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#82 - 20, 30 Kilo abnehmen und immer wieder alles zunehmen. Manuelas Geschichte zeigt, warum Diäten ihr Problem nie lösen konnten.

Chainless Woman
Chainless Woman

129 plays · Aug 16, 2026

Du hast schon unzählige Diäten probiert und trotzdem kommen Heißhunger und Essattacken immer wieder? Manuela erzählt ehrlich, wie sie nach Jahrzehnten voller Diäten, Scham und Kontrollverlust endlich verstanden hat, was wirklich hinter ihrem emotionalen Essen steckt. In dieser Folge erfährst du, warum dein Essverhalten vielleicht nicht dein eigentliches Problem ist und weshalb der Weg zu einem entspannten Körpergefühl ganz anders aussehen kann, als du bisher gedacht hast. Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Du nimmst dir wieder vor, „dieses Mal wirklich durchzuhalten“. Du kontrollierst dein Essen, bist motiviert und vielleicht purzeln sogar die ersten Kilos. Doch irgendwann kommt der Kipppunkt. Der Heißhunger wird stärker, die Kontrolle bricht weg und du landest wieder mitten in einer Essattacke. Zurück bleiben Scham, Schuld und die Frage: Warum schaffe ich es einfach nicht? Genau diese Geschichte kennt Manuela. Seit ihrer Kindheit war ihr Körper mit Scham, Hänseleien und Diäten verbunden. Sie verlor immer wieder 20 oder 30 Kilo, nur um anschließend alles wieder zuzunehmen. Bis sie erkannte: Es geht nicht um mangelnde Disziplin. In dieser persönlichen Folge sprechen Natascha und Manuela darüber, was wirklich hinter emotionalem Essen stecktund warum es oft nicht an fehlender Disziplin liegt. Du erfährst, welche Rolle dein Nervensystem, unterdrückte Gefühle und dauerhafter Stress dabei spielen und warum du emotionales Essen nicht durch noch mehr Kontrolle lösen kannst, sondern indem du lernst, dich und deinen Körper wieder sicher zu fühlen. Manuela erzählt, wie sie gelernt hat, wieder in ihrem Körper anzukommen, Emotionen wahrzunehmen und Grenzen zu setzen. Und sie beschreibt einen Moment im Wald, in dem sie zum ersten Mal einen Zustand echter innerer Ruhe erlebte. Du erfährst, warum emotionales Essen stoppen und Heißhunger stoppen nicht allein über Willenskraft funktionieren, weshalb intuitives Essverhalten lernen mehr braucht als Ernährungswissen und warum nachhaltiges Gesund Abnehmen mit einem sicheren Körper beginnen kann. 🕊️ Du möchtest wissen, wie du es endlich schaffst für immer den Teufelskreis mit emotionalem Essen und Abnehmversuchen zu verlassen? Auf unserer Webseite findest du alle Infos zum Chainless Woman Coaching und die Möglichkeit für ein kostenloses Analyse-Gespräch: www.natascha-wilms.com [https://natascha-wilms.com/] 💌 Teile gerne deine Gedanken zu dieser Folge und deine Themenwünsche mit uns: Instagram: Chainless Woman [https://www.instagram.com/chainless.woman?igsh=MXFzZnc2bGp4YTNzdg==] Wenn du spürst, dass du nicht einfach nur oberflächlich Symptome coachen, sondern wirklich zu nachhaltigen Durchbrüchen begleiten willst: Trag dich jetzt auf die Warteliste für die Psychosoma Nutrition Coach Ausbildung ein. Für ein Coaching, das Tiefe hat. Und dich wirklich trägt: 👉🏻 Zur Warteliste & Webseite [https://psychosoma-nutrition-institute.com/] Folge uns auf Instagram @‌psychosoma-nutrition-institute [https://www.instagram.com/psychosoma.nutrition.institute/], für Impulse, die dein Nervensystem nähren und deinen Weg als Coach begleiten.

Transcript

Speaker: Schon als Kind hat sie mit ihrer Mutter Diäten gemacht und wurde für ihr Gewicht gehänselt. Seit ihrer Kindheit leidet Manuela an ihren Gewichtsthemen und ihrem Essverhalten.

Speaker: Sie hat alles Mögliche versucht, um da rauszukommen, unter anderem ganz, ganz viele Diäten und auch Fitness - und Ernährungscoachings. Doch nichts hat ihr nachhaltig geholfen.

Speaker: Ein ständiges Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht hat sie durch ihr Leben begleitet.

Speaker: Als sie zu mir kam, hat sie Essattacken mit mehreren tausend Kalorien gehabt.

Speaker: Und heute erlebt sie was, was sie sich hätte nie erträumen lassen.

Speaker: Als ich sie gefragt habe, ob sie Lust hat, mit mir diesen Podcast aufzunehmen, hat sie voller Freude Ja gesagt, weil sie weiß, wie es sich anfühlt, hoffnungslos zu sein und das Gefühl zu haben, dass das Thema für sie nie lösbar sein wird.

Speaker: Und sie möchte dich mitnehmen in ihre Geschichte und ihren Weg raus aus diesem Kampf.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Damit herzlich willkommen zum Chainless Woman Podcast. Mein Name ist Natascha Wilms und seit über zehn Jahren begleite ich Frauen mit emotionalem Essen und Gewichtsthemen.

Speaker: Ich habe schon über 600 Frauen bei dieser Thematik begleitet und es zeigen sich immer wieder sehr ähnliche Muster und Ursachen unter diesem Thema.

Speaker: Und gleichzeitig wird dadurch auch ganz, ganz klar, weshalb die meisten es mit herkömmlichen Methoden einfach nicht schaffen, langfristig aus diesem Muster auszubrechen.

Speaker: In diesem Podcast nehme ich dich also mit in die tieferen Ursachen und auch die echten nachhaltigen Lösungen.

Speaker: damit auch du aus dem Kreislauf endlich

Speaker: auskommen kannst.

Speaker: Und damit herzlich willkommen, liebe Manuela. Ich freue mich riesig, dass du da bist. Hi, ich freue mich auch. Ja, richtig schön. Wir haben eben schon gelacht. Manuela hat sich ihre Aufregung vom Podcast schon weggeschüttelt. Ja. Das, was wir hier miteinander in den letzten Monaten...

Speaker: kreiert haben, hast du also gut integriert, wie du mit Stress und so umgehen kannst. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass du bereit bist, ein bisschen von deiner Geschichte zu erzählen. Das inspiriert die Hörerinnen und Hörer ganz, ganz sicher.

Speaker: wenn wir mit diesen Essens - und Körperthemen kämpfen, dann ist die Verzweiflung manchmal ganz groß, vor allem, wenn man schon super viel

Speaker: probiert hat und irgendwie kommt es immer wieder und dann stellt man sich natürlich irgendwann auch die Frage, ist es für mich überhaupt möglich und wie kriege ich es denn gelöst? Wie wird denn und wie kann denn überhaupt ein Leben ohne diese Thematik aussehen?

Speaker: Deswegen freue ich mich sehr, dass du heute ein bisschen was von deiner Reise mit uns und überhaupt von deiner Reise mit diesen ganzen Ernährungs - und Körperthemen berichtest und den Zuhörerinnen und Zuhörern einfach ein bisschen Motivation und Inspiration und Hoffnung da lässt. Weil ich glaube, das kannst du gut mit dem Freude schreien und grinsen, das du so gerade mitbringst.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Ja, richtig schön. Ja, vielleicht magst du erstmal so ein bisschen was von dir erzählen. Wo kommst du denn her?

Speaker: Gerade auch mit deiner Geschichte mit dem Körper und dem Essverhalten. Und wie hast du denn letztendlich auch zu uns hier gefunden, dass wir so ein bisschen deine Geschichte damit nachvollziehen können?

Speaker: Ja, gerne. Also ich habe im Prinzip schon von klein auf.

Speaker: als kleines Kind schon immer Probleme gehabt mit meinem Körper.

Speaker: Ich würde mal sagen, ganz klassisch, wenn man das dicke Mädchen einfach ist in der Schule, dann wird man eben auch oft gehänselt und nimmt dann da eben dementsprechend die Erfahrungen mit den Negativen.

Speaker: Und das hat sich halt so im Prinzip doch mein ganzes Leben gezogen. Ich habe auch schon früh angefangen mit Diäterfahrungen, mit meiner Mama die erste Kohl -Suppen -Diät gemacht und dann hat sich das immer so weiterentwickelt. Habe dann immer von einer Crash -Diät in die nächste, habe so ein halbes Jahr lang mal extrem abgenommen, 20, 30 Kilo und dann wieder ein Jahr alles komplett draufgefressen.

Speaker: Und das zieht sich im Prinzip durch mein ganzes Leben schon.

Speaker: Und...

Speaker: Ich bin dann irgendwann in ein Coachingprogramm gekommen.

Speaker: So ein betreutes, ganzheitliches Coaching -Programm. Und da lief am Anfang dann alles wunderbar. Ziel war eigentlich abnehmen.

Speaker: Und äh...

Speaker: Ernährung und so weiter, alles in den Griff zu bekommen.

Speaker: Und irgendwann fing das dann auch an, also am Anfang konnte ich das noch gut kontrollieren und so nach einem halben, dreiviertel Jahr ist es gekippt und dann fingen diese Fressanfälle wieder an, unter denen ich jetzt mein Leben lang leide.

Speaker: Und mein Coach damals, ich bin ihm heute immer noch sehr dankbar dafür, hat mich irgendwann mal darauf aufmerksam gemacht, dass das vielleicht nicht, wie ich dachte, Disziplinprobleme sind. Ich dachte nur, ich bin unfähig, ich kann es einfach nicht, ich bin schwach.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Und hat dann gemeint, ich soll das mal psychologisch abklären lassen.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Und dann habe ich...

Speaker: Da habe ich dann kennengelernt, woher das eigentlich kommt, dass das eigentlich aus meiner Kindheit her rührt.

Speaker: war auch auf Instagram sehr aktiv.

Speaker: Und habe dann auf Instagram immer mal wieder so in der Richtung halt mich informiert und dann eben auch mein Feed praktisch war dann so eingestellt, dass mir alles Mögliche reingedrückt wurde.

Speaker: was das betrifft.

Speaker: Und dann wurde mir eben auch der Chainless Woman.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: channel praktisch in den feed gespült und ich habe mich sofort

Speaker: vom ersten Post an gesehen gefühlt. Und dann habe ich den ganzen Instagram -Account gesuchtet, die Storys gesuchtet. Dann bin ich auf den Podcast aufmerksam geworden und habe mir eine Folge nach der anderen angehört. Und ich habe gewusst, es ist egal, was es kostet. Ich muss das Programm machen. Das ist genau das, was ich brauche.

Speaker: Und so bin ich bei dir gelandet.

Speaker: Ja, also echt eine lange Geschichte damit und auch mega...

Speaker: ja, auch Glück gehabt, dass du an einen Coach geraten bist, der diese

Speaker: Ja.

Speaker: der das erkannt hat, also der dich nicht noch weiter gepusht hat oder das erleben ja auch viele von unseren Klienten, die beschämen sich dann schon selbst, dass sie das nicht durchziehen und dann haben sie vielleicht noch einen Ernährungsberater oder einen Coach, einen Fitnesscoach oder so an ihrer Seite, der dann sagt, naja, also dann bist du es halt einfach nicht genug.

Speaker: Und da jemanden zu haben, der sagt, hey...

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Da könnte noch was anderes drunter liegen. Und es ist auch ganz typisch, dass das Muster halt erst nach einer Weile sich zeigt. Weil so am Anfang, gerade wenn man wieder motiviert ist und Hoffnung hat und was Neues anfängt, dann...

Speaker: reißt man sich zusammen, dann will man das endlich schaffen, dann nutzt man halt unbewusst auch viel Energie, um die Anteile, die eigentlich emotional essen und da nicht so reinpassen, zu unterdrücken, aber irgendwann hat man die Kraft nicht mehr und dann kommt das halt geballte Ladung wieder hoch und das hast du dann in dem Moment auch erlebt, dass das einfach wieder gedreht ist und dir entglitten ist.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, okay. Ja, aber schön, dass du dich dann so auch abgeholt gefühlt hast. Erstmal das Wichtigste bei dem Thema, dass man sich verstanden fühlt, dass man sich sicher fühlt.

Speaker: Denn ja, Unsicherheit

Speaker: Scham, Schuld ist sowieso genug da.

Speaker: Und es lässt sich halt nicht lösen darüber. Wir brauchen erstmal ganz, ganz, ganz viel Sicherheit.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Nimm uns doch gerne mal mit in den...

Speaker: in den Prozess.

Speaker: Vielleicht kannst du nochmal so ein bisschen anteasern.

Speaker: Mh.

Speaker: Wir schauen uns gleich den Weg und den Prozess von Manuela an, aber vielleicht kannst du mal anteasern, wie geht es dir denn jetzt?

Speaker: Saugut, auf gut Deutsch gesagt.

Speaker: einfach total krass. Ich habe so viel Lebensqualität, so viel Lebensfreude und zwar authentische Lebensfreude, nicht nur ich muss funktionieren und ich muss gut drauf sein, gute Laune, sondern das ist wirklich authentische, echte Laune von innen heraus.

Speaker: Und einfach wohl empfinden.

Speaker: Ich fühle mich einfach, ich meine, ich habe immer noch nicht mein Zielgewicht, sage ich jetzt mal, erreicht, sowas gibt es auch gerade überhaupt nicht mehr bei mir. Ich fühle mich einfach wohl, so wie ich bin in meinem Körper. Und das ist die Voraussetzung, habe ich lernen dürfen, eben für alles Weitere.

Speaker: Das Chainless -Woman -Coaching war so im Prinzip das Programm, der Startschuss für das, was dann erst danach kommt. Also ich dachte, ich bin da reingegangen und dachte mir, ich mache das jetzt ein halbes Jahr und dann hat sich alles verändert. Die Hoffnung haben wir alle.

Speaker: Den Wunsch...

Speaker: Ja.

Speaker: Nein, es hat sich auch wahnsinnig viel geändert. Aber ich finde es total faszinierend, dass

Speaker: was sich danach ändert.

Speaker: wenn sich alles Erlernte dann auch noch so ins Leben wirklich integriert und man anfängt...

Speaker: Körper. Das ist nochmal ein ganz anderes Level einfach. Und wer weiß, was da noch kommt. Ich bin ja noch lange nicht am Ziel. Ja, was ist auch das Ziel? Am Ende sind wir immer im Werden begriffen, bis wir ins Grab fallen sozusagen und entwickeln uns weiter, wenn wir nie lernen.

Speaker: anzukommen, auch im Moment. Und da sprechen wir gleich drüber. Hast du echt krasse Erfahrungen mit dir und deinem Körper und mit auch Gefühlszuständen gemacht, die du so bisher noch gar nicht kanntest. Können wir gleich drüber berichten. Aber wenn wir nicht lernen, im Hier und Jetzt anzukommen und uns sicher und wohl mit uns selbst zu fühlen, kann sich unser Nervensystem natürlich nicht entspannen. Unser Körper kann nicht sich regulieren. Wir können auch kein intuitives, reguliertes Essverhalten entwickeln.

Speaker: Dementsprechend essen wir immer wieder in Stresssituationen.

Speaker: Und dann kann auch natürlich das Gewicht nicht nachhaltig runtergehen. Und das, was ja so klassische Diäten an sich haben, ist...

Speaker: dass du, je nachdem, was du so für eine Methode nutzt und wenn du dich dran hältst,

Speaker: Äh.

Speaker: auch relativ schnell Erfolge sehen kannst. Und dann sieht man diese krassen Vorher -Nachher -Ergebnisse in 10, 12 Wochen so und so viel Kilo weniger.

Speaker: Und das füttert ja genau diese große Sehnsucht. Wenn ich das erreicht habe, dann kann ich mich endlich wohlfühlen. Dann kann ich mich endlich entspannen.

Speaker: Und das Problem und die Erfahrung, die ja viele machen, ist,

Speaker: Du hast am Anfang diese krasse Motivation und dann hast du vielleicht auch die Erfolge und dann denkst du, ja geil, die geht es besser und dann auf einmal kommt dieser Kipppunkt.

Speaker: Oh.

Speaker: Und...

Speaker: Ja.

Speaker: Man verliert irgendwie die Kraft. Es kommen so Gewünsche hoch wie, ach, ich will doch auch einfach mal nur genießen. Und es kann doch nicht sein, dass ich die ganze Zeit nur über das Essen nachdenke.

Speaker: Dann geht es wieder rückwärts.

Speaker: Und das, was du gerade beschreibst,

Speaker: durch den Prozess, den du hier erlebst.

Speaker: Genau das, was passiert, wenn wir an die Ursache gehen.

Speaker: Es dauert vielleicht am Anfang etwas länger, als eine klassische Diät Ergebnisse wirklich auch auf der Gewichtsebene zu sehen.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Aber...

Speaker: die

Speaker: Das Fundament ist gelegt und der nachhaltige Effekt ist halt viel größer. Ich spreche jetzt die Tage auch im Gespräch mit einer ehemaligen Klientin, die hat jetzt sich für die Psychosoma Nutrition Coach Ausbildung entschieden und möchte sich von uns als Coach ausbilden lassen.

Speaker: Ähm.

Speaker: Ich weiß nicht, seit wie langer Zeit, bestimmt ein Jahr oder so ist sie jetzt alleine unterwegs. Und die hat während der Coaching -Zeit nichts abgenommen.

Speaker: Aber...

Speaker: Jetzt habe ich mit ihr gesprochen und die hat 20 Kilo runter.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Und das ist nicht mehr ihr Hauptziel, sondern das Ziel war, dass sie sich überhaupt wieder wohlfühlt in ihrem Körper, so an dem Punkt zu sein, wieder in Bewegung zu kommen, natürlicherweise Motivation zu haben, Energie zu haben.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: konnte auch das Essengehen sich verändern.

Speaker: das sehen wir, es ist immer, wenn ich mit den Menschen spreche und wir wollen ja eigentlich alle

Speaker: nachhaltiges Ergebnis haben. Also wir wollen ja, dass sich das endlich mal löst und dann müssen wir halt auch den Weg in Anspruch nehmen.

Speaker: der

Speaker: sich vielleicht am Anfang ein bisschen schwieriger anfühlt, aber nach hinten raus dann leichter wird.

Speaker: Ja.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Dann erzähl uns doch mal, wie war denn der Weg? Also was hast du denn so erlebt? Das ist ja wahrscheinlich komplett was anderes gewesen, als das, was du bisher so gemacht hast, um dein Essverhalten in den Griff zu kriegen. Ja, auf jeden Fall. Es war sehr ungewohnt. Also ich hatte von Anfang an vollstes Vertrauen, weil wie gesagt, ich kann mich noch erinnern, als ich...

Speaker: dieses erste kostenlose Gespräch hatte. Das war ja dann mit deinem Mann. Ich habe gleich gesagt, ich...

Speaker: Ich habe keine weiteren Fragen. Also vertrauenstechnisch war auf jeden Fall sofort da. Was für mich wahnsinnig merkwürdig war.

Speaker: dass ich

Speaker: von meinem Kopf raus.

Speaker: Gier.

Speaker: Und in meinem Körper ankomme. Also für mich war, ich habe nur in meinem Kopf immer gelebt. Und deswegen fiel es mir wahnsinnig schwer.

Speaker: ins Körperliche zu kommen.

Speaker: Ähm.

Speaker: Ja.

Speaker: Gerade so wie zum Beispiel, also Thema war ja größtenteils...

Speaker: Thema Emotionen unterdrücken. Ich habe ja sämtliche Emotionen und Zustände mit Essen betäubt.

Speaker: Das wusste ich natürlich damals nicht, aber rückblickend weiß ich das.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Jetzt habe ich einen Hänger. Ja, in deinen Körper zu kommen, war sehr ungewohnt. Ach so, ja.

Speaker: Ich habe niemals gedacht...

Speaker: Ich wusste nicht, was Emotionen sind, auf gut Deutsch gesagt. Ich habe...

Speaker: Wenn jemand zu mir gesagt hätte, kannst du Wut empfinden? Dann hätte ich zu ihm gesagt, natürlich kann ich Wut empfinden. Ich weiß, wie sich das anfühlt, aber diese Wut hat sich nur in meinem Kopf abgespielt. Ich habe kein hitziges Gefühl im Körper gespielt. Da war gar nichts. Es wäre, wie wenn ich mein Leben lang einen tauben Körper mit mir rumgeschleppt hätte, weil sich bei mir alles...

Speaker: was andere Leute im Körper empfinden, teilweise auch, nur im Kopf abgespielt hat. Es fiel mir total schwer, zum Beispiel meine Wut rauszuschreien.

Speaker: Ja.

Speaker: Frust oder Ärger abzuschütteln, auf das zu hören, was mein Körper eigentlich...

Speaker: mit der Emotion machen möchte. Weil ich das nicht...

Speaker: Für mich war das am Anfang, ich habe mich geschämt, das zu tun, weil es für mich komisch war, weil ich es nicht kannte.

Speaker: Von Anfang an gelernt.

Speaker: Also rückwirkend weiß ich das ja. Du kannst deinen Körpersignalen nicht vertrauen, das ist falsch. Und ich bin deswegen automatisch nur in den Kopf gerutscht und habe nur noch im Kopf...

Speaker: Gelebt praktisch.

Speaker: Alles andere war im Prinzip wie abgeschnitten.

Speaker: Mhm.

Speaker: Ja.

Speaker: Und du sagst...

Speaker: Du hast es.

Speaker: gar nicht so wahrgenommen in dem Moment. Ja, weil das war ja mein Normalzustand. Ich kannte es ja nicht anders.

Speaker: Ich habe ja Kindheit und so weiter alles eigentlich rückwirkend, oder was heißt alles, alles ist nie aufgearbeitet, aber ziemlich gut aufgearbeitet. Es hat schon sehr, sehr früh angefangen und wenn man einfach, ich werde jetzt 38 und wenn man gefühlt davon 35 Jahre, also im Prinzip mein ganzes Leben lang,

Speaker: Nur auf den Kopf.

Speaker: konditioniert ist dann kennt man das auch gar nicht anders und das ist dann halt dein state of

Speaker: Also das ist halt dein Normal. Es ist halt einfach so. Wenn du es anders kennst.

Speaker: Rückblickend gesehen total erschreckend eigentlich.

Speaker: Vor allem, weil du den Kontrast jetzt hast.

Speaker: Ich kann mich erinnern, du hast irgendwann mal bei uns, wir haben eine Plattform, da sind alle Frauen drauf, die können, das ist völlig freiwillig, wenn sie wollen.

Speaker: was teilen von ihrem Prozess. Und ich weiß, du hast einmal von einem Spaziergang erzählt, der dich total geflasht hat.

Speaker: du das erste mal das gefühl hast du bist wirklich

Speaker: Also erzähl du das mal. Das würde ich am besten wiedergeben.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Also für mich war das damals total...

Speaker: Ich weiß noch, ich habe...

Speaker: zu dem Zeitpunkt Urlaub gehabt.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Und da ist der ganze Stress von der Arbeit und so weiter richtig von mir abgefallen.

Speaker: bei so einem Grundzustand Stress hat man ja immer und ich habe mir dann angewöhnt im Urlaub nicht alles voll zu knallen mit Terminen und so weiter, wie ich es sonst eben immer getan habe, sondern einfach mal

Speaker: runterzukommen.

Speaker: Wirklich.

Speaker: zu entspannen.

Speaker: ruhige Sachen zu machen. Das habe ich mir früher nie erlaubt gehabt. Und ich fing irgendwann an...

Speaker: Spazieren zu gehen, jeden Tag.

Speaker: Und je nachdem, wie ich halt Lust hatte. Und ein Spaziergang war ein, wir haben einen Bergwald hier in der Nähe, das war ein Herbsttag, ich weiß es noch, weil...

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Die Sonne hat gescheit und ich bin im Prinzip...

Speaker: diesen Bergwald nach oben gelaufen und geschlendert.

Speaker: Und dieses Rascheln der Blätter. Damals habe ich mich so gefühlt, wie wenn ich mich in Trance gelaufen hätte.

Speaker: Und ich kann das...

Speaker: Für mich war das unglaublich. Also jetzt rückblickend weiß ich, was es war.

Speaker: Ich war zum ersten Mal in meinem Leben in einem regulierten Zustand. Ich kannte es nicht.

Speaker: Und für mich hat sich das aber angefühlt, wie wenn ich Drogen genommen hätte. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich high, als wäre ich, mein Kopf war so klar und so frei. Ich habe mich wirklich gefühlt, als hätte ich mich in Trance gelaufen und hätte irgendwelche Drogen eingenommen. Das war total verrückt und hat mir total Angst gemacht. Ich kann mich noch erinnern, ich habe das ja dann geschrieben auf der Plattform und du hast so einen wundervollen Kommentar abgesetzt von wegen, das ist dein neues Zuhause.

Speaker: Und ich konnte das damals noch nicht so ganz verstehen und greifen.

Speaker: dass das halt...

Speaker: dieser regulierte Zustand ist vom Nervensystem.

Speaker: Das, was normal sein sollte.

Speaker: Also klar, es passieren dann Sachen und dann ist das Nervensystem vielleicht mal in einem anderen Zustand, weil man, wie zum Beispiel mein Umzug, ich musste funktionieren, da muss man dann einfach funktionieren, aber normal ist das dann.

Speaker: der Zustand eben wieder normal wird. Und das kannte ich nicht. Mein ganzes Leben lang kannte ich diesen normalen Zustand nicht, weil ich immer im...

Speaker: Du musst funktionieren, du musst leisten, du musst, du musst dies, du musst das. Ich war nonstop im Funktionieren und im...

Speaker: Im Dauerstressmodus.

Speaker: Oh.

Speaker: Das ist total gruselig rückblickend betrachtet, dass ich wirklich da mein Leben lang drauf festhing und das mein Normal war.

Speaker: Total faszinierend immer noch.

Speaker: Ja, das ist ganz spannend, weil das sehen wir halt eigentlich bei so...

Speaker: bei allen Frauen, die zu uns ins Coaching kommen und egal mit wem ich spreche, der diese Themen hat, mit dem Körper - und dem Essverhalten, ist einfach, dass die Flexibilität des Nervensystems in verschiedene Zustände zu.

Speaker: zu schalten.

Speaker: Die ist eingeschränkt.

Speaker: Der Körper.

Speaker: ist schon so lange in so einem Stresszustand.

Speaker: dass sich das Nervensystem wie so aufhängt. Wir sagen dazu auch manchmal Dramasucht.

Speaker: wir halt auch beobachten.

Speaker: Und sobald man so ein bisschen den Anschein macht, sich zu entspannen, findet man wieder irgendein Drama oder eine To -Do oder was man zu erledigen hat, mit dem man sich sofort wieder draufbringt auf 180.

Speaker: Das heißt, dass du das in dem Moment zulassen konntest.

Speaker: Das ist auch der Vorarbeit geschuldet, die wir gemacht haben, nämlich dein Nervensystem immer wieder erstmal über Korregulation, also wenn jemand wie ich vor dir sitzt, einen Raum hält und dein Nervensystem Stück für Stück die Erfahrung machen kann, oh, diesen entspannten Zustand, den gibt es auch.

Speaker: Den kennen wir eigentlich alle, wir haben das nur häufig verlernt.

Speaker: Also das ist kein neuer Zustand, sondern das ist eigentlich ein natürlicher Zustand. Nur für uns ist es ja neu. Das ist so ein bisschen wie, wenn du dein Leben lang schief stehst und dann gehst du zum Chiropraktiker oder so, der ringt dich ein und du stehst optik...

Speaker: objektiv betrachtet gerade, aber du fühlst dich, als würdest du schief stehen. Weil dein Nervensystem so daran gewohnt ist, dass das schief

Speaker: dein Grade ist, dass das eigentliche Grade sich irgendwie komisch anfühlt. Und so ist das eben auch, du hast so eine emotionale Fehlhaltung.

Speaker: Du bist dauerhaft in diesem Stresszustand und das wird irgendwie schon dein Normal.

Speaker: Und...

Speaker: Du merkst dann auch gar nicht mehr, dass dein Körper darunter eigentlich total leidet oder vielleicht nur so ein bisschen.

Speaker: Die Stresshormone wie Adrenalin oder Cortisol haben halt auch an sich, dass sie uns betäuben.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Das ist halt auch so.

Speaker: hauseigene Drugs. Die betäuben uns dann, damit wir das aushalten können. Und dann rutschen wir halt in den Kopf. Und das ist das, was du beschreibst mit

Speaker: Dann war ich immer im Kopf und dann analysierst du und dann reflektierst du und dann journalst du und dann denkst du über deine Probleme nach und du denkst darüber nach, wie du dich fühlst, aber du fühlst nicht wirklich.

Speaker: Genau.

Speaker: Das ist eben genau der Punkt, wo viele Menschen auch so eine Art

Speaker: Gefühlsblindheit entwickeln. Das heißt, die fühlen alles bis zum Hals, also oberhalb vom Hals und alles, was sich darunter abspielt, ist irgendwie, wenn dann einfach unangenehm und wird irgendwie versucht wegzudrücken.

Speaker: Wenn es dann mal an die Oberfläche kommt.

Speaker: Und...

Speaker: Das heißt, wir müssen wirklich deinem Nervensystem Stück für Stück beibringen, ey, das, was du da fühlst unterhalb deines Halses, das ist sicher.

Speaker: Und das kannst du auch fließen lassen, die Negativerfahrung, die du damit gemacht hast.

Speaker: Die haben irgendwann in der Vergangenheit stattgefunden, aber es gibt auch andere Möglichkeiten, damit zu sein, damit umzugehen.

Speaker: Und das Blöde ist einfach, um in diesen Zustand zu kommen, den du gerade beschrieben hast, wirklich...

Speaker: Das, was du beschrieben hast, ist nichts anderes als voll und ganz im Körper und im Moment zu sein.

Speaker: Ja.

Speaker: Genau, das trifft es auf den Punkt.

Speaker: voll und ganz im Körper, im Moment und präsent. Und dann bist du im Leben, weil...

Speaker: Es gibt nur hier.

Speaker: gestern existiert nicht, morgen existiert nicht, es gibt nur hier. Und der beste Ort, um wirklich hier und jetzt zu sein, im Leben und am Leben teilzunehmen, ist der Körper.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Wenn ich aber nie in den Körper komme, dann habe ich dauerhaft das Gefühl, mein Leben zieht an mir vorbei.

Speaker: Und ich frage mich, wann es denn endlich mal für mich anfängt. Das fängt dann für mich an, wenn ich...

Speaker: in meinem Körper wieder ein sicheres Zuhause finde.

Speaker: Ja.

Speaker: Dieses sichere Zuhause hat aufgrund von verschiedenen Erfahrungen irgendwann ein Gefühl von Unsicherheit bekommen.

Speaker: Und da müssen wir dann wieder reingeführt werden. Und das ist dieser ungewohnte Prozess.

Speaker: Vielleicht kannst du da mal so ein bisschen berichten.

Speaker: wie das für dich war, weil wenn man jetzt hört, oh Gott, dann muss ich da meine Wut rausschreien, oh nee, wie peinlich und unangenehm, also wir können erst mal beruhigen, das muss keiner einfach unvorbereitet und unreguliert machen, aber vielleicht kannst du mal so ein bisschen...

Speaker: beschreiben.

Speaker: Was waren so deine ersten Erfahrungen damit?

Speaker: Also ich kann mich noch ganz genau, weil eben gerade auch die Wut angesprochen hattest.

Speaker: Anders kann ich mich noch wahnsinnig gut erinnern. Die Wut habe ich...

Speaker: als erste Emotion praktisch gelernt, wie ich die gut auslebe und dann aber auch abfließen lassen kann wieder. Ich habe mich aber wirklich wahnsinnig lange

Speaker: Geschollt!

Speaker: daran zu gehen. Da gab es dann eben diese Wutübung, wo man dann eben rausschreien sollte und laut werden sollte.

Speaker: Und ich habe mich das einfach nicht getraut. Also ich war ja gewohnt aber auch, es immer zu unterdrücken. Ich habe unter meinem Lächeln und unter nett sein, habe ich die Wut immer schön versteckt und verdeckt.

Speaker: Und für mich war das total...

Speaker: Ja, es ist surreal, dass jetzt wirklich irgendwie, vor allen Dingen, ich wusste ja nicht, dass da wirklich diese Energie ist, die da raus möchte im Prinzip.

Speaker: Und ich habe lange gebraucht. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich es geschafft habe, dann die Wut rauszulassen. Ich glaube, das war eine Situation auf der Arbeit, wo ich es dann wirklich rausgeschrien habe. Also ich wusste ja, wie es theoretisch ging.

Speaker: Und ich glaube, wenn ich mich richtig erinnere, war das auf der Arbeit damals, dass ich dann auf Toilette gegangen bin und wirklich lauthals geschrien habe. Weil du kannst auf der Arbeit auf Toilette nicht laut schreien. Aber ich habe dann wirklich diese Energie, die in mir drinnen war, wirklich rausgelassen, wenn auch lautlos. Und habe dann zum ersten Mal so dieses...

Speaker: dieses befreiende Gefühl erlebt, es nicht runterzuschlucken und wegzudrücken.

Speaker: Weil was normalerweise passiert wäre, ist, ich hätte eine Fressattacke gehabt und hätte nicht gewusst damals noch, warum. Aber ich hätte es halt einfach betäubt.

Speaker: Weil ich mir nicht anders damit oder keinen anderen Umgang damit wusste im Prinzip. Und so bin ich so ein bisschen da rangekommen.

Speaker: Ja.

Speaker: Also die Wut war schon...

Speaker: Ich will nicht sagen mein Endgegner, aber der war schon eine ganz schöne harte Nuss. Das ist die Emotion, die Frauen mit so am meisten Angst macht.

Speaker: Also...

Speaker: Wir sind doch...

Speaker: schon sehr gut darin mit...

Speaker: Bei den meisten fällt es leichter zu weinen. Also alle Emotionen, die vor allem auch im Oberkörper sitzen, die implosiven, also das, was nach innen gewichtet ist, Scham, Schuld, Trauer, das ist oft das, wo wir uns wegducken. Auch die Körperhaltung. Denken wir an einen Menschen, der traurig ist oder der sich schämt, dann guckt er runter, dann duckt er sich weg.

Speaker: Macht sich also klein.

Speaker: Das sind wir irgendwo ein bisschen gewohnt.

Speaker: Aber wenn es dann an die explosiven Emotionen geht, da kommen dann allerhand Sachen, also ich kann ja jetzt nicht jedes Mal bei der Arbeit, wenn mich was ärgert, schreien.

Speaker: Das wäre jetzt wahrscheinlich der erste Gedanke, den man hat, wenn man ein Thema mit Wut hat und das alleine zeigt aber schon.

Speaker: Das.

Speaker: Und du...

Speaker: Wenn du diese Idee davon hast, dass Wutausdruck so geht, dass du jedes Mal, wenn du wütend bist,

Speaker: dann einfach losschreist und Menschen verletzt vielleicht auch oder dich nicht mehr kontrollieren kannst, dann zeigt es, dass du einfach nur etwas gelernt hast, nämlich dass...

Speaker: Tschüss.

Speaker: Emotionsausdruck und Emotionsregulation

Speaker: nur stattfinden kann, entweder

Speaker: indem man voll eskaliert.

Speaker: Es rausschreit oder es unterdrückt.

Speaker: Es gibt also nur, entweder man schreit es raus, dann schämt man sich hinterher, verletzt vielleicht noch jemanden dabei und das will man auf gar keinen Fall.

Speaker: muss man es unterdrücken.

Speaker: Und?

Speaker: Natürlich ist es nicht so, dass wir unseren Klienten beibringen, jedes Mal, wenn dich was ärgert, fang an zu schreien.

Speaker: Sondern es geht ja erstmal darum, überhaupt...

Speaker: Ah!

Speaker: die Stimme wiederzufinden.

Speaker: Die viele einfach gar nicht mehr haben.

Speaker: Ah, okay, ich kann auch noch was anderes als mich wegducken.

Speaker: Und...

Speaker: Es ist ja so eine Art...

Speaker: Also wenn ich...

Speaker: Wenn ich mein Leben lang Wut immer wieder unterdrücke, dann

Speaker: Unterdrücke ich ja nicht nur die Wut von dieser einen Situation.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: sondern die eine Situation,

Speaker: Stößt die Wut von Jahren an.

Speaker: Den Wutstau von Jahren an, die Wut, die jahrelang unterdrückt wurde und wie so ein Staudamm zurückgedrängt ist. Und alle haben Angst davor, dass das Ding irgendwann mal platzt. Und es wird irgendwann auch mal platzen. Entweder richtet es sich dann gegen sich selbst oder wir schreien dann, weiß ich nicht, die Kinder an und fühlen uns hinterher schuldig.

Speaker: Ich tue es dann wieder zurück.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: drängen.

Speaker: Vielleicht kannst du uns deswegen, um vielleicht auch den Zuhörerinnen die Angst zu nehmen, dass sie dann nicht durch die Weltgeschichte laufen und jeden einfach anschreien werden, wenn sie wütend sind, weil so ein bisschen Impulskontrolle ist ja gesund.

Speaker: Ja, okay.

Speaker: Ich gehe davon aus, dass du, liebe Manuela, jetzt nicht durch die Welt läufst und jeder, der dich ärgert, wird einmal angeschrien.

Speaker: Nein.

Speaker: Aber vielleicht...

Speaker: Das ist ja nur sozusagen eine Phase, in der du die Wut wiederentdeckst und lernst, dann reguliert mit ihr umzugehen. Aber um damit reguliert umzugehen, brauche ich Kontakt dazu.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Und vielleicht kannst du uns mal so ein bisschen mitnehmen, wie machst du das denn heute? Kommen solche Situationen überhaupt noch so häufig vor, dass du so getriggert bist im Alltag?

Speaker: Das würde mich interessieren. Wie hat sich das für dich so fortentwickelt oder weiterentwickelt? Also je mehr aufgearbeitet wird im Rahmen des Prozesses und auch hinterher.

Speaker: desto weniger Triggerpunkte gibt es natürlich.

Speaker: Also es gibt dann schon noch Sachen, wo man sich dann denkt, ach das hat mich früher, hätte mich das jetzt auf die Palme gebracht, das ist aber dann überhaupt kein Thema mehr, weil man so eine Art...

Speaker: Resilienz entwickelt.

Speaker: Das finde ich total angenehm, weil mein Ziel ist eigentlich immer, also dieses Explosive, dieses Wut, angestaute Wut rauslassen, das war so ein Vaterding, das hat mein Papa immer gemacht und ich habe immer gesagt, ich möchte so nicht sein. Da habe ich das immer schön unterdrückt und ich habe es eben nicht gegen andere gerichtet, sondern gegen mich selber. Das war mein Thema praktisch damit. Und wenn aber wirklich mal eine Wut aufkommen sollte, habe ich gelernt, klar Grenzen zu setzen.

Speaker: Und...

Speaker: etwas zu kommunizieren, weil es über meine Grenzen geht, aber in einem normalen Ton, also nicht...

Speaker: dass ich dann jemanden anschreie oder so, sondern es ist

Speaker: ich sag mal, unemotionaler. Es ist nicht so dringlich, es ist nicht so explosiv. Es ist eher so, dass es gesittet wird.

Speaker: abläuft.

Speaker: M -hm.

Speaker: Das ist eigentlich recht angenehm, weil...

Speaker: Mann.

Speaker: Gerade das Thema Grenzen und Bedürfnisse war ein ganz großes Thema bei mir. Ich hatte keine Bedürfnisse. Ich habe People -Pleasing vom Feinsten betrieben. Nur immer allen recht machen, für alle anderen da sein und so weiter. Ich habe aber nicht gemerkt, wie sehr das über meine eigenen Grenzen geht.

Speaker: Und wenn man nicht ständig über seine eigenen Grenzen trampeln lässt,

Speaker: und sie auch selber nicht übergeht, dann kommen diese Überschreitungen auch nicht so häufig vor, was auch dann dazu führt, dass eigentlich die Hut nicht so sehr...

Speaker: Also das ist irgendwie so ein Kreislauf in sich.

Speaker: der dann so abgeschwächt wird, wenn mich heute irgendwas wütend macht, dann weiß ich, eine Grenze von mir wurde überschritten.

Speaker: Und ich kommuniziere jetzt ganz klar, dass das nicht geht aus Grund X, Y, Z oder eben auch nicht, je nachdem.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Ja.

Speaker: Und auf jeden Fall...

Speaker: Jetzt habe ich wieder einen Faden verloren.

Speaker: Also du kannst dich einfach dank der Wut besser abgrenzen. Ja, genau.

Speaker: Ja, das ist ja das, was wir euch auch erstmal rational beibringen, dass jede Emotion auch ein Potenzial hat und eben nicht nur eine Gefahr in sich birgt, bestraft zu werden, beschämt zu werden, abgelehnt zu werden, sondern das Wut zum Beispiel.

Speaker: Und deswegen passt das ganz gut zu dem, was du gesagt hast mit den Grenzen. Gut ist erstmal einfach eine Emotion.

Speaker: Also...

Speaker: Emotion, Energie in Bewegung. Irgendwas muss uns ja ins Handeln bringen.

Speaker: Warum ist jemand, der Depressionen hat, total antriebslos, motivationslos und hat keine Kraft mehr, sich überhaupt zu aktivieren, irgendwas zu tun? Weil er sämtliche Formen von Emotionen...

Speaker: Emotion, Energie in Bewegung, unterdrückt. Das heißt, er kann sich nicht mehr bewegen.

Speaker: Übrigens auch ein ganz großes Thema beim Thema Bewegungs...

Speaker: Also wenn du keine Lust hast, dich zu bewegen, wenn du keine Kraft hast, keine Energie hast, zum Beispiel zum Sport zu gehen oder einen Spaziergang zu machen, weil du...

Speaker: merkst, da zieht sich schon alles zu bei dem Gedanken, jetzt irgendwie dich zu bewegen, dann liegt da meistens

Speaker: unterdrückte emotionale Energie darunter, die nicht frei fließen darf, weil sie irgendwie beschämt oder bestraft wurde oder sich unsicher angefühlt hat.

Speaker: Und...

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Die Natur hat uns mit Emotionen gesegnet, damit wir überhaupt einen Antrieb haben.

Speaker: Und das Schlimmste, was wir uns gegenseitig als Menschen antun und vor allem unseren Kindern antun, ist, Kindern...

Speaker: Das freie Fließen von Emotionen abzutrainieren oder abzuerziehen durch Beschämung, durch Beschuldigung, durch Bestrafung.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Was sich heißt, dass die einfach...

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: ungefiltert und

Speaker: einfach an allen ausgelassen werden sollen. Darum geht es nicht, sondern zu lernen, diese Emotionen...

Speaker: zielgerichtet und dienlich fließen zu lassen, statt destruktiv. Und statt sie zu unterdrücken und gar nicht mehr fließen zu lassen.

Speaker: Ja.

Speaker: Und...

Speaker: Wut hat halt eben nun mal...

Speaker: die Aufgabe, uns abzugrenzen.

Speaker: Also Wut sagt halt...

Speaker: Nee, das will ich so nicht.

Speaker: Wut ist Veränderungsenergie.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Hier ist eine Grenze. So möchte ich das nicht. Ich möchte das so.

Speaker: Schon alleine nur zu sagen, nein, ich möchte das so nicht, respektiere das bitte, benötigt Wutenergie. Das ist nur eine andere Spielform von Wut. Es ist halt kein, ich schreie dich an, du blöder Sack, warum? Sondern ich sage halt...

Speaker: Aber trotzdem mit einer Form von Wutenergie dahinter.

Speaker: Nein.

Speaker: Stopp!

Speaker: Und...

Speaker: Wenn ich Wut grundsätzlich als etwas...

Speaker: Unsicheres.

Speaker: beschämenswertes

Speaker: unterdrückt habe.

Speaker: dann kann ich mich nicht mehr richtig abgrenzen und dann falle ich eben auch ins People -Pleasing, fresse alles in mich rein, im wahrsten Sinne des Wortes, schmeiße dann noch 10 Tabeln Schokolade obendrauf und deswegen müssen wir an dieser Stelle ansetzen und das ist so schön, dass du jetzt merkst, okay,

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Du hattest am Anfang die Hilfe

Speaker: zu lernen, da überhaupt wieder in Kontakt mitzukommen. Du wurdest dabei unterstützt.

Speaker: das zu regulieren zu lernen.

Speaker: kannst du es anders nutzen.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Was hat es für einen Effekt auf dein Leben?

Speaker: Einen sehr positiven.

Speaker: Das war's.

Speaker: Mein Leben ist...

Speaker: nach außen hin für andere vielleicht

Speaker: Bin ich immer noch dieselbe Manu oder ich weiß es nicht.

Speaker: Ich fühle mich komplett anders.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Es fühlt sich gut an, wirklich nicht.

Speaker: gegen sich zu arbeiten, was ich mein Leben lang getan habe, sondern

Speaker: für mich und mit mir wohlwollend

Speaker: Das war auch etwas, was ich sehr lange gebraucht habe, rauszukriegen, diese Abwehrhaltung gegen mich selber.

Speaker: Von außen wurde immer kommuniziert, mit dir stimmt was nicht, das, was du machst, ist nicht richtig, du bist falsch, dein Körper ist falsch, das, was du tust, ist falsch.

Speaker: Gerade auch zum Beispiel als kleines Kind.

Speaker: Das fing schon früh an, dass man sagt...

Speaker: Wut ziemt sich nicht für ein kleines Mädchen und ich war immer das kleine Prinzessin und Prinzessin ist sowieso nicht wütend und du lernst halt gleich immer von Anfang an, also ich habe gelernt von Anfang an.

Speaker: Das ist nicht richtig so wie du bist

Speaker: Und...

Speaker: Ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Dann lernen wir gegen uns zu gehen. Das ist so, glaube ich, der Konsens oder die Pauschalaussage, die man treffen kann. Immer wenn wir gegen uns selbst handeln.

Speaker: fühlt sich unser Nervensystem angegriffen und unsicher und es kann sich nicht entspannen. Unser Körper kann sich nicht entspannen.

Speaker: und in einem

Speaker: Im unentspannten Zustand können wir weder intuitiv essen, noch kann sich das Hormonsystem normalisieren, noch können die Zellen gut arbeiten. Das heißt auch...

Speaker: Ähm.

Speaker: Nicht nur, dass wir dann emotional essen zum Beispiel oder andere Bewältigungsstrategien haben, die uns nicht gut tun.

Speaker: sondern wir

Speaker: haben am Ende des Tages auch

Speaker: Eine verschobene Stoffwechsellage, die an sich auch dafür sorgt, dass wir Wasser einlagern, dass wir Fett einlagern, dass der Körper nichts mehr hergibt.

Speaker: das teilweise über Jahre oder Jahrzehnte oder fast ein Leben lang

Speaker: Und deswegen ist es so wichtig, dem Körper auch einfach die Zeit zu geben.

Speaker: das auch zu verarbeiten und zu...

Speaker: zu integrieren. Und dann kommt auch das mit dem Gewicht.

Speaker: Kannst du uns mal so ein bisschen...

Speaker: Wie hat sich dadurch jetzt dein Essverhalten auch verändert?

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Ganz anders. Also ich habe davor auch schon immer sehr gesund gegessen.

Speaker: Aber mit Druck.

Speaker: Mhm.

Speaker: und Kontrolle.

Speaker: Und zwang.

Speaker: Und ich habe das damals nicht so wahrgenommen, weil für mich war das normal.

Speaker: Ich wusste einfach, wenn man

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: einen dementsprechenden Körper haben möchte, dann muss man eben auch etwas dafür tun und das stimmt unterm Strich auch, aber ich durfte lernen, dass die Intention dahinter

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: das Entscheidende ist.

Speaker: Also ich kannte mein Leben lang nur abnehmen mit Diät, unter Kontrolle, unter Zwang, unter Druck, mit ganz viel weniger Kalorien.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: um den Körper dahin zu trimmen, wo er hingehört.

Speaker: Und ich darf jetzt kennenlernen, wie es ist.

Speaker: daß sich das intrinsische verlangen

Speaker: komplett geändert hat. Ich möchte heute meinen Körper nähren. Ich möchte ihm was Gutes tun. Ich will...

Speaker: Ich benutze diesen Körper jeden Tag, er trägt mich von A nach B. Habe ich diesen Körper nicht mehr, habe ich kein Leben mehr, dann bin ich nicht mehr da. Also Gesundheit ist das A und O und in mir hat sich etwas geändert.

Speaker: dass ich mich nicht gesund ernähre, weil ich mich gesund ernähren muss.

Speaker: sondern weil ich mich gesund ernähren möchte, weil ich weiß, es tut mir gut, weil ich vor allen Dingen ja jetzt körperlich spüre, es tut mir gut. Ich habe in Fressattacken 10 .000, 15 .000 Kilokalorien in einer Stunde zusammengefressen.

Speaker: Ich würde das heute nicht mehr schaffen. Ich merke...

Speaker: Ich habe jetzt erst vor Tagen wieder etwas gegessen.

Speaker: Was ich letztes Jahr im Sommer noch als wahnsinnig lecker empfand, so Käsespieße, vor Fett triefend im Prinzip und habe mich gefreut, es ist wieder Sommer, es gibt die wieder.

Speaker: Ich habe das ausgespuckt, weil ich es ekelhaft gefunden habe, weil ich zum ersten Mal geschmeckt habe, was ich meinem Körper damit antue. Und das hat nichts mit Verzicht zu tun, dass ich mir nicht erlaube, das zu essen.

Speaker: Du willst es einfach nicht. Ja, ich esse es nicht, weil ich...

Speaker: Ich spüre körperlich, es tut mir nicht gut.

Speaker: Mhm.

Speaker: Und das ist das, was...

Speaker: immer

Speaker: was sich geändert hat.

Speaker: Das ist...

Speaker: ohne Druck ist. Es ist so wie wenn ich

Speaker: Jetzt anfange, ein normales Essverhalten zu entwickeln, was ich mein Leben lang nicht hatte.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: früher immer nur unter Druck, unter Kontrolle und unter Zwang.

Speaker: Ja, das funktioniert wunderbar. Aber halt für manche mehr, für manche weniger.

Speaker: Aber wie schön ist es bitte, das alles zu tun, weil du es freiwillig tun willst, weil du dir diese Grundbasis gebaut hast. Also dass du das wirklich willst.

Speaker: Das ist so befreiend und sorgt auch...

Speaker: auch nochmal auf deine Frage von vorhin zurückzukommen.

Speaker: Mein Leben ist so viel mehr geprägt von Lebensqualität.

Speaker: Das ist unglaublich.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: In jederlei Hinsicht, auch mit dem Abgrenzen, mit allem, was ich gelernt habe, das Leben ist zum ersten Mal wirklich qualitativ hochwertig. Das habe ich früher nicht gemerkt. Für mich war ja das normal, für andere Leute zu leben, gucken, dass es anderen Leuten gut geht.

Speaker: Und dann habe ich gedacht, geht es mir auch gut.

Speaker: ... Musik ...

Speaker: Ich kannte das nicht, dass ich mein Leben für mich leben darf. Das durfte ich erst kennenlernen.

Speaker: Mhm.

Speaker: Und das ist so...

Speaker: Das ist ein Gefühl, das kann man einfach nicht in Worte fassen.

Speaker: unbegreiflich schön ist, sein eigenes Leben für sich leben zu dürfen. Etwas, was eigentlich, wenn man das so hört, total normal sein sollte.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber was ich als von seit kleines Kind gelernt habe,

Speaker: dass ich das nicht darf.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Sei so, wie wir dich brauchen.

Speaker: Sei nett, sei brav, sei nicht anstrengend für andere Leute.

Speaker: Ich sage jetzt mal auf gut Deutsch, halt die Klappe, sei nicht...

Speaker: fordernd angepasst sonst noch

Speaker: Was sollen die Leute denken? Es gibt so viele Sätze, so viele Sachen, die damit zu tun haben, wo man sich hinterher denkt.

Speaker: Wenn man das aufgearbeitet hat. Oh mein Gott.

Speaker: Und wann habe ich gelebt?

Speaker: Ich liebe jetzt...

Speaker: Jetzt fange ich an zu leben.

Speaker: Aber besser mit 38 als gar nicht.

Speaker: Ja, so ist es. Das ist so spannend, weil ganz häufig...

Speaker: Man muss sich einfach die Frage stellen.

Speaker: Ähm.

Speaker: Lebst du gerade wirklich dein Leben oder die Manifestation der Ängste deiner...

Speaker: deiner Bezugsperson, weil...

Speaker: All diese Sätze wie ja, was sollen denn die anderen denken, benimm dich mal, Wut.

Speaker: Wut, die darfst du nicht zeigen. Also

Speaker: Man muss sich ja nur mal überlegen,

Speaker: Ich meine, da findet ja schon Wandel statt. Heute ist es zum Beispiel kein Problem, offen darüber zu sprechen, dass wir monatlich bluten, dass wir eine Periode haben. Manche empfinden da immer noch ein Schamgefühl mit, aber ich weiß, wir waren jetzt hier die Tage irgendwann mit Freunden unterwegs.

Speaker: Und...

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Einer meiner Freunde stand mit mir.

Speaker: Irgendwo. Dann sage ich, ja, ich habe gerade meine Tage und ich brauche irgendwie Desinfektionszeug, weil ich muss meinen Tappau wechseln. Das hätte man halt früher nie.

Speaker: nie gesagt, wenn ich so an meine Oma denke. Das heißt...

Speaker: Wir befreien uns schon von ganz vielen Geschichten rund um Scham, auch um unseren Körper.

Speaker: weil das einfach was ganz Normales und Natürliches ist.

Speaker: Und...

Speaker: Und unsere Generation fängt jetzt gerade an, genau dasselbe auch mit Emotionen, Emotionsausdruck in ihrem Körper zu lernen.

Speaker: Und heute guckt man vielleicht auf die alten Geschichten, wenn ich meinen Opa sprechen höre, der sagt immer

Speaker: Er findet es schön, dass Frauen heute so ihren Schwangerschaftsbauch ganz offen zeigen. Früher war das was, wofür man sich geschämt hat, den hat man verdeckt. Und heute würde man denken, meine Güte, also das ist doch nichts zum Schämen, das ist doch was Schönes.

Speaker: Und ich hoffe, dass wir irgendwann in 20 Jahren, vielleicht auch früher, wahrscheinlich wird es länger dauern, zurückblicken und sagen,

Speaker: Also...

Speaker: Wie konnten wir uns jemals für unsere Wut schämen? Wie konnten wir uns jemals für unsere Trauer schämen? Wie konnten wir uns jemals dafür schämen, auch mal schwach zu sein und mal nicht dem zu entsprechen, was andere empfinden oder was andere meinen?

Speaker: Es ist nichts zum Schämen, aber wir kriegen beigebracht, uns dafür zu schämen. Und genau diese Scham ist die Ursache dafür, warum wir uns immer wieder im Kreis drehen. Und aus Scham versuchen wir dann abzunehmen, aus Scham machen wir dann Diäten, aus Scham versuchen wir unseren Körper zu kontrollieren, unsere Essverhalten zu kontrollieren.

Speaker: Und wir verstehen gar nicht, dass wenn wir einfach nur wieder in Kontakt mit uns selbst, mit unseren Körpern, unseren Emotionen und unseren Bedürfnissen und unseren Grenzen sind, dass wir das gar nicht kontrollieren müssen.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, weil es der natürliche Zustand ist, das einfach zu leben.

Speaker: Ganz genau.

Speaker: Und das ist so, wir kriegen so von klein auf...

Speaker: kriegen wir suggeriert, wir sind fehlerhaft.

Speaker: Ja, genau. Und wir müssen uns kontrollieren, weil wir ja von Grund auf fehlerhaft sind. Wenn wir uns nicht kontrollieren würden, wir würden immer zu viel fressen, dann wären wir immer zu fett, dann würden wir immer grundsätzlich so sein, dass uns niemand mag. Also müssen wir uns von vorne bis hinten kontrollieren. Und wie schrecklich ist das? Also was für ein Menschenbild ist das auch? Ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Zu glauben, dass da Lebewesen auf die Welt kommen, das ist von Grund...

Speaker: einfach erstmal fehlerhaft. Sicher, dieses

Speaker: Lebewesen muss ein paar Sachen lernen.

Speaker: Aber es ist im Kern erstmal perfekt und da ist nichts dran abzulehnen. Und wenn es mal Wut zeigt und wenn es auch mal vielleicht falsch mit der Wut umgeht, heißt es nicht gleich, dass der ganze Mensch falsch ist, sondern dass er vielleicht noch lernen muss, mit der Wut anders umzugehen.

Speaker: Aber anders umzugehen, heißt nicht, sie zu unterdrücken.

Speaker: Und das ist so schön, dass du, weil das ist eben genau das Ergebnis, was wir bei unseren Frauen hier sehen und was ich ja selber auch erleben durfte.

Speaker: Dieses...

Speaker: Ich kriege manchmal die Frage gestellt.

Speaker: So am Anfang vom Coaching oder von Frauen in Vorgesprächen.

Speaker: Ist es dann so, dass ich gar keine Schokolade mehr essen darf?

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Also ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich esse ja immer noch regelmäßig meine Nussecke und finde die auch geil.

Speaker: Aber ich esse halt manchmal zwei Bissen davon und dann lege ich die wieder weg, weil mein Körper sagt mir, das ist jetzt genug. Ich muss da nicht drüber nachdenken, ich muss da keinen inneren Druck aufbauen, dass es jetzt reicht, sondern mein Körper sagt mir, es ist genug. Ich esse das der Nussecke wegen.

Speaker: Und es schmeckt mir und es sagt halt...

Speaker: Und dann lege ich sie weg und dann friere ich die sogar manchmal ein und hole die am nächsten Tag wieder raus.

Speaker: Wunderbar.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Das sagt jemand, der halt früher drei Tafeln hintereinander weggegessen hat.

Speaker: Kinderschokolade irgendwie schlecht, weil es einfach nur der puste Zucker ist.

Speaker: Und das ist spannend, wie sich das verändert. Ich weiß nicht, wie geht es dir? Du kannst schon auch immer noch Süßigkeiten essen, oder? Auf jeden Fall.

Speaker: Schokolade macht glücklich, sage ich immer noch mit meiner Arbeitskollegin zusammen regelmäßig.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber es ist genau wie du eben beschrieben hast. Ich habe zum Beispiel...

Speaker: Ich habe ja...

Speaker: in so einer Fressattacke, die halt wirklich sehr, sehr häufig der Fall war, mehrere Tausend Kalorien zusammen gegessen.

Speaker: Und eben auch...

Speaker: Dass da 10 .000 waren, war keine Seltenheit.

Speaker: Und dann sitzt du halt da.

Speaker: mit einem Berg voller Gummibärchen, Schokolade, Eis, Kekse und weiß der Geier nicht was und schaufelst das alles in dich rein.

Speaker: Und heute ist es so...

Speaker: Ich kaufe immer ganz gerne so einen Topf Ben & Jerry's Eis. Darf ich das sagen? Ja, genau.

Speaker: kaufe ich so einen Becher und den hätte ich in fünf Minuten runtergerotzt und dann hinterher und alles mögliche.

Speaker: Und mittlerweile kaufe ich mir auch noch mein Lieblingseis in diesem Becher.

Speaker: aber ich löffel halt auch viermal an diesem Jahr. Ich nehme den raus und löffel dann raus, so wie früher auch und irgendwann sagt mein Körper, genau wie bei dir mit deinen Nussecken,

Speaker: Puh, ich mag nicht mehr. Ich mag einfach nicht mehr. Dann kommt das Ding, kommt der Deckel wieder drauf. Hätte man mir das früher gesagt, ich hätte es nicht geglaubt, dass ich das jemals machen könnte. Dann kommt der Deckel wieder drauf und dann kommt es wieder in die Gefriertruhe.

Speaker: Ja, musste der gelöffelt werden und dann war das erst der Anfang. Das war so aperitiv. Ja.

Speaker: Aber das ist ganz spannend, weil das, was du gerade sagst oder das Bild, was du da aufmachst,

Speaker: ist, dass das bedeutet Regulation. Es ist reguliert. Und das zeigt sich dann so auf der Oberfläche. Aber innerlich, also du sitzt ja jetzt dann nicht da und denkst dir, also ich muss jetzt mich jetzt mal regulieren. Sondern das ist, alle versuchen auch hier wieder, das ist so ein bisschen das Problem auch durch diese ganze Nervensystem -Instagram -Bubble.

Speaker: Alle versuchen jetzt, sich zu regulieren, aber eigentlich regulierst du dich nicht mit deinem Verstand, sondern dein Nervensystem reguliert sich eigentlich ganz von alleine. Und das ist aber häufig blockiert.

Speaker: Und wir...

Speaker: Also...

Speaker: Klar, wir sind auch eingestiegen mit, du hast dich gerade mal ausgeschüttelt, weil du ein bisschen Stress hattest und da können wir so Tools auch gut benutzen. Aber wenn ich jetzt jedes Mal mich erstmal ausschütteln, zehn Minuten atmen muss, um mich zu regulieren, damit ich nicht den ganzen Becher Eis weg esse, dann habe ich irgendwas nicht ganz richtig gemacht.

Speaker: passiert Regulation von alleine. Sonst ist es auch wieder nur eine Symptombehandlung mit irgendwelchen Regulationstools.

Speaker: Und nichts anderes, als wenn man dann halt eine Diät macht, dann macht man halt irgendwie ein ganz tolles...

Speaker: Nervensystem -Regulationsprogramm, wo man zweimal am Tag sich mit irgendwas reguliert.

Speaker: Aber das löst halt noch nicht die Ursache dafür, warum das Nervensystem eben immer wieder so hochdreht. Ja, genau.

Speaker: Das ist auch etwas, was ich erst lernen durfte, weil wenn du zum Arzt gehst zum Beispiel, dann hast du ein Symptom.

Speaker: Also eine Beschwerde, was ist das Symptom? Und der Arzt gibt dir dann irgendetwas, um dieses Symptom zu beheben. Und ich durfte auch erst mal lernen, wie es ist, wenn man...

Speaker: Nicht nur das Symptom behebt. Jeder kann sagen, dann isst doch einfach das Eis nicht. Oder dann besorgt ihr doch einfach keine Süßigkeiten. Aber das ist ja nur das Symptom.

Speaker: Die Ursache muss ja eben behoben werden.

Speaker: Und da kommt irgendwie keiner drauf, dass das eine nur das Symptom ist und nicht die Ursache.

Speaker: weil man dann an die Ursache muss.

Speaker: Und die Psyche schützt uns vielleicht davor. Ja.

Speaker: Also wir haben uns ja nicht umsonst auch diese Muster gebaut. Es ist immer angenehmer über, ich weiß nicht, einen Podcast über Nervensystemregulation oder so zu hören oder ein Buch darüber zu lesen.

Speaker: Und vielleicht mal ein Tool zu nutzen, aber irgendwie damit nur im Kopf zu bleiben, als wirklich ins Fühlen zu kommen.

Speaker: Und da sind wir halt eben auch nur mal begrenzt. Da brauchen wir halt den sicheren Raum, das sichere Setting mit einem Korregulator, der auch weiß, was er tut, der selber auch reguliert ist, sich vor uns setzen kann und sagen kann, hey, okay, genau an dem Punkt, wo du jetzt aussteigen willst.

Speaker: da bleiben wir nochmal einen Moment. Und jetzt lass uns da mal gemeinsam reingehen und dann lass uns das mal machen und das mal machen und dann atmen wir da mal zusammen.

Speaker: So.

Speaker: lernen wir Regulation.

Speaker: Aber ich beschreibe das immer auch so, du kannst auch nicht tanzen lernen, wenn du vom Tanzen liest. Dein Körper muss die gefühlte Erfahrung machen zu tanzen und dann lernst du tanzen. Ja, genau.

Speaker: Das ist irgendwie genau der gleiche Prozess beim Thema Nervensystemregulation.

Speaker: Und dann immer doch weiter üben und weiter praktizieren und einfach...

Speaker: dranbleiben, leben.

Speaker: während des Lebens lernen. Ich wollte auch immer alles nur, ich dachte, wenn ich es kognitiv begriffen habe, dann muss ich es doch nur noch umsetzen.

Speaker: Na dann frustriert, dass das so nicht funktioniert.

Speaker: Und erst nach dem Coaching habe ich dann erst so richtig verinnerlicht.

Speaker: Erwartet euch.

Speaker: Ich brauche mir nicht diesen ganzen Content reinziehen von wegen Nerven. Ich weiß genug, mein Kopf...

Speaker: Ich könnte 50 .000 Bücher...

Speaker: so viele Bücher damit füllen.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Aber wenn du nicht in die Umsetzung kommst...

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: dann passiert auch nichts. Und die kommt einfach nur...

Speaker: Das durfte ich für mich dann auch lernen.

Speaker: Wenn man anfängt, sein Leben zu leben und das, was man kognitiv gelernt hat, dann aber zu integrieren in den Alltag.

Speaker: Ich kriege an.

Speaker: Ja, und dafür braucht es Sicherheit im Körper. Die müssen wir da erstmal hinbringen. Das ist im Prinzip der Prozess.

Speaker: Aber du hast auch etwas Schönes gesagt, als ich dich gefragt habe, ob wir den Podcast aufnehmen wollen.

Speaker: Du hast dich sehr gefreut. Ich glaube, ich hatte noch nie jemanden, also alle freuen sich immer, aber du warst so richtig so, oh ja, ich habe so Bock drauf. Richtig cool, richtig schön. Aber du hast was gesagt zum Thema

Speaker: weil du bist ja auch umgezogen, das war ja jetzt auch eine stressige Zeit für dich, so ein Umzug ist immer sowohl

Speaker: viel zu tun im Außen, als auch, ich sag mal,

Speaker: Das innerlich zu integrieren, neues Zuhause, da auch erstmal anzukommen.

Speaker: ist schon eine Anpassungsleistung, die man dann da auch bringen muss. Und dafür braucht man ein möglichst flexibles Nervensystem. Weil an den Stellen bekommen dann häufig nämlich die Menschen, die ein starres Nervensystem haben, erst recht Probleme. Wenn das Außen sich verändert und sie dann plötzlich merken, oh, sie haben da echt Schwierigkeiten.

Speaker: mitzukommen.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Und du hast gesagt...

Speaker: Erzählst du nochmal, wie das so für dich war und du hast was über Ohnmacht oder Hilflosigkeit. Kannst du dich erinnern? Ja, die Ohnmacht.

Speaker: Das war total faszinierend. Ich hatte jetzt meinen großen Sommerurlaub. Das heißt, ich hatte schon wieder ganz viele andere Stressoren seitens der Arbeit schon mal nicht.

Speaker: Und ich habe das, was ich jetzt gelernt hatte damals, meinen Urlaub nicht immer mit allen möglichen To -Dos vollzuklatschen, habe ich dort...

Speaker: Also habe ich beibehalten.

Speaker: Ich schaue, dass ich meinen Urlaub wirklich zur Erholung und zur Entspannung verwende.

Speaker: Und so habe ich es eben diesmal auch praktiziert.

Speaker: Es ist so, ich lebe dann halt meinen Alltag und unternehme auch Dinge.

Speaker: Dann kommt ab und zu mal wie so ein alter Trigger und dann...

Speaker: komme ich aber mit meinem neuen Bewusstsein und denke mir, ja, aber warte mal, das bin ja eigentlich nicht mehr ich. Ich weiß nicht mehr, welche Situationen das genau waren. Ich hatte jetzt auf jeden Fall im Urlaub, hatte ich einige von diesen Situationen.

Speaker: dass ich für mich

Speaker: ein paar Kenntnisse draus gezogen hatte, wie zum Beispiel

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Ich darf Raum einnehmen. Ich weiß hier zum Beispiel, das weiß ich noch, in meinem Urlaub war ein Bürgerfest.

Speaker: Und ich wollte auf dieses Burgerfest gehen.

Speaker: Aber irgendwie auch nicht.

Speaker: Und...

Speaker: Ich wollte aber irgendwie dahin gehen, aber irgendwie habe ich mich dann rückblickend gesehen, schämiert hinzugehen. Ich wusste aber nicht, warum, weil eigentlich ging es mir gut und ich hatte Urlaub und war ja alles fein.

Speaker: Und erst hinterher kam mir dann...

Speaker: Ich wollte nicht hingehen, weil

Speaker: mich irgendwas blockiert hat und dann kam ich drauf das ist wie

Speaker: Ich wollte nicht gesehen werden, ich wollte keinen Raum einnehmen, weil ich arbeite in demselben Ort, wo ich wohne und ich wusste, gehe ich auf dieses Bürgerfest, habe ich ganz viele Kunden, die mich sehen und ich wollte eigentlich dorthin gehen, aber nicht in Kontakt treten, weil ich...

Speaker: Ich bin ein kontaktfreudiger Mensch, daran liegt es nicht. Aber ich wollte nicht gesehen werden. Und ich bin dann so zum Beispiel drauf gekommen, auf eine Erkenntnis.

Speaker: Ähm...

Speaker: dass ich aber Raum einnehmen darf.

Speaker: Und so hatte ich ein paar von diesen Erkenntnissen.

Speaker: die mir dann bewusst geworden sind.

Speaker: Und dann ist ein ganz großer Groschen gefallen.

Speaker: dass ich im Prinzip mein Leben lang

Speaker: war überschattet von einer Art Ohnmacht.

Speaker: Ich habe das nicht wahrgenommen, weil Ohnmacht mein Normalzustand war. Und wenn man jetzt hört Ohnmacht, naja, dann hast du vielleicht im Kopf, da liegt irgendjemand und der hat zwar Puls, aber der ist irgendwie weggetreten, dann ist der ohnmächtig. Aber so ist das nicht. Das ist also vielleicht sinngemäß. Aber du funktionierst und du bist so in deinem Film.

Speaker: Aber das Gegenteil, und das durfte ich lernen von Ohnmacht,

Speaker: Es handlungsmacht.

Speaker: und diese Handlungsmacht, die habe ich

Speaker: so wenig präsent in meinem Leben gespürt und habe im Prinzip mich so viele Sachen nicht getraut zu machen. Die Ohnmacht hat sich halt wie so ein Schleier im Prinzip in meinem Leben gelegt. Und ich habe schon gewusst, ich habe ganz viele Thematiken gehabt, die ich immer wieder bewusst angehen wollte. Zum Beispiel, dass ich wenig flexibel bin. Ich habe immer Sicherheit gebraucht, indem ich mir alles planen musste. Das hat mir Sicherheit gegeben.

Speaker: Also Flexibelhandel konnte ich zum Beispiel nicht, aber das war eben auch so dieses, ein Teil von dieser Ohnmacht zum Beispiel. Also ich habe ganz viele Situationen, ich habe, weil ich das, ich war zwei, drei Tage, als dieser Ohnmachtschleier gefallen ist.

Speaker: habe ich dann erst mal mich hingesetzt, weil ich war total geflasht, das war, als du mir auch geschrieben hattest.

Speaker: Und habe mich erstmal hingesetzt und ich könnte dir auch vorlesen, was sich alles im Prinzip verändert hat, weil ich selber nicht greifen konnte. Das war so krass an all diesen Sachen, wo ich gearbeitet habe dran und versucht habe, daran zu arbeiten, haben sich im Prinzip herausgestellt als Symptomatiken. Da sind wir dann wieder beim Thema. Und habe versucht, an diesen Symptomen zu arbeiten und habe...

Speaker: aber nicht verstanden, was der Ursprung war.

Speaker: Und als dann der Groschen gefallen war, das...

Speaker: Die Ohren macht das wahr.

Speaker: bin ich automatisch ohne irgendein anderes Zutun in die Handlungsmache gekommen und das war so schön, weil ich einfach mein authentisches Ich leben konnte und kann ja jetzt auch, ungefiltert, ohne...

Speaker: irgendwie schlechtes Gewissen oder schambehaftet zu sein und deswegen habe ich mich so gefreut wegen dem Podcast, weil wir haben ja schon gesagt, dass wir den machen.

Speaker: mich ja dann nicht gemeldet mehr.

Speaker: weil ich irgendwie Angst hatte, in die Sichtbarkeit zu kommen. Ich hatte Angst, mit meiner Geschichte irgendwo zu sein, weil das irgendwie so ein bisschen schuldschambehaftet war. Aber mittlerweile ist es mir scheißegal. Ich stehe dazu. Ich habe ein Thema mit dem Essen gehabt. Ich schaue es mir an.

Speaker: Ich arbeite ja dran und mittlerweile bin ich stolz auf mich, dass ich diesen Weg, den ich da gegangen bin und immer noch gehe, dass ich das tue, weil wenn ich da rausgucke, tun das verhältnismäßig so wenige, obwohl es jedem Einzelnen so gut tun würde einfach nur.

Speaker: No.

Speaker: Eben wegen wieder Punkt Lebensqualität. Also man tut es ja nicht für andere, man tut es ja für sich selber.

Speaker: Mhm.

Speaker: Es ist einfach so schön, wenn ich jetzt überlege, jetzt wo das mit der Ohnmacht weg ist.

Speaker: Wie freier mein Leben ist. Natascha, ich mache den Abwasch und ich tanze durch die Bude. Ich mache, was ich bewegen will. Schön. Es ist so locker und so frei und so unbeschwert. Ich kannte das nicht.

Speaker: Das steckt in mir.

Speaker: Ja. Verrückt. Das ist halt die Energie, die wieder ins Fließen kommt. Das ist so schön. Und ja, du kannst so stolz auf dich sein, wie du es eben gesagt hast.

Speaker: Das ist echt eine Leistung, da hinzuschauen. Also sich das wirklich...

Speaker: da wirklich durchzugehen durch den Prozess.

Speaker: Das kostet echt auch Ressourcen, aber der Punkt ist immer, ich sage das...

Speaker: auch um da immer nochmal klar zu sein, es kostet ja auch.

Speaker: und langfristig noch viel mehr Ressourcen dazu bleiben, wenn man darunter leidet.

Speaker: Das ist so schön, weil...

Speaker: Das ist krass auch. Wie lange ist das Coaching jetzt vorbei?

Speaker: Ich habe letztes Jahr im September angefangen und...

Speaker: vorbei war es dann im Februar.

Speaker: Ja, okay, guck mal, wir haben jetzt August, also das heißt, das arbeitet immer noch nach. Natürlich. Der Stein innerlich, der rollt immer noch und das arbeitet immer noch nach, weil einfach die Weichen innerlich gestellt sind.

Speaker: Da darf man einfach vertrauen.

Speaker: Also dieses Ohnmachtsding.

Speaker: Das kennen wahrscheinlich relativ viele andere, beschreiben es vielleicht als Hilflosigkeit oder als so ein Gefühl von Sinnlosigkeit.

Speaker: ach, das, was ich mache, das, was ich sage, das...

Speaker: Führt eh zu nichts. Und das sind tatsächlich auch häufig alte Kindheitsthemen, wo wir in der...

Speaker: Dynamik zu unseren Eltern vielleicht irgendwo

Speaker: Die das Gefühl hatten, ausgeliefert zu sein. Da hängen ja auch immer Machtdynamiken dran. Du machst, was ich dir sage, solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst und so weiter.

Speaker: dann ist das wie so ein Imprint. Also das ist so...

Speaker: eingedrückt

Speaker: als Gefühl in unser Nervensystem, weil es nicht verarbeitet wird.

Speaker: bleibt es sozusagen hängen und zeigt sich auch immer wieder präsent auf der Oberfläche, weil es eigentlich gelöst werden will.

Speaker: Ja.

Speaker: Und dann tragen wir so alte Gefühle mit uns und die legen sich wie so ein Schleier über unser ganzes Leben.

Speaker: Dieser Prozess, da geht es auch gar nicht darum zu gucken, wer ist daran schuld, sondern es geht darum, diesen Teil in uns abzuholen, der noch nicht ganz gecheckt hat, dass das eigentlich schon längst vorbei ist. Und dass du eben nicht ohnmächtig bist.

Speaker: Und das...

Speaker: Das ist auch das, was wir dann häufig in der Persönlichkeit oder auch in der Spirit Bubble so als...

Speaker: die Schöpferkraft oder Urkraft bezeichnen oder hören.

Speaker: Dann kommen wir wirklich in diese...

Speaker: Du hast gesagt Handlungsmacht. Die Handlungsenergie steht uns wieder zur Verfügung. Wir checken plötzlich.

Speaker: Ey!

Speaker: Ich bin dem überhaupt gar nicht ausgeliefert.

Speaker: Ich...

Speaker: Ich kann etwas tun.

Speaker: geht's los.

Speaker: Dann auf einmal...

Speaker: siehst du, wie jetzt bei dir fällt der Groschen, wie in allen möglichen Lebensbereichen plötzlich die Dinge an ihren Platz fallen.

Speaker: Ja.

Speaker: Und auf einmal handelst du aber auch, also du musst dir dann danach nichts mehr zutun im Prinzip. Das fließt dann wie von alleine. Auf einmal bin ich flexibel. Meine Freundin fragt mich, ich habe in der Früh Krafttraining gemacht, meine Freundin geht abends trainieren und sagt, hey, wenn du Bock hast, spontan auf Cardio, kannst du noch dazukommen? Und ich denke mir,

Speaker: Ja.

Speaker: Irgendwie hätte ich da richtig Bock.

Speaker: drauf. Und ich habe wirklich Bock drauf, weil

Speaker: ich mittlerweile ja mit meinem Körper arbeite und wenn mein Körper müde ist, dann gehe ich dann auch nicht. So flexibel wäre ich früher nicht gewesen. Ich hätte mir gedacht,

Speaker: Nee.

Speaker: ich habe in der Früh schon Krafttraining gemacht, dann kann ich jetzt nicht kein Kardio machen, weil ich muss jetzt erst regenerieren und ich muss ganz strikt nach Plan gucken, dass ich ja alles einhalte und sowieso. Nein, mein Körper ist keine Maschine, der ist kein Rechner, der

Speaker: Ziel genau so funktioniert.

Speaker: Und das ist auch total interessant, dass so...

Speaker: zu beobachten. Auch was da für eine Selbstermächtigung drin ist.

Speaker: das einfach dann zu fühlen.

Speaker: Ja. Weil das ist ja der Punkt, wenn wir immer im Kopf sind und ich meine, nicht falsch verstehen, ich bin auch ein Fan von Wissenschaften und ich finde auch Studien interessant und so weiter, da kann man...

Speaker: Viel...

Speaker: Das schafft ihr ja wissen.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber wenn uns das Wissen wegführt...

Speaker: von einer

Speaker: Ja, Millionen alten...

Speaker: Ähm.

Speaker: Energie und einer Millionen...

Speaker: jahre alten fähigkeit sich mit dem körper zu verbinden und daraus

Speaker: herauszuspüren, was gerade gebraucht wird.

Speaker: Dann...

Speaker: geben wir dem zu viel Macht. Am besten ist immer, wir vereinen diese Dinge miteinander.

Speaker: einen Plan oder auch eine Tracking -Uhr oder ein Ohrring oder so. Das kann alles super interessant sein.

Speaker: Aber wenn uns das davon wegbringt, uns wirklich zu fühlen,

Speaker: Und...

Speaker: Zu spüren, dass am Ende der Körper und das, was ich spüre, die letzte Instanz ist, die entscheidet und nicht irgendein Ring, irgendeine Formel, irgendein Ernährungsplan oder irgendein Coach.

Speaker: Oder irgendein Therapeut. Da sind wir immer in der Abhängigkeit zu irgendwas im Außen.

Speaker: Und das ist auch immer mein Wunsch und mein Ziel.

Speaker: jeder Einzelne wirklich in die Selbstermächtigung zu führen. Und Selbstermächtigung bedeutet erstmal,

Speaker: mit sich selbst in Kontakt zu sein.

Speaker: selbst zu spüren.

Speaker: Und...

Speaker: Es ist so schön, dass wir gerade bei dir das erleben dürfen. Dass es in diese Richtung sich entwickelt.

Speaker: schon so viel an seinen Platz fällt und das ohne.

Speaker: diesen Leistungsdruck und dieses ich muss das jetzt lösen und das noch lösen und das noch lösen und das noch lösen, um irgendwie perfekt zu sein und in diesen Selbstoptimierungswahn zu kommen, sondern einfach

Speaker: Es hört sich so voll schön an, dass du einfach bei dir selbst ankommst.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Ja.

Speaker: Voll und ganz, voll und ganz.

Speaker: Sehr, sehr schön.

Speaker: Und dann sind herausfordernde

Speaker: die es im Leben eben nun mal gibt.

Speaker: dann auch nicht mehr so, die hauen einen nicht mehr so aus den Latschen. Ja, das ist sehr

Speaker: sehr erleichtern.

Speaker: Ja.

Speaker: Man fühlt sich dann wie so ein Baum, der so stabile Wurzeln im Boden hat und dann kommt halt dann mal so ein Sturm und du denkst dir so, ach ja, schön, schüttel dich mal so ein bisschen durch, aber es haut dich halt nicht mehr um, weil deine Wurzeln eben so tief im Boden verankert sind, dass du dir denkst, das scheißt auch das bisschen Wind ab. Ah, toll. Richtig, richtig schön.

Speaker: Ja.

Speaker: Was sind denn vielleicht so abschließende Worte, die du gerne loswerden möchtest?

Speaker: Haha, das Erste, was ich sagen möchte, ist vielen Dank, Natascha, vielen Dank, Lena.

Speaker: was ihr für eine Arbeit leistet. Und ich werde nicht bezahlt, das zu sagen.

Speaker: Die Arbeit, die er leistet, ist wahnsinnig viel wert.

Speaker: Ich wüsste nicht, was ich ohne euer Programm gemacht hätte.

Speaker: Ich meine, es gibt ja viel Angebot da draußen, aber das war genau das, was ich gebraucht habe.

Speaker: Und das ist genau das, was ich gebraucht habe, wieder

Speaker: zu mir zu kommen und wirklich all meine Probleme, die ich so mit mir getragen habe, von denen ich immer dachte.

Speaker: Ich bin halt so.

Speaker: Ich bin halt...

Speaker: Das kannst du halt nicht ändern. Das ist halt fix und starr.

Speaker: flexibel zu betrachten und dass sich das auflöst und das war

Speaker: Die wertvollste Zeit meines Lebens und ich freue mich so unendlich auf das, was noch kommen wird, weil ich bin ja noch nicht am Ziel.

Speaker: fühle mich so wohl in meinem Körper. Wirklich. Und ich bin bei weitem noch nicht gewichtstechnisch an meinem Ziel.

Speaker: Ich habe dieses richtige Vertrauen.

Speaker: und weiß,

Speaker: Ich muss einfach nur auf meinen Körper hören und mit meinem Körper zusammenarbeiten. Also ja, schon auch mit dem Verstand, aber eben auch mit dem Körper. Es muss sich halt die Waage halten, nicht nur der Körper oder nicht nur der Verstand.

Speaker: Wir Menschen als Einheit, also das gehört ja zusammen.

Speaker: Und...

Speaker: Einfach so meinen Weg jetzt weiterhin zu bestreiten. Das ist das größte Geschenk auf Erden.

Speaker: und sich so wohl zu fühlen.

Speaker: Wirklich.

Speaker: Das ist schön. Das ist wirklich unbeschreiblich. Das ist das beste Gefühl. Das kann man mit keinem Geld der Welt kaufen. Das kann man mit nichts vergleichen, wenn man sich wohl und in sich angekommen fühlt.

Speaker: Und im Reinen mit sich selber ist und kein Selbsthass mehr gegen sich schürt. Das ist das Schönste auf der Welt. Wirklich.

Speaker: Richtig schön.

Speaker: Von Herzen gerne.

Speaker: Richtig, richtig toll.

Speaker: Ja.

Speaker: Danke.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Ah, wie schön. Dann bin ich mal gespannt, wenn wir in einem halben Jahr oder Jahr sprechen, was dann so passiert. Ja, ich bin auch gespannt.

Speaker: Es geht weiter, aber das Wichtigste ist doch, dass du dich darauf freuen kannst und nicht mit Sorge darauf blickst, sondern einfach...

Speaker: bereit für dein Leben bist.

Speaker: Das ist so schön.

Speaker: Auf jeden Fall.

Speaker: Vor allen Dingen, weil man sich dann keine Gedanken mehr macht oder Angst hat, was passieren könnte, sondern weil man weiß.

Speaker: Alles was passiert, ist eine Chance darauf.

Speaker: dass du daran wirklich stärker werden kannst und dass du daran reifen kannst.

Speaker: Ja.

Speaker: Das ist auch sehr schön.

Speaker: Sehr, sehr schön. Ach, danke schön, Manuela, für das Teilen. Gerne, gerne.

Speaker: Ja.

Speaker: dir die Zeit genommen hast und

Speaker: Eben auch bereit warst, über dieses ja doch sehr schambehaftete und sensible Thema zu sprechen, dich damit zu zeigen.

Speaker: Richtig, richtig toll. Und wenn du als Zuhörerin das Gefühl hast, dass wir dir hier helfen können, wenn du dich vielleicht auch in Manuelas Geschichte ein bisschen wiedererkannt hast, dann...

Speaker: freuen wir uns natürlich von Herzen gerne, wenn du dir einfach einen Termin vereinbarst. Wir führen immer zwei kostenlose Vorgespräche. Du kannst dir dafür unten in den Shownotes einfach einen Termin im Kalender aussuchen.

Speaker: Das machen wir ganz ohne Druck und ja, Manuela kann da bestimmt auch nochmal kurz was zu sagen.

Speaker: Hast dich wahrscheinlich schon auch gut aufgehoben und sicher gefühlt in den Vorgesprächen, oder? Auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Das erste Gespräch ist ja mit deinem Mann gewesen und ich fand es total klasse. Er hat dann auch gleich erzählt eben.

Speaker: von einer Erfahrung, die ich gesagt habe mit meinem Vater, die er widerspiegeln konnte und habe mich da schon gesehen und gehalten gefühlt praktisch.

Speaker: Ja.

Speaker: Nein, die beißen nicht. Ich kann ganz normal mit euch reden.

Speaker: Ihr seid tolle Menschen und man braucht keine Angst zu haben. Und wenn man wirklich merkt, man will diesen Weg nicht gehen, dann ist das auch vollkommen legitim. Aber man sollte wenigstens sich das mal anhören. Und wie gesagt, ich kann nur sagen, für mich war es die beste Entscheidung meines Lebens. Es war nicht einfach an vielen Stellen, aber es muss halt.

Speaker: Und die Sachen müssen einfach sein, damit sie besser werden können. Ja, schön.

Speaker: Vielen, vielen Dank. Dann verabschieden wir uns für heute.

Speaker: Und ich würde sagen, dann bis zum nächsten Mal.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Bis dann. Ciao.

Speaker: Tschüss.

Speaker

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