: Danke.

Toto: Vielen Dank für die Einladung, hat mich sehr gefreut.

Per-Olof Waßen: Oh.

Per-Olof Waßen: Das klappt einfach mit dem Outro nicht. Liebe Leute, seht uns nach mit dem Outro. Das haut einfach nicht richtig hin. Deshalb geht es wieder von vorne los.

Per-Olof Waßen: Arrivederci.

Toto: Vielen Dank.

Toto: Vielen Dank.

Per-Olof Waßen

Toto

Per-Olof Waßen

Toto

Per-Olof Waßen

Toto

Per-Olof Waßen

Toto

Per-Olof Waßen

Toto

Per-Olof Waßen

Toto

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Toto

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Toto

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